Elii

Colored Belle* -- Hannoveraner

*2008, im Besitz seit 24. Januar 2016

Colored Belle* -- Hannoveraner
Elii, 25 März 2018
MeisterYoda und adoptedfox gefällt das.
    • Elii
      Pflegebericht 21. Juni 2015 - Belle und Blondie
      6005 Zeichen, von Ally

      „Hallo? Wer ist da?“, waren sonst eigentlich keine Worte, die ich um 4 Uhr nachts die Treppe hinunter rufen würde, aber es gab schließlich für jedes Mal das erste. „Ich hab Pfefferspray!“, schrie ich als Warnung und hielt mich an dem Geländer fest. Es raschelte schon wieder unten, als würde jemand Toast aus der Packung holen und Käse aus dem Kühlschrank holen - Aber wer würde sich denn bitte um 4 Uhr nachts in meinem Haus ein Sandwich machen? Ich ging die ersten beiden Stufen hinunter und hielt dann inne. Elisa, Elena und Gwen hatten Schlüssel zu meinem Haus … Gwen wäre zu faul, um extra um 4 Uhr aufzustehen, nur um mir einen Schrecken einzujagen. Elena war wahrscheinlich auch am Schlafen. Elisa? Ja, bei Elisa könnte ich mir das vorstellen, aber es könnte ja trotzdem immer noch ein Einbrecher sein. Ich hielt also das Pfefferspray vor mir, während ich die letzten Stufen nahm, und atmete dann tief ein und aus. Ruhig, flüsterte ich, immer schön ruhig bleiben. Dann kannst du besser zielen. Okay, nein, eigentlich kannst du nicht zielen, du kannst nicht mal einen Ball werfen. Und Frisbees wirfst du auch immer über den Zaun .. Ach, egal, konzentrier dich!

      Ich schlich die letzten paar Schritte auf die Küche zu und drehte mich dann um die Ecke - und im Dunkeln sah ich … Ja, wen wohl? Genau. Elisa. Mit einem grünen Teller in der Hand und einem Sandwich drauf. Mit Käse und Gurken sogar, dabei wusste sie genau, dass ich kaum Käse hatten und die Gurken alle für mich waren! „Ernsthaft, Elisa?“, grummelte ich und stellte das Pfefferspray weg. „Ich hatte Hunger, konnte nicht schlafen und wollte dir was sagen!“, sagte Elisa und stellte den Teller über die Spülmaschine, hielt das Sandwich aber immer noch in der Hand. „Und was ist bitte so wichtig, dass du nicht bei dir selbst was essen konntest? „Ein Artikel. Naja. Eine Anzeige. Auf eBay, aber das ist egal. Es geht um eine Hannoveraner Stute die Hilfe braucht, die will nicht springen, dabei hat sie mega Potential, und die Besitzer suchen jetzt wen.“, sagte Elisa und ich stemmte meine Hände in die Hüfte. „Ja, okay, dann meld dich doch.“, sagte ich und gab Elisa ein Messer, damit sie sich erstechen konnte. Nein, Scherz, damit sie das Sandwich durchschneiden konnte und mir eine Hälfte geben konnte. „Hab ich schon, und naja .. Ich hab ein bisschen verpackt. Böse Wörter benutzt.“, sagte Elisa, unschuldig grinsend, und gab mir meine Hälfte.

      Jetzt standen wir hier um halb 5 vor dem Computer und versuchten, einen einigermaßen normalen Text zu verfassen, damit ich die Hannoveraner Stute bekam. Ich hatte immer Platz für ein weiteres Pferd und sie würde auch nur für bestimmte Zeit bleiben, und ich würde auch noch Geld dafür bekommen. „Hallo Herr und Frau Wickert. Mein Name ist Ally Donell und ich bin eine sehr erfahrene Ausbilderin. Ich lege sehr viel Wert auf eine Beziehung zwischen Mensch und Pferd, auf Körpersprache und möglichst wenige Missverständnisse zwischen Tier und Reiter.“, fing ich an, und Elisa legte ihr Kinn auf ihre Handfläche, ihr Ellenbogen auf dem Tisch. „Ich wäre sehr interessiert daran, die Hannoveranerstute bei mir aufzunehmen und ihre Grenzen zu testen. Ihre Abstammung verspricht sehr viel Potential in vielseitigen Disziplinen und ich würde mich freuen, mit ihr zusammen arbeiten zu können, damit sie ihre Angst vor Stangen und Hindernissen überwältigt.“, sagte sie weiter und ich freute mich, dass Elisa wenigstens jetzt einen seriösen Text zusammen stellen konnte. „Mit herzlichen Grüßen, Ally Donell, Leiterin der Whitmore Stud Training Facility. Ihre Website können sie unter www.joelle.de/resources/ws-training-facility.23/ finden und ich bin jederzeit unter meiner Handnummer (auf der Website unter „Kontaktdaten“ zu finden) zu erreichen.“, beendete ich und klickte dann auf Senden. „So, alles getan, jetzt warten wir nur noch auf eine Antwort. Kannst du jetzt gehen?“, fragte ich und Elisa sah mich mit riesigen Kulleraugen an. „Kann ich bei dir im Gästezimmer schlafen? Meine Katze macht Zuhause immer so Lärm nachts.“ Ich sah sie für eine Minute an, und als sie keine Anstalten machte, aufzustehen und nach Hause zu gehen, seufzte ich und zuckte mit den Schultern. „Meinetwegen. Aber später bist du raus!“

      Eine Woche später hatte ich mit Herr und Frau Wickert einen Termin vereinbart. Sie wollten die Stute vorbei bringen und mein Gestüt ansehen, was sie auch taten, und ich fand heraus, wie scheu und teils auch aggressiv Belle war. Sie war wunderschön und hatte das perfekte Exterieur, einen wohlgeformten Kopf und starke Beine, einen kräftigen Rücken und eine muskulöse Hinterhand, doch ihr Exterieur wurde komplett von ihrer Persönlichkeit ruiniert. Aufhalftern und Führen konnte man sie, der Rest war teils unmöglich. Beim Anbinden tänzelte sie herum, sobald man sich ihr mit einem Sattel näherte scheute sie und sie hatte es wirklich faustdick hinter den Ohren. Ihre Boxentür kann sie auch öffnen und sogar den Knoten ihres Strickes öffnen. Nachdem das Ehepaar Wickert das Gestüt verließ, kam Elisa vorbei und half mir, die Schönheit - Belle, ihr Name war passend gewählt - zu longieren. Sie machte dabei kaum Anstalten, lief schön und hatte wunderschöne Gänge. Beim Galopp rollte sie sich etwas ein und entzog sich meiner Longe, ging abwechselnd schneller und mal langsamer und verfiel ab und an in den Trab. Ich entschied mich, sie nach dem Longieren zu satteln und im Schritt über den Platz zu laufen. Sie war ziemlich entspannt nach dem Arbeiten und lief am langen Zügel durch den Sand.

      Eine Woche nach Belles Ankunft kam ein weiterer Hannoveraner auf mein Gestüt; Diesmal komplett meiner. Eine Stute namens Bombshell Blonde, ein typisches Barbie-Pferd in goldener Farbe und mit gelocktem Langhaar, und sicherlich auch eine Herausforderung. Sie lebte sich ziemlich schnell ein und war unter dem Sattel etwas zickig und stur, machte sonst aber keine Probleme. Belle befreundete sich einigermaßen mit ihr und die beiden glichen sich durch ihre zickigen Persönlichkeiten perfekt aus.
    • Elii
      Pflegebericht 01. Juli 2015 - Von getretenen Egos, Stangencatchen und einer biestigen Belle
      10093 Zeichen, von Ally

      Manchmal dachte ich mir, dass es treffender formuliert gewesen wäre, hätte man die Hannoveranerstute nicht 'Colored Belle', sondern 'Colored Beast' genannt. Ernsthaft, sie war so schwer zu kontrollieren, und obwohl ich eine ziemlich stolze Person mit einem Ego so groß wie Amerika war (apropo, wusstet ihr, dass man alle Länder der Welt so zusammen arrangieren kann, dass da ein Huhn draus wird?), war ich kurz davor, Elisa anzurufen. Naja, nicht anrufen, denn jeder wusste eigentlich, dass ich wohl die inkompetenteste Person am Telefonhörer war, aber ich konnte bestimmt mit dem eben genanntem Fakt (ja, das Huhn interessierte mich so sehr, dass ich eine ganze Stunde lang nachguckte, welches Land welches war und welche Stadt am Po des Huhnes lag) eine tolle Konversation per WhatsApp starten.

      Nicht einmal eine halbe Stunde später hatte ich Belle im Hänger und war gelassen auf dem Weg zu Elisas Hof. Nein, Scherz, ich brauchte eine halbe Stunde, um Belle überhaupt von der Weide zu holen, und dann eine weitere, um sie in den Hänger zu stellen. Ja, ich und Belle hatten ein paar Kommunikationsprobleme, wir liebten uns aber trotzdem unendlich. Zumindest ich sie, ich weiß ja nicht, wie Belle zu mir steht, aber mit den ganzen Küssen und Schmusern, die ich ihr täglich gab, war es unmöglich, dass sie mich hasste ... Bestimmt.
      Aber egal, ich war also jetzt kurz vor Elisas Hof und ich bemühe mich jetzt nicht einmal um irgendwelche detaillierten Beschreibung des dunklen, alten Holzschildes, welches den Eingang des Hofes zierte ... Nein, Scherz. Ich wusste nur, wo der Eingang, der Ausgang, der Platz und der Parkplatz war. Nicht so, dass Elisa keine Zeit hätte, mich mal rum zu führen, nein, es war glaube ich einfach nur reine Unhöflichkeit. Oder sie dachte irgendwie, ich könnte in ihrem Gehirn herumwühlen und einen nummerierten Hofplan in der hintersten Ecke finden.

      Nach einer weiteren Stunde war Belle dann ausgeladen und ich stand mit der dunklen Schönheit (eher wohl dem dunklen Biest) auf dem Parkplatz, konnte Elisa aber erst nirgendswo finden. Als ihre schrille Stimme dann über den kompletten Hof krächzte und nach mir schrie - zumindest nach einer "Allyciaiahiahaaaa" -, folgte ich ihrer Stimme so gut ich konnte und kam dann irgendwann an einem Platz an, wo Elisa am Zaun stand und der Loser, den ich immer mal wieder hier rumgammeln sah (ich glaube, er hieß Michael? Matthew?) in der Mitte des Platzes stand und eine Stange schräg auf den Boden schmiss.
      Belle zuckte sofort zusammen und gab meine Ankunft leider mit einem etwas auffälligem Tanz sehr euphorisch bekannt, woraufhin Elisa sich umdrehte und laut stöhnte. Erst war ich verwirrt, weil es so klang, als ob jemand sie gerade mega anturnte, bevor ich bemerkte, dass sie es wahrscheinlich lustig sarkastisch meinte. Nett. "Markier das nächste mal bitte deinen Sarkasmus, irgendwann eckst du hier noch jemanden an", grölte ich und der Typ mit der Stange (der mich übrigens mega an Zayn Malik erinnerte. Nur so nebenbei) konnte sich ein Lachen nicht verkneifen. Elisa warf ihm sofort einen warnenden Blick zu, ehe sie sich komplett zu mir drehte und Belle begrüßte.

      "So, wir dachten, wir lassen sie einfach mal frei rumlaufen und bauen dann ein paar Stangen auf, um sie ein bisschen zu desensibilieren", erklärte Elisa und ich hob meine Augenbrauen. "Benutzen wir wieder große Begriffe, du Pampemuse?", grinste ich und Elisa stemmte die Hände in die Hüfte. "Ich bin professionell, ja? Matthew, wir lassen Belle laufen!", rief sie dem Typen zu (Bähm, ich lag richtig mit Matthew! Zehn Punkte an Gryffindor!) und der winkte nur. "Ach, ich komm schon klar!" Ich war mir da irgendwie nicht so sicher, weil Belle heute doch schon etwas nervös wirkte, aber heyyy, seine Sache. Ich führte Belle auf den Platz, schloss das Tor wie ein zivilisierter Mensch und machte ihren Strick ab. Sie war erst ein wenig zögerlich, trabte dann aber los, und Matthew stand immer noch in der Mitte des Platzes. Belle raste an ihm vorbei, und ich wollte ihm eigentlich schon zu schreien, dass er ihr nicht folgen sollte, aber ein bisschen Bumm und Knack würde ja bestimmt nicht schaden.

      Ich drehte mich zu Elisa und stemmte mich an den Zaun, als etwas hinter mir plötzlich wirklich Bumm und Knack machte. Elisa starrte mich kurz geschockt an, dann drehten wir uns beide gleichzeitig in Richtung Platz. Matthew lag mit rotem Kopf auf dem Boden, die Hose sandig und ein dreckiger Hufabdruck direkt auf dem Brustwirbel (Das wäre eigentlich eine ganz schöne Tattoo-Idee, nur so nebenbei). Belle stand ungefähr 10 Meter von ihm entfernt, die Nüstern weit und die Ohren angelegt. Wir waren für eine Minute alle leise und sagten kein Ton, sogar Belle bewegte sich nicht, und dann konnte ich es nicht mehr halten und lachte lauthals los. Mit Tränen in den Augen beugte ich mich vor und umarmte meinen Bauch, Elisa schlug mehrere male auf den Zaun und lehnte sich ebenfalls nach vorne. Matthew stand beschämt auf, während ich und Elisa uns einigermaßen erholten, und ich atmete laut auf. "Hey, wenigstens rennt die nicht auf dich zu!" Matt sah mich kurz fragend an, überlegte aber nicht lange und preschte dann auf den Zaun zu, schwang sich hoch und landete auf der anderen Seite. Wieder musste ich laut los lachen, und Belle stand nur perplex in der Mitte des Platzes und wunderte sich wohl, von was für behinderten Menschen sie gerade umgeben war.

      Matt erholte sich schnell und ich holte Stangen, während Elisa anscheinend mit ihm diskutierte, wie doof er war, Belle (die übrigens immer noch auf dem Platz rumlief) zu folgen. Nachdem ich alle Stangen auf den Platz gerollt hatte (zum Tragen war ich natürlich zu faul), schlug Elisa einen Stangenfight vor, um Belle etwas daran zu gewöhnen, wie wir damit herum fuchtelten. Ich war natürlich sofort begeistert von der Idee, während Matthew sich eher wunderte, ob das nicht etwas traumatisierend für Belle sein würde, aber der wurde wie immer ignoriert. Ich schnappte mir eine blau-weiße Stange, Elisa eine rot-weiße, und wir fingen an, die Stangen herum zu wedeln und eine Art Lanzenmatch daraus zu machen. Das ging für ungefähr 5 Minuten gut, und Belle stand normal da und beobachtete uns, wie wir ab und an die "Lanzen" gegeneinander klatschen ließen, bis Elisa meinte, die Stange wie eine wirkliche Lanze halten zu müssen. Sie rannte auf mich zu und bevor ich etwas sagen konnte, hatte sie mir das eine Ende der Stange schon in die Magengrube gerammt. "AUUUUUUUUUUUUAAAAA!", schallte über den kompletten Hof, und Belle riss den Kopf hoch, lief ungefähr 20 Schritte nach hinten und blieb nah am Zaun stehen. Ich ließ mich dramatisch auf die Knie fallen (denn Elisa sollte ja bemerken, wie sehr es weh tat) und hielt mir den Bauch, aber sobald ich bemerkte, wie Belle nah an den Zaun gepresst war, wurde ich wütend. Sehr wütend.

      "Was fällt dir ein!? Guck, du hast jetzt Belle total verstört!", schrie ich und stand wieder auf. Matthew meldete sich mit einem "Ich habs ja gesagt", wurde aber wieder ignoriert. Elisa hielt die Hände hoch und stolperte ein paar Schritte zurück. "Ja, sorry, woher soll ich denn wissen, dass du nicht aus dem Weg gehst?", fragte sie und ich verzog wütend die Miene. "Ist doch klar, dass Belle bei so einer Scheiße niemals das Springen lernen wird! Ich hab die Kleine bekommen allein wegen dir, und die Besitzer kommen noch diesen Monat und wollen Fortschritt! Was haben wir? Eine verschreckte Belle! Was haben wir nicht? Fortschritt!", rief ich und stemmte die Hände in die Hüfte. "Geht! Geht weg, ich brauch euch nicht mehr! Ernsthaft, Belle, wir kriegen das auch alleine hin, ohne die Doofen da", meinte ich und stapfte auf die Stute zu. "Ehm .. Das ist mein Hof", piepste Elisa dann und ich hielt kurz inne. "Egal! Haut ab! Ihr geht nicht? Dann tu ichs jetzt eben!", rief ich und schnappte mir Belles Strick, näherte mich langsam der Stute, knipste den Strick an das Halfter und stapfte dann vom Platz. Ich konnte Elisa nur hinter mir lachen hören, aber das war mir egal.

      Belle war das aber anscheinend nicht egal, denn sie stemmte die Hinterbeine in den Boden, und ich drehte mich sofort um. "Madame ...", grummelte ich und zupfte an dem Strick, aber sie bewegte sich nicht. Ich sah ihr gestresst in die Augen, und sie starrte genau so stur zurück, und fünf Minuten später bewegte sie sich doch endlich, und wir machten es auf den Weg nach Hause. Erst nach 10 Minuten bemerkte ich, dass ich ja mit Hänger gekommen war ... Egal, der muss da jetzt vergammeln, ich ging da nicht mehr zurück! Leider fing es nach ein paar Sekunden dann an, zu regnen.

      Irgendwann hatte ein Auto neben mir gehalten, mit einem Hänger hinten dran, und das Fenster herunter gekurbelt. "Mitfahrgelegenheit gefällig?" Sofort erkannte ich Elisas Stimme und natürlich auch meinen Hänger (ich wunderte mich aaber gar nicht, wie sie den zum Laufen gebracht hatte, wer weiß, was sie alles in ihrem Schuppen stehen hatte), schüttelte aber meinen Kopf und stapfte stolz weiter. Belle folgte mir, aber etwas ungemütlicherer und unmotivierter als ich. Nach gefühlten 10 Stunden, weil Belle immer mal wieder stoppte und bocken musste, kamen wir auf dem Hof an, und ich war erstaunt, als ich dort einen Hänger stehen sah. Meinen Hänger, den ich zu Elisa gefahren hatte. Weit und breit aber keine Spur von Elisa oder Matthew, also brachte ich Belle mit Abschwitzdecke in ihre warme, gemütliche Box und ging dann in mein Haus, zog mich um und hörte dann erst die Stimmen vom Wohnzimmer. "Nein, der Hund! Der Hund!" Elisa? "Lasst ihn sterben, er hat es nicht verdient!" Matt?

      Leise kroch ich die Treppen herunter und sah Elisa und Matt mit Popcorn in der Hand auf der Couch hocken. Sie sahen Shark Attack, den Film, den ich schon tausend mal geguckt hatte, der aber immer noch jedes Mal mitreißend und spannend war. Uneingeladen ließ ich mich aufs Sofa fallen, 8 Meter von Elisa und Matt entfernt, und schmollte beleidigt, sah aber den Film immer noch mit. Als es dann aber zu der lustigsten Stelle im Film kam, lachten Elisa und Matt lauthals los, und ein Grinsen formte sich auch auf meinen Lippen.
    • Elii
      Pflegebericht 26. Januar 2016 - Neujahrsfreuden
      8956 Zeichen

      hi, den gibts immer noch nicht
    • Elii
      Trainingsbericht 28. Januar 2016 - Dressur E-A
      4475 Zeichen, von Gwen

      „Aus dem Weg, aus dem Weg!!“, tönte es, als ich Elenas Gestüt betraf. Bei den Schneemengen war es gar nicht so einfach, der wildgewordenen Blondine aus dem Weg zu springen, aber ich gab mein Bestes – und landete direkt in einer Schneeböe. Elena stürmte einem großen Transporter entgegen, welcher sich zwei Minuten später als Paketbote herausstellte. „Dankeschön! Dankeschön!“, murmelte Elena nur und schob den jungen Kerl schnell wieder zur Seite.
      Auf dem Weg zurück in den Stall schleifte sie mich am Arm hinterher und zwang mich auch noch zum Tragen der großen Kisten. „Elena? Was ist das?“, fragte ich ein wenig unsicher, doch Elena grinste nur schief, schnappte sich eine Schere und machte sich daran, die Pakete zu öffnen. „Schau sie dir an!“, meinte sie stolz. Ein wenig verwirrt warf ich einen Blick in die Kisten und dann wieder zu Elena. Mir wäre ja beinahe eine sarkastische Bemerkung herausgerutscht, doch ich verkniff sie mir.
      „Das ist die PLATINUM-Kollektion von Eskadron!“, dabei betonte Elena das Platinum extra überdeutlich, als wäre ich zu dumm dafür. In einer unglaublichen Geschwindigkeit packte sie die ganzen Schabracken, Fliegenhauben und Bandagen aus und betrachtete sie. „Irgendwie sehr schlicht, aber auch sehr schön“, grübelte sie und philosophierte darüber, welchem Pferd diese Töne wohl am besten stehen würden.
      „Die hast du alle gekauft?“, fragte ich ängstlich, doch Elena lachte nur. „Die sind gesponsert! Für unsere Sattlerei. Ich soll Werbung machen!“, grinste Elena sichtlich zufrieden und ich starrte sie nur an. „Wenn du willst mache ich dir was von der neuen Nici-Kollektion klar, die ist zu süß!“ – und mit diesem Satz waren Elena und ich plötzlich wieder beste Freundinnen fürs Leben.
      Na ja, bis wir den Stall betraten und ich Coloured Belle kennenlernen durfte, mein neues Berittpferd. Erstes hatte Belle eine Macke und zweitens ihre Besitzerin, von der ich wieder gefühlt einen Roman darüber erhielt, was zu beachten war und das war bei Belle nicht gerade wenig. „Oh, die Hufglocken stehen ihr sicherlich grandios!“, quiekte Elena begeistert und schaute dann mich an. „Ein Fotoshooting mit euch beiden! Ja! Sehr gut!“ – und so wurde ich heute auch noch unbezahltes Model.
      Wie auch immer Elena es geschafft hatte, fand sie in ihrem Schrank Sachen, die sogar mir passten und in denen ich auch einigermaßen zu ihrem Pferd passte. Das wurde in der Zwischenzeit von Nate und Colin ordentlich auf Hochglanz geputzt und dann musste ich mich auch schon auf dieses mir noch vollkommen unbekannte Teufelspferd schwingen!
      Belle war mir von Anfang an unsympathisch. Sie war totschick und hatte tolle Gänge, ja, aber sie war ein Biest. Ein richtiges Biest. Das machte sie mir auch gleich zu Anfang deutlich, weshalb ich kaum Nerven für Elenas spontanes Shooting hatte, sondern versuchte, mein Pferd unter Kontrolle zu halten.
      „Och Gwen! Jetzt hab dich nicht so, eigentlich ist sie ganz lieb!“, meinte Elena unschuldig und schoss weiter fleißig Fotos. Seit wann war sie eigentlich unter die Fotografen gegangen? Belle nervte weiter bis in die Unendlichkeit, aber angeblich waren ganz passable Fotos dabei herausgekommen, so dass Elena uns alleine in der Halle ließ und ich mich weiter mit Belle streiten konnte.
      Irgendwann nervte sie mich so, dass sogar ich einmal laut wurde und da stand das Pferd unter mir mucksmäuschenstill. Für drei Sekunden und dann nervte sie weiter. Aber ich wäre ja kein Trainer gewesen, wenn ich nicht mit so einem Pferd wie Belle klargekommen wäre. Also hieß es viele Zirkel, Volten und Beschäftigung für das Biest. Sie hatte echt gute Veranlagungen in der Dressur, wenn man denn mal zum Dressurreiten kam.
      Dementsprechend wurden die kommenden Wochen der Horror. Mehr für mich als für Belle, aber sie schien die anstrengende Dressurarbeit auch nicht zu mögen. Aber nach anfänglichen Unmut arbeite sie irgendwann ganz gut mit. Ganz gut für die Verhältnisse eines Biests eben. Wir konnten zumindest schon bald Schritt-Galopp-Übergänge, den Mitteltrab und den Mittelgalopp.
      Auch das Schenkelweichen konnte sich irgendwann sehen lassen, ebenso wie die Kehrtwendung, es hatte aber auch lange genug gedauert, Belle zur ordentlichen Ausführung der Lektionen zu bringen, denn, hab ich das eigentlich schon erzählt?, sie war stur und zickig. Genervt stellte ich am Ende des Trainings das Zertifikat aus und drückte es Elena in die Hand, aber nicht ohne noch einmal zu betonen, dass Belle eher das Biest war anstatt der Schönen.
    • Elii
      Pflegebericht 13. Februar 2016 - Auswärtsspiel
      4500 Zeichen, von Rhapsody

      Bei einem unserer täglichen Snapchatsbattles (die ich natürlich gewann, da ich die neuen Funktionen hinbekam und Elena dafür einfach nicht eloquent (nein, ich weiß nicht was eloquent bedeutet, Elena) genug war) hatte die Blondine mal eben fallen lassen, dass sie diesen Morgen neuen Sand für die Reithalle bekommen würde. Und das mussten wir natürlich feiern.
      Aber nur Pferde. Nichts unter 148!! nahm sie schließlich als Caption eines Snaps des dritten Fingers ihrer rechten Hand, samt abgeblättertem Nagellack.
      Zum Glück haben wir ja einen Wintersturm und ein Verschwommenes etwas hier war daraufhin meine Antwort, im Hintergrund eine Nahaufnahme meines rechten Auges.
      Deal, diesmal ein Bild von ihren besockten Zehen.
      ***
      Weil Lesja eine totale Heulsuse war und Zoe und Adèle lieber näher am Boden blieben, musste ich Declan leider Gottes an einem nicht ganz so schönen Tag (und bei -15°C Kälte) in den Stall schleppen. Er war wohl mehr als unerfreut, aber die anderen hatten einfach bessere Ausreden.
      „Sicher, dass das nicht so eine Art Mädelsabend ist?“ fragte er schließlich zweifelnd, als wir mit Painted Blur und Bucky fertig auf der (frisch geräumten, Lesja war doch zu was gut!) Hofeinfahrt standen und zum letzten Mal nachgurteten.
      „Erstens ist es nicht mal drei Uhr nachmittags,“ zählte ich auf, aber ohne Finger. Die waren fest damit beschäftigt, die Steigbügelriemen an Buckys Sattel einzustellen und den Helm zu befestigen. „Zweitens bedeutet Mädchenabend zumindest Sekt, da wir bei Elena sind eher Vodka in Sektgläsern, aber das ist bei einem neuen Bodenbelag für die Reithalle wohl nicht so üblich.“ Mit eingefrorenen Zehen schwang ich mich schließlich in den Sattel der 1,66m großen Stute. „Und … aller guten Dinge sind drei aber mir fällt nichts mehr ein.“
      Von Declan kam daraufhin nur Grummeln, als auch er sich endlich auf den Rappen zog. „Aber sobald ich Reitunterricht von Elena kriege, bin ich weg.“
      ***
      „Ihr seid … früher als gedacht da. Declan, ich hoffe, bevor du dich auf irgendeinem Turnier blicken lässt, lässt du dir hoffentlich nochmal Reitstunden geben, oder?“
      Bei der Begrüßung war ich mir hundertpro sicher, dass Declan einen kleinen Halbkreis reiten und sich sofort wieder in Richtung Heimat aufmachen würde, doch er knirschte nur (hörbar, autsch) mit den Zähnen und musterte Elena mit einem kühlen Blick, den ich so von ihm gar nicht gewohnt war.
      Elena selbst saß zwar ausnahmsweise noch nicht auf dem Pferd, doch Coloured Belle stand entlastend neben ihr und Belles Schabracke passte farblich zu Elenas Reithose – beide waren wild geblümt und würden bei manchen Pferden (Capulet und Muraco) Aggressionen auslösen. Bucky und Blurry hingegen standen nur desinteressiert da und guckten sich ein wenig um.
      Für geschlagene drei Minuten mussten wir dann zusehen, wie Elena versuchte, sich grazil in den Sattel zu schwingen. Darauf möchte ich gar nicht so arg eingehen – nur, dass Declan sein fieses Grinsen kaum verstecken konnte und wir mehr oder minder froh waren, als sie dann fest im Sattel saß.
      Als wäre gerade nichts passiert, rückte Elena ihren Helm zurück und ließ Belle antreten.
      ***
      Ausnahmsweise war Elena selbst auf ihr Pferd konzentriert und konnte Declan somit nicht mit ihrem Reitunterricht nerven. Mir hätte das vielleicht gar nicht so gefehlt; Bucky hatte nicht wirklich gute Laune und legte sich ununterbrochen aufs Gebiss und jeder Schenkeldruck wurde mit einem Schnauben quittiert. Declan schien mit Blurry jedoch keine Probleme zu haben. Der Rappe war mal wieder ein Streber und zog mehr als einmal stolz trabend an uns vorbei.
      Ohne uns abzusprechen waren wir alle etwa gleichzeitig fertig. Als wir die Halle verließen, murmelte Elena vor sich hin. Belle hatte sich von einer ähnlichen Seite gezeigt wie Bucky, doch im Gegensatz zu meiner Holsteinerstute war der Hannoveraner wohl irgendwie traumatisiert und dafür eigentlich doch recht fit.
      Auf dem Rückweg zeigte Bucky dann noch einmal ihre Laune mit einem Satz nach vorne und einem anschließenden Buckler, also brachte ich sie, sobald der Sattel und die Trense abgenommen waren, wieder in die Halle, damit sie wenigstens ein bisschen Dampf ablassen konnte. Und was passierte da dann natürlich? Genau. Die Stute wälzte sich und kam dann ganz ruhig und gelassen wieder ans Tor. „Du machst mich fertig,“ flüsterte ich und führte sie zurück in den Stall.
      Befreit von Staub und Dreck und unter einer dicken Winterdecke durfte sie dann zurück auf die Weide.
      Und dort wälzte sie sich gleich noch einmal.
    • Elii
      Pflegebericht 15. April 2016 - Neuankömmling und Stangenschubsen
      2550 Zeichen

      Durch die Zeitung erfuhr ich von einer Gestütsauflösung. Der Besitzer des Hofes konnte schon eine geraume Zeit die Rechnungen nicht mehr begleichen, sodass die Pferde nun zwangsversteigert wurden. Auch eines von meinen ehemaligen Vermittlungspferden war darunter. Eine wunderschöne isabellfarbene Westfalenstute, die eigentlich für den großen Springsport vorgesehen war, nun allerdings eine viel zu lange Zeit untrainiert auf der spärlich bewachsenen Koppel stand. Trotz alledem sah der Check Up des Tierarztes gut aus und so sollte ihrer Karriere nichts im Wege stehen. Wackelig stapfte sie vom LKW, hatte sie doch geraume Zeit nicht mehr auf so einem Teil gestanden. Als es geschafft war, wurde sie auf einen abgesteckten Bereich gestellt und vergnügte sich im leuchtendgrünen Gras. Die anderen Stuten schauten immer wieder über den Zaun von der gegenüberliegenden Koppel, vor allem da die neben Golden Lights stehende Tavasz die Neue immer wieder auf die andere Seite ihres Bereichs schickte. Doch gab sich Tavasz erst einmal (halbwegs) einverstanden, dann war auch die restliche Stutenweide anderen Pferden freundlich gesittet. Der schwarze Wachhund tat ihren Job gut, nach zwei bis drei Stunden allerdings verstand sie, dass die blonde Schönheit völlig ungefährlich und ab jetzt teil des Hofinventars sein würde. Der Zusammenführung, die in den nächsten Tagen anstehen würde, stand somit nichts mehr im Wege.
      Während die zwei Stuten ruhig grasten, kümmerte ich mit Colin und Nate zusammen um Poppysmic, Ékes und schließlich Colored Belle. Alle drei nahmen heute bei unserer Stangenstunde von einem auswärtigen Trainer teil.
      Während wir die Pferde aufwärmten und locker machten, baute der Trainer ein wahres Labyrinth an Stangen auf und schickte uns immer wieder von anderen Richtungen darüber. Zwischendurch wurde es mehrmals umgebaut, um den Schwierigkeitsgrad zu erhöhen und andere Bereiche zu trainieren. Für Colored Belle war die Arbeit mit Stangen immer noch eher nervig, aber langsam aber sicher hatte sie genug Routine, um sich nicht aufzuregen. Poppy und Ékes tapsten brav hinterher, auch wenn Beide um einiges größere Schritte machen musste. Für die dressurgeübten Stuten stellte dies allerdings kein Problem dar, war der Raumgriff doch ein vielgelobtes Merkmal bei den Prüfungen. Nach einer Stunde war das Training beendet und sowohl Mensch, als auch Tier waren erschöpft, aber glücklich. Nach einer entspannten Runde im Gelände ging es für das Trio zurück auf die Koppel, was sie nutzten um sich noch einmal richtig einzuschweinen.
    • Elii
      Pflegebericht 13. Mai 2016 - Allein Allein
      5227 Zeichen

      Mein Tag versprach anstrengend zu werden, da Nate und Colin nur Dark Intention und Cloud Nine machen konnten, bevor sie ihren freien Tag antraten.

      Für mich stand Kalzifer früh morgens gleich als erster auf dem Plan, da wir unbedingt noch ein paar Lektionen vor der anstehenden M Dressur üben mussten und anscheinend hatte er nach der ersten Nacht auf der Koppel überhaupt keine Lust mehr irgendwas zu tun. Er war einer der wenigen, die jetzt schon manche Nächte auf der Koppel verbrachte, da auf seinem Koppelbereich eine Weidehütte stand und er sich so vor der recht kalten Nacht schützen konnte. Auch Csíny stand bereits das erste Mal nachts draußen, hatte aber recht viel Lust, beim Geländeparcour mitzuarbeiten. Wir nahmen nur vereinzelte Sprünge und konzentrierten uns darauf viel Schritt zu gehen, da auch er am Wochenende eine Vielseitigkeit gehen sollte und dafür in top Kondition sein musste. Auch Flavor of the Month sollte am Wochenende in der Dressur vorgestellt werden, allerdings arbeitete ich bei ihm nur an lockeren, fleißigen Gangarten im vorwärts/abwärts. Wie gewohnt arbeitete er fleißig mit.

      Bei den Stuten standen zum Glück nicht so viele an, da wir bei Coloured Belle momentan wieder Rückschläge verzeichneten, Ékes und Tavasz ihren freien Tag hatten und Golden Lights noch immer in der Aufpäppelphase war und nur jeden dritten Tag longiert wurde oder an der Hand ins Gelände ging. Übrig blieb also Poppysmic, die mich kauend am Zaun begrüßte. Die kleine Reitponystute sollte heute auf den Springplatz, Nate hatte mir dafür extra einen Parcours in E-Höhe und ein paar Cavalettis und Trabstangen aufgebaut. Diese galt es als erstes zu überwinden, bevor wir uns dann langsam an den Parcours machten. Die Stute konnte zwar unheimlich gut springen, war aber sehr unsicher am Sprung und bremste sofort ab, wenn der Reiter ihr nicht die nötige Sicherheit gab. Am heutigen Tag parkte sie nur zwei Mal, weil ich kurz zur Seite blickte, aber die ansonsten arbeitete sie konzentriert mit.

      Als ich abgesattelt und Poppysmic aufgeräumt hatte, schaute ich kurz bei Cressi und Baila vorbei. Die beiden Jungspunde hatten ihre Vier-Tage-Arbeitswoche ebenfalls hinter sich und freuten sich über ihren Tag auf den Koppeln. Da Weltwunder dieses Jahr ihren dritten Geburtstag feiern konnten, durften sie nun zwei Mal die Woche für zehn Minuten an der Longe joggen und das ein oder andere Mal den Sattel anprobieren. Da Dauen heute als erstes Mal den Sattel aufbekommen sollte und meist sehr skeptisch allem gegenüber stand, legte ich nur den leichten Lammfellsattel auf ihren Rücken. Mit Widerwillen duldete sie das komische Ding auf ihren Rücken und vergas es recht schnell, als sie mit Mohrenstücken vollgestopft wurde. Weltwunders Joggingrunde verlief wie immer sehr gut, denn momentan durfte sie noch munter in der Gegend rumschauen, ohne korrigiert zu werden.
      Nach gefühlten hundert Stunden konnte ich mich endlich unter die warme Dusche stellen und danach in Jogginghose und Hoodie vor den PC setzen. Eigentlich wollte ich nur kurz ein paar Dinge checken, bevor ich die anderen nach ihren Plänen für den Abend fragen wollte.
      Das hatte sich allerdings schnell geklärt, als ich die Startseite von Facebook vor mir hatte..

      Erneut schüttete ich Rotwein in mein Glas. Zugegeben, manch einer meinte schon, es wäre nur für Dekozwecke. Aber wo Rotweinglas drauf steht, muss Rotwein rein.
      Ich leerte es mit einem großen Schluck und setzte dann das genervte Anstarren meines PC Bildschirms fort. Kaum war man einen Tag in der Stadt, machten sich alle anderen Bewohner unseres Hof-Fünfecks auf den Weg nach England. Zaii zählte nicht, denn diese machte mal wieder Urlaub in Deutschland, während ihre Bediensteten sich um die Pferde hier kümmerten. Doch nicht nur Jojo, Gwen und Elisa hatten mich verlassen. Auch Nate und Colin verbrachten ihren freien Abend damit, durch die Nacht zu ziehen, sodass ich ganz alleine daheim rumsaß.
      Meine Beine hatte ich zu mir auf den Schreibtischstuhl gezogen, sodass ich meinen Kopf auf die Knie legen konnte und so in meiner Einsamkeit langsam aber sicher einen Nackenkrampf bekam.
      Sollten die Spaß haben, würden sie es bereuen. Ich murmelte einige Schimpfwörter in die um mich gewickelte Kuscheldecke und klickte dann den Facebookbeitrag über die Versteigerung der Pineforest Stables mit dem dazugehörigen Bild weg. Breit grinsend standen diese vermaledeiten dort. Ohne mich. Dabei hätte ich mich gerne mal wieder richtig schön angezogen.

      Ich rutschte von meinem Stuhl, schnappte mir mein Notebook und sprang mit Anlauf auf das Sofa. Man könnte meinen, dass um 20.15 Uhr gute Filme kommen könnten, aber anscheinend hielt man das nicht für nötig, war ich ja die einzige die ihr armes, tristes Leben heute auf dem Sofa verbrachte. Ich schaltete also die Stereoanlage ein, suchte bei Spotify nach Polarkreis 18 und ließ das Lied durch das ganze Haus schallen. Und dann tat ich das, was in solchen Situationen das einzig richtige war: Frustshoppen. Und während ich bei Kiko Nagellacke in den Warenkorb dachte, erinnerte ich mich an die Worte der anderen, doch für sie das nächste Mal mitzubestellen.
      HA! Rache ist süß. Ich würde schon dafür sorgen, dass sie den Kiko Karton sehen würden.
    • Elii
      Pflegebericht 09. August 2016 - Bauernrennen
      2891 Zeichen

      Auch wenn es so überhaupt nicht unser Metier war, starteten Colin und ich heute auf Colored Belle und Golden Lights ein Galopprennen. Zugegeben, es war nur ein so genanntes Bauernrennen und weit weg von professionell, aber trotzdem hatten wir fleißig geübt. Viel Galopp im Gelände sorgte für ordentlich Kondition und Schubkraft, sodass wir guter Dinge waren eventuell sogar einen Preis abzuräumen.

      Die beiden Stuten starteten in zwei hintereinander folgenden Rennen, da der Ansturm auf das Event so groß war, dass es zusätzlich Unterteilungen geben musste. Da wir noch Zeit bis zu den Starts hatten, stiefelte ich los und holte uns etwas zu essen. Für mich eine Currywurst mit Pommes, Colin bekam einen Steakweck und Nate bekam… nichts. Wer nicht ritt, brauchte auch keine Stärkung. Daran würden seine bösen Blicke auch nichts ändern.

      Als die Startzeit näher rückte, sattelten wir auf und packten uns in Sicherheitsweste und Reithelm ein. Die Pferde wurden zunächst lange im Schritt aufgewärmt, danach folgte der Trab und schließlich eine gesittete Runde im Galopp auf jeder Hand. Die restliche Zeit über ließen wir die Pferde Schritt gehen, schließlich sollten sie noch genug Energie für das Rennen haben.

      Langsam trudelten auch Gwen, Jojo und Elisa ein, die es verpasst hatten, ihre Pferde zu nennen. Sie gesellten sich zum missmutigen Nate, der immer trüber dreinschaute. Dass ihn nun drei Frauen bequatschen und sich darüber ärgerten nicht selbst starten zu können, half nicht.

      Während Colin noch auf dem Abreiteplatz blieb, ging es für mich an den Start. Die große isabellfarbene Stute ließ sich auch von ihren nervösen Mitstreitern nicht ablenken und blieb stets bei mir, als wir zum Startlinie ritten. Noch einmal atmete ich tief durch, dann ging es auch schon los. Golden Lights preschte mit einem Satz los, was mich ganz kurz ins Rudern kommen ließ. Schlimmeres konnten der Springsattel und die kurzen Steigbügel zum Glück verhindern. Als ich fest im leichten Sitz positioniert war, war es kein Problem mehr, die Stute auf die innere Bahn zu lenken, um so unseren Vorsprung auszubauen. Leider waren 1400 m auch für sie keine leichte Sache, sodass sich gegen Ende das Tempo reduzierte. In den letzten 200 Metern holten drei andere Pferde auf und kamen, so schien es mir, zeitgleich mit uns ins Ziel.

      Noch einige Meter ließ ich Golden Lights auslaufen, dann parierte ich durch und lobte sie. Schnell sprang ich ab und führte die Stute für die Bahn, musste diese sowieso für die nächste Partie geräumt werden. Colins Ritt konnte ich mir nicht ansehen, da ich ein Pferd zu versorgen hatte, aber anscheinend lief es bei ihm ähnlich.

      Als beide Stuten in ihren aufgebauten Paddocks standen, setzten wir uns an den Rand der Rennbahn und sahen uns das weitere Spektakel an. Bei Nate hatte ich schließlich erbarmen und spendierte eine Bockwurst – verdient hatte er sich die aber nicht.
    • Elii
      Tierarztbericht 21. August 2016 - Klinik Caen
      4430 Zeichen, von Eddi

      „Gut, und zu wem soll ich dann kommen?“, fragte ich etwas unsicher und hörte am anderen Ende der Strippe ein Handgemenge, ehe ein „Natürlich zu mir, ich habe ein Pferd mehr!“ von Juli Mayers durchdrang. Gerade hatte sie angerufen und um einen Tierarzttermin gebeten, da Elena anscheinend mit bei ihr war, hatte sie auf laut gestellt und so hatte ich spontan statt drei Patienten direkt fünf. Erstaunlicherweise hatte ich heute auch noch genügend Zeit und so vereinbarten wir für den späten Nachmittag einen Termin. So hatte ich noch etwas Zeit für meinen Bürokram und konnte mich dann auch in aller Ruhe auf den Weg machen.

      Auf dem Pine Grove Stud angekommen, wurde ich von einer fröhlichen Juli begrüßt, um deren Beine allerhand Hunde sprangen. „Oh, die sind neu“, meinte ich grinsend und begrüßte auch die Vierbeiner kurz, ehe wir in den Stall gingen. Da doch allerhand Pferde anstanden, mussten wir uns ranhalten.
      Aus dem Grund schaute ich mich auch etwas suchend nach Elena um. „Die kommt bestimmt noch. Wollte her reiten und wie ich sie kenne, hatte sie sich auf ihr Biest gesetzt“, kommentierte Juli meinen Blick locker. Als Tierarzt zuckte man aber doch zusammen, wenn jemand von einem Pferd als „Biest“ sprach.
      Wir begannen bei Juli mit Painted Blur. Der Gute war mir bestens bekannt, denn er hatte seine Fohlenzeit auf meinem alten Gestüt verbracht. Nichtsdestotrotz erkannte ich ihn kaum wieder, denn er hatte sich wirklich zu einem stattlichen Hengst gemacht und war trotzdem im Umgang total brav geblieben.
      Blurry, so wie er liebevoll von seiner Besitzerin genannt wurde, absolvierte brav die Schritt- und Trabrunden an der Hand von Juli und zeigte dabei seine taktklaren Gänge. Zufrieden hielt ich das Paar an und wir gingen gemeinsam zum Putzplatz.
      Dort kontrollierte ich kurz Augen, Ohren und Maul, ehe ich die Lymphknoten abtastete und dann Herz und Lunge abhörte. Blurry blieb dabei ganz stillstehen und benahm sich vorbildlich. Abschließend tastete ich noch die Wirbelsäule ab, aber wie erwartet, entdeckte ich nichts.
      Stattdessen wurde Blurry geimpft und entwurmt und durfte mich dann auch schon wieder verlassen. Während Juli nun eine ihrer Stuten holte, kam auch Elena auf dem Gestüt an, sichtlich aus der Puste und zu Fuß. Aber immerhin hatte sie zwei Pferde mit. Grübelnd schaute ich zwischen der Braunen und dem Palomino hin und her, überlegend, wer das Biest sei.
      „Links“, meinte Juli und hielt Elena dann einen Vortrag, dass sie es ja direkt anders hätte machen können. Bisher hielt ich Juli dann für die Klügere – bis ich Bucky kennenlernen durfte. Sie hatte nicht nur äußerlich Ähnlichkeit mit Elenas Coloured Belle, sondern auch charakterlich.
      Schon beim Vorführen zickte sie rum und als ich sie untersuchte hielt sie kaum still. „Wow, das liegt dann wohl in der Familie“, murmelte ich knapp und erhielt von meinen beiden Kundinnen ein einstimmiges „Hey!!“.
      Nachdem Bucky dann endlich geimpft und entwurmt war, ging es ruhiger weiter mit der Connemarastute Medeia. Die sah nicht nur knuffig aus, sondern war es auch. In aller Ruhe konnte ich den Pupillenreflex kontrollieren, mir die Innenseite ihrer Ohren und ihre Zähne anschauen.
      Auch das Impfen und Entwurmen war kein Problem und obwohl ich sie gerne noch länger behalten hätte, musste ich sie schon wieder gehen lassen. Und es ging mit Elenas beiden Stuten weiter. An sich bevorzugte ich ja die ruhige Stute, aber ich wollte Belle gerne schnellstmöglich hinter mich bringen.
      Tatsächlich war sie noch einen Ticken schlimmer als Bucky und so hingen zwischenzeitlich drei Leute an dem Pferd, nur damit ich einen kurzen Blick ins Maul werfen oder die Nadel ansetzen konnte. Wir waren dementsprechend auch sichtlich abgekämpft, als Belle endlich fertig war. Das erinnerte mich ja schon beinahe an den Film von Spirit.
      Als letztes war Golden Lights an der Reihe. Die Westfalenstute war brav und geduldig während ich sie untersuchte, etwas anderes hätte ich heute dann auch nicht mehr ausgehalten. Brav ließ sie sich impfen und entwurmen und schon waren alle Pferde fertig und ich auch.
      Da Elena noch keine Lust auf den Heimritt hatte und auch Juli sichtlich fertig war, lud sie uns zu Kaffee und Blotz ein. „Bitte was?“, fragte Elena und starrte ihre Nachbarin kritisch an. „Zwetschgenkuchen“, erklärte Juli knapp und gab uns jeweils einen Teller. „Also Pflaumen“, kommentierte ich und erhielt sofort von beiden Seiten böse Blicke. „Okay! Zwetschgen…“
    • Elii
      Pflegebericht 28. September 2016 - Ausritt
      2130 Zeichen

      Heute war der Tag der Tage gekommen - Zai hatte endlich Zeit für einen Ausritt. Dass sie ständig im Urlaub machte mich zwar neidisch, aber als ich sie fröstelnd und in dicker Jacke sah, war alles wieder gut. „Also in Spanien war es viel wärmer. Die Sonne schien auch. Und vor allem – Da war das Klima so viel besser!“, jammerte Zai und kuschelte sich an den Hals von Talitha. Ich nickte brav und bejahte alles was sie sagte, um so möglichst nicht nachfragen zu müssen wie schön drei Wochen Urlaub am spanischen Meer waren. Woher sie das Geld dafür hatte wusste niemand so recht, wahrscheinlich hatte sie geerbt, denn viel arbeiten tat sie ja nicht. Mit im Gepäck war auch SST’S Lakim, die uns heute als Handpferd begleitete. Wahrscheinlich konnte Zai so der zweimaligen Reiterei entgehen, was der immer noch ge-jetlag-ten perfekt passte. Sie schaffte es mir trotz (nicht vorhandenem) Jetlag das Ohr abzukauen und um ein Haar hätte ich sie noch ausversehen verletzt, wären wir nicht endlich losgeritten. Colored Belle musste aus ihrem Tiefschlaf geweckt werden, aber dann konnten wir los gen Westen. Die Stuten verstanden sich ohne lästiges Quietschen, sodass ihnen auch die platzsparenden Wege am Rand des Nationalparks nichts ausmachten.

      Unser Tempo war relativ flott und was Zai als unerträglichen Fahrtwind‘ betitelte war ein leichter Windzug, der hier völlig normal war. Zwar musste ich sie überreden, der Wind war ja so schrecklich, aber kurze Zeit später konnten wir sogar Traben und Galoppieren. Die geplagte aus-dem-Urlaub-Zurückkehrerin konnte zwar nichts dafür dass sich ihre Stuten vorbildlich benahmen, aber ich lobte sie trotzdem. Ihre Angestellten hatten beste Arbeit geleistet und wenn die Chefin das nächste Mal außer Land sein sollte, dürfte da doch ein Dankesessen drin sein. Auf Zais Kosten natürlich.

      Unser Weg führte uns weiter durch den Nationalpark an Gwens und Jojos Hof vorbei, welche aber beide viel zu beschäftigt für ein Gespräch waren und auch Elisa wimmelte uns mit „Arbeit, Arbeit, Arbeit!“ ab. Bei mir angekommen, sprang ich schnell aus dem Sattel und wünschte dem Eiszapfen noch eine gute Reise.
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    1.8 Stuten in der Zucht
    Hochgeladen von:
    Elii
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    25 März 2018
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    ehemals Coloured Belle


    Rufname: Belle
    geboren: Februar 2008

    von: Giacomo Casanova – Hannoveraner
    von: Ramires, aus: Cassini's Girl

    aus: Jumping to Conclusion – Hannoveraner
    von: Smith, aus: Juggling Maid

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    Rasse: Hannoveraner
    Geschlecht: Stute
    Farbe: Dunkelbrauner
    Stockmaß: 172 cm

    Besitzer: Elii
    Ersteller: Elii
    Vorkaufsrecht: Elii

    Beschreibung
    Belle; die Schönheit. Schön ist sie wahrlich, mit ihrem dunkelbraunem Fell und ihrem aufmerksamen Blick, doch sobald man sich ihr nähert, weiß man, dass ihre äußerliche Schönheit komplett von ihrem Charakter zerstört wird. Sie ist nicht nur scheu, sondern auch sehr aggressiv und sobald man eine falsche Bewegung macht, sind die Ohren hinten im Nacken. Aufhalftern und Putzen kann man sie zwar, aber sobald der Sattel auf den Rücken kommt, wird sie extrem frech und hinterhältig. Auf den Weg in die Halle oder auf den Platz muss man sie förmlich ziehen, und wenn man es mal geschafft hat, dreht sie sich beim Aufsteigen immer wieder weg. Sitzt man dann ein mal auf ihrem Rücken, geht es schon wieder los: Beim Treiben läuft sie nicht nach vorne, sondern nach hinten, und ihr geht es wortwörtlich am Po vorbei, wenn sie mit dem Po am Zaun landet. Schon oft hat sie sich dann einfach auf den Zaun gesetzt und ein paar Latten sind unter ihr gebrochen. Bringt man sie irgendwie dazu, ihre Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, kann sie eigentlich ganz artig sein, allerdings nur im Schritt und Trab. Da läuft sie angenehm am Zügel, kaut am Gebiss und ist ein wahres Dressurtalent. Sobald man ihr aber die Galopphilfe gibt, rast sie entweder los oder bleibt stur stehen. Wenn sie stehen bleibt, dann bleibt sie auch stehen, es sei denn, man steigt ab und führt sie, und wenn sie losrast, dann rennt sie überall durch, es sei denn, man fliegt runter und rennt ihr hinterher.
    In der Halle ist es das gleiche Spielchen, nur dass sie dort dann meist im engen Zirkel umher läuft und sobald der Reiter von ihr runter fliegt, rennt sie an die Wand und wiehert nach ihren Freunden. Auf der Weide ist sie nämlich sehr beliebt und jeder Hengst, der sie sieht, prahlt sofort und trabt am Zaun entlang. Sie ist die Leitstute in der Herde; und wenn sie einmal die Ohren anlegt, verzieht sich jeder. Trinken und essen darf sie als erstes, und wenn jemand Heu im Maul hat, sie es aber haben will, wird es aggressiv aus dem Maul gerupft. Wir nennen es spaßig "Tyrannei", denn die Dicke hat es wirklich faustdick hinter den Ohren, nicht nur im Umgang mit den Menschen, sondern auch mit Pferden.
    Dressur macht sie also bis auf den Anfang und das kleine Problem beim Galopp wunderbar; Springen? Daran haben die Besitzer nicht einmal gedacht. Belle tänzelt unruhig umher, wenn sie auch nur eine Stange auf dem Boden sieht, und obwohl sie dank ihren erfolgreichen Eltern wahrscheinlich auf Grand Prix Potential ist, verweigert sie jedes einzelne Hindernis. Nicht einmal ein Cavaletti. Man kann Glück haben, wenn man nicht von ihrem Rücken fliegt, sobald sie verweigert oder gar in die Stangen rein kracht. Auch beim Freispringen ist es das gleiche: Entweder, sie probiert es gar nicht und dreht um, findet einen Weg am Hindernis vorbei oder verweigert und bleibt doof vor den Stangen stehen.
    Belle kam auf mein Gestüt zum Training, ihre eigentlichen Besitzer heißen Julia und Robert Wickert. Die beiden haben eine erfolgreiche Hannoveranerzucht und eigentlich sollte Belle ein super Turnierpferd werden, bis sich herausstellte, wie stur und zickig sie war. Von welchem Elternteil sie das geerbt hat ist unklar, aber sie brauchten auf jeden Fall Hilfe mit der Dunkelbraunen Stute und so wendeten sie sich an mich.

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    Erfolge

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    3. Platz 344. Galopprennen

    2. Platz 375. Dressurturnier
    2. Platz 257. Militaryturnier
    2. Platz 136. Synchronspringen
    3. Platz 258. Militaryturnier
    1. Platz 138. Synchronspringen
    1. Platz 373. Springturnier


    Springen E – Dressur A

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    Gewinnerin [SK 446] Alle Stuten


    Decktaxe: 134 Joellen
    Zuchtverleih: //
    Nachkommen:
    Coleur du Deuil / Hannoveraner [2013] - von Rasputin II / Trakehner
    Dark Chocolate* / Hannoveraner [2014] - von Dark Intention / Hannoveraner
    Capona / Hannoveraner [2016] - von Red Diamond II / Hannoveraner

    offizieller Hintergrund
    Zubehör