Obi-Wan

ColemanBucking

Die Hufe sind überall nur nicht dort wo sie sein sollen *sfz*

ColemanBucking
Obi-Wan, 8 Okt. 2019
Rinnaja, Cooper und Canyon gefällt das.
    • Obi-Wan
      Let the curtain raise...
      Ian Monroe & Reyna Huntington | Ians Sicht
      Ich hatte wirklich keine Ahnung wieso ich mich von Reyna dazu überreden hatte lassen an diesem Make Over mitzumachen, war ich doch noch nicht allzu lange in diese Welt der Pferde eingetaucht. Meine Verlobte hatte mir jedoch versprochen mich so gut es ging zu unterstützen. Hatte mir versichert das es ja ein guter Zweck war und wir so einer weiteren armen Pferdeseele ein gutes Leben ermöglichen könnten. Im Sturm hatten diesen sensiblen Wesen mein Herz erobert und seltsamerweise schien ich sogar ein Talent im Umgang mit diesen zu haben. Aufregte Tiere wurden bei mir immer ganz ruhig und regelrecht anhänglich, spürten wohl meine Ruhe, nun oder eben auch das ich zeitweise einfach noch keinen Plan hatte was genau ich da tat. Wir würden das hinbekommen, zusammen und da ich meiner sehr überzeugenden Partnerin natürlich nichts abschlagen konnte, hatte ich zugestimmt und mit ihr zusammen die Formulare ausgefüllt für die Anmeldung zu diesem Spektakel. Ja ein Spektakel war es für mich, auf Turnieren war ich bisher nur Zuschauer oder für Reyna der TT gewesen. Blieben wir da lieber bei der Abkürzung, erinnerte mich nur zu gut wie meine Süße mich ausgelacht hatte bei dem Gesichtsausdruck den ich gemacht hatte als sie mir erklärt hatte was TT bedeutete.
      Nun war es soweit und ich war froh am Steuer zu sitzen, der Mietwagen hatte schon ein paar Jährchen auf dem Buckel und hörte sich schon etwas mehr an wie ein Traktor, aber es hatte vier Räder und ich durfte nicht reden. Mein alter Truck hörte sich wohl schon genauso an, also gab es mir durchaus ein heimeliges Gefühl. Reyna war neben mir am Beifahrersitz eingeschlafen, wohl noch zu geschlaucht vom langen Flug hier her nach Kanada, wo wir unsere beiden auserwählten Pferde kennen lernen durften. Natürlich war es schwer gewesen Zeit frei zu bekommen für diese Reise, aber sowohl meine als auch ihre Familie hatten sich einer gründlichen Schulung seitens von Reyna unterzogen und kümmerten sich um die Pferde zuhause während wir diese Reise antraten. Das Navigationssystem welches in seiner Halterung an der Windschutzscheibe pappte, verkündete das es nicht mehr allzu lange dauern würde und ich legte meine Hand sachte auf den Oberschenkel meiner Süßen. Rüttelte sie sachte. "Hey! Babe, wir sind gleich da!" sagte ich eindringlich und liebevoll zugleich. Sie hatte gewollt das ich sie vorher wecke, damit sie nicht völlig verschlafen ihren Auftritt hatte. Sie brummelte etwas und ich lachte leise. Kanada war wirklich ein schönes Land, schön und weitläufig. Zehn Minuten vergingen als die Bow River Ranch endlich in Sicht kam. Reyna und ich hatten jeweils die Nummern unserer Pferde. HMJ 9925 war die meinige. Es war ein Hengst so wie auch der von Reyna, die Verantwortlichen hatten natürlich vorher abgeklärt ob diese Haltung uns möglich war und ja... mit etwas Spucke und Fleiß würde ich schon noch den Nebenstall bald fertig bekommen. War der Vorteil wenn man Schreiner war, die Arbeiten mit dem Holz konnte man alle selber machen und ich merkte wie sehr mir diese Arbeit gefiel. Vor allem wenn ich sah wie die Augen meiner Liebsten zu strahlen begannen wenn wieder etwas fertig war.
      Wir hielten am Hof an und stiegen gemeinsam aus. Mein Blick ging herum, wirklich eine hübsche Ranch. Ein Mann kam uns entgegen und begrüßte uns. Stellte sich als Caleb O'Dell, der Besitzer dieser Ranch vor. Nachdem die Höflichkeiten geklärt worden waren und wir auch einen kleinen Rundgang durch die Stallungen gemacht hatten, auf die meine Verlobte bestanden hatte, führte uns Caleb zu unseren Pferden. Erst zu meinem Los; HMJ 9925.
      Caleb führte uns hinaus auf dein Paddock wo ein schwarzer Hengst stand, er hatte genug Platz um etwas herum zu laufen. Als wir näher kamen, hob das Tier seinen Kopf, er spitzte die Ohren und wurde steif. Man sah wie seine Nüstern sich blähten, er reckte den Kopf in die Höhe um unsere Witterung aufzunehmen. Schnaubte dann und widmete sich dem Heu in dem Netz vor ihm, zupfte gemächlich daran und schien beschlossen haben uns vorerst zu ignorieren. Mein Blick hing an ihm und ich musste zugeben er sah wirklich schön aus. Ich war so fasziniert von dem schwarzen Holsteiner, dass ich beinahe verpasste was Caleb zu ihm zu sagen hatte. Ich wusste das die beschlagnahmten Pferde schon seit ein paar Wochen hier auf der Ranch waren und so hatte das Tier sich zumindest vom Gewicht her bereits erholt und sich hier auch schön langsam eingewöhnt. Natürlich stand dem Hengst mit dem Transport nach Deutschland noch eine lange Reise bevor, aber wenn ich ihn so ansah. Wie ruhig er gerade wirkte, zweifelte ich nicht daran das er auch das gut weg stecken würde. Caleb ging dann mit Reyna weiter damit sie auch ihren Hengst kennen lernen durfte, während ich hier blieb. Ich verschränkte die Arme, lehnte mich gegen den hölzernen Zaun, während mein Blick auf dem Rappen lag. Er konnte beinahe mit Velvedere konkurieren. Eine Weile fraß das Tier an seinem Heu, doch ich bemerkte wie eines der schwarzen Ohren immer wieder in meine Richtung kam, bevor er den Kopf leicht drehte und mich ansah. Es war ein Blick der quasi sagte: Hey du bist ja noch hier! Er spielte unsicher beinahe schon skeptisch mit seinen Ohren herum, bevor er einen Schritt in meine Richtung machte. Sein Kopf ging hoch als wolle er mich genauer Abchecken und ich senkte einfach den Blick. Hörte wie er abschnaubte und sah ihn wieder an, sah wie er gerade seinen Kopf schüttelte und sich dann wieder seinem Futter widmete, jedoch das eine Ohr auf mir lag als ob er der Sache nicht ganz trauen würde.
      Zu gerne hätte ich ihn noch weiter beobachtet, doch hörte schon Reyna die nach mir rief. "Komme schon!" rief ich und schloss zu den Beiden auf. Im Reiterstüberl ließen wir uns nieder und bekamen erstmal einen Kaffee. Caleb reichte jeden von uns eine Mappe. Ich öffnete die meine und sah hinein, die vermeintlichen Papiere des Hengstes lagen darin, wobei man sich nicht sicher war ob diese auch wirklich echt waren. Fotos wie sie ausgesehen hatten als sie hier angekommen waren. Der Schwarze sah etwas abgemagert darauf aus und das Fell war stumpf und dreckig gewesen. Das Gewicht schien er wieder gut angesetzt zu haben und auch das Fell hatte wieder an Glanz gewonnen -ja wenn man mit einer Tierärztin liiert war hatte man wohl gleich einen ganz anderen Blick auf diese Tiere. Tierärztliche Berichte hingen ebenfalls in der Mappe, mehrere Untersuchungen um auszuschließen das die Tiere irgendwelche Krankheiten hatten, die würden besonders meine Liebste neben mir interessieren.
      Wir klärten alles andere notwendige ab, bevor ich mit Reyna nochmal zu den beiden Hengsten sah. "Wir brauchen dringend Namen für die Beiden", hörte ich meine Süße sprechen als wir gerade bei meinem Rappen waren. "Diese Nummern sind ja schrecklich", murmelte sie und ich nickte nur nachdenklich. Ich und Namen aussuchen? Gerade fühlte ich mich verdammt unkreativ, aber etwas spukte mir im Kopf herum. "Wie wäre es mit Coleman", meinte ich und sah zu meiner Frau die erst die Nase rümpfte. "Wieso denn Coleman?" fragte sie irritiert und sah zu dem Rappen rüber. Ich zuckte mit den Achseln. "Für mich sieht er aus wie ein Coleman...", murmelte ich und seufzte leise. "Aber er sieht doch so edel aus... einfach nur Coleman ich weiß ja nicht Schatz", meinte sie, schien nachzudenken während sie das Tier musterte. "Irgendwie erinnert er mich mit seinem erhabenen Verhalten an einen Adeligen", fügte sie dann hinzu und ich hob fragend eine Augenbraue. Wirklich? Einem Adeligen? Es war ein Pferd... aber da kam es mir. "Lord Coleman?" fragte ich einfach und sie sah mir verdutzt an, fing dann jedoch nickend an zu strahlen. "Ja das klingt sehr passend für ihn!" verkündete sie, ich grinste und zog meine Süße in meine Arme um sie zu küssen.

      Es war der große Tag, die beiden Hengste hatten ihren Weg über den großen Teich gut überstanden und nach einem Gesundheitscheck am Zoll durften sie auch weiter. Sie wurden direkt von der Organisation angeliefert, weswegen Reyna und ich schon aufgeregt herum liefen. Die Unterstände und Boxen waren schon seid gefühlten Tagen für die beiden bereit, ebenso wie die Paddocks die ich sicherheitshalber nochmal befestigt hatte und wir oben sowie unten noch ein Weidezaunband mehr gemacht hatten. Da wir ja nicht wussten wie die beiden Hengste sich in ihrer neuen Umgebung verhalten würden. Wir hatten uns für Koppeln mit Unterständen für den Anfang entschlossen, da wir nicht wussten wie und ob Boxen von den Beiden angenommen wurden. Ich war nervös wie selten in meinem Leben zuvor, das letzte Mal war ich so aufgeregt gewesen als ich Reyna den Heiratsantrag gemacht hatte. Aika schien meine Aufregung zu spüren, lief hinter mir her wie ein Schatten, während ich wohl zum 20 Mal noch einmal Zäune und Unterstände kontrollierte. Seltsamerweise war immer noch alles in Ordnung. Himmel! Ich atmete tief durch, während ich Reynas Lachen hörte, ich drehte mich zu ihr um und sah das sie mich auslachte.
      Endlich kam der Transporter die Auffahrt entlang und hielt knapp vor den beiden Koppeln. Damit wir nicht so weit laufen mussten, von innen hörte man gepolter und lautes Wiehern brachte die Umgebung in Aufruhr. Sogleich wurde ihnen von den anderen Pferden geantwortet und es glich für dem Moment einem Konzert. Der Veranstaltungsleiter Nicolaus du Martin stieg aus dem Wagen und begrüßte uns. Nach kurzem Austausch von Höflichkeiten fingen wir schließlich an beide zu entladen. Reyna holte ihren Braunen mit den blauen Augen als erster hinaus und brachte das nervöse Tier gleich auf die Koppel. Wo es sogleich davon stob und ein paar Runden durch die Koppel drehte. Meine Verlobte sah mich an, fragte ob ich Coleman raus holen wollte, erst schlug mein Herz furchtbar aufgeregt los und ich schluckte. Nickte dann jedoch, es brachte nichts wenn ich kneifte. Ich konnte das Training ja schließlich nicht nur meiner Frau überlassen, also ging ich in den Anhänger. Erinnerte mich daran das ich das ja schon mehrmals mit den anderen Pferden getan hatte.. Mit dem unterschied das diese gut erzogen waren und selten Ärger machten, vielleicht mal einen Sidestep wenn ein furchtbares Blatt vorbei wehte aber sonst. Ok ruhig bleiben Mann! sagte ich selber zu mir und sah dem Rappen entgegen. Er schnaufte aufgeregt, stieß ein schnarchendes Geräusch aus und stieg nervös umher als ich näher kam. "Hey Junge", sprach ich ihn sanft an, bevor ich langsam meine Hand nach dem Strich ausstreckte, den Knoten löste. "Alles gut, du bist jetzt zuhause Kumpel, hier tut dir keiner was", sprach ich weiter, versuchte einfach zu ruhig wie möglich zu reden und es schien zu fruchten. Die unsicher zurückgelegten Ohren, zuckten spielten herum und ich sah sehr wohl auch die Neugier des jungen Hengstes. Ich lächelte wage, blieb jedoch konzentriert, so wie Reyna es mir gesagt hatte. Richtete den Jungen dann nach Rückwärts aus und geleitete ihn langsam aus dem Hänger, den Kopf Richtung Außenwand damit er die Rampe nicht hinunter flog.
      Die ersten zwei Schritte waren auch soweit gut, dann hörte man jedoch ein Wiehern in der Ferne, worauf hin der Schwarze den Kopf in die Höhe warf und es erwiderte, bevor er etwas hibbelig wurde und mit hastigen Schritten hinaus tänzelte und mich mit zog. "Woaahh, schön ruhig Junge!" redete ich auf ihn ein. Er blieb stehen sobald wir im Freien waren. Der Kopf war hoch erhoben, die Ohren gespitzt ging sein Blick ganz aufgeregt herum. Seine Brust war rausgedrückt und er präsentierte sich in seiner ganzen Pracht.
      Er wollte vorwärts gehen, doch da stand ich, also machte ich ihm das auch klar. Entsetzt wich er zurück und sah mich an, als wäre ich gerade wie von Zauberhand vor ihm aufgetaucht. Reyna sagte mir ich solle nicht so viel rum und ihn auf die Koppel bringen. Ich nickte wage und führte das Tier... oder er mich in Richtung der Koppel. Ich drehte ihn zu mir herum, löste das Halfter und kaum hatte ich es über seine Ohren gezogen. Wendete Coleman auf der Hinterhand und sprengte davon. Den Kopf hoch erhoben wieherte er laut um scheinbar zu verkünden das er nun hier angekommen war. Schnaufend und prustend erkundete er im Galopp sein Areal während ich mich zurück zog. Gerade zückte ich mein Handy, wollte ein paar Fotos für meine Familie machen. Schmunzelte dann als ich sah wie der junge Hengst über die Koppel fegte, immer wieder sprang und seine Hufe nur so durch die Luft flogen als schien er sich zu freuen.. oder aber auch in ganz adeliger Manier darüber empören das er nicht gefragt geworden war ob er überhaupt hier sein wollte. Gerade drückte ich ab und schmunzelte über das gelungene Bild. Ich wandte mich schließlich ab um noch ein paar Details mit dem Leiter der Veranstaltung zu wechseln und Rey und ich beschlossen die beiden Hengste für heute erstmal richtig ankommen zu lassen. Falls etwas war, waren wir ja auch ganz in der Nähe...
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  • Album:
    Spinde
    Hochgeladen von:
    Obi-Wan
    Datum:
    8 Okt. 2019
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