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Annikalihalimalischnali

Calimero

CalimeroMutter: Ice CreamVater: CarmondaiGeburtsjahr: 1983Geschlecht: WallachRasse: Shetland PonyStockmaß: 1.09mFellfarbe: RappeBeschreibung:Der Zwerg ist mit seinen 29 Jahren das älteste Pferd auf ganz Nasty Past und trotzdem noch topfit und frech. Und seinen Sturkopf wird er wohl nie verlieren. Wir hatten beschlossen, ihn zu kastrieren und als Beistellpferd für unsere Fly zu nehmen, als sie alleine ihre Ruhe genoss. Nun hat sie einen munteren Gefährten. Die beiden passen zusammen wie die Faust aufs Auge.Ersteller: SaleraBesitzer: Nasty PastVKR: erloschen

Calimero
    • Eddi
      Pflegebericht 07. August 2012 - Ein neuer Anfang

      “Guten Morgen meine Süßen!” rief ich fröhlich, als ich der Weide entgegeneilte. Heute würde ein anstrengender Tag werden, doch zuerst sollten die Gnadenbrotpferde gefüttert werden. Zwar war Fly die einzige Stute unter vier Wallachen, dennoch war sie eindeutig die Chefin. Ich betrat den Offenstall und kraulte der Warmblutdame kurz die Stirn. Zu ihrer Linken stand der kleine Calimero, frech wie eh und je war unser 29-jähriges Shetty und die rechte Hand von Fly. Auch die anderen Pferde kamen sofort zu mir. Insgesamt bewohnten fünf Tiere den großen Offenstall mit anliegender Weide. Ich begrüßte zuerst Snickers und Star, beide waren wie immer Seite an Seite und ließen sich nur zusammen kraulen. Auch jetzt waren sie noch unzertrennlich, Kumpels für immer. Zu guter Letzt führte mich mein Weg zu Rashid. Auch er war näher gekommen, stand dennoch abseits. Unser Saddlebred war auf seinem linken Auge erblindet und deshalb stets vorsichtig. Ich redete lächelnd mit ihm und begann ihn zu kraulen, was er auch sichtlich genoss. Ich tätschelte ihm den Hals und macht mich dann ans Werk. Es war erst früh um sechs und dennoch schien die Sonne schon hell vom Himmel. Flott kontrollierte ich die Tränke und füllte nach. Dann schob ich die Schubkarre herein und verteilte das Heu in den Raufen. In aller Ruhe, wie Senioren eben sind, setzten sich die Pferde in Bewegung und begannen zu frühstücken. Danach nutzte ich sogleich die leergewordene Schubkarre, um den Paddock abzuäppeln und den Offenstall zu misten. Mit allem fertig, holte ich noch frisches Stroh und dann öffnete ich das Gatter zur Weide. Wenn sie wollten, würden die Guten sich schon im Grünen vergnügen. Ich hatte mich jedoch fast zu lange mit ihnen beschäftigt, denn es war bereits um sieben. “Mist…” fluchte ich. Ich hatte doch um diese Zeit schon auf Nasty Past sein wollen. Entschuldigt, ich meine damit unseren ehemaligen Hof. Denn heute stand der große Umzug an. Nachdem uns Monat für Monat immer mehr Helfer abgesprungen waren, hatten wir zuletzt nur noch zu zweit mit einem riesigen Hof und vielen Pferden dagestanden. Schwermütig hatten wir uns von den größten Teil getrennt und ich hatte nach einem neuen Hof gesucht, welchen ich auch mit Erfolg gefunden hatte. Er besaß alles, was wir brauchten, war aber gemütlicher und übersichtlicher. Heute würden noch die übrigen zwölf Pferde hier einziehen. Als Hilfe stand uns nun auch unsere Jahrespraktikantin Trudi zur Verfügung, welche uns nur zu gern half. Sie würde sich hauptsächlich um die Ordnung und Sauberkeit auf dem Hof kümmern, ab und an mit den Fohlen arbeiten und vielleicht auch manchmal reiten. Die Frage war nur wen, denn die Pferde waren doch noch sehr kompliziert. Doch ich musste erst einmal los.
      Auf dem großen Hof angekommen, stieg ich gähnend aus dem Auto und begrüßte eine ungeduldige Fee. “Ich bin doch pünktlich.” lachte ich. Als erstes wollten wir die Fohlen fahren. Also machten wir zuerst Moon River und Lulu für die Fahrt bereit. Die beiden waren auch schnell und ohne große Probleme verladen und ich konnte losfahren. Die beiden Zwerge Existenz und Calero würden von Fee gefahren werden, während meine Pflegerin Chrissi, auf die anderen Tiere aufpasste. Es dauerte nicht lange und wir kamen auf den neuen Hof an. Gemeinsam luden wir die Fohlen aus und brachten sie in die komplett neuen Boxen, welche Trudi schon fleißigerweise eingestreut und schön hergerichtet hatte. Es war ein Stall für zwanzig Pferde und jede Box besaß auch einen großen Paddock. Die Fohlen schienen sich wohlzufühlen. Wir fuhren direkt wieder zurück, um nun die Stuten zu holen. Das würde ein Spaß werden… Oh ja, das war es. Wir teilten so ein, dass jeweils eine ruhige Stute zu der nervösen kam. Als erstes waren Key und Success Story an der Reihe. Während Key mir ohne Weiteres brav hinauffolgte, sträubte Story sich wie eine Raubkatze. Sie stieg, tänzelte umher und wieherte ohrenbetäubend. Eine halbe Stunde brauchten wir, eh sie auf dem Hänger stand. Danach war die zweite Hürde an der Reihe. Zuerst verluden wir unsere Warmblutstute Deep Silent Complete. Sie ging auch ohne große Probleme auf den Hänger. Ihre Mitfahrerin Cual Maniaca, unsere Achal Tekkiner Dame, streikte noch schlimmer als Story. Beinahe riss sie sich los. Nur mit vereinten Kräften und gutem zureden schafften wir es auch bei ihr, sie auf den Hänger zu schaffen. Mit viel Radau ging die Fahrt los. Gott sei Dank war der andere Hof nur eine halbe Stunde entfernt, länger hätte ich das nicht ausgehalten. Das Ausladen gestaltete sich fast genauso schlimm und wir fahren froh, als wir unsere Vollblüter sicher in ihren Boxen stehen sahen. Besonders Manni schwitzte tierisch, also bekam sie direkt eine Stalldecke darauf. Story entspannte sich allmählich. Während man Key und Silly die Umstellung kaum anmerkte. Zu guter Letzt würden unsere vier Hengste kommen. Während ich Fiebertraum und Hoppla fuhr, würde Fee Leitz und Tiramisu übernehmen. Bei ihnen brauchten wir nicht ganz so lange, eh sie auf den Hängern standen. Glücklich fuhren wir auch die letzten vier Pferde auf den neuen Hof. Als auch unsere Hengste sicher in den Boxen standen, konnten wir verschnaufen. Der alte Hof stand nun leer, er war auch schon verkauft. In unseren neuen Hof zog gerade Leben ein. Für heute würden die Süßen im Stall bleiben müssen, aber sie hatten ja ihre Paddocks. Ab morgen würde es dann zum Test auf die Weiden gehen. Nachdem nun alle Pferde anwesend waren, gab es erstmal Mittagessen als Begrüßung. Jeder bekam seine spezielle Portion.
      Damit fertig, säuberten wir die Hänger und fuhren ein letztes Mal auf den riesigen Hof. Nun würde noch die Sattelkammer ausgeräumt werden. Ein langwieriges Unterfangen, denn wir säubert alles gleich, ehe wir es verpackten. Es dauerte zwar ewig, eh wir fertig waren, aber am späten Nachmittag war die neue Sattelkammer komplett eingeräumt und glänzte strahlend. Rundum zufrieden genoss ich die aufkommende Ruhe. Die Vögel zwitscherten noch und die Sonne gab ihre wärmenden Strahlen ab. Der Tag war erfolgreich geschafft und wir konnten stolz auf und sein. Fee musste relativ früh wieder weg und auch Trudi entließ ich nach Hause. Die ersten Tage würde ich alles mit ihr zusammen machen, damit sie die Pferde kennenlernte und alles. Wenn sie reiten würde, würde ich sie wahrscheinlich auf Key setzen. Sie ist die Ruhigste und hat genug Vertrauen in Menschen, Bei Silly wäre das eventuell auch möglich. Gegen Abend fütterte ich noch mal unsere Neuankömmlinge und nahm Manni ihre Decke ab. Dann machte ich mich auf den Weg zur Weide und pfiff die Gnadenbrotpferde zusammen in den Offenstall, um das Weidetor schließen zu können. Ich verteilte noch das Nachtheu, sagte jedem gute Nacht und bezog mein Nachtquartier im Büro.

    • Eddi
      Pflegebericht 22. Mai 2013 - Frühjahrsputz

      „Morgen Fee!“ rief ich meiner Freundin fröhlich entgegen, als ich mich vom Rad schwang und Nessie an die Leine nahm. Heute war herrliches Wetter, doch uns stand ein anstrengender Tag auf Nasty Past bevor. Ich glaube wir hatten uns nun lang genug vor dem Frühjahrsputz gedrückt, so dass wir nun wirklich anfangen mussten. Doch zuerst waren die Pferde an der Reihe, denn sie spielten hier die Hauptrolle. Schon seit langem hatte Nasty Past kein neues Pferd mehr aufgenommen, so dass allmählich ein geregelter Alltag einhergegangen war und sich die Pferde dank unserer Unterstützung immer besser erholten. Dieses Jahr wollten wir sogar die ein oder anderen schon auf so manches Turnier schicken. Während Fee sich um die Morgenfütterung im Stall kümmerte, besuchte ich unsere Gnadenbrotpferde. Calimero kam als erster an, um sich einige Streicheleinheiten zu holen. Rashid war der zweite, welcher mich bemerkte und mir fröhlich entgegenbrummelte. Nightshine stand noch bei der Heuraufe und döste vor sich hin, währenddessen Snickers und Star schon ungeduldig am Weidegatter herumliefen und endlich auf die große Weide wollten. Die beiden waren wie Zwillinge und trennten sich nie. Ich begrüßte noch Nightshine, eh ich das Gatter des Paddocks öffnete und die Pferde auf die Wiese ließ. Trotz ihres Alters buckelten die beiden großen Schecken erfreut durch die Gegend. Calimero suchte Schutz neben der ruhigen Nightshine, um in ihrem Schutz zu bleiben. Rashid trabte stattdessen elegant hinfort. Ich schnappte mir sogleich die Schubkarre und eine Mistgabel, um den Paddock sauber zu machen. Dafür brauchte ich auch nicht lange, so dass ich nach einer Viertelstunde schon wieder verschwinden konnte und Fee bei dem Rausbringen der Pferde half. Als erstes schnappten wir uns die Fohlen. Fee nahm die Zwerge Calero und Existenz, währenddessen ich mir Moon River und Lulu schnappte. Als die vier auf ihrer großen Weide standen, waren noch die großen an der Reihe. Nachdem auch diese auf der Weide standen, machten wir uns an die Stallarbeit. Diese nahm heute wesentlich mehr Zeit in Anspruch, denn wir putzten auch die Fenster, machten die Spinnweben weg und kümmerten uns um das Aufräumen in der Sattelkammer. Nach drei Stunden waren wir durch und der Stall erstrahlte wieder in alten Glanz. Es war noch nicht lange her, dass wir umgezogen waren, doch im Winter hatte niemand große Lust, etwas zu machen. Ein Glück hatten wir uns zumindest letzte Woche schon um die Weiden und den Reitplatz gekümmert und die Reithalle hatten wir aktiv im Winter instand gehalten. Lediglich der Offenstall der Gnadenbrotpferde könnte noch einen neuen Anstrich gebrauchen, aber das würden wir auch noch schaffen. Nun wollten wir uns eine Pause gönnen, so dass wir uns Key und Silly schnappten, um mit den beiden Stuten auszureiten. Es war so schönes Wetter, dass wir uns zum See aufmachten und wir wurden für unseren Weg auch belohnt. Die beiden Pferde konnten sich abkühlen und wir hatten ein herrliches Panorama vor uns. Als wir wieder da waren, machten wir uns an die Arbeit: Fee ging mit Hoppla in den Longierzirkel, um mit dem Falabella einige Zirkuslektionen fortzuführen, während ich mir Leitz sattelte und an unseren Springkünsten feilte, denn dieses Jahr sollte seine erste Saison wieder losgehen. Bei meiner heutigen Motivation wagte ich mich dann sogar an die Dressurarbeit mit unserer Vollblutstute Success und bei dem schönen Wetter gingen wir natürlich auf den Reitplatz. Fee folgte bald mit Manni, unserer Achal Tekkiner Stute, so dass wir es uns am Ende nicht nehmen ließen, noch ein Pas de deux zu reiten. Das klappte heute auch erstaunlich gut, so dass sich unsere Laune immer mehr anhob. Die letzten unbewegten Pferde waren die Hengste Dreamer und Tiri. Ich freute mich schon riesig auf unseren Araberhengst und wir beschlossen, an deren Muskeln und Ausdauer zu arbeiten, so dass es heute Hügel hoch und wieder runter ging, damit die Muskeln geschult wurden. Danach waren beide auch ziemlich k.o, und wir hatten alles geschafft. Schnell war die Abendfütterung durch und alle Pferde konnten zurück in den Stall. Dann machten wir uns auf den Weg zu den Gnadenbrotpferden, welche schon vorbildlich im Paddock waren und wir nur noch das Gatter schließen mussten. Um den Tieren noch eine Wohltat zu tun, putzten wir heute noch alle gründlich durch und waren dann mit unserem Tageswerk vollends zufrieden.
    • Eddi
      Pflegebericht 21. Dezember 2013 - Weihnachten!

      „Guten Morgen meine Lieben!“ lächelte ich fröhlich, als ich den Stall betrat. Neugierige Blicke wurden mir von allen Seiten zugeworfen, anscheinend warteten alle schon begierig auf ihr Frühstück. Flott schnappte ich mir also die Heuballen, zerteilte sie und schob jedem Pferd sein Frühstück in die Box. Während ich meine Arbeit verrichtete, dachte ich über die kommenden Tage nach, denn in drei Tagen würde Weihnachten sein! Deshalb war ich der Meinung, dass wir den Stall doch noch schön schmücken mussten! Dementsprechend warf ich Fee schon früh aus dem Bett, damit wir nach der Fütterung einkaufen fahren würden. Doch vorher versorgte ich noch die Gnadenbrotpferde und äppelte deren Paddock ab. Gegen neun Uhr kam dann Fee und wir fuhren in die Stadt, um Weihnachtszeug zu kaufen.
      Schon nach Eineinhalbstunden waren wir wieder da und machten uns an unsere Lieblingsbeschäftigung, nämlich den Stall zu schmücken! Über das große Tor hängten wir einen hübschen Weihnachtskranz und ganz oben an der Spitze des Daches befestigten wir einen roten Stern. Im Stall hängten wir weihnachtliche Girlanden auf und hier und da ein wenig Schmuck. Auch hatten wir eine Lichterkette für den Tannenbaum gekauft, der vor dem Stall stand und trotz seiner spitzen Nadeln, schafften wir es, ihn zu dekorieren. Als alles an Ort und Stelle war, nickte ich Fee zufrieden zu. Nun konnten wir uns um die Pferde kümmern, welche alle friedlich auf der Weide standen und ihre Freiheit genossen.
      Wir holten uns Unglück und Key von der Weide, um mit beiden einen kleinen Ausritt zu wagen. Leider lag bei uns immer noch kein Schnee, obwohl doch heute sogar Winteranfang war! Ich hoffte inständig, dass es vor Weihnachten endlich noch schneien würde. Für uns war es natürlich auch praktisch, denn so ging die Arbeit noch wesentlich leichter von der Hand. Die beiden Stuten putzten und sattelten wir flott, eh wir in Richtung Wald ritten. Es war interessant zu sehen, dass einige Bäume tatsächlich noch ihr Laub besaßen. Mit den beiden Vollblutstuten konnte man sehr angenehm ausreiten und so kamen wir auch wohlbehalten wieder an.
      Als nächstes holte ich mir die aufgedrehte Success Story, während Fee sich lieber mit Deep Silent Complete beschäftigte. „Ey, Eddi! Hast du schon gehört, dass Joelle Galopp wieder aktiv wird?“ fragte mich Fee begeistert und ich strahlte sie an. Auf Nasty Past standen inzwischen so viele Vollblüter mit Potenzial und wenn wir bei solchen Rennen erfolgreich sein würden, könnten wir den Rettungshof wesentlich besser finanzieren! Während wir in der Halle ein wenig Dressur ritten, unterhielten wir uns noch sehr angeregt über Joelle Galopp, denn das wäre wahrlich eine geniale Idee.
      Generell hatten wir uns letzter Zeit zurückgezogen, so dass wir direkt beschlossen im Jahr 2014 wieder aktiver zu werden. Während wir Hoppla und Cual Maniaca putzten, nahmen die Pläne allmählich Gestalt an. Wir wollten Turniere veranstalten, um wieder einige Spenden zu bekommen, denn momentan wurde es doch langsam knapp, was das Geld für Tierärzte und Hufschmiede betraf. Alles aus eigener Tasche zu bezahlen war doch auch happig. Immerhin besaßen Fee und ich auch noch eigene Gestüte. Dennoch machte uns die Arbeit mit den Nasty Past Pferden riesigen Spaß und den kleinen Hoppla würde ich gewiss nicht mehr abgeben. Ihn und Cual Maniaca longierten wir heute nur.
      Danach waren noch Leitz und Fiebertraum an der Reihe. Mit ihnen wollten wir springen und da kamen wir schon auf die Turniere zurück, beziehungsweise Fiebertraum wäre der geborene Sprinter für Joelle Galopp. Während wir die Hengste mit Trabstangen und Cavalettis gymnastizierten, besprachen schon einige Dinge und inzwischen standen unsere Teilnahmen bei Joelle Galopp fest. Nur die Winter Cups würden wir wohl noch nicht mitmachen können, aber man sollte ja auch nicht alles überstürzen. Schließlich würden wir vorher noch fleißig trainieren müssen.
      Da kamen wir schon zum nächsten Problem, wo denn mit Vollblütern trainieren? Fee und ich stellten uns an die Weide der Vollblutstuten, welche wir damals von Sevannie übernommen hatten. Sie hatten sich inzwischen richtig gut eingelebt und ich hoffte doch, dass das mit dem Training nur noch besser werden würde. Already und Paper Heart kamen zum Zaun getrabt und begrüßten uns herzlich. Besonders Already hatten wir jetzt schon ins Herz geschlossen, die Stute war einfach wunderbar und so liebenswürdig! Allerdings konnte sie auch, genauso wie Paper Heart, ziemlich abgehen.
      Die Vollblüter standen im kleinen Stall, unserem eigentlichen Quarantänestall, aber dort waren sie am besten aufgehoben. Den Fuchshengst Calvados hatten wir mit zu unseren Hengsten gestellt und nach anfänglichen Eskapaden hatte er sich auch integriert. Ich holte ihn von der Weide, um ihn gründlich zu putzen und dann zu longieren. Fee wollte sich lieber um die beiden Fohlen Zanaro und Crown Jewel kümmern. Gemeinsam putzten wir die drei und splitteten uns dann auf, ich ging in die Halle und Fee ging spazieren. Nach einer halben Stunde trafen wir uns dann wieder und dann standen nur noch wenige Pferde an.
      Schnell putzten wir noch Moon River und Lulu, um die beiden älteren Stutfohlen dann noch ein wenig in der Halle zu fordern. Auch hier hieß es longieren oder zumindest daran gewöhnen. Als die beiden dann wieder in ihrer Box standen, holten wir noch die Zwerge Calero und Existenz. Beide putzten wir nur noch, ehe sie in ihre Boxen durften, dann folgten auch schon die anderen Pferde. Nachdem dann alle in ihren Boxen standen, fütterte ich im großen Stall und Fee kümmerte sich um die Vollblüter. Mit Fürsorge begutachtete ich noch einmal jedes Pferd, eh es sein Müsli und das Heu bekam. Den Abschluss unserer Abendrunde machten wir bei den Gnadenbrotpferden. Dort hieß es noch ein wenig kuscheln und das Heu verteilen, ehe wir müde nach Hause fuhren.
    • Eddi
      Pflegebericht 10. März 2015 - Nasty Past wird kleiner

      Traurig klappte ich das Notebook zu und erhob mich vom Sofa. Dieser Schritt fiel mir gewiss nicht leicht, aber manchmal musste man sich auch einfach trennen. Nasty Past war schnell in Vergessenheit geraten und machte mehr Umstände als alles andere. Da leider auch Fees Zeit sehr beschränkt war, standen Trudi und ich oftmals alleine mit viel zu vielen Pferden da. Seit fast drei Jahren hatten wir nun den Rettungshof geführt, uns dann aber immer mehr zurückgezogen. Inzwischen konnte man unsere Schützlinge wieder als vollkommen normale Pferde betrachten, weshalb ich es am besten fand, sie an gute neue Besitzer zu verkaufen, am liebsten natürlich an Endplätze. Die Anzeigen hatte ich soeben im Internet geschalten und ich wusste, dass es nicht lange dauern würde, bis sich die Mails in meinem Postfach nur so häufen würden. Gerade befand ich mich auf unserem kleinen beschaulichen Hof, der im Übrigen nicht verkauft werden würde. Unsere Gnadenbrotpferde blieben auf jeden Fall dort, wo sie waren und vielleicht war es für die Rentner gar nicht so schlecht, wenn wir dann doch mal den Stall zum Ausweichen bei miserablen Wetter hätten. Außerdem konnte es ja gut sein, dass vielleicht irgendwann mal wieder das ein oder andere Pferd einen schönen Platz brauchen würde und dann waren wir natürlich sofort zur Stelle! Geschafft von der blöden Arbeit am PC zog ich mir meinen warmen Mantel über und trat in das noch recht kühle Frühlingswetter hinaus. Wenigstens schien die Sonne! Mit gemütlichen Schritt bewegte ich mich zum Offenstall unserer Gnadenbrotpferde, um den lieben Vierbeinern mal wieder einen Besuch abzustatten. Star Champion und Snickers sahen mich schon von weitem und brummelten mir bereits entgegen. So wurde auch der blinde Rashid aufmerksam und folgte treu seinen anderen Gefährten zum Gatter. Nightshine Butterfly und Calimero kamen rasch von der hintersten Ecke der Winterweide angetrabt, sie waren schon auf der Suche nach den jungen grünen Gräsern. „Bald dürft ihr auch wieder auf die große Weide“, meinte ich lächelnd und begrüßte die fünf Samtnasen lächelnd. Ich kontrollierte ihre Tränken und Heunetze und verbrachte meine freie Zeit damit, direkt noch einmal hier abzuäppeln. Trudi war momentan sowieso mit dem Stall beschäftigt und hatte alle Hände voll zu tun, um alles für die baldigen Abreisen vorzubereiten. Heute würden schon zwei Pferde den Hof verlassen. Natürlich konnte ich mich nicht von allen trennen und zwei sollten in meinen eigenen Stall ziehen: Deep Silent Complete und Hoppla. Trudi machte sie sicherlich schon fertig, weshalb ich flott die Schubkarre zum Misthaufen fuhr und ihr dann helfen ging. Kurz darauf kam Ethan mit dem Anhänger, so dass wir die beiden einladen konnten. „So, ich begleite sie erst einmal mit nach Hause, komme aber heute Abend nochmal!“, meinte ich lächelnd zu Trudi und umarmte sie zum Abschied. „Ach und falls du Lust hast, hätte ich Interesse daran, dich bei mir auf dem Gestüt zu haben“, gab es etwas murmelnd zurück. Wenn alle Pferde Nasty Past verließen, hatte Trudi natürlich nicht mehr gar so viel zu tun, wobei es gut zu wissen war, jemanden zu haben, der täglich nach unseren Rentnern schaute, aber trotzdem. Seufzend stieg ich auf den Beifahrersitz und blickte wehmütig aus dem Fenster. Zwar war Nasty Past nicht komplett weg, aber es war schon eine große Entscheidung und die fehl mir definitiv nicht leicht.
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  • Album:
    Gnadenweide
    Hochgeladen von:
    Annikalihalimalischnali
    Datum:
    3 Aug. 2012
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