Cascar

Cherti

Hengst | Marwari | * 21.05.2011 | im Besitz seit 10.11.2017 | gekört: ja | gechippt: ja | geimpft: ja | Decktaxe/Leihgebühr: 250J

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Cherti
Cascar, 10 Nov. 2017
Cooper, Rinnaja und sadasha gefällt das.
    • Cascar
      Sammelbericht (Sosox3)
      [22.09.2016]

      Turniere und Neuankömmlinge – Was das Herz begehrt!

      Meine Pferde hatten sich bis jetzt alle eingelebt und gingen ihren Üblichen Aufgaben nach. Ich hatte gerade die Pferde gefüttert und mich dann ins Reitstübchen gesetzt um in Ruhe meinen Morgen zu beginnen. Der warme Latte Macchiato vor mir half mir gerade dabei, ebenso die Zeitung die ich gerade durchstöberte. Die letzten 3 Tage hatte es in der Hauptstadt mehrere Erdbeben der Richterskala 5 und weniger gegeben, was mich etwas beunruhigt hatte. Smetti war vor 2 Tagen wieder bei uns angekommen, nach seinem Auftrag in Kanada und schlief seitdem etwas länger. Je mehr ich die Zeitung durchstöberte, desto mehr kleinere und interessantere Artikel fand ich, bis ich auf ein kleines Ausschreiben vom Zuchtverband traf. Ein Dressurturnier der Klasse E mit tollen Gewinnen, wenn auch etwas mehr Startgeld, aber dafür waren die Gewinne interessant. Ich würde wohl sicher dran teilnehmen, wie es mit Abby, Val und Smetti stand, konnte ich nur erfragen und das stand auch gerade auf meiner Liste. Val war gerade bei Cleavant und Abby mistete gerade die Boxen der Schulpferde, also machte ich mich auch gleich auf den Weg dorthin. Die Kühle Morgenluft und dichter Nebel begrüßten mich gleich sobald ich die Tür aufmachte. Dafür würde der Tag heute wohl wieder etwas sonniger sein, als die letzten. Abby mistete gerade die Box von Magic Attack, der gleich etwas brummelte als ich durch die dichte Nebelschicht auf die 2 Mädchen zu kam. „Morgen ihr beiden. Habt ihr gut geschlafen?“, fragte ich und bekam ein Nicken entgegen. „Gut, ich hab da was für euch“, mit diesem Satz erkannte ich dann auch gleich die Neugierde in ihren Augen. „Was denn?“, fragte meine Cousine neugierig und legte den Kopf etwas schief. „Ein Dressurturnier der Klasse E mit tollen Gewinnen. Startgeld übernehme ich, sodass sich das für euch etwas mehr lohnt. Ihr könnt lernen und ich könnte mit meiner Erfahrung vielleicht was reißen“, erzählte ich ihnen und lächelte. „Joa, das wäre Mal was Anderes für uns. Und es wären Cleavants und mein erstes Turnier“, schwärmte sie schon. Nur Abby blieb etwas skeptisch. „Mit wem soll ich denn Teilnehmen?“, murmelte sie ziemlich leise. „Such dir eines aus, hast ja viel Auswahl“, lächelte ich wieder. „Dürfte ich mit Rising Star teilnehmen?“, fragte sie zögerlich und ich nickte. „Noch ist sie ja am Kondition aufbauen, verlernt hat sie aber nichts und da sie ja etwas mehr Erfahrung hat, kannst du sie gerne auf dem Turnier reiten“, ich seufzte kurz auf, „Dann fehlt nur noch mir das Pferd. Ich könnte eigentlich mit Balerine oder Arza dran teilnehmen um die Beiden langsam in den Turniersport reinzubringen“, sagte ich und drehte mich dann um. Erstmal musste ich mich jetzt um meine Aufgaben kümmern. Nämlich meine Pferde trainieren. Und die erste war Alinghi. Mit noch müden Augen sah sie mich an; Ihr Futter noch nicht leer und sie hatte die halbe Mahlzeit noch in ihrem Mund. „Friss ruhig weiter. Ich hol schon mal dein Zeug“, redete ich mehr mit mir selber als mit der Stute. Ich stolperte fast in die Sattelkammer als ich sie betrat und ging die Reihe der Spinde durch. Glücklicherweise stand ihr Spind relativ am Anfang und ich musste den Sattelwagen nicht so weit hin und her ziehen. Ich nahm ihren Dressursattel, ihre Trense, die hellblaue Schabracke samt passenden Bandagen und ihren Putzkasten, welcher ebenfalls hellblau war. Ich machte einen Schritt langsamer und gab mir mehr Zeit mit dem Transportieren der Sachen. Ich hatte wohl vergessen die Boxentür zu schließen und so schaute sie mich neugierig aus der offenen Tür an. „Um Gottes Willen“, fluchte ich und legte wohl doch wieder einen Schritt zu. Doch wie Alinghi nun mal war, blieb sie nur neugierig in ihrer Box stehen und ließ sich von mir das Halfter über den feinen Kopf ziehen. Ich schnappte mir den Hufkratzer vor ihrer Box und kratzte ihr die Hufe aus, damit sie die Stallgasse nicht so vollsaute und band sie dann an ihrer Box an um in der nächsten Sekunde ihr das Fell zu striegeln. Ihr Fell war noch dreckig von der Weide gestern Abend und ich hatte heute das Glück, dass der Dreck und der Matsch getrocknet waren und nun ganz einfach weg zu kriegen waren. Nur die weißen Abzeichen wurden nicht heller als ein graubraun. „Wirst du nach der Arbeit eben einfach abgespritzt“, zuckte ich mit den Schultern und sah mir ihre ungerade Mähne an. Ich grübelte einen Moment und nahm mir dann doch die Schere und begradigte dann die zu langen Strähnen. Dann nahm ich den Sattel samt Schabracke und sattelte sie auf. Die Bandagen folgten und zu guter Letzt trenste ich sie um kurz darauf auf zu steigen. Die beschlagenen Hufe klapperten nun in Herrgotts Frühe über den asphaltierten Hof und weckten die noch so kleinsten Tiere aus. Oder weckten ihre Neugier. In der Halle angekommen stieg ich wieder ab, gurtete erst nach und schloss dann hinter uns das Tor, ehe ich vor uns nochmal das Tor öffnete und schloss. Alinghi folgte mir brav, aber immer noch langsam in die Mitte der Halle, damit ich in aller Ruhe aufsteigen konnte und im Schritt ein wenig warm wurden. Ich ritt zwei Bahnen im Schritt ehe ich sie eine halbe Bahn im Trab ritt um dann wieder in den Schritt durchzuparieren. Ich merkte wie sie lockerer wurde und so trieb ich sie zunächst in den starken Schritt um dann Schritt – Trab-Übergange zu üben und es ein wenig flüssiger laufen zu lassen. Hauptbestandteil des heutigen Trainings waren also die Übergänge in jeder Gangart zu wiederholen und auch ein Auge auf die Traversalen zu werfen, die wir momentan festigten. Als wir dann zu guter Letzt ein Cool-Down vollzogen, schnaubte Alinghi gut und ordentlich ab bis ich sie zum Stall ritt und dort abstieg, damit ich ihr das Sattelzeug vom Körper nahm und sie dann mit ihrem Halfter als erste auf die Weide stellte. Abby nahm sich in der Zwischenzeit mal Meister Propper vor, der in der Weidezeit wie ein Hefekuchen aufgegangen ist um ihn Dressurmäßig etwas zu fördern. Ich machte mich dann von der Weide gleich zum Offenstall rüber und überprüfte ob meine Stuten genügend Wasser hatten. Glücklicherweise war dies der Fall und ich schaute rasch über das Heu, das fast leer war. Also ging ich rüber zu unserer Scheune und holte mit der Schubkarre zwei Heuquader mit zum Offenstall um diese dort zu verteilen. Die Pferde stürzten sich gleich auf mich und zu meinem Glück verstand Arza sich gut mit den anderen fünf. Sie drängte sich fast alle neben mich und stürzten sich regelrecht auf das Heu, was mich etwas stutzig machte. „Ihr seid mir welche. Noch genügend Heu in der Raufe, sich aber erst dann drauf stürzen, wenn neues kommt“, schmunzelte ich und äpfelte den Offenstall ab. Anfang nächsten Monats wollte ich die Reitschule eröffnen, damit ich einen Nebenverdienst hatte und mein Gestüt etwas bekannter wurde, in etwa wie meine Hufschmiede. Zudem würde ich mit dem Erlös der Reitstunden, den Pferden neue Ausrüstung und einen Trainer ermöglichen, welcher sie neben uns hier und da mal Korrektur ritt. Im Laufe des nächsten Monats würde es dann auch ein kleines Turnier geben und einen etwas größeren Ausritt wollte ich auch noch organisieren. Also stand noch so einiges auf dem Plan neben dem normalen Training. Ich sah auf den Plan auf meinem Handy. Balerinë stand für heute noch mit auf dem Plan, ebenso noch Rising Star. Doch sie schlummerte noch tief in ihrer neuen Box, die sie bewohnte seitdem ich Calorro abgesetzt hatte. Also schnappte ich mir Bali, die mir nur mürrisch folgte und führte sie zu einer der Freien Boxen um sie dort anzubinden. Wie immer genoss der Rappe meine massageartigen Bewegungen über ihr Fell und sattelte sie mit ihrer pinken Eskadron Schabracke. Ihre Beine bandagierte ich mit passenden Bandagen und legte ihr die Trense an. Die weißen Abzeichen waren auch bei ihr eher grau, denn die letzten Tage hatte es geregnet und der Boden der Weiden und auch in beiden Offenställen war weich und teilweise matschig geworden. In umliegenden Dörfern gab es Überschwemmungen und Erdrutsche. Mehrere Menschen waren als vermisst gemeldet worden und wahrscheinlich würden sie auch nie mehr gefunden, aber wir hatten Glück gehabt. Unsere Wege waren alle samt nur ein wenig matschig, mussten aber nicht geräumt werden. Bali ging artig unter mir und hatte sich in der Zeit bei uns echt gut gemacht. Ebenso Bonbone, die jetzt im Springsport auch S- Springen ging und Platziert wurde. Das hätten wir uns nie erträumen können mit ihr, ganz zu schweigen wie sie am Anfang war. Ich überlegte ob ich eines der Jungpferde mitnahm und nahm Bali die Trense wieder ab damit ich sie am Halfter anbinden konnte. Ich sputete mich etwas zur Weide meiner Stuten und nahm mir Maekja ans Halfter. May folgte mir artig und sah Bali nur neugierig an als wir die Stallgasse betraten, damit ich Maekja schnell säuberte, damit sie mitkam. Dann band ich sie am Sattel an und trenste Bali noch einmal auf. Der armen musste es wohl genauso komisch vorkommen, wie wenn ich mich zwei Mal umziehen würde. Ich stieg auf und ritt dann an unseren Weiden vorbei geradewegs in den Wald. Da es noch früh und dazu noch nebelig war, ritt ich nur im Schritt und achtete auf alles in meiner Umgebung. May begann hier und da mal zu trab, hielt sie mit meiner Gerte aber immer wieder zurück. Bali hatte ein aufmerksames Ohrenspiel aufgrund dessen und so trabten wir ein kleines Stück damit das Jungtier hinter uns auch auf ihre Kosten kam. Nach fast 200m parierte ich sie wieder durch in den Schritt und sah mir die Umgebung genauer an. Allmählich stieg der Nebel auf und man sah mehr als zu dem Moment, zu dem ich los ritt. Hier und da sah ich auf meine Uhr und trat gegen 10 Uhr den Rückweg mit den beiden an. Sie stichelten öfter einander als es mir lieb war und May erschrak viel öfter als ich vermutet hatte.

      Auf dem Hof angekommen lief mir mein Partner über den Weg und sah mich müde an. „Wo warst du?!“, fragte er mich wütend und verschlafen zugleich an. „Ich…ähm…war ausreiten?“, sagte ich zögerlich und deutete auf die beiden Pferde neben mir. Er kniff die Augen zusammen und äffte mich nach. „Das sehe ich.“ „Sei mal nicht so gereizt. Ich war eine Runde ausreiten und wollte dich sobald du wach bist fragen ob ich dich mit Dash auch an einem Dressurturnier einschreiben soll…“, sagte ich etwas mieser gelaunt und sah ihn fragend an. „Nein, ich komme mit zum Fotografieren.“ „Okey“, sagte ich kurz angebunden und führte die Isländerstute zur Weide und Bali im Anschluss in den Stall. Die Rappstute war nicht sonderlich geschwitzt und so durfte sie auch mit auf die Weide nachdem ich ihr Sattelzeug verstaut hatte. Ich brauchte eine Pause. Dringend und so setzte ich mich ins Reitstübchen und machte mir einen Tee. Ich schaute während ich die Zeitung durchblätterte zu Abby in die Halle, wie sie Acacia versuchte zu arbeiten, die sich aber ziemlich schwer tat unter der noch recht unerfahrenen Reiterin. Als ich sie im Schritt erwischte, rief ich sie kurz an. „Abby, nimm die Zügel etwas kürzer und gib ihr öfter Paraden. Beschäftige Acacia. Wenn du sie forderst, arbeitet sie brav wie ein Lamm mit“, gab ich ihr einen Rat und legte nach ihrem „Okey“ auf. Ich sah auf die Zeitschrift und sah auch gleich zwei Interessante Pferde. Einen siebenjährigen Criollohengst, der unterm Sattel noch nicht gearbeitet wurde und eine fünfjährige PRE-Stute, die den schönen Namen Arquera trug. Beide hatten eine interessante Fellfarbe und so würde ich später mit Smetti noch darüber reden ob wir die beiden nicht uns anschauen könnten. Ich blätterte weiter in der Zeitschrift und las mir einige Artikel durch, die meine Neugierde anzogen. Ein Artikel übers Longieren und einer über passende Ausrüstung ließen mich grübeln. Ich nahm den letzten Schluck meiner Teetasse und stellte diese dann in die Spüle und ging dann zu Deila. Mit ihr übte ich momentan die meiste Zeit am Longieren und sie zu lockern. Allerdings stieg die Gute immernoch nach mehreren Methoden ihr das ab zu gewöhnen. Der Tierarzt sollte da demnächst mal drüber schauen ob sie nicht was am Rücken hatte oder ob sie blockiert war. Sie stieg ja nur unterm Reiter. Ich stapfte zur Weide und sah mich nach der auffälligen Rappstute um und ehe ich mich versah trottete sie schon auf mich zu, genauso wie Rising Star, die nun wieder voll und ganz aufblühte. Ganz wie eine Blume, die ihre Kraft wiedergewann. Rasch war ich durch die Litzen geschlüpft und hängte den Strick am Halfter ein um sie rauszuführen, kam auch Bonbone zu uns gestapft und versuchte die anderen weg zu drängen. Da ich ihr dadurch keine Aufmerksamkeit schenkte hörte sie schneller auf als sie angefangen hatte und ich schloss hinter uns das Weidetor. Fleißig schritt sie neben mir in den Stall wo nun etwas mehr los war als heute Morgen. Abby sattelte gerade Arza und führte sie raus während ich mich in der Sattelkammer nach den Longiersachen und Deila’s Putzzeug umsah. Im Umgang war sie ja ein Schatz, aber Reiten konnte man sie nicht mehr unbedingt. Immerhin tat sie sich heute beim Longieren nicht schwer und arbeitete gut mit. „Gutes Mädchen“, lobte ich sie am Ende und klopfte ihr den Hals. Deila schnaubte Seelenruhig ab und sah sich um. Sie war momentan rossig und verdrehte jedem Hengst den Kopf. Genauso wie jetzt gerade als Smetti mit Dash zum Stall ritt. Er hatte ihn wohl eine ganze Weile in der Halle gearbeitet, denn er nassgeschwitzt. Ich sah nur kurz zu ihm auf und er warf mir einen verachtenden Blick zu. Doch er hatte gerade mit Sympathy For The Devil zu kämpfen, denn er wieherte Deila zu, die gerade jeden Hengst verrückt machte. Glücklicherweise konnte Smetti mit dem Hengst umgehen und trieb ihn weiter zum Stall, wenn auch tänzelnd. Der noch so ruhige Hengst konnte bei rossigen Stuten wohl nicht auf seine Manieren und Menschen achten. Ich führte sie gerade auf die Weide, als Samantha mit Alinghi an uns vorbeiritt und mich freundlich grüßte. Sie bildete Alinghi momentan weiter im Military aus, damit sie dort demnächst auch vielleicht hier und dort eine Schleife erzielen konnte. Es wurde allmählich wärmer, denn die Mittagssonne schien gerade so auf unser Gelände und ich hing meine Jacke in die Sattelkammer und trank einen Schluck Wasser. „Hey Schatz“, hörte ich Smetti an meinem Ohr flüstern und ich nahm die Flasche vom Mund. Ich drehte sie zu und nebenbei drehte ich meinen Kopf langsam zu der Stimme und setzte ein Grinsen auf. „Fertig mit der Arbeit?“, fragte er, so als wüsste er das die Antwort ein ‚Ja‘ werden würde, doch ich musste ihn wohl oder übel enttäuschen. „Nein, leider noch nicht. Wieso? Was hattest du vor?“, fragte ich und legte meine Arme um seinen Hals. „Eigentlich wollte ich dich zum Essen entführen und dann einen Film im Kino anschauen. Läuft endlich mal wieder etwas Gutes“, grinste er und gab mir einen Leidenschaftlichen Kuss, den ich mir auch ersehnt hatte. „Klingt echt toll, aber ich muss noch ein paar Pferde arbeiten…Aber ich muss sowieso noch mit dir sprechen“, sagte ich und erzählte ihm von dem PRE und dem Criollo und er sagte mir nur: „Das musst du selber wissen.“ „Hmm“, machte ich und nahm ihn bei der Hand um zu den Hengsten zu gehen die auf der Weide waren. „Ich muss noch Cherti und Achter Tag von denen hier machen und ich wollte noch Val und Abby eine Reitstunde geben.“ „Komm schon, Rae. Das kannst du nachher auch noch machen“, murmelte er und führte mich zu unserem Haus, das nahe des Reitschulplatzes stand. „Mach dich frisch und wir fahren in die Hauptstadt.“ Ich machte mich rasch fertig und so fuhren wir dann in die Hauptstadt Skopje. Abby ritt in der Zwischenzeit Born to Die im Dressursattel und Val saß heute zum ersten Mal auf Slaughterhorse unserem neuen Schulpferd um ihn zu testen. Wie es aber schien testete er sie eher als sie ihn und so gab Abby ihr mehrere Ratschläge, die sie versuchte umzusetzen. „Komm wir tauschen die Pferde“, schlug Abby vor und merkte nach fünf Minuten was für eine schlechte Idee das war. Gerade als sie die Pferde wegbrachten, rief ich Abby an und erzählte ihnen, dass ich wohl erst später kommen würde und sie deshalb zwei Fohlen empfangen müssten und ich den Fahrer bezahlt hatte, sodass sie nur die Pferde auf die entsprechenden Weiden bringen mussten. PFS‘ Sarabi war frisch abgesetzt und Fohlen eines bekannten Englischen Vollblüters, nämlich Stromer und das andere Fohlen ‚Devil’s Trap‘ hatte es faustdick hinter den Ohren und kam von unbekannten Eltern. Ich war mir sicher, dass Abby und Val ihre Sachen gut machten und so sah ich mir mit Smetti in Ruhe den Film an. Abby machte noch White Boy fertig, der sie hier und da neckte und Val saß schon fast fertig auf Cleavant und wartete auf mich als ich noch in meiner normalen Kleidung zu ihnen machte und fragte ob alles glatt lief. „Ich konnte froh sein, dass Bailey mich nicht runter geworfen hat“, blubberte es meiner Cousine nur so aus ihrem Mund und ich hielt meine Beiden Hände an meinen Kopf. „Um Gottes Willen. Du solltest Slaughterhorse reiten!“, schimpfte ich mit ihr und warf Abby einen wütenden Blick zu. „Ab in die Reithalle mit euch. Ich geb euch jetzt die Reitstunde und dann habt ihr beiden Feierabend. Ich füttere die Pferde heute Abend selbst…“ Was hatten sich die beiden Mädchen dabei gedacht. Born to Die würde in der Reitschule nur selten zu finden sein unter meinen Reitschülern, da sie etwas speziell war, im Gegensatz zu Croatoan. Abby und Val ritten gerade die beiden Hengste warm und redeten über belangloses. Hier und da versuchten sie ein paar Worte Albanisch zu sprechen, doch was ich hörte waren nur Bruchstücke. „Val du bleibst in der oberen Hallenhälfte und du Abby unten in der Halle. So hat jeder von euch genug Platz.“ Während sie sich aufteilten, ließ ich sie antraben. Sie würden nach heute Abend Muskelkater haben. Und was für einen. Sie sollten heute eine E-Dressur reiten, ganz ähnlich dem kommenden Turnier. Die Fehler bekamen sie am Ende gesagt und so würde das die nächsten Trainingstage gehen. Denn nur Übung machte den Meister. Als sie weg waren brachte ich meine Pferde rein bis auf Cherti, den ich mir gerade zurecht putzte. Cherti stand ganz ruhig da, bei der Arbeit blieb er lernwillig und ich wusste, dass ich mir da echt einen tollen Kerl gekauft hatte. Der Trab fiel noch etwas holprig aus, da er die Hilfen wohl nicht ganz verstand, sondern immer in den Revaal fiel. Also hatten wir eine kleine Baustelle, die wir versuchten zu meistern. Mit Achter Tag hatten ich weniger Probleme. Der Grullo nahm meine Hilfen gut und artig an und trat gut an den Zügel an. Die Bahnfiguren machten ihm noch was zu schaffen, denn er war ziemlich schlampig unterwegs heute. Aber ich war froh, als ich mit meinem Freund endlich relaxen konnte.
    • Cascar
      Sammelbericht (Sosox3)
      [01.02.2017]

      Januar 2017
      Neue Einsteller

      “Smetti, wir müssen aufstehen. Es ist schon 6 Uhr dreißig, die Pferde erwarten in dreißig Minuten ihr Futter und mit viel Glück schaffen wir unseren Zeitplan heute noch”, wachte ich selbst erst gerade ziemlich panisch auf. “Ja…”, murmelte er und schlang seine Arme um mich herum. “Wir müssen wirklich. Ich muss mich noch fertig machen und dann Arza die Hufe kürzen. Die Gute hat es nötig”, versuchte ich mich aus dem warmen Bett zu kämpfen. “Hmm, dann auf”, murrte er und ließ mich aus dem Bett steigen. “Wenn du um 7 Uhr nicht aus dem Bett und unten im in der Schmiede bist um die Eisen für Attentivenly zu erhitzen, dann gibts Ärger, glaub mir”, drohte ich ihm und küsste ihm die Stirn. “Alles klar”, grinste er und drehte sich seufzend um. Flüchtig sah ich noch einmal auf den Wecker ehe ich mich schnell anzog und schon ins Bad ging um das volle Programm hinter mich zu bringen.

      Fertig geschminkt und die Haare zurecht gemacht, stolperte ich über den Hof. Abby und Val waren schon wach und fütterten den Pferden schon mal ihr Kraftfutter. In der Zwischenzeit fing ich an, den Offenställen Heu zu geben und fütterte direkt danach auch schon beide Fohlenherden. Calorro stapfte gleich auf mich zu, als er sah wie ich das Heunetz befüllte. Für einen kurzen Schmuser hatte ich Zeit, für mehr aber gerade bei der Fütterung nicht. Man merkte, dass er von Rising Star abstammte, fürs Kuscheln war Risa ja eh immer zu haben. Ich fütterte noch unsere Zuchtpferde und zu Guter Letzt die Schulpferde. Ein Blick auf die Uhr verriet mir, dass ich noch etwas im Verzug war. Warum war ich auch nicht mit dem Wecker aufgestanden…? Egal, jetzt musste ich mich halt ein bisschen sputen um im Zeitplan zu bleiben. Völlig außer Puste stapfte ich wieder zum Offenstall um mir Arza zu schnappen. Barhufer machte ich immer gern, vielleicht würde ich bald wieder in der Schmiede arbeiten, aber eben nur für Barhufer. Die ganze Nacht hatte es geschneit und seit ein paar Stunden hatten wir ruhe vor rieselndem Schnee gehabt und jetzt fing es wieder an. Es wurde Zeit, dass wir einen Arbeiter einstellten. Die Boxen misteten sich schließlich nicht von selbst und auch die Fütterung würde uns dann abgenommen werden. Zumindest die Fütterung des Heus. Der Offenstall kam mir ohne Balerinë etwas leer vor. Arza und Bonbone allerdings verstanden sich prächtig. Ich überlegte nur Acacia und Born to Die mit in den Offenstall zu stellen und die Junghengste in den anderen Offenstall zu stellen. Ebenso wollte ich meine erwachsenen Stuten allesamt an die Boxen gewöhnen. Viel in Planung und zu wenig Zeit, diese umzusetzen.

      Arza und Bohne stapften schon auf mich zu, als sie sahen, dass ich zu ihrem Offenstall ging. Von Bohne war ich das ja schon gewohnt, von Arza aber weniger. Ich wusste jetzt schon, dass es gleich wieder einen riesen Aufstand geben würde, sobald Arza aus dem Stall in die Schmiede geführt werden würde. Also musste ich etwas schneller vom Offenstall zur Schmiede gehen. Bohne klebte einfach zu sehr an den Pferden ihrer Herde. Ich schnappte mir also Arza mit ihrem alten Halfter und führte sie in einem flotten Schritt aus dem Offenstall. Es dauerte nicht lange, da schrie Bonbone schon so laut und lange, als würde es um ihr Leben gehen. “Dumme Nuss”, murmelte ich und führte die Fuchsstute zielstrebig in die Hufschmiede. Smetti hatte es tatsächlich geschafft mit Attentivenly vor mir in der Schmiede zu sein und schnitt ihr mit dem Hufmesser schon die Hufe aus. “Dein Ernst? Die ist nicht so leicht beim Hufschmied, die musst du von beiden Seiten anbinden, sonst dreht sie dir spätestens beim Beschlagen ab und du kannst froh sein, wenn sie dich nicht tritt”, erklärte ich ihm mit einem Ton, der sowohl mich als auch ihn irritierte. Schnell machte er auch schon den zweiten Strick ans Halfter. Wir hatten momentan in der Schmiede nur Sachen für ein Pferd, also entschied ich mich, einfach zu unserer mobilen Schmiede zu gehen und band Arza auch gleich am Wagen an. Auch bei ihr musste ich aufpassen, denn auch sie kannte den Hufschmied noch nicht. Ich wusste nicht ob meine Ruhe auf Arza abfärben würde, hoffte es aber inständig, sonst müsste ich sie wohl oder übel festigen und dann versuchen so schnell wie möglich durch zu kommen. Die Hufe konnte ich zum Glück noch ordentlich säubern und machte auch rasch einen Probeschnitt um zu sehen wie viel weg musste. Zum Glück nicht so viel, dafür hatte sie allerdings sehr harte Hufe, womit ich dann die Mühe hatte diese zu kürzen. Bis dato lief noch alles gut, bis ich den Hufbock aus dem Wagen nahm und Arza anfing wie wild zu schnaufen und die Nüstern zu blähen, da sie Angst vor dem eisernen Gegenstand zeigte. “ Ist doch nur der Hufbock. Der beißt dich nicht”, lächelte ich und stellte ihn einfach vor sie hin. “Siehst du, alles in Ordnung.” Ich wartete nicht so lange, denn auch Arza beruhigte sich so langsam und sie fand das Feilen wohl angenehmer als das Raspeln. Mit ihr hatte ich nicht ganz so viel zu tun, wie Smetti mit Attentivenly, aber auch mit Arza hatte ich schon meine Mühe, wobei ich ja schon lange nicht mehr in der Hufschmiede tätig. “Na komm, du gute. Ich bring dich jetzt wieder zu Bonbone und schau mal bei Smetti und Atti nach, wie weit die beiden sind.” Ein leises Schnauben gab die Fuchsstute von sich und setzte sich auch gleich in Bewegung. Durch die Aufregung war sie leicht an Hals und Schulter geschwitzt, sollte aber schnell getrocknet sein, wenn sie sich in ihrem Auslauf wälzen sollte. Ich kannte Arza ja nun schon eine Weile und wusste genau, wie sie in manchen Situationen handeln würde. Genauso wie nach dem Training oder generell wenn sie geschwitzt war, wälzte sie sich nach einer kurzen Probe, welcher Boden ihr dann doch genehm ist. Ich schaute ihr noch einen Moment lang zu, nachdem ich sie wieder in den Offenstall brachte um dann wieder in die Schmiede zu gehen. Der Schnee wollte kaum aufhören und auch mit 0°C war es nicht sonderlich warm und die perfekte Temperatur zum Schneefall. Mit Handschuhen ging es einigermaßen, aber ohne hatte man am Ende des Tages keine Finger geschweige denn Hände mehr. Das Tor der Schmiede war zu, also wars innendrinne gerade wegen Attentivenly’s Beschlag verdammt warm. Ich öffnete langsam die Tür, lugte kurz durch und ging dann in die Sauna. Smetti war gerade dabei die Eisen zu erhitzen und bis dato hatte Attentivenly sich wohl gut gemacht und hatte sich noch nicht aufgeführt, aber ich wusste es doch irgendwie intuitiv, dass sich das gleich ändern würde. Und ich sollte Recht behalten. Kurz nachdem Smetti die Stute vorne beschlagen hatte, fing sie an zu tänzeln. Er hatte gerade erst das heiße Eisen hinten auf die Hufe gelegt und schon hatte sie begonnen auszukeilen und nicht mehr stehen zu bleiben. “Du Dreckspferd”, fluchte mein Partner und ich konnte ihn auch verstehen. Ich schnappte mir also Attentivenly’s Huf und hielt ihn fest in der Hand. Dieses Mal ging es schon etwas ruhiger. Es wurde einfach Zeit, dass sie den Hufschmied endlich regelmäßig kennenlernte. Er tat ihr ja nichts schlimmes, er half ihr sogar. Wir waren beide froh, als wir das endlich geschafft hatten und brachte Attentivenly lobend zum Paddock. Der Schnee machte es ihr etwas zu schaffen, glücklicherweise hatte die Gute jetzt Snowgrips unter den Eisen, sodass sich der Schnee nicht festsetzen konnte und keine Klumpen unter ihren Hufen angesammelt waren, was sie zum Rutschen bringen könnte. “Was machst du jetzt so?”, fragte mich Jensen neugierig und warf einen Blick auf seine Uhr. “Ich muss Alinghi jetzt dressurmäßig fördern und danach können wir ja mit Abby ausreiten gehen, wenn du magst. Ist ja einer deiner letzten Tage hier”, wurde ich zunehmend leiser. Schließlich würde er zu Fayenne, seiner Ex, nach Holland ziehen und einen Rettungshof leiten. Croatoan und Dash würden dabei mitziehen. Um Cro und Dash tat es mir wirklich im Herzen weh, nur von Smetti hätte ich es mir nie erträumt, dass er sich weiterhin mit seiner Ex treffen würde, alleine schon, weil sie genau wusste wie sie ihn wieder bekam. Aber darüber würde ich wohl schon wieder kommen. Die Schmiede leiteten ja nun wir beide. Er aus Holland aus und ich von Mazedonien aus. “Alles klar, ich trink mal nen Kaffee im Stübchen. Können uns ja gleich zu dritt im Stübchen treffen und die Pferde dann fertig machen.” Ich nickte stumm und machte mich dann zu Alinghi. Die Palominostute stand gerade mit Deila und Attentivenly auf dem Paddock, spielte mit den beiden bis sie mich sah. Sie hörte auf mein Schnalzen. Alle drei Stuten taten das, war aber auch eigentlich nichts neues. Irgendwie wurde es wieder Zeit ihre Mähne und ihren Schweif nach zuschneiden. Das konnte ich ja auch gleich in Angriff nehmen. Ihr neues Halfter hatten wir auf einem Adventsturnier durch eine Losung gewonnen und dies trug die große Stute seitdem. Es schien ihr auch zu gefallen, zumindest hatte sie einen Blick drauf, der zeigte, dass sie Stolz wie Oscar war. Heute würde ich nach der FEI eine S-Dressur mit ihr reiten, um sie auf die nächsten Turniere vorzubereiten, da wir durch die Körung etwas mit dem Training in Verzug waren. Atti und Deila ließen uns beide glücklicherweise das Paddock verlassen und so konnte ich sie in aller Ruhe in der Stallgasse anbinden und mir den Putzkoffer holen. Sie genoss es richtig wieder geputzt zu werden und ihre Decke mal wieder aus zu haben. Geschoren war sie trotzdem und so würde ich ihr später nach dem Training die Abschwitzdecke überziehen, damit sie sich nicht erkältete. Bei uns war ja nicht unbedingt gutes Wetter angesagt. “Dafür, dass du geschoren bist, verlierst du aber ganz schön viel Wolle”, jammerte ich, bedeckt voller beiger Haare, die ich mir wohl mühevoll wieder raus piddeln würde. Nachdem sie dann nun wieder glänzte, rückte ich mit Sattel, Schabracke, Gamaschen und Kandare an, danach ging es auch schon los.

      Die Halle war zum Glück leer, wer sollte auch anderes hier oben sein. Die Schulpferde hatten an ihrem Stall die Halle und die Einsteller und wir nutzten hier oben die. Ich riskierte einen Blick auf mein Samsung, welches unmittelbar ein paar Sekunden vorher vibriert hatte. “Ich reite Cherti noch gerade in den Grundgangarten und übe ein bisschen die Stand - Schritt und Schritt-Stand- Übergänge, dann mach ich mich für den Ausritt fertig”, stand in der Nachricht und ich zuckte mit den Schultern. Da war Cherti mir auch schon mal aus dem Kopf. Ich müsste wohl bald für Alinghi einen neuen Sattel anpassen lassen, da sie wieder aufgemuskelt hatte. In der Halle ritt ich sie dann erstmal 20 Minuten im Schritt und Trab warm, ehe ich mich der Kür widmete um bei den nächsten Trainingstagen unsere Fehler auszugleichen und uns zu verbessern. Wir ritten im versammelten Galopp zu X und hielten dort geschlossen. Den Gruß vergaß ich nicht, auch wenn es nur eine Übung war. Weiter ging es dann im versammelten Trab bis wir bei C die Hand wechselten und die linke Hand präsentiert wurde. Von H wechselten wir in den Starken Trab und ab F ritt ich sie wieder versammelt. Auf A ritt ich die erste Traversale nach rechts, 5m wie es gewünscht war und die letzte ebenfalls nach rechts, die mittlere Traversale ging wieder rüber zu A. Ab C ritten wir wieder auf der rechten Hand um ab B zu diagonal die Passage zu präsentieren. Als wir auf der Mittellinie waren, galt es die Piaffe mit 8-10 Tritten und maximal einen Meter vorwärts zu absolvieren und genau hier wurde es für Alinghi ein wenig schwerer. Durch ihre Tritte waren wir gut 2 m weiter als vom Ausgangspunkt gekommen. Ritten dann aber die Aufgaben noch zu Ende. Es kam ein weiteres Mal diese Aufgabe auf uns zu und auch hier hatten wir wieder unsere Schwierigkeiten. Nach der Passage ritt ich von P-F im starken Schritt, bei dem Alinghi auch gut unter trat und ab S über H bis C im Versammeltem Schritt ritt. Für sie war es eine kurze Pause, für mich jedoch nicht. Ab C ritt ich im versammelten Galopp rechts und ab M versammelte ich sie wieder. Nach der letzten Ecke versammelte ich sie bei K wieder und vollzog einen fliegenden Galoppwechsel, den die Palominostute gut annahm. Gefragt wurde nach einem versammelten Galopp von K-A-F-P und ab P traversierten wir erneut nach links, bis wir auf der Mittellinie waren, dort ging es dann weiter gerade aus. Die folgende Pirouette hielt uns in Schach, ein weiter Punkt den wir üben mussten. Bei C wechselten wir in den starken Galopp auf der linken Hand. Nun ritten wir auch wieder zu F, versammelten dort und vollzogen auch hier wieder einen fliegenden Wechsel. Bei V traversierten wir auch schon wieder zu X und machten dieses Mal bei I die Pirouette nach rechts. Ganze zwei Runden waren gefragt, Alinghi fand das ganze jetzt nicht so prickelnd und hätte mich wahrscheinlich am liebsten vom Boden aus gelyncht. Ich ritt noch die letzten paar Aufgaben, war aber doch froh, als mein Schweißgebadetes Tussileinchen wieder im Schritt bschnaubte und mir die ganzen Aufgaben nicht ganz so übel nahm. Als ich auf ihren Hals klopfte, hallte es durch die ganze Halle. Wir waren schließlich allein in der Halle, da wurden die kleinsten Geräusche laut.

      Ich kratzte ihr die alle vier Hufe aus und legte ihr die Abschwitzdecke auf. Sie dampfte wie ein Schlachtschiff, verhielt sich in ihrem Gang auch so. Aber daran konnte ich ja nichts machen. Sie war halt keine Elfe. Abby hatte Cherti fertig gemacht und fütterte nun auch schon die Pferde. “Danke dir, du bist eine große Hilfe, Abby”, sah ich sie an und lächelte dankbar. Ohne sie würde mir hier wohl der Arsch auf Grundeis laufen. “Ich lass die jetzt über den Ausritt in der Box, Pegaeae ist ja noch mit Maekja hier im Stall, da geht das ja.” Die Blonde nickte nur lächelnd, “Ich mach nach dem Füttern Tequila fertig. Ich hoffe ich brauche mit dem Biest nicht so lange.” Abby rollte mit den Augen, als sie das sagte. Tequila war aber auch ein Arschlochpferd im Umgang, beim Reiten jedoch eine ganz Liebe.
    • Cascar
      Sammelbericht (Veija)
      [06.07.2017]

      Pflegebricht für die Briar Cliff Stables Pferde

      Heute verschlug es mich zu Rachels Ranch, den Briar Cliff Stables. Sie hatte im Moment aller Hand um die Ohren und leider sehr wenig Zeit für ihre Pferde, weshalb sie mich um Hilfe gebeten hatte. Da sie mir schon so oft unter die Arme gegriffen hatte, sagte ich natürlich nicht nein und machte mich auf den Weg, um mich um insgesamt 12 Pferde von ihr zu kümmern. Viel wollte ich nicht mit ihnen machen, aber ausmisten und auf die Koppel bringen sowie füttern war halt schon drin.
      Langsam kam die Ranch in Sicht und ich parkte mein Auto auf dem dafür vorgesehenen Parkplatz, ehe ich ausstieg und mich auf die Suche nach Rachel machte. Ein Mitarbeiter sagte mir, dass sie leider momentan nicht da sei, sie aber Bescheid über mich wüssten und ich freie Hand hatte, mit besagten Pferden etwas zu machen. Gesagt getan!
      Ich schlenderte zum Stall und lugte in die Box eines Fohlens, BC' Morning Glory, ein kleiner Araberhengst, welcher mir neugierig seine Nase entgegen streckte. "Hey kleiner Mann, hast du Lust raus zu gehen?", fragte ich ihn und sah mich nach einem Halfter für ihn um. Irgendwann wurde ich fündig und legte es ihm behutsam an, ehe ich ihn nach draußen auf die Koppel brachte, wo er sofort wie von der Tarantel gestochen davon galoppierte und sich des Lebens erfreute. Dann folgte das nächste Pferd in der Stallgasse- eher gesagt die nächsten beiden Pferde. Aphonise und Arza waren an der Reihe. Ich halfterte beide in der Box auf, klickte die Führstricke rein und brachte sie auf ihre Koppeln. Als männliche Wesen folgten dann noch Calorro, den ich ja todschick fand, und Mars. Ebenfalls dazu kamen Nanook, Flic Flac's Rohdiamant, Cherti und Cleavant 'Mad Eyes'.
      Zu den Stuten gesellten sich schlussendlich Kinder Schokobonbons, Banana Split And Tequila, die übrigens nicht nur namentlich sondern auch farbtechnisch ein wirklich tolles Pferd war und Bonbone, die sich auch sehen lassen konnte.
      Als alle Pferde auf der Koppel waren fing ich an die Boxen zu misten, als dann Rachel die Stallgasse entlang geschlendert kam. "Oh hey, Bellamy! Mit dir hätte ich gar nicht mehr gerechnet...", murmelte sie und ich fing an mich zu entschuldigen, dass ich erst jetzt den Weg zu ihr und ihren Pferden finden konnte und auch leider nicht sonderlich lange bleiben konnte, weshalb ich so schnell arbeitete und versuchte, die Boxen fertig zu bekommen. "Wenn du mit misten fertig bist kannst du auch wieder fahren, den Rest schaffe ich heute alleine. Habe mir den Rest des Tages freischaufeln können und kann hier endlich mal wieder selbst Hand anlegen.", sagte sie voller Tatendrang. Ich nickte und lachte kurz: "Ich miste dann mal fertig, Sir." Kopfschüttelnd, aber bis zu beiden Backen grinsend schlenderte Rachel weiter die Stallgasse entlang und ließ mich weiter arbeiten.
      Es dauerte eine gefühlte Ewigkeit, bis ich alle Boxen fertig hatte und mich bei ihr verabschieden, und nach Hause fahren konnte. Zu Hause warteten nicht nur ein Haufen Pferde, sondern auch meine Schwester und drei jugendliche Straftäter auf mich, die Arbeit brauchten. Würde ich Murphy nicht schon kennen, hätte ich O nicht mit Travis und Connor alleine gelassen. Doch Murphy war schon immer in meine Schwester verschossen gewesen, er würde ihr nichts zustoßen lassen.
    • Cascar
      Ankunft von Cherti in Neuseeland
      [10.11.2017]

      Nachdem ich im Morgengrauen mit VGold aus den USA zurückgekehrt war, habe ich mich erstmal auf's Ohr gehauen. Das Resultat ist jetzt, dass es sechs Uhr abends ist und ich kaum irgendwie müde bin, im Gegenteil. Vor zwanzig Minuten bin ich aufgestanden und jetzt gibt es Frühstück in Form eines fett mit Nutella bestrichenen Brötchens. Mein Papa sitzt vor mir am Tisch und findet im alltäglichen Stalltrubel tatsächlich die Zeit, Zeitung zu lesen. Hin und wieder murmelt er etwas; ich glaube schin etwas von einem neuen Pferd gehört zu haben … "Was? Ein Neues?", frage ich da spontan, als mir mein Gedanke bewusster wird. "Was für eins? Warum weiß ich davon nichts?" - "Weil du in Amerika warst und weil du nicht die bist, die es kauft." Bei dem zweiten Teilsatz bekommt seine Stirn gleich mehrere waagerechte Falten. "Oh, auch noch ein teures Pferd. Dann ist es immerhin kein Shettland Pony." Er grinst darüber. "Nein. Erinnerst du dich an den Marwari?" Ich grüble und pople mit der Zunge die Krümel zwischen den Zähnen hervor. "Mhm … der Schecke, nicht? Wie hieß er … Chester, Charti, -" Alois unterbricht mich: "Cherti, ja." Er schlägt die Zeitung zu und nimmt seine Brille ab. "Oliver ist mit ihm auf dem Weg hierher, er hat heute in meinem Namen den Kaufvertrag unterschrieben. Das ist echt ein Toppferd." Ich nicke. Das sehe ich auch so. Ich kenne den Schecken vom Hörensagen und von einigen Bildern. Von zwei Gangturnieren gibt es sogar Amateurvideoaufnahmen im Netz. So recht vorstellen, was ein gangbegabtes Wüstenpferd in Neuseeland möchte habe ich zwar noch nicht, aber wie mein Dad ja sagte - ich habe das Pferd ja auch nicht gekauft.

      Es ist schon dunkel, als Oliver Carter, unser Bereiter und auch ein wenig Stallkneckt und ein wenig Bruder mit dem Pferdehänger auf dem Parkplatz vorfährt. Kurz darauf bekommen wir einen energischen Tritt gegen die Wand zu hören, gefolgt von einem schrillen Wiehern. Hastig stellt der Fahrer den Motor ab und kommt uns entgegen. "Wo soll er denn hin?", fragt er Alois ohne Umschweife. "In den Oststall, die Box ist schon fertig. Neben Dizzy. Wie lief's?" - "Bestimmt gut, aber vielleicht bringen wir Cherti erstmal rein, bevor er den Hänger zerlegt.", klinke ich mich ein und gehe schonmal zur Verladerampe. Ganz vorsichtig und mit dem Pferd redend löse ich dort den Verschluss. Als ich das Metall leise zu Boden sinken lasse, dreht der Schecke innen den Kopf nach hinten. "Na du? Lange Reise, was?", spreche ich ihn an und Chert wiehert erneut und wendet sich von mir ab. So ein eitler Hengst.
      Als nächstes mache ich mich am Vordereingang des Hängers zu schaffen und kann schließlich drinnen den Strick lösen. Oliver ist so lieb und macht hinten alles auf und navigiert mich dann geduldig mit dem Pferd ins Freie. Dort angekommen schüttelt sich der Hengst ersteinmal. "Huii, ein Schicker.", lobe ich spontan. Obwohl Cherti eine Decke und dicke Transportgamaschen trägt, fallen sein seidiges Langhaar und der gescheckte Hals auf. Und natürlich seine Ohren. "Hah, die Ohren sind ja knuddelig!" - "Ja, ein Marwari eben.", meint Olli trocken. "Magst' nicht?" - "Bringen wir ihn rein." Ich lache darüber und zu zweit marschieren wir ohne Probleme in den Oststall. Dort brennt noch Licht und obwohl Cherti erst nicht über die Schwelle möchte, scheint er dann doch glücklich und ein Stück weit zufrieden, als er an seiner Heuration zupft, ausgiebig Wasser trinkt und sich irgendwann nach draußen auf den Paddock begibt. Die Nachbarboxen sind heute alle frei, damit der Kerl in Ruhe ankommen kann - alles andere werden wir morgen sehen.
    • Cascar
      Bericht
      [11.11.2017]

      Cherti ist am heutigen Vormittag, der nicht wiehert, als ich den Stall betrete. Trotzdem ist er es, den ich besuche und im übrigen auch aufhalftere und zum Putzplatz führe. Heute steht ein ausgiebigeres Kennenlernen an. Der Schecke scheint dem noch etwas skeptisch entgegen zu sehen - zumal die ganze Umgebung so neu und aufregend ist. Ich nehme mir also Zeit, dem Neuen alles zu zeigen und dann auch, mich um ihn zu kümmern. Cherti schafft es tatsächlich irgendwann, sich ganz gut zu entspannen - wenn er auch vorsichtshalber nicht entlastet - und genießt vor allem die Streicheleinheiten an Kopf und Hals.
      Als dann das Fell glänzt, die Mähne seidig und die Hufe sauber sind, sehen wir gemeinsam unserer nächsten Herausforderung entgegen: Der Vergesellschaftung von Cherti mit Ashqar. Ich habe mir gestern Abend noch überlegt, dass der Braunschecke dem Rappschecken vielleicht gut tun würde und genau deswegen wird das heute in die Tat umgesetzt.

      Am frühen Nachmittag nähere ich mich also der Koppel mit dem Araber, der schon wie toll seine Galopprunden zieht, weil er alleine auf der Koppel stehen muss. Ich lache darüber nur leise, weil das so typisch Ashqar ist. Als ich Cherti allerdings durch das Gatter entlasse, spitzt er die Ohren und in der folgenden Stunde ziehen die zwei vor meinen wachsamen Augen ein ganz schönes Gerenne und Getrete ab. Schließlich ist aber geklärt, dass sich Cherti Ashqar unterzuordnen hat und beide Hengste beginnen doch noch recht friedlich zu grasen.
      Tagwerk vollbracht, würde ich mal sagen.
    • Cascar
      Tierarztbericht (Loulou)
      [12.11.2017]

      Schon früh am Morgen packte ich die am Vorabend desinfizierten Instrumente in meine Arztasche, welche über Nacht Gelegenheit hatten zu trocknen. Meine ersten beiden Patienten waren Routinebesuche, die hoffentlich ohne Komplikationen verlaufen würden. Dennoch war ich gespannt auf die Pferde um die es sich handelte. Mein erster Weg führte mich zu Cascar Winterscape. Ich war beeindruckt, als ich die Auffahrt zu ihrem Gestüt herauffuhr und es sich vor mir erstreckte. Es war kein moderner Neubau, hatte dafür jedoch umso mehr Charme. „Guten Morgen.“, begrüßte ich die junge Frau. Sie grüßte freundlich zurück und ich lud meine Utensilien aus dem Kofferraum des Leihwagens, der nötig gewesen war. Wir befanden uns für mich am anderen Ende der Welt, eine Facette meiner Arbeit die ich liebte, die aber viel Zeit und Flexibilität forderte. Cascar begann unterdessen von meinem Patienten zu erzählen. Ich wusste bereits, dass es sich um einen Marwari handelte, was den Besuch umso interessanter gestaltete. Und ich wurde nicht enttäuscht. Der Hengst stand bereits angebunden und geputzt auf dem Putzplatz und sah uns entgegen. „Ein hübsches Pferd, nicht wahr?“ Cascar schien meine Bewunderung bemerkt zu haben und ich stimmte zu. „Hallo Cherti.“, begrüßte ich den Hengst. Er spielte mit den Ohren und sah mich neugierig an, schien aber wenig begeistert. Als ich mich näherte wich er ein Stück zur Seite aus, ließ sich dann jedoch behutsam begrüßen. „Gut, am besten hältst du ihn fest, dann kann ich rasch alles erledigen.“ Cascar nickte und ging zum Kopf des Tieres. Ich zog mir ein Paar Einmalhandschuhe über und begann damit den Hengst zu untersuchen, um sicher zu gehen, dass ich gefahrlos impfen konnte. Zunächst nahm ich das Stethoskop und horchte auf Lunge und Herz. „Die Lunge ist wunderbar belüftet und Herzgeräusche sind auch keine vorhanden.“, murmelte ich und klopfte Cherti kurz den langen, eleganten Hals. Ehe ich ihn allgemein betrachtete. Er hatte glänzendes Fell, war offensichtlich in einem ausgezeichneten Futter- und Trainingszustand und hatte keine sichtbaren Verletzungen. Seinen Kopf nahm ich genauer in Betracht, sah in sein Maul mit intakter Schleimhaut und auch die Nüstern waren frei von Ausfluss. Seine Augen glänzten und tränten nicht, es zeigten sich auch keine Entzündungszeichen. Zu guter Letzt maß ich seine Temperatur. Dem Hengst gefiel das weniger, doch Cascar reagierte rasch und beruhigte ihn wieder. „Ich wünschte, alle meine Patienten wären in einem so perfekten Zustand. Wir können also gefahrlos impfen.“, sagte ich und zog sogleich den Impfstoff auf. „So.“ Rasch hatte ich die Impfung injiziert und lobte den Hengst. „Jetzt bekommt er noch den Chip in die linke Seite vom Hals.“, erklärte ich und holte das Gerät zum chippen. Rasch war er unter die Haut gesetzt. Der Marwari wich zur Seite aus und riss den Kopf hoch, sichtbar unzufrieden. „Ganz ruhig. Nur noch die Wurmkur und du hast es geschafft.“, murmelte ich und bereitete die Paste in einer Einmalspritze ohne Kanüle vor. „Hältst du seinen Kopf ein Stück hoch, dann bekommt er von mir die Wurmkur.“ Gesagt getan. Ich zwängte ihm die nach Apfel riechende, aber offensichtlich unangenehm schmeckende Paste ins Maul. Der Hengst schmatzte missmutig und schluckte sie schließlich hinunter. „Super, das war's schon. Du bekommst von mir noch den Pass vom chippen und ich ergänze den Impfpass.“, erklärte ich und machte mich an die Papierarbeit, nachdem ich meine Handschuhe ausgezogen hatte. Als das erledigt war, händigte ich Cascar beides aus und packte meine Utensilien zusammen. Die junge Frau begleitete mich zurück zum Auto und verabschiedete sich freundlich, ehe ich mich auf den Heimweg machte.
    • Cascar
      Die Körung
      [13.11.2017]

      So aufgeregt war ich vor einer Kür noch nie: Seit knapp drei Tagen ist der Marwari Cherti ein Bewohner der Winterscape Stables und heute stelle ich ausgerechnet diesen Schecken bei der Körung vor. Obwohl ich mir des Bestehens recht sicher bin, geht mir ganz schön die Pumpe. Zuträglich ist das im Umgang mit dem ohnehin nervösen Hengst kaum; wir sind auf dem Abreitplatz und er giftet sämtliche Hengste in seiner näheren Umgebung an und ist allgemein sehr steif in Rücken und Hals. Ich mahne mich gründlich zur Ruhe, damit unser Warmreiten gelingt.
      Letztendlich sind es nur noch ein paar Minuten und wir werden aufgerufen. Ich streiche Cherti über den Mähnenkamm und blicke doch voller Vorfreude durch die Lücke zwischen den sichelförmigen Ohren des Schecken. Wir reiten ein und halten in der Mitte der Halle, bei X. Dort grüße ich mit einer korrekten Geste die Richter.
      Die Musik hat ja bereits begonnen und so starte ich mit dem dressurerfahrenen Pferd in einer Art schwebenden Mitteltrab auf der rechten Hand, der Chertis Gangvermögen eindrucksvoll hervorhebt. kurz darauf nehme ich ihn ein wenig zurück und wechsle durch die Länge der Bahn, um ebenjene Trabvariation auch auf der linken Hand zu präsentieren. Es folgt ein Angaloppieren bei C. Die Hufe des Hengstes treffen zeitgleich mit den Schlägen der Musik auf den Boden. An einer langen Seite lasse ich ihm dann auch die Zügel kurz lang; um ihn wieder aufzunehmen reite ich auf den mittleren Zirkel und wechsle - immer noch im Galopp, aber mit einem fliegenden Handwechsel - auf die rechte Hand. Ich bin bisher sehr zufrieden, was den Verlauf unser eilig eingeübten Kür betrifft!
      Nun steht nur noch ein kurzes und von der Körperbeherrschung des prachtvollen Schecken geprägtes Durchparieren vom Galopp in den Schritt bei A an. Es folgt eine ganze Runde, in der ich Cherti vom Arbeits- in den Mittelschritt führe und nach einer Kehrtvolte lasse ich mir die Zügel aus der Hand kauen. Die Musik setzt gerade zu ihren allerletzten Takten an, als wir uns erneut bei X einfinden und ich mich mit roten Wangen von den Punktrichtern verabschiede.
      Es ist vollbracht. Und obwohl ich Cherti bisher nur sehr oberflächlich zu kennen glaube, haben wir doch eine eindrucksvolle Teamleistung vollbracht.
    • Cascar
      Weihnachten
      [24.12.2017]

      Weihnachten ist ja eigentlich immer ein Grund zu feiern. Es heißt aber auch, vor dem Vergnügen kommt die Arbeit und genau so ist es im Winterscape Stud: Weihnachten bedeutet vor allem die alltägliche Arbeit. Heute allerdings erschwerend hinzu kommt, dass der Boden des Reitplatzes seit gestern gefroren ist und er deshalb kaum mehr benutzbar ist. Außerdem ist Alois noch unterwegs, kann uns Stallmenschen also nicht helfen. Ich vermute, er ist in Auckland und kauft Weihnachtsgeschenke.
      Obwohl in dieser Hinsicht wirklich mehr als genug Arbeit vor mir und meinen Freunden liegt, bin ich fröhlich. Das liegt zum einen bestimmt an Weihnachten, zum anderen an dem lautstarken Gewieher der Pferde, als ich den Stall an unserem Haus betrete. Wie immer zaubert mir das ein Lächeln ins Gesicht - da weiß man doch gleich, wozu man am Morgen aufgestanden ist.
      Gefüttert sind die Stuten und Lucifer schon, das hat Oliver schon vor sieben Uhr gemacht. Ich bin nun in erster Linie hier, um mich um meine Schätze zu kümmern. Meine Mum begleitet mich, während Tommy drinnen auf die Weihnachtsgans im Ofen für morgen aufpasst. Die ist also schonmal nicht mein Sorge.
      In meinem Schaffensfeld aber steht zum Beispiel meine heißgeliebte Spearmint. Die gescheckte Stute wartet förmlich darauf, dass ich sie aufhalftere und - ohne ihr Fohlen - auf die Stallgasse führe und anbinde. Spearmint wird von mir nur mit Kraftfutter versorgt und geputzt, mehr mache ich mit ihr immer noch nicht. Dazu sind Mutter und Kind noch zu fixiert aufeinander. Die Scheckin genießt es trotzdem sichtlich, dass ich sie betüdle und macht anschließend auch keine Probleme, als ich Spearmint's Cavale Miellée - kurz "Walli" - ebenfalls anbinde und putze. Die junge Stute ist mächtig gewachsen, sie ist ja genau so alt wie Lucifer. Auch ihre Mähne beginnt langsam zu kippen und ist zu meiner Freude alles andere als dünn. Bei dem Papa sollte das auch so sein. Ansonsten ist die Liebe sehr aufgeweckt und auch heute verdammt hibbelig. Ich bin heilfroh, Spearmint und ihr Kind dann auf die Koppel hinter dem Stall entlassen zu können.
      Wenig später folgen den beiden dorthin Versatilely Gold und Spotted Frischkäse. Der Ponystute hat sich Jeannine angenommen, während ich mich um die alte Araberin kümmerte. Wobei VGold ja alles andere als senil ist - sie ist zwar ruhig, gelassen und döst gerne während des Putzens, hat aber nach wie vor einen ordentlichen Appetit und ordentlich Feuer unter dem Hintern. So ist es auch primär sie, die man auf der Weide beim Spielen mit Walli beobachten kann.
      Als ich nach dem kurzen Weidenbesuch in den Stall zurückkehre, kommt mir meine Mum mit der frischgeputzten Cheetah entgegen. Dann ist nur noch Lucifer übrig, der ganz wild Runden in seiner Box läuft und lauthals wiehert. Ich beruhige ihn mit Mühe, aber letztendlich doch, überrede ihn schließlich mit einer Möhre und seiner täglichen, verbliebenen Milchration aus der Flasche. Danach ist er schon wieder ansprechbar und wir können friedlich zur Fellpflege und zu einem kleinen Spaziergang schreiten. Letztendlich hat es aber auch dieser Schecke geschafft und darf zu seiner besten Freundin Spotti auf die Koppel.

      In der Zwischenzeit haben - wie ich mitbekomme - Ann und Oliver schon fast den Ganzen Südoststall auseinandergenommen: Worgait und Cyclone stehen schon geputzt auf dem Paddock schräg gegenüber des Wohnhauses und ich sehe hinter den geöffneten Paddocktüren zwei Schatten die Boxen ausmisten. Ich zögere nicht lange und geselle mich zu den Beiden. "Ahoi!", sagt Olli, als ich einen Gruß in den Stall rufe und mir eine Mistgabel schnappe. In dem Moment kommt auch Jeannine und beginnt, Kazooms ohnehin schon spiegelndes Fell noch glänzender zu putzen. Der Tekke bekommt daraufhin eine Decke auf den Rücken und wird auch auf die Weide gebracht. Mehr Arbeitsaufwand haben nach dem Putzen Distraction und Gepir. Der Rappe wird von mir geputzt und gesattelt, Ann nimmt sich ihrer Reitbeteiligung an und wir begeben uns zusammen für eine Runde um die westlich liegende, große Koppel auf den Feldweg. Vorrangig gehen wir Schritt und Trab, verbringen aber vor allem gut Zeit mit unseren Pferden. Als wir zurückkehren, ist Olli gerade fertig damit, Ashqar zu putzen. Der Araber hat quasi - wie Kazoom - Winterferien und ich nehme ihn dann mit Dizzy und Gepir mit auf die Weide. Im Stall ist dann nur noch unser Cherti, der unter der Abwesenheit seiner Freunde zunehmend unruhig wird und den ich deshalb am Anbindebalken auf dem Hof putze und sattle, im Sichtkontakt mit Cyclone und Worgait. Da wird Cherti auch wieder entspannter und ich gehe auch mit ihm noch eine Runde, bevor der Hengst auf die Koppel darf.
      Als ich dann auf den Hof zurückkehre, ist es schon nach 15:00 und die Sonne neigt sich bereits dem Horizont entgegen. Ich mache mich auf die Suche nach meinen Freunden und finde sie an der Stutenkoppel. Die Pferde des Hauptstalls sind nämlich heute Morgen direkt auf die Weide gegangen und werden jetzt erst zurechtgemacht, bevor sie wieder in ihre ausgemisteten Boxen dürfen. Dazu gehören unter anderem Himmawallajugaga, die ich zusammen mit Charelle und so auch Blomquist an den Anbindebalken im Windschatten des Stallgebäudes nehme. Dort macht sich Olli an Himmis kurzem Fell zu schaffen, ich kümmere mich behutsam um Mutterstute und Fohlen. Blomquist ist nämlich der jüngste und an das Absetzen ist noch gar nicht zu denken. Nelly passt auch auf ihn auf wie ein Fuchs. Deshalb dreht sie sich während des Putzens ständig um die Vorderhand, um ja ihren Sohn im Blick zu haben. Ich mache da mal geduldig mit - es ist ja Weihnachten - und atme sehr erleichtert auf, als Charelle fertig ist. Blomquist holt sich dann erstmal eine Milchration ab, dann dürfen alle drei Pferde - auch Himmi - in den warmen Stall. In der Zwischenzeit sind dort bereits auch CH's Unglück und Earl Grey's Darjeeling eingetroffen - zu meiner Überraschung geführt von Carina. Ich begrüße sie herzlich, nachdem die Pferde weggebracht sind und wünsche ihr frohe Weihnachten.
      Dann geht es wieder an die Arbeit. Jeannine holt und putzt Devrienterreuth, die mittlerweile langsam wieder fit ist, und Carina und ich begeben uns mit Ann und Oliver in den letzten Stall, den Südweststall. Auch dort sind die Boxen schon ausgemistet, die Hengste, die hier wohnen, tummeln sich zufrieden auf den Offenstallweiden zur Straße hin. Und sie sind natürlich richtig schön dreckig. An erster Stelle steht da Hic Rhodus, hic salta!. Er ist gleich zwei Nuancen hellbrauner durch den verkrusteten Schlamm und wird deshalb zielstrebig von Carina zum Putzen in die Stallgasse gezogen. Ich wähle kurzerhand Empire of Darkness und Oliver überlassen wir damit sein Pferd Empire of Grace. Während des Putzens bekommen die Hengste gleich ihr Futter - nach den genannten auch der gute Klappstuhl und Bem-Te-Vi. Damit sind dann alle Pferde versorgt und ich atme mehr als erleichtert auf, als ich die letzte Boxentür schließe. Mehr Personal ist definitiv ein Verbesserungspunkt für 2018.
      Es ist schon 18:00 und ich beeile mich an diesem Abend, noch duschen zu gehen, bevor wir zur Weihnachtsmesse nach Auckland fahren. Die Bescherung im Kreise meiner Familie wird wohl noch ein paar Stunden auf sich warten lassen …
    • Cascar
      Stufenerhöhung Dressur (E/A)
      [31.12.2017]

      "Aber das kannst du doch nicht machen! Hast du nicht gesehen, wie Spotti geschwitzt hat!?", Klage ich Alois an, doch insgeheim weiß ich, dass es zwecklos ist. "Cascar, zum einen ist das nicht deine Entscheidung, zum anderen brauchen wir wirklich einfach Hilfe mit den Pferden. Dass die alle nur auf der Koppel stehen willst du doch auch nicht!", wirft er ein und ich muss ihn wohl oder übel recht geben. "Wir können ja zusammen überlegen, wen die beiden Reiten.", sagt er weiter und beschwichtigt mich tatsächlich ein bisschen, mehr, als ich zugeben möchte. "Und ausgelernt haben die zwei ja auch noch nicht." - "Ja, aber dass man mit Ende dreißig noch seinen Reitstil ändert, wäre auch was neues.", schnaube ich. Alois lässt es darauf beruhen und wir verabschieden uns, während er mit Kira in Richtung eines Spazierganges strebt und ich mich auf den Weg zum Hauptstall mache. Ich habe viel vor und das wird mich ablenken, das spüre ich.
      Schon allein, weil ich heute mit Pferden und Disziplinen zu tun habe, denen ich sonst eher weniger begegne: Es geht um Dressurtraining und weil ich zweifelsfrei zugeben kann, dass das viele Menschen besser können als ich, treffe ich wenig später auf Ann. Sie ist zwar keine Ausbilderin, aber eine sehr gute Freundin und talentierte Dressurreiterin. Wir begrüßen uns also herzlich und weil ich so aufgewühlt bin, beginne ich ihr vom gestrigen, meiner Meinung nach eher schief gelaufenen, Springtraining zu erzählen. Sie hört aufmerksam zu, während sie CH's Unglück putzt und ich Devrienterreuth. Beide Stuten scheinen die Spannung in dem Gespräch zu spüren und stehen ganz still und ohne zu entlasten. Wir lassen uns trotzdem Zeit mit dem Satteln und Trensen und treffen schließlich wohlbehalten auf dem Reitplatz - auf Louis. Zu meinem Entsetzen longiert der nämlich dort keinen geringeren als Cherti. Er bringt es sogar noch fertig, ein freundliches "Hallo!", mit Akzent zu uns zu rufen. Mir sackt die Kinnlade ab, sodass mich Ann unauffällig in die Seite Boxen muss. Sie lässt sich nicht einschüchtern und sagt "Guten Tag!", zurück. Mir hat es die Sprache verschlagen. Ein bisschen wie gelähmt führe ich Devri warm, die ganz erquickt über ein bevorstehendes für sie (!) ist. "Ist das Louis oder Cedric?", fragt mich Ann dann. "Louis.", mühe ich mich ab. "Aber du hast doch gesagt, er ist nicht schlecht geritten, gestern.", fährt sie fort. "Ja, aber 'nicht schlecht' ist eben auch nicht 'gut'.", gebe ich finster zurück. "Ach komm schon!", neckt mich Ann. "Wer so gut aussieht, kann unmöglich nicht reiten." Und damit fragt sie Louis quer über den Platz, ob er nicht mit Cherti mit uns trainieren wolle.

      Mein erster Gedanke ist: Der arme Cherti. Doch ich muss wohl oder übel zugeben, dass ich Louis' Reitkünste wesentlich schlechter in Erinnerung habe, als er sich heute letztendlich präsentiert. Wie auf Celli gestern macht er auf dem Hengst einen souveränen Eindruck. Außerdem muss ich einfach sagen, dass ihm die Dressur wesentlich mehr liegt als das Springen.
      So viele Feinheiten bekomme ich dann aber doch nicht mit, denn es ist Devri, die heute unter mir läuft. Die Stute ist nun, nach knapp einem halben Jahr, wieder genesen. Ruby, ihre offizielle Besitzerin, die allerdings immer noch nicht wieder auf dem Hofgelände aufgetaucht ist, hat nicht so viel Glück gehabt: Seit dem verhängnisvollen Sturz auf der Rennbahn sitzt sie bis heute im Rollstuhl. Sie meldet sich nicht mehr, aber ich habe ihr im Namen meiner Familie eine Weihnachtskarte geschrieben.
      Devri aber ist ja nun wieder fit, das haben die OP, viel Physiotherapie und Schwimmtraining gebracht. Rennen läuft die Liebe zwar nie wieder, aber immerhin ist sie seit einigen Wochen in der Lage, weder einen Reiter zu tragen. Wir haben vorher schon viel an der Longe gemacht und jetzt sind wir auf einem Stand, auf dem die Stute gute Muskeln hat, sich selbst trägt und bereitwillig dehnt. Auch heute geht sie bereitwillig in einer feinen Anlehnung und lässt sich problemlos in den Grundgangarten reiten. Sogar das verlängern der Schritte im Trab, wie wir es die letzten Tage geübt haben, klappt auf Anhieb. Was mein Pferd ja noch nicht weiß, ist, dass ich heute auf sie einen kleinen Attentat vorhabe: Lektionen der A-Dressur.
      Ich sehe zu Ann hinüber und sie lächelt mir aufmunternd zu. Sie Reiter ja CH's Unglück, mit der ja lange so wirklich gar nichts gemacht würde. Auf dem WCS haben wir quasi sämtliche ihrer Muskeln restauriert. Jetzt läuft dienliche mehr im Reitunterricht, sondern soll mit ihrem mittleren Alter auch dich nochmal einige Turniere gehen - sportlich und ausnahmslos hübsch ist sie ja. Im Unterschied zu Devri steht sie allerdings nicht anz so gut im Training, weshalb Ann noch hin und wieder Mühe hat, Unglück daran zu hindern, sich aus der Anlehnung zu heben. Da hilft nur Beschäftigung und so üben wir zu viert ganz unauffällig Bahnfiguren, die auch bei einer A-Dressur eine große Rolle spielen. Ganz besonders sind das Handwechsel und Volten.
      Louis und Cherti machen während der Zeit ihr eigenes Ding. Der Hengst schielt zwar ab und an neugierig zu den Stuten, wendet seine sichelförmigen Ohren dann aber doch wieder seinem Reiter zu und scheint auch insgesamt ganz gut zu machen. Sogar der Mittelschritt klappt ganz augenscheinlich. Mit dem haben Ann und ich so unsere Probleme. Beide Stuten, zierlich wie sie sind, laufen nicht so gerne über den Rücken und es verlangt mir auch konditionell so einiges ab, Devri in die gewünschte Haltung zu manövrieren. Nachdem das schlaue Mädchen das aber einmal verstanden hat, klappt es zunehmend besser. Auch Anns Geduld zahlt sich aus, zumindest nachdem sie eine durchgehende Unglück einmal gebremst und nicht ohne Strenge beruhigt hat.
      So kommen schließlich alle Pferde und Reiter zum Mittelgalopp, der meiner Meinung nach wesentlich einfacher zu erreichen ist, als der Mittelschritt. Ob das auch auf ehemaliges Rennpferd zutrifft, bleibt wohl abzuwarten.
      Cherti und Louis schlagen sich zuerst einmal ganz gut, auch wenn er Hengst mit jedem Schritt seine Intelligenz klar macht: Sobald Louis nicht ganz aufmerksam ist, lässt er sich ein bisschen gehen, aber man sieht auch, dass der Schecke das Prinzip sehr wohl verstanden hat.
      Die beiden Vollblutstuten sind da um einiges zäher. CH's Unglück mit ihrer Neigung, die Anlehnung zu verlassen, muss von Ann ganz schön gearbeitet werden, bis sie weich und ausgelastet genug ist, um im Galopp ordentlich unterzutreten und über den Rücken zu schwingen. Ähnlich verhält es sich mit Devri, die im ersten Moment total auf Tempo schaltet und deshalb einen sehr flachen Galopp präsentiert. Mit viel Mühe, Geduld und Fingerspitzengefühl gelingt es mir aber schließlich auch bei ihr, den Mittelgalopp zu absolvieren. Danach üben wir alle noch ein bisschen unabhängig voneinander die Lektionen aus der E-Dressur wie Schenkelweichen und die Arbeitstempi der Gangarten.
      Nach insgesamt zwei Stunden sind alle im wahrsten Sinn fix und fertig. Trotzdem lief das Training so gut, dass ich es schaffe, einen zähen Abschiedgruß an Louis über die Lippen zu bekommen, bevor wir nach einigen Schrittrunden mit gelockertem Sattelgurt den Reitplatz verlassen. Es wird ja auch langsam dunkel.
    • Cascar
      Sammelbericht
      [03.05.2018]

      An diesem Morgen ist mein erstes Ziel - wie üblich - Mrs. Fluffy. Die kleine Ponystute lümmelt mit halb geschlossenen Augen unter der Rotlichtlampe und gerät ganz plötzlich aus dem Häuschen, als sie mich mit der Milchflasche erblickt. Ich lache und rede mit ihr, während sie wie die übrigen Pferde ihr morgendliches Futter bekommt. Es ist um sechs und in den Ställen des WCS herrscht rege Betriebsamkeit. Ewa und Stani sind zurzeit die einzigen Stallarbeiter, was angesichts der knapp dreißig Pferde eine große Herausforderung ist. Zwei helfende Hände mehr machen da schon viel aus – meine zum Beispiel.
      So bin ich es heute, die Versatilely Gold, Spearmint und Walli (Spearmint's Cavale Miellée), Spottted Frischkäse und Cheetah Heu- und Kraftfutter ausgibt. Die Wege in diesem Stallgebäude sind nicht sonderlich lang, sodass ich recht zügig durchkomme.
      Danach geselle ich mich zu Ewa in den Hauptstall. Das Mädchen versorgt die Stuten, so ist das hier. Grinsend begrüße ich sie mit einer Umarmung, bevor wir fortfahren. Omega knabbert bereits an ihrem Heu, Himmawallajugaga hat noch mit dem Kraftfutter zu tun. Ewa ist gerade bei Earl Grey's Darjeeling und wirft ihr noch eine Möhre in den Trog. Eine Box weiter wartet Charelle, der ich eine größere Portion Heu mit der Heugabel zuschiebe, weil auch ihr Fohlen Blomquist langsam ernsthaft auf feste Nahrung umsteigt. Dann ist da noch Devrienterreuth, die mit Schwung von ihrem Paddock nach drinnen kommt, um ihre Futterration hastig zu verschlingen. Ich mahne sie scherzhaft zur Ruhe, dann geht es auch schon weiter. Ewa hat inzwischen Taste of Desire und Ashinta versorgt und so bleibt noch CH's Unglück, die fortwährend leise wiehert, als ich ihren Futtertrog fülle.
      Halb sieben ist der Stall also auch fertig. Draußen treffen wir auf Oliver, der gerade mit dem Fahrrad in die Hofeinfahrt biegt. Er winkt und mit einem strahlenden Lächeln. Wir treffen ihn bald darauf im ersten Hengststall. Stani war bereits hier und die Pferde kauen zufrieden. Ich gehe einfach einmal durch die Stallgasse - Hic Rhodus, hic salta! schaut nicht einmal auf, mit ihm, Empire of Darkness, Bem-Te-Vi und Klappstuhl ist alles in Ordnung.
      Den Pfleger finden wir letztendlich in den Südweststallungen, bei den Tekkinerhengsten. Und bei Ashqar, der mir mit Distraction und Lucifer entgegenwiehert. Außer den dreien steht hier noch Worgait, der sein Futter auf der Koppel vor seiner Box bekommt, dann noch Cyclone, Yacedor Gepir und Kazoom. Zuletzt ist da noch Cherti zu nennen. Der Schecke hat es mir besonders angetan, er gehört nur leider nicht mir und ich gebe zu, ich bin nicht der optimale Reiter für ihn als Gang- und Dressurpferd. Da passt Louis schon besser.

      Um sieben sind also alle Pferde versorgt. Keine Stunde später bringen wir die Pferde alle auf die Koppeln. Der nächste Marathon beginnt, das Ausmisten der Boxen. Ich bewahre mir, die Boxen meiner eigenen Pferde selbst auszumisten, also die von Spearmint, Dizzy, Ashqar und Omega, einfach weil ich der Meinung bin, dass es dazu gehört. Alle anderen übernehmen Ewa und Stani.
      Louis und Cedrick treffen am Vormittag ein und bewegen - an der Longe oder im Sattel - ausgewählte Pferde. Ich selbst gehe mit Ashqar, Oliver und Bem-Te-Vi ins Gelände. Als wir wieder da sind, macht Paul mit Rhodus im Roundpen Bodenarbeit und Carina verliest Earlys Schweif. Später, nach dem Mittagessen, trifft auch Ann ein und reitet Gepir. Am Ende des Tages dann, gegen sieben, bringen wir die Pferde alle in den Stall, wo sie ihr Futter genießen und den Tag auf dem Paddock ausklingen lassen können.
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    WCS - Südweststallung
    Hochgeladen von:
    Cascar
    Datum:
    10 Nov. 2017
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  • [​IMG]

    Zuchtname des Pferdes Cherti
    Rufname Cherti

    Besitzer Kaisa Scoresby
    Reitweise Klassisch
    Vorkaufsrecht Tassila

    Tierarzt Eddi Caen
    Hufschmied Alois Roger Winterscape
    Ausbilder Louis McMorgan
    Reitbeteiligung keine

    Stall Südweststallung
    Weide häufig auf einer
    der Offenstallweiden anzu-
    treffen, sonst westlich des
    Gebäudes
    Einstreu Stroh
    Futter Heu, Saftfutter;
    Kraftfutter 2x täglich
    Anmerkungen keine

    Chertis Spind folgt
    Portrait noch nicht vorhanden

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    Von unbekannt
    - x -

    Aus der unbekannt
    - x -

    Zur Zucht zugelassen
    Cherti ist zur Zucht zugelassen

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    Gewinner der Hengstkörung 493

    Züchter unbekannt
    Eingetragene Zucht
    WCS (Winterscape Stud)

    Gencode unbekannt
    Vererbung unbekannt
    Nachkommen keine

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    Geschlecht Hengst
    Geburtsdatum 21.05.2011
    Rasse Marwari
    Herkunft Frankreich

    Stockmaß 157 cm
    Art Pferd
    Typ Vollblut

    Fellfarbe Black Tobiano
    Langhaar schwarzweiß
    Abzeichen Flocke; h. l. weiß
    gestiefelt; h. r. hochweiß gestiefelt
    Sonstige Erkennungsmerkmale
    sichelförmige, stark nach Innen zei-
    gende Ohren; Scheckung

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    ausgeglichen ◆◆◆◆ unausgeglichen
    aufmerksam ◆◆◆◆ unaufmerksam
    introvertiert ◆◆ extrovertiert
    intelligent ◆ unintelligent
    selbstbewusst ◆◆◆ unsicher
    temperamentvoll ◆◆◆ ruhig
    geduldig ◆◆ ungeduldig
    streitlustig ◆ friedlich
    freundlich ◆◆ bösartig
    arbeitsfreudig ◆◆◆ faul
    nervös ◆◆◆◆ beständig
    sozial ◆◆◆◆ unsozial
    naiv ◆ dominant
    loyal ◆◆ untreu

    -

    Charakterbeschreibung
    Cherti, benannt nach dem ägyptischen Gott der Unterwelt, nimmt
    seine Umgebung sehr ernst. Das heißt zum einen, dass der Hengst kaum Spaß versteht, zum
    anderen, dass er seine Umwelt sehr bewusst wahrnimmt und interessiert ist. Mit seinen fünf
    Jahren ist der Schecke damit ein typischer "Gucker", der gerne auch einmal wegen einer Katze
    im Gebüsch einen Stellenschock erleidet oder vor einer Wasserflasche ein paar Schritte
    zurückmacht. Zu diesem Charakterzug gehört auch seine Abneigung gegenüber Hunden und
    anderen Tierarten im Allgemeinen sowie Kindern - Unberechenbarkeit bedeutet Stress für
    Cherti und dem möchte er gern aus dem Weg gehen. Wenn es sein muss, werden dazu Hufe
    und Zähne benutzt.
    Daraus resultiert, dass der Hengst seine Zeit und seinen Freiraum braucht. der Reiter sollte
    deshalb viel Geduld und Kreativität mitbringen und recht kleinschrittig arbeiten. Dennoch ist
    es nicht so, dass Cherti kein Interesse oder eine Abneigung gegen die Arbeit mit dem
    Menschen besitzt - er möchte nur respektiert und anspruchsgerecht gefordert werden.

    Geschichte
    Cherti stammt vermutlich aus einem Privatgestüt in Frankreich. Seine
    grundlegende Ausbildung erhielt er aber in Mazedonien und erreichte dort auch den
    Großteil seiner Turniersiege. Besonders hervor tat er sich dabei im Gangreiten
    und der Dressur.

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    Eignung
    Dressur, Gangreiten

    -

    Springen E A L
    Zeitspringen E A A* A** L
    Stilspringen E A A*
    Mächtigkeitsspringen keine Teilnahme

    Dressur E A L M S S*
    Lektionen der Dressur E A L LM LP M S S*

    Military E A
    Geländestrecke CIC/CCI* CIC/CCI**

    Distanz E A L M
    Distanzritte EL EVG1 EVG2 EVG3

    -

    Gangreiten E A L M S
    Tölt T1 T2 T3
    Viergang V1 V2 V3
    Fünfgang keine Teilnahme
    Passrennen keine Teilnahme

    -

    Fahren E A L
    Dressurprüfung CAI-A1 CAI-A2 CAI-A3
    Ausdauerprüfung keine Teilnahme
    Hindernisfahren keine Teilnahme

    -

    Wendigkeit E A L M S

    Turnierbedingter Aufstieg | Trainingsaufstieg | Potential


    Auszeichnungen


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    2. Platz; 88. Gangturnier | 3. Platz; 92. Gangturnier | 2. Platz; 93. Gangturnier
    2. Platz; 104. Gangturnier | 2. Platz; 105. Gangturnier

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    2. Platz; 106. Gangturnier | 2. Platz; 116. Gangturnier | 1. Platz; 129. Gangturnier
    2. Platz; 132. Gangturnier | 1. Platz; 133. Gangturnier

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    3. Platz; 134. Gangturnier | 1. Platz; 136. Gangturnier | 1. Platz; 147. Gangturnier
    2. Platz; 154. Gangturnier | 2. Platz; 165. Gangturnier

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    1. Platz; 181. Gangturnier | 1. Platz; 182. Gangturnier

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    2. Platz; 385. Dressurturnier | 3. Platz; 388. Dressurturnier
    2. Platz; 390. Dressurturnier

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    1. Platz; 380. Fahrturnier | 1. Platz; 384. Fahrturnier
    3. Platz; 385. Fahrturnier

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    Fohlen ABC absolviert
    Longiert absolviert
    Eingeritten absolviert
    Eingefahren absolviert

    Beurteilung Cherti neigt zur Hektik,
    mag die Arbeit aber grundsätzlich

    Gelassenheitstraining absolviert
    Hindernisgewöhnung absolviert
    Hängergewöhnung absolviert
    Startboxgewöhnung nicht absolviert

    Roundpen lauffreudig, energievoll
    Reitplatz/Reithalle guckig, braucht eine Weile,
    um locker zu werden; will beschäftigt werden
    mag aber die Natur und schaut viel herum
    Gelände sehr lauffreudig, aber gut zu halten

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    Gechippt ja
    Geimpft ja
    Bekannte Krankheiten keine
    Anmerkungen Cherti ist kerngesund
    und entwurmt, keine Beschwerden

    Hufzustand annehmbar
    Prüfstand überfällig
    Beschlag vorn keiner
    Beschlag hinten keiner
    Anmerkungen schmiedtauglich;
    nicht beschlagen