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Mongofisch

Caletta

[b]Caletta[/b] Rasse: Tinker Alter: 1 Jahr Geburtstag: 2013 Geschlecht: Stute Stockmaß: wird ca. 1,55m Fellfarbe: Buckskin-Schecke Abzeichen: Blesse, 4 halbweiße Beine Vater: / Mutter: / Bis jetzt zeigt sich Caletta aufgeschlossen und neugierig. Sie hat sich besonders mit meiner Stute Calacirya angefreundet und sieht in ihr eine Ziehmutter. Sie fasst schnell vertrauen, mag aber nicht zu viele Leute um sich herum. Wenn es um ihre Milch geht, kann sie auch schon mal zickig werden. Caletta wurde mir sechs Monaten erfolgreich von Calacirya getrennt, die beiden haben es super verkraftet und Caletta steht nun mit Maira und Luisa in einem Offenstall. Sie zeigt bereits jetzt ein ausgeprägtes Sozialverhalten und wunderschöne, schwungvolle Gänge. Eingeritten: Nein Eingefahren: Nein Eignung: Stellt sich noch raus Galopprennen: Western: Springen: Military: Dressur: Distanz: Fahren: Hufe: Sehr gut Gesundheit: Sehr gut Gekört/Gekrönt: Nein Nachkommen: Keine Besitzer: Mongofisch Vorbesitzer: / Vkr/Ersteller: Mongofisch [FS218] Schecken [img]http://www.abload.de/img/1r5j9g.png[/img] Offizieller Hintergrund [img]http://abload.de/img/offiziellerhgadsw0.jpg[/img]

Caletta
Mongofisch, 26 Juli 2014
    • Mongofisch
      Pflegebericht 1 - 06.12.2013
      Ich betrat nun die Weide und lief zu Kimi, der verzweifelt versuchte, Cala das Halfter anzuziehen. „Hilf mir!“ Lachte Kimi, der mir das Halfter verkehrtherum hinhielt. „Was mach ich nur immer falsch?“ - „Probier es mal so rum!“ Grinsend gab ich ihm das Halfter richtig rum zurück. „Huch, ja jetzt geht es“, sagte er kleinlaut, während er es nun schaffte, Cala das Halfter überzuziehen. Caletta hatte sich währendessen neben mich geschlichen und stupste mich vorsichtig an. „Ja, du kommst auch mit.“ Ich streichelte ihr sanft über die Nase und zog ihr das Halfter über. Sie hatte sich früh an das Halfter gewöhnt und machte auch das Führen schon super mit. Ich war sehr stolz auf meine Kleine, dass sie schon so brav war. Gemeinsam gingen wir vier in den Stall, wo Kimi Cala anband und ich Caletta das Halfter abnahm. Während der Finne anfing die Stute anfing zu putzen, beschäftigte ich mich mit meinem Fohlen. Nacheinander zeigte ich ihr den gesamten Inhalt aus ihrem Putzkasten, den sie genau unter die Lupe nahm. Sie versuchte alles einmal anzuknabbern, es schien ihr aber nicht zu schmecken. Mit der weichen Kopfbürste begann ich, dass Fell zu bürsten. Das diente mehr der Gewöhnung, als der Pflege. Caletta guckte zwar etwas hilfesuchend zu Cala, blieb aber ruhig stehen und ließ das Putzen über sich ergehen. Auch die Hufe nahm ich nacheinander alle einmal kurz hoch. Das klappte ebenfalls super. Ich knuddelte die Kleine einmal durch und gab ihr ein Leckerli.
      „Kimi, brauchst du Hilfe beim Satteln und Trensen?“ Fragend blickte ich zu ihm hinüber. „Ja, aber ich kann doch sicher auch ohne Sattel reiten oder? Das gefällt mir viel besser!“ - „Natürlich! Komm mit, ich zeig dir wo du ihre Trense findest“, sagte ich und lief zur Sattelkammer. Dort zeigte ich Kimi, wie ich die Trensen sortiert hatte und welches Calas war. Er nahm sie vom Haken und wir kehrten zu den Pferden zurück. Mit meiner Hilfe hatte Kimi die Stute schnell getrenst und ich half ihm beim Aufsteigen. „Weiter vorne“, lachte ich, als er viel zu weit hinten auf dem Pferderücken platz nahm. Grinsend rutsche er ein gutes Stück nach vorne und saß dann gut auf Cala. Ich legte meinem Fohlen das Halfter wieder an und wir setzten uns langsam in Bewegung. Am Reitplatz vorbei gingen wir den Weg in den Wald. Caletta lief aufgeregt neben mir her und guckte sich neugierig um. Die neuen Eindrücke saugte sie nur so auf, mal schnupperte sie da an ein paar Ästen, mal erschrack sie sich vor dem Schnee auf dem Boden. Es war entspannend, einfach mal die Seele baumeln zu lassen und zuzusehen, wie Caletta Neues kennenlernte. Bei Kimi schien auch noch alles in Ordnung zu sein, zufrieden ritt er auf Cala und hatte ein kleines Lächeln im Gesicht. Als er so schweigend neben mir herritt, fiel mir das erste Mal auf, wie hübsch er eigentlich war. Seine blauen Augen spiegelten den Schnee wieder, sein markantes Gesicht sah einfach nur umwerfend aus. Ich ertappte mich selbst dabei, wie ich ihn anstarrte und blickte schnell woanders hin. „Wollen wir umdrehen?“ Brach Kimi das Schweigen. „Langsam wird es kalt.“ Ich nickte und wir kehrten um, zurück zum Hof.
      Es wurde schon dunkel, als wir die beiden Pferde versorgten und sie in ihre Boxen stellten. Caletta bekam ihre Flasche, sie hatte sicher großen Hunger. In Windeseile hatte sie die gesamte Milch getrunken und blickte zufrieden drein. Ich klopfte ihr nochmal den Hals, dann schloss ich ihre Box und holte, gemeinsam mit Kimi, Summer, Grey, Monster und Heat von der Koppel. Wir gaben ihnen für die Nacht Heu und schlossen die Paddocktüren.
    • Mongofisch
      Tierarztbericht 1 - 07.12.2013
      Heute kam ich wieder auf den Hof von Lisa. Dieses Mal stand die kleine Caletta auf dem Plan. Das Fohlen war erst wenige Tage alt und ich sollte nachsehen, ob alles so weit in Ordnung war.
      Auf diesen Auftrag freute ich mich – Fohlen waren immer eine wundervolle Aufgabe und hier war es besonders wichtig, von Anfang an einen Grundstein für eine gesunde Aufzucht zu legen.
      Nach einigermaßen kurzer Zeit war ich mit meinem Mercedes Kombi auf dem Hof von Lisa angekommen und wurde direkt sehr freundlich begrüßt.
      „Na, dann lass uns mal direkt zu der Kleinen gehen!“, meinte ich, woraufhin ich in den hellen, geräumigen Stall gerührt wurde.
      In einer Box relativ weit am Ende der Stallgasse stand Caletta zusammen mit ihrer Mama, die mich direkt leicht von der Seite angiftete.
      „Kannst du gleich die Mami ans Halfter nehmen, damit wir hier alle heil wieder herauskommen?“, fragte ich.
      „Das ist gar nicht ihre Mama“, antwortete Lisa mir, woraufhin ich entsetzt die Augen aufriss.
      Kurz erklärte sie mir, dass Caletta mit der Flasche aufgezogen wurde und in Calacirya ihre Ziehmutter sah. Calacirya jedoch hatte noch nicht einmal ein Fohlen gehabt.
      Ich kniff die Augen zusammen und sah nach, ob die Stute Milch produzierte. Dies kam manchmal vor und konnte dann riesige Schwierigkeiten bereiten, war in unserem Falle jedoch nicht der Fall. Dies war schon einmal ein Grund zum Aufatmen.
      Dennoch nahm Lisa die große Stute ans Halfter, damit ich in Ruhe nach dem kleinen Falbschecken sehen konnte.
      „Hat die Kolostrum gehabt?“
      „Was hat die?“, fragte Lisa mich verwirrt.
      „Ob die Biestmilch bekommen hat.“
      „Nein, die Mutter hat sie gar nicht ran gelassen.“
      „Gut, oder eher nicht gut. Aber ich hab noch was“, meinte ich. Ohne einen weiteren Augenblick abzuwarten fuhr ich nach Hause und holte einen Beutel eingefrorenes Kolostrum. Gott Lob melkte ich meine Stuten immer nach der Geburt, um für Notfälle etwas zu haben.
      Wieder bei Lisa angekommen, gingen wir ins Haus und erwärmten die gelbliche Biestmilch auf Körpertemperatur. Es war ein heikles Unterfangen – würde sie anbrennen, bekäme Caletta ein Problem.
      Anschließend füllten wir das zähe Zeug in eine Flasche um und tränkten das Baby damit. Gierig saugte sie am Nuckel.
      „Das ist total wichtig. In der Biestmilch sind sämtliche Abwehrstoffe. Ohne die hat ein Fohlen in den ersten vier Monaten so gut wie kein Immunsystem. Und erst danach dürfen wir impfen“, erklärte ich kurz. „Ich hoffe, dass es jetzt noch früh genug ist, du musst sie unbedingt genauestens beobachten und sag mir Bescheid, wenn irgendwas ist. Und wenn sie nur einmal hustet!“
      Erst, nachdem Caletta die ganze Flasche leer getrunken hatte, schaute ich weiter nach ihr. Ich ließ sie auf der Stallgasse laufen um zu sehen, ob der Bewegungsablauf in Ordnung war, ich schaute in die Nüstern, Ohren, schaute mir After und Ohren an.
      Auch die Gelenkte tastete ich ab und beobachtete sie, ob irgendwas nicht in Ordnung ist. So weit war aber alles klar.
      Nun bekam sie noch eine für ihr Körpergewicht angemessene Breitband-Wurmkur, die sie zwar nur widerwillig annahm, aber akzeptierte.
      „Ich bring dir nachher noch etwas Biestmilch vorbei. Gib ihr morgen ruhig noch einmal was davon. Zu viel können die davon nicht kriegen, aber nach einer bestimmten Zeit ist die Magenwand nicht mehr für die Stoffe durchlässig. Ich hoffe inständig, dass das bei ihr noch nicht der Fall ist. Normalerweise müssen die spätestens in den ersten 24 bis 48 Stunden was bekommen…“
      Ich erklärte ihr noch kurz, dass sie die Kleine ruhig bei Calacirya lassen solle, aber das Euter der Ersatzmama beobachten solle. Und natürlich, dass sie auf den Gesundheitszustand der Kleinen vermehrt achten müsse.
      „Zusätzlich brauch sie nun alle vier bis acht Wochen eine Wurmkur. Ich lass dir eine da für das nächste Mal. Und denk dran: Erst nach drei Wochen das Halfter auf, die Nackenbänder sind erst noch zu instabil. Sie steht aber ziemlich korrekt, da müssen wir nicht viel dran machen.“
      Dann verabschiedete ich mich und brachte ihr relativ spät abends noch das Kolostrum vorbei.
      Nun hoffte ich mit Lisa, dass es mit Caletta alles gut gehen würde. Sie war ein wirklich nettes, liebevolles Fohlen und ich drückte ihr alle Daumen.
      4222 Zeichen | Eowin
    • Mongofisch
      Pflegebericht 2 - 29.12.2013
      Ich öffne Caletta die Boxentür gehe dannach zu Calacirya und spaziere mit beiden hinaus.
      Ich nehme Calacirya am lockeren Führstrick und Caletta latscht langsam hinterher.
      Wir gehen am Hof fünf Runden und gehen anschließen auf die Koppel. Ich lasse beide für knapp eine halbe Stunde auf der Koppel wild umherlaufen. Dannach nehme ich Calacirya wieder an den Führstrick und gehe wieder in Richtung Stall. Ich stelle wieder beide Pferde die die Box und hole anschließend die Fellbürste von Caletta. Als ich sie gefunden habe, gehe ich in ihre Box und säuberte Sanft ihr Fell.
      Dannach gebe ich ihr ein paar Streichel und Knuddeleinheiten und verabschiede mich für heute.
      ImAscheregen
    • Mongofisch
      Pflegebericht 3 - 03.01.2014
      Heute war der erste Tag an dem die kleine Caletta sich ans Halfter gewöhnen muss. Es steht viel Arbeit vor uns, also beschloss ich heute direkt hin zu fahren. Ich durfte meinen VW-Wagen auf dem Parkplatz des Hofes parken und lief als ich Lisa begrüßt hatte mit ihr in den Stall. Wir liefen im Gespräch die Stallgasse hinunter bis wir an der gemeinsamen Box von Caletta und ihrer Ersatzmutter Calacirya . Lisa hatte mir am Telefon schon erzählt dass ich die beiden auf keinen Fall trennen soll. Also nahmen Lisa und ich die beiden in die Reithalle, denn es war sehr windig und ziemlich kalt, da konnte man kaum draußen Arbeiten. "Na, seit ihr zwei bereit, vor allem du Caletta?" frug ich leise und ruhig. Es verging eine halbe Stunde, diese halbe Stunde war sehr wichtig um das vertrauen der beiden Stuten zu gewinnen um dann auch gut mit ihnen, beziehungsweise Caletta zu Arbeiten. "Na das klappt ja super, also, ich lass euch dann alleine, komm einfach zum Wohnhaus wenn du was brauchst oder für heute fertig bist" sagte Lisa, lächelte und verließ die Reithalle. Da ich mich schon mit den Tinkern bekannt gemacht habe konnte ich sofort anfangen. Zuerst nahm ich den Strick, um die kleine Caletta daran zu gewöhnen das da sie was am Gesicht und Hals berührt. Sie hatte vor dem Strick kaum Angst und lief auch nicht davon, im gegenteil. Sie war sehr neugierig und ließ sich einwandfrei mit dem Strick überall berühren. Allerdings schaute sie mich an als wäre ich dumm. Ich lachte "Tschuldigung kleine, dass kommt dir sicher komisch vor". Dann als sie anfing herum zu tollen, ließ ich sie, damit ich später dann weiter machen konnte. Ich aß und trank was. Als das Scheckfohlen mit dem Spielen fertig war wurde es wieder ernst. Ich nahm jetz aber das Halfter und versuchte es ihr zu "zeigen". Neugierig starrte sie auf das Halfter und ließ es nicht aus dem Blick. "Na, weißt du was dass ist?. Das ist ein Halfter" sagte ich ruhig und behutsam, damit sie einen guten Eindruck auf das Halfter hatte. Allerdings hielt sie nicht mehr viel vom Training und versteckte sich dauernd hinter ihrer Ziehmutter. "Na komm schon kleine" sagte ich und holte sie wieder hervor. Calacirya schaute entspannt zu, fast schien es mir als würde sie darüber lachen. "Nagut" sagte ich und atmete entspannt aus. "Noch einmal". Ich nahm das Halfter und hielt es Caletta an den Hals. Sie fand das eher lustig und empfand das als Spiel, wobei sie dann herum tollen und buckeln durfte. Es war wirklich lustig an zu sehen, jedoch konnte ich heute nicht mehr Erfolg erbringen. Sie ließ sich nicht bändigen und erneute Arbeit heute wäre unnütz. Ich lief zum Wohnhaus, die Tür stand offen und ich sah Lisa als sie grade hinaus laufen wollte. "Und, ist alles okay, ist alles gut gelaufen" frug sie. Ich schaute sie lächelnd an und Antwortete: "Ja, alles lief sehr Entspannt ab, jedoch wurde Caletta am Ende sehr unruhig und sah das Halfter als ein Spielzeug an. Und dann versteckte sie sich immer hinter Calacirya. Ich dachte mir das es für heute sowieso reicht. Die kleine hat sehr positiv auf das Halfter und den Strick reagiert und ich denke das ich die nächsten Tage nochmals vorbei komme. Sie wird das Halfter tragen und das Führen schnell drauf haben, denke ich". Lisa lächelte. "Ok, alles klar, sie stehen noch in der Reithalle, oder?. Ist kein Problem, ich hol die beiden schon selber in den Stall" sagte sie anschließend. Sie bedankte sich und wir vereinbarten den nächsten Termin. Ich verabschiedete mich und fuhr aus der Parklücke auf die Straße hinaus.
      2920 zeichen | Cooper
    • Mongofisch
      Pflegebericht 4 - 04.01.2014
      Ein neuer Tag begann als ich aus meinem Hof fuhr um zu Lisa zu fahren. Dort erwartete mich die kleine Caletta und natürlich ihre Ersatzmama Calacirya auf mich. Caletta soll ans Halftertragen und an das Führen gewönt werden. Heute war unser zweiter trainingtag von drein und ich verhoffte mir vieles, denn das Scheckenfohlen schein sehr schnell zu lernen. Als ich auf dem Hof ankam ging ich erst zu dem Wohnhaus um Lisa zu begrüßen und bescheit zu sagen dass ich da war. Wir wechselten ein paar Wörter und unterhielten uns über den weiteren Verlauf des Trainings von Caletta. "Heute habe ich vor sie ganz ans Halfter dran zu führen, das heißt, sie wird es hoffentlich heute schon tragen" sagte ich. "Du bekommst das schon hin" sagte Lisa als wir die beiden Tinkestuten rausholten und auf den Reitplatz gingen, der neben der Reithalle war. Ich begrüßte die beiden mit einem leckeren Apfel und ließ sie noch ein weilchen ruhen, dann wurde es aber ernst. "So, es wird Zeit" sagt ich und holte das Halfter. Ich lief ruhig und langsam auf Caletta zu die sich nicht in der nähe von Calacirya aufhielt, sodass ich gut an sie heran kommen konnte. "So, machen wir einfach da weiter wo wir gestern aufgehört haben" sagte ich leise zu ihr und zeigte ihr erstmal wieder das Halfter. Sie schaute mich an und dann wieder das Halfter. Sie ließ relativ viel mit ihr machen und ich öffnete das Halfter so dass ich es ihr über den Kopf stülpen konnte. Sie rannte weg. "Natürlich, was auch sonst. Kleine du kennst das doch, deine Mama zieht das doch auch an" sagte ich und lachte. Ich atmete ein und ging wieder ganz gelassen an die Sache ran. Diesmal ließ Caletta sich überzeugen und ich konnte ihr das Halfter aufsetzen, aber natürlich nicht ohne zickerein oder hin und weider mal ein paar Schnappatacken. Als sie das Halfter schließlich an hatte und es auch zu war, damit es nicht herunterfallen konnte, ließ ich ihr Zeit sich an das Gefühl zu gewönen zu können. In der Zwischenzeit ging ich mit Lisa zu ihr in das Wohnhaus, sie hatte mich zum Mittagessen eingeladen und dort aßen wir erstmal gemütlich und ich erzählte ihr vom Fortschritt der kleinen Caletta. Lisa war selbstverständlich erfreut das zu hören und nach einer Stunde gingen wir zurück. Ich nahm den Strick und knipste ihn an Calettas Halfter. Erfreut war sie darüber nicht und die kräftige Tinkerstute sträubte sich gegen den kontrollierten Gang und ärgerte sich darüber nichtmehr hin laufen zu können wo sie wollte. Sie rannte herum und ich versuchte sie zu halten. Sie entriss sich ein zwei mal, jedoch ließ sie sich schnell überzeugen und sie ließ sich am nahen Ende des Tages fast ohne Probleme mit Halfter führen. "Also, ich komme Morgen noch einmal vorbei, um mit ihr daran zu Arbeiten sauberer zu laufen, wird jedoch denke ich ein kleiner Besuch werden" sagte ich zu Lisa, die draußen an der Bande stand. Sie stimmte mir zu und wir brachten die zwei auf die Stutenweide. Ich verabschiedete mich von ihnen mit ein paar Leckerlies und ging zu meinem Auto, wo ich dort auch Lisa verabschiedete.
      2520 zeichen | Cooper
    • Mongofisch
      Pflegebericht 5 - 06.01.2014
      "Hallo" sagte ich fröhlich als ich erneut auf den Hof von Lisa ankam. "Also, heute ist der letzte Tag, Caletta wird es sicherlich schon leid sein mich zu sehen" sagte ich lachen. Lisa Antwortete darauf mit einem lachen und erzählte mir dass sie auch allein heute schon ein wenig mit Caletta geübt hatte und dass sie sich sehr gut gemacht hat. "Ich habe die beiden schon mal in die Reithalle gebracht" sagte Lisa. Es war wieder so ein stürmischer und unberechenbarer Tag und Lisa hatte sie vorsichtshalber in die Reithalle gebracht, damit wenn es anfängt zu Regnen, wir nicht schnell irgendwo anders hin mussten. An der Reithalle angekommen näherte ich mich den beiden Tinkerstuten an. "Na ihr süßen?" sagte ich und gab ihnen eine kleine Möhre als Begrüßung. Als sie fertig gegessen hatten ging es aber auch schon los und ich holte Calettas Halfter. "So, dass kennst du ja schon, ne?" sagte ich positiv lächelnd zu Caletta und siehe da, sie ließ sich das Halfter ohne probleme aufsetzten. Ich knipste dazu jetz auchnoch den Strick an und versuchte mit ihr ein paar nette Runden zu laufen. Ihre Ziehmutter Calacirya war daran auch sehr interessiert wie ihr kleines Mädchen endlich ein wenig erwachsen wurde und folge uns. Ziemlich Lautstark und mit voller Energie meidete die kleine jedoch die kontrollierte Gangweise, obwohl sie eigendlich daran gewönt war. "Jetz, stell dich nicht so an Caletta" schrie Lisa von der Tribüne aus. Ich steckte meine volle Konzentration und Kraft in zwei Stunden. Ich ließ nicht zu dass sie sich so anstellte, dafür hatte sie keinen Grund. Am Ende zahlte sich auch wie vermutet das druchsetzungsvermögen aus und Caletta lief wie als hätte sie nie etwas anderes getan, gründlich und sauber, mit Halfter und Strick. "Sooo, war doch garnicht so schlimm" sagte ich Caletta und lobte sie erstmal. Calacirya war von der zickerei ihrer Ziehtochter nicht begeistert und wandete sich ab, blieb aber trotzdem in der nähe, wo sie alles beobachten konnte. "So, jetz kannst du mit ihr gescheit spazieren gehen" sagte ich zu Lisa. "Sie hatte nur keine Lust, dass ist alles, ich denke das sie das auch öfters machen wird, setz dich einfach durch und irgendwann wird sie damit aufhören, weil sie weiß dass sie damit nicht durchkommen wird" sagte ich hinterher. "Ja, ach, dass bekommen wir auchnoch hin" sagte Lisa lächelnd. Wir brachten Caletta und ihre Ziehmutter sicher in den Stall, wo Lisa erstmal ihre Pferde fütterte und wir beide noch Caletta und Calacirya putzen.
      Spät am Abend unterhielten wir uns noch über die Bezahlungsmöglichkeiten und vereinbarten einen fairen Preis. Ich verabschiedete mich hiermit ganz von Lisa, Caletta und natürlich Calacirya. "Bis zu nächsten mal, hoffe ich" sagte ich als ich Lisa die Hand schüttelte. "Ja, du kannst uns ja mal besuchen kommen, ich glaube Caletta hat dich echt ins Herz geschlossen" sagte sie und erwiederte die Geste. "Werde ich aufjedenfall tun" sagte ich und lief zum Auto auf dem Parkplatz wo ich Parkte als ich vor drei Tagen zum ersten mal hier angekommen war.
      2532 zeichen | Cooper
    • Mongofisch
      Pflegebericht 6 - 09.01.2014
      „Wie die Zeit vergeht“, sagte ich nachdenklich zu Kimi, der glücklicherweise den Hof nicht verlassen hatte.
      „Da hast du Recht“, nickte er. „Wann müssen wir los?“
      „Ich denke, wenn wir in einer Stunde aufbrechen, sollten wir es rechtzeitig schaffen“, sagte ich.
      Caletta war mittlerweile 6 Monate alt und die Zeit war gekommen, dass sie endlich von Cala weg sollte. Natürlich nicht alleine, eine Freundin musste her. Nach langem hin und her war es heute soweit, Maira, ein Tinkerfohlen, etwa im gleichen Alter wie meine Kleine, kam aus Kanada. Ich war gespannt, da ich sie ja bis jetzt nur von Fotos kannte, hatte sie aber direkt ins Herz geschlossen.
      „Ich bring eben die Stuten raus“, holte Kimi mich zurück aus meinen Gedanken. Ich nickte ihm nur kurz zu und brachte anschließend die vier Hengste auf ihre Weide.
      Dann lief ich an der Halle vorbei, ließ den Reitplatz hinter mir und stand vor dem neuen Offenstall, wo die beiden Fohlen zusammen stehen sollten. Der See musste weichen und auch einige Bäume hatten ihre Zeit beendet. Die Bauarbeiten gingen recht schnell, auch wenn das Wetter nicht immer mitspielte. Das Ergebnis konnte sich jedoch sehen lassen: Ein großer Paddock, umzäunt mit einem hellen Holz, bot den beiden Kleinen ausreichend Platz sich zu bewegen. Der Stall war in zwei Teile aufgeteilt, ein offener und ein geschlossener. Der geschlossene Teil hatte zwei Eingänge, die jeweils mit einem Lamellenvorhang ausgestattet waren, um die Kälte draußen zu halten. Eine Heuraufe im Unterstand konnte auch bei schlechtem Wetter genutzt werden.
      „Freust du dich“, erschrak Kimi mich plötzlich. Ich drehte mich um und überlegte kurz: „Hm, natürlich freu ich mich, aber es geht plötzlich alles so schnell. Es kommt mir so vor, als wäre Caletta gestern erst zur Welt gekommen und nun geht sie schon von ihrer Mama weg, bekommt eine neue Freundin, wird schon fast erwachsen.“
      Kimi legte den Kopf schief: „Sie wird doch noch nicht erwachsen, nur eben etwas älter und muss ihren eigenen Weg gehen.“
      „Aber es kommt mir so vor, weißt du?“
      Kimi nickte nur, nahm mich dann an der Hand und lief zum Haus. „Wir müssen gleich los, sonst verpassen wir noch die Ankunft.“
      „Ja, du hast recht, für Wehmut ist jetzt keine Zeit“, lächelte ich und packte alle wichtigen Papiere zusammen, damit wir Maira nachher auch mitnehmen durften.
      Zum Glück fuhr Kimi, ich fühlte mich dazu nicht in der Lage, ich war viel zu aufgeregt.
      Die Fahrt nach Helsinki war lang und kam mir heute noch viel länger vor. Alle fünf Minuten schaute ich auf die Uhr, ob wir es auch noch pünktlich schaffen würden.
      „Die werden das Fohlen wohl nicht einfach alleine stehen lassen wenn wir zu spät kommen“, lachte Kimi nach einiger Zeit.
      „Ich weiß, ich weiß, aber sie muss ja nicht noch unnötig warten, die Reise war sicher anstrengend genug für sie.“
      Etwa um 14 Uhr kamen wir am Flughafen an. Ich konnte es kaum erwarten und machte die Tür auf, als Kimi noch nicht mal den Motor ausgemacht hatte.
      „Komm schnell“, grinste ich, schnappte mir die Papiere und lief los.
      „Weißt du überhaupt wo wir hinmüssen“, rief Kimi und kam mir rasch hinterher.
      „Was denkst du?“ Sagte ich schnippisch. „Ich weiß schon wo mein kleines Fohli ankommt.“
      Still lief er mir nach und ich kämpfte mich durch den Schilderwald, bis ich endlich am richtigen Schlater angekommen war. Ich nannte der freundlichen Dame die Lebensnummer meines Pferdes und übergab ihr die Papiere, welche ich zuvor per Post bekommen hatte. Sie prüfte alles sorgfältig und forderte uns dann lächelnd auf, ihr zu folgen.
      „Ich bin so aufgeregt“, flüsterte ich Kimi zu und drückte seine Hand.
      Nach mehreren Türen und elendig langen Gängen roch es plötzlich nach Pferd, weit konnte es nicht mehr sein. Die Dame öffnete eine Tür und machte eine Handbewegung. Ich betrat den großen Raum, man konnte schon fast Stall sagen, und erkannte die kleine Maira sofort.
      „Hallo kleine Maus“, sagte ich liebevoll und streckte ihr meine Hand entgegen. Sie schien müde zu sein, schnupperte aber trotzdem vorsichtig an meiner Hand. „Du bist ja wirklich Zucker!“ Ich konnte es noch gar nicht glauben, dass sie jetzt da war, dass ich sie mit nach Hause nehmen konnte.
      Es mussten nur noch einige Papiere unterschrieben werden, dann war alles geschafft. Kimi und ein Angestellter des Flughafens holten das Auto, um Maira direkt hier zu verladen. Ich kümmerte mich derzeit um meine kleine Stute. Sie war sichtlich gestresst, freute sich aber über die Leckerlis, die ich ihr mitgebracht hatte. „Es ist nicht mehr weit, dann lernst du dein neues Zuhause kennen, wir haben es extra für dich und deine neue Freundin bauen lassen. Es wird dir gefallen“, erklärte ich ihr, während ich ihr liebevoll über den dünnen Hals strich, an welchem noch der Gurt vom Transport hing. „Das machen wir auch bald ab“, lächelte ich, dann war Kimi auch schon mit dem Auto da und öffnete den Anhänger. Behutsam legte ich der Kleinen das Halfter an und führte sie aus der Box. Sie schien wirklich nur noch ihre Ruhe haben zu wollen, ohne zu Murren folgte sie mir in den Anhänger und ließ sich brav anbinden.
      „So“, sagte ich, als Maira sicher im Hänger stand. „Auf geht’s nach Hause.“ Mit allen Papieren, dem Equidenpass und dem Fohlen im Gepäck ging es zurück zum Gestüt.
      Es war bereits stockdunkel, als wir den Hof erreichten. Die Uhr zeigte kurz vor Acht und die anderen Pferde standen schon erwartungsvoll am Tor.
      „Die wollen sicher langsam rein“, lachte ich, während Kimi vorsichtig über den Hof zum Stutenstall fuhr. „Wir stellen sie erstmal in die Box neben Cala und Caletta, morgen ziehen die beiden dann in ihren neuen Stall“, sagte ich, während wir ausstiegen und vorsichtig die Klappe des Anhängers öffneten. Ich schlüpfte durch die kleine Seitentür und band Maira ab. Sie war plötzlich hellwach und aufgeregt. „Alles gut“, beruhigte ich sie, führte sie behutsam rückwärts vom Hänger und brachte sie dann in den großen Stall.
      In der Zwischenzeit holte Kimi schon mal die Hengste von der Weide und fütterte sie, dann kam er zu mir: „Können wir die Stuten schon holen?“
      Ich nickte: „Ja, Maira steht erstmal sicher in der Box.“
      Wir holten rasch noch die restlichen Pferde von der Weide und beobachteten dann das neue Fohlen. Neugierig streckte sie ihren Hals, um in die Nachbarbox zu gucken. Cala war davon nicht begeistert, sie verteidigte noch immer mit allen Mitteln 'ihre' Caletta. Doch die Kleine war sehr interessiert an der Neuen. Sie lief auf den Paddock und wartete einen Moment, ob ihre Nachbarin auch raus kommen würde. Maira hatte den Wink verstanden und verließ ebenfalls die Box. Die beiden gleichaltrigen Fohlen beschnupperten sich neugierig über den Zaun und Caletta quietschte einmal kurz.
      „Ich glaube, die werden sich gut verstehen“, lächelte ich. „Komm, wir füttern hier noch schnell und verziehen uns dann auch.“
      Kimi stimmte mir zu, wir versorgten rasch die anderen Pferde, machten dann das Licht aus und gingen ins Haus.
      „Hast du Hunger“, fragte Kimi mich grinsend.
      „Nicht so richtig, du?“
      „Nein, ich nicht“, sagte er und machte sich einen Tee.
      „Machst du mir auch einen?“
      Kimi nickte und goß jedem eine Tasse ein. Anschließend setzten wir uns ins Wohnzimmer und schauten fernsehn.
      In den letzten Monaten hatte sich einiges getan. Kimi und ich hatten so etwas wie eine feste Beziehung, wir verstanden uns gut und ich mochte ihn wirklich sehr. Es gab mittlerweile sogar Wochen in denen er gar nicht nach Hause fuhr, sondern hier auf dem Hof blieb. Wer weiß, vielleicht würde er ja auch irgendwann seine Wohnung auflösen und für immer bei mir einziehen, aber wir wollen auch nichts überstürzen.
      Der Wecker klingelte heute schon früh, es war viel zu tun und ich drehte mich missmutig um. Das Bett neben mir war leer. Kimi schien wohl schon auf den Beinen zu sein und als ich mir die Augen rieb, hörte ich ihn unten in der Küche. „Ich will den Tag erleben, an dem er länger schläft als ich“, murmelte ich zu mir selbst und schälte mich aus dem Bett.
      Rasch sprang ich unter die Dusche, zog mich an und lief runter in die Küche.
      „Guten Morgen“, begrüßte Kimi mich und gab mir einen Kuss. Ich lächelte und setzte mich an den Tisch. „Hast du gut geschlafen?“
      Er nickte und stellte mir einen Tee hin: „Ich schlafe doch immer gut.“
      „Das stimmt“, grinste ich und trank einen Schluck. Komisch, wie ich vor einigen Monaten noch Tee zum Frühstück verabscheut hatte und nun trank ich jeden Morgen einen.
      „Ich möchte mich gar nicht lange aufhalten, ich kann es gar nicht erwarten Maira und Caletta zusammen in ihren neuen Stall zu bringen“, sagte ich zwischen zwei Schlücken Tee.
      „Also ich wäre auch so weit fertig“, grinste Kimi und stellte seine leere Tasse in die Spüle. Auch ich beeilte mich, meinen Tee auszutrinken und zog mir dann Jacke und Schuhe an.
      „Wollen wir zuerst die Hengste raus bringen, dann die Stuten und Cala als letztes?“, fragte Kimi, während wir über den Hof zum Hengststall liefen. „Ja, ich glaube das ist eine gute Idee. Ich hoffe Cala macht kein zu großes Theater, sie hängt ja immer noch sehr an der Kleinen.“
      „Das wird schon“, ermutigte Kimi mich, während wir den Hengsten ihr Frühstück gaben und anschließend zu den Stuten hinüber gingen. Auch hier verteilten wir die morgendliche Ration Futter und warteten, bis alle aufgefressen hatten, dann brachten wir zuerst Heat, Monster, Brave und Dave auf die Weide, dann kehrten wir in den Stall der Stuten zurück.
      „Gut“, sagte ich. „Du nimmst Hunter und ich nehme Grey und Summer.“
      Rasch standen die drei Pferde auf der Koppel und nun ging es daran, Cala von der Kleinen zu trennen. Ich dachte kurz nach und erklärte dann: „Ich denke, Caletta wird weniger ein Problem mit der Trennung haben, sie ist ja schon seit einiger Zeit nicht mehr so bezogen auf Cala. Von daher würde ich sagen, du nimmst die Kleine ans Halfter und bleibst mit ihr in der Box und ich nehme Cala und versuche sie alleine auf die Weide zu bringen.“
      Zwar nicht hunderprozentig überzeugt von meinem Plan nickte Kimi und halfterte Caletta auf. Ich tat es ihm gleich, zog Cala das Halfter über die Ohren und führte sie energisch aus der Box. Überrascht von diesem 'Angriff' folgte sie mir zunächst brav. Als wir den Stall verlassen hatten, merkte sie jedoch, dass 'ihr' Fohlen nicht dabei war und wurde unruhig. Schnaubend tänzelte sie neben mir her. „Alles gut“, beruhigte ich sie und tätschelte ihren Hals. „Deine kleine Maus muss ab jetzt alleine klar kommen und du musst das auch.“
      Sie schien von der Idee gar nicht begeistert zu sein. Ein durchdringendes Wiehern erschütterte die Stille. Aus dem Stall kam die Antwort: Caletta wieherte laut, wenn auch nicht so panisch wie Cala.
      „Komm, es wird alles gut“, murmelte ich und führte Cala weiter in Richtung Weide. Grey und Summer standen neugierig am Zaun und guckten, scheinbar interessiert an der Situation. „Schau, deine Freunde warten schon auf dich“, beruhigte ich die aufgeregte Stute und öffnete das Gatter der Weide. Bevor ich sie jedoch vom Strick ließ, schloss ich das Tor wieder, sicher ist sicher.
      Zu meinem Erstaunen dauerte es gar nicht so lange, bis Cala sich etwas beruhigt hatte und sich mit der Suche nach etwas Gras beschäftigte. „Hauptsache erstmal den sterbenden Schwan spielen“, lachte ich und kehrte zum Stall zurück.
      „Alles gut hier?“ Fragend schaute ich in die Box von Cala.
      Kimi grinste mich an: „Ja, sie hatte nur Augen für Maira.“
      Erleichtert atmete ich auf, wenigstens machte sie nicht so ein Theater. „Gut, dann nehm ich Maira und dann geht’s auf in den neuen Stall“, grinste ich und öffnete vorsichtig die letzte Box. Die dunkelbraune Stute schaute mich neugierig an, ich zog ihr das Halfter über die Ohren und führte sie raus. Kimi folgte mir mit Caletta und so spazierten wir zum Offenstall.
      Es dauerte nur einen kurzen Augenblick, da fingen die beiden Fohlen auch schon an zu spielen. Sie schienen sich gut zu verstehen und erkundeten gemeinsam ihr neues Heim.
      „Schön“, lächelte ich erleichtert über diese wirklich einfache Zusammenführung.
      „Ja, besser hätte es gar nicht laufen können“, stimmt Kimi mir zu und legte seinen Arm um mich.
    • Mongofisch
      Pflegebericht 7 - 18.02.2014
      Ich verließ gerade den Flughafen, da sah ich Lisa auch schon. Durch die Fensterscheiben sah ich Mieke im Kindersitz auf der Rückbank. "Hallöchen ihr zwei hübschen!" begrüßte ich die zwei. "Schön dich zu sehen!" antwortete Lisa und wir umarmten uns so halbwegs. Heute war ich endlich in Finnland angekommen, ich hatte mich die letzten Tage so sehr darauf gefreut! Jace und kleinesMonster mussten jedoch zu Hause bleiben und auch Alpha konnte nicht mit. "Und wie läufst so mit der Zucht?" fragte mich meine Freundin. "Naja, es geht voran! kleinesMonster ist vor kurzem auf den Hof gezogen, mein Hengst Siraj al Lail ist gerade bei einer Hengstkörung und ich hab bei zwei Tunieren zum erstmal Schleifen gewonnen."ich grinste. "Nicht schlecht." meine Lisa. Ich drehte mich zu Mieke um "Und wie geht es dir?" fragte ich sie. Mieke sah mich großen Augen an, ja wir hatten uns das letzte mal ja auch auf der Party gesehen und da bemerkte ich die Latzhose. "Ah, sie hat meine Latzhose an!"stieß ich vor Freude hervor. Lisa musste lachen und auch ich konnte mich vor Lachen kaum noch halten! Da kam plötzlich der Hof in Sicht, ich sah auf die Uhr, es waren schon zwei Stunden rum! "Die Zeit schient ja zu fliegen!" bemerkte ich und Lisa nickte Geistesabwesend. Sie holte Mieke von der Rückbank, dann wendete sie sich an mich "Wenn du willst kannst du deine Sache schon mal ins Haus bringen und dann zu den Pferden." Ich nickte, dann brachte ich die zwei Koffer und meine Tasche zum Haus. Ich konnte es gar nicht abwarten die Pferde zusehen, es war zwar Winter und es lag Schnee, aber ich war ja dick in meine Jacke eingepackt. Langsam schlenderte ich über den Hof, von überall hörte man Hufgetrappel, Pferde wiehern und das Wehen der Bäume im Wind. Ich nahm den Schnee in die Hand, er war wie erwartet kalt und fest. Ich ließ den Schnee schnell wieder fallen, da erblickte ich den Offenstall. So neugierig wie ich nun mal bin, schlendere ich auch dort hinein und treffe dort auf drei zuckersüße Tinkerfohlen. "Na, ihr kleinen, ihr müsste wohl Luisa, Caletta und Maira sein." Die Fohlen blinzeln mich an, sie stürmen sofort zum Tor und stecken die Köpfe hindurch um gestreichelt zu werden. Da fiel mir auch ein wieso ich überhaupt hier war, ich wollte Lisa ein bisschen auf dem Hof helfen. Sie hatte mir gesagt ich sollte heute schon mal Caletta und Maira leicht bürsten. Ich sah mich um, auf der Suche nach Putzkisten und sie standen sorgfältig an der Ecke. Ich öffnete erst den von Maira, dann den von Caletta. Aus beiden Boxen holte ich jeweils eine weiche Bürste heraus, Caletta's war blau und Maira's war grün. Ich atmete tief durch, dann öffnete ich das Gatter und schlüpfte hindurch zu den Fohlen. Sofort war ich von ihnen umringt, Luisa drückte ihren kleinen Kopf gegen mich und ich strich ihr sanft über diesen. Ich beugte mich hinunter und fing an Caletta das gescheckte Fell zu bürsten. Erst schreckte sie zurück, dann sah sie sich das "borstige Ding" noch einmal genauer an und schnappte es sich. "Caletta, du kannst doch nicht..." und ob die süße konnte. Sie ließ die Bürste fallen und schob sie vor sich mit der Nase her. Ich ging zu ihr, Caletta blickte auf und sah mich so unschuldig an wie man nur unschuldig gucken kann. Ich lächelte und nahm die Bürste, sie war durch das herum Geschiebe kalt und etwas nass geworden. "Also, die muss jetzt erstmal trocken!" meinte ich und legte sie weg. Ich niete mich wieder in den kalten Schnee, wie erwartet kamen Luisa, Maira und Caletta wieder angelaufen. Diesmal zeigte ich Maira die Bürste, sie schnupperte daran und wich zurück. Doch die Neugierde siegte und sie berührte langsam das Dings. Luisa, die sich anscheinend vernachlässigt fühlte, tollte mit Caletta herum und rempelte mich an. " Lu, aufpassen." Sagte ich liebevoll. Wäre das Jace gewesen, hätte der jetzt eine Standpauke bekommen. Maira traute sich immer mehr, sie biss sogar einmal einfach in die Bürste, musste aber feststellen das diese nicht schmeckte! Ich konnte sie nach kurzer Zeit schon bürsten, sie blieb ganz lieb stehen. Ich fuhr erst über den als, dann zum Rücken und von dort zum Bauch. Maira gefiel das nicht so und sie trippelte herum, da ich etwas Angst hatte das sie ausrutschen könnte, machte ich ihre Beine sauber. Das schien sie zu beruhigen, doch sie sah froh aus als ich die Bürste weglegte. Dann schnappte ich mir die Bürste von Caletta, diese war trocken und einsatzfähig. "Caletta." rief ich und sofort kam die Stute an. Sie hatte kein Problem sich damit putzen zu lassen, doch sie sah die Bürste als Spielzeug an. Immer mal wieder schnappte sie nach ihr, als ich an den Beinen war, zog sie diese weg. Ich bürstete also am liebsten ihren Hals, weil wenn ich das machte schloss sie die Augen und stand nur so da. Als ich das letzte Bein gemacht hatte und gerade alles wegpackte, fing es an stärker zu schneien und Lisa kam angelaufen. "Atha, komm doch rein und trink einen Kaffee." "Gerne!" antwortete ich und folgte ihr. Wir tranken noch den ganzen Tag Kaffee, bis ich mich dann am Abend ins Bett legte und schlief.
      Atha
    • Mongofisch
      Pflegebericht 8 - 19.02.2014
      Unsanft wurde ich aus meine Träumen gerissen und drehte mich missmutig auf die andere Seite. Kimi stand panisch vor dem Bett und versuchte mich zu wecken. „Was ist denn los?“ murmelte ich genervt, rieb mir die Augen und drehte mich wieder um.
      „Steh auf! Es brennt“, schrie er schon fast und ich saß plötzlich kerzengrade im Bett. In meinem Kopf spielten sich die schlimmsten Szenarien ab.
      „Komm jetzt! Ruf die Feuerwehr!“ Kimi rannte aus dem Schlafzimmer, ich hörte ihn die Treppe runter stolpern.
      Panische Angst ergriff mich, ich schnappte mir mein Handy, wählte den Notruf, lief zum Fenster und bekam den Schock meines Lebens. Der ganze Stall stand in Flammen, große, dunkle, bedrohliche Flammen! Tränen schossen mir in die Augen und ich fing urplötzlich an zu zittern. Ich war gelähmt, konnte dem Mann am Telefon grade noch sagen, was passiert war und wo ich mich befand. Er versicherte mir, dass sofort jemand da sein würde, doch das war mir nicht genug. Ich hatte Angst – Angst, dass Mieke etwas passieren würde– Angst, dass meinen Pferden was passieren würde – Angst, dass Kimi etwas passieren würde – Vor allem aber Angst, das mein Traum grade zerplatzte.
      Ich rappelte mich auf, lief die Treppe runter, wäre dabei fast hingefallen und rannte ohne nachzudenken im Nachthemd und barfuß über den Hof.
      „Kimi“, schrie ich in die Nacht, die Tränen liefen mir nur so übers Gesicht. Aus dem Stall vernahm ich panisches Wiehern der Pferde. Wo sollte ich nur zuerst hin? In mein Kopf drehte sich alles, ich konnte nicht klar denken. Hinter mir hörte ich Pferde laufen, blitzschnell drehte ich mich um und erblickte Kimi, der gefolgt von Monster und Heat aus dem Stall kam. „Bring die auf die Koppel“, befahl er und ließ die Mähnen der Pferde los, um zurück in den Stall zu laufen und die anderen Pferde zu holen. Ich wusste nicht was ich tat, griff nach den Hengsten und rannte mit ihnen zur Weide. In ihrer Panik zogen sie mich mehr hinter sich her, als das ich ihnen zeigte, wo es lang ging.
      Aus der Ferne hörte ich endlich die Sirenen der Feuerwehr, was mir aber weniger Sicherheit gab, als dass es mir noch mehr Angst machte.
      Kimi hatte inzwischen Brave und Dave aus dem brennenden Stall geholt und schubste mich unsanft an. „Komm!“
      Wie in Trance folgte ich ihm, meine Füße waren eiskalt, mein Gesicht hingegen brannte wie Feuer. Die Stuten hatte es schlimmer erwischt, es gab keine Möglichkeit in den Stall zu gelangen.
      Die Feuerwehr war da! Panisch schrie ich einen der Männer an: „Meine Pferde sind da drin!“ Er faselte irgendwas von beruhigen, aber ich wollte mich nicht beruhigen!
      Nur Augenblicke später kam ein Rettungswagen, doch ich hatte nur Augen für das brennende Gebäude, in dem meine Pferde eingeschlossen waren.
      „Sie müssen meine Pferde retten“, schrie ich nun einen anderen Mann an, ich hatte panische Angst, ich wusste nicht was ich machen sollte, ich konnte nicht tatenlos zusehen, wie alles abbrannte.
      Alles zog an mir vorbei, ich hörte nur Teile von dem was gesprochen wurde, dafür aber umso mehr, wie die Pferde wieherten. Ich hörte sie schreien! Es waren Schreie voller Angst, voller Panik und ich konnte nichts tun.
      Ich sank auf die Knie und vergrub mein Gesicht in meinen Händen, weinend wie ein Schlosshund. Immer und immer wieder hörte ich das panische Wiehern der Pferde, es brannte sich in mein Gedächtnis, ich würde es nie wieder vergessen können.
      Ein Rettungssanitäter griff mir unter die Arme und half mir auf die Beine. „Sie sollten hier nicht auf dem Boden sitzen.“ Ich hatte keine Kraft mehr mich zu wehren, das einzige was ich noch hatte war Angst – Angst, dass ich meine Pferde nie wieder sehen würde.
      Als ich wieder aufwachte, befand ich mich in einem Hotelzimmer. Mieke schlief seelenruhig neben mir, nur Kimi war nicht da. Ich musste mich erstmal berappeln, da viel mir die letzte Nacht wieder ein und sofort bekam ich panik. Ich griff zu meinem Handy und wählte Kimis Nummer. Er meldete sich und klang ganz normal. Er erzählte mir, dass er bei den Pferden war, die die Nacht alle unbeschadet überstanden hatten. Mir fiel ein Stein vom Herzen. Doch nun standen wir vor dem nächsten Problem: Wir hatten kein Zuhause mehr!
      Lange überlegten Kimi und ich, wie es nun weiter gehen sollte, dann fiel mir Lina ein. Wir konnten vorrübergehend zu ihr. Sofort rief ich sie an und erzählte von unserer misslichen Lage. Sie erklärte sich bereit, uns bei sich aufzunehmen und der Entschluss stand fest. Es ging zurück nach Deutschland!
      Vier Tage später kamen wir mit allen Pferden an der Ostsee an und waren heilfroh, endlich wieder ein „richtiges“ Zuhause zu haben. Lina zeigte uns sofort, wo wir unsere Pferde unterstellen konnten. Vor allem die Fohlen waren sichtlich gestresst und froh, die Lange Autofahrt überstanden zu haben.
      Doch noch waren wir nicht an unserem endgültigen Ziel. Linas Hof war viel zu klein für alle Pferde, also musste eine Lösung her!
    • Mongofisch
      Hufschmiedbericht 1 - 21.02.2014
      Heute ging es ab zu Lisa, die schon einmal in meiner Hufschmiede war. Diesmal waren aber andere Pferde dran, und zwar Calacirya, Dave, Angus the Brave, Luisa, Maira und Caletta. Ich machte mich schon früh auf den Weg und kam nach einiger Zeit auch an, da ich mich komischerweise nicht verfuhr. Lisa wartete dort schon mit den ersten drei Pferden: Angus, Luisa und Calacirya. Ich packte meine Sachen aus und machte mich sofort an die Arbeit. Ich befreundete mich erst mit Calacirya an, denn die Tinkerstute war ziemlich freundlich und neugierig. Ich hob ihren ersten Huf mit Leichtigkeit und machte mich an die Arbeit. Ich schnitt mit dem Messer den Dreck und den Sand heraus, dann knipste ich mit der Hufzange das überstehende Horn ab, ehe ich mit der Feile die Hufwand wieder rund machte. Dann testete ich aus, ob die Hufform auch passte, ehe ich das alles bei den anderen drei Hufen wiederholte. Calacirya war ziemlich ruhig dabei und ließ alles über sich ergehen. Dann ging es zu Angus, der etwas mutiger war und an meiner Tasche, in der ich Karotten verstaut hatte, knabberte. Ich gab ihm auch eine, wobei Calacirya auch noch eine bekam, bevor sie weggeführt wurde, und machte mich auch bei ihm an die Arbeit. Es ging recht schnell, da er kaum Anstalten machte. Dann ging es zu Luisa, die mir stürmisch entgegentrat und mich sofort beschnupperte. Sie war noch ein Fohlen und daher war ich erst recht bei ihren kleinen Hufen vorsichtig, allerdings war sie etwas zappelig und ich brauchte etwas länger. Lisa hatte Angus und Calacirya schon weggeführt und brachte jetzt Maira und Caletta und Dave auf den Putzplatz, ehe sie auch Luisa zurück in ihre Box brachte. Ich machte mich auch bei dem kleinen Dave an die Arbeit und danach kamen noch die beiden Fohlen Maira und Caletta dran. Als ich fertig war, packte ich auch schon meine Sachen zusammen und verabschiedete mich bei Lisa, die ihre Pferde wieder zurückführte, und fuhr dann wieder zurück auf mein Gestüt.
      Lynx
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  • Kategorie:
    Himmel - ungepflegte Pferde
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    Mongofisch
    Datum:
    26 Juli 2014
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