Sevannie

Calacirya - Irish Tinker

- Im Besitz seit 15.11.2015 -

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Calacirya - Irish Tinker
Sevannie, 26 Aug. 2018
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    • Sevannie
      Pflegebericht 1 - 20.11.2013
      Heute machte ich mich früh auf den Weg zu Naira. Sie leitet den Auffanghof „Estis Salvati“ und ich durfte eines der Pferde zu mir nehmen. Langsam rollte mein Wagen auf den Hof, wo ich schon erwartet wurde. Voller Vorfreude stieg ich aus und begrüßte Naira. Rasch gingen wir in den Stall, wo die hübsche Stute stand.
      Calacirya ist eine 7-Jährige Tinkerstute mit auffallender Scheckung. Ich hatte mich in sie verliebt, als ich die Hufe aller Pferde behandelt hatte. Schnell hatten Naira und ich uns geeinigt, dass die Stute zu mir kommen würde und nun war es soweit. Ich holte die Stute zu mir auf den Hof. Ich legte ihr eine Abschwitzdecke über, außerdem bekam sie an alle vier Beine Transportgamaschen. Fertig verpackt führte ich sie auf den Anhänger und Naira schloss die Klappe vorsichtig. Wir verabschiedeten uns, anschließend machte ich mich wieder auf den Weg nach Hause.
      Die Fahrt verlief ruhig und der Verkehr war erträglich. Um 9 Uhr kam ich dann auf meinem Gestüt an. Dort stellte ich meinen Wagen auf dem Parkplatz ab und ging zum Anhänger. Cala wurde unruhig, als ich sie ablud. Ängstlich schaute sie sich auf dem Hof um. Monster und Heat waren völlig aus dem Häusschen und schienen die Stute richtig toll zu finden. Ich beachtete die Beiden gar nicht, sondern führte Cala zum Stutenstall. Summer und Grey hatte ich heute morgen nicht auf die Koppel gebracht, damit meine neue Stute nicht ganz alleine im Stall stand. Vielleicht würde ich die drei heute Nachmittag noch zusammen raus stellen. Jetzt nahm ich Cala aber erstmal die Decke und die Gamschen ab und brachte sie in die Box neben Grey. Die Stuten beschnupperten sie neugierig, wobei Cala noch etwas zurückhaltend wirkte. Schutz suchend schaute sie mich an. „Ich kann dir nicht helfen, da musst du alleine durch“, lachte ich. „Lernt euch erstmal kenne, ich komme nachher wieder, dann könnt ihr ein bisschen auf die Weide.“ Ich begab mich zurück zum Parkplatz, wo ich den Anhänger ausfegte und vom Wagen abhängte. Nun ging ich erstmal ins Haus, um mich um ein bisschen Schreibkram zu kümmern.

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      Pflegebericht 2 - 20.11.2013
      Missmutig räumte ich das Geschirr vom Mittagessen weg. Aufräumen war einfach nicht mein Ding, daher machte ich es selten ordentlich. Und trotzdem war es nie wirklich unordentlich bei mir. Als die Küche wieder einigermaßen vorzeigbar war, zog ich mir Schuhe und Jacke an und ging raus zu den Pferden. Ich hatte mich dazu entschieden, die Stuten heute noch nicht zusammen auf die Koppel zu stellen, Cala sollte sich erstmal eingewöhnen und mit den anderen Beiden vertraut machen. Sie konnten schließlich immer auf den Paddock, da würde ihnen der eine Tag ohne Weidegang nicht schaden. Heat und Monster hingegen standen seit heute morgen auf der Koppel und wollten sicher bald rein, denn heute war es wirklich kalt. Die Temperatur lag um den Gefrierpunkt und für morgen wurde Schnee vorausgesagt. Mal schauen, ob hier auch was runter kommen würde. Ich lief zur Hengstweide und halfterte die beiden Großen auf. Die schienen erleichtert zu sein, endlich rein zu dürfen. Im Stall brachte ich Heat in seine Box, Monster band ich auf der Stallgasse an. Aus der Sattelkammer holte ich das Putzzeug der beiden und fing an, Monster zu putzen. Zuerst kratze ich seine Hufe aus, dann nahm ich mir eine Wurzelbürste und bearbeitete damit seine Beine. Insgesamt war er zum Glück nicht besonders schmutzig. Nachdem ich ihn fertig geputzt hatte, stellte ich ihn in seine Box, er war schon ungeduldig geworden, weil Heat fressen durfte und er nicht. Jetzt war es aber umgekehrt: Heat band ich auf der Stallgasse an und Monster konnte sich auf sein Heu stürzen, was er auch sofort tat. Ich schenkte nun Heat meine ganze Aufmerksamkeit. Auch bei ihm fing ich damit an, die Hufe auszukratzen. Mit der Wurzelbürste bürstete ich den groben Schmutz vom flauschigen Fell des Hengstes. Er hatte schon ordentlich Winterfell bekommen, aber das würde er auch brauchen. Schnell putze ich ihn fertig, dann durfte auch er zurück in seine Box. Anschließend nahm ich mir einen Besen und fegte die Stallgasse sauber. Dann ließ ich die Hengste unter sich und machte mich wieder auf den Weg zum Stutenstall. Summer, Grey und Cala waren mit ihrem Heu beschäftigt, als ich den Stall betrat. Lediglich Grey schaute kurz auf, senkte den Kopf dann aber wieder, um weiter zu fressen. „Ihr seid mir schon welche“, lachte ich, ging dann in die Sattelkammer und holte das Halfter von Summer. Schnell war sie aufgehalftert und auf der Stallgasse angebunden. Mit dem Hufeauskratzen fing ich an, danach putzte ich mit der Wurzelbürste. Summer war schlecht gelaunt, ständig schlug sie mit dem Schweif nach mir und hampelte rum. „Jetzt bleib doch mal stehen, Mensch!“ Böse guckte ich sie an: „Wenn du hier so rumzappelst, dauert es nur noch länger.“ Sie schien nicht zu verstehen, denn ihr Verhalten änderte sie nicht. Ich putze sie schnell fertig und ließ sie dann zurück in ihre Box. Als nächstes halfterte ich Grey auf und führte sie aus ihrer Box: „Hoffentlich hast du bessere Laune.“ Sie guckte mich fragend an, woraufhin ich den Kopf schüttelte. „Was habt ihr nur heute alle gegen mich?“ Lachend fing ich an, die Hufe der Stute auszukratzen. Langsam wurde mir kalt, weswegen ich mich jetzt etwas beeielte. Schnell putzte ich Grey sauber und nahm ihr dann das Halfter ab. Flink huschte sie zurück in ihre Box und ich machte die Tür hinter ihr zu. Als letztes war nun Cala dran, meine neue Stute. Behutsam zog ich ihr das Halfter über und führte sie raus. Etwas verunsichert stand sie auf der Stallgasse und blickte mich an. „Dir passiert nichts“, sagte ich beruhigend und streichelte der Stute über den Hals. Dann begann ich ihre Hufe auszukratzen. Dabei war sie sehr brav und stand still. Lobend klopfte ich ihr den Hals und machte mich dann daran, das Fell zu putzen. Sie war nicht wirklich sauber, deswegen tat ich es einfach, um mich mit ihr Vertraut zu machen. Sie schien zu wissen, dass es ihr gut gehen würde. Manchmal guckte sie zwar noch etwas ängstlich, im Großen und Ganzen war sie aber sehr lieb und freute sich ganz besonders über die Leckerlis, die ich ihr gab. Nachdem ich fertig geputzt hatte, stellte ich sie zurück in ihre Box und schloss diese gut. Draußen wurde es bereits dunkel und ich entschied mich, die Türen zum Paddock heute Nacht zuzumachen. Zuerst schloss ich die der Stuten, die mich etwas verdaddert anguckten und sich wunderten, warum ich denn nun den Weg nach draußen versperrte. „Ihr erfriert mir hier sonst noch“, antwortete ich auf die fragenden Blicke der drei. Ich kontrollierte, ob alle noch genug Heu für die Nacht hatten, dann machte ich das Licht aus und verließ den Stall. Schnell ging ich rüber zu den Hengsten und machte auch dort die Paddocktüren zu und löschte das Licht. Im Halbdunkeln tapste ich zum Wohnhaus. Mir war mittlerweile verdammt kalt und ich machte mir drinnen erstmal einen heißen Tee. Dann kuschelte ich mich mit Jury vor den Fernseher. Der kleine Labrador hielt sich mittlerweile fast nurnoch im Haus auf, ihm war es wohl draußen auch zu kalt. Das finnische Fernsehen machte mir immer mehr Spaß, da ich so langsam auch etwas verstand, zwar immernoch nicht alles, aber den Sinn der Filme konnte ich recht gut verstehen. Heute guckte ich mir eine Doku über Eisbären an. Nachdem was ich bis jetzt verstanden hatte, fand ich es ziemlich Interessant. Um halb 10 machte ich mich langsam bettfertig und fiel dann auch müde in einen tiefen ruhigen Schlaf.

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      Tierarztbesuch 1 - 26.11.2013
      Als letztes stand die Stute Calacirya auf dem Plan.
      Es dauerte einen kurzen Moment, bis Lisa sie geholt hatte, da sie recht weit hinten in der Box stand. Sie hatte eine wunderschöne Farbe und machte einen imposanten Eindruck, wie ihr Fell im Morgenlicht, das mittlerweile seicht durch die Stallfenster schien, schimmerte. Fröhlich trat ich auf sie zu, klopfte ihr den Hals und begann dann wieder, ihren Zustand zu kontrollieren. Man sagte mir, dass sie von einem Auffanghof stammte und so ergab alles ein schlüssiges Bild: Ihr Fell war etwas struppig und der Rücken leicht verspannt. Ansonsten konnte ich keine Mängel feststellen, man merkte jedoch, dass sie nicht immer den Himmel auf Erden gehabt hatte. Ich bat Lisa zunächst viel lockernde Übungen zu machen und vor allem an Stangen mit ihr zu arbeiten, damit sich die Verspannung lösen konnte. Das Fell dürfte sich nun von alleine erholen, falls nicht würde das Blutbild Aufschluss über Gründe liefern. Und zu diesem Zwecke nahm ich nun direkt eine Blutprobe, beschriftete das Röllchen und legte es zu den anderen beiden Blutproben. Sie hatte Ende September die letzte Impfung bekommen. So war es eigentlich etwas spät zur Wiederholung, dürfte aber noch gehen. So impfte ich wieder Influenza und Tetanus nach, die Stute war wieder in einem halben Jahr an der Reihe. Anschließend bekam die Stute ihre Wurmkur. Hier wählte ich eine etwas teurere als die Ivomec, die wirklich alles abdeckte. Dies machte oftmals bei Pferden, die gerade neu in den Bestand gekommen waren und nicht sicher ist, ob sie zuvor regelmäßig eine Wurmkur erhalten hatten, Sinn. Sie ließ es alles ruhig über sich ergehen und leckte kurz über die eigenen Lippen, bevor Lisa sie zurück in den Stall brachte.
      Ich suchte meine Sachen zusammen und packte sie ein mein Auto, dann sagte ich Lisa, dass ich ihr die Befunde der Blutproben per Post zusenden würde und wenn etwas außergewöhnliches wäre ich schnell anrufen würde. Damit war sie einverstanden und ich verabschiedete mich.

      Befunde der Blutproben:
      The Rhythm of the Heat: Ohne Befund
      Summer Holiday: Ohne Befund
      Calacirya: leichter Biotin-Mangel
      Insg. 5909 Zeichen | Eowin

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      Pflegebericht 3 - 26.11.2013
      Als ich heute morgen verschlafen das Haus verließ, schlug mir ein eisiger Wind entgegen. Der ganze Hof war mit einer Schicht Morgenreif bedeckt, man könnte fast meinen, es hätte geschneit, doch entgegen des Wetterberichts, war noch kein Schnee gefallen. Mir war das Recht, so konnte ich noch ein wenig die schneefreie Zeit genießen.
      Jury folgte mir zum Stutenstall, dessen Tür ich weit aufzog. „Guten Morgen, meine Lieben“, begrüßte ich die Drei, die noch dösend in ihren Boxen standen. Im Gegensatz zu draußen, war es im Stall schön warm. Doch das änderte ich jetzt, indem ich die Türen zu den Paddocks öffnete. Summer war die erste, die sich in die Kälte traute. Mit erhobenem Kopf streckte sie sich und gab dann ein schrilles Wiehern von sich. Antwort bekam sie keine, deshalb ging sie missmutig zurück in den Stall. In der Zwischenzeit hatte ich die Schubkarre mit Heu befüllt und verteilte nun das Frühstück an die Stuten. Bevor ich zu Heat und Monster rüber lief, zog ich meine Jacke weiter zu und vergrub meine Hände in den Taschen. Hastig stolperte ich über den Hof und wäre dabei beinahe auf einer gefrorenen Pfütze ausgerutscht. Erschrocken wedelte ich mit den Armen und konnte mein Gleichgewicht grade noch halten. Bei den Hengsten angekommen, öffnete ich auch bei ihnen erstmal die Paddocktüren. Heat und Monster hatten jedoch weniger Interesse daran, in die Kälte zu gehen, sie warteten lieber auf ihr Frückstück, dass ich grade in die Karre lud. Nachdem jeder seine Portion bekommen hatte, schnappte ich mir Jury und ging mit ihm ins Haus. Dort frühstückte ich selber und gab dem Hund sein Futter. Nach kurzer Zeit räumte ich mein Geschirr und die Lebensmittel weg und zog mich wieder warm an. Draußen hatte sich mittlerweile die Sonne durchgekämpft und gab einige warme Strahlen ab. Die Pferde bekamen nun ihr Kraftfutter. Der Tierarzt hatte bei Cala einen Biotinmangel festgestellt, weswegen sie spezielles Mineralfutter bekam. Während die Pferde ihr Futter fraßen, lief ich die Koppeln ab, um die Zäune zu kontrollieren. Jury leistete mir dabei Gesellschaft und beschnüffelte ausführlich jeden Zaunpfosten. Ihm schnien nichts außergewöhnliches aufzufallen, mir auch nicht, also gingen wir zurück zum Stutenstall. Die drei Tinker hatten mittlerweile aufgefressen, sodass sie nun auf die Weide konnten. Ich brachte Summer und Grey zur Stutenweide und ließ die beiden dort frei. Cala blieb im Stall, da ich gleich mit ihr arbeiten wollte. Sie war davon zwar nicht begeistert, musste da aber nun durch. Nachdem auch die beiden Hengste auf der Koppel standen, widmete ich mich Cala, die unruhig in ihrer Box stand. „Komm, wir gehen dich erstmal putzen“, sagte ich zu der Stute, während ich sie auf die Stallgasse führte. Dort angebunden, begann ich damit, die Hufe auszukratzen. Anschließend bürstete ich das Fell sauber und wischte ihr mit einem Schwämmchen die Nüstern und die Augen sauber. „So kleine Maus, jetzt machen wir mal was für deinen Rücken“, sagte ich, während ich ihr den Longiergurt auflegte. Eowin, meine Tierärztin, hatte festgestellt, dass Cala im Rücken sehr verspannt war und mir einige Übungen empfohlen. Ich zäumte die Stute mit dem Kappzaum und ging dann mit ihr zur Halle. Dort hatte ich bereits vier Trabstangen auf die Zirkellinie gelegt, führte Cala aber erstmal im Schritt ein bisschen durch die Halle.
      Nach 10 Minuten Führen, ließ ich meine Stute nun an der Longe auf dem Zirkel gehen. Sie war etwas guckig, ging aber brav ihre Runden. Kurze Zeit später gab ich das Kommando zum antraben, Calacirya folgte brav und setzte zum Trab an. Ich ließ sie einige Runden traben und wechselte dann die Hand. Auch auf dieser trabte ich sie einige Zeit. Dann nahm ich die Longe etwas kürzer, sodass der Zirkel kleiner wurde und Cala über die Stangen traben musste. Als ob sie diese noch nicht gesehen hätte, stolperte sie darüber. Eine Runde später sah es schon besser aus, sie hob die Beine ordentlich an. Erneut ein Handwechsel und das Gleiche nochmal. Cala ließ den Kopf langsam fallen und trabte ruhig und gleichmäßig. Ich entschied an dieser Stelle aufzuhören, also ließ ich die Stute noch ein bisschen Schritt gehen, dann brachte ich sie zurück in den Stall. Dort nahm ich ihr Gurt und Kappzaum ab und brachte sie zu Summer und Grey auf die Koppel. Nachdem ich Cala longiert und auf die Weide gebracht hatte, machte ich mich nun daran, die Boxen auszumisten. Als das dreckige Stroh aus allen Ställen verschwunden und auf dem Misthaufen gelandet war, streute ich die Boxen mit frischem Stroh ein. Außerdem legte ich jedem Pferd schonmal die Heuportion für den Abend hin und bereitete dann das Kraftfutter vor. Als kleines Leckerli gab ich in jede Futterschüssel einen Apfel und eine Banane, dann ging ich in die Halle und räumte dort die Stangen weg. Um noch ein paar Sachen einzukaufen, stieg ich in mein Auto und fuhr zum Supermarkt. Mein Finnisch war mittlerweile schon recht gut, ich konnte mich verständigen und wurde scheinbar auch verstanden.
      Als ich vom Einkaufen wiederkam, war es bereits dunkel, also holte ich schnell die Pferde rein und schloss die Paddocktüren, damit es über Nacht nicht zu kalt im Stall wurde. Schließlich bekamen Summer, Grey, Cala, Monster und Heat noch ihr Kraftfutter. Ich zog die Türen der Ställe zu und ging mit Jury ins Haus. Erschöpft machte ich mir was zum Abendessen, machte mich danach bettfertig und schlief auch schnell ein.

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      Pflegebericht 4 - 03.12.2013
      In den letzten Tagen hatte es viel geschneit, sodass der ganze Hof mittlerweile von einer dicken, weißen Schicht überzogen war. Es war bitterkalt, was aber scheinbar nur meinen Hund Jury und mich störte. Der Labrador verbrachte die meiste Zeit im Haus und auch ich hielt mich nicht gerne draußen auf. Aber da die Pferde auch bei Kälte und Schnee versorgt werden wollen, blieb mir nichts anderes übrig, als das Haus zu verlassen.
      Warm eingepackt stapfte ich durch den Schnee zu meinen Stuten. Ich entschied mich dafür, sie nur den Vormittag rauszustellen, damit sie nicht zu sehr auskühlten. Ich schnappte mir also die Halfter von Cala und Summer, Grey folgte den beiden so. Flink waren die Stuten aufgehalftert und wir gingen zu viert zur Weide. Dort angekommen löste ich die Führstricke und entließ die Stuten auf die Koppel. Cala galoppierte sofort los und buckelte wild. Lachend rief ich ihr zu: „Pass auf, dass du dich nicht hinlegst!“ Schnell zückte ich meine Kamera und schoß ein paar schöne Fotos. Anschließend stapfte ich zum Hengststall und brachte Heat und Monster auf die Koppel. Die beiden mochten das Wetter scheinbar nicht so gerne. Skeptisch beschnupperten sie den Schnee. Grade als sie nebeneinander standen, machte ich ein schönes Foto. Dann überließ ich die Hengste sich selbst und stiefelte zurück in den Stutenstall um dort die Boxen zu misten. Nachdem die Stuten frisches Stroh und Heu bekommen hatten, machte ich mich daran, die Paddocktüren von außen freizuschaufeln. Das war vielleicht eine Arbeit! Ich brauchte sicher eine Stunde, bis die Türen endlich ganz auf gingen. Schnaufend ließ ich mich in der Stallgasse auf einen Putzkasten fallen. Nach der Schufterei war mir nicht einmal mehr kalt und wenn ich daran dachte, dass auch im Hengststall noch zwei Türen freigemacht werden wollten, schauderte es mir. Ein paar Minuten saß ich so da und erholte mich, dann ging ich missmutig in den anderen Stall, um dort die Boxen von Heat und Monster zu machen. Nach einer weiteren Stunde waren die Boxen frisch und die Türen zum Paddock frei, sodass ich nun die Stallgasse fegte. Anschließend ging ich erschöpft ins Haus und machte mir dort eine Tasse heißen Tee. Während ich diesen langsam trank, schaute ich mir im Fernsehen die Wetternachrichten an. In den nächsten Tagen sollte es weiter schneien und die Temperatur sollte bei rund -5 Grad liegen. Seufzend schaltete ich den Fernseher aus und stellte meine leere Tasse in die Spüle. „Jury, komm, du musst auch mal raus“, rief ich meinen Hund und stiefelte missmutig mit ihm über den Hof. Zuerst holte ich die drei Stuten rein, dann die beide Hengste. Hungrig machten sich alle über das frische Heu her.
      Von Jury begleitet kehrte ich zurück ins Haus. Dort setzte ich mich an meinen Computer und suchte eine gute Seite, auf der ich ein Jobangebot ausschreiben konnte. Ich hatte mich entschieden einen Stallburschen einzustellen, der mir auch bei handwerklichen Arbeiten zur Hand gehen konnte. Ich versuchte in der Anzeige möglichst gutes finnisch zu präsentieren. Ob mir das gelungen war, wusste ich nicht, aber ich selbst war zufrieden, als ich den Text nocheinmal überflog. Mit ein paar Fotos vom Hof und den Pferden veröffentlichte die Anzeige und machte dann den Computer wieder aus. Den Nachmittag verbrachte ich damit, Weihnachtsplätzchen zu backen und mein Wohnzimmer schön zu dekorieren. Grade jetzt in der Weihnachtszeit fühlte ich mich oft einsam und alleine. Insgeheim hoffte ich auf einen Stallburschen, mit dem ich mich gut verstehen würde, auch außerhalb der Arbeit. Aber man kann sich schließlich nicht alles nur vorstellen, man muss die Tatsachen sehen.
      Am Abend ging ich erneut nach draußen und schloss die Paddocktüren, die zum Glück noch nicht wieder so zugeschneit waren. Dann gab ich den Pferden noch eine Portion Heu für die Nacht und jedem sein Kraftfutter. Müde löschte ich das Licht und machte mich dann fertig fürs Bett. Schnell schlief ich mit meinem Labrador im Arm ein.

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      Pflegebericht 5 - 06.12.2013
      Ich betrat nun die Weide und lief zu Kimi, der verzweifelt versuchte, Cala das Halfter anzuziehen. „Hilf mir!“ Lachte Kimi, der mir das Halfter verkehrtherum hinhielt. „Was mach ich nur immer falsch?“ - „Probier es mal so rum!“ Grinsend gab ich ihm das Halfter richtig rum zurück. „Huch, ja jetzt geht es“, sagte er kleinlaut, während er es nun schaffte, Cala das Halfter überzuziehen. Caletta hatte sich währendessen neben mich geschlichen und stupste mich vorsichtig an. „Ja, du kommst auch mit.“ Ich streichelte ihr sanft über die Nase und zog ihr das Halfter über. Sie hatte sich früh an das Halfter gewöhnt und machte auch das Führen schon super mit. Ich war sehr stolz auf meine Kleine, dass sie schon so brav war. Gemeinsam gingen wir vier in den Stall, wo Kimi Cala anband und ich Caletta das Halfter abnahm. Während der Finne anfing die Stute anfing zu putzen, beschäftigte ich mich mit meinem Fohlen. Nacheinander zeigte ich ihr den gesamten Inhalt aus ihrem Putzkasten, den sie genau unter die Lupe nahm. Sie versuchte alles einmal anzuknabbern, es schien ihr aber nicht zu schmecken. Mit der weichen Kopfbürste begann ich, dass Fell zu bürsten. Das diente mehr der Gewöhnung, als der Pflege. Caletta guckte zwar etwas hilfesuchend zu Cala, blieb aber ruhig stehen und ließ das Putzen über sich ergehen. Auch die Hufe nahm ich nacheinander alle einmal kurz hoch. Das klappte ebenfalls super. Ich knuddelte die Kleine einmal durch und gab ihr ein Leckerli.
      „Kimi, brauchst du Hilfe beim Satteln und Trensen?“ Fragend blickte ich zu ihm hinüber. „Ja, aber ich kann doch sicher auch ohne Sattel reiten oder? Das gefällt mir viel besser!“ - „Natürlich! Komm mit, ich zeig dir wo du ihre Trense findest“, sagte ich und lief zur Sattelkammer. Dort zeigte ich Kimi, wie ich die Trensen sortiert hatte und welches Calas war. Er nahm sie vom Haken und wir kehrten zu den Pferden zurück. Mit meiner Hilfe hatte Kimi die Stute schnell getrenst und ich half ihm beim Aufsteigen. „Weiter vorne“, lachte ich, als er viel zu weit hinten auf dem Pferderücken platz nahm. Grinsend rutsche er ein gutes Stück nach vorne und saß dann gut auf Cala. Ich legte meinem Fohlen das Halfter wieder an und wir setzten uns langsam in Bewegung. Am Reitplatz vorbei gingen wir den Weg in den Wald. Caletta lief aufgeregt neben mir her und guckte sich neugierig um. Die neuen Eindrücke saugte sie nur so auf, mal schnupperte sie da an ein paar Ästen, mal erschrack sie sich vor dem Schnee auf dem Boden. Es war entspannend, einfach mal die Seele baumeln zu lassen und zuzusehen, wie Caletta Neues kennenlernte. Bei Kimi schien auch noch alles in Ordnung zu sein, zufrieden ritt er auf Cala und hatte ein kleines Lächeln im Gesicht. Als er so schweigend neben mir herritt, fiel mir das erste Mal auf, wie hübsch er eigentlich war. Seine blauen Augen spiegelten den Schnee wieder, sein markantes Gesicht sah einfach nur umwerfend aus. Ich ertappte mich selbst dabei, wie ich ihn anstarrte und blickte schnell woanders hin. „Wollen wir umdrehen?“ Brach Kimi das Schweigen. „Langsam wird es kalt.“ Ich nickte und wir kehrten um, zurück zum Hof. Es wurde schon dunkel, als wir die beiden Pferde versorgten und sie in ihre Boxen stellten. Caletta bekam ihre Flasche, sie hatte sicher großen Hunger. In Windeseile hatte sie die gesamte Milch getrunken und blickte zufrieden drein. Ich klopfte ihr nochmal den Hals, dann schloss ich ihre Box und holte, gemeinsam mit Kimi, Summer, Grey, Monster und Heat von der Koppel. Wir gaben ihnen für die Nacht Heu und schlossen die Paddocktüren.

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      Pflegebericht 6 - 08.01.2014
      Kimi hatte mich gebeten, ihm Urlaub zu geben. Ich hatte zugestimmt, war mir dennoch unsicher, ob ich nicht was falsch gemach hatte. Seit unserem Ausflug war nichts mehr gelaufen, wir hatten einfach so weiter gemacht wie zuvor und ich hatte das Gefühl, er würde nicht mehr lange bei mir auf dem Hof bleiben. Trotz allem musste die Arbeit weiter gehen. Bedrückt lief ich zur Weide und holte mir Cala, die heute mal wieder ein bisschen was tun sollte. Seit sie sich der kleinen Caletta angenommen hatte, wurde sie nicht mehr wirklich gearbeitet und das konnte nicht sein. Sie hatte ja eigentlich gar kein Fohlen, also führte ich sie, natürlich mit der Kleinen im Schlepptau, in den Stall. „So meine Liebe, heute haben wir ein bisschen Arbeit vor uns. Du kannst dich ja nicht einfach aus dem Training schummeln“, grinste ich und klopfte der Stute den Hals. Sie hatte jedoch nur Augen für Caletta, die mittlerweile schon auf eigene Faust die Welt entdeckte. Immer musste man aufpassen, dass sie nichts kaputt machte oder irgendwas anknabberte. „Caletta, bleib doch hier“, rief ich dem Fohlen noch hinterher, welches sich grade aus dem Staub machte. Cala wurde unruhig und atmete deutlich hörbar aus. „Sie kommt schon gleich wieder, keine Sorge“, beruhigte ich den Tinker und lief Caletta rasch hinterher. Sie stand vor dem Stall und sah fasziniert den Tropfen zu, die vom Dach fielen. Lachend legte ich meinen Arm um ihren Hals und zog sie sanft zurück in Richtung Stall. „Deine Mami wird böse wenn du weg läufst“, erklärte ich der Kleinen und machte den Stall zu, damit sie nicht nochmal weglaufen würde. Dann widmete ich mich wieder Cala und begann sie gründlich zu putzen. Anschließend kam Sattel und Trense drauf und es ging zur Halle, draußen war mir das Wetter zu schlecht. Seit einem guten Monat wurde sie nun schon nicht mehr geritten, ich stellte mich also auf ein hitziges Pferd ein, täuschte mich jedoch gewaltig. Cala arbeitete vorbildlich mit, konzentrierte sich sogar mal nicht auf 'ihr' Fohlen und meisterte sogar Aufgaben, die wir noch nicht oft geübt hatten. Caletta lief ab und zu neben uns her, erkundete aber lieber die Halle und wälzte sich einmal. Nach einer guten Stunde stieg ich ab, brachte die beiden zurück in den Stall, wo ich Cala erneut putzte. Auch Caletta bekam ein wenig Körperpflege, hatte darauf aber heute nicht so viel Lust. Sie wusste mittlerweile ganz genau, wie sie was zu machen hatte, um etwas zu bekommen, oder eben nicht. Ich ließ sie also in Ruhe, immerhin war sie ja noch Baby. Draußen wurde es schon wieder dunkel. Wie die Zeit verging! Ich stellte die beiden Stuten in ihre Box und machte mich dann zur Koppel, um auch die anderen Stuten und Hunter reinzuholen. Grey und Summer nahm ich zuerst, danach den Wallach. Bevor ich meinen Rundgang machte, holte ich noch Heat, Monster, Dave und Brave und stellte sie in ihre Boxen. Dann bekamen alle ihr Heu für die Nacht und das Kraftfutter. Bei Brave schaute ich nochmal genau hin, da die Tierärztin etwas besorgt wegen seinem Husten war, konnte aber nichts auffälliges entdecken. Also machte ich das Licht aus und ging ins Haus.
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      Pflegebericht 7 - 19.02.2014
      Unsanft wurde ich aus meine Träumen gerissen und drehte mich missmutig auf die andere Seite. Kimi stand panisch vor dem Bett und versuchte mich zu wecken. „Was ist denn los?“ murmelte ich genervt, rieb mir die Augen und drehte mich wieder um. „Steh auf! Es brennt“, schrie er schon fast und ich saß plötzlich kerzengrade im Bett. In meinem Kopf spielten sich die schlimmsten Szenarien ab. „Komm jetzt! Ruf die Feuerwehr!“ Kimi rannte aus dem Schlafzimmer, ich hörte ihn die Treppe runter stolpern.
      Panische Angst ergriff mich, ich schnappte mir mein Handy, wählte den Notruf, lief zum Fenster und bekam den Schock meines Lebens. Der ganze Stall stand in Flammen, große, dunkle, bedrohliche Flammen! Tränen schossen mir in die Augen und ich fing urplötzlich an zu zittern. Ich war gelähmt, konnte dem Mann am Telefon grade noch sagen, was passiert war und wo ich mich befand. Er versicherte mir, dass sofort jemand da sein würde, doch das war mir nicht genug. Ich hatte Angst – Angst, dass Mieke etwas passieren würde– Angst, dass meinen Pferden was passieren würde – Angst, dass Kimi etwas passieren würde – Vor allem aber Angst, das mein Traum grade zerplatzte. Ich rappelte mich auf, lief die Treppe runter, wäre dabei fast hingefallen und rannte ohne nachzudenken im Nachthemd und barfuß über den Hof. „Kimi“, schrie ich in die Nacht, die Tränen liefen mir nur so übers Gesicht. Aus dem Stall vernahm ich panisches Wiehern der Pferde. Wo sollte ich nur zuerst hin? In mein Kopf drehte sich alles, ich konnte nicht klar denken. Hinter mir hörte ich Pferde laufen, blitzschnell drehte ich mich um und erblickte Kimi, der gefolgt von Monster und Heat aus dem Stall kam. „Bring die auf die Koppel“, befahl er und ließ die Mähnen der Pferde los, um zurück in den Stall zu laufen und die anderen Pferde zu holen. Ich wusste nicht was ich tat, griff nach den Hengsten und rannte mit ihnen zur Weide. In ihrer Panik zogen sie mich mehr hinter sich her, als das ich ihnen zeigte, wo es lang ging. Aus der Ferne hörte ich endlich die Sirenen der Feuerwehr, was mir aber weniger Sicherheit gab, als dass es mir noch mehr Angst machte. Kimi hatte inzwischen Brave und Dave aus dem brennenden Stall geholt und schubste mich unsanft an. „Komm!“ Wie in Trance folgte ich ihm, meine Füße waren eiskalt, mein Gesicht hingegen brannte wie Feuer. Die Stuten hatte es schlimmer erwischt, es gab keine Möglichkeit in den Stall zu gelangen. Die Feuerwehr war da! Panisch schrie ich einen der Männer an: „Meine Pferde sind da drin!“ Er faselte irgendwas von beruhigen, aber ich wollte mich nicht beruhigen! Nur Augenblicke später kam ein Rettungswagen, doch ich hatte nur Augen für das brennende Gebäude, in dem meine Pferde eingeschlossen waren.
      „Sie müssen meine Pferde retten“, schrie ich nun einen anderen Mann an, ich hatte panische Angst, ich wusste nicht was ich machen sollte, ich konnte nicht tatenlos zusehen, wie alles abbrannte. Alles zog an mir vorbei, ich hörte nur Teile von dem was gesprochen wurde, dafür aber umso mehr, wie die Pferde wieherten. Ich hörte sie schreien! Es waren Schreie voller Angst, voller Panik und ich konnte nichts tun. Ich sank auf die Knie und vergrub mein Gesicht in meinen Händen, weinend wie ein Schlosshund. Immer und immer wieder hörte ich das panische Wiehern der Pferde, es brannte sich in mein Gedächtnis, ich würde es nie wieder vergessen können. Ein Rettungssanitäter griff mir unter die Arme und half mir auf die Beine. „Sie sollten hier nicht auf dem Boden sitzen.“ Ich hatte keine Kraft mehr mich zu wehren, das einzige was ich noch hatte war Angst – Angst, dass ich meine Pferde nie wieder sehen würde. Als ich wieder aufwachte, befand ich mich in einem Hotelzimmer. Mieke schlief seelenruhig neben mir, nur Kimi war nicht da. Ich musste mich erstmal berappeln, da viel mir die letzte Nacht wieder ein und sofort bekam ich panik. Ich griff zu meinem Handy und wählte Kimis Nummer. Er meldete sich und klang ganz normal. Er erzählte mir, dass er bei den Pferden war, die die Nacht alle unbeschadet überstanden hatten. Mir fiel ein Stein vom Herzen. Doch nun standen wir vor dem nächsten Problem: Wir hatten kein Zuhause mehr! Lange überlegten Kimi und ich, wie es nun weiter gehen sollte, dann fiel mir Lina ein. Wir konnten vorrübergehend zu ihr. Sofort rief ich sie an und erzählte von unserer misslichen Lage. Sie erklärte sich bereit, uns bei sich aufzunehmen und der Entschluss stand fest. Es ging zurück nach Deutschland! Vier Tage später kamen wir mit allen Pferden an der Ostsee an und waren heilfroh, endlich wieder ein „richtiges“ Zuhause zu haben. Lina zeigte uns sofort, wo wir unsere Pferde unterstellen konnten. Vor allem die Fohlen waren sichtlich gestresst und froh, die Lange Autofahrt überstanden zu haben.
      Doch noch waren wir nicht an unserem endgültigen Ziel. Linas Hof war viel zu klein für alle Pferde, also musste eine Lösung her!

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      Hufschmiedbericht 1 - 21.02.2014
      Heute ging es ab zu Lisa, die schon einmal in meiner Hufschmiede war. Diesmal waren aber andere Pferde dran, und zwar Calacirya, Dave, Angus the Brave, Luisa, Maira und Caletta. Ich machte mich schon früh auf den Weg und kam nach einiger Zeit auch an, da ich mich komischerweise nicht verfuhr. Lisa wartete dort schon mit den ersten drei Pferden: Angus, Luisa und Calacirya. Ich packte meine Sachen aus und machte mich sofort an die Arbeit. Ich befreundete mich erst mit Calacirya an, denn die Tinkerstute war ziemlich freundlich und neugierig. Ich hob ihren ersten Huf mit Leichtigkeit und machte mich an die Arbeit. Ich schnitt mit dem Messer den Dreck und den Sand heraus, dann knipste ich mit der Hufzange das überstehende Horn ab, ehe ich mit der Feile die Hufwand wieder rund machte. Dann testete ich aus, ob die Hufform auch passte, ehe ich das alles bei den anderen drei Hufen wiederholte. Calacirya war ziemlich ruhig dabei und ließ alles über sich ergehen. Dann ging es zu Angus, der etwas mutiger war und an meiner Tasche, in der ich Karotten verstaut hatte, knabberte. Ich gab ihm auch eine, wobei Calacirya auch noch eine bekam, bevor sie weggeführt wurde, und machte mich auch bei ihm an die Arbeit. Es ging recht schnell, da er kaum Anstalten machte. Dann ging es zu Luisa, die mir stürmisch entgegentrat und mich sofort beschnupperte. Sie war noch ein Fohlen und daher war ich erst recht bei ihren kleinen Hufen vorsichtig, allerdings war sie etwas zappelig und ich brauchte etwas länger. Lisa hatte Angus und Calacirya schon weggeführt und brachte jetzt Maira und Caletta und Dave auf den Putzplatz, ehe sie auch Luisa zurück in ihre Box brachte. Ich machte mich auch bei dem kleinen Dave an die Arbeit und danach kamen noch die beiden Fohlen Maira und Caletta dran. Als ich fertig war, packte ich auch schon meine Sachen zusammen und verabschiedete mich bei Lisa, die ihre Pferde wieder zurückführte, und fuhr dann wieder zurück auf mein Gestüt.
      Lynx

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      Pflegebericht 8 - 05.03.2014
      Da stand ich nun - im neuen Stall. Ich war schon ganz gespannt auf mein Pflegepferd. Es ist eine Tinkerstute namens Calacirya - kurz "Cala". Ich ging in ihre Box und war begeistert. Sie schaute mich mit ihren großen, klaren Augen an und kam auf mich zu. Ich merkte sofort, dass sie sehr anhänglich ist. Ich streichelte sie am Hals und begrüßte sie. Dann holte ich ihr Halfter und nahm sie mit nach draußen, um sie dort anzubinden. Das Wetter war wundervoll. Sonne, blauer Himmel und kleine weiße Wölkchen. Ich holte Cala's Putzkoffer und fing dann an sie zu striegeln.
      Sie stand entspannt da und genoss das Striegeln. Nachdem ich sie gestriegelt hatte, begann ich ihre Mähne und ihren Schweif zu bürsten. Sie hat sehr dichtes Haar, weswegen ich damit längere Zeit verbrachte. Ich wollte ja schließlich, dass sie gut aussieht. Nachdem ich mit Mähne und Schweif fertig war, begann ich die Hufe auszukratzen. Cala gab alle 4 Hufe brav. Ich entfernte einige Steine und machte die Hufe dann mit der Hufkratzerbürste sauber. Nachdem ich mit dem Putzen fertig war, lobte ich Cala und gab ihr eine Möhre. Nachdem sie mit dem Fressen fertig war, stupste sie mich an in der Hoffnung noch eine Möhre zu bekommen. Diese wollte ich ihr aber erst kurz bevor ich gehe, geben. Ich nahm ihre Trense und trenste sie auf. Dann ging ich mit Cala spazieren, um zu sehen, wie sie sich im Umgang mit ihr noch fremden Personen verhält. Sie lief brav an meiner Seite. Wir gingen an einem Wald entlang. Dann rannte auf einmal ein Reh aus dem Wald. Ich dachte, dass Cala sich eventuell erschrecken würde und nahm sie etwas kürzer. Cala war allerdings entgegen meiner Erwartungen gelassen und erschreckte nicht. Ich lobte sie und wir gingen weiter. Nach einigen hundert Metern machten wir eine Pause und ich ließ Cala grasen.
      Nach ca. 10 Minuten Pause machten wir uns wieder auf den Heimweg. Auch hier verlief alles ohne Probleme.
      Ich war stolz, so ein verlässliches Pflegepferd zu haben. Als wir wieder im Stall waren, nahm ich ihr die Trense ab, kratzte ihre Hufe aus und brachte sie in ihre Box. Sie schaute mich hoffnungsvoll an. Ich gab ihr die 2. Möhre und verabschiedete mich von ihr.
      Jasix3

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      Pflegebericht 9 - 23.05.2014
      „Morgen Loi!“ rief ich fröhlich und stieg aus dem Auto. „Danke, dass du mir hilfst! Ich glaube sonst schaffe ich heute nicht alle Pferde.“ stöhnte sie und sah jetzt schon ganz gestresst aus. Ich bot ihr erst einmal einen Thermosbecher Kaffee an und nickte ihr aufmunternd zu. „Zu zweit wird das doch kein Problem.“ grinste ich und wir machten uns gemeinsam auf den Weg in den Stall. Lisa war momentan nicht in der Lage, sich um ihre Pferde zu kümmern, da dass Kind mehr Aufmerksamkeit als gedacht benötigte und Loi hatte die Fürsorge für ihre Pferde übernommen. Doch im Moment war viel los, so dass auch Loi mit ihrer Zeit zu tun hatte, weshalb ich ihr heute unter die Arme griff.
      Erst einmal fütterten wir alle Vierbeiner, ehe es dann auch schon auf die saftigen Weiden ging. Schon jetzt Ende Mai waren die Temperaturen um die 25°C angestiegen und die Pferde genossen einfach nur das Wetter auf der saftigen Wiese. Während die Pferde ihre Pause genossen, machten Loi und ich uns an die Stallarbeit, denn es hieß Boxen ausmisten und wieder herrichten. Danach kehrten wir die Stallgasse und entfernten noch hier und da Spinnenweben. Als das geschafft war, beschäftigten wir uns auch schon mit den Pferden und begannen bei den jüngsten. Alle drei Jungstuten forderten unsere gesamte Aufmerksamkeit. Lisas Schützling Calette überließ ich lieber Loi, da sie die kleine Dame schon länger kannte. Ich nahm stattdessen Maira, sie war genauso aufgeweckt wie ihre Freundinnen. Wir putzten die beiden gründlich und gingen dann mit ihnen ein wenig in der Halle Fange spielen, um die Bindung zu den Menschen zu fördern. Während Loi die beiden Fohlen bespaßte, holte ich noch Luisa dazu, damit auch sie gleich beschäftigt wurde. Danach durften die drei Schecken wieder auf ihre Weide und der Ernst begann. Wir nahmen uns zuerst die Hengste vor, denn bei ihnen würden wir wohl mehr Kraft brauchen – außer bei Dave. Das Pony wollten wir später mit zu einem Ausritt mitnehmen, stattdessen waren jetzt Angus the Brave und Monster Energy an der Reihe. Ich putzte und sattelte Brave, während Loi sich Monster fertig machte. Dann marschierten wir auf den Reitplatz und begannen ein wenig Dressurarbeit. Brave besaß zwar nur ein Stockmaß von 1.49m, aber dennoch hatte er raumgreifende und schwungvolle Gänge. Auch Loi musste sich zu Anfang erst einmal an das kräftige Pferd unter ihr gewöhnen. Ich hatte kaum Probleme mit Brave, er machte seinen Namen eben alle Ehre, aber Monster schien das Gleiche zu tun. Anfangs testete er nur zu gerne aus und Loi musste ihn sehr beschäftigen, damit er keinen Blödsinn machte. Umso froher war sie, als wir endlich fertig waren, die beiden Hengste absattelten und wieder auf die Weide brachten. „Wollen wir erst einmal eine Pause machen?“ fragte Loi und lud mich zu einem Ausritt zum See ein. Ich sagte begeistert zu und holte HeadHunter, den hübschen Wallach von der Weide. Loi schnappte sich Grey Love, außerdem nahmen wir Dave und Feather, die beiden Shettys, als Handpferde mit. Flott waren wir sechs fertig und konnten los. Mit den Tinkern war der Ritt richtig entspannt und sie planschten auch gerne im Wasser umher, so dass wir sie anscheinend richtig beschäftigt hatten. Wieder auf dem Hof standen noch drei Pferde an und dann hätten wir es auch schon geschafft. Ich kümmerte mich um die Trakehnerstute Calista und machte sie für ein wenig Springen fertig. Loi holte Summer Holiday, sie wollte lieber noch ein wenig Dressur reiten. Ich nickte ihr zu und dann machten wir uns an die Arbeit. Beide Stuten arbeiteten wunderbar mit und zufrieden kamen wir auch nach der Stunde wieder zurück in den Stall. Loi wollte schon den Stall für den Abend fertig machen, so dass ich mich noch um Calacirya kümmern würde. Ich putzte die Stute gründlich und ging dann mit ihr auf den Platz, um sie noch ein wenig zu longieren, denn das würde ihr sicherlich gut tun. Und tatsächlich machte ihr es einen riesigen Spaß und sie war danach richtig zufrieden. Ich ließ sie noch kurz laufen, ehe es auch für sie zurück in den Stall ging. Loi hatte schon alle Pferde reingeholt und wir fütterten nur noch schnell, ehe wir uns wieder auf den Heimweg machten. „Noch einmal Danke für deine Hilfe!“ meinte Loi lächelnd und winkte mir noch einmal.
      Edfriend

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      Pflegebericht 10 - 22.08.14
      Nachdem wir Smeara in ihren abgetrenten Teil vom Offenstall gebracht hatten, kümmerten wir uns nun noch um die anderen Pferde.
      Lina holte sich Feather und Dave, um mit den beiden vor der Kutsche eine Runde zu drehen. Wir waren mittlerweile ein gut eingespieltes Team und es gab selten Probleme in der Aufteilung der Arbeiten.
      Laura, unsere neue Babysitterin, passte derweilen auf Mieke auf, sodass Kimi und ich zum Stutenstall gingen.
      "Hunter und Grey?", fragte ich grinsend.
      Kimi guckte mich schief an: "Wenn du den Hunter nimmst, dann ja." Er wollte mit dem Wallach einfach nicht warm werden, aber ich hatte keine Probleme mit ihm, also machten wir uns mit den beiden auf den Weg zum Putzplatz um dann zu einem Ausritt zu starten. Wir trafen Lina mit den beiden Shettys und beschlossen zusammen weiter zu reiten. Dave und Feather machten sich hervorragend vor der Kutsche und harmonierten wunderbar miteinander. Keine Sekunde bereute ich es, die beiden zu besitzen. Während wir so durch die Wälder zogen, beschlossen wir im Anschluss mit Brave, Cala und Summer in der Halle zu arbeiten. Kimi sicherte sich natürlich sofort einen Platz auf Cala, Lina schnackte mir Summer ab, sodass ich es mit Brave zu tun bekommen würde.
      Eine gute Stunde später waren wir zurück auf dem Hof und hatten die Pferde warm geritten. Brave machte sich gut unter dem Sattel und lernte jeden Tag etwas neues. Ihm schien die Arbeit sichtlich Spaß zu machen und auch ich hatte Spaß und mochte den kleinen, kompakten Hengst sehr.
      Cala und Summer waren heute weniger motiviert bei der Arbeit, aber damit musste ich mich ja nun zum Glück nicht beschäftigen.
      Nach dem Reiten versorgten wir alle Pferde, kontrollieren die Tränken, fütterten Heu und anschließend Kraftfutter.
      Auch nach Smeara schaute ich noch einmal. Sie war aufgestanden und erkundete neugierig ihr neues Zuhause. Beruhigt konnten wir überall das Licht ausschalten und den Tag in Ruhe ausklingen lassen.
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      Tierarztbericht 2 - 08.11.2014

      Als letztes standen die Stuten und Wallache auf dem Plan.
      Auch sie waren schnell herbeigeholt, sodass ich mit meiner Arbeit beginnen konnte.
      Die erste war Grey Love. Insgesamt schien sie ziemlich fit, aber ein Umstand fiel mir direkt ins Auge. „Ich würde mal beobachten, ob ihr Langhaar über den Winter her deutlich mehr wird. Ich würde so vom ersten Eindruck vermuten, dass sie ein Ekzem hat.“
      Lisa bedachte mich mit einem nachdenklichen Blick.
      Nun untersuchte ich Summer Holiday. Hier war recht schnell klar, dass sie sich perfekter Gesundheit erfreute, sodass ich mich der nächsten Stute zuwenden konnte. Dies war Calacirya. Auch sie war top in Form.
      Nun folgte Feather, die ich schon einmal besessen hatte. Auch sie sah sehr gut aus und schien mich auch noch wieder zu erkennen.
      Head Hunter, ein Wallach, der oft auf Schauen unterwegs war, war ebenfalls sehr gesund und ich konnte nichts finden, was ich beanstanden könnte.
      Als letztes war Walking to the Moonlight an der Reihe. Auch sie war vollkommen gesund, sodass ich beginnen konnte zu impfen.
      Ich impfte alle Pferde gegen Tetanus und Influenza und verabreichte anschließend jedem Pferd eine Wurmkur.
      „So, dann seid ihr mich auch schon wieder los!“, lachte ich und machte mich dann auf den Heimweg, nachdem ich meine Sachen zusammengepackt hatte.
      Eowin

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      Pflegebericht 11 - 22.01.2015

      Es war nur ein kurzer Besuch bei Mongofisch, weil ich heute kaum Zeit hatte. Dennoch hatte ich ihr versprochen, mich um ihre vierbeinigen Lieblinge zu kümmern. Es war kurz nach 8 Uhr, als ich auf dem Hof ankam. Im Stall war es noch relativ ruhig, doch als ich das Futter verteilte, waren sofort alle hellwach. Ich wartete geduldig, bis alle fertig waren, ehe ich die Stuten als erste auf die Weide brachte. Ich nahm immer zwei Stuten, eine rechts, eine links. Zuerst durften Grey Love und Summer Holiday auf ihre Weide. Danach kamen Calacirya und Feather raus und zu guter Letzt noch Walking to the Moonlight und der Wallach HeadHunter. Die würden heute auf jeden Fall frei haben, denn eigentlich wollte ich nur die Hengste etwas beschäftigen, ehe ich fuhr. Dementsprechend brachte ich als nächstes die Fohlen raus. Auch wieder als erstes Caletta und Luisa (Gott waren die gewachsen!) und dann Maira und Smeara. Die vier Ladys jagte überglücklich über die großen Weiden und schienen nichts dagegen zu haben, heute frei zu haben. Nun standen nur noch die drei Hengste im Stall. Als erstes schnappte ich mir Dave. Den Shettyhengst longierte ich ausgiebig, führte ihn dann trocken und brachte ihn auf die Weide. Danach sattelte ich mir Angus the Brave und trainierte ein wenig Dressur. Zum Abschluss gönnte ich mir noch einen Ausritt mit Monster Energy. Als dann alle Hengste auf der Weide standen, machte ich mich auf den Heimweg.

      Trainingsbericht 1 - Dressur A-L - 14.02.2014
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      „Kinder mochten mich noch nie“, lachte ich leise und grinste Lisa an, die ihre Tochter Mieke auf dem Arm hatte. Die Kleine war erst einige Tage jung und fast durchgehend am Schreien oder Schlafen, doch trotzdem war sie irgendwie … süß. Und dass das von mir kam, war schon irgendwie gewöhnungsbedürftig. Ich mochte Kinder noch nie wirklich, und das beruhte wohl auf Gegenseitigkeit. Babys waren da etwas anders, die waren noch süß und klein und nicht so frech und vorlaut. Die sagten mir dann doch eher zu.
      Lisa grinste mich an und deutete dann mit ihrem Kopf in Richtung Hänger. „Calacirya ist im Hänger. Würdest du sie ausladen?“ Ich nickte nur und begab mich dann in Richtung der Ladeklappe, um diese zu lösen und zu öffnen. Ein breiter Pferdehintern streckte sich mir entgegen, dann drehte das Pferd seinen Kopf und sah mich an. Wie nicht anders zu erwarten, war es ein Tinker. Lisa und ihre Tinker, dachte ich grinsend und betrat dann den Hänger, um die Stute loszubinden und heraus zu führen. Langsam ging sie einige Schritte rückwärts und blieb dann wie von allein stehen, als sie auf dem festen Boden stand. Lobend klopfte ich ihr den Hals, drehte mich dann zu Lisa: „Fährst du dann jetzt wieder oder möchtest du noch etwas bleiben?“ Ein Lächeln umspielte meine Mundwinkel und ich hob erwartungsvoll die Augenbrauen.
      „Ich würde ja gern noch etwas bleiben, aber Kimi vermisst und sicher schon. Er macht sich in der letzten Zeit viel zu viele Sorgen um mich; als wäre ich ein kleines Kind, das nicht auf sich selbst aufpassen kann“, sagte sie und lachte kurz auf, weshalb mein Lächeln in ein Grinsen überging. Augenblicklich stellte ich mir vor, wie es wäre, mit Matthew ein Kind zu haben. Gut, wir waren im Moment immer noch „zerstritten“, aber ich hoffte, dass sich seine Launen bald legen würden. Ich hatte einfach keine Lust mehr auf seine nervigen Stimmungsschwankungen und sein verbittertes Benehmen mir gegenüber.
      Ich verbannte die Gedanken aus meinem Kopf und nickte Lisa zu, als diese kurz winkte und sich in ihr Auto setzte. „Ich denke, ich werde mich mit Calacirca, Cala …?“, fragte ich verunsichert und lächelte ihr entschuldigend zu. Lisa jedoch lachte nur. „Calacirya.“ Ein weiteres Nicken meinerseits, dann sprach ich leise nochmal den Namen aus. Damit würde ich wohl noch Probleme bekommen, irgendwie wurde ich mit diesem komplizierten Namen nicht warm.
      Die formellen Daten hatten wir alle schon durchgesprochen, auch wusste ich schon über den Charakter der Stute Bescheid – sensibel, aber anhänglich. „Na, du kleine Klette, dann lass uns mal“, sagte ich und strich dem Tinkerpony über die Stirn, bevor ich sie in ihre vorübergehende Box führte und ihre Heuraufe auffüllte, damit es ihr an nichts mangelte. Die automatische Tränke funktionierte einwandfrei, das Stroh war frisch gewechselt und auch ein wenig Futter fand sie in ihrem Trog vor, also konnte ich zufrieden den Stalltrakt verlassen und mich ins Wohnhaus begeben. Calacirya durfte sich jetzt erst einmal einleben, ehe das Training in einigen Tagen beginnen würde.

      „Calacyrca!“ Auf einen leisen Pfiff hin hob die Scheckstute ihren Kopf und sah mich neugierig an. Dennoch machte sie keine Anstalten, sich zu mir bewegen, weshalb ich leise seufzte und durch den Weidezaun stieg. Kurz darauf befand ich mich schon neben ihrem Kopf. „Na, Calacyrca“, grinste ich und schlug mir dann innerlich gegen die Stirn. Calacyrca? Na super, das mit dem Namen klappte ja toll. Ich war schon in der Schule nie gut im Vokabeln lernen gewesen, jetzt wirkte sich das auch noch auf meine Arbeit aus. Seufzend zog ich ihr das Halfter über den Kopf und bewegte mich dann mit Calacirya in Richtung Putz- und Waschplatz. Schon bald war sie vollständig geputzt und ausgerüstet; das Training konnte losgehen.
      Da ich heute ein wenig unter Zeitdruck stand (Domenic sei Dank, er meinte, ich sollte ihm doch uuuunbedingt bei seinem Training mithelfen!), musste Cala etwas kürzer treten, doch ich hoffte, dennoch mit der heutigen Einheit durchzukommen und ihr genügend Zeit widmen zu können.
      Die versammelten Gangarten hatte ich bereits drei Tage zuvor mit ihr geübt, sodass wir auf diese nicht mehr weiter eingehen mussten. Auch die Hufschlagfiguren – in einer L-Dressur waren die die acht Meter-Volten im Galopp, halbe Volte links und halbe Volte rechts, aus der Ecke kehrt mit acht Metern Durchmesser, durch die halbe Bahn und durch die Länge der Bahn wechseln – hatten wir bereits trainiert, sie stand inzwischen schon eine ganze Weile bei mir. Das Training war bis dato gut verlaufen, ich hatte momentan wirklich nichts zu meckern. Ich hatte schnell gelernt, dass Cala wirklich sensibel war und ich genau drauf achten musste, wie ich mit ihr umzugehen hatte; denn sonst wurde sie ziemlich zickig und die Erfahrungen, die ich mit der zickigen Calacirya gemacht hatte, waren nicht sonderlich erfreulich gewesen, weshalb ich inzwischen verstärkt darauf achtete, ihren Ansprüchen gerecht zu werden.

      Schnell hatten wir den Außengalopp hinter uns gebraucht. Calacirya war ziemlich lernfähig und verstand beinahe binnen Sekunden, was ich von ihr verlangte. Zwar dauerte es etwas, bis sie es wirklich gut ausführte, aber dies ging dann doch recht flott vonstatten und so konnten wir uns den anderen beiden benötigten Lektionen zuwenden.
      Beginnend mit der Kurzkehrt, parierte ich die 1,66 Meter hohe Stute in den Schritt durch und bog sie etwas nach links, indem ich mein Gesicht nach links verlagerte und zeitgleich mit dem inneren Schenkeltrieb. Mein äußerer Schenkel wanderte währenddessen eine Handbreit hinter den Sattelgurt, der äußere Zügel gab gleichzeitig etwas nach. Calacirya trat daraufhin vorwärts-seitwärts, woraufhin ich mein Kreuz und meine Oberschenkel anspannte und eine kurze Parade am äußeren Zügel gab. Ich nahm meine eine Hand nach vorne und klopfte der Stute lobend den Hals, während ich auch mit der Stimme stolz auf sie einredete. Stolz war in diesem Sinne nicht untertrieben, ganz im Gegenteil. Ich war tatsächlich erfreut darüber, dass sie so schnell lernte.
      Wir wiederholten das ganze Prozedere – in den Schritt parieren, durch Verlagerung des Gewichts nach links, Treiben mit dem inneren Schenkel, Versetzung des äußeren Schenkels eine Handbreit hinter den Gurt und Nachgeben mit dem äußeren Zügel nach links biegen; sobald Calacirya vorwärts-seitwärts trat, Kreuz und Oberschenkel anspannen, kurze Parade am äußeren Zügel – immer wieder, bis ich mir sicher war, dass es wirklich saß und wir uns der Hinterhandwendung widmeten.
      Für diese Lektion hatten wir zwei Stangen in einem rechten Winkel zueinander auf dem Boden platziert, die als Begrenzung dienen sollten, da Calacirya natürlich noch nicht wusste, was von ihr verlangt wurde und dies eine sogenannte Hilfestellung sein sollte, damit das Training zu Beginn etwas leichter fiel.
      Um die Übung zu beginnen, ritten wir auf die Mittellinie und wendeten aus dem Schritt heraus, um daraufhin in die Ecke hineinzureiten. Als wir uns in der Ecke befanden, gab ich Calacirya die benötigten Hilfen, sodass sie sich um das innere Hinterbein drehen sollte. Sollte traf es wohl ganz gut, denn sie wusste anfangs so ziemlich gar nicht, was ich von ihr verlangte. Mit einer Menge Geduld klappte es jedoch glücklicherweise irgendwann und zumindest in der Ecke drehte sie sich um das innere Hinterbein. Wir wiederholten die Übung so lange, bis es wirklich hundertprozentig klappte und ich zufrieden gestellt worden war, dann machten wir uns daran, die Lektion durchzuführen, ohne die Stangen als Begrenzung auf dem Boden liegen zu haben. Es bedurfte zwar einiger Übung – und 'einiger' darf man in diesem Falle ruhig und gerne durch 'viel' ersetzen – doch irgendwann schafften wir es auch dies umzusetzen und zufrieden konnten wir das Training beenden, schließlich hatte sich Calacirya jetzt alles angeeignet, was für eine L-Dressur von Nöten war.

      „Hey, Lisa!“, begrüßte ich die junge Frau erfreut, als diese auf meinem Gestüt eintraf und umarmte sie zur Begrüßung kurz. „Mieke nicht dabei?“
      „Nein, die ist zu Hause bei Kimi. Deshalb muss ich auch schnell wieder zurück, sonst habe ich bald kein Kind mehr“, lachte sie und ich stimmte in ihr Lachen mit ein, es war einfach zu ansteckend. „Na dann, wollen wir uns mal beeilen. Möchtest du dennoch einen Kaffee oder eine Tasse Tee?“
      „Oh, Tee, bitte“, antwortete Lisa, doch ich ignorierte sie gekonnt. „Okay, also ein Glas Wasser.“ Und während ich ihr das Wasser eingoss, begann ich, zu reden. „Also … Calacirya – ich kann inzwischen den Namen aussprechen, sei stolz auf mich! – hat sich beim Training wirklich gut gemacht, ich weiß gar nicht, was ich großartig dazu sagen soll. Auf jeden Fall ist sie bereit für die L-Dressur.“ Ein Lächeln schmückte mein Gesicht, als ich Lisa ihr Glas vor die Nase stellte und mich dann gegenüber von ihr auf den Stuhl sinken ließ.
      Viel über das Training sprachen wir nicht, eher erzählte Lisa mir alles darüber, was zwischen ihr und Kimi geschehen war und ich berichtete ihr alles über Matthew. Sie schien ihn genauso wenig wie ich zu verstehen und nun regten wir uns gemeinsam über ihn auf. Zumindest, bis Lisa entschied, dass sie wieder los müsste – hatten wir doch die Zeit ziemlich vergessen. Ich half ihr noch, Cala zu verladen, dann verabschiedeten wir uns voneinander und sie fuhr vom Hof.

      Samarti
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      Trainingsbericht L auf M 8.8.14 :
      Ausbildungsstall Falkensee



      Tag 1:
      Ich saß gerade noch in meinem Auto auf dem Weg zu einem neuen Ausbildungspferd. Es handelte sich um eine siebenjährige Tinkerstute, die von ihrem L-Niveau auf M gebracht werden sollte.
      Ich bog auf einen kleinen Feldweg ab, der zum Stall führte.
      Als ich am Stall ankam, bemerkte ich sofort, dass es hier sehr viele Ticker gab und ich war begeistert, weil ich diese Rasse sehr gerne habe. Ich stieg aus meinem Auto aus und lief an den Koppeln entlang zum Stalltrakt in dem ich mich mit Lisa treffen würde.
      Als ich den Stall betrat, kam mir eine junge Frau entgegen gelaufen und stellte sich als Lisa vor. Wir begrüßten uns und sie wirkte sehr sympathisch. Sie zeigte mir gleich die Stute, um die es ging und ich laß am Boxenschild den Namen Calacirya. Sie sah sehr stolz aus und ich war auf anhieb begeistert von ihr. Lisa erklärte mir, dass Calacirya sehr sensibel ist und man dementsprechend stark aufpassen müsse, sie sehr behutsam zu reiten. Ich betrat die Box und streichelte Calacirya behutsam am Hals und ließ sie meine hand abschnuppern. Sie war sehr aufmerksam und freundlich obwohl sie mich nicht kannte.
      Lisa und ich beschlossen sie zusammen zu putzen und für das Training fertig zu machen, dass ich eine weitere Möglichkeit habe sie kennen zu lernen. Als Cala fertig geputzt und gesattelt auf der Stallgasse stand, fragte ich Lisa ob ich mit ihr auf den Reitplatz gehen könne weil das Wetter am heutigen Tag perfekt wäre. Sie sagte, dass ich das natürlich machen könne und das sie auch noch kurz dabei bleiben würde um mir am Anfang noch ein paar Tipps geben zu können. Ich führte Cala also nach draussen auf den Platz und stieg auf. ich ließ sie zu erst am langen Zügel etwas Schritt gehen und unterhielt mich dabei noch ein wenig mit Lisa. Nach circa zehn Minuten nahm ich langsam die Zügel auf um mit der Lockerungsarbeit zu beginnen. Ich merkte dabei sofort, dass es bei Cala reichte, wenn ich sehr feine Hilfen gab. Ich trabte sie an und fühlte mich auf Anhieb sehr wohl auf der Stute und fand, dass sie einen sehr federnden und bequemen Trab hatte. Während der Lösungsphase achtete ich genau darauf, wie Cala auf bestimmte Hilfen reagierte und war sehr vorsichtig, weil Lisa gesagt hat, dass die Stute sehr sensibel ist und deshalb nicht immer ganz einfach.
      Nachdem ich den Eindruck hatte, dass die Stute ausreichend gelöst und locker war, begann ich mit der richtigen Arbeit. Ich fing damit an Cala aus dem trab zu halten, was auch auf Anhieb klappte. Als nächstes versuchte ich die Stute aus dem Stand rückwärts zu richten, wobei ich wohl eine etwas zu starke Hand hatte und Cala recht schwungvoll nach rechts ausbrach. Im ersten Moment bin ich erschrocken, konnte mich aber relativ schnell wieder sammeln und brachte Calacirya wieder unter Kontrolle. Lisa, die noch am Rande des Reitplatzes stand erklärte mir, dass ich wirklich aufpassen müsse die Stute mit feiner Hand zu reiten. Also versuchte ich die Lektion noch einmal und und diesmal achtete ich genau darauf, sehr fein auf die Stute einzuwirken. Es funktionierte, Cala meisterte diese Übung sehr gut und ich war froh, dass wir uns langsam aneinander gewöhnten.
      Nun ließ ich die Stute etwas in den einzelnen Gangarten laufen und achtete dabei auf die Übergänge, zwischen Schritt, Trab und Galopp. da Cala sehr feine Gänge hatte und auch schon sehr gut ausgebildet war, lief sie einwandfrei und wir konnten uns also dem nächsten Thema zu wenden. Lisa rief mir zu, dass sie denke, ich komme mit Cala jetzt schon recht gut aus und sie würde jetzt dann nach Hause fahren und dann morgen wieder da sein. Ich verabschiedete mich schnell und wendete mich sofort wieder Cala zu. Ich versuchte die Stute in eine einfache Traversale zu reiten und merkte dabei schnell, dass sie verdammt schnell lernt und auch sofort versteht, was man von ihr möchte. Ich lobte sie und trainierte zum Schluss noch ein paar Vor-und Hinterhandwendungen um sie dann im Schritt am langen Zügel noch ein wenig entspannen zu lassen. Nach einer kurzen zeit stieg ich ab und brachte Cala in den Stall. ich sattelte sie ab und als ich den Sattel weggebracht habe und zu ihr zurückkam bemerkte ich wie hübsch sie war. Ich streichelte sie noch ein wenig und brachte sie dann wieder in ihre Box.


      Tag 2:
      Als ich heute in den Stall kam, stand Calacirya schon fertig gesattelt auf der Stallgasse und drehte sich um als sie mich hörte. Sie schnaubte einmal laut und beobachtete mich. Ich begrüßte sie indem ich ihre Nüstern kraulte, als Lisa aus der Sattelkammer kam und mich freundlich begrüßte. Sie sagte, dass sie heute schon etwas früher da war und die Zeit genutzt hätte um Calayirya schonmal für mich vorzubereiten. Ich bedankte mich dafür und führte Cala auf den Platz, auf dem wir gestern schon gearbeitet haben. Lisa hatte noch einige anderen Sachen auf dem Hof zu tun und wünschte mir noch viel Spass beim Training. Auf dem Platz angekommen stieg ich auf und wärmte die Stute auf. Nach der Lockerungsarbeit begann ich mit der eigentlichen Arbeit und trabte Cala an. Dabei war ich wohl ein wenig zu fest in der Hand und Cala gab mir promt zu verstehen, dass sie so etwas nicht duldete. Sie machte sich sehr steif und ich versuchte sie wieder etwas zu lockern und achtete wieder sehr stark darauf, dass ich sehr feine Hilfen gebe. Ich trabte erneut an und dieses mal lief sie ohne Probleme und ich war froh, dass sie mir meinen kleinen Fehler recht schnell wieder verziehen hat. Cala war mit ihrer vollen Aufmerksamkeit bei mir und ich beschloss heute den Galopp anzugehen. Ich galoppierte die Stute also an und machte mich an den fliegenden Galoppwechsel. Cala hat sofort verstanden, was sie machen soll, auch wenn es am Anfang noch etwas holprig war. Ich dachte mir Übung macht den Meister und somit hat Calacirya nach kürzester Zeit die fliegenden Galoppwechsel gelernt. Ich ritt mit der Stute noch ein paar Bahnfiguren und wiederholte noch einmal die Lektionen, die wir gestern trainiert haben. Danach ließ ich sie wieder am langen Zügel ein paar lockere Runden laufen und lobte sie überschwänglich.Ich war sehr stolz auf die hübsche Stute, denn sie lernte sehr schnell und war eine richtige Musterschülerin. Als wir in der Stallgassen angekommen sind, kam Lisa auf mich zu und fragte wie es gelaufen ist. ich erzählte ihr, dass Calacirya ihre Sache wirklich super macht und dass sie sehr stolz auf ihre Stute sein kann. Und wirklich es machte mir sehr viel Spass mit Cala zu arbeiten und nach zwei Tagen habe wir uns auch recht gut aneinander gewöhnt und ich wusste nun auf was ich achten muss. Als ich sie wieder in ihre Box brachte gab ich ihr noch einen Apfel, den sie sich wirklich verdient hatte und kraulte sie hinter den Ohren, wobei sie sich immer stärker gegen meine Hand drückte. Daraufhin musste ich lachen weil sie die Augen schloss und so aus sah, als würde sie vor lauter Entspannung gleich umkippen.
      Dennoch musste ich mich dann leider von ihr verabschieden und als ich ging schaute sie mir noch hinterher. Ich verabschiedete mich auch von Lisa, die gerade dabei war einige Pferde von der Koppel zu holen.

      Tag 3:
      Ich stieg aus dem Auto aus und war voller Vorfreude darauf, heute wieder mit der zwar schwierigen aber dennoch unglaublich lieben Stute zu arbeiten. Ich betrat den Stall und ging sofort zu Calacirya, die mir freundlich entgegenschnaubte. Ich kraulte ihr die Nüstern und holte sie aus ihrer Box um sie zu putzen. Ich wollte gerade fertig trensen, als Lisa mit einem anderen Pferd gerade wieder in den Stall kam. ich begrüßte sie und teilte ihr kurz mit was mir für heute vorgenommen habe und dass ich denke, dass Calacirya dann schon bereit wäre für ihre erste M-Dressur. Lisa freute sich über die schnellen Fortschritte und auch darüber, dass die Zusammenarbeit zwischen mir und der sensiblen Stute so gut funktioniert. Ich beschloss heute mit Cala in der Halle zu arbeiten, weil es leicht regnete. Ich stieg auf und begann wieder mit der Lockerungsarbeit. Dann ritt ich mit Cala ein paar Volten mit dem Durchmesser von acht Metern im Trab und ritt ein paar Bahnfiguren. Cala war heute sehr gut gelaunt und lief sehr schwungvoll und flott. Das nutzte ich um ein bisschen am starken Trab und später an der Galoppe zu arbeiten. Ich wiederholte mit der Stute die fliegenden Galoppwechsel und war wirklich erstaunt darüber, dass Cala diese Lektion so schnell gelernt hat. ich parierte sie aus dem Galopp durch zum Stehen und machte mich nocheinmal an die Hinterhandwendung und das Rückwärtsrichten. Völlig vertieft in die Arbeit mit der wundervollen Stute bemerkte ich garnicht, dass Lisa mich wohl schon eine ganze Weile beobachtete. Sie winkte mir zu und ich dirigierte Calacirya in ihre Richtung. Bei Lisa angekommen, fragte sie mich ob sie wir vielleicht mal eine M-Prüfung durchreiten könnten und ich fand die Idee super. Lisa hatte den Prüfungsbogen schon mitgebracht und fing an die Übungen vorzulesen. Somit sind Cala und ich nochmal alle neu gelernten Lektionen durchgeritten und sie meisterte diese Übung mit Bravour ! Nachdem wie die letzte Aufgabe hinter uns gebracht haben parierte ich Calacirya durch und lobte sie überglücklich. Ich ritt zu Lisa und sie lobte ihre Stute ebenfalls. Ich stieg ab und wir brachten Cala zusammen in den Stall, wo Lisa mir mit dem absatteln half. Als die hübsche Stute versorgt war und sich in ihrer Box genüsslich über Heu hermachte setzten Lisa und ich uns im Stübchen noch kurz zusammen und ich erzählte ihr von meinem Training mit ihrer Stute und sagte, dass sie jetzt auf jeden Fall bereit wäre für eine M-Dressur. Ich kam aus dem Schwärmen garnicht mehr raus, denn Calacirya hat echt einiges geleistet und sich von ihrer besten Seite gezeigt. Daraufhin lächelte Lisa mich an und sagte, dass sie es gut fand, dass wir mal eine Prüfung durchgegangen sind und somit auch gesehen hat, was ihre Cala alles gelernt hat. Wir unterhielten uns noch eine ganze Weile über alles mögliche und als ich dann langsam gehen musste, verabschiedeten wir uns und Lisa begleitete mich durch den Stall, wo ich mich auch noch von Cala verabschiedete und sie noch einmal hinter den Ohren kraulte, zu meinem Auto. Bevor ich einstieg sagte ich noch, dass es mir richtig viel Spass gemacht hat mit Cala zu arbeite und ich mich freuen würde, wenn ich wieder mal vorbei kommen dürfte. Wir verabschiedeten uns nochmal, ich stieg in mein Auto ein und fuhr mit einem guten Gefühl vom Hof.

      Besuch bei Calacirya und Cassidy

      Heute wollte ich mal auf dem Hof von Jani vorbeischauen. Sie sagte mir es wären neue Pferde dort gewesen und da wollte ich mal gucken wie die Pferde denn aussahen. Sie mussten ziemlich verkümmert sein, so wie sie es mir geschildert hatte. Also stieg ich in meinen Wagen ein und fuhr drauf los.

      Nach einigen Stunden war ich dann auch schon da, ich stieg aus und streckte mich erstmal eine Weile. Lange Autofahrten waren ja eigentlich nicht meine liebste Sache. Ich blickte mich neugierig um und lief auf den Stalltrakt zu. Ich war ja schon mal hier gewesen um einige Araber zu pflegen, aber heute wollte ich ein oder zwei Pferde von den 'Neulingen' pflegen. Im Stall angekommen begrüßte mich Jani auch schon. ,,Guten Morgen!'' - ,,Ebenso.'',meinte ich lächelnd und sah mich um. ,,Also zur Zeit sind es drei Pferde, ein deutsches Reitpony, eine Hannoveranerstute und eine Tinkerstute.'' - zwei Rassen die ich ja besonders mochte. ,,Ich glaub ich mach mich dann an die Hannoveranerstute und die Tinkerstute.'' - ,,Dann werde ich das deutsche Reitpony übernehmen.'',lächelte sie und ich nickte ebenfalls. Wer weiß vielleicht wollte sie die beiden irgendwann verkaufen und ich kannte die Pferde dann schon einmal. Als ich die Boxen durchging seufze ich auf. Das war ja noch ein Fohlen und keine erwachsene Hannoveranerstute. Ich blickte die kleine Stute an, das fuchsige Fell total verdreckt, die Hufe zu lang und die Augen verklebt. Oh weh. ,,Heute Abend wirst du bis auf die Hufe schon viel besser aussehen, Kleines.'',meinte ich zu ihr und nahm das Halfter von der Boxentür. Ich trat vorsichtig in die Box ein und hockte mich etwas hin, so das ich eben auf Augenhöhe mit ihr war. ,,Hey..'',murmelte ich leise vor mich her und streckte die Hand aus. Sie schien zutraulich trotz ihres Zustandes. Sie kam auf mich zu und ich streichelte sie. ,,Das ist Cassidy, eines meiner ehemaligen Zuchtfohlen.'', erklärte Jani mir und ich seufze auf. ,,Was ist denn passiert mit denen?'' - ,,Der Besitzer hat sich einfach nicht mehr um sie gekümmert, ich glaube auch das er weggezogen ist und sie einfach im Stall hat stehen lassen.'' - ,,Wie kann man sowas nur tun?'',fragte ich seufzend und das Stutfohlen stupste mich an. Schmunzelnd wandte ich mich zu ihr und hörte noch wie Jani meinte das sie nun das Pony machen würde. Ich streichelte die Kleine eine ganze Weile, ehe ich ihr vorsichtig das Halfter anlegte und aus der Box führte. Sie war sehr wackelig auf den Beinen. Ich band sie am Putzplatz an und Jani kam mit dem fuchsigen Reitpony gerade vorbei. ,,Ich geh eine Runde spazieren.'' - ,,Kannst du mir sagen wo ich Kamillentee, eine Tasse und Tücher finde?'' - ,, Schau mal im Reiterstübchen, da müssten wir sowas auch haben.'',ich nickte und begab mich auf den Weg, es dauerte nicht lange da hatte ich den Teebeutel in einer Tasse mit warmen Wasser und die Tücher in der anderen Hand. Nachdem der Tee durchgezogen hatte begann ich ihr die verklebten Augen zu reinigen. Es dauerte eine ganze Weile, da sich dort auch Dreck angesammelt hatte, aber nach gut einer halben Stunde konnte die Stute wieder klar blicken. ,,So ist's doch schon besser, oder?'',erneut bekam ich ein Stupser von der Stute. Ich streichelte sie kurz, ehe ich mir den Putzkasten holte und sie dann begann zu putzen, was sich bei dem Fell etwas schwierig gestaltete, aber machbar. Die zum Teil verfilzte Mähne kürzte ich ihr ebenfalls, damit auch diese und der Schweif wieder gut aussahen. Es wuchs ja alles nach, daher konnte man es auch ruhig kürzen. Das Fell war wieder durchkämmbar und die Stute wieder sauber. ,,So meine Kleine, nun bist du wieder hübsch. Bis auf die Hufe aber das kann ich nicht.'',murmelte ich leise und band sie ab. Wir liefen zusammen zu einem Stückchen Gras, dort durfte sie etwas abnagen, ehe ich mir ihr auf dem großen Hof etwas rumlief. Ich wollte nicht allzuweit weg, da sie erst seit gestern hier war und die Muskeln nicht sonderlich im guten Zustand waren. Als wir unsere Runde gedreht hatten lief ich mit ihr zu den Paddoks, dort stellte ich sie ab. Ich wollte schnell ihre Box misten und dann käme sie wieder in die saubere Box. Also machte ich mich drauf und dran die Box auszumisten und streute sie dann auch neu ein. Als ich die kleine Stute holte griff ich mir noch zwei Möhren und ein paar Leckerlis, die bekam sie dann auch in der Box, ehe ich die Boxentür schloss und die Box der Tinkerstute aufsuchte.

      An der Box der Tinkerdame angekommen entglitt mir gleich wieder ein Seufzer. Na super. Diese Stute verlier heute noch etwas mehr Fell wie die kleine Hannoveranerstute. So holte ich das Halfter udn betrat vorischtig die Box. Wie bei dem Fohlen streckte ich meine Hand aus, hier noch ein Leckerli dabei. Die Stute nahm es an und kaute genüsslich drauf herum. Ich schmunzelte und streichelte sie, als sie dies zuließ zog ich ihr das Halfter auf. Es gab eine kleine Streicheleinheit, irgendwie kam sie mir auch bekannt vor. Sie sah keineswegs besser aus als das Fohlen, ebenso abgemagert und verkommen. Die Hufe zu lang. Mal schauen wenn ich die nächsten Tage Zeit habe könnte ich vielleicht auch noch als Tierarzt vorbeischnuppern. Ich führte die Stute auf den Putzplatz, als wir an der Boxentür vorbei liefen las ich einen Schriftzug der lautete ,,Calacirya'' - ihr Name. Und da ging mir ein lichtlein auf. Ich hatte mir diese Stute schon einmal kaufen wollen, doch jemand anders hatte sie bekommen. Sanft streichelte ich sie, als sie dann am Putzplatz angebunden war. Wenn ich mir das Bild von damals in den Kopf rief und das von jetzt. Oh wei. Das arme Tier. Sofort begann ich auch ihr die Augen auszuwaschen, ehe ich mich daran machte die Mähne und den Schweif sowie den Behang an den Beinen vom verfilzten Haar zu berfreien. Ja der Behang litt darunter, aber auch der wuchs wieder nach. So machte ich mich dran das restliche Winterfell was sie jetzt noch hatte aus dem Fell zu berfreien und dies gestaltete sich ebenfalls als recht mühsam. Doch nach einiger Zeit war die Stute komplett sauber und man konnte ihr Sommerfell betrachten, mit dem gezwungenem Sommerschnitt des Langhaars und des Behangs. Sanft streichelte ich sie und die Stute blickte sich mit den großen braunen Augen um. ,,So ist's fein.'',murmelte ich und sah mich um. Ich band sie ab und ging auch ein Stückchen mit ihr, jedoch nicht über den Hof. Ich hatte den Weg um eine Weide vorhin entdeckt und dort wollte ich mit ihr lang, war zwar auch nicht lange aber so konnte sie etwas Gras naschen und durfte sie etwas bewegen und die frische Luft genießen. Ich hoffe der nächste Besitzer wird besser zu ihr. Wenn Jani sie nicht behielt. Interesse hätte ich an sich schon, an beiden aber Cassidy stammt von Ice Breaker ab, einem Pferd was Jani sehr viel bedeutet hat, also konnte es gut möglich sein das sie die kleine Stute behalten möchte. Würde ich ihr auch nicht übel nehmen, mir ginge es wahrscheinlich genauso. Irgendwo ging man ja immer ein Risiko ein das die Pferde vielleicht verwahrlosen könnten. Als ich mit der Tinkerstute wieder am Stall war, brachte ich sie auch auf einen Paddok, dort hing ein Heunetz an dem sie sich gerne bedienen durfte, während ich nun die Box ausmistete und das neues Stroh einstreute. Als ich fertig war, brachte ich die Stute wieder in ihre Box. Ein gelungener Tag für beide. Jani kam gerade mit dem Reitpony wieder. ,,Ich bin fertig. Vielleicht schau ich mir die Pferde in absehbarer Zeit mal als Tierarzt an. Kostenlos versteht sich.'',erklärte ich und Jani nickte. ,,Das wäre klasse.'',schmunzelte sie und ich tat es ihr gleich. ,,Naja dann ich werde nochmal vorher anrufen. Bis dann.'',verabschiedete ich mich und Jani rief mir ein 'Auf Wiedersehen' hinter her, ehe ich in meinen Wagen einstieg und wieder los fuhr. Die Bilder dieser Pferde ließen mich nicht los.. Wie konnte man sowas nur tun?

      [7809 Zeichen by Sevannie]

    • Sevannie
      Nach einigen stressigen Wochen, fand ich wieder einen Tag an dem ich mich meinen Pferden voll und ganz widmen wollte, zumindest einem Teil der großen 'Herde'. Ich lief fröhlich pfeifend aus dem Haus, nachdem ich den restlichen Papierkram erledigt hatte und machte mich in den Stalltrakt, dort traf ich Rachel und Elena an, diese kamen gerade von der Halle wieder. Das Wetter war mehr als schön, auch wenn es kalt war, aber zum Ausreiten war es perfekt. Genau das hatte ich als erstzes vor! Ich wollte Ausreiten, mit Hermann und Götterdämmerung, jedoch suchte ich noch wen freiwilliges der mit mir käme. ,,Jemand von euch Lust mit mir und meinen Kaltblüter etwas im Gelände herum zu dödeln?'' - ,,Ich doch immer!'',grinste Elena und ich schmunzelte. ,,Rachel du auch?'', hakte ich nach und sie nickte eifrig. ,,Ja wunderbar. So Ich werde Hermann nehmen, ihr könnt euch um Götterdämmerung und Arikado zoffen!'',grinste ich frech und schon begannen sie zu diskutieren. Nach wenigen Schritten zur Weide hin, hatte sich auch schon alles geklärt. Elena nahm Götterdämmerung und Rachel nahm sich Arikado zu Herzen. Der Hengst war frisch eingeritten und somit noch ein kleiner Angsthase im Gelände, doch mit den älteren Hasen war das sicherlich kein Problem. Während ich den Brabanter an das Halfter nahm und den Strick einhakte, machten die beiden anderen das bei ihren Pferden. Wir liefen im Gänsemarsch hinunter zum Putzplatz und 'parkten' dort die Pferde. Die Weidedecken kamen hinunter und der Vorteil von diesen war ganz klar. Das lange Fell der etwas stämmigeren Pferde war sauber und man hatte nicht mehr gar so viel zu putzen. So kämmten wir Mähne und Schweif noch einmal durch, befreiten die Beine und den Hals, sowie den Kopf vom Schmutz und kratzten danach noch die Hufe aus. Als alle drei Hengste sauber waren, begannen wir relativ zeitgleich zu satteln und zu trensen. ,,Wo soll es lang gehen?'' - ,,Die Hügel hinauf und dann etwas Berg ab – Berg auf – Training!'',schlug Elena motiviert vor und ich schmunzelte. ,,Hört sich gut an. Wie wär's auch dann noch eine etwas größere Galoppstrecke einzuplanen damit die drei dann richtig ausgepowert sind?'' - ,,Das ist super!'', grinste Rachel und so sagte ich Tyler Bescheid, dass die drei Boxen bitte gemistet werden sollten, damit die Pferde gleich darein konnten. Denn bei dem kühlen Wetter sie noch einmal auf die Weide zu stellen, wenn sie schwitzten wäre sicherlich nicht ganz so Vorteilhaft. Tyler nickte und wünschte uns viel Spaß, so schwangen wir uns vorsichtig in die Sättel und ritten im gemütlichen Schritt los. Ich war mit einer Gerte bewaffnet, da der träge Herr unter mir nun mal gerne etwas langsamer unterwegs war wie seine beiden Kumpanen. Ich gab Elena noch den Tipp das sie mit Götterdämmerung auch gerne hinter uns beiden bleiben sollte und ab und zu etwas Schenkelweichen probieren sollte, denn der Gute war zwar sonst ein Lieber aber wenn es ihm zu langweilig wurde dann konnte er auch im Gelände mal loslegen. Bei Rachel brauchte ich nichts sagen, Riko war ein Lieber und würde keine Unruhen machen. Nach einigen Minuten trabten wir auch an, bis wir zu unseren liebsten Hügelstellen kamen. Man war gerade einen runter geritten da kam der nächste schon zum hoch reiten wieder. Dies förderte natürlich die Muskulatur und somit war es wieder ein schöner Vorteil der Natur. Diese Berge oder eher Hügel erklommen wir erst im Schritt, dann ging das ganze im Trab zurück und danach ritten wir auch schon zu der ewig weiten Galoppstrecke, damit sie hier nochmal die ganze Energie frei lassen konnten. Bei der Galoppstrecke angekommen, durfte Rachel den Vortritt machen, da sie den Jüngsten im Bunde hatte. Danach kam Elena mit Götterdämmerung und zu guter Letzt ich mit Hermann. Wobei Hermann erst etwas schneller trabte, doch nach einer klaren Ansage mit der Stimme lockte ich den Renner aus ihm heraus und wir holten das Verlorene recht schnell wieder auf, überholten jedoch nicht. Sanft lobte ich ihn zwischendurch und nach wenigen Momenten des Galopps waren wir am Ende der Strecke und es ging im gemütlichen Schritt wieder zurück. Nun machte Götterdämmerung auch keine Faxen mehr und blieb brav, da er anscheinend auch ausgelaugt war. Am Stall angekommen brachten wir die Pferde in die frisch gemisteten Boxen und zogen ihnen noch die Abschwitzdecke drüber. ,,Ich danke euch beiden für den schönen Ausritt.'',lächelte ich und lobte Hermann nochmal, ehe ich ihm einen neuen Leckstein in die Box hängte und mich dann aus dieser heraus machte. Da kam gerade Tyler um die Ecke. ,,Danke Ty.'',schmunzelte ich und wuschelte ihm die Haare durch. ,,Ich wollte Massacre Boy und Wild Reflex in die Führanlage bringen, wenn das für dich okay ist?'' - ,,Klar, ich hab eh nicht so viel Zeit alle Pferde heute zu machen. Aber ich helfe dir gerne vorher beim Putzen.'', lächelte ich und lief mit Tyler zu den Weiden. Ich holte die Schimmelstute von der Koppel und Tyler den Rapphengst. Farblich waren sie ja schon irgendwie zusammen ein wunderschöner Hingucker.. So banden wir sie am Putzplatz an und ich kuschelte erst einmal eine Runde mit meiner verloren gegangener Liebe von damals. Sanft streichelte ich ihre Nüstern, ehe ich dann anfing zu putzen. Tyler hingegen war bald fertig mit dem Hengst. ,,Mach mal langsam.'',lächelte ich und er musterte die Schimmelstute. ,,Du bist doch auch bald fertig.'',murmelte er grinsend und band dann Massacre Boy ab und wartete auf mich. ,,Wir stellen sie aber nicht hintereinander rein.'',stellte ich nochmal klar und er nickte. ,,Hatte ich jetzt nicht vor.'',murmelte Ty und ich brachte die Stute zur Führanlage. Beide kamen in diese Anlage und liefen ihre Runden, Ty blieb hier um nach dem rechten zu schauen denn ganz ohne Aufsicht wollte ich die beiden auch nicht da drin lassen. So machte ich mich nun auf den Weg und holte mir Tomenko von der Weide. Der dreijährige Braunschecke war etwas von Übermut beholfen als ich ihn von der Koppel holte, so gab es lediglich eine Katzenwäsche und dann ging es auch in die Halle. Heute stand für ihn etwas Bodenarbeit an und so begann ich mit ihm das Führen weiter auszubauen. Er sollte stehen bleiben wenn ich stand, das tat er nach guten fünf Minuten dann auch schon. Danach gab es eine kleine Dehneinheit. Erst die beiden Vorderbeine, dann die Hinterbeine. Zuletzt der Hals etwas, indem ich ein Leckerli an seinen Rücken hielt und er sich nach diesem streckte. Sanft lobte ich ihn, als er dies tat und tat das gleiche noch einmal auf der anderen Seite. Nach der Dehneinheit, ging es dann weiter mit etwas Zirzensik. Ich nahm mir ein Leckerli und hielt es zwischen seine Vorderbeine, wollte damit erreichen, dass er mit seinem Kopf hinunter geht und es sich holen möchte. Dies tat er auch ganz brav und er schien mir mit vollem Elan bei der Sache zu sein. Immer wieder versuchten wir das ganze und am Ende der Übungen für heute streckte er die Vorderbeine, wie gewollt, etwas mehr um an das Leckerli zu kommen. Es war zwar noch nicht ganz das klassische Verbeugen aber der Ansatz war da und er war gut. Sanft lobte ich ihn erneut, ehe ich mit ihm wieder aus der Halle ging und in seine Box stellte. Auch diese hatte Tyler nun schon gemistet und etwas weiter weg standen auch schon Massacre Boy und Wild Reflex wieder in ihren Boxen. ,,Danke Ty.'',rief ich zu ihm und dieser nickte lächelnd. Bevor ich mich jedoch an das nächste Pferd wagte, mistete ich erstmals seine Box. Der Isländerhengst Neskur, sollte heute ein wenig in Dressur gefördert werden. So holte ich diesen nach dem Misten von der Koppel und band ihm am Putzplatz an. Er wäre auch das letzte Pferd für heute, denn es fing schon an zu dämmern. Also machte ich ihn rasch und dennoch gründlich fertig, ehe ich mit ihm in die Halle lief. Dort ritt gerade Tyler meine liebste Lotte Buff. Wobei er gerade etwas mit ihr ausdiskutierte. Die Stute hatte auch gerade ihre Krönung hinter sich, was heißt das sie nun eine Zuchtstute des Gestüts war, dennoch vergaßen wir das Training nicht und die Gute schien heute gar keine Lust zu haben. ,,Alles gut, Ty?'', hakte ich nach, als ich dann im Sattel von Neskur saß. ,,Jaja!'',murmelte er mürrisch und ich seufze auf. Stimmt, Ty wurde ja nicht gerne gestört, vor allem nicht wenn er gerade am diskutieren war. Wie Lotte eben so war.. Ich ritt Neskur warm und achtete dabei den anderen beiden möglichst aus dem Weg zu gehen. Lotte schien nach guten zehn Minuten Tyler oben drauf zu akzeptieren und lief nun auch wieder schön und nicht mehr so störrisch. Schmunzelnd nahm ich derweil die Zügel auf und trieb Neskur in den Trab. Für mich war es noch etwas schwierig ihn in Dressur zu fördern, da er auch gerne mal den Trab mit dem Tölt oder Pass verwechselte.. Da wieder heraus zu kommen war für mich noch etwas unbeholfen, deswegen suchte ich mir auch schon einen Trainer der mich und Neskur etwas darin schulen konnte, denn ewig sollte dies ja auch nicht so bleiben. Lotte schien geschwitzt und Tyler parierte sie in den Schritt, zusammen legten die beiden eine kleine Pause ein, während Neskur und ich gerade Gas gaben. ,,Wir müssen auch gleich die Pferde rein holen.'',erklärte Tyler und ich nickte kurz, denn wenn ich am reiten war sprach ich auch kaum was, außer in der Schrittpause. ,,Rachel und Elena waren vorhin noch in den Round Pens, vielleicht haben sie ja auch schon einige reingeholt.'',murmelte er dann und nahm die Zügel wieder auf. Wir beide vollendeten die Trainingseinheiten der unterschiedlichen Pferde und nach einer guten Dreiviertelstunde war ich auch schon draußen mit Neskur. Er kam in seine Box, genauso wie Lotte. ,,Jetzt aber schnell, sieht aus als würde es gleich regnen.'',murmelte ich und lief mit Tyler hoch zu den Weiden. Nach und nach holten wir die Pferde rein, zwischendrin halfen Rachel und Elena auch noch. Als alle Pferde drinnen waren, fütterten wir noch, bevor wir dann in das Haupthaus gingen. ,,Erstmal 'nen Bier!'',meinte Tyler direkt und lief zum Kühlschrank. ,,Ich gerne ein Cola-Bier!'',meinten Rachel, Elena und ich im Chor. So kam Tyler mit vier Flaschen wieder. ,,Wo ist eigentlich Simon?'' - ,,Noch unterwegs der kommt er spät abends.'',murmelte Rachel. Stumm nickte ich und trank einen Schluck. ,,Ich muss nachher mal schauen wie weit ich mit meinem Papierkram bin..'',seufze ich und Elena murmelte etwas davon das sie das ja auch noch machen müsste. Die Finanzen hielten wir drei eigentlich eher getrennt, doch wenn es bei jemanden knapp wurde, halfen wir uns gegenseitig aus. Ich trank mein Bier leer, ehe ich dann aufstand. ,,Bis morgen früh.'',schmunzelte ich und lief hoch zu meinem Zimmer, wo ich mir noch einen Überblick verschaffte über den ganzen Papierkram, davon noch einiges erledigte, ehe ich ins Bett huschte. Duschen würde ich morgen früh, bevor es dann wieder hinaus ging in die Pferdewelt.



      Früh am Morgen war ich wieder wach, wie immer die ersten die wach war. Ich kochte Kaffee und machte mich hurtig ins Bad. Schnell war ich wieder frisch geduscht und die Zähne geputzt. Tyler trudelte ins Bad, gerade als ich fertig war. ,,Guten Morgen.'',lächelte ich und er brummelte nur kurz – wie immer. Schmunzelnd lief ich wieder in die Küche und backte die Brötchen auf. Ich frühstückte und trank dabei meinen Kaffee, ebenso blätterte ich in der Zeitung umher. Hm.. Neue Verkaufsanzeigen. Darunter ein wunderschöner Tinkerhengst in Palominolackierung mit hochweißen Abzeichen und einer schönen Blesse. Reinweißes Langhaar und der Behang ebenso. Oh weh.. Sofort schnappte ich mir das Telefon und rief dort an. Sieben Uhr morgens, da müsste ja wer wach sein. Und ja dem war so. Ich deutete mein Interesse und schilderte der Frau am Telefon die derzeitige Situation am Hof. Wir quatschten noch ziemlich lange, ehe ich wieder auflegte. Sie sagte sie würde sich melden. Gut gut. So räumte ich mein Geschirr weg und zog mir meine Stiefel an. Tyler war mittlerweile auch schon am Frühstücken. Ich lief hinaus in den Stall und fütterte die Pferde, machte dabei das Radio an. Während die Pferde noch fraßen, kuschelte ich mit dem kleinem Hofhund Aika. ,,Na meine Süße. Du hast doch sicherlich auch Hunger.'',schmunzelte ich und lief mit ihr zu ihrem Napf und füllte diesen mit ihrem Hundefutter.

      Nachdem die Pferde alles aufgefressen haben, fuhr ich zusammen mit Tyler Heu hoch zu den Weiden. Wir füllten die Futterkrippen auf, damit sie über den Tag noch fressen konnten, ehe wir nach und nach die Pferde raus stellten. Drin ließen wir jedoch Quintessa und RoyalRubina. Ich machte mich daran die kleine Tinkerdame zu putzen, während Tyler sich an Royal dran machte. Rasch waren beide Pferde fertig und wir konnten uns der Arbeit widmen. Ich ging mit Quintessa in den Round Pen, Tyler ritt mit Royal die Weiden ab um nach den Zäunen zu schauen. Heute Nacht schien es böse geweht zu haben, da war es sicherlich nicht verkehrt um nochmal nach dem rechten zu schauen, abgesehen davon gönnte er der lieben Royal somit einen kleinen Ausritt. Mit Tessa hatte ich das gleiche vor wie mit Tomenko gestern, etwas Bodenarbeit und Zirsensik. Sollte ja jedem Fohlen nicht schaden. Wie auch mit Tomenko übte ich noch einmal das halten und laufen beim Führen, danach gab es die Dehneinheit und zu guter Letzt noch das Verbeugen weiter ausbauen. Tessa war in der Sache schon etwas weiter wie Tomenko, doch ich hatte mit ihr auch deutlich früher angefangen gehabt. Sanft lobte ich sie kurz und stellte sie ebenfalls auf die Weide, ehe ich anfing ihre Box zu misten, danach kam die Box von Royal dran. Somit waren wieder zwei Pferde für heute erledigt und nun kamen auch schon Rachel und Elena aus dem Haus, welche freudig von Aika begrüßt wurden. ,,Guten Morgen.'',begrüßte ich beide lächelnd, wobei Elena noch etwas verschlafen aussah. ,,Morgen.'',murmelten sie im Chor und machten sich ebenfalls an die Arbeit. Ich dagegen lief wieder Richtung Weide und sah mir die zahlreichen Pferde an.. Wen nun? Ich blickte den dunkelbraunen Hengst Karthago an, ehe ich schmunzelte. Immer wieder schnappte er nach Ostwind. Hm. Mit den beiden könnte man doch etwas Freispringen machen! So holte ich zu erst Karthago von der Koppel und putzte ihn, ehe ich noch Ostwind hinzu holte und auch ihn putzte. Zusammen mit beiden Hengsten lief ich in die Halle und baute rasch einige Sprünge auf, ehe ich die Hengste von den Stricken ließ und sie laufen ließ. Zuerst durften sie sich frei bewegen, durfte sich selbst warm laufen, was sie auch taten. Immer wieder trabten sie an und neckten sich gegenseitig. Ja die beiden haben sich gefunden. Der eine temperamentvoll, wild und stur, der andere manchmal etwas nervig, aufdringlich und unausgelastet oder eher verspielt. Irgendwie ergänzten sie sich. Der eine powerte den anderen aus. Nach einer Weile ließ ich sie beiden dann jedoch springen, denn sie sollten ja nicht den ganzen Tag herum albern. Zuerst sprang Ostwind über die Hindernisse und Karthago wollte sofort hinterher und es nach machen. Man merkte natürlich sofort wer dies als Spiel ansah und wer es ernst nahm. Somit sprang Ostwind fehlerfrei und Karthago schien sich nicht konzentrieren zu wollen. Kurz schimpfte ich mit diesem, damit er mal zur Vernunft kam, wenn es auch nicht lange anhalten würde. - Danach gab es erneut einen Durchgang. Wieder hopsten beide drüber und diesmal lief auch Karthago fehlerfrei. In ihm steckte viel, jedoch blieb er anscheinend immer etwas mehr Fohlen als andere. Nach weiteren Durchgängen brachte ich die beiden auch wieder auf die Weide, mistete deren Boxen. Derzeit kam auch Tyler mit Royal wieder. ,,Na alles gut?'' - ,,Ja die Zäune haben es überlebt, Gott sei Dank.'',murmelte er und ich nickte schmunzelnd. ,,Magst du vielleicht noch Battle Scars was unternehmen? Am liebsten wäre mir etwas Dressurtraining, aber natürlich gerne auch etwas anderes.'',fragte ich zuckersüß nach und Tyler lächelte. ,,Aber nur weil du es bist!'',grinste er und wuschelte mir die Haare durch. ,,Lass den Scheiß!'',meinte ich lachend und schlug ihm seinen Arm weg, ehe ich mich mit ihm zusammen zu den Weiden machte, nachdem ich fertig gemistet hatte. Wie besprochen holte er sich Battle Scars und ich mit Millenium GC mit meiner Grullo-Stute wollte ich ebenfalls etwas die Dressur trainieren. So liefen wir mit den beiden unterschiedlichen Pferden zu Putzplatz und putzten diese erneut. Ich musste mich etwas ran halten, es war bald Mittag und ich müsste auch noch einige Tierarztbesuche hinter mich bringen, aber vorher wollte ich noch sechs Pferde machen. Denn erst dann wäre das Tagesziel heute erreicht, aber ich hatte ja noch Tyler der mir gerne half, dafür war er schließlich auch da. ,,Cala, Moon und Grey Love, kommen bitte noch in die Führanlage für heute. Du passt dann bitte solange auf die auf okay? Weil dann kann ich mich Pancake und Karl widmen.'',erklärte ich frech grinsend und er sah mich fragend an. ,,Wieso passt du nicht auf die drei Stuten auf und ich mache die beiden anderen?'' - ,,Weil ich die Chefin bin.'',meinte ich und streckte ihm die Zunge raus, ehe er mich grinsend ansah und wir die Pferde fertig sattelten. ,,Du darfst Sunshine dafür noch machen.'',erklärte ich und lief mit Mille zur Halle und schloss hinter mir und Tyler die Tür. Ich gurtete noch einmal nach, ehe ich dann aufstieg und die Stute warm ritt, neben an ritt Tyler. Wir unterhielten uns noch etwas während dem Warmreiten, ehe wir dann auch schon anfingen zu schweigen und uns auf die Arbeit konzentrierten. Die Stute war heute gut gelaunt, wie es mir schien, denn sie schmiss die Beine förmlich weg. Sie lief mit einem Vorwärtsdrang wie ich es nur selten von ihr kannte. Ich war es gewohnt, dass sie lauffreudig war, so jedoch nun auch nicht. So trabte ich mit ihr die Bahn entlang und ritt mit ihr unsere Kür durch, schaute jedoch immer wieder das wir Tyler nicht behinderten. Die Kür von der Stuten des Monat's Wahl war sowohl in meinem Kopf, als auch in ihrem noch wie eingebrannt und es ging immer noch perfekt von statten. Sanft lobte ich sie und gönnte ihr eine Schrittpause. Nach einer Stunde des erfolgreichen Trainings und der Wiederholung der Kür stieg ich ab und kratzte ihr noch einmal die Hufen aus. Zusammen mit Tyler und den Pferden verließ ich die Halle und wir kehrten auf den Putzplatz zurück. Wir sattelten die Pferde ab und brachten sie anschließend auf die Weide, während ich die beiden Boxen mistete, beschäftigte sich Tyler damit die Stuten in die Führanlage zu bringen und beobachtete das ganze Szenario erneut. Ja an sich war es etwas langweilig, aber so hatte er nun auch nochmal eine Pause. Ich hingegen holte mir Pancake von der Weide und lief mit ihm zur Führanlage. ,,Na du.'',grinste ich und blickte zu Calacirya, Grey Love und Walking to the Moonlight. Der Braunschecke neben mir blickte die Stuten in der Führanlage neugierig an. ,,Willst du das auch mal versuchen oder was?'',fragte ich verwundert nach und ließ ihn in das letzte Gatter rein. So war er zwischen Cala und Moon. Brav lief der Hengst in der Führanlage mit herum und blickte uns immer wieder neugierig an. ,,Siehe einer an.'',meinte ich lachend und sah zu Tyler. ,,Dann mach ich mich mal an Sunshine.'',grinste dieser und verschwand auch zugleich. ,,Ey!'',murmelte ich und rief ihm noch hinter her das er Karl mitnehmen solle. Dann wären alle Pferde für heute geschafft. Ich setzte mich auf den Stuhl und blickte den Pferden hinter her, welche nach und nach an mir vorbei liefen. Die Führanlage war ja schon was tolles. Tyler kam mit Be my Sunshine und Karl zu mir. ,,Na ihr drei.'' - ,,Wir gehen jetzt eine Runde spazieren und dann wieder auf die Weide.'',erklärte Tyler und Sunny wieherte auf, als er Pancake in der Führanlage sah. Kurz darauf legte er die Ohren an, da er ihn nun nicht mehr sah. ,,Na wo ist er hin?'',meinte ich zu dem jungen Hengst und dieser blickte mich verdutzt an. Als Pancake wieder kam stellten sich seine Ohren rasch auf. Kurz musste ich lachen. ,,Du bist ein Spinner.'',murmelte Tyler zu Sunny und lief dann mit den beiden los. Ich setzte mich wieder und schmunzelte. Alle Pferde geschafft! Ich holte die Stute aus der Führanlage und brachte sie nach und nach wieder auf die Weide, auch Pancake kam wieder auf die Weide. Ich mistete deren Boxen und auch die von Karl und Sunny. Ich streute die Boxen noch rasch neu ein, ehe ich mich in das Haupthaus machte und das Mittagessen kochte..

      20.310 Zeichen by Sevannie

      Es war noch dunkel als ich die große Stalltüre aufschob und den Geruch der Pferde tief in meine Nase zog. Doch das war auch nötig. Es standen immerhin 34 Pferde auf meiner Liste, diese waren allesamt nur Stuten. Anfangen wollte ich damit erst mal meine Stuten auf die Weide zu bringen. Ich fing mit Northern Dancer und Hollywood Undead II an. Nachdem die beiden auf der Koppel waren, holte ich Kristy Killings und Elanor. Ich lobte die beiden und ließ sie dann auch laufen. Sie freuten sich natürlich alle über den Auslauf. Ich ging den Weg wieder zum Stall zurück und holte dann Kahlua und Bellami. Die beiden waren erst vor ein paar Tagen aus Kanada wieder gekommen. Ich war sehr froh, dass sie wieder einmal dort ins Training gehen konnten. Ich lobte die beiden als wir an der Weide ankamen und ließ sie dann laufen. Nun fehlten nur noch drei meiner eigenen Pferde. Ich holte Cup Cake und Face Down. Ich ließ die beiden auch laufen und holte zu letzt Spotted Face. Danach ging ich wieder nach drinnen. Nun waren Joyce Stuten an der Reihe. Als erstes holte ich Walking tot he Moonlight und Calacirya. Ich brachte die beiden auf die Koppel und ging dann wieder nach drinnen. Bei ihren Stuten musste ich mich ein bisschen mehr beeilen, da es um einige mehr waren. Roxy und Grey Love durften als nächstes auf die Weide. Besonders mit Roxy musste ich gerade noch kurz kuscheln. Ich ging wieder nach drinnen und holte Hermelin Jaela und Winter Cloud aus der Weide. Ich brachte die beiden nach draußen und ließ auch sie dann in Ruhe mit den anderen laufen und fressen. Es standen immer noch 19 Pferde auf meiner Liste und ich hatte das Gefühl ich war schon ewig beschäftigt. Das konnte aber auch daran liegen, dass die Sonne mittlerweile schon fast ganz aufgegangen war. Ich holte Augenblick und Golden Gate nach draußen. Die Aussicht die Boxen zu misten war auch nicht gerade aufbauend. Ich ging dennoch schnell wieder nach drinnen und holte Ch’s De la Lune und Wolkentraum. Somit waren meine Pferde und ihre Kaltblüter auf der Weide. Ich zog meine Weste aus und legte sie im Stall über einen der Sattelhalter. Durch das viele laufen war mir mittlerweile doch warm geworden. Ich ging zu den nächsten beiden Boxen und holte Alice Cullen und Lotte Buff aus ihren Boxen. Gemeinsam ging ich mit den beiden wieder zur Koppel und lobte sie dann. Ich ließ sie vom Strick und ging wieder nach drinnen. Ich holte Epona und Golden Wonder nach drinnen. Ich klopfte den beiden ihre Hälse und streckte mich danach einmal kurz. 34 Pferde hatten es schon gehörig in sich. Ich ging wieder nach drinnen und holte Millenium GC und Royal Rubina nach draußen. Wieder lobte ich sie und überlegte dann kurz. Nun waren es nur noch neun Pferde. Es ging halbwegs voran. Ich holte Gameover und Shiny Sunlight aus den Boxen und lief dann mit ihnen zur Weide. Als nächstes folgten Muemmi und Irritable. Ich brachte die beiden auf die Weide und ging dann schnell wieder in den Stall. Dort ging es auch sofort weiter mit Pferde holen. Nun waren es nur noch 4. Soweit ich das noch richtig im Kopf hatte. Ich führte Linara und Veronica auf die Weide und schaute dann kurz nach allen. Danach holte die nächten zwei Stuten. Diese waren eine Hannoveranerdame und das weiße EVB. Ich ließ Wild Reflex und Mistery auf der Weide laufen. Mir viel ein, dass ein Pferd noch fehlte. Naja eher gesagt Pony. Aus genau diesem Grund ging ich Klein aber Oho holen. Ich stellte sie auf die Weide und klopfte dann kurz ihren Hals. Danach ging ich wieder in den Stall und machte alle Boxen sauer. Dies dauerte natürlich sehr lange und ich war danach auch echt müde. Ich ging wieder nach draußen und schaute nach den Pferden. Ich ging wieder nach drinnen und streute die Boxen ein. Ich hatte eigentlich schon gar keine Lust, aber wenigstens meine Stuten mussten noch ein bisschen arbeiten. Vor allem Bellami und Kahlua. Ich streckte mich nach dem Misten und Einstreuen. Ich ging in die Sattelkammer und holte dort Bellamis Sattel und ihre Trense. Diese platzierte ich vor ihrer Box. Dann fegte ich die Stallgasse. Ich holte ihren Putzkoffer noch und stellte ihn dann vor die Box. Müde ging ich wieder zur Weide und holte dann meine Stute. Ich band sie vor der Box an und putzte sie dann ausgiebig. Danach platzierte ich das Sattelzeug auf ihr und ging mit ihr nach draußen. Ich stieg auf ihren Rücken und ritt dann los. Nachdem ich sie warmgeritten hatte, ging es auf die Geländestrecke. Dort übten wir die Sprünge für das nächste Turnier mal wieder genauer. Die Stute machte wirklich gut mit. Bald würde sie auch wieder häufiger ins Training gehen dürfen, da ich ja jetzt selber Trainer war. Nach dem Training ritten wir zurück zum Hof und ich sattelte und trenste sie ab. Dann putzte ich sie nochmal und brachte sie wieder auf die Weide. Solange ich noch mit Kahlua trainieren würde dürfte sie noch ein bisschen in Ruhe grasen. In diesem Zuge nahm ich Kahlua gleich mit und klopfte sanft ihren Hals. Ich gähnte einmal müde und putzte dann meine Stute. Danach holte ich ihren Sattel und die Trense. Ich platzierte beides auf ihr und stieg draußen auf seinen Rücken. Ich trieb sie an und klopfte nochmal sanft ihren Hals. Meine Stute trottete brav nach vorne und langsam kamen wir auf unseren Trainingsweg. Die Stute war mittlerweile warm geworden und so trabte und galoppierte ich sie noch ein bisschen. Dann ritt ich auf den Geländeweg und sprang die Sprünge mit ihr. Brav nahm sie jeden Sprung und schnaubte dann danach ab. Ich klopfte ihren Hals und ritt sie auf dem Weg zurück ausgiebig trocken. Im Stall angekommen brachte ich sie in die Box und füllte dann das Heu und Kraftfutter für alle Pferde auf. Nun kam der anstrengende Part. Ich musste alle Pferde wieder reinholen. Nachdem dies endlich erledigt war, kehrte ich nochmal die Stallgasse und kontrollierte dann alles.

      24.10.2016
      Umzug Teil II
      „ Beeilt euch. Der Flieger für die ersten Pferde geht bald!“ rief ich total gestresst in den Stall. Dann flog mein Blick wieder nach draußen. Ich ging zum Hänger und kontrollierte dort alles. Gestresst holte ich mein Handy aus der Hosentasche und sah auf die Uhr. Verdammt wir waren zu spät! Ich schaute in einen der zwei großen Trailer. Meine Pferde waren so gut wie verladen und auch bei Joyce sah es sehr gut aus. Heute begann unser Umzug nach Jasmund und wir hatten bereits früh angefangen alles in die Wagen zu packen. Insgesamt würden heute 14 Pferde mit uns die Reise antreten. Nur ein kleiner Teil, aber immerhin ein Anfang. Simon und Tyler würden noch auf Zasas Hof bleiben und die restlichen Kleinigkeiten regeln. Sie hatten den Hof auch noch nicht mal in echt gesehen. Joyce und ich waren über eine Internetanzeige auf ihn gestoßen und sofort überzeugt gewesen. Ein Besuch hatte uns gezeigt, dass er genau das bat was wir für unser Vorhaben brauchen würden. Der große Stallkomplex war auf dem neusten Stand und konnte uns sowohl mit den Paddockboxen als auch mit dem Aktivstall gleich überzeugen. Zudem hatte unser Team weitere Mitarbeiter bekommen. Einer von ihnen war Linus, welcher bereits auf dem Gestüt auf unsere Ankunft wartete. Ihm hatte ich die Anweisung gegeben, dass er bitte bereits den Stuten und Hengstoffenstall herrichten solle und die Boxen für acht Pferde. Des Weiteren hatte er die Aufgabe den Offenstall für die Hengste und Stuten auf Vordermann zu bringen. Hier würden meine Pferde einziehen, welche heute mit uns hergeflogen waren. Joyce und ich setzten uns nun endlich in Richtung Flughafen in Bewegung. Sowohl die Fahrt als auch alles am und um den Flughafen herum verliefen problemlos. Genauso wie der Flug und die Fahrt danach. Meine Augen strahlten als wir auf das Gestüt fuhren. Ich freute mich bereits sehr auf den Umzug und unseren neuen Plan zu verwirklichen. Wir parkten und stiegen dann aus. Linus begrüßte uns gleich freundlich und erzählte uns, dass die Boxen bereits für die Pferde fertig waren und wir nur noch ausladen mussten. Als erstes luden wir Mistery, Veronica und Linara aus dem Hänger. Wir hatten in Deutschland nur einen Hänger mieten müssen, da dieser größer war. Wir brachten die drei Stuten in den Stall. Die Türen zum Paddock waren offen, dass sie sich ein bisschen mehr bewegen und auch umschauen konnten. Ich holte Muemmi aus dem Hänger und übergab sie an Linus. Dieser brachte sie zu den anderen Stuten und kam dann wieder zu uns. Nun fehlten nur noch ihre Hengste und meine Pferde. Ich holte Scottland Yard aus dem Hänger und ging bereits zum Stall vor. Mir folgte Linus mit Cafe Latte und hinter ihm Joy mit Invincible und Belstaff. Wir brachten die vier in den Hengststall und ließen auch sie auf den Paddock. Die Pferde waren im Vergleich zu anderen Umzügen bereits relativ ruhig. Sie hatten es jedoch nun auch in kurzer Zeit sehr oft mitmachen müssen. Wir gingen wieder zum Hänger und holten aus diesem Fallen Godness und Almost Illegal. Fallen übergab ich an Linus und Almost an Joyce. Ich selbst nahm Overo und ging dann mit den beiden anderen zum Offenstall der Hengste. Wir ließen die drei laufen und sie nahmen dies dankend an. Die anderen Pferde dürften später auch noch kurz auf die Weide, aber erst sollten sie sich in ihren neuen Boxen einleben. Der Zugang zum Offenstallpaddock mit Gras beziehungsweise Erde waren noch gesperrt. Sie durften das überdachte Gelände und das geteerte Stück erst mal erkunden. Wir gingen nochmal zu Hänger und ich holte die letzten Pferde aus diesem. Ich übergab Elanor an Linus und Spotted Face an Joyce. Ich selbst nahm Hollywood Undead. Auch sie durften in den abgetrennten Offenstall. Wir luden das Zubehör der mit uns gereisten Pferde aus dem Hänger und dem Auto. Dieses räumten wir in die jeweiligen Spinde der Ställe, in welchem die Pferde eingestellt waren. Ich schaute noch kurz im jeweiligen Stall nach den Ponies und Pferden. „ Bringen wir die anderen jetzt nach draußen?“ fragte mich Joyce mit müder Stimme. Ich nickte kurz und ging dann in den Hauptstall der Stuten. Gemeinsam mit diesen liefen wir zur Weide und ließen sie dann auf dieser laufen. Nachdem wir auch die Hengste auf der Weide hatten, rief uns Linus zum Essen. Er hatte eine kleine Brotzeit hergerichtet und ich war ihm dafür sehr dankbar. Wie wir alle wohnte er auf dem Gestüt und hatte für sich ein bisschen eingekauft und extra für unseren Besuch natürlich auch.
      Der nächste Tag war bereits wieder unser Abreisetag. Schließlich wartete noch einige Arbeit auf dem Hof von Zasa auf uns. Wir wollten ja bald komplett umziehen. Dennoch konnten wir den ganzen Tag mit unseren Pferden verbringen, da der Flug erst abends ging.
      Mit einem lauten Knallen landete ich einen knappen halben Tag später direkt vor Joyce Füßen. Wir waren im Morgengrauen am Hof angekommen und ich wollte in das Haus, welche Zasa uns vieren zur Verfügung gestellt hatte. Unsere werten Freunde waren jedoch so schlau gewesen und hatten die Umzugskartons direkt in den Eingangsbereich gestellt, damit jeder drüberflog der nichts davon wusste. Naja dieser jemand war natürlich ich gewesen. Wer auch große Töne spucken muss von wegen was soll schon passieren wenn wir das Licht nicht an machen oder ich brech mir schon nichts, hatte es eigentlich nicht anders verdient. Wäre Joyce nicht so geschockt und müde gewesen, dann hätte sie wahrscheinlich laut losgelacht. Jetzt war ihre Reaktion jedoch nur ein entsetztes und unterdrücktes Schreien. Wir wollten ja schließlich nicht, dass Tyler und Simon aufwachten. Die beiden mussten heute nochmal richtig mithelfen, da bereits morgen ein weiterer Flug gebucht war. Zwei Mal hieß es nun noch nach Deutschland fliegen. Das letzte Mal jedoch ohne Rückflug. Ich freute mich schon, dennoch würde ich Zasas Gestüt auch vermissen. Die Pferde hatten gerade sich eingelebt und nun mussten wir sie wieder aus dem gewohnten Feld reißen. Doch es würde ihnen auch in Deutschland gefallen. Ich rappelte mich auf und ging dann mit Joyce ins Wohnzimmer. Wir wollten eigentlich nur kurz noch ein bisschen Fernsehen, aber dies ging nach hinten los. Wir schliefen nämlich beide ein und wachten erst wieder auf als die Männer uns weckten. Wir gingen uns schnell duschen und dann ging es auch schon wieder in den Stall. Wir packten die letzten Koffer und richteten den Hänger her. Eigentlich war geplant gewesen, dass wieder ein Teil von meinen Pferden mitkommen sollte und ein Teil von Joyce. Simon und ich hatten jedoch einen Auftrag erhalten und so musste er auf die Bahamas fliegen. Da Tyler sich mit Joyce Pferden besser auskannte, blieben diese nun bei ihm. Für den jetzigen Flug brauchten wir hier drei Hänger und in Deutschland zwei größere. Es handelte sich immerhin um 26 Pferde. Ich holte als erstes die niederländischen Warmblüter aus ihren Boxen und brachte sie mit Hilfe der anderen dreien in den ersten Hänger. Der erste Hänger war damit schon voll und wir konnten die Klappe schließen. Als nächstes würden die Pferde folgen, welche in Deutschland ihren neuen Offenstall beziehen durften. Eins nach dem anderen wurde im Hänger verladen und angebunden. Sie bekamen alle noch Heu und Wasser, genauso wie die Warmblüter vor ihnen. Als letztes folgten die Fohlen und Jungpferde. Wir hatten bei ihnen zum Glück auch nicht weiter Probleme, da sie es gewohnt waren. Das Hängertraining stand bei uns immer wieder auf dem Programm und da auch ein paar von ihnen mit uns schon umgezogen waren. Als alle im Hänger waren fuhren wir los. Simon fuhr den einen Hänger, Joyce den direkt hinter ihm und das Schlusslicht bildete ich. Am Flughafen angekommen verluden wir alle Pferde in die Reiseboxen und checkten dann ein. Simon hatte sich am Gate noch von mir verabschiedet und war nun auf dem Weg zu seinen Flug auf die Bahamas. Der Flug nach Deutschland kam mir dieses Mal viel länger vor und auch die Kontrolle durch den Flughafentierarzt dauerte unfassbar lange. Nachdem alle Pferde als gesund befunden worden waren und ihnen nichts fehlte durften wir sie in die großen Hänger verladen. Wir fuhren schließlich hintereinander zum Hof und nach geraumer Zeit kamen wir auf diesem auch an. Ich begrüßte Linus und fragte, ob alles gut geklappt hatte. Er bejahte dies und meinte dann, dass er sich freute die neuen Pferde kennenzulernen. Wir erklärten ihm kurz die Neuerung und luden dann als erstes die Fohlen aus. Als erstes durften die Stuten in ihren neuen Aktivstall. Als erstes Baghira, Batida de Coco und Easy Going. Die drei waren in ihrem neuen Stall scheinbar sehr zufrieden, denn sie sahen sich bereits fröhlich um. Als nächstes durften Northern Dancer, Cup Cake und Gabriella zu ihnen. Die drei sahen sich auch um und wir ließen sie in Ruhe laufen. Ich holte General’s Coming Home aus dem Hänger und fragte Joyce, ob sie Stromer’s Victory mitnehmen konnte. Sie brachte ihn gemeinsam mit mir in den Aktivstall der Hengste und ließen die zwei laufen. Als nächstes holten wir die Hengste aus dem Hänger, welche zu den Ponies in den Offenstall durften. Ich führte The Circle of Unbroken, Linus Zokni und Joyce hatte ich Hall of Fame übergeben. Die drei kannten die Ponies ja schon ein bisschen trotzdem wollte ich erst mal ein bisschen zuschauen wie sie sich miteinander verstanden. Nachdem ich mir sicher war, dass alles in Ordnung war ging ich wieder zum Hänger. Aus diesem durften als nächstes Gigolo, General Jack und San Diago heraus. Ich übergab wieder zwei meiner Pferde an die anderen beiden und ging mit ihnen zum Offenstall. Die Gruppe würde ganz schön groß werden, aber ich konnte mir vorstellen, dass sie trotzdem gut harmonieren würden. Als nächstes holte ich Galawayn aus dem Hänger. Ich übergab ihn Linus, welcher ihn zur Weide brachte. Ich selbst brachte Face Down in den Offenstall der Stuten. Dieser war noch leerer und würde es auch vorerst bleiben. Als nächstes durften meine Haupttrainingspferde aus dem Hänger raus. Ich holte als erstes Louis, Chester und Spat Split and White nach draußen. Ich übergab sie an Joyce und Linus und holte dann Nightstorm und Underground nach draußen. Ich führte sie selber in den Stall und ließ sie dann in Ruhe ihre neuen Boxen begutachten. Ich hatte Nightstorm und Underground in den vordersten Boxen des KWPN-Hengstabteils untergeberacht und die anderen hinter ihnen. Louis durfte auch mit im KWPN-Abteil stehen, da ich keine weiteren Hannoveraner hatte und er eher von mir als von Joyce geritten wurde. Nun fehlten nur noch die Stuten für den Hauptstall. Hier übergab ich als erstes Bellami an Joyce, dann Kahlua an Linus und ich führte Kentucky Bourbon in ihre Box. Ich klopfte allen drei die Hälse und ließ sie dann nach draußen auf ihre Paddocks. Ich holte die beiden letzten Pferde aus dem Hänger. Hierbei handelte es sich um Royal Kiss und Anouk. Die beiden folgten brav und durften dann auch ihre Boxen beziehen. Sie sahen sich auch sofort wie die anderen drei auf den Paddocks um. Später würden alle noch auf die Weide dürfen. Ich räumte zusammen mit Joyce und Linus den Hänger aus. Das Zubehör wurde in den dazugehörigen Sattelkammern verstaut und ich kontrollierte alles. Bei dem Flug und der Fahrt war zum Glück nichts beschädigt worden. Ich holte meine Kwpn-Hengste zusammen mit Linus wieder aus den Boxen. Joyce bereite in der Zwischenzeit das Abendessen für uns vor. Nun holte ich auch noch die Stuten nach draußen und ließ sie ihre neuen Weiden erkunden. Sie genossen es merkbar, dass sie sich die Beine vertreten durften. Sowohl ich als auch Linus gingen nach drinnen und aßen dann zusammen mit Joyce ihr bereits gekochtes Essen. Ich ging schließlich noch duschen und ging danach mit Linus und Joyce wieder nach draußen. Die beiden waren auch schon duschen gewesen und außer die Pferde noch reinzuholen, waren wir fertig mit unserem heutigen Tag. Ich gab allen meinen Pferden noch etwas zum Fressen und ging dann wieder in mein Zimmer. Es dauerte nicht lange dann schlief ich auch schon tief und fest in meinem Bett. Ich wachte erst wieder am nächsten Morgen auf, als es eigentlich schon wieder abreisen hieß. Ich verabschiedete mich noch von allen meinen Pferden und flog dann gemeinsam mit Joyce wieder auf unseren alten Hof.

      __________
      Auf dem alten Hof angekommen, überkamen mich einige Erinnerungen. Vor einigen Wochen erst hatte ich den Sturz mit Get a Movie gehabt. Uns beiden ging es gut, doch seither war da etwas die Bindung angeknackst, nur konnte ich nicht sagen an wem es wirklich gelegen hatte, dass wir gestürtzt waren. Der Scheckhengst war beim Springen immer aufmerksam, auch im Gelände brachte ihn nichts aus der Ruhe. Anscheinend waren wir beide etwas Unaufmerksam gewesen, daher hatte ich mich derzeit an der Bodenarbeit mit ihm versucht, doch halfen tat es nicht wirklich. Vielleicht brachte ja der neue Umzug dann wieder ein neues Umfeld und neue Begebenheiten mit sich, so das dies auch wieder was wird. Ich holte den Hengst in den frühen Morgenstunden aus seiner Box, ich hatte mal wieder nicht wirklich schlafen können und daher machte ich mich daran, ihn zu putzen und seine Transportausrüstung ihm anzulegen. Nachdem ich mit Get a Movie fertig war, torkelte auch Elena schlaftrunken in den Stalltrakt des alten Hofes. ,,Guten Morgen.'',murmelte sie und musterte mich mit meinem Hengst. ,,Morgen.'',murmelte ich leise und streichelte über die Scheckung am Halse von dem Hannoveraner. ,,Get ist feritg.'',murmelte ich und sie nickte nur. Kurz musterte ich erneut seine Beine, welche keine Blessuren aufwiesen, nein es war eindeutig nur ein seelischer Knacks - bei uns beiden. Er hatte zwar einige Tage gelahmt und ich hatte einige böse Hämatome, doch nichts gebrochen oder geprellt. Nur ich hatte wie ein Schlosshund geweint, weil mir es für meinen Hengst so leid tat. Ich führte ihn zum LKW, welcher wiedereinmal der Transporter darstellte. In diesem hatte ich Heu und Wasser für die Fahrt bereitgestellt, wie es eben üblich war. Zuerst kam Get rein, danach folgte Clouds Angel, welcher von Elena fertig gemacht worden war. Tyler brachte währenddessen die ganze Ausrüstung der Pferde in den Hänger, sowie das Auto. Er fuhr extra, da wir mit einem Schwung gleich alle Hengste rüber schaffen wollten. Wir verluden nach Cloud noch Cinnemont's Accento, Schwachkopf, Admiral's Wings, For Pleasure und Antaris. Damit waren die meisten schon einmal drin. Wir legten eine kurze Kaffeepause ein, ehe es weiter ging. Zum Glück waren meine Hengste diesen 'Stress' gewohnt und fühlten sich in dem geräumigen LKW sehr wohl, wie es mir schien. Irgendwelche Probleme untereinander gab es ja auch nicht, da alle zusammen auf der Koppel standen und sich kannten. Nach der kleinen Pause ging es dann weiter mit Starmen, Burnin' Awake and Lifeless, Kaltenbach's Ostwind, Karthago, Hero of Heaven und Ramires. Damit waren alle meine Hengst verladen und ich half Tyler noch mit dem restlichen Equipment. Als alles, aber auch wirklich alles, der Hengste verstaut war, ging es dann endlich los auf dem Weg zum Flughafen.
      ...
      Der Flug kam mir immer länger vor, umso öfters wir diesen tätigten. Das Schlimme war ja wir hatten noch zwei bis drei Flüge vor uns. Ich hatte etwas Bange vor den nächsten Flügen, vor allem vor dem mit den Kleinen.. Immer wieder biss ich mir nervös auf die Unterlippe, wenn ich über solche Sachen nach dachte, ehe dann auch schon die Landung angesagt wurde. Kurz sprang mein Herz etwas höher und ich schnallte mich wieder an, Elena schlief tief und fest, so tat ich dies für sie und weckte sie sanft. ,,Wir landen gleich.'',murmelte ich und schmunzelte bedenklich, ehe sie dieses Schmunzeln erwiderte.
      Nach gut vier Stunden kamen wir mit zwei LKW's auf dem Hof an. Wie immer brauchten wir hier mehr Hänger, als ind er alten Heimat, aber das war ja alles kein Problem. Wir ließen nicht viel Zeit vergehen und luden die Pferde aus, sie durften sofort auf die Weide und sich dort etwas die Beine vertreten, nach und nach wurden die Hänger leerer und die Weiden füllten sich wieder mit Leben, da die Hengste auch hier und dort mal buckelten vor Freude. Schmunzelnd betrachtete ich das ganze, doch war bei Gedanken immer noch bei Get und dem Unfall, sowie bei dem Umzug der Fohlen. ,,Alles in Ordnung?'',murmelte Elena, welche neben mir stande und ich nickte nur kurz. ,,Ja klar.'',murmelte ich und drehte mich um zum Stalltrakt und lief auf diesen zu. Linus hatte auch hier alles vorbereitet und die Boxen waren startklar für die Hengste. Hoffentlich war der Umzug schnell gemeistert und ich fand dann eventuell mehr Schlaf. Es dauerte nicht lange und der Abend brach an, so holten wir die Pferde, welche bis jetzt schon auf dem Hof waren, in ihre Boxen rein und gaben ihnen ihr Futter. ,,Ich hab noch Essen von heute Mittag, für euch beide.'',meinte Linus mit einem Lächeln und ich winkte dankend ab. ,,Ich dusche und lege mich ins Bett. Ich hab keinen Hunger.'',murmelte ich und schmunzelte kurz, ehe ich dann auch schon meinen Plan in die Tat umsetzte. Als ich im Bett lag hörte ich Elena und Linus noch reden, ehe ich dann die Augen schloss und versuchte zu schlafen.
      ...
      Der nächste Morgen war wieder einmal mit Hektik geplant, denn seitdem ich diese Schlafstörungen hatte, verschlief ich kontinuirlich.. Elena hatte mich kurz vor knapp geweckt, so war ich noch schnell ins Badezimmer gehüpft und stand nun mehr als verschlafen neben ihr am Flughafen, darauf wartend, dass wir endlich in das Flugzeug konnten. Auch diesen Flug fand ich erneut keinen Schlaf, Elena hingegen schon. Heute Abend noch würde der nächste Flieger gehen, so hofften wir das Zuhause alles bereits geklappt hat und Tyler und Simon klar kamen, denn viel Zeit blieb nicht. Wir kamen nur kurz auf den Hof, halfen noch die restlichen Pferde in den Hänger zu laden, ehe es dann wieder los ging. Mit Tyler hatte ich heute kein Wort gewechselt, auch wenn er es versucht hatte. Mein Fokus lag zur Zeit einzig und alleine auf meinen Pferden, das sie alle ohne Probleme in Deutschland ankamen und und und.. Mein Kopf war voll und der Stress für mich viel zu Groß. Ebenso die Zukunftsängste die mich zur Zeit etwas plagten.. - Wie lief das Geschäft in Deutschland als Tierarzt? Wie würde die Zucht laufen und der Verkauf der Fohlen? Würde es diesmal der letzte Hof sein den wir beziehen würden? Fragen um Fragen und keiner konnte mir Antwort geben. Da blieb eben die Zeit mit Tyler auf der Strecke, aber wir waren ja auch nicht zusammen oder so was, auch wenn Elena desöfteren nachgehakt hatte. Kurz lächelte ich, als ich daran dachte wie sie immer und immer wieder nachstocherte. Ich blickte auf die Hänger, insgesamt waren es 16 Pferde die nun die Reise antraten. In dem einem Hänger befanden sich die Stuten; Irritable, Gameover, Shiny Sunlight, Royal Rubina, Millenium GC, Epona, Golden Wonder, Lotte Buff und Alice Cullen. Im anderen Hänger meine kleinen Schützlinge, welche ich aus verschiedenen Gründen bei mir aufgenommen hatte; Velvedere, Staccato, Klein aber Oho, Calero, Neskur, Wild Reflex und Massacre Boy. Damit war der heutige Umzug dieser Pferde vorbei, morgen gäbe es erneut einen solchen Stress mit den Fohlen und in drei Tagen kämen dann noch die Kaltblüter und die zwei Welsh-Ponies. Tief atemte ich ein und aus und blickte kurz zu Tyler, Simon und Elena, welche etwas abseits standen und redeten. Vielleicht über mich? Ich blickte auf die Uhr und seufze auf. ,,Elena wir müssen.'',rief ich zu der kleinen Gruppe und Tyler nickte Elena zu, ehe er auf mich zu kam. Kurz schenkte er mir ein Lächeln, ehe er in den einen LKW einstieg. ,,Ty, was machst du da?'',fragte ich nach und lief zum Führerhaus. ,,Ich komme mit dir. Elena wollte sich mit Simon hier um die Pferde kümmern, um deine Fohlen etc.'',murmelte er und ich blickte zu Elena welche mich herzlichst anlächelte und winkte. Kurz verengten sich meine Augen, ehe ich diese Entscheidung akzeptierte, immerhin kannte sich mich zu gut und sie kannte vor allem meine Fohlen auch am Besten. Ich nickte kurz und lief zum anderen LKW, Ty fuhr vor und ich hinter her.
      ...
      Mitten in der Nacht kamen wir auf dem neuen Hof an, wir ließen die Pferde natürlich nicht auf die Weide, sondern führten sie in ihre neuen Boxen. Während des Flugs hatte Tyler das Gespräch gesucht, doch ich blieb ruhig und hatte dann so getan als würde ich schlafen. Ich wollte erst einmal den Umzug hinter mich bringen, ehe er mich vollprabbeln konnte. Als die Stuten und auch die 'Privatpferde' in ihren Boxen waren, bekamen sie noch etwas Kraftfutter und durften dann auch ihre Ruhe genießen. ,,Ein anstrengender Tag.'',murmelte ich leise und blickte kurz zu Tyler, bevor ich dann zum Haupthaus lief. Er ergriff sanft meine Hand und zog mich mit. ,,Was hast du denn vor? Wir müssen schlafen, morgen früh geht es früh los und..'' - ,,- pscht!'',murrte er kurz, dennoch sanft und zog mich in eine Box. ,,Wir werden schlafen, aber nicht in einem normalen Bett.'',grinste er keck und ich schüttelte den Kopf. ,,Für sowas haben wir keine Zeit, Ty. Wir sind mitten im Umzug, was ist wenn wir verschlafen oder sonst was?'',murmelte ich fraglich und blickte mich in der Box um. Es waren Decken bereitgelegt und auch einige Strohballen. Süß war es schon, aber für so etwas hatten wir definitv keine Zeit, eigentlich. ,,Ich will doch nur das es dir gut geht.'',murmelte er und setzte sich auf die Strohballen, ehe er mich zu sich zog. Unwillkürlich landete ich auf seinem Schoß, atmete tief ein und aus und schüttelte etwas den Kopf.. ,,Tyler, ich hab zuviel im Kopf ich will doch einfach nur..'' - ,,-Entspannen.'',beendet er meinen Satz und strich mir eine Haarsträhne hinter mein Ohr. ,,Aber nicht so! Ich will den...'' - ,,Umzug hinter dich bringen und das alles wieder normal läuft, in deiner gewohnten Rutine.'',beendet er erneut meinen Satz und ich blickte ihn leicht verärgert an. Er legte sich gegen die Wand zurück und zog mich weiter an seine Brust. Kurz schloss ich die Augen und vergaß alles um mich herum. Ein leichtes Schmunzeln legte sich auf meine Lippen und ich vergaß den leichten Ärger über Tyler, genoss einfach die Ruhe, das Kauen der Pferde im Hintergrund, bevor ich dann tatsächlich einschlief.
      ...
      Mein Handy weckte mich mit einem lauten, schrillen Ton, welchen ich seit neustem als Wecker hatte. Ich schrak auf und blickte mich in der Box um. Die Decke über mich gewunden und es roch seltsamer weiße nach Kaffee im Stall. Ebenso hörte ich die Pferde immer noch kauen. Oder wieder? Ich rieb mir verschlafen die Augen und stand auf. Was ein Tag, oder eher eine Nacht.. Ich stand auf und blickte mich um, Tyler kam gerade mit einer Tasse Kaffee in die Box gelaufen und einem Teller mit zwei belegten Brötchen darauf. ,,Guten Morgen.'',lächelte er und übergab mir das Frühstück, ehe ich mich wieder setzte und einen Schluck vom Kaffee nahm. ,,Morgen und Danke.'',schmunzelte ich herzhaft und blickte ihn an. ,,Gut geschlafen?'',fragte er nach und ich nickte, als ich gerade in das Brötchen hinein biss. ,,Ja! Und wie.'',murmelte ich mit halbvollen Mund und er lächelte, ehe er sich wieder weg machte. Ich frühstückte zu Ende und folgte ihm dann. Kurz blickte ich mich im neuen Stalltrakt um, ehe ich auf die Uhr schaute. Es war noch einiges an Zeit übrig. So machte ich mich auf den Weg in das Haupthaus und machte mich in das Badezimmer. Nach gut einer halben Stunde war ich dann auch wieder fertig für den Tag und machte mich runter zu den LKW's. Tyler stand startklar am Hof und ich musterte ihn kurz. ,,Danke.'',murmelte ich leise, als ich vor ihm stand und er nickte. ,,Nicht dafür.'',murmelte er ebenso leise und ich umarmte ihn. So machten wir uns wieder auf den Weg zum alten Hof..
      ...
      ,,Das ständige Pendel geht mir langsam auf die Nerven, zum Glück ist es das letzte mal!'',murrte ich mittlerweile etwas sauer und blickte auf den kleinen Bildschirm im Flugzeug. Die Fohlen hatten wir gestern rüber gebracht und sie hatten es alles gut überstanden. Ich hatte mir nämlich bei ihnen gestern die Zeit genommen und hab sie abends beim reinholen noch durchgecheckt. Ich hatte bei ihnen am meisten Sorge, dass es irgendwie nicht gut laufen würde. Elena war seitdem auf dem neuen Hof geblieben und ich war gerade auf der letzten Reise zum neuen Hof mit Tyler an meiner Seite. Im Gepäck waren die letzten dreiundzwanzig Pferde. Die Kaltblüter und die beiden Welsh-Ponies. Damit wäre der Umzug erledigt, da wir jeden Tag auch immer wieder Umzugskartons geschleppt hatten, waren unser Hab und Gut, abgesehen von den Pferden, auch alles auf dem neuen Hof. ,,Danach haben wir es endlich geschafft.'',murmelte Tyler leise und streichelte mir mit seinem Daumen über meine Hand, ehe er seine wieder entfernte und sich durch die kurzen Haare griff. Kurz blickte ich auf dem Fenster, ehe ein letztes Mal das signal ertönte man solle sich anschnallen. Tyler und ich taten dies auch sofort, ehe die Ansage ertönte das wir gleich landeten. Nach mehreren Stunden war dann auch alles geregelt und wir konnten endlich los fahren. Auf dem Hof angekommen luden wir erneut die Pferde nach und nach aus. Tyler übernahm Amaretto und Winter's End. Ich nahm mir Hermann, Elena nahm Götterdämmerung, Simon nahm Battle Scars und Linus übernahm King of Night. Somit war der erste Hänger fast leer. Die Kaltblüterhengste kamen auf eine extra Weide und buckelte sich dort for Freude erst einmal aus. Die zwei Welsh- Ponies kamen zu den anderen 'Privatpferden' - zu der Hengstkoppel derer. Die nächsten sechs Pferde wurden aus dem ersten Hänger entladen; A Brave Hearts Freedom, Time to go, Darling, Sharon IV, Geoffrey's Brother, Hope in Despair und Arikado. Auch die sechs Hengste wurden auf ihre Weide gebracht, ehe ich zu der Fohlenweide hinüber blickte, auf welcher sich meine Fohlen und die von Elena freudig austobten. Sie dürften die ersten Tage noch die Ruhe genießen, da wir sonst auch erst einmal alles einrichten mussten und einiges an Papierkram zu erledigen hatten. Mit Amaretto und Winter's End brachten wir auch die letzten beiden Pferde aus dem ersten Hänger, welche nun entgültig leer war. Es stand der letzte Hänger an, der mit meinen Kaltblüterstuten. Die ersten die auf die Weide gebracht wurden, waren: Wolkentraum, Golden Gate, Augenblick, Ch's De la Luna, Winter Cloud und Hermelin Jaela. Auch die Stuten preschten erst eine Runde im Galopp über die Weide, machten jedoch auch Halt an den verteilten Heustationen. Noch hatten wir keine Raufen, daher war das Heu lose auf dem Boden verteilt. Es war wie gesagt noch alles eher Roh hier, doch auch bald wären solche Kleinigkeiten Geschichte. Die letzten fünf Stuten, welche da waren Roxy, Grey Love, Walking to the Moonlight, Calacirya und unser Neuzugang und das passende Gegenstück zu Hermann -> Hannelore. Auch diese fünf Stuten preschten erneut im Galopp los, ehe sie auch Halt machten an den Heustationen. Schmunzelnd betrachtete ich das Schauspiel und legte dann das Halfter von Hannelore weg. Tief atmete ich ein und wieder aus, schloss die Augen und lächelte kurz. Es war endlich geschafft, alle Pferde waren nun hier in Deutschland auf dem neuen Gestüt! Innerlich kam ein kleiner Siegesschrei und natürlich ganz viel Freude, doch ich bewahrte die Ruhe und machte mich zur Fohlenweide. Über diese tobten in kleinen Grüppchen verteilt unter anderem meine fünfzehn Sprösslinge, welche auch teilweise bald auf die Weide der Großen kamen. Karl, Gino und Tomenko hielten sich etwas Abseits von dem Getümmel und herum Gebuckel der anderen. Sie fraßen lieber gemütlich ihr Heu. Saevita, Soulmate's Death, Bajau und Torte bildeten die erste Gruppe und fegten im Galopp über die ellenlange Weide. Mir fiel immernoch ein Stein vom Herzen, wenn ich dran dachte, dass es meinen Kleinen so gut ging und sie so unbeschwert ihre Fohlenzeit genossen. Rando, Be my Sunshine, Pancake Killer, Ramazotti Amaro und Dark sweet Temptation waren die zweite Gruppe und rangelten sich unter einander etwas, während Krisu, Quintessa und Millenium's Pride eher wie zwei verliebte Stutfohlen auf die jungen Hengste vom anderen Zaunende rüber blickten. Auch im Fohlenalter waren die Geschlechter getrennt. Elena kam neben mich getreten und blickte auf ebenfalls auf die Fohlen. ,,Wir haben es wieder einmal geschafft.'',lächelte sie und blickte mich dann an. Schmunzelnd nickte ich und sah dann auch zu ihr. ,,Wieder einmal und hoffentlich auch das letzte Mal, hoffentlich ist das nun der Hof, von dem wir sagen können, dass er für immer unser ist.'',murmelte ich nachdenklich und sie zwickte mich kurz in die Seite. ,,Jetzt hör auf so zu denken!'',grinste sie keck und lief dann zu Simon, Linus und Tyler, welche vor dem Stalltrakt standen.
      Hör auf.. hallten ihre Worte mit sanfter Stimme in meinem Kopf nach und ich blickte auf die Viere. Kurz biss ich mir auf die Unterlippe, ehe ich wieder auf die Fohlen blickte, von den ganzen Gedanken und Ängsten der letzten Tage gefesselt. Gefesselt von dem Moment, wo ich auch entfliehen konnte, als mir Tyler in dieser nicht ganz so einfachen Zeit geholfen hat.. Lächelnd machte ich auf dem Absatz kehrt und lief zu den Vieren. ,,Wo ist der Sekt? Ich glaube wir haben was zum Anstoßen!'',grinste ich freudig und biss mir erneut auf die Unterlippe. Elena wackelte mit beiden Flaschen in den Händen vor meine Nase herum. ,,Hier!'',grinste sie ebenfalls so froh und munter wie ich, ehe die Korken knallten und wir uns einige Gartenstühle schnappten und uns vor den Stalltrakt setzten. Ein gelungener Umzug musste natürlich auch etwas gefeiert werden.

      [29417 Zeichen by Sevannie & Friese]

      26.04.2017
      Renovierungsarbeiten
      Wir hatten uns mittlerweie alle schon ziemlich gut im neuen Heim zurecht gefunden und jetzt, nach den ersten paar Monaten, wollten wir auch weiter mit den Renovierungsarbeiten machen. Es stand noch auf dem Plan, dass die Weiden hier und da erneut werden müssten, ebenso wollten wir die Zaunlatten alle streichen, damit sie wieder im schönen weiß für den Sommer erstrahlen konnten. Auch wollten wir weiter am Gästestall arbeiten, denn dieser war als einziger Stalltrakt noch nicht fertig gestellt und sollte für die Trainingspferde dienen, der andere Trakt daneben für die Pferde, die tierärztlich versorgt werden mussten. Neben den beiden Projekten wollte ich auch die nächsten Tage den Stall an sich in Angriff nehmen, dort sollte nämlich auch die Wände noch einmal neu gestrichen werden. Es war früh am morgen und Tyler hatte das Frühstück schon vorbereitet als ich in Stoffhotpants und Top in die Küche kam. Die letzten Tage waren morgens immer knackig frisch und mittags war es brechend warm für diese Jahreszeit, wer weiß, was auf uns im Sommer zukommen würde. Ich streckte mich, noch etwas schlaftrunken, ehe ich mir einen Kaffee eingoss und Tyler mit einem 'Guten Morgen' freundlich begrüßte. ,,Guten Morgen, meine Liebe.'',lächelte er süffisant und ich runzelte die Stirn. ,,Was ist denn mit dir los?'' - ,,Nichts, ich habe einfach gute Laune und wir haben viel vor in den nächsten Tagen. Ich hab gedacht während ihr beide und Mercy die Streicharbeiten in die Hand nehmt, fange ich mit Simon und Linus an den Stalltrakt weiter auszubauen.'', stumm nickte ich und schmunzelte. War doch ein guter Plan, so wurden zwei Baustellen in Angriff genommen und es ging sicherlich schnell vorran. ,,Erstmal müssen wir uns um die Pferde kümmern.'',murmelte ich schmunzelnd und setzte mich an den Tisch. Wir begannen z frühstücken und nach und nach trudelten auch die anderen in die Küche ein. Bald saßen wir schon zu sechst am Tisch. ,,Wollen wir zuerst die Weiden machen, oder den Stall?'',fragte Mercy und ich sah Elena an. ,,Den Stall oder? Wenn wir die Pferde gemacht haben können sie noch auf die Weide, wenn die Zäune gestrichen sind erstmal nicht.'',erklärte sie und ich nickte. ,,Bis heute Abend müssten ja die Wände im Stall trocken sein.'',meinte ich zustimmend und Elena war nun die, die nickte. Wir aßen fertig und räumten alles weg, ehe ich mich ins Bad machte. Die anderen gingen schon einmal hinaus und begannen zu füttern. Ich war auch schnell fertig für den Tag und folgte ihnen. Im Stall angekommen wurde auch ich, als Nachzügler, noch mit einem Brummen und Wiehern von unseren Pferden begrüßt. Ich machte mich zu den Fohlen und gab ihnen ihre morgendliche Portion Futter. Das Heu wurde von Tyler auf den Weiden schon fertig gemacht. Es dauerte nicht lange, da waren die Pferde auch alle fertig mit dem Fressen und wir brachten sie nach und nach auf die Weide. Ich schnappte mir Winter's End und Amaretto. Mercy nahm sich Hannelore und Calacirya. Tyler folgte mit Walking to the Moonlight und Grey Love. Elena und Simon nahmen sich Roxy, Hermelin Jaela, Winter Cloud und Ch's De la Luna und zu guter letzt kam Linus noch mit Augenblick und Golden Gate hinter her. Wolkentraum blieb absichtlich drin, da Mercy sie gleich putzen sollte und dann longieren sollte. Sie brachten die Kaltlüterstuten auf deren Weide, während ich die beiden Verkaufspferde auf die ihre brachte. Mercy band Wolkentraum am Putzplatz an und begann diese zu putzen. Wir anderen brachten die restlichen Pferde auf die Weide und begannen mit den Kaltblüterhengsten. Arikado, Hope in Despair, Geoffrey's Brother, Sharon IV, Time to go, Darling, A brave Hearts Freedom, King of Night, Battle Scars, Götterdämmerung und Hermann kamen auf ihre großflächige Weide und durften sich dort über den Vormittag austoben. Somit waren die Kaltblüter schon einmal alle draußen und Mercy war schon am Longieren von Wolkentraum. Als nächstes machten wir uns an die Privatpferde des Gestüts, diese sollten nämlich zu den Verkaufspferden auf eine Weide. Staccato, Neskur und Massacre Boy und Calero kamen zu Amaretto und Winter's End. Wild Reflex, Klein aber Oho und Velvedere kamen auf die nebenliegende Weide. Somit waren diese dann auch schon draßen. Als nächstes ging es an die Fohlen, welche ebenfalls eine extra Weide besaßen und auch schon nach Geschlechtern getrennt wurden. Mit Saevita und Soulmate's Death ging ich vorran, folgen taten mir die anderen mit Bajau, Torte, Quintessa, Krisu und Millenium's Pride. Die Hengstfohlen Ramazotti Amaro, Gino, HGT's Be my Sunshine, Rando, Tomenko, Pancake Killer und Karl, folgten auf die andere Weide. Somit blieben noch die Hannoveraner Hengste und Stuten übrig, welche nun noch folgen würden. Wir fingen mit den Stuten Alice Cullen, Lotte Buff, Golden Wonder, Epona, Millenium GC, Royal Rubina, Shiny Sunlight, Gameover, Irritable und Muemmi an, danach kamen noch Linara, Veronica und Mistery. Nun fehlten noch die Hengste die auch schnell draußen waren, Dark sweet Temptation war neu im Bunde, war also noch nicht lange auf der Weide mit dabei, dennoch hatte er sich gut eingelebt. Die anderen Hengste waren quasi schon ''eingesessen''. Also brachten wir Ramires, Hero of Heaven, Karthago, Kaltenbach's Ostwind, Burnin' Awake and Lifeless, Starmen, Antaris, For Pleasure, Admiral Wings, Schwachkopf, Cinnemont's Accento, Get a Movie, The Invincible, Belstaff, Scottland Yard, Clouds Angel und Café Latte raus. Mercy war gerade mit Wolkentraum fertig, also durfte sie sich nun noch an meinen Liebling Dark sweet Temptation machen und diesen putzen und longieren. Was sie natürlich gerne und mit einem dicken Grinsen machte, denn sie fand den Palominohengst auch so klasse wie ich. Mercy zog wieder von dannen und die Jungs machten sich nun an den Gasteställ dran. ,,Dann wollen wir mal anfangen zu misten und dann zu streichen.'',belächelte ich Elena und sie nickte schmunzelnd. ,,Die Drecksarbeit dürfen wir mal wieder machen.'',lachte sie und ich stimmte mit ein. Kurz darauf fanden wir uns in den Boxen wieder und lasen die Äpfel und das vollgepinkelte Stroh aus. Die Boxen waren schnell gemistet, da es nie sonderlich viel zu misten gab. Als wir mit dem Misten auch fertig waren, begannen wir auch schon mit den ersten Wänden. Diese wurden vorerst abgewaschen, damit wir nicht den ganzen Dreck einfach nur anstrichen. Elena blickte mir einen verdutzten Gesicht auf ihre Uhr und sah mich an. ,,Wir sollten mit dem Kochen beginnen.'',murmelte sie, ich blickte auf meine Uhr und nickte. ,,Fang du schon an, ich werde den Rest fertig machen, dann können die Wände so lange trocknen.'',erklärte ich und sie stimmte mir zu, ehe sie dann auch schon in das Haus lief.

      ____________________________________
      Das Essen war wunderbar und nun waren wir alle gestärkt um unsere arbeiten weiter auszuführen. Mercy war nun erst einmal fertig mit den Pferden und half uns nun beim Streichen der Boxenwände. Die hintere Steinwand strichen wir nämlich wieder schön weiß, ebenso sollten die eisernen Pfosten zwischen jeder Box noch gestrichen werden, sowie die Gitterstäbe. Damit das Gestüt auch im neuen Glanz erstrahlen konnte.



      [Fortsetzung folgt]

      26.10.2017
      Hilfe für Joyce
      Bericht für: Winter’s End, Amaretto, Hannelore, Calacirya, Walking to the Moonlight, Grey Love, Roxy, Hermelin Jaela, Winter Cloud, CH’s De la Luna, Augenblick, Golden Gate, Wolkentraum, Arikado, Hope in Despair, Geoffrey’s Brother, Sharon IV, Time to go, Darling, A Brave Heart’s Freedom, King of Night, Battle Scars, Götterdämmerung, Hermann, Wild Reflex, Massacre Boy, Neskur, Calero, Klein aber Oho, Staccato, Velvedere, Saevitia, Karl, Pancake Killer, Tomenko, Soulmate’s Death, Rando, HGT’s Be my Sunshine, Bajau, Torte, Gino, Quintessa, Krisu, Ramazotti Amaro, Millenium’s Pride, Alice Cullen, Lotte Buff, Golden Wonder, Epona, Millenium GC, Royal Rubina, Shiny Starlight, Gameover, Irritable, Muemmi, Linara, Veronica, Mistery, Dark Sweet Temptation, Ramires, Hero of Heaven, Karthago, Kaltenbach’s Ostwind, Burnin’ Awake And Lifeless, Starmen, Antaris, For Pleasure, Admiral’s Wings, Schwachkopf, Cinnemonts Accento, Get a Movie, The Invincible, Belstaff, Clouds Angel, Scottland Yard, Café Latte


      Heute wollte ich Joyce ein bisschen unter die Arme greifen und so brachte ich als erstes alle Pferde von ihr nach draußen auf die Weiden und machte dann mit Hilfe der anderen die Boxen sauber. Unsere Zeit war leider auch ein bisschen beschränkt, da wir noch meine Pferde versorgen mussten und so musste auch das Heu verteilen schnell gehen. Simon und Linus füllten die Tröge auf und ich fegte die Ställe noch zu Ende. Die Zeit war wirklich ratzfatz vergangen und so mussten wir nun auch schon weitermachen und die Boxen meiner Pferde ausmisten und ihre Tröge füllen. Zudem machten wir das Heu für alle Pferde. Ich holte mir danach Epona rein und putzte sie ein bisschen. Danach sattelte und trenste ich sie. In der Halle ritt ich die Stute warm und klopfte ihr den Hals. Nachdem ich damit fertig war, ging ich ein paar A-Dressur Aufgaben mit der Stute durch und ritt sie danach wieder ab. Als es dunkel wurde holten wir gemeinsam wieder alle Pferde rein und versorgten sie ein letztes Mal.

      24.04.2018
      Die Reise von Deutschland nach Russland
      Bericht für Augenblick, Time to go, Daling, A Brave Heart’s Freedom, Sharon IV, King of Night, Inspiration, Louis, Schwachkopf, Cinnemonts Accento, Shades of Grey, Vermillion, Boston, Paintball Gun, Xanti, Didga, Pennyroyal, Pandora II, Roses are red, Ramazotti Amaro, Hannelore, Calacirya, Walking to the Moonlight, Hermelin Jaela, Götterdämmerung, Pancake Killer, Geoffrey’s Brother, Hermann, Lotte Buff, Alice Cullen, Royal Rubina, Icaria, Bajau, Quintessa, Millenium’s Pride, Dark Sweet Temptation, Hero of Heaven, Burnin‘ Awake and Lifeless, Antaris, Get a Movie

      Es war alles vorbereitet. Sowohl in Deutschland, von wo unsere neuen Pferde kommen sollten, als auch hier in Russland. Die Pferde würden heute in die Hänger verladen werden und dann zu uns gefahren werden. Die Entscheidung die Pferde mit dem Hänger und nicht dem Flugzeug zu uns kommen zu lassen war eine einfache finanzielle Überlegung gewesen. Bei zirka 40 Pferden wäre das einfach viel zu teuer gewesen. So hatten wir einem Unternehmen den Auftrag über zwei LKW’s gegeben. Der eine Hänger würde die Stuten und Fohlen transportieren und der zweite die Hengste. Nachdem wir nicht vor Ort sein konnten beim Verladen hatten wir nachdringlich nach Fotos gefragt und dies wurde auch erfüllt. Auch das Unternehmen hatte sich bereit erklärt uns regelmäßig mit Fotos zu versorgen. Schließlich würde der Transport ja auch ein paar Tage dauern. Es handelte sich immerhin um rund 2.000 Kilometer. Die Fahrt war für alle Pferde sehr anstrengend und somit war uns bereits klar, dass sie die Tage danach komplett auf den Koppeln verbringen durften. Wir waren schon sichtlich nervös, denn schließlich war der Kauf von 44 Pferden auch nicht einfach ein Pappenstiel und wenn etwas passierte, dann konnte es ganz schnell sehr teuer werden. Uns war die Gestütsauflösung ganz gelegen gekommen, denn so konnten wir relativ schnell unsere Zucht aufbauen.

      Nach mehreren Tagen kamen dann auch endlich unsere Pferde an. Die Briefe für jedes Pferd hatten die Fahrer dabei und wir unterschrieben nachdem wir jedes Pferd angeschaut hatten, dass alles in Ordnung war. Die Stuten kamen alle gemeinsam auf eine große Weide mit den Fohlen. Die Hengste teilten wir vorab in die Gruppen ein, in welchen sie auch auf dem vorherigen Hof gestanden waren. Gemeinsam verträumten wir noch das Zubehör und verstauten dann die Briefe und alles weitere der Pferde. Dies nahm einiges in Zeit in Anspruch und so wollten wir heute nur nochmal kurz schauen, ob soweit alle gut angekommen waren. Bis auf kleine Kratzer hier und da, war aber bei allen Pferden alles in bester Ordnung. Die nächsten Tag würden alles weitere mit sich bringen und ihnen noch zur Ruhephase dienen.
    • Sevannie
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      Sevannie - 21. Oktober 2018
      Bericht für:
      Paintball Gun, Vermillion, Shades of Grey, Boston, Xanti, Didga, Louis, Schwachkopf, Cinnemonts Accento, Ramazotti Amaro, Inspiration, Sharon IV, King of Night, Time to go Darling, A Breave Heart's Freedom, Augenblick, Golden Quabri, Pennyroyal, Rosewood, Pandora II, Roses are red, Quintessa, Hannelore, Calacirya, Hermelin Jaela, Waling to the Moonlight, Götterdämmerung, Hermann, Geoffrey's Brother, Pancake Killer, Lotte Buff, Alice Cullen, Royal Rubina, Icaria, Dark sweet Temptation, Hero of Heaven, Burnin' Awake and Lifeless, Antaris, Get a Movie, Bajau, Millenium's Pride

      Heute war ich wieder unterwegs für mich und meine Freundin Friese. Es war noch recht früh am Morgen, also begann ich damit alle Pferde von dem Gestüt Newa zu füttern. Jeder bekam seine eigene Portion, welche extra für das Pferd berechnet wurde. Hier war der Hof sehr individuell gestaltet. Kein Pferd kam zu kurz und jedes der Pferde bekam seinen eigenen Trainings- und Futterplan. Nachdem alle Pferde fertig gefressen hatten brachte ich sie nach und nach auf die vorhergesehenen Weide. Schmunzelnd schaute ich mir das Schauspiel an, wie die Hengste ihre kleinen Machtkämpfe austrugen und dann sich doch lieber dem Gras mit frischem Tau widmeten. Ich grinste und machte mich in den leeren Stall zurück, ehe ich anfing die Boxen zu misten. Hierbei hatte ich Unterstützung von einigen Stallhelfern. Gegen Mittag waren wir auch schon fertig. Ich bereite die Boxen mit ihren Portion Heu für heute Abend vor.

      Gegen Abend brachte ich zusammen mit den Stallhelfern die Pferde wieder herein und wir fütterten ihre abendliche Portion. Die Pferde wurde von uns allesamt über den Tag bewegt, die einen weniger intensiv die anderen mehr. Manche kamen nur in die Führanlage andere wurden geritten oder longiert.
    • Friese
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      Friese - 21.April 2019
      Bericht für:

      Paintball Gun, Vermillion, Shades of Grey, Boston, Xanti, Didga, Louis, Schwachkopf, Cinnemonts Accento, Ramazotti Amaro, Inspiration, Sharon IV, King of Night, Time to go Darling, A Breave Heart's Freedom, Augenblick, Golden Quabri, Pennyroyal, Rosewood, Pandora II, Roses are red, Quintessa, Hannelore, Calacirya, Hermelin Jaela, Waling to the Moonlight, Götterdämmerung, Hermann, Geoffrey's Brother, Pancake Killer, Lotte Buff, Alice Cullen, Royal Rubina, Icaria, Dark sweet Temptation, Hero of Heaven, Burnin' Awake and Lifeless, Antaris, Get a Movie, Bajau, Millenium's Pride

      Heute ging es für mich wieder in den Stall zu unseren Pferden. Wie jeden Tag mussten diese gemistet und gefüttert werden. Doch davor wurden erstmal alle auf die Koppel gebracht. Bei dieser Anzahl an Pferden würde das alleine zu lange dauern und so war ich wirklich froh, dass wir eigentlich immer zu zweit waren. Nachdem alle draußen waren machten wir uns gemeinsam an das ausmisten und neueinstreuen der Boxen. Danach wurden noch alle Heunetzte gestopft und in den Boxen platziert. Ich prüfte noch alle Tränken und füllte bei jedem Pferd das entsprechende Futter auf. Leider war heute zeitlich auch mal wieder kein Training drinnen, da wir wieder viel zu organisieren hatten. Dementsprechend hieß es nun für uns ab vor die Computer und planen. Unsere Pferde durften den ganzen Tag auf den Koppel ihre Ruhe genießen. Erst als es abends wieder dunkel wurde mussten alle wieder rein.
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  • Album:
    ~ Gnadenweide ~
    Hochgeladen von:
    Sevannie
    Datum:
    26 Aug. 2018
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    Von unbekannt
    Von unbekannt Aus der unbekannt

    Aus der unbekannt
    Von unbekannt Aus der unbekannt

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    Rasse: Tinker
    Geburtsdatum: ??.??.2007
    Geschlecht: Stute
    Stockmaß: 166 cm
    Fellfarbe: Amber Champagner Tobiano
    Kopfabzeichen: Scheckungsbedingt
    Beinabzeichen: Scheckungsbedingt

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    Cala ist sehr anhänglich, jedoch kein Anfängerpferd. Sie ist eine sehr sensible Stute, die auf feine Hilfen reagiert. Sie eignet sich als Dressurpferd, ist aber auch im Gelände sicher zu reiten. Mit einer führenden Hand kann sie auch auf Turnieren vorgestellt werden.

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    Gekört/Gekrönt: Nein

    Vererbung:
    Farbe: unb.
    Charakter: unb.
    Gangarten: unb.

    Nachkommen:
    //

    Besitzer: Sevannie
    VKR/Ersteller: sweetvelvetrose
    Pferdewert: //

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    Springen: A
    Western: E
    Dressur: M
    Military: E
    Distanz: E
    Rennen: E
    Fahren: A
    Gangreiten: E

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    Zum Spind

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    Fohlen ABC ✔
    Eingeritten ✔
    Eingefahren ✔
    Verladefromm ✔
    Schmiedefromm ✔

    Bodenarbeit
    Treiben & Bremsen x | Durchparieren, Antraben/Galoppieren, Anhalten (Kommando) x
    Abstand zum Pferd x | Wenden & Handwechsel x | Auf Komando kommen x

    Freiheitsdressur / Zirzensik
    Rückwärts-weichen x | Liegen x | Sitzen x | Stehen x
    Spanischer Schritt x | Steigen x | Kompliment x

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    Letzter Tierarztbesuch: //
    Letzter Hufschmiedbesuch: //