1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen
Eddi

Animby

In Rente seit Herbst 2015

Animby
Eddi, 16 Aug. 2013
Zivadavid2018 gefällt das.
    • Eddi
      16.08.2013 - Herzlich Willkommen!
      „Hey Eddi, ich muss mal wieder ein wenig mehr Übersicht in meinen Stall bringen und wollte mich von einigen Tieren trennen, hättest du an dem ein oder anderen Interesse? Bin heute den ganzen Tag zu Hause. Gruß, Janina“ zeigte mir mein Handy als SMS an und direkt schreitete ich zur Tat. „Carter? Ich bin mal schnell unterwegs! Tom? Kommst du mit?“ grinste ich den Pfleger an, welcher sofort ahnte um was es ging und sich daran machte, den Hänger am Jeep anzubringen. Dann stiegen wir ein und fuhren los. „Zu Janinas Hof.“ murmelte ich und Tom nickte nur. Die Fahrt verlief relativ schweigend, da ich Gedanken versunken war. Ich rief mir Janinas Pferdebestand ins Gedächtnis und wusste sofort zwei Pferde, welche ich auf alle Fälle übernehmen würde und als ich meine Entscheidung gefällt hätte, waren wir auch schon da. „Hallo Janina!“ begrüßte ich sie fröhlich und umarmte sie. Es war noch gar nicht so lange her, dass ich ein entspanntes Wochenende auf ihrem Hof verbracht hatte. „Hast du dich schon entschieden?“ fragte sie neugierig und ich nickte. „Ich nehme Prazzy und Animby mit.“ Janina lachte und erzählte mir, dass sie genau auf die beiden getippt hatte und beide schon auf einen Paddock vorne am Stall gestellt hatte. Bei Prazzy's Goldbell handelte es sich um einen Sohn von Pajero, eher gesagt um seinen ersten Sohn und nachdem er bei seiner ersten Besitzerin ein wenig verkommen war, hatten wir ihn nicht noch einmal abgeben wollen, dafür zeigte er zu viel Potenzial. Inzwischen war er ein traumhafter Junghengst und man sah ihm seine exzellente Abstammung eindeutig an. Für mich war es ein Muss, den Kleinen zu übernehmen. Bei Animby handelte es sich um eine junge Welsh B Stute, welche aus der Auftakt-Linie stammte, welcher leider schon in leichte Vergessenheit geraten war, was eigentlich äußerst schade war, denn der Hengst brachte wundervolle Nachkommen. Deshalb nahm ich auch sie zu mir und ich wusste, dass Janina sie eigentlich gar nicht abgeben wollte, aber mehr oder weniger musste, denn bisher hatte die Stute nicht die größten Erfolge gehabt, vielleicht würde sich das ja noch ändern. „Tom? Kannst du die beiden verladen, dann machen wir noch die Papiere fertig.“ sagte ich lächelnd und verschwand mit Janina im Büro. Dort unterschrieb ich den Kaufvertrag und Janina übergab mir die Papiere. Dann verluden wir noch die Ausrüstung der beiden Pferde und ich musste mich schon wieder von Janina verabschieden. „Bis bald!“ rief ich noch aus dem Fenster und winkte ihr zu. Zu Hause kam Carter neugierig aus dem Stall geeilt und half uns beim Ausladen. Die beiden kamen auf eine kleinere Weide, damit sie sich erst einmal eingewöhnen konnten. Ich war froh, die beiden nun in meinem Stall zu haben. Aber besonders gespannt war ich auf Prazzys Entwicklung, ich war so neugierig, wie er später aussehen würde.
    • Eddi
      25.09.2013 - Aufschub-Syndrom
      An diesem Morgen fiel ich mehr oder weniger aus dem Bett, denn meine Motivation hatte heute ihren Tiefpunkt erreicht. Heute war der 25.09. und das hieß, dass ich mit den Abrechnungen für diesen Monat beginnen musste und darauf hatte ich so gar keine Lust. Unten in der Küche saß schon die Hälfte meines Teams am Frühstückstisch, also gesellte ich mich still dazu. Alle hatten gute Laune und die wirkte sich ansteckend auf mich aus. Bestens gelaunt lief ich dann in den Stall und half mit bei der Fütterung und dem Pferde rausbringen. Danach konnte ich mich leider nicht mehr drücken und machte mich auf den Weg in mein Büro. Dort beschäftigte ich mich mit meinem Schreibkram, hatte aber schon nach einer Stunde keine Lust mehr. Also schaute ich lieber überall mal vorbei. Im Stall herrschte gerade Hochbetrieb, da so eben Mias Reitschüler eingetroffen waren. Ich beschloss schon einmal in die Halle zu schauen, denn nachher würde ich sie dort bestimmt auch antreffen. In der Halle arbeitete Judi gerade mit Smooth'n Angel, sie schien sie das erste Mal zu reiten, denn die beiden hatten einige Probleme. Ich kannte die freche Stute inzwischen gut genug und gab ihrer Reiterin einige Tipps, so dass das Endergebnis dann besser aussah. Dann mussten die beiden die Halle aber auch schon verlassen, denn Mia kam. Heute war ihre Reitgruppe groß, denn es waren fünf Reiter! Sie hatte die Hengste gewählt, denn ich entdeckte Lucane, BonnyBoy, Diggin in the Dirth, Vertigo und Pinocchio. Ich wollte der Reitstunde ein Weilchen beiwohnen. Nach dem Warmreiten begann Mia mit dem Abteilungsreiten und forderte von ihren Reitern und Pferden alles. Zu meiner Zufriedenheit kamen die jungen Schüler äußerst gut mit den Pferden aus und Mia achtete auf jeden noch so kleinen Fehler, so dass die Pferde ordentlich geritten wurden. Nach einer halben Stunde verließ ich die bunte Gruppe und machte mich wieder in den Stall. Dort kam mir Tom grinsend mit zwei gesattelten Pferden entgegen. „Lust auf einen kleinen Ausritt?“ lächelte er und hielt mir die Zügel von Zarin hin, während er Romance an der Hand behielt. Ich wollte eigentlich verneinen, aber eine Entscheidung blieb mir verwährt. Vorsichtig schwang ich mich stattdessen in Zarins Sattel, Tom tat es mir gleich. Die beiden Hengste waren noch nicht allzu lange unter dem Sattel, machten sich aber richtig gut. Und sie liebten Ausritte über alles! Nach dem anfänglichen gemütlichen Schritt durch den Wald, wurde die Hengste an der Küste richtig munter. Wir hatten zu tun, im langsamen Tempo die Klippen hinabzusteigen. Unten am Strand konnte die beiden Jungspunde niemand mehr halten und wir ließen sie gewähren. Im vollen Tempo preschten sie den verlassenen Strand entlang und zeigten ihre Rennpferdqualitäten. Tom und ich hatten einen riesigen Spaß, denn trotz ihrem ständigen Unsinn im Kopf, konnte man den beiden Kerlen vollkommen vertrauen. Auf dem Rückweg kamen wir am Reitplatz vorbei, wo Tamzin gerade mit unserem Elitehengst Auftakt sprang. Wir hielten kurz an, damit ich mir ein Bild von dem Training machen konnte. Denn zu meinen Aufgaben gehörte es auch, zu kontrollieren, dass mein Team ordentlich mit den Pferden umging. Aber ich wusste eigentlich bei allen, dass ich ihnen vertrauen konnte. Auch Tamzin machte ihre Aufgabe super. Gemeinsam mit Tom sattelte ich die Hengste ab und brachte sie auf die Weide. Da gerade die Halle leer war, schnappte ich mir flott unseren Neuling Carachillo und sattelte ihn geschwind auf. Ich hatte ihn schon gestern unterm Sattel testen wollen, es aber leider nicht geschafft. Nun hatte ich wieder die Gelegenheit dazu und diesmal nutzte ich sie. Der junge Hengst hatte traumhafte Gänge und ließ sich einfach toll reiten. Nach einer Stunde mussten wir leider aus der Halle raus, da schon Mias zweite Reitgruppe da war. Diesmal waren die Stuten an der Reihe, es handelte sich um Morning Star, Nightfly und Animby. Die drei Reiterinnen schienen noch recht jung, dafür besaßen sie aber wirklich Talent. Ich brachte Carachillo wieder auf seine Weide und überprüfte, ob alle Ponys ihre Bewegung bekommen hatten. Den einzigen, den ich heute noch nicht gesehen hatte war Absinth. Aber als ich gerade von der Weide zurück zum Stall lief, hörte ich Meg. Sie arbeitete mit dem Junghengst im Longierzirkel. Der Schecke machte sich wunderbar. Das Training konnte sich echt sehen lassen. Da nun jedoch alles geschafft war, machte ich mich schweren Herzens wieder in mein Büro und setzte mich an den vollen Schreibtisch, die Arbeit würde sich nicht von selbst machen.
    • Eddi
      28.10.2013 - Schur
      "Auf, auf! Schnappt euch die Schermaschinen und Pferde und los gehts." Heute stand wieder ein anstrengender Akt an, denn die Sportponys mussten dringend geschoren werden, denn schon jetzt war unser Solarium permanent in Benutzung, damit das Winterfell der Pferde schnell wieder trocknete. Meine Helfer waren Meg und Tom, zu dritt würden wir es schon schaffen, außerdem besaßen wir nur drei Schermaschinen, was meiner Meinung auch reichte. Wir wollten mit den Ladys anfangen, also auf zur Stutenweide. Ich pfiff kurz und halfterte dann drei der Mädels auf. Meg drückte ich den Strick von Nightfly in die Hand, Tom durfte sich mit Morning Sun beschäftigen und ich nahm mir die wunderschöne Animby. Am Putzplatz banden wir sie nebeneinander an und überlegte kurz. "Bei allen drei Damen reicht eine Streifenschur, mehr brauchen sie erst einmal nicht." Sollten sie trotz der Schur immer noch schwitzen, würde noch mehr abkönnen, doch nun wurde das Muster grob mit Kreide vorgezeichnet. Schon schalteten wir die Maschinen ein und los gings. Animby fand die Maschine zwar gruselig, hielt aber bevorzugt still und ich lobte sie auch immer ausgiebig. Nightfly machte Meg keine Probleme, sondern stand brav da und döste vor sich hin. Nur Sunny war wieder stur wie eh und je, zappelte unentwegt, bis sie sich von Tom eine fing. Danach war erst einmal Ruhe im Schacht und Madame benahm sich. So waren wir recht schnell fertig und putzten die Stuten gründlich, um die Fellreste zu entfernen. Während Tom und Meg die Stuten wegbrachten, kehrte ich die Fellhaufen zusammen und säuberte kurz die Maschinen. Die anderen beiden brachten derweil die nächsten Kandidaten mit. Dabei handelte es sich um Auftakt, BonnyBoy und Vertigo. Alle drei wurden komplett geschoren, denn sie würden den Winter über ordentlich trainiert werden. Ich kümmerte mich um den Schecken und beeilte mich extra, denn als ich fertig war, kam Tamzin, um Vertigo abzuholen und für das Springtraining fertig zu machen. Auch BonnyBoy musste mit und wurde von Judi geritten. Nur Auftakt durfte wieder auf die Weide. Inzwischen war es Mittag und wir sollten uns beeilen. Die letzten drei waren Allelujah, Lucane und Carachillo. Denn auch die drei brauchten dringend eine Schur, wobei eine Streifenschur reichte. Nachdem mit den beiden fertig waren, wollten wir uns ein wenig entspannen. "Ein Ausritt?" lächelte ich und die anderen beiden nickten begeistert. Ich schnappte mir Zarin, Tom holte sich Romance und Meg durfte Pinocchio reiten. Wir machten die drei Hengste fertig und genossen dann das wenigstens trockene Herbstwetter, während wir ausritten.
    • Eddi
      22.12.2013 - Weihnachtliche Vorbereitungen
      „Kann jemand die Leiter festhalten?“ fragte Tom und wagte sich vorsichtig nach oben, denn er wollte endlich die blöden Girlanden im Stall befestigen. Die Idee, das ganze Gestüt weihnachtlich zu schmücken war von mir gekommen und bisher gefiel es mir äußerst gut! An der Spitze des Stalldaches hing ein roter Stern und auch von innen sollte er schön aussehen. Natürlich hatte ich mein ganzes Team mit einbezogen und nun hatten alle zu tun, damit fertig zu werden. Ich half auch fleißig mit, musste mich aber auch darum kümmern, vor Neujahr nun noch alles fertig zu bekommen, denn die Listen der Pferde musste ich dringend erneuern. Wer wann zum Tierarzt musste, wann welches Turnier gewesen war und und und... Auch die Pläne für kommendes Jahr mussten geschmiedet werden, doch erst einmal kümmerte ich mich gemeinsam mit Talulah um den Stall. Zuerst brachten wir alle auf die Weide, so schnappte ich mir Pajero und Alazar, während sie Sonja und Mokka nahm. Meg half uns direkt mit uns holte die unruhige Brumbystute Lonely aus ihrer Box. Sie machte allerdings so ein Theater wegen dem Weihnachtsschmuck, dass sie Tom beinahe von der Leiter warf. Wir waren froh, als sie sicher auf ihrer Weide stand. Dann holten wir noch Serafino, Ejadon und Dr. Insektor aus dem Stall. Danach konnten wir uns an die Stallarbeit machen. Dass überließ ich Talulah und Meg, während ich mir Mia schnappte und mich um die Sportponys kümmerte, welche auch noch auf die Weiden wollten. Ich nahm mir Alice und Animby, die beiden Schwestern, um sie auf ihre Weide zu bringen. Danach kam Mia mit Nightfly und Morning Sun und schon standen alle Stuten auf der Weide. Nun holte ich mir Auftakt und BonnyBoy, meine beiden schicken Welshhengste, beide gekört und mit hohen Punkten prämiert. Besonders auf Auftakt war ich stolz, dass er in meinem Stall stand. Gleiches galt aber auch für Zarin und Romance, meine beiden Lieblinge, die zwar immer Theater machten, aber mir trotzdem jedes Mal ein Lächeln ins Gesicht zauberten. Danach holten wir noch die Hengste Allelujah und Vertigo, welche ich übernahm, während Mia sich Lucane und Carachillo schnappte. „Irgendwie werden es auch nicht weniger Pferde.“ lachte sie und schnappte sich ihren Liebling, nämlich unseren Haflinger Pinocchio. Ich holte noch die beiden Jungspunde Absinth und Diggin in the Dirth aus dem Stall und schon waren wir fertig. Nun hieß es ran an die Stallarbeit!
    • Eddi
      25.02.2014 - Noch ein Auftakt-Mädchen!
      Grinsend betrat ich den Stall und hielt Mia eine Verkaufsanzeige vor die Nase. „Noch ein Auftakt-Nachkomme und du musst zugeben, Herbsttraum ist einfach ein Traum!“ meinte ich lachend und überließ ihr die Zeitung, während ich die Halfter ordnete und auf ihre Reaktion wartete. „Von der Farbe ist sie auch verdammt interessant, warum nicht?“ meinte sie lächelnd und blickte enttäuscht in ihre Richtung, keine Standpredigt, nichts? Wie langweilig, anscheinend schien Mia sich allmählich an meine spontanen Käufe zu gewöhnen. Ich zuckte nur mit den Schulter und lief zu den hinteren Boxen, um die beiden Hengste Auftakt und BonnyBoy aufzuhalftern. „Hast du gehört, mein Hübscher? Bald zieht eine weitere Tochter von dir ein.“ meinte ich grinsend und führte die beiden Hengste aus den Stall zu ihrer eigenen großen Weide. Die beiden Welshhengste hatten sich von Anfang an perfekt verstanden und so teilten sie sich inzwischen schon seit einer Weile ihre Weide. Die beiden hatten heute frei, weil sie erst gestern noch auf einem Turnier unterwegs gewesen waren. Dafür musste Fürst der Finsternis heute an die Reihe und so war er der nächste, welchen ich aufhalfterte. Doch ihn band ich vor der Box an und begann ihn gründlich zu putzen. Langsam begannen die Pferde, ihr Winterfell abzulegen und so hatte ich alle Hände voll zu tun, ehe ich ihn satteln konnte. Fürst sah wie immer einfach traumhaft schön aus und ich war froh, ihn als dritten Zuchthengst in meinem Stall stehen haben zu dürfen. Da heute einfach herrliches Wetter war, gingen wir auf den Reitplatz, wo ich ihn erst einmal im Schritt am langen Zügel warmritt, ehe wir mit der Arbeit begannen. Fürstchen schien heute gute Laune zu haben und arbeitete wunderbar mit. Ich verlagerte unser Training vor allem auf die Seitengänge und Wechsel, sowohl im Tempo als auch von der Hand. Manchmal war mir Fürst da noch zu rapid, weshalb wir noch daran arbeiteten. Nach einer Stunde ritt ich ihn ab und drehte noch eine kleine Runde im Gelände zur Belohnung. Wieder am Stall versorgte ich ihn und brachte ihn dann auf seine Weide. Ein Blick auf die Uhr ließ mich zusammenfahren, denn es war bereits 11 Uhr! In einer halben Stunde wollte ich bei Jenny sein! Kopfschüttelnd lief ich los, machte schnell Jeep mit Hänger fertig und fuhr los. Der Weg verlief ohne Probleme und ich kam sogar noch pünktlich bei Jenny an. Sie begrüßte mich herzlich und bei einer Tasse Kaffee besprachen wir das Geschäftliche, ehe wir schon zu der neuen Stute gingen. Herbsttraum hatte ich bereits letztens Probe geritten und war vollkommen von ihr überzeugt gewesen, so dass ich sie heute direkt mitnahm. Die hübsche Falbstute ließ sich ohne Probleme verladen und schon waren wir auf dem Heimweg. Zu Hause half Mia mir beim Ausladen und wir brachten Herbsttraum auf eine der kleineren Weiden. Um sie mit ihren baldigen Weidekumpaninnen bekannt zu machen, holten wir Alice von Landwein und Animby aus dem Stall und stellten sie auf die Nachbarskoppel. Alle drei waren Halbschwestern, kannten sich aber nicht. Dennoch passten sie zusammen wie die Faust aufs Auge und schienen sich auch direkt bestens zu verstehen. Ich beobachtete die drei noch ein wenig und verließ sie dann lächelnd. Mit Herbsttraum hatte ich einen klasse Fang gemacht.
    • Eddi
      22.04.2014 - Frühjahrsputz
      Punkt sechs klingelte mich mein Wecker aus dem Schlaf. Gähnend erhob ich mich aus dem Bett und schlafwandelte erst einmal ins Bad, um mir eine Ladung Wasser ins Gesicht zu schütten, damit ich erst einmal wach wurde. Heute war früher aufstehen angesagt, denn wir hatten Großes vor. Inzwischen war es April und das Wetter war nun immer zu 80% wirklich richtig schön, deshalb hatte ich entschieden, dass es so weit war: der Frühjahrsputz stand an. Nachdem ich mich in meine Stallklamotten geworfen hatte, lief ich hinunter in die Küche. Wiedermal war ich nicht die erste, stattdessen war Mia schon auf den Beinen und huschte wie ein aufgeschrecktes Eichhörnchen umher. Der Frühstückstisch war schon gedeckt, so dass ich mich einfach auf meinem Stammplatz niederließ. Auch die darauffolgenden Mitglieder des Gestüts schauten Mia verständnislos an und setzten sich verschlafen an den Tisch. Unsere Dressurreiterin war definitiv die einzige, die schon putzmunter war. Wir frühstückten gemeinsam und planten den heutigen Tag, wobei Mia immer ganz vorne mit dabei war. Sie nahm sich so viel vor, dass es sogar für sie knapp werden würde, dass alles zu schaffen. Als wir fertig waren und der Tisch abgedeckt, ging es in Richtung Stall. Wie jedes Jahr begann für die Pferde zu Ostern die Sommersaison und das hieß 24 Stunden Weide! Die Alteingesessenen hatten es schon im Gespür und waren ganz aufgeregt, als wir als große Mannschaft den Stall betraten. Die Herden hatte ich schon in den letzten Wochen eingeteilt und oft genug wechseln müssen, da die Pferde sehr wählerisch waren. Bei uns war es so, dass man eigentlich alle Hengste zusammenstecken konnte, denn die verstanden sich alle. Bei den Stuten sah das anders aus, denn da war Zickenterror an der Tagesordnung, deshalb hatte ich bei den Plänen besonders lang gebraucht. Am unkompliziertesten waren die Jährlinge und Jungpferde gewesen, wo schnell klar war, wer mit wem konnte und so wurden heute die großen Weiden eingeteilt und dann ging es auch schon an die Arbeit. Der Einfachheit halber brachten wir zuerst die Jüngsten raus, da deren Weiden am nächsten lagen. Außerdem wollten wir den Stuten mit Fohlen den Stress ersparen, also halfterte ich Napayné und Nandalee auf, während Meg sich Nesquik und Applaus holte. Gemeinsam brachten wir die beiden auf die große Weide direkt hinter dem Stall. Da auch Khiaras Fohlen Kaythara mit gleichaltrigen Artgenossen großwerden sollte, hatten wir die Vollblutstute und ihre Tochter in den letzten Wochen immer öfter probeweise zu den Welshs gestellt. Zu meiner Freude verstanden sich die Stuten und Fohlen einwandfrei, weshalb Khiara mit auf diese Weide durfte. Danach waren unsere Jungpferde an der Reihe, welche eine Weide bekamen, die zur Hälfte im Wald verschwand, denn ich war mir sicher, die Jungspunde würden zwischen den Bäumen ihren Spaß haben. Es war eine große Stutengruppe, bestehend aus Hollybrooks stolzer Nachkommin Fairy Bluebird, ihrer besten Freundin Joyce, der kleinen Tiny Girl und dann noch den beiden aufgeweckten Stuten Raunchy’s Limited und Fire of Quintesse. Die fünf waren schon halbe Ewigkeiten zusammen und verstanden sich ausnahmslos prima. Gemeinsam tollten sie ausgelassen über die Weide und ich freute mich sehr, sie so zu sehen. Die beiden Junghengste Prazzy’s Goldbell und Painted Blur standen immer noch in der Junghengstherde von Zaii und ich schaute wöchentlich bei meinen Lieblingen vorbei, ihnen ging es wunderbar! Somit waren Feuervogel und Altyn die einzigen Junghengste auf dem Gestüt und bekamen ihre eigene Weide. Nachdem die jungen Pferde fröhlich über die weiten Wiesen tollten, sollten nun auch die großen an die Reihe kommen. Ab sofort waren wir aufgeteilt und jeder kam stets mit zwei Pferden an der Hand aus dem Stall. „Lasst ihr bitte Pajero, Call me a Twist und Schneeleopard noch im Stall?“ meinte ich lächelnd, als ich soeben einige Pferde aufgehalftert hatte. Das rausbringen zog sich und dann war es plötzlich geschafft. Ich rief Mia und Meg zu mir und wir machten die drei verbliebenen Hengste fertig. Sie wurden kurz geputzt und bekamen dann allesamt nur eine Trense über. Danach schwangen wir uns auf die blanken Rücken, ich saß auf meinem geliebten Pajero, Mia nahm Twist und Meg ritt Leo. Ich wollte mit den beiden nun noch einmal alle Weiden abreiten und die Zäune, Versorgungsstände und Herden kontrollieren. Die ersten Weiden waren schnell gemacht und dann kamen wir an die riesigen Stutenweiden. Die Wiese von den Vollblütern war noch relativ klein im Vergleich zum Rest, dafür standen hier aber auch nur die beiden Tekken Mokka und Sonja, sowie die drei Rennpferde Cassiopeia, Destiny und Deadly Ambition. Zufrieden ritten wir weiter und kamen an die wohl kritischste Stutenweide. Um Weihnachtswichtel und Little Chocolate Chip machte ich mir keine Sorgen und auch Nightfly und Foxglove waren problemlos. Aber die drei Welshsstuten Animby, Alice und Herbsttraum legten es gerne auf Probleme an. Deswegen stand auch die Tinkerstute Freeway mit hier, denn wenn ihr die Zickereien zu weit gingen, zögerte sie nicht, sondern griff ein. Doch im Moment war alles friedlich, genauso wie auf der Nachbarsweide von den Westernstuten. Joyna und Chou grasten friedlich im Schatten, während Caribic Sue und Rubina Ravenclaw herumtobten. Apache’s Tomahawk kam sofort angetrabt als sie uns sah, denn sie schien es eindeutig auf Twist abgesehen zu haben, so dass wir flott weiterritten. Die Hengste hatte ich in drei riesige Herden aufteilen müssen. In der ersten waren unsere Welshzuchthengste Auftakt, BonnyBoy, Fürst der Finsternis und Single Malt vereint. Dabei standen auch Lucane, Vertigo, Pinocchio und Carachillo. Allesamt eine ruhige Truppe, weshalb wir Serafino, Ejadon und Dr. Insektor noch dazugesteckt hatten. Bei der nächsten Weide wurden wir freudig von Heartbreaker begrüßt, der seinen Freund Pajero schon sehnsüchtig vermisst hatte. Ich schwang mich von dessen Rücken, nahm ihm den Zaum ab und ließ auch ihn auf die Weide. Das war die Weide der Jungspunde und frechen Kerle, die sich aber allesamt wunderbar verstanden. Zum einen unsere Unzertrennlichen Zarin und Romance, dann Absinth und Dirth, wozu auch Allelujah. Yerai, Muskat und Mennesse brachten noch ein wenig Blut mit rein, so dass ich Breaker, Pajero und Alazar als Aufpasser mit dazugestellt hatte, nicht dass es die jungen Kerle doch einmal übertrieben. Bei der letzten Weide mussten dann auch Meg und Mia absteigen, denn Leo und Twist durften mit zur Thorondor, Aristo, Guarana, Pawaneeh, Magic Golden Dust, Hidalgo und Campeon auf die Weide und dann hatten wir es auch schon geschafft. Als endlich alle Pferde draußen waren, ging es an den Frühjahrsputz. Wie jeden Tag wurden die Boxen gemistet, aber diesmal nicht mehr eingestreut. Zudem wurden die ganzen Spinnenweben entfernt, die Fenster wurden geputzt und die Stallgasse gründlich gekehrt. Alles erstrahlte im neuen Glanz und die Sattelkammern wurden einmal komplett ausgeräumt, ehe wieder eingeräumt und aufgeräumt wurde. Die Sättel wurden öfters gefettet, doch das wurde heute auch direkt noch einmal gemacht. Ebenso wurden besonders dreckige Decken oder Bandagen gleich in den Wäschekorb geworfen. Zum Schluss war alles ordentlich eingeräumt und die Arbeit für heute geschafft und wie die Pferde, bekamen auch die Trainer heute frei. Die kommenden Wochen würden hart genug werden, denn dann hieß es Boxen und Ställe neu streichen, genauso wie die Zäune. Scharniere mussten neu geölt werden, das ein oder andere frisch lackiert werden oder gar ersetzt werden. Die Paddocks wurden abgebaut und der alte Sand entfernt, damit neuer Sand hingebracht werden konnte. Nach diesem kalten Winter sollte wieder alles auf Vordermann gebracht werden.
    • Eddi
      29.07.2014 - Umbau
      Als ich heute Morgen aufstand, schien bereits die Sonne leicht durch meine Gardinen. Lächelnd schlug ich die Decke auf und sprang aus dem Bett. Mein Kater war auch direkt wach und folgte mir schnurrend mit ins Bad. Während ich duschte und mich fertig machte, putzte er sich gründlich. Eine halbe Stunde später waren wir fertig und liefen hinunter in die große Küche. Heute waren wir ausnahmsweise mal die ersten. Also gab es für meinen Kater sein Futter und ich schob die Brötchen in den Backofen. Danach machte ich die Kaffeemaschine fertig und machte den Wasserkocher für den Cappuccino an. Nun kochte ich noch die Eier und während alles so verlief wie es geplant war, deckte ich den Frühstückstisch. Pünktlich um acht kam mein gesamtes Team zusammen und wir frühstückten gemeinsam. Mia hatte die Post hineingeholt und verteilte die Briefe an die jeweiligen Empfänger. Ich hatte eine Postkarte meiner guten Freundin Lea erhalten, welche gerade ihren Urlaub an der Ostsee genoss. Lächelnd las ich ihre Worte, wenn sie nur wüsste was momentan hier los wäre. „Wir müssen heute die Jungpferde noch umweiden, sonst können die Bauarbeiten nicht beginnen.“ meinte Tom und ich nickte ihm zu. „Ja das machen wir heute.“ erklärte ich und hatte in Gedanken schon den heutigen Tagesablauf geplant. „Tamzin, Mia? Ihr fahrt heute aufs Turnier, richtig?“ hakte ich noch einmal nach, eigentlich wollte ich nur schauen, dass jeder wusste, was los war. „Ja, genau. Ich nehme Taktlos und Muskat mit.“ meinte Mia. „Talulah wollte wegen der Versorgung mitkommen, ansonsten habe ich eben Alazar und Vertigo dabei.“ fügte Tamzin hinzu. Ich nickte den beiden zu und gähnte leicht. Genüsslich biss ich in mein Brötchen und trank einen Schluck Cappuccino. „Wie geht es den Fohlen?“ fragte ich in die Runde und bekam direkt eine Antwort. „Nüsschen geht es wunderbar und Rosewell ist zwar noch schüchtern, aber ihr geht es bestens.“ erklärte Meg mir. Sie liebte Fohlen und war nur zu gerne bei den jungen Pferden unterwegs. Wir frühstückten zu Ende und dann machten wir uns auch schon an die Arbeit, denn die kommenden Wochen würde auf dem Gestüt viel los sein. Momentan bauten wir nämlich um, so dass es gar nicht so leicht war, für alle Pferde eine neue Weide zu finden, ohne den Bauarbeiten im Weg zu stehen. Aus diesem Grunde mussten die Jungpferde jetzt auch weichen. Also begannen wir unseren Tag mit Weide bauen. Es mussten insgesamt zwei Weiden her, damit wir Hengste und Stuten trennen konnten. Eine Stunde verbrachten wir damit und dann waren die großen Weiden am Rande des Waldes fertig. Nun hieß es die Jungpferde holen. Mit Halftern bewaffnet machten sich Tom, Meg und ich auf den Weg. Ich schnappte mir Prazzy's Goldbell, Feuervogel und Painted Blur, Tom fing sich Altyn und He's called Trüffel und Meg nahm schon die zwei Stuten Hollybrook's Fairy Bluebird und Joyce mit. Der Weg zu den neuen Weiden war weit und das nutzten die Hengste zu gern zum toben aus. Ich war froh, als wir dann endlich die erste Ladung drüben hatten. Nun liefen wir noch einmal um noch Hollybrook's Tiny Girl, Raunchy's Limited, Quintesse of Xaras, Rosewell und Shawneé zu holen. Danach waren wir sogar schon fertig. Während Meg und Tom die alten Weiden abbauten, lief ich zu unserem Stallgebäude. Momentan waren dort alle Mutterstuten mit Fohlen aufgestallt, allerdings wollte ich auch diesen Auslauf gönnen. Als erste halfterte ich Khiara El Assuad auf und brachte sie gemeinsam mit ihrem kleinen Stutfohlen Khaytara El Assuad auf die Weide vor dem Stall. Danach holte ich noch Napayné und Nesquik, unsere Welshstuten. Nandalee und Applaus waren voller Tatendrang und hüpften aufgeregt nebenher und freuten sich riesig auf Khaytara. Fröhlich jagten die kleinen Fohlen über die Weide, während die Stuten friedlich nebeneinander grasten. Nun holte ich noch Mokka mit ihrem frisch geborenen Fohlen Mon petit écrou aus dem Stall und ließ sie heute auf eine der kleineren Weide, denn noch wollte ich die beiden lieber alleine lassen, nur Mokkas beste Freundin Sonja durfte bisher mit zu ihr und dem Fohlen, weshalb ich die drei gerne zusammen stellte. Nachdem auch diese Pferde versorgt waren, nun konnte ich mich nicht länger drücken, denn die Bauarbeiter rückten an und direkt kam der Chef zu mir. Gemeinsam brüteten wir über den Plänen und diskutierten über die Aufteilungen. Ich wollte meinen Pferden ein anderes Leben gönnen und baute deshalb das gesamte Gestüt um. Es sollen zwei neue Paddocktrails und drei Aktivställe gebaut werden. Hinzu kommen sollten fünf Mini-Offenställe, in welchen immer nur 2-3 Pferde leben würden und zu guter Letzt noch einige Doppelboxen mit großen Paddocks für Gästepferde oder auch für unsere Pferde, wenn etwas großes anstand. Mein Team unterstützte mich dabei tatkräftig und schon bald würden die Umbauten fertig sein. Ich musste nur noch die neuen Herden einteilen und dann würden die Pferde auch schon bald auf ihre neuen Weiden ziehen dürfen. Aber heute waren wir davon noch weit entfernt. Lächelnd schlenderte ich über das Gestüt und verabschiedete Mia und Tamzin, sie würden erst heute Abend wieder zurückkommen. Ich entschied mich stattdessen, zu unseren Zwergen zu schauen. Also schnappte ich mir in der Futterkammer sechs Möhren und wanderte zu den Weiden, wo Werina, Mondscheinsonate, Weihnachtswichtel und Little Chocolate Chip standen. Als ich sie rief, kamen sie sofort angesaust und holten sich ihr Leckerchen ab. Danach schaute ich bei den Jungs Heartbreaker und Window vorbei und auch sie bekamen noch eine Möhre. „Guten Appetit, meine Lieben.“ meinte ich lächelnd und ging dann, denn im Stall stand die Teambesprächung an, wer nun was machen würde. Judi wollte heute mit Carachillo und danach mit Capriciasso zur Geländestrecke und die beiden trainieren. Danach würde dann eine Springstunde für ihre jungen Nachwuchsreiter anstehen. „Wen willst du heute mitnehmen?“ fragte ich, um zu wissen, wer dann noch bewegt werden müsste. „Ich wollte gerne Lucane, Nightfly, Pinocchio, Naimibia und Diggin' in the Dirth nehmen.“ erklärte Judi mir und ich nickte. „Alles klar.“ meinte ich lächelnd und verschwand. „Tom? Reitest du heute Absinth und Serafino?“ trug ich ihn auf und suchte dann Meg. „Komm, wir machen einen Ausritt mit Zarin und Death Pop Romance.“ meinte ich lächelnd, damit die junge Auszubildende eine kleine Pause bekam. Heute war sehr angenehmes Wetter und so konnten wir viel traben und galoppieren, was den beiden Hengsten sehr gut tat. Danach bat ich sie noch, sich auf Foxglove zu schwingen. Ich wollte stattdessen Allelujah beschäftigen, für ihn stand heute Longieren an mit viel Stangenarbeit, denn einfach war er immer noch nicht, aber es wurde langsam besser. Als ich mit dem Palomino fertig war, holte ich meinen Liebling Pajero von der Weide, um mit ihm unsere Geländestrecke als lockeren Spaß zu reiten. Wie immer war er super drauf und es war ein toller Ritt. Danach war noch Dr. Insektor an der Reihe. Unser Hengst hatte sehr gute Fortschritte gemacht und vielleicht würde er bald an Turnieren teilnehmen können. Für Ejadon gab es heute frei, denn er hatte die letzten zwei Tage mit Turnieren verbracht. Guaranà ging mit Monty heute eine kleine Runde ins Gelände, um ihn fit zu halten. Mennesse nahm er als Handpferd mit, damit der direkt auch bewegt wurde. Die spanischen Schönheiten Thorondor, Yerai und Aristo hatten heute auch frei, also bewegte ich nur noch Freeway. Danach war erst einmal das Mittagessen an der Reihe. Heute gab es Hefeklöße mit Vanillesoße und Kirschkompott. So kamen wir alle wieder zusammen und konnten eine kleine Pause machen, ehe es mit der Arbeit weitergehen würde. Am Nachmittag war noch genug zu tun und da drei Leute heute fehlten, mussten wir anderen uns besonders ins Zeug legen. Mein erster Gang nach dem Mittagessen war zu Carter, denn ich wollte mich über das Training der Vollblüter informieren. „Wenn es öfter mal ein paar Rennen geben würde, dann könnten Cassiopeia und Deadly Ambition auch einmal zeigen, was in ihnen steckt, aber momentan sieht es dort ja ziemlich mager besetzt aus. Pawaneeh lasse ich jetzt nebenbei aktiv auch in Dressur und Springen trainieren, das braucht er, so kann Susan ihn auch im Rennen besser kontrollieren. Magic Golden Dust macht sich gut im Training und ist topfit. Und Destiny Horror, na ja, ich denke die Dressur wäre eher was für die Hübsche.“ erzählte er mir und ich saugte alles in mir auf. Auch bei unseren Westernpferden tat ich momentan nicht gar so viel, das überließ ich lieber Monte und Elizabeth. Stattdessen schaute ich in die Halle, wo Monte gerade Unterricht gab. Vier junge Menschen hatte er unter seine Fittiche genommen. Heute wurden dadurch Rubina's Ravenclaw, Joyna, Apache's Tomahawk und Caribic Sue trainiert. Wie ich hörte waren Monte und Elizabeth schon mit Schneeleopard und Campéon unterwegs. Call me a Twist hatte momentan frei, denn er verbrachte gerade seine Zeit viel lieber mit potenziellen Stuten auf der Weide. Seitdem er gekört war, hatten wir nämlich äußerst viele Deckanfragen bekommen. Hidalgo wurde gerade von Elizabeth geritten. Die Stuten Chou und Ice Coffee hatten heute frei. Zuletzt standen meine Lieblinge an, die Ponys aus den Wales. Meine kleine Welsh Zucht war inzwischen schon gigantisch und ich freute mich jedes Mal, bei ihnen vorbeizuschauen. Die beiden Hengste Auftakt und Bonny Boy befanden sich inmitten der Turniersaison. Animby, unsere jüngste Stute, wurde hingegen auf ihre Krönung vorbereitet, denn sie sollte auch bald mit in die Zucht einsteigen dürfen. Fürst der Finsternis und Alice von Landwein hatten momentan eine Pause und liefen vermehrt in den Reitstunden der Fortgeschrittenen mit und gingen mit ihren Reitern auch die ein oder anderen Turniere. Die hübsche Herbsttraum hatte sich inzwischen wunderbar eingelebt und ich war ernsthaft am überlegen, mir aus ihr ein Fohlen zu ziehen. Zuletzt war da noch Single Malt, welcher bisher noch Schonfrist hatte. Der Tag ging schneller vorbei als gedacht und abends saßen wir alle beisammen am Tisch zum Abendbrot. Mia und Tamzin waren sehr erfolgreich auf den Turnieren unterwegs gewesen und auch bei den anderen hatte es heute super geklappt. Zufrieden konnten wir so mit dem Tag abschließen.
    • Eddi
      15.09.2014 - Wir ziehen um!
      Gestüt Hayes End, Wyoming
      Es gab eine Sache, welche ich mir schon seit Jahren aufbaute und welche ich auch trotz aller Ereignisse nicht verlieren wollte: meine kleine Welshzucht.
      Es hatte lange gedauert, bis ich die Zuchtpferde zusammen hatte, welche nun in meinen Ställen lebten und genau von diesen Pferden würde ich mich auch nie trennen können.
      Problem war nur, dass ich sie nicht mit auf meine Ranch im Nirgendwo nehmen wollte, denn dort bekamen sie nicht die Beschäftigung, welche sie brauchten. Außerdem wollten wir ja auch bekannt werden und dafür musste trainiert werden.
      Lange hatte ich mir also darüber Gedanken gemacht, bis ich im Diner einen Aushang sah: „Verkaufe kleinen Hof nahe der Berge.“ - sofort hatte ich eine Telefonnummer abgerissen und mich erkundigt.
      Der kleine Hof lag in Moran und war perfekt für eine kleine Zucht! Ich schaute ihn mir schon am nächsten Tag an und war verliebt. Er war zwar klein, hatte aber alles, was die Ponys brauchen würden. „Er ist perfekt! - Ich nehme ihn!“, meinte ich und unterschrieb kurz darauf den Kaufvertrag.
      Durch den Verkauf des großen Gestüts konnte ich mir gut meine kleine Ranch und diesen Hof leisten, so dass also keine Finanzprobleme kommen würden – Rücklagen hatte ich genug. Also konnte das neue Abenteuer in Wyoming losgehen!
      Heute war es so weit: Wir hatten den Hof ein wenig renoviert und alles schon eingerichtet, nun fehlten nur noch die Pferde – und genau die kamen heute endlich hier an.
      Der Hof bot genug Platz für Stuten, Hengste und natürlich die Fohlen. Auch wenn wir uns am Anfang von etwas anderes ausdenken mussten, um alles sicher finanzieren zu können, aber da würde uns auch schon etwas einfallen.
      Als erstes kamen die Hengste in einem großen Trailer auf den Hof gefahren. Ich hoffte sehr, dass die vier Kerle die Reise hierher gut überstanden hatten.
      Beim Ausladen bekam ich Hilfe von dem Fahrer, welcher sich dank seines Berufes auch ganz gut mit Pferden auskannte. Ihm überreichte ich auch direkt Auftakts Strick. Der älteste und ruhigste Hengst durfte als erstes aussteigen.
      Danach folgte Fürst der Finsternis – den dunklen Hengst übernahm lieber ich, denn er war von seinem Umzug gar nicht so begeistert.
      „Die Hengste kommen in den Offenstall!“, rief ich dem Fahrer zu, welcher ein wenig hilflos auf dem Hof stand. Ich deutete nach rechts auf das umzäunte Gelände und er nickte mir zu.
      Auftakt nahm sein neues Zuhause gelassen hin und schien sich von Anfang an wohl zu fühlen. Während sein Führer ohne Probleme davon kam, schleifte Fürst mich über den halben Platz und ich war froh, als ich den Strick lösen konnte und er abdüste.
      „Der Rappe ist aber ziemlich temperamentvoll.“, meinte der Fahrer und beobachtete die Hengste kurz. Ich vermied es, besserwisserisch zu sein und ihn über Fürstchens eigentliche Farbe aufzuklären, sondern reichte ihm nur schon den Strick von BonnyBoy – von dem richtigen Rappen.
      Dieser folgte brav bis zum Offenstall, während ich schon ein schrilles Wiehern aus dem Hänger hörte. Single Malt hatte nun das dringende Bedürfnis, auch aus dem Trailer hinauszukommen.
      Dementsprechend aufgeregt tänzelte er auch neben mir her und ich war sehr dankbar, als alle vier Hengste unbeschadet auf der Weide standen.
      „Danke für Ihre Hilfe.“, meinte ich lächelnd zu dem Fahrer und verabschiedete ihn. Danach beobachtete ich noch die vier Zuchthengste, welche ihr neues Heim erkundeten.
      Ihnen stand ein großer Offenstall zur Verfügung. In welchem sie die Winterzeit verbringen würden. Für den Sommer war geplant, dass sie sich auf den Bergwiesen vergnügen durften – etwas besseres und gesünderes gab es für Pferde nicht.
      Die Stuten würden hingegen in auf den Weiden im Tal bleiben, vor allem wenn sie Fohlen hatten, aber auch dort konnte man sich sichtlich wohlfühlen.
      Während ich meinen Gedanken nachhing, fiel mir auf, dass die Boxen für die Stuten dringend noch vorbereitet werden mussten! Also eilte ich in den Stall und machte fünf Boxen fertig – sie wurden frisch mit Späne und darüber Stroh eingestreut, ich kontrollierte die Tränken und füllte die Heunetz auf.
      Im Jungpferdestall mussten auch noch drei Boxen fertig gemacht werden. Denn die Fohlen vom letzten Jahr waren inzwischen abgesetzt worden.
      Kurz darauf hörte ich auch schon den nächsten Trailer auf den Hof fahren und schon eilte ich hinaus. Zu meiner Erleichterung kamen als erstes die drei Jungpferde und die auszuladen war kein Problem.
      Der jungen Fahrerin drückte ich die schwarze Nandalee in die Hand, während ich die beiden Junghengste Trüffel und Applaus nahm und voran ging. Jedes Jungpferd bekam seine eigene Box in dem kleinen Stall.
      Anscheinend schienen sie sich auch direkt wohlzufühlen. Ich unterschrieb noch die Papiere der Fahrerin und dann kam auch schon die nächste und letzte Ladung.
      Erst einmal mussten die beiden Trailer ziemlich rangieren, ehe die junge Frau den Hof wieder verlassen konnte und der neue Trailer Platz fand. Dabei zerfuhren sie ziemlich meine Einfahrt. „Hoffentlich bleibe ich dort mit dem Auto nicht stecken.“, meinte ich seufzend und begrüßte dann auch schon den letzten Fahrer.
      Die Stuten waren viel entspannter als die Hengste und schienen kein Problem mit der Fahrt gehabt zu haben. „Wir bringen sie in den Stall da vorne.“, erklärte ich dem Fahrer und erklärte ihm gleich, wer wo stand.
      Nachdem er es verstanden hatte, reichte ich ihm die Stricke von Nesquik und Napayné. Ich nahm direkt Animby, Herbsttraum und Alice mit einem Mal. Das schöne an den drei Halbschwestern war, dass sie kein Problem miteinander hatten und sich stets vertrugen.
      Nun standen alle Pferde in ihren Boxen, ich verabschiedete den letzten Fahrer und ließ erst einmal ein wenig Ruhe einkehren. Nun stand noch viel mehr an, denn ich brauchte eine Managerin für das Gestüt und bevorzugt zwei Bereiter, welche sich um die Wettbewerbe der Pferde kümmern würden.
      Für heute beließ ich es aber dabei, erst einmal alle Papiere der Pferde im Büro in Ordner zu packen und nach Alphabet in einem Schrank zu sortieren. Diesen schloss ich danach gründlich ab, ehe ich meine Abendrunde machte.
      Zuerst brachte ich den Hengsten noch eine Ladung frisches Heu und jeder bekam einen Futtersack um, damit sie in Ruhe ihr Müsli fressen konnten, ohne dass die schnelleren Fresser zu Dieben wurden.
      Dann machte ich noch schnell die Runde durch den Stall. Auch die Stuten bekamen frisches Heu und ihr Müsli, ebenso wie die Jungpferde. „Morgen dürft ihr dann auf die Weiden.“, meinte ich lächelnd und schloss die Ställe ab.
      Bei den Hengste kontrollierte ich noch einmal den Zaun, befreite die Hengste wieder von ihren Futtersäcken und sagte auch ihnen gute Nacht.
      Heute und Morgen würde ich hier schlafen, um alles überwachen zu können, auch wenn ich mir sicher war, dass wir keine Probleme haben würden. Um die Ranch kümmerten sich derweil die Karamakov-Geschwister – obwohl ich froh war, dass die Pferde sich auf der Ranch auf ihren riesigen Weiden größtenteils selbst versorgen konnten.
      Müde schlürfte ich in das nett eingerichtete Schlafzimmer des Hauses und fiel gähnend ins Bett.
    • Eddi
      04.03.2015 - Training
      „Leute? Das Teil habe ich nicht umsonst „Trainingsstall“ getauft“, seufzte ich und schaute Kat und Ethan genervt an. Ich gebe ja zu, ein richtiger Stall war unsere Ranch nicht, aber trotzdem sollten die Stuten und Hengste auf die Leistungsprüfungen vorbereitet werden! Und was ich am wenigsten leiden konnte, waren Menschen, die sich mit mir um die Bedeutung eines blöden Wortes stritten, anstatt einfach ihre Arbeit zu machen.
      Ich beendete diese Diskussion einfach, indem ich ihnen wortlos den Rücken zukehrte, ein Halfter schnappte und nach draußen verschwand. Der Tag hatte eindeutig zu wenig Stunden ich und ich wollte diese zumindest ein wenig nutzen. Als erste sollte Animby an der Reihe sein. Die junge Stute hatte ich in letzter Zeit arg vernachlässigt, dementsprechend wurde es wieder Zeit, mit ihr zu arbeiten. Doch erst einmal putzte und sattelte ich sie ausgiebig.
      Dann gingen wir in die Halle, wo ich sie aufwärmte und mich dann in den Sattel schwang. Wir trainierten die Grundlagen, übten bessere Gangwechsel, das Anhalten und Antraben. Animby lernte schnell und gab sich alle Mühe und wenn sie mich nicht verstand, gab sie mir das vorsichtig zu verstehen und so konnte ich es ihr noch einmal in Ruhe erklären. Zufrieden beendete ich dann die Stunde und versorgte Animby.
      Nun holte ich erst Sir Benny Miles und dann Deadly Ambition von der Weide, um beide im Stall anzubinden. Kat sollte Miles ordentlich putzen, ihm dann die Transportdecke und die Gamaschen anlegen. Das Gleiche tat ich auch mit Ambition, während Ethan für uns den Hänger vorbereitete und vor den Stall fuhr. Dann lud ich die beiden Vollblüter ein und wir machten uns auf die fast einstündige Fahrt zur nächstgelegenen Rennbahn.
      Dort luden wir beide Pferde aus, gönnten ihnen eine kurze Pause, ehe sie auch schon vorbereitet wurden. Ich hatte nur einen Jockey engagiert, denn die Stute würde ich selbst reiten. Vorsichtig legte ich Deadly Ambition den Trainingssattel auf und machte sie fertig. Danach half Ethan mir hinauf und ich ritt sie auf der Ovalbahn warm. Der Jockey, Joe, ritt des Öfteren Pferde für mich und verstand sich sofort mit Miles.
      Nachdem wir uns aufgewärmt hatten, ritten wir die Pferde nebeneinander im leichten Galopp und als wir den 800er Pfosten erreichten, ließen wir ihnen mehr Freiraum. Deadly Ambition hatte schon die ganze Zeit widerwillig das Tempo zurückgehalten und stob nun sofort los. Miles ließ sich das aber nicht zweimal sagen und jagte direkt hinterher. Meine Stute konnte sehr gut beschleunigen, aber ihr fehlte es noch an Ausdauer und Erfahrung, die Miles hingegen in Massen besaß.
      Dementsprechend endete das Rennen äußerst interessant Kopf an Kopf und wir verloren nur knapp. Beide Zeiten waren aber ideal und so machten wir uns zufrieden auf den Heimweg. Dort wurden die Vollblüter von Kat versorgt, während ich mir bereits The Unwritten Performance fertig machte und mit der Stute in die Halle ging. Ich wärmte sie ausgiebig auf und dann widmeten wir uns der Stangenarbeit, damit ich ihre Hinterhand besser aktivieren konnte. Außerdem sollte Unwritten mehr auf ihre Beine achten und diese besser koordinieren, denn manchmal stolperte die Stute tatsächlich über ihre eigenen Hufe.
      Danach waren die beiden neuen Lewitzer an der Reihe, welche eigentlich wirklich noch aufgebaut werden mussten, Dementsprechend longierte ich Sikari ausgiebig und nahm auch die Stangen hinzu um die Stute aufzulockern. Danach schwang ich mich noch in Cheveyos Sattel und wärmte ihn erst einmal ausgiebig für unsere Dressurarbeit auf. Mit diesem Schecken zu arbeiten war ein Traum und ich war überglücklich, dass er in meinem Stall stand und ich mit ihm arbeiten durfte.
      Das Gleiche galt für den Oldenburger Café au Lait. Der heute allerdings für Ethans Reitunterricht herhalten musste. Ethan konnte reiten, aber nicht besonders gut. Aber Café war das perfekte Pferd für ihn und die beiden lernten gemeinsam ziemlich schnell, so dass auch die heutige Stunde schon wesentlich besser aussah als die letzten, dafür dann aber Pferd und Reiter auch echt k.o. waren. Während Ethan seinen geliebten Warmblüter versorgte, holte ich Talya aus der Box.
      Ich liebte diese kleine Lewitzerstute abgöttisch und hätte mir kein besseres Fohlen aus Fiorina vorstellen können als sie. Talya war aufmerksam, liebenswürdig und lernte dermaßen schnell, dass ich mich jetzt schon auf die Zeit freute, wenn sie selber als Zuchtstute agieren würde. Heute stand für meine Hübsche aber nur ein lockeres Longentraining an, da wir die letzten beiden Tage unter dem Sattel gearbeitet hatten und sich ihre Muskeln natürlich nicht überarbeiten sollten. Dennoch machte Talya wie immer motiviert mit und hatte sich so ihren morgigen freien Tag schnell verdient.
      Stirnrunzelnd holte ich Ehawee von der Weide und putzte die Traberstute in aller Ruhe. Dann massierte ich sie ausgiebig und löste die eine oder andere Verspannung der Stute, ehe ich sie seufzend betrachtete. Ich fand Ehawee wundervoll, aber ich konnte mich noch nicht so ganz entscheiden, in welche Richtung ich die Stute nun fördern wollte. Dementsprechend sattelte ich sie heute und arbeitete nur die Grundlagen heraus, um zu schauen, was Ehawee alles konnte und wo es noch fehlte. Tatsächlich schien die Stute eine große Begabung für die Dressur zu haben und das würde ich weiterhin im Auge behalten.
      Dressur war ein tolles Stichwort für Touchdown! Der siebenjährige Hengst hasste die Dressur, denn sie bedeutete Arbeit. Er war jetzt schon ein wahres Talent darin, sich jeglichen Mühen zu entziehen und momentan arbeitete ich daran, dass so gut wie möglich zu vermeiden, auch wenn das leider gar nicht so leicht war, wie gehofft. Ganz im Gegensatz dazu stand Heart of Ocean. Dieser Reitponyhengst war jedem Reiter eine pure Freude. Auch heute zeigte er sich wieder von der besten Seite und arbeitete motiviert mit, so dass ich ihn nach einer Stunde zufrieden auf die Weide entließ.
      Als letztes stattete ich den neusten Pferden einen kurzen Besuch ab. Die Criollostute Chepi nahm ich auf einen kleinen Spaziergang mit, um ihr die Ranch zu zeigen und ihr ein wenig Abwechslung zu verschaffen, ansonsten hatte sie aber ein wenig Ruhezeit. Danach holte ich mir Strigoi und putzte die Stute ausgiebig, ließ sie kurz in der Halle toben und brachte sie dann wieder zurück. Die Welshstute sollte mich erst einmal kennenlernen dürfen, ehe sie irgendwas machen musste. Und gleiches galt auch für Hugo Boss, auch wenn es mich schon jetzt in den Fingern juckte, mit dem Reitponyhengst zu arbeiten und am liebsten hätte ich ihn schon auf einer Körung vorgestellt, aber mein Herz sagte mir, dass das einfach noch zu früh war und so wollte ich noch ein wenig abwarten, ehe dann wirklich für ihn die Zeit kommen würde.
      Die letzte die heute versorgte war Acacia. Ich hatte sie von Soso zurück gekauft und nun stand meine Schwere Warmblutstute wieder bei mir in den vier Wänden. Ich putzte sie ausgiebig und zeigte ihr während ein bisschen Bodenarbeit die neue Halle. Noch hatte Acacia sich noch nicht so wirklich eingelebt, aber es wurde langsam, natürlich wollte ich der Stute aber auch genügend Zeit lassen und so brachte ich sie danach wieder zurück in ihre Box. Alle Pferde bekamen noch ihr abendliches Futter, ehe auch ich müde in mein Haus verschwand, duschte und mich dann auf die Couch bequemte.
    • Eddi
      Pflegebericht - Mai 2015
      Hayes End

      Auf Hayes End hatte sich in letzter Zeit sehr viel getan. Vor ein paar Tagen hatte Nesquik abgefohlt. Letztes Jahr hatte ich sie von dem Lewitzerhengst Piccolo decken lassen und obwohl beide Eltern Schecken waren, war das kleine Stutfohlen tatsächlich ein Brauner geworden! Und zuckersüß war sie außerdem. Einen Namen hatten wir auch schnell gefunden und so hüpfte Nabiri inzwischen fröhlich neben ihrer Mama in der Box her und wartete darauf, endlich auf die Wiese zu dürfen.
      Außerdem weideten wir seit gut einem Monat an und sobald auch das zweite erwartete Fohlen da war, würden die Stuten auf ihre Sommerweiden dürfen. Doch bis dahin hieß es noch täglich raus- und reinbringen. Dementsprechend begann auch mein heutiger Morgen wieder mit der Fütterung von Stuten und Jungpferden, kurz nachdem ich den Stall betreten hatte.
      Applaus und Trüffel waren inzwischen zu den Hengsten in den Offenstall umgezogen und damit Nandalee nicht alleine stand, stand sie nun im Stalltrakt der Stuten. Für mich war das sogar etwas weniger Arbeit. Während die Stuten fraßen, brachte ich den Hengsten ihr frisches Heu und begrüßte sie ausgiebig. Die beiden Junghengste hatten schnell ihren Platz in der Herde gefunden. Applaus, der älteste und Herdenchef, hatte sie herzlich aufgenommen und sie klebten noch öfters an der Seite von ihm.
      Als ich den Offenstall betrat, begrüßten mich auch direkt BonnyBoy und Fürstchen, ehe sie sich dem Frühstück zuwandten. Bald würde ich die Hengste hoch in die Berge auf die Sommerweiden reiten. Doch vorher mussten noch einmal die Zäune kontrolliert werden, wenn ich das heute schaffte, würden sie schon bald frisches Grün vor der Nase haben. Doch nun mussten erst einmal die Stuten auf die Weide. Zuerst holte ich heute Nesquik und ihr Fohlen aus der Box und brachte sie beiden auf die Weide. So durfte Nabiri erst einmal alleine herumtoben und die Welt erkunden.
      Die erste die dazu durfte war Sally. Selber hatte sie noch kein Fohlen gehabt, aber mit ihren 15 Jahren war sie schon ruhig und ausgeglichen und außerdem war sie die Boxennachbarin von Nessie und kannte die beiden schon. Sie begrüßte Nabiri kurz und begann dann direkt zu grasen. Nach und nach ließ ich auch die anderen Stuten dazu. Die trächtige Herbsttraum und Alice von Landwein waren beide sehr ruhig und entspannt und störten sich nicht an dem Neuankömmling. Napayné hingegen war total aufgeregt und leicht zickig, denn ihr gefiel es nicht, dass Nesquik ein Fohlen hatte und sie nicht. Doch nachdem sie von der Mutter zurecht gewiesen wurde, reichte es auch ihr.
      Mit Animby und Strigoi hatte ich zum Glück auch keine Probleme, auch wenn ich was anderes erwartet hätte. Stattdessen spielten sie sogar mit dem kleinen Winzling und schienen Spaß zu haben. Demnächst würde auch Herbsttraum abfohlen und ich hoffte sehr, dass auch ihre Eingliederung problemlos funktionieren würde. Während die Stuten nun ihre Freiheit genossen, schnappte ich mir Single Malt, putzte und sattelte den Hengst.
      Den Vormittag verbrachten wir gemeinsam auf dem Reitplatz und sprangen einige Parcours. Single Malt sollte fit bleiben und nichts verlernen, dementsprechend gehörten auch einige Dressurlektionen zwischendurch dazu, damit er aufmerksam blieb und wachsam. Danach duschte ich ihn ab und brachte ihn zurück auf den Offenstall. Bevor es Mittagessen gab, steckte ich noch die Weide hinter dem Offenstall nach und ließ sie Hengste darauf, schließlich mussten auch sie angegrast werden.
      Nach dem Mittag holte ich BonnyBoy von der Weide und machte ihn auch fertig. Mit meinem hübschen Rappen ritt ich den Pfad hinauf in die Berge entlang und als wir auf den gigantischen Sommerweiden ankamen, genoss ich erst einmal den Anblick und dann machten wir uns an die Arbeit und ritten den gesamten Zaun ab. Tatsächlich hatte ich auch zwei lockere Stellen entdeckt, die ich aber schnell in Ordnung brachte. „Tja, das sieht doch gut aus! Demnächst dürft ihr auf die Weide“, meinte ich lächelnd und ritt wieder hinunter zum Gestüt.
    Keine Kommentare zum Anzeigen.
  • Album:
    Pferde im Ruhestand
    Hochgeladen von:
    Eddi
    Datum:
    16 Aug. 2013
    Klicks:
    1.199
    Kommentare:
    12
  • Name: Animby
    Geboren: 2007
    __________________

    Von: Auftakt
    Aus der: Avec Charme
    __________________

    Rasse: Welsh B
    Geschlecht: Stute
    Farbe: Brauner
    Stockmaß: 133cm

    Beschreibung:
    ...

    Ersteller: Ami
    Besitzer: Eddi
    Vorkaufsrecht: erloschen

    Springen E -- Dressur E


    __________________

    Gekört: nein

    Nachkommen:

    --