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sadasha

Cadiz

Cadiz
sadasha, 28 Mai 2016
    • sadasha

      Nicht datierte oder alte Pflege-, Tierarzt und Hufschmiede-Berichte

      Ein wunderbarer Sommertag
      In der letzten paar Tagen waren wir also ich und meine Pferde ziemlich erfolgreich. Donnerschall gewann eine Fohlenschau, Mistical Star war bei ihrem ersten Fohlenschau sehr brav, zwar hat sie nicht gewonnen, aber das wird schon noch werden denk ich!! In der Zeitung endeckte ich zwei Annoncen, eine für eine Trakhenerstutfohlen und einen Trakhenerhengst 4 Jährig. Beide interressierten mich und machte desshalb einen Besichtigungstermin aus. Diese vor zwei Tagen war. Ich war begeistert von beiden und kaufte sie sofort und heute sollten sie kommen. Flip das Welschpony hatte ich an einen guten Platz verkauft und wurde heute früh abgeholt. Es fehlten nur noch Amjad Amir und Faras zwei prachtvolle Araber. Ich konnte nicht verstehen wieso sie noch nicht gekauft wurden. Beide unter Wert angeschrieben hatte. Ich ging in den Stall und mistete erstmal sämtliche Boxen aus und richtete 2 neue her. Dann holte ich Laruna. Die scheckstutfohlen hatte heute ihr ersten hufschmiedbesuch. Ich bin gespannt wie das ausgeht. Laruna machte ich fertig und der Hufschmied kam schon angerollt. Dann ließ ich ihn arbeiten, blieb aber am Kopf von Laruna stehen und beobachtete alles. Wenn sie brav war lobte ich sie. Artig ließ sie sich die hufen stutzen und als der Hufschmied fertig war bekam sie ein stück apfel als belohnung. Dann durfte sie auf die Weide. Dann holte Ich Mistical Star. Die kleine durfte sich in der Halle ausgibig rennen und wälzen ehe sie zu Laruna auf die Weide kam. Dann gingen wir zu den Hengsten donnerschall. Der hübsche durfte auch auf die Weide und golden Coin gleich mit. Dann rollten 2 Hänger auf meinem Hof einmal war es Niolee die mir mein Fohlen Celebration of Dance bringt und ein fremder verkäufer der mir Cadiz bringen sollte. Wir luden erstmal die Pferde aus . Celebration durfte zu den Stutenfohlen auf die weide, erstmal aber an einer abgetrennten stück, damit sich die anderen kennen lernen konnten. Cadiz dagegen wollte ich heute noch Tranieren. Ich striegelte den schönen über Sattelte und fing an ihn warmzureiten.
      Ich plante nur ne halbe stunde ein da er nch jung war und noch nicht lange unterm sattel war.
      Nach ner weile trabte ich ihn an, sofort ging er über und schnaubte nach unten. Ich tätschelte ihm den Hals. Machte kleine Bahnfiguren und wechselte mal die Seiten. Cadiz hatte die ohren immer nach mir gerichtet und wartete auf das nächste Signal. Dann gallopierte ich Cadiz an und der junge hengst sprang richtig an. „ Fein!“ lobte ich ihn und ließ ihn ordentlich abgallopieren, eine Stallmitarbeiterin machte da gerade ein Foto.
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      Nach dem wir nun mit dem Training fertig wurden, ritt ich den kleinen noch trocken und dann durfte er auf eine extra Weide.
      21 Juli 2013 Melden
      Gwen Probereiten

      Heute stand wieder etwas ganz Besonderes an, denn ich hatte mit Angy für heute das Probereiten ausgemacht. Also frühstückte ich schnell, machte mich fertig und packte meine Tasche zusammen. Nachdem ich mich von meiner Mutti verabschiedet hatte, schwang ich mich auf mein Fahrrad und machte mich auf den Weg. Angys Hof lag zum Glück nur 10 Minuten mit dem Rad entfernt, so dass ich immer schnell dort sein würde. Dort angekommen begrüßte mich Angy fröhlich und stellte mir in einem kleinen Rundgang ihren Hof vor. Es war äußerst interessant, da sich Angy auf die Zucht von Pottok Ponys spezialisierte und so eine seltene Rasse traf man nicht häufig an. Dann führte sie mich zu meinem neuen Schützling. Es handelte sich um einen großen gescheckten Trakehnerhengst namens Cadiz. Er war erst 4 Jahre alt und würde noch einiges an Manieren brauchen, dennoch lief er jetzt schon toll unter dem Sattel und eine erfolgreiche Sportkarriere war vorprogrammiert. Ich durfte ihn von der Weide holen und am Putzplatz fertig machen. Angy holte sich einen anderen Scheckhengst namens Donnerschall und machten ihn parallel mit fertig, damit sie nicht nur sinnlos daneben stand. Zu meinem Glück war Cadiz mit seinen 1.67m nicht gar so ein Riese, so dass ich beim Satteln keine Probleme hatte. Nachdem ich fertig war, gingen wir auf den Reitplatz. Angy wollte Donnerschall nebenbei longieren, während ich ritt. Ich stellte mir alles ein und schwang mich dann vorsichtig in den Sattel. Zum Erwärmen ritt ich einige Runden im Schritt am langen Zügel und fühlte mich in Cadiz Bewegungen ein. Dann nahm ich die Zügel leicht auf, ritt Wendungen und Handwechsel, um Cadiz weich zu machen. Nach 10 Minuten gingen wir in den Trab über und da Angy gerade mit ihrem Hengst ein wenig Stangenarbeit machte, konnte ich diese direkt mit ins Training einbeziehen. So blieb mir Cadiz wach und ich konnte ihn schön abwechslungsreich reiten. Auch im Galopp lief alles prima, auch wenn ich mich am Anfang ein wenig an diese riesigen Galoppsprünge gewöhnen musste und Cadiz gerne mal zu schnell wurde. Angy hatte derweil ihren Hengst weggebracht und als sie wieder kam, ritt ich Cadiz bereits ab. Sie lobte mich, dass alles gut ausgesehen habe und ich war überglücklich, als ich Cadiz als Reitbeteiligung bekam. Ich sprang aus dem Sattel, schmuste ein wenig mit dem Schecken und führte ihn dann wieder zum Putzplatz. Dort sattelte ich ihn ab und putzte kurz drüber, da es schön warm war, durfte ich auch noch seine Beine abspritzen, ehe er wieder auf die Weide durfte. Er ließ sich brav das Halfter abnehmen und dann trabte er elegant davon. Ich zückte mein Handy und schoss ein Foto für mein Album. Dann machte ich mich wieder auf den Weg in den Stall, um noch seine Box auszumisten. Das ging auch relativ schnell, da Cadiz generell sehr lange auf der Weide stand und seine Box nur für die Nacht nutzte. Nachdem alles wieder hergerichtet war, verabschiedete ich mich von Angy und fuhr zufrieden nach Hause. Wenn ich das nächste Mal bei Cadiz sein würde, würden wir ein wenig Bodenarbeit machen, mit so einem aufmerksamen Pferd würde das sicherlich Spaß machen.

      12 Aug. 2013 Melden
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      Gwen Leichte Bodenarbeit

      Cadiz gähnte mich verschlafen an, als ich heute schon früh auf Angy's Hof erschien. Leider würde ich die nächsten Tage nicht da sein, weshalb ich heute dem Scheckhengst noch einen Besuch abstatten wollte, mir allerdings nur der Vormittag blieb. Cadiz bekam große runde Augen, als ich ihm den mitgebrachten Apfel entgegenhielt, welchen er auch direkt genüsslich in sich hineinfutterte. Ich halfterte ihn derweil auf und führte ihn zum Putzplatz. Dort begann ich in aller Ruhe, meine Reitbeteiligung fertig zu machen. Ich ließ mir viel Zeit, da ich momentan nicht ganz auf der Höhe war, was meine Gesundheit betraf und es lieber ruhig anging. Cadiz schien heute nichts dagegen zu haben und war die ganze Zeit lieb. Nachdem wir fertig waren, begann ich den Hengst zu bandagieren und holte danach noch Kappzaum, Longe und Longierpeitsche. Gemeinsam machten wir uns dann auf den Weg auf den Reitplatz, auf welchem ich Cadiz im Schritt erst einmal einige Runden warm führte. Das tat sowohl ihm, als auch mir gut. Nach einer Weile stellte ich mich dann in die Mitte des Zirkel und ohne Probleme blieb Cadiz auf seiner gebogenen Linie. Wir fingen langsam an, denn ich wusste auch nicht, was Cadiz schon alles konnte. Erst einmal probten wir die Übergänge zwischen Stand, Schritt und Trab, denn ich wollte schauen, wie gut Cadiz auf meine Stimme und Körpersprache hörte. Als dabei keine Probleme auftraten, verlangte ich von ihm ab und an, einen kleineren oder einen größeren Zirkel. Dann gingen wir zu Versammlungen oder Verstärkungen über. Je besser diese Übungen an der Longe klappen würden, desto weniger Probleme würden wir unter dem Sattel haben. Deswegen bildete bei mir die Bodenarbeit auch immer eine entscheidende Grundlage. Cadiz schien es auch Spaß zu machen, doch nachdem ich nun seine Aufmerksamkeit besaß, machten wir uns an für ihn langweiligere und anstrengendere Arbeit. Es ging um die korrekte Dehnhaltung und ein Pferd freiwillig in eine für ihn anstrengendere Position zu bekommen, war gar nicht so einfach. Jedoch war Cadiz so lernwillig, dass er brav alles mit machte und wir bald ein ansehnliches vorwärts-abwärts zu Stande bekamen. Dennoch fehlte noch der Schwung aus der Hinterhand und Cadiz fiel gerne mal auf seine innere Schulter, was wir jedoch möglichst verhindern wollten. Nach einer halben Stunde war es uns beiden jedoch genug, so dass wir als 'abreiten' noch eine Runde spazieren gingen. Danach machte ich Cadiz wieder fertig und brachte den Hengst auf die Weide zu seinen Freunden. Nachdem ich die Ausrüstung weggeschafft hatte, schnappte ich mir noch Schubkarre und Mistgabel und kümmerte mich um Cadiz' Box. Mit allem fertig, machte ich mich wieder auf den Heimweg, denn dort wartete eine warme Dusche auf mich.
      8 Sep. 2013 Melden
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      Elsaria Pflegeberichte meiner Pferde

      Donnerschall
      Golden Coin
      Cadiz
      Sun Sulverdore
      Star Bucks
      Mystical Star
      Laruna
      Celabration of Dance
      Petit Jayaprada
      Mountin´s Girl

      Heute fand ich etwas zeit um mich meine Pferde zu kümmern. Meine Lehrstelle spannte mich einfach zu sehr ein. An meinem Freien tag fuhr ich auf meinen Hof, zum glück hatte ich tolle Freunde die ab und zu nach meinen Schützlingen sahen konnte ich mich beruhigt um meine Stelle kümmern. Doch die Sehnsucht war trozdem da. Ich ging zuerst zu meinem 4 Jährigen Hengst Donnerschall. Mein schönling wieherte mir gut zu und ich strich ihm kurz über die nüstern. Ich würde ihn zum Training woanderst bringen. Dann ging ich zu den Hengsten und lies Coin in die Halle rennen. In der zwischenzeit ging ich zu meinem Jungen Trakhener Hengst Cadiz und striegelte den braunschecken wieder sauber und sattelte ihn auf. Ich ritt den kleinen auf den Ausenplatz für eine halbe Stunde und merkte wie er schon taktvoller war, seine RB leistete gute arbeit. Dann kamen Sun Sulverdore ein Pottok Pony an der Reihe, diesen ich heute nur longierte und Star Bucks konnte ich kaum anfassen darum lies ich ihn in ruhe beschloss aber mit ihm demnächst ordentlich zu Tranieren. Dann ging es zu den Stuten, Zuerst brachte ich aber coin zurück. Und ging dann zu Mystical Star. Die kleine hatte es offenbar nicht glück in der FS, aber das wird sicher noch kommen. Uch lies Mystical star, Laruna und Celabration of Dance zusammen in der Halle laufen und scheuchte sie rum. Dann machte ich Jayaprada fertig und und Mountains Girl. Dann musste ich auch schon wieder los.

      ( An Modis: Ich weiß das der Berichte nicht optimal sind aber ich hab kaum zeit =( )
      20 Okt. 2013 Melden
      Pepe
      Hufschmiede "Happy Hooves"
      Hufschmiedbesuch bei Cadiz, Donnerschall und Petit Jayaprada
      Zur Mittagszeit kam ich auf dem Hof von Angy an. Das windige Herbstwetter beherrschte die Region, aber das interessierte mich nicht. „Wo finde ich denn Angy? Ich bin für drei ihrer Pferde heute hier.“ Eine nette Frau führte mich zu der Hofbesitzerin und ich begrüßte sie freundlich mit einem Handschlag. „So. Was kann ich heute für dich tun? Habe gehört es geht um drei deiner Pferde.“ Angy nickte und führte mich zu einem kleinen Paddock. „Ich muss leider früher weg, das sind die Drei. Alle brauchen neue Hufeisen und die Hufe müssen kontrolliert werden. Ich würde vorschlagen, wir beginnen mit Donnerschall, bei den anderen beiden kann ich sicher sein, dass ich dich mit ihnen alleine lassen kann.“
      Angy schnappte sich ein Halfter, holte den Trakehner Donnerschall vom Paddock und band ihn an der Putzstange fest. Sie selbst blieb an seinem Kopf stehen. „Pass bitte auf deine Füße auf“, rief sie mir zu als Donnerschall auch schon einen Schritt in meine Richtung machte. Ich schickte ihn wieder weg von mir und begann mit einer Zange die alten Hufeisen zu entfernen. Der Hengst zeigte zu genügen, was er von der ganzen Aktion hielt, nämlich nichts. Ich ermahnte ihn und bald waren alle vier Eisen entfernt. Dann begann ich mit der Kontrolle. Ich hob nacheinander jeden Huf hoch, taste ihn ab und kontrollierte, ob Schmerzen bei Druck vorhanden war. Alle vier Hufe schienen in Ordnung, nur der linke Hinterhuf machte mir Sorgen. „Sein Hinterhuf ist leicht warm, ist in den letzten Tagen irgendwas vorgefallen?“, fragte ich Angy. „Wir haben gestern Stangenarbeit gemacht, da ist er einmal etwas weggerutscht, meinst du sowas?“ Ich nickte. Möglicherweise hatte sich Donnerschall etwas vertreten. „Führe ihn mal bitte in Schritt und Trab über den Hof, um eine Lahmheit oder eine Fehlstellung auszuschließen“, bat ich die Besitzerin. Der Trakehner lief lahmfrei, auch ungleiche Hufe ließen sich ausschließen. „Beobachte das mal, wenn es bis Ende nächster Woche nicht besser ist, komme ich wieder.“ Angy nickte und band Donnerschall wieder am Putzplatz fest. Dann schnitt ich mit einem Hufmesser seine Hufe aus und feilte sie dann nach. Der Hengst hatte gute und feste Hufe, viel gewachsen sind sie nicht. Ich wärmte den Ofen vor und maß in der Zeit Donnerschalls Eisengröße aus, für einen Trakehner hatte er verhältnismäßig kleine Füße. Als das erste Eisen heiß war, schmiedete ich ihn etwas enger und brannte ihn auf Donnerschals Huf. Der Rauch konnte den Hengst nicht beindrucken und so ließ er sich brav alle vier Hufeisen aufnageln. Zum Schluss bog ich die Nägel zur Seite und feilte das Horn an der Spitze etwas ab. Angy führte den Hengst nochmals auf und ab, alles saß und Donnerschall war erlöst.
      „Ich muss dann auch los, der Schecke da ist Cadiz und die Braune heißt Petit Jayaprada. Leg mir einen Zettel hin, falls bei ihnen etwas los sein sollte.“ Ich verabschiedete mich von ihr und holte den Hengst Cadiz vom Paddock. Der Scheckhengst ließ sich brav von mir zur Putzstange führen und dort anbinden. Ich klopfte ihn und begann seine alten, sehr stark abgelaufenen Hufeisen zu lösen. Dabei war Cadiz etwas nervös, da hatte ich wohl ein kleines Sensibelchen. So brauchte ich etwas länger, um die alten Nägel aus seinen Hufen zu bekommen. Ich lobte ihn, als ich fertig war und begann dann, die Hufe des Trakehners auszuschneiden und glatt zu feilen. Dabei zeigte sich Cadiz sehr ruhig und auch der Hufbock konnte ihn nicht abschrecken. Leider waren seine Hufe etwas zu lang, weshalb ich viel Zeit damit verbrachte, alle vier Hufe auf die gleiche Länge zu kürzen. Als ich fertig war, löste ich den Strick und ging mit dem Hengst zuerst im Schritt über die Pflastersteine auf dem Hof. Cadiz lief etwas vorsichtig ohne Eisen, zeigte aber keine Gleichgewichtsstörungen oder ähnliches. Keiner seiner Hufe war warm oder auffällig druckempfindlich, somit waren die Hufe des Hengstes in bester Ordnung. Ich streichelte Cadiz etwas, während der Ofen sich wieder aufheizte. Meine Großpferdeisen passten perfekt auf seine Hufe, sodass das Aufbrennen ohne jegliche Schwierigkeiten geschah. Bei dem Festnageln der Hufeisen musste ich wieder etwas vorsichtiger sein, da mir sonst der Hengst einfach den Huf aus der Hand zog. Nach zehn Minuten hatte Cadiz alle vier Hufeisen und ich feilte noch kleine Unebenheiten aus. Dann durfte er wieder zurück auf den Paddock.
      Zum Schluss kam nun die Stute Petit Jayaprada an die Reihe. Die Stute zeigte Interesse an mir und ließ sich willig zum Putzplatz führen. Das Entfernen der Hufeisen war kein Problem. Ich schnitt die Hufe wieder aus und feilte sie gerade. Dabei untersuchte ich die Hufe gleich mit. Auffällig war, dass die beiden Vorderhufe unterschiedlich schnell wuchsen, sodass der rechte etwas länger war, als der linke. Ich glich den Unterschied aus, jedoch sollte darauf geachtet werden, dass es mit Eisen nicht zu Komplikationen kommt. Keiner ihrer Hufe war auffällig warm, sie sahen gesund und kräftig aus. Auch die Testrunde über denn Huf absolvierte die Stute mit Bravour. Ich wärmte wieder den Ofen vor und brannte die Hufeisen auf die Hufe der Stute. Beim Festnageln blieb sie ruhig und döste sogar etwas. Solche Kunden waren mir doch am Liebsten. Nachdem alle Hufeisen dran waren, feilte ich noch etwas nach und bog einige Nägeln um. Ich klopfte sie und führte Jayaprada wieder zurück auf den Paddock.
      An das schwarze Brett hängte ich eine kleine Mitteilung für Angy und fuhr dann von ihrem Hof.
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      3 Nov. 2013 Melden
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      Elsaria Weihnachten

      Es war heilig abend und ich wollte mich heute um meine Pferde kümmern. Zuerst ging ich zu meinem Zuchthengst Donnerhall. Ich wollte heute mit ihm einwenig ausreiten. Der Junge hengst kam gerade aus seiner Ausbildung. Ich hatte jetzt einpaar Tage Frei und die wollte ich mit meinen pferden verbringen auch wenn es bitter kalt war. Ich zog mich desshalb warm an und ging in den Stall dort kam mir ein wohliger warmer Duft entgegen. Ich putzte den Rapphengst und sattelte ihn auf. Dann schwang ich mich elegant auf sein Rücken und ritt aus. Ich genoß die zweisamkeit mit meinem geköhrten Hengst. Aber ich hatte ja noch andere Pferde die ich bewegen musste. Nach einer halben stunde brachte ich meinen Hengst zurück in die Box und holte Cadiz meinen anderne Trakhenerscheckhengst. Diesen ich heute nur longieren wollte. Ich putzte auch ihn, und sah das sich seine Reitbeteiligung wirklich gut um ihn kümmerte. Ich war da immer skeptisch was mit meinen Tieren war. Ich lasse einfach nicht jeden Rann schon gar nicht an meinen wertvollen Hengsten. Cadiz benahm sich sehr gut und setzte meine Kommandos auch sehr gut um. Als er fertig war ging ich zu meinem Pottok Hengst Sun Sulverdor. Den hengst hatte ich nur longiert in letzter zeit und desshalb wollte ich ihn heute reiten. Er konnte zwar noch nicht viel aber er war sehr lernwillig.
      Ich sattelte den Hengst auf und da merkte ich schon wie sein ehrgeiz wuchs. Manchmal hatte man probleme den Ehrgeiz des Hengstes zu drosseln. Sun versuchte stets alles richtig zu machen. Mit de Training kamen wir desshalb schneller voran als erwartet. Vorallem da die Rasse eher Bergponys sind die frei leben war es sehr ungewöhnlich. Heute haben wir das Gallopieren in anlehnung gelernt. Ich lobte ihn ausgibig und brachte ihn zurück in die Box. Und nun kam ich zu einem meiner Schwirigsten Hengsten Star Bucks ein Wunderschöner Hengst doch sehr schwer an ihn rann zu kommen, ich hatte schon einige Bisswunden und schläge bekommen, trozdem denke ich das man mit ihm arbeiten kann. Vorsichtig betrat ich die box und versuchte den hengst heraus zu holen, doch dieser war heute wohl nicht gut drauf da er mir drohte und anzeichen machte mich zu beisen. Ich ermahnte ihn streng und nahm entschlossen sein halfter und führte ihn in die halle. Dort trieb ich ihn bis er müde war und begann mit langsamen annährungen. Bucks war skeptisch und total misstraurisch. Ich musste viel zeit in den hengsten reinstecken. Als er das ein paar mal brav über sich ergehen lassen hat lobte ich ihn und brachte ihn zurück in seine Box dort bekam er noch eine Möhre und ging dann zum Golden Coin, das fohlen ich lies ihn in der halle rennen und brachte ihn auch wieder, und nun ging ich zu den stuten, die fohlen Mystical Star, Laruna, Celebration of Dance lies ich ebenfalls zusammen in der Halle spielen. In der zwischenzeit machte ich petit Jayaprada fertig zum Reiten. Ich ritt sie im ausenplatz damit die fohlen noch zeit hatten zuz spielen, ich fand das es wichtig war für die kleinen bevor sie vorbereitet wurden.. Jayaprada arbeitet sehr gut mit, die stute war einfach einen traum und dann brachte ich sie fertig in der box und holte die fohlen rein dann holte ich Mountains girl diese ich nur ne dreiviertel stunde longierte danach beendete ich erschöpft meinen Tag.
      25 Dez. 2013 Melden
      Elsaria Umzug nach Polen

      Ich hatte alles geplant und heute war es soweit, wir ziehen nach Polen um. Die Wohnung war schon leergeräumt den Ställe waren bis auf die Pferde auch schon leer und jetzt kamen die Transporter. Es geht jetzt endgültig los. Ich verlud sanft meine Pferde und stieg dann in meinen jeep ein um meinen freund abzuholen, er war da und wollte mit mir in Polen eine neue zukunft mit mir aufzubauen. Die Fahrt lief gut mit einigen Pausen als wir auf dem Gestüt Federsee ankamen begrüßte uns meine Freundin Eowin. Gemeinsam luden wir meine Pferde aus. Cadiz der Trakehernerhengst war als erster an der reihe, wir brachten ihn in seine neue Box. Eowin nahm Golden Coin und brachte ihn auf eine abgetrennte weide zu ihren. Dann nahm sie Mystical Star und stellte ihn zu coin. Ich nahm Mischak , Eo Raptut und Rafael einfari. Mischak und einfari kamen in die Box und raptur zu mystical und coin.Dann holten wir Sun Sulverdor, Prince Amber und Blues. Diese kamen in die Boxen und dann holten wir bruni und brachten sie auch in den hengststall. Dann ging es zu den restlichen Drei Stuten. Ich nahm Slaufa, Eowin,Iduen und Rafael Girl. Sie kamne auf die weide dann richteten wir unser Haus ein und tranken kaffee.
      27 Juni 2014 Melden
      Elsaria Ein anstregnender Tag

      Heute fand ich endlich zeit mich wieder um meine lieblinge zu kümmern. Zuerst kümmerte ich mich um meinen Isländerfohlen river´s Rapture. Der kleine Hengst genoß seine Freiheit. Nachdem er auf die weide kam zu den gastfohlen die momentan auf unseren Weiden tummelten und genügend heu da lag ging ich zu meiner dreijährigen Trakhener Stute. Sie wurde gerade angeritten und ich förderte sie nun weiter, so war es der Plan. Ich striegelte die Falbstute sauber, und legte vorsichtig den Sattel auf. Dann bandagierte ich die Vorderbeine und trenste sie auf. Ich klickte die longe ein und ging mit ihr in die Halle. Dort longierte ich sie ab und setzte mich auf. Eowin meine Zuchtpartnerin kam vorbei. „ Willst du sie heute reiten?!“ fragte sie mich. „ Ja, ich muss ja dort anknüpfen!“ sagte ich und trieb sie vorsichtig in den schritt. Nach einer Weile forderte ich sie in den Trab ab auch diese Sprang sie schön an. Sie ist zwar noch nicht sehr ausbalanciert aber man merkte es ihr an das sie sich bemühte. Nach dem ich einige wendungen und stops und ich lobte sie ihn immer und immer wieder danach durfte sie auf die weide. Nun kam mein Junger Schweres Warmblut hengst Fuego. Der junge tempramentvolle Hengst hatte sich gut eingelebt und darum wurde er heute ordenltich longiert. Fuego benahm sich vorbildlich und zeigte nur ab und an sein temprament. Wenn er was gut gemacht hatte lobte ich ihn. Dann brachte ich ihn zurück auf sein Paddock und ging zur Puella, sie war eine schwarze Schweres Warmblutstute. Ich striegelte meine große und lies sie in der halle freilaufen. Nun ging ich zu meinen Hengsten, die schon älter waren und nicht mehr eingeritten werden müssen. Zuerst kam mein Trakhenerscheckhengst Cadiz an der Reihe. Der 6 Jährige war sehr gut im Training. Nachdem ich ihn gebutzt hatte sattelte ich ihn auf und schwang mich langsam auf seinen Rücken. Dann ritt ich ihn warm und begann mit meinem Training. Cadiz war heute moteviert und arbeitete gut mit. Nachdem ich mit Cadiz fertig war kam Sun Sulverdor meinen Pottok Hengst. Da er lahmte, kühlte ich nur seine Beine und stellte ihn wieder zurück in die box und schaute bei Prince Amber vorbei, der sein Gnadenbrot am hof halten darf. Dann kam mein Tinkerhengst s´blue, diesen ich heute laufen lies. Nach dem er auch fertig war ging ich zu den Stuten. Langsam wurde es mittag und ich ging zu moutains girl. Die stute, wurde heute nur etwas longiert. Nachdem sie fertig war ging ich zu meiner Isländerstute Idunn sie durfte zusammen mit slaufa auf die weide. Die zwei stuten tobten über die Weiden. Ich sah ihnen kurz zu und dann Quaterstute Like Honey and milk. Die hübsche hatte heute frei. Ich striegelte sie nur kurz über und Grinsebacke ist mit ihrer tollen RB auf einen Ausritt.
      17 Sep. 2014 Melden
      Elsaria Heute war es ein kalter Herbsttag trozdem musste ich in den Stall, den meine Pferde wollten bewegt werden. Ich zog mich also warm an und stieg in meinen Pik up und fuhr zu unserem Gestüt Federsee. Meine Zuchtpartnerin und Freundin Eowin war heute schon vor mir da und kümmerte sich gerade um ihre Lieblinge. „ Morgen!“ begrüßte ich sie ehe ich in den Stall stapfte. Ich beschloss mit meinem neuesten Ankömmling die zweijährige Hannoveranerstute Torte zu beginnen. Ich war gerade dabei ihr den Sattel und ausbinden zu gewöhnen. Heute wäre es das dritte mal das sie den Sattel angelegt bekommen würde. Das erste mal bockte die Stute ja nur rum. Bald würde ich mir eine Hilfe suchen müssen, dann das nächste mal würde ich mich in den sattel hängen, damit sie auch an das Reitergewicht lernen würde und alleine würde das nicht funktionieren.
      Ich putzte Torte schnell über und trenste sie auf legte den Sattel auf und ging mit ihr in die Halle. Langsam schien es Torte nicht mehr auszumachen, das der sattel auf ihren Rücken lag. Nach dem ich sie einige Runden aufwärmen lies, schnallte ich die zügel als ausbinder an den sattel und schickte sie in den Trab. Torte georchte sofort. Ich lobte die Stute und gallopierte sie an. Ihre Gänge waren sehr raumergreifend, ein viel versprechendes Pferd. Ihr Vater war nichts anderer der weltberühte Dresurhengst Totilas. Dann wechselte ich die Seite und als diese auch problemlos klappte, führte ich Torte noch trocken und brachte sie in die Box und nahm Mystical star heraus. Diese ich auf die nächste Körun vorbereiten wollte. Das Training war einfach das wichtigste. Die Junge stute ist mittlerweile schon im 7 Monat unter dem Sattel und hatte ihre Balance endlich gefunden. Ich striegelte die Falbstute sauber und Sattelte sie auf. Bandagierte ihre Beine und trenste sie auf dann stieg ich sanft auf ihren Rücken. Da die Sonne schien beschloss ich mit ihr auf dem Reitplatz draußen zu gehen. Ich wärmte sie auf und korregierte ihre kleine Fehler beim Angallopieren. Ich achtete konzentriert auf ihre Haltung und forderte sie richtig. Heute würde ich mit ihr Schulterherein üben. Diese Lektion konnte sie noch nicht. Doch Mystical arbeitete wie immer konzentriert mit. Nach dem sie es ein paar mal gut gemacht hatte lobte ich die Stute und beendete das Training. In den nächsten Tagen wird das geübt bis sie sich sicher war. Nach dem die Stute trocken geritten ist brachte ich sie in ihre Box. Nun kam mein Tinkerhengst S´Blues. Der Rappschecke brummelte mir entgegen. Ich war am überlegen für ein paar Pferde ein neues Zuhause zu suchen. Diese wären Mischak ein erfolgreicher Fjordhengst, der schon einen neuen Besitzer gefunden hatte und morgen abgeholt werden, und eben meine zwei Tinker werden wahrscheinlich auch noch weg kommen würden. Ich holte Blues aus seiner Box und striegelte ihn sauber. Ich klickte die longe in sein halfter und longierte ihn ein wenig. Da er erst vor kurzem eine Kolik hatte durfte er sich aussruhen, darum machte ich heute auch nicht lange. Nach Blue kam Grinsebacke, diese ich auf die Weide stellte. Dann kam Petit Jayaprada, meine Trakhenerstute. Auch sie striegelte ich sauber, trenste und Sattelte sie auf und schwang mich auf den Rücken. Mit ihr wollte ich einen kurzen Ausritt machen bevor der Winter eingebrochen war. Die umgebung war recht krarg, es würde bestimmt nicht mehr lange dauern bis der erste schnee lag. Petit trottete gelassen vor sich hin. Die hübsche, hatte immer ein Ohr nach mir gerichtet und wartete auf mein Befehl um an zu traben. Diese ich auch gleich machte. Dann kehrten wir um ich hatte noch Cadiz zu machen. Mein Trakhenerhengst wartete auch noch auf seine Ration liebe und Bewegung. Als wir ankammen beschloss ich die restlichen Pferde in der halle einfach laufen zu lassen. Ich versorgte Jaya und holte Cadiz, ich zog seine Gamaschen an und brachte ihn in die halle. Dort ließ ich ihn laufen. Cadiz stürmte los. Und dazu holte ich meinen Falawallach Mirror. Diese zwei verstanden sich prächtig. In der halle fing es an diese Gespielerrei, ich fand es schön. Nach einer halben Stunde brachte ich beide in die Boxen und holte Fuego. Der feurige schwere Warmbluthengst war jetzt an der Reihe. Auch er tobte durch die halle und Puella, durfte heute ihren Freien Tag genießen. Müde fiel ich dann zuhause ins Bett.

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      Dies ist der Schnitt ab den nächsten Berichten werd ich Mika spielen und wird eine kleine Story werden.
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      Als aufwachte, leuchtete mein Handydisplay und ich nahm mein Handy und las die Nachricht. Die Nachricht war von Mika und dadrin stand:

      Hey Fiona,
      ich bin für zwei Tage nicht da würdest du dich bitte um meine Pferde kümmern. Danke schon im Voraus.
      LG deine Mika.

      Ich packte mein Handy weg und stand auf....
      Nachdem ich mich gewaschen hatte und auch schon gefrühstückt hatte, ging ich zum Auto. Ich hatte Mika schnell geantwortet und fuhr los zu ihr. Als ich ankam war es schon hell geworden und ich stieg aus und ging in den Stall. Ich hatte mir vorgenommen die Pferde nacheinander zu pflegen. Der Erste war Cadiz, man sah im an das er hengstig war. "Hallo du!", begrüßte ich den Trakhener Hengst.
      Ich holte ihn aus der Box und band ihn an. In der Sattelkammer war seine Putzbox die ich geholt hatte. Cadiz tänzelte etwas umher, aber davon ließ ich mich nicht beindrucken. Ich putze ihn gründlich und holte dann das Sattelzeug samt Trense. Er ließ sich bereitwillig satteln und trensen. Wir gingen aus dem Stall raus auf den Reitplatz. Dort sahs ich auf und trieb Cadiz an. Ich mekte das er Lust hatte etwas zu tun. Also wollte ich ihn nicht lange zappeln lassen und brachte ihn in die Anlehnung. Das machte er super mit und ich lobte ihn ständig. Nach ein paar Runden Schritt, trabten wir an. Cadiz streckte seine Beine wie eine Ballerina. Ich versuchte konsequent, aber auch freundlich zu sein. Wir trabte schon eine Weile und jetzt galoppiete ich ihn an zu einem starken Galopp. Er ist wirklich ein Naturtalent, oder es lag halt an seinem guten Training. "Das macht du echt toll!",lobte ich Cadiz. Ab und zu tänzelte er etwas, aber das war mir egal. Das sollte für heute reichen dachte ich mir und pariete um Schritt durch. "Fein gemacht!",lobte ich Cadiz erneut. Dann sahs ich ab und führte ihn in den Stall. Nach dem reiten merkte ich wie sensibel er war, er hatte immer auf meine Kommandos geachtet. Er war generell sensibel deshalb musste ich mich auch dementsprechend anpassen. Als wir im Stall waren, sattelte ich ab und holte sein Putzzeug. Ich kratzte die Hufe aus und putzte nochmal drüber.
      Cadiz hatte leicht geschwitzt und ich deckte ihn mit einer Abschwitzdecke ein. Danach stellte ich ihn wieder in die Box und holte sein Futter. Er stürzte sich auf sein Futter und schien zufrieden.
      "Tschüss ich muss noch zu den anderen!",verabschiedete ich mich.
      Er schnaubte kurz und steckte dann seinen Kopf wieder in den Futtereimer.
      ___________[3] Rennovierung abgeschlossen und der Umzug! Craignure wir kommen


      Adriane Van helsing
      Tim
      Sam
      Avril
      Mary

      5 Monate später war es endlich soweit, wir konnten in Deutschland die Sachen packen und auf den Hof ziehen. Der Hof ist sehr schön geworden genauso hatte ich es mir innerlich vorgestellt. Als der Hof in Craignure fertig war flog ich mit Tim wieder nach Deutschland um dort alles vorzubereiten. In Craignure hatte ich mir einen Pferde LKW gekauft wo 4 Pferde drauf passten und hatten einige zusammengetrommelt die mit ihren Hängern am Flughafen Ivanhesse auf uns warteten.

      Unser Flug nach deutschland hatte etwas verspätung somit mussten wir am Flughafen warten. Wie ich diese Warterrei hasste.

      „Ich komme jetzt zurück mein Schatz!“ schrieb ich in der Sms. Ich war fast 5 monate von meiner Freundin getrennt, weil mich Adria in Craignur brauchte und das war für uns Beide sehr schwer und vorallem kurzfristig. Böse auf Adria konnte ich auch nicht sein, sie wusste ja nicht das ich erst frisch in einer Beziehung eingegangen bin, und Mary war der hauptgrund das ich nicht mitgehen konnte, da Mary erst 17 war und ihre Eltern es ihr bestimmt nicht erlaubten so weit wegzuziehen, noch dazu das sie dann keine Arbeit hatte außer ihren Freund und das als dreckigen Stalljungen wie er schon von ihrer Mutter belauschen konnte. Er würde sich wünschen, das er einen Weg finden würde doch noch zu Craignure zu ziehen mit Mary. Ob er Adria fragen sollte nach einem Job? Er wusste ja das Mary gerne mit Pferden zu tun haben möchte, sich aber nicht gerade gut auskennt. Ob Adria überhaupt einen lehrling gebrauchen kann? Wären dann die Eltern von Mary einverstanden?. Oder haben sie einfach was gegen mich. Pieps pieps machte es und riss mich aus meinen Gedanken. Mein Handy leuchtete auf . Eine SMS von Mary. „ Hallo Schatz, natürlich freue ich mich dich wiederzusehen, und hoffe das meine Eltern dann endlich sehen das du es ernst meinst. Die Monate waren sehr hart für mich, ich warte aum Flughafen oder nicht wegen deiner Chefin? Warum verheimlichst du mich vor deinen Kollegen und der Chefin? Schämst du dich für mich?!“ las ich in der sms. Auf der einen Seite freute es mich das sie mich vermisste aber die letzte zeilen traten bei ihr doch die zweifel auf, ich hatte angst wie die kollegen reagieren würden.

      „ Ach schatz, ich schäme mich nicht für dich , ich bin stolz ein so wunderschönes Mädchen wie dich mein Mädchen nennen zu dürfen. Und das mit meiner Chefin... Ich würde sie um eine Lehrstelle für dich fragen, und hoffe das deine Eltern damit einverstanden sind, wenn du die lehre bei ihr hast, das du mit kommen kannst. Ich würde gerne mit auswandern, aber wenn das deinen eltern auch nicht reicht würde ich hier bleiben, weil ich dich liebe Mary! Und sendete die sms ab. Ich merkte wie Adria mich beobachtete und ließ das Handy schnell in meiner hosentasche verstecken und schaute mich um.

      Was war mit Tim los? Fragte ich mich mich und beobachtete ihn weiter. Die 5 monate in Craignur schien ihm gefallen zu haben, dachte ich jedenfalls und jetzt am Flughafen ist er so still und bedrückt. Ich beschloss zu warten bis er von selber kommen würde. Schließlich war es nicht meine angelegenheit und schaute mich auf die anzeige und suchte unseren flug, noch 40 minuten Wartezeit. Ich hörte wie bei Tim das handy wieder piepste.

      „Meinst du das ehrlich?! Ich weiß nicht was meine Eltern von der Idee halten, aber es ist doch meine entscheidung und würdest du bitte deine Chefin fragen? Und darf ich dich dann am flughafen abholen?!“ las ich wieder . Klar meinte ich das ehrlich, jetzt hab ich die aufgabe wohl doch noch mit Adria darüber zu reden, ob sie begeistert sein wird? Hat sie die zeit neben der Zucht, hof, Tuniere und Hufschmiedbetrieb noch einen lehrling auszubilden?. Es half alles nichts, ich musste sie fragen. Ich nahm mir allen Mut zusammen und legte los. „ Du....Adri.....a ich äh mir liegt da was auf dem Herzen, also eigentlich wollte ich nicht mit umsiedeln weil ich kurz davor in eine Beziehung gegangen bin. Sie ist 17 und ihre Eltern würden es ihr nicht erlauben mit nach Craignure zu ziehen, da sie keinen job bzw ausbildung hat und ich als dreckigen Stalljungen wohl nicht für ihre Tochter aufkommen kann. Und da dachte ich, weil Mary Pferde mag, ob du vielleicht eine Auszubildende gebrauchten kannst, ich weiß mary hat noch nicht so viel ahnung von Pferden, aber anpacken und tierlieb ist sie. Ich dachte aaa.....lso meine idee wäre gewesen, wenn sie eine Lehre bei dir hat, würden ihre Eltern es vielleicht erlauben mitzuziehen, weil ich würde gerne mit raufziehen, jetzt wo ich weiß wie schön es da oben ist, aber ich möchte meine Beziehung auch nicht wegen dem beenden. Ich liebe Mary doch!“ erzählte ich ihr.

      „ hmm, desshalb wolltest du nicht mit, du weißt ja nur zu gut, was ich für Ausgaben in letzter zeit hatte und eigentlich nicht die zeit habe mich noch um einen Lehrling zu kümmern... Ich muss darüber noch nachdenken und mit Sam besprechen, schließlich müsste sie sich dann um den lehrling kümmern wenn ich nicht da bin. Aber das würden wir hinkriegen. So unser flug ist da kom jetzt. Forderte ich tim auf und wir stiegen in den flieger.

      Zurück in Deutschland

      Als wir endlich am Flughafen angekommen sind erwarteten uns bereits Sam und Avril.Freudig umarmten wir uns. Mir viel ein schüchternes mädchen auf, die zaghaft in tims richtung winkte. Das musste Mary sein, wir hatten den ganzen Flug lang nicht mehr über die Sache diskutiert.
      Tim lächelte in Mary´s Richtung. „ Na hol sie schon her und stell uns vor!“ sagte ich zu Tim. Dieser auch loslief. „ Sam was hälst du von einem Lehrling?!“ fragte ich direkt.
      „ Können wir uns das überhaupt leisten nach dem umbau umzug und und?!“ fragte Sam. „ Ja eigentlich nicht so aber es ist wegen Tim, er möchte mit, aber er hat ne Freundin, und er hofft wenn sie bei mir eine lehre hat, das die eltern von dem mädchen dem umzug zustimmen würden.!“ erklärte ich ihr. „ Naja, sie kann ja jetzt beim umsiedeln helfen so können wir sehen ob es was für sie ist!“ schlug Avril vor sie wollte endlich eine kamaradin haben die in ihrem alter war.
      Inzwischen kam Tim mit seiner Freundin wieder zu uns und stellten uns vor. Wir erzählten unser Vorhaben und Mary war begeistert. Nun lagen nur noch daran die eltern zu überzeugen. Ich bad mary einen Treffen zu arrrangieren . Sie freute sich. Dann ruhren wir schließlich alle gemeinsam auf den hof. Wir packten diverse sachen ein, trensen, gebisse, schabracken, hufglocken, bandagen, decken , alles was so rum lag in kisten und stopften sie in das große Auto. Ich hatte extra einen Flieger gemietet für uns alleine, wo genug platz . Es gab leider nur flieger die maximal 5 Pferde mittransportieren konnten so mussten wir halt eben mit mehreren flügen planen. Aber das würde gehen. Wir hatten inzwischen alles verpackt auch das Gestütshaus war leer und sauber, jetzt mussten die Pferde für den Transport und flug bereit gemacht werden. Zuerst kamen Existenz, Sabrid Sahir, For Pleasure, Rebelmouse und Skadi an die reihe, diese pferde würden als erstes mit Sam rüber fliegen. Und sie würde die 5 pferde auf den hof bringen, ein netter her wartete bereits am flughafen von schottland und er kannte ja den weg zum hof. Als nächstes kam Bifröst, Donnerschall, Ostwind,Lynna und Cleabration of Dance. Der Flieger wurde immer mit pferden und umzugskartons beladen, diesmal flog avril mit. Ich hoffte das alles gut lief. In der zwischenzeit wo ich die pferde zum flughafen kutschiere und zurück fuhr machte mary die anderen pferde fertig und Timm mistete die boxen mit dem Radlader leer. Als nächstes kamen Starmen, Azazel, torte, mirror und Petit jayaprada drann. Zum glück liefen die pferde ohne probleme in den hänger und auf den Flieger. Jetzt waren es nur noch zwei pferde die zum flieger gebracht werden müssen und dann noch den rest. Die kleine von Sam musste ich noch schnell bei der oma abholen, die sie mir weindend übergab.. Irgendwie tat es mir leid.. und nun saßen wir alle zusammen im flieger auch mary ich hatte es geschafft ihre Eltern zu überzeugen bei mir eine Lehre anzufangen. Timm war überglücklich.____________________________________

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      Pflege vom 12. September 2015 von Elsaria
      Adriane van Helsing

      Tim

      Sam

      mary

      Avril



      „pitsch patsch pitsch patsch“hörte ich wie der regen leise rythmisch auf das Dach trommelte. Die dunkelheit umhüllte den stillen hof. Ich blickte auf den Wecker und stellte fest das es gerade mal 2 uhr morgens war. Warum war ich denn schon wach?. Ich drehte mich auf die andere seite und versuchte weiter zu schlafen.

      Ich war also wieder eingeschlafen bemerkte ich als ich diesmal mein wecker hörte und geräusche aus der küche hörte. Der hof erwachte langsam von seinem schlaf. Ich zog mich an und ging in die Küche rein. „haPPy Birthday tooo you!“ hörte ich amilie die kleine tochter von sam als erstes singen. Achja ich hatte Geburtstag, 27 Jahre alt wurde ich heute. Wieder ein jahr älter. Als ich dann mit amilie auf dem arm die Küche betritt feierten die anderen. Der tisch war schön gedeckt und alle waren fröhlich. Auch wenn heute wieder ein anstrengender Tag werden würde freute ich mich auf das grillen heute abend. Wir aßen gemeinsam frühstück. „ So leute auch wenn ich heute Geburtstag habe muss gearbeitet werden. Sam kümmert sich heute bitte um die zwei araber , Jaya und Mystical Star. Tim um Cadiz donnerschall und Shari Avril um Bifröst und Celbi und ich kümmere mich um Skadi und Connery.“ Gab ich anweisungen. Da gestern erst gemistet wurde sttreuten wir alle gemeinsam ein und fütteren die Pferde. Ich beschloss zuerst mit Connery zu arbeiten. Ich halfterte einen Trakehnerhengst auf und brachte ihn auf den Putzplatz Dort putzte ich ihn über und bandagierte seine Beine. Da er eisen hatte zog ich ihm noch glocken an und dann sattelte ich den hengst auf. Zum schluss zäumte ich ihn auf und ging schon mal in die halle dort stieg ich auf und ritt ihn warm. Währenddessen holte sam Sansanja, die nervöse Arastütchen wurde bis jetzt nicht geritten weil die zeit fehlte. Sam wollte sich heute wohl das erste mal draufsetzten, wir wussten zwar das die stute eingeritten ist aber was genau sie kannte wussten wir eben nicht. Ich war gerade dabei den hengst zu lösen als Sam mit Sansi in die halle kam, sie longierte sie zuerst mal einige runden ab. Ich merkte wie das Training mit Sarah Connery gut tat und wieviel lockerer er wurde. Nun nahm ich die zügel auf und stellte meinen hengst in die korrekte anlehnung. Wir arbeitetn konzentriert und gewissenhaft. Nur im augenwinkel konnte ich sehen das sansi einige Bocksprünge hin legte. Ich klopfte conni lobend den hals, er war wohl sehr in seiner Arbeit vertieft. Wir trabten in einem schönen arbeitstrab, dieser sehr schwungvoll war, ich versuchte diesen schwung beizubehalten. Als ich einnige Bahnfiguren machte saß sam nun auf Sansanjia die sich stark an connery orientierte. Sie wollte immer das machen was er gerade macht. Sam bremste sie ab. Die junge Araberstute hat gewaltig Pfeffer im hintern. Als sie aber verstanden hat das es nicht nach ihrer Pfeife tanzte arbeitete sie brav mit Sam. Tim kümmerte sich zuerst um den Deckhengst Donnerschall er sollte heute nur ein paar runden an er longe gehen. Ich war nun mit connery für heute fertig und stieg ab. Ich lief in der halle noch einige runden damit sein Atem wieder normaliesieren konnte und beobachtete Sam. Sansanjia machte sich wirklich gut. Nun verließ ich die halle auf dem weg zum Putzplatz sah ich wie timm auf dem reitplatz donner longierte. Der Hengst trat sehr unter. Er war momentan er einzige zur zuchtzugelassene hengst und ich hoffte das ich bald neuen schub haben werde. Und auf dem Roundpen versuchte Mary Bifröst ans halfter zu gewöhnen. „ Ist gut so weier so nicht aufgeben „ rief ich belustigt ihr rüber. Bifröst hatte sich wohl zur aufgabe gemacht wegzulaufen stehen zu bleiben und warten bis sie am kopf war um wieder davon zu laufen. Ich zog meinen hengsten alles aus und duschte ihn ab. Das Wetter war herrlich warm und somit war die dusche eine willkommene verwöhnprogramm als ich ih abgezogen hatte durfte er noch auf die weide. Nun holte ich Skadi meine Andalusiermixstute. Nach ihren Verletzungen hatte sie noch einen monat schonfrist bekommen und heute sollte sie wieder langsam an die Arbeit gewöhnt werden. Auch wenn die Stute nicht meine Rasse war, ich liebte sie abgöttisch. Ich brachte meine Schimmelstute naja Graufalbe passt eher zum putzplatz und begann das fell sauber zu striegeln. Da kam auch schon sam. „ So ist das mit schimmeln sie wollen immer ne andere Farbe haben!“ lachte sie. Sie band sie an und zog sie aus. „ Na wie war sie?“ fragte ich „ Sie war okay, anfangs schwierig aber danach war sie brav!“ gab sie mir zur antwort. „ Ich bin am überlegen Sabrid und Sansi zu verkaufen, sie kommen hier einfach zu kurz!“ sagte ich nachdenklich. „ Da hast du wohl recht.!“ „JUHHHHHUUUU!!!“ hörten wir aus dem Roundpen und drehten uns um. Mary tanzte triumphierend sie hatte es wohl geschafft dem kleinen das halfter anzulegen. „ Super Mary lob ihn und bring ihn wieder zurück sobald Tim zeit hat dir zu helfen! Es reicht für heute, halfter lässt du an!“ gab ich meinem lehrling anweisungen. Ich hab skadi gerade fertig gesattelt da kam auch schon ein neues mädchen die sich als Reitbeteiligung für Skadi beworben hatte. Ich sagte ihr sie soll mal guggen und danach dürfte sie kurz rauf. Ich erzählte ihr die vorgeschichte von skadi das sie letzten monat einiges durchgemacht hat und desshalb wieder von vorne aufgebaut werden muss. Mary hatte sich inzwischen Celbi geschnappt. Die stute war schon etwas weiter. Mary beschloss die junge stute den hof langsam zu zeigen. Sam hatte inzwischen Sabrid geholt und Tim war mit Cadiz beschäftigt. Er wollte mit ihm ausreiten gehen. Ich schwang mich währenddessen auf Skadi. Das junge mädchen lief mir nach. Eine halbe stunde ritt ich skadi im Schritt ehe ich langsam zu trabe begann. Skadi verhielt sich sehr gut. „Wie heißt du eigentlich?“ versuchte ich das mädchen in ein gespräch zu verwickeln. „ India Alcaraz und Sie?!“ fragte sie mich. „ Adrianna van Helsing, alle nennen mich aber adria darfst du natürlich auch wenn es mit der Reitbeteiligung klappt. Skadi ist da eigen. Skadi war heute sehr brav nun lies ich india auf ihr reiten um zu sehen ob sie mit ihr klar kam. „Hey! Scheint gut zu gehen!“ sagte tim der gerade vom ausritt kam. „ Ja. Scheint so!“ sagte ich kurz und war immer noch auf india fixiert. Sam kam nun mit Sabrid in die halle. Auch da schien alles gut zu laufen. Tim übernahm von Sam Jaya un Avril durfte das erste mal unter meiner aufsicht Star reiten. Sie freute sich wie ein honigkuchen pferd. Sam dankte es mir und grinste. Das grinsen veriet mir das sie was vorhatte. Sie brachte sabrid zurück in die box schnappte sich lilly ihre tochter und war verschwunden. Nun sagte ich zu india das sie skadi bitte boxfertig machen sollte und sie in die Box bringen da jede Box beschriftet war war das leicht und dann wiederkommen. Avril machte sich gut auf Mystical Star. Die Junge stute hatte es noch nicht so viele Reiter auf ihrem Rücken, eigentlich nur mich und Sam. Doch sie schien das nichts auszumachen und absolvierte die Reitstunde fertig. Als Tim mit Jaya kam fiel ihm ein das er shari noch nicht gemacht hatte. Das war kein problem dann liesen wir sie eben danach noch schnell in der halle laufen und morgen solle er sie als erstes machen. Als die Reitpferde fertig war durfte nun shari in die halle. „ Und wie war Jaya so?!“ fragte ich Tim. „ Sie schien heute etwas aufgeregt zu sein, aber sonst brav wie immer!“ „ Das ist gut!“.

      So wir machtten den abenddienst und die feier konnte beginnen.

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      Hufschmiedbericht Cadiz
      ~Briar Cliff Farrier~

      Bereitwillig hatte ich mich dem Project Second Chance gestellt und nahm nun von dieser Aktion meinen ersten Auftrag auf und war verblüfft als ich den Auftraggeber sah. Es war Jill K. Facer, welche mich ,tragischer Weise noch immer im Rollstuhl gefangen, freundlich empfang und lächelte als ich mit meinem Koffer voller Utensilien bei ihr ankam. „Naa, für wen bin ich heute da?“, fragte ich sie freundlich und drückte sie herzlich. „Wir haben einen Neuling hier. Er heißt Cadiz und ist ein verdammt schicker Trakehner. Hunter wird dich zu ihm bringen, ich muss da noch so Bürokram machen.“ Der junge Mann neben ihr nickte kurz und ich lächelte ihn an.

      Auf dem Weg zu Cadiz tratschten wir ein wenig über den neuen Hengst und wie sie zu ihm kamen. „Cadiz ist nicht beschlagen und soll auch erstmal ohne Hufeisen laufen. Das was ich bisher gesehen hab, ist nur das er relativ lange Hufe hat, die wachsen bei ihm scheinbar ziemlich rasch“, erzähle er mir und ich nickte. „Das macht ja nichts, dafür sind wir Hufschmiede ja da“, lächelte ich und schon waren wir auch schon bei ihm. Hunter nahm den Overo mit viel weiß raus und band ihn dann in der Nähe vom Stall an an. Die Hufe hatte er beim Verlassen der Weide schon ausgekratzt, doch ich würde jetzt noch mal drüber gehen. Cadiz durfte mich erst noch einmal kennenlernen bevor ich mich an meine Arbeit machte und ich mir seine Hufe genauer ansah. Hinten stand er ein wenig schief, da der linke Huf länger war als der rechte und da schien mir der letzte Hufschmied keine sonderliche Meisterleistung hinterlassen zu haben. „Puuuh, da hattest du wohl Recht mit der Huflänge...“, stimmte ich ihm zu und machte mich nach der Kontrolle bereit zum Ausschneiden. Ich machte erst einen Probeschnitt und bemerkte dabei, das ich wesentlich mehr ausschneiden musste als ich zuvor noch gedacht hatte. Ich schnitt dann die Hufe des ruhigen Trakehners aus und war schon am schwitzen als ich damit fertig war. Das nächste war dann das Raspeln und zu guter Letzt feilte ich ihm die Hufe so, das es ihm keine Probleme machte nun die Hufe auf gleicher Höhe hinten zu haben.

      „Hunter? Kannst du ihn mir gerade im Schritt und Trab vorführen ?“ – „Wird gemacht“, nickte mir zu und band Cadiz ab. Er ging zum Gassenanfang und ließ ihn dann erst im Schritt und dann im Trab auf beiden Händen vorführen und ich sah mir an ob ich irgendwas verändern musste. Doch Cadiz lief gut und so war meine Arbeit für heute getan und ich verabschiedete mich von Hunter und Jill noch. „Im Laufe der Woche komm ich für Ray dann mal vorbei“, informierte ich sie noch und machte mich dann auf den Weg.
      13. Okt 2015

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      Pflege vom 14.10.2015
      Project Second Chance
      Als Cadiz beim Projekt Second Chance ankam, war er nicht verwahrlost, aber doch mitgenommen. Ich hatte mich bereiterklärt das Aufpäppeln und den Wellnesstag zu übernehmen und ich freute mich sehr darauf. Jill K. Facer begrüßte mich freundlich als ich am Hof ankam. Heute sollte es für Cadiz ein richtig schöner Wellnesstag werden. Ich machte mich auf den Weg zu seinem Stall und begrüßte ihn sanft. "Also, mein Hübscher",sagte ich sanft,"dann wollen wir mal,hm?"Er antwortete nicht, natürlich nicht. Zunächst begann ich erst einmal ihn gründlich zu putzen. Ich begann mit einem Striegel, rauhte sein Fell gründlich auf und massierte ihn gleichzeitig. Es schien ihm zu gefallen, denn er schloss genießerisch die Augen. Ich ließ mir viel Zeit beim Striegeln und nahm schließlich die Kardätsche mit dazu. Eine Stunde lang putzte ich ihn, verlas seinen Schweif und kämmte seine Mähne. Am Ende des Putzens strahlte er beinahe. Ich lächelte zufrieden und beschloss seinen Schweif noch zu waschen. Für den Rest des Körpers war es zu kalt, aber den Schweif konnte ich mit einem Eimer voller warmen Wasser waschen. Ich schnappte mir Schimmelshampoo und machte erst einmal seinen Schweif nass, bevor ich ihn einshampoonierte. Es brauchte mehrere Waschgänge, bevor der Schweif sauber war, aber Cadiz schien auch das zu genießen. Ich wrang den Schweif so gut es ging aus, damit er schneller trocknete. In der Zwischenzeit kümmerte ich mich um seine Hufe, die von der Hufschmiedin des Projektes schon auf Vordermann gebracht worden waren. Ich kratzte die Hufe erst einmal aus, nahm mir dann eine Wurzelbürste und entfernte den Matsch von seinen Hufen. Dann trug ich noch etwas Huffett auf, nicht viel, weil es die Hufe auch ganz schnell austrocknen konnte, aber es pflegte eben auch und einmal würde er es schon überleben, nicht wahr? "Habt ihr beiden Spaß",fragte Jill, als sie vorbeikam und ich nickte."Oh ja, sehr." Aufpäppeln brauchte ich Cadiz eigentlich nicht, deshalb war er auch so schnell zu einer neuen Besitzerin gekommen. Seine Vorbesitzerin hatte ihm eine zweite Chance geben wollen, aber nicht, weil sie sich nicht um ihn kümmerte, sondern weil sie viele Pferde hatte und er bei ihr nicht sein ganzes Potential ausschöpfen konnte. Nachdem der Wellnessteil vorbei war, schmuste ich noch eine ganze Weile mit ihm. Er schien die Zuwendung zu genießen und so blieb ich länger, als geplant. Schließlich jedoch verabschiedete ich mich von Cadiz und auch von Jill. "Es hat mich sehr gefreut, dass du den Zuschlag erhalten hast",sagte ich,"er wird es gut bei dir haben und das ist das wichtigste.Ich hoffe wir sehen uns bald."Ich umarmte sie zum Abschied und machte mich dann auf den Nachhauseweg.

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      Durchchecken, Impfen und Entwurmen - Cadiz
      Heute hatte ich wieder einen neuen Kunden, Cadiz - ein Trakehnerhengst von Jill K. Facer. Ich fuhr gerade auf den Hof und parkte das Auto, da kam Jill mir schon entgegen. ,,Guten Tag.'',lächelte diese mich freundlich an und ich erwiderte das Lächeln sowie die Begrüßung. Ich packte noch rasch meine sieben Sachen zusammen, ehe ich mit ihr zusammen zum Putzplatz lief, dort wartete der Trakehnerhengst schon geduldig auf mich. ,,Er ist sehr sensibel und reagiert auch gerne mal über.'', - Okay.. Also würde das was werden beim Impfen. Zuerst ließ ich mich etwas von ihm abschnuppern und streichelte ihn eine Weile, damit er sich an mich gewöhnen konnte, ich hatte ja Zeit. Sanft streichelte ich seinen Hals, tastete diesen dabei schon etwas ab. Als nächstes ging ich zum Rücken über - vom Widerrist zur Kruppe hin tastete ich ihn ab. Nach und nach. Die Beine noch und den Bauch, genau das gleiche auf der anderen Seite und bis jetzt ging es Cadiz noch alles im richtigen Tempo wie mir schien. Kurz lobte ich ihn, bevor ich dann mein Stethoskop heraus holte und ihn abhorchte. Der Hengst legte etwas unsicher die Ohren an, doch Jill sprach ihm gut zu. Daraufhin lauschte ich seinen Herztönen und der Atemfrequenz. ,,So. Sein Pusl liegt bei 44 Schlägen pro Minute und seine Atemfrequenz bei 16 Atemzügen pro Minute. Ist zwar etwas über dem Durschnittswerten, aber noch im Normbereich. Man kann ja nicht verlangen das jedes Pferd im Durchschnitt ist, abgesehen davon scheint ihm gernell das ganze nicht recht zu sein. Aber es hört sich sonst alles gesund an, von daher will ich hier keine Panik ausbrechen denn das ist sicherlich nur die Aufregung sonst würde ich ja noch was anderes hören.'',erklärte ich Jill und diese nickte. ,,Als nächstes messe ich die Körpertemperatur. Halt du ihn doch vorne fest und sprech ihm ruhig zu, wir wollen ja das alles gleich beim ersten Mal funktioniert.'',schmunzelte ich und streichelte Cadiz. ,,Oder?'',fragte ich diesen dann lächelnd, ehe ich dann das Thermometer aus meiner Tasche nahm, es nochmal desinfizierte und dann abtrockenete. Ich ging zur Kruppe des Hengstes und streichelte diese entlang, ehe ich dann die Schweifrübe anhob und begann zu messen. Der Hengst riss den Kopf hoch und legte die Ohren an, vorsichtshalber ging ich noch einen kleinen Schritt von seiner Hinterhand weg, man konnte ja nie wissen. Doch Cadiz blieb sonst weiterhin ruhig und das Piepen ertönte auf. ,,Das wäre geschafft.'', meinte ich und blickte auf das Thermometer; ,,38,0°C, also das ist im Normbereich. '',erklärte ich und lobte kurz den Hengst, bevor ich das Thermometer wieder desinfizierte und weg packte. Ich nahm mir die verschiedenen Impfstoffe heraus und mixte diese zum passenden Impfcocktail zusammen, damit der Hengst nur eine Spritze bekam. Ich desinfizierte die Stelle am Hals mit einem Tupfer, bevor ich mir einen trockenen nahm und den anderen weg tat. Ich blickte zu Jill, die schon damit begann auf Cadiz einzureden. Ich injizierte die Spritze und der Hengst riss den Kopf erneut hoch. ,,Cadiz.'',murmelte ich ruhig und ließ mich bei der Arbeit nicht stören, daraufhin begann der Hengst aufzuquietschen. ,,Hey..'',murmelte Jill und streichelte ihn, versuchte seinen Kopf unten zu behalten, denn so tat er sich nur selbst weh. Ich zog die Spritze heraus und drückte den Tupfer auf die Einstichstelle, Jill übernahm das und hielt den Tupfer darauf, so konnte ich schon mal die Wurmkurpaste auspacken. ,,Du brauchst das nicht mehr drauf halten. Du könntest mir einen Eimer holen mit etwas Kraftfutter drin, das kann er dann gleich fressen nachdem die Wurmkur drin ist. So bekommt er es besser runter und wir können sicher gehen das alles weg ist.'',meinte ich schmunzelnd und Jill nickte erneut, ging los und kam wenig später mir einem Eimer wieder. Kurz darauf hielt sie den Hengst wieder am Halfter fest und ich drückte ihm die Wurmkurpaste in das Maul. Widerwillig begann er zu kauen und zu schmatzen, legte wieder die Ohren an und man sah ihm an das er es alles anderes als toll fand. ,,Gleich sind wir fertig, Cadiz.'',murmelte ich und hielt ihm dann den Eimer drin, der Hengst machte sich sofort über das Futter her. Sanft lobte ich ihn nochmal als das Futter leer war und stellte den Eimer ab. ,,Damit ist meine Arbeit heute getan.'',lächelte ich und verabschiedete mich von beiden, packte meine Sachen zusammen und fuhr wenig später wieder vom Hof. Ein Patient weniger...
      01. Nov 2015
      Dressur E-A 14. Oktober 2015
      Dressur von E auf A
      Project Second Chance
      Begeistert hatte ich mich in das ehrenamtliche Projekt Second Chance gestürzt. Neben einigen privaten Aufträgen setzte ich mich hauptsächlich für die vernachlässigten Pferde ein, für die ein gutes zu Hause gesucht wurde. Da das Projekt gerade erst angelaufen war, hatten wir dementsprechend noch nicht viele Kunden, umso mehr freute es mich, als ich schließlich den Anruf von der Initiatorin des Projektes erhielt, dass das erste Pferd erfolgreich vermittelt worden war. Nachdem sie mir die Kontaktdaten übermittelt hatte, machte ich mich sofort auf den Weg. Bei der glücklichen Käuferin handelte es sich um Jill K. Facer, die ich bereits von meinen privaten Auftraggebern her kannte. Sie war eine freundliche, junge Frau, die leider Gottes an den Rollstuhl gefesselt war. Dennoch ließ sie sich nicht entmutigen, was ich wirklich sehr bewundernswert fand. Am Hof angekommen wurde ich von einer sehr zufrieden wirkenden Jill empfangen. "Ich hab schon die guten Nachrichten gehört",sagte ich lächelnd und nachdem ich mich eingerichtet hatte, brachte mich einer von Jills Leuten auf dem Hof zu Cadiz. Ich kannte den Hengst nur flüchtig, hatte ihn schon einmal bei seiner Vorbesitzerin gesehen. Da der Hengst gerade erst angekommen war, wusste man noch nicht allzu viel über seinen Charakter, aber das würde ich schon herausfinden. Er schien alles in allem ein freundlicher, wenn auch temperamentvoller Hengst zu sein. Die Stuten in seiner Umgebung machten doch Eindruck auf ihn. Ich fühlte mich jedoch sicher genug, um ihn zu putzen. Nachdem ich ihn angebunden hatte, war er wie ausgewechselt, stand entspannt da und ließ sich ausgiebig von mir putzen. Auch satteln und trensen war überhaupt kein Problem. Dennoch beschloss ich ihn erst einmal zu longieren, um mir einerseits anzusehen wie er lief, andererseits aber auch um auf Nummer sicher zu gehen. Er hatte gute Grundgangarten, mit denen man auf jeden Fall arbeiten konnte und schien auch sonst sehr entspannt zu sein. Selbst als draußen eine Stute vorbeigeführt wurde, blieb er entspannt, wieherte einmal kurz und ließ sich einfach weitertreiben. Ich beendete das Longieren und gurtete noch einmal nach, bevor ich aufstieg. Ich ritt ihn erst einmal ein paar Runden im Schritt. Die Anlehnung war durchaus vorhanden und ich hatte auch das Gefühl, dass er es einem Recht machen wollte. Natürlich fiel er zwischenzeitlich immer mal wieder aus der Anlehnung heraus, weil er noch jung war und auch die Tatsache, dass er doch etwas hengstig war, trug dazu bei. Dennoch war er nicht aufsässig, sondern eben einfach nur manchmal etwas übereifrig. Alles in allem war ich mit dem ersten Ritt sehr zufrieden. Er hatte weiche Gänge und gab schon gut nach, sodass ich an der Anlehnung nur noch wenig zu tun haben würde.
      Die nächsten Tage arbeitete ich an der Anlehnung und an unserem Vertrauen. Der Hengst schien schnell Vertrauen zu fassen, sodass die Arbeit gut voranging. Schon bald waren wir für die paar Tage richtig zusammengewachsen. Er stand gut in der Anlehnung und arbeitete konzentriert mit, ließ sich auf von den Stuten oder anderen Hengsten nicht mehr so schnell aus der Ruhe bringen. Beim Arbeiten war er allgemein konzentrierter. Ich begann schließlich damit ihm im Schritt und im Trab die Zügel aus der Hand kauen zu lassen. Zunächst war er noch zu eifrig und versuchte mir die Zügel aus der Hand zu nehmen oder wurde einfach schneller, aber mit der Zeit klappte es besser und irgendwann behielt er auch mit hingegebenen Zügeln das Tempo bei. Ich lobte ihn viel, denn ich hatte das Gefühl, dass er durch Lob eifriger und schneller lernte und außerdem machte er sich wirklich gut. Auch das Rückwärtsrichten klappte von mal zu mal besser. Zu Anfang war er noch etwas verwirrt und versuchte immer wieder sich zu entziehen, aber schließlich klappte auch das. Die anderen Lektionen, insbesondere das Halten aus dem Galopp, Vorhandwendung und Viereck verkleinern und vergrößern nahmen längere Zeit in Anspruch. Nicht, weil der Hengst nicht bereit war, sondern weil es einfach schwierigere Lektionen waren und ich bei meinem Training ungern mit Druck arbeitete. Schließlich klappte aber auch das und ich konnte das Training mit dem Hengst beenden. Es hatte mir viel Spaß gemacht ihn zu trainieren, denn er war fleißig und lernwillig und brachte gute Anlagen für die Dressur mit. Einer von Jills Leuten ritt den Hengst unter meiner Anleitung, um zu überprüfen, ob er das Gelernte auch bei anderen Reitern umsetzen konnte. Es klappte einwandfrei. Zwischendurch haperte es noch an der Kommunikation, aber alles in allem, stellte sich der Hengst gut an, sodass ich ihn guten Gewissens als bereit für eine A-Dressur bezeichnen konnte. Ich verabschiedete mich von Jill, ihren Leuten und auch Cadiz, der sicher noch eine rosige Zukunft vor sich hatte. Ich gönnte es ihm von ganzem Herzen, denn er war ein tolles Pferd, das es verdiente, einen guten Platz zu haben.Zu Hause angekommen, benachrichtigte ich noch die Initiatorin über das Befinden des Hengstes und ließ mich dann erst einmal erschöpft in mein Bett fallen.
      Dressur A-L 10. November 2015
      Auch Cadiz war unterm Sattel ein durchaus gelehriger Hengst. Der stammte ursprünglich aus Angys Stall und gehörte nun auch Jill. Der Schecke ging jeder meiner Hilfen nach als wir im Trab vom Hufschlag runter gingen und eine großzügige Volte ritten. Von irgendwoher hörte ich Numidia wiehern. Sofort stellten sich die Ohren des Hengstes auf und er guckte verzweifelt in die Richtung, aus der das Wiehern kam. Lachend lenkte ich ihn auf den Zirkel und arbeitete an der allgemeinen Haltung in den Kurven. Gut, in eng gerittenen Volten legte er den Kopf schön in die Wendung, sodass man sein inneres Auge theoretisch schimmern sehen konnte. Aber auf dem Zirkel klappte das noch nicht recht. Das übten wir daher die nächsten Einheiten über am kurzen und später auch am langen Zügel, denn Rollkur ging gar nicht. Auch wenn die meisten Dressurreiter und Trainer recht rabiat mit ihren Schützlingen umgingen, so dachte ich mir lieber: Lieber ein paar Punkte zu wenig anstatt ein kaputtes Pferd zu haben und zu gewinnen. Klar, Erfolg war wichtiger, aber...ich hielt mich da geschickt raus und trieb Cadiz weiter an. Im Galopp konnte man ihn etwas schwerer lenken, denn da wandte er gerne den Kopf umher, statt ihn ruhig zu halten. Aber als ich von ihm abstieg und den Sattelgurt lockerte wurde mir bewusst wie ruhig und gefasst er da stand und mit aufmerksamen Blick jeder meiner Bewegungen folgte. Am Gatter kratzte ich seine Hufe aus, und sattelte ihn direkt ab. Verschwitzt war er schon, besonders die Brust und der Rücken litt unter einer Schicht Schweiß, und deshalb ging es flott in den Stall, damit er nicht krank wurde.
      by Vhioti
      Dressur L-M 30. Dezember 2015
      Cadiz - M-Dressur
      Der Wagen legte sich gefährlich in die Kurve der Einfahrt, die so versteckt lag, dass ich fast daran vorbei gefahren war. Hunters Gestüt, welches erst frisch bezogen wurde, war einfach gehalten und besaß nur das Nötigste. Ein Parkplatz war aber vorhanden, und mit einer kleinen Reisetasche stieg ich aus. Da die Haustür nur angelehnt war, stellte ich die Tasche ab und lief auf den Stall zu, der sich gleich hier befand, und fand Hunter auf dem Innenhof beim Fegen. Er wirkte sehr konzentriert und so merkte er nicht wie ich ihm den Besen aus der Hand nahm und ihn küsste. "Morgen, Hunter." Verdutzt blickte er mich an und wollte sogleich wieder fegen, aber ich hielt die Hand noch weiter weg. "Nicht sehr gesprächig, wie?" Kichernd reichte ich ihm den Besen. "Warum bist du hier?", brummte Hunter und folgte mir dann in den Stall, aus dem ich Heart of Ocean holte und den jungen Hengst bürstete. "Du hast vor einem Monat einen Auftrag bei mir gegeben, und ich konnte jetzt erst kommen.", antwortete ich und kratzte noch die Hufe des Ponys aus. Der Mann brummte nur ein wenig. Heart of Ocean wurde aufgesattelt, dann führte ich ihn auf den Dressurplatz, halb versteckt unter den Bäumen. Hunter fegte weiter emsig den Vorplatz des Stalles; von Steven hatte ich bis jetzt gar nichts gesehen.
      *
      Vier Stunden später trabte Ray flüssig unter mir. Obwohl das Pony am Morgen schon genug Herausforderung war, freute ich mich auf den Vollbluthengst, der mich schon länger kannte und dementsprechend auch seine Begrüßung einforderte. Da es nieselte, wurde das Dressurtraining in die Halle verlagert, und es war kühler als erwartet. Der Hengst aber war fix genug, sodass die Überprüfungsstunde schnell vonstatten ging. Auch mit Cadiz, dem Letzten im Bunde, vollzog ich eine Überprüfung, und begann daraufhin direkt mit seinem Training. Über die Tage hinweg lernte ich auch Steven kennen, der eher desinteressiert bei meinem M-Dressurvorgang zuschaute. Der Trakehner kam bei den Bahnfiguren gut mit, blieb aber unruhig, sobald andere Stuten die Halle betraten. Mit dem Trio zu arbeiten, war herausfordernd; denn jeder war anders geeicht und so auch reaktionsfreudiger oder auch nicht. Schon am letzten Trainingstag saß sogar Hunter mit auf Ray, ich auf Cadiz. Heart of Ocean hatte seit gestern 'frei' von seinem Training, denn die A-Qualifikation war ein Leichtes; lediglich die L- bzw. M-Quali hatte es in sich; und so war ich froh, dass Hunter mir dabei unterstützend unter die Arme gegriffen hatte.

      Heart of Ocean hat erfolgreich die A-Dressur bestanden.
      Mr Raw Depression hat erfolgreich die L-Dressur bestanden.
      Cadiz hat erfolgreich die M-Dressur bestanden.
    • sadasha
      26.10.2015
      Hochmut kommt vor dem Fall

      Mittlerweile waren zwei Monate vergangen, es war Herbst und Jill hatte drei weitere Pferde ins Reitzentrum geholt. Einen Trakehner-Scheckhengst namens Cadiz, eine Vollblutstute namens Bear Totem's Denali und eine Reitponystute namens Princess Sansa. Mir ging es wieder gut, ich durfte wieder reiten und das verlief nun schon seit einigen Tagen völlig schmerzfrei. Jill hingegen hatte aktuell wieder ein Tief erreicht. Sie ließ ihre schlechte Laune unbewusst an mir aus. Ich wusste, sie meint es nicht so, aber es war furchtbar stressig sie ständig im Nacken sitzen zu haben bei der Arbeit. Ich war immer froh wenn Maja und Co. da waren um einen Teil der Pferde mit zu bewegen. So kümmerten sich Linda und Laura heute um Cadiz und Denali, während ich mich mit der Ponystute Sansa abgeben musste. Maja machte sich Iceflower zurecht. Sansa hatte eine unglaublich arrogante Art und erinnerte mich an eine weibliche Version von Adrianna's Sir Outlaw. Es kostete mich viele Nerven mit dieser Jungstute zu arbeiten, sie war nicht eingeritten, kannte aber die Longenarbeit. Ich diskutierte schon alleine zwanzig Minuten mit ihr um sie von der Weide zu führen. Das Putzen genoss sie sichtlich. Nach insgesamt zwei Stunden Arbeit verabschiedete ich sie dann wieder zurück in die Herde und holte mir meine Slap Happy. Seit dem Sturz damals hatte ich mich nicht mehr um sie gekümmert. Als ich sie von der Weide führte hatte ich abermals ein mulmiges Gefühl im Bauch, aber ich wusste, dass alles okay werden würde. Es war unglaublich ruhig im Stall während ich meine Stute zurecht machte. Irgendwie kam ich mir sehr beobachtet vor. Niemand schien es für richtig zu halten, dass ich Scheppi wieder reiten würde nach dem was passiert war. Aber Jill hatte mir ihr OK gegeben. Das Training heute beweiste mir auch, dass unser Verhältnis keinen allzu großen Riss erhalten hatte. Scheppi schien sogar besser mitzuarbeiten als je zuvor. Vielleicht hatte sie das genauso vermisst wie ich. Die anfänglichen Bauchschmerzen verwandelten sich urplötzlich in Glücksgefühle, als ich mit ihr den ersten Sprung genommen hatte... „Hunter?“ hörte ich eine zaghafte Stimme hinter mir sagen, als ich Scheppis Sattel nach dem Training zurück in die Sattelkammer brachte. Als ich mich umdrehte, sah ich dass es Maja war. Sie kam gerade mit Iceflower zurück. Ein wenig verwundert wieso sie zaghaft klang sah ich sie an. „Wie lief das Training mit ihr? Ist alles Gut?“ Ich schmunzelte und legte den Sattel auf die Halterung in Scheppis Spind und antwortete dann. „Ja, das Training verlief gut. Kein Grund zur Sorge.“ Man konnte sehen wie Maja ein riesen Stein vom Herzen fiel. Auch sie schien sich sehr gesorgt zu haben. „Ich geh dann mal den nächsten Kandidaten fertig machen.“ sagte ich und schob Maja sanft zur Seite um an ihr vorbei zurück zu den Weiden zu gelangen. Ich spürte Majas neugierige Blicke im Nacken, doch sie folgte mir nicht. Als letztes für den heutigen Tag holte ich Ray von der Weide. Der Vollbluthengst den hier irgendwie jeder liebte. Gesattelt und mit eingeflochtenem Langhaar führte ich ihn auf den Reitplatz. Linda und Laura waren hier mit Lamperd und Race is Hope. Die beiden hatten ihre Hengste gut im Griff und Ray war ganz froh, nicht alleine auf dem Platz zu sein, weil er wusste, dass ich ihn dann nicht zu hart ran nahm. Maja setzte sich mit mitgebrachten Broten auf einen der Stühle auf dem Innenhof um uns zu beobachten. Auch Jill war hier, schien jedoch vertieft in ein Buch zu sein dessen Titel ich vom Platz aus nicht erkennen konnte. Wahrscheinlich wieder ein Wälzer über die Pferdezucht oder -Genetik. Eben Jill-Lektüre. Auch mit Ray arbeitete es sich wunderbar heute. Ich war schon lange nicht mehr so zufrieden am Ende eines Tages wie heute. Als ich Ray fertig abgesattelt hatte kam Maja gerade von der Weide zurück und lächelte mich unverhohlen an. Ihr Blick hatte etwas Verruchtes. Ein wenig verwirrt erwiderte ich das Lächeln und wandte mich dann wieder Ray zu. Die Arbeit von heute machte sich langsam im Rücken und in den Beinen bemerkbar, ich wollte nicht wissen wie viele Kilometer ich heute insgesamt gelaufen war. Ich strich dem bunten Hengst über den Hals, auch er hatte heute ordentlich Schweiß gelassen. So zog ich Ray noch einmal mit dem Schweißmesser ab bevor ich ihn mit seiner Decke in die mit frischem Stroh befüllte Box stellte. Wie gewohnt legte er sich direkt hinein und spielte kurz mit den pieksigen Halmen. Es war schön ihm dabei zu zu sehen. „Ich bin dann weg.“ verabschiedete sich Maja und verließ nun als letzte den Hof. Jetzt waren nur noch Jill und ich da. Jill hatte sich bereits zurückgezogen und war auf der Couch eingeschlafen. Ich freute mich endlich Zeit zu haben um etwas zu essen. Es war nun schon 22Uhr Abends. Drei Pferde und die übliche Stallarbeit hatte ich heute geschafft, ohne irgendwelche gefährlichen Zwischenfälle.Nachdem ich etwas gegessen hatte machte ich mich auf meinem Bett lang und lag noch kurz wach; dachte über die Damenwelt nach, die sich heute sichtlich komisch verhalten hatte. Dann schlief ich ein und genoss einen unglaublich tiefen Schlaf, der so erholsam war, wie schon lange nicht mehr.
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      28.11.2015
      Sturz ins Grauen
      Es war grauenvoll die nächsten Tage. Es wurde zum einen immer kühler und zum anderen ließ sich Maja nicht mehr blicken, sodass ich auch die Arbeit mit Fleur übernahm, neben der mit Ray und Scheppi. Ich vermisste die Dressurlektionen, jetzt wo sie ausfielen. Auch Jill redete mir dauernd ein was für ein Idiot ich doch gewesen sein muss, Maja zu vergraulen. Dass ich gar nicht wusste, was genau ich jetzt alles falsch gemacht hatte interessierte sie nicht im Geringsten. Eines frühen Morgens stand ich schon um vier Uhr auf um alle Stallarbeiten bis neun erledigt zu haben. Ich hatte mir beim Holen des Heus vom Heuboden den Kopf angeschlagen und auf dem eisigen Paddockboden war ich heute auch schon fast ausgerutscht. Dann, als ich dachte es kann nicht schlimmer kommen, kam Maja auf den Hof. Ich saß da gerade in einer Ecke eines gerade fertig abgeäppelten Paddocks und starrte ins Leere, als ich die Schritte hörte und aufsah. Scheinbar wusste sie selbst nicht wie sie mit der Situation umgehen sollte. Sie lächelte immer mal kurz und sah mich ein wenig gruselig an. Mein Gesicht blieb verkühlt. Ich hatte Kopfschmerzen und absolut keine Lust auf weitere Moralpredigten und erst recht nicht auf irgendwelche anderen Vorträge von einer verbitterten Frau, die mir eh nicht sagen würde was Sache ist. Ich wandte den Blick ab und stand auf um den Mist zum Misthaufen zu bringen. Maja blieb wie angewurzelt stehen und starrte auf die Stelle, wo ich eben noch saß. Es knickte mich, dass sie mir nichts gesagt hatte, auch wenn ich eigentlich genau das nicht wollte. Gerade als ich mich auf den Weg zur Weide machen wollte hörte ich Maja „Hallo“ sagen. Sie stand etwas zwei Meter hinter mir und hatte Fleur an der Hand. „Hallo.“ gab ich zurück und ging weiter meines Weges. „Hunter... warte!“ Ich blieb wie angewurzelt stehen, drehte mich aber nicht um. Könnte der Tag noch schlimmer werden? „Du Idiot!“ sagte sie jetzt lachend und ich fand mich verwirrt zu Boden blickend. Was war daran lustig?! Ich wandte mich ihr zu und sie lachte wieder, als sie sah wie verunsichert ich war. FRAUEN! Dachte ich mir insgeheim, war jetzt aber neugierig was nun kommen würde. „Es tut mir leid, dass ich so empfindlich reagiert hab. Das war unnötig. Aber ich musste mir erst klar werden...“ begann Maja. Ich zog eine Augenbraue hoch. Ahja. Dann kam Maja näher und nahm meine Hand. „Ich... es tut mir leid. Meinst du, wir könnten wieder normal miteinander umgehen?“ Mein Blick wanderte von unseren Händen über ihren Arm hoch zu ihrem Gesicht. Sie hatte goldblonde, lange und gewellte Haare. Sie trug sie heute halb hochgesteckt. Ihre Lippen waren voll, sie hatte wunderschöne eisblaue Augen und eine etwas knollenförmige Knubbelnase, die ihre Schönheit aber in keinster Weise beeinträchtigte. Die vorderen Haarsträhnen waren hellblond gebleicht von der Sonne, ihr Blick war hoffnungsvoll und ich versank einen Moment darin bis ich antwortete. „Ja, klar.“ sagte ich stumpf und mit einem pappigen Gefühl im Mund. Dann fügte ich noch schnell hinzu: „Aber erklär' mir bitte, was an dem Tag los war!“ Maja ließ meine Hand los und sah weg. Ich hatte einen weichen Punkt getroffen. „Ich glaube, das will ich dir nicht sagen. Nicht jetzt.“ sagte sie und ich legte die Stirn in Falten. Was wollte sie mir nicht sagen? Wieso redete sie nicht einfach, das würde alles viel einfacher machen. „Nagut.“ sagte ich, drehte um und ging weiter zur Weide. Es vergingen wieder einige Stunden bis Maja abermals ein Gespräch begann. Diesmal saßen wir beide zu Pferd. Auf dem Reitplatz. Niemand sonst war mehr da, die Beleuchtung des Platzes war die einzige Lichtquelle und wir konnten unseren Atem sehen, so kalt war es. „Es ist ganz schön kühl geworden oder?“ sagte sie, sodass ich Angst hatte sie könne Gedanken lesen. Sie sah mich abermals hoffnungsvoll an. Ich nickte und stieg ab. Slap Happy hatte genug getan für heute. Maja tat es mir gleich und wir führten unsere Pferde in den Stall um sie abzusatteln. Das ganze geschah kommentarlos. Es war eine peinliche Stille. „Ich... was letztens war...“ stotterte Maja plötzlich in etwas schriller Stimme los und rannte um Scheppi herum um mir in die Augen blicken zu können, die wieder einmal ziemlich verdutzt dreinblickten über den plötzlichen Aufruhr zu so später Stunde. „Ich schätze ich hab mich etwas in dich verguckt...“ gestand Maja. „Deshalb war ich so enttäuscht, dass du das nicht erwidert hast und ganz im Gegenteil, mich auch noch aufgefordert hast meine Klappe zu halten.“ Das verschlug mir nun abermals die Sprache. Ich nickte und brachte Scheppis Sattelzeug weg. Das musste ich nun erst mal verdauen. Ich mochte Maja, aber mehr war da nicht. War es nicht? Nein... Definitiv nicht. Wieder schwiegen wir beiden uns an. Bis beide Pferde in ihren wohlig warmen Boxen standen. „Und?“ fragte mich Maja und sah mich wieder so an... „Maja, ich... kann dir da jetzt nichts zu sagen.“ fing ich an. „Ich weiß nicht ob-“ ich brach ab. „Hast du das gerade gehört?“ fragte ich sie unsicher und wandte mich um. Doch Maja sah mich nur verzweifelt an. Da, da war es wieder. Ein Schaben, Klicken und dann fiel etwas metallenes zu Boden. „Hunter, da ist jemand! Wir sollten die Polizei rufen.“ Ein Einbrecher. Ja. Das wäre möglich. Doch bevor wir die Polizei rufen wollte ich sicher gehen. Was wenn es nur ein Marder war, der hier sein Unheil trieb? Ich ging zum Ende der Stallgasse, öffnete die Stalltüre und dann sah ich ihn. Der Mann war groß gewachsen aber sehr dürr. Er hatte sich einen Strumpf über den Kopf gezogen, damit man sein Gesicht nicht erkannte. Er war sehr überrascht mich zu sehen, so hatte ich zwei Sekunden Zeit um zu handeln. „Maja!“ ich schnappte mir das was mir am nächsten war um mich zu bewaffnen: Einen Spaten. Maja huschte in die Sattelkammer und ich hoffte sie würde sofort die Polizei rufen. Der Einbrecher hatte sich mittlerweile aufgerichtet und schien noch zu überlegen was er jetzt tut. Seine Hände in den Jackentaschen stand er da und sah hektisch von links nach rechts und dann wieder zu mir. Den Spaten hatte ich so gegen ihn gerichtet, dass er mir einen Sicherheitsabstand gewähren musste. Nach einer schier unendlichen Zeit hörte ich die Sattelkammer hinter mir aufgehen. Für einen kurzen Augenblick ließ ich den Mann aus den Augen. Es reichte ihm um mir den Spaten aus den Händen zu reißen. Reflexartig ging ich einige Schritte rückwärts und versuchte den Sicherheitsabstand auch ohne den Spaten einzuhalten. Doch der Einbrecher schien jetzt sicherer. Nach wenigen Schritten stand ich an einer Boxenwand und konnte nicht noch weiter zurück. Mein Herz raste, in meinem Kopf drehte sich alles. Was sollte ich tun? „Die Polizei ist auf dem Weg, sie sollten verschwinden!“ sagte Maja erstaunlich ruhig. Der Einbrecher beachtete sie nicht. Er stand jetzt unmittelbar vor mir, eine Hand noch immer in der Jackentasche. „Welches ist das wertvollste Pferd da draußen? Sag es mir und ich werde niemandem etwas tun.“ Ich warf Maja einen flüchtigen Blick zu. Natürlich würde ich ihm kein Pferd nennen. Quälend lange Sekunden verstrichen bis der Mann sichtlich ungeduldig ein Messer zog und mich gegen die Boxenwand drückte. „Sag es!“ wiederholte er. Es war so unwirklich, klar denken war mir nicht möglich also handelte ich aus Reflex: Mit einem Ruck stieß ich mich von der Wand ab und schubste den Einbrecher mit dem gewonnenen Schwung nach hinten sodass er strauchelte. Dann rannte ich raus. Ich wusste er folgte mir. Der Tag heute hatte mich geschlaucht, doch in diesem Moment hatte ich so viel Energie wie lange nicht mehr. Ich rannte auf den Innenhof, weg von den Pferden. Kurz vor dem Haupthaus hatte mich der Einbrecher eingeholt und riss mich zu Boden. Unsanft schlug ich auf die Pflastersteine auf. „Welches Pferd?!“ fragte der Mann abermals, doch dann lauschte er auf. Auch ich hörte die Sirenen der Polizeiwagen. Mir fiel in diesem Moment ein großer Stein vom Herzen, auch wenn der Einbrecher noch über mir stand und mich bedrohte. Ich hörte wie jemand das große Haupttor öffnete, im gleichen Augenblick zog mich der Einbrecher auf die Beine und fixierte meinen rechten Arm damit ich mich nicht mehr wehren konnte. Mit der linken Hand hielt er mir sein Messer an die Kehle. „Lassen sie den Mann los!“ hörte ich eine fremde Stimme sagen. „Lassen sie mich gehen und ihm wird nichts passieren!“ die Stimme des Einbrechers bebte vor Nervosität. „Sie reiten sich nur noch weiter rein!“ So gut die Worte der Polizisten auch gewählt waren, der Einbrecher verstärkte seinen Griff nur so weit dass es schmerzte. „Bleiben sie stehen!“ sagte er schrill. „Keinen Schritt weiter!“ Immer wieder versuchte ich mich aus seinem Griff zu reißen, doch es war unmöglich, also machte ich mich schwer. Wenn er wegrennen wollen würde wäre ich so eine zu große Last. „Legen sie das Messer weg, seien sie vernünftig!“ Ich schnaubte verächtlich. Vernünftig? Ein Einbrecher? Das war jetzt wirklich lächerlich. Auch der Einbrecher ließ ein Schnauben vermerken, er zog mich noch ein paar Schritte zurück. Dann urplötzlich nahm er das Messer von meinem Hals, ich roch meine Chance um wegzurennen. Der Einbrecher ließ es zu und ich rannte zu den Polizisten, wo, wie ich jetzt sah auch Maja und Jill waren. Maja kam sofort zu mir um mich in den Arm zu nehmen und meinen Kopf anzusehen an dem eine Platzwunde klaffte. Die Polizei stellte den Einbrecher und hörte Maja und mich noch an, bis sie uns den Notärzten überließen.

      Mein Kopf pochte, ich konnte mich nicht daran erinnern jemals solche Kopfschmerzen gehabt zu haben und die Fragen der Polizisten hatten das nicht gerade besser gemacht. Es waren zwei Notärztinnen da, die eine kümmerte sich um Maja und die andere eilte so schnellen Schrittes zu mir, dass ich kurz überlegte ob ich zurückweichen sollte. Sie bugsierte mich zu einem der Stühle, die im Innenhof standen. Ein wenig unsicher sah ich sie an. Ich hatte mich selbst noch nicht gesehen, wusste nur dass ich höllische Kopfschmerzen hatte und jetzt am liebsten einfach irgendwo alleine wäre. Nachdem sie mir mit einem kleinen Licht in die Augen geleuchtet hatte schien sie halbwegs zufrieden zu sein. Mit einem kurzen Blick auf meine Schläfe wandte sie sich ab und kramte in ihrer Tasche. „Wie fühlen sie sich denn Mr. Crowley?“ fragte sie mich während sie mir eine Kompresse auf die Wunde drückte um die Blutung zu stoppen. Unglaublich tolle Frage, eine halbe Stunde nachdem einem ein Messer an die Kehle gehalten wurde. Mein Blick schien diesen Missmut wohl zu verraten, sodass die Ärztin nicht weiter nachhakte auf meine Schweigen hin. „Sollte es ihnen morgen schlechter gehen melden sie sich bitte nochmal.“ sagte sie schließlich und schien nun zu überlegen wie sie mich am besten wieder flickt. Sie entschied sich dann die Wunde zu kleben, das war für alle Parteien am angenehmsten. „Wenn die Kopfschmerzen schlimmer werden, können sie sich auch erst mal damit helfen.“ sagte die junge Frau und hielt mir gleichzeitig eine Packung Medikamente hin, die ich ihr abnahm. „Sicher, dass sie nicht reden wollen? Manchmal hilft das.“ besorgt musterte sie mich. Doch ich verneinte dankend. „Gut, dann wären wir fertig.“ Die Ärztin richtete sich auf, nahm ihre Tasche und sagte dann noch. „Ruhen sie sich aus, nicht zu viel arbeiten, heben, etc etc. Vermeiden sie Stress!“ Dann verschwand sie. Die Ärztin, die sich um Maja kümmerte redete noch mit ihr. Maja brabbelte so vor sich hin, kämpfte zwischenzeitlich mit den Tränen. Wenigstens sie konnte sich dadurch etwas lösen.

      Irgendwann stand ich auf und ging ins Haus, wo ich mich aufs Sofa fallen ließ und die Wand anstarrte. Meine Gedanken kreisten, was passiert war hatte ich noch immer nicht ganz realisiert. Irgendwann kamen Jill und Maja gemeinsam rein. „Ich geh jetzt schlafen, ich hoffe ihr seid mir nicht böse.“ sagte Jill. „Hunter, ich hab Maja angeboten heute hier zu schlafen, weil sie doch ziemlich durch den Wind ist. Ihr könnt ja dann klären, wie ihr das macht.“ Dann verschwand sie. Maja stand da und sah mich an. „Setz dich doch, oder willst du auch schlafen?“ fragte ich sie und bot ihr den Platz neben mir an. Maja kam zu mir und setzte sich. Es verstrichen ein paar Momente peinliches schweigen, bis ich mich aufraffte um Kopfkissen und Decke aus meinem Zimmer zu holen und auf das Sofa zu legen, wo ich zuvor noch saß. Maja ließ ein leises „Danke“ vernehmen. „Wenn du noch irgendwas brauchst, meld dich... Das Bad ist da drüben, wenn du Hunger hast fühl dich wie zu Hause.“ Abermals dankte Maja und ich schlich rüber ins Bad um mich Bettfertig zu machen und dann schlafen zu gehen. Müde und kaputt ließ ich mich rücklings auf die Decke fallen.

      Mitten in der Nacht wachte ich von einem zaghaften Klopfen auf. „Ja?“ sagte ich mit bröckelnder Stimme und richtete mich auf, machte das Nachtlicht an. „Kann ich rein kommen?“ - „Ja.“ meinte Stimme festigte sich etwas. Maja kam mit hellwachen Augen ins Zimmer, die Decke, die ich ihr hingelegt hatte fest im Griff. „Tut mir leid, dass ich dich geweckt habe... ich kann nicht schlafen, ich hab Angst.“ Ich lächelte und wies sie an sich zu mir zu setzen. „Willst du reden?“ Sie schüttelte den Kopf und rückte näher an mich ran um mich zu umarmen. Instinktiv legte ich meine Arme um sie und wog sie einen Moment in Sicherheit.

      Am nächsten Morgen konnte ich mich nicht erinnern, wann ich eingeschlafen war. Maja lag neben mir, in ihre Decke gehüllt wie in einen Kokon. Bemüht leise schlich ich mich aus dem Zimmer und machte mich dann im Bad fertig für den Tag. In der Küche traf ich Jill, die dabei war Frühstück zu machen. Sie grinste mich unverhohlen an. „Was?“ fragte ich etwas genervt und schmiss die Kaffeemaschine an. „Oh, lief nicht so gut?“ setzte Jill nach. „Weiß nicht wovon du redest.“ - „Na... von Maja, hier im Wohnzimmer hat sie jedenfalls nicht geschlafen.“ Ah, jetzt ging mir ein Licht auf. „Sie hat nur Trost gesucht.“ klärte ich meine etwas zu neugierige Cousine auf. „Ja ja, klar.“ sie schnaubte verächtlich. „Jill, da lief nichts und da wird auch nichts laufen.“ versicherte ich ihr und hielt dieses Gespräch damit für beendet. Mein Kaffee war jetzt auch fertig, sodass ich mich ins Wohnzimmer verkroch um meine Ruhe zu haben.

      Nachdem ich meinen Kaffee ausgetrunken hatte machte ich mich direkt auf den Weg in die Stallungen um die Pferde zu füttern, die mich schon sehnlichst erwarteten. Nach der Fütterung begann ich die Boxen zu misten. Nach drei Boxen kam Maja dazu. „Du sollst doch gar nicht arbeiten.“ tadelte sie mich und legte ihr Hand auf meine, die die Mistgabel hielt. Ich drehte mich zu ihr um. „Und wer soll das alles machen? Jill? Du?“ ich zog eine Schnute. „Das passt schon.“ Widerwillig ließ Maja mich weiter arbeiten und ging die Stallgasse entlang in Richtung Koppeln. Mittags war ich mit allem fertig und hatte sogar Slap Happy schon fertig für heute. Als ich Sansa von der Weide holen wollte traf ich wieder auf Maja. „Du willst nicht ernsthaft Sansa reiten, heute?!“ - „Und wer denkst du soll d-“ doch Maja kam wütend auf mich zu und schob mich weg. „Du hast eine Platzwunde am Kopf und willst ein Pony reiten, dass die bei jeder Gelegenheit absetzt?! Wenn du das machst bist du der größte Idiot den ich kenne!“ ihr Stimme wurde mit jedem Wort schriller und überdrehter. Perplex über so viel Aufruhr ging ich wieder weg und nahm mir stattdessen Lamperd als nächstes. Auch mit ihm hatte ich wie immer keine Probleme, allerdings forderte ich heute auch nicht fiel, da es mir tatsächlich nicht so blendend ging. Als ich nach Lamperd noch Ray holen wollte wurde es mir plötzlich so übel, dass ich mich entschied dass er es heute nicht so nötig hatte. Immerhin hat er ja auch noch eine Reitbeteiligung. Etwas benommen setzte ich mich in einen der Stühle im Innenhof und beobachtete Linda und Laura beim Reiten von Race is Hope und Cadiz. Als auch diese beiden den Tag heute beendeten und den Hof verließen wurde es unglaublich ruhig. Ich genoss die Ruhe und nickte immer wieder kurz ein. „Hunter? Alles ok?“ Maja war von ihrem Ausritt mit Iceflower zurückgekehrt. „Ja, ich bin nur eingeschlafen.“.

      „He ihr zwei, habt ihr keinen Hunger?“ Ein paar Minuten später saßen wir alle drei am Esstisch und fielen über das von Jill gekochte Essen her. So schwierig sie manchmal auch war, kochen konnte sie sehr gut. Mir ging es schlagartig etwas besser, wenn auch die Kopfschmerzen nicht verschwanden, sondern sich sogar stetig steigerten. Jill sah ständig von Maja zu mir und wieder zurück, als wolle sie uns irgend etwas mitteilen. Als Maja das bemerkte fühlte sie ihr auf den Zahn, sodass ich nicht umhin kam zu grinsen. „Sagmal Jill, meinst du das jetzt ernst?“ fragte sie und Jill lief knallrot an. „Was denn?“ - „Da läuft nichts, vergiss es. Das haben wir schon vor Tagen geklärt!“ Sie nickte stumm und aß weiter. Maja hatte dafür meinen größten Respekt, Jill zum schweigen zu bringen schaffte nicht jeder.

      Maja stand nach dem Essen gleich auf. „Ich muss jetzt los, sonst wird mir das zu spät. Danke, dass ich die Nacht hier bleiben durfte.“ sie wandte ihren Blick zu mir und lächelte. „Ich begleite dich noch zum Auto.“ sagte ich und stand ebenfalls auf, half noch schnell den Tisch abzudecken und ging dann mit Maja zu ihrem Auto. „Fahr vorsichtig.“ sagte ich und wartete noch bis sie im Auto saß bis ich mich umdrehte um wieder ins Haus zu gehen. Drinnen sah Jill mich dann etwas verwirrt an. „Hörst du das?“ und dann fiel es auch mir auf. Das Auto schien nicht richtig anzuspringen, jedenfalls hörte es sich danach an. Ich eilte wieder raus und sah die verzweifelte Maja immer noch an Ort und Stelle stehen mit ihrem Auto. Hörte sich nicht gesund an, was das Auto so von sich gab. Da Maja ja eh nicht vom Fleck kam ging ich zur Beifahrerseite und setzte mich neben sie. „Na, will er nicht wie du willst?“ meinte ich scherzend und grinste sie an. „Diese verfluchte Dreckskarre!!“ schimpfte sie und schlug ihre Hände gegen das Lenkrad, sah mich anschließend ein wenig verrückt an. „Das Lenkrad kann da auch nichts für... Komm.“ meinte ich und stieg aus dem Auto. Maja blieb sitzen, sodass ich ums Auto kam, ihr die Tür öffnete und mich hinhockte. „Mach dich nicht verrückt, das kriegen wir wieder hin. Aber da jetzt im Dunkeln dran rum zu doktoren wäre das Blödeste was wir tun könnten.“ Ich reichte ihr die Hand und half ihr aus dem Auto. Als wir zurück ins Haus kamen grinste Jill uns schon an. „Das ist ein Zeichen!“ sie lachte. Ich brummte abwertend und ging ins Wohnzimmer, schnappte mir ein Buch über die Vererbung von Genen bei Pferden und versank darin.

      Die nächsten Tage waren langatmig, es passierte nichts großes und das Auto von Maja hatte einen ordentlichen Marderschaden, den ich ohne weiteres nicht reparieren konnte, also hatte ich sie mit unserem Auto nach Hause gebracht und sie kam nur noch tagsüber mit dem Bus, für wenige Stunden. Übrigens hatte Jill die zwei Angestellten zur Unterstützung wieder weggeschickt, da sich herausstellte, dass sie irgendwie mit dem Einbruch zu tun hatten. Wir waren also wieder auf uns gestellt. Drei unserer Stuten waren wir seit ein paar Tagen los, da sie auf dem Heartlandgestüt im Training waren. Allein das war schon eine riesige Erleichterung. Aktuell bereitete ich meine liebste Slap Happy auf die Krönung vor und bin dafür in England bei Catalina Nixon, die jetzt schon seit Monaten unsere Pferde trainiert und von der Jill mehr als begeistert ist. Ich nutzte die Gelegenheit in England zu sein um meine Eltern zu besuchen. Ich war schon lange nicht mehr so glücklich wie gerade. Gerade als ich wieder auf Catalinas Gestüt ankam und mein Motorrad auf die Ladefläche des Bear Brook Trailer fuhr, kam eben jene wieder zurück vom Schnelltraining mit Scheppi. „Bitte sag nicht, du willst mit dem Ding da hier rumfahren!“ fragte sie und ihr empörter Gesichtsausdruck amüsierte mich. „Quatsch nein! Der Transporter ist groß genug, um meine Maschine mit aufzunehmen.“ - „In Ordnung. Bist du bereit für ein wenig Dressurunterricht?“ Ich nickte. Jill hatte mich zu diesem Training verdonnert, da ich als Geländereiter mit Dressur herzlich wenig am Hut hatte bisher. Lediglich Maja hatte ihr Glück an mir versucht, ist aber an meiner Dickköpfigkeit zerbrochen. "Hast du dir denn schon ein Pferd für mich ausgesucht?" fragte ich neugierig und hoffte inständig, dass es ein einfaches Pferd sein würde und keines mit dem ich noch stundenlang diskutieren müsste. Typisch britisch zog sich der über den Mittag noch so schöne blaue Himmel mit dickten Wolken zu. Den Regen konnte man jetzt schon riechen, auch wenn er noch nicht fiel. Alles roch nach nasser Erde.

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      23.12.2015
      Kleiner Lagebericht

      Meine Dressurausbildung bei Catalina Dixon ist beendet und es gibt vieles zu erzählen. Schönes, aber auch nicht so Schönes... Ein halbes Jahr lang war ich die meiste Zeit in der UK, kam nur für wichtige Termine nach Deutschland wie zum Beispiel Slap Happys Zuchtzulassung. Vor zwei Monaten ist in meiner Abwesenheit etwas Furchtbares passiert. Jill hatte einen Hirnschlag und ist kurz darauf im Krankenhaus gestorben. Ich war nicht da. Ich bin natürlich sofort nach Deutschland zurückgekehrt, zum einen um Jill zu beerdigen und zum anderen um die Arbeit auf dem Bear Brook EC weiterzuführen. Meine Eltern sind zur Unterstützung aus England hergekommen und haben mir ein ultimatives Angebot gemacht den alten Hof von ihnen zu übernehmen und den in Deutschland zu verkaufen. Nach einigem Hin und Her habe ich das Angebot angenommen und sind wir seit einer Woche in England. Mit Jills Tod habe ich auch wieder angefangen zu rauchen, was die schlechten Nachrichten abschließt. Es gibt aber auch schöne Neuigkeiten. Wir haben einen Reitponyhengst gekauft, Heart of Ocean ist sein Name. Sehr angenehmer Charakter. Für Princess Sansa haben wir auch endlich jemanden gefunden. Da ich von jetzt an viel unterwegs sein werde habe ich Unterstützung für den Hof gesucht und einen Westernfreak gefunden. Steven ist Mitte 30 und der einzige der mit Princess Sansa wirklich zurecht kommt. Außerdem hilft er bei den täglichen Stallarbeiten. Er gehört jetzt fest zum Team und ist mit nach England gezogen.

      Neben unseren Pferden stehen hier auch noch zwei alte Vollblüter meiner Eltern, die euch später noch vorstellen werde.Iceflower, Princess und Bear Totem's Denali sind zur Zeit bei Jackie im Kürprogramm. Cadiz und Mr. Raw Depression gehen stark auf ihre Körung zu oh und Ray möchte ich zudem im Military weiterbilden lassen um mit ihm im Turniersport aktiv zu werden. Was ich selbst erst vor ein paar Tagen erfahren habe ist, dass Jill Slap Happy hat decken lassen, von Lamperd. Das Fohlen müsste im frühen Sommer nächsten Jahres zur Welt kommen. Der einzige zu dem es nichts Neues zu sagen gibt ist Race of Hope, der dunkle Vollbluthengst wird liebevoll von seiner Reitbeteiligung umsorgt und genießt noch die Ruhe vor dem Sturm, bis die Zucht in Gang kommt. Heute widme ich mich speziell Ocean, dem neuen Reitponyhengst. All die Tage hatte ich noch keine Zeit gehabt ihn unter die Lupe zu nehmen. Meine Eltern waren begeistert von ihm, weshalb ich mich davon heute selbst überzeugen wollte. Mit seinen 147cm war er ein recht großes Reitpony. Ich war erstaunt wie selbstverständlich er sich von der Wiede führen und putzen ließ. Da war ich anderes gewohnt von unseren Schützlingen. Auch beim reiten zeigte er sich mehr als vorbildlich. Das Talent für Dressur und Springen spürte ich sofort und testete seine Grenzen. Nach gut einer Stunde war ich mit ihm fertig und stellte ihn recht zufrieden zurück auf die Weide. Er würde mit Sicherheit noch eine große Rolle in der Ponyzucht spielen, wenn er mal soweit ist.
    • sadasha
      27.01.2016
      Phoenix Valley

      Phoenix Valley, Kalifornien. Für immer Sommer! Zumindest denken Europäer so. Auch Hunter Crowley schwärmte davon, als er erfuhr wo die beiden Brüder lebten. Dass es aber auch in Kalifornien mal regnet und dass auch hier nicht durchgängig 30-40°C an der Tagesordnung stehen und Umweltkatastrophen in jeden kalifornischen Sommer gehören, daran dachte er sicher nicht. Immerhin liegt Phoenix Valley, ein Pferdehof zweier Brüder wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten, nicht am Strand. Er liegt im Norden Kaliforniens, an der Grenze zu Oregon, am Rand des Modoc National Forest. Es ist schön hier keine Frage. Aber auch Kalifornien bringt seine Tücken mit sich. Die Brüder sind damit aufgewachsen. Lucius und Kenneth sind in Newport groß geworden, ohne Familie. Kenneth interessierte sich schon früh für den Pferdesport. Lucius, ließ sich eher mittreiben. Er hatte keine festen Pläne und lebte einfach in den Tag hinein. Dass er eines Tages als Talent entdeckt wurde hätte er selbst nicht gedacht. Jedenfalls ist er nun als Stuntreiter auf Pferdeshows aktiv und hat ebenfalls ein Pferd. Sein Bruder ist seitdem sein Laufbursche. Kenneth liebt die Arbeit mit Pferden, er hat sich einen kleinen Breedingstock mit Trakehnern aufgebaut und verfolgt recht zielstrebig seinen Wunsch sie zur Zucht zuzulassen und dann ebenfalls Erfolg zu haben. Die Trakehner hat er aus der Umgebung, bis auf einen der zwei Hengste. Cadiz hat er Hunter Crowley abgekauft, bzw. Lucius hat vermittelt. Da bestand er drauf. Fix the Flame und Busted Cherry Cake, die beiden Stuten kommen aus Kalifornien, aus dem gleichen Gestüt und sind sehr vielversprechende Stuten. Ghost Merchant kommt aus einer Zucht Oregon und ist Ken's Liebling. Ach das Pferd von Lucius... Er hat einen Lusitanohengst namens Amador. Ein launisches Tier. Schwer zu händeln, furchtbar hengstig, aber hauptsache hübsch. Kenneth sagt seinem Bruder immer, er habe nichts anderes verdient und wahrscheinlich hatte er damit mehr als recht. Lucius verletzte sich ständig bei seinen Versuchen Neue Stunts und Lektionen mit Amador einzuüben. Kenneth hatte seinen Spaß daran, machte sich aber insgeheim doch Sorgen, dass irgendwann mal etwas ernsteres passieren würde.
      Meist schweigend kümmerte er sich um seine vier Schützlinge. Heute lag sein Augenmerk auf den Stuten. Die eine war ein Militarytalent, die andere in der Dressur begabt. Also ging es zuerst auf den Reitplatz mit Fix the Flame und anschließend mit Busted Cherry Cake in den Wald. Als er wieder kam, hatte sein Bruder Cadiz zwischen. Der Hengst hatte es ihm angetan, aber zurecht kam er mit ihm nicht. Cadiz braucht eine ruhige Hand und die hatte Lucius nicht. In keinem Fall. Nach gut eineinhalb Stunden gab er es auf, stieg ab und überließ ihn Ken. Ghost Merchant war da charakterlich eher Lucius' Liga. Er ließ sich von Unruhe nicht aus dem Konzept bringen und lief brav seine Runden. Den Abend ließen die zwei Brüder ausklingen, indem sie sich mit einem Whisky in der Hand vor den Fernseher warfen. Diese Momente waren selten im Leben der beiden. Meistens waren sie auf Montur mit der Stuntgruppe von Lucius. In dieser Zeit kümmerte sich ein ausgewähltes Team an Arbeitern um die Trakehner. Amador kam mit zu den Veranstaltungen, er kannte das und liebte es. Dort wurde er gefordert und gefördert und vor allem: Fast nonstop beschäftigt.


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      17.03.2016
      Anfängerküken
      (Mr Raw Depression A-Springen|Cadiz A-Springen|Busted Cherry Cake A-Military)
      Der gekörte Hengst mit der hübschen Scheckung war was Dressur anging ein wahres Talent. Die Hindernisse aber waren einfach grausig für ihn. Schon das einfache Heranführen an die Hindernisse selber war so eine Sache. Totale Begeisterung entsprang seinem Wesen, sodass ich schon fast befürchtete, dass unser Training ins Wasser fallen könnte. “Das schaffst du schon, Ray.”, aufmunternd klopfte ich seine Schulter und ging weiter mit ihm über den kleinen Parcours. Allzu begeistert war er immer noch nicht, aber das war bei anderen Pferden auch so. Ich band den Hengst mit einem Möhrchen in der Schnute an, um mit Cadiz weiterzumachen. Der war komplett besessen, sich die Hürden anzuschauen, und hibbelte herum als ich das Sattelzeug holte. Das Warmreiten war sehr gut gestaltet, aber sobald ich seine Aufmerksamkeit auf die Hindernisse lenkte, merkte ich, wie übermotiviert er wurde. Hoffentlich verschätzt er sich nicht, dachte ich mulmig, musste aber feststellen, dass der Overoschecke wie ein Profi an die Sache ran ging. Wie ein ungestümer Profi, aber dem wirkte ich entgegen, indem ich meinen Sitz veränderte, und bewusst das Zügel aus der Hand Kauen variierte, sodass er sich gezwungen war, beim Absprung den Kopf nicht zur Seite zu reißen.
      Ich hatte schon ordentlich Rückenschmerzen von diesem Tag. Cadiz schien dem Platz sehnsüchtig hinterher zu schauen, und das Einführungstraining mit Ray hatte auch eher so lala geklappt. Wie meine Mathelehrer immer zu sagen pflegten: “Sie hat sich bemüht, aber…”, aber Mr Raw Depression machte seinem Namen alle Ehre. Als ich ihn zur Aufmunterung noch einige Runden abritt und ihn dann auch richtig galoppieren ließ, schien er besser drauf zu sein. Wie geplant kamen die zwei Hengste in ihre Boxen am Abend, und ich wandte mich Cherry zu. Die ließ sich ruhig kraulen. “Morgen machen wir einen Ausritt in den Wald, versprochen!”

      Versprechen müssen gehalten werden. Auch bei den eisigen Temperaturen draußen packte ich mich dick ein, und wunderte mich längst nicht mehr, dass Hunter nicht da war, seine Leute aber sich um die Pferde kümmerten. Steven, so hieß sein anderer Mittrainer, meinte ich zumindest, schien kein Problem damit zu haben, als ich Cherry aufsattelte und einfach die Einfahrt hinunter ritt und in den nächsten Wald ritt. Die Stute, die erst am Anfang ihrer Karriere stand, besaß ein dermaßen abgefahrenes Springvermögen, dass ich mich sehr wundern musste, wieso sie keine Springturniere ging. Immerhin wusste sie die Abstände zu den Hürden - im Wald gab es nur breitere Baumstämme und Wasserläufe - gut einzuschätzen, und verlangsamte das Tempo, sobald sie auf unsicheres und bergigeres Terrain gelangte, legte aber einen Affenzahn zu, sobald ich ihr die Möglichkeit gab. Was eine Rennsau. Den gelegentlich passierenden Spaziergängern und Familien machte es wohl ebenso wenig aus. Gut, umso besser. Nach einer phänomenal schlechten Landung in einer großen Matschpfütze sah ich ein, dass es für heute genug war; ihre vorher reinweißen Beine waren nun komplett versaut, und am Gestüt angekommen bürstete und wusch ich den groben Mist eine Stunde lang weg. Das ging ihr ziemlich auf die Nerven, sodass ich ihre restliche Körperpflege dahinschweifen ließ um mit Ray weiterzumachen. Für den heutigen Abendritt aber stellte ich sie auf die Weide und staunte nicht schlecht, als der gescheckte Vollbluthengst mit der Gelassenheit eines Therapiepferdes das Vorbereiten über sich ergehen ließ und bei strahlendem Sonnenschein den Springplatz beäugte. Ein reges Lüftchen wehte. Einige Vögel zwitscherten zaghaft. Der Frühling nahte. Und wie ein Frühlingswind fühlte sich das Training mit Mr Raw Depression an. Seine Abneigung von gestern war komplett entschwunden, und der typisch lernfähige und konzentrierte Hengst trat in Erscheinung, nahm Fehler in Kauf und ließ sich korrigieren, so weit ich es konnte. Vielleicht lag es gestern an dem sehr drückenden Wetter, dass der Hengst so missmutig war. Pferde reagierten auf atmosphärische Veränderungen bekanntlich genauso wie Menschen oder andere Tiere, nahmen das aber verstärkt auf, soweit mein Gedächtnis mich nicht betrug.

      Schon beinahe euphorisch beendete ich das Training nach einer Woche. Die drei durch und durch verschiedene Charaktere der Pferde hatten ihren Großteil dazu beigetragen, dass ich nichts, aber auch gar nichts, an dem Training eintönig oder gar langweilig fand. Ich wusste jetzt schon, dass mit Ray und Cadiz zwei gute Sportpferdekarrieren angefangen hatten; obwohl Ray eher besonnen und ernsthaft am Training beteilgt war und Cadiz eher den Spaß darin sah, aber das waren beides gute Eigenschaften. Und Busted Cherry Cake vereinte diese beiden Stärken in Einem und glänzte hervorragend beim Vielseitigkeitssport.

      von Vhioti

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      09.04.2016
      Springen E-A

      Thomas füllte gerade die Heunetze auf, als Vel völlig aufgebracht den Stall betrat. "Thomas du bist viel zu spät dran! Einer unserer Kunden ist gerade angekommen, sind die Boxen sauber?", der Stallbursche nickte. "Wenigstens eine gute Neuigkeit... Was stehst du denn noch hier? Komm und lad die Pferde gefälligst aus". Unmotiviert verließ Thomas den Stall, gab einen tiefen Seufzer von sich und staunte erst einmal über den großen Transporter. An der Seite des Transporters war eine Klappe die bereits herunter gelassen wurde. Rechts und links standen je zwei Pferde. Thomas führte zunächst Cadiz und Fix the Flame aus dem Transporter, stellte die Pferde in die vorrübergehende Box und widmete sich dann Busted Cherry Cake und Ghost Merchant. Auch diese brachte er schließlich in die frisch eingestreute Box. Vel kümmerte sich inzwischen um Kenneth Jenkins. "Wie ich anhand ihres Hängers sehe sind sie gut bestückt, wollen sie wirklich kein Leistungsfutter dazu kaufen?"
      "Aber nein doch! Außerdem ist der Hänger geliehen", Kenneth winkte genervt ihr Angebot ab und wartete krampfhaft darauf den Trainingsvertrag unterschreiben zu können. "So...dann", Vel konnte gar nicht aussprechen so schnell unter junge Bursche den Vertrag. "Wir sehen uns dann wenn sie fertig sind. Sie erreichen mich telefonisch", Kenneth stand auf und bewegte sich zum Transporter. "Eh, ja klar.", etwas enttäuscht sah Vel wie ihr Kunde davon fuhr. "Der hat es aber eilig", sagte Ashley die in ihren schicken Reitklamotten vom Platz stüppelte. "Mum ich sagte dir doch bereits du sollst nicht jeden Kunden etwas aufzudrehen versuchen", Ash grinste schelmisch und warf ihrer Mutter einen arroganten Blick zu. "Pass auf dein freches Mundwerk auf Fräulein. Sag Thomas er soll Celsius putzen. Der Schimmel sieht wieder unmöglich aus."
      "Ja doch", genervt ging Ashley in den Stall um Thomas zu suchen.
      *
      Am nächsten Morgen betrat Judy gut gelaunt den Stall. "Morgen Thomas", er lächelte sie dankbar an. "Ich bin froh das man dir die Neuankömmlinge zugeteilt hat. Du weißt ja wie Jarred ist... außerdem sieht er nicht so gut aus", er zwinkerte ihr entgegen. Auf das indirekte Kompliment reagierte Judy erst zögerlich. Sie lief rot an und schnappte sich schnell Cadiz um mit dem Training zu beginnen. Thomas sah ihr hinterher. "Schade", murmelte er und fuhr mit der Stallarbeit fort. Judy führte Cadiz schließlich in die Halle, gurtete den Trakehner Hengst nach und begann damit den Parcours aufzubauen. Sie stellte zunächst zwei 80cm hohe Steilsprünge in die Halle auf, sowie eine 2 fache Kombination. Diese Hindernisse wollte Judy am jetzigen Tag für Cadiz und Cherry Cake zum Üben verwenden. Sie stieg geschwind in den Sattel auf, und ritt Cadiz erst einmal warm. Nachdem der Hengst warm geritten war, steuerte sie auf den in der Halle allein stehenden Steilsprung zu. Kurz vor dem Hindernis gab sie Cadiz einen Klaps mit der Gerte, sowie eine Sprunghilfe. Cadiz segelte über das Hindernis, riss jedoch eine Stange. Genervt ritt Judy zum Hindernis zurück um abzusteigen und um die Stange etwas tiefer einzuhängen. Glücklicherweise kam im gleichen Moment Thomas mit Cherry Cake. "Was hast du vor?", fragte Judy ihn. "Ich wollte ihn unters Solarium tun, damit seine Rückenmuskulatur vorgedehnt wird."
      "Klingt gut. Kannst du mir beim Training helfen? Sollten mir mal Stangen fallen oder so..." - "Sicher. Judy kann ich dir mal einen Tipp geben?"
      "Hm?" - "Ich würde mit Gymnastikübungen beginnen, da Cadiz zuvor nicht gesprungen ist". Judy sah ihn verwundert an. "Bist du Trainer oder Stallbursche?", verschämt blickte Thomas zu Boden. "Ich wollte doch nur helfen."
      "Oh nicht doch Thomas! Das meinte ich nicht abwertend... aber woher weißt du das?"
      "Ich interessiere mich für Pferde, lese gerne Bücher über das Training, die Ausbildung und so..."
      Schließlich nickte Judy anerkennend und sah zu wie Thomas zwischen K und F eine Pylone aufstellte. Anschließend nahm er 3 Trabstangen die er auf den Boden im Zirkel auslegte. "So dann trab mal zunächst im Bogen über die Cavalettis und anschließend im Galopp" Judy ritt - wenn auch etwas verwirrt da ihr ein Stallbursche beim Training half, auf die Stangen zu. Aufmerksam lief Cadiz über die Stangen hinweg.
      Das Training verlief gut. Mit jeder Runde wurde Cadiz aufmerksamer, er hob die Beine höher an und wurde beweglicher. "Lass uns zum Abschluss des Trainings noch über den Steilsprung springen", Thomas lächelte das hübsche Mädchen an die scheinbar auch an Motivation gewonnen hatte. Schnell ritt Judy aus dem Zirkel zum Steilsprung, fokussierte sich auf die Stangen und sprang schließlich ab. "Fehlerfrei!", Thomas applaudierte und Judy strahlte. "Wow, du bist nicht schlecht für einen Stallburschen! Lass uns das gleiche bei Cherry Cake wiederholen". Cherry Cake döste unter dem Rotlicht und genoss die Wärme auf ihren Rücken. Thomas holte währenddessen ihr Zubehör aus dem Stall um sie zu Satteln.
      *
      Zur gleichen Zeit trainierte Jarred die Fuchsstute Fix the Flame unter dem Sattel. Sie war bereits warm geritten weshalb er daran übte ihr die Grundlagen bei zu bringen. Dazu ritt er zunächst auf den Zirkelpunkt um sie im Schritt im Kreis zu reiten, dann gab er ihr eine Hilfe wodurch sie den Kopf etwas anhob und angelehnter im Schritt ging. Flame befand sich nun im sogenannten Mittelschritt. Schließlich trabte er sie an um etwas schneller voran zu kommen. Er wechselte aus dem Zirkel in den Hufschlag und ritt bei F ganze Schlangenlinien durch die Halle. Das sollte Flame etwas gymnastizieren, zudem lernte sie dadurch auf Hilfen schneller zu reagieren. Im Leichttrab ritt Jarred anschließend eine ganze Bahn ehe er bei M das Viereck verkleinerte. Das war eine wichtige Lektion die der Reiter, aber auch das Pferd in einer Prüfung beherrschen sollte. Ab X vergrößerte er wieder das Viereck und gab der Trakehnerstute eine Galopphilfe. Zunächst ritt er im Arbeitsgalopp auf den Zirkel, wechselte dann auf die Bahn und führte währenddessen einen Galoppwechsel aus. Jarred ritt von K nach H und wechselte schließlich durch die ganze Bahn nach F. Dort parierte er die Stute und ritt ab A nach X, zog dann an den Zügeln wodurch Flame stehen blieb. Nun probte er das Rückwärtsrichten, zog dazu erneut an den Zügeln und lehnte sein Gewicht nach vorne. Etwas unsicher trat Flame einen Schritt nach hinten. Er lobte sie kräftig und wiederholte den Vorgang. Nun wurde auch die Stute selbstsicherer und lief ganze fünf Schritte rückwärts. "Super!", Jarred lobte sie und beendete somit das Training. Sein nächster Kanditat sollte dann Ghost Merchant sein.
      *
      Als Judy Cherry Cake warm geritten hatte, begann sie zunächst mit der Cavalettiübung die auch bei Cadiz gut funktioniert hatte. Thomas achtete darauf das die Stangen richtig angeordnet waren und sah anschließend Judy beim Training zu. Die zierliche Frau ritt im Schritt auf den Zirkel um die Trakehnerstute wach zu halten, nun konnte sie sehen was sie gleich erwarten wird. Nach ein zwei Runden trabte sie Cherry schließlich an und hielt sie mit kleinen Hilfen aufmerksam. Jedes Mal wenn Cherry eine fehlerfreie Runde hinterlegte, lobte Judy sie und klopfte ihr den Hals. Nach acht Trabrunden, galoppierte sie das Pferd an um die Stangen auch im Galopp zu überwinden. Das war kein Problem mehr, da Cherry durch das Solarium und den Trabübungen so aufgewärmt und vorgedehnt wurde, das sie mühelos die Beine hob um über die Stangen zu galoppieren. "Dann schaffen wir ja heute noch ein paar Hindernisse mehr", rief Judy dem Stallburschen zu. "Ja! Ich bau sie dir schon mal auf". Thomas holte ein paar Ständer aus der Ecke und stellte sie mittig in die Halle und einmal auf den Hufschlag. Dann hob er die langen schweren Stangen aus der Bande hervor um sie in den Ständer zu heben. Eine der Stangen legte er vor das Hindernis um den Absprungpunkt deutlich zu machen. Eine Hilfe für Pferd und Reiter. "Bin soweit!", rief Thomas und räumte die Cavalettistangen wieder weg. Judy ritt vom Zirkel und wärmte Cherry auf der Bahn auf ehe sie das erste Hindernis ansteuerte. Cherry sprang rechtzeitig ab und streifte ganz knapp die Stange. Beim zweiten Hindernis bewies sich das Aufwärmtraining jedoch als gelungen. "Du wirst immer besser" lobte Thomas die junge Frau. Judy strahlte und lobte Cherry für jeden Fehlerfreien Sprung. "Damit können wir das Training im guten Gewissen beenden".
      *
      Währenddessen ritt Jarred den Porzellanschecken warm. Dazu hatte er einige Cavalettistangen in einer Reihe aufgestellt, über die er hinweg ritt. Das sollte Ghost Merchants Gangart auch verbessern und ihm im Training aufmerksamer machen. Nach guten zehn bis fünfzehn Minuten Gymnastiktraining, ritt er schließlich durch die ganze Bahn. Er trabte Ghost intensiv an und wechselte durch die Bahn in den Zirkel. Aus dem Zirkel hinaus gab er ihm eine Galopphilfe und galoppierte erneut in den Zirkel, anschließend auf die Bahn und in Schlangenlinien durch die ganze Halle. Ghost wurde etwas träger, was auch Jarreds Geduld zum platzen ließ. Er trieb Ghost mit der Gerte um ihn in Bewegung zu halten. Das Pferd stöhnte und schnaubte im Galopp, erst nach einigen Runden konnte er eine Pause machen. Die Pause nutzte Jarred zum üben des Rückwärtsrichtens. Auch hier zog er wieder an den Zügel und lehnte sein Gewicht nach vorne. Ghost ging einige Schritte rückwärts. Dies konnte er wohl besser als Flame. Nach der kleinen Schritt Pause galoppierte er das Pferd wieder an und übte mehrere Galoppwechsel. Dabei ritt er auf den Zirkel, aber auch durch die Bahn. Auf der linken Hand verkleinerte und vergrößerte er das Viereck. Allerdings im Trab. Nachdem Ghost klatschnass geschwitzt war und auch ein Trockenreiten nichts mehr nützte, brachte er den Trakehner in das Solarium um ihn zu "trocknen". Erst dann konnte Ghost zurück in die Box.
      *
      Zum Abschluss des Tages kontrollierte Thomas noch einmal die Pferde. Er prüfte die Tränken und füllte das Futter bei Fix the Flame, Busted Cherry Cakes, Cadiz und Ghost Merchant nach. Dabei fiel im auf, dass Ghost Merchant gar nicht eingedeckt war. Sauer schüttelte er den Kopf "Typisch Jarred", murmelte er enttäuscht und griff nach einer Abschwitzdecke. Wenigstens war der Rest eingedeckt.

      von Jackie
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      19. April 2016
      Tierarztbesuch für Cadiz

      Nach dem Mittagessen lud ich meine Tasche in mein Auto und machte mich auf den Weg nach Phönix Valley. BearBrook hatte mich angerufen. Ich sollte ihren Hengst Cadiz Impfen und entwurmen. Kaum hatte ich mein Auto vor dem Stall parkiert, erschien die Stallbesitzerin schon und begrüsste mich freundlich. Ich schüttelte ihr die Hand und holte meine Tasche. Danach folgte ich ihr in den Stall und sie führte mich zu Cadizs Box. Der Hengst sah sehr gut aus. Er war gepflegt und in einem optimalen Futterzustand. „Ich sehe ihn mir kurz an, aber er sieht wirklich super aus“, sagte ich. „Kannst du ihn mir aus der Box holen?“, fragte ich.

      Nachdem Cadiz ein Halfter trug, trabte BearBrook ihn mir auf der Stallgasse vor. „Sehr gut, das reicht!“ sagte ich und war sehr zufrieden. Ich warf noch einen Blick auf die Hufe, Augen und Ohren, dann war ich fertig. Anschliessend holte ich die obligatorische Impfdosis gegen Influenza aus der Tasche. „Hast du seinen Equidenpass dabei? Dann kann ich die Impfung direkt eintragen.“ Vorsichtig zog ich die Spritze auf und impfte den gescheckten Hengst.
      Als ich ihn mit der Nadel stach, legte er die Ohren an und wich leicht zurück. „Schon vorbei!“ murmelte ich und klopfte dem Hengst den Hals. Dann verabreichte ich ihm mit der Hilfe seiner Besitzerin noch eine Wurmkur. Das war es dann auch schon. Ich trug noch die Impfung in den Pferdepass ein und gab dem Hengst zur Versöhnung ein Leckerli. Da ich eine grosse Leidenschaft für Englische Vollblüter hatte, blieb ich noch etwas länger um die Pferde des Gestüts anzusehen. Eine Stute war sogar einmal bei mir gewesen. Ich streichelte Moulan und war glücklich darüber, dass es ihr so gut ging. Anschliessend verabschiedete ich mich und fuhr zu meinem nächsten Patient.

      von Pharlap

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      28. April 2016
      Hufschmiedebericht Glorieas

      Alle Pferde des Phoenix Valley
      „Kalifornien. Wuzaaaah!! Auf ins Paradies! Wer ist dafür noch ein zwei Tage länger zu buchen als der Auftrag benötigen würde?“ ich hob freudig meine Hand und sah in das leicht verwirrte Gesicht meiner Chefin, die aber kurz darauf ebenfalls lächelte. „Wir schauen mal, Hunter.“ Wie ein kleines Kind freute ich mich auf Kalifornien. Erst als ich die Namen der Auftragsgeber las rutschte mir das Herz in die Hose: Lucius & Kenneth Jenkins. Noch nie hatte ich mich so sehr in einem Menschen getäuscht, wie in Lucius Jenkins. Seis drum, der Auftrag bringt dadurch, dass er fünf Pferde umfasst gutes Geld und sicherlich viele neue Eindrücke und Erfahrungen für den Beruf.
      Joicy fiel auf, dass meine gute Laune durch irgendetwas gedämpft war und sprach mich immer mal wieder darauf an, ob es mir gut gehe. Es war Privatsache, was da zwischen den Brüdern und mir passiert war, also ließ ich sie im Ungewissen. Der Flug nach Kalifornien war die reinste Qual. Im Flugzeug schlafen konnte ich noch nie und als wir in San Diego ankamen lief ich wie ferngesteuert hinter meiner Chefin her, die uns durch den Flughafen bis zum Taxi lotste, das uns schließlich zum Phoenix Valley Gut brachte, wo die Jenkins Brüder schon warteten. „Wieso haben wir kein Hotel gebucht?“ klagte ich, doch Joicy lächelte nur. „Weil die beiden sich angeboten haben und man einen kostenlosen Schlafplatz nunmal nicht ablehnt.“ Ende der Diskussion. Schweigend belud ich mich mit so viel Gepäck wie möglich und ließ mich von Kenneth einweisen, wohin ich die Sachen bringen musste. Am heutigen Tag würden wir noch nicht mit der Arbeit beginnen. Joicy hatte zwar ein wenig Schlaf abbekommen, aber auch sie war froh, als sie die Füße hochlegen konnte.
      Der nächste Tag begann stressig. Kaum wach hörte man Lucius bereits mit Amador fluchen. „GET OFF!“ ranzte er den Schimmelhengst an, dessen Hufe heute ebenfalls gemacht werden sollten.
      „Habt ihr ein Pferd das beschlagen werden soll?“ fragte ich Kenneth. Dieser schüttelte zur ntwort den Kopf. „Sind alle Barhufer oder Barhufer geworden. Wenn ihr etwas anderes empfehlen würdet nur raus damit.“ - „Nein, ist schon okay. Wir schauen uns die Pferde nacheinander an und sehen dann weiter.“ Mit den Worten lief ich zurück ins Gästezimmer um die nötigen Werkzeuge auf den sogenannten Innenhof zu bringen, der aber so offen gestaltet war, dass man ihn kaum als „Hof“ erkannte. „Schön habt ihr es hier.“ merkte Joicy an, als Kenneth den ersten Kandidaten zur Hufkontrolle herbeiführte. Ghost Merchant war ein groß gewachsener Porzellanschecke. Seine auf den ersten Blick recht ruhige Art ließ mich auf einen guten Arbeitstag hoffen. Seine Hufe waren in gutem Zustand, die beiden Brüder fetteten und wässerten die Hufe zu genüge, sodass das Horn beinahe makellos war. Kenneth ließ den Hengst vortraben. „Der läuft sehr linkslastig oder mein ich das nur?“ ich warf einen fragenden Blick zu Joicy die bereits nickte. „Ja, da müssen wir ein bisschen korrigieren.“ Sie sah mich vielsagend an. Heute war ich am Zug. „Gut, dann bring ihn mal her.“ Kenneth parkte den Trakehnerhengst vor mir, sodass ich einen Huf nach dem anderen ausschneiden und korrigieren konnte, sodass er wieder gerade aufstand und hoffentlich danach wieder normal laufen konnte. Gut eine Stunde war ich damit beschäftigt, bis ich vollends zufrieden war. Der Hengst machte es mir einfach. „Lass mal sehen wie er jetzt läuft.“ Kenneth lief mit Ghost Merchant im Schlepptau los. Er lief jetzt korrekt. Hat das ganze Üben die letzten Wochen also doch etwas gebracht. Joicy flüsterte mir ein „Gut gemacht.“ zu während Kenneth den Porzellanschecken wegbrachte und mit dem nächsten Pferd herkam. Cadiz! „Hey mein Großer.“ begrüßte ich den Scheckhengst, der mir auch einmal gehörte liebevoll und kraulte ihm kurz den Hals, bis wir auch ihn vortraben ließen. „Der sieht besser aus.“ - „Viel Horn muss da gar nicht ab.“ Da hatte Joicy recht. Cadiz kannte ich und dadurch war es ein Kinderspiel ihn fertig zu machen. Auch bei ihm war ich in weniger als einer Stunde mit dem Ausschneiden fertig. „Was nutzt ihr für ein Öl wenn ich fragen darf?“ wollte ich wissen. Die Hufe von Cadiz waren hier deutlich besser als noch bei mir. „Ehm… das hat Lucius mal irgendwo mitgebracht von einer Show. Da war wohl jemand der drauf schwörte… Ich zeig es dir gleich, wenn ich wieder komme. Kenneth verschwand in den Stallungen. Diesmal dauerte es etwas länger bis er zurück kam. Vom Innenhof aus hörte man ihn mit seinem Bruder sprechen und schließlich kamen sie beide mit dem Schimmelhengst Amador und der Dose Huffett auf uns zu. „Ach Hunter, das ist das Huffett, dass ich auf der Messe mitgenommen und noch nie getestet hab.“ erinnerte sich Joicy freudig. „Gut zu wissen, dass es einen tollen Job macht.“ Lucius war zur hälfte mit Sand bedeckt, er war wohl vom Pferd gefallen. Amador war etwas nass geschwitzt, wirkte aber entspannt. „Willst du die beiden nicht vor ihm warnen?“ fragte Kenneth seinen Bruder. „Ja. Also. Amador ist schwer zu händeln, er beißt, tritt aus und mag Fremde erst recht nicht. Viel Erfolg.“ damit verschwand er. „Idiot.“ - „Penner!“ riefen sich die Brüder noch zu, kurz bevor Lucius das Wohnhaus betrat. „Entschuldigung.“ ließ Kenneth verlauten und lief mit Amador los, der bereits vom Vorlaufen buckelte und nach Kenneth schnappte. „Kann der auch normal laufen?“ fragte ich. „So erkennt man nicht viel…“ Es war furchtbar schwer eine Fehlstellung zu erkennen, wenn das Pferd so heftig herumtänzelte und nicht einen ordentlichen Schritt gehen konnte. Erst beim dritten Anlauf konnte ich sicher sein, dass Amador keine Fehlstellung hatte. Dafür aber recht kleine Hufe, die eine gute natürliche Abnutzung zeigten. „Gut, aber er steht allgemein etwas steil, zumindest das will ich ausbessern.“ sagte ich ohne es so zu meinen. Eigentlich wollte ich die Finger von diesem Pferd lassen so flippig wie es war. Joicy schmunzelte beim Anblick meiner leicht besorgten Miene, als ich mir den ersten Huf von Amador nahm um ihn auszuschneiden. „Vorne geht’s noch, da kann man ihn gut am Boden halten.“ bemerkte Kenneth. Amador ließ die Prozedur tatsächlich ganz gut über sich ergehen. Hüpfte lediglich ein bis zwei mal ein bisschen hoch. Zumindest versuchte er das, ich schaffte es jedes Mal ihn wieder herunterzuziehen. Erst als es an die hinteren Hufe ging eskalierte der Hengst komplett. „Calm down!“ versuchte Kenneth den Schimmel zu beruhigen, der mit angelegten Ohren immer wieder nach ihm schnappte und mich partout nicht an seinen Huf lassen wollte. „Gut, dann die harte Tour.“ Mit aller Kraft zog ich seinen linken Hinterhuf auf meinen Oberschenkel und sicherte ihn, bis er sich beruhigte. Es herrschte eine unfassbare Hitze hier im äußersten Westen der USA und wir waren schon alleine vom Herumstehen nass geschwitzt. Amador trieb es immer wieder auf die Spitze. „LUCIUUUS!“ versuchte Kenneth seinen Bruder herauszurufen, doch er kam nicht. „Ist schon okay, er ist grade ruhig.“ Einen kurzen Moment brauchte ich noch um mich zu sammeln, bis ich mit dem Ausschneiden der Hufe fortfuhr. Gerade als ich den Huf fertig hatte und ihn locker ließ, damit Amador ihn aufsetzen konnte riss sich der Hengst aus Kenneth’ Griff. Ich hatte mich da bereits umgedreht und war einen Moment zu langsam. Denn im nächsten spürte ich Amadors frisch gemachten Huf in der Magengrube und ging keuchend zu Boden. Mir blieb im wahrsten Sinne des Wortes die Luft weg. Der Schimmel hatte mich gut einen Meter nach hinten befördert mit diesem Tritt. Mir zog sich alles zusammen. Joicy war direkt zur Stelle. „Kenneth, wie lautet hier der Notruf?“ fragte sie und zog ihr Handy aus der Tasche, während ich weiterhin nach Luft japste. Zehn Minuten später fuhr ein Notarzt auf das Gelände des Phoenix Valley und kümmerte sich um mich. Joicy machte währenddessen mit Amador weiter. Eine halbe Stunde diskutierte sie mit ihm, bis auch sein letzter Huf fertig war und er auf die Weide entlassen werden konnte. Mir ging es da schon wieder etwas besser. „Wir nehmen Sie mit ins Krankenhaus um zu sehen ob nichts Schlimmeres ist.“ Im Krankenhaus angekommen wurde ich schließlich von oben bis unten untersucht auf mögliche innere Verletzungen. Bis auf einige Quetschungen und Prellungen war alles im grünen Bereich und so konnte ich noch am gleichen Abend wieder ins Gästezimmer der Jenkins Brüder einziehen. Die nächsten zwei Wochen sollte ich immer mal wieder einen Arzt drüberschauen lassen ob noch alles okay ist da durch die Quetschungen auch Blutungen entstehen könnten. Gegen die Schmerzen hatte ich zum einen eine Spritze bekommen und zum anderen noch Tabletten mitbekommen. „Die Stuten machen wir morgen.“ sagte Joicy, als ich den Raum betrat. „Ich darf nicht.“ ließ ich verlauten und spürte jetzt erst wie schwer mir das atmen beim reden fiel. „Wie lange musst du aussetzen?“ - „Zwei Wochen.“ ich hob die Hand, da ich noch weiter reden wollte, aber erstmal atmen musste. „Dann zum Arzt - und dann weiter sehen.“ schloss ich ab und sah nun Joicys Sorgengesicht. „Gut, dann ruh dich aus.“ sie wirkte fast mütterlich als sie das sagte. In der Nacht fand ich nur schwer Schlaf. Immer wenn ich gerade dabei war einzudösen bekam ich Atemnot und war damit wieder wach. Es fühlte sich in diesen Momenten fast an als würde die Lunge einfach zusammenklappen. Am nächsten Morgen war Joicy früh draußen und kümmerte sih mit Kenneth um die beiden Stuten des Hofs. Fix the Flame, eine Fuchsstute war als erste dran. Die dressurbegabte Stute hatte schon lange keinen Hufschmied mehr gesehen und dementsprechend viel zu lange Hufe. „Kommt sie denn aus schlechter Haltung?“ fragte meine Chefin des Interesses halber. Doch Kenneth wusste das zu verneinen und so schwiegen sie für den Rest des Ausschneidens. Zwar war die junge Trakehnerstute sehr guckig, ließ sich die Hufe aber ohne weitere Spinnereien machen. Busted Cherry Cake hatte eine etwas ruhigere Art. Sie gefiel mir sehr und sie erinnerte mich an meinen Ray, was wohl an der gleichen Farbe lag. Sie war von der Statur her etwas zierlicher als Fix the Flame und so überraschte es mich als Kenneth sagte, dass Flame das Dressurpferd und Cherry das Springpferd war. Rein äußerlich hätte ich es eher umgekehrt vermutet. „Sie ist aber die ruhigste hier, neben Ghost Merchant.“ der groß gewachsene Mann lächelte zufrieden und begann damit den Kopf der Stute zu kraulen. Joicy begann währenddessen mit dem Ausschneiden der Hufe. Sie waren in Ordnung. Etwas lang, aber nicht so lang wie die von Flame. „Sind die beiden verwandt?“ auch diese Frage verneinte Kenneth. „Im Entferntesten vielleicht…“ ließ er ein paar Sekunden später verlauten. „Gut, dann sind wir jetzt durch.“ Joicy wischte sich den Schweiß von der Stirn und wirkte so erleichtert wie noch nie bei einem Auftrag. Wir blieben noch eine Nacht auf dem Hof. Lucius stellte mir immer wider irgendwelche Fragen, die ich nicht mal eben schnell beantworten konnte und ich wäre ihm dafür am liebsten an die Kehle gesprungen. Es fiel mir noch immer schwer längere Sätze am Stück zu sprechen. Ich hatte noch immer Atemprobleme und mir graue es vor dem Heimflug. Der Unterdruck wirkt sich sicher ganz fabelhaft auf die Quetschungen und Prellungen aus…

      Hufschmiede Glorieas | 11.178 Zeichen
    • sadasha
      28. Mai 2016
      Entweder man kann oder man kann nicht...

      Die Sonne brennt geradezu auf uns nieder. Hochsommer! Und Kenneth rennt noch im Shirt hier rum und arbeitet seine Pferde. So ein Idiot... Gerade machte er mit Ghost Merchant ein paar Sprungübungen, draußen auf dem Mini-Springplatz, wenn er diesen Namen überhaupt verdient hatte mit seinen paar provisorischen Hindernissen aus umliegenden, verdorrten Zweigen. Unsere Springpferde hatten es hier wirklich schwer. Der gesamte Stall war auf Dressurreiter ausgelegt, bestenfalls sogar barocke. Die ganz hohe Kunst. Wer konnte schon ahnen, dass mein verrückter Bruder sich Sportpferde einlud? Niemand, genau! Genauso wenig ahnen konnte man jedoch, dass ich mir zwei Islandpferde nach Kalifornien holen würde. Das ist vielleicht noch eine Nummer verrückter, weil sie absolut nicht für die Hitze hier ausgelegt sind. Vor allem nicht der helle Óslogi, der bereits bei seiner Ankunft einen Sonnenbrand auf der Nase hatte. Jeden Tag wurde er gründlich eingecremt und bekam den schattigsten Platz, den wir hier bieten konnten. Eine dünne Exemerdecke hatten wir schon bestellt, aber es würde noch ein paar Tage dauern, bis die ankommt. Bei Goldmarie stand außerdem noch unser baldiges hoffentlich Schneeweißchen Félagi frá glæsileika eyjarinnar. In störte die Sonne weniger, aber die Hitze machte ihm trotzdem zu schaffen. Er haarte so stark, dass man bei jeder Berührung einen Büschel Fell in der Hand hielt. Gut so, in einer Woche würde er fast nackt hier stehen, auch er bekam zur Sicherheit eine dünne Decke. Ich saß Oberkörper frei im Schatten eines Pfostens vor den Boxen und genoss meine wohlverdiente Pause, nachdem ich mich schon mit Kenneth Dressurstütchen Fix the Flame herumgeschlagen hatte. Irgendwie hatte es mein Bruder geschafft mich in seine Sportpferdezucht einzubinden. Ein Fan davon war ich aber trotzdem nicht. Schecken mochte ich auch nicht, es sei denn sie würden wie mein kleiner Isländer, mit der Zeit so weiß werden, dass man die Scheckung eh nur noch erahnen könnte. Dann ging das. Schimmel sind einfach meine absoluten Favoriten. An oberster Stelle stand dabei mein Lusitano Amador, der heute auch noch an der Reihe war. Aber erstmal musste ich mich aufraffen Cadiz aus seiner Box zu holen und fertig zu machen. Der Schecke... hatte erst vor Kurzem seine Zuchtzulassung erhalten.

      „Hey Lucius!“ Kenneth zeigte mit seiner Minigerte auf mich, als sei sie ein Schwert. „Wird das heute noch?!“ Ich seufzte und zog mich langsam hoch, streckte mich ausgiebig und klopfte mir dann den Staub von der schwarzen Hose. Zufrieden grinsend dackelte Kenneth mit Cherry an mir vorbei in den Stall. Ich folgte ihm, und blieb an Cadiz' Box kleben, während er mit der Stute bis zum Ende der Stallgasse ritt, bevor er abstieg. „Du bist schon faul, oder?“ lachte ich bei diesem Anblick, doch Kenneth ließ sich nicht auf meine Spielchen ein, das kannte ich ja schon. Ohne auf seine Antwort zu warten holte ich Cadiz aus seiner Box und bekam fast einen Schock bei dem was mir da blühte. Er hatte sich wohl in seiner eigenen Scheiße gewälzt. Wieso macht er sowas? Kenneth lachte bitterböse, als er das Malheur sah. „Halt, deine...“ ich hob einen Striegel vom Boden, warf ihn nach meinem Bruder und – traf! „Eeh!“ beschwert er sich und ließ den Striegel über den Boden zurückschlittern. Vermutlich hatte er zu viel Sorge, dass die Pferde hochschrecken könnten, aber bis auf Cherry's verdutzten Blick hatte der fliegende Striegel nichts mit den beiden auf der Stallgasse angestellt. „Was denn? Das ist Schreck-Training!“ verteidigte ich mich schmunzelnd und fing an den furchtbar stinkenden Fleck an Cadiz Flanke wegzuschrubben. Ich versuchte es... Aber ohne Wasser würde ich da nicht weit kommen. Kenneth hatte Cherry mitterweile in ihren Offenstall gebracht und sich stattdessen Óslogi auf die Stallgasse geholt. Zu meinem Vergnügen, hatte sich der Sechsjährige nicht ehrenhafter verhalten als Cadiz und sah mindestens genauso appetitlich aus. „Viel Spaß.“ meinte ich grinsend, als ich mit dem gesattelt und getrensten und noch halbnassen Cadiz an den beiden vorbeizog. „Troll dich!“ - War das eine Mahnung? Ich lachte und führte Cadiz zur rundum geschlossenen und neuerdings sogar klimatisierten Reithalle. Gut eine Stunde arbeitete ich den frisch gebackenen Deckhengst. Als ich wieder kam war Kenneth noch immer nicht soweit mit dem Isländer. „Mein Gott, nimm doch Wasser!“ meinte ich genervt, aber irgendwie amüsierte mich der Funke von Verzweiflung im Blick meines Bruders. „Machst du den Kleinen nachher auch noch? Dann würde ich mit Amador ausreiten.“ Das hatte ich schon seit Tagen vor! Nie kam ich dazu. Kenneth murmelte irgendwas vor sich hin. „Was denn jetzt?“ hakte ich nach, während ich die Boxentüre zu Amador aufschob. Der Stall war so klein, dass wir egal wo auf der Stallgasse wir uns befanden, uns in angenehmer Lautstärke kommunizieren konnten. „Ja mach...“ Überzeugt war Kenneth scheinbar nicht, aber gut. Ich zuckte als Reaktion mit den Achseln und machte dann Amador für den Ausritt fertig. Ich liebte Ausritte mit meinem Schimmel so sehr, weil er hier wesentlich braver war als auf Plätzen oder in Hallen. Außerdem staubte er hier und da das ein oder andere Leckerlie von Passanten ab. Vermutlich war er deshalb so zugegen, wenn jemand „Ausritt“ sagte. Da wir mit allen anderen Pferden sowieso schon durch waren, blieb ich noch eine ganze Stunde länger draußen als ursprünglich geplant. Kenneth kommt schon klar. Kam er nicht – Aber das bekam ich erst mit, als ich mit Amador auf den Hof zurückkehrte und er immer noch, nach mittlerweile drei Stunden, mit Óslogi kämpfte. Der junge Hengst zeigte sich bockig, ganz in Amador-Manier. „Was macht ihr da?“ fragte ich lachend, doch Kenneth hörte mich nicht. Ich beschloss erstmal meinen Lusitano abzusatteln, abzuspritzen und zurück in seinen Offenstall zu bringen, bevor ich mich meinem Bruder widmete. Als ich wieder zum Platz kam hatte dieser sich in den Sand gesetzt und raufte sich die langen Haare. „Verfällst du jetzt in einen Sitzstreik?“ ich zog ihn hoch, doch Kenneth war mit seinen Nerven vollkommen am Ende. „Jetzt geh, mach den Zwerg fertig, ich regel das hier.“ Das ließ er sich nicht zweimal sagen. Sofort verschwand er in Richtung Stallungen und ich sah in die blauen, sturen Augen des Ponys vor mir. „Nun denn...“ bestimmt griff ich nach der Longe am Boden und ging los. Óslogi folgte. Was hatte Kenneth nur? Ohne Probleme führte ich den Perlino in den Stall. Kenneth fiel die Kinnlade runter, als er uns reinkommen sah. Er war sprachlos. „Was auch immer du versucht hast... Machs nächstes Mal anders.“ Ich grinste. Das war gemein. Ich wusste ja nicht mal was er alles versucht hatte. Eigentlich war mein Bruder nicht der Typ, der schnell aufgab, im Gegenteil. „Den kriegst du aber hin oder soll ich helfen?“ Kenneth sah mich herablassend an. „Du kannst ihn gerne übernehmen, wenn du es mir nicht zutraust.“ sagte er in abfälliger Art, aber mit weicher Stimme. „Du hast mein vollstes Vertrauen, Bruder.“ Ich klopfte ihm im Vorbeigehen auf die Schulter und begann den Hof abzukehren. Als ich fertig war, war auch Kenneth mit Félagi durch. „Wir sollten Termine vereinbaren, bevor die Anrufzeiten wieder zu Ende sind.“ Ich stimmte gedankenverloren zu und ging ins Wohnhaus. „Wir teilen uns am besten auf.“ Kenneth kramte einen seiner tollen Notizzettel hervor. „Du rufst für die beiden Isländer beim Tierarzt an. Die brauchen eine Routineuntersuchung, nur zur Sicherheit und deren Impfungen sind auch nicht komplett. Ah und bei der Gelegenheit kann dann auch die Wurmkur mit aufgefrischt werden!“ Ich nickte jeden Punkt einzeln ab, aber so schnell wie er das runterratterte behielt ich eh nur die Hälfte. „Hast du das auch noch schriftlich?“ - „Du kriegst meinen Zettel...“ - „Oh nein...“ Meinte ich leise und legte mir die Hand vors Gesicht. Kenneth ignorierte das gekonnt und fuhr fort. „Ich rufe währenddessen bei Hunter an, der soll sich die Hufe der beiden anschauen.“ - „Der muss dann von England bis hier fliegen nur für zwei Pferde, hast du sie noch alle?!“ Er meinte das tatsächlich ernst. „Na gut. Gib mir den Zettel.“ Wo hatte ich mein Smartphone? Ich tastete meine Hosentaschen ab. Nichts. Kenneth lachte. „Wo ist es?“ Er zuckte mit den Schultern. Drohend sah ich ihn an. „In deiner Jacke, wie immer. Was kann ICH denn dafür, wenn DU meinst hier ohne Oberteil rumrennen zu müssen.“ Protzig wie er war, zog er sein iPhone aus seiner Hosentasche und hielt es sich einen Moment später ans Ohr. Auch ich fand schließlich mein Smartphone und rief beim Tierarzt an um einen Termin zu vereinbaren. Für was nochmal? Ich versuchte zu entziffern was mein Bruder mir aufgeschrieben hatte. Seine Schrift war grauenvoll! Kein Vergleich zu meiner Sauklaue, aber ich wusste immerhin was ich geschrieben hatte und mutete meine Schrift niemanden sonst zu. „KENNETH!“ rief ich, aber er telefonierte noch. Bei mir meldete sich mittlerweile die melodische Stimme unserer Tierärztin. Süffisant grüßte ich zurück und bat um einen Moment, bis ich entziffert hatte was ich eigentlich von ihr wollte. Wenige Minuten spät hatte ich das Rätsel schließlich gelöst.

      Alles geregelt schmiss ich mich, samt Smartphone und Tablet-PC, aufs Sofa im Wohnzimmer. Kenneth stieß wenig später dazu und pflanzte sich in den Sessel neben mir. „Hunter kann nicht...“ meinte er geknickt. „Der steckt im Krankenhaus. Wen buchen wir stattdessen?“ Was fragte er mich? „Keine Ahnung, hast du seine Chefin mal gefragt?“ Kenneth schüttelte langsam den Kopf. Ach er wusste nichts davon. Hatte er wohl vergessen, dass er in Begleitung hier war. Wie konnte er nur? „Joicy Mc Flower, ruf die mal an. Die Nummer findest du bestimmt im Internet, du bist ja nicht von gestern.“ Ich zwinkerte ihm zu, während er die Augen rollte. Aber er tat wie ich sagte. „Sie ruft zurück. Klang aber ganz zuversichtlich.“ Gut, jetzt hatten wir wirklich alles fertig für heute. „Lucius...“ Ich hatte gerade die Augen zu gemacht! Was wollte der jetzt? Stirnrunzelnd sah ich ihn an. Oh Gott er sah besorgt aus... Das heißt nie was Gutes. „Lucius, ich wollte mit dir noch was besprechen...“ Ächzend und stöhnend, weil ich viel lieber ein Nickerchen gemacht hätte, rappelte ich mich hoch, bis ich aufrecht saß. „Was denn?“ fragte ich. „Du hast dir ja jetzt die Isländer gekauft und...“ Ohje... Jetzt kommts. „...ich möchte mein Zuchtziel etwas breiter auffächern.“ Das hätte er jetzt nicht geschwollener formulieren können. „Wie meinst du das?“ fragte ich, die Stirn noch immer in Falten gelegt. „Ich möchte nicht nur Trakehner züchten, sondern allgemein deutsche oder gar europäische Sportpferde.“ - „Du hast dir einen Narren an den Viechern gefressen, kann das? Die sind doch totale Nervenbündel! Such dir doch was ruhigeres... Wie wärs mit... Bretonen? Oder... Ja von mir aus auch Tinker oder sowas...“ - „Das ist nicht was ich will.“ - „Mhm...“ Eine unangenehm lange Pause trat ein. „Ich möchte vor allem bunte, großrahmige Sportpferde. In allen möglichen Farben und Scheckungen. Ich hab da ein Fohlen im Auge... Tigerschecke. Ein Hunter. Nachkomme von Hunter's Mr. Raw Depression.“ Verwirrt sah ich ihn an. Da war jetzt definitiv zu oft das Wort 'Hunter' drin. „Ein Vollblut-Warmblut Mix.“ klärte er mich auf. „Ah! Ein Halbblut.“ Lachend schüttelte er den Kopf. „So in der Art.“ Er zeigte mir ein Foto von dem Fohlen. Es sah tatsächlich ganz gut aus, soweit man das von einem Foto beurteilen konnte. „Dann mach halt...“ Ich konnte geradezu sehen wie ihm ein Stein vom Herzen fiel und krachend zu Boden fiel und dort zersprang. War das wirklich so eine große Last für ihn? Als würde ich ihm in seine Zucht reinreden. Er ließ mich meine Showreiterei ja auch machen ohne mir reinzureden was ich da zu tun und zu lassen hatte. Jedenfalls war ich jetzt gespannt, was er noch für Pferde auf den Hof holen würde in nächster Zeit.

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    • sadasha
      23. Juli 2016
      Pflege aller Pferde des Phoenix Valley
      „Wie heißt die?“ ungläubig sah ich meinen Bruder an, als er mir den Namen des Tigerscheck-Fohlens nannte, das er sich angeschafft hatte. „Ases Maskwamozi“ ließ er mich in absoluter Überzeugung wissen. „Das klingt falsch. Das spricht man bestimmt nicht so aus.“ Kopfschüttelnd nahm ich ihm die Papiere des Fohlens aus den Händen. „Ist ja auch egal. Sie wird eh einen Rufnamen bekommen.“ Ein wenig beleidigt verließ Kenneth das Haus um sich um seine neuen Youngster zu kümmern. Neben dem Tigerschecken, hatte er auch noch eine Falbscheckstute mit Rappfohlen auf den Hof geholt. Levisino's Hope und Leveneza. Die Abstammung konnte sich durchaus zeigen lassen. Endlich mal Pferde, bei dem einem die Namen im Stammbaum etwas sagten. Nachdem ich meinen Kaffe ausgetrunken hatte schlenderte auch ich in den Stall. Die Isländer hatten mittlerweile den größten Teil ihrer Winterwolle verloren und mussten nicht mehr allzu schlimm schwitzen von der kalifornischen Sonne. Vor allem um Óslogi sorgte ich mich immer wenn die Sonne besonders stark war. Zur Zeit hatte er auch mit einem hartnäckigen Sonnebrand auf der Nase zu kämpfen. Trotz Maske und Sonnencreme, ließ sich das manchmal nicht vermeiden. Der goldene Hengst war nämlich Entfesslungskünstler und wir konnten ihn nicht rund um die Uhr im Auge behalten. Félagi war da doch angenehmer. Auch er hatte immer mal einen leichten Sonnenbrand auf der Nase, war aber allgemein unkomplizierter in der Handhabe. Bis jetzt.
      Kenneth hatte den Fohlen und seiner Zuchtstute frisches Futter angeboten und die Tränken kontrolliert. „Amador kannst du heute vergessen. Der hat sich irgendwo die Schulter aufgerissen.“ Kenneth sagte das so nebenbei... Am liebsten hätte ich ihm dafür direkt den Kopf gewashcne, aber mein Schützling war mir wichtiger. Sofort rannte ich zu seiner Box um mir die Wunde anzusehen. Durch das trockene Klima hatte sich bereits eine Kruste gebildet und viel Dreck schien nicht reingekommen zu sein. An Reiten war nun jedoch erstmal nicht zu denken. „Ich longiere ihn trotzdem ab.“ Kenneth nickte und putzte an seinem Ghost Merchant herum, der wie immer nicht wirklich sauber werden sollte. „Ist das da ein Fleck im Fell oder vom Dreck?“ ich zeugte auf eine Stelle am Hals. „Keine Ahnung... Es wäre einfacher, wäre er ganz weiß.“ beschwerte sich Ken. „Tja...“ Ich hatte ihn schon beim Kauf gewarnt, aber er wollte nicht hören. „Warte ab bis dein Isländer ausschimmelt, du wirst das gleiche Probleme bekommen. Du wirst weinen!“ - „Der wird schöner schimmeln.“ scherzte ich und führte Amador vorbei und quer über das Gelände in die Reithalle. Es war heute einer dieser Tage, die viel zu heiß waren um überhaupt richtig zu arbeiten. Der Verbrauch an Trinkwasser stieg ins Unermessliche und wir konnten froh sein einen eigenen Wassertank zu haben, denn anderen Kaliforniern wurde die Wasserzufuhr dicht gemacht weil sie zu viel verbraucht hatten. Kaum zehn Minuten longiert pumpte Amador als hätte man ihn drei Stunden galoppieren lassen. Auch Kenneth war jetzt in der Reithalle. Niemand wollte bei dem Wetter länger draußen sein als unbedingt möglich. „Vielleicht solltest du ihn durchchecken lassen.“ Er wirkte ernst. „Find mal wen, der heutzutage schnell hier ist...“ Es war noch immer schwer akute Krankheiten und andere Wehwehchen schnell behandeln zu lassen. Sowohl tierärzte als auch Hufschmiede waren chronisch ausgebucht. Es brachte in diesem Moment nichts Amador noch weiter zu quälen. Also brachte ich den reinweißen Schimmel zurück in den Stall und ritt stattdessen Cadiz, einen der Hengste meines Bruders. Der Schecke war gut gelaunt und arbeitete fleißig mit. Später blieben nur noch Busted Cherry Cake und Fix the Flame übrig. Die Stuten wurden derzeit aktiv auf die Zuchtzulassung vorbereitet und würden vielleicht schon in einem halben Jahr durchstarten. Mal sehen was da noch kommt.
    • sadasha
      07. November 2016
      Praktikum in Californien bei den Gebrüder Jenkins

      Pflege aller Pferde des Phoenix Valley

      „Warum soll ich denn jetzt nach Californien?“, fragte ich Rachel neugierig. „Ich habe vorhin bei Kennet Jenkins angerufen und habe dir dort ein einwöchiges Praktikum gesichert. Die beiden haben viel um die Ohren mit ihren Pferden und Lucius wird dir was über das Stuntreiten und das Showreiten erklären. Ken zeigt dir dann Sachen, was die Pferdezucht betrifft und der Umgang mit Fohlen.“ Mein Mund blieb offenstehen. „Dein Ernst? Show- und Stuntreiten? Ich glaub’s nicht.“ „Doch, du fliegst morgen rüber. Ich würde an deiner Stelle deine Sachen packen. In der Woche wird Cleavant dann kastriert und du hast einen Wallach und keinen Hengst mehr zur Pflege“, sagte meine Tante streng und drehte sich dann um und ging in den Stall zu ihrem Hengst Cherti. Ich stand noch eine Weile da und starrte Löcher in die Luft bis ich mich in mein Zimmer machte und meine Sachen zusammenpackte. In California lagen die Temperaturen noch zwischen 20 – 35°C und somit war es um einiges wärmer als in Mazedonien. Ich würde die Woche schon überleben ohne Cleavant, aber doch verletzte es mich irgendwie, dass er kastriert wurde. Auch wenn er ein komischer Mix war, konnte man doch sicher mit ihm züchten. Vielleicht war er hier auf unserem Hof einfach nur falsch…

      Der Flug war länger als geplant und die Landung nahm mich genauso mit wie damals von Canada nach Mazedonien. Meine Ohren taten weh, ich war fertig wie ein Lachsbrötchen und wartete nach der Passkontrolle auf meinen wohl etwas zu groß geratenen Koffer. Die ganzen Kontrollen hier dauerten immer eine Ewigkeit. Aber immerhin wurde ich von Kenneth und seinem Bruder Lucius herzlichst in Empfang genommen.

      „Du musst Valerie sein“, stellte Kenneth erfolgreich fest und ich nickte nur kurz. „Das ist mein Bruder Lucius“, sagte er und deutete dabei auf den etwas kleineren Mann neben ihn, der mich nur mit einem kurzen Grinsen begrüßte, „Und ich bin Kenneth.“ Ich reichte ihm die Hand und stellte mich auch noch einmal vor. Die Blicke der beiden waren unbezahlbar, als sie meinen Koffer entdeckten und Lucius sich bereit erklärte, diesen zu schleppen. Er hatte Kraft, hatte aber wohl nicht mit dem Gewicht gerechnet. „Was hast du darin? Klamotten oder doch eher Ziegelsteine“, fragte er mich und schaute mich mit schiefgelegten Kopf an. „Alles was ich brauche“, grinste ich und sah mich um. Der Flughafen war riesig und ziemlich modern, so hatte ich mir das ganze hier gar nicht vorgestellt. Die Fahrt zum Anwesen dauerte nur länger als gedacht und ich war sowieso schon vom Flug fertig, dass ich im Auto kurzerhand auch noch einschlief. Die Zeitverschiebung machte mir auch etwas zu schaffen, aber ich schlief die paar Stunden zum Hof sehr gut im Auto. Kenneth konnte sehr gut Auto fahren und ich wurde sofort wach, als Lucius am Steuer saß. Er hatte einen etwas rasanteren Fahrstil und ich murmelte jedes Gebet, das ich kannte vor mir her. „War das arabisch?“, fragte mich Ken neugierig und ich nickte. „Ja, muslimisch geprägt“, sagte ich und sah auf die Straße, die wir gerade einbogen. Lucius schluckte. „Gut, das wir gleich da sind.“


      Tag 1 – Monday

      Mein Tag begann bereits um sieben Uhr morgens mit dem Füttern der Pferde. Wir hatten allein in der Reitschule fast so viele Pferde wie die beiden Brüder, aber trotzdem hatte ich am Anfang noch Mühe, die Pferde auseinander zu halten. Ich schaute also lieber doppelt und dreifach auf die Boxenschilder um den Pferden die richtige Ration zu geben, als dass ich ihnen womöglich zu viel oder zu wenig zu fressen gab. Allein vom ersten Anblick her, hatten mir Morgane, eine Dark Bay Tobiano Stute, Leveneza, ein Rappfohlen mit vier weißen Stelzen und Senda Oscura, eine rabenschwarze Stute angetan. Als die Pferde den Futterwagen rollen hörten, wurden sie alle ein wenig unruhig, ließen mich aber alle brav bis auf Morgane den Weg zum Futtertrog durchschreiten. Die noch junge Stute schüchterte mich doch ein wenig ein. Bei ihr war ich froh, als sie mich heile aus der Box raus ließ. „Ärgert die dich?“, fragte mich Kenneth und ich sah etwas verwirrt zu ihm ans andere Ende der Stallgasse. „Morgane ist noch jung. Keine vier Jahre alt und auch sonst immer etwas launisch. Als sie hier hinkam, war sie die Diva und Zicke in Person. Sie ließ sich nicht kraulen, machte Palaver und und und. Aber mittlerweile lässt sie sich auch mal kraulen und streicheln. Man muss sich nur mal durchsetzen und sie muss dir ein wenig vertrauen können. Dann geht das.“ Er demonstrierte es noch kurz und begann dann mit dem Verteilen des Heus. „Nimm dir mal Busted Cherry Cake und S’Cada und führ sie dort hinten auf die Weide. Danach kannst du Leveneza und Ases Maskwamozi auf die Weide führen. Ghost Merchant und Cadiz können auf die andere Weide. Danach kannst du grad die Stallgasse fegen“, erteilte mir Kenneth meine Aufgaben zu und ich gab nicht mehr als ein kurzes „Ok“ raus. „Ist was?“, fragte er mich feinfühlig und ich schüttelte mit meinem Kopf. „Nein, ich bin nur nicht so der extrovertierte Typ Mensch“, sagte ich und nun war es Ken, der nur ein Nicken brachte. „Alles klar, wenn du das gemacht hast, kannst du was essen. Wir sind ja keine Unmenschen“, zwinkerte er und ich lächelte. „Danach kannst du meinem Bruder ja zuschauen und etwas lernen“, sagte er und schaute auf seine Uhr, für mich ein kleines Zeichen mich an meine Arbeit zu machen.

      Zuerst nahm ich mir die Scheckstute ans Halfter und dann erst S’Cada. Die dunklere der beiden, war ihres Verhalten zu urteilen auch noch jung und etwas unausgeglichener. Ihr Schritt war zügiger als der von Busted Cherry Cake und so hatte ich vielleicht doch ein paar mehr Probleme als auf Briar Cliff. Gut, dort kannte ich auch schon die Pferde etwas länger. Mit den Jungpferden, ging das ganze irgendwie leichter. Leveneza wartete sogar bis ich ihrer Freundin den Strick vom Halfter löste, sodass die zwei zusammen los tollten. Der Porzellanschecke Ghost Merchant stupste mich sanft mit seiner hellgrauen Schnauze an auf dem Weg zur Weide. Blieb auch ruhig, fast so wie ich es von Cleavie gewohnt war.

      Ich beeilte mich beim Fegen der Stallgasse und hatte nun von 8:00 bis um 8:30 Uhr eine kleine Pause in der ich ein Toast mit Marmelade aß. Ich hatte die Marmelade aus den vereinigten Staaten vermisst. Bis ich 16 wurde, hatte ich sie beinahe täglich auf dem Tisch gehabt und jetzt seit eineinhalb Jahren hatte ich endlich wieder den Genuss auf der Zunge. Kenneth schrieb mir, dass ich nun Leveneza wieder reinholen solle und sie ein wenig über den Hof führen könnte, wenn ich wollte und davor noch schnell drüber putzen sollte und so machte ich mich wieder an die Arbeit und spülte schnell ab und stapfte zur Weide. Die Sonne war noch lange nicht am höchsten Punkt, raubte mir mit ihrer Hitze aber dennoch ein paar Nerven.

      Leveneza musste ich von der Weide holen gehen, ließ sich aber super von mir leiten. Ases trottete mir hinterher und ich versuchte sie leicht abzuschütteln, damit sie nicht mit uns durchs Tor trappelte. Es gelang mir auch zum Glück und nur Levenza und ich durchquerten das Tor bis hin zur Stallgasse, an der ich sie anband. Sie blieb erstaunlicherweise ruhiger als ich dachte beim Putzen und ich fand gleich ihre Lieblingsstelle an der sie lustig die Schnute verzog und die Luft ‚kraulte‘. Ich putzte sie ausgiebig und führte sie dann gut 15 min und übte mit ihr das Stehen bleiben und weitergehen. Wenn sie nicht rechtzeitig stehen blieb, richtete ich sie zurück. Das hatte ich von Rachel gelernt gehabt und bisher gingen die meisten ihrer Pferde ordentlich vom Boden aus. Aber auch das machte die Rappstute neben mir gut. Als ich fertig war, stellte ich sie wieder auf die Weide. „Valerie!“, rief Lucius dunkle Stimme quer über den Hof und ließ mich aufzucken. Ich konnte doch bis jetzt nichts falsch gemacht haben. Ich eilte zu ihm in den Stall und sah etwas misstrauisch in die Stallgasse. „Hmm?“, machte ich und sah, dass er gerade die lange, dichte Mähne einflocht. „Komm mal her und schau mir gut zu, okey“, sagte er und ich trat näher. Der Schimmel schaute mich nur mit angelegten Ohren an. „Er hat heute einen guten Tag“, grinste Lucius und klopfte dem Hengst auf die Schulter. Als er fertig war hielt er den geflochtenen Zopf am Ende fest und fragte mich ob ich gesehen hätte, wie er geflochten hatte und ich nickte. „Ja? Gut. Dann kannst du das ja nochmal machen“, grinste er neckend und löste den gesamten Zopf noch einmal. „Ihr Ernst?“, fragte ich perplex nach. „Klar, du willst ja auch was lernen, also auf“, grinste er weiterhin und ich sah ihn nur ungläubig an. Schließlich machte ich mich dann aber doch an die Mähne und versuchte Amador so gut es ging, zu ignorieren. Es dauerte doch etwas länger als bei Lucius, doch ich gab mir Mühe nicht völlige Hilfslosigkeit darzustellen und zog den Zopf etwas enger und bekam am Ende ein Lob. „Ich flechte ihm noch den Schweif ein und dann geh ich mit ihm auf den Platz, du kannst mir zuschauen wie wir für unsere nächste Show proben. Vielleicht inspiriert dich das ja bei Cleavant. Den Kleinen, haben wir im Übrigen zusammen mit Hunter Crowley gesehen und ihn ermutigt ihn mitzunehmen.“ Meine Augen blitzten auf. „Echt?“, fragte ich neugierig und hakte weiter nach. „Ja, wir waren gerade in England unterwegs und fanden ihn zusammen mit Braddock, einem fast gleichen Mix in einer Hobbyzucht zum Verkauf. Beide hatten was. Während Braddock so ziemlich das beliebte Kinderpony war, war Cleavant der Hingucker mit seiner weißen Brust. Fast wie ein Pinguin“, erzählte er mir weiter und ich grinste über beide Ohren. „Dann muss ich mich bei ihnen ja noch bedanken“, sagte ich und tat dies auch gleich. „Du kannst mich gerne duzen.“ Ich nickte kurz, schaute ihm dabei zu, wie er den Schweif hochband. Danach legte er ein schickes Sattelzeug drauf und führte ihn zum Reitplatz mit einer Longe bewaffnet. Er longierte Amador vorher ab und ich konnte sogleich begreifen wieso. Amador hatte Pfeffer im Arsch – Verdammt viel Pfeffer. Erst nach einer Weile auf beiden Händen beruhigte er sich allmählich und wurde ruhiger. Dann stieg Lucius auch schon auf und warf mir die Longe entgegen, die ich glücklicherweise auch noch fing. „Anders kann man den hier nicht arbeiten“, sagte er mir und begann dann auch schon gleich im Schritt mit dem spanischen Schritt, ging dann über in den Spanischen Trab und blieb in der Gangart. Lucius lieferte mir eine tolle Show, in der ich viel über die beiden lernte und als er fertig war, bat er mich darum Senda Oscura zu putzen und im Anschluss zu Satteln. Ihr Sattelzeug würde ich in ihrem Spind finden. Ich nahm den Auftrag gerne an und watschelte auch schon zu der Stute und nahm sie langsam aus der Box. Und schon lutschte sie an meinem Rücken am T-Shirt rum. „Hör auf“, murmelte ich und band sie an. Sie genoss die Pflegeeinheiten und lutschte weiter an der Wand vor ihr. „Senda, du hast eine Macke“, schmunzelte ich und kratzte ihr gerade die Hufe aus, als ich ihre Schnauze auf meinem Rücken spürte. Während ich sie sattelte und dann ihre Bandagen wickelte, sah ich wie Kenneth über den Hof irrte und irgendwen suchte. Ich machte mir aber nichts draus und ging meiner Arbeit wieder nach. Lucius kam mir gerade entgegen und fragte mich dann ob ich reiten könne. Ich bejahte verwirrt. „Dann reite sie im Schritt ein wenig warm, ich komme gleich nach. Ich bringe Amador gerade auf die Weide.“ Wieder nickte ich und stieg dann auf dem Reitplatz mit einem leicht mulmigen Gefühl auf die Stute auf. „Auf geht’s“, murmelte ich und war fasziniert von ihrem zielstrebigen Schritt. Die ersten paar Runden blieb ich auf dem Hufschlag, rang mich aber dann an andere Bahnfiguren. Ich ritt jetzt bestimmt seit 30 Minuten und wunderte mich so langsam, wo Lucius denn blieb. Nun betrat auch Kenneth den Reitplatz mit seiner Stute Fix the Flame und arbeitete sie in der Dressur weiter. Es dauerte noch ein paar Minuten bis Lucius zu mir kam. „Es hat ein wenig länger gedauert“, rief er um die Ecke und ich sah zu ihm rüber. Etwas zu ruckartig, denn jetzt schmerzte mein Nacken. Er hatte einen Apfelschimmel neben ihm stehen und ich sah ihn verwirrt an. „Und was ist mit Senda?“, fragte ich nach und er sah mich von Lucero aus nachdenklich an. „Hmm. Dann reite sie ein wenig im Trab und Galopp und dann kann sie auf die Weide. Danach kannst du Estrada holen und sie spazieren führen“, sagte er und ich gehorchte. Ich ritt sie im Trab und hatte Mühe zu entdecken ob sie gerade trabte oder im Rack unterwegs war. Dann galoppierten wir auf beiden Händen. Immerhin konnte ich das gut unterscheiden. Als ich Senda Oscura trocken ritt, sagte mir ihr Besitzer, dass ich Estrada doch nicht führen brauchte. Sie käme heute nur auf die Weide und ich könnte dann jetzt Feierabend machen. Heute Abend würden sie mir die Stadt zeigen.


      Tag 2 – Tuesday

      Der zweite Tag war weniger anstrengend. Ich fütterte wieder alle Pferde und fegte nach dem Heu verfüttern wieder die Stallgasse. Heute erzählte mir Ken dann mehr über die Zucht und ich verbrachte die meiste Zeit bei ihm und hörte aufmerksam zu. Er erklärte mir, was er sich bei der Verpaarung von den Elternteilen von Ases Maskwamozi gedacht hatte. Die Kleine hatte die Farbe der Mutter geerbt und dazu das Talent des Vaters. Mr. Raw Depression kannte ich sogar vom Sehen. Ein toller Hengst mit viel Potenzial. Ases würde wohl in seine Fußstapfen treten. „Und wie kam S’Cada zu euch?“, fragte ich neugierig und schaute auf die Rappstute neben der Buckskin Tobiano Stute Levistino’s Hope. „Sie ist noch nicht lange hier, ist auch etwas stürmisch. Levistino’s Hope ist da schon anders. Sie hat uns auch Leveneza als Fohlen gebracht und zeigt so ihre Zuchttauglichkeit schon sehr deutlich. S’Cada kommt sogar von einer Freundin von uns.“ Ich nickte stumm und lauschte aufmerksam seiner Erzählung und schon führte mich Kenneth zu Ases damit ich in der Jungpferdeerziehung ein wenig weiter kam. Auch wenn sie sich bei mir sehr unaufmerksam zeigte, gab mir Kenneth Tipps wie ich ihre Aufmerksamkeit bekommen konnte. Wurde sie zu temperamentvoll, zügelte ich sie mit Rückwärtsrichten und hoffte insgeheim, dass sie nicht steigen würde. Das Problem hatten wir heute teilweise noch mit Deila, doch das hatte wohl gesundheitliche Probleme. Die Sonne zwang uns sogar zu einer längeren Pause und erst gegen Abend spürte ich die Anstrengung.


      Tag 3-4 – Wednesday + Thursday

      Den heutigen Tag plagte ich mich mit sehr viel Muskelkater rum, doch auch heute fütterte ich die Pferde dreimal am Tag und mistete heute alle Boxen aus. Danach half ich Kenneth auch wieder bei seinen Jungspunden und durfte auch über Morgane drüber putzen, was ich als Ehre empfand, denn die Scheckstute war biestig, fast schon wie unsere Bailey. Nach der Pause half ich Lucius dann wieder und durfte Senda wieder reiten. So langsam vernarrte ich mich in das Pferd, auch wenn ich Cleavant ganz schön vermisste. Senda war da schon schöner Ersatz. Wenn man das so nennen konnte. Die Hälfte meiner Zeit hier auf dem Hof war schon vergangen und ich sehnte mich irgendwie doch nach Mazedonien. Mal sehen wie die nächsten Tage vergehen würden. Ich longierte gegen Abend noch Estrada Dourada auf beiden Händen und lobte sie am Ende ausgiebig. „Geh mit der noch eine Runde spazieren, die ist ja pitschnass“, sagte mir Luci, wie ich ihn in Gedanken nun immer zu nennen pflegte. Ich nickte wieder und legte ihr noch eine Abschwitzdecke über und führte sie ein paar Runden um den Hof bis sie trocken war und ich Heu und Kraftfutter verfütterte. Am Abend machte ich mich dann auch schon wieder mit den beiden in die Stadt und schaute nach ein paar Souvenirs, die ich für Rachel, Smetti und Abby holen würde. Morgen wäre mein letzter Tag hier in Kalifornien und ich legte mich noch einmal richtig ins Zeug. Ich putzte zusätzlich das Sattelzeug der Pferde und durfte noch etwas Zeit mit Senda verbringen und Morgane putzte ich auch wieder. Am Donnerstag war sie besser drauf als den Tag zuvor. Konnte aber auch an der Bestechung liegen, die ich ihr für danach aufgehoben hatte. Mit Ghost Merchant und Fix the Flame ging es dann auch zu einer Körung und Krönung, sodass ich noch was Aufregendes erlebte und am Abend mit den beiden noch die beiden Pferde auslud. Freitag morgen flog ich wieder nach Hause.


      von Sosox3
    • sadasha
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      02. März 2017 | 20513 Zeichen von adoptedfox
      Pflege für alle Pferde des Phoenix Valley

      Ankunft

      Mittwoch. Vor wenigen Minuten noch setzte mein Flug zur Landung an und schon stand ich inmitten der Menschenmenge, welche darauf wartete abgeholt zu werden. Die Sonne stand genau über dem Flughafen und die Luft wurde nur durch die leichte Frühlingsbrise abgekühlt. Ich sah mich um und hoffte zu erkennen, wer mich abholen würde. Und da entdeckte ich Ihn. Er stand etwas Abseits mit einem Schild in der Hand auf welchem in großen Druckbuchstaben "Käthe -> Phoenix Valley" stand. Ich hängte meine Reisetasche über die Schulter, nahm meinen Koffer und ging Ihm mit einem Lächeln entgegen. "Hi, ich bin Käthe!" begrüßte ich Ihn, stellte meinen Koffer ab und machte anstalten seine Hand zu schütteln doch er kam mir zuvor, nahm meine Hand, zog mich an sich und umarmte mich. "Ich bin Kenneth, schön Dich zu sehen! Wir war dein Flug? fragte er mich während er mich aus der Umarmung entließ und nahm gleichzeitig meine Reisetasche ab. "Weniger anstrengend als ich erwartet hatte." antwortete ich Ihm ehrlich und folgte Ihm zum Kofferraum, wo ich meinen Koffer neben die Reisetasche stellte die er bereits hineingelegt hatte. Während der Fahrt zur Anlage unterhielten wir uns über die Pferde, meine Arbeit und wie es mich nach England verschlug. Nach einer Weile fuhren wir auf den Parkplatz des Phoenix Valley ein. Kenneth nahm meine Reisetasche und meinen Koffer aus dem Kofferraum und bat mich Ihm zu folgen. Während wir über den Hof zum Hauptgebäude liefen, erklärte mir Kenneth das man mich im Gästezimmer unterbringen würde für die Zeit des Aufenthalts. Dort angekommen stellte er meinen Koffer und meine Reisetasche vor das Bett und teilte mir mit, das er im Stallgebäude der Stuten auf mich warten würde. Ich nutzte seine Abwesenheit um mich umzuziehen. Eine schlichte Reithose und ein leichtes Top. Ich zog meine Stiefeletten an und ging aus dem Gebäude zu dem Stalltrakt, den ich für den Bereich der Stuten hielt.

      Tag 1
      Er ging mit mir von Box zu Box und stellte mir die Pferde vor. "Ok, ich denke es ist das einfachste wenn ich mich zuerst um die Fohlen kümmere, dann kann ich diese zusammen auf eine Weide stellen während ich mich um den Stall kümmere. Oder?" fragte ich. Kenneth sah mich an und antwortete mir lachend "Perfekt, kommst du zurecht? Dann schauen Lucius, mein Bruder und Ich nach dem Wagen, der macht nämlich Probleme.". Mit den Worten verschwand er aus der Stallgasse in Richtung Hof. Ich wandte mich den beiden Stutfohlen Ases Maskwamozi und Leveneza zu. Kenneth berichtete mir, dass die beiden Fohlen vom Ausbildungsstand am weitesten wären und so entschloss ich mit beiden eine Runde spazieren zu gehen um die Umgbung kennen zu lernen. Behutsam zog ich Ases Maskwamozi das Halfter über und führte das Fohlen in die Stallgasse, wo ich es mit einem geschickten Knoten anband um Leveneza zu holen. Ich begrüßte beide Fohlen ausgiebig, nahm eines in die linke, das andere in die rechte Hand und zu dritt verließen wir die Stallgasse. Wir wandten uns dem Weg zu, welcher von Bäumen gesäumt war um im kühlen Schatten zu laufen. Leveneza nahm die Umgebung aufmerksam wahr, die Ohren spielten und schienen jedes Geräusch einzusaugen. Ases Maskwamozi hingegen schien nur Levenza zu folgen. Mehrfach versuchte sie mich auszutricksen und den Rückweg anzustreben, doch mit Geschick konnte ich sie immer wieder überreden uns weiter zu begleiten. Die Wege um den Hof schienen miteinander verbunden, denn langsam ließen sich die Umrisse des Stallgebäudes erahnen. Auf dem Hof angekommen ließ ich die beiden Stutfohlen trinken und brachte beide auf die Weide. "Na, was stellen wir denn mit euch 2 hübschen an?" fragte ich als ich die Stallgasse betrat und ging zu der Box mit Stracciatella. Die kleine Stute sah gelagweilt aus und schenkte mir, bis auf 1 zugewandtes Ohr, keinerlei Aufmerksamkeit. Ich öffnete die Boxentür und wandte mich ihr langsam zu. "Keine Sorge, wir wollen Dir doch nichts schlechtes, hm?" sprach ich beruhigend auf das junge Fohlen ein und streichelte dessen Hals. Vorsichtig wanderte meine Hand zum Mähnenkamm, weiterhin kreisende Bewegungen streichelnd. "Super machst du das!" lobte ich Stracciatella, die aufzutauen schien. Ich holte aus meiner Hosentasche 1 Bananenchip und bot ihn Ihr an. Neugierig schnaubte sie in meine Handfläche und nahm den Bananenchip zwischen die weichen Lippen. Er schien Ihr zu schmecken, denn kaum war der erste verschwunden, schob sie Ihr weiches Maul in Richtung meiner Hose. Ich lachte "So aber nicht! Erst die Arbeit, dann das Vergnügen!". Ich strich in sanften Bewegungen in Richtung Rücken. Mit meiner anderen Hand griff ich in den Trog, wo ich zuvor einen weichen Striegel positioniert hatte. Ich bewegte den Striegel in der gleichen kreisenden Bewegung am Rücken des Fohlens, wie zuvor meine Hand. Stracciatella schien sich selbst nicht sicher zu sein, ob sie dies gut oder schlecht fand. Ich beschloss das Training für den heutigen Tag zu beenden und gab Stracciatella zur Belohnen noch einen Bananenchip. Das letzte Fohlen, Phoebe, beobachtete mich bereits neugierig als ich aus Stracciatella's Box kam. Als ich die Boxentür öffnete spürte ich eine Hand auf meiner Schulter, es war Kenneth. "Wenn du magst..." sagte er und reichte mir ein kleines Halfter. "Sie wird mir doch nicht die Hand abbeißen, oder?" fragte ich und erhielt statt einer Antwort nur ein verlegenes Schulterzucken. Er schloss die Boxentür hinter mir, blieb jedoch stehen und sah mir zu. Ich ließ mich nicht beirren strich mit beruhigenden, sanften Bewegungen über den Hals der Stute. Das Halfter war bereits geöffnet, sodass es mir leicht fiel das Genickstück sanft über Ihren Hals zu streifen. Vorsichtig zog ich Ihr das Halfter an und schloss es locker. Sobald ich meine Hand entfernte schlug die junge Stute ein paar Mal mit dem Kopf. Sie schien nicht erschrocken über das klappernde Geräusch welches die Halfterschnallen verursachten, im Gegenteil, es schien sie zu amüsieren! Lobend kraulte ich Phoebe die Brust und steckte ihr einen Bananenchip als Belohnung zu. Kenneth reichte mir durch die Boxenstäbe einen Strick. Ich nahm ihn und befestigte ihn am Halfter der Stute und führte sie in die Stallgasse. Dort band ich sie aber nicht an und griff stattdessen nach dem Striegel aus Stracciatellas Trog um in kreisenden Bewegungen über Phoebes kurzes Fell zu streichen. Es schien ihr nichts auszumachen, jedoch entschied ich das Training zu beenden, da ich die Stute nicht überfordern wollte. Damit Stracciatella nicht als einziges Fohlen im Stall bleiben musste, brachte ich auch Phoebe zurück in Ihre Box.
      Während die beiden Fohlen Ases Maskwamozi und Levenza nicht in Ihren Boxen waren, nutzte ich die Zeit um diese auszumisten. Ich schob die halb gefüllte Schubkarre an die Box von Stracciatella, öffnete die Boxentür und ging hinein. Behutsam sammelte ich alle Pferdeäpfel und das nasse Stroh ein und beförderte es in die Schubkarre. Das gute Stroh verteilte ich, wie bei den anderen beiden Boxen, über die kahlen Stellen. Den Vorgang wiederholte ich anschließend auch bei Phoebe und den anderen Stuten im Stall. Nachdem auch die letzte Schubkarre auf dem Misthaufen entleert wurde, schnappte ich mir ein paar Strohballen um die Stallboxen entsprechend aufzufüllen. Als die Boxen der Stuten und Fohlen gemistet und neu eingestreut waren schob ich die Schubkarre hinaus in den Hof, lehnte die Mistgabel gegen das Stalltor und kehrte mit einem Besen die Stallgasse sauber. Mit jedem Bürstenstrich über den Stallboden wirbelte Staub auf. Als die Arbeit erledigt war beschloss ich die beiden Fohlen wieder in die Boxen zu bringen. Da ich zuvor bereits mit beiden spazieren war und dies super funktionierte, etschloss ich auch dieses Mal beide Fohlen zeitgleich zum Stall zu bringen. Zurück in der Stallgasse traf ich Kenneth, der sich gerade ein Halfter und einen Strick nahm. "Hast du Lust auf eine Runde spazieren? Ich würde Morgane nehmen und wenn du magst, kannst du Fix the Flame nehmen." ich nickte zustimmend und brachte die beiden Fohlen in Ihre Boxen. Kenneth hat bereits beide Stuten aufgehalftert und in die Stallgasse gebracht. Geschickt löste ich den Knoten und bevor ich mich versah, befanden wir uns auf einem kleinen Waldpfad. Kenneth erzählte, das dieser Pfad angenehm für Spaziergänge mit Pferden wie Fix the Flame war, da Sie sich so an die Umgebung gewöhnte und man Ihr gleichzeitig zeigen konnte, das es außerhalb der sicheren Box nicht nur Gefahren gab. Morgane schien die Ruhe selbst zu sein, aber Kenneth versicherte mir, das dies nur ein trügender Schein ist. Über diesen Pfad kamen wir auf der Rückseite der Stutstallung an. Kenneth nahm Morgane mit in Richtung der Reithalle, während ich Fix the Flame wieder in Ihre Box brachte. Nachdem die Boxentür fest verschlossen war und ich Fix the Flame einen Bananenchip zusteckte, begab ich mich auf die gegenüberliegende Boxenseite und holte Levistino's Hope und Busted Cherry Cake aus den Boxen. Ich entschied mich mit beiden Pferden dazu, die erste Route entlang zu spazieren, welche ich bereits mit den Fohlen erkundet hatte. Beide Stuten verhielten sich vorbildlich und schienen, genau so wie ich, den warmen, sonnigen Tag zu genießen. Nachdem wir zum Hof zurückgekehrt waren stellte ich die Stuten in Ihre jeweiligen Boxen. Gerade als ich die Boxentür zu Estrada Dourada öffnete, suchte jemand anderes meine Aufmerksamkeit. "Hey, wenn du Estrada beschäftigst, kannst du an Ihrer Gelassenheit arbeiten? Der Hufschmied hat nicht jedes Mal die Zeit mit einer aufmüpfigen Stute zu diskutieren!" hallte es die Stallgasse entlang und ich war mir sicher, dass es sich nicht um Kenneth gehandelt haben kann. "Du bereitest deinen Besitzern also Kopfzerbrechen, hm?" fragte ich die Stute und strich ihr sanft über die Stirn. Ich zog Ihr das Halfter über und führte Sie in die Stallgasse, wo ich sie vor Ihrer Box festband. Ich nahm mir aus der Putzbox einen Hufkratzer und aus der Sattelkammer einen zusätzlichen Strick. Schon als ich mit meiner Hand am Bein der Stute entlang striff, schien sich diese merkbar zu verspannen. Ich sprach beruhigend auf die Stute ein und wiederholte den Vorgang immer wieder, bevor ich den Huf hoch nahm und in der Luft behielt. Immer wenn ich den Huf in der Luft hielt, zählte ich bis 5 und setzte Ihn sanft wieder ab. Nach einigen Wiederholungen nutzte ich zusätzlich den Hufkratzer um der Stute zu zeigen, das Ihr nichts geschieht und es nur um ihr Wohl ging. Von Wiederholung zu Wiederholung wurde die Stute entspannter und ruhiger. Ich klopfte lobend Ihren Hals und brachte sie zurück in Ihre Box, wo sie ein paar Bananenchips von mir bekam. Der Tag neigte sich langsam aber sicher dem Ende zu. Ich entschied, mit Senda Oscura noch eine Runde spazieren zu gehen, bevor ich den Stalltrakt für den Tag verließ und mich dem Bett in meinem Gästezimmer widmete.


      Tag 2
      Mit dem ersten aufgeregten zwitschern der Vögel wurde ich wach. Ich betrat das Badezimmer und bereitete mich auf den Tag vor. Auf dem Weg nach draußen hielt mir Kenneth eine Brottüte vor die Nase. "Frühstück nicht vergessen junge Dame!" sagte er lächelnd und ich nahm diese dankend entgegen. Bevor ich mich den Pferden widmete ging es zur Fütterung. Ich betrag die Futterkammer und richtete die Futterrationen für die Pferde. Nach und nach leerte ich jeden Eimer im Trog der Pferde, bis alle schmatzend ihr Frühstück genossen. Ich ebenso, denn ich hatte es mir gerade auf einem Strohballen gemütlich gemacht und nahm das Sandwich aus der Brottüte. Ich sollte mir für die Heimreise ein paar Sandwiches von Kenneth wünschen, denn sie schmeckten fabelhaft! Gestärkt nahm ich mir eine Longe aus der Sattelkammer und ging hinüber zu den Stuten. Ich hing die Longe an die Box von Corde de la cerise und begann die Stute in Ihrer Box zu putzen. In langen Zügen strich ich mit dem Striegel in der einen und der Bürste in der anderen Hand über das Fell der hübschen Stute. Die Mähne und den Schweif säuberte ich lediglich mit meinen Fingern und sammelte so Strohhalme heraus und löste Knötchen. Mithilfe des Hufkratzers säuberte ich die Hufe und nahm die Stute dann am Halfter und führte sie zur Boxentür. Dort hakte ich die Longe am Halfter ein und führte die Stute zur Reithalle. Ich positionierte mich in die Mitte der Halle und schickte die Stute nach außen auf den Zirkel. Sie schien arbeitswillig, denn sie setzte sich sofort in Bewegung und lief im Schritt Ihre Runden. Nach ein paar Runden schnalzte ich mit der Zunge und Corde de la cerise fiel in einen lockeren Trab. Die Stute war aufmerksam, hielt ein Ohr aber stets zu mir gerichtet. Im Galopp powerte sie sich offenbar erst aus, bevor sie zur eigntlichen Arbeit zurück kam. Ich lies sie gewähren. Ich nahm die Longe auf und ließ die Stute in den Schritt parieren und letztendlich stehen. Mithilfe einer lockeren Armbewegung gab ich der Stute zu verstehen, das ich einen Handwechsel möchte und nach einer kleinen Diskussion trabte die Stute auch auf der linken Hand auf dem Zirkel. Die anfängliche Anspannung war schnell verflogen und so holte ich die Stute zu mir, lobte sie ausgiebig und brachte sie zurück in Ihre Box. Den gleichen Ablauf versuchte ich bei S'Cada, jedoch zeigte sie mir eindeutig, das es ihr absolut nicht passte arbeiten zu müssen. Nach minutenlangen Diskussionen und wildem gereiße an der Longe holte ich die Stute zu mir und nahm die Longe ab. "Gut, dann bleibst du halt hier. Tob dich aus!" sagte ich bestimmt und verließ die Halle. Offenbar schien ihr das auch nicht wirklich Recht, denn sobald das Hallentor geschlossen war stürmte die Stute los und buckelte. Währenddessen nutzte ich die Zeit um die Boxen der Hengste auszumisten und neu einzustreuen. Als die Arbeit beendet war ging ich zurück zur Halle, wo eine ausgepowerte S'Cada bereits auf mich zu warten schien. "Na, alles klar?" rief ich ihr zu und schloss das Hallentor hinter mir. Ich ging ruhig auf die Stute zu und klopfte ihren Hals. Die Longe wieder eingehakt, gingen wir aus der Halle zurück in die Stallgasse. Ich brachte S'Cada in Ihre Box zurück und nahm ihr das Halfter ab. Als ich die Stallgasse der Hengste betrat wartete bereits Kenneth auf mich. "Bevor du dich mit unseren Jungs beschäftigst rate ich Dir an, Amador zum Schluß zu arbeiten. Und sei vorsichtig, er ist das, was sich alle unter einem Hengst vorstellen!" sagte er und redete auf mich ein aufzupassen. Ich beschloss auf ihn zu hören und ging zur Box von Cadiz. Ich strich ihm sanft über die Nüstern und tauschte sein Stallhalfter gegen eine Trense. Bereits auf unserem eigenen Gestüt lernte ich schnell, das es leichter war einen Hengst mit einer Trense, als mit einem Halfter auszuführen. Ich nahm mir, auf dem Weg an der Sattelkammer vorbei, eine Longierbrille und Longe und tauschte diese gegen die Zügel ein. Zusammen gingen wir nach draußen und schlugen den ruhigen Waldpfad ein. Der heutige Tag würde nicht so heiß werden wie der gestrige, zumindest hoffte ich das. Cadiz lief im Schritt neben mir, sodass es eine ruhige und entspannte Runde wurde. Zurück im Stall tauschte ich Cadiz gegen Ghost Merchant ein. Er war ein hübscher Hengst und gefiel mir auf Anhieb. Auch mit Ihm lief ich auf dem Waldpfad entlang. Ghost Merchant war aufmerksam und nahm seine Umgebung genauestens auf. Einige Male versuchte er mich zu überholen, doch das wusste ich mit einem einfachen Wendemanöver zu unterbieten! Da mir der Hengst gefiel gab es, zurück in der Box, einen Bananenchip.
      Bevor ich mich an Amador versuchte, wandte ich mich Lucero zu. Schon als ich in die Box kam stieß er mir seinen gewaltigen Kopf schnell entgegen und schnupperte an meiner Hosentasche. Als wüsste er was sich in Ihr befindet, knabberte und zog er am Stoff umher. "Hey du Spinner, lass das!" sagte ich und schob seinen Kopf beiseite. Ich legte ihm das Halfter an und führte ihn aus der Box auf den anhängenden Reitplatz. Da ich nicht wusste wie der Hengst sich verhält hielt ich es für die beste Idee mit Halfter und Longe zu arbeiten. Ich stellte mich mit dem Hengst auf den Zirkel und strich mit der Schlaufe der Longe über den Hals und die Schulter des Hengstes. Dies schien ihm keine Probleme zu bereiten, so begann ich damit das Longenende über seinen Rücken zu legen und herunter zu ziehen. Lucero verspannte sich, sobald er bemerkt wie das Seil heruntergezogen wird. Ich sprach beruhigend auf ihn ein und wurde langsamer, sodass er sich auf das Gefühl, welches das Seil verursachte, einlassen konnte. Schon nach ein paar Wiederholungen wurde der Hengst merklich ruhiger und entspannter. Das ich das Longenende schließlich über seinen Rücken warf bereitete ihm keinerlei Probleme mehr. Ich lobte den Hengst ausgiebig für seine Geduld und Mitarbeit und schob ihm ein paar Bananenchips zu. Diese schienen ihm zu schmecken denn sofort bettelte er nach mehr. Ich verwehrte Ihm den Zugang in meine Tasche und führte ihn zurück in seine Box. Ich schloss die Boxentür und wandte mich Amador zu. Dieser legte bereits die Ohren an, als ich auch nur zur Box trat. Ich ging in die Sattelkammer und holte ein festes Rope, sowie ein Knotenhalfter. Behutsam öffnete ich seine Boxentür und betrat diese, während ich beruhigend auf den Hengst einsprach. Die Ohren noch immer angelegt ging er ein paar Schritte auf mich zu und beobachtete mich. Ich ging ebenfalls auf den Hengst zu und sprach weiterhin beruhigend auf ihn ein. Er lies zu das ich ihn berührte und ich nutzte den Moment, ihm das Knotenhalfter anzuziehen. Ich entschloss zuerst mit dem Hengst in die Reithalle zu gehen um ihn ein paar Runden laufen zu lassen, bevor wir einen Spaziergang unternahmen. So konnte er sich auspowern und ich konnte mir ein Bild über ihn verschaffen. Allein der Weg in die Halle war kein Zuckerschlecken. Amador zog am Rope und versuchte auf der kurzen Strecke mehrmals sich mir zu entziehen und strebte den Sprung nach vorn an. Ohne mich! Ich wendete ihn immer und immer wieder, blieb stehen und richtete rückwärts. In der Halle angekommen ließ ich ihn sich auspowern. Er setzte sofort zum Galopp an und hielt diesen minutenlang am Zirkel. Irgendwann schien ihm die Lust zu vergehen und nach ein paar Buckler und gezielten, gegen mich gerichteten Tritten, lief er mit gesenktem Kopf im Schritt. Ich lobte ihn mit sicherer Stimme und ließ ihn zum Stand hin parieren. Bestimmt ging ich auf den Hengst zu und klopfte seinen Hals. "Na, hast du Lust auf Entspannung?" fragte ich ihn und ging in Richtung Hallentor. Kenneth erwartete mich bereits und öffnete das Tor. "Wer hätte gedacht das eine so zierliche Frau diese Eskarpaden aushält!" sagte er sichtlich beeindruckt und schloss das Hallentor hinter mir. "Ich begleite euch, es ist gerade Luft und sollte doch etwas passieren kann ich eingreifen" bot er an und ehe wir uns versahen, befanden wir uns im Wald. Kenneth erzählte mir von Amador und wie sie zu ihm kamen. Ebenso erfuhr ich, das ich am Tag zuvor seinen Bruder Lucius kennenlernte und er sich gleich für dessen forschen Ton entschuldigte. Er sei im Stress gewesen als er mich bei den Pferden sah. Ich beschloss ihm zu vergeben. Kenneth erkundigte sich nach dem Stand meiner Arbeit und bot mir an doch noch einen weiteren Tag zu bleiben um Kalifornien kennenzulernen. Ich nahm diesen Vorschlag dankend an, entgegnete jedoch das ich dafür am Abend kochen würde als Dankeschön. Kurz bevor wir auf den Hof einbogen stemmte Amador seine Hufe in den Boden, riss den Kopf in die Luft und stieß ein durchdringendes Wiehern aus. "Halt ihn fest....!" sagte Kenneth und sah sich um. Doch alles was er entdeckte war sein Bruder Lucius, der mit Morgane über den Hof lief. Ich hielt Amador fest und richtete ihn rückwärts um seine Aufmerksamkeit zu erhalten und um ihn dazu zu bringen weiter zu gehen. Es funktionierte und schon wenige Minuten später fanden wir uns auf dem Hof ein. "Wir bringen Amador besser auf die Weide, nicht das er uns schon wieder die Box zertritt." sagte Kenneth und nahm mir den Hengst ab. Ich wandte mich der Stallgasse der Hengste zu und begann diese für die Mittagszeit zu füttern. Als jeder der Hengste, bis auf Amador, schmatzend mit dem Maul in den Trog schauten, ging ich hinüber zu den Stuten und bereitete auch ihnen das Futter zu. Als auch die Stuten gefüttert waren ging ich zurück ins Haupthaus und besprach mit Kenneth und Lucius den Rest des Tages, sowie den Tagesablauf für Morgen. Ich freute mich schon auf die Führung durch Kalifornien, doch noch mehr freute ich mich darauf wieder nach Nottingham zu reisen. Auch wenn ich die warmen Sonnenstrahlen auf meiner Haut vermissen werde.
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  • Album:
    Gnadenweide | Pferdehimmel
    Hochgeladen von:
    sadasha
    Datum:
    28 Mai 2016
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    Kommentare:
    7

    EXIF Data

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  • Cadiz
    Geburtsdatum/Alter: 2010, 7 Jahre
    Geschlecht: Hengst


    Stammbaum
    aus der: ??~ von: ??

    Exterieur
    Größe: 165cm
    Rasse: Trakehner
    Fellfarbe: Bay Overo
    Geno: Ee/Aa/Oo
    Abzeichen: Laterne, 3x weiß


    Interieur
    Der schöne Overo Hengst Cadiz ist sehr sensibel und empfindlich. Seine Stuten sucht er sich aus und zeigt bei denen, die ihm gefallen auch Hengstmanieren. Er ist arbeitswillig und sehr taktklar. Cadiz hat den Hang dazu schnell überzureagieren, er braucht eine ruhige und geübte Hand, die ihm Ruhe beibringt, dann ist er ein sehr feiner, mitdenkender Hengst.

    Beschreibung
    Cadiz ist ein wunderschöner Hengst. Er hat tolle GGA´s . Da er sehr sensibel ist braucht er einen sicheren Reiter. Auch Hengstmanieren zeigt er ab und zu. Unterm Sattel arbeitet er stets mit und will allen beweisen was er kann.

    Geschichte
    Cadiz lebte lange Zeit bei Elsaria in Gesellschaft anderer Trakehner und wurde dort sehr geliebt. Für eine besonders eingehende Förderung fehlte allerdings stets die Zeit, weshalb der fünfjährige Hengst mit Hilfe eines Rettungsprojekts weitervermittelt wurde und so in die Hände von Kenneth Jenkins gelang. Hier wird er nun hinsichtlich einer baldigen Körung behutsam in Dressur und Springen gefördert.

    Zuchtinfos
    Gekört/Gekrönt: ✔ [HK 479]
    Vorgesehen für die Zucht: ✔
    Decktaxe: 700 Joellen

    Nachkommen

    DVTS' Colour the Nightsky | Stute

    Besitzer: sadasha
    Vorbesitzer: Elsaria
    VKR/Ersteller: Occulta
    Kaufpreis: 600 Joellen


    Qualifikationen
    Dressur: E A L M S S*
    Springen: E A L M S S* S** S***
    Military: E A L M S
    Fahren: E A L
    Distanz: E A
    Western: E

    Potential • Aufstieg durch Turnier | Training

    Erfolge
    HK 479 - Großpferde
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    337. Dressurturnier | 337. Springturnier | 108. Synchronspringen | 342. Springturnier | 349. Dressurturnier
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    114. Synchronspringen | 116. Synchronspringen | 119. Synchronspringen | 352. Springturnier | 120. Synchronspringen
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    Gesundheit
    Gesundheitszustand: sehr gut
    Letzter Besuch: 19.04.2016

    Letzter Besuch: 28.04.2016
    Beschlag: keiner

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