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Calypso

Companêro - Hengst •

Im Besitz seit August 2016

Companêro - Hengst  •
Calypso, 12 Aug. 2016
Veija gefällt das.
    • Calypso
      Alte Pflege-, Trainings-, Hufschmied-, Tierarztberichte
      Ein verwirrter Tag brach an, wo sich das Wetter nicht entscheiden konnte wie es nun sei.Nun ja aber das hinderte mich natürlich nicht daran Rain und unseren zukunftigen Neuzugang vom Flughafen abzuholen. Rain ist und war ein wahrer Engel, den nur durch ihn, kann ich Compañero mein Eigen nennen. Also startete ich unseren Schwarzen Geländetruck vom Hof und fuhr mit diesen samt Hänger Richtung Calgary. Dem einzigen nahe liegensten Ort mit Flughafen in meiner Nähe. Das Wetter wurde plötzlich stürmisch, was mich ziemlich nervte, da wir vor einem Tag unser Auto eigentlich sauber gemacht hatten. Naja was solls, ich machte die Musik etwas lauter und fuhr vorsichtiger. Nach einer halben Stunde langsamen Fahren, kam wieder die Sonne heraus und ich erreichte die wunderschöne Stadt, ehe ich zum Flughafen fuhr und das Auto parkte. Die Maschine mit der Rain und unser Neuankömmling kommen sollte, hatte wegen den schlechten Wetterbedingungen etwas Verspätung, also machte ich es mir in der Cafeteria mit Ausblick zur Landebahn gemütlich. Eine halbe Stunde nach Kuchen essen und heißen Vanille Cappuccino war es soweit und die Maschine war gelandet. nach zehn Minuten traf auch schon Rain ein und hatte im Gepäck den wunderschönen Criollohengst, der alles andere als wach war und sich kaum auf den Beinen halten konnte. ,,Oh je, da habt ihr wohl eine lange Fahrt hinter euch!", lächelte ich und Rain nickte verschlafen. ,,Na kommt ich will euch nicht weiter quälen, also ab zum Auto!", schlug ich vor und die Beiden folgten mir. ,,So Compañero du hast nicht mehr lange, dann kannst du endlich deine Ruhe haben!", lächelte ich dem Hengst entgegen, ehe ich ihn im Hänger verlud und Rain neben mich setzen ließ. ,,Es könnte ein wenig holprig werden, zwecks Wetter, das ist zur Zeit hier eine Katastrophe!´´, sprach ich zu dem jungen Herren und startete den wagen, ehe wir uns Richtung Hof begaben. Das Wetter blieb zum Glück freundlich, also war die Fahrt schneller vorbei, als ich dachte. ,,So Willkommen auf meinen Gestüt! Fühl dich wie Zuhause, mein Mann wird die gleich alles zeigen, damit du dich ausruhen kannst, ich kümmer mich um Compañero!", still nickte er mir zu und folgte dann Maximilian, der ihm alles grob zeigte. Dann widmete ich mich dem Criollo und öffnete den Hänger. ,,Nicht schlafen Kleiner! das darfst du nämlich gleich Ewigkeiten und dort ist es auch viel wärmer!", flüsterte ich dem Schecken zu, der müde die Ohren spitzte und schwerfällig den Hänger verließ. Als er draußen stand, sah er sich kurz neugieriger um. ,,Ja bald lernst du hier alles kennen!", lächelte ich, während ich den Fünfjährigen Burschen in den Stall führte und in seine Box brachte. Dort konnte er seinen 'Rausch', anders gesagt den Beruhigungsmittel erholen und mit frischen Futter stärken. Somit hofften wir das er sich schnell bei uns einleben würde! Der tag neigte sich mittlerweile dem Ende zu und der Horizont war von einen strahlenden Regenbogen und leichten Nieselregen bedeckt. Somit gab es Essen für alle vom Hof. Rain wahr auch da, aber nicht lange, den er haute sich früh aufs Ohr, gut ist auch verständlich nach so einer langen Reise. Die anderen Hofleute feierten währenddessen noch weiter im kleinen Kreis die Ankunft von Compañero.

      Hufschmiedbericht
      Mein heutiger Auftrag führte mich zur Ranch von Stefanie Westside, wo ich die Hufe 3 ihrer Pferde kontrollieren und beschlagen sollte. Wir hatten schon im Vorfeld geklärt, welcher Beschlag am besten geeignet wäre und so befanden sich in meinem Auto auch ein ganzes Sortiment an stahlverstärkten Kunststoffbeschlägen. Auf der Ranch angekommen wurde ich von Stefanie freundlich begrüßt und in den Stall geführt.
      „Na wen haben wir denn da?“, fragte ich motiviert und betrachtete die hübsche Vollblutstute Mikado mit der außergewöhnlichen Fellfarbe. Stefanie schien sichtlich stolz und erzählte mir, dass sie erst seit kurzem hier sei und deshalb noch nicht allzu viel über ihren Charakter sagen könne. „Wir werden schon rausfinden, wie sie drauf ist.“, meinte ich lachend und machte mich dann an die Arbeit. Das Hufe heben funktionierte einwandfrei, einzig meine Arbeitsgeräte schien die Stute misstrauisch und anfangs etwas ängstlich zu mustern. Zuerst nahm ich den linken Vorderhuf auf meinen Oberschenkel und beurteilte den Zustand. Jung und unverbraucht, so wie man es gerne hat. Nach der ersten Blickkontrolle nahm ich auch schon die Hufzange und zwickte überstehende Hornhaut ab. „Sie hat gute Hufe, ich denke sie wird da in Zukunft wenig Probleme machen.“, erklärte ich während ich die Sohle mit dem Hufmesser bearbeitete. Dann sorgte ich mit der Raspel dafür, dass alle Unebenheiten und Kanten abgeschliffen wurden. Als letztes suchte ich noch die passende Größe und Form aus meinem Sortiment raus und nagelte den Kunststoffbeschlag an den Huf. „Peeerrfeeekt.“ Langsam ließ ich den Huf zum Boden gleiten und machte mich dann daran, auch die restlichen Hufe zu bearbeiten, bis die Stute schließlich mit allen 4 Beinen am Boden stand, unter den Hufen natürlich die Kunststoffbeschläge. „Sie wird sich anfangs wahrscheinlich ein bisschen blöd anstellen, gib ihr einfach ein bisschen Zeit und nach einigen Tagen wird sie laufen wie vorher.“
      Nachdem Stefanie Mikado zurückgebracht hatte, kam sie auch schon mit dem nächsten Pferd, einem Hengst namens Companero, den sie links und rechts am Halfter in der Stallgasse festmachte. „Noch ein Roan!“, stellte ich entzückt fest und musste an meine Shire Stute denken, der ebenfalls ein Roan war. Stefanie erklärte mir noch, dass er ein sehr ruhiger und bodenständiger Kerl sei, den man nicht so schnell aus der Ruhe bringen konnte, bevor ich mich schließlich auch bei ihm an die Arbeit machte. Companero arbeitete brav mit und hob seine Hufe auch gleich nach kurzer Aufforderung. Auch das Bearbeiten ließ er ohne mit der Wimper zu zucken über sich ergehen. So konnte ich recht konzentriert arbeiten und seine Hufwand zurechtkürzen, die abgestorbene Sohle wegschneiden und den Huf glattraspeln. Auch die Kunststoffbeschläge schienen ihn nicht zu stören, denn auch diese waren schnell angebracht. „Guter Junge.“, lobte ich ihn und tätschelte seinen Hals, nachdem ich komplett fertig war mit ihm.
      Der letzte Kandidat war I’m an Albatraoz, ein hübscher Hengst, der ebenfalls noch nicht so lange bei Stefanie auf der Ranch stand. „Dann wollen wir ihn uns mal ansehen.“, sagte ich, während ich mich bei ihm mit einem Streichen über den Hals vorstellte. Ich nahm seinen ersten Huf auf den Oberschenkel, betrachtete diesen und legte mir in Gedanken schon die passende Beschlaggröße zurecht. Der Hengst wirkte wenig interessiert an meiner Arbeit, weshalb ich auch hier recht entspannt meine Handgriffe machen konnte. Der Huf wurde mit der Zange gekürzt, dann der Strahl und die Sohle mit dem Hufmesser zurechtgeschnitten und zuletzt raspelte ich alle Unebenheiten glatt, sodass wir den Beschlag ohne Probleme anbringen konnten. „Reichst du mir gleich den Beschlag bitte? Den zweiten von rechts.“ Sofort setzte sich Stefanie in Bewegung und übergab mir das Gewollte. „So, noch kurz stillhalten.“, sagte ich zu Albatraoz und nagelte den Beschlag fest, nachdem ich nochmal kontrolliert hatte, ob er passen würde. Die nächsten Beiden Hufe gingen genau so schnell, doch beim letzten schien der Gentlemen seine Meinung zu ändern. Erst wollte er den Huf gar nicht hergeben und dann entzog er ihn mir ständig. „Na wer will denn da so zickig sein?“ Stefanie versuchte den Hengst ein wenig mit Leckerlies abzulenken, damit ich auch den letzten Huf ohne gröbere Störungen fertig machen konnte. „So, das war es.“, verkündigte ich während ich seinen Huf zurück auf den Boden setzte.
      „Wie schon erwähnt, wahrscheinlich brauchen sie eine Weile, um sich daran zu gewöhnen. Arbeite erst mit ihnen, wenn sie sich sicher auf den Beinen fühlen.“ Mit diesen Anweisungen und einem Händeschütteln verabschiedete ich mich von Stefanie und fuhr dann vom Hof zu meinen nächsten Kunden.
      by Abajo


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      „Guten Morgen! Klinik Caen am Apparat, was kann ich für Sie tun?“, sprach ich gut gelaunt in den Hörer und wartete geduldig, bis die junge Frau am anderen Ende geendet hatte. „Wenn es passt, dann würde ich heute direkt so gegen zehn vorbeikommen?“, und damit hatte ich schon wieder einen neuen Kunden, der sich auch an unserer Umgestaltung der Klinik nicht stören ließ. Lächelnd legte ich auf und zog mich dann fix um, ehe ich mir meine Arzttasche packte und dann ins Auto stieg. Kurz betrachtete ich stolz die neuen Gerätschaften im Kofferraum, ehe ich auch schon los fuhr, denn in einer Stunde sollte ich bei Stefanie und ihren beiden neuen Vierbeinern sein, also musste ich mich beeilen!
      Stefanie wartete dann schon vor dem Stall auf mich und begrüßte mich herzlich mit einer kurzen Umarmung. Nach einem flotten Small-Talk betraten wir den Stall und machten direkt mit dem ersten Patienten los. Es handelte sich um einen schicken Criollohengst namens Compañero und er schien seinem Namen alle Ehre zu machen. Obwohl er erst seit kurzem auf dem Gestüt stand, ließ er sich ohne Probleme von Stefanie aufhalftern und aus der Box führen. Ich bat sie, ihn mir erst einmal kurz im Schritt und Trab die Stallgasse entlang zu führen. Man mag es gar nicht glauben, aber in diesen paar Minuten konnte einem wachsamen Auge sehr viel auffallen!
      Bei Compañero fiel mir jedoch nur auf, dass er zum einen sehr gute erzogen war und zum anderen auch einen sehr gesunden Bewegungsapparat besaß. Er bewegte sich mit Energie vorwärts und schien keine Schmerzen beim Laufen zu haben. Zufrieden nickte ich und wir banden ihn am Putzplatz an. Dann tastete ich mich erst einmal seinen Rücken entlang und dann die Beine, auch dabei fand ich keine Stellen, wo er zurück- oder zusammenzuckte. Dennoch wollte Stefanie gerne das Komplettpaket, weshalb ich das mobile Röntgengerät auspackte und einige Aufnahmen der wichtigsten Körperteile machte. Dazu gehörten das Genick, natürlich der Rücken und Teile der Beine.
      Da Stefanie auch gerne ein Blutbild haben wollte, erklärte ich ihr, dass ich ihr die Befunde vom Röntgen und vom Blutbild dann morgen oder übermorgen, je nachdem wann sie fertig waren, zuschicken würde. Danach nahm ich Compañero direkt noch die 5-10ml Blut an der Halsvene ab und verstaute die Blutröhrchen gut in dem gepolsterten kleinen Koffer. Dann durfte Compañero ein wenig entspannen, während ich ihn nochmals genauer unter die Lupe nahm. Zuerst warf ich einen Blick in seine Ohren, um eventuelle Verkrustungen oder ähnliches zu entdecken, aber sie waren sauber. Danach schaute ich mir Augen und Nüstern an, konnte aber auch da keinen Ausfluss und keine Entzündungen entdecken.
      Dann waren noch seine Zähne an der Reihe. Ich packte die Maulsperre aus und willig ließ sich Compañero diese am Maul befestigen und hielt auch ohne Beruhigungsspritze wunderbar still, so dass ich danach auch noch impfen konnte, sonst hätten wir das verschieben müssen. Ausgiebig überprüfte ich seine Zahnreihen und kontrollierte auch die Hengstzähne. Compañero war noch recht jung, aber die Hengstzähne waren bereits da, standen dafür aber auch wie eine Eins. Ich bezweifelte, dass er jemals damit Probleme haben würde. Auch die restlichen Zähne waren vollkommen in Ordnung und ich erlöste Compañero von der Maulsperre.
      Nun hörte ich mit dem Stethoskop erst einmal Herz und Lunge ab, kontrollierte ebenso seine Pulsfrequenz, ehe ich auch noch nach seinen Darmgeräuschen horchte. Bei Compañero war aber alles in Ordnung und er schien in bester körperlicher Verfassung zu sein. Nachdem ich nun noch seine Körpertemperatur kontrolliert hatte, konnte ich ihn guten Gewissens impfen, dabei bekam der Hengst einmal das Komplettpaket. Danach konnte ich Influenza, Herpes, Tetanus und Tollwut in seinem Impfpass abstempeln und unterzeichnen. Nun gab es für ihn erst einmal noch die Wurmkur zum Schlucken, ehe die letzte Spritze folgte. Willig ließ Compañero alles über sich ergehen und wirkte richtig tapfer. Nun sollte er noch flott gechippt werden. Da der Hengst still hielt, ging das alles problemlos von statten und schneller als gedacht, war der Chip unter der Haut und registriert. Ich trug die Nummer noch in seinen Pferdepass ein und lobte Compañero dann ausgiebig. „Hast du toll gemacht!“, meinte ich lächelnd und entließ ihn.
      Meine nächste Patientin würde leider nicht ganz so einfach werden. Mikado war erst zwei Jahre alt und recht scheu und schreckhaft. Dementsprechend vorsichtig näherte sich Stefanie ihr auch in der Box und halfterte sie äußerst behutsam auf. Dann führte sie auch die Stute aus der Box und zeigte mir erst einmal eine Schritt- und dann eine Trabrunde über die Stallgasse. Beim ersten Gang lief Mikado recht verspannt, was aber eindeutig an ihrer Aufregung lag. Deshalb bat ich die beiden um weitere Runden, bis Mikado sich einigermaßen entspannt hatte. Dann machte ich mich mit ihr bekannt und erst dann tastete ich sie ab. Zwar verspannte sie sich da auch noch etwas, aber nicht so sehr wie zu Anfang und so konnte ich gut den Unterschied sehen, woran ihre Verspannung lag.
      Bei der Stute war auch alles in Ordnung, Rücken und Beine schienen einwandfrei und auch im Genick fand ich nichts. Dennoch wurden auch von Mikado Röntgenbilder gemacht, auch wenn sie von meiner Bleischürze und dem Röntgengerät gar nicht angetan war und am liebsten fliehen wollte. So stellte ich Stefanie an ihren Kopf zum Beruhigen und so überstanden wir auch das Röntgen. In der ganzen Aufregung bekam Mikado dann gar nicht mit, wie ich ihr am Hals das Blut abnahm, sie war noch viel zu beschäftigt damit, das Röntgengerät, was auf einem Hocker stand, anzustarren. So hatten wir auch die zweite Hürde ganz gut genommen. Ich beschriftete ihre Röhrchen und packte sie in einen anderen Koffer.
      Nun nahm ich auch Mikado genauer unter die Lupe. Zuerst warf ich einen Blick in die Ohren, dann in Augen und Nüstern. Jedoch fand ich weder Parasiten noch Ausfluss vor und so schien auch hier alles in Ordnung zu sein, also konnten wir nun die Zähne kontrollieren. Anfangs spannte sich Mikado zusammen und weigerte sich die Maulsperre zu akzeptieren, langsam gab ich es auf und wollte schon die Beruhigungsspritze vorbereiten, dass hätte geheißen, dass ich in den kommenden Tagen noch einmal zum Impfen kommen würde. Aber anscheinend las Mikado meine Gedanken und riss sich für die nächsten zehn Minuten zusammen. Wir waren auch wirklich schnell fertig, weil bei Mikado im Maul alles in bester Ordnung war und schon konnte ich sie wieder von der Maulsperre befreien.
      Nun hörte ich die Stute erst einmal gründlich ab. Die Herz- und Pulsfrequenz waren durch die Aufregung leicht erhöht, aber sonst war auch bei ihr alles in bester Ordnung. So konnte ich guten Gewissens impfen. Auch Mikado bekam das Komplettpaket und stand tapfer die vier Impfungen aus. Dann gönnte ich ihr eine kleine Pause, in welcher sie die Wurmkur schlucken musste, ehe zu guter Letzt noch gechippt wurde. Ich bereitete das Präparat vor und schneller als erwartet, war es dann unter der Haut. Vorsichtig fuhr ich noch einmal mit dem Lesegerät darüber, registrierte den Chip und trug die Nummer in ihren Pass ein. Dann gab ich noch meinen Stempel im Impfpass dazu und schon waren wir fertig. Ich verabschiedete mich von Stefanie und versprach ihr, dass die Ergebnisse in spätestens zwei Tagen da sein würden.
      Compañero – Röntgenuntersuchung:
      Röntgenklasse II, Compañero besitzt einen Normalzustand, es fanden sich kleine anatomische Befunde, welche aber als normal eingestuft werden und sich weder auf seine Karriere im Sport noch in der Zucht auswirken.

      Compañero – Kleines Blutbild:
      Die Anzahl der Leukozyten und Erythrozyten im Blut befindet sich im Bereich des Idealwertes. Auch Hämoglobin und Thrombozyten treten in normalen Werten auf. Das kleine Blutbild lässt keine Auffälligkeiten entdecken.

      Mikado – Röntgenuntersuchung:
      Röntgenklasse I, Mikado besitzt einen Idealzustand. Die Aufnahmen sind röntgenologisch ohne jeglichen Befund.

      Mikado – Kleines Blutbild:
      Die Anzahl von Leukozyten befindet sich im Normalbereich. Der Wert der Erythrozyten im Blut ist leicht erhöht, dies lässt sich aber auf den Stress während der Untersuchung zurückzuführen und hat so keine weiteren Auswirkungen. Auch die Werte von Hämoglobin und Thrombozyten sind in Ordnung.

      Großer Bericht für die Privatpferde
      Endlich mal ein schöner Tag, da hatte das Abendrot von gestern wohl Glück gebracht. Weshalb wir wohl heute mal draußen trainieren könnten, aber nur wenn die Plätze nicht mit Pfützen voll waren. Maxi und ich entschieden uns Heute mal dafür, das er die Männer übernahm und ich die Frauen.
      Somit holte er sich als erstes Arcado den Norwegerhengst des Stalles und ich nahm mir die Isländerstute Frejka zur Hand. Dann begannen wir die Beiden erstmal gründlich sauber zu striegeln. Arcado hatte sich wohl in der Dreckpfütze gestern gewälzt, aber Frejka war relativ sauber, hatte nur ein paar größere Dreckige Flecken, zwar keine Ahnung wie sie das hinbekommen hatte, aber was solls, sie mussten beide sauber gemacht werden, was auch seine Zeit brauchte, zumindestens bei Arcado und Maxi. Also brauchten die noch etwas länger, weshalb ich nun erstmal Frejkas Hufe säuberte, die wohl das dreckigste am ganzen Pferd waren, wie die junge Stute nur das schafft, wunderte mich. Doch ich machte mir nicht weiter groß darüber den Kopf und putzte sie weiter, ehe ich ihr Langhaar kämmte und ihre Ausrüstung dann anlegte. ,,Ich geh schon mal vor!", sagte ich zu meinen Freund und er nickte mir entgegen, während ich mich auf den Weg zum Reitplatz machte. Dieser war glücklicherweise heute ma trocken geblieben, bei den ganzen Regenfällen in der letzten Zeit. Was mich ziemlich wunderte, aber auch irgendwie glücklich machte, somit stieg ich auf und begann die junge Stute warm zu reiten. Brav trabte der Isländer seine Runden und hielt kurz inne, als Maxi auf Arcados Rücken zu un stieß. ,,Ah auch schon da!", grinste ich und er lachte: ,,Jaa endlich!" Dann ritt er den Ponyhengst schließlich ebenfalls warm und wir trainierten zusammen etwas auf dem Platz. Also übten wir alle Bahnfiguren gründlich durch und lobten die beiden Pferde, als sie ihre Arbeit heute ordentlich durchführten. Deshalb stiegen wir ab und führten die Beiden zurück zum Stall, wo wir den Beiden die Ausrüstung abnahmen und in ihre frisch gemisteten Boxen stellten, wo sie sofort ihr leckeres Hafer fraßen.
      Dann holten wir uns die nächsten zwei Pferde, diese waren Compañero und Mikado. Mikado würde ich nur Longieren, da sie noch nicht eingeritten war. Und Maxi trainierte heute Nero im Westernreiten, bzw. machte ein paar typische Übungen mit dem bunten Criollohengst. Doch davor mussten wir sie natürlich putzten, was bei Beiden heute nicht sehr lange dauern würde, da sie kaum dreckig waren. Also schnappte ich mir den Striegel aus Mikados Putzkasten und säuberte gründlich ihr Roanfell. Maxi striegelte Neros Fell ebenso lange wie ich Mikados, weshalb wir Beide gleichzeitig mit den Hufe säubern anfingen. Dreckig waren diese nicht sehr stark, was uns beruhigte, da sie sich somit keine Verletzungen einfangen würden. Als die hufe sauber waren, kam das Langhaar und ich kämmte nicht lange an Mikado's Haaren, da sie eh recht kurze hatte und nur der Schweif etwas mehr Arbeit verlangte. Bei Maxi brauchte es auch nicht viel Zeit, denn er war schon beim Satteln, was bei Mikado noch nicht der Fall war, da sie noch nicht eingeritten war und deshalb nur Longieren angesagt war. Also legte ich ihr alles dafür an und führte sie dann Maxi hinterher, wo ich sie dann auf den Platz longierte. Maxi trainierte währenddessen mit Companero einige Westernlektionen und meisterte diese sehr gut. Dies machte mich sehr stolz und ich lobte ihn ab und zu, doch konzentrierte mich hauptsächlich auf Mikado. Wir trainierten noch eine ganze Weile, bis ich die Vollblutstute an der Leine Schritt laufen ließ und dann zurück zum Stall führte. Dort legte ich ihr alles ab und brachte sie in ihre Box. Maxi hatte Nero auch schon in die Bpx gebracht, weshalb wir gleich mit den nächsten zwei Pferden weiter machten.
      Diese waren die Trakehner Bijou und Possy Pleasure Mainstream. Ich nahm die junge zickige Dame und Maxi nahm den selten farbigen Bijou. Also holten wir sie aus den Boxen heraus und begannen ihr Fell zu striegeln. Bei dem Hengst dauerte es etwas länger, da er ja hell war, bei Possy hatte ich nur Probleme bei den weißen Fell. Doch Beide brauchten wir dann doch nicht so lang und hatten die beiden Pferde sauber gestriegelt, ehe wir mit den Hufe säubern weiter machten und am Ende dann das Langhaar kämmten. Dann legten wir Beiden die Springausrüstung an, brauchten etwas beim festschnallen, hatten dann aber umso schneller die Trensen dran, sodass wir schneller zum Springplatz gehen konnten. Dort stiegen wir Beide auf die Rücken der Pferde, anders gesagt in den Sattel und drehten ein paar Bahnrunden, um die Pferde warm zu bekommen. Dann begann das Training und wir übten fleißig einige Sprünge und merkten das die Beiden mittlerweile höher waren als früher, sie trauten sich schon höhere Sprünge zu machen, obwohl sie soweit noch nicht ausgebildet waren. Also trainierten wir noch eine Weile mit den beiden Warmblütern und machten dann bald Schluss und führten sie zurück zu den Ställen. Dort angekommen legten wir ihre Ausrüstung ab und stellten sie in ihre Boxen, wo sie sich gleich entspannten und genüsslich ihre Mahlzeit zu sich nahmen.
      Weiter ging es und wir schnappten uns diesmal einmal die Vollblutstute Sympathy of the Devil und einmal den Isländerhengst Ártali van Ghosts, der ebenfalls noch nicht eingeritten war. Also war diesmal Maximilian mit dem Longieren an der Reihe und ich mit den normalen Training. Doch davor, wie bei allen Pferden zuvor, war die Pflege an der reihe. Somit schnappten wir uns die Striegel und kümmerten uns um das Pferdefell. Devil war ziemlich dreckig aber der junge Ártali nicht. Doch was solls, gepflegt werden mussten Beide, also machten wir uns an die Arbeit. Gründlich säuberte ich ihr Fell und blickte ab und zu, zu Maxi der mittlerweile schon beim Hufe säubern war. Dies hatte ich auch bald erreicht und säuberte mittlerweile Devil's Hufe und war bald beim Langhaar, wo ich nun mit Maxi gleich auf war. Dann wurden wir gleichzeitig fertig und legten den Pferden die passende Ausrüstung an. Devil bekam die Vielseitigkeitsausrüstung dran und wurde heute auf Bahnfiguren trainiert, also führte ich die junge Stute zum Platz und stieg auf. Dann ritt ich sie warm und begann mit den Training. Während ich mit dem Training beschäftigt war, kümmerte sich mein Freund ums Longieren mit Ártali. Bald neigte es sich aber dem Ende zu und wir brachten beide Pferde zurück zum Stall, nahmen ihnen die Ausrüstung ab und stellten sie in ihre Boxen.
      Dann kam der Letzte der Runde dran, der kleine Shettyhengst Spencer, mit dem ich heute Kunststücke üben wollte, doch davor war auch hier die übliche Pferdepflege an der Reihe. Also nahm ich mir den Striegel zur Hand, säuberte sein buntes Fell und machte dann mit den Hufen weiter. Diese säuberte ich gründlich, bis sie wieder in Ordnung waren und ich seine wilde Mähne bändigen musste. Also kämmte ich diese und machte dann mit dem Schweif weiter, ehe ich ihn zum Reitplatz führte und mit kleinen Kunststücken anfing. Diese stuften sich dann immer Höher bis ich ein paar Neue probierte und bald aufhörte, da es sich wieder zuzog. Daraufhin führte ich den kleinen Frechdachs zurück in seine Box und machte für heute Schluss...

      Bericht für Hengste und Wallache
      Gähnend machte ich mich auf den Weg in den Stall. Aus der Sattelkammer holte ich Halfter, Führstrick und Putzbox und machte mich auf den Weg zu Cedric´s Box. Dort stellte ich die Putzbox ab, öffnete die Boxentür und betrat die Box. Nachdem ich den Hengst begrüßt hatte, legte ich ihm sein Halfter an und befestigte den Führstrick daran. Nun führte ich den Hengst aus der Box heraus und band ihn davor fest. Als ich ihn geputzt hatte, sattelte ich den Hengst und führte ihn in die Reithalle. Dort führte ich ihn eine Runde in der Halle, gurtete nach und stieg auf. Nach einer stunde stieg ich wieder ab und führte ihn zurück in den Stall. Dort sattelte ich ihn ab und versorgte ihn. Ich räumte noch seine Sachen auf und nahm die von Companero mit. Als ich vor der Box des Hengstes stand, stellte ich dort die Putzbox ab. Nachdem ich die Box betreten hatte, legte ich dem Hengst sein Halfter an, befestigte den Führstrick daran und führte ihn aus der Box heraus. Nun band ich ihn an und öffnete die Putzbox. Als ich sein Fell sauber geputzt, das Langhaar entwirrt und gebürstest und die Hufe sauber hatte, holte ich aus der Sattelkammer sein Sattelzeug und sattelte ihn. Er blieb die ganze Zeit sehr ruhig. Nun führte ich ihn in die Reithalle und stieg auf, nachdem ich den Gurt nachgegurtet hatte. Bei ihm merkte man sofort, dass er lernwillig war. Nachdem ich mit ihm ein paar Figuren geritten bin, stieg ich wieder ab und führte ihn zurück in den Stall. Dort sattelte ich ihn wieder ab und versorgte ihn. Anschließend brachte ich seine Sachen wieder an ihren Platz. Nun schnappte ich mir die Sachen von Delicius mit. An seiner Box angekommen, stellte ich die Putzbox ab. Ich öffnete die Boxentür, betrat die Box und begrüßte den Hengst. Nun legte ich ihm das Halfter an, befestigte den Führstrick daran und führte ihn aus der Box heraus. Dort putzte ich ihn ausgiebig, was er offensichtlich sehr genoss. Als ich mit putzen fertig war, holte ich sein Sattelzeug und sattelte ihn. Anschließend führte ich ihn in die Halle. Dort gurtete ich nach und stieg auf. Nachdem ich ihn eine stunde lange bewegt hatte, stieg ich wieder ab und führte ihn zurück in den Stall. Ich sattelte ihn ab, räumte es auf und versorgte den Hengst. Nun nahm ich die Sachen von Ramires mit. An seiner Box angekommen, stellte ich die Putzbox ab und öffnete die Boxentür. Nachdem ich die Box betreten hatte, streichelte ich den Hengst zur Begrüßung am Hals und legte ihm dann sein Halfter an. Als ich auch den Führstrick am Halfter befestigt hatte, führte ich ihn aus der Box heraus und band ihn an. Nachdem ich ihn geputzt hatte, sattelte ich ihn und führte ihn in die Halle. Dort gurtete ich nach und stieg auf. Nach einer Stunde stieg ich wieder ab und führte ihn in den Stall zurück. Als ich ihn versorgt hatte, nahm ich die Sachen von Soldier und ging zu seiner Box. Nachdem ich den Hengst aus seiner Box geholt hatte, band ich ihn davor an und fing an ihn zu putzen. Als ich damit fertig war, sattelte ich den Hengst und führte ihn in die Halle. Nachdem ich nachgegurtet hatte, stieg ich auf und ritt mit ihm verschiedene Bahnfiguren. Anschließend stellte ich noch ein paar kleine Sprünge auf, die ich zwischendurch noch mitbenutzte. Zum Schluß stieg ich ab und führte ihn in die Stallgasse zurück und versorgte ihn. Anschließend holte ich Spencer´s Sachen und ging zu seiner Box. Nachdem ich den Wallach aus seiner Box geholt hatte, putzte ich ihn ausgiebig. Nachdem ich nach einer gefühlten Ewigkeit damit fertig war, weil der Herr meinte, er müsste andauernd die Putzbox umschmeißen und den Inhalt verteilen, holte ich dann Kappzaum und Longe aus der Sattelkammer. Wieder bei ihm, legte ich ihm den Kappzaum an und befestigte die Longe daran. Nun führte ich ihn in die Halle und ließ ihn im Schritt los laufen. Nachdem er sich warmgelaufen hatte, ließ ich ihn antraben. Ab und an buckelte er aus Spaß an der Freude, aber ansonsten machte er heute ganz gut mit. Nachdem ich fertig war, brachte ich ihn zurück in den Stall und versorgte ihn noch. Anschließend holte ich die Sachen von Zipje und ging zu seiner Box. Dort angekommen, stellte ich die Putzbox ab, öffnete die Boxentür und betrat diese. Nachdem ich den Hengst begrüßt hatte, legte ich ihm sein Halfter an, befestigte den Führstrick daran und führte ihn aus der Box. Als ich ihn angebunden hatte, putzte ich den Hengst, was er wohl sehr genoss. Anschließend holte ich sein Sattelzeug und sattelte den Hengst. Als ich ihn in die Halle geführt und nachgegurtet hatte, stieg ich auf und ritt im Schritt los. Nachdem ich mit ihm einige Bahnfiguren geritten und ein paar Sprünge gesprungen bin, stieg ich wieder ab und führte ihn in den Stall. Nachdem ich ihn versorgt hatte, schnappte ich mir Halfter, Führstrick und Putzbox von Àrtali van Ghosts und ging zu seiner Box. Nachdem ich ihn aus der Box geholt hatte, band ich ihn davor an und fing an, ihn zu putzen. Ab und an wurde er ein bisschen unruhig und hippelte ein wenig rum. Als ich mit putzen fertig war, holte ich seinen Kappzaum und die Longe. Wieder bei ihm legte ich ihm den Kappzaum an und befestigte die Longe daran. Nun führte ich ihn in die Halle. Ich ließ ihn im Schritt los laufen, was ihm wohl heute nicht so gefiel. Aber da musste er durch. Nach ein paar minuten ließ ich ihn antraben, was ihm schon mehr gefiel, in dem er kleinere Buckler machte. Zum Schluß ließ ich ihn gallopieren. Zum Schluß lies ich ihn noch mal ein paar minuten im Schritt laufen und ging dann mit ihm zurück in den Stall. Nachdem ich ihn versorgt hatte, räumte ich noch seine Sachen auf und fegte die Stallgasse.
      by Ranjit

      Pflegebericht Verkaufspferde
      Heute war ich wieder früh unterwegs, den es ging darum das die Verkaufspferde Pflege brauchten. Somit schnappte ich mir den Schimmelhengst Cedric und begann sein dreckiges Fell zu striegeln, langsam wurde es wieder weiß, oder wie man das weiß nennen könnte, ich müsste an einen wärmeren Tag nochmal drüber waschen, aber bei den Minusgraden hier in Kanada war daran gar nicht zu denken. Nun ja also musste, dies grobe Saubere reichen. Als nun sein Fell so sauber war das kein Dreck mehr oder Staub abfiel, schnappte ich mir den Kamm und kämmte seine Mähne zurecht. Dann kam der Schweif an die Reihe und ich fing von unten die Fitze raus zu kämmen und wagte mich langsam immer weiter vor. Als nun sein Schweif wieder schön im leichten Wind wehte, schnappte ich mir den Hufkratzer und säuberte seine Hufe und die Steine fielen herab, sowie fest getretener Dreck. Seine Hufe waren endlich gereinigt also brachte ich Cedric zur Halle, wo der Stallbursche ihn ein wenig longierte und ich weiter machen konnte mit dem nächsten Pferd. Nun kam der kleine Fantasio an die Reihe, der kleine Pünktchenhengst, wie ihn alle auf dem Hof nannten, auch er musste wegen Zeitmangel verkauft werden, dazu hätte er es sicher wo anders besser. Nun ja erst mal ging es darum das der Kleine sauber wird, also nahm ich mir den Striegel zur Hand und begann den jungen Hengst zu säubern, es dauerte ein wenig, bis er endlich mal wieder etwas weiß war. Der Junghengst war schon ziemlich groß geworden, weshalb er auch mehr Langhaar aufwies das gebändigt werden musste. Dies musste also erst mal getan werden, also kämmte ich sein Langhaar und machte dann weiter mit den Hufen, welche ich auch erst mal gründlich aussäubern musste, bis man wieder Huf erkennt. Nun war er endlich fertig und auch ihn gab ich zum Stallbursche, der mittlerweile Cedric weggebracht hat und nun Zeit für Fantasio hatte. Somit machte ich mit dem nächsten Pferd weiter, das war Compañero der Criollo-Roan, bei diesen viel es mir ziemlich schwer ihn verkaufen zu müssen, aber ich finde einfach nicht so richtig Bezug zu ihm. Nun ja, das war jetzt Nebensache, also kümmerte ich mich jetzt erst mal um sein Fell, den dieses musste sauber gestriegelt werden. Als es endlich sauber war, kümmerte ich mich um sein Langhaar, kämmte es gründlich, ehe ich seine Hufe säuberte. Als er sauber war, legte ich ihm Westernausrüstung an und brachte ihn zur Reithalle und übergab ihn Maximilian, den dieser war schon da. Mit einem Kuss verabschiedete ich mich von ihm und holte mir das nächste Pferd aus dem Verkaufsstall. Lady Felize war nun die nächste, also holte ich die junge Stute aus dem Stall und begann sie dann beim Putzplatz zu striegeln, ehe ich ihr langes Langhaar bändigte und dann ihre Hufe säuberte. Als der Dreck verschwunden war brachte ich die Stute zum Stallbursche, der sie longierte und ich in Ruhe weitermachen konnte. Nun kam das Fohlen Laila Nahara dran, welches ich aus der Box holte und striegelte, ehe ich ihr kurzes Langhaar kämmte und dann ihre Hufe säuberte, dann brachte ich die junge Stute ebenso zur Halle, wo der Stallbursche wieder übernahm und ein wenig mit ihr spielte, während ich mich weiter um meine Verkaufspferd kümmern musste. Nun kam der schicke prämierte Hengst aus dem Verkaufsstall, Ramires mein Hannoveranerhengst. Dieser wurde heute im Springen von Maxi trainiert, doch erstmal kümmerte ich mich um seine Pflege, also striegelte ich sein dunkles Fell bis es glänzte, säuberte seine dreckigen Hufe und brachte sein Langhaar in Ordnung, dann sattelte und trenste ich ihn auf, ehe der Gute zu Maxi in die Halle gebracht worden ist. Dann nahm ich mir Shahab Jamal vor und holte den Schecken aus dem Stall, dann striegelte ich sein Fell, säuberte seine Hufe und brachte ihn dann zum Stallbursche in den Stall, schon war meine Arbeit getan.
      by Snoopy
    • Calypso
      Alte Pflegeberichte
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      März 2016, by Veija

      Ein erster Ausritt in neuer Heimat

      Skeptisch betrachtete ich die Namensliste meiner Pferde. Es wurden immer mehr! Aber so lange wir mit dem Training und der Pflege hinterher kamen, war das nicht so schlimm.
      Seit ein paar Tagen war wieder Ruhe auf der Ranch eingekehrt. Svejn und seine Pferde lebten sich gut ein und er half tatkräftig mit und packte überall an, wo er gerade gebraucht wurde. Etwas niedergeschlagen zupfte ich am Führstrick von Eldrian Antrax, ehe ich mir Octavia und Murphy beiseite nahm und um Hilfe bat. “Schnappt euch Kunis und Compañero, wir bringen die drei auf die Koppel”, gab ich Anweisungen und freute mich, dass die drei Pferde unbeschadet auf der Koppel ankamen. Heute stand misten auf dem Plan. “Murphy fängst du schon einmal an? Dann bringen Octavia und ich den Rest der Pferde auf die Koppel.” “Jo, Chef”, sagte er und grinste mich an. Ich musterte ihn kurz, lächelte dann jedoch auch und ging mit Octavia zurück in den Stall. “Langsam wird es kritisch, was die Menge an Hengsten angeht. Vielleicht sollte ich den ein oder anderen doch kastrieren?”, warf ich ihn den Raum und sah sofort, wie Octavia die Kinmlade herunter fiel. “Und was macht man dann mit dem Wallach? Den braucht man dann doch gar nicht mehr…” Ich lachte. “Na klar brauch man den noch.. Wallache sind die besten Turnierpferde!”, erklärte ich ihr lachend und drückte ihr den Führstrick von Crescent Wolf und Blazing Flame in die Hand. Ich selbst holte mir Ahyoka und unseren neusten Neuzugang, Ceara Isleen. Was es jedoch mit dem roten Traum auf sich hatte, wird sich noch herausstellen. Mit den vier Pferden gingen wir also in Richtung Koppel und ließen sie laufen. Nun fehlte nur noch Monster Delusion, den ich mir noch schnappte und zu den drei Criollos auf die Koppel brachte. Gott sei Dank verstanden sich die drei, weshalb ich wieder in Richtung Stall gehen wollte. Auf meinem Weg dahin sah ich Svejn, der Thjalfe sattelte. “Hey, wo willst du denn hin?”, rief ich ihm lachend zu. “Ausreiten, kommst du mit?”, kurz überlegte ich. Wir hatten seit wir hier in Kanada waren keinen Moment für uns allein gehabt… “Ja, warte ich hol mir Eldrian dann komm ich mit”, rief ich ihm zu, ging in den Stall, um Murphy und Octavia Anweisungen zu geben, bevor ich Eldrian von der Koppel holte, schnell putzte und sattelte. Dann konnte es losgehen. Eldrian und Alfi konnten sich besser leiden als gedacht, weshalb wir die beiden ohne Porbleme nebeneinander laufen lassen konnten. Ich schlug den Weg in Richtung See ein. Zwar konnten wir darin noch nicht schwimmen, es war aber ein schöner Anblick. “Wie gefällt es dir denn bis jetzt hier in Kanada und auf meiner Ranch?”, fragte ich ihn lächelnd und sah, wie seine Augen groß wurden. “Deine Ranch ist größer, als ich mir das vorgestellt habe”, lachte er und strich über Alfis Hals. “Mit Bellamy habe ich ja schon gearbeitet, ein netter Bursche…”, erzählte er mir und ich lachte. “Ja, nett ist er. Bleib aber am besten trotzdem von Octavia weg, bis er dich besser kennt. Ich will keine Verletzten.”, lachte ich und trabte Eldrian an. “Na komm”, rief ich ihm zu, bevor ich den Hengst angaloppierte und Svejn hinter mir ließ. Eldrian wusste genau so es hinging und fegte nur so über den Weg. In welche Richtung es zum See ging war klar, da es von der Ranch bis zum See keine Abzweigungen gab.
      Schneller als gedacht konnte ich Eldrian wieder zum Schritt durchparieren und auf Svejn warten, der mit seinem Koloss von Pferd endlich angetrottet kam. “Mensch Svejn du lahme Nuss, nächstes Mal setz ich dich auf einen meiner Vollblüter”, lachte ich scherzend und ritt meinen Hengst zum Wasser, damit er einen Schluck trinken konnte. Svejn tat es mir gleich, und so waren wir uns so nahe wie die ganze Woche noch nicht. Innerlich seufzte ich. Hier hatte ich so viel zu tun, auch die Sache mit Caleb musste noch geklärt werden… Svejn musterte mich, was ich aus dem Augenwinkel sah. “Komm, lass uns zurück”, meinte ich nur lächelnd und ließ Eldrian auf der Hinterhand drehen. Andeutungen eines Spins konnten sogar die Vollblüter, schließlich legte ich großen Wert auf Allrounder. Auf dem Rückweg, den wir nur im Schritt ritten, quatschten wir über dieses und jenes, nur belangloses. Wieder auf der Ranch angekommen verabschiedete ich mich von meinem Freund- Nichtfreund und brachte Eldrian in seine Box, die frisch gestreut war. Nacheinander fanden sich auch Kunis, Crescent Wolf, Blazing Flame, Ahyka, Monster Delusion, Compañero und Ceara Isleen in ihren Boxen ein und stürzten sich auf ihr Kraftfutter.


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      April 2016, by Auguri

      Monster Delusion‘s großer Umzug

      Nach einer langen Fahrt bog ich mitsamt Pferdeanhänger auf die Gips Reminder Ranch ein und parkte das Gespann auf dem Parkplatz. Als ich ausstieg, kam mir bereits jemand entgegen, ein Teammitglied der Ranch, Alexis O‘Connor, wie sich nach einem kurzem Gespräch herausstellte. Ich erklärte, wer und warum ich gekommen war und zwar, um mir Monster Delusion, einem schicken DRP Hengst genauer anzusehen. Das Tier war mir schon häufiger auf Turnieren positiv aufgefallen und als ich vor kurzem seinen Verkaufsanzeige entdeckte, nahm ich sofort Kontakt mit der Besitzerin auf. Wir vereinbarten einen Termin und nun war ich hier und schloss meinen Kanadaurlaub mit einer Pferdebesichtigung ab. Gemeinsam gingen wir in Richtung des Stalles um sein Halfter und einen Führstrick zu holen, anschließend machten wir uns zu den weitläufigen Koppeln auf.
      Ich entdeckte ihn bereits von weiten, er stand zusammen mit zwei weiteren Pferden auf der Koppel. Wir betraten die Wiese und gingen auf die Tiere zu, dabei wurden mir die anderen beiden Vorgestellt. Beide waren Criollos, ein Rappe namens Kunis und ein hübscher Blue Roan mit Tobianoscheckung namens Companero. Als die Pferde uns entdeckt hatten, kamen sie uns entgegen. Monster Delusion und die anderen beäugten uns neugierig, wahrscheinlich hofften sie, irgendetwas fressbares abstauben zu können.
      Wir blieben noch etwas bei den Pferden stehen und unterhielten uns, nebenbei kraulte ich Companero hinter dem Ohr.
      Schließlich durfte ich Monster Delusion, hier von allen Valentin genannt, sein Halfter anziehen und von der Koppel führen. Wir brachten ihn zum Putzplatz, dort band ich ihn fest und putzte ihn, nebenbei unterhielten wir uns über die Ranch, die Tiere und den Reitsport allgemein.
      Er war ein unfassbar liebes Tier und beobachtete jede meiner Handgriffe neugierig. Immer wieder hielt ich in meiner Arbeit inne und streichelte sein hübsches Köpfchen, ich war absolut fasziniert von dem Tier. Hoffentlich würde auch der Proberitt passen. Während ich ihn geputzt hatte, wurde mir das Reitzubehör bereit gelegt und ich sattelte ihn, dann machten wir uns alle gemeinsam auf zum Reitplatz.
      Auf dem Platz trainierte Verena, die Besitzerin der Ranch und den meisten Tieren, gerade mit einem imposanten Rappschecken. Als sie uns bemerkt hatte, wechselten wir ein paar Worte, dann stieg auch ich in den Sattel.
      Es war sehr ungewohnt, die meisten meiner Pferde waren im Vergleich zu diesem Pony wahre Riesen, doch ich würde mich schon bald daran gewöhnen. Wir drehten zu beginn ein paar Runden im Schritt auf dem Zirkel und Alexis erklärte mir ein paar Eigenschaften von Monster. Verena arbeitete derweil weiter mit Eldrian Antrax, wie der Hengst, welcher auch ein Koppelkamerad von Monster war, hieß. Während Eldrian und Verena eine Trailaufgabe nach der anderen ausübten, fühlte ich mich soweit, auch ein mal anzutraben. Ich trieb den kleinen Hengst an, aber anscheinend etwas zu energisch, denn wir machten einen Satz nach vorne, fingen uns dann aber doch wieder. Alexis erinnerte mich noch einmal daran, dass Valentin sehr sensibel war und ich achtete nun sehr genau darauf, meinen Fehler nicht zu wiederholen.
      Später probierten wir auch den Galopp aus und ritten ein paar Bahnfiguren, auch einen kleinen Sprung bekamen wir bereitgestellt. Ich musste wie ein Depp ausgesehen haben, wie ich mit einem breiten Grinsen mit dem Pony durch die Halle zockelte, aber ich war überglücklich. Nach dem Proberitt, welcher bis auf den ein oder anderen kleinen Patzer, zu meiner vollsten Zufriedenheit verlief, brachten wir Monster zurück zum Putzplatz und sattelten den Schecken ab. Auch Verena gesellte sich nach der Trainingseinheit mit Eldrian zu uns und wir besprachen die weiteren Schritte. Ein Tierarzt hatte erst vor wenigen Tagen den Hengst untersucht und für gesund befunden, entsprechende Zertifikate wurden mir gezeigt und auch mein Eindruck war mehr als positiv. Schließlich wurde ein Kaufvertrag aufgesetzt, unterschrieben, der Kaufpreis bezahlt und das Tier wechselte seinen Besitzer.
      Nun würde uns eine lange Heimreise bevorstehen. Der Hengst wurde fertig für den Transport gemacht, dann verabschiedeten sich seine ehemaligen Besitzer von ihm. Es war ein emotionaler Moment, immerhin würde er sich schon in wenigen Stunden auf den Flug nach Deutschland befinden und ein ganzes Meer würde sie trennen. Ich versprach mich gut um ihn zu kümmern und ihn ein gutes Zuhause zu geben. Dann führten wir ihn in den Hänger, vor der Rampe schien Monster noch ein mal zu zögern, als wüsste er, was seine nächsten Schritte für ihn bedeuteten, doch dann ging er hinein, wurde festgebunden und die Klappe geschlossen. Ich verabschiedete mich noch einmal herzlich von Alexis und Verena, dann stieg auch ich ins Auto und verließ den Hof.
      Wir fuhren einige Stunden bis zum Flughafen, die Reise über den Atlantik verlief zum Glück ohne Zwischenfälle und am nächsten Morgen landeten wir in Deutschland. Dort wurden wir von Lisa abgeholt und fuhren noch einmal drei Stunden, bis wir endlich zu Hause waren. Monster verkraftete die Reise zum Glück sehr gut und alle kamen wir heile an. Ich benachrichtige Verena, damit sie sich keine Sorgen machen musste, nach dem Monster seine Box inklusive Paddock bezogen hatte, genau neben Lespoire. Nun durfte er sich erst einmal eingewöhnen, bevor er in meine Hengstgruppe integriert wurde. Lespoire, welcher sich mit jedem Pferd verstand, leistete ihm dabei Gesellschaft. Zu beginn war Monster noch sehr aufgeregt, doch er beruhigte sich recht bald und die anstrengende Reise schien ihren Tribut zu fordern. Am Abend schaute ich noch einmal nach dem neuen Familienmitglied, welcher in seiner Box döste. Lespoire gab ich noch einmal eine Portion Heu, dann verließ auch ich den Stall und freute mich auf mein Bett, die Reise ging auch an mir nicht Spurlos vorüber.

    • Calypso
      Alter Trainingsbericht
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      Mai 2016, by Veija

      Miss Holly Golightly, Only Known in Texas, Compañero, My sweet Little Secret, Kisshimbye, Alan's Psychedelic Breakfast, Shattered Glass & Chapter 24 Trail LK 5 auf LK 4, Possibility Trail LK 4 auf LK 3

      Nun hatten wir gar nicht mehr so viele Pferde zu trainieren. Im nächsten Monat würden wir uns aber auf jeden Fall Hilfe suchen, so dass wir mehr Zeit für unsere Kunden hatten. Unsere Pferde waren dann schließlich in fachmännischen Händen.
      Nun ging es darum, Miss Holly Golightly, Only Known in Texas, Compañero, My sweet Little Secret, Kisshimbye, Alan's Psychedelic Breakfast, Shattered Glass und Chapter 24 in Trail von der LK 5 auf die LK 4 zu bringen und Possibility von der Trail LK 4 auf die LK 3.
      Anfangen würde ich diese Woche mit Possibility, weil das am wenigsten Arbeit war. So putzte und sattelte ich ihn, ehe wir in die Halle gingen und zunächst mit der Stangenarbeit anfingen. Über Stangen drüber in allen Gangarten, 360° Drehungen in einem Stangenviereck, rückwärts durch ein L und alles, was man sonst noch so mit Stangen anstellen konnte. Damit fertig brachte ich ihn wieder weg, ehe ich mir zu erst Miss Holly Golightly schnappte und die Walk- Trot Pattern durchritt, die ich zum Beginn jedes Pferd durchreiten ließ. Mit ihr fertig, machte ich das Ganze auch mit den anderen Pferden, welche ich von der LK 5 auf die LK 4 bringen sollte.
      In den folgenden Tagen schnappte ich mir jedes der Pferde jeden Tag, um immer eine der Übungen zu reiten. So übte ich am ersten Tag mit allen Pferden das Tor, am nächsten Tag die Stangen und und und.
      Im Grunde hatte ich nur vier Wochen für das Training aller Pferde eingeplant. Dass es dann doch länger dauerte, war eigentlich nicht so schlimm, nur ärgerlich, weil es den gesamten Trainingsplan durcheinander brachte.
    • Calypso
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      August 2016 - 4144 Zeichen

      Endlich war es soweit, in ein paar Minuten würde ich meine beiden neuen Pferde in Empfang nehmen. Ich hatte mir nämlich wieder zwei neue Pferde von der Gips Reminder Ranch gekauft und die würden nun endlich nach vielen, vielen Stunden Flug von Übersee nach Deutschland und nach der langen Quarantäne zu mir auf den Hof kommen. Die ganzen Formalitäten hatten mein guter Freund Quirin, der bei mir auf dem Hof auch ein Pfleger ist, und ich schon alles geklärt. Gespannt warteten wir und sahen jedem Flugzeug, das von der Bahn rollte oder gerade landete, nach. Nun war eine große Lufthansa Maschine gelandet und wurde bereits entladen. Es war sehr interessant zuzusehen wie das alles gemacht wurde und was letztendlich für ein Haufen an Tieren auch mit diesem Vogel geflogen waren. Ich fand es sehr beeindruckend wie das Personal seinen Job souverän und mit einer gewissen Ruhe machte. Aber irgendwie war es schon ein komisches Gefühl zu wissen das meine beiden auch so transportiert worden waren. Es dauerte noch rund eine halbe Stunde, die mir aber wie eine halbe Ewigkeit vorkamen, bis wir in den Sicherheitsbereich zu den Tieren durften. Hier galten strenge Hygienevorschriften um eingeschleppte Krankheiten zu vermeiden und auch sonst war hier Sicherheit groß geschrieben. Companero und Ceara Isleen mussten bis zum heutigen Tag noch in Quarantäne bleiben um Krankheiten auszuschließen, aber jetzt dauerte es nicht mehr lange. Quirin durfte schon mit dem Wagen und den Anhänger vorfahren und ich wurde zu den beiden gebracht. Sie wirkten so ganz ruhig auf mich, auch wenn ich wusste das das ganze Spektakel mehr als nur Stress für sie gewesen sein musste. "Ja Hallo ihr Zwei" ich sagte dies mit einem sanften, ruhigen Ton und streichelte sie durch die Gitterstäbe sanft an den Nüstern. "Quirin kommst du? Bringen wir die zwei endlich nach Hause" ich muss förmlich gestrahlt haben als ich dies sagte und öffnete Ceara Isleen´s Tür um den Führstrick in ihr Halfter einzuhaken. Quirin nahm Companero und führte ihn vorne weg in Richtung Hänger. Der Hengst war sichtlich entspannter als die Stute und trat souverän in den Hänger. Ceara lief neben mir etwas stürmischer und warf den Kopf aufgeregt nach links und rechts "Alles gut" beruhigte ich sie und tätschelte mit einer Hand ihren Hals. Etwas holprig schaffte sie es dann auch neben Companero ihren Platz einzunehmen und so konnten wir schließlich die Rampe hochklappen. Ich war jetzt erstmal froh das sie verladen waren und wir endlich nach Hause fahren konnten, auch wenn dies jetzt noch eine zwei stündige Autofahrt beinhaltete. Wir verabschiedeten uns und ich bedankte mich nochmal recht herzlich beim Fachpersonal des Flughafens. "Ach bin ich froh wenn der heutige Tag vorbei ist und die beiden Zuhause auf dem Hof sind" entgegnete ich Quirin als er den Motor starten ließ. Entspannt ließ ich meinen Kopf an die Rücklehne gleiten und atmete tief ein und aus.
      Auf der zweistündigen Fahrt von München bis in´s Voralpenland gab es zum Glück keine Komplikationen und die beiden Pferde gaben auch Ruhe im Hänger. Am späten Nachmittag fuhren wir endlich in die Einfahrt zum Hof rein und wurden sogleich von ein paar interessierten Zuschauern begrüßt. "Wo sollen wir sie denn hinbringen?" hörte ich Quirin rufen als er aus dem Auto stieg. "Ich würde sagen erstmal kurz zum Ankommen auf eine der Koppeln. Da können sie auch schnell zusammen drauf." antwortete ich und öffnete die Ladeklappe "Herzlich Willkommen im schönen Oberbayern". Ceara Isleen wieherte und scharrte mit dem Vorderhuf. Zuerst brachte Quirin Companero aus dem Hänger und dann kam ich mit der Stute. Beide begutachteten ihre neue Umgebung und folgten uns dann brav zu den Koppeln. Kaum hatten wir die Stricke aus den Halftern ausgehakt, preschten die beiden in vollem Galopp über die Wiese. Ich musste einfach lachen und war einfach froh das es den beiden doch gut ging und sie die ganzen Strapazen gut überstanden hatten. Ceara Isleen begann schnell zu grasen und Companero drehte noch ein paar Runden im Trab. Zufrieden ließen wir die beiden erstmal in Ruhe ankommen und ich erledigte noch ein paar andere Dinge auf dem Hof.
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    • BellaS
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      Vorsorgeuntersuchung | 2140 Zeichen | © BellaS
      Ich war einmal mehr in meiner Funktion als Tierärztin unterwegs. Dieses Mal ging es zu Veronika Steglmeier, die in einem Ort namens Lenggries in Deutschland lebte.in meinem Heimatland unterwegs zu sein, war immer schön und trotzdem hatte ich lange gebraucht um mich für diesen Termin und den folgenden zu motivieren. Zuhause ging gerade alles drunter und drüber, sodass ich am liebsten dort geblieben wäre um alles um Blick zu haben. Aber jetzt war ich ersteinmal hier und sollte mir zwei Pferde ansehen. Ich begann mit der Ponystute Ceara Isleen. Ich bat Veronika ihr Pferd in der Stallgasse anzubinden und begann dann mit der Untersuchung. Zu sehen waren keine Auffälligkeiten und auch beim Vortraben war alles in Ordnung. Um nach nicht sichtbaren Schwellungen zu suchen, tastete ich die Stute auch noch ab. Dabei stieß ich auf eine Wunde an der Innenseite des rechten Hinterbeins. Während ich dieses fachgerecht säuberte, fragte sich Veronika laut wie ein Pferd sich an dieser Stelle bloß verletzen könne. „Die häufigste Ursache dafür ist abstehender Draht von Weidezäunen.“, klärte ich sie auf, während ich zum Auto wanderte, wo schon Microchip und Impfcocktail für beide Pferde bereit lagen. Bevor ich jedoch den neuen Chip anbrachte, kontrollierte ich mit dem Lesegerät, ob nicht jemand geschlampt hatte. Zu häufig kam es vor, dass Pferde – natürlich zur Verwirrung aller – doppelt gechippt wurden. Hier war das zum Glück nicht der Fall, sodass ich den Chip und direkt danach den Impfcocktail im Pferd unterbringen konnte. „Die Impfung gibt ihrem Immunsystem ordentlich zu tun. Schone die die nächsten zwei Tage etwas. Für Companero gilt das dann auch. Jetzt hieß es nur noch die ganze Prozedur bei dem grauen Hengst zu wiederholen. Auch hier ereignete sich nichts weiter schlimmes. Wenn Pferde gesund waren und keinen Aufstand machen, wenn ein Tierarzt kontrollieren wollte, war das für alle Beteiligten am angenehmsten. Schließlich erinnerte ich Veronika noch daran, nach der Ursache für Cearas Verletzung zu suchen und erklärte ihr, wie sie eine solche Wunde reinigen konnte. Dann ging es für mich weiter. Auf zum nächsten Auftrag.
    • Samanta
      Trainingsbericht Dressur von E auf A | 6724 Zeichen |© Samanta

      "Trainingstall Project Second Chance, Samanta Thomsen am Apparat. Wie kann ich Ihnen helfen?"
      "Schönen guten Tag, Veronika Steglmeier hier. Ich würde gerne meinen Hengst bei Ihnen ins Dressurtraining geben. Hätten Sie Zeit zu kommen?"
      "Warten Sie, ich muss kurz in meinem Kalender nachschauen." Ich kramte nach meinem Kalender. "In drei Wochen könnte ich kommen, wenn Ihnen das passt."
      "Perfekt." Nachdem ich alles mit Veronika Steglmeier besprochen und den Flug gebucht hatte, machte ich mich drei Wochen später auf den Weg zu den Rook's Bay Stables. Dort angekommen wurde ich bereits von der jungen Frau erwartet. "Freut mich. Mein Name ist Samanta. Mir wäre es lieb, wenn wir uns dutzen können. Natürlich nur, wenn Sie das wollen. Ansonsten respektiere ich Ihren Wunsch natürlich."
      "Ich würde mich sehr gerne duzen. Veronika." Lächelnd ergriff ich ihre Hand und fragte dann:"Wo kann ich denn unterkommen?"
      "Komm, ich zeig dir dein Zimmer." Nachdem sie mir meine Unterkunft gezeigt hatte, gingen wir direkt hinunter in den Stall und Veronika zeigte mir Companero. "Na du Süßer", sagte ich sanft und kraulte ihn erst einmal zur Begrüßung. Der Hengst machte einen recht ruhigen Eindruck und als ich Veronika meinen Eindruck mitteilte, sagte sie:"Dein Eindruck täuscht nicht. Companero ist ein ganz ruhiger Zeitgenosse, nicht wahr?" Der Hengst ließ sich gerne von ihr kraulen. Veronika reichte mir ein Halfter. "Lernt ihr euch erstmal kennen. Ich komme gleich wieder, wenn du fertig bist." Ich bedankte mich und holte den Hengst aus seiner Box. Gründlich begann ich den Hengst zu putzen und stellte schnell fest, dass er gerne geputzt wurde. Fünfzehn Minuten später kam Veronika zurück und ich wurde gerade fertig. "Und schon angefreundet?"
      "Klar." Grinsend klopfte ich Companero den Hals und ließ mir dann von Veronika seinen Sattel und die Trense zeigen. "Ich werde heute mit ihm noch nicht direkt ins Training einsteigen, sondern ihn erstmal kennen lernen. In den nächsten Tagen werden wir dann richtig anfangen." Ich führte den Hengst eine Runde im Schritt, bevor ich nachgurtete und dann aufstieg. Er ließ sich von nichts aus der Ruhe bringen und gi ng ganz entspannt im Schritt an. Ich arbeitete heute dreißig Minuten mit dem Hengst, verschaffte mir einen Eindruck von seinem bisherigen Leistungsstand und stellte fest, dass er schon recht gut gearbeitet war. Andernfalls wäre es für ein Pferd seines Alters aber auch verwunderlich gewesen. Nachdem ich mich noch etwas mit Veronika unterhalten und kurz etwas gegessen hatte, ging ich nach oben auf mein Zimmer und stellte einen Trainingsplan für die nächsten Wochen zusammen. Wenn alles gut lief, dann würde ich in sieben Wochen wieder zu Hause sein. Die nächsten Tage verbrachte ich damit, Companero an mich und meine Art zu gewöhnen und baute bereits die ersten vorbereitenden Übungen für den Mitteltrab und den Mittelgalopp. Hierzu ritt ich immer wieder Tempounterschiede in den Gangarten und viele Übergänge, um Companero vermehrt auf die Hinterhand zu bringen. Eine Woche später war er soweit vorbereitet, dass ich die ersten Ansätze zum Mitteltrab herauskitzeln konnte. Auf gerader Linie würde ich zunächst trainieren, damit der Hengst genug Gleichgewicht hatte. Dazu brachte ich ihn in der Ecke davor etwas unter Spannung und trieb gleichzeitig weiter. Sobald ich das Gefühl hatte, dass er vorwärtsschieben wollte, gab ich die Hand leicht vor und trieb weiter, stellte aber gleichzeitig sicher, dass er nicht auseinander fiel. Es dauerte noch eine ganze Weile, bis er Mitteltrab und Mittelgalopp wirklich sicher hinbekam, aber der erste Schritt war getan und so konnte ich die nächsten Lektionen mit einbauen. Zunächst wollte ich mich ans rückwärtsrichten und die Kehrtwendung auf der Vorhand konzentrieren. Um ersteres zu erarbeiten, erarbeitete ich das Rückwärtsrichten zunächst vom Boden aus. Ich setzte dazu sowohl die Stimme, als auch die Gerte - touchierend - ein. Als er es vom Boden aus beherrschte, stieg ich wieder in den Sattel und versuchte durch sanften Druck am Zügel und vorwärtstreibenden Hilfen und unter Einsatz meiner Stimme dazu zu bringen, einen Schritt rückwärts zu machen. "Zurück." Companero brauchte nur ein paar Minuten, bevor er verstand, was ich von ihm wollte und er seinen ersten Schritt rückwärts gemacht. "Gut gemacht. Super." Sanft lobte ich ihn und ritt erstmal wieder vorwärts. In den nächsten Tagen fragte ich die Übung immer wieder ab und vermehrte die Rückwärtschritte nach und nach, bis er anstandslos auf meine Hilfen rückwärts ging. Während ich weiter am Mitteltrab, Mittelgalopp und dem Rückwärtsrichten arbeitete, hatte ich gleichzeitig an der Vorhandwendung gearbeitet, die ebenfalls reibungslos mittlerweile funktionierte. Es folgte Viereck verkleinern und vergrößern. Hier kam mir die seitwärtstreibenden Hilfen, die ich vorher bereits bei der Vorhandwendung gebraucht hatte, zu gute. Der Hengst war damit nun schon vertraut, sodass es nicht lange dauerte, bis er auch verstand, was ich nun von ihm wollte. Er machte mir das Training wirklich einfach und wenn es weiter so gut ging, dann würde ich sogar in insgesamt sechs Wochen sch0n fertig werden. Nun musste ich mit ihm nur noch die Übergänge vom Schritt in den Galopp und andersherum erarbeiten. Er hatte mehr Probleme beim Angaloppieren aus dem Schritt, sodass ich mich damit länger beschäftigte. Immer wieder gab ich die Galopphilfe, aber immer wieder trabte er zunächst an. Ich brachte ihn kurz vorher unter Spannung, um diese dann in den Galopp zu wandeln, aber er tat sich damit wirklich schwer. So versuchte ich es mit Unterstützung von Veronika, die den Hengst an die Longe nahm und von unten mittrieb und wenig später, schaffte es der Hengst zum ersten Mal anzugaloppieren. Überschwänglich lobte ich ihn und nachdem wir die Übung ein paar Mal wiederholt hatten, konnte er es auch ohne Veronikas Unterstützung. Ich trainierte noch drei weitere Tage mit dem Hengst, wiederholte immer wieder die Übungen. In den letzten Wochen hatte ich immer wieder Trainingspausen eingelegt und war mit ihm ausgeritten, damit er etwas Abwechslung bekam und sich erholen konnte. Heute war mein letzter Tag und ich bat Veronika den Hengst zu reiten, um mir ein Bild davon zu machen, wie sie sich mit dem Hengst machte. Sie waren ein eingespieltes Team und unter meiner Anleitung klappten die Lektionen reibungslos. Nachdem ich ihr noch einige Tipps mit auf den Weg gegeben hatte, verabschiedete ich mich und machte mich am nächsten Tag wieder auf den Weg nach Hause. "Wenn irgendetwas sein sollte, kannst du mich jederzeit anrufen", sagte ich zum Abschied, "das gehört zum Service." Lächelnd umarmte ich die junge Frau und machte mich dann endgültig auf den Weg nach Hause.
      Calypso gefällt das.
    • Calypso
      Compañero: Stufenerhöhung Distanz (E/A)
      11'734 Zeichen // Cascar


      Der Himmel war trist und grau und äußerst wolkenverhangen. Hin und wieder regnete es in feinen Tröpfchen, sodass mir Kälte und Nässe trotz der dicken Winterjacke gefühlt bis auf die Haut drangen. Da war es doch gut, wenn man mit Pferden zusammenarbeitete: sowohl körperlich als auch seelisch wärmten sie und führten mich zu guter Laune. Wie beinahe jeden Morgen versorgte ich meine Schützlinge (mit einiger Hilfe), packte dann aber, definitiv anders als normalerweise, meinen Koffer. Ich würde nach Deutschland reisen. Für bestimmt zwei Monate, um den Criollohengst Compañero zu trainieren. Unterstützen würde mich dabei meine langjährige Freundin Eddi Caen, denn viel praktische Erfahrung im Distanzreiten hatte ich ehrlich gesagt nicht.
      Aus diesem Grund freute ich mich eher besonders auf die Ausbildung des als ruhig beschriebenen Hengstes. Wir beide würden so einiges dazulernen - während ich zähe 21 im Flugzeug saß, um von Neuseeland auf die andere Seite der Welt, in das deutsche Bayern, zu fliegen, erarbeitete ich einen groben Trainingsplan. Ansonsten schlief ich und hoffte, der Jetlag würde mich nicht zu sehr in meinem Tatendrang einschränken.
      In Deutschland regnete es auch. Das positive daran war, dass ich ein wenig aufwachte, als ich ins Freie trat und ein Taxi heranwinkte. Mein Ziel war der Hof Rook's Bay Stable, wo mich Veronica, meine Ansprechpartnerin, dann auch trotz des schlechten Wetters tapfer erwartete. "Halloo", sagte ich ein wenig erschöpft und reichte ihr die Hand. Sie begrüßte mich äußerst herzlich und half mir mit meinem Gepäck. Nachdem der Taxifahrer dann wieder verschwunden war, führte sie mich in den warmen Stall. Angesichts der wohl bekannten und geliebten Gerüche fühlte ich mich gleich wie Zuhause und in mir herrschte eine tiefe Ruhe, als ich an Compañeros Box trat. Der Hengst zupfte friedlich an seinem Heu und ließ sich direkt von mir streicheln. Ich fand, er machte einen sehr vertauenserweckenden Eindruck. Es juckte mich quasi in den Fingern, ihn irgendwie besser kennen zu lernen. Vorerst aber musste ich mich meinen Pflichten unterwerfen, die da hießen "Aufpassen, was Veronica über die Sattelkammer und die Pferde erzählt." Ich gab mir wirklich allergrößte Mühe, aber schließlich lag die Müdigkeit wie ein Stein auf mir. "Hey. Cascar.", meinte mein Gegenüber grinsend und schnipste vor meinem Gesicht, "Willst du vielleicht schlafen gehen?"
      Und wie ich das wollte.
      Meinen Koffer räumte ich demzufolge erst am folgenden Tag aus. Genau so wie Compañeros Putzzeug aus der Sattelkammer. Der Blue Roan gestaltete sich als recht extrovertiert und genoss das Putzen, besonders an Brust und Hals, sichtlich. Außerdem fiel auf, dass er rein gar keine Probleme oder Macken besaß. Er war wahrhaft totlieb. Das bedeutete auch, dass wir mit dem ersten Kennen lernen schnell fertig waren - es ging an die Arbeit. Heute bedeutete das Longentraining: Zum einen wollte ich gerne mehr über den Ausbildungsstand und das Arbeitsverhalten des Hengstes erfahren, zum anderen wurde so gleich seine Ausdauer ein wenig gefördert. Der Weg zum Reitplatz gestaltete sich als nicht sehr weit, aber dafür um so mehr von Respekt gezeichnet. Compañero besaß ansehnliche Manieren, drängelte nicht beim führen, oder ließ sich zurückfallen. Nein, er zeigte Eifer, mir zu gefallen. Das würde im späteren Training sehr nützlich sein.
      Auf dem Zirkel angekommen, schickte ich den Lieben vorerst im Schritt. Seine Haltung war vorbildlich und brachte seinen rassetypischen, markanten Körperbau zur Geltung. Die breite Brust allein war schon Zeichen seines starken Willens und vor allem seiner Ausdauer. Jene wurde im Folgenden geprüft und bewiesen: Mit vielen Gangartwechseln und übermäßig Trab und Galopp, und einigen Schrittpausen, forderte ich den Hengst seiner Ausbildung entsprechend. Compañero indes war die Freude darüber anzumerken: Er schnaubte häufig, lief locker und hochkonzentriert; zu erkennen an den strikt nach innen gedrehten Ohren. Die Arbeit insgesamt empfand ich als sehr angenehm, denn der Hengst verzichtete auf jegliche Spirenzchen oder Herausforderungen. Er stellte mich nicht infrage, sondern bot mir praktisch eine friedliche, konstruktive Zusammenarbeit an. So konnte ich letztendlich nicht anders, als meinen neuen Schützling ausgiebig zu loben und auf dem Hufschlag des Reitplatzes trocken zu führen. Ich war ein wenig in (erneut schläfrigen) Gedanken versunken, als mich eine wohlbekannte Stimme aus meiner Trance riss: "Hu-hu!" Ich sah auf und erkannte Eddi, ihres Zeichens Tierärztin und eine meiner engsten Freundinnen. Ich lächelte unwillkürlich und winkte, dann gesellte ich mich mit Compañero zu ihr, an den Zaun. Wir umarmten uns anständig und plauderten ein wenig, bevor wir auf das Pferd zu meiner Rechten zu sprechen kamen. "Das ist der hübsche Kerl?", fragte sie mich, ich bejahte. "Dann hole ich wohl kurz meine Sachen und checke ihn mal durch." Gesagt, getan. Wir warteten noch ein Weilchen, um sicher zu gehen, dass der liebe Hengst wieder seinen Ruhepuls besaß, bevor seine Gesundheit einmal gründlich durchgecheckt wurde. Ich notierte dabei, unter Eddis Anleitung, Neros Ruhepuls und seine Atemzüge pro Minute. Außerdem war die Tierärztin so lieb und sah kritisch über meinen Trainingsplan, segnete ihn dann aber zufrieden ab. "Das ist ein fittes Pferd. Der macht das schon. Wenn irgendwas ist, kannst du mich ja anrufen.", meinte Eddi schließlich und wedelte mit ihrem Handy vor meiner Nase rum. Ich grinste und meinte schlicht "Danke!", während ich meine Notiz in meiner Hosentasche verstaute. Compañero neben mir war nicht die kleinste Beunruhigung anzumerken. Er sah uns Mädels ein wenig verwirrt an. Ich lobte ihn für sein braves Verhalten, denn er hatte die ganze Untersuchung über sich ergehen lassen. Nun konnte das Training also wirklich beginnen.
      Schon am nächsten Tag traute ich mich auf den Rücken des ruhigen Criollos - vorerst in der Reithalle. Dort ging es um ausgesprochen teambildende Maßnahmen wie Bahnfiguren und einen kleinen Trailparcours. Wieder arbeitete mein neuer Freund konzentriert und fleißig mit und ich hatte kaum etwas auszusetzen. Zudem schien er mich als Reiterin schnell zu akzeptieren, setzte meine Hilfen bereitwillig um. Immer wenn er etwas falsch interpretierte, wusste ich praktisch schon, dass ich mich nicht deutlich oder korrekt genug ausgedrückt hatte und so arbeiteten wir an diesem zweiten Tag voranging an unserem gegenseitigen Verständnis. Zum Tragen kam jenes in unserer dritten gemeinsamen Trainingseinheit, die nunmehr im Gelände stattfand. Auch dort zeigte sich Compañero ruhig und aufgeschlossen, aber keinesfalls schreckhaft. Außerdem bemerkte ich schon bei unserer ersten Runde, querfeldein durch den Wald, dass der Hengst äußerst trittsicher war. Den Aufnahmetest für das Distanzreiten hatte er so bestanden.
      Normalerweise, das hatte ich mir abgeschaut, war es üblich an dieser Stelle des Trainings längere Geländeritte mit einem ausgebildeten Distanzpferd und dem Trainingskumpanen als Handpferd durchzuführen. Das Problem war, dass Nero das ausgebildetste Pferd war, das mir zur Verfügung stand. Ich wusste, dass ich aus diesem Grund äußerst schonend und langsam arbeiten musste, damit mein Lieber die Lust nicht verlor.
      In den nächsten Tagen machten wir also länger werdende Ausritte, vordergründig im Schritt. Es ging durch flaches Gelände, manchmal führte ich Nero, hin und wieder trabten wir auch. Immer, wenn zwei Stunden um waren, ob wir da noch draußen oder wieder daheim waren spielte keine Rolle, kontrollierte ich seinen Puls und notierte seine Atemzüge pro Minute. Anhanddessen sah ich den zunehmenden Trainingsfortschritt, was die Ausdauer des Criollos betraf. Ein weiterer Schwerpunkt des Ausbildungsbeginns war dann die Gewöhnung an Wasser. Ein Unterfangen, das sich tatsächlich als nicht ganz so leicht herausstellte. Nero fand das, zu dieser Jahreszeit äußerst kühle, Nass zwar nicht zum Weglaufen, wollte mir aber so gar nicht die Böschung zum Fluss hinunter folgen. So brauchte es viel Zeit, Ruhe und Geduld, ehe der Liebe mal mit den Vorderhufen drin stand, ohne zu mucken. Ab da wurde vor jeder Pfütze kurz diskutiert, bis nach meinen Wünschen hindurchgegangen wurde. Das war wichtig, weil das Training uns nun auch in hügeligeres Gelände führte, in dem sich Wasser an verschiedensten Stellen seinen Weg bahnte und damit unseren Weg kreuzte. Ich bekam Compañero schließlich sogar dazu, durch die unscheinbaren Bäche zu traben!
      So wurde unsere Arbeit anspruchsvoller, blieb mit dem Hengst aber ausgesprochen angenehm. Ich spürte jeden Morgen, beim Putzen und Satteln, dass er mich heile nach Hause bringen würde. Guten Gewissens durchzogen wir das neue Gelände damit im steten Trab und näherten uns vom Schwierigkeitsgrad den schmalen Gebirgspfaden der Alpen an. Durch den Anstieg und das allnachmittäglich verordnete Longieren am Hang, legte Nero an Muskeln zu. Schließlich befand ich ihn als bereit, um an einem ersten, richtigen Distanzritt teilzunehmen. Einfach, damit er so etwas einmal gesehen hatte und ich mich seiner Tauglichkeit vergewissern konnte.
      Veronica half mir am folgenden Morgen, den Criollo sicher zu verladen und fuhr mich (leider, weil ich noch nicht achtzehn Jahre alt war) zum Wettbewerbsstart. Der Ritt würde den ganzen dauern Tage und insgesamt knapp 38km umfassen. Das bestehen dieser Prüfung gewährleistete Nero den Stufenaufstieg. Mit dieser, für ihn vielleicht nicht allzu großen Motivation, putzte und sattelte ich den Hengst sorgfältig, bevor es losging. Mit von der Partie war eine, hinten am Sattel festgebundene, dunkelblaue Regendecke - der Himmel war gefährlich wolkenverhangen und es nieselte schon. Ich sah deshalb prüfend zum Himmel, bevor ich meine Reitkappe aufsetzte und mich auf Compañeros Rücken schwang. Der Liebe blieb ruhig stehend und wartete kauend, bis ich die Zügel aufgenommen hatte und das Signal zum Losgehen gab. Was mein Partner ja vielleicht nicht wusste, war, dass es auch mein erster Distanzritt war. Wohl ein wenig vergeblich versuchte ich meine Aufregung im Zaum zu halten, als wir uns der riesigen Pferdeansammlung am Start näherten. Hinter der seitlichen Absperrung entdeckte ich Veronica, die uns zulächelte und zwei Daumen nach oben hielt. Ich grinste erleichtert und lobte Nero trotz des Trubels für sein ruhiges Verhalten. Als das Startsignal dann fiel, ging es erst nur langsam voran. Es musste sich erstmal ein Teilnehmerfeld aufbauen, damit man laufen konnte. Nero und ich, wir platzierten uns recht weit hinten. Unser Ziel war ja das Bestehen der Strecke und nicht das als-erstes-Ankommen.
      Zu Beginn führte der Weg durch weitläufige Wiesenflächen. Wir konnten viel Traben, ehe das Gelände steiler wurde und nur noch ein Kraxeln im Schritt möglich war. Mit unzähmbarer Entschlossenheit meisterten Nero und ich alles, was uns vor die Hufe kam. Auch den einmaligen Gesundheitscheck auf halbem Weg. Ab da ging es durch den Wald und im Regen bis zum Ziel. Wir erreichten jenes erschöpft, aber glücklich als 54. Teilnehmer von circa 110. Ich jubelte auf Neros Rücken und warf meine Arme um seinen Hals, bevor ich mich zu Boden gleiten lies. Es dauerte dann eine Weile, ehe wir Veronica und unseren Pferdeanhänger gefunden hatten. Compañero trank die meiste Zeit, während ich ihn absattelte und eine Decke über das klamme Fell zog. Danach ging es wohlbehalten zurück in den heimatlichen Stall.
      Schon am nächsten Tag packte ich meine Koffer und verabschiedete mich von Nero und Veronica, die mir beide ehrlich gesagt sehr ans Herz gewachsen waren. Während der langen Taxifahrt zum Flughafen und auch in der Maschine hoffte ich inständig, eines Tages wiederkommen zu dürfen - man sah sich ja erfahrungsgemäß immer zweimal im Leben.
    • Calypso
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      Februar 2017 - 6686 Zeichen von Calypso - Ein ganz normaler Tag

      „Ich bring die Stuten raus!“ - „Ja alles klar“ ich zog meine gefütterte Regenjacke aus und hing sie an einen Haken an der Wand. Dann schnappte ich mir wieder Schubkarre und Mistgabel und machte mich an die nächsten Boxen. Emilia brachte in der Zwischenzeit die Stuten nach draußen, deren Boxen danach auch noch dran kamen. Zum Glück waren wir zwei schon so routiniert und eingespielt das die Arbeit schnell von der Hand ging und wir weiter machen konnten mit dem Heu verteilen. „Vielleicht haben wir heute mal Zeit zum ausreiten.“ rief Emilia aus der Nachbarbox und warf mir einen kurzen Blick zu. „Ich weiß noch nicht. Ich wollte auf jedenfall mit Ceara Isleen und Companero arbeiten. Hast du heute nicht auch ein paar Reitschüler?“ - „Ja schon aber die kommen gleich am Vormittag, danach hätte ich eigentlich Zeit, wenn nichts dazwischen kommt.“ Emilia schmunzelte und fuhr dann ihre Schubkarre zum Misthaufen. Bald darauf waren wir mit allem fertig und ich widmete mich gleich meiner jungen Connemara Stute Ceara Isleen. Ich bearbeitete ihr Fell, kratzte die Hufe aus und legte ihr Gamaschen an. Dann holte ich den Kappzaum, Longe und Longiergerte und kurze Zeit später waren wir auch schon auf dem Reitplatz. Zuerst lief ich mit ihr ein paar Runden auf dem Platz zum aufwärmen. Dabei achtete ich gleich darauf das sie zügig vorwärts ging. Leen war sehr guckig, nahm den Kopf hoch und guckte zur Bande und in Richtung Hof zu den anderen Pferden. Ich versuchte wieder ihre Aufmerksamkeit zu bekommen und ließ sie über Stimmkommandos anhalten, rückwärtsgehen und wieder losgehen. Ich wollte das sie später gut auf Stimmkommandos reagiert, deswegen legte ich viel Wert darauf. Nach der Aufwärmphase hakte ich die Longe ein und ließ sie im Schritt losmarschieren. Sie war jetzt wieder aufmerksamer, wahrscheinlich wusste sie inzwischen schon das jetzt die Arbeit anfing. Auch hier fragte ich wieder Kommandos wie stehen bleiben und wieder los gehen ab. Danach gingen wir in den Trab über und auch hier fragte ich alles ab. Zwischendurch lobte ich sie immer wieder mit der Stimme. Jetzt holte ich zwei Stangen dazu die ich auf dem Zirkel platzierte. Leen blieb brav an ihrer Stelle wo ich sie abgestellt hatte stehen, das hatten wir lange genug geübt, und beobachtete mich. Dann nahm ich die Longe und die Longiergerte wieder auf und ließ sie kurz darauf antraben. Bei der ersten Stange war die Stute noch etwas unsicher und stakste irgendwie darüber hinweg, aber das wurde von Runde zu Runde immer besser und schließlich schwebte sie federleicht darüber. Ihr Kopf war tief und sie wölbte den Rücken auf. Ihre Ohren spielten immer in meine Richtung und sie gab sich alle Mühe alles richtig zu machen. Danach wechselte ich die Hand aus dem Trab heraus durch umgreifen der Longe, Ceara Isleen kannte das schon und machte sofort kehrt und trabte auf die rechte Hand. „Priiiima“ lobte ich mein Pferdchen und ließ sie durchparieren. Wir wiederholten alles nochmal auf der rechten Hand und zum Abschluss machte ich sie von allem los und sie durfte sich auf dem Platz noch wälzen. Das liebte sie! Ich fing sie wieder ein führte sie in den Stall. Dort putzte ich nur nochmal grob über sie und kratzte die Hufe aus bevor ich sie wieder zu ihren Freunden entließ. Als ich aus der Sattelkammer kam stand Charlotte vor mir und grüßte mich. „Hi, ich wusste gar nicht das du heute kommst.“ sagte ich etwas überrascht. „Ja war jetzt ziemlich kurzfristig, aber ich dachte mir ich könnte was mit Lamiro machen, wenn du nichts dagegen hast.“ Ich lächelte und nickte. Charlotte war 18 Jahre alt und kam regelmäßig auf den Hof. Sie hatte ihr Herz an meinem Kaltblüter Lamiro verloren und war immer dabei als ich ihn einritt. Oftmals half sie mir dabei und inzwischen ritt sie ihn auch selbst. Ich konnte ihr vertrauen was den Umgang mit Lamiro anging. „Dann gehe ich auf den Platz mit ihm!“ - „Ja kannst du machen. Gerne auch galoppieren versuchen, nur links herum ist er noch etwas wackelig“ erklärte ich und hatte schon das Halfter meines nächsten Pferdes in der Hand, Companero. Charlotte ging dann schnellen Schrittes zu dem Hengst und ich holte meinen Criollohengst. Companero war jetzt lange im Beritt von Cascar die ihn weiter trainiert hatte für Distanzritte. Er hat in der Zeit nochmal ordentlich an Muskeln zugelegt und sah einfach super aus. Ich putzte ihn ausgiebig und genoss es Zeit mit ihm zu verbringen. Ich bürstete seine Mähne und den Schweif vorsichtig und sprühte sie noch mit einem Mittel ein. Dann entdeckte ich an seiner Flanke eine kleine Bisswunde, nichts dramatisches aber manchmal erwischten sich die Hengste ja doch. Ich holte die Zinksalbe aus unserem Erste Hilfe Set und schmierte die Stelle damit ein, das sollte genügen. Dann bearbeitete ich seine Hufe, fettete die auch ein und fertig war unsere Beauty Stunde. Companero drehte den Kopf zu mir und suchte etwas leckeres in meinen Taschen „Da suchst du vergeblich!“ lachte ich und streichelte ihm über die Blesse. Noch ein Weilchen standen wir so da, bis ich ihn auf einen freien Paddock stellte. Charlotte war mit Lamiro schon auf dem Reitplatz und ich beobachtete sie kurz. Sie sahen so harmonisch aus und ich mochte Charlotte´s ruhige aber doch konsequente Art. Ich beschloss doch zu ihr rüber zu schauen und so wurde es schon fast zu einer kleinen Reitstunde mit den beiden. Zufrieden ging ich dann ins Haupthaus und suchte mir eine Kleinigkeit zum essen. Dann machte ich Organisatorisches am PC, bis Emilia ins Zimmer trat „Ach hier bist du, ich hab dich schon gesucht!“ - „Ja? Ist irgendwas passiert?“ fragte ich fast schon hektisch und Emilia musste grinsen und schließlich lachen „Nein, aber wir wollten ausreiten, weißt du noch?“. Mein Gesichtsausdruck wurde wieder entspannter und schließlich musste auch ich lachen. „Ja ich komm gleich.“ Ich schaltete den PC aus und trat hinaus auf den Hof. Emilia hatte Chatana, ihr New Forest Pony, geholt und ich entschied mich für Kajano. Der Gute hatte bestimmt auch nichts gegen einen Ausritt. Wir putzten schnell über die Pferde, sattelten auf und los ging es. Wir waren eine ganze Weile im Schritt unterwegs weil wir auch so viel zu bequatschen hatten. Die Pferde liefen nebeneinander her und wetteiferten im Schritt darum wer die Führung übernehmen sollte. Wir kamen auch an eine Stelle wo wir richtig Gas geben konnten. Wir ließen die Zügel lang und die beiden schossen in einem Jagdgalopp davon wie schon lange nicht mehr. Wir waren eine knappe Stunde unterwegs als wir wieder zurück kamen. Kajano schnaubte zufrieden und ich tätschelte seinen Hals. Schnell hatte ich ihm alles an Ausrüstung abgenommen und gab ihm noch seine Portion Obstsalat, dass er genüsslich fraß.
    • FrauHolle
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      07. März 2017 (c)FrauHolle

      "Hey Veronika", ich fiel ihr um den Hals. Veronika und ich kannten uns inzwischen ziemlich gut. Ich hatte sie vor kurzem auf ihrem Hof in Wales besucht, um mir ihrem Hengst Norisk zu arbeiten und sie war für einige Tage samt Pferd auf meinen Hof gekommen, um an dem Zirzensik Kurs teilzunehmen. Heute hatte Veronika mich wieder zu sich eingeladen, denn ich sollte ihrem Companero das Steigen beibringen. Auf ihrem Hof Rook`s Bay Stable kannte ich mich schon etwas aus, sodass ich schnurstracks in die Stallgasse lief, nachdem ich die lange Anreise hinter mir hatte. Wie vermutet traf ich in der Stallgasse auf Veronika, die gerade dabei war, eine junge Stute zu putzen. Wir quatschten sofort los und unterhielten uns über Veronikas Rückfahrt und das Training mit Rhoda, denn Veronika hatte fleißig weiter trainiert. Gemeinsam brachten wir die junge Stute, die nun blitzblank war, zurück auf die Weide und Veronika zeigte mir den Hengst Companero, mit dem ich die nächsten Tagen verbringen durfte. "Das ist unser Nero", sie streichelte dem Criollo behutsam über die Nüstern, "er ist ein ganz lieber und ist stets lernwillig. Ich glaube, er ist das perfekte Pferd für die Zirzensik. Ich bin gespannt, wie ihr beiden zurechtkommen werdet".

      Eine knappe Dreiviertelstunde später stand ich mit Nero auf dem Platz. Beim Putzen konnte ich mir ein erstes Bild von seinem Charakter machen und nun war ich sehr gespannt auf sein Verhalten beim Training. Ich startete mit den Basics und lenkte seine Aufmerksamkeit auf mich. Immer wieder blieb ich stehen, richtete ihn rückwärts und lief wieder los. Mit vielen Wendungen und abwechslungsreichen Übungen schaffte ich es, den Hengst auf mich zu fokussieren. Das Steigen ist eine sehr anspruchsvolle Übung, die schnell gefährlich werden kann. Obwohl Nero sehr auf mich Acht gab und wirklich konzentriert und ruhig bei der Sache war, kannte ich den Hengst nicht gut genug und ich hatte großen Respekt vor dieser Lektion.
      Ich machte den Karabinerhaken vom Halfter ab und ließ Nero frei laufen. Mit einem leichten Schnalzen trieb ich ihn vorwärts und Nero verfiel in einen schwungvollen Trab. Ich ließ Nero ein paar Mal die Hand wechseln und dirigierte ihn mit meinem Körper in alle Richtungen. Der Hengst hielt immer ausreichend Abstand und ich war begeistert, wie artig Nero alle meine Anweisungen befolgte. Mit einem guten Gewissen beendete ich die erste Trainingseinheit. Ich hatte mir einen Eindruck von Nero verschafft und ihn in seinem Verhalten mir gegenüber ausgetestet. Damit war ich für heute erst einmal zufrieden.

      Schon früh am Morgen starteten wir das zweite Training. Wir begannen mit den Basics und ich wärmte Nero ordentlich auf. Mit großen Volten und Wendungen vom Boden aus, die ich mit der Zeit immer kleiner machte, machte ich Nero locker. Nach einer guten viertel Stunde war er bereit für die erste Übung und wir begannen, an unserem eigentlichen Ziel zu arbeiten.
      Mit meiner Gerte tippte ich Nero an seinem Bein an. Bei dem kleinsten Ansatz, das Bein zu heben, lobte ich Nero und gab ihm eine Belohnung. Dieses Spiel spielte ich ungefähr zehn Minuten. Immer und immer wieder tippte ich sein Bein an und lobte ihn bei der kleinsten Bewegung. Schnell hatte er das Prinzip verstanden und am Ende der Trainingseinheit hatte er, zu meiner Freude, das Bein schon ziemlich weit angewinkelt.

      Gleich am Nachmittag wollte ich mit ihm weiterüben, denn der Anfang war gemacht und ich war total gespannt auf Neros Fortschritte. Erneut tippte ich sein Bein an und Nero wurde von Mal zu Mal besser. Nun nahm ich auch das andere Bein mit ins Spiel und tippte es mit der Gerte an. Begeistert kraulte ich Nero den Hals und gab ihm eine kurze Denkpause. Als nächstes musste ich es schaffen, während er sein eines Bein oben hatte, das andere anzutippen. Ganz einfach stellte ich mir die Sache nicht vor, doch ich war mir sicher, dass Nero einen guten Job machen wird. Ich tippte sein rechtes Bein mit der Gerte an und genau als er es angewinkelte hatte, tippte ich mit der Gerte an sein linkes Bein. Ich in Neros Blick genau, wie verwirrt er war und versuchte es in aller Ruhe noch einmal. Mit meinem Körper verdeutlichte ich die Bewegung des Steigens und versuchte, diese auf Nero zu übertragen. Es dauerte einige Versuche, bis Nero plötzlich ganz leicht mit beiden Vorderbeinen in die Luft sprang. Es waren nur ein oder zwei Zentimeter aber es war ein riesiger Schritt in die richtige Richtung. Erleichtert lobte ich ihn und brachte ihn in die Box.

      Mit neuer Energie standen wir am nächsten Morgen gemeinsam auf dem Platz. Für heute Nachmittag hatte ich mich mit Veronika verabredet, denn sie wollte sehen, wie das Training so lief. Nachdem ich ihn ein paar Runden warmgemacht hatte, machte ich mich wieder an die Arbeit. Ich übte zuerst das Anwinkeln der Beine auf beiden Seiten, bevor ich mich an die Ansätze zum Steigen machte. Stück für Stück erarbeiteten wir uns die Lektion. Es klappte zwar nicht bei jedem Versuch, aber Nero schaffte es immer öfter, beide Vorderbeine vom Boden abzuheben.

      Am Nachmittag waren wir schon ein ganzes Stück weiter. Veronika stand gespannt am Zaun und beobachtete, wie ich mit Nero arbeitete. Nero zeigte sich als richtiger Streber und man konnte jetzt schon deutlich erkennen, was unser Ziel war. "Komm, probiere es doch auch einmal", rief ich Veronika zu. Sie schlüpfte durch den Zaun und nahm den Strick in die Hand. In aller Ruhe zeigte ich ihr, wie sie vorgehen musste und Veronika und Nero machten erste Versuche zusammen. Es klappte zwar nicht beim ersten Mal aber schon bald hatte Veronika den Dreh raus und Nero nahm sein ganzes Gewicht auf die Hinterbeine, um mit den Vorderbeinen in die Luft zu steigen. "Wow!", Veronika bekam den Mund vor Staunen gar nicht mehr zu. "Es ist super wichtig, dass du jetzt dranbleibst, damit ihr schnelle Fortschritte macht. Ich freue mich wenn ich die nächsten Tage was von euch höre. Wenn du Fragen hast kannst du mich jederzeit anrufen", sagte ich zu Veronika und verabschiedete mich von ihr. Für Nero gab es eine große Karotte, bevor ich mich wieder auf den Weg nach Deutschland machte.
    • Calypso
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      Juli 2017 - 5137 Zeichen - Ein arbeitsreicher Tag
      Es war noch früh, der Hof langsam am erwachen. Die Pferdepfleger, Emilia und ich hatten unsere Arbeit bereits aufgenommen und waren mit ausmisten und Pferde auf die Weiden bringen beschäftigt. Ich brachte gerade meine Criollo Hengste auf ihre Weide. Die Hengste durften bei uns im Herdenverband leben, praktisch wie in einer Männer WG. Ich war froh das sich dieses Konzept so gut bei uns bewährt hatte, denn ich hatte das große Glück das meine Hengste nicht besonders hengstig bzw. aggressiv zu ihren Artgenossen waren. Chulo, Companero, und Kantarro waren bereits draußen, jetzt kam ich noch mit Fantasio und El Alba Ardiente und entließ sie zu ihren Kumpels. Alba galoppierte sogleich los und ließ seine ganze Energie raus. Die anderen suchten sich eher Plätzchen zum grasen. Ich musste jetzt erstmal meiner Arbeit weiter nachgehen, es gab noch viele Boxen zum ausmisten. Gegen 10 Uhr waren wir mit misten, einstreuen und Heu auffüllen. Ich machte mir einen Plan im Kopf zurecht wie ich heute den restlichen Tag vorgehen würde. El Alba Ardiente und Kantarro durften heute ihren freien Tag genießen, mit den anderen würde ich etwas arbeiten. Fantasio und Companero reiten und Chulo longieren. Vielleicht würden sich ja dann noch freiwillige finden die vielleicht die anderen beiden putzen oder spazieren führen.





      Ich verschwand, bevor es los ging, nochmal schnell im Haupthaus und zog mich um. Dann holte ich Fantasio´s Dressurausrüstung, legte mir alles zurecht und holte schließlich den Hengst. Der Tigerschecke kam mir sogar entgegen und schien sich auf die bevorstehende Arbeit zu freuen, aber Fantasio war sowieso immer sehr motiviert. Das putzen verlief im Eilverfahren und schnell war er gesattelt und getrenst. Da das Wetter sich bis jetzt gut hielt, beschloss ich auf den Reitplatz zu gehen. Nach einigen Runden Schritt nahm ich die Zügel auf und fing mit einfachen Seitengängen an. Wir ritten viele Volten und Schlangenlinien und Fantasio wurde zunehmend lockerer. Er arbeitete sehr willig und fleißig mit und wurde immer mal wieder mit Schritt- oder Stehpausen von mir belohnt. Mir war es nämlich auch sehr wichtig das die Pferde das stehen bleiben als positiv wahrnahmen und zur Ruhe kommen. Ein Pferd das nur Vorwärtsdrang hat und man mit Zügel ziehen beschäftigt ist das es stehen bleibt, konnte ich nicht gebrauchen. Und meine Pferde genossen diese Pausen beim reiten auch. Nach 40 Minuten ließ ich es gut sein und stieg ab. Der Hengst wurde von mir schnell abgesattelt und dann wieder auf die Weide gebracht.





      Nach der ersten Reiteinheit war ich noch so voller Tatendrang das ich das Longieren mit Chulo vorzog und ihn als nächstes holte. Bei ihm ließ ich mir viel Zeit beim putzen. Wir mussten uns auch noch ein bisschen kennenlernen da Chulo noch nicht so lange bei uns auf dem Hof war. Er war wirklich ein Herzenspferd, man brauchte keine Bedenken bei ihm haben. Mit seiner Arbeitseinstellung allerdings hatten wir noch ein wenig zu kämpfen. Der Hengst wusste ganz genau wenn es raus ins Gelände ging dann war Spaß vorprogrammiert und er machte alles mit was man sich erträumen konnte. Merkte er aber das es in Richtung Halle oder Reitplatz ging, dann ging auch seine Motivation flöten. Er ließ sich schon oft gerne bitten oder verweigerte komplett die Arbeit mit stehen bleiben. Dieses Verhaltensmuster konnte ich zum Glück schon etwas eindämmen mit viel Bodenarbeit und so langsam schien er auch zu kapieren das niemand ihm was böses wollte oder ihn mit der Arbeit ärgern will. Heute also wollte ich ihn longieren und ein paar Stangen mit einbauen. Vielleicht weckte das Chulo´s Interesse. Nach dem putzen holte ich die Longe und hakte sie in sein Halfter ein, ich longierte immer mit Halfter. Auf dem Platz angekommen sah ich ihm sofort an was er dachte. Wenn er könnte, hätte er jetzt vermutlich mit den Augen gerollt. Ich trieb ihn von vornherein an und ließ ihn nichts durchgehen. Nach ein paar Trabrunden, die eher wie ein schleichen über den Boden waren, holte ich eine Stange dazu und siehe da, das Pony konnte ja doch die Füße heben. Ich war wirklich zufrieden mit ihm und hörte nach einer halben Stunde intensiven Training auch auf. Ich lobte ihn und streichelte ihm über den Kopf.





      Den restlichen Tag machte ich ein wenig Bürokram und führte unzählige Telefonate. Zu einem Tierarztbesuch musste ich schließlich auch noch im Nachbarort. Gegen späten Nachmittag, schon eher Abend, hatte ich dann endlich wieder Zeit und wollte mich jetzt Companero widmen. Der Hengst war mein stärkster Anwärter für die Zucht und ich steckte viel Zeit in ihn. Heute wollte ich allerdings nichts spezielles trainieren. Ich legte ihm seine Westernausrüstung an und ging, zum dritten mal für heute, auf den Reitplatz. Nach dem warmreiten trabten wir an, liefen über Stangen, machten Tempowechsel, Seitengänge,...das ganze Programm was Companero aus dem FF beherrschte. Ich fragte alles ab. Im Galopp genau das gleiche Spiel. Wobei ich hier vermehrt darauf achtete das er wirklich punktgenau ansprang oder durchparierte. Zum Abschluss legten wir noch einen guten Sliding Stop hin und ich ritt ihn am langen Zügel, tätschelnd ab.
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  • Album:
    Rook´s Bay Stable - Criollozucht
    Hochgeladen von:
    Calypso
    Datum:
    12 Aug. 2016
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  • Companêro

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    Rufname: Nero
    Geburtsdatum/Alter: 2010, 10 Jahre
    Geschlecht: Hengst


    Stammbaum
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    aus der: Barella La Primera ~ von: La Amanecida el Halieto
    aus der: Antojo Enredadera ~ von: Jabali La Invernada | aus der: Pasmar Bocha ~ von: La Amanecida Choclero


    Exterieur
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    Größe: 150 cm
    Rasse: Criollo
    Fellfarbe: Blue Roan Tobiano
    Gencode: Ee aa Toto RnRn



    Interieur
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    Charakter

    ruhig, treu, fleißig, selbstbewusst, trittsicher, lernwillig
    Er ist sehr widerstandsfähig und hält problemlos Wetterumschwünge aus. Er ist ein sehr ruhiger Kerl, der seinem Partner treuer als alles andere auf der Welt ist. Compañero ist ein fleißiges Bürschchen, dass immer folgt und mit viel Konzentration seine Arbeit macht. Niemals im Leben würde er durchgehen, denn Scheue? Kennt er nicht!

    Beschreibung
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    Compañero macht seiner Rasse alle Ehre, er hat einen mittelgroßen, keilförmigen Kopf mit geradem bis leicht konvexem Profil, freundlichen Augen und kräftigen Ganaschen. Sein Hals ist von mittlerer Breite. Der Hals geht in einen eher flachen, aber kräftigen Widerrist über, der seinerseits in einen langen, aber tragfähigen Rücken ausläuft. Seine kräftige, breite und tiefe Brust ist üblich für diese Rasse. Compañero hat eine relativ gerade Rückenlinie mit langer Nierenpartie, eine runde, gut bemuskelte Kruppe mit tiefem Schweifansatz und eine kurze Schweifrübe. Sagen wir so ein sehr stabiles Fundament, kräftige Fesseln von mittlerer Länge und mittelgroße, harte Hufe zeichnen ihn aus. Sagen wir so er ist der typische Criollo mit den perfekten Maßen. Gangtechnisch ist er die Nummer eins auf den Platz, er besitzt eine unglaubliche Wendigkeit und Konzentration. Das Arbeiten mit ihm ist immer sehr angenehm!


    Vorgeschichte



    Zuchtinfos
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    HK 497

    Gekört/Gekrönt:
    Vorgesehen für die Zucht:
    Leihmutterschaft/Deckaxe: 390 J.



    Nachkommen
    ✗/✗


    Besitzer: Calypso
    Vorbesitzer: Snoopy - Veija
    VKR/Ersteller: Rain (verfallen)
    Aktueller Wert: 800 Joellen

    Trainingsstände
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    Fohlen ABC ✓ | Eingeritten ✓ | Eingefahren ✗


    Bodenarbeit
    Treiben + Bremsen ✓ | Rückwärtsrichten ✓ | Durchparieren, Antraben/Galoppieren, Halten ✓
    Abstand halten ✓ | Wenden + Handwechsel ✗ | Abruf ✗

    Freiheitsdressur/Zirzensik
    Kompliment ✗ | Knien ✗ | Spanischer Schritt ✗ | Piaffe ✗
    Passage ✗ | Steigen ✓ | Sitzen ✗ | Liegen ✗


    Reitpferde-Ausbildung
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    Dressur: E A L
    Galopprennen: E
    Springen: E A L
    Military: E A L
    Fahren: E
    Distanz: E A L M S S*
    Western: LK5 (E), LK4 (A), LK3 (L), LK2 (M), LK1 (S)
    Trail: LK5 (E), LK4 (A), LK3 (L), LK2 (M), LK 1 (S)

    PotentialAufstieg durch Turnier | Training • nicht weiter gefördert


    Erfolge
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    3. Platz 293. Westernturnier, 3. Platz 300. Westernturnier, 3. Platz 305. Westernturnier, 3. Platz 311. Westernturnier, 3. Platz 438. Dressurturnier, 1. Platz 314. Distanzturnier, 1. Platz 326. Distanzturnier, 1. Platz 428. Westernturnier, 2. Platz 338. Distanzturnier


    Gesundheit
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    Gesundheitszustand

    Letzter Tierarztbesuch: 19.01.2018
    Letzter Hufschmiedbesuch: 12.02.2018
    Akute Krankheit/en: ✗
    Chronische Krankheit/en: ✗
    Erbkrankheit/en: ✗



    Hufe/Beschlag

    Beschlag Vorne: ✗
    Beschlag Hinten: Sliding Eisen