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Arquera

In Bearbeitung

Arquera
peachyes, 12 Mai 2020
Gwen gefällt das.
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      Alte Berichte:

      1. Tierarztbesuch - Oktober 2016


      Ich war wieder in Tetovo unterwegs. Rachel Wincox hatte zwei Stuten erstanden, die nun direkt untersucht, geimpft und gechippt werden sollten. Dieses Mal flog ich aber lieber mit dem Flugzeug, und hatte währenddessen schon die Chips soweit auf den aktuellsten Stand gebracht, damit auf dem Gestüt keine weitere Zeit unnötig verbraucht wurde. Mein Equipment wurde natürlich eingehend untersucht bei der Einreise in Mazedonien, aber kaum eine Stunde später stand ich schon mit Rachel Wincox vor den Paddocks. “Das sind also Arquera und Aphonise.”, stellte ich fest. Erstere kam Ms Wincox direkt schon entgegen, als diese gerade das Gatter öffnete. Wir begannen mit der Buckskinstute. Die fünfjährige Stute blinzelte nervös, als sie mich sah, und schien auch beim Vorlaufen immer zu mir hinsehen zu wollen. Doch davon ließ ich mich in keinster Weise beirren; etwas sanfter ging ich aber dennoch zur Tat, als ich mit der Untersuchung begann. Die Augen und Ohren wirkten normal, nur das Maul aufmachen klappte nicht so ganz. Sie verstand es wohl nicht wirklich, warum jetzt zwei Daumen ihre Lippen hinter ihren Backenzähnen eindrückten und sie dann fast automatisch das Maul öffnete. Das ließ sie aber gleich zweimal hintereinander zuschnappen. Beim dritten Male aber konnte ich doch noch einen Blick auf ihre Zähne erhaschen. “Aah, die sehen gut aus.”, merkte ich an und streichelte die Stute. Das Abhören klappte auch ohne Zwischenfälle, wobei das Metall ihr wohl ein wenig zu kühl war, als es auf ihren Brustkorb gesetzt wurde. Ohne etwas zu sagen kontrollierte ich ihre Knochen und Gelenke. Beim Abtasten des Bauches musste ich unwillkürlich lachen; die Stute drehte ihren Kopf zu mir hin, und schnubbelte neugierig an meiner Jacke herum. Als sie es dann noch schaffte, mit ihren Lippen unter die Jacke zu ‘kriechen’, richtete ich mich abrupt auf und drückte ihre Schnauze weg. “Also deine Schüchternheit verfliegt ja sehr schnell.”, gab ich zu und kam dann zum Temperaturmessen. Ihr Wert lag bei 38 Grad, war also im Normalbereich. Arquera schielte zu mir, als ich dann zum Wagen ging, die Handschuhe anzog und die Spritzen vorbereitete. Die Stute wirkte recht unglücklich, aber sie blieb ruhig. “Hast du gut gemacht. Jetzt nur noch eine kleine Injektion.”, ich klopfte ihr aufmunternd den Hals, wo ich eine Stelle rasierte und dann den Chip einsetzte. Bewegung kam in sie und sie trippelte aufgeregt hin und her. Schnaubend wurde sie noch kurz versorgt, den Apfel nahm sie widerwillig an, und wurde dann wieder zurückgebracht.

      Aphonise hatte wohl heute einen schlechten Tag erwischt. Mürrisch wollte sie keinen Huf heben, weigerte sich auch, einfach still zu stehen und schüttelte ständig den Kopf. Etwas besorgt untersuchte ich sie, achtete auf ihre Vitalzeichen und kontrollierte besonders gründlich ihre Zähne, ein Zahnbefall konnte schon der Grund für ihre schlechte Laune sein. Dergleichen war aber nicht festzustellen. “Hatte sie in der letzten Zeit häufiger Stimmungsschwankungen?” Ms Wincox schüttelte den Kopf. “Sie war eigentlich recht gut gelaunt.” Auch unter den Hufen war nichts verdächtig. Vielleicht hatte sie aber einfach auch nur einen schlechten Tag. Ich beeilte mich, ihre Untersuchung abzuschließen. “Ihre Werte sind alle außergewöhnlich gut. Ich kann viele Vermutungen direkt widerlegen, aber Sie sollten dennoch ein Auge offenhalten.” Aphonise brummte. Die Besitzerin der Stute konnte nur zustimmen, hielt ihren Schatz besonders gut fest, als ich ihr die jährlichen Impfungen gab und den Chip unter ihre Haut setzte. Meine Arbeit war hier nun erledigt. Zum Abschluss verabschiedete ich mich, und wartete, bis Arquera an den Zaun des Paddocks gelaufen kam. Ich streichelte ihre Nüstern, tat dasselbe auch bei Aphonise und beeillte mich, nach Hause zu kommen. by Cysane

      Vorbereitungen auf den Umzug!

      Für mich als Langschläfer war es ungewohnt, dass der Wecker punkt sechs Uhr klingelte. Widerwillig kugelte ich aus dem Bett und schlurfte ins Bad der Dachbodenwohnung. Finley schlüpfte hinter mir ins Bad und sah mich mit seinen süßen blauen Kulleraugen an. “Na du Frühaufsteher!”, sagte ich und kraulte ihn hinter den Ohren. Nachdem ich halbwegs menschlich und nicht mehr wie ein Zombie aussah, begab ich mich samt Finley nach unten. Mehr als eine Banane und ein Glas Milch bekam ich nicht runter. Finley hingegen verschlang sein Futter innerhalb von Sekunden. Als wir aus dem Haus gingen, stand Petyr schon draußen und drückte mir die Mistgabel in die Hand. “ Na los die Pferden machen ihre Boxen leider nicht selbst sauber!”, sagte er lächelnd und verschwand im Stall. Murrend folgte ich ihm und begann die Boxen zu misten. Edda und Finley schlichen über den Hof und ärgerten höchstwahrscheinlich die Katzen.
      Stöhnend ließ ich die Mistgabel fallen und wischte symbolisch mit der Hand über die Stirn. “Ist das Prinzesschen etwas überanstrengt?”, feixte Petyr. “Haha witzig, naja bald bin ich ja hier weg, obwohl es hier wunderschön ist.”, erwiderte ich. “Wo soll's denn hingehen? Hast du nun einen Hof gefunden?” Ich nickte und erzählte ihm von dem Gestüt am Niederrhein in Deutschland.
      Nathan Scott leitete das Gestüt und ich hatte mich mit ihm in Verbindung gesetzt. Schnell war alles geregelt und ein Transportunternehmen gebucht. Bald würden wir umziehen…
      Imagine Dragons und Sacarina hatten sich mittlerweile angefreundet und spielten quicklebendig auf der Weide. Dank Charly und Niko kamen meine Pferde auf einem benachbarten Hof unter, da hier so spontan wie ich gekommen war kein Platz war. Sir Benny Miles war bereits zweimal Vater geworden und ich bin froh ihn damals von Eddi gekauft zu haben. Meine Privatpferde also Belle, Bixs, Bella Donna O Sole Mio, Mayor Jetsetter Oak, Havanna Girl, Heretic Anthem, Pallaton und Braddock ‘The Parrot’ befanden sich in einem Offenstall. Die Zuchthengste Batman, Tiago, Colorido, Descarado, Castiel, Wild Cherry, Modjo, Xinu und Filou Farrige Etoile Filante standen zusammen mit Sence of Humor in einem kleinen Stallgebäude mit Paddocks. Meine Stuten Adrenaline, Arquera, Flame, Nienke van de Flierthoeven und Esmeralda standen in einem separaten Stall.
      Bald werden wir nun umziehen, obwohl mir bei dem Gedanken etwas flau im Magen wird. Ich bin sehr gespannt wie es in Deutschland ist, obwohl ich die Sprache beherrsche, war ich bisher nur in Brandenburg bei der Familie gewesen.

      Despacito

      Brooke | Ich konnte mir nur schwer vorstellen, dass Nate sich ein Berittpferd neben seinen beiden Pferden ein weiteres ausbilden wollte. „Irgendwoher muss das Geld ja kommen“, hatte er gesagt und nun stand ich ungläubig vor dem Stalltrakt des zweiten Stallgebäudes und schaute der Stute mit der breiten Blesse in die Augen. „Brooke, schau Arquera nicht so musternd an. Die bekommt ja Angst vor dir.“ „Nate, halt dich zurück. Wie heißt die? Arquera? Wer kommt denn auf so einen doofen Namen“, lachte ich laut los und umhüllte den Stall in ein lautes Gelächter. „Das Pferd kann doch nichts für seinen Namen. Außerdem kommt die Stute aus Spanien“, zickte er mich an und ich verstummte abrupt. Ich schnaufte auf. Ich konnte einfach nicht richtig damit umgehen, wenn man mich von der Seite anfuhr. Ich unterdrückte meine Tränen, die mir in den Augen standen und ging zu meiner Stute. Diet Mountain Dew hatte sich gut eingelebt und ich hatte sie bisher nur langsam und Stück für Stück angeweidet, sodass ich sie nun ein bis zwei Stunden sorglos auf der Weide lassen konnte, ohne dass ich mir Gedanken darübermachen musste, dass sie einen Reheschub bekommen könnte oder gar eine Graskolik. „Na meine Hübsche.“ Diamond Dew hob nur kurz den Kopf und knabberte weiter an ihrem Heu, stoppte dabei eine Sekunde lang den Kauvorgang um mich neugierig anzuschauen und dann doch wieder den Kopf zu senken. Nate konnte ja nun tun und lassen was er wollte. Nur sollte er mich dabei nicht doof anmachen. „Jetzt stell dich mal nicht so an. Ich hab dich ja nicht geschlagen oder sowas“, lachte er und hatte wohl nicht bemerkt, dass er meine Gefühle verletzt hatte. So waren sie nun mal, die Typen. „Kümmre dich um das Pferd, statt um mich“, murrte ich und rollte mit den Augen. Glücklicherweise hatte ich ihm meinen Rücken zugewandt, sonst wäre er jetzt eingeschnappt. „Mach ich jetzt auch“, sagte er und streckte mir provokant lächelnd die Zunge raus. Ich warf ihm ein sarkastisches Lächeln zu und öffnete die große Box von Diamond. Das zerfleddernde Halfter in meiner Hand war mit Matsch überdeckt von unserem Paddock. Während ich Diet Mountain Dew´s Hufe auskratzte kam mir Attentivenly neben uns in der Box in den Sinn. „Nate? Müsste sie nicht so langsam fohlen? Die ist doch schon ein paar Tage drüber oder?“ Meine Neugierde zu verstecken, nachdem er meine Gefühle verletzt hatte, war zwar schwer aber machbar. „Ja eigentlich schon, der Tierarzt meinte aber, das wäre normal und dem Fohlen würde es gut gehen“, sagte er leichtsinnig und nahm gerade Arquera aus der Box raus. Das Klappern der Hufe erfüllte die Stallgasse mit einer wohligen und vertrauten Atmosphäre. „Wir müssen ein Auge auf sie werfen, nicht, dass die Geburt schief geht oder so“, schlug ich vor und führte Diamond aus der Stallgasse raus. Mit neugierigen und aufmerksamen Augen schaute sie sich um. Sie kannte den Weg zum Waschplatz mittlerweile und verhielt sich da ziemlich ruhig. Sie ließ sich zudem auch super in der Waschbox parken, nur das Wasser, dass an heißen Tagen aus dem Schlauch rauskam und sie nach der anstrengenden Arbeit kühlen sollte, fand sie noch nicht so geheuer. Das quittierte sie mir dann immer mit panischem Blick und jeder Menge Gestampfe. Immerhin blieb sie brav stehen, während ich mich zur Waschbox begab und den Spind öffnete. Wir brauchten dringend neue Spinde. Am besten die Bundeswehrschränke, da passt wenigstens ordentlich was rein. Ich griff nach der Putztasche und den hellrosa farbenen Bandagen und ging wieder zurück zu meiner Stute. Ihr neugieriger Blick traf mich und ich strich ihr über die weiße Stirn bevor ich sie putzte. Sie hatte zum Glück schon ihr Sommerfell. Sonst sähe ich jetzt wohl aus wie ein Grizzlybär mit den ganzen losen Haaren. Ich strich Diamond über die Flanke. „Weißt du worauf ich mich freue? Wenn wir endlich mal einen Ausritt bei dem sonnigen Wetter machen können“, ich pausierte einen Moment ehe ich weitersprach, „Aber du bist noch nicht so weit.“ „Wofür ist sie noch nicht so weit?“, fragte Nate mich mit lauter Stimme. Wann ist er zur Waschbox gekommen? Ich mein, dass hätte ich doch hören müssen. Spätestens das Hufgeklapper hätte ich vernehmen müssen. „Das Ausreiten mit Dewey“, gab ich kurz weiter und griff nach der Bürste fürs Langhaar. „Du könntest schon, aber es würde ihr nicht gut tun.“ „Ja…“ Jetzt nerv mich doch nicht weiter. „Ich longier sie dafür jetzt mit Stangen, damit sie ein bisschen ausbalancierter wird.“, meinte ich und drehte mich zu ihm. „Gute Idee“, kurz und knapp gesagt, es interessierte ihn sowieso nicht. „Und was machst du mit der Stute da?“ „Ich festige die E-Dressur aufgaben. Halten aus dem Schritt und Trab und Zirkel und halt Zirkel und Ganze Bahn. Wenn das sitzt, hat sie zwei Tage frei“, grinste er fröhlich und klopfte der Buckskinstute den Hals. „Aaalles klar, mit wem kommt die eigentlich auf die Weide, wenn ich fragen darf?“ „Mit deiner und wahrscheinlich der Stute der neuen Einstellerin“, grinste er verschmitzt. „Danke fürs Bescheid sagen“, rollte ich mit den Augen und nahm mir aus dem Spind den Longiergurt und die Unterlage dafür. „Wann kommen eigentlich die neuen Halfter und Bandagen an?“, dachte ich laut nach. „In circa einer Woche. Achja, ich überlege mit Grand Little an ein paar E-Springen teilzunehmen und zu schauen wie er sich da macht. Je nachdem bilde ich ihn da noch ein bisschen weiter. Er steht ja gerade in seiner Blüte.“ „Joa, kann man mal machen. Wie lang ist das jetzt her, dass du Turniere gegangen bist?“ Er schaute an die Decke und starrte Löcher in die Luft. „Zwei Jahre bestimmt“, sagte er ungläubig. „Das heißt ja nicht, dass ich alles vergessen hab.“ Ein Grinsen umspielte seine Lippen. „Naja ein Versuch ist es wert“, lächelte ich und führte meine Fuchsstute aus der Stallgasse. Die Sonne prallte auf unsere Körper und es war so warm wie die letzte Woche nicht mehr. Da hatte es ja schließlich nur geregnet. „Zum Glück haben wir einen Überdachten Round Pen. Da sind wir wenigstens sicher“, flüsterte ich zu Diamond und hatten schon bald die Halle erreicht. Ich ließ sie nach außen gehen und sich erstmal im Schritt warm machen. Runde um Runde ging sie immer gemütlicher. „Naa los“, sagte ich etwas lauter und touchierte sie mit der Gerte etwas vorwärts. So langsam hatte es ja auch keinen Sinn. Kurz darauf trieb ich sie in den Trab und stellte nach dem Aufwärmen ein paar Stangen dazu.


      Nate| Arquera machte sich gut unterm Reiter. Die Paraden verstand sie noch nicht so richtig, bemühte sich aber doch. Mit dem neuen Gebiss machte sie auch gleich besser mit als die vorherigen Male. Die Übergänge wurden langsam auch flüssiger. Der Zirkel glich eher einem Oval, aber so langsam machte sie sich auch runder vorne. Die Anlehnung hielt sie aber erst für wenige Sekunden. Die ersten Anfänge waren aber gemacht, sodass ich sie lobte und nun trocken ritt. Ihre Mähne war erst frisch rasiert, aber ich würde sie jetzt auch nicht unbedingt nachschneiden. Am Sonntag hatte ich für uns beide auch schon ein Turnier genannt. Brooke wusste nur noch nichts von ihrem Glück Turniertrottel zu spielen. Ein Lächeln schlich sich auf mein Gesicht. „Dann satteln wir dich mal ab und bringen dich auf die Weide.“ Ich ließ Arquera halten und stieg ab um ihr die Hufe auszukratzen. Reithallenboden war immer so schwer aus den Hufen zu bekommen, das immer Reste am Strahl zu finden waren. Gerade als ich die Tür aufmachen wollte kam Rabea aufgebracht zu mir gelaufen. „Attentivenly scheint das Fohlen zu bekommen!“, sagte sie mir hysterisch und sprach schneller als so mancher Rapper. „Ich bring Arquera gerade mal weg und komm dann sofort“, sagte ich ruhig. Ich versuchte meine Ruhe zu bewahren, beeilte mich aber dann doch. Arquera folgte mir willig und etwas zügiger, was mir heute sogar passte. Vor ihrer Box angekommen schmiss ich Rabea die Zügel in die Hand und machte rasch die Box auf um nach Attentivenly zu sehen. Doch das kleine Fohlen lag noch verträumt im Stroh und ließ sich von seiner Mutter behutsam ablecken. „Die schien wohl schon länger das kleine Fohlen zu gebären. Wir lassen sie erstmal alleine und bestellen für morgen den Tierarzt“, wandte ich ein und sah dann zu Rabea. „Okey. Ich bringe gerade Arquera’s Sattelzeug weg und bring sie danach auf die Weide.“ Sie grinste. „Denk dran im Einstellerstall zwei Boxen einzustreuen. Wir bekommen zwei neue Einsteller.“ Rabea nickte mir noch zu und war dann auch schon in der Sattelkammer. „Dann bau ich mal den Parcours auf…“, seufzte ich und ging aus dem Stall. Auf dem Weg zum Platz, kam mir dann Brooke mit ihrer völlig verschwitzten Stute entgegen. „Was musst du noch machen?“, fragte sie neugierig und ich erzählte ihr vom Parcoursaufbau. Sie sah mich grinsend an und sagte nur: „Ich muss die noch waschen, danach schau ich mal ob ich dir helfen kann und ob du nicht schon fertig bist.“ Sie würde nicht nochmal gucken kommen ob ich fertig war. Instinktiv würde sie erst dann kommen, wenn ich mit Grand Little die Aufwärmarbeit beginnen würde. Da konnte man dann ja was lernen. So war es dann auch. Nachdem ich die E-Sprünge in der Höhe zwischen 0,80m-0,90m aufgestellt hatte und die Sprungweite zwischen 75cm und 1,05m lag war der Parcours mit 6 Sprüngen aufgebaut und ich sattelte meinen Schimmelschecken auf, als Brooke wiederkam und mir mitteilte, dass sie fertig war. „Schön, dann kannst du mir ja gleich neben dem zugucken die Halle abäppeln. Dann machst du dich wenigstens nützlich“, neckte ich sie und sie sah mich an. „Das kann doch nicht dein Ernst sein. Nate, das find ich gar nicht cool. Lass das!“, jammerte sie wieder. Wie immer, wenn sie sich die Finger dreckig machen sollte. „Diskutier nicht“, lächelte ich und stieg in den Sattel und ritt zur Halle. Brooke ging nebenher und moserte immer noch wegen des Abäppelns rum. In der Halle gurtete ich nach und ritt ihn noch ein paar Runden im Schritt und Trab warm. Die ersten 15 Minuten ließ ich ihn mehrmals über eine Tripplebarre und einen Steilsprung springen. Er berührte oft und schmiss auch zwei Mal die oberste Stange um. „Das sah aber schon besser aus“, rief Brooke mir neckend zu und ich rollte die Augen. „Ja machs besser Ballerina“, murmelte ich und ritt nun den Parcours zwei Mal hinter einander um. Er riss auch hier wieder mehrere Stangen. Nach einer kurzen Schrittrunde galoppierte ich ihn wieder aus dem Schritt an. Das verlief schon mal gut, hoffentlich bleibt das auch so. Ich ritt ihn ziemlich zügig vorwärts und musste ihn dann doch vor den ersten Sprüngen ziemlich zügeln, da er wohl Gefallen am Springen gefunden hatte. Ich lobte ihn kräftig und ritt ihn trocken. „Abs war noch nicht draußen, meinst du, du kannst den 5-10 min führen? Bis dahin bin ich mit Grande fertig und dann können die zusammen aufs Paddock“, fragte ich Brooke vorsichtig. „Ich wollte eigentlich gerade duschen, aber dann lass ich das lieber. Aber ja, kann ich machen…Achja am Ende hat er sich ja gut geschlagen.“ Ihr schelmisches Grinsen ließ mich Lächeln. Das Lob der ‚kleinen Schwester‘ hatte ich. Das Schnauben meines Hengstes zeigte mir wieder einmal, dass ich heute wieder richtig mit ihm gearbeitet hatte. Bei der Hitze hielt es ja keiner aus. „Ich wasch dich gleich noch und dann kannst du mit deinem Freund aufs Paddock“, beugte ich mich über seinen verschwitzten Hals und klopfte ihn danach.

      Brooke| Jetzt konnte ich mich also mit Abs rumschlagen. Er kauft einen Rentner und ich kann mich drum kümmern. Schnellen Schrittes ging ich in den Stall zu Abs und schnappte mir sein Halfter und kratzte ihm die Hufe aus, wo mir ein leichter Geruch der Fäulnis in die Nase stieg. Hmm, das konnte nur Strahlfäule sein. Ich würde Nate gleich mal Bescheid geben. „Na komm“, sprach ich zu dem alten Wallach und zog leicht am Strick und gab dann nach. Müde und gelangweilt trottete er mir hinterher und machte keine Anstalten irgendwie vorzudrängeln oder ähnliches. Erst als wir Richtung Parkplatz gingen, richtete er seine Ohren aufmerksam nach vorne und stemmte die Beine in den Boden. „Was ist denn los? Komm jetzt Abs“, murrte ich und verstand sein Verhalten nicht. Erst als eine blonde junge Frau mit ihrem Palomino, der sehr aufmüpfig neben ihr fast tänzelte mit einem Lächeln an mir vorbeiging, begriff ich, dass Abs deswegen stehen blieb. „Nu komm jetzt, du kommst jetzt aufs Paddock“, murmelte ich und zog am Strick. „Komm jetzt!“ Skeptisch folgte er mir aufs Paddock und ich schaute bei der jungen Frau vorbei. „Brooke Scott!“, stellte ich mich neben ihr vor und sie lächelte mich freundlich an. „Christina“, reichte sie mir die Hand. „Ich lade gerade noch den Ponyhengst von meiner Tochter aus und stelle mich dann ausführlich vor“, grinste sie und ich nickte. „Klar, bis dahin ist Nate wohl auch hier“, grinste ich, sah dabei zu Collins Pferden. Sie führte einen kleinen Westernponyhengst in die Stallgasse und legte ihm das Halfter in der Box ab. „Das ist das Pony meiner Tochter Gwen. Sie ist erst 12 will aber mal ganz hoch hinaus, weshalb wir ihr wohl noch ein größeres Pony kaufen oder gleich ein Quarter oder Paint Horse“, sprudelte es nur aus ihr heraus. „Das hört sich doch super an“, grinste ich während sie die Namen der beiden Pferde auf die Tafeln schrieb.

      Abs' neue Reitbeteiligung

      Brooke| „Weißt du eigentlich wie sehr mich das nervt, das ich mit Abs andauernd spazieren gehen kann? Das ist dein Pferd, nicht meins!“ „Ja… Ich weiß. Ich bin ja schon auf der Suche. Collin hilft uns ja auch schon bei der Suche und Rabea auch!“ Mir gefiel Nate´s lauter Ton mir gegenüber gar nicht. „Hör auf mich anzuschreien!“ Wütend sah ich auf den Boden und versuchte damit seinem bösen Blick auszuweichen. Ich spürte wie sich meine Sicht verschlechterte und sich Tränen in meinen Augen sammelten. „Ich schrei dich nicht an, wenn du mich nicht unter Druck setzt!“, wütend stampfte er aus dem Haus raus und ging vermutlich Richtung Stall. Ich konnte es nicht genau sagen, ich lief ihm ja nicht wie ein Hund hinterher. Ich griff nach Taschentüchern in meiner Tasche und wischte die Tränen weg. „Soll er doch machen, was er will“, murmelte ich enttäuscht und schniefte als ich die Tür rausging. Diet Mountain Dew sah zu mir auf als ich den Stall betrat und zu ihr rüberging. „Na, meine Hübsche“, sagte ich leise und öffnete die Boxentür. Ich sah noch einmal kurz vor die Tür und riss die Augen auf. „WO ist mein Hufkratzer?!“, sagte ich laut durch die Stallgasse. Ein leises „Fuck!“ hörte ich aus der Box nebenan und sah Rabea´s Kopf hochschnellen. „Tu-tut mir leid“, sagte sie mit einem Schiefen Grinsen im Gesicht. „Du hast damit jetzt nicht allen Ernstes die Hufe von Arquera damit ausgekratzt?! Weißt du eigentlich wie viele Bakterien dadran sind?“ Ich verstand so gedankenlose Gänge einfach nicht… Es dauerte nur ein paar Sekunden, da hielt sie mir den Hufkratzer durch die Gitterstäbe durch. „Danke…“, moserte ich rum und kratzte ihr die Hufe aus. „Machst du die Stute wieder für Nate fertig?“ „Ja, die steht ja jetzt auch zum Verkauf und er überlegt sich, sie zu kaufen, wenn sie sich weiterhin so gut macht. Sie ist aber auch eine ganz liebe“, sagte die blonde Schönheit zu mir und kraulte die Ganasche von Arquera. „Sein Ernst? Er kauft momentan so viele Pferde und lässt sich alle fertigmachen.“ Sie zuckte nur mit den Schultern. „Ich hätte eh kein Geld für ein eigenes. Deshalb mach ich mir da keine Gedanken.“ Sie schloss gerade noch den Kehlriemen und nahm den Schopf unter dem schlichten Stirnriemen aus braunem Leder heraus und verließ dann die Box. „Warte! Ich hab da eine Idee!“, rief ich und stapfte mit meiner Stute in der Hand hinter ihr her. Völlig unbegeistert ging sie weiter, Arquera versuchte Rabea die Zügel aus der Hand zu schnappen und tänzelte etwas neben ihr. „Hau ihr mal eine vor die Brust, die hat das nicht zu machen!“, wandte ich ein und zog Diamond etwas hinter mir her. „Ich weiß, dass Nate eine Reitbeteiligung für Abs sucht. Erst zum Muskelaufbau und später vielleicht noch für ein, zwei Jahre als Reitbeteiligung. Er ist ja schon alt“, schmunzelte ich am Ende des Satzes. Ich räusperte mich. „Aalso, falls du da Interesse dran hättest…“, zwinkerte ich ihr zu und putzte mein Mädchen dann erst einmal ausgiebig. Sie hatte sich am gestrigen Tag auf dem Paddock gewälzt, während es regnete.

      Nathan | Ich legte gerade ein paar Stangen auf den teuren Hallenboden als die 18-jährige blonde Frau mit der Spanierstute zu mir in die Halle kam. „Na du, ist die immernoch so bekloppt und tänzelt neben dir her?“ Wieder hatte ich ein schelmisches Grinsen auf den Lippen. „Ja siehst du doch.“ Sie hatte nur kurz ein Lächeln im Gesicht bis es wieder ernster wurde. „Ich hab da so eine Frage, Nate…“ Aufmerksam hörte ich ihr zu, wie sie mir erklärte, dass sie sich um Abs kümmern wollte. „Geritten werden kann er die nächste Zeit aber nicht, da fehlen die Muskeln noch zu. Aber du kannst den gerne longieren und mit dem Spazieren gehen und sowas. Da freut der sich bestimmt.“ Ihre Augen strahlten vor Freude. „Hol den mal raus und dann führst du ihn ein bisschen, damit ihr euch erstmal kennen lernt“, sagte ich und stieg in den Sattel, wo ich erst einmal nachgurtete. „Mir ist das eigentlich auch ganz recht, dass du dich um ihn kümmerst, dich kennt er ja schon ein wenig.“ Ich trieb Arquera fein an und ritt sie ein paar Runden im Schritt warm. Wir kannten uns mittlerweile doch schon ziemlich gut, nachdem sie nun den zweiten Monat bei uns war. Ich sah immer wieder in Richtung Hallentor wurde dann aber doch von der Musik von Sick Puppies unterbrochen. Unbekannte Nummer. Ich zuckte mit den Schultern und ging ran. „German Horse Center, Nathan Scott?“, stellte ich mich vor und empfing eine dunkle Stimme. „Hunter Crowley. Ich wollte meinen Irish Tinker Mister Blockhead bei ihnen zum Beritt geben.“ Ich nickte. Dooferweise sah er dies nicht. Wie auch so durchs Telefon?! „Wie weit soll er denn ausgebildet werden?“ „Momentan ist er auf solidem E-Niveau und sollte bestenfalls auf A-Niveau vorgestellt werden. Wäre das machbar?“ „Natürlich, bringen sie ihn im Laufe der Woche vorbei, wenn es geht.“ „Wir kommen aus England, das dauert wohl etwas mit dem Transport und der Quarantäne. Ich melde mich später noch einmal.“ „Alles klar, dann bis später. Freut mich noch einmal von ihnen zu hören.“ Ich grinste nur und trieb Arquera in den Trab. Rabea kam gerade mit Abs in die Halle und knallte die Tür hinter uns. „Erschreck mich doch nicht!“, lachte ich und blieb auf dem mittleren Zirkel. Ich nahm Arquera auf, setzte mich dabei schwer hin, gab eine halbe Parade und schloss einen Moment lang die Oberschenkel. Arquera streckte sich kurz und so ritt ich sie wieder vorwärts. Da dies gut klappte, wagte ich mich nun an den Mitteltrab. Ich wechselte in die ganze Bahn um ihr mehr Sicherheit zu bieten. Kurz vor der Ecke nahm ich sie erneut auf und trieb sie fleißig vorwärts, bis ich spürte, dass Arquera anzog und sie mit dem Kreuz und hervorgeschobener Hand noch die Verbindung zum Pferdemaul hielt. 1-2-3-4 und schon fielen wir gewollt wieder in den Arbeitstrab. Ich lobte sie kräftig am Hals. Wir wiederholten im Training öfter diese kurzen Tritte, bis es ihr leichter fiel die Spannung zu halten und taktrein durch die Halle im Mitteltrab zu fußen. Zusätzlich übte ich mit ihr an den flüssigeren Übergängen, vorallem im Trab und im Galopp haperte es ein bisschen. Die Bahnfiguren klappten mit ihr jedoch sehr gut und sie lief sie sehr sauber unter mir. „Gut gemacht kleine“, lobte ich sie und stieg mit einem Grinsen ab. „Mir gefällt das Bild, dass ihr beiden abgebt. Du musst nichts zahlen, nur kümmer dich gut um ihn und dein Studium und wenn du mal nicht kannst, gib mir Bescheid, dann kommt er raus“, lächelte ich sie an. „Einverstanden!“ Ihr Lächeln zog sich über beide Ohren und freute mich doch. „Kannst auch mit dem eine kleine Runde um den Hof laufen, da freut Abs sich sicher“ „Okey, dann mach ich das mal“ sagte sie und verschwand noch vor uns aus der Halle. Attentivenly hatte momentan noch Pause und so brachte ich sie zusammen mit ihrem Fohlen Aerials auf eines der Paddocks. Die Weiden waren momentan einfach zu nass. In der Zwischenzeit putzte ich Grand Little, der mal wieder Mistflecken überall hatte. Ich sah auf mein Handy. 15:45 Uhr. Ich klingelte Brooke an, sie sollte gleich Little reiten und Christina würde mit Hollywood Undead II in der Stunde dabei sein und die ersten A-Sprünge gehen Zusammen mit Grand Little. „Kommst du? Grand Little ist schon gesattelt.“ „Ja einen Moment noch, ich bring Diamond noch eben weg und komm den dann an der Box abholen“,sagte sie hastig. „Ich kann den nicht einfach hier anbinden, ich stell den in die Box… Ich bau grad mit Rabea ein paar Sprünge auf. Wir treffen uns dann in der Halle“, sagte ich etwas genervt zu ihr. Immer diese extra Wünsche. Draußen war es echt kühl und es hatte wieder zu nieseln begonnen. Ich beeilte mich in die Reithalle und stellte ein paar Sprünge auf, darunter auch einen Oxer und ein paar Steilsprünge, eine Kombination. Alle waren circa 85cm hoch. Also alles noch im Rahmen für den Anfang. Am Ende der Stunde sollten sie die 1m geknackt haben und auch meistern können. „Weißt du eigentlich, dass Brooke mich manchmal aufregt?“, fragte ich sie leicht kopfschüttelnd. „Nein“, sagte sie und lächelte wieder. Sie war echt süß manchmal. „Ja… manchmal nervt sie richtig, vor allem, weil sie Diet Mountain Dew noch nicht reitet. Wenigstens ein bisschen im Schritt um langsam anzufangen“, erzählte ich ihr und achtete nicht auf meine Umgebung. „Was ist mit meiner Stute?!“, fragte meine kleine Schwester mich wütend mit meinem Hengst in der Hand. „Nichts, sie sieht gut aus hab ich Rabea gesagt.“ Rabea nickte und grinste schelmisch. „Will ich auch hoffen.“ Sie murmelte noch etwas Unverständliches und trat dann ein und nahm sich den Hocker um aufzusteigen. Während sie Grand Little warm ritt, kam auch Christina mit ihrer Palominostute, die sich gleich nach dem Hengst umsah und rosste. Bitte nicht, dachte ich und hoffte mal wieder auf das Beste. „Reitet sie die ersten 15 min warm, bis dahin quatsch ich noch ein bisschen“, sagte ich grinsend und schaute zu Rabea. „Ich würde dir ja anbieten ein Pferd zu holen und mit zu reiten, aber ich hab leider kein weiteres“, zuckte ich mit den Schultern. Dann sah ich zu Brooke. „Beine tief und Hände näher an den Körper, Brooke.“ Sie nahm es gleich auf und saß nun besser. „Ich hab Gwen eine neue Stute gekauft, die könntest du satteln und hier in der Stunde reiten, Gwen kann sie eh noch nicht reiten und will das auch gar nicht. Sie ist noch mit Hendersin beschäftigt“, bot Christina ihr an und sie sah verwundert aus. „Sicher, dass das klargeht?“ „Ja, natürlich, mach sie fertig und komm rein.“ Christina war eine nette Frau mittleren Alters, ihr Mann hatte nur kaum Zeit für sie, da er über die Woche auf Montage war. „Christina, du kannst schon mal über die kleinen Sprünge hopsen zur Gymnastizierung“, sagte ich und sah mir dabei ihren Sitz beim Sprung an. „Guut!“, das war wohl das Hauptwort der Stunde, so oft sagte ich es. Als Rabea mit Warrior Gun die Halle betraten sah ich wieder zu ihnen. „Da bist du ja endlich.“ „Ja die kleine war etwas eingestaubt“, grinste sie verlegen und stieg auf um die kleine Stute warm zu reiten. Ich erhöhte die Sprünge auf A-Niveau und ließ die beiden nach einander über den Parcour springen. „So ist gut Brooke, nehm ihn mehr auf und treiben, treiben, treiben!“ Meine Worte hallten in der Halle. „Guuuut.“ Grand Little wurde sicherer in den Sprüngen, sodass nun Hollywood an der Reihe war. Souverän meisterte sie die einzelnen Sprünge, sodass wir uns gen Ende an einen Parcour wagten. „Christina, Treiben!“ „Tu ich doch schon“, sagte die blonde Frau außer Puste. Hollywood kam locker über die Sprünge. Eine Leichtigkeit für die Stute. „Wenn du sie nicht so zurücknimmst, packt ihr beiden das locker. Also lass sie einen Moment vor dem Sprung los und du wirst sehen, ihr fliegt darüber!“ Christina nickte. Rabea trabte die Stute auf dem unteren Zirkel nun etwas und übte an der Stellung und Biegung der Stute. Nachdem sie meinen Rat befolgt hatte, lief es auch prima. „Jetzt bist du dran Brooke, nehm ihn ein bisschen auf, treib ihn aber weiter!“ Sie hörte auf meine Worte und auch sie meisterte den Parcour erfolgreich. „Herzlichen Glückwunsch ihr beiden, ihr könnt jetzt die nächsten Turniere auf A-Niveau gehen!“, lächelte ich die beiden an. „Reitet die beiden ab und dann seid ihr fertig für heute.“

      Brooke| Ich schwitzte. Die Stunde war heute so anstrengend, aber lehrreich und gut. Christina und ich warfen Nate und Rabea einen Blick zu. Ich sah meinem Bruder an, wenn er jemanden attraktiv fand. Und genauso war es jetzt auch. „Immer diese Turteltäubchen“, murmelte ich grinsend. „Hmm?“ Manchmal stand Christina echt auf dem Schlauch. „Na Nate und Rabea. Da läuft bestimmt was“, grinste ich verschmitzt und meine Augen glühten. „Na das würde ich nicht sagen“, sagte die fast 40-jährige und warf dabei meinen Gedankengang bei Seite. „Wie sieht das denn für dich aus?“ „Die verstehen sich halt gut, nichts weiter“, sie zuckte mit den Schultern und ließ die Zügel von Hollywood Undead locker. Ich hingegen nahm Grand Little noch ein wenig mehr auf. Viel zu heikel ihn neben einer Stute zu reiten, noch heikler ihn dabei die Zügel lang zu lassen. „Was tuschelt ihr beiden denn?“, fragte Nate uns neugierig. „Gar nichts“, antwortete ich schnell und trieb Little einen Schritt zügiger. Nate nickte nur grüblerisch und wandte sich dann wieder seinem Blonden Engel zu. „Naja, ich bring den jetzt mal in die Box, ich muss so langsam noch das Getreide im Futterwagen auffüllen und die Pferde dann füttern“, ich stieg mit einem Satz ab und richtete die Abschwitzdecke ehe ich die Hufe auskratzte. „Tür frei bitte!“, rief ich noch einmal. „Ist frei!“, rief mein Bruder mit nach. Schnell war ich mit Grand Little aus der Tür raus und führte ihn zu seiner Box, als Gwen neben mir her ging mit ihrem Pony. „Und wie läufts?“, lächelte ich die 12-jährige mit ernsthafter Neugierde an und führte Grand Little ein Stück weiter von Hendersin weg. „Naja es geht so. Irgendwie will er momentan nicht so wie ich will und fängt manchmal einfach an durchzugehen“, sagte sie mir und klang dabei nicht grade erfreut. „Das ist schlecht. Frag Nathan später mal, ob du mit ihm nicht einfach mal eine Reitstunde bei unseren Bekannten nehmen kannst. Die haben momentan nur Berittpferde und ein Paint Horse Fohlen um welches sie sich kümmern. Vielleicht haben die ja Zeit.“ „Meinst du wirklich das wird wieder? Ich hab da manchmal schon ein bisschen Angst.“ Gwen war Zucker. „Das brauchst du aber nicht. Im Winter werden die immer ein bisschen knackiger. Stell den mal ein bisschen länger aufs Paddock. Ich kann das natürlich auch machen, aber so kann er die Luft schon mal rauslassen und wenn du kommst ist er dann ein bisschen ausgelassener“, schlug ich noch einmal vor. „Gut, dann probieren wir das so noch mal“, sagte sie und lächelte. Ich schaute zu dem Großpferd neben mir, der die Ohren anlegte. „Grumpel“, flüsterte ich und sah dann zu dem Ponyhengst, den es nicht mal im Ansatz juckte, dass der Große die Ohren anlegte. „Naja ich füttere mal die Pferde und bring den guten hier weg.“
    • peachyes
      P A N D O R A . S T A B L E
      kurzer Sammelpflegebericht

      Endlich ist nun der Herbst ins Land zurückgekehrt. Die Blätter bekommen ihre satten Farben zurück, kalte Priesen wehen durch die Gräser und kündigen die kalte Jahreszeit an. Die Pferde grasen vergnügt auf den Koppeln, die Stallburschen können sich gar nicht dick genug anziehen um nicht zu erfrieren. Das nun schon sehr gewachsene Fohlen Humbert, stolziert über das Feld, am Strick seine Besitzerin, die ihn heute schon bürstete und nach dem Spaziergang ein wenig trainieren möchte. Der Kleine soll so viel wie möglich kennen lernen. Die anderen Pferde werden währenddessen aus ihren Boxen geholt und auf die Weiden gebracht, um die Boxen auszumisten. Cranberry, Zuckerschock und Arquera wiehern fröhlich. Nach dem Ausmisten wurden alle drei gestriegelt und ausgeritten. Ein kurzer, aber kalter Tag auf den Pandora Stables.
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  • Album:
    Pandorian Horses
    Hochgeladen von:
    peachyes
    Datum:
    12 Mai 2020
    Klicks:
    103
    Kommentare:
    2

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  • Arquera
    아게라 "a-ke-ra" | Aquera
    Rufname:

    [Potrait]

    Grunddaten
    Alter: 6 Jahre | Geburtstag: 20. August 2011
    Geschlecht – Stute
    Rasse – PRE
    Stockmaß – 157 cm
    Fellfarbe – Sooty Buckskin Sabino

    Charakterbeschreibung
    Arquera ist eine echte Energiebombe, die es kaum aushält irgendwo still zu stehen. Auch neben dem Reiter kann sie kaum ruhig gehen, weshalb sie eher was für fortgeschrittenere Reiter ist, die sie auch händeln können und sie die Kinder nicht durch die Gegend schleift. Sollte es jedoch mal geschehen, dass man von ihr runter fällt, dann bleibt sie stehen und weiß sie hat einen Fehler gemacht und versucht den Reiter aufzumuntern. Genauso wenn jemand weint, dann versucht sie einen aufzumuntern und schneidet mit ihrer Schnute Grimassen. Hauptsache man fängt wieder an zu lachen. Außerdem ist sie ein sehr warmherziges Pferd und denkt nur an das Beste im Menschen und achtet auch darauf einen nicht zu verletzen. Zudem kommt, dass sie das macht was man ihr sagt. Wenn man möchte das sie still steht, dann kann sie es auch. Man muss sich nur durchsetzen und ihr zeigen, worauf es in der Sekunde ankommt. Sie geht mit einem auch durch dick und dünn. Allerdings hat auch sie Macken. Zum Beispiel kaut sie die Zügel gerne und oft durch, sodass man darauf Acht geben sollte, dass sie die Zügel nicht direkt am Maul hat sondern sie bei ihr über den Hals hängt, sodass sie nicht erst in Versuchung kommen kann. Beim Hufe auskratzen kann es sein, dass sie mit ihrer Schnauze an deinem Rücken reibt oder versucht einen so zu säubern, wie bei ihren Pferdefreunden. Arquera fürchtet sich eigentlich nur vor wenigen Sachen, das einzige was ihr Angst macht, sind flackernde Lichter und große,bellende Hunde. Dabei ist das Bellen ausschlaggebend. In der Herde ist sie in der Rangmitte und eher der Folger als die Leitstute, was das Eingliedern in der Herde vereinfacht. Dazu kommt, dass sie einem auf der Weide entgegen kommt, wenn man diese betritt.

    Abstammung
    Aus der – Unbekannt
    Von – Unbekannt

    Zuchtdaten
    Besitzer – peachyes
    Herkunft – Unbekannt
    VKR – Occulta

    Schleife HK/SK

    Prämiert: Nein
    Eingetragene Zucht: --

    Nachkommen: --

    Körpunkte
    Abstammung 0
    Turnierschleifen 6
    Schönheitswettbewerbe 0
    Fohlenschau 0
    Reiterspiel 0
    Tierarztuntersuchung 0
    Hufschmieduntersuchung 0
    Ausbildungsbericht 0
    Bewegungszubehörbild 0

    Ausbildung und Erfolge
    Eingeritten – Ja | Eingefahren – Ja
    Eignung – Dressur- und Westernreiten
    Dressur E – Fahren L – Galopp L – Western A

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    315. Fahrturnier | 321. Fahrturnier | 378. Galopprennen | 393. Westernturnier
    444. Galopprennen | 389. Fahrturnier | 450. Westernturnier

    Gesundheitszustand
    Gesundheit – Sehr gut
    Tierarzt: Oktober 2016
    Hufschmied: --