Eddi

Call me a Twist ♛

Paint Horse ♂ gekört

Call me a Twist ♛
Eddi, 24 Juni 2016
AliciaFarina und Snoopy gefällt das.
    • Eddi
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      Die Basse-Normandie
      01. Juli 2013
      Ich schluckte meine plötzlich aufkommende Traurigkeit und Angst herunter, als ich mit dem Jeep auf das Gestüt Hayes End fuhr. Ab heute würde dieses schöne Gelände nicht mehr mein eigen sein. Alles war schon längst ausgeräumt, das einzige was noch da war, waren die Pferde. Um es kurz zu machen: wir zogen um, nämlich nach Frankreich, in die Basse-Normandie. Dort würde meine Pferde und mich ein neues Leben auf einem neuen Gut mit einem neuen Team erwarten. Schon heute würde ein Großteil dieser neuen 'Familie' mit anwesend sein und mir helfen. Unserer Weg würde uns in das kleine Städtchen Arromanches-les-Bains führen, welches an der nördlich-französischen Küste lag. Die Fahrt würde lang werden und wir hatten bereits eine Übernachtung eingeplant und auch die Stops waren fest auf der Karte verankert. Meine kompletten Sachen und auch die des Stalles hatten schon längst ihren Weg nach Frankreich gefunden und warteten dort nun auf die Besitzer. Wir würden ein altes Gut beziehen, welches bereits 1643 erbaut worden war und dessen Geschichte sich sehr auf die Falkenjagd und die Zucht für dort gebrauchte Pferde bezog. Nun würden wir uns dort niederlassen, um uns ein neues Leben aufzubauen. Ich musste aus dem jetzigen Alltag heraus und wollte mich ab sofort vollkommen auf die Pferde konzentrieren. Es gab insgesamt acht Fahrer, welche sich heute auf den Weg machten. Für meine Vollblüter hatte ich Theodor Adorno, unser künftiger Rennpferdetrainer, gebeten, diese mit zu umsorgen, während Susan, eine unserer Jockeys, fuhr. Mit diesen begannen wir auch nun mit dem verladen. Ich hatte Quall angerufen und die Tierärztin gebeten, allen eine Beruhigungsspritze zu geben und auch von Jackie hatte ich mir beruhigende Kräuter geben lassen, welche wir unter das Futter in den Pausen mischen würden. Die Hänger waren riesige Luxuswagen, in welche jeweils sechs Pferde an der Zahl ihren Platz fanden. Ideal für die Vollblüter. Zu erst führten wir die beiden Fohlen Cassiopeia und Deadly Ambition hinein. Beide waren seelenruhig und begannen direkt an ihrem Heu zu knuspern. Dann kamen Golden Ebano, Empire State of the Mind und Muskat mit hinein. Außer Muskat muckte keiner von den Hengsten herum. Jedoch wollten wir unsere Stute Khiara El Assuad in einem speziellen Hänger fahren, da sie bereits trächtig war. So hatten wir einen kleineren Hänger mit nur drei Boxen geliehen, in welchen nun unsere drei trächtigen Stuten Khiara El Assuad, Napayné und Nesquik einstiegen. Alle drei hatten eine Beruhigungsspritze hinter sich und wurden von Tom, einem unserer Pfleger, gefahren. Mit hinzu setzte ich Carter, unseren Stallmeister, welche sich mit jeglichen Problemen, welche auftreten könnten, auskannte. Dieses Gespann fuhr bereits los. In den Vollbluthänger stellten wir noch den jungen Altyn mit hinein und schon konnte auch dieser sich auf den Weg machen. Als nächstes würden die restlichen Fohlen ihren Weg in einen Hänger finden. Dieser würde in der Obhut unserer Pflegerin Talulah sein. Gemeinsam bereiteten wir die sechs Jungpferde auf die Reise vor. Dann musste Fairy Bluebird als Erste hinein, kurz darauf folgten Joyce und Tiny Girl ohne Probleme. Die kleine Mississle begann jedoch, uns zu terrorisieren und bockte auf der Rampe herum, so dass wir vor sie noch Limited und Quintesse hineinführten, bis auch sie mit hineinging. Nun konnte der dritte Hänger das Gestüt verlassen und sich auf die Reise machen. Die nächsten Kandidaten waren unsere Zwerge, die kleinen Welsh Ponys. Zuerst verluden wir Weihnachtswichtel und Little Big Girl. Als Puffer zwischen Stuten und Hengsten schoben wir die kleine Little Chocolate Chip ein, ehe dann Heartbreaker, Admiral und Juego folgten. Alle gingen ohne Probleme auf den Hänger, so das dieser wenigstens direkt lostuckern konnte. Nun kamen mehr oder weniger unsere Sorgenkinder, die Sportpferde. Pajero machte direkt zu Anfang Probleme und weigerte sich in den riesigen Hänger zu gehen. Erst mit Hilfe seines Kumpels Alazar bewegte er sich in das dunkle Loch. Zu unserem Erstaunen ging Candle in the Wind ohne zu Zögern in den Hänger, dabei hatte er so schlechte Erfahrungen gemacht gehabt. Auch Ejadon und Dr. Insektor folgten mir brav in den Hänger. So konnte auch dieses Paket losfahren. Für die beiden Tekken-Stuten Sonja und Mokka hatten wir einen normalen Hänger geholt, so dass die beiden Geschwister zusammen fahren konnten. Als die größten Probleme vom Hof waren, kamen wir zu den zweitgrößten, die blütigen Ponys. Zarin und Romance bekamen direkt einen Hänger für sich, dieses Tamtam würde ich mir nicht antun, die beiden würden nur Stunk verbreiten wollen. In den großen Hänger kamen stattdessen BonnyBoy, Vertigo, Allelujah und Lucane. Wenigstens war es hier so aufgeteilt, dass sich immer zwei recht nahe standen, so dass auch hier Frieden herrschte. Die Stuten Smooth'n Angel und Morning Sun kamen in ihren eigenen Hänger zusammen mit Kürbis und Freeway, welche ich kürzlich zu mir zurückgeholt hatte. Nun waren auch diese Tiere weg. Der auffahrende Hänger war für Aristo, Thorondor, Varulv und Guaranà bestimmt und ich liebte diese vier Hengste so sehr dafür, dass sie das Vertrauen in mich zeigten und mir ohne zu Mucken einfach folgten. Die letzten auf der Liste waren noch unsere Westernpferde. Für dessen Transport hatte sich unsere Westerntrainerin Elizabeth bereit erklärt. Zuerst verluden wir Apache's Tomahawk und Rubina Ravenclaw, kurz darauf folgten Joyna und Campéon und als letzter stieg Hidalgo in den Hänger. Nun waren alle Pferde verstaut und wir fuhren alle los. Wir waren schon zwei Stunden unterwegs, als wir den ersten Stop einlegten und alle Pferde kontrollierten. In jedem Hänger herrschte Ruhe, so dass wir die nächsten vier Stunden durchfuhren, ehe wir wieder eine Pause einlegten. Am Abend waren wir kurz hinter der französischen Grenze und schlugen auf einem kleineren Gestüt unser Lager auf. Für die Pferde hatte man provisorische Paddocks gebaut, auf welche wir sie nun einteilten und dann selbst total k.o. ins Bett huschten.
      Am nächsten Morgen waren wir alle früh um sechs bereit zur Abfahrt. Noch diesen Tag und Abends würden wir dann auf dem Gestüt La Fauconnerie stehen. Die Fahrt zog sich elend lang und ich dachte schon, wir würden niemals ankommen, doch als es bereits dämmerte, näherten wir und Bayeux, der nächstgrößeren Stadt und eine Dreiviertelstunde später waren wir in Arromanches-les-Bains angekommen. Einige meiner Mitarbeiter hatte ich bereits in Frankreich gelassen, damit diese alles für die Ankunft hatten vorbereiten können. Zudem lebten schon einige Pferde auf dem Gestüt. Nun luden wir nacheinander aus und brachten die Tiere in ihre Ställe. Diese waren zwischen Stuten und Hengsten aufgeteilt, wobei unsere englischen Vollblüter einen speziellen Stall bezogen, welcher direkt neben der Ovalbahn lag. Dieser Stall war Adornos voller Stolz, außerdem hatte er bestanden, Quartier auf dem Dachboden des Stalles zu beziehen, um immer bei den Pferden zu sein. Wir arbeiteten noch spät bis in die Nacht. Dann schickte ich mein Team schon in unser großes gemeinsames Haus, während ich noch einmal einen Rundgang machte. Ich begann im Rennstall, wo Theodor schon auf mich wartete. „Khiara hat die Fahrt gut überstanden, es gibt keine Probleme.“ ich musterte lächelnd die Rennikone, wie sie friedlich mit ihrem runden Bauch im Stroh lag und an ihrem Heu knabberte. „Ebano und Muskat haben sich tierisch aufgeregt, aber inzwischen haben sie sich mit ihrer Lage abgefunden. Empire war von Anfang an lieb und auch Cassy und Deadly haben keine Probleme gemacht.“ Ich nickte Theodor zu und sagte ihm, dass es gleich Essen geben würde, ehe ich hinüber in den Stutenstall lief. Die bereits in Frankreich angekommenen Stuten waren die Criollostute Curly Sue, welche ich von Sweetvelvetrose übernommen und direkt mitgenommen hatte, dann aber auch Nightfly, eine Reitponystute, welche ich aus schlechten Verhältnissen übernommen hatte, drittere war Oricono Flow, eine wunderbare Hannoveranerstute und die vierte im Bund war mein ganzer Stolz: die Brumby-Stute Lonely. Ich hatte mich riesig gefreut, als ich sie endlich hatte holen können. Diese vier standen schon seit einer Woche in Frankreich und genossen die ausführliche Pflege meines Teams. Neu war aber auch das Fohlen Feuervogel, welchen ich einfach nur wunderbar fand. Auch die dazugekommen Stuten schienen sich wohl zu fühlen. Bei Nessi und Nay schien alles okay zu sein, so dass ich in den Hengststall rüber huschte. Dort schaute ich auch nach den Neuankömmlingen. Diggin in the Dirth und Absinth waren zwei vielversprechende Reitponyhengste und besonders froh war ich über den Welshhengst Auftakt, welchen ich nun in meinen Reihen begrüßen durfte. Aber auch Serafino, ein Trakehner, war neu und mein ganzer Stolz. Ebenso wie Call me a Twist, den ich ebenso wie Sue von Sweetvelvetrose übernommen hatte. Allen schien es gut zu gehen, sodass ich beruhigt ins Haus ging und mitaß.
    • Eddi
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      Wild Western
      06. August 2013
      „Mal sehen was Eddi sich heute für uns ausgedacht hatte.“ grinste ich Monte fröhlich an. Heute begann eigentlich erst unser erster richtiger Arbeitstag auf dem Gestüt 'La Fauconnerie'. Eddi hatte mit dem ganzen Team beschlossen, dass wir uns im ersten Monat erst einmal alle einleben sollten, damit wir uns später zurecht finden würden. Ich fand es ja einfach herrlich in Frankreich! Selbst im Juli und August waren hier maximal 25°C, das hieß man konnte immer was mit den Pferden machen. Ich selbst war die Westerntrainierin vom Gestüt und dann gab es noch Monte, welcher auch Westerntrainer, aber auch Reitlehrer war. „Interessant...Monte guck mal! Heute kommt noch ein Neuer an.“ Sofort war er hellwach und schaute auf den Plan, welchen uns Eddi für heute gemacht hatte. Sie hatte als ersten Punkt geschrieben, dass bald ein Criollohengst ankommen sollte, aber sie wollte sich darum kümmern, uns aber dennoch in Kenntnis setzen. „Wen soll ich eigentlich für die beiden Reitschüler nehmen?“ fragte Monte und ich schaute auf dem Zettel nach, grinsend sagte ich dann „Ist dir überlassen.“ Monte stöhnte leise, musste aber dann doch lachen, das war eben unsere Chefin Eddi. Sie vertraute uns blind ihre Pferde an und wir waren äußerst dankbar für diesen Vertrauen. „Dann nehme ich Rubina und Apache. Mit den beiden wird definitiv nichts schief gehen. Ich selbst werde dann wohl mal Caribic Sue nehmen, ich möchte wissen, was die Stute so alles kann.“ lächelte er. Monte's Reitunterricht war äußerst interessant, da er gerne mitritt. Oftmals nahm er maximal drei Reitschüler in eine Stunde und damit diese sich auch mal selbst ausprobieren konnten, ritt er gerne selbst mit, damit er auch etwas zu tun hatte. Außerdem gewöhnte er so die jungen Pferde an die anderen und daran, Ruhe zu bewahren, wenn noch andere in der Halle unterwegs waren. „Alles klar. Eddi meinte, ich könnte mal Twist ausprobieren. Sie schwärmt ja von diesem Paint. Dürfte ich mit zu euch?“ lachte ich. Monte nickte und machte sich daran, seine drei Stuten von den Weiden zu holen. Auch ich machte mich auf den Weg zu den Weiden. Der Painthengst war wahrlich eine Schönheit und wie immer brauchte man nur leise zu Pfeifen und schon kam die kleine Hengstherde einem entgegen, Eddi hatte ihre Pferde einfach genial trainiert. „Hallo mein Hübscher.“ murmelte ich und halfterte den Schecken auf, um dann am Putzplatz wieder auf Monte und seine beiden Schüler zu treffen. Es war ein junger Mann und eine ältere Frau. Beide schienen schon gut reiten zu können, sonst wäre Monte heute nicht direkt mitgeritten. Trotz der Stuten neben ihm blieb Twist total ruhig und schien sich gar nicht für diese interessieren. Das beruhigte mich, denn ich wollte ihn heute ja schließlich noch mit in der Halle reiten. Schnell war er geputzt und gesattelt und ich marschierte schon los. In der Halle konnte ich in Ruhe alles fertig machen und aufsteigen. Im Schritt ritt ich Twist auch erst einmal warm und machte mich mit ihm bekannt, bevor die anderen in die Halle kamen. Als die drei mit erwärmen begannen, war ich schon längst in den Trab übergegangen. Ich wollte erst einmal bei Twist die Grundkenntnisse abrufen und es klappte alles einwandfrei, so dass ich zum Galopp überging. Ich blieb jedoch nicht lange in der Halle. Kurz verabschiedete ich mich von Monte und beschloss mich dann noch für einen kleinen Ausritt. Das würde Twist sicherlich gut tun und wir beiden könnten uns erst einmal aneinander gewöhnen. Im Wald war es herrlich kühl und schattig und dank dem Fliegenspray waren wir frei von Mücken und Bremsen. Auf dem Heimweg ritt ich an der Küste entlang, denn da waren weitläufige Wiesen. Auf der einen ließ ich Twist einfach galoppieren, damit er sich austoben konnte. Doch mit so viel Power hatte ich nicht gerechnet, so dass ich bei seinem ersten schwungvollen Galoppsprung halb aus dem Sattel gehoben wurde. Der Hengst preschte los wie ein Rennpferd und schien es redlich zu genießen. Ich konnte meinem Gefühl gar nicht trauen, aber in diesem ruhigen Pferd steckte also auch etwas Temperament. Mit einem leisen „Brr.“ wollte ich testen, wie gehorsam er war und wurde nochmals beinahe aus dem Sattel geworfen, als er einen Stop aus dem vollen Galopp hinlegte. „Wow...“ murmelte ich nur und ritt zurück zum Hof. Wenn ich das Monte erzählen würde, würde er es mir so lange nicht glauben, bis er es selbst erlebt hätte. Ich sattelte Twist ab und kühlte ihm noch ein wenig die Beine. Dann ging ich zur Reithalle und schaute die letzte Viertelstunde bei Monte's Reitunterricht zu. Er trainierte mit Sue soeben das am langen Zügel laufen und dennoch in Anlehnung bleiben. Man sah, wie er extra deutliche Schenkel- und Gewichtshilfen gab, damit die Stute genug Sicherheit hatte. Dann stieg er ab und führte sie im Schritt noch umher, während er seinen beide Schülern Anweisungen gab. Die Frau saß auf Apache und schien richtig gut mit der Stute klar zu kommen, aber das war kein Wunder. Apache war ein Sonnenschein und einfach ein Traum von Pferd. Die beiden schienen sich super zu verstehen und doch waren manche Hilfen der Frau noch zu stark. Darauf wies auch Monte sie hin. „Apache spürt was du denkst. Du brauchst sie nicht anzuschreien.“ lächelte er und die Nachricht hinter den Worten schien auch angekommen zu sein. Der Sitz der Frau wurde bedeutend ruhiger und man sah nur noch die kleinsten Hilfen und doch machte Apache immer noch das, was sie sollte. Nur nicht mehr so ruckhaft, sondern wesentlich weicher und gleitender. Der Mann hingegen schien ein top Reiter zu sein, lediglich an seinem Sitz musste er üben, denn er machte einen richtigen Katzenbuckel. Doch Monte's strengen Worte schienen zu helfen. Direkt lief auch Rubina wieder fließender vorwärts und spitzte die Ohren. Dann beendete Monte die Stunde und die Reiter ritten die Pferde ab, während er mit Sue zu mir kam. Ich kraulte der Stute die Stirn und fragte ihn, wie sie war. „Interessant. Einerseits kann sie noch nicht viel, andererseits lernt sie einfach rasant schnell. Mit ihr zu arbeiten macht Spaß.“ Ich erzählte ihm auch von Twist und wie erwartet lachte er, aber er glaubte mir. „Nachher kommt der Neue, Eddi war vorhin hier.“ erzählte er mir, während wir zum Putzplatz marschierten. Also machten wir uns direkt auf den Weg zu Eddi, nachdem die Reitschüler weg waren, um den Neuankömmling zu besichtigen. Eddi und Carter standen bereits am Zaun der Weide. „Das ist Schneeleopard.“ lächelte Eddi. „Ich kenne ihn schon so lange und ich bin unendlich froh, ihn endlich wieder in meinem Stall stehen haben zu dürfen.“ Sie klang wirklich verdammt glücklich und das nicht ohne Grund. Der Tigerschecke, welcher da friedlich im Schatten graste, war wunderschön. Sein Fell glänzte und sein Blick schien stets wach und aufmerksam zu sein. „Und wie läufts?“ wollte Eddi lächelnd wissen, so dass wir ihr kurz alles berichteten und uns dann wieder an die Arbeit machten. „Ich longiere schnell Joyna, danach können wir ja noch mit Hidalgo und Campèon ausreiten.“ sagte Monte und ich nickte. In der Zwischenzeit würde ich Talulah bei der Stallarbeit helfen und dann schon die beiden Hengste fertig machen. Ich war auch direkt mit Satteln fertig, als Monte mit einer verschwitzten Joyna zurückkam. „Was habt ihr denn gemacht?“ lachte ich und Monte berichtete mir von einer energiegeladenen Stute, so kannten wir Joyna ja gar nicht. Dann schwangen wir uns in die Sättel. Monte nahm Hidalgo und ich den Criollohengst. Wir wollten zum Strand reiten, dort würden die Hengste sich die Beine abkühlen können. Es war auch ziemlich windig am Strand, so dass kaum Besucher da waren. Aber an diesem Abschnitt traf man generell selten Menschen und wenn, dann Tierfreunde. „Galopprennen?“ grinste ich und gab Campèon eine leichte Galopphilfe, schob meine Hand weiter vor und schon sprang er an und preschte los. Doch Hidalgo war kurz hinter uns und es war ein Kopf an Kopf Rennen. Erst kurz vor dem Abstieg parierten wir zum Arbeitsgalopp durch und arbeiteten uns dann den geschlängelten Weg die Klippen wieder hoch. Ein ideales Training für die Hinter- und Vorderhand der Pferde. Wieder am Stall sattelten wir die beiden ab und brachten sie zur Weide. Es war schon Nachmittag und wir gönnten uns erst einmal eine Pause, ehe wir noch etwas mit den Jungpferden Joyce und Quintesse machen wollten.
    • Eddi
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      Die Geduldigen
      26. September 2013
      Inzwischen hatten wir uns gut in Frankreich eingelebt und bereiteten allmählich alles auf den nahenden Winter vor. Einige Stroh- & Heulieferungen mussten noch eingefahren werden, genauso wie die Weide winterfest gemacht werden mussten. Die Vorbereitungen liefen schon jetzt auf Hochtouren, denn dies war unser erstes Jahr an der Küste und keiner wusste, wie das Wetter hier sein würde. Ich wuselte ungeduldig über den gesamten Hof, schaute mal hier, mal da vorbei. Momentan interessierten mich aber vor allem unsere Westernpferde, da ich diesen Monat leider kaum Zeit für die Schönheiten gehabt hatte.
      Unsere junge Caribic Sue hatte sich inzwischen gut mit in die kleine Stutenherde eingelebt und schien ihren Platz gefunden zu haben. Auch das Training schien ihr gut zu tun, denn sie hatte tüchtig an Masse zugelegt und wurde allmählich zu einem richtigen Westernpferd. Am liebsten war sie mit bei Rubina Ravenclaw, denn die beiden waren fast gleich alt, aber dafür auch beide die jüngsten Stuten. Sie grasten oft gemeinsam nebeneinander oder tobten über die Wiese. Außerdem gab Rubina der Criollostute einen festen Halt, da Rubina schon seit Ewigkeiten mit den anderen Stuten zusammenstand. Auch sie hatte sich dieses Jahr gemacht und inzwischen wurde sie ein richtiges Pferd. Bisher hatten wir auch nur Erfolge erzielen können. Das Gleiche galt für Joyna, obwohl unsere Criollodame momentan eher ihre Ruhe genoss. Zwar war sie fest im Training, aber es war eher ein Aufbautraining, denn nach ihrem Fohlen Joyce, hatte sie erst einmal eine Pause haben dürfen und fing jetzt wieder richtig an. Dafür machte sie sich aber wirklich super. An ihrer Seite stets vertreten die wunderbare Apache's Tomawhawk, meine heimliche Lieblingsstute. Die Appaloosadame war aber auch einfach ein Traum und machte sich einfach super, egal wo. Durch ihren ruhigen Charakter hatte ich auch erlaubt, dass sie ab und an von Monte für seinen Westernunterricht genutzt werden durfte, jedoch nicht zu oft, denn diese Stute sollte nicht verritten werden.
      Auch den vier Hengsten ging es super. Call me a Twist hatte sich zwar noch nicht so gut eingelebt wie Caribic Sue und war ein wenig magerer durch den Stress geworden. Dennoch konnten meine Pfleger sagen, dass es langsam wieder bergauf ging und er allmählich wieder zu Kräften kam. Aber er könnte sich auch Zeit lassen, hier wurde niemand gehetzt. Schneeleopard im Gegensatz dazu hatte sich wunderbar eingelebt, arbeitete super gerne und schien sich in der kleinen Hengstherde einfach nur pudelwohl zu fühlen. Darüber war ich sehr froh, denn ich war mir anfangs nicht sicher gewesen, ob es wirklich so klug gewesen war, ihn wieder zurückzuholen. Doch ich bereute nichts, sondern war umso dankbarer, den Hengst auf meinem Gestüt zu haben. Er und Campeon hatten sich schnell angefreundet und auch der zweite Criollohengst machte sich diesen Monat vorbildlich gut. Er lief ebenso wie Apache ab und an im Reitunterricht mit und ich muss sagen, dass ihm das nicht schadete. Er sah prächtig aus, gut bemuskelt und stets mit aufgewecktem Blick. Und auch unsere ruhige Seele Hidalgo schien Frankreich zu mögen. Kürzlich war ich mit ihm am Strand gewesen und es war einfach ein tolles Gefühl, mit ihm durch das Wasser zu galoppieren. Jetzt stand er gerade entspannt grasend unter dem Baum auf der Weide und schien die letzten abendlichen Sonnenstrahlen zu genießen.
    • Eddi
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      Ausritt
      27. Oktober 2013
      Auch bei unseren Westernpferden stand eine kleine Veränderung an, denn uns hatte Campéon verlassen. Ich trennte mich nur ungern von dem Criollohengst, aber ich wollte den Pferdebestand des Gestütes verkleinern und bei Zasa würde er es sicherlich auch gut haben. Schließlich würde er in Australien seiner Aufgabe als Ranchpferd ideal nachkommen können. Zasa hatte unsere Trainer bereits für ihre hervorragende Arbeit gelobt und auch ich war vollkommen von ihnen überzeugt. Monte und Elizabeth kümmerten sich äußerst liebevoll um unsere Westernpferde. Es war erst 9 Uhr morgens und heute hatte so niemand richtig Lust auf Arbeit, denn die Sonne schien und für Ende Oktober war es einfach äußerst angenehm warm. „Lust auf einen Ausritt?“ gähnte ich, nachdem wir die letzte Box frisch eingestreut hatten. Monte und Elizabeth nickten erfreut und ich schaute, wer der Pferde einen Ausritt gebrauchen könnte. Monte wollte gerne seinen geliebten Hidalgo reiten, ich wollte Schneeleopard eine Auszeit gönnen und nachdem Elizabeth sich nicht entscheiden konnte, bat ich sie, Call me a Twist zu nehmen. Der junge Hengst hatte sich immer noch nicht ganz zurecht gefunden, irgendwie wurde er mit unserem Stall nicht warm, aber ich hoffte inständig, dass sich das noch ändern würde. In Elizabeth hatte er jedoch jetzt schon eine Bezugsperson gefunden und folgte ihr freudig mit zum Putzplatz. Gemeinsam machten wir unsere drei Schecken fertig und schwangen uns dann in die Sättel. Im gemütlichen Schritt verließen wir den Hof und genossen das herrliche Herbstwetter. Da es allerdings an der Küste nicht ganz so schön sein würde, mieden wir diese und ritten stattdessen durch den Wald. Dieser erstrahlte in allen möglichen Farben und es war einmal herrlich anzusehen. Zu dritt trabten wir über den weichen Waldboden und auf unserem Heimweg nahmen wir extra eine Abkürzung über die großen Wiesen, damit wir noch ein Wettrennen veranstalten konnten. Niemanden verwunderte es, dass Hidalgo hochhaus gewann, trotzdem hatte es Elizabeth und mir Spaß gemacht. Wieder auf dem Hof machten wir die Pferde fertig und warfen ihnen die Abschwitzdecken über. Die drei Hengste durften gemeinsam auf die Paddocks, bis nachher jemand die Decken abnehmen würde und sie auf die große Weide bringen würde. Nun standen nur noch die Stuten an. Ich wollte mich heute Caribic Sue widmen, denn sie war noch nicht gar so lange auf unserem Gestüt, also wollte ich mal schauen, wie sie sich machte. Während ich sie putzte, holte Monte sich Apache's Tomahawk und Joyna, um die beiden gemeinsam mit seinen Reitschülern fertig zu machen. Es waren zwei junge Mädels, die beide leidenschaftlich gerne Western ritten und sich verbessern wollten. Zu ihrem Glück boten wir neben dem englischen Unterricht dank Monte auch Western an. Am Putzplatz fand sich dann auch noch Elizabeth mit Rubina Ravenclaw ein und allesamt machten wir unsere Pferde fertig. Monte ging mit seinen Schülern auf den Reitplatz, um noch einmal das schöne Wetter zu genießen. Elizabeth und ich verschwanden in die Halle. Während sie ritt, wärmte ich Sue an der Longe auf. Nach einer Weile arbeitete sie auch im Trab und nahm dann Trabstangen und Cavalettis dazu. Sue hatte ihren Spaß und auch Elizabeth nutzte die Stangen auch zu gerne. Gemeinsam trainierten wir die beiden Stuten, nur dass ich schon eine halbe Stunde eher aufhörte, Sue gründlich lobte und dann die Halle mit einem „Tür frei?“ verließ. Da Sue eh noch trocknen musste, warf ich ihr die Abschwitzdecke über und besuchte Monte und seine Schüler. Sue konnte in Ruhe grasen und ich schaute noch ein wenig der Reitstunde zu. Wie immer benahmen sich Apache und Joyna traumhaft, sie waren einfach spitze. Auch die Schülerinnen stellten sich gut an, auch wenn Monte ein strenger Lehrer war. Nach einer Weile verließ ich sie aber wieder, außerdem wollte ich die Mädels nicht noch weiter foltern, welche wesentlich aufgeregter waren, als ich zugeschaut hatte. Sue war inzwischen getrocknet, so dass ich sie wieder auf die Weide bringen konnte. Da die Pferde nun versorgt waren, verschwand ich ins Büro, denn ich musste dringend die Impfpässe kontrollieren, ob einer der Westerntiere mal wieder einen Besuch vom Doktor bräuchte.
    • Eddi
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      Auffrischung der Kenntnisse
      22. Dezember 2013
      Unfassbar schaute ich Monte an. „Du willst mir doch nicht erzählen, dass er schon seit Anfang an mit dabei war?“ fragte ich ungläubig, denn wir diskutierten gerade darüber, wie lange Call me a Twist nun schon auf dem französischen Gestüt stand. Doch Monte grinste mich nur an und nickte. „Er war von Anfang an mit dabei.“ Ich schüttelte nur noch einmal den Kopf und holte den Hengst dann aus der Box, um ihn davor anzubinden und gründlich zu putzen. Monte holte sich Schneeleopard aus der Box und putzte auch ihn. Als wir dann beide fertig waren, sattelten wir noch flott die beiden Westernhengste und gingen dann in die Halle. Heute wollte ich mal Unterricht bei unserem Westernlehrer nehmen, weshalb ich mich auch für Twist entschieden hatte. Denn der Gute war in Western immerhin schon auf Stufe L und ein wahrer Lehrmeister. Erst einmal ritten wir die Hengste jedoch warm und jeder machte ein wenig sein Programm für sich. Denn auch mein Tigerschecke wollte gearbeitet werden, weshalb Monte sich mit Leopard nicht einfach in die Mitte stellen konnte. Erst nach einer Weile begann er mir Anweisungen zu geben, oftmals hatte ich die Zügel viel zu kurz. Ein typisches Problem wenn man western und englisch gleichzeitig ritt. Aber Monte wies mich stur jedes Mal daraufhin, so dass mir nichts anderes übrig blieb, als zu gehorchen. Je mehr Tipps er mir gab, desto besser reagierte Twist aber auch auf meine Hilfen. So wagte ich mich heute doch einmal an den fliegenden Galoppwechsel heran. Ich drückte mich gerne davor, denn es war nicht mein Lieblingsmanöver. Doch Monte empfand es als sehr wichtig und da ich wusste, dass Twist es bereits konnte, ging ich ein wenig entspannter an die Sache heran. Nachdem wir ihn dreimal hintereinander geschafften hatten – die vorherigen Fehlversuche lasse ich mal weg – konnten wir die Stunde erfolgreich beenden. Wir gingen noch eine kurze Runde ins Gelände, ehe die Hengste wieder in ihre Boxen durften und ihr Futter bekamen. Während die beiden fraßen, brachte ich gemeinsam mit Monte die anderen auf die Weide. Er nahm Apache's Tomahawk und Rubina Ravenclaw, während ich mir Joyna und Caribic Sue schnappte. Während wir die Stuten auf ihre Weide brachten, erzählte mir Monte davon, wie toll Apache und Joyna im Unterricht liefen und seine Schüler in großen Schritten weiterbrachten. Nach jeder Stunde ritt er sie einmal in der Woche Korrektur, so dass da nichts passieren konnte. Rubina und Caribic standen unter Elizabeths Schutz, aber auch von ihr hörte ich immer nur Gutes. Als letztes brachten wir die drei Hengste Schneeleopard, Twist und Hidalgo auf ihre Weide. Hidalgo lief ab und an im Unterricht mit, doch Monte ging nur zu gerne mit dem Mustang auf Westernturniere, so dass er ihn lieber dafür trainierte und frei hielt. Ich hatte nichts dagegen, denn in dem Mustang steckte einfach nur ein unglaubliches Potenzial. Elizabeth ritt mit ihm stets bei den Distanzturnieren mit und bisher waren sie erfolgreicher als gedacht gewesen.
    • Eddi
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      Hufschmiede Mongofisch
      27. Dezember 2013 - von Mongofisch
      Kurzfristig hatte ich mich bereit erklärt, noch einen Auftrag am heutigen Tag zu erledigen. Es ging zu Eddi, welche einige Pferde hatte, die Beschlagen werden sollten. Ich machte mich also rasch auf den Weg, da es mittlerweile dunkel geworden war.
      Eine junge Frau winkte mir lächelnd entgegen, ich erkannte sie sofort, parkte meinen Wagen und begrüßte Eddi, die auf den Parkplatz gekommen war.
      „Hey, vielen Dank, dass du jetzt noch gekommen bist, das wäre wirklich nicht nötig gewesen“, sagte sie.
      „Für dich würde ich wahrscheinlich auch mitten in der Nacht aufstehe“, erwiderte ich lachend. „Dann lass uns mal keine Zeit verlieren und direkt anfangen.“
      Eddi nickte verlegen und half mir meine Sachen zum Stall zu bringen.
      „Gut“, sagte sie, nachdem alles am beleuchteten Anbindenplatz war. „Dann hole ich mal den Ersten.“
      Nur wenige Sekunden später, wurde mir ein hübscher Criollohengst als 'Campéon' vorgestellt. Er schien etwas verwirrt, dass so spät noch jemand zu Besuch kam, ließ sich aber dennoch artig anbinden.
      Schöne, ordentlich gepflegte Hufe sprangen mir sofort ins Auge.
      „Da muss ja fast nichts gemacht werden“, lachte ich, nahm aber trotzdem den ersten Huf an und schnitt das Horn etwas kürzer, außerdem musste der Strahl etwas korrigiert werden.
      Dann ging es rasch ans Beschlagen. Campéon bekam, wie auch die anderen, noch folgenden Pferde, einen besonderen Slidingbeschlag. Dieser wurde nur an den Hinterhufen angebracht und ermöglicht dem Pferd, fast wie auf Kufen, zu rutschen.
      Brav ließ der Hengst sich die beiden Eisen anpassen und festnageln. Idealerweise sollte vorne kein Beschlag erfolgen und da Campéons Hufe sehr gut aussahen, war das auch nicht notwendig. Er hatte es also geschafft und durfte zurück in seine Box.

      Schneeleopard, ebenfalls ein Criollohengst, war als nächstes an der Reihe. Gleiches Programm, anderes Pferd.
      Kurz begrüßte ich den Tigerschecken, machte mich dann aber rasch ans Ausschneiden der Hufe. Hier musste etwas mehr vom Horn weggenommen werden, als bei Campéon, aber das war nichts Weltbewegendes.
      Während ich die Hufe bearbeitete, döste Schneeleopard vor sich hin und ließ sich nicht davon stören, dass ich an seinen Hufen rumwerkelte.
      „Westernpferde“, lachte ich über die Gelassenheit des Hengstes, während ich mir zwei Slidingeisen zurechtlegte. Schneeleopard hatte ebenfalls gute Hufe, sodass wir die Vorderhufe unbeschlagen lassen konnten.
      Ohne mit der Wimper zu zucken ließ der der Criollo sich die beiden Eisen an die Hinterhufe anpassen, sowie festnageln. Während des Anpassen der heißen Eisen ging Eddi mir zur Hand, ansonsten hielt sie sich eher im Hintergrund. Auch sie schien etwas müde zu sein. Ich war es auch.
      Kurz musste Eddi den Hengst anstupsen, bevor sie ihn in den Stall zurück brachte. „Alle schon am Schlafen“, lachte sie und verschwand im Gebäude.

      Sie kam zurück und führte dieses Mal einen verschlafend guckenden Mustanghengst. „Hidalgo lag schon, der Arme musste jetzt extra nochmal aufstehen“, grinste Eddi frech, während sie den Schecken anband und ihm den Hals klopfte.
      Nachdem ich mich mit ihm bekannt gemacht hatte, betrachtete ich zuerst die Hufe und begann anschließend mit dem Ausschneiden. Wie auch seine Vorgänger, stand er gelassen da und döste.
      Es dauerte nicht lange bis alle Hufe wieder ordentlich zurecht gemacht waren, sodass wir rasch mit dem Beschlagen anfingen.
      Wie sollte es anders sein, bekam auch Hidalgo einen Slidingbeschlag für die Hinterhufe. Vorne blieb er ebenfalls barhuf, ich sah kein Problem daran. Beim Anpassen und befestigen der beiden Eisen blieb der Hengst ruhig stehen und wartete geduldig ab, bis er wieder in den Stall durfte, weiter schlafen.
      „Hast es doch schon geschafft“, sagte ich zu dem missmutig drein schauenden Hidalgo, nachdem die Eisen sicher am Huf waren. „Du darfst wieder ins Bett!“

      Der letzte für heute war Call me a Twist, ein Painthengst, der ebenfalls nicht begeistert von dem abendlichen Hufschmiedbesuch zu sein schien.
      „Es dauert wirklich nicht lange“, lachte ich, während ich dem Hengst ein Leckerli zusteckte.
      Sogleich fing ich mit dem Ausschneiden an, indem ich zuerst die Hufwände und Trachten kürzte, anschließend die Hufe nacheinander auf dem Hufbock platzierte und sie mit der Raspel ordentlich in Form brachte.
      Brav ließ Twist sich nun die Eisen anpassen. Erneut half Eddi mir dabei, indem sie den Huf hochhielt, während ich das heiße Eisen anpasste. Auch das brachte den Hengst nicht aus der Ruhe, er wartete scheinbar nur darauf, dass wir endlich fertig wurden.
      Es dauerte nicht lange, bis die beiden Eisen an den Hinterhufen befestigt waren und ich mich von dem Painthengst verabschieden konnte.
      Rasch brachte Eddi ihn zurück in seine Box, während ich meinen Kram zusammenpackte und im Auto verstaute.
      „Ich weiß gar nicht, wie ich mich bedanken soll, dass du um diese Uhrzeit noch gekommen bist“, sagte Eddi, nachdem sie aus dem Stall zurückgekehrt war.
      „Ach, du“, erwiderte ich. „Das ist wirklich kein Problem.“
      Wir verabschiedeten uns und während ich langsam vom Hof rollte, winkte die junge Frau mir noch hinterher.

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    • Eddi
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      Tierarztpraxis Last Base Ranch
      02. Januar 2014 - von Friese
      Gestern hatte sich Eddi wieder bei mir gemeldet und im ersten Moment hatte ich einen echten Schock gehabt und mir Sorgen gemacht, dass irgendetwas bei Admiral und Pajero gewesen wäre, doch Eddi hatte mich schnell wieder beruhigt. Beiden ging es gut und sie wollte mir einen weiteren Auftrag geben. Ich hatte mich sehr darüber gefreut und war heute schon sehr früh auf meinen Hof gefahren um die Spritzen und die Wurmkur einzupacken. Die Patienten hießen Call me a Twist und Vertigo. Wie auch bei Pajero und Admiral hatte Eddi mir vergewissert, dass es den zweien gut ging und so konnten wir gleich anfangen mit den Impfungen und der Wurmkur. Eddi hatte mir Bescheid gegeben, dass sie im Stall auf mich warten würden. Ich freute mich schon auf meine zwei Kunden und ihre Besitzerin. Ich stieg aus und lief dann sofort zu Stall, wo ich dann auch Eddi und Call me a Twist entdeckte. Ich lobte das Pferd und begrüßte dann Edfriend. „Hallo, freut mich dich wieder zu sehen“ meinte ich dann zu ihr und stellte meinen Koffer ab. Dann lobte ich den Hengst nochmal und zog die Spritzen auf. Er sah mir dabei die ganze Zeit zu und schnaubte einmal kurz. Als ich dann jedoch mit der Spritze auf ihn zukam merkte ich ganz klar das Wildpferd in ihm, denn er versuchte sich loszumachen und so hieß es nun Beeilung, damit er nicht allzu gestresst wurde. Ich verabreichte ihm schnell die Spritzen und gab ihm dann die Wurmkur. Als ich fertig war führten ich und Eddi ihn zusammen in die Box, dann holten wir Vertigo aus seiner Box und banden den kleinen an. Ich lobte ihn erstmal und zog dann auch seine Spritzen auf. Er war schon um einiges ruhiger und kaute leise neben der Box. Ich lobte ihn nochmal und gab ihm dann vorsichtig die Spritzen. Hierbei zuckte er nur ein bisschen, blieb jedoch ruhig. Danach gab ich ihm noch seine Wurmkur und gab dann die Packungen, welche Eddi ihnen die nächsten Tage geben sollte, an sie weiter. Dann brachten wir den Hengst auch zurück in die Box und ich sah noch schnell bei Pajero und Admiral vorbei. Die beiden sahen sehr fit aus und es schien ihnen gut zu gehen, wie sollte es auch anders sein. Edfriend war schließlich eine gute Besitzerin und selbst Tierärztin. Ich lobte die beiden Hengst kurz und lief dann mit Edfriend zu meinem Auto. „Also bei den beiden gilt das gleiche wie auch schon bei Pajero und Admiral, aber das müsstest du ja wissen“ grinste ich und sah sie an. Dann stieg ich in meinen Wagen und fuhr dann zu RoBabeRo, wo mich mein nächster Patient schon erwartete.
    • Eddi
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      Erfolg bei der Hengstkörung!
      21. Januar 2014
      Gelassen wartete ich darauf, dass wir aufgerufen wurden. Ich verspürte nicht das leistete Gefühl von Nervosität und das überraschte mich, da ich gedacht hatte, ich würde sicherlich total aufgedreht sein. Doch irgendwie übertrug sich Call me a Twist's Ruhe auf mich und als ich dann endlich aufgerufen wurde freute ich mich wirklich. "Jetzt geht's los!" flüsterte ich meinem Hengst leise ins Ohr und schnalzte mit der Zunge. Er trat ruhig an und wir steuerten auf die Halle zu. Kurz vor ihr gab ich die Galopphilfe und galoppierte Call me a Twist sanft an. Ich versammelte ihn und ritt dann zügig in die Halle. Dort steuerten wir auf Punkt X zu und hielten dort. Danach grüßte ich höflich die Richter und bereitete mich entspannt auf die nächste Aufgabe vor, indem ich Hilfen zum Trab gab. Mein Schecke gehorchte brav und ich ritt mit ihm auf dem Zirkel wobei ich darauf achtete das er schön gleichmäßig wurde, ehe ich das Tempo vermehrt aufnahm und kurz darauf wieder versammelte, denn die präzisen Tempiwechsel waren hier gefordert. Call me a Twist reagierte sofort auf die noch so kleinste Gewichtsverschiebung und innerhalb von drei Zirkelrunden hatten wir alles erfolgreich gezeigt. Dann ließ ich meinen Hengst aus dem Zirkel wechseln und parierte auf dem anderen Hufschlag wieder langsam zum Schritt durch. An der langen Seite ließ ich ihn vermehrt unterdrehten, ehe ich ihn an der kurzen Seite auch im Schritt kurz versammelte und das alles ohne Zügelhilfen. Wir ritten einen Richtungswechsel durch die Bahn und ich legte mein äußeres Bein wieder zurück und trieb mit dem anderen energisch weiter. Call me a Twist verstand und galoppierte an. Ich lenkte ihn zur Mittellinie und ließ ihn dort aus dem Galopp anhalten. Dann gab ich ein paar deutliche Hilfen und in feiner Westernmanier richtete sich Call me a Twist schwungvoll rückwärts. Back-Ups waren Call me a Twist's Lieblingsübungen und so schaffte er sie auch ohne Probleme und mit sehr viel Engagement. Ich ritt wieder im Schritt an und zeigte dann an der langen Seite drei gleichgroße Volten, ehe ich aus der letzte Kurve heraus wieder angaloppierte und durch die ganze Bahn wechselte. Auf dieser Strecke schafften wir drei glatte fliegende Galoppwechsel und diesmal klappten sie noch besser als im Training. Call me a Twist fand säuberlich zu jeder meiner Hilfen um und wir schwebten regelrecht durch das Viereck. Wir gingen wieder auf die ganze Bahn und auch im Galopp verstärkte oder versammelte ich das Tempo deutlich, um die Aufgaben der Richter zu erfüllen. Call me a Twist löste alle Anforderungen präzise und schnell, so dass ich mit einem guten Gewissen zu X reiten konnte, durchparierte und mich mit einem Nicken von den Richtern verabschiedete. Im Schritt am ganz langen Zügel verließen wir die Halle und ich lobte Call me a Twist ausgiebig, denn er hatte sich wirklich klasse gemacht. Diese Kür hatte sich wirklich gelohnt und ich war schon auf das Ergebnis gespannt, während ich meinem Hengst seine Abschwitzdecke überwarf.
    • Eddi
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      Frühjahrsputz
      22. April 2014
      Punkt sechs klingelte mich mein Wecker aus dem Schlaf. Gähnend erhob ich mich aus dem Bett und schlafwandelte erst einmal ins Bad, um mir eine Ladung Wasser ins Gesicht zu schütten, damit ich erst einmal wach wurde. Heute war früher aufstehen angesagt, denn wir hatten Großes vor. Inzwischen war es April und das Wetter war nun immer zu 80% wirklich richtig schön, deshalb hatte ich entschieden, dass es so weit war: der Frühjahrsputz stand an. Nachdem ich mich in meine Stallklamotten geworfen hatte, lief ich hinunter in die Küche. Wiedermal war ich nicht die erste, stattdessen war Mia schon auf den Beinen und huschte wie ein aufgeschrecktes Eichhörnchen umher. Der Frühstückstisch war schon gedeckt, so dass ich mich einfach auf meinem Stammplatz niederließ. Auch die darauffolgenden Mitglieder des Gestüts schauten Mia verständnislos an und setzten sich verschlafen an den Tisch. Unsere Dressurreiterin war definitiv die einzige, die schon putzmunter war. Wir frühstückten gemeinsam und planten den heutigen Tag, wobei Mia immer ganz vorne mit dabei war. Sie nahm sich so viel vor, dass es sogar für sie knapp werden würde, dass alles zu schaffen. Als wir fertig waren und der Tisch abgedeckt, ging es in Richtung Stall. Wie jedes Jahr begann für die Pferde zu Ostern die Sommersaison und das hieß 24 Stunden Weide! Die Alteingesessenen hatten es schon im Gespür und waren ganz aufgeregt, als wir als große Mannschaft den Stall betraten. Die Herden hatte ich schon in den letzten Wochen eingeteilt und oft genug wechseln müssen, da die Pferde sehr wählerisch waren. Bei uns war es so, dass man eigentlich alle Hengste zusammenstecken konnte, denn die verstanden sich alle. Bei den Stuten sah das anders aus, denn da war Zickenterror an der Tagesordnung, deshalb hatte ich bei den Plänen besonders lang gebraucht. Am unkompliziertesten waren die Jährlinge und Jungpferde gewesen, wo schnell klar war, wer mit wem konnte und so wurden heute die großen Weiden eingeteilt und dann ging es auch schon an die Arbeit. Der Einfachheit halber brachten wir zuerst die Jüngsten raus, da deren Weiden am nächsten lagen. Außerdem wollten wir den Stuten mit Fohlen den Stress ersparen, also halfterte ich Napayné und Nandalee auf, während Meg sich Nesquik und Applaus holte. Gemeinsam brachten wir die beiden auf die große Weide direkt hinter dem Stall. Da auch Khiaras Fohlen Kaythara mit gleichaltrigen Artgenossen großwerden sollte, hatten wir die Vollblutstute und ihre Tochter in den letzten Wochen immer öfter probeweise zu den Welshs gestellt. Zu meiner Freude verstanden sich die Stuten und Fohlen einwandfrei, weshalb Khiara mit auf diese Weide durfte. Danach waren unsere Jungpferde an der Reihe, welche eine Weide bekamen, die zur Hälfte im Wald verschwand, denn ich war mir sicher, die Jungspunde würden zwischen den Bäumen ihren Spaß haben. Es war eine große Stutengruppe, bestehend aus Hollybrooks stolzer Nachkommin Fairy Bluebird, ihrer besten Freundin Joyce, der kleinen Tiny Girl und dann noch den beiden aufgeweckten Stuten Raunchy’s Limited und Fire of Quintesse. Die fünf waren schon halbe Ewigkeiten zusammen und verstanden sich ausnahmslos prima. Gemeinsam tollten sie ausgelassen über die Weide und ich freute mich sehr, sie so zu sehen. Die beiden Junghengste Prazzy’s Goldbell und Painted Blur standen immer noch in der Junghengstherde von Zaii und ich schaute wöchentlich bei meinen Lieblingen vorbei, ihnen ging es wunderbar! Somit waren Feuervogel und Altyn die einzigen Junghengste auf dem Gestüt und bekamen ihre eigene Weide. Nachdem die jungen Pferde fröhlich über die weiten Wiesen tollten, sollten nun auch die großen an die Reihe kommen. Ab sofort waren wir aufgeteilt und jeder kam stets mit zwei Pferden an der Hand aus dem Stall. „Lasst ihr bitte Pajero, Call me a Twist und Schneeleopard noch im Stall?“ meinte ich lächelnd, als ich soeben einige Pferde aufgehalftert hatte. Das rausbringen zog sich und dann war es plötzlich geschafft. Ich rief Mia und Meg zu mir und wir machten die drei verbliebenen Hengste fertig. Sie wurden kurz geputzt und bekamen dann allesamt nur eine Trense über. Danach schwangen wir uns auf die blanken Rücken, ich saß auf meinem geliebten Pajero, Mia nahm Twist und Meg ritt Leo. Ich wollte mit den beiden nun noch einmal alle Weiden abreiten und die Zäune, Versorgungsstände und Herden kontrollieren. Die ersten Weiden waren schnell gemacht und dann kamen wir an die riesigen Stutenweiden. Die Wiese von den Vollblütern war noch relativ klein im Vergleich zum Rest, dafür standen hier aber auch nur die beiden Tekken Mokka und Sonja, sowie die drei Rennpferde Cassiopeia, Destiny und Deadly Ambition. Zufrieden ritten wir weiter und kamen an die wohl kritischste Stutenweide. Um Weihnachtswichtel und Little Chocolate Chip machte ich mir keine Sorgen und auch Nightfly und Foxglove waren problemlos. Aber die drei Welshsstuten Animby, Alice und Herbsttraum legten es gerne auf Probleme an. Deswegen stand auch die Tinkerstute Freeway mit hier, denn wenn ihr die Zickereien zu weit gingen, zögerte sie nicht, sondern griff ein. Doch im Moment war alles friedlich, genauso wie auf der Nachbarsweide von den Westernstuten. Joyna und Chou grasten friedlich im Schatten, während Caribic Sue und Rubina Ravenclaw herumtobten. Apache’s Tomahawk kam sofort angetrabt als sie uns sah, denn sie schien es eindeutig auf Twist abgesehen zu haben, so dass wir flott weiterritten. Die Hengste hatte ich in drei riesige Herden aufteilen müssen. In der ersten waren unsere Welshzuchthengste Auftakt, BonnyBoy, Fürst der Finsternis und Single Malt vereint. Dabei standen auch Lucane, Vertigo, Pinocchio und Carachillo. Allesamt eine ruhige Truppe, weshalb wir Serafino, Ejadon und Dr. Insektor noch dazugesteckt hatten. Bei der nächsten Weide wurden wir freudig von Heartbreaker begrüßt, der seinen Freund Pajero schon sehnsüchtig vermisst hatte. Ich schwang mich von dessen Rücken, nahm ihm den Zaum ab und ließ auch ihn auf die Weide. Das war die Weide der Jungspunde und frechen Kerle, die sich aber allesamt wunderbar verstanden. Zum einen unsere Unzertrennlichen Zarin und Romance, dann Absinth und Dirth, wozu auch Allelujah. Yerai, Muskat und Mennesse brachten noch ein wenig Blut mit rein, so dass ich Breaker, Pajero und Alazar als Aufpasser mit dazugestellt hatte, nicht dass es die jungen Kerle doch einmal übertrieben. Bei der letzten Weide mussten dann auch Meg und Mia absteigen, denn Leo und Twist durften mit zur Thorondor, Aristo, Guarana, Pawaneeh, Magic Golden Dust, Hidalgo und Campeon auf die Weide und dann hatten wir es auch schon geschafft. Als endlich alle Pferde draußen waren, ging es an den Frühjahrsputz. Wie jeden Tag wurden die Boxen gemistet, aber diesmal nicht mehr eingestreut. Zudem wurden die ganzen Spinnenweben entfernt, die Fenster wurden geputzt und die Stallgasse gründlich gekehrt. Alles erstrahlte im neuen Glanz und die Sattelkammern wurden einmal komplett ausgeräumt, ehe wieder eingeräumt und aufgeräumt wurde. Die Sättel wurden öfters gefettet, doch das wurde heute auch direkt noch einmal gemacht. Ebenso wurden besonders dreckige Decken oder Bandagen gleich in den Wäschekorb geworfen. Zum Schluss war alles ordentlich eingeräumt und die Arbeit für heute geschafft und wie die Pferde, bekamen auch die Trainer heute frei. Die kommenden Wochen würden hart genug werden, denn dann hieß es Boxen und Ställe neu streichen, genauso wie die Zäune. Scharniere mussten neu geölt werden, das ein oder andere frisch lackiert werden oder gar ersetzt werden. Die Paddocks wurden abgebaut und der alte Sand entfernt, damit neuer Sand hingebracht werden konnte. Nach diesem kalten Winter sollte wieder alles auf Vordermann gebracht werden.
    • Eddi
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      Der Sommer ist da!
      29. Juli 2014
      Als ich heute Morgen aufstand, schien bereits die Sonne leicht durch meine Gardinen. Lächelnd schlug ich die Decke auf und sprang aus dem Bett. Mein Kater war auch direkt wach und folgte mir schnurrend mit ins Bad. Während ich duschte und mich fertig machte, putzte er sich gründlich. Eine halbe Stunde später waren wir fertig und liefen hinunter in die große Küche. Heute waren wir ausnahmsweise mal die ersten. Also gab es für meinen Kater sein Futter und ich schob die Brötchen in den Backofen. Danach machte ich die Kaffeemaschine fertig und machte den Wasserkocher für den Cappuccino an. Nun kochte ich noch die Eier und während alles so verlief wie es geplant war, deckte ich den Frühstückstisch. Pünktlich um acht kam mein gesamtes Team zusammen und wir frühstückten gemeinsam. Mia hatte die Post hineingeholt und verteilte die Briefe an die jeweiligen Empfänger. Ich hatte eine Postkarte meiner guten Freundin Lea erhalten, welche gerade ihren Urlaub an der Ostsee genoss. Lächelnd las ich ihre Worte, wenn sie nur wüsste was momentan hier los wäre. „Wir müssen heute die Jungpferde noch umweiden, sonst können die Bauarbeiten nicht beginnen.“ meinte Tom und ich nickte ihm zu. „Ja das machen wir heute.“ erklärte ich und hatte in Gedanken schon den heutigen Tagesablauf geplant. „Tamzin, Mia? Ihr fahrt heute aufs Turnier, richtig?“ hakte ich noch einmal nach, eigentlich wollte ich nur schauen, dass jeder wusste, was los war. „Ja, genau. Ich nehme Taktlos und Muskat mit.“ meinte Mia. „Talulah wollte wegen der Versorgung mitkommen, ansonsten habe ich eben Alazar und Vertigo dabei.“ fügte Tamzin hinzu. Ich nickte den beiden zu und gähnte leicht. Genüsslich biss ich in mein Brötchen und trank einen Schluck Cappuccino. „Wie geht es den Fohlen?“ fragte ich in die Runde und bekam direkt eine Antwort. „Nüsschen geht es wunderbar und Rosewell ist zwar noch schüchtern, aber ihr geht es bestens.“ erklärte Meg mir. Sie liebte Fohlen und war nur zu gerne bei den jungen Pferden unterwegs. Wir frühstückten zu Ende und dann machten wir uns auch schon an die Arbeit, denn die kommenden Wochen würde auf dem Gestüt viel los sein. Momentan bauten wir nämlich um, so dass es gar nicht so leicht war, für alle Pferde eine neue Weide zu finden, ohne den Bauarbeiten im Weg zu stehen. Aus diesem Grunde mussten die Jungpferde jetzt auch weichen. Also begannen wir unseren Tag mit Weide bauen. Es mussten insgesamt zwei Weiden her, damit wir Hengste und Stuten trennen konnten. Eine Stunde verbrachten wir damit und dann waren die großen Weiden am Rande des Waldes fertig. Nun hieß es die Jungpferde holen. Mit Halftern bewaffnet machten sich Tom, Meg und ich auf den Weg. Ich schnappte mir Prazzy's Goldbell, Feuervogel und Painted Blur, Tom fing sich Altyn und He's called Trüffel und Meg nahm schon die zwei Stuten Hollybrook's Fairy Bluebird und Joyce mit. Der Weg zu den neuen Weiden war weit und das nutzten die Hengste zu gern zum toben aus. Ich war froh, als wir dann endlich die erste Ladung drüben hatten. Nun liefen wir noch einmal um noch Hollybrook's Tiny Girl, Raunchy's Limited, Quintesse of Xaras, Rosewell und Shawneé zu holen. Danach waren wir sogar schon fertig. Während Meg und Tom die alten Weiden abbauten, lief ich zu unserem Stallgebäude. Momentan waren dort alle Mutterstuten mit Fohlen aufgestallt, allerdings wollte ich auch diesen Auslauf gönnen. Als erste halfterte ich Khiara El Assuad auf und brachte sie gemeinsam mit ihrem kleinen Stutfohlen Khaytara El Assuad auf die Weide vor dem Stall. Danach holte ich noch Napayné und Nesquik, unsere Welshstuten. Nandalee und Applaus waren voller Tatendrang und hüpften aufgeregt nebenher und freuten sich riesig auf Khaytara. Fröhlich jagten die kleinen Fohlen über die Weide, während die Stuten friedlich nebeneinander grasten. Nun holte ich noch Mokka mit ihrem frisch geborenen Fohlen Mon petit écrou aus dem Stall und ließ sie heute auf eine der kleineren Weide, denn noch wollte ich die beiden lieber alleine lassen, nur Mokkas beste Freundin Sonja durfte bisher mit zu ihr und dem Fohlen, weshalb ich die drei gerne zusammen stellte. Nachdem auch diese Pferde versorgt waren, nun konnte ich mich nicht länger drücken, denn die Bauarbeiter rückten an und direkt kam der Chef zu mir. Gemeinsam brüteten wir über den Plänen und diskutierten über die Aufteilungen. Ich wollte meinen Pferden ein anderes Leben gönnen und baute deshalb das gesamte Gestüt um. Es sollen zwei neue Paddocktrails und drei Aktivställe gebaut werden. Hinzu kommen sollten fünf Mini-Offenställe, in welchen immer nur 2-3 Pferde leben würden und zu guter Letzt noch einige Doppelboxen mit großen Paddocks für Gästepferde oder auch für unsere Pferde, wenn etwas großes anstand. Mein Team unterstützte mich dabei tatkräftig und schon bald würden die Umbauten fertig sein. Ich musste nur noch die neuen Herden einteilen und dann würden die Pferde auch schon bald auf ihre neuen Weiden ziehen dürfen. Aber heute waren wir davon noch weit entfernt. Lächelnd schlenderte ich über das Gestüt und verabschiedete Mia und Tamzin, sie würden erst heute Abend wieder zurückkommen. Ich entschied mich stattdessen, zu unseren Zwergen zu schauen. Also schnappte ich mir in der Futterkammer sechs Möhren und wanderte zu den Weiden, wo Werina, Mondscheinsonate, Weihnachtswichtel und Little Chocolate Chip standen. Als ich sie rief, kamen sie sofort angesaust und holten sich ihr Leckerchen ab. Danach schaute ich bei den Jungs Heartbreaker und Window vorbei und auch sie bekamen noch eine Möhre. „Guten Appetit, meine Lieben.“ meinte ich lächelnd und ging dann, denn im Stall stand die Teambesprächung an, wer nun was machen würde. Judi wollte heute mit Carachillo und danach mit Capriciasso zur Geländestrecke und die beiden trainieren. Danach würde dann eine Springstunde für ihre jungen Nachwuchsreiter anstehen. „Wen willst du heute mitnehmen?“ fragte ich, um zu wissen, wer dann noch bewegt werden müsste. „Ich wollte gerne Lucane, Nightfly, Pinocchio, Naimibia und Diggin' in the Dirth nehmen.“ erklärte Judi mir und ich nickte. „Alles klar.“ meinte ich lächelnd und verschwand. „Tom? Reitest du heute Absinth und Serafino?“ trug ich ihn auf und suchte dann Meg. „Komm, wir machen einen Ausritt mit Zarin und Death Pop Romance.“ meinte ich lächelnd, damit die junge Auszubildende eine kleine Pause bekam. Heute war sehr angenehmes Wetter und so konnten wir viel traben und galoppieren, was den beiden Hengsten sehr gut tat. Danach bat ich sie noch, sich auf Foxglove zu schwingen. Ich wollte stattdessen Allelujah beschäftigen, für ihn stand heute Longieren an mit viel Stangenarbeit, denn einfach war er immer noch nicht, aber es wurde langsam besser. Als ich mit dem Palomino fertig war, holte ich meinen Liebling Pajero von der Weide, um mit ihm unsere Geländestrecke als lockeren Spaß zu reiten. Wie immer war er super drauf und es war ein toller Ritt. Danach war noch Dr. Insektor an der Reihe. Unser Hengst hatte sehr gute Fortschritte gemacht und vielleicht würde er bald an Turnieren teilnehmen können. Für Ejadon gab es heute frei, denn er hatte die letzten zwei Tage mit Turnieren verbracht. Guaranà ging mit Monty heute eine kleine Runde ins Gelände, um ihn fit zu halten. Mennesse nahm er als Handpferd mit, damit der direkt auch bewegt wurde. Die spanischen Schönheiten Thorondor, Yerai und Aristo hatten heute auch frei, also bewegte ich nur noch Freeway. Danach war erst einmal das Mittagessen an der Reihe. Heute gab es Hefeklöße mit Vanillesoße und Kirschkompott. So kamen wir alle wieder zusammen und konnten eine kleine Pause machen, ehe es mit der Arbeit weitergehen würde. Am Nachmittag war noch genug zu tun und da drei Leute heute fehlten, mussten wir anderen uns besonders ins Zeug legen. Mein erster Gang nach dem Mittagessen war zu Carter, denn ich wollte mich über das Training der Vollblüter informieren. „Wenn es öfter mal ein paar Rennen geben würde, dann könnten Cassiopeia und Deadly Ambition auch einmal zeigen, was in ihnen steckt, aber momentan sieht es dort ja ziemlich mager besetzt aus. Pawaneeh lasse ich jetzt nebenbei aktiv auch in Dressur und Springen trainieren, das braucht er, so kann Susan ihn auch im Rennen besser kontrollieren. Magic Golden Dust macht sich gut im Training und ist topfit. Und Destiny Horror, na ja, ich denke die Dressur wäre eher was für die Hübsche.“ erzählte er mir und ich saugte alles in mir auf. Auch bei unseren Westernpferden tat ich momentan nicht gar so viel, das überließ ich lieber Monte und Elizabeth. Stattdessen schaute ich in die Halle, wo Monte gerade Unterricht gab. Vier junge Menschen hatte er unter seine Fittiche genommen. Heute wurden dadurch Rubina's Ravenclaw, Joyna, Apache's Tomahawk und Caribic Sue trainiert. Wie ich hörte waren Monte und Elizabeth schon mit Schneeleopard und Campéon unterwegs. Call me a Twist hatte momentan frei, denn er verbrachte gerade seine Zeit viel lieber mit potenziellen Stuten auf der Weide. Seitdem er gekört war, hatten wir nämlich äußerst viele Deckanfragen bekommen. Hidalgo wurde gerade von Elizabeth geritten. Die Stuten Chou und Ice Coffee hatten heute frei. Zuletzt standen meine Lieblinge an, die Ponys aus den Wales. Meine kleine Welsh Zucht war inzwischen schon gigantisch und ich freute mich jedes Mal, bei ihnen vorbeizuschauen. Die beiden Hengste Auftakt und Bonny Boy befanden sich inmitten der Turniersaison. Animby, unsere jüngste Stute, wurde hingegen auf ihre Krönung vorbereitet, denn sie sollte auch bald mit in die Zucht einsteigen dürfen. Fürst der Finsternis und Alice von Landwein hatten momentan eine Pause und liefen vermehrt in den Reitstunden der Fortgeschrittenen mit und gingen mit ihren Reitern auch die ein oder anderen Turniere. Die hübsche Herbsttraum hatte sich inzwischen wunderbar eingelebt und ich war ernsthaft am überlegen, mir aus ihr ein Fohlen zu ziehen. Zuletzt war da noch Single Malt, welcher bisher noch Schonfrist hatte. Der Tag ging schneller vorbei als gedacht und abends saßen wir alle beisammen am Tisch zum Abendbrot. Mia und Tamzin waren sehr erfolgreich auf den Turnieren unterwegs gewesen und auch bei den anderen hatte es heute super geklappt. Zufrieden konnten wir so mit dem Tag abschließen.
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  • Album:
    Hengststall
    Hochgeladen von:
    Eddi
    Datum:
    24 Juni 2016
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  • Name: Call me a Twist
    geboren: 2004

    __________________

    Von: unbekannt
    Aus der: unbekannt

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    Rasse: Paint Horse
    Geschlecht: Hengst
    Farbe: Bay Tobiano
    Stockmaß: 165 cm

    Beschreibung:

    Call me a Twist besonderes Talent ist es, nie aufzugeben und für seine Ziele zu kämpfen. Seine Kämpfernatur macht ihn stark und nicht einfach zu reiten. Ein weiteres Talent ist seine enorme Ausdauer und Sprungkraft. Das machte schon mehrere Turniergewinne aus. Schon beim ersten Mal, wenn man auf seinem Rücken sitzt spürt man das ungebändigte Wildpferd in ihm. Nicht desto trotz ist er wunderbar reitbar und seine Gänge sind herausragend, was ihn zu einem tollen Pferd und treuen Begleiter macht.

    Ersteller: sweetvelvetrose
    Besitzer: Eddi
    Vorkaufsrecht: sweetvelvetrose

    Springen L - Western M

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    2. Platz 51. Westernturnier
    2. Platz 53. Springturnier
    1. Platz 53. Westernturnier
    3. Platz 140. Springturnier
    3. Platz 243. Westernturnier

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    Gekört: [HK 454] Westernorientierte Hengste
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    Nachkommen:

    Like Honey and Milk (♀, 2010, aus der ubk.)
    Cruel Twist of Fate (♂, 2013, aus der Miss Independent)
    Spearmint (♀, 2010, aus der ubk.)
    Marly's Pluie (♀, 2009, aus der Rose colored Gun)

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    Offizieller Hintergrund