Gwen

Altair

New Forest Pony ♂

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Altair
Gwen, 25 Apr. 2013
Elii gefällt das.
    • Gwen
      Pflegebericht 12.06.2013 - Ein neuer Freund?
      Während ich noch halb verschlafen am Frühstückstisch saß und meine Cornflakes in mich hinein futterte, war Mama schon wieder hoch aktiv und arbeitete eine ihrer neusten und auch recht verrückten Ideen aus. Ihr Vorhaben: „Wir bieten Reittouren durch den Riding Mountain Nationalpark an!“. Ihre Begründung: „Irgendwie müssen wir ja auch unser Geld verdienen.“. Ich nahm es resigniert auf und akzeptierte es einfach, ändern würde ich es sowieso nicht können, wobei ihr Argument mit dem Geld schwachsinnig war, da wir nun wirklich nicht vor dem Ruin standen. „Könnten wir uns vielleicht erst einmal um das Hier und jetzt kümmern?“ fragte ich seufzend. „Toothless kann nicht ewig ohne einen Gefährten bleiben.“ sprach ich das momentan sehr beliebte Problemchen an. Wir hatten Chocolate verkauft, doch nun stand unser kleiner Schimmel momentan alleine auf seiner Weide, da wir ihn logischerweise nicht mit zu den Stuten lassen konnten und da die Kastration für meine Mutter nicht in Frage kam, war die einzige Lösung, dass wir einen weiteren Hengst kauften. Natürlich hatten sich meine Mutter und meine Schwester sich schon darum gekümmert, doch diesmal hatte ich mitgewirkt. Unser Neuankömmling würde Altair heißen. Seine Attribute waren jung und sportlich und einfach ein Traum von Pony. Mit ein wenig Training würden wir so schnell ein geniales Turnierpony haben, denn ich wusste, wie gerne Kathy sich auf Turniere freuen würde. „Jaja, Altair kommt heute Nachmittag. Sagt mal, müsst ihr nicht langsam los?“ fragend blickte uns unsere Mutter an und als ich auf die Uhr schaute, traf mich der Schlag. Noch fünf Minuten, dann würde der Bus ohne uns fahren! Ich sprang auf, packte mein Zeug zusammen und lief los, Kathy tat es mir gleich. Mit bescheidener Knappheit kamen wir gerade bei der Bushalte an, als der Bus um die Ecke bog.
      „Wieder da!“ rief ich und lief hoch in mein Zimmer, um mich meines Schulzeugs zu entledigen und flott in die Stallklamotten zu schlüpfen. Draußen begann ich direkt mit den Ausmisten unserer Boxen. Es dauerte nicht lange, bis ich meine Mutti antraf. „Kannst du gleich die Box für Tair fertig machen?“ fragte sie mich und ich nickte. Nach einer halben Stunde war alles vorbereitet und ich bereitete unserem Neuankömmling einen Obstsalat mit Schwarzkümmel und Leinöl zur Begrüßung vor. Tatsächlich kam eine Stunde später ein großer Pferdehänger auf unsere Ranch gefahren und ich staunte nicht schlecht, als ich den Luxus der Pferdebesitzer erkannte. Altair schien also aus einem recht reichen Hause zu kommen, allerdings wunderte mich das bei seinem Aussehen und Talent auch nicht wirklich. Er wurde von zwei Pflegern ausgeladen und ich zeigte ihnen den Weg zur Box. Sie lobten uns für den herrlich hellen und großen Stall und die einladenden Weiden. Ich verkniff mir den Kommentar, dass auch wir dort ziemlich viel Geld reingesteckt hatten. Meine Mutter verzog sich mit dem Vorbesitzer in ihr Büro und machte den Papierkram fertig. Als alles erledigt war, fuhren die Vorbesitzer wieder. Ich hatte währenddessen Altair bereits mit seinem Willkommensgeschenk versorgt und beobachtete sein Verhalten. Er schien doch sehr entspannt zu sein und wirkte äußerst zufrieden. „Mal sehen wie du nachher auf deinen neuen Boxennachbarn reagierst.“ murmelte ich. Tatsächlich war es schon bald Zeit, die Pferde wieder reinzuholen. Mama und Kathy kümmerten sich um Ravi und Magic, während ich mir Toothless schnappte. Dem jungen Hengst fiel sofort der neue Nachbar auf und nachdem er seine erste Scheu überwunden hatte, wurde er doch neugierig und begann sich mit Tair bekannt zu machen. Beide schienen voneinander nicht sehr abgeneigt zu sein, so dass ich mich beruhigt an die Abendfütterung machte. Außer einem kurzen Quietscher von Seiten Toothless' blieb es den restlichen Abend über vollständig friedlich. Beim Abendessen plante ich den morgigen Tag, denn wir wollten Tair auf die Nachbarweide von Toothless stellen, um sie bald vollständig miteinander zu vergesellschaften. Ich hoffte nur, dass Toothless nicht zu große Probleme machen würde.
    • NeverTheLess
      Tierarztbesuch 30.06.2013 - Tierklinik Dawning of a new Day
      © Quall

      Gwen gab mir einige Tage nachdem ich ihre drei neuen Kaltblüter untersucht hatte noch einen Auftrag. Ich sollte Ohnezahn, Altair, Ravi und Magical Touch komplett impfen und entwurmen. Die Wurmkur war schnell eingepackt und ich waschte die Spritzen, ehe ich sie mit dem Impfstoff füllte. Dann packte ich alles in mein Auto und fuhr los. Ihr Hof war nicht sehr weit von der Klinik entfernt, also war ich sehr schnell da. Sie hatte die vier Pferde schon angebunden und wartete auf mich. Ich begrüßte sie kurz und packte dann alles aus. Als erstes kam Ohnezahn dran, weißes New Forest Pony. Er war recht scheu und zog immer wieder sein Kopf weg, als ich ihn streichelte, da er die Spritze in meiner anderen Hand bemerkte. Gwen kam zu uns und beruhigte ihn und er wurde sofort still. Ich nutzte den Moment und führte die Spritze in seine Haut am Hals ein, bis der komplette Impfstoff in ihm war. Ich lobte ihn und ging dann zu Altair, ein brauner New Forest Hengst. Hier verlief die Impfung ohne Probleme, sodass ich mich direkt meinem nächsten Patienten widmen konnte, Ravi, ein Norwegermix. Ich holte die Spritze für sie und erst ging sie einige Schritte zurück, als ich sie jedoch streichelte, wurde sie ruhiger und ließ sich impfen. Magical Touch, eine Irish Tinker Stute, war sehr ruhig und ließ alles über sich ergehen, ohne irgendwelche Probleme zu machen. Ich lobte die Stute und ging dann zurück zu meinem Auto, wo ich vier Portionen Heu mit der Wurmkur fertig stellte. Ich gab erst Ohnezahn eine Hand voll Heu, dann Altair, dann Ravi und dann Magical Touch. Alle Pferde nahmen die Wurmkur, die in dem Heu vermischt war, ohne Probleme an. Somit war ich auch hier fertig und konnte meine Sachen einpacken.
    • Gwen
      Pflegebericht 22.07.2013 - Unser erstes Turnier

      „Kathy! Wir müssen uns fertig machen!“ rief ich ungeduldig und schon fertig angezogen von der Tür aus. Es war früh um sechs und wenn wir nicht in einer Stunde losfahren würden, würden wir es nicht pünktlich zum Turnier schaffen. Ich lief wieder hinaus zum Stall, wo bereits alle Pferde gefüttert waren und ich mich daran machte, die Tiere auf die Weiden zu bringen. Nur Altair und Ravi ließ ich im Stall, um dann mein Pferd turnierfertig machen zu können. Kathi war äußerst unglücklich gewesen, als sie Ravi reiten sollte, wobei dies eigentlich zu ihrem eigenen Wohl gewesen wäre, da ich aber die gutmütige Scheckin erst in unserem Stall geholt hatte, war ich mit einem Tausch schnell einverstanden gewesen. So machte ich mich nun daran, sie für unsere heutige Prüfung vorzubereiten. Gestern hatten wir beide Pferde gründlich gewaschen und mit Decke in die Box gestellt, sicherlich übertrieben, aber es war ja unser erstes Turnier. Dafür war Ravi jetzt aber auch richtig sauber und ich brauchte nur die Hufe fetten, den Schweif einflechten und ihr noch ihre Turnierzöpfchen zu verpassen. Schnell war ich damit fertig und konnte die gesamte Ausrüstung in unseren Jeep verfrachten, genauso wie mein Pferd in den Hänger. Dann half ich Kathi noch mit Tair, damit wir endlich los konnten. Mama hatte in der Zwischenzeit ein riesiges Proviantpaket angefertigt und wartete nun schon vor dem Lenkrad auf uns beide. Wir fuhren fast zwei Stunden, aber das war eben der Nachteil, wenn man mitten im kanadischen Wald lebte, so schön es manchmal auch war. Die Pferde überstanden die Fahrt jedoch ohne Probleme und der Turnierplatz war einfach nur fantastisch. Riesig und idyllisch, so wie die Atmosphäre für Pferde am angenehmsten war. Wir bauten unsere Paddocks auf und holten die Pferde aus dem Hänger. Ravi war die Ruhe selbst und begann direkt zu grasen. Altair hingegen hüpfte regelrecht aus dem Hänger, blähte die Nüstern und schaute sich hektisch um. Als Hengst hatte er es hier wirklich nicht leicht. Während wir die Pferde versorgten, kümmerte sich unsere Mutti um das Organisatorische. Als sie wieder da war, hatten wir unsere Startnummern. Allmählich machten wir die Pferde fürs Warmreiten fertig. Immer noch machte Tair tierische Probleme, doch Kathi bestand darauf, ihn reiten zu wollen und ich schwieg, denn Diskussionen wären sowieso sinnlos. Ich war einige Teilnehmer vor Kathi dran, so dass ich mich natürlich mehr beeilte, was mit Ravi jedoch kein Problem war. Auf dem Abreitplatz herrschte reger Betrieb, doch es war angenehm, dass ich nicht die einzige mit einem Mixpony war, in Kanada musste man nicht die Pein über sich ergehen lassen, nur zwischen den Turnierpferden von reichen Unternehmenstöchtern hindurchzureiten. Wir hatten alle Gangarten durch, als wir aufgerufen wurden. Es war zwar nur eine E-Dressur, dennoch war ich total aufgeregt. Ravi war das Gegenteil von mir, sie lief wunderbar am Zügel und so entspannte auch ich mich allmählich. Jedoch verpatzten wir ein wenig die Begrüßung, weil ich zu der Zeit einfach noch zu aufgeregt war, ich hatte schon lange an keinem Turnier mehr teilgenommen. Wider Erwarten lief unsere Prüfung jedoch ganz gut ab und als wir beide verschwitzt das Dressurviereck verließen, zeigte die große Tafel eine Note von 6,9 an. Für mein erstes Turnier war ich äußerst zufrieden und lobte Ravi ausgiebig. Ich ritt sie ab und machte sie dann flott fertig, denn ich wollte unbedingt Kathis Ritt sehen. Ravi bekam noch eine Möhre zur Belohnung, dann gesellte ich mich neben meine Mutti. Gerade ritt Kathi in die Bahn, doch man sah ihr ihre Nervosität an. Auch Tair war nicht er selbst. Der Hengst lief zwar am Zügel, doch man merkte, wie gezwungen er wirkte. Die Situation schien sich auch immer mehr zu zuspitzen und lange würde das nicht mehr gut gehen. Gesagt, getan. Gerade als Kathi bei A angaloppieren sollte, drehte Tair durch. Der junge Hengst begann quer durch das Viereck zu springen und sah hinter jedem Blumentopf ein Gespenst. Ich hätte mir am liebsten die Augen zugehalten. Endlich war Kathi aus dem Viereck raus und wir liefen direkt zu ihr. Ich hielt Altair fest, während Mum ihr mehr oder weniger aus dem Sattel half und sie umarmte. Kathi standen die Tränen in den Augen. „Komm, wir gehen erst einmal zum Auto.“ murmelte meine Mutti und ich übernahm das Pferd. Schnell hatte ich den Hengst samt Abschwitzdecke auf seinen Paddock gemacht und tröstete gemeinsam mit meiner Mum Kathi. „Wenigstens wissen wir jetzt, an was wir arbeiten müssen. Außerdem ist es nicht deine Schuld, wir hatten einfach zu wenig Trainingszeit.“ ich lächelte sie tröstend an und reichte ihr eine Cola und ein Sandwich. Bald hatte sich meine kleine Schwester wieder einbekommen und ich machte mich daran, unser Zeug wieder zu verstauen, als meine Mutti mich rief. Zu meiner absoluten Verwunderung sollte ich Ravi für die Siegerehrung fertig machen! Kathi, der es wieder einigermaßen gut ging, half mir grinsend dabei. Als wir dann im Ring standen, war ich fassungslos, mit unserer 6,9 hatten Ravi und ich es zu einem 2. Platz geschafft! Ich war glücklich und stolz zugleich, das erste Turnier war einfach super gelaufen! Wir ritten noch die Siegerehrung mit und machten uns dann für die Heimreise fertig. Wie üblich zu Turniertagen kamen wir erst 19 Uhr wieder auf unserer Ranch an. Dort galt es dann, Ravi und Tair zu ihren Weidekumpanen zu stecken und die Stallarbeit zu machen. Als alle Boxen fertig waren, durften unsere Tierchen in den Stall und bekamen ihr Abendbrot. Schon kurz nach dem Abendessen fiel ich todmüde ins Bett, Kathi erging es nicht anders, diese Nacht würden wir gut schlafen.
    • Gwen
      Pflegebericht 19.08.2013 - Training bei Elii

      „Guten Morgen Altair!“ begrüßte ich den braunen Hengst fröhlich, öffnete die Boxentür und gab sein Müsli in den Trog. Während er anfing in aller Ruhe zu futtern, holte ich mir sein Putzzeug und begann ihn sauber zu machen. Schnell glänzte sein Fell wieder und ich kümmerte mich um Mähne und Schweif. Zu guter Letzt kratzte ich noch seine Hufen aus und fettete sie vorsorglich ein. Es wurde langsam Zeit, dass der Hufschmied kam, aber schon zweimal hatte er den eigentlichen Termin verschoben, ich musste unbedingt daran denken, heute noch einmal anzurufen, denn Altair brauchte seine Eisen. Nachdem der Hengst mit Fressen fertig war, packte ich ihn in seine dünne Abschwitzdecke und zog ihm die Transportgamaschen an. Dann führte ich ihn aus den Stall und direkt in den von Mum bereits vorbereiteten Hänger. Wie immer folgte mir Altair ohne Probleme und widmete sich dem frisch aufgefüllten Heunetz. „Können wir?“ fragte mich meine Mutti, ich nickte und setzte mich auf den Beifahrersitz. „Kathy, pass gut auf die Ranch auf.“ hörte ich meine Mutter noch sagen und musste grinsen. Meine kleine Schwester war zwar erst 14 Jahre, aber ihr unseren Hof für einige Stunden anzuvertrauen, war nun weiß Gott kein Problem. Mum setzte sich hinters Lenkrad und wir fuhren gemächlich los. „Wann müssen wir da sein?“ fragte meine Mutti mich. „Wir haben etwa 10 Uhr ausgemacht, aber deshalb müssen wir nicht stressen.“ lächelte und schaute dann aus dem Fenster, um ein wenig von der Gegend zu sehen und mir Gedanken über das heutige Training zu machen. Wir waren auf den Weg zu einer inzwischen guten Freundin, nämlich Elii, mit welcher ich in einer Woche an einem Synchronspringen teilnehmen wollte. Deshalb trafen wir uns heute auf ihrem Hof, um zu trainieren. Leider lag das Gut Sanssouci nicht gerade um die Ecke, so dass wir in etwa zwei Stunden Fahrt eingeplant hatten. Mit Altair im Hänger war das jedoch kein Problem, denn der beschäftigte sich entweder mit dem Futter, schlief oder schaute aus dem Fenster.
      Ich musste eingenickt sein, denn als meine Mutti mich etwas fragte, schaute sie mich so vorwurfsvoll an, als hätte sie dies nun schon zum dritten Mal getan. „Also Gwen, wo müssen wir jetzt hin?“ fragte sie allmählich genervt. Ich blickte kurz aus der Windschutzscheibe, um mich zu orientieren und navigierte sie dann den Rest des Weges entlang, bis wir auf einem riesigen Hof standen. Direkt wurden wir auch von Elii in Empfang genommen, welche uns herzlich begrüßte. „Ich gehe schnell Jumping To Conclusions holen, du kannst ja derweil deinen Kleinen fertig machen.“ grinste sie mich an und verschwand direkt wieder im Stall. Ich lud gemeinsam mit meiner Mutter Altair aus und band ihn neben dem Hänger an. Der Hengst hatte so gut wie gar nicht geschwitzt und wirkte auch äußerst entspannt und ausgeschlafen. „Zwei Stunden pure Ruhe, wie?“ lachte ich und begann ihn flott aufzusatteln und aufzutrensen. Dann noch schnell den Martingal einschnallen und die Gamaschen dran. Gerade als ich mir meinen Helm und die Handschuhe schnappte, spitzte Altair die Ohren und auch ich hörte das Hufgetrappel. „Alle Mann fertig? Dann können wir los.“ lächelte Elii, welche neben einer großen braunen Warmblutstute stand. Ich band Altair los und begab mich neben sie. Gemeinsam machten wir uns auf den Weg zu ihrem Springplatz. „Wow.“ murmelte ich, denn vor uns erstreckte sich ein riesiger Sandplatz mit Hindernissen jeglicher Art. Elii und ich machten unsere Pferde fertig und schwangen uns in die Sättel. Zum Erwärmen drehten wir erst einmal im Schritt am langen Zügel unsere Runden. Es war äußerst amüsant, mit dem kleinen Hengst neben dieser für uns gigantischen Stute zu reiten. Elii musste währenddessen jedes Mal lachen, wenn sie so weit nach unten schauen musste. Um die beiden erst einmal ein wenig munter zu bekommen, ritten wir einzeln im Trab und Galopp. Auf diesem Springplatz war wirklich alles vorhanden, so dass wir zur Gymnastizierung auch Trabstangen und Cavaletti nutzen konnte. Altair wurde allmählich wach, denn er zog immer mehr an, wenn wir um die Hindernisse herumritten. Auch bei Elii und Conclusions sah man, dass beide warm waren. Am Anfang hatte die Stute sich für alles interessiert, nur nicht für ihre Reiterin. Inzwischen schien sie auf jede noch so kleine Hilfe zu reagieren und ich erkannte schnell, weshalb Elii sie bevorzugt mit Pelham ritt, sonst hätte die Stute schnell auf dem Gebiss gelegen. Um erst einmal ein wenig Synchronität in unser Training zu bringen, begannen wir im Schritt, Trab und Galopp nebeneinander zu reiten und versuchten uns auch an einigen Bahnfiguren. Altair und ich hatten manchmal zu tun, mit Elii und ihrer Stute mitzuhalten, weshalb wir bevorzugt innen ritten. Schnell merkten wir aber auch den Vorteil des Größenunterschiedes. Denn Altair hatte kein Problem, die ein oder andere Wendung enger zu reiten und für Conclusions war es wiederum kein Problem, trotz des längeren Weges mitzuhalten. Gemeinsam begannen wir über Trabstangen und Cavaletti zu traben und wagten uns dann auch in den Galopp. Bisher klappte alles ohne große Probleme, auch wenn ich manchmal ein wenig mehr treiben musste und Elii ihre Stute zügeln musste. Doch sowohl Reiter als auch Pferde bekamen bald ein Gefühl für ein Nebeneinanderreiten. „Dann wagen wir uns mal an die Sprünge.“ grinste Elii. Zu Beginn nahmen wir ein einzelnes Kreuz. Dann sprangen wir ein In-Out und erhöhten dabei stetig die Höhe. Die Kunst dabei bestand darin, dass Altair einen Ticken eher lossprang, denn dann waren die Pferde gleichzeitig über den Sprung und landeten auch gleichzeitig, da Conclusions logischerweise ein wenig mehr Kraft in ihren Sprung einbrachte, als der Ponyhengst. Nun wagten wir uns an die Höhe, die uns auch beim Turnier erwarten würde. Voller Motivation galoppierten wir beide darauf zu und ich realisierte im ersten Moment gar nicht was geschah, da ich Conclusions wie bei den anderen Sprüngen sauber zum Sprung ansetzen sah. Sekunden später stand Elii mit ihrer Stute jedoch auf der anderen des Hindernisses, während Altair und ich noch vor dem Hindernis standen. Wir beide brachen in schallendes Gelächter aus, denn keinem war so richtig klar gewesen, dass Altair sich einfach geweigert hatte zu springen und stattdessen die Beine in den Boden gerammt hatte. „Wenigstens hat er sich früh genug entschieden und nicht erst zwei Zentimeter vorm Hindernis.“ grinste ich und ritt am Hindernis vorbei zu Elii. Wir trabten uns erst einmal wieder ein, ehe wir das Hindernis nochmals nahmen und diesmal ohne eine Verweigerung. Auch der Rest des Parcours klappte dann ohne Zwischenfälle. Ich achtete nun vor jedem Sprung genau auf Altair und wenn er doch mal zögerte, gab ich ihm eine auffordernde Hilfe, so dass er mehr Vertrauen in sich bekam. Auch schien ihn die stetig springende Conclusions zu beruhigen. Der vorletzte Sprung ging noch einmal ziemlich daneben, als Elii's Stute plötzlich anzog und schon auf der anderen Seite war, als Altair gerade einmal absprang. Also ritten wir noch einen Gehorsamkeitssprung, bei dem auch alles klappte und ritten dann beide Pferde ab.
      Sowohl Reiter als auch die Tiere waren verschwitzt. Aber ich musste ehrlich sagen, dass es riesigen Spaß gemacht hatte. Im Schritt drehten wir noch eine kleine Runde um Elii's Hof, ehe wir die Pferde absattelten. Elii bot mir an, Altair auch abzuspritzen und ein wenig auf den Paddock zu stellen, ehe wir wieder fahren würden. Ich nahm das Angebot dankbar an und versorgte meinen Hengst, welcher sich dann überglücklich auf seinen Paddock wälzte. Dann brachten wir noch Elii's Stute auf die Weide und ich durfte ihre Furiosos einmal live sehen. Furmint und Ékes kamen sogar zu uns und ließen sich ein wenig kraulen. Da Elii meine Neugierde bemerkt hatte, führte sie mich auch nochmal zu den Hengsten und ich konnte ihren erst frisch gekörten Zögling Csíny bewundern. Sogar meine Mutti fand an der Rasse Gefallen, obwohl sie eher der Fan von Ponys war. Wir spannten noch ein wenig bei Kuchen und Kaffee, für mich Cappuccino, aus, ehe ich Altair von seinem Paddock holte und wieder verpackte. Nachdem er im Hänger stand und auch die Ausrüstung verstaut war, verabschiedeten wir uns von Elii und machten uns auf den Heimweg.

    • Gwen
      Hufschmiedbesuch 08.09.2013 - Hufschmiede Cavallo Volante
      © Jackie

      Als es gerade zum Morgen dämmerte, erhielt ich einen Anruf. "Cavallo Volante hier, wie kann ich Ihnen helfen?". Ich vernahm eine bekannte Stimme, richtig es war Gwen! Ich sollte gegen 11 Uhr vorbeikommen, darum räumte ich schon einmal Werkzeug und Eisen in meinen Wagen und mein Angestellter und Freund Ty half mir dabei. Meine Privatschmiede war nicht gerade klein - weshalb wir einige Angebote und Behandlungen anboten. Nur selten nahm ich mobile Aufträge an, doch heute war einer der Fälle - denn 4 Pferde zu transportieren war äußerst umständlich. Außerdem hat Gwen berichtet, das Ohnezahn nicht gerade einfach vom Umgang her sei. Gegen 11 Uhr parkte ich meine Mobile Schmiede auf Gwens Hof. Gwen kam schon auf mich zu, begrüßte mich und augenblicklich nahm ich schon ihr erstes Pferd entgegen. Es war Ravi, eine wirklich schicke Stute. Nachdem ich sie auf- und abführen gelassen hatte (glücklicherweise konnte ich kein Lahmen feststellen), schnappte mir meinen Hufbock, der mich beim Halten der Hufe unterstützte. Zuerst schnitt ich mit meinem Hufrinnmesser den Huf zurecht, knipste mit der Beschneidezange überflüssiges Horn am Huf ab und raspelte zum Schluss den Huf glatt. Ehe wir fertig waren, pinselte ich noch Ravis Hufe mit einem wohlriechenden Eukalyptus- und Lorbeerenöl ein. Dieses wollte ich Gwen außerdem zum Schluss noch geben. Als nächstes war Magical Touch an der Reihe. Sie war eine größere Irish Tinkerstute. Gwen führte sie mir über den Huf damit ich mir ihren Gang ansehen konnte. Lahmen tat sie nicht. Also ging ich wie auch bei Ravi, mit ihr vor. Ich schnitt den Huf zurecht und raspelte ihn glatt. Das Ganze war ziemlich anstrengend, aber es war immerhin mein Beruf. Nachdem Magical wieder auf allen Vieren stand, pinselte ich auch ihre Hufe mit wohltuenden Huföl ein. Als ich schließlich fertig war, bat ich Gwen, mir Altair über den Hof zu führen. Er war ein äußerst schickes Springpferd. "Ich würde ihm vorne mit Sprungeisen beschlagen. Diese sind nicht so schwer, aber auch nicht zu weich, so dass diese nicht schnell abnutzen. Außerdem gebe ich dir noch Stollen dazu, diese sollte man allerdings nach jeder Anwendung wieder abnehmen, da es sonst zu Verletzungen kommen könnte." Gwen nickte aufmerksam. Ty hatte, währenddessen ich mich mit Gwen unterhalten hatte, schon den Hufbock genommen und die Hufe zurechtgeschnitten. Sie waren noch nicht all zu lang, weshalb es nicht so viel zu machen gab. Ich übernahm dann die Aufgabe sie zu beschlagen. Dies ging (so vernahm ich es) relativ schnell. Nachdem auch Altair's Hufe mit dem Huföl eingepinselt wurden waren, sollte ich mich um Ohnezahn kümmern. Gwen sagte bereits das er noch nie beim Hufschmied war und ziemlich... eigensinnig sein konnte. Glücklicherweise hatte ich schon Erfahrung mit solchen Pferden. Ohnezahns Hufe waren schon etwas lang gewachsen, doch diese kürzte ich in wenigen Minuten. Ty hielt mir währenddessen Ohnezahn fest, so das er mich nicht stören konnte. Er genoss meine Anwesenheit zwar nicht so sehr wie die anderen Pferde, aber dass musste er einfach über sich ergehen lassen. "Lass das." ermahnte ihn Ty. Ich raspelte schließlich die Hufe glatt, doch das Geräusch machte Ohnezahn etwas nervös und er versuchte mir seinen Huf zu entziehen. "Ty wende bitte die T-Touch Massage an, damit er sich entspannt." Auf der Heartlandfarm verwendeten wir solche Mittel, um Pferde zu beruhigen. Ty massierte seinen Hals in kleinen kreisförmigen Bewegungen. Da das prima half, hatte ich bei den restlichen Hufen keine Probleme. Zum Schluss gab es noch ein gut riechendes Huföl und fertig waren Gwens Pferde. Ich reichte ihr die Kunststoffflasche Huföl, verabschiedete mich und fuhr vom Hof. "Was ein Tag." dachte ich im Geheimen.
    • Gwen
      Trainingsbericht 10.09.2013 - The Mountain Yard
      © Samarti

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      Dressur E-A
      Einige Tage waren vergangen, seit ich das Training der Furioso North-Star Stute Ékes von Elii abgeschlossen hatte, und bereits kurz darauf war der nächste Auftrag eingetroffen. Diesmal stammte er von Gwen.
      „Trainingshof The Mountain Yard, was kann ich für Sie tun?“, meldete ich mich, als ich den Telefonhörer an mein Ohr hielt.
      „Hallo, hier ist Gwen“, meldete sich eine zarte Stimme, die wohl einem Mädchen gehörte. „Ich habe mir mal deinen Trainingshof angesehen und ich wollte nachfragen, ob ihr derzeit Aufträge annehmt?“ Ich lehnte mich in meinem Stuhl zurück und dachte einen Moment nach, während ich an die Decke starrte. „Ja, momentan nehmen wir noch Aufträge an“, erwiderte ich nach einiger Zeit und rollte mit meinem Bürostuhl zurück an den Schreibtisch, um eventuell einige Informationen zu notieren.
      „Also, wenn das so ist … Dann würde ich gerne einen Auftrag aufgeben“, setzte Gwen an und plapperte munter weiter. Sie redete ein wenig schnell, doch ich verstand alles, was ich wissen musste. Sie wollte ihren New Forest Hengst Altair in Dressur von Stufe E auf Stufe A trainieren lassen und da unser Trainingshof sie ziemlich angesprochen hatte, hatte sie beschlossen, dies hier erledigen zu lassen.
      „Mit oder ohne Gästezimmer?“, hakte ich nach und hielt den Stift noch immer in der Hand, bereit, alles zu notieren, was sie mir erzählte.
      „Gästezimmer?“, horchte sie auf und ich schmunzelte. „Ja, ein Gästezimmer. Dann kannst du jederzeit beim Training zuschauen und auch mitwirken. So wird es auch leichter für dich, mit Altair klar zu kommen. Ein Gästezimmer wäre kostenlos für dich und ist nicht verpflichtend, das heißt, du könntest jederzeit wieder abreisen, wenn dir danach ist.“
      „Ach, dann wäre das so etwas wie ein Trainingscamp?“ Ich grinste leicht und wollte ihr schon ins Wort fallen, doch sie redete weiter. „Das wäre toll! Dann würde ich gerne noch ein Gästezimmer dazu nehmen … Wenn das keine Umstände bereitet“, fügte sie etwas zaghafter hinzu. „Nein, das bereitet keine Umstände. Ich würde sagen, da Alles geregelt ist, solltet ihr am Besten morgen früh gegen sechs Uhr hier eintreffen. Ich weiß, das ist früh, aber wir haben noch viel vor. Und bitte denk an Altairs Zubehör, also Sattelzeug und Ähnliches.“ „Okay, geht klar. Bis morgen dann!“, verabschiedete Gwen sich überschwänglich. Im nächsten Moment hörte ich nur noch das Tuten, das eintrat, sobald die Verbindung unterbrochen war. Ich stellte den Hörer wieder in die Ladestation und lehnte mich im Stuhl zurück, sodass die Lehne sich nach hinten bog. Dann verschränkte ich die Arme hinter dem Kopf und rief einmal laut „Matthew!“, sodass dieser nur wenige Sekunden später in meiner Bürotür stand.
      „Mach eine Box im Hengststall fertig, wir kriegen morgen einen Neuzugang! Und das Gästezimmer richtest du bitte auch her, wenn du dafür Zeit finden solltest.“ Ich zwinkerte ihm zu. Wie immer würde er viel zu viel Zeit im Stall vergeuden und sein Zeitplan sich somit ziemlich nach hinten verschieben, doch das war mir egal. Wir hatten genug Zeit.


      Wie vereinbart traf Gwen am nächsten Morgen gegen sechs Uhr auf dem Hof ein. Eine ältere Frau stieg aus dem Auto und öffnete den Hänger. Ich schätze, sie war ihre Mutter, doch das erfuhr ich nie.
      „Vielen Dank, dass du die Beiden trainierst“, sagte sie mir noch, dann stieg sie wieder ins Auto und fuhr davon. Gwen und Altair standen vor mir, das Zubehör war in zwei großen Kisten verstaut. Ein Lächeln zierte meine Lippen, als ich dem Mädchen ins Gesicht blickte. Sie war nicht viel jünger als ich, jedenfalls sah sie nicht so aus.
      „Du bist dann wohl Gwen“, stellte ich fest und fand sie auf Anhieb sympathisch. „Eigentlich solltest du meinen Namen kennen, aber du kannst mich gerne einfach Elisa nennen.“
      „Elisa“, wiederholte sie leise und sah mich nachdenklich an. „Okay, ich werde daran denken! Wo soll Altair denn hin?“ Anscheinend war sie ein wenig übereifrig, sofort mit dem Training zu beginnen. Nun, für das Training hatten wir noch mehr als genug Zeit.
      Ich zeigte ihr, wo Altair die nächsten Wochen verbringen würde und wir öffneten das Verbindungstor zwischen Box und Paddock, sodass er wenigstens an die frische Luft konnte. Ihn zu meinen anderen Hengsten auf die Weide zu lassen, war mir noch riskant. Vielleicht würden wir ihm demnächst einen Teil der Weide abstecken, doch das würde sich noch herausstellen.


      „Guten Morgen, Gwen!“, begrüßte ich das Mädchen, als es die Treppe herunter und in die Küche lief, wo Matthew und ich bereits am Tisch saßen und frühstückten. „Setz dich.“ Sie tat, was ich ihr angeboten hatte und sah ein wenig verloren aus, bevor sie nach einem der noch immer warmen Brötchen griff und sich ein wenig Nutella darauf schmiere. „Hi, ich bin übrigens Matthew. Wir haben uns ja noch gar nicht gesehen. Kannst mich einfach Mat nennen, wenn du möchtest.“ Er lächelte leicht und wendete sich dann wieder seinem Brötchen zu. Grinsend schüttelte ich den Kopf. Verfressen, wie er war, hatte er mal wieder kaum Zeit, sich zu unterhalten.
      „Möchtest du etwas trinken? Kaffee? Kakao?“, fragte ich an Gwen gewandt und diese nickte. „Einen Kakao, bitte.“ Ich lächelte, stand auf und machte Gwen einen Kakao, dann setzte ich mich wieder hin und stellte ihr die Tasse neben ihren Teller. „Na dann … Guten Appetit“, meinte ich noch zu ihr, ehe ich in mein Brötchen biss und mit ihr gleichzeitig noch das Training besprach. Ich hatte es so geplant, dass ich zuerst mit Altair trainieren würde und Gwen zusehen würde. Schließlich würde sie dann hauptsächlich reiten und zum Abschluss noch eine ganze Kür reiten müssen, wie sie auf einem A-Dressurturnier gefordert war. Sie nickte ab und zu, während sie aß und mir dabei interessiert zuhörte. „Klingt gut“, sagte sie nur und biss erneut von ihrem Brötchen ab.


      „Gwen, ich brauche Altair jetzt zum Training“, meinte ich kurz und begutachtete die Beiden. Gwen schien Altair gar nicht mehr hergeben zu wollen. Sie hatte ihn mir bereits warm geritten, sodass ich gleich mit den Lektionen beginnen konnte. Kurzerhand hielt ich Altairs Zügel fest. Obwohl der Hengst beim Absteigen still stand, wollte ich Gwen davon abhalten, weiter zu reiten. Auch, wenn ich dies nicht von ihr erwartete – schließlich wollte sie, dass Altair trainiert wird –, so musste man mit Allem rechnen. Sie stieg dann ab, schien zwar etwas enttäuscht zu sein, dass sie ihn heute nicht so lange reiten konnte, doch darauf konnte ich nun keine Rücksicht nehmen. Ich stellte mich auf Altairs linke Seite, stellte die Steigbügel auf meine Länge ein und stellte den Fuß in den Steigbügel, bevor ich mich behutsam auf Altairs Rücken schwang und vorsichtig in den Dressursattel sinken ließ. Dann nahm ich die Zügel auf und drehte mit Altair einige Runden im Schritt, bevor wir antrabten. Zuerst regelte ich die Tempi immer wieder, bis aus seinem flotten Trab schließlich ein angenehmer Arbeitstrab entstand. Während wir über den Reitplatz trabten und Gwen zusah, wie wir verschiedene Hufschlagfiguren ritten und immer mal wieder vom Arbeits- in den Mitteltrab und wieder zurück wechselten, hatte sich Matthew ebenfalls an den Zaun gestellt und sah uns beim Training zu. Er stand neben Gwen und unterhielt sich mit ihr über Altair und sein Training. Wahrscheinlich erklärte er ihr gerade genau, wie ich was machte und was man damit erreichte. Ich verkniff mir ein Lächeln und wandte den Blick ab, um mich wieder auf Altair zu konzentrieren.
      Als ich sicher war, dass der Trab nun angehakt werden konnte, übten wir das Ganze nochmal mit dem Galopp. Zuerst regulierte ich Altairs Tempo, bis wir einen Arbeitsgalopp erreichten, dann wechselten wir im Arbeits- und Mittelgalopp durch die ganze und die halbe Bahn und aus dem Zirkel heraus, bis weder ich noch Altair noch die Lust besaßen, irgendwelche Trab- und Galopptempi durchzugehen. Schließlich drehten wir noch ein, zwei Runden im Mittelschritt und beließen es für diesen Tag dabei.
      Nachdem die Tempi wirklich saßen, konzentrierte ich mich auf einen wesentlichen Bestandteil der A-Prüfung: die Lektionen. Zu den Lektionen, die ein Pferd in der Klasse A brauchte, gehörten das Viereck verkleinern und vergrößern, der einfache Galoppwechsel, das Rückwärts richten und das Zügel aus der Hand kauen lassen.
      Wir begonnen mit dem Viereck verkleinern und vergrößern. Diese Übung bestand daraus, praktisch den Hufschlag zu wechseln und weiter nach innen zu reiten, ohne diagonal zu reiten. So verkleinerte man das Viereck. Um es zu vergrößern, wechselte man einfach wieder auf den äußeren Hufschlag. Das Verkleinern und Vergrößern geschah mithilfe des Schenkelweichens, welches Altair glücklicherweise schon beherrschte. Somit war es nicht sonderlich schwer, den New Forest Ponyhengst dazu zu bringen, meinen Befehlen zu gehorchen. Diese Lektion prüfte und steigerte Gehorsam und Durchlässigkeit des Pferdes. Nach nicht allzu viel Zeit war ich mir sicher, dass diese Übung höchstens noch verfeinert werden müsste, was ich allerdings gemeinsam mit Gwen machen würde.
      Die nächste Lektion war der einfache Galoppwechsel. Altair galoppierte auf der rechten Hand im Arbeitsgalopp. Ich parierte ihn in den Schritt durch, nach drei bis vier Schritten gab ich ihm eine halbe Parade und legte den äußeren Schenkel etwa eine Handbreit zurück. Mit der neuen inneren Hüfte schob ich mich nach innen und gab mit dem Zügel auf der gleichen Seite nach, sodass wir in den Galopp wechselten. Anfangs war Altair ziemlich verwirrt, doch auch dies legte sich nach einigen Wiederholungen, bis die Schrittphase sich immer weiter verkürzte und schließlich kaum noch bemerkbar war. Der junge Hengst erschien mir als ziemlich arbeitswillig und konzentriert, was das Training noch vereinfachte.
      Ich blickte kurz zu Gwen und Matthew, die sich noch immer über das Training unterhielten. Ihre Münder bewegten sich, doch ich konnte nichts verstehen. Sie verfolgten beide mit ihren Blicken genau Altairs und meine Bewegungen.
      Nachdem wir mit dem Beibringen und Üben des einfachen Galoppwechsels fertig waren, wendeten wir uns dem Rückwärtsrichten zu. Normalerweise hatte ich Matthew dabei immer als Hilfe zu mir genommen, doch irgendwann wollte ich es mal alleine schaffen, einem Pferd diese Lektion beizubringen und Altair erschien mir als perfekte Übung dafür.
      Als wir zum Halten gekommen waren, gab ich mit beiden Schenkeln einen treibenden Impuls, sodass Altair antrat. Mein Becken kippte im gleichen Augenblick ein wenig nach hinten und der Zügel stand leicht an. Damit Altair nicht zur Seite ausweichen wollte, lagen meine beiden Schenkel leicht am Pferdekörper an. So wollte ich erreichen, dass der Hengst gerade zurücktrat und nicht versuchte, diagonal oder seitwärts zu laufen.
      Die ersten Male verstand Altair nicht, was ich von ihm wollte, doch nach und nach wurde das Verständnis immer besser, bis er schließlich rückwärts trat. Dann gab ich mit der Hand ein wenig nach und wurde mit ihr praktisch leicht. Zuerst war es nur ein einziger Schritt, den wir uns rückwärts bewegten, aber nach einiger Zeit wurde es immer mehr, bis es lange genug war. Ich brachte Altair wieder zum Stehen und lobte ihn ausgiebig, was ihn sichtbar freute. Er nickte leicht mit dem Kopf und schnaubte leise.
      Die letzte Lektion war das Zügel aus der Hand kauen lassen, was sich als ziemlich simpel herausstellte. Altair kannte dies scheinbar schon oder verstand meine Hilfen so gut, dass er das Verlangte schon beim dritten Mal umsetzte und ich mir die Zügel aus der Hand kauen ließ.
      Um dies zu erreichen, nahm ich den äußeren Zügel ein wenig strammer als den inneren und gab kleine Paraden, sodass Altair sich fallen ließ. Danach gab ich die Hände nach vorn, damit das Pony sich dehnen konnte.


      Schon bald war der letzte Tag des Trainings gekommen. Es waren inzwischen fast 36 Tage vergangen, seit Gwen und Altair angekommen waren. 36 Tage, an denen wir beinahe täglich trainiert, etwas Neues gelernt und bereits Gelerntes verfeinert hatten.
      Gwen saß bereits auf Altairs Rücken. Mit ihr und ihrem Pferd hatte ich in der letzten Woche fast gar nicht mehr wirklich trainiert. Meist ritt das Mädchen und ich stand daneben und gab Tipps und half ihr, wenn sie etwas nicht hinbekam. So wurden die Beiden schnell ein unschlagbares Team. Ich war mir ziemlich sicher, dass sie auch bei Turnieren nicht allzu schlecht abschneiden würden. Wenn sie so weiter übten, könnte ihnen eine erfolgreiche Zukunft bevorstehen.
      Der 1,44 Meter große Hengst schnaubte ungeduldig und scharrte mit dem Vorderhuf. Sofort ermahnte Gwen ihn und Altair hörte auf.
      Nur den Bruchteil einer Sekunde später ritt das Paar im Arbeitstrab auf der Mittellinie ein. Sie bewegten sich auf X zu, Altairs Gänge waren fließend und federnd. Bei X angekommen, hielten sie an und grüßten mich. Ich hatte mich ungefähr dort hin gestellt, wo die Richter bei einem Turnier saßen und für diese Kür tat ich nun so, als gehörte ich zu den Richtern.
      Sie ritten wieder an und wechselten zwischen Arbeits- und Mitteltrab, führten einige Hufschlagfiguren sauber aus. Bis auf einige kleine Fehler, die aber nicht schwer zu beheben waren, konnte ich keinerlei Unklarheiten erkennen.
      „Du musst den äußeren Schenkel zurücknehmen und mit der inneren Hüfte vorgehen, als würdest du sie nach vorn schieben“, riet ich Gwen, als sie ein paar Probleme mit dem einfachen Galoppwechsel hatte. Sie kam ein wenig mit ihren Beinen durcheinander, doch sie fing sich schnell wieder und es konnte weitergehen.
      Einige Tempowechsel, Lektionen und Hufschlagfiguren später fanden die Beiden wieder auf die Mittellinie und schließlich zu X zurück, wo sie sich von den Richtern verabschiedeten und im Schritt am langen Zügel das Dressurviereck verließen. Es schien ziemlich anstrengend gewesen zu sein, denn weder Gwen noch Altair sahen erholt aus. Zufrieden klopfte Matthew, der gerade eben dazu gekommen war, Altairs Hals und blickte stolz zu Gwen auf.
      „Herzlichen Glückwunsch“, sagte er triumphierend, „ihr seid bereit für die Klasse A.“
      Im nächsten Moment ertönte das leise Brummen eines Automotors und das Paar Pferdeohren stellte sich in die Richtung auf, aus der das Auto kam.
      „Ich würde sagen, ihr werdet abgeholt.“


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    • Gwen
      Pflegebericht 22.09.2013 - Morgenstund' hat Gold im Mund

      Eigentlich hatte ich vorgehabt, heute genüsslich auszuschlafen, nachdem die letzten Tage früh aufstehen einfach grauenvoll gewesen waren. Als ich jedoch einen Blick aus dem Fenster warf, sprang ich direkt auf. Draußen schien tatsächlich die Sonne! Da war uns das Wetter doch noch einmal hold, denn gestern hatte es wie aus Eimern gegossen. Ich flitzte ins Bad, machte mich fertig und warf mich dann direkt in meine Reitsachen. Theoretisch hatte ich heute mit Altair ein wenig Bodenarbeit machen wollen, denn unser Urlaub auf dem Trainingshof 'The Mountain Yard' lag noch nicht allzu weit zurück. Praktisch wollte ich das herrliche Wetter aber nun für einen Ausritt nutzen. Kathy und Mama schliefen noch, was nach einen Blick auf die Uhr - denn es war erst 7 Uhr morgens – äußerst verständlich machte. Also schlich ich mich durch das Haus und verschwand so leise wie möglich durch die Haustür. Auch im Stall war es noch ruhig, nur hier und da mümmelte schon eines der Pferde am Heu. Ich schaute kurz in die Boxen der Fohlen hinein, doch die beiden schlummerten noch tief und fest. Zu meinem Glück war Altair dafür schon wach und blickte mich neugierig an, als ich mich mit Putzzeug in seine Box schlich und ihn fertig machte. Dann holte ich flott das Sattelzeug und als Altair fertig war, schlichen wir aus den Stall. Also zumindest versuchten wir es, denn dank Altairs neuer Eisen ging das schlecht, aber außer Ravis verwunderten Blick schien es niemanden zu stören. Draußen auf den Hof schwang ich mich direkt in den Sattel und ritt los. Ich nahm die Abkürzung durch den Wald, um schnell in den Riding Mountain Nationalpark zu gelangen. Altair war heute voller Motivation und schien meine Idee eines Ausrittes für äußerst gut zu befinden. Dem Wald merkte man allmählich die Vergänglichkeit des Sommers an, denn schon jetzt war unser Trampelpfad gepflastert von buntem Laub und auch das Blätterwerk der Bäume färbte sich langsam aber sicher.Ich war schon gespannt, wie es dann alles aussehen würde, wenn die Bäume in allen möglichen Herbsttönen leuchten würden. Im Nationalpark sah man um diese frühe Stunde wieder allerhand. Die Bisonherde war schon wieder einige Wiesen weiter gewandert, während wir unsere Elchfamilie immer noch am gleichen Platz antrafen. Nur das aus dem kleinen unsicheren und süßen Elchkalb inzwischen ein stattlicher, aber immer noch halbwüchsiger Bulle geworden war. Wie immer nutzten wir die endlosen Wiesen für einen ausgelassenen Galopp, den sowohl Altair als auch ich in vollen Zügen genossen. Und wie für uns gemacht, konnten wir über unseren umgefallenen Baum springen und landeten dahinter in dem kleinen Bachlauf, welcher uns direkt zum größeren Fluss und dann zum See brachte. Dort blieben wir für ein Weilchen, ich ließ Altair grasen, während ich auf seinem Rücken saß und die Natur genoss. Das einzige was uns dann zu dem Heimweg trieb, war die kühle Luft, denn trotz Sonnenschein und dem herrlichen Wetter war es in Kanada inzwischen richtig kalt und wie immer hatte ich das Wetter unterschätzt und statt meiner dicken, nur die dünne Jacke angezogen. Als wir schon fast wieder da waren, ritt ich noch kurz vor zu unserem Briefkasten, schnappte mir die Zeitung, einige Briefe und eine neue Zeitschrift und legte diese vor unserer Haustür ab, bevor ich Altair wieder in den Stall brachte, fertig machte und in seine Box entließ. Nachdem ich die Ausrüstung verstaut hatte, fütterte ich schnell alle Pferde und lief dann samt Post ins Haus. In der Küche kochte bereits die Kaffeemaschine und frisch aufgebackene Brötchen standen auf dem Tisch. Ich half noch schnell bei dem Geschirr, ehe wir gemeinsam frühstückten.
    • Gwen
      Pflegebericht 05.10.2013 - Das 43. Synchronspringen

      „Guten Morgen Gwen!“ begrüßte mich Elii fröhlich, welche schon in der Küche rumwerkelte. Sie zeigte auf einen Stuhl am Tisch und ich ließ mich nieder. „Und wie war deine Nacht?“ fragte sie freundlich und ich lächelte. „Eigentlich ganz gut, aber ich bin so aufgeregt.“ seufzte und nahm dankend die dampfende Tasse Cappuccino von Elii entgegen. Heute stand das große Synchronspringen an und um den weiten Weg zu sparen, hatte meine Mutti Altair und mich schon gestern auf Eliis Gestüt gefahren. Dort hatten wir die Nacht verbracht und nun war es gerade einmal früh morgens sechs Uhr, aber bis zum Turnier würde noch eine fast zweistündige Fahrt anstehen. Gemeinsam mit Elii frühstückte ich, ehe wir uns dann mit gepackten Sachen auf in den Stall machten. Dort war noch alles ruhig, während Elii ihre Warmblutstute Jumping to Conclusions begrüßte und in ihre Box verschwand, um die Hübsche für den Transport zu verpacken. Ich huschte zu Altairs Box, dort lag mein Kleiner dösend im Stroh und blickte mich nur verschlafen an, als ich die Box betrat. „Na aber los jetzt!“ grinste ich und klatschte sanft in die Hände. Mühsam erhob sich Altair und begrüßte mich mit einem Brummeln. Danach machte ich auch ihn fertig, brauchte aber wesentlich länger als Elii, denn obwohl wir die beiden gestern schon gründlich geputzt hatten, war Altair von oben bis unten mit Stroh verunstaltet. Beim Verladen half uns dann ein junger Mann, welcher mit auf dem Gestüt arbeitete. Nachdem wir alles verpackt hatten, fuhren wir los. Die Fahrt dauerte eine Ewigkeit, aber dafür konnte ich mich noch einmal in aller Ruhe mit Elii absprechen. Eigentlich mussten wir uns um nichts Sorgen machen, aber als unser Navi nur noch eine Viertelstunde Fahrt anzeigte, begann sich der Himmel zu zuziehen. „Oh nein.“ stöhnte Elii und gemeinsam beteten wir, dass das Wetter doch noch trocken blieb. Auf dem Turnierplatz angekommen, bauten wir für unsere beiden Pferde jeweils einen kleinen Paddock auf und luden sie aus. Ich versorgte sie mit ein wenig Heu und frischen Wasser, während Elii die Startnummern holte. Wir waren leider erst weiter hinten an der Reihe, also mussten wir jetzt noch einiges an Zeit totschlagen. Als schon eine Weile vergangen war, begann es plötzlich zu regnen. Elii und ich retteten uns in den Hänger und starrten in den schwarzen Himmel hinauf. Nach einer halben Stunde dämpften sich die Schauer allmählich und es war nur noch ein leichter Nieselregen, weshalb das Turnier fortgeführt wurde. Eine Stunde vor unserem Start machten wir die Pferde fertig und verschwanden auf den Abreitplatz, um uns aufzuwärmen. „Am besten wir versuchen einfach nur, ohne großartige Stürze durch den Parcours zu kommen.“ seufzte Elii und musterte den Springplatz. Ich konnte ihr nur zustimmen, zwar war der Regen so gut wie verebbt, dafür war der Boden vollkommen matschig und zertrampelt, da es sich um eine Springwiese mit eigentlich schönem Rasen handelte. Und da wir so spät an die Reihe kamen, hatten unsere Vorreiter der Grasnarbe schon äußerst erfolgreich zugesetzt.
      „Nun begrüßen wir Elii und Gwen!“ tönte es aus den Lautsprechern über den gesamten Turnierplatz. Elii und ich sahen uns noch einmal ermutigend an, ehe wir antrabten und gemeinsam das Areal betraten. Jetzt war ich dankbar, dass Altair seit kurzem Eisen mit kleinen Stollen besaß, welche ihm einen besseren Halt gaben, denn diese würden wir heute brauchen. Auch Eliis Stute besaß zu unserem Glück solche Stollen. Viele andere Teilnehmer hatten schon aufgrund des rutschigen Bodens absagen müssen und ich war gerade ernsthaft am überlegen, ob wir das nicht vielleicht auch hätten tun sollen. Doch dann wären die letzten Wochen des Trainings vollkommen umsonst gewesen waren, weshalb wir es doch angehen wollten. Als der Gong ging, galoppierten wir gemeinsam an und waren sofort nebeneinander, denn inzwischen waren wir ein eingespieltes Team, genauso wie unsere Pferde. Die ersten Hindernisse klappten auch problemlos, denn wir hielten die Pferde vermehrt zurück, damit wir sicher sprangen und nicht rutschten. Schnell fand Conclusions jedoch großen Spaß an dem Parcours und Elii hatte Probleme, sie noch in einem für Altair angemessenen Tempo zu halten, so dass ich meinen Hengst ein wenig mehr antrieb, damit wir synchron blieben. Eine kurze Zeit klappte das auch gut, bis Conclusions unwillig mit dem Kopf schüttelte und eifrig versuchte, Elii die Zügel aus der Hand zu klauen. Auch Altair wurde unruhig, da durch das flottere Tempo seine Sicherheit in den Sprüngen flöten ging. So viel unser Team allmählich auseinander und das hatte zur Folge, dass wir zwei der letzten Sprünge rissen. Bei dem ersteren hatte ich Altair nur schwer überzeugen können, denn er hatte ernsthaft die Beine in den Boden stemmen wollen. Beim zweiten war Conclusions dann verunsichert gewesen und hatte ihre Beine zu locker in der Luft pendeln lassen. Die letzten drei Hindernisse überwanden wir dann dennoch souverän, kamen allerdings mit Fehlerpunkten und einigen Zeitpunkten ins Ziel. Trotzdem verließen wir glücklich den Platz, denn für uns hatten wir die gesamte Situation sehr gut gemeistert und auch die Pferde waren überzeugend gewesen, so dass wir sie mit Loben überschütteten. Unsere Nachreiter bestätigten unser Vorgehen mit dem langsamer Reiten, denn das nächste Team hatte es auf die Zeit angelegt und so war die jüngere Reiterin mit ihrem Pferd böse gestürzt.
      Zwar fuhren wir ohne eine Schleife nach Hause, dennoch waren wir zufrieden mit unseren Pferden. Als wir bei Elii ankamen, dämmerte es bereits und wir beeilten uns, die Pferde so schnell wie möglich in den Stall zu bringen, denn natürlich regnete es auch hier, nur wesentlich stärker. Wahrscheinlich war das Unwetter erst kürzlich hier angekommen. Wir spritzten Conclusions und Altair die Beine und Bäuche ab, denn den gesamten Dreck hatten wir nach unserem Ritt nicht hinausbekommen, und dann stellten wir sie jeweils mit Abschwitzdecke in ihre Boxen. Es gab einen Arm voll Heu und warmes Mash für unsere tapferen Pferde. Dann säuberten wir noch die Ausrüstung und verstauten sie wieder gründlich. Ich besuchte noch einmal Altair, während Elii schon duschen ging. Als ich dann ins Haus kam, war sie schon fertig und so konnte ich direkt gehen. Als ich dann frisch gewaschen und in gemütliche Sachen gepackt in Eliis Wohnzimmer kam, erwartete mich eine Tasse heißer Kakao und Hefeklöße mit köstlicher Vanillesoße. Ich freute mich wie ein Honigkuchenpferd und verbrachte den Abend gemeinsam mit Elii auf dem Sofa. Morgen Mittag würde Mama uns dann wieder abholen kommen, doch während es nun draußen gewitterte wie eh und je, waren sowohl die Pferde als auch wir unter einem trockenen und gemütlichen Dach.
    • Gwen
      Pflegebericht 31.10.2013 - Halloween!

      „Gwen? Wann kommen deine Freundinnen nochmal?“ fragte mich meine Mutti nun schon zum dritten Mal. Ich stöhnte leise auf, legte das Messer zur Seite und schaute zu ihr auf. „Immer noch kurz nach Mittag!“ knurrte ich unsanft und machte mich wieder daran das Obst für den Obstsalat zu schnippeln. Heute war Halloween und da ich gerne feierte und dieses Fest in Kanada sowieso recht weit verbreitet war, hatte ich Elii und Tikka eingeladen. Beide hatten sich einen weiten Weg vorgenommen, um uns extra auf der Nahanni Rivers Ranch zu besuchen und ich war ihnen dankbar dafür. Da sie auch ihre Pferde mitbrachten, sollten sie schon kurz nach Mittag kommen, damit sich die Vierbeiner erst einmal ausruhen würden können, das Gleiche galt natürlich für die Reiter. Ich war gerade dabei, Muffins zu backen, welche, sobald sie fertig wären durch Schokostäbchen und Smarties in Spinnen verwandelt werden würden. Sonst standen noch einige andere leckere Süßigkeiten zur Auswahl, dazu gab es natürlich auch etwas Gesundes, nämlich Obstsalat. Nachdem ich den fertig hatte, schob ich ihn in den Kühlschrank und machte mich an die Muffins.
      Die letzte Spinne verließ das Backblech, als plötzlich mein Handy summte. Es war eine SMS, welche mir sagte, dass Elii in einer Viertelstunde hier ankommen würde. „Kathy? Machst du das hier fertig? Ich mach derweil die Box für unsere Gäste fertig.“ lächelte ich und huschte raus in den Stall. Theoretisch standen auch zwei Weiden für die Hengste von Elii und Tikka bereit, aber ich war mir nicht sicher, wie aufgeregt die Kerle sein würden, also machte ich lieber auch eine Box fertig. In den Wäldern Kanadas fand man ein Pferd schließlich nicht so schnell wieder, erst recht nicht, wenn es sich hier nicht auskannte. Zu unserem Glück war heute noch einmal herrliches Wetter, die Sonne schien und die Sturmböen der letzten Tage hatten sich endlich gelegt. Als ich dann gerade aus dem Stall heraustrat, sah ich ein Auto langsam unsere Auffahrt entlang fahren. Ich winkte Elii und sie schien beruhigt zu sein, die richtige Ranch erwischt zu haben. „Hey!“ begrüßte ich sie herzlich und bot ihr direkt an, dass wir erst einmal ihren Hengst befreiten. „Box oder direkt Weide?“ fragte ich schnell, ehe wir den Hengst irgendwo hin lotsen müssten. „Box wäre besser, ich glaube Fekete ist nicht ganz so entspannt.“ Ich nickte und half ihr, die Rampe zu öffnen, dann ging ich aus dem Weg, damit Elii ihr Pferd hinausführen konnte. Ich war schon immer von ihren Furioso Northstar begeistert gewesen, aber Fekete war noch einmal ein Hengst der Extraklasse mit seinem rabenschwarzen Fell. Aufgeregt blähte er die Nüstern und sah sich um, ich lief voraus, um Elii den Weg zu zeigen und wir waren beide beruhigter, als der Hengst dann sicher in seiner geräumigen Box stand. Da er alleine im Stall war, blickte er sich nochmals aufgeregt um, ehe er sich seinem Heu zuwand. „So, jetzt fehlt nur noch Tikka.“ grinste ich, doch direkt hörte ich schon wieder ein Auto draußen. „Na holla...“ murmelte ich und schaute verwundert auf mein Handy, aber Tikka hatte mir gerade geschrieben gehabt, als ich Elii in Empfang genommen hatte. „Ich fahr flott das Auto auf euren Parkplatz.“ lächelte diese mich an und ich nickte nur zurück, um dann direkt Tikka zu begrüßen. Sie war extra für die zwei Tage aus Finnland hierher gekommen. „Hui, im Gegensatz zu Zuhause ist es bei euch ja noch richtig warm!“ lachte sie mich freudig an und wir luden ihren Norwegerhengst Mørke aus. Auch sie fragte ich bezüglich Weide oder Stall, doch sie nahm direkt die Koppel, allerdings war Mørke auch wesentlich ruhiger als Fekete. Ich nickte und zeigte ihr den Weg. Mørke schien seine neue Weide toll zu finden und begann sofort friedlich zu grasen. Wir ließen ihn in Ruhe und sammelten stattdessen Elii wieder ein. Gemeinsam gingen wir ins Haus, wo auch Kathy die beiden begrüßte. Ich präsentierte Muffins und Obstsalat und mit diesem Proviant setzten wir uns auf die Couch und schauten erst einmal einen Film zur Entspannung, denn sowohl Elii als auch Tikka hatten eine lange Fahrt hinter sich.
      Es war inzwischen 16 Uhr und ich erhob mich allmählich. „Wollen wir langsam los?“ lächelte ich, denn dank der Zeitumstellung würde es schon bald dunkel sein. Die anderen drei nickten freudig und wir machten uns daran, unsere Kostüme anzuziehen, immerhin war heute Halloween! Tikka war als erste fertig und brachte uns alle zum lachen, denn sie ging als Kürbis! Elii ihr Kostüm hatte aber auch Stil, denn sie war verkleidet als Skelett. Kathy hatte sich wochenlang damit beschäftigt, ihr Kostüm für einen Reiter anzupassen, denn sie hatte unbedingt als bleiche Marie Antoinette gehen wollen. Ich war nicht ganz so kreativ gewesen, denn meine Accessoires waren lediglich ein Hut und ein Besen, denn ich ging als Hexe. Natürlich hatte es dazu noch bunte Socken gegeben und ein kleidähnliches Oberteil, der Hut war aber eh das genialste. „Nun sind die Pferde dran.“ lachte ich fröhlich. Kathy und ich holten uns Magic und Ravi, während Elii und Tikka ihre beiden Hengste im Stall jeweils in einer Box anbanden. Wir putzten die vier ordentlich und machten sie dann fertig. Erst satteln und dann wurden auch sie verkleidet. Das beanspruchte viel Zeit, aber nach einer Stunden hatten wir auch das geschafft. Als wir die Pferde anbanden, kam meine Mutti in den Stall geflitzt und überreichte jeden einen Beutel und eine Kürbislaterne, welche natürlich am besten zu Tikkas Kostüm passte. Wir dankten ihr und führten dann die Pferde aus dem Stall, um dort aufzusteigen. Inzwischen dämmerte es auch schon, aber das war auch gewollt. Anfangs waren alle Pferde ein wenig aufgeregt, aber irgendwann entspannten sie sich, als wir im Schritt die Auffahrt hinausritten. Wir wollten nach Dauphin, der nächstgelegenen Kleinstadt, in welcher sicherlich die ein oder anderen Gruselgestalten unterwegs sein würden. Aber wir würden am meisten auffallen, immerhin waren wir berittene Gespenster. Die Straßen waren herrlich geschmückt, so dass wir schön im Hellen reiten konnten, was auch den Pferden die Angst nahm. Die waren inzwischen mehr neugierig als ängstlich und nachdem unser erstes Klingelopfer jedem Pferd einen Apfel spendiert hatte, schien ihnen unser Ausritt immer mehr zu gefallen. Tatsächlich sammelten wir viele Komplimente und natürlich Süßigkeiten, denn unsere Beutel füllten sich unablässig. Während unseres Ritten tauschten wir Neuigkeiten aus, so erfuhr ich, dass sowohl Fekete als auch Mørke bei der letzten Monatswahl für Hengste sehr erfolgreich gewesen waren! Ich gratulierte ihnen für ihren Sieg und berichtete, dass wir demnächst mit unserem Haflingerfohlen das erste Mal an einer Fohlenschau teilnehmen würden. Elii und Tikka konnte meine Aufregung nachvollziehen, denn auch bei ihnen hatte es einmal ein erstes Mal gegeben. Wir zogen noch ein Weilchen durch die Stadt, ehe es dann plötzlich schon 21 Uhr war. Also verabschiedeten wir uns von der kleinen Gruppe Gespenster, Hexen und Monster, welche uns vier begleitet hatten und ritten nach Hause. Dabei waren uns unsere Laternen eine große Hilfe, denn sie spendeten uns eine Menge Licht.
      Wieder auf der Ranch versorgten wir gründlich die Pferde und natürlich gab es für Fekete und Mørke direkt etwas zu schauen, denn plötzlich standen wesentlich mehr Pferde im Stall. Die beiden standen aber nebeneinander und neben Mørke stand unser Hengst Altair, so dass es keinen Stress gab, sondern alle in Ruhe ihr Abendheu futtern konnten. Gemeinsam mit Elii und Tikka bereiteten ich und meine Schwester das Abendbrot für die Pferde vor, fütterten einmal komplett durch und wünschten unseren Lieblingen dann eine gute Nacht. Als wir im Haus ankamen, zogen wir uns flott um und dann erwarteten uns auch schon unsere eingesammelten Süßigkeiten und ein angenehmer Abend im Wohnzimmer vor dem Fernseher und dem Kamin.

      Am nächsten Morgen standen wir alle etwas später auf, da der nächtliche Ritt gestern schon anstrengend gewesen war. Aber Mutti hatte sich zum Glück schon um die Pferde gekümmert und auch unsere beiden Gäste genossen ihre private Weide. Als wir dann hinunter in die Küche kamen, erwarteten uns köstliche Pancakes mit Vanillesoße und Blueberrys. Das war ein tolles Frühstück! Dabei besprachen wir, wann Elii und Tikka fahren wollten, doch ich ließ sie nicht gehen, bevor wir noch einen Ritt in den Riding Mountain Nationalpark gemacht hätten. Also ging es für uns nach dem Frühstück direkt in den Stall. Erst kümmerten wir uns um die Stallarbeit und misteten flott alle Boxen aus, dann holten Elii und Tikka ihre Hengste und ich schnappte mir meinen treuen Gefährten Altair. Er verstand sich am ehesten mit drei fremden Hengsten und mit ihm traute ich mich auch mit Fremden in den Nationalpark. Wir machten die drei flott fertig und schwangen uns dann auch schon die Sättel. Wir waren alle noch ein wenig müde, so dass wir es eher ruhiger angingen. Fekete und Mørke schienen die erneute Bewegung allerdings toll zu finden und ihre Besitzerinnen meinten auch, dass der Ritt vor dem langen Heimweg nicht schaden würde. Trotz des Schritttempos kamen wir auch schnell im Nationalpark an. Natürlich wusste ich schon, wen man wo zur Mittagszeit fand. Ich wählte dem Weg, welcher dem Bachverlauf folgte, der schon kurz später in einen Fluss mündete. Wir ich gehofft hatte, konnte ich Elii und Tikka meinen kleinen Elchbullen vorstellen, welchen ich schon kannte, seitdem er auf seinen wackeligen Beinchen das erste Mal gestanden hatte. Die beiden waren sofort fasziniert, nur die Pferde trauten dem fremden Getier nicht ganz. Also machten wir uns weiter und galoppierten den Hügel hinaus, von welchem aus man einen gigantischen Panoramablick auf den Park hatte. „Wow...“ murmelten Elii und Tikka nur, als sie unter uns die riesige Bisonherde entdeckten, welche dort friedlich graste. „Die sind ja riesig!“ stöhnte Tikka, welcher die haarigen Tiere nicht ganz geheuer waren. Auch Fekete schnaubte unruhig und blickte die Bisons misstrauisch an. Ich führte die beiden noch ein Stückchen weiter durch den Park und wir entdeckten sogar noch eine Coyotin mit ihren zwei Jungen, welche unseren Weg kreuzten. Auch wurden wir von zu neugierigen Eichhörnchen befallen, dabei war Feketes Blick einfach nur zu genial gewesen, als ein Eichhörnchen auf seinem Kopf gelandet war. Die Sonne stand bereits hoch am Himmel, weshalb wir uns auf den Heimweg machten. Dort durften sich Fekete und Mørke nochmals ausruhen, während ich ihre Besitzer zum Mittagessen entführte. Danach hieß es dann leider wirklich Abschied nehmen. Fast gleichzeitig verließen die beiden uns wieder und ich vermisste sie jetzt schon. Doch wir hatten schon beschlossen, dass öfter zu machen.
    • Gwen
      Pflegebericht 11.11.2013 - Ein voller Erfolg

      Ich trat lächelnd in den Stall und der Duft von frischem Heu stieg mir in die Nase. Kathy war schon fleißig dabei zu füttern, obwohl wir es erst früh um sechs hatten. Doch heute stand für Altair und mich wieder ein wichtiges Turnier an und ich hatte gemeinsam mit Mama schon die Ausrüstung im Auto verstaut und den Hänger hergerichtet, während Kathy sich um die Pferde kümmerte. So war Altair bereits mit seinem Frühstück fertig, als ich die Box betrat. Ich musste leise lachen, denn mit der Schur sah er doch schon herrlich aus. „Nun lach den Armen nicht immer noch auch, der fühlt sich bestimmt eh schon so nackt.“ grinste Kathy und reichte Altair eine Möhre, welche er zufrieden mampfte. Ich warf ihm seine Abschwitzdecke über und packte ihn in seine Transportgamaschen. Als wir den Stall verließen, stakste er mir wie ein Storch hinterher, denn er hasste diese Dinger, doch eine fast zweistündige Fahrt wollte ich nicht unterschätzen. Brav bestieg Altair den Hänger, immerhin wartete dort ein neues Heunetz auf ihn und es war wärmer. Denn heute zogen eiskalte Böen über die Wiesen und ließen jeden erzittern. „Gott sei Dank ist das Turnier in der Halle.“ schlotterte ich und schloss schnell noch die Plane, damit es nicht in den Hänger zog. Dann verabschiedeten wir uns von Kathy und fuhren los. Heute ging es erneut zu einem Synchronspringen und wieder nahm ich gemeinsam mit Elii teil, nur dass auch sie diesmal auf einem Hengst saß. Zu Anfang hatten sich Altair und Pajtás nicht ausstehen können, doch nach dem zweiten Training war es allmählich besser geworden. Heute konnte ich jedoch nicht einschlafen, sondern ich war ziemlich aufgeregt. In letzter Zeit hatten Altair und ich uns wahrlich verbessert und so hoffte ich diesmal inständig auf eine Platzierung.
      Als wir auf dem Turniergelände ankamen, fanden wir auch direkt zu Elii, welche schon wegen einer kürzeren Anfahrt eher dagewesen war und sich um alles gekümmert hatte. Sie begrüßte mich grinsend und drückte mir meine Startnummer in die Hand. „Im Ernst?“ lachte ich, denn wir beide hatten die 007 als Startnummer, das war auch mal was anderes! Pajtás stand schon auf seinem kleinen Paddock und schaute neugierig zu unserem Hänger. Als wir Altair ausluden, legte er kurz die Ohren an, ehe Elii ihn streng ermahnte. „Freunde werden die beiden wohl nie werden.“ sagte ich und schüttelte lachend den Kopf. „Dafür springen sie aber ordentlich, weil sie es als Wettkampf gegeneinander ansehen.“ grinste Elii. Es dauerte gar nicht mehr so lange und wir konnten wir Pferde satteln und fertig machen. Gemeinsam ritten wir dann auf den Abreitplatz und wärmten uns gemeinsam allmählich auf. Hier war das Wetter leider auch nicht viel besser, so dass wir Reiter dicke Winterjacken anhatten und die Pferde eine Abschwitzdecke über die Nieren trugen. Als wir aufgerufen wurden, war ich plötzlich wieder so aufgeregt wie lange nicht mehr. Auch Elii ging es nicht anders. Wir machten uns fertig und ritten in die Halle, es hieß nun 'jetzt oder nie'! Wir nickten uns noch einmal kurz zu und galoppierten dann taktgleich an. Die Hengste schienen die Situation auch ernst zu nehmen, denn plötzlich ärgerten sie sich nicht mehr, sondern liefen vorbildlich nebeneinander her. Die ersten beiden Hindernisse waren kein Problem, nur der Wassergraben machte uns Sorgen, aber auch den überwanden wir dieses Mal mit Bravour. Der Parcours war bald geschafft, nur noch ein paar Hindernisse! Wir konzentrierten uns auf jedes einzelne, achteten aber auch darauf, immer synchron zu bleiben. Leider rissen wir dann doch das letzte Hindernis! Wahrscheinlich waren wir uns zu sicher gewesen, dennoch blieben wir selbstbewusst, parierten durch und verließen wieder die Halle. Sowohl den Hengsten als auch uns fehlte die Puste und trotz des einen Fehlers waren wir stolz auf unsere Pferde. Beide bekamen ihre Abschwitzdecke über und dann führten wir sie trocken. Wir waren eines der letzten Paare gewesen, so dass die Auswertung nicht lange auf sich warten lassen würde. Leider würden wir auch dieses Mal nicht mit aufgerufen werden, aber Übung machte ja schließlich den Meister.
      Als es uns allmählich zu lange dauerte, kam plötzlich die Entscheidung. Und als der Sprecher seinen Aufruf beendet hatte, fielen Elii und ich uns um den Hals. Wir hatten es tatsächlich auf den dritten Platz geschafft! Sofort schwangen wir uns für die Ehrenrunde noch einmal in die Sättel und holten unsere Schleifen ab. Wir waren überglücklich, denn ein besseres Ergebnis hätten wir uns nicht erhoffen können. Was uns zu unserer Platzierung verholfen hatte, war unsere einwandfreie Synchronität gewesen, wie es auf dem Zettel stand, welche unseren Fehler ausgeglichen hatte. Mit einer tollen Schleife und zwei müden Pferden, verabschiedeten wir uns wieder und fuhren wieder nach Hause. Das Training hatte sich also doch gelohnt und wir hatten es auf das Treppchen geschafft! Zu Hause konnte ich mich noch einmal gemeinsam mit Kathy freuen und nachdem Altair mit Decke auf der Weide stand, genossen wir im Haus vor dem warmen Kamin unsere heiße Schokolade mit Marshmellows.
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  • Album:
    Sportponys
    Hochgeladen von:
    Gwen
    Datum:
    25 Apr. 2013
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  • Rufname: Tair
    Geburtsjahr: 2008

    Von: Adiemus
    Aus der: Amarena Cherry

    Rasse: New Forest Pony
    Geschlecht: Hengst
    Farbe: Brauner
    Stockmaß: 1.44m

    Beschreibung:
    Altair hat sich schon in vielen Situationen als treuer und mutiger Gefährte, sowohl für Mensch als auch Pferd, erwiesen. Der Hengst lässt sich nur schwer aus der Ruhe bringen und beweist oftmals Nervenstärke. Trotz seines einwandfreien Charakters zeigen sich manchmal die ein oder anderen Hengstmanieren, dennoch ist er auch im Umgang mit Stuten wohlgesonnen.Unter dem Sattel blüht Altair wahrlich auf und zeigt auch gerne einmal ein wenig Temperament. Aber gerade deswegen ist er stets Feuer und Flamme, wenn es an neue Herausforderungen geht. So überzeugt er sowohl mit taktklaren und leichtfüßigen Gängen und zeigt im Dressurviereck seine Qualitäten, aber auch mit einer sauberen Manier im Springen, welche seine große Leidenschaft darstellt. Im Parcours möchte er sich stets unter Beweis stellen und ist manchmal kaum zu zügeln.

    Nachkommen von Altair sind Nuriya
    aus der Nayala.

    Ersteller: sweetvelvetrose
    Besitzer: Gwen
    Vorkaufsrecht: sweetvelvetrose


    Springen S** -- Dressur S** -- Military L -- Wendigkeit L

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    Equidenpass
    Trainingspass
    Filmdreh Caed Crevan