Cascar

Blomquist

Hengst | Achal Tekkiner | * 15.07.2017 | im Besitz seit 15.07.2017 | gekört: nein | gechippt: nein | geimpft: nein | Decktaxe/Leihgebühr: - (4 Punkte)

Blomquist
Cascar, 15 Juli 2017
Kathrin Pirett, adoptedfox und Veija gefällt das.
    • Cascar
      Geburt von Blomquist
      [15.07.2017]

      Als ich am Samstagmorgen des 15. Julis friedlich, wenn auch alleine in unserer Küche frühstückte, war es wiederum Oliver, der zu mir in das Haus spurtete. Er erschreckte mich höllisch, sein Atem ging stoßweise - wahrscheinlich war er gerannt. "Schnell! Nellys Fohlen!" - und ich reagierte blitzschnell. Das Nutellabrot ließ ich fallen, nahm im Gehen meinen Pulli vom Haken und schlüpfte vor der Haustür eilig in die Crocks. Dann rannten wir beide zusammen zum Südstall, wo sich eine kleine Traube Menschen um Charelles Box gebildet hatte. Alle waren so leise wie möglich, unterhielten sich aber hin und wieder flüsternd, um das Geschehen zu kommentieren. Dabei waren neben meinen Eltern und Opa auch Paul, Ann, Diego und - ich glaubte meinen Augen nicht zu trauen - Ruby! Und zwar im Stehen, mit Krücken. Zu sehr freuen konnte ih mich in diesem Moment nicht, denn meine Aufmerksamkeit galt dem hellgrauen Fellhaufen im Stroh. Ich raunte deshalb allen nur einen Gruß zu, bevor auch ich mich an die Gitterstäbe der Box drängte.
      Nelly war nassgeschwitzt, hatte den Großteil der Geburt aber schon hinter sich. Alles schien gut zu verlaufen; das Fohlen lag bereits bis zu den Schultern im Stroh und hob hin und wieder seinen kleinen, beinahe schwarzen Kopf. Ich lächelte angespannt und atmete tief durch, als Nelly mit einer letzten großen Anstrengung auch den restlichen Leib ihres Fohlens hervorbrachte. Die Nabelschnur riss, als sich die Mutterstute im Stroh umbettete und ihr Fohlen mit der rosa Zunge abzulecken begann. Das Kleine selbst hob gleich den Kopf und schüttelte ihn ein paar Mal, bevor es uns mit geblähten Nüstern und großen Augen betrachtete. Ich lächelte den Pferden zu und nichts als Freude füllte mein Herz. Neben mir legte mir Ann ihren Arm um die Schuter und drückte mich an sich. Ich lächelte ihr zu. "Na? Alles gut?", fragte sie und ich nickte. Erst da bemerkte ich, dass Tränen meine Wangen bedeckten. Doch dieses Mal waren es ausschließlich Freudentränen.
      Die folgenden Stunden sahen wir dem jungen Kerl - es war tatsächlich ein Hengst - bei seinen Aufstehversuchen zu und nahmen schließlich erleichtert zur Kenntnis, wie er zum ersten Mal die nahrhafte Milch bei seiner Mutter trank. Alois und Jeannine, meine Eltern, wandten sich schließlich lächelnd zu mir um. Auch meine Mum weinte. "Cascar, zu deinem 18. Geburtstag … würden wir dir gerne dieses Fohlen schenken. Wie du ja schon weißt. Seinen Namen darfst du dir aussuchen, seine ganze Ausbildung aber und sein Wohlergehen liegt in deinen Händen. Sieh es als Zeichen der Verantwortung, die du in Zukunft, als Erwachsene, zu tragen haben wirst und dieses Pferd als einen unerschütterlichen Freund." Nachdem Dad geendet hatte, umarmte ich ihn und alle anderen irgendwie auch. Das war das bisher schönste Geburtstagsgeschenk, das ich je bekommen hatte.
    • Cascar
      Sammelbericht
      [04.08.2017]

      Es ist tatsächlich sehr zu merken, wenn ein paar Leute in den WCS fehlen. Weniger wegen der Betriebsamkeit auf dem Hof, als vielmehr im Aufgabenpensum eines jeden Pflegers. Ich, Oliver, muss allein heute fünf Pferde reiten und Diego, Ruby's Bruder, ist der einzige, der mir dabei helfend zur Seite steht. Abgesehen davon sind es die Winterscapes selbst, also Jeannine und Alois, sie sich um die Pferde kümmern.

      Wir treffen uns zu unserer alltäglichen Monsteraufgabe früh morgens am Wohnhaus der Stallbesitzer. Dort einigen wir uns darauf, wer wo und was füttert. Mit diesem Arbeitsteil sind wir gegen sieben fertig; alle Pferde mampfen friedlich ihr Kraftfutter und Heu; die Paddocktüren sind schon sperrangelweit geöffnet, als die Sonne über die Baumwipfel des Geländes steigt.
      Jetzt können wir uns der Pflege widmen. Unser Programm starten wir im Südstall. Zu vier tauchen wir dort auf und jeder schnappt sich ein Pferd - Alois CH's Unglück, Jeannine nimmt sich Charelle an und ich sehe bei Devrienterreuth vorbei.
      Ruby's Stute hat sich mittlerweile zwar seelisch ganz gut von ihrem Sturz erholt, einen gesunden Appetit und ist auch sonst hellwach und eifrig bei der Physiotherapie, allerdings ist ihr die körperliche Beeinträchtigung sehr anzumerken; Devri ist etwas schmaler geworden und lahmt immer noch stark vorne rechts. Um das kranke Bein zu schonen, Binde ich die Stute deshalb heute im hohen Stroh ihrer Box an und widme mich ausgiebig der Fell-, Huf- und Langhaarpflege. Außerdem wechsle ich behutsam den Verband; die Fäden sind schon gezogen, er dient jetzt nur noch als Schutz für die frische Haut, damit Devri sie nicht abschuppert.
      Die Pflege an Devri übernehme ich nun schon seit einigen Wochen - Ruby sitzt mit ihrer Wirbelfraktur noch immer im Rollstuhl und kommt einmal in der Woche vorbei, um nach ihrer Stute zu sehen. Sie bekommt die Fortschritte ihres Pferdes so ganz sicher und erfreut mit und es tut ihr leid, dass wir uns nun auch noch um diesen Einsteller kümmern müssen. Aber ich mache das gern, zumal Devri ein recht dankbares Pferd ist - so bemüht sie sich auch heute, still zu halten und auf der alltäglichen Spazierrunde über den Hof zügig neben meiner Schulter herzugehen. Wir lassen uns damit Zeit, sind aber schließlich wieder im Südstall angelangt. Dort glänzt Charelles Fell bereits wieder und Blomquist, ihr Fohlen trinkt ab und zu mal, taperte ansonsten aber übermütig auf der Stallgasse herum. Er beäugt mich neugierig, als ich Devri in ihre Box bringe und das Halfter abnehme. Dann wende ich mich dem Jungspund zu: "Na du?" Als ich in die Hocke gehe, kommt das gecheckte Hengstfohlen zutraulich, aber vorsichtig auf mich zu und lässt sich die Nase streicheln. Ich rede leise mit ihm, muss mich aber schließlich verabschieden - die Arbeit ruft und die erwachsenen Stuten Unglück und Nelly sind fertig geputzt. Auf die Weide werden sie in Sichtweite von Devris Paddock von uns bieten zusammen gebracht.
      Danach gehe ich mit Diego in den Turnierstall. Dort erwartet uns Cascars Stute Spearmint mit ihrem Fohlen Spearmint's Cavale Miellée sehnsüchtig und lässt sich öußdrst bereitwillig, wenn auch etwas träge aufhalftern und vor dem Stall anbinden. Diego putzt sie anschließend und albert ein wenig mit Walli herum, während ich im Stall Spotted Frischkäse putze. Die junge Ponydame ist ruhig und entspannt und wird später am Tag noch auf eine Longenrunde entführt werden.
      Mit ihr in der Box war Lucifer, unser Waisenkind. Er hat heute schon mehrmals die Flasche bekommen. Von mir bekommt er deshalb seine dritte Mahlzeit und außerdem bürste ich ihn sorgsam mit einer weichen Fohlenbürste. Er grummelt daraufhin leise und wohlig.
      So können wir dieses zusammengewürfelte Vierergespann schließlich auch auf die Weide entlassen und zwar auf die der Tekkinerstuten. So haben auch die Fohlen einander und die "Großen" können in Ruhe das saftige Gras genießen.
      Nun geht es für uns alle zu den Stuten in den Stallungen im Nordes des Geländes. Ich treffe dort auf Cheetah. Die Rotbraune sieht mir schon zeitig neugierig entgegen und lässt sich enthusiastisch aufhalftern und putzen. Sie ist heute die erste, die ich reite - bevor stehen uns knappe anderthalb Stunden Arbeit auf dem von der Sonne aufgeheizten Reitplatz. Mit uns sind Alois und Razita da und nach einiger Zeit und zu meiner Überraschung auch Carina und ihre Stute Earl Grey's Darjeeling. Im Großen und Ganzen verläuft das Training entspannt und recht ereignislos; ich bin zufrieden mit Cheetah, als ich sie wenig später auf die Weide bringe.
      Es ist jetzt Mittag und nach einer kurzen Pause geht's zum Hengststall. Jeannine putzt dort bereits Klappstuhl, an dem sie einen Narren gefressen hat, und Diego widmet sich ganz der Fellpflege und auch der Bewegung in Form des Reitens von Empire of Darkness. Ich selbst begrüße meinen Hengst Empire of Grace, der mir übermütig, aber mit gespitzten Ohren entgegen sieht. Ich streichle seine Stirn, dann üben wir beim Putzen und Spazieren ausgiebig Disziplin.
      Zuletzt an diesem Tag steht der Tekkenstall bevor, im Osten. Er ist aufgrund des Wanderritts in Europa mächtig ausgedünnt - Kazoom und Distraction sind nämlich nicht da. Ansonsten putze und longiere ich hier Yacedor Gepir. Der Cremefarbene macht elanvoll mit und scheint sich während der Abwesenheit seiner Reiterin, Ann, von der besten Seite präsentieren zu wollen. Nach der Bewegung darf er zu den übrigen Hengsten auf die Weide. Nun fehlen nur noch Cyclone und Worgait.
      Ich nehme mir zuerst Letzteren vor: Der Falbe sieht mir etwas skeptisch entgegen. Abgesehen davon finde ich aber, er ist den Menschen viel zugänglicher geworden. Seit unser Freund und Pferdeflüsterer Matt regelmäßig mit ihm arbeitet, ist er nicht mehr das schwierigste Pferd im Stall. Und nur aus diesem Grund kann ich den Hengst auf der Stallgasse anbinden und recht problemlos - bis auf die Bauchregion und den Kopf - putzen und die Hufe auskratzen. Auch mit Worgait gehe ich des Weiteren in das Roundpen und lasse ihn sich kontrolliert und mit teilweise zu mir gewandten Ohren die Beine vertreten. Nach einem angefügten Lob darf er dann auf die Koppel.
      Im Oststall macht nun nur noch Cyclone ordentlich Radau. Der große Hengst dreht Runden auf Paddock und Box und lässt sich von mir zwar widerwillig aufhalftern, aber nicht beruhigen. Das führt zu einer Konfrontation vor dem Stall, wo ich den Lieben einmal so konsequent rückwärts richte, dass er danach nur noch zögerlich versucht, mich zu überholen. So schaffe ich es auch mit ihm an den Anbindebalken und irgendwie durch die Putzprozedur und auf die Weide. Auf dem Rückweg kommt mir dann Alois mit Hic Rhodus, hic salta!, Paul's Ardennerhengst entgegen. Auch sein Fell ist augenscheinlich geputzt und er wird als letzter zu den anderen Hengsten auf die Weide entlassen. Gegen 16:00 sind so endlich alle Vierbeiner versorgt - aber die Boxen noch nicht ausgemistet. Das und das Anrichten des Futters ist tatsächlich erst gegen 20:00 vollbracht. Ich bin erleichtert, als es Alois ist, der am Ende des Tages äußert, wir bräuchten mehr Personal auf dem Hof, um die ganze Arbeit zu stemmen.
    • Cascar
      Weihnachten
      [24.12.2017]

      Weihnachten ist ja eigentlich immer ein Grund zu feiern. Es heißt aber auch, vor dem Vergnügen kommt die Arbeit und genau so ist es im Winterscape Stud: Weihnachten bedeutet vor allem die alltägliche Arbeit. Heute allerdings erschwerend hinzu kommt, dass der Boden des Reitplatzes seit gestern gefroren ist und er deshalb kaum mehr benutzbar ist. Außerdem ist Alois noch unterwegs, kann uns Stallmenschen also nicht helfen. Ich vermute, er ist in Auckland und kauft Weihnachtsgeschenke.
      Obwohl in dieser Hinsicht wirklich mehr als genug Arbeit vor mir und meinen Freunden liegt, bin ich fröhlich. Das liegt zum einen bestimmt an Weihnachten, zum anderen an dem lautstarken Gewieher der Pferde, als ich den Stall an unserem Haus betrete. Wie immer zaubert mir das ein Lächeln ins Gesicht - da weiß man doch gleich, wozu man am Morgen aufgestanden ist.
      Gefüttert sind die Stuten und Lucifer schon, das hat Oliver schon vor sieben Uhr gemacht. Ich bin nun in erster Linie hier, um mich um meine Schätze zu kümmern. Meine Mum begleitet mich, während Tommy drinnen auf die Weihnachtsgans im Ofen für morgen aufpasst. Die ist also schonmal nicht mein Sorge.
      In meinem Schaffensfeld aber steht zum Beispiel meine heißgeliebte Spearmint. Die gescheckte Stute wartet förmlich darauf, dass ich sie aufhalftere und - ohne ihr Fohlen - auf die Stallgasse führe und anbinde. Spearmint wird von mir nur mit Kraftfutter versorgt und geputzt, mehr mache ich mit ihr immer noch nicht. Dazu sind Mutter und Kind noch zu fixiert aufeinander. Die Scheckin genießt es trotzdem sichtlich, dass ich sie betüdle und macht anschließend auch keine Probleme, als ich Spearmint's Cavale Miellée - kurz "Walli" - ebenfalls anbinde und putze. Die junge Stute ist mächtig gewachsen, sie ist ja genau so alt wie Lucifer. Auch ihre Mähne beginnt langsam zu kippen und ist zu meiner Freude alles andere als dünn. Bei dem Papa sollte das auch so sein. Ansonsten ist die Liebe sehr aufgeweckt und auch heute verdammt hibbelig. Ich bin heilfroh, Spearmint und ihr Kind dann auf die Koppel hinter dem Stall entlassen zu können.
      Wenig später folgen den beiden dorthin Versatilely Gold und Spotted Frischkäse. Der Ponystute hat sich Jeannine angenommen, während ich mich um die alte Araberin kümmerte. Wobei VGold ja alles andere als senil ist - sie ist zwar ruhig, gelassen und döst gerne während des Putzens, hat aber nach wie vor einen ordentlichen Appetit und ordentlich Feuer unter dem Hintern. So ist es auch primär sie, die man auf der Weide beim Spielen mit Walli beobachten kann.
      Als ich nach dem kurzen Weidenbesuch in den Stall zurückkehre, kommt mir meine Mum mit der frischgeputzten Cheetah entgegen. Dann ist nur noch Lucifer übrig, der ganz wild Runden in seiner Box läuft und lauthals wiehert. Ich beruhige ihn mit Mühe, aber letztendlich doch, überrede ihn schließlich mit einer Möhre und seiner täglichen, verbliebenen Milchration aus der Flasche. Danach ist er schon wieder ansprechbar und wir können friedlich zur Fellpflege und zu einem kleinen Spaziergang schreiten. Letztendlich hat es aber auch dieser Schecke geschafft und darf zu seiner besten Freundin Spotti auf die Koppel.

      In der Zwischenzeit haben - wie ich mitbekomme - Ann und Oliver schon fast den Ganzen Südoststall auseinandergenommen: Worgait und Cyclone stehen schon geputzt auf dem Paddock schräg gegenüber des Wohnhauses und ich sehe hinter den geöffneten Paddocktüren zwei Schatten die Boxen ausmisten. Ich zögere nicht lange und geselle mich zu den Beiden. "Ahoi!", sagt Olli, als ich einen Gruß in den Stall rufe und mir eine Mistgabel schnappe. In dem Moment kommt auch Jeannine und beginnt, Kazooms ohnehin schon spiegelndes Fell noch glänzender zu putzen. Der Tekke bekommt daraufhin eine Decke auf den Rücken und wird auch auf die Weide gebracht. Mehr Arbeitsaufwand haben nach dem Putzen Distraction und Gepir. Der Rappe wird von mir geputzt und gesattelt, Ann nimmt sich ihrer Reitbeteiligung an und wir begeben uns zusammen für eine Runde um die westlich liegende, große Koppel auf den Feldweg. Vorrangig gehen wir Schritt und Trab, verbringen aber vor allem gut Zeit mit unseren Pferden. Als wir zurückkehren, ist Olli gerade fertig damit, Ashqar zu putzen. Der Araber hat quasi - wie Kazoom - Winterferien und ich nehme ihn dann mit Dizzy und Gepir mit auf die Weide. Im Stall ist dann nur noch unser Cherti, der unter der Abwesenheit seiner Freunde zunehmend unruhig wird und den ich deshalb am Anbindebalken auf dem Hof putze und sattle, im Sichtkontakt mit Cyclone und Worgait. Da wird Cherti auch wieder entspannter und ich gehe auch mit ihm noch eine Runde, bevor der Hengst auf die Koppel darf.
      Als ich dann auf den Hof zurückkehre, ist es schon nach 15:00 und die Sonne neigt sich bereits dem Horizont entgegen. Ich mache mich auf die Suche nach meinen Freunden und finde sie an der Stutenkoppel. Die Pferde des Hauptstalls sind nämlich heute Morgen direkt auf die Weide gegangen und werden jetzt erst zurechtgemacht, bevor sie wieder in ihre ausgemisteten Boxen dürfen. Dazu gehören unter anderem Himmawallajugaga, die ich zusammen mit Charelle und so auch Blomquist an den Anbindebalken im Windschatten des Stallgebäudes nehme. Dort macht sich Olli an Himmis kurzem Fell zu schaffen, ich kümmere mich behutsam um Mutterstute und Fohlen. Blomquist ist nämlich der jüngste und an das Absetzen ist noch gar nicht zu denken. Nelly passt auch auf ihn auf wie ein Fuchs. Deshalb dreht sie sich während des Putzens ständig um die Vorderhand, um ja ihren Sohn im Blick zu haben. Ich mache da mal geduldig mit - es ist ja Weihnachten - und atme sehr erleichtert auf, als Charelle fertig ist. Blomquist holt sich dann erstmal eine Milchration ab, dann dürfen alle drei Pferde - auch Himmi - in den warmen Stall. In der Zwischenzeit sind dort bereits auch CH's Unglück und Earl Grey's Darjeeling eingetroffen - zu meiner Überraschung geführt von Carina. Ich begrüße sie herzlich, nachdem die Pferde weggebracht sind und wünsche ihr frohe Weihnachten.
      Dann geht es wieder an die Arbeit. Jeannine holt und putzt Devrienterreuth, die mittlerweile langsam wieder fit ist, und Carina und ich begeben uns mit Ann und Oliver in den letzten Stall, den Südweststall. Auch dort sind die Boxen schon ausgemistet, die Hengste, die hier wohnen, tummeln sich zufrieden auf den Offenstallweiden zur Straße hin. Und sie sind natürlich richtig schön dreckig. An erster Stelle steht da Hic Rhodus, hic salta!. Er ist gleich zwei Nuancen hellbrauner durch den verkrusteten Schlamm und wird deshalb zielstrebig von Carina zum Putzen in die Stallgasse gezogen. Ich wähle kurzerhand Empire of Darkness und Oliver überlassen wir damit sein Pferd Empire of Grace. Während des Putzens bekommen die Hengste gleich ihr Futter - nach den genannten auch der gute Klappstuhl und Bem-Te-Vi. Damit sind dann alle Pferde versorgt und ich atme mehr als erleichtert auf, als ich die letzte Boxentür schließe. Mehr Personal ist definitiv ein Verbesserungspunkt für 2018.
      Es ist schon 18:00 und ich beeile mich an diesem Abend, noch duschen zu gehen, bevor wir zur Weihnachtsmesse nach Auckland fahren. Die Bescherung im Kreise meiner Familie wird wohl noch ein paar Stunden auf sich warten lassen …
    • Cascar
      Bericht
      [06.01.2017]

      "Fallen Sie langsam!", sagt mein Dad scherzhaft, als wir zusammen den Weihnachtsbaum aus dem Haus tragen und ich dabei über die Türschwelle stolpere. Ich falle nicht dabei, sondern kurz daraus, als Kira aus dem Haus geschossen kommt und unbedingt zwischen meinen Beinen hindurchrennen muss. Ich tue mir natürlich nichts, klopfe nur den Dreck vom Po und nehme den Baum wieder auf. Wir tragen ihn zur Ausfahrt, damit er da von der Weihnachtsbaumentsorgung mitgenommen werden kann. "Fein, geschafft.", meint Alois da gut gelaunt. "Ja - fein. Da hast du ja jetzt Zeit, deinen Hund zu erziehen.", sage ich zynisch. Mein Dad lacht leise, er weiß wohl, dass ich unmöglich so hart gegenüber Kira sein kann. Aber das ist mir egal.
      Ich mache mich auf den Weg zu dem Paddock, der schräg gegenüber unseres Wohnhauses liegt. Dort stöbern Blomquist und Chatelle im Sand. Weil ihrer beider Fell recht paniert vom letzten Koppelgang ist, beschließe ich kurzerhand, die zwei zu putzen.
      Zuerst räume ich mir dafür Putzzeug und Halfter auf den Hof, dann wird Charelle aufgehalftert und am Balken angebunden. Blomi zieht seine Runden und sieht ab und an bei uns vorbei.
      Ich beginne also mit dem Fell, fahre mit den Hufen fort und schließlich Ende ich beim Langhaar. Besonders den Schweif von Nelly verlese ich gründlich.
      Die Stute indes scheint das Gewusel um sich zu genießen - wenn sie auch nie zu 100% entspannt. Mindestens ein Ohr - wenn nicht sogar zwei und beide Augen - sind ihrem Sohn zugewandt. Eben eine ganz vorbildliche Mama.
      Ich klopfe Charelles Schulter, nehme dann ein Fohlenhalfter und begeben mich zu Blomquist. Das Fohlen schlägt mit dem Schweif und kommt dann zielstrebig zu mir. Es scheint neugierig. Kurzerhand versuche ich mich mal am Anlegen des Halfters. Das findet der Schecke gar nicht gut, bleibt aber bei mir, deshalb setzte ich auf umfassende Streicheleineiten am Kopf und - Geduld. Nach glatten zwanzig Minuten döst der kleine Hengst vor sich hin und es ist plötzlich gar kein Problem mehr, das Halfter zu verschnallen. Ich rede weiter mit und streichle das junge Pferd, dann mache ich das Halfter wieder ab. Zwei Minuten genügen zum Anfang.
      Das Ende vom Lied ist dennoch, dass ich mit dem Putzteug zu Blomi gehe. Das Gebürstet findet der Hengst dann doch aufregend und äußerst spannend, nur die Geduld ist ganz schnell abhanden gekommen, deshalb bleibt es bei einem groben überputzen.
      Mama und Kind bringe ich daraufhin wieder auf den Paddock - beide mit nunmehr sauberem Fell.
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  • Album:
    WCS - Hauptstall
    Hochgeladen von:
    Cascar
    Datum:
    15 Juli 2017
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  • Stallinterne Informationen
    _________________________________

    Zuchtname des Pferdes: Blomquist
    Rufname(n): Blomi
    Besitzer: Cascar Winterscape
    Reitweise:
    Vorbesitzer:
    Vorkaufsrecht: Cascar

    Tierarzt: Eddi Caen
    Hufschmied:
    Ausbilder: Cascar Winterscape
    Reitbeteiligung:

    Stall: Südstall
    Weide: immer zusammen
    mit Charelle
    Einstreu: Stroh
    Futter: wird gesäugt
    Anmerkungen: bitte
    reichlich Streu verwenden!

    Portrait:


    Abstammung
    _________________________________


    Von: Burggraf
    Bandit x Prinzessin von der Erbse

    Aus der: Charelle
    Vancouver x Alazar

    Zur Zucht zugelassen:

    Züchter: Cascar
    Eingetragene Zucht:
    Akhal Teke Breeding Association (ATBA)
    / Winterscape Stables (WCS)
    Gencode: Ee Aa Gg Toto Oo
    Vererbung: n. g.
    Nachkommen:


    Exterieur
    _________________________________

    Geschlecht: Hengst (männlich)
    Geburtsdatum: 15.07.2017
    Rasse: Achal Tekkiner
    Herkunft: Neuseeland

    Stockmaß/Endmaß: ca. 155 cm
    / im Wachstum
    Art: Pferd
    Typ: Vollblut / (Fohlen)

    Fellfarbe: Porzellanschecke (schimmelt aus)
    Langhaar: grau, weiß
    Abzeichen: Flocke; v. l. weißer Kronrand;
    v. r. hochweiß gestiefelt; h. r. Socke
    Sonstige Erkennungsmerkmale: gestreifte Hufe


    Interieur
    _________________________________


    freundlich ◆◆ bösartig

    introvertiert ◆◆◆ extrovertiert

    intelligent ◆◆◆ unintelligent

    selbstbewusst ◆◆◆ unsicher

    sozial ◆◆ unsozial

    nervös ◆◆◆◆ beständig

    ausgeglichen ◆◆◆◆ unausgeglichen

    temperamentvoll ◆◆◆◆ ruhig

    aufmerksam ◆◆◆◆ unaufmerksam

    streitlustig ◆◆◆ friedlich

    naiv ◆◆ dominant

    loyal ◆◆◆ untreu

    arbeitsfreudig ◆◆◆◆ faul

    geduldig ◆◆◆ ungeduldig


    Charakterbeschreibung: Blomquist vereint gewissermaßen die Eigenschaften seiner Eltern.
    Zum einen ist er sehr liebenswert, neugierig und aufgeschlossen und somit chrakterlich
    herzerwärmend. Allerdings ist er auch recht sensibel und stressanfällig. Von seinem Vater
    Burggraf hingegen erbte er einen unerschütterlichen Ehrgeiz und Stolz sowie Intelligenz -
    Eigenschaften, die es dem Reiter ermöglichen, eine enge Bindung zu seinem Pferd aufzubauen.
    Zudem ist Blomquist alias "Blomi" recht verträglich mit anderen Pferden, Menschen und auch
    Kindern oder bspw. Hunden. Grundsätzlich geht er nicht skeptisch oder abgeneigt auf neue
    Gesichter zu - angelegte Ohren sind hier Fehlanzeige.

    Geschichte: Blomquist wurde in Neuseeland geboren und lebt bis heute dort. Der Hengst ist das
    erste Tekkiner-Zuchtfohlen der WCS und trägt somit den Stolz der Familie. Er wird nun den
    Sommer mit anderen Stuten und Fohlen auf der großen Weide mit Offenstall verbringen und in
    einem knappen Jahr von seiner Mutter getrennt werden. Das später einmal anfallende Training
    wird sich zum einen in Richtung Distanz entwickeln, zum anderen in die des Springens.
    Grundsätzlich wird "Blomis" Zukunft viele verschiedene Facetten zur Schau tragen


    Qualifizierungen & Erfolge
    _________________________________


    Eignung: Springen, Distanz

    Springen: E A L M S S* S**
    Military: E A L M
    Western: LK5 LK4 LK3 LK2
    Distanz: E A L M S S* S** S***

    Galopprennen: E A L M S
    Fahren:

    Dressur: E A L M S
    Gangreiten:
    Wendigkeit: E A L M S

    Turnierbedingter Aufstieg | Trainingsaufstieg | Potential

    Auszeichnungen: ✘


    Ausbildungsstand
    _________________________________


    Fohlen ABC:
    Longiert:
    Eingeritten:
    Eingefahren:

    Beurteilung: Blomquist ist noch zu jung für die Arbeit,
    zeigt aber Interesse am Menschen und einen gewissen Ehrgeiz.

    Gelassenheitstraining:
    Hindernisgewöhnung:
    Hängergewöhnung:
    Startboxgewöhnung:

    Roundpen: n. g.
    Reitplatz/Reithalle: n. g.
    Gelände: n. g.


    Gesundheitszustand
    _________________________________

    Gechippt:
    Geimpft:
    Bekannte Krankheiten:
    Anmerkungen: Noch kein
    Tierarztbesuch vorgenommen

    Hufzustand: gut
    Prüfstand:
    Beschlag vorn:
    Beschlag hinten:
    Anmerkungen: Noch nicht schmiedtauglich;
    Behandlung der Hufe noch nicht notwendig