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Friese

Animus Peredur

Barockpinto | Hengst | 5 Punkte Im Besitz seit Mai 2019

Animus Peredur
Friese, 31 März 2020
peachyes, Mohikanerin, Veija und 3 anderen gefällt das.
    • Friese
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      adoptedfox - 14. März 2017
      14. März 2017 | 11054 Zeichen von adoptedfox
      Pflege für alle Pferde der Gwynedd Stables

      Das hätten wir soweit dann erledigt dachte ich und lehnte den Besen an die Wand neben dem Schubkarren. Bevor ich mich auf den Weg zu einer Kundin nahe der Küste machte, wollte ich meine eigene Anlage auf Vordermann bringen. Die Pferde waren versorgt, standen auf frischem Stroh und genossen ihr Futter. Ich ging zurück ins Haus, nahm mir eine Flasche Wasser und mein Handy vom Küchentisch und ging zum Wagen um mich auf den Weg zu machen. Das Wetter war wechselhaft geworden und so entschloss ich die Heizung auf die erste Stufe zu schalten. Aufgrund der vielen Baustellen schien die Fahrt an die Küste schier unendlich und dennoch erreichte ich die Gwynedd Stables noch vor Mittag! Man teilte mir mit, dass man die Anlage nach einer ca. 10 minütigen Fahrt durch ein dichtes Waldgebiet sehen würde und so war es auch. Der Wald wurde lichter und es erstreckten sich saftige, grüne Wiesen vor mir und inmitten konnte man die braunen Dachziegel der Stallungen erahnen. Ich bog auf den Schotterweg ein und parkte meinen Wagen auf dem Parkplatz, welcher direkt an das Haupthaus angrenzte. An der Tür hing ein Zettel, welcher an mich gerichtet war. Es gab einen familiären Notfall, weswegen man mich nicht persönlich empfangen konnte. Einerseits war ich erfreut über das entgegengebrachte Vertrauen, andererseits, so musste ich zugeben, machte ich mir auch Sorgen. Als ich zu den Ställen ging erkannte ich, dass die Pferde sich allesamt auf den Weiden befanden und so entschied ich mich, mich zuerst um die Stallgebäude zu kümmern. Nachdem ich die Gebäude begutachtet hatte nahm ich die Schubkarre, legte Mistgabel, Schaufel und Besen hinein und begab mich zum Trakt der Offenstallboxen. Dieser schien in letzter Zeit nicht genutzt worden zu sein. Ich entschloss dennoch das alte Stroh aus den Boxen zu entfernen und fegte diese dann komplett aus. Die Paddock des Offenstalls schienen sauber, sodass ich sie lediglich abkehrte. Mit einem sauberen Schwamm wusch ich die Selbsttränken aus und ließ, beim verlassen der Boxen, die oberen Läden offen damit diese gelüftet werden konnten. Ich erklärte die Offenstallboxen für sauber und bereit für neue Mitbewohner, sammelte meine Untensilien ein und ging in das nächstgelegene Stallgebäude. Die Boxen sahen genutzt aus, also begann ich mit dem ausmisten jeder einzelnen Box. Nachdem ich die volle Schubkarre auf dem Mishaufen ausgeleert hatte nahm ich mir direkt das Haupt-Stallgebäude vor, da sich hier auch die Strohballen befanden. Als alle Boxen ausgemistet waren leerte ich die Schubkarre abermals auf dem Misthaufen aus und belud diese anschließend mit frischem Stroh, welches ich hinüber in die kleine Stallanlage brachte und in den leeren Boxen verteilte. Fertig eingestreut fegte ich die Stallgasse sauber und sammelte verirrte Strohhalme aus den Tränken damit diese ebenfalls sauber waren. Ich ging hinüber zum Haupt-Stallgebäude und streute auch hier die Boxen ein. Nach getaner Arbeit kehrte ich die Stallgasse sauber und stellte den Schubkarren wieder an seinen Platz, nachdem ich diesen ausgeleert hatte. Ich holte meine Flasche Wasser aus dem Wagen und ging in Richtung der Weiden und trank einen Schluck. Eines der beiden Fohlen hatte es mir besonders angetan. Ich nahm mir einen der Führstricke, welche im Gras am Zugang zur Weide lagen und ging hinein. Langsam und beruhigend sprechend ging ich auf das fuchsfarbene Fohlen zu. Das es bereits ein Halfter truf machte es mir wesentlich einfacher, denn allem Anschein nach wollte es so schnell nicht von der Weide weggebracht werden. Ich nahm den Strick fest in die Hand und führte das Fohlen von der Weide in Richtung Haupt-Stallgebäude. Immer wieder versuchte die freche Stute mich zu überholen, doch ich wusste dagegen zu steuern! Ich hielt sie an und drängte sie einige Schritte rückwärts zu weichen. Endlich im Stall angekommen band ich Forestfire an und striegelte in langen Zügen ihr Fell. Ihren Namen entnahm ich vom Boxenschild, welches, zu meinem Glück, mit einem Bild der Pferde versehen war. Da die Stute augenscheinlich Probleme damit hatte an der Hand zu laufen führte ich sie in die angrenzende Halle und ging dort, zusammen mit ihr, meine Runden. Zwar versuchte sie nun nicht mehr mich zu überholen, jedoch entwickelte sie eine neue Methode mich zu testen. Sie blieb stehen. "Da musst du Dir schon mehr einfallen lassen meine Schöne!" sagte ich bestimmt, nahm den Strick kürzer und drehte um. Mein Plan ging auf, sie folgte. In den Stall zurück ging es jedoch nicht, denn sobald sie sich in Gang gesetzt hatte drehte ich erneut um. Ein paar Mal testete sie mich noch aus und dann schien sie kleinbei zu geben. Ohne Probleme folgte die Stute mir durch die Halle und auch auf dem Weg zur Box kam sie brav mit. Lobend klopfte ich der Stute den Hals und gab ihr einen Bananenchip als Belohnung. In der Box nahm ich Forestfire das Halfter ab und hängte es an die Boxentür. Mit dem gleichen Strick ging ich zurück zur Weide und stahl mich, vorbei an den Stuten, zu dem Fohlen namens Rabano. Vorsichtig streichelte ich es am Hals. Es war wesentlich jünger als Forestfire. Beruhigend sprach ich auf das junge Fohlen ein und griff es behutsam am Halfter, um den Führstrick zu befestigen. Ich kraulte ihm den Hals und setzte mich dann in Bewegung. Rabano war ruhig, wirkte aber leicht verunsichert. Nachdem der Weidezaun wieder verschlossen war entschied ich mich mit dem Fohlen spazieren zu gehen. Wir gingen an den Weiden entlang über die Wiese in Richtung Wald. Die Ruhe der Gegend war umwerfend, hier konnte die Natur noch Natur sein! Die Sonne kämpfte sich durch die Wolkenwand und schien durch die Baumwipfel hindurch. Rabano lief brav mit mir durch den Wald und nahm neugierig die Umgebung auf. Nach einer geschätzten viertel Stunde kehrten wir um und gingen zurück in Richtung Hof. Dort angekommen band ich Rabano an der Boxentür seiner Box an und holte einen Hufkratzer. Langsam strich ich mit der Hand am linken Vorderbein des Fohlens entlang und nahm den Huf hoch. Ich hielt ihn einige Sekunden in dieser Position bevor ich behutsam den Huf säuberte und kleine Steinchen entfernte. Rabano war vorbildlich und ließ sich so alle Hufe kontrollieren und säubern. Zur Belohnung schob ich dem kleinen Hengst einen Bananenchip zwischen die weichen Lippen welchen er sofort schmatzend zerkaute. "Das gefällt Dir, hm?" sagte ich und kraulte das Fohlen am Mähnenkamm. Auch Rabano nahm ich das Halfter in der Box ab und verschloss diese sicher.

      Ich ging zurück zur Weide, auf welcher nur noch 2 Pferde standen. Es handelte sich um die Stuten Rising Star und Cozy Blanket. Ich beobachtete die beiden eine Weile, wie vertraut sie miteinander umgingen und entschied, mit beiden einen Spaziergang entlang der Straße zu wagen, welche nach ein paar hundert Metern einen Abzweig in den Wald bat. Ich griff nach 2 Führstricken am Boden und ging auf die beiden Stuten zu . Ich streichelte beiden zur Begrüßung die Stirn und hakte die Führstricke ein. Mit Cozy Blanket in der linken- und Rising Star in der rechten Hand gingen wir zum Weidezaun. Ich öffnete diesen und hängte den Torgriff locker ein, sodass die Weide offen stand. Zusammen mit den beiden Stuten verließ ich die Gwynedd Stables und nachdem ich prüfte, ob ein Auto gefahren kam, ging ich mit beiden Stuten entlang der Straße spazieren. Das klappern der Hufe erfüllte die Luft und hin- und wieder ließ eine der beiden Stuten ein entspanntes Schnauben ertönen. Nach einigen Metern entdeckte ich, dass auf einer der groß angelegten Wiesen eine Schafsherde stand. Cozy Blanket schien sie auch entdeckt zu haben und sendete ihnen ein Wiehern. Ein paar der Schafe blökten zurück und kamen in Richtung Weidezaun gelaufen. Ich hielt beide Stuten an und sofort steckte Rising Star das sanfte Maul tief in die Wiese und riss einen ordentlichen Haufen Gras heraus. Während sie genüsslich kaute und die Schafe beobachtete, fielen links und rechts die Grashalme aus dem Maul. "Na kommt ihr beiden!" sagte ich und setzte mich wieder in Bewegung. An der Abzweigung hielt ich die Stuten kurz an um zu sehen ob ein Auto kommt, doch die Straße war frei und so gingen wir über den Schotterweg in Richtung Wald. Nach einer halben Stunde gingen Cozy Blanket, Rising Star und ich über die Wiese zurück zum Stall, über welche ich bereits mit Rabano spazierte. Ich band beide Stuten vor Ihrer Boxentür an und kratze die Hufe aus, damit sie sich keine Steinchen oder ähnliches eintraten und Probleme bekamen. Als beide Stuten sicher in Ihrer Box standen ging ich zur Weide, wo sich nur noch 1 Pferd befand. Der Hengst Animus Peredur stand auf einer abgetrennten Weide. Wie verrückt wiehernd lief er am Zaun auf und ab. Ich hob den letzten Strick vom Boden auf und nutzte die Gelegenheit, dass der Hengst bereits am Zaun stand. Ich hakte den Strick ans Halfter, öffnete den Weidezaun und ging mit dem Hengst in Richtung Reitplatz. Ich stellte ihn dort ab und spurtete in die Sattelkammer um eine Longe zu holen. Wieder zurück kam Animus bereits zu mir und rieb seinen Kopf an meinem Bein. Ich wuschelte mit meinen Fingern durch seinen Schopf und hakte die Longe in sein Halfter ein. Da Animus noch ziemlich unerfahren schien, nahm ich das Ende der Longe in die rechte Hand während ich die Longe in der linken hielt und trieb Animus vorwärts. Er fiel in einen beinahe gelangweilten Schritt und ich trieb ihn wieder und wieder damit er beim laufen nicht einschlief. Nach einigen Runden schnalzte ich mit der Zunge und trieb wieder mit der Longe und Animus fiel in den Trab. Hin- und wieder buckelte er etwas, doch er fand immer wieder den Weg zurück in die eigentliche Arbeit. "Prima machst du das! Und jetzt Gaaaaalopp!" motivierte ich ihn stimmlich und lief an der Longe im Takt mit. Er machte seine Arbeit wirklich gut und hatte einen nett anzusehenden Galopp. Nach zirka einer virtel Stunde Longenarbeit, gespickt mit mit mehreren Tempowechseln beendete ich das Training und brachte ihn in den Stand. Ich klopfte seinen Hals lobend und ließ ihn dann etwas freilaufen. Ich sah zu wie er seine Runden drehte, nach seinen Stuten rief und erwischte ihn mit meinem iPhone beim traben. Das Bild sendete ich gleich an Sophia Finch, der Besitzerin der Gwynedd Stables. "Na dir geht es gut, oder?" rief ich lachend als ich von meinem Telefon auf sah und sah, wie Animus Peredur sich genüsslich durch den Sand wälzte. Als er aufstand und sich schüttelte ging ich zu ihm, kraulte seine Stirn und steckte ihm einen Bananenchip zu. Ich hakte die Longe in sein Halfter ein und führte ihn zum Stall in seine Box wo ich ihm sein Halfter abnahm. Ich ging in die Sattelkammer und nahm eine Bürste um sein Fell vom Sand zu befreien. Nachdem ich seine Box geschlossen hatte brachte ich das Putzzeug zurück in die Sattelkammer, fegte die Stallgasse und bereitete das Futter der Pferde zu. Der Tag neigte sich langsam dem Ende zu und ich hatte noch eine weite Fahrt vor mir. Ich hinterlies Sophia noch eine Nachricht auf der Rückseite Ihrer, schloss die Boxenfenster des Offenstalls und ging zu meinem Wagen um die Heimreise anzutreten.

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    • Friese
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      sadasha - 20. Mai 2017
      Gwynedd Stables
      20. Mai 2017 | 1944 Zeichen von sadasha

      Typisch englisches Wetter. Doch wenigstens war es nicht mehr ganz so kalt. Der Regen ist nur ganz seicht und so zog ich heute nur eine Sweatjacke über. Im ersten Moment war das doch etwas frisch, doch sobald ich gleich ans arbeiten käme, würde es mir schon warm genug werden. Eve und Nicholas waren noch nicht wach. Emma hingegen schon. Die 38 jährige saß am Frühstückstisch und las die Tageszeitung. „Und irgendwas Interessantes?“ fragte ich beiläufig, während ich mir eine Tasse Tee machte. Emma fing an ein wenig plaudern. Irgendwann kamen Eve und Nicholas dazu und gemeinsam gingen wir in den Stall um die Pferde zu füttern und sie anschließend auf die Weiden zu bringen. Ich begann bei den Stuten. Where’s Sleep, Cozy Blanket, Rising Star und Forestfire standen gemeinsam auf einer Weide. Die Stuten kannten mittlerweile den Weg, den sie laufen mussten und so öffnete ich nur die jeweiligen Boxen und die Pferde gingen selbtständig auf die Weide. Hinter ihnen schloss ich dann das Tor. Eve hatte Animus Peredur und Rabano auf die Bachelorweide gebracht und Punchdrunk auf den Putzplatz gestellt um ihn fertig zu machen. Ihr Bruder hingegen war mit Injaki schon soweit durch. Der Criollo Hengst war erst seit Kurzem bei uns und ist Nicholas erstes Pferd. Bisher machte er sich gut, in ein paar Wochen würden die beiden bestimmt mit dem Training beginnen und sich auf das ein oder andere Turnier vorbereiten. Ich hatte jetzt erstmal kein Pferd zu reiten. Stattdessen lief ich die Weiden ab und kontrollierte die Zäune. Auch nach giftigen Kräutern auf den Wiesen hielt ich Ausschau, damit ich sie schnellstmöglich entfernen konnte. Erst am Nachmittag fand ich Zeit zum Reiten. Emma gab mir eine Unterrichtsstunde auf Rising Star. Ich war zwar eine gute Reiterin, doch vier Augen sehen mehr als zwei. Das war schon immer so. Am Abend bekamen die Pferde ihre zweite Futterration, bevor wir den Stall dicht machten und uns ebenfalls zurückzogen.
    • Friese
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      sadasha - 11. Oktober 2017
      11. Oktober 2017 | 4152 Zeichen von sadasha

      “Soooophia?!” rief Nicholas vom Ende der Stallgasse. Ein wenig genervt drehte ich mich zu ihm um und wollte ihm gerade etwas entgegnen, als er einfach weiter sprach. “Injaki ist heute irre gut drauf. Lust auf einen Ausritt? Eve kommt auch mit.” er zeigte auf die Wand rechts von ihm, in deren Richtung auch die Weiden lagen. “Können wir machen. Wen nimmt Eve denn mit?” wollte ich wissen und nahm mir den nächsten Huf von Skadi zur Hand. Eigentlich war es eine schande mit ihr heute auszureiten. Immerhin hatte ich sie gerade eben erst richtig sauber bekommen und das Wetter draußen war eher minder gut. Nach dem Ausritt würde ihr Behang wieder voller Dreck kleben und wenn es nur der Behang war, dann hätte ich noch Glück gehabt. “Sie will Amador ausreiten, der hat sich ja ganz gut gemacht mittlerweile.” Ein betretenes Schweigen sagte alles, was ich von dieser Idee hielt. Nichts Gutes. Natürlich hatte Amador eine rapide aufwärts gehende Entwicklung hinter sich, seit er hier ist. Aber ich hielt ihn noch nicht bereit fürs Gelände. “Eve weiß schon was sie macht. Vertrau ihr.” sagte Nicholas schließlich, der meine Gedanken erraten hatte. “Davon abhalten kann ich sie sowieso nicht.” meinte ich patzig und kratzte nun den letzten von Skadis Hufen aus. Eine halbe Stunde später waren wir alle bereit und saßen in unseren Sätteln. Immer wieder warf ich einen besorgten Blick auf Eve und Amador, doch die beiden ließen sich nicht aus der Ruhe bringen. Amador versuchte zwar ab und an seine Energie durch leichtes tänzeln abzuladen, doch Eve hatte ihn gut im Griff. Injaki und Skadi verhielten sich von Natur aus ruhiger. Der Ausritt verlief wider meiner Erwartungen recht ereignislos. Amador hatte genug Möglichkeiten sich kontrolliert auszupowern und wirkte gegen Ende des Ausritts sogar recht ausgeglichen, wenn das bei ihm denn möglich war. Er schien sogar den Regen zu genießen, der jetzt aus Kübeln auf uns herabgoss. Bei den beiden Schimmeln schimmerte nun die dunkle Haut durch das weiße Fell und Injaki glänzte was das Zeug hält. Begeistert war er allerdings nicht vom kühlen Nass. Im Gegenteil. Der Criollo war froh, als er in seine warme Box entlassen wurde. Nach dem Ausritt sprach ich noch einmal mit Eve und lobte sie für ihre gute Arbeit mit dem Schimmelhengst. Doch sie war noch immer etwas eingeschnappt, weil ich ihr nicht von Anfang an vertraut hatte. Irgendwie war heute der Wurm drin. Ich beließ es dabei, da ich den Streit nicht noch mehr aufbauschen wollte. Stumm nahm ich mir Where’s Sleep aus der Box, während Nicholas Lucero und Eve Punchdrunk fertig machten. Da es regnete blieb uns nur noch die Reithalle als trockener und sicherer Trainingsort. Hier trafen wir auf Emma, die ihren Friesenhengst Filou Farrigé Etoile Filante longierte. Sie begrüßte uns freudig, merkte jedoch sofort dass die Stimmung angeschlagen war und beließ es dabei. Als sie mit Filou fertig war machte sie Rising Star fertig und ich nahm schließlich noch Cozy Blanket in die Reithalle, als Sleepy wieder in ihrer Box stand. Die beiden Geschwister kümmerten sich derweil um die Jungpferde. Nacheinander beschäftigten sie Animus Peredur, Rabano und Forestfire. Sie arbeiteten am Fohlen ABC und bei den beiden älteren auch schon an den Vorbereitungen für’s Longieren. Erst am Abend sprach ich Eve noch einmal an um den kleinen Konflikt von heute morgen zu klären. “Es tut mir wirklich leid.” beteuerte ich und sah sie reumütig an. “Pass beim nächsten mal einfach auf… Ich bin genauso erwachsen wie du und du solltest wissen, dass ich weder mich noch meine Mitmenschen leichtsinnig in Gefahr bringen würde.” - “Du hast recht, ich hab nicht nachgedacht.” Noch einmal sah mich Eve prüfend an, bevor sie anfing zu lächeln. “Okay, Schwamm drüber…” Wir unterhielten uns noch einige Minuten lang begeistert darüber wie gut sich vor allem Amador entwickelt hatte. Aber auch die anderen Pferde aus Kalifornien schienen mit dem nassen Klima Englands besser zurecht zu kommen. Emma hatte auch noch ein paar lobende Worte für uns übrig, bevor sich das Team auflöste und ich am Ende alleine auf dem Sofa saß und ein Buch zur Hand nahm um den Tag ausklingen zu lassen.
    • Friese
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      sadasha - 14. Februar 2018
      14. Februar 2018 | 6582 Zeichen von sadasha

      “Punchdrunk sieht gut aus, Eve!” lobte ich meine Freundin, während ich mit der gesattelten Where’s Sleep den Reitplatz betrat. Tatsächlich hatte sich der Reitponyhengst super entwickelt und es würde bald Zeit werden ihn auf Turnieren vorzustellen. “Hast du schon etwas von Emma gehört? Ich mache mir Sorgen. Sie meinte zwar es sei nur ein Routineeingriff, aber…” Ich stieg auf und sah zu Eve rüber, die Punchdrunk durchparierte. Betreten schüttelte sie den Kopf. “Sie hat sich noch nicht gemeldet, aber ich weiß was du meinst. Sie tut immer so als nehme sie es auf die leichte Schulter, aber eigentlich trifft es sie jedes mal wie ein Schlag ins Gesicht. Hoffen wir das Beste!” Ich nickte und fasste den Entschluss nach getaner Arbeit ins Krankenhaus zu fahren und nach ihr zu sehen. Wir hatten Emma so viel zu verdanken, vielleicht war es ein kleines “Lift me Up” für sie, wenn sie ein freundliches Gesicht sah, das nicht gerade zur Familie gehörte. Die nächste Stunde jedoch konzentrierte ich mich auf die Stute die ich gerade unterm Sattel hatte. Where’s Sleep hatte sich zu einem echten Dressurcrack entwickelt, was bei den Friesen Sporthorses trotz der barocken Abstammung nicht selbstverständlich war. Die Talente waren da sehr weiter verstreut und wenn ich Pech gehabt hätte, dann hätte sie es in der Dressur, in meinem Bereich, nicht weit gebracht und ich hätte umdisponieren müssen. Worst Case wäre gewesen, wenn sie Talent im Westernsport gezeigt hätte unter Eve oder Nicholas. Doch das Alles sind nur Hirngespinste, die zu meinem Glück nicht eingetreten sind. Miss Monstermähne ist in der Dressur goldrichtig. Auch heute zeigte sie wieder was sie gelernt hatte und machte mich damit unfassbar glücklich. Eve war mit Punchdrunk durch und beschäftigte sich nun mit den beiden Junghengsten Rabano und Animus Peredur. Ich war Nicholas sehr dankbar, dass er sich mit meiner Forestfire dazugestellte. So hatten die Babys ihre Spielstunde und ich konnte nach Sleepyhead mit meinen Großen weitermachen. Cozy Blanket und Skadi schmiss ich nur auf die Weide. Die zwei hatten heute frei. Rising Star jedoch putzte ich gründlich und sattelte sie danach für einen Ausritt. “Warte auf mich.” raunte Nicholas rüber, als ich gerade aufsitzen wollte. Er hatte Lucero gerade fertig geputzt und musste nur noch satteln.


      Zurück von unserem Ausritt machten wir eine ausgiebige Mittagspause und kochten unsere Suppe vom Vortag noch einmal auf. “Wer muss denn heute noch bewegt werden?” fragte Nicholas, der den Überblick mal wieder verloren hatte. Eve rollte genervt mit den Augen. “Na… denk doch mal nach wen wir heute schon dran hatten. Dann kannst du per Ausschlussverfahren herausfinden, wer noch gemacht werden muss. Ganz einfach. Soll ich es dir vormachen?” - “Wenn du noch ein Wort sagst…” Eve lachte gehässig, während Nicholas hilfesuchend zu mir rüber sah. Doch ich zog nur den Kopf zwischen die Schultern. “Deine Schwester, nicht meine! Komm alleine klar.” Als Eve sich wieder gefangen hatte fragte sie: “Und Bruderherz, weißt du jetzt wen wir machen müssen.” Nicholas sah sie verdutzt an. Er hatte keine Zeit gehabt groß nachzudenken, Eve plapperte sofort weiter: “Ach Bruder… Wir machen jetzt erstmal Filou Farrigé Etoile Filante, weil Emma nicht da ist er aber tägliche Betüddelung gewöhnt ist. Dann schnappst du dir Injaki und ich mir Amador. Das wars. Was machst du mit deinem freien Nachmittag, Sophia?” Ich schluckte hastig den Löffel Suppe herunter, den ich mir gerade erst in den Mund geschoben hatte. “Ich wollte Emma besuchen.” Die Stimmung kippte spürbar. Die Geschwister warfen sich betrübte Blicke zu. “Grüß sie von uns und sag ihr, dass wir sie vermissen.” Sanft lächelnd garantierte ich ihnen die Grüße außerordentlich auszurichten und stand dann auf. “Den Abwasch mache ich noch, bevor ich gehe. Dann könnt ihr gleich wieder zu den Pferden.” Freudig sprangen die Zwei auf und gingen dankbar lächelnd nach Draußen.


      Alle Pflichten erledigt fuhr ich ins Krankenhaus und fragte an der Rezeption nach Emma. Ein gutes Zeichen war wohl, dass sie auf Normalstation lag und nicht mehr in der Totalüberwachungszone, wie ich sie immer nannte. Ein wenig zaghaft klopfte ich an und trat ein, nachdem ein ebenso zaghaftes “Herein” zu hören war. Emma sah furchtbar zerknittert aus, die Frage wie es ihr wohl ging verkniff ich mir daher. Stattdessen nahm ich sie vorsichtig in den Arm und richtete ihr die Grüße von Eve und Nicholas aus und zeigte ihr ein brandaktuelles Foto von Eve und Emmas Hengst Filou. Glücklich, aber auch mit Wehmut betrachtete sie es und bedankte sich. “Die OP verlief gut. Ihr habt mich in ein, maximal zwei Wochen zurück.” Sie deutete mir an die Akte am Fußende des Bettes hervorzuholen. “Schau dir die Bilder an. Dann siehst du womit ich tagtäglich zu kämpfen hab.” Die Röntgenbilder zeigten ihre Apparaturen in Hüfte und Knien. “Du bist ein Cybot. Ich wusste es!” meinte ich scherzhaft in der Hoffnung, dass sie es nicht falsch verstand. Emma lachte und mir fiel ein Stein vom Herzen. Zufrieden grinste ich und packte die Bilder wieder weg. “Das ist nicht so toll wie es klingt. Um ehrlich zu sein ist das sogar ziemlich schmerzhaft. Würde ich keinem empfehlen.” meinte sie ebenfalls grinsend. “Wir machen uns alle schreckliche Sorgen. Wo hast du denn dein Telefon?” fragte ich nun wieder mit ernster Miene. Emma zeigte auf das Schränkchen neben sich. “Da drin, aber ich hab mein Ladekabel vergessen. Der Akku ist leer. Wenn du mir also einen riesen Gefallen tun möchtest...” Sie lächelte mich bittend an. “Mein Mann kam noch nicht dazu.”

      Ich machte mich also auf den Weg um Emma ein Ladekabel zu besorgen. Als ich zurückkam und Emma ihr Handy endlich wieder anmachen konnte ging zuerst einmal sämtliche Nachrichten durch, klärte ein paar besorgte Freunde auf und fand schließlich etwas, was sie mir gleich zeigte. “Oh schau mal, Sophia! Schau doch mal, das wäre etwas für dich.” Sie gab mir das Telefon und ich warf einen Blick darauf. Geöffnet war die Verkaufsanzeige eines Barockpintostutfohlens. Ihr Name war Arcane und sie hatte eine ähnlich nostalgische Abstammung wie meine anderen Pferde. Dressurbegabung war ihr praktisch in die wiege gelegt. Ganz nebenbei war sie wunderbar gescheckt. “Ich wusste sie gefällt dir! Die hat mir Anja gesendet. Du solltest sie dir wenigstens ansehen. Wenn nicht für dich, mach es für mich.” - “Gut. Versprochen, Emma.” Ich wollte heute nicht mit ihr diskutieren, das war ihr Glück. Denn eigentlich hatte ich in nächster nicht vor weitere Pferde auf den Hof zu holen. Doch Arcane wäre eine wunderbare Ausnahme.
    • Friese
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      adoptedfox - 19. Juni 2018
      19. Juni 2018 | 3330 Zeichen von adoptedfox

      Käthe | Einige Monate waren seit meinem letzten Besuch auf den Gwynedd Stables verstrichen und ich freute mich schon darauf, alte Bekannte wiederzusehen. Ich ließ das Fenster einen Spalt herunter und sog die frische Luft ein. Vielleicht bildete ich es mir ein, aber ich meinte die Meeresluft riechen zu können. Als ich das Gelände der Gwynedd Stables erreichte stellte ich den Wagen auf dem Parkplatz ab und widmete mich direkt der Arbeit. Ich nahm mir eine der Schubkarren und eine Mistgabel um die Weiden und Offenställe zu säubern, bevor ich die Pferde nach draußen bringen würde. Schon jetzt erwärmte die Sonne die Luft und wäre die leichte Brise nicht, wäre es unerträglich stickig. Nachdem ich auch die Tränken auf ihre Funktion überprüft hatte ging ich in den Stall um die ersten beiden Fohlen nach draußen zu bringen. Ich nahm zwei Halfter und zog sie nacheinander Doo Wop und Arcane an um sie nach draußen zu bringen. Brav ließen die beiden sich führen und warteten geduldig ab, bis die Stricke gelöst waren, bevor sie miteinander zu spielen begannen und in rasantem Tempo davon zogen. Ich beobachtete sie einen Moment, bevor ich wieder in den Stall ging und auch Rabano und Forestfire beim wilden Spiel teilhaben durften. Auf dem Weg zurück in den Stall wieherte der Hengst Amador durchdringend und begann mit seinem Huf gegen die Boxentür zu schlagen. “Hörst du auf!” mahnte ich ihn und schob ihn zurück in seine Box, damit ich ihm ein Halfter überziehen konnte. Amador schien heute nicht gut drauf zu sein und so entschloss ich mit ihm in die Reithalle zu gehen um ihn frei laufen zu lassen. In der Halle angekommen nahm ich mir eine der Longierpeitschen und stellte den unruhigen Hengst auf, damit ich ihm in Ruhe den Strick abnehmen konnte. Sofort lief er tief schnaubend im Trab auf der Bahn und buckelte ein paar Mal. In sicherem Abstand lief ich hinter ihm her und trieb ihn vorwärts wenn er versuchte die Richtung zu wechseln. Nach zirka 20 Minuten schien er sich beruhigt zu haben und kam sogar zu mir um sich eine Belohnung abzuholen. Da ich keine Leckerchen einstecken hatte klopfte ich ihm den Hals und kraulte ihn an der Brust. Da er bereits bei mir war befestigte ich den Strick wieder am Halfter und brachte ihn auf die Weide neben denen die Fohlen standen. Nacheinander holte ich nun auch Filou Farriagé Etoile Filante und Animus Peredur. Während ich die beiden Stuten Where’s Sleep und Cozy Blanket auf die Weide brachte, kam Sophia Finch, die Inhaberin der Gwynedd Stables und gab mir Bescheid, dass ich Skadi in der Box lassen sollte, da sie sie später reiten wollen würde. Ich nickte zustimmend und holte Piroschka und Rising Star. Die drei verbleibenden Hengste Punchdrunk, Injaki und Lucero brachte ich in den Offenstall damit es auf der Weide keine Komplikationen geben würde. Da sich alle Pferde zufrieden draußen befanden begann ich damit die Boxen auszumisten und für den Abend frisch einzustreuen. Bevor ich mich wieder auf den Weg nach Hause machte schaute ich noch einmal nach den Pferden. Am liebsten würde ich einmal für 1-2 Tage hierher kommen um einen langen Ausritt am Strand zu genießen. Doch das musste erst einmal warten, da genug andere Arbeiten am Hof anstanden. Ich verabschiedete mich von Sophia Finch die gerade dabei war Skadi zu putzen und stieg in den Wagen um nach Hause zu fahren.
    • Friese
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      Cooper - 27.August 2018
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      27. August 2018 | 6073 Zeichen von Cooper
      Grundimmunisierung + Chippen


      Erneut zog es mich nach England. Diesmal nach Gwynedd Stables. Ich war schon einmal dort gewesen für eine Stute von Sophia Finch. Diesmal jedoch hatte mich die andere Besitzerin des Hofes um einen Auftrag gebeten. Eve Owen hießt sie und ihr Anliegen war das ich alle ihr Jährlinge chippen sollte und diese immunisiert werden mussten. Der Auftrag war schon einige Wochen da. Sie sagte das es nichts dringliches wäre, deshalb hatten erst andere Aufträge Vorrang. Nachdem ich mich eine Woche auf Chattahoochee Hill's erholt hatte, buchte ich dann einen Flug nach England. Diesmal war die Anmeldung der Utensilien, Immunisierungen und das Chippgerät sehr anstrengend. Es gab irgendwelche Probleme am Flughafen, somit konnte ich erst einen Flug später fliegen. Nachdem ich mich genügend aufgeregt hatte und Simon mich vor Ort noch versuchte zu beruhigen ging es dann los. Ich verabschiedete mich und schlief im Flieger ein. Das Hotel war in der Nähe und das Gestüt war auch nicht als zu weit weg. Ich legte mich zuerst schlafen und wachte dann nochmal auf um mit Simon zu telefonieren. Ich hatte zwei Tage gebucht und somit genug Zeit.


      Am nächsten Morgen wurde ich vom Zimmerservice geweckt. Ich hatte Kaffee und Essen und war sehr sehr glücklich. Ich organisierte einige Sachen und machte mich fertig. Dann informierte ich Frau Owen darüber, das ich in einigen Stunden bei ihr sein werde. Ich hatte sie das letzte mal als ich auf dem Gelände war schon einmal gesehen und begrüßt und war deshalb auch kaum nervös. Ich packte alles was ich benötigte ein und fuhr dann los. Auch diesmal kostete der Sprit mehr wie das Leihen des Autos selbst, was mich stets amüsierte. Ich fuhr sehr lange da ich in einen Stau geraten war. Zu meinem Glück konnte ich mein Handy per Bluetooth anschließen und somit einen Motivations- Podcast hören. Dann fuhr ich endlich durch den Wald, der an dem Gelände endete. Froh angekommen zu sein machte mir Eve das Tör auf und begrüßte mich herzlich. "Und?. Wie war deine Reise?" fragte sie und ich erzählte bei eine Tasse Kaffee erst mal drauf los. Wir hatten uns sehr gut verstanden. Kurz darauf holte Eve alle Fohlen/ Jährlinge die Immunisiert und gechippt werden mussten in den Stall, verteilt auf verschiedene Boxen. "Ich gehe mal davon aus das wir sie in den Boxen behandeln?" fragte ich und sie nickte. Dann zog sie allen Hafter an und band sie zusätzlich in der Box fest. Doo Wop war die erste. Eine einjährige, sehr schöne Criollo Stute. "Ich liebe Criollos für ihre Fellzeichnungen". Ich streichelte die Stute, die neugierig und sehr selbstbewusst auf mich zu kam. "Ah, ein Wunder, es kommt zu mir" lächelte ich. Dann erinnerte ich mich daran das ich zunächst alle Vitalzeichen der Pferde prüfen musste um sicher zu gehen, das geimpft werden durfte. Das endete dann in eine Kennlern- Stunde mit allen Fohlen. "Sie scheinen alle Fit zu sein. Somit können heute alle Immunisiert werden". Dann ging ich zurück zur Criollo Stute und fing an zu Impfen. Sie quietschte auf, schreckte zurück und hasste mich danach. Um sie dann noch zu Chippen war sehr sehr schwierig. Oft musste ich absetzen da ich Angst hatte den Chip zu verschießen. Wir hatten es schließlich geschafft und entschlossen uns dazu, die Wurmkuren am Ende zu geben. Da die Stute nichts mehr von mir wissen wollte konnte ich sie auch nicht loben, sie schmollte in der Ecke. "Es tut mir wirklich Leid" sagte ich leide und legte ihr einen Apfel hin den sie nur beschnupperte und dann doch aß. Weiter ging es zu einem drei Jahre alten Barockpinto. Eindrucksvoll stand ich vor ihm. Er hat ein sehr ruhiges Gemüt und störte sich kaum an den Immunisierungen. Das Chipgerät fand Animus Peredur nicht so toll, aber das war auch nach beschnuppern in Ordnung. Ich lobte ihn und ging zum nächsten Barockpinto namens Rabano. Dieser war noch etwas jünger, circa ein Jahr alt. Eve hielt das Fohlen am Halfter bei den Immunisierungen mit fest. Auch hier war der Prozess nicht einfach, aber einfacher als bei der Cirollo Stute. Das Chippen war aber schnell erledigt. Forestfire hieß nach nächste Fohlen. Es war ein Friesenfohlen in Fuchsfarben. "Aww. Sie ist ja toll". Ich streichelte der sichtlich nervösen Stute über die Nüstern und trat Schritt für Schritt ein. Auch hier was das Chippen und das Immunisieren eine Prozedur die sehr lange dauerte. Wir mussten sogar zwei Pausen einlegen, da ich der Fuchsstute nicht schaden wollte. Anders als die Criollo Stute, wütete Forestfire nach der Behandlung in ihrer Box herum. "Hörst du schon auf!" sagte Eve laut und das Stutfohlen ließ es langsam aber sicher gut sein. Wir wanderten weiter zu einem gescheckten Stutfohlen namens Arcane. Ich näherte mich langsam dem Fohlen, die immer wieder scheu in die Ecke zurück ging und mir auswich. Letztendlich setzte ich mich auf den Boden und wartete bis sie von selbst kam. Was sie auch tat. Ich ließ sie schnuppern und mir mir warm werden. Am ende der Stunde konnte ich sie ohne Probleme immunisieren und chippen. "Ich hätte niemals, niemals, gedacht das sie am wenigsten Probleme macht" sagte Eve erstaunt. Ich lobte das Stutfohlen per Stimme und einem Apfel. Wir legten nach dem aufräumen eine Pause ein. Danach forderte ich alle Equidenpässe an und aktualisierte ihre Impfpässe. Die letzte Runde war allen die Wurmkur zu verabreichen und mit dem Chipgerät zu kontrollieren ob die Chips erkannt werden. Glücklichweise wurden alle erkannt und auch die Wurmkuren waren kein Problem. Diese wurden aber auch zum Teil von Eve durchgeführt. "Die Pferde am besten vierundzwanzig bis achtundvierzig Stunden nur leicht Bewegen..." sagte ich und wollte weiter sprechen. "Bei anhaltendem leichten Fieber oder anstieg des Fiebers, bitte einen lokalen Tierarzt informieren" sagte Sophia die die Stallgasse entlang lief, mich mit einem Lächeln und nicken grüßte und auch somit meinen Satz beendete. "Genau" lachte ich. "Die Equidenpässe kommen in laufe nächster Woche per Post. Habe da leider keinen Einfluss drauf, da sie vom Amt kommen". Ich gab Eve noch die Nummer des Amts zum nachforschen und verabschiedete mich dann.
    • Friese
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      sadasha - 04. November 2018
      04. November 2018 | von sadasha
      Schnelle Pflege für Alle Pferde

      "Man was für ein Scheißwetter!", fluchte Nicholas, der gerade mit Injaki von einem Ausritt zurück auf den Hof kam. Er hatte heute Vormittag schon Lucero und Doo Wop bewegt und dabei Glück gehabt nicht nass zu werden. Nun hatte er es jedoch gewagt ins Gelände zu gehen mit seinem Criollohengst und bekam gleich die Klatsche für diesen Leichtsinn. Beide waren bis auf die Knochen durchnässt und froren sichtlich. "Tja Brüderchen, du solltest dir vielleicht einen Regenmantel anziehen, wenn du bei diesen Wetterprognosen draußen arbeiten möchtest." Eve zog die Schultern hoch und ging dann mit Punchdrunk in den Stall. Der Ponyhengst hatte gerade gearbeitet, würde jetzt noch sein Mash bekommen und hätte dann den Rest des Tages frei. Eve war auch schon seit heute Vormittag auf dem Hof und hatte sich um Amador und Piroschka gekümmert. Die beiden Hengstfohlen Animus Peredur und Rabano waren zuletzt an der Reihe, denn da war sie nicht so sehr auf gutes Wetter angewiesen. Emma beschlagnahmte schon den ganzen Tag eine Hälfte der Halle. Sie arbeitete vom Boden aus mit Filou Farrigé Etoile Filante, ihr Friesenhengst, ihr ganzer Stolz. Und ich, ich hatte heute ausgeschlafen. Hatte bislang nur ein Pferd fertig gemacht und das war Where's Sleep. Gerade führte ich Forestfire quer durch den Regen, da sie dieses Wetter hasste und sich immer wieder anstellte durch Regen zu laufen. Also übten wir. Erst als sie ruhig neben mir lief belohnte ich sie und beendete ihre Einheit für heute. Auch Arcane bekam dieses Regentraining heute zu spüren, sie jedoch war etwas umgänglicher und lief von Beginn an neben mir her, wie an jedem anderen Tag. Emma kam zwischendurch zu mir und fragte ob ich Hilfe bräuchte. Ich bat sie deshalb sich um Skadi zu kümmern. Dann konnte ich nach meinen Fohlen Rising Star und Cozy Blanket gespaßen und wäre dann fertig. Gesagt, getan. Am Abend hatten wir Alle unsere Portion Regenwasser abbekommen und freuten uns auf eine heiße Gemüsesuppe. Wir besprachen die nächsten Trainingseinheiten und überlegten ob wir nicht im kommenden Jahr wieder in die Turniersaison einsteigen wollten. Fest legten wir das jedoch nicht. Vor allem Eve und Emma waren von der Idee nicht überzeugt und so vertagten wir die im Moment recht aussichtlose Diskussion auf spätere Tage.
    • Friese
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      sadasha - 01. April 2019
      01. April 2019 | von sadasha

      „Und ich werde meine Criollos nicht verkaufen, nur weil sie nicht in euer neues Konzept passen!“, maulte Nicholas seine Schwester an, die abermals versuchte ihn zu überreden sich doch ebenfalls auf Barockpintos und Friesian Sporthorses zu spezialisieren. „Die Criollos sind für mich perfekt geeignet. Was will ich bitte mit einem Barockpferd im Westernsport? Die schaffen manche Lektionen gar nicht, wenn es an die höheren Leistungsklassen geht!“ Die Diskussion war aussichtslos und das musste auch Eve jetzt akzeptieren. „Gut, dann behalte Doo Wop, Piroschka und Injaki. Aber es kommen keine Criollos dazu, wenn du dich vergrößern möchtest.“ Die Worte trafen Nicholas wie ein Schlag ins Gesicht. Er wurde von seiner eigenen Schwester und deren Freundinnen unterdrückt. Diese Menschen waren seine ausgewählte Familie und sie stemmten ihm einen Dolch in den Rücken. Entrüstet starrte er Eve an, die sich abwandte und schnellen Schrittes in den Stall ging um ihren Bruder nicht weiter ansehen zu müssen.

      Ich kam gerade von einem Ausritt mit Skadi zurück, als ich die Szenerie vor mir beobachtete. Die Zeit alleine mit meinen Pferden genoss ich sehr. Die Lust auf dem Hof war zum schneiden dick. Auch Skadi war im Gelände viel gelöster und bot mir auch heute wieder die schönsten Gänge an. Ich beschloss meine Schimmelstute heute auf dem Putzplatz abzusatteln. Es war zwar stürmisch, aber immerhin trocken. Gesprächen mit den Geschwistern ging ich aktuell lieber aus dem Weg. Gerade Eve kam nicht umher immerzu über ihren dummen Bruder zu fluchen, sobald sie einen von uns sah. Emma hatte sich mit ihrem Filou Farrigé Etoile Filante ebenfalls zurückgezogen. Die beiden machten aktuell lange Kutschausflüge ins Dorf und bespaßten dort die anderen Bewohner. Nachdem ich Skadi abgesattelt und eine leichte Decke aufgelegt hatte brachte ich sie zu den Weiden. Eve hatte uns knapp verpasst. Ich sah noch Cozy Blankets Schweif in den Stall verschwinden. Nachdem ich Skadi auf die Weide verabschiedet hatte blieben mir also nur noch die Jungpferde. Die Arbeit mit ihnen lag mir nicht, dennoch hatte ich stets meinen Spaß Animus Peredur, Forestfire, Arcane und Rabano auf ihre zukünftigen Aufgaben vorzubereiten. Die vier waren alle auf einem anderen Wissensstand und so war die Arbeit abwechslungsreich und fordernd. Animus Peredur und Forestfire waren schon so weit, dass man bald mit den ersten Aufgaben für den Beritt beginnen konnte. Doch ein wenig Zeit gab ich ihnen noch. Sie waren noch so verspielt und aufgeschlossen, dass ich die kleinen Flausen genoss, die sie bei jedem Training einbauten. Es machte mir Spaß sie ab und an auch mal zu übersehen und nicht zu korrigieren. Sicherlich war das kein korrektes Training meinerseits, doch dass mir das Jungpferdetraining nicht lag, war keinem hier unbekannt. Emma war da abgebrühter und erfahrener. Wir waren Zuckerbrot und Peitsche für die Kleinen und teilten uns die Aufgaben.

      Where's Sleep ging in letzter Zeit stets unter. Ich hatte beschlossen sie zu verkaufen, damit sie irgendwo hin kam, wo man ihr gerecht wurde. Die lange Mähne hatten wir immer eingeflochten, da es kaum Zeit gab sie ständig zu verlesen. Es war nicht fair für die Stute und das obwohl es mir das Herz herausriss, wenn ich daran dachte, dass sie bald nicht mehr zum Stallalltag gehörte. Heute jedoch hatte ich Zeit. Es dämmerte schon, als ich mit den Jungpferden fertig war. Die Geschwister waren schon seit zwei Stunden wieder auf dem Heimweg und Emma war noch immer unterwegs mit Filou. Wir hatten den Hof für uns. Ich öffnete jeden einzelnen Zopf, sprach zu der Stute und putzte sie ausgiebig. Where's Sleep genoss die Wellness Einheit. Als ich das Langhaar wieder komplett eingeflochten hatte, holte ich Kappzaum und Longe. Ich schaltete das Licht in der Halle ein und gab der Stute die Möglichkeit sich auszutoben. Ich ging mit ihr die Lektionen der Freidressur durch, die sie kannte. Übte an denen, die nicht sicher saßen und spürte, dass sie sich ins Zeug legte. Sie wollte mir zeigen wie gut sie war. Leider änderte das meine Entscheidung nicht.

      Ich grübelte noch bis in die Nacht hinein über Where's Sleep und über Nicholas und Eve. Waren das alles richtige Entscheidungen? War es nötig? Ich musste mit Emma reden und sie am nächsten Morgen rechtzeitig abfangen, bevor sie sich wieder ins Dorf verzog. Emma hatte immer einen guten Rat für mich.
    • Friese
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      Friese - 29. Juli 2019
      Pflegebericht für Pandora II, Mayloo, Rosewood, Calle Cool, What Rainbow, Roses are Red, PFS‘ Northern Dancer, Pennyroyal, Devotion, Vision, Vermillion, Underground, Spat Split and White, Shades of Grey, Nightstorm, Louis, Focus, Chester, Boston, Animus Peredur, Classic Cinnamon, Erdbeerflavour, Dragons Heartbeaker, The Circle of Unbroken, Ramazotti Amaro, Golden Quabri, Cinnemonts Accento, Paintball Gun, Didga, Galawayn, Schwachkopf, Time to go, Darling, Augenblick, A Brave Heart’s Freedom, Gabriella, River’s Batida de Coco, Xanti, Bellami, Kahlua, Averything Black, San Diago, PFS‘ Stromer’s Victory, Hall of Fame, King of Night, Sharon IV, PFS‘ Snap Cat, Finn, Alaric, Kentucky Bourbon, Cup Cake

      Ein neuer Abschnitt beginnt.

      Aus Elenas Sicht:

      Manchmal muss man Entscheidungen treffen die einem nicht gefallen und manchmal sind diese Entscheidungen sehr schmerzhaft. Dennoch war es immer in mein größter Wunsch und meine größte Aufgabe gewesen zum Wohle der Pferde zu handeln. Jeder meiner Entscheidung wollte ich pro Pferd fällen, auch wenn dies teilweise hieß, dass sie mir das Herz brach. Auch dies war nun wieder der Fall. Manchmal war die beste Entscheidung dann leider auch gegen ein Pferd. Dies war auch dieses Mal der Fall. Nur hieß es nun nicht gegen ein Pferd, sondern gegen alle. Aktuell waren sowohl die zeitlichen, als auch finanziellen Mittel komplett ausgeschöpft. Die Ereignisse der letzten Monate hatten ein gewaltiges Loch in unsere Leben gerissen. Heute stand das Verladen aller Pferde an. Ich war sehr dankbar, dass Jan sie übernommen hatte. Er wollte sein Zuchtgebiet und die Zucht erweitern. Ebenfalls hatte ich mitbekommen, dass er die Pferde aus Russland wieder zurückgekauft hatte. Auch hierfür war ich ihm sehr dankbar. Das Geschwisterpaar war leider mit den vielen Pferden auf einmal sehr überfordert gewesen und so fanden sie heute ebenfalls den Weg zu Jan. Ich hatte ihm versprochen noch beim Umzug zu helfen. Die Pferde wurden von Deutschland mit großen LKWs in die Niederlande transportiert, ebenso erging es den Pferden aus Russland. Sie waren jedoch schon länger unterwegs. Ich klopfte jedem Pferd nochmal den Hals während ich sie dann auf die Ladefläche führte.



      Jans Sicht:

      Der Tag hatte heute schon sehr früh begonnen. Ich hatte vor einigen Wochen den Stall meiner Eltern übernommen und hier einiges umstrukturiert. Dies hatte auch den Verkauf einiger Pferde zur Folge gehabt. Meine Mutter hatte sich neben den Friesen noch Araber eingebildet. Leider konnte ich mit diesen anmutigen Geschöpfen nicht wirklich viel anfangen. Es war einfach nicht meine Rasse und so hatte ich nach der Übernahme beschlossen die Pferde zu verkaufen. Meinen Eltern war dies egal. Mutter und Vater hatten sich am Meer ein neues Haus gekauft und wollten nun mit dem Hof endlich abschließen. Mit diesem Gedanken hatten die beiden schon länger gespielt, jedoch hatte es Mutter nie über das Herz gebracht den Hof zu verkaufen, welcher schon so lange in der Familie war. Die neuen Pferde hatte sie nur gekauft, damit sie sich vielleicht noch ein bisschen mehr mit dem Hof anfreunden konnte, aber auch das war nicht der Fall gewesen. Die Entscheidung den Hof an mich zu übergeben war somit für uns alle das Beste gewesen. Ich hatte in letzter Zeit einiges an Herzblut in die Pferde und Stallungen gesteckt. Außerdem hatte ich mich durch einige Kurse weitergebildet und in letzter Zeit die Buchhaltung ebenfalls alleine übernommen. Bis zur Übernahme standen somit nur noch die Namen meiner Eltern im Papier, die Leitung war jedoch schon lange nicht mehr bei Ihnen. Mit dem Geld des Verkaufs der teuren Araber hatte ich genug Geld gehabt um einige Pferde aus zwei Gestütsauflösungen aufzukaufen. Alle kannte ich bereits. Sie gehörten meiner guten Freundin Elena oder hatten ihr gehört. Ich war schon längere Zeit am Überlegen die Zucht zu erweitern, damit ich mehr Kundenwünsche abdecken konnte. Da kam es genau richtig Ponys, Warmblüter und Tinker aufzunehmen. Direkt nach dem Frühstück hatte ich heute also damit begonnen die neuen Boxen einzustreuen und nochmal alle Tränken zu reinigen. Ebenfalls beschrieb ich die neuen Boxenschilder, damit auch meine Mitarbeiter wussten um wen es sich in den neuen Boxen handelte. Alaric, Dragons Heartbreaker, Classic Cinnamon, Erdbeerflavour und The Circle of Unbroken waren bereits auf den Koppeln und genossen noch die Zeit vor dem Trouble. Als erstes rollte einer der Transporthänger mit ein paar der Hengsten auf den Hof. Hierbei handelte es sich laut den Papieren des Fahrers um Vermillion, Shades of Grey, Boston, Spat Split and White, Chester, Vision, Underground, Nightstorm und Ramazotti Amaro. Der Fahrer half mir dabei alle Pferde zu kontrollieren und sie danach in die Boxen zu bringen. In der Zwischenzeit war bereits der zweite Hänger vorgefahren. Dieser war auch wieder mit neun Pferden beladen. Als erstes lud ich Cinneonts Accento ab. Ihm folgten zwei für ihn bekannte Pferde. Louis und Golden Quabri. Beide ließen sich brav in die Boxen bringen und begann ihr Heu zu mümmeln. San Diago war als nächstes an der Reihe. Sein Weg ging als erstes zur Tränke. Die Fahrt war für alle Pferde sehr anstrengend gewesen. Ebenfalls auf dem Hänger stand ein Hengst, welcher nicht direkt von Elena kam. Er wurde am Flughafen abgeholt und zugeladen. Sein Name lautete Focus und ich hatte ihn vor nicht allzu langer Zeit in einer Verkaufsanzeige entdeckt. Nun fehlten nur noch vier Hengste. Als nächstes lud ich PFS‘ Stormer’s Victory von dem LKW. Ihm folgte sein Bekannter Hall Of Fame. Als nächstes folgte ein Hengst, welcher mit Focus gemeinsam gereist war. Der hübsche Schecke hörte auf den Namen Animus Peredur. Der letzte Hengst aus diesem Hänger war Sharon IV. Der dritte Hänger kam auch bereits an. Laut des Scheins, welchen mir der Fahrer aushändigte handelte es sich bei den drei Hengsten um King of Night, Time to go, Darling und A Brave Heart’s Freedom. Wir luden diese drei schon ab. Danach schaute ich mir erneut den Schein an. Die nächsten Namen auf meiner Liste lauteten Rosewood, Pennyroyal und Xanti. Sie zogen in die Box neben meiner Barockpintostute. Averything Black war bereits auf der Koppel und bekam von den ganzen neuen Pferden noch gar nichts mit. Auf der anderen Seite der Stute zogen Didga, Roses are red und Pandora II ein. Averything Black teilte sich die Weide aktuell bereits mit Mayloo. Diese stand nun in der Box direkt neben Augenblick, River’s Batida de Coco und Gabriella. Die drei Stuten waren jedoch nicht bei den anderen Stuten im Hänger sondern in einem weitern LKW. Die ersten LKWs hatten den Hof bereits wieder verlassen und das war auch gut so. Sonst wäre es mittlerweile sehr voll geworden. Kentucky Bourbon folgte den Stuten in den Hauptstall. Kahlua und Bellami zogen rechts und links von ihr ein. Die Stuten kannten sich bereits und so wollte ich sie zusammen lassen. Auf die andere Seite zogen Cup Cake und PFS‘ Northern Dancer. Nun waren alle Pferde angekommen und ich war fix und fertig. Dennoch hieß es jetzt aufräumen. Alle Pferde hatten dünne Decken und Transportgamaschen angehabt. Diese verstaute ich in den Spinden. Das restliche Zubehör würde innerhalb der nächsten Tag mit einem Umzugswagen auf unserem Hof ankommen. Nachdem alles verstaut war, schaute ich nochmal einzeln nach jedem Pferd. Ich füllte allen das Heu auf und holte danach die Pferde von der Weide, welche bereits länger Teil des Gestüts waren. Sie konnten nun durch die Boxengitter ihre neuen Nachbarn kennenlernen. Dies führte natürlich auch zu ein bisschen Gequitsche und Aufgespiele, aber damit hatte ich bereits gerechnet. Ich blieb noch bis es dunkel war im Stall und rief dann Elena an. Sie freute sich, dass alle Pferde gut angekommen waren und nun nur noch zwei Pferde aus Russland ein Zuhause suchten. Hierbei handelte es sich um Paintball Gun und Schwachköpfchen. Elena hatte bereits überlegt Schwachkopf in Rente zu schicken und ich spielte mit dem Gedanken ihn auch aufzunehmen. Jedoch wusste ich selbst noch nicht was aus Galawayn und Aldaire werden sollte. Doch darüber wollte ich mir aktuell auch noch keine Gedanken machen, denn dafür war ich nun viel zu müde. Total erschöpft fiel ich also einfach nur ins Bett.
    • Friese
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      Friese - 28. Januar 2020
      Pflegebericht für Pandora II, Mayloo, Sissi di Royal Peerage, Rosewood, Calle Cool, What Rainbow, Roses are Red, PFS‘ Northern Dancer, Pennyroyal, Devotion, Vision, Vermillion, Underground, Spat Split and White, Shades of Grey, Nightstorm, Louis, Focus, Chester, Boston, Animus Peredur, Classic Cinnamon, Erdbeerflavour, Dragons Heartbeaker, The Circle of Unbroken, Ramazotti Amaro, Golden Quabri, Cinnemonts Accento, Paintball Gun, Didga, Galawayn, Schwachkopf, Time to go, Darling, Augenblick, A Brave Heart’s Freedom, Gabriella, River’s Batida de Coco, Xanti, Bellami, Kahlua, Averything Black, San Diago, PFS‘ Stromer’s Victory, Hall of Fame, King of Night, Sharon IV, PFS‘ Snap Cat, Finn, Alaric, Kentucky Bourbon, Cup Cake


      Erneuter Umzug – Part 1:

      Eigentlich sollte mit den neuen Pferden alles besser werden. In die Umstrukturierung des Hofes hatte ich viel Hoffnung gesteckt. Eigentlich war lange Zeit alles gut. Naja doch eigentlich war nun Mal nicht die knallharte Realität. Und irgendwann muss man sich eben eingestehen, wenn es nicht so weitergehen konnte. Für mich hieß es, dass ich einige Pferde verkaufen würde beziehungsweise müsste. Nicht immer hießen viele Pferde viel Erfolg. Durch meinen Beruf als Trainer konnte ich ebenfalls nicht allen Tieren gerecht werden. Die Wahl fiel mir natürlich außerordentlich schwer, denn viele von ihnen hatte mir Elena damals im Vertrauen übergeben. Dennoch musste auch ich mir eingestehen, dass es so eben nicht weitergehen konnte. Der Verpachtungsvertrag für unseren ehemaligen Hof war bereits unterschrieben. Ich hatte es nicht über mein Herz gebracht unsere Familiengeschichte zu verkaufen. Außerdem waren die Schulden des Kaufs bereits über die Generation abbezahlt und so war die Entscheidung der Verpachtung schnell gefallen. Meine Eltern konnten diesen Beschluss nicht verstehen. Beide wollten mit dem Stall nichts mehr zu tun haben, dennoch wollten sie auch nicht, dass der Hof verkauft werden sollte. Über die Verpachtung waren sie auch nicht wirklich glücklich, da der Pächter jeder Zeit nicht zahlen konnte oder sonstige Probleme auftreten konnten. Ich jedoch wollte endlich meinen eigenen Hof aufbauen und meine eigene Zucht. Immer hatte ich versucht in die Fußstapfen meines Opas zu treten, doch je mehr Zeit verging desto bewusster wurde mir, dass ich meinen eigenen Weg gehen musste. Schließlich sollte ich mit meinem Gestüt glücklich werden und die Entscheidungen nach außen vertreten.


      Die neuen Pächter würden bereits im ersten Quartal 2020 noch auf unserem Hof einziehen und somit hatten wir nur auch innerhalb der nächsten Wochen umzuziehen. Hierfür hatte ich bereits das komplette Haupthaus ausgemistet. Zum Teil hatte sich hier in den letzten Jahren einiges angestaut, was eigentlich nicht mehr benötigt wurde. Nun folgte auch noch der Stall. Alles was kaputt oder nicht mehr benutzt wurde, wurde aussortiert. Schritt für Schritt kamen wir dem Umzug bereits näher. Alles was nicht dringendst benötigt wurde, wanderte bereits in Kartons. Die Pferde sollten vorher alle nochmal kurz durchgecheckt werden, damit sie die Reise ohne Probleme meisterten. Schließlich war es für sie auch nicht das Normalste so eine weite Strecke zurückzulegen. Damit der Hof nicht komplett unordentlich wurde in der Übergangsphase, brachten wir die fertigen Kartons bereits in einen der leeren Räume im Haupthaus. Jede der Kisten wurde ordentlich beschriftet, damit alles schnell auf dem neuen Hof wieder zu finden war. Da die Kartons regelmäßig ausgingen, musste ich in immer geringer werdenden Abständen zum nahegelegenen Baumarkt. Diese hatten mittlerweile auch schon Probleme, dass sie auch wirklich immer XXL Kartons für mich auf Lager hatten. Leider konnte ich mit den kleineren Kartons nur im Wohnhaus etwas anfangen. Das größere Zubehör der Pferde würde außerdem in einem Container verladen werden. Ebenfalls in einem zweiten Container würde das Stallzubehör transportiert werden wie zum Beispiel die Mistboys. Da einiges des Zubehörs nicht durch die Pächter übernommen wurde, aber noch gut war, wollte ich es mitnehmen. Man musste ja schließlich nicht immer alles entsorgen und danach neu kaufen. Bevor der Umzug vorangeschritten war, hatte ich bereits einige lange Listen am Computer erstellt. Diese arbeitete ich nun nach und nach immer weiter ab. Ein Umzug mit so einer hohen Anzahl an Pferden wollte schließlich auch bewerkstelligt und gut geplant werden. Alles andere würde sonst an den Umzugstagen zu Stress führen. Von den eigentlichen Tagen des Umzugs waren wir aktuell jedoch noch weit entfernt. Dennoch demontierten wir bereits die Namensschilder und weitern Kleinkram, welcher nicht überlebensnotwenig war. Die Pferde durften in dieser Zeit den Großteil ihres Tages auf der Koppel genießen. Wirklich arbeiten musste niemand mehr. Hierfür fehlte mir einfach die Zeit und ich war froh, wenn ich abends total erschöpft ins Bett fallen konnte.

      Der Container war innerhalb der letzten Tage ebenfalls angekommen. Diesen hieß es nun bereits zu Beladen. Die Schränke für das Zubehör würden zum Großteil im Stall bleiben. Die leeren hatten wir jedoch umgebaut. So konnten wir die Sättel so sicher wie möglich während des Umzuges schützen. Die Trensen wurden ebenfalls in umgebauten Schränken untergebracht. Auf den zweiten Container würden wir noch ein bisschen warten müssen. Aber auch das war nicht schlimm, schließlich hatten wir noch einige andere Sachen zu erledigen.
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  • Album:
    Hilltop Stable
    Hochgeladen von:
    Friese
    Datum:
    31 März 2020
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    640px
     

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    Von
    Aristo
    Von unbekannt Aus der unbekannt

    Aus der Rising Star
    Von Slater Aus der Kalinka
    Von Samber Aus der Dark Lady | Von unbekannt Aus der unbekannt

    [​IMG]
    Rasse: Barockpinto
    Geburtsdatum: 30.08.2013
    Geschlecht: Hengst
    Stockmaß: 160 cm
    Fellfarbe: Black Tobiano
    Kopfabzeichen: //
    Beinabzeichen: //

    [​IMG]
    Charaktereigenschaften
    Aufmerksam, Intelligent, Sozial, Ruhig, Loyal, Gutmütig

    Beschreibung
    Animus Peredur ist ein intelligenter Barockpintohengst der schon das Fohlen ABC mit Bravour abgeschlossen hat. Der Hengst hat klare, schwungvolle Gänge und zeigt sich aufmerksam gegenüber neuen Anforderungen. Animus Peredur bringt ein großes Talent für die Dressur mit.

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    Zuchtpapiere: Nein
    Gekört/Gekrönt: Nein

    Vererbung:
    Farbe: Ee aa nTo
    To ist an E gekuppert. Das heißt Tobiano Nachzucht erbt von Animus Peredur xE xTo.
    x steht hierbei für den Genpool der Mutter, der natürlich variieren kann.
    Charakter: unb.
    Gangarten: unb.

    Nachkommen:
    //

    Besitzer: Friese
    VKR/Ersteller: sadasha
    Pferdewert: //

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    Springen: E
    Western: E
    Dressur: E
    Military: E
    Distanz: E
    Rennen: E
    Fahren: E

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    Fohlen ABC ✔
    Eingeritten x
    Eingefahren x
    Verladefromm ✔
    Schmiedefromm ✔

    Bodenarbeit
    Treiben & Bremsen x | Durchparieren, Antraben/Galoppieren, Anhalten (Kommando) x
    Abstand zum Pferd x | Wenden & Handwechsel x | Auf Komando kommen x

    Freiheitsdressur / Zirzensik
    Rückwärts-weichen x | Liegen x | Sitzen x | Stehen x
    Spanischer Schritt x | Steigen x | Kompliment x


    PNG | Puzzel PNG | Offizieller Hintergrund