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Findu

Burnout

| Hannoveraner | Hengst | *2010 | Box IV

Burnout
Findu, 29 Okt. 2018
Dir, sadasha und Nuray gefällt das.
    • Findu
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      Tierarztbericht Burnout und Jule
      29. Juli 2017 ©Möhrchen
      Pferdeklinik & mobiler Tierarzt „Horse Heaven“
      Bei strömendem Regen machte ich mich auf den Weg auf die Küstenranch. Meine Schwester war für ein paar Tage unterwegs, aber sie hatte zwei neue Pferde, die sie noch einmal durchchecken lassen wollte. Da es mir gerade gut passte, hatten wir ausgemacht, dass ich die Untersuchung heute alleine machen sollte. Die beiden Patienten sollten total brav sein, weshalb das kein Problem werden sollte.
      Noch im Auto zog ich mir die Kapuze tief ins Gesicht, und trotzdem war ich komplett nass, als ich meine Tasche in der Stallgasse der Küstenranch abstellte. Im Laufschritt lief ich herüber zum Offenstall und holte Jule, eine kräftige Norikerstute. Sie parkte ich kurz in einer der großen Paddockboxen, so konnte sie schon mal ein bisschen trocknen. Während sie sich am Heu bediente, lief ich hinüber zum Aktivstall und holte Burnout. Der große schwarze Hengst ließ sich artig aufhalftern und folgte mir in den Stall, den Kopf tief zwischen die Vorderbeine gezogen. Auch er schien kein großer Fan von Regen zu sein...
      Wieder im trockenen Stall angekommen zog ich meine klitschnasse Jacke aus. Sie hatte leider nicht gehalten und auch mein Shirt darunter war nass. Aber es nützte ja nichts, da musste ich jetzt durch. Ich begann mit Burnout und schaute mir zuerst seine Augen, Ohren, Schleimhäute und Nüstern an. Alles sah gut aus, er hatte klare wache Augen und schönes glattes Fell, das vom Regen total glänzte. Ich tastete mich langsam über den Hals vor zum Rücken und tastete dabei jeden einzelnen Wirbel ab. Er zeigte keinerlei Schmerzen und blieb ganz entspannt und still stehen. Er schien es genießen, jetzt im Trockenen zu stehen. Ich hob nacheinander seine Beine an und kontrollierte seine Gelenke und seine Hufe. Auch hier konnte ich nichts Auffälliges feststellen, es fühlte sich alles locker und völlig normal an.
      Zum Schluss holte ich mein Stethoskop heraus und hörte sein Herz, seine Lunge und seinen Bauchraum ab. Auch hier: alles in bester Ordnung. Nun holte ich die Wurmkur aus meiner Tasche, stellte die richtige Menge ein, hielt seinen Kopf am Halfter auf meiner Schulter fest und drückte ihm die weiße Paste seitlich tief ins Maul. Er versuchte, die Spritze mit der Zunge aus seinem Maul zu drücken, aber ich hatte bereits Übung mit Wurmkuren und schaffte es, ihm die Paste zu verabreichen. Er schmatzte missmutig darauf herum, aber er bekam ein Leckerli zur Belohnung und damit war die Welt wieder in Ordnung. Damit durfte er erst mal in eine der Paddockboxen, während ich Jule untersuchte.
      Jule folgte mir in gewohnter Kaltblut-Manier aus der Box, tiefenentspannt und fast ein wenig lustlos. Ich untersuchte ihre Augen, Ohren und Nüstern und schaute mir ihre Zähne an. Dann tastete ich ihre Hals- und Rückenwirbel ab, hob ihre Beine an und untersuchte die Gelenke. Ihre Hufe waren riesig, aber schön hart und gerade gestellt. Jule verschlief die gesamte Untersuchung und regte sich kein einziges Mal. Als ich fertig war, hörte ich auch bei ihr noch das Herz, die Lunge und den Bauch ab. Es hörte sich alles vollkommen normal an, ich war zufrieden.
      Auch sie bekam noch eine Wurmkur, allerdings brauchte ich bei ihr weder zu tricksen, noch zu bestechen. Sie nahm die Wurmkur freiwillig und schien den Geschmack auch gar nicht so schlimm zu finden. Auch sie bekam einen Keks zur Belohnung, den sie in Windeseile inhalierte. Dann durfte sie zurück zu ihren Freundinnen in den Offenstall. Der Regen hatte mittlerweile etwas nachgelassen, aber trocken war es noch immer nicht.
      Zum Schluss holte ich auch Burnout aus der Box und stellte ihn zurück in den Aktivstall und hinterließ meiner Schwester einen Zettel, sowie die Verpackungen der Wurmkuren. Dann machte ich mich auf den Weg zurück auf meinen Hof.
      ( 3.840 Zeichen, 627 Wörter)
    • Findu
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      Das Jahr 2017 - Jahresrückblick
      17. Dezember 2017 ©FrauHolle
      Was für ein Jahr! Im Januar hatte ich mir meinen Traum von einem eigenen Hof erfüllt. Gleich an Neujahr hatte ich mit meiner Familie und meinen Freunden angefangen die ersten Ställe zu renovieren. Den ganzen Januar durch hatten wir Tag und Nacht geschuftet: Die Halle bekam einen neuen Boden, die Boxen wurden gestrichen und das Reiterstübchen wurde komplett renoviert. Wir karrten Haufenweise neuen Sand auf die Paddocks und in die neu gebauten Unterstände und auch eine große Liegehalle für den Aktivstall bauten wir alle gemeinsam. Doch die ganze Arbeit hatte sich mehr als gelohnt und dank meiner vielen Helfer konnte ich am 23. Januar meine erstes eigenes Pony auf die Küstenranch holen: Lumikello durfte als erstes Pferd in den neuen Aktivstall ziehen. Ich war stolz wie Oskar und verbrachte Stunden damit, Lumi im neuen Stall zu beobachten. Wir wurden schnell zu einem guten Team und auch heute, fast ein Jahr später, kann ich mich wirklich glücklich mit ihm schätzen. Natürlich sollte Lumikello nicht alleine bleiben und so kaufte ich schon drei Tage später einen Freund für ihn. Fallen Godness und Lumi verstanden sich auf Anhieb und auch ich war zufrieden mit dem jungen Hengst. Leider merkte ich mit der Zeit, dass Fallen und ich nicht wirklich zusammenpassten, sodass ich ihn im Sommer an meine Schwester verkaufte.
      Auch die Shettystute Rabea und der Falabellahengst Treebeard zogen bald darauf bei mir ein, genau wie Tinkerstute Ramira. Doch fünf Pferde waren mir noch nicht genug, sodass ich regelmäßig neue Pferde auf meinem Hof begrüßen durfte. Mit Lamiro hatte ich einen perfekten besten Freund für Treebeard gefunden, denn die zwei sind seid Lamiros Ankunft unzertrennlich. Auch Rabea sollte natürlich eine kleine Herde bekommen, und so erweiterte ich die Miniranch und kaufte My Hope Nymeria. Im März nahm ich dann eine neue Herausforderung an und kaufte mir die beiden Fohlen Devils Trap und Nabiri, die den Stuten auf der Miniranch Gesellschaft leisten durften.
      Ich lebte mich immer mehr auf meinem Hof ein und der Alltag mit und bei den Pferden spielte sich so langsam ein. Während ich mich zwischendurch immer wieder auf die Reise quer durch Europa machte, um meinem Beruf als Trainerin nachzugehen und mir ein bisschen Geld zu verdienen, konnte ich die Pferde problemlos einige Tage alleine lassen, in denen sich eine Freundin von mir um die Fütterung der Pferde kümmerte. An den Wochenenden fuhr ich immer regelmäßiger zu Turnieren und holte erste Schleifen und Siege auf die Ranch, die ich stolz im Reiterstübchen aufhängte.
      Im April zogen dann Wednesday, Contia Socks, sowie Lady Felize auf meinen Hof. Mit Lady Felize hatte ich einen sehr guten Fang gemacht. Wir trainierten jeden Tag, bestritten jede Woche teilweise mehrere Turniere und holten einen Sieg nach dem anderen. Im September erlebte ich dann das Highlight des Jahres: Felize Körung! Ich konnte es kaum glauben, wie gut sie sich innerhalb von einem halben Jahr bei mir entwickelt hatte und konnte sie voller Stolz mein erstes gekröntes Pferd nennen. Doch auch Harvey, die zusammen mit Miss Monty und Rumkugel im Mai auf meinen Hof zog, machte sich im Turniersport sehr gut und ich war mir sicher, dass auch sie es Anfang nächsten Jahres zur Krönung schaffte.
      Im Juni wurde die Miniranch durch Funny Sugar noch einmal aufgemischt und auch die Stutenherde war mit Jule nun endlich komplett. Ich nahm nicht nur mit Harvey und Lady Felize an Turnieren teil, sondern auch die Shettys überraschten mich wieder, indem sie einige Siege in Fahrturnieren absahnten. Mit dem Kauf von Burnout erhoffte ich mir ein weiteres Turnierpferd und ich war mir ziemlich sicher, dass ich 2018 mit ihm durchstarten kann. Im Oktober zog dann mein letztes Pferd für dieses Jahr ein. Lewitzerhengst Leon hatte es mir total angetan und ich bereute es auf keinen Fall, ihn zu mir geholt zu haben.
      Ich war nicht nur stolz darauf, was ich innerhalb eines Jahres alles erreicht hatte, sondern auch überglücklich, jedes einzelne dieser Pferde zu besitzen. Das Jahr 2017 war wirklich überaus perfekt und ich freute mich schon riesig darauf, im neuen Jahr sowohl als Trainerin, als auch als mit meinen Pferden, durchzustarten. Mal sehen, was 2018 so mit sich bringt!
    • Findu
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      Freispringen
      07. März 2018 ©FrauHolle
      Mittwochmorgen. Ich schaute aus dem Fenster und sah dicke Regentropfen, die an der Fensterscheibe klebten. Genervt kuschelte ich mich wieder unter meine Decke. Bei so einem Wetter hatte man eigentlich wenig Lust, nach draußen zu gehen. Doch die Arbeit rief, sodass ich mich gute 10 Minuten später aufraffte und unmotiviert meine Klamotten zusammensuchte. Nach einem kurzen Besuch im Badezimmer schlenderte ich mit einem Käsebrot nach draußen. Die meisten Pferde hatten sich bei diesem Sauwetter untergestellt und schauten mich erwartungsvoll an, als ich meinen morgendlichen Rundgang über den Hof machte. Nachdem ich die Tränken mit frischen Wasser gefüllt hatte, lief ich in die Halle. Nach und nach schleppte ich alle Sprungständer und Stangen in die Halle, die ich auf der Bande finden konnte. Ich baute an der langen Seite fünf Sprünge hintereinander auf: Zwei Cavalettis, ein Kreuz, ein Steilsprung und einen Oxer am Ende. Ich nahm das Absperrband und spannte es von Sprungständer zu Sprungständer. Zufrieden betrachtete ich mein Werk, rückte noch ein paar Stangen gerade und machte mich auf den Weg, um das erste Pferd zu holen.
      Burnout folgte mir artig in die Halle und nach einigen Runden im Schritt machte ich ihn an der Longe warm. Er hatte die letzten beiden Tage nichts getan und hatte ordentlich Feuer unterm Hintern. Nach einer guten viertel Stunde an der Longe ließ ich ihn frei und lenkte ihn im Galopp auf die Cavalettis zu. Burnout sprang mit einer Leichtigkeit über die Sprünge, als hätte er noch nie etwas anderes gemacht. Ich ließ ihn drei mal durch die Gasse laufen, bis ich den Steilsprung und den Oxer etwas höher baute. Doch auch dies war für Burnout kein Problem und er flog geradezu über die Sprünge. Runde für Runde merkte ich, dass Burnout seine Anfangsenergie aufgebraucht hatte und langsam ruhiger wurde. Nach einer kurzen Schrittpause baute ich die Sprünge noch etwas höher und ließ Burnout schließlich ein letztes Mal durch die Gasse laufen. Zufrieden schnaubte Burnout ab und ich parierte ihn durch zum Trab. Nach guten zehn Minuten Schritt brachte ich Burnout zurück auf den Paddock und holte das nächste Pferd in die Halle.
      Lumikello war eher ruhiger unterwegs und ich musste ihn die ersten Runde erst einmal wach machen. Doch er machte seine Sache gut und ließ jeden Sprung stehen. Nach und nach konnte ich die Stangen etwas höher legen und trotz seiner Größe hatten die Sprünge nun eine beachtliche Höhe. Ich parierte Lumikello durch zum Schritt und gab ihm eine Verschnaufpause, kraulte ihm den Hals und gab ihm ein Leckerli. Nach ein paar Runden Schritt schickte ich ihn wieder nach außen und lenkte ihn Richtung Sprunggasse. Auch wenn er nicht ganz so schnell unterwegs war hatte ich das Gefühl, dass Lumi Spaß am Springen hatte. Als ich merkte, dass es ihm langsam schwer viel, seine Bein zu heben, holte ich ihn zu mir nach innen und brachte ihn nach dem Trockenführen zurück zu seiner Herde.
      Als letzten Kandidaten holte ich Rumkugel in die Halle. Mit ihm hatte ich bis jetzt sehr wenig gearbeitet, da ich, als ich ihn kaufte, beschlossen hatte, ihn noch etwas seine Jugendzeit genießen zu lassen. Letzten Monat war er dann drei Jahre alt geworden. Alt genug, um sich langsam vom Boden aus mit ihm zu beschäftigen. Ab und zu ließ ich ihn mal in der Halle mit einem anderen Pferd laufen, ging eine kleine Runde spazieren oder putze ihn. Rumkugel erwies sich wirklich als sehr geduldig und ruhig im Umgang, sodass ich ihn heute einfach mal ins kalte Wasser werfen wollte. Ich legte alle Stangen auf den Boden und trieb ihn im Schritt durch die Gasse. Der Hengst tastete sich vorsichtig an die Stangen heran und stupste die erste Stange mit der Nase an. Ich machte etwas Druck und Rumkugel traute sich nach kurzem Zögern über die Stange. Ich lobte ihn und forderte ihn auf, weiter zu gehen. Mutig stapfte er über alle sieben Stangen. Ich wechselte die Hand und schickte ihn von der anderen Seite durch die Gasse. Immer sicherer überwand er die Hindernisse und ich legte zwei der sieben Stangen an der einen Seite hoch. Doch auch das machte dem jungen Pony keine Probleme. Ich nahm einige Stangen und legte sie in die Mitte der Halle, sodass in der Gasse nur noch zwei Stangen lagen. Daraufhin ließ ich Rumkugel antraben. Auch wenn er seine Beine nicht wirklich unter Kontrolle hatte, schaffte er es irgendwie über die Stangen. Runde für Runde wurde er sicherer und ich wagte es, ihn galoppieren zu lassen. Rumkugel sprang viel zu früh ab und machte einen riesen Satz über den sehr niedrigen Sprung. Ich lobte ihn trotzdem und ließ es ihn gleich noch einmal probieren. Rumkugel war sehr überfordert damit, seinen Körper zu sortieren aber er gab sich wirklich sehr viel Mühe, sodass ich ihn nach guten 20 Minuten nach innen holte und Feierabend machte. Dafür, dass Rumkugel zuvor noch nie eine Stange gesehen hatte, hatte er die Sache sehr gut gemeistert und ich konnte wirklich stolz auf mein Pony sein.
      Zufrieden mit dem sinnvoll genutzten und erfolgreichen Vormittag machte ich mich daran, die Halle wieder auf Vordermann zu bringen und gönnte mir danach eine Mittagspause.
    • Findu
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      Ein Sommertag im Stall
      29. Mai 2018 ©FrauHolle
      Pünktlich um 6 Uhr am Morgen klingelte mein Wecker. Ich schaltete das laute Piepen aus und blieb noch einen Moment liegen. Dann wälzte ich mich auf die rechte Seite und griff nach meinem Smartphone, um meine Neuigkeiten zu checken. Ich öffnete meine Wetter-App. Sonne, Sonne und noch mehr Sonne, dachte ich. Heute Nachmittag zeigte mein Handy über 30 Grad an. Ich musste mich schleunigst an die Arbeit machen, um zumindest die Stallarbeit zu erledigen, bevor die Temperaturen anstiegen. Nach einem schnellen Besuch im Badezimmer schlenderte ich nach draußen. Ich füllte zuerst bei den Stuten, dann bei den Hengsten und schließlich auch bei den Minis das Wasser auf und befüllte die Heuraufen und -netze mit frischem Heu. Danach äppelte ich die Sandflächen in den Offenställen und im Aktivstall ab und harkte das auf dem Boden liegende Heu zu einem Haufen zusammen. Schon jetzt war die Luft ziemlich schwül und ich kam ordentlich ins Schwitzen. Doch ich hatte noch viel vor und nach einer kurzen Trinkpause machte ich mich daran, die Ponys zu beschäftigen.
      Zuerst brachte ich die Aktivstall-Hengste, die den heutigen Vormittag auf der großen Wiese verbringen durften, nacheinander auf die andere Straßenseite. Leon und Burnout machten den Anfang, danach folgten Rumkugel und Lumikello. Den vieren war die Freude sichtlich ins Gesicht geschrieben, denn sie stürzten sich begeistert auf das frische Gras. Ich hängte die Halfter zurück an ihren Platz und holte Felize Dressursattel, Trense und Putzzeug aus der Sattelkammer und stellte diese an den Putzplatz. Für Lady Felize stand heute lockeres Dressurtraining auf dem Plan. Im Nu hatte ich die Stute geputzt und gesattelt und saß schließlich gegen 10 Uhr im Sattel. Obwohl ich viele Schrittpausen machte und das Programm ans Wetter anpasste, war Felize bei den Temperaturen nach dem Training ordentlich nassgeschwitzt. Ich nahm ihr den Sattel mit der vollgeschwitzten Schabracke ab und duschte die Stute am Waschplatz. Kaputt aber zufrieden schmiss Felize sich sofort in den Sand, als ich sie zurück zu ihren Freundinnen brachte. I
      nzwischen war die Mittagszeit angebrochen und die Sonne stand schon ziemlich hoch. Auch ich brauchte dringend eine Abkühlung und so zog ich mir eine kurze Hose an, schnappte mir Ramira, Miss Monty und Nabiri und machte einen Spaziergang an den Strand. Artig folgten die drei mir am Strick bis zum Wasser. Monty stürzte sich sofort ins kühle Nass und plantschte drauf los. Ramira musste sich erst einmal an das kalte Wasser gewöhnen und tastete sich langsam immer weiter rein. Nabiri hingegen war eher nicht so begeistert von der ganzen Sache, doch war am Ende durch Montys Rumgeplansche unfreiwiligerweise genauso nass wie die anderen. Ich versuchte noch ein Stückchen am Wasser entlang zu gehen, doch das gestaltete sich mit drei Pferden, die alle unterschiedlichen Mist im Kopf hatten, eher schwierig. Nachdem Monty sich noch genüsslich im Sand paniert hatte, machten wir uns auf den Rückweg.
      Zurück auf dem Hof holte ich die Hengste von der Weide. Zwar wären die vier wahrscheinlich gerne noch länger dort geblieben, doch einen ganzen Tag Gras waren sie nicht gewohnt. Doch das war auch ganz gut so, denn so konnten Funny Sugar, Contia Socks, Rabea, My hope Nymeria und Wednesday den Nachmittag auf der Weide verbringen. Nachdem ich die fünf in zwei Etappen zur Weide geführt hatte, gönnte ich mir eine kleine Mittagspause und setzte mich mit einem Salat und einer kühlen Cola in den Schatten. In der Sonne war es nun kaum auszuhalten und auch die Ponys suchten auf ihren Weiden und Paddocks nach Schatten. Durch die Reithalle lag der kleine Reitplatz zum Glück im Schatten und so konnte ich dort nach der Mittagspause ein wenig Bodenarbeit machen. Tinkerstute Jule hatte inzwischen viel Freude an der Bodenarbeit entwickelt und selbst bei diesem Wetter war sie konzentriert bei der Sache. Wir übten ein paar Zirkuslektionen und das Seitwärtsgehen über eine Stange. Nach einer guten halben Stunde lobte ich Jule zufrieden, duschte ihr die Beine und brachte sie zurück zu den Stuten.
      Ich holte das Halfter für Devils Trap aus der Sattelkammer und holte das kleine Shettyfohlen vom Paddock. Devil hatte bis vor kurzem noch panische Angst vor Wasser und so übten wir nun jeden Tag abwechselnd mit dem Wasserschlauch und der Nordsee. Inzwischen bleibt Devil schon ruhig stehen, wenn ich ihr mit dem Wasserschlauch die Beine abspritze. Und auch ins Meer traute sie sich Stück für Stück immer weiter rein. Bei der Hitze heute wollte ich versuchten, Devil komplett abzuduschen und war gespannt, wie sie reagieren wird. Ich begann an den Hufen und tastete mich von dort immer weiter nach oben. Devil guckte etwas skeptisch doch langsam merkte sie, dass das kühle Wasser an ihrem Bauch doch ganz angenehm sein kann. Ich gab ich zur Belohnung ein Stück Karotte und spritzte dann vorsichtig ihre Brust ab. Devil zuckte kurz zusammen, doch duldete dann mein Vorhaben, ohne sich auch nur einen Zentimeter zu bewegen. Das sollte für heute erst einmal reichen. Ich schaltete das Wasser ab und kraulte Devil den Hals. Zusammen mit Nabiri stellte ich sie auf den Springplatz, wo die beiden den restlichen Tag den Rasenmäher spielen durften.
      Als nächstes kümmerte ich mich um Lamiro und Treebeard. Ich putze die beiden, baute Zügel an Lamiros Halfter und schwang mich auf seinen Rücken. Mit Treebeard als Handpferd ritt ich Richtung Strand. Bei Lamiro war ich mir inzwischen hundertprozentig sicher, dass ich ihm auch ohne Sattel und Trense am Strand vertrauen konnte. Ich ritt in einem gemütlichen Schritt im flachen Wasser am Strand entlang. Treebeard blieb ab und zu stehen und steckte seine Nase ins Wasser, trabte dann aber immer wieder direkt seinem großen Freund hinterher. Ich ritt noch ein kleines Stück weiter ins Wasser herein und die beiden Ponys fingen an, sich gegenseitig nass zu machen. Auch ich blieb auf Lamiros Rücken natürlich nicht trocken, doch das war eine wunderbare Abkühlung. Nachdem wir alle drei ordentlich nass waren, ritt ich zurück zum Hof und brachte die beiden wieder in den Offenstall. Ich füllte noch einmal alle Tränken mit frischem Wasser, brachte den Pferden neues Heu und ging schließlich ins Haus, um mir etwas trockenes anzuziehen.
      Nach dem Abendbrot holte ich die fünf Minis von der Weide. Inzwischen war es glücklicherweise nicht mehr so warm und die Sonne verschwand so langsam am Horizont. Perfekt, um noch einen kleinen Ritt mit Harvey einzulegen. Rasch holte ich die Sachen aus der Sattelkammer und machte das Pferd fertig. Pünktlich zum Sonnenuntergang stieg ich auf dem großen Reitplatz in den Sattel. Harvey hatte vor kurzem die Stutenkrönung geschafft und ich hatte das Gefühl, dass sie seitdem nochmal einen großen Schritt nach vorne gemacht hatte. Ihre Gänge waren wunderschön und auch die Leistung unterm Sattel konnte sich sehen lassen. Nicht nur als Turnierpferd, sondern auch als Freizeitpferd machte sie mich jeden Tag aufs neue wieder stolz. Das Dressurtraining mit ihr rundete diesen, wenn auch ziemlich heißen und anstrengenden, aber wunderschönen Tag perfekt ab. Nachdem ich Hervey versorgt und Devil und Nabiri zurück zu den anderen gestellt hatte, machte ich noch einmal einen Rundgang über den Hof und viel schließlich todmüde und völlig fertig in mein Bett!
    • Findu
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      Ein Sonntag auf der Küstenranch
      02. September 2018 ©FrauHolle
      Nach einer gefühlten Ewigkeit hatte ich heute endlich mal wieder einen freien Sonntag und ich freute ich riesig darauf, den Tag auf meinem Hof mit den Pferden zu verbringen. Pünktlich um 7 Uhr klingelte mein Wecker. Ich machte mir Frühstück und war kurze Zeit später gestärkt und mit Stallklamotten draußen bei den Pferden. Bevor ich mich an die Stallarbeit machte, brachte ich Rumkugel, Burnout, Lamiro und Treebeard auf die Weide, denn die vier Hengste hatten heute Pause und durften den Sonntag auf der großen Weide verbringen.Die anderen Pferde wurden von mir mit frischem Wasser und Heu versorgt, dann machte ich mich ans Absammeln der Paddocks und mistete die Unterstände aus. Kurz vor 10 Uhr war ich fertig mit der Stallarbeit und machte mich ans Training.
      Zum Einstieg des Tages hatte ich etwas Springtraining mit Leon geplant. Der junge Lewitzerhengst hatte diese Saison einige Schleifen und Siege mit nach Hause gebracht und ich freute mich total, ihn schon bald auf einer Körung vorzustellen. Auch wenn seine Turniersaison bereits vorbei war, mussten wir natürlich bis zur Körung im Training bleiben und so ging ich regelmäßig mit ihm auf den Springplatz oder ins Gelände. Inzwischen war Leon, trotz seiner Größe, zu einem echten Springprofi geworden und das Training mit ihm machte jedes Mal aufs Neue wieder Spaß. Zum Aufwärmen drehte ich eine „Hofrunde“, so nannte ich die zehnminütige Ausreitrunde einmal um den Hof herum. Wir machten uns im Trab und Galopp auf dem Springplatz warm, bevor ich mit dem Springen begann. Leon war wirklich sehr zuverlässig beim Springen und ich konnte mir immer sicher sein, dass er den Absprung noch rettete. Nach einer guten Stunde machte ich zufrieden Feierabend und brachte Leon zurück auf den Paddock. Ich schnappte mir Funny Sugar und Zenja, denn die beiden hatten heute Nachmittag die Aufgabe den Springplatz zu mähen und ich war mir sehr sicher, dass die beiden jungen Stuten dieser Aufgabe gewachsen waren.
      Nach einer kleinen Mittagspause schnappte ich mir My Hope Nymeria, Nabiri und Contia Socks, um mit den drei Stuten eine Runde spazieren zu gehen. Ich halfterte alle drei auf und machte mich auf den Weg Richtung Strand. Zum Glück war gerade Ebbe und so konnten wir gemütlich durchs Watt spazieren. Die Ponys blieben völlig entspannt und trotteten neben mir her. Wir liefen durch einige Priele, drehten schließlich um und liefen zurück Richtung Hof. Nach einer guten Dreiviertelstunde standen die drei wieder auf dem Paddock. Nachdem ich Devils Trap eine halbe Stunde lang longiert hatte, machte ich Lady Felize und Jule bereit für einen Ausritt. Jule hatte sich in letzter Zeit als gutes Handpferd entpuppt und so konnte ich bei einem Ausritt gleich zwei Pferde bewegen. Wir drehten eine Runde durch den Wald, trabten kleine Feldwege entlang und gaben auf einem Stoppelfeld in der Nähe des Hofs so richtig Gas. Erschöpft aber zufrieden kehrten wir zum Hof zurück, wo ich beiden Pferden eine große Portion Müsli gab. Auch ich hatte jetzt erst einmal genug Action und so longierte ich erst Lumikello und dann Miss Monty. Während Lumi es eher gemütlich anging und sich etwas zögerlich von mir über die Trabstangen bitten ließ, konnte ich Monty vor lauter Energie kaum stoppen. Das war eindeutig ein Zeichen, dass ich öfter etwas mit ihr machen musste und genau das nahm ich mir auch für die nächsten Wochen vor.
      Inzwischen war es schon ziemlich spät und ich legte eine kleine Pause im Haus ein, um Abendbrot zu essen. Doch es waren noch längst nicht alle Pferde bewegt und so sattelte ich nach dem Abendbrot meine Tinkerstute Ramira, um mit ihr etwas auf dem Reitplatz zu arbeiten. Sie war inzwischen seit eineinhalb Jahren bei mir und ich war wirklich stolz auf ihre Entwicklung. Zwar hatte Ramira viel Zeit zum Lernen gebraucht, doch ich hatte ihr die Zeit gerne gegeben. Nicht nur unterm Reiter hatte sie sich deutlich verbessert, sondern auch ihr Charakter hatte sich in letzter Zeit stark zum positiven entwickelt. Für nächstes Jahr hatte ich mir vorgenommen Ramira einzufahren und war sehr gespannt, ob wir eventuell bald unser erstes Turnier melden konnten. Zum Abschluss eines wunderbaren Tages mit meinen Pferden schnappte ich mir die beiden Shettydamen Wednesday und Rabea, sowie meine bereits gekrönte Stute Harvey, und machte mich ein letztes Mal für heute auf den Weg zum Strand. Gemütlich liefen wir dem Sonnenuntergang entgegen und die Pferde plantschten in der Nordsee, bis die Sonne schließlich am Horizont verschwand.
      Am Abend holte ich die vier Hengste von der Weide zurück auf die Paddocks und auch Funny und Zenja durften zurück in ihre Herde. Ich füllte noch alle Raufen mit frischem Heu und füllte die Tränken mit Wasser, dann machte ich mich völlig erschöpft aber sehr zufrieden mit dem Tag auf den Weg ins Bett. Was ein Tag!
    • Sissicat
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      Mein Wecker schreckte mich aus meinem Schlaf. Müde rieb ich meine Augen und sah auf meinem Kalender. Sofort war ich hell wach und beeilte mich, mich fertig zu machen. Ich hatte beinahe verschlafen! Schnell steckte ich mir eine Scheibe Brot in den Mund und fuhr los, hoffentlich hatte ich alles in meinem Wagen gepackt! Ich hatte heute einen Großauftrag bei dem Gutshof Crownfield, 8 Pferde sollte ich heute behandeln. Ich verkniff mir ein Gähnen als ich neben einer Weide herfuhr und bei dem Hof ankam. Die Besitzerin wartete bereits bei dem Haupthaus auf mich und winkte mir als ich zu ihr fuhr. "Sie können dort hinten parken, ich hole schon einmal Treebeard!", rief sie mir zu und deutete in eine Richtung, ich nickte freundlich und tat wie mir gehießen. Ich war gerade mit dem Aufbauen fertig als Sophia Galway mit einem kleinen Falabella Hengst zu mir kam. "Oh wie süß!”, meinte ich und strich dem kleinen über seinen Schopf. Bei fast allen Pferden, die ich heute behandeln musste, musste ich nur die Hufe durchchecken und korrigieren sowie ausschneiden. So auch bei dem kleinem Pferde-Dalmatiner. Das Pony schnupperte suchend an mir und wirkte etwas enttäuscht als er nichts fand. "Vielleicht wenn du brav ruhig stehst.", versprach ich ihm und kraulte ihn auf seiner Stirn. Als hätte der Hengst meine Worte verstanden hielt er die ganze Behandlung über still und sah mich danach wartend an. Ich lachte und holte aus meinem Auto einen kleinen Apfel, dem ich ihm gab. Mein nächster Patient war ein schöner schwarzer Hannoveraner Hengst, namens Burnout. Der Hengst musterte mich anfangs etwas unsicher, beruhigte sich aber schnell und gab mir brav seine Hufe. Seine Hufe waren wie auch die von Treebeard in einem gutem Zustand und so hatte ich nicht viel zu korrigieren. So war auch mein zweiter Patient schnell versorgt und Sophia brachte das nächste Pferd, den Haflinger Janosch aka. Jamiro. Sophia teilte mir sogleich mit, dass der Hengst früher schlecht behandelt wurde. Dadurch konnte ich meinen „Check“ einfacher durchführen. Seine Hufe hatten sich auf jeden Fall sehr gut entwickeln, man merkte beinahe nichts mehr von schlechter Haltung. Mit ein wenig schneiden hier und da hatte ich das letzte bisschen jedoch auch behandelt. „Das ging auch wieder schnell.“, lächelte ich zufrieden und strich dem verschmusten Haflinger über seinen Hals. Während Sophia das nächste Pferd holte, trank ich ein Glas Saft welches sie mir davor gebracht hatte. Ich war bereits vorgewarnt worden daher reagierte ich nicht über als Sophia ein kleines Fohlen auf mich zu führte, aber dennoch stand in meinem Gesicht geschrieben wie süß ich das kleine Ding fand. „Michelle das ist unsere jüngste, NWS Nessaja.“, stellte die Besitzerin das Fohlen vor und führte es auf den vorhergesehenen Platz. Ich wusste bereits, dass Nessaja noch nie zuvor einen Hufschmied gesehen hatte – oder gespürt – darum fing ich ruhig an. Ich streichelte das Tier und gab ihr ein Leckerli, Sophia hielt Nessaja fest am Strick während ich mich bückte um ihr Huf zu heben. Das kleine machte dies brav mit und wirkte auch nicht unruhig als ich began den Huf zu untersuchen und zu korrigieren. Manchmal kam es vor dass sie den huf wegzog oder verwirrt zu mir zurück sah, jedoch sprang sie nie weg. Schauen wir mal wie das wird, wenn sie Hufeisen bekommt… dachte ich mir, aber vielleicht würde sie ja auch später barhuf laufen. „Gut gemacht, Süße.“, sagte ich und tätschelte den Hals des Fohlens. Als nächstes wurde ein stolzer brauner Trekehner zu mir geführt. Sein Name war – wie Sophia mir verrat – Tibor. Ich wollte ihn eigendlich wie alle anderen streicheln, doch der Hengst wich ein wenig zurück und musterte mich misstrauisch. Es dauerte eine Weile, doch mit Sophias Hilfe gelang es mir nach einer Weile von Tibor akzeptiert zu werden. Als er verstanden hatte was ich tat, schien er auch keine Probleme damit zu haben. Er blieb die ganze Zeit über gelassen stehen und lies mich so meine Arbeit tun. Nach Tibor – dem fünften Patienten an dem heutigen Tag – war ich schon ziemlich müde, jedoch schwor ich mir das ich die anderen drei auch noch schaffen würde. Ein Braunschecke war der drittletzte Patient auf dem Hof, sein Name war Trafalgar Law. Der Hengst kam mit schweren Schritten hinter Sophia her und suchte auf dem Platz erstmal nach etwas zu Essen – was er aber zu seinem Bedauern nicht fand. „Keine Sorge, wenn du brav bist bekommst du einen Apfel oder Leckerli.“, erklärte ich ihm und machte mich dann auch schon an die Arbeit. Trafalgar Law dazu zu bringen seine Beine zu heben war an dem allem das schwierigste. Sobald ich sein Huf hatte konnte ich jedoch ungestört arbeiten. So war auch Trafalgar schnell fertig und konnte zurück auf die Weide. Sweet Prejudice, war der Name der schönen Sportpferd Stute welche mein vorletzter Patient war. Die Stute wirkte etwas eigenwillig und zeigte schonbald ihr Temperament – denn ihr Huf gab sie nur wenn SIE wollte, nicht wenn ich wollte – jedoch schafften Sophia und ich es nach einer Weile die Stute unter Kontrolle zu bringen. Zuerst tat ich die Kunststoff Hufeisen von ihren Hufen und checkte die Beschaffenheit durch, ich bestätigte Sophia das die Stute keine Eisen brauche und began dann die Hufe auszuschneiden. Als ich fertig war musste ich ein Gähnen unterdrücken, die Arbeit als Hufschmied machte sehr müde! Überhaupt ohne den morgendlichen Kaffee… Mein letzter Patient an dem heutigen Tag war eine gepunktete Sportpferde Stute namens Aphonise. Die ruhige Stute war das erste – und einzige – Pferd, welches ich heute beschlagen musste. Die Eisen hatte ich bereits hergerichtet und so dauerte auch dieser Auftrag nicht alzulang. Man konnte Aphonise ihre Erfahrung auf jeden Fall ansehen, denn die große Dame zuckte kein einziges Mal auch nur mit einer Wimper. Als Aphonise fertig korrigiert und beschlagen – nur auf den vorderhufen – war, führte Sophia sie zurück in ihre Box. Danach regelten wir das geschäftliche und ich fuhr nach Hause, wo ich mich sofort auf meine Kaffeemaschine stürzte.
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    • Findu
      Zuwachs auf dem Gutshof Crownfield


      Der Sommer hatte sich dem Ende geneigt und auch auf dem Gutshof Crownfield begann nun der Einstieg in den Herbst bzw. den Winter. Vor einigen Tagen hatte ich mir ein Angebot für einen neuen Belag in der Reithalle geben lassen und nach kurzem Zögern das Angebot bestätigt. Am nächsten Tag würden somit mehrere Tonnen Reithallenbelag abgeholt und gegen eine neue, bessere und für die Pferde wesentlich gelenkschonendere Variante ausgetauscht werden. Zugegeben dies war ein kleiner Luxus jedoch wollte ich bei der Reaktivierung des Gutshofes nicht wirklich zurückstecken – schon gar nicht auf Kosten der Pferde. Ich war gerade in der Buchhaltung vertieft, als es an der Tür klingelte. Die Hunde spitzten die Ohren und standen dann auf, um eilig an die Tür zu rennen. Ich folgte dem bunten Trupp und öffnete die Tür.


      Circa 10 Minuten später stellte ich die volle Kaffeetasse auf den Tisch und setzte mich zu meinem Besuch. Die junge Frau hatte sich mir als Lara Bischoff vorgestellt, Finns Halbschwester. Finn war gerade einkaufen und somit bat ich den Besuch ins Haus. Ich blickte kurz aus dem Küchenfenster und sah wie Aphonise in Richtung Wald galoppierte. Ich stand eilig auf und entschuldigte mich bei Lara. „Sorry aber ich muss mal kurz eine meiner Stuten einfangen“ rief ich und war bereits halb aus der Tür, als eine Antwort erklang. „Pferde ? Kann ich vielleicht helfen?“ erklang es vom Esstisch und schon stand die Frau hinter mir. Hastig nickte ich und verließ das Haus. Keine zwei Schritte hinter mir kam der Besuch mit.

      Gerade in dem Moment, als ich Finn mit meinem SUV die Einfahrt entlangkam, drehte Aphonise sich um und kam mir entgegen. Ich machte mich groß und gerade als die Stute an mir vorbeisausen wollte, griff eine Frauenhand an meiner linken Schulter vorbei und stoppte das Pferd am Halfter. Als Finn den Wagen geparkt hat und ausgestiegen war, übernahm ich meine Tigerscheckenstute und brachte sie zurück auf die Koppel. Dort hatte sie es irgendwie geschafft die obere Litze zu öffnen und ist über die verbleibenden beiden Litzen gesprungen.


      Nachdem endlich wieder Ruhe eingekehrt war, begrüßte ich Finn und machte mich an die Stallarbeit um die beiden Geschwister alleine zu lassen. Da die Pferde auf den Wiesen waren, mistete ich zuerst alle Boxen. Da heute einige Neuzugänge eintrafen, richtete ich noch die Boxen für die neuen Pferde. Anschließend schnappte ich mir Sweet Prejudice und longierte sie ausgebunden in der Halle. Gerade als ich Tibor für eine Reiteinheit richten wollte, kamen Finn und seine Schwester zu mir. „Du..Sophia wir würden gerne ausreiten wollen“ kam es von meinem Freund. Ich nickte und holte gemeinsam mit den beiden Aphonise und Trafalgar Law von der Koppel. Ich nahm dem Falbschecken, Finn die Tigerscheckenstute und seine Schwester durfte auf Tibor reiten. Wir ritten eine Stunde aus. Anschließend versorgten wir die Pferde. Finn bot an, mit seiner Schwester NWS Nessaya zu bewegen. Die kleine durfte zur Zeit noch ein wenig das Kindesalter genießen und wurde nur spielerisch in der Halle laufen gelassen. Gerade als ich mit den Hunden die Koppeln kontrollieren wollte, kam ein Transporter auf den Hof gerollt.

      Eine Stunde später stand der Haflinger, welchen ich durch Zufall per Facebook fand und aus schlechter Haltung übernommen hatte, in seiner Box und frass genüsslich das Heu. Zuerst war der Hengst so begeistert von der neuen Gesellschaft gewesen, dass an Fressen nicht zu denken gewesen war. Nun hatte er sich aber doch beruhigt. Das war auch gut so, denn gerade kam der nächste Schwung. Somit fanden auch Burn Out und Treebeard ihr Zuhause auf dem Gutshof Crownfield.

      Im Laufe der nächsten Woche würden die Pferde nun alle ihr Training aufnehmen.
    • Findu
      Riding through a winter wonderland


      „A wonderful dream of love and peace for everyone“ schallte es aus dem Radio. Der Winter war in Deutschland angekommen. Der erste Schnee hatte uns kurz nach Heiligabend heimgesucht und die Landschaft des Gutshofes Crownfield in eine weiße Märchenlandschaft verwandelt. Inzwischen hatte sich der Pferdebestand kaum verändert. Es war lediglich eine Haflingerstute dazugekommen. Toffifee 45, war ihr Name. Ich hatte die Stute von einer entfernten Cousine übernommen, da diese den Bauernhof ihrer Eltern verkaufte und niemand Interesse an der Stute gehabt hatte.

      Zugegeben, die Stute war bereits fast 9 Jahre alt und noch immer nicht geritten, jedoch dafür top am Boden ausgebildet worden. Ich hatte mir vorgenommen die Stute anzureiten und sie dann auf dem Turnier vorzustellen. Gemeinsam mit dem Haflinger welchen ich aus schlechter Haltung übernommen hatte, würde sie eine weitere Zuchtrichtung für Crownfield darstellen.

      Lara hatte inzwischen laufend Kontakt zu uns und half uns wann immer sie freie Zeit übrig hatte mit dem Hof. Seit der neue Reithallenboden auf Crownfield war, machte das Trainieren der Pferde mehr Spaß. Die mittlerweile niedrigen Außentemperaturen machten eine Hallennutzung unumgänglich. Sofern es nicht so kalt war, regnete es den ganzen Tag in Strömen. Ich war in der Zwischenzeit dazu übergegangen, die Pferde anstelle auf die Koppel, während dem Misten in die Führanlage zu stellen. Sofern das Wetter es erlaubte, durften die Pferde jedoch auch ihre Energie auf den Weiden auslassen. Ansonsten waren Finn, Lara und ich damit beschäftigt, die Pferde jeden Tag zu bewegen. Heute hatten wir uns die 9 Pferde aufgeteilt. Finn würde Treebeard, Tibor und Trafalgar Law übernehmen, während sich Lara um Sweet Prejudice, Burn out und Aphonise kümmern würde. So blieben mir noch Toffifee 45, NWS Nessaya und Janosch.


      Zuerst einmal mistete ich die Boxen meiner 3 Schützlinge und ging dann kurz mit NWS´Nessaya in die Halle. Dort hatte ich bereits vor dem Frühstück einige „gruselige“ Dinge aufgebaut. Unter anderem lag in der Halle eine Plane, ein kleiner Flattervorhang war ebenso vorhanden wie 2 Hindernisständer mit Poolnudeln daran. Nessaya fand die Plane eher uninteressant, so lief sie neugierig mit der Nase am Boden entlang auf die Plane. Der Flattervorhang war jedoch sehr gruselig, sodass wir erst nach einigen Minuten und mehrern Leckerlies und Streicheleinheiten hindurch kamen. Zum Abschluss meisterten wir auch den Durchgang durch die Poolnudeln. Gemeinsam mit dem Stutfohlen räumte ich die Utensilien auf. Ich brachte die kleine Stute zurück in die Box und gab ihr eine kleine Portion Kraftfutter. Anschließend schnappte ich mir Toffifee 45 und machte Sie für eine kleine Dressureinheit fertig. Zeitgleich mit mir ging Lara mit Sweet Prejudice in die Halle. Während ich mit der Haflingerstute noch an der Ausbildungsskala arbeitete, lies Lara Judy in einem lockeren Tempo immer wieder zulegen und versammeln, während sie eine Bahnfigur und einen Wechsel nach dem anderen ritt. Ich jedoch konzentrierte mich auf die hübsche Karamellfarbene Stute unter mir. Damit die Stute den Weg in die Tiefe besser fand, ritt ich einige Zirkel und Achten. Als die Stute einige Runden gut am Zügel und in einem gleichmäßigem Tempo gelaufen war, ließ ich sie jeweils auf jeder Hand noch einige Runden galoppieren und beendete dann das Training mit einem kurzen Trab bei dem ich die Zügel aus der Hand kauen lies. Gerade als ich aus der Halle ritt, kam Finn mit Tibor an der Hand in meine Richtung gelaufen. Ich machte Toffifee fertig, legte ihr noch eine Abschwitzdecke auf und gab ihr eine Schippe Hafer. Nun stand noch der Haflingerhengst Janosch auf dem Plan. Dieser würde heute nur longiert werden. Daher nahm ich mir noch ein wenig die Zeit und schaute Lara und Finn beim Reiten zu. Als Lara mit Sweet Prejudice fertig war, begann Finn sein Training. Ich baute ihm einige Cavalettis auf. Diese nahm der Wallach mit Bravour. Als der Wallach gemeinsam mit Finn aus der Halle lief, kam Lara mit Aphonise. Während die Tigerscheckstute ebenfalls ein wenig gymnastizierend über die Cavalettis gearbeitet wurde, wandte ich mich dem Putzen und Satteln von Janosch zu. Gerade als Lara um die Ecke aus meinem Blickwinkel verschwand, folgte Finn mir aus dem Hengststall mit Trafalgar Law. Da das Wetter nicht gemütlicher wurde und sich nicht aufklärte, beschlossen wir wieder in die Halle zu gehen. Janosch war gerade dabei, wieder richtig antrainiert zu werden. Derzeit widmeten wir uns viel der Bodenarbeit und der Longenarbeit, auch wenn man ihm anmerkte, dass er beim Reiten und bei der Bodenarbeit wesentlich motivierter war. Doch um Muskeln aufzubauen war das Training an der Longe wichtig. Ich arbeitete den Hengst ca. 30 Minuten und brachte ihn dann zurück in den Stall. Ich war nun mit den mir zugewiesenen Pferden fertig. Finn hatte noch Treebeard und Lara hatte noch Burn Out zu versorgen. Beide waren in der Halle und ließen die Pferde an der Doppellonge gymnastizierend vorwärts abwärts laufen. Im Anschluss schnappten wir uns nochmal Aphonise, Sweet Prejudice und Tibor und machten einen kleinen Schneeausritt um den Gutshof. Die Stimmung zwischen den Menschen und den Pferden war ausgelassen.
    • Findu
      Der Herbst naht...


      Der Sommer hatte Einzug gehalten in Deutschland und auch die Bauern hatten mittlerweile alle Hände voll zu tun um ihre Felder abzuernten, das Heu und das Stroh zu machen und ganz nebenbei noch die Tiere zu versorgen. In einigen Tagen würde die Stoppelfeldsaison starten und darauf freute ich mich.

      So langsam stellte sich ein Alltag auf dem Gutshof Crownfield ein. Finn hatte seinen Job gewechselt und konnte nun 3 Tage die Woche Homeoffice nutzen. Das machte die Arbeit um einiges einfacher, da so die Versorgung der Tiere trotz meines Jobes als Tierärztin gesichert war. Auch Lara, seine Schwester hatte sich ein kleines Apartment auf dem Gelände des Hofes errichtet und war somit zum Hofpersonal „mutiert“.


      Gemeinsam standen wir jeden Morgen zwischen 6.30 und 7.30 Uhr im Stall und misteten, fütterten und streuten ein. Es war einfach schön die Zeit gemeinsam und mit einem Lachen zu erledigen. Den aktuellen Pferdebestand hatte ich gehalten. Seit Toffifee und Janosch eingezogen waren, hatte kein Neuzugang den Weg nach Crownfield geschafft. Unglücklich war darüber keiner, denn auch die Hunde forderten neben den Pferden ihre Aufmerksamkeiten. Und auch wenn es sich beim Gutshof um ein eher kleines, ländlichen Anwesen handelte, so war doch immer etwas zu tun. Hier musste mal ein Zaun geflickt werden, dort musste außer der Reihe Futter geordert oder die Wiesen gedüngt werden. Derzeit waren Finn, Lara und ich dabei ein Solarium zu kaufen. Da wir uns jedoch nicht einig wurden, fassten wir schnell den Beschluss, dieses selbst zu bauen. Auch wenn die Temperaturen in den nächsten Wochen den zweistelligen Bereich nicht unterschreiten würden, sollte rechtzeitig das Solarium fertiggestellt werden.


      So kam es, dass wir den Trainingsplan der Pferde an unseren Tagesablauf anpassten. In den Fällen, in denen das Thermometer die 30 Grad bereits morgens um 08.00 Uhr überstieg, schnappten wir uns jeweils 2 Pferde und fuhren mit diesen nacheinander zum See. Auch hier stellte sich die Anwesenheit von Lara als ein wahrer Glückstreffer heraus. Während Janosch so seine Schwierigkeiten mit dem Verladen hatte, wollte Aphonise gar nicht erst ins Wasser.


      Heute begannen Lara und ich den Tag mit einem ausgiebigen Frühstück, gefolgt von einem schnellen Ausritt auf Toffifee und Sweet Prejudice. Dabei hatten wir die Hunde mitgenommen. Anschließend brachten wir alle Pferde auf die Koppel und widmeten uns der Stallarbeit. Im Anschluss schnappte ich mir Aphonise und übte mit ihr an der Doppellonge. Burn Out lies ich anschließend frei springen. Unterdessen hatte Lara Nessaya laufen lassen und Trafalgar Law locker in der Dressurarbeit bewegt. Tibor durfte etwas Langzügelarbeit genießen. Treebeard wurde derweil in der Bodenarbeit von Lara gefordert. Als Lara die Einheit mit dem kleinen Pony abgeschlossen hatte, betrat ich mit Janosch die Halle. Lara rief mir zu, dass sie den Parcour gleich aufräumen würde. Ich jedoch schüttelte den Kopf und beschloss das heutige Training mit Bodenarbeit auszufüllen. So lernte der neugierige aber sture Haflingerwallach einiges neues kennen. Er zeigte sich stets erst einmal stur, hatte man ihn von seiner Meinung jedoch überzeugt, ging er bereitwillig überall hindurch. Nur dem Wasser traute er, ebenso wie Aphonise, nicht über den Weg.


      Gegen Abend fuhren Lara, Finn und ich ins Kino. Dort sahen wir uns den neusten Trashfilm an und verbrachten noch einige schöne Stunden, ehe wir alle 3 totmüde in die Betten fielen.
    • Findu
      Von Regendepressionen und Sturzbächen



      So schön der vergangene Herbst auch war und so mild dieser Winter auch gewesen sein mag, aber dieser ständige Regen nervte mich. In meiner Praxis war ich gefühlt nur am behandeln von hustenden Pferden und anderen Tieren. Selbst auf meinem eigenen Hof hatte es 2 Tiere erwischt.

      Treebeard und Burn Out hatten sich (woher auch immer) eine verschleimte Lunge und trockenen Husten eingefangen. Doch nach etwas Ventiplus für beide und regelmäßiges leichtes Longieren waren beide wieder fit. Vor allem um Nessaya hatte ich mir Sorgen gemacht. Sie wuchs so prächtig, da wollte ich keine Entwicklungsstörung hervorgerufen haben.

      Da die Tage von endlosem Regen gesäumt waren, war der generelle Hofbetrieb etwas zum erliegen gekommen. Oftmals reichte meine Zeit nach der Praxis nur dafür, die Pferde zu putzen und sie nacheinander oder zum Teil miteinander in der Halle laufen zu lassen.

      Lara und ich hatten uns vorgenommen dieses Jahr wieder aktiver in den Turniersport einzusteigen. Vorallem mit Aphonise und Sweet Prejudice. Aber auch Trafalgar Law sollte so langsam in den Turniersport gehen. Für die beiden Haflinger Janosch und Toffifee hatten wir uns überlegt, diese in die Working Equitation schnuppern zu lassen. Tibor sollte weiter im Springen gefördert werden und Burn Out sollte seinen Erfolg im Military weiter ausbauen. Nessaya sollte weiter das Fohlen ABC erlernen und Treebeard wurde gerade durch eine ehemalige Bekannt auf das Einfahren vorbereitet.

      Daher wurden die Pferde in Laras Zuständigkeitsbereich eifrig trainiert und auch Finn griff mir unter die Arme. An den Wochenenden schaffte ich es dann auch mal „meine“ Pferde zu trainieren.
      Alles in allem waren die Tage derzeit gleich. Wir standen früh auf, misteten die Pferde und fütterten diese und anschließend ging es für mich in die Praxis.

      Vor ca. 6 Wochen hatte ich mich für die Errichtung einer Führanlage entschieden, damit die Pferde selbst bei den anhaltenden Sturzbächen wenigstens während des Mistens bewegt wurden.



      In den nächsten Wochen sollten der Bagger und die Firma anrollen um mit den Bauarbeiten zu beginnen…
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  • Album:
    GutshofCrownfield
    Hochgeladen von:
    Findu
    Datum:
    29 Okt. 2018
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  • Burnout

    Abstammung
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Von unbekannt
    Aus der unbekannt

    Exterieur
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Hengst
    *2010
    Rasse: Hannoveraner
    Stockmaß: 171 cm
    Deckhaar: Rappe
    Abzeichen: Flocke

    Interieur / Beschreibung
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    Charaktereigenschaften:
    Ausgeglichen ●●●●● Unausgeglichen
    Aufmerksam ●●●●● Unaufmerksam
    Intelligent ●●●●● Unintelligent
    Sozial ●●●●● Unsozial
    Begabt ●●●●● Unbegabt
    Ruhig ●●●●● Nervös
    Loyal ●●●●● Untreu
    Gutmütig ●●●●● Boshaft
    Nervenstark ●●●●● Scheu
    Temperamentvoll ●●●●● Faul

    Geschichte
    Burnout hat schon in jungen Jahren viele schlechte Erfahrungen mit dem Menschen gemacht. Schon in der Fohlenzeit und in den ersten Ausbildungsschritten wurde mit dem sensiblem Hannoveraner sehr viel falsch gemacht, wodurch er sein vertrauen in den Menschen verloren hat.
    Als Burnout fünf Jahre alt war, entdeckte ich eine Verkaufsanzeige im Internet, denn die Besitzer konnten mit dem, mittlerweile sehr aggressiv wirkenden und scheuen, Tier nichts mehr anfangen. Ohne viel zu überlegen fuhr ich in den Süden Deutschlands und schaute mir das Tier an. Mir war sofort klar, dass ich dem wunderschönen Hengst noch eine Chance geben möchte und holte in kurzerhand zu mir auf meinen Hof, womit ich ihm einen Neuanfang in seinem Leben ermöglichte. Von Anfang an glaubte ich daran, aus Burnout ein zuverlässiges und erfolgreiches Turnier- und Freizeitpferd zu machen und ihm nebenbei ein neues, glückliches Pferdeleben zu bieten. Mit viel Bodenarbeit, langen Spaziergängen, ersten Reitversuchen und lockerem Schreck- und Longentraining waren wir auf einem guten Weg, Burnout zu zeigen, wie schön das Leben doch sein kann.

    Beschreibung
    Burnout hat viel Potential und ist auch bereit dazu, dies zu zeigen und für seinen Reiter alles zu geben. Seine schwere Vergangenheit und die Unsicherheit gegenüber allem, was der Mensch von ihm verlangt, macht die Arbeit mit ihm allerdings nicht gerade leicht. Egal ob beim Reiten auf dem Platz, bei Ausritten oder bei der Bodenarbeit, ständig ist er verunsichert, wird dann schnell unruhig und versucht, der Situation zu entkommen. Mit viel Geduld und klaren Ansagen gelingt es einem aber, Burnout zu zeigen, wo es langgeht. Sobald er sich in der Situation sicher fühlt, zeigt er viel Freude an der Bewegung und Arbeit und folgt seinem Reiter auf Schritt und Tritt.
    Wir arbeiten fleißig daran, ihn insgesamt selbstbewusster und ausgeblichener zu bekommen, wobei wir täglich Fortschritte machen. Wir wünschen uns sehr, ihn schon bald auch als Turnier- und Zuchtpferd einsetzten zu können.

    Besitzer: Sophia Galway (Findu)
    Vorbesitzer: FrauHolle
    VKR/Ersteller: Nuray

    Unterbringung: Aktivstall
    Weidepartner: Fallen Godness, Rumkugel, Lumikello

    Qualifizierungen & Erfolge
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    Dressur E A L M S S* S** S***
    Western E A L M S S* S** S***
    Springen E A L M S S* S** S***
    Military E A L M S S* S** S***
    Galopprennen E A L M S S* S** S***
    Distanz E A L M S S* S** S***
    Fahren E A L M S S* S** S***
    Gangreiten E A L M S S* S** S***

    Training Schleifenaufstieg Potential


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    372. Militaryturnier (2. Platz)


    Ausbildung und Zuchtdaten
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    Fohlen ABC | Eingeritten | Eingefahren

    Bodenarbeit
    x
    Freiheitsdressur / Zirzensik
    x

    Abstammung: 0
    Schleifen: 1
    HS: 0
    TA: 0
    Trainer: 0
    Zubehör: 0
    Gesamt: 1


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    Schleife
    HK/SK

    Gencode: x
    Zur Zucht zugelassen: nein
    Eingetragene Zucht: x

    Nachkommen
    -

    Gesundheitszustand
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    Letzter Tierarztbesuch:
    29. Juli 2017 (Pferdeklinik & mobiler Tierarzt „Horse Heaven“)

    Letzte Wurmkur: unbekannt
    29. Juli 2017 (Pferdeklinik & mobiler Tierarzt „Horse Heaven“)

    Letzter Hufschmiedbesuch: unbekannt

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