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Gwen

Caspian

New Forest Pony ♂

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Caspian
Gwen, 25 Apr. 2020
Elii, Rhapsody, Stelli und 5 anderen gefällt das.
    • Gwen
      Pflegebericht 15.06.2020 - Ankunft

      folgt
    • Gwen
      Pflegebericht 15.06.2020 - Morgendlicher Ausritt

      Die Nebelschwaden zogen über die grünen Wiesen hinweg und die Vögel zwitscherten noch verhalten noch zwischen den Bäumen. Ich atmete die kühle Morgenluft ein und seufzte glücklich, ehe ich den Stall betrat. Ich war alleine und ich genoss diese Zeit. Kurz lauschte ich den Stallgeräuschen: Das Kauen der Pferde, hier ein Scharren und dort ein Schnauben.
      Dann wanderte ich die Stallgasse entlang und blieb vor Caspians Box stehen. "Guten Morgen, mein Hübscher!", murmelte ich und kraulte dem Schecken die Stirn als er direkt zur Tür kam und neugierig schaute, ob ich etwas dabei hatte. Ich zog die Tür auf, halfterte Caspian und führte ihn hinaus auf die Stallgasse zum Putzplatz. Dort wartete bereits sein Putzzeug auf uns und in aller Ruhe putzte ich den Hengst.
      Danach holte ich sein Sattelzeug, machte erst ihn fertig und dann mich und dann verließen wir schon den Stall. Ein kurzer Blick auf die Uhr zeigte mir, dass es 5:45 Uhr war. Zufrieden stellte ich Caspian neben die Aufstieghilfe, gurtete nach und schwang mich dann in den Sattel. Wir machten einen gemütlichen gemeinsamen Ausritt und zuerst ging es in den Wald.
      So früh am Morgen und mit dem Nebel roch dieser unglaublich angenehm und intensiv. Wir trabten auch ein wenig, denn der Waldboden war dafür ideal. Doch irgendwann bogen wir ab und kamen auf die riesigen Wiesen des Nationalparks. Sanft gab ich die Galopphilfe und Caspian sprang sofort an. Wir ritten den Hügel hinauf und blieben oben stehen, um uns das Spektakel anzusehen: Die Sonne kroch allmählich hinter den Bergen hervor und ließ den Nebel leuchten.
      Am Fluss sah man weit entfernt eine Bärin mit ihren zwei Kleinen und in unserer Nähe war eine Herde Rehe unterwegs und löschten ihren Durst, stets wachsam und zur Flucht bereit. Ich lächelte bei dem Anblick und war mehr als glücklich, dass wir genau hier wohnten und genau das genießen durften.
      Gedankenverloren kraulte ich Caspians dichte Mähne, ehe ich mich seufzend abwand und wir uns wieder auf den Heimweg machten. Dort versorgte ich Caspian, stellte ihn in seine Box und begann mit der morgendlichen Fütterung, ehe es für alle Pferde hinaus auf die Weide gehen würde und der Zauber des Morgens verflogen sein würde.
    • Gwen
      Pflegebericht 14.07.2020 - Umbau

      Einige Veränderungen standen bei uns aus. Lange hatte ich überlegt und mit mir gerungen, doch die Ranch sollte einen neuen Anstrich und einige kleine Veränderungen bekommen. Bisher hatte das uns nicht wirklich beeinträchtigt. Es hatte sich um neue Trainingsmöglichkeiten und Weiden gehandelt, so dass wir ganz gut normal hatten weiterarbeiten können. Doch auch das Stallgebäude sollte komplett erneuert werden und somit mussten die Pferde zwischenzeitlich umziehen.
      Vorgestern waren die vorerst letzten Berittpferde abgeholt worden, so dass nur noch unsere eigenen da waren. Zum Glück hatte ich tolle Freundinnen und damit Nachbarn, die zu gerne meine Vierbeiner für einige Wochen bei sich aufnahmen. Mit den Jungpferden war das sowieso kein Problem, die vier Chaoten brachte ich für die Zeit auf die Bergwiesen, welche ich grundsätzlich sowieso jährlich für die Jungpferde pachtete. Aber die anderen sollten natürlich weiterhin im Training stehen.
      Außerdem hatten Lena, Elena und Elisa mir zugesagt, mich beim Training zu unterstützen, weil natürlich die zusätzlichen Wege auch Zeit fressen würden. Ich war mehr als dankbar.
      So teilte ich die Pferde so auf, dass jeder einen Teil zu trainierender Sportler hatte und aber auch welche, die aktuell eher nicht auf Turniere mussten. Das funktionierte besser als gedacht und da ich den Wechsel schon länger plante, waren auch alle vorbereitet. Auch mein Team teilte ich zu den Nachbarstallungen auf, so dass jeder immer nur zu einem Stall fuhr und dort die jeweiligen Pferde arbeitete. Effizienz war das Stichwort.
      Hazel würde sich um unsere Schützlinge auf Crescent Acres kümmern. Ciaran und Celeste schickte ich nach Sanssouci, denn dort standen die zweitmeisten Pferde von uns. Und ich kümmerte mich um die Schützlinge, welche Zuflucht auf Townsend Acres fanden. Dementsprechend zogen dort auch meine Kandidaten ein: Altair, Ohnezahn, Ohnegleichen...
      Dieses Wochenende standen die Umzüge statt und wir ritten zum großen Teil die Pferde in ihre jeweiligen neuen Stallungen. Ich dankte meinen Freundinnen tausend Mal als wir abends dann alle beisammen saßen und von den Männern begrillt wurden, während wir mit einem guten Sekt anstießen. "Ich bin ja echt gespannt, was du dir alles so ausgedacht hast", meinte Elena und grübelte. Ich hatte bisher nicht verraten, was alles angedacht war, umso gespannter waren natürlich alle.
    • Gwen
      Pflegebericht 31.07.2020 - Trainingsplanungen

      "Zügel kürzer! Nimm ihn mehr auf, versammeln und 5 Galoppsprünge!", rief ich über den großen Springplatz und verfolgte mit strengem Blick die Bewegungen von Bartholomäus und Celeste. Die beiden hatten gerade Springtraining bei mir, denn am Wochenende wollten die beiden wieder in einigen A-Springen starten und wir arbeiteten ein letztes Mal an den Kombinationen.
      Celeste ließ den Rappen meist noch zu sehr selbst entscheiden und ritt viel nach Zufall. Aber gerade manche Kombinationen erforderten einfach einen klaren Ablauf und waren mit vier großen oder sechs kleinen Galoppsprüngen nicht zu schaffen, manchmal mussten es einfach genau die fünf sein. Ein letztes Mal ginges durch die Kombination und da beide es gut gemacht hatten, entließ ich sie vom Training.
      Hazel wartete bereits auf ihre Mitreiterin, denn auch sie war heute bei mir geritten. Sie saß auf Moon's Gealach, die graue Connemarastute war eine erfahrene Springerin, dementsprechend hatte Hazel heute den "leichteren" Part gehabt. Ich schickte die beiden noch für eine kleine Schrittrunde ins Gelände. "Danach könnt ihr die beiden noch ordentlich abspritzen und füttern!", rief ich hinterher. Währenddessen erschien Ciaran auf dem Platz.
      Links führte er Cherry Blossom, rechts Andvari. Während unsere Auszubildenden kurz Pause hatten, machten direkt wir weiter. Er hatte die beiden Pferde mit einer kleinen Schrittrunde bereits aufgewärmt und übergab mir nun die Zügel von Cherry Blossom. Die Lewitzerstute war noch recht neu bei uns und deshalb war sie zunächst allein unter meinen Fittichen. Ich wollte sie erst einmal selbst kennenlernen.
      Sie hatte eine gute Grundausbildung, aber mehr bisher noch nicht. Dementsprechend wollte ich heute mal schauen, was sie zu Stangen und kleinen Sprüngen sagte. Andvari war schon etwas erfahrener und gerade eigentlich mehr im Gelände unterwegs, aber heute musste auch er wieder ran. Ich schwang mich in den Sattel, nahm die Zügel auf und ritt los. Wir hatten momentan genügend Pferde plus Berittpferde, so dass uns nicht langweilig wurde.
      Nachdem ich Cherry im Trab und Galopp aufgewärmt hatte und wir ihre ersten Stutenzickereien ausdiskutiert hatten, gingen wir über Trab- und Galoppstangen und nahmen auch schon bald die ersten Cavaletti und Kreuze. Während ich mich darauf fokussierte, erst einmal Takt und Losgelassenheit über den Stangen reinzubekommen, sprang Ciaran bereits den schokobraunen Haflinger.
      Andvari war ein souveränes Sportpony und mit seinem Maß von 1.56 Meter auch für größere Reiter noch geeignet. Ich gab Cherry eine kurze Verschnaufpause im Schritt und beobachtete währenddessen das andere Paar. Danach ritt ich mit Cherry noch einige Seitengänge, Hand- und Tempiwechsel, um sie durchlässiger zu bekommen. Zufrieden beendete ich das Training, parierte zum Schritt durch und ließ sie Zügel lang. Cherry streckte sich genüsslich nach unten und schnaubte zufrieden ab. Andvari tat es ihr gleich.
      Als wir im Stall ankamen, pflegten Hazel und Celeste bereits das Sattelzeug von ihren Pferden und nahmen uns das unsrige ab, um direkt alles in einem Abwasch zu erledigen. Ciaran schnappte sich beide Pferde und ging mit ihnen hinaus zum Waschplatz, um beide gründlich abzuspritzen. Ich hingegen holte uns Caspian, Prismatic, Nuriya und Hollybrook's Arce in den Stall. Viel zu putzen gab es nicht, stattdessen bekamen alle nur Trensen auf und dann verteilte ich die Ponys an meine Mitreiter.
      Draußen schwang ich mich auf Prismatic und die anderen hüpften auch ohne Sattel auf ihre Pferde. Die vier hatten heute frei und das bedeutete für uns: Badespaß! Gemeinsam ritten wir den Kiesweg die Weiden entlang hinunter zum See. Prismatic ging ohne zu zögern hinein, Caspian hingegen zögerte kurz, doch als Nuriya links und Arce rechts neben ihm förmlich ins Wasser trabten, folgte er unauffällig. Wir ließen die Pferde zunächst etwas stehen und plantschen, ehe ich mit Pria auch noch eine kleine Runde schwimmen ging.
      Hazel und Celeste hatten nur bedingt Vertrauen in die Pferde, was das betraf, währenddessen Ciaran ohne zu zögern Caspian uns folgen ließ. Es war eine wunderbare Erfrischung für die Vier- und Zweibeiner und ganz nebenbei trotzdem ein tolles Training für die Pferde. Nichts förderte Muskeln so schön wie Wassertreten und schwimmen. Wir genossen die Mittagspause und brachten danach die Pferde zurück.
      Während Hazel und Celeste sich im Nachhinein um den Stall kümmerten, Ciaran bereits das Mittagessen vorbereitete, schnappte ich mir noch Ohnegleichen. Für meinen Jungspund standen dieses Wochenende wieder einige Turniere an. Momentan war er richtig im Flow und deshalb hatte er heute nur nochmal ein lockeres Training. Ich putzte ihn kurz über und zog ihm dann den Kappzaum an. Noch fix eine Longe und dann ging es in den überdachten und schattigen Longierzirkel.
      Ein wenig aufwärmen, dann circa 10 Minuten lockerer Trab auf beiden Händen, nochmal 10 Minuten lockerer Galopp links und rechts und alles immer schön in einer guten Dehnungshaltung.
      Das reichte dann auch schon. Zum Abkühlen spazierten wir eine kleine Runde durch den Wald und ich nutzte die Chance, um alle Geländesprünge noch einmal zu überprüfen. Danach wurde auch Ohnegleichen abgeduscht, bekam sein Kraftfutter und durfte danach wieder zurück auf die Weide. Für mich ging es mit den anderen ins Haus, denn dort wartete bereits das Mittag: "Spaghetti, wie kreativ", meinte ich lachend, als ich den angerichteten Tisch sah. Aber beschweren sollte man sich ja nicht, immerhin hatte ich so noch mehr Zeit gehabt.
    • Gwen
      Pflegebericht 06.08.2020 - Morgenrundgang

      Es war ein kühler Morgen und als ich das Fenster öffnete, fröstelte ich leicht. Tief über die Wiesen zogen die Nebenschwaden hinweg und man beinahe gar nichts bei der weißen Wand. Gähnend streckte ich mich und schlüpfte in warme Sachen, um hinunter in die Küche zu gehen.
      Dort setzte ich mein Teewasser auf und fütterte die Hunde und Ivy. Alle drei warteten bereits ungeduldig auf ihr Frühstück. Ich goss mir meinen Tee auf und setzte mich, in eine warme Jacke gekuschelt, auf die Terrasse, während die Hunde das erste Mal herauskonnten.
      Nachdem ich meinen Tee getrunken hatte, ging es hinaus in den Stall. Es war erst kurz nach sechs und dementsprechend döste auch der Großteil der Pferde noch. In aller Ruhe begann ich das Kraftfutter zu verteilen und während alle fraßen, teilte ich schon das frische Stroh und Heu vor den Boxentüren auf.
      Danach ging es für alle hinaus auf ihre Weiden. Manch einer war noch nicht so überzeugt von dem Nebel und lief eher zögerlich los, während andere wie gewohnt in Galopp davonstürzten. Ich huschte wieder in den Stall und begann die Boxen zu misten. Da die Pferde nur nachts drinstanden, war das im Nu erledigt.
      Neues Stroh hinein, dann das Heu für die kommende Nacht und abschließend das Kehren der Stallgasse. Dann konnte ich in der Futterkammer bereits die Dosen für den Abend vorbereiten, und während ich das tat, hatte ich die großen Stalltüren geöffnet, damit es einmal kühl durchlüftete. Unser Stall war immer sehr gut durchlüftet, aber es schadete auch nie, nochmal die Morgenluft hinein zu lassen.
      Alles war fertig, so konnte ich die Hunde und die Katze einsammeln, die munter ihre Morgenrunden über die Ranch machten und zurück zum Haus gehen, um selbst erst einmal zu frühstücken und dann mit der Arbeit mit den Pferden zu beginnen.
    • Gwen
      Pflegebericht 20.09.2020 - Geländespringen!

      Ohnegleichen galoppierte rhythmisch vorwärts und ich ging im Kopf noch einmal die folgenden Hindernisse durch. Es kam der kniffeligste Abschnitt der Strecke und ich musste mich wirklich konzentrieren, um Ohnegleichen im richtigen Moment die richtige Unterstützung bieten zu können. Es folgte eine recht enge Linkskurve, weshalb ich den Hengst unter mir mehr versammelte und zur Aufmerksamkeit rief. Der erste Sprung, kurz darauf direkt der schmale Wassergraben und dann scharf nach rechts, ehe direkt ein Aufsprung folgte. Es ging rasch, wir kamen gut durch und nachdem wir den Hügel wieder verlassen hatte, folgte eine entspanntere Galoppstrecke. Ich ließ die Zügel länger und Ohnegleichens Galoppsprünge wurden raumgreifender und immer größer.
      Es folgten noch drei Hindernisse. Ich ritt auf Risiko, nahm Ohnegleichen nicht zurück, sondern ließ ihn über die Hindernisse fliegen. Jeder Absprung passte, jedes Mal landete Ohnegleichen weich und galoppierte taktvoll weiter. Das letzte Hindernis, der letzte Galoppspurt und dann waren wir durchs Ziel. Ich ließ Ohnegleichen ausgaloppieren und lobte ihn ausgiebig. "Super gemacht", murmelte ich leise und ließ ihn noch ein Stück traben, ehe ich ihn zum Schritt durchparierte und mein verschwitztes Pferd abritt. Denn trotz der herbstlichen Temperaturen war er ganz gut nass.
      Wir kehrten zu unserem Standpunkt zurück, wo ich ihn direkt mit Hilfe von Hazel absattelte, sie ihn gründlich wusch, das überschüssige Wasser sofort mit einem Schweißmesser entfernte und dem Hengst eine Abschwitzdecke überwarf. In der Zeit hatte ich die Stollen rausgedreht und mich selbst aus Weste, Helm und Co befreit. Nun führte ich den Hengst noch etwas trocken, ehe ich ihn für die letzten paar Minuten an Hazel übergab und mich selbst frisch machte. Während Ohnegleichen wohlverdient in den Feierabend gehen durfte und auf seinem provisorischen Paddock schon sein Kraftfutter wartete, machte ich mich für den nächsten Ritt fertig, denn auch Caspian war heute mit am Start und würde noch einmal die Strecke mit mir gehen. Wir hatten keine schönen Startnummern bekommen, sondern starteten nah hintereinander. Aus diesem Grund hatte ich auch Hazel und Celeste mitgenommen, was eher untypisch war. Aber so konnte Hazel in Ruhe Ohnegleichen versorgen, während Celeste mir bereits Caspian vorbereitet hatte und ich nun nur wieder in den Sattel springen musste und so die gründliche Versorgung der Pferde gewährleistet war. "Ich danke dir", meinte ich lächelnd zu Celeste, nahm die Zügel auf und ritt mit Caspian zum Abreiteplatz, um den Hengst für unseren fünfminütigen Spurt aufzuwärmen.
    • Gwen
      Pflegebericht 09.10.2020 - Herbst

      Die Tage wurden kühler und kürzer. Ich mummelte mich inzwischen gerne in warme Jacken und Schals und auch die Heizungen liefen inzwischen langsam warm. Die Pferde störten die Temperaturen nicht, im Gegenteil, sie wirkten sehr zufrieden. Lächelnd musterte ich meine beiden Mädels Nuriya und Hollybrook's Arce, welche zufrieden grasend auf der Weide standen und allmählich zu Plüschpferden wurden.
      Nuriya schnaubte und schlug mit dem Schweif, als Cherry Blossom sich näherte, um zu schauen, ob das Gras dort nicht doch besser war. Ich grinste und schloss das Tor hinter mir und Moon's Gealach. Wir kamen gerade von einem Ausritt wieder und nachdem die Schimmelstute nun gefressen hatte und wieder trocken war, durfte sie zurück zu den anderen.
      Die Turniersaison war inzwischen vorbei. Hier und da erwischte man noch ein Militaryturnier, aber inzwischen bauten alle Ställe ihre Zelte ab und die Wintersaison brach an. So auch für uns. Die Trainingspläne wurden entspannter und so sehr ich den Turnier"stress" liebte, so sehr genoss ich auch diese Zeit, in der er von einem abfiel.
      Letztes Wochenende hatte ich nochmals Bartholomäus und Prismatic bei einem Springen vorstellen können. Meine Youngster waren unser aktuelles Aushängeschild und wir wurden auch des Öfteren angesprochen.
      Die Hengste standen gerade hinter dem Stall, weshalb ich mich von meinen Damen löste und einmal alle Weiden abwanderte, nur um dann am nächsten Zaun stehen zu bleiben und das rege Treiben zu beobachten. Manchmal wirkte es wirklich so, als wären die Hengste verspielter als die Stuten.
      Caspian zwickte soeben Ohnegleichen in die Flanke, welcher daraufhin unnötig übermütig lossprang und Andvari und Prismatic mit ansteckte. Einige Sekunden später preschte die kleine Herde aus den fünf Hengsten über die Weide und ich verdrehte nur lachend die Augen. "Ihr seid so blöd", murmelte ich grinsend und beobachte die Schönheiten noch ein wenig.
    • Eddi
      Tierarztbesuch 15.11.2020 - Pferdepraxis Sapala

      Heute machte ich mich auf den Weg zu Gwendolyn Campbell. Mein heutiger Patient war ein schicker gescheckter New Forest Pony Hengst. Routinemäßig stand eine simple Untersuchung mit Impfen und Entwurmen an. Geplant pünktlich kam ich an und wurde herzlich in Empfang genommen. Caspian stand bereits angebunden am Platz und spitzte neugierig die Ohren, als wir um die Ecke kamen. Nachdem ich meine Tasche abgestellt hatte, machte ich mich direkt an die Arbeit.
      Von Gwen ließ ich mir Caspian im Schritt und Trab auf dem Hof vorführen. Einmal auf der geraden Linie und einmal gebogen. Die Gänge waren taktklar und auch in der Biegung zeigte Caspian keinerlei Schwierigkeiten. Somit war beim Bewegungsapparat alles einwandfrei. Also konnten wir zum Putzplatz zurückkehren und mit der Untersuchung weitermachen.
      Zunächst schaute ich in die Ohren, danach leuchtete ich die Augen ab und zuletzt der Blick ins Maul und auf die Zähne.
      Alles war in bester Ordnung und ich konnte mit dem Abhören weitermachen. Herz, Lunge und Darm hörte ich in Ruhe ab, aber alles klang einwandfrei. Kurz lobte ich das Pferd, ehe ich noch die Lymphknoten abtastete und zu guter Letzt die Beine hinabtastete. Ich konnte keine Auffälligkeiten entdecken und machte mich noch daran, die Körpertemperatur zu messen. Alles war im grünen Bereich.
      Damit konnten wir guten Gewissens impfen. Ein kurzer Blick in den Impfpass genügte und ich wusste, was heute alles anstand. Wir begannen mit dem Kombipräparat für Influenza und Herpes. Danach folgten noch Tetanus und Tollwut und dann waren die Impfungen auch schon geschafft. Abschließend gab es noch die Wurmkur ins Maul und direkt hinterher einen Apfel, damit die Paste auch schon im Pferd landete.
      Ich lobte Caspian ausgiebig und erneuerte noch den Impfpass, während Gwen den Hengst bereits wieder wegbrachte. Zu guter Letzt stellte ich noch das Gesundheitszertifikat für entwaige Wettbewerbe aus und verabschiedete mich dann von Gwen, ehe ich mich auf den Weg zum Auto und damit zum nächsten Patienten machte.
    • Gwen
      Pflegebericht 20.11.2020 - 508. Hengstkörung

      "Du siehst toll aus", murmelte ich lächelnd, während ich vorsichtig über Caspians geflochtene Mähne strich. Es war gar nicht so leicht gewesen, das volle Langhaar meines Hengstes zu bändigen. Letztendlich hatte ich es geschafft, doch einige Strähnen verabschiedeten sich bereits wieder. Caspian war eben durch und durch ein Springpony. Heute hatte er aber einen ganz besonderen Tag. Es der Tag seiner Körung. Ich hatte bisher alle meine Hengste zur Zucht zugelassen bekommen und bezweifelte das auch bei Caspian nicht.
      Wir waren bereits gut aufgewärmt, als wir aufgerufen wurden und in die Halle ritten, um dort unsere kleine Kür vorzuzeigen. Diese begann standardmäßig mit dem Aufreiten bei X und dem Gruß der Richter. Dann folgte eine kleine, abwechslungsreiche Kür in allen drei Gangarten, wobei jede Hand einmal zur Schau gestellt wurde. Es war der Standard und sowohl für Caspian als auch für mich beinahe öde. Dennoch konzentrierten wir uns und gaben unser Bestes.
      Abschließend ritten wir erneut bei X auf, hielten an und verabschiedeten uns von den Richtern. Das magere Publikum applaudierte und wir verließen im Schritt am langen Zügel die Halle. Draußen erwartete uns bereits Ciaran, welcher dem Hengst direkt die Abschwitzdecke überwarf, damit dieser sich bei den Temperaturen und dem ständigen Wechsel von Draußen zur Halle nicht verkühlte. Dann ritt ich Caspian in Ruhe ab und wir warteten auf unser Endergebnis.
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  • Album:
    Oststallungen
    Hochgeladen von:
    Gwen
    Datum:
    25 Apr. 2020
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  • Rufname: Caspian
    Geburtsjahr: 2014

    Von: Blue Moon's Caradoc

    von: Caspar -- aus der: Precious Scream

    Aus der: Golden Flair
    von: unbekannt -- aus der: unbekannt

    Rasse: New Forest Pony
    Geschlecht: Hengst
    Fellfarbe: Braunschecke
    Stockmaß: 149cm

    Beschreibung:
    Caspian erinnert in vielerlei Hinsicht an seinen Vater. Neben der geerbten Fellzeichnung und dem vollen Langhaar, ist der junge Hengst genauso stürmisch und selbstbewusst wie BM's Caradoc in jungen Jahren. Man könnte sagen, dass Caspian ein wahres Charakterpferd ist und er es seinen Menschen mitunter nicht besonders leicht macht, mit ihm in Kontakt zu treten. Doch hat man den Jungspund erst einmal für sich begeistert, ist er, ähnlich seiner Mutter, ein Pferd, was für einen durchs Feuer gehen würde. Auch im Sport zeigt er großes Potenzial, sowohl am Sprung, als auch im Dressurviereck und wir nicht sehr gespannt, was aus ihm werden wird.

    Ersteller: sweetvelvetrose
    Besitzer: Gwen
    Vorkaufsrecht: sweetvelvetrose


    Springen S*** - Dressur E - Military E

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