1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen
Gwen

Cherry Blossom

Lewitzer ♀

Cherry Blossom
Gwen, 6 Juni 2020
Veija und Zaii gefällt das.
    • Gwen
      Leben auf Rook's Bay Stable

      Pflegebericht März 2019 - 1408 Zeichen von Calypso
      Seit fast 2 Wochen war die Stute Cherry Blossom nun auf unserem Hof. Sie hatte sich gut eingelebt und machte sich gut. Ich setzte auch viel Hoffnungen in sie, ihre Abstammung war klasse und vielleicht würde ich später mal ein Fohlen aus ihr ziehen, aber das waren Pläne die in weiter Zukunft lagen. Jetzt sollte sie erstmal eine solide Grundausbildung genießen. Heute war ein verregneter und kalter Tag. Ich nutzte eine kurze Regenschauer Pause um Cherry zu putzen. Danach ging ich mit ihr in das Roundpen und machte etwas Freiarbeit. Ihr machte das von Anfang an schon so viel Spaß, sie war sehr aufmerksam, nahm einem manchmal schon die Aufgaben vorne weg, wo man sie wieder etwas bremsen musste. Auf was ich auch achten musste war, dass Cherry nicht zu weit in meinen persönlichen Raum herein trat. Sie musste lernen trotzdem Abstand zu halten auch wenn ich sie gerne bei mir hatte. Nach einer halben Stunde Arbeit und viel Tempo Wechseln und Seitengängen ließ ich es für gut sein und brachte sie wieder auf die Koppel. Ich hatte auch schon einmal überlegt sie doch im Schulbetrieb mit laufen zu lassen, für die erfahreneren Reiter. Aber ich war mir noch unschlüssig, ob ich sie nicht doch erst etwas gefestigt haben wollte und sie erstmal nur von mir geritten werden sollte. Darüber würde ich mit meinem Mann nochmal reden. Zutrauen würde ich es der Stute aufjedenfall das sie ihren Job gut machen würde.

      Pflegebericht Juni 2019 - 4026 Zeichen von Calypso
      16.30 Uhr, ich war spät dran und hastete zum Reitplatz. Ich hatte total vergessen das ich heute die fortgeschrittenen Reitstunde hatte. Zum Glück waren die drei Mädels selbständig und kannten sich auf dem Hof aus. Die Pferde waren im Vorfeld schon eingeteilt worden und so standen sie schon fertig auf dem Reitplatz, gurteten nach und stiegen auf. „Tschuldige Mädels, ich bin spät dran. Also rauf auf die Pferde und warm reiten.“ meinte ich und schnappte mir einen Hocker. Meine Reitstunden waren keine typischen Gruppenstunden. Ich hielt nichts von Abteilungsreiten, bei mir ritt jeder für sich und ich nahm mir für jeden meiner Reitschüler Zeit und schaute was wir verbessern konnten. „Lisa, vergiss nicht Lamiro von Anfang an ordentlich zu treiben, sonst zieht sich das die ganze Stunde lang so durch.“ Ich widmete mich zuerst Lindsey die auf der jungen Lewitzer Stute Zenja saß. Ich hatte ihr bewusst die Stute gegeben, da ich wusste das Lindsey eine gute und vor allem ruhige und konsequente Reiterin war. Genau das was Zenja brauchte. Ich erklärte ihr nochmal kurz auf was sie achten sollte. Die Stute fand noch nicht so leicht in die Anlehnung. Sie sollte immer leichten Kontakt am Zügel halten und bei der kleinsten Kopfbewegung Richtung Boden nachlassen. Viele Zirkel, Volten und Biegungen reiten und dann das gleiche im Trab. Dann lief ich über den Reitplatz zu Elena die auf der anderen Lewitzer Stute Cerry Blossom saß. Sie ritt sie schon des öfteren und langsam waren sie gut eingespielt. Sie trabten bereits auf dem Zirkel und ich gab Anweisungen und Hilfestellung zum Schulterherein. „Ja so ist gut, nicht zu weit abstellen. Wenn du an der langen Seite wieder angekommen bist gehst du ins Konter Schulterherein.“ Ich beobachtete es ein paar Minuten lang und ließ sie dann wieder selbst daran arbeiten. Mein Kaltblut Wallach Lamiro drehte auch schon im Trab seine Runden, und das nicht einmal langsam „Lisa wenn du eine Pause brauchst dann pariere mal durch.“ rief ich mit einem Lächeln rüber. Ich wusste wie anstrengend es war ihn in Bewegung zu setzen.

      Plötzlich sah ich Jasmine mit der Mustang Stute Dawn über den Hof laufen. „Hey Jasmine, arbeitest du wieder mit ihr?“ als Antwort bekam ich ein lächelndes Nicken und die beiden gingen zum Roundpen rüber. Jasmine war bei uns in Ausbildung zur Reittherapeutin und ich hatte ihr jetzt Dawn für Übungszwecke überlassen. Die Stute war jetzt gefestigt genug im Umgang und ich konnte mir auch vorstellen das die Stute ein gutes Therapiepferd werden könnte. Eben wegen ihrer sehr sensiblen und vorsichtigen Seite. Und Jasmine arbeitete sehr gut mit ihr und konnte so auch selbst üben.

      Nach 45 Minuten beendeten wir die Reitstunde und ich ließ sie im Schritt abreiten. „Super gemacht heute ihr Drei. Ihr wisst, Futter für die Pferde herrichten und dann können sie wieder auf ihre Koppeln.“erklärte ich und verließ den Sandplatz. Die Mädchen waren alt genug und brauchten mich nicht mehr an ihrer Seite, soweit vertraute ich ihnen. Ich sah dann schnell bei Löwenherz vorbei. Der Gute lahmte seit zwei Tagen ein bisschen. Als ich ankam stand er im Offenstall und döste vor sich hin, aber die Möhre die ich ihm mitgebracht hatte erregte seine Aufmerksamkeit. Nach genügend Kuscheleinheiten tastete ich sein Bein ab, warm war es nicht mehr und er schien keine großen Schmerzen zu haben. Vermutlich hatte er sich nur blöd vertreten. Zufrieden ließ ich ihn wieder in Ruhe Dann schaute ich bei Jasmine und Dawn vorbei, guckte ihnen noch ein wenig zu und ging dann zu meinem selbstgezogenen, kleinen Hengst Maverick. Okay, klein war er nun nicht mehr, er war immerhin schon fast 3 Jahre alt. Ich freute mich schon auf die Zeit ihn einzureiten, aber er sollte soviel Zeit wie nötig erhalten. Ich war bei ihm auf der Koppel und machte dort meine kleinen Übungen mit ihm. Er war sehr begeistert von Freiarbeit, folgte mir auf Schritt und Tritt und der spanische Gruß hatte es ihm sehr angetan.
      Nach den Spielereien machte ich meinen Rundgang auf dem Hof und ging dann ins Büro.

      Pflegebericht Dezember 2019 - 2497 Zeichen von Calypso
      Weihnachten stand vor der Tür und es gab noch so viel vorzubereiten. Luke und Harry stellten gerade auf dem Hof einen Tannenbaum auf und Jasmine war mit einer Reitgruppe auf dem Sprung zum Ausreiten. Wie ich sehen konnte hatte sie Löwenherz, Zenja, Cherry Blossom und Dawn als Handpferd dabei. Die Mustangstute machte sich gut und wurde immer souveräner und entspannter. Das freute mich sehr, doch leider hatte ich mich dazu entschlossen sie zu verkaufen. Ich wollte mich mehr auf die Criollozucht konzentrieren und das nahm sehr viel Zeit in Anspruch und Dawn braucht einen Besitzer der sich voll und ganz auf sie konzentriert und dem sie vertrauen kann. Ich hatte dazu leider keine Zeit. Aber in der Zeit wo sie bei uns war hat sie sich extrem positiv entwickelt.
      Ich lief über den Hof und raus zu den Hengstkoppeln. Wir hatten jetzt die ganz große offen und die Hengste genossen es zu spielen und zu toben. Auch mein Connemara Hengst Maverick hatte sich bei den Criollo Hengsten gut eingelebt. Genauso wie mein Neuzugang Coreando. Ich sah ihnen einen Weile zu. Colorido, el Alba Ardiente und PFS Dreaming of Revenge spielten ausgelassen, stiegen und bockten herum, aber alles aus Spielerei. Fame, Fantasio und Companero knabberten am Gras herum und Kantarro wälzte sich mehrere Male. Chulo kam tatsächlich an den Zaun und holte sich Streicheleinheiten ab, obwohl er nicht die Art von Pferd war der die Zuneigung des Menschen sonderlich genoss. Aber umso mehr freute es mich.
      Als ich wieder zum Hof zurück kam, stand der Tannenbaum bereits und Luke machte die Lichterkette dran. „Sieht doch schon gut aus.“ meinte ich und blieb kurz stehen um es genauer zu betrachten. „Wenigstens ein bisschen Weihnachtsfeeling wenn wir schon keinen Schnee kriegen.“ scherzte Luke und kam auf seiner Leiter runter um mich zu küssen. „Wer braucht schon Schnee. Weihnachten mit Nebel und viel Regen hat doch auch was.“ ich lächelte verschmitzt und blieb noch eine Weile in Luke´s Armen. „Ich hole jetzt noch Äste und Zweige für die Stuten zum knabbern. Wir sehen uns dann drin.“ dann ging ich zum Traktor und fuhr mit dem Hänger zur Stutenkoppel. Dort angekommen zog ich die Äste auf die Koppel und schon kamen Princess Mononoke, Sabandija, Adrenaline und Rovina angetrabt um zu sehen was ich da mache. ZW Ashitaka und Fermina kamen kurze Zeit später auch näher heran und fingen gleich an an den Ästen zu knabbern. Sie bekamen alle ein paar Streicheleinheiten von mir bis ich wieder weiter an meine Arbeit musste.

      Pflegebericht Juni 2020
      Es war ein wunderschöner, warmer Tag. So langsam kam der Sommer und wir hatten etwas über 20 Grad. Für die Verhältnisse von Wales waren das schon sommerliche Temperaturen. Deswegen beschloss ich heute einen Waschtag zu machen, einen Waschtag der besonderen Art. Maverick und Cherry Blossom sollten nämlich verkauft werden, diese Entscheidung fiel mir nicht leicht, und deshalb brauchten sie mal eine ordentliche Dusche sodass sie auf den Verkaufsbildern hervorragend aussahen. Ich holte Maverick von der Koppel und band ihn am Waschplatz an. Er kannte Wasser und hatte keine Probleme mit dem Abspritzen. Von oben bis unten machte ich ihn nass, und mich leider auch ein bisschen, und fing dann an ihn ein zu shampoonieren. Mehrmals fing der junge Hengst an sich zu schütteln "Ricki bitte bleib mal kurz ruhig" lachte ich und hielt die Arme vor mein Gesicht um mich vor dem spritzenden Shampoo zu schützen. Als ich ihn wieder gründlich abgespritzt hatte, verlas ich den Schweif und kämmte die Mähne ordentlich durch. Dann durfte er zum trocknen auf ein kleineres abgetrenntes Stück Wiese. Als nächstes war mein Stütchen Cherry Blossom an der Reihe. Sie war nicht so geduldig wie Maverick und so musste ich schneller arbeiten. Am Hals ließ sie sich leider nicht abspritzen, ich versuchte es, aber sie wurde immer unruhiger und giftiger. "Hast es doch schon geschafft" sagte ich ruhig und führte sie zu ihrer Box. Dort bekam sie noch ihr Zusatzfutter und dann durfte auch sie raus in die Sonne zum trocken. In der Zwischenzeit setzte ich mich schon mal an die Verkaufsanzeigen und setzte diese auf. Ach, es fiel mir wirklich nicht leicht...
    • Gwen
      Pflegebericht 06.06.2020 - Unverhofft kommt oft

      Momentan hatten wir auf dem Hof alle Hände voll zu tun, dementsprechend war gar keine Zeit, sich auch nur Gedanken über einen neuen Vierbeiner zu machen und doch war es so, wie es in der Pferdewelt immer war: Zufall. Wir waren lediglich in Dauphin, um unsere neue Futterlieferung abzuholen und da sah ich den Aushang. Ein kleinerer Hof verkaufte zwei Sportponys. Einen Connemarahengst und eine Lewitzerstute. Und zweitere fiel mir sofort ins Auge. Es handelte sich um eine recht zierliche Fuchsscheckstute, welche aufmerksam in die Kamera blickte, auch die restlichen Verkaufsbilder machten gut etwas her.
      Ich war direkt verliebt. Zumal ich schon länger ein passendes Gegenstück zu Neelix suchte, denn die Lewitzer hatten es mir durchaus auch angetan. Aufmerksam studierte ich den Aushang und schnappte mir dann einen der abreißbaren Zettelchen mit Mail und Telefonnummer. "Gwen? Kommst du?", fragte Ciaran nur, der schwer beschäftigt mit dem Futter war und gar nicht mitbekam, was mich so abgelenkt hatte. Ich half ihm fix beim Aufladen und wir fuhren heim.
      Am Abend saß ich nach getaner Arbeit auf meinem Sofa, eingekuschelt in meine Decke, den Laptop auf dem Schoß und in der Hand mein Glas Wein. Neugierig begann ich nach der Stute zu suchen und fand ihre Verkaufsanzeige mit mehr Bildern und Videos. Ich verbrachte den gesamten Abend damit, mich über die Stute schlau zu machen.
      Der nächste Morgen brach an und obwohl ich gähnend am Frühstückstisch saß, war ich hellwach. Eigentlich wartete ich nur darauf, dass Uhr eine humane Uhrzeit anzeigte, um diverse Besitzer zu kontaktieren. Als es endlich um neun war, rief ich an und vereinbarte ein Kennenlernen mit der Lewitzerstute. Und am späten Nachmittag fuhr ich schon los, und zwar direkt mit Hänger.

      Die Stute zeigte sich genauso wie beschrieben, sowohl charakterlich als auch äußerlich und sie zog mich sofort in ihren Bann. Ich war begeistert und da eine AKU bereits vorhanden war, schlug ich direkt ein. Wir machten den Kaufvertrag fertig, ich unterschrieb, stellte den Scheck aus und lud die Stute ein. "Vielen Dank!", sagte ich immer noch total begeistert zu der Vorbesitzerin. Ihr fiel der Verkauf wirklich nicht leicht, doch ich versprach, mich bestens um Cherry Blossom zu kümmern. So hieß die Hübsche nämlich.
      Wieder zu Hause erwartete mich ein Ciaran mit offen stehenden Mund. Schweigend und in mich hinein grinsend lud ich das neue Pferd aus und führte es meinen Team vor. Celeste und Hazel waren direkt hin und weg und ich sah, dass selbst Ciaran das Vorwurfsvollsein sehr schwer fiel bei dem Anblick. Und spätestens als Cherry auf der Koppel ihre tollen Gänge zeigte, war auch er deutlich zufrieden mit meinen Kauf. Lächelnd lehnte ich am Zaun und beobachtete, wie meine neue Stute erhobenen Schweifs über die Wiese trabte und war mehr als glücklich.
      Zaii gefällt das.
    • Gwen
      Pflegebericht 14.07.2020 - Umbau

      Einige Veränderungen standen bei uns aus. Lange hatte ich überlegt und mit mir gerungen, doch die Ranch sollte einen neuen Anstrich und einige kleine Veränderungen bekommen. Bisher hatte das uns nicht wirklich beeinträchtigt. Es hatte sich um neue Trainingsmöglichkeiten und Weiden gehandelt, so dass wir ganz gut normal hatten weiterarbeiten können. Doch auch das Stallgebäude sollte komplett erneuert werden und somit mussten die Pferde zwischenzeitlich umziehen.
      Vorgestern waren die vorerst letzten Berittpferde abgeholt worden, so dass nur noch unsere eigenen da waren. Zum Glück hatte ich tolle Freundinnen und damit Nachbarn, die zu gerne meine Vierbeiner für einige Wochen bei sich aufnahmen. Mit den Jungpferden war das sowieso kein Problem, die vier Chaoten brachte ich für die Zeit auf die Bergwiesen, welche ich grundsätzlich sowieso jährlich für die Jungpferde pachtete. Aber die anderen sollten natürlich weiterhin im Training stehen.
      Außerdem hatten Lena, Elena und Elisa mir zugesagt, mich beim Training zu unterstützen, weil natürlich die zusätzlichen Wege auch Zeit fressen würden. Ich war mehr als dankbar.
      So teilte ich die Pferde so auf, dass jeder einen Teil zu trainierender Sportler hatte und aber auch welche, die aktuell eher nicht auf Turniere mussten. Das funktionierte besser als gedacht und da ich den Wechsel schon länger plante, waren auch alle vorbereitet. Auch mein Team teilte ich zu den Nachbarstallungen auf, so dass jeder immer nur zu einem Stall fuhr und dort die jeweiligen Pferde arbeitete. Effizienz war das Stichwort.
      Hazel würde sich um unsere Schützlinge auf Crescent Acres kümmern. Ciaran und Celeste schickte ich nach Sanssouci, denn dort standen die zweitmeisten Pferde von uns. Und ich kümmerte mich um die Schützlinge, welche Zuflucht auf Townsend Acres fanden. Dementsprechend zogen dort auch meine Kandidaten ein: Altair, Ohnezahn, Ohnegleichen...
      Dieses Wochenende standen die Umzüge statt und wir ritten zum großen Teil die Pferde in ihre jeweiligen neuen Stallungen. Ich dankte meinen Freundinnen tausend Mal als wir abends dann alle beisammen saßen und von den Männern begrillt wurden, während wir mit einem guten Sekt anstießen. "Ich bin ja echt gespannt, was du dir alles so ausgedacht hast", meinte Elena und grübelte. Ich hatte bisher nicht verraten, was alles angedacht war, umso gespannter waren natürlich alle.
    • Gwen
      Pflegebericht 31.07.2020 - Trainingsplanungen

      "Zügel kürzer! Nimm ihn mehr auf, versammeln und 5 Galoppsprünge!", rief ich über den großen Springplatz und verfolgte mit strengem Blick die Bewegungen von Bartholomäus und Celeste. Die beiden hatten gerade Springtraining bei mir, denn am Wochenende wollten die beiden wieder in einigen A-Springen starten und wir arbeiteten ein letztes Mal an den Kombinationen.
      Celeste ließ den Rappen meist noch zu sehr selbst entscheiden und ritt viel nach Zufall. Aber gerade manche Kombinationen erforderten einfach einen klaren Ablauf und waren mit vier großen oder sechs kleinen Galoppsprüngen nicht zu schaffen, manchmal mussten es einfach genau die fünf sein. Ein letztes Mal ginges durch die Kombination und da beide es gut gemacht hatten, entließ ich sie vom Training.
      Hazel wartete bereits auf ihre Mitreiterin, denn auch sie war heute bei mir geritten. Sie saß auf Moon's Gealach, die graue Connemarastute war eine erfahrene Springerin, dementsprechend hatte Hazel heute den "leichteren" Part gehabt. Ich schickte die beiden noch für eine kleine Schrittrunde ins Gelände. "Danach könnt ihr die beiden noch ordentlich abspritzen und füttern!", rief ich hinterher. Währenddessen erschien Ciaran auf dem Platz.
      Links führte er Cherry Blossom, rechts Andvari. Während unsere Auszubildenden kurz Pause hatten, machten direkt wir weiter. Er hatte die beiden Pferde mit einer kleinen Schrittrunde bereits aufgewärmt und übergab mir nun die Zügel von Cherry Blossom. Die Lewitzerstute war noch recht neu bei uns und deshalb war sie zunächst allein unter meinen Fittichen. Ich wollte sie erst einmal selbst kennenlernen.
      Sie hatte eine gute Grundausbildung, aber mehr bisher noch nicht. Dementsprechend wollte ich heute mal schauen, was sie zu Stangen und kleinen Sprüngen sagte. Andvari war schon etwas erfahrener und gerade eigentlich mehr im Gelände unterwegs, aber heute musste auch er wieder ran. Ich schwang mich in den Sattel, nahm die Zügel auf und ritt los. Wir hatten momentan genügend Pferde plus Berittpferde, so dass uns nicht langweilig wurde.
      Nachdem ich Cherry im Trab und Galopp aufgewärmt hatte und wir ihre ersten Stutenzickereien ausdiskutiert hatten, gingen wir über Trab- und Galoppstangen und nahmen auch schon bald die ersten Cavaletti und Kreuze. Während ich mich darauf fokussierte, erst einmal Takt und Losgelassenheit über den Stangen reinzubekommen, sprang Ciaran bereits den schokobraunen Haflinger.
      Andvari war ein souveränes Sportpony und mit seinem Maß von 1.56 Meter auch für größere Reiter noch geeignet. Ich gab Cherry eine kurze Verschnaufpause im Schritt und beobachtete währenddessen das andere Paar. Danach ritt ich mit Cherry noch einige Seitengänge, Hand- und Tempiwechsel, um sie durchlässiger zu bekommen. Zufrieden beendete ich das Training, parierte zum Schritt durch und ließ sie Zügel lang. Cherry streckte sich genüsslich nach unten und schnaubte zufrieden ab. Andvari tat es ihr gleich.
      Als wir im Stall ankamen, pflegten Hazel und Celeste bereits das Sattelzeug von ihren Pferden und nahmen uns das unsrige ab, um direkt alles in einem Abwasch zu erledigen. Ciaran schnappte sich beide Pferde und ging mit ihnen hinaus zum Waschplatz, um beide gründlich abzuspritzen. Ich hingegen holte uns Caspian, Prismatic, Nuriya und Hollybrook's Arce in den Stall. Viel zu putzen gab es nicht, stattdessen bekamen alle nur Trensen auf und dann verteilte ich die Ponys an meine Mitreiter.
      Draußen schwang ich mich auf Prismatic und die anderen hüpften auch ohne Sattel auf ihre Pferde. Die vier hatten heute frei und das bedeutete für uns: Badespaß! Gemeinsam ritten wir den Kiesweg die Weiden entlang hinunter zum See. Prismatic ging ohne zu zögern hinein, Caspian hingegen zögerte kurz, doch als Nuriya links und Arce rechts neben ihm förmlich ins Wasser trabten, folgte er unauffällig. Wir ließen die Pferde zunächst etwas stehen und plantschen, ehe ich mit Pria auch noch eine kleine Runde schwimmen ging.
      Hazel und Celeste hatten nur bedingt Vertrauen in die Pferde, was das betraf, währenddessen Ciaran ohne zu zögern Caspian uns folgen ließ. Es war eine wunderbare Erfrischung für die Vier- und Zweibeiner und ganz nebenbei trotzdem ein tolles Training für die Pferde. Nichts förderte Muskeln so schön wie Wassertreten und schwimmen. Wir genossen die Mittagspause und brachten danach die Pferde zurück.
      Während Hazel und Celeste sich im Nachhinein um den Stall kümmerten, Ciaran bereits das Mittagessen vorbereitete, schnappte ich mir noch Ohnegleichen. Für meinen Jungspund standen dieses Wochenende wieder einige Turniere an. Momentan war er richtig im Flow und deshalb hatte er heute nur nochmal ein lockeres Training. Ich putzte ihn kurz über und zog ihm dann den Kappzaum an. Noch fix eine Longe und dann ging es in den überdachten und schattigen Longierzirkel.
      Ein wenig aufwärmen, dann circa 10 Minuten lockerer Trab auf beiden Händen, nochmal 10 Minuten lockerer Galopp links und rechts und alles immer schön in einer guten Dehnungshaltung.
      Das reichte dann auch schon. Zum Abkühlen spazierten wir eine kleine Runde durch den Wald und ich nutzte die Chance, um alle Geländesprünge noch einmal zu überprüfen. Danach wurde auch Ohnegleichen abgeduscht, bekam sein Kraftfutter und durfte danach wieder zurück auf die Weide. Für mich ging es mit den anderen ins Haus, denn dort wartete bereits das Mittag: "Spaghetti, wie kreativ", meinte ich lachend, als ich den angerichteten Tisch sah. Aber beschweren sollte man sich ja nicht, immerhin hatte ich so noch mehr Zeit gehabt.
    • Gwen
      Pflegebericht 06.08.2020 - Morgenrundgang

      Es war ein kühler Morgen und als ich das Fenster öffnete, fröstelte ich leicht. Tief über die Wiesen zogen die Nebenschwaden hinweg und man beinahe gar nichts bei der weißen Wand. Gähnend streckte ich mich und schlüpfte in warme Sachen, um hinunter in die Küche zu gehen.
      Dort setzte ich mein Teewasser auf und fütterte die Hunde und Ivy. Alle drei warteten bereits ungeduldig auf ihr Frühstück. Ich goss mir meinen Tee auf und setzte mich, in eine warme Jacke gekuschelt, auf die Terrasse, während die Hunde das erste Mal herauskonnten.
      Nachdem ich meinen Tee getrunken hatte, ging es hinaus in den Stall. Es war erst kurz nach sechs und dementsprechend döste auch der Großteil der Pferde noch. In aller Ruhe begann ich das Kraftfutter zu verteilen und während alle fraßen, teilte ich schon das frische Stroh und Heu vor den Boxentüren auf.
      Danach ging es für alle hinaus auf ihre Weiden. Manch einer war noch nicht so überzeugt von dem Nebel und lief eher zögerlich los, während andere wie gewohnt in Galopp davonstürzten. Ich huschte wieder in den Stall und begann die Boxen zu misten. Da die Pferde nur nachts drinstanden, war das im Nu erledigt.
      Neues Stroh hinein, dann das Heu für die kommende Nacht und abschließend das Kehren der Stallgasse. Dann konnte ich in der Futterkammer bereits die Dosen für den Abend vorbereiten, und während ich das tat, hatte ich die großen Stalltüren geöffnet, damit es einmal kühl durchlüftete. Unser Stall war immer sehr gut durchlüftet, aber es schadete auch nie, nochmal die Morgenluft hinein zu lassen.
      Alles war fertig, so konnte ich die Hunde und die Katze einsammeln, die munter ihre Morgenrunden über die Ranch machten und zurück zum Haus gehen, um selbst erst einmal zu frühstücken und dann mit der Arbeit mit den Pferden zu beginnen.
    • Gwen
      Pflegebericht 09.10.2020 - Herbst

      Die Tage wurden kühler und kürzer. Ich mummelte mich inzwischen gerne in warme Jacken und Schals und auch die Heizungen liefen inzwischen langsam warm. Die Pferde störten die Temperaturen nicht, im Gegenteil, sie wirkten sehr zufrieden. Lächelnd musterte ich meine beiden Mädels Nuriya und Hollybrook's Arce, welche zufrieden grasend auf der Weide standen und allmählich zu Plüschpferden wurden.
      Nuriya schnaubte und schlug mit dem Schweif, als Cherry Blossom sich näherte, um zu schauen, ob das Gras dort nicht doch besser war. Ich grinste und schloss das Tor hinter mir und Moon's Gealach. Wir kamen gerade von einem Ausritt wieder und nachdem die Schimmelstute nun gefressen hatte und wieder trocken war, durfte sie zurück zu den anderen.
      Die Turniersaison war inzwischen vorbei. Hier und da erwischte man noch ein Militaryturnier, aber inzwischen bauten alle Ställe ihre Zelte ab und die Wintersaison brach an. So auch für uns. Die Trainingspläne wurden entspannter und so sehr ich den Turnier"stress" liebte, so sehr genoss ich auch diese Zeit, in der er von einem abfiel.
      Letztes Wochenende hatte ich nochmals Bartholomäus und Prismatic bei einem Springen vorstellen können. Meine Youngster waren unser aktuelles Aushängeschild und wir wurden auch des Öfteren angesprochen.
      Die Hengste standen gerade hinter dem Stall, weshalb ich mich von meinen Damen löste und einmal alle Weiden abwanderte, nur um dann am nächsten Zaun stehen zu bleiben und das rege Treiben zu beobachten. Manchmal wirkte es wirklich so, als wären die Hengste verspielter als die Stuten.
      Caspian zwickte soeben Ohnegleichen in die Flanke, welcher daraufhin unnötig übermütig lossprang und Andvari und Prismatic mit ansteckte. Einige Sekunden später preschte die kleine Herde aus den fünf Hengsten über die Weide und ich verdrehte nur lachend die Augen. "Ihr seid so blöd", murmelte ich grinsend und beobachte die Schönheiten noch ein wenig.
    Keine Kommentare zum Anzeigen.
  • Album:
    3 - Pferde im Ruhestand
    Hochgeladen von:
    Gwen
    Datum:
    6 Juni 2020
    Klicks:
    253
    Kommentare:
    6

    EXIF Data

    File Size:
    323,2 KB
    Mime Type:
    image/jpeg
    Width:
    960px
    Height:
    640px
     

    Note: EXIF data is stored on valid file types when a photo is uploaded. The photo may have been manipulated since upload (rotated, flipped, cropped etc).

  • Rufname: Cherry
    Geburtsjahr: 2013

    Von: Panta Rhei

    von: Piccolo's Blaze -- aus der: Naimibia

    Aus der: Rosewell
    von: Vertigo -- aus der: Romantica

    Rasse: Lewitzer
    Geschlecht: Stute
    Fellfarbe: Fuchsschecke
    Stockmaß: 145 cm

    Beschreibung:
    Cherry Blossom bringt alle Eigenschaften einer typischen Stute mit. Sie ist total brav im Umgang, aber keinesfalls eine Kuschlerin. Am Kopf möchte sie nicht so gerne angefasst oder gestreichelt werden. Unter dem Reiter zeigt sie sich schon mal von ihrer zickigen Seite und hinterfragt alles. Wenn die Fronten aber geklärt sind, geht sie mit ihrem Menschen durch dick und dünn. Ab und zu muss dann aber doch mal wieder getestet werden wie weit sie gehen kann. Im Gelände geht sie gerne vorne weg und zeigt sich hier sehr mutig.

    Ersteller: Flair
    Besitzer: Gwen
    Vorkaufsrecht: Flair

    Dressur E - Springen E