Sosox3

Batman's Rendezvous

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Batman's Rendezvous
Sosox3, 1 Dez. 2019
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    • Sosox3
      Pflegebericht
      Dezember 2015
      Vergesellschaftung auf der Weide - Na, wie machen sich meine Neuzugänge?
      26. Dezember 2015

      7 Uhr morgens. Gestüt Burning Spring. Eigentlich war es ein schneeloser, milder Wintertag wie jeder anderer. Doch für unser Team hier liefen ganz und gar nicht bloß gewöhnliche Vorbereitungen. Heute sollten nämlich unsere neuen Pferde endlich in die Herde eingegliedert werden.
      Bisher waren die Neuzugänge nämlich in 'Einzelhaft' gehalten worden, was die Weide betraf. Nun aber würden sie die Herde kennenlernen, was für alle Beteiligten eine große Sache war. Vor Allem bei der kleinen Junghengstherde, welche ein sehr ungewöhnliches Projekt für unsere bisherigen Verhältnisse waren. Denn die Hengste hatten früher alle ihre eigenen, aber kleineren Weiden. Da aber der Umzug nach Schweden bevor stand und wir dort auf eine große Koppel umsteigen wollten hatten wir vor einem Monat unsere Hengste zusammengelassen und wer hätte es gedacht? Sie verstanden sich. Ja klar, anfangs gab es einige Rangkämpfe, aber am Ende klappte das Ganze dann doch ganz gut.
      Nun war also auch die Zeit für Take my Hand, Batman's Rendezvous, I've got the moves like Jagger, Backfett und Bambina gekommen.
      Wir begannen bei den Stuten. In der kleinen aber feinen Herde waren neben Leitstute HGT's Nightmare Takada, Scarlet Sun, Deila, BS' Je'taime, Herbstblüte, Donella und Angels Kiss. Ich führte Handy neben mir und Jagger wurde von meinem Trainer geführt. Dann näherten wir uns der Koppel, wo die acht Stuten gerade rund um die Heuraufe, circa 20m entfernt, standen. Ich machte den Anfang und öffnete die Koppel. Dann ließ ich Handy vom Strick. Mein Trainer tat es mir gleich. Da sich Jagger und Handy bereits kannten standen sie erst zusammen abseits und verhielten sich unauffällig. Ruhe hatten sie jedoch nicht lange, da Nighti kurz darauf hinüber trabte. Daraufhin schnupperte sie an Handy, welche zurückschrak und wegsprung. Die nächsten Minuten lief die Herde um Handy herum; Handy vorn weg und die ganze Herde hinten her. Alle bis auf Donni. Diese hatte sich nämlich zu Jagger gesellt und schnuffelte diese nun auch schon freudig ab. Auch Jagger war nicht abgeneigt sondern freute sich über die neue Bekanntschaft.
      Nachdem wir uns vergewisserten, dass wieder etwas Ruhe eingekehrt war ging es zu den Hengsten. Diese waren momentan sehr weit weg, also außer Sichtweite. Dennoch holten wir Batman. Dieser war brav wie immer. Ließ sich artig auf die Koppel führen und stand brav da bis ich ihn abgehängt hatte. Dann ging er einige Schritte, ehe er bemerkte wie groß diese neue Wiese war und freudig einen Luftsprung machte und umhergaloppierte. Wiehernd. Woraufhin jemand erwiderte. Baty erstarrte. Etwas später stieß er ein eigenartig klingendes ,,Wüüühh?'' aus. Dann tauchte auch schon ein anderes Pferd auf der Bildfläche auf. Black Pearl. Er kam neugierig und begrüßte seinen neuen Kumpel.
      Etwas später folgten auch die anderen Hengste; Sir Donnerhall, Wastl, Golden Eye, Final Destination, Waldjunge, Seattle's GT'aime, N'oubliez jamais, Party Shaker, Deo Volente und Costa.
      Nachdem dies auch getan war ging es an die Fohlenweide, wo wir Bambina und Backfett mit Chestnut, Capri und Caddylack vergesellschaften.
      Alles in Allem klappte das Ganze super und ich konnte sie gutes Gewissens, ohne Bedenken nun zusammen mit den anderen auf die Koppel stellen. Das nannte ich mal einen gelungenen Tag.
    • Sosox3
      Trainingsbericht
      Januar 2016
      Military E-A


      Heute kamen neue Trainingspferde an, drei vielversprechende Trakehner die von dem Gestüt einer Freundin von mir stammten. Die Hengste Take my Hand und Batmans Rendezvous sollte ich im Military von der Stufe E nach A trainieren, die Stute Costa de la Bryere sollte ich in der Dressur von L nach M trainieren.
      Nachdem die drei angekommen waren durften sie sich ersteinmal entspannen bevor am nächsten Tag das Training beginnt. Am nächsten Tag holten meine Mitarbeiter und ich zuerst Handy und Baty aus ihren Boxen, wir sattelten die beiden und bereiteten sie für das Training vor. Sarah und ich steigen auf und schon ging es los ins Gelände. Wir ritten die große Runde auf der es einige Geländehindernisse gibt um zu testen was die beiden zu festen Sprüngen sagen und wie sicher sie im Sprung sind. Die beiden sprangen als wenn sie es täglich machen würden, auch die Einsprünge ins Wasser meisterten sie wie Profis. Somit gab ich meinen Mitarbeitern die Aufgabge mit den beiden einmal täglich ins Gelände zu gehen und sonst zwischen dem Dressurtraining und dem Springtraining auf dem Platz zu wechseln. Nun widmete ich mich Costa, die hübsche Stute war bereits bis zur Klasse L trainiert, sodass ich nur etwas weiter arbeiten musste um zur Klasse M zu gelangen. Costa gab sich sichtlich Mühe und lief locker unter mir alle Lektionen die gefordert wurden. Nach dem Training ritt ich mit ihr noch eine Runde ums Gelände.
      In den nächsten Wochen trainierten meine Mitarbeiter und ich die dreie abwechselnd.
      Nach wenigen Wochen waren die drei in ihren Klassen so sicher sodass ich sicher war das sie die geforderten Klassen schaffen. Bracelet holte die beiden am Ende ab und freute sich das die drei so brav waren.
      Damit waren die ersten Pferde weg und schon bald würden die nächsten kommen.

      1784 Zeichen by AliciaFarina
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    • Sosox3
      Trainingsbericht
      März 2016
      Distanztraining E → A | 16.417 Zeichen | © Canyon
      31. März 2016

      Es war noch früh am Morgen, als Charly unseren kleinen Transporter von der Autobahn herunter lenkte und auf einen verlassenen Parkplatz abstellte. Ein stetiger leichter Nieselregen begleitete uns, seitdem wir die Grenze nach Slowenien überschritten hatten und so schaute Charly etwas enttäuscht rein, als sie die Fahrertür öffnete uns sich ihre Regenjacke überwarf.
      »Einmal, einmal bin ich in Slowenien und was ist, das Wetter spielt nicht mit. Wer weiß, wann ich das nächste Mal hier bin!» murrte sie grimmig, als sie zum Pferdeanhänger stapfte, der hinten an uns dran hing.
      Ich brauchte etwas länger, um ihr zu folgen, da ich mit meiner Regenjacke einen gefährlichen Kampf ausfochtete, da sie einfach nicht aus meinem, wie immer voll bepacktem, Rucksack heraus wollte. Als dies allerdings soweit war, beeilte ich mich zu Charly aufzuschließen, denn auch ich wollte unbedingt sehen, wie es meiner Stute ging.
      Winterzaubers hübscher Kopf streckte sich mir bereits aus der kleinen Tür entgegen. Ihre Nüstern blähte sich auf und versuchten die frische und feuchte Luft einzuatmen.
      »Wizza warte lieber noch und atme nicht die stinkende Autobahnluft ein, sobald wir bei Brace sind, hast du wieder frische Luft!« sagte ich zu ihr und streichelte den hübschen Kopf.
      »Sie scheint die lange Autofahrt echt entspannt zu sehen, ich kenne da einige Pferde, welche nicht so ruhig stehen würden.« meinte Charly anerkennend und griff nach einer Möhre in ihrer Jackentasche, welche sie Winterzauber hinhielt. Genüsslich griff die große Stute zu und kaute mit viel Schwung den Leckerbissen. Ich vermisste meinen Schützling jetzt schon, wusste jedoch, dass sie kein besseres neues zu Hause hätte finden können, als bei meiner Freundin Brace. Bei mir war die große Warmblutstute die einzige ihrer Rasse gewesen und hatte all ihre Weidegefährten um einige Zentimeter überragt, doch nun würde sie ihre Tage endlich mit gleichgesinnten verbringen können, auch wenn ich wusste, dass unsere Nelly und unsere Amie sie sehr vermissen würden.
      »Wie lange brauchen wir noch, bis wir bei Brace sind?« fragte mich Charly, als wir nach einer kleinen Pause wieder ins Auto einstiegen.
      »Nicht mehr lange, ich schätze mal, dass wir in einer dreiviertel Stunde bereits vor den Toren des Gestüts Burning Springs stehen.«

      Eigentlich war ich nicht die beste im Schätzen, aber heute hatte ich ausnahmsweise mal recht gehabt. Eine knappe dreiviertel Stunde später befuhren wir das Gestüt einer meiner besten Bekannten, welche mich natürlich bereits erwartete. Vor wenigen Minuten hatte ich ihr Bescheid gesagt, denn natürlich wollte sie uns empfangen.
      Zum Glück war das Wetter etwas besser geworden und obwohl der Himmel noch von einer dicken Schicht grauer Wolken verhangen war, kam kein Regen mehr herunter.
      »Mio! Schön dich endlich wieder zu sehen und du musst dann sicherlich Charly sein, oder?« begrüßte uns Brace so fröhlich wie eh und je. Nach einer kurzen Begrüßung beeilten wir uns, Winterzauber aus ihrer Box zu befreien. Wir waren lange unterwegs gewesen und obwohl sie genügen Wasser und Heu gehabt hatte, war sie natürlich erschöpft von der Anstrengung.
      Innerhalb weniger Minuten war meine, noch war sie meine, Trakehnerstute aus dem Anhänger und stand nun etwas überwältigt vor uns.
      Sie hatte eine dicke Decke auf ihrem Rücken, sowie neue Transportgamaschen an den Beinen, welche ich Brace gleich mitgeben wollte. Sie waren hellgrün, genauso wie die Decke und harmonierten perfekt zu ihrer hellbraunen Farbe. Flink hatten wir ihr diese abgenommen, denn jetzt war echt wichtig, dass sie etwas Freiraum bekam.
      Wir hatten uns dafür entschieden, ihr ein kleines Weidestück zu geben, auf welcher sie sich nach der langen Reise ausreichend bewegen konnte. Ich drückte Brace den Führstrick in die Hände, welche ihn sanft in die Hände nahm. Jetzt war wohl der Augenblick, in dem ich meine Stute nicht mehr 'meine' nennen konnte, doch dafür strahlte die glückliche Brace umso mehr.
      »Komm Winnie, ab geht es auf deine wohlverdiente Weide!« sagte Brace fröhlich und führte sie in Richtung einer kleinen geschützten Koppel. Als sie Winterzauber von ihrem Halfter befreite und diese wild buckelnd, plötzlich wieder voller Energie, davon galoppierte, rollte eine kleine Träne aus meinen Augen, das glückliche Lächeln auf meinem Gesicht blieb jedoch erhalten. Bereits nach einigen Augenblicken hatte ich mich wieder gefasst, ich war mir sicher, dass meine Wizza hier ihr perfektes neues zu Hause gefunden hatte.

      Es war schon erstaunlich, was sich in den letzten Monaten so an Zubehör von Winterzauber angelagert hatte. Natürlich hatten wir alles mitgenommen, denn die Stute sollte sich so schnell und mit so vielen guten Erinnerungen wie möglich an ihre neue Heimat gewöhnen. Egal ob ihre Bürsten, Halfter, zig Decken und Sattelpads, alles hatte die Reise von Frankreich nach Slowenien angetreten und musste nun in der Sattelkammer von Brace verstaut werden. Selbst ich hätte nie gedacht, dass Wizza so viel hatte, aber nun, war es doch eine erstaunliche Menge.
      Nachdem auch dies geschehen war, besichtigten wir noch die neue Box von Winterzauber und ich musste gestehen, dass sich Brace echt verdammt viel Mühe gegeben hatte, sich bei ihr einzuschleimen.
      Die Stimmung war recht ausgelassen und meine traurigen Gedanken verschwanden so schnell, wie ich es gar nicht für möglich gehalten hätte. Natürlich war ich ja nicht nur zum Spaß hier, dafür hätte sich die weite Reise übers Wochenende nicht gelohnt, sondern drei von Bracelets Pferden benötigten dringend mal wieder etwas Training.
      Batman's Rendezvous, Takada und Party Shaker sollten diesmal meine Patienten sein und während ich Takada und Party bereits beim letzten Mal trainiert hatte, war Batman noch ein Neuling für mich.
      Bereits am frühen Abend nahm ich mir die Zeit, alle drei der Reihe nach zu longieren. Ich zögerte es nicht unnötig in die Länge, denn ich wollte nur die drei Trakehner an meine Stimme gewöhnen und sie vielleicht etwas auf den morgigen Tag vorbereiten.

      Ein weiterer Vorteil, dass Charly mitgekommen war, lag darin, dass wir nun drei Reiter und drei Pferde waren. Sollte ich mich nicht verrechnet haben, so sollte das genau stimmen. Ein kleines Problem lag noch darin, dass alle drei Pferde auf eine andere Stufe gebracht werden sollten, aber das wollte ich damit lösen, dass zwei Pferde einfach eine kleinere Runde drehen würden. Da ich die Trainerin war, würde ich Takada reiten. Die hübsche Scheckenstute lief bereits auf L Niveau und hatte mich beim letzten Mal bereits hoch auf begeistert.
      Auch die anderen beiden Pferde waren schnell verteilt und da Party Shaker etwas mehr laufen musste als Baty, durfte Charly ihn reiten. Man merkte es Charly kaum an, aber sie freute sich riesig, die Landschaft von Slowenien endlich kennenzulernen.
      Wir starteten am nächsten Morgen, gleich nachdem wir zusammen alle Pferde versorgt hatten. Jeder von uns hatte einen Rucksack mit all den wichtigen Utensilien auf den Schultern und die drei Pferde waren gründlich geputzt und distanzmäßig ausgestattet. Auch das Wetter machte einigermaßen mit, es war zwar nicht übermäßig warm und auch der Himmel war von Wolken verhangen, allerdings wehte eine warme Briese über unsere Gesichter, welche den Distanzritt sicherlich noch schöner machen würde.
      Auch wenn ich schon einmal einen Geländeritt in Slowenien unternommen hatte, war Brace heute eine unserer wichtigsten Personen, denn natürlich kannte sie die Reitwege um ihr Gestüt herum und wusste genau, wo heute unser Weg entlang führen würde.
      Eine Erholungspause alle zehn Kilometer war bei mir der Durchschnitt und auch diesmal würden wir nach geeigneten Stellen Ausschau halten, an welchen wir kurz rasten konnten.
      »Seid ihr alle abflugbereit?« fragte ich in die kleine Runde, während ich bei meiner Takada noch einmal den Sattelsitz kontrollierte. Brace nickte aufgeregt, während Charly nur kurz knurrte. Sie hatte bereits schon einige Trainingseinheiten in der Distanz hinter sich und wusste bereits fast genauso viel wie ich, auch wenn sie offiziell keine Trainerin war.
      »Na dann lasst uns starten, bevor das Wetter noch wechselt!« sprach ich unseren Startsatz und zog mich auf Takada, während es mir Charly und Brace bei Party und Batman gleich taten.
      Den Ritt begannen wir mit einigen Lockerungs- und Erwärmungsübungen, welche wir gleich im Gelände durchführten. Für einen Distanzritt war es wichtig, dass die Pferde im Gelände die Ruhe behielten und vor nichts zurückschreckten, sei es ein Traktor, ein Hund oder eben nur etwas Dehnung, auch ohne den weichen Sand unter den Füßen.
      Wir wärmten unsere Pferde im gemütlichen Schritt etwas auf, bevor wir das Tempo etwas anzogen und sie stetig nach vorne trieben. Natürlich war Batman noch viel unerfahrener al die anderen beiden, jedoch kannte Brace ihren Hengst recht gut, weswegen sie die ihr zugeteilte Aufgabe gut meisterte Zwar musste Batman im gleiche Tempo wie die anderen Laufen, hatte dafür jedoch nur zwanzig Kilometer bis zum Ziel, ich und Takada hatten das Doppelte.
      Als wir etwas später antrabten, merkte ich sofort, dass Takada schnelle und fließende Gänge hatte und leicht auch auf unebenem Boden lief – Auf jeden Fall gute Voraussetzungen für ein gutes Distanzpferd. Außerdem hatte sie ja auch schon recht viel Training gehabt, weswegen das nur logisch war.
      Auch als ich uns die Aufgabe gab, etwas Slalom durch die Bäume zu laufen, um die Wendigkeit der Pferde zu testen, zeigten alle drei ihre Geschicklichkeit, jedoch stellten sich hier Party und Charly am besten an, denn sie schlängelten sich sogar durch die engsten Baumlücken, vor welchen Batman dann doch respektvoll Abstand hielt.
      Auf geeigneter Fläche galoppierten wir an und hielten das Tempo auch einige Zeit durch, auch wenn Takada etwas schneller als die anderen beiden war und wir so etwas vorritten.
      Vor unserer ersten Pause versuchten wir den Puls der Pferde wieder etwas zu senken, denn wenn bei einem richtigen Ritt der Puls höher als 64 war und sich nicht in bestimmter Zeit senkte, bestand die Möglichkeit, dass man disqualifiziert wurde.
      Die Pause legten wir dann an einem kleinen See ein, bei welchem wir jedoch darauf achteten, dass die Pferde nicht allzu lange mit den Füßen im Wasser waren, denn es war noch nicht so warm, dass es nicht schaden würde.
      Wir gaben ihnen fünf Minuten Ausruhzeit, in welcher wir alle etwas trinken konnte, bevor wir die Pulsmesser aus dem Rucksack kramten und jedem unserer Pferde die Werte abnahmen.
      Nachdem wir uns noch kurz eine Pause gegönnt hatten, schwangen wir uns wieder in die Sättel und setzten unseren Ritt fort. Mittlerweile konnte man gut erkennen, welches Pferd bereits im Distanzsport mehr trainiert wurde als andere, denn das verschwitzte Fell von Batman und das noch fast trockene von Takada waren ein himmelweiter Unterschied. Zum Glück verabschiedeten wir uns bereits kurze Zeit später schon von Brace, welche mit Batman nun einen anderen weg zurück nach Hause einschlagen würde, denn in diesem Tempo würde der junge Hengst bald zusammenklappen und das war ja nicht das Ziel des Trainings.
      An einer Kreuzung erklärte mir Brace noch einmal kurz den Weg, welchen wir zu reiten hatten, bevor wir uns gegenseitig noch Glück für den restlichen Ritt wünschten. Da Brace und Batman nun ihr eigenes Tempo reiten würden, konnten Charly und ich unser Durchschnittstempo nochmal etwas erhöhen, was natürlich bedeutete, dass wir noch mehr auf die Gesundheit der beiden Trakehner achten mussten.
      »Charly lass Party mal etwas mehr am langen Zügel laufen, ich weiß, dass kurze Zügel dir mehr Sicherheit geben, ist jedoch für Party sehr unangenehm und kontraproduktiv.« gab ich Charly einen Tipp, welche darauf nur wie immer kurz knurrte, aber trotzdem die Zügel langsam aus der Hand gleiten ließ.
      Party und Takada hatten beide ein gleiches Trabtempo gefunden, sodass wir gut nebeneinander reiten konnten, wenn es die Wege zuließen. Takadas Schritte waren etwas größer als die von Party, jedoch war Party gewändiger und lief etwas flacher, was natürlich beides so seine Vorteile hatte.
      Nach weiteren zehn Kilometern legte wir die nächste Pause ein, welche wir genauso aufbauten, wie die davor. Sollte alles gut verlaufen sein, musste Brace mittlerweile bereits wieder auf dem Gestüt zurück sein und Batman graste bereits gemütlich auf einer Weide.
      Nach der zweiten Pause verließ mich bereits auch schon Charly, bei welcher ich mir kaum Sorgen machte, dass sie den Weg nicht zurück nźum gestüt fand, denn ihr Orientierungssinn war einfach unschlagbar. Party hatte sich gut geschlagen und war stetig aufmerksam und ruhig geblieben und hatte sich nicht davon abschrecken lassen, etwas neues zu probieren.
      Mittlerweile hatten wir bereits über 25 Kilometer geschafft und obwohl das Tempo bereits recht hoch war, hielt Takada immer noch tapfer durch. Natürlich war nun auch bei ihr das Fell langsam verschwitzt, aber das war auch auf diesem Level noch vollkommen normal. Ich musste nur darauf achten, dass sie sich nicht überarbeitete.
      Fast so als hätte ich es voraus gesehen, wechselte das Wetter kurz darauf rasant. Wir waren bei warmen Temperaturen und einer milden Briese losgeritten und mittlerweile stürmte es regelrecht und dazu hatte es auch noch angefangen leicht zu hageln, auch wenn der Hagel bald durch den Regen wich. Innerhalb kurzer Zeit war ich trotz Regenmantel durchnässt und abgefroren, Takada jedoch schien der Wetterwechsel nichts auszumachen – Noch eine gute Eigenschaft eines Distanzpferdes, welches Takada besaß, denn das Pferd musste durch Wind, Regen und Schnee problemlos laufen können und das auch noch in unbekannten Gebieten und Strecken.
      Weiterhin machte ich aller 10 Kilometer an geeigneten Stellen Rast und achtete darauf, dass die verschwitzte Scheckstute genügend zu trinken bekam. Irgendwann sah ich bereits das Gestüt an einem Straßenschild ausgeschildert und auch Takada wusste, dass wir es gleich geschafft hatten. Ich als Trainerin war diese langen Ritte gewöhnt, doch die Stute unter mir kämpfte ganz schön auf den letzten Schritten.
      Sobald wir jedoch das Gestüt betreten hatten, ließ ich mich aus dem Sattel gleiten, legte der Stute den Sattel ab und eine Decke auf und brachte sie in die trockene und gemütliche Box, wo ich ihr gleich darauf die letzten Pulswerte nahm und diese notierte. Natürlich bekam die Stute gleich Möhren in den Mund gesteckt und etwas Heu und Kraftfutter zur Stärkung. Nachher würden wir sie noch zu den anderen nach draußen bringen, doch jetzt hatte sie sich eine kleine Ruhepause gegönnt.

      Brace und Charly fand ich im Wohnhaus sitzend, wo sie sich vor dem schlechten Wetter drückten und fröhlich über mir unbekannte Themen quatschten.
      »Na ihr's?« begrüßte ich die Beiden, bevor ich mich zu ihnen auf die Couch quetschte, um auch an dem Gespräch teilhaben zu können. »Habr ihr beide gut nach Hause gefunden?«
      Natürlich hatten sie, immerhin wohnte Brace hier und Charlys Orientierungssinn war weithin der Beste.
      Wir verbrachten zusammen einen gemütlichen Nachmittag, gingen, als der Regen endlich zu Ende war, raus zu den Pferden und ich genoss die letzte Chance, meine Wizza zu beobachten. Die hübsche Stute stand auf einer kleineren Weide neben den Stutenweiden und graste genüsslich vor sich hin. Trotzdem hob sie des öfteren ihren schicken Kopf in die Höhe und warf einen Blick zu den anderen.
      »Sie wird es gut bei dir haben«, sagte ich eher zu mir als zu Brace, welche neben mir stand.
      »Ja ich hoffe mal, dass ihr es bei mir genauso gut geht wie bei dir. Ich werde sie auf jeden Fall genauso gut behandeln wie du es getan hast.« antwortete mir Brace und ich nickte bedächtig. Ja, das würde sie bestimmt.

      Am späten Abend, als es bereits dunkel war, packten Charly und ich unseren Transporter, denn wir hatten uns dafür entschieden, über Nacht zu fahren, da die Autobahn da um einiges leerer sein würde. Mit Brace zusammen hatten wir noch die Pferde versorgt und zusammen etwas leckeres gekocht und nun war es auch für uns Zeit, wieder zurück nach Hause zu fahren.
      »Wir sehen uns hoffentlich bald wieder, oder?« fragte ich Brace, als ich sie zum Abschied ein letztes Mal drückte.
      »Natürlich werden wir das, da bin ich mir sicher.« Sie lächelte mich fröhlich an, bevor sie auch Charly umarmte.
      Nun war es wirklich Zeit für uns zum Gehen und Charly und ich stiegen in unser Auto, natürlich Charly am Steuer, ich konnte immer noch nicht fahren, um verließen das Gestüt und auch Winterzauber, welche hier hoffentlich ein neues Heim gefunden hatte.
    • Sosox3
      Pflegebericht
      Juni 2016
      Verschlafen. Mal wieder. Und heute war so ein wichtiger Tag, denn es ging zu Bracelet nach Slowenien. Schnell hatte ich mich angezogen und gewaschen. Angie drückte mir noch eine Lunchbox in die Hand. Ich umarmte sie kurz und rannte ins Auto um zum Flughafen zu fahren. Gerade noch so hatte ich den Flieger geschafft. Auf nach Slowenien!

      Da die liebe Bracelet gerade nicht da war, bat sie mich, dass ich ihre Pferde pflege. Vom Flughafen aus nahm ich ein Taxi und fuhr zum Gestüt.

      Dort angekommen zog ich mir die Reitsachen an und machte mich an die Arbeit! Zu aller erst ließ ich alle Pferde des Gestüts nach draußen um die Boxen auszumisten und Futter zu verteilen. Erstmal schickte ich Dempsy, Vaconda, Vintage Gold, Winterzauber und Dreaming of better Day in die Führanlage. Anschließend durften sie zusammen mit Christmas Joy, HGT's Nightmare, Takada und Take my Hand auf die Stutenweide.
      Als nächstes waren die Trakehnerhengste dran:

      Erstmal scheuchte ich It's Showtime, Master of Gold, Batman's Rendezvous, Costa de la Bryére, Deo Volente, N'oubliez jamais, Party Shaker, Seattle's GT'aime und Waldjunge in der riesigen Halle umher. Danach durften sie sich welzen nach Lust und Laune. Nun war schon einiges an Zeit vergangen und ich brachte die Trakehner in den Stall und machte weiter.
      Nun waren die Jungpferde und Fohlen dran, alle durften auf der Weide rumtoben. Also brachte ich VK Gunna Whiz, Backfett, Bambina, Capri, Caddylack und Chestnut nch draußen.
      Also nun fast fertig mit der Arbeit, machte ich mich an den Nebenstall. Angels Kiss, Birdcatcher, Black Pearl, Donella, Golden Eye, Herbstblüte, I've got the move like jagger, Simple little Melody und Sir Donnerhal hatte ich bereits nach draußen geführt und brachten nun den anderen Teil des Stalls nach draußen. Es war nur noch 1 Pferd da und zwar Wastl. Nun war es vollbracht! Alle Pferden waren versorgt und ich konnte nach Hause fliegen.
    • Sosox3
      Hufschmiedbericht
      Juli 2016
      Hufschmiedbesuch
      20. Juli 2016

      Heute war wieder einmal einer der anstrengenden Tage im Leben gekommen. Der Routinetermin beim Hufschmied stand an und bevor ich mein Amt in ein paar Wochen niederlegen würde musste ich ein letztes Mal an die Hufe meiner Pferde. Hufe, Hufeisen - irgendwie konnte ich den ganzen Kram nicht mehr sehen. Umso mehr freute ich mich nun auf die Tage in denen ich stattdessen Jungpferde ausbilden würde und mit erfahrenen Pferden arbeiten könnte um Feinheiten zu verbessern. Auch bei meinen eigenen Pferden würde ich also bald Hand anlegen dürfen - ich wartete nur noch auf die Bestätigung und meiner Trainerlizenz.
      Nun seufzte ich allerdings erstmal und arbeitete Box für Box ab. Begonnen wurde mit Dempsey. Sie lief bisher barfuß und sollte heute beschlagen werden. Zuerst musste ich ihre Hufe allerdings kontrollieren: Alles in Ordnung. Dann wurde noch schnell aber gründlich ausgeschnitten und anschließend folgte auch schon der neue Beschlag.
      Damit wanderte ich auch schon zur nächsten Box: Vaconda; mein süßes Alterchen. Alt war sie nicht wirklich aber in meinem Stall, in dem beinahe nur Pferde unter 7 standen stach die 13jährige Stute natürlich etwas heraus. Hufzustandsmäßig aber ganz und gar nicht. Deswegen war ich bei ihr auch sehr schnell fertig. Ausschneiden und ein wenig Hufbalsam, dann war's das auch schon wieder.
      Next: Winterzauber. Wizza war heute eher müde und etwas träge, weshalb ich mir etwas Sorgen machte. Allerdings schätze ich, dass dies mit den Hormonen im Zusammenhang mit ihrem Fohlen stand. Mein Hufschmiedbesuch bei meiner Braunen verlief absolut komplikationslos und am Ende waren ihre Hufe wieder in bester Ordnung. ,,Feines Mädchen.'',sagte ich liebevoll und tätschelte ihren Hals.
      Dreaming Of Better Days war die nächste. Als ich zu ihr kam kaute sie gerade an ihrem heu, ganz genüsslich und zufrieden. Dreamy schien also von dem von mir verordneten Zwangstag Boxenruhe für alle meine hufschmiedbedürftigen Pferden wenig betrübt zu sein. Nur mein Herumwerkeln an ihren Hufen schien etwas zu stören - beim fressen nämlich. Dennoch hielt sie brav still und erleichterte mir meine Arbeit. ,,So. Fertig.'',sagte ich dann und gab ihr noch eine Karotte.
      Anschließend ging ich in die Futterkammer und holte ein paar Kräuter, welche ich unter WInterzaubers Extrafutterportion mischte. Sie sollten sie etwas aufputschen und den Kreislauf stabilisieren. Sie nahm das ganze dankbar an und ich blieb noch ein wenig bei ihr.
      Dann ging ich zu Christmas Joy. Sie war im Gegensatz zu Dreamy wenig begeistert über die Zwangsruhe. Sie lief nämlich kreise in ihrer Box als ich kam. ,,Hee.'',sagte ich und sie fuhr kurz zusammen. Im nächsten Moment aber spitzte sie ihre Öhrchen und kam neugierig auf mich zu. Ich streichelte sie einige Zeit lang und untersuchte dann gründlich ihre Hufe. Auch ausgeschnitten und neu beschlagen wurde mein Schimmelchen. Sie zeigte sich geduldig. ,,Gute Joy.''
      Nighti war mein nächstes Opfer. Mein rabenschwarzer Liebling. Trächtigkeitsbedingt war ich sie schon sehr lange nicht geritten, was ich sehr bedauerte aber sich möglicherweise bald ändern könnte. Mal schauen - vielleicht ließ ich sie auch Koppelpferdchen sein, zumindest noch eine gewisse Zeit lang. Meine Stute wurde untersucht, ausgeschnitten, etwas korrigiert und ebenso neu beschlagen. ,,Brave Maus.'',sagte ich dann sentimental und ließ sie in ihrer Box zurück.
      Take my Hand und Takada erledigte ich daraufhin sozusagen in einem Aufwasch. Auch sie wurden behutsam ausgeschnitten, nach ausführlicher Kontrolle natürlich, und beschlagen.
      Dann ging's an meine Trakehnerhengste. Deo Volente, Batman's Rendezous, N'oubliez Jamais, Party Shaker, Seattle's GT'aime und Waldjunge. Sie alle bekamen ebenso das selbe Routineprogramm wie meine Stuten und die selbe Arbeit sollte bei den Pferdchen im Nebenstall folgen.
      Sookie, Birdcatcher, Angels Kiss, Black Pearl, Golden Eye, Donella, Herbstblüte, Simple Little Melody, Wastl und Donnerhall. Bei ihnen allen das selbe Prozedere. Es war wirklich mühsam. Wie froh ich doch war diese monotone Arbeit zukünftig nicht mehr verrichten zu müssen.
      Am darauffolgenden Tag machte ich auch noch It's Showtimes Hufe. Der Hengst zeigte sich dabei gewohnt vorbildlich und erfreute sich danach einer ausgiebigen Streicheleinheit.
    • Sosox3
      Pflegebericht
      August 2016
      Der Umzug in die Traumheimat Schweden
      16. August 2016

      Freitag. Wie immer ein absolut fantastischer Tag. Dieser Freitag, dieser Freitagmorgen, sollte jedoch ein ganz besonderer Tag in meinem Leben werden. Beinahe ein Jahr hatte ich auf diesen besonderen Moment hingearbeitet und nicht mal in meinen kühnsten Träume hätte ich gewagt mir diesen auszumalen. Doch nun war er tatsächlich gekommen: Der Umzug nach Schweden; mit all meinen Pferden, ohne meine Familie, ohne all meine Freunde. Der Sprung ins Unbekannte. Die Abreise von allem was ich bisher kannte und liebte. Meine Selbstverwirklichung in einem von mir selbst geplanten Reit und Sportpferdezuchtstall. Das One-Way Ticket auf ein absolut gigantisches Areal, welches ich seit einem dreiviertel Jahr offiziell mein Eigen nennen durfte und bebauen ließ, im schönsten Land das ich bisher kennengelernt habe.
      ,,Guten Morgen.'',sagte meine Mutter lächelnd und strich mir über die Wange. Ich presste meine Augen zu und versuchte diese nun mit Mühe zu öffnen. ,,Guten Morgen Mum.'',entgegnete ich dann und blickte in ihr Gesicht. Obwohl sie ein breites Lächeln auf den Lippen hatte wusste ich dennoch, wie traurig sie dieser Tag machte. Ich hatte die letzten drei Tage mit ihr verbracht. Doch nun war die Zeit gekommen zu gehen. Ich wusste, dass ich sie wieder sehen würde, dass sie öfter übers Wochenende zu mir fliegen würde. Doch nichts würde je sein wie früher und es würde jedes Mal zweieinhalb Stunden dauern bis ich bei ihr wäre. ,,Ich hab dich lieb.''
      Dies waren dann auch die letzten Worte zu ihr und meinem Vater, kurz bevor ich ins Auto stieg und nun zu meinem alten Gestüt fuhr. Burning Spring. Wenn ich auch eine wunderschöne Zeit hier hatte wusste ich, dass es seinen Glanz längst verloren hatte. Seine Zeit war um. Zumindest die Zeit in der ich hier mit meinen Pferden lebte und diese den Hof so lebendig machten. Die neuen Besitzer würden es wohl, zumindest die nächsten Monate, brach legen. Traurig. Dies war das zweite Mal an diesem Tag dass ich meine Tränen ersticken musste. Dabei wand ich meinen altbewährten Trick an und presse meine Zunge gegen meinen Gaumen.
      Wehmütig ging ich ein letztes Mal ins Haupthaus. Nur um die Liste meiner Pferde zu holen. Sie und jeweils eines ihrer Halfter mit Strick, Transportgamaschen und Abschwitzdecke waren alles was noch hier war. Beim Personal hatte ich mich vor einer Woche verabschiedet. Die letzten Tage hatte ich alle Pferde zusammen mit meiner Mutter selbst versorgt. Nun war ich alleine hier. Nur die Mitarbeiter des Transportunternehmens waren ebenfalls anwesend. Sie waren mit acht riesigen Pferdetransportern gekommen, mit welchen meine Lieblinge anschließend zum Flugharfen gebracht werden sollten.
      Ich half beim Verladen. Im ersten LKW standen zum Schluss Waldjunge, Party Shaker, Deo Volente und Sir Donnerhall; im Zweiten Takada, Take my Hand, Dreaming of better Days, Vaconda und Simple little Melody; im Dritten Angels Kiss, Donella, Herbstblüte und Bambina; im Vierten Sookie mit Kameradin Birdcatcher und I've got the moves like Jagger; im Fünften Seattle's GT'aime, N'oubliez Jamais, Costa de la Bryére und Wastl; im Sechsten HGT's Nightmare, Vintage Gold, Dempsey und Winterzauber; im Siebten Batman's Rendezvous, Master of Gold, Black Pearl, Golden Eye und Chestnut; im Achten, letzten Hänger, die Stute Christmas Joy mit den vier Fohlen Capri, Backfett, Caddylack und der Junghengst, am weitesten weg von der Stute, VK Gunna Whiz.
      Ich ging ein letztes Mal die Pferde durch, zählte die Equidenpässe durch, unternahm einen letzten Rundgang auf dem Gestüt und kontrollierte alle Richtlinienbestimmungen, Papiere und Genehmigungen. Dann konnte es los gehen. Adieu Burning Spring.
      Die Lastwagen rollten vom Gestüt. Gleich taten es ihnen meine Tränen über die nun nassen Wangen. Ich versuchte sie mir mit den Fingern zu trocknen. Erfolglos. Dann stieg auch ich in meinen schwarzen Volvo-Geländewagen und stieg in die Pedale. Ich folgte den Pferdetransportern circa zwei Stunden zu einem Flugharfen, weit außerhalb unserer Heimat Velenje, Slowenien, gelegen. Hier wurden wir von einigen Mitarbeitern des Flugplatzes eingewiesen. Ich stieg anschließend aus meinem Wagen, welcher ebenfalls nach Schweden geflogen wurde und gab zu allererst den Schlüssel ab. Dann musste ich gefühlte tausend Formulare ausfüllen und alle Impfpapiere meiner Pferde vorlegen.
      Erst dann durfte ich beim Aus- und wieder Verladen meiner Pferde mithelfen. Beinahe alle von ihnen standen nun zum ersten Mal in einem Flugzeug. In diesem gab es spezielle Boxen, welche natürlich sehr platzsparend und damit klein gehalten waren. Wie immer sollte es vor allem bei einem ganz bestimmten Hengst ein Problem geben: Deo Volente. Der Rappe, welcher mich Tag für Tag auf die Palme brachte, da er einfach zu viel Energie und Temperament besaß. ,,Brrrr.'',sagte ich dennoch in ruhiger Tonlage. Erfahrungsgemäß war dann kurz Ruhe, was auch jetzt der Fall war; Deo ging gehorsam in die Box. In der nächsten Sekunde jedoch riss er den Kopf hoch, die Vorderbeine folgten und er verfehlte mich nur knapp mit einem Tritt. ,,Deo!'',schrie ich und schnalzte mit dem Strick. So rettete ich mich aus der Box und schloss sie hinter ihm. Allmählich wurde dies zu ein Problem. Auch unterm Sattel wurde der Sechsjährige täglich unkontrollierbarer. Deswegen hatte sich der Gedanke in meinen Kopf geschlichen ihn nicht vielleicht legen zu lassen. Der Sicherheit wegen.
      Kurz danach standen alle Pferde in ihren Flugboxen. Leider hatte sich dank Deo Volente, der nach wie vor in seiner Box wild auf und absprang, allgemeine Unruhe eingeschlichen und der Tierarzt musste beginnen die Pferde zu sedieren, beziehungsweise ihnen Beruhigungsmittel zu verabreichen. Leider war während der Tierarzt durch die Reihen ging die Unruhe bei einem anderen Junghengst übergekocht. Ausgerechnet Chestnut, mein dreijähriges, selbst gezogenes Nachwuchspferd kämpfte mit sich selbst, hatte Panik und damit extrem hohen Puls, weshalb er bereits keuchte. Der Tierarzt gab ihm deswegen etwas ganz besonderes, fragt mich nicht was, das half. Es tat wirklich weh das mit ansehen zu müssen.
      ,,Tief durchatmen.'',befahl ich mir selbst und schluckte wiederwillig. Dann trat ich vom Flugzeug zurück und wurde von einem Mitarbeiter mit einem dieser putzigen mini-schrägstrich-Golf-Wagen zu meiner Propellermaschine gebracht.
      Zwei Stunden später landete ich in Schweden und hier wurde es wieder mühsam: Formulare ausfüllen, Gesundheitsnachweise, Bewilligungen und zig andere Papiere mussten erneut ausgefüllt und vorgezeigt werden.
      Dann, ungeschlagene zweieinhalb Stunden später, durfte ich zu meinen Pferden. Das gemietete Transportunternehmen hatte bereits alle Pferde in die LKWs umgeladen. Ich kontrollierte dennoch noch einmal ob alles richtig gemacht wurde. Anschließend stieg ich zu einem der Fahrer in den Wagen. Mit dem Herrn Eriksson hatte ich bereits im Vorfeld telefoniert. Es war erfrischend, dass er noch Deutsch mit mir sprach, da mein Schwedisch noch sehr eingerostet war, wenn ich es vor ein paar Monaten auch noch relativ gut konnte.
      Eine dreiviertel Stunde fuhren wir bis zum Tor meines Traumanwesens. Ich kramte meine Fernbedienung aus der Handtasche und drückte auf das kleine, weiße Schlüsselsymbol. Daraufhin öffnete sich das schwarze Metalltor augenblicklich und die Transporter fuhren durch zum Parkplatz. Hier begann ich die Pferde auszuladen. Von hier ging es für die Pferde, natürlich nachdem Decken und Gamaschen abgenommen wurden, auf die flachen, weiten Weiden des DVTS.
      Ich verabschiedete mich anschließend bei Nils Eriksson und ging in meine neuen Ställe. Die Boxen mussten gut verteilt und beschriftet werden. Anschließend ging ich das Anwesen ab. Abgesehen von den traumhaften Stallungen und Weiden fand man auf dem Den Vacker Trakehner Stud alles was das Herz eines Pferdemenschen begehrte: Ausreitwege, Paddocks, ein tolles Hauptgebäude mit Stüberl, Dressurarena, Springhalle, Dressurviereck, Springplatz, Roundpen, Geländestrecken, Schrittmaschine, Laufband, ein Solarium unter welchem während meines Rundganges It's Showtime gerade massiert wurde, und sogar eine kleine Grasrennbahn. Es war traumhaft.
      Als die Sonne unterging saß ich im Gras der Stutenkoppel und beobachtete Vina neben mir, wie sie genüsslich einige Halme ausriss und die Büschel herunterschlang. Als könnte sie meine Gedanken lesen blickte sie kurz zu mir hoch, beäugte mich mit ihren braunen Ponyaugen und schnaubte glücklich. Hach, was für ein wunderbarer Ort für Pferd und Reiter.
    • Sosox3
      Trainingsbericht
      Oktober 2016
      Galopptraining A-L
      Oktober 2016

      Obwohl mir die Kälte des heutigen Tag absolut zusetzte musste ich zwangsläufig früh aus dem Bett. Noch verschlafen zog ich mir meine Jacke über und schlüpfte in meine Reithose. Noch schnell die Stiefel angezogen, schon stand ich im Stall. Master Of Gold spitzte sofort neugierig die Öhrchen und streckte seinen Kopf aus seiner Box. Er beäugte mich neugierig während ich durch grinsend durch die Stallgasse ging. Als ich mit der Schubkarre, voll beladen mit Heu, vorfuhr schaute Master noch immer aus seiner Box. Er war ein wirklich intelligentes Pferd mit einer absolut genauen inneren Uhr. Heute schien er aber wirklich hungrig zu sein, weshalb er als erster seine morgendliche Ration bekam. Er sollte anschließend dann auch als erster gearbeitet werden. Der nächste im Bunde war Batman's Rendezvous, der heute noch entspannt döste, als ich seine Box öffnete. ,,Guter Junge.",sagte ich dann und tätschelte ihn am Hals als er versuchte der ganzen Sache Begeisterung abzugewinnen.
      Nachdem ich auch alle übrigen Pferde mit ihrem Heu verpflegt hatte ging ich in die Sattelkammer und putzte Masters Trense. Dann wischte ich noch schnell über den Sattel und hängte die beiden Dinge über meinen Transportcaddy, wie ich diesen zu nennen pflegte. Darauf stellte ich auch Masters große, schwarze Putzbox. Anschließend suchte ich mir noch eine hübsche Schabracke aus und nahm Masters Hartschalengamaschen, welche ich samt Hufglocken ebenfalls auf den Caddy legte.
      Dann ging ich damit wieder in die Stallgasse, wo ich mein Zeug neben Masters Box abstellte. Daraufhin ging ich zu ihm hinein und nahm seine Stalldecke herunter. Damit er allerdings nicht frieren musste warf ich ihm seine Abschwitzdecke über und halfterte ihn anschließend. ,,Komm.",sagte ich und er folgte mir brav in die Stallgasse, wo ich ihn links und rechts anband und begann ihn zu putzen.
      Anschließend stattete ich ihn mit seinem Springzubehör aus und zog meine Reithandschuhe und meinen Reithelm an. Dann nahm ich noch schnell meinen Springstock und ging mit meinem großen Braunen in die Springhalle, wo ich aufstieg und ihn erstmal im Schritt warm ritt.
      Diesen Trainingsmonat sollte er sicher einen M-Springparcours gehen können und dann offiziell auf dieser Leistungsklasse stehen. Die Höhe war absolut kein Problem für ihn. Doch die Weite und Technik war noch nicht perfekt. Bei der Weite verkalkulierte sich der Hengst immer wieder und auch mit der Distanz haderte es. Obwohl ich ein gutes Auge hatte war es für Master teilweise unmöglich richtig weg zu springen. Er sah die Distanz nämlich überhaupt nicht und vertraute mir je höher es wurde immer weniger. Eher ergriff er Eigeninitiative und sprang dann teilweise ins Hindernis oder viel zu hoch darüber hinweg.
      Zum Aufwärmen trabte ich ihn dann ein wenig vorwärts abwärts und ließ ihn erst locker galoppieren, während ich in den leichten Sitz ging. Dann nahmen wir drei mal ein kleines Kreuz und dann eine kleine Kombination aus Oxern der Klasse E.
      Erst dann ging es langsam ans Eingemachte. Drei L-Hindernisse ließ ich ihn in Folge springen ehe ich mich dann an niedrige M Höhe herantastete. Erst klappte alles gut doch als es dann breiter wurde ließ sich Master erneut schwer taxieren. Ich hatte wirklich hart zu arbeiten. Dennoch verlief das Training anschließend sehr gut und Master mauserte sich.
      Zu guter letzt ging ich am Platz etwas mit ihm Schritt ehe ich abstieg und ihn anschließend auf die Weide stellte.
      Batman nahm ich dann im fliegenden Wechsel auch gleich von der Koppel mit. Wie immer war er absolut eingesaut, weshalb ich eine gefühlte Ewigkeit an ihm herumputzte. Vor allem an den weißen Stellen seiner Scheckung war der Dreck sehr hartnäckig.
      Als er dann endlich fertig war stattete ich ihn mit seinem Springsattel und Gamaschen aus. Dann trenste ich ihn und ging mit ihm auf dem Viereck Schritt. Anschließend ging es auf die Rennbahn wo ich an Batmans Ausdauer und Schnelligkeit arbeitete. Er sollte am Ende des Monats auf Klasse L in Sachen Galopp stehen, was eine gute Basis für zukünftige Warmblutrennen darstellen sollte, was meinem Allrounder absolut lag und Spaß machte.
      Am Ende des Tages war ich absolut zufrieden mit meinen beiden Pferden und am Monatsende konnte ich guten Gewissens sagen, dass das Trainingsziel bei Beiden ausreichend erfüllt war.
    • Sosox3
      Pflegebericht
      Februar 2017
      Graue Stunden
      1. Februar 2017

      Die beißende Kälte hatte mittlerweile die Mauern meiner Schützenden Behausung durchdrungen und nagte nun einmal mehr an mir als ich um halb fünf Uhr morgens aus meinem Bett stieg. Ich hüllte mich in eine dicke Wollweste und ging die Treppen des Haupthauses hinunter. Nie hätte ich gedacht, dass mir Kälte so viel ausmachen würde; war ich doch immer ein sehr unempfindlicher Mensch diesbezüglich gewesen. Doch dies war auch der erste Winter im neuen Heim, der erste Winter in Schweden, den ich miterlebte. Doch es lang nicht an den eisigen Temperaturen, dass ich die ganze Nacht nicht schlafen konnte. Während ich mir den Kamin einheizte versank ich dann endgültig in Gedanken. Meine Sorgen kamen wie schon so oft von meinem Deo Volente. Der Rappe brachte mich nun seit über drei Jahren regelmäßig auf die Palme, oder eher hinaus ins Universum. Schon als ich ihn bekam wusste ich, was ich mir da aufhalste. Er war absolut kein leichtes Pferd. Wofür andere zwei Wochen brauchten brauchte Deo vier. Einfach und alleine schon aus dem Grund, dass er einfach nicht mitarbeiten wollte. Andere Pferde taten sich schwer und der Trainingserfolg verzögerte sich deswegen. Bei Deo war es schlicht und ergreifend einfach sein Sturschädel, der jede noch so kurze Trainingseinheit mit ihm zu einer nervenaufreibenden Sache machte, die nicht selten mit meinem Unfreiwilligem Abstieg endete. Nein, an Deos Potential lag es nicht. Davon hatte er genug und dies war einer der Gründe dafür, dass ich einer Freundin vor kurzem erzählt hatte, dass ich überlege den rabenschwarzen Wildfang zu verkaufen und genau diese Freundin hatte sich vor einigen Tagen bei mir gemeldet und ihr Interesse bekundet.
      Seufzend saß ich beinahe eine Stunde vor meinem Kamin und starrte in die Decke. Es war so traurig. Aber es würde wohl das Beste für ihn sein. Hier auf dem DVTS würde er nicht weiter kommen. Er würde praktisch verstauben weil ich mich immer vor dem Training mit ihm drückte und Anastasia wollte ich das nicht antun. So hart dies klang. Es war einfach zu gefährlich und ich wollte nicht die Verantwortung dafür übernehmen, wenn mein Rappe seine fünf Minuten bekam und sie dabei verletze.
      Hustend verließ ich dann meinen bequemen Sessel, zog mich schnell um und ging in den Stall um die Pferde zu verpflegen. Als ich die Stallgasse betrat beäugte mich auch schon meine Hummels Enterprise. Sie schien nichts dagegen zu haben heute schon etwas früher an ihr Heu zu kommen. Sie zauberte mir ein kleines Lächeln auf die Lippen und ebenso taten es Dempsey, Vaconda und Christmas Joy, die ihre Hälse nun ebenfalls neugierig in die Höhe ragten. Ich schlenderte also hinüber zur Futterkammer und ging dann bewaffnet mit Scheibtruhe, Heugabel und Heu die Boxen ab. Dabei begann ich bei Take my Hand und Takada. Die letzte war Dreaming Of Better Days, die sich am gelassensten gab und am wenigsten Hunger klagte.
      Anschließend verschlug mich meine Morgenmotivation, oder wohl eher mein Ablenkungsritus, in die Sattelkammer, wo ich beschloss, dass es an der Zeit war neue Schabracken unter die Sättel zu geben. Mein Neuling Roommate zum Beispiel hatte noch nicht mal eine. Dies änderte sich nun. It's Showtime stieg von Dunkelblau auf Weinrot um, Batman's Rendezvous von Grün auf Beige, Master Of Gold von Weiß auf Schwarz und N'oubliez Jamais von Hellblau auf Pastellgelb. Danach putzte ich noch eine knappe halbe Stunde die Trensen meiner Spitzenhengste Seattle's GT'aime und Costa de la Bryére.
      Als dies auch vollbracht war brachte ich meinen Party Shaker zusammen mit Waldjunge raus aufs Paddock. Ich sah den Beiden anschließend kurz zu und brachte dann Romulus, Sir Donnerhall, Wastl, Nephilim und Vina auf die Weide. Ihnen folgten Scarlet Sun, Pinochio, Sookie, Birdcatcher, Black Pearl, Herbstblüte, Donella, Golden Eye, Angels Kiss und I've got the moves like Jagger.
      Dies lenkte mich eine Zeit lang ab. Inzwischen waren auch meine Mitarbeiter schon auf den Beinen und freuten sich einen Kaffee länger genießen zu dürfen, da ich die Pferde ja schon auf die Koppeln gebracht hatte. Nur Anastasia traf ich in der Stallgasse an. Sie hielt ihren Reitplan in den Händen und grübelte ob sie nun mit Only Known in Texas oder Simple Little Melody beginnen sollte. Ich grüßte sie nett und ging holte Hollywood King Guns Putzzeug. Diesen putzte ich ausgiebig und schmuste ein wenig mit ihm. Ich hatte ihn leider noch nicht sehr lange aber jeder Tag mit ihm brachte mir eine Menge an Glücksgefühlen. So auch heute.
      Nachdem ich Husky, wie wir ihn zu nennen pflegten, in der Halle gearbeitet hatte ging es für mich am heutigen Tage zu den Jungpferden. Chestnut und VK Gunna Whiz trainierte ich momentan gerade für das bevorstehende Anreiten. Sie machten sich sehr gut, weshalb ich diesem sehr positiv entgegenblickte.
      Leider war der Tag nun noch immer nicht vorbei und meine Trauer um den bevorstehenden Abschied, welcher unausweichlich immer näher kam, drohte überzuschwappen. Deshalb beschloss ich nun zur Koppel meiner Zuchtstuten zu gehen, da mich der Anblick dieser mit ihren Fohlen immer und immer wieder glücklich machte. Bereits auf dem Weg dorthin sah ich Caddylack, Capri, Bambina und Backfett durch den hohen Schnee toben und fühlte mich ein klein wenig besser. Dann sah ich sie endlich. HGT's Nightmare trabte gerade mit aufgestellter Schweifrübe den Trampelweg entlang, der sich im Laufe der letzten schneelosen Tage gebildet hatte. Neben ihr im vollen Galopp DVTS' Colour the Nightsky; mein erstgeborenes Zuchtfohlen. Die Kleine musterte sich immer mehr, wenn sie auch noch etwas tollpatschig war. Sie hing sehr an ihrer Mutter, konnte jedoch mittlerweile auch schon damit umgehen von ihr getrennt zu sein, wenn ich Nighti etwas arbeitete. Sie stand dann immer mit Vintage Gold und deren Fohlen DVTS' Cascadeur de la Vie zusammen. Winterzauber und ihr Fohlen grenzen sich immer ein wenig von der kleinen Herde ab, standen interessanterweise konstant alleine immer zehn bis fünfzehn Meter entfernt. DVTS' Seattle's Wintertime war trotzdem ein sehr soziales Fohlen. Bloß ihre Mama schien keine Lust auf den Trubel zu haben.
      Am Abend erreichte mich dann der erwartete Anruf. Meine Freundin fragte nach, wie es denn mit Deo aussah und ich willigte schweren Herzens ein. Nachdem ich den Hörer zur Seite gelegt hatte ging ich noch ein letztes Mal für den heutigen Tag in den Stall. Deo Volente stand nichtsahnend in seiner Box. Wie gewohnt begann er zu Scharren als er mich kommen hörte und erwartete, dass ich ihm einen Leckerbissen mitgebracht hätte. Meist war dem allerdings nicht so und Deo ließ mit seiner lästigen Angewohnheit nicht locker. Diesmal allerdings hatte er Glück: Ich hatte ihm extra einen halben Kilo Möhren mitgebracht. Diese nahm er gerne an.
      Nachdem ich meinen Rappen anschließend ein wenig geputzt hatte kamen mir dann endgültig die Tränen. Ich wusste, dass er es gut haben würde doch leicht würde es wohl nie werden ein Pferd zu verkaufen, das man schon so lange besaß wie ich Deo.
    • Sosox3
      Trainingsbericht
      April 2017
      Springtraining
      April / A->L

      Dieser Monat stand für drei meiner Hengste ganz im Zeichen des Sprungs. Der Sprünge, um genau zu sein; zahlreich und hoch - höher - weiter.
      Master Of Gold wurde von der Klasse S* auf S** trainiert. Der riesige Hengst tat sich dabei extrem leicht und schwebte schwerelos wie eine Feder von Sprung zu Sprung. Die Höhe war für ihn kein Problem. Für mich jedoch waren aufgrund seiner Größe Kombinationen der Horror. Nicht weil er bei diesen nicht abspringen würde - das tat Goldy, wie ich ihn immer nannte, immer, wenn ich daran zurück denke wie er am Anfang des Monats wegen mir die falsche Distanz erwischte und zwei Oxer beinahe vollständig mitnahm, was unschöne Naben ergab. Das Problem an Kombinationen lag bei Master darin, dass er, wo andere Pferde zwei, wenn nicht drei Galoppsprünge benötigten, mit einem Großen durch kam. Anfangs versuchte ich noch ihn wenigstens zu zwei zu zwingen, doch es endete nur wieder damit, dass die Stange fiel, wenn er sich auch noch so übersprang um das Ganze irgendwie auszugleichen - mittlerweile ritt ich große, weite Galoppsprünge, da er ohnehin genug Vermögen hatte die S**-Höhe so zu nehmen.
      Batman's Rendezvous wurde diesen April von A nach L trainiert. Er zeigte wie immer Freude am Lernen und machte stetig Fortschritte. Er hatte dabei weder große Schwächen noch Stärken. Er tat es einfach immer einigermaßen solide und erledigte seine Aufgabe.
      Der Dritte im Bunde war Party Shaker, der es diesen Monat auf M schaffen sollte. Bei ihm machte mir der Beritt diesen Monat am Meisten Spaß, da er die meiste Entwicklung zeigte und die lustigsten Trainingsmethoden abbekam um sich zu verbessern. Für mich lustig - für ihn wohl eher anstrengend aber überaus effizient.
    • Sosox3
      Hufschmiedbericht
      Mai 2017
      Hufschmiedbesuch
      Mai 2017 - by Arktiswolf

      Das `Sauwetter´ hatte sich endlich verzogen als der grüne Sprinter durch eine Hofeinfahrt holperte und mit leicht quietschenden Reifen zum stehen kam.
      Malte atmete einmal tief ein und aus und streckte sich kurz nach dieser längeren Fahrt.
      Bis vor ein paar Minuten kam ein Regenschauer nach dem Anderem vom Wolkenverhangenen Himmel zur Erde und durchnässte Flora und Fauna.
      Der Weg hier her nach Schweden war mit einer der weitesten die Malte je gefahren war. Aber er konnte es sich nicht mehr anders vorstellen. In diesem Teil seines Berufes kam er so viel herum und kam in den Genuss so viel neues zu sehen.
      Heute besuchte der Schmied Bracelet und ihren Hof um drei ihrer Pferde zu behandeln. Es war zwar nur eine simple Grundbetreuung der Hufe, aber das spielte keine Rolle. Er kam weil die Leute ihm vertrauten und seine Dienste gerne in Anspruch nahmen.
      Während der Schmied aus dem Wagen stieg und schon einmal die Ladetüren öffnete, kam eine Frau vom gegenüberliegendem Gebäude auf ihn zu. Es war die Haus- und Hofbesitzerin Bracelet die sich dem Mann kurz darauf vorstellte.
      Nach einem kleinem Wortwechsel ging Bracelet los um das erste Pferd zu holen und Malte zog sich seine Schmiedeschürze über.
      Der erste Kandidat war der Trakehnerhengst Batman's Rendezvous, Ein gescheckter Fuchs von beachtlicher Größe.
      Neugierig beäugte der Hengst den fremden Mann und schnupperte aufgeregt an dessen Hand. Auch lies er sich von dem Schmied den Hals tätscheln und über die Stirn streichen, woraufhin Batman's Rendezvous dem Mann seinen großen Schädel an die Schulter stieß um noch mehr zu bekommen.
      Nachdem Hengst und Schmied sich einander vorgestellt hatten, musste das große Pferd einmal vorlaufen damit Malte sich einen Blick über dessen Hufe verschaffen konnte.
      Wieder bei dem Platz angekommen, wurde Batman's Rendezvous an einem Anbindering gebunden und Malte begann mit seiner Arbeit.
      Man merkte das der Hengst Schmiede kannte, denn er verhielt sich ruhig und mustergültig. Ab und an sah er sich nur neugierig um soweit es das Anbindeseil zu ließ.
      Ein Huf nach dem Anderen bearbeitete der Schmied indem er Unebenheiten mit der Zange wegschnitt wenn sie zu groß waren oder die Raspel einsetzte. Das angeraute Horn wurde danach mit der Feile sauber abgeschmirgelt und der Tragrand korrigiert.
      Sohle und Strahl wurden nur soweit beschnitten wie es Notwendig war.
      Als Malte letztendlich fertig war, durfte der große Hengst noch einmal auf und ab gehen während Malte seine Arbeit kontrollierte. Zufrieden nickte der Man und Bracelet konnte das Tier wieder weg bringen um den Nächsten zu holen.
      Ein Rappschecke namens Party Shaker war als Nächstes an der Reihe. Nicht ganz so groß wie der erste Hengst, aber nicht weniger hübsch. Besonders sein ungewöhnliches Kopfabzeichen fiel Malte gleich als erstes auf.
      Auch dieser Hengst zeigte sich brav und äußerst neugierig. Wie zuvor schon bei Batman´s Rendezvous, lies der Schmied auch dieses Pferd erst einmal an sich schnuppern. Die Schüre wurde ausgiebig inspiziert und erst als die frechen Pferdelippen an den Griffen der Feile herumspielten, liest Malte das Tier anbinden und begann dessen Hufe zu bearbeiten. Er hatte schon beim vorführen gesehen das da nicht viel zu machen sein würde. Dennoch kontrollierte er jeden Huf sorgsam und beschnitt das Horn bis er damit zufrieden war. Beim abraspeln zappelte der Hengst ein wenig mit dem Huf herum. Aber wohl eher weil ihm langweilig wurde als das es ihm irgendwie unangenehm war.
      Dadurch das das Tier so angenehm brav war, wurde Malte auch zügig fertig.
      Nach einem kurzem Probelauf war auch dieser Hengst entlassen.
      Sir Donnerhall kam als letzter dran. Ein Hannoveranerhengst welcher auch sogleich einmal auf und ab gehen durfte. Neugierig spitze der Braune die Ohren und sah zwischendurch zu der ihm unbekannten Person.
      Auch er durfte dann einmal ausgiebig zur Begrüßung herum schnobbern um seine Neugier zu befriedigen. Er hatte einen gutmütigen Blick und Malte ein gutes Gefühl das es auch hier problemlos voran gehen würde.
      So war es dann auch als der Schmied loslegte. Sir Donnerhall gab artig die Hufe und verhielt sich wie ein Profi als die Hufe ausgeschnitten wurden und das Horn abgetragen. Das Einzige was zwischendurch vorkam war, dass Malte das Gewicht des Hengstes an seiner Schulter spürte wenn dieser sich mal bequem abstützen wollte. Dann aber zupfte Bracelet kurz am Halfter und der Hengst stellte sich wieder vernünftig auf die restlichen drei Beine.
      Auch hier musste das Tier zum Abschluss einmal den Laufsteg-Hengst mimen ehe Malte ihn zufrieden absegnen konnte.
      Der Hufschmied packte seine Sachen zusammen während die Besitzerin das Pferd wegbrachte und als sie wieder kamen unterhielten sie sich noch kurz miteinander. Dann trennten sich ihre Wege und Malte setzte sich in seinen Lieferwagen um zu einem nächsten Kunden zu fahren.
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  • Album:
    Roanoak Stables
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    Sosox3
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    1 Dez. 2019
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  • Batman's Rendezvous
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯

    Abstammung

    Von Unbekannt
    Von unbekannt Aus der unbekannt

    Aus der Unbekannt
    Von unbekannt Aus der unbekannt

    Exterieur

    Trakehner
    04.09.2014 | Hengst| 180cm

    Chestnut Tobiano| Fuchsschecke
    ee aa nTo

    Interieur

    Batman's Rendevouz. Ein interessant gefärbter Hengst, der, abgesehen von seinem beeindruckendem Erscheinungsbild, auch durch seine schönen Gänge besticht und wunderbar zu reiten ist.
    Was seinen Charakter betrifft könnte man sich nichts auf der Welt mehr wünschen. Er ist ein sehr braves, liebes und freundliches Pferd, welches es liebt gestreichelt zu werden. Ebenso gerne lernt er neue Dinge und ist allem gegenüber aufgeschlossen und neugierig.

    Besitzer: Nathan Scott (26)
    Züchter: unbekannt

    VKR/Ersteller: Nuray
    Kaufpreis: 200 Joellen

    Karriere
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    Platzierungen
    3/1/4
    Trainingsstatus inaktiv
    Registriert in -

    Dressur E A
    Springen E A L M
    Military E A L

    Distanz E A L M
    Rennen E
    Western E A L M S
    Fahren E A L M



    Klasse E

    331. Springturnier, 3. Platz
    315. Westernturnier, 1. Platz
    320. Warmblutrennen, 1. Platz
    233. Militaryturnier, 2. Platz
    259. Fahrturnier, 3. Platz
    345. Dressurturnier, 3. Platz
    331. Westernturnier, 3. Platz
    276. Fahrturniers, 1. Platz


    Inoffiziell
    -

    Zuchtverband
    -
    Zuchtinformation
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    HK 489

    Zuchtverfügbarkeit [​IMG] Offen [​IMG]
    Zuchtbedingungen:
    Nur offen für deutsche Sportpferde
    Stuten müssen mind. im L Dressur o. Springen platziert erreicht haben
    Name des Fohlens muss bei Hengstfohlen den Anfangsbuchstaben des Vaters erhalten
    Decktaxe: -

    Nachkommen:
    1.
    2.
    3.
    4.
    5.

    Zuchtpotenzial:
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