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Compliment

Englisches Vollblut | Hengst| Rappe | 21P.

Compliment
adoptedfox, 13 Juni 2018
Bracelet, sadasha, Rinnaja und 5 anderen gefällt das.
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      Schrecktraining mit Compliment
      14. Juli 2017 von FrauHolle (1.017Wörter)

      Es wurde dringend Zeit, dass ich mich mal wieder auf die Reise begab und einige Aufträge erledigte. Nach einer langen Zeit zu Hause auf meinem Hof, in der ich meinen eigenen Pferden endlich mal wieder ganz viel Aufmerksamkeit geschenkt hatte, vermisste ich die Arbeit auf anderen Höfen und mit anderen Pferden schon ein bisschen. Umso mehr freute ich mich auf meinen heutigen Besuch in England, wo ich mit Käthes Fohlen Compliment arbeiten durfte. Ich hatte mich mal wieder am Abend auf den Weg gemacht, sodass ich am frühen Morgen in England ankam. Ich war zwar etwas müde, aber meine Vorfreude und Motivation überdeckte meine Müdigkeit. Schon als ich mit meinem Auto auf den Parkplatz rollte, sah ich Käthe, die mit einem breiten Grinsen auf mich zugestürmt kam. Wir verfielen, nach einer ausgiebigen Begrüßung, direkt in ein Gespräch. Während wir gemeinsam die Sachen, die ich für das Schrecktraining mit Compliment mitgebracht hatte, von meinem Auto zur Reithalle schleppten, tauschten wir uns über unsere Höfe und Pferde aus. Käthe war mir sofort sympathisch. Ihr Hof lag inmitten der Wälder Englands und war, auch wenn Käthe den Hof erst im letzten Jahr gekauft hatte und hier noch nicht so viele Pferde wohnten, sehr liebevoll gestaltet. Zusammen bauten wir die Halle zu einem interessanten Spieleparadies für Compliment um. „Das wird im sicher gefallen“, sagte Käthe, als wir unser Werk betrachteten. „Na dann lass ihn doch einfach mal holen“, antwortete ich voller Tatendrang.
      Compliment war ein sehr aufgeweckter und neugieriger, kleiner Hengst. Schon beim Putzen schloss ich ihn total ins Herz und Käthe und ich mussten laut lachen, als Compliment die Bürsten ins Maul nahm und diese um sich herum schleuderte. „Mit dem wirst du später sicher mal deinen Spaß haben“, lachte ich. „Oh ja“, Käthe stimmte mir zu, „ich bin schon sehr gespannt auf seine Entwicklung“. Wenig später hatten wir uns auf den Weg zur Halle gemacht. Compliment begab sich sofort auf Entdeckungstour und erkundete die große Plastikplane, die wir in der Ecke der Halle ausgebreitet hatten. Ich führte ihn einige Male von allen Seiten über die Plane herüber, bevor ich sie schließlich vom Boden hob und Compliment vorsichtig an Hals und Beinen damit abstrich. Etwas unsicher schielte er das grüne, knisternde Ding an, mit dem ich herumfuchtelte. Er blieb allerdings artig stehen und nach einiger Zeit senkte er entspannt den Kopf nach unten. Nach einer kleinen Denkpause führte ich ihn zum Regenschirm, den er gründlich unter die Lupe nahm. Mit einem beherzten Biss schnappte er sich den Schirm und schleuderte ihn mit voller Wucht von links nach rechts. Käthe schaute uns von der Bande aus zu und holte schnell ihr Handy raus, um diesen lustigen Moment festzuhalten. „Ich glaube der Gute ist nicht ausgelastet“, rief Käthe lachend zu mir rüber. Compliment war hingegen ganz in seinem Element und mit seinem Schirm beschäftigt. Bevor er den Regenschirm komplett zerlegte, stoppte ich die Sache und spannte den Schirm auf. Erschrocken wich Compliment zurück, kam aber direkt wieder ein paar Schritte auf mich zu, als ich ihn beruhigend zu mir lockte. Es dauerte einige Zeit, bis Compliment sich den Schirm über Kopf und Rücken halten ließ, doch schließlich ließ er es artig über sich ergehen. Auch das Hütchen und das Fähnchen waren überhaupt kein Problem für ihn, sodass wir uns direkt ans nächste Ding machen konnten. In der Mitte lag ein großer, roter Gymnastikball, auf den Compliment mit großen Schritten zuging. Man konnte in seinem Gesicht sehen, wie verwirrt er war, als der Ball plötzlich vor im wegrollte. Der kleine Hengst verstand die Welt nicht mehr und schaute dem Ball, der langsam durch die Halle rollte, verwirrt hinterher. Ich führte ihn hinter dem Ball hinterher und motivierte ihn dazu, den Ball erneut anzutippen. Compliment erstarrte, als der Ball ein weiteres Mal von ihm wegrollte. Bestimmt zehn Minuten führte ich ihn immer wieder hinter dem Ball hinterher, bis er das Prinzip schließlich verstanden hatte. Compliment entwickelte immer mehr Spaß an der Sache und stolzierte mit dem Ball durch die Halle, sodass ich kaum hinterherkam. Ich ließ ihn einen Moment alleine spielen, doch musste ihn dann leider unterbrechen. „Sonst hast du ja gleich keine Energie mehr für die anderen schönen Sachen“, flüsterte ich ihm zu, während ich ihm den Hals kraulte. Mit den anderen Dingen hielten wir uns allerdings nicht so lange auf. Die Autoreifen fand Compliment ziemlich langweilig und er schielte immer wieder zu seinem Ball herüber, den ich in der Ecke der Halle geparkt hatte. Auch das Flatterband und die Schwimmnudel konnten ihn nur für kurze Zeit begeistert. Die Luftballons hatten es ihm wiederum angetan. Mit seiner zarten Nase stupste er den blauen Ballon an, der daraufhin sanft durch die Luft schwebte. Fasziniert starrte er auf die Ballons, die ich nun nacheinander immer wieder mit meinem Fuß in die Luft kickte. Die Ruhe war allerdings kurz danach vorbei, denn Compliments beherzter Biss in den Luftballon erzeugte einen großen Knall. Nicht nur Compliment, sondern auch Käthe und ich zuckten erschrocken zusammen. Doch das kleine Hengstfohlen ließ sich nicht aus dem Konzept bringen und ging sofort wieder selbstbewusst auf die Ballons zu. Compliment war wirklich ein kleiner Musterschüler, der sich immer wieder als sehr mutig bewies. Auch unsere letzten Stationen, dem Müllsack, dem Hula Hoop Reifen und den Dosen und Plastikflaschen, meisterte er wie ein großer. Nach sehr anstrengenden, aber auch sehr erfolgreichen, zweieinhalb Stunden beendeten wir unser Schrecktraining. Compliment war gedanklich ziemlich am Ende und hatte sich eine Belohnung mehr als verdient. Während Käthe ihm eine kleine Futterschüssel zusammenstellte, kratzte ich die Hufe aus und striegelte ihn noch einmal schnell über. Nachdem Compliment seine Belohnung hungrig verputzt hatte, brachten wir ihn zurück auf die Weide. „Das hast du wirklich super gemacht, vielen Dank!“, lobte Käthe mich. Auch ich war sehr zufrieden mit dem heutigen Tag und freute mich, dass Compliment so wunderbar mitgemacht hatte. Gemeinsam brachten wir die Halle wieder auf Vordermann und packten meine Sachen zurück ins Auto. Doch bevor ich mich auf den Weg nach Hause machte, lud Käthe mich noch zu einer netten Tasse Kaffee und ein paar Keksen ein, wobei wir den netten und gelungenen Tag wunderbar ausklingen lassen konnten.
      30. September 2017 | 2830 Zeichen
      Nachdem ich den frisch aufgebrühten Kaffee in eine Thermoskanne gegossen hatte ging ich hinüber in den Stall um mich der Stallarbeit zu widmen. Ich brachte die Pferde gerade nach draußen auf die Weiden, als Erin’s Wagen auf den Hof fuhr. Vergangenen Monat bot Ich ihr einen Job als Pferdepflegerin an und noch bevor ich die Frage, ob sie Interesse hätte, stellen konnte stimmte sie freudig zu. Mit ihrer Hilfe erarbeitete ich Kurse für Pferd und Reiter die nun zwei Mal wöchentlich auf dem Hof angeboten wurden und dank der Reithalle regen Andrang fanden. Erin half mir bei der Stallarbeit und so waren wir bereits nach nur einer Stunde fertig. Ich griff nach dem Führstrick der an der Box neben mir hing und ging zu den Weiden um nach den Pferden zu sehen. Meine beiden Fohlen entwickelten sich großartig und Bearing Spots brachte letztens erst sogar ihre erste Schleife nach Hause. Compliment, der mittlerweile getrennt von Bearing Spots auf einer Weide mit den Wallachen der Einsteller stand, wird in den nächsten Wochen für eine Fohlenschau vorbereitet werden. Ich beobachtete die beiden noch eine Weile, bevor ich mich Smarty Jones, meinem Neuzugang, zuwandte und ihn ausgiebig begrüßte. Er hatte sich rasch eingelebt.
      “Na mein großer? Hast du Lust ein bisschen zu arbeiten?” fragte ich und zog sein Halfter zurecht bevor ich den Führstrick einhängte und den Hengst von der Weide in die Stallgasse brachte. Ich band Smarty Jones vor seiner Box an und nahm einen Striegel und eine Bürste aus der Putzbox um ihn zu putzen. Nachdem ich auch die Hufe ausgekratzt hatte legte ich die Utensilien zurück in die Putzbox und ging in die Sattelkammer um eine Longe zu holen. Ich tauschte den Führstrick gegen die Longe und führte den ruhigen Hengst in die Reithalle. “Wie macht er sich?” fragte Hunter der zwischenzeitlich erschienen war. “Ich weiß nicht, bisher hatte er Schonfrist.” antwortete ich ehrlich und warf ihm ein Lächeln zu, bevor ich mich wieder Smarty Jones widmete der im Schritt seine Runden auf dem Zirkel zog. Der Hengst arbeitete konzentriert mit, musste hier und da aber daran erinnert werden dass nicht er entschied wann das Training beendet werden würde. Nach einer guten halben Stunde holte ich Smarty Jones zu mir und lobte ihn ausgiebig. Hunter öffnete das Hallentor und zog an seiner Zigarette. “Gib ihm etwas Zeit, der wird noch!” sagte ich als ich seinen prüfenden Blick sah. Er rang sich ein lächeln ab und folgte mir zu den Weiden. Er öffnete das Tor und ließ mich mit Smarty Jones passieren. “Darf ich dich auf einen Kaffee einladen?” fragte ich Hunter als ich de Hengst in die Freizeit entlassen hatte. “Da sag ich nicht Nein.” antwortete er lächelnd und gab mir einen Kuss auf die Stirn. Wir gingen ins Haus und ich nahm mir vor, später noch mit den Fohlen spazieren zu gehen, sofern das Wetter hielt.
      07. Dezember 2017 | 4117 Zeichen
      Der Boden war noch gefroren als ich die Haustür hinter mir schloss und mich auf den Weg in den Stall machte. Die letzten Tage waren frostig und 2 Nächte lang hatte es sogar geschneit. Ich öffnete die Stalltür und sog den warmen Pferdegeruch tief ein bevor ich die Schubkarre aus der Futterkammer holte und sie mit Heu füllte. Als die Raufen auf den Weiden gefüllt waren brachte ich die Pferde auf eben diese und widmete mich der Stallarbeit. Smarty Jones schaffte es Tag für Tag seine Hinterlassenschaften in der gesamten Box zu verteilen. Manchmal holte ich die Pferdeäpfel sogar aus der Tränke! Nachdem die Boxen gemistet und frisch eingestreut waren legte ich jedem Pferd einen Apfel in den Futtertrog und ging zurück ins Haus um eine Tasse Kaffee zu trinken. Ich setzte mich an den Tisch und zog mein Telefon aus der Tasche um Hunter eine SMS zu senden. „Guten Morgen Hunter, tut mir Leid dass ich mich lang nicht gemeldet habe. Wie geht es Dir?“ schrieb ich und sendete die SMS ab.
      „Guten Morgen Käthe, wir haben uns lange nicht mehr gesehen. Etwas dagegen wenn ich später vorbei komme?“ So schnell hatte ich nicht mit einer Antwort gerechnet. Ich sagte ihm für ein späteres Treffen zu und stellte die nun leere Tasse in den Geschirrspüler. Ich ging zurück in den Stall und nahm einen Führstrick um Bearing Spots von der Weide zu holen. Aufmerksam trabte sie an den Zaun und ließ sich aufhalftern. In der Stallgasse band ich die junge Stute an und begann damit ihr dichtes Winterfell zu striegeln. Sie entwickelte sich großartig und ich plante sie langsam aber sicher an das longieren zu gewöhnen. Bevor ich sie in die Reithalle führte holte ich die Longe aus der Sattelkammer und hängte sie in den Führstrick ein. In der Halle angekommen wärmte ich Bearing Spots auf bevor ich mit ihr ein wenig trainierte. Sie machte ihre Sache gut sodass ich nach zirka 20 Minuten die Arbeit beendete und die Stute ausgiebig lobte. Ich brachte sie zurück auf die Weide und nahm Compliment mit in die Stallgasse um ihn zu putzen. In der vergangenen Woche war ich jeden Tag mit ihm spazieren um das Führen zu verbessern sodass ich ihm ein paar Tage Ruhe geben wollte. Nachdem ich den jungen Hengst gestriegelt hatte kratzte ich seine Hufe aus und brachte ihn zurück auf die Weide. Bevor ich Smarty Jones holte beobachtete ich den Hengst eine Weile. Ich genoss seinen Anblick. Sein helles Fell glänzte in der Sonne und auch der frostige Boden taute auf und glitzerte sanft. Ich lockte Smarty Jones an den Zaun und hängte den Führstrick in sein Halfter ein. Trotzdessen dass ich nicht wusste wann Hunter kam, entschied ich mich einen kleinen Ausritt mit Smarty Jones zu wagen. Ich band den Hengst in der Stallgasse an und begann sein weiches Winterfell zu striegeln. Nachdem ich die Hufe ausgekratzt hatte ging ich in die Sattelkammer um seinen Sattel und sein Zaumzeug zu holen. Ich sattelte Smarty Jones, setzte meinen Helm auf und führte den Hengst auf den Hof um aufzusteigen. Gemeinsam ritten wir eine Weile an der wenig befahrenen Straße entlang bevor wir einen abgelegenen Waldweg einschlugen. Bis auf eine lange Galoppstrecke war es ein entspannter Ausritt im Schritt und Trab. Ich lobte Smarty Jones ausgiebig für seine Gelassenheit und machte nach einer Stunde kehrt. Als wir auf die Straße zurück kamen bog gerade ein dunkler Wagen auf den Hof ein. „Schön das du da bist!“ sagte ich sanft lächelnd und hielt Smarty Jones neben Hunter an, der gerade aus dem Wagen gestiegen war. Er streichelte Smarty Jones den Hals und erinnerte mich beinahe vorwurfsvoll daran, dass ich mich ja nicht gemeldet habe. Ich blickte auf den Hals des Hengstes und atmete hörbar aus. „Hunter ich brauchte etwas Zeit für mich, dass hatte nichts mit Dir zu tun.“ bat ich um Verständnis und stieg ab. Ich schob die Steigbügel auf und führte Smarty Jones in die Stallgasse wo ich ihn absattelte und ihm eine Apfelhälfte gab. Als ich Smarty Jones auf die Weide brachte stand Hunter vor dem Haus und rauchte eine. Ich entließ den Hengst in seinen wohlverdienten „Feierabend“ und ging zu ihm hinüber um ihn auf eine Tasse Kaffee hinein zu bitten.
      Tierarztbericht - Tierklinik Gwynedd
      18. Dezember 2017 | 2440 Zeichen

      Mein heutiger Patient sollte mich auf den Hof von Käthe von Landsberg führen, wo mich der Junghengst Compliment erwartete. Sowie die junge Frau ihn am Telefon beschrieben hatte, sollte es kein großer Akt werden den Jährling zu untersuchen und zu impfen. Also machte ich mich mit meinem Wagen auf den Weg. Angekommen begrüßte ich Käthe und reichte ihr die Hand. Nachdem ich meine Tasche aus dem Wagen genommen hatte, führte sie mich zum Privatstall, wo mir gleich der Rappe auffiel, welcher in der Stallgasse angebunden war. „Das ist Compliment.“, begann sie. „Uns sind keine ungewöhnlichen Dinge aufgefallen, im Umgang scheint er also gesund. Solange man selbst nicht gestresst ist und das auf ihn überträgt, ist er die Ruhe selbst.“, erklärte sie und ich nickte. „Na dann wollen wir dich mal nicht warten lassen.“, sagte ich und klopfte dem Vollblüter kurz den Hals. Neugierig beobachtete er, wie ich in die Einmalhandschuhe schlüpfte und spielte mit den Ohren. Sogleich begann ich mit der körperlichen Untersuchung. Wie gewohnt hörte ich zunächst Herz und Lunge ab, ehe ich Temperatur maß. Compliment ließ sich von seiner Besitzerin beruhigen und stand still da, während ich seine Gelenke und die Lymphknoten checkte. „Wunderbar. Ich schau mir noch den Kopf näher an und dann können wir auch schon impfen.“, sagte ich und machte mich an die Arbeit. Ich kontrollierte die Schleimhäute an Maul, Augen und Nüstern und betrachtete die Ohren. „Er ist in einem guten Allgemeinzustand, Alle Schleimhäute sind frei von Entzündungen, er hat keinen pathologischen Ausfluss, seine Lymphknoten sind nicht geschwollen, keine Temperatur und auch Herz und Lunge sind blande.“, fasste ich für Käthe zusammen, während ich den Kombiimpfstoff aufzog. „Ein kleiner Pieks und dann hast du es geschafft.“, murmelte ich und gab dem Hengst die intramuskuläre Injektion. Kaum merklich zuckte er zusammen, doch ich war schon fertig und klopfte ihm den Hals. „So.“, schloss ich ab und streifte die Handschuhe ab, nachdem ich die Spritze entsorgt hatte. Rasch packte ich zusammen, während die junge Frau den Hengst zurück in seine Box brachte, ehe sie mich zum Auto begleitete. Angekommen verstaute ich die Tasche wieder im Kofferraum und ergänzte den Impfpass des Pferdes, den ich ihr daraufhin wieder aushändigte. „Ein flotter Besuch.“, sagte ich und reichte ihr zum Abschied die Hand. Käthe bedankte sich und ich machte mich auf den Weg zu meinem nächsten Kunden.
      17. Februar 2018 | 5491 Zeichen
      Obwohl es noch früh am Morgen war dämmerte es bereits und ein paar Amseln sangen ihre Lieder. Ich streckte mich, so gut es mit meiner verletzten Schulter eben ging und ging ins Bad um mich für den Tag vorzubereiten. Die Nacht war die erholsamste seit langem und ich war mir fast sicher, dass ich das dem Schmerzmittel aus dem Krankenhaus zu verdanken hatte. Ich lief über den Hof zu den unteren Stallungen und bereitete die Futterrationen der Pferde zu. Smarty Jones brummelte und klopfte ungeduldig mit dem Huf gegen seine Boxentür. “Beruhige dich, du bist doch gleich dran!” rief ich aus der Sattelkammer heraus und stellte alle Eimer in eine Schubkarre um sie unter den Pferden zu verteilen. Während die Pferde fraßen äppelte ich die Paddockboxen ab und brachte Heu auf die Weiden.
      “Guten Morgen!” rief Erin über den Hof nachdem sie aus dem Wagen gestiegen war.
      “Guten Morgen! Du bist ja schon da, hattest du nicht einen Termin?” fragte ich und zog mein Smartphone aus der Hosentasche um einen Blick auf die Uhr zu werfen. Erin winkte lachend ab.
      “Alles schon erledigt. Was macht die Schulter?”
      Ich tat so, als hätte ich ihre Frage nicht gehört und füllte den letzten Rest Heu in den Reifen vor mir. Erin schob die Frage, wie es mir mit meiner Schulter gehe, sicher nur vor um zu fragen wie es nun mit Hunter lief, nachdem er mich gestern ins Krankenhaus gebracht hatte und das wollte ich vorerst für mich behalten. Erin schien den Wink verstanden zu haben und ging in den Stall um mit dem ausmisten der Boxen zu beginnen. Ich lehnte die Schubkarre gegen die Stallwand und folgte ihr um meine beiden Jungpferde Bearing Spot’s und Compliment etwas zu beschäftigen. In den vergangenen Wochen verbrachten wir viel Zeit damit, die beiden im RoundPen an das longieren zu gewöhnen. Bearing Spot’s legten wir sogar schon einen Sattel auf damit sie das Gewicht auf dem Rücken kennenlernte. Ich holte die junge Stute aus ihrer Box und putzte sie ausgiebig, bevor ich die Longe aus der Sattelkammer holte und mit ihr in den RoundPen ging. Nach gut einer halben Stunde beendete ich das Training und klopfte der Stute lobend den Hals. Die Gangwechsel beherrschte sie an der Longe immer sicherer, nur am parieren und anhalten mussten wir noch feilen. Da Erin die Box gerade frisch eingestreut hatte brachte ich Bearing direkt auf eine der Weiden die ich zuvor für die Pferde vorbereitet hatte. Im Gegensatz zu Bearing Spot’s arbeitete Compliment heute konzentriert mit. Die beiden machten Fortschritte und ich konnte es kaum erwarten Hunter davon zu berichten. Als auch Compliment sich seinen “Feierabend” verdient hatte unterhielt ich mich kurz mit Erin und besprach den heutigen Tagesplan.
      “Gegen 16:00 Uhr kommen heute die Reitschüler, das dürfen wir nicht vergessen! Grenzfee und For an Angel wurden zur Nutzung angefragt. Die beiden müssen unbedingt ablongiert werden, sonst sind sie unausstehlich.” sagte ich und Erin nickte zustimmend. “Wenn du nichts dagegen hast würde ich mit Smarty Jones gern eine Runde ins Gelände gehen. Bei ihm brauch ich mir wegen meiner Schulter keine Gedanken machen.” fügte ich hinzu und sah sie bittend an. “Natürlich! Ein wenig Entspannung wird dir gut tun!” sagte sie lachend und dankbar ging ich in den Stall zu seiner Box um ihn zu begrüßen. Ich zog ihm sein Halfter an und brachte ihn hinaus in die Stallgasse wo ich den Hengst putzte, bevor ich seinen Sattel und sein Zaumzeug aus der Sattelkammer holte. Nachdem Smarty Jones gesattelt war, bandagierte ich noch seine Beine bevor ich ihm das Zaumzeug anzog. Ich holte meinen Helm und führte den ruhigen Hengst in den Hof um dort aufzusteigen. Erin longierte gerade Smooth Gravity im RoundPen. Ich winkte ihr kurz zu und schlug dann den schmalen Pfad, vorbei an den Weiden, in Richtung Wald ein. Über den Morgen wurde das Wetter zwar milder, kühl war es dennoch und ich war froh mir einen Schal mitgenommen zu haben. Nach einer Weile, als Smarty Jones endlich entspannter unter dem Sattel wurde, trabte ich ihn an und wechselte auf den Pfad an den Feldern vorbei, wo sich eine schöne Galoppstrecke befand. Ich galoppierte den Hengst an und ließ ihn frei laufen. Smarty Jones war durch und durch ein Verlasspferd und so stieß ich einen Jauchzer aus und klopfte ihm lachend den Hals bevor ich ihn parierte und im Schritt weiter ritt. Wieder zurück auf dem Hof nahm ich meinen Helm ab und hing ihn ans Horn des Westernsattels. “Mensch, ihr wart aber lange weg!” rief Erin und stemmte die Hände in die Hüften. “Wirklich? So lang kam es mir gar nicht vor.” sagte ich wahrheitsgemäß, hielt Smarty Jones neben ihr und stieg ab. “Die Pferde sind übrigens fertig. Mit Amistad war ich nach dem longieren auf dem Platz und bin ein paar Sprünge geritten. Der ist echt Klasse, der zieht richtig an wenn es auf den Sprung zugeht!” erzählte sie aufgeregt und folgte mir in den Stall wo ich Smarty Jones den Sattel abnahm und ihn in die Sattelkammer brachte. Ich stimmte ihr zu und bot ihr an, Amistad öfter auf dem Platz zu trainieren, sofern sie Lust dazu habe. “Nur zu gern!” rief sie mir zu und begann bereits damit dem Hengst die Hufe aus zu kratzen. Ich brachte Smarty Jones auf die Weide und bot ihm eine Apfelhälfte als Belohnung an, zu der er natürlich nicht Nein sagte. Bevor die ersten Reitschüler eintreffen würden, bereiteten wir die Reithalle vor und longierten Grenzfee und For an Angel damit die beiden ihre Reitschüler zufrieden stimmen würden. Am Abend lud ich Erin dazu ein, zum Abendessen zu bleiben.
    • adoptedfox
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      Pflegebericht für alle Pferde des von Landsberg TC | 13055 Zeichen von adoptedfox
      Käthe | ...kalt kalt kalt. Fröstelnd stand ich auf um das Fenster zu schließen welches ich über Nacht gern gekippt hatte. Die Sonne ging schon auf, wie spät ist es denn? Mit einem Blick auf die Uhr stellte ich fest, dass es erst 6:53 Uhr war. Da ich einmal stand beschloss ich direkt auf zu bleiben und ging ins Badezimmer um mich für den Tag fertig zu machen. Auf dem Weg in die Küche band ich meine Haare zu einem einfachen Pferdeschwanz zusammen und stellte die Kaffeemaschine an. Ein Blick in meinen Terminkalender verriet mir, dass für heute keine Kundentermine an standen und so plante ich den Tag, zumindest größtenteils, im Stall zu verbringen. Mit meiner frisch aufgebrühten Tasse Kaffee setzte ich mich an den Küchentisch und genoss die Ruhe im Haus. Früh am Morgen brauchte ich meine Ruhe.
      Es war kurz nach 8:00 Uhr als ich mich auf den Weg in den Stall machte. Erin’s Wagen stand bereits auf dem Parkplatz und da die Pferde weder wieherten, noch mit den Hufen gegen die Boxentüren klopften wusste ich, dass Erin sie bereits gefüttert hatte. “Guten Morgen!” sagte ich als ich in den Stall trat und nach ihr ausschau hielt. “Guten Morgen!” antwortete es aus der Sattelkammer und ich ging hinein um mich für einen Moment mit Erin zu unterhalten. Seit einer Woche war sie offiziell als Trainerin auf dem Trainings-Center angestellt und sie machte ihren Job mehr als gut, woran ich natürlich nie gezweifelt hatte! “Ich würde mich dann jetzt um die beiden Fohlen kümmern. Übernimmst du die anderen soweit?” fragte ich während ich eine Putzbox aus dem Regal nahm und eine Longe auf den Deckel legte. “Gern! Das Wetter soll sich bis Mittag bessern, wollen wir dann eine Runde ausreiten?” fragte sie etwas zögerlich und ich antwortete mit einem freudigen Ja. Das gleiche wollte ich ihr auch vorschlagen. “Bis später.” sagte ich, nahm die Putzbox und ging zur Box von Bearing Spots die bereits neugierig an der Tür wartete. Nachdem ich die Tür geöffnet hatte schob ich die junge Stute ein Stück zurück damit ich selbst eintreten konnte und die Box am Boden abstellte. Mit dem Striegel in der einen und der Bürste in der anderen Hand putzte ich in langen, massierenden Zügen das Fell. “Sobald es wärmer wird wirst du gebadet, du Schweinchen.” sagte ich lachend während ich versuchte den gelben Fleck aus dem hellweißen Fell zu bürsten. Mit dem Kamm kämmte ich ihre Mähne und den Schweif und kratzte die Hufe aus, bevor ich die Longe in das Halfter einhängte und sie aus der Box in die Stallgasse führte. Sie stieß ein schrilles Wiehern aus und bekam prompt von Compliment eine Antwort. Ich führte sie in den Roundpen und begann damit mit dem Carrot Stick, den ich mir vor kurzem besorgt hatte, ihren Körper entlang zu fahren um sie für Berührungen zu sensibilisieren. Aufmerksam folgten mir ihre Ohren. Ich lobte sie ausgiebig und schickte sie dann auf die Bahn um sie ein wenig zu longieren. Bald würde die Zeit kommen sie einzureiten und obwohl ich meinen Pferden alle Zeit der Welt gab, konnte ich es kaum erwarten. Im Schritt umrundete sie mich immer wieder bis ich meinen Arm leicht anhob und mit der Zunge schnalzte. Der Carrot Stick nutzte ich als Armverlängerung damit sie das Kommando besser umzusetzen wusste. Nach ein paar Bucklern trabte Bearing an und es dauerte nicht lange bis sie sich zu entspannen begann und abschnaubte. Mit einem lauten “Priiiima!” lobte ich sie und ließ sie noch ein paar Runden laufen bevor ich sie hielt und die Hand wechselte. Da dies noch nicht gut funktionierte ging ich für einen Moment zu ihr und führte sie ein paar Schritte bevor ich zurück in die Mitte des Roundpens ging. Zufrieden galoppierte ich die junge Stute an und genoss wie sie sich streckte und sichtlich gefallen daran hatte zu laufen. So wie ich merkte das sie unkonzentrierter wurde beendete ich das Training, holte sie zu mir und lobte sie ausgiebig. Zur Belohnung gab es ein Leckerchen aus meiner, bei den Pferden sehr beliebten, Hosentasche und brachte sie auf die Weide. Wieder zurück im Stall trat ich an die Box von Compliment der schon wusste was heute auf dem Plan stand und aufgeregt brummte. “Da kann es einer aber gar nicht abwarten, oder?” fragte ich ihn lachend und kraulte seine Stirn. Ich holte die Putzbox aus der Box von Bearing Spots und ging zu Compliment um auch ihn zu putzen, bevor es in den Roundpen ging. Compliment genoss das putzen sehr und streckte den Kopf in die Luft. Nachdem der junge Hengst fertig geputzt vor mir stand zog ich ihm das Halfter an und hängte die Longe ein um ihn in den Roundpen zu führen. An manchen Tagen fiel es ihm sichtlich schwer, sich von mir zu trennen und auf die Bahn schicken zu lassen und an anderen Tagen strotzte er so vor Energie, dass er es kaum erwarten konnte zu laufen. Heute war es ersteres. Ich führte ihn ein paar Schritte bevor ich mich langsam von ihm entfernte und er letztendlich im Schritt seine Runden zog während ich ihn von der Mitte aus “dirigierte”. Trotz anfänglicher Diskussion war Compliment doch schnell bei der Sache und arbeitete konzentriert und fleißig mit. Seine Balance im Trab und Galopp besserte sich von Training zu Training mehr und auch die Handwechsel klappten immer besser. Seit der Nutzung des Carrot Sticks fiel es Compliment wesentlich leichter die Kommandos auch ohne Zurufen zu verstehen, was mein Ziel bei allen Pferden war. Die Kommunikation ohne Worte. Sichtlich stolz beendete ich das Training und lobte ihn ausgiebig indem ich ihm den Hals kraulte und ihm ein Leckerchen in sein weiches Maul schob. “Du bist mein kleiner Musterschüler, nicht wahr?” sagte ich und klopfte seinen Hals bevor ich ihn auf die Weide brachte, wo Amistad bereits auf ihn wartete. Auf den Weg zurück in den Stall machte ich einen Abstecher in die Reithalle wo Erin gerade mit Smooth Gravity vom Boden aus arbeitete. Ich ging auf die Tribühne und beobachtete die beiden eine Weile bevor ich Erin zurief “Das ist wirklich der Wahnsinn oder?” Ich war mit Smooth Gravity vor ein paar Wochen bei einem Bodenarbeitskurs weil ich selbst mit meinem Latein am Ende war, doch seit dem Kursbesuch lief alles viel besser. Wir achteten auf unsere Körpersprache und gingen auf die Schimmelstute ein. “Ich denke wir haben uns viel zu viele Gedanken und Sorgen gemacht und sind nicht auf ihre Bedürfnisse eingegangen.” antwortete Erin, die Smooth Gravity angehalten hatte und ihren Hals kraulte. Ich nickte. “Welche Pferde stehen noch aus?” - “Hibana, Smarty Jones, Grenzfee und For an Angel.” Ich überlegte. “Machen wir noch Grenzfee und For an Angel, die anderen beiden nehmen wir dann für den Ausritt mit ins Gelände.” rief ich ihr zu und ging in den Stall zurück. Bevor ich mich Grenzfee widmete holte ich die Putzbox aus der Box von Compliment und stellte sie vor die Box von Grenzfee. Ich brachte die Longe zurück in die Sattelkammer und nahm von dort direkt den Sattel und die Trense von Grenzfee mit. “Na meine Große?” begrüßte ich die dunkle Stute und zog ihr ihr Halfter an, bevor ich sie in die Stallgasse führte wo ich sie fest band und einen Striegel aus der Putzbox nahm damit ich die Stute putzen konnte. In kreisenden Bewegungen striegelte ich ihr kurzes Fell um grobe Verschmutzungen zu entfernen, bevor ich die Bürste nahm und so lose Haare, Staub und Schuppen entfernte. Mithilfe eines Kamms kämmte ich ihre kurze Mähne, den Schopf und den Schweif bevor ich mich ihren Hufen widmete die ich auskratzte und auf Beschädigungen kontrollierte. “Die sind aber recht trocken. Da müssen wir gleich mal dem Hunter schreiben, hm.” sprach ich mit der Stute und zog auch gleich mein Telefon aus der Tasche um ihm eine kurze SMS zu senden.

      “Hallo Liebster,
      hast du noch etwas Hufbalsam für mich übrig? Grenzfee’s Hufe sind recht trocken.
      Liebe Grüße, Käthe.”

      Nachdem die SMS gesendet wurde nahm ich den Sattel und legte ihn auf. Bevor ich den Gurt schloss zog ich die Schabracke glatt und richtete den Sattel aus. “Bist du dick geworden…” schnaufte ich als ich den Gurt nach oben zog und im letzten Loch verschloss. “Dich bewegen wir in nächster Zeit öfter, das kannst du mir aber glauben!” lachte ich und öffnete das Halfter um es ihr auf den Hals zu ziehen, damit ich ihr die Trense aufziehen konnte. Auf dem Weg in den Hof griff ich in der Sattelkammer nach meinem Helm und setzte ihn auf. Als ich mit Grenzfee auf den Platz ging hatte Erin das Training mit Smooth Gravity gerade beendet und hatte die Stute auf die Weide gebracht. “Ich longiere For an Angel noch, dann bin ich bereit!” rief sie mir zu und verschwand im Stallgebäude. Als wir den Dressurplatz erreicht hatten brachte ich Grenzfee in die Mitte, zog die Steigbügel nach unten und setzte mich mit Schwung in ihren Sattel. Ich ritt Grenzfee für eine viertel Stunde im Schritt auf der Bahn um sie aufzuwärmen, bevor ich sie antrabte und ein paar Bahnfiguren abritt. Grenzfee’s Stärke war die Dressur zwar nicht, dennoch waren Dressurlektionen auch für das Springreiten sehr wichtig und durften nicht vernachlässigt werden. Grenzfee arbeitete konzentriert mit und so gab ich ihr etwas mehr Zügel. Nach einem Handwechsel durch die ganze Bahn blieben wir auf eben dieser und nahmen etwas Tempo auf. Ich gab der dunklen Stute die Galopphilfen und sie fiel in einen weichen und doch raumgreifenden Galopp. An der kurzen Seite des Platzes verlangsamte ich das Tempo etwas, um auf der langen Bahn wieder zuzulegen um Grenzfee optimal zu gymnastizieren. Nach einer guten Stunde beendete ich das Training und parierte die Stute in den Schritt um sie trocken zu reiten. Ich ließ ihr die Zügel lang damit sie abkauen- und sich strecken konnte und klopfte ihr lobend den Hals. Die Sonne hatte sich inzwischen durch die grauen Wolken gekämpft und erwärmte die Luft zunehmend. Ich zog meine Fleecejacke aus und band sie mir so gut es ging um die Hüfte. Ich entschloss direkt zum Stall zu reiten und ritt den Schotterweg zwischen den Ställen entlang. Erin wartete bereits auf mich. “Ich habe Hibana und Smarty Jones bereits geputzt, ich hoffe das ist in Ordnung.” sagte sie und sah zu mir rauf. “Erin du bist ein Schatz!” sagte ich lachend und hielt Grenzfee am Stalltor an um abzusteigen. Ich führte die Stute hinein und band sie kurz an um den Sattel und die Trense abzunehmen und sie in die Sattelkammer zu bringen. Mit dem Hufkratzer kontrollierte ich nochmals ihre Hufe und brachte sie dann auf die Weide zu den anderen Pferden. Da Erin die Pferde bereits geputzt hatte gingen wir in die Sattelkammer um das Sattelzeug der Pferde zu holen. Hibana wurde von Erin englisch geritten und erhielt eine Sportausbildung da Erin vorhatte mit ihrem Pferd erfolgreich auf Turnieren zu starten. Wir trennten uns in der Stallgasse und ich ging zu Smarty Jones in die Box. Bevor ich ihn sattelte begrüßte ich ihn erstmal ausgiebig. Smarty hatte sich zu meinem Liebling entwickelt. Unter dem Sattel war er immer fleißig und konzentriert und ich schätzte seinen ruhigen Charakter sehr. Ich ging zurück an den Boxentür und griff den Sattel um ihn mit einem gekonnten Schwung auf den Rücken des rötlich schimmernden Hengstes. Ich zog das Pad glatt und schloß die beiden Gurte des Sattels, bevor ich zur Trense griff und sie ihm über zog und den Schopf aus dem Ohrriemen. “Also ich wäre fertig.” rief ich aus der Box und schaute nach Erin und Hibana. “Ebenfalls!” rief sie lachend und schob die Boxentür auf um die große Oldenburgerstute in den Hof zu führen. Ich folgte ihr und hielt Smarty neben Hibana an um aufzusteigen. Ich war immer wieder glücklich einen so ruhigen Hengst mein Eigen zu nennen der auch neben einer Stute überaus gelassen war. Damit Erin aufsteigen konnte nahm ich die Zügel von Hibana und hielt die Stute fest. Normalerweise nutzte Erin nämlich eine Aufstieghilfe, weil Hibana ziemlich unruhig werden konnte wenn ihr Reiter nicht beim dritten Mal im Sattel saß. Fertig für den Ausritt schlugen wir den Weg entlang der Weiden ein die in ein ruhiges Waldstück führte. Entspannt folgten wir den Waldwegen, unterhielten uns und nutzten einen breiten Grünstreifen am Waldrand für einen ungehaltenen Galopp. Nach einer gefühlten Stunde entschieden wir uns entlang der Straße zurück zum Hof zu reiten und immer wenn es möglich war, ritten wir nebeneinander. “Erin ich bin wirklich froh dich am Hof zu haben. Auf dich ist immer Verlass und auch wenn ich deine Chefin bin, pflegen wir ein freundschaftliches Verhältnis. Danke dafür.” sagte ich und sah zu ihr rüber. Sie lächelte verlegen und sah mich ebenfalls an. “Nicht dafür. Du hast so viel für mich getan und es macht mir einfach Spaß bei- und mit dir zu arbeiten.” Ich lächelte zufrieden und setzte mich wieder hinter den beiden ab, da ein Auto gefahren kam.
      Wieder am Hof sattelten wir unsere Pferde ab und während Erin die beiden auf die Weiden brachte, ging ich ins Haus um zwei Gläser und eine Packung Eistee mit nach draußen zu bringen den wir uns auf der kleinen Bank am Haus genehmigten. Da der Tag noch relativ jung war, würde ich die freie Zeit nutzen um einzukaufen und vielleicht würde ich auch einen Abstecher nach Nottingham in den Pferdeladen machen.
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      Pflegebericht für Bearing Spots und Compliment | 5929 Zeichen von adoptedfox
      Käthe | “Das kann doch nicht wahr sein…” seufzte ich, während ich Blatt für Blatt von der Küchenrolle abwickelte und auf die Kaffeepfütze am Boden legte. Der Tag war nur wenige Stunden alt und doch schien es, als würde ich vom Pech verfolgt. Nachdem ich heute morgen beinahe verschlafen hätte, ist mir beim anziehen meiner Lieblings Reithose doch tatsächlich eine Naht gerissen und nun das Malheur mit der umgekippten Kaffeetasse. Dann heute wohl keinen Kaffee ging es mir durch den Kopf während ich die durchtränkten Tücher in den Mülleimer warf. Ich steckte mein Telefon in die Hosentasche und machte mich auf den Weg in den Stall um die Pferde zu füttern. Mit der letzten Futterbestellung habe ich einen Eimer Kräutermüsli mitbestellt den ich unter das normale Müsli gemischt hatte um etwas Abwechslung in die tägliche Fütterung zu bringen. Den Pferden schien es zu schmecken. Als alle Pferde versorgt waren ging ich in die Sattelkammer um zu schauen, ob ich für die Pferde etwas gebrauchen könnte, wenn ich später schon in den Reiterladen fahren würde. “Guten Morgen! Kaffee gefällig?” Ich drehte mich um und Erin strahlte mich an. In ihrer Hand ein Blister mit 2 großen Kaffeebechern von Starbucks. “Guten Morgen! Nur zu gern, ich habe meinen heute Morgen auf dem Boden verschüttet…” gestand ich und nahm ihr dankbar einen ab. Wir setzten uns auf einen der Strohballen und beobachteten die Pferde, während wir unseren Kaffee tranken und den heutigen Tag besprachen. “Gegen 17:00 Uhr kommt heute jemand für eine Privatreitstunde. Sie ist mehrere Jahre nicht geritten und möchte wieder aufs Pferd. Wenn das Wetter sich so hält können wir den Dressurplatz nutzen.” sagte Erin und trank den letzten Schluck. “Gute Idee! Macht es dir etwas aus wenn ich dich mit der Stallarbeit allein lasse? Möchte mich um Bearing Spots und Compliment kümmern und dann in den Reitladen fahren. Brauchst du vielleicht noch etwas?” fragte ich und sprang vom Strohballen runter.
      “Gut das du fragst! Könntest du mir einen Salzleckstein für Hibana mitbringen?”
      “Gern! Dann schau ich mal ob ich die beiden motivieren kann.”
      Ich ging zur Box von Compliment der bereits aufgeregt mit dem Huf gegen die Boxentür schlug. Während ich die Boxentür öffnete mahnte ich ihn und schob ihn zurück. Nachdem ich den jungen Hengst ausgiebig begrüßt hatte zog ich ihm sein Halfter an und führte ihn aus seiner Box in die Stallgasse wo ich ihn fest band um ihn zu putzen. “Du Erin? Was würdest du zu einem Putzplatz draußen sagen?” fragte ich sie während ich an ihr vorbei in die Sattelkammer ging um eine Putzbox zu holen. “Keine schlechte Idee eigentlich.” antwortete sie etwas lauter, damit ich sie verstehen konnte und nickte mir zu als ich zurück zu Compliment ging. Ich plante mir am Wochenende ein paar Putzplätze anzusehen um mir dann einige Angebote geben zu lassen. Mit dem Striegel in der einen und der Bürste in der anderen Hand putzte ich den Hengst und schaffte es endlich seine letzten Winterfellbüsche zu entfernen. Nachdem seine kurze Mähne gekämmt und der Schweif verlesen war nahm ich mir einen Hufkratzer und kratzte seine Hufe aus. Da ich die Longe bereits aus der Sattelkammer mitgebracht hatte tauschte ich den Führstrick aus und führte den jungen Hengst in den Roundpen. Compliment war heute gut drauf und sofort bei der Sache. Vorbildlich ließ er sich wegschicken und zog im Schritt seine Runden, ein Ohr stets auf mich gerichtet. Als er allein durch meine Körpersprache antrabte und sogar taktklar galoppierte war ich unfassbar stolz. “Prima machst du das!” rief ich ihm zu und parierte ihn durch um die Hand zu wechseln was heute ohne Probleme klappte. Zufrieden holte ich den Hengst zu mir und klopfte seinen Hals. Länger als eine halbe Stunde arbeitete ich mit keinem der Jungpferde. Ich brachte Compliment direkt auf die Weide und ging zurück in den Stall um mich Bearing Spots zu widmen. Die junge Stute lief in ihrer Box bereits auf und ab und wieherte schrill. Während ich beruhigend auf die junge Stute einredete öffnete ich die Boxentür und schob sie zurück um ihr das Halfter anzuziehen, damit ich die Stute in die Stallgasse führen konnte. Ich band sie fest und nahm einen Striegel und eine Bürste um sie zu putzen. Das Bearing Spots Temperament hatte und zur Nervosität neigte war ja bekannt, aber heute schien sie besonders angespannt zu sein. Als ich sie einigermaßen geputzt hatte und die Hufe ausgekratzt waren führte ich sie aus der Stallgasse in den Roundpen. Die junge Stute kam mir jedoch zuvor und trabte nervös an. Die Versuche sie zu parieren scheiterten und stattdessen galoppierte sie an. Das wird heute wohl nichts dachte ich und ließ sie gewähren. Als sie sich einigermaßen beruhigt hatte holte ich sie zu mir und klopfte ihr den Hals. Das nächste Mal würde es besser werden. Ich führte Bearing Spots auf die Weide, wo bereits Hibana und Grenzfee warteten und entließ sie. Kaum hatte ich die Longe gelöst buckelte die Stute und galoppierte rasant über die Weide. Ich blieb einige Meter weiter stehen und beobachtete sie. Als sie auf das Weidetor zugaloppierte ging ich mit erhobenen Armen auf das Tor zu und rief laut “Hey!”. Bearing bremste zwar ab, schlug aber nach vorn aus und traf den Wassertrog. “Das kann doch nicht wahr sein.” sagte ich erschrocken und kletterte über den Zaun auf die Weide um mich Bearing Spots zu nähern, die sich humpelnd umdrehte und schnaubte. “Das hast du nun davon!” schimpfte ich sie und hängte die Longe wieder ein um sie in die Stallgasse zu führen. Erin half mir bei der Erstversorgung der Wunde. Als die Wunde gesäubert war und ein Verband die Blutung stoppte zog ich mein Telefon aus der Tasche um einen Tierarzt anzurufen. “Erin ich denke ich bleibe heute doch am Hof und bestelle online. Ich bestelle deinen Leckstein aber mit!” versprach ich ihr und strich mir die Haare aus dem Gesicht. Heute war wirklich nicht mein Tag und ich hoffte, dass er schnell vorbei gehen würde.
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      Neuzugänge | 13.173 Zeichen von sadasha
      Als mitten in der Nacht das Telefon klingelte drehte ich mich zuerst noch einmal auf die andere Seite, in der Hoffnung den schrillen Ton ignorieren zu können. Doch sobald ich mich umgedreht hatte leckte mit Pitch hektisch über das Gesicht. Genervt schob ich ihn von mir weg und richtete mich ächzend mit einem Blick auf die Uhr auf. Wer zur Hölle ruft um 2:37am an? Die Vorwahl sagte mir nichts und das konnte nur bedeuten, dass der Anrufer von weit weg kam. Wenigstens erklärte das auch die irre Zeit. Verschlafen nahm ich das Gespräch an und brummte ins Telefon. "Ehm… Hunter?" Ich brummte erneut. Eine Frau war am anderen Ende der Leitung und die Verbindung stand eher schlecht als recht, sodass der Ton knisternd und rauschen bei mir ankam. "Hey! Wir hatten uns doch über deine Tinker unterhalten! Und was du suchst und ja… Ich hab eine tolle gefunden, Pearl carrier und… du wolltest keine Fohlen oder?" Nachdenklich schwieg ich. Cooper aus Kanada war am Telefon, doch auch bei ihr musste es jetzt schon spät sein. "Schläfst du auch mal?" brummte ich ohne ihre Frage zu beantworten. Sie lachte. "Ist doch noch früh hier! Oh, hab ich dich geweckt? -" sie brabbelte eine Entschuldigung und redete dann über ein Fohlen, das sie ebenfalls entdeckt hatte. "Double Dilute! Du suchtest doch sowas oder nicht? Und eine Stute! Warte, ich schicke dir Fotos. Und… Hunter ich hab die zwei gekauft, du kannst also nicht Nein sagen. Im Zweifelsfall werden die sicher auch klasse Therapiepferde für deine… Freun-, Kollegin?" Ich hatte nach Fotos mein Gehör eingestellt und kramte nach meinem Laptop. Pitch hatte seinen Kopf auf dem Bett abgelegt und sah mir schwanzwedelnd dabei zu wie ich versuchte klar zu werden. "Warte kurz, der Laptop braucht Strom…" unterbrach ich Cooper. "...und ich brauche Kaffee."
      Nachdem ich mir einen Kaffee gemacht und Pitch auf den Hof gelassen hatte, setzte ich mich mit dem Laptop ins Wohnzimmer wo auch das Ladekabel lag. Die Stute war bereits eingeritten und gefahren und komplett durchgetestet was Erbkrankheiten und Farben betraf. Für mich also perfekt und dass sie Pearl Trägerin war würde später noch mit Mephisto interessant werden. Das Tinkerfohlen war sehr kompakt gebaut trotz der Größe und sie sah auch ansonsten korrekt aus. Hier wurde nicht nur wegen der Farbe gezüchtet. Trotzdem sah ich mir auch die Linien der kleinen Stute ausgiebig an, ehe ich mich bei Cooper bedankte. Gemeinsam planten wir die Überfahrt nach England und klärten das Finanzielle. Als ich auflegte wurde es schon hell und auch Cooper war jetzt müde. Wir wünschten uns also noch eine gute Nacht und legten dann auf. Ich jedoch blieb jetzt wach. Ich ging ins Bad um zu Duschen und mich für den Tag fertig zu machen. Noch bevor einer der Angestellten eintrudelte hatte ich die Fütterung fertig, die ersten Pferde auf die Weiden gebracht und mistete die ersten paar Boxen, bis Beth zum Arbeitstag kam und mir das Werkzeug aus der Hand schnappte. "Guten Morgen!" meinte sie fröhlich und lächelte mich an. "Du hast wohl nichts Besseres zu tun, hm?" Ich verneinte grinsend und streckte mich ausgiebig, ehe ich aus Benjis Box ging. Der kleine Hengst stand zusammen mit seinem Shettykumpel Niffler auf einer doppelt gesicherten Weide aus denen sie nicht mehr ausbüchsen konnten. Zu meiner Überraschung kam mir Ruby entgegen, als ich Thomas von der Weide holen wollte um mit ihm zu arbeiten. Sie hatte ihren Ponyhengst Braddock 'The Parrot' an der Hand. "Mit dir habe ich erst am Nachmittag gerechnet. Keine Schule heute?" Sie grinste über beide Ohren und nickte. "Richtig. Es sind viele Lehrer krank und deshalb dürfen heute zwei Klassen zu Hause bleiben. Ich bin unter den Glücklichen." - "Na dann viel Spaß." meinte ich und ging weiter zu meinem Drum Horse Hengst. "Achja Hunter?!" rief Ruby noch und ich blieb kurz stehen. "Später kommen noch ein paar Freundinnen, können wir uns die Shettys dann leihen? Nur auf dem Hofplatz etwas Spielen mit den Ponys?" Ich nickte und gab ihr einen Daumen hoch, ehe ich wieder kehrt machte. Thomas stand zusammen mit Tank am Rand der Weide, wo das höchste Gras wuchs. Doch im Gegensatz zum Rappen graste er nicht, sondern beobachtete aufmerksam mein Verhalten. Vielleicht erkannte er, dass ich sein Halfter mitschleppte. Jedenfalls trabte er ein paar Schritte auf mich zu, sodass auch Tank kurz aufsah um zu überprüfen was seinen Kumpel aufmischte. "Guter Junge." lobte ich den Schecken und streichelte den kräftigen Hals, als er bei mir stand und sich das Halfter überziehen ließ. Den fast vierjährigen Hengst hatte ich seit Kurzem unterm Sattel und er machte sich soweit ganz gut. Die langen Beine bekam er noch nicht immer richtig geordnet, doch dafür übten wir das ja. Auch heute sattelte und zäumte ich ihn. In der noch recht kühlen Reithalle longierte ich Thomas zuerst ab und schwang mich dann in den Sattel. Im Moment arbeiteten wir an seinem Trab und den Übergängen zum Schritt. Hier und da, wenn die Motivation stimmte versuchten wir es auch schon mit kurzen Galoppphasen. Doch die waren kaum nennenswert und wirklich schlacksig in der Ausführung. In Trab und Schrott kam Thomas aber schon gut runter, lernte sich zu entspannen und versuchte es mir Recht zu machen.
      Nach der Session mit dem Drum Horse Hengst rief ich bei Käthe an. Sie erzählte mir vom ein oder anderen Neuzugang und dass sie nun aufpassen müsse nicht noch mehr Pferde ins Boot zu holen. Ich erklärte ihr, dass es mir da im Moment nicht viel anders ging. Die beiden Neuzugänge Stonery und Hester würden wohl nächste Woche eintreffen. "Achja und wenn du ja jetzt eine Rappstute hast verlange ich ein Shooting zusammen mit Moulan und als Kontrast vielleicht Smooth Gravity, sollten die sich verstehen." meinte ich und lächelte bei dem Bild, das ich mir da zusammenstellte. Echo's Maiden sollte die Rappstute heißen. "Mit blauen Augen!" Ich war sehr gespannt sie kennenzulernen. "Und wenn du so denkst, kannst du Sympathy of the Devil auch gleich mit einplanen. Die ist auch schwarz-weiß." Ich brummte wohlwollend. "Und wen hat dir Occulta noch verkauft?" fragte ich neugierg. "Einen Hengst." sagte sie aufgeregt. "Valentine's Cantastor heißt er. Ein Brauner." Da ging mir sofort ein Licht auf. "Den habe ich gesehen, als ich sie mal besucht habe. Holst du die zwei ab oder werden sie dir gebracht?" Käthe schwieg. "Ich sehe dich nicht, das ist dir aber klar oder?" fragte ich vorsichtig. "Ja klar… Keine Ahnung, das haben wir noch nicht geklärt." Ich lachte leise. "Gut, ich komme später vorbei. Bearing Spots und Compliment erkennen mich vielleicht schon nicht mehr, so lange war ich nicht mehr da." Wir legten auf. Kerry hatte mittlerweile Vikar und Mister Blockhead für heute fertig, sodass sie nur noch die Stuten übrig hatte. "Venetia und Magical Touch spanne ich mir an und bin für etwa eine Stunde im Gelände." erklärte ich und ging mit den Halftern der beiden Stuten auf die Weide. Erleichtert dankte sie mir und schnappte sich das Halfter von Felan. Max und José sind fleißig mit CHH' Classic Spring und PFS Strolch. Die beiden Vollblüter räumten auf den Rennen aktuell viele Schleifen ab. Bald würde ich Bear Brooks Denahi ebenfalls auf die Rennbahn schicken, doch ihr fehlte es noch an Ausbildung.
      Während ich mit den beiden Tinkerstuten unterwegs war überlegte ich was ich am nächsten Tag unternehmen wollte. Die beiden benahmen sich vorbildlich und wir hatten eine sehr entspannte Runde um das Gestüt herum. Die Schatten der Bäume ließen die brennende Sonne nicht zu uns durchdringen, sodass wir immer noch fit waren als wir auf den Hof zurück kehrten. "Crowley, sie sollten was essen!" rief mir Mrs. Clayton von der Türe zu. Ich brachte zuerst die beiden Stuten zurück auf die Weiden und schob die Kutsche die letzten paar Zentimeter in die Scheune, ehe ich zum Essen kam. Danach setzte ich mich mit Pitch ins Auto und fuhr nach Nottingham um Käthe zu besuchen.
      "Erin ist mit Hibana unterwegs." erklärte Käthe und küsste mich sanft zur Begrüßung. "Wir haben den Hof für uns!" Hinter ihr stand Amistad und stupste sie ungeduldig an. "Wir bringen den kurz weg ja? Dann zeig ich dir auf dem Rückweg Echo's Maiden und dann gehen wir rein. Die beiden anderen sind ja noch nicht hier. Aber ich hab Fotos!" erzählte sie stolz. Dass ich auch nach den beiden Fohlen gucken würde war selbstverständlich. For an Angel streckte neugierig den Kopf aus der Box, als wir an ihr vorbeigingen. Amistad war auch nicht abgeneigt gegenüber der hübschen Stute, doch Käthe kannte keine Gnade und zog den Scheckhengst weiter bis zu seiner Box. "Wo sind denn die Kleinen?" wollte ich wissen. Käthe zeigte nach draußen und ich beschleunigte meinen Schritt. Bearing Spots und Compliment standen gleich draußen, wenn man aus dem Stall kam und warteten darauf reingeholt zu werden. "Die sollen noch draußen bleiben, Hunter!" rief Käthe, als ich das Tor öffnete um mich auf die Weide zu mogeln. Sofort kamen die beiden zu mir und taxierten mich neugierig. Doch Leckerchen hatte ich heute nicht dabei. Besonders Compliment hatte nochmal einen ordentlichen Wachstumsschub. Ich ließ meinen Blick über die anderen Weiden schweifen. Grenzfee stand auch noch draußen zusammen mit der neuen Rappstute. Smarty Jones war der einzige, den ich noch nicht gesehen hatte. Aber er würde dann wohl in seiner Box stehen. Pitch fing an zu quängeln, weil ich ihn nicht mit auf die Weide gelassen hatte und bevor er richtig laut wurde kam ich lieber wieder raus und ging mit ihm Käthe hinterher ins Haus. Hier tauschten wir uns über unser beider Neuzugänge aus. "Ach, ich hab ganz vergessen dir Echo's Maiden zu zeigen." sagte Käthe schockiert. Doch ich unterbrach sie, ehe sie weitersprechen konnte. "Ich hab sie eben schon gesehen. Sie sieht toll aus. Wunderbar groß!" - "Und ihr Fell ist total samtig!" fügte Käthe hinzu woraufhin ich schmunzelte.
      Wir waren erst spät wieder heim gefahren und so schaffte ich es in dieser Nacht wieder nicht den verlorenen Schlaf nachzuholen. Doch es half nichts. Wenigstens war Kerry früher da und hatte sich schon Iseabail und Lady Lyneth Bowen gewidmet. Ich ging daher sofort über zu meinen Vollblütern. Kerry würde später noch Xana bespaßen. Ich begann mit Happy Fantasy. Die Stute kam grundsätzlich etwas zu kurz und deshalb gehörte mein Vormittag heute gänzlich ihr. Ich putzte sie ausgiebig, sattelte sie dann und ging mit ihr auf die Militarystrecke in Mitten der Rennbahn. Von hier aus konnte ich meinen Jockey bei der Arbeit zusehen. Sie hatten heute die Oldies Ehrengold und Mikado aus dem Stall geholt. In der Mittagspause erklärte ich den beiden dass ich mir als nächstes Mr. Raw Depression rausnahm. Die beiden nickten und sagten dann dass sie PFS' Savory Blossom und Raving Hope Slayer rennen wollten.
      Ich freute mich sehr, als am Nachmittag Isaac aus dem Urlaub kam. Übersäht mit noch mehr Sommersprossen als üblich und mit heller Fläche rund um die Augen, weil er wohl die Sonnebrille nicht abgenommen hatte bevor er sich an den Strand gelegt hatte. Freundschaftlich begrüßten wir uns und gingen zusammen in den Stall. Blütenzauber und Riven in a Dream waren die nächsten, die wir uns vornahmen. So heiß wie es war zogen wir uns in die Reithalle zurück, wo auch Abby schon den ganzen Tag war. Sie hatte sich mit Moulan beschäftigt und jetzt gerade ritt sie Scarlet in Birth warm. "Beth macht das mit den Fohlen gut oder?" fragte Isaac, der unsere Stallhilfe vor seinem Urlaub auserkoren hatte die Fohlenarbeit zu übernehmen. Sie hatte damit zu Beginn sehr zu kämpfen. "Sie hat sich gut mit ihnen eingespielt, ja." gab ich zurück. Besonders das Hengstfohlen Golden Sugar hatte sie ganz gut im Griff. Die Flausen von PFS' Storm Cat oder Stars of Magic waren dagegen ein Witz. Als wir mit den beiden Stuten fertig waren hatte Beth gerade Little Miss Backyard an der linken und Fantastic Sonata an der rechten Hand. "Könnt ihr nicht noch die letzten beiden übernehmen?" flehte sie und Isaac und ich tauschten vielsagende Blicke aus. Wir stimmten aber zu. So konnte Beth mit der Stallarbeit weiter machen und Isaac und ich schnappten uns What Rainbow und Rouge Trap. Die beiden Stuten brannten schon darauf die Welt zu erkunden. Als wir jedoch mit ihnen nach draußen gehen wollten um eine Runde um den Hof herum zu machen scheuten sie und wollten lieber wieder zurückgehen. Wir tasteten uns also eine Ecke vorsichtiger heran und ließen die beiden Stutfohlen in Ruhe gucken und das Tempo selbst bestimmen. Weit kamen wir so zwar nicht, aber wir konnten das Führtraining mit einem positiven Gefühl abschließen, als wir nach einer halben Stunde auf den Hof zurück kehrten um die Fohlen in ihre Boxen zu bringen wo sie übernachten würden.
      Am nächsten Tag hatten die meisten Pferde frei und so konzentrierte ich mich auf Slap Happy. Isaac hatte sich Bear Totem's Denali fertig gemacht und Kerry nahm LMR Lady Luna mit auf einen gemeinsamen morgendlichen Ausritt. Am Nachmittag kümmerten sich die beiden um Verdine und Tainted Whiz Gun, sodass ich frei hatte. Ich nutzte die Zeit um mit Pitch zum See zu gehen und die Woche ruhig ausklingen zu lassen. Nächste Woche würden die beiden Neuzugänge eintreffen und die Stallordnung wieder mal aufmischen.
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      Pflegebericht für Bearing Spots und Compliment | 3795 Zeichen von adoptedfox
      Käthe | “Unglaublich wie heiß es heute ist, oder? Dabei hatten sie Unwetter gemeldet…” stöhnte ich und setzte den Huf von Compliment ab, den ich gerade ausgekratzt hatte. “Da sagst du was.” antwortete Erin und verschwand in der Sattelkammer. Die letzten Wochen vergingen wie im Flug und ohne Erin’s organisatorische Fähigkeiten wäre wohl einiges in Vergessenheit geraten. Nachdem ich Compliment fertig geputzt hatte ging ich ebenfalls in die Sattelkammer um das Fliegenspray und die Longe zu holen. “Hier ist es so angenehm…” sagte ich und ging an Erin vorbei die zustimmend brummte während sie, am Boden sitzend, ihr Sattelzeug einfettete. Ich öffnete den Spind, nahm die benötigten Utensilien heraus und ging zurück zu Compliment, der unruhig mit dem Huf auf dem Boden scharrte. “Immer mit der Ruhe, es geht ja gleich los!” beruhigte ich ihn und begann damit das Fliegenspray aufzutragen. Sowohl Compliment, als auch Bearing Spots zeigten sich aufmerksam und gelehrig bei der Arbeit vom Boden aus und ich freute mich schon darauf mit dem einreiten der beiden zu beginnen. Ich klinkte die Longe in das Halfter des Hengstes und löste den Strick, damit ich ihn in die Halle führen konnte. Ich schloss das Hallentor und schickte den Hengst auf den Zirkel wo ich ihn einige Runden im Schritt aufwärmte, bevor ich mit der Zunge schnalzte und er in einen lockeren, raumgreifenden Trab fiel. Stets ein Ohr auf mich gerichtet trabte er um mich herum und schien darauf zu warten galoppieren zu dürfen. Ich ließ ihn eine weitere Runde traben bevor ich meinen Arm etwas hob und “Gaaalopp!” rief. Er machte seine Sache gut und ich lobte ihn ausgiebig, als ich nach weiteren zwanzig Minuten das Training für beendet erklärte und den Hengst zu mir holte. Da er nicht stark schwitzte brachte ich ihn direkt auf die kleine Koppel neben der Stallanlage, bevor ich in dieser verschwand um mich selbst für ein paar Minuten abkühlte um Energie für das Training mit Bearing Spots zu tanken. Ich ging zu der Weide, auf der Erin die junge Stute heute morgen gebracht hatte und rief ihren Namen um sie zu mir zu locken. Tatsächlich sah sie auf, stieß ein grelles Wiehern aus und kam zum Zaun getrabt. “Na meine Große? Hast du Lust ein bisschen zu arbeiten?” fragte ich sie, während ich unter ihren Schopf griff um ihre Stirn zu kraulen, was ihr sichtlich gefiel. Ich nutzte den Moment und schlüpfte durch den Zaun um ihr das Halfter anzuziehen, damit ich sie in die Stallgasse führen konnte. Dort angekommen band ich sie vor ihrer Box an und holte die Putzutensilien. In langen Zügen striegelte ich ihr kurzes Sommerfell und bürstete sie nochmals ab, um lose Hautschuppen und Staub zu entfernen, bevor ich mich mit dem kämmen ihrer Mähne widmete. Als auch ihre Hufe ausgekratzt waren nahm ich den Strick von ihrem Halfter ab und hängte die Longe ein. Auch mit Bearing Spots ging ich in die Reithalle um dort mit ihr Tempo- und Handwechsel zu trainieren, die ihr dabei halfen balancierter zu laufen. Im Gegensatz zu Compliment war es der jungen Stute heute viel zu warm und ich entschloss, sie nach dem Training am Waschplatz abzuspritzen bevor ich sie wieder auf die Weide brachte. Entspannt schnaubend sank die Stute ihren Kopf und zupfte ein paar Grashalme, während ich kontrollierte dass die Tränken funktionierten. In der vergangenen Woche waren diese nämlich unerwartet ausgefallen und der Techniker riet mir, die Tränken ein paar Tage auf ihre Funktion zu überprüfen um sicherzustellen dass die Reparatur wirksam war. Und das war sie! Glücklicherweise.
      Erin, die sich noch immer in der Sattelkammer befand um ihr Sattelzeug zu waschen und zu fetten, würde heute Abend die Reitstunde übernehmen sodass ich mich spontan dazu entschied nach Lincolnshire auf das BearBrook EC zu fahren um Hunter einen Besuch abzustatten.
    • adoptedfox
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      Pflegebericht für alle Pferde des von Landsberg Gestüt's | 8141 Zeichen von adoptedfox
      Käthe | “Time flies! Morgen ist der sechste September. Kannst du das glauben?” stieß Erin überrascht aus, als sie einen Blick auf den Kalender an der Stallwand warf. Ich lachte auf, doch sie hatte Recht. Die Zeit verging wie im Flug und an manchen Tagen fragte ich mich, wie wir all die Arbeit bewältigen konnten. “Langsam wird es ernst. Vergiss nicht, nächste Woche kommt die erste Lieferung Heu.” sagte ich und sah sie nachdenklich an. Die anhaltende Dürre im Sommer hatte den Bauern in der Region zugesetzt und so organisierte ich 3 LKW-Lieferungen Heu aus Deutschland, um den Bedarf für den Winter decken zu können. “Schon längst notiert.” lachte sie auf und ging in die Sattelkammer, von wo sie keine Minute später mit Hibana’s Halfter in der Hand wieder kam. Ich seufzte und folgte ihr zu den Weiden. Hibana stand mit Grenzfee und For an Angel auf einer Weide, die beide ein Fohlen bei Fuß hatten. Missing Misty und Granada waren die ersten Fohlen, die auf dem Gestüt das Licht der Welt erblickten und beide entwickelten sich prächtig. Ich hielt Erin und ihrer Stute das Tor auf und achtete darauf, dass keines der beiden Fohlen folgte. “Das hab ich mir schon gedacht.” lachte ich und streckte den Arm hinter Hibana aus um Granada den Weg zu versperren. Erin reagierte ebenfalls und schloss das Tor. Ich streichelte der dunkelbraunen Stute den Hals, bevor ich mich von ihr trennte und zurück in den Hof ging. Sympathy of the Devil stand auf der kleinen Weide neben der unteren Stallanlage und sah kurz auf, als ich zu ihr an den Zaun trat und sie für eine Weile beobachtete. Sie, Ases Maskwamozi und Bear Brooks Denahi waren Neuzugänge auf dem Gestüt und genossen derzeit ihre Eingewöhnung, bevor sie in die Trainingseinheiten eingebunden wurden. Ich lächelte, als ich daran dachte, wie lang ich auf Hunter eingeredet hatte mir die Stute zu verkaufen, da sie doch so gut zu Smarty Jones passte und immer wieder blockte er ab, wechselte das Thema oder verließ, mit den Augen rollend, den Raum. Ich ging durch die Stallgasse und holte das Halfter von Echo’s Maiden, welches an ihrer Boxentür hing, um sie von der Weide zu holen. Die dunkle Stute sah auf, als ich das Tor zur Weide öffnete und stieß ein schrilles Wiehern aus, bevor sie mir entgegen galoppierte und nur wenige Meter vor mir zum stehen kam. Ich begrüßte Echo’s Maiden und zog ihr das Halfter an um sie in die Stallgasse zu führen, wo ich sie festband und aus der Sattelkammer meine Putzbox holte. Man sagt, dass dunkle Pferde weniger schnell schmutzig würden, doch auf meine Pferde traf das nicht im geringsten zu. Ich suchte 2 Striegel in meiner Putzbox und nahm einen in jede Hand um die getrockneten Verkrustungen aus dem Fell der Stute zu bekommen, die sich anscheinend im Matsch gewälzt hatte. Es dauerte eine Stunde bis ich fertig war. Ich ließ die Stute für einen Moment allein und ging in den Hof um die Striegel auf dem Boden auszuklopfen, bevor ich wieder zurück ging und die Putzutensilien in die Putzbox räumte. Da ich sie später noch brauchen würde schob ich sie etwas beiseite und ging dann wieder in die Sattelkammer um eine Longe, einen Kappzaum und eine Longierpeitsche zu holen. Ich öffnete das Halfter von Echo’s Maiden und zog es ihr auf den Hals, damit sie mir nicht entwischen konnte, während ich ihr den Kappzaum anzog und seinen Sitz überprüfte. Ich hatte den Kappzaum im Internet bestellt und von meinem Sattler anpassen lassen, da er, trotz der richtigen Größe, viel zu groß für meine Pferde gewesen war. Jetzt passte er perfekt. Ich hängte die Longe in einen der äußeren Ringe ein und löste das Halfter. Da Erin mit Hibana in der Reithalle war und ich die beiden nicht stören wollte, ging ich mit meiner Stute auf den großen Platz hinter der Halle und dem anschließenden großen Stalltrakt. Echo’s Maiden zeigte beim Training immer großen Arbeitswillen und ließ sich auch heute ohne große Diskussionen auf den Zirkel schicken, wo sie im Schritt ihre Runden zog. Ich sortierte die Longe in meiner Hand und blieb mit der Longierpeitsche hinter ihr. Die Stute reagierte fein auf die Hilfen die ich ihr gab und ließ sich in allen 3 Gangarten gut handeln. Schritt-Galopp, Galopp-Trab, Trab-Schritt. Im Kopf legte ich mir die geforderten Aufgaben für das Training vom Boden zurecht und rief sie von Echo’s Maiden ab, die sehr konzentriert bei der Sache war. Unter dem Sattel machte die Stute Fortschritte, doch ich wollte sie auch vom Boden aus fördern und gymnastizieren. Nach knapp einer Stunde erklärte ich das Training für beendet und holte die Stute zu mir. “Gutes Mädchen!” lobte ich sie und streichelte ihren Hals. Ich führte die Stute zurück auf die Weide und nahm ihr dort den Kappzaum ab um sie in den wohlverdienten Feierabend zu schicken. Erin hatte zwischenzeitlich Amistad bewegt und kam nun mit Compliment von den Weiden zurück. “Der sieht aber nicht begeistert aus.” rief ich ihr lachend zu und zeigte auf den Hengst, der ihr nur widerwillig folgte. “Da muss er leider durch.” antwortete sie und zupfte am Strick in der Hoffnung, dass der Hengst sein Tempo beschleunigen würde. Ohne Erfolg. Ich schüttelte lachend den Kopf und ging auf die Weide zu Smarty Jones um nach dem Wohlbefinden des Hengstes zu schauen. Vor zwei Wochen hatte ich ihn auf einer Hengstkörung vorgestellt und sah seitdem täglich im Internet nach, ob die Ergebnisse schon bekannt waren. “Na, gehts dir schon etwas besser?” fragte ich den Hengst und kraulte ihn an der Brust, was er gut leiden konnte. Seit ein paar Tagen hustete Smarty Jones, weswegen er auf einem abgesteckten kleinen Areal allein stand. Wir bewegten ihn täglich vom Boden im Schritt und Trab um die Verschleimung zu lösen und fütterten ihm Hustenkräuter, was bisher auch ganz gut funktionierte. Trotzdem würde am Abend ein Tierarzt nach ihm schauen. Sicher ist sicher. Nachdem ich mit Bearing Spot’s im Roundpen war, wartete Erin bereits im Stall auf mich. Wir hatten zwischenzeitlich kurz miteinander gesprochen und uns dazu entschlossen mit den beiden Pferden Valentine’s Cantastor und Smooth Gravity auszureiten. Die beiden harmonierten miteinander und da sich auch das Wetter beruhigt hatte, wollten wir den Spätnachmittag natürlich noch genießen. Erin hatte beide Pferde bereits geputzt und gesattelt. Ich brachte Bearing Spot’s zurück auf die Weide und ging in die Sattelkammer um meinen Helm zu holen, bevor ich Erin die Zügel von Cantastor abnahm und die Steigbügel auf meine Länge einstellte. Wir ritten an den Weiden vorbei und schlugen an einer Gabelung den Weg in den Wald ein, vorbei an Feldern und einer alten, von Moos überzogenen Holzhütte die seit jahrzehnten verlassen war. Am Tag war diese Hütte ein wunderschöner Anblick, nachts würde ich, aus Angst, jedoch keinen Schritt in ihre Nähe wagen. Den Ausritt hatte ich wirklich gebraucht. Das Geräusch der Hufe auf dem Waldboden, der Duft von nassem Holz und das Licht, welches die untergehende Sonne warf, waren entspannend und aufregend zugleich. Wir nutzten die Galoppstrecken aus und hielten am Fischerweiher an um die Pferde trinken zu lassen, bevor wir uns in der Dämmerung wieder auf den Heimweg machten. Auf dem Hof angekommen sattelten wir die Pferde ab und kontrollierten ihre Hufe. “Ach man…” seufzte ich und stellte den Huf von Cantastor wieder ab. “Was ist denn?” fragte Erin, die um den Hengst herum lief um zu sehen was denn los war. Der Hengst musste im Wald auf eine Wurzel oder einen Stein getreten sein, denn ein Stück seiner Hufwand war ausgebrochen. “Das muss Hunter sich anschauen, so kann ich das nicht lassen.” sagte ich und kontrollierte die anderen Hufe, die in Ordnung waren. “Ruf ihn am besten gleich an.” riet Erin und brachte die beiden Pferde auf die Weiden, während ich ins Haus ging und die Nummer von Hunter auf meinem Telefon wählte. Glücklicherweise war der Huf nicht stark beschädigt, sodass meine Stimmung nicht allzu sehr gedämpft wurde. “Bear Brook Farrier, Crowley how may i help you?” klang es am anderen Ende der Leitung und ich lächelte. “von Landsberg hier. Ich brauche ihre Hilfe.” sagte ich und versuchte Hunter am Telefon zu erklären was passiert war. Er seufzte. “Ich schau es mir an.”
    • adoptedfox
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      Storybericht inkl. Pflege von Hibana, Schneemann, Maeyr, Uschi, Delmara, Essence of Life, Buck or Two
      24.581 Zeichen von adoptedfox und sadasha

      Hunter | Jills Beerdigung lag nun drei Jahre zurück und dennoch fühlte es sich an, als sei es gestern gewesen als wir zusammen auf dem Weidezaun saßen und die Gegenwart der Pferde genossen. Pläne schmiedeten einen gemeinsamen Zuchtstall aufzubauen. Doch meine Cousine hatte leider nicht die Chance bekommen. Ein Gutes hatte ihre Beerdigung jedoch: Es führte die Familie zusammen. Wenngleich davon nun, drei Jahre später, nichts mehr zu spüren war. Ich saß alleine in der Kneipe mit einem Glas Scotch vor mir, dessen Bewegung im Glas ich nachdenklich beobachtete, während ich es mit beiden Händen auf dem Bodenrand kreisen ließ. Mein Telefon hatte ich heute stummgeschaltet, Pitch konnte auf dem Hof bleiben. Es gab heute Nichts, was mich erreichen sollte. Nur Isaac wusste wohin ich gegangen war und das auch nur, weil er mich mittlerweile lange genug kannte um meine Gewohnheiten zu kennen. Nicht mal Käthe wusste dass ich heute Trübsal blasen würde. Einmal im Jahr erlaubte ich mir das. Nach diesem Glas würde ich mir die unauffälligste Ecke des Ladens suchen, mich dort mit meinem Skizzenbuch hinsetzen und Erinnerungen aufzeichnen. Stunden später, ich wollte gerade nach Hause fahren und beendete deshalb den Ruhemodus meines Telefons, sah ich dass Erin mir geschrieben hatte. Käthe hatte einen Unfall und ist im Krankenhaus. Der Schock traf mich und ich rief gleich zurück. Doch Erin nahm nicht ab. Normalerweise hätte ich mir ein Taxi gerufen, das Motorrad später abgeholt, doch der Alkohol hatte den Nebeneffekt, dass das Hirn nicht mehr recht funktionierte. Ohne nachzudenken fuhr ich los in Richtung Nottingham. Ich fuhr Landwege und hatte Glück dass kein Verkehr auf diesen Straßen war. Dann stand plötzlich ein Reh auf der Straße. Ich hätte schwören können eine Sekunde zuvor war der Weg noch frei. Aus Reflex bremste ich. In meinem Kopf rief eine Stimme "Draufhalten!" aber hätte ich das getan wäre das für uns beide nicht gut ausgegangen. Trotzdem lenkte ich leicht ein, dann spürte ich wie mir das Rad wegrutschte und ich am nun wegspringenden Reh vorbeischlitterte. Als ich letztendlich den Lenker los ließ schlug ich unsanft auf den Boden auf. Erst als ich nicht liegen blieb sondern ohne mein Zutun weiterrutschte spürte ich dass mein Bein unter der Maschine fest hing. Im Straßengraben kam das Motorrad zum Stillstand und ich mit ihm. Mit der Kraft die ich noch aufbringen konnte versuchte ich mich darunter wegzuziehen, doch ich kam nicht weit. Ich versuchte mein Telefon zu erreichen, das in meiner Hosentasche war. Doch die Schmerzen waren zu stark. Es dauerte ewig, bis jemand vorbei kam und es war mein Glück, dass der Wagen ein paar Meter weiter anhielt und jemand zu mir kam. Die Schmerzen waren mittlerweile so stark, dass es mir alles drehte. Vermutlich trug der Alkohol auch seinen Teil dazu bei. Die Person aus dem Wagen kam zu mir und sprach mich mit zittriger Stimme an, doch so wirklich konnte ich das nicht wahrnehmen. Ich erzählte deshalb so gut ich konnte was passiert war und dass mein Bein eingeklemmt war, doch bevor ich zu Ende sprechen konnte dimmte ich weg und verlor das Bewusstsein. Als ich wieder aufwachte befand ich mich schon im Krankenwagen. Ich sah in ein fremdes Gesicht und registrierte jetzt, dass ich auf dem Weg ins Krankenhaus war. "In welches Krankenhaus fahren wir?" wollte ich wissen. Der Notarzt runzelte die Stirn bei dieser Frage. "Lincoln County Hospital" antwortete er. "Das geht nicht." murmelte ich. "Ich muss nach Nottingham." Verzweifelt richtete ich mich auf, versuchte es zumindest, denn weit kam ich nicht da ich fixiert wurde. "Wieso müssen Sie nach Nottingham?" fragte der Notarzt und versuchte mich wieder zu beruhigen. Er bombardierte mich regelrecht mit Fragen, bis ich schließlich nachgab. Man nahm meine Daten auf und fragte nach einer Kontaktperson. Ich bat darum meine Eltern und Isaac zu informieren. Wenn Käthe sowieso selbst im Krankenhaus lag war sie vermutlich nicht erreichbar. Im Krankenhaus brachte man mich von hier nach dort und kam schließlich zu dem Schluss, dass mein Bein ziemlich kaputt war um es einfach auszudrücken. Als ich endlich auf die Station gebracht wurde und ruhig im Zimmer lag schlief ich vor Erschöpfung ein ohne weiter nachdenken zu können.

      Käthe | “Diese hier nehmen sie 3 Mal am Tag. Morgens, Mittags und Abends je eine Tablette. Sollten sie wider Erwarten ein Gefühl von Schwindel bekommen rufen sie uns bitte an.” erklärte mir die Krankenschwester und legte eine Packung Tabletten auf den Tisch neben meinem Bett. “In diesem Umschlag ist der Bericht für ihren Hausarzt. Haben sie jemanden der sie abholt oder sollen wir ein Taxi rufen?” fügte sie hinzu und sah mich fragend an. Ich überlegte einen Moment, bevor ich antwortete. “Darf ich telefonieren? Dann könnte ich das abklären.” Die Krankenschwester nickte und verließ mein Zimmer. Wenige Minuten später kam sie mit einem Telefon zurück und reichte es mir. Ich wählte Erin’s Nummer und hoffte, dass sie bereits wach war und ans Telefon gehen würde.
      “Guten Morgen, ich habe schon auf deinen Anruf gewartet. Wie geht es Dir? Was sagen die Ärzte?”
      Sie hatte das Gespräch kaum angenommen, da überschlugen sich schon ihre Worte.
      “Guten Morgen. Die Ärzte sagen ich bin glimpflich davon gekommen. Ich habe 2 geprellte Rippen und ein paar blaue Flecken. Kannst du mich abholen?” fragte ich sie, doch anstatt zu antworten folgte Stille. “Ist...Hunter nicht bei Dir?
      “Nein. Nicht das ich wüsste. Warte mal…” sagte ich und nahm das Telefon von meinem Ohr weg um mit der Krankenschwester sprechen zu können. Als sie auf meine Frage, ob Besuch für mich da gewesen wäre, verneinend den Kopf schüttelte, nahm ich das Telefonat wieder auf. “Nein, war er nicht.” Ich hörte, wie Erin vor sich hin murmelte bevor sie mir zusicherte in einer halben Stunde da zu sein. Wir verabschiedeten uns voneinander und ich gab der Krankenschwester das Telefon dankend zurück. Da ich von meinem gestrigen Unfall noch leicht benommen war, half sie mir meine Sachen in eine Tasche zu packen und brachte mich nach unten in die Empfangshalle, wo Erin bereits auf mich wartete. Sie nahm mir meine Tasche ab und hielt mir die Tür auf, damit ich in ihren Wagen einsteigen konnte. Während der Fahrt unterhielten wir uns wenig. Gedankenverloren fuhr Erin an der Abfahrt vorbei, die uns nach West Bridgford brachte. “Wo fahren wir denn hin?” fragte ich leise und sah zu ihr hinüber. “Nach Lincolnshire. Ich habe, bevor ich gefahren bin um dich abzuholen, auf dem Bear Brook EC angerufen. Hunter hatte einen Unfall mit dem Motorrad und liegt im Krankenhaus.” gab sie zu und warf mir einen kurzen Blick zu, bevor sie weitersprach: “Wir fahren ihn besuchen. Besser gesagt Du. Ich werde vor dem Zimmer warten.” Tausende Gedanken schossen durch meinen Kopf. Was war passiert? Nach einer knappen Stunde Fahrt - ich war zwischenzeitlich eingeschlafen - erreichten wir das Lincoln County Hospital. Nachdem wir an der Information nach der Zimmernummer gefragt hatten, standen wir nun vor der Tür des Zimmers in dem Hunter sich befand. “Willst du sicher nicht mit rein gehen?” fragte ich Erin, doch sie schüttelte den Kopf. “Ich warte vor der Tür.” Ich atmete tief durch und klopfte an die Zimmertür, bevor ich sie öffnete und in den Raum trat. Das Bein komplett eingegipst, lag er da und schlief. Ich trat näher an sein Bett und strich mit meinem Handrücken über seine Wange. Er verzog das Gesicht und öffnete die Augen blinzelnd. “Käthe?” fragte er ungläubig und setzte sich auf. Noch bevor ich antworten konnte beugte er sich nach vorn und umarmte mich. “Hunter…” stöhne ich schmerzerfüllt als der Druck seiner Oberarme gegen meine geprellten Rippen stärker wurde.

      Hunter | Ich ließ von ihr ab und musterte sie fragend. "Erzähl mir von deinem Unfall gestern." sagte ich und lehnte mich wieder in die Kissen. Käthe seufzte und atmete einmal tief durch, ehe sie begann von ihrem Tag zu berichten: "Ich war in Nottingham um das bestellte Futter für die Pferde abzuholen und als ich auf dem Heimweg war, hat mir jemand die Vorfahrt genommen und ist ungebremst in meinen Wagen gefahren. Der Arzt sagt, ich sei glimpflich davon gekommen mit meinen geprellten Rippen und den blauen Flecken.” Sie nahm meine Hand und sah mich eindringlich an. “Was ist mit dir passiert?” Einen Moment lang dachte ich noch über ihre Geschichte nach. "Ich hoffe den Idioten hat es mindestens genauso erwischt wie dich!" Sie zog ihre Augenbrauen hoch und sah mich mit mahnendem Blick an. “Sowas sagt man nicht Hunter.” Ich schnaubte verächtlich. "Ich lieg eh schon hier, was soll mir schon noch passieren?" - “Und warum liegst du hier?” - "Weil ich nicht in ein Reh reinfahren wollte." erklärte ich knapp und sah an mir runter. Mir wurde erst jetzt so richtig bewusst, dass ich wohl die nächsten Wochen ausfiel. An arbeiten konnte ich nicht denken, ans Reiten auch nicht. Ich würde nicht mal ordentlich mit Pitch gehen können. Geknickt schlug ich die Lider nieder und seufzte. “Wann ist das denn passiert?” fragte sie und ich tat erst so als hätte ich sie nicht gehört, gab dann aber nach, denn so wie ich Käthe kannte, würde sie nicht locker lassen. "Auf dem Weg ins Krankenhaus. Ich wollte nach dir sehen, als ich Erins Nachricht gelesen hatte." gab ich zurück und musterte sie besorgt. “Wir hatten gestern wohl beide kein Glück.” sagte sie und lächelte sanft. "Mhmm…" brummte ich zustimmend. "Das werden ein paar sehr, sehr langweilige Wochen…" ergänzte ich.
      Sobald ich mit Krücken laufen konnte entließ man mich nach Hause. Als Pitch mich sah freute er sich so sehr, dass er unter sich machte. Isaac und der Rest vom Team freuten sich zwar auch mich wieder auf dem Hof zu sehen, sahen aber doch recht abgekämpft aus. "Danke, dass du dich um Pitch gekümmert hast." sagte ich Isaac, der sich eines der Gästezimmer eingerichtet hatte, während ich weg war. Er nickte und half mir ins Haus, auch wenn ich das mit meinen Krücken schon gut im Griff hatte. Wir setzten uns ins Wohnzimmer und er berichtete mir, was auf dem Hof alles passiert war. Ich kramte im Anschluss mein Telefon hervor und versicherte mich, dass bei Käthe alles in Ordnung war. Kurz darauf rief mich Rin an. Sie klang verzweifelt. Sie war mittlerweile allein auf dem Hof und die vielen Pferde schaffte sie schlichtweg nicht. Sie wollte die Pferde aber auch nicht irgendwem überlassen. Sie hatte schon eine andere Kollegin gefragt ob sie ein paar Tiere übernehmen könnte, doch der Großteil stand noch immer bei ihr. Wir redeten lange und diskutierten Möglichkeiten aus. Bis wir zu dem Schluss kamen, dass ich die Pferde übernehmen würde, die ich auch so gekauft hätte, hätten ich sie zuerst entdeckt. Da sie schon genug Sorgen hatte ließ ich sie über meine Verletzung im Unklaren. Die Pferde würden dann in den nächsten Tagen eintreffen. Besonders auf Schneemann freute ich mich, da ich mich in den Hengst verliebt hatte noch bevor ich ihn auf seiner Hengstkörung ritt. Maeyr, Uschi und Delmara setzten ihm nur eine Sahnehaube auf. Nachdem ich aufgelegt hatte packte ich das Telefon weg und hievte mich vom Sofa um in den Stall zu gehen. Während ich weg war zog Essence of Life ein. Die Vollblutstute hatte ich per Zufall entdeckt und gekauft, sie aber aufgrund des Unfalls noch nicht ansehen können.

      Käthe | Ein paar Tage vergingen und langsam aber sicher konnte ich behaupten, dass es mir besser ging. Erst gestern waren Erin und ich gemütlich im Gelände unterwegs und genossen die Ruhe, die der Wald uns bot. Ebenfalls gestern wurde mein Wagen abgeholt, der nach dem Unfall zwar repariert werden konnte, ich mich aber dazu entschloss ihn zu verkaufen, weil es sich wirtschaftlich nicht gelohnt hätte. Da ich im Stall keine große Hilfe war räumte ich im Haus auf und probierte mich am Backen. Chocolat Chip Muffins sollten es werden. Ich hielt das Bild auf dem Tablet neben mein Ergebnis und stellte fest, dass sie gar nicht so schlecht aussahen wie ich im ersten Moment dachte. Ich öffnete das Küchenfenster und rief nach Erin, die ihre Stute Hibana gerade aus der Stallgasse führte.
      “Hast du Lust mit nach Lincolnshire zu fahren?” fragte ich sie und schien dabei so erwartungsvoll auszusehen, dass sie ohne zu zögern zusagte. Während sie ihr Pferd auf die Weide brachte, sortierte ich die Muffins auf ein Tablett und zog mir ein geblümtes Sommerkleid an. Erin, die schon im Wagen wartete, öffnete mir die Tür und musterte das Tablett in meiner Hand, dessen Inhalt durch eine Folie geschützt war. “Ich dachte ich bringe etwas kleines mit.” sagte ich und sah in ihr fragendes Gesicht. “Es sind Muffins.” fügte ich hinzu und schnallte mich an. “Hoffentlich bekomme ich einen ab!” sagte sie lachend und setzte den Wagen in Bewegung. Während der Fahrt unterhielten wir uns wenig, was an der Musik und den geöffneten Fenstern lag. Als wir das Bear Brook EC erreichten stellte Erin den Wagen auf dem Parkplatz ab und half mir dabei auszusteigen. Erin und Ich gingen zum Haus und klingelten. Mrs. Clayton öffnete die Tür und bat uns hinein. “Ich habe Muffins mitgebracht.” sagte ich stolz und stellte das Tablett auf den Tisch. “Die riechen ja großartig! Lange werden die hier nicht stehen.” sagte sie lachend und nahm die Folie ab. Ich nahm zwei Muffins heraus und ging in Richtung der Tür, als Mrs. Clayton mich darauf hinwies, dass Hunter sich in der Schmiede befinde. Ich bedankte mich und lief über den Hof um nach ihm zu sehen. “Darf ich reinkommen?” fragte ich und blieb im ohnehin geöffneten Tor stehen. Als Hunter aufsah und erkannte, wer da stand strahlte er mich an und bat mich rein. “Was machst du denn hier?” fragte ich ihn und hielt ihm einen der beiden Muffins hin. Er nahm ihn glücklich entgegen und sah dann auf die Werkbank vor ihm, auf der Hufnägel und Eisen wild durcheinander flogen. "Ich sortiere hier etwas um…" erklärte er. “Kann ich dir helfen?” bot ich ihm fragend an und nahm einen Bissen von meinem Muffin. Wow, die schmecken echt gut dachte ich und sah Hunter an. Er warf nochmal einen Blick die Arbeit und antwortete dann. "Nein. Aber ich kann das später weiter machen." Er biss vom Muffin ab und sah mich zufrieden kauend an. "Du hast da was." Ich wischte mit dem Handrücken über die Stelle die er mir gezeigt hatte und sah ihn an. “Besser?” fragte ich und nickte in Richtung seines Beins. “Wie lange bist du außer Gefecht?” - "Nur noch ein paar Wochen." erklärte er und fügte hinzu, dass es schon viel besser geworden sei. Nachdem ich meinen Muffin aufgegessen hatte beobachtete ich ihn eine Weile und sah dann nach draußen in den Hof. Hunter nahm seine Krücken und stand auf. "Gibt es noch mehr von denen?" er hielt mir das leere Papier vom Muffin vor die Nase. "Wenn dein Team noch welche übrig gelassen hat." meinte ich schulterzuckend. Gemeinsam schlichen wir über den Hof. "Falls nicht. Heute Abend grillen wir hier auf dem Innenhof. Magst du Erin anrufen und fragen ob sie auch kommen möchte?" überlegte er laut. “Du kannst sie selbst fragen, sie hat mich hergefahren.” sagte ich und ging vor, um die Tür zum Haus zu öffnen. Wie erwartet hatte es sich schnell herumgesprochen dass es im Haus eine Kleinigkeit gab und so fanden wir das gesamte Team des Bear Brook EC in der Küche vor. “Ältere Frauen backen immer noch am besten. Die Erfahrung macht es einfach aus.” sagte Isaac voller Überzeugung und biss von seinem Muffin ab. Mrs. Clayton und ich riefen gleichzeitig empört “Ältere Frauen?” auf und mussten dann lachen. Hunter schmunzelte nur und beobachte das Schauspiel. "Was brauchen wir noch für's Grillen?" fragte er an Mrs. Clayton gerichtet, die ihm prompt einen Einkaufszettel entgegen streckte. "Kommst du mit Käthe? Ich kann leider nicht fahren." meinte er grinsend. “Ich darf dein Auto fahren?” fragte ich ungläubig und drehte mich zu ihm um. "Unter diesen Umständen… Ja." sagte er und humpelte in den Flur um mir seinen Autoschlüssel rauszusuchen. "Kommst du?" rief er, als er ihn gefunden hatte. Ich zuckte mit den Schultern und grinste Erin an. “Fahr vorsichtig!” rief sie mir nach, doch die Tür fiel bereits ins Schloss. “Soll ich dir helfen?” fragte ich Hunter der die Beifahrertür schon geöffnet hatte. Er überhörte diese Frage und krackselte sich irgendwie selbst ins Auto, was zwar klappte, aber sehr unbeholfen aussah. Als er endlich saß und sich angeschnallt hatte grinste er mich an. Ich schüttelte den Kopf und ging um das Auto herum um selbst einzusteigen. Wir fuhren nach Lincoln um die Sachen zu besorgen, die Mrs. Clayton aufgeschrieben hatte und nahmen zusätzlich Bier und eine Flasche Wein mit. Zurück auf dem Bear Brook EC herrschte bereits reges Treiben. Alle halfen dabei den Grillabend vorzubereiten und Mrs. Clayton, die schon sehnsüchtig auf uns zu warten schien, lief uns entgegen um uns beim Ausladen zu helfen. Hunter wurde zu Isaac gerufen und gab mir einen flüchtigen Kuss, bevor er in Richtung der Stallungen verschwand. “Erin kommt übrigens gleich zurück. Sie fährt schnell und bringt die Pferde in die Boxen.” sagte Mrs. Clayton als sie meinen suchenden Blick bemerkte.

      Hunter | Wir hatten einen tollen Grillabend und auch die nächsten Tage liefen verhältnismäßig ruhig. Viel konnte ich sowieso nicht machen. Wenigstens war ich den Gips mittlerweile los und trug nur noch eine Bandage. Reiten durfte ich damit noch immer nicht, aber ich fuhr heute trotzdem mit Pitch zu einem alten Bekannten, den mein Vater noch aus seiner Zeit kannte. Sein Sohn hatte einen Tinkerhengst zum Verkauf stehen, den er selbst nie mehr reiten könnte. Es wäre aber wohl zu schade ihn im Stall versauern zu lassen, also soll er wieder in fördernde Hände. Interessant für mich, weil meine Tinker eher für den Fahrsport gebaut waren. Buck or Two sei aber ein Vielseitigkeitspferd. Pitch verfrachtet, setzte ich mich selbst ins Auto, kramte aber zuerst nach meinem Telefon um Käthe anzurufen. "Ich fahr nach Spilsby, ein Pferd ansehen. Hast du Zeit und Lust mitzukommen? Richtung Meer? Wenn wir da fertig sind, können wir ja einen Abstecher nach Skegness machen.", schlug ich vor und holte Käthe einige Minuten später ab. "Geht das mit deinem Bein?", fragte sie, als sie auf der Beifahrerseite einstieg. Ich lachte. "Was meinst du wie ich hergekommen bin?" Sie sah mich tadelnd an. "Du weißt wie ich das meine, Hunter!" Immer noch lächelnd setzte ich rückwärts um mich auf dem Hof zu drehen und dann rauszufahren. "Hast du Alles dabei? Schwimmsachen?", fragte ich, als wir auf dem Highway waren. Käthe nickte. "Warst du überhaupt schon mal in Skegness?" - "Nein! Aber ich hab es gegoogelt und das will ich mir nicht entgehen lassen." Aufgeregt lächelte sie mich an. "Ich möchte dann auch an die Greifautomaten gehen.", meinte sie. Ich lachte. "Das ist Betrug, das ist dir bewusst oder?" Ich warf einen kurzen Blick zu ihr rüber. Sie schüttelte den Kopf. "Wenn ich ohne ein Plüschtier wieder heim muss, bin ich traurig." Ich seufzte. Vermutlich würden wir heute zig Pfund in ein Plüschtier stecken, welches wir in jedem Spielzeugladen für ein paar Penny hätten kaufen können. Doch bevor wir zum Strand fuhren, machten wir einen Stop in Spilsby. Der Hof war klein und es gab hier so gut wie nur Tinker. Die Boxenschilder verrieten jedoch, dass es alles Einstaller waren. Alle, bis auf Buck or Two. Der Hengst war jedoch nicht in seiner Box, also gingen wir weiter über den Hof bis wir einem älteren Herren in die Arme liefen. "Sie müssen Mr. Crowley sein! Und das ist sicher Mrs Crowley. Hallo." grüßte er freundlich und ich sah Käthe schmunzelnd an, die erstmal klarstellte, dass wir nicht verheiratet waren. Der Herr nahm uns mit zu den Weiden und Paddocks. Auf einem kleinen Paddock stand Bucks schon parat und wartete nur darauf, dass man ihn mitnahm. "Er ist wirklich ein braves Pferd." erklärte der Mann, während er Bucks aufhalfterte und vom Paddock holte. Er band ihn an einer Stange vor dem Reitplatz an. "Ich hole eben seine Sachen." entschuldigte er sich und verschwand im Stall, während ich Bucks streichelte. Der dunkle Hengst streckte sich sofort lang und verzog die Schnute, als ich eine besonders gute Stelle am Mähnenansatz gefunden hatte. Pitch hatte sich neben mich gelegt und döste vor sich hin. Als der Mann mit Putzkiste und Trense zurückkam warf ich einen etwas unsicheren Blick zu Käthe, die den Kopf langsam schüttelte. Ihr war natürlich klar, dass ich eigentlich noch nicht reiten sollte. Ich legte die Leine ab und nahm mir eine der Bürsten aus der Box um dem Mann mit Bucks zu helfen. Käthe hatte inzwischen die Leine von Pitch aufgenommen und lehnte sich gegen die Stange. Bucks zog neugierig zu ihr rüber und stupste sie vorsichtig an, bis sie sich endlich ergab und ihn streichelte. Einige Minuten später stand der Rappe geputzt und gesattelt vor uns. Pitch war gänzlich eingeschlafen und Käthe kraulte immer noch Bucks Hals. Der Mann prüfte kurz den Platz und bat mich dann mit Bucks einzutreten, während er das Tor aufhielt. "Das fällt leider wieder zu, wenn man es nicht festhält.", erklärte er. "Also wenn sie wollen, er wurde die letzten Tage ein paar mal von anderen Einstallern bewegt. Ich kann Ihnen auch einen Sprung aufbauen, während sie ihn warm reiten." Während er das sagte ging er bereits zur kurzen Seite des Platzes wo die Sprünge in Teilen lagen. "Nein, kein Sprung.", sagte ich eilig und merkte erst im Nachhinein, dass ich das wohl ein wenig zu panisch gesagt haben musste. "Ich bin noch im Schongang, nach einer Verletzung.", entschuldigte ich mich sofort und stellte dann die Steigbügel am VS-Sattel auf meine Länge ein.

      Käthe | “Der wird sich wohl nie ändern, hm?” fragte ich Pitch und kraulte ihn am Hals, nachdem wir uns ein schattiges Plätzchen am Rande des Platzes gesucht und es uns in der Wiese bequem gemacht hatten. Hunter hatte mittlerweile im Sattel Platz genommen und zog abwechselnd im Schritt und Trab seine Runden. Der Hengst machte eine gute Figur unter dem Sattel und lief fleißig vorwärts. Auch als Hunter ihm die Galopphilfen gab reagierte er sofort und Hunter’s Gesichtsausdruck verriet mir, dass er sich gut aussitzen ließ. Nach zirka einer halben Stunde parierte er durch und blieb vor mir am Zaun stehen. “Was sagst du?” fragte er mit erwartungsvollem Blick und klopfte den Hals von Buck or Two. Ich zögerte. “Er ist sicher nicht verkehrt. Auch von der Ausbildung her.” sagte ich und lächelte besänftigend um ihm die Frage nach dem Aber abzuwehren. “Gib mir ein paar Minuten.” sagte er, stieg ab und führte den Hengst zum Tor, welches der Mann bereits geöffnet hatte. Ich sah, dass die beiden sich angeregt unterhielten und ahnte, dass der Hengst so gut wie gekauft war. Hunter bemerkte meinen Blick und winkte mich herbei. “Ich organisiere alles und melde mich die Tage.” sagte der Mann und reichte mir die Hand um mich zu verabschieden. Als auch Hunter und er sich die Hand gegeben hatten legte er seinen Arm um meine Hüfte und ging mit mir zurück zum Wagen. Auf einmal stieß er die Faust seines freien Arms hoch und jubelte. "Auf nach Skegness!" Bevor ich reagieren konnte drückte er mir einen Kuss auf die Lippen und öffnete die Beifahrertür um mich Platz nehmen zu lassen. "Du wirst Skegness lieben.", sagte er, als er sich hinter das Steuer setzte und den Wagen startete um loszufahren.
      Die Stadt am Meer war wirklich großartig. Wir starteten mit einem Bummel durch die Gassen und betrachteten dabei die schönen Fassaden der alten Häuser. Im Anschluss gingen wir an den Strand und nutzen hier Alles was Skegness zu bieten hatte: Einen Mini Freizeitpark, die Spielhalle, den weitläufigen Strand und natürlich das Meer. Es war ein wundervoller Tagesabschluss vom Restaurant aus den Sonnenuntergang zu beobachten. Es tat fast schon weh als Hunter diese ruhige Atmosphäre unterbrach um aufzustehen. "Es ist schon spät.", sagt er wehmütig und hielt mir seine Hand hin. Seufzend ergriff ich sie und ließ mich wie ein nasser Sack aus dem Stuhl ziehen. "Ich möchte bleiben.", klagte ich und folgte ihm schmollend.

      Zwei Tage später stand ich zusammen mit Hunter auf dem Parkplatz des Bear Brook EC und winkte den alten Herren mit Buck or Two auf den Innenhof. Der dunkle Hengst wurde erstmal in aller Ruhe mit der neuen Umgebung bekannt gemacht. Hunter hatte den Vormittag damit verbracht seine Box vorzubereiten. Auch den Futterplan von Buck hatte er etwas überarbeitet. Nach der Besichtigung konnte sich der Tinker erstmal in seiner Box ausruhen. Die Fahrt war zwar nicht allzu aufregend für ihn, doch er sollte sich erst einmal einleben, ehe er gearbeitet würde. Sobald ich sicher war, dass Alles um Buck herum geklärt war verabschiedete ich mich von Hunter und fuhr zurück nach Nottingham um mich um meinen eigenen Hof zu kümmern.
    • adoptedfox
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      Pflegebericht für alle Pferde des von Landsberg TC | 4978 Zeichen von adoptedfox
      Käthe | “Du gehörst ins Bett, my Dear.” ermahnte mich Erin, als ich den Stall betrat und meine Thermoskanne auf der Futterkiste abstellte. Ich seufzte. “...aber mir fällt die Decke auf den Kopf.” sagte ich mit erstickter Stimme und folgte ihr in die Sattelkammer. “Wie läuft es mit Funny Sugar?” fragte ich sie und nahm mir einen Führstrick. “Sehr gut! Die letzten Tage habe ich mit ihr vermehrt Bodenarbeit gemacht und unsere Verbindung wird immer besser!” erzählte sie euphorisch und ich freute mich darauf, die Entwicklung der beiden miterleben zu dürfen. Erin hatte die junge Stute im Oktober letzten Jahres gekauft um sie selbst ausbilden zu können und ich versprach ihr zu helfen, sollte sie meine Unterstützung benötigen. Sie öffnete den Spind von Hibana und nahm den Sattel, ein paar Gamaschen und die Putzkiste heraus. “Was möchtest du heute machen?” fragte sie mich auf dem Weg zu ihrer Box und ich überlegte einen Moment. “Ich denke ich striegel die Pferde nur ab, bringe sie auf die Weiden und vielleicht gehe ich eine gemütliche Runde ins Gelände.” antwortete ich und Erin nickte zustimmend. Wir unterhielten uns noch einen Moment, bevor ich mich auf den Weg machte und mich um die Pferde kümmerte. Nachdem sich die Fohlen Granada, Ivy’s Rhapsody und Missing Misty auf der Weide neben dem unteren Stallgebäude befanden und um die Wette galoppierten, ging ich zur Box von Lorelei. Lorelei war seit einer Woche auf dem Hof und stach, als Kaltblut, deutlich zwischen den Vollblütern hervor. “Na meine Große, wie geht es dir heute?” fragte ich sie und ging in die Box um ihr grobe Verschmutzungen und Streu, die sich im Fell verfangen hat, abzubürsten. Tiefenentspannt, stand sie mit ihrem dichten Winterfell vor mir und genoss die massierenden Bewegungen der Bürste.
      Da sie noch in der Eingewöhnung war, brachte ich sie auf die Koppel neben dem Haus, die wir abgetrennt hatten damit auch Westatlanta ihren Freigang genießen konnte. Ases Maskwamozi, Echo’s Maiden und Smooth Gravity brachte ich zusammen auf eine der großen Weiden und Bearing Spot's, Bear Brooks Denahi, Grenzfee und Sympathy of the Devil auf eine anschließende Weide, damit die Stuten untereinander trotz der Litze Kontakt halten konnten. For an Angel brachte ich zu den Fohlen auf die Weide. Als auch Amistad, Compliment und Valentine’s Cantastor auf den Weiden waren, kontrollierte ich noch einmal dass alle Tore fest verschlossen waren und ging in den Stall um Smarty Jones für den Ausritt fertig zu machen. Der Hengst war das Verlasspferd schlechthin und ich vertraute ihm in jeder Situation. Da ich angeschlagen war hielt ich es für besser, ihn für einen Ausritt zu wählen. Ich holte den Hengst aus der Box und band ihn in der Stallgasse an um ihn gründlich zu putzen. Nachdem ich seine Hufe ausgekratzt hatte ging ich in die Sattelkammer und holte ein paar Gamaschen, seinen Sattel und die Trense. Mit einer Grippe war es ein Kraftakt, den schweren Westernsattel auf den Rücken des Hengstes zu bekommen, doch ich nahm alle Kraft zusammen und legte ihn mit Schwung auf. Der Hengst schnaubte und wandte mir seinen Kopf zu als wolle er fragen, ob alles okay sei. Ich streichelte über seine Stirn und lachte. “Womit hab ich dich nur verdient, hm?” fragte ich ihn und er rieb sein zartes Maul an meinem Oberschenkel. Ich holte eine Abschwitzdecke aus seinem Schrank und legte sie ihn über die Kruppe. Wir hatten zwar keine Minusgrade, doch der Wind fühlte sich eisig kalt an. Ich trenste den Hengst und führte ihn auf den Hof zur kleinen Bank um aufzusteigen. “Nimm das mit, zur Sicherheit.” sagte Erin und drückte mir mein Smartphone in die Hand. Dankbar steckte ich es in meine Jackentasche und trieb den Hengst vorwärts. Als wir an den Weiden vorbeigeritten waren, schlugen wir den Weg entlang der Felder ein. Im Schritt ritten wir auf einem kleinen Pfad zwischen Waldrand und frisch gepflügtem Feld bis es zu nieseln begann und wir in den Wald abbogen. “Wir sollten viel öfter ausreiten, meinst du nicht auch?” fragte ich Smarty Jones und streichelte den Hals unter seiner nachgewachsenen Mähne. Als würde er mir zustimmen, stieß er ein kurzes Schnauben aus und richtete ein Ohr nach hinten. Auch wenn es mich fröstelte, genoss ich die Auszeit im Wald auf dem Rücken meines Lieblings. Die vergangenen Wochen waren nervenaufreibend gewesen. Beginnend mit der Heunot durch den heißen Sommer, über die Vorbereitungen für den Winter, bis hin zum Jahreswechsel hatten wir alle Hände voll zu tun und sogar Hunter, der ebenfalls nicht zu wenig Arbeit hatte, half wo es nur möglich war. Mit dem ersten Tag im neuen Jahr fiel alle Last von unseren Schultern und wir hofften auf ein besseres Jahr. Nach knapp 3 Stunden erreichten wir wieder den Hof. Ich sattelte den Hengst ab und brachte ihn mit einer Abschwitzdecke auf die Koppel zu Valentine’s Cantastor, mit dem er sich sehr gut verstand. Sichtlich am Ende räumte ich den Stall noch auf, bevor ich mich ins Haus zurück zog und mir ein Erkältungsbad einließ.
    • adoptedfox
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      von Landsberg Trainings-Center | Springtraining Stufe A - L | Compliment | 3409 Zeichen
      Käthe | “Hört das denn gar nicht mehr auf?” fragte ich seufzend und ging zurück zu Compliment, der vor seiner Box angebunden stand und döste. Es regnete seit gut einer halben Stunde und die Wolken am Himmel sahen wenig danach aus, dass es innerhalb der nächsten Minuten aufklaren würde. “Ich frag dich wirklich ungern.” begann ich und ging zu Erin, die damit beschäftigt war die Box ihrer Stute Funny Sugar zu misten. “...aber würdest du mir in der Halle ein paar Sprünge und Cavalettis aufbauen?” Erin unterbrach ihre Arbeit und strich sich ein paar wilde Strähnen aus dem Gesicht. “Was wäre ich nur für ein Mensch, wenn ich Nein sagen würde, wo du doch so schön bettelst?” lachte sie und legte die Forke in die Schubkarre um sie nach draußen in die Stallgasse zu schieben. Während ich in die Sattelkammer ging um meinen Helm und die Sicherheitsweste zu holen, baute sie ein paar Kombinationen auf. “Ich danke dir vielmals!” rief ich ihr zu, als ich Compliment durch das große Tor der Halle führte. Ich schloss das Tor und führte den Hengst in die Mitte der Halle zur Aufstieghilfe. Dank ihr saß ich binnen Sekunden im Sattel und korrigierte meinen Sitz, bevor ich in die Steigbügel stieg und die Zügel in meiner Hand sortierte. Im Schritt ritten wir ein paar Runden um die Hindernisse herum, bevor ich den Hengst antrabte und ihm etwas Zügel vorgab, damit er sich strecken konnte. Nach einer guten viertelstunde parierte ich ihn in den Stand um nachzugurten. Dann wollen wir mal dachte ich und Compliment schnaubte, als würde er mir zustimmen. Ich galoppierte ihn aus dem Stand an und taxierte die Kombination aus Cavalettis zum aufwärmen. Fünf Cavalettis waren an der langen Seite der Bahn aufgebaut. Für Compliment, der recht hochbeinig war, war es eine Leichtigkeit die Cavalettis zu überwinden und auch die Sprünge auf A-Niveau waren kein Problem für ihn. In den letzten Wochen musterte der Hengst sich immer mehr zum erfahrenen Turnierpferd und oft dachte ich wehmütig an die Tage zurück, an denen ich noch ohne Probleme über seinen Rücken greifen konnte. Ich taxierte das nächste Hindernis, dessen Stange höher lag als bei den bisherigen Sprüngen. Im Kopf zählte ich die Galoppsprünge bis zum Absprung mit. Perfekt! Ich stand aus dem Sattel auf und lehnte mich auf den Hals des Hengstes. “Prima!” lobte ich den Hengst laut als ich wieder im Sattel saß und wir um den Parcours galoppierten. Nach einer Stunde beendete ich die Einheit und parierte den Hengst in den Trab und schließlich zum Schritt durch. Nur einen Sprung hatte er verweigert und ich war mir sicher, dass es mein Fehler war. Am langen Zügel ritten wir ein paar Runden auf der ganzen Bahn bevor ich Compliment hielt und abstieg. Ich lockerte den Gurt, schob die Steigbügel nach oben und nahm ihm die Zügel vom Hals um ihn aus der Halle zu führen. Glücklicherweise hatte es aufgehört zu regnen, doch der Himmel war noch immer zugezogen. Ich führte den Hengst in die Stallgasse und band ihn vor seiner Box an. Nachdem ich ihn abgesattelt hatte, legte ich ihm eine leichte Abschwitzdecke über und brachte ihn in seine Box, wo er sich über das frische Heu hermachte. Ich räumte seinen Sattel, die Trense und die Gamaschen zurück in den Spind und ging in die Reithalle um die Hindernisse abzubauen. Die Springstunde lief mehr als zufriedenstellend und ich war mir sicher,
      dass Compliment in Zukunft bei Turnieren auf L-Niveau gut abschneiden würde.
    • adoptedfox
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      1626 Zeichen von Calypso
      Gegen Mittag fuhr ich nach Nottingham, zu Käthe von Landsberg. Ich sollte mir mal wieder einen ihrer Hengste ansehen. Als ich bei ihr ankam stand sie schon mit dem Vollblut Hengst Compliment auf dem Putzplatz. Wir begrüßten uns herzlich und hielten einen kurzen Plausch über sämtliche Neuigkeiten in der Reiterwelt. Der Rapphengst döste in der leichten Sonne vor sich hin. Kurz darauf machte ich mich mit ihm bekannt und streichelte ihn ausgiebig. Was für ein lieber Hengst, dachte ich mir und hätte ihn wohl gleich selbst mit in mein Auto gepackt, wenn ich könnte. Ich fing also erst einmal an ihn gründlich abzutasten, über die Wirbelsäule, die Beine und machte Beugeproben. „Sieht gut aus, lass ihn mal hier auf dem Hof ein paar Runden laufen, bitte.“ Käthe band Compliment ab und ging zuerst im Schritt und dann im Trab mit ihm auf und ab. Ich schaute mir die Bewegungsabläufe genau an und nickte zufrieden. Nun konnte ich mit dem impfen fortfahren. Compliment war bis jetzt so ruhig und kooperativ gewesen, dass ich mir bei den kleinen Pieksern auch keine Sorgen machte. Käthe streichelte ihn und ich zog die erste Spritze auf. Mit beruhigenden Worten redete ich auf ihn ein und setzte die Nadel an. Ein kurzes Zucken ging durch den Pferdekörper, aber das war es auch schon. „Ein feiner Junge bist du.“ lobte ich ihn und tätschelte seinen Hals. Zum Schluss kontrollierte ich noch seinen Chip und gab Käthe eine neue Wurmkur mit. „Tschüss Compliment, hat mich sehr gefreut dich kennenzulernen.“ ich schmunzelte und Käthe brachte ihn in seine Box. Danach quatschten wir noch ein wenig, bis ich wenig später nach Hause fuhr.
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  • Album:
    von Landsberg Hengste
    Hochgeladen von:
    adoptedfox
    Datum:
    13 Juni 2018
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    Hengst
    Compliment | englisches Vollblut | 08. Oktober 2016
    Stockmaß: 1.72cm
    Gewicht: 428.00kg
    Fellfarbe: Rappe



    • Abstammung •
    Von Valentines Cantastor
    Von Cataract Aus der Nushin

    Aus der Indiana
    Von Bubi Aus der Irmelin



    • Charakter •
    neugierig | verspielt | aufmerksam | anhänglich

    Compliment ist ein unerschrockener Hengst der sich bislang nur durch Nervosität verunsichern lässt. Trotz seiner anhänglichen und verspielten
    Züge sollte man den jungen Hengst jedoch nicht unterschätzen. Während der Rosse der Stuten hat Compliment ein
    durchschlagendes Temperament und vergisst dann auch schon mal seine guten Manieren und neigt zu beißen.


    Auf dem PFS' Pineforest Stable gezogen war Compliment ein Geschenk an Käthe von Landsberg.
    Aufgrund seiner Abstammung ist der Hengst eine Bereicherung für das von Landsberg Gestüt,
    sowohl für den Sport- als auch Zuchtbereich. Der Hengst hat ein großes Potenzial für den Galopprennsport, soll aber auch im Springen und in der Vielseitigkeit gefördert werden.




    • Qualifizierungen & Erfolge •
    Fohlen ABC ✔ | Eingeritten ✔ | Eingefahren x

    ● Schleifenaufstieg
    Trainingsaufstieg Potential
    Dressur E A L
    Lektionen der Dressur: E A L LM LP


    Springen E A L M S
    Show Jumping: E A* A** L M* M** S* S** S*** S***


    Military E A L M S
    Geländestrecke: CIC/CCI* CIC/CCI** CIC/CCI*** CIC/CCI****

    Galopprennen E A L M S S* S** S***
    Ausgleichsrennen|Hindernisrennen: AIV AIII AII AI | AU AM AG


    Offiziell
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    Inoffiziell
    -
    Zuchtverband
    -
    GHP - Prüfungen + Reiterspiele
    -

    Abstammung: 3
    Schleifen: 13
    HS: 0
    TA:
    2
    Trainer: 1
    Zubehör: 2

    Gesamt: 21



    Zuchtinformationen
    Zur Zucht zugelassen: nein
    Eingetragene Zucht: von Landsberg
    Züchter/Herkunft: PFS' Pineforest Stable


    Nachkommen
    0/5

    Besitzer: adoptedfox (Käthe von Landsberg)
    VKR/Ersteller: sadasha



    • Gesundheitszustand •
    Letzter Tierarztbesuch: 02. Mai 2019
    Chronische Krankheit/en: -
    Erbkrankheit/en: -


    Letzter Hufschmiedbesuch: 17. Juni 2017
    Hufkrankheit/en: keine
    Sonstige Unterlagen
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