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Pepe

Chestnut's Bailey

Punkte: 7 [Stand 14.11.15]

Chestnut's Bailey
Pepe, 13 Sep. 2015
Veija gefällt das.
    • Pepe
      Überraschung
      13.09.2015

      Ben hatte das letzte Geld zusammen gekratzt und seit einigen Stunden gab es ein neues Pony auf dem Hof. Ich hatte die Anzeige vor zwei Wochen in einer Zeitschrift entdeckt und war von Anfang an fasziniert. Ein deutsches Reitpony im Sonderlack Roan Bay sieht man schließlich nicht alle Tage. Drei Tage später fuhren wir uns den Hengst ansehen, ich durfte ihn sogar einige Runden Probereiten. Chestnut's Bailey hieß der Kleine und ich war verliebt. Schon lange suchte ich noch einem neuen jungen Pferd, Bailey war mit seinen vier Jahren ideal, er schien mir auch sehr klar im Kopf. Still fuhren wir wieder zurück auf den Hof und ich musste hinnehmen, dass der Kleine wohl ein anderes zuhause finden würde.
      Einen Tag nach meinem Geburtstag zog er ein. Verrückt, aber eines Morgens kam ein Hänger auf den Hof gefahren und ich musste im Haus bleiben. Ben hatte heimlich die große, letzte Paddockbox hergerichtet, die Baileys neues Heim werden würde. Mit verbundenen Augen führte er mich wenig später in den Stall, drückte mir eine Karotte in die Hand und wir blieben irgendwann stehen. Ich spürte eine weiche, warme Pferdenase, die kraftvoll in die Karotte biss. „Ben!“, rief ich und riss mir die Binde vom Kopf. Fassungslos starrte ich in die dunklen Augen des Hengstes und fiel dem tollsten Mann der Welt um den Hals. Ich wusste, er hatte große Erwartungen in ihn und ich würde ihn nicht enttäuschen.

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      Snoopy gefällt das.
    • Sevannie
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      Nachdem ich heute Mittag bei Occulta auf dem Hof gewesen war, kam ich heute zu einer anderen Ecke in England, nämlich zu Lea. Eine gute Freundin, welche nun ein neues Pferd hatte. Chestnut's Bailey - dieser junge und sportliche Hengst sollte rasch durchgecheckt, geimpft und entwurmt werden. Da sagte ich natürlich nicht nein! Als ich auf ihrem Hof ankam wartete sie schon ungeduldig auf mich und ihr Hengst neben ihr. Der war ja traumhaft schick! Schmunzelnd stieg ich aus, lief an den Kofferraum und holte mir rasch noch meine Tasche, ehe ich zu den beiden lief. ,,Guten Abend.'',lächelte ich und begrüßte beide, bevor mich Lea schmunzelnd ansah. ,,Er ist so schick!'',meinte ich und sie nickte stolz. ,,Ja ich find ihn auch so klasse.'',meinte sie leise und war anscheinend immer noch hin und weg. Ich lächelte und machte Bekannschaft mit dem Kleinen. Ich ließ mich abschnuppern und sah mir dabei schon mal seine Augen an, beide waren in Ordnung. Keine Tränen und nichts trübes. Somit ging es zum Maul über ich schaute kurz hinein, das Zahnfleisch sah gut aus und an den Zähnen fiel mir so im Groben nun auch nicht auf. Also ging es zum Abtasten über. Brav hob der kleine Mann die Beine als ich diese abtastete aber sonst gab es keine auffällige Reaktion. Also doch gesund. Sanft lobte ich ihn und nahm mir mein Stethoskop zur Hand. Ich hörte ihn ab. Sein Puls lag bei 42 Schlägen pro Minute und seine Atemfrequenz bei 14 Atemzügen pro Minute, also auch hier war er im Durchschnittsbereich und von Lunge und Herzem her kitschgeusnd. Als letztes zum Durchchecken nahm ich mir das Thermometer in die Hand, ich desinfizierte es nochmal gründlich auch wenn ich es nach jeder benutztung tat, lieber zweimal zuviel als einmal zu wenig! Vorsichtig lief ich an die Kruppe, streichelte über diese, ehe ich den Schweifansatz anhob und begann zu Messen. Kurz hob er warnend einen Hinterhuf, jedoch an der anderen Seite, nicht auf der Meinen und als das schlimmste vorbei war ließ er ihn auch wieder runter. Nach einigen Sekunden ertönte dann auch schon das Piepsen von dem Thermometer. 38,1°C, ebenfalls im Durchschnitt. Somit kernsgesund. Ich verkündete die erfreuliche Nachricht an Lea, ehe ich dann den Impf- Cocktail zusammen mixte. Alle Impfungen waren enthalten von Tetanus, über Tollwut bis hin zu Influenza. Alles wichtige Stoffe die ein Pferdeimmunsystem brauchte, wenn man schlimmeres vermeides wollte! Ich desinfizierte die Einstichstelle und injizierte die Spritze, Lea hielt währenddessen den Kopf des jungen Hengstes fest, damit er ihn nicht allzusehr bewegte. Immerhin wurde das ganze ja in den Hals injiziert. Nachdem die Lösung dann komplett im Organismus von dem Pferd war, zog ich die Spritze heraus und drückte einige Zeit einen Tupfer auf die Stelle. Nach mehreren Sekunden schmiss ich den Tupfer, die Einwegspritze und das Desinfektionszeug weg. Alles Einwegsachen. Ich lobte Bailey kurz, ehe ich die Wurmkurpaste heraus holte. Erneut hielt Lea den Kopf weit oben und ich drückte ihm die Paste in das Maul. Nur widerwillig schluckte er diese, doch mit etwas Müsli bekam er auch das Zeug besser runter. Er bekam noch ein Schluck Wasser dazu und dann war es von meiner Seite auch aus gut. ,,So dein Hengst ist gesund, geimpft und entwurmt. Bitte schone ihn den nächsten Tage noch vor Belastung. In spätestens drei Tagen kannst du auch wieder anfangen mit ihm zu trainieren.'',erklärte ich lächelnd und lobte ihn erneut. ,,Bis demnächst!'',meinte ich lächelnd und verabschiedete mich somit. Ich packte meine Sachen zusammen und fuhr auch schon wieder los.

      [ 3567 Zeichen by Sevannie / Tierklinik Briar Cliff ]
    • Pepe
      Pflege - 06.01.2016
      Auf in's neue Jahr!

      "Guten Morgen!", rief Ben fröhlich aus der Küche. Ich brummelte zurück; wie konnte ein Mensch so früh morgens schon so fit sein? Bevor ich drüber nachdenken konnte, drückte er mir eine warme Tasse Kaffee in die Hand und gab mir einen Kuss. "Ich muss los.", flüsterte er und drehte sich um in Richtung Tür. Ben hatte seit einigen Wochen eine neue Arbeit in der Stadt und musste früh los, die Stallarbeit blieb komplett an mir alleine hängen. Ich nahm einen großen Schluck warmen Kaffees, stellte die Tasse auf den Tisch und griff nach meiner Jacke. Frühstück würde ich verschieben.
      Draußen war es kalt, aber geschneit hatte es bisher noch nicht. Im Stall wurde ich bereits erwartet und jeder meiner Fellnasen bekam sein Frühstück. Ich setzte mich in die Mitte des Stalls auf einen dort abgestellten Heuballen, schloss die Augen und genoss das friedliche Kauen der Tiere.
      Chestnut war natürlich als erstes fertig, steckte seinen kleinen Kopf über die Tür und krümelte die Stallgasse voll. Ich ging zu ihm und kraulte ihn am Ohr. „Lust was zu machen, Kleiner?“, raunte ich ihm zu und griff zum Halfter. Der Hengst trug eine leichte Stalldecke, so wie die meisten am Stall, war sehr praktisch kaum putzen zu müssen. Ich bürstete kurz mit der Kardätsche über, trenste ihn auf und wir gingen hinaus auf den Hof. Ich schwang mich ohne Sattel auf das Reitpony und wir verließen den Hof. Es war noch etwas neblig auf den Felder, wir beschränkten uns auf einen gemütlichen Schrittausritt. Bevor wir am Hof wieder eintrafen kam die Sonne heraus und tauchte die Welt in wundervolles Zauberlicht. Zurück auf dem Hof trenste ich Chestnut ab und brachte ihn so wie alle anderen auf den Paddock. Der Ausritt hatte mich hungrig gemacht und ich beschloss, erst gemütlich zu frühstücken, bevor es weiter ging.
      Nach dem Frühstück gab es heute Freilaufen in der Gruppe. Ich holte Yorick Halsnaes, Kvest Halsnaes und Soul Dance vom Paddock, putzte beide kurz über und brachte beide auf den Winterauslauf, den ich zum Toben mitbenutzte. Ein kurzer Blick in die Halle - sie war ebenfalls frei. Dort durften sich Annakiya, My Lovely Horror Kid und Laheeb al Amara austoben. Ich schaute den Stuten einige Minuten zu, wie sie ausgelassen durch die Halle rannten und miteinander spielten. Es war schön mit anzusehen, dass alle meine Pferde sich prima verstanden. In der Zeit in denen sich die beiden Gruppen austobten, mistete ich die Boxen und die Paddocks. Anschließend kamen alle 6 wieder zurück auf ihre Paddocks, Annakiya, Horror Kid und Laheeb bekamen ihre Decken auf, für das wenige Fell war es doch zu kalt.
      Auch die Hengste sollten heute nicht zu kurz kommen. Fajir el Assuad und Oaklands Cloudbreaker konnte ich gefahrenlos zusammen in der Halle laufen lassen, die beiden verstanden sich prima und rauften sich immer freundschaftlich, ohne aggressiv zu werden. Oak liebte es auch, den Vollblüter in sich rauszulassen, da war Fajir der ideale Spielgefährte.
      Osita hatte heute ihren freien Tag, ich putzte sie ausgiebig. Vor ein paar Tagen hatte sie eine leicht warme Sehne gehabt, sie lahmte aber nicht. Vermutlich hatte sie sich nur vertreten, aber ich wollte sicher gehen und sie keiner großen Belastung aussetzen.
      Cylon Blue war der letzte, der heute an die Reihe kam. Der Trakehnerhengst war seit einigen Tagen etwas ungeduldig, die Kälte ließ ihn immer etwas aktiver werden. Ich zog ihm die Stalldecke ab, putzte ihn und ging mit ihm in die Halle. Dort longierte ich ihn eine halbe Stunde, in einem flotten Mix aus Trab und Galopp, nachdem ich ihn im Schritt aufgewärmt hatte. Cylon buckelte im ersten Galopp ein paar Mal, das ließ ich ihm aber durchgehen, weil ich wusste, dass er es brauchte. Danach lief er flüssig und entspannt und ließ sich auch leicht biegen. Nachdem ich die Arbeit mit ihm beendet hatte, kam er mit Decke zurück auf seinen Paddock.

      Nachmittags traf ich mich mit einer Freundin, als Ben von der Arbeit nach Hause kam, half er mir bei der Abendfütterung und steckte einigen Pferden, mal wieder heimlich, eine Möhre zu.
      Ich war glücklich so wie unsere Situation momentan war und freute mich auf das neue Jahr.
    • Bracelet
      Hufschmiedbesuch - 10.01.2016

      Es war ein kühler Wintertag, als mich meine Tätigkeit als Hufschmied auch noch ins kalte, regnerische England führte. Ganz so regnerisch war es auf dem Gestüt Willmore Stud dann aber doch nicht. Also - Nicht wirklich. Genau genommen befand sich der Regen auch einfach nur in einem anderen Aggregatzustand. Es schneite, und zwar nicht wenig.
      So bahnte ich mir dann mit meinem Hufschmiedköfferchen und meinem fahrbaren Ofen durch dasSchneegestöber meinen Weg zum Privatstall. Dort stand nämlich, wie Lea es mir erzählt hatte, Chestnut's Bailey, meinem heutigen vierbeinigen Patienten.
      Der wunderschöne Roanhengst stand in Mitten der Stallgasse. Neben ihm Lea, seine Besitzerin. Sie begrüßte mich herzlich und erzählte mir anschließend einige Dinge über ihren Hengst, den sie liebevoll Bailey nannte.
      Er sollte heute eine Hufkontrolle erhalten und einen guten Aluminiumbeschlag bekommen. Ein Problem schien das Ganze nicht zu werden, da der Hengst an diesem Tag ziemlich ausgeglichen wirkte.
      Ich ließ den Hübschen zuerst etwas an mir schnuffeln, sich an mich gewöhnen. Er wirkte sehr aufgeschlossen: Spitzte neugierig seine Öhrchen und suchte mich, nachdem er mich etwas beäugt hatte meine Jacke nach potenziellen Leckerlitaschen ab. Und er wurde fündig. Um mich etwas einzuschleimen bekam er dann zwei Stück davon. ,,Aber den Rest gibt es erst nach unserem Prozedere.''
      Mit diesen Worten beugte ich mich zu seinen Beinen hinunter und bat ihn um sein Bein, welches er gehorsam gab. Dabei kontrollierte ich die Hufhärte, den Hufwinkel, Sohle, Trageflächen und den Strahl sehr ausgiebig. Ich kam zu dem Entschluss, dass Baileys Hufe in gutem Zustand waren. Dennoch wollte ich ihn etwas ausschneiden. Dazu nahm ich mein Hufrinnenmesser und machte vorsichtig einen kleinen Probeschnitt in die weiße Substanz seines Hufes um zu testen wie viel Horn ich wegnehmen konnte. Es war nicht viel. Dennoch sollte man dies nicht unterschätzen- immerhin können Pferde, bei Vernachlässigung dessen, anfangen schief zu gehen, da das Horn zu wuchern beginnen kann. Ebenso erschwere es die Kontrolle der Hufe auf Steinchen und Dreck, sowie das Hufeauskratzen. Ich schnitt Bailey also aus, formte dabei auch den Strahl.
      Anschließend bereitete ich die Trageflächen des Barhufers auf den neuen Aluminiumbeschlag vor. Dazu wurden diese 100%ig mit der Feile begradigt. Am Ende war also keine Unebenheit mehr zu finden und ich konnte verschiedene Eisengrößen an Bailey austesten. Er stand dabei brav da und ließ sich von Lea kraulen.
      Ich fand die Größe sehr rasch und gab die Eisen in meinen Ofen, welcher sie erwärmte. Anschließend wurden sie auf die Hufe aufgebrannt. Der Roan erschrak dabei beim ersten Versuch, wurde dann aber ruhiger und ließ das Ganze über ihn ergehen. Danach ging alles ganz schnell und ehe ´wir uns versahen hatte ich die Eisen schon auf seine Huf aufgenagelt.
      Zu guter Letzt musste Lea laufen. Sie sollte nämlich Bailey zum traben bringen, damit wir sahen, ob die Eisen gut saßen, was sich bestätigte. ,,Suuper.'',sagte ich zufrieden und gab dem wirklich braven Pony noch ein paar Belohnungsleckerli. Dann verließ ich die Beiden auch schon wieder.​
    • Gwen
      Pflege - 22.04.2016
      Einen Versuch ist es wert

      Schon länger war ich auf der Suche nach einer passenden Reitbeteiligung, doch inzwischen verzweifelte ich schlichtweg. Da meine Eltern nicht sonderlich viel von meinem Hobby hielten, musste ich alles selbst auf die Beine stellen und so auch finanzieren. Aus diesem Grund war es mir schlichtweg nicht möglich, um die 40 Pfund im Monat auszugeben. Aber kaum jemand interessierte sich für eine Sechszehnjährige, welche sich möglichst nur mit Stallhilfe beteiligen konnte.
      Eigentlich wollte ich meine Suche schon aufgeben und weiterhin einmal in der Woche meine mehr schlechte als rechte Gruppenstunden für immerhin nur 5 Pfund nehmen, bis ich dank einer schulischen Exkursion auf einen neuen Hof traf. Wir fuhren zwar nur mit dem Bus vorbei, aber man konnte es ja zumindest versuchen und so kehrte ich am folgenden Tag mit dem Rad zurück.
      Weit war der Weg nicht gewesen, ich hatte knappe zehn Minuten gebraucht, dementsprechend keimte schon wieder Hoffnung in mir auf, welche ich jedoch erstickte. Wahrscheinlich würde ich auch hier wieder streng abgewiesen werden, weil ich nicht gebraucht wurde. Doch der Hof sah zu verlockend aus.
      Den Toreingang zierte ein modernes Schild mit der Aufschrift „Privatstall Willmore Stud“ und schon sanken meine Hoffnungen. Privatstall klang auf keinen Fall nach den typischen 0815-Höfen die Reitbeteiligungen vergaben, dennoch fuhr ich weiter. Die Weiden waren riesig und gepflegt, ebenso wie die Pferde, die sichtlich zufrieden die Frühlingssonne und das Gras genossen.
      Der Stall war genauso groß und gepflegt, aber es wirkte sehr leer. Während ich mich umschaute, sah ich, dass dieser Hof nur ein Teilstück von einem viel größeren Hof war und plötzlich war mir mehr als unwohl. Ich wollte auch schon umdrehen und gefühlt fliehen, als ein großer, junger Mann aus dem Stall trat und mich herzlich begrüßte.
      „Hey! Ich bin Ben, kann ich dir helfen?“, kam er mir entgegen und streckte seine Hand aus. Zögernd nahm ich die Begrüßung entgegen. „Äh, vielleicht…“, stotterte ich mir etwas unbeholfen zusammen. „Ich heiße Evelyn Blake, bin 16 Jahre alt und schon lange auf der Suche nach einer Reitbeteiligung“, sprudelte es dann aus mir heraus. Zu meiner Enttäuschung bekam ich als Antwort nur ein Stirnrunzeln. „Warte mal hier“, meinte Ben knapp und verschwand in den Stall. Kurz überlegte ich, einfach abzuhauen, aber das wäre wohl genauso doof gewesen.
      Ein paar Minuten später kam er mit einer Frau an seiner Seite zurück. „Hallo Evelyn, ich bin Pepe! Ben hat mir von deinem Wunsch erzählt und ich muss sagen, bei der Anzahl an Pferden wäre eine helfende Hand sicherlich nett, je nachdem wie souverän du dich anstellst.“
      Innerlich machte mein Herz Freudensprünge bis mir der finanzielle Aspekt wieder einfiel. Doch als ich das ansprach, winkte die Hofbesitzerin nur ab. „Da ist mir die aktive Hilfe im Stall lieber und wenn du es richtig anstellst, bist du sogar bei der Ausbildung eine gute Hilfe“, meinte sie lächelnd und lud mich zu einem kleinen Rundgang über den Hof ein.
      Ich war fasziniert von der Anlage, immerhin gab es hier einen ordentlich befestigten Reitplatz und sogar eine Halle. Das war nichts im Vergleich zu dem matschigen Viereck, was es im alten Reitstall gegeben hatte. Und auch die Pferde wiesen eine andere Qualität auf als die Schulpferde, die einen oftmals mit angelegten Ohren begrüßt hatten.
      „Für jemand bestimmten würde ich mir ja gerne jemanden wünschen, denn sie kommt momentan einfach immer zu kurz. Das wäre Annakiya, unsere dreijährige Pintabianstute, aber eben leider noch nicht angeritten“, erklärte Pepe und blieb an einer Weide stehen. Eine schlanke, große Scheckstute drehte uns den Kopf zu und kam dann ruhigen Schrittes zum Zaun, um uns zu begrüßen.
      Ich muss ja ehrlich sein, ich war von Anfang an hin und weg. Die Stute war nicht nur äußerlich wunderschön, sondern strahlte auch eine sensible Ruhe und Aura aus, welche mir von Beginn an mehr als gut gefiel. „Darf ich gleich ja sagen?“, fragte ich schüchtern und Pepe grinste mich nur an. „Natürlich!“ und damit hatte ich zum ersten Mal in meinem Leben eine Reitbeteiligung. Gut, vorerst eine Pflegebeteiligung, aber irgendwann, in einem Jahr, würde das Ganze sicherlich anders aussehen. Auf dem Weg zurück zum Stall klärten wir die Formalien, ich sollte aber sowieso noch einmal vorbei kommen wegen eines Vertrages, damit ich auch versicherungstechnisch abgesichert war. Auf dem Weg kam uns der junge Mann von vorhin mit einem Pony an der Hand entgegen. Sofort war ich neugierig, denn der Hengst sah so traumhaft schön aus, dass er einfach irgendeine bekannte Abstammung haben musste.
      Tatsächlich setzten die Hofbesitzer große Hoffnungen in den fünfjährigen Kerl und auch wenn es unlogisch war, fragte ich einfach: „Er wäre nicht auch zufällig zu haben?“. Diesmal runzelte Pepe die Stirn und erklärte, dass sie an sich nichts dagegen habe, aber mich das nächste Mal erst einmal besser kennenlernen wolle und dann könnte man schauen, was man mit Chestnut’s Bailey noch machen würde.
      Ich dankte ihr herzlich für alles und war ehrlich überglücklich. Ein wenig verwirrt lächelte sie mich an, aber wenn man Besitzer von solchen tollen Pferden war, war es vermutlich auch eher seltsam, wenn jemand sich so darüber freute. Dennoch tat ich es und konnte mich guten Gewissens auf den Heimweg machen. Ein halbes Jahr Suche hatte sich gelohnt. Das erste was ich machte war direkt meine Reitstunde für diese Woche abzusagen, denn die würde ich jetzt nicht mehr brauchen, das Geld sparte ich lieber für neue Reitsachen, denn da würde ich auch dringend wieder etwas Neues brauchen. Leider hatte ich mir nicht das günstigste Hobby herausgesucht, aber jetzt hatte ich einen Grund für den es sich mehr als lohnte.
    • Pepe
      Besuch von Canyon

      Zwei Tage vor Sommerbeginn! Ich seufzte tief, als ich daran denken musste. So schnell verging die Zeit!
      Da man leider mit einem eigenen Gestüt keine Ferien hatte, hatte ich mir etwas frei genommen und die tägliche Arbeit bei meinen Freunden und Gehilfen abgeladen, welche sich um alles kümmern würden, solange ich etwas in England verweilte.
      Ja genau, England. Ich hatte mich dafür entschieden, einen kleinen Abstecher zu einer Bekannten zu machen, welche etwas Hilfe auf ihrem Gestüt benötigte.Ich würde nicht lange bleiben, immerhin warteten zu Hause genug Arbeit auf mich, aber ein bisschen konnte ich meine Unterstützung ja anbieten.Ich fand auch einen verhältnismäßig billigen Flug, welcher mich in kurzer Zeit aus meinem geliebten Süden in den verregneten Norden brachte.Ich hatte nicht viel mitgenommen, immerhin würde ich gleich morgen früh den nächsten Flieger zurück nehmen.
      England, ich roch es schon, als ich aus dem Flieger stieg. Es hatte etwas ganz besonderes an sich und jetzt war die Stimmung hier noch wärmer.Das einzige, was mich störte, war, dass es unentwegt regnete! Vielleicht hatte ich mich bei meinem Ausflug für den Norden entschieden, weil ich gehofft hatte, dass ich dieses Jahr schon die erste Hitze erleben würde. Aber so wie es jetzt aussah, hatte ich mir dafür das falsche Land ausgesucht.
      Ein schwarzes Taxi mit einem ebenso trist dreinschauenden älterem Fahrer brachte mich vom Flughafen zu dem Gestüt, zu dem ich wollte.
      Ich wollte es schon immer mal besuchen und nun hatte ich die Chance ergriffen und es endlich mal getan.
      Als ich auf dem Gestütsgelände aus dem kleinen Wagen stieg, wurde ich sofort herzlich von Lea begrüßt, einer weit entfernten Bekannten.Sie schien sich wirklich darüber zu freuen, dass ich mir Zeit für sie und ihre Pferde nahm und zeigte mir sogleich mein kleines Gästezimmer, wo ich die heutige Nacht verbringen würde.
      „Möchtest du dich erst noch ein bisschen ausruhen, oder soll ich dir die Pferde zeigen?“, fragte sie mich, sobald ich meinen Rucksack auf mein Bett geworfen und meine Regenjacke heraus gekramt hatte. Warum die auch ganz unten drin war, vielleicht hatte ich gehofft, damit den Regen zu vertreiben?
      Meine Antwort darauf war eindeutig. „Pferde!“
      Immerhin war ich ja nicht hier um zu schlafen, sondern um die vielen tollen Pferde kennenzulernen, von denen ich schon so viel gehört hatte.Lea nahm mich also mit in den Stall, wo mich sofort der Duft von frischem Stroh und Heu umschwebte und ich mich gleich wie zu Hause fühlte.
      Das erste Pferde was mir gezeigt wurde, war Oaklands Cloudbreaker, welcher mir wohl bekannt war.
      Den Namen des Zuchthengstes hatte ich schon auf vielen Tafeln gesehen und es überraschte mich nicht, dass er noch viel schöner und stattlicher war, als ich gedacht hatte. Ich streichelte dem hübschen Araber das Gesicht, was ihm sichtlich zu gefallen schien.Lea stellte mir natürlich auch noch im Schnelldurchgang die anderen Zucht- und dann Privatpferde vor, wobei jeder schöner war als der andere.
      „Hilfst du mir, sie mit auf ihre Weiden zu bringen?“, fragte mich Lea, als wir die Vorstellungsrunde beendet hatten.
      Ich nickte freudig. „Klar! Deswegen bin ich ja hier!“
      „Ok, dann fangen wir am besten mit den Hengsten an, die warten schon ungeduldig.“
      Ich hatte sechs Hengste gezählt und diese brachten wir nun nach draußen. Wir fingen natürlich mit Oaklands Cloudbreaker an, dann kamen Cylon Blue, in welchen ich mich sofort wegen seiner besonderen Farbe verliebte, Kvest Halsnaes, Chestnut's Bailey, Yorick Halsnaes und zum Schluss Fajir El Assuad.
      Jeder von ihnen hatte etwas ganz besonderes an sich und es machte mir sichtlich Spaß, sie alle endlich mit all ihren Macken kennenzulernen. Die Hengste erfreuten sich, trotz des Dauerregens, an ihrer Freiheit und es war ein Genuss dabei zuzusehen, wie sie über die schlammige Erde galoppierten.
      Die Stuten, welche alle viel geduldiger gewartet hatten, mussten natürlich auch noch aus ihren Boxen auf die Weiden.
      Wir fingen hier mit Annakiya an, Oaks Tochter, welche ich zur Koppel bringen durfte. Dann folgten die restlichen Stuten: Osita, Laheeb al Amara, Soul Dance und My Lovely Horror Kid. Lea schien erstaunt, wie schnell wir alle auf ihren Weiden hatten und ich freute mich, hier aushelfen zu können.
      Als nächstes stand, wie wohl jeden Tag, das ausmisten auf dem Plan. Lea zeigte mir schnell die wichtigsten Dinge und die nächste Zeit verbrachten wir damit, in den geräumigen Boxen zu stehen und die Hinterlassenschaften der nach draußen zu befördern.
      Stetig prasselte der Regen immer noch auf das Dach und gab der Arbeit einen kaum merklichen Rhythmus. Als alle Boxen sauber waren, lud mich Lea ein, einen Tee mit ihnen zu trinken und natürlich stimmte ich freudig zu. Obwohl es nicht allzu kalt war, konnte ich eine Erwärmung echt gebrauchen. Die Pause tat echt gut und nachdem wir uns ordentlich erwärmt hatten, ging ich wieder mit Lea nach draußen.
      „Was steht nun an?“, fragte ich sie interessiert.
      „Ich hatte vor, etwas mit Cylon Blue in die Halle zu gehen. Vielleicht möchtest du uns ja dabei zu schauen?“
      „Gerne! Das klingt gut.“
      Zusammen holten wir den Hengst wieder von der Koppel, putzten und sattelten ihn anschließend. Dann führte Lea ihn in die Halle und ich ließ mich, eingehüllt in eine wollige Decke, am Rand nieder und schaute zu, wie die Frau mit viel Gefühl den Hengst durch die Gangarten führte. Es sah fantastisch aus uns fast hatte ich die Kälte schon aus meinen Gliedern verdrängt, als sie nach etwa einer Stunde Arbeit von dem Rücken des Hengstes abstieg.
      Schwerfällig stand ich von meinem Platz auf und folgte ihr in den Stall, wo wir zusammen den Hengst absattelten und überputzten, bevor wir ihn wieder in seine Box stellten. Mittlerweile war es später Nachmittag und somit auch schon dämmrig draußen, als wir auch die anderen Pferde wieder von ihren Weiden einsammelten und zurück in ihre Boxen brachten. Zusammen mit Lea bereitete ich für sie das Futter zu und verteilte es dann unter den wartenden Pferden. Die ursprüngliche Farbe vieler der Pferde war unter der dicken Schlammschicht kaum noch zu erkennen, was mir einige Mühe bereitete, allen das richtige Futter zu geben. Bei Oak war es nicht schwer. Der hübsche Hengst sah fast noch perfekt sauber aus, wo ich mich fragte, wie so etwas ging, da draußen das Wetter nicht gerade dazu einlud, sauber zu bleiben.
      Nachdem alle Pferde versorgt waren, verzogen wir uns wieder nach drinnen, wo wir den Abend gemütlich zusammen vor dem Fernseher verbrachten und lustige Geschichten austauschten. Ich kam erst recht spät in Bett, was nicht gerade gut war, in Anbetracht dessen, dass mein Flug schon in früher Frühe zurück nach Hause ging.
      Mein Wecker schmiss mich noch lange vor dem hell werden aus meinem gemütlichen Gästebett und wohl oder übel musste ich wohl aufstehen und mich anziehen, bevor ich mir ein Taxi rief, welches mich zurück zum Bahnhof bringen würde. Ich verabschiedete mich von Lea und bedankte mich herzlich dafür, dass sie mich aufgenommen und liebevoll umsorgt hatte. Dann stieg ich, mit meinem Rucksack beladen, in ein weiteres schwarzes Taxi und fuhr Richtung Flughafen.
      (c) Canyon​
    • Pepe
      Alltag

      "Guten Morgen zusammen!", pfiff ich in die Stallgasse. Einige Pferde hörte auf am Stroh zu knabbern und blickten mir über der Tür entgegen. Ich streichelte einige Nasen und ging sofort in die Futterkammer, bevor die Meute noch laut wurde. Jedes Pferd hatte seinen Eimer, in dem ich am Abend das Morgenfutter vorbereitet hatte. In Windeseile kippte ich jedem Pferd seinen Eimer in die Futterkrippe und trank meinen Kaffee zu Ende, während ich im Stall stand und den Kaugeräuschen lauschte.
      Ich ging zurück ins Haus und erledigte einige Hausarbeiten die anfielen. Nach einer Stunde zog es mich wieder zurück in den Stall. Es hatte angefangen zu schneien! 'Vielleicht sollte ich langsam mal weihnachtlich dekorieren', überlegte ich. Seitdem ich mich von Ben getrennt hatte, war alles sehr trostlos. Ich beschloss den Jungs eine kleine Freunde zu machen und führte nacheinander Yorick Halsnaes, Kvest Halsnaes, Cylon Blue, Dreaming of Revenge, Chestnut's Bailey und Oaklands Cloudbreaker auf den großen Springplatz. Ich hatte so großes Glück, dass sich meine Jungs zusammen so gut verstanden, selten kam es schwere Zankereien. Etwa zehn Minuten schaute ich der Gruppe beim Toben durch den immer stärker einsetzenden Schneefall, es war so schön anzusehen! Zurück im Stall mistete ich die Boxen, das wärmte auf und stimmte mich in so gute Stimmung, dass ich anfing Melodien zu summen. Anschließend kamen alle in ihren Gruppen auf den Paddock, es schneite immer noch und der Hof war bereits weiß.
      Eigentlich wollte ich heute reiten, doch angesichts des Wetters beschloss ich, meine Mädels ebenfalls nur laufen zu lassen. Und so kamen Soul Dance, My sweet little Secret, Motte, Laheeb al Amara, Annakiya und Osita auch auf den Platz und tobten wild durcheinander auf dem verschneiten Sand. Die Pferde machten auch hier keinen Unterschied zwischen klein oder groß, ich hatte einfach tolle Pferde. Leider musste ich mich wegen zeitlicher Gründe bald von einigen Trennen, eine zweite Hand fehlte dringend am Hof und ich kann alleine einiger Ziele nicht mehr umsetzen. Ich mistete die Boxen der Stuten und brachte sie dann auch raus auf die Weiden. Nachdem ich das Futter für den Abend gerichtet hatte, ging es zurück an den warmen Kamin; die Zukunft musste geplant werden.​
    • Pepe
      Ab in den Urlaub!

      "Morgen gehts los!", rief ich freudig ins Telefon. Meine Freundin erzählte mir nun schon zum dritten Mal, wie neidisch sie auf meine Tour ist. Ich legte auf und machte mich bis Juli das letzte Mal auf den Weg in den Stall.

      In der Futterkammer kontrollierte ich die Futterlisten für meine Abwesenheit und mischte das Abendfutter. Wie sehr ich meine Tiere doch trotzdem vermissen werde!
      Da ich daheim noch mit Packen beschäftigt war, wollte ich alle in Gruppen laufen lassen. Ich begann mit der Stutengruppe. Von der Koppel holte ich Osita, Soul Dance, Annakiya und My sweet little Secret. In der Halle konnten sich alle austoben, Osita und Soul Dance tobten wie immer wild umher. Ich schaute gerne zu, ließ die Gruppe jedoch alleine in der Halle und machte ihre Boxen fertig. Danach durfte alle in den Stall zurück.
      Als nächstes kamen die beiden Fohlen Motte und Dreaming of Revenge an die Reihe. Die zwei Jungspunde verstanden sich gut und teilten sich auch einen Paddock zusammen. Die beiden ließ ich jedoch nicht alleine in der Halle sondern spielte etwas mit. Danach schauten sie mir aufmerksam zu, wie ich ihr Zuhause wieder schön sauber machte.
      Danach kam die erste Hengstgruppe an die Reihe. Chestnut's Bayile, Oaklands Cloudbreaker, Yorick Halsnaes und Kvets Halsnaes. Die vier Männer konnte man alleine lassen und so durften sie sich austoben und ich konnte mit der Stallarbeit weiter machen.
      Zum Schluss war die zweite Hengstgruppe an der Reihe. Meine Urlaubsvertretung hatte bereits die restlichen Pferde reingeholt und so holte ich Cylon Blue, Ezio Auditore da Firenze und I'm an Albatraoz dran. Nachdem auch deren Boxen gesäubert waren und alle wieder im Stall standen; verteilte ich unter grummelnden Pferden das Abendheu sowie individuelles Zusatzfutter. Ich ließ mir viel Zeit und steckte jedem Pferd noch einen Apfel oder eine Karotte zu und knuddelte jedes Einzelne.
      Bis bald!​
    • Pepe
      Kurzer Besuch

      Die Zeit rennt. Die Jahre gehen vorbei - es ist einfach verrückt. Ich wurde älter und mein Leben veränderte sich einfach. Genauso veränderten sich auch meine Pferde. Ich hatte heute mal wieder kaum Zeit, also entschied ich mich, alle laufen zu lassen.
      Zuerst begann ich mit der Jungsgruppe. Kvest Halsnaes, I'm an Albatraoz, Cylon Blue, Ezio Auditore da Firenze, Oaklands Cloudbreaker, Chestnut's Bailey und Yorick Halsnaes. Ich schaute allen einige Minuten beim Toben zu, ehe ich mich um den Stall und ums Misten kümmerte.
      Die Mädelsgruppe bestand nur noch aus Osita, Motte und tc Annakiya. Auch die drei ließ ich eine Stunde lang frei in die Halle und kümmerte mich um Box und Paddock.
      Nachdem alle Pferde wieder in ihren Boxen standen und frisches Heu malmten richtete ich noch das Abendfutter, eine Freundin würde die Abendfütterung heute Abend übernehmen.
      Bevor ich wieder ins Haus ging, bekam noch jeder persönlich eine Möhre von mir. Ich musste weiterlernen - so Leid es mir auch tat. Die Zeit würde bald besser werden!​
    • Pepe
      Der Sommer kommt!

      Ich liebe diese Tage. Es ist länger hell, die Vögel zwitschern früh morgens im Konzert und das Leben ist irgendwie einfacher. So auch mein Neustart.
      Ben hatte mich verlassen, und ich habe eine Ewigkeit gebraucht dies zu verarbeiten. Langsam arbeite ich alle anfallenden Aufgaben auf dem Hof auf, die ohne sein Hilfe liegen geblieben sind. Ein Umzug scheint mir leider immer wahrscheinlicher.
      An diesem Morgen war es wieder sehr früh, noch vor Sonnenaufgang war ich im Stall. Die Pferde bekamen momentan morgens gegen 5/halb 6 ihr Frühstück, ich musste nebenbei arbeiten, um alles stämmen zu können. Mein wichtigster Halt war Bailey. Der sanfte Hengst verzauberte mich jedes mal aufs neue. Er war der erste der morgens seinen Kopf rausstreckte und mir entgegen brummelte. Während er gemütlich sein Frühstück fraß, putze ich ihn kurz über. Er war ein sehr reinliches Pony und wälzte sich nie im Schlamm. Als er fertig war ging es ohne Sattel eine Runde raus ins Gelände. Bailey war in allen Gangarten ein Traum und immer gut händelbar. Wir beide liebten die frühen Ausritte, ich genoss diese Stille und die Einsamkeit.
      Nach dem Ausritt kümmerte ich mich um meine Stutenherde, die nur noch aus Osita und Motte bestand. Die beiden waren mittlerweile unzertrennlich, sie teilten sie auch einen großen Paddock mit Koppelanschluss. Beide longierte ich eine halbe Stunde, was zum Glück zusammen möglich war und oftmals recht lustig aussah. Danach stellte ich sie raus und kümmerte mich um die beiden Boxen.
      Bevor es für mich auf die Arbeit ging, durften die Jungs natürlich auch auf ihre Paddocks. Oaklands Cloudbreaker, Yorick Halsnaes, Ice Cool Bailey, Cylon Blue und Chestnut's Bailey teilten sich entweder zu zweit einen Paddock oder einen Einzelnen, mit direktem Sozialkontakt.

      Nach der Arbeit kümmerte ich mich zu allererst immer um die restlichen Boxen. Nach dem Misten füllte ich bereits die Abendrationen auf, so blieb mir in den Abend hinein einfach mehr Zeit. Cylon Blue und Oak wurden heute Mittag bereits von einer Freundin bewegt, Yorick durfte auf dem Reitplatz etwas toben, er immer sehr genoss. Mit Chestnut ging es am Abend noch eine ruhige Schrittrunde ins Gelände, ihn wollte ich in nächster Zeit weiter ausbilden, da er viel Potential zeigte.
      Nachdem ich mir selbst ein Abendessen gekocht hatte, brachte ich alle Pferde zurück in den Stall. Wie auch jeden Abend blieb ich auch heute noch 5 min in der Stallgasse und schaute ihnen beim Fressen zu. Der Wahnsinn, dass ich mir damals diesen Traum ermöglich hatte und meinen eigenen Stall habe. Die Zeit wird zeigen wie es weiter geht, vielleicht wird es von uns bald neue Geschichten aus einer neuen Heimat geben.​
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  • Kategorie:
    Himmel - ungepflegte Pferde
    Hochgeladen von:
    Pepe
    Datum:
    13 Sep. 2015
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  • Chestnut's Bailey
    Chestnut
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    Vater » Hugo Boss
    VV » Boss Hoss
    MV » Armani Code


    Mutter » Osita
    MM » Carachillo
    ÉdC's Velino x Cinnemont's History

    weitere Verwandte vorhanden
    VM » unbekannt
    [​IMG]

    Rasse »
    Deutsches Reitpony
    Geschlecht » Hengst ♂
    Geburtsdatum » 16.05.2011
    Stockmaß » 1,45m
    Fellfarbe » Bay Roan
    Langhaar » schwarz
    Abzeichen » kleine Blesse
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    Charakter »
    folgt
    Beschreibung » folgt

    Eignung » Dressur / Springen / Military / Zucht

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    Zur Zucht zugelassen » nein

    Decktaxe » -
    Vererbung » -
    Nachkommen » -
    Besitzer » Pepe
    In meinem Besitz seit dem » 13.09.2015
    Ersteller » kira
    VKR » kira
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    Qualifikationen »

    Eingeritten »
    ja
    Eingefahren » nein

    Dressur A (max. S)
    Springen A (max. M)
    Military E (max. M)
    Western L (max. L)
    Distanz E (max. A)

    Zirzensik »Plié, Kompliment, Spanischer Schritt, Knien, Liegen, Tanzen, Podest, Freiarbeit

    Pfleger » /

    Erfolge »
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    2. Platz 334. Dressurturnier

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    2. Platz 100. Synchronspringen

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    2. Platz 318. Westernturnier

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    2. Platz 340. Westernturnier

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    Letzter Hufschmiedbesuch » -
    Letzter Tierarztbesuch » 21.09.2015
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