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Rhapsody

Calista *

Trakehner -- im Besitz seit 08/2018 -- von Red Diamond -- Aa ee

Calista *
Rhapsody, 26 Aug. 2018
Dir, Elii, Bracelet und 2 anderen gefällt das.
    • Rhapsody
      Alte Pflegeberichte
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      Ankunftsbericht
      07. Dezember 2013 -- Mongofisch

      Grade als meine Tierärztin den Hof verlassen hatte, rollte auch schon ein weiteres Auto auf den Hof. Hinten dran ein Pferdeanhänger. Calista! Aufgeregt wartete ich, bis der Wagen zum Stehen gekommen war und die Fahrerin ausstieg. Die Begrüßung fiel knapp, aber freundlich aus. Calistas Züchterin schien im Stress zu sein, schnell luden wir die Stute ab, der Papierkram war schon lange erledigt, dann fuhr die Frau auch schon wieder davon. Glücklich wie ein kleines Kind stand ich neben meiner neuen Stute. Calista ist eine Trakehner Fuchsstute. Ich hatte sie vor einiger Zeit aus Deutschland gekauft, und nun war sie endlich da. Meine Herausforderung!
      Die 3-Jährige Stute schnaubte aufgeregt und sah sich neugierig um. „Das ist dein neues Zuhause meine Süße!“ Sanft strich ich ihr über den Hals. „Komm ich zeig dir deine Box.“ Ich lief mit meinem Pferd zum Stall rüber und stellte sie dort in die Box gegenüber von Summer. Hektisch lief sie auf den Paddock, kam aber direkt zurück und machte sich über ihr Heu her. „Das ist aber kein Tinker oder?“ Ich erschrack, als Kimi plötzlich neben mir stand. Böse sah ich ihn an: „Musst du mich so erschrecken? Nein, sie ist eine Trakehner Stute. Mein Goldstück.“ Lächelnd beobachtete ich Calista. „Sie ist wirklich hübsch, aber ich mag den dicken Heat lieber“, grinste Kimi. Ich lachte und wandte mich meinem Stallburschen zu. „Ich muss jetzt noch zu einem Kunden, kannst du in einer Stunde etwa die Pferde reinholen? Und dann kannst du gerne Feierabend machen.“ - „Klar mach ich, viel Spaß!“
    • Rhapsody
      Alte Pflegeberichte
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      Calista lernt Neues kennen
      10. Dezember 2013 -- Mongofisch

      Gegen mittag lief ich zur Weide, auf der Calista stand. Sie hatte grade wohl mal wieder ihre 5 Minuten. Bockend sprang sie durch den Schnee und trabte aufgeregt den Zaun entlang. Schnell zückte ich meinen Fotoapparat, den ich immer bei mir trug, und schoss einige Fotos, vielleicht war ja ein schönes dabei! Nachdem ich die Kamera wieder weggesteckt hatte, beruhigte ich die Stute, um ihr das Halfter über die Ohren zu ziehen. Brav ließ sie sich in den Stall führen und anbinden. „So meine Hübsche, was möchtest du denn heute machen?“ Ich begann ihr Hufe auszukratzen und überlgte dabei weiter, was wir heute machen würden. „Wir könnten spazieren gehen oder vielleicht in der Halle ein paar spannende Sachen erkunden!“ Calista war das scheinbar egal, sie kaute gelangweielt auf ihrem Strick. „Lass das bitte“, ermahnte ich sie streng und nahm ihr den Strick aus dem Maul. Missmutig sah sie mich an, ich putze sie jedoch unbeeindruckt weiter.
      Als der Fuchs wieder in vollem Glanz erstrahlte, band ich Calista los und führte sie nach draußen. Unruhig tänzelte sie neben mir her. „Ist doch alles gut, wir gehen in die Halle, da kannst du dich ein bisschen austoben“, beruhigte ich sie und ging mit ihr in die Halle. Schnaubend hob sie den Kopf und sah sich aufgeregt um. Ich löste den Strick vom Halfter und ließ die Stute erstmal in Ruhe. Währen dessen baute ich ein paar Kegel auf, außerdem legte ich einige, bunte Stangen auf den Boden. Dabei sah mir Calista aus sicherer Entfernung zu.
      Nachdem ich alles fertig aufgebaut hatte, nahm ich meine Stute wieder ans Halfter und ging mit ihr zuerst einige Runden durch die Halle. Aufgeregt, aber auch neugierig, sah sich sich alles genau an. Dann führte ich sie im Slalom um die Kegel herum, welche sie wohl nicht besonders schlimm fand. Zwar etwas angespannt, lief sie aber trotzdem brav neben mir her. Nach dem letzten Kegel lobte ich Calista überschwänglich und gab ihr ein Leckerli, welches sie zufrieden kaute. Dann ging es weiter mit den bunten Stangen. Am langen Strick lief ich auf die komischen Dinger zu. Calista senkte den Kopf und grummelte bedächtlich. „Braves Mädchen“, sagte ich ruhig und ging einige Schritte weiter. Die junge Stute folgte mir, hatte die Ohren aber aufgerichtet und den Kopf weiter gesenkt. Die Vorderbeine hatte sie bereits über die Stange gehoben, als sie mit dem Hinterhuf gegen die Stange kam. Erschrocken machte sie einen Satz nach vorne. „Alles gut“, beruhigte ich sie und klopfte ihr den Hals. „Komm nocheinmal!“ Erneut führte ich den Fuchs auf die Stange zu. Dieses Mal war sie sichtlich skeptisch und folgte mir nur widerwillig. Mit viel Überredungskunst ging sie dann aber doch noch über die Stange, sogar ohne sich zu erschrecken. Übertrieben lobte ich meine Stute. „Ich bin stolz auf dich, das hast du super gemacht!“ Ein letztes Mal führte ich Calista um die Kegel, dann beließ ich es für heute dabei und lobte sie nochmal ausgiebig.
      Zurück im Stall putzte ich sie erneut und stellte sie anschließend in ihre Box. „Das hast du super gemacht heute, ich bin wirklich zufrieden“, lobte ich sie nochmals und machte mich dann auf den Weg zur Weide, um die anderen Pferde reinzuholen.
    • Rhapsody
      Alte Pflegeberichte
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      Hufschmiede zum Summersee
      unbk. -- Sosox3

      Der Motor brummte als ich das Tinkergestüt 'Unelma Hevonen' erreichte und ich parkte den Schweren Geländewagen auf den Grauen Parkplatz. Nur ein Wagen stand dort. Es musste Lisa's sein. Ich nahm mir meine zu diesem Auftrag benötigten Utensilien und ging den Weg an den Hengststallungen und dem Wohnhaus vorbei direkt hin zu dem Stall der die Stuten beherbergte. „Hallo Lisa, ich warte am Stutenstall auf dich“, gab ich ihr übers Handy bescheid und es dauerte auch nicht lange bis sie bei mir Ankam und zu Calista in die Box huschte um ihr die Hufe auszukratzen und sie im Anschluss raus zuführen. Unsicher sah die Fuchsstute mich an und ich gab ihr zur Begrüßung ein Leckerli. „Hallo Hübsche“, sagte ich zu ihr und machte mich auch direkt an die Arbeit. Calista hatte gute, für die Barhuf-haltung, optimale Hufe und konnte ruhig so weiter laufen. „Da hast du aber ein tolles Pferdchen ergattert“, schmunzelte ich und lächelte sie freundlich an. „Hmm, jaa. Danke“, sagte sie ein wenig geschmeichelt. Dann nahm ich mir das Vorderbein und fing auch schon damit an den Huf auszuschneiden und den Strahl zu bearbeiten. Sie hatte Korrekte Hufe und ich hatte meine Arbeit Schnell getan. „So der Nächste Termin für sie wäre dann im März“, sagte ich ihr und machte mich nach einer Tasse Kaffee vom Hof.
    • Rhapsody
      Alte Pflegeberichte
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      Tierarztpraxis zum Gestüt Federsee
      17. Dezember 2013 -- Eowin

      „Hallo Lisa!“, rief ich der Besitzerin von Calista entgegen, die im raschen Tempo über den Hof gelaufen war, als ich angekommen war. Sie zuckte merklich zusammen und drehte sich dann zu mir um.
      „Maren! Hast du mich erschreckt!“
      „Das war nicht meine Absicht. Ich bin wegen Calista da, wir hatten telefoniert“, erwiderte ich.
      Sie nickte und kam dann zu mir, um mich in den Stall zu ihrer Fuchsstute zu begleiten. Ich wusste, dass Calista noch relativ neu am Stall war – und auch noch relativ roh.
      Ihre Besitzerin holte sie aus der Box und band sie ein Stück weiter an. Die Trakehnerstute beäugte mich misstrauisch. Vorsichtig strich ich über ihren Hals. „Du braucht vor mir keine Angst zu haben“, säuselte ich ihr leise zu und begann währenddessen bereits, ihre Gelenke und Muskeln abzutasten – sie selbst merkte es kaum.
      Ich spürte keine Verspannungen oder Knötchen in den Muskeln, keines der Gelenke war unnatürlich warm. Sie stand einigermaßen entspannt da, ihr Fell glänzte und sie nahm ihre Umgebung mit wachem Auge wahr. Nichts sprach für ein gesundheitliches Problem. Dennoch schaute ich mir noch das Euter und den After an, was sie bereits alles andere als witzig fand. Sie blieb jedoch brav, wenngleich quietschend und ein Hinterbein widerwillig unter den Bauch hebend stehen.
      Auch die Kontrolle des Pupillenreflexes nahm sie mit Missmut auf. Als ich dann schließlich in das Maul schauen und nach den Zähnen sehen wollte, hatte ihre Geduld ein Ende. Sie giftete mich mit flach angelegten Ohren und gezeigten Zähnen an, wurde mir gegenüber aber nicht aggressiv. Ich ignorierte ihr Verhalten einfach und da die Zähne in Ordnung waren, brauchte ich sie dahingehend auch nicht weiter belästigen. Sobald sie wieder still und artig da stand, lobte ich die junge Stute.
      Doch sogleich folgte eine weitere kleine Herausforderung: Blut abnehmen für das kleine Blutbild. Normalerweise war dies nicht dramatisch, aber gerade junge und unsichere Pferde machten hier bekanntermaßen gern mal Terz.
      Ich holte mir eine sterile Nadel und die passende Kanüle. Dann konnte es losgehen.
      Hierzu stach ich vorsichtig in die Ader, die auf der Unterseite des Halses entlang lief. Wie zu erwarten gewesen war, zuckte Calista zusammen, quietschte kurz, blieb dann aber artig stehen. Das Blut begann gut zu fließen und ich bekam schnell die nötige Menge abgenommen. Anschließend zog ich behutsam die Nadel wieder aus der Arterie und rieb über die Einstichstelle. Der Blutfluss versiegte schnell, ihre Gerinnung war gut.
      Zu guter Letzt wurde die Stute noch gegen Influenza, Tetanus und Herpes geimpft und bekam eine Wurmkur.
      Beides machte sie einigermaßen gut mit und ich lobte sie ausgiebig, bevor ihre Besitzerin sie wieder in ihren Stall brachte.
      Als sie wieder kam, verabschiedete ich mich von ihr, packte gewissenhaft meinen Krempel zusammen und machte mich dann auf den Weg nach Hause.
      Hier war mein Tag jedoch noch nicht vorbei. Bevor ich Feierabend machen konnte, ging ich in das Labor und wertete die Blutprobe von Calista aus. Das Ergebnis sendete ich Lisa per Post zu.
      Ergebnis der Blutprobe von Calista:
      Keine Auffälligkeiten. Calista ist vollkommen gesund.
    • Rhapsody
      Alte Pflegeberichte
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      Calista Longieren und Spaziergang mit Monster und Heat
      14. Januar 2014 -- Mongofisch

      Ungedulig hampelte Calista neben mir rum. „Jetzt warte doch mal“, mahnte ich sie, während ich den Longiergurt vorsichtig auf ihren Rücken gleiten ließ. Die junge Trakehnerstute war endlich wieder bei mir auf dem Hof, wenn auch noch nicht eingeritten, zumindestens kannte sie aber nun alles wichtige rund ums Longieren.
      Kimi kam in den Stall und schüttelte sich. „Mensch ist das kalt heute!“
      „Oh ja“, stimmte ich ihm nickend zu. Das Thermometer zeigte sicher -10°C und einem wurde schon kalt, wenn man nur aus dem Fenster sah.
      „Wer steht heute noch auf dem Plan? Kann ich dir irgendwie helfen?“ murmelte Kimi während er seine Hände in Calistas dichtem Winterfell vergrub.
      „Monster und Heat müssen heute noch was tun. Wenn du möchtest, und du dabei nicht einfrierst, kannst du ja mit ihnen spazieren gehen. Dann hätten wir für heute alles erledigt und können uns einen schönen Nachmittag machen“, schlug ich lächelnd vor, während ich Calista den Gurt schloss. Sie blähte sich etwas auf, blieb aber ansonsten brav stehen. Ich klopfte ihr kurz den Hals und schaute Kimi dann fragend an.
      Er schien kurz nachzudenken und nickte dann: „Ja, ich geh mit den beiden eine Runde raus. Wie lange brauchst du mit Calista?“
      Während ich dem Fuchs eine Abschwitzdecke überzog und ihre Trense vom Haken nahm, sagte ich: „Ich denke, länger als eine halbe Stunde werde ich nicht machen. Ich möchte sie auch nicht gleich überfordern, deswegen fang ich langsam an.“
      „Das finde ich super“, lächelte Kimi, drückte mir einen Kuss auf die Stirn und fügte hinzu: „Dann bin ich mal mit den Dicken weg. Bis später!“
      Ehe ich was sagen konnte, war er schon wieder verschwunden und ich stand alleine mit Calista da. „Dann wollen wir mal“, sagte ich und trenste die Stute auf. Etwas missmutig kaute sie auf dem Gebiss, legte ihren aufmerksamen Blick jedoch nicht ab.
      Ich hörte wie Kimi mit Monster und Heat am Stall vorbei ging, also wartete ich noch einen Moment, ehe ich mit Calista zur Halle ging.
      Angekommen, führte ich meine Stute erst einige Runden im Schritt. Sie war recht guckig heute und erschrack sich vor jeder kleinen Bewegung. „Was ist denn heute los?“ Lachte ich und strich ihr über den Hals. Wie erwartet, bekam ich natürlich keine Antwort, hatte ich auch nicht erwartet, aber manchmal wäre es wirklich sehr hilfreich, wenn Pferde sprechen könnten.
      „Komm Maus“, sagte ich zu Calista und positionierte mich im Mittelpunkt eines Zirkels. Es war heute das erste Mal, dass ich die Kleine selber longieren würde und ich muss sagen, ich war ziemlich aufgeregt.
      Brav lief die Trakehnerstute ihre Runden, ich stand lächelnd in der Mitte und staunte über die großen Fortschritte. Sie streckte sich von ganz allein super vorwärts-abwärts und wenn man genau hinschaute, konnte man sogar schon einige Muskeln erkennen.
      Nachdem ich Calista auf beiden Händen einige Zeit Schritt gehen lassen hatte, trabte ich sie nun an. Erstaunlich, wie präzise sie auf Stimmkommandos reagierte. Immer wieder lobte ich sie, wechselte einige Male die Hand, und beließ es dann für heute dabei.
      „Super gemacht“, lobte ich die Stute und legte ihr die Abschwitzdecke wieder über den Rücken. „Jetzt gibt’s auch noch eine extra Portion Müsli für dich“, grinste ich, während ich mit Calista zurück zum Stall lief. Es war schrecklich kalt heute und ich freute mich schon auf einen schönen heißen Tee.
      Ich nahm Calista die Trense ab und halfterte sie rasch auf. Mit meinen eiskalten Fingern öffnete ich den Longiergurt und zog ihn vom Rücken der Stute. Damit sie sich nicht erkältete zog ich ihr die Abschwitzdecke bis zum Wiederrist und schloss sie an der Brust. „So, jetzt geht’s ins Bett“, murmelte ich, löste den Strick und stellte Calista in ihre Box.
      Bevor ich mich daran machte, die anderen Pferde von der Weide zu holen, gab ich der Stute die versprochene Protion Müsli und verließ dann den Stall.
      Grade lief Kimi mit Monster und Heat am Offenstall der Fohlen vorbei.
      „Na Maus“, lächelte er. „Alles gut verlaufen?“
      Ich legte ihm die Arme um den Hals und lächelte: „Es war traumhaft, sie ist so toll gelaufen, ich konnte gar nicht glauben, dass das meine Calista war.“
      „Das freut mich“, sagte er. „Holst du die anderen jetzt auch schon rein?“ Er zupfte kurz an Monsters Strick, der scheinbar keine Lust hatte hier rum zu stehen.
      „Ja, ich finde das reicht für heute, es ist so kalt“, grinste ich, gab ihm einen flüchtigen Kuss und lief dann zur Stutenweide. Zuerst nahm ich Hunter und Cala, die mit der Trennung von Caletta mittlerweile gut zurechtkam, anschließend holte ich noch Grey und Summer in den Stall. Kimi brachte nach Monster und Heat auch noch Dave und Brave in den Stall, während ich zu Caletta und Maira lief und schaute, ob dort alles in Ordnung war.
      Die beiden Fohlen hatten sich in ihrem ganz eigenen Stall gut eingelebt und verstanden sich super. Ich war stolz auf die Beiden, dass sie sich so gut entwickelten und eine schöne Kindheit genießen konnten.
    • Rhapsody
      Alte Pflegeberichte
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      Einreiten
      unbk. -- Sunnyyy

      Eines Abends, als ich gerade schön gemütlich in den Armen meines Mannes vor dem Kamin lag und wir uns über dies und jenes unterhielten, klingelte das Telefon. Wir sahen uns an. Wer sollte ran gehen? Brandon sagte nur: „Heute habe ich die Boxen ausgemistet und du konntest dich schonen. Also ist es doch wohl nur fair, wenn du ans Telefon gehst.“ Ich sprang auf und rannte fix hin. „Guten Abend, hier ist Sora Wolf?“, sprach ich in den Hörer. Ein allzu bekanntes Lachen drang durch den Hörer. Es war Lisa, eine sehr gute Freundin aus Skandinavien. Sie wollte aber nicht allzu lange reden, da sie auch sehr kaputt von ihrer Arbeit war. „Hättest du vielleicht Zeit und Lust Calista einzureiten?“, fragte sie. Da ich den Werdegang ihres Gestüts beobachtete, kannte ich die Stute bereits von ihrer Homepage. Ich sagte zu und wir machten einen Termin aus, an dem sie Calista zu uns bringen würde.
      Circa eine Woche später kam Lisa dann auf den Hof gefahren. Die Pferde galoppierten die Koppeln herunter und standen neugierig wiehernd am Zaun. Calista antwortete aus dem Hänger. Zuerst begrüßten wir Mädels und freudig, gingen dann aber direkt zum Hänger, um die junge Stute abzuladen. Lisa stand vorn im Hänger und ich machte hinten alles auf. Calista kam sofort heraus, nahm den Kopf hoch und schaute sich in der unbekannten Umgebung um. Wir brachten sie in den Stall, wo ich bereits eine Box für sie vorbereitet hatte: eine dicke Matratze Stroh, ein sauberer Wasserspender, ein Mineralleckstein und ein riesen Haufen Heu konnte man vorfinden. Lisa war total begeistert und so zeigte ich ihr, nachdem wir Calistas Sachen in die Sattelkammer gebracht hatten, erst einmal alle Ställe und Trainingsmöglichkeiten. Danach gingen wir dann noch auf die Koppeln und ich stellte ihr sowohl meine eigenen, als auch die Rettungsstationspferde vor. Als sie nun alles gesehen hatte, gingen wir ins Haupthaus, wo Schatz schon Kaffee und Kuchen vorbereitet hatte. Während wir aßen, unterhielten wir uns über dies und jenes und Lisa erzählte mir, dass sie schwanger war und eine Baby-Party plante. Ich gratulierte ich freudig und sagte zu, dass ich die weite Reise auf mich nehmen würde, um das kleine in der Welt zu begrüßen. Nachdem wir uns nun einiges erzählt hatten, musste Lisa sich wieder auf den Heimweg machen und ich hatte noch einiges im Stall zu tun. Wir verabschiedeten uns und ich sah noch so lange hinter ihr her, bis sie hinter den Bäumen und Hügeln verschwunden war.
      Die erste Woche ließ ich Calista Zeit, um sich einzugewöhnen. Sie wurde zwar longiert, aber sonst wurde nichts von ihr abverlangt. Zu Anfang fremdelte sie sehr und hatte große Schwierigkeiten sich einzuleben. Dennoch begann ich nach einer Woche mit der Arbeit. Wir legten ihr mehrfach am Tag einfach kurz den Sattel auf, nahmen ihn wieder ab und belohnten sie. Im nächsten Schritt machten wir dann auch mal kurz den Sattel zu bevor es die Belohnung gab. So verlängerten wir die Zeit in der sie den Sattel drauf haben sollte bis wir bei einer halben Stunde waren. Als sie nun also den Sattel problemfrei akzeptierte, ging ich mit ihr in den RoundPen, wo ich ihr wieder den Sattel auflegte und sie frei laufen durfte. Am Anfang hat sie dann natürlich doch mal rumgebuckelt, das legte sich aber Tag um Tag. So fing ich bald an sie auch in der Halle mit Sattel und Trense zu longieren und begann damit immer ein wenig Gewicht in den Sattel zu bringen indem ich mich auf einen tritt stellte und mal von oben Druck ausübte. Zuerst reagierte sie sehr negativ, legte die Ohren an und schlug mit dem Schweif, aber sie gewöhnte sich auch daran. Schon bald war es soweit, dass ich mich mit Brandons Hilfe auch das erste Mal auf sie rauf setzte. Das erste Mal erschrak sie sich trotz aller Vorsicht so sehr, dass sie einen riesen Satz nach vorne machte, doch da sie jedes Mal gelobt wurde, wenn sie still stand, wurde es besser. Nachdem sie dann das Reitergewicht im Stand akzeptierte, erarbeiteten wir und in den Gangarten hoch und feilten so lange dran, bis sie in allen drei Gangarten auf beiden Händen ausreichend ausbalanciert war. Dann brachten wir ihr die Hilfen bei. Während ich im Sattel saß und ihr möglichst deutliche und simple Hilfen gab, stand Brandon daneben und korrigierte Calista. So lernte sie Schritt für Schritt die Grundlagen des Reitens, bis ich sie dann das erste Mal „alleine“ ritt. Alles schien wunderbar zu laufen und sie ließ sich mittlerweile, da sie Vertrauen zu uns gefasst hatte, sehr gut weiterbilden bis sie in allen Disziplinen E-Klasse erreicht hatte. Da wird die Pferde aber ja noch ein wenig länger behalten, um alles zu festigen, arbeiteten wir natürlich noch weiter und machten bald eine ungünstige Erkenntnis: Calista war zwar sehr unsicher und oft auch zickig, aber vor Allem wollte sie gefordert werden. Je länger wir die gleichen Lektionen übten, desto aufgeladener wurde sie, sodass wir das Training immer schwieriger gestalten mussten. Ob das so das rechte Pferd für eine frisch gebackene Mutter war? Ich wusste es nicht und würde Lisa darauf ansprechen. Da Calista mittlerweile alle Lektionen super beherrschte, sah ich keinen Sinn mehr sie weiter bei uns zu behalten und nahm sie direkt zur Baby-Party mit nach Skandinavien. Das war im Grunde sowieso günstiger. Als ich mit Leihwagen und -hänger auf den Hof kam, staunte sie nicht schlecht, weil sie mit dieser Überraschung überhaupt nicht gerechnet hatte. Wir stellten Calista erst einmal in eine Box und ich erzählte ihr von der Problematik auf die wir gestoßen waren. Lisa nahm dies zur Kenntnis und erwähnte, dass sie am überlegen war die Stute wegzugeben. Also bat ich sie darum, sich auf jeden Fall bei mir zu melden, sollte sie sich dazu entscheiden, damit ich ihr bei der Hilfe für einen passenden Besitzer helfen könne. Sollte sie sich aber nicht von ihr trennen, sollte sie vielleicht eine turnierambitionierte Reitbeteiligung für Calista finden.
    • Rhapsody
      Alte Pflegeberichte
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      Schicksalsschlag auf Unelma Hevonen
      19. Februar 2014 -- Mongofisch

      Unsanft wurde ich aus meine Träumen gerissen und drehte mich missmutig auf die andere Seite. Kimi stand panisch vor dem Bett und versuchte mich zu wecken. „Was ist denn los?“ murmelte ich genervt, rieb mir die Augen und drehte mich wieder um.
      „Steh auf! Es brennt“, schrie er schon fast und ich saß plötzlich kerzengrade im Bett. In meinem Kopf spielten sich die schlimmsten Szenarien ab.
      „Komm jetzt! Ruf die Feuerwehr!“ Kimi rannte aus dem Schlafzimmer, ich hörte ihn die Treppe runter stolpern.
      Panische Angst ergriff mich, ich schnappte mir mein Handy, wählte den Notruf, lief zum Fenster und bekam den Schock meines Lebens. Der ganze Stall stand in Flammen, große, dunkle, bedrohliche Flammen! Tränen schossen mir in die Augen und ich fing urplötzlich an zu zittern. Ich war gelähmt, konnte dem Mann am Telefon grade noch sagen, was passiert war und wo ich mich befand. Er versicherte mir, dass sofort jemand da sein würde, doch das war mir nicht genug. Ich hatte Angst – Angst, dass Mieke etwas passieren würde– Angst, dass meinen Pferden was passieren würde – Angst, dass Kimi etwas passieren würde – Vor allem aber Angst, das mein Traum grade zerplatzte.
      Ich rappelte mich auf, lief die Treppe runter, wäre dabei fast hingefallen und rannte ohne nachzudenken im Nachthemd und barfuß über den Hof.
      „Kimi“, schrie ich in die Nacht, die Tränen liefen mir nur so übers Gesicht. Aus dem Stall vernahm ich panisches Wiehern der Pferde. Wo sollte ich nur zuerst hin? In mein Kopf drehte sich alles, ich konnte nicht klar denken. Hinter mir hörte ich Pferde laufen, blitzschnell drehte ich mich um und erblickte Kimi, der gefolgt von Monster und Heat aus dem Stall kam. „Bring die auf die Koppel“, befahl er und ließ die Mähnen der Pferde los, um zurück in den Stall zu laufen und die anderen Pferde zu holen. Ich wusste nicht was ich tat, griff nach den Hengsten und rannte mit ihnen zur Weide. In ihrer Panik zogen sie mich mehr hinter sich her, als das ich ihnen zeigte, wo es lang ging.
      Aus der Ferne hörte ich endlich die Sirenen der Feuerwehr, was mir aber weniger Sicherheit gab, als dass es mir noch mehr Angst machte.
      Kimi hatte inzwischen Brave und Dave aus dem brennenden Stall geholt und schubste mich unsanft an. „Komm!“
      Wie in Trance folgte ich ihm, meine Füße waren eiskalt, mein Gesicht hingegen brannte wie Feuer. Die Stuten hatte es schlimmer erwischt, es gab keine Möglichkeit in den Stall zu gelangen.
      Die Feuerwehr war da! Panisch schrie ich einen der Männer an: „Meine Pferde sind da drin!“ Er faselte irgendwas von beruhigen, aber ich wollte mich nicht beruhigen!
      Nur Augenblicke später kam ein Rettungswagen, doch ich hatte nur Augen für das brennende Gebäude, in dem meine Pferde eingeschlossen waren.
      „Sie müssen meine Pferde retten“, schrie ich nun einen anderen Mann an, ich hatte panische Angst, ich wusste nicht was ich machen sollte, ich konnte nicht tatenlos zusehen, wie alles abbrannte.
      Alles zog an mir vorbei, ich hörte nur Teile von dem was gesprochen wurde, dafür aber umso mehr, wie die Pferde wieherten. Ich hörte sie schreien! Es waren Schreie voller Angst, voller Panik und ich konnte nichts tun.
      Ich sank auf die Knie und vergrub mein Gesicht in meinen Händen, weinend wie ein Schlosshund. Immer und immer wieder hörte ich das panische Wiehern der Pferde, es brannte sich in mein Gedächtnis, ich würde es nie wieder vergessen können.
      Ein Rettungssanitäter griff mir unter die Arme und half mir auf die Beine. „Sie sollten hier nicht auf dem Boden sitzen.“ Ich hatte keine Kraft mehr mich zu wehren, das einzige was ich noch hatte war Angst – Angst, dass ich meine Pferde nie wieder sehen würde.

      Als ich wieder aufwachte, befand ich mich in einem Hotelzimmer. Mieke schlief seelenruhig neben mir, nur Kimi war nicht da. Ich musste mich erstmal berappeln, da viel mir die letzte Nacht wieder ein und sofort bekam ich panik. Ich griff zu meinem Handy und wählte Kimis Nummer. Er meldete sich und klang ganz normal. Er erzählte mir, dass er bei den Pferden war, die die Nacht alle unbeschadet überstanden hatten. Mir fiel ein Stein vom Herzen. Doch nun standen wir vor dem nächsten Problem: Wir hatten kein Zuhause mehr!
      Lange überlegten Kimi und ich, wie es nun weiter gehen sollte, dann fiel mir Lina ein. Wir konnten vorrübergehend zu ihr. Sofort rief ich sie an und erzählte von unserer misslichen Lage. Sie erklärte sich bereit, uns bei sich aufzunehmen und der Entschluss stand fest. Es ging zurück nach Deutschland!

      Vier Tage später kamen wir mit allen Pferden an der Ostsee an und waren heilfroh, endlich wieder ein „richtiges“ Zuhause zu haben. Lina zeigte uns sofort, wo wir unsere Pferde unterstellen konnten. Vor allem die Fohlen waren sichtlich gestresst und froh, die Lange Autofahrt überstanden zu haben.
      Doch noch waren wir nicht an unserem endgültigen Ziel. Linas Hof war viel zu klein für alle Pferde, also musste eine Lösung her!
    • Rhapsody
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      8/27

      International Health Tierarztbericht
      unbk. -- Jual

      Nachdem meine Praxis für einige Monate geschlossen war, konnte ich nun endlich wieder meiner Arbeit nachgehen und schon nach kurzer Zeit hatten sich meine ersten Patienten angekündigt.
      Es sollte zu Lisas Gestüt gehen, wo ich Calista, eine Trakehner Stute, Caletta, ein Tinkerfohlen, und HeadHunter, einen Tinkerhengst, untersuchen sollte.
      Als ich die Auffahrt hinauf fuhr, standen die beiden Stuten bereits angebunden da.
      Lisa empfing mich sehr freundlich: „Calista und Caletta sollen einfach nur durchgecheckt und mit allen Impfungen und einer Wurmkur versorgt werden. HeadHunter hustet seit einigen Tagen ein wenig.“, erklärte sie. „Gut.“, antwortete ich, „dann fangen wir mit Caletta an.“.
      Ich nahm meine Tasche aus meinem Wagen und gab den beiden Stuten zur Begrüßung ein Leckerli. „Na, Caletta, dann wollen wir doch mal sehen.“. Ich hörte die Stute ab und tastete behutsam Beine und Bauch ab, während ich mit der Stute redete. Ich überprüfte Augen, Ohren und Nüstern und kontrollierte ihre Temperatur.
      Anschließend sah ich in ihr Maul und sah mir ihre Zähne an. „Kerngesund.“, diagnostizierte ich.
      Nun nahm ich eine Wurmkur aus der Tasche und verabreichte sie der Stute. Diese wollte die Wurmkur erst wieder ausspucken, doch ich gab ihr ein Stück Brot und sie schluckte alles brav runter.
      Nun zog ich die Spritze mit allen notwendigen Impfstoffen auf.
      Als ich diese Caletta spritzte, zuckte sie erst kurz zusammen, doch ließ alles über sich ergehen.
      „Eine tolle Stute!“, sagte ich und klopfte ihr den Hals.
      „Dann zu dir, Calista.“, ich wandte mich der schönen Fuchsstute zu und kontrollierte auch bei ihr alles.
      „Die Augen sind ein bisschen entzündet, wasche sie am besten jeden Tag mit klarem Wasser aus, dann ist das schnell wieder weg.“, riet ich Lisa nachdem ich Calistas Augen überprüft hatte, „Ansonsten ist alles in Ordnung.“.
      Calista wehrte sich etwas gegen die Wurmkur – entweder sie machte den Mund gar nicht auf, oder sie spuckte es so schnell aus, das ich gar nicht reagieren konnte. „Das hat so keinen Sinn.“, erklärte ich,
      „Ich lasse eine Wurmkur hier und die mischen sie heute Abend in ihr Futter.“
      Je mehr sich Calista bei der Wurmkur gewehrt hat, desto braver war sie bei dem Impfen.
      „Gut gemacht.“, lobte ich und gab den beiden Stuten zum Abschied jeweils ein Stückchen Möhre, „Dann hol mal Hunter.“, sagte ich an Lisa gewandt.
      Wenige Minuten später kam sie mit dem schönen Hengst um die Ecke und band ihn an. Während der Untersuchung hustete er immer wieder leicht. Ich hörte ihn gründlich ab und sah nach, ob er noch irgendwo anders ‚Schwachstellen‘ hatte, da sein Immunsystem schließlich geschwächt war.
      Allerdings konnte ich nichts feststellen. „Vom Husten abgesehen ist er gesund.“, verkündete ich, „Ich werde ihn nun impfen, eine Wurmkur verpassen und ihm einen Hustenlöser verabreichen.“
      Gesagt getan, Hunter ließ alles lammfromm über sich ergehen und selbst den Hustenlöser schluckte er brav runter.
      „Er sollte, bis keine merkbare Verbesserung erkannt wird, nicht bei den anderen Pferden stehen. Sichtkontakt ist erlaubt, aber kein Pferd sollte länger in seiner nächsten Umgebung bleiben, da dieser Virus sehr ansteckend ist. Longieren ist erlaubt, reiten noch nicht. Ansonsten die nächsten Tage einmal am Tag das Medikament geben und dann sollte das ganze schnell vorüber sein.“, sagte ich noch vor dem Abschied und fuhr dann vom Hof.
    • Rhapsody
      Alte Pflegeberichte
      9/27

      Hufschmiede 'Keep Smiling'
      unbk. -- RoBabeRo

      Der nächste Weg führte mich nach Deutschland an die schöne Ostsee. Ich war schon lange, lange nicht mehr dort gewesen und freute mich auf die Fahrt. Gemütlich packte ich meine Schmied Utensilien und stieg ins Auto. Eine relativ lange Fahrt erwartete mich. Die Kundin hieß Lisa und Calista war die Trakehnerstute, der ich die Hufe kontrollieren und gegeben falls korrigieren und ausschneiden sollte. Angekommen parkte ich auf den dafür vorgesehenen Parkplätze und betrat das Gelände. Nach ein paar Schritten näher an die Stallgebäude erblickte ich eine winkende junge Frau und eine da nebenstehende hübsche Fuchsstute, ich tippte auf Calista. Die Stute betrachtete mich fremd als ich mich den beiden näherte. "Hi", begrüßte ich Lisa und gab ihr die Hand. "Das ist sie, sie ist eigentlich ganz brav, aber dem Schmied gegenüber ein wenig unsicher", berichtete mir Lisa während ich mich Calista zu wendete. Ich gab ihr zur Begrüßung ein kleines Leckerlie. Misstrauisch nahm sie dieses an, beäugte mich aber immernoch genau. "Vielleicht werden wir noch gute Freunde", lachte ich und stellte meine Sachen bereit. Erstmal hob ich alle Hufe nacheinander hoch und kontrollierte sie, wiederholte dies auch während sie auf dem Boden standen. Vorne links und die beiden hinten mussten auf jeden Fall korrigiert werden, der Huf vorne auch ausgeschnitten. Widerwillig gab Calista mir die Hufe. Erst schnitt ich den Huf vorne mit der Hufschneidezange aus und korrigierte kleine Macken mit der Raspel. Ich stellte den Huf ab, schaute es mir nochmal an, es gab aber nichts mehr zu verbessern. Ich lobte die Stute und tastete mich vorsichtig an ihre Hinterhufe. Auf dem einem Huf stand sie zuweit auf der äußeren Hufwand, ich raspelte ein Stück ab, betrachtete den Huf stehend, passt. Den letzten Hinterhuf musste ich auch nur kurz mit der Raspel auskorrigieren und Calista war durch. Ich tätschelte ihren Hals und gab Lisa zum Abschied nochmal die Hand bevor ich zu meiner nächsten Kundin fuhr.
    • Rhapsody
      Alte Pflegeberichte
      10/27

      Der Sommer kommt!
      23. Mai 2014 -- Eddi

      „Morgen Loi!“ rief ich fröhlich und stieg aus dem Auto. „Danke, dass du mir hilfst! Ich glaube sonst schaffe ich heute nicht alle Pferde.“ stöhnte sie und sah jetzt schon ganz gestresst aus. Ich bot ihr erst einmal einen Thermosbecher Kaffee an und nickte ihr aufmunternd zu. „Zu zweit wird das doch kein Problem.“ grinste ich und wir machten uns gemeinsam auf den Weg in den Stall. Lisa war momentan nicht in der Lage, sich um ihre Pferde zu kümmern, da dass Kind mehr Aufmerksamkeit als gedacht benötigte und Loi hatte die Fürsorge für ihre Pferde übernommen. Doch im Moment war viel los, so dass auch Loi mit ihrer Zeit zu tun hatte, weshalb ich ihr heute unter die Arme griff.
      Erst einmal fütterten wir alle Vierbeiner, ehe es dann auch schon auf die saftigen Weiden ging. Schon jetzt Ende Mai waren die Temperaturen um die 25°C angestiegen und die Pferde genossen einfach nur das Wetter auf der saftigen Wiese. Während die Pferde ihre Pause genossen, machten Loi und ich uns an die Stallarbeit, denn es hieß Boxen ausmisten und wieder herrichten. Danach kehrten wir die Stallgasse und entfernten noch hier und da Spinnenweben.
      Als das geschafft war, beschäftigten wir uns auch schon mit den Pferden und begannen bei den jüngsten. Alle drei Jungstuten forderten unsere gesamte Aufmerksamkeit. Lisas Schützling Calette überließ ich lieber Loi, da sie die kleine Dame schon länger kannte. Ich nahm stattdessen Maira, sie war genauso aufgeweckt wie ihre Freundinnen. Wir putzten die beiden gründlich und gingen dann mit ihnen ein wenig in der Halle Fange spielen, um die Bindung zu den Menschen zu fördern. Während Loi die beiden Fohlen bespaßte, holte ich noch Luisa dazu, damit auch sie gleich beschäftigt wurde. Danach durften die drei Schecken wieder auf ihre Weide und der Ernst begann.
      Wir nahmen uns zuerst die Hengste vor, denn bei ihnen würden wir wohl mehr Kraft brauchen – außer bei Dave. Das Pony wollten wir später mit zu einem Ausritt mitnehmen, stattdessen waren jetzt Angus the Brave und Monster Energy an der Reihe. Ich putzte und sattelte Brave, während Loi sich Monster fertig machte. Dann marschierten wir auf den Reitplatz und begannen ein wenig Dressurarbeit. Brave besaß zwar nur ein Stockmaß von 1.49m, aber dennoch hatte er raumgreifende und schwungvolle Gänge. Auch Loi musste sich zu Anfang erst einmal an das kräftige Pferd unter ihr gewöhnen. Ich hatte kaum Probleme mit Brave, er machte seinen Namen eben alle Ehre, aber Monster schien das Gleiche zu tun. Anfangs testete er nur zu gerne aus und Loi musste ihn sehr beschäftigen, damit er keinen Blödsinn machte.
      Umso froher war sie, als wir endlich fertig waren, die beiden Hengste absattelten und wieder auf die Weide brachten. „Wollen wir erst einmal eine Pause machen?“ fragte Loi und lud mich zu einem Ausritt zum See ein. Ich sagte begeistert zu und holte HeadHunter, den hübschen Wallach von der Weide. Loi schnappte sich Grey Love, außerdem nahmen wir Dave und Feather, die beiden Shettys, als Handpferde mit. Flott waren wir sechs fertig und konnten los. Mit den Tinkern war der Ritt richtig entspannt und sie planschten auch gerne im Wasser umher, so dass wir sie anscheinend richtig beschäftigt hatten.
      Wieder auf dem Hof standen noch drei Pferde an und dann hätten wir es auch schon geschafft. Ich kümmerte mich um die Trakehnerstute Calista und machte sie für ein wenig Springen fertig. Loi holte Summer Holiday, sie wollte lieber noch ein wenig Dressur reiten. Ich nickte ihr zu und dann machten wir uns an die Arbeit. Beide Stuten arbeiteten wunderbar mit und zufrieden kamen wir auch nach der Stunde wieder zurück in den Stall. Loi wollte schon den Stall für den Abend fertig machen, so dass ich mich noch um Calacirya kümmern würde.
      Ich putzte die Stute gründlich und ging dann mit ihr auf den Platz, um sie noch ein wenig zu longieren, denn das würde ihr sicherlich gut tun. Und tatsächlich machte ihr es einen riesigen Spaß und sie war danach richtig zufrieden. Ich ließ sie noch kurz laufen, ehe es auch für sie zurück in den Stall ging. Loi hatte schon alle Pferde reingeholt und wir fütterten nur noch schnell, ehe wir uns wieder auf den Heimweg machten. „Noch einmal Danke für deine Hilfe!“ meinte Loi lächelnd und winkte mir noch einmal.
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  • Album:
    3 | Steenhof
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    Rhapsody
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    26 Aug. 2018
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  • [​IMG]
    Calista
    abgeleitet aus dem altgriech. kallistos - "die Schönste"


    PEDIGREE
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    von: Red Diamond

    von: unbekannt

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    von: Mon dé Capro
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    EXTERIEUR & INTERIEUR

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    Stute
    Trakehner
    12 Jahre

    169 cm
    Fuchs
    Blesse | v.l., v.r., h.l., h.r. weiße Fessel

    Calista ist eine temperamentvolle, aufgeweckte Stute. Im Umgang ist sie meist brav, kann aber auch schon mal ganz schön zickig werden. Den Hufschmied und den Tierarzt kennt sie, ist aber sehr unsicher. Auch fremden Menschen gegenüber ist sie eher zurückhaltend. Erst wenn sie Vertrauen gefasst hat, zeigt sie ihr wahres Gesicht. Beim Reiten möchte sie gefordert werden. Sie ist kein Anfängerpferd, was sich durch ihre Sensibilität bemerkbar macht. Ihr wird schnell langweilig und dann wird sie auch schon mal zur Zicke. Aufgrund ihrer Abstammung hat sie ein immenses sportliches Potenzial und kann als Allround-Pferd angesehen werden.


    TRAINING

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    Fohlen ABC | Eingeritten
    Englisch geritten


    Dressur
    E A L M* M**

    Springen

    E A L M* M** S*

    Military

    E A L M S*


    ERFOLGE

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    Dressur: 1x E-Platziert, Springen: 3x M-Platziert, Military: 1x E-Platziert


    Turniere
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    291. Dressurturnier

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    51. Synchronspringen – 341. Springturnier – 303. Synchronspringen

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    414. Militaryturnier

    Andere


    ZUCHTINFORMATIONEN

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    SK 466 – Alle Stuten

    Leihmutterschaft:
    Genotyp: Aa ee
    Aus der Zucht: unbekannt
    Nachkommen:


    GESUNDHEITSZUSTAND

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    Chronische Krankheiten:
    Letzter Tierarztbesuch:
    01.01.20 – Pferdepraxis Sapala – Routineuntersuchung

    Fehlstellungen:
    Beschlagen: Stahleisen
    Letzter Hufschmiedbesuch:
    03.01.20 – Hufschmiede Snoopeisen – Kontrolle & Neubeschlag


    STALLINTERN

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    Besitzer: Rhapsody
    Ersteller: Rhapsody
    VKR: Rhapsody

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    Offizieller Hintergrund