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Gwen

Clyde

Dalmatiner ♂

Tags:
Clyde
Gwen, 5 Apr. 2017
Jeanne, Zion und Samarti gefällt das.
    • Samarti
      Pflegebericht 06.04.2017 - 100 Punkte für Kanada

      Vor knapp sechs Wochen hatte ich mal wieder meine Zeit auf den verschiedensten Seiten in diesem weltweiten Netz aus Dingen verbracht und war, wie es der Zufall wollte, auf Seiten von Züchtern gelandet.
      Stopp – diesmal war es tatsächlich kein neues Pferd, das ich mir zulegen wollte.
      Stattdessen waren es andere Vierbeiner, kleiner, meistens flauschiger und irgendwie … eine andere Welt. Vielleicht wären Katzenbabys auch gut gewesen, die konnte man sich doch schließlich immer ansehen, auch in ausgewachsen wären die immer noch niedlich, wenn ich an die kleinwüchsigeren Exemplare dachte.
      Na ja, gut, Katzen waren es auch nicht. Matthew zeigte mir mal wieder einen Vogel und tippte nur vielsagend mit seinem Zeigefinger an die Stirn, als er mir über die Schulter sah. In einer Hand hielt er eine Tasse, gefüllt mit schwarzem Kaffee (irgendwann würde ich ihm das auch noch abgewöhnen!), und schüttelte den Kopf, als ich fragend zu ihm sah. Für ihn würde das mal wieder nicht in Frage kommen, aber das war kein Wunder; Matthew war nicht allzu leicht für etwas zu begeistern. In meinem Kopf hingegen spann sich schon wieder eine großartige, überragende und vor allem revolutionäre Idee zusammen.

      In einer Nacht-und-Nebel-Aktion hatte ich mich dann zwei Wochen später vom Gestüt geschlichen und knapp eine Stunde Fahrt auf mich genommen, um meinen Geistesblitz zu verwirklichen. Ob ich mich fragte, ob es die richtige Entscheidung wäre? Nö. Babys waren immer gut. Außer menschliche, aber dazu müsste man erst einmal einen vernünftigen Vater finden.
      Nicht, dass ich irgendetwas in die Richtung vorhatte. Ganz und gar nicht.

      Und jetzt waren nochmal vier Wochen vergangen, ich hatte vor gut drei Stunden nochmal die Fahrt angetreten und kam gerade zurück – mit zwei Neuankömmlingen im Gepäck. Joline hatte mich fleißig unterstützt, die war sofort Feuer und Flamme gewesen. Deswegen saß sie gerade auf dem Beifahrersitz und plapperte mich voll, wie cool das denn alles wäre und dass wir von nun an noch mehr Abwechslung im Hofalltag haben würden. Es war also schon jetzt klar, wer die zwei immerzu beanspruchen würde. Warum zwei? Keine Ahnung. Laut Züchter (natürlich waren sie vom Züchter!) waren die beiden Geschwisterchen unzertrennlich, daher kamen auch die Namen Bonnie und Clyde. Ursprünglich wären sie beinahe seit der Geburt an ein Ehepaar vergeben gewesen, aber da der Mann leider verstorben war, konnte und wollte die Frau die beiden lieber nicht zu sich nehmen und ihnen ein besseres Zuhause bieten. Und da kam ich ins Spiel, gerade rechtzeitig, um beide in Beschlag zu nehmen.
      Bingo.

      Als wir die Gestütseinfahrt hochfuhren und gerade den Jeep in der Garage parkten, kam uns ein fuchsteufelswilder Matthew entgegengerannt. Ich machte mich direkt so winzig wie nur irgendwie möglich, Joline aber stemmte selbstbewusst die Hände in die Hüften und streckte sich ein wenig nach oben.
      „Elisa!“, donnerte Matthew los, wurde aber sogleich von Joline unterbrochen. „NEIN! Schrei nicht so, die armen Hunde!“
      Jetzt wurde der Mann hellhörig. „Hunde?! Du hast mehrere mitgenommen?!“
      „Äh“, stotterte ich nur, „ja.“
      Verzweifelt griff Matthew sich in die Haare und zog an ihnen. Laut seinen Gedanken wäre ich wohl komplett geisteskrank, aber Dalmatiner waren nun einmal unwiderstehlich süß. Hilfe, ich klang schon so naiv wie Elena!
      Joline griff zum Glück wieder ein. „Matthew, du weißt, wer deine Chefin ist, oder? Du stehst hier nicht am oberen Ende der Hierarchie.“
      „Das Gestüt wurde nach mir benannt, ihr … ihr seid doch unmöglich!“
      „Unglaublich“, korrigierte ich, jetzt mit etwas mehr Mut. Matthew verdrehte die Augen und drehte uns überfordert den Rücken zu. „Außerdem“, setzte Joline an, „heißt das hier nur Townsend Acres, weil Cranfield ein dämlicher Name ist.“ Noch ein letztes Mal schüttelte Matthew fassungslos den Kopf, dann verließ er uns mit der Begründung, dass Sophia, Domenic und er sich zum Ausritt mit Avanti, Cardillac und Levi verabredet hatten.
      „HEY!“, wandte ich mich dann gegen Joline und verschränkte die Arme vor der Brust. „Joline, wir müssen gegen Matthew zusammenhalten!“
      Die Engländerin zuckte mit den Schultern. „Ich mein‘ ja nur.“

      Matthew hatte sich zum Ende hin geschlagen gegeben, zumindest einen Hund wollte er akzeptieren. Da ich aber sowieso vorgehabt hatte, Gwen den Rüden anzudrehen, war das kein Problem. Ursprünglich hatte ich nur Bonnie mitnehmen wollen – das kleine Mädchen hatte mir direkt den Kopf verdreht. Aber dann hatte ich Mitleid mit den beiden gehabt, und gerade mit solchen Namen konnte man sie einfach nicht voneinander trennen. Also musste ein Notfallplan her und den hatte ich mir in den letzten vier Wochen zusammengetüftelt. In meinem Kopf war alles perfekt.
      Während Bonnie sichtbar überfordert mit der Gesamtsituation war und nur zitternd mitten im Haus stand, um erst einmal alle Gerüche aufzunehmen, war Clyde da etwas mutiger. Seine Schritte waren zwar noch immer vorsichtig, aber immerhin bewegte er sich selbstständig durch das Haus und schnupperte neugierig überall herum. Seine Schwester beobachtete ihn dabei immer nur verwirrt, warum er denn so mir nichts, dir nichts hier überall herumspazierte, aber immerhin ließ sie sich bedenkenlos von Joline und mir streicheln.
      Als ich den Beiden zwei kleine Näpfe mit Futter hinstellte, kam Fay von der Seite angeschlichen und arbeitete sich mit leisen Tatzen immer näher an Bonnies Napf heran. Bei Clyde war sie erfolglos gewesen, auch wenn Fay eigentlich recht furchtlos war und sich nicht groß für andere Tiere interessierte. Eigentlich sollte ihr ein wehrloser Welpe gar nichts können, mit Beverly, die mehr als doppelt so groß war, verstand sie sich schließlich auch. Aber Clyde hatte wohl eine gewisse Aura, der sie in die Flucht trieb. Katzen.
      Bonnie stand hilflos vor dem Futternapf, den Fay gerade beansprucht hatte, und sah schüchtern zwischen der Katze und dem Futter hin und her. Erst, als ich Fay beiseite hob und aus dem Haus aussperrte, wagte die helle Dalmatinerhündin sich auch an ihr Futter und verschlang es mit großen Bissen. Tja, lange Fahrten machten hungrig. Auch ich könnte eine Kleinigkeit vertragen, aber Joline und ich waren zu Welpensittern mutiert.

      Matthew hatte währenddessen Gwen angerufen, doch die ersten elf Male ging sie nicht an ihr Handy. Erst beim zwölften Mal nahm sie ab: „Alter, Matthew, was willst du?! Ich bin gerade mit Altair im Gelände, hör bitte auf, mich die ganze Zeit zu nerven mit deinen zwanzig Millionen Anrufen! Was ist denn los?!“
      Natürlich gefiel es dem nervigen Anrufer gar nicht, dass er jetzt schon wieder so zur Sau gemacht wurde. „Was los ist?! Deine klasse Nachbarin hat mal wieder eine wunderbare Idee gehabt und nun müssen hier alle drunter leiden. Kannst du bitte mal rüberkommen und sie zur Vernunft bringen? Stell Altair hier in eine freie Box, da stirbt der nicht. Aber mach schnell, sonst, und ich schwöre bei Gott, drehe ich ihr noch den Hals um!“ Gwen dachte wahrscheinlich jetzt, dass ich mir wieder zehn neue Ponys geholt hatte.
      Matthews Gesicht hatte inzwischen eine ungesund rote Farbe angenommen, weshalb ich mir das Grinsen verkneifen musste. Irgendwas sagte mir nämlich, dass Gwen mich ganz und gar nicht zur Vernunft bringen würde, wenn sie erst einmal hier war.
    • Gwen
      Pflegebericht 07.04.2017 - Ein Dalmatiner!

      Auf Townsend Acres empfing mich ein übellauniger Matthew und eine dümmlich grinsende Elisa. Das war an sich kein besonderer Anblick, sondern harte Realität, aber da Matthew so penetrant bei mir durchgeklingelt hatte, stand ich nun mit Altair in der Stallgasse, sattelte ihn ab und packte ihn in eine der freien Boxen, denn so lange wollte ich gar nicht bleiben.
      „So und was ist hier jetzt los?“, fragte ich und runzelte die Stirn. „Du musst Elisa zur Vernunft bri- ach vergiss es“, meinte Matthew nur, machte eine abwehrende Handgeste, drehte auf dem Absatz um und verließ den Stall. Er musste ja ganz schön verzweifelt sein, wenn er dachte, ich könnte Elisa in irgendeinem Bezug zur Vernunft bringen.
      Stattdessen galt mein vorwurfsvoller Blick nun Elisa. „Schau mich nicht so an! Schlimm genug, dass du wahrscheinlich schon wieder auf unserer Geländestecke herumgestreunert bist. Apropos Streunern, ich hab da was für dich!“, meinte sie begeistert und rief nach Joline.
      Zwei Minuten später kam Joline um die Ecke, halb in der Hocke laufend und in Babystimme redend. Mein ungutes Gefühl wurde nur immer stärker und ich fragte mich ernsthaft, was Elisa ausgefressen hatte. Doch dann musste ich aufquietschen, als zwei Dalmatinerwelpen um die Ecke getrippelt kamen.
      Der eine folgte Joline mit wedelndem Schwanz, während der zweite ein wenig schüchtern hinterherschlich und nicht so viel von Jolines Überredungskünsten hielt. „Das sind Bonnie und Clyde“, stellte Elisa stolz die beiden vor und ich konnte Anbetracht der Namenswahl nur die Augen verdrehen.
      „Und Clyde gehört dir“, meinte Elisa und mir klappte nur die Kinnlade runter. „Also es sei denn du willst ihn nicht, ich meine, eventuell hat Joline ja auch noch Kapazitäten“, meinte sie ganz unschuldig und ich fiel natürlich voll drauf rein und widersprach ihr direkt, dass ich Clyde nehmen würde.
      „Mist“, murmelte ich nur, aber da war Clyde schon bei uns angekommen und ich nahm ihn direkt in Beschlag. Elisa hatte ihr dümmliches Grinsen nicht abgelegt und es galt wieder Matthew, welcher gerade mit einer gesattelten Ocean Water um die Ecke kam.
      „Statt hier immer neue Vierbeiner anzuschleppen, solltest du dich lieber mal um die schon vorhandenen kümmern“, meinte er nur knapp und verließ mit der gepunkteten Stute den Stall. „Viel Spaß mit deinem Dalmatiner!“, rief ich ihm hinterher, weil ich es gerade lustig fand, weil ja Ocean Water auch Punkte hatte und so ja wie ein Dalmatiner aussah, nur halt als Pferd – okay, genug.

      „So, den nehme ich mit“, meinte ich fröhlich, als Altair wieder gesattelt war und wir uns auf den Heimweg machen konnten. Clyde spielte gerade noch mit Bonnie auf dem Hof und beide achteten gar nicht auf die Zweibeiner, die gerade versuchten, ihre Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen.
      Mit ein paar Leckerlis und Überredungskünsten folgte Clyde mir dann aber doch. Ich führte Altair auch extra, um im Falle des Falles den kleinen Welpen doch an die Leine zu nehmen, wobei er am Ende eh nur zurücklaufen würde. Viel mehr gab es hier in Kanada ja auch nicht.
      Auf meinem eigenen Hof angekommen, kam direkt Shiva um die Ecke gestürmt, die natürlich direkt mitbekommen hatte, dass etwas anders war. Die ersten paar Meter wirkte sie auch noch recht angriffslustig, bevor ihr Rennen in ein fröhliches Hüpfen umschwang und sie mit dem Schwanz wedelte.
      Clyde zeigte sich als erstes recht unterwürfig, nachdem sich beide aber beschnuppert hatten, jagte er mit der schwarzen Hündin auch über den Hof. Ich führte Altair in den Stall, machte ihn fertig und brachte ihn auf die Weide. Dann gesellte ich mich zu Ivy auf die Treppe der Veranda.
      Die Katze beobachtete etwas verwirrt die Hunde und schien nicht sonderlich angetan von dem Bild vor ihr zu sein. Kurz darauf kam auch Ciaran mit Ginny My Love von seiner Geländerunde zurück. So verschwitzt wie die Stute war, hatte er an ihrer Ausdauer gearbeitet.
      Er schwang sich aus dem Sattel und erwartete anscheinend die übliche Begrüßung von Shiva. Als diese jedoch ausblieb, schaute er sich irritiert um. Dann sah er Clyde und dann sah er mich. Und dann schaute er böse. Oh bitte, was hatten die Männer eigentlich immer gegen Tierbabys?
      „Wie viel?“, fragte er mich nur. „Wie bitte?“, fragte ich zurück. „Wie teuer der war“, konkretisierte Ciaran seine Frage und deutete auf Clyde. Ich verstand immer noch nicht was er wollte und reagierte dementsprechend auch mit einem „Bist du blöd? Der ist geschenkt, Elisa hat ihn mitgebracht“ und erntete dadurch nicht gerade Ruhm.
      Ciaran atmete einmal tief ein und aus, ehe er mir erklärte, dass Clyde ein Lemon Dalmatiner war und die an sich eigentlich doch ein gutes Sümmchen kosteten. Ich guckte nur zwischen Hund und Mann hin und her. Bisher hatte ich mich nur gefreut, dass Clyde total süß war und ich wollte schon immer einen Dalmatiner.
      „Passt doch, so passt er perfekt zu Sinfonie!“, meinte ich fröhlich und Ciaran gab auf, noch irgendetwas sinnvolles beitragen zu wollen. „Ich vermute Matthews Freude ist riesig?“, meinte er nur knapp und versorgte dann erst einmal Ginny, die ein wenig genervt neben ihm stand.
      Ich grinste nur fröhlich vor mich her. Jetzt hatte ich auch einen eigenen Hund und der hörte sogar! Zwar auch nur, weil er wusste, dass ich Leckerlis hatte, aber man musste ja klein anfangen. „Komm Clyde, ich zeig dir mal deine Verwandten!“, meinte ich fröhlich und lief den Weg hinunter zu den Weiden, während mir die Hunde spielend folgten.
      Auf der kleinen Frühlingsweide stand dann auch schon Sinfonie, die sich aber, wie die anderen Stuten auch, nicht sonderlich für Clyde interessierte. Der hingegen war total begeistert von Pferden und hüpfte wild vor dem Zaun auf und ab. Er passte eindeutig perfekt zu uns!
      Samarti gefällt das.
    • Gwen
      Pflegebericht 22.05.2017 - Geländetraining

      „Waah Clyde! Pass doch auf!“, stöhnte ich erschrocken, als mich der halbwüchsige Dalmatiner von hinten rempelte und beinahe umwarf. Er jagte gerade Shiva hinterher, die anscheinend nur in Ruhe ihre Kaustange fressen wollte. „Clyde! Hierher!“, pfiff ich ihn zurück und baute mich mahnend auf, als er kurz überlegte, einfach weiter zu rennen.
      Etwas unmotiviert kam er zu mir zurück getrottet und setzte sich vor mich hin. Ich lobte ihn, forderte noch einmal Platz und spendierte ihn dann ein eigenes Stück Rinderpansen. Und so motivierte man seinen Hund am besten, dass es sich immer lohnte, auf das Frauchen zu hören.
      Nachdem der Jungspund beschäftigt war, konnte ich mich meiner eigentlichen Aufgabe widmen, immerhin wollten die Pferde trainiert werden, bevor es unnötig warm wurde. Gemeinsam mit Ciaran würde es heute auf die Geländestrecke gehen. Ich holte uns Neelix und Ceredwen von der Weide und begann dann schon einmal, meinen Lewitzerhengst fertig zu machen.
      Kurze Zeit später erschien auch Ciaran und putzte Ceredwen. Wir waren schnell fertig, schwangen uns in die Sättel und ritten hinüber zur Geländestrecke. Auf dem Weg kam uns Elena auf Accomplishment entgegen, sehr zur Verwunderung von Ciaran.
      „Ach, das weißt du ja noch gar nicht, aber Elena hat entschieden, ihr Hobby endlich zum Beruf zu machen“, feixte ich fröhlich. Tatsächlich waren es eigentlich eher Colin und Nate, die nun offiziell auch als Bereiter für fremde Pferde arbeiteten, aber Elena ließ sich das nicht nehmen.
      Ciaran tat das Ganze mit einem Schulterzucken ab und meinte, es wäre ihm egal, so lange ich ihn nicht mit reinziehen würde. Stattdessen wärmten wir dann die Pferde auf und sprangen ein wenig. Neelix war heute sehr ruhig unterwegs und so konnte ich jedes Hindernis schön taxieren und ein bisschen an den Übergängen arbeiten.
      Bei Ciaran sah man deutlich den Willen für die kommenden Turniere und Ceredwen musste ordentlich arbeiten. Aber es zahlte sich aus, die Stute war schon wesentlich sicherer im Gelände und sprang alles mit sauberer Manier. Während Ciaran sich besonders um ihre Springausbildung kümmerte, kam die Stute bei mir zwei- bis dreimal die Woche unter den Dressursattel.
      Auch Neelix war eher der Springer und selten fürs Viereck zu begeistern. Aber da zu meiner Philosophie gehörte, dass eine gesunde Dressurausbildung das A und O für alle weiteren Disziplinen war, kamen auch unsere Springer nicht darum, sondern wurden umso mehr in allen Sparten gefördert.
      Nyx und Ceredwen waren dann für heute aber auch fertig und wir ritten sie ab, ehe wir nach Hause ritten. Dort versorgten wir beide Pferde und sie durfte zurück auf die Weide. Während Ciaran eine Pause einlegte, sammelte ich mir Moon’s Wishing Well und Minou von den Weiden ein.
      Nacheinander putzte ich die Connemaras und sattelte dann Wish. Minou würde ich als Handpferd nehmen und so gingen wir gemeinsam eine ausgiebige Runde ins Gelände. Da es sich bei beiden um ausgebildete Distanzpferde handelte, konnte man sich schon denken, dass wir nicht nur gemütlich durch den Wald zuckelten, sondern durchaus etwas für die Ausdauer taten.
      Und da war es gar nicht mal so leicht, die beiden Pferde mehr oder weniger an ihre Grenzen zu bringen. Natürlich waren total fertige Pferde nicht mein Ziel, aber man konnte Wish und Minou auch schnell unterfordern und so baute ich ausgiebige Trab- und Galoppstrecken ein, damit sie beiden gut beschäftigt waren.
      Zu Hause gab es dann für beide direkt eine Abkühlung, denn inzwischen war es warm genug, um zumindest schon die Beine abspritzen zu können. Es gab auch direkt ein bisschen Kraftfutter für beide, ehe sie gut getrocknet wieder zurück auf die Weiden durften.
    • Gwen
      Pflegebericht 28.08.2017 - Tierarzt für Hund und Katz

      Es war noch früh am Morgen, aber mit den Stallarbeiten hatte ich mich extra beeilt, denn heute beehrte uns die Tierärztin aus der Stadt. Grund hierfür waren zwar auch Vierbeiner, aber dieses Mal die kleineren unter uns. Der jährliche Tierarztbesuch für Shiva, Clyde und Ivy stand auf dem Plan und bei drei Tieren zog ich es vor, die Anfahrtskosten der Tierärztin zu zahlen, anstatt mit zwei Hunden und Katze im Wartezimmer zu sitzen.
      Die Tierärztin war pünktlich wie immer und ich hatte schon Ivy im Stall eingesammelt, damit sie nicht flüchten konnte. Generell war sie eine sehr vorbildliche Katze, was den Tierarzt betraf und saß so nun schon brav auf den Tisch im Reiterstübchen und ließ sich ohne Probleme abtasten und abhören. Aber man wusste ja nie, ob es sich die Katze doch einmal anders überlegte und das Weite suchte.
      Geimpft wurde Ivy heute gegen Katzenschnupfen und -seuche, ebenso wie gegen Tollwut und Katzenleukämie. Somit hatte sie wieder alles abgedeckt und konnte zufrieden über den Hof stromern. Die Tierärztin lobte auch ihren Allgemeinzustand und war sehr zufrieden.
      Als nächstes war Shiva an der Reihe, welche ebenso problemlos das Prozedere über sich ergehen ließ. Sie wurde heute nur gegen Staupe und Leptospirose geimpft, der Rest war noch auf dem neusten Stand und schon war unsere schwarze Labradorhündin auch fertig.
      Clyde bildete den Abschluss und mit ihm hatten wir mehr zu tun. Er war noch jung und sehr agil, dementsprechend sah er es nicht wirklich ein, still zu halten. Dennoch benahm er sich für einen Junghund gut und ließ sich einwandfrei untersuchen.
      Clyde wurde heute gegen Staupe, Parvovirose, Leptospirose und Tollwut geimpft, denn alles musste erneut beziehungsweise das erste Mal geimpft werden. Er hielt aber auch dabei tapfer aus und bekam danach noch Streicheleinheiten und Leckerlis.
      Damit waren unsere Hoftiere allesamt fertig und die Tierärztin konnte sich wieder auf den Heimweg machen, nachdem ich direkt die Rechnung beglichen hatte. Das war doch problemlos verlaufen und so sollte es sein. Zur Feier des Tages entschied ich mich für einen kleinen Ausritt mit Tawny Bawny und Snow White Cassedy. Die beiden Stuten konnten ein bisschen Abwechslung zum täglichen Trainingsalltag sicherlich gebrauchen.
      Tawny ritt ich und Cassedy war Handpferd. So machten wir eine entspannte Runde durch die kanadischen Wälder und sahen den Blättern dabei zu, wie sie allmählich ihre grüne Farbe verloren. Es würde nicht mehr lange dauern und der Herbst hätte auch Kanada erreicht.
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  • Album:
    Stallbuch
    Hochgeladen von:
    Gwen
    Datum:
    5 Apr. 2017
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    EXIF Data

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    Rufname: Clyde
    Geboren: Januar 2017


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    Rasse:
    Dalmatiner
    Geschlecht: Rüde
    Fellfarbe: Lemon
    Stockmaß: im Wachstum

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    Beschreibung:
    Clyde zeigt jetzt schon ein offenes und freundliches Wesen. Er hat keine Probleme sich auf neue Situationen und Menschen einzustellen und begegnet allen Hindernissen mit viel Mut und Selbstbewusstsein. Er ist sehr gelehrig und aufmerksam, deshalb ist es unglaublich wichtig, ihn ausreichend zu fördern und zu fordern.
    Als typischer Dalmatiner hat er einen hohen Bewegungsdrang, welcher gestillt werden will, aber auch sein Köpfchen möchte gerne etwas zu tun haben. Clyde ist eher der Typ Hund, der die Welt alleine erkundet und schon älter wirkt als er eigentlich ist.
    Nichtsdestotrotz besitzt auch Clyde eine liebe und vertraute Seite, welche er jedoch nur den Personen zeigt, die er wirklich gut kennt und auf seine hundische Art liebt. Fremde Menschen werden zwar auch herzlich in Empfang genommen, bedürfen jedoch keiner weiteren Aufmerksamkeit.

    Seine Schwester Bonnie lebt auf Townsend Acres.

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    Ersteller: Samarti
    Besitzer: Gwen