1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen
Möhrchen

Armani | Welsh B | Hengst *gekört*

Armani | Welsh B | Hengst *gekört*
Möhrchen, 27 Juli 2017
    • Möhrchen
      Alte Pflegeberichte:
      Schlammmonster, lahmende und andere Ponys
      Pflegebericht
      Armani, Coco´s Landzauber, All Pride, Frisco, Admiral, Auftakt, BonnyBoy, Golden Pirate, Legacy of Gold, A le Hop, Look at my Hair, Single Malt, Fürst der Finsternis, Dracula, Stromer´s Painting Gold, ZM´s Zanaro, Club Can´t Handel Me, Lady Moon, Butterblume Roi du Soleil

      Unschlüssig was er tun sollte stand Armani neben mir, Alex hatte mich gerade aufgehalten. Mit Coco´s Landzauber am Strick stand sie vor mir. „Ich glaube er lahmt, kannst du dir das später mal ansehen? Ich bringe ihn erst mal zurück in die Box.“. „Mach das! Ich schau ihn mir nachher mal an.“, nickte ich ihr zu und setzte dann meinen Weg zur Weide fort. Armani folgt mir etwas entspannter, mit Coco hatte er noch nichts zu tun gehabt, auch wenn er bald mit der ganzen Ponyhengstherde vergesellschaftet werden sollte.
      Vorläufig ließ ich ihn aber wieder zusammen mit All Pride, Frisco und Admiral auf eine der Weiden. Die drei Hengste waren besonders verträglich und so hatte ich den Neuen erst in diese Teilgruppe integriert, damit er später nichts von allen Seiten gemobbt wurde. Gerne hätte ich Armani auch mit Auftakt zusammen gestellt, denn dieser war vom äußerst friedlichen Gemüt, doch dieser war der Weidepartner von BonnyBoy, welcher keine anderen Hengste akzeptierte und diese ordentlich zusammen faltete. So konnte er nur mit Stuten oder Auftakt zusammen stehen. Dieser kam neugierig an den Zaun als ich mit Armani vorbei ging. „Na großer?“, rief ich den Hengst zu und konnte mich nicht dagegen wehren kurz stehen zu bleiben um den mittlerweile 16 jährigen die Stirn zu kraulen. Genüsslich schubberte er seinen kräftigen Kopf an meiner Hand. Bou begann sich missmutig zum Zaun zu bewegen, als er Armani entdeckte. Mit einem Klopfen auf den Hals verabschiedete ich mich um Zankereien zu entgehen.
      Heute war ausnahmsweise mal Wetter, welches man fast Sommer nennen konnte. In letzter Zeit hatte es viel geregnet, doch heute strahlte mir passend zu meiner guten Laune auch ein blauer Himmel entgegen. Armanis Weidepartner hatten sich schon über ihr Stück Wiese verteilt. Armani selbst deutete einen Sprint an, als ich den Strick aushakte, überlegte es sich aber nach einigen Metern und senkte abrupt den Kopf richtig Gras. Ich musste grinsen, jedes Pony war verfressen, so gut manche es auch verbergen mochten, Futter liebten sie alle. Da heute auch keine Reitstunden waren, standen die meisten Pferde draußen und durften sich einen schönen Tag machen. Die Hengste wurden sowieso eher wenig für den Unterricht genutzt. Auf meinem Rückweg zum Hof ging ich den Rundgang um die große Stutenweide weiter um so bei meinen anderen Zuchthengsten vorbei zu kommen.
      Schon von weiten sah ich Golden Pirate und Legacy of Gold mir entgegen leuchten, ihr goldenes Fell reflektierte die Sonne und hob sie aus dem grünen Gras hervor. Aber auch wenn beide Golden waren so wurde dies bei Gold durch das Flaxengen und Pangare und nicht wie bei Pirate durch Cream hervorgerufen. Mein Blick schweifte über die Weide auf der Suche nach meinem dritten aufgehellten Fuchs, aber ich entdeckte nur A le Hop, ein Dunkelfuchs, der grade begeistert sich im feuchten Sand-Schlamm-Gemisch vom Flussufer wälzte. Auch Look at my Hair stand am Flussufer und planschte mit dem Huf im Wasser. Neben ihm prustete ein lehmfarbenes Pferd Luftblasen ins Wasser um dann darauf den Kopf zu heben und seine Rosa-Cremefarbene Nase zu zeigen. Single Malt hatte ich somit nun auch entdeckt, doch der Cremello war nicht wieder zu erkennen, sein Fell war dunkel vom wälzen im Schlamm. Ich war froh heute nicht den Plan zu haben ihn zu reiten. Die letzten im Bunde, Fürst der Finsternis und Dracula, bewegte sich langsam unter einigen Bäumen hervor – ihnen war es wohl zu warm in der Sonne geworden. Während Fürst nach einigen Metern zu den anderen hinüber schwenkte, schritt Dee zielstrebig auf mich zu,. Wartend lehnte ich mich an den Zaun. Die weiche Ponynase find an meine Kleidung zu durchwühlen und Dee knabberte frech an einer Hose. „Hey!“, rief ich ihn zurecht, als er meine Haut mit erwischte. Verdutzt schaute er ich an. Nach einiger Zeit riss ich mich los, nachdem ich auch einiges an Leckerchen los geworden war.

      Mein Weg zurück hätte mich eigentlich ein Stück durch den Wald geführt, doch da ich keine Lust auf Mücken hatte und auch nicht allzu viel Zeit hatte ich mich als Abkürzung an der Stutenweide entlang gequetscht, was nicht ohne Blessuren an mir vorbei gegangen war. Es war halt kein Weg, sondern ein ganz schönes Dickicht. Ich rieb mir über den Oberarm, wo ein roter Striemen diesen zierte. Als ich a alten Putzplatz vorbei kam erntete ich verwunderte Blicke, ich sah wohl etwas zerzaust aus. „Ich hab ne Abkürzung genommen.“, rief ich Andrew entschuldigend zu und zuckte mit den Schultern. Dieser grinste mir nur entgegen, „Solange wir pünktlich los kommen!“ , und striegelte weiter über Stromer´s Painting Golds buntes Fell. Ich nickte. Die schmale Vollblut Stute genoss dies sichtlich. Neben ihr stand ZM´s Zanaro, völlig entspannt am dösen. Ich machte mich rasch auf dem Weg zum Haus u meine Kleidung etwas reittauglicher zu gestalten. Mit Jeans und Hemd konnte man zwar auch aufs Pferd, doch erschien es mir nicht angemessen. Andrew und ich hatten im nahegelegensten Rennstall die Erlaubnis bekommen, heute deren Rennbahn zu nutzen. Daher wollten wir mit meinen beiden Vollblütern pünktlich los und die Zeit ausnutzen zu können. Die Zusage war etwas unvermittelt gekommen, weshalb mein Freund Lars andere Termine für mich hatte übernehmen müssen, was mir gar nicht gefiel, aber so war es nun mal manchmal. Ich war schon froh jetzt Andrew Cole auf meinem Hof zu haben, der sowohl Rennpferde wie auch normale Sportler verstand. Gebürtig kam er aus England, arbeitete aber schon länger in Deutschland, woher auch seine Mutter stammte. Daher konnte er auch nahezu perfekt Deutsch, was die gemeinsame Arbeit erleichterte.

      Fertig umgezogen wollte ich nun noch nach Coco´s Landzauber sehen, Andrew kam mir mit der in eine Fliegendecke eingepackten Goldie entgegen. „Ich komm gleich, Landi läuft wohl nicht ganz klar, dass muss ich mir vorher noch anschauen.“, meinte ich zu ihm. Mit einem keinen blauen Halfter holte ich den Hengst raus, das mir Alex in die Arme lief kam mir gerade gelegen. „Kannst du mir mal helfen? Ich wollte ihn mir grade anschauen.“ „Klar! Kann ich Club Can´t Handel Me gerade noch zum anbinden gehen?“ , etwas verschlafen schaute der murmelige Ponyhengst neben ihr drein. „Ich hab leider nicht so viel Zeit, stell ihn doch einfach kurz in Landi´s Box.“. Gesagt, getan, Club wurde in die Box gestellt, was ihm völlig egal zu sein schien. „Was willst du nachher mit Club machen?“, fragte ich sie. „Die Speckmurmel soll mal was arbeiten, ich hatte gedacht in der Hale etwas Dressur- und Stangenarbeit.“ „ Oh ja, gute Idee, lass ihn ordentlich schwitzen!“.
      Aus dem Stallgebäude draußen, ließ ich Alex mir Landi im Schritt und Trab auf dem gepflasterten Hof und normalem Erdboden vorlaufen. Im Schritt zeigte es sich kaum bis gar nicht, aber im Trab auf hartem Boden, wurde sehr deutlich, dass er hinten links lahmte. Ich stoppte Alex und kontrollierte sicherheitshalber seine Hufe auf Steine – nichts. Seufzend stellte ich fest, dass wohl ein Tierarzt kommen musste, ich hoffte er habe sich nur vertreten und ein Zerrung und nichts Ernstes. Kannst du einen Tierarzt anrufen bevor du mit Club in die Halle gehst? Das wäre super, er lahm hinten links schon ziemlich. Und würdest du ihn wieder weg bringen, ich hab´s leider etwas eilig.“. “Klar, kein Problem!“. Der arme Landi verschwand im Stall während ich mich beeilte in den Wagen zu kommen.

      Die Fahrt zum Rennstall, dessen Bahn wir nutzen heute durften, dauerte 30 Minuten. Das war zwar nicht kurz, aber sinnvoller als eine eigene Rennbahn, denn außer den zweien im Hänger hatte ich keinen Galopper im Stall. Und Zanaro hatte zwar Spaß am Rennen, aber die klassischen Disziplinen lagen ihm mehr. Goldie war das Rennpferd, mit hervorragendem Stammbaum, kam sie aus England von dem Pineforest Stable. Dieser hatte sich ganz der Zucht und dem Training von Vollblütern verschrieben, welche erfolgreich im Rennsport, aber auch in allen anderen Sparten waren. Auch Zanaros Abstammung konnte sich sehen lassen, aber er war erwartungsgemäß nicht auf Rennen gezogen.
      Am Stall angekommen hielten wir kurz um im Büro Bescheid zu geben, dass wir da waren. Die Bahn war frei und so fuhren wir direkt zu dieser hoch um dort die Pferde auszuladen und aufzuzäumen.
      Andrew schwang sich auf Goldie, während ich auf Zanaro stieg. Die Bahn war wirklich sehr schön und ordentlich gehalten. Gemächlich drehten wir einige Runden im Schritt, ehe wir die Steigbügel verkürzten. Startboxen hatten wir keine, aber diese waren auch nicht notwendig und zudem kannten beide Pferde diese schon. Vor einiger Zeit waren Zanaro und Goldie in einem Aufgewichtsrennen gestartet, wo mein Hengst in seiner Klasse den 5. und Goldie in ihrer für ihr junges Alter einen wirklich guten 6. Platz.
      Ruhig ließen wir die Pferde angaloppieren. Goldies Ohren schwangen hin und her und Andrew hatte Mühe die junge Stute zurück zu halten, doch wir wollten die ersten Meter die Pferde entspannt laufen lassen. Zanaro hielt sich an das Tempo. Dann ließen wir die Pferde Gas geben. Goldie preschte übermütig nach vorne, während Zanaro langsam aber stetig beschleunigte. Goldie war mit Andrew uns schon ein gutes Stück vor raus, dieser versuchte die Stute etwas ruhiger zu bekommen damit sie auch die restlichen Meter schaffen würde. Bis zum Ziel hatten wir das andere Paar grade überholt, war doch Zanaros Ausdauer und Erfahrung höher. Dennoch besaß Goldie deutlich höheres Potential.
      Wir ritten die Pferde ab, ehe sie wieder in den Hänger kamen und wir uns auf den Heimweg machten. Andrew wollte in nächster Zeit vermehrt an Goldies Ausdauer arbeiten und versuchen die Stute ruhiger starten zu lassen. Für Zanaro stellte das Rennen eher eine spaßige Abwechslung zur normalen Ausbildung dar.

      Als wir auf den Hof fuhren kam Alex uns schon entgegen. „Ich hab mit dem Tierarzt telefoniert, er kommt sich morgen mal Landzauber anschauen.“. „Alles klar! Wie lief es mit Club?“, fragte ich sie. Andrew war schon damit zugange die Pferde weg zu bringen. Währenddessen rollte auch ein blauer Jeep auf den Parkplatz. „ Ganz gut, wie erwartet faul, aber mit viel Treiben war er dann auch am Ende fertig!“, lachte sie mir entgegen, ich grinste mit. Der Ponyhengst war wirklich ein verfressenes faules Ding. Hinter mir hörte ich plötzlich ein noch etwas quietschendes begeistertes bellen. Während ich mich rumdrehte, fiel mir ein, dass Lars heute unseren Welpen abgeholt hatte. Der Kleine war vorbei an Lars aus dem Kofferraum gesprungen und schnüffelte aufgeregt herum, als er uns entdeckte kam er schwanzwedelnd auf uns zu, Lars folgte ihm mit einem Lächeln. „ohhhh“, kam es neben mir von Alex. „Na hallo kleiner!“, ich hockte mich runter und krabbelte den kleinen Hund, welcher sich auf den Rücken schmiss. „Er ist wirklich schick und so ein lieber!“, meinte ein Freund anerkennend welcher ihn heute zum ersten Mal in live gesehen hatte. „Hab ich gut ausgesucht, was?“, grinste ich.

      Noch brauchte der Barsoi Welpe einen Namen, aber dafür war auch noch später Zeit. Lars nahm ihn mit ins Haus, während ich zu Lady Moon ging. Die 8-Jährige versprach mit Training einmal eine große Sportlerin zu werden. Bisher war sie noch nicht viel gefördert worden und so wollte ich es auch erst langsam angehen lassen. Das verbleibende Licht nutze ich für einen Ritt ins Gelände. Hinter dem Nebenstall, an der großen Stutenweide vorbei ging es in den Wald. Mit Elan sprang die Stute die kleinen festen Hindernisse im Wald. Als die Lady anfing zu schwitzen machte ich mich langsam auf den Rückweg. Dafür, dass sie vor meinem Kauf lange Zeit nicht mehr gearbeitet wurde, hatte sie noch eine gute Ausdauer. Aber ich wollte sie auch nicht überstraperzieren.

      Als Lady wieder versorgt war, holte ich noch schnell Butterblume. Bevor ich Roi reiten würde wollte ich die Stute noch nach draußen bringen. Auf dem Weg zu dem kleinen Sand Paddock wurde die Stute nervöser je näher der Wald kam, doch sie ließ sich noch Händeln was eine Verbesserung war. Sicherheitshalber ging ich mit auf das Paddock und hievte die Balken des Tores wieder in die Metallhalterungen, ehe ich den Strick ausklinkte. Angespannt stürmte Blümchen los bis sie der nahende Zaun zum stoppen zwang. Unglücklich durch diese Grenze hüpfte sie vor dem Zaun mit der Vorhand. Zum Glück war der Zaun dieses Sandpaddocks extra hoch und so wagte die S-Springstute dann doch keinen Versuch diesen zu überspringen. Langsam kam sie etwas zur Ruhe, sodass ich durch den Zaun schlüpfen und sie guten Gewissens für einige Zeit alleine lassen konnte.

      Mit Roi du Soleil hatte ich Dressurarbeit vor, in der Halle lagen noch die Stangen von Alex Arbeit mit Club und so beschoss ich diese auch in das Training einzubauen. Nach kurzen Dominanz gehabe machte der Hengst begeistert mit, schwungvoll trabte er über die Stangen und es schien fast so als würde er sich selber ärgern wenn er eine dieser berührte. Lobend klopfte ich den kräftigen Hals des Hengstes. Durch die Fenster schien noch das letzte Licht des Tages und tauchte die Halle in ein goldgelb. Roi hatte deutich an Kondition dazu gewonnen, durch sein Distanztraining vor einiger Zeit und so war der Hengst am Ende nicht annähernd erschöpft. Der Kraftprotz sollte nun täglich bewegt werden um ausgelastet zu sein und ich freute mich schon auf die nächsten Turniere mit ihm.

      Zuletzt brachte ich noch Blümchen wieder in ihre Box. Beim Paddock fand ich zu meiner Freude eine entspannte Stute vor, die vertrauensvoll zu mir kam und kuschelte. Ihr schwarzes Fell war von feinem Staub bedeckt, daher bürstete ich sie mit einem weichen Striegel über. Nach dem Hufe auskratzen ließ Blume sich auch brav in den Stall bringen.

      13.02.2017 - Pflegebericht - kira
      Admiral, Dracula, Golden Pirate, Armani, Auftakt, All Pride, Coco´s Landzauber, ZM´s Zanaro, Lady Moon, Butterblume, Roi du Soleil, Viona, Nandalee, Club Can´t Handel Me, Legacy of Gold, A le Hop, Daydreaming Sorrow, BonnyBoy, Single Malt, Fürst der Finsternis, Wie konntest du nur, I like It, Frisco, Look at my Hair

      Es war noch sehr früh, doch das Dämmerlicht welches inzwischen herrschte verriet, dass der Winter sich nun dem Ende neigte. Die Tage wurden wieder länger. Jascha hatte ich noch nicht zum aufstehen bewegen können und im Stall herrsche auch noch verschlafene Ruhe. Die letzte Woche hatte der Winter sich noch einmal mit Schneeregen und Frost gezeigt und so war ich sehr froh, dass nun der Boden wieder trocken war und ich die erste Fuhre der Zuchthengste hinausbringen konnte. Hibbelig folgten mir Armani, Auftakt, All Pride und Coco´s Landzauber. Auch wenn die beiden Vater-Sohn-Gespänne eigentlich zu den ruhigeren gehörten, vor allen Armani war noch immer recht zurückhaltend, auch wenn er nun schon 9 Monate auf einem Gestüt lebte, doch das schlechte Wetter hatte den Weidegang stark eingeschrenkt. So düßten die vier mit einer Energie los, welche jedes Vollblut stolz gemacht hätte. Ich brachte noch Admiral, Dracula und Golden Pirate hinterher, bevor ich mich einzelnen Pferden zuwenden konnte. Die Stuten würde heute einer der Angestellten raus bringen und auch den Wechsel auf der Hengstweide würde einer diese übernehmen. Im Stall überprüfte ich ersteimal das Aufgaben Brett. Um 11 Uhr gab ich eine Reitstunde und nach der Mittagszeit ebnfalls eine, aber für die Fortgeschrittenen. Die 11 Uhr Reitstunde würde ich an Marion abgeben. Ich trug das reinbringen der Hengst in Alex´s Spalte ein und fügte noch hinzu, dass sie im Anschluss auf die selbe Weide raus bringen sollte. BonnyBoy war ein etwas schwieriger Kandidat, was seine Weide oder Paddock Partner anging. Malt und Fürst waren aber selber kleine Machos und standen auch schon bei ihrem Vorbesitzer mit BonnyBoy zusammen, weshalb die beiden sich gegen den Hengst behaupten konnten.

      Nachdem ich Marion angewiesen hatte die Reitstunde z leiten, machte ich noch die Zuweisung der Ponys, in der 11 Uhr-Stunde würden Wie konntest du nur und I like It, sowie die beiden außerst gutmütigen Fellpony Hengste Frisco und Look at my Hair laufen. Gerne setzte ich, wenn möglich, von meinen Zuchtponys im Unterricht ein. So lernten die Kinder auf zumeist gut ausgebildeten Ponys reiten und diese hatten genügend Bewegung, denn ich selber konnte täglich nur einen kleinen Teil dieser reiten. Vorallem aber die Fellponys hatten die Kinder gerne, denn sie brachten nicht nur gemtliche Gänge mit sich sondern waren auch gutmütige und ruhige Tiere, was bei den auch von arabischen Vollblütern abstammenden Welsh´s nicht unbedingt gegeben war.

      Zum Frühstück erwartete mich Lars bereits, mit Eiern und Brötchen konnte er mich wie jeden Morgen begeistern. Die Zeit zum gemütlichen Frühstück nahm ich mir doch fast jeden Morgen. Bevor ich mich setzte gab ich noch Jascha auf dem Flur sein Futter, inzwischen konnte an ihn auch fast ausgewachsen nennen. Der Barsoi Rüde war ein toller Anblick mit seinem seidigen langen Fell und schlanken Körperbau.

      Folgt…

      13.06.2017 - Kostümparty für die einen, Arbeit für die anderen - Canyon
      Pflegebericht
      "Das ist doch albern."
      "Nein, das ist niedlich."
      "Haha." Sie lachte trocken und bedachte ihn mit einem ungläubigen Blick. "Und ich bin der Weihnachtsmann."
      "Da bist du aber nicht sehr glaubwürdig!" Diesmal blickte er gespielt abschätzig vom Pferd aus auf seine Freundin herab, streckte ihr dann jedoch als Zeichen eines Scherzes die Zunge raus.
      "Ich bin ohne Kostüm genauso glaubwürdig wie du es mit Kostüm bist, das habe ich versucht dir damit verständlich zu machen!" Sie versuchte sich aus dieser Lage wieder zu befreien, da ihr jedoch nichts passendes einfiel, verschränkte sie die Arme und schaute absichtlich in eine andere Richtung.
      "Bekomme ich nun trotz des oberniedlichen Hasenkostüms eine Aufmunterung? Immerhin bin ich hier, um die Ehre unseres Gestüts zu verteidigen!"
      "In einem Hasenkostüm!?" Entsetzt blickte sie ihn wieder an. "Du ziehst unsere Ehre in den Dreck!"
      "Weißt du was mir gerade einfällt? Ich weiß noch was "Ehre" auf Russisch heißt!"
      Diesmal musste sie lachen und als sie sich auf die Zehenspitzen stellte, um ihm einen Kuss auf die Lippen zu drücken, lächelte sie liebevoll. "Ich gebe es zu, es ist wirklich niedlich!"
      "Sagte ich doch!" Seine Brust schwoll an und er grinste schon wieder.
      "Jaja...", nuschelte sie. "Wir sehen uns nachher, holst du mich ab?"
      "Immer doch, Liebling, immer doch!"

      Die Kostümparty auf dem Gestüt Milky Way war eine der bekanntesten weit und breit. Viele Besucher kamen mit und ohne Pferd, doch waren sie stets verkleidet, wie es die Regeln besagten. Die einzige, welche heute nicht in eine, lächerlichen oder gruseligen Kostüm steckte, war-
      "Charlotte von Eylenstein." Freundlich streckte sie ihre Hand aus und ergriff die des Mannes. "Peter", meinte dieser nur. Charly tat es gut, nach so langer Zeit wieder ihre Muttersprache sprechen zu können. Fast hatte sie das Gefühl, sie verlernt zu haben. Es lähmte ihr die Zunge und die Wörter, welche sie so viele Jahre lang Tag für Tag gebraucht hatte, schienen hinter all den anderen Dingen in ihrem Kopf verschwunden zu sein. Deswegen nickte sie nur kurz und lächelte zögerlich.
      "Hat dir Kira bereits eine Einführung gegeben?"
      "Nur ganz kurz." Meinte sie. "Das Nötigste eben."
      Peter brummte. "Ok, dann komm mit."
      Der morgendliche Schein der Sonne kroch erst langsam über die Spitzen der hügeligen Landschaft und ließ das Gestüt trotzt des warmen Sommers noch kühl und leer erscheinen. Einige Autos besiedelten schon den Parkplatz und bis zum Nachmittag würden es noch einige mehr werden. Kira hatte sich wie immer jede Menge Mühe für ihre reichlichen Gäste gegeben, Nico freute sich jetzt auf die Mahlzeiten - er mochte deutsches Essen.
      Peter verlor nicht viele weitere Worte, sondern teilte Charly einige Pferde im Hengststall zu, drückte ihr einen Futterplan in die Hand und sie versuchte ihr bestes, das ihr fremde Fütterungsprinzip in die Tat umzusetzen.
      "Ponys, Ponys, Ponys-" murmelte sie und fuhr mit dem Finger die Liste herab. Es waren einige Tiere zu füttern und die Zeit drängte. Die meisten Pferden mussten auf den Weiden sein, bevor der Ansturm an Gästen auf das Gestüt drängte.
      Sie begann, wie man meisten begann. Ganz vorne am Anfang. Obwohl sie unter zeitlicher Anspannung stand, nahm sie sich für jedes Pferd kurz Zeit. Admiral war also der erste, bei welchem sie die Tränke kontrollierte und Heu nachfüllte. Danach folgten viele weitere Ponys: Coco's Landzauber, Armani, Golden Pirate, A Le Hop, All Pride, Auftakt, BonnyBoy, Single Malt, Fürst der Finsternis, Dracula, Daydreaming Sorrow, Legacy of Gold, Look At My Hair und Frisco. Sie war reichlich überrascht, dass der größte Teil der kleinen Pferde erfolgreich gekört war.
      Die Hengste würden heute jedoch drinnen bleiben. Zu viele fremde Pferde waren unterwegs, sodass Charly nach getaner Arbeit bei den Hengsten zu den Stuten ging. Hier lernte sie Alexandra kennen. Diese war ein paar Jahre jünger als sie, aber Charly mochte ihr nettes Lächeln und die beiden Frauen verstanden sich, ohne viel von einander zu wissen. Was Pferde und ein kleines Lächeln bewirken konnten, dachte Charly und griff das Halfter an der ersten Box. Alexandra und Peter hatten bereits die Stuten gefüttert, sodass diese nun auf die Weiden sollten. "Imma zwe auf einma'", hatte Peter gesagt, während Charly nur verständnislos geschaut und Alexandra gelacht hatte. Peter hatte erst nicht gewusst, was er getan hatte, lachte dann jedoch auch, als er es verstand.
      Lilifee und Star hießen die ersten beiden Stuten. Charly mochte einfallslose Namen nicht, verzieh es den beiden jedoch durch ihr hübsches Aussehen sehr schnell. Peter griff sich Vanity und Angel's Kiss, während Alexandra Nesquik und Sally nahm. Die Ponys kannten den Weg schon fast selbst und weit war er auch nicht, sodass nach kurzer Zeit auch Alice von Landwein, Draculas Wife, Happy Steffi, Nosferatu, Argenté Noir, Knives and Pens, Siana und Antigone auf der Weide waren. Peter klopfte sich zufrieden die Händen an der Hose ab. "Jut, dann geht jetzt ener zu den Trainingspferden und die anderen beiden zum Nebenstall. Alex machst du dat? Ich nehme Charly mit, schicke sie dir jedoch, sobald wir fertig sind." Die beiden Frauen nickten zustimmend und machten sich auf den Weg zu den jeweiligen Pferden.
      Die sieben Trainingspferde standen nicht weit abseits. Auch sie mussten gefüttert und anschließend auf die Weide gebracht werden. Wieder gab es für sie einen Futterplan, während Peter das von ihr vorbereitete Futter zu den Pferden brachte.
      "Das ist für Viona und das ist für Nandalee", sagte sie und deutete auf zwei Eimer. "Als nächstes kommen dann Drachenlady und-", sie stockte, "-Wie konntest du nur?" Zweifelnd blickte sie zu Peter auf. "Heißt der wirklich so?" Peter nickte und griff stumm zu den Eimern, während Charly sich kurz lachend schüttelte. Gerade habe ich mich noch über die Namen beschwert, dachte sie, aber jetzt-.
      Zum Schluss kamen nur noch I like it, Club can't handel me und Roi du Soleil und auch diese kamen, nachdem sie genüsslich aufgefressen hatten auf die Weide.
      "Geh' du jetz ma zu Alexandra, ich mache die Boxen hier alleine." Charly nickte und machte sich auf den Weg zum Nebenstall, welche gerade einen unglaublich niedlichen Miniatur Hengst namens Umpalumpa den Schweif kämmte.
      "Ah sehr gut! Dich könnte ich jetzt gut gebrauchen! Du musst mir mal mit Croccantino und ZM's Zanaro helfen, ich würde die beiden gerne in die Führanlage bringen." Sie drückte Charly den jungen Vollblut Hengst Zanaro in die Hände, während sie selbst Croc nahm. "Nachher kommen auch noch Butterblume und Lady Moon, aber die will ich nicht zur gleichen Zeit-" Sie brach ab, denn aus einer der benachbarten Boxen drang ein lautes klagendes Wiehern. "Das ist Stromer's Painting Gold, die mag es nicht, wenn man sie alleine lässt. Vielleicht nehme ich sie nachher mit in die Führanlage." Sie verließ den Stall und Charly folgte ihr. "Aber erst nach dem Mittagessen, logischerweise." Fügte sie noch hinzu.

      Der Nachmittag war erstaunlich Pferdeleer. Nur hin und wieder wurden ein paar Pferde in die Führanlage gebracht und nach kurzer Zeit wieder abgeholt. Ansonsten machte Charly genau die Arbeit, welche sie von Zuhause gewöhnt war. Boxen sauber machen und Weiden abäppeln.
      "Ach wie viel angenehmer wäre das Leben, wenn es auch Pferdetoiletten mit Spülung gäbe." Meinte sie am späten Abend zu ihrem Freund. Ihre Arbeitskleidung hatte reichlich gelitten und ihre Haare waren von Staub und Dreck überzogen. Nico derweilen saß immer noch im blauen Hasenkostüm auf einer der Partybänke und hielt eine Flasche Bier in der Hand. Als Charly diese erblickte, seufzte sie. "Sage nicht, dass ich nun auch noch Autofahren muss!"
      "Keine Angst Schatz, ich habe erfolgreich unsere Ehre verteidigt und eines der beliebten Gästezimmer ergattert!" Seine Brust schwoll vor Stolz.
      "Hoffentlich hast du auch etwas Werbung für unser Gestüt gemacht, das war schließlich deine Aufgabe."
      "Natürlich! Was denkst du denn von mir?" Empört richtete er sich auf. "Dass ich ein Taugenichts bin oder was?"
      Charly hustete. "Ach nö nö, quatsch!" Sie hustete wieder.
      "Glaube mir, die werden uns in Scharen besuchen kommen! Wenn ich eines bin, dann überzeugend und weißt du was? Ich habe noch einen Meilenstein heute erreicht!" Zweifelnd blickte Charly auf. "Lass dich überraschen Hase, lass dich überraschen."
    • Möhrchen
      Pflegebericht - Kindergeburtstag!| Caillou, Callimero, Armani, Umpalumpa und Narla
      |©Möhrchen, 29.08.2017

      Ich blies die letzten Luftballons auf und hängte sie an die Decke des Pavillions. Auf dem Tisch verteilte ich bunte Teller und Becher und ein paar Süßigkeiten. Heute war ein besonderer Tag, denn heute sollte auf der Rainbow Ranch ein Kindergeburtstag stattfinden. Vor ein paar Tagen war Mia mit ihrer Mutter auf meinen Hof gekommen und hatte gefragt, ob sie ihren sechsten Geburtstag bei mir auf dem Hof feiern könnte. Ich hatte sowas zwar noch nie gemacht, hatte aber spontan zugesagt. Ich war sehr gespannt, wie der Tag verlaufen würde und wie die Ponys auf die Kinder reagieren würden.

      Zuerst holte ich die vier Ponys von ihren Paddocks und brachte sie zusammen auf den Reitplatz. Ich hatte zum Reiten Caillou, Calli und Armani ausgesucht, die drei passten von der Größe her am besten zu den Kindern und hatten auch schon Erfahrung mit Reitunterricht. Zum Putzen und Rumtüddeln holte ich außerdem Umpalumpa dazu.

      Kurz vor 3 fuhr Mias Mutter Yvonne mit ihrem VW-Bus vor. Sie öffnete sie Schiebetür und nacheinander sprangen acht quietschende Mädels aus dem Auto. Ich begrüßte Yvonne und wir riefen die Kinder zusammen. Ich stellte mich kurz vor und fragte die Kinder nach ihren Namen, was eher weniger sinnvoll war, da ich mir eh nicht alle merken konnte.

      „Es gibt noch ein paar Sachen, die ganz wichtig sind“, sagte ich, als endlich mal kurz alle ruhig waren. „Ponys erschrecken sich ziemlich schnell und springen dann auch manchmal zurück, deshalb darf man nicht zu dicht hinter ihnen her gehen. Und es wird bei den Ponys nicht gerannt, nur langsam gegangen. Alles Weitere zeige ich euch, wenn wir bei den Ponys sind. Wer von euch ist denn schon mal geritten?“ Mia und drei ihrer Freundinnen meldeten sich.

      Gemeinsam gingen wir zum Reitplatz hinüber, wo die Ponys entspannt an ihren Heunetzen herum knabberten. „Ich nahm die vier Halfter vom Zaun und gab den Mädels jeweils zu zweit eins. Dann ging ich mit ihnen auf den Reitplatz und half ihnen dabei, die Ponys aufzuhalftern und am Zaun anzubinden. Dann trommelte ich in der Mitte des Reitplatzes wieder alle zusammen, wo ich bereits eine Kiste mit weichen Bürsten bereitgestellt hatte. „Wir machen die Ponys jetzt erstmal ein bisschen sauber. Jeder kann sich eine Bürste nehmen und dann putzt ihr immer zu zweit ein Pony. Den Kopf braucht ihr nicht sauber machen, das mögen sie nicht so gerne. Wenn ihr irgendwas nicht hin bekommt, dann helfe ich euch.“ Alle schwärmten wieder aus und verteilten sich gackernd auf die Ponys. Ich ging herum und half ihnen, korrigierte Fehler und beantwortete neugierige Fragen zu den Ponys.

      Eine halbe Stunde später hatten wir alle Ponys geputzt und die drei Großen mit einem Reitpad gesattelt. Die Kinder setzten sich ihre Helme auf, die sie von zu Hause mitgebracht hatten, dann zeigte ich ihnen kurz, wie man die Ponys am besten führte. Die Kinder schauten interessiert zu und gaben sich Mühe, es richtig zu machen. Ich führte Callimero, Yvonne bekam Armani und die Kinder durften abwechselnd Caillou führen. Nacheinander durften die Kinder nun Reiten, zuerst im Schritt außen herum, dann um verschiedene Hindernisse, die ich in der Bahn aufgebaut hatte und zum Schluss sogar kurz im Trab. Die Ponys waren super artig und total entspannt und die Kinder waren nicht mehr so albern und richtig konzentriert. Es machte allmählich wirklich Spaß. Wir ließen die Kinder auf den Ponys Eier auf Löffeln balancieren, Bälle in Eimer werfen und Fähnchen aufheben, die am Boden in Pylonen steckten.

      Nach einer knappen Stunde rutschten die letzten Kinder erschöpft von ihren Pferden. Wir sattelten sie ab, räumten den Reitplatz auf und ließen die Ponys auf dem Reitplatz frei. Während sie sich wieder an ihren Heunetzen zu schaffen machten, gingen wir mit den Kindern in den Pavillion und Yvonne packte ihren selbst gebackenen Kuchen aus. Beim Essen drehten die Kinder wieder ordentlich auf, kreischten durcheinander und alberten herum. Wir ermahnten sie einige Male, aber da wir weit genug von den Pferden weg waren, ließen wir ihnen ihren Spaß. Während sie weiter ihren Kuchen aßen, brachte ich die Ponys vom Reitplatz zurück auf ihre Paddocks, dann ging ich zum Trail und holte Narla. Am Putzplatz band ich sie an und putzte sie gründlich. Dann stellte ich die Fingerfarben bereit, die ich am Tag zuvor besorgt hatte. Bereits vor längerer Zeit hatte ich mal ein Pony für ein Fotoshooting damit bemalt und ich war mir sicher, dass die Kinder daran Spaß haben würden.

      Als alle fertig mit essen waren, gingen wir zusammen zu Narla. Die Kinder hatten einen Heidenspaß dabei, die gefleckte Stute mit den Fingerfarben zu bemalen. Innerhalb kürzester Zeit war sie bunt getupft, hatte eine Blume auf dem Po und Fingerabdrücke am ganzen Körper. Sie sah wirklich aus wie ein Indianerpferd und war dabei total entspannt und genoss die Aufmerksamkeit. Ich legte ihr ein Pad und einen Voltigiergurt auf, dann gingen wir alle wieder auf den Reitplatz. Nacheinander durften die Kinder an der Longe reiten, die geübteren sogar schon im Galopp. Narla machte ihren Job wirklich super und drehte locker und entspannt ihre Runden an der Longe. Die Dusche danach hatte sie sich wirklich mehr als verdient. Zusammen mit den Kindern wusch ich die ganze Farbe wieder ab, zog sie dann mit dem Schweißmesser ab und stellte sie in die Sonne zum Trocknen.

      Die Kinder waren sichtlich müde, als ihre Eltern schließlich auf den Hof kamen, um sie abzuholen. Aufgeregt plapperten sie durcheinander und erzählten ihren Eltern von den Ponys. Nach und nach rollten sie alle vom Hof, bis nur noch Yvonne und Mia übrig waren. „Das war wirklich ein ganz toller Tag, vielen vielen Dank“, sagte Yvonne und Mia umarmte mich. Sie schwärmte von Caillou und wollte ihn unbedingt mit nach Hause nehmen. „Caillou möchte viel lieber hier bei seinen Freunden bleiben. Aber wenn du möchtest können wir ja mal einen Termin abmachen, dann gebe ich dir eine Reitstunde auf ihm.“ Mia strahlte und winkte mir noch hinterher, bis der Bus um die nächste Kurve verschwunden war. Ich räumte noch den Pavillon zu Ende auf und brachte Narla zurück auf ihren Paddock. Dann sank ich erschöpft auf die Bank auf meiner Terrasse. So ein Tag mit acht Kindern auf einem Haufen war wirklich anstrengend, aber auch sehr lustig und schön gewesen. Und ich war sehr stolz auf meine Ponys, die den ganzen Trubel so gelassen hingenommen hatten.
    • Möhrchen
      Kurzer Pflegebericht für alle meine Pferde – Der erste Schnee!
      |©Möhrchen, 08.12.2017

      Es war eine unheimlich stressige Zeit gewesen und ich hatte mich bei der Stallarbeit wochenlang auf das nötigste beschränkt. Ich hatte mich fast rund um die Uhr um meine Mutter gekümmert, die am anderen Ende von Deutschland mit einem gebrochenen Bein im Krankenhaus lag. Meine Pferde waren wirklich eine ganze Weile lang zu kurz gekommen. Langsam wurde es besser, trotz allem hatte ich auch heute wieder nicht viel Zeit. Jetzt ging es auch schon auf Weihnachten zu, wo es in der Familie auch nicht unbedingt entspannter werden würde.
      Meine Pferde hatten also vorerst Winterpause und ich hoffte, im Januar wieder voll durchstarten zu können.

      Als ich die Vorhänge zurück schlug, traute ich meinen Augen kaum. Die ganze Zeit hatten wir keine einzige Flocke Schnee abbekommen und jetzt war draußen dichtes Schneegestöber und die Erde war schon leicht gezuckert. Ich schlüpfte also in meine dicken Thermostiefel und setzte meine Mütze auf. Dann machte ich mich auf den Weg in den Stall, das Frühstück musste heute mal warten.

      Ich fing mit der Stallarbeit auf dem Stutentrail an. Die Mädels waren heute ordentlich aufgedreht, Curly, Anni, Snooky und Viona fegten gerade in einem Affenzahn den Trail entlang. Lillifee stand dagegen entspannt an der Heuraufe und schaute sich das Spektakel aus der Ferne an. Liara und Narla standen im Unterstand und kraulten sich gegenseitig den Widerrist. Ich ging zum Koppeltor und öffnete die größte Koppel. So konnten sie sich zumindest noch ein bisschen austoben. Sobald sie sahen, dass das Tor offen war, stürmten die vier Wildfänge auf die Wiese und setzten ihr Spiel dort fort. Auch Liara und Narla spitzten die Ohren und schossen dann hinter ihnen her. Nur die Kleinste der Bande, Lillifee, spazierte im Schritt hinter den anderen her. Ich musste grinsen, als ich meine Mädels so über die Weide fegen sah. Da ging einem doch trotz all dem Stress das Herz auf.

      Ich beeilte mich mit der Stallarbeit, äpplte den Paddock ab, kontrollierte Tränken und füllte Heu und Stroh auf. Dann machte ich mich mit der voll beladenen Schubkarre auf zu den Hengsten.

      Auf dem Trail der Hengste ging es etwas gemächlicher zu, nur Corry und Fallen hatten sich von den Stuten anstecken lassen und tänzelten unruhig am Zaun entlang. Caillou, Calimero und Armani standen einträchtig an der großen Heuraufe und zupften die letzten Halme aus dem Netz. Haru, Yakari und Damon hatten sich in die Liegehalle zurückgezogen und hielten ein Nickerchen. Haru hielt Wache, während die anderen beiden es sich im Stroh bequem gemacht hatten. Auch für sie öffnete ich die Weide, doch die drei Schlafmützen im Unterstand ließen sich davon gar nicht stören. Die Kleinen machten sich dagegen begeistert auf den Weg auf die Koppel und drehten auch ein paar flotte Runden im Schnee. Calli schmiss sich sofort auf die verschneite Wiese und rollte sich genüsslich von einer Seite auf die andere.

      Ich sammelte auch hier alles ab, mistete geschickt und die schlafenden Ponys herum aus und füllte alle Heuraufen wieder auf. Zum Glück hatte ich beheizte Selbsttränken und musste kein Wasser schleppen. Zum Ausruhen setzte ich mich noch kurz zu den Großen ins Stroh und genoss ein bisschen die winterliche Stille. Damon und Yakari ließen sich davon gar nicht stören, was mich sehr freute.

      Im Stutenstall warteten alle sehnsüchtig darauf, dass sie auf die Koppel durften. Nach und nach brachte ich die Stuten auf die große Winterkoppel, die inzwischen schon mehr weiß als grün war. Royal und Namica machten den Anfang, dann folgten Donatella und Brött und zu guter Letzt Nökkvadís und Raya. Heute schienen echt alle Pferde ordentlich Pfeffer im Hintern zu haben, denn während die ersten vier bisher noch entspannt gegrast hatten, schossen sie jetzt mit Ankunft der letzten beiden wie die verrückten los und buckelten wild über die Koppel. Ich blieb einen Moment am Zaun stehen und schaute ihnen zu, bis schließlich wieder Ruhe einkehrte. Dann machte ich mich an das Misten der Boxen und Füllen der Heunetze.

      Nun fehlten nur noch die kleinsten im Offenstalltrakt. Sie blieben bei dem Wetter auf dem Paddock. Anscheinend fanden sie den Schnee sehr interessant, schließlich hatten sie so etwas noch nie gesehen. Thalima schob begeistert ihre Nase durch den dünnen Schnee und freute sich über die kleinen Häufchen, die sie zusammen schob. Pantoffelchen steckte ihren Kopf durch das Gatter und schaute fasziniert in die weiße Landschaft hinaus. Nayomi und Bina kämpften gerade ein bisschen und versuchten quietschend, sich anzusteigen. Nayomi verlor dabei fast das Gleichgewicht und wäre beinahe auf den Rücken gefallen. Nur Umpalumpa und Lakota hatten nichts für den Schnee übrig und standen gelangweilt im Unterstand herum. Für die war das weiße Zeug ja schließlich nichts Neues.

      Ich striegelte alle Fohlen kurz ein bisschen. Ein Blick auf die Uhr zeigte mir dann aber, dass ich mich langsam beeilen musste. In Windeseile äppelte ich die Paddocks ab und verteilte frisches Heu und Stroh. Dann eilte ich zurück ins Haus, um mir trockene Klamotten anzuziehen.
    • Möhrchen
      Kurzer Pflegebericht für alle Pferde – der Frühling ist da!
      |©Möhrchen, 18.04.2018

      Endlich war es so weit: es war warm, richtig warm, und die Sonne strahlte vom strahlend blauen Himmel. Endlich Frühling! Während vor ein paar Wochen noch Schnee lag, waren jetzt schon an die 25 Grad und ich hatte richtig gute Laune, als ich vom Frühstückstisch aufstand und meinen Teller in der Geschirrspüler räumte.

      Gestern hatte ich mich mit meinen beiden besten Freundinnen zu einem Hoftag verabredet und ich freute mich auf einen fröhlichen und produktiven Stalltag. Noch bevor die beiden ankamen, machte ich mich an die Stallarbeit. Zuerst mistete ich die beiden Paddocktrails ab und füllte die Heuraufen. Dann ließ ich die Boxenpferde auf die Koppel und machte mich daran, die Boxen zu misten. Während ich noch am Misten war, kamen Sina und Kathi laut schnatternd in die Stallgasse gelaufen. Wir begrüßten uns herzlich, da wir uns eine ganze Weile nicht mehr gesehen hatten. Dann schnappten sie sich kurzerhand eine Mistgabel und halfen mir beim Misten.

      Zu dritt waren wir schnell mit der Stallarbeit durch. Da das Wetter uns einfach nach draußen lockte, entschieden wir uns, zuerst einen Ausritt in den Wald zu machen. Ich sattelte also Liara, Sina nahm Narla und Kathi Curly Lure. Als Handpferde nahmen wir Viona, Lillifee und Snooky mit, sodass wir mit einer richtig großen Truppe von Hof ritten. Es war wirklich ein tolles Ausritt, wir trabten viel und nutzten auch meine Lieblings-Galoppstrecke gründlich aus. Die Pferde waren artig und entspannt und hatten richtig Spaß. Zufrieden ritten wir zurück auf den Hof, spritzten den verschwitzten Pferden die Beine ab und stellten sie zurück auf den Trail.

      Anschließend nahm ich Anni mit zum Putzplatz, schrubbte ihr gründlich das lose Winterfell ab und schnitt ihre Mähne nach. Ansonsten hatte sie heute frei und durfte weiter auf dem Paddock die Sonne genießen.

      Auch mit den Wallachen entschieden wir uns zu einem Ausritt. Ich sattelte Haru und nahm Callimero als Handpferd, Sina zog mit Yakari und Caillou los und Kathi schnappte sich Armani und Corry. Die Jungs waren etwas flotter drauf als die Mädels und genossen einen sehr ausgedehnten Galopp im Gelände. Yakari und Caillou bekamen sich auf dem Ausritt etwas in die Wolle, sodass ich den Rückweg mit zwei Handpferden meisterte. Aus diesem Grund ritten wir auch gemütlich plaudernd im Schritt zurück und es klappte besser als gedacht.
      Zurück am Hof bekamen auch die Jungs ein Fußbad und durften dann für ein paar Stunden auf die große Wiese.

      Währenddessen machten wir Mädels noch ein kleines Beautyprogramm mit Fallen Godness, Damon, Umpalumpa und Raya. Dann bauten wir auf dem Platz ein paar kleinere Sprünge auf führten Nökkvadís, Brött, Donatella, Namica und Royal Disturbance warm. Die Stuten waren entspannt und drehten brav mit uns ihre Runden. Nach 10 Minuten ließen wir sie vom Strick und ließen sie erstmal ein paar Minuten toben. Dann verteilten wir uns auf dem Platz und dirigierten sie nach außen über die Sprünge. Anfangs hatten sie mächtig Spaß und das Ganze glich eher einem Wettrennen als einem Freispringen. Aber nach ein paar Runden beruhigten sie sich etwas und sprangen gesittet ein kleines Kreuz nach dem anderen. Namica buckelte übermütig und schnaubte danach zufrieden ab. Nach 20 Minuten waren alle Ponys müde und wurden immer langsamer. Wir ließen sie noch eine Weile auf dem Platz, damit sie ihr verschwitztes Fell genüsslich im Sand wälzen konnten, was sie auch begeistert annahmen. Dann stellten wir sie zurück auf die Wiese.

      Zum Schluss waren noch die Fohlen an der Reihe. Wir setzten uns einfach zu ihnen auf den Paddock und ließen uns belagern. Sofort kamen sie an und beschnupperten uns neugierig, ließen sich kraulen und Bina legte sich nach einer Weile sogar neben uns in den Sand. Lakota verlor nach einiger Zeit das Interesse, während Tahlima und Nayomi sich stundenlang kraulen ließen. Pantoffelchen stand etwas abseits und beobachtete das Geschehen. So ließen wir den Abend gemütlich ausklingen und quatschten über Gott und die Welt, während die Fohlen um uns herum langsam müde vom Spielen wurden.
    • Eddi
      Verschoben am 09.11.2018
      Grund:
      6 Monate lang keine Pflege.
    Keine Kommentare zum Anzeigen.
  • Kategorie:
    Himmel - ungepflegte Pferde
    Hochgeladen von:
    Möhrchen
    Datum:
    27 Juli 2017
    Klicks:
    578
    Kommentare:
    5

    EXIF Data

    File Size:
    141,9 KB
    Mime Type:
    image/jpeg
    Width:
    600px
    Height:
    400px
     

    Note: EXIF data is stored on valid file types when a photo is uploaded. The photo may have been manipulated since upload (rotated, flipped, cropped etc).

  • Armani

    *____________________________________________*
    Abstammung

    Von:
    Auftakt
    Von: Aladin | Aus der: Campina
    Aus der: Avec Charme
    Von: Sensation de Triomphe | Aus der: L'Amour


    *____________________________________________*
    Exterieur


    Hengst
    Pony
    *09.11.2005
    (12 Jahre)
    Rasse: Welsh B
    Stockmaß: 134 cm
    Farbe: Dunkelfuchs Frame Overo
    Gencode ee nO

    *____________________________________________*
    Interieur & Beschreibung


    Charaktereigenschaften:
    Ausgeglichen ●●●●● Unausgeglichen
    Aufmerksam ●●●●● Unaufmerksam
    Intelligent ●●●●● Unintelligent
    Sozial ●●●●● Unsozial
    Begabt ●●●●● Unbegabt
    Ruhig ●●●●● Nervös
    Loyal ●●●●● Untreu
    Gutmütig ●●●●● Boshaft
    Nervenstark ●●●●● Scheu
    Temperamentvoll ●●●●● Faul

    lernwillig, treu, scheu vor Fremdem, Personenbezogen


    Beschreibung
    Armani stammt aus der Privatzucht Rabenschlag.


    *____________________________________________*
    Besitzer


    Besitzer: Möhrchen
    Vorbesitzer: Kira
    Züchter: Privatzucht Rabenschlag
    VKR/Ersteller: Muemmi
    Reitbeteiligung: -
    im Besitz seit: 27.07.2017
    Zu verkaufen: -
    Kaufpreis: -
    (Bei Abgabe zurück an: -)



    *____________________________________________*
    Qualifizierungen & Erfolge


    Dressur E A L M S S* S** S***
    Western E A L M S S* S** S***
    Springen E A L M S S* S** S***
    Military E A L M S S* S** S***
    Galopprennen E A L M S S* S** S***
    Distanz E A L M S S* S** S***
    Fahren E A L M S S* S** S***
    Gangreiten E A L M S S* S** S***
    Aufstieg durch: Turniersieg | Training


    Erfolge

    2.Platz 69. Springturnier
    3.Platz 79.Militaryturnier für Ponys
    1.Platz 105. Galopprennen für Ponys
    3.Platz 97.Militaryturnier für Ponys
    1.Platz 100.Militaryturnier
    3.Platz 101.Militaryturnier
    1.Platz 92.Distanzturnier für Ponys
    2.Platz 214. Galopprennen
    3.Platz 214. Springturnier

    [​IMG]
    Gewinner der [BHK 262] für Tinker und Welsh-Ponys
    [FS 65] DRP und Schecken



    *____________________________________________*
    Zuchtdaten



    Zur Zucht zugelassen: Ja
    [​IMG]
    [BHK 262]
    Eingetragene Zucht: x

    Nachkommen

    Thalima (*2017, aus der: Donatella)


    *____________________________________________*
    Ausbildung


    Eingeritten
    Eingefahren
    Halfter und Decke vertraut
    Verladefromm
    Longiert
    Schmiedefromm
    Geländesicher


    Bodenarbeit/ Zirkuslektionen

    Spanischer Gruß
    Spanischer Schritt
    Flehmen
    "Ja" sagen
    "Nein" sagen
    Küsschen geben
    Beine überkreuzen
    Bergziege
    Schaukelpferd
    Plié
    Kompliment
    Knien
    Liegen
    Flachliegen
    Sitzen
    Steigen
    Podest
    Slalom
    Teppich ausrollen
    Drehen


    *____________________________________________*
    Gesundheitszustand


    Letzter Tierarztbesuch: unbekannt
    gechippt [] zuletzt kontrolliert []

    Gesamteindruck: sehr gut
    Aktue Krankheit/en: x
    Chronische Krankheit/en: x
    Erbkrankheit/en: x

    Letzter Hufschmiedbesuch: unbekannt
    Ausgeschnitten/Korrigiert: x
    Hufbeschaffenheit: sehr gut
    Hufkrankheit/en: x

    Beschlag vorne: x
    Beschlag hinten: x

    *____________________________________________*