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Cascar

CH's Unglück

Stute | Achat Tekkiner | * 30.04.2004 | im Besitz seit 16.03.2015 | gekrönt: nein | gechippt: ja | geimpft: nein | Decktaxe/Leihgebühr: - (3 Punkte + HS + TA + Bild)

CH's Unglück
Cascar, 7 Apr. 2018
    • Cascar
      Bericht (Eddi)
      [11.08.2013]

      Ich gähnte und warf die Decke von mir, schlaftrunken wanderte ich ins Bad und machte mich fertig. Unten in der Küche bekam mein Kater schnell sein Frühstück, währenddessen ich mir meinen Cappuccino in eine Thermoskanne goss und mir noch ein Toast schnappte. Ich wollte heute einmal pünktlich auf Nasty Past ankommen, weshalb ich extra früh aufgestanden war. Zu meiner Enttäuschung dann doch zu früh, denn schon Punkt sechs Uhr stand ich vor den Stallungen, von Fee oder Trudi natürlich noch keine Sicht. Ich war stolz auf mich, einmal die Überpünktliche zu sein und begann bereits die Pferde zu füttern. Während diese fraßen, kontrollierte ich kurz die Weidezäune und schaute bei der Gnadenweide vorbei. Dort wurde ich wie immer fröhlich begrüßt und von allen einmal angeknabbert. Wieder im Stall halfterte ich zuerst die Fohlen auf. Die vier Zwerge nahm ich immer zusammen, denn Calero und Existenz machten bei ihrer Größe keine Probleme, genauso wie Moon River und Lulu, welche beide bestens erzogen waren. Als alle ihr Halfter abhatten, preschte die kleine Fohlenherde davon und ich machte mich auf den Rückweg. Auch die vier Hengsten teilten sich unsere größte Weide. Doch hier halfterte ich zuerst Tiri und Leitz auf und brachte die beiden auf die Weide, da sie sonst ein riesiges Theater machen würden, wenn sie erst als zweites an der Reihe wären. Danach waren der kleine Hoppla und Dreamer an der Reihe. Als auch die Hengste auf der Weide standen, kamen wir zu den letzten. Erst brachte ich die sanftmütige Key und deren Weidepartnerin Story auf die Weide und dann kümmerte ich mich um unsere Diva Manni, welche nur mit Silly zusammen auf eine Weide konnte, da sie sich mit keinen anderen Pferd vertrug. „Morgen Eddi!“ rief Fee grinsend und umarmte mich. Kurz nach ihr kam auch Trudi und grüßte uns. Gemeinsam machten wir uns an die Stallarbeit, damit so schnell wie möglich die Boxen fertig waren. Dank dem langen Weideaufhalt hatten wir nicht gar so viel zu tun. Dann setzten wir uns vor den Stall und tranken unseren Kaffee beziehungsweise ich meinen Cappuccino. Dabei besprachen wir den heutigen Ablauf und ich berichtete von den heute anstehenden Dingen. „Ich habe interessante Neuigkeiten. Wir bekommen einen Neuzugang!“ grinste ich, während es Fee und Trudi die Kinnlade runterklappte. „Aber ich dachte Nasty Past wäre inzwischen inaktiv?“ fragte Trudi verwirrt. Also klärte ich die beiden ausführlich über unseren baldigen Neuankömmling auf. „Es ist eine junge Tekkenstute namens Unglück. Ich weiß nicht ob ihr mitbekommen habt, dass Hedone gehen musste, auf alle Fälle kann sie sich aus privaten Gründen nicht mehr um ihre Pferde kümmern. Also hat BluePearl mich angeschrieben, ob ich etwas für Unglück tun könnte, da sie die Züchterin der Stute ist. Ich habe gefragt, ob es okay wäre, wenn sie auf Nasty Past stehen würde und beide haben zugestimmt. BluePearl übernimmt auch den Transport, heute Abend wollte sie sie bringen.“ beendete ich meine Erläuterungen. Und dann unterhielten wir uns noch ausgiebig über die Vorbereitungen. „So, jetzt aber an die Arbeit!“ grinste ich. Wie immer würde Trudi die Fohlen bespaßen, während Fee und ich uns um die Großpferde kümmern würden. „Heute reitest du Manni.“ stöhnte Fee und ich musste lachen. Die Stute war letzte Stunde unter Fee äußerst spaßig draufgewesen. Aber zu Beginn wollten wir uns um Tiri und Dreamer kümmern. Wir holten die beiden Hengste von der Weide und begannen mit dem Putzen. Trudi hatte sich zu Beginn Moon River geholt und wollte sie longieren. Nachdem alle Pferde vorbereitet waren, gingen wir zu dritt in die Halle. Fee und ich drehten einige Runden im Schritt, während Trudi auf einen verkleinerten Mittelzirkel ging und begann, die schon groß gewordene Moon zu longieren. Sie baute auch auf der einen Seite drei Trabstangen auf und auf der anderen ein Cavaletti. Für uns waren diese gut durch eine gerittene Schlangenlinie oder einen Handwechsel zu erreichen. Im Trab begannen Fee und ich, ebenso die Stangen zu nutzen. Gerade für Dreamer war dies ein Genuss, denn der Vollbluthengst hasste Dressurarbeit, er war eher der Renner und Springer. Doch die Grundlagen mussten auch sitzen. Deshalb hatte Fee es manchmal gar nicht so leicht, zu dem Hengst durchzudringen und ihn munter zu halten. Sie ritt abwechslungsreich mit Hand- und Tempiwechseln. Ich hatte mit Tiri nicht so viel Arbeit, der Araber arbeitete heute wieder voller Begeisterung mit. Auch wenn er anfangs ein wenig Angst vor den Stangen zeigte und oftmals versuchte auszuweichen. Als wir zum Galopp übergingen war Trudi mit Moon bereits wieder verschwunden. „Pass auf, dass er dir nicht durchgeht.“ grinste ich Fee an, als sie im Galopp mit Dreamer das Cavaletti nahm. Er zog tüchtig davor an und sprang mit einen riesigen Satz darüber. Bei Tiri sah das nicht annähernd so kraftvoll aus, es war eher ein Ponyhüpfer, dafür brauchte ich heute aber wenigstens keine Handschuhe zum Reiten. Zum Abschluss ritten wir die beiden im Schritt ab und drehten noch eine kleine Runde um den Hof, um den beiden Hengsten noch ein wenig Abwechslung zu können. Wir sattelten die verschwitzten Hengste ab, spritzten die Beine ab und brachten beide dann wieder auf die Weide. Um keine sinnlose Pause zu machen, holten wir uns den kleinen Hoppla und putzten ihn gründlich. Während Fee seinen Schweif flocht, versuchte ich mich an einem spanischen Zopf für seine Mähne. Als er fertig war, machten wir uns auf den Weg zum Reitplatz, um dort ein wenig Bodenarbeit mit ihm zu machen. Hoppla war ein richtiges Showpony. Trudi trainierte gerade mit Existenz und Calero ein wenig Sicherheit, indem sie ein Schrecktraining machte. Als Hoppla wieder auf der Weide stand, holte ich Manni und Fee ging zur Hengstweide, um sich Leitz zu schnappen. Wir machten unsere beiden Pferde geländefest und ritten dann schon zum Springplatz, wo bereits unsere Trainerin wartete. Wir begrüßten sie und ritten uns im Schritt und Trab warm. Wie immer begannen wir mit Stangenarbeit zum erwärmen und dann mit niedrigen Sprüngen. Beide Pferde waren bei niedrigen Sprüngen immer ein wenig schläfrig und wurden erst ab einer gewissen Höhe wach. Denn dann konnte man die beiden kaum noch halten. Leitz sprang heute fließend und mit einer super Manier. Bei Manni hatte auch ich zu tun, sie zu halten und mich darauf zu konzentrieren, dass wir passend auf den Sprung zuritten, sicher sprangen und landeten. Aber man merkte deutlich, wie viel Spaß es den beiden machte. Nach einer Stunde waren dann aber nicht nur die Pferde verschwitzt. Dennoch zogen wir noch unser Ründchen um den Hof, ehe wir die Pferde versorgten. Es war inzwischen Nachmittag und da Trudi nun auch mit Lulu fertig war, welche sie auch longiert hatte, schlug ich einen Ausritt vor. Trudi ließen wir auf Key, da die Stute ein Sonnenschein war, Fee holte sich Silly und ich schnappte mir Story. Wir machten die drei Stuten ausrittfertig und schwangen uns dann in den Sattel. Wie so oft ritten wir erst durch den Wald und dann zum See, es war einfach ein herrliches Gebiet rundum Nasty Past. Die Stuten konnten sich am See die Beine abkühlen und ihren Durst stillen, ehe wir uns auf den Heimweg machten. Wie immer ritten wir ein Wettrennen und bei Story kam deutlich das Rennpferd hervor. Aber auch Key und Silly waren nicht gerade ohne. Als wir wieder da waren, gab ich Story in die Hände von Fee, da plötzlich ein Wagen auf den Hof rollte. „Hey BluePearl!“ lächelte ich und begrüßte sie, schnell sprachen wir alles ab und luden dann die Stute ab. Unglück war ein traumhaft schönes Pferd. Aufgeweckt blickte sie sich um und prustete uns an. Dann gab sie ein scharfes Wiehern von sich und bekam auch direkt Antwort von den Weiden. Wir brachten sie direkt in ihre neue Box und gaben ihr das Abendbrot. BluePearl musste sich schon wieder verabschieden, so dass wir die anderen Pferde reinholen konnten, fütterten und uns dann selbst an unser Abendessen machten. Während Trudi und Fee schon im Haus verschwanden, kontrollierte ich nochmal alle Pferde und blieb noch ein Weilchen bei Unglück. "Na du Kleine? Du bringst eine ganz andere Geschichte mit, als der Rest, der hier steht." lächelte ich sie an. Sie war das erste Pferd bei dem wir uns keine Gedanken machen mussten, wie wir sie wieder aufpäppelten und zähmten. Unglück war einfach da und ein wahrer Sonnenschein, rundum versorgt und glücklich. "Ich werde deine Besitzerin vermissen..." murmelte ich leise und kraulte ihre Stirn, ehe Fee mich zum Essen rief.
    • Cascar
      Weihnachten
      [24.12.2013]

      „Guten Morgen meine Lieben!“ lächelte ich fröhlich, als ich den Stall betrat. Neugierige Blicke wurden mir von allen Seiten zugeworfen, anscheinend warteten alle schon begierig auf ihr Frühstück. Flott schnappte ich mir also die Heuballen, zerteilte sie und schob jedem Pferd sein Frühstück in die Box. Während ich meine Arbeit verrichtete, dachte ich über die kommenden Tage nach, denn in drei Tagen würde Weihnachten sein! Deshalb war ich der Meinung, dass wir den Stall doch noch schön schmücken mussten! Dementsprechend warf ich Fee schon früh aus dem Bett, damit wir nach der Fütterung einkaufen fahren würden. Doch vorher versorgte ich noch die Gnadenbrotpferde und äppelte deren Paddock ab. Gegen neun Uhr kam dann Fee und wir fuhren in die Stadt, um Weihnachtszeug zu kaufen.
      Schon nach Eineinhalbstunden waren wir wieder da und machten uns an unsere Lieblingsbeschäftigung, nämlich den Stall zu schmücken! Über das große Tor hängten wir einen hübschen Weihnachtskranz und ganz oben an der Spitze des Daches befestigten wir einen roten Stern. Im Stall hängten wir weihnachtliche Girlanden auf und hier und da ein wenig Schmuck. Auch hatten wir eine Lichterkette für den Tannenbaum gekauft, der vor dem Stall stand und trotz seiner spitzen Nadeln, schafften wir es, ihn zu dekorieren. Als alles an Ort und Stelle war, nickte ich Fee zufrieden zu. Nun konnten wir uns um die Pferde kümmern, welche alle friedlich auf der Weide standen und ihre Freiheit genossen.
      Wir holten uns Unglück und Key von der Weide, um mit beiden einen kleinen Ausritt zu wagen. Leider lag bei uns immer noch kein Schnee, obwohl doch heute sogar Winteranfang war! Ich hoffte inständig, dass es vor Weihnachten endlich noch schneien würde. Für uns war es natürlich auch praktisch, denn so ging die Arbeit noch wesentlich leichter von der Hand. Die beiden Stuten putzten und sattelten wir flott, eh wir in Richtung Wald ritten. Es war interessant zu sehen, dass einige Bäume tatsächlich noch ihr Laub besaßen. Mit den beiden Vollblutstuten konnte man sehr angenehm ausreiten und so kamen wir auch wohlbehalten wieder an.
      Als nächstes holte ich mir die aufgedrehte Success Story, während Fee sich lieber mit Deep Silent Complete beschäftigte. „Ey, Eddi! Hast du schon gehört, dass Joelle Galopp wieder aktiv wird?“ fragte mich Fee begeistert und ich strahlte sie an. Auf Nasty Past standen inzwischen so viele Vollblüter mit Potenzial und wenn wir bei solchen Rennen erfolgreich sein würden, könnten wir den Rettungshof wesentlich besser finanzieren! Während wir in der Halle ein wenig Dressur ritten, unterhielten wir uns noch sehr angeregt über Joelle Galopp, denn das wäre wahrlich eine geniale Idee.
      Generell hatten wir uns letzter Zeit zurückgezogen, so dass wir direkt beschlossen im Jahr 2014 wieder aktiver zu werden. Während wir Hoppla und Cual Maniaca putzten, nahmen die Pläne allmählich Gestalt an. Wir wollten Turniere veranstalten, um wieder einige Spenden zu bekommen, denn momentan wurde es doch langsam knapp, was das Geld für Tierärzte und Hufschmiede betraf. Alles aus eigener Tasche zu bezahlen war doch auch happig. Immerhin besaßen Fee und ich auch noch eigene Gestüte. Dennoch machte uns die Arbeit mit den Nasty Past Pferden riesigen Spaß und den kleinen Hoppla würde ich gewiss nicht mehr abgeben. Ihn und Cual Maniaca longierten wir heute nur.
      Danach waren noch Leitz und Fiebertraum an der Reihe. Mit ihnen wollten wir springen und da kamen wir schon auf die Turniere zurück, beziehungsweise Fiebertraum wäre der geborene Sprinter für Joelle Galopp. Während wir die Hengste mit Trabstangen und Cavalettis gymnastizierten, besprachen schon einige Dinge und inzwischen standen unsere Teilnahmen bei Joelle Galopp fest. Nur die Winter Cups würden wir wohl noch nicht mitmachen können, aber man sollte ja auch nicht alles überstürzen. Schließlich würden wir vorher noch fleißig trainieren müssen.
      Da kamen wir schon zum nächsten Problem, wo denn mit Vollblütern trainieren? Fee und ich stellten uns an die Weide der Vollblutstuten, welche wir damals von Sevannie übernommen hatten. Sie hatten sich inzwischen richtig gut eingelebt und ich hoffte doch, dass das mit dem Training nur noch besser werden würde. Already und Paper Heart kamen zum Zaun getrabt und begrüßten uns herzlich. Besonders Already hatten wir jetzt schon ins Herz geschlossen, die Stute war einfach wunderbar und so liebenswürdig! Allerdings konnte sie auch, genauso wie Paper Heart, ziemlich abgehen.
      Die Vollblüter standen im kleinen Stall, unserem eigentlichen Quarantänestall, aber dort waren sie am besten aufgehoben. Den Fuchshengst Calvados hatten wir mit zu unseren Hengsten gestellt und nach anfänglichen Eskapaden hatte er sich auch integriert. Ich holte ihn von der Weide, um ihn gründlich zu putzen und dann zu longieren. Fee wollte sich lieber um die beiden Fohlen Zanaro und Crown Jewel kümmern. Gemeinsam putzten wir die drei und splitteten uns dann auf, ich ging in die Halle und Fee ging spazieren. Nach einer halben Stunde trafen wir uns dann wieder und dann standen nur noch wenige Pferde an.
      Schnell putzten wir noch Moon River und Lulu, um die beiden älteren Stutfohlen dann noch ein wenig in der Halle zu fordern. Auch hier hieß es longieren oder zumindest daran gewöhnen. Als die beiden dann wieder in ihrer Box standen, holten wir noch die Zwerge Calero und Existenz. Beide putzten wir nur noch, ehe sie in ihre Boxen durften, dann folgten auch schon die anderen Pferde. Nachdem dann alle in ihren Boxen standen, fütterte ich im großen Stall und Fee kümmerte sich um die Vollblüter. Mit Fürsorge begutachtete ich noch einmal jedes Pferd, eh es sein Müsli und das Heu bekam. Den Abschluss unserer Abendrunde machten wir bei den Gnadenbrotpferden. Dort hieß es noch ein wenig kuscheln und das Heu verteilen, ehe wir müde nach Hause fuhren.
    • Cascar
      Schmiedbericht (Mongofisch)
      [2014]

      Heute war ich wieder mal auf dem Weg zu Eddi, es ging um zwei Pferde, welche auf Nasty Past standen.
      Ich fuhr die Einfahrt entlang und entdeckte Eddi schon mit einem hübschen Tinker am Putzplatz. Kurz winkte ich ihr lächelnd zu, parkte dann meinen Wagen und stieg aus.
      „Hallo“, begrüßte die junge Frau mich, als ich mit meinen Sachen bei ihr ankam. Wir schüttelten uns kurz die Hand, dann stellte sie mir das Pferd vor.
      „Das ist Geoffrey, er ist schon zum zweiten Mal hier bei uns, darf nun aber auch bleiben.“
      Ich trat dem Tinker einen Schritt näher und musterte ihn.
      „Hübsches Tier“, schmunzelte ich. „Und gar nicht so schlechte Hufe noch dazu.“
      Eddi nickte zustimmend, während ich dem Hengst ein Leckerli zusteckte und mich dann dem ersten Huf widmete.
      Geoffrey hatte gesundes, hartes Horn, zudem keine rissigen oder abgebrochenen Stellen, nur an der Länge musste etwas getan werden. Mit dem Hufmesser bewaffnet hob ich den ersten Huf an und schnitt dort die Hufwand, sowie die Trachten etwas kürzer. Brav stand der Tinker dabei still, er schien gut erzogen zu sein.
      Bevor der Hufbock zum Einsatz kam, wiederholte ich das Kürzen auch an den anderen drei Hufen. An den Hinterbeinen war Geoffrey etwas empfindlich, was aber nicht weiter schlimm war, da die Behandlung der Hufe nicht lange dauerte.
      „Brav“, lobte ich den Hengst lächelnd und stellte mir den Hufbock zurecht. Erst den rechten, dann den linken Vorderhuf platzierte ich darauf und feilte mit der Raspel das Horn glatt.
      „Schon fertig“, lachte ich, nachdem der Tinker wieder schöne Hufe hatte. Zum Abschied gab ich ihm noch ein Leckerli, dann brachte Eddi ihn rasch zurück in den Stall und holte den nächsten Kandidaten.
      „Das ist Unglück“, grinste die junge Frau, als sie mit einem hübschen Achal Tekkiner aus dem Stall kam.
      „Unglück, na das ist ja mal ein Name“, lachte ich und begrüßte die Stute mit einem Leckerli.
      Eddi erzählte weiter: „Bei ihr musst du auf alles gefasst sein, sie ist etwas launisch.“
      Ich nickte und stellte mich auf eine etwas schwierigere Behandlung ein. Zunächst machte Unglück allerdings einen freundlichen Eindruck, sodass ich den ersten Huf ohne Probleme kürzen konnte.
      „Gutes Mädchen“, lobte ich sie, um mich ein wenig bei ihr beliebt zu machen. Anschließend ging es mit dem Hinterhuf weiter, da zeigte sich dann, was Eddi gesagt hatte. Missmutig schlug die Stute aus und legte die Ohren an. Zum Glück hatte ich mich darauf eingestellt und konnte dem Huf so gut ausweichen.
      Neuer Versuch und dieses Mal klappte es, auch wenn Unglück nicht begeistert war.
      Der zweite Vorderhuf klappte wieder ohne Probleme, beim Hinterhuf mussten wir wieder diskutieren, bekamen diesen dann aber auch gekürzt.
      Bevor die Stute es allerdings überstanden hatte, kam nun noch das Raspeln. Vorsichtig stellte ich den Hufbock an die richtige Stelle und hob den rechten Vorderhuf an, um ihn auf dem Bock zu platzieren. Ich war auf alles vorbereitet, doch es passierte nichts. Ohne zu murren ließ Unglück sich die Hufe raspeln und bettelte dann doch tatsächlich nach ihrer Belohnung.
      Lachend schob ich ihr ein Leckerli zu und sagte: „Na, sie weiß ja, wie sie an das kommt, was sie möchte.“
      Eddi nickte: „Ja, dumm ist sie wirklich nicht.“
      „Alles klar, dann kann sie auch zurück in den Stall“, sagte ich, während ich begann, meine Sachen zusammen zu packen. In der Zwischenzeit brachte Eddi die Stute in den Stall und kam dann zurück, um sich zu verabschieden.
      Lächelnd setzte ich mich ins Auto, startete den Motor und winkte der jungen Frau noch einmal zu, dann verschwand ich hinter ein paar Bäumen und machte mich auf den Weg nach Hause.
    • Cascar
      Sammelbericht (medy)
      [2014]

      Mit einem Blick auf die Strasse setze ich den Blinker und biege rechts ab. Heute sollte es wieder zu Eddi gehen, zusammen mit ihr und Fee kümmern wir uns heute um die Pferde des Rettungshof und auch ein Frühlingsputz ist angesagt. Ich fahre dem Kiessträsschen entlang und bald erblicke ich den grossen Hof. Als ich dann aus dem Auto springe, kommen mir Eddi und Fee schon entgegengelaufen. Mit einem hellem "Hallo" begrüsse ich die beiden, bevor wir uns noch rechts und links drei Küsschen geben. Ich schaue mich mit strahlenden Augen auf dem Hof um, ich war schon einmal hier, da habe ich mich um Eddi's Fohlen gekümmert. Fee kenne ich noch nicht so gut, ich hoffe, dass wir uns an diesem Tag besser kennenlernen. Sie macht einen sympathischen Eindruck. "Und, wo fangen wir an?", frage ich dann die beiden Mädels. "Ich wäre dafür, dass wir zuerst alles auf Vordermann bringen, und uns dann um die Pferde kümmern. Wer weiss, vielleicht haben wir ja am Schluss noch Zeit für einen Ausritt...?", zwinkert mir Fee zu. Ich lache und erwidere: "Na, da bin ich einverstanden. Wo fangen wir an?" Nachdem mir Eddi antwortet, dass es vielleicht am besten wäre, wenn wir zuerst die Weidetränke reparieren würden, marschieren wir schon los. "Zuerst kontrollieren wir mal ob es überhaupt etwas zu reparieren gibt, und geputzt werden müssten die Tränke auch", grinst Eddi mich an, schlüpft unter den Zaun durch und wir folgen ihr. Auf der Weide schauen und viele Pferde neugierig an. "Oh, wie süss. Wer ist denn das dort hinten?", ich zeige auf ein Trakehner, ein Palomino. "Oh, das ist unser hübscher Fiebertraum.", antwortet Fee mir, während sie zu ihm geht und ihn streichelt. "Der Name passt ja aber gar nicht, ts ts", meine ich gespielt empört,"das ist doch kein Fiebertraum, das ist ein Traum auf Erden!" Wir lachen und die beiden stellen mir auch noch die anderen Pferde vor. Innert einiger Minuten habe ich praktisch alle Pferde des Rettungshof kennengelernt. Cual Maniaca, Hoppla, Fiebertraum und ZM’s Zanaro haben es mir doll angetan. Nun führt Fee mich auch schon zu den Weidetränken. Der erste scheint noch intakt zu sein, da müssen wir nichts machen, ausser ihn zu putzen. Beim zweiten sieht es aber schon anders aus; ein langer Riss schlängelt sich durch die Tränke. „Eddi, müssen wir den wohl ersetzen oder geht das vielleicht auch anderst …?“, fragte Fee an Eddi gerichtet. Eddi erwidert nicht, grinst nur und eilt davon. Was sie wohl im Sinn hat? Wenig Später kommt sie mit viel Klebband zurück. „Das wird doch nicht reichen!“, meint Fee kritisch. „Ach was, komm Klebband, denen zeigen wir es!“, lacht Eddi und fängt an, die Tränke zu reparieren. Und siehe da, nachdem wir der Wassertränke einen Wassertest gemacht haben, hält es perfekt. „Ha!“, ruft Eddi und zeigt mit dem Zeigefinger auf Fee, „da hast du es!“ Wir alle drei fangen an zu lachen und kontrollieren auch noch die anderen Tränke. Nachdem wir dann alle geputzt und kontrolliert haben, machen wir uns am Zaun zu schaffen, an einigen Stellen hält der nicht so gut. Deep Silent Complete bleibt immer in meiner Nähe und schaut neugierig zu, was ich da denn treibe. Ich erlaube mir hin und wieder eine kurze Pause und streichle ihren schönen Kopf.
      Später, nachdem wir alle erledigt von der Weide zurückkommen, bringt uns Eddi ein kaltes Getränk, genau das Richtige. Wir trinken und unterhalten uns über Belangloses, ehe wir uns wieder an die Arbeit machen. In der Sattelkammer sollte man wieder mal aufräumen und aussortieren und auch der Stall sollte wieder geputzt werden. Also erheben wir uns wieder und machen uns auf den Weg zur Sattelkammer. „Letztes Jahr haben wir Sachen gefunden, von denen wir gar nicht wussten, dass wir sie hatten. Hoffen wir es geht diese Jahr genau so“, lacht Fee und wir stimmen mit ein. „Das ist doch immer so“, grinse ich. In der Sattelkammer nehmen wir uns die erste Kiste vor und entdecken immer wieder neues, spannendes Zeug. „Ich wusste ja gar nicht das wir Laufferzügel haben!“, meint Fee plötzlich erstaunt. So ist es, man hat Sachen, welche man gar nicht braucht. Wir putzen Zügel, begutachten Schabracken und suchen zusammen passende Steigbügel. Nach einer guten Stunde, oder auch zwei, ist alles geputzt und sortiert an seinem richtigen Platz. „So, dann wollen wir uns mal die Stallungen vornehmen“, seufzt Fee und ich nicke mit gespielt ernster Miene. Im Stall befreien wir Boxenwände vor Spinnennetze, putzen das Fenster und reinigen allgemein den ganzen Stall. Plötzlich quieke ich auf und schreie: „Ratte! Eine Ratte!“ Ich hasse nämlich Ratten. Erschrocken von dem Geschrei eilen mir Fee und Eddi zur Hilfe. Als ich dann aber auf die graue, fette Ratte zeige, fallen sie in lautes Gelächter. Ich verziehe die Lippen und schmolle, entferne mich von der Ratte. „Nicht witzig“, brummle ich und verschränke die Arme. Als mich dann aber Fee anschaut, muss ich auch lachen. „Aber was soll ich den machen wenn ich Ratten hasse?“, ziehe ich die Schultern hoch und frage die beiden. Als Antwort lachen sie erneut. Nach diesem Zwischenfall arbeiten wir weiter, ich schaue mich immer wieder misstrauisch um, ob irgendwo eine Ratte lauert. Zum Glück läuft mir aber keine mehr über den Weg. In der Zwischenzeit haben Eddi und Fee Musik laufen lassen, und ich summe fröhlich mit. Nachdem wir alles sauber geputzt haben, wenden wir uns den Pferden zu. Zuerst hole ich Paper Heart von der Weide und putze sie gründlich. Sie geniesst die Putzeinheit und döst vor sich hin. Danach bringe ich sie wieder zurück und hole zuerst Already und dann Crown Jewel von der Weide. Beide Hüh putze ich gründlich, Already ist sehr verschmust und reibt ihren Kopf immer wieder an meiner Jacke. Crown jedoch ist schnell langweilig und versucht eine Befreiungsaktion. Erfolgslos. In der Zwischenzeit hat Eddi Lulu, Moon River und Calvados geputzt, währendem Fee sich um Key, Success Story und Hoppla gekümmert hat. Nun bleiben noch Leitz, Cual Maniaca, Fiebertraum, CH’s Unglück, CH’s Zanaro und Geoffrey’s Brother übrig. Zusammen putzen wir zuerst CH’s Unglück, dann CH’s Zanaro und Geoffrey. „Und was ist mit Calero und Existenz?“, frage ich Eddi und Fee und schaue die beiden Fohlen sehnsüchtig an. „ Um die beiden haben wir uns heute Morgen schon gekümmert“, meint Fee und lächelt mich an. Nun sind alle Pferde geputzt, ausser drei, denn mit Leitz, Cual Maniaca und Fiebertraum wollen wir auch noch einen Ausritt unternehmen.
      Nachdem wir die Pferde gesattelt haben, ich reite Fiebertraum, währendem Eddi Cual nimmt und Fee Leitz, zäumen wir unsere Pferde. Fiebertraum ist nicht ganz so brav und reisst seinen Kopf in die Höhe. „Nicht so mit mir“, lache ich und nach einigen Minuten ist es mir gelungen, ihn zu zäumen. Fee hat mir erzählt, dass der feine Kerl sehr sensibel ist und unter dem Sattel temperamentvoll. Mit ihm werde ich noch meinen Spass haben. Nun steigen wir auch schon auf und entfernen uns vom Hof. „Eddi?“, frage ich nach hinten, „wie gross ist denn eigentlich Fiebertraum?“ „Er sollte so circa 165 cm gross sein“, antwortet mir Eddi und ich antworte mit einem Okay. „Wollen wir dann mal traben?“, durchbricht nun Fee das friedliche Schweigen und bald darauf traben wir auch schon an. Fiebertraum hat einen wundervollen Trab, zuerst wollte er schneller davonpreschen, doch schnell mache ich ihm klar, dass ich hier das Sagen habe. „Aber keine Angst, Grosser. Wir werden schon noch galoppieren“, spreche ich mit ihm. Nachdem wir eine Weile getrabt sind, parieren wir die Pferde wieder in den Schritt und plaudern über Gott und die Welt. Irgendwann sagt dann aber Eddi: „So, hier könnten wir galoppieren. Lust auf ein Wettrennen?“ Wir bejahen und schon schnellen wir vor. Fiebertraum, froh endlich laufen zu können, rennt und ich könnt jubeln vor Glück. Das Vollblut ist unglaublich schnell. Eine Weile rennen die Pferde Kopf an Kopf, bis dann Fee aber leider sagt: „Nun müssen wir wieder bremsen“ Fiebertraum wollte zunächst nicht, doch nach einigen Paraden fällt dann auch er in den Trab. Wir traben noch ein Stückchen ehe wir dann ganz in den Schritt fallen. Zufrieden schauen wir uns an und lächeln. Nun kommt auch schon der Hof in Sichtweite, bald muss ich gehen. „ Heute war es echt toll hier bei euch!“, grinse ich die beiden an, und sie grinsen zurück.
    • Cascar
      Bericht (unb.)
      [28.05.2014]
      Ich war aufgeregt, als ich zum ersten mal den Stall des Rettungshofes betrat. Als ich mich entschieden hatte, die Pflege von Unglück zu übernehmen, war mir bewusst gewesen, dass sie keine einfache Stute war. Sie gefiel mir einfach auf Anhieb so gut, dass ich mich unbedingt um sie kümmern wollte. Im Stall war es ruhig. Die Pferde schienen entspannt. Viele von ihnen fraßen grade oder dösten vor sich hin. Ich ging die Stallgasse entlang zu Unglücks Box und spähte hinein. Da stand die hübsche Stute und sah mich etwas unsicher an. Ich blieb zunächst vor der Box stehen. Sie sollte sich nicht überfordert fühlen. Nach einigen Minuten streckte sie mir schon neugierig ihre Nase entgegen und ich holte eine Karotte hervor. Sie machte einige Schritte auf mich zu und streckte ihren Hals, so weit es ging, um die Karotte zu erwischen, die sie anschließend gierig vertilgte. Ich nahm mir das Halfter, dass vor der Box bereit hing, öffnete ruhig die Box und ging hinein. Als ich meine Hand nach Unglücks Kopf ausstreckte, wich sie nicht zurück. Sie verharrte still, während ich ihr über die Stirn strich. Dann halfterte ich sie auf und führte sie in die Stallgasse, wo ich sie gründlich putzte. All das nahm sie einfach so hin und das Bürsten schien sie teilweise richtig zu genießen. Als ihr Fell seidig glänzte, machte ich mich mit ihr auf den Weg zum Reitplatz. Unglück folge mir willig, bis wir vor dem Tor des Platzes standen. Ich versuchte sie mit leichtem Zug am Halfter vorwärts zu bewegen, woraufhin sie den Rückwärtsgang einlegte. Ein wenig ratlos stand ich vor der Stute und beobachtete, wie sie angespannt dastand und nervös mit den Ohren spielte. Unglück behagte es offenbar nicht sonderlich, dass ich sie anstarrte, denn sie legte die Ohren an und giftete mir feindselig entgegen. Geflissentlich ignorierte ich ihre Drohgebärden und ging entschlossen auf sie zu. Dann legte ich meine rechte Hand auf ihre Brust und übte mit den Fingerspitzen Druck aus. Die Stute schien etwas überrumpelt und wich recht hastig zurück. Anschließend wandte ich mich wieder dem Tor des Reitplatzes zu und gab meine Hand nach vorne. Ohne weiteres Murren folgte sie mir auf den Platz. Nachdem ich das Tor gut verschlossen hatte, löste ich den Strick von Halfter und trieb Unglück von mir fort. Sie schlug mit dem Kopf, stampfte mit den Vorderhufen auf und preschte los. Ihre Hufe donnerten über den Boden und wirbelten Staub auf. Ich setzte mich in die Mitte des Platzes. Nach wenigen Minuten fiel die Stute in einen schnellen Trab. Sie streckte den Kopf nach oben und wieherte laut nach ihren Artgenossen. Allmählich beruhigte sie sich aber und verlangsamte ihre Schritte. Dann senkte sie den Kopf und blieb nur wenige Meter von mir entfernt stehen. Ich wartete, bis sie auf mich zu kam, und lobte sie mit ruhiger Stimme, während ich ihre Stirn kraulte. Ich stand auf und ging los, in der Hoffnung, dass sie mir folgen würde. Es fiel mir schwer, mich nicht zu ihr umzudrehen und so blieb ich stehen. Auf einmal spürte ich den warmen Atem der Stute im Nacken. Freudig streichelte ich ihren Hals und bedankte mich immer wieder für ihr Vertrauen. Das sollte für heute reichen. Ich legte ihr das Halfter wieder an und brachte sie zurück in ihre Box, wo ich ihr noch zwei Möhren zusteckte. Dann verabschiedete ich mich von ihr.
    • Cascar
      Sammelbericht (unb.)
      [2015]

      Es war noch früh am Morgen, als Fee an meine Tür klopfte - laut genug, dass ich sofort hellwach war. Seufzend hievte ich mich aus dem Bett und schlüpfte in meine Stallsachen. Unten in der Küche erwarteten mich schon frisch gebackene Brötchen und heißer Kaffee. Doch auch das konnte meine Motivation nicht wirklich hervorrufen, denn draußen goss es aus Eimern. "Was für ein wundervoller Januarmorgen!", murmelte ich frustriert und frühstückte zusammen mit Fee. Die hatte schon die Post geholt, wo auch ein Sale-Katalog von Krämer dabei war und sie strich sich gerade fleißig Dinge an, die sie unbedingt kaufen wollte. "Falls Helme im Angebot sind, sag mir Bescheid, ich brauche einen neuen!", meinte ich und dachte an meinen inzwischen sehr labilen Helm zurück.
      Nachdem wir mit dem Frühstück fertig waren, ging es direkt in den Stall. Während ich alle Pferde fütterte, holte Fee schon Stroh und Heu vom Dachboden herunter, damit wir nachher schneller fertig sein würden. Dann kamen die Pferde auf die Weide und wir machten uns an die Stallarbeit. Also wurden die Boxen ausgemistet und frisch eingestreut. Das Heu wurde verteilt und die Tränken wurden kontrolliert. Als wir dann mit allem fertig waren, fuhren wir erst einmal in die Stadt, weil wir dringend neue Pellets kaufen mussten. Und nebenbei konnte man ja schön durch den Laden stöbern...
      Natürlich blieb es nicht nur bei Pellets sondern wir kauften noch das ein oder andere. Vor allem allerhand Stricke waren dabei, da es gewisse Kandidaten gab, die die gerne mal zerstörten. "Auf, auf an die Arbeit!", meinte Fee und warf mir Leitz' Halfter zu. Wir holten Leitz und Black Lemontree von der Weide, putzten sie gründlich und gingen dann trotz des miesen Wetters ins Gelände. Danach versorgten wir die Pferde und während Fee die Heulieferung entgegen nahm, schaute ich bei den Fohlen vorbei. Calero und Existenz tobten zufrieden über die Weiden und schienen sich an dem Wetter nicht zu stören. Lulu stand dösend im Unterstand, während Moon River neben ihr stand und Heu mümmelte. Man merkte bei den vier Jungpferden genau, wer die älteren waren. Eine halbe Stunde später kam Fee mit zwei Schubkarren wieder. Es hieß den Offenstall der Gnadenbrotpferde abzuäppeln. Diese schienen sich über unseren Besuch zu freuen und folgten uns auch brav durch den Regen.
      Zwar waren wir inzwischen durchnässt, dennoch schnappte ich mir die Stute CH's Unglück und machte sie zum Longieren fertig. Während ich das tat, beschäftigte Fee den kleinen Hoppla mit etwas Bodenarbeit. Danach gönnten wir uns erst einmal eine Teepause im Reiterstübchen, ehe wir uns für die Reitstunde fertig machten. Um die Pferde zu fördern, kam einmal wöchentlich eine Reitlehrerin vorbei, um uns auch mal wieder auf Vordermann zu bringen. Ich wollte heute gerne Deep Silent Complete reiten und Fee nahm Key. Mit den beiden ruhigen Stuten hatten wir eine tolle und wieder sehr lehrreiche Stunde. Nachdem die beiden versorgt waren, longierte ich noch Fiebertraum und Fee machte schon einmal Cual Maniaca und Success Story für ein kleines Springtraining fertig. Die verlief heute zwar nicht sonderlich berauschend, aber was wollte man bei dem Wetter erwarten!
      Dennoch zwangen wir uns noch einmal in den Regen, denn nur in der Halle reiten war einfach langweilig. Nach zwei Stunden (wir hatten uns veritten) kamen wir mit Paper Heart und Calvados klatschnass wieder am Stall an. Die beiden stellten wir zum trocknen mit Decke in die Box, während wir noch mit Zanaro und Crown Jewel das Fohlen ABC trainierten. Dann war der Tag auch schon um. Die Pferde wurden reingeholt und es gab Abendbrot. Als dann im Stall alles erledigt war, gingen Fee und ich nacheinander duschen, ehe es zum Abendessen Spaghetti und einen schönen Film gab.
    • Cascar
      Ankunft von CH's Unglück in Neuseeland
      [16.03.2015]

      Heute sollte einmal mehr ein neuer Tekke auf dem Hof eintreffen. Ich wusste bisher nur, dass es dieses Mal eine (weitere) silberne Stute mit dem Namen CH's Unglück war - mit Eddi hatte ich in den vergangenen Monaten viel über die Liebe geredet.
      Jetzt war es also endlich soweit, CH sollte zu uns auf den Hof kommen. Deshalb fuhr mein Dad kurz nach acht auf den Aucklander Flughafen; schon zwei Stunden später kehrte er mit gefülltem Pferdehänger zurück. Zügig verließ ich bei seinem mahnenden Hupen das Haus und half ihm, die Hübsche von Gefährt und Transportgamaschen zu befreien. Sie schien eigentlich ganz umgänglich zu sein, was sich schlagartig änderte, als ich mein neues Pferd auf der Koppel laufen ließ. Grinsend machte ich mich von dort auf den Weg zum Tekkenstall, streute die neue Box für den Abend ein und legte das Futter bereit.
    • Cascar
      Sammelbericht
      [23.03.2015]

      Die Lehrer meiner Schule streiken, sodass ich mir händereibend am frühen Morgen meine Reitstiefel anziehe und noch Müsli kauend über den sonnenbeschienen Hof in den Südstall tappe. Dort erwarten mich Spotti, Spotti Junior und Ever. Die drei Stuten begrüßen mich mit einem herzlichen Wiehern – im Vorbeigehen kraule ich jedem die Stirn, dann gibt es Futter. Kurz darauf putze ich meine Schützlinge auf der Stallgasse, für den restlichen Tag geht es auf die Koppel.
      Gegen zehn betrete ich dann also den Turnierstall, wo ich Spearmint und VGold begeistert umarme. Mit diesen engsten Freunden habe ich schon seit Ewigkeiten keine Zeit mehr verbracht, sodass ich mir beim Füttern, Putzen und auf die Weide bringen, auch von Feuerzauber, Zeit lasse und auf dem Weg zur Wiese einige unnötige Schlenker laufe.
      Als auch diese Hühs entspannt grasen, mache ich mich auf den Weg zum Hengststall. Das Gewiher hier ist beinahe nicht zu toppen und ich füttere die ganze Zeit grinsend. Gegen elf treffen außerdem Marc und Oliver ein, sodass wir uns mit dem Putzen und Herumführen von Empire, Locki, Jimmy, Dumb, Bemme und Jack getrost aufteilen können. Dank des guten Wetters und der motivierten Pferde geht uns die Arbeit leicht von der Hand und die Hottas sind schnell versorgt und untergebracht.
      Nunmehr zu dritt begeben wir uns in den Tekkenstall, wo uns ein unendlich energiegeladener Kazoom, sowie die immer ruhigen Choco und Estragon erwarten. Wieder wird gefüttert und geputzt; ich nehme mir besonders Zeit für Distraction und CH's Unglück, da diese Pferde noch nicht so lange auf dem Hof leben. Insgesamt scheinen sich meine Kameraden, jedoch gut eingelebt zu haben; es läuft alles glatt, als sie zusammen mit Drevri, Walla und Sysah auf die Weide dürfen; einzig Worgait bleibt im Stall.
      So geht es für uns, mittlerweile kaputten, Menschen noch in den Nordstall. Es ist Mittag und die Pferde hier wurden bereits von meinem Dad gefüttert. Insgesamt sind die Hühs also ruhig und lassen sich dösend anbinden und putzen. Letztendlich geht es damit auch für Law, Corde, Karthago, Fino auf die eine und für Cheetah, Zita und Lotte auf die andere Weide.
      Damit ist unser Alltag selbstverständlich nicht vorbei: jetzt ziehen wir los, um noch vor dem Mittagessen zumindest die Hälfte aller Boxen ausgemistet und mit frischem Rau- und Kraftfutter für den Abend ausgestattet zu haben.
    • Cascar
      Sammelbericht ("Auf die Sommerweide")
      [02.07.2015]

      Tatsächlich war schon wieder Juli. Höchste Zeit, den Großteil meiner Schützlinge für vier Monate zur puren Erholung in die Offenställe der Sommerweide zu verfrachten. Wie jedes Jahr konnte ich dann gemeinsam mit Olli und Marc die verbliebenen Hühs ausgiebig und effektiv trainieren. Sinn der Sache war so oder so, dass im Herbst der Hof voller gut gelaunter und trainierter Pferde stand, die dann im kommenden Frühjahr auf Turnieren, Körungen und Krönungen vorgestellt werden konnten.
      Aber bis dahin war es noch ein langer Weg: meine Aufgabe war jetzt erstmal, im stetig weniger werdenden Sonnenlicht pfeifend über den Hof zu laufen und verschollen geglaubte Halfter und Stricke einzusammeln, um die Tekken auszugsbereit zu machen. Den Zielstall betrat ich kurz nach vier, kramte eine Liste aus der Tasche meiner kurzen Hose und entzifferte die Handschrift meines Dads so, dass ich relativ zielstrebig zu Kazooms Box tappen und den Dunkelbraunen aufhalftern konnte. Ich band ihn auf der Stallgasse an; ebenso Sysah, Choco und CH's Unglück. Worgait würde hier bleiben, der Hengst war offiziell verkauft und für Dizzy, Himmi und Devri war Renntraining geplant, für Ersteren plus Essig Springtraining, damit blieb noch Yacedor, der allerdings erst seit so kurzer Zeit bei uns stand, sodass auch der Cremello auf dem Hof verweilen würde.
      Mit einem Seufzen bedeutete ich also Marc, der soeben durch die weit geöffnete Flügeltür trat, dass die Pferde auf die Offenstall-Koppel geschafft werden konnten. Oder vielmehr: die Hengste in ihren Teil und die Stuten in den anderen. Wie dem auch sei, für mich ging es weiter in den Hengststall. Auch von hier würden einige Hühs eine wohlverdiente Pause machen. Wieder gab es den berüchtigten Zettel und viele Halfter, bis Jack, Empire und Bemme draußen nebeneinander angebunden waren. Es würde hier nur Klappstuhl bleiben, der gesundheitlich langsam wieder auf die Beine kam, sodass er mit der Arbeit beginnen konnte. Mein kleiner Jimmy und Ollis Hengst Locki indes waren verkauft und warteten auf ihre Abholung, sodass die beiden schlecht auf die Sommerweide ziehen konnten.
      Meine drei Schützlinge wollte ich so gesagt nicht unbeaufsichtigt lassen, also wartete ich ungeduldig die fünfzehn Minuten, bis mich Marc ablöste. Dann tappte ich in den Nordstall. Hier würden Cheetah, Razita und Corde gehen; Lotte und Karthago waren verkauft und es blieben – zack – nur noch drei Hengste, die auf ihr Sprungtraining warteten. Dieses Mal war es Olli, der zu mir stieß und erst die Stuten davon führte und schließlich auch den Hengst abholte. Für mich hieß das, es blieben nur noch Süd- und Turnierstall. Aus ersterem ging Frischkäse, die mittlerweile praktisch ganz von ihrer Mutter entwöhnt war und noch einmal freie Zeit genießen durfte, bevor sie an die Longe genommen werden sollte. Aus dem Turnierstall schließlich gingen, zum zweiten Jahr in Folge, Spearmint und auch VGold, die beide weitgehend austrainiert waren. Es reichte im Prinzip, wenn wir im Herbst wieder mit dem Training anfangen würden. Somit blieben mehr oder weniger die Hälfte der Pferde – trotz allem genügend zu tun, aber ich freute mich riesig auf den Sommer.
      Ich schaffte es nach meiner Anbindearbeit schließlich auch noch, meine Freunde und Dad zur Offenstallweide zu begleiten und Spearmint zu verabschieden, bevor sie sich ruckartig umdrehte und in das rote Licht der Sonne mit ihren Gefährten davon galoppierte. Der Sommer hatte begonnen.
    • Cascar
      Sammelbericht
      [21.08.2015]

      Heute waren es absolut alle Pferde, die gepflegt werden mussten. In den Ferien war ich viel unterwegs gewesen, sodass ich mich jetzt zusammen mit Marc und Olli auf eine große Tour über den Hof begab. Wir begannen bei Ever im Südstall mit dem Füttern, putzen und misten und fuhren dann erstmal mit dem Rad zum Offenstall, besser bekannt als die Sommerweide, und kontrollierten die Tränken und den Zaun. Schließlich sammelten wir den Großteil aller Pferdeäpfel auf beiden Koppeln, sodass letztendlich, zumindest hier, alle Pferde versorgt waren. Zurück im Nordstall putzten, fütterten und misteten wir dann noch Fino, Lotte, Karthago, Trafo und Where, ebenso Feuerzauber und im Hengststall Dumb. Schließlich blieben uns noch die Tekken Himmi, Gepir, Devri, Essig, Distraction und seit neuestem auch wieder Unglück. Insgesamt überprüften wir zum Schluss eine Liste. Wir hatten alles geschafft, alle Pferde standen glücklich auf der Weide und besonders unseren Sommerhühs ging es rosig. Ein perfekter Tag.
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  • Album:
    Einsteller und Pferde im Ruhestand
    Hochgeladen von:
    Cascar
    Datum:
    7 Apr. 2018
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    Kommentare:
    33
  • Stallinterne Informationen
    _________________________________

    Zuchtname des Pferdes: CH's Unglück
    Rufname(n): Unglück, CH
    Besitzer: Winterscape Stables
    Reitweise: Klassisch
    Vorbesitzer: Nasty Past
    Vorkaufsrecht: ✘

    Tierarzt: Eddi Caen
    Hufschmied:
    Ausbilder: Cascar Winterscape
    Reitbeteiligung:

    Stall: Stutenstall
    Weide: im Gelände liegende Koppeln
    Einstreu: Stroh
    Futter: Heu, Saftfutter;
    Kraftfutter 1x täglich
    Anmerkungen:
    Morgens bitte kein Kraftfutter,
    da sichCH's Unglück nicht aktiv im
    Training befindet

    Portrait:
    [​IMG]


    Abstammung
    _________________________________


    Von: unb.
    - x -

    Aus der: unb.
    - x -

    Zur Zucht zugelassen:

    Züchter: unb.
    Eingetragene Zucht:
    Akhal Theke Breeding Association (ATBA)
    / Winterscape Stables (WCS)

    Gencode: n. g.
    Vererbung: n. g.
    Nachkommen:


    Exterieur
    _________________________________

    Geschlecht: Stute (weiblich)
    Geburtsdatum: 30.04.2004
    Rasse: Achal Tekkiner
    Herkunft: unb.

    Stockmaß/Endmaß: 161 cm
    Art: Pferd
    Typ: Vollblut

    Fellfarbe: Black Silver Dapple
    Langhaar: weiß bis creme
    Abzeichen: breite Blesse; v. r.
    u. h. r. u. h. l. weiß gestiefelt

    Sonstige Erkennungsmerkmale:


    Interieur
    _________________________________


    freundlich ◆◆ bösartig

    introvertiert ◆◆ extrovertiert

    intelligent ◆◆ unintelligent

    selbstbewusst ◆◆ unsicher

    sozial ◆◆ unsozial

    nervös ◆◆◆◆ beständig

    ausgeglichen ◆◆◆◆ unausgeglichen

    temperamentvoll ◆◆◆◆ ruhig

    aufmerksam ◆◆◆◆ unaufmerksam

    streitlustig ◆◆◆ friedlich

    naiv ◆◆ dominant

    loyal ◆◆◆ untreu

    arbeitsfreudig ◆◆◆◆ faul

    geduldig ◆◆◆ ungeduldig


    Charakterbeschreibung: CH's Unglück ist eine Stute in den besten Jahren, die allerdings schon
    viel gesehen hat und deswegen - aufgrund ihrer Erfahrungswerte - recht gelassen und ruhig ist,
    auch in neuen Situationen. Dennoch ist sie innerlich ein Vollblut; zum einen bedeutet das eine
    grundlegende Arbeitsfreude und Ausdauer, zum anderen ein unbestreitbares Temperament und
    eine gewisse Dominanz. Trotzdem geht "Unglück" vor allem im Reitunterricht und wird
    nebenher auch sachte trainiert. Am meisten kann sie der ruhigen Athmosphäre auf dem Hof in
    Verbindung mit Aufmerksamkeit und Schmusereien etwas abgewinnen; die Turniere und der
    Hochleistungssport sind einfach nicht ihre Welt.

    Geschichte: Die tatsächliche Herkunft dieser Stute liegt trotz des Zuchtkürzels vor ihrem Namen
    bis heute im Dunkeln. Fest steht, dass die Tekkin im Laufe ihres Lebens oft verkauft wurde.
    Schließlich landete sie auf Nasty Past, einem Gnadenhof. Bei dessen Auflösung wendete sich
    eine gute Freundin der Familie, Eddi Caen, an die Winterscape Stables. Hier findet die Stute nun
    einen ruhigen, idyllischen Endplatz. Siewird zwar nicht aktiv gefördert, hin und wieder aber auf
    Einsteigerturnieren vorgestellt.


    Qualifizierungen & Erfolge
    _________________________________


    Eignung: Distanz, Dressur

    Springen: E A L
    Military: E A
    Western: LK5 LK4 LK3 LK2
    Distanz: E A L M S

    Galopprennen:
    Fahren:

    Dressur: E A L M S
    Gangreiten:
    Wendigkeit: E A L

    Turnierbedingter Aufstieg | Trainingsaufstieg | Potential

    [​IMG]
    1. Platz; 496. Westernturnier

    Auszeichnungen: ✘




    Ausbildungsstand
    _________________________________

    Fohlen ABC:
    Longiert:
    Eingeritten:
    Eingefahren:

    Beurteilung: CH's Unglück beherrscht die Grundlagen sicher,
    wird allerdings nicht auf Hochleistungsniveau geritten.



    Gelassenheitstraining:
    Hindernisgewöhnung:
    Hängergewöhnung:
    Startboxgewöhnung:

    Roundpen: nicht zwingend spurtreu,
    aufgeweckt und zu Beginn übermütig

    Reitplatz/Reithalle: benötigt lange Phasen
    des Warmreitens, um konzentriert zu sein

    Gelände: genießt jeden Ausritt und passt sich stets
    dem Tempo der Gruppe an


    Gesundheitszustand
    _________________________________

    Gechippt:
    Geimpft:
    Bekannte Krankheiten:
    Anmerkungen: besitzt Normalgewicht

    Hufzustand: annehmbar
    Prüfstand: verfallen
    Beschlag vorn:
    Beschlag hinten:
    Anmerkungen: Hufe werden
    regelmäßig kontrolliert und inoffiziell
    ausgeschnitten von Mr. Winterscape