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Mongofisch

Angus the Brave

[b]Angus the Brave[/b] Rasse: Tinker Alter: 4 Jahre Geburtstag: 2010 Geschlecht: Hengst Stockmaß: 1,49m Fellfarbe: Rappe Abzeichen: Blesse, 4 halbweise Beine Vater: / Mutter: / Angus hat seinen Namen nicht umsonst bekommen. Als er gerade mal eine Woche alt war, verunglückte ein Traktor nur wenige Meter von seinem Paddock entfernt,doch das Fohlen erschrak nicht etwa, sondern blieb wo er war und blickte neugierig in jene Richtung. Angus the Brave eben...Ansonsten ist das kleine Fohlen zwar manchmal energiegeladen lässt sich doch in gute Bahnen lenken ist manchmal sogar eher träge. Später wird er wohl mal ein absolutes Verlasspferd werden,doch bis dahin benötigt er noch ein Maß an Erziehung darf seine Zeit als Fohlen,jedoch noch genießen! Der junge Hengst ist mittlerweile eingeritten und ist unter dem Sattel ein wahrer Prachthengst. Hier und da benötigt er eine sichere, aber dennoch weiche Hand. Er arbeitet immer fleißig mit und hat vor allem am Fahren großen Spaß. Eingeritten: Ja Eingefahren: Ja Eignung: Western, Fahren Galopprennen: E Western: E Springen: E Military: E Dressur: E Distanz: E Fahren: A Hufe: Sehr gut Gesundheit: Sehr gut Gekört/Gekrönt: Nein Nachkommen: Keine Besitzer: Mongofisch Vorbesitzer: Ravenna Vkr/Ersteller: Mockingjay und Nanashi [img]http://www.joelle.de/uploads/1241369550/gallery_5_5269_4485.gif[/img]191. Fahrturnier Offizieller Hintergund [img]http://abload.de/img/offiziellerhg4ix2n.jpg[/img]

Angus the Brave
Mongofisch, 27 Juli 2014
    • Mongofisch
      Pflegebericht 1 - 26.12.2013
      Müde kam ich auf Unelma Hevonen an, doch zum Ausruhen blieb keine Zeit: Lina würde bald aus Deutschland eintreffen, zu Weihnachten hatte sie mir zwei Pferde geschenkt, die heute eintreffen sollten.
      Zuerst verstaute ich aber meinen Hufschmied Kram und schaute dann in die Ställe, ob alles in Ordnung war. Calistas Box war noch immer leer, jeden Tag stieg die Spannung, wann sie wohl wiederkommen würde.
      Ich hörte ein Auto und lief, ja rannte beinahe aus dem Stall. Lina war da!
      Kaum war sie ausgestiegen, fiel ich ihr um den Hals: „Hey, wie war die Fahrt? Geht es dir gut? Und den Pferden? Ich kann es kaum erwarten!“
      Etwas überrumpelt und müde blickte sie mich an: „Hey, danke mir geht’s gut, den Pferden auch soweit, sie fanden die Fahrt zwar nicht grade toll, aber jetzt sind sie ja da!“
      „Komm, wir holen sie raus. Mensch bin ich glücklich, ich freu mich so!“
      Rasch öffneten wir den Hänger und holten die beiden ingleichen Pferde raus.
      Da war einmal Brave, ein toller, wahnsinnig schöner Tinkerhengst und zum Anderen, der kleine Shettyhengst Dave. Ich kannte ihn bereits und war überglücklich, als ich erfahren hatte, dass Lina ihn mir schenkte.
      „Ich denke, die beiden wollen erstmal laufen, drei Tage auf dem Hänger, da hat sich viel Energie angesammelt. Können wir sie auf die Weide lassen?“ Lina hielt den kleinen Dave, während ich Brave am Strick hatte.
      „Ja, die anderen beiden Hengste sind im Stall“, nickte ich und marschierte vor, zur Hengstweide.
      Grade hatten wir die Stricke von den Halftern gelöst, da galoppierten die beiden Pferde auch schon los. Ein herrliches Bild, der kleine und der Große. Die beiden kannten sich noch nicht, mussten sich aber zwangsweise auf der Fahrt arrangieren. Brave platze fast vor Energie und konnte gar nicht aufhören zu laufen, alles war neu, alles war Interessant und alles musste genau erkundet werden.
      Lina würde eine Nacht bleiben, dann musste sie zurück nach Deutschland, ihre Pferde warteten dort auf sie.
      „Lassen wir sie erstmal toben, du hast sicher Hunger?“ Ich zeigte Lina den Weg zum Haus, wo wir uns in die Küche zurück zogen.
      „Oh ja, wenn du was hast, wäre das super“, nickte meine Freundin.
      „Klar, ich mach uns schnell was“, erwiderte ich und begann zu Kochen.
      Während dem Essen unterhielten wir uns über Verschiedenes, vor allem aber bedanke ich mich gefühlte 100 Mal.
      Es war später Nachmittag, als wir uns erneut zur Weide aufmachten, um die beiden Hengste das erste Mal in ihren neuen Stall zu bringen. Lina nahm Dave und ich Brave. Die beiden kamen in die Boxen auf der linken Seite, gegenüber von Monster und Heat.
      Aufgeregtes Schnauben und Scharren kam auf, als wir den Stall betraten und die Neuankömlinge in ihren Boxen unterbrachten.
      Es würde sicher ein paar Tage dauern, bis sie alle zusammen auf die Weide gehen konnten, aber ich war zuversichtlich, dass sie schnell eine Rangordnung festlegen würden.
      Lina und ich zogen uns ins Haus zurück und machten uns noch einen gemütlichen Abend, ehe meine Freundin morgen wieder abreisen musste.
    • Mongofisch
      Trainingsbericht 1 - Einfahren - 02.01.2014
      Momentan litt ich unter ziemlich starkem Zeitdruck und auch meine Motivation, meiner Arbeit als Ausbilderin nachzugehen, hatte nachgelassen. Dennoch hatte ich einen Auftrag in meinem Ausbildungsbetrieb erhalten, es war wieder Lisa – diesmal allerdings, um zwei ihrer Pferde einzufahren. Ich stimmte zwar sofort zu, hatte aber bis zu diesem Tag nicht die Lust gefunden, mit der Ausbildung zu beginnen. Zwar waren inzwischen beide mit der Doppellonge vertraut, da ich dies öfter mit ihnen trainiert hatte. Doch dies war ja nur für Angus the Brave etwas Neues, Dave hatte ja zuvor bereits Bekanntschaft mit der Doppellonge und ihrer Funktionsweise gemacht.
      Hatte ich anfangs noch gedacht, Lisa würde mir zwei ihrer Pferde zum zweispännigen Einfahren vorbeibringen, da hatte ich mich gewaltig geirrt. Ich hatte mir bereits einen Plan aufgestellt, wann ich was trainieren wollte, doch diesen konnte ich wegwerfen, als Lisa mir ihre Pferde zeigte. Wie sollte man mit einem knapp 1,50 Meter großen Tinker und einem Shetlandpony zweispännig fahren? Richtig, gar nicht.
      Jedenfalls war ich gerade auf dem Weg in den Stalltrakt 2, in dem die beiden Pferde untergebracht waren und überlegte, wie ich es am besten anstellte, die zwei vernünftig an die Schleppe zu gewöhnen, die sie fortan hinter sich zum Muskelaufbau hinter sich her ziehen müssen, da traf ich auf Charles.
      „Du kommst genau richtig“, murmelte ich und sah ihn flehend an, „würdest du bitte, bitte mit mir Angus the Brave und Dave ausbilden? Alleine würde es doppelt so lange dauern.“
      Er nickte nur stumm und begleitete mich auf meinem Weg in den Stalltrakt. Wir waren beide nicht sehr gesprächig und ich wusste auch, wieso – der nächste Umzug stand bevor und wir schwelgten beide in Erinnerungen auf diesem Gestüt. Glücklicherweise war die neue Ranch nur knappe zwanzig Kilometer von diesem Gestüt entfernt, sodass ich beinahe alle meine Angestellten „behalten“ konnte.

      Wir befanden uns bereits in der Halle. Ich hatte Dave an der Longe, während Charles sich mit Angus the Brave beschäftigte. Er bestand darauf, den Junghengst zu übernehmen, da er lieber mit jüngeren Pferden arbeitete und ich wollte ihm dieses Vergnügen nicht nehmen, hatte ich mich doch irgendwie ein wenig in Dave verguckt. Der kleine Hengst war wirklich niedlich. Ständig ließ er sich irgendetwas einfallen oder wollte schmusen – mit ihm wurde es jedenfalls nie langweilig.
      Die beiden Hengste zogen jeweils eine Schleppe hinter sich her, die den Muskelaufbau und die Gesunderhaltung der Pferde fördern sollte. Vor dem Ziehen schwerer Lasten war es wichtig, dass die Pferde genug Muskulatur aufgebaut hatten. Da sie zuvor bereits an das Geschirr gewöhnt worden waren, mussten wir dies nicht noch einmal wiederholen und konnten gleich mit der Schleppe fortfahren.
      Runde um Runde drehten die Beiden und wurden anscheinend nicht sonderlich müde, denn sie liefen tapfer weiter. Zwar versuchte Dave manchmal, Faxen zu machen und Brave schien es ein wenig langweilig zu werden, doch es hielt sich in Grenzen.

      Einige Zeit später hatten wir uns versichert, dass sie mit dem Muskelaufbau weit genug vorangeschritten waren, um langsam an die Kutsche gewöhnt zu werden. In Daves Augen war das „Ding“, das sich Kutsche nannte, zunächst einmal ungeheuerlich und total boshaft, weshalb es einiges an Überredungskunst brauchte, bis wir ihn so weit hatten, dass er sich ohne Murren vor die Kutsche anspannen ließ. Bei Angus the Brave dauerte dies keine zehn Minuten, bis er angespannt worden war. Er machte seinem Namen alle Ehre und schritt mutig zu der Kutsche voran, beschnüffelte sie – und befand sie für ungefährlich.
      Die beiden Hengste kannten und hörten dank der Arbeit mit der Longe sehr gut auf Stimmkommandos, was beim Kutsche fahren ein wichtiger Bestandteil war. Trotz der Tatsache, dass Angus the Brave noch nicht eingeritten worden war, machte er sich wirklich gut und ich konnte schon erahnen, dass er sich im Fahrsport gut machen würde, was aber aufgrund seiner Rasse auch kein Wunder war.
      Es machte sich definitiv bezahlt, dass wir so viel Zeit in die Arbeit mit der Longe investiert hatten. Weder Angus the Brave noch Dave waren im Gelände schreckhaft; nein. Sie hörten genau auf das, was wir ihnen sagten und hatten nur Augen für das Gelände direkt vor ihnen. An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich bei dem Erfinder der Scheuklappen bedanken.
      Wobei auch diese eigentlich kaum nötig gewesen waren, denn sie beide waren nicht sonderlich schreckhaft, sie schienen er Spaß bei der Sache zu haben. Besonders für Dave war es eine gute Möglichkeit, ihn in Form zu halten – war er doch für normalgroße Reiter zu groß, höchstens als Kinder- oder Anfängerpony könnte er dienen. Das Fahren hingegen schien wie für ihn gemacht zu sein und er trottete eifrig vor mir her.
      Die Geländefahrten verliefen ebenso problemlos wie die vorherigen Übungsfahrten auf der Rennbahn, die uns zur Verfügung stand. Zum Glück hatten wir momentan keine Rennpferde mehr im Training, denn so stand sie uns durchgehend für die Ausbildung der beiden neuen Kutschpferde zur Verfügung.

      Es dauerte aufgrund des beinahe reibungslosen Verlaufes der Ausbildung nicht sonderlich lange, bis ich Lisa mitteilte, dass sie ihre Pferde abholen konnte, was auch einige Tage später direkt geschah. Sie hatte einen jungen Mann an ihrer Seite, der die Pferde verlud und die Ausrüstung verstaute, während Lisa und ich uns über die Ausbildung und das Benehmen ihrer Pferde unterhielten.
      „Deine Hengste sind wirklich wie für das Fahren gemacht“, grinste ich und warf einen Blick über eine Schulter. Charles kam auf uns zu und gesellte sich schließlich zu uns. „Das ist Charles, er hat die Ausbildung von Angus the Brave übernommen“, stellte ich ihn vor, „Charles, das ist Lisa.“
      Die beiden gaben sich die Hand und sahen mich dann erwartungsvoll an, weshalb ich damit fortfuhr, Lisa zu erklären, dass ihre Pferde sich gut geschlagen hätten und sie das Fahren auf keinen Fall vernachlässigen sollte, denn gerade für Dave war dies eine abwechslungsreiche Beschäftigung, die ihm scheinbar viel Spaß machte. Doch auch Angus the Brave hätte seine Freude an diesem Sport gefunden. Als ich schließlich mit der Berichterstattung fertig war, händigte ich ihr noch die Trainingspässe aus, dann verabschiedeten wir uns voneinander. Zwei Autotüren wurden zugeknallt, der Motor des Autos wurde angelassen und schon kurz darauf war es in der Ferne verschwunden.
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      Samarti
    • Mongofisch
      Tierarztbericht 1 - 07.01.2014


      Heute kam ich mal wieder auf den Hof von Lisa. Sie hatte vor kurzem zwei Neuankömmlinge bekommen, von denen sie nichts über den Impfzustand wusste und ich daher nach ihnen sehen sollte.
      Lisa hatte meinen Wagen offensichtlich bereits erkannt, als ich langsam die Auffahrt hinauf rollte, denn sie lief mir bereits entgegen und schien sichtlich froh über meine Ankunft zu sein. Wir begrüßten uns kurz, dann ging es direkt zu den beiden Patienten.
      Als erstes war Dave an der Reihe, ein elf jähriges Shetlandpony.
      Lisa holte den Fuchs aus der Box und ich begrüßte den Kleinen, indem ich mit der Hand vorsichtig unter seine Mähne glitt und ihm darunter den Hals klopfte. Er war artig, beobachtete jedoch keck jede meiner Bewegungen und versuchte einmal nach mir zu beißen, als ich mich umgedreht hatte. Man spürte jedoch sofort, dass es nicht boshafter Natur war – er testete einfach gerne, was man ihn machen ließ.
      Ich begann zunächst, ihn durchzuchecken. Zu diesem Zweck sah ich mir als erstes die Augen an und kontrollierte mit Hilfe einer kleinen Lampe den Pupillenreflex. Auch die Ohren und Nüstern sah ich mir an und öffnete vorsichtig das Maul, um mir die Zähne anzusehen und die Schleimhäute zu überprüfen. Sie waren zart rosa und das Blut floss schnell wieder hinein, wenn man mit einem Finger auf die haut drückte und den Druck dann wieder wegnahm. Es war somit alles in Ordnung.
      Anschließend kontrollierte ich die Gelenkte und überprüfte die Muskeln. Auch den After schaute ich mir an und überprüfte die Hufe auf Druckempfindlichkeit.
      „Der ist topfit“, stellte ich an Lisa gewandt fest.
      Somit konnte ich ihn mit freiem Gewissen impfen und entwurmen. Zunächst holte ich die Impfung – er bekam das Kombipräparat Influenza und Tetanus.
      Die Spritze fand er nicht allzu witzig, blieb aber artig stehen, bis auf ein kurzes Zusammenzucken.
      Die Wurmkur anschließend war dafür ebenfalls kein Problem. Er kaute zwar einen Moment leer, während Lisa ihn wieder in die Box brachte, aber er wehrte sich nicht bei der Eingabe der Paste.
      Nachdem Lisa ihren Shettyhengst wieder in die Box geführt hatte, brachte sie mir den nächsten Patienten – ein wunderschön gezeichneter Irish Tinker Hengst.
      „Na, das ist ja ein Hübscher! Der versteckt auch mit Sicherheit die Sabino-Scheckung!“, entfuhr es mir, als ich die gleichmäßig gezeichneten, hochweißen Beine des stark glänzenden Rappen sah.
      Lisa erzählte mir, dass er erst vier sei und ich begrüßte den Junghengst mit einem Klopfen.
      Kurz wuschelte ich ihm durch die dicke Mähne. „Na bin ich froh, dass ich das nicht kämmen muss, wenn der auf der Wiese gewesen ist – das ist bestimmt nicht einfach!“, lachte ich, was Lisa mir breit grinsend bestätigte.
      Nun begann ich, den Gesundheitszustand des Hengstes zu kontrollieren.
      Während ich die Muskeln langsam abtastete und nach Verspannungen, Knötchen und Unregelmäßigkeiten suchte, fiel mir etwas auf: „Ist der eigentlich noch im Pony-Maß?“
      „Nein, knapp rausgegangen.“
      „Das ist ja Schade.“
      Nun kontrollierte ich auch die Gelenke, überprüfte, ob sie trocken waren und nicht übernatürlich warm. Doch alles war in Ordnung. Mit einer speziellen Zange kontrollierte ich die Hufe auf Druckempfindlichkeit.
      Anschließend sah ich mir die Augen und Nüstern an, überprüfte den Pupillenreflex und anschließend den Zustand der Schleimhäute. Es war alles vollkommen in Ordnung.
      Ich klopfte den Glanzrappen, weil er so brav war, woraufhin er den Hals weit nach unten dehnte und zufrieden schnaubte. Dabei setzte er etwas klaren Schleim ab, der mich stutzen ließ.
      „Hat er das schon länger?“
      Lisa verneinte. Ich holte mein Stethoskop und hörte die Lunge ab – sie war frei. Ich bat Lisa, zu beobachten, ob er übermäßig viel Schleim absetzte oder viel hustete. So hatte es nichts zu bedeuten, aber manchmal baute darauf ein Infekt auf, den man auf jeden Fall behandeln müsste.
      Da er so aber fit war, beschloss ich, ihn zu impfen. Auch er bekam das Kombipräparat Tetanus + Influenza.
      Bei der Impfung zuckte er deutlich zusammen, blieb aber artig stehen.
      Etwas komplizierter war die Wurmkur, von der er überzeugt war, dass sie nichts in seinem Maul zu suchen hatte. Er presste die Kiefer fest aufeinander und versuchte so zu verhindern, dass ich die Spritze in seinen Schlund einführen konnte. Doch es gelang mir und ich drückte die Paste so tief in sein Maul, dass er gezwungen war, zu schlucken. Etwas übel nahm er mir dies dennoch und schaute misstrauisch über die Schulter, während Lisa ihn von mir weg in die Box führte.
      Meine Arbeit war für heute getan, sodass ich mich verabschiedete und auf den Heimweg machte.
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      Eowin
    • Mongofisch
      Trainingsbericht 2 - Einreiten - 12.01.2014
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      Auch heute kommt wieder ein neues Pferd auf den Trainingshof. Es ist ein vier Jahre alter Junghengst, der eingeritten werden soll. Lisa hat schon angerufen, dass sie gleich da sei. In dem Moment höre ich sie schon mit dem Hänger die Auffahrt hochfahren. Wir begrüssen uns gleich. Wehrend wir gemeinsam das Sattelzeug wegbringen steht Angus noch immer im Hänger. Als dann alles weg ist, holt Lisa ihn auch aus dem Ding. Ich zeige ihr in welcher Box der Hengst steht. Sie fährt dann auch schon wieder ab, als wir uns noch über das Pferd unterhalten haben.
      Langsam ist es schon Abend geworden und auch schon kühler. Darauf hin hole ich den Hengst aus dem Paddock uns putze ihn. Darauf hin mach ich ihm das Longierzeug um und geh mit ihm in die Halle. Dort ist genug Platz zum Longieren. Laut Lisa kennt er schon die Longe und Gurt. In der Mitte gurte ich nochmal nach und schicke ihn dann nach draußen. Im ruhigen Schritttempi geht er im Kreis. Ab und zu lasse ich Angus die Handwechseln oder Anhalten. Er ist sehr auf mich konzentriert. Nach 5 Minuten warm laufen, tarbe ich den jungen Hengst an. Sein Behang schwebt im Trab durch die Luft. Er hat leider eine kaum sichtbare Schwebephase. Doch solange er hier ist, versuche ich alles was nur geht. Wenn alles gut läuft, setze ich mich in 2 Wochen schon auf ihn drauf. Bei mir geht alles schneller, als bei anderen, durch eine besondere Methode. Ich pariere den Rappen durch und lasse ihn die Hand wechseln. Nach zwei drei Runden trabt er auch auf der Hand an. Immer mal wieder lobe ich den Tinker, schließlich macht er seine Sache auch gut. Ich pariere ihn wieder durch. Er darf Schritt gehen.
      Als ich fertig bin mit dem Jungen geh ich zurück zum Stall. Angekommen, ich binde ihn wieder an und mache das Zeug ab. Es kommt wieder in die Sattelkammer und ich decke Angus ein. Im Paddock bekommt er noch Futter. Als er in die Box geht mache ich noch Heu nach draußen und geh dann ins Haus. Lisa wird in 2 Monaten ein super Pferd haben.
      Nach dem ich mit Angus jeden Tag logieren geübt habe und auch mit Trense, ist heute der Sattel dran. Ich hole den Tinker aus seiner Box und putze ihn an der Sattellage sorgfältig. Ausserdem ist sein Kopf auch ganz dreckig. Als er nun sauber ist hole ich den Sattel aus der Sattelkammer. Vorsichtig lege ich ihn auf seinen Rücken. Er hammelt etwas rum, als ich ihm dann am Halfter kurz ziehe, dass er richtig steht, lege ich ihn erneut rauf. Jetzt steht er still. Ich mache den Gurt vorsichtig fest. Angus stört es kein bisschen. Also geh ich aus der Sattelkammer die Longe holen und geh mit ihm zur Halle. Bedenkenslos folgt er mir. Ich öffne die Tür zur Hall und schließe sie auch wieder.
      Er geht aus dem Kreis schon automatisch nach dem der Gurt fester war. Im langsamen Tempi geht er vorwerts, bis ich ihn etwas treibe. Der junge Mann soll sich schon etwas dran gewöhnen, bis ich mich mal drauf setze. Nun fange ich auch mit den ersten Übungen an der Longe mit Sattel an. Als erstes verlagere ich den Zirkel, dass sich die Anlehnung verbessert und auch Angus mehr aufpasst. Ich geh grade aus weiter, parallel zum Pferd. Kurz wirft er sich sich in Haltung, aber dann geht der Kopf wieder nach oben. Ich lasse den Hengst noch einmal ne halbe Runde im Trab auf den Zirkel. Danach geht es wieder los mit Schritt und Anlehnung üben. Das ganze ohne Ausbinder. Nach wenigen Schritten geht es wieder auf den Zirkel. Diesmal darf er länger Traben. Als er einige Runden hinter sich hat, darf er durch parieren und ich lasse Angus die Hand wechseln. Hierbei hebe ich die Hand und zieh zwei mal an der Longe. Schon automatisch dreht er sich um. Nach einer halben Runde ich Schritt, fange ich wieder an, an der Anlehnung zu Üben. Da er schon recht schnell lernt, hat er sofort gewusst was ich will. Wieder macht er kurz den Kopf in Haltung, aber hört dann wieder an. Noch paar mal wieder hole ich die Übung und dann höre ich auf. Kurz darf er noch durch die Halle rennen und dann fang ich ihn wieder an. Gemeinsam gehen wir zum Hof. Dort mache ich den Sattel ab und auch die Schabracke mache ich ab. Ich bringe das ganze Zeug weg und stelle ihn zurück in sein Paddock. Die Decke hat Angus umbekommen und Futter bekommt er auch gleich.
      Ich hatte Angus die ganzen Tage immer wieder longiert und heute fangen wir damit an, dass sich jemand raufsetzt. Darum habe ich mir mein besten Freund dazu geholt. Ich hole den Tinke us seiner Box und putze ihn. Die Decke hatte ich die Tage über immer nur am Tag rangemacht, weil es nicht so kalt ist. Nun ist er sauber und ich kann den Sattel raumachen, den mit Lisa mitgegeben hat. Problemlos nimmt er den Sattel an. Die Trense ebenfalls.
      Gemeinsam gehen wir in das Round Pen, es ist am Ende des Hofes, also müssen wir alle ein Stückchen laufen. Thor öffnet das Tor und wir alle gehen rein. Ich gurte noch einmal nach und nehme ein Leckerlie in die Hand. Thor hält auf der anderen Seite gegen und ich steige ganz langsam auf. Der Hengst hammelt etwas rum. Ich lege mich als erste rüber und mein Bester beschäftigt ihn am Kopf. Dann bekommt er von mir ein Leckerlie und ich geh wieder runter. Erneut steige ich auf und lege mich rüber. Der Hengst scheint es jetzt schon wieder akzeptiert zu haben. Er lent schnell. Vorsichtig schwinge ich mein anderen Bein auch rüber. Er bekommt noch ein Leckerlie. Thor läuft los und auch da hat Angus kein roblem mit. Ich bin stolz auf ihn. Nach einer halben Runde stiege ich vorsichtig ab und gebe ihm ein Leckerlie, dass war es für heute.
      Am Putzplat mache ich dem Hengst die Decke um und stelle auch ihn auf einen Paddock. Futter hat er heute nich bekommen.
      Die Sonne scheint in das Zimmer und der Hund weckt mich. Ich schau auf die Uhr – 5:39 Uhr. Super. So früh, trotzdem zieh ich mir ein paar Strümpfe an und geh nach unten. Riley folgt mir. Schnell mach ich essen und geh dann ins Bad. Dort wasche ich mich und zieh mich um. Dann kann es los zum Pferd. Heute setze ich mich auf Angus ohne, dass jemand mich führt oder Sonst was. Lange haben wir drauf hingearbeitet und jetzt ist es so weit.
      Aus dem Stall hole ich den Strick und geh den Rappen von seinem Paddock holen. Er frisst grad sein Heu. Für dieses Uhrzeit ist es schon relativ hell, dass ich nach druassen kann. Aber ich will lieber in der Halle reiten. Schnell mach ich ihn sauber und sattle ihn auf. Fertig. Gemeinsam laufen wir zur Halle, die immernoch auf der anderen Seite des Hofes ist. Es ist 6:40 Uhr. Ich schliesse das Tor und gurte noch einmal nach. Dann steige ich vorsichtig auf. Trotz seiner Höhe komme ich problemlos rauf. Bremsen und anreiten kennt er schon alles, dass wir nicht viele Probleme haben werden. Im Schritt lenke ich ihn behutsam auf den Hufschlag und das Tempo geht so wie es ist. Nach ein paar Runden fange ich an mit einfachen Bahnfiguren wie Zirkel oder einfache Schlagenlinie ausserdem reite ich auch Handwechsel. Angus läuft Arbeitswillig voran und ich versuche mich am Trab. An der Longe sowie im Roundpen, wenn jemand in der Mitte ist. Ich trabe den jungen Hengst mit der Stimme an. Im arbeitsfreundlichen Tempo reiten wir ganze Bahn aber auch Zirkel. Doch heute mache ich icht allzuviel, weil wir noch am Anfang sind. Ausserdem reite ich immer wieder Handwechsel und pariere ihn in den Schritt durch, dass Lisa es dann einfacher später mit ihm hat. So zeigt er sich als aufgeschlossen und arbeitswillig. Ausserdem lernt er gerne was. Nach zwanzig Minuten reite ich Angus ab. Er hat heute schon genug gemacht und schwitzt sogar. Am langen Zügel reite ich imner aussenrum. Ab und zu wechsel ich mal die Hand, bevor ich absteige und mit ihm zurück laufe.
      Ich sattle ihn ab und gebe ihm noch Kraftfutter. Während er frisst hat er noch eine Weidedecke umbekommen, weil es ganz schön Windig ist. Ich schreibe in die Liste, was er zufressen bekommen hat und bringe den Hengst weg. Er trabt zu seinem Heu und ist glücklich.
      Vepr
    • Mongofisch
      Pflegebericht 2 - 27.01.2014
      Was ich heute feststellen konnte: Auf dem Beifahrersitz fährt es sich besser als gedacht. Kimi bestand immer wieder darauf, dass ich selber kein Auto mehr fahre, aber mir war es recht, so konnte ich auf der Fahrt nach Helsinki entspannen.
      Vor ein paar Tagen hatte ich es nicht lassen können und hab für Caletta und Maira noch eine Freundin gekauft. Wie es der Zufall so wollte, ist die kleine Luisa ebenfalls ein Braunschecke und kommt, wie Maira, aus Kanada.
      Schon gestern hatte Kimi einen Teil des Fohlenoffenstalls abgetrennt, um Luisa nicht ganz ins kalte Wasser zu schmeißen. So konnten die drei sich erstmal beschnuppern und Luisa würde sich in Ruhe von der langen Reise erholen.
      Pünktlich kamen wir am Flughafen an, zum Glück kannten wir den Ablauf bereits und mussten nicht erst alles suchen. Nach nur wenigen Minuten standen wir bei Luisa, die grade noch den Check über sich ergehen lassen musste. Etwas genervt schaute sie uns an, sah aber trotzdem Zuckersüß aus.
      „Oh wann ist es denn soweit?“ Fragte die Tierärztin lächelnd, als sie mir das Fohlen übergab. Ich nahm den Strick entgegen und antwortete dann: „In 13 Wochen.“
      Wieder lächelte die Tierärztin: „Dann wünsche ich Ihnen alles Gute!“ Damit ließ sie uns zurück, sicher hatte sie noch mehr Arbeit. Während wir noch auf Luisa gewartet hatten, hatte Kimi den Wagen mit Anhänger geholt, in welchen das Tinkerfohlen jetzt verladen werden sollte. Wie immer wurde mir die Arbeit abgenommen, bevor ich überhaupt anfangen konnte. „Ich mach das schon“, sorgte Kimi sich, nahm mir den Strick aus der Hand und führte Luisa behutsam auf den Anhänger. Die Stute folgte ihm brav, ohne Probleme. Entweder war sie wirklich gut erzogen oder sie war einfach zu erschöpft um zu protestieren.
      Auf der Rückfahrt zum Gestüt schlief ich schnell ein und Kimi weckte mich erst auf, als wir auf dem Hof geparkt hatten. Verschlafen rieb ich mir die Augen, wurde aber hellwach, als ich aus dem Auto stieg. Klirrende Kälte schlug mir entgegen und zeigte mir, dass noch immer Winter war, würde ich ja sonst wahrscheinlich vergessen. Ich lachte bei dem Gedanken und wartete ungeduldig darauf, dass Kimi den Anhänger öffnete.
      „Dann wollen wir den beiden Verrückten mal ihre neue Freundin vorstellen“, grinste Kimi, während er die Klappe runterließ und Luisa vorsichtig rückwärts schob.
      „Die sind nicht verrückt“, lachte ich. „Nur eben noch Babys, und Babys sind manchmal anstrengend.“ Erst letzte Woche haben es die beiden Fohlen tatsächlich geschafft, den Schlauch ihrer Tränke abzureißen. Der ganze Stall stand unter Wasser, was den Damen aber nichts ausmachte.
      Kimi führte Luisa zum Offenstall, wo Maira und Caletta schon neugierig über den Zaun guckten. Auch Luisa wurde wieder etwas munterer. Leise brummelnd tänzelte sie neben Kimi her und konnte es scheinbar gar nicht erwarten, die beiden Interessant aussehenden Fohlen zu beschnuppern. Grade als Kimi den Strick löste, trabte die junge Stute aufgeregt am Zaun entlang und stieß ein freudiges Wiehern aus. Maira und Caletta machten es dem neuen Fohlen nach und so wurde erstmal ausgiebig über den Zaun hinweg gespielt.
      „Machst du heute noch was mit Dave und Brave?“ Fragte ich nach einiger Zeit.
      „Ja, ich lasse die beiden laufen. Wirklich schade, dass sie nicht zusammen vor die Kutsche können“, grinste Kimi und strich mir über den Bauch. „Das stimmt“, lachte ich. „Ich geh jetzt rein, mir ist kalt und meine Beine tun weh.“ - „Mach das, mein Schatz“, sagte Kimi und kam noch bis zur Koppel mit, wo er Dave und Brave holte. Ich hingegen ging zum Haus rüber, zog umständlich meine Schuhe aus und ließ mich im Wohnzimmer aufs Sofa fallen.
      Seit man meinem Bauch fast beim Wachsen zusehen konnte und Kimi mir jegliche körperliche Arbeit untersagte, fühlte ich mich manchmal etwas unnütz, allerdings war es auch ganz schön, sich mal nicht um den Hof kümmern zu müssen.
    • Mongofisch
      Hufschmiedbericht 1 - 21.02.2014
      Heute ging es ab zu Lisa, die schon einmal in meiner Hufschmiede war. Diesmal waren aber andere Pferde dran, und zwar Calacirya, Dave, Angus the Brave, Luisa, Maira und Caletta. Ich machte mich schon früh auf den Weg und kam nach einiger Zeit auch an, da ich mich komischerweise nicht verfuhr. Lisa wartete dort schon mit den ersten drei Pferden: Angus, Luisa und Calacirya. Ich packte meine Sachen aus und machte mich sofort an die Arbeit. Ich befreundete mich erst mit Calacirya an, denn die Tinkerstute war ziemlich freundlich und neugierig. Ich hob ihren ersten Huf mit Leichtigkeit und machte mich an die Arbeit. Ich schnitt mit dem Messer den Dreck und den Sand heraus, dann knipste ich mit der Hufzange das überstehende Horn ab, ehe ich mit der Feile die Hufwand wieder rund machte. Dann testete ich aus, ob die Hufform auch passte, ehe ich das alles bei den anderen drei Hufen wiederholte. Calacirya war ziemlich ruhig dabei und ließ alles über sich ergehen. Dann ging es zu Angus, der etwas mutiger war und an meiner Tasche, in der ich Karotten verstaut hatte, knabberte. Ich gab ihm auch eine, wobei Calacirya auch noch eine bekam, bevor sie weggeführt wurde, und machte mich auch bei ihm an die Arbeit. Es ging recht schnell, da er kaum Anstalten machte. Dann ging es zu Luisa, die mir stürmisch entgegentrat und mich sofort beschnupperte. Sie war noch ein Fohlen und daher war ich erst recht bei ihren kleinen Hufen vorsichtig, allerdings war sie etwas zappelig und ich brauchte etwas länger. Lisa hatte Angus und Calacirya schon weggeführt und brachte jetzt Maira und Caletta und Dave auf den Putzplatz, ehe sie auch Luisa zurück in ihre Box brachte. Ich machte mich auch bei dem kleinen Dave an die Arbeit und danach kamen noch die beiden Fohlen Maira und Caletta dran. Als ich fertig war, packte ich auch schon meine Sachen zusammen und verabschiedete mich bei Lisa, die ihre Pferde wieder zurückführte, und fuhr dann wieder zurück auf mein Gestüt.
      Lynx
    • Mongofisch
      Pflegebericht 3 - 23.05.2014
      „Morgen Loi!“ rief ich fröhlich und stieg aus dem Auto. „Danke, dass du mir hilfst! Ich glaube sonst schaffe ich heute nicht alle Pferde.“ stöhnte sie und sah jetzt schon ganz gestresst aus. Ich bot ihr erst einmal einen Thermosbecher Kaffee an und nickte ihr aufmunternd zu. „Zu zweit wird das doch kein Problem.“ grinste ich und wir machten uns gemeinsam auf den Weg in den Stall. Lisa war momentan nicht in der Lage, sich um ihre Pferde zu kümmern, da dass Kind mehr Aufmerksamkeit als gedacht benötigte und Loi hatte die Fürsorge für ihre Pferde übernommen. Doch im Moment war viel los, so dass auch Loi mit ihrer Zeit zu tun hatte, weshalb ich ihr heute unter die Arme griff.
      Erst einmal fütterten wir alle Vierbeiner, ehe es dann auch schon auf die saftigen Weiden ging. Schon jetzt Ende Mai waren die Temperaturen um die 25°C angestiegen und die Pferde genossen einfach nur das Wetter auf der saftigen Wiese. Während die Pferde ihre Pause genossen, machten Loi und ich uns an die Stallarbeit, denn es hieß Boxen ausmisten und wieder herrichten. Danach kehrten wir die Stallgasse und entfernten noch hier und da Spinnenweben.
      Als das geschafft war, beschäftigten wir uns auch schon mit den Pferden und begannen bei den jüngsten. Alle drei Jungstuten forderten unsere gesamte Aufmerksamkeit. Lisas Schützling Calette überließ ich lieber Loi, da sie die kleine Dame schon länger kannte. Ich nahm stattdessen Maira, sie war genauso aufgeweckt wie ihre Freundinnen. Wir putzten die beiden gründlich und gingen dann mit ihnen ein wenig in der Halle Fange spielen, um die Bindung zu den Menschen zu fördern. Während Loi die beiden Fohlen bespaßte, holte ich noch Luisa dazu, damit auch sie gleich beschäftigt wurde. Danach durften die drei Schecken wieder auf ihre Weide und der Ernst begann.
      Wir nahmen uns zuerst die Hengste vor, denn bei ihnen würden wir wohl mehr Kraft brauchen – außer bei Dave. Das Pony wollten wir später mit zu einem Ausritt mitnehmen, stattdessen waren jetzt Angus the Brave und Monster Energy an der Reihe. Ich putzte und sattelte Brave, während Loi sich Monster fertig machte. Dann marschierten wir auf den Reitplatz und begannen ein wenig Dressurarbeit. Brave besaß zwar nur ein Stockmaß von 1.49m, aber dennoch hatte er raumgreifende und schwungvolle Gänge. Auch Loi musste sich zu Anfang erst einmal an das kräftige Pferd unter ihr gewöhnen. Ich hatte kaum Probleme mit Brave, er machte seinen Namen eben alle Ehre, aber Monster schien das Gleiche zu tun. Anfangs testete er nur zu gerne aus und Loi musste ihn sehr beschäftigen, damit er keinen Blödsinn machte.
      Umso froher war sie, als wir endlich fertig waren, die beiden Hengste absattelten und wieder auf die Weide brachten. „Wollen wir erst einmal eine Pause machen?“ fragte Loi und lud mich zu einem Ausritt zum See ein. Ich sagte begeistert zu und holte HeadHunter, den hübschen Wallach von der Weide. Loi schnappte sich Grey Love, außerdem nahmen wir Dave und Feather, die beiden Shettys, als Handpferde mit. Flott waren wir sechs fertig und konnten los. Mit den Tinkern war der Ritt richtig entspannt und sie planschten auch gerne im Wasser umher, so dass wir sie anscheinend richtig beschäftigt hatten.
      Wieder auf dem Hof standen noch drei Pferde an und dann hätten wir es auch schon geschafft. Ich kümmerte mich um die Trakehnerstute Calista und machte sie für ein wenig Springen fertig. Loi holte Summer Holiday, sie wollte lieber noch ein wenig Dressur reiten. Ich nickte ihr zu und dann machten wir uns an die Arbeit. Beide Stuten arbeiteten wunderbar mit und zufrieden kamen wir auch nach der Stunde wieder zurück in den Stall. Loi wollte schon den Stall für den Abend fertig machen, so dass ich mich noch um Calacirya kümmern würde.
      Ich putzte die Stute gründlich und ging dann mit ihr auf den Platz, um sie noch ein wenig zu longieren, denn das würde ihr sicherlich gut tun. Und tatsächlich machte ihr es einen riesigen Spaß und sie war danach richtig zufrieden. Ich ließ sie noch kurz laufen, ehe es auch für sie zurück in den Stall ging. Loi hatte schon alle Pferde reingeholt und wir fütterten nur noch schnell, ehe wir uns wieder auf den Heimweg machten. „Noch einmal Danke für deine Hilfe!“ meinte Loi lächelnd und winkte mir noch einmal.
      Edfriend
    • Mongofisch
      Hufschmiedbericht 2 - 29.07.2014
      Hufpflege vom Kleinen Sprung
      Heute hatte ich meinen Termin bei Mongofisch. Sie hatte einen Großauftrag angemeldet, ihr ganzer Stall soll einmal durchgeabreitet werden. Da einige Pferde dabei waren, die für ihre großen, schweren Hufe bekannt waren, nahm ich mir vorsichtshalber einen Helfer mit, der mir unter die Arme greifen konnte. Als ich bei ihr auf dem Hof ankam, legte ich mir mein Werkzeug zurecht und legte mir meine Schürze an. Ich stellte noch meinen Hufbock bereit, dann kam Mongofisch auch schon mit ihrem ersten Patienten. Ein schwarzer Tinkerhengst mit richtig viel Fesselbehang. Man konnte die Hufe nur erkennen, wenn man das Fell beiseite schob. Er war sehr sanftmütig und machte keine Probleme. Ich machte mich an die Arbeit und legte seinen ersten Huf auf den Bock. Ich schob den Behang zur Seite um richtig arbeiten zu können. Mein Gehilfe band den ganzen Behang locker zusammen, sodass er mich nicht mehr stören konnte. Dann begann ich mit meinem Messer das Zerfallshorn abzutragen. Dann kürzte ich die Trachten und Hufwände auf Sohlenniveau und raspelte Unebenheiten und eventuelle scharfe Kanten ab. Nun stellte ich den Huf gestreckt auf den Bock, mein Gehilfe stabalisierte den Huf und hob den Behang zur Seite, sodass ich die Mustang-Role anfertigen konnte. Schon war der erste Huf erledigt. Die anderen drei gingen genauso locker von der Hand und dann war Angus the Brave auch schon fertig. Zufrieden ließ ich ihn mir vorführen, dann durfte er wieder zurück zu seinen Kumpels.
      (1472 Zeichen; © Boralie)
    • Mongofisch
      Pflegebericht 4 - 22.08.14
      Nachdem wir Smeara in ihren abgetrenten Teil vom Offenstall gebracht hatten, kümmerten wir uns nun noch um die anderen Pferde.
      Lina holte sich Feather und Dave, um mit den beiden vor der Kutsche eine Runde zu drehen. Wir waren mittlerweile ein gut eingespieltes Team und es gab selten Probleme in der Aufteilung der Arbeiten.
      Laura, unsere neue Babysitterin, passte derweilen auf Mieke auf, sodass Kimi und ich zum Stutenstall gingen.
      "Hunter und Grey?", fragte ich grinsend.
      Kimi guckte mich schief an: "Wenn du den Hunter nimmst, dann ja." Er wollte mit dem Wallach einfach nicht warm werden, aber ich hatte keine Probleme mit ihm, also machten wir uns mit den beiden auf den Weg zum Putzplatz um dann zu einem Ausritt zu starten. Wir trafen Lina mit den beiden Shettys und beschlossen zusammen weiter zu reiten. Dave und Feather machten sich hervorragend vor der Kutsche und harmonierten wunderbar miteinander. Keine Sekunde bereute ich es, die beiden zu besitzen. Während wir so durch die Wälder zogen, beschlossen wir im Anschluss mit Brave, Cala und Summer in der Halle zu arbeiten. Kimi sicherte sich natürlich sofort einen Platz auf Cala, Lina schnackte mir Summer ab, sodass ich es mit Brave zu tun bekommen würde.
      Eine gute Stunde später waren wir zurück auf dem Hof und hatten die Pferde warm geritten. Brave machte sich gut unter dem Sattel und lernte jeden Tag etwas neues. Ihm schien die Arbeit sichtlich Spaß zu machen und auch ich hatte Spaß und mochte den kleinen, kompakten Hengst sehr.
      Cala und Summer waren heute weniger motiviert bei der Arbeit, aber damit musste ich mich ja nun zum Glück nicht beschäftigen.
      Nach dem Reiten versorgten wir alle Pferde, kontrollieren die Tränken, fütterten Heu und anschließend Kraftfutter.
      Auch nach Smeara schaute ich noch einmal. Sie war aufgestanden und erkundete neugierig ihr neues Zuhause. Beruhigt konnten wir überall das Licht ausschalten und den Tag in Ruhe ausklingen lassen.
    • Mongofisch
      Tierarztbericht 2 - 08.11.2014
      „Hallo Maren!“, rief jemand um die Ecke her.
      „Ach, Lisa! Du bist wieder da! Super!“, rief ich, als ich die Person erkannte.
      Kurz tauschten wir uns über die Fohlen aus, dann schlug ich vor, die Stuten rasch auf die Weide zu bringen und die Hengste zu holen, damit ich direkt weitermachen konnte.
      Lisa war einverstanden, sodass wir gemeinsam die Stutfohlen wegbrachten und die Hengste holten.
      Nachdem alle angebunden waren, begann ich mit meiner Arbeit.
      Zunächst schaute ich mir den Gesundheitszustand genau an. Die Hufe, Augen, Nüstern. Ich kontrollierte auch die Zähne und Schleimhäute, tastete Muskeln und Gelenke ab und hörte die Hengste einen nach dem anderen ab.
      Ich begann mit Angus the Brave. Bei ihm war alles in bester Ordnung – er sah prima aus, hatte unglaublich glänzendes Fell und gute Zähne.
      Bei Dave sah dies etwas anders aus. Er hatte etwas mattes Fell und war etwas trüb, zeigte insgesamt aber keine expliziten Symptome.
      „Achte etwas darauf, dass er sich ausgewogen ernährt und genug Mineralien bekommt. Sollte sich das nicht bessern, sollten wir mal ein Blutbild anfertigen lassen. Gut möglich, dass er einen leichten Mangel hat. Und der sollte sich dann ja nicht ausweiten“, erklärte ich.
      Aber ansonsten war der Shettyhengst ebenfalls fit.
      Bei Monster Energy fiel ins Auge, dass die Hufe vorne zu flach wuchsen. Auch hier sollte ein Hufschmied nachschauen, da dies bereits recht deutlich auffiel. Ansonsten hatte auch er etwas stumpfes Fell, was jedoch bei ihm auch am Fellwechsel liegen konnte, da er noch immer haarte. Ansonsten war er gesund.
      Anschließend impfte ich alle Hengste gegen Tetanus und Influenza. Angus zuckte kurz etwas, ansonsten blieben alle brav.
      Zu guter Letzt verabreichte ich ihnen noch eine Wurmkur, dann klopfte ich dem Shetty auf den Hintern und sagte: „So, das war’s. Dann dürft ihr auch schon wieder auf die Weide!“
      Eowin
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  • Kategorie:
    Himmel - ungepflegte Pferde
    Hochgeladen von:
    Mongofisch
    Datum:
    27 Juli 2014
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