1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen
Gwen

Carino di Royal Peerage

Gidran ♂ (*2019)

Carino di Royal Peerage
Gwen, 2 Okt. 2019
adoptedfox, Zaii, Zion und 4 anderen gefällt das.
    • Gwen
      Pflegebericht 02.10.2019 - Willkommen im neuen Zuhause!

      Es war Oktober. Die Blätter färbten sich allmählich in alle bunten Farben von gelb über orange bis zu einem tiefen dunklem rot. Eine passendere Jahreszeit konnte es für unseren neuen Sprössling gar nicht geben. Vor zwei Tagen war ein Fohlen bei uns eingezogen und passend zum Herbst ein leuchtender Fuchs. Die Fellfarbe war mehr als typisch für seine Rasse, denn Carino di Royal Peerage war ein reinrassiger Gidran. Ich hatte bereits länger ein Auge auf ihn geworfen und als er dann erfolgreich abgesetzt wurde und umziehen durfte, hatte ich mich sofort begeistert für ihn gemeldet. Gidrans waren Sportpferde mit angenehmer Größe und insbesondere mit großer Begabung im Springen. Carino sollte bei uns vermutlich später in die Vielseitigkeit gehen, je nachdem, wie motiviert er sich zeigen würde.
      Der junge Hengst war eher von der ruhigeren Sorte und weder gegenüber anderen Pferden noch gegenüber Menschen besonders aufdringlich, sondern vielmehr zurückhaltend. Dank dieser Eigenschaften hatte er sich aber direkt zu Beginn in unsere kleine Jungpferdegruppe eingelebt und in Stolen Dance schon direkt einen Freund gefunden. Die beiden sprangen gefühlt nur noch zu zweit über die Weide.
      Heute holte ich Carino mal von der Weide. Er war im Umgang bisher wirklich problemlos: Kam, wenn man ihn rief und ließ sich brav aufhalftern und mitnehmen. Da es recht stürmisch war, zog ich mich gemütlichkeitshalber in den Stall zurück und betüddelte ihn ein wenig. Er liebte das Putzen abgöttisch und konnte dabei ewig stehen. Danach gingen wir uns noch kurz die Halle anschauen, indem ich ihn ein paar Runden dort umherführte und dann durfte er auch schon wieder zurück zu seinen Freunden.
      Am Anfang würden wir außer den Grundlagen sowieso nicht viel machen. Er war jetzt fast sieben Monate alt und hatte, weiß Gott, noch genug Zeit. Die Grundlagen mussten sitzen und eventuell würden wir auch die ein oder andere Fohlenschau besuchen, je nachdem wie sich alles ergeben würde. Aktuell durfte er einfach erst einmal bei uns ankommen und sich an die neue Umgebung gewöhnen. Aber das machte er bisher wirklich super.
    • Gwen
      Pflegebericht 03.10.2020 - Große und kleine Jungpferde

      Ich gähnte müde, als ich die zusammengekehrten Reste der Stallgasse in die vorderste Box kehrte. Momentan schlief ich nicht besonders gut, weil mich allerhand beschäftigte und das machte sich dann früh morgens bemerkbar. Ciaran und auch unsere beiden Mädels hatten schon gesagt, ich bräuchte nichts im Stall machen, sie würden es schon allein schaffen, aber ich brauchte sie Ablenkung.
      Über die Feiertage war viel passiert und leider hatte das Jahr 2019 nicht so schön geendet, wie es hätte enden können. Aber man konnte sich manchmal leider nicht aussuchen, wie das Leben verlief und so musste ich nun daran arbeiten, mit dem Geschehenen klar zu kommen. Seufzend stellte ich den Besen ab und schnappte mir zwei Halfter.
      Zum Reiten, geschweige denn Trainieren, der Pferde war ich in dem Zustand tatsächlich nicht zu gebrauchen, aber zumindest die Jüngsten konnte ich zur Genüge betüddeln. Die freuten sich immer über Aufmerksamkeit. Aber was hieß hier die Jüngsten. Sie waren zwar die Jüngsten im Stall, aber inzwischen waren fast alle aus ihrem Fohlenpelz gewachsen.
      Nuriya hausierte bereits bei den Stuten mit auf der Weide, denn mit ihren fünf Jahren waren sie nun weiß Gott alt genug dafür. Wir hatten letztes Jahr entschieden, ihr noch ein Jahr mehr zu geben, da sie im Sommer noch einmal ordentlich in die Höhe geschossen war und anscheinend körperlich ein kleiner Spätzünder war.
      Mir war es lieber, sie wuchs gut, ehe wir sie trainierten, als dass wir irgendetwas zerstörten. Dennoch hatten wir sie letzten Herbst bereits angeritten. Sie kannte die Trense, den Sattel und das Reitergewicht. Momentan wurde sie dreimal die Woche longiert, kam öfters als Handpferd mit ins Gelände und durfte sonst noch ihr Jungpferdedasein fristen.
      Ähnliches galt für Prismatic. Der schöne Hengst war ein Jahr jünger als Nuriya, aber dafür schon wesentlich reifer. Ich konnte es immer noch nicht fassen, wenn ich ihn sah. Er war so eine Pracht und ich war unendlich stolz, wie er sich gemacht hatte. Jedes Mal aufs Neue verliebte ich mich in ihn und hatte seine Ausbildung schon mir alleinig reserviert. Kommende Woche sollte es für die beiden dann mal rüber zu Elena gehen, damit sie ihre Sättel bekommen würden.
      Vermutlich würde Hollybrook’s Arce auch mitkommen, auch wenn ich bei der Stute immer noch nicht so sicher war, woran ich nun war, aber ich war mir sicher, dass sie ihre Aufgabe auch gut machen würde. Da sie sich immer etwas im Schatten der anderen beiden bewegte, kam sie schnell mal zu kurz, aber auch sie war bereits im Aufbautraining und gut dabei.
      Und so gab es gar nicht mehr so viele Kleine, die man betüddeln konnte. Auch Stolen Dance und PFS‘ Disparo de Fiasco als klein zu bezeichnen, war eher ein Witz. Die Dreijährigen teilten sich aktuell noch eine Weide, sahen aber beide auch nicht mehr wie Jungpferde aus. Dennoch würden sie jeweils noch ein Jahr bekommen, bevor wir bei ihnen mit dem Training beginnen würden.
      Deshalb holte ich mir zunächst Stolen Dance, putzte den Trakehner in aller Ruhe und ging dann mit ihm eine Runde spazieren. Es war keine große Runde, denn bei dem tiefen Schnee hatte ich nur wenig Lust, mich durch den Wald zu kämpfen. Über Neujahr hatte es noch einmal tüchtig geschneit, so dass wir nun unter einer dicken Schneeschicht bedeckt lagen.
      Als Stolen Dance fertig war, war Fiasco noch an der Reihe. Auch ihn putzte ich gründlich und ging dann mit ihm in die Halle. Aus dem damals dunklen Fohlen war inzwischen ein stattlicher grauer Hengst geworden, der sich immer mehr sehen lassen konnte. Er war wirklich schick und ich freute mich schon darauf, wenn wir im Herbst mit seiner weiteren Ausbildung begannen.
      Zum Abschluss kümmerte ich mich um Carino di Royal Peerage. Also wirklich Jüngster hier, hatte er aktuell keine Gleichaltrigen, aber zum Glück hatten wir in naher Umgebung genügend Nachbarn mit Pferden und so würde er schon bald hinüber zu Elena wechseln, um dort in die Fohlenherde integriert zu werden.
      Wir hatten lediglich vermieden, ihn über die Feiertage noch mehr zu stressen, außerdem war er noch gar nicht so lange da und hatte sich erstmal an das Klima gewöhnen sollen und die Dreijährigen beschäftigten ihn auch zur Genüge. Dennoch würde er bald mit Gleichaltrigen die Koppel teilen und wir freuten uns glaube ich schon alle darauf.
    • Gwen
      Pflegebericht 14.02.2020 - Viel unterwegs

      Raffinessca, Panino, Aspantau, Khadir, Pinero, Kedves, Ensnare the Sun, Smoke Cream, Shenandoah, Ceredwen, Fagy, Sinfonie, Zipje, Ohnegleichen, Moon's Gealach, Ohnezahn, Altair, Andvari, Dead Memories, Neelix, Back To Business, Nayala, Tawny Bawny, Ameya, Snow White Cassedy, Carino di Royal Peerage, Stolen Dance, Hollybrook's Arce, PFS' Disparo de Fiasco, Prismatic, Nuriya

      In letzter Zeit war ich unendlich viel unterwegs und so gut wie fast gar nicht zu Hause. So bekam ich auch meine Pferde eher weniger zu sehen, aber ich wusste, dass sie trotzdessen gut versorgt waren. Ich reiste viel als Trainerin, aber auch für potenziell neue Pferde und andere Events. Die Zeit würde auch wieder nachlassen und ich hätte wieder mehr Zeit für den eigenen Stall, doch aktuell mussten wir eben alle damit leben, dass ich unterwegs war und die Pferde von anderen Leuten bespaßt werden mussten. Dafür würde ich allerhand schöne neue Eindrücke und eventuell auch Pferde mit nach Hause bringen.
    • Gwen
      Pflegebericht 13.03.2020 - Willkommen Schönheit!

      Es war kurz nach sieben Uhr morgens. Die Pferde waren bereits gefüttert und standen auf den geschützten Waldweiden. Der Stall war gemistet und das Futter für den Abend bereits vorbereitet. Shiva streckte genüsslich ihre vier Pfoten von sich, als sie sich auf ihren geliebten Platz vor dem großen Terrassenfenster warf, wo immer morgens die Sonne hinein schien. Clyde war dafür noch zu aufgeregt und sprunghaft, weshalb unser Jungspund noch draußen den Garten unsicher machte.
      Ich schnappte mir meine Frühstücksschüssel und die Tasse Kaffee und setzte mich in meinen Sessel. Neugierig durchstöberte ich die Zeitung und informierte mich über das neuste Unheil. Schon spannend, was teilweise alles über Nacht passieren konnte. Als ich diesen unschönen Teil abgeschlossen hatte, kam ich endlich zum interessanten Part: Pferde! Eigentlich war ich da aktuell eher inaktiv und doch sprang mir sofort diese eine Verkaufsanzeige ins Auge.
      Das lag unter anderem daran, dass das Gestüt von der Nordwacht einem ein Begriff sein sollte, wenn man im großen Sport unterwegs war. Also aß ich fix auf und sprang dann an den Laptop, welcher auf der Küchentheke lag. Es dauerte nur fünf Minuten und ich war auf der Seite des Gestüts und hatte den Reiter "Verkaufspferde" angeklickt. Aufmerksam durchforstete ich die jeweiligen Pferde und blieb tatsächlich bei einem hängen: Flavor's Feverdream.

      Zwei Wochen und zwei Reisen später war er da und gehörte offiziell zu unserem Pferdeteam. Flavor's Feverdream würde erst zwei Jahre werden und doch sah man ihm schon jetzt sein Potenzial an. Er stammt von Flavor Of The Weak und war damit ein Enkel von Flavor Of The Month. Beide Hengste kannte ich durch meine gute Freundin und Nachbarin Elena, denn sie gehörten ihr. Beide Schimmel waren mehr als erfolgreich im großen Sport unterwegs und ihr Nachkomme versprach viel. Zu meinem großen Glück hatte er das Schimmelgen nicht geerbt.
      Stattdessen war er ein wunderschöner Palomino mit großer Blesse und vier weißen Füßen. Ich war sofort hin und weg gewesen und nachdem ich noch seine Abstammung gesehen hatte, hatte ich direkt bei dem Gestüt angerufen. Zu meiner Freude hatte die Bekanntheit durch den großen Sport auf beiden Seiten gelegen und so hatten sie sofort freudig zugesagt. Beide Seiten waren zufrieden und ich hatte einen neuen Anwärter und dann noch in Sonderfarbe.
      Inzwischen war Fever schon seit ein paar Tagen bei uns. Der Kleine hatte sich erst einmal in Ruhe einleben dürfen und dann hatte ich ihn mit Stolen Dance bekannt gemacht. Ehe er auch noch Carino di Royal Peerage kennengelernt hatte. Die drei Junghengste waren in etwa im gleichen Alter und bildeten so unsere neue Fohlenherde. Ich war bereits am überlegen, ob ich sie den Sommer über in die Berge schicken würde. Andererseits juckte es mich natürlich auch in den Fingerspitzen, mit den dreien zu arbeiten. Aber letztendlich hätte ich bis Mai dafür auch noch genug Zeit. Nun durften sie sich erst einmal anfreunden.
    • Gwen
      Pflegebericht 29.05.2020 - Neue Gesichter, Veränderungen und doch bleibt alles beim Alten

      Es war Ende Mai. Ostern und Himmelfahrt waren bereits geschafft, nun stand Pfingsten an. Beliebte Feste, um auch diverse Turniere zu veranstalten und so waren unsere Wochenenden immer randvoll gefüllt und wir kamen beinahe gar nicht hinterher mit der Arbeit. Ich sowieso nicht, neben meinem Dasein als Bereiter und Trainer, versuchte ich auch weiterhin meine Pferde selbst auf Turnieren vorzustellen, eben auch international und das war zeitlich manchmal kaum zu schaffen, besonders, wenn man ganz locker flockig nebenher noch eine Ranch und einen Ausbildungsbetrieb leitete.
      Die Anmeldungen für die Pfingstturniere waren bereits raus und die Vorbereitungen liefen auf Hochtouren. Dennoch ging es bei uns entspannt zu. Wir hatten einen festen Rhythmus und so konnte alles in Ruhe stattfinden. In letzter Zeit hatten wir viele neue Pferde begrüßen dürfen, denn wir hatten ein wenig aufgestockt. Somit hatte sich die Weidekonstellation ein wenig verändert und besonders das Eingewöhnen der Neuen hatte durchaus ein wenig Zeit beansprucht, aber alle waren bisher mehr als gut angekommen.
      Aktuell hatten wir eine Jungpferdeherde bestehend aus vier Hengsten. Neben den altbekannten Gesichtern, PFS' Disparo de Fiasco und Stolen Dance, waren zwei neue Jungspunde eingezogen. Zum einen Carino di Royal Peerage und Flavor's Feverdream. Die beiden hatten sich inzwischen bestens eingelebt und die Konstellation der vier Junghengste war wirklich sehr angenehm und passt für dieses Jahr wunderbar. Eventuell würden wir sie den Sommer über in die Berge schicken, doch so richtig sicher war ich mir noch nicht, zumal Fiasco bald mit dem Training würde beginnen können.
      Bei den Sportponys hatte sich nicht zu viel verändert. Unsere eigenen Nachzuchten starteten dieses Jahr langsam durch. Hollybrook's Arce und Ohnegleichen liefen bereits erfolgreich Turniere. Nuriya und Prismatic waren noch in der Vorbereitung, machten sich jedoch mehr als gut. Auch über die beiden neuen Stuten Chatana und Golden Flair konnte ich mich nicht beschweren, denn sie erfüllten ihren Soll zur Genüge.
      Mein besonderes Augenmerk lag hingegen auf unserem Neuling Caspian. Nachdem Golden Flair und Blue Moon's Caradoc zu uns gezogen waren, hatte ich neugierig ihre Nachkommen durchstöbert und war kurzerhand auf Caspian gestoßen und hatte mich sofort verliebt. Kurz darauf war der wunderschöne Schecke zu uns gezogen und erweiterte nun unsere Zucht, genauso wie der Rappe Bartholomäus.
      Beide Hengste waren noch im Aufbautraining, doch man sah bereits gute Fortschritte und ich war sehr optimistisch, dass sie diesen Sommer noch die ein oder andere Schleife nach Hause bringen würden. Bei unseren Alteingesessenen machte ich mir da keine Sorgen. Altair und Ohnezahn hatte ich dieses Jahr etwas zurückgehalten, genauso wie Neelix und Dead Memories. Stattdessen widmete ich viele Starts Zipje und Andvari, damit die Jüngeren auch zum Zug kamen.
      Nur bei Back To Business wusste ich nicht so recht, was ich mit dem Schönen machen sollte. Aktuell trudelten viele Zuchtanfragen ein und mit Bedacht wählte ich passende Stuten aus, aber ansonsten kam er doch manchmal etwas zu kurz. Nichtsdestotrotz hatte er einen soliden Trainingsplan, welcher strikt verfolgt wurde.
      Gleiches galt für die Damen. Nayala, Ameya, Tawny Bawny und Snow White Cassedy standen gut im Training, auch wenn sie dieses Jahr weniger Turniere gingen. Doch da mussten die Erfahrenen auch mal den Unerfahrenen Platz machen. Beispielsweise Moon's Gealach, welche langsam routinierter wurde, was Turniere betraf.
      Ich schickte meist ein erfahrenes Pferd mit einem jungen auf Turniere und dieses Prozedere klappte mehr als gut. Zufrieden musterte ich die vor mir grasende Herde, während ich mir über die Turniersaison Gedanken machte. Vor mir standen Sinfonie, Shenandoah, Smoke Cream und Ensnare the Sun. Alle vier Stuten grasten zufrieden und wenn genau hinschaute, konnte man am Horizont auch die Silhouetten von Ceredwen und Fagy ausmachen.
      Wir hatten unser Weideland ein wenig ausgebaut und so im Sommer nun riesige Weiden und die Pferde genossen es auch wirklich. Auch die Großpferde hatten dieses Jahr gut zu tun. Pinero und Panino sammelten weiter Schleifen, während Kedves und Khadir dieses Jahr eher im Home-Office blieben. Aspantau und auch Herbstblüte brachte ich nach und nach in die Turniere ein, hatte aber eben manchmal nicht genug Reiter.
      Und dann gab es da unsere beiden Neulinge: PFS' Sarabi und PFS' Scion D'Or. Zweitere stammte von einer guten Freundin, welche sich ein wenig verkleinert hatte, während erstere noch direkt von Pineforest zu uns gekommen war. Witzigerweise fiel mir erst im Nachhinein auf, dass die beiden Stuten nicht nur aus der gleichen Zucht stammten, sondern auch noch Halbgeschwister waren.
      Sarabi war nun bereits gut einen Monat bei uns und hatte sich bereits gut eingelebt. Goldie hingegen war erst seit zwei Tagen da und stand deshalb noch auf einer Extra-Weide. Dennoch hatte sie schon immer mehr Kontakt zu den anderen und der Plan war, sie mit Raffinessca und Sarabi demnächst zusammenzustellen, damit sie allmählich eingegliedert werden konnte.
      Es gab also viel zu tun, doch ich war mehr als zufrieden damit und genoss die schöne Zeit einfach so wie sie war.
    • Gwen
      Pflegebericht 02.06.2020 - 279. Fohlenschau

      "Unser nächster Starter: Carino di Royal Peerage. Vorgestellt von Gwendolyn Campbell!", tönte es blechern aus den Lautsprechern und ich straffte die Schultern. Seit gut zehn Minuten wanderte ich mit meinem Jungspund an der Seite durchaus unruhig auf dem Abreiteplatz umher. Ich hatte schon viele Fohlenschauen geführt und doch war es jedes Mal wieder aufs Neue aufregend. Bei Carino hing auch etwas mehr ab. Natürlich besuchten wir die Fohlenschau auch, damit er bereits als Fohlen dahingehend Routine erlangte, da er bereits vergangenes Jahr erfolgreich eine Fohlenschau hatte für sich entscheiden können, würde ihn eine weitere seine Zuchtzulassung bedeuten.
      Ich zupfte sanft am Strick und der Jährling marschierte stolz los. Carino war ein Gidran. Noch sah er mehr wie ein normales fuchsfarbenes Warmblutfohlen aus, doch ich selbst merkte allmählich, wie sich bestimmte Gidranmerkmale entwickelten. Er wurde seinen Eltern immer ähnlicher und ich war sehr gespannt, wie er sich machen würde. Nun waren wir erst einmal daran, seine Gänge und sein Gemüt vorzustellen.
      Selbstbewusst schritt er neben mir her und wir hielten kurz bei X. Während ich Carino richtergerecht hinstellte, erzählte der Sprecher kurz von Carinos Abstammung und dass er von einem nominierten Gestüt stammte. Außerdem holte er noch aus, was die, doch recht seltene, Rasse betraf. Also er fertig war, stellte ich mich wieder an Carinos linke Seite und lief los. Zunächst ließ ich ihn im Schritt, aber als wir an der ganzen Bahn ankamen, wurde ich direkt schneller, schnalzte kurz und Carino trabte an.
      Wir zeigten den Trab sowohl auf linker als auch auf rechter Hand. Das Gleiche galt für den Galopp, auch wenn ich inzwischen mehr zu laufen hatte, also noch vor sechs Monaten. Die Gänge des Hengstfohlens wurden immer raumgreifender und als Mensch mit zwei kurzen Beine war es sehr ermüdend, da mithalten zu müssen. Umso dankbarer war ich, als das Vorführen beendet war und stattdessen das Freilaufen folgte.
      Ich löste den Strick und schickte Carino von dannen. Auf jedem Zirkel hatte sich mittlerweile ein Reiter mit Peitsche positioniert, um Carino gegebenenfalls in die richtige Richtung zu weisen, damit er die Acht auch vollständig lief. Da Carino das Prozedere aber bereits kannte, war es recht problemlos. Zudem präsentierte er sich auch liebend gerne und so präsentierte er sich heute wieder von seiner besten Seiten. Alle drei Gangarten waren verhätlnismäßig gut abrufbar und zu beeinflussen.
      Als er in etwa auf beiden Seiten alle Gangarten gezeigt hatte, sammelte ich ihn wieder ein, verabschiedete mich von den Richtern und verließ den Platz. Carino hatte wirklich einwandfrei mitgemacht und war ohne Probleme durch die Schau gekommen. Ich lobte ihn ausgiebig und strich ihm sanft über die langsam ausgezottelten Zöpfchen. Aufgrund seiner kurzen Fohlenmähne hielten die Zöpfe noch nicht besonders gut und ich war dankbar, wenn ich sie gleich lösen konnte, doch zunächst würden wir noch auf das Ergebnis warten müssen.
    • Gwen
      Pflegebericht 14.07.2020 - Umbau

      Einige Veränderungen standen bei uns aus. Lange hatte ich überlegt und mit mir gerungen, doch die Ranch sollte einen neuen Anstrich und einige kleine Veränderungen bekommen. Bisher hatte das uns nicht wirklich beeinträchtigt. Es hatte sich um neue Trainingsmöglichkeiten und Weiden gehandelt, so dass wir ganz gut normal hatten weiterarbeiten können. Doch auch das Stallgebäude sollte komplett erneuert werden und somit mussten die Pferde zwischenzeitlich umziehen.
      Vorgestern waren die vorerst letzten Berittpferde abgeholt worden, so dass nur noch unsere eigenen da waren. Zum Glück hatte ich tolle Freundinnen und damit Nachbarn, die zu gerne meine Vierbeiner für einige Wochen bei sich aufnahmen. Mit den Jungpferden war das sowieso kein Problem, die vier Chaoten brachte ich für die Zeit auf die Bergwiesen, welche ich grundsätzlich sowieso jährlich für die Jungpferde pachtete. Aber die anderen sollten natürlich weiterhin im Training stehen.
      Außerdem hatten Lena, Elena und Elisa mir zugesagt, mich beim Training zu unterstützen, weil natürlich die zusätzlichen Wege auch Zeit fressen würden. Ich war mehr als dankbar.
      So teilte ich die Pferde so auf, dass jeder einen Teil zu trainierender Sportler hatte und aber auch welche, die aktuell eher nicht auf Turniere mussten. Das funktionierte besser als gedacht und da ich den Wechsel schon länger plante, waren auch alle vorbereitet. Auch mein Team teilte ich zu den Nachbarstallungen auf, so dass jeder immer nur zu einem Stall fuhr und dort die jeweiligen Pferde arbeitete. Effizienz war das Stichwort.
      Hazel würde sich um unsere Schützlinge auf Crescent Acres kümmern. Ciaran und Celeste schickte ich nach Sanssouci, denn dort standen die zweitmeisten Pferde von uns. Und ich kümmerte mich um die Schützlinge, welche Zuflucht auf Townsend Acres fanden. Dementsprechend zogen dort auch meine Kandidaten ein: Altair, Ohnezahn, Ohnegleichen...
      Dieses Wochenende standen die Umzüge statt und wir ritten zum großen Teil die Pferde in ihre jeweiligen neuen Stallungen. Ich dankte meinen Freundinnen tausend Mal als wir abends dann alle beisammen saßen und von den Männern begrillt wurden, während wir mit einem guten Sekt anstießen. "Ich bin ja echt gespannt, was du dir alles so ausgedacht hast", meinte Elena und grübelte. Ich hatte bisher nicht verraten, was alles angedacht war, umso gespannter waren natürlich alle.
    • Gwen
      Pflegebericht 06.08.2020 - Morgenrundgang

      Es war ein kühler Morgen und als ich das Fenster öffnete, fröstelte ich leicht. Tief über die Wiesen zogen die Nebenschwaden hinweg und man beinahe gar nichts bei der weißen Wand. Gähnend streckte ich mich und schlüpfte in warme Sachen, um hinunter in die Küche zu gehen.
      Dort setzte ich mein Teewasser auf und fütterte die Hunde und Ivy. Alle drei warteten bereits ungeduldig auf ihr Frühstück. Ich goss mir meinen Tee auf und setzte mich, in eine warme Jacke gekuschelt, auf die Terrasse, während die Hunde das erste Mal herauskonnten.
      Nachdem ich meinen Tee getrunken hatte, ging es hinaus in den Stall. Es war erst kurz nach sechs und dementsprechend döste auch der Großteil der Pferde noch. In aller Ruhe begann ich das Kraftfutter zu verteilen und während alle fraßen, teilte ich schon das frische Stroh und Heu vor den Boxentüren auf.
      Danach ging es für alle hinaus auf ihre Weiden. Manch einer war noch nicht so überzeugt von dem Nebel und lief eher zögerlich los, während andere wie gewohnt in Galopp davonstürzten. Ich huschte wieder in den Stall und begann die Boxen zu misten. Da die Pferde nur nachts drinstanden, war das im Nu erledigt.
      Neues Stroh hinein, dann das Heu für die kommende Nacht und abschließend das Kehren der Stallgasse. Dann konnte ich in der Futterkammer bereits die Dosen für den Abend vorbereiten, und während ich das tat, hatte ich die großen Stalltüren geöffnet, damit es einmal kühl durchlüftete. Unser Stall war immer sehr gut durchlüftet, aber es schadete auch nie, nochmal die Morgenluft hinein zu lassen.
      Alles war fertig, so konnte ich die Hunde und die Katze einsammeln, die munter ihre Morgenrunden über die Ranch machten und zurück zum Haus gehen, um selbst erst einmal zu frühstücken und dann mit der Arbeit mit den Pferden zu beginnen.
    • Gwen
      Pflegebericht 22.12.2020 - Frohe Weihnachten!

      Es war so weit: Meine allerliebste Zeit im Jahr rückte immer näher - Weihnachten. Den gesamten Dezember über hatten wir dies mehr oder weniger zelebriert. Die Stallungen und das Wohnhaus waren liebevoll geschmückt, wir hatten zu jedem Advent einen Familienausritt gemacht, bereits Plätzchen gebacken und abends saß ich nur zu gerne mit einer heißen Schokolade vor unserem Kamin. Noch zwei Tage, dann war Weihnachten. Ich hatte bereits alle Geschenke zusammen, alles war verpackt und gut versteckt in meinem Schlafzimmer.
      Hazel und Celeste hatten heute ihren letzten Tag für dieses Jahr, dann würden sie nach Hause zu ihren Familien fahren. Wir beendeten das Jahr dementsprechend mit einem kleinen gemeinsamen Ausritt. Hazel ritt PFS' Sarabi, ich nahm PFS' Scion D'Or, Celeste ritt Smoke Cream und Ciaran begleitete uns auf Shenandoah. Es war nur eine kleine entspannte Runde durch den tiefen Schnee und die morgendliche Sonne. Dann versorgten wir die Pferde und Hazel und Celeste halfen uns noch bei den letzten Stallarbeiten.
      Zum Abschluss des Tages machten wir einen kleinen Spaziergang mit unseren Zwergen. So wurden auch die Jüngsten noch etwas betüddelt. PFS' Disparo de Fiasco und Stolen Dance machten sich prächtig und würden bald in die Ausbildung genommen werden. Carino di Royal Peerage hatte vor kurzem tatsächlich seine zweite Fohlenschau gewonnen und war somit schon zur Zucht zugelassen. Flavor's Feverdream und PV Noodle in Love hingegen genossen voll und ganz ihr Fohlendasein und den Unterschied merkte man auch bei dem Spaziergang. Immerhin hatten alle Jungs tüchtig Flausen im Kopf und wir waren mehr als dankbar, als wir wieder am Stall ankamen.
      "Bitteschön ihr zwei!", meinte ich danach lächelnd und drückte jedem ein liebevoll verziertes Paket in die Arme. "Eure Weihnachtsgeschenke", meinte ich grinsend, während die beiden Mädels mich ungläubig anstarrten. "Aber erst zu Heiligabend öffnen!", mahnte ich grinsend und freute mich innerlich jetzt schon über ihre Gesichter. Hazel hatte ich einen neuen Reithelm besorgt, denn zuletzt war sie böse gestürzt und hatte sich notgedrungen einen neuen holen müssen, der ihr aber nicht gefiel.
      Celeste hatte von mir wiederum neue Stiefeletten erhalten. Da sie meist nur in Stiefeln herumlief und oft über Blasen jammerte. So würde sie dahingehend nicht mehr so viel Sorge haben müssen. Die beiden fuhren heute gemeinsam nach Hause. Zum Abschied winkte ich ihnen, ehe ich mich zu grinsend zu Ciaran umdrehte. "Na? Und wann fährst du?", fragte ich lächelnd, dabei war die Frage tatsächlich ernst gemeint. Ciaran schaute mich jedoch nur irritiert an. "Wie fahren? Ich bleibe natürlich hier", meinte er brüsk und ich starrte ihn ungläubig an.
      "Als ob ich dich zum Weihnachtsfest alleine lasse!", murrte er, ehe er grinste. Meine Familie konnte aufgrund der aktuellen Situation nicht kommen, da sich ein positiver Fall aufgetan hatte. Also hatte ich entschieden, Weihnachten einfach entspannt mit Ivy und Clyde zu feiern. Eigentlich hatte ich mir das auch sehr nett vorgestellt, aber es war natürlich lieb von Ciaran, wenn er blieb. "Hey Moment!", quietschte ich entsetzt und überrascht drehte sich Ciaran um und schaute mich fragend an. "Dann muss ich ja kochen", seufzte ich nur und bemitleidete mich selbst, während Ciaran in schallendes Gelächter ausbrach.
    • Gwen
      Pflegebericht 21.03.2021 - 273. Fohlenschau

      Carino war noch nicht lange bei uns, hatte sich aber schneller eingelebt als gedacht. So entschied ich mich mehr oder weniger spontan dazu, vor der Winterpause noch mit ihm an einer Fohlenschau teilzunehmen. Sie fand in unserer Nähe statt und war extra für Fohlen seiner Art ausgeschrieben. Außerdem konnte das etwas zurückhaltende Hengstfohlen durchaus ein wenig Erfahrung in diesem Bereich gebrauchen.
      Wir hatten nicht viel geübt, doch die Grundlagen saßen bei Carino und so ging ich ganz entspannt an die Sache und schaute einfach mal, was dabei herumkommen würde. Mühsam hatte ich Carinos wilde Mähne in kleinen Turnierzöpfchen gebändigt. Ganz war mir das nicht gelungen, so dass hier und da ein Strähnchen herausschaute, aber damit würden wir leben müssen.
      "Gwendolyn Campbell mit Carino di Royal Peerage", tönte es aus den blechernen Lautsprechern. Sanft zupfte ich am Führstrick und Carino lief neben mir im Schritt los. Bisher präsentierte er sich in allen Belangen als ein sehr vorbildliches Fohlen. Ich war dementsprechend noch sehr gespannt auf seine weitere Entwicklung, denn meines Erachtens würde da durchaus noch einiges an Selbstvertrauen kommen.
      Aber heute kam mir seine Ruhe definitiv zu Gute, denn Carino ließ sich weder von den Richtern, dem Ansager oder dem Publikum irritieren. Stattdessen lief er entspannt neben mir her zu X, wo ich ihn kurz aufstellte. Die Richter betrachteten kurz sein Exterieur, ehe sie uns wieder allein ließen. Carino ließ sich vorbildlich beschauen, auch wenn er hier und da mal einen winzigen Schritt tat.
      Generell präsentierte er sich für ein Fohlen aber schon sehr gut und wohlerzogen. In einer großen Acht führte ich Carino zunächst durch die Halle. Bei der nächsten Runde trabten wir und bei der dritten ließ ich Carino galoppieren. So konnten die Richter die Gangarten des Fohlens auf jeder Hand bestens begutachten. Spätestens im Trab war Carino auch wesentlich wacher und zeigte schon etwas mehr Lebensgeist.
      Nun löste ich den Karabiner vom Halfter und entließ Carino in die Freiheit. Etwas versteinert stand er erst da, ehe er vorsichtig im Schritt loslief und dann anfing zu traben. Erst verhalten, dann immer motivierter, bis er sogar den Schweif hob und fröhlich durch die Gegend trabte. Sogar ein Galopp war drin, ohne dass man ihn großartig motivieren musste. Da hatte jemand heute wohl einen guten Tag.
      Dennoch ließ er sich schnell wieder beruhigen und einsammeln, so dass ich fix den jungen Hengst zurück am Halfter hatte und er entspannt neben mir stand. Noch einmal positionierte ich ihn bei X, während seine Abstammung vorgetragen wurde. Dann hatten wir beide es geschafft und konnten die Halle wieder verlassen. Es folgte ein kleiner Applaus und der schreckte Carino doch ein wenig auf, nachdem er nach dem Freilaufen ein wenig wacher war als zuvor. Ich lobte ihn draußen ausgiebig, denn er hatte seine Aufgabe wirklich gut gemacht. Selbst, wenn heute für uns nichts herausspringen würde, war die Erfahrung es allemal wert gewesen.
    Keine Kommentare zum Anzeigen.
  • Album:
    Nachwuchs
    Hochgeladen von:
    Gwen
    Datum:
    2 Okt. 2019
    Klicks:
    508
    Kommentare:
    11

    EXIF Data

    File Size:
    316,6 KB
    Mime Type:
    image/jpeg
    Width:
    960px
    Height:
    640px
     

    Note: EXIF data is stored on valid file types when a photo is uploaded. The photo may have been manipulated since upload (rotated, flipped, cropped etc).

  • Rufname: Carino
    Geburtsjahr: 2019 (11.03.)

    Von: Attila
    Aus der: BS' Je'taime


    Rasse: Gidran
    Geschlecht: Hengst
    Fellfarbe: Fuchs
    Stockmaß: im Wachstum, wird ca. 1.64m

    Beschreibung:
    Carino scheint sehr zurückhaltend, manchmal sogar schon fast schreckhaft zu sein, dennoch ist er dabei immer freundlich und man wird auf der Weide stets von ihm begrüßt.
    Mit einem einfühlsamen Reiter würde aus Carino sicher ein gutes Spring- oder Dressurpferd werden. Ob er später auch bei der Körung und internationalen Turnieren die Nerven behalten kann wird sich zeigen.

    errechnetes Potenzial mit Werten, das später für Story und den Zuchtverband genutzt werden kann
    Dressur M (64.5)
    Springen S (86.5)
    Military M (75)
    Fahren L (53.5)
    Distanz L (44)
    Rennen L (43.5)
    Western E (0)

    Ersteller: Maleen
    Besitzer: Gwen
    Vorkaufsrecht: Maleen

    Carino di Royal Peerage ist noch nicht eingeritten.

    [​IMG]
    [​IMG]
    [​IMG]