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Fohlen ♥

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29 Aug. 2013
Ostwind12, 29 Aug. 2013
    • Ostwind12
      Die Karotte kommt!


      Eine gute Neuigkeit – ein weiteres Fohlen befindet sich nun in meinem Besitz. Und zwar wurde vor Kurzem ein neues Fohlen auf dem Hof geboren – Gulrót. Sie war ein besonderes Fohlen, schon von Geburt an, da sie einfach ein besonderes Fell besaß. Schnell war klar, dass wir eine isländische Übersetzung für „Karotte“ finden mussten, da ihr organgenes Fell einfach auffiel. Der Name hatte sich schnell gefunden und so wuchs er erstmal wie alle die anderen Fohlen gemeinsam in einer großen Herde auf und wurde dann mit sechs Monaten von seiner Mutter getrennt. Er wurde bei uns auf dem Hof geboren, sodass ich recht viel von seinem Lebenslauf mitbekam und ich war einfach immer die Person gewesen, die dieses Fohlen geliebt und auch stets gepflegt hatte. Und so war es fast klar, dass er früher oder später in meinen Besitz gelangen würde – und so war es dann auch. Seit nun einer Woche gehört er mir. Er blieb wie gewohnt in seiner jetzigen Herde stehen, nur dass ich mich noch intensiver mit ihm beschäftigte und anfing sein Vertrauen zu gewinnen. Täglich schmuste ich mit ihm, übte die Halfterführigkeit und das Hufegeben. Heute war das Selbe Programm an der Reihe und doch war es immer wieder toll zu wissen, dass er nun mein Fohlen war und ich auch später ihn in der Zucht begrüßen konnte – einfach ein tolles Fohlen!


      Clinic Caen - Fohlenmedizin, Chippen




      Die Fahrt zu Svarturs Hof lief wie immer problemlos ab und schon nach einer halben Stunde war ich da. Ich schnappte mir meine Tasche und machte mich auf die Suche nach Svartur, welche ich gerade nirgendwo entdecken konnte. Dabei konnte ich mir direkt mal den Stall und seine Bewohner anschauen und als ich durch die Stallgasse schlenderte, fand ich auch Svartur in einer der Boxen. Ich begrüßte sie herzlich und erkundigte mich dann nach meinem heutigen Patienten. Während ich mich am Putzplatz ausbreitete, holte Svartur den kleinen Hengst. Als ich ihn das erste Mal sah, musste ich an eine Möhre denken, denn genau diese Farbe besaß das witzige Kerlchen. Neugierig blickte er mich an und wollte seine Nasen am liebsten in meine Tasche stecken. Ich kniete mich vor ihn hin und betrachtete seinen Kopf genauer. Zuerst kontrollierte ich den Pupillenreflex und warf einen Blick in Nüstern und Maul. Dort war alles wunderbar, so dass ich mir mein Stethoskop schnappte und Herz und Lunge abhörte. Auch hier fand ich nichts Auffälliges, so dass ich mir noch seinen restlichen Körper anschaute. Die Gelenke und Sehnen sahen wunderbar aus und auch seine Körpertemperatur war im Idealbereich. Ich nickte Svartur lobend zu, der kleine Hengst war ein Volltreffer. Dann bat ich sie, ihn einmal auf der Stallgasse im Schritt und Trab entlang zu führen, damit ich eventuelle Fehlstellungen entdecken konnte. Doch auch hier gab es keine Probleme, so dass ich nur noch flott mit dem mobilen Röntgengerät die Bilder seiner Beine machte. Schon nach einige Minuten konnte ich die Bilder auch auswerten, doch Gulrót war kerngesund. Mit gutem Gewissen konnte ich also impfen. Ich bat Svartur, den kleinen Kerl zu beruhigen, während ich die erste Spritze gegen Influenza aufzog. Tapfer überstand das Fohlen die Spritze, genauso wie die nächste gegen Tetanus. Danach hatte er aber keine Lust mehr still zu stehen und begann herumzuzappeln. Nur mit Müh' und Not konnte ich ihn noch gegen Herpes und Tollwut impfen. Danach hatte er es auch schon fast geschafft, denn nun bereitete ich nur noch das Präparat zum Chippen vor. Danach suchte ich die richtige Stelle am Hals und brachte den Chip unter die Haut. Als das geschafft war, schnappte ich mir das Lesegerät und fuhr damit zweimal über die Stelle, damit es den Chip erkannte und registrierte. Kurze Zeit später war Gulrót offiziell gechippt und nun fehlte nur noch die Wurmkur, welche ich ihm flott verabreichte. Zum Schluss wollte ich noch einen Blick in sein Gebiss werfen und setzte ihm aus diesem Grund die Maulsperre ein. Mit der Leuchte konnte ich alle seine Milchzähne betrachten. Alle standen ideal und gerade, so dass Svartur sich hier keine Gedanken machen brauchte. Ich lobte den kleinen Kerl noch einmal und entließ ihn dann. Während Svartur ihn in seine Box brachte, räumte ich meine Sachen zusammen und verabschiedete mich, nun stand nur noch ein Patient für heute an.




      Fohlenspieltag:



      Heute hatte ich mir was ganz besonderes für meine kleine Rasselbande überlegt. Die Fohlen kamen glücklicherweise alle gut miteinander klar und auch Gulrót hatte sich nach der Trennung von seiner Mama super bei seinen neuen Freuden eingelebt, die ihn super bei sich aufnahmen. Er war auch der erste, den ich nun von der Koppel holte und in die Stallgasse führte. Dort nahm ich ihm die eigens für ihn angefertigte Decke mit einer Karotte drauf ab, und hängte diese in die Sattelkammer. Anschließend begann in den Körper des stetig wachsenden Hengstes mit einer Wurzelbürste zu pflegen bevor ich dann zum Schluss noch Mähne, Schweif und die Hufe versorgte. Da die anderen Fohlen auch noch geputzt werden mussten, er sich aber nicht mehr dreckig machen sollte, beschloss ich schnell zwei der großen Paddockboxen frei zu machen, indem ich Hákur und Boy hinaus auf das Paddock brachte und dann anschließend Gulrót in eine der Boxen stellte. Er wieherte nervös während ich verschwand um Hvíta und Tví zu holen. Die beiden stammten ebenfalls aus der Zucht von Vina, da ich schon vor einigen Jahren in regen Kontakt mit ihr gewesen war und ihre Pferde mich stets überzeugt hatten. Beide brachte ich in die Stallgasse, wo ich sie anband und ordentlich verpflegte, bevor Tví zu Gulrót in die Paddockbox kam und Hvíta nebenan. Dann holte ich zu guter Letzt noch Birdy und Twix. Auch diese putze ich schnell und brachte sie dann direkt in die Reithalle, wo ich ihnen die Halfter abnahm und beide sofort anfingen miteinander zu spielen. Anschließend brachte ich in zwei weiteren Läufen die vier anderen Fohlen hinzu und nahm auch ihnen die Halfter ab, damit sie mit den anderen beiden spielen durften. Um dem ganzen jedoch auch einen „Sinn“ zu geben fing ich dann an nach und nach ein paar Elemente zur Beschäftigung und Gewöhnung in die Halle zu bringen. Gespannt beobachtete die Rasselbande jede meiner Bewegungen und kaum hatte ich etwas Neues hinein gebracht wurde der Gegenstand sofort geprüft, ob er essbar war, zum Spielen geeignet war und was ihnen sonst noch alles spontan einfiel, jedoch sah ich bei keinem Fohlen Angst in den Augen, was mich positiv stimmte, da dies schließlich das Ziel der gemeinsamen Erkundung war. Auch eine knisternde Plane ließ alle bis auf Blossi kalt, der hingegen war erst etwas scheu, bis er sich an die Plane traute und kurz darauf schon neugierig auf ihr herum trat. Hinzu kamen noch einige Pylonen, Eimer, eine Wippe und alles was mir gerade in den Weg kam – Hauptsache die Jungpferde lernten ihre Angst zu überwinden. Nach einer guten Stunde beschloss ich, dass es nun Zeit wurde die Kleinen wieder in den Stall zu bringen, auch wenn sie immernoch Spaß an der Sache hatten, so wollte ich sie nicht überfordern und brachte sie in Zweiergruppen zurück in den großen Offenstall, wo ich noch schnell abäppelte und ihnen neues, frisches Heu und Stroh gab, worauf sich Gulrót direkt stürzte. Während die Fohlen zufrieden fraßen, dösten und tranken räumte ich noch auf, bevor ich dann weiter mit dem Gestütsalltag machte.



      Endlich wieder frischer Wind…



      .. auf der Fohlenweide. Seit Gulrót in meinen Besitz übergegangen war und mit meinen Fohlen auf einer Koppel stand, wurde er von den anderen ausgegrenzt. Er war deutlich jüngerer, als die anderen Fohlen, die teilweise schon fast drei- oder vierjährig waren und längst nicht mehr den ganzen Tag am Toben waren – und wenn dann wurde sich richtig gerauft, statt miteinander zu spielen. Schon länger schaute ich mich also nach einem Fohlen um, doch wirklich fündig wurde ich nie. Laut Fynn hatte ich einfach zu hohe Ansprüche, was ich aber nicht ganz nachvollziehen konnte. Ich wollte lediglich mal keinen Isländer haben, sondern stattdessen ein schickes Fohlen in Warmblutgröße, welches auch gerne ein Mix sein durfte. Es sollte mich halt nur ansprechen. Nach langem Überlegen und vielen Besichtigungen gab ich die Suche dann auf. Ich hatte mich schon damit abgefunden, dass mein Karöttchen halt mit viel Menschenkontakt aufwachsen würde, statt ganz normal mit den jungen Fohlen zu spielen. Täglich beschäftigten sich also alle mit ihm, bis Vina dann beim gemeinsamen Abendessen das Thema nochmal ansprach. Sie ermutigte mich noch weiter nach Verkaufsanzeigen zu gucken, fündig wurde ich aber nicht. Stattdessen sprang mir eine Deckanzeige eines Lusitano’s ins Auge. Ein hübscher Leopardschecke blickte mir mit treuen Augen auf den Bildern entgegen. Enttäuscht keine passende Stute zu haben, wollte ich die Deckanzeige schon wegklicken, als mir eine Idee kam. Sofort unterrichtete ich Vina davon und auch diese war begeister – eine tolle Mischung! Wir hatten vor den Lusitano Broken Numbers mit unserer Hannoveranerstute Promise zu paaren, da diese momentan noch keinen passenden Hengst hatte. Außerdem würden bei dem Fohlen tolle Dressuranlagen vorhanden sein, die wir später in unserem Ausbildungsbetrieb fördern könnten. Zuerst musste jedoch die Züchterin angerufen werden, was kurz darauf geschah. Wir konnten sie schnell für unsere Idee begeistern und so machten wir einen Termin aus. Gemeinsam mit dem ganzen Team fuhren wir zu der Züchterin, wo Promise dann abgeliefert wurde und zu Broken auf die Weide kam. Dieser tänzelte sofort umher und war begeistert. Um sicher zu gehen, dass die Stute aufnimmt, würde Promise für zwei Wochen hier stehen bleiben. Nach den zwei Wochen holten wir sie wieder ab und warteten dann Monat für Monat bis es endlich so weit war! Promise fohlte ab und sofort wurde auch die Züchterin herbestellt. Ein wunderschönes Hengstfohlen kam zur Welt, wessen direkt mit dem Namem ‚Alesco Requiem di Royal Peerage‘ getauft wurde. Schon nach wenigen Stunden tobte der junge Hengst über die Koppel und wir stellten Gulrót hinzu. Promise akzeptierte das zweite Fohlen und seine Mutter Blacky nach kurzem Gequietschte und beruhigt setzten wir uns zusammen und stoßen auf eine schöne Zukunft für Alesco an.



      Auch niedliche Fohlen werden mal groß! (Fynja)



      Immer wieder überraschten mich die Kleinsten am Hof mit ihren witzigen Ideen, ihrem Spaß an der Arbeit und vor allem ihrem schnellen Wachstum! Es kam mir vor als wären die beiden Pferde Hvíta und Tví erst vor wenigen Monaten geboren und dennoch hatten sie schon jetzt einen harmonischen Körperbau. Beide waren groß gewachsen und würden schon bald ihre ersten Prüfungen bestreiten, sodass ich nun mit der Trensengewöhnung anfing. Als erstes schnappte ich mir die Scheckstute Hvíta und begann sie zu putzen. Verlässlich blieb die kleine Maus stehen während ich sie putze. Dann ging es bewaffnet mit einer kleinen Trense in den Roundpen, wo ich sie erst etwas austoben ließ bevor ich sie zu mir rief. Hvíta kam brav angetrottet und ich machte sie mit der Trense bekannt. Zögerlich nahm sie das Gebiss an und kaute darauf herum. Nach gut dreißig Sekunden lobte ich sie und nahm ihr die Trense wieder ab. Ich wiederholte den Vorgang einige Male bis sie das Gebiss vollkommen akzeptierte. Dann ließ ich sie noch einige Runden mit dem ungewohnten Gegenstand laufen bevor ich ihr die Trense zum letzten Mal abnahm und sie im Schritt trocken führte. Dann ging es wieder zum Putzplatz wo ich sie versorgte ehe ich sie in den Stall brachte und als nächstes Bird mitnahm. Die Stute war ebenfalls schon recht groß und kannte die Trense bereits. Heute wollte ich sie etwas mit Ausbindern arbeiten um ihre Haltung zu schulen. Zuerst jedoch putze ich sie ausgiebig ehe ich ihr den Longiert anlegte und sie trenste. Gemeinsam gingen wir dann in den Roundpen wo ich sie in allen drei Grundgangarten gründlich aufwärmte bevor ich die Rollenschlaufzügel einhakte und sie erneut hinaus auf dem Hufschlag schickte. Erst versuchte sie sich gegen die Ausbinder zu stemmen und riss den Hals nach oben – schnell jedoch begriff sie dann, was von ihr gefordert wurde und nahm brav den Kopf runter. Zwar ging sie so noch lange nicht vor der Senkrechten, doch ich wollte die Pferde schließlich nicht einschnüren, sondern ihnen lediglich zeigen, dass sie sich nach unten dehnen können. Sie nutze das Angebot nun ausgiebig und kam immer tiefer. Ich lobte sie und longierte sie noch ein wenig, bevor ich ihr die Ausrüstung abnahm, sie sich wälzen ließ, versorgte und zurück in den Stall brachte. Als nächstes holte ich Blossi. Den kleinen Hengst putze ich nur ausgiebig und wusch ihn dann etwas, da es momentan angenehme 20° in Holland waren. Der Hengst genoss die Dusche und versuchte mehrfach spielerisch nach dem Wasser zu schnappen um einen Schluck zu nehmen. Ich erlaubte ihm die kleinen Spielereien, auch wenn man bei ihm besonders aufpassen musste, da er auch schnell zu frech werden konnte. Doch dieses mal blieb er friedlich und so ging es nach der Dusche schnell noch unter das Solarium, wo er geduldig warten musste, was ihm gar nicht passte. Immer wieder scharrte er und wollte sich der Situation entziehen, was ihm doch nicht gelang. Später sah er das ein und blieb brav stehen. Daraufhin lobte ich ihn ausführlich, band ihn los und brachte ihn zurück auf sein Paddock. Auf dem Rückweg nahm ich direkt meinen kleinen Liebling Gulrót mit. Auch ihn wollte ich waschen. Hibbelig rannte er dabei immer wieder hin und her, wollte partout einfach nicht stehen bleiben. Doch ich kannte meine kleine Karotte inzwischen gut genug um zu wissen, dass das alles nur Show war und er sich gleich wieder beruhigen würde. So kam es dann auch. Nach gut zehn Minuten stand er wie ein echter Profi und wartete auch unter dem anschließenden Solarium brav dar. Ich lobte ihm, gab ihm ein paar Leckerlis und führte ihn dann auf die Wiese vor dem Hof. An der Hand ließ ich ihn eine halbe Stunde grasen während ich mich damit beschäftigte sein restliches Winterfell zu entfernen und brachte ihn dann wieder weg. Als letztes Pferd für heute war nun Tvífari an der Reihe. Der ruhige Hengst ließ sich problemlos putzen und machte absolut keine Probleme. Schnell waren wir also soweit, dass ich ihn trenste. Er nahm das Gebiss gut an, auch wenn wir erst selten geübt hatten, so war er doch stets mit Spaß dabei gewesen und hatte schnell gelernt. Ich führte ihn in den Roundpen und longierte ihn dort eine gute halbe Stunde bevor auch er sich genug bewegt hatte. Ich versorgte ihn und ging dann zurück in das Haus, wo Vina bereits Essen für alle zubereitet hatte.

      Bilbo, 4.05.2014
      Ich war gut gelaunt als der Pferdetransporter auf meinem Hof ankam. Denn, ja, ich hatte das Glück vier wunderbare Isländer von einer netten Frau mit Namen Fynja abgekauft. Vier kerngesunde Isis, eine Stute, ein Hengstfohlen und zwei Hengste, von denen einer sogar gekört ist. Und allesamt wunderhübsch. Der Fahrer des Transporters half mir schnell die Ponys auszuladen und auf die Paddocks zu bringen und verabschiedete sich dann, da er heute noch einen weiteren Transport hatte. Ich bednakte mich für die Hilfe und wandte mich dann zunächst dem Fohlen, Gulrot, zu. Ich führte ihn auf die kleine Koppel, auf der mein Willy stand und die beiden beschnupperten sich neugierig und jagten sich dann gegenseitig spielerisch. Mich vergaßen sie allerdings auch nicht und beide kamen zu mir angetrabt, wobei es fast schon so schien als wollten jeder als erstes bei mir ankommen. Ich musste lachen und fuhr beiden kurz durch die kurzen Mähnen und verließ sie dann um mich den anderen drei zuzuwenden. Ich freute mich, dass Gulrot und Willy sich gut verstanden, denn so war Willy nicht mehr allein und Gulrot würde sich wahrscheinlich schneller an die Umgebung gewöhnen. Ich ging als nächstes zu Alvari, der gerade neugierig an seinem Paddockzaun schnupperte und ein wenig daran knabberte. "Hey du", sagte ich grinsend und tatsächlich schaute der Hengst auf. "Das schmeckt doch gar nicht" Ich zog ein Leckerli aus meiner Hosentasche und hielt es Alvari hin. Vorsichtig nahm er es aus meiner Hand und ich befestigte den Strick an seinem Halfter. Zunächst trottete er gemütlich hinter mir her, doch plötzlich begann er zu tänzeln und trabte beinahe an mir vorbei. "Hey!", sagte ich mit ruhiger und doch bestimmter Stimme, worauf Alvari mich bloß verwirrt ansah. Da waren wir allerdings auch schon an seiner Box angekommen und der Hengst vergrub sein Maul im Heu. Ich zog ihm noch das Halfter aus und hing es vor die Boxentür. Als nächstes ging ich wieder zu den Paddocks und ging auf Mellamo zu, der mich etwas misstrauisch beäugte. Ich näherte mich ihm vorsichtig und redete leise mit ihm. Etwas widerwillig ließ sich der Fuchs in seine Box neben Alvari führen. Ich strich ihm kurz durch die Mähne und Mellamo schnaubte. Ich nahm ihm das Halfter ab und er steckte seine Nase zufrieden in sein Heu. Zu guter Letzt holte ich Fauta von ihrem Paddock. Sie war wirklich sehr umgänglich und ließ sich munter in ihre Box führen, wo sie, im Gegensatz zu den Hengsten nicht sofort anfing zu futtern, sondern sich zunächst in ihrer neuen Heimat umsah. Als sie mich dann beschnupperte und sich ganz brav von mir streicheln ließ huschte ein Lächeln über meine Lippen. Ich schloss die Boxentür und ging dann in Richtung Fohlenweide, wo Willy und Gulrot noch fröhlich herumtobten. Ich sah ihnen eine Weile zu und da kam mir ein Gedanke. Ich ging in den Stutenstall, wo auch die extra große Abfohlbox war und machte diese dann fertig. Dann ging ich wieder zur Fohlenweide und befestigte an den Halftern beider Fohlen die Stricke und führte sie dann in den Stutenstall, wo sie die Abfohlbox beziehen durften. So konnten sie die nächsten Nächte zusammen bleiben, denn trennen wollten sich die beiden sicherlich erstmal nicht mehr.
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