Sammy

Ala' Forza

American Miniature Horse | Stute | 6 | 0 | 6

Ala' Forza
Sammy, 12 Okt. 2016
Rinnaja gefällt das.
    • Sammy
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      Pflegeberichte aus Ala' Forza`s Zeit bei Zasa
      Der letzte Rest des Sommers
      Der Wecker klingelte pünktlich um 7. Müde und gakelig kletterte ich aus dem Bett, etwas verwundert das es noch so dunkel war..normal strahlte mich jetzt schon die Sonne an. "Wie schnell der Sommer wieder um gegangen ist.." stöhnte ich vor mich hin. Mit dicken Augen bemühte ich mich der Kleiderwahl, ehe ich mein Frühstücks Müsli in der Küche zu mir nahm. Ach mein Hund Luna wartete bereits gefühlt 10 Stunden auf ihr Futter, weshalb ich es auch nicht länger warten lies.
      Nun zog ich mir fix die Schuhe an, und eine etwas wärmere Jacke..es waren schon wieder nur noch 10°C.
      Zuerst ging es in den Boxenstall wo ich Tiara und Colour Paint mit Futter versorgte. Frisch gemistet gab es noch eine große Ladung frisches Heu, ehe die zwei zu den anderen auf die Padocks durften. Weiter ging es im Offenstall, wo bereits Shapaan und Calle Cool auf mich warteten. Bevor ich jedoch mit dem einstreuen und Heu füttern begann, nahm ich mit Calle zur Hand. Brav lies er sich das Halfter überziehen und sich am Pfahl des Offenstalls anbinden. Ich lobte meinen jungen Prachtburschen, dann begann ich bereits damit die alten Zöpfe auf zu machen, zu verlesen und neu zu flechten. Seine lange Mähne bedarf viel arbeit, aber da Shapaan Gott sei dank keine Mähne anfraß und Calle auch kein Ekzemer war, klappte das mit dem wachsen gut und sogar recht schnell, sodass ich immer mal die Spitzen nachschneiden musste, ehe diese versplissten. Nun streute ich den Offenstall neu mit Stroh ein und fütterte die 2 mit dem frischem Heu.
      Als letztes checkte ich die Sommerkoppel, mit Stuten und Fohlen ab, fütterte dort nur die die es nötig haben, denn das Gras steht noch hoch genug, sodass ich noch nicht anfangen muss Stroh und Heu zuzufüttern. Also versorgte ich Emese, Crazy in Love, Nandalee, Salea, Forza, Nachtfalke, All About, Nachtschwärmer, Shyvana, Jinx und Meilenstein mit genügend streicheleinheiten. Als alles fertig war ging ich bis zum Abend wieder ins Haus und setzte mich entspannt an den Laptop.


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      Nach einer kleinen Pause ging es heute mal wieder auf den Hof von Zasa Levy. Ich wollte heute in einem Schub ihre Ponies und Kleinpferde machen, welche zum größten Teil aus Fohlen bestanden. Insgesamt waren es sechs Patienten und derzeit tastete ich die kleine Stute Nandalee ab. Doch die Stute machte es mir nicht einfach, sie mochte vielleicht klein sein aber sehr gerissen. Wie meine Stute 'Klein aber Oho'. Sie riss mir an meiner Jacke herum und versuchte mir zu Ärgen, doch ich behielt meine Nerven und das Mahnen übernahm Zasa. Nach und nach wurde die Stute dann auch ruhiger. Ich schaute mir nach dem Abtasten ihre Augen an, blickte dann ihr Zahnfleisch an. Beides sah gut aus, also nahm ich mir mein Stethoskop und horchte sie ab. Hier sprang die Rappstute als zu Seite und versuchte es erneut ihre Grenzen auszutesten. ,,Nun schickt es!'',murrte Zasa und holte einen zweiten Strick. Sie hakte diesen in den einen Ring des Halfters, den anderen Strick auf die andere Seite. Wir banden die Sutte an jeder Seite dann noch an, so hatte sie kaum noch Bewegungsfreiheit - aber es war ja nicht für lange. Nachdem ich sie erfolgreich abhorchen konnte, da die Stute anscheinend auch verstanden hat das Zasa immer noch der Chef war, erklärte ich ihr das die Werte etwas erhöht waren, das jedoch daran läge dass die Stute sich nun zuvor als so angestellt hatte. Ich konnte kein Pfeifen oder sonstige Auffälligkeiten feststellen an der Lunge. Somit holte ich mein Thermometer heraus und begab mich zur Kruppe der Stute, diese stand bis dato noch brav da und blickte zu Zasa. Ich begann die Körpertemperatur zu messen, da riss die schwarze Stute ihren Kopf in die Höhe und wieherte. ,,Ist gut.'',murmelte Zasa auf sie ein, ehe das Piepen ertönte. Als ich gerade mit dem Thermometer zu Zasa nach vorne Schritt, fing die Stute an zu tänzeln. ,,Alles gut.'',beruhigte sie die Stute nochmal, ehe ich ihr sagte das auch die Körpertemperatur mit 37,8!C im Normbereich war und somit diese Stute kerngesund war. So einen Aufstand wie sie auch machte. Sanft lobte ich sie kurz, ehe Zasa sie weg brachte und mir Salea hinstellte. Bei dieser Stute war alles viel einfacher. Das Abtasten ging schnell von der Hand, da sie brav und ruhig vor mir stand, mich immer wieder ebäugte und auch immer wieder ein Lob bekam. Ebenso ging es mit dem Kontrollieren der Augen und des Zahnfleisch's. Hier war erstens alles in bester Ordnung und zweitens war sie totenbrav. Beim Abhöhren zuckte sie kurz als ich das Stethoskop an ihr Fell beziehungsweiße an die Haut drückte, aber dann war sie auch wieder ruhig. ,,Die Werte der Atemfrequenz und der Puls liegen im Normbereich. Was für eine brave Fallabellastute du doch hast!'',meinte ich lobend und streichelte den Schopf der Braunscheckstute, bevor es an das Messen der Körpertemperatur ging. Selbst hier war die Stute wie ein Lamm, so still und brav. Sie bekam ein Leckerli zum Ende hin und eine dicke Knuddeleinlage, ehe ich Zasa versicherte das auch diese wundervolle Stute gesund war. Sie nickte und brachte sie dann wieder in ihre Box zurück. Wieder kam sie mit einem noch kleinerem Pony. ,,Das ist Ala' Forza, ein Amercian Miniatur Horse.'', gut zu wissen. Schmunzelnd begrüßte ich die kleine Stute, hockte mich dabei auf den Boden. Sie wich kurz zurück doch als sie mich abgeschnuppert hatte war auch alles okay. Ich tastete sie ab, wobei sie immer wieder skeptisch schaute und auch ab und zu etwas zurück wich, doch alles hielt sich in Grenzen. Nach dem Abtasten schaute ich mir ihre Augen und das Zahnfleisch genauer an, dabei war mir wieder nichts Auffälliges aufgefallen, also gab es kurz ein kleines Leckerli und dann ging es auch schon weiter. Ich horchte sie ab, wie Salea wich sie zurück, hatte Angst, aber ich konnte sie auch in Ruhe abhören. Nachdem abhorchen kam es dann wieder zum Schlimmen teil. Auch diese kleine Stute machten wir fest, jedoch hielt Zasa sie einfach und ich maß die Körpertemperatur. Immerhin war ja nicht viel zu bewältigen bei solch einem kleinem Pferd, doch sie versuchte es. Sie hatte leichte Angst, aber ihre Körpertemperatur war normal. Sanft lobte ich sie, gab ihr noch ein Leckerli, ehe Zasa sie auch schon weg brachte. War wohl besser so. As nächstes kam Zasa mit einem mir bekannten Fohlen - All About, ein Welsh B - Hengst gezogen aus Nosferatur und A le Hop, okay ich kannte wohl eher die Eltern als das Fohlen an sich. Doch der Hengst sah prächtig aus. Mit erhobenem und neugierigem Blicke stapfte er neben Zasa her, ehe wir ihn gleich beidseitig anbanden. ,,So mein Kleiner.'',murmelte ich und streichelte ihn. Ich sah mir bei ihm zu erst die Augen an, dann das Zahnfleisch. Hier war alles okay und in bester Ordnung, also machte ich mich an's Abtasten des restlichen Körpers von dem Welsh-B Fohlen. Dies ließ er anscheinend auch recht gerne zu, ja manche Pferde empfanden das Abtasten als kleine Massage, wobei ich ja auch etwas die Beingelenk benaspruchte - dies sahen sie wahrscheinlich als Dehnübung an. Aufjedenfall genoss All About es sehr im Mitttelpunkt zu stehen wie mir schien und auch beim Abhorchen machte er keine Faxen. Beim Messern der Körpertemperatur jedoch schon, er tänzelte etwas und sprang hin und her. Also brach ich den Versuch ab. Zasa stellte sich auf die eine Seite des Fohlen's ich stand immer noch auf der Meinen. So hatte er kaum eine Chance 'abzuhauen' und das wusste er anscheinend auch, denn er gab beim zweiten Anlauf Ruhe. ,,So die Körpertemperatur ist auch okay. Noch ein weiteres gesundes Fohlen in deinem Stall.'',schmunzelte ich Zasa zu als das Piepen des Thermometers ertönte. Sie brachte auch diesen jungen Hengst wieder weg und kam mit dem nächsten Pferd. Vier von sechs Ponies waren nun geschafft. Erneut kam anscheinend ein American Miniatur Horse, denn es war vielleicht nur wenige Zentimeter größer als Ala' Forza. ,,Das ist Blue Dawn's Nachtfalke. Ebenfalls ein American Miniatur Horse.'' - ,,Hab ich mir fast gedacht.'',gestand ich grinsend und wie mit allen anderen Pferden 'freundete' ich mich erst mit ihm etwas an, ehe ich mir seine Augen und sein Zahnfleisch anschaute. Der kleine schwarze Hengst schien mir etwas wie All About - ebenfalls gerne im Mittelpunkt stehen. Er schien es sichtlich zu genießen das nur er hier stand und ich mich zusammen mit Zasa um ihn kümmerte. Ich begann ihn abzutasten und hier spielte er neugierig mit den Ohren. Das Abhorchen und das Messen war kein Problem, er blieb ruhig stehen - als würde er dies alles schon tausendmal durchgemacht haben - und ließ mich machen. ,,Seine Werte sind auch alles perfekt. Also zum letzten Pony.'',meinte ich zu Zasa und sie nickte. ,,Gut, das ist nun auch wieder etwas größer auch wenn es 'nur' ein Fohlen ist.'', konterte sie und ich war schon gespannt. Wieder ein Welsh B? Oder was ganz anderes. Sie kam herein mit einem Haflingerfohlen! ,,Aus L'ombre de la Figaro?'' - ,,Ja.'',meinte sie voller stolz und ich schmunzelte. Ja ein sehr berühmter und ansehnlicher Hengst. Erst vor kurzem war ich in seinem Stall unterwegs gewesen, hatte ihn jedoch nicht als Patient. ,,Das ist Nachtschwärmer. Ein Haflinger wie du dir denken kannst.'',erklärte sie mir und wir begann meine kurz aufzukichern. Wer hätte es gedacht? Ein Haflinger! Ich dachte es sein ein Friese. Okay genug gealbert. Auch Nachtschwärmer banden wir gleich beideseitig an, ehe ich erneut anfing abzutasten und mir Augen sowie Zahnfleisch ansah. Er war ruhig und gelassen, schien mir alles recht machen zu wollen. Auch das Abhören und das Messen der Körpertemperatur gingen wie ein Klacks und somit war ich dann auch fertig mit dem braven Hengst. Natürlich bekam er dafür ein dickes Lob und ein Leckerl, ehe ich mich von ihm und Zasa verabschiedete. ,,So bis demnächst.'',lächelte ich. Nun waren meine Aufträge bei Zasa erst einmal alle erfüllt. Alle Pferde waren gesund und munter.
      [7835 Zeichen by Sevannie]

      Willkommen kleine Fliege!
      Wie gewohnt klingelte der Wecker sehr früh..Zwar störte mich dies immer noch, doch heute gab es ja einen freudigen Anlass.
      Vor einigen Tagen habe ich mir in Holland eine hübsche Shetty Stute angeschaut, Dragon Fly hieß sie.
      Es gab viele andere tolle Ponys, mit enormen Zuchtwert, doch ich entschied mich für die kleine Rappstute mit
      den blauen Augen. Auch wenn sie Im Zuchtkommitee durch die Augenfarbe leider keine Chance hat, wird sie in Luggala bestimmt irgendwann trd ein
      Fohlen begrüßen. Die kleine war gerade 3 Jahre alt, also komplett roh und direkt von der Koppel.
      Natürlich wurde trd sehr viel mit ihr gemacht, sodass sie keinerlei Scheu zeigt und auch vor alltäglichen Dingen nicht abgeschreckt wird.
      Gemütlich trank ich meinen Kaffee leer bevor ich mich in die Stallklamotten schmiss.
      Zunächst führte mich der Weg in den Boxenstall, wo Colour Paint und Calle Cool bereits auf mich warteten. Die zwei unterschiedlichen Hengste
      wiehrten aufgeregt, als endlich trubel im Stall war. Nach dem füttern der zwei brachte ich sie auf ihre Paddocks und mistete schnell die 2 Boxen.
      Nun machte ich mich zu den Offenställen, zuerst zu den Jungs, wo Shapaan zusammen mit Fohlen All About standen. Hier brauchte ich natürlich nicht misten.
      Ich fütterte beide mit den Wintercops, immer ab Ende November und hing die Heunetze neu bestückt zurück auf die Koppel.
      Im nächsten Offenstall wartete meine Stuten und Fohlen Gruppe bestehend aus Emese, Salea, Nandalee, Ala Forza, Nachtfalke, Meilenstein und Crazy in Love.
      Auch diese bekamen die Wintercobs, allerdings mit einem Mineral/Protein Zusatz.
      Ich beendete die aktuelle arbeit als plötzlich Jolien rief das der Lkw da ist.
      Ich nahm die Beine in die Hand und lief zurück zum Haupthaus, wo mich der charmante holländische Fahrer bereits erwartete.
      Verwundert wie gut er Deutsch sprach, machten wir und beide dran den LKW auf zu machen.
      Ich belächelte das Bild der riesen LKWs und der kleinen schwarzen Stute darin. Irgendwie echt süß!
      Wir klärten alles schriftliche, während Jolien die kleine in eine der Boxen im Stall brachte.
      Unser Offenstall ist leider noch nicht auf Shettyhöhe gebaut, sodass sie erstmal im alten Stall von Flopp oder Hopp stehen darf.
      Ich verabschiedete mich vom netten Holländer, und schaute nochmal bei Fly vorbei, doch gönnte ihr heute die verdiente Ruhe.
      Wippernd vor Kälte freute ich mich auf den warmen Kamin.
      Jolien hatte vorgeschlagen endlich hier mal etwas Weihnachtlich zu schmücken, was wir eute auch umsetzen würden.

      Pflegi + Erste Trainingsstunden mit Fraena
      Seit ein paar Tagen ist die hübsche Stute Fraena bei uns in Luggala zuhause. Die kleine ist eine Dunkelfuchs-Shettydame mit einem zarten Stockmaß von 0,81m. Es ist echt herrlich sie zu sehen! Ihr langes, dichtes Winterfell ließ sie wie ein aufgeblasenen Plüschbär aussehen. Doch so Massen an Fell kommen für sie sehr gelegen, aktuell haben wir nämlich eine herrliche Schneestiefe von 30cm bei etwa -10°C. Wobei, mittlerweile
      störten mich solche Temperaturen gar nicht mehr, Irland ist ja nicht für sein Dauerschönwetter bekannt. *Denkstunde aus* Ich schlüpfte in meine wärmsten Sachen die ich nur finden sollte. Mich schupperte es bei dem Gedanken, das es draußen kalte -9°C waren. Der erste Schritt nach draußen brauchte mich einiges an Überwindung.
      Ich Offenstall angekommen war es wie gewohnt pferde-leer, denn die meisten der Pferde standen trotz dem doofen Schneewetters weit hinten. Mit einem Strick bepackt ging es wieder raus in den Schnee - Fraena suchen. Allerdings ist die kleine Dame sehr menschenbezogen und kam direkt neugierig zu mir. Aktuell habe ich umsortiert, die Shettys stehen jetzt zsm mit den Mini Fohlen im Offenstall neben dem Wohnhaus. Die anderen stehen noch wie vorher. Ich begrüßte also die kleine Stute mit einem netten Streicheln und schnallte den Führstrick an. Willig folgte sie mir bis in den Putzvorstand im Offenstall, sodass ich auch keine Bedenken hatte sie fest anbinden zu müssen. Ich begann nun mit dem Putzen, wobei ich mich ja fast hinknien musste, doch was opfert man nicht alles für die Zwerge?
      Heute wollte ich ihr das erste mal den Gurt umlegen, ich machte mir den größten Kopf, wie ich es ihr angenehm bereitete, doch letztendlich stand sie totbrav da. Nach so einigem Wiederholen konnte ich also beruhigt den Gurt ein wenig zu machen.
      Auch das meisterte sie tapfer, worauf ich sie an die Longe schnallte.
      Zusammen spazierten wir über eine der aktuell leeren Weiden, kein mux von ihr.
      Freudig begeistert ließ ich mir von Janaii den Gurt abmachen und tragen, ich machte die Longe lang und so konnte sie sich etwas im Vertrauen meines Beiseins die Beine vertreten. Nach einer halben Stunde kroch die Kälte über mich und ich brachte die kleine zurück in den Offenstall. Dort holt sie sich noch ein Leckerlie ab und spazierte ruhig zu ihren Freunden auf die Weide. Ich begann also meine Pferde für den Abend zu füttern, die Boxenpferde fütterte ich noch einmal kräftig mit Heu und schloss für heute die Türen zu den Paddocks. Gerade ebend rief nämlich ein befreundeter Ranchbesitzer aus der Umgebung an, dass es dort bereits heftig unwetterte. Schwerer Schneesturm, sowie Temperaturen unter -20°C erwarteten uns. Geschockt beeilte ich mich die restlichen Boxen frisch zu machen, denn ich werde ein paar Pferde aus den Offenställen reinholen, die anderen bekommen unter anderem Decken. Ich entschied nach den Pferden, die die am wenigsten Kälteresistent waren, sowie Pferde die bei diesem Sturm Angst haben werden. Schnell war ich fertig und stiefelte zu den Offenställen. Dort streute ich mit Hilfe noch einmal kräftig ein, versorgte die Heunetze und verschloss die Tore zu den Weiden, heute durften sie drinne bleiben, bzw ist besser so. Dragon Fly bekam eine Decke, denn sie war geschoren, genau wie Colour Paint. Auch Shapaan bekam eine, denn er war bereits alt und es kommt nicht mehr genug Winterfell. Außerdem brachten wir nun noch Meilenstein & Jink, Nachtfalke & Forza, Crazy in Love und Shapaan in die Boxen. Beruhigt, aber dennoch unruhig ging ich nach drinnen. auch meine Fenster schloss ich, Türen unterlegt und Kamin an. - Na dann wollen wir mal -

      Wildes Trubel in Luggala
      Wie jeden morgen klingelte mein Wecker punkt 6. Schon fast wie ein Ritual zog ich meine Stallklamotten an, griff mir auf den Weg die kalte Tasse Kaffee von gestern nachmittag und schlürfte sie genüsslich weg..mehr oder weniger genüsslich sagen wir. Mit Luna bei Seite ging mein erster Weg in die Boxenställe, dort steht seit gestern Abend bereits Colour Paint, welcher wie ich auf seinen neuen Kumpel wartete. Vor kurzem hab ich einen schicken Lewitzer Hengst namens Cheveyo gefunden. Ein 16jähriger gekörter Mann, gefahren und viel allgm gefördert, mit wunderbaren Bewegungen und viel Ausstrahlung. Perfekt für Zasa dacht ich mir.
      Luggala wird bald etwas umgestaltet werden, es wird die Möglichkeit geben Lehrgänge auf unseren Pferden zu bestreiten, sowie Ausritte etc., die Zucht von Shetlandponys und Friesen wird kristalisiert und ich möchte meine Reit- und Ausbildungsart den Menschen nahebringen. Oder vllt doch ganz anders..man ist ja kreativ in der Lebensplanung *grins*. Genug ins leere gedacht, mistete ich in Ruhe Clouds Box, meine Pferde waren Futter erst ab um 7 gewohnt, also alles im Lot. Ich streute ein und fütterte meinen gierigen Scheißer endlich. Gar genervt von mir, von wegen: Warum mehrt die Alte so?! steckte er seinen Kopf in den Trog während ich den Stall verlies. Nun ging es in den Zweiteiler-Offenstall, nämlich zu meinen gelieben Zwergen. Nach dem mich alle Shettys erfolgreich angefressen hatten mit viel Suchmühe in die Hosentaschen steckten, begann ich auch hier neu einzustreuen und füllte alle Raufen mit Heu. Nun waren Fraena, Dragon Fly, Spencer und Flop grundversorgt..ja er ist wieder bei mir da die Käuferin wegen einem Zuchtumstiegs auf mich zurück kam, aber hey, nun wird er hier bleiben und mit Spencer das Wallach sein genießen. Weiter ging es im Offenstall von Crazy in Love, Jinx, Shyvana, Emese und der neuen..schon wieder nix erzählt. Nienke, eine hübsche Friesenstute, Niederlande geboren, durfte vor 2 Tagen ebenfalls Luggala begrüßen. Sie ist 6 Jahre alt, im schweren Typ stehend und soll bei mir neben der speziellen Reitweise, Dressur gefördert werden. Auch hier im Stall versorgte ich fix alle, bis es dann zu den Hengsten Calle Cool und Shapaan, welche ich genau wie die Ponys und Fohlen Nandalee, All About, Nachtfalke, Forza, Nachtschwärmer und Meilenstein grundversorgte.
      Mit vorerst ruhigem Gewissen spazierte ich wieder zurück ins Haus, wichtige Planungen standen an!
    • Sammy
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      Ein neues Jahr beginnt!
      12. Januar 2017
      Fröhlich vor mich hinpfeifend hängte ich die letzte blau glitzernde Christbaumkugel an meinen Baum und trat dann einen Schritt zurück, um mein Werk zu bewundern. Die rießige Tanne machte sich toll in meinem Wohnzimmer mit den hohen, stuckverzierten Decken und ich konnte den Weihnachtsabend kaum noch erwarten. Meine Familie würde aus Deutschland herkommen und natürlich hatte ich auch Meg, Brian, Samuel und Donald wieder eingeladen. Meg würde diesmal allerdings in die USA zu ihrer Familie fliegen. Die drei Jungs blieben wie auch die Jahre zuvor bei mir auf dem Gestüt. Patrick hatte es nicht weit, sodass er bei sich zu Hause das Fest verbrachte. In zwei Tagen war endlich Weihnachten und ich steckte noch mitten in den Vorbereitungen. Plätzchen hatte ich bereits gebacken - überall im Stall standen Dosen mit den den süß duftenden Leckereien, von denen sich vor allem die Jungs bedienten. Meg musste nach eigener Aussage auf ihre Figur achten und ich backte sehr viel lieber als die Kekse am Ende auch zu essen. Mein Haus war nun endlich festlich geschmückt und in allen Bäumen und Büschen des Gestüts hingen wunderschöne Lichterketten. Auch die Turniersaison hatte ich vor einer Woche für beendet erklärt. Im Januar ging es dann frisch und munter weiter. Ich riss mich vom Anblick meines Bäumchens los, schnappte mir seufzend meine Jacke und die Autoschlüssel und machte mich ans Einkaufen. Normalerweise kochte ich überhaupt nicht gerne, doch dieses Jahr wollte ich eine Ausnahme machen. Immerhin kam meine Familie zum allerersten Mal auf mein Gestüt, da sollte alles perfekt sein. Auch die Gästezimmer hatte ich bereits hergerichtet, nur die Betten mussten noch bezogen werden.

      ~*~

      "Ich wünsche dir einen guten Flug meine Liebe, meld dich bei mir, wenn du gut angekommen bist, ja? Und lass dich nicht ärgern!", sagte ich ein wenig wehmütig zu Meg, als ich sie am nächsten Tag verabschiedete. "Mache ich. Und falls ich es nicht aushalte, kann ich früher zurückkommen, oder?", fragte sie. Ich grinste nur und drückte sie an mich. Dann winkte ich ihr hinterher, während sie durch die Kontrolle ging und aus meinem Sichtfeld verschwand. Es würde seltsam sein, das erste Weihnachtsfest ohne sie zu verbringen. Ich fuhr zurück zum Gestüt, wo gerade das Heu angeliefert wurde. Die Jungs hievten die Ballen mit hochroten Gesichtern auf Karren, um sie zur Scheune zu bringen. "Das Futter ist schon da und verräumt, Sammy!", informierte Brian mich, bevor er sich dem nächsten Ballen zuwandte. Ich zeigte ihm den erhobenen Daumen und trollte mich in mein Büro. Es gab doch noch ein paar Formalitäten, die ich vor den Feiertagen erledigen wollte. Aber Hauptsache für die Pferde war gesorgt. Mississle und Shamal waren letzte Woche beide gekört worden und ich musste die Akten noch aktualisieren und die Eintragung ins Zuchtregister veranlassen. Außerdem hatte ich zwei Fohlenschauen gefunden, auf der ich meine beiden jüngsten Lieblinge Kazumi Princess El Assuad und Successful Dream vorstellen wollte. Dies alles erledigte ich zuerst, dann ging ich ins Haus um schon einmal das Dessert für den morgigen Abend vorzubereiten, Betten zu beziehen und ein letztes Mal das Haus zu kontrollieren. In dieser Nacht tat ich mich mit dem Einschlafen doch recht schwer, da ich ziemlich aufgeregt war, was meine Familie zu meinem Herzstück sagen würde.

      ~*~

      Am nächsten Morgen war ich trotz der bescheidenen Nacht vor allen anderen auf den Beinen, schlüpfte in meine wintertauglichen Stallklamotten und stapfte durch den frisch gefallenen Schnee hinüber zu den Stallungen. Ich schaltete die Notbeleuchtung aus und das Licht ein, drehte es jedoch ein wenig herunter. Dann begann ich mit der Morgenfütterung. Am Weihnachtsmorgen übernahm ich diese immer selbst und genoss dabei die Ruhe und das Zusammsein mit meinen geliebten Vierbeinern. Ich maß das Kraftfutter ab und stellte zehn Eimer in eine Schubkarre. Wie üblich begann ich bei den Stuten, da die Tür zum Hengsttrakt geschlossen war und sie daher nicht so viel mitbekamen wie meine Damen. Im Stuten-Fohlentrakt angekommen, fütterte ich zuerst Success Story xx und Kagami el Assuad. Ich schlüpfte auch in die Boxen und kraulte meinen Pferden liebevoll die schlanken Hälse. Selbstverständlich widmete ich mich auch den erst wenige Tage alten Bewohnern von Hollybrook Stud: Den beiden wunderschönen Englischen Vollblutmädchen Successful Dream und Kazumi Princess el Assuad. Die zwei entwickelten sich einfach prächtig und ich hatte das Gefühl, dass sie mit jedem Tag noch hübscher wurden. Dennoch riss ich mich ein paar Augenblicke später von den Pferdebabys los. Immerhin warteten auch die anderen Stallbewohner auf ihr Frühstück. Die nächsten Eimer Futter verteilte ich an meine hochtalentierte Andalusierstute Cuchara, die hübsche Barockpintostute Benjilala und die grauschimmernde Lusitanostute Salwa. Die drei restlichen Futterrationen gingen an die Saddlebredstuten Shekitt Quinn, Paradises Rafinesse und Mizzi. Alle drei waren gekrönt und wurden vor allem im Gangreiten auf Turnieren vorgestellt. Während nun langsam schon der Tumult begann, musste ich erst einmal zurück in die Futterkammer, um die nächsten zehn Eimer zu richten. Weiter ging es mit meinen Westernpferden. Wie üblich bekamen zuerst meine beiden geliebten Paints My Golden Heart und The Morticains Daughter ihre Ration, gleich darauf die Quarter Horses Your possible Pasts, American Baby und BB's Harmony und zum Schluss die Appaloosadame Apaches Tomahawk, die ich von meiner besten Freundin Eddi geschenkt bekommen hatte und die beiden Criollos Girlie und Charia. Nun waren die Fohlen beziehungsweise Jungpferde an der Reihe. Die letzten beiden Eimer bekamen die Lewitzer Rosewell und Panta Rhei. Auch die zwei hatte ich von Eddi und sie waren mittlerweile beide langsam bereit zum Einreiten. Beide sollten später im Vielseitigkeitssport gehen und ich war schon sehr gespannt darauf, wie sie sich entwickeln würden. Panta Rhei würde demnächst auch in den Hengsttrakt umziehen. Er würde zusammen mit dem Isländerhengst Ljósfari seine Jungpferdezeit genießen dürfen. Nach einem weiteren Gang in die Futterkammer bekamen auch das Paintstütchen Grace's Cookie'n'Cream, Ljósfari, die Welsh Ds Siberia und Shawnée, die Criollo Jungstute Devil in Prada und die American Miniature Horses Porcelain Doll und Ala' Forza ihr Frühstück. Gerade auf Cookie war ich sehr neugierig, da das Stutfohlen schon durch seine außergewöhnliche Fellfärbung ins Auge fiel. Die drei übrigen Eimer gingen an die noch ungekörten Miniature Horse Stuten Miniature America's Narnia und Hollybrook's Tiny Girl und die erst kürzlich gekrönte Welsh A Stute Mississle. Little Big Girl, die neben Missy untergebracht war, trat gegen ihre Boxentür, doch sie musste sich gedulden, bis ich die nächsten Futterrationen eingefüllt hatte. Danach waren auch die Welsh B Stuten Napayné und Kolibri an der Reihe, die aber geduldig auf ihr Frühstück gewartet hatten. Weiter ging es mit den drei Traberstuten Middle Ages, Ehawee und Rainbow. Gerade Letztere machte immer einen höllischen Aufstand, wenn es um ihr Futter ging und ich war jedesmal froh, wenn sie "abgefertigt" war. Die letzten vier Eimer gingen an die Trakehnerstuten Mahira und Samiyah und die Hannoveranerstuten Reminiscent Inspiration und Unannounced Pleasure. Inspiration und Pleasure hatten in diesem Jahr nach ihren frühen Krönungen eine lange Turnierpause einlegen dürfen, da ich sie in diesem Alter auf keinen Fall überfordern wollte, doch 2017 wollte ich sie wieder auf Englands Turnierplätze loslassen. Beide waren extrem talentiert, sodass man gut aufpassen musste, es nicht zu schnell anzugehen. Dafür hatte ich mich in diesem Jahr um die Förderung meiner dritten Hannoveranerstute - der Falbscheckin Angels Fall First konzentriert, die nun auch den ersten Eimer der nächsten Fuhre bekam. Das talentierte Stütchen hatte die viele Aufmerksamkeit sichtlich genossen und sich wunderbar entwickelt. Sie zählte nun zu den erfolgreichsten Pferden in meinem Stall. Von den Warmblütern fehlten nun nur noch die Holsteinerstute Wild Lady Roxanne und das gescheckte deutsche Reitpferd Glammy. Ich lief die Stallgasse weiter zu den englischen Vollblutstuten. Da Kagami und Story im Fohlentrakt standen, blieben hier nur noch Backup, Pirate Island, Ace of Spades und Far Cry. Gerade Backup entwickelte sich wahnsinnig gut, weshalb ich in diesem Jahr auch davon abgesehen hatte, sie decken zu lassen. Ich wollte sie nicht in ihrer Hochphase stören. Far Cry wiederum war mittlerweile bereit zum Verkauf, doch ich hatte noch keinen geeigneten Käufer ausfindig gemacht, dem ich die Stute anvertrauen wollte. Erschrocken fuhr ich zusammen, als mich die samtene Nase meiner Achal Tekkinerstute Ivory anstupste. Flott fütterte ich das elegante Stütchen und gab auch den Berberstuten Pangäa und Cirilla ihre Rationen. Mutter und Tochter verstanden sich ausnehmend gut, weshalb ich sie auch nebeneinander stehen ließ. Gleich nachdem ich die nächste Karre mit Kraftfutter geholt hatte, widmete ich mich meinen Araberstuten Sahira, My lovely Horror Kid - die Anfang nächsten Jahres bei einer Krönung mitmischen sollte, Saddy, Haadeh, Little Miss Sunshine, Sharley, Bittersweet, Fallen Immortaliny, Adina de Ra'idah und Melody's Girl. Ich liebte die feingliedrigen Stütchen und freute mich schon sehr auf die zukünftigen Fohlen mit meinen nicht minder talentierten Hengsten. Fehlten nur noch die restlichen Ponies, bevor ich auch meine Hengste versorgen konnte. Das Herzstück meiner alten Zucht - meine New Forest Ponies waren als nächstes dran. Ich begann mit der wunderschönen Magical Moment, machte mit der frisch gekrönten Hollybrook's Fairy Bluebird weiter und ging dann die Stallgasse entlang, vorbei an Thousand Sunny, Aimiliani, Naboo, Isola della Pirateria, Fairylike Facility, Everybody's Darling, Golden Flair und Walk of Fame. Die nächste Fuhre teilte ich auf Precious Scream, die Deutschen Reitponies Dorina und Cinnemont's History, sowie die Isländer Fatimah und Dark Misery auf. Ich wischte mir über die Stirn und atmete einmal tief durch, bevor ich mit dem Hengsttrakt weiter machte. Diese schöne Tradition hatte begonnen, als ich nur zwei Pferde besessen hatte, mit inzwischen 117 Tieren war das doch schon etwas anstrengender. Dennoch machte ich mich gleich darauf wieder an die Arbeit. Als erstes bekamen meine edlen Araberhengste Khamar al Sanaa, Shamal und Wüstentänzer ihr Futter. Danach waren der Achal Tekkiner Candle in the Wind und der Berber Amayyas dran. Da ich mit dem Beginn der Fütterung sofort einen Tumult bei meinen Hengsten auslöste, sauste ich gleich darauf in die Futterkammer und machte bei den New Forest Ponyhengsten Hollybrook's Cheeky Jot, Hollybrook's Casanova, Hollybrook's Bloody Valentine, Hollybrook's Classic Moment, Hollybrook's Zarin, BMs Caradoc und Orfino weiter. Gleich darauf waren auch mein Starhengst Levistino, die Hannoveranerhengste Branagorn und Black Soul, das deutsche Reitpferd Pride & Prejudice und der Holsteiner Fantastic Fly versorgt. Auch die englischen Vollblüter Ghostbuster, Tschiwabschischi, El Racino und Pawaneeh stürzten sich gierig auf ihr Futter. Dagegen ging mein Liebling, der Traberhengst Damon's Dynamo mit schierer Eleganz an die Morgenroutine heran. Meine Ballettänzer - die Pferde die hauptsächlich auf die Dressur spezialisiert waren, waren ebenfalls richtige Gentleman. Dies waren die Andalusier Negresco und Ojos Azules, die Barockpintos Slaters Secret und San Salvador und der Lusitano Pierre. Bei meinen Gangpferden war das Benehmen schon gemischter: Der Saddlebredhengst Someone stürzte sich gierig auf den Trog, kaum dass ich das Futter eingeschüttet hatte, während GH's Safriko und der Paso Fino Wannabe höflich warteten. Auch die Isländer Fair Prince und Intolerable Life zeigten sich von ihrer guten Seite und ich wuschelte ihnen fröhlich durch die dichten Mähnen. Fehlten nur noch die Ponyhengste Juego, Hollywood Undead und der kürzlich gekörte Minihengst Darkwood's Storm Dancing Feather, sowie die Westernpferde Dissident Hawk, Golden Indian Summer, Dream of Wyoming und Cazador. Kaum hatte ich den letzten Futtereimer verräumt, kamen Brian, Donald, Patrick und Samuel durch die Stalltür. Obwohl sie meine Tradition mittlerweile kannten, staunten sie nicht schlecht, dass alle Pferde bereits eifrig am Kauen waren. Sie schnappten sich sofort Mistgabeln und begannen damit die Boxen herzurichten. Mittags durften die Pferde dann hinaus auf die Paddocks, doch ich ging zurück ins Haus, stellte mich unter die Dusche und wartete dann auf die Ankunft meiner Familie. Sie kamen tatsächlich pünktlich und ich ging mit einem leicht nervösen Lächeln hinaus um sie zu begrüßen. Meine Mutter, Tante und Oma sahen sich begeistert um, während mein Onkel etwas fehl am Platz wirkte. Auch mein jüngerer Bruder schien noch nicht zu wissen, ob seine Entscheidung mitgekommen zu sein so gut war. Doch meine Cousine sah aus, als hättte man sie gerade kopfüber in einen Haufen Kuhmist gestippt. Ich unterdrückte den Impuls die Augen zu verdrehen und führte meine Familie in mein Haus. Dort zeigte ich ihnen zuallererst ihre Zimmer. Meine Cousine teilte sich ihres mit meiner Tante, meine Oma mit meiner Mutter, mein Onkel hatte sein eigenes Zimmer und mein Bruder schlief auf der Couch. Ich ließ ihnen ein wenig Zeit und ging zurück in den Stall, um dort noch einmal alles zu kontrollieren, bevor ich mich ans kochen machen würde. Im Stall griff ich Donald, Brian und Samuel unter die Arme, da inzwischen auch Patrick nach Hause gefahren war. Wir rückten Stalldecken zurecht, schlossen die Türen zu den Paddocks, kontrollierten die Tränken und bereiteten die Abendfütterung vor, damit die Jungs es später leichter hatten. Irgendwann tauchte mein kleiner Bruder hinter mir auf und fragte: "Was machst du da? Sind das alles deine?" Mit großen Augen sah er sich um und ich lächelte stolz. "Jap, alles meine. Ich finde auch, dass wir morgen mal einen kleinen Ausritt machen sollten. Komm mal mit.", schlug ich vor und führte ihn hinüber in den Hengsttrakt. Dafür, dass er neun Jahre jünger war als ich, war er mittlerweile einen Kopf größer und brauchte dementsprechend auch ein großes Pferd. Außerdem wusste ich, dass er Pferde mochte, aber Angst hatte für mädchenhaft gehalten zu werden, wenn er reiten ging. Ich blieb vor der Box meines Hannoveranerhengstes Branagorn stehen und öffnete die Tür. Sofort streckte der große Leopardenschecke uns seinen hübschen Kopf entgegen und schnoberte an den Taschen meines Bruders. Der streichelte dem Hengst vorsichtig übers Maul. "Leon, das ist Branagorn. Ich denke, dass du ihn reiten könntest. Er ist zwar ein Hengst, aber ganz brav.", sagte ich. Großspurig lächelnd stimmte Leon zu. Ich legte ihm einen Arm um die Schulter und führte ihn zurück zum Haus.

      ~*~

      Das gesellige Essen am heiligen Abend war wunderbar gewesen und fast alle hatten sich prächtig verstanden. Die Ausnahme war natürlich wieder einmal meine Cousine gewesen. Sie hatte die ganze Zeit eine missbilligende Miene aufgesetzt und jegliche Unterhaltungsversuche der Jungs ignoriert. Dennoch hatte ich die Zeit mit meiner Familie sehr genossen. Auch der erste Weihnachtsfeiertag begann herrlich. Der Himmel war stahlblau, über Nacht hatte es nochmals geschneit und bis auf meine Oma und meinen Onkel wollten alle auf den Ausritt mitkommen. Das hatte mich allerdings ein wenig überrascht, da ich nicht gedacht hätte, dass meine Cousine uns begleiten würde. Nun war ich schon eine Stunde vor meinen Mitreitern im Stall, um Pferde auszuwählen und mit dem Putzen zu beginnen. Leon setzte ich wie versprochen auf Branagorn. Meine Tante sollte den pechschwarzen Andalusierhengst Ojos Azules reiten, meine Mutter Pierre, meine Cousine bekam Cazador und ich selbst würde Damon's Dynamo ein wenig Auslauf verschaffen. Alle fünf Pferde waren sehr verträglich, sodass ich sie alle nebeneinander auf der Stallgasse anbinden konnte. Mein kleiner Bruder kam in den Stall und ich gab ihm das Putzzeug für Branagorn, während ich die anderen vier Hengste fertig machte. Gerade als ich Branagorn den Sattel auflegte, kamen auch die anderen durch die Stallgasse geschlendert. Ich stellte jeden neben sein Pferd und machte mich ans auftrensen. Dann führte ich Dynamo hinaus, band ihn draußen am Halfter fest und half den anderen. Meine Mum durfte zuerst aufsitzen und streichelte begeistert Pierre's schlanken Hals. Auch meine Tante war mit meiner Wahl vollauf zufrieden, nur meine Cousine rümpfte wiederum die Nase. "Warum muss ich in so einem komischen Sattel reiten?", fragte sie hochnäßig und deutete auf Cazador's Westernsattel. "Weil Cazador ein Westernpferd und auch westernmäßig ausgebildet ist. Außerdem hast du dadrin einen sichereren Sitz, als im Vielseitigkeitssattel. Unsere Mütter hatten früher ein Pony und Leon habe ich selbst schon Reitstunden gegeben, also bist du die einzige, die noch keine Erfahrung hat. Cazador wird dir gefallen, keine Sorge.", sagte ich und musste mich sehr zusammenreißen, um meinen ungeduldigen Ton zu unterdrücken. Ich half meiner Cousine in den Sattel und führte Cazador neben Pierre und Jojo, die brav auf die Kommandos ihrer Reiter warteten. Nun trat ich neben meinen kleinen Bruder, der plötzlich recht beklommen wirkte. "Was ist denn los?", fragte ich mit gesenkter Stimme. Er schluckte und meinte: "Branagorn ist doch ziemlich groß. Bist du sicher, dass er mich nicht einfach abwirft?" Ich lächelte: "Ganz sicher. Branagorn ist das liebste Pferd hier, auch wenn man es ihm nicht gleich ansieht." Leon nickte und ich half ihm in den Sattel. Unsicher nahm er die Zügel auf und zog sie zu eng. Vorsichtig verlängerte ich sie ein wenig und strich Branagorn lobend über den Hals. In diesem Moment kamen auch Donald und Samuel auf Negresco und Hollybrook's Zarin aus dem Stall. Sie würden uns begleiten, während Brian mit Black Soul ein wenig Dressurarbeit machte. Der ruhige Mann hatte es lieber, wenn er den Hof für sich hatte, um mit dem stürmischen schwarzen Hengst zu arbeiten. Ich selbst schwang mich auf Dynamo's Rücken, schickte Donald vor und reihte mich selbst neben meinem kleinen Bruder ein. Samuel ritt neben meiner Mutter und meine Cousine neben meiner Tante. Kaum waren wir vom Hof runter, wurde Leon's Haltung entspannter. Ich grinste. Offenbar hatte er schon verstanden, dass der Hannoveranerhengst tatsächlich brav war. Dynamo schritt eifrig aus und ich musste den energiegeladenen Traber ein wenig zurück halten, damit er meine Cousine auf Cazador nicht überholte. Als wir an einen ebenen Feldweg kamen, der schneebedeckt war, schlug ich vor ein Stück zu galoppieren. Meine Mutter und meine Tante winkten ab, doch mein Bruder und meine Cousine wollten mitmachen. Also ließ ich Donald und Samuel zurück, damit sie Jojo und Pierre daran hindern konnten uns hinterherzustürmen. Die Hengste waren zwar brav, aber das war doch eine sehr große Versuchung. Unterdessen erklärte ich meinen beiden Mitreitern, was sie zu beachten hatten und ritt zum Anfang der Galoppstrecke. Ich wartete bis die beiden bereit waren und galoppierte Dynamo mit einem Schenkeldruck und leisem Zungenschnalzen an. Branagorn fiel ebenfalls sofort in seinen wunderbaren, raumgreifenden Galopp, während Cazador eher eine Art Stechtrab zeigte. Meine Cousine hatte die Zügel viel zu eng angezogen und hinderte den Schecken am galoppieren. Ich hielt Dynamo zurück, bis ich gleich auf mit ihr war und rief: "Lass die Zügel locker, sonst kann er nicht laufen!" Sie gehorchte Augen rollend und sofort galoppierte der Criollohengst an. Im Stillen dankte ich ihm für seine Geduld und trieb Dynamo wieder ein wenig vorwärts. Als das Ende der Galoppstrecke in Sicht kam, setzte ich mich vor Branagorn und Cazador und parierte durch. Aus Gewohnheit taten es die anderen beiden Hengste dem schönen Braunen gleich und verlangsamten das Temp ebenfalls. Nun warteten wir auf die Nachzügler. Meine Cousine starrte mit verbissener Mühe in den Schnee - sie hatte ihr braves Reitpferd nicht einmal gelobt. Ich lenkte Dynamo neben Cazador und klopfte dem Schecken den Hals. "Was soll denn das? Er hat nicht gehorcht!", schnappte meine Cousine. Ich biss mir auf die Zunge, doch da kamen schon Donald, Samuel und unsere Mütter an. "Konnte er ja nicht, so eng wie du die Zügel gehalten hast.", bemerkte meine Mutter in ihrer direkten Art. Meine Cousine starrte zu Boden und sagte kein Wort mehr. Ich schüttelte über so viel Uneinsichtigkeit den Kopf, beschloss jedoch mir davon die Laune nicht verderben zu lassen. Als sie die Zügel jedoch wieder so sehr anzog, dass Cazador sein Maul aufriss, nahm ich ihr die Zügel aus der Hand und gab sie Donald auf Zarin als Handpferd. Sie protestierte zwar, merkte aber schnell, dass nicht einmal ihre Mutter auf ihrer Seite war.
      Als wir wieder auf dem Gestüt waren, machte Donald noch schnell ein Familienfoto, dann versorgten wir die Pferde. Auch Leon, meine Tante und meine Mutter halfen mit, nur meine Cousine zog sich ins Haus zurück.

      ~*~

      Die nächsten Tage vergingen wie im Flug und schon war der Tag gekommen, an dem meine Familie wieder abreiste. Mit meiner Mutter und meinem kleinen Bruder hatte ich viel Zeit bei den Fohlen verbracht, vor allem natürlich bei Kazumi Princess El Assuad und Successful Dream. Ein wenig traurig war ich zugegebenermaßen schon, doch auf der anderen Seite war ich auch über alle Maßen froh, dass ich meine Cousine jetzt wieder für eine Weile los war. Sie war einfach ein unglaublich anstrengender Mensch. Es waren keine zwei Stunden vergangen, nachdem meine Familie abgereist war, als mein Handy klingelte. Eine Sekunde lang blieb mir der Mund offen stehen, denn Meg's Nummer wurde mir angezeigt. Hastig nahm ich ab. "S..S..Sammy?", krächzte eine verheulte Meg durch das Telefon. "Meg! Was ist denn los?", fragte ich alamiert. "Ich bin am Flughafen, kannst du mich morgen abholen? Ich weiß, es ist Silvester, aber....", schluchzte sie. "Natürlich hole ich dich, schreib mir einfach nur wann, ja? Aber was ist denn passiert?" "Ach, ich weiß nicht was ich erwartet habe, aber es waren alle einfach furchtbar. Ich halte es keinen Tag länger mehr hier aus. Aber ich muss jetzt Schluss machen, sonst wird die Telefonrechnung unbezahlbar." Ich seufzte: "Okay, Süße. Aber halt die Ohren steif, morgen bist du wieder daheim."

      ~*~

      Nervös trommelte ich mit den Fingern auf die Armlehne des Stuhls, auf dem ich saß. Es war bereits vier Uhr nachmittags und ich saß am Flughafen und wartete auf Meg. Eigentlich hatten Donald und Samuel mitkommen wollen, doch ich hatte sie überredet bei den Pferden zu bleiben. Am Silvesterabend wollte ich unbedingt Leute auf dem Gestüt haben. Das Essen war bereits vorbereitet, fehlte nur noch Meg. Endlich kam die Durchsage für ihren Flug. Ich suchte das Kofferband auf dem ihr Gepäck ankommen würde und schloss sie schon ein paar Minuten später in die Arme. Ihr Gesicht war rot und verquollen, doch ich wollte sie hier am Flughafen nicht ausfragen. Als wir im Auto saßen, brach es jedoch wie von selbst aus Meg hervor: "Meine Mutter hat die ganze Zeit nur gestichelt, dass ihre jüngste Tochter ja so gar nichts auf die Reihe bekommt. Immerhin haben Terry und Rima schon Kinder und Jonathan ist Anwalt. Als ich ankam hat sie meine gesamten Klamotten in die Waschmaschine gekippt, weil sie meinte die stinken nach 'diesen widerlichen Viechern mit denen ich mich ja permanent umgebe' und das würde sie nicht aushalten. Meine Geschwister haben vorgestern sogar einen Teil meiner Kleider verbrannt und meinten ich solle mir doch mal was anständiges kaufen, da ich sie so nur beschämen würde. Aber mein Vater war am Schlimmsten. Er hat kein Wort mit mir geredet, hat einfach so getan, als wäre ich überhaupt nicht da. Er hat mir zu Weihnachten nichtmal was eingeschenkt und die Pute einfach direkt an Jonathan weitergereicht." Nun liefen Meg regelrächte Tränenbäche über die Wange. Ich setzte den Blinker, fuhr links ran und nahm sie in den Arm. Ich hatte gewusst, dass Meg aus einer sehr wohlhabenden amerikanischen Familie stammte, die mit ihrem Berufswunsch überhaupt nicht einverstanden war, doch als die Nachricht ihrer Mutter eingetroffen war, dass sie sie über Weihnachten gerne bei sich haben wollte, hatte ich doch Hoffnung gehabt. Dass diese angebliche Familie die herzensgute Meg nun so gequält hatte, machte mich rasend. Ich fuhr erst weiter, als Meg sich ein wenig beruhigt hatte.
      Eine Stunde später fuhr ich durch das Tor meines Gestüts und sofort kamen die Jungs angerannt, um Meg zu begrüßen. Alle nahmen sie fest in den Arm und Donald trug sofort ihren Koffer hinüber zu den Personalwohnungen. "Siehst du Meg, du hast doch eine Familie - hier bei uns!", flüsterte ich ihr ins Ohr und das erste Mal an diesem Abend sah ich sie lächeln. Ich führte sie ins Haus und bat sie einen Moment zu warten. Dann reichte ich ihr einen schmalen Umschlag und ein in seidenpapier eingewickeltes Päckchen. Sie riss den Umschlag zuerst auf und starrte mich mit großen Augen an. "Ist gestern gekommen, ich wollte es dir aber lieber persönlich überreichen!", sagte ich lächelnd. "Meine Assistenztrainerlizenz.... du hast mir ja gar nicht gesagt, dass du sie schon beantragt hast!", sagte Meg fassungslos. "Ich weiß, aber du bist soweit. Und ich wollte dich überraschen. Aber jetzt mach mal dein Weihnachtsgeschenk auf!", forderte ich sie grinsend auf. Innerhalb von zwei Sekunden war das Papier aufgerissen und zum Vorschein kam ein Seidenblouson in royalblau und gold - den neuen Hollybrook-Farben. Dabei waren auch lederne Handschuhe und ein Helmüberzug in den selben Farben. Nun stand Meg's Mund endgültig offen. "Das.. was... oh wow.", stammelte sie. "Ich möchte, dass du endlich richtig für Hollybrook reitest und dass das auch jeder sehen kann. Du musst doch absolut super aussehen, wenn du Kazumi Princess und Successful Dream in ihren ersten Rennen reitest oder?" Meg flog mir um den Hals und schluchzte erneut hemmungslos. So waren die Jungs ein wenig fassungslos, als sie die Küche betraten, doch sie fingen sich schnell wieder und stiegen einfach in das Gruppenkuscheln ein.
      Wir verbrachten ein wunderschönes Essen, erfreuten uns an dem rießigen Feuerwer, dass hier auf dem Land in alle Richtungen meilenweit zu sehen war und gingen anschließend zu den Pferden um ihnen ein frohes neues Jahr zu wünschen. Ich wusste einfach, dass dieses Jahr noch besser werden würde als das letzte. Immerhin hatte ich die tollsten Pferde und das tollste Team, das man sich nur wünschen konnte!
    • Sammy
      Schnelle Pflege für alle Pferde
      Gähnend betrat ich die Stallungen und fing gemeinsam mit meinen Mitarbeitern an die Pferde auf die Koppeln zu bringen. Wir führten Levistino, Branagorn, Black Soul, Fantastic Fly und Pride and Prejudice auf die Weiden. Meg und Brian kümmerten sich solange um Glammy, Wild Lady Roxanne, Samiyah, Mahira, Unannounced Pleasure, Reminiscent Inspiration und Angels Fall First. Weiter ging es bei den Englischen Vollblütern. Meine wundervollen Rennpferde durften diesen schönen Sonnentag natürlich auch draußen verbringen. Wir holten Ghostbuster, Tschiwabschischi, El Racino, Pawaneeh, Success Story xx mit Successful Dream, Kagami El Assuad mit Kazumi Princess El Assuad, Backup, Pirate Island, Ace of Spades und Far Cry aus ihren Boxen und führten sie hinaus. Gleich darauf folgten meine Wüstentänzer Amayyas, Pangäa, Cirilla, Ivory, Candle in the Wind, Khamar al Sanaa, Shamal, Wüstentänzer, Sahira, My lovely Horror Kid, Saddy, Haadeh, Little Miss Sunshine, Bittersweet, Sharley, Fallen Immortaliny, Adina De Ra'idah und Melody's Girl. Als das geschafft war holten wir meine Baletttänzer nach draußen - also die Warmblütern, deren Ausbildungsschwerpunkt in der Dressur lag. Das waren Negresco, Ojos Azules, Cuchara, Slaters Secret, San Salvador, Benjilala, Pierre und Salwa. Anschließend folgten die Bewegungskünstler Damon's Dynamo, Rainbow, Ehawee, Middle Ages, GH's Safriko, Mizzi, Someone, Paradises Raffinesse, Shekitt Quinn, Wannabe, Fair Prince, Intolerable Life, Fatimah und Dark Misery. Gleich darauf kamen die ganz kleinen: Rumpelstielzchen, Darkwood's Storm Dancing Feather, Miniature America's Narnia, Hollybrook's Tiny Girl, Juego, Mississle, Little Big Girl, Hollywood Undead, Kolibri und Napayné. Fehlten nur noch drei Sparten. Als erstes waren meine Westernpferde an der Reihe. Das waren Arriba, Dissident Hawk, The Morticains Daugther, My Golden Heart, Golden Indian Summer, American Baby, Girlie, Cazador, BB's Harmony, My possible Pasts, Chaira, Dream of Wyoming und Apaches Tomahawk. Danach folgten meine Vielseitigkeitsponys Panta Rhei, Rosewell, Hollybrook's Cheeky Jot, Hollybrook's Casanova, Hollybrook's Bloody Valentine, BMs Caradoc, Orfino, Hollybrook's Zarin, Hollybrook's Classic Moment, Hollybrook's Fairy Bluebird, Magical Moment, Thousand Sunny, Isola della Pirateria, Aimiliani, Naboo, Fairylike Facility, Everybody's Darling, Golden Flair, Walk of Fame, Precious Scream, Daemon, Dorina, Cinnemont's History und Eddi's Dead Pop Romance. Nun fehlten nur noch die Pferde, die noch nicht gekört waren. Das waren Ma Belle apasionada, Porcelain Doll, Ala' Forza, PFS' Glenn's Cookie, Grace's Cookie 'n Cream, GE's Ljosfari, Siberia, Shawnée und Devil in Prada. Sie alle durften diesen herrlichen Tag draußen verbringen und hatten somit frei. Meine Mitarbeiter und ich machten uns dagegen an die Stallarbeit...
    • Sammy
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      Es wird kalt auf Hollybrook!
      30. Oktober 2017
      Bibbernd zog ich meine gefütterte Stalljacke enger um meine Schultern, als mir beim Verlassen des Hauses ein eisiger Wind entgegen schlug. Mittlerweile war es Ende Oktober und der schöne Sommer war endgültig vorüber. Letzte Woche hatte es angeblich noch zwei sonnige Tage gegeben, doch nun regnete es seit Tagen beinahe ununterbrochen. Die Koppeln waren reine Schlammwiesen und meinen Pferden schlug das Wetter ebenfalls auf die Laune. Dazu kam, dass ich in den letzten Monaten sehr viel unterwegs gewesen war. Erst vor zwei Stunden war ich aus dem Flieger gestiegen und mich nach kurzem Überlegen entschlossen, zuerst meine Lieblinge zu besuchen. Meine Mitarbeiter hatten zwar die Pflege und das Training der Pferde übernommen, doch weiter ausgebildet hatten sie sie selbstverständlich nicht. Sie hatten lediglich den Auftrag bekommen, sie in Form zu halten und alte Lektionen zu festigen, sowie die Gehorsamkeit und Beweglichkeit zu schulen. Ich hoffte, dass ich nun auf den Winter hin wieder mehr Zeit auf meinem geliebten englischen Gestüt verbringen konnte, um meine Pferde während der Turnierpause weiter auszubilden. Auch die Arbeit mit den Fohlen würde dann an vorderster Stelle stehen. Kazumi Princess El Assuad und Successful Dream wurden bald ein Jahr alt und auch die beiden Pineforest Stable Fohlen PFS' Isis und PFS' Beck's Little Diva hatten ihr erstes Lebensjahr bald hinter sich. Devil in Prada, Shawnée und Siberia durften Anfang des Jahres unter den Sattel und auch für Ljósfari wurde es demnächst ernst. Grace's Cookie n' Cream, Ala' Forza, PFS' Glenn's Cookie und PFS' Daydream of Money mussten auf ihre ersten Fohlenschauen vorbereitet werden und meine kleine Porcelain Doll gewann hoffentlich ihre zweite. Ansonsten mussten selbstverständlich die Anwärter Ma Belle apasionada, Lamira, Incendio und Roi du Soleil für ihre Körungen bzw. Stutbuchwettbewerbe trainiert werden.
      In diesem Moment wurde ich unsanft aus meinen Überlegungen geholt, als mich ein besonders heftiger Windstoß beinahe von den Füßen riss. Ich biss die Zähne zusammen und legte den Rest zum Stall im Laufschritt zurück. Drinnen wurde ich wie gewohnt von warmer Luft und vielstimmigem Gebrummel empfangen. Glücklich schloss ich die Augen und so den herrlichen Stallgeruch ein, der mir entgegenschlug. Bei all dem Stress in letzter Zeit war es einfach herrlich, mal wieder einen ganzen Morgen in aller frühe mit meinen geliebten Vierbeinern zu verbringen. Mein erster Weg führte mich heute zu meinen Vielseitigkeitschampions. Levistino drückte liebevoll sein weiches Maul in meine Hand und ich kraulte ihm seine Stirn und strich seinen langen weißen Schopf aus seinem Gesicht. Gleich darauf wechselte ich zu meinem Holsteinerhengst Fantastic Fly, der mich erst einmal ein paar Sekunden lang ignorierte. Dann hielt der schöne Fuchs es jedoch nicht länger aus und empfing mich mit einem leisen Brummeln. Auch das deutsche Reitpferd Pride and Prejudice ließ sich erst ein wenig betteln. Einige meiner Pferde waren extrem eigen und das zeigte sich eben, wenn ich einmal nicht so viel Zeit für sie hatte wie sonst immer. Nachdem ich auch mit meinen Hannoveranerhengsten Black Soul, Incendio und Branagorn gekuschelt hatte, waren meine Vollbluthengste an der Reihe. Da waren die englischen Vollblüter Ghostbuster, Pawaneeh, Tschiwabschischi und El Racino, der Achal Tekkiner Candle in the Wind, der Berber Amayyas, die Araber Khamar al Sanaa, Wüstentänzer und mein Nachwuchstalent Shamal. Sie alle bekamen eine extra Portion Streicheleinheiten und vor allem bei dem schönen Araberschimmel Khamar entschuldigte ich mich. Der Hengst war schon lange Zeit bei mir und hatte einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen. Weiter ging es mit den Andalusiern Negresco und Ojos Azules, den Barockpintos Slaters Secret und San Salvador, dem Lusitano Pierre, dem Traber Damon's Dynamo, den Saddlebreds GH's Safriko und Someone, dem Paso Fino Wannabe und den Isländern Fair Prince und Intolerable Life. Als ich gerade durch die dicke Mähne des Rappschecken fuhr, stieß mein Liebling bei den Ponys - Hollybrook's Cheeky Jot - ein entrüstetes Wiehern aus. Der schöne Hengst hasste es, ignoriert zu werden und anscheinend hatte ich mir für seinen Geschmack mit den anderen zu viel Zeit gelassen. Also wandte ich mich dem schönen Hengstchen zu und schlang ihm die Arme um den kräftigen Hals. Meine Mitarbeiter hatten wirklich ganze Arbeit geleistet, meine Pferde sahen wunderbar aus. Nach Cheeky war sein Sohn Hollybrook's Casanova an der Reihe, dann Hollybrook's Bloody Valentine, Hollybrook's Classic Moment, Hollybrook's Zarin, BMs Caradoc, Orfino, Panta Rhei, der Neuzugang Roi du Soleil, Eddi's Dead Pop Romance und Daemon. Als nächstes wurde meinen Minis Aufmerksamkeit zuteil. Die Miniature Hengste Rumpelstielzchen und Darkwood's Storm Dancing Feather waren als erstes dran, dann ging es mit Juego und Hollywood Undead weiter. Nachdem ich auch meine Westernpferde Dissident Hawk, Golden Indian Summer, Dream of Wyoming und Cazador geknuddelt hatte, bekamen meine Schätze ihr Frühstück.
      Da ich bei den Hengsten mit den Westernstars aufgehört hatte, waren die Stuten unter ihnen nun als erstes an der Reihe. Ich besuchte die Criollos Chaira, Arriba und Girlie, dannach Apaches Tomahawk, American Baby, BB's Harmony, Your possible Pasts, My Golden Heart und The Morticains Daughter. Auch die Minis des Hofes, Miniature America's Narnia, Hollybrook's Tiny Girl, Mississle, Little Big Girl, Napayné und Kolibri bekamen ihre Streicheleinheiten. Die Traber Rainbow, Ehawee und Middle Ages interessierten sich herzlich wenig für mich, sondern eher für die Möhren, die ich ihnen zusteckte. Meine Saddlebred Stute Shekitt Quinn genoss die Aufmerksamkeit dafür umso mehr. Genauso wie Paradises Rafinesse, Mizzi, Ma Belle apasionada und die Isländer Fatimah und Dark Misery. Gleich im Anschluss daran ging ich weiter zu Cuchara, Benjilala, Salwa, Pangäa, Cirilla, Ivory, Sahiar, My lovely Horror Kid, Saddy, Haadeh, Sharley, Bittersweet, Little Miss Sunshine, Fallen Immortaliny, Adina De Ra'idah und Melody's Girl. Nun fehlten nur noch die Ponys, die Englischen Vollblüter und meine Militarypferde. Erstere waren gleich an der Reihe. Rosewell, Hollybrook's Fairy Bluebird, Magical Moment, Thousand Sunny, Aimiliani, Naboo, Isola della Pirateria, Fairylike Facility, Everybody's Darling, Golden Flair, Walk of Fame, Precious Scream, Dorina und Cinnemont's History freuten sich sichtlich über die Aufmerksamkeit. Vor allem Isola, Darling und Fame bekamen nicht so viele Streicheleinheiten, wenn ich nicht da war. Aber auch die Vollblüter, um die sich vor allem Meg heiß und innig kümmerte, freuten sich über meine Anwesenheit. Backup, Success Story xx mit ihrem Fohlen Successful Dream, Kagami el Assuad mit Kazumi Princess El Assuad an ihrer Seite, Pirate Island, Ace of Spades und Far Cry bekamen alle eine kurze Rückenmassage, bevor ich weiter zu meinen Warmblütern ging. Der Neuzugang Lamira war zuerst dran, dann folgte die Leitstute Samiyah, Mahira, Unannounced Pleasure, Reminiscent Inspiration, Angels Fall First, Wild Lady Roxanne und Glammy. Nachdem ich all meine Stuten gefüttert hatte, setzte ich mich bei Everybody's Darling in die Box und döste ein wenig neben dem Fuchsstütchen. Geweckt wurde ich vom spitzen Schrei meiner Freundin und Angestellten Meg, die mich als erstes entdeckt hatte. "Du kommst mitten in der Nacht zurück und hast dann nichts besseres zu tun als die Pferde zu füttern? Du hättest mich wecken können!", beschwerte sie sich. "Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass es sich nicht mehr lohnt, ins Bett zu gehen. Außerdem musste ich doch meine Babys begrüßen! Und jetzt erzähl mir alles. Jedes Detail, ich muss alles wissen.", wies ich Meg grinsend an.
    • Sammy
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      April, April, der weiß nicht was er will
      30. April 2018
      Mit einem leichten Stirnrunzeln sah ich von den Unterlagen auf, die ich gerade durchging. Es war Frühling auf Hollybrook und dementsprechend gab es eine ganze Menge zu tun. Die Turniersaison begann, für die frischgebackenen Jährlinge musste ein Trainingsprogramm erstellt werden und natürlich erwarteten einige meiner Stuten auch dieses Jahr wieder ein Fohlen. Die letzten Tage war es brütend heiß gewesen, die Frühlingstemperaturen waren wohl an England vorbeigegangen. Wir hatten die Pferde angeweidet und sie tollten momentan alle auf ihren Koppeln herum, während meine Mitarbeiter die Stallarbeit erledigten. Für ernsthaftes Training war es an diesem Aprilnachmittag sowieso viel zu heiß. Gerade eben hatte mich jedoch ein bedrohliches Grollen aus meiner Konzentration gerissen und nach einem Blick aus dem großen Fenster sprang ich sofort auf. Der bisher wunderbar blaue und wolkenlose Himmel war nun stahlgrau, um nicht zu sagen schwarz. Wind kam auf und schon zuckten die ersten Blitze über den Himmel. Und ich hatte sage und schreibe 129 Pferde auf den Weiden stehen. Mit zwei großen Schritten war ich aus der Tür hinaus und eilte über den Hof zu den Stallungen, um meine Mitarbeiter zusammen zu trommeln. Im Stalltrakt der Stuten lief laute Musik, weshalb das drohende Unwetter bisher unbemerkt geblieben war. Ich schaltete den Lärm ab und beschleunigte alle. Immerhin hatte ich einige höchst nervöse Tiere auf dem Hof, die mit Gewitter überhaupt nichts anfangen konnten. Wir begannen mit meinen Englischen Vollblütern. Zuerst kamen Kagami el Assuad und Success Story xx in den Stall. Die beiden Pferdedamen waren vor einem halben Jahr von ihren Babys getrennt worden und gerade Kagami war seitdem nicht unbedingt einfacher geworden. Meg und ich führten sie in die Boxen und schlossen hastig die Türen. Patrick eilte währenddessen durch die gesamten Stallungen und schloss alle Türen zu den Außenboxen. Gleich nach uns folgten Pirate Island, Ace of Spades, Backup und Far Cry. Auch die vier Hengste Ghostbuster, Tschiwabschischi, El Racino und Pawaneeh waren blitzschnell von den Koppeln geholt. Als wir den Stall das nächste Mal verließen, um die anderen Vollblüter einzusammeln, mussten wir uns schon regelrecht gegen den Wind stemmen. Ich schnappte mir zuerst Amayyas, den stolzen Berberhengst. Der Roan ließ noch immer nur Brian und mich an sich heran und Brian war gerade mit dem Araberhengst Wüstentänzer zugange. Meg folgte mit Ivory, Patrick nahm Candle in the Wind, Donald führte Cirilla und Samuel Khamar al Sanaa. Gleich darauf waren Shamal, Pangäa, Sahira, My lovely Horror Kid, Saddy und Barakah al Sanaa dran. Letztere war erst vor einer Woche auf mein Gestüt zurückgekehrt und noch von den anderen Stuten separiert. Mit Horror, Sahira und Saddy hatten wir bereits ganz schöne Probleme und auch der junge Araberhengst Shamal spielte sich ziemlich auf. Ich atmete erleichtert auf, als ich die Tür hinter dem temperamentvollen Tier schloss und auch die anderen die Stricke vor die Boxen warfen. Haadeh und Little Miss Sunshine konnte man gemeinsam führen, sodass mit ihnen auch Bittersweet, Sharley, Adina De Ra'idah, Fallen Immortaliny und Melody's Girl in die sicheren Stallungen kamen. Damit waren sämtliche Vollblüter versorgt. "Und jetzt?", fragte Meg atemlos, als sie die Tür hinter Melody schloss. "Die Vielseitigkeitspferde. Gleich danach die Traber und die Jungpferde bzw. Fohlen. Die Ponies kommen zum Schluss, weil wir die noch am besten händeln können.", gab ich meine Anweisungen wie aus der Pistole geschossen. Wir hatten gerade Lamira, Incendio, Mahira, Samiyah, Levistino, Branagorn, Black Soul, Unannounced Pleasure, Reminiscent Inspiration, Angels Fall First, Fantastic Fly, Wild Lady Roxanne, Pride & Prejudice und Glammy im Stall, als der Regen einsetzte. Ich fluchte reichlich undamenhaft vor mich hin uns sprintete los, um meinen Traberhengst Damon's Dynamo von der Koppel zu holen. Der sonst so sanftmütige Hengst hasste Regen und galoppierte bereits mit geblähten Nüstern und angelegten Ohren am Zaun seiner Koppel entlang. Ich hatte dennoch keine Mühe ihn einzufangen, glücklicherweise besaß Dynamo wirklich ausgezeichnete Manieren. Dennoch war ich sehr erleichtert als er, Ehawee, Rainbow, Middle Ages, GH's Safriko, Someone, Paradises Rafinesse, Mizzi, Shekitt Quinn, Ma Belle apasionada und Wannabe im Stall standen. Wie angekündigt folgten nun die Jungpferde Devil in Prada, Shawnée, Siberia, GE's Ljósfari, Grace's Cookie 'n Cream, PFS' Beck's Litte Diva, Ala' Forza, PFS' Glenn's Cookie, Porcelain Doll, PFS' Isis, PFS' Arctic Alinghi, PFS' Daydream of Money, Kazumi Princess El Assuad, Successful Dream und Picturesque Diova. Diova hatte ich zusammen mit Barakah von Canyon übernommen und freute mich schon sehr auf die Arbeit mit der jungen Stute. Princess lief mir vor lauter Aufregung fast in die Hacken. Dies war das erste richtige Gewitter, dass die junge Stute ohne ihre Mutter durchleben musste. Dreamy spielte dagegen völlig verrückt. Die junge Stute stieg auf die Hinterbeine und sprang im Kreis um Brian herum. Ich führte Princess schneller, um Dreamy zu überholen und hoffte darauf, dass die braune Stute ihrer Freundin folgen würde. Glücklicherweise war dies der Fall, auch wenn Dream dabei Brian hinter sich zurückließ und plötzlich neben mir bei Princess in der Box stand. Ich beschloss die beiden während des Gewitters zusammen stehen zu lassen, Dream hätte mich sonst wahrscheinlich sowieso gefressen. Immer schneller zuckten die Blitze nun über den Himmel, als wir die Andalusier Negresco, Cuchara und Ojos Azules, die Lusitanos Salwa und Pierre und die Barockpintos Slaters Secret, Benjilala und San Salvador vor dem Sturm retteten. Von den übrigen Pferden erschallte nervöses Gewieher und ich musste mich sehr zusammenreißen, um nicht in Panik zu verfallen. Der Regen schlug uns hart ins Gesicht, während wir begannen, die Ponies herein zu holen. Da waren der klatschnasse Hollybrook's Cheeky Jot, Hollybrook's Casanova, Hollybrook's Classic Moment, Hollybrook's Bloody Valentine, Hollybrook's Zarin, Orfino, Blue Moon's Caradoc, Panta Rhei und Rosewell, Hollybrook's Fairy Bluebird, Magical Moment, Thousand Sunny, Aimiliani, Naboo, Isola della Pirateria, Fairylike Facility, Everybody's Darling, Golden Flair, Walk of Fame, Precious Scream, Eddi's Dead Pop Romance, Daemon, Dorina, Cinnemont's History, Dark Misery, Fair Prince, Intolerable Life, Fatimah und die Minis Rumpelstielzchen, Darkwood's Storm Dancing Feather, Miniature America's Narnia, Hollybrook's Tiny Girl, Juego, Mississle, Little Big Girl, Hollywood Undead, Napayné, Kolibri und Roi du Soleil. Fehlten nur noch die Westernpferde. Als wir dieses Mal den Weg zu den Koppeln gingen, begann es zu hageln. Ich zog den Kopf ein und legte noch einmal einen Zahn zu. Meg, Brian, Samuel und ich kümmerten uns um Arriba, Chaira, The Morticains Daughter, My Golden Heart, Your possible Pasts, BB's Harmony, American Baby, Girlie und Apaches Tomahawk. Die anderen holten Cazador, Dream of Wyoming, Golden Indian Summer und Dissident Hawk hinein. Völlig erledigt ließ ich mich auf den Boden vor Golden's Box sinken und atmete erst einmal tief durch. Die Pferde waren nervös und ein Großteil von ihnen klatschnass, aber immerhin waren wir nun alle geschützt vor diesem ekelhaften Unwetter. Der Donner grollte pausenlos und durch die Stallfenster sah man alle paar Sekunden Blitze aufleuchten. Ich teilte jedem ein Stallende zu und wir begannen damit, die Pferde trocken zu reiben. Die Westernpferde hatte es am Schlimmsten erwischt, Harmony und Daughter stellte ich als erstes unters Rotlicht, nachdem ich ihnen mit einem Schweißmesser das gröbste Wasser aus dem Fell geholt hatte. So arbeiteten wir uns schweigend durch den Stall, beruhigten die Pferde und auch selbst und warteten, bis das Gewitter vorbei war. Der ganze Spuck dauerte nicht einmal zwei Stunden, dann wurde der Himmel wieder hell und eine knappe Stunde später war auch die drückende Hitze wieder da. Nach einem kurzen Blick in den Wetterbericht entschied ich dennoch, die Pferde für heute nur noch auf die Paddocks hinaus zu lassen. Eine Wahnsinnsaktion pro Tag reichte mir vollkommen.
    • Sammy
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      Bunte Blätter, Nieselregen und schwerwiegende Entscheidungen
      21. Oktober 2018
      Fröstelnd zog ich den Reißverschluss meiner Softshelljacke höher und zog die Kapuze tiefer ins Gesicht. Der Herbst hatte mit voller Wucht Einzug auf Hollybrook Stud gehalten. Innerhalb kürzester Zeit hatten sich die Blätter der Bäume orange, rot und gelb gefärbt und regneten in Scharen zu Boden. Während es tagsüber meist noch angenehm warm war, erreichte es nachts schon Minusgrade. Fünf Uhr morgens war praktisch nachts, also fror ich erbärmlich. Erleichtert schlüpfte ich in die behaglich warmen Stallungen und vernahm sofort das beruhigende Rascheln der Pferde im Stroh. In ein paar Minuten würden meine Angestellten mit dem Training der Vollblüter beginnen, danach folgte die Morgenfütterung. Ich aber hatte heute ein paar wichtige Dinge zu entscheiden und so verzog ich mich gleich in mein Büro und schloss die Tür hinter mir. Die Zucht lief nicht wie geplant. Gerade nach den selteneren Rassen bestand kaum Nachfrage, dafür kostete der Unterhalt von knappen 150 Pferde eine ganze Menge. In letzter Zeit hatte ich auch nicht mehr das Gefühl, meinen Lieblingen unter den Pferden gerecht werden zu können. Hatte ich mich früher ausschließlich selbst um das Training der Fohlen und Jungpferde gekümmert, so musste ich nun schon allen wegen des ganzen Verwaltungsaufwands immer mehr darauf verzichten. So konnte es nicht weitergehen. Also hatte ich schweren Herzens beschlossen, meine Zucht rein und allein auf die englischen Vollblüter und meine Vielseitigkeitspferde zu beschränken. Alle anderen mussten gehen. Ein paar Pferde hatten sich auch definitiv ihren Ruhestand verdient und ich hatte schon ein wunderschönes Gehöft in zweistündiger Entfernung ausgemacht. Dort wurde armen und benachteiligten Kindern der Umgang mit Pferden ermöglicht. Sie durften die Tiere putzen, mit ihnen spazieren gehen und teilweise auf ihnen reiten. Das war genau das richtige, für einige meiner Lieblinge.
      Seufzend zog ich die Listen mit den Namen meiner Pferde aus der Schublade. Leicht wurde dieses Unterfangen dennoch nicht, ich hing an allen meinen Schützlingen.
      Definitiv verkaufen wollte ich Hollybrook's Barakah al Sanaa, Bittersweet, Wüstentänzer, Far Cry, Candle in the Wind & Ivory, Pierre und Salwa, Someone & Mizzi, Dream of Wyoming, American Baby & BBs Harmony, Daemon, Dorina und Eddi's Dead Pop Romance, Kolibri, Hollybrook's Tiny Girl, Precious Scream, BMs Caradoc, Hollybrooks Classic Moment, Hollybrook's Bloody Valentine, Hollybrook's Zarin, Hollybrook's Fairy Bluebird und Hollybrook's Casanova. Gerade bei Letzterem zeriss es mir beinahe das Herz, so sehr liebte ich den jungen Hengst. Allerdings konnte ich es mir nur erlauben einen New Forest Hengst zu behalten und das war unstreitig Hollybrook's Cheeky Jot, das erste Fohlen der Hollybrook Zucht. Niemals könnte ich mich von ihm trennen. Außerdem hoffte ich für Casanova und all die anderen Käufer zu finden, die die Tiere gut förderten und ihnen ein schönes Zuhause schenkten. Auch bei Wüstentänzer fiel mir die Entscheidung alles andere als leicht. Jedoch hatte ich mit Khamar al Sanaa und Shamal zwei Araberhengste die weitaus besser zu meinen künftigen Plänen passten. Rosewell und Panta Rhei würde ich Eddi anbieten, immerhin hatte ich die beiden damals im Fohlenalter von ihr übernommen und großgezogen.
      Dann gab es in den letzten Jahren leider auch einige Verluste zu beklagen. Meine wunderschöne Berberstute Cirilla hatte sich beim Toben eine Sehne gerissen, die nie mehr richtig verheilt war. Auch die Fohlen Ala Forza und Shawnée würden niemals in einer Zucht mitwirken können. Apaches Tomahawk und Girlie hatten sich den Ruhestand dagegen redlich verdient. Mississle war nach einem Kutschunfall nicht mehr dieselbe. Sie kam nicht mehr mit dem Trubel auf dem großen Gestüt zurecht und obwohl ich so viele Hoffnungen in die süße Stute gesetzt hatte, würde ich sie gehen lassen. Selbes galt für Chaira, Cazador, Napayné, Wannabe, Juego und Little Big Girl. Sie hatten alle tolle Arbeit geleistet und sich ein wenig Entspannung mehr als verdient. Meine Traberstute Middle Ages war während eines Rennens gestürzt und hatte sich das Röhrbein gebrochen. Ich hatte gehofft, dass sie sich nach einer ausgiebigen Ruhepause so weit erholen würde, um Mutter werden zu können, doch der Tierarzt hatte mir davon abgeraten. Das Gewicht eines Fohlenbauches wäre zu viel für das Bein. Bei Shekitt Quinn, GH's Safriko, Paradises Rafinesse und Ma Belle apasionada war ich mir noch nicht sicher, was ich tun sollte. Sie passten nicht mehr auf den Hof, aber ich hing doch sehr an jedem von ihnen. Gerade Belle hatte ich ja noch gar nicht so lange in meinem Besitz. Hollywood Undead, Orfino, Dark Misery, Fair Prince, Sahira, Hadeeh, Slaters Secret, Little Miss Sunshine, Sharley, Golden Flair, Walk of Fame und Melody's Girl lag der Umzug ebenfalls am Alter. Der Mix San Salvador machte mir zur Zeit Sorgen. Er hatte hohes Fieber und stand mittlerweile sogar in Quarantäne. Der Tierarzt machte mir nicht allzu viele Hoffnungen. Und falls sich der junge Hengst erholte, würde er wohl nicht mehr im Sport mitmischen können. Mein Flaschenfohlen Everybody's Darling litt an der gleichen Krankheit wie Salvador, nur dass es ihr noch wesentlich schlechter ging. Bei ihr rechnete ich schon nicht mehr damit, dass sie sich noch erhohlen würde. Fallen Immortaliny und Adina De Ra'idah waren für das hektische Gestütsleben einfach nicht gemacht. Sie waren unzufrieden und sollten deshalb in ein ruhigeres Heim umziehen. Ich macht Haken und Kreuze, schrieb neue Listen, teils mit, teils ohne Fragezeichen dahinter. Schließlich war ich soweit, dass ich nur noch die Pferde auf einer Liste hatte, die definitiv bleiben sollten.
      Inzwischen war die Morgenfütterung vorbei und ich trat hinaus auf die Stallgasse, um alles über das Training der Vollblüter zu erfahren. Pawaneeh, Ghostbuster, Tschiwabschischi und El Racino waren heute ein Trainingsrennen gegeneinander gelaufen, was anscheinend auch hervorragend geklappt hatte. Es überraschte mich nicht, dass der ehrgeizige Racino als Sieger daraus hervorgegangen war. Für Pirate Island, Ace of Spades und Backup hatte heute nur leichtes Galopptraining stattgefunden, während Kagami El Assuad und Success Story xx alles hatten geben dürfen. Die Fohlen der beiden waren mittlerweile fast zwei Jahre alt und bereiteten mir täglich mehr Freude. Kagami und Story waren wieder ganz die Alten und gaben auf der Bahn alles. Auch wenn sie eigentlich nicht mehr aktiv im Galopprennsport liefen, brauchten sie das schnelle Training auf der Bahn ab und an einfach. "Sammy! Kagami war der absolute Wahnsinn!", rief Meg mit strahlenden Augen. Ihr Herz schlug vor allem für das Rennreiten und sie war völlig aus dem Häuschen gewesen, als ich sie schließlich auf die äußerst talentierte aber auch besonders schwierige Kagami gesetzt hatte. Ich grinste und zeigte ihr den erhobenen Daumen. "Bereit für die Vielseitigkeitsstars? Donald nimmt wie üblich Fantastic Fly und Brian Black Soul. Für die beiden steht heute Dressurarbeit auf dem Programm. Lasst euch nicht veralbern, die haben das Dressurtraining dringend nötig. Samuel nimmt Levistino und Meg Angels Fall First. Mit den beiden geht es heute mal wieder ins Gelände. Zieht euch warm an und wärmt die zwei gut auf, es ist verdammt kalt heute." gab ich meine Anweisungen. "Oh und Patrick? Du schließt dich mit Branagorn an. Du bist so weit und Branagorn passt auf dich auf.", sagte ich zu dem unerfahrensten Reiter in meinem Team. Der konnte sein Glück kaum fassen. Ich selbst schnappte mir die Cremellostute Samiyah und machte sie fürs Springen fertig. Sami war eine echte Diva, aber eine Sportskanone sonder gleichen. Ich packte mich dick ein und warf der Stute eine Fleecedecke über den glänzenden Rücken, bevor wir uns zum Springplatz aufmachten. Der leichte Nieselregen störte Samiyah zwar, doch da musste sie durch. Ich hatte gestern bereits mit meinem deutschen Reitpferd Pride & Prejudice trainiert, weshalb der Parcours noch aufgebaut war. Der schöne Schecke hatte seine Sache wirklich gut gemacht und ich erwartete von Samiyah dasselbe. Ich ritt die Stute im Schritt am langen Zügel um den Platz und ignorierte den schlagenden Schweif und die zeitweise angelegten Ohren. Sami war eine ausgemachte Zicke, wenn ihr etwas nicht passte und dieses Gehabe hatte uns bei schlechtem Wetter schon den ein oder anderen Turniersieg gekostet. Ich ignorierte es und wärmte Samiyah in aller Seelenruhe auf. Beim Angaloppieren buckelte die Stute, doch darauf war ich schon gefasst gewesen und saß tief im Sattel ein. Als ich das Tierchen endlich auf den ersten Sprung zusteuerte musste Sami sich konzentrieren. Immerhin sprangen wir hier einen Parcours auf S-Niveau. Das Gezicke wurde weniger und ich hatte endlich mein arbeitswilliges Stütchen unter mir. Sami flog über die Sprünge des Parcours, als wären sie überhaupt nicht vorhanden und riss bis auf die letzte Stange kein Hindernis. Ich klopfte ihr den feuchten Hals, sprang aus dem Sattel und führte sie zum Stall. Der Regen war stärker geworden, so würde Samiyah sowieso nicht trocken werden. Im Stall angekommen, befreite ich sie von Sattel und Zaumzeug, legte ihr ihre Abschwitzdecke auf und führte sie die Stallgasse auf und ab, damit sie abkühlte. Dann brachte ich sie in die Box zurück. Zwischenzeitlich standen auch Fantastic Fly und Black Soul wieder in ihren Boxen. Für Mahira, Unannounced Pleasure und Reminiscent Inspiration - die drei Jungspunde bei den Warmblütern - stand heute ebenfalls Dressurtraining an. Brian übernahm Pleasure, Donald Inspiration und ich selbst holte die Scheckstute Mahira aus ihrer Box. Meg und Samuel sollten später Glammy und Wild Lady Roxanne longieren und damit waren wir mit den Vielseitigkeitspferden dann auch schon durch.
      Nur neun Hengste gemischter Rassen sollten endgültig auf Hollybrook bleiben. Darunter war natürlich mein gliebter Traberhengst Damon's Dynamo. Er war gestern erster bei einem Gangturnier geworden und hatte sich daher heute einen freien Tag verdient. Mit den beiden Andalusiern Negresco und Ojos Azules arbeiteten Brian und ich zu Zeit an einem Pas de deux. Ich hatte vor in naher Zukunft beim Fohlenverkauf und auch auf Turnieren eine kleine Show aufzuziehen, wobei die beiden Hengste eine große Rolle spielten. Ich liebte meine Spanier und könnte mich niemals von ihnen trennen. Dann waren da noch die beiden Westernhengste Golden Indian Summer und Dissident Hawk. Bei ihnen hatte ich sehr lange überlegt, ob ich sie nicht in eine gute Zucht geben sollte, aber da ich auch zwei Paint Horse Stuten behalten würde und einfach an den beiden hing, durften sie bleiben. Auch der Berberhengst Amayyas hatte seinen festen Platz auf meinem Hof gefunden. Der Red Roan war immer noch schwer zu händeln und ließ außer Brian und mir keinen auf seinen Rücken. Er hatte allerdings so unglaublich viel Charakter, dass die Arbeit mit ihm viel Freude machte. Auch er sollte irgendwann in der Hengstparade mitlaufen, genau wie die beiden Araber Khamar al Sanaa und Shamal. Der Schimmel Khamar gehörte schon so lange zum festen Bestandteil des Hofes, dass all meine Mitarbeiter ihn abgöttisch liebten. Er war zwar auch temperamentvoll, aber wunderbar feinfühlig zu reiten. Bei Shamal musste man sich noch etwas mehr durchsetzen, doch der Hengst war trotz seiner ganzen Erfolge ja auch noch immer ein Jungspund. Zuletzt blieb mein Isländerhengst Intolerable Life. Bei ihm hatte ich lange überlegen müssen, ob ich ihn und seine Zwillingsschwester Fatimah behalten sollte. Allerdings waren die Zwillinge für mich etwas so Besonderes, dass ich mich nicht von ihnen trennen konnte. Sie waren die ersten Fohlen meines allerersten Zuchtpferdes. Zuletzt ging ich bei Hollybrook's Cheeky Jot vorbei. Der New Foresthengst hatte heute ebenfalls seinen freien Tag, bekam aber wie üblich seine Schmuseeinheit von mir.
      Als nächstes waren die verbliebenen Stuten an der Reihe. Donald, Samuel, Brian, Patrick und Meg kümmerten sich um die Westernpferde Arriba, My Golden Heart, The Morticains Daugther und Your possible Pasts. Da der Regen nachgelassen hatte, würden sie einen schönen ausgiebigen Ausritt mit den vier Stuten machen. Ich dagegen kümmerte mich in dieser Zeit um das Dressurtraining der Berberstute Pangäa, der Andalusierdame Cuchara und der Barockpintostute Benjilala. Die Dressurchracks liebten das Training und grade Cuchara war der unangefochtene Star im Stall. Als ich mit dem Training der drei Stuten fertig war, kamen auch die Westerndamen wieder auf den Hof zurück. Ich nahm Samuel und Brian Heart und Daugther ab und übergab ihnen dafür die Traberstuten Ehawee und Rainbow. Auch für sie stand ein schön langer Ausritt auf dem Programm. Nach kurzem Überlegen schickte ich Donald und Meg auf den Araberstuten Saddy und My lovely Horror Kid hinterher. Patrick wirkte etwas enttäuscht, aber keine der Stuten war ruhig genug, um sie mit ihm ins Gelände zu schicken. Ich winkte ihn heran. Die sechs verbliebenen New Forest Stuten Magical Moment, Aimiliani, Isola della Pirateria, Thousand Sunny, Naboo und Fairylike Facility sowie die Isländerstute Fatimah durften heute ein bisschen in der Halle laufen. Immer zu zweit, bzw Aimi, Magic und Fatimah zu dritt. Magic, Aimi und Sunny bildeten einen Teil meines Feenpferdchen-Programms mit ihren langen, wallenden Mähnen. Sie würden zusammen mit Fairy und Fatimah auch für Ausritte potentieller Gäste zur Verfügung stehen. Ich ging nun mit der Ministute Miniature America's Narnia ein wenig in den Round Pen, während Patrick Rumpelstielzchen und Darkwood's Storm Dancing Feather frei laufen ließ. Die Minihengste hatten schon einige Erfolge für sich verbuchen können und ich hoffte, bald schon die ersten Fohlen von ihnen auf dem Hof begrüßen zu dürfen.
      Nun fehlten nur noch die Pferde in den Nebenstallungen, also die, die noch nicht gekört waren. Ich setzte Patrick auf den dressurbegabten Welsh D Hengst Roi du Soleil, während ich selbst den Hannoveraner Incendio sattelte. Beide waren von ihrem Trainingsstand her bald soweit, eine Körung zu bestreiten. Die Hannoveranerstuten Lamira und Cassidy brauchten dagegen noch ein wenig. Mit ihnen gingen wir heute eine Runde um das Gestüt spazieren, was bei dem Herbstwetter, wo alles raschelte und zappelte, eine ganz schöne Herausforderung war. Sowohl Lamira als auch Cass waren nämlich nicht unbedingt nervenstark. Als wir die Stuten gerade wieder in ihre Boxen brachten, kamen die ziemlich durchgefrorenen Geländereiter wieder zurück. "Bitte, bitte schick uns nicht gleich wieder raus. Ich brauch nen Tee!", sagte Samuel bibbernd und rutschte aus dem Sattel seiner Stute. Im Gegensatz zu meinen Mitarbeitern machten die Stuten einen recht munteren Eindruck. Gerade Horror Kid sah überhaupt nicht aus, als hätte sie sich anstrengen müssen. "Keine Sorge, wir sind schon durch. Fehlen nur noch die Babys. Aber versorgt ihr erstmal eure Pferde und wärmt euch auf. Patrick und ich nehmen solange Prada und Ljósfari mit.", beruhigte ich sie grinsend. Gesagt getan. Patrick holte die Criollostute, die mit vollem Namen PFS' Devil in Prada hieß und ich übernahm den Isländerhengst GE's Ljósfari. Die beiden wurden zur Zeit schonend eingeritten, doch heute stand nur ein kleiner Spaziergang an. Im Gegensatz zu den Hannoveranerdamen blieben die beiden aber vollkommen ruhig. Grade Prada war ein absoluter Fels in der Brandung und ich freute mich schon, sie und Arriba auf schöne lange Ausritte mit Gästen des Gestüts zu schicken.
      Die Ministute Porcelain Doll hatte heute frei, da sie gerade eingefahren wurde und gestern gewaltige Fortschritte gemacht hatte. Genauso verhielt es sich mit der Welsh B Stute Siberia und dem Paint Horse Grace's Cookie 'n Cream. Nun blieben nur noch die "Fohlen" übrig. Das waren die fast dreijährigen PFS' Daydream of Money, PFS' Arctic Alinghi und PFS' Glenn's Cookie und die fast zweijährigen Picturesque Diova, Kazumi Princess el Assuad, Successful Dream, PFS' Isis und PFS' Beck's Little Diva. Für Princess und Dream würde es bald ernst werden, da sie in die Fußstapfen ihrer Mütter treten und auf der Rennbahn großes vollbringen sollten. Die anderen hingegen hatten noch eine Weile Ruhe, da ich meine Pferde erst vierjährig einritt. Dafür standen Schrecktrainings, Spaziergänge und Gehorsamkeitsübungen an. Als alle Pferde wieder gut versorgt in ihren Boxen standen, eröffnete ich meinen Mitarbeitern meine Pläne. Die Reitponystute Cinnemont's History war sogar vor einigen Tagen schon zu Occulta umgezogen, was viele überrascht hatte. Normalerweise trennte ich mich so gut wie nie von meinen Pferden, da kam dieser Rundumschlag doch sehr überraschend. Wie erwartet wurde viel Protest laut, Meg fragte sogar, ob sie die Araberstute Melody's Girl nicht kaufen konnte. Doch ich schüttelte den Kopf. Melody war krank und Meg hatte nicht das Geld, um sie ordentlich zu versorgen und hätte ich es, hätte ich die schöne braune Stute behalten. Die anderen sahen abwechselnd zwischen Meg und mir hin und her. Wir hatten uns noch nie gestritten und waren selten nicht einer Meinung gewesen. Dies war das erste Mal, dass Meg zu spüren bekam, dass der Hof mir gehörte und nicht ihr. "Meg, glaub mir, das fällt mir auch nicht leicht. Aber ich habe alles durchgerechnet und so geht es nicht weiter", setzte ich an, doch Meg drehte sich einfach um und ging. Die anderen sahen ihr bestürzt hinterher. "Die kriegt sich schon wieder ein. Mach dir keinen Kopf Sammy. Wir verstehen das alle.", sagte Samuel leise. Dennoch blieb ein bitterer Nachgeschmack.
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  • Album:
    Gnadenweide
    Hochgeladen von:
    Sammy
    Datum:
    12 Okt. 2016
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  • Ala' Forza
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    Spitzname: /

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    ~ Abstammung ~
    Von:
    Unbekannt
    V: ?
    M: ?
    Aus der: Unbekannt
    V: ?
    M: ?

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    Rasse: American Miniature Horse
    Geschlecht: Stute
    Geburtsdatum: 10. Juni 2014
    Stockmaß: 0,75 m
    Fellfarbe: Flaxen Chestnut Tovero (ee, aa, nTob, nO, ff)
    Kopfabzeichen: ///
    Beinabzeichen: ///

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    ~ Beschreibung & Charakter ~
    Die kleine schüchterne Stute wuchs sehr sozial auf, hatte zu dieser Zeit jedoch wenig Kontakt zu Menschen und ist daher etwas scheu. In der Fohlengruppe blüht sie jedoch sehr auf, daher auch ihr Name "Forza", der für "kleine Rakete" stehen soll.
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    Besitzer: Sammy
    Vorbesitzer: Zasa
    Ersteller: Kira
    Vkr: Kira

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    ~ Qualifikationen ~
    Dressur:
    E
    Fahren: E

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    ~ Schleifen ~
    ///

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    ~ Sonstiges ~
    Zuchtfähig:
    Nein
    Nachkommen: ///
    Geschwister: ///
    Punktzahl: 0