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Floooh

Blondie ♀ [Haflinger]

Blondie ♀ [Haflinger]
Floooh, 29 Juni 2013
    • Floooh
      Enttäuschende Nachrichten...

      Wieder einmal fing der Tag total grau, nass und kalt an. Ein typischer verregneter Herbsttag. Einfach grauenhaft! Mit etwas mieser Laune, lief ich herüber zur Stallung und folgte meinem Weg schnur stracks zu Blondies Box. Die alte Dame bereitete mir momentan etwas Sorge, da sie als älteste Stute langsam einige Alterserscheinungen zeigte. Vermutlich eine beginnende Athrose, man wusste es noch nicht genau, dennoch war ich mir bei meiner Vermutung recht sicher, da sie viele deutliche Anzeichen vorwies und ich beim Rumfragen ähnliches gehört hatte. Seit einer Sehnenverletzung war ich es eh etwas gewohnt an ihr, dass sie anfangs im Trab nicht ganz Taktklar lief, doch ihre jetztigen Bewegungen waren vergleichsweise schrecklich. Etwas müde halfterte ich die Haflingerstute auf und führte sie auf die Stallgasse wo ich kurz über ihr flauschigen Fell drüber putzte. Wie immer war nur der Hals und die Beine etwas verschlammt, weshalb ich nicht viel Zeit in ihre „Reinigung“ investieren musste. Gleich darauf griff ich auch schon nach der Longe. Trotz Verdacht, brauchte sie Bewegung, wenn auch nicht viel. Zusätzlich wollte ich kontrollieren ob es eine Verschlimmerung ihrer Beine gab, also führte ich sie mit Halfter auf den Longierzirkel und ließ sie im Schritt auf der linken Hand laufen. Dies tat ich ca. 5 Minuten, bis ich auf die rechte Hand wechselte. Dort dasselbe Spiel. Dann schnalzte ich laut mit der Zunge und trieb sie kräftig mit meiner Stimme an. Es dauerte nicht lange bis sie reagierte, doch bis sie dann wirklich in einem normalen Trab lief, dauerte es ewig. Sie wirkte träge und lustlos. Eigentlich nichts Neues für die etwas rundliche Dame, doch selbst dieses Verhalten war in dem Ausmaße eindeutig nicht Blondie. Seufztend schaute ich mir das an und wechselte auch im Trab mehrmals die Richtungen. Doch auch nach Minuten, änderte sich an ihrem Takt absolut nichts, weshalb ich schließlich abbrach. Zwar war das Ergebnis nicht besonders positiv oder sehenswert, doch eine Verschlechterung war nicht festzustellen – Immerhin etwas! „Na komm…“ sagte ich leise, während ich die Longe wieder auf meinem Arm einrollte und die Stute zu mir in die Mitte lotzte. Ein Leckerchen hatte sie sich dennoch verdient, also reichte ich ihr 2 ihrer Lieblingsleckereien und klopfte lobend ihren Hals. Dann verließ ich den Zirkel und brachte sie zurück in den Stall. Ich hoffte stark, dass es zumindest so bleiben würde, damit sie keine Schmerzen hatte, aber mit 24 Jahren war sie eben kein Jungspund mehr, das war klar. Ich beobachtete meine Lieblingsstute noch einige Zeit in ihrer Box, ehe ich alles beiseite räumte und zu guter Letzt die gesamte Stallgasse fegte. Dann war erst einmal alles erledigt.
    • Floooh
      Pflegebericht
      von Waldvoegelchen

      Ich hatte noch nicht mit meiner Familie und meinen Freunden darüber gesprochen, doch ich stand in regelmäßigem Kontakt mit einem Gestüt in Kanada, der Lake Mountain Ranch. Ich liebäugelte schon seit einigen Wochen, dorthin zu ziehen. Immerhin suchten sie einen weiteren Partner und in eine schon bestehende Zucht einzusteigen, wäre wohl das einfachste. Sie waren momentan auch groß am umbauen und ich könnte gleich bei der Planung helfen, also ein Stück weit bei einem Neuaufbau helfen. Zwar wusste ich, wie das grobe Hofleben aussah, aber ganz genügte mir das nicht. Ich war nie für viele Pferde verantwortlich gewesen, deshalb entschied ich mich, ein Praktikum auf dem Gestüt Silbersee zu machen. Da ich für 2 Monate dort wohnen würde, durfte ich meine Pferde vorrübergehend dort unterbringen.
      Der Alltag war im Grunde ziemlich eintönig, aber die kleinen Veränderungen jeden Tag brachten die Würze ins Leben. Schließlich arbeitete ich mit Pferden, die machten nicht immer das gleiche, hatten auch mal schlechte Laune der brachten mich mit Faxen zum Lachen. Trotzdem folgte ich immer einem Tagesplan.
      Dieser fing damit an, alle Pferde um 6 Uhr morgens in ihren Paddockboxen zu füttern. Blondie war dabei immer besonders gierig. Es sah immer so aus, als würde sie sich gleich durch die Futterluke ihrer Box quetschen, nur damit sie 2 Sekunden früher etwas zwischen die Kiemen bekommt. Mit Chaiply hatte ich mich auch richtig gut angefreundet, auch wenn ich ihn nie geritten bin. Am Anfang war er immer sehr zögerlich und wartete, bis ich an der nächsten Box war, bis er anfing zu fressen. Später holte er sich seine tägliche Streicheleinheit von mir ab und war beleidigt, wenn diese zu kurz ausfiel.
      Nach der Fütterung überprüfte ich die Fohlenweide, dort war nie viel zu tun, ich ging nur einmal am Zaun entlang und schaute, ob etwas kaputt war. Außerdem säuberte ich die Tränke und warf noch ein wenig Heu in die Raufe. Meine beiden Fohlen Brött und Crimetime gingen hier voll und ganz auf, jetzt, wo sie so viele Spielgenossen hatten. Eine Herdenordnung machte sich schon hier bei den Kleinen deutlich. Dawn of Hope war erkennbar die Leitstute und keiner wagte es, sich ihr in den Weg zu stellen. Friðmundur zankte sich das ein oder andere mit ihr, aber nicht oft und er ließ sich dann auch sehr leicht von ihr unterbuttern. Harmony und Little Lioness spielten fast immer zusammen und wenn ich abends vorbeischaute, kuschelten die beiden miteinander. Daydream stand oft abseits, weil sie es nicht schaffte, Hope von ihrer Position zu verdrängen und dann anscheinend beleidigt war. Ab und an gesellte sie sich aber auch zu meinen Stütchen, die mochten sich ganz gern.
      Danach widmete ich mich dem Trainingsplan der Pferde. Der sah jeden Tag anders aus und ich kümmerte mich eigentlich nur um 4 Pferde. Davor stellte ich aber an einigen Tagen noch Santino und Nacorde in die Führanlage.
      An einem Tag ritt ich 2 Pferde, die Disziplin hing vom Plan ab aber ich war da auch sehr flexibel, Englisch ritt ich alles und Westernpferde gab es auf dem Hof außer dem mir zugeteilten Aztek nicht. Dieser wurde jedoch auch Englisch geritten und ich freute mich eigentlich immer auf ihn, da er durch seine zusätzliche Westernausbildung wirklich auf die feinsten Hilfen reagierte. Ich trainierte ihn immer im Springen, dort zeigte er sein volles Potential, nur ein einziges Mal ritt ich mit ihm aktiv Dressur. Jedoch wurde er nicht nur von mir trainiert, er war noch wo anders in Beritt, weshalb ich ihn eigentlich nur 1-2 Mal in einer Woche ritt.
      Auf Gregor konnte ich mich die ganze Zeit überhaupt nicht einlassen. Zwar war er ein tolles Pferd aber so unglaublich stur, wie ein Shetlandpony. Ich ritt ihn immer abwechselnd Springen und Dressur, aber jedes Mal war es ein Kampf. Er mochte mich sichtlich nicht, aber es passt nunmal nicht jeder Deckel auf jeden Topf.
      Auf die anderen beiden Pferde die ich regelmäßig ritt freute ich mich jedes Mal. Déjà Vu war unglaublich gut ausgebildet, ging in allen Klassen S und war das Verlasspferd schlechthin. Mit ihr konnte man echt alles machen, alles konnte sie und ich merkte sichtlich, wie sich meine Reitfähigkeiten auf ihr stetig verbesserten. Sie brachte mir mehr bei als ich ihr.
      Und dann war da noch Fürstentraum, sein Name machte ihm alle Ehre und am liebsten würde ich ihn mit nach Kanada nehmen. Am Anfang war er sehr distanziert. Nicht in dem Sinne, dass er nicht auf mich gehört hätte, aber er machte keine Anstalten, sich mit mir anzufreunden, als sei er etwas Besseres. Aber schon nach 2 Wochen hatte ich ihm bewiesen, dass ich ihm würdig bin. Er vertraute sich mir an und beim Training legte er sich extra ins Zeug, auch bei Dingen, die ihm unbekannt waren. Er war sich sicher, dass ich ihm nur Gutes will. Dieser Hengst wird wohl in Zukunft wahrhaftig ein Traum für mich sein.
    • Veija
      Sammelpflegi für Cruising's Dawn of Hope, BB's Harmony, DéjàVu, Blondie, Chaiply, Little Lioness, HGT's Royal's Daydream, Adina und Atztek


      Heute hatte ich es endlich geschafft bei Floooh vorbeizuschauen und nach ihren Pferden zu sehen. Ich fuhr mit meinem Wagen auf ihren Hof auf und stieg aus. Kaum war ich ausgestiegen, kam Floooh auch schon auf mich zu. Sie umarmte mich stürmisch und zeigte mir einmal kurz wo ich alles finden konnte. Dann verabschiedetet sie sich auch schon wieder, weil sie anderes zu tun hatte und keine Zeit für die Pferde hatte. Dafür war ich ja auch dann da.
      Nachdem ich noch etwas über den Hof geschlendert war, schaute ich mir die Liste an die sie mir gegeben hatte. Darauf standen 9 Pferde. Ich ging in den Stall und betrachtete mir den Stallplan. Das erste Pferd war Cruising's Dawn of Hope. Ich halfterte die kleine Stute auf und führte sie von der Koppel in den Stall, um sie zu putzen. Ich band sie in der Stallgasse an und verschwand kurz in der Sattelkammer, wo ich ihr Putzzeug holte und die Kleine gründlich putzte. Danach brachte ich alles weg. Auf dem Rückweg betrachtete ich mir den Fütterungsplan und rationierte ihr Futter genau so, wie es dort stand. Dann ging ich zu ihr zurück, band sie los und stellte sie in ihre Box. Sofort als das Halfter weg war, stürzte sie sich auf ihr Futter und Pferd Nummer 1 war abgehakt.
      Pferd Nummer 2 war BB's Harmony. Mit ihr machte ich das Selbe wie mit Hope. Sprich ich nahm sie von der Koppel, putzte sie, gab ihr das Futter und stellte sie in die Box. Mit den Kleinen konnte ich nicht sonderlich viel machen, weshalb ich sie eben nur putzte.
      Das dritte Pferd war DéjàVu, ein Classic Pony. Ich nahm sie ebenfalls von der Koppel, putzte sie und sattelte sie aber dann. Ein wenig Schritt und Trab konnte ich ja mit ihr gehen. Ich führte sie auf den Platz und gurtete nochmal nach. Dann schwang ich mich hoch und ritt sie ein paar Runden im Schritt, ehe ich sie antrabte und ein paar Zirkel ritt. Das ganze wiederholte ich mehrere Male auf beiden Händen, ehe ich sie angaloppierte und große Zirkel, ebenfalls auf beiden Händen, ritt. Nach einer halben Stunde Training lies ich sie noch ein wenig im Schritt trockengehen, ehe ich mich runterschwang und mit ihr zurück in den Stall ging. Dort sattelte ich sie ab, kontrollierte die Hufen und legte ihr eine Abschwitzdecke auf. Auch sie bekam ihre Ration Futter, ehe sie in ihrer Box Platz fand. Ich räumte alles weg und strich wieder einen Namen auf meiner Liste durch.
      Als nächstes war nun Blondie, eine Haflingerstute an der Reihe. Auch sie wurde in der Stallgasse geputzt und bekam ihr Futter, ehe ich sie in die Box stellte. Nach einem Blick auf die Uhr wurde mir bewusst, dass ich nicht mehr so viel Zeit hatte. Daheim wartete auch Pferde auf mich.
      Das nächste Pferd war also Chaiply. Ein Niederländisches Warmblut. Auch ihn holte ich rein und putzte ihn. Doch ich lies mir noch die Zeit ihn zu satteln und ein paar kleine Hinternisse auf dem Platz aufzubauen. Nach dem Nachgurten und schließlich warmreiten galoppierte ich den Hengst an und wir sprangen ein paar kleine Sprünge. Ich ritt ihn trocken, baute die Hindernisse wieder ab und ging mit ihm zusammen zurück zum Stall. Dort sattelte ich ab, kontrollierte die Hufe, legte ihm eine Abschwitzdecke auf, gab ihm sein Futter und stellte ihn wieder in die Box.
      Little Lioness und HGT's Royal's Daydream holte ich zusammen rein. Ich band sie beide fest und putzte sie. Auch diese zwei bekamen ihre Futterration, ehe ich sie in ihre Boxen stellte. Diese kurze Zeit nutzte ich als Verschnaufpause und räumte das gesamte Putzzeug weg, das ich in die Stallgasse geschleppt hatte.
      Nun waren nur noch zwei Pferde zum Arbeiten da. Adina und Atztek. Ich holte zu erst Adina in den Stall und putzte sie. Ich rationierte ihr Futter und stellte die Stute in die Führanlage, ehe ich Atztek holte und auch ihn putzte. Ihn wollte ich ein wenig longieren, weshalb ich einfach die Longe in sein Halfter einklickte und mit der Peitsche bewaffnet auf den Platz ging. Ich legte dort einige Stangen auf den Boden, damit er ein wenig auf seine Füße aufpassen musste und lies ihn alle drei Gangarten auf jeder Hand laufen. Als ich fertig war, räumte ich alles weg, ging zurück in den Stall, kontrollierte die Hufe und gab ihm sein Futter. Dann stellte ich ihn in die Box und räumte auch sein Zeug weg. Adina bekam nun auch ihr Futter und ich holte sie aus der Führanlage, kontrollierte im Stall ihre Hufen und stellte auch sie in die Box. Ich räumte alles weg, verabschiedete mich von Floooh, stieg in meinen Wagen und fuhr nach Hause.
      4601 Zeichen, by Veija
    • Veni
      Reitbeteiligungsbericht für Blondie

      Der Regen plätscherte gegen mein Dachfenster und ich verfluchte mich, ein Haus gewählt zu haben, wo der Regen senkrecht gegen das Fenster prasseln konnte - Erst recht noch im Schlafzimmer. Es war erst 05:13 Uhr (ich sah jede Minute auf die Uhr um nachzusehen ob ich nicht doch eingeschlafen bin und es 10 Uhr war) und ich konnte das stetige Geräusch einfach nicht abschalten, und auf der ungemütlichen Ledercouch im Wohnzimmer wollte ich nicht schlafen. Die beiden Gästezimmer waren leider auch nicht in der Auswahl, in einem schlief meine Schwester, die für eine Woche Urlaub auf meinem kleinem Grundstück machen wollte, und in dem anderen war eine fette, haarige Spinne unters Bett gekrabbelt. Mit meiner Spinnenphobie fand ich es also für eine schlechte Idee, mich in das Bett zu legen, und zu meiner Schwester wollte ich auf keinen Fall, da das Bett ziemlich klein war und ich wusste, dass sie ab und an laut schnarchte. Nach weiteren zehn Minuten gab ich es schließlich auf, einen Ort zu suchen, wo ich mich hinlegen konnte, und setzte mich an meinen Schreibtisch. Ich suchte schon etwas länger nach einem alten Hof und wenn ich schon nicht schlafen konnte, sollte ich wenigstens etwas nützliches machen. Ich klickte also auf eines der vielen Websiten und stöberte nach alten Grundstücken in England. Zwar wohnte ich derzeit noch in Bayern, aber ich wollte auf jeden Fall meinen Hof in England haben, denn ich war schon immer begeistert davon, dort hin zu ziehen. Mein Vater hatte mich allerdings überredet, in der Nähe seiner Friesenzucht zu bleiben, und bis ich einen Hof gefunden hatte, war das alte, aber sehr hübsche und große Haus auf dem riesigen Grundstück eine gute Möglichkeit, zu entspannen. 'Alter Hof in der Nähe von Newmarket ...', murmelte ich leise. 'Newmarket? Das ist in der Nähe von London.' Ich hatte die Angewohnheit, immer mit mir selber zu reden, was wahrscheinlich davon kam, dass ich immer wieder beim Reiten mich selber korrigierte und dabei sagte, was genau ich machte - das half mir sehr bei meinem Sitz, erst recht weil ich ja so oft ohne Sattel ritt und mich daher mehr auf Gewichtshilfen konzentrierte als auf meinen Sitz. 'Ein Teil des Hofes, darunter Hauptstall, Heulager und Führanlage, fing Feuer und wurde daher komplett oder teilweise abgebrannt. Die Pferde konnten gerettet werden und das Feuer wurde rechtzeitig gelöscht.', flüsterte ich. Eigentlich würde ich in normaler Lautstärke reden, aber nachdem ich schon um 3 Uhr aus Versehen ein Buch gegen die Wand schmiss, wollte ich möglichst leise sein, damit weder meine Schwester in mein Raum kam noch die Spinne aufwachte und durch die Tür in mein Zimmer krabbelte. 'Die Familie hat einen neuen Hof gefunden und sucht jetzt jemanden, der interessiert an dem Gestüt ist.' Und so ging es ungefähr eine Stunde mit tausenden Höfen weiter. Um 6:30 Uhr klingelte der Wecker meiner Schwester und ich hatte für einige Minuten Hoffnungen, dass sie aufwachte und mir Gesellschaft leistete, aber der Hoffnungsschimmer verblasste, als sie den Wecker ausmachte und sich nichts bewegte. Ich seufzte und drehte ein wenig in meinem Stuhl herum, als ich plötzlich ein Portrait einer hübschen Haflingerstute an der Seite sah. Sofort rückte ich näher an den Schreibtisch und klickte auf die Anzeige. 'Hübsche, alte Haflingerstute sucht Reitbeteiligung. Meine 25-jährige Stute Blondie sucht eine zuverlässige Reitbeteiligung über 18 Jahre, die ..', ich las mir die Anzeige drei mal durch und durchstöberte die vielen Bilder. Es war eine sehr hübsche Haflingerstute mit leichter Ramsnase und gerader Blesse sowie weißem Kinn. Ihr Blick war ziemlich weich und die kurze Mähne wellig, sowie der volle Schweif. Der einzige Nachteil war ihr Stockmaß, denn sie war nur 1,53 Meter hoch. Und verdammt, eigentlich suchte ich nach eigenem Hof, nicht nach einer Reitbeteiligung! Aber sie war so dick und ich war mir ziemlich sicher, dass man das mit Longierarbeit und auch ein wenig Platzarbeit abarbeiten und durch Muskeln ersetzen könnte. Ich konnte mir perfekt vorstellen, wie ...

      Ich wachte irgendwann um 11 Uhr auf, mein Kopf auf der heißen Tastatur vom Laptop, meine Arme verschränkt am Stuhl und meine Beine irgendwie so untergebracht, dass es doch einigermaßen gemütlich war. Ich überlegte, einfach noch mal die Augen zu schließen, aber meine Schwester war wahrscheinlich schon unten am frühstücken und dachte, ich würde noch im Bett hocken. Ich löste also meine Arme vom Stuhl und setzte mich auf, wobei ich jetzt erst die Schmerzen in meinem Oberarm und in meinen Waden bemerkte. 'Ich schlaf nie wieder am Schreibtisch.', grummelte ich und stand auf, steckte mich und gähnte einmal tief, ehe ich zurück in mein Zimmer stolperte und mich dabei extra von der Tür zum Spinnen-Gästezimmer fern hielt. Schnell hatte ich ein beiges Oberteil angezogen, dazu eine hellblaue, gemütliche Jeans und ich zog mir meine Hausschuhe an, schmierte ein wenig Concealer auf mein Gesicht und machte mir einen Pferdeschwanz, ehe ich die Treppen hinunter stürmte. Im obersten Stockwerk war mein Dachzimmer mit Bad, darunter die beiden Gästezimmer und das Büro sowie noch ein Bad, im Erdgeschoss die Küche, das Wohnzimmer, noch ein Büro und ein Esszimmer. Der Keller war in zwei Räume eingeteilt, der 'Reitraum' und der Rumpelkeller. Im Rumpelkeller hatte ich alle Sachen, die ich nicht brauchte hineingestopft (und dort drin sah es ungefähr so aus, als wäre eine Bombe dort explodiert - daher traut sich auch niemand außer mich dort hinein), und der Reitraum war das komplette Gegenteil. Er war aufgeräumt mit mehreren Spinden, die Schabracken ordentlich gefaltet oder aufgehängt, die Reithelme ebenfalls an Haken aufgehängt, Reitwesten, -jacken, -stiefel und -handschuhe fand man auch zahlreich hier: Es war theoretisch ein riesiger Reitladen mit allem, was man brauchte. Sogar Longierzeug oder Bodenarbeitskram lag in den vielen Spinden. Ich wurde allerdings aus meinen Gedanken gerissen, als meine Schwester mir eine Tasse Kaffee vor die Nase schob, als ich die Treppen hinunter stolperte, und ich murmelte ein leises 'Dankefein', ehe ich mich an den Tisch setzte. Der Stuhl knarzte wie immer und meine Schwester seufzte. 'Willst du nicht ehrlich mal einen anderen Stuhl holen?', fragte sie und ich grunzte genervt. Immer wieder, wenn ich mich auf den Stuhl setzte, knarzte er, und sie hatte panische Angst, dass er irgendwann unter mir zusammen brach und ich mir irgendetwas brach. 'Neheein.', summte ich und schlürfte fröhlich meinen starken Kaffee. 'Wieso bist du eigentlich so müde? Ich bin schon um 6:30 Uhr aufgestand-', fing sie an, doch ich unterbrach sie. 'Bist du nicht, du hast den Wecker ausgeschaltet und hast weiter geschlafen. Ich konnte nicht schlafen und bin irgendwann um 7 Uhr am Schreibtisch eingeschlafen. Aber ich hab einen guten Hof gefunden ... Und eine hübsche Haflingerstute ...', sagte ich, murmelte den letzten Satz aber nur. 'Achso, okay. Aber das mit der Haflingerstute lässt du, du kennst unseren Vater.', sagte sie und hob eine Augenbraue. 'Nein, nein, als ob ich die kaufe, sie ist schon 25 Jahre alt! Sie sucht eine Reitbeteiligung, Pflegebeteiligung, beides zusammen. Und das wäre ja toll, um mich wieder ins Reiten einzu-', erklärte ich, doch sie schüttelte stumm den Kopf. 'Du hattest das schon mal und konntest nach einem Tag schon auf nem galoppierendem Pferd stehen, also-' Ich unterbrach sie wieder, anscheinend war das jetzt unser Hobby geworden. 'Das war nach zwei Wochen Volitigertraining.'

      Nach unserer Diskussion am Esstisch sagte sie mir, ich könnte sie mir ja mal angucken, und das hieß für mich so viel wie 'Du darfst die gerne als Reitbeteiligung haben und hast vollkommen Recht mit deinen schlagfertigen Argumenten.' Ich hockte mich also nach dem Frühstück wieder an den Schreibtisch und öffnete den Tab der Anzeige, tippte die Telefonnummer ins Telefon ein und setzte mich auf mein Bett, knabberte an den Fingernägeln rum und dudelte dem Klingelton nach. 'Duuut, duuut ...' So machte es ein paar Sekunden lang, bis jemand das Telefon abhob. 'Hallöchen, hier ist Miri! Eeehm, ich meinte, Hallo, wer ist da?' Ich grinste ein wenig ins Telefon hinein und bemerkte gar nicht, dass ich etwas länger leise blieb, dis die Frau - die anscheinend Miri hieß - sich räusperte. 'Eeehm, ja, also, oh Gott, was wollte ich sagen. Achso, ja, hier ist Veni. Sie kennen mich aber noch nicht, öhh, ich wollte wegen der Anzeige von der Haflingerstute, ehm Blondie, fragen ...', sagte ich und hörte, wie jemand auf der anderen Seite des Telefons lachte. Ja, ich war nie besonders begabt im Telefonieren - Ich musste mir eigentlich immer Listen machen oder sogar Notizen, über was ich reden wollte, sonst würde so ein Faselbrei wie gerade heraus kommen. 'Ja, Blondie, was ist wegen ihr?', fragte Miri und ich atmete leise ein. 'Ich wollte fragen, ob sie noch eine Reitbeteiligung für sie suchen. Ich bin 19 Jahre alt und reite schon seit 10 Jahren, am liebsten ohne Sattel, aber halt eben Englisch. Eeehm, jaa ...', sagte ich und es war kurz still, ehe Miri wieder etwas sagte. 'Ja, gerne, wollen sie für ein Probereiten hier auf den Hof kommen? Ich kann ihnen die Adresse schicken.', schlug sie vor und nickte. Ich schlug mir dafür aber direkt auf die Stirn, da sie mich eh nicht sehen konnte. 'Ja, das wäre toll! Wie wärs mit morgen, vielleicht 16 Uhr? Da hätte ich Zeit.', sagte ich und es kam mir jetzt etwas leichter vor, mit ihr zu reden. 'Und hören sie auf mit dem siezen, sonst fühle ich mich alt.', fügte ich hinzu und Miri lachte. 'Dann mach du das gleiche.', sagte sie und es war wieder kurz still. 'Oh, tut mir leid, ich hab genickt, sie-du kannst mich ja gar nicht sehen. Also, morgen, 16 Uhr, ich schicke dir die Adresse?', fragte sie und ich grinste. Anscheinend hatte sie die gleichen Angewohnheiten (beziehungsweise Dummheiten, je nach dem) wie ich und das freute mich, dann war ich wenigstens nicht die einzige etwas bekloppte auf dem Hof. Falls ich die Reitbetieligung überhaupt bekommen würde, natürlich. 'Ja, toll, okay, dann bis morgen.', sagte ich und Miri sagte ebenfalls Tschüss, bis das endlos lange Piepsen mir signalisierte, dass sie aufgelegt hatte. 'Vivi Vivi Vivi Vi-', schrie ich und öffnete die Tür, aber meine Schwester stand schon genervt davor. 'Ja, das ist mein Name. Wie kann ich helfen?', fragte sie und ich grinste. 'Du musst dir morgen selber Abendessen machen.'

      Vivi hatte mich nur kurz genervt angeschaut, verschwand dann aber schon aus dem Haus, wahrscheinlich auf dem Weg zum Gestüt meines Vaters. Obwohl sie bei mir schlief verbrachte sie dort meist den kompletten Tag, nachdem wir gemeinsam frühstückten. Ich suchte noch ein paar weitere Höfe, da von denen, die ich letzte Nacht herausgesucht hatte, die meisten wegfielen, ehe ich mich um 13 Uhr auch auf den Weg zum Gestüt meines Vaters machte. Er hatte mir gesagt, dass einige Kinder eine Reitstunde auf den Pferden haben wollten, und ich sollte wenn möglich die Reitstunde leiten. Zwar hatte ich vergessen, wann sie war, aber er hatte abends gesagt, also hätte ich selber noch Zeit, ein paar Pferde zu bewegen. Ich stopfte ein paar Äpfel und Karotten in einen Sack und legte dazu noch ein paar Schabracken und die passenden Bandagen ins Auto. Meine große Putztasche sowie das Fell- und Mähnenspray und das Shampoo musste natürlich auch mit und ich schloss mein Auto kurz ab, um mich umzuziehen. Ich legte das Outfit, was ich heute morgen herausgesucht hatte, auf mein Bett, und zog dann meine schwarze Reithose mit türkisem Vollbesatz an, darüber ein schwarzes T-Shirt mit hellblauer Aufschrift. Ich nahm schnell die Gestütsreitweste, die alle Arbeiter und Reiter dort an hatten, mit, und machte mich dann auf den Weg. Nach einer viertel Stunde und vielen Radiosendern (weil ich nie Lieder fand, die mir gefielen, meist liefen Sachen aus den 80ern und klassische Musik) kam ich an, fuhr das Auto auf den Parkplatz und stellte den Motor ab. Ich blieb noch etwas sitzen, weil der Sitz auf der Fahrerseite extrem gemütlich und weich war, und machte mich nach ein paar Minuten mit der Tasche und den Pferdesachen auf den Weg ins Haupthaus. 'Veni Veni Veni Veni!', schrie jemand und ich drehte mich um, um zu sehen, wer rief, doch ich hatte gar keine Chance dazu, da mich jemand stürmisch umarmte. 'Ich krieg ein Zuchtfohlen von euch geschenkt! Ist das nicht genial? Ich freu mich schon so, ich muss es selber ausbilden und so, einreiten kann ich ja auch!', sagte meine beste Freundin Julie und ich blinzelte kurz, ehe ich lächelte. 'Das ist aber schön! Magst du meinem Vater eben sagen, dass ich da bin und erstmal August auf dem Platz reite? Und frag ihn bitte auch, wann ich die Reitstunde übernehmen soll. Bitte, bitte, bitte.', fragte ich grinsend und Julie rollte mit den Augen. 'Jaja, ich komm dann gleich auch mit Darkie und sag dir alles.', sagte sie und verschwand dann in Richtung Haupthaus. Ich war zusammen mit Julie aufgewachsen, denn ihre Eltern waren beste Freunde von meinem Vater und waren daher oft auf unserem Gestüt. Zwar hatte ich sie ein paar Jahre nicht mehr gesehen, aber sie war schon seit zwei Wochen wieder hier und half kräftig bei der Arbeit mit. Sie hatte natürlich auch sofort eine Reitbeteiligung hier bekommen, Apache's Dark Side, kurz Darkie. Darkie war eine hübsche, reinrassige Friesenstute, war aber schon seit Fohlenalter nicht fruchtbar, daher war sie eine unserer Sportpferde. Mit ihr hatten wir schon tausende Turniere gewonnen, aber jetzt sollte sie erst einmal Pause machen und ihr Pferdeleben auf der Weide, im Gelände und auch ab und an wieder auf dem Platz genießen. Mit einem Lächeln auf den Lippen hüpfte ich dann zum riesigen, renovierten Hauptstall, dessen Türen schon lange offen standen.

      'Guten Morgeeen!', rief ich in den Stall hinein und entdeckte sofort ein paar Stallburschen, die entweder Pferde putzten oder Boxen ausmisteten. Gefüttert wurden alle Pferde schon um 8 Uhr - Das Gestüt wurde zwar schon um 6 Uhr eröffnet, aber reiten durfte man erst nach 8 Uhr, dann öffneten sich die Tore zum Gelände und zur Cross-Country-Strecke. Roundpen und Führanlage durfte man zwar schon davor benutzen, aber die Pferde sollten auf jeden Fall kurz vor 8 Uhr zurück in der Box sein. Die mehreren Plätze durften auch erst nach 8 Uhr benutzt werden, die Reithalle durfte man nur im Winter benutzen, da die Beheizung sonst zu viel kosten würde. Ich hörte, wie ein paar von den Leuten im Stall mir ein Guten Morgen zurückgrummelten, und stopfte die Schabracken und Bandagen erst einmal in meinen Spind hinein, in dem ich auch ziemlich viele Sachen liegen hatte. Ich ging sofort zu PRs Prince Augustus, kurz August oder Gus. Er war mein Lieblingspferd hier geworden, aber ich war wahrscheinlich die einzige, die ihn mochte. Beim Reiten war er nämlich extremst sensibel, brauchte nur das Drehen des Kopfes, um zu wissen, wohin er gehen musste, und wenn man zu hart an der Hand ist oder eine Hilfe zu stark gibt, rastet er aus und das endet dann meist damit, dass der Reiter auf dem Boden sitzt. Er meint es aber auf keinen Fall böse und würde niemals vom Boden aus seinen Reiter verletzen, nein, wenn man ihn führte, longierte oder Bodenarbeit mit ihm machte war er das vorsichtigste und freundlichste Pferd, was es gab. Nur beim Reiten hatte er halt diese kleine 'Störung', aber ich kam irgendwie gut mit ihm zurecht und wenn man ihn kannte und ihn gut reiten konnte, zeigte er auch seine hübschen, ausdrucksstarken Gänge. Zur Begrüßung bekam der riesige Friesenhengst eine Karotte, da er Äpfel nicht mochte, und ich holte sein hellgrünes Halfter, welches ich ihm gekauft hatte. Ich zog es ihm schnell über und führte ihn dann aus seiner Box. Leider war es noch lange nicht soweit, dass er mir ohne Strick führte, aber es waren schließlich nicht alle Pferde sofort zutraulich und folgten der Bezugsperson. 'Veni, dein Vater sagt dir Hallöchen und die Reitstunde fängt um 18 Uhr an, um 17 Uhr kommen die Kinder, um die Pferde vorzubereiten, die sind so 10 bis 13 Jahre alt. Die meisten können das schon alleine, aber du solltest beim Satteln und Trensen aufpassen, dass sie nichts falsch machen.', sagte Julie und ich erschrak leicht, weil ich sie nicht gesehen hatte. 'Okay, dankeschön. Holst du jetzt Darkie?', fragte ich und Julie nickte, ehe sie zum Stutenabteil des Stalls ging. Ich führte Gus zum äußeren Putzplatz, da es recht warm draußen war. Zwar war der Himmel grau und die Sonne war nirgends zu sehen, aber es war besser als Regen. Ich holte schnell meine Putztasche und fing an, Gus zu putzen. Bei ihm machte ich immer etwas länger als nötig, weil er es liebte, geputzt zu werden. Das Lustigste war, wenn man ihm am Po striegelte, weil er dann immer die Oberlippe hochhob. Nach einiger Zeit kam Julie mit Darkie und wir wurden beide gleichzeitig mit dem Putzen fertig. Ich holte schnell meine hellblaue Schabracke und die farblich passenden Bandagen und sattelte ihn schließlich. Er hatte neulich erst seinen Dressursattel bekommen und ich liebte den Sattel, erst recht, weil er damit edler aussah, als er schon war, und der Sattel ihm perfekt passte und der Sitz verdammt weich war. Ich hing sein Halfter an einem der vielen Haken auf und wartete, bis Julie Darkie getrenst hatte, ehe wir uns zusammen auf den Weg zum Reitplatz machten. Ich ging eine Runde mit Gus am Boden, während Julie schon auf Darkie saß und hinter mir her lief. Ich gurtete schließlich nach und stieg vorsichtig auf. Gus blieb brav stehen (das hatte ich ihm übrigens auch beigebracht, vorher lief er immer schon los) und ich stellte die Steigbügel passend ein, zog meine Chaps etwas höher und stellte meinen Reithelm passend ein, ehe ich meine Reithandschuhe auch noch anzog. Mein komplettes Outfit war an Gus' Schabracke angelehnt, die schwarz-türkise Reithose, die schwarz-türkisen Handschuhe und die lackschwarzen Chaps und Stiefeletten. 'So, jetzt gehts los, Gus.'

      Erst ritt ich ihn noch ein wenig warm, dann machte ich mich zusammen mit Julie an die Arbeit. Erst trabten wir ein paar Bahnen und machten ein paar Gymnastikübungen, ehe wir mit den Lektionen anfingen. Gus war schon auf S in Dressur, während Darkie derzeit noch auf M gearbeitet wurde, daher machten wir verschiedene Lektionen. Es war schon immer mein Traum gewesen, mit Julie ein Pas De Deux zu machen, aber Julie durfte nur Darkie reiten und ich kam am Besten mit Gus klar, deswegen mussten wir warten, bis der Ausbilder von Darkie sie komplett ausgebildet hatte. Ich fing bei Gus an mit verschiedenen Tempi, starker und versammelter Trab und Galopp sowie Mitteltrab und -galopp. Dazu machte ich noch ein paar Galopp-Schritt und Trab-Galopp Übergänge, damit er etwas wärmer wurde, und dann fingen wir mit den Traversalen an. Ich liebte es, Gus die Travers-Hilfen zu geben, da er sie immer sofort verstand und auch keine Anstalten machte, durch zu gehen. Ich achtete darauf, Darkie aus dem Weg zu gehen, obwohl wir ein paar mal fast gegeneinander krachten, weil ich ihr nicht gesagt hatte, dass ich die Hand wechselte und Julie komplett versessen darauf war, Darkie in den versammelten Trab zu bringen. Ich machte eine Trabpirouette und zwei Galopppirouetten, dann ließ ich ihn ein wenig piaffieren. Gus war nach einer halben Stunde schon leicht am Grunzen und am Schwitzen, daher machte ich nur noch zehn Minuten weiter, ehe ich ihn trocken ritt. Ich beobachtete, wie Julie noch ein bisschen mit Darkie arbeitete, ehe wir beide den Platz verließen. Julie war die ganze Zeit am Schnaufen und Gus grunzte ein wenig, was er immer nach Platzarbeit machte. 'Ich geh mit Gus eben kurz zum Trocken werden ins Gelände, magst du mit?', fragte ich Julie, die kurz überlegte und dann nickte. Wir legten den beiden ihre Abschwitzdecke um und Julie behielt den Sattel an, während ich mich auf ohne Sattel auf seinen Rücken schwang. Wir ritten am langen Zügel noch etwas durch den Wald und Gus bekam sofort eine Karotte, weil er sich nur einmal vor einem Schwarm Vögel erschrak. Julie brachte Darkie zurück in den Stall, während ich Gus auf seinen Paddock führte und noch ein wenig Zirzensik mit ihm machte. Ich hatte ihm Plié und Kompliment schon beigebracht, ich arbeitete derzeit am Steigen, was er leider nicht allzu gut verstand, aber die Ansätze sahen schon gut aus. Nach der kurzen Bodenarbeit führte ich ihn in seine Box und räumte alles auf, fegte die Stallgasse und den Putzplatz und ging dann zu meinem Vater ins Haupthaus. 'Heyo!', begrüßte ich ihn lächelnd und er lächelte zurück. 'Na, wie gehts dir so?', fragte er und ich grinste breiter. 'Ich hab eine Reitbeteiligung im Internet gefunden und geh sie morgen Probereiten.', erzählte ich und er nickte. 'Schön! Aber Gus wirst du immer noch reiten, oder?', fragte er und ich nickte. 'Klaro. Gus werd ich immer reiten. Wen wollen die Kinder heute in der Reitstunde reiten?', fragte ich und mein Vater kramte eine Liste heraus. 'Hier, die Namen und Pferde.', sagte er und ich bedankte mich, ehe ich in den Stall zurück ging.

      Es dauerte nicht lange, bis die Kinder um 17 Uhr in den Stall kamen, und alle holten ihre Pferde schon einmal aus den Boxen und banden sie draußen am Putzplatz an. Sie begannen, die Pferde zu putzen, und ich musste nur ein paar mal beim Hufe auskratzen helfen, sonst klappte alles. Satteln ging auch gut, nur musste ich den Sattel oft etwas weiter nach vorne legen. Beim Trensen half ich den meisten, da einige Pferde die Angewohnheit hatten, den Kopf hochzureißen, aber sonst ging es. Die Kinder führten die Friesen in die Reitstundenhalle, die wir extra dafür gebaut hatten, und ich half ihnen, sich auf die großen Pferde zu setzen. 'So, jetzt einmal bitte im Schritt warm reiten.', sagte ich lächelnd und sie alle gingen auf die linke Hand und ritten die Pferde warm. Die meisten konnten schon ziemlich gut reiten und hatten einen guten Sitz. 'Veronica, achte darauf, dass du kein Hohlkreuz machst, sondern einen geraden Rücken hast. Ja, genau so!', korrigierte ich die 12-jährige, die auf Zuzu ritt. Zuzu war unsere erste Stute, die wir mit einem anderem Pferd kreuzten, und heraus gekommen war ein schwarzes, edles Barockpferd mit Körperbau eines Friesen, aber weißer Blesse und ein paar Beinabzeichen. Sie war wunderschön und ich hatte sie schon ein paar mal geritten. Nach zehn Minuten waren alle Pferde warm. 'Dann einmal die Zügel aufnehmen. Abteilung Arbeitstempo Leichttraben!', rief ich und es dauerte ein wenig, bis alle Friesen in den Trab fielen. 'Immer direkt nach dem Befehl antraben, nicht warten, bis vorne und hinten gedrängelt wird!', korrigierte ich und ließ sie ein paar Bahnfiguren machen. 'Wollt ihr galoppieren?', fragte ich und alle sagten einstimmig ja. 'Könnt ihr denn alle die Hilfe?' Ich ließ alle anhalten und zeigte denen, die die Hilfe noch nicht gut konnten, wie es funktionierte, dann ließ ich sie wieder antraben und nach zehn Minuten galoppieren. 'Am besten im leichten Sitz erst einmal, also leicht nach vorne lehnen und sich im Rhythmus bewegen. Nicht gegen, sondern mit dem Pferd!', sagte ich und korrigierte ein paar Kinder in ihrem Sitz, ehe ich sie im Galopp ein paar Bahnfiguren reiten ließ und nach einer dreiviertelstunde Unterricht ließ ich sie die Pferde dann trocken reiten.

      Der Tag war viel zu schnell vorbei und so fuhr ich abends, als es schon dunkel war, nach Hause. Es dauerte etwas länger, da mir zwischenzeitlich ein Reh über die Straße lief und dann auch noch eine Kuhherde über die Straße auf eine andere Weide verfrachtet wurde. Dennoch kam ich sicher zuhause an und begrüßte grinsend meine Schwester, die meine Blumen vorne an den Fenstern goss. 'Na, Spaß gehabt?', fragte ich und meine Schwester grummelte nur genervt. 'Dankeschön aber, ich mach dir gleich heiße Schokolade. Sieht nach doofem Wetter morgen aus, oder?', murmelte ich und blickte in den Himmel. Er war zwischenzeitlich heller geworden, aber jetzt war er wieder dunkelgrau und die Sonne war nirgendswo zu sehen. Es war kühl und windig, aber ertragbar. 'Hmm, mal schauen.', murmelte meine Schwester und machte sich dann an die Arbeit, die Blumen an der Einfahrt zu gießen. Ich schloss mein Auto ab und nahm meine Putztasche sowie die jetzt leere Tasche, wo früher Äpfel und Karotten drin waren, mit in mein Haus. Ich hatte ihr nämlich nach dem Unterricht geschrieben, sie solle bitte meine Blumen gießen, da ich es heute morgen vergessen hatte, und sie mochte es nicht allzusehr, weil sie fand, es würden überall Käfer und Schnecken herumkrabbeln. Ich hasste so etwas zwar auch, aber Blumen gießen war für mich okay. 'Ich mach eben Abendessen und geh dann ins Bett.', sagte ich, sobald Vivi wieder ins Haus kam. Sie stimmte zu und half mir mit der heißen Schokolade und dem Abendessen und schnell war alles aufgegessen und ich schlürfte nach oben in mein Zimmer. Heute hatte es Spaß gemacht, aber noch mehr freute ich mich auf morgen, wenn ich die Haflingerstute Probereiten durfte. Ich duschte kurz und zog mich um, legte meine Kleidung für morgen bereit und las noch ein wenig in 'The Fault In Our Stars', meinem Lieblingsbuch. Ich hatte es schon mehr als vier mal durchgelesen und immer wieder musste ich weinen und lachen, weil ich mich erst recht bei Büchern und Filmen in die Charaktere hinein versetzte. Ich legte das Buch nach einer halben Stunde weg, knipste mein Licht aus und schloss die Augen, als es anfing, an meinem Fenster zu trommeln. Allerdings konnte ich diesmal einschlafen, nicht so wie die letzte Nacht.


      Morgens wachte ich schon um 7 Uhr auf, las aber noch ein wenig und schlief dann wieder ein, weil ich fit und ausgeschlafen in den Tag starten wollte. 7 Uhr war für mich viel zu früh, auch wenn ich, als ich noch auf dem Gestüt wohnte, schon immer um 6 Uhr wach war. Irgendwann nach 11 Uhr öffnete ich dann wieder die Augen und zog mich um. 'Guten Morgen.', gähnte meine Schwester, die an mir vorbei ins Bad lief, als ich die Treppen hinunter stürmte. 'Morgen!', rief ich ihr zurück und machte mich dran, das Frühstück vorzubereiten. Ich hatte ziemlich gut geschlafen, bis auf den Regen, der mich ab und an geweckt hatte. Wieder überlegte ich, ob ich mich ins andere Gästezimmer legen sollte, aber die Spinne war ziemlich unhöflich und wollte sich nicht aus dem Zimmer begeben, und sie selber heraus zu bitten wäre für mich unmöglich. Ich summte ein Lied vor mich hin, während ich auf mein Toast wartete, und begrüßte meine Schwester wieder, als sie frisch geduscht die Treppe hinunter kam. Sie lächelte mir nur zu, schmierte sich ein Brötchen und wir unterhielten uns ein wenig, ehe sie sich auf den Weg zum Friesengestüt machte. Ich blieb noch etwas im Haus, gießte die Blumen, harkte den Garten, beschnitt den Busch und setzte mich vor den Fernseher. Es war eine Sendung mit Hundewelpen und so schaltete ich sofort um. Ich war schon immer versucht gewesen, mir einen Hund zuzulegen, aber es wär viel zu viel arbeit ... oder? Ich könnte ihn immer mit zum Gestüt bringen, unsere Friesen waren an Hunde und Katzen gewöhnt. Aber wenn ich zu meiner Reitbeteiligung ging, wer würde auf ihn aufpassen? Ich könnte ja nachfragen, ob ich ihn mitnehmen könnte ... Ich lächelte und entschied mich, dort nachzufragen, ob ich Hunde mitnehmen dürfte. Falls ja, würde ich sofort im Tierheim nachsehen (ich wollte schon immer den Hund vom Tierheim, weil ich es unnötig fand, einen vom Züchter zu holen, wenn es eh schon genug dort gab) und mich auf eine kleine Shopping-Tour begeben. Ich sprang schließlich um 15 Uhr auf und zog meine Reitsachen an, ehe ich mich zu meinem Auto begab und die Adresse vom Hof in mein Navi eingab. Es war nur eine viertel Stunde dort hin und so saß ich noch ein wenig im Auto und hörte Musik, ehe ich den Motor startete und mich auf den Weg machte. Es dauerte etwas länger, weil mir wieder ein Reh über die Straße lief. Hier in Bayern hatten wir tausende Rehe, sogar Wildschweine und viele Hasen, also konnte es schon gut passieren, dass man eins überfuhr. Mir war so etwas zum Glück noch nie passiert, nur Julie hatte schon einmal einen Hasen angefahren. Sie hatte aber den Jäger angerufen und er hatte den Hasen zum Wildtierarzt gebracht, den wir in der Nähe hatten, denn leider passierte es viel zu oft, dass die Tiere hier angefahren wurden. Nach zwanzig Minuten kam ich endlich am Hof an.

      Die Einfahrt war wunderschön und sehr gepflegt, links und rechts hellgrüne Büsche. Danach ging es rechts zum Parkplatz und man konnte jetzt schon sehen, wie gemütlich und klein der Hof war. Ich stieg aus dem Auto aus und schaltete es ab, steckte mir dann ein paar Leckerlies in meine Jackentasche und machte mich auf den Weg zum kleinem Wohnhaus, das direkt neben dem Parkplatz war. Ich klingelte dort und sofort kam eine jüngere Frau an die Tür, die mich breit anlächelte. 'Hallöchen! Ich bin Miri, du musst Veni sein, richtig?', fragte sie und ich nickte lächelnd. Sie streckte mir die Hand freundlich entgegen und ich nahm und schüttelte sie. Sie schien mir sehr freundlich zu sein und ich merkte jetzt schon, dass ich wahrscheinlich gut mir ihr klar kommen würde. 'So, dann machen wir uns gleich auf den Weg zu Blondie. Sie kann wie gesagt noch geritten werden und ist wirklich topfit. Longieren und Bodenarbeit geht aber auch klar, natürlich. Im Gelände ist sie super zuverlässig und gelassen.', erzählte sie mir und ich folgte ihr zum riesigem Stall mit den vielen Paddocks, der gegenüber vom Haupthaus war. 'Da ist sie!', sagte sie und deutete auf einen der vielen Paddocks. Wahrlich, dort stand sie, eine Haflingerstute in Endmaßgröße. Sie schien wirklich noch fit zu sein und war nur etwas pummelig, genau wie in den Bildern der Anzeige. 'Magst du sie gleich fertig machen und reiten?', fragte sie und ich nickte. 'Okay. Da sind die Sättel drin.', sagte sie und deutete auf ein kleines Häuschen neben dem Brunnen, der in der Mitte vom Hof lag. 'Rechts daneben ist übrigens der Platz und die Reithalle. Der kleine Stall da ist für die Shettys und Ponys, aber da brauchst du ja nichts. Es kann sein, dass Blondie ab und an auf der Weide da,', sie zeigte auf eine der großen Weiden, die rechts und links neben der Einfahrt standen, 'steht, aber wegen ihrem Alter steht sie da nur selten, weil sie sich da ja vielleicht vertreten kann oder sowas, man weiß ja nie.', erklärte sie und deutete auf die verschiedenen Anlagen und Gebäude. Ich nickte wieder lächelnd. 'Also, über ihren Sattel steht dick und fett Blondie, das sollte nicht zu übersehen sein. Ihr Halfter hängt an der Box.', sagte sie und wir betraten gemeinsam den riesigen Hauptstall. Blondie stand jetzt in ihrer Box und war genüsslich am Heu fressen, hebte aber sofort ihren Kopf, als wir die Stallgasse betraten. 'Blondie!', rief Miri fröhlich und die hübsche Stute wieherte leise zurück. Ich grinste und ging sofort zu ihr hin und hielt ihr meine Hand entgegen. Sie beschnupperte sie neugierig und betastete sie mit der Oberlippe, was ein wenig kitzelte. Ich nahm ein Leckerlie aus meiner Tasche und es war sofort in ihrem Mund verschwunden. 'Na, altes Mädchen?', murmelte ich lächelnd und streichelte sie kurz an der Stirn, ehe ich ihr altes, hellblaues Halfter nahm. Daran hing ein bunter Strick und ich entschied mich sofort, ihr ein passendes Halfterset zu kaufen, falls ich sie überhaupt als Reitbeteiligung bekam. Ich zog ihr das Halfter über und öffnete dann die Boxentür. Sie blieb ruhig stehen, bis ich sie komplett geöffnet hatte, und ich führte sie nach draußen, wo Miri mir sagte, ich könnte sie an ihrem Paddock anbinden.

      Ich hatte sie ziemlich schnell geputzt, weil sie nicht sehr dreckig war, und holte jetzt ihren Sattel. Über ihrem Vielseitigkeitssattel hing in bunten Buchstaben 'Blondie' und daneben war ein hübsches Portrait von ihr angeklebt, daher war er wirklich nicht zu übersehen. Ich nahm auch gleich ihre englisch kombinierte Trense mit und hing diese an den Zaun, bevor ich sie sattelte. Sie bekam auch Gamaschen an, die zu der Schabracke passten, und dann entfernte ich ihr Halfter, um sie zu trensen. Sie nahm das Gebiss etwas wiederwillig an, blieb aber ruhig, während ich die Riemen schloss. 'Perfekt. Willst du auf den Platz?', fragte Miri und ich nickte lächelnd. 'Aber ich muss dich vorwarnen, man braucht bei ihr eine starke Hand und Durchsetzungsvermögen, aber das ist auf dem Platz nicht so schlimm wie im Gelände.', erklärte sie und ich zuckte mit den Schultern. 'Ich bin solche Pferde gewöhnt.', sagte ich und führte Blondie zur Mitte des Platzes. Während ich die Steigbügel hinunter machte und nachgurtete blieb sie ruhig, bloß ging sie sofort los, als ich aufstieg. Ich ließ sie aber sofort wieder anhalten und nahm mir vor, mit ihr daran zu arbeiten. Ich stellte die Steigbügel auf die richtige Länge und überprüfte kurz den Gurt, ehe ich sie im Schritt eine Runde reiten ließ. Miri lächelte mir entgegen und ich ritt sie etwas länger als üblich warm. Mit alten Pferden hatte ich immer Angst, dass ich ihnen die Muskeln überspannte, aber laut Miri sollte Blondie ja noch topfit sein. Nach einer viertel Stunde ließ ich sie also erst antraben und ich musste mich etwas an den schwungvollen, aber trotzdem etwas ruckelnden Trab gewöhnen. Es dauerte aber nicht lange, ehe ich den Trab schon einigermaßen gut aussitzen konnte, und ich bog sie ein wenig mit Zirkeln und Volten. Sie entspannte sich ein wenig und ich machte ein paar weitere Bahnfiguren, ehe Miri mir zurief, ich sollte sie bitte einmal angaloppieren lassen. Ich gab ihr die Hilfe, aber sie weigerte sich, dennoch ließ ich mich nicht runterkriegen und gab ihr noch einmals die Hilfe, aber stärker. Sie grunzte etwas und ich musste grinsen, konzentrierte mich dann aber auf das Angaloppieren. Nachdem ich ihr noch einmal die Hilfe gab, sprang sie endlich an und ich ging sofort in den leichten Sitz. Es war etwas schwer, sie nach vorne zu treiben, aber nach ein paar mal schnalzen konnte ich mich wieder auf meinen Sitz konzentrieren. Ich machte ein paar Bahnfiguren und versuchte auch, ihren Galopp auszusitzen, was sofort klappte. 'Ihr seht richtig gut zusammen aus!', rief Miri grinsend und ich bedanke mich, ehe ich Blondie wieder zum Trab durchparierte und auf einen Zirkel lenkte. 'Sie reagiert auch ganz gut auf meine Hilfen. Ich bins ja gewöhnt, ohne Sattel zu reiten, deswegen mach ich die Gewichtshilfen etwas deutlicher und mach auch nicht allzu viel mit den Zügeln.', erklärte ich ihr und Miri nickte. 'Also wenn dir ihre Wirbelsäule nicht am Po wehtut, kannst du das gerne auch mal probieren.', schlug sie vor und ich parierte Blondie vor ihr durch. Wir sattelten Blondie ab und Miri half mir, mich auf sie zu schwingen, und ich rutschte ein wenig auf ihrem Rücken herum, bis ich mich an daran gewöhnt hatte. Ich ließ sie erst im Schritt ein paar Runden laufen und ließ sie dann antraben. Es ging ohne Sattel viel besser mit dem Aussitzen und ich musste mich nur bei einer etwas zu eng geratenen Volte an ihrer Mähne festhalten, damit ich nicht rechts herunter rutschte. Nach ein paar Bahnfiguren ließ ich sie angallopieren und diesmal reagierte sie sofort auf die Hilfe. Auch das Galoppieren funktionierte gut und ich parierte sie nach ein paar Bahnen in den Schritt. 'Na, wie ists da oben?', fragte Miri und betrat den Platz. 'Ruckelig', antwortete ich grinsend. 'Aber gut. Man kann ihre Gangarten perfekt aussitzen.', sagte ich und ließ sie kurz vor Miri anhalten. 'Also sie ist noch als Reitbeteiligung zu haben, außer du hat sich niemand gemeldet.', erzählte sie mir und ich nickte. 'Jaa, dann frag ich mal, an welchen Tagen ich kommen soll.', sagte ich grinsend und Miri lachte. 'Du kannst kommen, wann du willst! Für Blondie kommt ja sonst niemand und ich hab ja noch andere Pferde.', sagte sie und ich nickte lächelnd.

      Nachdem ich sie zurück in ihre Box geführt hatte, unterschrieb ich den Vertrag und bedankte mich nochmals bei Miri, ehe ich wieder zurück nach Hause fuhr. Es war 17 Uhr, als ich nach Hause kam, und ich machte mir sofort Abendessen, da ich ziemlich hungrig war. Ich rief Julie an und erzählte ihr, wie es so gelaufen war, ehe ich mich vor den Fernseher setzte und meine Lieblingsserie Supernatural sah. Heute war ein erfolgreicher Tag gewesen und ich freute mich auf morgen, wo ich Blondie besuchen würde. Ich kramte aus meinem Pferderaum im Keller auch noch ein Halfter heraus, dass ihr passen würde. Es war dunkelblau mit hellblauen Streifen und würde ihr eigentlich ziemlich gut stehen, ich hatte sogar den passenden Strick noch dazu. Ich legte mir das Halfterset auf den Schrank vor der Tür, damit ich es morgen nicht vergaß, und erzählte meiner Schwester, sobald sie nach Hause kam, sofort vom Probereiten.
      [© Veni, 36543 Zeichen]
    • Wolfszeit
      Sammelbericht
      Heut war es kalt als ich das Haus verließ weshalb ich mir eine Mütze angezogen hatte. Ich stieg ins Auto und fuhr zu Floooh da ich ihr versprochen hatte heute zu Helfen. "Morgen" begrüßte sie mich schon als ich austieg. "Morgen was soll ich tun?" fragte ich sie. "Kannst du dich um die Pferde kümmern ich muss noch etwas organisiren ". "Klar mach ich, meinst du nicht das du dir mal einen Stallburschen anschaffen solltes?" sagte ich noch bevor ich im Stall verschwand. DéjàVu schnaubte mir auch schon entgegen. Ich bergüßste sie kurz und ging dann in die Futter kammer wo ich das Futter von DéjàVu und Blondi holte. Kaum stand ich mit DéjáVus Futter in der Box stecke auch schon eine Schnute im Eimer.Ich machte trozdem weiter und schüttete das Futter in den Trog. Die Stute grumelte zufrieden. Nun bekam auch Blondie ihr Futter und sie mampfte auch zufrieden ihr Futter. Ich gab allen nacheinander ihr Futter bis alle Gefüttert waren. Anschleißen bekamen auch noch Adina, Royal Daydream, Santino, Gregor, Fürstentraum,Fenris, Floriano, Cesar und Woezel ihr Futter. Ich deckt Woezel, Cesar und Floriano ein und brachte sie auf die Weide. Dann deckte ich auch die anderen Stuten ein und brachte sie bis auf Adina und Daydream auf die Weide. Ich begann Daydream zu putzen und und legte ihr das Longierzeug an. Ich führte sie auf den Platz wo ich sie longierte. Anschleißend machte ich sie Weidefertig und brachte sie zu den anderen Stuten auf die Weide. Ich puzte auch Adina und ritt sie auf dem Platz. Als ich fertig war machte ich auch sie Weidefertig und brachte sie auf die Weide. Fürstentraum und Fenris brache ich ebenfalls auf die Weide. Santiano putzte ich und sattelte ihn. Mit ihm ritt ich in der Halle da es begonnen hatte zu regnen. Als ich fertig war ritt ich ihn trocken und führte ihn zurück. Auch ihn machte ich Weidefertig und brachte ihn dann zu seinen Kumpanen auf die Weide. Als letztes war Gregor dran mir ihm machte ich etwas Bodenarbeit. Auch er kam danach auf die Weide. Nun begann ich die Boxen auszumisten als ich fertig war holte ch die Pferde und Ponys rein da esw mitlerweile schüttete. Zufriden grumelten alle Pferde als sie wieder im Stall standen. Ich verabschiedete mich von Floooh und fuhr nach Hause.


      © Wolfszeit/2252 Zeichen
    • Floooh
      Viele Neuankömmlinge und das kränkelnde Pony

      „PIEP PIEP … PIEP PIEP… PIEP PIEP“ Das nervtötende Klingeln meines Weckers riss mich aus den schönsten Träumen. 9 Uhr zeigte der blau aufleuchtende Bildschirm. Müde rollte ich mich aus meinem Bett und sprang unter die Dusche und schlüpfte kurze Zeit später in meine Stallkleidung. Die Pferde hatten sichtlich Hunger als ich das große Scheunentor öffnete. Aus allen Ecken stieß mir ein Wiehern entgegen. Da die Frühstückseimer jeden Abend fertig gemacht wurden, ging die Fütterung recht flott. Auch das Heu musste nur noch in die jeweilige Box geschoben worden. Während die Stuten anfingen ihr Heu und Müsli zu fressen, begab ich mich zur nächsten Stallung. Die der Hengste. Auch sie freuten sich tierisch auf ihr Frühstück.
      Einige Zeit später war es dann Zeit für etwas Bewegung. Die Stallhelfer und ich brachten nach und nach die Pferde auf die weitläufigen Wiesen hinter dem Gestüt und begannen schließlich mit dem Misten der Box. Bei so vielen Pferden war es wirklich eine zeitaufwändige Arbeit, weshalb ich seit längerem auch darüber nachdachte einige Umbauten vorzunehmen. Ein Offenstall wäre zum Beispiel eine angenehme Möglichkeit für Pferd und Reiter. So hatte ich das bereits oft erlebt.
      Nach zwei Stunden schauten die Stallungen wieder ganz anders aus. Alle Boxen waren frisch gemistet und in den Trögen lag bereits das Abendessen, abgedeckt mit dafür vorgesehenen Deckeln. Nun war es aber für einige der Pferde an der Zeit dass sie mal richtig bewegt wurden. Zumal wir die letzten Tage wieder Neuankömmlinge bekommen hatten. Dynjandi, ein bezaubernder Isländerhengst, der es mir einfach angetan hatte, sowieso Yoshi, Kiona und Märchenerzählerin, drei wunderschöne Classicponys. Und das momentan größte Glück auf dem Hof war unser erster Classic Nachwuchs. Elmo. Meine Stute DéjàVu hatte bereits mehrere Fohlen bekommen und war eine hervorragende Mutter, aber bei diesem Fohlen hatte sie sich in jeglicher Hinsicht selbst übertroffen. Wie auch Elmos Vater hatte er eine wunderschöne Scheckung und zeigte bereits jetzt einen tollen Charakter. Da die Neuankömmlinge erst einmal Bekanntschaft machen durften mit dem Rest der Herde, waren sie heute von der Arbeit ausgeschlossen, ebenso Déjà die ihren „Mutterschaftsurlaub“ verdient hatte. Auf dem Weg zur Koppel, schnappte ich mir zwei Stricke und pfiff einmal in die Finger. Blondie, mein erstes und damit auch deutlich das älteste Pferd auf dem Gestüt kam langsam angetrottet, auf der Nebenweide ebenfalls Woezel, allerdings in einem stürmischen Galopp. Die zwei waren ein Herz und eine Seele, zumindest von Woezels Seite betrachtet. Er klebte wirklich an meiner alten Haflingerstute, sodass ein Strick bei ihm eigentlich unnötig war. Schnell öffnete ich das Gatter und führte Blondie heraus, dann holte ich Woezel und ließ ihn hinterher traben. Da Blondie aufgrund ihres Alters und ihrer Verletzung in Rente war, nahm ich sie nur noch mit auf gemütliche Spaziergänge. Und auch Woezel liebte es. Schnell putzte ich über das Fell der beiden und lief anschließend mit ihnen los. Beinahe zeitgleich bemerkte ich, dass auch die Reitbeteiligungen von Cesar und Floriano sich gerade auf den Weg machten in den Wald um dort einen langen Spaziergang zu machen. Es waren zwei 14 jährige Mädchen, die aber meiner Meinung nach super mit unseren zwei Hengsten zu Recht kamen. Der Spaziergang verlief recht gut. Woezel war wie immer etwas frech und musste mehrmals von seinem etwas hohen Ross geworfen werden, aber Blondie blieb die Ruhe selbst. Als wir wieder auf dem Hof ankamen, herrschte ein riesen Trubel. Viele Stallhelfer tummelten sich in den Scheunen, ebenso die Reitbeteiligungen die ich engagiert hatte. Es kam selten vor dass sich alle am selben Tag vorfanden.
      Ich kratzte kurz die Hufen der Beide aus und brachte sie zurück auf die Weide, doch für mich ging es gleich weiter. Mit dem Strick von Blondie lief ich erneut auf die Hengstweide und rief meinen Reitpony Hengst Santino. Jedoch ohne Erfolg. Zwar schaute der Falbhengst einmal auf, konzentrierte sich schließlich aber wieder auf sein saftiges Gras. Stöhnend stapfte ich durch das Gras und kraulte ab und an eins der anderen Ponys als sie sich mir in den Weg stellte. Vor Allem Gregor schien heute besonders anhänglich und kuschelbedürftig. Vielleicht lag es daran dass er die letzte Zeit leider viel zu wenig Aufmerksamkeit von mir bekommen hatte. Die Turniersaison war erst einmal stillgelegt für ihn, weshalb er zurzeit als reines Dressur/Freizeitpferd gehalten wurde und regelmäßig Bewegung von einer der Reitbeteiligung bekam. Als ich Santino nun endlich erreicht hatte, hakte ich den Strick in sein Halfter und führte ihn von der Weide zum anliegenden Putzplatz. Ich hatte das Glück dass er heute eine Decke trug, denn die sah aus wie Sau… Als ich diese von seinem Rücken entfernte viel mir wirklich ein Stein vom Herzen. Er war komplett sauber. Ich griff schnell nach einer weichen Bürste und ging einmal über seinen Körper, damit der daraufliegende Staub etwas wegging, anschließend nahm ich eine Würzelbürste und schrubbte seine Beine sauber. So schnell ging es bei Santino schon lange nicht mehr. Als nächstes holte ich sein Sattelzeug und legte es ihm an, jedoch ohne Zügel und mit hochgestellten Steigbügeln. Er sollte heute nur etwas longiert werden, da er bis vor kurzem noch etwas kränkelte und der Neueinstieg nicht übereilt werden sollte. Als ich die große Halle mit Santino betrat, kam auch eine der Stallhilfen mit His Lady Lou hinein. Sie grüßte kurz und ließ mir den Vortritt. Ich platzierte mich auf den hinteren Zirkel, sodass sie genug Platz im Rest der Halle hatte. Ich war wirklich froh meinen Stallhilfen zu haben, da sie zusätzlich zur Pferdepflege auch Turniere gingen und für die Weiterbildung der Ponys sorgten. Während Lady am langen Zügel im Schritt warm geritten wurde, tat ich dasselbe mit Santino an der Longe. Nach einigen Minuten hob ich die Hand ein wenig und trieb den Hengst mit einem lauten „Teeeeerab“ , kurz darauf fiel er auch schon in einen lockeren Trab und folgte dem bereits abgezeichneten Hufschlag. Man merkte jedoch anhand seiner Atmung und das leichte abhusten, dass er noch nicht ganz gesund war, jedoch hatte der Tierarzt empfohlen ihn dennoch im Schritt und Trab an der Longe zu bewegen. Im Trab ließ ich ihn einige Runden, bevor ich Santino zurück in den Schritt durchparierte. Ich war mir nicht ganz sicher ob es tatsächlich noch von der Erkältung kam, oder er sich nur verschluckt hatte, denn auch das kam bei ihm häufig vor. Erneut trieb ich ihn etwas. Nach 3 Runden im zügigen Trab, hustete er allerdings wieder mehrfach, weshalb ich auf der sicheren Seite sein wollte und das ganze doch abbrach. Am besten ließ ich nochmals den Tierarzt darauf schauen, da es nun schon länger so war. Ich ließ ihn zum Ende noch im Schritt laufen, bis er nicht mehr so stark am pumpen war und holte ihn schließlich zu mir in die Mitte. „Das wars auch schon…“ sagte ich leise und streichelte kurz den goldfarbenen Hals, ehe ich alles zusammenpackte und mit einem lauten „Tür frei bitte“ die Halle verließ. Zurück am Putzplatz, sattelte und trenste ich Santino wieder ab und kratzte nochmals seine Hufen aus. Anschließend durfte auch er wieder auf die Weide, denn auf mich warteten noch unsere Kleinen, beziehungsweise Jungen auf mich. Jedoch neigte auch der Tag sich langsam dem Ende zu, weshalb ich meine beiden Jünglinge Royal’s Daydream und Little Lioness nur etwas in der Halle laufen lassen wollte. Die Beiden liebten das, vor Allem wenn der große Jollyball dazu kam. Gesagt getan, holte ich die Beiden von ihrem Paddock und führte sie gleichzeitig zur Halle. Jedoch war diese weiterhin von Lady besetzt, was ich total vergessen hatte. Mit einem zweiten Versuch, wich ich schließlich auf den Reitplatz aus, der gerade leer geworden war. Little Lioness war gerade eben erst wieder bei uns angekommen, weil ihr ehemaliger Besitzer, doch nicht mehr die Zeit aufbringen konnte wie es wohl geplant war. Aber umso besser für mein kleines Waisenfohlen Royal. Auf dem Platz blühten die beiden unterschiedlich gleichen Fohlen völlig auf und preschten wie wild von rechts nach links und wieder zurück. Eine ganze Stunde beobachtete ich das Spektakel zwischen den Beiden. Und als zur „Halbzeit“ auch noch der geliebte Ball dazu kam, konnte die beiden nichts mehr aushalten. Es war einfach zu niedlich den beiden Fohlen zuzusehen. Besonders die sonst so schüchterne Hannoveranerstute kam völlig aus sich heraus. Als sie beiden nach langer Zeit zum Ende kam, wurden bereits einige der Pferde von der Weide geholt, also tat ich es ihnen gleich. Und ein Blick auf die Uhr bestätigte dies nochmal. Es war langsam Zeit fürs Abendessen. Also fing ich die Wildfänge wieder ein und brachte sie gleich in die Box und half den anderen schließlich beim Reinbringen der Pferde. Zu guter Letzt bereitete ich dann das Futter für den nächsten Tag vor und schüttete das Abendessen in den jeweiligen Trog. Für den nächsten Tag hatte ich mir auch schon etwas überlegt für die Neuankömmlinge.
    • Vhioti
      Einer Freundin unter die Arme greifen

      Verzweifelt erklärte ich dem walisischen Taxifahrer mein Ziel, während ich mit der einen Hand meine Tasche auf den Rücksitz bugsierte und mit der anderen mich an der Tür festhielt, um auf dem Nebensitz Platz zu nehmen. "Danke danke danke danke! Catalina, du weißt gar nicht, wie froh ich bin, dass du mir hilfst!", dankte mir Miri nun zum dritten Mal. Die war nämlich heute bei ihrer Familie in Deutschland, und ich sollte mich um ihr Gestüt Porth Tyn kümmern. Genauer gesagt um die 16 Pferde. Das Taxi brauste von Cardiff in Richtung Sennybridge. Die Ortschaft war für die schönen Wiesen und Höfe bekannt, und die Fahrt würde zwei Stunden dauern.

      Dort angekommen, erwartete mich ein großzügiges Grundstück mit Ställen für die Pferde und Shettys. Mit denen wollte ich auch anfangen. Besonders um das Streuselpony, also Woezel, sollte ich mich gut kümmern. Der Frechdachs brauchte Aufmerksamkeit. Die drei Shettys wieherten, als sie mich sahen. Der Braunschecke stampfte einmal mit seinem kleinen Huf auf, Woezel und das andere Kleinpony bollerten mit ihren Vorderhufen gegen die Box. Direkt vor Woezel blieb ich stehen. Ich hockte mich hin, kraulte sein Maul und zog die Hand weg, als er spielerisch in meinen Finger biss. Warnend schaute ich ihn an, dann schnappte ich ihn mir und band ihn direkt vor der kleinen Halle im Stall an. Laut Miri war die passend auf die Kleinponys zugeschnitten, sodass ich Woezel und Cesar dort bewegen konnte. Obwohl die beiden Chaoten waren, konnte ich so einen kleinen Teil der Arbeit erledigen. Woezel hüpfte zur Seite, als ich ihn putzte; die ungewohnte Größe war ein Manko, von dem ich wohl morgen Rückenschmerzen kriegen würde. Zum Glück gab es dafür eine Doppellonge, die ich am Kappzaum befestigen konnte. Es war merkwürdig, die beiden Zappelphilippe an der Longe laufen zu lassen. Woezel, dem ich mehr zutraute, durfte außen laufen. Der Graufalbe kam erst später hinzu, damit ich erst einmal Woezel im Griff hatte. Cesar zuppelte an Der Longe und knabberte an ihr, daher spannte ich die an und ließ die Peitsche durch die Luft knallen. Dabei traf das Ende den bereits brav laufenden Streusel. Ein helles Wiehern folgte; danach sprang er hoppelnd in den Galopp; Cesar legte die Ohren an und startete auch durch. Es brauchte etwa eine Minute, bis ich sie wieder im Trab hatte. Woezel schien sich am Bewegungsdrang zu erfreuen. Der Falbe hingegen wollte gerne stehen bleiben, aber das ging ja nicht, da der Frechdachs ihn ja 'mitzog'. Wir wechselten die Hand. Danach durften die beiden auf ihre eigene Weide und ich machte weiter mit Floriano. Der Braunschecke war schon arg verdreckt. Lag wohl an den Boxen. Die sollte ich wohl auch ausmisten. Auch mit ihm arbeitete ich an der Longe. Das klappte aber besser, da er ruhiger und gelassener war als seine Kollegen. Die Ohren aufmerksam aufgerichtet stoppelte er durch den Belag. Insgeheim wollte ich auch ein Pünselchen haben, andererseits wusste ich nicht, wie er/sie sich mit den anderen Pferden und umgekehrt verhalten würde. Gedankenversunken bemerkte ich erst jetzt, wie das Ponychen an meiner Hose knabberte. Dabei reichte das nur, um an meiner Kniefalte zu mümmeln. "Möhrchen gibts gleich, Flo. Erst noch weiter laufen.", damit schickte ich ihn wieder auf den Hufschlag. Geduldig trabte und galoppierte er. Auch die Stangen, die ich ihm hinlegte, schien er mit Spaß zu nehmen.
      Insgesamt eine Stunde hatte ich bei den Shettys verbracht, danach putzte ich die Boxen und ging weiter zu den Fohlen. Von der Weide aus gab ich den Puschelponys noch ihre Belohnung, und dann im Fohlentrakt des Stalls suchte ich nach Little Lioness. Die Haflingerstute – naja, eher -stütchen, stand neben Warmblutfohlen und einer ausgewachsenen Hafistute. Die kecke Jungstute schnupperte erst an meiner Hand, dann ließ sie sich aufhalftern. Ich band sie vor ihrer Box an und nahm die rotbraune Royal's Daydream – die war alles andere als überzeugt, mir an den Anbindepfosten zu folgen. Mit einem Kräuterleckerchen lockte ich sie neben das Hafistütchen. Die beiden kommunizierten miteinander, während ich sie in Ruhe putzte und dann einen Blick in die Boxen warf. Kurzerhand waren diese sauber genug. Im Round Pen befand sich ein Gymnastikball. Sobald die Fohlen von ihren Stricken befreit wurden, stoben sie auf den aquamarinfarbenen Ball zu und spielten. Ich stand im Tor, und schrieb gerade mit Mimi. Die war jetzt bei ihren Eltern angekommen und aß gleich mit ihnen Mittag.

      Die Jungstuten durften noch etwas herumtollen, dann durften sie auf die Weide und es ging mit Blondie weiter. Die Haflingerstute mümmelte an ihrem Trog herum, und, als kenne sie mich bereits, stubste sie mich mehrfach an. Ich ignorierte ihr schrilles Wiehern, als ich sie energisch aus der Box führte. Die anderen Ponys scheuchte ich kurzerhand über den eingestampften Weg auf die Weide, dann machte ich mit Blondie weiter. Ihre Ohren flach angelegt, flemmte sie, als ich ihr Oberfell auskämmte und dann in der Sattelkammer ein Reitpad und eine Trense holte. Eine gute Wahl, denn beim Trensen riss sie den Kopf hoch, beim Auflegen des Pads schnaubte sie. Beruhigend klopfte ich ihren Hals, als ich den Pad hinter den Widerrist schob und sie dann nach draußen führte. Via Holzbank saß ich auf. Südlich von hier gab es ein Mohnfeld, auf dem ich gerne mit ihr etwas reiten wollte. Automatisch nahm ich die Zügel etwas mehr auf, als sie sich etwas einrollte, und dann schräg auf das Tor zu lief. Miri rief wieder an. Mein Headset piepste kurz, dann ging ich ran. "Na, wie läufts?" "Gut. Die Pünselchen haben gut mitgemacht, die Stutfohlen haben ihren Spaß und Blondie zickt herum." "Blondie ist schon etwas älter, da darf sie das.", erwiderte Miri und seufzte kurz. "Wie lange wirst du heute noch brauchen? Denk dran, ich bin gegen zehn wieder da." "Bis acht bin ich fertig.", damit klickte es, und ich konzentrierte mich auf die Hafistute. Auf dem Feld blickte sie neugierig die roten Blumen an. Sie schnappte auch nach einer, als wir antrabten und dabei möglichst weg von ihnen blieben. Sie hopste etwas unbeholfen und fand den Takt nicht richtig, aber als sie durchparierte ging sie flotter.
      Kiona, eine gescheckte Ponystute, war als nächste dran. Die zutrauliche und sanftmütige Stute wollte erst nicht vom Grün herunter; immerzu schnubbelte sie an meiner Hand und meinem Bauch und rieb sich an mir. Sie brummelte kehlig, als ich ihr hinter den Ohren kraulte und änderte meinen Plan um. Erst wollte ich mit ihr reiten, aber dann dachte ich mir, dass Bodenarbeit besser wäre und ich sie somit etwas an die Arbeit mit Kindern näher bringen konnte. Aber nicht mit ihr! Sie lehnte sich gegen mich und ließ sich dann hinfallen. Ich lag also etwas unter ihr und ihrer Schulter, während sie Grashalme herausrupfte und ich sie streichelte. Ich hatte die Kleine sofort liebgewonnen. Etwa drei oder vier Minuten später scheuchte ich sie vor den Round Pen. Ich kratzte ihr nur die Hufe aus, zog die Halme aus ihrem Fell und legte dann eine Plastikplane auf den Belag. Die beschwerte ich mit zwei Cavaletti und nahm dann das Classic Pony. Mit ihr an der Longe stellte ich mich in den Mittelpunkt und ließ sie außen herum an der Plane laufen. Ihr Blick wanderte immer wieder zu dem raschelnden Blau, und dann blieb sie stehen und patschte mit ihren Vorderhufen abwechselnd auf den Kunststoff. "Komm, weiter.", ich tickte sie mit dem Motivationsstöckchen an. Im Trab zog ich die Longe immer weiter ein, bis sie dann über die Stangen und das knisternde Plastik ging. Ohren nach vorne, normalisierte sich ihre Haltung, und wollte schon angaloppieren. Leider musste ich sie dann durchparieren lassen; nicht, dass sie sich verletzte. Ich gab ihr mehr Lauffreiheit, und dann durfte sie galoppieren. Das Bewegen machte mir viel Spaß, aber es gab ja noch andere Pferde. Zum Beispiel Märchenerzählerin und Lady Lou. Mit den beiden Ponys wollte ich das selbe Training durchziehen. Lady Lou zickte schon beim Hufkratzen und Kämmen des Behangs. "Wags nicht, mich zu beißen!", drohend schnibbte ich ihr vors Maul und longierte auch sie. Aber ohne Plastikplane, nur mit Cavaletti. Lustlos bommerte sie beim Schritt und Trab gegen das Holz, einmal seufzend ließ ich die Peitsche durch die Luft knallen. Schnaubend trabte sie etwas zackiger und hob die Beine ordentlich. "Na also, geht doch!" Erst, als sie galoppierte, merkte ich, wie sie die rechte Hinterhand nach innen zog beim Laufen. Ich stoppte sie, legte die Longe um meine Schultern und schaute mir ihr Bein an. Zusammenzuckend hob sie es an, als ich mir den Huf und das Fesselgelenk besah. Wärmer als sonst. Mit einem mulmigen Gefühl strich ich ihr Sprunggelenk und Schienbein entlang. Die Muskeln verkrampften sich kurz. Oho. Also führte ich die Stute zurück in den Stall. Im Medizinschränkchen fand ich eine Kühlsalbe, die ich ihr aufschmierte. Dann klopfte ich ihr auf den Hals und schrieb Miri, was los war. Märchenerzählerin blieb ruhig, als ich sie holte und abduschte. Mein Magen knurrte; Hunger! Da die verdreckte – mittlerweile saubere und klatschnasse Stute jetzt unter dem Solarium stand und eine Viertelstunde bruzzelte, machte ich mir zwei Brötchen mit Käse und Marmelade. Binnen sechs Minuten war ich fertig und schnappte mir einen Apfel. Märchenerzählerin war schon fertig, trotzdem putzte ich einmal darüber, und verfuhr mit ihr genauso wie mit Kiona. Die Hübsche kannte die Plastikplane aber schon zur Genüge, daher machte ich nach zehn Minuten im Trab und anschließend im Galopp mit ihr Schluss und schickte auch sie wieder auf die Weide.
      Der Apfelschimmel mit dem langen Behang graste friedlich neben Blondie und Lioness. Ich brauchte ihren Namen nur einmal rufen, dann schaute sie mich an. Ihr Pony hing ihr in den Augen. DéjàVu blickte einmal zur Seite und kratzte sich am Fesselgelenk. Binnen zehn Minuten war die Stute fertig für einen Ausritt. Der Wald schien optimal zu sein. Die Sonne lugte zwischen den Wolken hervor, doch bevor ich mit ihr losritt legte ich noch Gamaschen an. Die etwas tollpatschige Schimmelstute sollte sich nicht wehtun. Im Trab gingen wir auf einen der Feldwege, der durch Felder und auch durch den erwünschten Wald führte. DéjàVu schnupperte interessiert an der Luft, die hier herrschte. Die war sehr frisch und erdig. Im ruhigen Trab folgten wir dem Pfad, bis wir an einem See ankamen, dort wendeten wir und kehrten zurück zum Hof.
      Dort wurde sie abgesattelt und ich machte weiter mit Elmo; das Fohlen von DéjàVu. Der freche Junghengst hatte alles andere als Motivation, mir in die Halle zu folgen. Die folgende halbe Stunde, in der ich mit ihm hier herumlief, war eine Tortur. Immerzu musste ich ihn mit meinem Becken auf den Hufschlag schieben, da er sonst auszubrechen drohte aus dem Trott. Ich wusste gar nicht, woher er seine Energie hatte; aber das war auch egal. Nach getaner Arbeit genehmigte ich mir eine Pause, ehe ich mit D'Artagnan weitermachte. Der Classic Pony Hengst wurde auch von mir geputzt und dann für eine kleine Dressurstunde auf den Platz entführt. Das Wetter war schön genug. Ich war in einen Trott gefallen, sodass ich so auch noch Yoshi, Dynjandi und Santino arbeitete. Letzterer, ein Deutsches Reitpony, war sehr neckisch drauf und hatte beim Springtraining, dass ich mit ihm absolvierte, so seine Vorstellungen, wie er springen sollte. Ich beschloss, Miri später zu sagen, dass sie ihn mal trainieren lassen sollte. Zum Abschluss ging ich – es war bereits sechs Uhr – zum letzten Pferd auf meiner Liste. Gregor, ein Oldenburger, der auch mal gerne stänkerte, wurde von mir einfach nur longiert.
      Als alle Pferde auf der Weide waren, mistete ich die Ställe aus. Danach legte ich das Einstreu in die Boxen, sortierte die Futterrationen den entsprechenden Pferden zu und fuhr zum Bahnhof. Miri war überglücklich, als sie hörte was ich getan hatte. Zufrieden brauste ich dann nach Hause. Was ein Tag!

      [11885 Zeichen by Catalina]
    • Vhioti
      - Platzhalter Ausrittbericht August -
    • Floooh
      September 2015

      Das Gestüt Porth Tyn würde wohl niemals einen ruhigen Tag erleben. Durch die angehende Zucht war viel Trubel auf dem Hof. Nicht nur weitere Neulinge waren angekommen, auch gab es positive Nachrichten für unsere Classic Pony Zucht. Wir hatten mit dem Körungssieg von Yoshi, unseren ersten Zuchthengst bekommen.

      Der Morgen began ruppig und stürmisch als eine Stallhilfe Sturm klingelte und mich gegen 7 Uhr aus dem Traum riss. Aufgeregt erzählte sie mir, dass sich unsere Zwerge selbstständig gemacht hatten. Nicht, dass es ständig vorkam - aber es war auch nichts ungewöhnliches mehr. Irgendwie schafften es die Strolche immer von ihren Paddocks abzuhauen. Glücklicherweise hatten wir genau aus diesem Grund ein Hoftor errichtet. Floriano und Cesar hatten wir recht schnell eingefangen bekommen, da sie so Futtergierig waren, dass eine einzelne Möhre genügte. Woezel dagegen machte sich einen heiden Spaß daraus, uns näher kommen zu lassen und dann in einem affenzahn davon zu galoppieren. Erst als er den Fluchtweg in die Scheune wählte, schafften wir es ihn einzukreisen und zu fangen. Stress und Aufregung am Morgen - Na klasse! Allerdings war ich nun wach und packte mich nur kurz in einen dickeren Pulli und half schließlich bei der Stallarbeit. Das englische Wetter zeigte sich wie immer von seiner "besten" Seite. Regnerisch, kalt und grau. Gähnend stapfte ich mit einer Schubkarre voll Heu erst einmal zu dem Shettypaddock und schaufelte ein wenig Heu in die Futterkrippe, welche gleich in Beschlag genommen wurde.

      Anschließend lief ich in die Stutenstallung und began mit dem Misten der Boxen. Eine nach der Anderen. His Lady Lous, Märchenerzählerins, Blondies und Royal's Daydreams Boxen waren bereits fertig. Somit arbeite ich mich weiter durch. Als auch die restlichen Boxen von fertig waren, schnaufte ich auf. Heute kamen einige meiner Turnierreiter und Reitbeteiligungen weshalb ich mich nicht groß um das Bewegen der Pferde kümmern musste. Schließlch hatte ich noch viel organisatorisches zutun. Da der Hof langsam für die Zucht zu klein wurde, planten wir erneut einen Umbau und eine Erweiterung der Boxen, sowie Reitplätze und Weiden. Nachdem ich im Anschluss, gemeinsam mit 3, beziehungsweise 6 helfenden Händen auch den Hengststall komplett durchgearbeitet hatte, bereitete ich das Futter für den nächsten Tag vor und stellte mit geschlossenen Decke in den Trog. Die Pferde waren bereits alle draußen und würden bis zum Abend dort bleiben.

      Nach einer Pause und einem ausgewogenen großem Frühstück, lief ich wieder zurück in den Stall. Ich schnappte mir Strick und Halfter und holte einen der Neuankömmlinge von der Weide. Chou. Sie war eine alte neue, wie man sagen konnte. Ich hatte sie als Fohlen großgezogen und mehrmals verkauft. Sie hatte eine wunderschöne Zeit in ihrem Zuhause aber musste umständehalber wieder abgegeben werden. Da konnte ich es mir nicht entgehen lassen, diese Schönheit zurück zuholen. Sie war vor einigen Tagen angekommen und hatte sich prächtig von der langen Fahrt erholt und bereits super eingelebt. In meiner alten Stute DéjàVu hatte sie ebenfalls eine altbekannte Freundin wiedergefunden. Sie mochten sich schon damals besonders gerne und hingen bis heute aneinander. Ausgiebig beschöftigte ich mich nun mit ihrer Fellpflege und striegelte mit kreisenden Bewegungen über ihr zartes Fell. Einen Ausritt wollte ich ihr erstmal noch nicht zumuten, da sie dazu trotz ihrer Gelassenheit noch nicht ganz angekommen war. Jedoch würd dieser die Tage garantiert folgen.

      Zurück auf der Wiese preschte sie gleich gemeinsam mit Deja und Ronja los und genoss den restlichen Tag ihre Freiheit. Und gerade als ich auch Foggy Dew, eine bezaubernde Anglo Araber Stute von der Wiese zum Spazieren gehen holte, kam auch schon einer der Reitbeteiligungen und nahm Kiona mit auf den Putzplatz. Sie arbeite wunderbar it der kleinen Scheckstute und hatte schon einige Turnierplatzierungen mit ihr geholt. Auch unsere neue Trakehnerstute Windrose sollte langsam wieder an die Arbeit kommen und gemeinsam mit Ronja in der Dressur zeigen was sie können. Für mich stand fest - Potenzial ist definitiv da.

      Am späten Nachmittag arbeite ich noch ein wenig mit den Hengsten. Mit Dynjandi machte ich einen ausgiebigen Ausritt durch den Wald und anschließenden Strandritt, Gregor durfte ein wenig Platzarbeit leisten und Santino, der junge Reitponyhengst wurde fleißig longiert. Alle anderen hatten sozusagen ihren freien Tag. Arbeiten musste niemand mehr wirklich. Gelegentlich kleine Spaziergänge mit den beiden Junghengsten Elmo und Baccardi oder dem Classic Hengst D'Artagnan waren geplant. Ansonsten genossen unsere Pferde die frische englische Luft und ließen ihre Seele auf der weitläufigen Wiese baumeln.

      Erst am Abend kamen alle Pferde wieder in ihre Boxen und bekamen ihr Abendessen. Es war manchmal doch sehr viel Action auf dem Hof, selbst wenn nichts weltbewegendes passierte. Ich war wirklich dankbar fleißige und vor Allem zuverlässige Stallhilfen zu haben, die stets für das Wohl der Pferde sorgten.
    • AlfurElfe
      Pflegebericht für die Stuten | 5301 Zeichen | (c) Seimure

      Es war alles ruhig, als ich aus dem Auto stieg und die Kofferraumklappe öffnete, um meine Stallstiefel raus zu holen. Kein Wunder, es war erst sieben Uhr, und weit und breit war keine Menschenseele zu sehen. Ich ging den schmalen Weg durch den Wald zum Gestüt Porth Tyn entlang. Der Hof war anders als ich mir ihn vorgestellt hatte, aber gut anders. Ich warhier um mich um die Pferde von Floooh zu kümmern, da diese dieses Wochenende nicht auf dem Hof war und bei mir angefragt hatte, ob ich die Pferde heute versorgen konnte. Zu meiner Verstärkung sollte noch Joyce McConnor kommen, doch momentan war von ihr noch nichts zu sehen. Wir hatten uns die Arbeit so aufgeteilt, dass Joyce sich um die Hengste und die Wallache kümmern würde, während ich die Stuten versorgte.

      Nachdem ich mich auf dem Hof orientiert hatte, ging ich in den Stutenstall, in dem insgesamt elf Pferde standen. Floooh hatte mir per Whatsapp genau geschrieben, welches Futter die jeweiligen Pferde bekamen und was ich mit ihnen sonst noch machen sollte oder machen konnte. Das erste Pferd auf meiner Liste war Chou. Damit ich später nicht den Überblick verlieren würde, holte ich sie zuerst aus ihrer Box, um sie zu putzen. Chou war eine Quarterstute, die ich dank ihrer ruhigen und gelassenen Ausstrahlung sofort gerne mochte. Nach einer Vierterstunde war ihr hellbrauner Fell glänzend sauber und ich ging kurz in die Futterkammer, wo ich ihr ihre tägliche Portion Futter zusammenstellte. Während Chou noch fraß, holte ich schon Windrose, eine brauner Trakehnerstute aus ihrer Box. Auch sie band ich im Stallgang an, um sie zu putzen. Während sie an ihrem Heunetzt knabberte, machte ich ihr ihr Futter fertig, auf welches sie sich auch gierig stürzte. Nachdem Windrose aufgefressen hatte, brachte ich sie und Chou auf die Weide. Nun holte ich Foggy Dew, ein Anglo-Araber Jährling. Die junge Stute sollte ich nur putzen, denn Kraftfutter würde sie erst bekommen, wenn sie geritten wurde. Auch Foggy konnte schließlich auf die Weide und ich holte DéjàVu eine hübsche Classicpony Stute. Floooh hatte geschrieben, dass sie sehr tollpatschig war, aber als sie über die Holzschwelle zwischen Box und Gang stolperte, jagte es mir doch einen Schreck ein. Beim Putzen konnte ich jedoch beruhigt feststellen, dass sie sich nicht mal einen Kratzer am Bein geholt hatte. Auch Déjà freute sich über ihr Futter, und darüber, dass sie auf die Weide durfte, denn als ich den Strick vom Halfter abhakte, schüttelte sie ihren Kopf, schnaubte und galoppierte dann zu den anderen Stuten, die weiter hinten auf der Weide grasten. Das nächste Pferd das ich aus der Box holte, war Silmpy's Ronja. Obwohl ich Trakehner nicht gerade als meine Lieblingspferde bezeichnen würde, stachen mir ihr glänzendes braunes Fell und die gepunkteten Beinabzeichen beim Putzen positiv ins Auge. Ihr Futter fraß Ronja so schnell, wie ich es noch nie bei einem Pferd gesehen hatte und auch sie war kam auf der Weide, als sie auch schon zur Herde galoppierte. Die nächste Stute im Stall war Kiona, die wie DéjàVu ein Classicpony, allerdings mit geschicktem Fell, war. Die kleine Stute machte es mir beim Putzen ziemlich schwer, denn immer wieder stupste sie mich neugierig an oder durchsuchte mich nach Leckerlis, was schließlich dazu führte, dass ich ihr ihre Futter schon gab während ich sie putzte, damit sie mich wenigstens für ein paar Minuten in Ruhe ließ. Als Kiona schließlich auf der Weide war, holte ich Märchenerzählerin und His Lady Lou, welche ebenfalls Classicponys waren. Während die beiden fraßen, nachdem ich sie gründlich geputzt hatte, steckte Joyce ihren Kopf in den Stall. Ich kannte sie nur als unsere Tierärztin, aber Floooh war anscheinend gut mit ihr befreundet. Sie teilte mir mit, dass sie nun in den Hengststall gehen würde und entschuldigte sich für ihre Verspätung. Nachdem ich Märchenerzählerin und His Lady Lou auf die Weide entlassen hatte, legte ich eine kleine Mittagspause ein, denn mittlerweile war es schon fast zwölf.
      Um halb eins herum machte ich mich wieder an die Arbeit. Ich holte den Haflingerjährling Little Lioness aus ihrer Box. Genau wie Foggy Dew putzte ich sie nur, denn das, was sie auf der Weide fraß, deckte ihren Bedarf volkommen ab, da sie ja noch nicht im Training war. Auch die nächste Stute, HGT's Royal's Daydream, war noch jung. Allerdings bekam sie nach dem Putzen, welches Dank der vielen Spänestückchen in Schweif und Mähne ewig dauerte, schon Kraftfutter, bevor sie sich dann auf der Weide den Bauch noch voller schlagen konnte. Nun wartete nur noch eine Haflingerstute im Stall. Auch Blondie bekam eine ausführliche Fellpflege und ihr Futter. Die Stute hatte mir insgesamt bestimmt zehn Leckerlis entlockt, aber trotzdem durfte auch sie auf die Weide. Mittlerweile hatten sich die Pferde auf der Wiese verstreut und grasten friedlich. Ich beschloss, mir die Gegend genauer anzusehen und wanderte den ganzen Nachmittag lang über ruhige Waldwege. Gegen sieben Uhr kam ich wieder auf den Hof, denn jetzt mussten die Pferde wieder reingeholt werden. Immer zu zweit führte ich sie zurück in den Stall, wo ich, nachdem alle drinnen waren, ihnen die Heunetze für die Nacht füllte. Mittlerweiler war es stockduster draußen. Ich verabschiedete mich von Joyce und den Pferden, dann machte ich mich auf den Heimweg.
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  • Album:
    ~ Stuten ~
    Hochgeladen von:
    Floooh
    Datum:
    29 Juni 2013
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  • [​IMG]
    Rufname: Dicke
    ----------------------
    Abstammung
    Von: Andy / 88% Haflinger
    Von: Anker
    Aus der: Ondora ~*p*


    Aus der: Babsi / 100% Haflinger
    Von: Nelfried
    Aus der: Besse


    Geboren: 1989
    ------------------------------------------
    Aussehen
    Rasse: Haflinger
    Geschlecht: Stute
    Fell: Fuchs
    Langhaar: Weiß
    Abzeichen: Breite dgd. und in beide Nüstern verlaufene Blesse, Weißes Kinn und Unterlippe
    Stockmaß: 1,53m
    -----------------------------
    Charakterbeschreibung
    Charakter: kleinen wenig zickig, lieb, gelassen, treu
    Beschreibung: Blondie ist an sich eine sehr liebe und gelassene Stute. Ängste hat sie keine, daher ist sie im Gelände ein Traum, wär da nicht das andere Problem. Ist man mit mehr als 2 Pferden unterwegs, will sie sich immer wieder den vordersten Platz erkämpfen und benötoigt eine starke Hand. Ist dies nicht der Fall, wird sie schnell und könnte gelegentlich mal machen was sie will. Sie schließ Menschen nicht immer sofort ins Herz. Wenn sie es aber doch wen richtig ins Herz schließt wiehert und brummelt sie einem zu und geht mit einem durchs Feuer. Ansonsten ist sie eine kleine Zicke, die eine Vorliebe für allerlei Leckerchen hat.
    Geeignet für: Anfänger, allerdings benötigt man bereits Erfahrung und Durchsetzungsvermögen
    Rang: Hoch
    ------------------------------------
    Besitzerdaten
    Besitzer: Floh
    V
    orbesitzer: //
    Ersteller: Janina2604
    VKR: Janina2604

    Gekauft am: 9.01.2011
    --------------------------------

    Qualifikationen
    Springen: E
    Military: E
    Dressur: E
    Western: E
    Galopprennen: E
    Distanz: E
    Fahren: E

    Eingeritten:
    Ja
    Eingefahren: Ja
    Reitstil: Dressur, Freizeit
    ----------------------------------

    Zuchtdaten
    Geschlecht: Stute
    Rasse: Haflinger / 100%
    Typ: Kleinpferd
    Zuchteinstellung: //
    Nachkommen: //
    Schleife: 2. Platz Herbstturnier Dressur 2011
    ------------------------------

    Restliche Informationen
    Zustand: Sehr gut
    Tierarzt: //
    Letzter Besuch: //
    Zustand: Sehr gut
    Hufschmied: //
    Letzter Besuch: //

    Reitbeteiligung:
    //