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jojomaus

Calvados

Calvados
jojomaus, 10 März 2015
    • jojomaus
      Bericht vom 16.08.13 © Edfriend
      16.08.2013 - Herzlich Willkommen auf Nasty Past!
      Nach dem Abendbrot holte ich meinen Laptop zu mir, um mein Postfach zu checken und ein wenig durchs Internet zu surfen. Es waren wieder einige Emails angekommen, unter anderem Rechnungen, aber auch anderswärtige Anfragen. Als neueste Mail stand eine von Sevannie. Leicht irritiert schaute ich nach, was es denn Wichtiges gab. Sevannie fragte nämlich nach Nasty Past und das, obwohl wir eigentlich momentan inaktiv waren. Ich ahnte schon keine guten Nachrichten und als ich ihr Anliegen las, begann es in meinem Kopf direkt zu rattern. Sie wollte ihre fünf Vollblüter wegens Zuchtumstellung abgeben, bekam sie aber nicht verkauft, so kam nun Nasty Past in Frage. Ich schrieb ihr, dass ich mich mit Fee absprechen wollte, letzten Endes stimmte ich aber dann doch schon zu, Fee würde nichts dagegen haben. Zwanghaft überlegte ich, wie wir fünf neue Pferde auf Nasty Past unterbringen wollten. Die einzige Möglichkeit war der eigentliche Quarantänestall, doch auch dort gab es nur vier Boxen. Doch die Frage hatte sich dann schnell geklärt, da zwei von den fünf Pferden noch Fohlen waren und da die Tiere nur nachts in den Boxen stehen würden, würden die beiden sich diese teilen. Nur um die Weiden für die Tiere würden wir uns noch kümmern müssen. Ich versprach Sevannie, die Pferde direkt Morgen früh abzuholen. Schnell schrieb ich noch Fee eine Mail und ging dann schlafen, denn ich wollte Morgen schon um sechs raus.​
      Verschlafen stand ich auf und wanderte ins Bad um mich fertig zu machen. Dann huschte ich flott runter in die Küche, wo meine Pfleger schon am Tisch saßen und frühstückten. Talulah hatte mir auch schon ein Frühstück zum Mitnehmen fertig gemacht und ich dankte ihr. Alle drückten mir die Daumen, dass es glatt gehen würde, denn ein Transporter mit fünf Pferden würde nicht so einfach werden. Allerdings lag Sevannies Gestüt einige Meilen weit weg, so dass wir nur einmal fahren konnten. Auf meinem Weg holte ich Fee und Trudi bei Nasty Past ab, dort hatten sie sich bereits um unsere Pferde gekümmert. „Was hast du dann mit den fünf Tieren eigentlich vor?“ fragte Trudi neugierig und ich überlegte ein Weilchen. „Erst einmal werden wir sie wieder antrainieren und dann auf Turniere schicken und wenn sie einige Erfolge gesammelt haben, müssen wir nach neuen Besitzern Ausschau halten, wir können sie schließlich nicht behalten.“ murmelte ich. Nach zwei Stunden kamen wir auf dem Gestüt an und Sevannie begrüßte uns herzlich. Sie hatte die fünf Pferde schon fertig machen lassen und während Trudi und einer von Sevannies Pflegern die Pferde verluden, ging ich mit Fee und Sevannie die Kaufverträge unterschreiben und nahmen die Papiere entgegen. Draußen herrschte großer Trubel, denn eine der Stuten, Paper Heart, weigerte sich partout, in den Hänger zu gehen. Sevannie seufzte leise. „Sie hat eine tierische Angst vor Hängern, aber ich habe schon vorgesorgt.“ Sevannie verpasste der Stute eine Spritze Beruhigungsmittel, welche sie sich gestern von ihrer Tierärztin hatte geben lassen und nachdem die Dosis endlich Wirkung zeigte, konnten wir die Stute verladen. Dann mussten wir uns auch schon von Sevannie verabschieden und machten uns auf den Heimweg. Es war ziemlich anstrengend, die Fahrt mit fünf Pferden zu schaffen, umso glücklicher war ich dann, als wir die Einfahrt von Nasty Past sahen. „Habt ihr die Boxen schon fertig?“ fragte ich neugierig und Fee nickte grinsend. Ich war so froh, die beiden im Team zu haben. Nacheinander luden wir die Pferde aus und brachten sie in ihre Boxen. Als erstes waren die beiden Hengstfohlen an der Reihe, dabei handelte es sich um Zanaro und Crown Jewel. Beide waren Prachtstücke mit einer super Abstammung und einem traumhaften Körperbau. Die beiden schienen kein Problem zu haben, sich die Box zu teilen, aber die Boxen des Quarantänestalls waren, wegen seiner eigentlichen Funktion, auch fast doppelt so groß, wie unsere normalen Boxen. Dann luden wir die Fuchsstute Paper Heart aus. Sevannie hatte uns bereits vor ihren Launen gewarnt und dennoch hatten wir zu tun, die Stute, bei welcher das Beruhigungsmittel allmählich nachließ, in ihre Box zu verfrachten. Aufgewühlt lief sie umher und ich hatte schon Sorge, sie würde hyperventilieren. „Trudi? Machst du schon einmal das Futter bereit und tust bei Paper Heart einige Baldrianwurzeln und Teebaumöl mit hinein, damit sie sich wieder beruhigt?“ fragte ich und meine Pflegerin entschwand direkt in der Futterkammer. Fee und ich luden nun noch den Hengst Calvados und die Stute Already aus. Calvados war ein Vollblut im Ponyformat, denn er maß nur 1.50m und war daher äußerst knuffig anzusehen. Er kam auf die linke Seite des Stalles und stand so nicht direkt bei den Stuten. Already war eine richtige Schmusestute und einfach super lieb, deswegen sollte sie in die vorderste Box des Stalles. Sie war die einzige, welche mit sich schmusen ließ. Alle Pferde besaßen nun eine gigantische Box inklusive Paddock, so würden sie die ersten zwei Tage ohne Weidegang verkraften. Wir wollten die Stuten mit zu unseren stellen, das müsste problemlos gehen und die beiden Fohlen würden mit in unsere Fohlengruppe integriert werden, während Calvados mit auf die Weide von Hoppla und Dreamer kommen würde.​

      Bericht vom 21.12.13 © Edfriend
      21.12.2013 - Weihnachten auf Nasty Past
      „Guten Morgen meine Lieben!“ lächelte ich fröhlich, als ich den Stall betrat. Neugierige Blicke wurden mir von allen Seiten zugeworfen, anscheinend warteten alle schon begierig auf ihr Frühstück. Flott schnappte ich mir also die Heuballen, zerteilte sie und schob jedem Pferd sein Frühstück in die Box. Während ich meine Arbeit verrichtete, dachte ich über die kommenden Tage nach, denn in drei Tagen würde Weihnachten sein! Deshalb war ich der Meinung, dass wir den Stall doch noch schön schmücken mussten! Dementsprechend warf ich Fee schon früh aus dem Bett, damit wir nach der Fütterung einkaufen fahren würden. Doch vorher versorgte ich noch die Gnadenbrotpferde und äppelte deren Paddock ab. Gegen neun Uhr kam dann Fee und wir fuhren in die Stadt, um Weihnachtszeug zu kaufen.​
      Schon nach Eineinhalbstunden waren wir wieder da und machten uns an unsere Lieblingsbeschäftigung, nämlich den Stall zu schmücken! Über das große Tor hängten wir einen hübschen Weihnachtskranz und ganz oben an der Spitze des Daches befestigten wir einen roten Stern. Im Stall hängten wir weihnachtliche Girlanden auf und hier und da ein wenig Schmuck. Auch hatten wir eine Lichterkette für den Tannenbaum gekauft, der vor dem Stall stand und trotz seiner spitzen Nadeln, schafften wir es, ihn zu dekorieren. Als alles an Ort und Stelle war, nickte ich Fee zufrieden zu. Nun konnten wir uns um die Pferde kümmern, welche alle friedlich auf der Weide standen und ihre Freiheit genossen.​
      Wir holten uns Unglück und Key von der Weide, um mit beiden einen kleinen Ausritt zu wagen. Leider lag bei uns immer noch kein Schnee, obwohl doch heute sogar Winteranfang war! Ich hoffte inständig, dass es vor Weihnachten endlich noch schneien würde. Für uns war es natürlich auch praktisch, denn so ging die Arbeit noch wesentlich leichter von der Hand. Die beiden Stuten putzten und sattelten wir flott, eh wir in Richtung Wald ritten. Es war interessant zu sehen, dass einige Bäume tatsächlich noch ihr Laub besaßen. Mit den beiden Vollblutstuten konnte man sehr angenehm ausreiten und so kamen wir auch wohlbehalten wieder an.​
      Als nächstes holte ich mir die aufgedrehte Success Story, während Fee sich lieber mit Deep Silent Complete beschäftigte. „Ey, Eddi! Hast du schon gehört, dass Joelle Galopp wieder aktiv wird?“ fragte mich Fee begeistert und ich strahlte sie an. Auf Nasty Past standen inzwischen so viele Vollblüter mit Potenzial und wenn wir bei solchen Rennen erfolgreich sein würden, könnten wir den Rettungshof wesentlich besser finanzieren! Während wir in der Halle ein wenig Dressur ritten, unterhielten wir uns noch sehr angeregt über Joelle Galopp, denn das wäre wahrlich eine geniale Idee.​
      Generell hatten wir uns letzter Zeit zurückgezogen, so dass wir direkt beschlossen im Jahr 2014 wieder aktiver zu werden. Während wir Hoppla und Cual Maniaca putzten, nahmen die Pläne allmählich Gestalt an. Wir wollten Turniere veranstalten, um wieder einige Spenden zu bekommen, denn momentan wurde es doch langsam knapp, was das Geld für Tierärzte und Hufschmiede betraf. Alles aus eigener Tasche zu bezahlen war doch auch happig. Immerhin besaßen Fee und ich auch noch eigene Gestüte. Dennoch machte uns die Arbeit mit den Nasty Past Pferden riesigen Spaß und den kleinen Hoppla würde ich gewiss nicht mehr abgeben. Ihn und Cual Maniaca longierten wir heute nur.​
      Danach waren noch Leitz und Fiebertraum an der Reihe. Mit ihnen wollten wir springen und da kamen wir schon auf die Turniere zurück, beziehungsweise Fiebertraum wäre der geborene Sprinter für Joelle Galopp. Während wir die Hengste mit Trabstangen und Cavalettis gymnastizierten, besprachen schon einige Dinge und inzwischen standen unsere Teilnahmen bei Joelle Galopp fest. Nur die Winter Cups würden wir wohl noch nicht mitmachen können, aber man sollte ja auch nicht alles überstürzen. Schließlich würden wir vorher noch fleißig trainieren müssen.​
      Da kamen wir schon zum nächsten Problem, wo denn mit Vollblütern trainieren? Fee und ich stellten uns an die Weide der Vollblutstuten, welche wir damals von Sevannie übernommen hatten. Sie hatten sich inzwischen richtig gut eingelebt und ich hoffte doch, dass das mit dem Training nur noch besser werden würde. Already und Paper Heart kamen zum Zaun getrabt und begrüßten uns herzlich. Besonders Already hatten wir jetzt schon ins Herz geschlossen, die Stute war einfach wunderbar und so liebenswürdig! Allerdings konnte sie auch, genauso wie Paper Heart, ziemlich abgehen.​
      Die Vollblüter standen im kleinen Stall, unserem eigentlichen Quarantänestall, aber dort waren sie am besten aufgehoben. Den Fuchshengst Calvados hatten wir mit zu unseren Hengsten gestellt und nach anfänglichen Eskapaden hatte er sich auch integriert. Ich holte ihn von der Weide, um ihn gründlich zu putzen und dann zu longieren. Fee wollte sich lieber um die beiden Fohlen Zanaro und Crown Jewel kümmern. Gemeinsam putzten wir die drei und splitteten uns dann auf, ich ging in die Halle und Fee ging spazieren. Nach einer halben Stunde trafen wir uns dann wieder und dann standen nur noch wenige Pferde an.​
      Schnell putzten wir noch Moon River und Lulu, um die beiden älteren Stutfohlen dann noch ein wenig in der Halle zu fordern. Auch hier hieß es longieren oder zumindest daran gewöhnen. Als die beiden dann wieder in ihrer Box standen, holten wir noch die Zwerge Calero und Existenz. Beide putzten wir nur noch, ehe sie in ihre Boxen durften, dann folgten auch schon die anderen Pferde. Nachdem dann alle in ihren Boxen standen, fütterte ich im großen Stall und Fee kümmerte sich um die Vollblüter. Mit Fürsorge begutachtete ich noch einmal jedes Pferd, eh es sein Müsli und das Heu bekam. Den Abschluss unserer Abendrunde machten wir bei den Gnadenbrotpferden. Dort hieß es noch ein wenig kuscheln und das Heu verteilen, ehe wir müde nach Hause fuhren.​

      HS-Bericht vom 27.12.13 © Zaii
      Hufschmiedsbericht
      Ferro Di Cavallo
      Heute führte mich mein Auftrag auf den Rettungshof “Nasty Past”. Hier wurde sich um Tiere gekümmert, die erfolglos neue Besitzer gesucht hatten und vielleicht sogar schon aufgegeben worden waren. Ich freute mich, mithelfen zu dürfen, diese Tiere wieder aufzupäppeln und ihnen eine zweite Chance geben zu dürfen. Als ich im Auto langsam auf das Gelände des Hofes fuhr, umgaben mich zunächst Weiden, weitläufig und friedlich lag die Landschaft dar. Als ich geparkt hatte kam mir bereits Edfriend entgegen. Sie leitete den Hof mit IGottaFeeling und auch wir kannten uns schon, hatte ich doch bereits eines ihrer Pferde auf ihrem Gestüt behandelt. Wir begrüßten uns und Edfriend bot sich an, mir einen Teil der Ausrüstung abzunehmen, dann machten wir uns auf den Weg zu den heutigen Kunden.
      Als erstes wurde mir Already vorgestellt, eine schlanke Stute, die Edfriend vertrauensvoll entgegenbrummelte, als sie sie hörte. Sanft versenkte die Stute ihre weichen Nüstern in Edfriends Hand, sobald diese in Reichweite war. Auch ich stellte mich der verschmusten Stute vor, ein Leckerli unterstütze mich dabei. Während Already genüsslich kaute band ich mir die Schürze um und richtete das Werkzeug her. Ich positionierte den Hufbock in Reichweite und ließ mir dann die Gänge der Stute zeigen. Rassetypisch hatte die Stute flache, lange Gänge und sie wich Edfriend nicht von der Seite. Die Ohren zuckten aufmerksam in alle Richtungen, doch Already beruhigte sich sofort wieder, als Edfriend sie anband und leise mit ihr sprach. So machte ich mich an den ersten Huf. Die Stute trug, wie auch meine anderen Kunden, bereits Eisen. Also öffnete ich zunächst die Nägel an der Hufoberseite, wofür ich den Huf auf den Hufbock stellte, um diese dann mit dem alten Eisen abzuziehen. Die Stute drehte ihren weißen Kopf nur einmal kurz, dann ließ sie sich wieder von Edfriend mit Streicheleinheiten verwöhnen, während ich nun begann, den Huf wieder in Form für neue Eisen zu bringen. Hierzu kürzte ich die Hufwand zunächst auf ein gesundes Maß, wobei ich die Klinge mit Hilfe eines Schlageisens durch die Hufwand trieb, dann schnitt ich das Zerfallshorn aus der Sohle. Already war nicht aus der Ruhe zu bringen, auch nicht, als ich die Hufwand eben raspelte und die Kanten berundete. Dies war für das spätere Anbringen der Eisen sehr wichtig, da diese nicht gebrannt, sondern kalt angeracht wurden. Ich setzte den Huf ab und lobte die Stute mit dem freundlichen Blick, dann widmete ich mich dem nächsten Huf. Auch hier war Already die Ruhe selbst und auch bei den hinteren Hufen verhielt sich die Stute einfach nur vorbildlich, sodass ich das harte, gesunde Horn ohne Probleme bearbeiten konnte. Als ich alle vier Hufe von den alten Hufeisen befreit und wieder in Form gebracht hatte, lobte ich den Rappen, ehe ich aus dem Wagen ein paar Hufeisen holte, um die exakt richtige Passform zu finden. Edfriend wollte für alle Drei Aluminiumeisen, da diese leichter waren als normale Stahleisen, die Vollblüter aktiv auf der Rennbahn liefen und sich so Gewicht einsparen ließ. Daher waren die Größen für die Eisen beschränkter als die der Stahleisen und ich hatte die richtige Passform schnell gefunden. Ich machte mich daran, die Eisen mit Hammer und Amboss kalt an jeden Huf anzupassen, was aufwendiger war, als nach dem Erhitzen in Form zu schlagen. Immer wieder kontrollierte ich, ob Eisen und Huf perfekt zusammen passten und feilte nochmals am Tragrand, bis ich schließlich zufrieden war und sich das Aluminium perfekt an den Huf schmiegte. Nun konnte ich die Eisen nach und nach mit Nägeln befestigen, wobei Already lediglich mit leichtem Anlegen der Ohren reagierte, doch auch hier reichten ein paar beruhigende Worte von Edfriend, um das Vollblut wieder zu entspannen. Nachdem alle Hufeisen angenagelt worden waren, wurde Already wieder los gebunden, damit ich mir abschließend die Gänge nochmal ansehen konnte. Die rappfarbene Stute trat zwar noch etwas vorsichtig auf und sie lief auch nicht ganz so klar wie vor der Behandlung, doch das war bei neuen Eisen nicht ungewöhnlich und würde sich in den nächsten Tagen legen. Ich war zufrieden und nachdem ich dem Vollblut zum Abschied nochmal ein Leckerli zugesteckt hatte führte Edfriend sie zum Stall, woraus sie nach einigen Minuten auch schon mit meinem nächsten Kunden kam. Paper Heart war eine fuchsfarbene Stute und um einiges größer als ihre Kumpanin Already. Für mich, deren größtes Pferd ein Stockmaß von etwa 1,60m hatte, wirkte sie ziemlich groß und mit ihren angelegten Ohren sah sie nicht sonderlich freundlich aus, als sie neben Edfriend aus dem Stall trat. Das Vollblut wurde mir als ziemlich Zicke vorgestellt, was ich schnell bestätigen konnte, denn als Paper Heart vorlaufen sollte, war sie ganz und gar nicht angetan davon und zeigte dies deutlich, in dem sie ihre Besitzerin austeste. Ein Satz nach links, ein Satz nach rechts – Edfriend arbeitete wohl schon länger mit der Stute, denn sie wich dem Pferdekörper jedes Mal geschickt aus – und natürlich ließ es sich die Stute auch nicht nehmen, plötzlich wie angewurzelt stehen zu bleiben; der Singvogel, der aus dem Baum aufstieg war aber auch wirklich angsteinflößend! Davon abgesehen machte die Stute große, klare Schritte und war außerdem sehr schnell. Ein typisches Rennpferd eben. Edfriend band die Stute, wie vorher auch Already, an, was Paper Heart ebenfalls nicht zu gefallen schien. „Sie scheint heute keinen guten Tag zu haben..“, meinte Edfriend, doch trotzdem wollten wir unvoreingenommen starten und so stellte ich mich mit einem Leckerli vor und machte mich danach an den ersten Huf. Paper Heart gab den Huf brav und machte auch keinerlei Probleme, als ich die Nägel löste und das alte Eisen entfernte. Wie schon bei meiner vorherigen Kundin brachte ich die Hufe nach einander für die neuen Eisen in Form und nachdem ich die Hufwände gekürzt und die Sohlen ausgeschnitten hatte raspelte ich die Hufwände plan. Die große Stute ließ alles über sich ergehen, bis ich zum letzten Huf kam, ein Hinterhuf. Der Fuchs schien gar nicht angetan davon, so lange auf drei Beinen stehen zu müssen und machte sich auch keine große Mühe, dies zu verbergen. Während Edfriend vorne sachte auf die Stute einsprach, versuchte diese, mir immer wieder das Bein weg zu ziehen. Ich unterbrach meine Arbeit und hielt den Huf einfach nur fest, bis Edfriend schließlich Erfolg hatte und Paper Heart sich wieder beruhigte. Als das Vollblut wieder ruhig stand, ließ ich das Bein kurz ab, damit sie sich nicht gleich wieder aufregen würde, dann setzte ich meine Arbeit fort. Von nun an klappte alles ohne nennenswerte Probleme, lediglich das Geräusch, welches beim Formen der Eisen entstand, gefiel Paper Heart gar nicht. Mit hoch erhobenem Kopf, angelegten Ohren und schlagendem Schweif stand die Stute da, bereit, jeden Moment davon zu laufen. Doch auch diese Situation meisterten wir und nachdem die Hufeisen richtig auf die Hufe passten und festgenagelt worden waren, hatte Paper Heart es auch schon geschafft. Ich lobte die Stute und steckte ihr ein Leckerli zu; schließlich sollte sie den Hufschmied in guter Erinnerung behalten und keine Angst davor entwickeln. Abschließend zeigte Edfriend mir nochmals die Gänge der Stute, auch hier war es ähnlich wie zuvor bei Already, aber Paper Heart lief flüssiger, denn sie war schlichtweg zu beschäftigt mit ihrer Umgebung. Edfriend und ich waren zufrieden und während ich bereits alles für meinen dritten Kunden herrichtete, kam Edfriend mit diesem aus dem Stall. Das Vollblut sah sich mit großen Augen aufmerksam das gesamte Werkzeug an, nachdem Edfriend mir die Gänge des Hengstes gezeigt hatte. Zunächst wollte Calvados, wie der Fuchs mir vorgestellt wurde, nicht ruhig stehen, doch nachdem ich ihn mit einem Leckerli bestochen hatte und Edfriend leise auf ihn einsprach, beruhigte er sich schnell wieder. Also konnte ich mit meiner Arbeit beginnen. Calvados flehmte, was wir aber nicht als Anzeichen einer Kolik werteten, sondern, auf den Geruch der Stuten zurückführten, blieb dabei aber gelassen ruhig und spielte nur mit seinen Ohren, während ich den ersten Huf vom Eisen befreite. Genau so entspannt blieb er, als ich den ersten ausschnitt, nachdem ich die Hufwand gekürzt hatte, und ihn abschließend plan raspelte. Ohne Probleme ließ mich der kleine Hengst auch an seinen anderen Hufen arbeiten und freute sich stattdessen über Streicheleinheiten von Edfriend. Nachdem der Hengst barhuf dastand und ich die passende Größe der Eisen gewählt hatte, begann ich, diese in Form zu bringen. Zwar drehte Calvados mit großen Augen und angelegten Ohren den Kopf, doch dies war kein Vergleich zu Paper Hearts Reaktion. Nachdem ich die Tragränder der Hufe jeweils nochmal eben gefeilt hatte, brachte ich die neuen Aluminiumeisen an. Der abschließende Gangtest war zufriedenstellend, man merkte kaum einen Unterschied im Gang des Fuchses, außer dass die neuen Eisen leichter waren, den Calvados schmiss die Beine ungewohnt nach oben und vorne. Mit einem Lachen auf den Lippen und einem Leckerli in der Hand verabschiedete ich mich von dem umgänglichen Hengst und während Edfriend diesen wieder zurück in seine Box brachte, begann ich damit, das Werkzeug aufzuräumen. Als Edfriend wieder aus dem Stall kam, hatte ich bereits alles im Auto verstaut und nachdem ich ihr erklärt hatte, dass der Kaltbeschlag für den Huf schonender war, sich die Aluminiumeisen allerdings schneller abnutzen und leichter oxidieren würden, konnte ich mich schon verabschieden. Edfriend begleitete mich noch zum Auto, dann rollte ich vom Hof, während Edfriend wieder im Stall verschwand.​

      Bericht vom 18.05.14 © medy
      Bei Nasty Past zu Besuch
      medy | 8254 Zeichen
      Mit einem Blick auf die Straße setze ich den Blinker und biege rechts ab. Heute sollte es wieder zu Eddi gehen, zusammen mit ihr und Fee kümmern wir uns heute um die Pferde des Rettungshof und auch ein Frühlingsputz ist angesagt. Ich fahre dem Kiessträßchen entlang und bald erblicke ich den großen Hof. Als ich dann aus dem Auto springe, kommen mir Eddi und Fee schon entgegengelaufen. Mit einem hellem "Hallo" begrüße ich die beiden, bevor wir uns noch rechts und links drei Küsschen geben. Ich schaue mich mit strahlenden Augen auf dem Hof um, ich war schon einmal hier, da habe ich mich um Eddi's Fohlen gekümmert. Fee kenne ich noch nicht so gut, ich hoffe, dass wir uns an diesem Tag besser kennenlernen. Sie macht einen sympathischen Eindruck. "Und, wo fangen wir an?", frage ich dann die beiden Mädels. "Ich wäre dafür, dass wir zuerst alles auf Vordermann bringen, und uns dann um die Pferde kümmern. Wer weiß, vielleicht haben wir ja am Schluss noch Zeit für einen Ausritt...?", zwinkert mir Fee zu. Ich lache und erwidere: "Na, da bin ich einverstanden. Wo fangen wir an?" Nachdem mir Eddi antwortet, dass es vielleicht am besten wäre, wenn wir zuerst die Weidetränke reparieren würden, marschieren wir schon los. "Zuerst kontrollieren wir mal ob es überhaupt etwas zu reparieren gibt, und geputzt werden müssten die Tränke auch", grinst Eddi mich an, schlüpft unter den Zaun durch und wir folgen ihr. Auf der Weide schauen uns viele Pferde neugierig an. "Oh, wie süß. Wer ist denn das dort hinten?", ich zeige auf ein Trakehner, ein Palomino. "Oh, das ist unser hübscher Fiebertraum.", antwortet Fee mir, während sie zu ihm geht und ihn streichelt. "Der Name passt ja aber gar nicht, ts ts", meine ich gespielt empört,"das ist doch kein Fiebertraum, das ist ein Traum auf Erden!" Wir lachen und die beiden stellen mir auch noch die anderen Pferde vor. Innerhalb einiger Minuten habe ich praktisch alle Pferde des Rettungshof kennengelernt. Cual Maniaca, Hoppla, Fiebertraum und ZM’s Zanaro haben es mir doll angetan. Nun führt Fee mich auch schon zu den Weidetränken. Der erste scheint noch intakt zu sein, da müssen wir nichts machen, außer sie zu putzen. Bei der zweiten sieht es aber schon anders aus; ein langer Riss schlängelt sich durch die Tränke. „Eddi, müssen wir den wohl ersetzen oder geht das vielleicht auch anders …?“, fragte Fee an Eddi gerichtet. Eddi erwidert nichts, grinst nur und eilt davon. Was sie wohl im Sinn hat? Wenig Später kommt sie mit viel Klebeband zurück. „Das wird doch nicht reichen!“, meint Fee kritisch. „Ach was, komm Klebeband, denen zeigen wir es!“, lacht Eddi und fängt an, die Tränke zu reparieren. Und siehe da, nachdem wir der Wassertränke einen Wassertest gemacht haben, hält es perfekt. „Ha!“, ruft Eddi und zeigt mit dem Zeigefinger auf Fee, „da hast du es!“ Wir alle drei fangen an zu lachen und kontrollieren auch noch die anderen Tränke. Nachdem wir dann alle geputzt und kontrolliert haben, machen wir uns am Zaun zu schaffen, an einigen Stellen hält der nicht so gut. Deep Silent Complete bleibt immer in meiner Nähe und schaut neugierig zu, was ich da denn treibe. Ich erlaube mir hin und wieder eine kurze Pause und streichle ihren schönen Kopf.​
      Später, nachdem wir alle erledigt von der Weide zurückkommen, bringt uns Eddi ein kaltes Getränk, genau das Richtige. Wir trinken und unterhalten uns über Belangloses, ehe wir uns wieder an die Arbeit machen. In der Sattelkammer sollte man wieder mal aufräumen und aussortieren und auch der Stall sollte wieder geputzt werden. Also erheben wir uns wieder und machen uns auf den Weg zur Sattelkammer. „Letztes Jahr haben wir Sachen gefunden, von denen wir gar nicht wussten, dass wir sie hatten. Hoffen wir es geht diese Jahr genau so“, lacht Fee und wir stimmen mit ein. „Das ist doch immer so“, grinse ich. In der Sattelkammer nehmen wir uns die erste Kiste vor und entdecken immer wieder neues, spannendes Zeug. „Ich wusste ja gar nicht das wir Laufferzügel haben!“, meint Fee plötzlich erstaunt. So ist es, man hat Sachen, welche man gar nicht braucht. Wir putzen Zügel, begutachten Schabracken und suchen zusammen passende Steigbügel. Nach einer guten Stunde, oder auch zwei, ist alles geputzt und sortiert an seinem richtigen Platz. „So, dann wollen wir uns mal die Stallungen vornehmen“, seufzt Fee und ich nicke mit gespielt ernster Miene. Im Stall befreien wir Boxenwände von Spinnennetze, putzen das Fenster und reinigen allgemein den ganzen Stall. Plötzlich quieke ich auf und schreie: „Ratte! Eine Ratte!“ Ich hasse nämlich Ratten. Erschrocken von dem Geschrei eilen mir Fee und Eddi zur Hilfe. Als ich dann aber auf die graue, fette Ratte zeige, fallen sie in lautes Gelächter. Ich verziehe die Lippen und schmolle, entferne mich von der Ratte. „Nicht witzig“, brummle ich und verschränke die Arme. Als mich dann aber Fee anschaut, muss ich auch lachen. „Aber was soll ich den machen wenn ich Ratten hasse?“, ziehe ich die Schultern hoch und frage die beiden. Als Antwort lachen sie erneut. Nach diesem Zwischenfall arbeiten wir weiter, ich schaue mich immer wieder misstrauisch um, ob irgendwo eine Ratte lauert. Zum Glück läuft mir aber keine mehr über den Weg. In der Zwischenzeit haben Eddi und Fee Musik laufen lassen, und ich summe fröhlich mit.​
      Nachdem wir alles sauber geputzt haben, wenden wir uns den Pferden zu. Zuerst hole ich Paper Heart von der Weide und putze sie gründlich. Sie geniest die Putzeinheit und döst vor sich hin. Danach bringe ich sie wieder zurück und hole zuerst Already und dann Crown Jewel von der Weide. Beide Hüh putze ich gründlich, Already ist sehr verschmust und reibt ihren Kopf immer wieder an meiner Jacke. Crown jedoch ist schnell langweilig und versucht eine Befreiungsaktion. Erfolgslos. In der Zwischenzeit hat Eddi Lulu, Moon River und Calvados geputzt, währendem Fee sich um Key, Success Story und Hoppla gekümmert hat. Nun bleiben noch Leitz, Cual Maniaca, Fiebertraum, CH’s Unglück, CH’s Zanaro und Geoffrey’s Brother übrig. Zusammen putzen wir zuerst CH’s Unglück, dann CH’s Zanaro und Geoffrey. „Und was ist mit Calero und Existenz?“, frage ich Eddi und Fee und schaue die beiden Fohlen sehnsüchtig an. „ Um die beiden haben wir uns heute Morgen schon gekümmert“, meint Fee und lächelt mich an. Nun sind alle Pferde geputzt, außer drei, denn mit Leitz, Cual Maniaca und Fiebertraum wollen wir auch noch einen Ausritt unternehmen.​
      Nachdem wir die Pferde gesattelt haben, ich reite Fiebertraum, währendem Eddi Cual nimmt und Fee Leitz, zäumen wir unsere Pferde. Fiebertraum ist nicht ganz so brav und reist seinen Kopf in die Höhe. „Nicht so mit mir“, lache ich und nach einigen Minuten ist es mir gelungen, ihn zu zäumen. Fee hat mir erzählt, dass der feine Kerl sehr sensibel ist und unter dem Sattel temperamentvoll. Mit ihm werde ich noch meinen Spaß haben. Nun steigen wir auch schon auf und entfernen uns vom Hof. „Eddi?“, frage ich nach hinten, „wie groß ist denn eigentlich Fiebertraum?“ „Er sollte so circa 165 cm groß sein“, antwortet mir Eddi und ich antworte mit einem Okay. „Wollen wir dann mal traben?“, durchbricht nun Fee das friedliche Schweigen und bald darauf traben wir auch schon an. Fiebertraum hat einen wundervollen Trab, zuerst wollte er schneller davon preschen, doch schnell mache ich ihm klar, dass ich hier das Sagen habe. „Aber keine Angst, Großer. Wir werden schon noch galoppieren“, spreche ich mit ihm. Nachdem wir eine Weile getrabt sind, parieren wir die Pferde wieder in den Schritt und plaudern über Gott und die Welt. Irgendwann sagt dann aber Eddi: „So, hier könnten wir galoppieren. Lust auf ein Wettrennen?“ Wir bejahen und schon schnellen wir vor. Fiebertraum, froh endlich laufen zu können, rennt und ich könnt jubeln vor Glück. Das Vollblut ist unglaublich schnell. Eine Weile rennen die Pferde Kopf an Kopf, bis dann Fee aber leider sagt: „Nun müssen wir wieder bremsen“ Fiebertraum wollte zunächst nicht, doch nach einigen Paraden fällt dann auch er in den Trab. Wir traben noch ein Stückchen ehe wir dann ganz in den Schritt fallen. Zufrieden schauen wir uns an und lächeln. Nun kommt auch schon der Hof in Sichtweite, bald muss ich gehen. „ Heute war es echt toll hier bei euch!“, grinse ich die beiden an, und sie grinsen zurück.​

      Bericht vom 22.01.15 © Eddi
      Pflegebericht für alle Pferde - Januar 2015
      Es war noch früh am Morgen, als Fee an meine Tür klopfte - laut genug, dass ich sofort hellwach war. Seufzend hievte ich mich aus dem Bett und schlüpfte in meine Stallsachen. Unten in der Küche erwarteten mich schon frisch gebackene Brötchen und heißer Kaffee. Doch auch das konnte meine Motivation nicht wirklich hervorrufen, denn draußen goss es aus Eimern. "Was für ein wundervoller Januarmorgen!", murmelte ich frustriert und frühstückte zusammen mit Fee. Die hatte schon die Post geholt, wo auch ein Sale-Katalog von Krämer dabei war und sie strich sich gerade fleißig Dinge an, die sie unbedingt kaufen wollte. "Falls Helme im Angebot sind, sag mir Bescheid, ich brauche einen neuen!", meinte ich und dachte an meinen inzwischen sehr labilen Helm zurück.
      Nachdem wir mit dem Frühstück fertig waren, ging es direkt in den Stall. Während ich alle Pferde fütterte, holte Fee schon Stroh und Heu vom Dachboden herunter, damit wir nachher schneller fertig sein würden. Dann kamen die Pferde auf die Weide und wir machten uns an die Stallarbeit. Also wurden die Boxen ausgemistet und frisch eingestreut. Das Heu wurde verteilt und die Tränken wurden kontrolliert. Als wir dann mit allem fertig waren, fuhren wir erst einmal in die Stadt, weil wir dringend neue Pellets kaufen mussten. Und nebenbei konnte man ja schön durch den Laden stöbern...
      Natürlich blieb es nicht nur bei Pellets sondern wir kauften noch das ein oder andere. Vor allem allerhand Stricke waren dabei, da es gewisse Kandidaten gab, die die gerne mal zerstörten. "Auf, auf an die Arbeit!", meinte Fee und warf mir Leitz' Halfter zu. Wir holten Leitz und Black Lemontree von der Weide, putzten sie gründlich und gingen dann trotz des miesen Wetters ins Gelände. Danach versorgten wir die Pferde und während Fee die Heulieferung entgegen nahm, schaute ich bei den Fohlen vorbei. Calero und Existenz tobten zufrieden über die Weiden und schienen sich an dem Wetter nicht zu stören. Lulu stand dösend im Unterstand, während Moon River neben ihr stand und Heu mümmelte. Man merkte bei den vier Jungpferden genau, wer die älteren waren. Eine halbe Stunde später kam Fee mit zwei Schubkarren wieder. Es hieß den Offenstall der Gnadenbrotpferde abzuäppeln. Diese schienen sich über unseren Besuch zu freuen und folgten uns auch brav durch den Regen.
      Zwar waren wir inzwischen durchnässt, dennoch schnappte ich mir die Stute CH's Unglück und machte sie zum Longieren fertig. Während ich das tat, beschäftigte Fee den kleinen Hoppla mit etwas Bodenarbeit. Danach gönnten wir uns erst einmal eine Teepause im Reiterstübchen, ehe wir uns für die Reitstunde fertig machten. Um die Pferde zu fördern, kam einmal wöchentlich eine Reitlehrerin vorbei, um uns auch mal wieder auf Vordermann zu bringen. Ich wollte heute gerne Deep Silent Complete reiten und Fee nahm Key. Mit den beiden ruhigen Stuten hatten wir eine tolle und wieder sehr lehrreiche Stunde. Nachdem die beiden versorgt waren, longierte ich noch Fiebertraum und Fee machte schon einmal Cual Maniaca und Success Story für ein kleines Springtraining fertig. Die verlief heute zwar nicht sonderlich berauschend, aber was wollte man bei dem Wetter erwarten!
      Dennoch zwangen wir uns noch einmal in den Regen, denn nur in der Halle reiten war einfach langweilig. Nach zwei Stunden (wir hatten uns veritten) kamen wir mit Paper Heart und Calvados klatschnass wieder am Stall an. Die beiden stellten wir zum trocknen mit Decke in die Box, während wir noch mit Zanaro und Crown Jewel das Fohlen ABC trainierten. Dann war der Tag auch schon um. Die Pferde wurden reingeholt und es gab Abendbrot. Als dann im Stall alles erledigt war, gingen Fee und ich nacheinander duschen, ehe es zum Abendessen Spaghetti und einen schönen Film gab.
    • jojomaus
      Immer noch Platz
      Jay schlug die Hände über den Kopf. „Ich geb´s auf mit dir, mach was du willst, aber zu zweit packen wir das irgendwann nicht mehr. Ich hab ja nichts gegen den Kauf, finde sie ja selber Interessant, vor allem die Welsh A Ponys, aber wie gesagt, wir sind nur zu zweit und ich bin Berufstätig.“ Damit hatte sie natürlich Recht, denn schon wieder bin ich über einige Verkaufsanzeigen gestolpert, bei denen ich nicht widerstehen konnte. Aber mein Gestüt ist im Aufbau und Platz haben wir noch reichlich. Und um Mitarbeiter kümmerte ich mich auch schon. Garry war ein Erfahrener Jockey und wir haben schon oft miteinander gearbeitet und ich bot ihm eine Stelle bei uns an. Aufgrund von privaten Schwierigkeiten und dem Tod seines geliebten Pferdes hatte er es zur Zeit nicht einfach, so dass er noch Bedenkzeit benötigte und der EVB-Hengst wäre bestimmt etwas für ihn. Ein bisschen hing ich also noch in der Luft, aber das verdrängte ich vorerst, denn es hieß die neuen Pferdchen zu holen. Ich steuerte also zuerst den Pferdehänger an um ihn zurecht zu machen, streute ihn frisch ein und hing frisches Heu hinein. Danach ging es an die Boxen, drei Stück im Stutstall und eine im Hengststall. Auch diese wurden eingestreut, die Tröge sauber gemacht und je einer mit frischem Wasser gefüllt.
      „So, dann wäre jetzt alles vorbereitet.“ Ich schaute noch einmal in die Runde und als ich nichts weiter zu tun fand, begab ich mich zum Auto, hängte den Hänger an und fuhr zu meinem erstem heutigem Pferdekauf. Zuerst ging die Fahrt zu Muemmi, angemeldet hatte ich mich bei ihr, so dass sie wusste das ich heute auf dem Weg zu ihr war. Ich parkte mein Fahrzeug so, dass man viel Platz hinter dem Hänger hatte. Muemmi kam mir auch gleich entgegen, denn meine Ankunft war von ihr nicht unbemerkt geblieben. Wir begrüßten uns freundlich und sie führte mich auch sogleich zu meinem neuen Ponychen. Püppchen´s Dream knabberte noch an ihrem Heu herum und sah uns mit Aufmerksamen Blick an. Vor einigen Tagen war ich schon einmal hier und hatte die kleine Stute longiert, da ich sie schlecht Probereiten konnte auf Grund der Größenverhältnisse und das festigte meinen Entschluss sie zu Kaufen. Auch heute machte sie einen guten Eindruck auf mich. Ich führte sie also am Halfter nach draußen und gemeinsam mit Muemmi machte ich sie Transportfähig. Das Verladen danach stellte kein Problem dar, Püppi folgte brav in den Hänger und begann dann das dortige Heu zu knabbern. Anschließend erledigten wir noch schnell den Schriftkram und es konnte auf zum nächsten Pferdchen gehen. Nun ging es zu Sissicat, für ein Ponychen war noch Platz im Hänger und so sparte ich mir eine Fahrt. Auch dort hatte ich mein Kommen angekündigt und war nicht überrascht gleich begrüßt zu werden. Bella wartete schon am Putzplatz darauf Transportfertig gemacht zu werden, Sissicat wollte wohl wirklich schnell ihre Pferde in neue Hände geben. Sie hatte laut Beschreibung einen sehr schwierigen Charakter, aber ich hoffte mit der Stute gut auskommen zu können. Bisher hatte ich die kleine schwarze Stute erst einmal gesehen und sie aufgrund ihres Charakters nicht in Erwägung gezogen. Als ich aber hörte das Sissicat ihre Pferde dringend verkaufen wollte, dachte ich mir dass die kleine Stute bei mir gar nicht so schlecht aufgehoben wäre. „Schön das du Bella übernimmst, da du schon Nelli hast wird die ganze Umstellung ja auch nicht so schwer für Bella werden. Die beiden werden sich sicher freuen wieder zusammen sein zu können.“ Sissicat führte mich zuerst ins Büro um dort den Schriftkram zu erledigen, ehe es zurück zum Pony ging um sie Transportfertig zu machen. Das Verladen war nicht ganz so einfach weil sich Bella heftig wehrte. Aber mit gemeinsamer Frauenpower und dem ungeduldigen wiehern von Püppi ging es dann doch. „Die zwei sehen aber hübsch zusammen aus. Dann scheinst du ja einige Welshis zu haben.“ „Nein, es sind bisher nur drei. Aber wer was was noch kommt.“ Klärte ich Sissicat auf und zwinkerte ihr zu. Nach dem ich mich Verabschiedet hatte ging es erst mal wieder nach Hause. Die beiden Ponys wollten ja nicht länger als nötig im Hänger bleiben. Das Ausladen ging schnell, zuerst holte ich Püppi vom Hänger, ließ sie sich etwas umsehen und führte sie dann in ihre neue Box. Danach war Bella dran, sie führte ich ein wenig über den Hof spazieren, ehe es auch für sie in die neue Box ging. Dort wurden sie Gefüttert und bekamen noch einen Apfel als Willkommensgeschenk. „So auf zu Eddi´s Rettungshof. Bis nachher ihr süßen.“ Die Fahrt verlief entspannend, der Verkehr war heute nicht so wild wie sonst und so war ich schnell am Ziel. „Hi Jojo, da bist du ja schon. Dann lass uns mal zuerst den Schriftkram erledigen.“ Auch diese beiden Süßen hatte ich bei einem vorherigen Besuch kennengelernt, Calvados bei einem hervorragenden Probereiten und die kleine Lulu beim mehr oder weniger gutem Longieren. Auf Calvados habe ich mich einfach nur wohlgefühlt und ich malte mir die Rennen mit ihm schon aus, wohingegen ich mich bei Lulu nur wegen ihres Aussehens in sie verliebt hatte. Sie war aufgrund ihrer bisherigen Erfahrungen nicht ganz einfach, da ich aber schon Erfahrung mit solchen verstörten Pferden zu tun hatte, hoffte ich auch ihr ein schönes Leben bieten zu können. Die Papiere waren schnell unterschrieben und auch alles weitere geklärt, sodass es dann endlich in den Stall ging um die zwei zu holen. Eddi nahm die kleine Lulu und machte sie Transportfähig, während ich mich um Calvados kümmerte. Der Hengst machte auch beim Verladen den Anfang um es der kleinen Stute zu vereinfachen, ihr Sicherheit zu geben und vor allem um ihr zu zeigen, dass Verladen nichts schlimmes war. Anschließend verabschiedete ich mich von Eddi und versicherte ihr noch einmal mich gut um die beiden zu kümmern. Zuhause lud ich meine beiden Neuankömmlinge aus und führte sie in ihre neuen Boxen, wo ich sie Fütterte und ihnen Zeit gab sich einzugewöhnen.
    • jojomaus
      TA-Bericht vom 15.4.15 © Friese
      Mein heutiger Weg führte mich auf den Weg zu Jojo. Sie hatte mich angerufen nachdem ich aus Catalinas Stall heimgefahren war. Ich packte meinen Koffer zusammen und richte mir etwas zu essen. Dann fuhr ich los und nach einer kurzen Fahrt war ich auch schon angekommen. Ich stieg aus und begrüßte dann Jojo, welche mich freudestrahlend ansah. „ Also um wen geht es denn heute?“ fragte ich und lächelte dann auch. „ Silver Bullet, Calvados und Der Physiker müssten durchgecheckt, geimpft werden und sie brauchen noch eine Wurmkur“ meinte sie und ich nickte. Ich hatte alles nötige also dabei und hatte es mir richtig notiert. Ich ging zusammen mit ihr in den Stall und wir holten alle drei aus ihren Boxen. Ich begrüßte die drei und Phey fing auch schon gleich an zu zappeln. Ich klopfte den Hals des Hengstes und sah mir dann seinen Kopf an. Dieser sah sehr gut aus, weder die Augen waren trüb, noch hatte er Schrammen am Kopf oder in den Ohren. Als nächstes sah ich mir Calvados Kopf an. Auch dieser sah sehr gut aus. Ich klopfte sanft seinen Hals und ging dann zu dem dritten Hengst. „Na Großer?“ grüßte ich ihn ruhig und sah mir dann auch seinen Kopf ausgiebig an. Im Ohr hatte er eine kleine Schramme, welche aber schon sehr gut verheilt war. Ich säuberte sie vorsichtig und klopfte dann seinen Hals nochmal. Danach hörte ich sein Herz und seine Lunge ab. Sein Herz schlug regelmäßig und in seiner Lunge waren keine besonderen Geräusche zu hören. Als nächstes hörte ich mir Calvados Brustkorb an. Seine Lunge hörte sich auch sehr gut an und auch sein Herz schlug regelmäßig und so konnte ich mich Phey widmen. Bei ihm war es schwerer sein Herz und seine Lunge abzuhören, weil er immer wieder von rechts nach links trat. „Ruhig Physiker“ meinte ich zu ihm und Jojo hielt ihn ein bisschen fester. Schließlich schaffte es ich auch ihn abzuhören. Bei ihm hörte sich auch alles gut an. Sanft strich ich seine Bein ab und schaute ob sie warm waren oder vielleicht ein bisschen dick. Dies wiederholte ich bei Silver Bullet und Calvados. Auch ihre Beine sahen gut aus und so ging ich zusammen mit Jojo und Silver Bullet nach draußen auf den Hof. Sie trabte ihn auf dem harten Boden vor und ich konnte bei ihm keine Lahmheit feststellen. Wir gingen wieder in den Stall und banden ihn an. Als nächstes war Der Physiker an der Reihe und auch er ging nicht lahm. Wir tauschten ihn gegen Calvados und sie trabte den Hengst vor. Sein Gang war schwungvoll und er ging auch nicht lahm. Wieder im Stall angekommen machten wir die Hengste fertig und scheuchten sie dann ein bisschen in der Halle. Dann hielten wir sie an und ich hörte einen nach dem anderen ab. Alle drei hatten einen normalen Herzschlag. Wir führten sie ein paar Runden im Schritt und ich hörte sie ein letztes Mal ab. „ Die drei haben einen guten und stabilen Kreislauf. Ihre Herz- und Lungenaktivitäten sind genauso wie es sein sollte und keiner von ihnen geht lahm, aber das habe ich dir ja vorhin schon gesagt“ meinte ich zu ihr und ging dann gemeinsam mit ihr in den Stall. Dort überreichte ich ihr die Wurmkur für alle drei und zog dann die erste Spritze auf. Sie war für Phey bestimmt. Mit ihm wollte ich anfangen, damit er nicht unruhig wurde. Danach impfte ich ihn noch schnell zu Ende und wir brachten ihn in seine Box. Aufgebracht lief er in der Box auf und ab und warf immer wieder den Kopf nach oben. Jojo beruhigte den ihn und ich impfte die anderen zwei Hengste noch. „ Die nächsten Tage nur im Schritt arbeiten und bitte nur schonend, die Wurmkur kannst du ihnen dann geben“ meinte ich und brachte dann mit ihr die letzten zwei Hengste in die Boxen. Dann gingen wir zu meinem Auto, sie bedanke sich und ich fuhr heim. Das gewöhnliche Spiel. Die Bezahlung würde ich später per Überweisung erhalten.
    • jojomaus
      Unterstützung für den Wolkenhof
      Garry hat sich dazu entschlossen auf dem Wolkenhof zu arbeiten und nun war ein Willkommensausritt angesagt. „Na dann werde ich mal Calvados und Sheregi von der Weide holen.“ Garry schnappte sich Halfter und Stricke und machte sich auch gleich auf den Weg. Calvados gefiel ihm, auch wenn er versucht es sich nicht so anmerken zu lassen. Ich folgte ihm auch sogleich, da ich heute Thulin reiten wollte, er hatte sich einen Ausritt verdient. Außerdem war Sheregi an den Araber gewöhnt und das würde ihm draußen mehr Sicherheit verschaffen. So hoffte ich zumindest. Zusammen brachten wir die Pferde zum Putzplatz, striegelten sie und machten sie anschließend für den Ritt zurecht. Calvados und Thulin wurden gesattelt und Sheregi sollte als Handpferd mitgenommen werden. Wir stiegen in die Sättel, gurteten noch kurz nach und dann konnte es auch schon los gehen. Die Sonne blitzte nur hin und wieder durch die Wolken, für meine Verhältnisse ein wenig zu selten, nichts desto trotz genoss ich den Ritt. Bis zum Wald hin ritten wir entspannt im Schritt und unterhielten uns, Sheregi machte sich schon recht gut als Handpferd auch wenn er noch sehr guckig war. Im Wald gingen wir etwas bergauf und bergab. Eine gute Übung für Hinterhand und Balance, was vor allem Sheregi und Thulin zu gute kam. Eine weiter Übung für unseren Junghengst war das passieren von Fußgängern, mit oder ohne Hunden oder Radfahren. Eine nicht ganz so leichte Übung. Wir ließen unsere Pferde dann immer halten, beruhigten den kleinen Schecken und warteten bis die Passanten vorüber waren. Am Ende konnten wir an einfachen Passenten sogar im Schritt vorbeireiten. Im Beisein von Calvados und Thulin kam es zu keinen größeren Problemen und ich war richtig Stolz auf den Angsthasen, der seine Scheu ein wenig verlor. Auf der nun frisch gemähten Wiese ließ es sich schön Galoppieren und alle drei Vierbeiner genossen es sichtlich sich austoben zu dürfen. Ein wenig ging es dann noch im Trab durch die schöne Gegend und schließlich schaffte es auch die Sonne öfter durch die Wolken, welche immer mehr vom Wind vertrieben wurden. An und für sich ein wirklich gelungener Willkommensausritt, der sich dann doch dem Ende zuneigte, denn ein wenig Arbeit wartete noch auf dem Hof auf uns. Das letzte Stück des Weges war wieder Schritt angesagt, damit sich die drei Hengste noch etwas abkühlen konnten. Zurück am Stall versorgten wir unsere sichtlich zufriedenen Hengste und brachten sie zurück auf die Weide um uns unserer restlichen Arbeit widmen zu können.
    • jojomaus
      Ein Renntrainingstag
      Nach einem erfolgreichem ersten Platz war es Zeit Thulin weiter zu Fördern, er war gerade in der optimalen Verfassung dazu, zu dem täglichen Ausdauertraining sollte nun Tempoarbeit dazu kommen. Hilfe dabei bekam ich wie immer von Garry und Mayble. Pferdische Unterstützung sollten uns Calvados und Belaja gewährleisten. Am frühen Morgen sollte es losgehen, aber vorher mussten alle anderen Pferde noch versorgt werden. Die meisten würden heute einen Ruhetag auf der Weide genießen dürfen. Zusammen waren wir auch recht fix fertig mit den alltäglichen anfallenden Aufgaben, so dass wir unsere zwei Araber und Calvados zurecht machen konnten, denn wir mussten zur Rennbahn fahren, da wir noch keine eigene Trainingsbahn vorweisen konnten. Die meisten Probleme bei den Vorbereitungen machte uns unser kleine Diva Balaja. Eine Araberstute mit der es nie Langweilig wurde, da sie immer für Überraschungen offen war. Calvados nutzte die seltene Gelegenheit vor der Stute herum zu tänzeln und sich zu präsentieren. Als wir dann doch noch unseren Zielort erreichten wurden die Vierbeiner entladen und gründlich geputzt, dabei besprachen wir unser weiteres vorgehen. Auch hier hatte Mayble einiges mit der Stute zu tun, lernte aber Belaja das ein oder andere Mal auszutricksen. Garry dagegen war mit seinem Calvados ein Herz und eine Seele, der Hengst hatte sich an Belaja gewöhnt und war wieder lammfromm. Nachdem alle Pferde gesattelt und auch wir Trainingsfertig waren stiegen wir in die Sättel und ritten zur Tainingsbahn. Zuerst war intensives Aufwärmen im Schritt angesagt, danach noch etwa 30 Minuten Trab. Wie bei jeden Training übten wir in der Zeit schon fleißig an den verschiedenen Positionen. Rennpferde sollten zwar immer vorne sein und Siegen, wie man so sagte, aber in der Realität musste man seine Kräfte gut einteilen und auch mal im mittleren Feld laufen können um dann im richtigem Moment los zu sprinten. Danach war Canterarbeit angesagt. Thulin hatte sich schon sehr verbessert und war nur noch selten so ungeschickt über seine eigenen Beine zu stolpern. Was nicht hieß das es gar nicht mehr vor kam. Als es dann ans Tempo ging geschah es dann auch heute wieder. Thulin strauchelte, rempelte Belaja an und brachte die Stute völlig aus dem Gleichgewicht. Ich konnte mich gerade so im Sattel halten und dafür sorgen das Thulin sein Gleichgewicht wieder fand und hatte nicht viel Zeit mich um Mayble zu sorgen. Belaja stürzte zum Glück nicht, Mayble schaffte es die Stute zu bremsen und sich mehr oder weniger sanft auf den Boden zu retten, denn anders konnte sie nicht dafür sorgen, dass Belaja ihr Gleichgewicht wieder fand. Damit unterbrachen wir vorerst die Tempoarbeit und gingen wieder zum Trab über. Nachdem feststand das mit der Araberstute und Mayble alles Ok war setzten wir unser Tempotraining fort. Diesmal hielten wir vorsichtshalber mehr Abstand zueinander. Ich gab, nachdem ich mit dem restlichen Training soweit zufrieden war, dann unser verabredetes Zeichen um unsere Pferde auf gleiche Höhe zu bringen. „So, gebt alles! Mal sehen was unsere Dreie hier noch drauf haben.“ Mehr brauchte ich nicht sagen. Wir gaben die Zügel frei, balancierten mehr auf den Pferdehälsen als im Sattel und spornten unsere Vierbeiner zu höherem Tempo an. Es war nicht so einfach mit Thulin zurecht zu kommen, aber nach dem Zwischenfall von vorhin, achtete ich noch besser auf jede Reaktion des Hengstes und korrigierte ihn sobald es Nötig wurde. Zum Glück reagierte der Hengst auf das leiseste Zeichen meinerseits, wenn er etwas zu tun oder zu lassen hatte. Das Ende vom Lied war das Garry mit Calvados davon stob und es zu einem Kopf an Kopf mit Belaja kam und wir Zeitgleich unsere `Ziellinie´ erreichten. Nachdem wir unsere erschöpften, schweißnassen aber zufriedenen Pferde auslaufen lassen hatten wurden sie noch gründlich abgeritten und geführt. Dabei wurde das heutige Training genauestens Analysiert. Das Ergebnis war das Thulin bereit war für die L-Rennen. Belaja und Calvados schlugen sich prima mussten aber noch einiges an Kondition zu legen. Sehr überrascht hatte uns das Tempo von Garrys Hengst, es schlummerte also doch noch einiges Talent in ihm. Es war schon reichlich Spät als wir wieder zu Hause ankamen und ich bot Mayble an bei uns zu übernachten, was sie auch Dankbar annahm. Sie wollte uns gerne noch bei den abendlichen Arbeiten zur Hand gehen.
    • jojomaus
      Sammelpflegebericht:
      Ein Pferdesamstag
      Gleich nach der morgentlichen Fütterung ging es ans tägliche Training. Es war Samstag und Jay würde sich heute bei uns einklinken, weswegen wir auch mit Hollywoods Lil Naomi und The Little Bit I Didn´t Lose anfangen wollten. Mit beiden ging es nach dem Putzen und Satteln auf den Platz um ein wenig Westerntraining zu veranstalten. Jay freute sich Naomi wieder einmal auspowern zu dürfen und selber wieder etwas im Western vorwärts zu kommen. Die Quarter Horse Stute war nämlich eine sehr gute Lehrerin. Ich konnte dagegen mit Little nicht ganz so sehr mithalten, da meine Kleine einfach noch nicht so Erfahren unterm Sattel war. Garry hatte sich indessen Sheregi geschnappt um ihn in der Halle an der Longe zu Arbeiten und ihn vorsichtig mit der Trense bekannt zu machen. Sobald Little nicht mehr so Aufnahmefähig war beendete ich das Training mit ihr und ließ Jay mit Naomi in Ruhe weiter arbeiten. Am Putzplatz traf ich Garry, welcher mit Sheregi ebenfalls fertig war. „Er hat sich eigentlich ganz gut angestellt. Beim nächsten Mal wird es dann noch besser laufen. Ich nehm gleich noch Joker's Jackpot mit in die Halle. Er ist bestimmt auch schon soweit.“ Ich war mit der Idee mehr wie einverstanden und nachdem ich abgesattelt hatte begaben wir uns zusammen zu den Weiden um beide Pferde zurück zu bringen. Ich schnappte mir Baby Doll Melody, Garry wie besprochen Joker und gemeinsam ging es zurück zum Putzplatz. Garry war recht schnell fertig mit dem Putzen und verschwand mit dem Junghengst in die Halle. Sobald ich mit meiner Appaloosastute fertig für meine geplante Westernstunde war, hatte Jay ihr Training beendet und bereitete Naomi nach. „Es war herrlich, sie ist so eine Süße. Anstrengend aber herrlich“, schwärmte sie mir vor. Jay würde als nächstes Flying Star für dieDressurarbeit zurecht machen und mir auf dem Platz Gesellschaft leisten. Während wir Mädels noch mitten im Training waren hatte Joker sich tapfer geschlagen mit dem Trensentrainig und durfte zurück auf die Weide. Als nächstes war Lulu mit dem Trensentraining dran, auch sie war nun soweit sich mit dem Erwachsen werden vertraut zu machen. Garry hatte ein Händchen für Jungpferde, daher überließ ich es ihm. Baby Doll war heute äußerst Motiviert und Leistungsbereit so dass ich mich an einer neuen Lektion wagen konnte, am Ende war ich mit uns beiden mehr wie zufrieden und bis Jay mit Flyings Training fertig war ritt ich sie im Schritt herum. Garry hatte in der Zwischenzeit Lulu zurück auf die Weide gebracht und sah den Rest der Zeit uns beim Training zu, da wir danach zusammen die Weiden kontrollieren und säubern wollten, zusammen ging diese Arbeit viel schneller und spaßiger vorüber. Nach einer anschließenden Frühstückspause, während der sich meine Schwester zu uns gesellte, konnte es im Tagesablauf auch schon weiter gehen. Für heute war ein gemeinsamer Ausritt geplant. Jay wollte Samantha übernehmen,Garryseinen Calvados, meine Schwester freute sich auf Apha FL Dashing und ich selber würde auf Ramazotti reiten. So ging es wieder auf die jeweiligen Weiden um die Pferde zu holen und anschließend für den Ritt vorzubereiten. Bei Zeiten waren wir soweit und stiegen in die Sättel. Es war zwar kalt aber die Sonne schien und lud uns ein zu einem tollen Ritt. Warm würde uns schon noch werden. Wir waren solange unterwegs bis uns der Hunger schließlich wieder nach Hause trieb, wir die Tiere versorgten, wieder auf die Weide brachten und dann gemeinsam ein spätes Mittag aßen. „So erzählt, was steht noch an? Ihr könnt beim Training bestimmt noch eine helfende Hand gebrauchen.“ Meine Schwester war noch immer voller Tatendrang und wir besprachen unseren weiteren Tagesablauf. Solange das Wetter noch so gut hielt sollte Der Physiker in Millitary gefördert werden, das würde Garry übernehmen und machte sich auch gleich ans Werk. Meiner Schwester übergab ich die Aufgabe des Longierens, darin war sie die beste. Ich erläuterte ihr kurz was ich für ein Training vorhatte und gab ihr die Trainingsbücher. Mit Clair De Lune sollte sie anfangen und sich dann auch mit Regis Filia und Miss Liddle Sunshine beschäftigen. In der Zeit in der die beiden ihre Pferde vorbereiteten baute ich zusammen mit Jay einen Springparcours auf und trennten unseren großen Reitplatz ab. Damit meine Schwester in rhe longieren konnte. Jay würde nun mit Rebellmouse springen und ich trainiere in der Halle French Lover in der Dressur. So waren wir vorerst alle beschäftigt. Mein kleiner frecher Camarguehengst machte sich heute ganz gut, auch wenn unsere Erfolge nur klein Ausfielen. Es ist halt noch kein Meister vom Himmel gefallen. Nachdem ich ihn nachbereitet hatte und er wieder auf der Weide herum tollen konnte war Panthera an der Reihe. Auch sie sollte in der Dressur gearbeitet werden. Während ich noch beschäftigt war beendete Jay das Springen, versorgte die Stute und räumte den Platz wieder auf. Meine Schwester hatte mittlerweile unsere kleine Prinzessin an der Longe und genoss es wieder einmal mit Pferden zu Arbeiten. Filia verhielt sich vorbildlich und zeigte in ihren jungen Jahren schon erstaunlich Gänge. Als ich mit Pan aus der Halle zurück kam um die Stute zu versorgen war mein Schwesterchen schon mit Liddle Sunshin am arbeiten, als auch Garry endlich wieder zurück kam mit einem sichtlich erschöpften Phey. Gemeinsam erledigten wir noch Hofarbeiten und versorgten die Tiere mit ihrer Abendration ehe wir uns auch um unser Essen kümmerten und den Abend gemütlich ausklingen ließen.
    • Occulta
      Verschoben am 26.10.2016
      Grund: 6 Monate lang keine Pflege
    Keine Kommentare zum Anzeigen.
  • Kategorie:
    Himmel - ungepflegte Pferde
    Hochgeladen von:
    jojomaus
    Datum:
    10 März 2015
    Klicks:
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    Kommentare:
    7
  • Rufname: Calle

    Abstammung

    Von: Unbekannt (Crazy Text)
    Aus der: Unbekannt (Single Ladies)


    Grunddaten

    Rasse: 100% Englisches Vollblut
    Geschlecht: Hengst
    Alter: 10 Jahre
    Stockmaß: 150 cm
    Fellfarbe: Fuchs
    Abzeichen: Keilstern; Vr und Vl weiße Fessel


    Beschreibung

    gut Händelbar, verträglich, freundlicher kleiner Macho
    Calvados überzeugt durch seinen freundlichen Charakter und seiner angenehmen Größe. Viele meinen, dass er für ein Rennpferd zu klein wäre, fällt er doch aus dem Rassemaßen heraus, doch sein Temperament gleicht seine Größe wieder vollkommen aus. Er ist ein kleiner Macho. Neue Stuten werden immer umtänzelt und der Hengstmacht gerne mal ein Theater. Nach einiger Zeit fängt er sich wieder und wird zu einem wahren Gentleman, so dass man ihm seine Hengstmanieren gar nicht mehr anmerkt. Gegenüber anderen Hengsten ist er äußerst verträglich, was Renntage sehr angenehm mit ihm macht. Calvados ist ein ausdauernder und schneller Läufer.


    Zuchtdaten

    Züchter: //
    Zur Zucht vorgesehen: ja
    Gekört/Gekrönt: nein

    Besitzer: jojomaus
    Vorbesitzer: IGottaFeeling & Edfriend
    Vorvorbesitzer: Sevannie
    Ersteller: Channi02
    VKR: erloschen


    Qualifikationen

    Eingeritten: ja
    Halfter und Decken gewöhnt
    Hänger gewöhnt

    Eignung: Rennen, Distanz, Western

    Dressur: E A L M S S* S** S***
    Western: E A L M S S* S** S***
    Springen: E A L M S S* S** S***
    Distanz: E A L M S S* S** S***
    Military: E A L M S S* S** S***
    Fahren: E A L M S S* S** S***
    Galopp: E A L M S S* S** S***

    Erfolge

    [​IMG]

    1.ter Platz 174, Westernturnier

    Sonstiges

    HS-Besuch: war am 27.12.13
    Hufe: Aluminiumeisen


    TA-Besuch: //
    (//)
    Gesundheit: gut


    Tierarzt: //
    Hufschmied: //