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Eddi

Batida de Coco

Shetlandpony ♀

Batida de Coco
Eddi, 8 Dez. 2020
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      Ehemalige Berichte
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      Ankunft
      05. Oktober 2016
      „Aaaah, wer hat Eddi nur das Wlan-Passwort gegeben!“, jammerte Alexa theatralisch auf und fing an zu lachen. Auch Tami und Tassilo stimmten in das Gelächter mit ein und ich verdrehte nur grinsend die Augen. „Also ich habe die ja nun nicht am gleichen Tag gekauft! Und es war Zufall!“, versuchte ich mich zu verteidigen, aber das war wohl zwecklos, nachdem ich die Ankunft von fünf neuen Pferden angekündigt hatte. Meiner Meinung nach konnte man ja davon zwei zusammenfassen, also nur vier Pferde.
      Alexa mischte fröhlich das Futter für die Turnierpferde, während ich die Eimer für unseren Nachwuchs vorbereitete. „Ich bin gespannt“, meinte sie ehrlich und lächelte mich an. „Neue Pferde sind gut, die bringen Abwechslung rein – nicht, dass uns noch langweilig wird!“, lachte sie fröhlich und entschwand dann mit der Schubkarre voller Eimer. Ich tat es ihr einige Minuten später gleich und schon bald waren alle Pferde gefüttert.
      Danach fanden wir uns alle erst einmal im Esszimmer am Frühstückstisch ein, denn die Pferde waren versorgt und standen nun auf den Weiden. Tassilo blickte stirnrunzelnd aus dem Fenster. Der Himmel war grau und bewölkt, es sah sehr nach Regen aus. „Vielleicht haben wir Glück und es regnet nicht den ganzen Tag“, warf Tami ein, unsere kleine Optimistin.
      Ja, der Herbst war offiziell da und mit ihm die wundervollen Regentage. An sich machte uns das kaum etwas aus. Dann kamen die Pferde mit Regendecke auf die Weide und das Training wurde zum großen Teil in die Halle verlegt. Mehr machte es uns nicht aus, wir waren alle stets bestens auf das Matschwetter vorbereitet.
      „Ok, nun erzähl mal wer alles kommt!“, meinte Tassilo neugierig und schon wurde ich von drei Seiten erwartungsvoll angeschaut. „Äääh“, murmelte ich nur, denn ich wusste gar nicht wo ich anfangen sollten. „Okay. Mein Favorit ist Sarabi. Eine Trakehnerstute mit traumhafter Abstammung. Leider noch recht jung, aber das ideale Gegenstück für Cover the Sun. Ein Fohlen aus den beiden wird der Burner“, stellte ich Pferd Nummer eins vor und alle spitzten die Ohren, denn so eine Trakehnerstute ließ sich niemand entgehen.
      „Pferd Nummer zwei ist eigentlich Nummer eins gewesen: Shattered Glass. Eine Paint Horse Stute. Jaaa, keine Ahnung was mich geritten hat, aber ich liebe sie“, erklärte ich entschuldigend. „Und dann ziehen Batida de Coco und Polka Dot ein. Zwei Shettys!“ – und ich hatte das Gefühl meinem Team fiel gleichzeitig die Kinnlade herunter…
      „Ich dachte für unseren Kinderreitunterricht wären sie toll und stellt euch die beiden mal an der Kutsche vor!“, guut, dieser Kauf war vielleicht nicht der klügste gewesen, aber ich bereute es nicht. Trotzdem machte ich schnell weiter. „Letzte ist Lila Wolken. War schon einmal in meinem Besitz und ist es deshalb jetzt wieder. Ich habe sie als Schulpferd eingeplant, ich denke da wird sie uns gute Dienste erweisen“, ihre Rasse verschwieg ich geflissentlich, denn niemand hier mochte Isländer.
      Der Tag verlief ganz normal, bis ich mit Tassilo losfuhr, um die ersten beiden Pferde persönlich abzuholen. Es ging zu Occulta Smith, wo wir Sarabi und Lila Wolken abholen würden. Beide Pferde stammten aus ihrer Zucht und ich war mehr als dankbar, dass ich beide nun mein Eigen nennen durfte.
      „Guter Kauf“, meinte er knapp, lobte mich dann aber besonders für Sarabi. Beide Pferde hatten sich problemlos aufladen lassen und so waren wir schon schnell wieder auf dem Heimweg. Dort wurde insbesondere Sarabi schon sehnsüchtig erwartet. „Awr, die ist schön!“, quietschte Tami begeistert, als wir die Stute ausluden, weshalb ich sie ihr auch direkt in die Hand drückte.
      Auch Lila Wolken bekam allerhand Komplimente, besonders in Richtung „Also für einen Isländer ist sie echt toll!“. Ach, mein Team war schon liebreizend. Beide Stuten durften für heute jeweils auf einen der größeren Paddocks, um erst einmal anzukommen. Bei der Eingliederung in die Herden wollte ich mir Zeit lassen.
      Die beiden kleinen Ponys würden gebracht werden, so dass es nun für mich Warten hieß, beziehungsweise konnte ich in der Zeit gut meine Büroarbeit erledigen. Und dann kamen sie: Polka Dot und Batida de Coco. Beide mehr als süß und beide sofort geliebt und umtüddelt von meinem Team.
      „Ja ja, aber erst grummeln“, lachte ich und überließ die beiden kleinen Stuten meinen Mädels, die waren nämlich total hin und weg. Nun fehlte also nur noch Shattered Glass. Laut Verena O’Connor sollte sie bald samt Pfleger hier eintreffen und tatsächlich: Eine halbe Stunde später als erwartet kamen sie.
      Alle betrachteten die Porzellanschecke neugierig und schienen sichtlich begeistert. „Zwar ein Westernpferd, aber ein tolles!“, rief Alexa fröhlich und lobte mich für den Kauf. „Solltest öfters das Wlan nutzen dürfen“, neckte sie mich fröhlich und ich verdrehte nur erneut die Augen, ehe ich sie lachend in die Seite knuffte. „Für die nächsten Jahre reichen die aber erstmal!“, meinte ich warnend (an mich selbst).
    • Eddi
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      Mission Ponys
      27. Oktober 2016
      „Alexa und ich haben Neuigkeiten!“, begann ich übermotiviert die Teambesprechung am frühen Morgen bei viel Kaffee und etwas wenig Essbarem. Alexa schaute begeistert zu mir herüber, während die andere Seite des Tisches verzweifelt Blicke schaute. Tami, die einfach nur wie eingeschüchtert dasaß und innerlich nach Hilfe zu rufen schien und Tassilo, der gentleman-like die Augen verdrehte und aufstöhnte.
      „Nun hört es euch erstmal an“, echauffierte Alexa sich, stand auf und zückte hinter der Tür in Flipchart Board hervor. Zugegebenermaßen: Das kugelige Weidebauchpferd mit den vier Stelzen unten dran, die die Beine darstellen sollten, sah nicht besonders überzeugend aus. Aber es war Alexa, sie würde schon was daraus machen.
      Und innerhalb von zehn Minuten stellte sie den anderen beiden unsere Idee der Reitvorschule vor. Gedacht für Kinder von drei bis sechs Jahren, wo sie erst einmal alles über den richtigen Umgang und die Pflege des Pferdes lernen würden – bis hin zum ersten Reitunterricht. So wollten wir sie ideal auf das spätere Leben mit Pferden vorbereiten und sie zugleich nicht überfordern.
      Da sowohl Alexa als auch ich bereits im sozialpädagogischen Bereich gearbeitet hatten, waren wir dahingehend bestens informiert und motiviert. So wurden Tami und Tassilo mit vielen Fremdwörtern beworfen, die meist aber einfach nur gut klangen…
      Tami hatten wir übrigens schnell überredet und sie schwärmte schon von dem Unterricht mit den kleinen Kindern. Tassilo erklärte sich einverstanden, wenn er so wenig wie möglich damit zu tun haben würde. Damit hatten wir kein Problem, immerhin musste jemand sich ja auch noch um den Rest kümmern.
      „Und wo ist der Haken?“, fragte er misstrauisch. Als Antwort erhielt er ein breites Grinsen von Alexa und mir. „Wirst du heute Mittag sehen!“, meinten wir fröhlich und wandten und damit noch anderen Themen zu, wie die heutige Aufteilung der Pferde und andere organisatorische Dinge.

      Pünktlich zum Mittag waren wir alle auf dem Hof versammelt und da kam auch schon der große Transporter. Ich begrüßte den Fahrer herzlich, unterschrieb schnell alle Formulare und bekam dann die Papiere ausgehändigt.
      Tami und Alexa waren schon in Richtung Hänger unterwegs und Tassilo sah so aus, als ob er am liebsten weinen würde. „Und was ist es diesmal? Mmh, warte, was fehlt uns noch? Ja! Was Spanisches! Wie wäre es mit Andalusier oder Lusitano?“, philosophierte er vor sich hin und bekam so gar nicht mit, wer plötzlich vor ihm stand.
      „Oh Gott!“, quietschte er fast wie ein Mädchen, als die beiden Shetty-Hengste ihn neugierig beschnupperten. „Das sind Erutan Wishes und What does the Fox say“, stellte ich die beiden vor. Besonders von zweiterem war Tami total begeistert, immerhin war er nach ihrem Lieblingslied benannt.
      Die beiden Hengste durfte erst einmal zusammen auf den großen Platz und sich kennenlernen, ehe sie auf eine kleinere Weide kamen. Ich überlegte sowieso noch, mit wem ich sie zusammenstellte. Wegen ihrer Größe waren sie ja doch etwas speziell.
      Nun hatte ich aber vier tolle Ponys für meine Reitvorschule: Erutan Wishes, What does the Fox say, Batida de Coco und Polka Dot. Alle vier neugierig und offen, aber zugleich auch freundlich. Gut, bei den Hengsten würden wir noch etwas Arbeit investieren müssen, aber keine Herausforderungen wären auch langweilig gewesen.
      Stattdessen plante ich nun schon langsam die ganzen Werbeslogans. Am besten wir druckten Tassilo mit drauf, das kam dann am überzeugendsten! Aber nun konnte Mission Ponys wirklich losgehen!
    • Eddi
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      Weihnachtsfeier
      24. Dezember 2016
      Heute war ich schon seit fünf Uhr morgens auf den Beinen und im Stall unterwegs. Unser großes Weihnachtsfest stand an und obwohl wir schon alle Vorbereitungen auf die letzten Tage geschoben hatten, gab es heute noch einiges zu tun. Nebenbei mussten natürlich auch unsere Pferde versorgt werden, weshalb mein Team ausnahmsweise auch schon eher in den Tag startete.
      Nach der Fütterung widmeten wir uns direkt dem Misten, ehe dann schon die ersten Leute eintrafen. Wir veranstalteten ein kleines Turnier, sowieso eine Quadrille und einige Showeinlagen. Deshalb kamen auch einige Leute von außerhalb, welche sich bei uns einquartierten. Das Organisatorische hierfür übernahm Alexa und wies alle Neuankömmlinge ein. Sie hatte auch direkt ein Blatt gemacht, wo alle wichtigen Informationen und Regelungen standen – sehr gut mitgedacht.
      Ich kümmerte mich hingegen um unsere Schüler, welche heute auch dabei sein würden. Diese waren natürlich wesentlich aufgeregter als die alten Hasen, die schon oft bei Turnieren und Shows mitgemacht hatten. Mila und Jilly, zwei unserer jüngsten, würden heute eine kleine Vorstellung mit den beiden Shettystuten machen. Deshalb waren sie schon tatkräftig bei Batida de Coco und Polka Dot am Werk, um die beiden einzuflechten.
      Tami kümmerte sich um die Pferde für das Ponyreiten. Dafür hatte sie ihre arme Schwester mit angeschleppt und die beiden machten gerade Lila Wolken und Shattered Glass fertig. Ponyreiten war eventuell übertrieben oder falsch ausgedrückt. Aber wir gaben Kindern gerne die Chance, sich für einen kleinen Spaziergang um das Gestüt in den Sattel zu schwingen.
      Dafür nahmen wir natürlich unsere liebsten Pferde und ehrlich gesagt hatten wir heute gar nicht so viel Auswahl, da viele Pferde bei dem Turnier oder der Quadrille teilnahmen. Raunchy’s Limited, Feuervogel und He’s called Trüffel liefen alle drei unter vielversprechenden Reitern bei dem Turnier mit.
      Unsere Quadrille wurde nur von uns Teamleuten geritten, denn da sah ich ungern andere auf den Pferden. Mein Reittier war natürlich Pajero. Tassilo ritt Thorondor, Alexa saß auf Aristo und Tami schwang sich in den Sattel von Cover the Sun. Wir waren eine sehr bunte Truppe, aber genau das machte die Weihnachtsquadrille dann auch so lustig.
      Danach folgten die Showeinlagen und dann war auch schon das Turnier an der Reihe. Während sich unsere Zuschauer also aufteilten, konnten wir nun auch das Ponyreiten anbieten, ebenso wie kleine Kutschfahrten. Dafür liefen Erutan Wishes und What does the Fox say vor unserer kleinen Kutsche und wurden von Tassilo geführt.
      Natürlich gab es auch einige Pferde, denen ich solchen Stress noch nicht zutraute. Das war zum einen unsere junge Stute Sarabi, welche noch gar nicht lange bei uns war und deshalb heute frei hatte, weit abseits auf einer ruhigen Weide und auch Dr. Insektor blieb außen vor, denn mein Rapphengst sollte demnächst bei einer Hengstkörung antreten und konnte keine Ablenkung gebrauchen.
      Auch Dissident Aggressor ließ ich dieses Jahr außen vor. Er war der totale Liebling von allen Besuchern und deshalb auch immer argen Stress ausgesetzt. Deshalb hatte er heute schlichtweg frei und genoss das auch sichtlich auf seiner Weide.
      Der heutige Tag neigte sich dann auch alsbald dem Ende. Die Auswertung und Siegerehrung des Turnieres fand statt und als es 16 Uhr begann zu dämmern, luden wir alle noch zum großen Lagerfeuer und Punsch ein. Der Tag war zwar stressig und anstrengend gewesen, aber trotzdem schön!
    • Eddi
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      Winterroutine
      07. Februar 2017
      Wenn der Winter Einzug hielt, veränderte sich auch das Leben auf dem Gestüt. Die Turniersaison war im Herbst beendet und in den Wintermonaten gab es nur hier und da ein paar kleinere Hallenturniere. Ich nutzte diese Zeit dann gerne, um unsere Youngster an die neue Atmosphäre heranzuführen und generell auf die neue Turniersaison vorzubereiten. Das galt natürlich auch für die Turnierpferde, für welche ab Oktober meist das Wintertraining begann.
      Natürlich wurden unsere Pferde allumfassend trainiert, so dass für alle der Muskelaufbau und die Verbesserung der Techniken auf dem Plan stand. Trotz der allgemeinen Einheiten gab es aber auch diejenigen, bei welchen wir uns auf die individuellen Stärken und Schwächen unserer Pferde konzentrierten und auch deren Hauptdisziplin in den Fokus nahmen.
      Über Weihnachten und Neujahr war viel los gewesen auf dem Gestüt, immerhin musste man sich auch repräsentieren, wenn man wahrgenommen werden wollte. Bei uns war das wirklich erfolgreich gewesen und danach waren wir entspannt in das neue Jahr gerutscht. Momentan lief alles routiniert und ruhig ab, auch heute war wieder einer der Tage, an denen ich mir keine Gedanken machen brauchte.
      Mein Team war fit und motiviert, alle drei waren anwesend und bei bester Laune. Aber immerhin hatten wir auch einen wunderschönen Wintertag mit Schnee und Sonnenschein erwischt. Das war hier in Deutschland ja dann doch nicht der Normalfall für einen Winter, also musste es auch wirklich genossen werden.
      Die Pläne für heute standen und nachdem alle Pferde gefüttert waren, wurde eingedeckt und dann auf die Weiden hinausgebracht. Auch im Winter durften unsere Vierbeiner den gesamten Tag draußen verbringen und es tat ihnen sichtlich gut. Wir mühten uns dann stattdessen mit den Stallarbeiten ab und bereiteten schon alles für den Abend vor, um da dann schneller zu sein.
      Und dann ging es mit der ernsten Arbeit los. Momentan standen für mich Sarabi und Shattered Glass im Fokus. Bei den beiden Stuten nutzte ich die Wintermonate, um sie auf ihre Prämierungen vorzubereiten. Hierzu war Sarabi erst kürzlich wieder bei einer Trainerin gewesen und hatte sich im Springen fortgebildet. Die junge Stute entwickelte sich prächtig und zeigte auch auf Turnieren eine tolle Präsenz. Heute ritt Alexa sie in der Halle Dressur und feilte an den Lektionen.
      Shattered Glass ließ ich hingegen noch etwas in Ruhe, hatte sie dennoch immer im Auge. Fleißig ging auch sie hier und da auf Turniere und zeigte sich von ihrer besten Seite. Ihr Training war hingegen entspannt, da ich noch nicht recht wusste, in welche Richtung ich mit der Stute gehen wollte. Für sie stand heute ein wenig lockere Arbeit unter Tami an. Unsere Auszubildende hatte sich ja in die Scheckstute ein bisschen verliebt.
      „Bringst du sie in die Führanlage?“, fragte ich Tami, die gerade mit Shattered Glass durch die Stallgasse lief. Sie bejahte und ich drückte ihr gleich noch Teasie und Walking in the Air in die Hand, um sie mit in die Führanlage zu packen. Die beiden Scheckstuten würden sich nur eine Viertelstunde warmlaufen, aber Wita wollte ich danach noch etwas traben lassen und dann war sie für heute auch schon fertig.
      Mit zwanzig Jahren musste man es in der Wintersaison auch nicht übertreiben und meistens ging sie im Unterricht mit, so dass sie sehr gut ausgelastet war. Ich schnappte mir stattdessen heute Teasie. Schnell geputzt und gesattelt, ging es für uns beide in die Halle, wo Alexa bereits Sarabi abritt und Tami hingegen Shattered Glass warmritt.
      Wir gesellten uns dazu und ich wärmte Teasie in aller Ruhe auf. Teasie war immer vor allem eine Zuchtstute gewesen und hatte nie viel mit Turnieren am Hut gehabt. Das wollte ich ab kommenden Frühjahr aber ändern, da ich merkte, wie viel Spaß ihr das machte und sie diese Aktion auch brauchte. Also arbeiteten wir heuten an den grundlegenden Lektionen, Tempiunterschieden und Bahnfiguren.
      Teasie war für einen Araber ausgesprochen schön zu reiten und ich war wirklich zufrieden, als ich mit ihr dann fertig war und sie abritt. Im Stall durfte die verschwitzte Stute dann für ein Viertelstündchen unter das Solarium, ehe sie eingedeckt wieder auf die Schneeweide hinausdurfte. In der Zeit traf Lynn im Stall ein. Sie war die Reitbeteiligung von Lila Wolken.
      Tendenziell vergab ich keine Reitbeteiligungen, es sei denn, sie konnten etwas, was ich nicht konnte, nämlich einen Fünfgänger reiten. Lynn konnte das und umsorgte Lila Wolken schon gefühlt seit immer. Sie war sehr zuverlässig, ritt gut und hatte eine tolle Art mit Pferden umzugehen. Dementsprechend war sie bei uns stets willkommen.
      „Eddi, kurze Absprache?“, fragte Tassilo und riss mich so aus meinen Gedanken. Ich nickte nur kurz und folgte ihn raus zu der Weide unserer Youngster. Ich ahnte, worauf er hinauswollte. „Jaaa, die beiden sind diesen Winter an der Reihe. Willst du das machen?“, fragte ich ihn grinsend und Tassilo nickte begeistert. Es ging um die Junghengste HGT’s Unitato und Outlaw Torn.
      Junghengste war wohl untertrieben, denn beide waren nun eigentlich schon erwachsen, aber für mich waren sie immer noch Babys. Nichtsdestotrotz stand für sie diesen Winter das Einreiten an und ich wusste, dass Tassilo indirekt darauf brannte, die beiden selbst auszubilden. Ich vertraute ihm da und überließ ihm meine beiden Schätze. Es wurde auch langsam echt Zeit für die zwei.
      Paddington und Amadahy hatten da noch ein Jahr Zeit, würden dieses dann aber auch schon anlongiert werden und vom Boden aus in aller Ruhe vorbereitet werden. Das ersparte dann später viele Mühen. Fraglich für mich war hingegen Korah. Sie wurde dieses Jahr bereits vier, nur konnte ich sie noch gar nicht einschätzen, ob sie noch etwas brauchte oder bereit war. Ich würde wohl bis zum Frühjahr warten, ehe eine Entscheidung gefällt wurde.
      Calimero II war da auch so ein fraglicher Kandidat, aber auch ihm ließ ich noch ein wenig Zeit. Stattdessen widmete ich mich lieber noch den großen Sportponys. Raunchy’s Limited wurde gerade von Alexa geritten und Feuervogel hatte heute frei. Schon öfters war ich gefragt wurden, wann ich denn ein Fohlen aus beiden ziehen wöllte, aber ehrlich gesagt, wusste ich das noch nicht. Vielleicht nächstes Jahr.
      „Acariya wird auch vier“, meinte Tami mahnend, als sie einen Blick über meine Schulter warf und die Liste durchlas. Kurz wollte ich ihr widersprechen, dann rechnete ich aber nach und seufzte. „Ja stimmt“, murmelte ich nur und schrieb sie auch zu den Vierjährigen. Wenigstens hatten Maelis und Herbstmond noch Zeit!
      Die jüngeren beschäftigten wir nur regelmäßig mit den Grundlagen des Fohlen ABC und sonst durften sie ihre freie Zeit genießen und Fohlen beziehungsweise Pferd sein. Like Honey and Milk lief gerade seelenruhig hinter einer Reitschülerin her. Sie war heute zu einer Probestunde da und wurde von Alexa unterrichtet.
      Ich war mir sicher, dass sie begeistert sein würde, auch wenn ich das Pferd wohl anders gewählt hätte, aber das musste Alexa wissen. So viel ich weiß, ritt das Mädchen schon länger und da wären Aristo oder sogar He’s called Trüffel auch eine sehr gute Wahl gewesen. Wobei zweiterer eventuell etwas zu klein hätte sein können, das wäre dann doch nicht so stimmig gewesen.
      „Ausritt?“, fragte ich Tami und sie nickte begeistert. Ich holte mir Thorondor von der Weide und sie sich Call me a Twist. Wir machten beide Hengste fertig und entschwanden dann für zwei Stunden in unser Winter Wonderland und genossen einfach die Sonne.
      Danach war ich wirklich motiviert und hatte Kraft getankt, weshalb ich mir Pajero schnappte und für ein Springtraining vorbereitete. Tassilo war auch sofort dabei und sattelte sich Cover the Sun. Die beiden Hengste liebten das Springen und die heutige Stunde machte auch wirklich Spaß. Alexa nahm sich sogar kurz Zeit, um uns beide noch etwas zu korrigieren und so war die Stunde ein voller Erfolg.
      Während Pajero dann unter dem Solarium döste, brachte ich Dr. Insektor und Dissident Aggressor in die Führanlage. Sie sollten sich heute bewegen, aber ruhig und kontrolliert, dementsprechend war die Führanlage ideal. In der Zeit besprach ich mit Alexa, wie unsere heutige Ponystunde aussehen würde und wen wir nehmen wollten.
      „Ich bin für Polka Dot und Batida de Coco“, meinte Alexa und ich stimmte ihr zu. „Übrigens hab ich gestern in der Zeitung etwas von einer neueröffneten Zirkusschule gehört, vielleicht könnte man die gute Frau mal zu uns einladen, um den Kindern das zu zeigen?“, gab Alexa als Vorschlag und ich meinte, dass ich darüber nachdenken würde. Es klang gut, nur musste ich eben erst wissen, um wen es ging.
      Da nun die beiden Ponystuten heute im Einsatz waren, mussten unsere Hengste noch versorgt werden. Erutan Wishes nahm ich für eine halbe Stunde an die Longe und mit What does the Fox say machte ich Bodenarbeit. Shetland Ponys waren bald anstrengender als Großpferde, denn die Zwerge mussten täglich beschäftigt werden. Sie wurden sonst erstens dick und zweitens maulig.
      Für uns stand heute dann nur noch 17 Uhr die Reitstunde an und dann kehrte auch langsam Ruhe auf dem Gestüt ein. 18 Uhr ging es für alle Pferde in den Stall, es gab Futter und dann wurde noch der letzte Abendrundgang gemacht, ehe wir uns alle in unsere eigenen vier Wände zurückzogen.
    • Eddi
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      Weidezeit
      06. Mai 2017
      Es war der 6. Mai. Eigentlich kein besonderes Datum, aber ich hatte mich dafür entschieden, dass nun endgültig die Weidesaison für unsere Pferde losgehen sollte. Den gesamten April über hatten wir sie in aller Ruhe angeweidet und nun sollte es auf die ersten großen Sommerweiden gehen. Ich machte daraus immer gerne ein kleines Event, weil es doch was Anderes war und uns endlich von unserer Winterroutine löste.
      An diesem Morgen wurden dennoch alle Pferde noch einmal im Stall gefüttert. Meine Truppe war auch schon früh gemeinsam zugegen, denn alle wollten es miterleben. Gestern Abend hatte ich mir noch einmal Gedanken über unsere Weideaufteilungen gemacht. Die Hengste hatten wir in zwei Gruppen geteilt und die Stuten ließen wir aber zusammen.
      Auch heute fühlte sich das noch gut an, so dass wir guten Gewissens die Pferde nacheinander rausschaffen würden. Ich hatte die Hengstgruppen so aufgeteilt, dass sie gut ausbalanciert waren. Es gab in jeder Gruppe sowohl jüngere als auch ältere Hengste, denn ich erachtete das für die Sozialisation als sehr wichtig.
      So durften die drei „Oldies“ Call me a Twist, Pajero und Dissident Aggressor mit Cover the Sun, HGT’s Unitato, Outlaw Torn, Altyn und Calimero II auf die Weide. In der zweiten Gruppe waren somit Thorondor, Aristo, Dr. Insektor, Erutan Wishes, What does the Fox say, Nochnoi Dozor, Feuervogel und He’s called Trüffel. Generell erschien mir die erstere Gruppe definitiv die aktivere, aber das war ja nicht schlimm.
      Die Sommerweiden boten den Pferden genügend Platz und frisches Gras. Zusätzlich gab es einen geräumigen Unterstand, wo wir jetzt zu Anfang auch noch Heu anbieten würden. Dort ließ sich auch eine von zwei vorhandenen Tränken finden.
      Die älteren Hengste wussten bereits genau, worum es heute ging. Unsere beiden Neulinge Altyn und Nochnoi Dozor hatten sich auch schon sehr gut eingefunden und nun null Probleme, mit ihren neuen Freunden auf die Weiden zu jagen. Es war wirklich schön anzusehen, wie da jeweils die Gruppen aus acht Pferden über die Wiese preschten.
      Als nächstes machten wir direkt mit den Stuten weiter. Insgesamt beherbergte das Gestüt momentan zehn Stuten und im Gesamten waren das alles sehr ruhige und liebe Zeitgenossen. Aus dem Grund wollte ich die Gruppe auch nicht teilen.
      Walking In The Air und Teasie waren die ältesten, aber auch gleichzeitig ranghöchsten. Danach folgte Sarabi, welche schon gerne einmal den Besitzanspruch der beiden älteren anfechtete und danach ergab sich der Rest ein bisschen von alleine. Lila Wolken zog sich vorzugsweise immer etwas zurück und genoss ihre Ruhe.
      Batida de Coco und Polka Dot waren generell auch sehr gern für sich. Zumindest wenn sie nicht ihre fünf Minuten hatten und den Großen auf den Keks gehen wollten. Sie waren aber auch gerne in der Nähe von den zwei absoluten Ruhepolen Shattered Glass und Like Honey and Milk. Die beiden machten ihrem Westernpferde-Dasein nämlich alle Ehre.
      Raunchy’s Limited und Amadahy waren irgendwie die Küken der Gruppe und waren sich dementsprechend bezüglich ihres Platzes noch nicht so sicher. Aber sie hielten sich auch gerne eher im Hintergrund auf. Außerdem hatte Raunchy im Moment auch noch Feuerdrache bei Fuß, aber das lief erstaunlich gut und er würde ja schon bald abgesetzt werden. Bei den Stuten ging es auch ruhiger zu und der Großteil begann sehr schnell zu grasen.
      Nun fehlten nur noch unsere Jungpferde. Dahingehend hatten wir momentan gar nicht viele und da wir auch die Hengste von den Stuten trennten, bekamen die jeweiligen Gruppen auch kleinere Areale. Also verhältnismäßig kleiner, für die Dreiergrüppchen waren sie dennoch riesig, aber den vollen Platz hätten sie nie nutzen können.
      So zunächst Applaus und Paddington alleine eine Gruppe, ehe Ende Sommer noch Feuerdrache dazu stoßen würde. Die Stuten bestanden hingegen aus Maelis, Acariya, Herbstmond und Korah. Alle bereits halbwüchsig und auch sehr aufgeweckt.
      Nachdem nun alle Pferde die Stallungen verlassen hatten, begann für uns erst der wahre Akt. Über den Sommer würden die Boxen nicht wirklich in Benutzung sein, also wurden sie komplett ausgemistet, ausgekehrt und auch direkt einmal mit dem Wasserschlauch ausgespritzt.
      Außerdem putzten wir die Tränken und Tröge, säuberten grob die restlichen Oberflächen und die Fenster. Auch die Paddocks mussten abgeäppelt werden.
      Am Ende hatten wir aber einen blitzeblanken Stall und waren wirklich zufrieden mit uns. Der Tag war jedoch noch längst nicht rum, denn immerhin sollte ein Großteil der Pferde heute auch bewegt werden. Besonders die momentanen Anwärter standen unter Beobachtung.
      Dazu zählten insbesondere Altyn und Nochnoi Dozor, die beiden neuen Achal Tekkiner, in welche ich große Hoffnungen legte. Aber auch Calimero II sollte langsam aus sich herauskommen, genauso wie HGT’s Unitato. Die vier hatten momentan einen strengen Trainingsplan einzuhalten.
      Ich kümmerte mich hingegen um Outlaw Torn, der war zwar bereits zur Zucht zugelassen, aber unter dem Sattel musste er dennoch noch viel lernen. Alexa nahm sich da lieber unsere Shettys zu Hand, denn daran hatte sie besonders viel Spaß. Die Shettyhengste fuhr sie heute und mit den Stuten machte sie Freiarbeit.
      Ich gönnte mir heute dann noch einen Ausritt mit der jungen Amadahy, die zu meinen geheimen Lieblingen gehörte. Und außerdem schaute ich noch einmal bei Sarabi vorbei, von welcher ich nämlich diesen Monat noch ein Fohlen erwartete. Das Treiben auf dem Gestüt war dementsprechend in vollem Gange und so hatten wir alle Hände voll zu tun.
    • Eddi
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      Gestütsbetrieb
      07. Oktober 2017
      Tatsächlich gehörte der Samstag mit zu meinen liebsten Tagen. An diesem Tag war besonders viel auf dem Gestüt los, da samstags immer die Reitvorschule stattfand. Dementsprechend wuselten Kinder von drei bis sechs Jahren im Stall herum. Es waren zwei Gruppen von je vier Kindern.
      Der einen Gruppe gehörten Batida de Coco und Polka Dot als Schulponys und der anderen Gruppe gehörten Erutan Wishes und What does the Fox say. In der Reitvorschule ging es vor allem noch viel um den Umgang und die Pflege der Pferde. Gerne fragten wir die Kleinen ab und beantworteten auch alle aufkommenden Fragen.
      Natürlich kamen die Kinder auch noch näher mit den Pferden in Kontakt, aber neben dem Reiten lernten sie auch schon Grundlagen der Bodenarbeit und des Longierens, je nachdem wie fortgeschritten sie schon waren. Da heute aber unglaublich schönes Herbstwetter war, entschieden sich Tami und Alexa dafür, mit den Kindern nach der Theorieeinheit einen Ausritt zu machen.
      Während die Gruppen unterwegs waren, richtete ich im Reiterstübchen schon einmal die Obstteller und den Tee her. Generell trafen sich die Gruppen danach noch einmal und nebenbei gab es ein paar Kleinigkeiten. Gerade im Winter war es dann ganz gut, wenn sich die Kinder aufwärmen konnten.
      Lange trödeln konnte ich jedoch nicht, denn ich übernahm heute den Unterricht von Alexas einer Schülerin. Sie hatte diese Woche nicht so kommen können wie sonst und dementsprechend musste sie sich mit einem anderen Reitlehrer zufrieden geben.
      Als ich in den Stall kam, war Aristo bereits geputzt und gesattelt. Lara schien auch schon so gut wie fertig zu sein, so dass wir uns auf den Weg in die Halle machten. Die Reitschülerin war 17 Jahre alt und eine sehr begabte Reiterin, sie bevorzugte aber die klassische Reitkunst und war umso dankbarer, Aristo gefunden zu haben.
      Der Barockpinto war dahingehend ja einwandfrei ausgebildet und konnte ihr so wirklich viel lehren. Heute arbeiteten wir an Travers und Renvers, teils auch schon im Trab. Danach arbeiten wir im Galopp noch an der richtigen Versammlung, so dass die beiden heute dem Pirouettengalopp schon sehr nahe kamen.
      Das Input war heute glaube auch genug für Lara, aber sie ging sehr zufrieden aus der Reitstunde. Nachdem sie vorbildlich Aristo versorgt hatte, verabschiedete sie sich auch schon. Ich war froh, mich für die Reitschüler entschieden zu haben. Natürlich wählten wir alle mit bedacht und hatten so neben den acht kleinen Kindern auch nur sechs größere Reitschüler.
      Alexa organisierte die „Reitschule“ zum Großteil selber und war auch die aktive Lehrerin. Bei dem kleinen Maßstab benötigte es da auch nicht mehr und ich glaube niemand hätte gerne Tassilo als Lehrer gehabt. Er war fair, aber er war sehr streng. Und auch ich war keine Lehrernatur, dementsprechend war ich froh, dass wiederum Tami gerne einsprang, wenn sich ihr die Möglichkeit bot.
      Für kommendes Wochenende plante Alexa zum Beispiel einen größeren Ausritt ans Meer mit den älteren Schülern. Dafür plante sie Aristo, Like Honey and Milk, Lila Wolken, Teasie, Walking in the Air und Call me a Twist ein. Sie selbst würde wohl Shattered Glass reiten, somit waren die Pferde für den Tag auch schon versorgt.
      Ich schaute noch kurz auf dem Springplatz vorbei, wo Tassilo gerade Cover the Sun ritt. Vorhin hatte ich ihn schon mit Feuervogel beobachtet und war sehr zufrieden mit dem Training gewesen. Ich wollte heute Abend noch einen Ausritt mit Thorondor machen, doch vorher musste ich die anstehende Arbeit im Büro erledigen.
    • Eddi
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      Weihnachten!
      24. Dezember 2017
      Wieder war ein Jahr vorüber und Weihnachten stand vor der Tür. Da sowohl Alex, als auch Tami und ich total weihnachtsbegeistert waren, war das gesamte Gestüt rundum geschmückt. Zu unserer Freude hatten wir aktuell auch Schnee, so dass alles weiß und verschneit war. Heute war der 24. Dezember und wir hatten unseren alltäglichen Betrieb auf das Minimum runtergeschraubt, denn natürlich wollte ich meinem Team auch freie Tage gönnen. Aber wie es bei Pferdemenschen so war, tauchten sie trotzdem alle morgens im Stall auf und halfen bei den täglichen Arbeiten.
      Das bedeutete, alle Pferde wurden gefüttert, dann ging es raus auf die Weiden und die Boxen wurden gemistet. Abschließend wurde schon Futter und Heu für den Abend vorbereitet, ehe wir gemeinsam noch unseren weihnachtlichen Rundgang über die Weiden gingen und den Pferden Möhren vorbeibrachten, die wir auf den Weiden verteilten.
      Gerade im Schnee war es immer relativ amüsant, den Pferden bei der Suche zuzuschauen. Wir begannen bei den Jungpferden und dort hatte besonders Tassilo seinen Spaß. Paddington hatte schnell verstanden, dass Tassilo die Möhren etwas weiter warf und war schon ein Stück weiter getrabt, bevor die nächste Möhre durch die Luft flog. Unsere jüngsten, Cover the Moon und Feuerdrache, hielten sich da lieber etwas bedeckt und erschlichen sich durch Süßheit bei Tami ihre Möhren.
      Bei Alex sammelten sich auch bereits einige Jungpferde. Darunter auch unser noch recht frischer Neuzugang Merida, die sich aber schon bestens eingelebt hatte und sichtlich zufrieden mit ihrer Herde zu sein schien. Besonders gerne spielte sie mit Maelis und Acariya. Ich wurde gerade von Lady Fox angestupst, die Korah und Herbstmond zur Seite schob, um nun auch an ihre Möhren zu kommen. Die beiden Welshs Acariya und Applaus hielten sich etwas zurück und warteten einfach geduldig, bis Tassilo ihnen die Möhren vorbeibrachte.
      Bei den Hengsten war aktuell wesentlich mehr los. Calimero II und BonnyBoy jagten sich gerade gemeinsam über die Weide und stießen dabei beinahe mit Call me a Twist und Aristo zusammen, die eigentlich gerade im Schnee nach Gras stöberten und die jungen Hengste direkt zurechtwiesen. Den restlichen Teil ließ das bisher kalt, bis wir dazu kamen. Sofort hoben Pajero, Thorondor und Dr. Insektor den Kopf als sie mein Pfeifen hörten und kamen angetrabt. Man merkte, wer schon lange hier lebte.
      Cover the Sun, Altyn und Fiebertraum ließen sich direkt anstecken und kamen mit angerauscht. Durch die trabende Gruppe wurden auch die anderen aufmerksam und warum auch immer preschten Feuervogel und Outlaw Torn nebeneinander los und buckelten erst einmal wild über die verschneite Weide. Das waren eindeutig die Wintergefühle und die ergriffen auch HGT's Unitato und die beiden Shettys What does the Fox say und Erutan Wishes. Die waren ja sowieso für jeden Quatsch zu haben.
      Bis dann die Hengste bemerkten, dass es bei uns Möhren gab und schon standen sie in einem großen Kreis um uns herum und warteten ungeduldig auf das weihnachtliche Geschenk. Das war eigentlich vor allem dafür da, um bei allen Pferden nach den Rechten zu sehen. Aber anscheinend waren alle bei bester Gesundheit. Für die Möhren rissen sich dann sogar Auftakt und Dissident Aggressor von den Heunetzen los und kamen herübergeschlendert. Fürst der Finsternis und He's called Trüffel schlossen sich an. Die beiden hatten bisher relativ weit hinten gestanden und das Theater hier vorne geflissentlich ignoriert.
      Fehlte nur noch Single Malt, aber der kam nach einem Rufen auch sofort an und schon waren alle Hengste beisammen. Sie waren alle fit und dementsprechend konnten wir uns dann schon bald verabschiedeten und nun ging es nur noch zu den Stuten. Dort wurden wir schon von Walking in the Air, Sally und Teasie erwartet. Die ruhigeren Damen hielten sich gerne am Eingang auf, um auch ja alles mitzubekommen.
      Auch hier reichte ein Rufen und schon kamen Sarabi, Raunchy's Limited und Polka Dot um die Ecke gesaust. Und da sich die Gruppe in Bewegung setzte, kamen auch nach und nach die anderen. Erst Possy Pleasure Mainstream und Shattered Glass, dann aber auch noch Nesquik und Nandalee. Für den Rest mussten wir uns auf den hinteren Teil der Weide bewegen. Lila Wolken und Like Honey and Milk fanden das Heunetz zu nett, als dass sie sich bewegt hätten. Außerdem stromerte hier hinten auch noch Batida de Coco herum und Alice von Landwein und Amadahy spielten gerade miteinander, während Razita sich genüsslich wälzte.
      Auch sie war wie Merida noch relativ neu bei uns, hatte sich aber wirklich problemlos eingliedern lassen.
      Allen Pferden ging es bestens und so schickte ich mit etwas Nachdruck mein Team dann nach Hause zu ihren Familien. Vorher gab es für jeden von ihnen noch ein kleines Geschenk von mir, ehe ich sie dann endgültig verabschiedete und ihnen frohe Weihnachten und schöne Feiertage wünschte. Die hatten sie sich definitiv verdient und die Pferde konnten auch mal ein paar Tage entspannen.
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  • Album:
    Stutenstall
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    Eddi
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    8 Dez. 2020
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  • Name: Batida de Coco
    geboren: 2008

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    Von: Relying
    Aus der: Espiritu del Aire

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    Rasse: Shetlandpony
    Geschlecht: Stute
    Farbe: Schimmel
    Stockmaß: 106 cm

    Beschreibung:
    Coco ist ein verschmustes Kinderpony. Sie liebt es, im Mittelpunkt zu stehen und von allen gestreichelt zu werden. Sie ist jedoch oft ein wenig stur, wenn es darum geht zu arbeiten.

    Ersteller: Occulta
    Besitzer: Eddi
    Vorkaufsrecht: Occulta

    Fahren A - Springen A

    [​IMG]

    204. Fahrturnier

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    Gekört: nein

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