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Friese

Bellami

KWPN I Stute I 14 Punkte + Bewegung & Zubehör + 2 TA = 18 Punkte

Bellami
Friese, 9 Dez. 2015
Veija und Snoopy gefällt das.
    • Gwen
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      Gwen - 21. Dezember 2015
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      Military E-A
      6125 Zeichen

      „Verdammt!“, murrte ich und kämpfte weiter mit dem Klebeband, welches teils in meinen Haaren und teils an meinen Händen klebte, dabei gehörte es verdammt nochmal auf das Geschenkpapier! Es waren nur noch zwei Tage bis Weihnachten und wie immer war ich ziemlich spät dran mit allem, was damit zu tun hatte. Geschenke hatte ich erst das letzte Wochenende gekauft und jetzt wurden sie verpackt. So konnte ich sicher gehen, dass mein kleines, neugieriges Schwesterherz nicht auf dumme Gedanken kam.
      Während ich weiter kämpfte, klopfte es vorsichtig an meiner Zimmertür, Mum stand in der Tür. „Hm?“, fragte ich nur, weil ich gerade Geschenkband im Mund hatte und versuchte, eine hübsche Schleife zu zaubern. „Dein Berittpferd kommt in zehn Minuten, ich weiß ja nicht, ob du das vergessen hast?“, fragte sie vorsichtig nach und sofort weiteten sich meine Augen. „Shit!“, quietschte ich, befreite mich aus Geschenkband,-papier und Klebeband und kramte meine Stallsachen zusammen.
      Das hatte ich total vergessen! Ja, kurz vor Weihnachten erwartete ich noch einen Auftrag und der hieß Bellami. Dabei handelte es sich um eine hübsche KWPN-Stute, welche Elena gehörte. Eilig sauste ich die Treppe hinunter, schlüpfte in Stiefel und Jacke und machte mich daran, im Eilflug eine Box herzurichten. Viel Zeit hatte ich nicht mehr und als gerade mal das Stroh verteilt war, kam auch schon der Transporter.
      Ich lud Bellami aus, bedankte mich beim Fahrer und verabschiedete mich dann auch direkt wieder von ihm. Die Stute durfte sich erst einmal in der Halle die Beine vertreten, während ich noch das Heunetz auffüllte und ihr ein wenig Mash vorbereitete. Erst dann durfte sie in ihre Gastbox ziehen und auch die anderen Pferde kennenlernen.
      Da es bereits 17 Uhr war, würden wir heute definitiv nichts mehr machen, stattdessen würde Bellami jetzt erst einmal ihre Ruhe haben dürfen und sich entspannen. Morgen würden wir dann locker mit dem Training beginnen. Der Plan dazu stand schon genauestens fest – so viel Zeit hatten wir ja auch gar nicht mehr, bis 2015 uns winkend verlassen würde.

      Deshalb ging es am kommenden Morgen nach der Stallarbeit direkt motiviert los. Bellami hatte sich im tiefen Kanada-Schnee zur Genüge austoben dürfen, so dass ich sie nun gründlich putzen und dann satteln konnte. Bellami war eine äußerst sympathische Stute, absolut lieb und rücksichtsvoll. Ich mochte sie! Das beruhte anscheinend auch auf Gegenseitigkeit und unser erster Ritt in der Halle lief sehr entspannt ab.
      Bellami war sehr konzentriert bei der Sache und ich überprüfte erst einmal ihr bereits vorhandenes Wissen und den Fortschritt ihrer Ausbildungsskala. Bellami war bei mir, um im Military auf Stufe A gebracht zu werden. Military war eine sehr umfangreiche Disziplin, welche sowohl Dressur, Springen als auch Distanz irgendwo forderte. Sie war also rundumfassend.
      Da Bellami überall zwar Grundkenntnisse besaß, aber nicht mehr, widmeten wir uns in der ersten Woche erst einmal dem Grundlagentraining. Dieses umfasste Dressurtraining und Bodenarbeit für die Kraft und Koordination, lange Ausritte und Longieren für die Kondition und leichte Gymnastik- und Springarbeit für den Rest.
      Bellami arbeitete sehr fleißig und motiviert mit, es machte Spaß, die Stute zu trainieren. Ich würde Elena Bescheid geben, dass ich die Stute gerne öfter unter meine Fittiche nahm. Mit ihren 1.65m Stockmaß fand ich sie auch größentechnisch echt sympathisch, ich konnte zumindest gerade noch so beim Putzen über ihren Rücken schauen (wenn ich auf den Zehenspitzen stand).
      Ab der zweiten Woche förderte ich vermehrt das Springtraining und die Ritte ins Gelände. Die waren kein entspanntes durch den Schnee Trödeln, sondern richtige Arbeit. Einige einfache Geländehindernisse hatten wir auch im Winter noch draußen, welche auch täglich kontrolliert und gewartet wurden, damit man sie nutzen konnte. Und genau das tat ich mit Bellami, immerhin musste sie sich letztendlich an das Springen draußen gewöhnen.
      In der Halle zeigte sie sich aber auch von ihrer besten Seite und auch für dort hatte ich nun Indoor-Hindernisse für unser Geländetraining aufgebaut. Vor allem wichtig war, dass Bellami die Abstände und Höhen richtig einschätzen konnte. Geländehindernisse gaben nicht immer nach, dementsprechend musste Bellami darin sicher sein.
      Auch wenn wir jetzt erst auf A-Niveau hinarbeiteten, sollten die Grundlagen von Anfang an sitzen. Später würde immer wieder auf diesen aufgebaut werden, deshalb legte ich viel Wert darauf, dass Bellami wirklich alles gut verinnerlichte. Das klappte besser als gedacht und ich war jeden Tag immer wieder positiv von der jungen Stute überrascht.
      Auch Elena freute sich über die Fortschritte, die ich ihr Woche für Woche schickte, entweder per Mail oder SMS oder Anruf. Auch ich dokumentierte Bellamis Arbeitsprozess genauestens in ihrer Akte, so dass ich auch später immer wieder darauf zurückgreifen konnte.

      Drei Wochen war Bellami bei uns und wurde abwechslungsreich trainiert. Spaß machte es ihr auf jeden Fall, sie war immer hochmotiviert bei der Sache und testweise ging ich am Ende auch schon über A-Höhe, um ein wenig mehr über ihr Potenzial zu erfahren und da war definitiv viel vorhanden! Das berichtete ich auch Elena, als ich sie bezüglich Bellamis Heimreise anrief. Die Stute war meiner Meinung nach nun mehr als bereit für neue Aufgaben und die sollte sie schließlich in ihrer gewohnten Umgebung bei ihrer geliebten Besitzerin absolvieren.
      Also ging es für Bellami nach einem erfolgreichen Training wieder nach Hause. Mit Bravour hatte sie das A-Niveau im Military abgeschlossen, auch wenn wir wetterbedingt größtenteils in der Halle hatten trainieren müssen, doch die Hindernisse waren die gleichen gewesen und zum Ausgleich waren wir ja auch extra oft noch draußen gewesen und hatten dort alles genutzt, was möglich war. Besser vorbereitet konnte Bellami nicht sein.
      Deshalb entließ ich sie auch den einen Morgen dann mit bestem Gefühl und wünschte ihr eine gute Heimreise. Hoffentlich kam sie heile bei ihre Besitzerin an und ich hoffte auch, dass Elena mit ihrer Stute genauso viel Spaß haben würde, wie ich.
    • Friese
      Training
      Jackie - 27. Februar 2016
      Bellami Military A auf L, Kahlua Military E auf A, General's Coming Home Fohlen ABC
      Still schweigend saßen Amy und Ty auf dem Koppelzaun. Tys Arm lag um die Schulter des Mädchens, die Beiden genossen die Ruhe. Amy beugte sich hinüber zu seinem Ohr und hauchte ihm entgegen: "Ty, ich liebe dich". Er küsste sie liebevoll, glücklich über ihre Worte. "Ich dich doch auch", plötzlich wurden das verliebte Pärchen von einer schrillen Mädchenstimme in die Gegenwart gebracht. "AMY ich würde mich wirklich sehr freuen wenn du mir mal helfen könntest !!", Mallory fauchte sie an und lächelte Ty ein wenig sarkastisch an. "Ihr könnt ein ander mal in eurem Traumland schwelgen"
      "Mallory du bist einfach unmöglich ! Wir haben so schon kaum Zeit für uns", Amy war wirklich aufgeregt, sprang schließlich vom Koppeltor und folgte dem Mädchen. Ty tat es ihr gleich. "Fünf frische Boxen und eine saubere Stallgasse, das kannst du doch nicht ernsthaft von mir verlangen", Mallory deutete mit den Finger auf die dreckigen Boxen der Vorgänger.
      "Also möglich ist es schon..." räusperte sich Amy "Aber du hast Recht. Lisann Hohbuchen sollte in wenigen Stunden ankommen. "Ty willst du mir helfen ?", Amy sah ihn mit großen unwiederstehlichen Augen an. Er lachte "Dir doch immer". Amy und Mallory nahmen sich je eine Schubkarre, während Ty mit der Mistgabel bereits die Boxen aushob. Es dauerte nicht all zu lang bis die Boxen sauber und frisch eingestreut waren. Zu dritt ging es eben schneller. Amy wollte bereits aus dem Stall eilen, als sie beinahe einer jungen Frau in die Arme lief. "Nicht so stürmisch", erwiderte sie lachend. "Oh verzeihung!", Amy lief rot an "Ich bin Amy Fleming, meine Schwester Lou hat mit ihnen gesprochen... Ich nehme an, dass hier sind Moon River und Polka Dot?"
      "Ganz genau !"
      "Nun, Lou wird sie gleich auf die Ferienranch bringen, in der Zeit gönnen wir den Pferden etwas Pause. Gegen drei Uhr würde ich dann mit ihnen und Moon River ein Join Up machen", Lisann lächelte - begeistert über Amys Motivation. "Ich freue mich schon drauf" Ty nahm ihr die Pferde ab und führte sie in den Stall, da kam Lou und verwickelte Lisann in einem Gespräch. "Woher kommen sie denn ?", fragte Lou sie interessiert. "Deutschland, Nabburg"
      "Du liebe Zeit ! Sie haben ja einen ganz schön weiten Weg hinterlegt !" Lisann lachte und ging mit Lou zum Jeep. Amy stand währendessen vor Polkas Box, lehnte sich über die Tür um hinunter zum kleinen Shetty zu gucken. "Du willst also longiert werden ?", Polka schnaubte und verlor etwas schnodder beim blasen mit den Nüstern, Amys Gesicht wurde nass, sie lachte und wischte sich den Schleim aus dem Gesicht. "Du bist mir ja eine! Ruh dich erst einmal aus. Du hattest einen langen Weg hinter dir" Amy spürte mit einem Mal Tys warme Hand auf ihrer Schulter, sie drehte sich um und umarmte ihren Freund. "Wir könnten doch mit Schattenfalter arbeiten, er ist mittlerweile alt genug um eingeritten zu werden." Ty zögerte, lächelte verlegen und antwortete schließlich: "Würde ich ja gerne, aber ich muss mit Scott zu einem Kunden, das ist wichtig."
      "Oh... hm ok" ein wenig enttäuscht gab Amy ihm einen Kuss, lächelte schließlich und wünschte ihm viel Spaß.
      *
      Amy führte den Kohlfuchs in den Roundpen, holte anschließend ihr Sattelzeug und begann mit einem Join Up. Das sollte das satteln nachher erleichtern. Nachdem Figaros Schattenfalter die Zeichen gegeben hat, damit Amy mit dem Join up aufhören konnte, nahm zu zunächst eine Satteldecke. Sie zeigte die Decke dem Haflinger ehe sie sie auf den Rücken legte. Anschließend ging sie auf die rechte Seite des Pferdes um auch von dort die Decke drauf zu legen. Schattenfalter spitzte interessiert die Ohren. Das gleiche Prinzip wiederholte sie mit dem Sattel, erst nachdem sie den Sattel auf beide Seiten aufgelegt hatte, gurtete sie ihn langsam feste. Schattenfalter lehnte die Ohren an, Amy beruhigte ihn - tächelte seinen Hals und flüsterte "Guter Junge, fein machst du das". Es wirkte, er entspannte sich und entlastete sein Hinterbein. Nun war die Trense an der Reihe. Amy rieb seinen Kopf, brachte ihn zum entspannen und nahm die Trense um sie ihn zu zeigen. Er schnupperte interessiert an sie. Schließlich stülpte Amy ihm die Trense über und lobte ihn begeistert. "Super machst du das ! Braver Junge !". Als nächstes übte Amy auf der linken Seite, mit ihren Handflächen Druck auf den Sattel, das gleiche wiederholte sie auf der rechten Seite. Nachdem sie sicher gehen konnte, dass sich Schattenfalter an den Druck gewöhnt hatte, stieg sie in den Sattel und klopfte seinen Hals. Nun gab es zwei Möglichkeiten. Entweder er fing an für eine kurze Zeit zu buckeln, oder er vertraute ihr und blieb ruhig. Schattenfalter entschied sich wohl für die zweite Möglichkeit, er brubbelte kurz, stieß einen lauten Atemstoß aus und trottelte im Kreis durch den Roundpen. Nachdem er sich an Amys Gewicht und dem Sattel gewöhnt hatte, ließ Amy ihn kurze Zeit traben und auch eine Weile galoppieren. Sie lobte ihn ausführlich als er alles einwandsfrei machte. Schließlich stieg sie ab um ihn zurück in die Box zu bringen. Es war wichtig das Training mit einer positiven Erfahrung zu beenden.
      *
      Als Amy den Haflingerhengst putzte, hörte sie einen Jeep auf den Hof fahren. Entweder war Lou wieder zurück, oder eine weitere Kunden war angekommen. Sie legte das Putzzeug zurück und ging aus den Stall. Tatsächlich eine fremde Frau stieg aus, an ihrem Jeep befand sich ein Hänger in dem zwei Pferde waren. "Hallo ?", begrüßte Amy sie, wenn auch ein wenig fragend. Anscheinend hatte Lou ihr wohl etwas vergessen gehabt zu sagen ?.
      "Ich bin Amy", stellte sich das Mädchen vor, reichte der Frau die Hand und drückte sie fest.
      "Schön dich kennenzulernen, ich bin Kira Esenbeck"
      "Freut mich, hatten sie mit meiner Schwester gesprochen ? Ich wusste gar nicht das heute noch ein Kunde kommen wollte."
      "Oh nein, tut mir sehr Leid - Ich sollte eigentlich erst in einer Woche ankommen, allerdings ist es mir ziemlich wichtig, dass Valentines Candy Fireflies und Zanaro eingeritten werden. Ich möchte sie schon bald auf einem Turnier melden, allerdings haben die beiden noch nie ein Hindernis gesehen". Amy fühlte sich unbehaglich, sie hatte so schon alle Hände voll zu tun.
      "Wissen sie ich...", ehe Amy aussprach kam ihr Lou dazwischen. Anscheinend kam sie gerade von der Ferienranch zurück. "Hallo Kira! Sie sind ja früh dran ! Schön sie zu sehen", Lou lächelte sie an und schüttelte ihre Hand. "Weißt du Lou, ich wollte gerade sagen dass...", als könnte Lou Gedanken lesen sagte sie schnell :"Dass Amy ihren Auftrag gerne früher annimmt!", Amy blickte ihre Schwester ein wenig ärgerlich an. Kira lächelte begeistert. "Wirklich ? Das wäre echt super lieb ! Danke Amy !"
      "Kira, wenn du willst zeige ich dir mal unseren Hof", Lou wollte gerade los legen und ihre Führung beginnen, als Amy sie am Arm fasst und ihr etwas entgegen flüsterte "Kannst du mal kommen ?"
      "KÖnnten sie mich einen Augenblick entschuldigen ?", fragte Lou höflich und folgte ihrer Schwester. "Lou du weißt doch, ich habe so viel zu tun ! Ich schaff das irgendwann nicht mehr."
      "Ich weiß, aber weißt du wer Kira Esenbeck ist !? Hast du noch nie was von ihr gehört ?"
      "Ehm... Nein Lou?"
      "Kira ist eine sehr erfolgreiche Springreiterin. Wenn sie extra nach Heartland kommt... Dann können wir doch nicht ablehnen ! Sie kommt auch aus Deutschland, außerdem würde das unserer Farm echt gut tun !", Amy schmollte, seufzte und gab nach "Naja, vielleicht hast du ja Recht."
      Lou führte ihren Rundgang fort, während Amy die Pferde aus dem Hänger entlud. Es waren wirklich prachtvolle Junghengste. Am meisten hatte es ihr Zanaro angetan. Der braune Vollbluthengst."Na dann wollen wir euch doch mal in die Box bringen. Für heute hatten die Pferde genug Aufregung, lediglich Moon River könnte ein Join Up vertragen.
      *
      15 Uhr, Amy hatte Moon River bereits aus der Box gebracht. Sie führte sie in den Roundpen und wartete auf Lisann. Schließlich nahm sie die junge Frau war, welche freudig auf sie zu lief. "Amy, bin ich glücklich, dass du solche Ausbildungsmethoden anbietest. "Kein Ding, kann ich dich Lisa nennen ?"
      "Ja, warum auch nicht". Lisa lächelte freundlich und fragte was sie nun tun müsste. "Ok Lisa, nimm zuerst Moon River und löse ihren Strick".
      "Ihren Strick lösen ? Dann habe ich doch gar keine Kontrolle mehr über mein Pferd ?", Amy lächelte "Tu es einfach". Zögernd löste Lisa den Strick. Moon trottelte durch den Roundpen, witterte den Geruch der Pferde welche zu vor drinnen waren und blickte zu Lisa. "Und nun ?"
      "Du musst sie scheuchen ! Nimm den Strick und schmeiß ihn nach dem Pferd. Aber nicht zu sehr, sie sollte einfach nur wegrennen und in Bewegung bleiben. "Ok ?", etwas verwirrt schmiss Lisa den Strick. Zog ihn wieder zu sich und wiederholte das Spektakel. Moon guckte etwas doof nachdem sie einen Hopser zur Seite gemacht hatte. "Ich glaube das funktioniert nicht", sagte Lisa seufzend. "Du musst es ernergischer machen. Mach dabei einen Schritt auf sie zu und schmeiß deine Arme in die Luft. Du musst bedrohlich aussehen."
      "Bedrohlich ? Dann mach ich ihr doch Angst !", Lisa blickte etwas verwirrt zu Amy, sie wusste nicht ob sie es wirklich tun sollte "Ich kann mir nicht vorstellen das Moon mir darauf hin vertrauen wird".
      "Doch. Du zeigst ihr, dass du das Ranghöchste "Pferd" bist. Wenn sie dir Zeichen gibt, weil sie aufhören möchte vor dir wegzulaufen, dann lass den Strick fallen und dreh dich weg von ihr. Sie wird dir dann vertrauen, weil sie weiß, dass du sie schützen würdest wenn Gefahr besteht."
      "Hm ok. Das hört sich plausibel an. Aber woher weiß ich wann sie mir Zeichen gibt ?"
      "Das sag ich dir dann. Aber jetzt scheuch sie endlich", Amy lachte und stellte sich an das Gatter. Lisa hob schließlich die Arme und wedelte mit dem Strick, nun gab die Stute Gas, ein wenig irritiert warum ihr Besitzer auf einmal so bedrohlich war. Lisa machte weitere Schritte auf ihr Pferd zu. "Gut machst du das !", rief Amy der jungen Frau zu. Lisa wurde schon etwas rot im Gesicht, nicht nur für das Pferd - sondern auch für denjenigen der es scheuchte, war diese Aufgabe sehr anstrengend. "Nicht aufgeben. Sie ist noch nicht so weit !", Amy motivierte Lisa. Doch es machte den Anschein als würde die Stute sich weigern ihrer Besitzerin vertrauen zu wollen. "Amy, was hat das zu bedeuten ? Sie will mir keine Zeichen geben...", Amy konnte hören wie verzweifelt Lisa war. "Keine Sorge, das bedeutet, dass sie einen starken Charakter hat und sich durchsetzen möchte. Das ist sogesehen gut. Aber wir wollen ja, dass sie dir vertraut also hör bloß nicht auf." Lisa taumelte immer erschöpfter durch den Roundpen, schmiss den Strick nach ihrem Pferd, und hob die Arme bedrohlich nach oben. "Ruf ihr zu ! Lass sie schneller laufen!", Amy spürte die Spannung zwischen den Beiden, am liebsten hätte sie es für Lisa übernommen, schließlich war die Frau wirklich fix und fertig. Aber das Join-Up bestand aus Pferd und Reiter und nicht Pferd und Trainer. "LAUF ENDLICH!", Lisa fasste ihre letzte Kraft zusammen und schrie. Moon macht einen Satz nach vorne, wurde schneller und begann schließlich mit den Zähnen zu kauen und ihr Ohr nach innen zu drehen. "Da! Lisa! Siehst du es ? Das ist das Signal!". Lisa sah in der Tat das sich etwas an der Stute verändert hatte. Sie wirkte erschöpfter, genau so wie sie selbst. "Hör auf und dreh dich um". Lisa ließ den Strick fallen und drehte sich vom Pferd weg, ihr Blick sank Richtung Boden, ihre Arme baumelten neben ihren Körper. Langsam ging die Stute zu Lisa, blieb stehen, wartete und streckte schließlich den Kopf aus. Moons Nüstern berührten die Schultern der jungen Frau, welche plötzlich vollkommen erleichtert da stand und den Kopf hob. Langsam drehte sich Lisa um und sah ihr Pferd. Nahezu aufgelöst umarmte sie ihre Stute, rieb ihr Fell und sprach: "Fein gemacht, du bist eine so liebe Stute!". Amy lächelte zufrieden "Siehst du, es hat geklappt".
      "Ja Amy, das war echt etwas völlig anderes."
      "Und weißt du was das schöne an einem Join Up ist ?", Amy grinste schief.
      "Das Vertrauen ?"
      "Ja! Dein Pferd arbeitet jetzt viel besser mit dir, es ist ruhiger, weil sie dir vertrauen kann."
      "Ich muss schon sagen, das war wirklich schwieriger als ich gedacht hatte". Lisa rieb sich den Schweiß von der Stirn und lächelte immer noch ihre feine Stute an. "Komm, lass uns sie zurück in die Box stellen. Braucht sie eine Abschwitzdecke ? Ich habe noch mehrere in der Sattelkammer." Lisa bedankte sich für Amys Gastfreundschaft und begab sich mit ihr den Stall.
      *
      Es wurde sehr schnell dunkel. Amy beschloss mit Ty die Pferde zu füttern ehe sie selbst zu Abend aßen. Amy mischte das Trockenfutter für die Hengste zusammen, sie griff nach dem Eimer und ging durch die Stallgasse des Zuchtstalles. Den Zuchtstall hatten sie erst vor kurzem noch restauriert und vergrößert. Die Boxen sahen rustikal aus und überall standen Haflinger. Einzige Ausnahme, First von Rothen. Amys Anglo-Araber. Sie war so glücklich mit ihm. Mit den Gedanken bei Ty, füllte sie das Futter aus dem Eimer in die Futterbehälter. Einige der Haflinger standen noch auf der Wiese gegenüber vom Stall. So konnte sie ganz in Ruhe Golden Samurais und Figaros Futter auffüllen. Ty beschäftigte sich währenddessen mit dem auffüllen des Heus. Hochmotiviert begab er sich zur Stutenweide um die Heuraufe aufzufüllen. Die neugierige Haflingerstute Calla trabte schnell auf ihn zu. "Na du, wie geht es dir ?", lächelnd betäschelte er die Stute, sie war Lous Liebling und eines der ersten eigenen Zuchtfohlen. Die Arbeit flog nur so davon, zu guter letzt fütterten Amy und Ty die Neuankömmlinge und kontrollierten die Wassertränke. "Schau mal wie entspannt Moon aussieht", sagte Amy vollkommen glücklich und lehnte sich nebenbei an Ty. Er schlang seinen Arm um sie und küsste sie sacht. Ein Räuspern aus der Ecke. Es war Lisann. "Hey, ich wollte noch einen Abendspaziergang machen und dachte mir, dass ich gleich meine zwei Lieblinge besuchen könnte."
      "Sie gewöhnen sich wirklich schnell Lisa. Gefällt es dir denn hier auf Heartland ? Ich mein Kanada ist ein ganz schöner Unterschied zu Deutschland". Sie musterte die kleine Frau. "Ja! Ich finde es hier wirklich sehr harmonisch. Viel entspannter als in Deutschland. Wissen Sie...", Amy sprach ihr dazwischen "Du.. Du kannst mich gerne Duzen".
      "Weißt du... In Deutschland ist so viel Hektik. Alle wollen möglichst schnell wo anders hin. Alle müssen rund um die Uhr arbeiten...."
      "Das hört sich echt nicht schön an, aber hier müssen wir auch rund um die Uhr arbeiten", sagte Amy vergnügt.
      "Das schon, aber wenigstens ist das hier körperliche Arbeit, Arbeit mit Tieren. Ich bin Rechtsanwältin und ich muss sagen, dass mein Leben nicht so aufregend ist wie man meinen könnte." Amy dachte über Lisas Worte nach. "Du findest bestimmt noch deinen Weg", sprach sie schließlich. Amy dachte an Viktor nach, er hatte ihr geholfen mit Caballero wieder eins zu werden. "Nun Lisa, wenn du willst kannst du mit uns Abendessen", schlug Amy vor und lächelte. Lisa nahm das Angebot an und folgte den Beiden in das Farmhaus. Lou stand am Herd und schüttete das Nudelwasser ab. "Setzt euch doch, ich habe heute etwas Thailändisches gemacht".
      "Lou muss das sein ? Wir sind hier schließlich in Kanada", nölte Mallory durch das Esszimmer. Lou nahm die Pfanne und stellte sie auf den rustikalen Holztisch ab. Erst jetzt bemerkte sie Lisa "Hallo! Schön sie zu sehen". Lisa und Lou unterhielten sich munter, während Amy und Ty das Essen genossen, wenn auch bedingt. Amys Großvater Jack lachte laut - im gesamten war es eine wirklich harmonische Stimmung am Tisch. Nach dem Abendessen verbrachte Amy noch einige Zeit mit Ty ehe sie sich schlafen legte.
      *
      Ein schriller Klingelton holte Amy aus ihrem Tiefschlaf. Zeit zum füttern! Sie betrat den Stall und entdeckte ihren Freund in den Boxen der Pferde, er bereitete die Boxen vor für die Haflinger welche gleich von der Weide geholt werden sollten. "Ty, auf dich ist einfach immer verlass", sie gab ihm einen Guten-Morgen-Kuss und half ihm bei der Arbeit. "Ich fange gleich mit Polka Dot an, sie an der Longe zu gewöhnen. Wenn du willst kannst du mir helfen"
      "Das ist lieb gemeint Amy, aber ich muss gleich wieder los. Scott...", er lächelte etwas unbehaglich, doch Amy verstand ihn. "Mach nur, keine Sorge." Nachdem Ty zu Scott fuhr, brachte Amy die Shetty Stute aus der Box um in den Roundpen zu gehen.
      *
      Im Roundpen angekommen schnallte Amy die Longe an das Halfter des Shettys. In ihrer rechten Hand befand sich eine lange Longierpeitschte, diese stellte sie erst einmal bei Seite. Anschließend führte sie Polka zunächst im Schritt durch den Roundpen um sie an die etwas schwere Longe zu gewöhnen. Die Shetty Stute trottelte langsam mit ihr mit. Bald hat sich ihre Faulheit ausgespielt und sie müsste sich anstrengen. Amy begann damit, die Stute wie bei einem Join Up mit einem Schritt nach vorne, die Arme mit der Longe in den Händen nach oben zu schmeißen. Polka begann auf den Hufschlag zu traben. Nun griff Amy nach der Peitsche um das kleine Bändelchen hinter dem Pony schleifen zu lassen. Polka sollte nicht gleich in Berührung mit ihr kommen, sondern lediglich zur Kenntnis nehmen, dass eine Peitsche existierte. Immer wenn das Pony versuchte den Hufschlag zu verlassen, trat Amy einen Schritt auf sie zu um ihr den Weg abzuschneiden. Gleichzeitig gab die kleine Stute etwas mehr Gas, wodurch Amy wieder zurück gehen musste. Nicht nur die Stute auch Amy selber musste ständig in Bewegung bleiben. "Ok, feilen wir nun etwas an den Gangarten". Durch ruhige Worte wie "Whoo", oder "Easy", brachte Amy das Pony in den Schritt. Sie ließ die Longe länger werden, benutzte die Peitsche nun gar nicht mehr, nur in Notfällen wenn das Pony andeutete stehen zu bleiben. "Gutes Mädchen", lobte sie sie. Schließlich schnalzte sie und wedelte behutsam mit der langen Peitsche. Polka trabte, versuchte erneut die Richtung zu ändern, in dem sie sich vom Hufschlag zwang. Doch Amy macht einen großen Schritt auf sie zu und hob die Arme in die Luft. Polka lief wieder auf den Hufschlag entlang. "So ist fein, fein machst du das", Amy lobte sie ständig. Sie schnalzte erneut, schwang die Peitsche und hob die Arme. Nun galoppierte das kleine Shetty mit flinken Beinchen im Kreis. Es sah wirklich himmlich aus, wie das kleine Fellbündel mit den vielen Flecken im Roundpen lief und aufgeregte schnaubte und grunzte. "Ich glaube du bist ein kleines Schwein, kann das sein ?" - Amy dachte an ihr Erlebnis in der Box zurück, da hatte Polka sie vollgeschnoddert. Amy achtete weiterhin darauf, dass die Stute nicht den Weg abschnitt. Nach dem die Grundgangarten saßen, musste sie lernen die Richtung zu wechseln. Amy blieb stehen und fasste die Longe kürzer. Das Shetty trottelte auf sie zu und blieb schließlich stehen. In geschwinder Bewegung änderte Amy die Richtung um das Pony von der anderen Seite anzutreiben. Nun trabte Polka mit schnellen Schritten auf den rechten Hufschlag, immer wieder schüttelte die kleine Stute den Kopf und schnaubte erschöpft. "Immer weiter laufen Polka, nicht nachlassen", versuchte Amy die Stute zu motivieren. Sie schwang sanft die Peitsche hinter dem Shetty, Polka galoppierte. Nach einigen Runden ließ Amy sie wieder im entspannten Schritt gehen. Die Stute senkte den Kopf und bließ mit den Nüstern im Sand. Als ihr einige feine Körnchen in die Nüstern gerieten, flemte das Pony. Amy grinste breit. Sie machte einen Schritt auf Polka zu, wechselte wieder gewand die Richtung, sodass Polka wieder auf den linken Hufschlag ging. Dies wiederholte Amy einige Male, damit Polka genau wusste, wann sie den Hufschlag wechseln sollte. "Wow! Sie macht das echt gut!", sprach Lisann, welche von hinten auftauchte. Amy drückte ihr die Longe in die Hand. "Bitte probier es auch mal aus, sie soll es schließlich nicht nur bei mir können". Lisann nahm die Peitsche und bewegte sie sachte, sodass Polka registierte im Kreis zu gehen. "Sobald sie zu dir kommen möchte, mach einen Schritt auf sie zu und schneid ihr den Weg ab". Tatsächlich versuchte Polka nach wenigen Minuten abzukürzen, aber Lisa hatte sie gut im Griff. "Braves Mädchen", lobte Amy die Stute. "Nun wechsel mal den Hufschlag, mach einen Schritt auf sie zu und schneid ihr schnell den Weg ab damit sie sich dreht". Lisa machte dies großartig "Polka reagiert echt klasse auf die Hilfen. Danke ! Das hat mir echt eine Menge arbeit erspart". Nach dem longieren brachten sie die Shetty Stute zurück in die Box.
      *
      "Ich würde sagen damit wäre meine Arbeit getan", sagte Amy erleichtert. Lisa lächelte, zögerte und sprach schließlich "Da wäre noch was...", Amy hob eine Augenbraue in die Höhe. "So ? Was denn ?"
      "Weißt du, ich habe ein Angebot als Jockey bekommen"
      "Das ist ja großartig, wo denn ?"
      "Nicht weit weg von hier..." Amy lachte, stupste die kleine Frau an und sagte euphorisch: "Hey das ist doch großartig ! Aber was ist dem denn im Weg ?"
      "Ich habe noch keine Unterkunft. Ich will jetzt aber auch nicht zurück nach Deutschland, wenn ich mir hier eine Bleibe ansehen kann. Du weißt ja, im Internet sind die Fotos meistens nicht die Realität. Ich würde mich freuen wenn ich etwas länger bleiben könnte". Amy dachte nach. Eigentlich bräuchten sie die Boxen von Polka und Moon River. Aber da kam ihr eine Idee. "Geben sich deine Pferde auch mit einem Offenstall zufrieden ? Wir bräuchten noch die Boxen".
      "Aber sicher doch Amy! Ich bin froh, dass du mir so zur Seite stehst". Der Umzug von Polka Dot und Moon River erfolgte noch am Mittag, Lisa und Amy führten die Pferde in den Offenstall, indem sie von My Blue Gun schon begrüßt wurden. "Ich denke Lou hat nichts dagegen wenn du noch einige Tage auf der Ferienranch bleibst."
      *
      "Was stand denn noch für heute an ?", Amy dachte nach und blickte sich im Stall um. "Zanaro und Fireflies müssten eingeritten werden." Sie begann mit dem Vollblut. Zanaro tänzelte nervös am Strick zum Roundpen. Amy musste aufpassen, dass er ihr den Strick nicht aus der Hand riss. Es wäre am besten wenn sie ihm die Nacht Lavendel und etwas Hopfen in sein Futter mengen würde. Diese Kräuter sind gut gegen Nervösität und zur Beruhigung. Schließlich lößte Amy den Strick am Halfter, als sie im Roundpen angelangt waren. Ohne Ty hatte sie mehr Arbeit, daher ließ sie den Hengst erstmal alleine um in der Zeit Sattel und Zaumzeug zu holen. Draußen stand die Sonne bereits so hoch, das Amy von den hellen Strahlen geblendet wurde. Mit einer Hand über den Augen suchte sie den Stall um die Sattelkammer zu betreten. Kira hatte extra Sattelzeug und Zaumzeug maßschneidern lassen und Amy gegeben, damit die Beiden Pferde keine Druckstellen bekamen. Ein qualitativer Sattel war schließlich von großer Bedeutung. In der Sattelkammer griff Amy nach dem Zubehör für Zanaro, im schnellen Schritt ächzte sie zurück zum Roundpen. Es war ein ganz schön weiter Weg mit Zaumzeug und Sattel, aber Amy trug schwerere Westernsättel Tag ein Tag aus. Den Sattel legte sie nun auf einen der Holzbalken ab, welche das Pferd eingrenzten. Die Trense hing sie am Tor auf. Als sie den Roundpen betrat befestigte sie wieder den Strick an sein Halfter um ihn im Notfall festhalten zu können. Den Strick legte sie nun locker über seinen Hals. Amy griff nach der Satteldecke, hielt sie ihm vor die Augen und wartete bis er sie registriert hatte. Zanaro roch leicht verängstigt an der Decke. "Guter Junge", lobte sie ihn sofort. Seine Ohren richteten sich nach vorne auf als er bemerkte das nichts geschah. Amy verhielt sich sehr ruhig um den Hengst nicht zu verängstigen. Schließlich ging sie auf die rechte Seite und legte die Decke auf seinen Rücken. Erneut lobte sie den Hengst durch Worte und Streicheleinheiten. Dann nahm sie die Satteldecke vom Rücken und ging auf die linke Seite des Pferdes. Erneut legte sie die Decke auf seinen Rücken. Zanaro reckte den Kopf zum Rücken und schnupperte an der unheimlichen Decke. "Super machst du das", Amy kraulte seinen Hals und ging nun zum Sattel. Mit dem Sattel zwischen den Händen stapfte sie durch den Sand zum Pferd, sie bewegte sich langsam damit der Hengst Zeit hatte sich ein Bild von dem Sattel zu machen. Schließlich wiederholte sie das Spektakel, welches sie bei der Satteldecke angewendet hatte - diesmal jedoch mit dem Sattel. Als Zanaro sicher war, dass ihm tatsächlich nichts geschah, griff Amy unter seinem Bauch nach dem Gurt des Sattels um ihn zuerst locker und dann etwas fester -fest zu binden. Zanaro trat mit den Hinterhufen nach dem Gurt, einen solchen Druck hatte er schließlich noch nie gespürt. Amys Hände waren glücklicherweise nicht mehr unter dem Bauch, weshalb sie sich keine Sorgen machen musste verletzt zu werden. Sie lobte das Pferd sobald es aufhörte nach dem Gurt zu treten. Als der Gurt schließlich fest genug war, gab sie dem Pferd eine Belohnung und kraulte es zwischen den Ohren. "Siehst du, nichts passiert". Nun ging sie rüber zum Tor um die Trense zu holen. Zanaros Halfter legte sie ihm um den Hals, vorsichtig zog sie ihm die Trense über den Kopf. Als er schließlich auf das kalte Gebiss biss, erschrak er und riss den Kopf in die Höhe. "Ruhig, mein Junge", sprach Amy sanft und leise um das Pferd zu beruhigen. Er nachdem der Hengst ruhig da stand und nichts anstellte, griff sie nach den Zügeln um ihn durch den Roundpen zu führen. Sie zeigte ihm das Gatter, das Tor, sie öffnete es sogar. Schließlich blieb sie stehen und hiefte sich in den Sattel. Im Schritt ritt sie im Zirkel. "Super!", begeistert tätchelte sie das Vollblut, stolz war sie auf sich selber. "AMYYY?!", es war Chase der suchend über den Hof grölte. Zanaro erschrack und buckelte, er schmiss sein Hinterteil in die Lüfte und trat mit den Hinterbeinen um sich. Seine Hufe donnerten gegen den Holzzaun, wodurch er sich lediglich noch mehr erschreckte. Amy hatte Schwierigkeiten im Sattel zu bleiben, hier gab es nirgendwo ein Horn zum festhalten. Sie fasste die Zügel kürzer, ihr Körper hing nun schon über Zanaros Hals. Zanaro raste voraus, buckelte, riss den Kopf nach unten und warf Amy in der Kurve schließlich ab. "AAH", sie prallte auf den Boden auf, stöhnte und brachte sich schnell in Sicherheit. Erst jetzt blickte sie zu Chase, welcher auf einmal neben ihr stand um ihr aufzuhelfen. "Hast du dir was getan?", fragte er mit besorgter Miene. "Allerdings ! Mir tut alles weh", antwortete sie genervt. "Sag mal, was fällt dir eigentlich ein so über den Hof zu brüllen !?"
      "Sorry Mademoiselle! Ich dachte du bist die ultimative Pferdeflüsterin", er scherzte und zog die Brauen in die Höhe. Amy klopfte sich den Sand von den Beinen ab und sah Chase grimmig an. "Und überhaupt, was suchst du eigentlich hier ?"
      "Chase Powers Power-Gebiss", er präsentierte ihr ein einfaches gebrochenes Gebiss. "Was soll der Scheiß Chase ? Das ist das Gebiss einer einfachen Wassertrense...", sie blickte ihn zu tiefst genervt an. Wegen ihm war sie auch noch vom Pferd gefallen und konnte das Training mit Zanaro nicht positiv beenden. "Toll Danke Chase, wegen diesem Pille-Pall hast du mein Training ruiniert.", sie drehte sich weg von ihm und wollte wieder in den Roundpen, Chase jedoch griff nach ihrem Arm und sagte: "Warte doch Amy, ich will dass du es als erstes ausprobierst"
      "Wirklich sehr witzig Chase. Vielen Dank, ich hätte mich über nichts mehr gefreut, als eine einfache Wassertrense... Nein im Ernst, ich habe genug Wassertrensen im Stall, da brauch ich dein Power-Gebiss nicht auch noch".
      "Na gut, ich gebe zu, dass meine Manieren zu wünschen übrig lassen, aber probier es doch mal aus, bitte Amy. Wenn ich erzähle, dass du das Gebiss mit Begeisterung benutzt, dann lässt es sich bestimmt hervorragend verkaufen"
      "Mag sein, aber wer sagt denn, dass ich es hervorragend finde !?", Amy griff nach dem Gebiss welches er immer noch in seiner Hand präsentierte "Ich benutze es um Fireflies an die Trense zu gewöhnen, aber dann gib bitte endlich Ruhe und verschwinde, Ja !?" - Chase grinste motiviert, völlig überzeugt von sich selbst und lehnte sich an das Gatter an. Während Amy Zanaro zurück in den Stall brachte, kam Ty gerade von den Koppeln. Als er Chase sah blieb er abrupt stehen und blickte den Typen scharf an. Chase nahm ihn nicht war, Amy kam mit dem Holsteiner aus dem Stall und führte ihn in den Roundpen. Zu viel des guten, Tys Eifersucht platzte. Wenigstens hatte er mehr Verstand als Amy. Wie konnte sich Amy nur mit diesen Idiot abgeben ? Angekratzt ging Ty in den Stall um sich mit der alltäglichen Arbeit abzulenken.
      Amy löste den Strick vom Halfter, welches locker am Kopf des Hengstes lag. Schließlich fuchtelte sie mit dem Strick und ihren Armen durch die Luft um das Pferd fortzujagen. Im schnellen Schritt folgte sie dem Pferd. "Lauf !", forderte sie ihn. Fireflies quietschte lauthals und buckelte mehrmals. Davon ließ sich Amy jedoch nicht beirren, oder gar einschüchtern. Im Gegenteil, nun wurde sie etwas aggressiver und trat einige Schritte auf das Pferd zu. Offenbar tat die Bewegung dem Braunschecken sogar gut, Fireflies beruhigte sich und galoppierte wenige Minuten später etwas entspannter im Kreis, er schnaufte und kaute mit den Zähnen. Die Ohren waren immer noch nach vorne gerichtet. "Na los!", rief das Mädchen. Sie hatte inzwischen ihren heimlichen Beobachter vergessen. Chase liebäugelte das Mädchen, welche vollkommen in ihrem Element war. Der Hengst hechtete durch den Ring und richtete sein inneres Ohr schließlich auf Amy. Als sie es wahrgenommen hatte blieb sie stehen, ihre Arme hingen nun zum Boden, ihr Atem schwer. Sie drehte sich vom Pferd weg und wartete ab. Im ruhigen Schritt ging Fireflies auf Amy zu und prustete ihr in den Nacken. Er knabberte an ihr "In meinem Nacken findest du sicherlich nichts zu fressen", sagte Amy lachend und streichelte den Hengst sacht. Ty, welcher die Boxen ausmistete hörte seine Freundin lachen. Er lief rot an und schuftete härter. "Lacht sie etwa wegen Chase ?", dieser Idiot ging ihm einfach nicht mehr aus dem Kopf. Wieso tat Amy nur so etwas ? "Chase, wenn du willst kannst du mir helfen" - sagte sie kühl und drückte ihm den Strick in die Hand. "Einer so hübschen Dame helfe ich doch gerne", er schmachtete sie an und zwinkerte ihr schelmisch zu. "Hör auf, das ist ja widerlich", sagte Amy etwas entsetzt. Doch Chase grinste nur. Nachdem sie sicher war, dass Chase auch mit dem Pferd stehen blieb, ging sie in den Stall um Sattel und Zaumzeug zu holen. Dort traf sie auf Ty. "Hey!", sagte sie etwas überrascht. "Wie kommts dass du freiwillig die Boxen ausmistet", scherzte sie und warf ihm ein süßes Lächeln entgegen. "Wie kommts dass du auf einmal mit Chase arbeitest ?", Amy erkannte wie genervt Ty war. Sie seufzte, griff sich in die Haare und ging Richtung Sattelkammer. "Du kennst ihn. Das Arschloch hat sich wieder selbst eingeladen".
      "Dann entlädt man ihn gefälligst wieder!", rief ihr Ty hinterher. Schnell griff Amy nach einem klassischen Sattel, welchen Kira ihr gestellt hatte. Dann das Zaumzeug und schleunigst zurück zum Pferd. "Ty, wenn das so einfach wäre", sagte sie ihm beim vorbeigehen. Er stützte sich auf die Mistgabel ab und blickte ihr hinterher. "Sie kann so sonderbar sein" dachte er.
      "Danke", sagte sie stumpf als sie Chase sah und der Hengst weiterhin brav neben ihm stand. Sie legte Sattel und Zaumzeug auf den Zaun ab und griff nach der Satteldecke. Dann legte sie die Satteldecke auf die rechte und anschließend auf die linke Seite des Pferdes ab. Fireflies ließ die Prozedur brav über sich ergehen. Nun nahm Amy den Sattel, legte ihn auch auf die rechte und schließlich auf die linke Seite des Pferdes ab. Auch hier blieb Fireflies ruhig. Er zuckte kurz zusammen, entspannte sich aber relativ schnell. Amy atmete konzentriert ein und gurtete den Sattel locker um den Bauch. Der Hengst könnte sich schon mal an etwas Druck gewöhnen, in der Zeit wollte Amy das Gebiss der Trense umtauschen, um Chase endlich loszuwerden. Sie kam sich ein wenig blöd vor, als sie das gebrochene Gebiss mit dem vorherigen gebrochenen Gebiss tauschte. Ruhig hielt sie dem Holsteiner die Trense vor die Nüstern, er beschnupperte sie vorsichtig, nun zog Amy ihm die Trense über. Schnell kaute Fireflies auf das kalte Metall rum, in der Hoffnung diese fiese Kälte loszuwerden. "Guter Junge", lobte Amy ihn und tächelte seinen Hals. Sie klopfte ihm über die Schulter und kraulte ihn zwischen den Ohren. "Ganz fein machst du das", während sie sprach zog sie die Trense etwas zu, damit sie richtig saß. Anschließend gurtete sie das Pferd nach und stellte sich sicher, dass er entspannt genug war damit sie aufsteigen konnte. "Und diesmal bleib auch ruhig!", mahnte sie den Burschen als sie aufstieg. Langsam zog sie sich in den Sattel und streichelte von oben den Hals des Hengstes. "Fein...", flüsterte sie ihm leise zu. Seine Ohren richteten sich nach hinten. Sie wartete eine Weile bis sich Fireflies an ihr Gewicht gewöhnt hatte. Dann trieb sie ihn leicht an, drückte ihre Beine an seinen Bauch und ritt im Schritt im Roundpen. "Guter Junge!", lobte sie ihn. "Gutes Mädchen", äffte Chase ihr nach. "Böser Junge", äffte Amy zurück. Beide kicherten. Ty bekam es aus Entfernung mit, ihm war gar nicht nach kichern zumute. Ty konnte es einfach nicht verstehen, wieso ging Amy überhaupt auf ihn ein. Merkt sie denn nicht, dass er mit ihr flirtet ? Er hätte meinen können, dass zwischen den Beiden etwas war. Melancholisch widmete er sich seiner Arbeit.
      "So, dann wollen wir mal sehen ob du auch traben möchtest", Amy trieb ihm und ritt locker durch den Ring. Sie hielt die Zügel etwas locker, aber so, dass sie ihm Notfall eingreifen konnte. Fireflies Kopf war gesenkt, anfangs hatte er etwas Gleichgewichtsprobleme, wackelte unbeholfen im Kreis, aber fing sich nach einigen Minuten. Amy lobte ihn erneut und beendete das Training mit einem erfolgreichen Trab "Morgen wollen wir weiter machen", sagte sie entschlossen und stieg ab. Sie kramte eines ihrer Belohnungen aus der Tasche und überreichte es dem Hengst. Gierig zermalmte er das Leckerchen zwischen seinen Backen. Amy führte Fireflies zurück in den Stall um ihn von dort aus abzusatteln. Das Gebiss wusch im nächstgelegenen Becken und entfernte es schließlich von der Trense um es wieder auszutauschen. "Hier bitte", sie drückte Chase das triefende Gebiss in die Hand und funkelte ihn entschieden an. "Und nun verzieh dich". Sie drehte ihm den Rücken zu und deckte den Holsteiner ein.
      *
      Ein Blick auf die Uhr, "Schon 16 Uhr!", stieß Amy erschrocken aus, sie hatte noch gar nichts gegessen. Ehe sie jedoch in die Küche ging sah sie noch mal nach Ty. Er sah genervt aus, gar nicht so glücklich wie üblicherweise. Amy bekam Schuldgefühle und ging schmollend auf ihren Freund zu. "Ty. Ty es tut mir Leid, ich hätte energischer sein sollen und mich nicht von ihm beeinflussen lassen sollen". Er drehte sich zur ihr und blickte sie etwas enttäuscht an. "Es ist ja nicht nur das. Ich habe das Gefühl, dass er was von dir will". Nun prustete das Mädchen laut. "Was ? Von mir !? Das soll doch wohl ein Scherz sein". Ty kam sich verarscht vor. Nun, nur etwas lauter, bestätigte er seine Theorie und sah Amy mit ernster Miene an. "Hm. Ich glaube nicht Ty, Chase ist einfach nur etwas verrückt weißt du".
      "Amy, ich glaube du willst die Wahrheit nur nicht wahr haben", sprach er entschieden und fuhr mit seiner Arbeit fort. "Nein im Ernst Ty, Chase will doch nichts von mir. Wir sind ja noch nicht mals richtige Freunde!", sie fasste nach seiner Schulter und kam ihm näher. "Bitte Ty, sei deshalb nicht unglücklich. Ich liebe DICH doch.", bedrückt gab er seiner Freundin einen Kuss. "Wie wäre es wenn wir heute Abend einen Film zusammen gucken ?", schlug Amy vor. Ihre Augen funkelten vor Freude, diesem Lächeln konnte Ty nicht widerstehen. "Überredet."
      *
      Lou suchte Amy in der Küche auf. "Gott sei Dank, endlich habe ich dich gefunden!", rief sie erleichtert. "Was ist denn los ?", hakte Amy fragend nach. "Wir bekommen gleich Besuch von einer Misses Wincox. Du sollst ihr Pferd in Dressur trainieren.", Amy stöhnte auf "Aber Lou, die Boxen sind voll"
      "Ich weiß, was ein Glück das Rachel in Kanada wohnt. Also mach dich schon mal startklar." Schnell schnappte sich Amy ihr Butterbrot und zog sich ihre Jacke über, draußen hörte man schon den Jeep auf den Hof fahren. Eine junge Frau stieg aus und lud ihr Pferd aus dem Hänger.

      Rachel stand wenige Minuten später am Gatter und sah Amy beim reiten zu, das Mädchen versuchte so gut wie möglich der jungen Dame zu erklären was sie tat, damit Rachel mit Loveletter selbst umgehen konnte. Sie ritt ganze Bahnen ehe sie mit kleineren Volten, und schließlich Zirkeln begann. Im Arbeitstrab ritt Amy den Araberhengst im Kreis, verkleinerte diesen ehe sie in der Ecke kehrt machte um durch die halbe Bahn zu wechseln. Auf X blieb sie einen Moment stehen, der Vollbluthengst sollte eine Weile still stehen, Amy zog an den Zogeln, schnalzte und lehnte die Füße nach vorne. Nun ging er rückwärts. Schnell lobte sie ihn durch ein Schulterklopfen und galoppierte durch die ganze Bahn. Ruhig und gelassen flog Amy über den Platz hinfort und begann mit der schwierigsten Übung. Der Traversale. Sie benötigte einige Anläufe bis der Hengst auf ihre Hilfen reagierte. Nach einem erfolgreichen Training stieg sie schließlich ab und betüddelte den Hengst liebevoll. "Kommst du in nächster Zeit öfters her ?", fragte Amy Rachel. "Ja, wäre besser oder ?"
      "Ich würde mich weiter um ihn kümmern, damit er die Traversale perfekt beherrscht".
      "Klingt gut. Wir bleiben dann in Kontakt ja ?"
      "Ja!", Amy verabschiedete sich von Rachel, welche ihr Pferd schon mal absattelte und zurück in den Hänger verlud.
      *
      Erleichtert ließ sich Amy in das Sofa plumpsen. Neben ihr saß Ty, welcher seinen Arm um ihre Schulter legte. "Das war ein verdammt beschissener Tag", sprach sich Amy von der Seele. "Ich bin so glücklich, dass wir zwei endlich Zeit für uns haben." Ty drückte Amy an sich und gab ihr einen Kuss auf die Stirn. "An welchen Film hast du gedacht ?", fragte er sie. Amy antwortete nicht. "Schatz?", nun blickte er auf das blondhaarige Mädchen hinab, Ty registrierte, dass ihre Augen geschlossen waren. Seufzend stand er vom Sofa auf und bewunderte einen kleinen Augenblick seine Freundin. Anschließend hob er sie auf seinen Arm und trug sie auf ihr Bett. Dort legte er sie sachte auf die Matratze und deckte sie liebevoll zu. Amy blinzelte ihn verträumt an ehe sie schließlich in einen Tiefschlaf fiel. Da Ty eh auf den Dachboden schlief, beschloss er die Nacht neben Amy zu schlafen. Immerhin waren sie Beide zusammen und Jack konnte schließlich nicht ewig das letzte Wort haben.

      Um so größer war die Überraschung als Amy am nächsten morgen die Augen öffnete und genüsslich gähnte. Sie richtete sich langsam auf und erkannte schnell das sie nicht alleine war. Als sie Ty erblickte, richtete sich ihr Blick blitzschnell auf ihren Körper. Erleichtert stellte sie fest, dass sie noch Kleidung trug. Nun, als sie sich im klaren war, dass sie ihr Date verschlafen hatte, zupfte sie an Tys Bettdecke um ihn so angenehm wie nur möglich zu wecken. "Ty. Ty ? Ty.", wiederholte sie und pikste ihn nun. Er blinzelte mit schweren Augen. Seine Augen schmerzten durch das Licht, er drehte den Kopf und lächelte Amy an. "Guten Morgen mein Siebenschläfer", scherzte er mit einer Anspielung auf gestern. Amys Haare lagen kreuz und quer über ihr Gesicht, sie grinste und entschuldigte sich für ihre gestrige Abwesenheit.
      Nach einem Frühstück beschloss sie mit Ty die alltägliche Arbeit zu verrichten um schließlich die Pferde zu trainieren. Rachel sollte wieder gegen Nachmittag eintreffen, nun aber wollte sich Amy noch mal mit Kiras Pferden beschäftigen. Amy nahm sich vor, die gestrigen Übungen zu wiederholen um den beiden Jungpferden etwas mehr Sicherheit zu beschaffen.
      *
      Es waren bereits mehrere Tage vergangen an denen Amy mit den Jungpferden gearbeitet hatte, nun glaubte sie wären Kiras Pferde soweit um geritten,- und am Hindernis gewöhnt zu werden. Amy ging also in den Trainingsstall um Fireflies aus seiner Box zu führen und ihn anschließend zu satteln. Sie führte den Holsteiner zum Reitplatz, welcher gegenüber vom Stall lag. Dort angekommen gurtete sie den Sattel noch mal nach. Artig blieb der Hengst auf der Stelle stehen und spitzte die Ohren in Amys Richtung. "Scheint als hättest du gute Arbeit geleistet", sprach auf einmal Kira, welche Amy bis zum Platz gefolgt ist. "Danke, das ist von Pferd zu Pferd aber auch unterschiedlich", Amy lächelte und stieg in den Sattel. "Kira, ich möchte, dass du morgen selber reitest, es bringt ja nichts wenn sich die Pferde nur unter meinem Hintern so vorbildlich benehmen", sie kicherte und trieb Fireflies an. Mit großen Schritten ging der Hengst den Hufschlag entlang, wollte sich zwar ständig in die Mitte drehen, doch Amy drückte ihn zurück auf die Bahn. Wenn Fireflies erstmal verstand wo er hingehörte, würde er diese Manieren nicht mehr ausleben wollen. In der Ecke machte Amy kehrt um anschließend eine Volte zu reiten. Fireflies dehnte sich und schnaubte erleichtert. Anschließend ritt Amy den Hengst im Trab warm. "Kaum zu glauben, er ist ein richtiger Mann!", Kira schien glücklich, voller Stolz betrachtete sie ihren Hengst. "Irgendwann müssen sie ja groß werden", scherzte Amy. Zu guter letzt ritt sie den Hengst im Galopp, dabei machte Fireflies einen Freudensbuckler. Die Frühlingsgefühle, es war so typisch für Hengste. "So Kira, scheint als hätte sich die Arbeit gelohnt. Ich werde ihn jetzt an Hindernisse vertraut machen und morgen reitest du ihn noch mal, ok ?", Kira nickte und Amy stieg vom Pferd. Fireflies blieb auf der Stelle stehen als Amy in aller Seelenruhe die Holzbalken hinter den Busch herauskramte. Nun sah der Hengst das Ungetüm, seine Augen weiteten sich, er lehnte seine Ohren an. Amy ließ die Stange auf den Boden fallen ehe sie zum Hengst ging. Sie griff nach den Zügeln und führte ihn vorerst über den Platz. Sie wartete durch den tiefen Sand, geradewegs auf die bunt gemalte Stange zu. Fireflies erkannte schnell wohin Amy gehen wollte und stemmte seine Hufe in den Sand. Er zupfte in kurzen Abständen am Strick, doch der Hengst lies sich keinen Zentimeter bewegen. Also redete sie auf den Holsteiner ein und kramte währenddessen ein Leckerchen aus ihrer Jackentasche. Fireflies spitzte die Ohren und streckte seinen Hals nach dem Leckerbissen aus, doch Amy ging einen Schritt rückwärts, sodass sein Hals allein nicht ausreichte. Also lief Fireflies mutig und mit zögernden Schritten auf Amy zu. Nachdem er bereits fünf Schritte überstanden hatte, lobte Amy ihn und gab ihm schließlich die Belohnung. Diesen Vorgang wiederholte sie, bis sie an der Stange angelangt waren. Dort klopfte sie seinen Hals und ließ ihn an den langen Ungetüm schnuppern. Fireflies begriff schnell, dass das Ding harmlos war. Neugierig stieß er seinen Huf gegen die Stange, scharrte in den Sand und flehmte nachdem ein Sandkorn in seine Nüstern geflogen war. "Guter Junge", betonte Amy und blickte Kira erleichtert an. "Das klappt doch prima!". Amy stellte nun ein kleines Cavaletti und einen kleinen Steilsprung auf. Anschließend stieg sie auf Kiras Pferd auf und ritt auf das Cavaletti zu. Fireflies roch zuerst an das Hindernis und machte anschließend einen großen Schritt über den winzigen Sprung. "Er ist verrückt! Du hättest sehen müssen wie er seine Beine hochgehoben hat. Als bestünde der Boden unter ihm aus Lava, oder als würde die Stange brennen". Kira kicherte amüsiert und sah Amy weiterhin bei der Arbeit zu. Konzentriert trabte das Mädchen nun auf die Stange zu. Sie fixierte das kleine Cavaletti und trieb Fireflies als er kurz vor dem Hindernis war. Eine Vollbremsung, hätte ihr gerade noch gefehlt, also vermittelte sie ihm Mut. Und tatsächlich, Firefließ hob im Trab seine Beine an um das Hindernis ohne darüber nachzudenken zu überqueren. Nun ritt Amy im Galopp auf das Cavaletti zu, erneut trieb sie ihn kurz vor dem Hindernis und stellte erleichtert fest, dass Firefließ einen kleinen Hopser über die Stangen machte. Schnell lobte sie. "Super!", kommentierte Kira vom Gatter aus. Ehe Amy den kleinen Steilsprung fixierte, ließ sie den Hengst vorher an dem größeren Hindernis schnuppern. Er sollte sich damit vertraut machen, dass ihm nicht passiert sobald er dem Hindernis zu nahe kommt. Sie ritt einen Kreis um den Sprung, lobte ihn immer wieder und fixierte den Steilsprung schließlich im Galopp an. Kurz darauf trieb sie ihn erneut und flog schließlich mit Leichtigkeit über das Hindernis hinweg. "Wow!", rief sie der Besitzerin zu. "Er ist echt ein Naturtalent", schnaufend rieb Amy sich die Haare aus dem Gesicht und lobte den Hengst euphorisch.
      *
      Nach dem Training ging Amy in die Küche um sich eine Flasche Wasser zu gönnen. Lou fing sie jedoch ab und erklärte ihr das in wenigen Minuten eine Amerikanerin ankommen sollte. Joyce McConnor. Amy sollte ihr Pferd in Dressur trainieren. "Kein Problem", sagte Amy knapp und trank eine ordentliche Menge. Nachdem ihr Durst gestillt war, wartete sie draußen mit Lou auf den Hof. "Sie sollte jetzt kommen", sprach Lou und wartete. Tatsächlich, ein Jeep mit Anhänger fuhr über den sandigen Boden und hielt vor den beiden Frauen an. Amy half der jungen Frau, der sie sich schnell vorstellte, beim verladen (bzw. ausladen) des Pferdes. Nachdem sie Kathargo gesattelt hatten, wollte Amy ihn auf den Platz reiten um zu gucken wie er sich anstellen würde. Joyce hing am Gatter und sah dem Mädchen zu. "Ich werde Katahgo noch die nächsten Wochen trainieren müssen, du kannst währendessen gerne auf der Ferienranch übernachten". Nachdem der Hengst warm geritten war, ritt Amy im Mittelschritt den Hufschlag entlang ging dann aber in den Mitteltrab über. Der Hengst glitt über den Platz. Nun ritt Amy einen Zirkel im Arbeitsgalopp. Für die E-Prüfung wird Kathargo nicht all zu viel können müssen. Damit Amy das reiten in Schlangenlinien üben konnte, half ihr Joyce beim aufstellen der Pylonen. Nun konnte Amy schöne gleichmäßige Kreise reiten. Perfekt damit der Hengst sich ein wenig dehnen konnte. Schließlich wechselte sie aus dem Zirkel und trabte eine ganze Bahn leicht, danach wechselte sie durch die Bahn und hielt bei X an. "Er macht sich gut. Am besten gebe ich dir bis zur Prüfung Reitstunden. Ich soll ja nicht mit deinem Pferd an der Prüfung teilnehmen", sagte Amy lachend und klopfte den schwitzenden Hannoveraner den Hals.
      *
      Währendessen fuhr eine weitere Amerikanerin nach Kanada um ihre Pferde zu trainieren. Sie begab sich jedoch nach Briar Ridge. Vel Stanton begrüßte sie mit ihrem breitesten Lächeln und rief zwei Stallburschen welche die Pferde in die Box führen sollten. "Es freut mich das sie gut angekommen sind Elena.", während Vel der jungen Frau ihren Trainer vorstellte, wurden Elenas Pferde bereits zum Geländeparcours geführt. "Steve Commonwelth und Roger Kellington werden sich um Bellami und Kahlua kümmern. Du kannst gerne zusehen". Vel Stanton führte Elena zum Geländeparcours. Eine große weitflächige Weide war mit Baumstämmen, Hecken und Hügeln bestückt. "Natürlich reicht unser Parcours auch in die Wälder hinein, für den Anfang empfehlen wir jedoch die Wiese". Die Wiese erstreckte sich über mehrere tausend Meter, Steve stieg auf Kahlua auf und ritt auf das erste Hindernis zu. Er taxierte es genaustens an und trieb das Pferd kurz bevor damit es gar nicht erst dazu kam zu verzögern. Nun ritt er die Wiese hinunter, über einen Baumstamm hinweg. Kahlua stellte sich gut an. Die schicke, Niederländische Warmblutstute galoppierte über den weichen Boden hinweg über Lehmhügel und bewachsenen Hecken. Selbst die Holzbalken jagten ihr keine Angst ein. Da die Stute mit dem Geländereiten noch nicht so sehr vertraut war, fiel die Strecke jedoch etwas kurz aus. Ca. 5 Minuten lief die Stute in einem ruhigen, gleichmäßigen Tempo, ehe sie bei ihrer Besitzerin wieder ankam. "Wir würden die Pferde in den kommenden Wochen weiter trainieren und für die zukünftigen Turniere vorbereiten. Elena lächelte die ältere Dame an und nickte stumm, schließlich sprach sie "Das glingt gut. Könnte Roger mir einmal Bellami vorreiten ?"
      "Selbstverständlich", sprach Vel und gab dem Trainer die Anwesiung sich startklar zu machen. Bellami, ebenfalls eine Niederländische Warmblut Stute, tänzelte ungeduldig von einer Stelle zur anderen, ehe Roger seine Hacke in die Flanke drückte. Sie pretschte über den unebenen Boden hinweg. Bellami hatte bereits Geländeerfahrung gemacht, was sie auch bewies, als sie über die Hindernisse hinweg sprang. Lehm wirbelte durch die Luft gegen den Pferdebauch. Roger trieb die Stute als sie eine Hecke antaxierten, Bellami sprang früh genug ab und segelte über das Gestrüpp hinweg. Anschließend sprang sie einen Berg hinauf und glitt diesen vorsichtig wieder hinunter. Roger lobte die schnaufende Stute, ritt über mehrere Baumstämme hinweg zurück die Wiese hinauf um Bellami vor Vel Stanton wieder zum stehen zu bringen. "Wie gesagt, wir haben sehr potentielle Trainer, ihr Pferd wird in wenigen Wochen nicht mehr wiederzuerkennen sein." Elena lachte "Das wäre ja schon schön, kann man auch Unterricht nehmen ? So könnte ich auch dazu lernen."
      "Aber sicher doch", sprach Vel und lächelte. Sie führte Elena zurück zum Stall um sie mit allem vertraut zu machen, was sie wissen sollte. Da Elena von weiter her kam, beschloss sie die Wochen über in Kanada zu verbringen. "Vel, wissen sie wo ich übernachten könnte ?"
      "Wir selber bieten keine Schlafplätze mehr an, aber die Heartlandfarm neben an könnte ein paar Almosen vertragen", sagte sie schief lächelnd mit einem ironischen Unterton.
      *
      So traf Elena auf Amy. "Guten Tag ?", sprach sie verwirrt und blickte die schick gekleidete Frau an. Elena lächelte dezent und fragte nach einer Übernachtungsmöglichkeit. "Meine Schwester besitzt eine Ferienranch, ich kann sie ihnen eben holen". Amy brauchte sich nicht umdrehen, Lou stand bereits hinter den Beiden. Offenbar hatte sie das Gespräch von draußen gehört. "Selbverständlich haben wir noch freie Plätze, bringen sie ein Pferd mit ?", hakte sie fachmännisch nach. "Nein, meine Pferde stehen derzeit bei Briar Ridge", Amy blickte Lou genervt an, Elena fuhr fort: "Aber ich habe ein Fohlen mitgenommen welches mit den Grundlagen vertraut gemacht werden sollte".
      "Da kann ich Ihnen weiterhelfen", sagte Amy zufrieden "Wo finde ich denn den Frechdachs ?". Elena half dem Mädchen beim öffnen der Hängertür. Das Fohlen wollte offenbar ziemlich dringend aus dem Hänger. Amy wollte heute noch mit General's Coming Home arbeiten, also begann sie damit dem Quarter Hengst ein Halfter aus und an zu ziehen, damit sie ihn anschließend über den Hof führen konnte. Das erwies sich als eine Schwierigkeit, da der Hengst nicht einmal daran dachte dem Mädchen zu folgen. Mithilfe von Leckereien hatte sie vor ihn von der Stelle zu bewegen und an dem Strick vertraut zu machen. Als nächstes sollte der Fuchs geputzt werden. Sie befestigte den Strick an einer Putzstange und zeigte ihm jedes der Utensilien womit sie ihn hübsch machen wollte. Mit einer Kardätsche strich sie ihm über sein Fell. Bürsten und Kämme schien er zu aktzeptieren und teilweise sogar auch zu genießen, selbst die Hufe hob er nach wenigen Versuchen hoch. So konnte Amy sie problemlos auskratzen. In der Zeit, die Elena auf Heartland bleiben würde, hatte Amy vor das Fohlen an alle Grundlagen zu gewöhnen, die zum Fohlen ABC gehören. Zunächst aber müsse sie Kiras Pferd an Hindernisse gewöhnen.
      *
      Den Abend beendete Amy indem sie Zanaro an Hindernisse gewöhnte. Dazu holte sie den Vollblut Hengst aus der Box um ihn zu putzen und anschließend zu satteln. Sie führte den Braunen an der Trense auf den Reitplatz. In dem Moment kam Mallory um die Ecke. "Hey Amy, was machst du da ?"
      "Du kommst mir gerade echt gelegen ! Kannst du mal Zanaro halten ? Ich muss die Hindernisse aufstellen"
      "Ehm klar!", sie nahm ihr die Zügel ab und beobachtete das blondhaarige Mädchen. Amy hob die Stangen auf, die sie auf den Boden legte. Nachdem Amy einige Cavalettis aufgestellt hatte, sowie zwei kleine Steilsprünge, nahm sie Mallory den Hengst wieder ab. Mallory sah ihr vom Gatter aus zu und bewunderte den Vollblut Hengst, welcher nahezu vor lauter Selbstbewusstsein strotzte. Amy führte Zanaro über den Platz und zeigte ihm die liegenden Stangen, neugierig schnupperte er an den steifen Balken und ging desinteressiert weiter. Auch die kleinen Steilsprünge sah er ungeniert an. Nachdem sie den "Parcours" abgegangen war, stieg sie in den Sattel und ritt den Hengst warm. Im Schritt maschierten die beiden auf die Trabstangen zu, Zanaro machten einen großen Schritt über die Balken hinweg und ging zurück auf den Hufschlag. Das ganze wiederholte Amy erneut im Trab. Schließlich trabte sie auf das Cavaletti zu. Zanaro hob die Hufe etwas höher. Amy wiederholte die Übung mehrere Male um sicher zu gehen das Zanaro die Stangen auch nicht zufällig überwand. Nachdem sie die Stangen auch etwas höher überwunden hatten, wagte sich Amy an den Steilsprung. Sie gab Zanaro eine Galopphilfe und blieb auf der ganzen Bahn ehe sie auf das Hindernis zu ritt. Konzentriert taxierte sie den Steilsprung und verlagerte ihr Gewicht nach vorne. Zanaro machte einen Satz über das kleine Hindernis und kam schließlich wieder auf den Boden auf. Amy wiederholte den Sprung erneut und ritt das verschwitzte Pferd trocken. Nachdem sie Zanaro abgesattelt und eingedeckt hatte, erzählte sie Kira vom Erfolg. Die Wochen wollte sie noch sehen wie sich Kira auf ihr eigenes Pferd machte. Am Abend stand für Amy jedoch fest - Zunächst würde sie Urlaub benötigen !
    • Friese
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      Friese - 28. Februar 2016
      Pflegeberichte:
      Heute machte ich mich auf den Weg in meinen eigenen Stall. Ich wollte mich wieder um meine Pferde kümmern. Dieses Mal wollte ich mich jedoch nur um meine Stutenanwärter kümmern. Sie hatten heute auch mal ein bisschen Training zu bekommen und auch einiges an Zuneigung. Ich ging also raus auf den Hof und streckte mich dann müde. Auf der Wiese lag noch ein leichter Nebel und es war ganz schön frisch draußen. Ich zog meine Jacke weiter zu und schob dann das Tor vor mir auf. Dort sah man schon den rauchenden Atem der Pferde und hier und da einen Kopf. Ich ging auf die erste Box zu. In dieser stand Bellami und in der Box direkt neben ihr Kahlua. Ich holte die zwei Stuten aus ihren Boxen und lief dann mit ihnen nach draußen. Ich ließ sie auf der Weide laufen und holte dann Face Down und Spotted Face aus dem Boxen. Ich klopfte die Hälse der beiden Stuten und brachte sie dann zu den anderen beiden. Ich ließ sie dort laufen und sie begann auch zu fressen. Als nächstes holte ich Kristy Killings und Cup Cake. Ich klopfte auch ihnen ihre Hälse und ging dann mit ihnen zur zweiten Weide. Zu ihnen brachte ich dann auch noch Easy Going und Gabriella. Ich ließ die beiden laufen und ging wieder in den Stall. Ich miste die Boxen aus und streute sie erneut ein. Danach brachte ich den Mist nach draußen auf den Haufen und richtete das Futter her. Dieses verteilte ich dann auf den jeweiligen Trog und legte das Heu bereit. Ich prüfte alle Wassertränken und ging auf die Wiese. Dort holte ich Bellami und Kahlua rein. Joyce und ich wollten mit ihnen ein bisschen ins Gelände gehen. Die beiden waren schließlich meine Buschpferde und sollten hier auch weiter gefördert werden. Dafür sollte Verena sie auch bald trainieren. Ich putzte die beiden und machte sie dann soweit fertig. Nun hieß es auf Joyce warten. Diese war 10 Minuten zu spät und so hatte ich mich entschieden die Pferde auf dem Platz schon warmzuführen. Ich sah meine Freundin auf den Platz zu hetzten und drückte ihr dann Kahlua in die Hand. Sie nahm die Zügel auf und stieg auf den Rücken der Grauschimmelstute. Ich tat es ihr gleich und wir konnten losreiten. Am langen Zügel ritten wir auf den Weg zu unserer Geländestrecke. Dort nahmen wir die Zügel auf und ich trabte Bellami voran. Joyce trabte hinter mir Kahlua an. Der erste Weg war ein Berg mit leichter Steigung und hinter ihm direkt ein Hindernis, weshalb wir in der Hälfte des Berges angaloppieren mussten. Die beiden Stuten sprangen sofort an und ich sprang mit Bellami über die Hecke, welche unser erstes Hindernis darstellte. Joyce und Kahlua folgten uns gekonnt und es konnte weiter gehen. Das nächste Hindernis war ein umgefallener Baum, welcher den Weg kreuzte. Wir sprangen hintereinander drüber und gingen dann den Rest unseres Parkours. Den letzten Weg zum Hof ritten wir wieder ab und ich ließ meiner Stute die Zügel lang. Auch Joyce klopfte den Hals ihrer Stute und ließ dann die Zügel hängen. Ich stieg am Hof abgekommen von der Stute und führte sie in den Stall. Joyce stellte sich neben mich und band Kahlua an. Gemeinsam brachten wir das Sattelzeug in die Sattelkammer und gingen wieder zu den Pferden. Wir putzten beide noch und brachten sie schon mal in die Boxen. Beide fraßen gierig und ich bedankte mich bei Joyce. Ich holte mir Cup Cake von der Weide und putzte sie. Meine Stute war seit geraumer Zeit bei uns und wir waren mittlerweile ein gutes Team geworden. Ich klopfte ihren Hals und begann dann ihre Hufen auszukratzen. Die Stute ließ dies brav zu und ich war schnell fertig. Ich band sie ab und ging dann los. Wir gingen eine große Runde um den Hof und die Stute schnaubte immer wieder brav ab. Dann streckte sie sich und nachdem wir gut eine halbe Stunde unterwegs waren gingen wir wieder zurück. Ich ließ sie auf dem Platz noch ein bisschen laufen, wo sie vor Freude ein paar Luftsprünge machte. Ich musste dabei mehr wie nur ein bisschen lächeln. Nachdem sie ein bisschen buckeln und steigen durfte, holte ich sie wieder zu mir. Mit ihr war das Training heute wirklich kurz gewesen und auch kein wirkliches Training gewesen. Dies würde sich jedoch auch ändern sobald die Stute eingeritten war. Ich brachte sie zu meinen anderen beiden Stuten in den Stall und holte dann Face Down. Ich putzte die Schimmelstute und holte dann ihren schweren Sattel. Sie hatte sich in den letzten Monaten auch sehr gut gemacht und ich freute mich schon drauf, wenn sie bald in der Zucht gehen konnte. Ich holte schließlich noch ihre Trense und ging dann mit ihr auf den Platz. Dort stieg ich auf ihren Rücken und zog dann den Gurt nach. Sanft klopfte ich den Hals der Stute. Ich trabte die Stute an, nachdem ich sie warmgeritten hatte. Ich ließ den Zügel wie beim Western lang und ging mit ihr dann ein paar Bahnfiguren. Immer wieder spielten wir die Übungen für das nächste Turnier durch und die Stutenkrönung die uns in ferner Zukunft bevorstand. Ich war während des Trainings genauso konzentriert wie meine Stute und so konnten wir einige Fortschritte verbuchen. Bald hätte sie aber wieder ein Training bei einem professionellen Trainer verdient so wie die anderen Pferde auch. Ich ritt die Stute noch trocken und klopfte dann nochmal ihren Hals. Ich ließ die Zügel lang und stieg nach guten zehn bis 15 Minuten von dem Rücken der weißen Stute. Ich brachte sie in ihre Box und holte Spotted Face von der Weide. Ich begann im Stall damit ihr Fell zu putzen. Gerade an den weißen Stellen sah man jeden Dreck und so dauerte es bei ihr fast genauso lange wie bei ihrer weißen Vorgängerin. Nachdem sie endlich halbwegs sauber war, holte ich ihren Longiergurt und ging dann wieder in die Sattelkammer. Dort holte ich dann den Kappzaun und band die Stute schließlich ab. Wir gingen gemeinsam zum Platz und ich legte ein paar Trabstangen und eine Galoppstange bereit. Ich lobte die Stute, da sie brav mit mir mitgegangen war, und lief dann eine viertel Stunde mit ihr auf dem Platz auf und ab. Schließlich war sie war und ich begann damit sie ein paar Runden im Trab laufen zu lassen. Nachdem sie sich dabei gelockert hatte, ließ ich sie über die Stangen traben. Sie schnaubte und senkte ihren Kopf dabei schön in die Anlehnung. Immer wieder schnaubte sie ab und so konnte ich sie locker laufen lassen. Ich wechselte die Hand und klopfte dabei ihren Hals. Nachdem wir eine Runde ohne Stangen getrabt hatten, ließ ich sie wieder drüber gehen. Wie auch auf der anderen Hand tat sie dies brav und ich ging dann mit ihr zu der Galoppstange. Auch über diese ließ ich die Stute galoppieren und sie schnaubte immer wieder ab. Da sie gut mitgearbeitet hatte, lief ich ein paar Runden noch im Schritt mit ihr. Wir gingen wieder in den Stall und ich räumte ihre Longiersachen auf. Ich brachte die Stute in ihre Box und ließ sie auch fressen. Ich holte Kristy Killings und band auch sie im Stall an. Dann begann ich damit sie zu putzten. Die Stute schien es sichtbar zu genießen und verlagerte ihr Gewicht auf den rechten Fuß. Dann stellte sie den linken Huf auf die Spitze und begann zu dösen. Ich lobte sie nachdem ich mit dem Putzen fertig war und ging dann in die Sattelkammer. Aus dieser holte ich ihren Sattel und die Trense. Ich platzierte beides auf der gescheckten Stute und lobte sie dann nochmal. Ich führte sie dann in die Halle und legte auch dort Schritt- und Trabstangen. Ich stieg auf den Rücken meiner Stute und ritt sie dann warm. Am Ende des Warmreitens ging ich mit ihr zum ersten Mal über die Schrittstangen. Dies machte die Stute sehr gut und schnaubte danach sogar entspannt ab. Ich klopfte nochmal ihren Hals und trabte sie dann entspannt an. Ein paar Runden später ging ich das erste Mal über die Stange. Auch dies machte sie brav und schnaubte dann wieder ab. Ich trieb sie weiter vorwärts und wechselte dann die Hand. Nachdem ich dies gemacht hatte, ritt ich nochmal über die Stangen und lobte sie dann. Bei X galoppierte ich die Stute an und ließ ihr dann die Zügel wieder ein bisschen länger. Nachdem wir mit der Arbeit fertig waren, ließ ich ihr die Zügel komplett lang und lobte sie nochmal. Die Stute schnaubte tief ab und ich war bis jetzt sehr stolz auf meine Stutengruppe. Als nächstes standen nur noch Gabriella und Easy Going an. Ich brachte Kristy Killings wieder in ihre Box und ließ sie dort in Ruhe fressen. Dann holte ich die beiden letzten Pferde wieder rein und putzte Easy Going und Gabriella. Ich ging mit den beiden auf den Platz und ließ sie dort ein bisschen laufen. Die beiden buckelten und sprangen immer wieder auf und ab. Beide schnaubten danach kräftig ab und ich holte die beiden wieder rein. Ich ließ auch die beiden fressen und kontrollierte dann nochmal alle Wassertranken. Alle meine Pferde hatten in Ruhe fressen können und so räumte ich alles Weitere auf. Ich kehrte noch die Stallgasse und ging dann wieder nach drinnen.
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    • Friese
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      Veija - 24. März 2016
      März 2016, by Veija

      Gabriella Einreiten, Hall of Fame Galopprennen L-M, Kahlua Military L-M, Bellami Military L-M

      "Können sie mir jetzt bitte ein Bier bringen?", motzte ich die Frau im Flugzeug an, die mir einfach kein Bier bringen wollte. Ich flog erste Klasse, ein ehemaliges Geschenk eines befreundeten Trainers, was ich mal ausnutzen wollte. Trotzdem brachte sie mir kein Bier. "Gibts hier ein Problem?", fragte ein junger Mann ebenfalls in Klamotten der Fluggesellschaft. "Ja, die junge Dame möchte mir kein Bier bringen", murrte ich. "Ja, weil sie das 21. Lebensjahr noch nicht vollendet haben...", versuchte sie sich rauszureden. "Hören sie bitte, ich bin gebürtige Deutsche, da darf man mit 18 Alkohol trinken, Bier sogar schon mit 16. Ich habe noch einen gültigen, deutschen Pass. Würde ich jetzt bitte mein Bier bekommen?!", fragte ich nun doch etwas angesäuert und blickte zu dem jungen Mann. "Dann würde ich den Ausweis gerne sehen", sagte er knapp und ich kramte in meiner Tasche, ehe ich ihm meinen deutschen Pass zeigte. Er nickte nur kurz. "Geben sie der jungen Frau ihr Bier", erklärte er trocken und wandte sich ab. Endlich bekam ich mein Getränk. "Vielen Dank", sagte ich gespielt freundlich und öffnete die Flasche, ehe ich einen großen Schluck daraus nahm. Elena wollte mich vom Flughafen abholen, weshalb ich mich theoretisch besaufen konnte, da ich ja nicht mehr fahren musste, aber ich konnte es auch sein lassen. Warum ich zu Elena flog? Tja.. ich ließ mich immer wieder zu Sachen überreden, die ich eigentlich gar nicht wollte. Wir hatte eine Abmachung, dass Elena drei meiner Pferde auf Turnieren ritt, dafür sollte ich vier ihrer Pferde trainieren. Fairer Deal, naja fast. Von Kanada bis Colorado war es nicht sonderlich weit, weshalb mein Flugzeug jetzt auch schon wieder runter ging. Ich drückte der netten Dame meine leere Flasche in die Hand und stieg aus, ehe Friese mich freundlich empfing. "Hattest du einen angenehmen Flug?", fragte sie mich. "Naja.. unter erster Klasse versteh ich was ganz anderes.." "Erste Klasse, ist die nicht teuer?", fragte sie mich geschockt doch ich lachte nur. "Ein Geschenk eines Trainers aus Saudi Arabien, also wenn die kein Geld haben dann weiß ich auch nicht", erklärte ich nur und nahm dann meinen Koffer. Eine Woche war ich hier, also hatte ich viel zu tun.
      Bei Elena angekommen ging es nämlich schon sofort los. Sie zeigte mir schnell mein Zimmer, in dem ich mich umzog und dann zu den Pferden ging. Sie zeigte mir kurz die 4 Tiere, damit ich sie später auch alleine wiederfinden würde, ehe sie an die Arbeit ging. Ich kannte das, wenn mit den Pferden mal nichts war, musste man Papierkram erledigen.
      Zunächst ging ich also zu Hall of Fame, einem recht schicken Paint Horse Hengst. Ich putzte und sattelte ihn, ehe ich auf den Platz ging. Er hatte zwar einen Rennsattel drauf, aber man konnte die Steigbügel ja runter machen. Dort ritt ich ihn erst ein bisschen warm, ehe ich eine ausgeschilderte Strecke zu einer Rennbahn entlang ritt. Dort stellte ich mich in die Startbox und drückte nach einer Weile auf einen Knopf, damit sich die Türen öffneten. Wie bei Paints üblich gab ich ein lautes Küsschengeräusch von mir, ehe Hall aus der Box preschte. Paint Horses hatten eine starke Hinterhand, weshalb man richtig merkte, wie sie sich von hinten abstießen. Um Hall of Fame nicht zu sehr zu beanspruchen, hörten wir nach circa 750m auf zu galoppieren. Ich ließ ihn locker auslaufen und machte mich dann auf den Heimweg. Er hatte recht stark geschwitzt, weshalb er nun schnell in den Stall musste.
      Fertig mit Fame schnappte ich mir einen von Elenas Arbeitern, der mir mit Bellami und Kahlua half. Der junge Mann dessen Namen ich nicht wusste, putzte und sattelte Kahlua, während ich mich um Bellami kümmerte. Dann ging es auch schon auf die Geländestrecke, auf der wir eine ziemlich lange Zeit verbrachten. Bellami machte nichts etwas aus, weder das Wasser, noch irgendwelche Hecken durch die sie springen musste, weshalb ich schon früher fertig war als der junge Mann, mit dem ich die Pferde tauschte. So ritt er mit Bellami nach Hause, während ich mit Kahlua noch ein wenig auf der Strecke blieb, um sie in jeder Situation vorwärts treiben zu können, was mir am Ende des Tages auch gelang.
      Nun fehlte nur noch Gabriella, die ich einreiten sollte. Dieses unerschrockene Jungpferd war schon sagenhafte 8 Jahre alt und noch immer nicht eingeritten, schade eigentlich, denn ab diesem Alter wurde es immer schwerer. So verbrachte ich Tag 1 und 2 nur damit, sie zu longieren und an das Sattelzeug zu gewöhnen. Erst ab Tag 3 versuchte ich ab und zu aufzusteigen. Dazu arbeitete ich morgens eine halbe Stunde mit ihr und mittags beziehungsweise abends eine ganze Stunde. Zwischendurch ging ich mit Hall of Fame auf die Rennbahn und mit Bellami sowie Kahlua ins Gelände.
      Erst am vorletzten Tag konnte ich mich dann auf Gabriella setzen, ohne dass sie mich herunterbuckelte. Auch verstand sie jetzt, was es hieß, wenn ich mein Bein und den Zügel anlegte. Am letzten Tag dann letztendlich setzte ich Elena auf die Stute, die auch sehr viel Erfahrung mit Pferden hat und sofort mit ihr klar kam. "Du weißt ja wie man Pferde reitet", sagte ich lachend. Zusammen machten wir die Stute fertig, ehe Elena mich zum Flughafen fuhr und ich wieder in der ersten Klasse Platz nahm. Sofort kam wieder die unfreundliche Frau vom Hinflug zu mir und fragte mich, ob ich etwas trinken wolle. "Ein Bier, wie beim Hinflug", sagte ich lachend und musterte sie. "Hier, bitte, ihr Bier", sagte sie mürrisch. "Vielen Dank."
    • Gwen
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      Gwen - 23. April 2016

      Military M-S

      Passend zum Frühlingsbeginn fing bei uns auch wieder die Geländesaison an. Endlich konnte man wieder draußen trainieren und musste nicht mehr die Attrappenhindernisse in der Halle benutzen. Umso mehr freute ich mich auch über meine beiden kommenden Berittpferde Kahlua und Bellami, denn beide Warmblüter sollte ich im Military trainieren und beide liefen auch bereits auf M-Niveau. Das würde auf jeden Fall ein toller Einstieg sein und ich freute mich schon riesig.
      Anvertraut wurden mir die beiden KWPN von Elena Delgardo, von welcher ich schon des Öfteren Pferde unter dem Sattel gehabt hatte. Bisher hatte ich dabei auch immer gute Erfahrungen gemacht und ich bezweifelte, dass die beiden Neuen da aus dem Rahmen fallen würden. Stattdessen überzeugten beide Stuten laut der Besitzerin mit hoher Konzentration und starkem Arbeitswillen. Bellami war laut ihr sogar ein bisschen zu unerschrocken und überschätzte sich doch mal.
      Also würde der April mit zwei schönen Berittpferden ausklingen auf welche ich jetzt schon gespannt war. Ankommen sollten die beiden heute Nachmittag, dementsprechend hatte ich schon einige Stunden zuvor alle Vorbereitungen bezüglich Box, Weide und Sattelkammer getroffen. Denn meine Berittpferde erhielten auch immer ihren eigenen Spind und ihr eigenes Futterabteil. Alles war frisch und fertig und dann kam auch schon der Transporter.
      Entspannt ließen sich beide Stuten ausladen und ich durfte mir beide Prachtstücke schon einmal genauer anschauen. Da sich beide kannten würden sie sich die Weide hinter dem Stall teilen und dort durften sie sich auch direkt die Beine vertreten. Motiviert trabten sie mit erhobenen Schweif über die Weide und begutachteten neugierig ihr neues Heim. Ich unterschrieb die Zettel des Fahrers und lud mit seiner Hilfe die gesamte Ausrüstung aus, ehe er verschwand.
      Ich machte mich hingegen an das Einräumen der Sachen und bereitete auch schon das abendliche Futter für beide Pferde vor. Ehe es dann aber 18 Uhr in den Stall gehen würde, wollte ich den beiden heute noch den Hof samt Halle und Reitplatz zeigen, aber ansonsten würden sie sich in aller Ruhe eingewöhnen dürfen. Den ersten Tag hatten meine Berittpferde immer frei und am zweiten würden wir uns auch erst einmal kennenlernen. Das war alles schon spannend genug.

      Auch Kahlua und Bellami wurden wie meine eigenen Pferde behandelt, also gab es 8 Uhr die Fütterung und nachdem alle fertig waren ging es für den gesamten Tag bis 20 Uhr auf die Weiden. In der Zwischenzeit kümmerte ich mich um die Stallarbeit und studierte gedanklich meinen Trainingsplan für die beiden Stuten. In der ersten Zeit war er sehr gleich gehalten und die restlichen Wochen würden sich nach den Stuten richten, denn sie waren immerhin zwei Individuen.
      Heute wollte ich die beiden aber erst einmal kennenlernen und da begann ich bei Bellami. Deshalb holte ich mir die schöne muskulöse Stute von der Weide. Bellami war vier Jahre alt und 165cm groß. Als ich sie am Putzplatz anband, keimte in mir auch wieder der Wunsch nach einem größeren Sportpferd auf. Ich liebte meine Ponys, aber so etwas Großes hatte was.
      Bellami ließ sich ohne Probleme putzen und satteln. Heute würde ich sie nur locker auf dem Platz reiten und danach noch ein kleines Ründchen ins Gelände gehen, um die Stute auch unter dem Sattel kennenzulernen. Also ging es gesattelt auf den Platz, ich führte Bellami zwei Runden und gurtete dann nach, ehe es dank Aufstieghilfe in den Sattel der Stute ging. In aller Ruhe ließ ich sie im Schritt am langen Zügel warmlaufen.
      Danach fragte ich alle drei Gangarten, Handwechsel und Bahnfiguren ab. Bellami war fleißig bei der Arbeit dabei und schien sichtlich Spaß am Reiten zu haben. Sie war auch sehr feinfühlig und reagierte gut auf die Reiterhilfen. Generell erahnte ich, dass das Training mit ihr angenehm werden würde. Nach einer halben Stunde drehten wir noch eine kleine Runde durch den Wald. Auch hier fragte ich alle Gangarten ab und konnte mich von Bellamis Unerschrockenheit überzeugen, sie war sehr entspannt und guckte wirklich gar nicht.
      Nachdem wir wieder auf dem Hof waren, versorgte ich Bellami und brachte sie wieder auf die Weide. Von dort aus nahm ich direkt Kahlua mit. Ein Glück konnten die Stuten auch alleine bleiben und klebten nicht aneinander, das machte ja richtig Spaß mit den beiden! Auch Kahlua war während des Putzens und Sattelns sehr vorbildlich, ehe es auf den Platz ging. Dort zeigte sie sich direkt ein bisschen von ihrer übermotivierten Seite und wollte direkt losspurten, als ich noch nicht ganz im Sattel saß. Beim zweiten Anlauf klappte es aber einwandfrei und ich konnte sie in Ruhe warmreiten.
      Mit Kahlua machte ich das Gleiche: Ich testete alle drei Gangarten und Bahnfiguren aus und ging danach ins Gelände. Auch dort bewies Kahlua ihre Konzentrationsstärke, denn sie war immer bei mir. Die beiden Stuten waren wie geboren für das Gelände.

      Dementsprechend ging es am kommenden Tag auch mit dem Training los. Die ersten drei Tage blieben wir jedoch auf dem Platz. Stangenarbeit und Springen stand auf dem Plan. Ich wollte die Grundlagen der beiden Stuten festigen was die Technik betraf. Das Pferd musste zu 100% sicher abspringen und landen und auch selbst Höhe und Abstand einschätzen können. Mit komplizierten Mustern von Trabstangen beschäftigte ich auch Bellami und forderte sie auf, trotz ihrer überzeugten Sicherheit alles aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten.
      Die beiden Stuten schafften es wacker durch die ersten Tage und man sah gut, dass beide auf dem Gebiet erfahren waren. Am fünften Tag ging ich nacheinander erst mit Kahlua und dann mit Bellami in den Extreme Trail und das direkt unter dem Sattel. Allerhand sah gar nicht so schlimm aus, war aber eine Kunst, wenn es durchritten werden sollte. Also konfrontierte ich die Warmblutstuten mit Balancierbalken, Hängebrücken, Wurzeln, Stangenmikados und Hängen. Beschäftigt waren sie auf alle Fälle, aber immer aufmerksam bei der Sache.
      Und dann kamen wir endlich dorthin, worauf die Stuten schon so lange gewartet hatten: Die Geländestrecke. Am ersten Geländetag machte ich die beiden erst einmal nur mit der Strecke bekannt und durchritt sie ohne Springen. Das machten wir an dem Tag nur auf dem davorliegenden Rasenplatz wo jedoch auch schon Naturhindernisse zu finden waren. Kahlua blühte richtig auf und zeigte erstmals deutlich ihre stürmische Seite, währenddessen ich immer überzeugter von Bellamis Ruhe in Person wurde.
      Wir begannen auf M-Niveau und testeten viele neue Hindernisse an. Neue Kombinationen, mehr Höhenunterschiede und unwegsameres Gelände. Vieles erst Anschauen und dann im Trab, ehe es wirklich im Galopp rüberging. Am Ende der zweiten Woche durchsprangen wir einen M-Parcours mit feinster Technik und guten Tempiwechseln. Die Stuten sollten in jedem Moment abrufbar sein, weshalb ich auch mal auf der Strecke Volten und Durchparieren einbaute, eben Dinge, mit denen sie eher weniger rechneten und siehe da, überrascht waren beide beim ersten Mal.
      Doch so wurden sie auch noch aufmerksamer und waren voll bei der Sache. Deshalb durchsprangen wir bei einer Trainingseinheit den Parcours auch nur einmal komplett, das war für beide anstrengend genug. Dafür ritt ich sie morgens und nachmittags und wiederum kürzere Einheiten, damit sie gut trainiert wurden, aber genügend Konzentrationspausen hatten. Fortschritte machten sowohl Bellami als auch Kahlua und ich war mehr als zufrieden.
      In der dritten Woche widmeten wir uns dann nur noch dem S-Niveau, also den neuen Hindernissen und Höhen. Da die Grundlagen gefestigt und ausgebaut waren, war dies nur noch ein kleiner und leichter Schritt für die Pferde und mich. Motiviert waren sie bei der Sache dabei und schon beim dritten Durchlauf konnten sich beide wirklich sehen lassen. Ich war mehr als zufrieden mit unseren Trainingsergebnissen:
      Beide Stuten durchliefen den Parcours ohne Zögern, mit einem schönen Grundtempo und der vollen Aufmerksamkeit auf den Reiter. Nichtsdestotrotz brachten sie sich aber auch selbst ein und zeigten Selbstinitiative. So wie man es sich von einem richtigen Geländepferd eben wünschte. Ich war mehr als zufrieden. Und auch Elena klang sehr glücklich am Telefon, als ich sie anrief und ihr Bescheid gab, dass die Stuten nun wieder nach Hause durften.
      Am Abend vor ihrer Abreise druckte ich die Zertifikate aus und unterschrieb sie. Sowohl Kahlua als auch Bellami durften nun offiziell an S-Turnieren teilnehmen. Am nächsten Morgen ging es für die beiden auch schon früh aus den Federn, denn pünktlich um sechs Uhr stand der Transporter auf dem Hof und die beiden wurden samt Ausrüstung verladen und machten sich auf die Heimreise.
    • Friese
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      Friese - 31. Mai 2016
      Royal Kiss - Dressur E -> A
      Kentucky Bourbon - Dressur E -> A
      Bellami - Dressur E -> A
      Kahlua - Dressur E -> A


      Heute stand ein Training im eigenen Stall an. Besser gesagt nicht nur heute sondern die nächsten Tage. Es ging um das Dressurtraining mit meinen vier KWPN-Stuten. Als erstes würde ich Royal Kiss trainieren. Die Gangarten für die A-Dressur würden heute auf dem Plan stehen. Ich ging also in den Stall und holte meine Stute aus ihrer Box. Sie war noch nicht so lange bei mir im Stall und aber schon lange genug, dass wir heute trainieren konnten. Ich putzte sie also und holte dann ihr Sattelzeug. Dieses platzierte ich auf ihrem Rücken und ihrem Kopf. Ich klopfte ihren Hals nochmal und führte sie schließlich nach draußen. Sanft nahm ich die Zügel auf und stieg dann auf den Rücken der hellen Stute. Ich klopfte ihren Hals ein weiteres Mal und ritt dann zum Platz. Dort ritt ich die Stute ganz entspannt warm und ging dann alle drei Gangarten durch. Ich nahm die Zügel ein weiteres Mal kürzer und ritt sie dann durch die Diagonale. Hierbei legte ich die Schenkel ein bisschen höher und setzte mich tiefer in den Sattel. Die Stute bemühte sich sehr ihre Beine schön nach vorne zu werfen, dies gelang ihr jedoch noch nicht so ganz. Ich klopfte ihr dennoch den Hals. Es war schließlich das erste Mal, dass sie so eine Übung machen sollte und es war ja auch für gewöhnlich noch kein Meister vom Himmel gefallen. Ich trabte sie weiter nach vorne und ließ die Zügel ein klein bisschen länger. Ich galoppierte sie an und versuchte dann einmal den Mittelgalopp mit ihr. Wir trainierten noch ein bisschen weiter an den beiden Gangarten. Ich ritt sie in aller Ruhe ab und brachte sie dann auf die Weide. Von dieser nahm ich mir gleich die nächste mit. Es handelte sich um Kentucky Bourbon. Auch sie war noch nicht lange bei uns. Dennoch durfte sie heute eine Runde ins Training gehen. Mit ihr stand das gleiche an wie mit Royal Kiss. Meine Stuten sollten mal alle wieder in der Dressur starten und deshalb wollte ich heute schon ein bisschen mehr trainieren. Die Stufenerhöhungen kamen auch gerade für die nächsten Krönungen gelegen, denn an solchen wollte ich bald auch mal mit meinen Stuten teilnehmen. Ich putzte Kentucky Bourbon und holte dann ihren Sattel und ihre Trense. Beides platzierte ich auf ihrem Rücken und führte sie dann nach draußen. Auf dem Platz stieg ich auf und ritt sie dann am langen Zügel ausgiebig warm. Danach ging ich mit ihr alle wichtigen Übungen für die E- Dressur durch. Schließlich trainierte ich den Mittelttrab und Mittelgalopp. Beides funktionierte noch nicht so gut, was ja auch klar war, da wir es zum ersten Mal übten. Doch das würde sich bestimmt auch in den nächsten Tagen wieder bessern. Ich war sehr froh, dass Simon sich um die Versorgung der anderen Pferde kümmerte, dass ich mich voll und ganz auf meine vier Stuten konzentrieren konnte. Ich trainierte noch ein bisschen mit Kenny die Gangarten und lobte sie danach ausgiebig. Ich streckte mich nach dem Training und klopfte nochmal sanft ihren Hals. Ich ließ ihr die Zügel lang und ritt sie dann in Ruhe ab. Danach brachte ich sie auf die Weide und holte mir von dieser auch gleich die nächste. Diese war Bellami. Sie durfte bereits mehrfach unter andren Leuten trainieren und auch schon bei vielen Turnieren erfolgreich starten. Ich putzte ihr nur minimal dreckiges Fell und holte dann sowohl die Trense als auch den Sattel. Beides verschalte ich ordnungsgemäß auf Rücken und Kopf des Pferdes. Als ich damit fertig war lobte ich sie und nahm dann ihre Zügel. Ich übte einen sanften Druck auf diese auf. Die Stute folgte mir und gemeinsam liefen wir zum Reitplatz. Dort stieg ich auf ihren Rücken und ritt sie dann genauso ausgiebig wie die andren beiden warm. Danach übte ich genau wie mit den anderen als erstes die Sachen der E-Dressur nochmal und dann den Mitteltrab und Mittelgalopp. Ich klopfte sanft ihren Hals und ritt dann noch ein bisschen weiter. Nachdem der Mitteltrab und Mittelgalopp schon ein bisschen besser klappten, hörte ich auf. Mit einem Erfolg aufhören. Immer ein positives Ende haben. Ich ritt sie noch in aller Ruhe ab und brachte sie dann auch wieder auf die Weide. Dann holte Kahlua. Auch sie war heute mit der gleichen Arbeit wie die anderen Stuten an der Reihe. Ich klopfte ihren Hals während wir in den Stall gingen. Dort putzte ich auch hier Fell. Sie war kräftig dreckig und es dauerte ganz schön lang bis sie sauber war. Ich platzierte ihren Sattel und die Trense und verschalte dann alles. Mit ihr wollte ich schon in die Halle gehen, da es mittlerweile ein bisschen dunkler geworden war. Ich machte noch das Licht auf den Koppeln an und führte sie dann weiter zur Halle. Dort stieg ich mit einem Schwung auf den Rücken der Stute. Ich ritt sie wie die anderen vor ihr warm und übte dann sowohl den Mitteltrab als auch den Mittelgalopp. Mittlerweile waren dies bereits Übungen ohne großes Nachdenken, da ich sie heute schon so oft gemacht hatte. Ich klopfte sanft ihren Hals und ließ ihr dann die Zügel länger. Ich ritt sie wieder in aller Ruhe ab und brachte sie dann wieder in den Stall. Dort entfernte ich ihren Sattel und ihre Trense. Ich klopfte ihren Hals ein weiteres Mal und räumte dann das Sattelzeug weg. Ich brachte sie in ihre Box und kontrollierte dann die Tränke der Stute. Sie funktionierte und so ging ich wieder nach draußen. Von dort holte ich Bellami und Kentucky Bourbon rein. Ich kontrollierte auch ihre zwei Tränken. Ich klopfte die Hälse der beiden Stuten und schloss dann die Boxen hinter mir. Als letztes holte ich Royal Kiss nach drinnen. Auch ihre Tränke kontrollierte ich. Sie funktionierte bestens und so konnte ich den Stuten das Heu und auch das Kraftfutter auffüllen. Ich ging nach drinnen und schrieb die Trainingspläne für die nächsten Tage. Danach ging ich noch duschen und machte mir zusammen mit Simon etwas zu essen. Schließlich gingen wir beide ins Bett.

      Die nächsten Tage bestanden aus sehr viel Training mit den vier Stuten. Sowohl einmal am Tag und manchmal auch zwei kurze Einheiten. Dies ließ meine Zeit jedoch nur zu, wenn ich sehr früh aufstand und spät ins Bett ging. Ich war sehr froh, als erstes waren Royal Kiss und Bellami mit dem Training fertig. Sie hatten die größten Fortschritte in den letzten Tagen gemacht und somit konnten Simon und ich heute das erste Mal eine vollständige A-Dressur reiten mit den beiden. Die zwei Stuten waren wirklich sehr bemüht gewesen und auch heute waren sie dies. Simon wollte Royal Kiss reiten und ich Bellami. Nach dem Training lobten wir alle beide und brachten sie dann in die Boxen. Ich ritt danach noch Kahlua und Kentucky Bourbon. Ich trainierte alle beide nochmal und brachte die beiden dann auch in ihre Boxen.

      Die nächsten Tage vergingen auch wieder mit Training mit Kahlua und Kenny. Ich versuchte immer mehr sie auf ein solides A-Niveau zu bringen und innerhalb ein paar weiterer Tage gelang mir das auch mit beiden. Ich lobte die beiden Stuten am Ende des letzten Trainings und legte dann auch ihre Trainingspläne in die Ordner ab. Am Abend gab es dann noch für die Pferde ihre Fressen und ich und Simon kochten uns auch etwas Leckeres. Dabei unterhielten wir uns über die ganzen Trainingseinheiten der letzten Tage. Ich bedankte mich ein weiteres Mal bei ihm dafür, dass er sich die letzten Tage beziehungsweiße Wochen um meine restlichen Pferde gekümmert hatte.
    • Friese
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      Nightstorm Dressur L auf M; Bellami Dressur A auf L; Kahlua Dressur A auf L


      „ Jetzt reiß dich doch verdammt nochmal zusammen!“ brüllte ich. Nightstorm buckelte schon die ganze Zeit wieder über den Platz. Genervt nahm ich die Zügel ein bisschen kürzer und saß dann tiefer. Er bockte nochmal kurz und ich legte die Schenkel an seinen Bauch. Die Ohren hatte er im Nacken angelegt. Ich parierte ihn zum Stand. Er trat einmal wiederwillig auf. Ich trieb ihn wieder an. Das Training heute war mehr wie nur anstrengend und die Art meines Hengstes nervte mich ohne Ende. Ich parierte ihn schließlich wieder durch und stieg dann von seinem Rücken. Ganz geschlagen würde ich mich jedoch nicht geben. Ich nahm die Longe, welche ich vorsichtshalber am Rand platziert hatte und hackte sie ein. Dann ließ ich ihn gleich mal antraben. Dies wurde wieder mit einem heftigen Buckeln beantwortet. Ich schickte ihn jedoch einfach weiter nach vorne. Er warf den Kopf noch ein letztes Mal nach oben undberuhigte sich dann wieder ein bisschen. Ich ließ ihn die Hand wechseln und dann auf der anderenHand traben. Nachdem wir unserDominanzproblem wieder einbisschen geklärt hatten verließ ich den Platz. Eigentlich sollte das heute das erste Training für seine Dressurerhöhung werden. Er war jedoch anderer Meinung gewesen. Ich brachte ihn wieder in den Stall und stellte ihn dort in seine Box. Dann gab ich ihm ein bisschen Heu und kontrollierte die Tränke. Mein nächster Weg führte zu Bellami. Ich holte die heute scheinbar gut gelaunte Stute aus ihrer Box und klopfte dann ihren braunen Hals. „ Gutes Mädchen“ meinte ich und band sie vor ihrer Box an. Der Striegel flog wenige Minuten später nur so über ihr Fell und ich konnte danach den Sattel und die Trense auf ihr platzieren. Ich ging mit ihr zum Platz und stieg dort auf ihren Rücken. Sie schnaubte kurz ab und so konnte ich nun in aller Ruhe reiten. Als erstes ritt ich sie warm und klopfte dann nochmal ihren Hals. Ich zog den Sattelgurt fest und schon konnte das Training richtig beginnen. Bellami war bereits sehr erfolgreich und hatte einige Trainingseinheiten hinter sich, somit war sie dies bereits gewohnt und machte meistens brav mit. Ich nahm die Zügel ein Stückchen kürzer und übte dann die Aufgaben der A-Dressur. Bellami führte jeder der von ihr verlangten Übung vorbildlich durch und so konnte ich die leichteren Bestandteile der L-Dressur jetzt schon üben. Ich klopfte sanft ihren Hals und ließ dann die Zügel lang. Nachdem Abreiten führte ich sie nochmal in den Stall. Ich verstaute ihr Zubehör in der Sattelkammer und brachte sie dann wieder nach draußen auf die Weide. Die Stute fing sofort an zu grasen und ich konnte wieder nach drinnengehen. Ich holte als nächstes Kahlua aus ihrer Box. Auch mit ihr stand noch ein Dressurtraining an. Ich putzte sie und holte dann auch ihr Sattelzeug aus der Kammer. Dieses verschnallte ich dann ordnungsgemäß auf ihr und führte sie dann nach draußen. Ich stieg auf den Rücken meiner Apfelschimmelstute und ritt auch sie dann warm. Nachdem dies geschehen war, übte ich mit ihr auch die Aufgaben der A-Dressur. Auch sie machte für ihre Verhältnisse sehr gut mit. Somit hatte ich also zwei meiner Pferd gut trainieren können und naja… Ich klopfte den Hals meiner Stute nachdem ich ein paar der L-Übungen gemacht hatte. Ich ließ ihr die Zügel lang und ritt sie in aller Ruhe ab. Auch sie durfte wieder auf die Weide und ihr Zubehör verstaute ich genauso im Schrank. Dann kehrte ich noch die Stallgasse und prüfte die Tränken. Ich füllte das Kraftfutter und Heu bei den ganzen Pferden auf. Danach ging ich wieder nach drinnen und machte mir und den anderen etwas zum Abendessen.

      Am nächsten Morgen begann ich wieder mit dem Training mit Nightstorm. Doch dieses Mal wollte ich gleich vom Boden aus anfangen. Ich holte ihn gleich mit seinem Knotenhalfter aus der Box und putzte ihn dann. Gemeinsam gingen wir zur Halle und ich machte dort ein paar Vertrauensübungen mit ihm und weitere Bodenarbeit. Heute war er um einiges besser drauf als gestern. Ich klopfte nach der Arbeit seinen Hals und brachte ihn dann auf die Weide. Als nächstes holte wieder eine meiner beiden Stute. Kahlua. Ich putzte sie und klopfte dann ihren Hals. Ich holte ihren Sattel und richtete sie dann für das Training her.

      Die nächsten Tage verliefen nicht sonderlich anders als die bereits davor. Nightstorm verhielt sich jedoch immer wieder ein bisschen idiotisch und so brauchte bei ihm dieStufenerhöhung länger als bei den anderen beiden. Die Stuten hatten viel besser mitgemacht und so war die Erhöhung nun schon nahe daran wirklich perfekt ausgeführt zu werden. Ich stellte auch für sie ein Zertifikat aus und legte es in die jeweilige Akte der Pferde. Dann ging ich nochmal mit Simon in den Stall und ließ ihn alle drei nochmal auf meine Anweisungen hin reiten. Dies war mir sehr wichtig, da ich dann sehen konnte ob sie auch auf andereSignale als auf meine hörten.
    • Friese
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      Bellami Dressur L auf M
      Heute machte ich mich auf den Weg zu einem von Elenas Lieblingen. Bellami sollte ein paar Mal vor der Stutenkrönung noch trainiert werden. Ich holte sie also aus der Box und putzte sie dann. Schließlich holte ich ihr Sattelzeug und platzierte alles vorschriftsmäßig auf ihr. Ich führte sie zum Platz und stieg dort auf den Rücken der braunen Stute. In aller Ruhe ritt ich sie warm und wiederholte dann die Übungen beziehungsweise Aufgaben der L-Dressur. Die Stute machte brav mit und ich konnte bereits heut schon mit den leichten Parts der M-Dressur anfangen. Die Stute machte auch hier brav mit und ich war echt stolz auf sie. Nachdem wir eine dreiviertel Stunde trainiert hatten, ritt ich Bellami in aller Ruhe ab. Als sie komplett trocken war stieg ich von ihrem Rücken und führte sie dann zurück in den Stall. Dort putzt ich sie nochmal über, natürlich erst nachdem ich das Sattelzeug entfernt und verräumt hatte. Ich brachte die geputzte Stute dann mit ihrer Regendecke auf die Weide. Mittlerweile hatte es nämlich zugezogen und ich wollte nicht, dass sie wenn ihr noch feucht war auf der Weide nass stehen musste. Ich ging wieder nach drinnen und räumte alles fertig auf. Dies schloss auch fegen und kontrollierte dann die Tränke. Am Abend holte ich die Stute wieder nach drinnen und gab ihr noch ihr Futter.

      Die nächsten Tage bestanden aus täglichem Training, welches von Tag zu Tag immer näher an das neue Niveau herankam. Zum Abschluss wollte Elena noch ein paar Tage mit der Stute trainieren und ihr den endgültigen Feinschliff verpassen. Sie übernahm dies bei ihren Pferden immer selber lieber, auch wenn sie mittlerweile auch mir die schweren Aufgaben zutraute. Nachdem sie das Abschlusstraing beendet hatte, lobte sie die Stute und musste dann doch zugeben, dass ich doch sehr gute Arbeit bei der Stute geleistet hatte. Wir brachten sie noch gemeinsam in die Box und kümmerten uns um sie. An dem Halten aus dem Galopp mussten wir noch arbeiten und auch an den starken Gangarten. Die Stute hatte dafür bei den Traversalen gute fortschritte gemacht und auch das Schulterherein saß annähernd perfekt. Sie hatte wirklich gut mitgemacht und war sehr brav gewesen. Ich druckte dann noch das Zertifikat aus und legte es zu Bellamis Akten ab. Dann unterhielten wir uns über die Fortschritte der Stute seit dem sie bei uns war. Bald würde sie auch an einer Stutenkrönung teilnehmen und bestimmt erfolgreich sein. Wir waren immerhin schon bei 17 Punkten von 20.
    • Friese
      Hufschmiedbericht 'Burning Spring'
      Mein heutiger Auftrag führte mich zum Golden Luggala Stud. Seufzend parkte ich mein Auto auf dem großen, beinahe leeren Parkplatz neben dem Stall. Es war ein typischer Migränetag. Noch hatte es mich zwar nicht erwischt, belastend war dieses Wetter allerdings sehr wohl.
      Nun stieg ich aus meinem Wagen, ließ die Tür hinter mir zufallen und stapfte nach hinten zum Kofferraum. Hier band ich mir meine Schürze um und nahm mein metallenes Hufschmiedköfferchen heraus. Mit diesem ging ich nun in Richtung Hauptstall, wo ein Stallbursche bereits auf mich wartete. Er begrüßte mich sehr freundlich und erklärte mir, dass die Stallinhaberin, mit welcher ich bereits im Vorfeld alle wichtigen Informationen ausgetauscht hatte, heute leider überraschend krank geworden war und nun zum Arzt zur Kontrolle fahren musste.
      Anschließend führte er mich zu Nightstorm, einem wunderschönem, stallichem KWPN. Der Hengst begeisterte mich auf den ersten Blick und in meinem Kopf malte ich mir kurzerhand ein Bild aus, wie er wohl unterm Reiter aussehen musste. ,,Toll'', dachte ich mir und streichelte ihn dabei etwas. Nachdem er sich also einige Zeit an mich gewöhnen konnte widmete ich mich meiner Arbeit und somit in Folge dessen Nightstorms Hufe. Zu aller erst kontrollierte ich sie auf Härte, Abnutzung und mögliche Fehlstellungen. Der Hengst zeigte sich dabei unauffällig, weshalb ich anschließend sofort mein Hufrinnenmesser zur Hand nehmen konnte und einen vorsichtigen Probeschnitt in die weiße Substanz des Hufs machen konnte. Daran erkannte ich wieviel Horn ich daraufhin mit dem Werkzeug entfernen musste. Zu guter Letzt brachte ich auch den Strahl des Hengstes noch in Form, womit er auch schon wieder fertig war. Damit war Nightstorms Hufe wieder in Topform und er durfte, als Belohnung für seine gute Mitarbeit, auf die Koppel.
      Auf Nightstorm folgte Kahlua, eine interessant gefärbte Grauschimmelstute. Wie mich der Stallbursche einweihte hörte sie auf den Namen Kelly und war manchmal etwas stürmischer, im Grunde aber ein herzensgutes Pferd. Mir gegenüber zeigte sie sich von ihrer besten Seite. Sie war ruhig, sowie ausgesprochen kooperativ; blieb gelassen stehen, gab auf Kommando Bein und schnaubte sogar zwischendurch immer wieder ab. Auch ihre Hufe waren, der Kontrolle nach zu beurteilen, in gutem Zustand und bedarfen keiner größeren Korrektur. Lediglich das Ausschneiden war bei ihr ebenfalls nötig. Da dies allerdings zu den Routineprozeduren gehört, hieß dies keineswegs etwas schlechtes für Kahlua. Es war nur so, dass sich die Hufe unserer Hauspferde, wie sie laut Definition genannt wurden, nicht so abnutzten wie die Hufe eines Wildpferdes, welches den ganzen Tag über draußen stand, umherzog und nicht geritten wurde und somit der Schmied dann monatlich nachhelfen musste. Schnell war ich damit auch fertig und Kelly konnte ebenfalls nach Draußen.
      Last but not Least machte ich mich an Bellami. Auch eine überaus schöne Stute. Sie beäugte mich sogleich neugierig und kam auf mich zu. ,,Wiieh.'',gab sie von sich und durchsuchte mich anschließend ausgiebig nach möglichen Leckerlivorräten. ,,Tut mir Leid Süße, bei mir suchst du um sonst.'',gab ich schmunzelnd zurück. Kurze Zeit später machte ich mich dann auch an ihre Hufe. Wer hätte es gedacht? Sie waren sehr gut gepflegt und in einem guten Zustand, was alle Kriterien der Untersuchung ergaben. Dann machte ich routinemäßig meinen Probeschnitt, entfernte altes und loses Horn, welches Bellami nicht mehr brauchte und brachte den Strahl etwas in Form. Für ein perfektes Finish begradigte ich mit meiner Raspel die Trageflächen der Hufe ausgiebig und rundete die Kanten mit einer speziellen Feile ab, damit wieder alles schön eben war.
      Nun verabschiedete ich mich bei der Stute und dem netten Stallburschen. Anschließend fuhr ich dann auch schon wieder heim.
    • Friese
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      Friese - 25. August 2016
      „ Beeilt euch. Der Flieger für die ersten Pferde geht bald!“ rief ich total gestresst in den Stall. Dann flog mein Blick wieder nach draußen. Ich ging zum Hänger und kontrollierte dort alles. Gestresst holte ich mein Handy aus der Hosentasche und sah auf die Uhr. Verdammt wir waren zu spät! Ich schaute in einen der zwei großen Trailer. Meine Pferde waren so gut wie verladen und auch bei Joyce sah es sehr gut aus. Heute begann unser Umzug nach Jasmund und wir hatten bereits früh angefangen alles in die Wagen zu packen. Insgesamt würden heute 14 Pferde mit uns die Reise antreten. Nur ein kleiner Teil, aber immerhin ein Anfang. Simon und Tyler würden noch auf Zasas Hof bleiben und die restlichen Kleinigkeiten regeln. Sie hatten den Hof auch noch nicht mal in echt gesehen. Joyce und ich waren über eine Internetanzeige auf ihn gestoßen und sofort überzeugt gewesen. Ein Besuch hatte uns gezeigt, dass er genau das bat was wir für unser Vorhaben brauchen würden. Der große Stallkomplex war auf dem neusten Stand und konnte uns sowohl mit den Paddockboxen als auch mit dem Aktivstall gleich überzeugen. Zudem hatte unser Team weitere Mitarbeiter bekommen. Einer von ihnen war Linus, welcher bereits auf dem Gestüt auf unsere Ankunft wartete. Ihm hatte ich die Anweisung gegeben, dass er bitte bereits den Stuten und Hengstoffenstall herrichten solle und die Boxen für acht Pferde. Des Weiteren hatte er die Aufgabe den Offenstall für die Hengste und Stuten auf Vordermann zu bringen. Hier würden meine Pferde einziehen, welche heute mit uns hergeflogen waren. Joyce und ich setzten uns nun endlich in Richtung Flughafen in Bewegung. Sowohl die Fahrt als auch alles am und um den Flughafen herum verliefen problemlos. Genauso wie der Flug und die Fahrt danach. Meine Augen strahlten als wir auf das Gestüt fuhren. Ich freute mich bereits sehr auf den Umzug und unseren neuen Plan zu verwirklichen. Wir parkten und stiegen dann aus. Linus begrüßte uns gleich freundlich und erzählte uns, dass die Boxen bereits für die Pferde fertig waren und wir nur noch ausladen mussten. Als erstes luden wir Mistery, Veronica und Linara aus dem Hänger. Wir hatten in Deutschland nur einen Hänger mieten müssen, da dieser größer war. Wir brachten die drei Stuten in den Stall. Die Türen zum Paddock waren offen, dass sie sich ein bisschen mehr bewegen und auch umschauen konnten. Ich holte Muemmi aus dem Hänger und übergab sie an Linus. Dieser brachte sie zu den anderen Stuten und kam dann wieder zu uns. Nun fehlten nur noch ihre Hengste und meine Pferde. Ich holte Scottland Yard aus dem Hänger und ging bereits zum Stall vor. Mir folgte Linus mit Cafe Latte und hinter ihm Joy mit Invincible und Belstaff. Wir brachten die vier in den Hengststall und ließen auch sie auf den Paddock. Die Pferde waren im Vergleich zu anderen Umzügen bereits relativ ruhig. Sie hatten es jedoch nun auch in kurzer Zeit sehr oft mitmachen müssen. Wir gingen wieder zum Hänger und holten aus diesem Fallen Godness und Almost Illegal. Fallen übergab ich an Linus und Almost an Joyce. Ich selbst nahm Overo und ging dann mit den beiden anderen zum Offenstall der Hengste. Wir ließen die drei laufen und sie nahmen dies dankend an. Die anderen Pferde dürften später auch noch kurz auf die Weide, aber erst sollten sie sich in ihren neuen Boxen einleben. Der Zugang zum Offenstallpaddock mit Gras beziehungsweise Erde waren noch gesperrt. Sie durften das überdachte Gelände und das geteerte Stück erst mal erkunden. Wir gingen nochmal zu Hänger und ich holte die letzten Pferde aus diesem. Ich übergab Elanor an Linus und Spotted Face an Joyce. Ich selbst nahm Hollywood Undead. Auch sie durften in den abgetrennten Offenstall. Wir luden das Zubehör der mit uns gereisten Pferde aus dem Hänger und dem Auto. Dieses räumten wir in die jeweiligen Spinde der Ställe, in welchem die Pferde eingestellt waren. Ich schaute noch kurz im jeweiligen Stall nach den Ponies und Pferden. „ Bringen wir die anderen jetzt nach draußen?“ fragte mich Joyce mit müder Stimme. Ich nickte kurz und ging dann in den Hauptstall der Stuten. Gemeinsam mit diesen liefen wir zur Weide und ließen sie dann auf dieser laufen. Nachdem wir auch die Hengste auf der Weide hatten, rief uns Linus zum Essen. Er hatte eine kleine Brotzeit hergerichtet und ich war ihm dafür sehr dankbar. Wie wir alle wohnte er auf dem Gestüt und hatte für sich ein bisschen eingekauft und extra für unseren Besuch natürlich auch.

      Der nächste Tag war bereits wieder unser Abreisetag. Schließlich wartete noch einige Arbeit auf dem Hof von Zasa auf uns. Wir wollten ja bald komplett umziehen. Dennoch konnten wir den ganzen Tag mit unseren Pferden verbringen, da der Flug erst abends ging.

      Mit einem lauten Knallen landete ich einen knappen halben Tag später direkt vor Joyce Füßen. Wir waren im Morgengrauen am Hof angekommen und ich wollte in das Haus, welche Zasa uns vieren zur Verfügung gestellt hatte. Unsere werten Freunde waren jedoch so schlau gewesen und hatten die Umzugskartons direkt in den Eingangsbereich gestellt, damit jeder drüberflog der nichts davon wusste. Naja dieser jemand war natürlich ich gewesen. Wer auch große Töne spucken muss von wegen was soll schon passieren wenn wir das Licht nicht an machen oder ich brech mir schon nichts, hatte es eigentlich nicht anders verdient. Wäre Joyce nicht so geschockt und müde gewesen, dann hätte sie wahrscheinlich laut losgelacht. Jetzt war ihre Reaktion jedoch nur ein entsetztes und unterdrücktes Schreien. Wir wollten ja schließlich nicht, dass Tyler und Simon aufwachten. Die beiden mussten heute nochmal richtig mithelfen, da bereits morgen ein weiterer Flug gebucht war. Zwei Mal hieß es nun noch nach Deutschland fliegen. Das letzte Mal jedoch ohne Rückflug. Ich freute mich schon, dennoch würde ich Zasas Gestüt auch vermissen. Die Pferde hatten gerade sich eingelebt und nun mussten wir sie wieder aus dem gewohnten Feld reißen. Doch es würde ihnen auch in Deutschland gefallen. Ich rappelte mich auf und ging dann mit Joyce ins Wohnzimmer. Wir wollten eigentlich nur kurz noch ein bisschen Fernsehen, aber dies ging nach hinten los. Wir schliefen nämlich beide ein und wachten erst wieder auf als die Männer uns weckten. Wir gingen uns schnell duschen und dann ging es auch schon wieder in den Stall. Wir packten die letzten Koffer und richteten den Hänger her. Eigentlich war geplant gewesen, dass wieder ein Teil von meinen Pferden mitkommen sollte und ein Teil von Joyce. Simon und ich hatten jedoch einen Auftrag erhalten und so musste er auf die Bahamas fliegen. Da Tyler sich mit Joyce Pferden besser auskannte, blieben diese nun bei ihm. Für den jetzigen Flug brauchten wir hier drei Hänger und in Deutschland zwei größere. Es handelte sich immerhin um 26 Pferde. Ich holte als erstes die niederländischen Warmblüter aus ihren Boxen und brachte sie mit Hilfe der anderen dreien in den ersten Hänger. Der erste Hänger war damit schon voll und wir konnten die Klappe schließen. Als nächstes würden die Pferde folgen, welche in Deutschland ihren neuen Offenstall beziehen durften. Eins nach dem anderen wurde im Hänger verladen und angebunden. Sie bekamen alle noch Heu und Wasser, genauso wie die Warmblüter vor ihnen. Als letztes folgten die Fohlen und Jungpferde. Wir hatten bei ihnen zum Glück auch nicht weiter Probleme, da sie es gewohnt waren. Das Hängertraining stand bei uns immer wieder auf dem Programm und da auch ein paar von ihnen mit uns schon umgezogen waren. Als alle im Hänger waren fuhren wir los. Simon fuhr den einen Hänger, Joyce den direkt hinter ihm und das Schlusslicht bildete ich. Am Flughafen angekommen verluden wir alle Pferde in die Reiseboxen und checkten dann ein. Simon hatte sich am Gate noch von mir verabschiedet und war nun auf dem Weg zu seinen Flug auf die Bahamas. Der Flug nach Deutschland kam mir dieses Mal viel länger vor und auch die Kontrolle durch den Flughafentierarzt dauerte unfassbar lange. Nachdem alle Pferde als gesund befunden worden waren und ihnen nichts fehlte durften wir sie in die großen Hänger verladen. Wir fuhren schließlich hintereinander zum Hof und nach geraumer Zeit kamen wir auf diesem auch an. Ich begrüßte Linus und fragte, ob alles gut geklappt hatte. Er bejahte dies und meinte dann, dass er sich freute die neuen Pferde kennenzulernen. Wir erklärten ihm kurz die Neuerung und luden dann als erstes die Fohlen aus. Als erstes durften die Stuten in ihren neuen Aktivstall. Als erstes Baghira, Batida de Coco und Easy Going. Die drei waren in ihrem neuen Stall scheinbar sehr zufrieden, denn sie sahen sich bereits fröhlich um. Als nächstes durften Northern Dancer, Cup Cake und Gabriella zu ihnen. Die drei sahen sich auch um und wir ließen sie in Ruhe laufen. Ich holte General’s Coming Home aus dem Hänger und fragte Joyce, ob sie Stromer’s Victory mitnehmen konnte. Sie brachte ihn gemeinsam mit mir in den Aktivstall der Hengste und ließen die zwei laufen. Als nächstes holten wir die Hengste aus dem Hänger, welche zu den Ponies in den Offenstall durften. Ich führte The Circle of Unbroken, Linus Zokni und Joyce hatte ich Hall of Fame übergeben. Die drei kannten die Ponies ja schon ein bisschen trotzdem wollte ich erst mal ein bisschen zuschauen wie sie sich miteinander verstanden. Nachdem ich mir sicher war, dass alles in Ordnung war ging ich wieder zum Hänger. Aus diesem durften als nächstes Gigolo, General Jack und San Diago heraus. Ich übergab wieder zwei meiner Pferde an die anderen beiden und ging mit ihnen zum Offenstall. Die Gruppe würde ganz schön groß werden, aber ich konnte mir vorstellen, dass sie trotzdem gut harmonieren würden. Als nächstes holte ich Galawayn aus dem Hänger. Ich übergab ihn Linus, welcher ihn zur Weide brachte. Ich selbst brachte Face Down in den Offenstall der Stuten. Dieser war noch leerer und würde es auch vorerst bleiben. Als nächstes durften meine Haupttrainingspferde aus dem Hänger raus. Ich holte als erstes Louis, Chester und Spat Split and White nach draußen. Ich übergab sie an Joyce und Linus und holte dann Nightstorm und Underground nach draußen. Ich führte sie selber in den Stall und ließ sie dann in Ruhe ihre neuen Boxen begutachten. Ich hatte Nightstorm und Underground in den vordersten Boxen des KWPN-Hengstabteils untergeberacht und die anderen hinter ihnen. Louis durfte auch mit im KWPN-Abteil stehen, da ich keine weiteren Hannoveraner hatte und er eher von mir als von Joyce geritten wurde. Nun fehlten nur noch die Stuten für den Hauptstall. Hier übergab ich als erstes Bellami an Joyce, dann Kahlua an Linus und ich führte Kentucky Bourbon in ihre Box. Ich klopfte allen drei die Hälse und ließ sie dann nach draußen auf ihre Paddocks. Ich holte die beiden letzten Pferde aus dem Hänger. Hierbei handelte es sich um Royal Kiss und Anouk. Die beiden folgten brav und durften dann auch ihre Boxen beziehen. Sie sahen sich auch sofort wie die anderen drei auf den Paddocks um. Später würden alle noch auf die Weide dürfen. Ich räumte zusammen mit Joyce und Linus den Hänger aus. Das Zubehör wurde in den dazugehörigen Sattelkammern verstaut und ich kontrollierte alles. Bei dem Flug und der Fahrt war zum Glück nichts beschädigt worden. Ich holte meine Kwpn-Hengste zusammen mit Linus wieder aus den Boxen. Joyce bereite in der Zwischenzeit das Abendessen für uns vor. Nun holte ich auch noch die Stuten nach draußen und ließ sie ihre neuen Weiden erkunden. Sie genossen es merkbar, dass sie sich die Beine vertreten durften. Sowohl ich als auch Linus gingen nach drinnen und aßen dann zusammen mit Joyce ihr bereits gekochtes Essen. Ich ging schließlich noch duschen und ging danach mit Linus und Joyce wieder nach draußen. Die beiden waren auch schon duschen gewesen und außer die Pferde noch reinzuholen, waren wir fertig mit unserem heutigen Tag. Ich gab allen meinen Pferden noch etwas zum Fressen und ging dann wieder in mein Zimmer. Es dauerte nicht lange dann schlief ich auch schon tief und fest in meinem Bett. Ich wachte erst wieder am nächsten Morgen auf, als es eigentlich schon wieder abreisen hieß. Ich verabschiedete mich noch von allen meinen Pferden und flog dann gemeinsam mit Joyce wieder auf unseren alten Hof.
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  • Album:
    Hilltop Stable
    Hochgeladen von:
    Friese
    Datum:
    9 Dez. 2015
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  • Bellami
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    Von
    : unbekannt
    Aus der: unbekannt
    Rufname: Bellami (Spitzname: Barbiepferd of Doom, wie Catalina sie bezeichnete)

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    Rasse: KWPN (Niederländisches Warmblut)[100%]
    Geburtsdatum: 14.04.2012
    Geschlecht: Stute
    Stockmaß: 165 cm
    Fellfarbe: Braune
    Kopfabzeichen:
    unregelmäßige, breite Blesse
    Beinabzeichen: vorne, links: halbweißer Fuß - hinten, rechts: halbweißer Fuß - hinten, links: weißer Fuß - vorne, rechts: weiße Fessel

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    Charakter| Beschreibung
    Bellami ist eine lernwillige und äußerst freundliche Stute. Sie geht von sich aus auf alles und jeden zu. Dennoch ist sie sehr charakterstark und zeigt einem auch mal, wo der Hammer hängt, aber das auch nur, wenn ihr was nicht passt. Im Viereck ist sie immer sehr konzentiert und auch im Gelände kann man immer wieder mal eine kleine Lektion abfragen. Im Gelände ist sie unerschrocken und geht sehr gerne voran.
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    Zuchtpapiere: Nein
    Gekört/Gekrönt: Nein

    Vererbung:
    Farbe: unb.
    Charakter: unb.
    Gangarten: unb.

    Nachkommen

    Besitzer: Friese
    VKR/Ersteller: Snoopy
    Pferdewert: //
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    Eingeritten: Ja
    Eingefahren: Nein
    Verladefromm: Ja
    Schmiedefromm: Ja

    Springen: S
    Western: E
    Dressur: L
    Military: S*
    Distanz: E
    Rennen: E

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    107. Synchronspringen, 109. Synchronspringen, 110. Synchronspringen, 111. Synchronspringen; 373. Dressurturnier; 369. Springturnier; 305. Militaryturnier

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