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AngieMaus

Choovio - Trakehner

Choovio - Trakehner
AngieMaus, 24 Juni 2015
Wolfszeit gefällt das.
    • AngieMaus
      Ankunft von Choovio
      Nun bekam ich auch schon mein nächstes Pferd, einen Trakehnerhengst. Ich hatte vor ein paar Tagen die Anzeige des Besitzers gelesen und mich spontan dazu entschieden, ein weiteres Pferd zu kaufen. Also rief ich den Besitzer an, ließ mir weitere Informationen & Beschreibungen über den Hengst geben und vereinbarte den Transport. Ja, es war spontan gewesen, aber bei so einem Pferd...
      Am frühen Morgen hörte ich ein Auto auf den Hof rollen. Verschlafen schlüpfte ich in meine Schuhe und sah aus meinem Fenster. Das Auto hatte hinten einen Anhänger dran. Ich war verwirrt und müde, zog mir schnell ein paar Sachen an und ging hinunter. Während ich die Treppe herunterschlurfte, fiel mir etwas ein.
      Warte mal, das Auto gehört doch...FIONA!
      Ich erinnerte mich daran, dass Fiona das Pferd für mich abholen wollte und gestern losgefahren ist. Allerdings hatte ich nicht erwartet, sie schon am nächsten Tag wieder zu sehen. Ich rannte die restlichen Treppen herunter und stürmte hinaus. Fiona stieg gerade aus dem Auto und sah lächelnd in meine Richtung.
      "Warst du so froh mich zu sehen, dass du dir nicht mal Gedanken über deine Sachen gemacht hast?", fragte sie und lachte auf.
      Ich sah an mir herunter und verstand, was sie meinte. Ich trug ein pinkes T-Shirt mit einer olivgrünen Hose und meinen Häschenpantoffeln.
      "Ich...war wohl noch zu müde.", antwortete ich und lächelte leicht.
      "Wahrscheinlich wolltest du weniger mich, sondern dein neues Pferdchen sehen, nicht wahr?"
      "Mein Pferd! Los, ich will es sehen!", drängte ich Fiona und schob sie zum Anhänger.
      Sie öffnete den Transporter betont langsam, ließ mich schier unendlich lang warten. Als die Luke geöffnet war, flitzte ich zu Fiona und sah in den Transporter hinein. Ich sah zwar nur das Hinterteil eines, nein, meines Pferdes, aber ich quiekte trotzdem fröhlich los. Gerade als ich mein Pferd herausholen wollte, hielt Fiona mich fest und ging selbst.
      "Du bist gemein!", sagte ich zu ihr und fing an zu schmollen.
      "Jaa, ich weiß.", antwortete sie locker und verschwand im Transporter.
      Ich ging schnell zur Seite, denn sonst wäre ich wahrscheinlich umgerannt worden. Als ich mein Pferd nun auch von vorn sehen konnte, kam ich aus dem Staunen nicht mehr raus. Er war so wunderschön! Sein Fell hatte eine beeindruckende Farbe, seine Augen waren ausdrucksvoll und seine Mähne ein Traum. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal so erstaunt gewesen bin.
      "So, das ist Choovio, das steht für Antilope. Er soll wohl ein wahres Springtalent sein!", stellte Fiona ihn mir vor.
      Ich ging zu im und er blieb ganz locker. Obwohl es für ihn neu war, war er ganz gelassen und nicht hektisch oder so. Ich streichelte seinen schönen Hals und nahm Fiona den Strick aus der Hand.
      Ich brachte ihn in de Box, die ich gestern Abend schon vorbereitet hatte und füllte seinen Wassertrog auf. Er beschnupperte seine Box neugierig und suchte nach Genossen, die ihn mit freudigem Wiehern begrüßten. Heute wird er noch nicht mit ihnen auf die Koppel gehen, aber morgen oder übermorgen werden wir es versuchen...
    • AngieMaus
      Der erste Ritt
      Mittlerweile war Choovio schon eine ganze Weile auf unserem Hof, aber ich bin ihn noch nie geritten. Es kam immer irgendetwas dazwischen, ob es Krankheit meinerseits, Reparaturen am Viereck oder andere Sachen waren. Aber heute würde ich nichts dazwischen kommen lassen, das stand fest.
      Die Sonne schien sacht über unserem Hof und ich legte meine Jacke wieder zurück in den Flur. Zuerst wurden wieder die täglich anfallenden Arbeiten erledigt: Herausbringen der Pferde zu den Koppeln, Ausmisten der Boxen, Vorbereiten des Futters. Außerdem haben wir vor kurzem auch einen neuen Welpen bekommen, die ab sofort mir gehörte. Die Kleine ist eine 13 Wochen alte Labrador-Beagle-Mix-Hündin Luna, dessen Fell lackschwarz ist. Um sie an Pferde zu gewöhnen nahm ich sie jeden Tag mit zu den Koppeln und hielt sie neben mir, wenn ich ein Pferd zum Putzplatz führte. Meistens nahm ich sie bei Pferden wie Choovio mit, da er absolut ruhig und tolerant gegenüber anderen Tieren ist.
      Luna lief neben mir und wedelte wild mit dem Schwanz. Es war immer noch wahnsinnig aufregend für sie, auch wenn sie schon seit einigen Wochen bei uns ist. Am Koppelzaun band ich sie an und öffnete ihn. Sie winselte, aber ich konnte sie einfach noch nicht überall mit hinnehmen, ihre Aufregung würde einige Pferde aufscheuchen. Ich schloss das Gatter und lief ein paar Schritte. Die meisten Pferde dösten vor sich hin, einige fraßen Gras und Choovio, er trabte fröhlich in meine Richtung. Ich grinste leicht und lief ihm entgegen. Sein Trab war sehr edel und fließend, ich konnte meinen Blick einfach nicht abwenden. Er hielt neben mir und stupste leicht gegen meine Schulter.
      "Ja, ich freue mich auch dich zu sehen!", sagte ich ihm und streichelte seinen Hals.
      Sein Halfter war dunkelblau, vielleicht nicht die beste Wahl bei seiner Fellfarbe aber naja. Ich drehte mich um und lief wieder zum Gatter, Choovio folgte mir. Luna bellte vor Freude, Choovio drehte die Ohren zu ihr, ließ sich aber nicht aus der Ruhe bringen. Ich nahm den Strick, hakte ihn in Choovios Halfter ein und trat aus hinaus. Luna wollte springen, doch ich ermahnte sie und sie setzte sich hin. Choovio senkte den Kopf und schnupperte an Luna, diese wich ein wenig zurück, erwiderte es aber dann doch.
      Mit Choovio an der Linken und Luna an der rechten Hand ging ich nach vorn zum Putzplatz. Luna lief immer ein wenig vor und ich musste sie zügeln. Am Putzplatz band ich Choovio an und löste Lunas Leine. Sie lief zu Choovio und rannte ihm durch die Beine, freudig ihren Freund zu sehen. Ich nahm den Striegel und bürstete vorsichtig sein Fell. Es war nicht wirklich viel Dreck darin, aber ich putze trotzdem gründlich. Seine Mähne musste ich nicht bürsten, da diese sowieso kurz war. Sein Schweif zuckte immer hin und her, weshalb es schwer war den Schweif zu entlesen. Luna lag während der Farce neben Choovio und schloss die Augen.
      Nachdem ich mit Putzen größtenteils fertig war holte ich meinen Lammfellsattel aus der Sattelkammer und trug noch nebenbei die gebisslose Trense. Beides besaß ich schon länger, aber hatte es noch nicht benutzt. Während ich ihn sattelte stand er ganz ruhig und nur seine Ohren zuckten ab und zu mal in meine Richtung. Das Sattelzeug stand ihm wirklich gut und die Farbe passte auch gut. Ich übernahm die Trense und leinte Luna wieder an. Der Reitplatz war nicht weit, weshalb ich ganz entspannt mit beiden lief. Choovio wurde etwas unruhiger, kannte diese Trense noch nicht. Ich versuchte meine eigene Aufregung zu unterdrücken, denn es würde sich zweifellos auf Choovio übertragen. Luna band dich an einem kleinen Pfahl ein paar Meter von dem Reitplatz weg an, um nichts zu riskieren. Dann ging ich in die Mitte des Platzes und brachte ihn zum Stehen. Es kostete mich einige Mühe aufzusteigen, weil die Steigbügel ein wenig zu hoch waren und ich nicht mehr ganz so gelenkig war wie früher. Trotzdem blieb Choovio eisern stehen, wie eine Statue.
      Ich richtete mich auf und gab ihm leichten Schenkeldruck. Er verstand und setzte sich langsam in Bewegung. Sein Schritt fühlte sich schon großartig an, aber ich wusste nicht warum. Wir liefen eine Bahn im Schritt und ich ließ ihn einen Mittelzirkel laufen. Fiona kam kurz dazu und ich winkte ihr zu. Nach dem Zirkel ließ ich ihn durch die Halbe bahn wechseln und wiederholte es. Dann verlagerte ich mein Gewicht nach hinten, er drehte die Ohren zu mir und hielt bereitwillig. Dann ließ ich ihn wieder im Schritt gehen und erhöhte den Schenkeldruck und gab ihm eine Parade. Er trabte an, einen leichten fließenden Trab, den ich schon vorhin am Boden bestaunt hatte. Auch wenn wir nur einige Runden auf beiden Händen trabten war es ein tolles Gefühl für mich. Galoppieren traute ich ihm, nein, vielmehr mir noch nicht zu, deshalb beließ ich es beim Trab.
      Es war ein toller erster Ritt, aber wir mussten aufhören. Ich sattelte ihn ab und brachte ihn zurück auf die Koppel. Auch Luna hatte sich gefreut, auch wenn sie nur zusehen durfte...
    • AngieMaus
      Umzug nach Vermont
      Hope of Joy, Elysion, Midnight Surprise, Sisika, Zero Gravity, Choovio, Milkchocolate, Red Star, Golden Sunlight, Dyani

      Auf dem ganzen Hof standen Taschen, Kartons und Säcke, die voll mit unseren Habseligkeiten beladen sind. Es hatte sich in der letzten Zeit eine Menge angehäuft und das musst nun alles mit.
      Wohin? Nun wir ziehen mal wieder um in das ferne Vermont, ein US-Bundesstaat an der kanadischen Grenze. Diese Entscheidung ist relativ spontan gefallen worden, obwohl wir schon länger mit dem Gedanken gespielt haben. Irgendwie bleiben wir nie lang an einem Ort, es zieht uns immer weiter zu immer fremder werdenden Orten. Aber Vermont soll nun unsere Endgültige Heimat bleiben, falls wir es dort aushalten sollten. Fiona ist schon vor ein paar Tagen dort hingeflogen, um sich den Hof anzusehen, den wir beziehen werden. Ihr hat es so sehr gefallen, dass sie mich mit ihrer Freude angesteckt hat und wir das Anwesen vor wenigen Tagen gekauft haben. Es war nicht gerade billig, Vermonts Grundstückspreise sind enorm hoch, aber es lohnt sich auf jeden Fall.
      Trotz der Vorfreude kam ein komisches Gefühl in mir hoch, als ich die ganzen Kisten stehen sehe. Ich lief zur Kontrolle nochmal durch unser schönes Haus, was nun vollkommen leer ist bis auf ein paar Möbel, die wir nicht mehr brauchten. Es wirkte so verlassen, obwohl wir bis heute noch darin gelebt hatten. Seufzend setzte ich mich auf meinen Hocker an der Küchentheke und schlürfte meinen Kaffee. Die leere Tasse spülte ich aus und räumte sie mit Zeitungspapier umhüllt in den Karton auf dem Hof. Als die Möbelpacker kamen luden Fiona und ich alle unser Hab & Gut in den Wagen, so vorsichtig wie möglich, denn sie hatten eine lange Schiffsfahrt vor sich und sollten nicht schon vorher kaputt gehen.
      Der Hof war leer und das einzige, was an unser Leben erinnerte war das Wiehern der Pferde, die noch keine Ahnung davon hatten was auf sie zu kam. Die Pferdetransporter kamen im richtigen Moment und parkten unsere komplette Einfahrt zu. Wir machten einen Plan und liefen in den Stall um die ersten Pferde fertigzumachen und einzuladen.
      Ich nahm Elysion und Midnight an ihren Stricken und führte sie hinaus, wo die Sonne gerade schön hinter den Bäumen aufging. Die beiden waren voller Elan und würden wahrscheinlich nach Ankunft in unserem neuen Heim erst mal auf der Wiese herumtollen. Ich übergab sie schweren Herzens einem der Fahrer, der sie, nachdem ich beide nochmal gestreichelt hatte,einlud. Das ganze wiederholte sich noch gefühlte 100 Mal, denn ich musste noch Red Star & Goldi, Dyani & Choovio, Zero Gavity & Milki und letzendlich Sisika & Hope of Joy in den Wagen bekommen. Glücklicherweise ging das mehr oder weniger ohne Probleme vonstatten, außer das Zero Gravity ein wenig gebockt hat als er in das Fahrzeug musste. Auch wenn das keine schweißtreibende Arbeit gewesen war, war ich danach vollkommen außer Puste und setzte mich erst einmal auf den Boden.
      Nach einer weiteren Stunde war auch Fiona mit ihren Pferden durch und die Transporterluken wurden geschlossen. Wir standen beide Seite an Seite als die Transporter abfuhren und sich auf den Weg in das neue Leben machten.
      "Ich hoffe so sehr, dass unsere Schätze heil ankommen.", sagte ich zu Fiona als die Transporter außer Sichtweite waren.
      "Und ich erst!", antwortete sie angespannt.
      Wir holten unsere Koffer und fuhren zusammen zum Flughafen, wo wir noch 2 Stunden auf unseren Flug warten mussten. Die Zeit verging unendlich langsam und wir fanden einfach keine Ruhe. Auch im Flugzeug konnte ich während des Fluges kaum schlafen und schaute mir Filme auf Englisch an. Meine Gedanken kreisten die ganze zeit um meine Pferde und ich sorgte mich wahnsinnig. Sie würden erst einige Tage später ankommen, und das hoffentlich gesund.

      Die ersten Tage im neuen Heim waren geplagt von möbilieren und saubermachen. Wir hatten nichts anderes zu tun gehabt, da unsere Pferde erst heute ankommen würden. Aber ruhig ist es auf dem Hof trotzdem nicht, denn meine kleine Hündin Luna ist auch dabei. Sie war nach dem Flug etwas verängstig, aber als wir hier ankamen hat sie sich sofort freudig umgeschaut und ihr neuestes Kuschelbett in Beschlag genommen. Aber Vermont ist wirklich toll, besonders zu dieser Jahreszeit, dem Herbst. All die Blätter färben sich und es entsteht eine wunderschöne, bunte Landschaft. Das Wetter ist ganz angenehm, zumindest momentan. Wenn unsere Pferde da sind mache ich erst mal einen Ausritt um die Landschaft zu bewundern. Die Boxen haben wir alle schon fertig mit frischem Stroh aufgefüllt und es gibt eine große Portion Futter für jeden. Jetzt fehlen also nur noch die Pferdchen.
      Und diese kamen am späten Nachmittag an, gerade als wir unseren Kuchen verspeisen wollten. Fiona und ich sind sofort aufgesprungen und haben alles stehen gelassen. Aus den Transportern drang Wiehern und Gestampfe und mein Herz war erfreut und ängstlich zugleich.
      Wie wir beim Ausladen feststellten ist die Fahrt ohne Probleme verlaufen und alle Pferde sind wohlauf. Die meisten sind müde, andere total aufgedreht. Diese haben wir auf die Weide gebracht, wo sie neugierig alles erkundeten und später ebenfalls in die Box gebracht wurden. Überglücklich ging ich zu jedem einzelnen meiner Pferde und streichelte sie ausgiebig.
      Nun beginnt unser neues Leben in Vermont!
    • Eddi
      Verschoben am 05.04.2016
      Grund:
      6 Monate lang keine Pflege.
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  • Kategorie:
    Himmel - ungepflegte Pferde
    Hochgeladen von:
    AngieMaus
    Datum:
    24 Juni 2015
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    Kommentare:
    4
  • Choovio
    (Antilope)

    Abstammung
    Von: -
    Aus der: -

    Grunddaten
    Rasse: Trakehner
    Alter: 01.01.2009
    Geschlecht: Hengst
    Farbe: Red Chestnut Tobiano
    Stockmaß: 1,69m
    Gesundheit: 100% (Sehr Gut)
    Hufe: 100% (Sehr Gut)

    Charakter
    Choovio, ein sehr außergewöhnlicher Hengst, überzeugt nicht nur durch sein äußeres Erscheinungsbild, sondern auch durch seine liebenswerte Art. Er ist ein echtes Verlasspferd, dem man vertrauen kann und der in jeder Situation gelassen bleibt. Unter dem Sattel zeigt er sich ebenso gehorsam und macht alles mit, ein echter Allrounder eben. Besonderen Spaß hat Choovio allerdings am Springen über kleinere Hindernisse oder auch im Gelände über Baumstämme o.Ä. Auch wenn er beim Reiten sehr flott unterwegs ist, bleibt er immer händelbar, weshalb er auch für Anfänger geeignet wäre.

    Besitzerdaten
    Besitzer: AngieMaus
    Ersteller: by RoBabeRo
    Vorkaufsrecht (VKR): RoBabeRo
    Reitbeteiligung: -

    Qualifikationen
    Dressur Klasse: E
    Spring Klasse: E
    Western Klasse: E
    Galopprennen Klasse: E
    Militairy Klasse: E
    Distanz Klasse: E