Sammy

Cazador

Criollo | Hengst | gekört | F || WE: S (4) | DI: E (0)

Cazador
Sammy, 1 Aug. 2015
    • Sammy
      [​IMG]
      Alte Berichte aus Cazador`s Zeit bei Pharlap
      Sportpferde vom Rosenhof

      "Rosenhof", murmelte ich nachdenklich und feierliche Stimmung machte sich in mir breit. Ja, das passte! Ich sass mit meiner Familie und dem Gestütsteam gemütlich bei einer Tasse Kaffee im Reiterstübbchen.
      Da wir in den nächsten Wochen unser Zuchtprogramm komplett umstellen würden, und auch der Hof einen neuen Anstrich bekamm, musste ein neuer Name her. So kamm es das unser Gestüt Rosenhof genannt wurde und unsere Zucht "Sportpferde vom Rosenhof" genannt wurde.
      Wir starteten einen Neuanfang und ich war hochmotiviert!

      Die Zucht wurde komplett über den Haufen geworfen. Von Eddie bekamm ich drei neue Zuchttiere Cazador, Chaira und Morrigan. Drei Westernpferde, die in der alten Zucht fehl am PLatz gewesen wären, aber perfekt zum Rosenhof passten. Vonn nun an wurden hie rnämlich für alle sparten des Pferdesports Pferde gezüchtet. As Zuchtziel waren Athleten für den Sport.
      Darunter kamen Vollblüter, Warmblüter, Halbblüter, Westernpferde und Sportponys.

      Aber nun genug geplant! Die Pferde mussten hineingeholt und gefüttert werden. Da es mittlerweile nachts schon etwas abkühlte, waren die Pferde Tagsüber von sechs Uhr Morgens bis sieben Uhr Abends auf den Weiden. Nachts kamen sie zurück in den Offenstall oder auf die Paddock Boxen. Ich und John, unser Stallbursche, schnappten uns je zwei Halfter und liefen zu den Wiesen. Zuerst holten wir die Zuchttiere herein. Wir gingen zuerts zur Hengstweide welche am nächsten zum Stall lag. Ich schnappte mir Cazador und Requiem. John halfterte Race is Hope und Morrigan. Becks, der Kleinste im Bunde trottete seinem neuen besten Freund Cazador hinterher. Wir brachten die fünf in ihre Boxen. Dann holte ich Pharlap und Shihan während John, die fünf Hengste schon mal fütterte. Pharlap und Shihan waren unzertrennlich. Pharlap, der unglaublich ruhig und gutmütig ist, ist für den ängstlichen und stets nervösen Shihan der Fels in der Brandung. "Na, meine zwei Schönen", berüsste ich die zwei. Pharlap liess sich sofort aufhalftern, Shihan dagegen kam nur zögerlich näher. Mit langsamen Bewegungen und behutsamen zureden zog ich ihm schliesslich das Halfter über die Ohren.
      Als die Hengste versorgt waren holten wir noch die Stuten (Far Cry, Saphira, Ciara, Elanor, Rubina und Angels Kiss). Diese erhielten in ihren Boxen ihr Heu und ihr Mineralfutter.

      Nun mussten noch die Sportler versorgt werden. Momentan waren das nur 8 Pferde, welche aber alle einzigartige Stärken und Talente aufwiesen. Morengo stand mit Opium, Dragon und Nacro auf der Wiese. Die Stuten (Moulan, Fada Fid, Vai Alida und Efeu) kamen in ihren kleinen Offenstall. Wir gaben ihnen Heu und Kraftfutter. Danach waren wir für Heute fertig.

      Adventszeit

      Verschlafen betrat ich um 7 Uhr morgens die Küche. Es war Sonntag morgen doch an Ausschlafen war nicht zu denken. Die Pferde wollten versorgt werden. Ich machte mir eine heisse Schokolade und setzte mich an den Küchentisch. Plötzlich viel die Haustüre auf und mein Vater und John, unser Pferdepfleger betraten den Raum, begleitet von einen kalten Luftzug. Ich begrüsste die beiden, welche sich mit eine Tasse Kaffee an den Tisch sitzen. "So die Pferde sind schon mal gefüttert", sagte mein Vater. Ich nickte verstehend. "Nach dem Frühstück lassen wir sie auf die Paddocks und danach müssen wir noch ausmisten", fuhr er weiter.

      Gesagt getan, nach dem Frühstück machten wir uns daran die Pferde auf die Paddocks zu bringen und auszumisten.
      Nach der Arbeit lief ich zu den Padocks und holte mit John zusammen unsere beiden Youngster Vai Alida und Black Dragon. Beide wurden im Frühjahr drei Jahre alt und die beiden wurden vorbereitet für die kommende Rennsaison. Wir putzen die beiden in der Stallgasse und legten ihnen Nierendecken unter die Trainingssättel. Sicherheitshalber schraubten wir noch stollen in die Hufeisen. Dann ritten wir los. Da die Bahn hart gefroren war, drehten wir im Schritt und Trab eine Stunde im Gelände. Danach sattelten wir die zwei ab und brachten sie zurück auf die Paddocks.
      Da es erst um halb Eins Mittagessen war und wir noch eine Stunde Zeit hatten bis dahin, entschieden wir uns noch Fada Fid und Morengo zu longieren.
      Morengo war mittlerweile schon 6 Jahre alt und langsam am Ende seiner Karriere. Er würde nächstes Jahr nur noch wenige Rennen laufen und dann hoffentlich in die Zucht gehen. Fada Fid longierten wir nur locker, da die Ausbilderin Samartie momentan mit ihr arbeitete.
      Nach dem Mittag tauchte noch meine Freundin Maria und meine Mutter auf. Maria ritt täglich Requiem und Morrigan.
      Meine Mutter brachte Far Cry, Saphira, Rubina und Elanor in die Führanlage. Ich und John ritten am Nachmittag Opium und Efeu in der Reithalle des Reha Centers neben an.
      Dann holten wir Moulan und Race is Hope. Die beiden waren ebenfalls schon erfahrene Rennpferde. Moulan würde nächstes Jahr ihre letzte Saison laufen und auch Race is Hope würde warscheinlich nur noch zwei Jahre im Sport bleiben bevor er sich ganz der Zucht witmen wird.

      Am Nachmittag fuhr ich dann mit meiner Mutter in die Stadt zur örtlichen Schneiderin um unsere neue Turnierkollektion abzuholen.
      Die Abendfütterung würden dann John und mein Vater übernehmen.

      Frühlingsstimmung
      Wie ich den Frühling liebte! Als ich heute Morgen um 7 Uhr das Haus verliess zwitscherten schon die Vögel und der Himmel war in hübsches Rosa getaucht. Ich lächelte und zog meine pinke Jacke an, auf deren Rücken Rosenhof stand. Mein Vater war schon im Stall und mistete die Boxen aus. Der Stall hatte 40 Boxen mit Paddocks davon waren aber nur gut die Hälfte besetzt. Er hatte bereits Moulans, Morengos und Efeus Box ausgemistet. „Ich hole das Müsli für die Pferde“, rief ich und machte mich auf zur Futterkammer. Die Pferde fingen unruhig an zu scharren in freudiger Erwartung auf das Frühstück. Ich gab jedem seine Portion bestehend aus Mineral- und Kraftfutter. Dann verteilte ich noch etwas Heu. Die grössere Portion würden die Pferde allerdings erst auf dem Paddock kriegen.
      Ich schaute auf meine Uhr und stellte fest dass ich mich beeilen musste, denn in einer knappen halben Stunde kam meine Trainerin. Ich hatte mit Opium Dressurtraining in der Halle. Ich sattelte den 10 Jahre alten Braunen und machte mich auf den Weg zur Halle. Ich wärmte ihn im Schritt und Trab auf. Dann kam auch schon meine Trainerin. Mit Opium befand ich mich momentan auf A Niveau aber wir wollten dieses Jahr endlich L starten.
      Nach dem Training sattelte ich Opium ab und brachte ihn auf seinen Paddock.
      Danach sattelte ich Efeu und ging mit ihr auf den Springplatz wir mussten trainieren für die anstehenden Vielseitigkeitsturniere. Vor dem Mittagessen ritt ich noch mit Vai Alida aus. John und Melissa zwei Jockeys, welche auch im Stall halfen hatten am Morgen mit Morengo, Moulan, Black Dragon und Vai Alida gearbeitet.
      Nach dem gemeinsamen Mittagessen holte ich Pharlap und Shihan von ihrem gemeinsamen Padock und ritt mit Shihan als Handpferd aus. Race is Hope durfte auf die Rennbahn und die Westernpferde Chaira, Morrigan und Cazador bekamen Besuch von unserer Westerntrainerin die, die drei zweimal pro Woche auf die Wettkämpfe vorbereitet. Saphira, Far Cry, Elanor und Angels Kiss durften heute den Tag auf der Weide geniessen. Als Zuchtstuten wurden sie nur noch leicht Dressurmässig gearbeitet oder ausgeritten.
      Am Abend holten wir zuerst alle Pferde herein, dann fütterten wir sie und am Schluss äppelten wir noch die Paddocks ab.

      Tierarztbesuch

      Heute war ein besonderer Tag! Eigentlich hatte ich mit dem Gestüt schon genug zu tun, da ich aber ein abgeschlossenes Studium in Tiermedizin hatte und dieses Wissen nicht verlieren möchte, arbeite ich während drei Tagen je halbtags in der Tierklinik Rosenhof. Diese lag praktischerweise auf dem Hof. Am Montag, Mittwoch und Donnerstagmorgen war ich also als Tierärztin unterwegs. Diesmal waren aber nicht externe Patienten auf dem Programm, sondern meine eigenen Pferde. Ich packte 21 Wurmkuren und Impfungen in meine Arzt Tasche und machte mich auf den Weg zum Stall. Heute hatten John und mein Vater die Pferde absichtlich in ihren Boxen gelassen. Ich begann zuerst im Stallteil der Sportpferde. Zuerst war Moulan an der Reihe. Da ich meine Pferde täglich sah, ritt und putze wusste ich sehr gut um ihre Gesundheit, so das ich sie nicht durchchecken musste. Als nächstes Zeit bei einer Hengstkörung starten so das ich mir ihn genauer ansah. Er war fit, frass gut und verhielt sich normal. Beim impfen war er ganz brav und auch die Wurmkur nahm er ohne grosses Theater an. Ich klopfte ihm lobend den Hals und ging zu Efeu die in der benachbarten Box untergebracht war. Die junge, auffällige Stute war meine Hoffnung für den Busch. Ich hoffte mit ihr Platzierungen in der Vielseitigkeit sammeln zu können. Ich impfte und entwurmte sie und ging dann zum nächsten Pferd. Opium war heute etwas Nervös. Der Braune stampfte ungeduldig als ich seine Box betrat. Ich lächelte und hielt ihm um ihn abzulenken ein Leckerli hin. Dann war es auch schon vorbei. Ich schloss die Boxentür hinter mir, dann war Fada Fid an der Reihe. Auch sie war ruck zuck fertig, so das Vai Alida dran war. Die junge Stute mochte weder Spritzen noch Wurmkuren. Also band ich sie an und gab ihr zur Beschäftigung etwas Müsli. Als ich sie impfte schlug sie mit dem Schweif und schnappte in die Luft. Ich lobte sie und löste den Strick. Dann folgten noch Black Dragon und die kleine Noblesse.
      Als ich im ersten Stalltrakt fertig war, half ich Melissa die Pferde auf ihre Paddocks zu bringen. Anschliessend waren die Zuchtpferde an der Reihe.
      Als erstes kümmerte ich mich um Phar Lap. Der grosse Fuchswallach war einer meiner Lieblinge. Ich hatte ihn schon sehr lange. Wir waren ein echtes Team und hatten schon viel miteinander erreicht. Er liess die Prozedur brav über sich ergehen. Als nächstes war eine von Phar Laps Stuten an der Reihe. Saphira war eine meiner besten Zuchtstuten, auch sie war sehr umgänglich und liess sich impfen und entwurmen. Nun war Shihan an der Reihe. Der Schimmel war eines der schwierigsten Pferde auf dem Hof. Er liess sich nur von mir reiten und ich war die einzige der er komplett vertraute. Ich legte ihm das Halfter und gab ihm Äpfel und Möhren dann impfte ich ihn so schnell ich konnte. Er wich ängstlich zur Seite und sah mich mit weit aufgerissenen Augen an. Ich redete beruhigend auf ihn ein und gab ihm noch mehr Leckereien dann gab ich ihm noch schnell die Wurmkur. Ich entschuldigte mich mit meinem Angsthasen und streichelte ihn. Ich hatte ziemlich viel Zeit mit Shihan verbracht so dass ich mich nun ein bisschen beeilen musste. Als nächstes impfte ich Far Cry, Angels Kiss und Race is Hope. Dann waren Rubina und Beck an der Reihe. Im Eiltempo impfte ich noch Elanor und Requiem. Requiem hatte ein ebensolches Schicksal wie Shihan erlitten. Irgendwie hatte ich ein Händchen für solche Pferde. Requiem war zudem Shihans Sohn. War so etwas Schicksal? Nun waren noch meine drei amerikaner an der Reihe. Die drei Westernpferde hatte ich von Edfriend erhalten. Ich mochte die drei auch wenn ich eigentlich mehr die Dressurreiterin war. Eddie hatte mir die drei geschenkt und als Gegenleistung würde ich sie nie mehr verkaufen.
      So, nun war es also wieder einmal für ein halbes Jahr geschaft. Ich half John noch die Zuchtpferde raus zu bringen dann machte ich mich noch schnell auf dem Weg zum nächsten Kunden.

      Grosse Pläne
      Letzte Woche bekam ich von Eowin und Ravenna einen Anruf. Eowin war die Präsidentin von EC und Ravenna war ebenfalls sehr engagiert in der Reitsport Szene. Sie wollten alle Reitvereine unter einem Dachverband zusammen bringen. Ich war zuerst etwas misstrauisch liess mich dann aber mitreisen. Ich würde also wieder den Joelle Galopp auf die Beine stemmen und Ravenna würde mir dabei helfen. Zusätzlich beschloss ich den Fahrsport ebenfalls noch zu übernehmen und Ravenna würde sich um das Distanzreiten und Eowin um die Englische Reitweise kümmern.
      Ich ging also in mein Büro und setzte alle Hebel in Bewegung um dem Joelle Galopp in kürzester Zeit wieder zu altem Glanz zu verhelfen. In letzter Zeit hatte ich meine private Rennpferdezucht sowieso zurück geschraubt und war auch Turniermässig weniger aktiv gewesen. Nun wollte ich vermehrt meine Energie in das neue Projekt stecken.
      Nach einigen Anrufen und einiger interessanten Diskussionen war es auch schon Mittag. Ich verliess das Büro und ging zum Stall. Dort half ich John bei der Mittagsfütterung. „Reitest du am Nachmittag Black und Morengo auf der Bahn?“ fragte mich John. „Jap, ich denke ich werde sie heute einige Runden locker Traben und dann Intervallsprints machen um an der Geschwindigkeit zu arbeiten“, antwortete ich und streichelte meinen Liebling Morengo. Dann lief ich rüber zur Tafel und studierte das heutige Programm. „Du reitest in diesem Fall Black und Moulan und Melissa wird sich um Refren, Fada und Opium kümmern“, sagte ich und half dann John weiter mit dem verteilen des Heus. Da es seit Tagen regnete blieben die Pferden in ihren Paddockboxen. Das bedeutete mehr Arbeit für uns, war aber besser für die hügeligen Weiden und die Pferde die dort leicht ausrutschen und sich verletzen konnten.
      Ich beobachtete John bei der Arbeit . Er war arbeite zügig und sorgfältig. Die Pferde mochten ihn sehr und er hatte sich vom Stallburschen zu einem begnadeten Jockey hochgearbeitet. Er trug Jeans und ein T-Shirt. Sein Haar war kurz geschnitten und Dunkelbraun. Wieso war mir eigentlich nie aufgefallen wie gut er aussah? „Du, John, willst du nach dem Training mit mir ausreiten? Efeu braucht noch etwas Bewegung und du kannst einen der Hengste reiten“, fragte ich und sah ihn an.
      „Du willst bei dem Wetter ausreiten?! Du bist aber schon ein bischen verrückt?“, sagte er grinsend. Ich lächelte und nickte. „Gut, ich nehme dann aber Race“, sagte er. John mochte Herausforderungen und der dunkle Hengst war voller unkontrollierter Energie. Ich wusste das er fasziniert von dem Tier war und er wusste es mit Pferden wie Race umzugehen.
      Als wir mit dem Füttern fertig waren gingen wir ins Haus. Meine Mutter hatte für alle gekocht und rief uns zu wir sollen doch schon einmal Platz nehmen. Alle Angestellten des Gestüts Rosenhofs assen bei uns Zuhause. Kaum hatten wir uns hingesetzte kamen auch schon mein Vater und Melissa zu Tür herein spaziert. Mein Bruder folgte ihnen.
      Nach dem Essen ritten wir die uns zugeteilten Pferde. Mein Bruder wollte einen kaputten Zaum reparieren und mein Vater fuhr ins Dorf um Kraftfutter zu kaufen.
      Das Training der einzelnen Pferde lief gut und ich war zufrieden. Danach sattelte ich Efeu und John Race. "Ich habe mir überlegt alle Zuchtpferde auf Carente auszuschreiben", erzählte ich John als wir aufstiegen und im Schritt gemütlich los ritten. "Dann würden die Pferde mehr gesehen werden und das würde sicherlich zusätzliche Einnahmen bringen." John nichte und sagte dass, das sich gut anhören würde. "Aber nun lass uns auch mal über was nicht geschäftliches reden", schlug John grinsend vor. Ich musste ebenfalls grinsen. Er hatte rehct ich dachte ständig nur an den Stall und die Pferde. Aber sonst existierte auch kaum etwas in meinem Leben. "Gut, über was willst du sonst reden?" fragte ich neugierig. "Über dich ...", sagte John ernst lächelte dabei aber. Ich schluckte. Was sollte das jetzt wieder heissen? "ÄHM, okay?"
      "Willst du mir morgen abend ausgehen?" fragte John weiter und in seinem Blick lag etwas herrausforderndes. Ich sah ihn etwas überrascht an. Mit JOhn ausgehen? Meinte er das wirklich ernst? ich mochte John, aber er arbeite für meine Familie und ich hatte deswegen nie mehr als einen Freund ihn ihm gesehen. "Ist das ein Date?", fragte ich vorsichtig. "Kommt darauf an wie du es betrachtest. Nun sag schon Ja!"
      Also willigte ich ein. Nach unserem Gespräch galoppierten wir noch eine Runde durchs Gelände. Danach tratten wir den Heimweg an um nicht zu spät nach Hause zu kommen. Wir sattelten Efeu und Race ab und stellten sie shconmal in ihre Boxen. Mein Vater hatte schon Requiem und Beck von der Hengstweide geholt. Ich half ihm anschliessend Pharlap und Shihan hinein zu holen. Johnund Melissa führten die stuten hinein. Anschliessend verteilte ich an alle ihr KraftFutter und die anderen verteilen das Heu. Dann fegte ich noch mit Melissa die Stallgassen und ich erzählte ihr von John. Ich hatte ein Date! Man war das aufregend :)

      Gekonntes Einspringen

      Es war bereits nach 17 Uhr als mich plötzlich ein wichtiger Anruf ereilte. „Eddi? Oh Eddi! Gott sei Dank! Endlich erreiche ich jemanden!“, ertönte eine erleichterte Stimme. „Ich bins! Fiona! Du kannst dich nicht zufällig die kommenden drei Tage um meine Pferde kümmern? Ich hatte einen bösen Unfall und liege im Krankenhaus und Melissa schafft das nicht alleine!“, erzählte Fiona mir die Kurzfassung und natürlich sagte ich sofort zu! Nachdem ich aufgelegt hatte, scheuchte ich Ethan und Kat auf, damit sie sich um unsere Vierbeiner kümmern würden, während ich mich bereits warm einpackte und dann ins Auto stieg, um mich auf den Weg zum Rosenhof.
      Eine Stunde später war ich auch dort und fand eine definitiv gestresste Melissa. Na ja, eigentlich war sie mit den Nerven schon am Ende. „Ich schaffe das einfach nicht!“, stöhnte sie und schüttelte den Kopf. Ich munterte sie auf und gönnte ihr eine kurze Pause, ehe wir die letzten Boxen im Stall misteten und frisch einstreuten. Zu zweit ging das natürlich definitiv schneller von der Hand, aber mit den Pferden würden wir noch die Hände voll zu tun haben! „Also ich habe heute nicht annähernd alle geschafft. Alleine ist das fast unmöglich!“, erklärte sie mir und zählte dann, was sie geschafft hatte.
      Das Stutfohlen Perfect Noblesse hatte seine tägliche Portion Erziehung erhalten. Danach hatte sie Citation und Dahiba longiert, ehe sie noch Refren geritten war. „Ich dachte ja, ich schaffe alle…“, murmelte sie, während sie mir zwei Halfter zuwarf, doch dann schüttelte sie nur den Kopf. Draußen war es bereits fast dunkel, dabei mussten noch alle Pferde in den Stall. Die kamen dafür aber auch direkt freiwillig zu uns. Ich holte Black Dragon und Fada Fid von ihren Paddocks in den Stall, während Melissa die beiden Stuten Vai Alida und Moulan einfing. Dann waren noch Morengo, Efeu und Opium an der Reihe.
      Während wir zu den weiter entfernten Weiden liefen, erzählte Melissa weiter. „Ich bin dann mit Cazador ausgeritten und hatte Morrigan als Handpferd. Eigentlich wollte ich mit Chaira auch eine Runde drehen, aber die muss heute eine Auseinandersetzung mit Elanor gehabt haben, weil sie ein wenig lahmte“, das überprüften wir direkt, aber auf dem Weg zum Stall lief Chaira wieder viel klarer, trotzdem zickten sich die beiden Stuten weiterhin an. Ich führte Rubina und Angels Kiss und die beiden wollten sich dann tatsächlich auch noch zoffen! Umso froher war ich, als die dann in ihren Boxen standen. Melissa bereitete dann bereits das Abendbrot für die Pferde vor, während ich die Hengste Requiem und Race is Hope in den Stall holte.

      Auch Saphira und Far Cry folgten mir brav und ließen sich dann ihr Futter schmecken. Shihan hingegen machte ein riesiges Theater, weil er mich nicht kannte und lief mit mindestens einem Meter Abstand neben mir. Dafür begrüßte mich Pharlap mit einem Wiehern, der Hengst war einfach ein Engel! Plötzlich ertönte ein leises Wiehern und beinahe hätte ich die kleine Becks Experience vergessen! Als dann auch der Zwerg im Stall stand, half ich Melissa noch bei der restlichen Fütterung und dann hatten wir es geschafft. Nun machten wir uns an die Planung für den morgigen Tagesablauf und das Training.
    • Sammy
      [​IMG]

      Ein neues Jahr beginnt!
      „Guten Morgen meine Lieben!“, begrüßte ich Meg, Brian, Donald und Samuel fröhlich. Die vier hatten Weihnachten mit mir zusammen verbracht und heute wollten wir auch gemeinsam Silvester feiern. Anna und Patrick waren dagegen zu Hause bei ihren Familien geblieben. Während meine Angestellten die morgendliche Stallarbeit erledigt und die Pferde auf die Paddocks gelassen hatten, hatte ich ein bombastisches Frühstück zubereitet. Von einem rießigen Berg Pancakes tropfte der Sirup, eine gigantische Pfanne mit Rührei stand auf dem Tisch und soeben trug ich gefühlt Kiloweise gebratenen Speck zum Tisch. Samuel und Donald sahen den Teller mit leuchtenden Augen an und ich war schon fast ein wenig verwundert, dass sie nicht mit Sabbern anfingen. Meg verdrehte nur die Augen und setzte sich an ihren Platz, während ich den Speckteller wohlweislich vor ihr abstellte und nocheinmal in der Küche verschwand, um meinen Obstsalat zu holen. Dazu gab es frische Brötchen, frisch gepressten Orangensaft und Latte Macchiato. Für das Abendessen hatte ich Gott sei Danke Hilfe von Meg, denn das Frühstück alleine zuzubereiten war schon ein Haufen Arbeit gewesen und ich wollte heut schließlich wenigstens ein bisschen Zeit mit meinen vierbeinigen Lieblingen verbringen. Meine beiden Katzen strichen schnurrend um die Beine meiner Gäste und sogar Brian ließ sich zu einem Lächelnd herab, während er sich den ersten Bissen Rührei auf der Zunge zergehen ließ. Wir hatten ein wundervolles Frühstück, unterhielten und lachend und brachen schließlich gemeinsam zum Stall auf, um die Pferde für einen kleinen Silvester-Ausritt zu satteln. Allerdings würden wir dafür nur die bravsten meiner Pferde nehmen, da viele Leute ja bereits viel zu früh mit der Knallerei begannen. Als Donald und Samuel ein wenig murrten, sie hätten das sonst auch immer getan grinste ich sie nur an und meinte: „Männer, die an Silvester zu früh schießen, kommen auch sonst immer zu früh!“. Meg und Brian brachen in schallendes Gelächter aus, während die anderen beiden bis über die Ohren rot wurden und sich schnell in den Hengststall verdrückten.
      Donald hatte ich American Baby zugeteilt, Samuel Branagorn, Meg Dorina und Brian Melody`s Girl. Ich selbst würde mich in den Sattel meiner Lebensversicherung Ojos Azules schwingen, sodass wir eine nette kleine Truppe zusammen hatten. Jeder von uns holte sein Pferd vom Paddock und ich unterhielt mich ein wenig mit Samuel, während wir die beiden Hengste fertig machten. Der Schnee lag recht hoch und wir befestigten Nierendecken für die Pferde an den Sätteln. Außerdem packten wir auch uns selbst dick ein. Ich kontrollierte ein letztes Mal den Sitz von Jojo`s Gamaschen, dann führte ich den imposanten Rappen nach draußen auf den Hof, wo ich mich nach dem Nachgurten behände in den Sattel schwang. Die anderen taten es mir nach und schon kurz darauf ritten wir an den unzähligen Paddocks meines Stalls vorbei. Manche der Stuten kamen neugierig ans Gatter, andere blieben in ihren Boxen und sahen aus als wären sie glücklich darüber, im trockenen Stall bleiben zu dürfen. Unsere vier Pferde dagegen schritten flott aus und vor allem Dorina lief mit ihren kurzen Beinchen fast doppelt so schnell wie die Großen. Als wir an einer schier unendlichen schneebedeckten Wiese ankamen, ließ ich die anderen zu mir aufschließen und forderte sie zu einem kleinen Galopp auf. „Aber langsam und ordentlich! Ich will hier auf dem Schnee kein hitziges Wettrennen, auf den Tierarzt kann ich dieses Jahr wirklich gut verzichten!“, mahnte ich die vier, bevor ich Jojo eine leichte Galopphilfe gab. Sofort sprang der schicke Hengst in den Galopp und wir flogen über die dicke Schneedecke. Neben mir konnte ich den strahlenden Samuel auf Branagorn sehen, die anderen liefen ein wenig hinter uns. Am Ende der Wiese parierten wir die Pferde zum Schritt durch und ritten dann in einem großen Bogen zum Gestüt zurück. Es war erst zwei Uhr Nachmittags und somit hatte ich noch ein wenig Zeit für meine Lieblinge. Ich übergab Jojo an Samuel und holte sofort meine geliebte Hannoveranerstute Unannounced Pleasure aus ihrer Box. Die große Falbscheckin wurde gerade auf ihre bald anstehende Krönung vorbereitet und machte sich einfach hervorragend. Trotzdem konnte ein letztes Training in diesem Jahr nicht schaden. Ich führte die schöne Stute zur Reithalle, gurtete nach und schwang mich in den Sattel. Pleasure lief eifrig vorwärts und arbeitete wie gewöhnlich hervorragend mit. Als ich mit der schönen Stute zum Stall zurückkehrte, nahm Meg sie mir sofort ab und Samuel brachte Pride and Prejudice hinaus. Der rießige Rappschecke sollte später einmal Glammy`s Partner für meine Sportpintolinie werden, doch bis dahin war es noch ein weiter Weg, da ich den Hengst erst vor kurzem bei mir aufgenommen hatte und er noch nicht viel beherrschte. Auch mit Pride trainierte ich Dressur, nur um mir gleich darauf meine drei jüngsten zu holen: Ivory, Cirilla und Mississle. Mississle und Ivory waren zwar bereits ausgewachsen und auch schon eine ganze Weile im Training, doch sie waren neben Missy eben die Jüngsten und hatten außerdem viel Zeit zusammen auf der Koppel verbracht. Da ich die aufgedrehten Stuten nicht alleine führen wollte, begleitete Meg mich. Sie führte Ivory, ich Cissy und Missy. Gerade das Achal Tekkiner und das Berbermädchen verstanden sich ausgezeichnet. Ivy war sehr lange recht allein gewesen, da sie für die anderen jungen Stuten zu dominant war. In Cissy hatte sie dagegen endlich jemanden gefunden, der ihr ebenbürtig war. Wir lösten die Stricke von den Halftern der Stuten und ließen sie in der Halle freilaufen. Ab und an rief ich eine von ihnen zu mir, schickte sie ein paar Tritte rückwärts und seitwärts oder forderte sie auf, mir ohne Führstrick zu folgen. Das trainierte ich ein paar Mal mit jedem Stütchen und schon durften sie zurück in ihren warmen Stall. Die drei Jungs hatten mittlerweile die entsprechenden Boxen ausgemistet und Brian brachte mir Hollybrook`s Cheeky Jot nach draußen – das letzte Pferd, das ich heute trainieren würde. Ich liebte all meine Pferde, doch Chexx würde für immer einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen behalten. Ganz abgesehen von seinem unglaublichen Charakter war er immerhin das erste erfolgreiche Fohlen aus Rawrs und meiner damaligen New Forest Pony Zucht. Ich strich dem Pony den langen schwarzen Schopf aus der Stirn und führte es dann zur Halle. Cheeky folgte mir wie ein Hund und blieb geduldig stehen, bis ich es mir im Sattel bequem gemacht hatte. Der einst so aufgedrehte ungeduldige Hengst war besonnener geworden. Er hatte immer noch ein gehöriges Maß an Temperament, doch inzwischen konnte er dieses in sinnvolle Bahnen lenken, was früher eher gescheitert war. Ich wärmte Cheeky Jot in aller Ruhe auf und fragte dann ein paar schwierige Dressurlektionen ab. Der Hengst ging völlig in seiner Aufgabe auf und wieder einmal nagte das schlechte Gewissen an mir. Sicherlich, Cheeky wurde umsorgt wie ein Gott und bekam auch genug Bewegung, doch ich selbst hatte meines Erachtens nach viel zu wenig Zeit für meinen Lieblingshengst. Leider war es auch nicht möglich, daran etwas zu ändern. Ich war zwar händeringend auf der Suche nach gutem Personal – bei 91 Pferden brauchten wir einfach noch Unterstützung – doch selbst dann würde ich nicht mehr Zeit zur Verfügung haben. Allein die Leitung des Gestüts fraß unglaublich viel von diesem kostbaren Gut und dabei hatte ich den Zuchtbetrieb noch nicht einmal aufgenommen. Ich seufzte und galoppierte Cheeky an, um auf andere Gedanken zu kommen. Der Hengst schüttelte unwillig den Kopf, er schätzte es überhaupt nicht, wenn ich mich nicht auf ihn konzentrierte. „Du hast ja Recht mein Guter, wenn ich schonmal Zeit für dich ganz alleine habe, sollst du auch meine volle Aufmerksamkeit bekommen!“, sagte ich liebevoll zu ihm. Kurz darauf zerriss ein lautes Knallen die nachmittägliche Stille und Cheeky machte einen erschrockenen Satz nach vorn. Er spielte unruhig mit den Ohren und ich wusste genau, dass nur meine vertraute Stimme den schönen Hengst davon abhielt, in gestrecktem Galopp durch die Halle zu rasen. Flott glitt ich aus dem Sattel und griff fest in Cheeky`s Zügel. „Na komm mein Schatz, dann bringen wir dich mal zurück, die anderen brauchen sicherlich auch Hilfe.“ Tatsächlich dauerte es keine zwei Minuten, bis mir Meg entgegengerannt kam. Es knallte mittlerweile alle paar Minuten und die junge Frau war völlig aufgelöst. „Du musst und helfen, die Pferde drehen ja völlig durch!“, sagte sie hektisch. Ich schnalzte mit der Zunge und Cheeky trabte mit flotten Schritten neben mir her. Tatsächlich wieherten meine Pferde panisch, während die Pfleger versuchten, sie in ihre Boxen zu bekommen. Ich schüttelte den Kopf und übergab Cheeky an Meg, die erst einmal die Tür zu seinem Paddock schloss, bevor sie den Hengst in seine Box entließ.
      Ich eilte in die Futterkammer und kam gleich darauf mit der Schubkarre voller Kraftfutter wieder. Ein paar mal geschüttelt und schon kamen Khamar al Sanaa, Ojos Azules, Cazador, Golden Indian Summer, Ghostbuster, Tschiwabschischi, Juego, Hollywood Undead, Fair Prince, Intolerable Life, Eddi`s Dead Pop Romance, Branagorn, Wannabe, GH`s Safriko, Slaters Secret, Pierre, Hollybrook`s Classic Moment und Orfino in den Stall. Während ich das Kraftfutter in ihre Tröge schüttete, liefen die anderen vier nach draußen, kletterten durch die Zäune und schlossen die Außentüren. „Na also, zusammen mit Pride and Prejudice und Cheeky sind nun von 35 Hengsten schon 20 im Stall. Meg, Brian und Donald geht ihr mal in den Stutentrakt und macht es dort genauso, Samuel und ich kommen dann gleich nach.“, wies ich meine Mitarbeiter an, bevor ich zu meinem Araberhengst Wüstentänzer trat und ihn energisch in seine Box schickte. Der schöne Fuchs sah mich argwöhnisch an, entschied dann jedoch, dass seine Box der sicherste Ort war. Ich schloss die Tür und ging sofort in die Box nebenan zu Candle in the Wind. Genau wie dieser brauchten auch mein Neuzugang Dissident Hawk, Damon`s Dynamo, Levistino, Fantastic Fly, Someone, El Racino, Daemon, San Salvador, Caradoc und Hollybrook`s Casanova nur ein paar aufmunternde Worte, bis sie ruhig in ihren Boxen standen. Als nächstes war mein Berberhengst Amayyas an der Reihe. Mit ihm kam außer Brian und mir noch immer niemand klar, doch mittlerweile war der wunderschöne Red Roan sogar gekört. Amayyas war jedoch nicht nervös, er sah eher wütend aus. Ich strich ihm besänftigend über das weiche Maul und dirigierte ihn allein mithilfe meiner Körpersprache in seine Box, gleich darauf schloss Samuel die Tür. Amayyas ließ sich nicht gern herumkommandieren, daher wendete ich bei ihm ausschließlich diese Methode an. Nun fehlten nur noch Black Soul und Hollybrook`s Bloody Valentine. Zuerst widmete ich mich dem Pünktchen-Hengst. Seit ich den schönen Halbbruder von Cheeky vor der völligen Verwahrlosung gerettet hatte, hatte er schon eine unglaubliche Wandlung hinter sich. Menschenansammlungen machten ihm keine Angst mehr und er hatte sogar schon vor geraumer Zeit seine Körung bestanden. An Silvester war es jedoch jedes Jahr, als würde der junge Hengst in eine Art Schockstarre verfallen und es war pures Glück, wenn er mich an sich heran ließ. Ich sprach Valentine leise an, doch der Hengst nahm überhaupt keine Notiz von mir. Also nahm ich ihn kurzerhand am Halfter und zog ihn halb hinter mir her, bis Samuel die Tür geschlossen hatte. Er würde später ein von den Beruhigungsspritzen bekommen, die Eddi mir für den Notfall dagelassen hatte. Zuerst einmal musste ich nun jedoch die anderen Pferde reinholen. Mein nachtschwarzer Hannoveranerhengst Black Soul stand mit flach angelegten Ohren in der hintersten Ecke seines Paddocks und giftete mich an, als ich mich auf ihn zubewegte. Ich sah das weiße in seinen Augen schimmern und beim nächsten Knall sprang der große Hengst mit allen Vieren in die Luft. Ich schüttelte den Kopf und bat Samuel die Longe zu holen. Diese spannten wir über den Paddock und trieben Black Soul so in seine Box, da der Hengst sich nicht einmal mit der Longe berühren lassen wollte.
      Erleichtert wischte ich mir über die Stirn. „So, das wäre geschafft. Dann lass uns mal schauen, wie weit die anderen inzwischen sind!“, sagte ich zu Samuel, während wir mit großen Schritten in den Stutenstall liefen. Dort sah es schon recht gut aus. Die Anwärter Ehawee, Middle Ages, Unannounced Pleasure, Shekitt Quinn, Ivory, Mississle und Cirilla starrten uns mit großen Augen aus ihren Boxen heraus an, doch immerhin waren sie alle sicher im Stall. Auch mein Berber-Neuzugang Pangäa, sowie die Araberstuten Hadeeh, Little Miss Sunshine, Bittersweet, Sharley, Fallen Immortaliny und Melody`s Girl waren drinnen. Dass hier Sahira und Adina de Ra`idah fehlten, wunderte mich nicht. Ich verbrachte einiges an Zeit damit, die beiden ängstlichen Stuten in den Stall zu bekommen, doch dann konnten wir unseren Rundgang fortsetzen. Chaira, The Morticains Daugther, BBs Harmony, My Golden Heart und American Baby hatten sich anstandslos hereinholen lassen, genauso Backup, Ace of Spades, Pirate Island und Far Cry. Kagami el Assuad kam nach einem scharfen Piff meinerseits in die Box getrabt und Success Story xx benötigte Zuspruch und ein paar Streicheleinheiten, bevor sie mir folgte. Die Ponies Little Big Girl, Napayné, Kolibri, Fatimah, Dark Misery, Dorina und Cinnemont`s History kauten alle zufrieden an ihrem Heu und schienen sich überhaupt nicht an dem Trubel um sie herum zu stören. Auch Glammy, Levistino`s Hope, Wild Lady Roxanne, Mahira und Angels Falls First standen einigermaßen ruhig da. Reminiscent Inspiration war tatsächlich neugierig und starrte mit hoch erhobenem Kopf zum Himmel hoch. Trotzdem holte ich die junge Stute schnell herein, man konnte ja nie wissen, wie schnell ihre Faszination in Angst umschlug. Bei meiner Trakehner-Prinzessin Samiyah brauchte ich ein wenig mehr Überredungskunst. Die wunderschöne Cremellostute rannte in ihrem Paddock herum, machte bei jeder Ecke Kehrt und wirbelte wieder herum. Ihre schönen blauen Augen weit aufgerissen, hätte sie mich beinahe sogar über den Haufen gerannt. Nach einem scharfen: „Samiyah!“, sah die Stute mich jedoch wenigstens kurz an. Das reichte mir , um ihr Halfter zu packen und sie in den sicheren Stall zu verfrachten. Zu meiner Erleichterung war meine recht nervöse Andalusierstute Cuchara bereits im Stall und auch Paradises Rafinesse, Mizzi, Benjilala und Salwa reckten mir über den Rand ihrer Boxen ihre weichen Nasen entgegen. Ich kraulte jede Stute kurz und straffte dann die Schultern. Mit meinen New Forests würde es sicherlich die meisten Probleme geben. Und so war es auch. Lediglich Magical Moment, Thousand Sunny, Aimiliani, Fairylike Facility und Golden Flair Standen in ihren Boxen. Brian, Donald und Meg bemühten sich um die anderen, waren aber nicht schnell genug oder kamen gar nicht erst an die nervösen Stuten heran. Bei Everybody`s Darling, meiner erklärten Lieblings-Ponystute war es ganz einfach. Ich rief leise ihren Namen und schon kam die Fuchsstute in ihre Box. Ich hatte Darling mit der Flasche aufgezogen und seitdem hatten wir beide eine ganz besondere Verbindung. Precious Scream, Walk of Fame und Naboo waren zwar nervös, ließen sich jedoch mit Hängen und Würgen in den Stall verfrachten, als sie mitbekamen, dass die meisten anderen Stuten nicht mehr draußen waren. Fehlte nur noch mein Sorgenkind Isola della Pirateria. Die gekörte Rappstute war zwar mittlerweile sehr gut ausgebildet und hatte auch Vertrauen in die Menschen gefasst, doch in außergewöhnlichen Situationen wie dieser, drehte sie zuweilen völlig ab. Ich verfluchte im Stillen die Vollidioten, die mal wieder zwölf Uhr nicht abwarten konnten und näherte mich dann langsam meiner verängstigten Stute. Ich brauchte schließlich die Hilfe von Everybody`s Darling, um Isola in den Stall zu bekommen. Die Rappstute hatte das Waisenfohlen unter ihre Fittiche genommen und anscheinend half Darling`s Ruhe ihr auch. „Die Box ist groß genug, wir lassen die beiden heute Nacht zusammen stehen.“, sagte ich, als Isola`s Tür sicher verschlossen war. Die anderen waren genauso erschöpft wie ich, deshalb lud ich sie auf ein Stück Linzertorte und einen Tee zu mir ins Haus ein, bevor wir uns alle zusammen an die Stallarbeit machen würden.
      Ein paar Stunden später stieg ich aus der dampfenden Dusche, legte ein wenig Make up auf und flog dann in die Küche hinunter, wo ich schoneinmal anfing, das Gemüse vorzubereiten. Kurz darauf erschien Meg und wir schnippelten einträchtig nebeneinander. Als später die Jungs dazukamen, hatten wir lauter Schüsseln mit Fleisch, Gemüse, Käse und Wurst, sowie ein paar leckere Dips auf den reich geschmückten Tisch gestellt. Die Raclettes liefen auch schon auf Hochtouren und alle machten sich gut gelaunt über das Essen her. Um zwölf gingen wir dann hinaus auf ein Feld, sahen und das Feuerwerk an und schauten den Jungs zu, wie sie selbst ein paar Raketen zündeten. Als ich ins Bett fiel war bereits vier Uhr morgens und es schüttelte mich, als ich daran dachte, in zwei Stunden schon wieder aufstehen zu müssen. Wenigstens hatten sich die Pferde nach der Knallerei wieder beruhigt und wir konnten zufrieden ins neue Jahr 2016 starten!
    Keine Kommentare zum Anzeigen.
  • Album:
    Gnadenweide
    Hochgeladen von:
    Sammy
    Datum:
    1 Aug. 2015
    Klicks:
    820
    Kommentare:
    17

    EXIF Data

    File Size:
    95,1 KB
    Mime Type:
    image/jpeg
    Width:
    600px
    Height:
    400px
     

    Note: EXIF data is stored on valid file types when a photo is uploaded. The photo may have been manipulated since upload (rotated, flipped, cropped etc).

  • Cazador
    --------------------------------------------------

    Spitzname: ///

    --------------------------------------------------

    ~ Abstammung ~
    Von:
    Calfiao Chingolo
    V: Capitano
    M: Fairy Taith

    Aus der: Siba
    V: Ramirez
    M: Samba Lady


    --------------------------------------------------

    Rasse: Criollo
    Geschlecht: Hengst
    Geburtsdatum: 2007
    Stockmaß: 1,50 m
    Fellfarbe: Braunschecke
    Kopfabzeichen: ///
    Beinabzeichen: 4x weißer Fuß

    --------------------------------------------------

    ~ Beschreibung & Charakter ~
    Cazador ist ein typisch gebauter Criollo. Er besittz die hohe Leistungsbereitschaft und Ausdauer seiner wilden Vorfahren. Allerdings ist er auch recht menschenbezogen, wobei er auch gerne unabhängig ist und seine Ruhe will. Cazador besitzt feine, raumgreifende Gänge und ein exzellentes Exterieur. Er ist eines der ranghöchsten Pferde, wenn die Hengste im Sommer auf der Weide stehen. Man kann nicht sagen, er sei brutal, aber der größte Teil unterwirft sich dem klugen, starken Hengst. Wenn es um Stuten geht wird er ganz charmant und vorsichtig. Beim Reiten lässt Cazador sich kaum einen Fehler unterkommen und ist seinem Reiter treuer als ein Hund.

    --------------------------------------------------

    Besitzer: Sammy
    Vorbesitzer: Eddi
    Ersteller: Tigerkatzi
    Vkr: Eddi

    --------------------------------------------------

    ~ Qualifikationen ~
    Western:
    S
    Distanz: E
    Military: A


    --------------------------------------------------
    ~ Schleifen ~

    Gewinner der HK[311] Criollos
    2. Platz beim 101. Militaryturnier
    3. Platz beim 194. Westernturnier
    1. Platz beim 192. Westernturnier

    2. Platz beim 315. Westernturnier (1. Auslosung)
    [​IMG]

    2. Platz beim 315. Westernturnier (2. Auslosung)
    [​IMG]
    --------------------------------------------------

    ~ Sonstiges ~
    Zuchtfähig: Ja
    Nachkommen:
    ATR Flipar con Algo a.d. Foreign Girl
    ATR Halfway Gone a.d. Foreign Girl
    Cariba a.d. Chaira
    Chalil a.d. Chaira
    Cornflower a.d. Chaira
    Donnerkeils Closer to Heaven a.d. Chaira
    Creepy Girl a.d. Sketch
    Cheveyo a.d. Chaira
    Riddick a.d. Ink and Feathers