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Möhrchen

Callimero | Hackney Pony | Hengst

|11 Punkte (14 inkl. HS- und TA-Bericht)

Callimero | Hackney Pony | Hengst
Möhrchen, 20 Jan. 2017
Snoopy gefällt das.
    • Möhrchen
      Ankunftsbericht | Callimero
      Als ich das Telefon auflegte, hüpfte ich erstmal eine Runde in meiner Diele auf und ab. Nachdem ich gerade Namica, eine Freundin für meine erste Stute Royal abgeholt und gut auf dem Gelände untergebracht hatte, rief Snoopy mich an und teilte mir mit, dass ich den kleinen Heckney Hengst Callimero, den ich mir einen Tag zuvor angeschaut hatte, haben könnte. Ich hatte schon nicht mehr damit gerechnet, aber umso mehr freute ich mich darüber. Endlich ein Freund für Haru, der nun schon eine knappe Woche alleine in seinem Offenstall stand. Zum Glück hatte ich Snoopy überreden können, ihn noch heute abzuholen.

      Es wurde schon langsam dunkel, als ich mit dem Hänger von Hof rollte. Zum Glück war Snoopys Hof nicht weit weg und noch 45 Minuten später kam ich auch schon an. Sie hatte nicht mehr viel Zeit, aber es war bereits alles vorbereitet. Wir verluden Calli gemeinsam, wobei er keinerlei Probleme machte. Seelenruhig marschierte er auf den Hänger und fing an, sein Heu zu futtern. Genau so einen Kumpel hatte ich mir für Haru gewünscht. Und auch ich freute mich auf die Arbeit mit ihm, denn ich liebte entspannte Pferde. Ich stellte mir schon vor, wie ich mit ihm gemütlich am Strand entlang trabte...

      ... eine Stunde später hatten wir die „Stardust Ranch“ auch schon wieder erreicht. Ich parkte den Hänger und lud Calli aus. Der kleine Hengst war nicht besonders aufgeregt, sondern schaute sich mit wachem, neugierigem Blick in Ruhe alles an. Ganz anders Haru: Nachdem ich nun schon zwei Stuten abgeladen hatte, die er natürlich höchstens durch den Zaun kennen lernen durfte, bekam er nun endlich wieder Gesellschaft. Nervös trabte er mit aufgestelltem Schweif am Zaun entlang.

      Ein bisschen nervös war ich schon, schließlich waren es zwei Hengste, die ich da zusammen bringen wollte. Aber ich entschied mich, sie sofort zusammen zu stellen, bevor Haru noch den Paddockzaun zerlegte. Ich öffnete das Tor und löste schnell Callis Strick. Haru kam sofort herbei gelaufen, beschnupperte den kleinen Hengst und quietschte laut. Er machte sich ganz groß und stieg. Aber Calli ließ sich nicht unterbuttern und biss ihm in die Kruppe. Das schien Eindruck zu hinterlassen, denn Haru zeigte sich nun schon ein bisschen ruhiger. Die beiden beschnupperten sich und tobten eine Weile zusammen über den Paddock. Calli war ruhig und bestimmt, ließ sich aber nicht die Butter vom Brot nehmen. Der kleine Kerl faszinierte mich unheimlich...

      Nach einer halben Stunde kam ich zurück zum Paddock, um nach den beiden zu schauen. Calli stand schon an der großen Heuraufe und Haru tigerte aufmerksam im Schritt auf dem Paddock herum, ließ den Neuen aber nicht aus den Augen. Und da sollte noch einmal jemand sagen, Hengste seien nicht für die Gruppenhaltung geeignet...! Ich war sehr gespannt, wie es sich zwischen den beiden entwickeln würde.

      |20.01.2017 ©Möhrchen
    • Möhrchen
      Ankunftsbericht | Nocciola, Happy Fantasy, Baileys und Fenicio
      Pflegebericht | Haru, Callimero, Namica, Royal Disturbance
      |01.02.2017 ©Möhrchen
      Ankunftsbericht | Nocciola, Happy Fantasy, Baileys und Fenicio
      Pflegebericht | Haru, Callimero, Namica, Royal Disturbance

      Als ich mit dem Hänger wieder auf den Hof fuhr, musste ich ein paar mal tief ein und aus atmen, um mich selbst zu beruhigen. Ich hatte einen wunderschönen Spanierhengst auf dem Hänger, mein neues Pferd Fenicio. Und damit nicht genug: heute würden auch noch drei neue Stuten auf der Stardust Ranch ankommen. Ich konnte es kaum glauben, wie schnell das alles ging, gerade noch hatte Haru als erstes Pferd seinen Offenstall bezogen, und so langsam wurde es jetzt schon richtig voll auf dem Hof.

      Fenicio stand ganz ruhig und ich war froh, als ich endlich auf den Parkplatz fuhr und ihn nach der langen Fahrt endlich befreien konnte. Ich ließ die Klappe hinunter und löste die Stange. Vorsichtig kam Fenicio rückwärts aus dem Hänger und schaute sich mit geblähten Nüstern um. Aus beiden Richtungen kam sofort Gewieher, Namica lief aufgeregt am Zaun auf und ab. „Ihr bekommt nachher neue Freund“, sagte ich grinsend zu ihr und führte Fenicio über den Hof in Richtung der Hengstoffenställe. Ich hatte mich dafür entschieden, ihn im zweiten Offenstall einzustellen und nicht zu den beiden anderen Hengsten. Callimero konnte manchmal etwas frech sein und dafür reichte der Platz in der Liegehalle für ein so großes Pferd wie Fenicio nicht aus. Aber er konnte die anderen ja jederzeit über den Zaun sehen und beschnuppern und sicherlich würde er auch bald noch einen Kumpel bekommen. Ich hatte bereits alles vorbereitet, die Tränke in Betrieb genommen und ihm genügend frisches Heu in die Raufe gelegt. Auf dem Paddock löste ich den Strick und Fenicio blieb erstmal bei mir stehen. Es war erstaunlich, wie entspannt er trotz der unbekannten Umgebung war.

      Ich machte mich an die Arbeit, holte mir eine Schubkarre und fing an, den Paddock von Haru und Callimero zu säubern. Während die Schubkarre sich füllte, machten meine drei Hengste über den Zaun Bekanntschaft miteinander. Haru spielte sich ein bisschen auf und ließ den wilden Hengst raushängen, aber im Großen und Ganzen lief alles sehr friedlich ab.
      Als ich fertig war, holte ich noch eine große Portion Heu für die Raufe und hängte ein zusätzliches Heunetz ans Tor.

      Anschließend machte ich mich auf den Weg über den Hof zum Paddock Trail. Namica stand dösend in der Sonne und Royal fraß an der Heuraufe. Das Abäppeln des Paddock Trails nahm immer ziemlich viel Zeit in Anspruch, aber zum Glück hatten die beiden Stuten ihre Lieblingsstellen, sodass ich nicht den ganzen Trail abgehen musste. Ich mistete die Liegehallen aus, fegte das alte Heu um die Heuraufen zusammen und füllte Raufen und Netze mit neuem Heu. Mit Blick auf die neuen Pferde hängte ich noch einige Heunetz extra auf, vielleicht konnte ich so ein bisschen Stress verhindern.

      Schon bald hörte ich einen Transporter auf den Hof fahren. Rinnaja war so nett, mir meine drei neuen Pferde auf den Hof zu bringen, denn mein Hänger war nur für zwei Pferde ausgelegt, sodass ich zweimal hätte fahren müssen. So hatte sie sich von einer Freundin einen großen Transporter geliehen und brachte die Pferde auf meinen Hof. Ich lief auf sie zu und begrüßte sie. Zusammen ließen wir die Rampe hinunter und luden die Pferde aus. Als erstes schnappte ich mir Nocciolas Strick. Die kleine Shettystute blies sich ordentlich auf und tänzelte wie ein wilder Hengst neben mir her. Zum Glück war sie so klein, dass ich sie trotzdem einigermaßen locker halten konnte. Rinnaja lud die junge Vollblutstute Happy Fantasy ab, die ebenfalls ziemlich aufgeregt war. Sie war wirklich ein Eyecatcher mit ihrem hellen Punkten und ich hatte mich beim Anschauen auf den ersten Blick in sie verliebt. Wir banden die beiden Stuten kurz an und holten die dritte Stute aus dem Transporter, Baileys. Sie war eine ganz besondere Herausforderung und ich war mir noch nicht sicher, ob ich die Entscheidung zu ihrem Kauf nicht noch bereuen würde... Sie kannte fast nichts und hielt nicht das Geringste von Menschen.

      Damit ich sie überhaupt jemals wieder eingefangen kriegen würde, hatte ich mich dazu entschieden, die beiden Shettys erstmal im kleinen Offenstall am Stutenstall unterzubringen. Im großen Paddock Trail wären die Kleinen wahrscheinlich auf und davon...

      Wir näherten uns der kleinen gescheckten Stute und ernteten sofort vernichtende Blicke. Nocciola war schon nicht ganz einfach, aber Baileys war nochmal eine ganz andere Nummer. Als ich den Strick lösen wollte, schnappte sie nach mir und verfehlte nur knapp meinen Arm. Wiederwillig folgte sie mir die Rampe hinunter und versuchte immer wieder, sich loszureißen. Führen war für sie anscheinend ein Fremdwort. Rinnaja folgte mir mit Nocciola und so erreichten wir schließlich den kleinen Offenstall. Wir ließen die beiden Stuten hinauf, die sofort anfingen, sich zu kabbeln. Aber sie kannten sich bereits und so konnten wir uns gleich wieder auf den Weg zu Happy Fantasy machen, die immer noch am Anbinder stand. Namica und Royal drängelten sich schon ganz gespannt am Zaun. Rinnaja verscheuchte sie kurz vom Tor und ich führte Happy schnell hinauf und löste den Strick. Sofort preschte sie los, die anderen beiden hinterher. Es ganz Gequietsche und Bocksprünge, aber das war ganz normal. Happy war eine temperamentvolle junge Stute und musste erstmal in der neuen Herde ihre Grenzen austesten.

      Rinnaja musste wieder los und so half ich ihr beim säubern des Hängers und verabschiedete mich dann dankend von ihr. Sie überreichte mich noch die Papiere der Stuten und die Kopien der Kaufverträge, dann rollte sie vom Hof.

      Ich blieb noch eine Weile bei den Stuten am Zaun stehen und beobachtete sie. Sie schienen sich noch nicht ganz grün zu sein, immer wieder legte eine die Ohren an und verscheuchte eine andere. Aber sie verletzten sich nicht ernsthaft, es waren nur Drohgebärden.

      Also machte ich mich mit einem Halfter bewaffnet auf den Weg zum Hengstoffenstall und holte Haru. Ich band ihn am Anbinder an, holte seine Putztasche und bürstete sein dickes Winterfell. Dann holte ich den Longiergurt und meine Doppellonge aus der Sattelkammer und legte in Haru auf. Ich zog ihm einen Kappzaum an und machte mich mit ihm auf den Weg zum Reitplatz. Vom Rand holte ich einige Stangen und verteilte sie auf dem Reitplatz, während Haru mir an der durchhängenden Longe entspannt folgte....

      ... es wurde eine sehr gute Longeneinheit, Haru ging sehr fleißig und motiviert vorwärts, ließ nach einiger Zeit den Hals fallen und schnaubte entspannt ab. Ich machte viele Handwechsel, ließ ihn viel über die Stangen traben und ließ ihn sich richtig auspowern. Er wollte arbeiten, das merkte man richtig, und ich hoffte wirklich, dass ich nach dem ganzen Stress und den vielen neuen Pferden bald endlich mehr Zeit haben würde, um meine Pferde richtig zu arbeiten.

      Nach einer halben Stunde wurde er sichtlich müde und wesentlich langsamer. Ich parierte ihn durch zum Schritt und ließ ihn noch einige lockere Runden im Schritt gehen. Dann führte ich ihn zurück zum Anbinder, tauschte den Longiergurt gegen seine Abschwitzdecke und brachte ihn zurück zu seinem Kumpel auf den Paddock.
      Nun ging ich zurück zu den Stuten, die sich sichtlich beruhigt hatten. Ich beobachtete sie noch eine Weile, aber es sah schon ziemlich ruhig aus. Happy durfte zwar noch nicht in die Liegehalle, aber es war nicht zu kalt draußen und in den kleinen Unterstand kam sie hin und wieder hinein. Genug Heustellen hatte ich ja zum Glück geschaffen, sodass sie sich nicht um das Heu kloppen mussten.

      Todmüde, aber glücklich fiel an diesem Abend ins Bett. Langsam wurde mein Hof echt richtig voll und ich freute mich sehr auf die Arbeit mit meinen Pferden, wenn endlich etwas Ruhe auf dem Hof einkehrte. Dann könnte ich auch bald wieder richtig Reiten und meine tollen Pferde auf Turnieren vorstellen.
    • Möhrchen
      „Das Team der Stardust Ranch wächst“ – Pflegebericht für alle Pferde
      |07.04.2017 ©Möhrchen (8.643 Zeichen; 1.449 Wörter)

      Viel zu früh wälzte ich mich schon im Bett umher. Da ich eh nicht mehr schlafen konnte, machte ich mich schon um kurz vor 6 auf den Weg nach draußen. Ich schnappte mir eine Schubkarre und machte mich daran, den Paddock Trail abzuäppeln. Heute war ein großer Tag für die Stardust Ranch und es war in den letzten Tagen alles so schnell gegangen, dass ich es selbst noch nicht richtig glauben konnte. Vor einigen Wochen hatte meine Freundin Zoey mich angerufen, die ich noch aus dem Studium kannte und danach leider ein wenig aus den Augen verloren hatte. Sie kam aus England und war damals zum Studieren nach Deutschland gekommen. Seit unserem Abschluss lebte sie wieder in England. Wir hatten die folgenden Tage viel geschrieben und telefoniert und ich hatte ihr natürlich viel von der Stardust Ranch erzählt. Irgendwann hatten wir angefangen, einen Plan zu spinnen, denn sowohl Zoey als auch ihre große Schwester Carina träumten schon lange davon, sich den Traum vom eigenen Stall zu erfüllen.
      Lange Rede, kurzer Sinn, nur wenige Wochen später war es beschlossen: Zoey würde samt ihrer Schwester und deren kleiner Tochter Emma auf die Stardust Ranch ziehen. Das Haus war sowieso viel zu groß für mich alleine und ich hatte es satt, den Großteil der Zeit alleine auf dem Hof zu leben und zu arbeiten. Ich freute mich sehr darauf, mir meinen Hof, die Pferde und auch die Arbeit mit zwei weiteren Mädels zu teilen.

      Vor zwei Wochen waren die beiden für 4 Tage zu Besuch gewesen. Emma konnte noch nicht dabei sein und blieb bei ihrem Vater, aber die Schwestern waren total begeistert. Wir ritten zusammen aus und ich zeigte ihnen den Hof, es war, als hätten wir uns schon immer gekannt. Und noch etwas hatte mich sehr gefreut: Fenicio, mit dem ich auch nach Monaten noch immer nicht richtig warm geworden war, hatte in Carina wohl endlich seinen Menschen gefunden. Ich hatte ihn ihr für einen Ausritt gegeben und die beiden hatten sich auf Anhieb perfekt verstanden. Er konnte also auf der Stardust Ranch bleiben und Carina würde ihn übernehmen. Das schien die perfekte Lösung für alle zu sein.

      Ich grinste vor mich hin, während ich den Paddock Trail abäppelte. Es klang einfach alles zu perfekt. Liara stieß mich von hinten an und ich drehte mich um, um der rotbraunen Stute die Stirn zu kraulen. Aber sie wollte gar nicht gekrault werden, stattdessen schnappte sie sich meinen Äppelboy am Griff und schleuderte ihn durch die Gegend. Ich musste lachen und nahm ihn ihr wieder weg. „Hey, du kleine Hexe.“, lachte ich „Gib den wieder her!“.

      Langsam arbeitete ich mich weiter vor, leerte die Schubkarre auf dem Misthaufen aus, füllte alle Heuraufen auf und kontrollierte Zäune und Tränken. Dann öffnete ich eins der Tore zu einem Weidestück, denn die Stuten durften seit wenigen Tagen endlich wieder stundenweise auf die Weide. Samira und Happy Fantasy stürmten sofort los und rannten buckelnd über die Wiese. Namica, Royal Disturbance, Donatella und Nökkvadís folgten in etwas ruhigerem Tempo, machten sich aber auch sofort über das frische Gras her.

      Als alles erledigt war, fuhr ich mit der Karre rüber zum Stall und säuberte den Offenstall von Nocciola und Baileys. Die beiden waren mal wieder dabei, sich zu streiten und ich hörte nur ein lautes quietschen hinter mir. Baileys machte sich mit angelegten Ohren aus dem Staub, während Nocciola sich mir langsam näherte. Aus der zickigen Stute war langsam ein aufmerksames Pony geworden, das sogar ab und zu meine Nähe suchte. Ich zerzauste ihren Schopf und sie ließ es brav geschehen. Bei Baileys brauchte ich das gar nicht erst zu versuchen, die ließ sich freiwillig kaum berühren...

      Als der kleine Offenstall fertig war, ging ich erst einmal ins Haus zum Frühstücken. Als ich gerade dabei war, meine Küche aufzuräumen, klingelte mein Handy. „Zoey“, rief ich ins Telefon. „Wir sind jetzt in Deutschland angekommen“, sagte sie und ich konnte ihre Aufregung quasi durchs Telefon hören. Im Hintergrund hörte ich Emma plappern. „Wir brauchen noch etwa zwei bis zweieinhalb Stunden, dann sind wir da“. „Sehr gut, ich freue mich total!“ „Wir uns auch, wir können es kaum erwarten. Und die Kleine hört gar nicht mehr auf, von Ponys zu quatschen“, Zoey lachte. „Dann noch eine gute Fahrt, fahrt vorsichtig!“

      Ich vertrieb mir den Rest der Zeit damit, noch einmal durch die Wohnung im ersten Stock zu gehen, in die die beiden einziehen sollten. Aber eigentlich hatte ich sie bereits komplett eingerichtet und zigmal kontrolliert, sodass ich mich darauf beschränkte, die Vorhänge glatt zu streichen und die Fenster ein Stückchen zu öffnen.

      Ich ging also wieder raus, schnappte mir Haru und ging mit ihm auf den Reitplatz. Ich verteilte ein paar Stangen auf dem Platz und ließ ihn nur mit Halfter ein paar Runden an der Longe joggen. Im Trab und auch im Galopp dirigierte ich ihn in verschiedenen Reihenfolgen über die Stangen und er war sehr motiviert bei der Sache. Ein paar Mal schummelte er sich an den Stangen vorbei, aber die meiste Zeit folgte er brav meinen Anweisungen. Am Schluss der Einheit übte ich noch einmal die Bergziege, die er vor wenigen Tagen mit meiner Schwester geübt hatte. Er hatte sie noch nicht verlernt, es war zwar noch nicht perfekt, aber es sah schon ganz gut aus.

      Als ich Haru wieder zurück auf seinen Paddock gebracht hatte, entschied ich mich spontan, noch eine kurze Runde mit Calli zu drehen. Nur mit Halfter schwang ich mich auf seinen Rücken und drehte eine entspannte Runde um die Galoppbahn. Eigentlich war ich ein bisschen zu groß für ihn, aber für ab und zu mal war es gerade noch okay. Wir legten sogar einen kurzen Galopp ein, bevor ich gemütlich zurück zum Offenstall ritt und ihn wieder auf den Paddock stellte. Ich blieb noch eine Weile am Zaun stehen und beobachtete meine Hengste. Haru hatte sich in die Sonne gestellt und döste mit aufgestelltem Huf. Callimero wälzte sich erstmal genüsslich und schlenderte dann zurück zur Heuraufe. Gegenüber kraulten sich Fenicio und Elliot gegenseitig am Widerrist. Auch Elliot hatte sich auf Anhieb mit Carina verstanden und wir hatten gemeinsam beschlossen, dass er ein Schulpferd für Carinas Reitschule werden sollte. Obwohl er ein Hengst war, war er sehr anständig und ein echtes Verlasspferd, ich war mir sicher, dass er in der neuen Aufgabe aufgehen würde.

      Während ich noch meinen Gedanken nachhing, hörte ich es auf der Straße laut hupen. Haru schreckte aus seinem Mittagsschlaf hoch und spitze gespannt die Ohren. Ich machte auf dem Absatz kehrt und rannte zum Parkplatz. Dort angekommen hatte Carina bereits ihr knallrotes Auto abgestellt und Zoey war bereits vom Beifahrersitz gesprungen. Eigentlich hatte ich mich noch umziehen wollen, aber das war mir jetzt auch egal. Ich fiel erst Zoey, dann Carina um den Hals: „Willkommen zu Hause!“. Carina öffnete die Autotür und ließ Emma hinaus. Endlich konnte ich auch das kleinste Mitglied unserer neuen Mädels-WG kennen lernen. Mit großen Kulleraugen schaute Emma sich auf dem Hof um. „Hallo kleine Maus“, sagte ich zu ihr und sie strahlte mich an. Für sie war es anscheinend das Größte, jetzt mit so vielen Pferden und Ponys zusammen zu leben.

      Zuerst machten wir einen Rundgang über den Hof und zeigten Emma die Pferde. Carina wollte als erstes zu Fenicio und der Schimmelhengst wieherte sogar, als er sie sah. Mir ging das Herz auf, als sie ihm um den Hals fiel und er sich sichtlich freute. So gerne hatte ich ihm genau das geben wollen, aber irgendwie passte es einfach nicht zwischen uns. Umso besser, dass er jetzt seinen Menschen gefunden hatte, ohne sein Zuhause verlassen zu müssen.

      Wir führten Emma über den ganzen Hof. Sie war natürlich besonders begeistert von Nocciola und Baileys, wobei gerade die beiden die letzten waren, die ich auf ein Kind loslassen würde. Aber auch Donatella fand sie toll, und bei ihr konnte ich mir sehr gut vorstellen, dass sie Emma problemlos auf sich reiten lassen würde. Aber nicht mehr heute, wir hatten ja jetzt ganz viel Zeit.

      Wir räumten alle Koffer und Taschen aus dem Auto und leerten auch den Anhänger. Als wir alle Sachen in die Wohnung geräumt hatten, trafen wir uns in meiner Küche und kochten zusammen. Bei Auflauf und Sekt (und Limonade für die Kleine) ließen wir den Abend ausklingen und stießen auf unsere neue WG an. Carina brachte Emma ins Bett und setzte sich dann wieder zu uns. Wir quatschten noch bis tief in die Nacht, bevor sich die Schwestern verabschiedeten und ins Bett gingen. Ich freute mich schon sehr auf den nächsten Tag und konnte es kaum erwarten. Es war ein sehr gutes Gefühl, endlich nicht mehr alleine im Haus zu schlafen.
    • Möhrchen
      Der Umzug – Pflegebericht für alle Pferde
      |12.05.2017 ©Möhrchen (7942 Zeichen, 1309 Wörter)

      Wie ein aufgescheuchtes Huhn lief ich durch meine Wohnung. Ich war einfach so aufgeregt, dass ich nicht wusste, wohin mit mir. In der letzten Zeit hatte sich so einiges geändert in meinem Leben und heute war es endlich so weit: ich würde die Stardust Ranch verlassen.

      Mein Freund und ich hatten genug von unserer Fernbeziehung und hatten schon lange gesponnen, endlich zusammen zu ziehen. Er wollte allerdings auf keinen Fall seinen Job aufgeben und ich wollte nicht mehr ohne eigenen Hof leben. Schon fast 1,5 Jahre waren wir ziemlich unzufrieden mit der Situation, denn seine Besuche am Wochenende waren einfach viel zu kurz und ich konnte meinen Hof nur selten verlassen.

      Vor 3 Wochen hatte er ganz aufgeregt bei mir angerufen und erzählt, dass nur wenige Kilometer von seiner Wohnung entfernt ein Gestüt zum Verkauf stand... Zuerst war es nur eine Idee, aber spätestens, als wir dort waren, um es uns anzuschauen, war es um mich geschehen. Er kündigte seine Wohnung, ich regelte alles auf der Ranch und fing an zu planen.

      ~

      Und nun war es so weit: Zwischen riesigen Kartonstapeln, Sätteln und Möbeln stand ich mitten auf dem Hof. Vor Aufregung knabberte ich an meinen Fingernägeln. Die Organisation des Transports war ziemlich kompliziert gewesen und ich hoffte einfach nur, dass alles wie geplant klappen würde. Wir hatten uns für heute einen großen Transporter mit Platz für 10 Pferde gemietet. Mein Freund wollte mit seinem 6er-Trasporter kommen und einige Pferde holen und ich hatte bereits meinen Hänger vorbereitet. So hoffte ich, dass wir alle 18 Pferde heil auf den neuen Hof kriegen würden.

      ~

      Wenige Stunden später war der Kartonstapel auf dem Hof verschwunden, denn ein Möbelwagen hatte meine Möbel und sonstigen Sachen bereits abgeholt. Nun waren die Pferde an der Reihe und ich machte mich daran, die ersten Pferde für den großen Transporter vorzubereiten. Mein Freund musste noch arbeiten und würde daher erst in einigen Stunden da sein.

      Ich holte nacheinander Liara, Samira, Namica, Happy Fantasy, Narla, Donatella, Nökkvadís und Royal vom Trail und band die 8 Stuten am Putzplatz an. Ich bürstete sie alle kurz über, eine Decke brauchten sie nicht, da es ein ziemlich milder Tag war. Ich holte meine große Kiste mit Transportgamaschen aus der Sattelkammer und suchte für jedes Pferd sie richtige Größe heraus. Ich hatte in den letzten Wochen so einige Paare kaufen müssen, denn auf einen Transport von allen Pferden gleichzeitig war ich nicht vorbereitet.

      Als ich für jeden ein paar gefunden hatte, machte ich mich ans anziehen. „Soll ich dir helfen?“, fragte Zoey, die gerade aus dem Haus kam. Ihre Schwester und sie würden auf der Stardust Ranch bleiben, was mich sehr glücklich machte. Denn mein Herz hing doch an diesem Hof und mir fiel es schwer, ihn zu verlassen. Während wir die ersten Pferde anzogen, fuhr der Transporter auf den Hof.

      Der Fahrer war sehr nett und ich führte Royal zuerst auf den Hänger. Ich band sie ganz hinten an und schloss die erste Klappe. Während Zoey nach und nach den Pferden die Gamaschen anlegte, führte ich eins nach dem anderen die Rampe hinauf. Happy Fantasy stürmte in ihrer üblichen Art wie eine Verrückte die Rampe hinauf. Die anderen Stuten waren artig, nur bei Liara und Samira brauchte es ein bisschen Überredungskunst. Aber sie waren ja auch noch jung und hatten noch keinen großen Transporter gesehen.

      Nach kurzer Zeit waren alle Pferde auf dem Transporter und knabberten an ihren Heunetzen. Der Fahrer verabschiedete sich und wir vereinbarten, dass er die Pferde auf dem neuen Hof so lange im Hänger ließ, bis mein Freund und ich auch angekommen waren. Dann rollte der LKW vom Hof und ich konnte nur noch die Daumen drücken, dass alles gut gehen würde.

      Als mein Freund endlich ankam, luden wir noch meine restlichen Sachen in mein Auto, stellten Nicciola, Baileys, Callimero, Caillou und Elliot in den 6er- Transporter und ich verlud Haru und Fenicio in meinen Hänger. Nun waren alle Pferde verpackt, das Sattelzeug verstaut und alle meine Sachen im Auto. Unglaublich, wie viele Sachen ich eigentlich hatte, sowas fiel mir meistens erst bei einem Umzug auf.

      ~

      Und dann war es soweit: ich fiel zuerst Zoey, dann Carina und auch Emma um den Hals. Unsere gemeinsame Zeit auf der Stardust Ranch war viel zu kurz gewesen, aber ich freute mich so sehr auf den Neuanfang mit meinem Freund, dass mir der Abschied nicht so furchtbar schwer fiel. Und es ging ja auch nicht allzu weit weg, ich würde die drei auf jeden Fall besuchen. Ich gab meinem Freund einen Kuss zum Abschied und er fuhr mit dem Transporter vom Hof. Mit Tränen in den Augen stieg ich schließlich ins Auto und startete den Motor: Auf in ein neues Leben!
      ~

      Fenicio und Haru standen super ruhig auf den Hänger und die Fahrt verging wie im Flug. Schon 3 Stunden später tauchte endlich unsere neue Heimat am Horizont auf. Einen Namen hatte mein neuer Hof noch nicht, aber der würde mir sicherlich bald einfallen. Auf jeden Fall war er wesentlich größer als die Stardust Ranch und lag nur 30 Reitminuten von der Nordsee und wenige Kilometer von der dänischen Grenze entfernt.

      Als ich auf den Parkplatz fuhr, kribbelte es im ganzen Körper. Der große LKW stand bereits auf dem großzügigen Hof. Da ich schon im Voraus geplant hatte, welches Pferd in welche Box einziehen sollte und wer sich mit wem verstand, wusste ich genau, wer wohin sollte. Ich bestand darauf, jedes Pferd selbst aus dem Hänger zu holen. Als erstes zog Liara zusammen mit Samira, Namica und Royal in den größeren der beiden Paddocktrails ein. Ich kontrollierte allen Pferden die Beine auf Verletzungen und nahm ihnen die Gamaschen ab. Liara und Samira lieferten sich erstmal ein Wettrennen auf der neuen Trailstrecke, während Royal und Namica es ein bisschen ruhiger angehen ließen und sich erstmal alles in Ruhe anschauten. Ich hatte allerdings nicht viel Zeit, ihnen zu zusehen, denn ich wollte die anderen Pferde so schnell wie möglich aus den Hängern befreien.
      Haru und Fenicio bezogen zwei Paddockboxen mit riesigem eigenen Auslauf im südlichen Stall. Sie liefen aufgeregt schnaubend alles ab und Haru sprang auf dem großen Auslauf buckelnd in die Luft.
      Als nächstes bezogen Nocciola und Baileys einen kleinen Offenstall am Nordstall, der extra den kleinsten vorbehalten war. Zum Glück waren sie so klein und hatten daher etwas weniger Kraft, denn die beiden wehrten sich wie immer gegen alles, was ich von ihnen wollte. Nocciola hatte sich in der Hinsicht schon etwas gebessert, aber Baileys war nach wie vor eine Katastrophe im Umgang. Mit ihr musste ich unbedingt mehr üben, sobald ich jetzt nach dem Umzugsstress mehr Zeit hatte.
      Donatella, Narla, Nökkvadís und Happy Fantasy bezogen jeweils eine große Paddockbox im Nordstall. Ab morgen sollten sie tagsüber zusammen auf der Weide stehen und nachts die Ruhe in ihren Paddockboxen genießen. Bei ihnen ging der Umzug relativ ruhig von statten, keiner der vier Damen regte sich übermäßig auf. Nökkvadís hatte allerdings eine kleine blutige Schramme am Bein, die ich sofort mit etwas Salbe behandelte.
      Als letztes zogen die drei Ponyhengste Callimero, Caillou und Elliot in ihre Männer-WG im Offenstalltrakt ein. Sie benahmen sich, als hätten sie nie wo anders gestanden und schienen auch die Fahrt bestens überstanden zu haben.

      Als alle Pferde ausgeladen waren, verabschiedeten wir den Fahrer, der sich nun wieder auf den Rückweg machen konnte. Unsere eigenen Fahrzeuge übernahm mein Freund, er säuberte sie und parkte sie auf dem Parkplatz. Währenddessen hatte ich noch viel zu tun: ich verteilte Heu an alle Pferde und schaute bei allen noch einmal vorbei.

      ~

      Erst spät am Abend hatte ich Zeit, meinen eignen Kram notdürftig auszupacken. Zum Glück hatte mein Freund schon im Vorfeld die meisten Möbel aufgebaut. Gegen Mitternacht machte ich noch eine letzte Runde durch alle Ställe, dann fiel ich todmüde ins Bett. Unsere erste Nacht auf UNSEREM eigenen Hof...!
    • Möhrchen
      Pflegebericht | Lady Felize, Lamiro, Lumikello, Devils Trap, Yakari & Callimero
      Ankunftsbericht | Fallen Godness


      Aufgeregt zog ich früh am Morgen die Vorhänge zurück. Was für ein Glück: die Sonne schien es und es war keine einzige Wolke am Himmel. Vergnügt sprang ich die Treppe hinunter und machte mir einen Tee und ein Toast. Mein Freund war schon auf der Arbeit. In Windeseile aß ich mein Frühstück auf, schnappte mir die Tasche, die ich bereits am Vortag gepackt hatte und rannte aus dem Haus. Ich traf mich heute seit langem endlich mal wieder mit meiner Schwester und damit nicht genug: wir hatten endlich mal wieder einen Strandausritt geplant.

      Ich wirbelte über den Hof und verteilte in allen Ställen Heu. Die Stallpferde stellte ich auf die Weide, dann holte ich die beiden Kandidaten für den heutigen Ausflug: Yakari und Callimero. Beide waren noch nie am Meer gewesen und ich war sehr gespannt, wie sie reagieren würden. Ich stattete meinen Transporter mit Heunetzen aus und legte den beiden Hengsten ihre Transportgamaschen an. Ein drittes Paar landete im Kofferraum, denn ich wollte am Abend mit drei Pferden nach Hause kommen. Fallen Godness, der Welsh Hengst meiner Schwester, den ich bereits längere Zeit kannte, sollte heute zu mir ziehen.

      Wenig später waren wir unterwegs und rollten Richtung Küstenranch. Ich drehte die Musik auf und sang laut mit, meine Pferde konnte ich auf dem kleinen Bildschirm beobachten. Nach etwas weniger als zwei Stunden rollten wir auf den Parkplatz der Küstenranch. Kaum hatte ich meine Tür geöffnet, fiel meine Schwester mir auch schon um den Hals. „Endlich bist du mal wieder hier!“, seufzte sie. „Ich war auch zwischendurch mal hier, aber du ja nicht“, antwortete ich grinsend. Sie war in den letzten Wochen einige Male unterwegs gewesen und ich hatte mich ein bisschen mit um ihre Pferde gekümmert. Schwatzend luden wir meine beiden Hengste aus und sie bezogen ihre Boxen im Stall. Dort wartete schon eine weitere Portion Heu auf die beiden. Während sie sich noch ein bisschen ausruhten, zogen wir uns auf die Terrasse zurück und quatschten bei einer Tasse Tee über die letzten Wochen.

      Gegen elf Uhr holten wir unsere Pferde. Meine Schwester nahm heute Lady Felize mit an den Strand, die das Meer bereits kannte. So konnte sie für meine beiden Jungs als gutes Beispiel voran gehen. Als Handpferd durfte auch Lumikello mit. Wir putzten unsere Ponys, kratzen ihnen die Hufe aus und ich kramte mein Sattelzeug aus dem Transporter. Für Callimero reichten sein Lederhalfter und ein langer Strick, Yakari zog ich sein Sidepull an und legte ihm seinen Sattel auf. Dann schanppte ich mir meinen Helm und stieg schon mal auf. Meine Schwester war schließlich auch fertig und schwang sich auf Lady Felize. „Na dann mal los...“

      Das Wetter war immer noch herrlich, als wir vom Hof und durch die Dünen ritten. Es war nicht zu warm und es wehte ein leichter Wind, aber es war herrlich sonnig. Yakari lief flott aber vollkommen entspannt hinter Lady Felize her, obwohl er die Umgebung und auch die anderen Pferde nicht kannte. Callimero wäre lieber neben Lumikello gelaufen und hatte es ein bisschen eilig. Aber er war gut zu halten und beruhigte sich auch schnell wieder. Als schließlich endlich das Meer zwischen den Dünen zum Vorschein kam, spritzte Yakari die Ohren und schaute sich neugierig um. Lady Felize kannte den Weg bereits und stapfte weiter durch den Sand. Artig folgte Yakari ihr weiter bis hinunter zum Wasser. Meine Schwester ritt sofort ins Wasser hinein und ihre beiden Pferde folgten, als wäre es das normalste der Welt. Gut, für sie war es das ja auch...

      Ich ritt bis kurz vor das Wasser und ließ die Ponys gucken. Yakari steckte interessiert die Nase ins Wasser und zog sie erschrocken wieder zurück, als eine kleine Welle kam. Callimero wich erstmal ein ganzes Stück zurück, was aber zum Glück kein Problem war, da ich extra einen langen Strick genommen hatte. Yakari ließ sich nicht lange bitten und stapfte hinter Lady Felize her bis ins Wasser. Im flachen Wasser ritten wir im Schritt am Strand entlang, Calli folgte uns mit einigem Abstand au´m Strand. Er war ruhig, aber wollte sich noch nicht so ganz ins Wasser trauen. Ein Stückchen weiter machten wir nochmal Halt und ritten etwas tiefer ins Wasser. Nun folgte uns auch Calli, zwar etwas zögerlich, aber doch neugierig. Letztendlich standen die Großen bis zum Sprunggelenk und die Kleinen bis kurz unter dem Bauch im Wasser. Calli hatte mittlerweile Gefallen am Wasser gefunden und planschte mit Lumi um die Wette. Die beiden Kleinen hatten mächtig Spaß und spritzen so sehr herum, dass unsere Hosen wenig später nass waren.

      Wir ritten wieder weiter aus dem Wasser hinaus und an den Strand. Dort angekommen, trabten wir an und Lady Felize gab ordentlich Gas. Yakari bemühte sich, hinter ihr her zu kommen, aber da Calli auch noch mit kommen sollte, entstand ein ziemlich großer Abstand. Meine Schwester hielt Lady ein bisschen zurück und so konnten wir wieder aufschließen, bevor wir zusammen angaloppierten. Calli buckelte wild los und auch Lumi machte ein paar Freudensprünge. Die beiden Großen blieben aber ruhig und so galoppierten wir ziemlich flott, aber gesittet, dahin. Es war einfach ein wahnsinniges Gefühl, am Strand entlang zu galoppieren.

      Fast eine Stunde trabten und galoppierten wir, fetzten durch kleine Prile und gingen in einer kleinen Pause auch nochmal etwas weiter ins Wasser. Langsam merkte ich, dass meine Jungs müde wurden und wir ritten langsam zurück in Richtung Dünen. Ich klopfte Yakari den nassen Hals, ob es nun Wasser oder Schweiß war, konnte ich nicht mehr so genau identifizieren. Auch Calli war komplett nass, da er sich zwischendurch im Wasser sogar einmal kurz hingelegt hatte. Lumi ließ erschöpft den Kopf hängen und trottete neben Lady her, die noch ziemlich fit zu sein schien. Am langen Zügel ritten wir nebeneinander her und quatschten über Gott und die Welt, bis wir schließlich wieder auf der Küstenranch ankamen.

      Wir sattelten unsere Pferde ab und spülten sie am Waschplatz einmal komplett ab. Als alle Ponys wieder ihre ursprüngliche Farbe hatten, stellte ich Yakari und Calli in eine der Paddockboxen und meine Schwester brachte ihre beiden zurück in ihre Offenställe. Die Mittagspause verbrachten wir mit Kuchen und Keksen auf der Terrasse und legten eine Weile die Füße hoch.

      Der Nachmittag begann mit Stallarbeit: gemeinsam äppelten wir die Offenställe ab, füllten Heu und Wasser auf und fegten den Hof. Dann holten wir Lamiro und Devils Trap aus ihren Ställen. Ich durfte Lamiro reiten, während meine Schwester mit dem kleinen Scheckfohlen ein bisschen Bodenarbeit machen wollte. Ich schwang mich mit Halfter und ohne Sattel auf Lamiro, der einen super breiten und bequemen Rücken hatte. Während meine Schwester Devil die Hindernisse auf dem Trailplatz zeigte, ritt ich mit Lamiro einige Runden zum warm werden, ließ ihn auch etwas traben und galoppieren. Dann machten auch wir uns an die Hindernisse. Lamiro absolvierte alles sehr artig und souverän, und es machte wirklich Spaß, sich auf seinem Rücken über die Hindernisse tragen zu lassen. Es war mittlerweile ganz schön warm geworden, deshalb machten wir nicht allzu lange. Lamiro bekam noch eine kalte Dusche für die Beine und durfte sich dann auf dem Paddock wälzen.

      Für mich wurde es langsam Zeit, mich auf den Heimweg zu machen. Ich zog Yakari und Calli ihre Gamaschen an und stellte sie wieder auf den Transporter. Dann ging ich zu meiner Schwester, die bereits Fallen Godness abfahrbereit machte und sich verabschiedete. Es fiel ihr nicht leicht, aber sie wusste ja, dass sie ihn jederzeit besuchen konnte und er es bei mir gut hatte. Sie verlud ihn auf den Transporter und gemeinsam klappten wir die Klappe hoch. Dann umarmten wir uns zum Abschied und schmiedeten bereits Pläne für unser nächstes Treffen. „Es war wirklich ein wundervoller Tag“, seufzte ich. „Auf jeden Fall Wiederholungsbedarf!“, stimmt meine Schwester zu. Und schon war der tolle Tag wieder vorbei und ich rollte vom Hof...

      Zu Hause angekommen lud ich die drei Hengste aus. Fallen kam erst einmal in eine Paddockbox, um sich im neuen zu Hause einzugewöhnen. Ich versorgte alle Pferde mit Heu, holte die anderen wieder von der Weide. Es war inzwischen stockdunkel geworden und ich beeilte mich, endlich ins Bett zu kommen.
    • Möhrchen
      Pflegebericht - Kindergeburtstag!| Caillou, Callimero, Armani, Umpalumpa und Narla
      |©Möhrchen, 29.08.2017

      Ich blies die letzten Luftballons auf und hängte sie an die Decke des Pavillions. Auf dem Tisch verteilte ich bunte Teller und Becher und ein paar Süßigkeiten. Heute war ein besonderer Tag, denn heute sollte auf der Rainbow Ranch ein Kindergeburtstag stattfinden. Vor ein paar Tagen war Mia mit ihrer Mutter auf meinen Hof gekommen und hatte gefragt, ob sie ihren sechsten Geburtstag bei mir auf dem Hof feiern könnte. Ich hatte sowas zwar noch nie gemacht, hatte aber spontan zugesagt. Ich war sehr gespannt, wie der Tag verlaufen würde und wie die Ponys auf die Kinder reagieren würden.

      Zuerst holte ich die vier Ponys von ihren Paddocks und brachte sie zusammen auf den Reitplatz. Ich hatte zum Reiten Caillou, Calli und Armani ausgesucht, die drei passten von der Größe her am besten zu den Kindern und hatten auch schon Erfahrung mit Reitunterricht. Zum Putzen und Rumtüddeln holte ich außerdem Umpalumpa dazu.

      Kurz vor 3 fuhr Mias Mutter Yvonne mit ihrem VW-Bus vor. Sie öffnete sie Schiebetür und nacheinander sprangen acht quietschende Mädels aus dem Auto. Ich begrüßte Yvonne und wir riefen die Kinder zusammen. Ich stellte mich kurz vor und fragte die Kinder nach ihren Namen, was eher weniger sinnvoll war, da ich mir eh nicht alle merken konnte.

      „Es gibt noch ein paar Sachen, die ganz wichtig sind“, sagte ich, als endlich mal kurz alle ruhig waren. „Ponys erschrecken sich ziemlich schnell und springen dann auch manchmal zurück, deshalb darf man nicht zu dicht hinter ihnen her gehen. Und es wird bei den Ponys nicht gerannt, nur langsam gegangen. Alles Weitere zeige ich euch, wenn wir bei den Ponys sind. Wer von euch ist denn schon mal geritten?“ Mia und drei ihrer Freundinnen meldeten sich.

      Gemeinsam gingen wir zum Reitplatz hinüber, wo die Ponys entspannt an ihren Heunetzen herum knabberten. „Ich nahm die vier Halfter vom Zaun und gab den Mädels jeweils zu zweit eins. Dann ging ich mit ihnen auf den Reitplatz und half ihnen dabei, die Ponys aufzuhalftern und am Zaun anzubinden. Dann trommelte ich in der Mitte des Reitplatzes wieder alle zusammen, wo ich bereits eine Kiste mit weichen Bürsten bereitgestellt hatte. „Wir machen die Ponys jetzt erstmal ein bisschen sauber. Jeder kann sich eine Bürste nehmen und dann putzt ihr immer zu zweit ein Pony. Den Kopf braucht ihr nicht sauber machen, das mögen sie nicht so gerne. Wenn ihr irgendwas nicht hin bekommt, dann helfe ich euch.“ Alle schwärmten wieder aus und verteilten sich gackernd auf die Ponys. Ich ging herum und half ihnen, korrigierte Fehler und beantwortete neugierige Fragen zu den Ponys.

      Eine halbe Stunde später hatten wir alle Ponys geputzt und die drei Großen mit einem Reitpad gesattelt. Die Kinder setzten sich ihre Helme auf, die sie von zu Hause mitgebracht hatten, dann zeigte ich ihnen kurz, wie man die Ponys am besten führte. Die Kinder schauten interessiert zu und gaben sich Mühe, es richtig zu machen. Ich führte Callimero, Yvonne bekam Armani und die Kinder durften abwechselnd Caillou führen. Nacheinander durften die Kinder nun Reiten, zuerst im Schritt außen herum, dann um verschiedene Hindernisse, die ich in der Bahn aufgebaut hatte und zum Schluss sogar kurz im Trab. Die Ponys waren super artig und total entspannt und die Kinder waren nicht mehr so albern und richtig konzentriert. Es machte allmählich wirklich Spaß. Wir ließen die Kinder auf den Ponys Eier auf Löffeln balancieren, Bälle in Eimer werfen und Fähnchen aufheben, die am Boden in Pylonen steckten.

      Nach einer knappen Stunde rutschten die letzten Kinder erschöpft von ihren Pferden. Wir sattelten sie ab, räumten den Reitplatz auf und ließen die Ponys auf dem Reitplatz frei. Während sie sich wieder an ihren Heunetzen zu schaffen machten, gingen wir mit den Kindern in den Pavillion und Yvonne packte ihren selbst gebackenen Kuchen aus. Beim Essen drehten die Kinder wieder ordentlich auf, kreischten durcheinander und alberten herum. Wir ermahnten sie einige Male, aber da wir weit genug von den Pferden weg waren, ließen wir ihnen ihren Spaß. Während sie weiter ihren Kuchen aßen, brachte ich die Ponys vom Reitplatz zurück auf ihre Paddocks, dann ging ich zum Trail und holte Narla. Am Putzplatz band ich sie an und putzte sie gründlich. Dann stellte ich die Fingerfarben bereit, die ich am Tag zuvor besorgt hatte. Bereits vor längerer Zeit hatte ich mal ein Pony für ein Fotoshooting damit bemalt und ich war mir sicher, dass die Kinder daran Spaß haben würden.

      Als alle fertig mit essen waren, gingen wir zusammen zu Narla. Die Kinder hatten einen Heidenspaß dabei, die gefleckte Stute mit den Fingerfarben zu bemalen. Innerhalb kürzester Zeit war sie bunt getupft, hatte eine Blume auf dem Po und Fingerabdrücke am ganzen Körper. Sie sah wirklich aus wie ein Indianerpferd und war dabei total entspannt und genoss die Aufmerksamkeit. Ich legte ihr ein Pad und einen Voltigiergurt auf, dann gingen wir alle wieder auf den Reitplatz. Nacheinander durften die Kinder an der Longe reiten, die geübteren sogar schon im Galopp. Narla machte ihren Job wirklich super und drehte locker und entspannt ihre Runden an der Longe. Die Dusche danach hatte sie sich wirklich mehr als verdient. Zusammen mit den Kindern wusch ich die ganze Farbe wieder ab, zog sie dann mit dem Schweißmesser ab und stellte sie in die Sonne zum Trocknen.

      Die Kinder waren sichtlich müde, als ihre Eltern schließlich auf den Hof kamen, um sie abzuholen. Aufgeregt plapperten sie durcheinander und erzählten ihren Eltern von den Ponys. Nach und nach rollten sie alle vom Hof, bis nur noch Yvonne und Mia übrig waren. „Das war wirklich ein ganz toller Tag, vielen vielen Dank“, sagte Yvonne und Mia umarmte mich. Sie schwärmte von Caillou und wollte ihn unbedingt mit nach Hause nehmen. „Caillou möchte viel lieber hier bei seinen Freunden bleiben. Aber wenn du möchtest können wir ja mal einen Termin abmachen, dann gebe ich dir eine Reitstunde auf ihm.“ Mia strahlte und winkte mir noch hinterher, bis der Bus um die nächste Kurve verschwunden war. Ich räumte noch den Pavillon zu Ende auf und brachte Narla zurück auf ihren Paddock. Dann sank ich erschöpft auf die Bank auf meiner Terrasse. So ein Tag mit acht Kindern auf einem Haufen war wirklich anstrengend, aber auch sehr lustig und schön gewesen. Und ich war sehr stolz auf meine Ponys, die den ganzen Trubel so gelassen hingenommen hatten.
    • Möhrchen
      Kurzer Pflegebericht für alle meine Pferde – Der erste Schnee!
      |©Möhrchen, 08.12.2017

      Es war eine unheimlich stressige Zeit gewesen und ich hatte mich bei der Stallarbeit wochenlang auf das nötigste beschränkt. Ich hatte mich fast rund um die Uhr um meine Mutter gekümmert, die am anderen Ende von Deutschland mit einem gebrochenen Bein im Krankenhaus lag. Meine Pferde waren wirklich eine ganze Weile lang zu kurz gekommen. Langsam wurde es besser, trotz allem hatte ich auch heute wieder nicht viel Zeit. Jetzt ging es auch schon auf Weihnachten zu, wo es in der Familie auch nicht unbedingt entspannter werden würde.
      Meine Pferde hatten also vorerst Winterpause und ich hoffte, im Januar wieder voll durchstarten zu können.

      Als ich die Vorhänge zurück schlug, traute ich meinen Augen kaum. Die ganze Zeit hatten wir keine einzige Flocke Schnee abbekommen und jetzt war draußen dichtes Schneegestöber und die Erde war schon leicht gezuckert. Ich schlüpfte also in meine dicken Thermostiefel und setzte meine Mütze auf. Dann machte ich mich auf den Weg in den Stall, das Frühstück musste heute mal warten.

      Ich fing mit der Stallarbeit auf dem Stutentrail an. Die Mädels waren heute ordentlich aufgedreht, Curly, Anni, Snooky und Viona fegten gerade in einem Affenzahn den Trail entlang. Lillifee stand dagegen entspannt an der Heuraufe und schaute sich das Spektakel aus der Ferne an. Liara und Narla standen im Unterstand und kraulten sich gegenseitig den Widerrist. Ich ging zum Koppeltor und öffnete die größte Koppel. So konnten sie sich zumindest noch ein bisschen austoben. Sobald sie sahen, dass das Tor offen war, stürmten die vier Wildfänge auf die Wiese und setzten ihr Spiel dort fort. Auch Liara und Narla spitzten die Ohren und schossen dann hinter ihnen her. Nur die Kleinste der Bande, Lillifee, spazierte im Schritt hinter den anderen her. Ich musste grinsen, als ich meine Mädels so über die Weide fegen sah. Da ging einem doch trotz all dem Stress das Herz auf.

      Ich beeilte mich mit der Stallarbeit, äpplte den Paddock ab, kontrollierte Tränken und füllte Heu und Stroh auf. Dann machte ich mich mit der voll beladenen Schubkarre auf zu den Hengsten.

      Auf dem Trail der Hengste ging es etwas gemächlicher zu, nur Corry und Fallen hatten sich von den Stuten anstecken lassen und tänzelten unruhig am Zaun entlang. Caillou, Calimero und Armani standen einträchtig an der großen Heuraufe und zupften die letzten Halme aus dem Netz. Haru, Yakari und Damon hatten sich in die Liegehalle zurückgezogen und hielten ein Nickerchen. Haru hielt Wache, während die anderen beiden es sich im Stroh bequem gemacht hatten. Auch für sie öffnete ich die Weide, doch die drei Schlafmützen im Unterstand ließen sich davon gar nicht stören. Die Kleinen machten sich dagegen begeistert auf den Weg auf die Koppel und drehten auch ein paar flotte Runden im Schnee. Calli schmiss sich sofort auf die verschneite Wiese und rollte sich genüsslich von einer Seite auf die andere.

      Ich sammelte auch hier alles ab, mistete geschickt und die schlafenden Ponys herum aus und füllte alle Heuraufen wieder auf. Zum Glück hatte ich beheizte Selbsttränken und musste kein Wasser schleppen. Zum Ausruhen setzte ich mich noch kurz zu den Großen ins Stroh und genoss ein bisschen die winterliche Stille. Damon und Yakari ließen sich davon gar nicht stören, was mich sehr freute.

      Im Stutenstall warteten alle sehnsüchtig darauf, dass sie auf die Koppel durften. Nach und nach brachte ich die Stuten auf die große Winterkoppel, die inzwischen schon mehr weiß als grün war. Royal und Namica machten den Anfang, dann folgten Donatella und Brött und zu guter Letzt Nökkvadís und Raya. Heute schienen echt alle Pferde ordentlich Pfeffer im Hintern zu haben, denn während die ersten vier bisher noch entspannt gegrast hatten, schossen sie jetzt mit Ankunft der letzten beiden wie die verrückten los und buckelten wild über die Koppel. Ich blieb einen Moment am Zaun stehen und schaute ihnen zu, bis schließlich wieder Ruhe einkehrte. Dann machte ich mich an das Misten der Boxen und Füllen der Heunetze.

      Nun fehlten nur noch die kleinsten im Offenstalltrakt. Sie blieben bei dem Wetter auf dem Paddock. Anscheinend fanden sie den Schnee sehr interessant, schließlich hatten sie so etwas noch nie gesehen. Thalima schob begeistert ihre Nase durch den dünnen Schnee und freute sich über die kleinen Häufchen, die sie zusammen schob. Pantoffelchen steckte ihren Kopf durch das Gatter und schaute fasziniert in die weiße Landschaft hinaus. Nayomi und Bina kämpften gerade ein bisschen und versuchten quietschend, sich anzusteigen. Nayomi verlor dabei fast das Gleichgewicht und wäre beinahe auf den Rücken gefallen. Nur Umpalumpa und Lakota hatten nichts für den Schnee übrig und standen gelangweilt im Unterstand herum. Für die war das weiße Zeug ja schließlich nichts Neues.

      Ich striegelte alle Fohlen kurz ein bisschen. Ein Blick auf die Uhr zeigte mir dann aber, dass ich mich langsam beeilen musste. In Windeseile äppelte ich die Paddocks ab und verteilte frisches Heu und Stroh. Dann eilte ich zurück ins Haus, um mir trockene Klamotten anzuziehen.
    • Möhrchen
      Kurzer Pflegebericht für alle Pferde – der Frühling ist da!
      |©Möhrchen, 18.04.2018

      Endlich war es so weit: es war warm, richtig warm, und die Sonne strahlte vom strahlend blauen Himmel. Endlich Frühling! Während vor ein paar Wochen noch Schnee lag, waren jetzt schon an die 25 Grad und ich hatte richtig gute Laune, als ich vom Frühstückstisch aufstand und meinen Teller in der Geschirrspüler räumte.

      Gestern hatte ich mich mit meinen beiden besten Freundinnen zu einem Hoftag verabredet und ich freute mich auf einen fröhlichen und produktiven Stalltag. Noch bevor die beiden ankamen, machte ich mich an die Stallarbeit. Zuerst mistete ich die beiden Paddocktrails ab und füllte die Heuraufen. Dann ließ ich die Boxenpferde auf die Koppel und machte mich daran, die Boxen zu misten. Während ich noch am Misten war, kamen Sina und Kathi laut schnatternd in die Stallgasse gelaufen. Wir begrüßten uns herzlich, da wir uns eine ganze Weile nicht mehr gesehen hatten. Dann schnappten sie sich kurzerhand eine Mistgabel und halfen mir beim Misten.

      Zu dritt waren wir schnell mit der Stallarbeit durch. Da das Wetter uns einfach nach draußen lockte, entschieden wir uns, zuerst einen Ausritt in den Wald zu machen. Ich sattelte also Liara, Sina nahm Narla und Kathi Curly Lure. Als Handpferde nahmen wir Viona, Lillifee und Snooky mit, sodass wir mit einer richtig großen Truppe von Hof ritten. Es war wirklich ein tolles Ausritt, wir trabten viel und nutzten auch meine Lieblings-Galoppstrecke gründlich aus. Die Pferde waren artig und entspannt und hatten richtig Spaß. Zufrieden ritten wir zurück auf den Hof, spritzten den verschwitzten Pferden die Beine ab und stellten sie zurück auf den Trail.

      Anschließend nahm ich Anni mit zum Putzplatz, schrubbte ihr gründlich das lose Winterfell ab und schnitt ihre Mähne nach. Ansonsten hatte sie heute frei und durfte weiter auf dem Paddock die Sonne genießen.

      Auch mit den Wallachen entschieden wir uns zu einem Ausritt. Ich sattelte Haru und nahm Callimero als Handpferd, Sina zog mit Yakari und Caillou los und Kathi schnappte sich Armani und Corry. Die Jungs waren etwas flotter drauf als die Mädels und genossen einen sehr ausgedehnten Galopp im Gelände. Yakari und Caillou bekamen sich auf dem Ausritt etwas in die Wolle, sodass ich den Rückweg mit zwei Handpferden meisterte. Aus diesem Grund ritten wir auch gemütlich plaudernd im Schritt zurück und es klappte besser als gedacht.
      Zurück am Hof bekamen auch die Jungs ein Fußbad und durften dann für ein paar Stunden auf die große Wiese.

      Währenddessen machten wir Mädels noch ein kleines Beautyprogramm mit Fallen Godness, Damon, Umpalumpa und Raya. Dann bauten wir auf dem Platz ein paar kleinere Sprünge auf führten Nökkvadís, Brött, Donatella, Namica und Royal Disturbance warm. Die Stuten waren entspannt und drehten brav mit uns ihre Runden. Nach 10 Minuten ließen wir sie vom Strick und ließen sie erstmal ein paar Minuten toben. Dann verteilten wir uns auf dem Platz und dirigierten sie nach außen über die Sprünge. Anfangs hatten sie mächtig Spaß und das Ganze glich eher einem Wettrennen als einem Freispringen. Aber nach ein paar Runden beruhigten sie sich etwas und sprangen gesittet ein kleines Kreuz nach dem anderen. Namica buckelte übermütig und schnaubte danach zufrieden ab. Nach 20 Minuten waren alle Ponys müde und wurden immer langsamer. Wir ließen sie noch eine Weile auf dem Platz, damit sie ihr verschwitztes Fell genüsslich im Sand wälzen konnten, was sie auch begeistert annahmen. Dann stellten wir sie zurück auf die Wiese.

      Zum Schluss waren noch die Fohlen an der Reihe. Wir setzten uns einfach zu ihnen auf den Paddock und ließen uns belagern. Sofort kamen sie an und beschnupperten uns neugierig, ließen sich kraulen und Bina legte sich nach einer Weile sogar neben uns in den Sand. Lakota verlor nach einiger Zeit das Interesse, während Tahlima und Nayomi sich stundenlang kraulen ließen. Pantoffelchen stand etwas abseits und beobachtete das Geschehen. So ließen wir den Abend gemütlich ausklingen und quatschten über Gott und die Welt, während die Fohlen um uns herum langsam müde vom Spielen wurden.
    • Eddi
      Verschoben am 09.11.2018
      Grund:
      6 Monate lang keine Pflege.
    Keine Kommentare zum Anzeigen.
  • Kategorie:
    Himmel - ungepflegte Pferde
    Hochgeladen von:
    Möhrchen
    Datum:
    20 Jan. 2017
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  • Callimero
    (Calli, Calle)

    [​IMG]

    Unterbringung: Hengstoffenstall #1
    Haltungsform: Offenstall
    Besitzer: Jessica
    Privat-/Schulpferd: Privatpferd


    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Abstammung

    Aus der:
    Cressera
    MM: Naomie
    MV: Cyanthor
    Von: Mediscus
    VM: Mirabell
    VV: King Arthur

    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯

    Exterieur

    Hengst
    Pony
    *24.01.2010
    (7 Jahre)
    Rasse: Hackney Pony
    Stockmaß: 149cm
    Farbe: Chestnut
    Abzeichen: Unregelmäßige Blesse, h.l. Weiße Fessel
    Augenfarbe: Braun
    Gencode: eeAaFf


    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Interieur & Beschreibung
    freundlich, treu, trittsicher, selbstbewusst, verlässlich, mutig, selbstsicher

    Charaktereigenschaften:
    Ausgeglichen ●●●● Unausgeglichen
    Aufmerksam ●●●● Unaufmerksam
    Intelligent ●●●● Unintelligent
    Sozial ●●●● Unsozial
    Begabt ●●●● Unbegabt
    Ruhig ●●●● Nervös
    Loyal ●●●● Untreu
    Gutmütig ●●●● Boshaft
    Nervenstark ●●●● Scheu
    Temperamentvoll ●●●● Faul

    Callimero "Kurz Calli" ist ein freundliches Wesen, der gegen niemand was auszusetzen hat, außer natürlich typisch Negatives. Doch im allgemeinen ist er treu und weicht niemals seinen Begleiter von der Seite. Wie natürlich typisch an seiner Rasse, ist die Trittsicherkeit, er ist immer stabil auf seinen vier Beinen unterwegs und rutscht selten aus. Man kann sich einfach immer auf ihn Verlassen, er bringt die besten Voraussetzungen für einen treuen Begleiter mit. Was er sonst mit sich bringt ist Mut und ein selbstsicheres, Selbstbewusstes Auftreten.

    Geschichte

    Callimero kommt von einer großraumigen Hobbyzucht im Norden England's. Dort wurde er erfolgreich eingeritten und eingefahren, sodass er mittlerweile ein verlässliches Reitpferd geworden ist. Durch eine Versteigerung kam der Hengst auf die KR-Ranch.



    Besitzer: Möhrchen
    Vorbesitzer: Snoopy
    VKR/Ersteller: Snoopy
    Reitbeteiligung: /
    im Besitz seit: 20.01.2017
    Zu verkaufen: Nein
    Kaufpreis: /
    Bei Hofaufgabe zurück an: Snoopy


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    Qualifizierungen & Erfolge


    Dressur E A L M S S* S** S***
    Western E A L M S S* S** S***
    Springen E A L M S S* S** S***
    Military E A L M S S* S** S***
    Galopprennen E A L M S S* S** S***
    Distanz E A L M S S* S** S***
    Fahren E A L M S S* S** S***
    Gangreiten E A L M S S* S** S***
    Klassenaufstieg durch: Turniersieg/ Traning

    Gangveranlagung
    /


    Erfolge

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    ~ 1. Platz 245. Fahrturnier ~
    ~ 3. Platz 301. Fahrturnier ~
    ~ 3. Platz 318. Fahrturnier ~
    ~ 3. Platz 330. Fahrturnier ~

    Abstammung: 6
    Schleifen: 3
    HS: 0
    TA:0
    Trainer: 0
    Zubehör: 2
    Gesamt: 11



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    Ausbildung & Zuchtdaten

    Eingeritten

    Eingefahren
    Halfter und Decke vertraut
    Verladefromm
    Longiert
    Schmiedefromm
    Geländesicher


    Bodenarbeit/ Zirkuslektionen
    Spanischer Gruß
    Spanischer Schritt
    Flehmen
    "Ja" sagen
    "Nein" sagen
    Küsschen geben
    Beine überkreuzen
    Bergziege
    Schaukelpferd
    Plié
    Kompliment
    Knien
    Liegen
    Flachliegen
    Sitzen
    Steigen
    Podest
    Slalom
    Teppich ausrollen
    Drehen


    Zur Zucht zugelassen: Nein
    Eingetragene Zucht: x

    Nachkommen
    -


    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Unterbringung

    Hengstoffenstall #1

    Zusatzfutter: /



    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Gesundheitszustand

    Letzter Tierarztbesuch: unbekannt
    gechippt [] zuletzt kontrolliert []

    Gesamteindruck: sehr gut
    Aktue Krankheit/en: x
    Chronische Krankheit/en: x
    Erbkrankheit/en: x

    Letzter Hufschmiedbesuch: unbekannt
    Ausgeschnitten/Korrigiert: x
    Hufbeschaffenheit: sehr gut
    Hufkrankheit/en: x

    Beschlag vorne: x
    Beschlag hinten: x

    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    PNG-Datei
    Calli in seinem Winteroutfit