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Rhapsody

Chepa -- Lewitzer *

im Besitz seit 02/2015 - Staatsprämienstute - von Piccolo's Blaze - Aa Ee Toto

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Chepa -- Lewitzer *
Rhapsody, 22 Juli 2015
    • Rhapsody
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      Ankunftsbericht Chepa
      18. Februar 2015

      Das eine Pferd kam mitten in der Nacht, das andere am frühen Morgen. Sogar die Pferde hatten noch geschlafen, als ich um 5:30 Uhr eine Box fertig machte. Der Transporter mit Chepa – wundervoller Name – sollte in wenigen Minuten kommen. Dann würde ich Chepa eine Weile in die Box bringen und mich nochmal auf Tante Molly’s Sofa legen. Halb 6 war einfach viel zu früh.
      Diesmal war der Transporter pünktlich. Chepa begrüßte mich freundlich, anscheinend hatte sie mich wiedererkannt. Damit sie sich noch ein bisschen die Beine vertreten konnte, führte ich sie ein paar Mal um den Hof und ließ sie sich dann in der Halle wälzen. Danach wartete ihre frischgemachte Box neben Cíola auf sie.

      ~*~

      Ein paar Stunden später entschied ich mich, Chepas Teamsinn gleich mal zu testen und brachte sie zusammen mit den anderen Stuten auf die Weide. Spotlight gegenüber verhielt sich Chepa noch sehr unterwürfig, doch immerhin war der Hannoveraner die Leitstute. Mit den anderen schien sie sich sofort gut zu verstehen, und so konnte ich mit gutem Gewissen meiner Arbeit nachgehen.
    • Rhapsody
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      Springen E-A
      26. Februar 2015 | © Samarti

      Trotz dass sie schon einige Zeit bei Juli stand und ich gerne mal auf ihren Pferden (okay, eigentlich nur Vendetta) saß, hatte ich Chepa noch nie unterm Sattel erlebt.
      „Das können wir ganz schnell ändern,“ hatte Juli gesagt als ich ihr das am Telefon – immerhin war sie noch in Wales, die Doofe – mitgeteilt hatte. Und keine zwei Wochen später stand eine Lewitzerstute bei mir im Stall, die darauf wartete, ausgebildet zu werden. Laut Juli war sie zwar ein totales Verlasspferd, aber ich traute ihr noch nicht so ganz. Doch schon beim Putzen zickte sie kaum und ließ sich auch geduldig satteln und trensen.
      Hm. Vielleicht war ich doch nicht so gut im Pferde einschätzen, wie ich immer gedacht hatte.
      Natürlich lag nach wie vor Schnee, deswegen zog es uns beide erst einmal in die Halle. Am langen Zügel ritt ich Chepa warm, ehe ich sie locker über ein paar aufgestellte Cavalettis springen ließ. Als ich das Gefühl hatte, Chepa war voll konzentriert und warm, ging ich einen einfachen E-Parcours, den sie eigentlich schon kennen müsste. Zwar hatte ich schon einige Videos von ihr auf Turnieren gesehen und war da schon reichlich begeistert gewesen, doch jetzt noch einmal auf ihr zu sitzen, während sie ihr Ding machte, war unbeschreiblich. Sie hatte alle ihre Sinne beisammen, ließ sich von keinen Außengeräuschen ablenken – es schien fast, als existierte für die Lewitzerstute nur das nächste Hindernis.
      Die Hindernisse, die jetzt in der Halle standen, waren alle auf 80cm gesetzt. Am Ende des Trainings sollte Chepa jedoch so weit sein, dass sie locker über Hindernisse mit einem Höhe von 1,10m gehen würde. Das bedeutete: konstantes Training und viel Gymnastik. Beim Freispringen ein paar Tage später sah man deutlich, dass bei Chepa viel Potential lag; jetzt musste man das nur noch ordentlich fördern.
      Fast täglich erhöhten wir die Hindernisse um ein paar Zentimeter, ließen die Stute erst einmal beschnuppern, ehe es im Galopp darüber ging. Und dabei merkte man, dass die Scheckstute ein wahres Verlasspferd war. Ohne mit der Wimper zu zucken sprang sie über Plankensprünge genauso flüssig wie über einfache Ricks. Auch die Hochweitsprünge waren kein Problem.
      Dann kam der Wassergraben. Zwar hatten wir im Gelände einen natürlichen Wassergraben, aber in Hallenturnieren musste sie teils auch über eine knisternde Folie springen, und dann auch noch möglichst weit. Täglich führte ich Chepa auf diese Folie, damit sie ein Gefühl dafür entwickelte und nicht gleich komplett durchdrehte, sollte sie ein wenig knapp abspringen und die Folie berühren. Doch – wie hätte es anders kommen sollen – Chepa interessierte sich kaum dafür, eher für die Leckerlis, die sie als Belohnung bekam.
      Nach vier Wochen sprang sie zum ersten Mal einen kompletten A**-Parcours, und wieder schien es, als wäre es ein Klacks für die Stute. Nach jedem Sprung schnaubte sie zufrieden, ehe es über den nächsten ging. Die Stute würde definitiv eine große Zukunft im Springsport haben, da war ich mir sicher.
    • Rhapsody
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      Pencey Prep - Don Quixote
      28. Februar 2015
      Als ich diesen Morgen aufwachte, war das erste, was ich hörte, Vogelgezwitscher. Und wie hatte ich das vermisst! Als nächstes spürte ich Sonnenstrahlen, die meine Nase kitzelten – was nur bedeuten konnte, dass ich verschlafen hatte.
      Die ersten Vorboten des Frühlings hin oder her, ich war richtig spät. Wahrscheinlich hatten die Pferde ihre Boxen bereits gefressen und rannten jetzt kopflos über den Hof. Wundervoll.
      Mit einem Brötchen im Mund radelte ich los und versuchte gleichzeitig noch, meine Arm in den Jackenärmel zu stopfen. Dass das fast in einem Unfall mit einem Baum endete, muss ich ja wohl nicht erwähnen.
      Das schöne Wetter konnte ich nicht mal auf der Fahrt genießen. Natürlich lag noch ab und an Schnee, doch es war spürbar wärmer geworden und die Sonne schien – was wollte ich mehr?
      Vielleicht Pferde, die mich immer noch liebten, auch, wenn sie ein leicht verspätetes Frühstück bekamen.

      Als ich am Hof ankam, stand noch kein Gebäude in Flammen und kein Pferd rannte auf dem Hof. Das musste gar nichts heißen. Im Stall wurde ich dann mit protestierenden Schnauben und Grummeln begrüßt.
      Ohne weitere Verzögerungen bekamen dann alle ihre morgendliche Portion Hafer. Und auch ohne Verzögerungen brachte ich zuerst Ciaran, Attonito, Newt, Paramour und Muraco auf die Weide, nachdem sie ihr Frühstück verputzt hatten. Muraco hatte sich bereits sehr gut eingelebt und verstand sich vor allem mit Paramour sehr gut – das war meine größte Sorge gewesen, da Muraco doch sehr hengstig war.
      Nach den Hengsten kamen Spotlight, Favorita, Star, Cíola, Lashy, Chepa und Bacia auf die Stutenweide. Auch Chepa und Bacia hatten ihren Platz gefunden, auch, wenn Bacia immer noch ein wenig die Rolle der Neuen spielte und von Spotlight öfters von der Heuraufe verscheucht würde. Das würde sich jedoch mit der Zeit geben.
      Ich sah den Pferden eine Weile beim Spielen zu, ehe ich mich daran erinnerte, dass heute ein paar Reitbeteiligungen kommen würden. Tante Molly war mir wochenlang in den Ohren gelegen, doch da ich mit den Turniervorbereitungen der Lewitzer erst mal wenig Zeit für anderes hatte, hatte ich nachgegeben. Also sollten Favorita, Star und Attonito von drei lieben Mädels aus dem Ort ein paar Mal in der Woche bewegt werden. Heute war das erste Probereiten und ich war vielleicht nervöser als die potentiellen Reitbeteiligungen.
      Aber bevor die drei kamen, sollte ich wohl nochmal die Boxen ausmisten und die Stallgasse kehren. Einen schlechten Eindruck wollte ich ja nicht machen.
      Bis zum geplanten Termin hatte ich dann letzten Endes doch noch genug Zeit und sattelte Newt spontan auf. Er war noch recht neu unterm Sattel, und bevor ich ihn mit irgendwelchen Sachen überforderte, wollte ich das, was er bereits konnte, erst einmal festigen. So übten wir vorwiegend Übergange und Anhalten, bis ich nach einer dreiviertel Stunde wieder abstieg.
      Danach blieben mir immer noch ein paar Minuten, also führte ich kurzerhand Lashy und Cíola auf den Putzplatz, nur, um das ganze Stillstehen ein bisschen zu üben. Sie waren nämlich beide ziemlich ungeduldig.
      Zehn Minuten später trudelten die drei Mädels dann ein. Freundlich begrüßte ich sie und auf dem Weg zur Weide, wo ich Lashy und Cíola wieder hinführte, ließ ich sie sich selbst vorstellen. Ihre Namen waren Cerys, Enfys und Gwendolyn, sie hatten alle schon mehrere Reitbeteiligungen in ihrem Leben und konnten für ihre zarten 14 Jahren anscheinend schon ziemliche Verantwortung übernehmen, so schien es mir. So fies wie ich war ließ ich sie die Ponys gleich selbst holen; nur Cerys half ich mit Attonito, da ich von den Vorbesitzern erfahren hatte, dass Muraco wohl noch nicht wirklich an Kinder gewöhnt war. Doch glücklicherweise beäugte er uns nur kurz und widmete sich dann wieder seinem Heu.

      Als dann jedes der Mädchen im Sattel saß – Enfys sah auf Favorita zwar ein bisschen verloren aus, aber wenigstens lief sie und stolperte nicht vor sich her – machte ich es mir auf einen ziemlich unbequemen Hocker bequem. Es war Jahre her, dass ich Reitunterricht gegeben hatte, aber das war wahrscheinlich wie Fahrrad fahren - das verlernte man nicht.
      Die Mädels kamen allesamt gut mit den Ponys zurecht und so machte mir es fast schon Freude, ihnen zu sagen, dass sie so oft sie wollten und konnten kommen durften.

      Nach einer kleinen Streicheleinheit für Spotlight, die sich von einem schlimmen Husten erholte, packte ich mir schließlich Chepa und ließ sie erst in der Halle ein wenig freilaufen, ehe ich sie aufsattelte und mich zum ersten Mal auf ihren Rücken setzte. Wie immer fühlte es sich ziemlich ungewohnt an, doch schon nach wenigen Minuten hatten wir uns aufeinander eingespielt und der erste Schritt in Richtung Team war getan.
      Chepa schien fast ein wenig beleidigt, dass wir nur Grundlagen machten und sie über kein einziges Hindernis springen durfte, doch ich musste immerhin noch Paramour bewegen und eigentlich wollte ich auch noch mit Bacia ein bisschen Bodenarbeit machen, ehe ich daheim noch ein paar Sachen für die Praxis und den eventuellen Umzug machen musste. Der Tag hatte einfach nicht genug Stunden.

      Mit Paramour ging ich eine kurze Runde ins Gelände, um die letzten Sonnenstrahlen des Tages voll auszunutzen. Der Hengst trabte fröhlich schnaubend den Weg entlang und auch er schien diesen wunderschönen Tag genossen zu haben.

      Als ich Bacia holen wollte, sah sie mir misstrauisch entgegen. Vielleicht sollte ich ihr Vertrauen erst einmal ein wenig mit Leckerlis aufbauen? Denn, um ehrlich zu sein, hatte ich wenig Lust, mich noch einmal intensiv mit ihr zu beschäftigen, und sie schien mir nicht böse zu sein, dass ich ihr lieber Leckerli um Leckerli anbot, als sie in der Halle noch einmal geistig zu fordern.

      Da die Nächte immer noch ziemlich eisig waren, brachte ich alle Ponys in den langsam mehr als vollen Stall. Es wurde Zeit, dass der alte Zuchtstall auf Vordermann gebracht wurde – sollten noch mehr Lewitzer kommen, würden wir nämlich ein richtiges Platzproblem kriegen.
    • Rhapsody
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      Umzug | Creed - Higher
      14. März 2015
      Nur zwei Worte sollten endgültig mein Leben verändern. Nur eine kurze SMS und ich würde mein Leben in Wales hinter mir lassen.

      We’re done.
      ~*~
      Es hatte noch eine weitere Woche gedauert – die Firma, die Großtiere per Flugzeug transportierte, hatte sich erst quergestellt – aber dann, endlich, saß ich im Auto neben Tante Molly, im Anhänger die beiden Lewitzerhengste.
      Wir sprachen nicht viel. Tante Molly war natürlich traurig, dass ich sie verließ und die Pferde mitnahm. Ich hätte ihr ohne Probleme eines in Wales gelassen, doch das hatte sie abgelehnt; sollte sie doch noch einmal auf den Geschmack kommen, würde sie sich schon eins besorgen. „Außerdem hab ich ja noch Ciaran,“ hatte sie gesagt. „Wenn der wieder fit ist, dann kommt er wieder zurück.“
      Bis jetzt sah es zwar nicht wirklich aus, als ob Ciaran irgendwann noch einmal belastet werden konnte, aber das wollte ich ihr nicht sagen.
      Die Verabschiedung fiel eher kühl aus; wir brachten die Ponys zusammen zu der Box, in der sie die nächsten Stunden verbringen mussten, diskutierten eine ganze Weile mit Muraco, bis er endlich in die Box stapfte, und dann war ich fast schon zu spät.
      Ich umarmte Tante Molly lang, versprach ihr, sie bald zu besuchen, dann rannte ich zu meinem Gate. Das Abenteuer Kanada konnte beginnen.
      ~*~
      Elisa hatte mich lange bearbeitet, bis ich das Gestüt direkt gegenüber ihrer Crown Hill Stables kaufte. „Wir sollen wir sonst züchten?!“ war ihr wohl ausschlaggebendstes Argument – denn über einen ganzen Ozean hinweg würde eine Zucht wohl wirklich schwer werden.
      Über die letzten Wochen hinweg hatte ich fast täglich zwei Pferde zum Flughafen gebracht, die zwischenzeitlich auf Elisas Gestüt zwischengeparkt wurden. Sie hatte mich jeden Tag auf dem Laufenden gehalten, hatte sogar zwei neue Lewitzerstuten für mich untergebracht. Als ich die SMS des Bauarbeiterunternehmens, welches mein neues Gestüt fertig renoviert hatte, bekommen hatte, war Elisa die erste, der ich schrieb.
      Und jetzt war ich also wirklich unterwegs nach Dauphin, Manitoba. Hoffentlich war es nicht eisig kalt, Kälte konnte ich einfach nicht ab. Eine kleine Stimme in meinem Kopf – die, die einen immer nervt mit ihrer pessimistischen Einstellung – meldete sich. ‚War das wirklich eine gute Idee?‘ fragte sie. Wäre ich allein gewesen, hätte ich laut geseufzt oder sogar Selbstgespräche geführt.
      Doch leider war ich in einem Passagierflugzeug, eingequetscht zwischen einem übergewichtigen Geschäftsmann und einer Omi, und das noch für mindestens 14 weitere Stunden.
      Ein kleiner Seufzer entfuhr mir dann doch noch. Die Omi warf mir einen bösen Blick zu. Das konnte ja heiter werden.
      ~*~

      Am Airport in Winnipeg musste ich dann umsteigen, was mit zwei Pferden im Gepäck wirklich nicht leicht wahr. Eine weitere dreiviertel Stunde, und ich war endlich in Dauphin.
      Komplett übermüdet übersah ich natürlich Elisas Anhänger prompt und so dauerte es weitere fünfzehn Minuten, bis wir endlich auf den Weg in den Riding Mountain National Park waren. Elisa versuchte so viel wie möglich aus mir herauszukitzeln – über den Flug, über das Wetter in Wales, über sonstige Dinge – doch meine Antworten fielen ziemlich einsilbig aus.
      Ich wollte eigentlich einfach nur schlafen, auch, wenn es gerade erst einmal 14:10 Uhr war. Verdammter Jet Lag.
      Zum Glück durfte ich die Nacht – okay, nicht wirklich Nacht – noch auf Elisas Gestüt verbringen, ehe ich am nächsten Morgen den ersten Fuß in mein neues Zuhause setzen würde. Pine Grove Stud – der Name des Gestüts hatte mich schon auf den ersten Blick gefesselt. Das Haupthaus mit einem Studio unterm Dach, die Stallungen mit den dunkelbraunen Ziegeln und die Reithalle taten dann den Rest.
      Und ab morgen würde es mir alles allein gehören. Nur die Pferde und ich – und bei Fragen jeglicher Art hatte ich jetzt Elisa, Elena und Gwen um mich.
      Wales vermisste ich natürlich jetzt schon, aber ich war mir sicher, dass Kanada wirklich nicht der schlimmste Teil der Welt war.
      Bis auf diese eklige Milch in Tüten. Schon beim Gedanken daran musste ich die Nase rümpfen. Hoffentlich gab es hier auch noch good old Milch in Tetrapaks.
      ~*~
      Der Morgen kam früher als erwartet. Elisa klopfte lautstark um acht Uhr an meiner Tür und fing an The Start Of Something New zu singen.
      Sie hörte erst auf, als ich die Tür öffnete und ihr ein Kissen an den Kopf warf.
      Bevor wir die Pferde ins neue Heim führten, checkte ich erstmal meine Wohnung aus. Sie lag direkt im Erdgeschoss, fast durchgehend mit Laminat ausgelegt. Im hinteren Teil reichten die Fenster von der Decke zum Boden und durchfluteten den Raum mit Licht. Die Küche war klein, aber ich war nicht der beste Koch, sie würde wohl reichen.
      Das Beste jedoch war die kleine Praxis im linken Flügel des Hauses. Ich würde also – neben der Zucht – Geld verdienen können und nicht nur meine Pferde und die meiner Freunde verarzten. Den Dachboden mit dem Studio würde ich wohl fürs Erste in Ruhe lassen müssen, immerhin musste ich meine Wohnung erst einmal einrichten.
      Aber wenn man Freunde hat, die man zum helfen zwingen kann, dann geht auspacken mindestens dreimal schneller.
      ~*~
      Erst gegen Nachmittag – und natürlich nach einer ausführlichen Inspizierung der Stalltrakte – konnten wir meine Pferde von Elisas Gestüt auf meines bringen. Spotlight, Star und Favorita stürzten sich sofort auf die frischen Heunetze, während Symbolic Splash und Cíola ein wenig vorsichtig die neuen Boxen beschnupperten. Attonito, Newt, Paramour und Muraco ignorierten die neue Umgebung und stellten sich einfach auf den angrenzenden Paddock.
      Als auch Chepa und Bacia in ihren Boxen standen, drehte ich mich mit einem Grinsen zu Elisa herum. Die verdrehte nur die Augen.
      Outside Girl und Flea waren beide wunderschöne Stuten, die mich beide sofort freundlich beschnupperten und die Karotten, die ich ihnen brachte, dankbar annahmen.
      „Weißt du,“ sagte Elisa neben mir, „rein theoretisch könnten wir uns die beiden schnappen und mit ihnen ausreiten.“ Sie grinste. „Dann könnte ich dir die Landschaft zeigen und alles Mögliche.“
      Als ob ich das Angebot ausschlagen konnte.
      ~*~
      Die erste Nacht in einer neuen Umgebung schlief ich immer besonders schlecht (gestern war eine Ausnahme gewesen; ich war einfach erledigt gewesen), und so lag ich um zwei Uhr morgens immer noch wach in meinem neuen Bett im neuen Schlafzimmer im neuen Haus des neuen Hofes.
      Wenn ich mich auf die Seite drehte, konnte ich durchs Fenster perfekt auf den Stutentrakt sehen. Obwohl es kalt war – 4 Grad Minus, also verdammt kalt – standen Chepa, Star und Flea auf dem Paddock. Star und Flea beknabberten sich sogar, soweit ich sehen konnte.
      Alle sahen sie komplett ruhig aus, als hätte ihnen der Umzug kein bisschen zugesetzt. Seufzend schlug ich die Bettdecke zurück und schlich mich in die Küche. Dann müsste wohl eine warme Milch mit Honig herhalten.
      Als ich den Kühlschrank öffnete, war das erste, was ich sah, eine Plastiktüte voll mit Milch.
      Was zur Hölle?!
      Bei näherer Betrachtung dann sah ich den Zettel, der daran klebte. Welcome to Canada stand in Elisas Handschrift darauf.
      Wer brauchte schon Feinde, wenn man solche Freunde hatte?
    • Rhapsody
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      Military E-A
      31. März 2015 | © Samarti

      Heute trainierte ich Chepa von Juliane im Geländeritt auf ein A-Niveau. Dort sollte sie bald auf Turnieren starten.
      Ich ging also rüber zu Jojos Hof und fand Chepa dort bereits fertig vor. Ich stieg auf und ritt sie warm. Danach gingen wir auf die Geländestrecke, wo wir die Hindernisse des entsprechenden Niveaus übten.
      Als das geklappt hatte, lobte ich Chepa. Sie sprang toll und koordinierte ihre Beine auch wirklich gut.
      Also beglückwünschte ich Jojo zu dem Erfolg.
    • Rhapsody
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      Springen A-L
      07. April 2015 | © Gwen

      Es gab Tage, da bekam Elisa kaum etwas auf die Reihe und diese Tage waren oft. Ein Wunder, dass es nicht 365 Tage im Jahr waren, aber ab und an machte sie ja dann doch etwas. Dennoch merkte ich auch heute wieder, dass ihre Motivation unter den Gefrierpunkt sank, als die Lewitzerstute Chepa auf ihrem Gestüt eintraf. „Vielen lieben Dank!“, grinste Juli sie an und umarmte sie kurz, ehe sie auch schon wieder entschwand. Seufzend drückte Elisa den Führstrick der Stute Joline in die Hand und schaute mich flehend mit dem typischen Hundeblick an. „Nein! Niemals! Dein Auftrag, dein Pferd!“, meinte ich und hob abwehrend die Hände.
      Tja, wie man sich denken kann, war meine Abwehr nicht sonderlich erfolgreich. Genau drei Minuten später hatte Elisa mich herumbekommen und so saß ich am darauffolgenden Tag auf der gescheckten Stute und wärmte sie im Schritt und Trab gerade für das heutige Training auf. Chepa sollte im Springen auf L-Niveau gebracht werden. Für uns routinierte Trainer war das natürlich kein Problem! Zumindest wenn wir nur annähernd so routiniert gewesen wären.
      Also eignete ich mir erst einmal wieder das nötige Wissen an, aber mit Chepa war das sowieso kein Problem. Die Stute lernte enorm schnell und gerne. Eben ein richtiges Vorzeigepferd! Das sie Talent im Springen hatte, sah auch ein Blinder mit Krückstock und so kamen wir schneller als gedacht voran. Natürlich erarbeitete und festigte ich wie immer die Grundlagen im Parcours mit „Trockenübungen“.
      Das hieß Abstandtraining mit Trabstangen und Cavalettis, Taktübungen und und und. Manchmal schien Chepa regelrecht davon genervt zu sein und doch machte sie immer recht brav mit und hielt tapfer meinen Tiraden stand. Außerdem schaute uns des Öfteren Elisa auf die Finger, so dass auch ich allerhand Kritik und Korrektur abbekam. Die ich natürlich brav hinnahm und verbesserte!
      Circa zwei Wochen sollte Chepa nur bei uns bleiben und schon nach der ersten Woche hatten wir allerhand Erfolge zu verzeichnen. Chepa schaffte die L-Höhe mit Leichtigkeit. Auch Kombinationen und kompliziertere Oxer waren kein Problem für die Scheckstute. Anfangs von vielen belächelt, staunten allerhand nur noch über das Talent der kleinen Stute, die mit viel Motivation und Tempo durch den Parcours fegte.
      Enge Kurven waren Chepas Spezialität und sie legte Zeiten hin, mit welchen sie jeden Zeit-Springen gewinnen würde. Nur litt darunter gerne einmal ihr Stil und so übten wir den genauen Unterschied zwischen „Jetzt darfst du loslegen“ und „Heute geht es um Stil und Geschick“. Anfangs stieß das nicht sonderlich auf die Begeisterung von Chepa, aber da die Stute die perfekten Grundlagen mitbrachte, war am Ende der zweiten Woche auch das kein Problem mehr.
      Also konnte ich zufrieden Elisa und Juli Bescheid sagen. Die beiden kamen vorbei, um Chepa und mich bei unserem letzten Training zu beobachten und sie waren danach sichtlich zufrieden mit uns beiden. „Ein schönes Paar nicht? Ich finde, Gwen sollte Chepa ab sofort trainieren“, meinte Elisa grinsend, doch ich warf ihr nur einen verächtlichen Blick zu. „Das bleibt schön deine Aufgabe“, meinte ich knapp und lächelte fröhlich zurück. Chepa durfte an dem Tag wieder nach Hause und Juli war sichtlich zufrieden.
    • Rhapsody
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      Nächtlicher Besuch | Red Hot Chili Peppers - Quixoticelixer

      12. April 2015

      Elisa runzelte die Stirn. „Ein Klopfen? Sicher, dass es kein Waschbär war?“
      Chepa neben mir schnupperte meine Hand nach Leckerlis ab, ehe sie mir vom Paddock folgte. „Ziemlich. Waschbären klopfen nicht an Haustüren, bevor sie die Mülltonnen verwüsten.“
      Jetzt war es an Elisa, die mit Vendetta schon auf dem Hof stand, mit den Augen zu rollen. „Ich mein ja nur. Muss ja nicht immer ein Einbrecher sein,“ Vendetta scharrte ungeduldig mit den Hufen und ich schloss die Paddocktür hinter mir, „Ich finde nur, du solltest dich da nicht verrückt machen.“
      Grummelnd führte ich Chepa an Elisa und Vendetta vorbei an den Holzbalken, der als Putzplatz diente. Ich hatte jetzt keine Lust mehr, über meine nächtlichen Abenteuer zu reden.
      Obwohl es doch wirklich gruselig war, wenn es nachts um viertel nach 2 auf einmal an der Haustür klopfte. Vor allem, wenn man alleine im Haus war und eigentlich keinen Besuch erwartete.

      ***
      Wir waren unterwegs zur Geländestrecke, um mit Chepa für das nächste Turnier zu trainieren. Elisa wollte ursprünglich eines ihrer Ponys reiten, doch sie hatte sich angeblich in Vendetta verliebt („Wahre Liebe! Das ist wahre Liebe und der stellt mich sich nicht in den Weg!“) und klaute sie mir nun regelmäßig für Ausritte. Die beiden passten aber auch gut zusammen; sollte Vendetta nämlich mal ihre fünf Minuten haben, in denen sie den Reiter ordentlich auf die Probe stellte, setzte Elisa sich einfach tief in den Sattel und brachte die junge Stute wieder zum mitarbeiten.
      Das Geländespringen war noch nichts für die Ponystute – in der Halle oder auf dem Platz war sie hundertprozentig bei der Sache, doch in einem freien Gelände waren die Gedanken ganz woanders – also durfte Elisa das Stillstehen mit ihr üben, während ich Chepa in einem großen Kreis angaloppierte, sie ein paar Runden locker galoppieren ließ, ehe ich dann meine Position am Start einnahm. Chepa spielte unruhig mit den Ohren, doch sobald ich sie antrieb, galoppierte sie locker an und man spürte, dass sie voll bei der Sache war.
      Die ersten Hindernisse überwanden wir ohne Probleme, die Lewitzerstute unter mir schien fast zu fliegen. Hindernis 3 lag dann schon am Waldrand und ich machte mich bereit, dass urplötzlich ein Vogel (oder ein Wendigo) aus dem Gebüsch fliegen würde und uns vollkommen aus dem Konzept bringen würde. Nichts dergleichen geschah, und Chepa nahm auch dieses Hindernis flüssig und ohne Probleme.
      Jetzt ging es die meiste Zeit durch den Wald. Die Hufschläge klangen dumpfer, die Welt schien stillzustehen, als die Stute den Weg entlang bretterte. Ohne mit der Wimper zu zucken, so schien es, watete sie durch den kleinen Fluss, übersprang den Oxer aus Zweigen und einem Busch, so schien es, direkt dahinter und schon tauchten wir wieder in den Wald ab.
      Als wir nach gefühlten fünf Sekunden das Ziel passierten, atmeten Chepa und ich schwer und waren nassgeschwitzt. Elisa zeigte mir den Daumen nach oben während ich Chepa in einem lockeren Trab ein paar große Kreise drehen ließ, bevor ich sie in den Schritt durchparierte.
      „Und jetzt?“ fragte Elisa mit einem breiten Grinsen und ließ Vendetta aufholen.
      Ich erwiderte ihr Grinsen und ließ die Zügel lang. „Ausritt?“

      ***
      Wieder auf meinem Hof angelangt – Elisa hatte mir Vendetta als Handpferd mitgegeben, weil sie eine faule Sau war – stieg ich ab und brachte die beiden wieder auf den Paddock. Dort wurde ich sofort von Favorita attackiert, die sich eine weitere Bindehautentzündung zugezogen hatte. Sie war langsam aber wieder auf dem Weg der Besserung, zumindest nicht in Quarantäne.
      Kurz darauf schnupperte Star an meiner Hand und ich sah auch schon, wie Symbolic Splash und Cíola auf mich zukamen. Bevor ich von Pferden gefressen werden konnte, huschte ich schnell unter dem Zaun durch auf den nächsten Paddock. Mit großen Augen sah Chepa mich an. Neben ihr war Bacia ein paar Schritte zurückgeweicht und starrte mich an, als wäre ich ein Alien.
      Ich zuckte mit den Schultern. Es war eh an der Zeit, mich intensiver mit ihr zu beschäftigen. Sie hatte sich mittlerweile eingelebt und ließ sich nun auch zeitweise für ein paar Sekunden streicheln. Mit einem Leckerli bestach ich sie um ihr den Führstrick einzuhaken, dann führte ich sie vom Paddock.
      Okay, so schlimm wie eben beschrieben war sie gar nicht. Bacia fehlte lediglich das Vertrauen zu fremden Menschen. Sie war auch immer die, die auf der Weide im letzten Winkel stand – teils allein, teils in Begleitung von Chepa. Sie ließ sich aufhalftern, sie ließ sich putzen aber ich hatte immer noch das Gefühl, dass sie mir nicht vertraute. Also musste Bodenarbeit her.
      Nach dem Putzen führte ich sie auf meinen Reitplatz und ließ sie dort erst ein wenig freilaufen. Ich scheuchte sie nicht – Monty Roberts konnte mir mal den Poppers küssen – und provozierte sie nicht, sie sollte einfach ein wenig laufen um locker zu werden. Danach ging ich in langsamen Schritten auf sie zu, um sie wieder einzufangen. Bacia sah mir mit gespitzten Ohren entgegen, doch sie blieb stehen und folgte mir aus der Ecke, in der sie stehengeblieben war. Die nächsten zehn Minuten machten wir ein paar Führübungen, danach übten wir das Rückwärtsrichten. Und als ich sie zurück auf den Paddock brachte, kam es mir fast vor, als würde sie ein bisschen entspannter wirken.
      Nach einer kleinen Runde mit Newt auf dem Platz – auch er wurde langsam aber sicher sicherer (hahaha.) – packte ich mir schließlich Paramour und Muraco und unternahm mit beiden einen kleinen Spaziergang. Ich hatte mir eine Decke mitgenommen und ließ die beiden um mich grasen, während ich mich sonnte. Und dann, aus dem Nichts, kam mir der Gedanke: Ich war glücklich. Ohne große Fanfaren, einfach so.
      Anschließend ließ ich Attonito noch zusammen mit Flea und Outside Girl auf dem Platz tollen. Die beiden „Großen“ jagten Reggie herum, doch er wusste sich zu wehren.

      ***
      Nach dem letzten Rundgang im Stall machte ich es mir im Bett mit einem Buch bequem. In der Stereo spielte leise ein MGMT-Album. Eigentlich perfekt zum Einschlafen.
      Wäre da nicht dieses Klopfen. Doch jetzt hörte es sich weniger wie ein Klopfen als ein Kratzen an. Und es hörte sich an, als wäre dieses Etwas direkt vor meiner Haustür.
      Entschlossen schlug ich die Bettdecke zurück und nahm mir ein Messer aus der Küche –man sollte nie unvorbereitet sein. Als ich näher an die Haustür kam, wurde das Kratzen immer lauter und es schien fast, als ob das Etwas … jaulen würde?!
      Das Messer hielt ich trotzdem fest in der Hand und versteckte es hinter meinem Rücken. Man hörte ja immer wieder Horrorstorys in denen ein Mörder sich als unschuldiges Tier ausgegeben, seine Opfer aus dem Haus gelockt und schließlich brutal ermordet hatte.
      Als ich nach der Klinke griff, fing das Kratzen wieder an. Ein letzter tiefer Atemzug, dann drückte ich sie langsam hinunter und zog die Tür auf.
      Mir sprang kein Serienmörder an die Gurgel, also wagte ich es, einen Schritt nach außen zu machen.
      Dann sprang etwas aus dem Gebüsch direkt neben mir, direkt auf mich zu.
      Um ein Haar hatte ich das Messer fallen lassen und wäre wieder nach drinnen gerannt. Doch vor mir stand kein Bär oder Hannibal Lecter oder sonst etwas, was wirklich gruselig und gefährlich war.
      Vor mir stand ein Hund. Klein, wuschelig, dreckig, aber irgendetwas in seinem Blick ließ mich auf die Knie fallen und ihm meine Hand zum beschnuppern anbieten.
      Ohne zu Zögern lief der Hund auf mich zu, und als er meine Hand abschnüffelte, sah ich, dass er ein Halsband mit Marke trug. Auf dem Metallplättchen war ein Name eingraviert – Ella.
      „Na du?“ flüsterte ich und strich der Hündin über den Kopf. „Was machen wir denn jetzt mit dir?“
      Ein paar Minuten blieb ich noch sitzen, nicht ganz sicher, was ich denn jetzt wirklich mit ihr anstellen sollte – anscheinend gehörte sie ja jemanden – ehe ich aufstand und Ella kurzerhand mit ins Haus ließ. Gleich morgen würde ich Flyer machen und die dann in Dolphin aufhängen.
    • Rhapsody
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      Basispaket II
      19. April 2015 | © Eddi

      Mein zweiter Termin führte mich mal wieder zu Juli und bei ihr hatte sich inzwischen allerhand getan. Juli hatte die Lewitzer für sich entdeckt und inzwischen eine halbe Horde an Schecken im Stall stehen und seit kurzem auch ihren ersten gekörten Hengst. „Herzlichen Glückwunsch!“, meinte ich direkt nach der Begrüßung lächelnd und stolz zeigte mir Juli Paramour, der sich wirklich inzwischen gemacht hatte, aber wegen ihm war ich heute gar nicht hier.
      Ich sollte zwei ihrer Stuten untersuchen: Chepa und Bacia. Wir begannen mit Chepa, welche gerade noch dösend in der Box gestanden hatte. Dementsprechend unmotiviert schlurfte sie neben Juli die Stallgasse entlang, denn sie sollte sie mir im Schritt und Trab vorführen. Das klappte nicht ganz so gut, aber es reichte, um zu sehen, dass der Bewegungsapparat der Stute einwandfrei funktionierte.
      „Perfekt“, meinte ich grinsend und Juli band mir die Stute am Putzplatz an. Ich betrachtete Chepa eingehend und holte das Röntgengerät aus dem Auto. Wir machten Aufnahmen des Genicks, des Rückens und der Beine. Dann wurde Chepa erst einmal untersucht.
      Das begann mit dem gründlichen Blick in Augen und Maul, ehe ich das Stütchen abhörte und abtastete. Außer dass Chepa einen Bierbauch besaß, der durch ihre Scheckung auch noch optisch begünstigt wurde, war die Stute topfit. So konnte ich direkt noch die Blutproben abnehmen, ehe Chepa dann geimpft und entwurmt wurde.
      „Die Ergebnisse von Blutbild und Röntgen schicke ich dir Morgen dann gebündelt“, erklärte ich Juli, während sie Chepa zurück in die Box stellte und stattdessen Bacia holte. Die Hübsche war wesentlich munterer und trabte hochmotiviert neben Juli die Stallgasse entlang. Sie besaß wirklich schöne Gangarten und war auch optisch todschick!
      „Ach, die würde ich auch nehmen“, meinte ich lachend zu Juli, während ich auch Bacia in Augen und Maul schaute. Dann hörte und tastete ich die Stute noch ausgiebig ab, ehe ich Juli und mich erneut mit Bleischürzen ausstattete und auch von Bacia die Röntgenaufnahmen machte. Danach nahm ich noch direkt das Blut für das einfache Blutbild ab, ehe auch Bacia geimpft und entwurmt werden konnte.
      „Schon fertig“, meinte ich lächelnd und gab Bacia einen sanften Klaps auf die Kruppe. Auch Juli schien sichtlich zufrieden. Ich verstaute wieder das Röntgengerät und die beschrifteten Blutproben sicher im Auto, ehe ich noch die Impfpässe der beiden Stuten erneuerte und mich dann auch schon von Juli und ihren Schecken verabschiedete.

      Röntgenuntersuchung Chepa:
      Chepa ist in die Röntgenklasse I-II einzuordnen. Auf den Aufnahmen waren keine anatomischen Auffälligkeiten zu entdecken. Es gibt geringe Befunde, die vom Idealzustand abweichen, welche Chepa jedoch in keiner Weise beeinträchtigen.

      Einfaches Blutbild Chepa:
      Die Werte des Blutbildes liegen alle im Normalbereich. Die Anzahl der Leukozyten und Erythrozyten bewegt sich im Idealbereich, ebenso wie die der Thrombozyten. Es konnten keine Auffälligkeiten entdeckt werden.
    • Rhapsody
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      Hufschmiedbericht | Sum 41 - Handle This
      29. April 2015

      Seit ein paar Tagen wurde Chepas Box von unbekannten Personen verunstaltet. Erst fing es an mit einem harmlosen Klebesternchen, das sich Tag um Tag vermehrte und schließlich bildeten die kleinen Klebesternchen einen größeren, goldenglitzernden Stern. Bei näherer Betrachtung war er zwar ein wenig schief, aber die Geste war herzallerliebst. Und als Täter hatte ich auch schon meine Verdächtigen. Denen konnte ich nicht einmal böse sein – denn sie hatten Chepa und mir ja geholfen, überhaupt erst so weit zu kommen.

      Ich stand für ein paar Augenblicke schmunzelnd vor der Box, meine Ledertasche mit Werkzeug vergessen. Süße Freunde hatte ich ja, das musste ich zugeben.
      Wenn sie wenigstens pünktlich waren. Diesmal aber war es Gwen, die zu spät war; sie hatte mir versprochen, mir ein wenig mit den Hufschmiedzeug zu helfen, bis Zoe und Adèle ankamen (was mich wieder an die immer noch ziemlich spärlichen Zimmer erinnerte – eines war wenigstens bis jetzt gestrichen). Seufzend sah ich auf die Uhr und beschloss, Chepa wenigstens schon einmal soweit fertig zu machen.

      Mit zehn Minuten Verspätung trudelte Gwen dann doch ein und lächelte mich entschuldigend an. „Sorry, es gab einen kleinen … Zwischenfall mit einem Gastpferd.“

      Ich zog eine Augenbraue nach oben. Auch Chepa neben mir sah ein bisschen skeptisch aus. Sofort verteidigte Gwen sich – keiner konnte Chepas Skepsis lange aushalten.

      „Es ist nicht meine Schuld, dass manche Menschen so inkompetent sind und denken, wir bilden Menschen aus!“ Gwen wirkte wirklich angepisst (das war nicht mal das richtige Wort; Gwen sah man nie an, wenn sie angepisst war. Mir fällt aber gerade kein besseres Wort ein), also hob ich abwehrend die Arme.
      „Solange es hier keinen Zwischenfall gibt.“

      Zusammen nahmen wir Chepa alle vier Aluminiumeisen ab, die in den letzten Wochen stark beansprucht worden waren – immerhin waren wir jede Woche auf einem Turnier gewesen und hatten dort ordentlich abgesahnt. So sehr, dass ich mit gutem Gewissen und vollkommen zufrieden sagen konnte, dass sie wohl in den nächsten Wochen eine Auszeit bekam. Dafür kamen eben die alten Aluminiumeisen herunter und neue Kunststoffbeschläge drauf, sofern die Hufe in Ordnung waren.

      Gwen half mir bei der Kontrolle – ein bisschen was wusste auch sie zu dem Thema – und hielt brav alle Hufe, während ich sie wieder begradigte. Chepas Hufe kamen mir als gesund vor, also stand den Kunststoffbeschlägen nichts im Wege. Nach dem Begradigen der Hufwand und dem Anpassen des Beschlags nagelte ich ihn schließlich fest.

      Nachdem auch der letzte Huf ordentlich vernietet und ordentlich geglättet wurde, durfte Chepa zurück zu ihren Freunden auf die Weide. Und ich wurde von Gwen in Richtung Haus gezogen. „So, wie ich dich kenne, sind die Zimmer für die Mädels immer noch nicht fertig, hm?“ schimpfte sie. „Das müssen wir jetzt erst einmal ändern.“
    • Rhapsody
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      Die Neuen | The Killers - Mr. Brightside
      18. Mai 2015

      Der einzige Grund, warum der Mai nervte, war, dass ich nun offiziell viel zu früh von der Sonne geweckt wurde. Es war gerade einmal 10 vor 6, da kitzelten mich die ersten Sonnenstrahlen und ließen mich einfach partout nicht mehr einschlafen. Mit einem lauten Seufzer schlug ich die Bettdecke zurück und warf der Sonne, die durch mein Fenster lachte, einen bösen Blick zu. Ich war vor ein paar Tagen erst heimgekommen, was bedeutete, dass das Jetlag immer noch ein bisschen nervte. Deswegen war ich gestern Nacht erst um halb vier eingeschlafen.

      Und gerade einmal zweieinhalb Stunden wieder wach. Wie ein Zombie tappte ich in die Küche und machte mir erst einmal eine Tasse Tee – schwarz, mit ein bisschen Milch und reichlich Zucker, damit ich wenigstens ein bisschen wach wurde. Nebenbei nahm ich mir den Block aus dem Regal, der als Kalender diente. Und für heute standen allerlei Sachen darin.

      Zum einen war heute endlich der Tag, an dem Zoe und Adèle kommen würden. Die Zimmer waren gestern fertig geworden (irgendetwas muss man ja machen, wenn man um 2 Uhr nachts wach ist) und da das Flugzeug ziemlich früh kommen würde, hatten wir genug Zeit, einen Rundgang zu machen. Natürlich mit Besuchen auf Crown Hills, Sanssouci und der Nahanni Rivers Ranch. Das würde super werden. Dann mussten natürlich die Zäune geprüft werden, ehe die Pferde auf die Weide durften – das würde ich wohl gleich morgens machen, während sie ihr Frühstück futterten (man, ich sollte öfters weniger schlafen, da war ich ja glatt ein produktives Genie!).
      Weiter auf der Liste standen ein Spaziergang mit Symbolic Splash und Cìola, Training mit Newt (mal wieder) und ein entspannter Ausritt mit Medeia.

      Doch bevor ich das alles anging, fütterte ich die Pferde und brachte sie zusammen auf die Weiden. Zusammen mit Outside Girl, Bacia und Chepa kam Flea auf ihr Grasquadrat, während Medeia, Lashy, Cíola, Favorita und Star auf die andere Stutenweide durften.

      Bei den Hengsten gestaltete sich das dann schon schwieriger; Val war immer noch der Neue und sollte so auf eine Einzelkoppel. Muraco und Paramour waren beste Freunde, aber Newt sah Paramour als seinen großen Bruder an.
      Am Ende standen Muraco und Paramour, Newt und Attonito und schließlich Vaffanculo auf ihren Koppeln.

      Und dann bemerkte ich, dass ich fast schon zu spät war. Es war keine Zeit mehr, ein Schild mit Zoe & Adèle drauf zu basteln, aber ich hoffte einfach, sie würden mich erkennen. Auf der Fahrt zum Flughafen bemerkte ich dann, dass das Bett in einem Zimmer noch nicht überzogen war – super.
      Trotzdem sollten die beiden Mädels mich erkennen können, wir hatten in den letzten Wochen oft geskypet (teilweise um 3 Uhr nachts – verdammtes Australien).

      Natürlich hatte an einem Tag wie diesem der Flug Verspätung. Das bedeutete, dass es dann nochmal eine extra Stunde dauerte, bis der erste Flug angekündigt wurde. Ich stand keine fünf Minuten in der Halle bis mir auf einmal ein feuerroter Lockenkopf entgegensprang und mich sofort umarmte, als würden wir uns schon ewig kennen.
      Trotz des langen Flugs war Zoe immer noch voller Energie und plapperte ununterbrochen. Dabei strahlten ihre grünen Augen – wieso hatten Rothaarige immer grüne Augen? Das war so fies! – fast so sehr, wie ein ganzer Sternenhimmel. Ja, wir würden wohl gut auskommen.

      Als Adèle dann ankam – Zoe hatte sich gerade einen Kaffee in der kleinen Starbucksfiliale geholt und vibrierte nun scheinbar – wirkte sie abgeschlafft und müde. Sie war hochgewachsen, bestimmt 10+ Zentimeter größer als ich, hatte dunkelblondes, langes Haar, große Augen mit vollen Lippen.

      „Man, du erfüllst das ganze wunderschöne-Französin-Klischee,“ bemerkte Zoe mit einem Grinsen, was Adèles Wangen nur so aufflammen ließ. Trotzdem sah sie aus, als würde sie gleich im Stehen einschlafen, also schlug ich vor, langsam aufzubrechen. Trotzdem dauerte es noch eine geraume Zeit, bis das ganze Gepäck verstaut war und wir endlich auf dem Highway waren. Selbst Zoe wurde langsam ruhiger, kommentierte nur alle paar Minuten die Landschaft. Ein Blick in den Spiegel sagte mir, dass Adèle eingeschlafen war.

      Zurück auf dem Hof wollten die beiden Mädels am liebsten einen Einführungsausritt (okay, Zoe wollte einen Einführungsausritt), aber mit den Worten „Die Pferde sind auch noch da, wenn ihr euren Jetlag ausgeschlafen habt“ zeigte ich den beiden ihre Zimmer und half Zoe noch, ihr Bett zu überziehen.

      Dann waren die beiden verstaut und ich brauchte selbst erstmal eine Pause.
      ***

      Als ich mit Lashy und Cíola zurück kam, sah ich, dass die beiden Mädels immer noch tief schliefen – die Rolläden waren nach wie vor fest verschlossen. Auch nach einem Besuch bei Elisa und einer Spielstunde mit Pax, einer Bodenarbeitsübung mit Bacia (langsam klappte es immer mehr – hoffentlich waren wir bald soweit, dass wir uns an das erste Training unterm Sattel wagen konnten) und einer dreiviertel Stunde Training mit Newt regte sich noch nichts hinter den Fenstern der Gästezimmer.

      Erst, als ich nach einem weiteren Ausritt mit Medeia zurück kam, waren die Rolläden des linken Zimmers oben und ich traf Adèle dann bei den Weiden. Sie wirkte nicht wirklich wacher, sondern eher noch müder – wenn das überhaupt möglich war. Mit einem Leckerli auf der Handfläche versuchte sie, eine der Stuten anzulocken, doch keine der Pferde interessierte sich für viel mehr als das Gras direkt vor ihren Nasen.

      Als sie mich bemerkte, lächelte sie. „Ich hoffe das ist okay, dass ich mich ein bisschen umgeguckt hatte,“ sagte sie. Ihre Stimme war leise, weich, akzentfrei. Ich war ein wenig überrascht, dass sie keine Karriere als Synchronsprecherin verfolgte, sondern mir helfen wollte, Pferdehufe instand zu halten.

      Lächelnd zuckte ich mit den Schultern. „Natürlich, immerhin lebst du hier ja jetzt.“

      Sie sah auf den Boden, fast ein wenig beschämt. Als sie mich wieder ansah, sah sie fast ein wenig … geschockt? aus. „Sollten wir irgendwie nerven, darfst du uns das ruhig sagen, ja? Das ist wohl das letzte, was ich erreichen will.“

      Jetzt musste ich mit den Augen rollen. „Bist du immer so neurotisch?“ Und das brachte ein Lächeln auf Adèles Lippen. Dann bemerkte sie die Connemarastute neben mir und bot Medi das vergessene Leckerli an. Während die Stute es genüsslich zerkaute, wurde ich ins Kreuzverhör genommen; wie lang ich schon hier lebte, wie viele der Pferde vom alten Hof kamen, wo meine ganzen Freunde hier wohnten, etc. Viele Fragen drehten sich aber vor allem über Medeia und, als Adèle langsam wieder ruhiger wurde, drückte ich ihr kurzerhand den Strick in Hand. Erst wusste sie nicht, was sie damit anstellen sollte, doch als ich ihr das Tor öffnete, führte sie die Stute mit einem Grinsen hinein. Danach entschuldigte sie sich da sie sich wieder hinlegen wollte – das war wohl das Beste. Unausgeschlafen konnte man nicht gut misten, und je öfter sie schlief, desto schneller war sie ihren Jetlag los.

      Also machte ich mich mit Schubkarre und Mistgabel bepackt auf den Weg in den Stall.
      ***

      Das nächste Mal sah ich die zwei Mädels, als ich vom Stall hereinkam, weil ich einen Bärenhunger hatte. Draußen war es immer noch wunderschön und warm – danke, Mai! – also wollte ich mir nur noch schnell eine Pizza in den Ofen schieben, duschen und essen.

      Als ich jedoch die Tür aufschloss, saßen Adèle und Zoe in der Küche, schnatterten über Gott und die Welt während auf dem Herd ein Topf vor sich hin köchelte.

      Ein wenig verdutzt blieb ich in der Tür stehen, blieb jedoch nicht lang unentdeckt. Ella, die neben Zoes Stuhl auf dem Boden gelegen war, sprang nämlich lauthals bellend auf und rannte mir entgegen.

      Zoe grinste mich ein wenig beschämt an. „Wir hatten ein schlechtes Gewissen weil wir dir nicht geholfen haben. Und Adèle kennt so ein tolles Rezept für Spargelcremesuppe –“

      „Sorry für’s Verwüsten?“ sagte Adèle und strich sich eine Strähne aus dem Gesicht. Mit einer hochgezogenen Augenbraue sah ich mich in der Küche um; das Waffelessen zur Feier meines neuen Hengstes hatte meine Küche verwüstet, aber von den „Kocheskapaden“ meiner neuen Mitbewohner war rein gar nichts zu sehen.

      „Also,“ sagte ich und löste mich vom Türrahmen, um an den Herd zu gehen. Die Suppe roch genial – ganz anders, als ich sie von daheim gewohnt war, irgendwie … nach anderen, fremderen Gewürzen (was jetzt aber nicht gerade schlecht war, im Gegenteil). „Wenn eure Definition von Verwüstung so aussieht, dürft ihr gern öfters meine Küche verwüsten.“ Mit einem breiten Grinsen drehte ich mich zu den beiden Mädels um und holte dann drei Suppenteller aus dem Schrank.

      „Und zur Feier des Tages essen wir draußen. Hopp hopp!“
      ***

      Nach dem Abendessen hätten Zoe und Adèle mir zwar gern beim Reinholen und Füttern geholfen, doch ich scheuchte sie nur wieder in ihr Zimmer. Diesen Elan durften sie sich für morgen aufheben, da wurden sie dann ordentlich herumgeführt.

      Fürs erste führte ich aber alle Pferde erstmal selbst in ihre Boxen zurück und füllte die Futtertraufen auf.
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  • Album:
    9 | Gnadenweide
    Hochgeladen von:
    Rhapsody
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    22 Juli 2015
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    EXIF Data

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    Mime Type:
    image/jpeg
    Width:
    960px
    Height:
    640px
     

    Note: EXIF data is stored on valid file types when a photo is uploaded. The photo may have been manipulated since upload (rotated, flipped, cropped etc).

  • Chepa
    Francisca

    Von: Piccolo's Blaze
    Von: Flammenspiel
    aus der: Flamme meines Lebens


    Aus der: Zauberhaft
    Von: Kronjuwel
    aus der: Zauberfee



    Rasse: Lewitzer
    Geschlecht: Stute
    Stockmaß: 142cm
    Geburtsdatum/Alter: 29. Oktober, 8 Jahre
    Fellfarbe/Genotyp: Braunschecke [Aa Ee Toto]


    Zuchtzulassung: [SK 430]
    Leihmutterschaft: nicht für die öffentlichen Zucht vorgesehen
    Nachkommen: pgs Parvati


    Letzter Tierarztbesuch: 09. April 2015 [Klinik Caen]
    Letzter Hufschmiedbesuch: 29. April 2015 [Hufschmied PGS]


    Francisca wurde Chepa noch nie wirklich genannt. Nach der Geburt legte man sich zwar darauf fest, da ihr offizieller Name ja mit F beginnen musste. Jedoch lebte auf dem kleinen Gut in der Nähe von Greifswald eine spanische Familie, die das kleine Scheckfohlen von da an nur noch Chepa nannten. Chepa zeigte schon früh gute Veranlagungen für das Springen; ihr Vater ist ein erfolgreiches Springpferd und auch die Mama Zauberhaft hatte sichtlich viel Spaß mit Stangen.Vom Charakter her ist Chepa ein Vorzeigepferd; wie es sich für diese Rasse gehört, ist sie nervenstark und lässt sich nicht aus der Ruhe bringen. Sie ist absolut kinderlieb und hatte schon öfters Kinder auf ihrem Rücken. Buckeln sieht man die Stute normalerweise nur auf der Weide, unter dem Sattel ist sie totenbrav. Ihr zweifarbiges Auge ist definitiv ein Hingucker, macht sie jedoch anfällig für Augenkrankheiten.Am Glücklichsten ist sie jedoch, wenn sie im Gelände ist. Und wenn man Gelände dann auch noch mit Springen verbindet, könnte Chepa vor Freude ausrasten. Tut sie jedoch nicht – denn sie bleibt cool in jeder Situation.


    Qualifikationen & Erfolge
    Fohlen ABC – eingeritten – eingefahren – Englisch
    Eignung: Springen

    Dressur E – Springen S – Military A – Fahren E

    79. Synchronspringen
    301. Springturnier
    302. Springturnier
    303. Springturnier



    Besitzer: Rhapsody
    Ersteller/VKR: Samarti

    Offizieller Hintergrund