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Veija

Cauldron of Renascene - gekört

* im Besitz seit März 2015

Cauldron of Renascene - gekört
Veija, 19 Juni 2016
    • Veija
      Sein bisheriges Leben bei Bilbo

      Januar 2014, by Bilbo
      Ankunft in den USA

      Als ich mich auf meinem neuen Hof umsah, musste ich lächeln. Es war ein großes Gelände. Ich hatte wirklich Glück, dass ich es nun besaß. Ich machte mich daran drei Boxen für meine Pferde einzustreuen. Gerade als ich mit der letzten Box fertig war kam ein großer Transporter auf den Hof gerollt. Ich eilte zu ihm. Der Fahrer, der sich als Ryan vorstellte, half mir meine Pferde in die Boxen zu bringen. Als er sich verabschiedete und mein Gut verließ, holte ich erstmal Heu vom Heuboden und fütterte meine Pferde. Ich bemerkte, dass die Sonne langsam vom Himmel verschwand. Uff. Schon so spät. Als ich später in mein Bett fiel, merkte ich erst wie glücklich, aber auch erschöpft ich war.

      August 2014, by Bilbo
      Sammelbericht für alle Pferde

      Das schrille Piepen meines Weckers riss mich unsanft aus dem Schlaf. Ich stand auf und verschwand erst einmal im Bad. Etwa eine viertel Stunde später kam ich fertig angezogen mit dem geputzten Zähnen und gewaschenem Gesicht zurück und ging in die Küche um mir etwas zum Frühstücken zu machen. Ich verschlang den Toast schnell und zog mir dann Schuhe an, damit ich zunächst zu den Stuten gehen konnte um ihnen ihr Frühstück zu bringen. Schnell war ich auch schon im Stutenstall verschwunden. Ich wurde gleich vonWingless´ leisem Wiehern begrüßt. Zärtlich strich ich der kleinen Shettystute über die Nase und holte dann eine Schubkarre mit Heu, das ich in ihrer Box auslud. Sofort machte sich das Pony ans Fressen und ich holte wieder eine Heufuhr für die nächste Stute. Fruchtzwerg scharrte schon ungeduldig mit den Hufen auf dem Boden. "Jaa, du bekommst doch jetzt auch dein Futter", sagte ich lachend und lud auch hier die Schubkarre aus. So machte ich es auch bei Where I belong und Fauta, den beiden Isistuten. Als letztes im Stutenstall war Don´t run our hearts around an der Reihe. Die Paintstute war gestern erst am Hof angekommen und schien sich noch nicht richtig mit ihrem neuen Heim eingefunden zu haben. Nervös lief sie in ihrer Box umher. Erst nachdem ich ihr die morgendliche Futterration geliefert hatte, kaute die Stute ein wenig auf dem Heu herum. Sie würde sich schon einfinden. Mit der Schubkarre ging ich nun zum Hengststall. Zuerst bekamen die beiden Fohlhengste The real Willy Wonka und Fìli ihre Ration. Mittlerweile fraßen sie schon Raufutter wie die Großen. Als nächstes brachte ich den Deutschen Reitponys Cauldron of Renasence und Light Summer Rain ihr Futter. Dann kamen Sturmwind, der Dülmener und Citizen Fang. Als letztes bekamen die vier Isländer Mellamo, Kjarkur, Alvari und Djarfur ihre Rationen und ich war fertig. Ich brachte noch schnell die Stuten auf die Koppel und machte mich dann auch schon an mein Mittagessen.

      März 2015, by Bilbo

      Heute hatte ich nur wenig Zeit für die Pferde. Ich hatte ein Date mit Dean. Schnell ging ich in den Hengststall und holte den Futtersack. Zuerst gab ich Kjarkur seine Portion, dann Djarfur, Light Summer Rain war als nächstes dran. Dann Fili, Pompeii und Sturmwind. Zu guter Letzt fütterte ich noch Callus, Alvari und Mellamo. Ich raste zurück ins Haus um mich zu duschen und fertig zu machen.
    • Veija
      Sein bisheriges Leben auf der Gips Reminder Ranch Teil I

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      April 2015, by Veija
      Destiny

      Schon früh am Morgen waren meine Mitarbeiter und ich auf den Beinen. Schließlich stand heute eine Art "Frühlingsputz" an, in dem wir alle Pferde bewegen wollten und ihnen ein wenig Aufmerksamkeit zukommen lassen.
      Wir begannen im Stutentrakt, wo Caleb, Aaron, Alexis, Aliena und ich nacheinander Bella, Princess, Devil Rosy, Amarula, Shadow, Summer und Like Honey and Milk in die Führanlage brachten, ehe wir uns um die Boxen kümmerten. Nach einer halben Stunde waren diese wieder sauber, so dass wir in jede Box einen Sack "Streupellets" schütteten, ehe wir die Heunetze auffüllten, das Wasser kontrollierten und jedem Pferd seine Ration Kraftfutter dosierten. Dann kamen die 8 Pferde wieder rein. An eine Pause war jedoch nicht zu denken, da wir nun Angelic Desolation, Bailey, Goddess, Croatoan, Sheza, Crow, Grace & Pluie in die Führanlage brachten, ehe wir auch deren Boxen ausmisteten. Raised from Hell und Annie blieben im Stall. Annie sollte sich noch ein wenig einleben, bevor es an die Arbeit ging. Raised from Hell bekamen wir nur mit Mühe ausgemistet, da sie noch nicht wirklich händelbar war. Seufzend schüttelte ich den Kopf. Sie war wohl ein Pferd, dass man brechen musste, um mit ihr arbeiten zu können. Caleb und ich würden uns in der nächsten Zeit wohl mit ihr beschäftigen müssen... Nun kamen die 8 wieder rein und stürzten sich auf ihr Kraftfutter.
      Weiter ging es zu den Hengsten. Gen, Spooky, Funky, Ali, Winny, Blue, Flint und Pathy kamen ebenfalls in die Führanlage. Siku stellten wir in den Round Pen, Sol kam kurz auf die Koppel. Zues stand noch immer in Penals eingezwängt auf einem Stück der Koppel, weshalb wir ihn nicht ausmisten mussten. Erneut waren wir nach einer guten halben Stunde fertig, so dass alle Pferde wieder in ihre Boxen zurück konnten- ganz zum Leidwesen von Sol, dem das bisschen Gras, was zur Zeit auf der Wiese war, sichtlich schmeckte.
      Weiter ging es zu den Vollblütern, wo wir in den letzten Tagen zwei Neuzugänge bekommen hatten.
      Erneut brachten wir die Pferde in die Führanlage. So waren Hell, Nova, Jagger, Faster, Abby, Zucker, Manni und April innerhalb 5 Minuten in Bewegung. Faster stellten wir in den Round Pen, da wir ihn nicht gerne mit den Stuten zusammenliesen. Nach etwa einer halben Stunde waren wir soweit fertig, dass die Pferde wieder reinkonnten.
      Es war fast geschafft, denn es fehlten nur noch 2 Stallteile. Nun waren wir also bei den Sportpferden angelangt: Gipsy kam auf die Koppel, Skrudi, Vin, Haengur und Glaeta kamen zusammen mit Ops, Oca, Snuff und Heart in die Führanlage. Emilio, Antrax, Maracuja, Callus und Kunis stellte ich auf verschiedene Koppeln. Für die Pferde viel zu schnell waren wir fertig mit der Arbeit, denn sie wollten liebend gerne noch weiter grasen. Doch alles fanden wieder ihren Platz in ihren Boxen.
      Nun gingen wir zu den Jungpferden in den großen Offenstall. Lächelnd begrüßten wir Lil, Holly, Action, King, Enjoy, Striga, Gulrót, Peppy, Dawn, Wildfire, Harley, Charly, Secret, Wusel, Náttdís, Aquila, Nucu und Nani. Wir verbannten alle Fohlen aus dem überdachten Bereich des Stalls, so dass wir in Ruhe ausmisten konnten. Aliena und Alexis gingen zudem noch über die Koppel und äfpelten diese ab. Als wie fertig waren, konnten die Fohlen und Jungpferde wieder unter den überdachten Teil. Es fing nun ziemlich stark an zu regnen, weshalb alle unter Dach wollten. Natürlich spielte Wildfire wieder mit dem Stroh und schmiss alles durch den Stall. Lachend schauten wir den Tieren zu, ehe wir überlegten, ihnen beim nächsten Misten auch Pellets zu geben. Doch uns war es lieber, die Fohlen schliefen im warmen Stroh.
      Wieder im Hauptstall angekommen, zog mich Caleb zur Seite. "So... something changed", sagte er unerwartet zu mir und ich merkte, wie mein Herz in meiner Brust hämmerte. "Something changed?", fragte ich ihn. "Yes, darling", sagte er in seinem charmanten Ton. In letzter Zeit hatte er mich immer öfter darling genannt, ohne dass er mir wirklich aufgefallen war- naja, jetzt viel es mir auf. "I'm sorry..", sagte er noch leise, ehe er seine Lippen auf die Meinen presste. Völlig verwirrt reagierte ich einfach gar nicht und stand stocksteif vor ihm, ehe ich den Kuss leicht erwiderte. Viel zu plötzlich löste er sich von mir und verschwand einfach in der regnerischen Nacht. "Wow..", sagte ich leise und strich mir über die Lippen, bevor ich ein unterdrücktes Lachen hörte. Aaron hatte uns gesehen. "Na was der Kerl vorhat...", sagte er unschuldig und zuckte mit den Schultern. Natürlich wusste er über Calebs Vorhaben bescheid, doch er wollte mir nichts verraten. Verwirrt ging dann also zurück ins Haus, wo ich mich nach dem Duschen sofort ins Bett legte.

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      April 2015, by Catalina
      Cauldron of Renascence Dressur E- A

      "Ladies and Gentlemen, we approach Calgary Airport in approximately 25 minutes. Due to the heavy storms in Alberta we will land ten minutes later. We apologize for the circumstances. This is captain Steven Corth, thank you for flying with Air Transat and have a nice stay in Canada.", es knackte in den Lautsprechern. Eine Stewardess fragte nach meinem Befinden. Ich gab zurück, dass ich nur sehr müde sei. Das stimmte auch. Nach der ganzen Fliegerei, mal nach Kanada, dann nach Deutschland, Schottland und jetzt wieder Kanada. Nichts gegen Amerikas kleinen Bruder, aber ich war sehr geschafft und musste direkt danach wieder zu der Ranch von Verena. Merkwürdig, sie gab in der letzten Zeit häufig Aufträge bei mir...Auf Eldrian freute ich mich sogar ehrlich gesagt. Und auf einen schönen Distanzritt. 70 km waren ein gutes Stück. Und zusammen mit dem Strahlemann Caleb würde ich mir dann das schöne Kanada (haha!) ansehen.

      Dieses Mal fuhr ich mit dem Taxi. Da ich für mindestens anderthalb Wochen in Calgary bleiben würde, wären die ungefähr 87$ pro Fahrt ein Geschenk. Ich winkte gerade ein Taxi zu mir und nannte ihm mein Ziel. Sofort ging es wieder los. Die doch kleine Großstadt Calgary wich kleineren Farmen und größeren Eigentumsgrundstücken. Schließlich fuhr das Taxi die lange Auffahrt bis zum Parkplatz. Der Taxifahrer bekam seine 88$ und brauste wieder weg. Es herrschte reger Betrieb. Pfleger und andere Personen führten Pferde – gesattelt wie ungesattelt – in verschiedene Richtungen, und ich fand mich wieder bei den Ferienwohnungen ein. Dort hatte ich ein Zimmer erhalten, obwohl ich mehrmals dankend abgelehnt hatte. Mir wurde das Zimmer gezeigt, danach zog ich meine Reitstiefeletten an und schaute in den Stallungen nach, auf welcher Weide sich Eldrian befand. Er stand derzeit auf der kleineren Koppel, die direkt hinter der größten hinter den Gaststallungen war. Vorerst aber bereitete ich alles vor für das Satteln und Putzen. Plötzlich trat eine junge Brünette vor mir. "Ja?" "Sind Sie eine neue Trainerin?", fragte sie leicht argwöhnisch. Ich stellte mich gerade hin und musterte sie. Sie wies gewisse Ähnlichkeiten mit Verena auf. Musste ihre Cousine sein. "Ich soll über die nächste Zeit drei von Verenas Pferden trainieren." "Ach, Sie sind Catalina? Wie läuft's mit Steel?", fragte sie. "Recht gut. Gewöhnt sich so langsam an mich, hat aber immer noch Probleme mit Menschen.", antwortete ich und marschierte los zu den Weiden. Unhöflich, aber ich war nicht zum Tratschen hier her geflogen. Auf der Koppel grasten einige Hengste, darunter auch der Criollo, den ich suchte. "Eldrian!", rief ich einmal laut und hielt ihm die geschlossene Faust hin. Klug wie er war, trabte er auf mich zu und griff sich mit den Lippen die Möhre, die zwischen meinen Fingern hervorlugte. "Braver Kerl.", ich streichelte seinen Kopf und halfterte ihn auf.
      Die Putzgasse war leer. Eldrian kratzte seinen Kopf an einer nahestehenden Säule. Währenddessen kramte ich in seinem Putzkasten nach einer Wurzelbürste. Ein Gummistriegel wäre heute nicht nötig, ebenso wenig wie ein Schweißmesser. Ich arbeitete still den oberflächlichen Dreck aus seinem Fell, und stützte mich dabei an seinem Körper ab, damit ich die Balance nicht verlor. Auch am Bauch war genug Gras für einen halben Sommer, und so war der Boden nach geraumer Zeit von Fell, Dreck und Gras bedeckt. Dann ging ich mit der Kardätsche noch einmal rüber und kämmte sorgsam seinen Behang. Am Kopf angekommen, schnippte ich ein paar Erdkrumen aus der Nähe seiner Augen weg; er schloss die Lider, danach stubste er mich an und wollte gestreichelt werden. Doch dann wand er den Kopf ab und stampfte mit den Hufen. "Sturkopf.", brummte ich und sattelte den Hengst auf. Geduldig zuppelte ich die Schabracke gerade und gurtete langsam nach. Wie bei meinem alten Reitpferd zeigte auch er, aus was für einem Holz er geschnitten war. Auch beim Trensen riss er wieder den Kopf hoch, den Stirnriemen konnte ich fast nicht korrigieren. "So, los gehts." Auf dem Platz angekommen, führte ich ihn direkt zum Dressurplatz.
      Dort kontrollierte ich den Gurt ein weiteres Mal, bevor ich mich am Sattel festhielt und schwungvoll Platz nahm. Der Criollohengst lief gut unter seinem Sattel und folgte meinen Anweisungen, auf ganzer Bahn im Schritt zu gehen. Der Hengst kannte das folgende Prozedere nur zu gut; nach einigen Runden im Trab – er ging sehr schnell, wollte schon galoppieren – gurtete ich noch einmal nach, dann durfte er weiter gehen. Um die Muskeln und Gelenke vorzubereiten bedurfte es nun auch großer Schlangenlinien und Zirkel.
      Nach einer halben Runde im Galopp zügelte ich ihn und trabte mit ihm auf dem zweiten Hufschlag und wägte die heutige Lektion mit ihm ab. Ich hatte die nächsten Tage noch genügend Zeit, ihn zu trainieren, heute würde es nur ein paar Bahnfiguren geben. Also fing ich direkt mit Schlangenlinien an. Schwungvoll setzte er sich in Bewegung. Über die Runden verkleinerte ich die Bögen, und am Ende des zweiten Bogens bei K bereitete ich eine Kehrtwende vor. Die war leider etwas holperig, also ging ich mit dem Hengst weiter und stellte dann die Zügel aufrechter hin, damit er sich gut in die Wendung biegen konnte und kurz vor E wieder auf dem Hufschlag ganze Bahn ging. Ein Ruf erschallte über den Platz. Vom Platz schräg gegenüber, der Westernplatz, wie ich gelernt hatte, ritt Verena auf Silver an das Gatter. Im flotten Trab hielt ich vor ihr an, streckte kurz meine Arme aus und lachte auf, als Silver und Eldrian sich lautstark begrüßten. "Na, hattest du einen guten Flug?" "Ich hasse Turbulenzen." "Tja, Alberta ist halt ein windiges Plätzchen.", erwiderte Verena. "Heute abend gibt es ein kleines Barbecue am Haupthaus. Du bist gerne eingeladen, sofern du möchtest." Mit einem kurzen Blick auf die Uhr nickte ich. "Ich mache noch zwanzig Minuten mit Eldrian weiter, dann nehme ich mir Gen für einen kleinen Ausritt vor. Ich dachte an Millarville. Sind ungefähr 20 Kilometer. Über die Wochen will ich es mit ihm nach Bluerock Wildland schaffen." "Das sind aber nicht genau 70 km, Cata." "Die zweihundert Meter schenk ich dir." "Also, schaffst du das? Um acht geht's los." "Naja, müsste knapp werden. Und ein schönes Stück Fleisch kann ich niemals ablehnen!", Verena pflichtete mir lachend bei, dann trieb sie Silver auf das Stallgebäude zu. Eldrian hingegen hatte andere Pläne. Der Overo wollte nicht mehr und so waren die nächsten Minuten eine Qual im wahrsten Sinne des Wortes. Ich verfluchte mich, keine Gerte beizuhaben, und trieb den Hengst mit kurz gehaltenen Zügeln zurück auf den Hufschlag. Es folgten leichtere Lektionen der E-Dressur und auch ein Bahnwechsel. Zum Abschluss galoppierte er auf dem Zirkel beim Erreichen des Hufschlages an, und wirkte beinahe schon enttäuscht, als ich ihn schon nach einer Runde durchparieren ließ und auf der Mittellinie von ihm abstieg. Ich band die Steigbügel hoch, lockerte den Gurt um zwei Löcher und kratzte direkt die Hufe aus. Dann führte ich ihn über den Weg zum Stall, sattelte ihn ab und gab ihm einen halben Apfel. Da er ab 15 Uhr in die Box sollte, kniff ich einmal ein Auge zu und ging weiter zu Gen.

      Das Paint Horse stand in seiner Box, und schaute aus dem Tor nach draußen. Als er mich hörte, drehte er sich um. "Hallo, Gen.", sagte ich und musste einen Schritt zurück gehen, da er sich einmal lange schüttelte und dann flemmte. Doch vorerst führte ich ihn nach draußen und schaute ihn mir einmal an. Der typisch hängende Kopf lehnte leicht an seinem Strick, und gelangweilt knabberte er an ihm. Also putzte ich ihn und nahm dann einen Fellsattel für den Hengst. Eigentlich konnte ich auch gut mit einem Vielseitigkeitssattel auf ihm reiten, aber meine Rückenschmerzen plagten mich immer noch und der Lammfellsattel war immer bequem. Ich trenste den Hengst auf, und weil mir langweilig war, flocht ich seine Mähne noch kurz. Auf dem Hof dann liefen mir Caleb und ein anderer Hengst entgegen. "Verena told me to go with you. That's Winny. Nice blaze, right?" Tatsächlich hatte der Foxtrotter, wie mir später bekannt wurde, eine außergewöhnliche Kopfzeichnung. Caleb reichte mir dann einen Rucksack mit Wasser. Als wir anschließend aufsaßen, erklärte der Pfleger mir grob den Weg, stellte sich aber bei diesem Ritt als Vorreiter heraus und trabte dann direkt vom Grundstück.
      Zuerst ging es von den belebten Straßen hinunter. Glücklicherweise trug ich eine gefütterte Jacke, ansonsten würde ich wohl frieren. Caleb führte uns auf einen kleinen Feldweg, der zwischen Feldern und kleinen, abgezäumten Weiden hindurch ging, der sich mehr oder weniger durch die Umwelt wand. Bei einem arg mitgenommenen Baum verging die Zeit im Fluge – im Galopp ging es halt einfach schneller. An einer Weggabelung, die teilweise von hohen Büschen gesäumt war, blieb Caleb kurz stehen und zeigte dann auf das Grün. Es hoppelten zwei Wildhasen heraus. Sie blieben am Boden gekauert, und schnüffelten angeregt an der Luft. Winny beäugte die Hoppler misstrauisch. gen ging einen Schritt zurück. Dann rasten die Hasen weg, schlugen Hacken und waren schon bald verschwunden. Hatte Caleb das gewusst? Nach der kleinen Pause ging es dann weiter. Es wurde ländlicher; in raschen Trab-/Schrittübergängen hatten wir dann so nach einer dreiviertel Stunde laut Caleb 5 Kilometer (plus die drei von dem Gestüt bis zu der Abzweigung) hinter uns gebracht. Daher gab es bei einer kleinen Scheune, die mitten im Nichts stand, eine Pause. Der Foxtrotter und das Painthorse grasten ein wenig, während wir ihnen die Hufe auskratzten, und soffen dann das Wasser, das wir mit hatten. Wolken zogen auf. "Those ain't rain clouds. Still we'd better hurry up.", sagte der Pfleger mit einem Blick nach oben und setzte sich dann synchron mit mir in den Sattel. Im Mitteltrab zogen wir dann an Feldern und kleineren Höfen vorbei, Kinder und Hunde rannten uns ein wenig hinterher und lachten beziehungsweise bellten laut. Just in diesem Moment machte der Hengst einen Sliding Stop. Staub und Gras wirbelte auf, und für diese Glanzleistung gab ich ihm 9 von 10 möglichen Punkten. Einen Punkt Abzug gab es dafür, dass sich der Hengst ab jetzt komplett weigerte, weiter zu gehen. "Ach, komm schon!", genervt stieß ich einen Schwall Luft aus. Antreiben oder mit der Gerte anticken funktionierte nicht; er ging dann immer zurück. Also ging ich mit ihm in kleinen Kreisen um seine Achse, bis er irgendwann so vertieft darin war, dass er überhaupt nicht gemerkt hatte, wie ich mit ihm gerade aus hinter Winny her trabte. Erwischt. Der Hengst schüttelte den Kopf, als hätte er sich darüber geärgert, so ausgetrickst zu werden. Ich gab die Hände etwas vor, als wir wieder galoppierten, und nach wenigen Metern wieder trabten. Langsam schwitzten die Pferde schon. Daher veranschlagten wir eine Schrittpause. Aber auch dabei gingen die Hengste flott.

      Es war Abend. Gen hatte zwar noch zweimal so eine Sache versucht, musste dann aber weitergehen. Tja, leg dich niemals mit einer Trainerin an, hatte ich gedacht, als ich den verschwitzten Hengst abrieb und dann auf die Weide entließ. Nach einer entspannenden Dusche ging es nun zum Grillen. Dort stellte Verena mir nacheinander die Pfleger, Trainer und Azubis vor, die auf ihrer Ranch lebten und arbeiteten. Und dann ging es schon mit dem Grillen los. Neben verschiedenen Sorten Fleisch, Fisch und Geflügel standen uns Baguette, Brötchen, Salate und Saucen zur Verfügung. "Also, wie läufts bei euch gerade?" Ich bestrich ein Brötchen mit Kräuterbutter und legte dann zwei Gurkenscheiben drüber. "Ganz gut. Ich bin vor ein paar Tagen nach Schottland umgezogen. Steel geht es gut, wir mussten sie etwas sedieren. Und wir arbeiten jetzt viel mit einander. Jeden Tag zweimal eine Stunde, Bodenarbeit mit Vertrauensübungen." Verena nickte. "Fleisch ist fertig!", rief Alexis kurz darauf. Und so machten wir uns über das Essen her.

      Am nächsten Morgen machte ich mit Cauldron weiter. Das Pony stand auch auf der Weide, war allerdings nicht so verdreckt wie Eldrian. Obwohl auch er Bekanntschaft mit der Wurzelbürste und der Kardätsche machen musste. Der Hengst erinnerte mich sofort an Blacky. Wobei mein Isländer dabei nicht so ruhig war, wenn ich seine Mähne kämmte. Die paar Strohhalme in seinem Behang konnten rasch herausgefriemelt werden. Mein Magen grummelte. Das Grillen gestern war unglaublich lustig. Es gab Annekdoten aus dem Leben der Arbeiter, halbverbranntes Fleisch – welch ein Graus – und Lagerfeuerlieder. Und dabei spreche ich auch von Spongebobs Lagerfeuerlied-Lied. Ich wurde krebsrot und versteckte mein Gesicht am Hals des Ponys. Callus, wie er auch genannt wurde, knabberte sogleich an meiner Jacke herum. Dann schnaubte er einmal und stampfte kräftig mit dem Huf auf. "Ja ja, ist ja gut." Ich stellte seinen Putzkasten weg und brachte direkt danach sein Sattelzeug mit.
      Die rote Schabracke mit den weißen Schriftzügen sah einfach nur schnieke aus. In Gedanken beschloss ich, Verena nach dem Händler zu fragen, während ich meinen Helm aufsetzte, die Steigbügel einstellte und mich dann auf seinen Rücken setzte. Vom Stall bis zum Platz brauchten wir in etwa drei Minuten, das Gatter war bereits offen. Der Grund dafür war, dass Verena auch auf dem Dressurplatz war. Sie ritt auf einem Rappschecken. "Verena? Woher hast du Callus' Schabracke?" Die Ausbilderin ritt im Schritt neben mir her. "War ein Geschenk von seinem Vorbesitzer. Ich kann gleich mal schauen, woher ich sie habe, warum?" "So eine könnte ich für Steel und Blacky gut gebrauchen. Und ich habe da noch ein Auge auf diese Rennstute geworfen..." Verena lachte auf. Sie ging nun neben mir her auf dem Zirkel. "Ich sehe, du wirst zu einer richtigen Pferdebesitzerin." "Was soll das denn heißen?" "Dass du dich auf jede Richtung hin konzentrierst. Fehlt dir halt nur ein Westernpferd..." "Bin noch nie Western geritten."
      Nach einer Viertelstunde Aufwärmen neben Verena gab es dann auch einen Galopp- und Trabwechsel. Der Hengst war gut auszusitzen in den Ecken und übertrieb es auch nicht. Das war sehr löblich. Nach etwa anderthalb Runden Galopp trabte er dann locker aus. Er ging recht raumgreifend, was das Abwenden auf den Zirkel für ihn sehr leichter machte. Ich überprüfte die Anlehnungen der E- und A-Dressur, da, wie mir Alexis gestern berichtet hatte, sie mit ihm einige Bahnfiguren gegangen war. Das Prinzip der Mittelzirkel und der Volten waren ihm nicht unbekannt, auch wenn er die Volte am liebsten über den halben Platz gezogen hätte. Nach und nach verkleinerten wir die Volte, und legten dann eine Schrittpause ein. Diese nutzte das 6-jährige Pony dazu, zu pinkeln. Dann trat er auch noch in die Pfütze hinein. Wir trabten wieder an und versuchten eine weitere Volte bei B, anschließend eine Wendung aus der Ecke und dann eine Kehrtwende auf der Vorderhand. Der Arme war gerade etwas überfordert, daher durfte er locker auf der ganzen Bahn traben, bis wir drei Zirkel bei A ritten und dann beim Hufschlag eine Schlangenlinie machten. Noch etwa zwanzig Minuten weiter übten wir die Figuren der A-Dressur, bis ich die Füße aus den Steigbügeln nahm und ihn dann einfach herumstromern ließ. Dann stieg ich ab, band die Steigbügel hoch und führte ihn an den Zügeln direkt in den Stall.
      Als ich den Hengst absattelte, stieß ich in der Sattelkammer mit Caleb zusammen. Der schnappte sich gerade ein Westernpad und eine Trense. Auch ich wollte jetzt mit Eldrian kurz weiter machen, und danach auf der Ovalbahn mit Gen trainieren.

      Drei Tage später...
      Eldrian und Callus machten sich gut. Ich hatte jeden Tag mit ihnen insgesamt zwei bis drei Stunden geübt, bin dabei auf Kleinigkeiten wie das korrekte Hufaufsetzen eingegangen oder den Gangwechsel in den Ecken oder bei X. Weil mir das Training mit Callus aber so viel Spaß gemacht hatte, erfolgten auch Anlehnungen der L-Dressur. Er schien richtig Spaß daran zu haben, enge Volten zu gehen oder Kehrtwendungen zu bestreiten. Eldrian brauchte etwas mehr 'Liebe' und Geduld, bis er sich in den Kopf gesetzt hatte, doch einfach mal mitzumachen anstatt gegen mich zu kämpfen.
      Und heute stand die Distanzprüfung, wie ich sie still und heimlich getauft hatte, an. Auch Caleb hatte mit mir fleißig auf der Ovalbahn und in der näheren Umgebung trainiert, und schon am frühen Morgen – okay, es war 8 Uhr, standen wir in der Küche und packten Proviant ein. Der Ritt zu den Bluerock Wildlands würde mindestens drei Stunden dauern. Daher befanden sich Wasserflaschen und Putzzeug in den Rucksäcken, und auch ein paar Äpfel und Brote. "Did you ever rode such a long distance?" "Never. The longest distance I had was like 40 kilometers." Caleb nickte nur. Wir brachten die Taschen zum Stall, wo wir dann die Pferde holten und putzten. Doch bevor wir dann aufsaßen durften sie noch an der Tränke vor dem Stall saufen, ehe wir aufsaßen. Ich hatte wieder meinen Lammfellsattel, Caleb schien im Westernsattel sehr bequem zu sitzen und schnalzte dann.
      Wie bei den letzten Ritten ging es erst einmal nach Millarville. Der Wind frischte auf und zog dunkle Regenwolken mit sich. Von Millarville aus gingen wir in Galopp- und Trabsequenzen weiter westlich, bis uns der nun eintretende Regen dazu zwang, bei einem Stall anzuhalten. Es war ein recht langer Regenschauer, und so durften die Pferde ungesattelt etwas an einem Platz innerhalb des Stallgebäudes trinken und einen Apfel fressen. Caleb und ich nutzten die Zeit, um uns auch etwas aufzufrischen und gelegentlich einen besorgten Blick nach draußen zu werfen. Natürlich hatten wir beide das Wetter der vergangenen Tage und auch das zukünftige verfolgt. Es wäre natürlich schrecklich, wenn es länger als eine halbe Stunde regnen würde. Nicht nur, dass dadurch Tageslicht verloren gehen würde; die Wege könnten auch unpässlich werden. Schließlich hörte es auf und wir machten uns wieder auf den Weg.
      Spätestens jetzt war ein Umkehren angeraten. Wir trabten nun durch ein Reservat. Außer einer Hütte an der Grenze – wir mussten unsere Pässe zeigen – waren wir auf keine Menschen getroffen. Das Reservat war ein Territorium der hier ansässigen Pioniere gewesen. Jetzt bewohnten Elche, Hirsche, Wölfe und Kleinbären das etwa 15 ha große Gebiet. Zum Glück kamen die Wölfe nur zur Dämmerung heraus, und die Bären waren zu scheu, um sich blicken zu lassen. Gen musste einmal pinkeln und einen Haufen hinterlassen. Ich saß ab, und schauffelte den Dung in eine Papptüte und beseitigte sie in einem der Komposteimer, die hier am Wegesrand standen. Sofort danach trabten wir weiter. Winny schien die Gegend gut zu kennen und achtete so nicht wirklich darauf, über die Holzbrücke zu stapfen, unter der sich ein tosender Flusslauf befand. Gen setzte zögerlich einen Huf nach dem anderen auf das Holz, schaute das rauschende Nass an und trabte dann plötzlich dem Foxtrotter hinterher. Ansonsten geschah nichts besonderes. Außer Vogelrufen, einem Falken und raschelnden Büschen war es sehr ruhig, und ich konnte die Stille wirklich geniessen. Die letzten hundert Meter des Reservats brachten wir im Galopp hinter uns, danach mussten wir weitertraben, da wir nun bergaufwärts ritten und der Boden kieselig war.
      Tatsächlich hatte es gut 8 Stunden gedauert, die insgesamt 140 Kilometer hinter uns zu bringen. Als wir beide noch die Auffahrt hochjagten, seufzten wir glücklich auf, festen Boden unter den Füßen zu spüren und schnell die Hengste zu versorgen. Und sobald die auf der Weide waren, wälzten sie sich im Matsch und rieben sich genüsslich. "Oh I'd like to do that, too.", sagte ich und lehnte mich an den Zaun. "You want to get dirty?" Ich lachte. "Jesus, Caleb no! I was thinking about something more relaxing. I'll take a long shower. Luckily my flight is tomorrow in the evening. I can just take some time of, before I need to train my own horses." Somit verabschiedete ich mich langsam von allen Leuten der Ranch und machte mich fertig für den Flug nach Hause.

      Die Pferde

      -Genuine Lil Cut (M-Distanz)
      -Eldrian Anthrax (A-Dressur)
      -Cauldron (A-Dressur)
      -What Lies Ahead (M-Distanz)

      haben alle mit Erfolg an ihrem jeweiligen Training der Legacy of Scotland Trainerin Catalina teilgenommen.

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      Mai 2015, by Veija
      Springen E- A

      Kurz blickte ich auf die Uhr. Halb 6. Tja, heute und die nächsten Tage hatten meine Leute und ich viel vor. Genuine Lil Cut, Cherokee Rose, What Lies Ahead, Gun and Slide, Moonrise Shadow, Lovely Summertime, Like Honey and Milk, Flintstone, Sympathy for the Devil, Comeback of a fallen Goddess, Sheza bat cat, Siku und Solitary mussten in der Reining von der LK 4 auf die LK 3 gebracht werden, Eldrian Antrax, Marly's Pluie, Cauldron und Annie get your Gun in Springen von E auf A, Hollywood's Silver Dream in Springen von A auf L, My Blue Gun, My Possible Pasts, Hot Smoking Chex und Wimpys Little Devil in Reining von LK 5 auf LK 4 und Lil Princess Gun in Reining von LK 3 auf 2. Dann waren endlich alle wichtigen Pferde trainiert und fertig für die Turniersaison.
      Nachdem ich also mein Team geweckt hatte, schnappte sich jeder eines der LK 4/3 Pferde und machte es fertig, ehe wir mit 5 Pferden in der Halle standen. Draußen war es noch zu kalt zum Training, weshalb auch die Vollblüter, die normalerweise früh am Morgen trainiert wurden, erst gegen 11 oder 12 Uhr auf die Bahn kamen.
      Insgesamt mussten wir 3 Teams "bilden". Das erste und zweite Team waren je 5 Pferde, im dritten Team dann nur 3 Pferde. Da wir genau wussten, was wir trainieren mussten, war die erste Trainingseinheit der ersten 5 Pferde auch schon rum. Nun war es schon 9 Uhr, eher gesagt halb 10, ehe wir die nächsten 5 in der Halle hatten. Und es waren 13 Uhr, bevor wir die letzten 3 Pferde der Truppe in der Halle waren. Sagenhafte 15 Uhr, bis wir verschnaufen konnten.
      Nun waren die 5 Springpferde dran. Heute ritten wir nur die E Hindernisse und einfache A Hindernisse, morgen würden wir das Niveau steigern.
      Also letztes waren die 5 Westernpferde dran. 4 davon mussten von LK 5 auf 4, eins von 3 auf 2. Also ritt ich letztere, welche übrigens Lil Princess Gun war und überlies den anderen die anderen 4 Pferde. Caleb hatte ständig ein Auge auf die 3 und auch Aliena machte ihre Sache gut, auch wenn My Blue Gun sie ab und an einfach verarschte. Nach eineinhalb Stündigem Training beendeten wir den Tag und brachten alle Pferde wieder auf die Koppel.
      Am nächsten Tag gönnten wir den Reinern eine Pause und arbeiteten nur mit den Springpferden. Am Tag darauf waren dann die Westernpferde wieder dran, die wir in Reining trainierten. Am Abend konnte man sagen, dass sie alle eine Stufe höher starten konnten.

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      Juni 2015, by Veija
      Thunderstorm? Are you kidding?!

      Benommen schaute ich auf die Uhr. Schon 12? Draußen krachte es einmal laut, was mich zusammenfahren lies. Der Wetterbericht hatte doch Recht behalten. Es schüttete wie aus Eimern und immer wieder zuckten Blitze vom Himmel, gefolgt von einem höllischen Lärm. Ich stand auf und blickte nach draußen. Ich konnte meinen Augen kaum trauen! Da standen meine Pferde, im Gewitter!
      Sofort war ich hellwach und zog mich mehr schlecht als Recht an, ehe ich nach unten stürmte und meine Mitarbeiter zusammenrief: "WER von euch hat die Pferde raus gestellt?!", fragte ich die vier doch keiner wollte mir antworten. "Leute, Regenjacken an und ab! Guckt dass die alle zurück in den Stall kommen!", fauchte ich sie an und zog mir ebenfalls meine Regenjacke an, ehe ich zu den Zuchtstallungen stürmte. Bella, Amarula, Grace und Nova bekam ich alle zusammen in den Stall, ehe mir Brother, Spooky und Funky schnappte und sie in den Stall brachte. Eigentlich musste ich die Pferde nur von ihren Paddocks in den Stall scheuchen, doch das war leichter gesagt, als getan. Schließlich sahen alle Boxen aus wie Sau, weil sich noch niemand erbarmt hatte, diese zu misten. Kurz seufzte ich. Also musste ich nachher ran.
      Nun ging es weiter zu den Vollblütern. Hell, Jagger, Faster, Augen auf, Zucker und Wild Reflex waren von der Koppel schon wieder in ihrem Stall. Lamperd, Nyanda, Sacramento, Scoubidou, Seattle Slew, Pria und Horror brachten Caleb und ich noch zusammen in ihre Stallungen. Auch die beiden Stalltrakte der Vollblüter waren noch nicht gemacht. Seufzend verdrehte ich die Augen und machte mich nun mit Caleb und Aaron im Schlepptau auf zum Trainingsstall. Zum Glück hatten Aliena und Alexis schon fast die Hälfte der Pferde im Stall! So befanden sich Genuine, Gipsy, Lil Princess, Skrudi, Wimpy, Cherokee, What Lies Ahead, Gun and Slide, Moon, Summertime, Dawn of Hope, Emilio. Like Honey and Milk, Flintstone, Sympathy for the Devil, Goddess, Sheza, Sweety und Siku schon im Stall. So holten wir zu fünft noch Náttdís, Eldrian, Solitary, Pluie, Cauldron, Annie, Silver, Blue Gun, Possible Pasts, Smoking Chex, King Gun, Sue und Ravi in den Stall. Auch ihre Boxen mussten alle noch gemacht werden, doch zunächst gingen wir zu den Jungpferden am Offenstall.
      Crescent Wolf, Crow, Holly, Harley, Ocarina, Raised from Hell, Lena, Striga, Aquila und Peppy Ann kamen in den Offenstall für die Stuten, dessen Stalltür ich schließen konnte, damit die Pferde für den Tag drin blieben. Zues musste leider in seinem provisorischen Paddock bleiben, so Leid es mir tat. Wildfire, Omira, Kunis und Gunna Whiz kamen in ihren Offenstall, wo ich ebenfalls die Tür schloss. Seufzend trug ich nun jedem auf, welche Pferde er zu misten und zu füttern hatte.
      Also ging ich in den Zuchtstall und kümmerte mich um die dortigen Pferde. Im Moment erwartete keines der Tiere Nachwuchs, was auch nicht so schlecht war, denn ich war ja gerade erst dabei, eine Zucht aufzubauen. Da konnten die Tiere ruhig noch ihr Leben genießen, fernab vom täglichen Training. Eigentlich hatten es die Zuchtpferde und die Jungpferde bei mir am Besten. Sie konnten den ganzen Tag fressen und ihr Leben genießen.
      Kurz lachte ich, ehe ich kopfschüttelnd den Stall verlies. Ich war schon fertig und bereitete nun das Mittagessen vor, was wir um geschlagene 17 Uhr essen würden. Tja, die Pferde gingen eben vor.

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      Juni 2015, by Catalina
      Hackneytraining à la carte oder wie ich mit dem Tuntenpferd über einen Fluss sprang
      Springen A- L

      Es war wieder einmal soweit. Mit einem Koffer und einer kleinen Reisetasche schaute ich auf den Flugplan des Edinburg Central Airport. Mein Flug nach Calgary ging gleich los. Und dieses Mal blieb ich bestimmt einige Wochen dort. Nicht nur dass ich bei Joy wieder aufschlagen sollte; es ging um einen Kombiauftrag. Denn auch Stefanie brauchte Hilfe mit ihren Hackneyponys. Die meisten sollten vor die Kutsche gespannt werden. Aber vor allem freute ich mich auf ein erneutes Wiedersehen mit dem mittlerweile gekörten Powerbabe, der zudem der Vater von Wild Berry war. Aber erst musste ich wieder in den Flieger steigen.

      Wieder einmal erstaunte mich die schiere Größe und Kompaktheit der Kanaskins Rêver Ranch. Im Gästehaus erhielt ich meinen Zimmerschlüssel. Ich kam sogar in den Genuss eines Fernsehers. Der jedoch war jetzt völlig überflüssig. Es war später Vormittag und ich ging dann gestärkt für heute an Gebäuden und kleineren Weiden vorbei, bis ich am Hackneystall ankam. Heute und morgen wollte ich mich um Phoenix und Habasi kümmern. Da Sahara und Harlekin beide auf A aufgestuft werden sollten, dachte ich an eine Fahrt vor einem Zweiergespann. Und danach würden Fake und Nadira ihr Training erhalten. Somit hätte ich gut zwei Wochen mit den Ponys vor mir. Der schwarzbraune Phoenix ging sofort an seine Boxtür, als ich sein Halfter nahm und in seine Box ging. Der junge Hengst wurde dann angebunden und gründlich geputzt. Der Sulky wurde aus einem der Speicher geholt. Merkwürdig, dass ich heute keinen gesehen habe. Genau in dem Moment trat Stefanie ein. "Hi!", grüßte sie. Neben ihr stand Albatroaz. Ich streichelte ihn kurz und bat dann Stefanie, mir beim vorspannen zu helfen. Die Ovalbahn befand sich etwa zwanzig Meter vom Stall entfernt, und bisdahin konnte der Hengst sich etwas aufwärmen. Phoenix hatte richtig Lust daran im Trab über die Bahn zu ziehen. Auch mein Gewicht und das stetige Korrigieren der Laufbahn wirkte sich positiv auf ihn aus. Ich erhöhte das Tempo, und lehnte mich zurück. Die nächsten Tage würde ich wohl nur auf der Bahn im Oval kreisen. Haha. Gut, dass Bella, Tabea, Sarah und Hansi sich um meine Pferde kümmerten, fiel mir gerade ein. Phoenix schnaubte. Eine Stunde später war der Hengst total fertig. Verschwitzt wurde er von mir trocken gerieben und dann in seine Box gestellt. Er bekam noch ein Brötchen, dann kam Habasi vor die Kutsche. Die veredelte Palominostute sprang leichtfüßig auf der Bahn und wirkte sehr fleißig und ruhig. Das Training verlief super mit ihr, ich fand es aber etwas langweilig, nur auf der Bahn zu bleiben und lenkte sie runter. "Stef? Ich mach mit Habasi eine Fahrt auf der Straße.", rief ich ihr zu. Sie stand mit ihrer Freundin Loona an einer Weide und winkte mir dann zu, als ich mit Habasi vom Gestüt runterfuhr. Es fuhren kaum Wagen vorbei. Lediglich einige Reiter kamen mir entgegen, die sich kurz mit mir unterhielten, während sich die Pferde beschnupperten oder auch nur beäugten. Sobald eine längere Strecke vorhanden war, zogen wir im Trab über den Highway, bis wir an einem Ortsschild ankamen, dass daraufhin wies, dass Calgary nur noch sechs Meilen entfernt war, also etwa 8 Kilometer. Wir drehten um. Auch die restlichen sechs Kilometer gingen super, Habasi war ein perfektes Fahrpony.

      "Willst du nicht noch mit Nadira trainieren?" Mittagstisch. Es gab Fisch, Gemüse, Kartoffeln. Habasi und Phoenix bekamen noch einen Apfel von mir. Stefanie starrte mich verwundert an, als ich erklärt hatte, dass ich Chronicle und Harlekin zusammen vor die Kutsche packen wollte. "Trainiere heute lieber mal Nadira. Wenn du morgen noch so schnell bist, kannst du sie bis morgen etwas weiter eingewöhnt haben." Damit stand der weitere Plan für heute fest. Eventuell würde ich heute noch weiter mit Phoenix arbeiten. Nadira, die ebenfalls veredelte Schimmelstute, stand auf der Weide und guckte nur. Als ich ihr entgegen trat mit Halfter und Strick drehte sie sich um und senkte den Kopf. Somit kraulte ich ihre Ohren und streifte ihr das Halfter über. Etwas zaghaft stapfte sie neben mir her und lehnte sich an mich als ich das Gatter schloss und sie dann am Hackneystall anband. Dort hatte ich bereits ihr Putz- und Sattelzeug hingestellt. Bei ihr achtete ich darauf, sanfter zu putzen. Die etwas zurückhaltende Stute brauchte Zeit, bis sie sich an jemanden gewöhnte, und da sie nicht sehr dreckig war, brauchte ich nur einen Striegel und die Kardätsche. Beim Satteln spitzte sie die Ohren. Der Dressurplatz lag direkt neben den Stallungen und war leer. Daher konnten wir den Platz ganz für uns alleine beanspruchen und ich saß auf. Mit Gangwechseln und Zirkeln – die die Stute schon kannte – war sie gut bedient. Die Muskeln waren warm und auch ich war im Dressursport angekommen. Als wir bei C auf dem Zirkel angaloppierten, merkte ich wie sie den Kopf nach außen visierte. Die innere Hand nahm daher die Zügel auf und ich drehte die linke Schulter nach vorne, damit wir beide in der Biegung richtig gingen. Es folgte ein Bahnwechsel mit anschließendem Gang auf den Hufschlag. Wir parierten komplett durch und führten eine Schlangenlinie aus. Lobend streichelte ich ihren Hals und drückte ihr kurz die Hacken in den Bauch. Sie schnaubte, trabte an und wir gingen zwei Runden im Leichttrab. Bis jetzt verlief alles gut. Sie kaute stark auf dem Gebissstück herum und ließ ihre Ohren herum zucken. Plötzlich blieb sie stehen, hatte den Kopf bis zum Anschlag nach oben gerichtet und ging rückwärts. "Hey, hey, was ist denn los?", ich beugte mich kurz nach vorne und kraulte ihren zuckenden Hals. Sie verweigerte jeglichen Kommentar und stieß Luft durch ihre Nüstern aus. Ich schaute nach vorne. Nichts. Also stieg ich ab und blieb vor ihr stehen. Ich griff in die Zügel und streichelte ihr Maul. "Was ist los, Nadira?", fragte ich. Jetzt erst senkte sie den Kopf und wieherte leise. Nun ja, schade. Sie wirkte sehr unruhig und nervös. Obwohl wir nur eine halbe Stunde trainiert hatten, konnte ich so nicht weiter mit ihr machen. Kaum, dass ich im Stall angekommen war, bemerkte ich Maximilians komischen Blick. "Irgendwie ist sie heute nicht ganz bei der Sache." Er runzelte die Stirn, dann seufzte er. Stefanies Freund arbeitete auch regelmäßig mit den Pferden und wie er mir erzählte nachdem ich jetzt Phoenix wieder holte, war Habasi in der letzten Zeit draußen recht merkwürdig im Verhalten. Phoenix schien sich wieder erholt zu haben und durfte auch jetzt an die Kutsche. Aber nur für maximal eine halbe Stunde, denn der Hengst war immer noch fertig von dem morgigen Training, und so durfte er nur wenige Schritte traben – das schien ihm zu gefallen denn er sträubte sich nicht gegen das Geschirr und als ich am Abend noch nach ihm schaute wirkte der Dunkelbraune erschöpft, aber rundum zufrieden.

      Der nächste Morgen war durchaus nass. Es regnete als hätte jemand oben eine Dusche angemacht und vergessen, sie auszustellen. Durch den strömenden Regen rannte ich vom Gasthaus in den Stall und half Stefanie und den anderen die Fenster zu schließen. "Ich helfe dir mit Phoenix. Ich habe eine Regendecke extra für diesen Fall. Musst du halt den Sulky nehmen." "Gut, dass ich gestern meine Reitschuhe noch inprägniert habe.", murmelte ich. Stefanie lachte. Ich zurrte meine Regenjacke zu, und dann machten wir zwei Habasi fertig. Phoenix durfte noch Pause machen, denn vor ihm würde ich mein Glück noch mit Nadira versuchen. Habasi fand die Regendecke überhaupt nicht toll und wand sich. Doch dann fand sie sich damit ab und es ging wieder auf die Straße. Dieses Mal wollte ich mit ihr direkt in die Vororte Calgarys rein. Auf der nassen Straße rutschten die Räder etwas, daher gab es nur kurze Trabintervalle, damit der Sulky nicht schleuderte in den Kurven. "Ruhig, Habasi!", rief ich und bremste sie ab. Schade, denn die Stute bestand heute nur aus Energie. Am Ortsschild bogen wir nach links auf einen Feldweg ab, der gerade noch breit für den Sulky war. Dort durfte sie auch länger traben, und wir zogen an kleineren Eigentumsgrundstücken und Ställen vorbei. Plötzlich hörte das stetige Plätschern des Regens komplett auf. Ich sah nach oben, zügelte die Stute und streifte die Kapuze ab. Es war immer noch bewölkt. Dennoch; weiter ging es. Wir wollten ja heute noch mal ankommen. Zügigen Schrittes ging es zur Ranch, wobei ich jedoch neben dem Highway laufen musste. Ein Stau versperrte uns den Zugang zur Straße. Doch kein Problem, selten wurde gehupt, trotzdem hielt Habasi einen respektablen Abstand und schien sich sichtlich zu entspannen als wir das ihr bekannte Terrain betraten. Ich sprang vom Sulky und stöhnte auf. Die helle Stute hatte schlammige Beine und auch einen verdreckten Bauch. Ich ließ den Sulky an der breiten Überdachung des Stalles stehen, damit er nicht wieder nass wurde, und wusch die Beine der Stute ordentlich ab, rubbelte sie dann trocken und machte auch den Bauch sauber. Damit sie nicht auskühlte, bekam sie Bandagen angelegt und wurde entlassen.
      Nadira stand in ihrer Box. Die Apfelschimmelstute zuppelte an ihrem Heu und trat an ihre Boxtür. "Na?" Ich streichelte ihr Nasenbein und machte sie kurzerhand für die Halle fertig. Denn auf dem Platz wäre jetzt die Hölle los, so viel wie es geregnet hatte. Als ich ihren Stirnriemen zurecht zupfte legte sie ihr Maul auf meine Schulter und hauchte in mein Ohr rein. "Oh du liebes kleines Knuddelpony." Klein war übertrieben, aber sie wirkte heute so verschmust und zärtlich. Seufzend setzte ich meinen Helm auf und brachte sie in die Halle. Loona ritt gerade auf einem Reitpony eine Volte. "Leg dich etwas mehr in die Biegung, dann läuft's besser!", riet ich und stieg nach dem Nachgurten prompt auf. Es folgten einige große Wendungen und Gangwechsel, und weiter ging es mit dem Dressurtraining. Schon den ganzen Morgen hatte ich mich darauf gefreut, mit ihr zu reiten, denn stundenlang auf einem Kutschbock zu sitzen lag mir einfach nicht. Nach einem Zirkel und einem Wechsel in den Galopp zogen wir an Loona und dem Pony vorbei. Das Pony hatte einen recht schnellen Gang drauf und das Sitzenbleiben war schon etwas anders. Im Trab folgten einige Volten und eine Schlangenlinie. Ich legte die Hand auf ihren Mähnenkamm – Nadira trabte einfach weiter. Schnaufend parierte sie dann durch und pinkelte. Im Schritt gab machten wir eine Kehrtwende aus der Ecke und ich hielt sie bei X an, nachdem wir bei B auf die Mittellinie abgewichen waren. Ich ließ die Füße aus den Steigbügeln, ließ sie etwas herumbaumeln und saß ab. Meine Knie knarzten. Ich war 19 Jahre alt und hatte kaputte Knie. Super. Ich lockerte den Gurt des Sattels und brachte sie dann auf die Weide.
      Phoenix stand schon vorgespannt auf dem Platz. Stefanie saß auf dem Bock und bot mir die Zügel an. "Ich will mitkommen. Darf ich?" Ich nickte nur. Ich schwang mich neben Stef auf den Bock und nahm die Zügel auf. Diese gab ich vor, und Phoenix trottete los. Wie wär's wenn wir nach Calgary reinfahren? Die Straßen sind jetzt relativ leer.", sagte die Hufschmiedin geistesabwesend. Wir brauchten eine halbe Stunde bis wir im Vorort ankamen. Der dunkle Hengst war ein wahrer Blickfang. Leute machten Fotos und wollten ihn streicheln, und so hingen wir an der Hauptstraße eine Zeit lang fest, bis wir dann weiter kutschieren durften.
      Es war Mittag. Ich hatte – direkt nachdem der Hengst auf der Weide war – Stefanie und den anderen beim Ausmisten und Futtermachen geholfen. Und als ich gestärkt war, machte ich mit Harlekin und Sahara weiter. Die sollten gemeinsam an der Kutsche laufen. Die beiden waren neugierig und temperamentvoll. Damit also ein gutes Paar. Die Chestnutstute und der Red Roan kannten sich zur genüge; obwohl die beiden gemeinsam die etwas schwerere Kutsche ziehen sollten, hatte ich ein mulmiges Gefühl. Zu viel Temperament, vor allem bei so unerfahrenen Fahrponys, konnte schlechte Auswirkungen haben. Als ich jedoch das Geschirr auf die Größe der Hackneys einstellte und es den beiden anlegte, ignorierten sich die beiden flissentlich. Erst als die beiden Scheuklappen angelegt bekamen schnabbelten sie los. Sie grummelten und brummelten, wieherten aber nicht sondern schäkerten eher. Als ich vorsichtshalber die Gurte nachkontrollierte und dann aufsaß, stampfte die junge Stute schon ungeduldig mit den Hufen. "Gedulde dich doch noch, ja?", ich streichelte sie und wischte ihr eine Strähne aus den Augen. Sie brummelte zickig und warf den Kopf zur Seite. Daher stieg ich auf, setzte mich richtig hin und ging auf die Ovalbahn mit den Ponys. Der Boden war zwar immer noch feucht und mit Schlammpfützen bedeckt, aber mehr als einige Trabsprünge wären heute nicht nötig; schließlich musste Fake eingefahren werden und heute sollte sie – nachdem die Stute nun von mir auch eingeritten wurde – an das Geschirr gewöhnt werden. Wobei Fake die Eingewöhnung an das Sattelzeug sehr gut überstanden hatte, so glaubte ich nun, nachdem wir den Eingang der Bahn das zweite Mal passierten, dass auch dies für die hübsche Fake kein Problem darstellen sollte. Das farblich ungleiche Paar vor mir trabte nun synchron an. Das Gespann strotzte nur so voller jugendlicher Energie. Gelegentlich tickte ich die Tiere abwechselnd an, damit sie ihr Tempo nicht verloren. Sie blieben weiterhin ruhig, zogen aber ganz schön schnell an den Zäunen vorbei. Als sie dann noch galoppierten, kam ihr Temperament zum Vorschein; die vorzüglichen Fahrponys gaben richtig Gas und der Wind fuhr mir harsch ins Gesicht. Ich lenkte die Kutsche auf die äußere Bahn und ließ sie dann auslaufen.
      Es war später Abend. Die Uhr in meinem Gästezimmer zeigte kurz nach elf und ich lag in meinem Bett. Fake war heute recht anstrengend. Gegen Nachmittag war es stürmischer gewesen und deshalb musste die Stute die Kutsche in der Dressurhalle kennenlernen. Das inprägnierte Holz und die Lederschnitte wurden ausgiebig beschnuppert und mit dem Maul besabbert – Fake blieb ruhig. Auch, als ich sie in die Halterung stellte und nur die Gurte auf ihren Rücken legte, dann ein paar Schritte weiter weg ging, zeigte die Stute keine ungewöhnliche Verhaltensweise. Lobend klopfte ich sie und gab ihr ein Stück Möhre. Dann, aus heiterem Himmel, hob sie ihren Hintern und fing an, zu buckeln. Besorgt, sie könne sich verletzen an dem Holz, ging ich einen Schritt zur Seite. Doch Fake ignorierte das Ungetüm und machte ein paar Galoppsprünge. Ich stieß einen Schwall Luft aus. Endlich etwas Schwung in der Bude! Doch erst musste ich die Stute beruhigen. Die Hände seitlich in die Höhe gestreckt, ging ich langsam auf sie zu. Sie regte sich etwas ab, und ließ sich argwöhnisch anfassen. Dann griff ich in ihre Mähne und umarmte sie. Erschrocken pustete sie mir ihren Atem in meine Haare. "Hey, shhhh. Noch ein Versuch, dann machen wir morgen weiter, ja?" Gesagt, getan. Ich stellte sie wieder an die Halterung und legte die Gurte und Schnallen an. Sanft Druck ausübend passte ich alles an, damit nix drückte oder locker lag. Fake tänzelte nervös zur Seite. Ich hielt sie am Halfter fest, und führte sie ein paar Schritte vorwärts. Die Dunkelbraune hatte ein angeborenes Fahrgen, das wurde mir jetzt erst klar.
      Schon am nächsten Morgen sah ich, wie Max Nadira ritt. Ich schaute ihm eine Weile zu, dann sah ich nach Fake. Die hatte ihre Morgenweide genossen und rieb sich an einem Baum. Putzen war angesagt. Denn so verdreckt, wie sie war, würde ich sie garantiert nicht an die Kutsche nehmen. Also säuberte ich ihr Fell gründlich von Rindestücken, Erde, Gras und sonstigen Hinterlassenschaften. Die Hufe waren verklebt und es dauerte, bis sie einwandfrei sauber waren. Dementsprechend unsauber sah ich aus, als ich meine Hände an meiner Hose abklopfte und der Stute hinter den Ohren kraulte. Fake brummelte leise und warf den Kopf kokett zur Seite, schielte mich an. Lachend klopfte ich ihre Flanke und holte dann vom schräg gegenüber liegenden Speicher den Sulky. Fake ließ sich vorspannen, hatte aber trotzdem die Ohren aufmerksam aufgestellt und die Augen aufgerissen. Beruhigend wisperte ich auf sie ein und wartete, bis sie ruhiger stand und ich sie dann vom Stall direkt zur Ovalbahn führte. Dort war Stefanie beschäftigt, die Zäune abzuklappern. "Irgendwas kaputt?", sie schüttelte ihren Kopf. Fake machte sich bemerkbar und wurde von ihrer Besitzerin begrüßt. "Eines der Ponys hat sich hier einen Splitter eingefangen, ich will wissen, wo." "Gut zu wissen. Ich bin heute mit dem Training deiner Hackneys fertig, Stef. Dann fahre ich rüber zu Verena." "Die Powertunte trainieren?" Ein Lächeln huschte auf ihr Gesicht. Die halbe Community, die mich kannte, wusste von meiner Liebe zu dem hübschen Paint von Verena, der mir nicht zuletzt indirekt ein Fohlen geschenkt hatte, das später wohl mal genauso werden würde wie der Schecke. Stefanie hielt Fake an der Trense fest, als ich auf den Bock sprang und die Stute antickte.
      Alles weitere ging sehr schnell. Die Stute lernte schnell, die Kutsche zu ziehen und ging auch im Trab. Mein Handy fiepste. Mein Wagen stand bereit. Leider etwas zu früh. Doch ich war mir bewusst, dass Fake, Nadira, Sahara, Harlekin, Phoenix und Habasi auf der Kanaskins Rêver Ranch gut aufgehoben waren.

      *

      "Verena!" Ungestüm fiel ich der Hofbesitzerin um den Hals. Es war Nachmittag. Ich war völlig zerupft (nicht wörtlich gemeint). Ich hatte mein übliches Zimmer erhalten. Danach suchte ich nach Verena. Die stand neben Goodbye Grace – die Mutter von Wild Berry. Auch Caleb war hier. Er grinste mich fröhlich an und umarmte auch mich kurz. "Du siehst grauenhaft aus." "Danke. Ich bin wirklich froh, wenn ich wieder daheim bin." "Was machst du heute noch?", Verena hievte einen Westernsattel auf Goodbye und lehnte sich dann dagegen. "Ich fange mit Ravi an. Aber zuerst schau ich nach Funky." Verena lachte. "Caleb, schaust du nach Goodbye? Ich komme mit dir.", damit wandte sie sich zu mir und nahm das Halfter der Ponymixstute. "Wie machen sich die drei?" Wir stapften über die Weide. Es war natürlich die Hengstweide. "Steel läuft nächste Woche ihre erste Krönung. Hoffentlich ihre einzige. Enjoy läuft super – danke übrigens für das Training. Er könnte ja mal eingeritten werden. Und Wild Berry ist schon an die Longe gewöhnt. Er hört gut auf mich und versteht sich mit den anderen Fohlen. Ich glaube, er wird schwul." Verena blieb stehen. "Nur weil die Tunte so tuntig ist, darfst du noch lange keine Witze über ihn oder seine Nachkommen machen.", meinte sie. "Das meine ich ernst. Er verbringt nur Zeit mit Tomenko. Hier.", ich zeigte ihr einige Fotos. Tatsächlich schmuste er sehr häufig und intensiv mit dem Noriker. Verena schmunzelte. "Habe noch nie was von einem homosexuellen Pferd gehört. Sieht mehr nach einer besonderen Freundschaft aus." Lachend hielten wir an. Ich pfiff einmal. Funky stand an einer Tränke. Sofort sah er mich und trabte auf mich zu. "Na?", ich umarmte ihn einmal kräftig. Habe ich den Kerl vermisst. "So, ich fang dann mal mit Ravi an. Aber nur eine halbe Stunde." "Es ist sieben.", stirnrunzelnd schaute Verena mich an. "Und? Ich bin kaputt!", damit ging es auf die nebenan liegende Weide. Der Norwegermix mit den karamellfarbenen Augen erkannte sofort das Halfter. Ohne auf mich zu achten ließ sie es sich aufstreichen. Äußerst brav, das perfekte Kinderpony. Es brauchte etwa einige Minuten, bis wir am Stall ankamen. Ich band sie an, holte ihr Putzzeug und ein einfaches Reitpad sowie Zügel und ihre Trense, und machte mich an die Arbeit.
      "Nein, weiter, na los!", seufzend drückte ich der Ponystute die Fersen in den Bauch. Sie hatte leider nicht viel Ausdauer und machte schon nach zwei Runden im Trab schlapp. Naja, ihr Schwung verlor sich gerade nach zweieinhalb Runden. So stark hatte ich mich lange nicht mehr abgekämpft. Wir passierten A. Die Stute parierte und hustete. "Super gemacht! Fein!", lobte ich sie. Drei Runden. Wir gingen einen Zirkel, machten dann einen Wechsel und als wir an der Bande ankamen schnappte ich mir eine der Gerten, die oben auf dem Holz lagen. Die Stute reagierte laut Verena sehr fein auf die Gerte und brauchte höchstens touchiert werden, um Gas zu geben. Der Handwechsel wurde durch einen Zirkel komplettiert und danach wurde eine Volte eingelegt. Das Prinzip hatte sie schon im Kopf – jedoch waren sie viel zu groß. Als ich sie an der Hinterhand touchierte, trabte sie an – und schaffte schon nach vier Versuchen eine richtig tolle Volte. Ich klopfte ihren Hals und ließ sie dann gerade aus gehen. Ich saß aus, drückte den Rücken durch und gab ihr den entscheidenen Impuls – nichts. Auch als ich notfallplanmäßig auf den Zirkel wendete und dann wieder die Galopphilfen angab, sprang sie nicht an. Eigentlich hatte ich mir das Training heute anders vorgestellt. Dafür hatte sie einen weichen Trab, der sich gut aussitzen ließ. Und als ich bei A einen erneuten Versuch startete, wechselte sie in den Galopp. Grinsend trieb ich sie weiter, schaute auf die Wand damit sie nicht abschnitt und ließ sie dann durchparieren. Schnaufend blieb Ravi stehen. Ich saß ab, drückte meinen Rücken durch. Ich wollte ausgerechnet jetzt keine Probleme kriegen. Ich nahm den Helm ab, legte die Gerte weg und kratzte ihr hier noch die Hufe aus. Von der Halle führte ich sie dann über den großen Platz zum Stall. Dort machte ich sie boxfertig, brachte ihre Sachen an den angehörigen Platz und reichte ihr noch eine Möhre. Und ich? Ich stieg nach einer angenehmen Dusche in mein kuschelweiches Bett und war binnen Minuten eingeschlafen.

      Ich war um vier Uhr kurz wach geworden. Weiß der Geier warum. Als ich drei Stunden später frühstückte und mich dann heute für Funky bereit machte, sah ich Alexis und und einen jungen Mann mir entgegen kommen. "Morgen Catalina. Das ist Aaron. Er ist einer der Trainer hier." Wir sagten Hallo. Derweil lief ich in den Stall. "Kann ich bei Ihnen zuschauen, wie Sie Cauldron trainieren?" Mit etwas Schmackes hievte ich den Vielseitigkeitssattel des Schimmelschecken vom Sattelbock. Aaron griff mir unter die Arme und brachte den Putzkasten mit. "Natürlich dürfen Sie zuschauen. Aber erst möchte ich mit Funky ausreiten." Aaaron nickte. Ich ging wieder zurück und holte Zaumzeug, Hufglocken, Bandagen und sein Martingal. Der Hengst wieherte mir schon entgegen als ich den Stalltrakt lang lief. Kaum stieß ich die Tür offen rammte mir der Schecke seinen Kopf in den Bauch und wärmte ihn mit seinem Atem. "Wir haben uns gestern schon gesehen, hast du das schon vergessen?!", natürlich hatte auch ich ihn vermisst und es gab erst einmal ein Wiedersehen der besonderen Art. Beim Putzen versuchte er, mich ständig im Visier zu haben. Auch beim Hufekratzen blieb er aufmerksam. Als ich ihn dann sattelte und für den Ritt durch die Wildnis Kanadas vorbereitete, schnubbelte er an meiner Schulter. "Oh ja, ich hab dich doch auch lieb, Tuntchen.", ich kraulte seine Ohren und führte ihn nach draußen auf den Platz. Alexis, die gerade ein Fohlen auf die Weide brachte, hielt den zappeligen Hengst fest während ich mich auf seinen Rücken schwang. Alexis wünschte mir "Gut Ritt!", klopfte dem Hengst kräftig auf die Flanke und wir trabten von der Ranch hinunter.
      Die Bluerock Mountains befanden sich zweiunddreizig Kilometer von hier entfernt. Da der Hengst sehr gut im Distanzreiten war, war dies auch kein Problem. Der kräftige Wind, der sich hier aber aufstaute schon. Ich schlug den Kragen meiner Jacke hoch, als wir vor dem Reservat ankamen. Ich gönnte dem Westernpferd eine Pause, damit er sich stärken konnte und 'Ballast' ablassen konnte, dann trabten wir auf den gekennzeichneten Pfaden in den Naturpark hinein. Stille. Pure Stille umgab uns. Gelegentlich zwitscherte ein Vogel oder ein Ast brach, Funky schnaufte oder trat gegen einen Stein. Die Militarystrecke befand sich noch gute zweihundert Meter von hier entfernt. Die Strecke war natürlichen Ursprungs. Flüsse, kleinere Abhänge, Büsche und Baumstämmte – sogar ein (heruntergeschliffener) Stein – und Zäune waren die Hindernisse der 2,4 Kilometer langen Strecke, die wir bezwingen wollten. Bei dem Springtalent des Hengstes war die Strecke gewiss ein leichtes, und wir brauchten ja kein Rennen zu veranstalten. Ein Holzschild mit Markierungen wies uns auf die Strecke hin. Zum Notfall standen auf der Strecke noch alle paar Meter rote Fähnchen. Los geht's. Der Weg war relativ ebengleich. Die Wurzeln die aus dem Boden herausragten waren für Funky kein Problem. Ein Strohballen wurde übersprungen. Es ging bergauf und nach links, direkt danach folgte eine kleine Brücke, die einen Fluss überspannte und dann setzte der Hengst zu einem Sprung über zwei Baumstämme an. Ehrgeizig wie eh und je galoppierten wir über einen kleinen Abhang, dann hielt Funky abrupt an und pinkelte. Danach trabten wir wieder an. Eine Weile lang kam nichts. Es ging mal rauf, mal runter, dann hüpfelten wir über kleinere Äste. In der Ferne hörten wir einen Fluss rauschen. Das Rauschen wurde lauter und lauter – wir überwanden gerade den Stein, der in etwa wie ein Zwergentisch aussah – und dann war er plötzlich da. Funky legte einen Sliding Stop hin, sodass Erde und kleinere Steine meine Beine trafen. Ich schätzte die Breite auf etwa einen Meter und ein paar gekrüppelte Zentimeter und die Tiefe auf zwanzig Zentimeter ein, plus/minus. Funky machte einen Spin, trabte einige Schritte zurück und drehte sich wieder um. Ich gab ihm die Sporen, und er preschte im Galopp auf das Wasser zu. 'Bitte geh nicht durch, bitte geh nicht durch!', dachte ich, doch es kam anders als geplant. Der Hengst streckte sich beim Sprung, ließ sich dann fallen und spritzte uns nass. Im Starktrab zogen wir dann den Pfad weiter. Innerhalb einer halben Stunde waren wir wieder im Park angekommen. Die Beine des Westernpferdes waren immer noch feucht und meine Reithose klebte an meinen Beinen.
      Kaum waren wir zurück auf dem Hof, kam mir ein grinsender Caleb entgegen. "So, Aaron wants to watch you train Cauldron? He called me to look after you.", er griff die Zügel der Tunte, ich saß ab und schaute mir die Hose an. "Well, you got wet on your ride-out." "Of course! We jumped over a river. Where's Aaron?" "He's warming Cauldron up. On the spring course. I'll bring Funky to the stable. It's time for his food." Ich nickte nur, und steckte dem Springpferd eine Möhre zu. Haps war sie weg, dann lief ich zum Springplatz. Schräg gegenüber sah ich Verena auf einem Pferd einige Spins drehen. Aaron führte den schmucken Ponyhengst an den Hindernissen vorbei, bis ich auf den Platz stiefelte und mich mit Cauldron bekannt machte. Neugierig stubste er mich ins Gesicht, dann gurtete ich nach, stellte die Steigbügel richtig ein und saß dann ohne Hilfe auf. "Ich bleibe am Tor.", sagte Aaron dann und schob hinter sich das Gatter zu. Ich orientierte mich kurz auf dem Platz. Neben dem üblichen Gedöns aus Stangenkombinationen und Hecken befand sich auch eine Mauer auf dem Platz. Doch vorher wärmte ich Callus auf. Der Hengst galoppierte an, und wir setzten über die ersten Hindernisse. Das Niveau lag bei A bis L. Seine Qualifikation war eh schon A, daher waren die Hürden für ihn gut zu überwinden. Callus erwies sich als lernfreudig heute, und obwohl es langsam kühler wurde zogen wir das Training weiter an. Während einer Schrittpause legte Aaron neue Stangen in die Hindernisse, damit wir weiter machen konnten.
      Nach dem Mittagessen holte ich Ravi von der Weide. Die gemütliche Stute schunkelte neben mir her, und beim Aufsatteln legte sie die Ohren etwas an. "Schon gut, Kleine." Wir gingen auf den Dressurplatz. Auch jetzt war sie sehr bequem, was das Traben anging. Mit der Gerte klappte es doch, dass wir eine Bahnseite im Galopp hinter uns bringen konnten und dann auf dem Zirkel blieben. Wir wendeten ab und führten zwei Volten hintereinander und einen Bahnwechsel aus. Als wir dann noch eine Kehrtwende hinten dran hängten flapperten die Ohren der Stute aufmerksam in die Luft. Zügig hob sie die Beine an, trabte stark durch und legte sich in die Wendung rein. Lobend streichelte ich ihren Hals, dann war auch für sie Schluss. Genuine Lil Cut stand am Weidezaun und knubbelte gerade mit Goodbye über den Zaun. Die Stute trabte daraufhin weg und ich holte den Paint Horse Hengst von der Hengstweide, damit wir uns für den heutigen Distanzritt warm machen konnten. Der äußerst gelassene Hengst durfte heute mit Westernsattel geritten werden. Es ging zum Banff National Park. Mit den gut 60 Kilometern vor uns würden wir gegen neun Uhr abends wieder daheim sein. Ich hatte einen Rucksack und die Satteltaschen mit Essen, Wasser und einem Hufkratzer bespickt und verabschiedete mich von Alexis und Verena.
      Der Sattel war äußerst bequem zum sitzen und ich hatte richtig Glück, einen so ruhigen Hengst zu haben, der sich von dem allmählichen Nachmittagsverkehr nicht ablenken lassen ließ und locker lief. Auch wenn die Zügel locker hängen durften hatte ich sie fest in den Händen und folgte mit ihm dem Highway Richtung Bluerock Mountains. Von dort aus folgten wir dem National Path, bis wir an dem Park ankamen. Doch erst als wir an dem bewaldeten Stück ankamen galoppierten wir ein Stück, trabten dann wieder und galoppierten wieder. Die Mountains waren hinter uns und wir legten eine Pause ein. Ich entfernte Steine und Dreck aus seinen Hufen und saß wieder auf. Das hügelige Terrain war schwer zu bezwingen, aber schließlich hatten wir es geschafft und kehrten zurück. Genuine hatte noch zwei Äpfel als Wegesnahrung erhalten, dann brachte er uns zurück. Es war schon dunkel, die Sterne strahlten vom Himmel herunter und der schnaufende Paint durfte nach einer intensiven Putz- und Lobphase auch in seine Box.

      "Ich will hier noch einmal kurz mit Funky die Militarystrecke reiten. Dann fliege ich nach Hause." Frühstückszeit. Ich berichtete Verena gerade von den Fortschritten und dem heutigen Plan. Kanada fehlte mir jetzt schon, aber ich wollte auch wieder nach Hause. Ich mümmelte mein Käsebaguette auf, schob mir noch zwei Kirschen in den Mund und stapfte mit vollem Mund zum Stall. Ich schnalzte mit der Zunge und machte Funky auf mich aufmerksam. Mit der Ausrüstung brauchte ich heute doppelt so lange. Der Hengst tänzelte heute unruhig am Anbindepfahl und starrte mich an, wenn er die Chance hatte. "Nimm den Kopf doch mal runter, Mensch!", ich drückte seine Stirn herunter und stellte die Riemen richtig ein, dann war er auch fertig und ich auch. Es war ja sehr früh, daher schafften wir die Strecke bis zum Ziel binnen kurzer Zeit. Funky hatte aber sein Springtalent trotz seiner Aufgewühltheit nicht vergessen. Wie ein typisches Springpferd – denn typisch war er sicher nicht – segelte er über die Hindernisse. Auch den Fluss übersprang er konsequent, von Wasserflecken war nichts zu sehen. Perfekter ging es nicht. Der Hengst hatte volle Arbeit geleistet. Ich konnte nicht aufhören, ihn zu loben und war geschafft, als ich am Stall ankam. Genau in dem Moment, als wir die Auffahrt hochtrabten fing es an zu gewittern. Funky wieherte einmal lauter und wurde zackiger. Etwas unruhig hielt er vor dem Stall an und lief neben mir her in den Trakt. Gelassen sattelte ich ihn ab. Verena und Alexis kamen mit Pferden und Ponys in den Stall gelaufen. Sie waren klatschnass. "Unwetterwarnung. Hilfst du uns, wenn Funky in seiner Box ist?" Ich nickte nur und beeilte mich, den Schimmelschecken in sein kleines Heim zu bringen. Abwesen reichte ich ihm ein Brötchen, und lief dann nach draußen, um die Pferde in Sicherheit zu bringen. Die Fohlen waren sehr aufgeschreckt, und als nach einer halben Stunde etwa alles in Ordnung war, es aber weiterhin stürmte, ging ich noch ein letztes Mal zu Funky. Der wälzte sich gerade in seiner Box und hatte die Beine schön in die Luft gereckt und schaute mich schon beinahe hilflos an. Lachend setzte ich mich an seinen Kopf und streichelte ihn. "Ich werd dich vermissen, Kleiner.", hauchte ich, als ich dann aufstand und durch den peitschenden Regen in das Gästehaus lief.

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      Juli 2015, by Veija
      Destiny

      Langsam reckte ich mich in meinem Bett, ehe ich mich dann doch begannte und aufstand. Nach einer kurzen Dusche, die mal wieder sinnlos war, da ich in einer Stunde wieder nach Pferd riechen würde, zog ich mir eine Jeans und ein kurzes, kariertes Hemd an. Natürlich durfte mein Hut nicht fehlen, wobei ich heute einen schwarzen anzog. Meine Haare band ich davor noch zu einem tiefen Zopf, ehe ich in meine Boots schlüpfte und nach unten an den Frühstückstisch ging, den Aaron freundlicherweise schon gedeckt hatte. "Danke", sagte ich zu ihm, ehe ich mich an den ansonsten leeren Tisch setzte. "Wo ist der Rest?", fragte ich ihn dann, worauf er nur mit einem schulterzucken antwortete. Auch gut, dachte ich mir und schmierte mir mein Brot, ehe ich die neuste Post checkte, die seit neustens Nachts mit der Zeitung kam. Es war mir ganz recht, da ich Post sowie Zeitung dann schon am Frühstückstisch lesen konnte, allerdings tat mir der Postbote leid, da es nachts doch ein wenig ungemütlich hier draußen wurde- besonders im Winter.
      In letzter Zeit bekam ich vermehrt Bewerbungen zu Praktikas oder Ausbildungen, ja auch Jobanfragen! "Eigentlich könnten wir hier noch Unterstützung gebrauchen, oder Aaron? Besonders wenn wir bald auf das neue Gestüt ziehen.", sagte ich mehr zu mir selbst als zu ihm, ehe ich ein Räuspern in der Tür vernahm. Da stand ein fremder junger Mann in Jeans und Karohemd, der bestohlen zu Boden sah. "Ja, bitte?", fragte ich ihn, ehe ich einen Blick hinter ihn warf. Dort stand Caleb und schaute mich mit hochgezogenen Augenbrauen an. "Mein Auto ist hier in der Nähe liegen geblieben, ich habe eine kleinen Isländerhengst dabei und wir wussten nicht wohin, leider habe ich hier mit meinem Handy keinen Empfang", erklärte er mir kleinlaut, ehe ich einen Blick mit Caleb tauschte und ihm zunickte. Das hieß, dass der Fremde wohl keine bösen Absichten vorhatte und ich mit Aaron zusammen wohl mit ihm klarkommen würde. "Wo ist dein Pferd denn?", fragte ich ihn dann, ehe ich ein fremdes Wiehren hörte und nach draußen sah, wo ich einen kleinen Red Dun farbenen Isländerhengst sah, der wie verrückt um Alexis herumtänzelte.
      "Gut, lass uns mal nach deinem Pferd schauen", sagte ich und stand auf. Er wollte zwar protestieren, ich stahl mich jedoch einfach an ihm vorbei und ging zu dem Hengst der sich panisch umsah. "Whoaaaa", sagte ich leise und beruhigend zu dem Tier und nahm ihn Alexis aus der Hand, ehe wir auf den Stall zugingen. "Ich stelle ihn gerade in eine Box, abseits meiner Pferde, dann kann er sich ein wenig beruhigen, ehe wir den Wagen holen und zu deinem Auto fahren, okay?", fragte ich ihn und wartete die Antwort nicht ab, vernahm jedoch aus dem Augenwinkel ein kurzes Nicken.
      "Wie heißt er denn?", fragte ich ihn beiläufig und nickte dann. "Dynur, ein schöner Name", erwiderte ich dann, ehe Caleb schon mit dem Pick Up auf dem Hof stand, in den der Fremde und ich einstiegen. "Wie heißt du eigentlich?", kam es mir dann in den Sinn, ehe ich einen Blick über die Schulter zu dem Mann warf, der auf der Rückbank des Pick Ups Platz genommen hatte. "Riley", sagte der junge Mann leise. "Riley Fortin." "Ein schöner Name.."murmelte ich noch, ehe auch ich mich vorstellte. "Ich bin Verena O'Connor und der Herr hier neben mit ist Caleb O'Dell."
      Nun waren wir auch an seinem Auto angekommen, welches sich Caleb sofort anschaute. In dieser Zeit unterhielt ich mich weiterhin mit Riley, da Caleb ihm unmissverständlich erklärt hatte, dass er niemanden brauchte, der ihm über die Schulter schaute. "Nimm's ihm nicht krumm, er ist eben so", erklärte ich ihm schulterzuckend, worauf hin er mich nur fragend ansah. "Wo wolltest du eigentlich hin?", fragte ich ihn dann. "Ach.. ich fahre ein wenig durch die Gegend, immer auf der Suche nach einem Job", antwortete er mir und Caleb blickte kurz mit einer hochgezogenern Augenbraue zu mir, ehe er sich die Hände an seiner Hose abklopfte und zu uns kam."Der hier fährt nirgendwo mehr hin, der Motor ist hin", erklärte er Riley, der die Hände über dem Kopf zusammenschlug. "Und jetzt?", murmelte er eher zu sich selbst als zu uns, dennoch beantwortete ich seine Frage für ihn: "Da du ja ein Pferd hast, wirst du ja wohl reiten können. Wie wärs wenn du ein paar Tage bei uns bleibst und im Stall bei den Pferden hilfst, dafür brauchst du nichts zu bezahlen?", fragte ich ihn und er nickte dankend. "Gut, lass uns zurückfahren, wir rufen einen Abschleppdienst."
      Eine gute Stunde später waren wir samt seinem Auto und Hänger auf der Ranch. Riley ging natürlich sofort zu seinem Hensgt, der sich grummelnd an ihn schmiegte.
      Ich räusperte mich kurz. "Nichts da, an die Arbeit junger Mann!", sagte ich lachend und ging mit ihm zum Offenstall, wo die Jungpferde standen. Wir hatten vorher noch Kraftfutter gemischt, welches wir in die Futterraufen im Stall schütteten. Außerdem standen verteilt auf den Koppeln Eimer, damit auch die rangniedrigeren Pferde Energie bekamen. Viele verteufelten ja das Kraftfutter bei Jungpferden, da es nur in den Kopf gehen solle, doch ich war ein totaler Befürworter. Man sah es den Tieren an, dass sie allmählich immer kräftiger wurden.
      Zunächst ließ sich kein Pferd blicken, ehe ich laut nach ihnen rief.Zu erst kamen Crescent Wolf, Magnificient Crow und Natsu's Little Harley. DIcht dahinter Miss Holly Golightly und Snapper Little Lena, wobei diese nie bei der Gruppe waren sondern immer den Eimer nahmen, der am weitesten vom Stall weg war.
      Ocarina of Time kam auch noch zum Stall, während Raised from Hell nie zum Fressen kam. Das würde noch lustig werden mit der Stute, dachte ich mir seufzend und betrachtete Striga und Princess Peppy Ann, die sich immer mehr angefreundet hatten in letzter Zeit. Auch Aquila T Mistery und Bella'S Dun Gotta Gun standen immer zusammen und hielten sich auch ein wenig vom Stall weg, da sie zusammen mit Gunna Whiz die jüngsten Vertreter waren.
      Bei den Stuten fertig ging es zu den Hengsten. Wildfire kam sofort auf uns zugerannt und wollte seine Streicheleinheiten abholen, die Riley ihm auch gab. Kunis kam auch sofort zu uns, während Lil Nucu Omira sich ein wenig Zeit ließ, dann aber auch zu uns kam. Zues bekam kein Kraftfutter, der hatte genug Energie und zeigte sie uns jedes Mal aufs Neue, wenn wir zu ihm gingen. "Was ist denn mit dem passiert?", wollte Riley wissen. "Ich habe ihn vom Schlachter aus schlechter Haltung geholt, wurde leider viel zu früh von der Mutter getrennt und war immer Rangniedrigster. Aufgrund seiner Farbe, da ich ja auch auf Farbe züchte, konnte ich den Hengst nicht stehen lassen. Mal schauen, was aus ihm wird", erklärte ich ihm, ehe wir zu den Vollblütern gingen.
      Die Pferde waren auch aufgeteilt nach Stuten und Hengsten und standen bei dem schönen Wetter alle auf der Koppel. Die übliche Bande, also Drag me to Hell, I've got the moves like Jagger, Faster, Augen auf ich komme, Zuckerschock und Wild Reflex, kamen sofort angelaufen, als sie uns mit den Eimern sahen. Rasch waren sie im Stall am Trog, um die ersten zu sein, die etwas zu fressen bekommen. Nyanda, Praimos Ruffia Kincsem, My lovely Horror Kid und Deadly Ambition ließen sich deutlich mehr Zeit, ehe sie doch langsam in den Stall kamen. Gott sei Dank vertrugen sie sich alle super gut, weshalb es be ihnen nie Kämpfe oder ähnliches gab.
      Bei den Hengsten waren Firewalker und Lamperd recht schnell bei uns, ehe nach und nach Sacramento, Scoubidou und Seattle Slew kamen, die sich wohl nich nicht so wohl bei mir fühlten- leider. Nun schauten wir in der Zuchtstallung vorbei, wo alle Pferde auf ihren Paddocks standen. Lächelnd bekamen Bella Dun Del Cielo. Spooks Gotta Gun, Supernova, Funky Powerbabe, Amarula van Helsing, Goodbye Graceful, Hollywood's Silver Dream, Soul Sisters Brother of Time und Stormbringer, meiner neusten Ergänzung der bunten Truppe, ihr Futter. Im Trainingsstall trafen wir kein Pferd an, da diese alle auf der Koppel standen und sich den Bauch vollschlugen.
      Je nach Training bekamen dann Genuine Lil Cut, Cielos Double Dun It, Lil Princess Gun, Skrúður
      Wimpys Little Devil, Cherokee Rose, What Lies Ahead, Gun and Slide, Dancing Moonrise Shadow, Lovely Summertime, Crusing's Dawn of Hope, Emilio, Like Honey and Milk, Flintstone, Sympathy for the Devil, Comeback of a fallen Goddess, Sheza bat Cat, My sweet little Secret, Siku, Náttdís, Eldiran Antrax, Solitary, Marly's Pluie, Cauldron of Renascence, Annie get your Gun, My Blue Gun, Your possible Pasts, Hot Smoking Chex, Hollywood's King Gun, Black Sue Dun It, Ravi, Blazing Flame, Snuff, HGT's Enjoy Nature, Ahyoka und schließlich die zwei neusten Woodstock Lady und Call of Pripyat ihr Futter. "Fertig", sagte ich und sah auf die Uhr. Ich war um 6 aufgestanden, um 18 Uhr waren wir jetzt fertig mit den Pferden. "Ach Dynur fehlt noch, oder?", fragte ich ihn und ging wieder in die Futterkammer, wo wir das Futter für den jungen Hengst vorbereiteten, dem Riley es dann auch gleich brachte.
      Nun gingen wir rein und setzten uns an den Küchentisch, wo meine anderen Mitarbeiter schon etwas gekocht hatten. Zusammen aßen wir zu Abend, ehe wir ins Büro gingen und ein wenig Papierkram regelten. "Ab sofort bist du auf Zeit hier eingestellt, Riley. So wie du heute mit den Pferden umgegangen bist, kannst du auch gerne länger bleiben, da wir hier dringend neue Unterstützung gebrauchen könnten!", erklärte ich ihm doch er nickte dankend ab. "Ich bleibe erstmal diesen Monat, dann können wir ja weiter sehen", erklärte er lächelnd, drückte mir die Hand und verließ mein Büro.
      Nach einem Blick auf den Kalender stockte mir fast der Atem. Morgen würden Catalina und Clarence kommen!
      Schnell schlich ich mich also ins Bett, um morgen ausgeruht früh aufzustehen.

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      Juli 2015, by Veija
      Springen L- M

      Seufzend strich ich ein paar Namen auf einer Liste durch, wo die Trainingspferde drauf standen. Es waren im Endeffekt einfach viel zu viele Pferde, die wir mit 6 Leuten trainieren mussten, weshalb ich wohl bald an Personal aufstocken müsste- schon wieder.
      Heute hatten wir uns My lovely Horror Kid, Eldrian Antrax, Cauldron, Hell, Zuckerschock und Wimpys Little Devil vorgenommen. Nach dem satteln fanden wir uns auch schon auf dem Platz wieder, wobei Horror, Antrac und Cauldron in der Halle trainiert wurden, da sie schon eine Stufe höher waren als die anderen 3 Pferde. Den ganzen Vormittag verbrachten wir damit, den Pferden die Hindernisse schmackhaft zu machen und ließen es dann gut sein, damit die nächsten 6 an die Reihe kommen konnten. Diesmal waren es Pluie, Annie, Blaze, Jagger, Faster und Genuine. Ich ritt die stürmische Blaze, die sich heute nicht kleinkriegen lassen wollte. Ständig verweigerte sie oder warf die Stangen ab. Ich seufzte kurz und legte die Stangen ein Stück nach unten, ehe ich das Ganze nochmal versuchte. Dann klappte es und ich legte sie wieder hoch. Siehe da, die Stute konnte also doch springen!
      Als die Pferde dann fertig waren aßen wir etwas zu mittag, ehe wir weitere 6 Pferde aus ihren Boxen holten. Princess, What Lies Ahead, Gun and Slide, Shadow, Summertime und Sympathy for the Devil. Mit ihnen waren wir sehr schnell fertig, da sie alle sehr schnell lernten, so dass wir uns nun den restlichen Pferden widmen konnten. Es fehlten uns noch My Blue Gun, Possible Pasts, Smoking Chex, Ravi, Snuff, Enjoy Nature, Woodstock Lady und Augen auf, wobei letztere in Dressur trainiert wurde. Ich selbst schnappte mir Abby, mit der ich alleine auf den Dressurplatz ging. Es dauerte eine ganze Weile bis ich so ordentlich aufgewärmt hatte und sie locker an meinen Hilfen ging. Doch nach einer guten Stunde hatte ich ein schön gelassenes, locker laufendes Pferd unter mir, mit der es Spaß machte, zu trainieren. Ich schaute nun bei den anderen 5 vorbei, die immer wieder die Pferde unter sich tauschten und fleißig am Springen waren. Ich lachte kurz und brachte Abby dann weg, ehe ich den anderen half.
    • Veija
      Sein bisheriges Leben auf der Gips Reminder Ranch Teil II

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      August 2015, by Veija
      Dressur A- L

      "Hopp, hopp, hopp!", sagte ich und schubste Alexis weiter den Flur entlang. "Pferde trainieren!" "Aber ich will nicht!" "Du musst aber" - seufzen. Nicht nur von Alexis, sondern auch von Riley, der mitllerweile bei uns ziemlich eingespannt wurde und anpacken musste, wo gerade Not am Mann war. "Ja, Riley, du auch", sagte ich etwas schnippisch zu ihm und schob auch ihn den Gang entlang. "Come on", sagte Caleb und schnippte seine Kippe weg. Seit neustem rauchte er, was mir gar nicht in den Kram passte. "Caleb!", fauchte ich ihn an und sofort zuckte er zusammen, hob die Zigarette auf und schmiss sie, als sie ganz aus war, in den Mülleimer. "You should stop smoking.. it smells terrible!", sagte ich ihm doch er rollte nur mit den Augen und ging dann auf den Stall zu, wo die Arbeit auf uns wartete. Ich nehme mir Skrúður und Trainiere ihn in Distanz von L auf M, Riley und Alexis ihr trainiert Eldrian Antrax und Cauldron of Renascence in Dressur von A auf L, Alexis, Aaron und Caleb ihr schnappt euch Snuff, Lovely Summertime und Sympathy for the Devil und trainiert sie in Springen von A auf L. Gebongt?", fragte ich alle und bekam ein nicken zur antwort. "Gut, an die Arbeit!", verkündete ich fröhlich und ging zur ox von Skrudi, um ihn mir fertig zu machen. Nach dem putzen schmiss ich ihm seine Decke und einen Vielseitigkeitssattel auf den Rücken, ehe ich ihm die Trense anlegte und mit einem Helm auf dem Kopf den Hof verließ. Im Moment regnete es sehr viel hier in Kanada, weshalb ich für Training außerhalb der Halle immer passende Momente abwarten musste. Diesmal schien ich jedoch Glück zu haben und konnte mir ruhig Zeit lassen mit unserem Ritt. Als ich um die Ecke bog, sah ich schon wie Eldrian sich in der Dressur versuchte und an den neuen Übungen scheiterte. Kurz grinste ich. Der Hengst hatte sich so gut gemacht und war für meine Poloponyzucht so relevant, dass er das einfach hinbekommen musste, da glaubte ich fest an ihn. Skrudi war von seiner Kondition her schon sehr gut, weshalb ich sofort traben und galoppieren konnte, als wir aufgewärmt waren. Wir ritten eine Strecke, die er schon sehr gut kannte, aber diesmal zügiger und auch ein paar kleine Umwege, damit die Strecke länger wurde. Nach einer guten Stunde rief mich Alexis an, welche Pferde nun an der Reihe waren. "Schnappt euch Ravi, Blazing Flame, Lil Princess Gun, Wimpys Little Devil und What Lies Ahead. Trainiert sie in Military von E nach A. Wenn einer von euch früher fertig ist, holt der sich noch Woodstock Lady. Dann machen wir Schluss für heute.", gab ich Anweisungen und hörte, wie ALexis im Hintergrund die Pferde verteilte. Dann legte sie auf. Ich trieb Skrudi ein wenig an, damit er mir nicht unter dem Hintern einschlief. "Guter Junge", sagte ich und klopfte seinen Hals, der schon ordentlich nass vom Schwitzen war, weshalb ich mich entschied, umzudrehen. Schließlich wollte ich nicht, dass der Hengst krank wurde.
      Auf dem Rückweg begegnete ich Caleb, der mir mit Woodstock Lady entgegen kam. Wir nickten uns kurz zu, ehe ich auf dem Hof ankam, Skrudi schnell absattelte und ihm eine Decke auflegte. Dann machte brachte ich ihn in seine Box und gab ihm noch seine Kraftfutterportion. Da die anderen wohl noch lange nicht zurückkommen würden, entschied ich mich dazu, Like Honey and Milk zu satteln und in Hunter under Saddle von LK 3 auf LK 2 zu bringen. Gesagt getan. Nach 10 Minuten war ich mit ihr in der Halle und ging die Grundlagen nochmal alle durch. Honey fand es komischerweise heute gar nicht lustig, dass sie ständig Zug im Maul hatte, doch da musste sie durch, weil ich sie hier nicht mit durchängenden Zügeln reiten konnte. So stand mir eine ganze Stunde voller Diskussionen und Streitereien an, bis Honey einigermaßen ordentlich lief. Ich ließ sie dann aber auch in Ruhe, weil ich unser Training mit einem positiven Ergebnis abschließen wollte. Dann brachte ich sie wieder in ihre Box. Im Stall traf ich die anderen, weshalb wir nun ins Haus gingen und gemeinsam zu Abend aßen.
      Am nächsten Tag ging es wieder früh los. Naja, was hieß früh, es war 10 Uhr. Von 7 bis 10 hatten wir die Pferde gefüttert und auf die Koppeln gebracht, jetzt ging es ans Training. "Caleb, Aliena, Alexis, Aaron und Riley, ihr teilt euch folgende Pferde auf: Annie get your Gun Trail LK 2 auf LK 1, Hot Smoking Chex Trail LK 3 auf LK 2, My Blue Gun & Your possible Pasts Reining LK 3 auf LK 2 und Enjoy Nature Reining LK 5 auf LK 4. Ich fahre mit Hollywood King Gun und Black Sue DunIt zu unseren Nachbarn, um sie in Barrel Race und Pole Banding weiter zu bringen. Bis heut Abend dann!", verkündete ich die Tagesplanung. Alle nickten zufrieden, weshalb ich nun in den Stall ging und mir King und Sue schnappte, die ich sattelte und in den Hänger stellte. Hier war es üblich, dass die Tiere komplett gesattelt in den Hänger kamen. Natürlich trennte ich die beiden großräumig voneinander, doch ich hatte wenig Hengste, die ausgeprägte Hengstmanieren hatten, so dass ich mir da keine Sorgen machen musste. Bei der Halle angekommen kam mir der Besitzer entgegen der mir seinen Azubi vorstellte. "Oh gut, willst du reiten? Ich hab zwei Pferde dabei, kann jedoch nur eins davon reiten, gleichzeitig geht ja schlecht.. dann kannst du direkt mal andere Pferde kennen lernen.", schlug ich dem jungen Mann vor, der aufgeregt nickte. "Gut, komm mit", sagte ich und führte ihn zum Hänger, wo wir zu erst meine rabenschwarze Sue ausluden, die ich ihm in die Hand drückte, ehe ich meinen Hengst aus dem Henger holte. Er hatte kaum Zeit die Pferde zu bewundern, da war ich schon beinahe bei der Halle. "Kommst du?", fragte ich ihn und hielt ihm die Tür auf. Die Halle war so groß, dass wir gleichzeigt Barrel Race und Pole Banding trainieren konnten. Gemeinsam wärmten wir die Pferde also auf, ehe es losging. Mit King hatte ich gerade mehr zu kämpfen als der junge Mann mit Sue, bei denen es super klappte. King reagierte kaum auf meine Hilfen, wir fielen sogar bei der zweiten Tonne einmal hin. Da der Hengst jedoch sehr flink war, stand er kurze Zeit wieder auf den Beinen. Ich hatte mir natürlich aus Reflex am Sattelknauf festgehalten und konnte noch rechtzeigtig mein Bein wegziehen, bevor er auf es draufgefallen wäre.. Nach einer kurzen Pause machten wir jedoch weiter, da es langsam spät wurde und wir das Training heute noch abschließen mussten. Mittags hatten mich die anderen angerufen, wen sie noch trainieren sollten. Arbeit war ja genug da, weshalb ich ihnen noch Comeback of a fallen Goddess und Marly's Pluie aufs Auge drückte. Goddess musste in Cutting von LK 4 auf LK 3 gebracht werden. Pluie in der Pleasure von LK 3 auf LK 2.
      Als ich dann spät am Abend heim kam, waren alle Pferde versorgt in ihren Boxen. King und Sue stellte ich noch dazu, gab ihnen Kraftfutter und ging dann erschöpft ins Bett.

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      Oktober 2015, by Veija
      Springen M- M*

      Müde schleppte ich mich vom Bett in den Stall, wo schon Alexis und Aaron auf mich warteten. "Aaron mach bitte Cauldron fertig, Alexis du Snuff. Ich schnapp mir Mento.", erklärte ich den Arbeitsplan für diesen Morgen und schickte Caleb auf den Platz und in die Halle, einmal einen M und M* Parcours aufzubauen und auf dem Platz einen A-L für Mento und mich. Schnell waren die Pferde geputzt und gesattelt, so dass ich auf den Platz verschwand und den beiden noch einen Rat gab: "Sollte was sein, kommt mich sofort rufen."
      Nun ging es mit Sacramento auf den Platz, wo ich ihn nach dem Nachgurten ordentlich warm ritt. Dann ging es schon an die ersten Hindernisse, die er solide nahm, was vielleicht auch daran lag, dass er so große Beine hatte. Nach und nach ritten wir auch die L Hindernisse, die er locker nahm, weshalb ich heute nicht viel trainierte und mal in die Halle ritt, um den anderen Beiden beim Training zuzusehen. Bei ihnen klappte auch alles sehr gut, weshalb ich mir mal erlaubte, einen Sprung mit M*-Niveau zu springen. Mento riss die Stange zwar, kam aber ansonsten super über den Sprung. "Haha, das wird ein guter Springer!", sagte ich lachend und ritt ihn dann ab, ehe ich in wegbrachte. In den nächsten Tagen trainierten wir immer wieder ein wenig, so dass die drei Pferde am Ende der Woche die gewünschte Stufe erreicht hatten.

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      Oktober 2015, by Veija
      the prisoners

      Es war Anfang Oktober, 5 Uhr morgens. Das Wetter war bescheiden- eher schlecht als recht, denn es regnete. Ab und zu donnerte es auch, aber es war ja auch Gewitter gemeldet- schon wieder. Heute würden wir die Sonne wohl nicht zu Gesicht bekommen, doch das brauchten wir auch nicht, denn wir würden heute mit der gesamten Mannschaft ins Gefängnis fahren. Warum? Tja, das wussten die anderen auch noch nicht. Zu erst mussten wir jedoch die Pferde füttern, weshalb wir alle ja auch schon um 5 Uhr aufstehen mussten. Alexis übernahm den Verkaufsstall, Caleb kümmerte sich um die Zuchtstallung, Aliena übernahm die Vollblüter und Aaron später die Jungpferde. Zu guter Letzt übernahm ich die Trainingspferde.
      Als wir damit fertig waren, sprangen wir alle schnell unter dich Dusche, packten etwas zu essen ein und machten uns mit dem 7-Sitzer und dem Pick Up auf den Weg zum Gefängnis, wo wir eine Aktion unterstützen wollten, die jugendlichen Kriminellen half, wieder festen Boden unter den Füßen zu bekommen. Es dauerte gute 2 Stunden, ehe wir am Gefängnis ankamen, die Autos am Parkplatz parkten und erstmal alle Sachen im Auto ließen, die wir wahrscheinlich nicht durch die Sicherheitskontrolle bekommen hätten. So blieben alle Handys im Auto und auch Caleb ließ, wenn auch wiederwillig, sein Messer im Wagen. So gingen wir also "unbewaffnet" zum Eingang und wurden sofort in eine große Mensa geführt, wo die Gefangenen schon auf uns und andere Rancharbeiter warteten. Ich hatte eine Präsentation vorbereitet, so wie die anderen auch, die wir den Gefangenen zeigen würden, damit sie eine Ahnung davon hatten, was sie auf den Höfen erwartete. Beim Rundumblick fielen mir sofort 4 Personen ins Auge, drei Jungs und ein Mädchen, die zusammen an einem Tisch saßen, wovon zwei Jungs den dritten argwöhnisch ansahen. Dieser grinste sie jedoch nur süffisant an und das Mädchen legte ihm eine Hand auf den Arm, sagte ihm etwas und schon wandte er den Blick wieder nach vorne, während die anderen beiden Jungs ihn noch seltsam anschauten. "Schaut euch die vier da hinten mal an", sagte ich zu meinen Mitarbeitern und sie nickten. Caleb setzte ebenfalls sein süffisantes Grinsen auf und schaute damit das Mädchen der vier an. Von dem Jungen rechts von ihr, der ihr sehr ähnlich sah, bekam er einen ziemlich eindeutigen Blick ab, so dass Caleb den Blick abwendete. Nun erhob der Chef des Gefängnisses das Wort.
      "Da nun alle eingeladenen Personen angekommen sind, herzlich willkommen Ihnen allen. Sie wissen hoffentlich alle warum Sie hier sind", begann er seine Rede und uns wurde etwas zu trinken gebracht. "Von einem Gefängnis in Colorado wissen wir, dass die Arbeit mit Pferden Jugendliche stark verändern kann. Sie alle", sagte er und zeigte zu erst auf die Gefangenen, dann auf uns: "haben ein besseres Leben bei diesen Leuten verdient. Sie werden die Chance haben, auf einer Ranch zu leben und zu arbeiten, wieder zur Schule zu gehen und sich ihren Lebensunterhalt selbst zu verdienen. Die Arbeit auf der Ranch wird so lange dauern, wie sie Ihre Gefängnisstrafe hier eigentlich absitzen müssten. Wenn sie dann Fuß gefasst haben, können sie selbst entscheiden, ob sie weiterhin auf der Ranch bleiben wollen, oder ob Sie einen anderen Weg einschlagen möchten. Ich wiederhole es nur gerne noch einmal, es ist eine riesen Chance für Sie, etwas aus ihrem Leben zu machen. Ruinieren Sie sich das nicht. Over and out.", sagte der stämmige Mann zum Schluss noch und gab das Wort an die erste Ranch. Insgesammt standen 7 Ranches zur Auswahl, wovon wir die letzte waren, die sich vorstellte. Ich schmiss meinen Stick in den Laptop, startete die Präsentation und wandte mich den Jugendlichen zu.
      "Hallo und herzlich willkommen auch noch einmal von mir und meinen Mitarbeitern. Ich bin Verena O'Connor, das ist meine Cousine Alexis O'Connor, das Aaron Felhorn, Caleb O'Dell, Aliena O'Dell und unser neusterZugang Riley Fortin. Wir kommen von der Gips Reminder Ranch in Kanada und möchten Sie heute aufmerksam auf unseren Hof machen.", sagte ich und atmete einmal tief durch. Es waren doch viele Augen die mich anstarrten und wissbegierig zwischen der Leinwand und meinen Mitarbeitern hin und her sahen. Nun ergriff Caleb das Wort, der nicht so nervös war und mir einfach nur unter die Arme greifen wollte, obwohl er keine Ahnung von der Präsentation hatte. "An erster Stelle steht das Wohl der Pferde auf unserer Ranch. Ich sag es Ihnen sofort klipp und klar wie es ist. Sehen wir einen von euch, der die Pferde misshandelt, seinen es unverdiente Schläge, Tritte oder Sonstiges, sei es mutwillig falsch gemischtes Futter...", sagte er und merkte, wie das Mädchen, welches sich als Octavia herausstellte große Augen machte. "Ja Octavia, man kann ein Pferd umbringen, wenn man sein Futter falsch mischt. Das ist so. Also wo war ich.. ach ja.. wenn ihr den Pferden Leid antut, geht es für euch zurück ins Gefängnis. Es kommt jedoch auf die Schwere des Vergehens an, wir werden da jedoch nicht zimperlich sein. Wenn ihr jedoch meint, euch gegenseitig an die Gurgel zu gehen, dann schön. Wir schicken euch nicht zurück, aber ihr müsst mir Konsequenzen rechnen..", erklärte er und ich räusperte mich, damit ich wieder die schönen Seiten des Ranchlebens erläutern konnte. "Zur Zeit besitzen wir um die 60-70 Pferde. Es kommen und gehen immer andere Pferde, so dass ihr nie mit den Selben arbeiten werdet. Wenn ihr also mit uns auf den Hof kommt, sollte euch bewusst sein, dass wir euch zunächst einen Monat beobachten, wie ihr füttert, mistet, Pferde auf die Koppel bringt, im Haushalt helft und und und.. Bemerken wir besonderes Interesse an den Pferden, bringen wir euch das Reiten bei und ihr dürft uns auf Turniere und Ausritte begleiten.", erklärte ich und setzte dann zu meiner ersten Frage an. "Wer von euch ist denn schon einmal geritten?", fragte ich die jungen Menschen und sah zu meiner Erleichterung, dass Octavia aufzeigte. Ich schenkte ihr ein kurzer Lächeln und sah dann in die Runde. Es sah relativ karg aus. "Wer von euch möchte denn reiten lernen?", zaghafte Hände hier und da, Octavias Hand ganz weit nach oben gestreckt. Die anderen 3 an ihrem Tisch hoben ebenfalls kurz die Hände. "Gut", sagte ich. "Sehr gut. Wisst ihr warum ihr auf der Gips Reminder Ranch besonders gut aufgehoben seit? Wir haben viele Pferde der Westernsparte, Quarter und Paint Horses. Wir haben jedoch auch zwei Missouri Foxtrotter, die es nicht so oft gibts. Zudem haben wir eine ganze handvoll Englische Vollblüter, wir haben Dressur, Spring, Distanz und Military Pferde. Eininge sind auch im Fahrsport tätig. Isländer und Ponies gibt es auch!", erklärte ich ihnen freundlich und sah, wie Octavia sich zu dem Mann an ihrer rechten wandte und ihm freudenstrahlend etwas erzählte. Er strich ihr sanft über den Arm und bewegte sie dazu, wieder nach vorne zu schauen. "Ihr werdet also eine riesige Auswahl an Pferden haben, mit denen ihr täglich arbeiten könnt. An Wochenenden gilt es auch früh aufstehen, auch wenn ihr abends mal raus feiern wart.. ja, das dürft ihr bei uns auch. Jedoch kommt immer einer oder ein paar von uns mit. Wir sind schließlich auch noch jung und möchten das Leben genießen.", sagte ich und lachte kurz, als Caleb mir einen vorwurfsvollen Seitenblick zuwarf. "Ich denke das war alles, wenn ihr noch fragen habt kommt gerne hier zu uns rüber. Danke für eure Aufmerksamkeit!", beendete ich meine Rede und setzte mich unter Applaus wieder an unseren Tisch. Wir redeten eine ganze Weile mit den jungen Leuten, erklärten ihnen noch mehr über den Hof und verließen dann mit den anderen Arbeitern den Raum. Wir bekamen Mappen vorgelegt und sollten uns die Jugendlichen näher anschauen. Es dauerte eine ganze Weile, ehe wir alle Mappen durch hatten und uns wirklich für die 4 entschieden, die ich mir am Anfang schon ausgesucht hatte. Zu meiner Freude hatte jeder der 35 Jugendlichen einen Platz auf einer Ranch gefunden... Voraussetzung war, dass sie dort hin wollten. Auf einer Liste die uns vorgelegt wurde, standen die Namen derer drauf, die auf unsere Ranch wollten. Es waren 7 Leute, von denen wir vier sicher mitnehmen würden, die anderen 3 waren unsicher, weshalb wir zunächst die sicheren Kandidaten verkündeten. "Bellamy Blake, Octavia Blake, Finn Collins und Jonathan Murphy, wenn ihr möchtet, könnt ihr mit zu uns", sagte ich ihnen und die vier nickten. Sie durften aufstehen und ihre Sachen zusammenpacken. Nun standen noch 3 Leute auf unserer Liste.
      Emily, Grace und Ethan. Ich schaute meine Mitarbeiter kurz an. Wir hatten im Auto keine Plätze mehr frei, da im Pick Up nur 3 Sitze waren. Sie schüttelten bedrückt den Kopf. "Leider können wir im Moment nur 4 neue Arbeiter aufnehmen, doch ich weiß welche Ranches euch gerne hätten, da werdet ihr es auch sehr gut haben!", erklärte ich Emily, Grace und Ethan. Ich schüttelte ihnen die Hand und wir 6 machten uns dann zu unseren vier auf. Sie stellten sich uns nochmal einzeln vor und Jonathan wollte einfach nur John oder Murphy genannt werden.
      "Finn und Murphy zu mir, Bellamy und Octavia zu Caleb", sagte ich freundlich und hielt Finn und Murphy die Tür auf, so dass sie in den 7-Sitzer steigen konnten. Bellamy und Octavia gingen zusammen mit Caleb in den Pick Up. Die restlichen Mitarbeiter kamen mit zu mir, so dass es auch gleich losgehen konnte. Die Fahrt dauerte nicht allzulange, so dass wir recht schnell am Hof ankamen und Octavia ohne zu warten aus dem Auto raussprang, um sich umzusehen. Ich wollte ihr noch nachrufen, da nickte mir ihr Bruder, wie ich erfahren hatte, zu und sprang ihr hinterher, um sie am Arm fest zu halten. "O, warte doch", sagte er leise und schaute etwas eingeschüchtert zu mir rüber. Finn und Murphy waren auch schon ausgestiegen und schauten sich mit großen Augen um. "Willkommen in eurem neuen Zuhause!", sagte ich freundlich und blickte in 4 endlos zufriedene Gesichter. "Ich habe euch 2 Zimmer fertig gemacht, eins mit 3 Betten, eins mit 2. Wenn es für dich, Octavia jedoch oke ist, können du und dein Bruder zusammen in einem Zimmer schlafen, anstatt du alleine und die drei Jungs zusammen?", fragte ich sie und sah, wie sie fragend zu ihrem Bruder sah. "Okay, dann das Einzelzimmer. Die Zimmer liegen ja nebeneinander", sagte ich und zeigte auf ihr Gepäck. "Holt euer Zeug, ich zeig euch die Zimmer. Und ihr anderen, ab an die Arbeit!", frügte ich mit Nachdruck an, weil ich sah, wie Caleb mich wieder angaffte. "Caleb, now", sagte ich lachend und gab ihm einen Klaps gegen den Arm. Entschied mich dann jedoch, Caleb mitzunehmen. Ich traute John und Bellamy noch nicht so wirklich über den Weg, vor allem da sie sich die ganze Zeit herablassend anschauten. "Das klappt ja mit euch 3 auf einem Zimmer, oder?", fragte ich skeptisch und schaute zwsichen den 3 Jungs hin und her. "Ja..", sagte Bellamy dann und setzte ein Lächeln auf, ehe er seiner Schwester einen Arm um die Schultern legte und sie zu sich heran zog. Er flüsterte ihr etwas ins Ohr, ehe sie zu strahlen anfing und sich umschaute. "Ich glaube, ich habe genau das richtige Pferd für dich, Octavia", sagte ich und zauberte ihr ein noch größeres Lächeln ins Gesicht. Unterwegs kam uns Amy Lee entgegen, die auch erst seit kurzem hier war. "Amy hat zur Zeit ein Einzelzimmer, aber falls du dich mit ihr verstehst, Ocativa, könnte ihr gerne zusammen in eins", erklärte ich lächelnd, nachdem ich Amy vorgestellt hatte. Dann waren wir an den Zimmern angekommen und ich ließ die 4 in Ruhe auspacken. In der Zwischenzeit ging ich runter in die Küche und bereitete einen kleinen Snack vor, da die vier bestimmt Hunger hatten. Zwischendruch kam Amy in die Küche, um zu fragen, was sie arbeiten solle. In der letzten Zeit ging leider alles etwas drunter und drüber, weshalb die Arbeitspläne natürlich auch hinterher hingen. "Geh die anderen fragen welche Pferde noch übrig sind, die kannst du dann arbeiten", sagte ich lachend. "Spätestens in zwei Tagen sind die neuen Pläne fertig, dann hast du fest zugeteilte Pferde", erklärte ich ihr und fing Octavia ab, die schon fertig mit auspacken war. Sie setzte sich an den Tisch und aß meine Snacks mit Freude, während sie etwas über ihr bisheriges Leben erzählte. Auch Bellamy, Finn und Murphy kamen nach einer Weile in die Küche, um sich zu uns zu gesellen.
      Dann gingen wir zum Offenstall, wo die Jungpferde der Gips Reminder Ranch standen. Nach und nach stellte ich ihnen die Pferde vor. Snapper Little Lena, Miss Holly Golightly, Striga, Natu's Little Harley, Raised from Hell, Ocarina of Time, VK Aquila T Mistery, Magnificient Crow, Crescent Wolf, Blossom Magic, Invest in Enterprise, VK Funky's Wild Berry, Day Gone By, das namenlose Fohlen, welches wir Bellamy 'O tauften, Dynur fra Frelsi, Call of Pripyat, VK Bella's Dun Gotta Gun, Kunis, VK Gunna Whiz, Lil Nucu Omira, Wildfire xx und Zues. Octavia war sofort von den Fohlen begeistert, während Murphy sich besonders für Zues interessierte. Na das konnte ja was werden, dachte ich mir lachend und ging dann mit den vier in den Stall. Zu erst waren die Zuchpferde dran: Amarula van Helsing, Bella Dun Del Cielo, Cherokee Rose, Funky Powerbabe, Goodbye Graceful, Hollywood's Silver Dream, Souls Sisters Brother of Time, Sacramento xx, Spooks Gotta Gun, Stormbringer, Supernova, Wimpys Little Devil und Yoomee. Anscheinend war kein Pferd dabei, was den vier gefiel. Aber das lag wahrscheinlich auch daran, dass sie sowieso nicht mit ihnen arbeiten durften. Dann ging es weiter zu den Vollblütern: Drag me to Hell, I've got the moves like Jagger, Faster, Augen auf! Ich komme, Zuckerschock, Wild Reflex, Nyanda, Scoubidou, Seattle Slew, Priamos Ruffia Kincsem, My lovely Horror Kid, Deadly Ambition, HGT's Massacre Boy, Chocolate Dream und Versatilely Gold. Hier war Octavia nun Feuer und Flamme. Sie wusste gar nicht, welches Pferd sie als nächstes Steicheln sollte. Kurz lachte ich. "Leider dauert es noch eine ganze Weile, bis du eines von diesen reiten darfst, Octavia.", entmutigte ich sie und sah ihr an, wie enttäuscht sie war. "Naja, vllt darfst du dich bald mal auf Chocolate Dream setzen", sagte ich lächelnd und zeigte ihr den Hengst, der ihr brummelnd die Nase entgegenstreckte. "Der ist wunderschön", sagte sie leise und streichelte über seine Nase. "Ja, das ist er."
      Flink klapperten wir nun die Pferde im Trainingsstall ab: Siku, Firewalker, Solitary, Skrúður, Eldrian Antrax, Cauldron of Renascence, Ravi, Blazing Flame, Snuff, Ahyoka, Horror Halloween, Nojrsodsch, Maracuja Limes, Bijou, Náttdís van Ghosts, Genuine Lil Cut, What Lies Ahead, Gun and Slide, Lovely Summertime, Sympathy for the Devil, Comeback of a fallen Goddess, My sweet little Secret, Marly's Pluie, Crusing's Dawn of Hope, Annie get your gun, My Blue Gun, Your possible Pasts, Hot Smoking Chex, Sheza bat cat, HGT's Enjoy Nature, Woodstock Lady, Ciel.os Double Dun It und Lucy never say goodbye.
      Spätestens jetzt war mindestens ein Pferd dabei, wofür sich die vier begeistern konnten. Außer natürlich Octavia, denn sie war für jedes Pferd zu begeistern. "Ich hoffe, euch hat der kleine Rundgang gefallen und ihr habt ein Pferd gefunden, das ihr später mal arbeiten möchtet.", erklärte ich ihnen fröhlich. "Doch bis da hin, ab an die Arbeit", fügte ich nun lachend bei und drückte jedem eine Mistgabel in die Hand, mit denen ich sie in die Boxen schickte, wo die Pferde schon auf der Koppel standen.

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      April 2016, by Canyon
      Pflege und Ausritt

      Ich hätte nie gedacht, dass die Gips Reminder Ranch so viele Pferde beherbergte, jedoch waren immer noch welche zu versorgen, nachdem ich bereits bei den Jungpferden und einigen Trainingspferden gewesen war.
      Die ganze Mannschaft versammelte sich sogleich vor den nächsten Pferden, welche auf die Weide gebracht werden sollten. Wieder gab Verena die Anweisungen, was nun genau passieren sollte. Natürlich hatten auch alle anderen bereits den täglichen Ablauf verinnerlicht, jedoch war es lieb von ihr, dass sie es für mich nochmal erklärte.
      »Wie immer kommen alle Pferde auf ihre Weiden, oder wartet, was haltet ihr von einem gemeinsamen Ausritt, nachdem die Arbeit im Stall erledigt ist?«, fragte sie in die Runde. Darauf gab es viel Genicke und zustimmendes Gemurmel, was wohl bedeuten sollte, dass alle damit einverstanden waren.
      »Gut, dann sucht euch jeder ein passendes Pferd aus und sagt mir Bescheid, welches ihr nehmen wollt, nicht, dass es ausversehen mit nach draußen gebracht wird.« fügte sich noch hinzu und wandte sich dann an mich, als alle auseinander wuselten, um ein Pferd zu wählen und mit der Arbeit zu beginnen. »Möchtest du denn mitkommen? Es würde mich sehr freuen und außerdem hättest du gleich noch ein kleines Dankeschön.« fragte Verena mich freundlich.
      Klar freute ich mich auch und wollte gerade zu einem Dankeschön ansetzen, als ein junger Mann den Stall betrat. Natürlich erkannte ich ihn sofort wieder, ich hatte ja erst vor kurzem ein Pferd von ihm gekauft und würde sogar bald zu Besuch auf seiner Ranch sein, um ein Pferd zu trainieren, aber hier hätte ich ihn jetzt nicht unbedingt erwartet.
      Svejn hielt mir freundlich seine Hand zu einer Begrüßung entgegen und drückte Verena kurz, welche ihm auch so gleich erklärte, dass ein kleiner gemeinsamer Ausritt anstand. Svejn zögerte kurz, ließ sich aber dann doch dazu überreden, sich uns anzuschließen.
      »Verena, welches Pferd würdest du mir denn zutrauen?«, fragte ich sie, nachdem die Diskussion mit Svejn beendet schien. Sie überlegte kurz und ich sah ihr deutlich an, wie sie all ihre Pferdenamen durchging, bevor sie sagte: »Amarula, die ist echt geländesicher und mit ihr auszureiten macht echt viel Spaß. Das ist die hübsche Paint Stute, gleich am Anfang des Stalls.«
      Ich bedankte mich bei ihr und folgte den anderen dann in den Stall, wo sie bereits dabei waren, die Pferde aufzuteilen.
      Zu erst waren natürlich wieder die Hengste an der Reihe. Immer diese Männer, welche einfach keine Geduld hatten! Zum Glück waren es nur acht, sodass sich vier zusammen fanden, welche sie nach draußen bringen würden.
      Darunter war auch eine weitere Aushilfe, welche Samuel hieß und hier für etwas Geld ab und zu auch mal mit anpackte, wie mir Aaron erklärte. Ich merkte ihm jedoch an, dass er Samuel nicht ganz so mochte, wie er zu gab und als ich nochmal etwas tiefer nachhackte, erzählte er mir auch seine Gründe. »Er ist einfach anstrengend und weiß ständig alles besser und dazu hat er noch Ähnlichkeiten mit Caleb-« Hier beendete er seine Erklärung und wandte sich von mir ab.
      Samuel schien sich das Sagen etwas an sich gerissen zu haben, obwohl er nicht zum Team gehörte, denn er verteilte an Octavia, Aaron und mich die Pferde. Ich war trotzdem recht zufrieden mit meinen Beiden: Stormbringer und Abraham van Helsing. Samuel teilte sich selbst Soul Sisters Brother of Time und Genuine Lil Cut, sodass für Octavia und Aarin nur noch What Lies Ahead, Willo' the Wisp und Cauldron of Renascence und Race is Hope übrig blieben. Zu viert führten wir die Hengste auf die Weiden, während die anderen im Stall bereits die Stuten fertig machten und auf die Weiden brachten.
      Als wir zurück kamen, sah ich gerade noch, wie Svejn und Verena zu zweit die fünf restlichen Stuten auf die Weide brachten und sich dabei genüsslich über etwas lustiges zu unterhalten schienen.
      Ich stupste Octavia leicht an und fragte sie dann nach den Pferdenamen, denn ich wollte so schnell wie möglich all diese ganzen Namen lernen.
      »Das große Vollblut was Verena führt heißt Drag Me To Hell und daneben ist Supernova. Beide stehen zur Zeit auch zum Verkauf. Dieser Svejn führt KS' Steel Heart, Snuff und Yoomee, für die sucht Verena wahrscheinlich auch einen neuen Besitzer. Also falls du Interesse hast - «
      Ich schüttelte schnell den Kopf, musste aber trotzdem lachen. »Ne du, ich habe genügend bei mir zu Hause stehen!«
      Octavia zuckte nur mit den Schultern und verschwand dann im Stallgebäude – Ein interessantes Mädchen.
      Da gerade alle anderen bereits dabei waren ihre Pferde für den Ausritt fertig zu machen, schloss ich mich ihnen an und machte erste Bekanntschaft mit Amarula van Helsing, einer hübschen Paint Horse Stute, welche sich darüber zu freuen schien, dass es wieder hinaus in die Natur ging.
      Wie auch alle anderen putzte ich sie ausgiebig und gründlich, jedoch mit einem Blick auf die anderen, und ließ mir dann von der jungen Amy ihr Sattelzeug zeigen.
      Interessanterweise war ich doch genauso schnell wie die ganze Mannschaft, welche sich vor dem Stall versammelte und nur noch auf Verena und Svejn wartete, welche natürlich etwas länger gebraucht hatten.
      So lange wie ich noch Zeit hatte, versuchte ich die Namen der Pferde zu lernen, welche mit auf den Ausritt kommen würden. Wenn ich einen Namen nicht wusste, benahm ich mich etwas kindisch und fragte den nächstbesten, bis ich ihm Kopf eine kleine Liste von allen hatte.
      Octavia würde den hübschen Argo reiten, Alexis die Cherokee Rose, Aaron den großen Sacramento XX, Amy Lovely Summertime, Samuel Funky Powerbabe, Aliena den hübschen Spooks Gotta Gun und Riley Wimpys Little Devil.
      Als auch Verena und Svejn mit gesattelten Pferden aus dem Stall kamen, hatte ich die Namen schnell erfragt und ärgerte mich darüber, dass ich nicht selbst erkannt hatte, dass das Pferd an Verenas Seite niemand anderes als Bella Dun Del Cielo war, eine der bekanntesten Pferde der Ranch. Den Namen des Hengstes neben Svejn hörte ich jedoch das erste Mal: Hollywood's Silver Dream. Trotzdem gefiel er mir und passte dazu noch perfekt zu Bella.
      Ich schwang meiner Amarula nun die Zügel über den Hals und suchte mir einen etwas größeren Stein, von welchem aus ich mich in den bequemen Westernsattel der Stute zog. Um ich herum taten es mir neun Leute gleich, sodass wenige Sekunden später ein kleiner Tross das Gelände verließ.
      Schon nach wenigen hundert Metern hatten sich kleine Grüppchen gebildet, je nachdem wie schnell ein Pferd ging un natürlich auch, welches Pferd und welcher Reiter sich mit wem gut verstand.
      Ich ritt zusammen mit Svejn und Verena an der Spitze, fühlte mich jedoch etwas unwohl, als die beiden über Geschichten erzählten, welche ich nicht verstehen konnte. Ich ließ mich deswegen bald etwas zurück fallen und fand mich neben Samuel und seinem Funky wieder, welche uns gekonnt ignorierten.
      Mich störte es nicht weiter, so hatte ich jedenfalls genügend Zeit mich umzusehen und mich mit meiner Amarula zu beschäftigen.
      Auch als wir gemeinsam das Tempo erhöhten, schienen Funky und Amarula nebeneinander bleiben zu wollen, was ich extrem knuffig fand.
      Wir waren nicht lange unterwegs und trotzdem hatte ich das Gefühl, jede Menge von der Landschaft gesehen zu haben und dazu war ich noch mit Amarula fast perfekt zurecht gekommen, aber das war ja auch von einer Trainerin zu erwarten!
      Insgesamt war das Tempo recht langsam gewesen, doch das war kaum aufgefallen, da vorallem viel erzählt und gelacht wurde, auch wenn einige, vorallem Samuel, sich aus den meisten Gesprächen heraus hielten.
      Zurück auf dem Gestüt ließ sich jeder aus dem Sattel gleiten und putzte sein Pferd etwas über, bevor auch diese zu den anderen auf die Weide kamen.
      Es war bereits Nachmittag und bis ich heute Abend bereits wieder nach Hause fahren würde, wartete noch einige Stallarbeit auf uns. Nicht nur Ställe mussten ausgemistet werden, sondern auch Heunetze aufgefüllen, Weiden abgeäppeln und Futter vorbereiten stand auf dem Plan, sodass jeder alle Hände voll zu tun hatte.
      Ich half vorallem im Stall, wo ich die Hinterlassenschaften der Pferde, Box für Box in die Schubkarre und dann auf den Misthaufen beförderte.
      Die Sonne ging bereits unter, als ich meinen Rucksack aus dem Haus holte und mich von allen verabschiedete, denn auch ich musste wieder nach Hause, wo genauso viel Arbeit auf mich wartete. Ich war mir sicher, dass es nicht mein letzter Besuch auf der Gips Reminder Ranch gewesen war!

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      Juni 2016, by Veija
      Pflegebericht für die Hengste des Zuchtstalls
      Die Koppelnachbarn

      "Wagen wir den Versuch mal.", sagte ich zu Bellamy und schnappte mir Abraham, indem ich ihm das Halfter anzog und ihn von seinem Teil der Koppel in den von Cauldron stellte. Bellamy hielt den Deutschen Reitponyhengst fest, ehe wir sie beide gleichzeitig losmachten. Die beiden hatten nun einige Tage nebeneinander gestanden und sich über den Zaun super vertragen, so dass wir einen Versuch der Vergesellschaftung wagen wollten.
      Während Abe mit rochgerissenem Kopf und wehendem Schweif über die Koppel fegte, stand Callus einfach nur mit neugierig zuckenden Ohren auf einer Stelle und beobachtete den verrückten Vogel. "Na hopp, lernt euch kennen.", lachte ich und schob Bellamy aus dem Zaun raus, als Abe wieder zurückgaloppiert kam. Sie beschnupperten sich, quietschten ein wegig und sofort war klar, dass Abe der Leithengst war. Callus fand sich damit ab und ging weiterhin seiner Wege. "Na das ist doch super, jetzt können wir so langsam mit den anderen Pferden anfangen. Auf der Koppel hier hätte ich gerne noch Eldrian Antrax, Willo' the Wisp und Stormbringer.", erklärte ich Bellamy und er nickte. "Wäre es denn dann nicht sinnvoll, als erstes Eldrian Antrax dazu zu stellen? Der Sturkopf kann ja auch ziemlich dominant sein.", meinte Bellamy beiläufig und ich nickte. Stormbringer und Willo' stehen eh schon zusammen.", meinte ich schulterzuckend und wir gingen uns Eldrian holen. Wir waren guter Dinge, dass er die Körung bestehen würde, weshalb wir ihn schon auf die Koppel zu den Zuchthengsten stellen wollten. Angst vor Verletzungen durch die Hufeisen hatte ich nicht wirklich, da die Pferde hier weit ab von jeglichen Stuten standen und auch genug Platz hatten, um sich auf dem Weg zu gehen. Dementsprechend war die Gefahr sehr gering.
      Als wir also Eldrian am Halfter hatten, führten wir ihn zunächst an die Koppel heran. Callus interessierte das neue Pferd recht wenig, er beschnupperte ihn kurz und unterwarf sich nach einem Quietschen von Eldrian sofort. "Na das war ja einfach.", sagte ich zu Bellamy und ließ ihn Abraham weghalten, bis ich das Halfter von Eldrian abgemacht hatte. Sofort preschte der Hengst los und galoppierte mit gewölbtem Hals und wehendem Schweif herum, gefolgt von Abraham, der jedoch irgendwann die Verfolgung aufgab und graste. Diese Chance nutzte Eldrian und ging auf ihn zu. Abraham hob den Kopf und machte sich groß. Die beiden beschnupperten sich und auch hir war schnell klar, dass Abe der Chef war. Eldrian akzeptierte das vorerst und ging seiner Wege. Am nächsten Tag folgten dann noch Stormbringer und Willo' the Wisp, dann war die "Ponykoppel" komplett. Wir hatten gehofft, dass die Pferde sich so verstehen würden, weil ich keine Lust hatte, die Vollblüter mit den Ponys zusammen auf eine Koppel zu stellen. "Super!", sagte ich und nickte Bellamy zu. "Jetzt fehlen noch die großen. Wobei wir die nur auf eine andere Koppel stellen müssen, die kenne sich ja schon alle. ", meinte ich schulterzuckend und ging mit Bellamy zusammen zur Koppel, auf der die großen Zuchthengste standen.
      Wir schnappten uns zu erst Funky Powerbabe und Genuine Lil Cut, die ranghöchsten Pferde, wobei Funky vermutlich der Leithengst war. Ganz sicher waren wir uns da nie. Die beiden brachten wir also zu erst auf die neue Koppel, lösten die Halfter und ließen sie galoppieren. Danach folgten Sacramento, Spooks Gotta Gun und What Lies Ahead. Typisch Pferd mussten sie sich erst einmal beschnuppern und wieder kennenlernen, obwohl wir sie erst gerade getrennt hatten. Doch alles klappte super und der Zaun zwischen den Ponyhengsten und den Großpferden blieb heile, sie beschnupperten sich auf kurz und gingen dann wieder zu ihren Herden zurück. "Was will man mehr!", sagte ich zu Bellamy und lachte.
    • Veija
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    • Veija
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      September 2016, by Veija

      Pflege

      Im Moment war leider überhaupt keine Zeit für nichts, weshalb ich heute Pferdetraining im Schnelldurchlauf machen würde. Anfangen wollte ich mit Abraham van Helsing, welchen ich einfach nur aufhalfterte und auf die Koppel brachte, die Box würde einer meiner Mitarbeiter misten, das musste ich nicht machen. Das nächste Pferd war Augen auf! Ich komme. Ich halfterte auch sie auf und brachte sie einfach nur auf die Koppel, ebenso tat ich es mit Cauldron of Renascence und Cherokee Rose. Die beiden kamen auch auf die Koppel und freuten sich über das frische Gras. Eldrian Antrax und Jacs Topnotch Pine kamen in die Führanlage, wo ich What Lies Ahead auch noch rein stellte. Yoomee und Versatilely Gold stellte ich noch auf die Koppel, bevor ich wieder zum Stall ging und mich um die Futterrationierung kümmerte.
    • Veija
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      Oktober 2016, by Veija

      Auftakt in ein neues Leben

      In den letzten Wochen war viel auf der Ranch passiert. Ein ganzer Haufen Pferde hatte uns verlassen, ein paar waren dazu gekommen. Einige Mitarbeiter und ich hatten an einem Dressurturnier teilgenommen, an dem Aaron und Augen auf! Ich komme, sogar den ersten Platz gemacht hatten!
      Worauf wir besonders stolz waren war, dass Bellamy und Zuckerschock es geschafft hatten, den 3. Platz zu ergattern! Sehr zum Leidwesen von Octavia, die Bellamy regelrecht angeschrien hatte, weil sie eine Platzierung ergattern wollte. Nun waren wieder alle Zuhause und es hätte ja Ruhe einkehren können, wenn da nicht noch immer die Idee wäre, um zu ziehen. Svejn und ich wollten uns heute einen potenziellen Hof anschauen, denn die Ambitionen der Gips Reminder Ranch hatten sich ein wenig geändert, und auch dieser Hof gab nicht mehr das her, was er einmal versprochen hatte.
      "Svejn jetzt komm schon!", sagte ich etwas genervt und drehte den Autoschlüssel in meiner Hand hin und her. "Ich komm ja schon...", sagte er genervt und humpelt voran. Er durfte mittlerweile wieder laufen und auch reiten, aber das Laufen schien ihm noch ziemliche Probleme zu machen, weshalb er seinen Alltag lieber reitend verbrachte- zum Leidwesen seines Physiotherapeuten, denn dieser hatte ihm verboten, zu viel zu reiten. Aber er kannte Svejn mittlerweile ja sehr gut, er konnte nicht ohne reiten.
      Endlich waren wir im Auto und ich konnte los fahren. Die Fahrt verlief eigentlich relativ stillschweigend, denn Svejn musste sich auf sein Handy konzentrieren, um mir den Weg zu sagen- ich musste mich auf die Straße konzentrieren, denn diese Ranch lag wirklich weit ab vom Schuss, aber dennoch in der Nähe der Ferienranch und unserer alten Ranch.
      Dort angekommen schauten wir uns schon skeptisch um, denn die gesamte Ranch wirkte verlassen, überall waren die Zäune kaputt, Hecken und hohes Gras wucherten überall. "Hm, nicht das, was ich mir erhofft hatte.", sagte ich niedergeschlagen zu Svejn, der wohl meine Meinung teilte. "Komm, wir gehen erst mal zum Haus und lassen uns alles zeigen.", meinte er schulterzuckend und zusammen gingen wir zum Haupthaus, wo auch schon auf uns gewartet wurde. "Guten Morgen Mr. & Miss O'Connor.", sagte die junge Dame, die weder Svejn noch ich korrigierten. Svejns Name war einfach zu kompliziert. "Vorweg muss ich ihnen leider sagen, dass die Ranch in keinem guten Zustand ist, denn mein Vater ist vor etwa einem Jahr von uns gegangen und seit dem steht die Ranch leer.", erklärte sie und und fing an, uns eine kurze Runde durch das Haus zu führen. "Warum hatte ihr Vater eigentlich ein so großes Haus?", fragte ich die Dame dann bei der Tatsache, dass hier mein Team dreimal reinpassen würde. "Sie werden gleich bei der Führung sehen, dass sie hier eine riesige Ranch betreten haben. Deshalb ist auch das Haus sehr groß.", sagte sie und führte uns aus dem Haus heraus in die obere Ecke der Ranch. Dort waren zwei Offenställe mit 3 großen Koppeln. "Hier könntest du deine Pferde hin stellen.", sagte ich freudig mit einem Blick auf den Offenstall, bei dem eine große Koppel war. "Und hier könnten die Jungpferde stehen.", schwärmte ich, ehe wir weiter gingen. Es gab ein kleines Gemüsefeld, einen See und nun kamen wir an der Rennbahn an. "Wow.", sagte ich begeistert. Es war um mich geschehen, diese Ranch würde unser neues Zuhause werden. Svejn hatte meinen Blick gesehen und zwanghaft gelächelt, wir würden so viel Arbeit in die Ranch stecken müssen, bevor wir hier einziehen konnten, doch er wusste, dass wir das schaffen konnten.
      Die junge Frau zeigte uns noch den Rest der Ranch, zum Beispiel die drei großen Ställe mit Paddocks und Koppeln, die Offenställe, die Reithalle aber auch die beiden Reitplätze. Neben der Ranch gab es noch einiges an Weideland und einen großen Wald, den wir mit kaufen konnten. "Wir werden uns morgen melden.", verabschiedeten wir uns dann, ehe wir uns auf den Weg nach Hause machten. Diese Fahrt verlief wesentlich lauter. Ich quatschte Svejn die Ohren voll mit der Ranch und dass ich sie unbedingt haben wollte, auch wenn sie einfach viel zu groß für uns war. "Aber wir könnten Einsteller nehmen.", meinte ich dann und er nickte.
      Am Abend erzählte ich meinen Mitarbeitern von der Ranch und schon am nächsten Morgen befand ich mich wieder dort- diesmal in Begleitung von Caleb, damit er sich ein Bild vom Hof machen konnte. Ich legte noch immer viel Wert auf seine Meinung, weshalb ich sein OK haben wollte, bevor ich den Kaufvertrag unterschreiben wollte. Er segnete die Ranch ab und ich unterschrieb den Kaufvertrag, nachdem ich den Preis noch ein wenig gedrückt hatte. Nun kamen die verkauften Pferde der Ranch zugute, denn ohne diesen Verkauf hätten wir die neue Ranch nicht kaufen können und solange wir noch hier lebten, konnten wir die alte Ranch nicht verkaufen.
      So kam es, dass wir eine ganze Weile erst die Pferde auf der alten Ranch versorgten und dann auf die neue Ranch fuhren, um die Zäune zu reparieren, die Stallungen neu zu verputzen, und und und.

      Nun war der Tag des Umzugs endlich gekommen, auf den ich schon so lange gewartet hatte. Leider würde es nur ewig dauern, alle Pferde rüber zu bekommen, denn wir hatten noch immer 63 Pferde. Vermutlich würden bald noch ein paar Pferde den Besitzer wechseln, aber diese 63 Tiere würden allesamt mit auf die neue Ranch kommen. Ein grober Plan, wo welche Pferde hinkamen, war schon gemacht- und da man hier in Kanada oder generell in Amerika nicht so zimperlich war, was Pferde verladen anging, hatten wir uns ein paar einfache Trailer geliehen, in die die Pferde einfach hinein sprangen. Um jedoch trotzdem Verletzungen zu vermeiden, würden alle Pferde Transportgamaschen tragen, denn ganz leichtsinnig musste man ja nicht sein.
      Anfangen wollten wir mit den Jungpferden, da diese am längsten brauchen würden, bis wir sie im Hänger hatten. VK A Gun Colored Lena, Like Twist and Gun, VK Drag's Solo Queen, PFS' Blossom Magic sowie Wimpys Little Devil und ihr Fohlen GRH's Unbroken Soul of a Devil waren die ersten Pferde, die wir verluden und zur neuen Gips Reminder Ranch fuhren. Es dauerte eine ganze Weile, bis wir die Tiere im Trailer hatten, doch sobald alle drin waren, waren wir ruck zuck auf der neuen Ranch und konnten die Tiere auf die Koppel entlassen. Wimpys Little Devil war wirklich ein Ruhepol, was ich nicht gedacht hatte. Ich ließ sie mit ihrem Fohlen noch ein paar Tage bei den Stutfohlen laufen, ehe Devil abgesetzt wurde und die Stute ihre Box im Trainingsstall bezog, denn wir wollten sie wieder aufbauen und im Sport laufen lassen.
      Die nächsten Pferde waren die Hengstfohlen VK Bellas Dun Gotta Gun, Bellamy' O, VK Funky's Wild Berry und PFS' VK' Snap in Style. Zusätzlich fuhren noch Cielos Double Dun It und Chocolate Dream mit. Choco und Gipsy fanden ihren Platz in ihren Stallungen, die anderen Pferde kamen auf die Koppel.
      Nun schauten wir erneut ein wenig nach den Plätzen, wo die Pferde hinkommen sollten, so dass wir in windesweile Arsil, Bahar, Daryl gone Mad, Golden Ebano, Sacramento XX, Scoubidou, Silberstern, Seattle Slew, Turf Runnder, Wildfire, Firewalker, Stiffler, Drag me to Hell, Drama Baby, My lovely Horror Kid, Nyanda, Priamos Ruffia Kincem, Shiryō, Supernova, Teasie, Wolfs Bane, Zuckerschock, Abraham van Helsing, Alan's Psychedelic Breakfast , Cauldron of Renascence , Eldrian Antrax, Funky Powerbabe, Gun and Slide, Hollywood King Gun, Hollywood's Silver Dream, Spooks Gotta Gun, Stormbringer, Amarula van Helsing, Augen auf! Ich komme, Bella Dun Del Cielo, Kristy Killings , Marly's Pluie , Snuff, Blazing Flame, Comeback of a fallen Goddess, Dakota, DunIts Smart Investment, My sweet little Secret, Ocarina of Time, Raspberry, Scarlet Sun, Snapper Little Lena, Striga, VK Aquila T Mistery, Samug, Thjalve van de Jötunheimr und Moon's Pumpkin auf der neuen Ranch hatten. Lediglich bei Zues und Raised from Hell hatten wir unsere Probleme, so dass wir sie beide sedieren mussten, um sie verladen zu können. Sie fanden auch beide einen Platz auf den Koppeln, wo sie 24/7 stehen würden, bis wir mit ihrem Training weiter gekommen waren, dass wir sie anfassen konnten. Zues würde auch bald kastriert werden. Zwar war das schade um seine Abstammung, aber wir konnten das Risiko nicht mehr eingehen und hofften, dass er es als Wallach zumindest ein wenig einfacher haben würde als jetzt als Hengst.
      Erschöpft fiel ich am Abend auf die Couch. "Ich glaube morgen gibts nen freien Tag.", lachte ich und schaute in die Runde, denn noch waren alle Mitarbeiter in der Stube bei mir. "Also.. Pferde misten, füttern und auf die Koppel bringen morgens. Es wir keins trainiert, geritten oder sonst was. Macht, was ihr wollt.", lachte ich und schaute in eine Runde zufrieden nickender Gesichter.
    • Veija
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      Oktober 2016, by Veija

      Das Ende der Gips Reminder Ranch

      Bellamy

      "O, lass gut sein.", sagte ich und zog meine Schwester an ihrem Jackenärmel nach oben. "Es bringt nichts, sie sind tot.", murmelte ich leise und schluckte. Ich musste meine Fassung behalten, wenigstens für sie. Kurz schaute ich mich auf dem Friedhof um, auf dem die halbe Ranch beerdigt war. Nicht nur die Mitarbeiter der ehemaligen Gips Reminder Ranch lagen hier, auch ein paar der Pferde. Wer auch immer sich einen gemeinsamen Friedhof ausgedacht hatte, wusste, was er tat. Neben Verena lagen auch ihre beiden geliebten Pferde Bella und Gipsy hier auf dem Friedhof, die es auch nicht geschafft hatten.
      Einige Pferde, die auf den Koppeln gestanden hatten, hatten noch gerettet werden können. Viele andere waren ihren Verletzungen erlegen oder bei der Explosion sofort gestorben. Octavia und ich waren gerade unterwegs gewesen, als wir die riesige Qualmwolke am Himmel gesehen hatten. Sofort lief es im Radio auf allen Kanälen: eine Explosion auf der Gips Reminder Ranch.
      Ich hatte das Auto gewendet und bin sofort zurück gefahren, doch wir kamen schon zu spät. Die Ranch war tot.
      "Bell, kommst du?", riss mich meine Schwester aus den Gedanken und ich nickte, zog meinen Kragen höher und folgte ihr zum Truck. "Was machen wir denn jetzt mit den restlichen Pferden? Ich habe keine Ahnung, wie man eine Ranch führt.", sagte O ein wenig verzweifelt und strich sich die Haare aus dem Gesicht. "Ich habe auch keine Ahnung, aber wir werden Verenas Erbe fortführen. Wir können sie nicht hängen lassen.", erklärte ich ihr und setzte mich in den Wagen, noch immer rang ich mit mir selbst, wollte vor ihr nicht die Fassung verlieren, auch wenn ich kurz davor stand. "Bell, alles in Ordnung?", fragte sie mich und stieß mir sachte gegen den Arm. "Ja, O. Alles okay. Lass uns zur Polizei fahren. Sie wollten noch mit uns darüber reden, was mit den Pferden passieren soll. Außerdem muss der Schaden abgewägt werden.", erklärte ich ihr und startete den Motor. Das wars dann wohl mit der Gips Reminder Ranch.
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  • Album:
    BRR Gnadenweide
    Hochgeladen von:
    Veija
    Datum:
    19 Juni 2016
    Klicks:
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    by Veija

    Exterieur
    Name: Cauldron of Renascence
    Rufname: Callus
    Geburtsdatum/Alter: 2010, 6 Jahre
    Geschlecht: Hengst
    Größe: 1,51 m
    Rasse: Deutsches Reitpony
    Fellfarbe: Brauner
    Abzeichen: 4 mal weiß gestiefelt


    Stammbaum
    von: Da Vinci
    von: Da Capo
    aus der: Mia III


    aus der: Star's Diamond
    von: Capriciasso
    aus der: Star


    Charakter:
    Callus ist ein verlässlicher und ruhiger Junghengst. Unter dem Reiter ist er sehr lernwillig und legt sich manchmal besonders ins Zeug.
    Hengstverhalten hat er eigentlich gar keins und mit anderen männlichen Pferden kommt er auch ohne große Streitereien aus.


    Zuchtinfos
    Gekört: ja
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    [HK 475] Ponys
    Decktaxe: 260 Joellen -> Carenté Pferd (Stand: 19. Juli 2016)
    Nachkommen:
    -
    Geschwister: -

    Besitzer: Veija
    Vorbesitzer: Bilbo
    Gezüchtet bei/Zucht: -
    VKR: behave(verfallen)

    Kaufpreis: 70 Joellen
    Zu Verkaufen: nein
    Verkaufspreis: -


    Qualifikationen:
    Eingeritten: ja
    Eingefahren: nein


    Eignung:
    Dressur: L
    Galopprennen:
    Springen: M*
    Military:
    Fahren:

    Distanz:
    Western:


    Erfolge:
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    1. Platz 48. Synchronspringen 2. Auslosung, 1. Platz 260. Dressurturnier, 3. Platz 271. Springturnier, 2. Platz 277. Springturnier, 2. Platz 87. Synchronspringen, 2. Platz 89. Synchronspringen


    Gesundheit:
    Gesundheitszustand: nicht geeimpft, nicht gechippt, nicht entwurmt
    Letzter Besuch:


    Hufschmied
    Letzter Besuch:

    Beschlag:

    https://abload.de/img/pngy4k4r.png