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Julie

Appollino

Hengst | Mix

Appollino
Julie, 8 Sep. 2016
Muemmi, Samarti und Ofagwa gefällt das.
    • Julie
      Schottland
      Ehemalige Berichte


      Juni 2014 - August 2016

      Pflegebericht 1
      Urlaub in Schottland
      (c) Eddi

      Ich brauchte ein wenig Abwechslung, um endlich meine Gedanken wieder klar ordnen zu können. Aus dem Grunde nutzte ich die Gelegenheit, gute alte Pferdefreunde auf der ganzen Welt zu besuchen. Fast eine Woche hatte ich bei Abajo in Japan verbracht und es war faszinierend gewesen, eine völlig andere Kultur anzutreffen. Nun war ich über Deutschland zurück allmählich auf den Heimweg, bis ich im World Wide Web eine Nachricht von Julie las. Sie hatte momentan etwas Stress und wäre sehr dankbar gewesen, eine helfende Hand an ihrer Seite zu haben. Schottland war jetzt nicht ein sonderlich großer Umweg, weshalb ich schon ein paar Tage später unangemeldet bei ihr aufkreuzte.
      „Wah, Eddi! Mit dir habe ich ja gar nicht gerechnet!“, lachte sie ungläubig und umarmte mich zur Begrüßung. „Ich mache dir direkt das Gästezimmer fertig.“, meinte Julie und wollte schon ins Haus eilen, doch ich hielt sie zurück. „Kein Stress! Mir reicht ein Bett mit Kissen und Decke und das hat bis heute Abend Zeit.“, meinte ich lachend und erklärte Julie wie es kam, dass ich hier vorbeischaute. Leider hatte Julie mit dem Herbstwetter in Schottland nicht untertrieben, denn ab dem ersten Tag regnete es fast ununterbrochen, dennoch wollte ich Julie vor allem im Stall eine Hilfe sein.
      Momentan zog Julie selbst um und musste deshalb allerhand hin und her transportieren, also versorgte ich in der Zeit die Pferde, während Julie ihre Sachen von A nach B transportierte. Am ersten Tag hatten wir uns so viel zu erzählen, dass wir erst spät Abends in den Stall kamen. Da half ich nur noch flott mit bei der Fütterung und viel dann auch nach dem Abendessen hundemüde ins Bett.
      Der nächste Tag brachte schon wesentlich mehr Zeit mit sich. Schon kurz nach sieben stand ich unten in der Küche und bekam von Julie ein köstliches Frühstück serviert. Gemeinsam frühstückten wir, ehe es hinaus in den Stall ging. Dort standen die alltäglichen Arbeiten an: Erst Füttern, dann auf die Weide und dann Boxen misten. Bei elf Pferden ging das aber ganz fix. Julie verschwand unter die Dusche und verabschiedete sich schon einmal für den restlichen Tag. Ich wollte trotz des Regens die Pferde bewegen.
      Also holte ich eine höchst motivierte Ayumi von der Weide, rubbelte sie einigermaßen trocken und putzte sie gründlich. Die extra Aufmerksamkeit schien dem Stutfohlen zu gefallen und sie genoss es sichtlich. Ich wollte die Kleine longieren und das klappte auch mit uns beiden ganz gut. Danach betüddelte ich die Haflingerstute Amadea, welche dringend Bewegung zu brauchen schien. Also putzte und sattelte ich sie, um mit ihr in der Halle zu arbeiten.
      Als Abschluss für heute holte ich die Zuchtstute Lady Äppel von ihrer Weide, putzte sie gründlich und suchte dann ihren Springsattel heraus. Schon lange war ich selbst nicht mehr gesprungen, weshalb wir klein anfingen und dann immer höher wurden. Nach dem Training war es schon nach Mittag. Ich sprang schneller unter die Dusche und fuhr dann in die Stadt, natürlich wollte ich auch etwas Sightseeing machen! Am Abend kamen Julie und ich beinahe gleichzeitig auf dem Hof an. Von dem Tag erschöpft machten wir uns daran, die Pferde in den Stall zu bringen und zu füttern, für heute reichte es!
      Der nächste Morgen lief fast schon routiniert ab und heute nahm ich mir den ganzen Tag für die restlichen Pferde. Nach der Stallarbeit longierte ich den Hengst Burberry, ehe ich einen Ausritt mit Guinness machte. Zwar wurden wir dabei nass, aber etwas anderes blieb einem in Schottland eh nicht übrig, wenn man mal an die frische Luft wollte. Also hieß es danach erst einmal trocknen.
      Frisch und trocken angezogen verwöhnte ich die kleine Stute Salea und übte mit ihr einige von Julie begonnene Zirkustricks. Damit konnte ich bei Lambardo direkt weitermachen und so waren auch die kleinsten versorgt.
      Als letztes holte ich Maestoso India von der Weide und putzte den schicken Schimmel. Er wurde auch longiert und wir machten viel Stangenarbeit. Da ich heute Julie eine Auszeit gönnen wollte, hörte ich eher mit den Pferden auf und kümmerte mich noch um die anstehenden Stallarbeiten. So war alles schon fertig, als Julie geschafft nach Hause kam. Wir aßen noch gemeinsam und dann verschwanden wir auch schon ins Bett.
      Trotz der anstrengenden Tage war ich schon um sechs hellwach. Ich sprang aus dem Bett und machte mich fertig, denn draußen wartete schon die Stallarbeit. Erneut hieß es Füttern und misten und danach bewegen. Heute durfte ich mich auf den Rücken des edlen Van Deyk schwingen und mit ihm etwas Dressur trainieren. Als wir die Halle wieder verließen, hatte es tatsächlich aufgehört zu regnen! Also sattelte ich spontan Conversano India und machte mit der hibbeligen Stute einen lockeren Herbstausritt. Danach longierte ich noch den jungen Appollino, ehe ich tatsächlich mit allen fertig war.
      Zwei Tage blieb ich noch in Schottland, einen davon verbrachte ich in der Nähe von Julies Gestüt und den anderen mitten in einer großen Stadt. Schottland war ein faszinierendes Land und war froh, diese Chance genutzt zu haben, doch allmählich wurde es auch für mich Zeit, nach Hause zurückzukehren.

      Pflegebericht 2
      Key kommt an!
      (c) Eddi

      Endlich hatte ich mal wieder einen Grund, um bei Julie in Schottland vorbeizuschauen. Insgeheim hoffte ich ja, dass die Sonne scheinen und man etwas von der herrlichen Landschaft sehen würde. Als ich aber den Flughafen verließ, begrüßte mich bereits der Nebel und machte meine Hoffnungen allmählich zu nichte. Seufzend schaute ich mich um und suchte die Halle Nummer 45. Dort wartete meine Mitreisende auf mich. Diese besaß vier Hufen, konnte wiehern und war der Grund, weshalb wir in Schottland waren. Mit dem kleinen Rettungshof Nasty Past war es allmählich zu Ende gegangen und so suchte nun auch die Vollblutstute Key einen wundervollen Endplatz. Und diesen fand sie hier in Schottland bei Julie und ich hatte mich bereit erklärt, die Hübsche zu begleiten. Bisher war alles planmäßig abgelaufen und auch den letzten Check überstand Key problemlos. So standen wir eine Stunde später gemeinsam auf dem Parkplatz und warteten ungeduldig auf Julie. Key graste in der Zwischenzeit zufrieden auf dem kleinen Fleckchen Grün und zog allerhand neugierige Blicke auf sich. Dann kam endlich Julie und wir konnten uns auf den Weg zum Gestüt machen. Dort war Key die erste auf der Liste ganz oben. Sie wurde versorgt und in ihre neue Box gebracht. Alle mochten sie von Anfang an. Während wir sie glücklich beobachteten, wollte auch ihre Boxennachbarin Lady Äppel Aufmerksamkeit, weshalb ich mich der Haflingerstute zuwand und sie ein wenig kraulte. Danach zeigte mir Julie erst einmal mein Gästezimmer und sagte mir dann Bescheid, wenn es Mittagessen geben würde. Anlässlich meines Besuches hatte Julie extra selber gekocht und es gab köstliche Spaghetti. Frisch gestärkt und umgezogen ging es dann wieder in den Stall und Julie holte die beiden Hengste Van Deyk und Burberry von der Weide. Ich durfte den bequemen Haflinger während unseres Ausrittes reiten. Mir reichten aber auch schon die zwei Stunden im Gelände und ich war dank dem kalten, nassen Wetter direkt durchgefroren. "Wäh, das ist echt nichts für mich!", seufzte ich bibbernd, als Julie mir im Stall eine Tasse Tee anbot. Sie sah aus wie vor dem Ritt und grinste nur. Nachdem ich wieder aufgetaut war, betüddelten wir die beiden Jungpferde Ayumi und Appollino. Erst wurden sie ordentlich geputzt und dann gingen wir zusammen eine kleine Runde spazieren. "Gibts hier auch noch anderes Wetter?", fragte ich ironisch und starrte in den bewölkten Himmel. Nach dem Spaziergang zeigte mir Julie ihre Freiarbeit mit den beiden Zwergen Salea und Lambardo. Es war faszinierend wie die beiden auf ihre Kommandos reagierten, man hätte meinen können, sie wären die Stars von einer dieser großen Pferdeshows. Dann neigte sich der Tag auch langsam dem Ende zu und Julie longierte nur noch flott die Haflingerstute Amadea, ehe wir die Pferde alle in ihre frisch gemachten Boxen brachten und die Abendfütterung machten. Dann gab es auch für uns Zweibeiner Abendbrot. Währenddessen plante Julie schon aufgeregt den nächsten Tag. "Morgen soll tatsächlich die Sonne scheinen! Dann können wir einen Ausritt mit Guinness und Maestoso India machen!", meinte sie grinsend zu mir. "Oh und ich muss dir noch meine neue Stute Conversano India zeigen! Ich liebe sie!", fügte sie noch aufgeregt hinzu. Wir unterhielten uns noch eine Weile, ehe ich fix unter eine heiße Dusche sprang und dann auch schon hundemüde ins Bett fiel.

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      Heute hatte ich einen Großauftrag, welcher mich mal wieder zu Julie nach Schottland führte. Etwas müde stieg ich aus dem Auto und wurde kurz darauf auch schon in Empfang genommen worden. Erst kürzlich war ich wegen Maestoso India hier gewesen, heute sollten die restlichen an der Reihe sein. Aber bei dem Lipizzaner würde ich auch noch einmal vorbeischauen müssen, denn auch er sollte noch gechippt werden.
      Aus dem Grund begannen wir auch direkt bei dem Schimmel, für welchen ich gerade das Präparat vorbereitete. Danach suchte ich mir die passende Stelle am Hals und nach einer Minute war das Ganze vorbei. Der Chip war unter der Haut und auch wenn India kurz zusammengezuckt war, hatte er es kaum gemerkt. Nun fuhr ich zur Kontrolle mit dem Lesegerät über besagte Stelle. Dieses erkannte den Chip und so konnte ich die Nummer auch direkt in Indias Pass schreiben und der erste Patient war fertig.
      Da für die kommenden wesentlich mehr anstand, bereitete ich mir auf einem kleinen Beistelltisch alles vor, damit ich es direkt griffbereit hatte und so wesentlich schneller hantieren konnte. Als erstes war eine mir bereits bekannte Stute an der Reihe: Key. Die hübsche Vollblutstute schien sich inzwischen bestens eingelebt zu haben und begrüßten mich mit einem leisen Brummeln. Zu Beginn bat ich Julie auch direkt, mir die Stute im Schritt und Trab auf der Stallgasse vorzuführen. Die Gänge waren klar und schwingend, dementsprechend bezweifelte ich, dass Key irgendwelche Probleme zu haben schien.
      Nun ging es mit dem Blick in Ohren, Augen und Nüstern weiter. Der Kopf des Pferdes konnte sehr viel über die momentane Gesundheit aussagen und so war es auch bei Key der Fall. Sie war kerngesund, so konnten wir direkt zur Zahnkontrolle übergehen. Das bedeutete Maul auf, Maulsperre rein, einmal durchleuchten und Maulsperre wieder raus. Key hatte sehr gute Zähne, was ich bei ihrer Vergangenheit immer wieder bewundernd fand.
      Nun machten wir weiter mit dem Abhören und Abtasten. Vor dem Stethoskop hatte Key ein wenig Angst, aber sie bemühte sich, ruhig zu halten und so konnte ich die Frequenzen ganz gut kontrollieren. Danach tastete ich sie noch vom Genick an die Wirbelsäule entlang ab, ehe zu guter Letzt noch die Körpertemperatur kontrolliert wurde. Key war fit wie ein Turnschuh und nun kamen wir zum unangenehmeren Teil.
      Wir begannen mit dem Röntgen. Das ging mit Key ganz fix, denn sie stand wie eine Statue da und so klappte jedes Bild auf Anhieb. Danach musste ich ihr leider etwas Blut abnehmen, das fand sie nicht sonderlich toll, hielt es aber tapfer aus. Nun stand das Chippen an. Wieder eine große Nadel vor der Key sichtlich Respekt hatte. Sie hielt aber still und so war der Chip schnell unter der Haut.
      Laut ihrem Impfpass mussten Influenza und Herpes erneuert werden. Ich bereitete beide Spritzen vor, desinfizierte die neue Stelle am Hals und dann ging es zackzack und Key war geimpft. Nun gab es nur noch die Wurmkur und Key hatte das riesige Paket an Untersuchungen und Spritzen geschafft. Während Key mich verließ, erneuerte ich die Materialien und dann stand auch schon Appollino vor mir, ein kleiner, hübscher Mixhengst.
      "Och ist der süß", meinte ich lächelnd zu dem Fuchs, der mich aufmerksam beobachtete. Auch bei ihm begannen wir mit dem Vorführen, ehe ich den Kontrollblick am Kopf tat und dann direkt mit der Zahnkontrolle weitermachte. Appollino hatte einen Haken am rechten Hengstzahn, welchen ich vorsichtig wegfeilte, ehe er Unheil anrichten konnte. Ansonsten sahen seine Zähne aber wunderbar aus, so dass ich mit dem Abhören und Abtasten direkt weitermachen konnte.
      Bei beidem hielt Appollino wunderbar still und dann bekam er eine kurze Pause, ehe wir mit dem Röntgen weitermachten. Bei Appollino machte ich zu den normalen Aufnahmen noch zusätzliche Bilder seines vorderen Beines an welchem er einen Sehnenschaden gehabt hatte. Julie wollte natürlich auf Nummer sicher gehen, dass auch dort alles in Ordnung war.
      Dann hieß es Blut abnehmen, ehe auf Appollino schon sein ganz persönlicher Chip wartete. Spritzen mochte der junge Hengst nur leider gar nicht und von dem Blutabnehmen hatte er eindeutig schon genug, sodass er großes Theater bei den weiteren Spritzen machte. Chippen und Impfen waren daher eine wahre Herausforderung. Die ich erst nach einer halben Stunde endlich bewältigt hatte.
      Ein wenig entnervt gab ich Appollino dann noch seine Wurmkur und er durfte gehen. Ich erneuerte den Impfpass, während Julie mir das Pferd austauschte. Nun stand Van Deyk vor mir. Mit seinen 170cm Stockmaß überragte er mich um längen und ich hoffte inständig, dass er einer von der braven Sorte war. Julie konnte mich aber beruhigen, anscheinend schien Van Deyk problemlos zu sein, so lange seine Bezugsperson in der Nähe war. Perfekt.
      Wir begannen wieder mit dem ganzen Prozedere: Vorführen, dann kurz anschauen, abhören und abtasten. Danach war die Zahnkontrolle an der Reihe, wobei ich bei Van Deyk wesentlich mehr zu tun hatte, da er sich eine Kaufläche schief abgenutzt hatte. Das dauerte schon sein Weilchen das wieder zu richten. Danach konnten wir aber direkt mit dem Röntgen und Blutabnehmen weitermachen. Van Deyk ließ sich wunderbar von Julie beruhigen und so waren auch Chippen und Impfungen kein Problem. Auch die Wurmkur wurde vorbildlich geschluckt und schon war Patient Nummer vier fertig.
      Nun war Guinness an der Reihe. Der ruhige Tinker war eine willkommene Abwechslung, denn bei ihm lief alles problemlos ab. Die Untersuchung ergab, dass er kerngesund war und auch an seinen Zähnen musste ich nichts machen. Das Röntgen ließ er vorbildlich über sich ergehen und die Spritzen schien er nicht einmal zu merken. Dementsprechend waren wir mit ihm wohl fast am schnellsten von allen fertig und schon durfte er gehen.
      Als letztes war nun nur noch Ayumi an der Reihe. Auch wenn ich langsam fertig werden wollte, ließ ich mir für das Stutfohlen viel Zeit, damit sie keine Angst haben musste. Das Vorführen und die Untersuchungen machte sie auch ganz toll mit. Beim Röntgen blieb sie brav stehen, nur vor den Spritzen hatte sie etwas Angst. Aber sie hielt still, auch wenn sie am ganzen Leib zitterte. So war auch Ayumi am Ende gechippt, geimpft und entwurmt.
      Ich packte meine Sachen zusammen und verabschiedete mich dann von Julie, die Ergebnisse vom Röntgen und vom Blutbild würde ich ihr heute Abend zuschicken.

      Röntgenuntersuchung:


      Key

      Bei Key ließen sich keine Auffälligkeiten entdecken. Dementsprechend lässt sie sich in Röntgenklasse I-II einteilen.

      Appollino
      Der Sehnenschaden ist sehr gut verheilt und weist keine neuen Verletzungen auf. So lange Appollino korrekt gymnastiziert und nicht gesprungen würde, sollten sich dort auch keine Problem ergeben. Röntgenklasse III.

      Van Deyk
      Das Exterieur macht einen sehr guten Eindruck. Van Deyks Bau ist ideal für den Sport geeignet, da er sich in der Röntgenklasse I-II befindet.

      Guiness
      Bei dem Tinkerhengst ließen sich keine Auffälligkeiten entdecken. Hier und da sieht man die typischen leichten Abnutzungen, welche aber normal sind. Röntgenklasse II.

      Ayumi
      Bei dem Stutfohlen sieht man noch sehr gut die Wachstumsfugen. Bisher ist alles so, wie es in dem Alter aussehen sollte. Eine Röntgenklasse lässt sich noch nicht feststellen

      Blutuntersuchung:

      Alle
      Bei keinem der fünf untersuchten Pferde ließen sich auffällige Werte entdecken. Alle liegen im Ideal- bis Normalbereich und sind so kerngesund.

      (c) Eddi

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      Einreiten
      „Ich würde sagen, das ist dein Auftrag“, stand in Elisas filigraner Handschrift über dem zugefaxten Formular. Neugierig holte ich es zu mir und überflog es kurz, schon bei dem Namen des Pferdes wusste ich sofort, um wen es sich handelte. „Appollino!“, quietschte ich grinsend und las weiter. Vor gut einem Jahr hatten wir uns von dem jungen Mixhengst trennen müssen, weil es doch nicht so geklappt hatte, wie wir es gerne geplant hatten.
      Dann war Appollino nach Schottland zu Julie Callahan gezogen und dort hatte er seine Junghengstzeit noch zur Genüge genießen dürfen. Nun, als Vierjähriger, würde er uns doch tatsächlich noch einmal einen Besuch in Kanada abstatten! Das war doch einmal ein Auftrag, den man nur zu gerne annahm. Dementsprechend tippte ich direkt die Bestätigung, druckte sie aus, setzte meine Unterschrift drunter und machte sie postfertig. Nebenher würde ich heute Abend direkt Julie anrufen und ihr schon Bescheid geben, die schriftliche Bestätigung war eigentlich nur dafür da, dass sie auch wirklich etwas Handfestes besaß.

      Appollinos Reiseplanungen waren bald abgeschlossen und die zwei Wochen bis zu seiner Ankunft verflogen im Nu. Dementsprechend hatte ich es heute Morgen ein wenig eiliger, die Pferde zu füttern und auf die Weiden zu bringen, denn für Apollo musste nun auch die Box vorbereitet werden und seine Gastweide wollte ich auch noch einmal unter die Lupe nehmen. Eventuell würde ich den Fuchs auch wieder zu meinen älteren Hengsten stellen können, das wäre sicherlich auch schöner für ihn, aber die ersten zwei Tage würde er erst einmal alleine stehen.
      Und dann kam der Transporter auch schon auf den Hof gefahren. Julie war mitgekommen, da sie den jungen Hengst nicht hatte alleine reisen lassen wollen. Dementsprechend begrüßte ich zunächst einmal Apollos Besitzerin und den Fahrer, ehe wir uns an das Ausladen des Hengstes machten. Der hatte sich auch bereits mit einem lauten Wiehern bemerkbar gemacht.
      Ich staunte nicht schlecht, als mir Julie dann den jungen Hengst aus dem Hänger führte. Ich erkannte meinen damals noch recht schlaksigen Kerl kaum wieder. Apollo hatte ungemein zugelegt und wirkte nun viel mehr als der große Hengst, der er laut Stammbaum auch sein sollte. Und er hatte sich auch charakterlich gemacht. Schon damals hatten wir viel an seinen Unarten gearbeitet und waren schon weit gekommen und Julie hatte dort weiter gemacht.
      Für einen Hengst war er dementsprechend sehr unkompliziert, obwohl die Situation gerade sehr aufregend für ihn war. Da er auch so entspannt war, brachten wir ihn direkt auf seine Weide, damit er sich die Beine vertreten konnte. Während er also über die Weide tobte, unterhielt ich mich ein wenig mit Julie und fragte auch nach, wie es Apollos Sehnenschaden ging.
      Anscheinend war alles immer noch gut verheilt und machte ihm keine Probleme. Das freute mich sichtlich und da ich schon damals mit dem Hengst gearbeitet hatte, würden wir auch jetzt keine Probleme haben. Seinen Trainingsplan hatte ich auch schon grob fertig und sprach ihn kurz mit Julie durch.
      Nachdem sie ihn abgesegnet hatte, wurde es auch schon wieder Zeit für sie zu fahren. Also lud sie ihre sieben Sachen wieder ein und verabschiedete sich von Apollo und mir. Ich versprach ihr, regelmäßig zu schreiben, wie es lief und winkte dem Transporter noch zum Abschied hinterher, ehe ich mich wieder auf Apollo konzentrierte.
      Der Hübsche sollte heute komplett frei haben und sich eingewöhnen dürfen. Immerhin hatte er auch eine wirklich lange Reise hinter sich. Ein wenig Putzen würde ich ihn heute Abend, wenn es für die Nacht in den Stall ging. Dann konnten wir uns wieder miteinander bekannt machen und schauen, wie es denn so im Umgang aussah. Für Morgen hatte ich dann einen Spaziergang und eine kleine Longeneinheit geplant.

      Apollo schien die Nacht besser überstanden zu haben als gedacht, denn als ich am Morgen den Stall betrat und nach ihm schaute, war sein Langhaar voller Stroh. Dementsprechend hatte er also im Liegen geschlafen und das zeigte ja, deutlich, dass er sich wohl fühlte. Jetzt wollte jemand gewisses aber endlich sein Frühstück haben und mit einem Brummeln machte er das auch sehr deutlich.
      Nach der Fütterung ging ich mit Apollo eine kleine Runde spazieren. Erst zeigte ich ihm den Hof und die Orte, wo wir arbeiten würden, damit ihm das alles nicht mehr so fremd vorkommen würde. Dann ging es auch noch eine kleine Runde durch den Wald. Anfangs war Apollo sehr aufgeweckt und testete gerne noch hier und da aus, aber er merkte schnell, dass er mich nicht austricksen konnte und sobald die Fronten geklärt waren, lief er auch wie am Schnürchen.
      Für Apollo ging es dann erst einmal auf die Weide, genauso wie für die anderen Pferde, so dass ich mich meinen Stallarbeiten widmen konnte. Apollos erste Trainingseinheit war erst für heute Nachmittag eingeplant, so dass ich noch ein wenig Zeit für den wunderschönen Papierkram im Büro hatte.
      Umso froher war ich dann, als ich endlich wieder rauskonnte und Apollo von der Weide holte. Erst einmal wurde er ordentlich geputzt, ehe ich ihm den Kappzaum anlegte. Laut Julie kannte er diesen bereits und unserer war von den besonders leichten Exemplaren, so dass er Apollo kaum stören sollte.
      Mit Longe und Peitsche gewappnet gingen wir gemeinsam auf den Reitplatz. Dort führte ich Apollo erst einmal auf jeder Hand zwei Runden auf der ganzen Bahn lang, ehe ich einige Dehnübungen mit ihm machte. Erst dann parkte ich ihn auf dem Zirkel und ging selbst in die Mitte hinein.
      Auf mein Kommando trat Apollo an und lief seine ersten Runden auf dem fremden Reitplatz. Anfangs war er sehr guckig und hatte kaum Zeit, sich auf mich zu konzentrieren. Deshalb beschäftigte ich ihn schon bald mit vielen Tempiwechseln, Handwechseln und dem Zirkel verkleinern/vergrößern.
      Selbst dann dauerte es noch eine Weile, ehe er ehrlich mitarbeitete, aber dann war er auch wirklich dabei. Apollo verfügte über eine gute Selbsthaltung, so dass wir eine Grundlage für die restlichen Arbeiten hatten. Heute wollte ich vor allem an einem schwingenden Rücken und einer aktiven Hinterhand arbeiten. Beides würde er brauchen, wenn er einen Reiter tragen sollte, dementsprechend war das auch das A und O und musste vorher wirklich sitzen, ehe es dann ans Reiten ging.
      Apollo war sehr gelehrig und die ersten Tage arbeiteten wir fast nur an der Longe oder vom Boden aus und man sah schnell Fortschritte, denn der Hengst war klug. Zur Abwechslung brachte ich natürlich auch immer wieder Spaziergänge und das Schrecktraining ein, aber wir machten uns auch so langsam auf in Richtung Reiten.
      Deshalb sollte Apollo heute auch Sattel und Trense kennenlernen. Beides waren ältere Modelle, die sich nicht zu schade waren für ein paar neue Schrammen. Aber ich glaubte, dass sie da bei Apollo sowieso nicht viel zu befürchten hatten.
      Die Trense schien der junge Hengst tatsächlich schon zu kennen, da gab es kein Theater, nur anfängliches Kauen und dann war gut. Ich testete ein wenig den Zügeldruck und wie Apollo auf die Hilfen reagierte. Instinktiv machte er oft genau das richtige und wurde dafür ausgiebig gelobt. Das Thema Trense war also geschafft.
      Nachdem die Trense wieder runter war, ging es ans Satteln. Erste Regel war das Stillstehen. Bei der Schabracke machte das Apollo auch problemlos, beim Sattel schritt er immer einmal zur Seite. Das übten wir dann so lange, bis es von beiden Seiten klappte. Und dann kam das Gurt anziehen. Sehr unbeliebt bei jungen Pferden und auch Apollo legte kurz die Ohren an, als er den Gurt unter seinem Bauch spürte, entspannte sich aber schnell wieder, als er erkannte, dass es gar nicht so schlimm war, wie er dachte. Ich lobte ihn ausgiebig, ging mit ihm auf jeder Hand eine Runde um den Platz und nahm ihm den Sattel wieder ab. Zur Belohnung gab es sogar einmal von mir ein Leckerli und Apollo behielt dieses Training auf jeden Fall im guten Gedächtnis.
      Das machte sich besonders für die kommende Tage gut, denn schon bald konnte ich Apollo erst nur mit Sattel und dann auch mit Trense longieren. Wobei Trense übertrieben war. Ich hatte in den Kappzaum einfach das Gebiss einschnallen können, so hatte er zwar das Gebiss im Maul, aber keinen Druck oder Zug darauf, es sollte einfach für ihn normal werden.

      Und dann kam der Tag, an dem Apollo zum ersten Mal einen Reiter auf seinen Rücken spüren sollte. Und zwar wirklich auf seinem Rücken. Als helfende Hand war natürlich Elisa anwesend, alleine sollte man so etwas, wenn möglich, nie machen. Apollo trug lediglich ein Knotenhalfter, dessen Rope zu Zügeln gebunden war.
      Die letzten Tage hatten wir geübt, dass Apollo neben der Aufstieghilfe zu stehen bleiben hatte und dort auch so lange blieb, bis ich ihm etwas anderes sagte. Das war ganz schnell von Statten gegangen und jetzt von großem Vorteil. Vorsichtig legte ich mich nun von der Aufstieghilfe quer über seinen Rücken. Apollo drehte seinen Kopf nach hinten und starrte mich direkt an. Sein Blick schien eine Mischung aus Verwunderung und Belustigung zu sein. Zweiteres trat spätestens dann ein, als der bemerkte, dass ich nicht wirklich was tun konnte, wenn er an meinem T-Shirt zupfte.
      Zum Glück gab es da Elisa, die den Hengst schnell wieder auf andere Gedanken brachte. Wir gingen ein paar Runden genauso, bis ich entschied, mich aufzusetzen. Anfangs bekam das Apollo gar nicht mit und so lange ich sehr ruhig lag, schien es ihn auch nicht zu stören. Vorsichtig wiegte ich mich ab und an mal nach rechts, links, vorne oder hinten. Das fand Apollo zu Beginn nicht toll, aber als er merkte, dass es nichts änderte, lief er entspannt weiter. Und schon hatten wir das erste Mal hinter uns!
      Die darauffolgenden Schritte waren problemloser denn je, denn Apollo kannte nun bereits Sattel und Reiter und die Kombination aus beiden war nichts besonderes mehr. Wir ritten anfangs nur gebisslos, da ich gemeinsam mit Elisa erst einmal an den Schenkelhilfen arbeiten wollte. Wir begannen mit dem Losreiten auf Schenkeldruck und dem Anhalten, wenn ich mein Gewicht nach hinten verlagerte. Die erste Stunde war ein reges Versuchen und Austesten von Apollo, was er nun wann tun sollte, doch den Sinn dahinter entdeckte er trotzdem schnell.
      Darauf folgten erst der Trab und der Galopp. Beides lief problemloser als gedacht. Beim ersten Angaloppieren machte das Apollo auch so vorbildlich, als hätte er sein ganzes Leben noch nie etwas anderes gemacht und alles basierte lediglich auf Schenkel- und Gewichtshilfen. Elisa und ich waren ehrlich gesagt selbst total fasziniert, wie problemlos Apollo alles mitmachte.
      Und dann kam die Trense. Anfangs war sie auch nur Deko, dann brachten wir Apollo allmählich bei, dass er den Kopf senkte, wenn wir die Zügel aufnahmen. Mit der Zeit kam es von ganz alleine, dass er in die Dehnungshaltung fand und dann in die Anlehnung. Im Schritt und Trab klappte es bald problemlos, nur im Galopp kam er mir manchmal zu hoch und zu eng, denn von Aufrichtung sollte der junge Kerl noch nichts wissen. Ich ließ ihn dann immer mehr Zügel und ritt ihn vorwärts, so dass Apollo begann sich zu strecken und so auch den Hals zu dehnen.
      Nach drei Wochen lief Apollo in allen drei Gangarten in Dehnungshaltung und teilweise für kurze Zeit auch schon in Anlehnung. Zweiteres war für den untrainierten Hengst natürlich noch besonders anstrengend, aber er machte es wirklich schon gut, wenn man es abfragte.
      Die letzte Woche machte ich Apollo mit allem bekannt, was ihn in seinem Leben als Reitpferd begegnen würde: Reithallen, Reitplätze, Blumentöpfe und natürlich Ausritte. Gemeinsam mit Elisa und den großen Anlagen auf ihrem Gestüt war das gar kein Problem. So gewöhnte sich Apollo auch schon an ein fremdes Umfeld und auch die Ausritte nahm er zufrieden zur Kenntnis.
      Nur unser erster Galopp im Gelände war für die Katz. Denn Apollo freute sich so sehr, dass er erst einmal auf der großen Wiese losbuckelte. Elisas Pferd ließ sich davon nicht beeindrucken und ließ Apollo in einer Staubwolke zurück. Das passte dem Hengst auch nicht wirklich, so dass er schnell zur Verfolgungsjagd ansetzte.
      Aber zu Julies Beruhigung konnte ich ihr ein paar Tage später erzählen, dass das Traben und Galoppieren neben, hinter und vor anderen Pferden kein Problem mehr war. Selbst durch unseren Fluss war Apollo tapfer durchgestiefelt und hatte sich bei unseren Ausritten schon wie ein Großer benommen.
      Mit diesem Fazit wurde es für ihn nun auch langsam Zeit für die Heimreise und ich sagte Julie Bescheid. Drei Tage später kam sie, um ihren jungen Hengst abzuholen und war begeistert, wie gut er aussah und wie er sich gemacht hatte. Bei einer Tasse Kaffee unterhielten wir uns noch ein wenig, ehe es für Apollo auf den Hänger und dann auf den Heimweg ging.

      (c) Gwen

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      Hufschmiedbesuch

      Mit Jetlag und nach einem langen Arbeitstag von Birmingham nach Schottland zu fahren war vielleicht nicht die beste Idee, die ich jemals hatte. Sie war auch nicht wirklich in den Top 10 – nicht mal in den Top 20. Aber es führte nichts daran vorbei.

      Zum Glück hatte ich meine Winterjacke eingepackt. Ich traute dem Herbst auf der Insel nicht, vor allem nicht, nachdem Adèle mit einer Erkältung nach Hause gekommen war. Also packte ich mich dick ein, legte mich mit einer extra Decke in das gemietete Motelzimmer und zappte ein wenig durchs britische Fernsehen.

      ***

      Ich hatte keine Ahnung, wie und wann ich einschlief, aber plötzlich piepte mein Wecker lautstark in mein Ohr, sodass ich für ein paar Sekunden befürchtete, taub zu sein. Mögliche Hörschäden hin oder her, mein Job wartete und somit auch meine Klientin (sagte man das überhaupt?).

      Der Kaffee einer bekannten amerikanischen Coffeeshop-Marke und das gekaufte Croissant sollten dann für den nötigen Energieschub sorgen. Trotzdem gähnte ich noch, als ich auf Julie Callahans Gestüt ankam. Was natürlich aber an der Kälte lag – Gott, war ich froh, meine Winterjacke mitgenommen zu haben!

      Immer noch meinen Latte mit zwei Espresso Shots schlürfend wurde ich schließlich von Julie begrüßt. Da das ja heute ein Großauftrag werden sollte, hielten wir uns aber nicht weiter mit Smalltalk auf, sondern gingen sofort in den Stall.

      Damit der Ofen in der Zwischenzeit aufheizen konnte, machte ich mich erst einmal an die Barhufer. Als erstes war ein Vollblut dran, das auf den Namen Key hörte. Das Vorführen der Stute war kein Problem, weswegen ich mich gleich an ihre Nagelpflege machte.

      Die Hufe waren keineswegs in einem schlechten Zustand, nur ein Stück zu lange. Also nahm ich mir mein Hufmesser und fing an, die Sohle auszuschneiden. Auch der Tragrand war schnell abgeknipst, was bedeutete, das ich mit der Arbeit an der planen Sohle weiterarbeiten konnte. Während ich raspelte und dann noch die Hufwände begradigte, blieb die Stute erstaunlicherweise ruhig stehen – nicht unbedingt das, was ich von einem englischen Vollblut gewohnt war. Julie erklärte mir, dass sie gar nicht für Rennen eingesetzt worden war, sondern ein Springpferd war. Dann musste ich natürlich nachfragen, ob und wie häufig Key auf Turniere ging. „Das ist natürlich anstrengend für die Hufe,“ erklärte ich, als ich den letzten Huf aufbockte und schließlich auch hier noch die Hufwand anpasste, damit der Huf eben auf dem Boden liegen konnte. „Sollte sie wirklich häufiger auf Turniere gehen, wäre es wohl nicht gerade schlecht, über einen Beschlag nachzudenken.“

      Nach einer letzten Kontrolle und dem anschließenden letzten Vorführen brachte Julie dann schon die nächste Stute herbei. Ayumi war gerade einmal zwei Jahre alt und ein bunter Mix – zur Hälfte Araber, zur anderen Hälfte ein Hannoveraner-Pinto-Mix – der beim Vorführen mehr tänzelte als trabte. Es dauerte ein wenig, doch auch dann konnte ich mir ein gutes Bild machen.

      Da die Stute ja noch nicht eingeritten war und relativ gute Hufe hatte, sprach auch hier alles für das Barhuf gehen. Im Gegensatz zu Key war Ayumi ein wenig unruhiger und temperamentvoller; mein Leckerli, dass ich ihr vor der Prozedur anbot, nahm sie jedoch ohne großes Tamtam an. Deswegen machte ich mir erst mal keine Sorgen, sondern ließ mir bei allem einfach ein wenig Zeit. Zwar hatte Ayumi schon einige Hufschmiedbesuche hinter sich, aber das hinderte sie nicht daran, ein paarmal ihr Temperament zu zeigen. So war ihr das Aufbocken nicht ganz geheuer, aber letzten Endes konnte ich ihr auch noch die Hufe mit Huföl einfetten, ehe es mit frischer Maniküre nach einer letzten Kontrolle wieder auf die Weide ging.

      Das nächste Pferd war dann einfach eine Augenweide. Gut, ich war vielleicht mit meinen Lewitzern ein wenig vorbelastet und musste Schecken einfach super finden, aber Van Deyk verkörperte dann noch die sportliche Seite, die ich mit Ponys einfach nicht so hinbekam. Alles in allem war er einfach ein Traum von einem Pferd – deswegen fiel es mir fast schwer, mich wirklich auf die Arbeit zu konzentrieren, als Julie ihn vorführte. Auch bei ihm konnte ich letzten Endes keine Probleme beim Auffußen finden.

      Dass es bei ihm schon ein bisschen länger her war mit dem Ausschneiden sah ich, sobald ich den ersten Huf hochnahm. Ich nahm mir auch hier deswegen mehr Zeit, um ihn gründlich auszuschneiden, bevor ich dann meine Zange nahm und den Tragrand abklipste. Während der ganzen Behandlung, inklusive Raspeln und Aufbocken und sonstiges, blieb Deyk ruhig neben Julie stehen. Aus irgendeinem Grund schien es aber, dass er, sobald sie einen Schritt zur Seite machen würde, hinterher springen würde – er wirkte etwas angespannt, doch Julie beruhigte mich. „Er ist manchmal ein bisschen wie ein Hund,“ scherzte sie, als ich beim letzten Huf angelangt war und nach einem weiteren Vortraben alle vier Hufe noch mit Huffett einpinselte. Dann musste ich mich auch schon wieder von ihm verabschieden – immerhin hatte ich hier noch etwas zu tun.

      Die letzten zwei Patienten – hatte ich als Hufschmied Patienten? War das überhaupt das richtige Wort? – waren einmal ein großer Tinker, neben dem ich mich wirklich mickrig fühlte, und ein kleines Mixpony. Guinness, der Tinker, war zuerst dran und war wohl der härteste Brocken des heutigen Tages. Beim Vortraben war noch alles in Ordnung, doch Julie erzählte mir von seiner schlimmen Vergangenheit und dass er deswegen ziemliche Probleme mit Menschen hatte. Wieder versuchte ich also, langsame, fließende Bewegungen zu machen und den Hengst schon einmal ein wenig zu beruhigen, während ich noch nicht an seinen Huf herumwerkelte.

      Es dauerte dann doch ein wenig, aber wenigstens waren seine Hufe in einem guten Zustand. Ich musste mich natürlich erst einmal durch den dichten, tinkertypischen Behang kämpfen, aber so sahen die Hufe sehr gesund aus. Groß viel Arbeit war er also nicht. Apollino, das Mixpony, war da nicht so glimpflich mit davon gekommen; schon, als er auf mich zukam, sah ich die ausgebrochenen Hufe. Es war nicht schlimm, nur eine kleine Ecke in den Vorderhufen – machbar also. Beim Korrigieren der Hufe gab ich Julie dann Tipps, wie sie die trockenen Hufe pflegen musste, um zu verhindern, dass sie zu viel Wasser verloren.

      „Am besten zwei bis dreimal pro Woche die Hufe abwaschen und anschließend mit Huffett einpinseln,“ sagte ich und setzte den letzten Huf wieder ab. „Trockene Hufe kommen aber auch gerne mal von Mineral- und Vitaminmangel, da kann ich ehrlich gesagt nur ein gutes Mineralfutter empfehlen und dann sollte das in den nächsten Wochen auch schon besser aussehen.“ Dann schenkte ich Julie noch ein Lächeln und bat sie, mir den Hengst einmal vorzuführen.

      Nachdem ich mich vergewissert hatte, dass alles passte wie es passen sollte, packte ich mein Zeug wieder zusammen und verabschiedete mich schließlich von Julie. Immerhin hatte ich einen Flug zu erwischen!

      (c) Rhapsody

      Pflegebericht 3
      Stress lass nach

      Müde wankte ich in den Stall. Der Umzug war stressiger als ich gedacht hatte. Schnell fütterte ich die Pferde und brachte sie dann hinaus. Zuerst kamen Moon, Key und Ayumi auf ihren Paddock, die Koppeln waren über den Winter geschlossen. Anschließend holte ich Appollino, Guinness und Deyk und brachte sie auf den zweiten Winterpaddock. Dort kontrollierte ich schnell ob genug Heu da war und ob die Tränker funktionierten. Zum Schluss mistete ich noch die Boxen aus und ging dann zurück zu meinem Papierkram.

      Pflegebericht 4

      Der Tag heute verlief sehr routinemäßig ab. Morgens fütterte ich zuerst die Hengste Appolino und Van Deyk. Anschließend bekam Guinness sein Heu und Kraftfutter und am Schluss noch die beiden Stuten Ayumi und Key.
      Nachdem die Pferde fertig gefressen hatten, stellte ich Guinness mit den Stuten zusammen auf die südliche Koppel, schnappte mir Appolino um ihn zu longieren und etwas Bodenarbeit zu machen und arbeitete dann noch mit Van Deyk im Gelände. Beide arbeiteten konzentriert mit und durften sich auf der nördlichen Weide dann ebenfalls dem Gras zuwenden und Pferd sein.
      Nachdem ich ausgemistet hatte, ging ich mit Guinness eine Runde ausreiten und nahm Ayumi als Handpferd mit. Schlußendlich arbeitete ich mit Key noch etwas auf dem Platz an der Durchlässigkeit und ihrer Schiefe.
    • Gwen
      05.08.2017

      Seit einigen Tagen war ich auf Mansfield Park zu Besuch. Nachdem ich meinen gesamten Prüfungs- und Unistress hinter mir hatte, hatte ich mir einfach ein paar Tage frei nehmen wollen – fernab aller Pflichten. Deshalb hatte ich entschieden, eines meiner ehemaligen Pferde zu besuchen.
      Es war schon lange her, dass Appollino in Kanada zu Hause gewesen war, bevor er nach Schottland zu Julie gezogen war. Dort lebte er immer noch und da ich von Natur aus neugierig war, wollte ich gerne sehen, was aus ihm geworden war.
      Mansfield Park war ein kleiner, schöner Hof, der inmitten im grünen lag und wenn man oben auf Hügel stand, konnte man über den gesamten Hof und die Weide schauen und es sah einfach nur unglaublich schön aus.
      Genau auf diesem Hügel befand ich mich auch heute Morgen wieder, mit einem Buch im Gepäck, wollte ich mich unter einem der großen Bäume niederlassen und den schönen Sommertag genießen. Zusammen mit Julie hatte ich heute Morgen die Pferde versorgt (ein bisschen was musste man für seinen Urlaub immerhin auch tun) und nun gönnten wir uns beide eine Pause.
      Ich hatte schon ein Weilchen gelesen, als ich das Buch zur Seite legte und den Blick über die Weiden schweifen ließ. Julie gehörten insgesamt sechs Pferde und die Einteilung der Weiden galt beinahe Perfektion. Sie hielt ihre Pferde momentan in Zweier-Gruppen und jeder gehörte eine riesige, grüne Wiese.
      Ganz links und etwas fernab standen Van Deyk und Appollino. Beide Hengste und deshalb ein wenig abgeschottet vom Rest, so dass sie in aller Ruhe ihr Hengstdasein genießen konnten. Sie verstanden sich auch erstaunlich gut, wobei Appollino auch nicht mehr der Junghengst von damals war. Mit seinen sechs Jahren war zumindest ganz langsam ein Ende seiner Flegelphase in Sicht.
      Etwas weiter rechts standen Willo’the Wisp und Guinness. Dass waren die beiden Wallache des Hofes, die eher zu den ruhigeren Genossen gehörten und dementsprechend auch lieber für sich waren. Und direkt daneben war die Weide von Key und Ayumi. Zwei wirklich liebe und tolle Stuten, mit welchen ich vorgestern schon die Gegend hatte erkunden dürfen, als Julie mich auf einen Ausritt eingeladen hatte.
      Gerade erklimmte sie den Hügel zu mir hinauf. „Gwen? Lust auf einen Ausritt? Ich glaube Willo und Guinness könnten sich mal die Beine vertreten“, meinte sie grinsend und ich grinste begeistert zurück. Das klang nach einer tollen Idee und bei dem Gelände hätte ich täglich drei Stunden draußen mit den Pferden verbringen können, denn man entdeckte immer wieder etwas Neues!
      Ich durfte heute Willo reiten, was mich besonders freute, denn er war ein Halbbruder zu meinem ehemaligen Hengst Wishing Well. Aber mehr als die Rasse und die Fellfarbe hatten die beiden nicht gemein. Obwohl Willo ein Wallach war, hatte er dennoch mehr Feuer als Wish und war auch wesentlich leichter und sportlicher gebaut.
      Das verdankte er seiner Mutter Shády, bei welcher es sich um einen Araber gehandelt hatte. Als Sportpony war Willo aber ideal und trotz seinem hohen Blutanteils, war er in Anwesenheit von Guinness ein wirklich vorbildliches Pferd, so dass der Ausritt riesigen Spaß machte.
    • Julie
      [1] Mansfield Park

      „Einen großen Cafe Latte to go bitte.“ Die Angestellte hinter der Theke lächelte freundlich und machte sich sofort an die Arbeit. Inzwischen suchte ich mir die benötigten Pfund zusammen und legte sie auf die Kühltheke. Cupcakes in allen möglichen Farben reihten sich darin aneinander und sahen einer leckerer aus wie der andere. Trotzdem war mir gerade nicht nach Süßem.
      Nach einem kurzen „Stimmt so.“, begleitend von einem kleinen Lächeln, nahm ich den Kaffee, bedankte und verabschiedete mich um mich anschließend der Masse an Leuten anzuschließen. Spitalfields war wie immer gut besucht. Touristen und Einheimische vermischten sich zu einer bunten Masse die sich durch die engen Gassen zwischen den Ständen bewegte. Genussvoll nahm ich einen Schluck vom Kaffee und verbrannte mir prompt die Zunge. Grummelnd wischte ich mir über die verbrannte Lippe und schlenderte weiter. Ich liebte diesen Markt, denn neben allerlei Krimskram, fand man hier auch allerlei Schnäppchen. Ich suchte nach neuem Lesestoff und hier wurde ich eigentlich immer fündig.
      Endlich endteckte ich einen Stand, wo ich finden konnte, was ich suchte. Freundlich begrüßte ich den Ladeninhaber und stöberte mich dann durch die Ansammlung an abgegriffenen Büchern. In einigen Büchern, waren am Rand kleine Notizen gekitzelt worden, die ich neugierig beäugte. Schlussendlich kaufte ich dem bei dem älteren Herrn zwei Klassiker englischer Literatur und einen modernen Roman, über eine Antiquariatsbesitzerin aus Sussex. Zufrieden mit meiner Ausbeute, schlängelte ich mich zurück zum Eingang, nippte hin und wieder an meinem Kaffee und schlug dann den direkten Weg zur Liverpool Street Station ein. Die Nachmittagssonne strahlte mir ins Gesicht, während ich den kurzen Weg zur „underground“ schlenderte. Alte und weniger alte Häuser säumten die Straße, in denen sich hauptsächlich Pubs und Hotels befanden.

      Nach ca. einer halben Stunde Fahrt war ich in dem Viertel angekommen, in dem ich wohnte. Meine Wohnung befand sich am Rande von London, die Gegend wurde allgemein als „sicher“ betitelt und meine Nachbarn bestanden hauptsächlich aus schrulligen Rentnern und kleinen Familien. Ich liebte es hier zu wohnen, auch wenn es seinen Preis hatte. In die Wohnung hatte ich mich auf den 1. Blick verliebt und sofort zugeschlagen, nachdem ich sie besichtigt hatte. Dass es dafür öfters mal knapp wurde Ende des Monats nahm ich dafür gerne in Kauf.
      Als ich durch die Eingangstür trat, erklang sofort ein vorwurfsvolles „Mau!“
      Pugsley rannte um meine Beine, den Schwanz kerzengerade in der Höhe und schnurrte wie ein Motor.
      „Hey mein Großer. So lange war ich nun auch wieder weg. Schau doch nicht so vorwurfsvoll. Hast du Hunger?“ Sobald das Zauberwort gefallen war, schoss der schwarz weiße Kater in die Küche.
      Pugsley sah aus, als hätte ihn jemand mit schwarzer Farbe überschüttet. Größere und kleinere Flecken waren auf seinem Rücken verteilt und im Gesicht hatte er eine schwarze Maske die ein wenig an Zorro erinnerte. An den Beinen sah die Zeichnung so aus als ob er Söckchen anhätte. Er war mir zugelaufen und da sich niemand bei meiner Suche nach dem Besitzer meldete, war er nun seit gut einem Jahr mein pelziger Mitbewohner.
      „Mau?“ „Ja, ich komm ja schon.“, murmelte ich. Immer diese Ungeduld. Katzen haben wirklich Diener. Nachdem ich abgelegt hatte und in meine Hausschuhe geschlüpft war, folgte ich dem Kater in die gemütliche Küche, wo er schon ungeduldig zwischen Kühlschrank und Futterschüssel hin und her lief. Sobald er mich sah wurde ich sofort wieder heftigst umschwärmt. „Alter Charmebolzen.“, murmelte ich während ich aus dem Kühlschrank eine Dose mit Futter holte und es in seine Schüssel füllte. Pugsley folgte mit Adlersaugen, jedem meiner Schritte und stolzierte zu seinem Futterplatz, sobald ich die Schüssel hochhob. „So guten Appetitt, der Herr.“, meinte ich, als ich ihm die Schüssel hinstellte. Anschließend machte ich mir eine Flasche Chardonnay auf, füllte ein Glas mit dem Wein und bereitete mir einige belegte Brote vor. Beides nahm ich mit zu meinem Schreibtisch um nebenbei meine E-Mails zu checken. Ich nippte an dem Wein und begann damit den Spam auszusortieren. Ein Blick aus dem Fenster verriet mir, dass es bald zu regnen anfangen sollte und wenig später klatschten dicke Tropfen gegen die Fensterscheiben. Das Wetter wurde seinem Ruf mal wieder gerecht.
      Plötzlich ertönte ein lautes Donnern und zeitgleich flog eine Pelzkugel direkt auf mich zu, sprang auf meinen Schoss und drehte sich zitternd zusammen. „Das ist nur ein Gewitter.“, meinte ich und strich dem Kater beruhigend übers Fell. „Ist gleich wieder vorbei.“ Argwöhnisch sah er kurz zu mir hinauf, um gleich danach den Kopf wieder gegen meinen Bauch zu drücken. Arbeiten konnte ich wohl jetzt vergessen. Zumindest bis das Gewitter vorbei war. Also schaltete ich den PC wieder ab, trank noch einen Schluck Wein, balancierte Glas und Angstkatze zur Couch, platzierte das Glas auf dem Couchtisch vor mir und den Kater wieder auf meinem Schoss und schnappte mir ein Buch, dass in Reichweite lag. Während draußen Weltuntergangsstimmung herrschte, begann ich zu lesen und streichelte Pugsley hie und da beruhigend.

      Am nächsten Tag, ging alles seinen routinierten morgendlichen Gang. Pünktlich um sechs Uhr wünschte seine Majestät sein Frühstück und tat dies wie gewohnt kund, indem er auf meiner Brust thronte und mir stimmgewaltig ins Ohr maunzte. Weckte mich das noch nicht, fing er an mit seinen Pfoten auf meine Brust zu klopfen. Hatte ich dann endlich die Augen offen, sprang er begeistert zu meinen Beinen und fing an sie als Jagdobjekt zu missbrauchen. Anschließend flitzte er blitzschnell und mit einem lauten „Miau!“ in die Küche, wo er ungeduldig auf mich wartete. Während die Kaffeemaschine lief, bereitete ich unser beider Futter vor, was mit einigen wohlig klingenden „Mau’s“ und lautem Schnurren musikalisch untermalt wurde, und verzog mich dann an den Esstisch um zu frühstücken, während der Kater genüsslich sein Dosenfutter verspeiste.
      Nachdem ich den Tisch abgeräumt und die Spülmaschine vollgeräumt hatte, zog ich mir meine Laufklamotten an und startete meine morgendliche Joggingrunde in der Nachbarschaft um wirklich wach zu werden.
      Dank meiner Selbstständigkeit, musste ich mir nicht die morgendliche Rushhour zu Gemüte führen sondern konnte es mir zuhause am Schreibtisch gemütlich machen.
      Als ich zurückkam, wollte ich meinen verschwitzten Körper gleich unter die Dusche bugsieren, Pugsley hingegen war in Spiellaune und sprang mir übermütig an die Beine. Also holte ich sein Spielzeug hervor und spielte eine kleine Rund e „jagen“ mit ihm, bis er sich zufrieden auf meinem Schreibtisch zusammenrollte und einschlief.
      Gerade wollte ich unter die Dusche springen, als mein Handy läutete. Verwundert darüber, wer mich wohl so früh am Morgen schon anrief, blickte ich aufs Display. Bis auf die Vorwahl war mir die Nummer, die dort aufschien, gänzlich unbekannt.

      Mit hochgezogener Augenbraue nahm ich den Anruf entgegen. „Emily Braghnough hier.“, meinte ich kurz und verstummte dann abwartend. Prompt antwortete eine männliche Stimme mit rauem Unterton: „Guten Tag Ms. Braghnough, hier spricht Esmond Gulwoods.“ Der Name kam mir bekannt vor. Doch woher? „Guten Tag Mr. Gulwoods, was kann ich für sie tun?“ „Wie Sie vielleicht noch wissen bin ich seit Jahren mit den rechtlichen Angelegenheiten Ihres Vaters betraut Ms. Braghnough. Leider ist der Grund meines Anrufs kein angenehmer. Ihr Vater ist vor kurzem einem Herzinfarkt erlegen. Mein herzliches Beileid. Es tut mir sehr leid“ Mr. Gulwoods atmete tief ein und räusperte sich kurz. „Ich wurde mit der Betreuung seiner Hinterlassenschaften betraut. Könnten wir uns diesbezüglich sobald als möglich in meinem Büro in St. Agnes treffen?“
      Mit leerem Blick starrte ich kurz auf das Telefon. Hunderte von Fragen schossen mir durch den Kopf. Wie? Warum? War er schon länger krank? Kam es plötzlich? Aus heiterem Himmel? Was war nun mit Mansfield Park?
      Ich hatte seit Jahren keinen Kontakt mehr zu meinem Vater gehabt, aufgrund eines riesen Streites den wir bei meinem Fortgang aus Mansfield Park hatten. Dennoch liebte ich ihn natürlich nach wie vor, denn er war immer noch mein Vater und ihm verdankte ich, dass ich zu dem Menschen geworden bin, der ich bin, auch wenn sich dadurch unsere Wege getrennt haben. Ich hatte oft an ihn gedacht, seit ich in London lebte und viele glückliche Erlebnisse zuhause waren meine Inspiration für meine Romane.
      Auch an die Zeit in Mansfield Park erinnerte ich mich gerne zurück. Das Anwesen war wunderschön und voller glücklicher Erinnerungen und ich wäre auch gerne zurückgekommen. Doch ich konnte nicht zurückgehen. Mit meinem Fortgang hatte sich die Tür nach Mansfield Park und die vom Herz meines Vaters auf immer verschlossen. Dies war jetzt zehn Jahre her.
      Ich seufzte kurz, atmete tief ein um mich zu sammeln. „Das sind sehr schreckliche Neuigkeiten, die Sie für mich haben. Gerne würde ich mich mit Ihnen treffen. Wie ist es denn passiert? War er schon länger krank?“, sprudelte ich hervor, während ich mir eine Tasse Tee zubereitete.
      „Nein, es kam sehr plötzlich. Mr. Braghnough hat sich immer bester Gesundheit erfreut.“, erwiderte der Anwalt.
      Das war zumindest ein kleiner Trost für mich, auch wenn mich der Schmerz traf wie ein Messerstich. Wir verabredeten für nächste Woche noch einen Termin und dann legte ich auf. Gedankenverloren trank ich meine Tasse Tee und ließ den Anruf erstmal sacken. Der Tag war für heute gelaufen.

      Der Regen prasselte an das Fenster meines Schlafzimmers, als ich nach einer unruhigen Nacht von Pugsley geweckt wurde. Seine innere Uhr funktionierte wie immer hervorragend, um Punkt sechs Uhr morgens begann er mit ungeduldigem Gemaunze auf meinem Brustkorb herum zu tapsen. Seufzend erhob ich mich. Seit dem Anruf von Mr. Gulwoods hatte ich keine Ruhe mehr. Drew half mir in dieser Situation auch nicht wirklich weiter. Als ich mit ihm darüber reden wollte, kam relativ bald Unverständnis über meine Reaktion. Immerhin hatte mich ja mein Vater damals „im Regen stehen lassen“, wie er es formulierte.
      Nach dem Frühstück zog ich mich an, wusch das Geschirr ab und stellte schlussendlich einen kleine Reisetasche, einen Karton mit Pugsleys Sachen und meine Lieblingshandtasche in die kleine Diele. Dann holte ich meinen Kater, der gerade hingebungsvoll mit einer Staubkugel spielte und steckte ihn in seine Reisebox. Eine Freundin hatte sich sofort bereit erklärt, ihn aufzunehmen, während meiner Abwesenheit. Schnell stopfte ich noch eine Tüte selbstgebackener Kekse als Dankeschön in meine Tasche.
      Nachdem ich Pugsley bei meiner Freundin abgeliefert hatte, holte ich ihm Eiltempo meine Reisetasche und machte mich daran, raus aus der Stadt zu kommen, wo ich einen Langzeitparkplatz für mein Auto gemietet hatte. Ein kurzer Blick auf die Uhr sagte mir, dass ich gerade noch in der Zeit lag, als ich bei meinem Auto ankam. Schnell räumte ich alles ein, trank die Reste meines Kaffees aus und setzte mich dann hinters Steuer.
      Über vier Stunden Fahrt lagen vor mir, darum stellte ich mir meine aktuelle Lieblingsplaylist ein und fuhr los.

      Müde und abgespannt kam ich schließlich in dem kleinen Bed & Breakfast, das etwas außerhalb von St. Agnes lag, an, wo ich mir ein Zimmer genommen hatte. Nachdem ich eingecheckt und mein Zimmer inspiziert hatte, ging ich eine kleine Kleinigkeit essen und fiel anschließend ins Bett, nachdem ich mir noch schnell einen Wecker gestellt hatte.
      Am nächsten Tag erwachte ich wie immer aus einer sehr unruhigen Nacht und zog mich schnell an um zu frühstücken. Auch hier in Cornwall regnete es. Es zog eindeutig der Herbst ein in England.
      Um neun war mein Termin bei Mr. Gulwoods. Nervös betrat ich ein paar Minuten davor die Kanzlei und meldete mich bei der Sekretärin an. Sie wies mich in den Wartebereich, wo ich mich setzte und begann ungeduldig mit dem Knie auf und ab zu wippen.
      Schließlich bat mich Mr. Gulwood, ein älterer Herr mit hellgrauem Haarkranz, dessen Leibesfülle gerade noch durch die Tür passte, hinein.
      Aufgewühlt trat ich einige Zeit später wieder auf die Straße. Was zum Teufel hatte mein Vater angerichtet? Mr. Gulwood meinte er wäre spielsüchtig geworden, kurz nachdem ich Mainsfield Park verlassen hatte. Die Vollblutzucht habe er kurz darauf aufgegeben, stattdessen habe er wahllos Pferde angekauft, die er gerade so versorgen konnte. Mainsfield Park war wohl nicht mehr so, wie ich es aus meiner Kinder- und Jugendzeit kannte. Ländereien habe er keine verkauft, doch es wäre wohl ziemlich heruntergewirtschaftet. Ob ich das Erbe antreten wolle? Ich müsste auch die Schulden mit übernehmen. Ich weiß es nicht. Stockend kamen die Worte über meine Lippen. Ob ich es vorher sehen wolle? Ja bitte. Diese Worte kamen schon leichter aus meinem Mund. Ich bekam sämtliche Schlüssel, damit ich reinkonnte. Wer sich jetzt über die Pferde kümmern würde? Nachbarn und Bekannte. Ich schluckte. Er hat auch kurz vor seinem Tod noch einen Kaufvertrag unterschrieben. Ein Connemara. Gute Abstammung. Kommt von einer Ranch in Alberta. Ein Wallach. In den nächsten Tagen sollte er ankommen. Bezahlt worden wäre alles schon. Von welchem Geld? Ich fuhr mir durch mein Haar, das im Licht rot schimmerte. Erstmal hinfahren und alles ansehen. Die Pferde begutachten. Dann konnte eine Entscheidung getroffen werden.
      Der Gedanke alles aufzugeben, schmerzte mich. Immerhin war dies mein Zuhause gewesen. Es war das Zuhause meiner Familie.
      Während mir all diese Gedanken durch den Kopf schossen, war ich zurückgegangen zur Unterkunft um mein Auto zu holen.

      Mainsfield Park lag außerhalb von St. Agnes abgelegen zwischen den Hügeln. Schnell stieg ich ein und fuhr die bekannten Straßen entlang, bis ich in eine weitläufige Allee einbog, die links und rechts von alten Eichenbäumen gesäumt wurde. Der Anblick schockierte mich. Das Unkraut kletterte die Fassade hoch, die Fenster waren wohl vor Ewigkeiten nicht mehr geputzt worden. Überall lag Dreck und Unrat herum, der Rasen war wohl schon länger nicht mehr gemäht worden. Was zum Teufel hatte mein Vater die letzten Jahre getrieben? Der Garten war sein Heiligtum und ihm war es immer furchtbar wichtig, dass alles gepflegt und penibel sauber war.
      Ich stieg also aus, ging um das imposante Herrenhaus herum und bog beim Teich nach rechts ab. Bald kamen die Ställe in Sicht. Die Galopprennbahn war zugewachsen und komplett verwildert, ebenso der Reitplatz. Der sah aber trotzdem so aus, als würde er zumindest hie und da benutzt werden. Ich betrat den ersten Stall und sah mich um. Pferde konnte ich keine erkennen, dafür jede Menge Staub und Dreck. Im zweiten Stallgebäude war es dasselbe. Also machte ich mich auf die Suche nach den Pferden, die laut des Anwalts hier leben sollten.
      Bei den Weiden wurde ich schließlich fündig. Auf zwei Koppeln standen jeweils ein paar Pferde. Viele waren es nicht. Eine Gruppe bestand aus einem Braunschecken, offensichtlich irgendein Warmblut, einem Ponymix und einem Tinker. Die andere Weide teilten sich ein Overo und ein Brauner. Zweiterer war offensichtlich ein Vollblut. Bei näherem Hinsehen bemerkte ich, dass die 3-er Gruppe männlich war und das Duo weiblich. Sie hatten wohl auch schon mal bessere Tage gesehen, denn ihr Zustand war alles andere als gut.
      „Hey! Wer sind Sie? Was machen Sie da bei den Pferden?“, unterbrach mich das Rufen eines Mannes der wütend auf mich zustampfte. Wohl einer derjenigen der sich um die Tiere kümmerte seit mein Vater das Zeitliche gesegnet hatte.
      Ich versuchte den Mann mit einer Geste zu beruhigen, begrüßte ihn freundlich und stellte mich dann vor. „Guten Tag, mein Name ist Emily Braghnough, ich bin die Tochter des kürzlich verstorbenen Mr. Braghnough. Hier mein Ausweis, falls sie Zweifel haben.“ Ich kramte kurz in meiner Tasche und reichte ihm meinen Führerschein.
      „Ach, dann sind sie also die Erbin von dieser Bruchbude und den verdameldeiten Viechern.“, meinte der Mann mürrisch nach einem kurzen Blick auf meinen Ausweis.
      „Hören sie Lady, dieser Laden ist am Ende. Mit den Viechern ist nix anzufangen. Am besten verkaufen Sie alles und geben die Tiere zum Schlachter. Zu was anderem sind sie nichts mehr nütze.“
      „Dürfte ich vielleicht erstmal Ihren Namen erfahren und die Aufgabe die Sie am Hof meines Vaters innehaben?“, erwiderte ich auf den mürrischen Ratschlag des Mannes. „Bleib gelassen!“, mahnte ich mich, „Lass dich von diesem ungehobelten Kerl nicht auf die Palme bringen.“
      „Ahja natürlich. Mein Name ist Craig Hewridge. Ich bin hier der Verwalter.”
      Ich schrieb mir den Namen im Kopf auf eine Liste. Dieser Kerl musste unbedingt hier weg. Doch diesem Chaos konnte ich auch unter keinen Umständen alleine Herr werden. Verdammte Zwickmühle. Ich atmete tief ein und aus.
      „Nun, Sie scheinen ihre Aufgabe nicht allzu ernst genommen zu haben.“, meinte ich und wies mit dem Arm auf die verwahrloste Anlage.
      „Hören Sie, hat sich nich‘ gelohnt hier großartig zu ackern. Ist ja doch alles am Ende, seit die Rennpferde weg sind und nur diese Klepper hier stehen.“, versuchte sich der Mann auf seine ungehobelte Art und Weise zu rechtfertigen.
      „Das ist für mich kein Argument.“, sagte ich mit fester Stimme.
      „Ich erwarte sie morgen früh im Büro meines Vaters. Dort besprechen wir das weitere Vorgehen. Auf Wiedersehen Mr. Hewridge.“ Ich reichte ihm kurz die Hand und verschwand nach einem gemurmelten Gruß des Mannes in Richtung Koppeln.
      Die Pferde sahen nur kurz auf, als ich die erste Koppel betrat. 2 Hengste und ein Wallach. Sie waren ungepflegt, hatten zu lange Hufe und auch der Tierarzt sollte sich die Tiere dringend ansehen. Außerdem waren sie viel zu dünn. Sie mussten außerdem von der Koppel weg, dieses Dreckloch barg Maukegefahr.
      Ich holte mein Notizbuch und notierte mir stichpunktartig was zu tun war.
      Bei den Stuten sah es ähnlich aus.

      In meinem Notizbuch entstand eine immer länger werdende To-Do Liste. Die Entscheidung ob ich das Erbe annehmen wollte, war schon lange gefällt. Ich wollte mein Zuhause nicht verkaufen. Ich wollte daraus wieder ein Zuhause machen. Auch wenn es teuer werden würde und schwer.
      Doch es sollte gehen. Die Tatsache wie ich das alles meinem Freund erklären sollte, verdrängte ich vorsorglich.
      Ich begutachtete noch den Heuboden und die Futterkammer, wo ich genügend Vorräte in erstaunlich guter Qualität vorfand.
      Bevor ich mich an die Arbeit machte, rief ich noch den Anwalt an. Ich erklärte ihm, dass ich das Erbe antreten würde und ob es reichen würde, wenn ich morgen früh in sein Büro kam um die nötigen Formalitäten zu erledigen. Der Anwalt bejahte dies und schlug einen Termin vor, den ich annahm.

      Anschließend machte ich mich daran die wichtigsten Arbeiten zu erledigen. Ich schnappte mir Eimer, Besen, Schaufel und Tuch und begann den Stall von Staub und Dreck zu befreien.
      Ich kehrte die Spinnweben sorgfältig von den Wänden, kehrte die Stallgasse, brachte das alte Stroh auf den Misthaufen und kehrte anschließend die Boxen aus. Schlussendlich wusch ich noch die Tränken und Tröge aus und putzte die Fenster. Der Stall war unterteilt und beinhaltete insgesamt 12 Boxen, 6 in jedem Trakt. 5 davon, 3 in einem Trakt und 2 in dem anderen richtete ich für die tierischen Bewohner her, streute dick ein, schmiss jedem einige Gabeln Heu hinein und füllte die Tröge mit Hafer. Eine 4. Box im Trakt der Herren richtete ich anschließend noch für Neuankömmling her. Anschließend holte ich die Pferde, die sich bereitwillig einfangen ließen, von der Koppel und brachte sie nacheinander in die Boxen, wo sie sich sofort auf das Kraftfutter stürzten.
      Da es schon Abend war, begnügte ich mich damit ihnen nacheinander noch die Hufe auszukratzen, nachdem ich ca. 15 min nach einem Hufauskratzer gesucht hatte.
      Außerdem hatte ich in der Sattelkammer Namen entdeckt. Van Dey, Guinness, Appolino, Key, und Ayumi. So hießen wohl die 5 da draußen. Ich hatte jedoch keinerlei Ahnung, wer wer war.
      Schulterzuckend, drehte ich das Licht ab, schloss die Stalltür und ging noch kurz zum Haus hinüber. Sicher waren die Papiere der Pferde im Büro meines Vaters. Ich schloss die Tür auf und betrat langsam mein Elternhaus. Alles war noch so wie zu dem Zeitpunkt, als ich es verlassen hatte. Ich sah mich kurz um und ging dann in das kleine Büro, dass sich gleich rechts von der Haustür befand. Das übliche Chaos war auf dem Schreibtisch ausgebreitet und ich musste eine Zeit suchen bis ich die Papiere fand. Endlich konnte ich die Namen zuordnen. Ich machte mir einige Notizen, damit ich mir das merken konnte und verstaute die Papiere dann wieder ordentlich.
      Nachdem ich das Haus sorgfältig abgeschlossen hatte und einen letzten Blick nach den Pferden geworfen hatte, stieg ich in mein Auto und fuhr zurück zu meiner Pension.
      Dort fiel ich nach einem kleinen Abendessen und einer schnellen Dusche sofort ins Bett.
    • Julie
      Da ich am nächsten Morgen anderweitig sehr viel zu tun hatte, um die leidige To Do Liste zu verkürzen, kümmerte ich am auf dem Hof nur um das Nötigste, nämlich die Pferde.
      Außerdem wollte ich kontrollieren ob der Verwalter irgendeinen Finger rührte. Als ich morgens ankam, war, wie ich unbewusst erwartet hatte, nichts gemacht. Also machte ich mich daran die Pferde zu füttern. Zuerst kamen bekamen Guinness, Willo, Van Deyk und Appollino ihren Hafer. Anschließend noch die beiden Stuten Key und Ayumi.
      Während die Pferde fraßen, kümmerte ich mich notdürftig um die Koppeln. Ich erneuerte das Wasser - die Tränker waren kaputt wie ich schnell herausfand, äppelte alles ab und schmiss Heu in die Raufen. "Die Koppeln musste dringend grundsaniert werden.", notierte ich gedanklich erneut in meinem Kopf.

      Nachdem die Pferde gefressen hatten, schnappte ich mir ein Pferd nach dem anderen, kontrollierte die Hufe und kratzte sie aus um sie danach auf die Koppel zu bringen. Dann mistete ich noch die Boxen aus und fuhr nach einem letzten Blick auf die Tiere vom Hof.
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  • Kategorie:
    Himmel - ungepflegte Pferde
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    Julie
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    8 Sep. 2016
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    EXIF Data

    File Size:
    334,2 KB
    Mime Type:
    image/jpeg
    Width:
    960px
    Height:
    640px
     

    Note: EXIF data is stored on valid file types when a photo is uploaded. The photo may have been manipulated since upload (rotated, flipped, cropped etc).

  • Appollino
    Rufname: Apollo

    Abstammung:

    Von: Lughnasadh
    .
    Von: Pharlap
    Aus der: Elanor


    Aus der: Money in a Bank
    Von: unbk.
    Aus der: Little Baby



    Alter: [2011] 5 Jahre
    Geschlecht: Hengst
    Rasse: Mix
    Fellfarbe: Dunkelfuchs
    Abzeichen: unregelmäßige Blesse, v.l. weiße Fessel
    Besonderheiten: //
    Seltenheitsgrad: selten
    Stockmaß: 153 cm


    Charakter | Beschreibung:
    arbeitsfreudig | sensibel
    Appollino hat mit seinen erst zwei Jahren schon viel erlebt und früher war er ganz und gar nicht einfach. Er ist stets gestiegen, sobald ihm etwas nicht passte und hat seinen Mitbewohnern, sei es Mensch oder Pferd, täglich die Nerven geraubt. Inzwischen hat er jedoch begonnen, sich zu verändern. Er ist ruhiger geworden und arbeitet gerne mit dem Menschen, von seinen gefährlichen Aktionen ist keine Spur mehr. Dennoch kann er auch manchmal seine schlechten Tage haben, das sollte man nie vergessen. Als Fohlen hat sich Appollino eine Sehnenentzündung zugezogen, welche nun vollständig verheilt ist. Jedoch darf der Hengst nicht mehr höher als Cavalettis springen, da es sonst zu einem Rückfall kommen könnte. Doch für die Dressur ist er hervorragend geeignet, was schon seine interessante Abstammung beweist.

    Kein Anfängerpferd

    Zubehör: //


    Zuchtpapiere: nicht gekört
    Zuchteinstellung: -
    Vererbung:
    Farbe: unbk.
    Charakter: unbk.
    Potential: unbk.



    Qualifikationen:

    Primäre Eignung: Dressur
    sekundäre Eignung: Fahren, Distanz

    Dressur: A
    Springen: E
    Military: E
    Distanz: E
    Fahren: E


    Erfolge:

    329. Dressurturnier

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    Besondere Erfolge: -


    Ausbildungsstand: eingeritten und eingefahren
    Reitstil: klassischer Reitstil
    Ausbilder: -
    Trainer: -


    Reitbeteiligung: -
    Besitzer: Julie
    Vorbesitzer: Friese
    Ersteller/VKR: sweetvelvetrose
    Pferdewert: 800 Joellen


    Tierarzt: Eddi
    Hufschmied:-

    Gesundheitszustand: gut
    Letzte Impfung: -
    Letzte Wurmkur: -
    Krankheiten/Beschwerden: keine


    Hufzustand: gut
    Letztes mal ausgeschnitten: -
    Beschlagen: nein
    Probleme/Besonderheiten: keine

    PNG ganz
    PNG zerstückelt
    Offizieller Hintergrund