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Quinzel

Bintu Al-Bahri

Arabisches Vollblut, gekört

Bintu Al-Bahri
Quinzel, 31 Jan. 2018
sadasha gefällt das.
    • Quinzel
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      Fotos:
      Bintu früher:
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      Bintu an der Körung
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      Bintus Showhalfter
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      Alte Berichte:

      sweetvelvetrose
      Bintu an der HK 164 für Braune

      Bintu Zappelte unruhig rum und ich hatte mühe ihn stehen zu lassen entlich wurde meien start nummer aufgerufen und ich ritt in einem elganten versammelten trab in die halle hielt bei X an udn grüßte freund lich lächeldn die richter , Bintu sptizte aufmerksam die ohren und blähte leicht die Nüstern, ich ritt dann wieder im trab locker ien Runde und wechselte dann durch die gnaze Bahn und glaoppierten im arbeitsgalopp an bintu machte einen elganten aber leicht übertrieben satz zum angoppieren dann ritten wir auf der anderne Hand im felißigen trab weiter zeigten schalngenlienien 4 Bögen mit eine korrekten stellugn des PFerdes Bintu zeigte seine tolslten schwungvollsten gänge und war ernärgisch bei der sache .
      Nach den Vier bögen zeigten wie eien voll versammelte Volte udn glaoppeirten dann an und zeigten einen einfachen Galoppwechsel dananch vollführte Bintu eine perfekte Hinterhahandswendung, im Trab zeigte ich nun das Große ivereck udn dna das verkleienrte und vergrößerte immer mit eienr sanften biegung im Pferd Bintus Muskeln speilten unter seinem braunen felle und ,man konnte sichn un gut vorstellen das er eine ernorme kraft hatte die er gut einzusetzten wusste:
      Jetzt Parrierte ich druch zum schritt udn ritt zum Punkt X dort leiß ich Bintu steigen, er zeigt hier wie mächtig er doch war und ich ritt wieder an nach dem er sicher wieder gelandet war drei schritte dann verabschiedetet ich mich wieder on den richter versammelt udn endel stand der braune Araber hengst da udn wartet auf das nächste Komando diese lautet angloppierne und da Tat er auch ja das leibte er aGloppiern war das was er gern mahcte versammelt mit gespitzen ohren und gelähten nüstern so ging es eien runde dann parrierte ich durch zum trab und lekte den stolzen hengst aus der Halle. Draußen lobte ich en Araber ausgiebig.
      11 Dez. 2008

      Chucky
      Bintu an der HK ? für Braune

      Ich ritt mit meinem schönen Araberhengst Bintu Al-Bahri im Schritt in die Halle. Ich hatte ihm sein neues Reitset aufgemacht. Ich hielt bei X und grüßte die Richter. Ich ritt 3 Bahnen im Trab. Ich trabte leicht. Ich lobte Bintu da er keine faxen machte. Ich hatte ein sehr gutes Gefühl das Bintu keine Fehler machen wird. Nach den drei Bahnen ritt ich bei A einen Zirkel. Ich konnte mein Gleichgewicht gut halten. Dann ritt ich mit Bintu durch die Bahn wechsel. Alles klappte gut. Ich lobte Bintu und streichelte ihm am Hals. Dann gallopiert eich an. Ich galoppierte die Figur durch die Ecke kehrt. Dann zeigte ich eine Piaffe. Bintu trabte perfekt auf der Stelle. Ich stieg ab und machte die Steigbügel hoch und nahm die Zügel. Ich stellte Bintu so hin das die Richter ihn sehr gut sehen können. Ich drehte ihn ncoh einmal andersherum. Dann fing ich an über ihn zu erzählen: „Bintu Al-Bahri ist ein sehr mutiger Araber Hengst. Er hat ein Herrvoragendes Temperament. Für eine Zucht wäre er super geeignet. Er ist seid seiner Geburt schon immer etwas anders als die anderen Hengste gewesen. Er war viel liebevolle rund nicht so grob.“ Ich nickte kurz was bedeuten sollte das ich fertig war. Die Richter nickten zurück. Dann machte ich die Steigbügel runter und schlug die Zügel wieder über. Ich lobte ihn dann stieg ich auf. Ich ritt eine Bahn im Trab. Ich trabte leicht und hatte eine perfekte Haltung. Ich lobte Bintu und hielt bei X. Ich verabschiedete mich von den Richtern. Dann ritt ich im schnellen Trab aus der Halle.
      29 Jan. 2009

      Edfriend
      Normalität kehrt ein?

      Inzwischen ließ sich Lulu zumindest schon von der Box zur Weide und wieder zurück bringen. Dennoch war sie misstrauischer denn je und das Halfter trug sie immer noch. Denn aufhalftern ließ sie sich nur mit viel Zureden und Leckerlies und dafür hatte man auf so einem großen Hof keine Zeit. Selbst Lauren war schon die Lust vergangen, sich mit der Stute abzukämpfen. Heute wollte ich wieder mit ihr arbeiten. Diesmal etwas spazieren gehen, damit sie lernte, ruhig neben einem Menschen herzulaufen. Noch war ich recht motiviert, aber das sollte sich bald legen. Lulu stand auf der Weide & graste. Aber mit mir kommen, niemals! Ich rannte ihr sicherlich eine halbe Stunde hinterher, eh ich sie mit einer List einfing. Total aus der Puste führte ich die störrische Stute von der Weide. Die war gar nicht davon begeistert. Seufzend band ich sie am Putzplatz an und versuchte wenigstens, sie etwas sauber zu bekommen. Sie blieb zwar still stehen, legte aber die Ohren an und schnaubte wütend. Während ich tapfer versuchte Lulu zu putzen, kam ein neues Fohlen an: Fantasio. Ich musste wirklich zweimal schauen. Das war ein Zuchtfohlen aus der ehemaligen Zucht von Sweet, Janina & mir! Ich half Chris mit beim Ausladen und wir brachten den Süßen Tigerschecken auf einen Paddock. Gemeinsam mit Chris beobachtete ich den jungen Hengst. Ich seufzte, er war gerade mal zwei, sah aber aus wie ein frisch geborenes Fohlen. "Sein Charakter ist ihm zum Verhängnis geworden." murmelte ich für mich. Chris schaute mich fragend an. Ich lächelte traurig. "Er ist genauso wie seine Mutter. Er würden niemals einem Menschen was zu leide tun, egal wie sehr er geprügelt und vernachlässigt wird." Ich verschwand schnell in der Futterkammer und bereitete ihm einen Obstsalat mit Honig vor. Dann gab ich den Eimer Chris. "Hier, freunde sich mit dem Kleinen mal an." grinste ich. Dann kümmerte ich mich wieder um Lulu. Lauren hatte sich mit Lady Girly zu uns an den Putzplatz gesellt. Die Stute war auch noch nicht sehr lange hier, genoss es aber jetzt schon. "Was hast du mit ihr vor?" fragte ich Lauren, wobei ich es schon wusste. Und mein Verdacht bestätigte sich:"Ich möchte sie an den Hänger gewöhnen." Ich nickte lächelnd. Ja, Lady hatte Angst vor dem Hänger, wir hatten sie von dem damaligen Hof nach Hause führen müssen. Das war wirklich kein Spaß gewesen. Denn wir waren eineinhalb Stunden gelaufen. Eigentlich war Lady ganz zutraulich, nur einige blutige Stellen erinnerten an ihre Vernachlässigung. Und ganz gesund sah ihr Gewicht auch noch nicht aus. Lulu verstand sich sofort mit der Stute, was mich ganz glücklich machte. Denn nicht nur Menschen waren Lulu ungeheuer, auch andere Pferde. Aber wie heißt es so schön? Geteiltes Leid ist halbes Leid. Heute waren wirklich alle auf dem Hof, das fiel mir später auf, als ich sah wie Kiki gerade mit Fade to Black aus dem Gelände kam. "Oh mein Gott hat die Tempo!" erzählte sie mir geschafft. Ich lachte, ja ich kannte die Rappstute nur zu gut. erst kürzlich hatte ich sie gekört bekommen. Das erste Nasty Past Pferd, was gekört wurden war. Ihr Fell glänzte in der schönen Morgensonne und Fade beschnupperte sogleich Lady. Das Fade natürlich quietschen musste, war klar. Nur das Lulu deswegen in die Höhe ging hätte niemand gedacht. Schnell versuchte ich die Quarterstute zu beruhigen und Kiki ritt zum Waschplatz, denn um die Beine von Fade herum sah man, dass es die letzten Tage geregnet hatte. Auch Fee machte sich heute richtig an die Arbeit. Zwei Hengste hatte sie schon bewegt. Sie hatte Nawarin mal wieder fein in der Dressur geritten und Armani Code longiert. Natürlich erfuhr ich auch davon sofort, als sie gerade mit dem Scheckhengst angeschlendert kam, um ihn auf die Weide zu bringen. "Und wie macht sich Armani Code?" fragte ich vorsichtig. "Typisch Rennpferd. Rennen, rennen, rennen. Nichts anderes im Kopf. Mindestens 10 Minuten um mich herumgebrettert, eh er dann mal zum Trab durch parierte." seufzte sie. Eigentlich konnte man es ihm aber auch nicht verdenken, wir waren froh, dass er immerhin wieder Menschen in seine Nähe ließ. "Ach Code..." murmelte ich und kraulte dem verschwitzten Hengst die Stirn. Fee wollte vorher noch mit ihm noch zum Waschplatz, aber da war gerade noch Kiki am Werkeln. "Und Nawa?" fragte ich nach. "Der lief heute wie ein Engel. Schön am Zügel gestellt und man merkt wie er Muskeln bekommen hat." lächelte sie fröhlich. Ich schweifte mit meinen Gedanken ab. Wir hatten den Schimmelhengst Bekki versprochen und dann hatte Arktiswolf sich gemeldet. Ich war ehrlich gesagt hin und hergerissen, jedoch hatte ich inzwischen eine Idee. Bekki bekamen Nawa und Arktiswolf 'vertrösteten' wir mit Hijo de la Lune. Eigentlich hatte ich die Stute zu mir nehmen wollen, aber da mein Stall von selbst anwuchs, hielt ich es doch besser, sie gleich in eine Vollblutzucht zu geben. So viel ich wusste, hatte Arktis sie auch schon abgeholt. Hoffentlich lebte sich die junge Stute gut ein, ich musste unbedingt mal nachfragen. Aber erstmal wollte ich noch wissen wie es Nawarin ging, denn er hatte sich anscheinend vor einer Woche leicht den Huf vertreten. "Man hat gar nichts mehr davon gemerkt, ich habe ihn auch vortraben lassen und nichts gesehen." Ich nickte zufrieden, dann war das also nicht so schlimm gewesen. Ich musste heute unbedingt noch Bekki & Arktis eine Mail schreiben. Gerade wurde der Waschplatz frei, als Kiki Fade auf die Weide brachte. "So, ich mach los." lächelte Fee und verschwand um sich um den ungeduldigen Code zu kümmern. Der blieb nämlich nicht so brav und geduldig stehen, wie Lulu. Nein, er hatte mit dem Huf gescharrt, den Kopf hochgeworfen und neben Fee wie ein Blödmann herumgetänzelt. Ich widmete mich jetzt aber auch wieder Lulu und machte sie entgültig fertig. Hufe auskratzen war besonders schwer, ich hatte wirklich zu tun. Als ich gerade fertig war, kamen Chris und Kiki zum Platz. Beide mit einem Fohlen in der Hand. Ich seufzte. naja warum nicht, ein Spaziergang zu dritt wäre auch nicht schlecht. Chris führte Moon River und Kiki hatte sich Brooklyns Junior geschnappt. Die beiden waren schon sauber und so gingen wir los. Ein kleiner Spaziergang, erst durch den Wald und zurück über den Feldweg. Hauptgespräche waren natürlich Pferde. Ich beobachtete das Verhalten der Fohlen. Brooklyn war schon total locker und aufgeschlossen, aber er war auch schon lange bei uns. Moon River war noch etwas unsicher, aber entspannt. Lulu war total aufgeregt und blähte die Nüstern. Gott sei Dank war ich nicht alleine gegangen! Das wäre mir zum Verhängnis geworden. Auf unserem Rückweg zum Hof trafen wir Lauren und Lady. Wir liefen nämlich am Reitplatz vorbei und dort arbeiteten die beiden. Lady ging zumindest schon in die Nähe des Hängers. Die Fohlen durften dann wieder auf die Weide und ich suchte Fee. Die fand ich dann auch im Büro. Dort schickte ich gleich die beiden Mails ab. Bei Arktis erkundigte ich mich nach Hijo's Wohlbefinden und Bekki fragte ich, wann sie Nawarin abholen wollte. "Fee? Gehen wir auf den Springplatz?" Da lächelte sie mich sofort an. Ich überlegte kurz. "Ich nehme Ostwind und du Deep?" Fee nickte begeistert und sprang auf. "Ich muss mich aber erst noch umziehen." seufzte sie. "Klar ich frag Lauren ob sie Deep fertig macht." Lächelte ich und verschwand nach draußen. Während ich Lauren auftrug Deep zu holen und zu putzen. Holte ich mir Ostwind von der Hengstweide. Der Hengst hatte schon schöne Muskeln bekommen und heute ging es mal richtig zur Sache. Lauren und ich putzten gründlich die beiden Pferde, als Kiki mit einer total verschwitzten Cual Maniaca zurückkam. Die Stute war schon ewig hier, aber total kompliziert. Kiki war total k.o. "Chris? Nehm Kiki mal bitte Maniaca ab. Sattel sie ab und spritz sie ab, dann kann sie auf die Weide." der Stallbursche nickte und Kiki sah mich dankbar an. Ich hielt ihr grinsend eine Wasserflasche hin. "So schlimm?" fragte ich mitfühlend. "Viel schlimmer. Geländeritt pur. Die rammelte über die Hindernisse, ich hatte zu tun oben zu bleiben und Kurven schneidet die, unglaublich. Parieren ging gar nicht. Die ist von hier bis wieder zurück galoppiert." seufzte sie und trank. Ich kämmte noch Ostwinds Mähne und dann kam schon Fee hereingeschneit. Sie wusste sofort mit wem Kiki gearbeitet hatte. "Eines unserer schwersten Pferde." lachte sie. "Aber du bist oben geblieben, das ist schon verdammt gut. Kannst du mit May und Freeway mal das Kutschentraining machen?" fragte Fee ud Kiki nickte. Freeway und Come Whatever May waren nämlich mitten in einer Fahrausbildung. Bzw. eigentlich nur Freeway. Es sollte ein hübsches Zweiergespann werden, momentan trainierten wir mit Gummireifen. Fee übernahm Deep und ich sattelte schnell meinen Hengst. "Darf ich mit Shiwoy ins Gelände???" fragte Lauren aufgeregt. Ich nickte lächelnd und auch Fee stimmte zu. Shiwoy war im Gelände inzwischen eine Lebensversicherung. Zumindest bei vorsichtigen Reitern. Lauren holte sich den Schecken, währenddessen ging es für Fee und mich auf den Springplatz. Erst wurden die zwei warm geritten und dann ging es über Trabstangen und Cavaletti. Fee ließ mir schließlich den Vortritt und ich sprang als erste den Parcours. Beide Pferde gaben ihr Bestes und wir kamen fehlerfrei durch. ich lächelte zufrieden und das machten wir noch dreimal. Danach schwitzten die beiden wie blöde. Kein Wunder, es war 13 uhr und verdammt warm. Schnell ritten wir zum Waschplatz, versorgten die beiden Pferde und brachten sie auf ihre Weiden. Kiki war mit dem Fahrtraining fertig und es gab erstmal Mittagessen, heute gab es einfach bestellte Pizza. Wir warteten noch auf Lauren, doch die ließ nicht lange auf sich warten. Dann war Pause angesagt. Ich überlegte mir, wie wir den Nachmittag zubrachten und hatte viele Ideen. Heute ließ Fee mich den Tag planen. Ich lächelte sie dankend an. "Also ..." begann ich lachend. "Kiki? Bewegst du heute noch Jared, Tiramisu, Story und Queen? Vielleicht kann dir Chris ja gleich helfen. Ich würde sagen Lauren, du 'ärgerst' die Fohlen und Hoppla. Die Fallstute kannst du longieren. Kaltes Herz kann auch etwas Bodenarbeit machen. Bei Tibular und Seerose wahrscheinlich auch. Occani, Calero, Shirley und Existenz reicht erstmal nur putzen. Sie sind noch nicht kräftig genug zum arbeiten. Geb denen heute gleich mal noch ne Extraportion am Putzplatz. Oder Chris du hilfst Lauren. Naja und dann kümmern Fee und ich mich um die restlichen Pferde. Das wären ..." ich schaute auf meine Liste. "... Key, Celly, Odin, Bintu Al-Bahri, Fiebertraum, Success Story xx, Leitz, Farralas und Geoffrey." Alle nickten und wir aßen zu Ende. Lauren verschwand gleich zur Fohlenweide. Chris folgte ihr. Die kleinen Pferde waren ihn immer noch lieber. Kiki machte sich auch sofort an die Arbeit. Ich beschloss mit Fee und Kiki einen Ausritt zu machen. Kiki holte Jared, Fee holte sich Geoffray und ich schnappe mir Leitz. Wir machten die drei Hengste fertig und dann ging es los. Als bunte Gruppe machten wir das Gelände unsicher. Heute ließen wir die Pferde mal rennen und auch in den naheliegenden See durften sie, die Beine mal abkühlen. Nach einer Stunde waren wir wieder da und jeder machte seine Arbeit. Kiki wollte Story auf dem Springplatz reiten. Fee wollte Fiebertraum im Round-Pen trainieren und ich schnappte mir Bintu um ihn ein wenig zu longieren. Oder zumindest, es zu versuchen. Der Hengst war noch scheu. Seufzend überredete ich ihn mit viel Leckerlies. Der Süße hatte eine gute Pflegerin: Eowin. Ich lächelte, eigentlich musste ich mich nicht großartig um ihn kümmern. Ich putzte ihn, versorgte seine langsam besser werdenden Wunden und ging dann mit ihm in die Halle. Ein wenig im Kreis um mich herum laufen konnte er. Ein wenig Trab war auch dabei, mehr aber nicht. Das reichte ja auch. Ich hörte schon nach einer Viertelstunde auf und beobachtete kurz Fee. Die hatte mit Fiebertraum echt zu tun, denn der rammelte wie ein blöder im Round-Pen herum. Der Join-Up würde dauern. Die Fuchsstute unter Kiki machte sich hingegen richtig gut. Ich brachte Bintu weg und holte Success Story. Ich wollte den Vollblüter nur mal wieder an Menschen und putzen gewöhnen. Das wurde komplizierter als gedacht. Eine Stunde brauchte ich, eh er sich die Hufe auskratzen ließ. Dann hatte ich aber auch keine Lust mehr und brachte ihn zurück. Kiki hatte sich hingegen schon Tiramisu geschnappt und longierte ihn richtig. Der Araber wurde immer feiner und bekam gute Muskeln. Auch Fee hatte scho das nächste Pferd: Farralas. Sie wollte den Araber heute im Gelände reiten. Ich wünschte ihr viel Glück und brachte dann Success weg. Ich nahm Kiki ein wenig Arbeit ab und machte mir Dancing Queen fertig. Ein wenig Dressurtraining würde schon nicht schaden. Falsch gedacht. Die Stute war zickiger denn je. Ich seufzte genervt und versuchte sie unter Kontrolle zu bekommen, doch das endete nur in Diskussionen. Irgendwann lief sie richtig fein und ich lobte sie ausgiebig. Dafür durfte sie dann wieder auf die Weide. Die letzten drei Pferde teilten wir noch auf. Sie waren noch ganz neu, also nur putzen und an den Menschen gewöhnen. Ich nahm Odin, Kiki nahm Celly und Fee schnappte sich Key. Wir putzten die drei scheuen Pferde vorsichtig und dann durften sie wieder auf die Weide. Danach ging es zum Reinholen. Die Pferde standen nachts im Stall, damit sie frühs und abends ihr Futter bekamen. Immerhin mussten wir sie aufpäppeln und das ging schlecht, wenn sie sich auf der Weide um das Futter schlugen. Also jeder in seine eigene Box und dann wurde gefüttert. 20 Uhr waren wir mit allem fertig, ich verabschiedete mich und fuhr heim. Der Rest aß Abendbrot.
      08 July 2011

      IGottaFeeling
      Tag der offenen Stalltür

      „Guten Morgen“, begrüßte ich Edi die heute bei mir schlief. „Guten Morgen, ich liebe dein Bett hier, wirklich“, lachte sie mir zu. Schnell zog ich mir ein weites T-Shirt über und schlüpfte in die Hellgraue Jeans die wie immer über der Stuhllehne hing. Auch Edi zog sich hastig um, denn heute hatten wir viel zu tuen. Aber als erstes gab es erst einmal Frühstück. Während Tee und Müsli planten wir nochmal unseren Tag. „Wollen wir Ponyführen machen?“, fragte mich Edi die gerade einen riesen Schluck ihres Tees nahm. „Ponyführen, wer würde da denn in Frage kommen?“, überlegte ich laut. „Gute Frage“, meinte Edi. Kaum hatte ich einen Löffel meines Müslis genommen hatte klingelte es an der Haustür. „Morgeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeen“, kreischte Key alias Kikiki. „Guten Morgen“, schrie Edi von hinten die sie schon an ihrer verrückten Stimme erkannt hatte. Auch ich begrüßte sie Freundlich. „Wie geht’s dir, bist du gut aus dem Bett gekommen?“, fragte ich sie als wir zusammen auf den Küchentisch zu liefen. „Gut geschlafen, es ist halb 8, wenn ich gut schlafe dann schlafe ich mindestens bis 12 Uhr“, lachte sie uns an. So frech wie sie war nahm sie meinen Löffel und probierte unsere Müslis. „Willst du auch eine Schüssel“, fragte ich sie. Edi antwortete schon mal für sie. Kurze Zeit später kehre eine herrliche Ruhe ein, da jeder damit beschäftigt war sein Müsli zu essen. „Ach damit ich hier mal so die Ruhe etwas breche, was hältst du denn von der Idee, Ponyführen zu machen?“, fragte Edi Key. „Ponyführen, mit unseren Pferden?“, Key stutzte aber nach einer Weile fing sie an zu schmunzeln. „Wen willst du denn dafür nehmen? , Odin, Hoppla und Angel ?“, grübelte Key. Schnell gab ich mein Kommentar zu der Sache: „Bist du dir sicher mit Odin, immerhin ist er ja noch ziemlich Jung und lässt sich ja kaum von uns Reiten“. „Aber führen müsste doch klappen“, antwortete Edi. „Ein versuch ist´s wert, vielleicht stellt er sich ja auch total super an“, lachte ich höhnisch. Doch bevor wir uns um die Rettungspferde kümmern konnten musste ich meine Pferde noch begrüßen. „Wann öffnen wir nochmal die Tür?, fragte mich Key, die gerade irgendwie auf dem Schlauch stand. „Immer noch um 14:00 Uhr“, lachte Eddi. „Jetzt ist es 10e, dann haben wir ja noch Massig Zeit“, meinte ich. Mit großen Schritten liefen wir hoch in meinen Offenstall. Calacirya, Jimi und Basanti warteten schon darauf dass sie wieder bewegt werden. „Wollen wir vielleicht Ausreiten oder lieber Arbeiten?“, fragte ich meine beiden Freundinnen. Die Mehrheit erschloss sich für Arbeiten und so begannen wir die 3 zu Putzen. Da Eddi ja totaler Fan von Calacirya war, durfte sie natürlich sich heute um die süße kümmern. Key war auch sichtlich begeistert mit Jimi, obwohl er gerne mal die Putzbox ausräumte. Ich freundete mich mit der neuen Stute, Basanti, an, irgendwie war sie ja schon etwas besonderes. Sanft tastete die Stute mit ihrem weichen Maul mein Gesicht.“Heey, hör auf das Kitzelt“, lachte ich sie an. „Heey Mini“, begrüßte Eddi das kleine Wesen was heute ziemlich mürrisch reinschaute. „Sei lieber Vorsichtig, bei ihr kann man nie so wissen“, flüsterte ich ihr zu die gerade ihre Hand auf Mini streckte. Wie ich es mir schon ausmalen konnte, war Eddis Hand in Minis Minimaul. „Woah das tut ja gar nicht weh, irgendwie ist das sogar eine Massage“, träumte Eddi laut. Key stutze aber Putze ihren Hengst weiter. Eine halbe Stunde verstrich bis wir auf unseren Pferden saßen und bereit für die Halle waren. Calacirya ging vor, danach kam Jimi und zum Schluss ich mit Basanti. „Eddi du hast hier die beste gezogen, Calacirya geht super am Zügel, auch ohne Gebiss und ist super fleißig“, meinte ich zu ihr, während ich mit Mühe versuchte Basanti etwas am Zügel gehen zu lassen. Kurz blickte ich zu Key nieder die auch super mit meinem kleinem Schlingen zurecht kam. Basanti dagegen hatte ich total unterschätzt, sie konnte wirklich eine Sture Ziege sein. Eddi passte gut zu Cala, die beiden sahen wirklich gut und sicher aus. Außerdem hatte Eddi dieses Grinsen, wie eine Sonne, was sie bekommt wenn sie sich gerade richtig gut fühlte. Auch Key sah recht Ordentlich aus, zudem sie das erste mal auf einem waschechtem Hengst saß. Nur ich fühlte mich total ungut. Basanti lies sich durch nichts beeindrucken, nicht einmal Schenkelhilfe erwiderte sie. Kaum hatte ich nachgegurtet spurtete sie los. Meinesachtens war sie noch nicht oft unter einem Reiter gewesen. Schon nach der ersten Trabphase schwitze ich wie ein Büffel. Ich konnte mir gar nichtmehr meine Freundinnen anschauen weil ich so beschäftigt war Basanti gerade reiten zu können. Nach einigen vielen Trab und Schritt Übergängen traute ich mich mal zu Galoppieren, ich musste es ja nicht Übertreiben, bei einem so Jungem Pferd. Ich hatte es mir schon gedacht das sie in den Falschen Galopp viel. Auch nach dem dritten mal änderte sich nichts. Handwechsel. Auf der linken Hand versuchte ich es nochmal, wieder nichts. Ein Versuch war es wert mal die Schulter einen Tick nach außen zu biegen, damit sie eigentlich Freie Bahn mit dem linken Bein hätte. Falsch gedacht, das hat auch nicht geklappt. Mir lief schon die Brühe hinunter und mittlerweile sahen sich Key und Eddi auch schon das Spektakel an. Ein letzer versuch, vielleicht hilft es ja wenn ich sie total nach innen Stelle. Nachdem Basanti kurz in den Renntrab flog galoppierte sie richtig an. Hastig lobte ich die Stute mit Stimme, ich strich auch mit der inneren Hand über ihre Mähne, was sie etwas ruhiger Galoppieren lassen hat. Doch kurz war ich nicht bei der Sache wurde die Stute langsamer. Schnell setzte ich mich in den Sattel und trieb sie wieder mit Kreuz und Stimme an. Ich wusste ja das Schenkel nicht viel bei ihr half, wahrscheinlich war sie schon zu abgestumpft. „Jetzt sind wir wirklich eine ganze Stunde geritten und ich bin keinmal von dem Hengst gefallen“, staunte Key als wir die Pferde wieder absattelten. Darym musste gestern schon dran Glauben, er hatte heute seinen Freien Tag. Als wir am Haus ankamen hatten wir noch 1 ½ Stunden bis die ersten Gäste ankommen sollten. Da das Wetter auch so gut mitspielte mussten wir uns bereit machen das schon welche Früher kommen würden. Aber jeder wollte sich nochmal Duschen, da wir echt ziemlich zerzaust aussahen und stanken. Mit Schnick-Schnack-Schnuck wählten wir wer als erstes unter die Dusche durfte. Es war Key, die Grandios alle mit ihrer Schere platt machte. Eddi und ich putzten in der Zeit schon mal Dancing Queen und Deep Silent Complete. Die beiden sollten nämlich auch zum Ponyführen genützt werden. Als Key immer noch nicht erschien putzen wir gleich Odin und Hoppla weiter. Kaum waren wir fertig kam sie angestampft. „Also, wir haben Queeni, Cömpi, Odin und Hoppla schon geputzt, ihr könnt ja schon die Stallgasse fegen oder die Blumen gießen oder einfach den Hof verschönern“, zwitscherte ich den beiden zu als ich ins Haus stapfte. Die Dusche tat gut und ich beeilte mich sogar, Eddi sollte ja auch noch Duschen. Innerhalb weniger Minuten war ich fertig zum umziehen. Ich zog mir eine Rosane Bluse an und meine schwarze Reithose. Auch Key hatte ihre Hellblaue Bluse an und auch eine schwarze Reithose. Lachend kam ich zu den beiden, als ich sah wie sie wirklich die Stallgasse fegten. Kaum war ich da rannte Eddi in das Haus um sich zu Duschen, was auch sonst. „Was muss noch gemacht werden“, fragte ich Key die wirklich gut aussah in ihrem Outfit. „Naja eigentlich müssen wir nur noch den Hof verschönern“, grinste sie mich an. Zusammen liefen wir auf den Hof wo wir Bilder von unseren Pferden an eine Schnur hingen. Über dem Eingangstor befestigten wir ein Schild mit der Aufschrift „Herzlich Willkommen auf Nasty Past“, wir wollten es unbedingt heute erst aufbauen. Kaum stand das Schild kam Eddi noch mit nassen Haaren aus dem Haus. „Hey, habt ihr schon von Edof gehört, diesem König der Hoffnung?“, fragte sie uns. „EDOOF?, kreischte Key, Was für ein cooler Name“. „Ja schon, aber ich hab ihn leider noch nie gesehen“, grinste ich ihr zu. Ich grübelte schon die ganze Zeit was Eddi nur hinter sich versteckte, aufjedenfall war es groß und Grün und hatte wahrscheinlich Flügel, oder sowas in der Art. „Das ist Edof“, grinste Edi und hob den riesigen Holz-Pegasus über sich. Key fing an voll auf meine Schulter zu schmeißen. Kaum lag sie bequem fing sie an zu lachen. Eddi konnte das Lachen auch nur schwer verkneifen und so lachten wir alle drei eine Weile. Eine Weile?, wir lachten bis wir das erste Auto hörten. „Mist“, zischte ich und rupfte Eddi Edof aus der Hand um in über das Schild zu Hängen. Wie wir feststellten passte er dort sichtlich gut hin. „Ja und wo ist jetzt das Auto?“, fragte sich Key. Eddi sah sich um und meinte verlegen: „ Es war der Nachbar“. Wir durften aber trotzdem keine Zeit verlieren da sie ja bald ankommen würden. Nach kurzer Besprechung der Lage teilten wir uns auf. Eddi und Key gingen hinunter um das Stallzelt nochmal auf Vordermann zu bringen. Ich kümmerte mich solange Die Schulpferde zu Satteln. Für Come Whatever May waren wir extra gestern noch Einkaufen, da ihr altes Zubehör wirklich nicht gerade schön anzusehen war. Jetzt hatte sie eine Rosane Decke, Schwarzen Sattel und eine Braune Mexikanische Trense, die ihr wirklich gut stand. Die Ausrüstung der anderes konnte sich noch sehen lassen, vor allem die von Dancing Queen war der Brüller. Einige Minuten verstrichen als ich Come Whatever May und Deep Silent Complete hinaus führte. „Hi Igof“, begrüßte mich Tequii die sich freundlicherweise zum Helfen anbot. „Guten Morgen, du kommst ja passend, willst du die beiden gleich mal auf den Platz bringen?“, fragte ich sie. Tequii nickte nett und lief samt den beiden Schwergewichten auf den Platz. Hastig huschte ich in den Stall um die nächsten beiden fertig zu machen. Odin war der einzigste der einen Westernsattel hatte, wahrscheinlich würden auch ganz viele Kinder auf ihm Reiten wollen. Fest nahm ich die Stricke der beiden Ponys in die Hand und führte diese aus dem Stall. Kurz wendete ich meine Blicke zu Tequii und den beiden Bären, es sah gut aus, sie kam gut mit ihnen zur recht. „Hey, Hallo“, schrie jemand von Richtung Boxenzelt. „Hey hier bin ich“, schrie sie abermals und fuchtelte wie wild mit den Armen. „Oh Hey, Sammy, schön dass du schon da bist“, begrüßte ich sie. „Keine Ursache, Sahira steht schon unten im Zelt und wird gerade von Edi betüddelt“, lachte sie. „Na Super, typisch Edi, kaum sieht sie ein Pferd geht’s rund“. Fröhlich fragte ich Sammy ob sie Hoppla und Odin mit zu Tequii führen konnte, damit ich die etwas kompliziertere Dancing Queen hohlen konnte. Sammy antwortete gar nicht, sie nahm die Stricke und lief hinunter auf den Platz. Der Weg hinunter bis zum Platz war nicht lang, höchstens 50 Meter, doch trotzdem schaffte es Odin immer wieder Sammy zu zwicken. Dancing freute sich hinaus zu dürfen, doch sie war etwas sehr hibbelig unterwegs. „Brrrrr“, flüsterte ich ihr zu und streichelte sanft ihren Hals. Dancing lies ihren Kopf fallen und schnaubte laut. „So is gut“, lobte ich die kleine Scheckenstute als ich es schaffte den Sattelgurt fest zu ziehen. Manchmal will sie sich ja gar nicht anfassen lassen, da war das ja schon ein richtiges Erfolgserlebnis. Kaum war ich fertig standen auch Key und Eddi vor der Tür. Key meldete sich ab, da sie ihre Stute holen wollte, mit der sie an der Quadrille teilnahm. Eddi baute das Kuchenbuffet auf und ich führte Dancing Queen hinunter auf den Platz. Kurz weihte ich die beiden Helfer noch ein was sie tun sollten, wenn die Pferde spinnen. Eddi schnitt währenddessen die ersten Torten an. Es gab eine Himmlisch duftende Erdbeertorte die Key mitbrachte und eine bezaubernd aussehende Schocko-Eierlickör-Torte die, man konnte es sich schon denken, von Edi war. Es dauerte nicht lange da kamen die ersten Pferdetransporter samt Pferd und Reiter, auch die ersten Gäste kamen und die Schulpferde drehten schon freudig ihre Runden. Key war nun auch wieder da und kümmerte sich unten um das Geschehen im Stallzelt. Ich kümmerte mich um die Organisation und schaute ab und zu mal bei dem Ponyführen vorbei. Das einzigste was mir auf anhieb auffiel war, das Dancing Queen wohl die begehrteste war. Auch Eddi hatte gut zu tun am Essenstand. Einige Gäste hatten auch Brötchen und Plätzchen dabei, die wir natürlich alle einmal probieren mussten. Über ein Woki Toki hielt ich ständig Kontakt zu Key, die mir immer sagte wer neues kam. Wir durften Lauren und Chris nicht vergessen, sie führten Neugierige Gäste durch die Stallungen. Die Tür der Pferde war offen und die Gnadenbrotpferde freuten sich auch als eine Gruppe Kinder sie kraulten. Den Fünf Pferden ging es sichtlich gut, denn die Kinder hatten sogar Mohrrüben dabei. Bei näherem Hinsehen fiel mir auf das ein Mädchen früher mit mir geritten ist. Sofort ging ich zu ihr. „Hallo, kennst du mich noch?“, fragte ich sie. Sie antwortete mich: „ Natürlich, wie kann ich dich nur vergessen“. Nach einem schnellen Small-Talk lies ich sie auf die Weide zu meinen Gnadenbrotpferden. „Ihr könnt sie streicheln, pflegen, liebhaben und putzen, die Putzkisten stehen in der leeren Box. Wenn ihr fertig seid, dann schließt bitte wieder das Gatter und passt auf das keiner Hinaushuscht, Champion ist nämlich noch ziemlich flink, was solche Sachen angeht“, lachte ich. Sofort stürmte sie mit ihren beiden Freundinnen auf die kleine Gruppe Pferde zu. Beim weg gehen sah ich noch wie sich eine von der Gruppe abkoppelte um die Putzsachen zu hohlen. „Das gefällt ihnen bestimmt“, murmelte ich freudig. Bis jetzt war ich ziemlich begeistert von dem Tag, obwohl er ja noch gar nicht richtig angefangen hatte. Kurz sah ich bei Edi und den Kuchen vorbei und nahm mir ein Stück Bananenkuchen mit, der vorzüglich schmeckte. „Wer hat den denn gemacht?“, fragte ich Edi interessiert. „Vämpy“, antwortete sie schnell, da schon wieder ein neuer Kunde auf ihre Aufmerksamkeit wartete. Hastig linste ich in die Kasse, wir hatten schon ganz schön viel eingenommen und Ausgaben waren gleich Null. Mit großen Schritten lief ich auf den Sandplatz zu der auch in Vollbetrieb war. Runde für Runde wurden die Pferde entspannter, aber dennoch ging es ganzschön auf die Muskeln, gutes Training für sie. Es gab auch 2 Showauftritte, einmal die Dressurquadrille die ehr am Nachmittag stattfand und noch eine Showvorführung der Zuchtpferde. Die Showvorführung dauerte nicht lange und Zeigte nur den Ablauf einer Körung oder Krönung eines Pferdes. Damit es den Gästen nicht ganz Langweilig wurde steckten wir eine kleine Graßfläche ab wo man den drei kleinen Falabella Fohlen beim Spielen zuschauen konnte. Damit es auch bequem war hatten wir einige Bierbänke mit Kissen bezogen. Shirley, Existenz und Calimero gefiel es sehr der Mittelpunkt zu sein und deshalb spielten sie noch wilder und witziger. Ganz viele kleine Kinder schwärmten von ihnen als sie sich in die Halle begaben um bei der ersten Show nicht zu fehlen. Auch Eddi schloss für kurze Zeit den Stand und nahm sich Fade to Black, die sehr besondere Stute mit den Raumgreifenden Schritten. Sammy und Tequii stoppten auch den Betrieb, nur sie mussten sich ja um ihre Pferde kümmern, deswegen haben wir uns gedacht das sie sie ja Reiten könnten. Nur Schritt und Trab oder so in der Art. Ich war natürlich die Glückliche die ihnen die Nachricht überbringen sollte. „Ihr könnt ruhig die restlichen Pferde frei lassen, es reicht wenn ihr das Eingangstor schließt“, meinte ich zu ihnen und half Sammy beim Aufsteigen auf Dancing Queen. Auch Tequii schwang sich auf den Pferderücken, aber nicht auf einen gefleckten sondern auf May, wahrscheinlich hatte sie der Duft des neuen Zubehörs angelockt. Vorsichtig huschte ich wieder in die Halle. Edi sah sehr professionell neben der Dunklen Stute aus. Die beiden gaben wirklich ein sehr gutes Paar ab. „Jetzt zeig Fade ihre Schritte, für die sie sehr gelobt wird“, erzählte Edi, sie musste schreien da die Akustik in der Halle nicht gerade sehr berauschend war, dennoch konnte man sie gut hören. Mit einem eleganten Peitschenschwung trabte Fade an. Sie fühlte sich gut da sie jeder beobachtete und ihre Schwungvollen Gänge musterte. Die Tür knallte, hastig drehte ich mich um. Es war Mercyy und Channii die heute die Aushilfe für Eddi spielten. Fast unsichtbar schlich ich zu den beiden und lief mit ihnen vor die Tür. „Hallo erstmal, danke das ihr noch so Kurzfristig einspringen konntet“, begrüßte ich die beiden. „Also hier ist euer Stand, hier ist die Kasse und die Kuchentheke, Eddi müsste die meiste Zeit hier sein, nur bei der Dressurquadrille reitet sie mit, aber ich denke, dass du, Channii da doch auch mitreitest oder?“, fragte ich die junge Frau. „Ja mache ich, sogar auf Mistery, sie hat sich schon super bei mir eingelebt“, schwärmte sie vor sich hin während Mercyy den Kuchen anschnitt. „Hey Fee“, ertönte es aus meinem Woki Toki. Interessiert starrte ich das Display an. „Das ist sicherlich Key, soll ich sie zittern lassen?“, dachte ich aber beschloss dann trotzdem ran zu gehen. „Ja was ist los?“, fragte ich sie. „Können wir mal Plätze tauschen?“, meckerte Key gequält. Ich willigte ein und verabschiedete mich von den Beiden die auch sofort Interessenten fanden. Auch halber Strecke kam mir schon Key entgegen, ich lachte ihr zu und lief weiter. Bevor ich zum Stallzelt kam packte es mich noch einmal nachzuschauen wie es den Gnadenbrotpferden ging. „So viel Ausdauer habt ihr?“, schrie ich zu meiner Freundin die samt ihren Freundinnen die Pferde putzte. Ganz schön Kompliziert. Nun musste ich mich etwas beeilen, wahrscheinlich war schon wieder ein neuer Reiter da. Es dauerte nicht mal eine Minute als ich am Stall ankam, die meisten Boxen waren noch frei, nur einige Pferde standen auf den Paddocks. Als erstes setzte ich mich auf den Stuhl vorne an der Straße, da ich hoffte dass gleich jemand kommen würde. Pech gehabt. Eine halbe Stunde verging und keiner kam. Ob sie uns im Stich lassen? . Ich stand kurz auf um meine Beine zu vertreten, denn ich hatte schon dieses komische kribbeln in den Oberschenkeln. „Hallo Igof“, lächelte mich Findu an. „Oh Hey, ich hab dich gar nicht erkannt in diesem fetten Wagen, bin ich ja gar nicht gewöhnt von dir“, lachte ich. Stets neben ihrer Seite wies ich sie auf ihren Parkplatz ein, sie bekam einen Schattenplatz. „So jetzt nochmal persönlich, Guten Morgen“, lachte sie und drückte mich fest. Hastig versuchte ich noch ein: „Guten Morgen“, aus mir zu quetschen bevor die Knuddel Attacke anfing. „Wow, der hat sich ja auch gemacht“, stotterte ich als ich den sehr gut bemuskelten Minty Star vor mir sah. Fröhlich schnaubte er mir ins Gesicht, wahrscheinlich kannte er mich noch. „Hast du ihm Vitamine gegeben oder warum ist er so ein Schmuckstück geworden?“, grinste ich und streichelte sanft seinen Hals. „Nein, jeden Tag gut Arbeiten, er geht ja auch schon S Niveau“, erzählte mir Findu freudig. „Schön dass er so ein gutes Heim bekommen hat“, dachte ich mir. „Komm dann zeig ich euch mal seine Box“, erzählte ich und lief schnurrgerade auf das Zelt zu. Minty durfte neben Yerai von Eddi stehen und auch später in der Quadrille neben ihm laufen. „Das wird für heute euer Partner sein“, meinte ich und deutete auf den schicken PRE Hengst. „Ich denke das die beiden sich sicherlich auf anhieb Mögen, schon nur wegen der Farbe sollte das eigentlich klappen“, lachte Findu. „Falls du Hunger hast, oben ist eine Kaffee und Kuchen Theke mit richtig leckeren Essen und wenn dir zu Spaß ist, die drei Fohlen sind Dauer Artisten. Ich denke sogar, das Edi nun gerade Armani Code vorführt, oder vielleicht auch schon Nawarin“, lachte ich. Kaum stand der Hengst in seiner Box machte sich Findu auf den Weg hoch, in die Halle. Auf dem Weg zu meinem Arbeitsplatz sah ich auf die Uhr. „Oh schon fast 3 Uhr, ich denke es ist Zeit für ein Häppchen für die Guten“. Mit großen Schritten lief ich abermals meinen Weg vom Stallzelt zum Arbeitsplatz und wieder zurück. Zum Glück hatte jeder seinen Futtereimer beschriftet und vor die Tür gestellt, so konnte ich Mühelos die Pferde füttern. Kaum waren die Pferde gefüttert kehrte eine Unheimliche Ruhe ein. Ängstlich sah ich mich um, neben mir war nichts außer Wald und Wege. Zum Glück wurde die Ruhe durch das laute ankommen einiger Hänger gestoppt. „Hallo ihr beiden“, begrüßte ich Cama und Naddie die zusammen ankamen. „Hattet ihr eine gute Fahrt?“, fragte ich Cama, die gerade das Navi ausschaltete. „Ja war sehr entspannt aber ohne das Navi hätten wir hier her wohl nie gefunden, ziemlich weit abgeschieden, aber ruhig ist es hier“, schwärmte sie. Naddie dagegen lachte mich nur Freundlich an und begann dann gleich die beiden Pferde auszuladen. „Wo können wir die abspritzen?“, fragte Naddie mich, die gerade Giacomos Strick ans Halfter knipste. „Dort hinten, ist ein Wasserhahn und ein Schlauch“, entgegnete ich. „Ich führ meine gute schon mal in die Box, zeigst du mir wo sie ist?“, fragte mich Cama und setzte ihren Hundeblick auf. „Natürlich mach ich das“, antwortete ich. Kaum waren wir im Stall ertönte ein donnerndes Wiehren aus der Box von Mistery. Kurz kontrollierte ich mit meinem Blick ob alles in Ordnung war und lief dann weiter zu der Box von Perfect Image. Sie stande neben dem Reitponyhengst Nacromancer in the Dark, der sich zu diesem Zeitpunkt leider noch nicht hier befand. „Wir hatten eine kleine Planänderung, wahrscheinlich läufst du neben Smarti und Naddie neben Ponyfreak“, erzählte ich ihr während ich sie verschmitzt ansah. „Ist ja kein Problem, ich dachte das die beiden sich eh nicht so mochten“, lachte Cama. Kaum stand die Stute in ihrer Box kam Naddie in den Stall. Das Fell von Giacomo glänzte nun viel stärker und sein Gesichtsausdruck war ziemlich, wirklich ziemlich Angeberisch. Cama wies schnell Naddie ein und gab danach ihren Pferden das Essen. Die Arbeit rief nach mir, denn Smartie kam auch schon angefahren. Wenn ich einmal nicht da war, sie hatte sich schon selbst einen Platz gesucht, stand dort auch ziemlich gut aber der Herr Nacro wollte einfach nicht aus seinem Hänger hinaus. „Hey Smarti, soll ich dir helfen?“, fragte ich sie und beobachtete das Geschehen. Was immer sie auch tat, Nacromancer bewegte sich keinen Fleck von der Stelle. Doch eigentlich musste er doch nur die Paar Schritte Rückwärts laufen. „Eigentlich bewegt er sich nur wenn ihn keinen beobachten, außerdem sehe ich von hier oben das Monster angefahren kommt“, lachte sie und reckte sich über die Böschung. Kaum drehte ich mich um stand Nacromancer vor dem Hänger. Schmunzelt lief ich zurück wo wirklich gerade Monster in die Einfahrt bog. Eigentlich wollte ich mal schnell Key anfunken und nach dem rechten Fragen aber das war ja jetzt auch Egal. Wie ein Flugzeugmensch wies ich Monster in die Parklücke die genau für den LKW reichte. „Ich versteh ja gar nicht was ihr mit diesen Riesen Fahrzeugen wollt?“, fragte ich Monster, sie war ja schon wirklich die vierte oder fünfte die mit so einem riesen Ding angefahren kam. „Naja, ist halt bequemer für die Pferde wenn sie Langstrecken fahren müssen“, erklärte sie schnell. „Ich muss mich ein wenig beeilen denn Salinera hasst es Auto zu fahren“, lachte sie. Kurz drehte ich mich zu Smarti die mit ihrem Ponyhengst ihre Runden drehte, er sah noch ziemlich Aufgeregt aus und es war wohl besser wenn sie ihn etwas Bewegen würde. „Ich bin ja immer noch total fasziniert das sich so viele gemeldet haben“, erzählte ich währenddessen sich ein fettes Grinsen in mein Gesicht schrieb. „Smarti du kannst schon rein, dein Nacro steht in der Box neben Perfect Image von Cama“, pfiff ich ihr zu als sie zu mir sah. Dankend nickte sie und machte sich auf den Weg. Stets tänzelte der Reitponyhengst neben ihr her. „Monsti, ich habs so gemacht das du neben Diamant von Headless reitest, du hast auch die Box neben ihm, doch leider ist er noch nicht da“, erzählte ich Monster die sich nebenbei beschäftigte Salinera zu beruhigen. Die edle Stute trabte mit erhobenem Haupte neben ihr her als wir uns auf den Weg in den Stall machten. „Woah eigentlich hasse ich ja Stallzelte, aber dieses ist wirklich groߓ, maulte Monster. „Ja eigentlich sollte es auch für 30 Pferde reichen, aber da haben wir einfach die Boxen vergrößert, also jedes Pferd hat jetzt eigentlich eine Doppelbox“, lachte ich. Salinera fühlte sich sofort wohl in ihrer neuen Box. „Hast du ihr schon was zu Essen gegeben?“, fragte ich Monsta. Sie nickte während sie das Halfter der Dunkelbraunen Stute aufhing. „Key, läuft alles gut bei euch, gibt’s was neues?“, fragte ich meine Freundin die sich um das Ponyführen kümmerte. „Ne, nichts neues, die Ponys laufen super und der Kuchen geht auch weg wie heiße Semmeln“, lachte sie durch das kleine komische Gerät. „Gibt’s hier was zu essen, ich habe so einen Hunger“, fragte mich Monster. „Ja klar, musst nur den weg hier hoch laufen, immer gerade auf dann kommst du genau auf den Stand zu, du kannst ja dann gleich einmal dein Törtchen probieren“, entgegnete ich ihr. Monster lachte. Nun trennten sich wieder unsere Wege, Monster lief in Richtung Essen, also immer der Nase nach und ich setzte mich auf den Stuhl der nun durch die große Weide im Schatten stand. Auf einmal ging es ziemlich schnell, Headless kam angefahren, kurz danach folgte Salera und Crazy. „Guten Morgen ihr drei“, begrüßte ich die Reiterinnen die gerade im Gleichtackt die Hängertür öffneten. „Headless dein Diamant hat die Box neben seiner Mutter, auch bei der Quadrille hab ich dich neben Salinera geschmissen, erzählte ich, Salera du stehst neben Hedone auf Pirate, sie ist aber auch noch nicht da, wahrscheinlich kommt sie gleich und du Crazy, du gehst neben Eisblume von Vämpy, ich glaube das gibt ein schönes Paar ab“. Fröhlich lief ich noch mit in das Stallzelt und wies die Reiter samt ihren Pferden in die Boxen ein. Diamant nahm alles sehr gelassen und trottete neben Headless her. Ardanos war das totale Gegenteil, der Hengst war wohl lange nichtmehr auf Turnieren gewesen, wobei dies heute noch nicht einmal eines ist. Ardanos riss den Kopf hoch und musste sich so manchen von Salera anhören, die ganz schön mit ihm Kämpfte. Für eine kurze Zeit dachte ich mir das es den Hengst gar nicht juckt was sie hier erzählt. Ardanos wurde immer Übermutiger. Nun fing er auch an zu Steigen und ziemlich verwirrt zu Piaffieren. „Da erkennt man das Dressurpferd“, lachte Headless und bot ihre Hilfe an. Crazy ging gleich den anderen weg um in das Stallzelt zu kommen. Auch Vanukas nahm alles ziemlich gelassen, wahrscheinlich hatte er Sehnsucht nach Eisblume, so wie er auf sie abfuhr. „Sag mal Spinnst du?!“, kreischte Salera von hinten und zupfte streng an der Hengstkette. Es gab einen ganz schönen Druck auf die Nase, wobei Ardanos eigentlich ruhe halten sollte. Auch Headless versuchte ihn irgentwie zu beruhigen. „Sag mal, habt ihr hier irgendwo eine kleine abgesteckte Weide, mit Strom?“, fragte mich Salera. „Ja klar, dort oben sind die Weiden, ich denke das sich nur die Fohlen gerade auf der einen Befinden, du kannst ihn ruhig auf die Zuchtpferde Weide schmeißen“, erwiderte ich. „Soll ich mal kurz deinen Dienst übernehmen solange du Sal die Weiden zeigst?“, fragte mich Headless nett. Ich war sehr begeistert und ich konnte wohl schlecht Ok sagen. Also setzte sich Headless auf den Stuhl und las eine Pferdezeitung. Ardanos wurde immer wilder den Weg hoch, er schaffte es sogar neben Salera zu Galoppieren. Doch Sal blieb standfest und lies sich nicht von dem Hengst überzeugen. „Wahrscheinlich finden die kleinen ihn total Interessant und rennen ihm als erstes nach“, lachte ich. Genau so war es auch. Kaum befand sich Ardanos auf der Weide machte Salera schnell den Strom an. Die kleinen beobachteten den Hengst erst mal als er elegant sich mit vielen Bucklern fortbewegte. Kaum stand Ardanos Sirius ganz oben auf der Weide, rannten ihm Fantasio, Moon River, Brooklyn Junior und Lulu entgegen. Die drei kleinen freuten sich einen neuen Spielkollegen zu haben und rannten ihm wieder hinterher als er die Weide runter düste. Um ein Haar landete er im Stromzaun. Immer Hoch und Runter, es schien als würde der Hengst nie Müde werden. Bei jeder Runde sammelten sich mehr Fohlen an ihn ran. Später nachdem Ardanos doch etwas den Kopf hängen lies standen Occani, Kaltes Herz, Tibular und Seerose neben Lulu, Moon River, Brooklyn und Fantasio und betrachteten den Muskelprotz von Pferd. „Ich glaube er hat sich ein wenig beruhigt“, lachte Salera die alles genauestens beobachtet hatte. Ich nickte schnell da ich ein Laster von links hörte. Im Sauseschritt düste ich zu Headless um sie wieder abzulösen und mich zu bedanken. Doch es war schon zu spät, alle Reiter samt Pferden waren angekommen. Husky lud gerade noch ihren Soldier aus. Auch Hedone und Ponyfreak betüddelten ihre Ponys. Headless hatte gut aufgepasst und die richtigen Boxen ausgewählt. Abermals bedankte ich mich sehr bei ihr. Die Zuchtpferdeshow war vorbei und langsam trudelten die Reiter ein um ihre Pferde zu putzen und zu Satteln, sie sollten ja auch noch ein wenig warmgeritten werden. Hastig rannte ich hoch auf den Hof wo ich Key und Eddi ablöste. Auch Sammy musste weg. Leider mussten jetzt Lauren und Chris dran glauben. Ich plante Lauren als Kuchenverkäuferin ein und Chris durfte noch ein wenig Stallrundführen. Auch das Ponyführen ging langsam aufs Ende zu. Die Pferde und Ponys schwitzen schon von dem ganzen Schritt gehen in der prallen Sonne. „Chris, willst du dir mal schnell ein Wagen hohlen und zum Abreiteplatz ein Paar Getränke bringen, am besten Wasser“, befahl ich ihm. „Aye Aye Sir!“, zischte er und lief in die Sattelkammer. „Undankbarer Junge“. Kurz bevor die Dressurquadrille anfing öffnete ich schnell den kleinen Rübenstand wo ich jeweils ein Büschel den Kindern gab die hier vorbei liefen. Sie wussten schon was sie dann machen sollten. „Key wie siehts aus, seit ihr bereit?“, fragte ich sie. „Ja wir können kommen“. Mit großen Schritten lief ich in das kleine Richterhaus was sich an der Kurzen Seite des Platzes befand. „Herzlich Willkommen auf Nasty Past, falls ihr die Dressurquadrille nicht verpassen wollt solltet ihr euch langsam um den Platz auf die Bänke setzten“, ertönte es durch den Lautsprecher. Kaum war die Durchsage fertig trudelten ganz viele Leute ein, ich sah auch bekannte Gesichter die das Spektakel natürlich nicht verpassen wollten. Lauren schloss den Kuchenstand und brachte schnell die 3 Fallafohlen auf die Weide. Auch Chris suchte sich einen Platz um zuzuschauen. „Kommt, die Dressurquadrille beginnt in 3 Minuten“, erzählte ich abermals. Das erste Paar machte sich schon einmal bereit. „Wir bitten um absolute Ruhe während der Vorstellung, am Schluss könnt ihr ruhig klatschen und toben“, lachte ich. Im Augenwinkel sah ich wie sich Lauren neben Chris setzte. Dies war mein Startzeichen. „So wir können beginnen, das erste Pärchen sind Edfriend mit dem Pura Raza Espaniola Hengst Yerai, neben ihr auf dem Dressurstar Minty Star befindet sich Findu“. In einem schönem Arbeitstrab trabten die beiden in die Halle und hielten bei X um sich aufzustellen. Yerai sah neben Minty wirklich gut aus, die beiden wirkten wie ein eigespieltes Team. „Die zweite Gruppe besteht aus Vanukas und Eisblume die Geritten von CrazyCleo und Vampyrin werden“. Auch die beiden hielten einen schönen Schritt. „Als nächstes sehen sie Cama auf Perfect Image neben Smarti auf Nacromancer in the Dark“. Image musste sich ziemlich Zügeln das Nacro neben ihr laufen konnte. Im Großen und Ganzen sah es aber ziemlich Chic aus. „Die Vierte Gruppe besteht aus Key und HuskyJenny, beide Reiten Falben. Key hat unter ihr die prämierte Stute Honey Dreams und HuskyJenny den Atemberaubenden Soldiers Pride“. Mir gefiel es wie die Leute den Pferden nachsahen und mit ihrem Nachbar redeten. Bei so manchen blitzte doch ein großes Lächeln über die Lippen. „Die Mitglieder der 5 Gruppe sind Giacomo Casanova unter Naddie und Black Lemontree unter Ponyfreak“. Giacomo sah wunderschön aus, sein Fell glänzte und wie Naddie drauf saß, da passte einfach alles. Aber Lemontree sah auch nicht gerade schlecht aus. Seine weichen Isländergänge sprachen für sich. „Wir haben es gleich geschafft, jetzt kommt nämlich Channii auf Mistery neben Sammy auf Sahira“. Die beiden harmonisierten total. Mistery gab ihr bestes und brachte mich nur zum Stutzen als sie elegant auf den Platz trabte. Langsam wurde es ziemlich Eng auf dem Platz, aber es war noch zu schaffen. „Die beiden letztes Gruppen bestehen aus Monsterflosse mit Swarovski’s Salinera neben Headless auf Diamant und Salera auf Ardanos Sirius neben Hedone mit It’s a Pirate. Ängstlich kniff ich die Augen zu als ich es schon sah wie Ardanos aufgeregt tänzelte. Zum Glück trabten sie als Viererpack nach vorne, sonst wäre der Hengst sicher schon längst ausgebrochen. Headless machte auf Diamant einen sehr guten Eindruck und sah richtig Professionell aus. Trotzdem zog Ardanos immer und immer wieder seine Aufmerksamkeit auf sich. „So und jetzt Ruhe bitte“, flüsterte ich und schaltete die Dressurmusik ein. Elegant viel Yerai neben Minty in den Trab. Die ganze Bande folgte den beiden. In der Mitte der kurzen Seite trennten sie sich und wechselten mit Traversalen die Bahnen. Unten angekommen vereinigten sie sich wieder als eine lange Schlange. Jedes Zweite Pferd also, Yerai, Eisblume, Nacromancer, Soldiers Pride, Black Lemontree, Sahira, Diamant und It’s a Pirate wendeten ab auf den Zirkel. Durch den Zirkel wechseln und auf den Hufschlag, Ganze Bahn. Die anderen trabten immer noch auf der linken Hand auf der ganzen Bahn. Die erste Gruppe viel in den Galopp, Yerai hob elegant seine Beine doch konnte leider nicht gegen den S Dressurler ankommen, Minty Star galoppierte mit so einer Eleganz, sie war unbeschreiblich. Wie eine Welle hinter fielen die anderen Pferde auch in den Galopp. Edfriend und Findu hörten auf sobald Cama und Smarti die Zeichen für ihr Pferd gaben. Alles sah sehr gut aus, bis es zu Ardanos kam. Salera kämpfte mit ihrem Hengst das er nicht hinterher raste. Zum Glück hatte sie Hedone mit Pirate neben sich. Plötzlich schwand Salera’s Kraft und Ardanos galoppierte los. Pirate daneben, aber gewollt damit es nicht total Chaotisch aussah. Ardanos wandte sich nach Rechts ab, also lenkte Hedone ihr Pferd nach links. Edfriend und Findu trabten stolz weiter. Nach zwei Runden versammelten sich die Pferde wieder und bildeten sich als eine Linie. Der Erste lies sein Pferd einige Schritte vorwärts laufen. Die danach kommenden immer eine halbe Pferdelänge weniger. Die letzten standen in der Mitte. Also Ardanos und Pirate. Jetzt ging es los. Die ersten 3 Gruppen galoppierten an, die restlichen trabten. Ardanos und Pirate mussten sich mit präzisen Vorderhandwendungen abgeben. Von hier betrachtet sah der Stern wirklich klasse aus. „Halt“, pfiff Findu und alle hielten an. „Super“, hörte man eine Stimme aus dem Publikum die die Pferde lobte und total von der Quadrille begeistert war. Kaum standen die Pferde ging es los mit dem Piaffieren. Nur bei einigen sah es wirklich wie eine Piaffe aus, die anderen produzierten ehr eine Passage. Zum Glück sollten Ardanos und Pirate vorpassagieren. Doch irgendwie klappte dies nicht so oder Eddi baute einfach die Quadrille um. Denn Ardanos, Pirate, Salinera und Diamant galoppierten Freudig los, bis vor zu der Reihe die genau ins Publikum starrte. Mit einem elegantem Halt bildeten die restlichen Pferde eine Linie und verabschiedeten sich. „So nun könnt ihr Jubeln und Klatschen“, sagte ich fröhlich durch das Mikrofon. Ich selber startete das Klatschen. Bis jetzt blieben alle noch ruhig, doch als dann auf einmal das ganze Publikum, tobte und Pfiff ging es los. Der doch so unscheinbare Lemontree stiftete alle an sich wie wild durch den Platz zu bewegen. Diamant gab seine Buckler Preis die Ardanos nur schwer toppen konnte. Ich verlies das Richterhäuschen und half mit Tequii, Chris, Lauren, lemone und Mercyy Die verrückten Biester einzufangen. Kaum hatten wir alle wurden sie wieder ruhiger. Mercyy schmiss wieder den Kuchenstand und ich verteilte noch die letzten Karotten. Denn gleich war es so weit. Die ganzen Reiter kümmerten sich schnell um ihre Pferde, duschten sie ab und fütterten sie bevor sie wieder hoch kamen um mir nun zu Helfen. Damit die Stallpferde auch was davon hatten baute ich schnell den Verbindungszaun von Stall zu Platz auf. Hastig öffnete ich die Boxentüren der Stallpferde die fröhlich auf den Platz düsten. Edi und Sammy waren die ersten die sich am Platz einfanden. Danach folgte Headless, Salera und die ganze andere Bande. Leider musste Findu schon heimfahren, da sie es ja nicht gerade kurz hatte. Jeder hatte einen Strick in der Hand mit einer anderen Farbe. Die Strickfarbe war Identisch mit der Halfterfarbe der Pferde, also musste sich jeder sein Pferd suchen, einige blieben übrig, und einige hatten Zwei Pferde in der Hand. Ich bat Lauren, Chris und die ganzen anderen Erwachsenen zu helfen sodass wir ruck zuck alle Pferde hatten. Nun waren die Kinder an der Reihe. Die Möhren gingen genau auf sodass jedes Kind sein Packet Möhren, wo der Name drauf stand, an sein Pferd brachte. Doch die meisten Kinder wussten ja nicht welches Pferd welches ist, so mussten sie sich rumfragen und durften Kontakt zu den Reitern haben die sie ziemlich begeisterten. „Dann lasst das Große Gerammel beginnen“, schrie ich von dem Platz aus und lies die ersten 10 Kinder rein. Ein Mädchen hatte auf Anhieb Strigoi gefunden und gab ihr eine Möhre von dem Büschel. Vampy hatte Strigoi und Ron. „Bleib gleich hier stehen“, flüsterte sie ihr zu. Auch Meister Propper, Dracular, Celyy und Key fanden sich schnell und durften schon in den Genuss einer Möhre kommen. Zwei kleine Jungs die auch beim Ponyreiten waren wussten auch gleich welche ihre sind, sie hatten Odin und Hoppla. Durch Zufall sind sie, sie auch geritten. Auch das letzte Mädchen fand gleichauf den Jungs ihr Pferd was auf den Namen Bubi hörte. „Der ist ja schön“, schwärmte sie zu Edi die ihn halten durfte. „Du kannst ihn ja mal streicheln“, lachte sie das Mädchen an. Natürlich lies sie sich das nicht zweimal sagen. Die Vier Blüter waren aufgeteilt bei Headless und Salera, da ich sie lieber an Starke Hände geben wollte. Als ich die nächsten 10 Kinder rein lies brachten Lauren und Chris schon die Ponys der letzten Runden auf die Weide. Vorsichtig lief eine auf Fiebertraum zu. „Ist das hier, Ostwind?“, fragte sie Headless. „Nein das nicht, aber schau mal neben ihn, der Braune, das ist Ostwind“, lachte sie. Das Mädchen gab Ostwind mit der flachen Hand eine Möhre und stellte sich neben Headless. Deep Silent Complete, Freeway und Dancing Queen wurden sehr schnell gefunden. Bintu, Fiebertraum und Success Story scharren schon ungeduldig mit dem Huf. „Hey hör auf, Bin“, zischte lemone. „Bin, oh, Binjus“, lachte sie schnell nach. Aber es war zu später ein 12 Jähriges Mädchen lies zu Bintu und streichelte ihn. Nebenbei gab sie ihm auch eine Möhre. Noch drei ungefähr 8 Jährige Jungs suchten ihre Pferde. Es waren aber auch nur noch Shiwoy, May und Story da. Sodass sie nur noch die 3 Chancen hatten. Nachdem Shiwoy gefunden war gab ich einen Tipp. „May ist doch der Mai, und welcher Monat ist er?“, fragte ich die Jungs. „Na der fünfte“, lachte einer und lief auf das fünfte Pferd zu. Durch Zufall passte dies sogar. Story freute sich auch sein Essen zu bekommen, ihn störte es nicht als letztes zu bekommen. Und wieder wurden die Pferde von dem Platz auf die Weide geführt. „Und jetzt kommt der letzte Schwung“, meinte ich lachend und lies die letzten sechs Kinder auf den Platz. Es war eine Sache von 2 Minuten bis jeder sein Pferd gefunden hatte. Die Führer von Jared, Geoffrey, Leitz, Farallas, Cual und Tiramusi hatten die ehre sie auf die Weide zu bringen. Vampy und Edfriend holten so lange noch die drei Zuchtpferde Abraham, Fürste und Wife auf ihrem Stall. Denn es gab noch ein Kind was so bepackt mit Möhren war das sie diese an die drei Pferde geben wollte. Wife freute sich vorallem Vampy wieder zu sehen. Nachdem nun alle Pferde auf der Weide waren und die Menge langsam den Hof verlies machten wir uns an die Arbeit die Boxen auszumisten. Zum Glück hatten wir so viele Helfer das das Ausmisten wie von Zauberhand ging. Alle Gäste waren weg also war es nun Zeit Edof zu Zeigen und mit einem Champagner auf den gut gelungenen Tag anzustoßen.
      40320 by IGottaFeeling
      11.08.2011

      IGottaFeeling

      Gespannt ins neue Jahr mit Nasty Past"Hey Fee heute ist Silvester", weckte mich Eddi sanft. Endlich war es so weit, Silvester, das fest wo ich Nasty Past schon die ganze Zeit drauf vorbereitet hatte. Doch als erstes die Arbeit und dann das Vergnügen. Ich schlürfte mit Eddi unsere Milch aus und huschten dann auf unser riesiges Gestüt. Wie Puderzucker lag der Schnee über unseren Stallgebäuden, auch die wiesen waren weiß. Unsre kleinsten durften heute ihren Tag im Offenstall verbringen. Der Stall war voller warem Stoh und Heu und draußen konnten sie in eine wunderschöne Schneelandschafft blicken. Auf dem Hinweg zu den Fohlen rätselten wir schon welches Fohlen drausen stehen würde und welches im schönen warmen Stall schläft. Am Schluss sind wir darauf gekommen dass Occani, Tibular, Seerose, Calero und Existenz sicherlich im warmen Stall schlafen. Von weitem erkannte man schon Brooklyn Junior und Moon River die verärgert Gras unter der dünnen Schneedecke suchten. Lulu dagegen flitzte wie eine wilde auf dem gefrorenem Boden herum, wahrscheinlich wollte sie einfach nicht kalt werden. Kaltes Herz und Fantasio kuchelten sich eng aneinander, wie zwei Vögel, und wärmten sich. Das Bild sah richtig idyllisch aus, bis auf die wilde Lulu die immernoch wie eine bekloppte auf der Koppel herumflitzte. "Guten Morgen", begrüßten ich und Eddi fast gleichzeitig die Jährlinge und Fohlen. Ich alte Frostbeule ging gleich in den warmen Stall und sah da nach, wie es den kleinen geht. Wirklich, sie waren zum anbeisen. Ganz eng aneinander gereiht lagen die kleinen Würmchen im dicken Stroh. Der erste der mich wahrnahm war Occani. Der kleine Hengst öffnete seine dunklen Knopfaugen und schnaubte mir freundlich entgegen. sein Nachbarin, Tibular bemerkte Occanis verhalten und öffnete schläfrig ihre kleinen glänzenden Äugchen. "Guten Morgen süße", begrüste ich sie. Spätestens ab diesem Zeitpunkt öffneten Calero, Existenz und Seerose auch ihre Augen. Ich fühlte mich richtig beobachtet als mich die fünf kleinen Mäusschen anstarrten. Langsam schlich ich mich zu Seerose und streichelte zärtlich ihren kleinen Kopf. Eddi war bei den etwas größeren auch schon fertig und kam zu mir in den Stall. "Holen wir jetzt das Futter und füllen das Wasser auf?", fragte sie mich. Ich nickte doch am liebsten würde ich mich mit zu den Fohlen kuscheln. Hastig marschierten wir im Stechschritt in die Futterkammer wo wir das passende Futter für die kleinen fanden. Eddi ging nochmal zu den Fohlen um sie zu füttern und die Tränke aufzufüllen, ich machte mich in der Zeit schonmal unterwegs in den Zuchtstall. Das Spezialfutter für Armani Code hatte ich gleich bei mir und gab es ihm, er freute sich und steckte sein zartes Maul in den Trog. "Bald gehst du zu deiner neuen Besitzerin", lächelte ich den Hengst an. Doch er dagegen war total mit dem essen konzentriert. Fade dagegen stand am Gatter und wartete bis sie beschmust wurde, doch das war Eddis Liebling, ich huschte schnell in eine Leerstehende Box wo wir den Schubkarren und die Mistschaufel aufbewahrten und mistete Armanis Box aus, ind er Zeit kam Eddi und kümmerte sich rührend um ihr Schützling. Es dauerte seine zeit bis der Zuchtstall schön aussah und ich beide Boxen ausgemistet hatte. Wir fegten nocheinmal durch die Stallgasse und liefen dann in den großen Stall wo all unsere Pferde und Ponys standen. Eddi war heute eingetragen für Jared, Tira, Dancing Queen, Tell, Success, Ostwind, Hoppla und Celly um diese zu Füttern und auszumisten ich hatte den Rest der mit Cual Manica, Geoffrey, Leitz, Freeway, May, Silence, Fiebertraum, Bintu, Lady, Key und Bubi bestückt war. Ich ahnte es schon das Eddi schneller fertig war wie ich. Kaum betrat ich Fiebertraums Box beendete Eddi ihr werk bei Celly und fing an mir mit Bubi und dem rest zu helfen. "Das ist richtig doof wenn Chris und Lauren nich da sin", quengelte ich. Es vergingen Stunden bis wir den Hof auf vordermann gebracht hatten. "Hey Fee, da kommt schon ein Auto", schrie mir Eddi zu die gerade das Banner über unserem Hofschild festband. Es war Flyka sie bot sich an und zu helfen. "Hey Flyka, du bist ja schon da", lachte ich ihr zu. "ja es ist doch schon 6 Uhr, ich sollte dich um 6e kommen, oder?", fragte sie uns. Ich sah Eddi ertappt an. Eddi sah mich erschrocken an. "WAS, schon 6 Uhr, Los wir müssen noch die Hindernisse aufstellen", befahl Eddi. Ich fegte den Hof in Windeseile und spurtete dann zu Flyka die mit mir die Hindernisse aufbauen sollte. Eddi richtete die Kuchenteke und den Glühweinstand her. "Wie viele Teilnehmer kommen denn heute?", fragte mich Flyka. "Nicht so viele, eigentlich nur ein Paar aus dem Joelle-Tal der Rest von kleinen Nebendörfern", erzählte ich ihr traurig. Gegen halb acht kamen die ersten Gäste und Reiter an. Luci und Stef kamen gegen 8 Uhr, also noch rechtzeitig um ihre Pferde fertig zu machen. Eddi machte ein ganz gutes Geschäfft beim Verkauf von Kinderpunsch und Glühwein, die Kuchenteke war aber auch gut besucht. Die Glocke klingelte und das erste Pärchen wurde zum Silvester springen aufgerufen. "Ein Ritt mit 8 Strafpunkten, geht besser", hörte ich Luci sagen. Ich wusste das die beiden es schaffen können, sie sind alle vier in einer Top Form. Doch jetzt lag es an ihnen, sie wurden zum Start aufgerufen. Gammon spielte sich mächtig auf neben der kleinen Lady doch Luci blieb locker Stef sah auch noch ziemlich entspannt aus. Die Klingen läutete, es ging los. In einem Affentempo Gallopierten die beiden Pferde auf einen kleinen Oxer zu, Luci musste Gammon ein wenig zurücknehmen das er nicht früher als Stef mit Lady sprang. Der erste Sprung verlief gut, das Timing passte auch, hoffentlich ziehen sie weiter so ihr Ding durch. Gespannt betrachtete ich das Spektakel. Sogar der Einlauf ins Ziel war Synchron und somit Gewannen die beiden Das diesjährige Silvester-Synchron springen. Stef und Luci beeilten sich um ihre Pferde in die Boxen zu bringen, sie wollten natürlich nicht das riesige Feuerwerk verpassen. Die Feuerwehr fuhr ein udn baute die knallbunten knaller auf. Um genau 24:00 ging ein Rosarotes Herz in die Luft, danach folgten die grüne und Blaue knaller die das Nasty Past zeichen formten. "Woow, das ist aber schön", hörte mann aus den hintersten Reihen jaulen. Ich musste zugeben, Eddi hatte das Feuerwerk wirklich sehr gut geplant.
      6302 Zeichen // © Igof
      31 Dec 2011

      Fee2010
      Happy Birthday

      "Warte " schrie ich und lief Kim hinterher , " Ja ich warte , aber komm ! " ich lief so schnell ich konnte und wir kammen fast gleich am Stalltor an . " Und los" sagte ich und Kim machte die Tür auf , " WOW " sagten wir fast zusammen , Heute hatte Kim Geburtstag , deshalb war die Halle festlich Geschmückt . " Komm " sagte ich und wir liefen zu den weiden , es schien schon den Ganzen Tag die Sonne und wir müssen nun die Pferde reinholen und danach reiten . Heute Abend dann wird Party Gemacht , meine Eltern sind weg und wir haben Freunde eingeladen. " Erst die Stuten " fragte Kim mich , " Ja " sagte ich und verschwand im Morgennebel . An den Weiden Standen die Pferde dicht an dicht am Gatter. Erst holten wir Bagira ; Iliada ; Candy und Willow rein. Kim hatte Die zwei Welshis und ich die anderen. Im " Großen" Stall brachten wir die stuten in ihre Boxen , danach machten wir ihnen das Futter für nach dem Reiten fertig. Wieder auf der Weide holten wir noch Celly & Jazz rein , auch die zwei Stuten landeten in ihrer Box , wo auch auf sie schon frisches Heu als Frühstück wartete. Nun gng es zu der Fohlen weide , während ich Shac und B hatte nahm Kim Fake mit. Im Stall begrüßte Iliada ihre alte Herde fröhlich , den sie stand ja nun bei den Erwachsenen Stuten , und nicht mehr bei den Jährlingen. Nun waren die Hengste dran , diese kammen aber genau so wie Shac in den "Kleinen" Stall. Währen ich bei der Ersten Runde Lespoire und San Diago nahm , hatte Kim Shorty und Dawning Hope an der Hand. Zu Guter letzt holten wir Bintu ; Hikandi ; Missing und Riddick rein. Als auch diese drinnen wahren konnte die Party los gehen.
      21.09.2012

      sweetvelvetrose

      Ich lehte mich an den Zaun und beobachtete den neuen Araber Hengst Bintu - er kam von einer Auffang Station für " Sorgenkinder ".
      Sorgenkind davon sah ich hier nichts er trabte am Zaun entlang wie ein junger Gott zeigte das er ein Voller araber war mit hocherhobneem schweif und gewölbtem hals.
      Auch auf der Herfahrt war er unkompliziert -wo war da bitte ein Sorgenkind ? ... vielleicht würde ich esn ich rausfinden doch mein gefühlsagt mir das da nichts mehr kömmen wird - ein super pferd ein super Kauf.
      30 Aug. 2013

      Gwen
      Noch ein Neuer

      Seit ich das letzte Mal bei Sweetvelvetrose gewesen war, hatte sich viel getan, denn neue Pferde, vor allem Araber, bevölkerten ihren Hof. Ich hatte ihr meine Hilfe angeboten, um ihr ein wenig der Lasten abzunehmen, mit welchen sie momentan zu kämpfen hatte. Einer ihrer neuen Hengste war Bintu Al-Bahri, eine wahre Schönheit von Araber. Sweet zeigte ihn mir gleich als erstes, denn sie bat mich, dem Kleinen ein wenig Bewegung zu verschaffen. Anfangs war der Hengst ein wenig griesgrämig mir gegenüber, doch das legte sich schnell, als ich ihn mit Leckerlies bestach. So folgte er mir ohne Probleme zum Putzplatz, wo ich ihn in aller Ruhe fertig machte. Ich wollte ihn nur longieren, da ich den Hengst erst einmal in aller Ruhe kennenlernen wollte. Eigentlich war Bintu ein Sonnenschein, er nahm sogar den Kopf herunter, als ich das Halfter gegen den Kappzaum eintauschte. Dann klinkte ich noch flott die Longe ein und machte mich mit dem Braunen zum Reitplatz. Bisher war es nämlich noch trocken und das trotz der letzten Regentage, deshalb wollte ich auch noch jeden noch so kleinen Sonnenstrahl nutzen. Ich führte Bintu eine Weile warm, ehe ich mich in die Mitte des Zirkel zurückzog und Bintu nach außen laufen ließ. Er war ganz umgänglich, auch wenn er heute anscheinend etwas zu viel Power hatte. Doch mit vielen Tempowechseln gelang es mir, denn Hengst entspannt und aufmerksam zu bekommen. Nachdem das geschafft war, machte die Arbeit mit ihm auch wirklich tierischen Spaß. Nach einer halben Stunde waren dann wir beide ziemlich k.o. Ich führte Bintu noch trocken, ehe es zurück zum Putzplatz ging. Dort nahm ich die Ausrüstung ab und putzte nochmal kurz drüber, bevor der Hengst wieder auf seine Weide durfte und ich mich seiner Box widmen würde.
      16 Sep. 2013

      Loulou
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      Besuch bei Sweetvelvetrose.

      Gerade war ich mit dem Jeep unterwegs, als mich sweetvelvetrose's Anruf erreichte. Drei ihrer Pferde sollten geimpft und entwurmt werden, also wendete ich bei nächster Gelegenheit den Wagen und gab mein Ziel in das Navigationsgerät ein. Zügig führte es mich zu dem fremden Hof, wo ich rasch ausstieg und die junge Frau kam auch schon auf mich zu. „Hallo Sweet.“, begrüßte ich sie mit einem Lächeln und drückte kurz ihre Hand, als sie sie mir reichte. Ich begab mich zum Kofferraum, in dem dank der ausgebauten Rückbank genügend Platz war und nahm meine Tasche heraus, nachdem ich aus dem kleinen Kasten mit den verschiedenen Schublädchen Impfstoff und Wurmkur herausgesucht hatte. „Dann wollen wir mal.“, sagte ich und begleitete Sweet zu ihren Stallungen. Der Winter hatte bereits Einzug gehalten und so zog ein kalter Wind über den Hof, doch im Stall war es angenehm warm und sogleich schlug einem der vertraute Duft in die Nase, weshalb ich diesen Beruf so liebte. „Dann gehen wir zuerst zu Safiye.“, erinnerte mich Sweet's Stimme an meine Aufgabe und ich nickte, während ich ihr zu der Box mit einer schicken Araberstute folgte. Kritisch musterte mich das Tier, als ich den Riegel zurück schob und die geräumige Box betrat. „Na du.“, sagte ich leise und begrüßte sie vorsichtig, ehe ich mit der Untersuchung begann. Mit ruhigen, routinierten Handgriffen horchte ich Herz und Lunge des edlen Tieres ab und klopfte ihr kurz den Hals, ehe ich noch Fieber maß. Mit sichtlich wenig Begeisterung ließ die Stute alles über sich ergehen und als ich ebenfalls sicher gehen konnte, dass sie keine Infektion in sich trug, holte ich den Impfstoff aus meiner Tasche und riss mit leisem Knistern die Packung der Einwegspritze auf, ehe ich die Kappe über der Kanüle wegnahm und den Impfstoff aufzog. „Jetzt pikst es einmal.“, murmelte ich und injizierte der Stute die Impfung, ehe ich ihr kurz den Hals klopfte. Die meisten Pferde interessierte es kaum, dass ich ihnen die Nadel unter die Haut schob, die Wurmkur zu schlucken war meist die längere Prozedur. Doch so sehr es Safiye auch zu missfallen schien, dass ich mich in ihrer Box befand und mich an ihr zu schaffen machte, so wenig protestierte sie gegen die weiße, dickflüssige Paste, welche wohl nach Apfel schmecken sollte, was das Ganze aber kaum besser machte, wie ich wusste. „Braves Tier.“, sagte ich und lobte sie erneuert, ehe ich meine Sachen zusammenpackte und mich aufrichtete. „Gut, dann wollen wir mal zur nächsten Patientin.“, sagte ich an Sweet gewandt und verließ die Box, um mit ihr herüber zu Nara al Haya zu gehen, eine durchaus ansehnliche Rappstute. Interessiert musterte sie mich, als ich ihre Box betrat, verlor jedoch schnell wieder das Interesse und so begann ich zügig mit der Untersuchung, denn wenn ihr Immunsystem geschwächt war, konnte ich nicht impfen. Nervös schlug die Stute mit ihrem Schweif, scheinbar bald genervt davon, dass sie still stehen musste, doch ließ ich mich davon kaum irritieren. Erneuert zog ich den Impfstoff auf und injizierte ihn ihr, ehe ich die Kappe wieder auf die Kanüle steckte, damit sich niemand verletzten konnte. Vor allem in großen Ställen konnte Impfen und Entwurmen schnell zu einer eintönigen und langwierigen Sache werden, doch machte ich meine Arbeit gerne. Zumal es jedes Mal eine Herausforderung war, sich auf den Charakter eines jeden Pferde einzustellen. Ich nahm die breite Einwegspritze, natürlich ohne Nadel, mit der Wurmkur und umgriff den Kopf der großen Stute, ehe ich ihr rasch den Daumen in die Lücke hinter den Zähnen schob. Widerwillig öffnete sie ihr Maul und ich drückte die Paste hinein, ehe ich ihren Kopf wieder losließ. Ein paar Mal schlug sie missmutig mit dem Kopf und schmatzte wenig begeistert die Masse herunter. „Schon geschafft.“, lächelte ich und klopfte ihr den Hals, ehe ich die Box verließ und sie sorgfältig verschloss. „Dann gehen wir jetzt rüber zu den Hengsten.“, sagte Sweet und ich stimmte ihr nickend zu, während wir uns auf den Weg machten. Der letzte Patient heute war Bintu Al-Bahri. Sweet erwähnte, dass er nicht immer einfach im Stall war und gerne zwickte, wenn ihm etwas nicht in den Kram passte. „Geht klar.“ Ich nickte und betrat zusammen mit ihr den Stall, in dem der Hengst stand. „Würdest du ihn kurz am Halfter halten, dann kann ich ihn rasch untersuchen.“, bat ich die junge Frau. Diesmal war Sweet es, die nickte und ich betrat die Box. „Hallo Großer.“, murmelte ich und klopfte ihm kurz den Hals, ehe ich damit begann ihn auf Herz- oder Lungengeräusche abzuhören, doch wie bei den beiden zuvor war auch bei ihm nichts auffällig. Also maß ich rasch Fieber und ging zurück zu meiner Tasche, um den Impfstoff aufzuziehen. Als ich dem Hengst die Impfung injizieren wollte, riss er unvermittelt den Kopf hoch und legte die Ohren an. Sweet, die wohl genauso überrascht war, wie ich ruckte am Halfter und ermahnte ihn, sodass er sich schnell wieder ein bekam und ich mit meiner Arbeit fortfahren konnte. Auch die Wurmkur missfiel ihm sichtlich, doch gelang es uns zu zweit schnell, ihm sie ins Maul zu zwängen. „Gut so.“, lächelte ich und klopfte dem großen Braunen den Hals, ehe ich die Box verließ. „Kommst du noch gerade mit zum Auto, dann mache ich die Impfpässe von den dreien fertig und gebe sie dir.“, sagte ich zu Sweet und sie nickte dankend. Am Auto stempelte ich die Felder der Impfpässe ab und füllte die Daten aus, ehe ich unterschrieb und sie Sweet übergab. „In drei Monaten ist dann eine weitere Wurmkur fällig, die nächste Impfung in 6.“, erklärte ich und lächelte kurz, ehe ich Sweet die Hand gab und mich von ihr verabschiedete. Ich schloss die Kofferraumklappe und setzte mich wieder in den Jeep, um den langen Heimweg anzutreten.

      5711 Zeichen by Tikka
      23 Nov. 2013

      Rajandra
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      24.11.2013 Hufschmiedbesuch bei Duke of Darkness, Badriyah, Nara al Haya, Tiramisu & Bintu Al-Bahri

      Mein vorletzter Auftrag für heute waren fünf Pferde von sweetvelvetrose, bei denen ich eine Hufkontrolle durchführen sollte und da sie alle barhuf liefen brauchte ich nur zu korrigieren und auszuschneiden. Die Fahrt dauerte etwa eine viertel Stunde und als ich auf dem Hof ankam begrüßte sweet mich schon sehr herzlich. Sie hatte alle fünf Pferde schon reingeholt also brauchte ich nurnoch mein Werkzeug zu schnappen und es konnte losgehen. Als erster war ein wirkliches Prachtexemplar von Araberhengst namens Duke of Darkness an der Reihe. Der mich freundlich anschaute, allerdings merkte man dem Rappen an, dass er etwas nervös war. Ich strich ihm über den Hals und kratze ersteinmal seine Hufe aus. Dabei begutachtete ich seinen Hufzustand, der im Allgemeinen sehr gut war. Nur der Strahl sah nicht mehr allzu förmig aus. Ich find dann vorne an mit dem Hufrinnmesser den Strahl und die Strahlfurchen nachzuschneiden und danach mit der Hauklinge überschüssiges Horn zu entfernen und den Huf zu begradigen. Danach ließ ich den Duke of Darkness seinen Huf auf den Bock stellen und pfeilte mit meiner Hufrapsel das Horn in Form. Auch von unten pfeilte ich noch etwas grade und lobte den Hengst nach dem ersten Huf. So fuhr ich auch an den drei übrigen Hufen fort und der Rappe benahm sich einwandfrei. Als ich fertig war schaute ich mir seinen Gang auf dem Weg zur Box an, der auch normal war und sweetvelvetrose brachte mir danach das nächste Pferd. Eine Schimmelstute namens Badriyah, die sich etwas schwer tat die Hufe auf dem Bock zu halten, allerdings trotzdem sehr lieb war. Auch ihre Hufe waren in einem guten Zustand gewesen und so waren sie auch schnell wieder in Form gebracht und sie konnte zurück in die Box entlassen werden. Danach folgte Nara Al Haya, eine sehr temperamentvolle Araberstute. Ihre Hufe waren ziemlich stark gewachsen und ich hatte bei ihr etwas mehr zutun. Auch dauerte es etwas länger, da die Rappstute nicht gern stillstand. Doch auch das bekamen wir geregelt. Nachdem ich mit ihren Hufen fertig war bekam sie ein Leckerchen und durfte wieder in ihre Box. Als nächstes kam Tiramisu dran, ein sehr lieber brauner Hengst, der neugierig meinen Schmiedelatz und den Gürtel mit meinem Werkzeug inspizierte. Seine Hufe waren in einem sehr sehr guten Zustand und ich brauchte nur wenig Auszuschneiden. Auch das Raspeln ließ er brav über sich ergehen und schnell konnte auch der letzte, Bintu Al-Bahri an die Reihe kommen. Der Braune versuchte mir beim Arbeiten andauernd das Werkzeug aus dem Gürtel zu fischen, aber benahm sich sonst sehr gut. Bei ihm waren zwei Hufe ganz leicht ausgebrochen, doch dies war sehr leicht zu korrigieren. Beim Ausschneiden und Korrigieren stand er ganz still, das Raspeln auf dem Hufbock war ihm nicht ganz geheuer, jedoch hielt er auf gutes Zureden von sweet seine Hufe trotzdem brav hin. Auch er bekam ein Leckerlie und sweet brachte ihn zurück in die Box. Mein Werkzeug räumte ich ordentlich wieder in meine mobile Schmiede und verabschiedete mich dann von sweet. Sie würde die Rechnung per Post bekommen und ich fuhr zu meinen letzen Auftrag für heute.
      24 Nov. 2013

      Bericht 1 - Auffrischen der Kenntnisse

      „Sei vorsichtig Gwen, er ist ein typischer Araber.“ meinte Ty und schüttelte den Kopf. Gwen blickte neugierig um die Ecke, denn sie hatte sich eigentlich schon auf ihren neuen Schützling gefreut. Gestern war der Araberhengst Bintu Al-Bahri auf Heartland eingetroffen und hatte mit seinem Benehmen für einigen Tumult gesorgt. Ty schien ihn eher als Unruhestifter zu betrachten und hielt ab nun bevorzugt Abstand. Gwen runzelte die Stirn und kümmerte sich lieber erst einmal um das Frühstück für den Hengst, vielleicht stimmte ihn dass ja gutmütiger. Als sie dann mit dem Eimer vor seiner Box stand, wieherte der Braune auffordernd und scharrte mit den Hufen. „Jetzt beruhige dich mal, sonst werde ich dir wohl kaum dein Futter geben können.“ lächelte Gwen und wartete, bis er mit dem Theater aufhörte, erst dann verteilte sie das Futter in seinen Trog. Bintu Al-Bahri war für das Westerntraining hier und sollte von A auf L trainiert werden. Dies würde Gwen wohl Amy überlassen müssen, denn sie selbst hatte noch nicht so viel Erfahrung im Westernreiten. Also hatten sie es so gehandhabt, dass Gwen die Lektionen der Klasse A bei dem Hengst auffrischte, denn so weit war sie in ihrer Ausbildung schon, und Amy würde sich um den Rest kümmern. Doch erst einmal wollte Gwen dem jungen Kerl ein wenig Bewegung verschaffen, damit sie sich in Ruhe in der Halle an ihn gewöhnen konnte. Sie betrat die Box und halfterte ihn auf, dass alles schaffte sie ohne Probleme und mit Leckerlies. Dann ging es aber schon los, als Bintu Al-Bahri einfach nur an den anderen Boxen vorbei sollte, ohne sich mit dem nächstbesten Pferd anzulegen. Gwen war froh, als sie ihn endlich auf der Weide stehen hatte. Die Weide des Arabers lag ein wenig abgelegen, denn Amy wollte Katastrophen lieber vermeiden. Dem Hengst schien die Bewegung aber sehr gut zu tun, denn er tobte sich zur Genüge aus, wälzte sich im frische Schnee und schien seine neue Freiheit sichtlich zu genießen. Gwen wollte ihn vor der Arbeit noch ein wenig in Ruhe lassen und kümmerte sich derweil lieber gemeinsam mit Ty und Vivien um die Stallarbeit.
      Kurz nach Mittag holte Gwen dann den Araberhengst wieder in den Stall und band ihn am Putzplatz an. Das Putzen war eine wahre Tortur, denn Bintu Al-Bahri wollte einfach nicht still halten und hatte schlichtweg nur Quatsch im Kopf. Umso dankbarer war Gwen, als sie den Kerl dann endlich gesattelt hatte und nur noch die Trense fehlte. Zu ihrer Freude kam alles wieder zurück, während sie den Hengst fertig machte und sie wusste ganz genau, wo bei der Westernausrüstung was hin musste. Wenn man Englisch und Western parallel reitet, ist es manchmal doch etwas kompliziert, beides auseinander zu halten. Doch heutzutage sollte man sich als Ausbilder beide Reitweisen schon angeeignet haben, um Erfolg haben zu können. Bintu Al-Bahri war direkt eifrig bei der Sache, nachdem er nun gesattelt war. Jani hatte nicht gelogen, als sie gemeint hatte, dass er sich unter Sattel sehr wandelte. Deshalb führte Gwen ihn auch bevorzugt im Schritt in der Halle warm, ehe sie sich in den Sattel schwang. Es war ein neues Gefühl, wieder in einem Westernsattel zu sitzen und dann auch noch auf einem Araber. Doch während Gwen ihn einige Runden warmgeritten hatte, war sie sich ihres Wissens wieder sicher. Zu Beginn wollte sie die Grundlagen von dem Hengst abfragen. Die beiden begannen mit dem Walk, welcher die Basis aller anderen Gangarten bildete. Bintu Al-Bahri war ein sehr feinfühliger Hengst und es machte richtig Spaß zu spüren, wie er jede kleine Hilfe sofort annahm und umsetzte. Im Walk ging es um ein losgelassenes, aber dennoch versammeltes Pferd. Ziel war es stets, dass das Westernpferd mit dem Hinterhuf mindestens in den Abdruck des Vorderhufes gelangte, wenn nicht sogar noch weiter. Erst dann konnte man von einer wahren Versammlung sprechen. Zu Gwens Freude funktionierte dies bei dem Araberhengst einwandfrei. Auch seine Kopfhaltung war passabel, auch wenn er gerne zu einem gebogenen Hals neigte, was man ihm als Araber aber eher weniger verübeln konnte. Dennoch war dies eine Tatsache, an der die beiden arbeiten mussten. Der Hals sollte schließlich eine Linie mit dem Rücken bilden und dies war bei Bintu Al-Bahri noch nicht vollkommen gegeben. Aber Gwen wusste, dass das auch an ihr liegen konnte, sie selbst überprüfte im Spiegel ihren Sitz, parierte zum Stand durch und korrigierte noch einmal alle Hilfen. Als sie sich selbst bewusst wurde, spürte dies auch der Hengst und arbeitete selbst korrekter mit. Schon lief er einwandfreier als vorher und sie konnten in den Jog übergehen. Es war die Gangart, welche Gwen schon immer schwer gefallen war, wo sie bei Bintu Al-Bahri anscheinend aber Glück zu haben schien. Der Jog bestand aus kurzen und weichen Schritten, der Rücken des Pferdes sollte leicht federnd wirken und als Reiter saß man stets mitgehend und locker im Sattel. Der Araberhengst machte diese Übung einwandfrei mit und sein Jog war einfach nur eine Leichtigkeit als Reiter korrekt mitzugehen. Anscheinend gab es bei Bintu Al-Bahri bezüglich der A-Qualifikation eher weniger aufzufrischen, dennoch wollte Gwen auch noch die anderen Gangarten ausüben. Als nächstes folgte der Trot, bei Westernreitern jedoch nicht sehr beliebt, da er oftmals für zu schnell gehalten wurde. Er ähnelte sehr dem Trab im Englischen und so ritt Gwen auch hier im Leichttraben. Um sich und dem Pferd die Arbeit zu erleichtern, nahm sie einige Bahnfiguren mit hinzu und ritt oftmals auf einem großen Zirkel, um von Bintu Al-Bahri die Biegung zu fordern. Zum Schluss übten sie noch den Lope und Canter. Dabei war der Lope der sehr langsame und dennoch schwungvoll gehaltene Galopp, während der Canter das genaue Gegenteil davon war. In allen Gangarten war Bintu Al-Bahri äußerst fit, auch wenn für ihn Trot und Canter anstrengend waren. Dabei ging es Gwen aber nicht anders, denn auch für den Reiter waren diese schnellen Gangarten anstrengend. Um der Trainingseinheit noch einen Lerneffekt beizufügen, trainierte Gwen die Tempiwechsel auf dem Zirkel. Oftmals musste sie den Araber ein wenig zügeln, denn er war gerne zu übereifrig, gerade in den Wechseln zwischen langsameren und schnelleren Gangarten. Also machte Gwen es sich zum Ziel, ihn dabei noch ein wenig mehr Ruhe zu geben, damit er auf Turnieren deshalb keine Punktverluste erhielt. Nach einer Weile schien ihre Art und Weise mit vielen Wechseln auch zu wirken. Sie nahm nämlich auch einige Bahnfiguren mit dazu, um den Kopf des Arabers zu fordern und während er auf die Hilfen achten musste, um sie perfekt ausführen zu können, blieb ihm gar keine Zeit mehr für irgendwelchen Quatsch. Nach der Stunde waren dann aber sowohl Pferd als auch Reiter kaputt. Gwen ritt den Hengst im normalen Schritt ab und brachte ihn dann schnell mit der Abschwitzdecke in den Stall. Dort sattelte sie ihn in Windeseile ab, um ihn direkt unter das Solarium zu stellen. Gerade im Winter sollte man lieber vorsichtig sein, nicht dass sich der Araber noch auf Heartland erkältete. Nachdem sein Fell wieder flauschig war, durfte er in seine Box. Gwen bereitete noch sein Futter zu, ehe sie sich um ihre anderen beiden Schützlinge kümmerte.
      18 Dez. 2013

      Bericht 2 - Der fliegende Galoppwechsel

      Geschwind huschte Gwen über den Hof zum Stall, denn draußen herrschte ein regelrechter Schneesturm. Eigentlich sah man nur noch weiß und seine eigene Hand vor Augen nicht mehr. Im Stall traf sie dann auf Amy, welche sie herzlich begrüßte und sie bat, gemeinsam mit ihr die Pferde zu füttern. Schnell war das getan und schon konnten sie zur eigentlichen Arbeit des heutigen Abends übergehen. „Bintu Al-Bahri soll kommende Woche wieder nach Hause dürfen. Außerdem habe ich von seinem hengstigen Gehabe sowieso genug.“ seufzte Amy, doch Gwen konnte nur grinsen. Sie hatte sich täglich mit den Araberhengst beschäftigt und auch wenn er nicht einfach war, unter dem Sattel war er einfach ein Traum. „Heute möchte ich dir zeigen, wie du ihn auf den fliegenden Galoppwechsel vorbereitest. Er kennt das Ganze schon aus den letzten Trainingseinheiten mit mir, von daher sollte es kein Problem werden.“ lächelte Amy und hielt Gwen das Halfter des Arabers hin. Flott holte die Praktikantin den Braunen aus der Box und begann ihn gründlich zu putzen. Dank des Schnees waren die Pferde im Moment sowieso immer so gut wie sauber und schnell hatte sie ihn auch gesattelt. Anfangs war Gwen öfters auf Bintu Al-Bahris liebe Art reingefallen und hatte sich das ein oder andere Mal zwicken lassen. Inzwischen war sie aber vorausschauender und gab ihm schon kurz vorher einen leichten Klaps auf die Nüstern, ehe er ihr auch nur zu nahe kam. Die Eigenheiten der Pferde und jeder persönliche Charakter war aber auch das besondere, was Gwen an dem Beruf des Ausbilders so toll fand und was ihn ihr so attraktiv machte. Als sie mit dem Hengst fertig war, kämpfte sie sich mit Amy durch den Schnee zur Halle. Alle waren froh, als man wieder etwas sah und Gwen führte den Araber warm. Erst dann schwang sie sich in den Sattel und ritt ihn im Schritt warm. Die erste Trainingseinheit ließ Amy das Paar in Ruhe und Gwen wiederholte die Dinge, welche Bintu Al-Bahri aus der Klasse A schon können musste. Ein wenig Auffrischung schadete nie und den Araberhengst konnte man sowieso nie überfordern. Erst nachdem Amy sah, dass beide fit und erwärmt waren, betrat sie die Halle und positionierte sich in der Mitte. „Als Grundlage wollen wir erst einmal seine Schulter lockern!“ rief Amy und forderte Gwen auf, auf dem Zirkel zu reiten, erst im Schritt und danach im Trab. Dabei wechselten sie stets zwischen Innen- und Außenstellung und verkleinerten oder vergrößerten den Zirkel. Auf der linken Hand war das für Bintu Al-Bahri auch kein Problem, nur rechts tat er sich mit der Außenstellung immer noch etwas schwer. Doch nach einer Weile ließ er auch dort locker und schwang schön mit, so dass Gwen auch den Galopp mit dazunehmen konnte. Man merkte, wie gerne der Hengst arbeitete, denn er war mit allen Sinnen bei seiner Reiterin und die Wechsel zwischen den Stellungen klappten einfach wunderbar! Amy gönnte den beiden eine kurze Verschnaufpause im Schritt, ehe sie zum nächsten Punkt überging. „Eine wichtige Übung für den fliegenden Galoppwechsel ist auch die Vorderhandwendung mit Innenstellung.“ erklärte Amy und ließ Gwen zum Stand durch parieren. „Na dann los.“ lächelte Amy und ließ ihre Schülerin arbeiten. Gwen stellte den Araberhengst erst ordentlich nach innen, ehe sie die Hilfen für die Wendung gab. Das erste Mal ging mehr oder weniger schief und Gwen war schon ein wenig verzweifelt, doch Amy munterte sie auf und leitete sie ein wenig mehr an, so dass das zweite Mal wesentlich besser klappte. Nun schien die Kommunikation zwischen Pferd und Reiter auch wieder fließend zu laufen, so dass die weiteren Versuche gelangen. Auch wenn man merkte, wie schwer es Bintu Al-Bahri fiel, in Innenstellung die Hüfte zu verschieben. Die nächste Übung war es, im Schritt an der langen Seite entlang zu reiten, die Innenstellung zu behalten, aber Bintu Al-Bahris Hüfte nach innen zu verschieben. Gwen hatte alle Hände voll zu tun, um diese Stellung die gesamte Seite bestehen zu lassen, doch es gelang ihr und dem Araber. Das selbige wiederholten sie auch im Trab, ehe sie zum Viereck vergrößern und verkleinern übergingen. Nun war der Hengst in seinem Element und Gwen musste ihn ab und an zügeln, damit er nicht davonsauste. „Dann wollen wir mal den fliegenden Galoppwechsel probieren!“ rief Amy und ließ das Paar im Außengalopp auf dem Zirkel reiten. Am Ende der zweiten Diagonalen drückte Gwen ihre Hüfte nach innen und fast unerwarteter Weise sprang Bintu Al-Bahri um. Amy lobte die beiden, doch bei dem fliegenden Galoppwechsel waren sie noch nicht ganz angelangt. Denn noch sprang der Araber viel zu hoch, obwohl bei dem Westernreiten flache Wechsel bevorzugt wurden, bei welchen das Pferd sich nicht von einer auf die andere Seite warf. Noch fiel diese Leichtigkeit dem Araber schwer, doch im Laufe des Abends gelang es Amy und Gwen, den fliegenden Galoppwechsel in den Bewegungsapparat des Hengstes einzugliedern und sowohl Reiter als auch Pferd fanden schnell Spaß daran. „Das hast du super gemacht!“ lobte Amy ihre Praktikantin und Gwen strahlte über das gesamte Gesicht. Sie tätschelte ausgiebig den Hals des Arabers und ritt ihn dann ab. Gemeinsam mit Amy gingen sie zurück in den Stall, wo der Hengst verpackt in eine warme Stalldecke in seine Box durfte und sein Abendbrot bekam. „Tja, da du mir gezeigt hast, dass er die Lektionen auch unter einem fremden Reiter kann, würde ich sagen, dass ich morgen Jani anrufen kann.“ lächelte Amy und klopfte Gwen auf die Schulter. „Aber wir haben sowieso noch genügend weitere Pferde hier, einer weniger ist wohl eher eine Erleichterung.“ lachte Amy und ging mit Gwen zurück ins Gutshaus. Dort setzte sie sich gemeinsam mit Lou vor die Akte von Bintu Al-Bahri und erklärte Gwen, wie das Ganze aufgebaut war. Dann zog sie einen Zettel hervor, welcher wie ein Zertifikat aussah und gemeinsam mit Lou füllte sie die Lücken aus und setzte ihre Unterschrift darunter. Ab nun war Bintu Al-Bahri in Western offiziell Klasse L!
      18 Dez. 2013

      sweetvelvetrose
      Bintu an der HK 454 für Westernorientierte Hengste

      Der Warmreitplatz war die Hölle, die Ohren angelegt das man sie nicht mehr gesehen hat und ein Blick das einem anderes wurde, doch immer hin hatte er nicht getreten oder gebissen, so schien es als würde sich die Harte Arbeit doch bezahlt machen.
      Froh endlich dran zu sein ritt ich den groß rahmigen Araber Hengst in die Halle ein, hielt bei X und tippte mir an den Schwarzen Westernhut. Just in dem Moment merkte man sichtlich wie der braune Hengst sich entspannte und sein ganze Ausstrahlung zeigte,oh ja er war eine Augenweide von Pferd leider auf Grund von endlosen Besitzer wechseln und Zeiten auf einem Kanden Hof mit Futterneid zu einem sehr feindsehligen Hengst gegen über anderen Pferden geworden, Stuten gegenüber war er aber stehts der Chameur geblieben um so erleichterter war ich das heute keine Anwesend waren mir genügte das Theater zu Hause schon.
      Nun trabte ich aus dem Stand heraus sauber an, lenkte den Hengst mit gespitzten Ohren und entspannter Haltung am langen Zügel auf den Zirkel dort wechselten wir aus diesem und ritten auf der anderen Hand ebenso locker weiter eine leichte Parade von mir und Bintu parierte zum Schritt durch. Jetzt lenkte ihn zu dem bereitgelegten „ L“ auf dem Boden machte davor einen Hinterhandswendung, so das wir mit dem Hinter zum „L“ stand und fädelte den Hengst rückwärts durch die Stangen dies macht der Braune sehr Konzertiert und feinfühlig, ich hätte vor Stolz platzen können.
      Nach dieser Übung wendete ich auf der Vorderhand und Galoppierte aus dem Stand an um die aufgestellten Hütchen herum und wechselte mit einem wunderbar korrektem ausgeführten Galopp Wechsel die Hand dabei wehnte sein zu einem Netzt gebunden Mähne leicht hoch und schimmerte in dem Kunstlicht der Decken Lampen bläulich Schwarz.
      Nach 2 Runden entspanntem Galopp parierte ich erneut zum Schritt durch ließ ihn 5 schritte seitlich ausweichen und bog dann zu X ab verabschiedete mich mit einem Lächeln und atmete tief durch, denn jetzt ging es wieder raus auf den Abreite Platz …

      2020 Zeichen mit Leerzeichen Text by sweetvelvetrose
      21 Dez. 2013
    • Quinzel
      Alte Berichte:
      sweetvelvetrose
      Der Winter ist da! Jede Menge Aufregung

      Müde und mit wenig Elan schleppte ich mich aus dem Bett machte mir im Morgenmantel einen Kaffee, streichelte dem Hund übern den Kopf der mich genau so verschlafen anschielte wie ich mich fühlte.
      Nach der Morgen Toilette schlüpfte ich meinen Jeans zog mir einen warmen Pulli an und die Winter Boots und schnappte mir die Jacke machte dir Tür auf und bleib wie angewurzelt stehen …. Alles war weiß es hatte die Nacht geschneit und das tat es immer noch auf dem Absatz machte ich kehrt und holte meine Mütze und die Handschuhe, die würde ich heute brauchen.
      Dicker eingepackt stampfte ich durch den Schnee zum Stall zu erst zu meinem Jungspund Shamal zog ihm das kleine Halfter an und führte ihn auf die verschneite Jungpferde Koppel und dachte wieder daran das ich einen Pater für das Fohlen finden müsste mit dem er toben kann, doch auch ohne diesen tobte der kleinen Kohlfuchs Hengst im Wilden Galopp durch den Schnee ich entscheid mich die Hengst auch auf ihre Koppel zu lassen aktuell waren sie nur in ihrer Paddock Box und langweilten sich sicher, doch wenn zu nass war machten sie die Koppel nur kaputt – jetzt mit dem beachtlichen Schnee drauf sollte erst mal nichts passieren.
      Also klapperte ich alle Boxen der Hengste ab und machte die Tür vom Paddock auf die alt eingesessenen kannte das ja schon mal sehen wie Sayyad drauf reagieren würde nicht nur durch die Gitterstäbe kontakt zu haben bisher hatte ich immer glück und keiner der Hengste musst alleine stehen – Ice war der erste der raustrabte dann Duke und dann Davinci Poker legte Angesichts das Schnees nur die Ohren an und blieb lieber in der warmen Box.
      Sayyad ging auch raus wurde von Duke begrüßt und sie steckten erstmal die Köpfe zusammen zweimal quietschten sie laut und scharrten im Schnee dann galoppierten beide los, ok das schaut schon mal gut aus – davinci und Ice hielten sich raus spielten etwas mit einander und kraulten sich dann die rücken ein süßes Bild.
      Die nächsten die ich raus ließ waren Bintu , Tiramisu und Antar die drei trabten erst mal eine runde auf der kleineren aber dennoch großen Winterkoppel und gesellten sich dann zu Duke und dem neuen Sayyad und steckten alle die Köpfe zusammen und quietschten als Bintu den neuen beißen wollte fing er sich einen Rüffel von Duke ein und trollte sich in einen andere Ecke der Koppel , gut er hatte verstanden das er sich unter zu Ordnen hat und Duke war obwohl er eher ein Draufgänger war ein guter Herden Chef in Spe denn der richtig war Ice doch zeigte er es nur mit seiner Gelassenheit vielleicht war es aber auch die Größe ? denn er überragte die kleinen Araber um mindestens einen bis zwei köpfe außer bei Davinci die beiden warne gleich groß.
      Zufrieden das es keinen große Keilereien gab ging ich durch den Stall am Putzpaltz vorbei zu den Stuten und entließ sie auf der anderen Seite auf ihre Winter Koppel .
      Badiryah galoppierte erst mal ein paar runden Nara und Harmony legten sich beide erst mal Synchron in die weiße bracht und wälzten sich Safye schloss sich Bad Buckelnd an nur die neue Cardiac stand etwas verwundert in ihrer Box und blickte nach draußen als hätte sie noch nie Schnee gesehene streckte sie die Nüstern in die weiße Bracht und schnaubte entsetzt auf .
      Nara war die erste die die neue Stute begrüßen ging standen ja auch neben einander die beiden es war ein sanftes begrüßen und an herausführen zu den anderen.
      Auch hier war alles ruhig und ich machte mich an das entspannte Misten der Boxen streute neue Spähen und Stroh rein und Füllte die Heuraufen auf und brachte auch einen Rießens Berg raus auf die Koppel .
      Nach der getanen Arbeit brachte ich auch Shamal einen halben ballen Heu und ging zufrieden rein um direkt wieder rauszugehen und die zufahrt zum Hof vom Schnee zu befreien. Danach machte ich es mir mit einem zweiten Kaffee vor dem Holzofen gemütlich und würde später ein paar der Pferde bewegen gehen .
      7 Jan. 2014

      sweetvelvetrose
      Nebelsuppe und ein Krankes Pferd

      Putzmunter schlüfpte ich aus dem Bett wuschelte meinem Hund über den Kopf der noch recht verschlafen aussah und lachte. Ich schlenderte zum fenster machte den Rolladen auf und stellte fest das der Stall die Halle und auch der Hof weg waren – vom Nebel verschlungen , sofort war meinen Gute Laune fast verflogen den das bedeutet die pferde mussten auf den Paddocks bleiben und konnten nicht auf die Winterweide … so ein mist – Naja egal ich schlüfte in die Ski Hose und zog einen Pulli an und die Ski jacke in dem Wissen das ich sie eh später ausziehen würde – das Misten war immer einen Schweiß treibend arbeit – doch da Mike heute frei hatte musste ich ran.
      Kaum hatte ich einen Fuß in den Stall gesetzt wiehrten mir auch schon die ersten zu und freuten sich einen Apfel zu bekommen .
      Wie imemr war ich zuerst bei den Hengsten um sie vom Stuten geruch nicht Kire zu machen.
      Als erstes ging ich zu meinen Beiden Großen Ice und Davinci Halfterte sie auf und führte sie in die Große Halle und ließ sie laufen – freudig Bockend und quitschend machten sie die Halle unsicher.
      Ich ließ die beiden allein was ich schon öferers gemacht hatte und gut klappte und miestet die Beiden Boxen und die Einzel paddox aus.
      Dann holte ich Duke und Antar raus führte sie ebenfalls zu Hall Band sie aber vorher an und holte die beiden Großen wieder aus der Halle und brachte sie in die Führanlage um wieder trocken zu werden den die beiden warn gut geschwitzt. Wieder zurück an der Halle machte ich zuerst Antar los und dann Duke auf die Beiden fetztn sofort los und Duke machten einen auf Wild west Pony mit allen vieren in die Luft kopf shcüttelnd ging ich auch deren Boxen ausmisten und nahm klein shamal mit er konnte noch zu antar und Duke in die Halle.
      Shamals Box war schnell sauber doch holte ich ihn noch nicht rein genau wie Duke und Antar nicht erst holte ich Ice und Davinci wieder rein und machte den Gro0en Paddock auf der von den Boxen weitläufig aufging und mit Sand gefüllt war der leider etwas nass war aeber bersser als nur der kleien paddock + Box, eingestreut hatte ich auch schon und heu hatten sie auch.
      Beide gingen direkt raus zur großen Heu raufe und naschten ein wenig und genossen die Leichte sonne die sich nun durch dne Nebel schleier kämpfte – vielleicht könnten sie doch später auf die Koppel male sehen wie sich das entwickelt .
      Bintu und Tirmaisu und Joker kamen getrennt in die kleienre Halle und durften sie austoben zwischen durch holte ich Duke , Antar und Shamal wieder rein auch die 3 gesellten sich zu ICe und Davinci auf den Paddock .
      Jetzt folgten die beiden neuen Hengste Sayyad und Na´im siek ontne ich auch Porblemlos zusammen laufen lassen standen sie doch shcon einen weile zusammen auf dem andere großen Paddock und es gab noch nie reibereien heute würde ich mal das Tor zum anderen Paddock auffmachen und schauen was passiert .
      Nach dme alle versogt waren machte ich das Tor auf Duke ging gucken quitschte mit Naím rum und fand es dann ok und alle standen sie um die Große Heurauf rum und knabberten zufrieden ihr Heu.
      Also auf zu den Stuten, auch hier wurde ich freudig begrüst von fast allen irgendwas war nicht rihtig hier ..
      Bady , Nara , Cardiac und Farasha schauten aus den Boxen raus nur Harmony nicht eilig ging ich zur Box und da lag sie schwer Atmend und verschwitzt – oh nein Bitte keine Kolik ! allamiert ahm ich das Halfter zog es ihr an und zwang sie mit gutem zureden aufzustehen führte sie raus zur kleinen Longier Halle und Führte sie etwas wobei man ihr an sah das jeder schritt zu viel war – wärend der runden die ich mit ihr lief – rief ich den Tierarzt an mit kloliken war nicht zu spassen . Ich erreichte sie uns sie meinte sie wär so schnell wie möglich da ich sollte sie warm halten und leicht bewegen gute das bewegen tat ich grad das warm halten würde ich gleich mahcen in dme ich sie unter das solarium packe ich band sie recht kurz an das sie sich nicht hinlegen konnte.
      Ich machte mich wieder ans ausmisten und machte das gleiche spiel wie bei den Hengsten nur das ich jetzt alle zusammen Packte und sie rennen ließ.
      Nach dme alles Sauber war und die Stuten wieder im Stall kümmerte ichm ich um Harmony sie schwitze immer noch und machte keinen guten eindruck …
      Seuftzend schaltet ich das Rotlich wieder ein und ging in den schuppen und führ mit dme kleinen traktor in die halle und zog sie neu ab das gleiche machte ich bei der kleinen und der Longierhalle . dann holte ich dne großen Traktor und brachte einen Teil des Misthaufens zur energie analge und „ feuerte sie wieder neu an .
      Wieder zurück brachte ich Harmony in die Longierhalle und wartet auf den Tierarzt … ich ließ sie etwas allein laufen und hoffte das sie sich nicht hinlegt…
      17 Feb. 2014

      Ranjit
      Mein Besuch bei Sweet

      Sweetvelvetrose hatte mich gefragt ob ich zehn ihrer Pferde versorgen konnte, da sie aus privaten Gründen für ein paar Tage verreisen musste. Als ich auf ihrem Hof angekommen war, stieg ich aus dem Auto und ging auf das große Stallgebäude zu. Sweet hatte mir am schwarzen Brett einen Zettel mit einer Nachricht hinterlassen, was ich alles machen konnte und was erledigt werden musste:
      "Hallo Riley,
      bitte miste die Boxen der Pferde und bringe sie nach der Arbeit auf die Weide. Ansonsten kannst du machen, nach was dir lieb ist.
      Gruß Sweet"

      Ich ging in die Sattelkammer und schaute mich dort um. Als ich den Spind von Ice Breaker fand, nahm ich Halfter, Führstrick und Putzbox des Hengstes und machte mich auf die Suche nach seiner Box. Als ich diese gefunden hatte, stellte ich die Putzbox ab und öffnete die Boxentür. Nachdem ich den Hengst hinterm Ohr gekrault hatte, legte ich ihm sein Halfter an und befestigte den Führstrick am Halfter. Als ich ihn aus der Box herausgeführt hatte, band ich den Hengst an und öffnete die Putzbox. Nachdem sein Fell sauber war, machte ich mich daran sein Langhaar zu entwirren und zu kämmen. Anschließend kratzte ich noch seine Hufe aus. Nachdem ich ihn auf die Weide gebracht hatte, räumte ich seine Putzbox auf und hängte den Führstrick an die Box. Nun holte ich Schubkarre und Mistgabel und mistete seine Box aus. Anschließend holte ich die Sachen von DaVinci. Als ich seine Box gefunden hatte, stellte ich die Putzbox ab, holte den Hengst aus der Box und band ihn davor an. Nachdem ich ihn geputzt hatte, holte ich aus der Sattelkammer sein Sattelzeug und ging wieder zu ihm. Ich legte ihm den Sattel und Schabracke auf den Rücken und als beides richtig lag, befestigte ich den Sattelgurt. Nun nahm ich ihm das Halfter ab und legte ihm die Trense an. Ich führte den Hengst in die Reithalle, führte ihn im Schritt und gurtete dann nach. Nachdem ich aufgestiegen war, ritt ich für zehn minuten im Schritt und lies ihn dann antraben. Nach einer Stunde arbeit, stieg ich ab und führte ihn zurück in den Stall. Dort nahm ich ihm Trense und Sattel ab und räumte diese wieder auf. Nun band ich den Hengst los und brachte ihn auf die Weide. Nachdem ich den Führstrick an der Box aufgehangen hatte, räumte ich die Putzbox auf und mistete seine Box.Anschließend holte ich die Sachen von Duke of Darkness. Nachdem ich die Box des Hengstes gefunden hatte, stellte ich die Putzbox davor ab und öffnete die Boxentür. Ich legte ihm das Halfter an, befestigte den Führstrick daran und führte ihn aus der Box heraus. Als ich ihn angebunden hatte, öffnete ich die Putzbox und nahm Striegel und Kardätsche heraus und fing an ihn zu putzen. Als sein Fell nur so glänzte, legte ich die Bürsten zurück und nahm die Mähnenbürste heraus. Ich kämmte das Langhaar und legte die Bürste ebenfalls wieder zurück. Nun holte ich den Hufkratzer heraus und kratzte seine Hufe aus. Anschließend band ich ihn los und brachte ihn auf die Weide. Nachdem ich auch seine Box gemistet hatte, räumte ich seine Putzbox auf und nahm die Sachen von Antar mit. Vor seiner Box angekommen, stellte ich die Putzbox ab und öffnete die Boxentür. Nachdem ich den Hengst aus der Box geholt und davor angebunden hatte, öffnete ich die Putzbox, nahm Striegel und Kardätsche heraus und fing an ihn zu putzen. Als sein Fell sauber war, legte ich die beiden Bürsten zurück und machte mich daran, sein Langhaar erst per Hand zu entwirren. Anschließend nahm ich die Mähnenbürste heraus und kämmte das Langhaar. Ich legte die Mähnenbürste wieder zurück und nahm nun den Hufkratzer heraus. Als seine Hufe sauber waren, band ich ihn los und brachte ihn auf die Weide. Ich mistete noch seine Box aus und räumte dann seine Putzbox auf. Dort nahm ich gleich die Sachen von Badriyah mit. Als ich die Box der Stute gefunden hatte, stellte ich dort die Putzbox ab und öffnete die Boxentür. Ich legte der Stute das Halfter an, befestigte den Führstrick daran und führte sie aus ihrer Box heraus. Als ich die Stute angebunden hatte, öffnete ich die Putzbox und nahm Striegel und Kardätsche heraus. Nachdem ihr Fell sauber war, legte ich die Bürsten zurück und holte die Mähnenbürste heraus. Als auch ihr Langhaar gemacht war, kratzte ich noch ihre Hufe aus und band sie dann los. Nachdem ich sie auf die Weide gebracht hatte, räumte ich noch die Putzbox auf und mistete ihre Box. Anschließend holte ich die Sachen vonTiramisu und ging zu seiner Box. Dort stellte ich die Putzbox ab und öffnete nun die Boxentür. Nachdem ich den Hengst begrüßt hatte, legte ich ihm sein Halfter an, befestigte den Führstrick daran und führte ihn aus der Box heraus. Als ich ihn angebunden hatte, öffnete ich die Putzbox, nahm Striegel und Kardätsche heraus und fing an ihn zu putzen. Anschließend legte ich die Bürsten wieder in die Putzbox zurück und machte mich daran, sein Langhaar per Hand zu entwirren. Nun nahm ich die Mähnenbürste und fuhr damit noch durch das Langhaar. Zum Schluss kratzte ich noch seine Hufe aus und brachte ihn auf die Weide. Ich räumte noch die Putzbox auf und mistete dann seine Box. Danach ging ich in die Sattelkammer, holte dort Halfter, Führstrick und Putzbox von Joker´s Pokerface und ging zu seiner Box. Ich stellte die Putzbox davor ab, öffnete die Boxentür und betrat die Box. Der Hengst schaute mir schon neugierig entgegen, in der Hoffnung das ich ein Leckerlie dabei hatte. Ich kraulte ihn hinterm Ohr und legte ihm dann sein Halfter an. Nachdem ich auch den Führstrick am Halfter befestigt hatte, führte ich ihn aus der Box und band ihn davor an. Nachdem ich die Putzbox geöffnet und Striegel und Kardätsche heraus geholt hatte, fing ich an ihn zu putzen. Als das Fell sauber war, verlaß ich sein Langhaar per Hand und kratzte ihm die Hufe aus. Nun band ich ihn los und brachte ihn zu den anderen Hengsten auf die Weide. Ich mistete noch seine Box aus, dann brachte ich seine Putzbox zurück in die Sattelkammer. Dort nahm ich nun die Sachen von Bintu Al-Bahri mit und ging zu seiner Box. Nachdem ich die Putzbox abgestellt hatte, holte ich den Hengst aus seiner Box und band ihn davor an. Ich öffnete die Putzbox, nahm Striegel und Kardätsche heraus und fing an ihn zu putzen. Anschließen verlaß ich sein Langhaar per Hand, fuhr dann mit der Mähnenbürste hindurch und kratzte ihm zum Schluss die Hufe aus. Nachdem ich ihn auf die Weide gebracht hatte, mistete ich seine Box und brachte die Putzbox zurück. Als ich die Sachen von Safiye geholt hatte, ging ich zu ihrer Box und stellte dort die Putzbox ab. Nachdem ich die Stute aus der Box geholt und davor angebunden hatte, putzte ich die Stute bis sie fertig war. Ich band sie los und brachte sie auf die Stutenweide. Anschließend mistete ich ihre Box und räumte die Putzbox wieder auf. Jetzt war nur noch Nara Al Haya an der Reihe, dann war ich fertig. Ich holte ihre Sachen und ging zu ihrer Box. Nachdem ich die Putzbox abgestellt hatte, öffnete ich die Boxentür und holte die Stute aus der Box heraus und band sie davor an. Nun öffnete ich die Putzbox, nahm Striegel und Kardätsche heraus und fing an sie zu putzen. Als das Fell sauber war, legte ich die beiden Bürsten wieder zurück und verlaß nun das Langhaar mit meinen Händen. Anschließend fuhr ich mit der Haarbürste drüber und kratzte noch ihre Hufe aus. Als ich sie zu der anderen Stute auf die Weide gebracht hatte, mistete ich ihre Box aus und räumte die Putzbox auf. Anschließend kehrte ich die Stallgasse und ging dann nach Hause.

      7444 Zeichen © Ranjit (Yvan)
      17 Juli 2014

      Eowin
      Tierarztbericht für Bintu Al-Bahri

      Auf meinem Terminkalender stand nach meinem vorübergehenden Betriebsurlaub ein Termin, auf den ich mich bereits sehr freute: Endlich mal etwas anderes als Impfen, Wurmkur, Durchchecken.
      Sweet, die eine Araberzucht betrieb, wollte ihre Stute und ihren Hengst bei mir durchchecken lassen, weil sie von den beiden ein Fohlen haben wollte.
      Dementsprechend packte ich Stäbchen für die Tupferproben ein und Röhrchen für die Proben für die anstehenden Gentests.
      Dann machte ich mich rasch auf den Weg zum Gestüt Fearie Hills.

      Ich kam gut durch und das Wetter war angenehm, obgleich leicht bewölkt, sodass ich rasch auf dem Hof ankam. Im Versuch, galant neben dem Stall zu parken, mähte ich beinahe einen Hocker um, der draußen stehen gelassen worden war, doch dann parkte ich so, dass weder der Hocker noch mein Auto zu Schaden kamen, ich bequem aussteigen konnte und noch an den Kofferraum heran kam.
      Dann stieg ich aus und machte mich auf den Weg in den Stall, wo mir Sweet direkt entgegen kam.
      Ich schielte quer an ihr vorbei in die Stallgasse und stellte schnell fest, dass auch der braune Araberhengst bereits bereit stand.
      Ich begrüßte sie herzlich, dann führte sie mich zum Hengst und erklärte mir nochmals was zu tun war. Da sie eine natürliche Bedeckung auf der Weide vorzog, sollte vorsichtshalber auch der Hengst getupfert werden und um Erbkrankheiten auszuschließen, sollten auch diese sowie die Farbvererbung getestet werden.
      Demnach hatte ich am Pferd eigentlich gar nicht viel zu tun, sondern erst Zuhause im Labor.
      Ich nahm also routiniert die Tupferprobe und verstaute das übergroße Wattestäbchen in einem Rohr, sodass es nicht verschmutzen konnte.
      Dann entnahm ich einige Haare für die Gentests und beschrieb alles mit Namen, Fellfarbe und Rasse.
      Schnell war es im Auto verstaut, dann war Bintu auch schon fertig.

      Ergebnis des Gentests:
      Bintu Al-Bahri ist frei (N/N) von den getesteten Krankheiten: CA, SCID, LFS

      Ergebnisse des Farbtests:
      EE Aa
      Bintu ist homozygot dominant auf dem Extension-Gen: Keines seiner Fohlen wird ein Fuchs sein. Durch die Heterozygotie auf dem Agouti sind jedoch Rappen möglich.

      Ergebnis der Tupferprobe:
      Bintu ist frei von pathogenen Keimen, er ist „sauber“.

      2242 Zeichen
      12 Aug. 2014

      Eddi
      Ein Zuchtfohlen der Fearie Hills?

      „Hey Jani!“, rief ich und krakelte aus meinem Auto. Etwas verwirrt schaute Jani mich an. „Was ist denn mit dir passiert?“, fragte sie grinsend zu meinem leicht geduckten Gang. Grummelnd erzählte ich ihr davon, wie ich gestern von meinem liebsten Schecken abgesetzt worden war und natürlich voll auf dem Steißbein gelandet war. „Seitdem laufe ich so“, erklärte ich leidend und folgte Jani in den Stall. Ich war hier, um mit Jani über den Kauf eines eventuellen Zuchtfohlens zu sprechen. Ich hatte großes Interesse daran, auch einen schicken Araber im Stall stehen zu haben und Janis Zucht war dafür schlichtweg ideal. Während wir uns unterhielten, gingen wir an einigen Boxen vorbei, unter anderen an der von Best Look fort my Weekend. „Oh die hast du noch?“, fragte ich neugierig und strich der Ponystute über die Stirn. Jani nickte knapp und erklärte mir, dass sie schon länger einen neuen Besitzer für das Pony suchte. Still liefen wir weiter, bis wir an die Boxen von Shamal und My Lovely Horror Kid kamen. Shamal war mir sympathisch, auch wenn der kleine Kerl es faustdick hinter den Ohren hatte. Die beinahe goldene Stute war mir leider gar nicht sympathisch und so machte ich einen großen Bogen um ihre Box. Dann betraten wir die Zuchtstallungen, wo mich als erstes der Kopf von Tiramisu begrüßte. Er war ein ehemaliges Nasty Past Pferd und ich war so stolz auf das, was aus ihm geworden war. Dann kamen wir zu Janis Liebling: Duke of Darkness und sie strahlte direkt übers ganze Gesicht. Ab da erzählte sie mir zu jedem Zuchtpferd etwas, denn ich wollte die Eltern für mein Zuchtfohlen mit Bedacht wählen. Duke war auf jeden Fall schon einmal eine eventuelle Wahl für mein Fohlen. Dann kamen wir zu Badriyah, die hübsche Schimmelstute, die uns aufmerksam musterte. Ich hatte sie auf ihrer Krönung gesehen und war wirklich fasziniert gewesen. Bintu-al Bahri war auch ein damaliges Nasty Past Pferd gewesen und so richtig glauben mochte ich immer noch nicht, dass er jetzt sogar gekört war. „Er wird der Vater!“, jauchzte ich, während Jani mir schon was zu Arsil und Khadir erzählte, ihren anderen Zuchthengsten. „Öhm, okay“, meinte sie grinsend und wir gingen die Boxen der Stuten weiter ab. Zuerst kam Cardiac, die kleine Stute hatte ich schon als Fohlen ins Herz geschlossen, aber ich wollte ungern einen gescheckten Araber, weshalb sie raus fiel. Farasha war auch interessant, hatte diese Stute sogar damals mal mir gehört, aber irgendwie nicht ganz das richtige. Wir gingen noch die Boxen von Saddy und Teasie ab, auch zwei wunderbare Stuten, die aber beide Schecken waren und deshalb genau wie Cardiac aus meinem Beuteschema fielen. Jani runzelte schon die Stirn. „Also zwei Stuten habe ich noch. Allerdings fällt davon auch eine weg, weil die auch gescheckt ist“, erklärte sie mir und zeigte auf Barakah al Sanaa. „Oh die ist ja aus Sammys Zucht!“, rief ich verzückt und begrüßte die Stute, aber leider ja, sie war gescheckt. „Und wer ist die letzte?“, fragte ich unsicher und wollte mich schon mit dem Gedanken an Farasha oder Badriyah anfreunden, als Jani mir Shády zeigte. „Shády!“, flüsterte ich ungläubig und dann machte es Klick. Na klar! Janina hatte ihre gekrönte Araberstute an Jani gegeben und hier war sie jetzt natürlich auch. „Sie wird es“ Shády und Bintu-al Bahri!“, verkündete ich zufrieden und Jani grinste erleichtert. Gemeinsam machten wir uns auf den Weg zum Büro, um den Vertrag aufzusetzen und die Termine festzulegen.
      24 März 2015

      sweetvelvetrose
      Prolog

      Leise schlich sich der schwarze Schatten über den Hof zu den Ställen. Der Schatten wollte Schaden anrichten so viel wie möglich.
      In der ausgebeutelten Tasche seines Kapuzen Shirts holte er eine Flasche raus öffnete sie und stopfte einen Lumpen rein, das Feuerzeug Klickte leise und eine Rote wärme spende Flamme flackerte schwach im Wind.
      Es war nur ein Test ob das Feuerzeug Funktionierte denn jetzt musste es schnell gehen, die Pferde durften ihn nicht Wittern.
      Der Schatten huschte gegen den Wind zum Stall , der Zuchtstall , er wusste wo was war und er wollte die Futterkammer und die daneben liegenden Boxen treffen ,das Heu würde brennen wie Zunder , die Pferde waren ihm egal es sollte Schaden angerichtet werden.
      Mit einem Satz war er über den Zaun und kauerte sich unter das Fenster zur Futterkammer sie lag Zentral zu beiden Ställen und war normaler weiße on einem Bewegungsmelder mit Licht gesichert doch diesmal nicht dafür hatte er gesorgt. Erneut flackerte das Feuerzeug mit einem leisen Klick auf diesmal hielt er es an den Lumpen der Augenblicklich anfing lodernd zu brennen mit einer kurzen Bewegung zerschlug er die Scheibe und schmiss den explosiven Cocktail in die Futterkammer und verschwand mit dem Lauten knall in der Dunkelheit.

      Der Morgen des Grauens

      Mit einem Ruck war ich wach, Himmel hatte ich komisch geträumt es hatte eine Explosion geben, sie war so real das ich noch den Geruch in der Nase hatte .Kopfschüttelnd blickte ich auf die Uhr 3 Uhr in der frühe so ein Mist, mein Blick wanderte zum Fenster warum war es draußen schon hell?
      Langsam Dämmerte es mir mein Herz rutschte mir in die Hose mein Hund fing an zu Jammern und zu Bellen oder hatte er das schon die ganze Zeit getan? Mit einem Satz war ich am Fenster, der Stall Brannte!
      Jetzt war ich hell wach und rannte los das Handy in der Hand tippte ich den Notruf und bestellte die Feuerwehr und Polizei her , kaum hatte ich den Anruf beendet tippte ich die Nummer von Eddi, doch nur der Anrufbeantworter ging ran „ Hallo hier ist Jani , du musst so schnell wie möglich kommen bring auch Hilfe mit der Stall brennt ! „ Atemlos legte ich auf und rannte rüber zum stall Öffnete die Tür und Rauch kam mir entgegen die Vorderen Boxen könnte ich fix Öffnen Duke, und Tiri Packte ich in die Halle bis auf Husten war bei ihnen alles gut.
      Bei den anderen sah es nicht so gut aus viele hatten ihre Decken auf die Feuergefangen hatten Die hintern Boxen standen Komplett in Flammen kein Laut kam mehr aus den Boxen von Ice und Davinci ein kurzes schluchzen von mir och die andere Pferde schrien vor Schmerz Antar war nicht mehr zu retten er klappte vor meinen Augen zusammen und bleib regungslos liegen .
      Bintu , Kadihr, Arsil, Holte ich auch raus 3 aufgebrachte Hengste zu führen war gar nicht so einfach doch es lang mir irgendwie sie rauszuholen und Zu Duke in die Halle zu stecken …
      Jetzt spurtete ich Los zu dem Stute Trakt Holte Baraka raus die ganz vorne stand dann Shady, Teasie Saddy, Farasha und Cardiac dann Stockte mir der Atem Badriyah lang am Boden und schnaufte sehr schwer.
      Ich brachte sie alle raus rannte in den Stall nahm einen Wasser Eimer und ein Tuch mit machte das Tuch klitsch nasse und legte es der Stute über Nüstern und Augen redete auf sie ein das sie aufstehen muss und sie tat es sie schwankte doch sie lief mir Blind hinterher draußen angekommen schnappte ich nach Luft der Qualm war unerträglich endlich hörte ich auch die Sirene der Feuerwehr mehr kam alles so Unendlich lang vor doch waren grade mal 10 min vergangen seit meine Anruf. Badriyah war draußen wieder zusammen gebrochen, ich nahm ihr die Decke am die viele Verrannte stellen auf Wies auch das darunterliegende Fell war verbrannt doch nur ein paar wenigen stellen die Haut mit.
      Bahar und Shamal hörte ich rufen sie waren nicht im Stall gewesen sondern auf der Jungspund weide abseits die einen Unterstand besaß.
      Auch sie holte ich zu den Hengsten in die Halle. Dort untersuchte ich die andere Pferde viele hatten tiefe Blessuren von dem treten gegen die Boxenwand und auch leichte Brand Verletzungen, alle Atmenden schwer doch schienen sie soweit ok zu sein.
      7 Pferde fehlten sie waren wohl noch im Stall dieser war aber als solcher nicht wieder zu erkennen …
      Die 4 neuen Pferde Standen auf den Offenen Paddocks und waren gesund.
      30 März 2015

      Eddi
      [​IMG]
      Es war früh um vier als plötzlich mein Handy klingelte und das konnte nur eines bedeuten: Notfall! Sofort war ich verhältnismäßig hellwach und ging ran. „Ja? Dr. Canary am Apparat!“, meldete mich und erkannte ein paar Minuten später Janis aufgebrachte Stimme. „Oh mein Gott! Ich komme sofort!“, erklärte ich, legte auf und sprang aus dem Bett. Innerhalb von zehn Minuten war ich angezogen und unten in der Praxis. Ich packte schnell noch allerhand Medikamente ein und mehreren Ersatz, da ich ahnte, dass meine Autoausrüstung nicht ausreichen würde. Dann stieg ich ein und jagte los. Denn jetzt sollte ich so schnell wie möglich vor Ort sein. Jani war die Besitzerin einer schon recht bekannten Araberzucht und leider hatte sie gar keine guten Nachrichten, es waren eher grauenhafte. Der Stall brannte oder eher, hatte gebrannt. Und ich erahnte, dass mich ein schlimmes Bild erwarten würde.
      Eine halbe Stunde später war ich am Stall und blickte mich betrübt um. Schon von Weiten hatte man die Rauchsäule aufsteigen sehen und von nahem sah das alles total schrecklich aus. Auf dem gesamten Hof standen verstreut die Wagen der Feuerwehr und die Feuerwehrmänner selbst. Der Nebenstall war vollkommen abgebrannt und teilweise hatte das Feuer auch auf den Zuchttrakt übergegriffen, obwohl dieser, zumindest von außen, noch recht unversehrt schien. Jani entdeckte ich am Zaun einer Weide lehnend, vollkommen aufgelöst und verheult. Seufzend begrüßte sie mich und drehte sich dann sofort wieder vom Stall weg. Auf der Weide standen einige Pferde, die ich in der Morgendämmerung aber kaum ausmachen konnte.
      Plötzlich rief einer der Feuerwehrmänner nach einem Tierarzt und ich war sofort zu Stelle. Drei Männer begleiteten mich in die abgebrannten Mauern des Stalls und deuteten in eine Ecke. Ich konnte kaum etwas sehen, da es recht dunkel war und der Rauch in den Augen brannte, doch der Geruch von verbranntem Fleisch reichte mir bereits und ich wollte mich am liebsten direkt wieder umdrehen. „Es lebt noch.“, meinte der Feuerwehrmann neben mir knapp, als er meinen Gesichtsausdruck sah. Fassungslos starrte ich in die Ecke und erkannte dort einen bebenden Pferdeleib. Doch statt mich ihm zu nähern, lief ich zurück zum Auto und bereitete eine der Spritzen vor, die das Mittel zur Einschläferung beinhalteten. Danach warf ich sicherheitshalber noch einmal einen Blick mit der Taschenlampe auf das Pferd, doch es war nicht mehr zu retten, nur noch zu erlösen.
      Während ich die Spritze setzte, musste ich selber weinen, denn der hübsche Kerl der da lag war Ice Breaker. Ein wunderschöner Warmbluthengst, den Jani schon seit dem Fohlenalter besessen hatte. Bedrückt stand ich auf, nachdem es gemacht war und fragte kurz nach, wie viele tote Pferde sich im Stall befänden. „Sieben mit ihm“, erklärte mir einer der Feuerwehrmänner und ich nickte nur. Dann kehrte ich zurück zu Jani. „Kann man den Hof irgendwie beleuchten? Ich würde die restlichen gerne untersuchen“, meinte ich knapp und Jani drehte sich kurz um, huschte in den fast ganz geblieben Zuchtstall und testete den großen Scheinwerfer der am Giebel des Stalles angebracht war. Plötzlich wurde der Hof hell und man konnte das ganze Ausmaß erst richtig erkennen.
      Dementsprechend widmeten Jani und ich uns voll den Pferden. Sie holte nach einander die Vierbeiner und ich untersuchte sie. Als erstes kam sie mit Duke of Darkness und Erleichterung stand Jani ins Gesicht geschrieben. Dem Hengst schien es ganz gut zu gehen, er war zwar leicht verstört und besaß eine leichte Schürfwunde am vorderen Fesselgelenk, doch diese war schnell desinfiziert und eingecremt. Auch die beiden Braunen Tiramisu und Bintu-al Bahri hatten tierisches Glück gehabt. Bei Bintu vermutete ich jedoch bereits eine leichte Rauchvergiftung, dementsprechend gab ich ihm auch direkt eine Spritze, die der Vergiftung entgegenwirken sollte.
      Dann kam Jani mit Badriyah und ich erkannte die Stute kaum wieder. „Sie stand ganz hinten.“, erklärte Jani knapp. Badriyahs Flanken waren angesengt und an einigen Stellen sah man deutlich das Fleisch hervor. Generell stand es schlecht um die Stute und die stand keuchend vor mir. Ich nahm sie sehr genau unter die Lupe und versuchte ihr so gut wie möglich zu helfen. Ich verarztete ihre Wunden und verband die, bei welchen es möglich war. Sie hatte es böse erwischt und vielleicht würde sie doch noch mit in die Klinik müssen. Der Rest hatte relatives Glück. Cardiac und Arsil hatten beide einige kleine Verbrennungen und eine Rauchvergiftung, sonst ging es ihnen aber gut. Farasha und Saddy hatten ohne große Wunden überlebt und auch den anderen ging es gut, da sie weiter vorne gestanden hatten.
      Teasie und Shády wirkten recht vital, wenn auch gestresst. Nur Khadir, der weiße Hengst, lief unentwegt auf und ab und war total von allen Sinnen. Dementsprechend verpasste ich ihm sicherheitshalber eine Beruhigungsspritze, nicht dass er sich noch was tat. Und dann zog Jani traurig Bilanz. Wir hatten alle Überlebenden durch und die Toten standen schnell fest: Ice Breaker, Da Vinci, Safiye, Antar, Na’im, Harmony und Nara. Ich blieb noch sehr lange auf dem Gestüt, denn ich wollte Jani keinesfalls alleine lassen.
      1 Apr. 2015

      sweetvelvetrose
      7 Bäume

      Traurig betrachtet ich die Apfel Bäume die ich gepflanzt hatte sie Blühten alle und auch der Birnbaum dieser stand für Ice da er Birnen geliebt hatte.
      Die Verbrannte Stallung war wieder aufgebaut worden und die Verkohlte Erde hinter die Halle transportiert hier auf den Erdhaufen hatte ich die Bäume gesetzt für alle 7 einen.
      Die Polizei sagte es war Brandstiftung , einen Mutmaßlichen schuldigen hatten sie gefangen, der Mensch schien Schizophrene Züge zu haben sprach von sich selbst als „ schatten“ .
      Seit dem Vorfall überprüfte ich nun immer alle Lampen und auch Kameras gab es wieder, einen 100 % Schutz vor so irren würde ich nie haben sagte man mir ,das war sehr beruhigend.
      Gegen meine Vorstellungen und auch gegen mein Gefühl holte ich mir einen Wachhund der draußen lebt und aufpasst – Tagsüber würde er im Obstgarten bleiben und Nacht´s auf den nun eingezäunten Hof kommen.
      Ich seufzte und blickte zu dem großen weißen Hund ein Briar von sich aus Wach und hüte Hund , Hof treu und wenn es sein muss zum äußerten Breit- Teddy.
      All das hatte viel Geld und Zeit gekostet die Versicherung bezahlte nur einen kleinen teil – die Pferde die Stallung musste ich selbst tragen, es war möglich doch hatte ich mich nun entschlossen Einsteller aufzunehmen und somit etwas Geld zu zuverdienen solang meine Zucht kaum Gewinn erbracht.
      Badriyah hatte sich dank der guten Pflege von Eddi schneller als erwartet erholt und war nun rossig wenn alles gut klappte würde ich sie heute oder morgen Duke vorstellen können.
      Duke war fit wie ein Turnschuh, das Inferno hatte er gut überstanden und war mit nur leichten schrammen davon gekommen.
      Tiri, Bintu, Cariac,Frahsha, Saddy,Arsil,Teasie,Kadihr und Shady waren mit einer leichten Rauchvergiftung behandelt worden Baraka hingen hatte nichts sie war auch mit Duke eine der ersten die draußen waren und wie ich feststellen musste wohl auch sehr glücklich darüber den das Stütchen war tragend.
      Shady war gestern von Bintu gedeckt worden, die Wunsch Verpaarung von eddi ich bin sehr gespannt was das Fohlen für eine Farbe bekommen wird.
      Nach dem ich die Bäume Hinter der Halle bewässert hatte ging ich zu Dukes box und holte ihn raus ohne Sattel und mit nur einem Hals Ring ging es entspannt eine Runde raus durch die blühende heile Welt.
      18 Apr. 2015

      Eddi
      Aushilfe bei Jani

      Es war schon ein Weilchen her, dass ich bei Jani auf dem Arabergestüt gewesen war, doch ich wollte ihr unbedingt neue Fotos von Scheherazade zeigen. Die junge Stute hatte sich traumhaft gemacht und machte ihrer Züchterin alle Ehre. Außerdem brauchte Jani ein wenig Hilfe im Stall, denn es sollten vier neue Pferde ankommen und ich kannte das nur zu gut, wenn man eigentlich alle Hände voll zu tun hatte und die 24 Stunden am Tag sowieso nicht reichten. Also trafen wir uns erst einmal zu einem kleinen Plausch mit Kaffee und tauschten die Neuigkeiten aus, die es wieso oft zu erzählen gab. Danach machten wir uns gemeinsam in den Stall und richteten vier neue Boxen her. Ordentlich streute ich diese ein, während Jani schon die neuen Heunetze aufhing. Danach waren wir mit der Vorbereitung auch schon fast fertig, nur das Mash musste noch angerührt werden und tada: Alles war so weit für die Neuankömmlinge. Die ließen sich aber tatsächlich noch etwas Zeit, weshalb Jani und ich in der Zeit eben Best look for my Weekend und White Boy betüddelten. Wir putzten die beiden und gingen dann eine kleine Runde mit ihnen spazieren, ehe wir sie auf ihre Weiden stellten und auch direkt ihre Boxen noch fertig machten. Und dann war es endlich so weit: Der Transporter kam. Jani begrüßte den Fahrer und unterschrieb die Papiere und dann luden wir auch schon aus. Ich bekam Face Down und Easy Going in die Hand gedrückt und Jani schnappte sich Cup Cake und Gabriella. Erst einmal durften sich die Neuankömmlinge ein wenig auf der Weide austoben und sich die Beine vertreten, das hatten sie sich verdient. In der Zwischenzeit verteilten wir das Mash in den Trögen und dann konnten die Pferde auch in die Boxen. Allesamt wirkliche Schönheiten und allesamt Westernpferde. Besonders Face Down war durch ihr schneeweißes Fell sehr auffällig, aber auch der Rest war nicht zu verachten. Wir blieben noch ein Weilchen bei den Neuen und putzten sie nacheinander auch ausgiebig, ehe Jani mich zum Dank noch zu einem Ausritt einlud. Dabei durfte ich den Papa meines Zuchtfohlens reiten: Bintu Al-Bahri und Jani schwang sich auf den Rücken von Arsil. Hatte ich schon einmal erwähnt wie schön das Gelände rund um Fearie Hills war? Ich liebte es auf jeden Fall und Jani schien genauso glücklich, genauso wie ihre Pferde. Und es war vor allem schön zu sehen, dass es nach den letzten schlimmen Unfällen allmählich wieder aufwärts ging.
      12 Juli 2015

      sweetvelvetrose

      Leicht verschwitzt und außer atem ging ich in den Hengst Stall und stand vor Dukes Box „ hallo Dicker , jetzt geht’s los „ Sättel/ Trensen und Co war verstaut jetzt sollte es mit dem Transporter und 3 Pferden auf lange Fahrt gehen .Es sollte zu dem Tunier Jolympia gehen in Vielseitigkeit Duke war bestens geeignet dafür doch wen noch ?
      Ich ging im Kopf die Vorzüge meiner einzelnen Pferde durch Triamisu hatte sich sehr gut gemacht ihn würde ich noch mit nehmen und eigentlich wollte ich Badriah mit nehmen doch sie war noch tragend mindestens eine Woche oder länger. Bara war zu Jung auch wenn sie mit viel Ehrgeiz zeigte, überfordern will ich sie aber nicht. Hestia und Asfari waren noch nicht so lang in meinem Stall und sollten sich noch eingewöhnen sie vielen daher auch aus
      Grübelnd stand ich vor Zanhya sie zeigte viel Potenzial war aber in neuer Umgebung meist etwas unsicher , Famina war auch noch zu frisch bei mir und passte eher zu einem Ruhigen Tunier .
      Rubina war ebenfalls tragend also viel sie auch aus, ich schüttelte den Kopf jetzt hatte ich den ganzen stall voller Pferde und keins Konnte mit zum Turnier.
      Saddy war auch nicht das mädel was ich mit nehmen wollte da sie doch mal zu beißen konnte es musste einfach ein Team sein was passt , das sollte doch möglich sein Teasy hatte erst ein Fohlen und wurde nun erste wieder antrainiert zu viel wäre nicht gut für die kleine .
      Bei der nächsten Box blieb ich stehen und blicke Shady an ja sie sollte mit das würde passen Duke und shady und wen noch ?
      Baraka, Dukes große Liebe eigentlich würde ich sei gern mit nehmen aber dann wäre Duke nicht bei der Sache Farahsha hatte sich den Fuß verstaucht oder geprellt sicher waren wir uns da nicht und Cardiac sollte am Wochenende Rossig werden das wäre ungünstig.

      Bei den Fohlen blieb ich stehen und tütelte ein wenig mit ihnene rum bald würde ich sie trennen müssen nicht das der kleine seine Halbschwester Deckt . Weiter ging es wieder bei den Hengsten Tiramisu war ja schon eigentlich die zweite wahl gewesen aber er war jetzt so oft auf Tunieren gewesen und erst zu letzt die Körung die er erfreulicherweise gewonnen hatte, ich beschloss erst mal weiter zu schauen und zu überlegen .
      „ hey Bintu du Ekelpackt „ begrüßste ich dne Hengst denn dieser schoss hervor mit gebleckten Zähnen das war auch schon mal besser gewesen dachte ich bei mir und setzt ihn auf die Liste für kleine Veranstaltungen .
      Arsil soll Cardiac am Wochenende decken da muss er leider dableiben.
      Kadihr war und ist ein Träumer und ein schatz doch wär es für ihn zu anstrengend ( und für mich auch gestand ich mir schmunzelnd ein)
      Da ich schon auf meiner Runde war ging ich auch zu den Jungspunden Shamal und bahar kraulte ihnen die nasen und meine „ Bals bekommt ihr einen Icebraker sohn zu euch ihn die Runde seit schön lieb zu ihm – Shamal der viel von bahar übernommen hatte war kaum wieder zu erkennen anhänglich und Sanft legte er den kopf auf meine schulter und lies sich Kraulen.
      Auch in den Westernpferde Stall ging ich um zu schauen das alle Fit sind und ich mir keine Sorgen machen musste wenn ich nicht da war .
      Gerlie, Jade, Caresse, Keep the Faith, Kajano und Shlush standen verstreut in den Boxen oder auf dem Paddock.

      Ich machte mich dran noch eine Ladung Heu in die Raufen zu geben und Füllte den Futter Automat auf Natürlich wären die Pferde nicht allein mein Pfleger war ja auch noch da und würde Misten und alles doch wo man ihm arbeit abnemen konnte tat ich das .
      Nun holte ich Tiriamisu raus Packte ihn in Reise Decke und Gamaschen ein. Danach folgte Duke den ich ebenfalls gut verpackte , jetzt folgte das stütchen Shady auch sie kleidete ich ein, überblickte noch mal das eingepackte Material und auch den Wanderstrom Zaun hatte ich dabei war ich doch fast einen Tag unterwegs .
      Futter und auch die Sättel der andere Pferde waren dabei Duke musste mit dem Dressursattel von Triamisu Vorlieb nehmen aber für einmal würde es gehen .
      Shady hatte Zahays Sattel – Spring und Dressursattel einen VS sattel hatten sie alle selbst.
      Dann ging die große fahrt los ….
      15 Okt. 2015

      sweetvelvetrose
      Ein grauer Morgen und doch ein guter Tag

      Aufgewacht der regen tratschte gegen die Schreibe und ich hatte so gar keine Lust raus zu gehen und doch heute war ich mit stall dienst dran.
      Nach dem Anziehen ging ich raus in den Stuten stall Mistet den Paddock von Fada Fid ,Hestia, Baraija, Zanyah, Best Look mein gast Pferd , Famia, Rubina Badriyah, Saddy,Teasie, Shady,Farahsa,Baraka Cardiac und meine Jungstute Cassi, bei Moulan meinen Englischen Volli streute ich auch neu ein brachte frisches Heu mit dem Trekker in die paddocks ,dann Kümmerte ich mich um die drei Jung Hengste Shamal und Bahar so wie Ironic, die beiden Pfelgis Cola und Wihte Boy bekamen auch ihre ration Shamal und Bahar und Ironic durften sich im frei speigen aus toben.
      Meine Western Pferden bekamen auch ihre Ration und durften sich in der Kleinen Halle die Beine vertreten brav nach ein andern oder auch mal zusammen.
      Erst Gerlie Faithe Jade und Caresse dann die beiden Hengste Slush und Kajano,

      dann ging es zu meinen Araber hengsten Duke, mein neuer und nun bester Freund von Duke Amore , dann Ashqar mit Tiri danach Bitu allei n da er grad wieder eine Phase des ich bin blöd zu anderen hatte danach Asfari mit Kadihr und Arsil danach ging ich mit dem Hund und Amore und Duke noch im Regen spatzieren und freute mich nach einem Anstregenden langen Tag auf ein Heißes Bad und ein Buch
      5 Jan. 2016

      Sammy
      Pflegebericht für alle Pferde

      „So, jetzt müssten wir eigentlich gleich da sein!“, sagte ich fröhlich zu meinen vier Mitarbeitern, die mit mir in meinem Auto saßen. Wir waren gerade auf dem Weg zum Gestüt Fearie Hills von Sweetvelvetrose. Diese hatte für heute jemanden gesucht, der sich um ihre 38 Pferde kümmerte und ich war der Meinung, dass uns etwas Arbeit mit fremden Tieren auf keinen Fall schaden würde.
      Ich bog in die Zufahrt ein und stellte das Auto ab. Ich war schon ein paar mal hier gewesen, da ich Sweet schon des Öfteren Pferde abgekauft und auch eines verkauft hatte. Kaum waren wir alle ausgestiegen, kam uns die Gestütsleiterin auch schon entgegen und begrüßte uns herzlich.
      „Ich muss leider auch schon weg, ich hoffe ihr findet euch trotzdem zurecht? Du warst ja schon hier, denkst du das geht so?“, fragte Sweet mich. „Klar, das schaffen wir auf jeden Fall! Bis du wieder hier bist, ist alles erledigt!“, versprach ich ihr lächelnd und führte meine kleine Truppe dann auch sofort in den Stall. Es war erst früher morgen, doch da die Pferde ihr Frühstück bereits beendet hatten, begannen wir sofort damit, sie auf die Koppeln zu bringen. Sweet hatte uns netterweise einen Plan da gelassen, damit wir alles richtig machten. Ich bewunderte Sweet`s Tiere, während meine Lieblingsmitarbeiterin Meg erwartungsgemäß bei Barakah al Sanaa hängen blieb. Die junge Stute stammte aus meiner Zucht und Meg war es nicht ganz leichtgefallen, sie gehen zu lassen. „Meg, schau mal hier! Ihre erste Tochter!“, rief ich die junge Frau zu mir, als ich vor der Box einer wunderhübschen Araberstute namens Baraija ankam. Das Stütchen hatte Barakah`s Fellfarbe geerbt und besaß ein ausgezeichnetes Exterieur. Auch Meg war hin und weg von der Süßen.
      Nachdem wir alle Pferde aus dem Stall raus hatten, begannen wir mit dem Ausmisten der Boxen. Zu Hause übernahmen das immer meine Arbeitsreiter und Stallburschen, doch hier legte ich natürlich selbst mit Hand an. Immerhin hatte ich hier und heute Gott sei Dank einmal keinen Bürokram zu erledigen. Wir waren ein absolut eingespieltes Team und kamen daher sehr gut voran. Schließlich hatten wir alle Boxen ausgemistet, frisch eingestreut, Heu hineingeworfen und die Tränken kontrolliert. Ich holte flott die Kühltasche aus meinem Auto und wir schlenderten zu einer Wiese bei den Koppeln, um dort Pause zu machen. Ich tischte Sandwiches, Obstsalat und Eistee auf und es dauerte nicht lange, bis sich Samuel und Donald um das letzte Schinkenbrötchen stritten. Meg und ich rollten nur mit den Augen, während der stille Brian keine Miene verzog. Er hielt sich aus dem Gehabe der anderen Jungs meist raus, was vielleicht auch ganz gut so war. Nachdem Donald und Samuel ihren „Ich-habe-aber-mehr-gemistet-Streit“ um das Brötchen endlich beendet hatten, packten wir zusammen und kehrten in den Stall zurück, um nun mit den Pferden zu arbeiten.
      Nach einem längeren Blick auf die Trainingspläne hatte ich mich entschieden: Wir würden zuerst einmal mit den Hengsten beginnen – dazu zählten White Boy und Asfari Sharin, die beide im Verkaufsstall standen. „Samuel, Donald? Ihr schnappt euch Slush und Kajano. Letzterer ist wohl ein absoluter Westerncrack, deshalb reitest du ihn, Donald. Ihr geht mit den beiden einfach ein bisschen auf den Platz. Meg, Brian und ich schnappen uns die Shettys Ginnies Casanova und Erutan Wishes, sowie das Hengstfohlen Ironic und machen in der Halle ein bisschen Bodenarbeit. Sind alle damit einverstanden?“, ratterte ich den ersten Teil meines Plans herunter. Alle nickten und so machten wir uns wieder auf zu den Koppeln, damit jeder das ihm zugeteilte Pferd holen konnte. Am Putzplatz trafen wir uns alle wieder und machten die Pferde in aller Ruhe fertig. Brian, der sich um Erutan Wishes kümmerte, stöhnte angesichts der langen, dicken Mähne des Ponies. Aber auch Meg hatte mit Casanova`s dickem Fell gut zu tun, während ich mit dem Hannoveraner Ironic vergleichsweise schnell fertig war. So zogen die beiden Jungs mit den Criollos in etwa zeitgleich mit uns los – Donald im Westernsattel, Samuel in gewohnter Dressurmanier. Wir anderen schlugen dagegen den Weg zur Halle ein. Ich war ganz begeistert von dem Hengstchen an meiner Seite. Ironic blieb brav neben mir und war sehr folgsam. Meg musste da mit Casanova schon ein wenig mehr verhandeln und Brian brauchte eine ganze Weile, bis Erutan an seiner Seite ein wenig zugänglicher wurde. Alles in allem verlief das Training aber sehr gut und so trafen wir eine halbe Stunde später wieder mit den beiden Jungs zusammen. Donald war völlig hin und weg von dem hübschen bunten Criollohengst, während Samuel ein wenig geschafft aussah. „Slush hat es mir anfangs ganz schön schwer gemacht, der kleine Sturkopf hat mich wirklich getestet bis aufs Blut. Aber danach ist er dann wirklich schön gelaufen!“, berichtete er. Wir versorgten die fünf Pferde und entließen sie anschließend wieder auf die Koppeln.
      „Okay meine Lieben, weiter geht’s. Ich dachte wir machen einen kurzen Ausritt mit den nächsten fünf Hengsten. Donald nimmt Duke of Darkness, ich selbst werde Tiramisu reiten, Samuel bekommt Bintu Al-Bahri, Meg Ashqar – wegen der Größe und Brian, du holst dir TC Amor Casdove. Bis auf Duke und Amor könnt ihr euch die Reitweise aussuchen, die beiden werden Western geritten.“
      Wieder kamen wir alle am Putzplatz zusammen, säuberten und sattelten die wunderschönen Hengste und schwangen uns anschließend in die Sättel. Ich hatte mich für Tiramisu entschieden, da der Hengst wohl sehr unsicher wurde, wenn man beim Reiten einen klitzekleinen Fehler machte. Meine Mitarbeiter waren zwar alle ausgezeichnete Reiter, doch ich hatte nun einmal die meiste Erfahrung – und das auch mit schwierigen Pferden. Wir verließen den Hof im gemütlichen Schritt und genossen die warme Maisonne auf unseren Rücken. Die Pferde schritten eifrig aus und überzeugten uns alle von ihrem ausgeprägten Arabertemperament. Als wir auf einem recht breiten, ebenen Weg angelangten, gab ich das Zeichen für den Galopp und wir preschten den Weg entlang. Zu meiner Freude ließ Tiramisu trotz seiner anfänglichen Unsicherheit wunderbar reiten und auch auf den Gesichtern der anderen lag ein zufriedenes Lächeln, als wir auf den Hof zurückkehrten. Wir sattelten die Hengste ab und entließen sie wieder auf ihre Koppeln.
      „Auf in die nächste Runde! Danach machen wir dann kurz Pause. Donald du holst dir bitte Shamal und Meg, du nimmst Bahar. Mit den beiden Halbstarken könntet ihr ein wenig spazieren gehen, wenn ihr wollt. Brian schnappt sich Khadir, Samuel du dir Asfari Sharin und ich selbst werde Arsil nehmen. Für die drei hübschen steht heute Dressurtraining an.“, wies ich meine Mitarbeiter an. Es war nicht ganz einfach, das Training so vieler unbekannter Pferde zu koordinieren, doch bisher lagen wir sehr gut im Zeitplan. „Ach, nur damit sich niemand wundert: Ich habe White Boy nicht vergessen, den nehmen wir dann nach der Pause noch dazu.“ Während ich Arsil`s fuchsfarbenes Fell bürstete, überlegte ich mir schon einmal, was wir schönes mit den Stuten anstellen könnten. Wahrscheinlich würde sich der Plan so ziemlich wiederholen, aber nach einer kurzen Pause sollte das machbar sein. Als der wunderschöne Araberhengst glänzte, legte ich ihm die Dressurausrüstung an und schlenderte mit den beiden anderen zum Platz. Dort stellten wir die Hengste auf der Mittellinie auf, gurteten nach und schwangen uns auf die Rücken der Pferde. Während Samuel erst ein wenig um das Vertrauen des jungen Schimmels Asfari kämpfen musste, kam ich mit Arsil sehr gut zurecht. Der schöne Araber arbeitete sehr gut mit und reagierte auf jede noch so kleine Hilfe wunderbar. Auch Brian kam mit Khadir ausgezeichnet zurecht und wir beendeten die Dressurstunde mit einer kleinen, schnell improvisierten Quadrille. Als wir die drei Hengste gerade zurück auf die Weide brachten, kamen uns Meg und Donald mit Shamal und Bahar entgegen. Beide waren ganz begeistert von den Junghengsten. Shamal war zwar laut Donald sehr aufgedreht gewesen, doch Bahar`s Ruhe hatte sich zu einem guten Teil auf den anderen Hengst übertragen, sodass die vier einen netten Spaziergang gehabt hatten.
      Die anderen setzten sich nun schon einmal an die Stutenkoppeln, während ich die nächste Ladung Sandwiches holte. Die hatten wir uns nach der Arbeit nämlich redlich verdient. Inzwischen war es früher Nachmittag und wir lagen immer noch sehr gut im Zeitplan. „So, ihr Süßen“- ich ignorierte gekonnt, dass Donald, Samuel und Brian bei dieser Anrede die Gesichter verzogen – „lasst uns weiter machen. Wir starten mit einem Ausritt, dann kommt ein weiteres Dressurtraining, noch ein Ausritt, ein bisschen Freispringen und Bodenarbeit. Damit wären wir dann durch für heute. Aber jetzt mal von Anfang an: Meg, du darfst Baraija reiten, ich nehme Badriyah. Donald bekommt Teasie, Samuel Cardiac und Brian Saddy. Auf geht’s!“
      Ca. zwanzig Minuten später hatten wir das Gestüt auf dem Rücken der fünf Stuten wieder verlassen. Ich saß auf der Tochter von meinem preisgekrönten Araberhengst Khamar al Sanaa und war hin und weg von der wunderschönen Badriyah. Auch Meg strahlte auf Barakah`s Tochter mit der Sonne um die Wette und so hingen wir beide völlig unseren Gedanken nach und blendeten das Geplapper der Jungs einfach aus. Zumindest solange, bis Donald lauthals neben mir quengelte, er und Teasie wollten jetzt endlich galoppieren, dieses ewige Schrittreiten sei doch viel zu langweilig. Also nahmen wir alle die Zügel auf und ließen die Pferde angaloppieren. Donald und Samuel lieferten sich auf dem ebenen Weg ein kleines Rennen, während wir anderen einfach die schärfere Gangart genossen. Die Pferde waren zwar alle recht temperamentvoll, ließen sich dabei aber gut händeln, so dass auch dieser Ausritt wirklich schön endete. Als die fünf Stuten wieder auf ihrer Weide waren, schnappten wir uns Zanyah, Rubina, Famiah, Hestia und Fada Fid. Donald murrte ein wenig, da er sehr viel lieber Western als Dressur ritt, aber da musste er jetzt eben durch. Ich wusste ja, dass er es konnte. Meg durfte die wunderschöne Famiah reiten, die früher einmal einer guten Freundin von mir gehört hatte, während ich Donald auf Fada Fid setzte. Samuel bekam Rubina und Brian Hestia, also blieb für mich die hübsche Schimmelstute Zanyah übrig. Sie sah meiner geliebten Little Miss Sunshine wirklich sehr ähnlich und ich war gespannt, ob sie sich auch charakterlich ähnelten. Wir putzten die hübschen Damen und machten sie anschließend fertig fürs Training. Dann zockelten wir mit ihnen zum Reitplatz und begannen mit der Arbeit. Soweit ich das von Zanyah`s Rücken aus beurteilen konnte, arbeiteten alle fünf Stuten sehr gut mit und meine Leute kamen gut mit ihnen zurecht. Wir beendeten das Training mit einer kleinen Schrittrunde um den Hof, damit die Pferde abkühlten und entließen auch sie wieder auf die Koppel.
      Als nächstes stand der dritte und letzte Ausritt dieses Tages an. Ich teilte Donald das Quarter Horse Jade zu, Brian bekam die Criollostute Keep the Faith, Meg die Irish Tinker Dame Magical Touch, Samuel Caresse und ich selbst übernahm deren Tochter Girlie, ebenfalls zwei hübsche Criollostuten.
      Wir machten die Tiere fertig und schwangen uns in die Westernsättel. Diesmal schlugen wir einen anderen Weg ein, der uns in den Wald führte. Diesmal waren wir sowieso mit einer ein wenig ruhigeren Fraktion unterwegs, sodass wir es bei einem gemütlichen Schrittausritt beließen. Immerhin hatten wir nun doch schon einen recht anstrengenden Tag hinter uns und waren ja noch nicht fertig für heute. Wieder auf dem Hof angekommen, sattelten wir die Stuten ab, versorgten sie und schnappten uns die nächsten fünf Pferde. Nun stand wieder Bodenarbeit auf dem Programm und ich teilte als erstes Brian den Hengst White Boy zu. Die beiden sollten in die Halle gehen, während wir anderen mit den Stuten auf dem Platz trainieren würden. Ich selbst übernahm das Hannoveranerfohlen Cassidy, Meg bekam Tiara Al-Bahri, Samuel Best look for my Weekend und Donald die Shettystute My Hope Nymeria. Brian ließ uns den Vortritt und kümmerte sich erst um White Boy, als wir den Putzplatz verlassen hatten. Ich wollte mit fremden Pferden kein Risiko eingehen, deshalb hatte ich diese Trennung vorgenommen. Wir anderen betraten mit den Stuten den Platz, machten ein wenig Führtraining, übten Seitengänge, richteten die Pferde rückwärts und übten zuletzt das Freilaufen. Nur Cassidy bekam natürlich den Schongang, da das Stutfohlen in ihrer Ausbildung selbstverständlich noch nicht so weit war, wie die anderen vier Stuten.
      Als wir später wieder mit Brian zusammentrafen, verteilte ich die letzten drei Pferde. Inzwischen war es auch Abend geworden, es wurde somit Zeit, die Pferde in den Stall zurückzuholen. „Okay, wir werden jetzt ein kleines Freispringen zum Abschluss veranstalten. Dazu nimmt Samuel bitte Shády, Brian bekommt Farasha und ich selbst nehme Barakah al Sanaa. Meg, Donald ihr kümmert euch bitte schon einmal darum, dass die Pferde in ihre Boxen kommen. Wenn ihr schnell genug seid, könntet ihr auch schon mit der Abendfütterung beginnen. Meg machte ein langes Gesicht, doch ich brauchte Leute, die sich mit dem Springtraining auskannten und Meg war nun einmal Rennreiterin. Mit Springen hatte sie wirklich überhaupt nichts am Hut. Wir holten die drei besagten Pferde von der Koppel, putzten sie und schützten ihre Beine mit Gamaschen und Streichkappen. Eine kleine Springgasse hatte ich in der Halle bereits aufgebaut, sodass wir die Pferde zuvor nur noch aufwärmen mussten. Ich war wirklich froh zu sehen, dass Barakah sich hier so gut eingelebt hatte. Die Stute ging mit gewohntem Ehrgeiz ans Springen heran und auch Shády und Farasha machten ihre Sache sehr gut. Letztere war die Mutter von meinem Araberhengst Wüstentänzer, daher kannte ich auch sie bereits. Wir ließen die drei Stuten ein paar Mal über verschiedene Höhen springen, dann führten wir sie trocken und brachten sie anschließend in ihre Boxen. Im Stall herrschte ein ganz schöner Tumult, da Meg und Donald tatsächlich bereits mit der Abendfütterung begonnen hatten.
      Als schließlich jedes Pferdchen seine Ration im Trog hatte, legte sich die uns gut bekannte, wohltuende Stille über den Stall, in der nur das zufriedene Kauen der Pferde zu hören war. Wir drehten eine letzte Runde durch den Stall und machten uns dann nach diesem langen Tag auf den Heimweg.
    • Quinzel
      Alte Berichte :
      Wilkinson Farm
      Occulta Ein langer Tag

      Es war ein sonniger Spätsommermorgen und die Natur schien verschlafen zu haben. Es lag viel Tau auf dem Gras, die Luft roch frisch und sauber. Das Gewitter vom Vortag hatte den ganzen Staub von den vergangenen heissen Tagen weggewaschen. Ich streckte mich genüsslich und genoss einen Moment die frühen Sonnenstrahlen auf meiner Haut. Vom morgendlichen Vollbluttraining herkommend befand ich mich gerade auf dem Weg zum Nordstall. Drinnen war es schön kühl. Die Pferde raschelten fleissig in ihrer Frühstücks-Heuportion und ich entdeckte ein paar Mäuse, die gerade den Boxenwänden entlang flüchteten. Jackie spitzte sofort aufgeregt die Ohren und flitzte hinterher, aber natürlich erwischte sie keine. „Wo sind diese verlausten Katzenviecher wenn man sie mal braucht?“, stellte ich sarkastisch an mein Hündin gewandt fest. Sie musterte mich Schwanzwedelnd und erwartungsvoll. „Heh sweetie? No treats until you catch one.“ Ich stellte mich vor Donuts Box und rief seinen Namen. Der Ponyhengst hob den Kopf, spitzte die Ohren und brummelte. Ich schmunzelte, weil seine Stimme wie immer höher als die eines Grosspferdes war und das Geräusch dadurch umso witziger klang. Geputzt und gesattelt hatte ich ihn schnell, denn er war noch sauber von gestern. Das Langhaar bearbeitete ich nochmal mit etwas Glanzspray, damit der Schweif schön fluffig und voluminös war. Dann führte ich Donut auf den Reitplatz, denn was gab es besseres, als die noch kühle Morgenstimmung für eine Dressurstunde zu nutzen? Ich wärmte Donut auf und trabte ihn dann erstmal in Dehnungshaltung auf mehreren Volten. Nach einer Weile nahm ich die Zügel auf und begann, den Hengst mit lockeren Seitengängen zu gymnastizieren. Er war heute fleissig und energiegeladen, was ich sehr mochte. Trotzdem entschleunigte ich ihn anschliessend mit ein paar kleinen Volten, damit er nicht auf die Vorhand kippte. Im Schritt versuchte er immer wieder anzutraben, wie ein ungeduldiges Kind. Doch ich nahm es gelassen und schätzte seinen Eifer. Ich beschloss, jetzt erstmal ein wenig Galopparbeit zu machen, bevor ich mich noch an Travers Lektionen wagte. Er galoppierte schwungvoll und in korrekter Haltung, leicht vor der Senkrechten und schön bergauf. Wie toll es doch war, einen so fein ausgebildeten Hengst zu reiten! Ich versammelte den Galopp und liess ihn auf der langen Seite wieder zulegen, dann wechselte ich durch die Diagonale und machte einen Galoppwechsel bei X. Kein Problem für Donut – als erfahrenes Springpony gehörte das zu seinen Spezialitäten. Nach dem versprochenen Travers machte ich noch ein wenig Schulterherein, dann liess ich es für heute gut sein und brachte Donut zurück in den Nordstall. Ich sattelte ab, bürstete das Fell glatt und kratzte die Hufe aus. Als ich fertig war, entliess ich ihn in seine Box und gab ihm drei Karotten, die er hastig runterschlang. Ich kraulte zum Abschied seinen Hals und den weissen Nasenrücken, wobei er genüsslich den Mund verzog. Er wollte mich gar nicht weggehen lassen, sondern sich gleich hinter mir wieder durch die Boxentür zwängen, was ihm natürlich nicht gelang. Enttäuscht brummelte er mir hinterher und ich bekam beinahe ein schlechtes Gewissen, einfach so davonzulaufen. Aber sein eigentlicher Beweggrund, so war ich mir fast sicher, war die vierte Karotte, die ich noch immer in der Hand hielt um sie nun Ljóskihinzustrecken. Herkir, der in derselben, besonders grossen Box stand, versuchte eifersüchtig seinen Kumpel wegzuekeln. Ich führte Loki in die Stallgasse und putzte ihn ausgiebig. An seinem wolligen Langhaar hatte ich besonders lange. Der Hengst war kitzlig und zuckte die ganze Zeit mit dem Widerrist, als ich mit der weichen Bürste nochmals über seinen Körper strich. Besonders am Bauch mochte er es gar nicht, sodass er vor und zurück zappelte. Ausserdem drehte er mehrfach den Kopf um sich mit der Schnauze an seiner Schulter zu kratzen. Das hibbelige Getue ging auch beim Aufsteigen weiter und ich fragte mich langsam, ob Herkir und er Persönlichkeiten getauscht hatten, denn normalerweise war der Fuchsschecke eher wie ein Sack voller Flöhe. Ich ging mit dem vor Energie überlaufenden Loki ins Gelände und machte ein paar gesunde Galopps, sodass ich ihn am Ende zufrieden und ausgepowert am langen Zügel nachhause reiten konnte. Als nächstes stand Longieren mit Moon Kiddy auf dem Programm, als Abwechslung für sie und mich. Nachdem sie am Sonntag an einem anspruchsvollen Gymkhana mit Darren gestartet war, hatte sie sich eine Pause verdient. Deshalb arbeitete ich mit ihr eine halbe Stunde lang locker im Roundpen, wobei ich nicht mehr als Übergänge und Seitenwechsel verlangte, um ihre Reaktion auf meine Körpersprache weiter zu schulen. Sie war sehr aufmerksam und liess sich gänzlich auf mich ein, was das Training sehr einfach machte. Andererseits kannten wir uns nun auch schon so lange, dass ich alles andere als bedenklich gewertet hätte. Meine hübsche Criollostute mit der mächtigen, schwarzen Mähne, ihr Markenzeichen, kam am Ende des Trainings zu mir in die Roundpen Mitte und holte sich ihre Karottenstückchen ab. Ausserdem wischte sie liebevoll mit der Oberlippe auf meinem Unterarm hin und her, als wollte sie mich kraulen. Ich tat es ihr gleich und massierte ihren Widerrist, dann führte ich sie am Halfter zurück in den Nebenstall. Inzwischen waren die Hengste alle auf die Weiden gelassen worden; die Stuten kamen am Nachmittag raus.

      Ich bekam pünktlich um zehn Uhr einen Anruf, dass mein neues Hengstfohlen, LMR Royal Champion, gesund und munter im Flughafen von Birmingham angekommen war. Der Jährling stammte von der Lake Mountain Ranch, einem noch eher unbekanntes Gestüt, doch seine Abstammung gefiel mir und sein Exterieur hatte mich überzeugt. Er war ein Mix, daher überlegte ich, ihn kastrieren zu lassen, doch das hatte noch Zeit. Erstmal holte ich ihn nun ab und brachte ihn zu seinen neuen Kumpels auf die Hengstfohlenweide. Es gab ein paar Rangeleien, wie das eben war, wenn ein Neuling in die Gruppe stiess. Ich beobachtete das Ganze, bereit, jederzeit mit schwingendem Führstrick einzugreifen. Doch es war wie erwartet nicht nötig: Royal wurde von allen Seiten neugierig beschnuppert und ein bisschen ‚angenagt‘, dann war die Rangfolge fürs erste geklärt und er wurde in Ruhe gelassen. Dass er sich so rasch in das soziale Gefüge eingelebt hatte, sprach für die Haltung des Züchters. Zufrieden widmete ich mich wieder den anderen Stallarbeiten.

      Lily war noch in der Schule, also traute ich mich nicht, etwas mit Thairu, unserem gestreiften ‚Pony‘ zu unternehmen. Sie wollte immer dabei sein wenn ich mit dem Zebra arbeitete, was leider im Moment nicht allzu oft geschah. Andererseits hatte ich das Gefühl, dass es auch besser für Thairu war, wenn sie nicht zu viel Trainiert wurde. Schliesslich war so intensiver Kontakt zu Menschen noch immer recht viel Stress für sie und ich wollte sie nicht überfordern. Ich beschloss, mir heute Abend eine Stunde für das Zebra freizuhalten.

      Es war nun 11 Uhr und mittlerweile ziemlich warm geworden, sodass ich nur noch im Trägertop rumlief. Zira und Sheela waren treu an meiner Seite, Jackie hingegen hatte sich aus dem Staub gemacht als ich aufgebrochen war um Royal abzuholen. Vermutlich überwachte sie mal wieder gewissenhaft ihr Territorium oder döste irgendwo im Schatten. Ich liess es mir nicht nehmen, rasch mit den beiden Hündinnen zu spielen, als ich unterwegs zur Stutenweide einen nahezu perfekten Stock dafür fand. Er wies schon ein paar Nagespuren auf, also hatten ihn die Hunde wohl von irgendwoher angeschleppt. Ich warf ihn soweit wie meine eher spährliche Armmuskulatur es erlaubte und sah dann belustigt zu, wie sich Sheela und Zira dynamisch darauf stürzten. Sheela, die ja ein wenig älter und deutlich massiger war als die schlaksige Zira, brauchte bloss einmal warnend zu knurren um ihrer jungen Spielgefährtin klarzumachen, dass sie alleine den Stock tragen durfte. Sie brachte ihn mit stolz aufgerichtetem Gang zu mir zurück. Zira trottete hinterher, wie eine hungrige Wölfin die auf eine Gelegenheit wartete, ihrer Rudelgenossin die Beute abzunehmen. Ich lobte beide und warf den Stock nochmal, dann lief ich zum Weidetor. Ich wollte vor dem Mittag noch mit Islah arbeiten. Die Araberstute hatte ihren Babybauch durch die ständige Bewegung auf der Weide und das Training unter dem Sattel vollständig abtrainiert und erfreute sich wieder bester Fitness, was bei ihrem Charakter nicht immer von Vorteil war. Ich mochte es aber, dass sie dieses feurige Temperament zeigte, das man oft als typisch für Araber empfand. Ich brachte sie zum Nebenstall und band sie dort ans Holzgestänge. Dann begann ich, ihr kurzes Fell zu striegeln. Noch während ich dabei war, kamen Ajith, Oliver und Jonas vorbei. „Hey Boss“, grüsste Jonas. „Ajith had an idea“, begann Oliver. „Since some of the thoroughbred stallions now live at Rosie’s farm, we could put the Arabians into the empty stalls inside the Hauptstall.” Ich verstand, worauf er hinauswollte; der Platz im Nordstall war begrenzt, hingegen im Hauptstall gab es eine ganze Reihe unbesetzter Gastboxen. Trotzdem war ich nicht so richtig zufrieden mit dem Vorschlag. Stattdessen überlegte ich laut: „What about we ask Rosie if she wants to take the Arabs in an give us our beloved English Tbs back?“ Ajiths Augen leuteten begeistert – er hing einfach an all seinen Pfleglingen und war ziemlich enttäuscht gewesen, dass die paar Hengste auf der Wilkinson Farm von anderen Pflegern versorgt werden würden. Oliver schien auch nicht abgeneigt von der Idee, nur Jonas war etwas zerknirscht, weil er dadurch künftig Numair und Anubis nicht mehr so oft sehen würde. Ich fragte ihn, ob es sehr schlimm sei, doch er verneinte glücklicherweise. „Solange du mir meinen Herkir dalässt, ist alles gut.“ Ich schmunzelte und schloss: „Dann rede ich nachher mit Rosie, ich wollte ihr sowieso einen Besuch abstatten.“ Die drei zogen zufrieden weiter und ich widmete mich wieder ganz meiner Islah. Ich arbeitete auf dem Sandviereck mit ihr, auf dem noch Stangen von Lisas Trail Training mit Shadow ausgelegt waren. Dies nutzte ich gleich, um die Stute zu gymnastizieren. Über den Stangen und Cavaletti musste sie ihre Beine heben und den Rücken wölben, ausserdem erforderte die Arbeit ein erhöhtes Mass an Konzentration, was bei ihrem Temperament gerade recht kam. Zu lange ritt ich sie aber so nicht, denn die Lektionen waren anspruchsvoll und führten im Übermass zu Muskelkater. Ich liess sie nach etwas mehr als einer intensiven halben Stunde ausgiebig austraben und brachte sie dann zurück auf die Weide.

      Nun meldete sich mein Magen zu Wort und erinnerte mich daran, dass es Mittag war. Lily kam aus der Schule zurück und half mir beim Kochen, verzog sich am Ende aber doch ins Wohnzimmer um mit den Hunden zu spielen. Ich war ihr nicht böse, denn das heutige Menü war nicht aufwendig – Spaghetti mit Tomatensauce und Salat. Ich fragte meine Nichte, ob sie Lust hatte am Abend mit Thairu zu trainieren. „Und das fragst du noch?“, kam die empörte Antwort. Ich grinste zufrieden und konzentrierte mich auf meine Spaghetti, um keine Tomatensauce zu verspritzen. Lily hatte am Nachmittag Schulfrei, also lud ich sie ein, Rosie mit mir zu besuchen. Nach dem Essen und wegräumen begaben wir uns also abermals zur Stutenweide. Ich fing mir Argenté Noir ein, Lily durfte Feline nehmen. Wir putzten die beiden Stuten direkt auf der Weide, indem wir sie an den Zaun banden und das Sattelzeug den ganzen Weg rüber trugen. Unter dem Zaumzeug liessen wir die Knotenhalfter, damit wir die beiden später auch anbinden konnten. Ich war schon ein Weilchen nicht mehr auf dem Welsh Pony gesessen, aber gewöhnte mich rasch wieder an Noirs Bewegungen. Wir ritten zusammen zur Ranch, machten aber einen Umweg durch den Fluss. Bei der Mittagshitze war es eine willkommene Abkühlung, als Feline verspielt im Wasser scharrte und uns beide nass spritzte. Noir zog wenig begeistert ihren Kopf weg und klappte ihre Ohren nach hinten, damit sie kein Wasser abbekamen. Wir wateten ans andere Ufer und trabten dem Waldrand entlang zur Ranch. Der einladende Schotterweg mit dem Kreis erinnerte mich an die Zufahrt zu einem noblen Schloss. Die Gebäude waren neu gestrichen und alles sauber aufgeräumt – von einer Baustelle war beinahe nichts mehr zu sehen. Auch die Zäune standen nun alle; sie waren hübsch weiss und ergänzten das ländliche aber zugleich edle Bild. Von weitem sah ich Cantastor und Muskat auf der Weide grasen. Sie wehrten friedlich mit den Schweifen Insekten ab und schüttelten ab und sahen auf, als sie uns entdeckten. Lily und ich stiegen ab und banden die Pferde an, dann begaben wir uns auf die Suche nach Rosie. Wir fanden sie im Wohnhaus, wo sie gerade Staubsaugte. Sie begrüsste uns herzlich und machte Tee, während Lily freiwillig fertig staubsaugte. Wir plauderten eine Weile bei Tee und Keksen, bevor ich wie versprochen die Idee mit den Arabern ansprach. „That’s funny“, meinte Rosie als ich fertig war, „I bought two Arabians recently, from a place named Fearie Hills. It’s a mare and a stallion, both precious breeding stock, but Fearie Hills is being closed and so their horses are all for sale. I was afraid that those two could end up with some dubious traders, so I kinda rescued them.” “That’s cool, I can’t wait to see them!”, rief Lily begeistert. Rosie meinte lachend: “You don’t have to – they’re arriving today.” “When exactly?”, wollte ich wissen. “I will pick them up at the airport in about an hour.” “So we’re gonna swap? You okay with that?”, hakte ich nach. Rosie überlegte kurz und nickte dann. “Though I’ll miss my little Fly around here, I think I would like to start breeding Arabs.“ Ich nickte zufrieden und wir schüttelten Hände – damit stand der Entschluss fest, dass meine drei Araber hierher ausgelagert werden würden und künftig in Rosies Zucht zum Einsatz kamen. Lily und ich beschlossen unseren Ausritt fortzusetzen und anschliessend gemeinsam mit den Pflegern den Pferdetausch zu vollziehen. Wir galoppierten über die beliebten alten Holzrücker Wege im Wald und waren wohl insgesamt über eine Stunde lang unterwegs. Noir liess ich am Ende am langen Zügel nachhause schlendern; die Stute war ausgepowert und wackelte zufrieden im Takt mit den Ohren. Wir brachten sie und Feline zurück auf die Weide und trommelten Jonas und Lisa als Helfer zusammen. Ich war zwar nicht gerade begeistert davon, mit beiden gleichzeitig zu tun zu haben, aber sie waren gerade als einzige zur Verfügung. Wir holten die drei Araber und sattelten sie. Islah verstand die Welt nicht mehr, als ich sie abermals von der Weide holte und ihr den Sattel auf den Rücken legte. „Don’t worry girl, you won’t have to work again“, murmelte ich liebevoll. Jonas schwang sich auf Numairs Rücken, Lisa übernahm Anubis und nahm Lily vorne mit drauf. Wir hatten auch noch zwei Führstricke dabei, weil drüben auf der Ranch fünf Pferde auf uns warteten. Die Putzsachen von den drei Arabern wollte ich später noch per Auto vorbeibringen.

      Rosie war längst losgefahren, um ihre zwei Neulinge abzuholen. Wir besprachen die Boxenordnung daher mit ihrem Chefpfleger, einem stämmigen, dunkelhaarigen Typen namens Lucas Gordon. Die Araber durften die frisch ausgemisteten Boxen beziehen. Dann holten wir die Englischen Vollblüter direkt von der Weide und sattelten Empire, Muskat und Canto. Fly und Fajir mussten als Handpferde mitkommen, weil ich meiner kleinen Nichte den Umgang mit den temperamentvollen Hengsten noch nicht ganz zutraute. Doch bevor wir loszogen bestand Lily darauf, auf Rosie und die neuen Araber zu warten. Ich willigte ein, weil ich selber auch gespannt auf die beiden war. Zwanzig Minuten Später fuhr der Selbstfahrer auf den Hof und wir halfen Rosie beim Ausladen. Als ich die Klappe mit Jonas zusammen öffnete, sah ich als erstes einen hübschen braunen Hengst, der uns misstrauisch entgegenschielte. Wir lösten die Trennwand und führten ihn ans Tageslicht. Er war nicht besonders gross, Araber eben, aber hatte einen ausdrucksstarken Körperbau mit einem äusserst hübschen Hechtkopf und kräftigem braunem Fell. Seine Beine waren ganz schwarz und er hatte am restlichen Körper zum Teil dunkle Stellen und leichte Dapples. Die lange schwarze Mähne fiel eher wild über seinen gebogenen Hals und den Schweif trug er aufgeregt erhoben. Er blähte die Nüstern und sah sich um. Dann wieherte er stolz, um anschliessend mit gespitzten Ohren auf eine Antwort zu warten. Die kam auch – vermutlich von einem der Hengste im Stall drüben. Bintu Al-Bahri schnaubte neben Lisa lautstark und scharrte ungeduldig auf dem Schotter, während Jonas und ich die Trennwände lösten, die den Weg zwischen ihm und dem zweiten Pferd gesichert hatten. Die Stute war ganz vorne angebunden, damit es keinen Ärger während der Fahrt hatte geben können. Schon jetzt erkannte ich, dass sie eine hübsche Rappstute war, die eine klar definierte, schneeweisse Blesse trug. Sie folgte mir zögernd die Rampe runter und sah sich ebenfalls um. Im besseren Licht erkannte ich, dass sie nicht gerade gut bemuskelt schien und ihre bisherige Zeit als Zuchtstute nicht spurenlos an ihr vorübergezogen war. Rosie bemerkte meinen skeptischen Blick. „She is 10 years old and had already 7 foals. I guess you can tell.” Mitleidig schaute ich in die dunklen, freundlichen Augen und streichelte die Nüstern der Stute. „Her name’s Farasha, it means butterfly. I’m not quite sure, but I even think that she’ll have another foal in spring. I will let the vet check her carefully.” Betroffen nickte ich. Rosie las die unausgesprochene Frage von meinem Gesicht ab und versprach: „I won’t breed her again. If she has another foal, then it will be her last, if not I’d say even better.“ Ich stimmte ihr nickend zu und war froh, dass meine ehemalige Pflegerin sich in erster Linie um das Wohlergehen von Farasha sorgte. „But doesn’t that mean that you still don’t have your own broodmare?” “That does not matter right now; I’m still building everything up.”

      Farasha und Bintu wurden von Rosie und Lucas in ihr neues Zuhause geführt und wir machten uns mitsamt Pferden auf den Heimweg. Canto schien zu spüren, dass es nachhause ging, denn er hatte einen zügigen Schritt drauf und wollte Empire die ganze Zeit überholen. Ich bremste ihn aber auch nicht zu sehr, sondern nahm die Zügel lediglich auf, wenn er antraben wollte. Auch Fly tänzelte ungeduldig nebenher, wobei er seinen Hals schön wölbte und richtig edel aussah. Wir waren um drei Uhr zurück auf dem Hof und brachten die fünf bei ihren alten Kumpels unter, dann ging alles seinen gewohnten Gang. Eigentlich hatte ich meine für diesen Monat zugeteilten Pferde nun schon alle bewegt, aber wie meistens übernahm ich für den restlichen Tag noch ein paar weitere. Die Pfleger konnten sich so den anderen Stallarbeiten widmen und ich hatte nichts dagegen, den ganzen Tag im Sattel zu sitzen – schliesslich waren es meine Pferde, und ich wollte jedem einzelnen von ihnen so viel Aufmerksamkeit schenken wie nur möglich. Ich überlegte rasch, dann suchte ich April und fragte sie, ob Rosenprinz schon bewegt worden war. „Yes Madam, I rode him in Training with Coulee this morning. As you requested in order to keep him fit for cross country.” Ich nickte zufrieden und suchte weiter. Auf dem Weg zum Nordstall begegnete ich Lewis. „Ahh Lewis! Did you already work with Unbroken Soul of a Rebel?“ “Yes Boss, all done. I practised for the horsemanship show on saturday.” “Is that so… Very well”, antwortete ich etwas enttäuscht, lief dann aber fröhlich weiter. Ich entdeckte Lisa beim Dressurviereck – sie räumte gerade die Stangen vom Morgen weg. „Hey Lisa, did you ride Piroschka?“ „Yes, Jonas and I took her and Adrenaline out for a ride today. Sorry, should I have waited until now?” Natürlich, die beiden waren wieder zusammen unterwegs – da hätt ich auch selbst drauf kommen können, stellte ich bitter fest. “Ahh… no, never mind.” Ich wollte schon davonhuschen, als sie mir hinterherrief: „Wait Occu, you could take Summertime! I would be glad, because I… Well I would like to spend some more time with Jonas…“ Ich hielt an ballte die Fäuste, aber nach kurzem Zögern seufzte ich leise, drehte mich dann lächelnd zu ihr um und meinte: „Sure. I’ll take her out for a ride as well.“

      Ich schlurfte zur Stutenweide und schnappte mir Summers Halfter vom Haken an der Wand des Offenstalls. Crap… I hate them both, dachte ich ärgerlich, das Bild von Lisas unschuldigem Grinsen im Kopf. Ich wanderte zu den Bäumen, wo die Paint-Stute stand und streifte ihr das Halfter über. Andererseits habe ich Ajith versprochen, dass ich mir Mühe gebe und sie nicht anders als vorher behandle. Das ist doch sowieso alles kindisch, ich sollte Jonas einfach vergessen und mich auf meine Tiere konzentrieren. Ich führte Summer zum Weidetor, zögerte dann aber und band sie an den Zaun. Ich wollte sie lieber in Ruhe hier unten putzen und ein Weilchen alleine sein. Ihre Ausrüstung musste ich trotzdem noch holen. Jonas war ebenfalls in der Sattelkammer. „Danke Occu, Lisa hat mir vorhin begeistert erzählt, dass du für die Summer bewegst.“ Ich nickte nur und nahm mir kommentarlos was ich brauchte. Du machst es nicht besser. Wenigstens hatte ich meinen Frieden bei den Pferden. Summer stand brav still und verscheuchte entspannt die Fliegen, wann immer sie ihr zu nervig wurden. Ich kratzte ihre Hufe gründlich aus, wobei ich bemerkte, dass sie ganz wenig Fäulnis hinten links hatte. Ich säuberte die Stelle gründlich und beschloss, nach dem Reiten ein Mittel dagegen aufzutragen. Ich sattelte sie und zog ihr das Bosal an, weil ich sie zum Ausreiten lieber damit zäumte. Dann führte ich sie aus der Weide und stieg auf. Gerade als ich durch die Tannen der Ostpassage reiten wollte, hörte ich eine Stimme. „Warte auf uns!“, rief meine kleine Nichte mit ihrem Tinker Areion. Sie schlossen im Trab zu uns auf. „Ich will mitkommen, ich hab den Teddy heute noch nicht bewegt!“ Ich lachte über den passenden Spitznamen des wolligen Tinkers und wir setzten uns in Bewegung. Areion hatte sich gut eingelebt und wurde täglich von Lily ‚bespasst‘, sodass die beiden schon in dieser kurzen Zeit ein Team geworden waren. Zwar hatten sie ab und zu noch Meinungsverschiedenheiten; so zum Beispiel bei der Holzbrücke, wo sich Lily durchsetzen musste, weil der Tinker einfach davor stehen blieb. Aber meine Nichte fand trotz ihres Flohgewichts immer wieder einen Weg ihr Ziel zu erreichen, denn was ihr an Kraft fehlte, machte sie mit austricksen wett. „Hey, du hast dem Teddy ja ein Zöpfchen gemacht! Das hab ich vorher gar nicht gesehen.“ Sie hatte den Zopf mitten in der Mähne gemacht, sodass er zeitweise von den umliegenden Haaren überdeckt wurde. Das muss sie noch etwas üben, dachte ich schmunzelnd, aber das sagte ich ihr natürlich nicht, um ihr Selbstvertrauen nicht zu verletzen. Sie grinste stolz und meinte: „Er ist ja auch das perfekte Übungsobjekt!“ Wir ritten weiter Richtung Osten und nahmen dann die Südlich gelegenen Wege für den Heimweg. Das Highlight war die Galoppwiese, über die wir nochmal ordentlich drüber bretterten, bis fast zum Hofgelände. Summer und Areion waren beide ziemlich verschwitzt als wir zurückkamen, besonders der arme Tinker hatte natürlich mit seiner mächtigen Mähne einen grossen Nachteil bei der Hitze. Wir duschten die beiden daher rasch ab und führten sie dann trocken, wobei sie auch grasen durften.

      Es war nun fast fünf Uhr und begann zu spüren, dass ich wieder den ganzen Tag unterwegs gewesen war. „Tea time!“, rief ich durch den Hauptstall und schlenderte anschliessend zur Reiterstube in der Halle. Die ersten Pfleger folgten mir bereits eifrig, während einige noch die restlichen zusammentrommelten. Wenn wir eine solche ‚Tee Pause‘ machten, besprachen wir auch jeweils was es noch zu tun gab, beziehungsweise was bisher alles gemacht wurde. Ich legte grossen Wert darauf, dass meine Angestellten ehrlich waren und es mir mitteilten, wenn sie in irgendeiner Weise unzufrieden waren. Nur so gelang es dem Team von Pineforest Stable so eng zusammenzuarbeiten. Auch lockerten wir das Arbeitsklima regelmässig mit Grillabenden oder gemeinsamen Ausflügen auf. Bisher hatte ich jedenfalls durchwegs positive Rückmeldungen erhalten was die Zufriedenheit der Mitarbeiter anging. Und gerade weil sie sich hier so wohl fühlten, setzten sie sich so dafür ein, dass auf Pineforest Stable alles reibungslos klappte. Schliesslich hatten wir auch einen Ruf zu verteidigen, und es gehörte ein gewisser Stolz dazu, wenn man hier arbeitete. Als ich fragte, ob noch jemand ein Pferd an mich abtreten wollte, meldete sich David mit einem Räuspern. „I’d be glad if you take Ice Coffee today, because then I could quickly go to town later.” Ich nickte zufrieden und beschloss, etwas Pleasure mit der Stute zu üben. Doch vorher war wie versprochen das Zebra dran. Wir tranken fertig, danach kontrollierte ich rasch die Mini- und Fohlenweiden, ehe ich mich zu Thairu und Dante begab. Für den Esel wollte ich noch einen anderen Namen finden, da mir Dante so gar nicht gefiel. Ich suchte etwas Afrikanisches, aber hatte bisher noch nichts Passendes gefunden. Als ich zum Weidetor lief, spitzte Thairu ihre grossen, runden Ohren. Sie kam sogar auf mich und Lily zu (die mir hinterhergespurtet war) und stellte sich erwartungsvoll vor uns hin. Ihr Schwanz war stets in Bewegung – ein gutes Zeichen in Zebra Sprache. Ich zog ihr vorsichtig ihr breites Lederhalfter über die Ohren und befestigte den Führstrick daran. Sie hielt brav still und folgte mir dann ins Innere der Ovalbahn. Lily schnappte sich Dante und führte ihn hinter uns her. Das gab dem Zebratier zusätzlich Sicherheit. Wir banden die beiden an den Rails an und begannen, sie mit den mitgebrachten bürsten zu putzen. Dante genoss die Prozedur am Kopf besonders. Er verzog genüsslich die Lippe und legte den ganzen Schädel schief. Hufegeben wollte er hingegen erst nach eindringlicher Aufforderung meinerseits – Lily schaffte es nicht den sturen temporär-Wallach zu beeindrucken. Zebra gab ihre Hufe sogar ziemlich vorbildlich, worüber ich positiv überrascht war. Sonst war das mit ihr oft sehr mühsam, weil sie sich durch das auf drei Beinen stehen den Menschen auf eine gewisse Weise hilflos aussetzen musste. Aus ihrer Sicht war es wohl ein Risiko, vergleichbar damit einen festen Standpunkt aufzugeben und so leichter angreifbar zu sein. Ich kämmte die Stehmähne und das Büschel am Ende ihres Schwanzes, dann war ich fertig. Lily musste auf die beiden aufpassen, während ich den Sattel von Thairu holte. Wir hatten bis vor ein paar Wochen oft mit einem Pad und einem Longiergurt trainiert, aber dann war der Sattler gekommen um die Sättel von Bluebell und Sweets zu kontrollieren und ich hatte bei der Gelegenheit gleich noch einen alten Ponysattel aufpolstern lassen. Den legte ich nun entschlossen auf Thairus Rücken und gurtete sanft ins zweite Loch. Ganz angezogen war er so noch nicht, aber genug, dass der Sattel nicht gleich bei der ersten Bewegung verrutschte. So ein Zebrarücken war ziemlich suboptimal für Sättel: kein Widerrist und ziemlich rund, sodass fast kein Übergang zur Kruppe sichtbar war. Thairu hatte deshalb auch einen Schweifriemen und ein elastisches Vorgeschirr, die ich beide gewissenhaft befestigte. Das Zaumzeug war eher simpel gehalten – klassisch englisch ohne Sperrriemen. Es war jedes Mal wieder ein Abenteuer, es über die grossen Ohren zu bekommen. Nun waren wir startklar. Zuerst führte ich das gestreifte Tier warm, dann zog ich den Gurt etwas nach und half Lily hoch. Sie trug zur Sicherheit einen Rückenpanzer, da Thairu doch noch ab und zu etwas wild wurde. Doch ich hatte das Gefühl, dass unser Muskelaufbautraining besser mit Lily funktionierte, weil ihr Gewicht schonender für den Rücken der Zebras war als meines. Eingeritten hatte ich das Tier selbst, aber seit sie einigermassen brav lief war nur noch Lily oben gesessen. Erst sobald Thairu genug Muskeln hatte, wollte ich selber auch wieder auf ihr reiten. Ich liess die Zügel los, Lily ritt nun also frei. Wir übten auf der Ovalbahn Übergänge; die Basics des Gehorsams, damit das Zebra sicherer wurde. Es war auch eine gute Übung für Lily, denn ich gab ihr Unterricht und sie perfektionierte die korrekten Hilfen. Schritt-Trab Übergänge klappten zufriedenstellend, aber galoppiert waren wir noch fast gar nicht und anhalten liess sich das Zebra noch nicht wirklich gut. Genau das übten wir nun eine halbe Stunde lang intensiv; immer und immer wieder. Gegen Ende klappte es schon deutlich besser, jetzt konnte Lily sie immerhin nach spätestens fünf Schritten zum Stillstehen bringen. Wir arbeiteten fleissig mit Lob und Karottenstückchen um Thairu bei Laune zu halten. Denn wir wussten beide – es gab nichts Schlimmeres als ein ‚grumpy zebra‘. Bevor wir für heute Schluss machten, wollten wir noch etwas wagen: eine Runde im Galopp auf rechter Hand. Ich schloss mit Lily spielerisch eine Wette ab, um ihren Ehrgeiz zu entfachen, was bestens funktionierte. „Ich wette du schaffst keine ganze Runde.“ „Just you watch me!“ Sie trabte zuerst und bereitete Thairu sorgfältig vor, wie ich es ihr beigebracht hatte. Dann gab sie die Galopphilfen und trieb, bis das Zebra einsprang. Okay, falscher Galopp – aber immerhin, dachte ich vergnügt. Die beiden galoppierten um die Kurve, da drohte das Zebra bereits wieder durchzufallen. Doch Lily blieb hartnäckig und trieb es mit allem was sie hatte an. Thairu machte einen leichten Bocksprung, sodass Lily den einen Bügel verlor, blieb aber im Galopp und drückte nun ordentlich aufs Gas. Die beiden rasten im Hoppelgalopp an mir vorbei (es sah so witzig aus, wenn das Zebra galoppierte) und absolvierten tatsächlich eine ganze Runde. Lily klammerte sich tapfer am Sattel fest – ich konnte mir gut vorstellen wie schwierig es war, sich so auf dem Zebrarücken zu halten. Thairu bremste schliesslich von selber wieder in den Trab, sodass Lily wieder die Kontrolle übernehmen konnte und zu mir zurück ritt. Wir lobten das Zebra ausgiebig und sattelten sie ab.

      Nachdem Thairu und Dante wieder in Ruhe auf ihrer Weide standen, kümmerte ich mich um Coffee und Lily zog davon um mit Skydive zu spielen. Ich ritt die Paint Stute in der Halle und hörte dazu Musik aus den Lautsprechern. Draussen wurde es zunehmend dunkler und stiller, aber ich war zu konzentriert um viel aus der Fensterwand zu schauen. Das Pleasure Training war für uns beide anspruchsvoll, denn es erforderte Präzision und feines Zusammenspiel. Ich schickte Coffee mal in langsamem Lope, mal in zügigem Canter vorwärts, und parierte sie aus allen möglichen Gangarten und Geschwindigkeiten in den Schritt durch. So konnte ich sie lösen, bis sie vollkommen locker aber in Versammlung über den Rücken lief. Zufrieden beendete ich das Training um halb acht Uhr und versorgte die Stute. Ich verbrachte noch etwas Zeit bei den Miniature Horses, wobei ich dank der hellen Lampe im Offenstall genug Licht hatte um die kleinen Ponys zu putzen. Sie waren zwar schon von Lewis geputzt worden, aber ich tat das auch nicht um sie sauber zu bekommen, sondern um meine Beziehung zu ihnen aufrecht zu erhalten. Das Licht und die Motten, die darum kreisten sorgten für eine romantische Stimmung, während ich im sauberen Stroh zwischen der liegenden Chocolate Chip und Dakota sass. Gedankenversunken liess ich mich nach hinten fallen und lag eine Weile einfach so da, an die Balken der Decke starrend. „Wie soll es weitergehen?“, fragte ich mich leise. „Ich wäre ja gerne glücklich für die beiden, aber ich kann es nicht. Ich bin zu egoistisch…“ Ich seufzte. „Wenn er nur nicht so verdammt gut aussehen würde! Und seine humorvolle, aufgeweckte Art… So spannend und abenteuerlich. Dann wiederum seine ruhigen Momente, in denen er jede Faser meines Körpers zu verstehen scheint, jeden unausgesprochenen Gedanken hört. Wenn er nur nicht zwischendurch so ein Idiot wäre. Aber Lisa scheint das nichts auszumachen…“ Ich kam mir vor wie eine Figur in einem ziemlich komplizierten Film, unsicher, ob ich hier im Stroh auf der Stelle alles hinter mir lassen und glücklich sterben, oder doch eher melancholisch leben würde, bis ich alt und grau war. Vielleicht gab es ja doch eine goldene Mitte? Eine gefühlte Ewigkeit genoss ich mit geschlossenen Augen das Kitzeln des Strohs und stellte mir in meinem Kopf allerlei Zukunftsszenarien vor. Irgendwann schreckte ich hoch und stand auf, weil ich sonst wohl noch eingeschlafen wäre. Ich streckte mich und löschte das Licht, als ich den Offenstall verliess um ins Haus zurückzukehren. Lily sass vor dem Fernseher; ich gesellte mich zu ihr. Sie sah sich ‚der König der Löwen‘ an. Plötzlich meinte sie zu mir: „Occu, ich finde den Namen Zazou cool.“ „Ja, der ist hübsch.“ „Nein, ich meine für Dante! Das würde doch passen, oder?“ Ich überlegte laut: „Du hast recht, das wäre in der Tat hübsch für ihn.“ So war es also beschlossen. „Was würde ich nur ohne meine kleine Nichte machen?“, flüsterte ich liebevoll, als ich ihr einen Gutenachtkuss gab.
      20 Sep. 2016
      Occulta Moonlight Shadows

      Draussen war alles noch dunkel und still. Nebel lag bedrückend dicht über den Feldern und um die Gebäude von Pineforest Stable. Doch ich mochte diese Stimmung, sehr sogar. Es war als loyale Teil-Engländerin wohl mein ideales Klima. Ich hatte mich nie irgendwo mehr zuhause gefühlt als hier, auf diesem Hof mit meinen Pferden. Ein bisschen fröstelte es mich dann aber doch, als ich zum Hauptstall lief. Ich versteckte mein Gesicht in meinem Schal und rieb mir die Hände, bevor ich nach dem kalten Tor griff und es aufschob. Ich betätigte den Lichtschalter und lief zuallererst mit prüfendem Blick durch den Stall, um abzuchecken, ob die Pferde munter waren. Dabei hatte ich ein besonderes Ziel: Dublins Box. In ihr wartete nebst der Scheckstute eine wackelige, schwarze Gestalt, die gerade gierig nach der Milchbar suchte. Daedra war erst wenige Tage alt und trug eine warme Fohlendecke, damit sie einen Schutz gegen die Kälte hatte. Ihr kurzes, flauschiges Fohlenfell war da nämlich noch nicht besonders hilfreich. Liebevoll betrachtete ich die gekrümmten Tasthaare an ihrer Schnauze und die grossen Ohren. Die kleine stammte von Sacramento ab, wodurch sie zwei tolle Blutlinien vereinte. Sie hatte sicherlich eine grosse Zukunft vor sich. Ich lief weiter an den nächsten Pferden vorbei. Bei Pointless‘ leerer Box blieb ich abermals stehen. Sie fehlt mir sehr. Trotz allem Ärger den sie mir bereitet hat, haben wir doch viel zusammen erlebt und ich wollte ihr eine Chance geben. Ich bin gescheitert… Ich unterdrückte den Kloss, der sich in meinem Hals zu bilden drohte und setzte meinen Rundgang fort. Bisher hatte ich es nicht über mich gebracht, die Box von Pointless neu zu besetzen, doch das würde sich heute ändern. Denn heute wollten wir die zweijährigen Nachwuchsrennpferde in den Hauptstall bringen. Sechs Stück waren es, die von diesem Tag an den Ernst des Lebens kennenlernen mussten. Doch erstmal verlangten die bereits durchtrainierten Vollblüter meine Aufmerksamkeit. Die ersten Pfleger trudelten im Hauptstall ein und wir begannen mit den Stallarbeiten. Die erste Gruppe fürs Training machte sich bereit, bestehend aus Campina, Fly Fast, Sunday Morning, Spotted Timeout, Shades of Gray, Gleam of Light und Caspian. Wir hatten die Gruppenzusammensetzung erst gestern wieder den momentanen Rennleistungen der einzelnen Pferde angepasst und diskutiert, wer wo mitlaufen musste. Sympathy for the Devil, Iskierka, Coulee, Chiccory, A Winter’s Day, Painting Shadows und Cassiopeia bildeten die zweite Gruppe. Die Dreijährigen folgten in der dritten Gruppe, bestehend aus Sumerian, Framed in History, One Cool Cat, Cabinet of Caligari, Kaythara und Captured in Time. Nachdem alle drei Gruppen durch waren (ich selbst durfte immernoch nicht mitmachen, wegen meiner Rippen), war es endlich soweit. Ich liess es mir nicht nehmen, den nicht mehr ganz so kleinen Merino selbst hinauf in seine neue Box zu führen. Auf dem Weg zu den Weiden wechselte ich einen Blick mit Jonas, der im Nebenstall Heu verteilte. „Guten Morgen, Occu“, murmelte er lächelnd, und ich wusste genau, was ihn beschäftigte. Ich hatte ihm noch immer keine Antwort gegeben. Ich zögerte es seit Tagen hinaus und ging ihm aus dem Weg, weil ich mir immer noch nicht sicher war. Ich erwiderte seinen Gruss und stolperte dann rasch weiter, um den Anschluss zu den Pflegern nicht zu verpassen. Ajith schnappte sich Miss Moneypenny, Quinn übernahm Primo Viktoria und Parker fing Riven ein. Bevor die Jungstuten wussten, wie ihnen geschah, wurden sie aus der Weide geführt. Sie kannten die Prozedur, denn wir waren oft genug mit einzelnen Jungpferden aus der Gruppe spazieren gegangen. Trotzdem wieherte Dolly aufgeregt, während Shira, Thalia und Counterfire ihren Kolleginnen aufgeregt neben dem Zaun folgten. Ich beobachtete die Fohlen wie in Trance, dann konzentrierte ich mich wieder auf meine eigene Aufgabe – Merino. Die Junghengste hatten die Aufregung natürlich mitbekommen und waren nun ebenfalls etwas aufgewühlt. Sie bewegten sich dynamisch, sodass ich mir einen Moment lang Sorgen um klein Mambo machte, der als jüngstes Gruppenmitglied oftmals rücksichtslos angerempelt wurde. Wir beeilten uns mit dem Einfangen. Ich ging mit Merino voraus; hinter uns folgten April mit Simba Twist und Charly mit Bring me to Life. Die sechs bezogen ihre neuen Boxen und brauchten erstmal einen Moment um zur Ruhe zu kommen als sie realisierten, dass dies kein Spaziergang war.

      Ich kümmerte mich inzwischen um den ersten Neuzugang, der heute ankam. Es handelte sich um eine Vollblutstute namens Amira, die ich von Verena O’Connor gekauft hatte. Eigentlich hätte sie schon früher zusammen mit Yoomee ankommen sollen, doch sie wurde, warum auch immer, länger in der Quarantäne gehalten. Jetzt hatte sie jedenfalls endlich grünes Licht bekommen und stürmte aus dem Transporter auf den sicheren Boden. Offenbar hatte sie den langen Flug und den Transport bis hierher nicht sonderlich gemocht. Ich prüfte ihre Beine auf Verletzungen und bedankte mich bei Hans, der die kleine vom Flughafen her zu uns gebracht hatte. Die immer noch aufgeregten Stutfohlen waren natürlich gleich wieder voller Bewegung, als ich ihnen den Neuankömmling brachte. Ich beobachtete die Gruppe eine Weile, für den Fall, dass es Schwierigkeiten gab, doch wie immer beliessen die Zicken es bei ein paar Quietschern und Drohgebärden. Amira hatte jedenfalls keine Probleme sich unterzuordnen und so blieb die Atmosphäre friedlich. Ich seufzte erleichtert und begab mich zurück zum Hauptstall. Es war Zeit, mit Empire State of Mind rauszugehen. Ich hatte mir vorgenommen, mit dem Schimmelhengst heute einen ausgiebigen Herbstwald-Galopp zu machen. Also holte ich ihn raus und putzte ihn gründlich. Er mutierte langsam zu einem Teddybär, doch noch war es zu früh für eine Schur. Ausnahmsweise hatte das Schimmeltier mal keinen gelben Fleck, was mich sehr freute. Ich nahm mir Zeit beim Kämmen des gelblichen Schweifes und nahm mir vor, diesen bald einmal zu waschen, damit er wieder etwas weisser wurde. Ich sattelte und zäumte den Hengst, dann machten wir uns auf den Weg. Wenige Minuten vor uns war eine Gruppe mit Mikke, Indiana, Cantastor und Rosenprinz aufgebrochen, doch ich hatte nicht unnötig stressen wollen und ging deshalb gerne alleine. Ganz alleine bin ich ja sowieso nicht, dachte ich schmunzelnd und klopfte Empire liebevoll auf den Hals. Die Blätter raschelten bei jedem von Empires Schritten im Laubwald hinter der Wilkinson Farm. Ich hatte Rosie auf dem Farmgelände nicht gesehen, war mir aber sicher, dass sie um diese Zeit auch irgendwo im Gelände unterwegs sein musste. Und tatsächlich: wenig später trafen wir auf sie und Bintu. Der feurige Araber tänzelte herausfordernd, als er Empire sah. Ich achtete stets auf das Ohrenspiel meines Schimmels, als ich mich den beiden näherte. „Hi Rosie! It’s been a while.“ „Yes, sure has. Everyone’s doing fine at Pineforest?“ “Except for Pointless… yep.” “Ahh… I heard of it. I’m very sorry.” “It’s alright, ‘the show must go on’, haha. Are you busy working with Farasha?” “I am currently only lunging her to get her some new muscles. I don’t think it would be wise to ride her already, would you agree?” “Absolutely. Give her enough time and she will be just fine.” “Oh, and there’s something else - she’s gained a bit of weight, so I will let the vet check her again soon…” “You think she was already pregnant again when you bought her?” “It’s very likely. Tough it’s strange that nobody mentioned it to me – maybe it was an accident and they didn’t even know.” “Or maybe you’re just over-feeding her?”, schlug ich grinsend vor. “No, but seriously – checking her sure is a good thing.” Empire wurde langsam ungeduldig, und auch Bintu konnte kaum stillstehen. Also verabschiedeten wir uns und führten unsere Wege fort. Nach den versprochenen Galopps kehrte ich mit Empire zurück auf meinen eigenen Hof und sattelte ihn ab. Er hatte ein wenig geschwitzt, also bürstete ich ihn gut durch und ging sicher, dass er trocken war, bevor ich ihn ganz wegräumte.

      Gegen Mittag begrüsste ich mein neues Criollo Fohlen, ein Dunkelfuchs namens el Alba Ardiente. Er war ein interessanter zukünftiger Hengstanwärter, denn er hatte gute Abstammung und einen korrekten Körperbau. Besonders seine Beinstellung war makellos und vielversprechend. Nachdem ich ihn mit den anderen Hengstfohlen bekanntgemacht hatte, kümmerte ich mich um die Minis. Miss Mini Dakota und Chocolate Chip sahen sofort auf, als ich die Weide betrat. Seit Alufolie weg war, hatte Daki wieder die Herdenführung übernommen, und Chip war ihr dauernd auf den Fersen, um ihr den Posten streitig zu machen. Ich streichelte die beiden zur Begrüssung, ehe ich von sämtlichen Ponys umzingelt wurde. In solchen Momenten fragte ich mich, ob wir in Zukunft nicht doch lieber ganz auf das Müsli zum reinlocken am Abend verzichten sollten. Die Ponys wussten jedenfalls ganz klar, dass Ich einer der bediensteten Futterspender war. Ich hörte ein Bellen, dann rief meine kleine Nichte nach mir. „Ach ja, es ist ja schon Mittag!“, rief ich überrascht und verstrubbelte Jackys Fell. Die Hündin war zusammen mit Sheela den ganzen Weg vorausgeeilt, während Zira brav bei Lily blieb. Ein Wunder, dass die sonst so Kinderscheue Hündin Lily vertraut, stellte ich zufrieden fest. Aber ich schätze sie hat sich mittlerweile einfach an sie gewöhnt. Wir verschwanden im Haus und machten uns je ein Sandwich, welches wir auf Lilys Vorschlag hin mit zu den Minis nahmen und unterwegs verspeisten. „Du musst es gegessen haben, bevor du die Weide betrittst! Sonst wirst du totgetrampelt“, warte mich das Mädchen. Ich lachte amüsiert und genoss jeden Bissen. Nach dem Essen half mir Lily bei der Fellpflege der neuen Shetty-Stute Snottles Peppermint. Das Shetty hatte mir einfach auf den ersten Blick gefallen, und das obwohl ich eigentlich kein Shetty-Fan war. Zum Glück stach sie unter den Minis nicht allzu sehr hervor. Aber ihre zottelige Mähne war nur schwer zu bezwingen, besonders mit all dem getrockneten Schlamm, der sich darin verfangen hatte. Andererseits sahen Rapunzel und Tigrotto auch nicht gerade wie Engel aus. Um die beiden kümmerten wir uns im Anschluss. Tic-Tac und Kicks-a-Lot konnten es nicht lassen, immer wieder zu uns hinzukommen um an unseren Jacken herumzuziehen. Zu allem Überfluss beobachtete Dressy Miss Allegra das Spiel der beiden Halbstarken aufmerksam, und ich sah es förmlich in ihrem Kopf rattern. Bestimmt würde sie die beiden früher oder später nachahmen. Die Jungen Pferdchen hatten eben nichts als Flausen im Kopf. „Genau wie du“, tadelte ich Lily künstlich. Sie lachte und warf mir ein paar Blätter an. „Bald ist Halloween! Verkleiden wir eines der Ponys? Biiiitteee!“ Ich stimmte seufzend zu und versuchte mir Papillon d’Obscurité als Zombiepferd vorzustellen. Der Gedanke war äusserst witzig, wenn man bedachte, dass die Stute solchen Spielereien eher nüchtern gegenüberstand, besonders wenn Kinder involviert waren. Silhouette of a Rose passte da schon viel besser, wobei ich sie aber eher als Barbiepferd vor meinem inneren Auge sah, genau wie Lady Diva. „Aus Daki lässt sich bestimmt ein tolles Geisterpony machen“, überlegte Lily laut. Wir schmiedeten noch etwas weiter Verkleidungspläne, ehe wir zu den Mini-Hengstchen wechselten. Beck’s Experience, Glenns Caress, Arctic Blue und Nachtfalke kannten keine Scham wenn es darum ging sich einzusauen. Einzig Rumpelstielzchen, der wohl noch nicht lange genug dabei war um angesteckt zu werden, war gnädig mit Lily und mir gewesen. Die anderen mussten wir insgesamt über eine Stunde lang sauber bürsten. Irgendwann legte ich den Striegel beiseite und sagte zu Lily: „Wir lassen es für heute gut sein, morgen sehen die eh wieder genau gleich aus. Ausserdem reicht es sonst nicht mehr um mit dem Zebra zu arbeiten.“ Lily liess sich das nicht zweimal sagen und sprang sofort auf. „Ich geh schon mal voraus, räum du das Putzzeug weg!“ „Danke“, stiess ich empört aus, aber sie war bereits auf dem Weg, gefolgt von Sheela und Jacky. Zira blieb diesmal mir treu. „Du bist wohl immer da, wo die anderen zwei gerade fehlen, hmm?“, murmelte ich belustigt.

      Die Arbeit mit Thairu war heute unspektakulär, denn wir machten nur einen Spaziergang mit ihr. „Siehst du, wie grumpy sie ist? Da willst du dich im Moment nicht draufsetzen, glaub mir“, erklärte ich der enttäuschten Lily während dem Laufen. Ich betrachtete das Zebra, während es neben mir her schlurfte. Bist du krank, oder was ist los? Etwas Sorgen bereitete sie mir schon, andererseits waren keine Krankheitssymptome sichtbar. Vermutlich hat sie einfach einen schlechten Tag, überlegte ich schulterzuckend. Wir waren in zügigem Tempo unterwegs, denn ich musste gleich im Anschluss nochmals zwei Jährlinge abholen gehen. Das Besondere dabei war, dass beide Abkömmlinge meines geliebten Stromers waren. Bisher hatte ich tatsächlich keinen seiner Nachkommen selbst behalten, denn wer hätte gedacht, dass ich ihn schon nach so kurzer Zeit verlieren würde? Nun sah alles anders aus, und ich freute mich darauf, die beiden Jungpferde auszubilden. Ob sie ihrem Vater ähnlich sein werden? Ich hoffte es sehr. Es handelte sich um eine Stute und einen Hengst, die gegensätzlicher nicht hätten sein können. Blossom Magic, die eher schreckhaft und abweisend war, wohingegen Snap in Style vorwitzig und verspielt schien. Die beiden waren übrigens bisher die einzigen Vertreter für den Jahrgang 2015 auf Pineforest Stable, doch ein weiterer Zuwachs war bereits geplant, nämlich ein Jährling von Caprice, den ich auf einer auswärtigen Fohlenweide platziert hatte. Ein Kumpel von mir besass nämlich zwei Vollblutfohlen, für die er einen weiteren Spielpartner gesucht hatte.

      Später arbeitete ich mit Estragon Sky aka Artemis in der Halle. Der weisse Achal Tekkiner taute langsam etwas auf, wenn ich mich mit ihm beschäftigte. Am Anfang war er total unzugänglich gewesen, doch mittlerweile genoss er Streicheleinheiten und arbeitete deutlich williger mit. Trotzdem gab es auch heute wieder etwas Ärger, sobald wir am Fenster der Reiterstube vorbeikamen, denn dahinter versteckten sich die schrecklichsten Monster. Ich versteifte mich nicht zu sehr auf seine Mätzchen und lockerte ihn stattdessen mit vielen Übergängen. Als ich fertig war, und den Hengst wieder zum Nordstall führte, entdeckte ich Jonas vor Halluzinations Box. Er hatte die Stute offenbar kurz zuvor geritten und kümmerte sich nun noch etwas um sie. Er hatte mich noch nicht bemerkt. Ich blieb stehen und dachte nach, dann öffnete ich verlegen den Mund. „Hast du Lust, nachher mit Diarado und mir rauszukommen? Du musst Circus Dancer eh noch bewegen.“ „Als ob ich nein sagen könnte…“, murmelte er lächelnd und nickte. Ich erwiderte das Lächelnd erleichtert und versorgte Artemis. Wir holten Diarado und Dancer gleichzeitig raus und begannen sie zu putzen. „Sollte nicht eigentlich ich den Rappen reiten? Ich meine, ich bin doch hier der Bösewicht, der dich in Verlegenheit bringt“, scherzte Jonas nach einer Weile des peinlichen Schweigens. Ich konterte: „Ich dachte, du wolltest der Prinz auf dem weissen Pferd sein?“ Er grinste breit. Überhaupt schien er ziemlich fröhlich und lebhaft. Das steigerte mein schlechtes Gewissen, denn ich dachte wieder daran, dass jetzt so lange hatte zappeln lassen. Andererseits hast du doch auch Jahre lang mit mir gespielt, ist das nicht mehr als fair? Ich entwirrte Diarados Schweif und kratzte seine Hufe aus, dann war er bereit zum Satteln. Ich holte wie immer seinen Springsattel, denn ich ritt am allerliebsten damit. Dressursättel waren nicht so meins. Als wir beide fertig waren, ritten wir vom Hof weg in Richtung Galoppwiese. Wir redeten viel unterwegs; so viel wie schon lange nicht mehr. Die Themen waren für mich zweitrangig, mir tat es vor allem gut, seine Stimme zu hören und von Zeit zu Zeit einen Blick auf diese wunderschönen Augen zu erhaschen. Es wurde schon dunkel, und so langsam kroch der Nebel wieder vom Fluss her über die Landschaft. Wir galoppierten auf Jonas‘ Lieblingsstrecke am Waldrand und bogen dann Richtung Fluss ab. Ein Stück des Weges führte durch den Pinienwald, dessen Boden zwischen den rauen Stämmen nur spärlich bewachsen war. Hier gab es kaum Blätter, nur eine dicke Schicht von Piniennadeln, die das ganze Jahr über den Waldboden bedeckte. Jonas und ich alberten ein wenig herum, sodass ich am Ende im Damensitz auf Diarados Sattel sass, während Jonas wie ein Cowboy einhändig auf Dancer um uns herum trabte. „So Schluss jetzt, du machst Dancer ganz hibbelig!“, rief ich lachend. „Very well milady, then follow me to the old castle”, erwiderte er geheimnisvoll. Wir ritten Seite an Seite zur berüchtigten, kreisrunden Lichtung im Pinienwald mit dem Steinhaufen in der Mitte. „Weisst du, was mich an der Legende immer schon gestört hat? Der Pinienwald steht erst seit siebzehnhundertirgendwas hier, und gehörte damals einem reichen Lord. Ich bezweifle, dass sich Banditen hier einnisten konnten.“ Jonas stieg ab und verknotete Dancers Zügel, damit sie nicht über den Hals rutschen konnten. Währenddessen antwortete er auf meine Bemerkung: „Vielleicht wollte auch einfach jemand etwas Besonderes aus dieser Lichtung machen, um jemand anderen zu beeindrucken. Oftmals ist es romantischer, wenn geheimnisvolle Plätze wie dieser eine interessante Geschichte haben.“ „Da könntest du recht haben“, meinte ich, und liess mich ebenfalls von Diarados Rücken gleiten. Wir setzten uns ins kühle Gras, wobei ich förmlich spürte, wie mein Po dreckig wurde, weil der Boden unter dem Gras feucht war. „Du kannst auch auf meinen Schoss sitzen, wenn dir das lieber ist.“ Crap, bin ich so durchschaubar? Ich zögerte einen Moment, dann folgte ich seiner Einladung tatsächlich. Zum Glück war es dunkel, denn meine Ohren fühlten sich heiss an und ich war mir sicher, dass sie rot angelaufen sein mussten. Wir sassen eine Weile schweigend da und sahen den Pferden beim Grasen zu. Der Mond schien sehr hell, sodass man beinahe die Grashalme zählen konnte. Die Schatten der Pferde waren ebenfalls deutlich zu erkennen. Irgendwann bemerkte Jonas: „Und was war der wahre Grund, dass du mich hier raus entführt hast?“ „Ich schulde dir noch eine Antwort, nicht?“, meinte ich zögernd. Er umarmte mich zärtlich und flüsterte mir ins Ohr. „Dann erlöst du mich endlich?“ Ich spürte meinen Herzschlag laut und deutlich, sodass ich mich beinahe fragte, ob er ihn nicht auch hören konnte. Dann überkam mich ein seltsames Gefühl, wie eine Stimme, die mich dazu aufrief, alle scheu abzulegen und für einmal die hartnäckige Vernunft in mir auszuschalten. Als Resultat drehte ich den Kopf und küsste ihn rasch. Er sah mich überrascht, dann mit einem breiten Lächeln an und bevor ich etwas anderes tun konnte, erwiderte er meine Geste mit einem weiteren, leidenschaftlicheren Kuss. „Tut mir leid, ich schätze, ich bin etwas ausser Übung…“, murmelte ich, als meine Lippen wieder frei waren. „Dann wird es Zeit, diese Übung wieder aufzunehmen.“ Ich genoss jede Sekunde mit ihm. Aber ganz konnte ich meine Vernunft dann doch nicht ausschalten. „Es wird spät, wir sollten zurückgehen, bevor jemand uns vermisst.“ Er setzte einen Hundeblick auf, doch ich strich ihm mit der Hand übers Gesicht und begab mich zu Diarado. Wir ritten zurück zum Hof. Es war mittlerweile fast acht Uhr, aber offenbar hatte sich niemand Sorgen um uns gemacht. Wir versorgten die beiden Hengste und ich gab Diarado zur Belohnung ein paar Karotten. Der Hengst hatte schön warm mit seiner Fleecedecke, die er trug, damit er nicht zu viel Winterfell produzierte. Jonas schlich sich zu mir und legte sein Kinn auf meine Schulter. „Na gut, von mir aus“, lachte ich, denn ich hatte seine Gedanken durchschaut, bevor er etwas sagen konnte. Er grinste zufrieden und folgte mir nach dem Stallrundgang ins Haus. Als wir reinkamen, sah uns Lily vorwurfsvoll vom Sofa aus entgegen, meinte dann aber „wurde auch Zeit“ und „es läuft Harry Potter im Fernsehen“. So landeten wir am Ende wie eine Familie auf dem Sofa und sahen fern. Was für eine Patchwork-Familie, dachte ich schmunzelnd, und lehnte mich liebevoll an Jonas‘ Schulter.

      Occulta Neujahrsbesuch auf der Wilkinson Farm

      Den ganzen Morgen hatte ich damit verbracht, Pferde zu reiten und zu Pflegen – wie nunmal jeden Tag. Aber am Nachmittag dieses ersten Januars im neuen Jahr wollte ich Rosie und den Pferden auf der Wilkinson Farm einen Besuch abstatten. Da es wenig Sinn machte, mit dem Auto oder zu Fuss dorthin zu gehen, nutzte ich die Gelegenheit auch gleich, um Drømmer Om Død etwas Auslauf zu gewähren. Ich machte mir nichtmal die Mühe, ihn zu zäumen, sondern knüpfte nach dem Satteln einfach den Anbindestrick an das Knotenhalfter und ritt damit los. Der manchmal etwas sture Hengst schien gut gelaunt und trug mich zügig in Richtung Fluss. Wir überquerten die Holzbrücke und trabten den verschneiten Feldweg hoch zur Farm. Ich sah Rosie schon von weitem bei den Weiden stehen, also ritt ich neben den Gebäuden durch direkt auf sie zu. „Happy new year!“, rief ich ihr zu, was sie dankbar zurückwünschte. „And how are you all doing?“ Ich hüpfte von Dods Rücken und entknotete die Zügel wieder zu einem Führseil. Sie erzählte mir ein paar Neuigkeiten und führte mich auf dem Hof herum. Ich half ihr kurzerhand beim Heu Füttern und stellte zufrieden fest, dass meine drei Araber bestens versorgt waren. Anubis und Numair warteten beide geduldig, bis wir das Heu in die Boxen brachten. Bintu hingegen klopfte etwas ungeduldig an die Boxentür. Auf der anderen Seite des Stalls teilten sich Farasha und Islah eine Offenstall ähnliche Box. Ich war froh, dass sich die beiden Stuten so gut verstanden. Islah war natürlich die Ranghöhere der beiden; sie hatte auch auf Pineforest die Stutenherde dominiert. Farasha schien sich als Herdenmitglied dieser starken Stute wohl und sicher zu fühlen. Sie wirkte ruhig und freundlich, jedenfalls in der Box. Laut Rosie konnte die Stute beim Reiten und Longieren auch mal gehörig aufdrehen. Aber ich schätzte, dass sie es im Moment wegen ihrer Trächtigkeit etwas gemütlicher anging. Nach einer Tasse Tee und viel Geplaudere, machten Dod und ich uns auf den Heimweg.
      Occulta Stets auf der Suche

      Ein Bellen weckte mich. „Morgen Occu. Hast du überhaupt ein Auge zugetan?“ Jonas vertraute Stimme drang durch das Tor des Offenstalls. Ich blinzelte verschlafen, richtete mich auf und zupfte etwas Heu aus meinem Schlafsack. Ich hatte die Nacht auf dem Heuboden des Stutenstalls verbracht, weil ich die Geburt von Moon Kiddys Fohlen unbedingt mitverfolgen wollte. „Ein hübscher kleiner Kerl ist das geworden, glaubst du er hat das Splash Gen von Dod?“ Sofort war ich hellwach. „Wie? Was?! Ist er etwa schon da??!“ „Ach du hast es also doch verpasst? Komm schau“, lachte Jonas. Meine Labrador Hündin Sheela stand an seiner Seite und wedelte auch schon fleissig mit dem Schwanz, um mich runterzulocken. „Das gibt es doch nicht! Ich war bis um drei Uhr wach, und sie hat überhaupt keine Anstalten gemacht!“ „Sie hat sicher extra gewartet bis du schläfst“, schmunzelte er. Ich befreite mich aus dem Schlafsack und schielte vorsichtig nach unten, bis zum letzten Moment gespannt, was mich erwartete. Ich war ganz entzückt, als ich das braune Fohlen erblickte. Es hatte auf den ersten Blick grosse Ähnlichkeit mit seiner Mutter, nur das auffällige Kopfabzeichen und zwei weisse Fesseln hinten wich von diesem Eindruck ab. „Täuscht mich meine Sicht oder ist das linke Auge blau?“ „Jup, ist es. Und schau dir die hübsch geschwungenen Ohren an.“ Ich kletterte die Leiter runter und ging zu Moon hin. Ich streichelte sie liebevoll und checkte rasch, ob mit ihr alles in Ordnung war. Dann wandte ich mich dem Hengstfohlen zu und untersuchte es mit prüfendem Blick. Es musterte mich skeptisch, aber da seine Mutter keine Versuche unternahm, sich zwischen uns zu stellen, kam es nach kurzer Zeit neugierig einen Schritt näher gewackelt. Es war noch sehr unsicher auf den langen Stelzen, die sich Beine nannten, aber es machte einen wachen, fitten Eindruck. „Es hat jetzt schon mehr Langhaar als alle bisherigen Fohlen“, bemerkte ich augenrollend, mit einem Seitenblick auf Moons lange Locken. „Was hast du erwartet?“ Spielerisch frustriert steckte ich meine Hände in die Hosentaschen. „Dass ich dabei sein darf, das hab ich erwartet!“ Jonas gluckste amüsiert. Mein Handy fiel mir fast aus der Tasche, also gab ich es Jonas, bevor es noch im Stroh landete. Ich warf einen Blick zu Feline und deren Fohlen, das schon seit zehn Tagen durch die Welt stakste. Es handelte sich ebenfalls um ein Hengstchen, einen wunderschönen, angehenden Schimmel, der das Splash Gen von Papa Drømmer om Dødhöchstwahrscheinlich bekommen hatte – jedenfalls hatte er viermal hochweiss und eine breite Blesse, was schonmal dafür sprach. Ich hatte bei seiner Geburt beschlossen, dass er einer der Kandidaten sein würde, die ich behalten wollte. Einen passenden Namen hatte der kleine Kerl auch schon: Disparo de Fiasco. Daran hatte ich ganz schön lange herumüberlegt. Feline liess mich wie immer freundlich an ihr Fohlen heran und wartete in respektvollem Abstand, beobachtete uns aber genau. Ich war froh, dass sich die Stute schon bei ihrem ersten Fohlen als zuverlässige, unkomplizierte Mutter herausgestellt hatte. Ich streichelte sie nochmal zum Zeichen, dass ich sie jetzt in Ruhe liess und verliess den Offenstall, Jonas folgend. „Das war wohl vorläufig das letzte, was? Die nächsten Fohlen kommen erst später.“ „Noch mehr von den Dingern?“, scherzte Jonas mit vorgetäuschter Überraschung. „Also auf das von Moonrise Shadows bist du ja wohl auch noch gespannt, oder etwa nicht?“ „Klar. Ich hoffe es wird ein Rappe.“ „Nähh, das wär ja langweilig! Ich hoffe es wird ein Fuchs, schliesslich haben wir noch keinen Paint Horse Fuchs.“ „Bestimmt nicht. Ist das bei den Eltern überhaupt möglich? Ich glaube nicht. Und wenn dann ist die Wahrscheinlichkeit seeehr gering. Ich sage das wird nix mit deinem Fuchs - black for the win.“ „Pfft.“ Er zwinkerte mir zu und ich streckte ihm die Zunge raus, dann bog ich in den Hauptstall ab. Sechs Vollblutfohlen hatte es dieses Jahr für Pineforest gegeben – jedoch war keines davon im Hauptstall zu finden. Die ‚Mütter‘ Campina, Iskierka, Shades of Gray, Sympathy for the Devil, Captured in Time und Cassiopeia mümmelten unbekümmert an ihrer morgendlichen Heuration. Wie das möglich war? Embryotransfer. Ich hatte letztes Jahr passend zur Zuchtsaison ein vergünstigtes Angebot von einem meiner Tierärzte bekommen, und nach Rücksprache mit Oliver hatten wir beschlossen, gleich den kompletten Jahrgang so heranzuziehen. Das hatte den grossen Vorteil, dass wir bereits Fohlen von den Stuten bekommen konnten, die noch aktiv Rennen liefen; ohne deren Karriere zu opfern. Die Fohlen wuchsen auf dem Gestüt auf, auf dem auch die Leihmütter zuhause waren. Im Absetzalter wollten wir die Truppe dann nach Pineforest auf die eigene Fohlenweide holen. In der Vergangenheit hatten wir dasselbe Prozedere auch schon mit Painting Shadows gemacht, und bisher nur positive Erfahrungen gesammelt. Ich prüfte, ob das morgendliche Vollbluttraining voranging, dann setzte ich meinen Rundgang in Richtung Weiden fort. Unterwegs fiel mir auf, dass sich mein Handy nicht mehr in der Hosentasche befand, wo ich es platziert hatte. Also lief ich nochmal zurück zum Offenstall, fest davon überzeugt, es im Heu zu finden. Doch auch nach zehn Minuten Suche blieb es verschollen. „Es muss doch irgendwo sein“, murmelte ich verärgert vor mich hin. Von unten beobachtete mich Lovely Summertimeerwartungsvoll mit ihren freundlichen, dunklen Augen. Hinter ihr versteckten sich zwei paar züsätzliche Beine, die jedoch schon ziemlich kräftig aussahen. Immerhin war das dazugehörige Hengstfohlen namens Unclouded Summer Skies auch schon über zwei Wochen alt, doch am ältesten war das Fohlen von Ice Coffee. Die kleine Icy Rebel Soul war am zweiten April zur Welt gekommen, als erstes Fohlen dieses Jahrgangs. Entsprechend mutig und verspielt war sie bereits. Beide Fohlen waren übrigens von Unbroken Soul of a Rebel und hatten von ihm wie erhofft viel Farbe mitbekommen. Ich hoffte, dass er auch ebensoviel von seinem Talent mitgegeben hatte.

      Ich gab die Suche vorläufig auf und überlegte, ob ich das Handy auch irgendwo anders hätte verlieren können. Doch auch auf dem Weg zum Hauptstall war es nirgens zu finden. Ich beschloss, später nochmal mit Jonas zusammen zu suchen, und machte mich nun definitiv auf, um nach den Miniature Horses zu sehen. Auch dort hatte es gleich dreifach Nachwuchs gegegben. Und wie durch ein Wunder waren auch noch alle drei Fohlen am selben Tag geboren worden! Dakotas Fohlen Beck’s Daisy Orchidhatte schon um zwei Uhr morgens auf wackeligen Beinchen gestanden. Wie unschwer zu erraten, war es eine hübsche, erdfarbene Tochter von Beck’s Experience. Auch das zweite Fohlen war vom selben Vater. Es hörte (noch nicht) auf den Namen Beck’s Little Diva und war das erste Fohlen von meiner leuchtend fuchsfarbenen Stute Lady Diva from the Sky. Das Fuchsfell hatte sie von beiden Elternteilen übernommen, wie es anders auch gar nicht möglich gewesen wäre. In einem grauen Kleid präsentierte sich der letzte Fellkäuel, der neben Tigrotto im Stroh lag und erst spät in der Nacht vom 23. zur Welt gekommen war. Offenbar hatte Tigrotto beschlossen, dass sie den kleinen Arctic Tiger nun ebenfalls genug lange mit sich herumgetragen hatte und war deshalb kurzerhand dem Beispiel der anderen beiden Stuten gefolgt. Ich war jedenfalls sehr froh, dass alles so gut vonstatten gegangen war. Auch Chocolate Chip erwartete noch ein Fohlen, allerdings erst später im Jahr. Allegra, die mittlerweile ja zu einem stattlichen Jährling geworden war, freute sich über die neuen Spielkameraden. Auch wenn diese im Moment noch nicht so wild waren wie sie selbst und erstmal vor allem an zwei Dinge dachten: Trinken und Schlafen. Miss Mini Daki hielt Allegra seit Daisys Geburt etwas auf Abstand, aber ich war sicher, dass sich die kleine Familie bald organisiert haben würde. Übrigens war von klein Daisy gerade keine Spur zu entdecken. Ich traute meinen Augen nicht und sah mich gründlich um, doch das Fohlen war weder bei seiner Mutter, noch sonst wo zu entdecken. Alarmiert ging ich zum Stalltor zurück und sah mich draussen um. Das kann doch nicht sein – ist sie unter dem Zaun durch? Fieberhaft suchte ich nach der kleinen. Ich rief Lewis, der bei den Fohlenweiden ausmistete rüber. „Are you sure? She was still there wehen I came to feed them half an hour ago“, meinte er stirnrunzelnd. Wir betraten den Offenstall und ich zeigte ihm, was ich meinte. Doch der Pfleger schüttelte nur amüsiert den Kopf und meinte: „Theres she is. You sure that you’re awake, Occu?“ Tatsächlich, Daisy lag neben Daki im Stroh. Offenbar hatte ich sie zwischen den Halmen glatt übersehen. Beschämt liess ich ihn wieder seiner Arbeit nachgehen und kniete mich neben Daki, um Daisy anzulocken. Stattdessen wurde ich natürlich sofort von Allegra beknabbert, die meine Aufmerksamkeit auf sich lenken wollte. Ich ignorierte sie und streckte die Hand aus, damit Daisy daran schnuppern konnte. Die Miniatur-Fohlenschnauze berührte unsicher zuckend meine Finger, die anschliessend natürlich erstmal zwischen den weichen Lippen verschwanden. Zähne hatte das Tierchen zum Glück noch keine. Ich konnte mich kaum loslösen von dieser Niedlichkeit, besonders, als Tiger sich doch noch aufraffte und an ein paar Bocksprüngen versuchte, stattdessen aber ungelenk durch das Stroh stolperte. Als ich mich doch zum Gehen überwinden konnte, sah ich noch rasch bei den Hengsten vorbei. Arctic Blue und Glenns Caress dösten, der eine jeweils mit dem Kopf zum Popo des anderen. Das war eine Art natürlicher Instinkt, der es ihnen ermöglichte, potentielle Gefahren von allen Seiten her frühzeitig zu entdecken. So blieb auch ich nicht lange unentdeckt; Arco hob aufmerksam den Kopf und brummelte mir zu. Die Motivation zum Zaun zu kommen hatte er dann aber doch nicht. Nachtfalke hingegen kam rüber und prüfte, ob ich nicht vielleicht etwas hartes Brot oder eine Karotte dabei hatte. ‚Red‘, wie ich Becks gerne nannte, bediente sich weiter entfernt noch immer an dem Heuhaufen, den Lewis gebracht hatte.

      Mir fiel auf, dass ich Jacky und Zira diesen Morgen noch nicht gesehen hatte. Wo sie wohl stecken? Ich hielt die Augen offen und Pfiff, machte mir aber nicht die Mühe, nach den beiden zu suchen. Sheela hatte meinen Pfiff gehört und kam im galopp angerannt. Ich lobte sie und machte mich auf zum Nebenstall. Zwei Fohlen warteten noch auf mich: Cranberry und Cloony. Die beiden waren von Halluzination und Satine, Väter waren mein Liebling Co Pilot und dessen Halbbruder Costa de la Bryére. Ich hatte förmlich Freudensprünge gemacht, als ich die Deckanzeige von Costa gesehen hatte – schliesslich hatte ich den Hengst für kurze Zeit auch bei mir im Stall gehabt und er führte dieselben wertvollen Blutlinien weiter wie Pilot. Deshalb wollte ich beide Fohlen auch auf alle Fälle behalten. Registriert waren sie beide als British Warmblood, das hatte ich schon im Voraus so geplant. Als ich so mit verliebtem Blick über die Tür von Hallus Box lehnte, kam gerade eine Gruppe Vollblüter vom Training zurück. Normalerweise ritt ich ja selbst auch sehr gerne mit, aber in den letzten Tagen war ich durch das ständige Wachbleiben und Aufpassen so gerädert gewesen, dass ich freiwillig verzichtet hatte. Meistens hatte ich das Training sowieso verschlafen. Ich lächelte stolz, als ich Couleebeobachtete, die von April geritten den anderen folgte. Die Stute sah grossartig aus. Sie hatte ihre alte Form zurück und war auch psychisch wieder beinahe normal – das hatte sie letztens beim Handicap mit dem 3. Platz und einer hervorragenden Zeit bewiesen. Jetzt konnte ihr Comeback also so richtig losgehen. Auch wenn es immernoch Problemzonen mit der Stute gab; wenn man ihr genug Sicherheit vermitteln konnte, gab sie sich wirklich Mühe. Ebenfalls zu erwähnen war, dass Miss Moneypenny am selben Tag in einem anderen Rennen überlegen gewonnen hatte.

      Doch nicht alles lief so toll: mein Sorgenkind hiess Areion. Ich traf ihn und Lily wie immer am Nachmittag im Nordstall an. Eigentlich waren die beiden ein Herz und eine Seele, doch in letzter Zeit verhielt sich der Tinker zunehmend rüpelig und hengstig – offenbar spürte er den Frühling. Meine zehnjährige Nichte hatte einfach nicht genug Kraft, um gegen das grosse Plüschtier anzukommen, weshalb ihn im Moment meist Lisa ritt. Bei ihr lief er natürlich toll, aber letztendlich war er Lilys Pony. Ich zerbrach mir deswegen aber schon seit Wochen den Kopf, denn so konnte es einfach nicht weitergehen. Beide, er und Lily, waren frustriert und unglücklich mit der Situation. Als einzige rasche und zugleich nachhaltige Lösung sah ich eine Kastration. Doch wir alle taten uns etwas schwer mit dieser radikalen Massnahme. Leise seufzend machte ich mich daran, Lily beim Putzen zu helfen. Sie war auch heute etwas missmutig und bestrafte Areion schon für kleinste Fehltritte. Ich redete ihr ins Gewissen, dass Areion ja nichts dafür könne und nicht absichtlich so unartig war. „Er weiss es einfach nicht besser, und da du eben noch etwas zu wenig Kraft hast, um ihm den richtigen Weg zu zeigen…“ „Er soll aber auch auf mich hören, wenn ich nicht so viel Kraft einsetze! Du sagst schliesslich auch immer, dass ich ihm feine Kommandos geben soll!“ „Ja, aber manchmal reicht das eben doch nicht ganz – manchmal muss man zuerst etwas deutlich sein und kann erst danach wieder sanft werden, dafür dann umso besser.“ „Und du meinst, es wäre wirklich besser, wenn er kein Hengst mehr wäre?“, fragte sie halb murmelnd. „Ja. Dann könnte er sich nämlich wieder auf dich konzentrieren, und müsste nicht all den hübschen Frauen nachsehen.“ Sie schwieg nachdenklich, denn sie war eigentlich bis anhin absolut dagegen gewesen, ihn kastrieren zu lassen. Ich vermutete, dass sie einfach nicht wollte, dass der Tierarzt an ihrem Pony herumschnipselte, wenn es nicht lebenswichtig war. Doch der richtige Beweggrund für ihr Zögern offenbarte sich in ihrer nächsten Frage: „Glaubst du, dass Teddy nach dem Ka…strieren? irgendwie anders sein wird als vorher? Ich habe Angst, dass er dann ganz faul und verfressen wird…“ Ich konnte mir ein Kichern nicht verkneifen. „Wer hat dir das erzählt? Janine?“ Sie nickte. „Janine hat gesagt, dass ihr altes Pony nach dem… du weisst schon, ganz anders war als vorher und sie es deshalb nicht mehr haben wollte. Ich behalte Teddy auf jeden Fall! Aber ich will auch nicht, dass er sich verändert…“ „Keine Angst, er wird höchstens etwas ruhiger und braver werden. Ich mein, sieh dir mal Phantom an – ist der etwa faul und verfressen?“ Wir lachten beide bei der Erinnerung an den letzten Ausritt, auf dem er mir beinahe durchgebrannt war. Sein Training ging stets voran, wenn auch nicht mehr in ganz so grossen Schritten wie zu Beginn, aber trotzdem gab es immer wieder Rückschläge und Momente, in denen er wieder auf seine Instinkte zurückgriff und mich ausblendete. Es war eben nicht leicht, vier Jahre Wildnis und Überlebenskampf zu überspielen.

      Lily und ich einigten uns darauf, das ganze beim Abendessen zusammen mit Jonas nochmal durchzudenken und jetzt erstmal auf einen Spaziergang mit Areion zu gehen. Ich begleitete die beiden mit Ljóski, der nach dem gestrigen Tölt-Training auswärts eine wohlverdiente Pause bekam. Der kleine Ausflug verlief relativ entspannt, jedenfalls sobald wir vom Hof weg waren und Areion sich auf Lily konzentrieren konnte. Loki hatte bereits beinahe vollständig sein Fell gewechselt und sah prächtig aus. Mit dem kurzen Fell sah man seine Muskeln viel besser, und auch die Scheckung kam besser zur Geltung. Areion war noch etwas plüschiger, aber auch er hatte schon ganz schön viel Fell verloren. Doof nur, dass es in den letzten paar Tagen wieder ganz schön kalt geworden war. Die meisten Pferde froren trotzdem nicht, und den Geschorenen legten wir eben die Decken vorsichtshalber nochmal an. Als wir fast wieder Zuhause waren, fing es tatsächlich ein wenig zu schneien an, auch wenn es eher Schneeregen war. Wir retteten uns in den Nordstall und rubbelten die Rücken der beiden Jungs rasch mit Tüchern trocken, dann brachten wir sie in ihre Boxen und gaben ihnen je eine Karotte, wobei Herkir natürlich auch eifersüchtig an meinem Ärmel nippte. „Du kommst später dran, ich hab gehört Jonas plant einen anstrengenden Ausritt im Schneeregen“, sagte ich übertrieben laut, damit Jonas, der gerade hinter mir zu Circus Dancers Box schlenderte, hörte. Empört rümpfte er die Nase und antwortete: „Wer hat denn sowas behauptet? Als ob ich bei dem Hundewetter rausgehen würde…“ „Schön-Wetter-Reiter.“ „Und wie!“ Lily lachte beim Verlassen des Nordstalls über unseren Dialog und verschwand dann in Richtung Nebenstall – ich wusste auch genau, was sie dort vorhatte. White Dream war nämlich heute noch nicht bewegt worden, und Lisa hatte mir am Morgen verraten, dass sie wiedermal mit meiner Nichte abgetauscht hatte. Ich schmunzelte bei dem Gedanken und fand es schön, dass Lily die Ponystute so liebhatte.

      Ich selbst musste nun erstmal weiter zu Empire State of Mind. Auf den Schimmel wartete eine Dressurstunde, in der ich an den Seitengängen feilen wollte, um ihn zu lockern. Ich betrat seine Box und er streckte mir bereits freundlich seine graue Schnauze entgegen. Sein Halfter hing leider nicht wie üblich an seiner Boxentür, und ich hatte keinen Schimmer, wer es entfürt haben könnte. Aber ich wollte es eigentlich schon an seinem rechtmässigen Platz sehen, denn ich mochte es überhaupt nicht, wenn durch Unachtsamkeit Zubehör verloren ging. Also machte ich mich auf die Suche danach. Schliesslich wurde ich in der Führmaschine fündig, wo Cantastor es fälschlicherweise trug. Ich tauschte die Halfter aus und ging zurück zu Empire, um ihn aufzuhalftern und zu einer der Anbindestellen zu führen, wo ich mit dem Putzen begann – oder beginnen wollte, denn die Putzbox war auch weg. „Ajith! Where ist hat damn…“ Ich unterbrach mich selbst, als ich Anne entdeckte, die in der Sattelkammer drüben stöberte. „What are you looking for?“, fragte ich sie verwundert. „Darren told me to help him with the retired thoroughbreds today. I was so excited! I sat on Catastor for the first time!”, berichtete sie stolz.” “Now I’m just looking for some leg wraps.” “Why does he need leg wraps? You didn’t sprint a marathon, did you?“ „No…“ „So he doesn’t need any. Thoroughbreds are not that sensible, don’t worry.“ Daraufhin verschwand sie, um den dunkelbraunen Hengst aus der Führmaschine zu holen und in seine Box zu bringen. Als sie vor mir um die Ecke bog, bemerkte sie stirnrunzelnd „Just now I thought he had a yellow halter on… How strange.“ Ich schmunzelte kopfschüttelnd und erkannte, was los war. „I swaped them ‘cause you took Empire’s halter.” „Oh, I’m sorry, I didn’t know…“ „No problem.“ Mir war es zwar ein Rätsel, wie sie sie hatte vertauschen können, wo doch die Halfter aller Pferde an den jeweiligen Boxentüren hingen, doch ich sagte nichts weiter und kümmerte mich um Empires Putzbox. Nach einigem Suchen fand ich sie neben Sunday’s Spind. Leicht verärgert schnappte ich sie mir und putzte mit ihrem Inhalt meinen mittlerweile etwas ungeduldigen Schimmel. Da seine Beine etwas schlammig waren, stellte ich ihn vor dem Aufsteigen noch beim Waschplatz hin, um sie rasch abzuspritzen. Mir fiel auf, dass seine Vorderhufe schon wieder ein wenig ausbrachen, also beschloss ich, sie nach dem Reiten noch rasch zu feilen, denn natürlich fand ich heute auch die Feile nicht an ihrem angestammten Platz vor. Der Hengst war barhuf, denn er lief ja keine Rennen mehr und war momentan auch nicht im sonstigen Spitzensport tätig. Wir hatten uns mit ihm bisher auf Grundlagen beschränkt, damit er diese nach seinem Karriereende in aller Ruhe hatte erlernen können. Ausserdem waren wir mit ihm immer viel im Gelände gewesen, sodass er mittlerweile äusserst verlässlich geworden war. Also eigentlich hatte er bisher einfach sein Leben nach der Rennbahn geniessen dürfen und war langsam und schonend umgeschult worden. Wie gut er die Grundlagen in der Dressur mittlerweile beherrschte, zeigte sich auch heute. Fleissig und bemüht, alles richtig zu machen, kreuzte er die Beine. Nur das Tempo war noch ein wenig zu hoch. Ich versuchte schon seit einem Weilchen ihn immer mehr zu versammeln und die Lektionen ruhiger zu reiten, aber es dauerte bei ihm halt etwas länger, da er doch eine ordentliche Portion Temperament hatte. Ich war aber ganz schön zufrieden mit unseren heutigen Anstrengungen und lobte ihn entsprechend ausgiebig beim Trockenreiten. Als ich zum Fenster raus sah, entdeckte ich zufällig die beiden seit dem Morgen vermissten Hunde, die auf der Ovalbahn mit einem Ball von Lily spielten.

      Um vier Uhr hatte ich Empire versorgt und putzte bereits den nächsten Kandidaten, nämlich Ronja Räubertochter. Auch für sie stand gewöhnliche, langweilige Grundlagen Dressur auf dem Plan, was einzig dazu diente, sie zu beschäftigen und an Feinheiten zu feilen. Sie war heute etwas stur und aufmüpfig, vermutlich wegen des frischen Wetters. Trotzdem schafften wir eine halbwegs produktive Dreiviertelstunde. Beim Versorgen tastete ich noch ihren Rücken ab, um zu sehen, ob sie irgendwo verspannt war. Im Rücken fand ich nichts, aber bei der Schulter zeigte sie mir mit Scharren ein wenig Unwohlsein. Ich massierte die betroffene Stelle und dehnte die Vorderbeine durch ausstrecken. Sie gähnte vor Entspannung und schüttelte sich, als wäre sie gerade im Staub gelegen. Ich lachte über den treudoofen Blick, den sie danach aufsetzte und dessen Bedeutung ich längst kannte: „Darf ich jetzt bitte meine Karotten haben?“ Ich streckte sie ihr selbstverständlich hin, sobald ich ihr in der Box das Halfter ausgezogen hatte. Linda kam auf mich zu und fragte mich, ob ich ihr helfen könne Darren zu finden. Ich antwortete etwas gereizt, dass ich heute am liebsten nichts und niemanden mehr suchen wollte, gab ihr aber den Tipp, im Strohlager nachzusehen.

      Es war nun fast halb sechs und ich nutzte die Zeit vor dem Abendessen noch, um ein wenig Schrecktraining mit Phantom zu machen. Mir gingen langsam die Ideen aus, weil ich schon so viel mit dem ehemaligen Mustang gemacht hatte und er extrem schnell lernte. Das hing wohl damit zusammen, dass in der Wildnis rasches Anpassungsvermögen überlebenswichtig war. Mit ihm und seinen ausgeprägten Instinkten war es ganz anders zu arbeiten als mit einem Jungpferd das in Menschlicher Obhut aufgewachsen war. Weder einfacher noch schwieriger – einfach anders. Einerseits fiel uns die Kommunikation leicht, weil er ausgezeichnet auf meine Körpersprache reagierte; andererseits wurde alles erschwert durch sein Misstrauen gegenüber neuen Dingen. Aber mit Menschen an sich hatte er mittlerweile keine Probleme mehr. Mittlerweile stand Phantom ja im Offenstall mit den Criollo und Paint Horse Stuten (mit denen er sich übrigens bestens verstand). Als ich auf den Zaun zukam, spitzte er die Ohren und kam einige Schritte auf mich zu. Auch machte er keine Anstalten mehr auszuweichen, wenn ich ihn unerwartet anfassen wollte. Im Moment hatten die Fohlen eine Art Beschützerinstinkt in ihm geweckt, sodass er besonders aggressiv den Hunden gegenüber war. Er mochte sie auch sonst nicht, aber jetzt war es besonders schlimm. Sheela traute sich schon gar nicht mehr auf die Weide, und die anderen beiden blieben einfach in gesundem Abstand zu dem Rappen. Er war zwar nun schon seit Monaten Kastriert, aber sein Hengstverhalten hatte er dennoch nicht ganz verloren. Zum Beispiel erwischte ich ihn manchmal dabei, wie er die Stuten mit der typisch tiefen Kopfhaltung umhertrieb oder sich gegen einen Wallach auf der Nachbarsweide aufspielte. Den Damen schien das zu gefallen, jedenfalls wurde er von ‚seiner Herde‘ immer gleich begrüsst, wenn er vom Arbeiten zurückkam. Wenn ich ihn so beobachtete, hatte ich den Eindruck, dass er sich hier ganz wohl fühlte und sich immer mehr mit seinem neuen Leben anfreunden konnte. Trotzdem sah ich mir manchmal nachdenklich die Fotos an, die ich im Internet von ihm gefunden hatte. Ich fragte mich, was mit all den anderen Pferden darauf geschehen war, oder wie Phantoms Leben ausgesehen hätte, wenn er nicht eingefangen worden wäre. Herausfinden würde ich es nie.

      Jonas hatte bereits angefangen, das Gemüse für unser Abendessen zu rüsten, als ich ins Haus zurückkam. Wir assen meist am Mittag ein Sandwich oder sonst etwas Schnelles, dafür gab es am Abend eine anständige, warme Malzeit. Beim Essen erzählten wir uns von den heutigen Erlebnissen. „Ach ja, ich habe am Morgen mein Handy irgendwo verloren und finde es nicht mehr… Ich muss nachher nochmal suchen gehen, bevor es dunkel wird“, fiel mir wieder ein. Jonas setzte plötzlich ein breites Grinsen auf. „Meinst du das hier?“ Er fasste sich in die Hosentasche und zog auf wundersame Weise besagtes Gerät daraus hervor. „Warum…?“ „Du hast es mir heute Morgen in die Finger gedrückt, weisst du nicht mehr?“ Ich schlug mir symbolisch mit der Hand an die Stirn und lachte ungläubig. „Manchmal ist mein Gehirn einfach ein Löcherbecken…“ Wir schmunzelten und plauderten weiter. Irgendwann kamen wir wieder auf das leidige Thema Areion zurück. „Irgendwas müssen wir machen. Lily, wäre es wirklich so schlimm ihn zu Kastrieren?“ „Ja wäre es!“, rief Jonas empört. „Schon mal den Dicken selbst gefragt, was er davon hält?“ „Still, sonst lasse ich den Tierarzt nächstes Mal wegen dir kommen.“ „Das willst du nicht wirklich…“, murmelte er verheissungsvoll. Ich streckte ihm die Zunge raus und meinte: „Unterschätz mich nicht.“ Lily mischte sich mit einem Räuspern ein. „Wenn du versprichst, dass Teddy danach immernoch derselbe ist…“ „Das kann ich leider nicht versprechen, aber meiner Erfahrung gemäss verändert sich nicht wahnsinnig viel. Denk auch an ihn; er darf danach endlich mit seinen geliebten Mädels auf die Weide und wird nicht mehr von den anderen Hengsten gemobbt.“ Sie zögerte, dann nickte sie. „Na gut. Wenn ihn das wirklich glücklicher macht.“ Jonas verschränkte gespielt trotzig die Arme. Lily und ich mussten bei dem Anblick loslachen, und beim Wegräumen stichelten wir ihn immer wieder zum Spass.

      „Was machst du jetzt noch?“, fragte Jonas, während er sich schon wieder die Jacke anzog. „Ich fahr schnell rüber nach Shatterford und sehe nach unseren Vollblutfohlen.“ „Wann bist du zurück? Wir wollten doch Rosie noch einen Besuch abstatten, weil wir die nächsten Tage keine Zeit dazu haben werden.“ „Ich weiss, ich schaue, dass ich spätestens um neun Uhr zurück bin. Die Fahrt dauert ja zum Glück nur 20 Minuten, und ich nehme an, dass Ella mich nicht lange aufhalten wird, weil sie selbst noch genug zu tun hat.“ Ella Yorke war die Besitzerin des Hofs, auf dem unsere diesjährigen Nachwuchsrenner geboren worden waren. Ich wollte meine Autoschlüssel von der Kommode schnappen, doch sie waren weg. Verärgert rief ich aus: „Das gibt’s doch nicht, vorhin hatte ich sie doch noch in den Fingern!“ Jonas meinte im Gehen gerade noch: „Hast du in deiner Jacke nachgesehen?“ „In meiner Jacke? Das hätte ich gespürt.“ Doch tatsächlich, da waren sie, brav in meiner rechten Tasche. Augenrollend lief ich zum Parkplatz. Wie abgemacht beeilte ich mich und trödelte nicht lange herum, als ich auf dem kleinen Gestüt ankam. Ich klingelte an der Haustüre und wurde von Ellas Mann Steve in Empfang genommen. Er erklärte, dass Ella bereits im Stall hinten sei und führte mich zu ihr, damit ich sie nicht auch noch suchen musste. Wir sahen uns zusammen die sechs Vollblutfohlen an. Ich nahm jedes einzelne genau unter die Lupe und stellte zufrieden fest, dass sie alle vom Exterieur her den Erwartungen entsprachen. Allerdings fiel mir auf, dass eines der dominant weissen Fohlen ein wenig schlapp wirkte und selbst als wir den Offenstall betraten mit aufgestütztem Kopf im Stroh liegen blieb. Ella klärte mich sogleich auf: „Die kleine hatte eine schwierige Geburt, das ist die, von der ich dir auch schon am Telefon erzählt hatte. Sie ist auch etwas kleiner als die anderen und trinkt leider nicht ganz so viel, weshalb wir ihr zusätzlich zweimal am Tag etwas mit der Flasche anbieten.“ „Das das genetische Fohlen von Ciela… Denkst du, es liegt vielleicht daran, dass Ciela selbst noch so jung ist?“ „Gut möglich; es wäre jedenfalls schön wenn es nur das ist.“ Ich nickte zustimmend und sah das beinahe ganz weisse Fohlen nachdenklich an. Sie sah hübsch aus, mit den braunen Ohren und ihren dunklen Augen. Aber eben diese wirkten ungewöhnlich müde und lustlos, was mich wirklich besorgte. „Der Tierarzt war schon da?“ „Nein, kommt demnächst. Ich habe aber schon mit ihm telefoniert und er meinte, wir sollen so fortfahren wie bisher und die kleine gut beobachten.“

      Den ganzen Heimweg über zerbrach ich mir den Kopf, was das weisse Fohlen wohl plagte. Schliesslich wurde ich von meinen Sorgen abgelenkt, als wir auf der Wilkinson Farm von Rosie begrüsst wurden. Jonas und Lily liefen bereits voller Erwartung zum Stall, denn sie waren genau wie ich wahnsinnig gespannt auf Islahs und Farashas Fohlen. „Awww! Es ist ja ganz schwarz!“, kam wenig später der Ausruf von Lily. „Nicht ganz“, ergänzte Rosie, „Sieh dir die hell umrandeten Augen an – es wird ein Schimmel wie sein Vater.“ Entzückt betrachtete ich das Tierchen mit dem edlen Hechtkopf. Die krause Fohlenmähne war etwas dürftig im Vergleich zu der meiner Criollo Fohlen, aber das verlieh ihr schon jetzt ein elegantes Gesamtbild. Die grossen, hübsch geschwungenen Ohren waren neugierig nach vorne gerichtet, als es sich näher zu Lily hin traute und an ihrer Hand schnupperte. Kurz darauf erschreckte sich das Fohlen aber, weil Lily sich zu schnell zu uns umdrehte. Es machte einen übermütigen Seitensprung und verschwand im staksenden Trab hinter Farasha. Wir lachten über die kleine Show und gingen weiter zu Islah. Die kleine Isis, wie ich sie genannt hatte, sah aufgeweckt und munter aus. Sie war eine Schecke, wie ihre Mutter – allerdings hatte sie eine seltsame, grau gestichelte Stelle an der Flanke. Daher fragte ich mich, ob sie nicht doch noch ausschimmeln würde. Eine Schimmelbrille wie Farashas Fohlen hat sie zwar nicht, aber vielleicht ist das ja irgendein Sonderfall, überlegte ich. Jonas fragte Rosie: „Wie hast du nun eigentlich das schwarze Fohlen genannt?“ „First Chant, weil sie das erste Fohlen ist, das auf meiner eigenen Farm auf die Welt kam.“ „Ein toller Name“, bemerkte ich schwärmerisch. „Sie wird zum Verkauf stehen Occu, also wenn du Interesse hast…“, lachte die rothaarige, junge Frau. „Ich überleg’s mir, okay? Ich muss sowieso noch planen, welche unserer eigenen Fohlen ich behalten will. Das wird echt nicht leicht…“ „Doch eigentlich schon“, bemerkte Jonas verheissungsvoll. „Es wird damit enden, dass du alle behälst weil du keines loslassen kannst – und falls doch wirst du wieder jeden Tag hoffen, dass sie aus irgendeinem Grund zurückgegeben werden.“ „Du weisst genau, dass das nicht geht, auch wenn es toll wäre. Dafür haben wir einfach zu wenig Platz.“ Lily sah ich förmlich an, dass sie etwas dazu sagen wollte, aber sie hielt sich zurück und beobachtete nur nachdenklich Isis. Ich ahnte, was in ihr vorgehen musste. Sie konnte sich genau wie ich nicht entscheiden, welches der Fohlen sie am liebsten hatte.

      Wir verabschiedeten uns von Rosie, nachdem wir auch bei Anubis, Numair und Bintu Al-Bahri reingesehen hatten. Es war schon spät und wir mussten morgen wieder früh aufstehen, deshalb hatte es auch nicht für einen Tee bei Rosie gereicht. Den gönnten Jonas und ich uns dafür zuhause noch rasch, während Lily bereits ins Bett kriechen musste. Ich sass auf dem Sofa, streichelte Jacky und starrte nachdenklich an die Wand. Plötzlich überlegte ich laut: „Also bei den Criollos wäre es ja naheliegend, wenn wir Fiasco behalten würden. Er wird später sicher interessant für die Farbzucht.“ „Aber ich sehe dir an der Nasenspitze an, dass du trotzdem lieber Moon’s Fohlen hättest. Oder liege ich da falsch?“, meinte Jonas zwinkernd. Ich seufzte und nickte langsam. „Dann behälst du eben den. Wir haben eh schon Dod für die Farbe, also spielt es keine Rolle.“ „Meinst du wirklich? Also gut, dann bleibt Moon’s Fohlen. Wir brauchen aber noch einen guten Namen für ihn.“ „Dod’s Daydream?“ „Nähh, ich finde etwas Spanisches wie bei Fiasco würde einfach besser passen…“ „Uff… Sueño del Muerte oder sowas? Ich kann kein Spanisch…” “Ich auch nicht wirklich, aber zum Glück gibt es das Internet.” Ich gab in diversen Wörterbüchern Vorschläge ein, die etwas mit der Bedeutung von Dods Namen zu tun hatten. Irgendwann stiess ich zufällig auf das Wort ‚solas‘, so viel wie „alleine“ bedeutend. Ich fand den Klang davon toll, und überlegte, womit man es kombinieren konnte, damit es passte. „Etwas mit träumen wär schon nicht schlecht“, meinte Jonas, „denn sonst hätte es ja doch keinen Zusammenhang mit Dod.“ So wurde es „Soñando Solas“ – ‚alleine träumend‘. Ich war zufrieden mit dem Klang, auch wenn die Bedeutung etwas fragwürdig war. Wir verräumten unsere Tassen und gingen die Treppe hoch ins Schlafzimmer, denn mittlerweile veranstalteten wir fast schon ein Wettgähnen. Als ich mich unter die Decke gekuschelt hatte, konnte ich es doch nicht lassen, weiter über die Fohlen nachzudenken. Ich stellte fest: „Ich glaube ich kann nicht schlafen, bis ich mich entschieden habe…“ „Welches von den Minis gefällt dir am besten?“, fragte Jonas leise. „Ich glaube Orchid. Wir haben ja noch kein buckskin Mini, und ich kann doch keine Tochter von Daki weggeben…“ „Siehst du? Und schon bist du wieder etwas weiter. Was ist mit den Warmblutfohlen?“ „Die behalten wir!“, meinte ich sofort, wie ein trotziges Kind. „Dieser Meinung bin ich auch!“, kam eine Mädchenstimme aus dem Zimmer nebenan. „Horchst du etwa? Ab ins Bett jetzt! Du musst morgen in die Schule.“ „Aber du behälst die beiden definitiv, ja?“ „Ja.“ „Gute Nacht.“ Daraufhin blieb es definitiv still aus dieser Richtung. „…Vollblüter?“, murmelte Jonas. „Cupid. Cupid bleibt, der hat Potential. Er hat sogar schon Oliver auf seiner Seite. Und Simply Priceless gefällt mir einfach wahnsinnig gut, ich möchte sehen, was aus ihm wird.“ „Ich finde Call it Karma süss. Die hat was besonderes, mit ihrem gutmütigen Blick und dem hübschen Bauchfleck.“ „Die beiden Schimmelfohlen von Iskierka und Shades of Gray sind auch vielversprechend… Wir können aber einfach nicht alle behalten…“ „Was ist mit dem zweiten dominant weissen?“ „Challenging Time heisst es, von Ciela. Ich weiss nicht… Es wirkt so schwächlich und lustlos. Ich mache mir ernsthaft Sorgen, dass es nicht durchkommt…“ „…Aber wenn doch würdest du es auch behalten wollen?“ „Es hat eine tolle Farbe, aber ich weiss nicht, ob es überhaupt zum Rennen geeignet sein wird, wenn es so schwach ist…“ „Naja, verkaufen kannst du es sowieso nicht, wenn es nicht fit ist. Also bleibt dir fast nichts anderes übrig als es zu behalten.“ „Aber zwei müssen definitiv weg. Vier behalten wäre okay, aber alle sechs sind zu viele.“ „Wenn du meine Meinung hören willst: Ich finde, du solltest die beiden Schimmel Snap Cat und Storm Cat abtreten. Ich weiss, du wolltest besonders das Fohlen von Iskierka aufwachsen sehen und trainieren, aber mein Gefühl sagt mir, dass wir die anderen vier behalten sollten, und nicht diese beiden.“ „Ich hoffe dein Gefühl ist verlässlicher als meines damals beim Kauf von Cool Cat. Er war ja ursprünglich nur meine zweite Wahl gewesen, aber er hat sich zu einem echten Glückstreffer gemausert. Glaub mir, die Pferde aus dieser Blutlinie sind vielleicht am Anfang unscheinbar, aber entwickeln sich später zu unerwarteten Talenten.“ „Tja, du musst dich entscheiden. Du hast dir das vier-Vollblüter-Limit selbst gesetzt, nun musst du damit umgehen.“ „Ich weiss… Na gut. Die Schimmel gehen. Aber wehe das war die falsche Entscheidung!“ „So so, das ist natürlich bequem, im Falle eines Falles mir die Schuld zuzuschieben. Aber okay, ich übernehme die Verantwortung.“ Ich gab ihm glücklich einen Kuss und legte meinen Kopf an seine Schulter. Ich murmelte: „Hunter Crowley hat auch schon Interesse an den beiden gezeigt. Wenn er tatsächlich eines davon nimmt, wären sie wenigstens noch in der Nähe von uns.“ „Ich bin sicher, dass er bei den süssen Ohren nicht wiederstehen kann“, gluckste Jonas. „Bleiben noch die Paint Fohlen. Behalten oder weggeben?“ „Unclouded ist schon ein richtiger Pachtskerl…“, meinte Jonas zögernd. „Wirklich. Aber irgendwie… Hach ich weiss nicht, wenn wir Shadows Fohlen dann auch noch behalten wollen… Ich habe das Gefühl, dass ich mich gerade noch so von den beiden trennen könnte.“ „Da stimme ich dir zu.“ Ich horchte noch eine Weile seinem ruhigen Atem, dann fielen mit die Augen zu. Endlich fand ich auch den Schlaf, jetzt wo alles beschlossen war.
    • Quinzel
      Alte Berichte:
      Wilkinson Farm

      Tanzen lernen
      PFS‘ Dancin‘ to Jazz, Dancing Moonrise Shadows, Lovely Summertime, Ice Coffee, PFS’ Challenging Time, Estragon Sky, Ronja Räubertochter, Burggraf, tc Herkir, Ljóski, Painting Shadows, Cassiopeia, Campina, Sympathy of the Devil, Coulee, Shades of Gray, Circus Dancer, Co Pilot de la Bryére, Diarado, Bintu Al-Bahri, Numair, Anubis, Islah, Farasha, First Chant, Dakota S, Chocolate Chip, Blue Dawn’s Nachtfalke, PFS’ Dressy Miss Allegra, PFS’ Beck’s Daisy Orchid, Silverangel

      Fröhlich pfeifend lief ich an den Ställen vorbei zur Stutenweide. Es war ein sonniger, warmer Tag und eine angenehme Brise versüsste die sonst schon tolle Stimmung. Es war einer dieser Tage, an denen nichts schiefgehen konnte. Am Morgen hatte ich erfahren, dass es der kleinen Chime wieder besser ging. Meinem kleinen Sorgenkind hatte die letzten zwei Wochen zusätzlich zu ihrer sonst schon schwachen Konstitution eine Erkältung zu schaffen gemacht. Der plötzliche Wetterwechsel war wohl hauptsächlich schuld daran gewesen. Mit dem herbstlichen Kälteeinbruch war die Temperatur um mehr als zehn Grad gesunken und es hatte lange geregnet. Chime trug nun vorsorglich eine warme Fohlendecke und bekam ab und zu ein durch den Tierarzt empfohlenes, spezielles Mash zu fressen, das ihre Verdauung unterstützte. Wir hofften, dass sich dadurch ihr Gewicht, das noch immer auf der leichten Seite war, weiter normalisierte. Jedenfalls war ich jetzt erstmal unglaublich erleichtert, dass sie laut Ella nicht mehr hustete und keinen Nasenausfluss mehr hatte. Zusätzlich zu dieser erfreulichen Nachricht hatte mich auch ein lang erwarteter Anruf von einem neuen Mitarbeiter erreicht. Wir hatten nach jemandem für ein Praktikum über den Herbst hinweg gesucht, da Jason für ein paar Monate nach Amerika reisen und dort auf einer Ranch bei Verwandten aushelfen wollte. Der Neue hiess Tobias Leech, wohnte nur zwanzig Auto-Minuten von Pineforest entfernt und hatte laut eigener Aussage schon einige Erfahrung mit Pferden. Wir hatten am Telefon ausgemacht, dass er ab heute nach dem Mittag bis Samstag schnuppern kommen konnte und wir dann alles weitere beschliessen würden. Ich war gespannt, wie er sich anstellen würde und hoffte natürlich, dass alles passte. Bevor ich das herausfinden konnte, gab es aber noch ein paar andere Dinge zu erledigen. Zum einen wollte ich vor dem Mittag noch Artemis longieren, zum anderen stand ein ‚Gelassenheitstraining‘ mit Dancin‘ to Jazz an. Wir hatten die Stute seit ihrer Ankunft vor ein paar Wochen noch nicht oft geritten, aber es hatte sich schnell herauskristallisiert, dass sie sich alles andere als wohl fühlte unter dem Reiter. Sie war zwar gehorsam und konnte schon relativ viel, aber sie klemmte dauernd den Schweif ein, hatte kaum Vorwärtsdrang und teilte die Neugier der anderen Jungpferde überhaupt nicht. Es kam mir so vor, als hätte sie am liebsten rein gar nichts mit Menschen zu tun, ausser vielleicht wenn sie das Futter brachten. Deshalb wollte ich heute mit ihr Ausreiten und ihr zeigen, dass Arbeit auch Spass machen konnte. Dazu gingen wir mit der Gruppe bestehend aus ihrer Mama Shadow, Summer und Coffee mit.

      Ich holte Jazz von der Weide ab und brachte sie, gefolgt von den anderen, zum Nebenstall. Dort banden wir die Stuten am Holzgeländer fest und begannen mit dem Putzen. Es war einfacher, die Pferde hier oben zu putzen, da wir so die Sättel nicht zur Weide runter schleppen mussten. Jazz war nur ein wenig staubig, trotzdem nahm ich mir genug Zeit für die Fellpflege und kraulte sie dabei auch immer mal wieder. Ich vermutete nämlich, dass man sich früher nie so viel Zeit für sie genommen hatte und alles immer hatte rasch von statten gehen müssen. Beim Satteln legte die junge Appaloosa Stute die Ohren an und senkte zugleich den Kopf mit einem missmutigen Blick. Ich versuchte das Gurten daher so angenehm wie möglich zu machen und massierte zuerst die Gurtregion hinter ihrer Schulter. Am Anfang wurde sie dabei etwas unruhig und ihr Schweif wurde aktiv, doch sie beruhigte sich rasch und begann es zu geniessen. Anschliessend gurtete ich sanft ins erste Loch und verschlaufte den Rest des Westerngurtes. Ich zäumte Jazz, wobei es zuerst ein wenig Überzeugung brauchte, bis sie die Trense in den Mund nahm. Ich beschloss insgeheim, sie in Zukunft vorläufig mit Bosal zu reiten, doch für heute musste sie mit den vorhandenen Mitteln klarkommen. Ich vergewisserte mich, dass die anderen auch soweit waren, dann führten wir die Pferde auf den Kiesweg und stiegen auf. Wir ritten in Richtung Galoppwiese, an den Miniature Horses und den Fohlen vorbei. Die Jungpferde folgten uns beim Durchreiten am Zaun entlang, die Minis hingegen interessierten sich zu wenig und sahen uns nur von weitem zu. Jazz folgte brav Shadow und Coffee, Summer war rechts neben uns. Lisa, Darren, Jonas und ich unterhielten uns über die neue Ausgabe der Rennpferdezeitschrift, während die vier Pferde den Ausritt genossen. Als Jazz aber selbst nach einer halben Stunde Trab und Schritt noch nicht aufgewacht war, sondern weiterhin stumm ihr Pflichtprogramm abspulte, beschloss ich, das Ganze etwas spannender zu gestalten. Wir befanden uns auf einem der gewöhnlichen Waldwege, doch etwas weiter vor uns entdeckte ich einen Trampelpfad, der sich nach links durch das spährliche Unterholz schlängelte und sich dann tiefer zwischen den Bäumen verlor. Mit einem Blick zu meinen Reitgefährten deutete ich auf den Pfad und zog fragend die Augenbrauen hoch. Sie nickten einverstanden, also bogen wir alle brav hintereinander auf die neue Strecke. Jazz schien etwas überrascht und drehte unsicher die Ohren zu mir nach hinten. Ich kraulte sie kurz vor dem Sattel an der Schulter, um ihr zu bedeuten, dass alles in Ordnung war und wir wussten, was wir taten. Je weiter wir kamen, desto aufmerksamer und konzentrierter wurde sie, denn es hatte viele Wurzeln und Äste auf dem Boden, über die sie ihre schlanken Beine heben musste. Wir duckten uns unter tiefhängenden Ästen durch, ritten durch Büsche und machten Slaloms um die Stämme. Ich kam mir ein wenig vor wie auf einer Safari, denn wir begegneten tatsächlich auch einer Gruppe Rothirsche, die Summertime und Jazz ganz aus dem Konzept brachten. Die beiden waren extrem guckig und tänzelten, bis das Wild ausser Sichtweite war. Doch ich war nicht sauer, im Gegenteil; so langsam hatte ich das Gefühl, ein Pferd unter mir zu haben und keinen abgestumpften Roboter. Tatsächlich: Jazz war endlich aufgewacht. Auch auf dem restlichen Ausritt blieb sie wachsam, hatte einen zügigeren Gang und liess sich schneller für neue Aufgaben begeistern, wie zum Beispiel ein rasches Füsse-Baden im Fluss. Sie scharrte und spritzte sogar, als wir im Wasser standen. Ich liess sie die meiste Zeit am langen Zügel laufen, sodass sie sich umsehen und strecken konnte – und sich nicht in irgendeine Form gezwängt fühlte. Irgendwann zwischendrin schüttelte sie ihren Hals, schnaubte laut, kaute und schleckte rasch. Ab diesem Moment hatte ich das Gefühl, dass sie sich wirklich entspannte. Ihre Ohren wackelten zufrieden mit und sie lief mit einem gesunden Vorwärtsdrang, den Schweif leicht angehoben. Wenn wir trabten, so war es nicht der vorherige, zurückhaltende, schwunglose Trab, sondern ein gehobener, stolzer und ausdrucksstärkerer Gang. Das ist es, mein Mädchen – so tanzt man richtig, dachte ich als Anspielung auf ihren Namen. Ich kam nicht umhin den ganzen Rückweg glücklich zu grinsen. Ziel erreicht. Zumindest den ersten Teil davon. Als ich auf dem Hof abstieg, rieb Jazz ‚frech‘ ihren Kopf an meiner Schulter. Ich liess sie machen und kraulte sie am Hals. Manche hätten das als ‚respektlos‘ abgestempelt, doch das war mir egal. Sie hatte nunmal etwas warm bekommen und wollte sich den vom Schweiss juckenden Kopf reiben – das verstand ich nur zu gut. Ich wollte sie dazu ermutigen, sich mehr solche Dinge zu trauen und offener zu werden, denn ich mochte meine Pferde mit einem gewissen Witz und ein paar Flausen am allerliebsten. Das machte sie einzigartig und spannend; zeigte mir, dass sie fühlende Lebewesen waren, genau wie ich selbst.

      Wir sattelten die Pferde ab, wuschen mit einem nassen Schwamm rasch die Sattellage - mit dem sich entwickelnden Winterplüsch hatten die vier etwas warm bekommen - und brachten sie wieder auf die Weide. Jazz lief zügig in Richtung der anderen Stuten, als ich sie laufen liess. Nicht wie Shadow und Summer, die noch einen Moment bei uns stehen blieben um zu sehen, ob wir vielleicht noch ein Leckerli rausrückten. Als sie sich ein paar Pferdelängen entfernt hatte, hielt sie jedoch nochmal inne und sah zurück. Ich konnte nicht definieren, ob sie einfach auf ihre zurückgebliebenen Weidegenossen wartete, oder ob sie sich überlegte, nochmal zurückzukommen. Aber es gab mir das Gefühl, dass wir heute einen grossen Schritt vorangekommen waren. Wir liessen die Stuten in Ruhe und ich begab mich zum Nordstall, wo ein gewisser Achal Tekkiner auf mich wartete. Artemis hatte sich wiedermal einen hübschen Mistfleck zugezogen und röchelte mir schamlos entgegen. Seufzend warf ich einen beschuldigenden Blick zu Darren, der gerade die Boxen mistete; ich überlegte es mir aber dann doch anders und liess einen scherzhaften Kommentar von wegen ‚nicht schnell/gründlich genug ausgemistet‘ bleiben, weil ich genau wusste, dass der Pfleger seine Arbeit gewissenhaft erledigte. Manchmal waren die Pferde eben einfach schneller, aber ich schätzte die Arbeit meiner Angestellten sehr und war mir sehr wohl bewusst, dass ich ohne solch ein gutes Pflegerteam niemals ein Gestüt wie Pineforest Stable führen könnte. Ich holte Artemis aus seiner Box und begann, den Schimmel wieder grau-weiss zu bekommen, während ich dazu mit dem Stallradio mitsummte. Jacky kam nach einer Weile hereingetrottet und legte sich neben die Putzbox auf den kühlen Stallboden. „Ist dir langweilig geworden?“, fragte ich sie lächelnd, ohne eine Antwort zu erwarten. Normalerweise war sie fast den ganzen Tag damit beschäftigt, den Katzen beim Mäusejagen Konkurrenz zu machen. Die anderen beiden Hunde, Sheela und Zira, streunerten meistens auf dem Hof herum, lagen irgendwo im Schatten oder begleiteten mich auf Schritt und Tritt – je nach dem, wie sie aufgelegt waren. Sheela kam immer gerne mit auf Ausritte, denn sie hatte Power ohne Ende. Sie blieb aber auch ganz gerne bei Jonas, sodass ich manchmal das Gefühl hatte, dass sie eher sein Hund war. Zira klebte an mir, und daran liess sie keine Zweifel aufkommen. Meistens war sie mein Schatten, egal ob auf dem Hof oder ausserhalb. Manchmal vergass ich fast, dass sie da war, denn sie war anders als Jacky und Sheela nicht aufdringlich oder aufmerksamkeitssüchtig. Sie gab sich damit zufrieden, wenn ich von mir aus abends mit ihr spielte und schmuste. Tagsüber war sie ‚on duty‘, hielt Ausschau nach fremden Personen und Tieren, oder war einfach mein stiller Begleiter, vornehm zurückhaltend. Jonas hatte schon ein paarmal angedeutet, dass wir wohl ohne es zu bemerken einen Wachhund angeschafft hatten. Jedenfalls war sie jetzt im Moment nicht bei mir, was mir erst gerade auffiel. Stirnrunzelnd putzte ich weiter, kratzte die Hufe von Artemis aus, kämmte seinen Schweif und zog ihm das Knotenhalfter an. Dann führte ich in an der Longe raus und wollte zum Roundpen laufen. Doch ich hörte Gebell und ein Blick zum Parkplatz verriet mir, woher es stammte. Der potentielle neue Praktikant stand dort, mit hilfesuchendem Blick zu mir, während Zira ihm bellend den Weg versperrte. „Zira, stop!“ Die Hündin drehte sich um, kam zu mir getrottet und stellte sich ruhig neben mich. Ich lobte sie rasch, dann begrüsste ich den jungen Mann. „You are a bit early, I thought we agreed that you come here after lunch?“ “I know, I’m sorry, I can leave again if it’s a problem…” “No, no, it’s fine. You can either go around and see if any of the stablehands have a moment to show you around or accompany me.” Er entschied sich für letzteres und folgte Artemis, Jacky und mir zum Roundpen. Zira trottete uns ebenfalls hinterher, immernoch misstrauische Blicke auf Tobias werfend. „I’m afraid she doesn’t like me…“, meinte dieser nach einer Weile, wohl auch, um ein neues Gesprächsthema aufzugleisen. „Nah, don’t worry – she’s always like this when someone new appears in her territory.”

      Ich longierte Artemis ganz normal eine halbe Stunde lang. Dabei verlangte ich viele Seitenwechsel und Übergänge, damit dem Schimmel nicht langweilig wurde. Er lief willig vorwärts und dehnte immer wieder ausgiebig den Rücken. Am Ende liess ich auch Tobias kurz ans Seil, einfach um zu sehen, wie er mit dem sensiblen Achal Tekkiner klarkam. Artemis war wie erwartet skeptisch und erhöhte sein Tempo, weil Tobias allein mit seiner Präsenz mehr Druck auf den Hengst ausübte. Er beruhigte sich auch nach einer Weile nicht, weshalb ich wieder übernahm und ihn austraben liess. „It’s not because of you, he’s just sceptical with people he doesn’t know – kinda like Zira…“ Ich verzog etwas die Lippen bei dem Gedanken, wie das auf den Neuling wirken musste; gleich zwei Tiere die sich so ungewöhnlich verhielten. Ich hoffte, dass er dadurch nicht zu sehr verunsichert wurde. Aber ich machte mir wohl einfach zu viele Sorgen, denn Tobias machte trotz allem einen fröhlichen Eindruck. Wir versorgten Artemis und ich zeigte Tobias dabei gleich schonmal den Nordstall. „…And here we have Herkir and Ljóski, our two Icelandic stallions. Have you ever ridden tölt?” “Nope…” “It’s really cool, you’ll see – well if it all works out of course.” Ich war etwas erleichtert, als der verspielte Herkir Tobias sofort seine Schnauze ins Gesicht streckte und so gar nicht fremdelte.

      Tobias hatte sein eigenes Mittagessen in Form eines Sandwichs mitgebracht. Ich bot ihm dennoch eine Portion Spaghetti an, die er aber dankend ablehnte. Lily war etwas schüchtern und redete während dem Essen nicht so viel wie sonst. Jonas plauderte mit Tobias über dessen vorherige Jobs. Nach dem Essen begaben wir uns zum Nebenstall. Ich zeigte Tobias die Pferde dort und wir holten Ronja zum Putzen raus. Ich wollte den Praktikanten reiten sehen und mir so ein Bild von seinen Erfahrungen machen. Auch beim Vorbereiten hielt ich mich selbst zurück und beobachtete den Neuen stattdessen genau. Er schien etwas nervös, schien aber zu wissen, was er zu tun hatte und ging auch nicht irgendwie grob mit Ronja um. Er interessierte sich sehr für das besondere Fell der Stute und kam selbst auf die Idee, dass sie mit Burggraf, den wir zuvor im Nordstall gesehen und gestreichelt hatten, verwandt sein könnte. Ich erklärte ihm, dass die beiden Halbgeschwister waren, ihr mittlerweile verstorbener Vater aber leider nicht so bekannt und auch nicht gekört gewesen war. Trotzdem hatten sie ein paar anständige Blutlinien und eben die besondere Farbe. Tobias schien fasziniert und bemerkte, dass wir hier allgemein viele besondere und auch scheinbar wertvolle Pferde hatten. Ich meinte leicht verlegen, dass ich aussergewöhnliche Farben sehr gerne mochte und von meiner Tante anscheinend ein Auge für gute Pferde geerbt hatte. Wir diskutierten noch ein wenig über moderne Stammbäume und berühmte Hengste, während wir Ronja sattelten und zäumten. Anschliessend führten wir die Stute auf den Sandplatz und Tobias stieg auf. Er wärmte Ronja ein, dann gab ich ihm eine Art Reitstunde. Er schlug sich ganz gut; zwar war er offensichtlich kein Profireiter, aber er konnte sich zumindest gut oben halten und kannte die wichtigsten Lektionen. Ronja benahm sich rücksichtsvoll und liess sich quasi von mir fernsteuern – manchmal hatte ich das Gefühl, dass sie eher auf meine Stimme hörte, als auf Tobias‘ Hilfen. Jedenfalls liess er sie nach einer Dreiviertelstunde austraben und lobte sie ausgiebig. Wir versorgten sie und gingen weiter zum Hauptstall. Dort war Misten angesagt. Eine Ideale Gelegenheit für Tobias, sich in Durchhaltevermögen zu beweisen, denn es gab immerhin allein hier 33 Pferde zu versorgen. Ich half auch mit, ausserdem waren Ajith, Parker und Thomas dabei. Charly schlich sich davon, als er merkte, dass schon genug Leute da waren zum Misten. Ich ertappte ihn beim um-die-Ecke-verschwinden und hob schmunzelnd die Augenbrauen, woraufhin er ein Unschuldsgesicht aufsetzte. Ich schickte ihn zu den Weiden, damit er wenigstens Lewis beim abäppeln helfen konnte. Tobias und ich begannen bei den Stuten. Ich schob Cassys Boxentür auf und durchsuchte das Stroh gründlich. Tobias begann direkt bei Shades of Gray. Als er bei Sympathy ankam, fragte er mich nach wenigen Minuten um Hilfe, weil die freche Stute ihn dauernd belagerte und ihn nicht richtig arbeiten liess. Ich erklärte ihm, dass sie sehr schnell die Schwächen von Leuten herausfand und man deshalb sehr konsequent mit ihr umgehen musste. Ich demonstrierte ihm rasch, wie er sie mit deutlicher Körpersprache fernhalten konnte, ohne dabei irgendwie grob werden zu müssen. Etwas Druck in Form von einem entschlossenen Schritt in ihre Richtung reichte bei mir schon, bei ihm brauchte es dann doch noch etwas mehr Einsatz, bis sie überzeugt war. Es schien ihm ziemlich peinlich zu sein, dass er nicht auf anhieb alleine klargekommen war, aber ich fand das nicht schlimm und war froh, dass er gefragt hatte, anstatt einfach irgendwas zu machen. Ich fuhr direkt bei Campina und Paint fort, weil ich bei den anderen vier Boxen schon fertig war. Bei Coulee entdeckte ich eine kleine Wunde auf der Kruppe; vermutlich hatte sie wieder mit Iskierka gezankt. Ich desinfizierte es nach dem Misten rasch, wobei ich Tobias auch gleich zeigen konnte, wo die Medizinischen Hilfsmittel waren.

      Nach dem Misten besuchten wir noch die Miniweiden. Dort halfen wir Linda beim täglichen Bürsten der Minis.Besonders jetzt im Fellwechsel genossen die kleinen Pferdchen das Prozedere und konnten gar nicht genug vom Striegeln bekommen. Auch meine kleine Daki spitzte genüsslich die Lippen, als ich sie am Hals putzte. Bald mussten sie auch wieder geschoren werden, jedenfalls diejenigen, die an Shows teilnehmen würden. Im Kopf hatte ich gerade Falke und Chip, die in zwei Monaten für ein Show Springen gemeldet waren. Aber auch die Fohlen Allegra und Orchid kamen nicht umhin geschoren zu werden, weil sie an Fohlenshows teilnehmen und fleissig Bewertungen sammeln mussten. Tobias war erstaunt als er hörte, dass wir mit den Minis wirklich so aktiv an Shows teilnahmen und sie richtig arbeiteten. Als wir beim Thema Shows waren, fragte er, ob wir denn auch Vollblut Araber auf dem Hof hatten, denn er habe schon oft Shows für Araber besucht. Ich erklärte, dass ich drei Araber besass, diese aber auf der Wilkinson Farm bei Rosie untergebracht waren. Ich hielt rasch inne und liess mir den Zeitplan durch den Kopf gehen, dann schlug ich vor: „We can go and visit them, if you like. I wanted to pay Rosie a visit anyway.“ Er nickte begeistert, also machten wir uns auf den Weg, sobald wir mit den Minis fertig waren. Wir fuhren rasch mit dem Auto rüber, weil das für solch einen kurzen Besuch mehr Sinn machte als extra zwei Pferde zu satteln. Rosie war freudig überrascht mich zu sehen und zeigte uns die Araber. Numair und Anubis sahen prächtig aus; sie waren gut genährt, aber nicht zu dick, hatten ordentliche Muskeln (offenbar machte Rosie ordentliches Distanztraining und Dressur mit ihnen) und waren sofort aufmerksam und motiviert, als wir zu ihnen kamen. „I’m sorry boys, we’re just here to look at you. I’m sure you’ve had a good ride in the morning though”, murmelte ich, als ich Numairs Stirn streichelte. Auch Bintu sah uns gebannt entgegen und seine hübschen, dunkel umrandeten Augen beobachteten erwartungsvoll unsere Bewegungen. Der Hengst war durch und durch stolz; ein richtig prachtvoller Vertreter seiner Rasse. Manchmal beneidete ich Rosie ein wenig, wenn ich ihn beim Ausreiten auf der Weide sah. Wir gingen weiter zu den Stuten. Islah und Farasha röchelten freundlich, als wir in ihre Nähe kamen. First Chant stand in der Box neben Farasha, denn sie war vor kurzem entwöhnt worden. Rosie wollte sie bald zu uns rüber schicken, damit sie auf Pineforest mit den anderen Fohlen in der Gruppe groswerden konnte. Die kleine hatte schon hellere Stichelhaare, die auf das beginnende ausschimmeln hindeuteten, war aber im Grossen und Ganzen noch ziemlich dunkel. Man sah schon jetzt deutlich, dass sie einen wunderschönen Kopf bekommen würde. Als ich sie so schwärmerisch ansah, fragte Rosie „Well, about Chia – did you think about my offer?” “Yes… I think I’d like to take her, as long as she can live here with the other arabs? I mean, I really really like her, she is just gorgeous… Even though I didn’t want to buy more horses.” “I’m glad to hear it. Then the Price is okay, too?“ „Yep. U sure you don’t want more either?“ Sie nickte und murmelte etwas vonwegen ‚Freundschaftspreis‘. Mit First Chants Kauf sponsorte ich Rosie quasi, weil sie die Stute später immernoch für den Sport zur Verfügung haben würde, ich jedoch alle Kosten übernahm. Eigentlich hatte Rosie das ja gar nicht nötig, denn Geld besass sie durch ihre Familie mehr als genug. Aber die junge Frau hatte es sich zum Ziel gesetzt, sich ihr eigenes Vermögen zu verdienen und nicht einfach das ihrer Eltern zu verprassen. Tobias und ich verliessen die Wilkinson Farm bald darauf wieder und kehrten zurück nach Pineforest. Während der Praktikant von den Pflegern eingearbeitet wurde, gingen Jonas, Lily, Alan und ich mit Diarado, Silver, Dancer und Pilot auf einen schönen langen Nachmittagsausritt.

      Herbstausflug und neues Pony
      Nosferatu, Numair, Anubis, Bintu Al-Bahri, Farasha und PFS’ First Chant

      Lily, Jonas und ich hatten heute eine Art Familienausflug geplant. Wir wollten einerseits das Gestüt Milky Way in Deutschland besuchen, andererseits ein wenig wandern gehen, um das Herbstliche Wetter zu geniessen, so lange es noch warm war. Lily war schon ganz hibbelig und wartete draussen auf dem Parkplatz mit den Hunden (die aber mit ausnahme von Jacky zuhause blieben), während ich nochmals rasch mit den Pflegern sprach. Schliesslich musste alles organisiert sein, selbst wenn wir nur einen Tag weg waren. Jonas holte noch rasch seine Jacke, dann waren wir bereit zum losfahren. Es war halb sechs Uhr morgens und ausnahmsweise war ich nicht besonders fit. Das lag wohl an dem Kälteeinbruch in England, der diese Nacht stattgefunden hatte. Die Luft war um einiges kühler als am Vortag und ein feiner Nieselregen begleitete den morgentlichen Nebel. Aber auch die Tatsache, dass Numair, Anubis, Bintu, Farasha und First Chant noch immer verschollen waren nagte an mir. Je mehr Zeit verging, desto mehr befürchtete ich, die Araber nicht wiederzusehen. Ich versteckte mich schaudernd in meinem Schal, der mich einigermassen warm hielt, war aber dann doch froh, als wir endlich ins Auto stiegen. Vor uns lagen etwa neun Stunden fahrt bis in die Vulkaneifel in Deutschland. Lily fand das furchtbar aufregend, während Jonas noch etwas verschlafen den Autositz einstellte und dann ausparkte. Zunächst fuhren wir mehr als drei Stunden bis zum Channel-Tunnel, der England mit Frankreich verband. Dort angekommen, mussten wir uns erstmal auf dem Gelände des Tunneleingangs zurechtfinden. Wir passierten mehrere Schranken und mussten rasch für eine Sicherheitskontrolle halten. Lily klebte förmlich an der Fensterscheibe und schien fasziniert von allem. Es war mittlerweile hell geworden und wir hatten uns unterwegs noch ein kleines Frühstück gegönnt. Nun reihten wir uns hinter den anderen Autos ein und fuhren im Schritttempo eine Rampe zum Zug hinunter. Dieser war zweistöckig, aber wir wurden auf den unteren Stock gelotst. Das Zuginnere erinnerte mich ein wenig an eine Szenerie von Star Wars, aus dem inneren eines Raumschiffs. Wir fuhren bis fast ganz nach hinten im Zug. Die Abteile wurden durch automatische Tore abgetrennt. Wir stellten das Auto ab und, da Lily darauf bestand, stiegen wir rasch aus und sahen uns etwas um. Doch selbst sie stellte nach kurzer Zeit fest, dass es nichts Besonderes zu sehen gab ausser Tunnelwänden, die nun, da der Zug sich in Bewegung gesetzt hatte, an uns vorbeizogen. Die Fahrt dauerte nur eine halbe Stunde, doch in Frankreich angekommen mussten wir zuerst wieder den Ausweg aus dem ‚Bahnhof‘ finden. Von dort aus fuhren wir über die Autobahn quer durch Belgien, was insgesamt etwa nochmal viereinhalb Stunden beanspruchte. Langsam war Lily nicht mehr so aufgeregt, sondern eher gelangweilt und fragte ungeduldig, wann wir denn endlich da sein würden. Als wir auf dem Parkplatz des Gestüts von Kira Esenbeck ankamen, war ich auch froh, meine Beine wieder bewegen zu können. Wir hatten zwar ein paar Pausen eingelegt zwischendurch, aber es war trotzdem ziemlich mühsam gewesen, so lange zu sitzen. Jacky und Lily waren bereits auf Erkundungstour. Jonas und ich folgten ihnen in einigem Abstand und bewunderten die Ställe. Die meisten Ponys waren auf den Weiden, denn hier in Deutschland war das Wetter deutlich angenehmer und auch etwas wärmer als in England.

      Wir waren nicht ohne Grund den langen Weg hierher gekommen. Kira, die ich schon eine ganze Weile kannte und mit der ich über die Jahre auch öfter Kontakt gehabt hatte, gab ihre Zucht auf. Sie verkaufte daher bis auf ein paar ihrer Lieblinge sämtliche Zuchttiere. Sie hatte mich per Mail angeschrieben, ob ich nicht ein Welsh Pony für Lily gebrauchen könnte, da noch einige der Pferdchen ein Zuhause suchten. Natürlich hätte sie mir auch einfach Bilder schicken und ich ein Pony von England aus aussuchen können, doch ich hatte darauf bestanden, das Gestüt zu besuchen. Wir wurden beim Hauptstall empfangen, und es waren auch ein paar andere Besucher dort versammelt. Es war so etwas wie ein Tag der Offenen Tür für Interessenten oder sonst Neugierige. Wir wurden herumgeführt und bekamen das Gestüt in all seinen herbstlichen Farben zu Gesicht. Bei den Weiden angekommen, sahen wir uns dann die einzelnen Ponys an und pickten ein paar erste Favoriten heraus. Kira war ziemlich beschäftigt mit den vielen anderen potentiellen Käufern, also nahmen wir die Ponys selbstständig unter die Lupe. Lily gefiel All Pride, ein brauner Welsh B Hengst, sehr gut. Später stellte sich jedoch heraus, dass er bereits vergeben war. Ich blieb bei einer Rappstute stehen und meinte „die wär doch was“, doch Lily war skeptisch – ihr gefiel der Kopf dieses Ponys nicht so. Sie schien eine ganz bestimmte Vorstellung zu haben, wie ein Welsh B auszusehen hatte. Ich liess etwas wehmütig von der hübschen schwarzen Stute ab und sah mich nach dem nächsten Tier um. Schliesslich fiel uns eine Schwarzbraune auf, die mitten auf der Wiese graste. Sie war sehr dunkel, hatte aber gleichzeitig vereinzelt kräftige Brauntöne in ihrem Fell. Ihre wuschelige, schwarze Mähne war leicht gewellt und der Schweif schön dicht. Ausserdem schnupperte sie sofort neugierig an meinen und Lilys Händen und hatte tatsächlich einen „hübschen Kopf“, laut meiner Nichte. Als das Pony Lily ins Gesicht schnaubte, war diese hellauf begeistert und rief aus „die gefällt mir richtig gut!“ Ich sah mir rasch die Beine und den Rücken des Tierchens genauer an, bevor ich mein Okay gab. Die Stute schien ein gutes Alter zu haben und war ausgesprochen ruhig und sanft im Umgang. Zufrieden nickte ich, meine stillen Gedanken ordnend, und drehte mich nach Kira um. Ein paar Minuten später fand sie rasch Zeit für uns und stellte uns ‚Nosferatu‘ vor. 13 Jahre, 132 Zentimeter gross, Turniererfahrung, gekrönt und mehrfach an Shows ausgezeichnete Zuchtstute. Ich hatte nichts dran auszusetzen und auch Jonas fand es eine gute Idee, also unterschrieben wir den Kaufvertrag. Wir bekamen sie sogar fast geschenkt, aufgrund der Situation und duch den Freundschaftsrabatt. „So einfach geht das, jetzt ist sie deins“, erklärte ich Lily. Meine Nichte umarmte mich übermütig und mit einem zuckersüssen „Daaaanke“. „Das heisst aber auch, dass du dich gut um meine Nossi kümmern musst“, forderte Kira mit einem ernsten Blick zu Lily. „Klaro! Wir machen viiiiele Ausritte und Bodenarbeit.“ Kira schmunzelte, Jonas und ich ebenfalls. Als wir uns verabschiedeten, umarmte Lily Nossi nochmal symbolisch und gab ihr einen Schmatzer auf den Hals. Das Pony schaute irgendwie verschmitzt drein, sodass mich das Gefühl nicht losliess, dass sie ganz genau wusste, dass sie soeben ein neues Zuhause gefunden hatte. Wir gingen weiter auf unsere Wanderung durch die Vulkaneifel und kamen erst um zwei Uhr morgens wieder zuhause in England an. Zum Glück war Wochenende, sodass Lily ausschlafen konnte. Und auch Jonas und mir war dank den Pflegern ein wenig Ausschlafen gegönnt, immerhin bis acht Uhr.

      Herbstbeginn, oder: es gibt Ärger auf Pineforest Stable, Teil II
      Beck’s Experience, Rapunzel, Glenns Caress, Lady Diva from the Sky, Arctic Blue, Silhouette of a Rose, Papillon d’Obscurité, Tigrotto, Snottles Peppermint, Tic Tac, PFS’ Kicks-a-Lot, PFS’ Shadows of the Past, PFS’ Sarabi, PFS’ Skydive, PFS’ A Winter’s Tale, PFS’ Stop Making Sense, Subsyndromal Symptomatic Depression, PFS’ Counterfire, Daedra, PFS’ Soñando Solas, PFS’ First Chant, PFS’ Cloony, PFS’ Cranberry, PFS’ Cupid, PFS’ Challenging Time, PFS’ Simply Priceless, PFS’ Call it Karma, PFS’ Whirlwind, Mikke, Khiara El Assuad, Vai Alida, Rosenprinz, Valentine’s Cantastor, Empire State of Mind, Areion, Satine, Moon Kiddy, PFS’ Ljúfa, Feline, Numair, Anubis, Bintu Al-Bahri, Farasha, PFS‘ First Chant

      Das Telefon klingelte, und ich hechtete förmlich darauf zu, nur um gleich darauf enttäuscht die Stimme meiner Mutter zu hören. „Ja Mum, ich hab es nicht vergessen... Selbstverständlich könnt ihr an Halloween zu uns rüberkommen… Ja klar, ihr schlaft wie immer im Gästezimmer… Bye.“ Der Anruf, den ich eigentlich erwartete, war von der Polizei; mit Neuigkeiten über meine und Rosies gestohlene Pferde. Doch der blieb auch an diesem Morgen aus. Ich wurde zunehmend besorgter über den Verbleib von Numair, Anubis, Bintu, Farasha und besonders klein First Chant. Ich hoffte einfach, dass sie bald gefunden wurden und unversehrt zurückkehren konnten. Derweilen konnte ich immernoch nicht glauben, wie dreist der Dieb gewesen war. Unser Vertrauen auszunutzen, um sich zuerst ein Bild von der Anlage und den Pferden zu machen – das wahr ja wohl das Letzte. Und das allerschlimmste ist, dass ich davon nichts gemerkt habe! Auch nicht, als er so grosses Interesse an den Arabischen Vollblütern gezeigt hat. Dabei hätte mir seine gezielte Frage, ob ich denn auch Araber besitze, bereits fischig vorkommen müssen. Er wusste schon vorher von den Pferden, das ist sicher, und hat sich auf diesem Weg nur einen ersten Zugang zum Stall verschafft, um sich umzusehen. Doch sich darüber ärgern half jetzt auch nicht mehr. Alles, was ich tun konnte, war abwarten und Tee trinken – Schwarztee, um genau zu sein. Es war einmal mehr halb sechs Uhr, Frühstückszeit. Jonas, mir gegenüber, sah so aus, als würde er gleich mit dem Gesicht in der Müslischüssel einschlafen. Ich gab ein unterdrückt-amüsiertes Glucksen von mir, woraufhin er ausgiebig gähnte. Die Hunde mampften ihr Futter und Lily lag noch bis halb Acht unter ihrer warmen Bettdecke. Kurz darauf zog ich mir meine schwarze Fleecejacke an und verliess das Haus. Es war ein nebliger Morgen in England (wer hätte es gedacht) und noch versteckte sich die Sonne unter dem Horizont. Brrr, kalt und unheimlich. Ich lief etwas zügiger und machte meine morgentliche Stallrunde. Ich liess das Licht im Hauptstall an, woraufhin die meisten Pferde aufmerksam ihre Köpfe hoben und durch die Boxenfenster in die Stallgasse schauten. Ein paar grunzten hungrig, ein paar waren noch ein wenig verschlafen und liessen die Unterlippe hängen. Ich streichelte im vorbeigehen Rosenprinz‘ Nase. Auch Canto und Empire streckten mir erwartungsvoll ihre Köpfe entgegen. „Be patient, boys - your hay is coming.“ Ich hörte nämlich in diesem Moment Stimmen vom Eingang des Stallgebäudes herkommend, die verdächtig nach Ajith und Quinn klangen. „…you know nothing! You have no idea what kind of person he is, and yet you judge him?” “Quinn, I’m just worried about you…” “Oh please, save your breath. It’s none of your business, so stay out of it.” Das Gespräch brach ab und ich vermutete, dass Quinn davongelaufen war. Stirnrunzelnd begab ich mich in Richtung Eingang, um nach Ajith zu sehen. Der Pfleger stand an die Boxenwand gelehnt und sah ziemlich müde aus. „What was that?“, fragte ich vorsichtig. „You heard? Ahhh… Luck isn’t on my side today, huh…“ „Come on, you know I’ll always listen when you have something on your mind.“ Der Pfleger seufzte leise. “It’s about Quinn’s father. Apparently he has a drinking problem… He depends on her beause he has no work and he is apparently violent when he’s drunk; she had some bruises when she returned from visiting him in Ireland. She pretended to have bumped into something, but I don’t believe her. And now she’s angry with me for trying to help.” “I did know that her father is a difficult person, but I had no idea that it was so bad… Maybe I should try talk to her?” Er zuckte mit den Schultern und sah weg. Offenbar glaubte er, dass es ohnehin nichts bringen würde. Ich legte ihm meine Hand beruhigend auf die Schulter und setzte dann meine Runde durch den Hauptstall fort. Bei den Stuten sah ich, dass Khiaras Box etwas wenig Stroh hatte und rief daher in Richtung Ajith, dass sie heute Nachschub brauchte. Die Stute hatte ein seidiges Winterfell entwickelt, dass zwar nicht besonders lang war, sie aber dennoch schön warm zu halten schien. Sie sah mir freundlich entgegen und beschnupperte interessiert meine Hand. Ich streichelte sie rasch, mit einem liebevollen Lächeln im Gesicht. Zira entdeckte weiter vorne eine Maus und verschwand um die Ecke, während ich einen Blick in die restlichen Boxen warf. Alidas sonst so blutrotes Fell war im Moment eher gräulich, weil sie frisch geschoren war. Es hatte mir fast wehgetan, die schöne rote Wolle wegzurasieren, wo sie doch so zum Herbst passte. Aber die Stute hatte auch im Winter anstrengendes Training vor sich, bei dem sie sonst zu viel schwitzen würde. Dafür hatte Caprice ihren Pelz noch, der in leuchtendem Orange schimmerte. Ich sah sie gerade nur von hinten, denn sie sah zum Fenster raus. Mir fiel auf, wie dicht ihr Schweif geworden war, seit sie auf Pineforest Stable angekommen war. Mit dem dunkleren Streifen Haare in der Mitte und den feinen Löckchen an den kurzen, äusseren Haaren sah es richtig edel aus. Caprice bemerkte mich und drehte ihren Kopf nach hinten; aber ging weiter um sie nicht zu stören, denn ich hatte gerade sowieso nichts in der Tasche und sie wurde erst am Nachmittag von Charly bewegt.
      Dafür kümmerte ich mich um ein anderes orangenfarbiges Tier. Naja, sie war schon eher blutorangenfarbig, denn ihr Fuchsfell war jetzt im Winter besonders dunkel. Ich begrüsste Satine mit einer Karotte, die ich zuvor aus der Futterkammer stibitzt hatte. An ihrem grün gestreiften Halfter führte ich sie aus der Box und band sie beim Holzgitter unter dem Nebenstalldach an. Sie beobachtete mit ihren wachen, eisblauen Augen die vorbeilaufenden Pfleger und Pferde. Langsam wurde es nämlich lebendig auf dem Hof und die erste Gruppe von Rennpferden wurde auf die Bahn geritten. Ab nächster Woche wollten wir das Training wieder auf eine spätere Morgenstunde verschieben, da es jetzt ja nicht mehr so warm war und wir so wieder Tageslicht hatten. Ich bürstete Satine ausgiebig durch, bis nur noch ein bisschen Staub vom letzten Weidegang in ihrem Fell übrig war. Auch die Hufe kratzte ich sauber aus. Jonas führte Feline auf dem Kiesweg vor uns an uns vorbei zum Sandplatz. Ich beeilte mich mit Satteln und wir stiessen zu ihnen. Wir ritten die beiden Stuten nebeneinander warm, arbeiteten danach aber einzeln mit ihnen. Jonas machte mit der Criollostute Dressurarbeit, während ich mit Satine ebenfalls an Takt und konstanter Anlehnung arbeitete. Die beiden waren ähnlich weit in der Dressur – solide ausgebildet, aber nicht hauptsächlich darin gefördert worden. Satine war vor allem im Springen top, während Feline ein vielseitiges Freizeitpferd darstellte. Die Arbeit mit Satine machte heute richtig Spass, da die Stute konzentriert mitarbeitete und sich auch nicht von dem bunten Treiben um uns herum ablenken liess. Nur einmal zuckte sie zusammen, als Jacky sich geräuschvoll durch das Gebüsch, das den Sandplatz zierte, hindurchzwängte. Ich schickte die Jack-Russel Hündin zu Zira, die brav im Gras lag und wartete. Jacky setzte sich eher träge neben ihre jüngere Gefährtin und kam umso freudiger angehüpft, als ich sie nach dem Reiten wieder zu mir rief. Ich zerwuschelte das Fell der beiden Hunde zur Belohnung und führte dann Satine zurück zum Absatteln. Jonas war mit Feline schon vorausgegangen und brachte mir kurze Zeit später Moon Kiddy mit, die ich als nächstes Reiten wollte. Er hatte auch Ljúfaim Schlepptau, denn wir wollten gemeinsam mit Robin Lancaster ausreiten gehen. Die Isländerstute war noch ziemlich jung und früh eingeritten für eine Vertreterin ihrer Rasse. Wir hatten aber bisher nur leichte Arbeit mit ihr gemacht, vorallem Ausreiten im Gelände und ein paar leichte Qualifikationsshows. Galoppiert war sie noch nicht unter dem Sattel, nur Schritt, Trab und Tölt geradeaus. Ausserdem ritten sie nur die leichtesten der Pfleger, damit sie nicht übermässig belastet wurde. Deshalb übergab Jonas Ljúfa auch Robin, die gerade angelaufen kam. Jonas selbst holte hingegen Shira mit dem Knotenhalfter aus ihrer Box und band sie neben mir und Moon an. Die dreijährige Stute wurde gerade eingeritten und war erst einmal richtig unter dem Sattel gelaufen. Wir wollten heute nur eine kleine Runde mit den drei Stuten drehen, wobei Moon als erfahrenes Lehrpferd diente. Die Hunde warteten geduldig, bis wir gesattelt hatten. Sheela war nun auch dabei, denn sie war wiedermal bei Jonas geblieben. Beim Satteln war ‚Prinzesschen‘ noch ein bisschen unruhig, obwohl wir schon einige male geübt hatten. Ich liess die bereits mit dem Bosal gezäumte Moon rasch stehen und vertraute darauf, dass sie nirgens hinging, denn ich wollte Jonas noch bei Shira helfen. Wir zäumten die Ponystute über dem Knotenhalfter und ich nahm sie später beim Aufsteigen zunächst zusätzlich als Handpferd an den Strick. Als alle oben waren, ritten wir eine Runde zur Galoppwiese und dem Waldrand entlang. Zum Glück konnte ich mich so gut auf Moon verlassen, denn die Stute liess sich ausgezeichnet von mir dirigieren und zickte auch nicht, wenn wir Jonas mit Shira helfen mussten. Einmal wollte die unerfahrene Ponystute zum Beispiel nicht an einem Holzhaufen vorbei, sodass ich Moon kurzerhand nutzte, um sie vorwärts zu treiben. Auch mit den frischen Vollblütern war Moon jeweils Gold wert als Trackpony. Ich kraulte sie dankbar durch die dichte Mähne am Hals, als wir das Hindernis geschafft hatten.

      Den ganzen Morgen über ritt oder longierte ich verschiedene Pferde, kurz vor dem Mittag musste ich aber auch noch etwas Buchhaltung für Pineforest erledigen und mich daher in mein Schreibzimmer begeben. Danach hiess es Mittagessen kochen. Lily erzählte uns von nervigen Lehrern und Mitschülern, das Übliche. Sie schien froh, dass sie am Nachmittag keine Schule hatte und zu den Pferden konnte. Sie erklärte stolz, dass sie mit Areion heute Geländesprünge üben wollte. Ich hielt das allerdings für keine gute Idee angesichts des nassen Bodens und weil ich heute keine Zeit hatte sie dabei zu coachen. Es war mir einfach doch noch etwas zu riskant die beiden alleine an den teils massiven Hindernissen üben zu lassen, auch wenn sie nicht hoch eingestellt waren. Lily war natürlich enttäuscht, aber ich munterte sie auf indem ich ihr anbot, dass wir später zusammen mit den Fohlen spielen konnten und überzeugte sie, stattdessen mit Areion heute Abend zu Elliot in die öffentliche Dressurstunde zu gehen. Nach dem Essen nahm ich die Hunde mit zu den Miniature Horses. Die kleinen Pferdchen wollten schliesslich auch gepflegt werden und hatten sich schonmal schön schlammig gemacht, damit sie auch nicht zu kurz kamen. Während die Hunde durch das halbhohe Gras streunerten, begann ich Arco zu putzen. Der silbergraue Hengst hatte jetzt mit dem Winterfell deutlichere Dapples als im Sommer – früher war es manchmal noch fast umgekehrt gewesen. Seine fast ganz weisse Mähne war mit ein paar Dreck-Rastas versehen, welche sich aber gut entfernen liessen. Das wollige Winterfell striegelte und bürstete ich ausgiebig, aber die beine waren nicht gerade einfach sauber zu bekommen, so feucht wie sie waren. Ich putzte sie so gut es ging, verschwendete aber auch nicht zu viel Energie daran, denn er würde ohnehin bald wieder für Shows geschoren werden. Dasselbe war es auch mit Lenny und Becks. Wobei ‚Red’ schon vor dem Putzen von allen noch am besten ausgesehen hatte. Bei den Stuten war Lewis mittlerweile mit dem Misten fertig und bürstete nun ebenfalls fleissig die dichte Wolle der Vierbeiner. Er war mit Rose schon fertig und kümmerte sich gerade um Tigrotto. Ich schlüpfte unter dem Zaun durch und fing Lady ein. Die Fuchsstute folgte mir willig zum Zaun und liess sich genüsslich von mir massieren. Sie sah so edel aus, trotz des Winterfells, wenn sie ihren Hals vor Wohlsein rund machte. Mit den beiden Youngsters, Kiwi und Tiki, wollte ich einen kleinen Spaziergang machen. Lewis nahm bei der Gelegenheit auch gleich Queenie und Papillon mit. Die beiden hatten heute frei (sie waren gestern auf einer längeren Trainingsfahrt gewesen) und so ein Spaziergang war bestimmt lockernd für die beanspruchten Muskeln. Wir gingen mit den vier Ponys zum Fluss und über die Feldwege um Pineforest herum. Auf dem Heimweg begegneten wir Lily, die mit Peppy ohne Sattel und mit dem Stallhalfter unterwegs war. Ich rief ihr nach, dass sie bei der Strasse vorsichtig sein solle und erntete nur ein klangvoll ausgerufenes „Ich we-iss“. Lewis grinste nur belustigt und wir plauderten weiter über die kommenden Fahrturniere.
      Während Lily noch im Gelände herumdümpelte, ging ich schonmal zu Thairu, dem Zebra. Sie und Zazou, den wir ab und zu aus Gewohnheit immernoch Dante nannten, standen Popo-an-Kopf nebeneinander unter dem geschützten Unterstand, den wir für sie gebaut hatten. Beide hatten kaum Winterfell aufgrund ihrer Art, vertrugen die Kälte im Winter aber trotzdem ziemlich gut, solange sie einen Rückzugsort hatten. Ich trainierte im Moment nicht mehr so oft mit Thairu, weil mir die Zeit dazu schlichtweg fehlte. Ich hatte aber nicht das Gefühl, dass ihr das schadete. Im Gegenteil; sie vergass kaum etwas zwischen den Trainingseinheiten und war jeweils entspannt, wenn wir wiedermal mit ihr arbeiteten. Ich putzte sie heute nur gründlich durch, ebenso wie den Wildesel neben ihr. Thairu mochte es besonders an ihrem Unterhals gestreigelt zu werden. Aber auch Zazou hatte eine Lieblingsstelle, nämlich hinter seinenen langen Löffeln. Ich klopfte dem Zebra beim Gehen auf den Po und begab mich in Richtung Fohlenweiden. Lily hatte Peppy versorgt und kam angerannt, als sie mich sah. „Was wollen wir mit ihnen üben?“, fragte ich meine Nichte, sobald sie in Hörweite war. „Blachen! Und den Gymnastikball, und vielleicht Flattervorhang?“ „Ich glaube Ball und Blachen reichen für heute, aber wir können noch ein paar Kegel aufstellen und Führtraining machen.“ „Ja!“ Sie lief voraus zur Halle, denn im Bereich vor der Reiterstube hatten wir einen Lagerraum für das ganze Bodenarbeitsmaterial. Ich folgte und gemeinsam trugen wir die Übungsgegenstände zu den Weiden. Die Hunde waren wie immer mit dabei, und bei der Halle waren wir dem Kater Kafka begegnet, der uns von der Treppe zur Tribüne aus scharfäugig beobachtete hatte. Als erstes wurden wir bei den Weiden von Skyrim begrüsst, der Lily sofort seine rosa Schnauze ins Gesicht streckte. Das erstaunte mich nicht sonderlich, so viel, wie sich meine kleine Nichte mit dem Reitpony beschäftigte. Auch die anderen Hengstfohlen kamen neugierig näher, während wir den ‚Parcours‘ aufstellten. Cupid begann sogar frech an der Blache herumzuzupfen und sie mit dem Huf zu bearbeiten. Simply blieb erstmal auf Abstand, traute sich dann aber doch neben Cupid an der blauen Blache zu schnuppern. Übrigens waren die Vollblutfohlen mittlerweile abgesetzt worden und nach Pineforest umgezogen. Das Verladen der halbjährigen war natürlich ein riesen Ereignis gewesen, mit viel Gequietsche und grossen Augen. Aber am Ende hatte alles ohne Zwischenfälle geklappt und die Fohlen waren gut angekommen. Als wir alles bereitgestellt hatten, holte ich zwei Halfter und Stricke damit wir das Führtraining machen konnten. Selbstverständlich behielt ich Lily die ganze Zeit im Auge, während sie zuerst Skyrim und danach Clooney durch die Pylonen führte. Sie hatte die Anweisung den Strick einfach loszulassen, falls sich einer der Halbstarken erschrecken sollte. Ich selbst führte Mambo an den Gymnastikball heran, bis er ihn mit den Vorderbeinen wegschubste. Er erschreckte sich leicht, liess sich aber erneut auf mich ein und war bei den weiteren Versuchen schon viel mutiger. Solas kam natürlich auch dran und zeigte bei den Blachen bereits jetzt Nervenstärke. Ich war sicher, dass er einmal ein hervorragendes Trailpferd werden würde.
      Bei den Stuten lief es ähnlich ab; die meisten waren ziemlich neugierig und untersuchten die Mitbringsel. Besonders die älteren wie Sarabi, Daedra, Snowflake, Fire und Dolly hatten schon einige solcher Spieleinheiten hinter sich und kannten die Gegenstände. Aber auch Cranberry traute sich sofort heran und bearbeitete den Ball mit ihren Fohlenzähnen. Ich war froh, dass Chime jetzt auch auf Pineforest war und ich sie jeden Tag im Blick hatte. Ella hatte zwar gute Arbeit geleistet und sich ausreichend um das schwächliche Stutfohlen gekümmert, aber mir war trotzdem wohler, wenn ich mich selber um sie kümmern konnte. Sie war und blieb ziemlich schmal, man sah auch ihre Rippen recht gut. Aber laut dem Tierarzt war sie soweit über dem Berg und mit genügend Futterzusätzen würde sie auch gross werden. Es war natürlich eine aufwändige Zukunft, die da vor uns lag, doch für das hübsche Stutfohlen wollte ich keine Mühen scheuen. Sie war mir schon so ans Herz gewachsen, dass ich sie keinesfalls loslassen könnte, auch wenn Oliver skeptisch war, ob die kleine jemals eine Zukunft als Rennpferd haben oder überhaupt gesund bleiben würde. Ich wollte es wenigstens versuchen und ihr diese Chance geben. Weniger dramatisch stand es um die dratige, grobknochige Karma. Sie war ein richtiger Brocken, und ich schätzte, dass sie wohl ein ordentliches Stockmass erreichen würde. Wegen ihrer langen Beine sah es lustig aus, wenn sie grasen wollte. Sie stand dann jeweils vorne ganz breit auseinander. Nun fehlte nur noch Indy, die immernoch bei Ella stand, weil sie ungefähr zwei Monate jünger als die anderen Fohlen war. Ich freute mich schon darauf, endlich alle Fohlen auf dem Hof zu haben. Lily und ich versorgten alles wieder in der Halle, sobald wir fertig waren. Danach gingen wir erstmal ins Haus um uns mit einer Tasse Tee aufzuwärmen, denn es war bereits am Vormittag eine kühle Bise aufgezogen, die sich hartnäckig gehalten hatte. Immerhin war der Himmer klar und blau. Lily ging später wie beschlossen in die Dressurstunde und ich kümmerte mich um zwei neue Pensionäre – denn ich hatte beschlossen, die leeren Boxen auf Pineforest zu vermieten. Im Moment standen schon zwei auswärtige Pferde im Stall, und eines davon war unser alter Freund Fajir. Der Besitzer war sofort mit ihm zurück hierhergezogen, als er von den freien Boxen erfahren hatte. Er war ohnehin seit er den Cremello besass zu uns in die Reitstunden gekommen, und nun konnte der begeisterte junge Herr auch von der restlichen Infrastruktur von Pineforest profitieren. Heute waren nun noch ein weiteres mir unbekanntes Pferd, und Majandro angekommen, den ich ebenfalls vor einer ganzen Weile verkauft hatte. Ich war sicher, dass auch noch weitere der Pferde folgen würden, die ich in unsere Nachbarschaft abgegeben hatte.

      Gegen halb Zehn Uhr klingelte das Telefon bei uns erneut. Ich liess Jonas rangehen, da ich gerade Wäsche bügelte, weil unsere Putzfrau (jawoll, so faul war ich seit Jahren) mit Grippe im Bett lag. Ich lauschte mit einem Ohr dem Gespräch und mein Puls schlug schneller, als ich mir zusammenreimte, worum es ging. „Sie haben sie gefunden?“, hauchte ich zu Jonas, der mir grinsend einen Daumen hoch als Antwort gab, während er dem Beamten zuhörte. Ich machte förmlich einen Freudensprung und konnte es kaum erwarten, die Details zu hören. „… Okay, we’ll pick them up right tomorrow, if that is possible. Yeah sure. Thank you so very much.“ Er legte auf und ich umarmte ihn erstmal vor Erleichterung. “Sie wurden in der Nähe von Southampton in einem Schuppen gefunden. Offenbar wollten die Diebe sie demnächst bei einer Nacht und Nebel Aktion per Schiff nach Frankreich und von dort aus mit gefälschten Papieren weiter transportieren. Die Polizei hat die Dokumente beschlagnahmt, es war offenbar alles schon vorbereitet. Wir hatten Glück, denn es wäre schwierig geworden, sie im Ausland aufzuspüren. Wir können sie morgen holen gehen – ach ja, und sie seien in einem recht guten Zustand, also ist ihnen nichts weiter passiert.“ Mir kamen beinahe Freudentränen, was mich erstaunte, weil ich normalerweise nicht so nah am Wasser gebaut war. Vielleicht werde ich doch langsam zu einem normalen Menschen wie alle anderen, überlegte ich im Stillen. Falls ja, liegt das definitiv an dem guten Einfluss meiner grossen Familie hier.

      Occulta Jungpferde und ältere Jungpferde
      PFS’ Sarabi, PFS’ Counterfire, PFS’ A Winter’s Tale, PFS’ Stop Making Sense, Subsyndromal Symptomatic Depression, Daedra, Nosferatu, Areion, Sika, Parányi, Vychahr, Bintu Al-Bahri, Farasha, Islah, Numair, Lindwedel, Circus Dancer, tc Herkir, Ljóski, Vai Alida, Cabinet of Caligari, scs Bluebell, PFS’ Dancin’ to Jazz

      Oliver und ich sassen zusammen in der Reiterstube und beobachteten die Reitstunde durch die grosse Glasscheibe. Lisa stand in der Mitte und dirigierte fremde, sowie unsere eigenen Leute durch verschiedenste Bahnfiguren. Mit einem Lächeln beobachtete ich die kleine Suri, Lilys neue Freundin, die auf Nosferatu leichttrabte. Sie bewegte sich noch etwas unbeholfen und hatte nicht immer ganz denselben Takt wie das Pony unter ihr, aber sie gab sich sichtlich Mühe und versuchte ihren Körper gerade zu halten. Lily, die mit ihrem Tinker Areion ein eingespieltes Team war, ritt ihr natürlich um die Ohren, aber dafür, dass Suri erst seit zwei Wochen im Sattel sass, schlug sie sich richtig gut. Pony Nossi benahm sich ebenfalls tadellos. Sie buckelte nicht, war nicht zu schnell und liess sich von Lisa per Stimmkommandos fast fernsteuern. Ich wandte mich wieder an Oliver, der mich fast gleichzeitig ansah. «So?», fragte ich mit erwartungsvollem Blick, denn der Trainer hatte mich hierherberufen, um über die jungen Vollblüter zu reden. «The Training this morning was okay. But I still worry, because your horses were started about 9 months later than all the others. They missed their complete two-year-old debut.» «And?» «Well, they sure have gained lots of muscles, but they had less time to build bone substance and gain experience.» «Yes, but instead they were able to grow unaffected by rider weight during these extra months. And they had more time to grow mentally aswell», rechtfertigte ich. «I just want to make a suggestion. You may want consider starting the yearlings from last spring, because they would be at an ideal age now.» «Mambo and the others? Isn’t that too early?», fragte ich mit einem mulmigen Gefühl. «Look, it is normal in the racing industry to start them at about 18 to 20 months of age. They are 20 months old right now, plus you don’t have any of your so called ‘more mature’ two-year-olds to train for the coming season. You know we treat them very gentle and Jockeys aren’t lightweight for no reason.» Ich runzelte nachdenklich die Stirn. Weil ich schwieg, fuhr er fort. «The reason why I didn’t complain last year or the year before that was because those two-year-olds had late brith dates and those dates were also too far apart. It would have been impossible to start them at a reasonable time for the racing season, considering their differences in age. I admit that I manipulated you into breeding at a convenient time so that the foals last year were mostly born in march, so this issue wouldn’t come up again. Early training is crucial so that their bone structure can adjust to the strains of racing.» «I don’t know… Not so long ago they were just little foals. I mean, I remember Dollys birth as if it had been yesterday.» «But look at them now. Thoroughbreds grow extremely fast, they were bred like that for exact that reason.» «Give me a little time to think about it.» Er nickte und stand auf. Ich blieb noch eine Weile sitzen und beobachtete die Reitschüler. Sie mussten sich gerade am Schulterherein versuchen. Darren ritt auf Sika, die deutlich dreispurig lief. Zufrieden lächelte ich bei dem Anblick. Darren bemerkte, dass ich ihn beobachtete, als er an der Scheibe vorbeiritt und lächelte verlegen zurück. Bei Lily klappte das Schulterherein noch nicht ganz, also holte Lisa sie zu sich in die Mitte und zeigte ihr, wie sie den Unterschenkel halten musste. Danach waren schon bessere Ansätze erkennbar, aber natürlich noch weit weg von den erfahreneren Reitern. Nosferatu lief zuverlässig zweispurig geradeaus, mit leichter Innenstellung. Aller Anfang war nun mal schwer, aber ich wettete, dass Lisa Suri auch gesagt hatte, dass sie es einfach versuchen solle und noch nicht beherrschen müsse. Für den Galopp nahm die Reitlehrerin ihre jüngste Schülerin dann auch an die Longe, während die anderen auf der A-Volte blieben. Suri musste sich im Moment nur am Sattel festhalten und sich an den Bewegungsablauf gewöhnen, die Zügel hatte Lisa für sie über dem Widerrist verknotet, damit das Mädchen die Hände frei hatte. Nossi war ziemlich gut ausbalanciert und lief zuverlässig im Kreis. Suri musste ihre Hände als Balanceübung vom Sattel lösen und frei nach aussen strecken. Einmal wurde Nossi dann doch etwas schnell, sodass Suri sich kurz erschrocken festhielt, danach aber gleich wieder mutig weiterübte.

      Als sie mit dem Austraben begannen, verliess ich die Reiterstube und begab mich in den Nebenstall. Es war drei Uhr, aber der Himmel war so düster, dass es mir vorkam wie Abend. Der Himmel war mit grossen, bauschigen Wolken bedeckt und ein kalter Wind schlich sich durch meine Jacke hindurch bis zur Haut. Die Stuten im Nebenstall kümmerte das sichtlich wenig. Sie raschelten gemütlich in ihrem Stroh und unterbrachen diese Tätigkeit höchstens, um zu sehen, ob ich ihnen etwas Besseres zu Fressen brachte. So auch Parányi, als ich ihre Boxentür entriegelte. Sie drückte mir erwartungsvoll ihre dunkle Schnauze ins Gesicht, typisch unsanft für ein junges Pferd, wie ich bemerkte. Weil es so windete, hatte die rappfarbene Stute auch wenig später beim Putzen viel zu glotzen. Vorbeiwehende Blätter, galoppierende Fohlen in der Ferne… Die Stute sah sich alles mit aufmerksam hochgestrecktem Kopf an und blendete mich sozusagen aus. Mir war das schnuppe, solange sie mich nicht irgendwie anrempelte oder mir auf die Füsse stand. Das schien sie auch zu wissen, denn trotz der Ablenkung gab sie ihre Hufe brav und stand schön still. Jedenfalls bis eine grosse, weisse Plastiktüte über den Schotterweg fegte. Da fielen ihr die Augen fast aus den Höhlen und sie musste laut rasselnd Luft einsaugen. Ich klopfte ihr beruhigend auf den Hals und stellte sicher, dass sie mich bemerkte. Trotzdem stand sie nach einem folgenden Zusammenzucken etwas breitbeiniger da als zuvor. «Schon gut, Glupschi. Es wird dich nicht auffressen», lachte ich bei dem Anblick. Insgeheim beschloss ich, dass die Stute wiedermal ein wenig Anti-Schrecktraining brauchte. Auch Jonas, der dem Plastiksack hinterherlief, um ihn in die Mülltonne zu schmeissen, bemerkte Parányi und mich. «Haha, freu dich auf nachher; so wie die heute drauf ist werdet ihr’s lustig haben», rief er mir entgegen. Ich meinte lachend, dass das auch meine Sorge sei. Nichts desto trotz sattelte ich Parányi kurz darauf und führte sie fertig gezäumt zum Aufsteigen auf den Kiesweg. Ich hatte tatsächlich einen Ausritt mit ihr vor, allerdings war mir zugegebenermassen unwohl, wenn ich mir den grossen, schwarzen Angsthasen neben mir ansah. Da kam mir Lewis gerade recht, der Vychahr auf den Sandplatz führen wollte. «Hey!», rief ich, «do you want to join me and Parányi instead?» Er hielt an und überlegte kurz, dann gab er mir ein Daumen-Hoch und schwang sich auf den Rücken des Fuchshengstes. Ich erklomm mein Reittier ebenfalls und schloss zu ihm auf. «Wanna visit Rosie?», fragte Lewis. «Sure.» Wir ritten zwischen den Tannen hindurch in Richtung Fluss, trabten nach der Brücke den ganzen Schotterweg bis zur Wilkinson Farm und spazierten auf den Hof. «Good day Mr. Gordon. Is Rosie at home?» Der stämmige Chefpfleger der Farm wischte gerade den Platz vor dem Stall, als wir ihn überraschten. «I will inform her, just a moment.» Er verschwand im Stallgebäude und brachte die dunkelrothaarige Ex-Pflegerin von Pineforest Stable mit raus. Verwundert begrüsste sie uns. «I didn’t expect you to come today, what brought you here?» «Nothing really, we were just passing by and thought we’d say hello», erklärte ich. Sie meinte daraufhin, dass wir eigentlich gerade recht kämen, weil sie uns etwas zeigen wolle. Gespannt stieg ich ab und band Parányi beim Putzplatz an, Lewis tat es mir mit Vychahr unter Einhaltung genügenden Abstands gleich. Wir folgten Rosie zu den Weiden und entdeckten nebst den beiden friedlich grasenden Araberstuten Farasha und Islah auch noch eine weitere, graue Figur unter den Bäumen. Im ersten Moment dachte ich aus lauter Gewohnheit an First Chant, verwarf die Idee aber augenrollend sofort wieder – das Stutfohlen stand ja inzwischen auf unserer eigenen Fohlenweide zuhause. «That over there is Lindwedel. He’s a Fell pony, I bought him last week. He looked very cute with his curly mane and tail, so I thought ‘why not?’» «He sure is stunning. How old is he?» «16 years» «Really? And still so dark grey?», meldete sich Lewis zu Wort. «Yep. Doesn’t look like he will get much lighter, too.» «Nice. Gelding, I guess?», riet ich mit einem Blick auf die Weide mit den beiden Stuten. Rosie antwortete lachend «Of course.» Wir plauderten noch eine Weile, dann machten Lewis und ich uns wieder auf den Weg. Allerdings verliess ich den Hof nicht, ohne Anubis und Numair ein Leckerli zu bringen – wenn ich schon nicht wegen ihnen hier war. Bintu bekam auch eins, damit er nicht eifersüchtig wurde.

      Als wir von unserem Ausritt zurück waren, musste ich Parányi die Abschwitzdecke anziehen – obwohl sie am Bauch geschoren war. Wir hatten ein paar lustige Galopps und Geisterbegegnungen hinter uns, aber im Grossen und Ganzen war der Ausritt schön gewesen. Vychahr hatte sich von der Rappstute natürlich auch etwas anstecken lassen, war aber längst nicht so verschwitzt. Während ich Die Stute in ihre Box versorgte, hörte ich David und Elliot mit dem Anhänger zurückkommen. Die beiden hatten mit Dancin’ to Jazz ein Trail-Anfänger-Turnier besucht. Gespannt wechselte ich zum Parkplatz, sobald ich die Boxentür geschlossen hatte. Liebevoll lief ich zu Jazz und streichelte die Stute zur Begrüssung. «Heyy my beauty. How was she?» Elliot antwortete verschwörerisch «make a guess.» «…Last?», fragte ich besorgt. «Far off. They were placed second», enthüllte Elliot grinsend, und wurde prompt von meinem fröhlichen «yes!» abgewürgt. Ich umarmte den Hals der Stute und klopfte David stolz auf die Schulter. Meine Freude war gross, denn diese erste Platzierung der Stute zeigte mir, dass wir auf dem richtigen Weg waren. Nun durfte Jazz aber erstmal zurück in den Offenstall und ihre Ruhe geniessen. Diese Woche war wirklich hervorragend gelaufen, denn es hatten auch gleich drei unserer Stuten ihre Körungen geschafft: Vai Alida, Cabinet of Caligari und meine kleine Bluebell.

      Mit bester Laune ging ich ins Haus und machte mir eine Tasse Tee. Nach der Kälte draussen war das eine weitere Wohltat. Kafka, der bunte Kater, sass draussen auf dem Fensterbrett bei der Küche. Ich beobachtete ihn durch die Scheibe. Er schien irgendwas zu sehen, jedenfalls blickte er tiefgründig in die Ferne. Ich konnte es nicht sein lassen, ihn zum Spass zu erschrecken, indem ich das Fenster aufmachte und «Buh!» rief. Er sprang runter und peitschte mit dem leicht gesträubten Schwanz, dann verschwand er um die Hausecke. «Du hast mich und die Pferde oft genug überrascht, geschieht dir absolut recht», murmelte ich rechtfertigend, hatte aber trotzdem einen Anflug von schlechtem Gewissen. Eine weitere Katze entdeckte ich unweit entfernt unter den Büschen die den Reitplatz säumten. Sie war nichts weiter als ein dunkler Schatten zwischen den Zweigen, nur die grünen Augen sah man deutlich. Es handelte sich um die scheuste der vier Katzen, Moya. Ich wollte sehen, ob Lisa schon Fortschritte dabei gemacht hatte, das wollige Tierchen zu zähmen. Ich öffnete die Haustür und stellte zunächst angewidert fest, dass Kafka mir mal wieder eine Kopflose Maus dagelassen hatte – das schlechte Gewissen von zuvor verflüchtigte sich augenblicklich. Ich schob die kleine Leiche mit dem Fuss von der Terrasse ins Gras und näherte mich dann vorsichtig meinem Ziel. Moya war schon im Begriff aufzustehen und zu flüchten, also kniete ich rasch runter und lockte sie mit allem, was mir einfiel. Sie sah mich mit grossen Augen an, die misstrauischer nicht hätten sein können. Aber sie blieb kauernd unter dem schützenden Gebüsch, und liess mich ganz langsam näherkommen. Ich konnte schon fast den Arm nach ihr ausstrecken, als plötzlich Jonas von hinten rief «Was machst du da, Occu?» Ich zuckte zusammen, und bevor ich es realisierte, erkannte ich nur noch knapp einen schwarzen Schatten bei den Paddocks des Nebenstalls verschwinden. Enttäuscht richtete ich mich auf und strich mir die feuchten Hände an den Hosen ab. «Na toll, ich war so nahe dran», schmollte ich vorwurfsvoll an Jonas gewandt. «Die schwarze Katze? Die kann doch niemand streicheln. Sogar Lisa hat aufgegeben.» «Lisa ist auch dauernd hyperaktiv, da würd ich auch abhauen.» Wir lachten und schlenderten über den Hof. Zira entdeckte mich und kam vom Parkplatz her angerannt, fast an ihrer eigenen Zunge erstickend. Ich knuddelte sie liebevoll durch. «Wenigstens die ist anhänglich», stellte ich fest. «Und was ist mit mir?», meinte Jonas empört und umarmte mich spielerisch. «Ja ja, schon gut. Du brauchst mich nicht gleich zu zerquetschen. Wie war überhaupt dein Tag? Ich hab dich heute kaum gesehen, ausser beim Mittagessen und Plastiksack-Jagen.» «Ich war auch dauernd im Gelände unterwegs. Am Morgen mit Herkir, in Begleitung Ljóski und Lewis –» «Haha, ich vorhin auch. Wir waren mit Vilou und Parányi draussen.» «Ach, ich hab mich schon gefragt wo er steckte; ich war, nachdem du weg warst, mit Dancer auf dem Sandplatz, um Dressurarbeit zu machen und hab seine Sprüche bezüglich meines Stuhlsitzes vermisst.» «Der ist doch schon viel besser geworden, nicht?» Er zuckte mit den Schultern. «Wir können ja heute Abend zusammen zu Elliot in die Stunde gehen, dann wird er’s dir schon sagen. Ach ja, ich muss noch was Wichtiges entscheiden – Oliver hat mir schon Dampf unter dem Hintern gemacht.» «Was denn?» «Ob wir Generation Mambo schon jetzt einreiten sollen.» «Eiiigentlich sehen die ja schon ganz ordentlich aus, da hat der alte Olly schon Recht.» Beim Begriff ‘alter Olly’ musste ich belustigt glucksen. «Lass ihn das nicht hören, ja? Der reisst dir den Kopf ab. Aber ernsthaft, meinst du die sind so weit?» «Komm mal mit.» Wir liefen zu den Weiden und beobachteten die Stutfohlen eine Weile. Ich unterbrach das Schweigen nachdenklich. «Weisst du, Oliver hat schon Recht, wenn er sagt, dass sich der Körper der Vollblüter so früh wie möglich an die Belastung anpassen und entsprechend Substanz bilden sollte. Mit zunehmendem Alter ist der Effekt einfach nicht mehr derselbe, und gerade wenn sie noch im Wachstum sind, können sich mit dem richtigem Training die optimalen Strukturen entwickeln, damit sie später trotz der Rennbelastung lange gesund bleiben.» Jonas sprach zuversichtlich: «Ich meine, wenn du merkst, dass sie überfordert sind, kannst du jederzeit abbrechen und sie wieder auf die Weide stellen. Da könnte auch ein Oliver nichts entgegenhalten. Ausserdem kannst du sie im Voraus und zwischendurch Tierärztlich abchecken lassen, wenn das dein Gewissen beruhigt. Und zuletzt könntest du ja auch einen Kompromiss machen, indem du dich einverstanden erklärst, dass sie zwar schonend trainiert werden, aber nicht an Rennen starten bis sie dreijährig sind. So wäre zumindest der Einwand wegen des Knochenwachstums vom Tisch.» «Die Idee mit dem Kompromiss ist genau das, was ich gebraucht habe», rief ich dankbar aus. «Das Training selber leuchtet mir nämlich wie gesagt gewissermassen ein, aber mir war es ein Dorn im Auge, schon an den Rennen für die Zweijährigen teilzunehmen. Ich finde das einfach zu früh. Aber diesen Vorschlag werde ich Oliver nachher mal unterbreiten. Und sonst zieh ich mit seinem Plan nicht mit, Vogel friss oder stirb.» Mit einem beruhigten Gewissen streichelte ich Thalia, die an den Zaun gekommen war. Die beinahe schneeweisse Stute untersuchte mit ihrer rosa Schnauze meine Hand und schleckte mir die kalten Finger ab. Hinter ihr tauchten auch Dolly und Sarabi auf. Nur Daedra und Counterfire blieben zusammen mit den jüngeren Fohlen in der Mitte der Weide und grasten weiter. Bei Daedra würde ich mit dem Training auf alle Fälle auch noch warten, denn sie war im Herbst geboren und damit ein halbes Jahr jünger als die anderen. Das sah man ihr auch deutlich an.

      Wie beschlossen, redete ich gegen sieben Uhr mit Oliver, den ich in einer der Sattelkammern im Hauptstall erwischt hatte. Er war nicht nur einverstanden mit meinem Vorschlag, sondern wirkte damit sogar sehr zufrieden. Wir beschlossen, die Youngster morgen in den Hauptstall zu verschieben und mit der Gewöhnung an die Ausrüstung zu beginnen. In den nächsten Wochen würden sie noch vollkommen ohne Reitergewicht, an der Longe oder Doppellonge, trainiert werden. Erst dann wollten wir langsam die leichtesten der Jockeys auf ihre Rücken setzen und viel Schritt im Gelände reiten. Wenn alles gut lief, konnten wir danach mit der Trabarbeit beginnen. Ich bestand ausserdem auf die Tierärztlichen Untersuchungen. So konnte ich einigermassen entspannt zu Bett gehen.
    • Quinzel
      Jahreswechsel und Neuzugang
      11911 Buchstaben by Quinzel aus der Sicht von Fay Temiz
      Pflegebericht für: Emperor, BC' Morning Glory, Bintu Al-Bahri, Daw'alshams


      31. Januar 2018. Draußen herrschte noch absolute Dunkelheit als mein Wecker 5:30 Uhr klingelte. Ich hatte die ganze Nacht kein Auge zubekommen vor lauter Aufregung. Ich hatte mich schlaflos herumgewälzt und mindestens eine Milliarde Mal auf die Uhr geschaut, denn genau auf diesen Mittwochmorgen wartet das gesamte Al Sahra Gestüt schon seit Wochen. Auf meinem Kalender war dieser Tag mit rotem Edding markiert, dreimal umkreist und schätzungsweise zwanzig Mal unterstrichen. Das Feld, bestimmt für den heutigen Tag, war mit 5 Buchstaben geschmückt. Bintu. Ziemlich klischeehaft das Ganze, aber die Vorfreunde war so immens. Ich sprang direkt aus dem Bett, duschte und zog mich an. Das übliche Outfit, Reiterhose und Polohemd, trug ich auch heute. Meine schwarzen Haare trug ich auch heute wieder in einem eng gebundenen Pferdeschwanz. Nachdem ich mich fertig gerichtet habe, ging ich runter und machte mich auf in Richtung Gutshaus.
      Bintu Al-Bahri war unser Neuzugang. Ein Arabisches Vollblut, Jahrgang 2005, bereits prämiert und einige nennenswerte Nachkommen. Der Hengst kam direkt aus England zu uns, deswegen hat uns das Tierchen ein kleines Vermögen gekostet, aber er war es einfach jeden Penny wert. Für unser kleines Gut hatte das Jahr sehr gut angefangen. Ende Dezember ist Daw’alshams zu uns gezogen, eine wunderschöne Palomino Stute, 5 Jahre jung, kurz drauf dann Emperor, ein sehr sportlicher Hengst, sehr lernwillig und begabt. Das Training mit den beiden hat sich seither gelohnt, sie haben stark an Muskeln gewonnen und konnten auch schon Turniere für sich gewinnen. Anhand der Umstände war ich wenig überrascht, dass alle schon munter waren, als ich das Gutshaus betrat. Nahla hielt mir direkt eine Tasse warmen Kaffee unter die Nase und mein Vater blätterte noch in diversen Unterlagen herum. Als er mich bemerkte, betrachtete er mich kritisch und fragte: „Hast du für BC' Morning Glory eigentlich schon ein Termin beim Tierarzt gemacht? Das steht noch an“. Ich griff mir an den Kopf, da mir das total entfallen war. Ich hatte den kleinen Glory unter meine Fittiche genommen. Er machte sich gut bei uns, lernt viel und entwickelt sich achtbar. „Nicht so tragisch, Dr. Quinzel wird uns demnächst besuchen und sich um unsere Neuzugänge kümmern“, antwortete er, ehe ich dann nach draußen ging um nach unseren Arabern zu schauen. Ich lief den Stall entlang und kontrollierte alle Stalltüren und im Hengststall kam mir dann auch Jamal entgegen. Er war inzwischen einer unser treusten Mitarbeiter und er war mir auch als ein Freund ans Herz gewachsen. „Na, guten Morgen. Auch schon aufgeregt?“ fragte ich ihn und er nickte nur. Gemeinsam gingen wir das tägliche Pflichtprogramm durch und gegen Vormittag brachten wir gemeinsam die Pferde auf die Weiden. Als wir fertig waren, fragte mich Jamal ob ich denke, dass sich Bintu mit Emperor verstehen würde. "Ich denke schon", gab ich zurück, "Aber so genau können wir das nicht sagen". Plötzlich bemerkte ich, dass mein Magen anfing zu knurren. "Sollen wir mal nach dem Essen schauen?", fragte ich ihn, er nickte und gemeinsam gingen wir zum Haupthaus. Auch beim Mittagessen war die Anspannung groß, da niemand genau wusste wann Bintu hier ankommen würde. Meine Schwester hatte für alle gekocht und das ganze Team fand sich in der Küche ein. Nahla half seit dem Verlust im Haushalt mit, übernahm auch Teile des Marketings. Während der Urlaubssaison boten wir Wüstenritte mit unseren Arabern an, für eine zweite Einnahmequelle, aber heute hatten wir keine Gäste. Beim Abräumen war plötzlich ein Auto zu hören mit einem Anhänger im Schlepptau. Binnen Sekunden hatten sich alle draußen versammelt, bevor Bintu dann aus dem Hänger geführt wurde. Nahla gab ein quietschen von sich. „Wow, ist der toll“, sagte sie und ließ ihn ihre Hand beschnuppern. Nach Streicheleinheiten und ausgiebigem kennenlernen, wurde der Hengst von mir auf die Hengstweide geführt. Zuerst stand Bintu noch etwas Abseits und traute sich nicht so recht sich herumzutoben. Unsicher lief er den Zaun ab, aber nur kurz später galoppierte er über die Weide und schien sich langsam mit seinem neuen Zuhause anzufreunden. Unser Team widmete sich weiter ihrer Arbeit zu, Nahla und Yahya, mein Vater, gingen hinein, um sich um den Papier kram zu kümmern. Jamal tauchte neben mir auf und gemeinsam beobachteten wir stillschweigend die Pferde auf der Weide. Nur Glory tobte und spielte auf der Weide, sogar bei Bintu war nun Ruhe eingekehrt. Nach einigen Minuten brach Jamal das Schweigen. „Komm, lass uns die Boxen misten“, sagte er. Das Tagesprogramm ging also weiter und es war hart in der Hitze zu arbeitet. Nahla nutze das gute Wetter um mit Emperor ausreiten zu gehen. Zwischen den beiden war eine richtige Bindung entstanden, seit er im Dezember zu uns gezogen ist. Die beiden waren ein Dreamteam geworden und es machte auch Spaß den beiden beim Training zuzuschauen.


      14. Februar 2018. Es war Valentinstag. Bintu hatte sich gut eingelebt, es gab keinerlei Probleme und inzwischen war wieder Ruhe auf dem Gut eingekehrt. Es war noch früh am Morgen und war grade damit beschäftigt Dawis Hufe auszukratzen. Immer wieder zog sie den Huf weg und ich musste sie ermahnen. Anfang Jahres hatten wir sie aus Jordanien bekommen, über ihre Herkunft ist allerdings nicht viel bekannt. Sie war nicht sonderlich fit als sie zu uns kam aber sie war auf dem besten Weg der Genesung. Sie war dennoch verspielt, unfassbar lieb und meistens einfach zu händeln. Manchmal kam ihre verspielte und freche Seite in ihr durch. Nach den morgentlichen Stallarbeiten einigten Jamal und ich uns darauf, um den 14. Februar zu ehren, zu zweit mit Bintu und Emperor ausreiten zu gehen. So ganz freundschaftlich natürlich. Er schnappte sich Emperor und ich mir Bintu und gemeinsam machten wir uns auf den Weg. Wir nahmen den Ostausgang, vorbei am Gutshaus. Es war sehr trocken derzeit und die einzelnen Büsche wirkten noch trockener als sonst. Aus Afrika waren warme Winde hergezogen, wodurch die arabische Wüste noch wärmer schien. Kaum zu glauben, dass es in anderen Teile der Welt minus Grade hatte. Der Ausritt war dennoch schön, schließlich waren wir und unsere Pferde, dieses Klima gewohnt und gut vorbereitet. Jamal erzählte während dem Ausritt viel über sich selbst. Jamal kam aus Indien zu uns, um einfach mehr Möglichkeiten zu haben. Auch dort hatte er schon viel mit Tieren gearbeitet. Aber dennoch hatte er seine Familie nicht im Stich gelassen, seit er hier arbeitet schickt er jeden Monat eine kleine Geldüberweisung an seine Eltern. Wir sprachen offen wie nie über all das, was wir nicht so gerne teilten. Auch wenn Jamal eigentlich nur ein Angestellter war, war er Teil unserer Familie und ein guter Freund. Nach einer Weile fingen wie an, über Serien zu reden und rätselten, wer letzten Endes tatsächlich auf dem Thron in Game of Thrones enden würde. Ich hatte Jamal dazu überredet, die Serie zu schauen, jetzt war er genau so begeistert wie ich. Jamal war der Meinung, dass ein Lannister auf dem Thron bleiben würde, ich war überzeug, dass Danny den Thron an sich reißen würde. Er verdrehte die Augen. „Das wäre einfach zu vorhersehbar. Schließlich kann man davon schon in Staffel 1 ausgehen“, da hatte er wohl recht. „Wir werden es ja irgendwann in 20 Jahren oder so herausfinden“, gab ich zurück und verdrehte die Augen. Nach einer guten Stunde kamen wir auch wieder an auf unserem kleinen Hof. Wir versorgten die Pferde und ließen sie wieder auf die Koppel, danach kochten wir uns in der Küche Tee auf und ließen den Abend mit einem Quentin Tarantino Film ausklingen. Der Film endete damit, dass alle Protagonisten auch ein „Ende“ gefunden haben. Nahla hatte sich zu uns gesellt und als der Film zu Ende war, schaute sie mich etwas verdattert an. „Und sowas drehen die in Hollywood?“ fragte sie mich verwundert und lachte. Auch Jamal schien etwas entsetzt über den Film. „Fast so schlimm wie usnere Filme“, gab er zu. Vielleicht war The Hateful Eight doch nicht die beste Wahl gewesen. Aber die Filmauswahl auf Netflix war ja auch nicht das Gelbe vom Ei.

      2. März 2018. Auch die nächsten Tage verflogen wie im Flug. Es war Frühlingsbeginn, tatsächlich fingen auch die ersten kleinen Gräschen aus dem Sand zu spriesen. Vereinzelte Büsche bekamen kleine Blätter, aber mehr veränderung würde es in der Wüste nicht geben. Wie immer war es an diesem Freitagmorgen unfassbar warm. Februar war ein guter Monat für unseren Emperor gewesen. Nahla ging regelmäßig mit ihm auf Turniere und hat viele Schleifen gewinnen können. Der März sollte so weitergehen, also waren sie fast täglich am Trainieren. Meine Schwester war, was das Reiten anging, einfach besser als ich. Ihr hatte schon viel früher als ich Aufgaben übernommen. Auch heute ging sie mit unserem Sooty Palomino auf ein Sprungturnier und wie üblich begleitete ich sie. Emperor wurde in den Hänger geladen und auf dem Weg war die Nervosität auf jeden Fall präsent. Nahla war eine unfassbar gute Springerin, sie hatte auch schon früh angefangen. Auch wenn Araber nicht unbedingt die Springpferde waren, weißte Emperor klares Potenzial auf. Als mentale Unterstützung begleitete ich Nahla bei den Vorbereitungen auf Schritt und Tritt, half ihr wo es ging. Für die Webseite beschloss ich auch, heute ein paar Bilder zu schießen. Als die Nummer vor ihrer aufgerufen wurde, drückte ich sie fest und wünschte ihr Glück. „Das schafft ihr“, versicherte ich ihr. Ich huschte zu den anderen Zuschauern und als ihre Nummer aufgerufen wurde, stand ich schon mit der Kamera bereit. Zuerst sprang die Nummer vor ihr, einen jungen Springer mit seinem Hengst – auch ein Araber. Als Team wirkten sie echt unschlagbar, die beiden bewältigten nicht nur jedes Hindernis ohne einen Fehler, sondern machten dies auch noch sehr elegant und rhythmisch. Ich konnte es auch nicht unterlassen ein paar Bilder zu knipsen. Die Richter waren begeistert und die beiden bekamen fast maximale Punktzahl. Als nächstes wurde Nahlas Nummer aufgerufen und aus den Lautsprechern erklang eine Stimme: „Nahla und ihr Vollblutaraber Emperor, Nummer 26“. Ich klatsche laut für die beiden, danach herrschte Stille. Sie und Emperor meisterten alle Hindernisse, jedoch liefen die beiden nicht so gut wie ihre Vorgänger, trotzdem waren die Richter überzeugt. Einige kleine Fehler unterliefen den beiden jedoch, deswegen reichte es nur für den 6ten Platz, aber Nahla wirkte nicht all zu enttäuscht. Die Nummer 25, konnte den 2ten Platz ergattern. Nahlas Platzierung mit Emperor war ja auch noch annehmbar. Ein Erfolg war das ganze dennoch, denn ein paar schöne Bilder sind entstanden. Als wir gegen Abend wieder auf dem Gut eintrudelten, war es schon ruhig. Nachdem wir Emperor versorgt hatten und er auch für seine gute Leistung belohnt wurde, gingen wir die gemeinsamen Fotos durch für die Webseite, dies erwies sich jedoch als sehr schwierig. „Hier schaue ich zu konzentriert“, „Nein, das Foto auch nicht, da ist so ein Mann im Hintergrund“, „Bei dem ist der Winkel schlecht“ – irgendeine ausrede hatte sie immer. Nach Rund 20 Minuten gab es dann eines, dass ihr tatsächlich gefiel. Nach kurzem Nachdenken schaute sie mich ernst an. „Fay… Das geht auch nicht, das brauch ich für Instagram“. Ich lachte laut los und verdrehte die Augen. „Nächstes Mal dann“, gab ich ihr zurück und klappte den Laptop zu. Nach einem gemeinsamen Abendessen zogen wir uns alle in unsere Zimmer zurück, schließlich war es auch ein anstrengender Tag gewesen.


    • Quinzel
      Ein kurzer Besuch
      xxx Buchstaben by Quinzel aus der Sicht von Fay Temiz
      Pflegebericht für: Emperor, BC' Morning Glory, Bintu Al-Bahri, Daw'alshams, Tiara Al-Bahri, Bahar


      6 Uhr früh und mein Handywecker fing an zu piepsen. Sofort war ich hellwach, sprang unter die Dusche und zog meine passende Kleidung an. Nach einem kurzen Frühstück beschloss ich nach meinen Arabern zu schauen. Tiara Al-Bahri, ein Neuzugang und Daw'alshams, meine beiden Stuten standen munter in ihren Boxen. Auch BC' Morning Glory, unserem einzigen Jungtier ging es gut. Bahar, ein weiterer Sproß von Bintu, sowohl Bintu Al-Bahri selbst und Emperor machten sich in letzter sehr Zeit gut. Ich schaute bei allen vorbei und überprüfte die Türen. Als ich nach allen geschaut habe, führte ich mit dem Alltag fort. Alles andere würde ich noch nachholen.
    • Zion
      Kurztripp auf das Al Sahra Anwesen


      “Wie du fliegst in die vereinigten arabischen Emirate?”, fragte Val verwundert. Ich nickte nur kurz und schmiss meine letzten in die Tasche, da ich wie immer spät dran war. “Eine Freundin Fay Temiz ist momentan sehr beschäftigt und schafft es nicht sich um ihre Pferde zu kümmern. Aus diesem Grund fliege ich nun kurzer Hand hin und helfe dort aus.”, antwortete ich schließlich. Willow und Finley blieben auf dem Hof und würden von den anderen versorgt werden.

      Zu allem Glück sprang mein Auto nicht an und es heulte nur kurz auf, als ich die Kupplung losließ. Nach unzähligen Versuche klappte es endlich und ich begab mich zum Flughafen.Erstaunlicherweise verlief die gewohnte Flughafenkontrolle recht schnell und ich konnte meine verlorene zeit wieder aufholen.


      Schon als ich das Flugzeug verließ war es warm und nichts verglichen mit unserem möchtegern Frühling. Mit einem Taxi machte ich mich auf das Al Sahra Stud. Das Anwesen machte einen sehr eleganten und neuen Eindruck, welcher mich kurz schlucken ließ. Es war eine moderne Anlage mit wunderschönen Pferden und gutenArbeitsmöglichkeiten.

      Nachdem ich meine Sachen verstaut hatte, fand ich einen Zettel mit allen Anweisungen und Bitten, den mir Fay hinterlassen hatte. Fay war eine der Distanzreiterinnen des Anwesen und hatte eine gewissen Führungsrolle, weshalb sie mich über alles informierte.

      da ich es nicht schaffen würde alle Pferde zu bewegen, sollte ich sie lediglich versorgen und fing bei den Hengsten an. Bahar ein äußerst hübscher Tobiano Hengst schaute mich mit sanftmütigen Augen an und war sichtbar dankbar über eine kleine Streicheleinheit und das Futter. Auch Bahars Vater Bintu Al-Bahri war in Besitz des Al Sahra Stud. Fay hatte mir mitgeteilt, dass er im Stall nicht wirklich angenehm war, also entschied ich mich ihm einfach sein Futter zu geben und ihn dann in Ruhe zu lassen. Der letzte Hengst des Stalles Emperor stach mir sofort ins Auge, denn er war ein Sooty Palomino mit Splash und passte somit perfekt in mein Schema. Auch er war sichtbar dankbar über das Futter und die Aufmerksamkeit.

      Auf dem weiteren Weg versorgte ich BC‘ Morning Glory, ein hübscher Junghengst, der mir auf süße Art und Weise seine Neugier entgegen brachte.

      Zu guter Letzt beschäftigte ich mit den Stuten des Anwesen. Badriyah, Shady und Zanyah versorgte ich als erstes, erstaunlich waren ihren unterschiedlichen Schimmelfärbungen. Avinaya und Tiara al-Bahri waren als nächstes an der Reihe und bedankten sich mit einem genüsslichen Grummeln. Mahamadou stach mir direkt ins Auge, denn ihre Färbung war äußerstaußergewöhnlich und so verweilte ich einen kurzen Augenblick, bis die Stute mir die Futterkelle aus der Hand zog und lachte. Die letzte Stute kam mir bekannt vor, denn Daw‘alsham war eine Art Weihnachtsgeschenk an das Anwesen und nachdem auch sie versorgt worden war gönnte ich mir eine Pause und trat am nächsten Tag die Rückreise an.
    • Quinzel
      Morgentau in Gold
      3823 Buchstaben by Quinzel aus der Sicht von Fay Temiz
      Pflegebericht für: Emperor, BC' Morning Glory, Bintu Al-Bahri, Daw'alshams, Tiara Al-Bahri, Bahar, Badriyah, Shady, Zanyah, Avinaya, Mahamdou,

      14. September 2019. Die Sonne färbte den Hof in gold. Die Sonne ging grade erst auf. Mit dem ersten Kaffee saß ich am Frühstückstisch und blickte hinaus durch das große Fenster. Jamal, mit mittlerweile sozusagen bester Freund der aber irgendwie trotzdem für meine Familie arbeitete, kam herein. "Fay, sollen wir?", fragte er mich. Sein Englisch wurde immer besser, seine indische Herkunft war kaum herauszuhören. Ich stellte den Kaffee beiseite und wir gingen hinaus. Unser Stall war, mal wieder, massiv gewachsen. Mein Vater spielte mit dem Gedanken, vielleicht bald mit einer Nachzucht zu beginnen. Außerdem war unser junger "Springheld", wenn man ihn so überhaupt als Araber nennen durfte, bald bereit für seine erste Körung. Meine Schwester arbeitete nach wie vor mit Emperor und sie war wirklich besonders Stolz auf ihren kleinen Spatz, also würde wahrscheinlich sie die Körung antreten. Ich lief die Stelle ab und wurde direkt freudig von Avinaya, einem unserer Neuzugänge begrüßt. Der Stutenstall ist am meisten gewachsen. Mein Vater hat drei prämierte Vollblutstuten aus Deutschland ergattert: Badriyah, Shady und Zanyah. Avinaya haben wir hier von einem Händler in Arabien erhalten. Mein persönlicher Schatz ist Mahamadou. Ich sage immer, ich liebe meine Tierchen alle gleich fest. Auch die Katzen auf dem Hof. Aber seit Maha weiß ich, dass stimmt leider nicht. Irgendwie mag ich sie dann doch ein Ticken mehr. Bei ihr angekommen, streichelte ich ihr sanft über die Nase. Sie ist einfach so wunderschön. Auch BC' Morning Glory stand bei den Stuten rum. Er wurde langsam richtig groß, aber er blieb einfach für immer das Fohlen. Hoffentlich gibt es bald Fohlennachwuchs, wer weiß was die Zeit bringt. Jamal war schon fleißig damit beschäftigt alles auf Vordermann zu bringen. "Oh, warte ich helfe dir", rief ich ihm zu und kam zu ihm gerannt, während der zwei Eimer mit Wasser trug. Bis zur Mittagszeit waren wir fertig. Unsere Araber grasten gemütlich auf der Weide. Im Spätsommer war das ein lustiger Anblick, denn drumherum wurde alles Grünzeug ausgetrocknet, nur auf der Weide wurde ein bisschen Gras künstlich am Leben gehalten. Dafür wurde extra ein Gärtnerteam engagiert. Auch die Blumen und Hecken sahen trotz der Hitze relativ frisch aus.
      Im Haupthaus wurde schon das Mittagessen serviert. Wir setzten uns in die Stube, wo meine Schwester schon fleißig Hummus und Brot ich sich schaufelte. "Wir ziehen gleich mit Emperor, Bintu Al-Bahri und Bahar los, passt das? Ich nickte bloß. "Viel Spaß, aber pass auf, es wird nachher nochmal richtig heiß". Sie zuckte nur mit den Schultern, während sie sich noch mehr Brot aus der Küche holte.
      Nach dem Mittagessen kümmerte ich mich um ein oder zwei andere Angelegenheiten auf dem Hof. Bald fing es auch an zu dämmern, also holten Jamal und ich die Araber von der Weide. Als es dunkel wurde, wurde es auch schlagartig kalt. Das war einer der vielen Nachteile der Wüste. Die Tage sind unfassbar heiß und die Nächte unfassbar kalt. Am Abend saßen wir mit der Familie zu dritt am Tisch. Meine Schwester erzählte von ihrem Ausflug mit den Touristen. Als kleines Nebengewerbe bietet unser Hof auch Ritte durch die Wüste an. Im Sommer sind diese nicht so populär, aber jetzt im Herbst fängt das Geschäft an zu brummen. Als ich und meine Schwester dann noch am Abend in der Stube saßen und durch Netflix zappten, schaute sie mich fragend an. "Was?" fragte ich sie etwas patzig. "Was ist eigentlich mit dir und Jamal?" fragte sie mich direkt. Ich schaute sie böse an und bewarf sie mit einem Kissen. Sie lachte nur und verdrehte die Augen. "Schon gut", lachte sie. Nachdem wir eine weitere Folge "Haus des Geldes" gesehen haben, weil man das im nahen Osten selbstverständlich auch schaut, gingen wir ins Bett. Ich kuschelte mich in meine 4 Kissen und schlief schnell ein.
    • Quinzel
      Putzmunter während der Apokalypse
      1850 Buchstaben by Quinzel aus der Sicht von Fay Temiz
      Pflegebericht für: Emperor, BC' Morning Glory, Bintu Al-Bahri, Daw'alshams, Tiara Al-Bahri, Bahar, Badriyah, Shady, Zanyah, Avinaya, Mahamdou, Nahyan


      17. März 2020. Die Welt stand still. Viel geschah während den aktuellen Tagen, jedoch musste ich mich auch an Zeiten wie diesen, um unser Gestüt mitten in der Wüste kümmern. Es war heiß, wie eigentlich jeden Tag, darum stellte ich mir den Wecker an diesem Morgen besonders früh, schließlich war es nachts doch ganz kühl. Ich kümmerte mich um alle, sorgte dafür, dass es allen gut ging und es nicht an Wasser oder Futter mangelte. Den gesamten Tag verbrachte ich zusammen mit meiner Schwester Nahla mit unseren Vollblütern, jedoch war sie nach wie vor noch vernarrt in Emperor, der bald eine Kür antreten würde. Auch unseren Neuzugängen, die mittlerweile schon etwas länger auf Al Sahra Stud standen, ging es gut. Badriyah, Shady und Zanyah sind hier aufgeblüht und fühlen sich pudelwohl. Auch unserem Prestigehengst Bintu Al-Bahri ging es gut, sowie seinen Nachkommen Tiara Al-Bahri und Bahar. Mahamdou und Avinaya entwickelten sich zu sehr guten Freundinnen und standen eigentlich immer zusammen auf der Weide, immer mit einem scharfen Auge auf unser noch einziges Fohlen BC' Morning Glory, aber wer weiß schon was der Frühling bringt? Jamal kümmerte sich heute um Daw'alshams, die auch nahezu bereit für eine Kür war. Es fehlte nur noch der letzte Feinschliff und es konnte losgehen. Auch um Nahyan wurde sich gut gekümmert. Er kam im Rahmen eines Projektes zu uns. Er hat schon viele Fortschritte gemacht, aber es ist noch ein langer Weg bis wir das beste aus ihm herausgeholt haben.
      Als es langsam dämmerte und alle alltäglichen Aufgaben erledigt waren, hockten ich, meine Schwester und Jamal uns zu Dritt in die Stube und schauten eine aktuelle Serie auf Netflix, ehe wir zu Bett gingen und zufrieden einschlummerten, denn morgen erwartete uns der nächste Tag, der ebenfalls viel Arbeit mit sich brachte. Besonders während solchen langen und harten Tagen ist genügend Ruhe und Schlaf wichtig. Also schlief ich tief und fest, bevor mich mein Wecker um 5:30 Uhr am nächsten Tag weckte.
    • Quinzel
      Herbsttag
      1272 Buchstaben by Quinzel aus der Sicht von Fay Temiz
      Pflegebericht für: Emperor, BC' Morning Glory, Bintu Al-Bahri, Daw'alshams, Tiara Al-Bahri, Bahar, Badriyah, Shady, Zanyah, Avinaya, Mahamdou, Nahyan


      17. September 2020. Es war ein warmer Herbstmorgen hier in der heißen Wüste. Die Sonne erhellte die trockene Wüste in einem bezaubernden orange. Ich war schon früh auf den Beinen und kümmerte mich zusammen mit meiner Schwester um unsere Araber. Viel getan hat sich bei uns in den letzten Monaten wenig, wir waren nur froh das alle gesund und munter sind. Zuerst waren Mahamdou und Avinaya dran, während sich meine Schwester Nahla um Badriyah, Shady und Zanyah kümmerte. Unser "Stallbursche", wie ich ihn liebevoll nannte, Jamal war heute morgen in der Früh mit Bintu Al-Bahri ausgeritten, nun stand er zusammen mit seinen Sprösslingen Tiara Al-Bahri und Bahar auf der Weide. Das Fohlen BC' Morning Glory hüpfte fröhlich um Daw'alshams herum, die sowas aber gelassen nimmt. Unser Emperor wird momentan intensiv darauf vorbereitet, dass er bald zur Kür kann. Es fehlt wirklich nur noch der letzte Feinschliff. Ansonsten waren es ruhige Wochen, eher Monate, auf Al Sahra Stud und es würden noch mehr ruhige Monate auf uns zukommen. Aber das war auch mal in Ordnung, ich genoss diese Zeit und nutzte sie aus zur Heilung. Es blieb mehr Zeit für mich und für die Familie. Nachdem alle Alltagsaufgaben erledigt waren, viel ich Abends platt ins Bett und schlummerte schnell ein.
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  • Album:
    2. AS - Hengste
    Hochgeladen von:
    Quinzel
    Datum:
    31 Jan. 2018
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  • [​IMG]
    Rufname: Bintu

    von: Bintu Al Nahra
    von: unbekannt, aus der: unbekannt
    aus: Bahirra
    von: unbekannt Aus der: unbekannt
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    Exterieur

    Hengst
    12.6.2005

    Rasse: Arabisches Vollblut
    Stockmaß: 154cm
    Fellfarbe: Brauner
    Geno: Ee Aa Stysty

    ————————————————————— —————————————————————
    Interieur

    Charaktereigenschaften:
    Hengstig, fleissig, etwas schwierig im Umgang

    Beschreibung:
    Bintu ist ein ausdrucksstarker Hengst, zudem ein ziemlicher Charmeur. Unter dem Sattel ist er fleissig, er Arbeitet eifrig mit und wurde mit einer sanften Hand ans Reiten gewöhnt. Sein Stallverhalten lässt aber zu Wünschen übrig. Gerne zwickt und beisst der Hengst und lässt sich nicht so leicht einschüchtern.
    Bintu ist ein ausdrucksvoller starker Hengst der sich nicht so leicht einschüchtern lässt, vom Temperament ist er typischer Araber; immer in Bewegung. Starke, kraftvolle bewegungen Zeichnen diesen Hengst aus. Der Braune hat ein überaus kluges Köpfchen das er oft und gerne zur Show zeigt. Beim Reiten ist der Araber fleißig zum teil übereifrig und schwer zu halten. In der Gegenwart von Stuten ist er ein erstklassiger Hengst, er zeigt was in ihm steckt.


    Besitzer: Quinzel
    VKR/Ersteller: Sweetvelvetrose (VKR verfallen)
    Vorbesitzer: Occulta
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    Qualifizierungen + Erfolge

    Trainingsplan:
    Fohlen ABC ✔ | Eingeritten ✔ | Eingefahren ✘

    Springen E
    Galopprennen A
    Dressur A
    Distanz A
    Fahren E
    Military L
    Western A


    Erfolge:
    3. Platz 62. Militaryturnier
    2. Platz 69. Galopprennen
    2. Platz 68. Dressurturnier
    3. Platz 64. Westerturnier
    3. Platz 63. Militaryturnier
    2. Platz 43. Distanzturnier

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    Zuchtdaten
    [​IMG]

    [HK 454]

    Zur Zucht zugelassen: ja
    Decktaxe: 110J
    Eingetragene Zucht: Al Sahra Stud, UAE
    Züchter/Herkunft:
    wird editiert


    Nachkommen:

    Aikon Aszu, Halik Ibn Hawar, Bahar, Tiara Al-Bahri, Asfari-Sharin
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    Gesundheitszustand

    Letzter Tierarztbesuch: unbekannt
    Gesundheit: sehr gut


    Letzter Hufschmiedbesuch: unbekannt
    Beschlag vorne: -
    Beschlag hinten: -

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    PNG | Puzzel PNG|PNG früher|Offizieller Hintergrund