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Bunnylein

Celebration Of Dance

Stute | Trakehner | 27.04.2014 | 4 Punkte | im Besitz seit 09.04.2018

Celebration Of Dance
Bunnylein, 9 Apr. 2018
Bracelet gefällt das.
    • Bunnylein
      Obwohl das Wetter ganz nass und kalt war und ich schon unter der Bettdecke zitterte, bei dem Gedanken raus zu gehen, schälte ich mich voller Vorfreude aus dem Bett, frühstückte hastig und schlug mich in Reitsachen zum Füttern in den Stall. Und nicht nur das - ich streute auch eine neue Box ein. Grund dafür war der heutige Einzug eines neuen Pferdes, einer Falbscheckin namens Celebration of Dance, die ich mir im Internet ausgesucht hatte. Ja, tatsächlich. Aufgefallen war mir dabei ihre Ausdrucksstärke und die Flecken. Ich musste meine Eltern einfach überreden und nicht zuletzt deshalb war ich nun sehr gespannt.
      Als mein Vater mit dem Pferdehänger auf den Parkplatz fuhr, sah er bereits entnervt aus. Ich grinste darüber und er auch ein wenig, nachdem er ausgestigen war und zu berichten wusste: "So ein Biest. Ich will ja sehen, wie du sie heile in den Stall bekommst." Wie zur Bestätigung erklangen ein Huftritt gegen Metall und ein helles Wiehern aus dem Inneren des Gefährts. Gemeinsam schafften wir es tatsächlich, das liebe Tier abzuladen. Dann war aber auch schon Schluss mit lustig. Celli, wie ich sie schon getauft hatte, tänzelte wie verrückt und ließ sich nur sehr schwer am Halfter führen: Sie orientierte sich auf dem ganzen Weg nicht an mir, beäugte alles selbstständig und entriss sich mehrmals beinahe. Als sie zum nächsten Grasstück zog, um zu fressen, redete ich einmal Klartext und richtete sie grob rückwärts. Da hatte ich zum ersten Mal das Gefühl ihre Aufmerksamkeit zu haben. Sofort wurde ich weicher und lobte sie, als sie kaute, dann setzten wir unseren Weg entwas geradliniger fort. So schafften wir es tatsächlich mehr oder minder heil auf den Paddock, wo ich, ein fataler Fehler, das Halfter abnahm. Am Abend hatte ich sehr mit ihr zu diskutieren, um jenes wieder über ihre Ohren zu kommen. Ich seufzte darüber, schaffte es aber schlicht mit Futter und Ausdauer. Da wusste ich ja, was wir alles zu tun hatten. Aber nichtsdestotrotz spürte ich Vorfreude. Denn ich wusste, dasss die neue Stute durchaus lernwillig und intelligent war. Auf die Förderung kam es meiner Meinung nach an und die konnte ich ihr bieten.
    • Bunnylein
      Noch vor Sonnenaufgang war ich auf dem Hof anzutreffen. Gestern Abend hatte ich noch lange wach gelegen und darüber gegrübelt, wie ich das Training mit Celli am besten aufziehen könnte. Nun glaubte ich einen Weg gefunden zu haben und war voller Tatendrang, meine Pläne in die Tat umsetzen zu können. Für heute bedeutete das, ich half so früh am Morgen beim Füttern der Pferde. Mit mir im Stall war Oliver, mit dem ich mich bei der Gelegenheit und während wir mit den Schubkarren über den dämmrigen Hof kurvten, über alles Bevorstehende redetete. Er bot mir seine Hilfe an, die ich dankend annahm. Gegen acht kehrte ich dann vorerst in das Haus, zum frühstücken zurück. Ich war dann kaum zu bremsen, zu meiner neuen Stute zu kommen. Dort, an ihrer Box, beobachtete ich sie vorerst beim Fressen. Hin und wieder warf sie mir einen neugierigen Blick zu. Das Halfter hatte ich gestern auf ihrer Nase gelassen - wer wusste schon, wann ich es wieder darauf bekommen hätte, und so war es heute zumindest einfach, sie mit dem Strick auf die Stallgasse zu führen und in der Mitte anzubinden. Sie beäugte mich, während ich Knotenhalfter und Putzzeug beschaffte, tänzelte hin und wieder mit der Hinterhand im Halbkreis und begann dann zu scharren. Ich ermahnte sie, verhielt mich aber ansonsten so ruhig wie möglich und brachte ihr alle möglichen Bürsten und Kämme näher. Die schien sie zumindest zu kennen, nur mit der Geduld war das so eine Sache. Ich ließ mir trotzdem Zeit, denn sie sollte Ruhe lernen und auch das Genießen. Was Celli nicht konnte, war Hufe geben. Das war der Punkt, an dem sich Oliver erstmals einschaltete: Wir begannen mit dem rechten Vorderhuf und er machte so lange ruhig und geduldig Druck, bis die Stute entlastete und er sie am Fesselgelenk zu fassen bekam. Kurz hielt er den Huf in der Luft, dann setzte er ihn sachte wieder ab und lobte die Stute, die ihn mit nach hinten gedrehtem Kopf aufmerksam beobachtete. Ich grinste darüber und war schon ein bisschen stolz. Auf der anderen Seite probierten wir das ganze vorerst nicht, wir würden sie schonend an diese neue Umgangsweise gewöhnen. Und bis dahin auf den Grund ahten, auf dem die Scheckin zu laufen hatte.
      Im Anschluss ging es am Knotenhalfter, das ich über Cellis Stallhalfter gezogen hatte, in den Roundpen, zu unserer ersten Longeneinheit. Da führte sich meine Liebe mächtig auf. Mit halbangelegten Ohren und bucklern, versuchte sie sich teilweise sogar steigend, ihrer Unsicherheit und Arbeit zu verwehren. Oliver sah von draußen durch die Balken zu und trat schließlich ein. "Komm, wir tauschen mal kurz.", sagte er, mit einem Grinsen an meine roten Wangen. In seiner Hand befand sich ein gelbes Fähnchen. Ich gehorchte atemlos und begab mich hinter die Umzäunung. Nachdem wir also Plätze getauscht hatten, nahm Olli der Stute den Strick ab und schickte sie mit einem Wink auf ihre Schulter entschieden nach draußen, auf den Hufschlag. Daraufhin begann Celli mit eingerolltem Kopf zu galoppieren, um dem Druck auszuweichen. der Trainer machte keinen Druck mehr und ließ sie gewähren, bis sie sich von selbst beruhigte. Schließlich stand die Scheckin mit zerzauster Mähne und schwer atmend vor ihm. Da legte er das Fähnchen nieder und deutete mit der rechten Schulter Druck von hinten an. Celli zuckte zusammen und setzte sich in einem langsamen Trab in Bewegung. Ihr Gegenüber redete ruhig auf sie ein, nannte dann fortwährend das heilige Wort "Eeeasy" und die Stute parierte tatsächlich durch und ging im Schritt weiter! Ich lächelte und war sehr erleichtert und ein wenig stolz. Oliver indes holte die Kleine zu sich, in die Mitte und führte sie auf der anderen Hand auf den Hufschlag. Celli lief direkt weiter, was an sich nicht optimal war, wirkte aber deutlich ruhiger als auf der anderen Seite. Ich hatte sogar den Eindruck, sie achtete nun auf die Person im Zirkelinneren. Jene ließ die Scheckin gewähren, bevor er sie antrabte. Die Stute präsentierte dabei einen eindrucksvollen Kopfschüttler, tat aber wie ihr geheißen und fiel in einen schnellen Trab. Oliver brauchte eine Weile, um sie ein wenig herunterzuholen, dann parierte er erneut durch und holte sie in die Mitte, wo die Liebe schließlich zum Stehen kam. Damit war unsere erste Trainingseinheit beendet. Ich trat zu meinem heutigen Lehrmeister und nahm mein Pferd an den Strick, dann ging es, gesitteter als gestern, in Richtung Weide. Celli machte dort heute Bekanntschaft mit Cheetah, Razita und CH's Unglück, die ja auch ihre Stallgenossinen waren. Ich sah dem Gerangel auf der Koppel eine Weile zu, bis die Fronten geklärt waren, dann machte ich mich ein wenig erschöpft, aber auch erleichtert auf dem Weg zum Ausmisten.
    • Bunnylein
      Der Himmel war von eintönig grauen Wolken bedeckt, aber meine Laune war ungetrübt. Heute ohne Oliver betrat ich allein den Stall und trat am nunmehr dritten Tag an die Box von Celebration of dance. Die liebe Stute zupfte ein wenig am Heu, entlastete und machte auch sonst einen entspannten und zufriedenen Eindruck. "Na? Wie ist es so?", fragte ich sie von draußen, bevor ich mich zu ihr gesellte und verhätnismäßig problemlos das Halfter überstreifte. Durch dieses Erfolgserlebnis bekräftigt führte ich meine Stute auf die Stallgasse, band sie an und machte mich am Putzzeug zu schaffen. Wie am Vortag tänzelte Celli praktisch fortwährend, drehte sich mit der Hinterhand immer so, dass sie mich im Blick hatte und scharrte ungeduldig, als ich versuchte ihre Mähne zu entfitzen. Ich wies sie wieder und wieder mit energischer Ruhe zurecht. Interessanter wurde es für uns beide, als ich mich den Hufen widmete. Ich stellte mich, im Gegensatz zu gestern, links an ihre Vorderhand, lehnte mich leicht gegen sie und fuhr mit der Hand das Bein hinab. Die Scheckin machte keine Anstalten, mir ihren Huf zu überlassen. Ich redete leise auf sie ein, blieb hartnäckig und passte schließlich den Moment ab, in dem sie einen Schritt nach vorn machen wollte, um das Fesselgelenk zu packen und auf mein Knie zu ziehen. "Super, Mädchen!", sagte ich leise, bevor ich meinem Pferd zum ersten Mal einen Huf auskratzte. Für diesen Tag sollte das genügen, beschloss ich, nachdem der Pferdefuß wieder sicher auf dem Boden angekommen war.
      Doch rein arbeitstechnisch stand noch viel an: Wieder ging es bei eisigen Temperaturen in das Roundpen, zum Longiertraining. Ich versuchte dabei Oliver am Vortag zu immitieren - führte Celli zuerst auf den Hufschlag, nahm den Strick ab und entfernte mich rückwärts in den Kreis. Das hibbelige Pferd blieb natürlich nicht stehen, sondern taperte sofort im Schritt vorwärts. "So ist es gut, Tantchen … wir gehen schön im Schritt.", ermutigte ich sie ruhig. Als sie probehalber den Kopf senkte und anzuhalten drohte, machte ich kurz Druck. Celli nutzte die Gelegenheit und preschte im Galopp vorwärts. So war das mit den jungen Pferden. Da blieb mir nichts als zu grinsen und zu warten. Nach knappen zehn Minuten hatte die Scheckin sich so sehr eingekrigt, dass sie langsam trabte. Ich schaffte es daraufhin, sie durchzuparieren. Es folgte ein Lob und ein Handwechsel. Celli lernte immerhin so schnell, dass es auf der neuen Seite schon etwas besser klappte: Die anfänglichen Gefühlsausbrüche blieben aus und wir brachten sogar einen - etwas ungestümen - Galopp zustande. Für heute war ich sehr zufrieden und ehrlich gesagt auch stolz. Ich sammelte mein schnaufendes, schräg im Roundpen stehendes Pferd ein und brachte es von dort direkt auf die Weide - das Halfter nahm ich dieses Mal ab.
    • Bunnylein
      Celli wieherte tatsächlich, als ich heute den Stall betrat. Und sie zeigte sich mir fast ein wenig zugetan, als ich ihr das Stallhalfter über die Ohren zog. Das klappte mit ein paar Tagen Übung schon ziemlich gut. Trotzdem wurde das anfnglich festgelegte Trainingsprogramm unbeirrt weitergeführt: Allmählich wurde es zur Routine; Aufhalftern, Anbinden, Putzen und - unsere kleine Problemstelle - das Hufe geben und auskratzen. Nun hatten wir gestern zum ersten Mal einen Hinterhuf ausprobiert. Der Trick, den mir mein Dad vor vielen Jahren ein Mal gezeigt hatte, war mit der Hand vom Vorderbein, unter dem Bauch, bis zum hinteren Fesselgelenk zu fahren. Das kitzelte, besonders junge Pferde und sie zogen den Hinterhuf automatisch nach oben. So auch Celli. Ich hatte sie dennoch gelobt und heute nun versuchte ich zum ersten Mal, die vier Hufe nacheinander anzuheben und wirklich auszukratzen. Das bedeutete vor allem Ruhe. Ruhe, die ich mir stetig und etwas mühsam während des Putzens erarbeitete. Mein Pferd war nämlich ausgesprochen hibbelig - auch wenn es schon besser geworden war - und Geduld war auch nicht unbedingt Cellis Stärke. So bedurfte es einiger Überredungsarbeit und gutem Zureden, um den rechten Vorderhuf auf mein Knie zu bekommen. Ich sputete mich mit der Entfernung von Dreck, Mist und Steinchen und fuhr dann mit dem rechten Hinterhuf fort. Die andere Seite klappte da etwas besser und als auch der linke Hinterhuf wieder sicher auf dem Boden stand, schob ich der Scheckin unauffällig ein Leckerli zu. Sie hatte verdammt schnell gelernt sich heute glänzend bewährt.
      Nicht ganz so gut lief es dafür im Roundpen. Dort ging mein Pferd ausgesprochen hitzig und kompromisslos im zügigen Trab. Es dauerte sehr lange, ehe ich sie mit Ruhe und Geduld zum Schritt bewegen konnte. So war es auch eine ordentliche, arbeitstaugliche Runde in dieser langsamsten Gangart (jeweils auf jeder Hand), mit der wir das heutige Training beendeten. Ich lobte die kauende Celli mit einem Seufzer, bevor ich sie auf die Koppel entließ. Vor uns lag noch ein ganzes Stück Arbeit und es war klar, dass das Zeit und Zuwendung bedurfte. Richtige Fortschritte stellten sich immer nur langsam ein und einen schlechten Tag sollte sich jedes Pferd erlauben dürfen!
    • Bunnylein
      Celli schien besser drauf zu sein als am Vortag. Die Stute zupfte friedlich an ihrem Heu, als ich am frühen Vormittag den Stutenstall betrat, und ließ sich brav aufhalftern. Ich hatte sogar den Eindruck, sie würde sich auf das bevorstehende Putzen freuen. Die Prozedur fand dann tatsächlich insofern Anklang, dass meine Stute genüsslich den Hals reckte, als ich jenen schrubbte und tatsächlich entspannte, als ich ihr mir gleichmäßigen Bewegungen mit einer weichen Bürste die Stirn streichelte. Das Hufegeben indes klappte immer noch nicht perfekt, aber schon wesentlich besser und ich hatte so heute allen Grund, meine Scheckin ausführlich zu loben. Danach ging es, wie mittlerweile üblich, am Knotenhalfter in das Roundpen. Wir waren zumindest so weit, dass Celli meine Autorität nicht mehr hinterfragte und einen gewissen Kompromiss in der Arbeit einzugehen schien. Sie drehte am Anfang zwar ausgelassen und buckelnd ihre zügigen Runden, arbeitete danach aber fleißig mit und ließ sich sehr gut durchparieren. Erstmals wendete sie mir dabei beide Ohren zu, was ich mit ruhigen Worten und großer Freude quittierte.
      Zum Schluss probierten wir, weil es so gut lief, mal ein bisschen das Rückwärtsgehen. Dafür nahm ich die Liebe an den Strick, stellte mich vor ihre Nase und schüttelte das Seil mit leicht ausgestrecktem Arm erst sachte, dann langsam heftiger, bis sie nachgab und dem Druck nach hinten auswich. Das tat sie, als wäre es eine Selbstverständlichkeit und leckte sich dann vorbildlich die Lippen. Ich lobte sie liebevoll, dann ging es beschwingt vom Roundpen auf die Weide. Für diesen Tag hatte Celli genügend Heldentaten vollbracht!
    • Bunnylein
      Heute war das Wetter schlecht. Schlecht insofern, dass es schwer möglich war, zu zweit draußen zu arbeiten und danach noch gesundheitlich fit zu sein: Es regnete in Strömen, war bitterkalt und ein hässlicher Wind ließ die Bäume des Gestüts erzittern. Zudem war es wahnsinnig laut. Die Pferde blieben freiwillig in der Box und ließen Oliver und mich am Morgen bereitwillig die Türen zum Paddock schließen. Allgemein entspannten sie sichtlich im warmen Stall und waren mit ihrer Futterration mehr als zufrieden.
      Celebration of Dance musste ich an dieser Stelle enttäuschen. Die Stute knabberte an ihrem Frühstück und ließ sich dementsprechend recht widerwillig das Halfter anlegen. Ich beharrte allerdings darauf, sodass ich die Stute schließlich auf die Stallgasse führen und anbinden konnte. Das Wetter war keine Ausrede für ein fortschreitendes Training und so putzte ich mein Pferd und legte besonderen Wert auf die Hufpflege. Celli schien dann doch ganz zufrieden, wenn sie anschließend auch scharrte und allgemein noch nicht das gechillte, genießende Pferd war, das ich eigentlich in ihr sah. "Na dann, Mädchen. Wollen wir mal.", raunte ich ihr mit einem Blick aus dem Fenster zu. Ich warf ihr eine halsbedeckende Regendecke über und befestigte sie halbwegs, dann setzte auch ich meine Kapuze auf und führte die Scheckin geradewegs aus dem Stalltor auf den Hof. Es regnete noch immer und ich rannte deshalb, Celli trabte brav neben mir her. Unser Ziel war die Reithalle, die ja zum Glück nicht allzu weit entfernt lag.
      Dort angekommen nahm ich meinem Schützling erstmal die Regenkleidung ab. Celli musterte das für Sie unbekannte Gebäude mit hoch erhobenem Kopf und gespitzten Ohren. Der auf das Dach trommelnde Regen schien ihr unheimlich und das wirsche Knacken des Holzes ließ sie zusammenzucken. "Komm, wir gehen ein paar Runden.", flüsterte ich ruhig und führte die Stute hinter mir auf den Hufschlag. Sie Büchse manchmal zur Seite aus, wieherte einmal und schien sich allgemein eher unwohl zu fühlen. Ich lobte sie dennoch unbeirrt für ihre Mitarbeit und machte mich an einige Bahnfiguren, als sie sich etwas beruhigt hatte. Von da an klappte das ganze schon besser. Die Beschäftigung tat Celli sichtlich gut. Deshalb übten wir heute in erster Linie das Führen, also dass die Scheckin während des Laufens lieb an meiner Schulter blieb, nicht drängelte oder gar überholte. Das bedurfte viel Bewegung und der ein oder anderen Maßregelung, aber schließlich hielt mein Pferd, wenn ich stehen blieb und kehrte zumindest das innere Ohr zu mir. Aus eigener Motivation ging die Stute am langen Strick neben mir und ich lobte sie dafür überschwänglich.
      Danach, bei wesentlich aufgelockerter Stimmung, longierte ich mein Pferd noch am Strick. Dabei war zu sagen, dass es Celli hier, außerhalb des Roundpens, sichtlich schwer fiel, einen Zirkel zu gehen: Ich musste sie des Öfteren von mir weg schicken, besaß im Gegenzug aber ihre volle Aufmerksamkeit. Wir beließen es schließlich beim Trab auf beiden Händen - zum gelungenen Abschluss ließ ich mein Pferd frei laufen, worauf es sich genüsslich im weichen Sand wälzte. Ich grinste darüber und mit Regendecke und Anorak bepackt ging es dann zurück in den warmen Stall.
    • Bunnylein
      Passend zum Valentinstag verfütterte ich an diesem Morgen rote Rüben an meine Schützlinge. Das hieß, eigentlich half ich nur Oliver. Denn alleine für alle Pferde zu sorgen war schlicht nicht schaffbar. So kam es auch, dass ich gegen zehn Razita auf der Stallgasse putzte und anschließend in der Reithalle longierte, während sich Olli CH's Unglück vornahm. Auch dieses Pferd musste geputzt werden, genau so wie Cheetah und Celebration of Dance. Wir beeilten uns insgesamt, arbeiteten aber sorgfältig und konnten deshalb gegen halb eins alle vier Stuten wohlbehalten auf die Weide bringen. Dann zogen wir weiter, in den Hengsstall. Dort empfing uns lautes Wiehern. Mein Dad stand dort und zog gerade Klappstuhl einige Strähnen Heu aus der Mähne, bevor er richtig mit dem Putzen begann. Oliver holte sich Empire of Darkness und rückte dessen Dreck zu Leibe. Weil der kleine Stall dann ziemlich überfüllt war, schnappte ich mir kurzerhand Ashqar und spazierte mit ihm erst ein Weilchen über den Hof, dann wurden einige Runden im Roundpen gedreht. Erst im Nachhinein bürstete ich sein Fell, bis es glänzte und endließ ihn so auf die Weide. Seine Kumpanen, auch die mittlerweile geputzten Bem-Te-Vi und Trafalgar Law, folgten ihm kurze Zeit später. Für das menschliche Trio hingegen ging es weiter in den Oststall, zu den Tekkinerhengsten Distraction, Yacedor Gepir und Kazoom. Jeder nahm sich einen seiner Schützlinge aus der Box und es wurde abermals gepflegt und gesäubert, was ging. Im Anschluss durften die Drei, aufgrund ihrer zarten Statur nur mit Decke, ebenfalls draußen grasen. Zuletzt, und das war allein meine Aufgabe, stand noch der Turnierstall aus. Dort traf ich auf Spotted Frischkäse und Spearmint, meine lieben Schecken. Für das Putzen von Spotti nahm ich mir daraufhin viel Zeit und wir gingen außerdem ein wenig im Wald spazieren. So übten wir gleich mit das führen. Spearmint (mutete sie bereits etwas rundlicher an?) schien ein wenig schläfrig und würde deshalb ebenfalls mit viel Gekuschel versorgt. Darauf durften die zwei Stuten als letzte auf die im Hof liegende, von Stall südliche Koppel.
    • Bunnylein
      Bei dem herrschenden, ausgesprochen schönen Wetter holte ich meine Celebration of Dance am Mittag von der Weide. Es war mittlerweile kein Problem mehr, sie auch in diesem freien Gelände aufzuhalftern und mitzunehmen. Trotzdem wieherte sie laut, als sie den Sichtkontakt zu ihrer Herde verlor. Ich beruhigte sie leise redend und brachte sie auf den Putzplatz. Das war neues Territorium; bisher wurde sie nur auf der Stallgasse geputzt. Celli scharrte praktisch sofort nach dem Anbinden und ich ermahnte sie mit einem energischen "Na!", worauf sie unruhig mit der Hinterhand hin und her tippelte. Ich verhielt mich ruhig und plauderlaunig und säuberte ihr Fell ungerührt. Mit dieser vertrauten Prozedur schaffte es dann auch die Stute, ein wenig lockerer zu werden und sie gab sogar recht problemlos die Hufe! Dafür hatte sie ein großes Lob verdient.
      Danach legte ich meiner vierbeinigen Freundin das Knotenhalfter an und wir verließen am Seil den Hof in Richtung Wald. Da gab es viel zu sehen. Der Boden zu unseren Füßen war nass und die zwitschernden Vögel und knackenden Zweige ließen sie mehrmals zusammenzucken. Sie blieb trotzdem brav bei mir und orientierte sich sogar an mir, sah mich als Bezugsperson. So erreichten wir nicht nur unbeschadet den See, sondern auch eine kleine Wiese weiter nördlich, die eine leichte Hanglage aufwies. Da schickte ich Celli auf einen imaginären Hufschlag um mich herum und die Liebe folgte tatsächlich - und lief im Kreis. Ich war ganz aus dem Häuschen vor Begeisterung, wusste das aber ganz gut zu verbergen. Schritt um Schritt lief die Scheckin und trainierte dabei - das wusste sie nicht - ihre Rückenmuskulatur. Nach einiger Zeit wechselten wir auch die Hand und komplettierten unsere Trainingseineit so. Dem folgte ein überschwängliches Lob, bevor es zurück nach Hause und auf die Weide ging.
    • Bunnylein
      Meine Stute Celebration of Dance ließ sich an diesem Vormittag, mittlerweile problemlos und beinahe erpicht auf die Arbeit, von der Koppel holen und anschließend putzen. Es ging danach in die Reithalle, zum Longieren. Das könnte Celli inzwischen auch ganz gut. Und zwar nicht nur auf dem Hof, sondern auch im Gelände und am Hang. Das konstante, langsame Training führte dazu, dass sie zusehends Muskeln aufbaute und so immer weniger wie ein Jährling aussah. Außerdem lernte sie sehr schnell, sodass ich ihr zum Beispiel heute zum ersten Mal die Trabstangen zeigte. Die Scheckin schnupperte zuerst interessiert daran, bevor sie ihren Huf daraufstellte und erschrocken zurücksprang, als sie bemerkte, dass das gestreifte Ding beweglich war. Trotzdem ließ sie sich im Anschluss problemlos darüber führen uns erstaunlicherweise sogar Longieren! Nach einer guten halben Stunde Input beendete ich das Training äußerst zufrieden und brachte die Stute direkt auf die Koppel. Später am Tag mistete ich noch Cellis Box aus, sodass die Liebe am Abend ein frisches Bett sowie ihr Futter genießen konnte.
    • Bunnylein
      Celebration of Dance machte heute, vielleicht wegen des guten Wetters und der lauen Temperaturen, einen aufgeweckten und fröhlichen Eindruck. Als ich sie von der Weide holte, tippelte sie zwar übermütig und ein wenig frech vor meiner Schulter, ließ sich kurz darauf aber problemlos putzen. Kurzum - ihre Stimmung war sehr gut für das heute anstehende Großereignis: Den Sattel. Ich hatte mir Cheetah's Distanzsattel geangelt. Er war leicht, hatte aber einen Sattelgurt und allerlei herumschlackerndes Zeug. Ich ließ Celli geduldig daran und davor an der Schabracke riechen, bevor ich beides auf ihren Rücken bettete. Die gescheckte Stute versteifte sich ein wenig und tänzelte von mir weg, als ich Anstalten machte, den Gurt zu schließen. Ich redete ruhig auf sie und in kleinen Schritten schafften wir es schließlich doch.
      Als es im Anschluss eine Runde über den Hof ging, schien mein Pferd zwar nicht begeistert, akzeptierte das neue Gefühl aber zusehends. Nach guten zwanzig Minuten kehrten wir deshalb an den Anbindebalken zurück und ich nahm Celli Sattel und Pad sachte wieder ab. Sie schüttelte sich danach ausgelassen und sah mich unschuldig an. Ich lobte sie daraufhin für ihr beinahe vorbildliches Verhalten und nach noch einigen Runden im Roundpen ging es für die Liebe wieder auf die Weide.
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  • Kategorie:
    Himmel - ungepflegte Pferde
    Hochgeladen von:
    Bunnylein
    Datum:
    9 Apr. 2018
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    • Zuchtname des Pferdes: Celebration of Dance
      Rufname(n): Celli (gesprochen "Selli")
      Besitzer: Hayden McKinley / Bunnylein
      Reitweise:
      Vorbesitzer: Cascar
      Vorkaufsrecht: Cascar

      Tierarzt: Eddi Caen
      Hufschmied:
      Ausbilder: Cascar Winterscape
      Reitbeteiligung:

      Stall: Stutenstall
      Weide: im Gelände liegende Koppeln
      Einstreu: Stroh
      Futter: Heu, Saftfutter;
      Kraftfutter 1x täglich (abends)
      Anmerkungen: befindet sich in der
      Kraftfutteranfütterung (langsam!)

      Portrait:


      Abstammung
      _________________________________


      Von: N'oubliez jamais
      Dschehim x Moonfang

      Aus der: unb.
      - x -

      Zur Zucht zugelassen:

      Züchter: unb.
      Eingetragenen Zucht:
      //
      Gencode: n. g.
      Vererbung: n. g.
      Nachkommen:


      Exterieur
      _________________________________

      Geschlecht: Stute (weiblich)
      Geburtsdatum: 27.04. 2014
      Rasse: Trakehner
      Herkunft: unb.

      Stockmaß/Endmaß: im Wachstum
      Art: Pferd
      Typ: Warmblut

      Fellfarbe: Falbschecke
      Langhaar: grau, weiß
      Abzeichen: regelmäßige Blesse, 4x hochweiß gestiefelt
      Sonstige Erkennungsmerkmale: Aalstrich


      Interieur
      _________________________________

      freundlich ◆◆◆◆ bösartig

      introvertiert ◆◆◆◆ extrovertiert

      intelligent ◆◆◆◆ unintelligent

      selbstbewusst ◆◆◆◆ unsicher

      sozial ◆◆◆◆ unsozial

      nervös ◆◆◆◆ beständig

      ausgeglichen ◆◆◆◆ unausgeglichen

      temperamentvoll ◆◆◆◆ ruhig

      aufmerksam ◆◆◆◆ unaufmerksam

      streitlustig ◆◆◆◆ friedlich

      naiv ◆◆◆◆ dominant

      loyal ◆◆◆◆ untreu

      arbeitsfreudig ◆◆◆◆ faul

      geduldig ◆◆◆◆ ungeduldig


      Charakterbeschreibung: Celebration of Dance ist, ihrem Namen entsprechend, eine aufgeweckte, schmal gebaute junge Stute, die einiges an Temperament, aber auch Fähigkeiten zu bieten hat.
      Mittlerweile ist "Cellis" Grundausbildung weitgehend abgeschlossen und ihre anfängliche, unverfrorene Dominanz gezügelt. Im Laufe des Trainings wurde sie zu einem leistungsbereiten, respektierenden Pferd und zu einer Freundin gleichermaßen. Nun steht die intensivierte Arbeit unter dem Sattel an, zusammen mit anderen Grundaufgaben wie der Hindernisgewöhnung oder dem Gelassenheitstraining.

      Geschichte: Die Trakehnerstute gelangte über vertrauenswürdige Hände aus
      unbekannten Gefilden und tatsächlich mit einem vom Tierarzt bestimmten Alter nach Neuseeland. Bis dahin hat sie keinerlei Ausbildung genossen. Das sollte sich ändern, als die Stute an die WCS verkauft wurde. Sie wird nun ihren vielseitigen Fähigkeiten entsprechend gefördert.


      Qualifizierungen & Erfolge
      _________________________________

      Eignung: Dressur, Western, Distanz, Springen

      Springen: E A L M S S* S**
      Military: E A L M S
      Western: LK5 LK4 LK3 LK2 LK1
      Distanz: E A L M S

      Galopprennen:
      Fahren:

      Dressur: E A L M S S*
      Gangreiten:
      Wendigkeit: E A L M S S* S**

      Turnierbedingter Aufstieg | Trainingsaufstieg | Potential


      Auszeichnungen: ✘


      Ausbildungsstand
      _________________________________

      Fohlen ABC:
      Longiert:
      Eingeritten:
      Eingefahren:

      Beurteilung: Celebration of Dance befindet sich gerade
      in der Grundausbildung und wird zunehmend besser händelbar.
      Sie entwickelt Spaß an der Arbeit.

      Gelassenheitstraining:
      Hindernisgewöhnung:
      Hängergewöhnung:
      Startboxgewöhnung:

      Roundpen: zu Beginn unkonzentriert,
      dann besonnen und leistungsbereit
      Reitplatz/Reithalle: lässt sich annehmbar longieren;
      reiten in der Anfangsphase / bisher nur Schritt, Trab
      Gelände: Spazieren gehen und das spontane
      Longieren am Hang machen selten Probleme


      Gesundheitszustand
      _________________________________

      Gechippt:
      Geimpft:
      Bekannte Krankheiten:
      Anmerkungen: Vermutlich nicht gechippt;
      Tierarztbesuch dringend anstehend!
      Aber guter Gesamteindruck.

      Hufzustand: annehmbar
      Prüfstand:
      Beschlag vorn:
      Beschlag hinten:
      Anmerkungen: Celebration of Dance
      ist nicht beschlagen.​