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Rhapsody

Alice von Landwein *

Welshpony – im Besitz seit 04/2021 –

Alice von Landwein *
Rhapsody, 24 Apr. 2021
    • Rhapsody
      Alte Pflegeberichte
      1/30

      Alice kommt auf meinen Hof
      17. Oktober 2011 -- Julie

      Nachdem ich Van Deyk bewegt hatte, beschloss ich eine kleine Pause einzulegen und mir eine Tasse Tee zu machen. Auf dem Weg zu meiner geräumigen Wohnung, schaute ich nochmal bei Fürsti vorbei um zu sehen ob alles in Ordnung ist. Dieser beachtete mich gar nicht, sondern knabberte weiter an seinem Heu. Zufrieden verließ ich den Stall wieder und ging in meine Wohnung. Dort stellte ich den Wasserkocher an und schmiss einen Teebeutel in meine Lieblingstasse. Nachdem der Tee fertig war, setzte ich mich an den Küchentisch und blätterte durch die neue Ausgabe einer Pferdezeitschrift die ich abonniert hatte. Ich las mich durch die Artikel und blieb schließlich bei den Anzeigen hängen. Bei den Ponys, erweckte eine Anzeige sofort mein Interesse.
      4-jährige Welsh-B Stute zu verkaufen! Von Auftakt, Aus der Avec Charme. Alice ist gekört und wurde schon erfolgreich auf Turnieren vorgestellt. Preis VHB
      Alice? Moment mal. Doch nicht DIE Alice? Ich sah auf die Nummer und meine Annahme wurde bestätigt. Faeis hatte wohl beschlossen Alice von Landwein zu verkaufen. Ich fand die Stute schon immer toll und rief Fäis natürlich sofort an. Es klingelte kurz und schon tönte eine fröhliche Stimme durch den Hörer.
      - Hallo Julie, freut mich dass du anrufst. Was gibts?
      - Hallo. Ich wollte dich eigentlich nur kurz was fragen, oder besser gesagt etwas mit dir besprechen. Hast du kurz Zeit?
      - Ja, klar um was geht es denn?
      - Also. Ich habe gerade die Verkaufsanzeige für Alice gesehen. Und naja um es kurz zu machen, ich hätte Interesse an der Kleinen.
      Ich grinste. Ich wusste dass an dem Pony sicher viele Leute Interesse haben würden. Ich kannte ihre Erfolgsserie und ihr Allroundtalent.
      - Oh. Hm, Nun ja mir geht es ja hauptsächlich darum dass sie einen guten Platz bekommt und bisher hab ich eigentlich keinen Interessenten gefunden, der mich wirklich zufriedenstellt. Das finanzielle ist mir zwar auch wichtig, doch viel wichtiger ist, dass es ihr in ihrem neuen Zuhause gut geht und sie viel Abwechslung bekommt.
      - Ich weiß. Daher wird es dich freuen zu hören, dass ich vorhabe das Gestüt zu verkaufen und mir einen kleineren Hof zu suchen, für maximal vier oder fünf Pferde. Das heißt ich hätte auf jeden Fall genug Zeit für deine Stute. Das finanzielle wäre kein Problem.
      - Gut du kriegst sie. Ich kenn dich und ich weiß, dass sie es bei dir gut haben wird. Über das finanzielle können wir ja dann reden wenn du sie abholst. Ich denke du weißt welche Preisvorstellung ich habe.
      - Klar, weiß ich das. Dankeschön liebstes Fäis. Wann soll ich denn vorbeikommen?
      - Wenn du möchtest kannst du sie schon morgen holen. Dann werde ich schnell einige Telefonate führen und den anderen Interessenten mitteilen, dass Alice vekauft ist.
      - Gut ich werde Morgen am frühen Nachmittag da sein. Bis Morgen dann.
      Fäis sagte zu und verabschiedete sich. Dann legte sie auf.
      Am nächsten Morgen kümmerte ich mich der Reihe nach um die Pferde. Da ich dabei sein wollte wen Van Deyk und Fürsti das erste Mal zusammen auf der Weide waren, wurden beide in getrennte Paddocks verfrachtet. Dann mistete ich schnell die Boxen aus und streute sie neu ein. Anschließend ging ich in den angrenzenden Teil des Stalls der für die Stuten war und richtete eine Box für Alice her. Nachdem ich damit fertig war, beschloss ich Fürsti noch kurz über zu putzen und zu longieren. Der Hengst meinte am Anfang zwar mir auf der Nase herumtanzen zu können, arbeitete dann aber brav mit. Nach einer halben Stunde führte ich ihn noch trocken und brachte ihn dann wieder auf den Paddock. Er hatte nicht übermäßig geschwitzt und war durch vamps Robusthaltung auf keine Abschwitzdecke angewiesen. Dann holte ich meinen Hänger und hängte ihn an meinen alten Kombi an. Ich streute ihn ein und kontrollierte ob alles funktionierte und nichts Scharfes oder andere gefährliche Dinge im Hänger waren. Doch es war alles in vollster Ordnung, weswegen ich die Klappe schloss und dann ins Auto stieg Die Fahrt zu Fäis würde länger dauern.
      Nach zwei Stunden Fahrt war ich endlich auf dem, wie ich fand, wunderschönen Gestüt von Fäis angekommen. Sie erwartete mich schon und wir umarmten uns fröhlich zur Begrüßung. Hinter stand eine braune Welsh Stute. Oh du hast sie schon transportfertig gemacht?, meinte ich. Das hättest du doch nicht tun müssen. Ach kein Ding. Also lass uns kurz ins Büro gehen, damit du dir den Kaufvertrag durchlesen kannst. Ich nickte und folgte Fäis in ihr geräumiges und helles Büro. Dort las ich mir den Kaufvertrag durch und unterschrieb anschließend. Zufrieden reichte ich Fäis den unterschriebenen Vertrag. Sobald Alice versorgt ist, werde ich mich mit meiner Bank in Verbindung setzten und das Finanzielle regeln., meinte ich. Ja, lass dir ruhig Zeit. Ich weiß ja, dass du zuverlässig bist., erwiderte Fäis lächelnd. Na dann wollen wir das Mädel mal einladen., meinte ich gut gelaunt und stand auf. Fäis nickte und folgte mir. Ich ging zu der Stute hin und freundete mich erstmal etwas mit ihr an. Dann band ich sie ab und führte sie in den Hänger. Sie spazierte totenbrav hinein, als ob es das Normalste auf der Welt wäre. Drinnen angekommen hängte ich sie an, während Fäis hinter ihr die Stangen befestigte und die Rampe zumachte. Ich verließ den Hänger nachdem ich mich versichert hatte, dass die Stute gut stand. Dann verabschiedete ich mich noch von Fäis und stieg in mein Auto. Zufrieden machte ich mich auf die lange Fahrt zurück nach Hause.
      Zuhause angekommen, stellte ich den Motor ab und ging nach hinten. Ich hatte bei der Hälfte der Fahrt eine kleine Pause gemacht um die Stute kurz herauszuholen und herumzuführen, doch sie schien trotz des langen Stehens putzmunter zu sein.
      Nachdem ich die Rampe geöffnet hatte, blickte mich ein brauner Kopf mit freundlichen braunen Augen neugierig an. Ich entfernte sämtliche Stangen und band dann Alice ab. Vorsichtig führte ich sie rückwärts die Rampe hinunter. Sie sah sich neugierig um und wurde von hellem Wiehern begrüßt. Fürsti schien sie schon entdeckt zu haben. Alice ließ sich davon jedoch nicht beirren und sah sich weiter um. Dann stupste sie mich an und grinsend kraulte ich sie. Ich führte sie in die Stallgasse wo ich ihr sämtliches Transportzeug abnahm.
      Anschließend bot ich ihr etwas zu trinken an, was sie jedoch ablehnte. Da ich noch etwas Zeit hatte, denn Deyk hatte heute seinen freien Tag, beschloss ich mit ihr noch einen kleinen Spaziergang zu machen, damit sie sich die Beine vertreten konnte nach der langen Fahrt. Ich spazierte die Auffahrt zum Gestüt hinunter und bog dann auf einen kleinen Weg ein, der in den Wald führte. Ich wollte die Runde nicht zu groß gestalten, und fand dass es reichen würde wenn wir eine kleine Runde durch den Wald liefen. Alice sah sich mit gespitzten Ohren um und schien den Spaziergang zu genießen. Hin und wieder stupste sie mich an oder suchte mich nach Leckerlis ab. Sie roch mit Sicherheit die Karotte die in meiner Tasche hatte doch die würde sie erst später bekommen. Nach gut 15 Minuten kamen wir wieder zurück am Hof an und ich brachte das Mädchen in ihre Box. Dort schmuste ich noch kurz mit ihr und gab ihr die Karotte, die sie freudig annahm. Dann wandte sie sich dem Heu zu, das ich für sie bereitgelegt hatte und ich ging nach draußen um Van Deyk mit etwas Bodenarbeit zu unterhalten.
    • Rhapsody
      Alte Pflegeberichte
      2/30

      Zasa kam zu Besuch
      23. August 2012 -- Zasa

      Ich hatte gelesen, dass Julie einmalig einen Pfleger für ihre Pferde suchte. Ich hatte mich für ihre Stute Alice von Landwein gemeldet und wollte diese heute nun pflegen.
      Gerade lehnte ich mein Fahrrad an das Stallgebäude und betrat dann den hellen, Lichtdurchfluteten Stall. Von links und rechts schnaubten mir Julie's Pferde aus großen, geräumigen Boxen entgegen. Ich suchte die Stalltafeln ab, bis ich vor Alice's Box stand. Vorsichtig öffnete ich die Boxentür, um die braune Stute auch ja nicht zu erschrecken. Diese streckte mir neugierig den Kopf entgegen. Ich lächelte und zog ein Stück Möhre aus meiner Hosentasche. Mit flacher Hand hielt ich Alice das Leckerli hin und sie nahm es vorsichtig mit ihren samtenen Lippen von meiner Hand. "So ist es eine ganz feine!", lobte ich sie und hielt ihr dann meine Hand hin. Die junge Stute schnupperte kurz, als sie dann aber bemerkte, dass ich nichts mehr hatte, senkte sie den Kopf um mich mal weiter zu beschnuppern. Ich streichelte den muskulösen Hals der Stute, dann ging ich wieder aus der Box heraus und verschloss sie. Ich ging die Stallgasse entlang bis zur Sattelkammer und öffnete diese. Wow, hier war aber viel gelagert! Ich suchte etwas, bis ich Alices Sachen entdeckte. Dann nahm ich ihren roten Eskatronhalfter und ihren Putzkasten und machte mich wieder auf zu ihrer Box. Ich stellte den Putzkasten neben der Box ab, dann öffnete ich wieder die Tür zu Alice und hielt ihr abermals meine Hand hin. Alice, auch genannt, das Apassionata Pferd stupste mich nur frech an. Ich streichelte ihr etwas am Kopf, dann stellte ich mich neben sie und halfterte sie auf. Brav stand die Stute da, bis ich das Halfter geschlossen hatte und sanft am Strick zupfte, mit den Worten "Komm schon, jetzt machen wir dich schön!“ Gelassen lief die kleine Stute hinter mir her und ließ sich problemlos zum Putzplatz führen. Dort band ich sie fest und holte dann noch schnell ihren Putzkasten, dann konnte es schon losgehen! Ich brauchte nicht lange bis Alice sauber war, anscheinend war sie gestern sehr ausgelassen und hatte es nicht nötig sich zu wälzen. Während ich die Stute nun die Hufe auskratzte und danach noch Mähne und Schweif verlas, redete ich unablässig mit ihr, erzählte von meinen eigenen Hof mit sehr vielen Pferden und fragte sie über ihr Leben aus. Sie antwortete zwar immer etwas einsilbig, doch es machte trotzdem Spaß, sich mit ihr zu unterhalten ^_^.
      Schließlich war ich dann auch mit den Hufen und seinem Langhaar fertig und brachte den Putzkasten geschwind wieder zurück in die Sattelkammer. Auf einem Schrank sah ich ein Anti-Fliegenspray stehen, was ich mir eben mal schnell schnappte, eben so wie Fliegenmaske, die auch bei Alice's Sachen lagen. So lief ich wieder zurück zu der Welsh Stute, welche schon - genervt von den Fliegen und Pferdebremsen - mit dem Schweif schlug. Ich zog ihr schnell die Maske über die Ohren unter ihren Halfter, dann sprühte ich sie mit dem Fliegenmittel ein. Das gefiel ihr anfangs überhaupt nicht, doch schließlich ließ sie es sich doch ohne weitere Beschwerden über sich ergehen. Ich lobte die gelehrige Stute und als ich fertig war und machte sie dann los. Ich wollte mir als erstes mal den Hof ansehen, auf dem mein heutiges Pflegepferd stand. Und sie kam natürlich mit! Ich führte 'meine' Hübsche über den Hof, kam an wunderschönen, saftiggrünen Weiden vorbei, natürlich an dem Stall und an einem Reitplatz. Alice von Landwein ließ sich gut führen, nur wenn Gras in ihrer Nähe war, musste ich ihr etwas zeigen wer hier der Chef war, sonst verlief alles problemlos. Eine halbe Stunde spazierten wir so über Julies's Hof und ich sah mir alles an. Zwischen durch wollten sich immer wieder Bremsen an der kleinen niederlassen, doch gemeinsam verscheuchten wir die Viecher alle wieder! Jetzt wollte ich trotzdem noch etwas mit ihr arbeiten. Also holte ich ihre Trense und die Langzügel aus dem Sattelschrank. Sie lies sich geduldig auftrensen und kurz darauf standen wir schon in der kühlen Halle.
      Nach dem aufwärmen übten wir ein paar Tricks wie Plie und arbeiteten am versammelten Galopp, welche die M-Dressur ausgebildete Stute aber mit links beherrschte.Nach einer halben Stunde wollte ich Alice noch schnell raus auf die Weide lassen, damit ich ihre Box noch ausmisten konnte. Ich brachte Alice mit Halfter und Fliegenmaske auf die Weide. "Wehe, du machst die Maske kaputt, dann ist Julie aber sauer", meinte ich nur, streichelte dei Stute noch einmal und ging dann in den Stall. Dort füllte ich als erstes schnell einen Eimer mit kaltem Wasser und brachte ihn dem Pony auf die Weide, dann suchte ich mir Schubkarren und Mistgabel und machte mich an die Arbeit. Nach 15 Minuten war die Box komplett leer und ich brachte die volle Schubkarre zur Misthaufen, welcher umwimmelt von lästigen Fliegen war. Danach suchte ich noch das Einstreu, fand es aber schnell und weiter ging es mit der Arbeit! Schnell war die Box wieder eingestreut und so konnte ich Alice zufrieden wieder reinholen. ie Stute wartete schon ungeduldig am Zaun auf mich. Ich hakte den Strick ein und führte die aufgeweckte kleine zügig zum Stall. Sie betrat ihre Box voller Freude, ich konnte sie verstehen, schließlich war es draußen wirklich warm! Nachdem Alice wieder in ihrer Box stand, holte ich das Wasser wieder rein - besser gesagt den leeren Eimer - und danach das Fliegenmittel vom Putzplatz. Dann ging ich nochmals zu Landwein's Box. Ich säuberte die Tränke noch schnell, dann bekam sie noch ein Leckerli und ich verabschiedete mich von der Hübschen. "Vielleicht komme ich ja öfter mal vorbei. Aber dann bist du nicht mehr vom reiten beferit!", warnte ich Alice mit einem breiten Grinsen gleich noch vor, während sie genüsslich ihr Leckerli fraß. Dann schloss ich die Box wieder, ging zu meinem Drahtesel und fuhr nach Hause.
    • Rhapsody
      Alte Pflegeberichte
      3/30

      Morrigan kommt zu Besuch
      15. November 2012 -- Morrigan

      Heute hatte ich mal wieder Zeit mit meinen Hunden einen schönen Ausflug zu planen,doch gerade als ich dabei war die Sachen für Gaya und Chicco zu packen klingelte mein Haustelefon. Verwundert lief ich in die Küche starrte Ratlos auf die Anzeige-die Nummer kannte ich nicht- ging ran ,meldete mich beim Namen um dann festzustellen da hatte jemand auf meine Anzeige reagiert. Ich hatte mich angeboten mich um ein paar Pferde zu kümmern und nun hatte sich darauf wer gemeldet. Ich klärte noch schnell die Sachen bis ich dann beschloss das gleich heute zu erledigen würde ich eben einen der Hunde mitnehmen. Meine Wahl viel auf Gaya da sie einfach ruhiger war als der quirrlige Jack Russel. Also verfrachtete ich Chicco zurück in sein Körbchen Gaya in die Box im Auto,dann schmieß ich meine Tasche plus Helm auf die Rückbank und quetschte mich selbst hinter das Steuer meines Transporters. Das Navi hatte ich schnell eingeschalten,eingestellt und betete zu wem auch immer es würde mich nicht-schonwieder-im Stich lassen.
      Eine knappe halbe Stunde fahrt und ich hatte mein Ziel erreicht sogar ohne irgendwelche Umwege oder über Wege die nicht existierten. Manchmal hatte ich das Gefühl das Gerät oder vielmehr Technik allgemein hasst mich.Nun denn ich stieg aus öffnete die Klappe lies die Gaya ihre Glieder wieder strecken und als ich mich umdrehte kam auch schon eine Frau mit Locken auf mich zu. Sie stellte sich mir als Julie vor fragte sogleich für welche Pferde ich mich entschieden habe. "Also rein vom Charakter her würde ich gern die Alice und Van Deyk heute übernehmen. Mit meinen Hengsten zu Hause habe ich genug zu tun. Da hab ich mir jetzt mal die braveren Ausgesucht." Mit einem Lächeln erwiderte sie das meine und gab mir dann einen Crashkurs über den Hof und zu den beiden Auserwählten Pferden. Da Julie noch etwas anderes zu tun hatte verabschiedete sie sich für das erste während ich noch vor der Entscheidung stand welches Pferd ich zu erst machen wollte. Die wahl fiehl mir mithilfe von einem Abzählreim einfacher und so traf der Zeigefinger die Wahl und Van Deyk würde mein erstes "Opfer" sein. Der schöne Schecke steckte mir seinen Kopf aus der Box entgegen und schnobberte interessiert an meiner ihm hingestreckten Hand. Ich lies nicht lange auf mich warten drehte um holte aus der Sattelkammer Putzkasten,Gerte,Halfter und Strick dabei fiel mir im Regal über seinen Sachen ein Stapel Pässe auf. Es waren sein Stammbaum und der Impfpass aus reiner Berufs neugierde öffnete ich letzteres um festzustellen,dass der gute mit seiner Impfung etwas spät dran war. Ich schloss den Pass vorerst kehrte zurück,holte den guten aus der Box und begann mit gleichmäßigen Bürstenstrichen sein Fell von losem Heu zu befreien. Selbiges tat ich auch in Mähne,Schweif und Schopf wobei ich hier jedoch mit eigenen Händen arbeitete. Zu guter letzt folgten seine Hufe,dann tauschte ich das Stallhalfter gegen das Knotenhalfter aus um mit ihm in der Halle ein wenig seine Bodenarbeitsfähigkeiten zu ergründen. Als erstes jedoch machte ich ihn dort ab,sodass er sich erstmal austoben konnte,doch Pustekuchen Deyk hatte erstmal nichts besseres zu tun als sich im Sand der Halle zu wälzen-Na super da hätte ich das putzen sparen könnnen. Ich schüttelte leicht den Kopf als er wieder stand rannte ich spielerisch auf ihn zu riss meine Hände nach oben folgte ihm ein paar Schritte um dann selbst bei zu drehen und vor ihm davon zu rennen. Zunächst wirkte der Hengst ein wenig verwirrt bis er plötzlich wie von einer Tarantel gestochen auf mich zugeschossen kam knapp an mir vorbei raste und genau wie ich bei drehte und erneut auf mich zu kam. Daraus wurde eine Art Hetzspiel bis mir das Herz bis zum Halse schlug,meine Waden brannten und ich nach Atem ringend vor Lachen nahe an einem Astmaanfall zu sein schien. Deyk kam näher und schnupperte neugierig an meinem Hintern ich wackelte mit der Hand um ihn zu verscheuchen,doch er lies sich kaum davon abbringen. Dann als der Atem zurück kam und ich nicht mehr vornüber gebeugt stehen musste stellte ich mich gerade hin und verpasste ihm einen kleinen Klaps gegen die Brust. Er zuckte zurück schien einen Moment erstaunt ergab sich jedoch in sein Schicksal. Dann hackte ich den Strick wieder in die Schlaufe unterhalb des Knotens erhob meine beiden Hände diesmal ruhiger legte sie gegen seine Brust und während ich leichten Druck ausübte tat ich einen Schritt näher "ZuuRück" langsam darauf bedacht anscheinend nicht zu stolpern tat er ein paar Schritte rükwärts. Meine Hände verschwanden von seiner Brust ein einzelner Versuch ob er auch rückwärts gehen würde ohne den Druck. Zunächst machte er einen letzten Schritt blieb stehen und blickte fragend drein "Ja hast du gut gemacht" lobte ich ihn grinsend. Noch mehrere Male wiederholte ich das ganze Prozedere bis er verstand was ich genau von ihm wollte. So waren beinahe wie im Fluge knapp 30 min. vergangen nun hatte sich Dyek aber ene Belohnung verdient....Also löste ich ihn erneut von dem Strick lies ihn allein in der Halle zurück bis ich einen großen Eimer Müsli fertig gemacht hatte ihn vor die Bix stellte und die Tür der Halle öffnete ihn am Halfter packte und in Richtung Eimer dirigierte. Während er also genüsslich fraß machte ich mich daran Alice fertig zu machen. Julie hatte sie mir als sehr lieb beschrieben und falls ich auf dem Platz gut klar käme würde ich es wagen eine Runde in das Gelände zu gehen. Innerlich freute ich mich darauf und die Tatsache das ich "nur" 1,58 groß war und knappe 54 Kilo wog erlaubte es mir Alice ohne weiteres zu reiten ohne ihr Schaden zuzufügen. Auch Alice hatte Heu in ihrer Mähne und dem Schweif sanft ohne dabei Haare auszureißen entfernte ich die Heuteile aus besagten Teilen ihres Körpers. Mit ebenso sanften Bürstenstrichen entfernte ich leichtn Staub,alte Haare uns so wie es aussah auch ein paar Hautschuppen aus ihrem braunen Fell. bald darauf war Deyk fertig ich sperrte ihn zurück in die Box brachte den Eimer in die Sattel- und Futterkammer und brachte das Sattelzeug von Alice gleich mit. In windes Eile hatte ich sie gesattelt,getrenst und befand mich auf ihrem Rücken auf dem Platz. Sie reagierte gut auf die Hilfen, lies sich brav anhalten,sodass ich beschloss einen Versuch zu wagen. Im flotten Trab umrundete ich die Bahn bis zum Tor öfnete es vom Pferd aus um dann den Weg in Richtung der Wiesen abzuhauen. Dort angefangen wagte ich einen ersten,leichten Trab,doch ich spürte das da ne ganze Menge angespannte Energie in ihr steckte. Brav lies sie sich jedoch durchparieren. Der Weg führte langsam in einen Wald mit halbhohen Bäumen dort lies ich ihr die Zügel trabte an um ihr dann die Wahl auf einen Galopp zu geben,Alice sprang sofort auf dieses "Angebot" an. Sollte sie nach einer schönen Galoppade wirklich nicht zu bremsen sein konnte ich sie noch immer leicht gegen die Bäume lenken. Also beugte ich mich leicht vor in den leichten Sitz die Zügel leicht durchhängend und genoss den Wind in meinen Haaren. Erst jetzt fiel mir auf das ich die Kappe vergessen hatte meine Hände versenkten sich in Alice schwarze Mähne während ich mich an ihre Bewegungen anpasste. Der Waldweg beschrieb langsam aber sicher einen leichten Bogen bis ich sah wie sich vor mir langsam die Wiese ausbreitete. Nun setzte ich mich wieder in den Sattel machte mich schwer nahm die Zügel leicht an Augenblicklich wurde Alice langsamer und wechselte vom Galopp in den Schritt. Das hatte ja super geklappt dachte ich bei mir den Rest des Rittes blieb ich schön entspannt im Schritt. Allem in allem kam ich sicher am Hof an hatte mich sogar nur einmal verfranzt fand dann aber Recht gut zurück zu Julies Hof. Dort sattelte ich Alice auf dem Platz ab machte ebenfalls die Trense ab nur um sie dann dort zu lassen damit sie sich wälzen könnte. Danach bekam sie ebenfalls Futter während ich Gaya einsammelte wieder ins Auto verfrachtete dort die fehlende Impfung für Van Deyk holte sie ihm noch verpasste,den Zettel mit unterschrift in das Impfbüchlein einschrieb und im selben Atemzug einen Zettel für Julie fertig machte.
      Da Van Deyk und auch Alice eine Impung fehlte war ich einfach mal so frei und habe sie beiden verpasst und eingeschrieben in ihre Pässe. Die beiden haben sich vorzüglich benommen und ich würde sie gern mal wieder pflegen. Ansonsten freue ich mich dir geholfen zu haben.
      LG Morrigan
      Dann brachte ich Alice zurück in die Box fischte aus der Tasche ihre "Portion" der Spritze setzte sie an einer passenden Vene an und schon hatte auch Alice die Impfung hinter sich. Dann packte ich all meine Sachen zusammen und machte mich auf den Heimweg.
    • Rhapsody
      Alte Pflegeberichte
      4/30

      Neuanfang
      23. Januar 2013 -- Julie

      Mit einem komischen Gefühl stand ich heute auf. Heute würde der letzte Tag sein. Ich hatte alle bürokratischen Dinge abgewickelt und auch einen Käufer für meinen alten Hof und das Haus hier gefunden. Der Kaufvertrag war unterschrieben, ebenso der Vertrag für das neue Grundstück wo ich ab jetzt mit meinen restlichen Pferden hinziehen werde. Auch meine sämtlichen Angestellten hatte ich entlassen. Nun stand nur noch der Umzug bevor.
      Das Büro war schon geräumt, die Futterkammer im neuen Stall gefüllt, die Boxen waren schon eingestreut. Alles war auf die Pferde vorbereitet.
      In meinem Haus hatte ich schon alles was ich nicht zum Leben brauchte in das neue Haus gebracht. Der Rest würde heute noch folgen.
      Es sollte ein kalter Tag werden wie ich mit einem Blick auf das Thermometer feststellte. Typisch für Mitte Januar lag Schnee und ich hoffte ohne Komplikationen von A nach B zu kommen. Widerwillig schob ich die warme Bettdecke zur Seite und stand auf. Ich zog mir meine Stallklamotten an und ging nach unten um mir einen Kaffee aufzusetzen und Jessy rauszulassen. Zeus war mittlerweile leider gestorben, da er Krebs hatte und nach langem Überlegen beschloss ich mir wieder einen Hund zuzulegen. So zog Jessy ins Haus, ein schwarzer Flat Coated Retriever. 6 Monate alt und nur Flausen im Kopf. Ich schüttelte den Kopf darüber, als ich daran dachte wie sie damals mit 8 Wochen das erste Mal durch mein Haus gestolpert ist. An die vielen Dinge die unter ihrem Beißdrang zu leiden hatten. Mittlerweile war sie gewachsen, hatte noch mehr Energie entwickelt und war neben den Pferden das Wichtigste in meinem Leben.
      All das ging mir durch den Kopf, während ich meinen Kaffee trank und durch das Fenster Jessy beim Toben durch den Garten zusah. Ich sah auf die Uhr. „Noch genug Zeit.“, murmelte ich, trank aus und stellte die Tasse in den Geschirrspüler. Dann schüttelte ich mich kurz um die trüben Gedanken abzulegen und begann ein Lied zu summen, während ich Richtung Bad.
      Als ich fertig war, war es 7 Uhr. Ich pfiff nach Jessy und schlug den kleinen Weg in Richtung meines alten Hofes ein. Wehmütig betrachtete ich meinen Namen auf dem Briefkasten. Julie Lehmann. Bald würde hier ein anderer Name stehen. „Jetzt hör doch auf Trübsal zu blasen. Es ist das Beste und der neue Hof ist toll.“, schalt ich mich selber. Jessy sauste schon in Richtung Hof. Ich summte wieder und sah wie jeden Tag anfangs in den Hengststall. 3 Köpfe sahen mir erwartungsvoll entgegen. Ich begrüßte meine 3 Hengste freundlich und streichelte jeden kurz. Dann schmiss ich jedem eine Ladung in die Box und holte 3 Eimer um das Futter vorzubereiten. Leise summte ich wieder vor mich hin, während ich die Eimer füllte. Dann leerte ich zuerst Van Deyk und danach dem Fürsten und dem Spanier das Futter in die Krippe. Mit einem leisen Brummeln verschwanden drei Nasen im Futter und man hörte nur mehr zufriedenes Kauen und Schmatzen.
      Lächelnd ging ich weiter zum Stutenstall, wo sich zwei Köpfe hoben als ich eintrat. Alice wieherte leise und auch Strigoi brummelte. Auch die beiden begrüßte ich wie zuvor die Hengste und bereitete dann auch den zwei Mädchen summend das Futter zu, nachdem ich das Heu in die Boxen geschmissen hatte. Nachdem ich es beiden gegeben hatte, verschwanden auch hier sofort die Nasen und man hörte ein zufriedenes Kauen.
      Während die Pferde ihr Frühstück vertilgten, erledigte ich einige Arbeiten. Ich fegte den Hof und den Putzplatz, äppelte die Paddocks ab und fegte dann die Stallgassen. Anschließend begann ich die ersten Sachen umzugsfertig zu machen. Decken und diverses anderes Zubehör verschwand in großen Kisten.
      Schließlich war die Sattelkammer fast leer. Nur die Halfter, zwei Stricke und das Sattelzeug hingen noch darin. Am Boden stand noch das Putzzeug. Auch die Abschwitzdecken hatte ich noch dagelassen. Alles was Platz hatte, war schon sorgfältig in meinem Kombi verstaut. Den Rest würde ich dann gemeinsam mit James rüberfahren, der sich bereit erklärt hatte mir beim Umzug zu helfen. Er war ein ehemaliger Angestellter von mir und wir wurden in der Zeit, wo er für mich arbeitete, wirklich gute Freunde.
      Zufrieden mit mir, schnappte ich mir ein Halfter, einen Strick und eine Putzbox, ging erneut in den Hengststall und zielstrebig zu der Box des einzigen Schecken den ich hatte. Van Deyk brummelte freudig, als er mich sah. Ich kraulte ihn kurz und redete dabei auf ihn ein. Dann halfterte ich ihn auf, was er bereitwillig geschehen ließ und führte ihn hinaus in die Putzecke. Dann fing ich an ihn sorgfältig zu putzen. Ich striegelte ihn, bürstete Mähne und Schweif bis sie wieder voll und glänzend herabhingen und schnitt beides zurecht. Anschließend kratzte ich noch die Hufe aus. Schließlich ging ich hinein und mistete noch seine Box aus.
      Aus der Sattelkammer holte ich dann sein Sattelzeug und schleppte beides zurück zu dem Hengst. Ich sattelte und zäumte ihn und führte ihn in die Halle. Dort arbeitete ich ihn ca. eine Stunde lang und übte vor allem die Übergänge und die Seitengänge.
      Nachdem wir fertig waren, ritt ich ihn noch ab und schmiss ihm dann eine Abschwitzdecke rauf, sobald ich ihn abgesattelt hatte. Zufrieden führte ich ihn zurück in die Box, gab ihm ein Leckerli und lobte ihn noch einmal. Anschließend kam Fürst dran. Auch er wurde zuerst geputzt, dann seine Box gemistet und schließlich aufgezäumt. Allerdings wollte ich ihn heute nur longieren, da er heute seinen leichten Tag hatte. Nach einer dreiviertel Stunde brachte ich ihn zurück und holte mir den temperamentvollen Spanier. Ezio machte wie immer etwas Show, während wir rausgingen. Ich ließ mich von seinem Temperament jedoch nicht mehr aus der Ruhe bringen und als wir beim Putzplatz waren, hatte sich der Hengst ebenfalls beruhigt. Nachdem ich ihn geputzt hatte, mistete ich ebenfalls seine Box aus.
      Mit ihm machte ich heute wieder Bodenarbeit. Er arbeitete super mit und ließ ausnahmsweise mal nicht den Macho raus. Zufrieden führte ich ihn zurück in den Stall und kraulte ihn noch kurz und belohnte ihn.
      Mittlerweile war es Mittag. Ich kümmerte mich noch um Alice, mit der ich ebenfalls Dressurarbeit machte, nachdem ich sie geputzt und ihre Box gemistet hatte. Zum Schluss kam dann noch Strigoi dran, mit der ich auch Bodenarbeit machte, nachdem ich sie geputzt hatte. Auch ihre Box hatte ich ausgemistet und nachdem ich sie zurückgebracht hatte, pfiff ich Jessy und ging nach Hause etwas essen.
      Nach dem Essen, richtete ich die beiden Hänger her. Einen hatte ich mir geliehen, der zweite gehörte mir. Dann wartete ich geduldig auf James und räumte gleichzeitig noch den Rest zusammen. Als James eintrudelte war alles vorbereitet und die Pferde transportfertig. Wir begrüßten uns herzlich und luden dann noch James Kleinbus voll. Dann führten wir die ersten zwei Pferde zum Hänger. Ezio und Van Deyk waren die Ersten. In den Hänger daneben kamen Alice und Strigoi.
      Ich kontrollierte noch einmal alles und stieg schließlich in mein Auto. Jessy hatte ich zu Hause gelassen, da ich ihr die Hin- und Herfahrerei nicht antun wollte. Die Straßen waren super zu befahren und so gelangte ich schnell zu meinem neuen Zuhause.
      Ein kleiner Hof mit insgesamt 8 Boxen und etwas Grund. Ich war zufrieden damit. Glücklich darüber, dass die Fahrt ohne Probleme verlaufen ist, lud ich die Pferde aus und brachte sie auf den Paddock damit sie sich die Beine vertreten konnten. James der nach mir gekommen war, lud die beiden Stuten aus und ließ sie ebenfalls auf einen Paddock. Wild buckelnd erkundeten Alice und Strigoi den Platz und galoppierten herum.
      „So jetzt noch den schwarzen Fürsten und das restliche Futter und dann hätten wirs“, verkündete ich fröhlich und stieg wieder ins Auto. James fuhr mit um mir zu helfen. Während er Fürst noch transportfertig machte lud ich noch diverse Futtermittel ein, die ich mitnehmen wollte. Das Heu und das Stroh hatte ich mit dem Hof mitverkauft da es mir zu umständlich war auch das mitzunehmen. Mit viel Glück hab ich aber dafür sorgen können, dass ich auf dem neuen Hof genug Heu und Stroh hatte. Zumindest über den Winter kam ich damit.
      Nachdem ich fertig war, lud ich noch den schwarzen Hengst ein und fuhr los.
      Am Zielort angekommen, brachte ich Fürst auf den Paddock und lud dann mit James gemeinsam alles aus. Wir verstauten das Sattelzeug, die Halfter, das Futter, diversen Kleinkram und noch mehr. Schließlich waren wir fertig und streuten noch die Boxen ein. Dann fingen wir die Pferde ein und brachten sie in ihren neuen Stall. Nachdem jeder in seiner Box war, sein Heu und sein Futter hatte, die Stallgasse gefegt war verabschiedete ich mich dankbar von James und versprach eine Belohnung für seine Hilfe. Dann fuhr ich erneut zurück und lud meinen restlichen Hauskram ein. Auch Jessy nahm ich jetzt mit. Es war mittlerweile Abend und ich war froh wenn ich in meinem Bett war.
      In meinem neuen Zuhause angekommen, räumte ich alles notdürftig ein, sodass ich nicht im Chos versank und bereitete mir und Jessy das Abendessen vor. Dann fiel ich müde ins Bett. Meine letzten Gedanken galten dem was mich morgen erwartete.
    • Rhapsody
      Alte Pflegeberichte
      5/30

      TA-Bericht
      08. Oktober 2013 -- Julie

      Da meine Rasselbande demnächst auf die große Reise gehen soll, wollte ich sie vorher alle noch mal durchchecken und die Impfungen auffrischen. Auch entwurmt sollten alle nochmal werden. Also sammelte ich in der Praxis alles zusammen und fuhr auf meinen Hof. Ich hatte schon am Morgen alle Pferde gefüttert und sie danach auf die Weide entlassen. James, ein alter Kumpel von mir, der mir schon ewig auf dem Hof half, tauchte wenig später auf und ich erklärte ihm wie ich die ganze Geschichte anpacken wollte.
      Da ich mir zuerst die Stuten vornehmen wollte, bewaffneten wir uns 2 Stricken und holten nach und nach Strigoi, Ayumi, Maifee und Alice von der Koppel. Alice band ich gleich am Putzplatz an, die anderen brachte ich vorrübergehend in den Stall.
      Dann holte ich mein Zeug und begann Alice erstmal durchzuchecken. Ich betastete ihren Rücken und ihre Beine, sah mir die Zähne an, maß den Puls und die Temperatur. Anschließend ließ ich sie mir noch von James vortraben. Es passte alles wunderbar, also verabreichte ich ihr zuerst die Wurmkur und frischte dann die Impfungen auf.
      Als nächstes kam Maifee dran. Die kleine Stute wurde ebenfalls durchgecheckt, ihr Gangbild angesehen und dann geimpft und entwurmt. Ich hatte sie noch nicht lange und ging deshalb dementsprechend vorsichtig mit ihr um, doch es gab kein Problem. Auch Maifee war kerngesund und fit für die große Reise.
      Anschließend kam Strigoi dran. Strigoi war in Sachen Tierarzt eine Art Schlaftablette. Sie ließ alles dösend über sich ergehen, nur bei der Impfung zuckte sie kurz. Die Welshstute war topfit und hatte keinerlei gesundheitlicher Beschwerden.
      Ayumi war etwas schwierig, da sie noch sehr jung war, doch mit der Hilfe von James und gefühlten 3 kg Leckerlis und einem Redeschwall an beruhigenden Worten, schaffte ich es auch sie zu impfen und zu entwurmen. Ayumi war ebenfalls topfit und hatte ein klares Gangbild.
      Nachdem wir alle Stuten wieder auf die Weide verfrachtet hatten, wo sie sich genüßlich dem Gras widmeten, kamen die Hengste dran.
      James und ich schnappten uns der Reihe nach Van Deyk, den Fürsten, Ezio und Snowflake. Ich begann mit meinem kleinen Macho, der den Putzplatz sofort intensiv beschnupperte. Da aber die Stuten, die er roch nicht in Sichtweite waren, stieß er erstmal ein gellendes Wiehern aus und sah sich suchend um. Unruhig trat er hin und her, was mir das untersuchen nicht gerade leicht machte. Auf mein strenges „Steh!“ blieb der Hengst schließlich mit einem etwas verdutzten Blick stehen und sah mich mit einem „was hast du denn?“ Blick an. Ich ignorierte und führte meine Untersuchungen fort. Dann ließ ich ihn ebenfalls vortraben und gab ihm schließlich seine Impfungen und seine Wurmkur.
      Van Dey, der als Nächstes dran kam, war das Gegenteil des Andalusiers. Geduldig ließ er alles über sich ergehen und zuckte nicht einmal bei der Impfung. Ich lobte ihn und freute mich dass er immer noch so fit war. Dann holte ich den Fürsten, wo es ebenfalls kein Problem gab. Ich kannte ihn schon sehr gut und wusste wie ich zu tun hatte, damit er sich in Ruhe impfen ließ. Zufrieden entließ ich ein weiteres gesundes Tier zurück auf die Weide. Zum Schluss kam noch Snowflake dran. Der kleine Hengst war neu und so ging ich vorsichtig mit ihm um, da ich nicht wusste, wie er auf den Tierarzt zu sprechen war. Doch es gab keine Probleme und er ließ sich brav abtasten, Puls und Temperatur messen und auch beim Impfen und Entwurmen gab es kein Theater. Ich lobte den Hengst und entließ auch ihn auf die Weide. Seufzend wischte ich mir über die Stirn und bedankte mich bei James für seine Stimme. Ich würde ihn wirklich vermissen, wenn ich nach Australien gehen würde.
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      Hufschmiedbericht für Alice von Landwein
      07. Juni 2013 -- Helly25

      Heute hatte mich Julie gebeten, mich um die Hufe ihrer Pferde zu kümmern. Ich war schon anwesend, denn ich hatte mich vorher schon um einige andere Pferde gekümmert. Alice von Landwein wurde gerade angebunden. Ich kraulte sie kurz hinter den Ohren, dann holte ich meine Werkzeuge. Sie beäugte mich sanftmütig, während ich an ihren Hufen arbeitete. Zuerst kratzte ich ihr gründlich die Hufe aus, dann überprüfte ich eben jene nach Beschädigungen, Entzündungen oder Ähnlichem. Anschließend entfernte ich die alten Hufeisen sanft von ihren Hufen.
      Danach machte ich einen Probeschnitt, bei dem ich feststellte, dass nur wenig ausgeschnitten werden musste. Dann entfernte ich das wenige lose Sohlenhorn von allen Hufen, was sich Alice ebenfalls brav gefallen ließ. Danach raspelte ich noch ein wenig an den Hufen herum, und schon waren wir auch damit fertig. Ich ließ sie probeweise ein wenig herumlaufen. Die Hufe waren gut, so wie sie jetzt waren. Ich streichelte Alice noch einmal, dann bereitete ich die neuen Hufeisen vor. Sie beobachtete mich stets neugierig, während ich das neue Hufeisen, das ich vorher gründlich angepasst hatte, mit den Nägeln in ihren linken Vorderhuf schlug. Die Nagelenden, die dann auf der anderen Seite wieder herauskamen, verbog ich mit meinem Hammer, den ich aus meinem Koffer kramte. Diese Prozedur wiederholte ich auch noch mit den anderen 3 Hufen, dann benutzte ich den Knipser, um die noch aus dem Hufende herausragenden Nägel zu entfernen. Als wir alle Hufe beschlagen hatten, bekam Alice ein Stück Apfel von mir, dann prüfte ich, ob die Hufeisen auch richtig saßen, indem ich daran zog und sie kurz traben und galoppieren ließ. Alles saß perfekt. Kurz darauf verabschiedete ich mich von Alice von Landwein.
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      Hufschmied auf dem Gestüt von Julie
      19. September 2013 -- Eowin

      ch ließ mich in den Bully fallen, ließ den Motor an und schaltete als allererstes das Radio an, Sender umschalten, die passende Musik an. Check!
      Ich hatte eine relativ weite Fahrt vor mir – und das fiel mit Musik einfach leichter. Zumal diese auch das Geklapper der Hufeisen überdeckte, das konnte nämlich ganz schön nerven.
      Rückwärtsgang rein, laut mitsingen, ab geht’s!
      Nach rund einer Stunde Fahrt war ich endlich auf dem kleinen Gestüt von Julie angekommen, parkte meinen Bully direkt vor dem Stall und begrüßte Julie kurz. Ich ließ mir die Pferde zeigen, welche ich machen sollte, dann musste sie sich verabschieden, da sie noch Termine hatte.
      Als erstes stand Van Deyk auf den Plan. Den Hengst kannte ich bereits, sodass wir kein großes Problem miteinander hatten.
      Ich band ihn an, streichelte ihn kurz und holte dann meine Ausrüstung. Zuerst musste ich die alten Eisen entfernen, dann kürzte ich den Huf und feilte ihn in die richtige Form. Das war bei Deyk schnell gemacht, da er echt artig war.
      Als ich alle Hufe geraspelt hatte, trat ich einen Schritt zurück und schaute mir das Ergebnis an. Er stand gerade, alles gut.
      Dann fertigte ich die Eisen an. Da er viel im Springen ging, bohrte ich vorsichtshalber Stollenlöcher hinein.
      Auch das Anfertigen ging schnell. Und da er beim Annageln artig stehen blieb und den Huf schön hoch hielt, war er schnell fertig. Einmal im Trab die Stallgasse hoch und runter – alles saß perfekt und fest, nichts klapperte.
      So konnte Deyk schon wieder in den Stall und ich brachte mir direkt das nächste Pferd mit.
      Als nächstes war das Welsh Pony Fürst der Finsternis an der Reihe. Bei ihm hatte ich schon etwas mehr Probleme. Er ließ sich zwar artig anbinden, biss mich aber, sobald ich mich umgedreht hatte. Auch beim Hufegeben war er nicht so nett wie Deyk.
      Aber auch bei ihm konnte ich bald einigermaßen vernünftig die Eisen abnehmen und dann die Hufe kürzen. Bei ihm stellte ich fest, dass er phänomenal hartes Hufhorn hatte, sodass ich mit aller Kraft daran gehen musste. Dafür hatte er jedoch sehr gute Hufe ohne jegliche Risse oder Mängel.
      Nun konnte ich auch bei ihm die Eisen anfertigen und dann annageln. Er hatte eine höchst angenehme Hufform, sodass ich nicht viel anpassen musste. Mittlerweile schien er sich auch mit seiner Situation abgefunden und verstanden zu haben, dass er mich so leicht nunmal eben nicht los wurde. Beim Annageln war er jedenfalls vollkommen brav.
      Ihn ließ ich anschließend ebenfalls einmal über die Stallgasse traben und brachte ihn wieder in die Box, als ich sicher war, dass alles gut saß.
      Anschließend war Alice von Landwein an der Reihe. Hier hatte Julie mich direkt gewarnt, dass sie nicht Hufschmiedfromm sei. Na, das konnte ja heiter werden.
      Ich band sie ganz normal an, strich über ihren Hals und redete mit ruhiger Stimme auf sie ein. Sie war beschlagen – irgendwie mussten demnach ja auch die Eisen da drauf gekommen sein. Das stimmte mich etwas zuversichtlich. Für gewisse Notfälle hatte ich ein Sedativum im Bully, das wollte ich aber nicht unbedingt nutzen müssen.
      Beherzt nahm ich also den ersten huf hoch – zu meiner Überraschung ließ sie alles brav mit sich machen. Man sah, dass der letzte Hufschmiedbesuch noch nicht allzu lange her sein konnte, oder ihre Hufe wuchsen sehr langsam.
      Vorsichtig entfernte ich die alten Eisen von den Hufen und redete fortwährend beruhigend auf sie ein. Dann kürzte ich die Hufe und brachte sie in Form. Ihr Horn war deutlich weicher als das vom Fürsten, aber auch ihre Hufe waren in Ordnung.
      Nun konnte ich die Eisen anpassen. Dieser Vorgang war schnell gemacht. Als ich jedoch das heiße Eisen auf den huf drückte, sprang sie in die Seite und begann zu zappeln. Ich ließ nicht los, redete weiter auf sie ein und versuchte sie zu beruhigen, bis sie schließlich prustend und aufgeregt, aber still stehen blieb. Ich lobte sie sofort und beeilte mich, das Eisen anzunageln.
      Ähnlich lief die Prozedur auch bei den anderen Hufen ab. Aber es wurde immer besser – sie lernte schnell. Am Ende bekam sie eine Möhre von mir, damit sie lernte, dass ich ihr nichts tue. Dann ließ ich sie noch einmal über die Gasse traben und brachte sie dann ebenfalls in den Stall.
      Nun holte ich Ezio Auditore da Firenze aus dem Stall – der Weg zum Anbindering war jedoch spannend. Denn er zeigte deutlich, dass er ein Hengst war, machte sich groß, wieherte und war alles in allem nicht sonderlich gewillt, brav neben mir her zu gehen. Aber wir schafften es.
      Der Rest der Hufbearbeitung verlief dafür ziemlich angenehm. Ohne Probleme konnte ich die Eisen entfernen, die Hufe kürzen und feilen, korrigieren und richtig stellen. Dann – wie immer – Eisen anpassen, annageln – fertig. Eigentlich ein sehr angenehmer Hengst, wenn gerade keine Stute in Riechweite war. Aber das kannte ich ja schon.
      Auch ihn ließ ich die Stallgasse auf und ab traben. Bei ihm war es auch kein Problem, ihn in den Trab zu bekommen, da er ja ohnehin neben mir her trabte, wenn Stuten in der Nähe waren und er die Gelegenheit bekam.
      Es saß alles sehr gut, nichts klapperte oder war locker, kein Nagel stand hervor – er konnte wieder in die Box.
      Als nächstes holte ich Strigoi aus der Box. Sie giftete mich postwendend an, als die Boxentür knarrend zur Seite schwang.
      Doch auch sie war nachher recht brav, als ich die alten Eisen entfernte. Bei ihr war der Strahl verformt und hatte bereits Taschen gebildet, sodass ich ihn deutlich kürzen und zurechtschneiden musste. Hätte Julie etwas länger gewartet, hätte ich das ohne vorherige Behandlung nicht mehr korrigieren können. Auch ansonsten waren ihre Hufe sehr weich und teilweise eingerissen. Gott sei Dank konnte ich die beschädigten Stellen jedoch alle entfernen, da es ohnehin diejenigen Stellen waren, die aufgrund der Länge weggeschnitten werden mussten.
      Nun fertigte ich ihr Eisen an und nagelte diese dann an. Auch dies ging bei ihr sehr schnell.
      Als das Vortraben in Ordnung war, durfte sie wieder in ihre Box, wo sie mir sofort den Hintern zudrehte und genüsslich begann, Heu zu knabbern.
      Daraufhin war das erste Fohlen heute auf meiner Liste: Ayumi. Na ja, Fohlen ist gut. Die Stute war immerhin schon zwei Jahre alt.
      Dementsprechend ließ sie sich aber schon sehr gut führen, kannte das Anbinden und gab mir auch bereitwillig den Huf. Ab und an musste ich zwar absetzen, da sie noch nicht die Balance hatte, den huf so lange in der Luft zu halten, doch das war schließlich halb so wild.
      Und da ich bei ihr auch nur ausschneiden musste und sie darüber hinaus eine sehr gute Hufhornqualität hatte, war ich dementsprechend schnell fertig. Sie wuchs gerade und hatte eine schöne Hufform – viel zu korrigieren gab es hier nicht.
      Ich lobte sie nach getaner Arbeit und brachte sie dann wieder in die Box.
      Anschließend machte ich mich auf zur Box von Maifee. Gott sei Dank war sie doch nicht so klein, wie ich vermutet hatte. Sie musste knapp 90 Zentimeter geschätzt haben – deutlich angenehmer als die Sammel-Minishettys von unter 75 Zentimetern.
      Auch sie nahm ich mit zum Anbindeplatz, strich kurz über ihren Hals und begann dann mit meiner Arbeit.
      Sie war tatsächlich beschlagen. Es war kaum zu glauben – ich hatte wirklich keine Ahnung, ob ich SO kleine Hufeisen mit hatte.
      Aber zunächst entfernte ich die alten Eisen. Sie waren noch gut in Schuss – zur Not würde ich sie erst einmal wieder draufnageln.
      Anschließend kürzte ich die Hufe. Gott Lob war die Stute sehr brav und ließ alles artig über sie ergehen. Ab und an gähnte sie herzhaft.
      Als die Länge wieder passend war, feilte ich noch Form hinein und schnitt den Strahl noch etwas gerade. Ging bei der geringen Hufgröße alles ziemlich schnell, aber auch auf den Rücken. Ab und an musste ich mich gerade hinstellen und einmal strecken, da ich sonst Rückenschmerzen bekam.
      Bald war aber ein Ende in Sicht und alle Hufe standen korrekt.
      Nun ging ich zu meinem Bully und durchwühlte mein Hufeisensortiment. Und da, tatsächlich, ich hatte so kleine Hufeisen. Ich hätte es nicht gedacht, denn ich konnte mich nicht daran erinnern, jemals so kleine gekauft zu haben.
      Sie ließen sich auch gut und schnell anpassen. Bald presste ich also die heißen Eisen auf ihre Hufe und konnte sie annageln, als sie von der Form her passten.
      Auch mit ihr trabte ich einmal die Stallgasse entlang – alles passte sehr gut.
      Dann durfte die kleine Stute auch schon wieder in die Box. Sie war wirklich artig gewesen – sie gefiel mir.
      Endlich stand schon das letzte Pferd auf dem Programm. Doch als ich in den Stall von Little Snowflake schaute, stöhnte ich. Also doch so ein kleines Pony!
      Und ja, auch er war beschlagen. Noch kleinere Hufeisen!
      Als ich beim Entfernen der alten Eisen schon bemerkte, dass der kleine Hengst sehr brav war, beschloss ich, mich einfach neben ihm auf die Knie zu hocken. So war die Arbeit doch etwas rückenschonender, auch, wenn es so gewisse Risiken barg. Doch wie hieß es noch so schön? No risk, no fun!
      So ging es aber in der Tat viel leichter, auch wenn es nicht sonderlich gut für meine Hose war, da ich keine Lust hatte, zwischendurch immer aufzustehen und deswegen immer von Huf zu Huf rutschte.
      Snokflake enttäuschte mich nicht und blieb artig stehen, schnaubte an und zu ab oder schnüffelte neugierig an mir. Sehr liebenswertes Pony.
      Seine Hufe waren aber leider in nicht ganz so gutem Zustand, was aber nichts machte, da er ja ohnehin beschlagen wurde und er somit durch sein verhältnismäßig weiches Hufhorn keinen Nachteil haben dürfte. Julie musste nur aufpassen, dass ihm kein Eisen abriss, da das wieder annageln dann tendenziell bei ihm eher schwer werden würde.
      Auch für ihn fand ich noch Eisen in der passenden Größe, die ich fast gar nicht anpassen musste. Er war sehr korrekt gebaut und stand gut auf seinen Füßen. Das war ein großer Vorteil.
      Schnell nagelte ich bei ihm die Nägel an, beseitigte scharfe Kanten und schmierte zuletzt die Hufe noch mit Huffett ein. Dann ließ ich ihn noch einmal traben und korrigierte noch eine Stelle, die noch geklappert hatte.
      Dann durfte der kleine Kerl wieder in seine Box. Ich lobte ihn noch einmal, dann ging ich wieder zum Anbindeplatz, fegte dort die Hufreste zusammen und weg, sammelte mein Zeug ein und fuhr dann fröhlich nach Hause.
      Es war wirklich ein anstrengender Tag gewesen, da es aber insgesamt sehr angenehme Pferde waren, war dies nicht so schlimm. Dennoch war ich froh, wenn ich nachher die Beine hochlegen konnte.
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      Willkommen auf Gestüt 'La Fauconnerie'!
      22. Oktober 2013 -- Eddi

      „Schon die Verkaufsanzeigen durchgeschaut?“ fragte mich Monte grinsend und schob mir die Zeitung über den Frühstückstisch entgegen. Ich runzelte die Stirn, wurde aber schnell fündig, denn Monte hatte mir extra die benannte Anzeige rot einkreist. „Eine Auftakttochter?“ fragte ich neugierig und las mir die Anzeige durch, ehe mich leichte Trauer packte. Julie wollte sich aus dem Pferdeleben zurückziehen und suchte nun für ihren gesamten Hof neue Besitzer. Ich schaute schnell die Namen durch und entschied mich kurzerhand dafür, dass unser Gestüt Zuwachs in Form zweier Welshs bekommen würde. „Talulah? Machst du bitte den Hänger fertig?“ fragte ich lächelnd, sprang auf und lief ins Büro. Dort tippte ich Julies Nummer ins Telefon ein und rief direkt an. Ich wurde leicht gestresst, aber freundlich begrüßt und gab sofort meine Bitte kund. Julie schien begeistert, vor allem, weil ich die beiden Pferde für einen angemessenen Preis kaufen wollte. Als alles geregelt war, fuhr ich gemeinsam mit meiner Pflegerin los.
      Schon nach einer Dreiviertelstunde standen wir auf Julies kleinen Hof und ich wurde glücklich begrüßt. „Ich bin froh, dass sie zu dir kommen.“ lächelte sie und zeigte mir die beiden Prachttiere. Es handelte sich um Auftakts Tochter Alice von Landwein und den jungen Hengst Fürst der Finsternis. Beide bestachen durch ein wunderbares Äußeres, aber auch durch ihren Charakter. Alice kannte ich noch von damals, eigentlich hatte ich ihr Leben indirekt vom Fohlen bis zum Pferd mitverfolgt. Auch Fürst war mir nicht fremd und so wusste ich von beiden Pferden schon das ein oder andere. Während Talulah die beiden einlud, fragte Julie mich, ob ich Lust auf eine Tasse Kaffee hätte. Ich lehnte dankend ab, da ich kein Fan von Kaffee war. Dennoch besprachen wir in aller Ruhe den Vertrag und die Papiere. Als alles schriftliche geklärt war, überreichte ich Julie noch den Scheck über 80.000 Joellen und verabschiedete mich dann wieder. „Ich hoffe wir sehen dich mal wieder!“ rief ich noch, als wir schon fuhren.
      Zu Hause wartete für beide Pferde eine separate Weide, damit sie sich schön bewegen konnten, aber sich auch erst einmal eingewöhnen konnten. Natürlich wurden sie von allen besichtigt und bewundert. Fürst war aufgeregter als gedacht und trabte neugierig auf der Weide umher. Alice hingegen schien entspannt und ich wies Meg an, gleich einmal Animby zu holen und mit auf die Weide zu lassen. Wie gedacht, mochten sich die beiden Welshsstuten direkt von Anfang an. „Sie sind ja auch Vollschwestern.“ lächelte ich glücklich und streichelte Alice sanft über die Stirn, ehe ich mich auch wieder an die Arbeit machen musste.
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      Hufschmiede "Happy Hooves" – Zu Besuch bei Alice von Landwein und Fürst der Finsternis
      06. Dezember 2013 -- Pepe

      „Hallo Pepe, ich hätte wieder Arbeit für dich!“ Es war Edfriend am Telefon. „Gerne, was kann ich für dich tun?“, fragte ich sie. „Hätte eine Stute und einen Hengst für dich, beide zur Kontrolle und für einen Neubeschlag. Bei Alice machen mir die Nägel ihres lockeren Hufeisens etwas Sorgen.“, kam als Antwort. „Kein Problem, ich könnte morgen Nachmittag bei dir sein, passt das?“ Edfriend willigte ein und ich legte auf.
      Am nächsten Tag setzte ich mich in mein Auto und fuhr zu Edfriend. Ihr Hof lag nicht weit entfernt und so war ich schnell da. Ich stieg aus und machte mich auf die Suche nach ihr. Ich fand die Pferdebesitzerin in der Stallgasse und begrüßte sich freundlich. „Wir beginnen mit Alice hier“, erklärte mir Edfriend, „ich muss bei ihr nur noch die Hufe auskratzen, dann kann es losgehen.“ „Kein Problem, ich muss eh noch meine Tasche aus meinem Auto holen.“, entgegnete ich und kam wenige Minuten mit meinen Utensilien zurück. Edfriend hatte die Welshstute vor ihrer Box angebunden. „Das linke Bein hat ein lockeres Eisen, kannst du da mal nach den Nägeln sehen?“ Ich nickte und nahm die Zange aus meiner Tasche. Mit einem schnalzen hob ich ihr Vorderbein an. Vorsichtig entfernte ich das lockere, alte, abgelaufen Eisen der Stute und legte es beiseite. Dann entfernte ich zwei Nägel, welche sich etwas in das Horn gebohrt hatten. „Alles kein Problem, keine Verletzung, die Nägel waren nur oberflächlich im Horn.“, beruhigte ich Alice’ Besitzerin. Zur Sicherheit prüfte ich noch ob der Huf warm oder ähnliches war, bevor ich ihn ausschnitt. Die Hufe der Stute waren etwas zu lang, das war aber minimal und ließ sich mit Ausschneiden und Feilen in den Griff bekommen. Dann kam der nächste Huf an die Reihe. Auch hier entfernte ich das alte Eisen, schnitt aus und feilte nach. Die Welshstute schien neugierig zu sein, was ich an ihren Füßen machte, blieb aber entspannt und ruhig stehen. Während ich die restlichen Eisen entfernte, kontrollierte ich ihre Hufe. Hier und da schnitt ich die Hufe etwas kürzer, sonst war nichts Beunruhigendes festzustellen. Als ich fertig war, betrachtete ich die Hufe von allen Seiten und feilte dort nach, wo es nötig war, damit die Stute gleichmäßig stand. „Ich hole mal vier neue Eisen und passende Stollen aus meinem Auto!“ Alice von Landwein sollte mit neuen Aluminiumeisen beschlagen werden, bei ihr entschied ich mich für einen Kaltschlag. Edfriend hob den ersten Vorderhuf an und ich schlug routiniert die frischen Nägel auf das Horn. Nur einmal zuckte Alice zusammen, blieb sonst aber wie die ganze Zeit ruhig. Nachdem alle Nägel im Horn waren und gekürzt waren, schraubte ich die Stollen ein. Damit würde die Stute bei Schnee und auf Gras einen besseren Halt haben. Weiter ging es mit dem nächsten Huf. Auch hier half mir Edfriend und wenig später war auch dieser Huf beschlagen und mit Stollen bestückt Als ich mit allen vier Hufen fertig war, bat ich Edfriend die Stute ein wenig herumzuführen. Alice lief zuerst etwas unsicher, gewöhnte sich aber sehr schnell an die neuen Eisen. Ich feilte die Vorderhufe auf dem Bock noch etwas nach und schon konnte die Welshstute entlassen werden.
      „Mit wem geht es nun weiter?“, fragte ich Edfriend und sie führte mich zu Fürst der Finsternis, ebenfalls einem Welshpony. Ich ließ den Hengst an meiner Hand schnuppern, während Edfriend ihm vor der Box die Hufe auskratzte. Das Pony war neugierig mir gegenüber. „Gleiche wie bei Alice, die alten Eisen müssen runter, er bekommt auch Aluminiumeisen mit Stollen“ Ich nickte und während die Ponybesitzerin an den Kopf des Hengstes trat, hob ich den linken Vorderhuf an. Die Eisen des Ponys waren bereits stark abgelaufen. „Gut, dass du mich angerufen hast, nicht dass sich der Gute beim Toben sich oder andere verletzt hätte; die Eisen sind rasiermesserscharf.“ Mit der Zange entfernt ich das erste Eisen und schnitt den Huf aus. Fürsts Hufe waren nicht so lang gewachsen, hier war wenig Korrektur nötig. Auch das Horn war kräftig und keinesfalls brüchig. Ich feilte den Huf glatt und eben und ging zum nächsten Huf über. Fürst sah meine Pläne jedoch etwas anders. Er stampfte mit dem Huf auf, als ich ihn aufnehmen wollte. Edfriend schimpfte mit ihm und ich startete einen neuen Anlauf. Diesmal ließ der Hengst sich das alte Eisen abnehmen und den Huf korrigieren. Nachdem alle alten vier Eisen abgenommen und korrigiert waren, holte ich auch für den Hengst neue Aluminiumeisen mit Stollen. „Kannst du mir bitte beim Beschlagen helfen? Nicht, dass er mir den Huf aus der Hand zieht und ich womöglich meine Hand nagele...“, grinste ich. Edfriend war natürlich sofort zu Stelle und hielt mir den ersten Huf. Ich legte das Aluminiumeisen auf das Horn und schlug neue Nägel zur Befestigung hinein. Fürst zuckte einige Mal kurz mit dem Fuß, Edfriend hielt den Huf ihres Hengstes jedoch sicher und stabil. Als alle Nägel im Horn und abgekürzt waren, bekam das Pony Stollen eingeschraubt. Weiter ging es mit dem nächsten Huf, auch hier hielt mir Edfriend wieder das unruhige Bein des Hengstes. „Da ist wohl einer ungeduldig!“, lachte ich, als ich in den zweiten Huf die Nägel schlug. Als alle vier Hufe beschlagen und mit Stollen bestückt waren, durfte auch Fürst der Finsternis eine Runde durch die Stallgasse gehen. Ich betrachtete die Hufe und feilte den linken Vorderhuf noch etwas nach. „Damit wär auch er hier fertig.“, sagte ich zu Edfriend und sie brachte den Hengst wieder zurück in seine Box. „Falls noch etwas sein sollte, oder Alice wieder ein lockeres Eisen hat, ruf mich sofort an und ich komme vorbei.“ Edfriend verabschiedete sich von mir und ich packte meine Sachen zusammen. Dann ging es zurück nach Hause.
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      10/30

      In a one horse open sleigh
      10. Dezember 2013 -- Eddi

      „Jingle bells, jingle bells, jingle all the way! Oh, what fun it is to ride, in a one horse open sleigh, hey!“ Sangen Meg und ich in unserer schönsten Stimmlage. Die beiden Welsh Ponys sahen verstört in unsere Richtung, doch ich lachte nur. „Fandest du unseren Gesang so schlimm, Fürst?“ grinste ich und tätschelte dem Rappen seinen muskulösen Hals. Meg und ich waren gerade dabei, die beiden Ponys gründlich zu putzen, denn heute hatten wir etwas Besonderes vor. Seit einer Woche lag Schnee und den wollten wir nun nutzen! „Hast du Alice eigentlich schon ihren Pokal gezeigt?“ fragte Meg fröhlich und summte weiter. Ich schüttelte grinsend den Kopf und musterte die hübsche Welshstute, erst kürzlich hatte sie den 3. Platz bei der Stute des Monats Wahl belegt und wir waren alle sehr stolz auf sie gewesen.
      Nachdem die beiden Ponys ordentlich geputzt waren, holten wir die Geschirre aus der Sattelkammer. Ab und an hatten wir einige Probleme mit den ganzen Schnallen, doch irgendwann hatten wir beide Ponys sicher verpackt. „Tom?“ rief ich durch die Stallgasse und einige Minuten später kam er und holten die beiden Pferde ab. Zu fünft liefen wir raus auf den Hof, wo schon der Schlitten auf uns wartete. Genau, wir wollten eine Kutschfahrt machen! Aber nicht mit Fürst und Alice vor einem Schlitten, sondern mit zwei verschiedenen, denn die Mutter von Meg hatte heute Geburtstag und da sie total pferdevernarrt war, war das ihr Geburtstagsgeschenk. Gemeinsam mit Tom spannte ich die Ponys an, während Meg ihre Eltern und die Gäste in Empfang nahm.
      Schnell waren beide Schlitten voll und wir konnten losfahren. Die Route hatten wir gestern schon ausprobiert, genauso, wie wir in den letzten Tagen mit Fürst und Alice geübt, damit sie ordentlich vor dem Schlitten liefen. Manchmal hatte es dabei einige Eskapaden gegeben, doch die beiden waren die, denen ich am meisten bei so etwas vertraute und sie enttäuschten mich auch nicht! Beide liefen einfach spitze und ich konnte die Spazierfahrt richtig genießen. Irgendwann stimmten unsere Gäste auch wieder Jingle Bells an, was den Menschen und Pferden eine noch bessere Laune bereitete und wir so durch das weiße Wunderland fuhren.
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  • Album:
    1 | von Waldorf
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    Rhapsody
    Datum:
    24 Apr. 2021
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  • Alice von Landwein
    ”Alice”


    PEDIGREE
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    von: Auftakt

    von: Aladdin IV

    von: unbekannt
    aus der: unbekannt

    aus der: Campina

    von: unbekannt
    aus der: unbekannt

    aus der: Avec Charme

    von: Sensation de Triomphe

    von: unbekannt
    aus der: unbekannt

    aus der: L'Amour

    von: unbekannt
    aus der: unbekannt


    EXTERIEUR & INTERIEUR

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    Stute
    Welsh Pony Sek. B
    13 Jahre

    143 cm
    Dunkelbrauner

    Alice von Landwein ist eine fröhliche, kleine Welsh B Stute, die bis jetzt immer nur Freude bereitet hat. Sie ist recht aufgeweckt, hat jedoch alles in allem ein sehr angenehmes Temperament. Schon jetzt entwickelt die kleine Stute einen unblaublichen Ehrgeiz, der sie später bestimmt einmal sehr weit bringen wird!
    Alice besitzt ein ansgezeichnetes Exterieur und Gangvermögen, welches sie mit Sicherheit von ihren erforlgreichen Eltern geerbt hat.


    TRAINING

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    Fohlen ABC | Eingeritten | Eingefahren
    Englisch geritten


    Dressur M – Springen M – Western M – Fahren A


    ERFOLGE

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    Turniere
    214. Westernturnier

    217. Dressurturnier
    216. Westernturnier

    Andere
    SW 126

    Gewinnerin der 29. Stute des Monats Wahl, April 2011

    ZUCHTINFORMATIONEN

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    FS 112 Welshs & Roans FS 139 Welsh Bs


    Leihmutterschaft:
    Genotyp:
    Nachkommen:

    Jim Beam Bastian (v. Purety) – *2009, verstorben

    Elliot (v. Piccolo's Blaze) – *2011, verstorben
    Aggressor's Little Queen (v. Dissident Aggressor) – *2012, verstorben
    Acariya (v. BonnyBoy) – *2013

    STALLINTERN

    [​IMG]
    Besitzer: Rhapsody
    Ersteller: Bekki
    VKR: erloschen