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Samarti

Cardillac, DRP *

*2003, im Besitz seit dem 07.12.2014

Cardillac, DRP *
Samarti, 22 Feb. 2017
Ofagwa gefällt das.
    • Samarti
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      Ritt zu dritt
      12/2014, von Gwen | 4736 Zeichen
      „Hör auf herum zu zicken!“, grummelte ich genervt und gab Nayala einen sanften Klaps gegen die Schulter. Ich wollte gerade nur die Hufen auskratzen, aber die Stute zog mir permanent die Hufen weg. Nayala hatte gestern keine Bewegung gehabt, also sie hatte den ganzen Tag auf der Weide gestanden, aber ich hatte sie eben sonst nicht bewegt und das schlug sich nun heute direkt in ihrem Zappeln nieder. Dankbar setzte ich den letzten Huf ab und griff noch einmal zur weichen Bürste, um ihrem goldenen Fell den letzten Schliff zu geben, auch wenn Nayala das nur als Zeitverschwendung ansah. Dann holte ich ihren Sattel und die Trense. Vorsichtig legte ich den Sattel auf, kammerte ihn aus und zog den Sattelgurt fest. Das war auch wieder eine Tortur, weil Nayala einfach nicht stehen blieb. Auch das Gebiss wollte sie nicht nehmen und versuchte stattdessen mich zu zwicken. „Heute kommst du ja raus!“, stöhnte ich genervt und schob meinen Daumen in ihren Maulwinkel. Als dann endlich alles fertig war, führte ich sie aus dem Stall, schwang mich in den Sattel und gurtete noch einmal nach. Heute war ein Ausritt zusammen mit Elisa geplant, ehe sie mal wieder verschwinden würde. Ich ritt den Trampelpfad durch den Wald entlang, welcher unsere beiden Höfe verband. Nayala war sehr unruhig und wollte am liebsten gleich galoppieren. Aufregt schnaufte und tänzelte sie unter mir und ich hatte zu tun, die Stute beisammen zu halten. Endlich kam ich auf Crown Hills an und dort war Nayala schon so verschwitzt wie nach einem Springtraining. Elisa schien uns gehört zu haben und kam mit einem mir unbekannten Pferd aus dem Stall. „Darf ich vorstellen? Hall of Fame!“, meinte sie grinsend und machte sich an das nachgurten. Sofort erkannte ich die Stute, denn sie hatte lange Zeit auf dem Gestüt Royal Peerage gestanden, von wo ich auch meine Ahyoka hatte. „So viel zum Thema Bestandsverkleinerung?“, meinte ich lachend und musterte die hübsche Stute. Unschuldig schaute Elisa mich an und stieg dann grinsend in den Sattel. „Joline, kommst du?“, rief sie in den Stall und ich konnte eine schwache Antwort vernehmen. Stirnrunzelnd schaute ich Elisa an, ich hatte gar nicht gewusst, dass wir zu dritt unterwegs sein würden? „Aber Cardillac braucht doch auch Bewegung!“, meinte Elisa unschuldig und ich konnte es gar nicht glauben als da noch ein neues Reitpony aus dem Stall schritt. Cardillac war ein wirklich schöner Hengst und er hatte etwas ganz besonderes an sich. „Sicher, dass das mit zwei Stuten und ihm klappt?“, fragte Joline nur unsicher, doch Elisa nickte nur grinsend und trieb Fame in den Schritt. „Auf geht’s!“, meinte sie lachend und ritt los Richtung Wald. Ich wollte Nayala neben Cardillac treiben, doch sie machte direkt mit Ohren anlegen und eingezogenen Schweif deutlich, dass sie den jungen Hengst nicht ausstehen konnte. „Das wird lustig.“, murmelte ich und Joline lächelte mich mulmig an. Nach einer Weile trabten und galoppierten wir auch. Dann konnte Nayala auch endlich ihre Power loswerden und schoss an den beiden Reitponys vorbei. Kurz ließ sie einen Freudenbuckler los, ehe sie im vollen Tempo den Hang hinauf galoppierte. Erst oben blieb sie stehen und schnaubte triumphierend, während sie auf die herantrabenden Pferde hinabschaute. „Whoah, was war das denn?“, lachte Elisa und fragte Joline dann, wie denn Cardillac sich anstellte. Der Hengst lief ohne Probleme mit uns mit und benahm sich wirklich vorbildlich, bisher hatte er sich sehr brav gezeigt. Wir machten uns schon bald auf den Rückweg und durchquerten den Fluss. Fame und Nayala schritten ohne zu Zögern hindurch, aber Cardillac sah das nicht ein. Er schaute und stieg leicht und wollte auf keinem Fall durch das Wasser. Als Joline dann eine Wendung ritt, um mit mehr Anlauf ins Wasser zu gehen, galoppierte Cardillac schwungvoll an und setzte zum Sprung an. Er kam wirklich weit, landete aber trotzdem mitten im Nass. Erschrocken hüpfte er erneut mit allen vieren in die Luft und ab da konnte Joline sich nicht mehr halten und fiel selbst ins Wasser. Cardillac hüpfte in einem witzigen Ponytrab aus dem Wasser und blieb schwer atmend neben unseren Stuten stehen. Joline starrte ihm ungläublig nach und hievte sich aus dem Wasser. „Oh weh, schnell nach Hause!“, meinte ich nur und verkniff mir ein Grinsen. Elisa lachte stattdessen schallend los, ehe sie Joline wieder in den Sattel half und wir uns schnell auf den Heimweg machten. Dort zog Joline sich erst einmal trockene Sachen an und Cardillac packten wir unter das Solarium. Nach der Wasseraktion war er sehr unruhig gewesen und hatte überall Gespenster gesehen, dementsprechend gestresst war er auch. Ich verabschiedete mich von Elisa und machte mich nach einer kurzen Pause selbst auf den Heimweg.
      Snoopy gefällt das.
    • Samarti
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      Weihnachtliche Vorbereitungen
      12/2014 | 3918 Zeichen
      „Star's Diamond und Trés Jolie befinden sich in den Boxen, holst du eben Ace of Clubs und Romantica? Dann kümmere ich mich noch um Monsta und Goldherz. Julien, nimm du bitte noch Beverly und bring sie in die Box!“, bat ich Joline und Julien im Vorbeigehen im Stall, eilte dann zu den Halfterhaltern und zückte die Halfter der beiden Reitponystuten, welche ich in ihre Boxen bringen wollte. Die verbleibenden Stuten Audio Delite at Low Fidelity, Sambuca, Pina, Star, Yuki, Star und neuerdings auch Hall of Fame standen auch nicht mehr auf der Weide.
      Unbridled Dreams, Skyrim und Bacardi Mojito waren schon gut versorgt und standen in ihrem Stall, ebenso wie Pinero.
      Auch die Hengste des Gestüts – Rapsoul, Kronjuwel, Capriciasso, Diggin' in the Dirth, Levi, Unbroken Soul of a Rebel und Cardillac – machten sich bereits eifrig über ihr Futter her.
      Es war ein anstrengender Tag gewesen und die Kälte machte dies nicht besser. Nächsten Samstag sollten es bis zu -25 Grad Celsius werden! Minus!
      Umso glücklicher war ich, als ich endlich mit Julien im Haus verschwinden und mich vor den Kamin schmeißen konnte. Doch natürlich musste diese schöne Stille direkt unterbrochen werden.

      »Last Christmas I gave you my heart,
      But the very next day, you gave it away.
      This year, to save me from tears,
      I'll give it to someone special.«

      „Mach es sofort aus!“, rief ich verzweifelt und stürzte in Richtung des Radios, um dieses schreckliche Lied endlich zum Verstummen zu bringen. Es war genau wie letztes Jahr, als wir an Heiligabend alle beisammen waren und plötzlich Last Christmas ertönte. Jedes Jahr war es dasselbe, dämliche Lied, welches die Radiosender in Dauerschleife auf und ab spielten, und es nervte mich. Umso schöner war die Stille, wenn die letzten Töne verklungen und ich diese Melodie nicht mehr hören musste.
      Möglicherweise war ich ein Weihnachtsmuffel, den man erst einmal in Stimmung bringen musste, doch genau mit diesem Lied ging es in die ganz falsche Richtung, weshalb das Radio bei uns an Heiligabend ein totales No-Go war.
      „Ich sag' es zwar nicht gern, aber Matthew hat mich geschickt, um dir zu sagen, dass er mit dir reden möchte“, stürmte Joline in das Zimmer und vergewisserte sich erst dann, dass niemand in der Nähe war. Bis auf Julien war dies nicht der Fall – und der konnte es meinetwegen wissen.
      „Woher der plötzliche Sinneswandel?“, wollte ich fragen, doch ich hielt lieber meinen Mund und nickte ihr dankend zu, ehe ich zu Matthew ging, von dem ich wusste, dass er sich in seinem Schlafzimmer verkrochen hatte.
      „Hey“, lächelte Matthew mich zaghaft an, nachdem ich sein Zimmer betreten hatte und wir uns einige Minuten stillschweigend und irgendwie steif angesehen hatten. Still erwiderte ich sein Lächeln und seufzte dann.
      „Äh, ich wollte dir nur sagen, dass ich es total schade finde, wie es gelaufen ist und … na ja, es tut mir leid.“ Der Mann hob den Blick und sah mir direkt in die Augen, was mir einen Schauer über den Rücken sandte.
      „Schon … okay“, stammelte ich nervös und nickte dann, „mir tut es auch leid. Vergeben und vergessen?“
      „Ich verspreche dir, ich versuche, mich zu bessern. Du hast mir wirklich gefehlt.“ Angespannt stand er von seinem Stuhl auf und bewegte sich auf mich zu.
      „Ich hab dich wirklich vermisst“, flüsterte ich in Matthews Schulter, als er mich in seinen Arm genommen hatte und ich mich an seine Brust kuschelte. Ich liebte es, wenn Männer gut rochen – und dieses Exemplar tat dies momentan ganz besonders gut.
      Nach einer Weile entfernten wir uns etwas voneinander, doch der Mann vor mir beobachtete mich noch immer ganz genau und sah mir eindringlich in die Augen. Seine Augen wanderten zwischen den meinen und meinen Lippen hin und her, und auch, wenn ich intuitiv wusste, worauf er hinaus wollte, zögerte ich keine Sekunde, als der Abstand zwischen unseren Mündern immer kleiner wurde und schließlich ganz verschwunden war und wir unsere Lippen versiegelten.
    • Samarti
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      Unser Weihnachtsritt
      12/2014, von Gwen | 8008 Zeichen
      Es war erst früh am Morgen, doch ich war schon hellwach und das obwohl wir gestern Abend wirklich lange und schön gefeiert hatten! Dennoch sprang ich aufgeregt aus dem Bett und schlüpfte direkt in meine Reitersachen. Heute wollten endlich mal wieder Elena und Zairina vorbeischauen! Fröhlich und doch leise, damit ich die anderen nicht weckte, hüpfte ich die Treppenstufen hinunter. In der Küche angekommen, begann ich direkt mit den Vorbereitungen für unseren Weihnachtsritt. Ich hatte gestern Abend schon die Satteltaschen mit hinein geholt, damit ich sie heute füllen konnte. Zuerst machte ich für den Ritt eine Thermoskanne Tee fertig, sicher war sicher. Dann packte ich einen Handwärmer und ein Ersatzpaar Handschuhe ein. Zu guter Letzt noch etwas zu knabbern und Leckerchen für die Pferde. Dann frühstückte ich selber fix, ehe ich hinaus zum Stall lief. Die Aufregung des gestrigen Abends lag immer noch auf mir und dementsprechend entzückt begrüßte ich auch die Pferde, als ich den Stall betrat und bis zur letzten Box lief, denn dort stand mein Weihnachtsgeschenk – die wunderschöne Minnie Maus. Ich begrüßte sie lächelnd und reichte ihr die mitgebrachte Möhre. Minnie und ich verstanden uns von Anfang an und aus diesem Grund hatte ich sie spontan für den heutigen Ritt gewählt. Ich gab der schwarzen Schönheit schon einmal ihr Frühstück und während sie zufrieden das Müsli mümmelte, putzte ich sie gründlich, immerhin sollte sie schick aussehen! Als ich mit allen fertig war, holte ich ihr Sattelzeug. Vorsichtig legte ich den Sattel auf ihren Rücken, kammerte ihn aus und zog den Gurt fest. Dann befestigte ich die Satteltaschen am Sattel. Zu guter Letzt trenste ich Minnie noch auf und führte sie dann aus dem Stall. Doch bevor ich aufstieg, holte ich noch den kleinen Beutel aus der Sattelkammer, den Mama mir gestern zurecht gelegt hatte. Grinsend schwang ich mich in Minnies Sattel und fühlte mich vom ersten Moment an pudelwohl. Ich hatte noch etwas Zeit, so dass ich die Strecke bis zu Elisa im ruhigen Schritt zurücklegen konnte. Das war gar nicht so schlecht, denn so konnten wir uns allmählich miteinander vertraut machen. Doch Minnie gefiel mir von Anfang an. Sie war neugierig und aufgeweckt und schien vor nichts zu erschrecken. Neugierig stapfte sie durch den tiefen Schnee und schien die allmählich hervorkommenden Sonnenstrahlen sichtlich zu genießen. Auf Elisas Gestüt war um die Uhrzeit schon wieder allerhand los und vor dem Stall tummelten sich auch meine drei Freundinnen. Elisa zog gerade mürrisch den Sattelgurt ihres Perlinohengstes Cardillac fest, während Elena ihren jungen Reitponyhengst mal wieder in Sicherheit, nämlich auf die andere Seite des Stalles brachte. Grinsend stieg ich ab und umarmte knapp alle drei. „Das Fest der Liebe!“, lachte ich und Zai grinste mich fröhlich an, während Elisa nur etwas grummelte. „Fast hätte ich es vergessen!“, meinte ich grinsend und zückte meinen kleinen Beutel, um daraus Weihnachtsmützen, Rentiergeweihe und Glöckchen für die Pferde hervorzuzaubern. Zais Augen leuchteten begeistert und auch Elena schien nicht abgeneigt zu sein. Lediglich Elisa kommentierte das Ganze mit einem „Echt jetzt?“ - „Alle fertig?“, fragte Elena dann nach ein paar Minuten und schwang sich, ohne groß auf eine Antwort zu warten, in den Sattel. Zai und ich taten es ihrem Beispiel gleich. Elisa musste noch etwas bocken, bis Cardillac sie sanft mit seiner Nase anstupste und sie sich erweichen ließ. „Da soll man Weihnachten mögen!“, grummelte sie, doch ich sah, wie sich allmählich ein Grinsen auf ihr Gesicht stahl. Die Pferde waren nun wunderschön weihnachtlich verkleidet und gaben wirklich ein herrliches Bild ab! Zu viert machten wir uns auf den Weg durch den verschneiten kanadischen Weg. „Also es ist ja echt schön bei euch, aber so kalt!“, meinte Zai bibbernd und rieb ihre Hände an dem warmen Hals ihrer Stute Scylla. Sofort begann Elisa sie mit Gegenargumenten zu beschmeißen, denn sie verfolgte immer noch den Plan, Zai und Elena vor dem neuen Jahr nach Kanada zu bekommen. „Du kannst froh sein, wenn sie 2015 zu uns ziehen.“, scherzte ich und bekam dafür einen bösen Blick zugeworfen. „Und ich dachte du bist auf meiner Seite!“, regte sich Elisa gespielt auf und ließ Cardillac antraben – es wurde auch langsam Zeit für eine flottere Gangart! Nachdem sich die Pferde an den tiefen Schnee gewöhnt hatten, hielt die Ponys auch nichts mehr und sie jagten im gestreckten Galopp los. Etwas verwirrt rückte ich mich im Sattel zurecht und kam nach mehreren Sekunden endlich in den leichten Sitz, nachdem Minnie losgeschossen war, wie eine Rakete. „Da hast du dir wohl ein Pseudo-Rennpferd andrehen lassen!“, lachte Zai, die mit uns auf Kopfhöhe galoppierte. Leider nicht langes, denn währendes Minnie unentwegt vorwärts jagte, entdeckte Scylla eine zugefrorene Pfütze rechts von sich, welche ihr natürlich den Schrecken des Tages einjagte. Mit einem erschrockenen Buckler schoss die plötzlich davon, rammte nebenbei Elena und Cressi an und war dann über den Hügel verschwunden. Als wir anderen drei irgendwann oben ankamen, sahen wir dort das verloren gegangene Paar stehen. „Also das ihr sogar gefrorenes Wasser zu schaffen macht, war mir wirklich neu!“, meinte Zai schnaufend. Plötzlich wirkte sie gar nicht mehr fröstelnd, sondern schien regelrecht die Hitze am Leib zu haben. Elisa warf hingegen einen besorgten Blick auf Cressi. „Nächstes Mal musst du aber gefasster sein, du hättest ihn verletzen können!“, meinte sie stöhnend und versicherte sich erst einmal, dass es Cressi wohlauf ging. Wir anderen verdrehten die Augen, grinsten uns aber nur an. Elisa konnte eben nicht anders, als für den Hengst zu schwärmen. Fröhlich plaudernd setzten wir unseren Weihnachtsritt fort und stießen auch kaum noch auf großartige Hindernisse. Gut, für Elena und Zai war es vermutlich nicht so normal, einen Luchs über uns in der Baumkrone sitzen zu sehen, aber Elisa tat das mit einem „Das wird bald euer Alltag sein!“ ab. Unser heutiges Ziel war der Clear Lake, wo wir heute ein wunderbares Schauspiel allerhand kanadischer Tiere sehen durften. „Sobald es wärmer ist, müssen wir unbedingt einen Wanderritt an den Hudson Bay machen! Dort soll es Orcas geben und die einmal live zu sehen!“, begann ich zu schwärmen und so hatten wir sofort ein neues Thema gefunden. Auf den Heimweg zog ein kalter Wind auf, der sowohl den Reitern als auch den Pferden zu schaffen machte. Umso dankbarer waren wir dann um den warmen Stall, der uns bei Elisa erwartete. Die Pferde standen nun eingedeckt und wohlversorgt in den Boxen, während wir es uns bei Glühwein und Kuchen im beheizten Reiterstübchen bequem machten. „Wollen wir Elisa mal eine große Freude machen?“, fragte ich grinsend in die Runde und bekam ein aufforderndes Nicken von Zai und Elena zurück. Elisa starrte uns verständnislos an und für einen kurzen Moment stand ihr auch der Mund offen, als wir anfingen zu singen: „Las Christmas, I gave you my heart, but the very next day, you gave it away.“ – Elisa sprang direkt auf und hielt sich die Ohren zu. „Oh bitte hört auf!“, meinte sie seufzend und schüttelte sich. Elena, Zai und ich krümmten uns vor Lachen und konnten kaum wieder aufhören, da konnte Elisa uns noch so böse anstarren. Irgendwann fassten wir uns jedoch wieder, immerhin gab es noch viele Neuigkeiten auszutauschen und natürlich wollte Elisa alles über den hoffentlich baldigen Umzug der beiden erfahren. Zai war diese Nachhakerei sichtlich unangenehm, weshalb sie geschickt Elisa in Verlegenheit brachte. „Wie läuft es denn eigentlich zwischen dir und Matthew? Sprecht ihr wieder miteinander?“, fragte sie grinsend. Natürlich bekamen auch wir das Gemunkel auf dem Gestüt mit, was denn wohl zu Weihnachten alles geschehen sei und plötzlich wurde Elisa ganz kleinlaut, lenkte das Gespräch aber schon bald wieder geschickt auf die Pferde. Ich weiß nicht, wie lange wir noch dort saßen, aber ich kann mit Sicherheit sagen, dass es ein toller Tag war und Weihnachten noch perfekt abrundete!
    • Samarti
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      Tierarztkontrolle
      01/2015, von Eddi | 1265 Zeichen
      Heute machte ich einen flotten Stop bei Elisa. Ich hatte nicht sonderlich viel Zeit, aber sie schob ich doch zu gern in meinen Terminkalender. Es standen vier Pferde an, die dringend mal durchgecheckt werden mussten. Auch wenn bei Elisas Pferden sowieso alles in Ordnung war, brauchten sie diesen Vet-Check für die Leistungsprüfungen. Ich begrüßte Elisa fröhlich, welche mir auch direkt Levi aus der Box holte. Der hübsche Rapphengst hielt vorbildlich still, während ich ihn eingehend untersuchte und abhörte. Er war bei bester Gesundheit, weshalb es direkt die vier Spritzen plus die Wurmkur gab. Levi war gar nicht davon angetan und sehr froh, zurück in die Box zu dürfen. Der nächste Patient war Cardillac, ein wunderschöner Perlino, der mich aber nicht sonderlich zu mögen schien. Während der Untersuchung zappelte er ununterbrochen herum und eine Spritze wäre bei ihm beinahe Verschutt gegangen, weil er einfach nicht stillhielt. Mit den anderen beiden hatte ich es wesentlich einfacher. Rozene und Chesmu waren noch klein, süß und verdammt leicht zu handhaben. Dementsprechend mussten sie die Untersuchung brav über sich ergehen lassen, genauso wie die Impfungen und die Wurmkur. Dafür gab es danach warmes Mash, während ich noch fröhlich mit Elisa quatschte.
    • Samarti
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      Königliche Beschäftigung
      02/2015 | 3484 Zeichen
      „Nur, weil Cardillac gerne eine Krone auf dem Kopf hätte, heißt das nicht, dass du ihn mit Samthandschuhen anfassen musst“, kommentierte Sophia skeptisch meine Handlungen und ich rollte nur mit den Augen, erwiderte allerdings sonst nichts weiter.
      Stattdessen ließ ich mich von ihr nicht beirren und betüddelte den Perlinohengst einfach weiter, was dazu führte, dass ich nur noch einen lauten Seufzer hinter mir hörte, ehe Sophie zum Gehen ansetzte und die Schritte durch die Stallgasse hallten.
      Als ich mir dann sicher war, dass der Möchtegern-König (den wir natürlich auch als solchen schätzten!) vollkommen befreit von jeglichem Dreck war, holte ich die königliche Schabracke, die in weiß und dunkelblau mit einer goldenen Verzierung gehalten war und auf Cardillac ausgezeichnet aussah – zum Glück. Sowohl die Schabracke als auch die dunkelblauen Bandagen und die Fliegenhaube waren erst neu gekauft und auf Cardillac noch nicht ausprobiert worden. Die Erleichterung war riesig, als ich bemerkte, dass es an ihm klasse anzusehen war!
      „Na, mein kleiner König? Bereit fürs Training?“, fragte ich den Hengst liebevoll und tätschelte seinen Hals, nachdem ich ihm auch noch die Trense aufgezogen und meinen Reithelm aufgesetzt hatte. Heute hatte ich mich dafür entschieden, mit Cardillac nur eine kleine Trainingseinheit im Dressurviereck einzulegen, damit wir bald mit seinem richtigen Training beginnen konnten.
      Der Hengst war zwar schon ganze zwölf Jahre alt, im Training jedoch nicht nicht sonderlich weit fortgeschritten. Er befand sich selbst in der Dressur momentan offiziell nur auf E-Niveau, auch wenn er schon viel mehr konnte. Auf Turnieren war er dennoch noch nie vorgestellt worden, obwohl er teilweise schon Figuren aus der Klasse M beherrschte und dass die nicht sonderlich einfach waren, wusste Cardillac genau.
      Während ich den Perlino erst einmal aufwärmte, begutachtete ich seinen schlanken, aber dennoch muskulösen Hals und beobachtete, wie er sich immer mehr fallen ließ und lockerer wurde, je mehr wir ihn bewegten. Das war etwas, was mich an ihm faszinierte: Einige Pferde brauchten ewig, bis sie wirklich schön liefen, bei Cardillac dauerte dies nicht sonderlich lange. Dies hing wohl damit zusammen, dass er sich stets präsentieren musste und auch wusste, wie atemberaubend er aussehen konnte, wenn er unter dem Sattel lief. In den drei Monaten, die er nun schon bei uns stand, hatte er sich toll eingelebt – das sah man auch an seinem kleinen Bäuchlein, das sich gebildet hatte, weil die Ferienkinder ihn liebten und ständig mit Leckerlis vollstopften, egal, wie oft wir es ihnen sagten. Irgendjemand schaffte es ständig, sich nochmal heimlich zu den Pferden zu schleichen und besonders dieses Exemplar hier noch einmal zu füttern. Wäre er ein anderes Pferd mit dem Aussehen, wäre er wohl schon kugelrund und würde nur noch über den Boden rollen, doch glücklicherweise wusste Cardillac, wann es genug war. Er wollte schließlich seine Figur beibehalten und nicht wie ein Kugelfisch aussehen.
      Das Training hielt ich heute ziemlich easy, übte mit ihm nur noch einmal die Seitengänge wie Travers und Renvers, ehe er auch schon wieder erlöst war. Fast sah er etwas enttäuscht aus, als ich ihn wieder auf die Weide verfrachtete und es tat mir beinahe leid, doch nachdem er sich damit abgefunden hatte, tobte er buckelnd zu den anderen Hengsten und stellte sich dann direkt neben Levi, um dort unter dem doch noch sehr tiefen Schnee nach einigen Grasbüscheln zu suchen.
    • Samarti
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      RS 40: Schnitzeljagd
      03/2015, von Eddi | 5314 Zeichen
      Während meine kleine Isländerstute bereits wieder in ihrer wohlig warmen Box stand und sich von den Torturen ihres Reiterspiels erholte, musste Cheveyo nun als nächster daran glauben. „Mach uns keine Schande!“, flüsterte ich ihm lächelnd ins Ohr und führte ihn aus dem Stall. Draußen wartete bereits Elisas auf uns, die schon fertig auf Cardillacs Rücken saß. Ihr Hengst schaute sich angewidert um, zumindest hätte ich seinen Blick so interpretiert und auch meinen lieben Schecken musterte er eher herabwürdigend. „Habe noch nie ein Pferd mit so einer Mimik gesehen“, meinte ich zu Elisa und starrte Cardillac wütend an. Der drehte nur den Kopf weg und würdigte mich den Rest des Tages keines Blickes mehr. Aber das war Cheveyo und mir lieber, anstatt böse angestarrt zu werden. Gemeinsam machten wir uns auf den Weg, denn wir nahmen zusammen an der diesjährigen Schnitzeljagd teil. Drei von uns vieren schienen sich auch ernsthaft darauf zu freuen, der vierte hingegen schaute ziemlich genervt aus der Wäsche. „Ignoriere meine königliche Majestät, er ist heute nicht gut drauf“, säuselte Elisa und umarmte ihren geliebten Perlino, der sich dadurch gleich noch arroganter aufführte. „Du findest nicht, dass du ihn ein bisschen zu sehr verhätschelst, oder?“, fragte ich mit hochgezogener Augenbraue, aber Elisa schüttelte nur glücklich den Kopf. Cheveyo und ich wollten uns nicht länger mit solchen Dämlichkeiten aufhalten, weshalb wir uns schon einmal auf den Weg zum Start machten. Dort erhielten wir eine Karte, einen Block mit Stift und noch einmal viele liebe Worte. „Als ob wir auf eine Jahrhundertreise gehen“, flüsterte ich Elisa grinsend zu und gemeinsam trabten wir an, um möglichst schnell zur ersten Station zu gelangen: dem Wald.
      „Öh…“, etwas ratlos standen wir vor einem Kasten, der an einen Baum genagelt war, allerdings nicht mit normalen Mitteln aufging. Cardillac scharrte bereits ungeduldig mit den Hufen, weil ihm langweilig wurde. „Ruhe, Königsgau- pferd. Wenn du ‘ne Idee hast, kannst du sie uns gerne sagen!“, knurrte ich ihn an und dabei schüttelte Cardillac nur den Kopf und starrte nach oben. „Nei…“, wollte ich ihn schon ermahnen, allerdings wusste der kleine Kerl es mal wieder besser. Im Gegensatz zu Elisa und mir hatte er das dicke Seil entdeckt, welches von unserem Briefkasten hinüber zu einem weiter entfernten Baum verlief. Schweigend und ohne Cardillac eines Blickes zu würdigen, ritt ich hinüber und zog am Seil. Binnen Sekunden öffnete sich der Briefkasten und Elisa hielt die erste Frage in der Hand. „Wo befindet sich bei dem Pferd das Knie?“, las Elisa laut vor und ich starrte Cardillac herausfordernd an. „Sag bloß, dass weißt du nicht?“, murmelte ich mehr zu mir, so dass Elisa es gar nicht hörte. „An den Hinterbeinen“, sagte ich knapp zu Elisa und sie kritzelte das fleißig auf. Dann machten wir uns auch schon auf den Weg zur nächsten Station.
      Die bestand eigentlich nur aus einem kleinen Bach, aber Cardillac weigerte sich direkt von Anfang an, dem Bach auch nur zu nahe zu kommen, so dass wir die Pferde etwas weiter weg an einem Baum anbanden, während Elisa und ich uns an die Arbeit machten, um das Floß zu uns zu ziehen und endlich die zweite Frage zu erhaschen. „Wieder so eine Besserwisserfrage“, stöhnte ich genervt und reichte Elisa den Zettel. Ich hätte wahrscheinlich bei Cheveyo nachzählen müssen, um zu wissen, wie viele Zähne ein Hengst hatte, Elisa kannte die Antwort auch so: 40. Die Station war also auch erledigt und so konnten wir direkt weiter. Auch wenn Cardillac gefühlte Ewigkeiten brauchte, um durch das Bächlein zu staksen und ja nicht nass zu werden.
      Die dritte hatte es dann aber echt in sich. Es war ein Labyrinth in einem Gerstenfeld und natürlich waren Cheveyo und ich diejenigen, die sich dadurch kämpfen durften, während Elisa mit ihrem edlen Cardillac davor stehen blieb. „Danke!“, rief ich sarkastisch und wir machten uns auf den Weg. Ich glaube Elisa leitete uns mindestens fünfmal in eine Sackgasse und dreimal davon war Cardillac schuld, weil er eiskalt davon lief und Elisa sich nicht konzentrieren konnte. Irgendwann hatten wir die Frage und den Ausweg fand ich dann dank Cheveyo und seinem guten Orientierungssinn, denn sonst wären wir noch Ewigkeiten darin gefangen gewesen. Die dritte Frage war einfach und schnell beantwortet und so hatten wir die Schnitzeljagd auch bald hinter uns. Zum Glück!
      Die letzte Station gefiel Cardillac ja gar nicht, denn der Abstand von zwei Metern zwischen ihm und Cheveyo war ihm definitiv zu klein, aber da musste er durch und da er ja auch gerne gewinnen wollte, musste er sich mit unserer Nähe anfreunden. Cheveyo ignorierte den Hengst neben sich inzwischen gekonnt und ich tat es ihm seufzend gleich, alles andere war reine Energieverschwendung. Mit Leichtigkeit überwanden die Hengste den Parcours und auch Elisa und ich machten keine schlechte Figur. So hatten wir die letzte Station geschafft und auch schnell die letzte Frage geantwortet. Im gestreckten Galopp beendeten wir die Schnitzeljagd mit dem Überqueren der Ziellinie. Dort wartete auf unsere beiden Hengste jeweils ein eigener Paddock mit Wasser und Heu und auch wir Reiter konnten uns eine Pause gönnen und bekamen etwas zu Essen und zu Trinken. Abgesehen von allerhand Dingen war uns die Schnitzeljagd doch ganz gut gelungen!
    • Samarti
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      Ein wildes Elena
      04/2015 | 8020 Zeichen
      „Cressi! Ein letztes, komm schon! Elena wird sich freuen, ich verspreche es dir!“

      Die Selfies von Cressi und mir waren schon letztes Mal bei Elena auf riesengroße Freude gestoßen, demnach wollte ich ihr mitteilen, dass es Cresant Moon gut ging, indem ich ihr weitere Selfies schickte – leider machte mir Cressi momentan einen Strich durch die Rechnung. Mehr schlecht als recht versuchte ich ständig, den Reitponyhengst irgendwie ins Bild zu ziehen; leider vergeblich. Aber das würde ich schon noch hinkriegen. Gab nichts, was man nicht mit einer Extraportion Möhren hinkriegen würde. Auch, wenn die sich nicht zwingend gut auf dem Bild machten, wobei: Cressi sah einfach immer gut aus, den konnte nicht einmal mehr Kauen entstellen!

      #dinnertimereloaded“, gab ich dem (zugegebenermaßen wunderschönen) Selfie als Bildunterschrift und schickte die Nachricht dann mitsamt Herzchensymbol per WhatsApp an Elena. Die war inzwischen zwar auch schon wohlbehalten in Kanada angekommen, hatte den armen, kleinen, hilflosen Cressi allerdings irgendwie bei mir auf dem Gestüt vergessen. Nicht, dass ich da was gegen gehabt oder es mich gestört hätte, aber nachher wäre ich wieder schuld oder so. Und dann würde sie mir bestimmt den Kontakt zu Cressi verbieten, und wenn sie das gesetzlich regeln musste, dass ich mich ihm nicht auf 200 Meter annähern durfte! Ich kannte Elena. Die war knallhart.

      Knappe fünf Minuten später lief dann Matthew auf einmal durch die Stallgasse, während ich den Splashed White ein wenig putzte und auf Hochglanz polierte. Ihm schien dies zu gefallen, denn er döste zufrieden und entlastete sein Hinterbein – bis Cardillac ihm argwöhnisch entgegen brummelte. Die beiden Hengste kannten sich noch nicht, und vielleicht war das bisher sogar ganz gut so gewesen?
      Jedenfalls sah Cardillac nicht gerade begeistert davon aus, dass neben ihm noch ein anderer Hengst ein wenig Aufmerksamkeit erntete und er nicht selbst komplett im Mittelpunkt stand. Was erwartete man auch sonst von Eurer Hoheit. Mit den Augen rollend drehte ich mich von dem Perlino weg und ließ Matthew mit ihm in Ruhe. Das klappte allerdings nicht ganz so, wie es sollte: Mit angelegten Ohren bewegte sich der ältere Hengst auf den gescheckten zu und wollte ihm in den Mähnenkamm beißen, was jedoch nach hinten losging, denn in genau dem Moment senkte Cresant Moon den Kopf und entging somit der „Attacke“ um Haaresbreite. Wenigstens schaffte Matthew, der ja momentan durch seine schlechte Laune nicht viel dazu beitragen konnte, dass es hier wirklich rund lief, es gerade noch, Cardillac auf Abstand zu bringen.
      „Sorry“, meinte er stattdessen nur und bei seiner Stimmlage schickte es mir einen eiskalten Schauer über den Rücken, worum ich mich aber nicht länger kümmerte. Cressi war mir wichtiger!
      Dem ging es allem Anschein nach nur zu gut, denn er sah Cardillac mit gespitzten Ohren nach, als würde er sagen wollen: „Hey, das war's schon? Das war ja fast zu einfach!“

      „Wo. Ist. Die. Alte. Pferdediebin?!“
      Oh, oh. Die Stimme kannte ich! Vorsichtig lugte ich hinter dem Stalltor hervor und erhaschte einen Blick auf Gwen, die auf dem Reitplatz mit Kedves ein paar Runden im Schritt drehte. Der Vierjährige war momentan mitten in der Ausbildung und momentan ließ seine Besitzerin es lieber langsam angehen, wobei sie bei Matthew ab und zu sogar Unterstützung bekam.
      Und als wäre das nicht genug, dass sie hier war, rannte Elena wie eine Verrückte auf den Reitplatz zu und fuchtelte dabei wild mit den Armen in der Luft herum, was dazu führte, dass Kedves erschrocken aufsah, mit allen Vieren gleichzeitig in die Luft sprang und dann im wilden Schweinsgalopp auf seine herzallerliebste Züchterin zuraste, die wiederum völlig geschockt reagierte: Sie machte auf dem Absatz kehrt und wollte wohl wie in diesen Filmen wie ein Held über den Zaun springen, schaffte es aber nicht und blieb mit dem einen Bein am Holzzaun hängen, weshalb es sie voll aufs Maul haute. Da war Elena allerdings nicht die Einzige: Auch Gwen befand sich nicht mehr, wie ursprünglich geplant, auf dem Pferderücken, sondern auf dem Sandboden und rieb sich den Hintern. War wohl ein unangenehmer Aufprall, die sollte ihren Hengst nochmal ein wenig erziehen, damit er auch mal merkte, dass sie ihm mit dem Reiten nichts Böses wollte. „Vielleicht solltest du es nochmal mit Stangenarbeit probieren“, murmelte Elena geistesabwesend und brachte den Warmbluthengst dann nach einer Weile zu Gwen zurück, die sich nur seufzend wieder in den Sattel setzte und in meine Richtung deutete.
      „Dämliche Verräter!“, schimpfte ich fluchend und trat hinter meinem Versteck vor, um mich Elenas bösem, bösem Gerede zu stellen.
      „Wo hast du ihn versteckt?! Ich wusste, du würdest ihn mir einfach wegnehmen! Ich wusste es!“ Ihre Stimmlage war so hoch, dass sie beinahe nur noch am Quietschen war und aufgrund der Aufregung hörte man ihren Dialekt mehr als deutlich heraus.
      „Haha“, sagte ich trocken, „sprich Hochdeutsch mit mir.“
      Wütend stemmte sie die Arme in die Hüften und mit ihren beeindruckenden 1,50 Metern sah sie in diesem Moment auch tatsächlich tooootal furchteinflößend aus. „Fick dich, du Grasdackl!“
      Ich hingegen verdrehte nur meine Augen und drehte mich dann um, um Elena wiederum weiterzuleiten – diesmal in den Stall. In der Stallgasse konnte man auch direkt den braunen Hintern von Cressi sehen, der seinen Kopf jedoch so gedreht hatte, dass er uns mit seinem reinweißen Gesicht direkt betrachten konnte.
      „Hast du den täglich durch die Autowaschanlage gejagt oder warum ist der so weiß?“
      „Nennst du Cressi gerade ein Auto?“
      „Nee. Niemals.“
      „Doch, hast du!“
      „Nein.“
      „Doch.“
      „Nein!“
      „Doch!“
      „Doch!“, wollte sie mich in die Falle locken, aber … nicht mit mir!
      „Doch!“ Triumphierend grinste ich sie an und Eli schüttelte als Antwort nur mit dem Kopf. „Hätte ja klappen können“, seufzte sie und zupfte dann Cressis Strick richtig. „Hast du ihn mir schon fertig gemacht, damit ich gleich wieder abhauen kann?“
      „Eigentlich wollte ich gerade mit ihm-“, setzte ich an, wurde jedoch abrupt durch die Klischeeblondine vor meinen Augen unterbrochen. „Danke, echt nett von dir! Aber das war ja wohl das Mindeste, was ich von dir erwarten konnte. Hör auf, ständig nachts Cressi mit zu dir zu nehmen!“
      „Ich hab doch gar nicht …“ – „Natürlich hast du das!“
      Langsam begann ich, zu verstehen, und brach in lautes Gelächter aus. Es dauerte knappe zwei Minuten, in denen Elena nur mit verdutztem Gesicht vor mir stand und meinen plötzlichen Stimmungswechsel gar nicht nachvollziehen konnte, bis ich mich endlich wieder gefangen hatte. „Dachtest du wirklich, ich hätte Cressi … also jetzt ganz ehrlich?“, prustete ich erneut los und hielt mir den Bauch vor Lachen, was Cresant Moons Besitzerin nur mit einem skeptischen Blick quittierte und die Arme vor der Brust verschränkte.
      In dem Moment sprang Gwen ein, die mit Kedves an ihrer Seite auch in der Stallgasse aufgetaucht war (in der es langsam echt eng wurde). „Du hast Cressi hier abgelagert, um ihn nicht wieder mit nach Deutschland nehmen zu müssen, schon vergessen? Er stand die ganze Zeit bei Elisa, du hast ihn nur nie abgeholt. Als ob Elisa das stört, wenn du den Schnösel hier stehenlässt!“
      Jetzt änderte sich Elenas Gesichtsausdruck von „Ihr könnt mich alle mal“ zu „Ich kann mich zwar erinnern, tue aber mal lieber so, als wäre dies nicht der Fall“. „Oh … d-davon weiß ich nichts!“

      „Und? Wie läufts mit Matthew momentan?“, fragte Gwendolyn mich, als wir nebeneinander wieder in die Küche gingen. Elena lief neben uns her (sie hatte sich dazu entschieden, das Risiko noch einmal einzugehen und Cressi wieder in die Box zu stellen, um mit uns noch einen Tee zu trinken) und war erstaunlich ruhig, hoffentlich, weil sie es bereute, mich so angemacht zu haben!
      „Ach, der gibt mir momentan nur ein bisschen Nachhilfe in Bio und Physik, weißt du?“, grinste ich Gwen an, die nur leise lachte und bei Elena für einen weiteren verunsicherten Blick sorgte. Die Arme musste ja völlig überfordert sein, so viel, wie an diesem Tag passiert war!
    • Samarti
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      Schrei vor Glück!
      05/2015 | 2734 Zeichen
      Das Erste, was ich hörte, war das Umdrehen eines Schlüssels in meinem Haustürschloss.
      Das Zweite, was ich hörte, war ein lautes Aufstampfen.
      Das Dritte, was ich hörte, war ein noch viel lauteres Kreischen von einer Blondine, die völlig abgehetzt durch mein Haus rauschte und im Wohnzimmer, wo ich auf dem Sofa lag, nun quiekend ihre Runden drehte.
      „Was ist?“, fragte ich, als ich den Bissen von meinem Apfel heruntergeschluckt hatte. „Ist dein Zalando Paket endlich angekommen?“
      „BITCH, PLEASE!“, ihre Stimme war noch immer ein helles Quietschen, das an eine Quietscheente erinnerte, „Nein verdammt, mein Finanzamtgeld ist endlich da!“
      „Dein was?“
      „Mein Finanzamtgeld. FI-NANZ-AMT-GELD!“ Die nächste Etappe wäre wohl das Buchstabieren gewesen. Solange Elena ihre Wörter allerdings nur in Silben zerlegte, musste man noch nichts befürchten.
      Okay. So weit, so gut. „Und jetzt? Reitzubehör shoppen?“, hakte ich nach und biss ein weiteres Mal in den Apfel, woraufhin ich angewidert das Gesicht verzog. „Iiih, der ist da ganz braun!“, murmelte ich dann und schmiss ihn Elena zu, welche ihn erst nach ein paar 'Ich lasse ihn fast fallen, fange ihn aber im letzten Moment doch noch'-Manövern dann endlich verstand, dass sie ihn bitte in den Kompost packen sollte. „Ok, Chef!“, salutierte sie, brachte den Apfel weg und ließ sich dann auf dem Sofa neben mir nieder.
      „Nein! Blümchen-Shopping!“, quiekte sie und in dem Moment wünschte ich, ich hätte nicht gefragt.
      Innerhalb einer Sekunde fiel schon wieder die Tür ins Schloss und Elena war verschwunden. Einfach.. wie vom Erdboden verschluckt.

      Der Ausritt mit Matthew war wahnsinnig entspannt gewesen; beinahe eine völlig neue Erfahrung für uns beide, dass wir uns so lange nicht mehr anzickten. Während der Mann auf Diggin' in the Dirth saß, machte ich es mir im Sattel von Cardillac bequem. Cardillac ließ es sich nicht nehmen, meine Aufmerksamkeit ständig auf mich ziehen zu wollen, während Diggi eher ruhig und gelassen neben dem Perlino entlang schritt, fast, als würde es ihn nicht interessieren, dass der hellere (und ältere, wovon man allerdings nicht viel merkte) Hengst sich so aufspielen musste, um mal wieder im Mittelpunkt zu stehen.
      Dennoch hatten wir es uns in der kanadischen Pampa echt gut gehen lassen. Sonderlich viel geredet hatten wir beide nicht, was wahrscheinlich auch ganz gut so gewesen war. Irgendwie musste ich die Geschehnisse des letzten Abends noch einmal richtig sacken lassen und verdauen; es war zwar ein echt schöner Abend gewesen, aber irgendwie auch total ungewohnt. Und auch, wenn ich Matthew gerne drauf angesprochen hätte, konnte ich es in dem Moment einfach nicht – irgendwie konnte ich mich nicht überwinden, meine Hemmschwelle hinter mir zu lassen.
    • Samarti
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      Dressur E-A
      05/2015 | 7232 Zeichen
      „Eine letzte Wiederholung! … Und geschafft! Das Training ist für heute beendet.“
      Laut schnaufend schaltete ich den Fernseher aus und griff direkt zur Flasche – Wasserflasche, bevor ich hier wieder Alki geschimpft werde –, um meinem trockenen Mund entgegenzuwirken.
      „Elisa?“
      „… Was?“, brachte ich dann (zugegebenermaßen sehr keuchend) heraus und trocknete mir mit einem Tuch die Stirn, bevor ich mich zu Matthew (!!!) drehte und ihn böse anstarren wollte, aber selbst meine Gesichtsmuskeln brannten und meine Augen fielen mir fast zu.
      „Hast du nicht was vergessen?“
      „Was sollte das sein?“
      „Newt zum Beispiel.“
      „Wer ist Newt?“ Es musste ziemlich belustigend ausgesehen haben: eine völlig fertige Elisa, die nahezu noch total irritiert dreinblickte. Doch Matthew seufzte nur überfordert auf und schüttelte den Kopf. „Jojos Lewitzerhengst. Du sollst den trainieren und wolltest heute anfangen.“
      „Tja, zum Glück ist der Tag noch nicht vorbei!“, rief ich aus und sprang auf, rannte ein paar Schritte in Richtung Tür und lief dann doch nochmal rückwärts, ohne mich umzudrehen, bis ich wieder auf der Höhe von Matthew war.
      „Und du, mein Lieber, kümmerst dich jetzt um Cardillac!“

      Zum Glück hatte unser Dressurplatz die wunderschöne Möglichkeit, solche tollen Strahler da anzumachen, damit man auch im Dunkeln Licht hatte … denn wir trainierten gerade im Dunkeln.
      Newt und Cardillac sollten beide in Dressur aufs A-Niveau gebracht werden, sodass es sich ganz gut traf, dass die zwei gemeinsam trainiert wurden. Zugegebenermaßen war alleine trainieren halt nicht ganz so hilfreich, denn wenn ich mit Matthew trainierte, konnte man sich immerhin gegenseitig Ratschläge geben, wenn etwas nicht klappte. Und gerade bei Matthew half das ungemein, denn er hatte halt doch viel mehr Ahnung von Pferden, als ich jemals zugeben würde.
      Während Matthew sich also um das Training meines Perlinohengstes kümmerte, hatte ich mich auf dem Rücken von Jojos Lewitzer niedergelassen und kümmerte mich jetzt darum, dass dieser ein wenig gefordert wurde. Da er inzwischen so gut wie fünf war, konnten wir also mit seinem Dressurtraining langsam einsteigen und ihn etwas weiter ausbilden, was ihm wohl am wenigsten stören würde, denn dann könnte man der Langeweile vorbeugen. Der Schecke brauchte halt immer wieder neue Aufgaben, die es zu bewältigen gab.
      Ich hatte Jojo schon vorher gesagt, dass sie sich doch schon einmal um die Hufschlagfiguren kümmern sollte, so hätte sie etwas, was sie in Training integrieren könnte und ich müsste mich nicht mehr mit dem Zeug herumschlagen. (Das war genauso gelangweilt gemeint, wie es klingt!) Denn Schlangenlinien mit vier Bögen und die zehn Meter-Volten im Trab waren jetzt nicht so, was ich gerne machen wollen würde, wenn ich total müde wäre. Was ich war, also wollte ich es nicht unbedingt machen.
      Zu Beginn des Trainings waren wir sie doch nochmal durchgegangen, legten aber definitiv nicht unseren Fokus darauf. Auch Cardillac war schon an die Hufschlagfiguren gewohnt. Eigentlich lief der Hengst sogar schon M-fertig, aber das war noch nicht sonderlich vertieft; zudem mussten wir uns selbst erstmal einen Eindruck davon machen, wie weit er wirklich war. Somit war er bei uns offiziell noch auf E und sollte jetzt nochmal die Lektionen und Gangarten wiederholen und zeigen, dass er es definitiv drauf hatte. Viel Arbeit würde es bei ihm also hoffentlich nicht werden.
      Die Lektionen in einer A-Dressur bestanden aus dem Viereck verkleinern und vergrößern, dem einfachen Galoppwechsel, dem Zügel aus der Hand kauen lassen und dem Rückwärtsrichten.
      Um den beiden Ponys das Rückwärtsrichten näherzubringen, halfen Matthew und ich uns gegenseitig, indem der eine im Sattel des Pferdes saß und der andere dann vom Boden aus mitwirkte, wenn es darum ging, das Pferd nach hinten treten zu lassen.
      Sowohl bei Newt als auch bei Cardillac war das nicht sonderlich schwierig. Während Cardillac die Lektion bereits am Anfang ohne jegliche Hilfestellung fehlerfrei und sauber ausführte, brauchte Newt zwar eine Weile, bis er verstanden hatte, dass er rückwärts gehen sollte, doch nachdem er es verstanden hatte, dauerte es auch nicht mehr lange, bis er sich selbst immer verbesserte.

      Daraufhin folgte das Viereck verkleinern und vergrößern. Dabei geht das Pferd vom Wechselpunkt aus vorwärts-seitwärts in Richtung Bahnmitte. Der Körper des Pferdes bleibt dabei zumindest annähernd parallel zur Bande; bei einer Entfernung von etwa fünf Metern zwischen Pferd und Bande reitet man eine Pferdelänge nach vorn und stellt das Pferd dabei um. Danach lässt man das Pferd dem anderen Schenkel weichen und kehrt mit einer vorwärts-seitwärts Bewegung wieder zum Hufschlag zurück. Im besten Fall kommt man dann wieder am Wechselpunkt an der Bande an.
      Matthew und ich hatten uns also auf eine andere Seite vom Dressurviereck gestellt, um den jeweils anderen nicht zu stören oder gar zu behindern. Besonders bei Cardillac könnte das schwierig werden, denn der Gute stand nun mal immer gern im Mittelpunkt und die Wahrscheinlichkeit, dass er Newt deshalb in die Quere kommen könnte, war leider nur zu hoch.
      Wenn ich ab und zu einen Blick zu dem anderen Paar warf, sah ich, dass Matthew etwas damit zu kämpfen hatte, dass Cardillac die Schrittfolge richtig durchführte, denn obwohl der Hengst sich anstrengte und konzentrierte, unterliefen ihm dann doch hin und wieder mal ein paar kleine Fehler. Cardillac, der ein waschechter Perfektionist war, störte das selbst schon ziemlich, wenn er das bemerkte und demnach wollte er es selbst immer wieder versuchen, bis Pferd und Reiter endgültig mit dem Ergebnis zufrieden waren.
      Mit Newt hatte ich in der Zeit schon mit dem einfachen Galoppwechsel angefangen: angaloppieren, in den Schritt durchparieren, nach drei bis vier Schritten wieder angaloppieren. Während der Schrittphase stellte ich ihn um, gab eine halbe Parade und nahm gleichzeitig den äußeren Schenkel zurück, dann schob ich meine Hüfte nach vorn und gab mit dem neuen inneren Zügel nach, sodass Newt die Hand wechseln sollte. Was anfangs nicht ganz so klappte, pendelte sich in der nächsten Zeit einfach ein und sah schon bald ziemlich annehmbar aus. Natürlich war das noch eine Baustelle, doch grundsätzlich führte er die Lektion nach viel Übung ziemlich sicher und sauber aus.
      Danach folgte nur noch das Zügel aus der Hand kauen lassen als Lektion, was wir auch relativ flott und zügig drauf hatten, sodass wir das Training erst einmal beenden konnten.

      In der nächsten Zeit folgten dann noch größtenteils die neuen Gangarten: Zusätzlich zu den Gangarten der Klasse E (dem Mittelschritt, dem Arbeitstrab und dem Arbeitsgalopp) kamen somit noch der Mitteltrab und der Mittelgalopp hinzu. Der Mittelgalopp bezeichnete ein Tempo mit größeren beziehungsweise längeren Galoppsprüngen, bei welchem eine Rahmenerweiterung stattfand, was eine Dehnung im Pferd hervorrief. Dabei mussten wir aber darauf achten, im Galoppsprung nicht eiliger zu werden, sondern wirklich raumgreifendere Sprünge durchzuführen. Keins der beiden Ponys wies diesen Fehler aber dann später auf, sodass ich das Training von Newt und Cardillac guten Gewissens beenden und sie A-fertig eintragen konnte. Matthew war zufrieden – und ich war es auch!
    • Samarti
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      Dressur A-L
      06/2015 | 3681 Zeichen
      Cardillacs Training stand dann wohl als nächstes auf dem Trainingsplan für Juni.
      Es war tatsächlich so, dass ich mich auf sein Training wohl kaum freute, denn Cardillac konnte einfach alles! Ich musste lediglich bestätigen, dass er dann wohl in der Dressur L-fertig war. Und das war vielleicht langweilig! Da war selbst ich als totale Perfektionistin unterfordert. Schlimm genug.
      Der Perlinohengst freute sich, als ich endlich bei ihm war und er die Aufmerksamkeit bekam, die ihm gebürtig zustand, er war schließlich ein König und der einzige, der auf diesem Hof eine Krone zu tragen hatte. Oder wohl eher der einzige auf der ganzen Welt. Nur er hatte das Recht, königlich herumzulaufen. Und wehe, das machte jemand anderes!
      Die Krone trug er aber zum Glück (noch) nicht auf dem Kopf, sondern nur auf seinem Zubehör und, wenn es Winter war, würde ich ihm mit Sicherheit auch eine auf die Flanke scheren. So viel war sicher.

      Die Gangarten in einer L-Dressur beschränkten sich lediglich auf die versammelten Tempos des Trabs und des Galopps, also den versammelten Trab und den versammelten Galopp. Mein erster Kritikpunkt: Cardillac führte es perfekt aus, wie öde!
      Dementsprechend brauchten wir nicht lange, bis ich die einfach mit zusammengekniffenen Lippen und knirschenden Zähnen von der Liste strich.
      Stattdessen wandten wir uns den Hufschlagfiguren zu: acht Meter-Volten im Galopp; halbe Volte links und halbe Volte rechts; aus der Ecke kehrt mit acht Metern Durchmesser; durch die halbe Bahn wechseln und durch die Länge der Bahn wechseln. Klang wahrscheinlich genauso langweilig und eintönig, wie es letztendlich war.
      Das einzige, was ich mit Cardillac an den Hufschlagfiguren übte, waren dann wohl nochmal die engeren Wendungen, um ihn noch zu gymnastizieren, doch irgendwie war das überflüssig. Mann, wieso hatte ihn nie jemand so hoch eingetragen, wie er wirklich laufen konnte?! Das regte mich vielleicht auf! So könnte ich mir eigentlich die gesamte Arbeit sparen, so gemein das jetzt auch klang, und ich könnte mich wichtigeren Dingen widmen. Ihm zum Beispiel mehr Aufmerksamkeit im Bezug auf Ausritte zukommen lassen. Stattdessen musste er immer wieder zeigen, dass er es in sich hatte und definitiv nicht unterfordert werden sollte.
      Anschließend kümmerte ich mich noch um die drei Lektionen: den Außengalopp, die Kurzkehrt und die Hinterhandwendung.
      Bei der Kurzkehrt verkürzte ich Cardillacs Schritte, indem ich ihn aufnahm, und stellte ihn dann nach links, sodass er sich nach links bog. Dazu verlagerte ich mein Gewicht nach innen, trieb mit dem inneren Schenkel und mein äußerer Schenkel wanderte eine Handbreit hinter den Sattelgurt, um die Biegung zu erhalten. Um diese Biegung jedoch erst einmal zu ermöglichen, gab ich am äußeren Zügel dann noch nach. Als mein Reitpony vorwärts treten wollte, hielt ich die Vorwärtsbewegung auf, als er vorwärts-seitwärts treten wollte, indem ich Kreuz und Oberschenkel anspannte und eine kurze Parade am äußeren Zügel gab.
      Cardillac trat dann seitwärts, woraufhin ich innen nachtrieb, um den nächsten Schritt auszulösen. Dann hielt ich wieder die Vorwärtsbewegung auf und wiederholte diese Abfolge immer wieder, bis ein Halbkreis entstanden ist. Zum Schluss ging Cardillac noch einen Schritt vorwärts-seitwärts, um zurück zum Hufschlag zu kommen, wozu ich einfach nur die Vorwärtsbewegung nicht aufhielt. Danach stellte ich ihn immer wieder gerade und ritt auf dem Hufschlag weiter.
      Die Hinterhandwendung mussten wir nicht mehr üben, genau wie den Außengalopp – beides beherrschte mein Hengst nahezu perfekt.

      Den Punkt auf der To Do-Liste für Juni konnte ich also gewissenhaft abhaken und als „erledigt“ betrachten.
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  • Album:
    2.2 - Südstall
    Hochgeladen von:
    Samarti
    Datum:
    22 Feb. 2017
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    Kommentare:
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    EXIF Data

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    Height:
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    Note: EXIF data is stored on valid file types when a photo is uploaded. The photo may have been manipulated since upload (rotated, flipped, cropped etc).

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    Rufname: König(liche Majestät), Eure Hoheit
    geboren: Oktober 2003


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    Rasse: Deutsches Reitpony
    Geschlecht: Hengst

    Farbe: Perlino (AA Ee CrCr)
    Stockmaß: 148 cm

    Beschreibung:

    Cardillac ist ein kleiner König: Er ist sich seiner Schönheit und seines Talents durchaus bewusst und wenn man möchte, dass er seine volle Leistung zeigt, dann sollte man ihn auch so behandeln. Cardillacs Box ist eine der saubersten im ganzen Stall. Abgesehen von der rechten hinteren Ecke (seiner "Toilette") liegt die Einstreu immer gleichmäßig und ordentlich verteilt in der Box. Cardillac liebt die Dressur und das Springen und ist darin ein absolutes Talent. Selbst das Geländespringen würde ihm Spaß machen, wenn er nicht so eine tierische Abscheu gegenüber Wasser hegen würde...

    Man darf Cardillac auch nie zu nahe kommen und ihn ungefragt streicheln, es sei denn der Hengst fordert einen eindeutig dazu auf. Außerdem lässt er nur zu gerne seinen Charme spielen und dann schmelzen alle förmlich dahin.

    Zum Glück achtet er von selbst auf seine Figur, sonst wäre er inzwischen kugelrund bei den Ansammlungen von Leckerlis, die ihm regelrecht entgegen geworfen werden.


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    Besitzer: Samarti
    Ersteller: Waldvoegelchen

    Dressur S - Springen M - Military A - Fahren M - Distanz A - Wendigkeit A
    HK 475
    311. Springturnier
    213. Militaryturnier
    317. Springturnier
    241. Fahrturnier
    93. Synchronspringen
    245. Fahrturnier
    RS 46


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    Offizieller Hintergrund