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Maleen

Ahyoka |♀| Altér Real

Ahyoka |♀| Altér Real
Maleen, 12 Aug. 2016
Veija, Zion und Bracelet gefällt das.
    • Maleen
      Alte Berichte


      23. September 2014 by Gwen
      Pflegebericht
      Eine ganz besondere Stute

      Seufzend blickte ich auf die Uhr – diese zeigte erst 6.00 Uhr in der Frühe an. Ich ließ mich zurück in mein Kissen fallen und schloss die Augen, doch an Schlaf war nicht mehr zu denken. Ich war momentan sehr unruhig, konnte kaum schlafen und machte mir permanent Gedanken.
      Seit gestern war Amber nun schon in Australien und vermisste sie jetzt schon. Außerdem kam ich mir im Gegensatz zu ihr so unbeholfen vor. Während sie nun ihr eigenes Leben antrat, lebte ich immer noch hier in Kanada auf der Ranch und obwohl ich es nirgendwo schöner fand, fühlte ich mich wie ein kleines Kind.
      Wütend schüttelte ich den Kopf und schon wieder machte ich mir tausende Gedanken - Zeit aufzustehen!
      Ich hievte mich aus dem Bett direkt unter die Dusche und zog dann meine Stallsachen an. Im ganzen Haus war es noch leise, dementsprechend bewegte ich mich auch. In der Küche machte ich mir dann Cornflakes zum Frühstück, ehe ich mich auch schon auf den Weg in den Stall machte.
      Dort gab es wenigstens jeden Tag was zu tun und ich wurde auch schon von neugierigen Pferdeköpfen begrüßt. „Guten Morgen meine Lieben!“
      Nachdem die Pferde alle auf ihren Weiden standen und ich auch schon die Stallarbeit geschafft hatte, ging ich zurück ins Haus. Dort wurde ich von meiner verschlafenen Familie begrüßt, welche sich gerade am Frühstückstisch niederließen. Ich gesellte mich dazu, auch wenn ich keinen großen Hunger verspürte.
      „Gwen? Was weißt du über die Rasse Altér Real?“, fragte Kathy mich neugierig und ich schaute sie verblüfft an. „Nicht sonderlich viel, warum?“
      „Na ja, das große Gestüt Royal Peerage verkauft eine Altér Real Stute – können wir sie uns mal ansehen?“, bettelte Kathy direkt und ich blickte unsicher zu Mama hinüber, doch die schien beste Laune zu haben und nickte nur lächelnd. „Da hast du deine Antwort“, meinte ich knapp und trank meinen Cappuccino.
      Mama rief kurz nach dem Frühstück auf dem Gestüt an und am Nachmittag hatten wir unseren Termin. Eigentlich wollte ich lieber zu Hause bleiben, aber wenn ich das tat, würden die beiden mit drei neuen Pferden wiederkommen und das konnten wir uns weiß Gott nicht leisten!
      Also stieg ich mit ins Auto und dann fuhren wir los, zum weit entfernten Gestüt Royal Peerage. Während der Fahrt erzählte Kathy begeistert von der Geschichte der Stute und zeigte Mama ständig Bilder, welche sie nicht anschauen konnte, weil sie während des Fahrens logischerweise auf die Straße schauen musste. „Schluss jetzt Kathy!“, knurrte ich nur und schob sie zurück auf ihren Platz.
      Nach dieser anstrengenden Fahrt war ich froh, endlich da zu sein. Das Gestüt war riesig und besaß wirklich allerhand toller Pferde. Ich schaute mir alle in Ruhe an, bis uns eine junge Frau in Empfang nahm. „Guten Tag! Ich bin Maleen, die Inhaberin des Gestüts“, stellte sie sich vor. Sie besaß silberne Haare und war recht klein und schmal – und mir sofort sympathisch!
      Wir folgten ihr in den Stall und dann stellte sie uns Ahyoka vor. „Das ist sie“, meinte Maleen lächelnd und deutete auf eine junge Fuchsstute, welche gerade an ihrem Heu knusperte, aber neugierig aufschaute, als wir an ihre Box traten.
      Sie spielte mit den Ohren und brummelte uns – oder eher Maleen – freundlich zu. Die Stute hatte eine ganz besondere Ausstrahlung, so wie ihre Besitzerin. „Was bedeutet Ahyoka?“, fragte ich neugierig, denn ich hatte sofort erkannt, dass es ein indianischer Name war.
      Maleen lobte mich für meine Aufmerksamkeit. „Ahyoka heißt so viel wie: Sie brachte Fröhlichkeit“, erklärte sie uns und ich lächelte, denn das passte zu der Stute wirklich nur zu gut!
      Gemeinsam mit Maleen machten wir Ahyoka am Putzplatz fertig und durften uns mit der Stute in aller Ruhe anfreunden und sie kennenlernen. Dann ging es auch schon auf den Reitplatz. Erst einmal wärmte Maleen sie auf und ritt sie vor und schon da war ich fasziniert von der Stute.
      Sie wurde prinzipiell mit gebisslosen Zäumungen geritten, lief aber wirklich traumhaft und das für ihr junges Alter! Danach durften auch wir sie einmal reiten, ich ließ Kathy den Vortritt und als diese wieder abstieg, schien sie auf Wolke sieben zu schweben. Auch ich konnte die Gänge der Stute nicht verachten. Sie war sehr feinfühlig und reagierte auf die leichtesten Gewichtshilfen, es war schon jetzt so, als würde man mit ihr tanz
      Maleen fragte uns noch ein Weilchen aus, wer sie denn reiten würde und wie wir ihre weitere Ausbildung handhaben wollten. Anscheinend schien sie von unseren Ideen ganz angetan zu sein, doch es hieß erst einmal warten, denn wir waren nicht die einzigen, die sich für Ahyoka interessierten
      Ein paar Wochen später rief eine fremde Nummer bei uns an. Erst wollte ich nicht dran gehen, tat es dann aber Gott sei Dank doch. Es war Maleen und sie hatte eine tolle Nachricht zu verkünden!
      „Ahyoka geht an euch!“, erklärte sie lächelnd und ich wäre am liebsten im Dreieck gesprungen. Gemeinsam besprachen wir den weiteren Ablauf, wann Ahyoka nun zu uns auf die Ranch umziehen würde. Dabei wollte ich jedoch nichts überstürzen, damit die Stute alles möglichst stressfrei überstand.
      Kathy und Mum waren auch voll aus dem Häuschen und Kathy freute sich schon riesig auf die Fuchsstute. Nun stand die Arbeit an! In der Sattelkammer musste ein neuer Platz für die Sachen der Stute hergerichtet werden. Eine der leeren Boxen musste geputzt und fertig gemacht werden und außerdem druckte ich schon einmal ihren Futterplan aus – welchen ich von Maleen übernommen hatte -, laminierte ihn und klemmte ihn neben die Pläne der anderen Pferde.
      Irgendwann waren wir dann fertig und dann war es auch schon so weit! Ahyoka kam zu uns auf die Nahanni Rivers Ranch. Wir alle waren aufgeregt, als der Trailer auf unseren Hof rollte und Maleen ausstieg. Neugierig betrachtete sie das neue Zuhause ihrer Stute und war sofort begeistert. „Ihr habt es hier ja schön!“, begann sie zu schwärmen und schaute sich hier und da um.
      Dann war Ahyoka an der Reihe, denn die wartete schon unruhig darauf, aus dem Trailer zu kommen und wieherte bereits fordernd. Gemeinsam luden wir sie aus und ließen sie dann erst einmal auf eine der kleineren Weiden gegenüber des Stalls. Auf die Weide daneben stellte ich direkt Magic und Ravi. Die beiden Stuten vertrugen sich so gut wie mit jedem und so war auch Ahyoka nicht alleine und konnte direkt Freundschaft schließen.
      „Dann hat sie es leichter, auch die anderen Stuten kennenzulernen, denn Ravi und Magic sind immer die Beschützer unserer neuen“, erklärte ich Maleen lachend. Ihr zeigte ich noch die Box der Stute und unseren Stall. Den fand sie ja besonders interessant, da direkt die Reithalle daneben lag. „Das ist echt cool gemacht!“, meinte sie grinsend.
      Allerdings musste sie dann auch schon bald wieder los und verabschiedete sich von uns. „Ich schicke demnächst mal eine Mail mit Bildern!“, versprach ich ihr und sie dankte es mir, denn Ahyoka war einer ihrer Schützlinge gewesen und von denen hörte man gerne noch öfters was.
      11. Oktober 2014 by Eddi (Clinic Caen)
      Tierarztbericht

      Ich gähnte. Die letzte Nacht hatte ich nicht sonderlich viel Schlaf gehabt, denn mich hatte ein böser Infekt getroffen und so waren die Stunden schlaflos an mir vorbeigezogen. Umso müder war ich nun an diesem Morgen und nicht einmal eine Tasse schwarzen Kaffees konnte das ändern. Seufzend stieg ich ins Auto und fuhr los, die Arbeit musste ja dennoch getan werden.
      Als erstes ging es auf die Nahanni Rivers Ranch, wo ich mir zwei von Gwens Stuten anschauen sollte. Die Fahrt dorthin verlief ohne große Probleme und so war ich doch recht schnell da. „Huhu!“, rief ich Gwen entgegen, als ich den Stall betrat. Die junge Frau runzelte die Stirn und musterte mich. „Du siehst aber nicht sonderlich gut aus.“, stellte sie fest und neckte mich noch ein Weilchen damit.
      Ich ließ mir nichts anmerken und begann mit der Untersuchung des ersten Patienten. Die gute Stute hieß Ahyoka und war ein Altér Real. Sie war wirklich wunderschön, schien sich aber nicht unbedingt mit mir anfreunden zu wollen. Ich untersuchte sie von unten bis oben, schaute in Augen und Maul und tastete sie ab. Als ich wusste, dass alles in Ordnung war, wurde Ahyoka geimpft. Drei Spritzen musste sie tapfer aushalten, dann hatte sie alle nötigen Impfungen erhalten.
      Nun gab es noch die Wurmkur und dann war sie auch schon fertig. Die zweite Patientin war eine junge Westernstute namens Ginny my Love. Sie schien den Tierarzt schon zu kennen und hielt auch brav still, während ich sie untersuchte. Auch bei ihr war alles in Ordnung und ich konnte sie direkt impfen und ebenso entwurmen. Damit war meine Arbeit hier auch schon getan und ich verabschiedete mich von Gwen, denn der nächste Patient wartete schon auf mich.

      26. Oktober 2014 by Gwen
      Pflegebricht
      Endlich Zeit!

      Seufzend starrte ich aus dem Fenster. Der Herbst war uns sehr lange freundlich gesinnt gewesen, doch heute goss es aus Eimern! Der Platz war sicherlich schon vollkommen durchweicht und ich würde wohl nur in die Halle können. Ich hatte ein schlechtes Gewissen, denn seitdem Ahyoka bei uns war, hatte ich mich bisher kein einziges Mal ausgiebig mit der Stute beschäftigt. Also ich hatte sie geputzt und gepflegt und oft Zeit mit ihr verbracht, aber ich hatte sie bisher noch nicht im Köpfchen gefördert. Das wollte ich heute aber ändern. Voller Motivation verließ ich im dicken Regenmantel das Haus und eilte zum Stall. Dort begrüßte mich Ahyoka mit einem zurückhaltenden Wiehern und ich strich ihr sanft über die weichen Nüstern. Die Fuchsstute hatte so weiches Fell, es war unglaublich! Lächelnd betrat ich ihre Box und halfterte sie auf. „Jetzt machen wir dich erst einmal schön.“, meinte ich lächelnd und begann Ahyoka gründlich zu putzen. Die Stute genoss die Aufmerksamkeit sichtlich und schien sich pudelwohl zu fühlen. Brav gab sie mir jeden Huf und stand auch sonst wie eine Statue, nur entspannter, da. Als ich fertig war, machte ich ihr einen Kappzaum um, befestigte daran die Longe und ging mit ihr in die Halle. Dort führte ich sie erst einmal warm und ließ sie dann auf jeder Hand im Schritt und Trab laufen. Ahyoka hatte auf Royal Peerage eine gute Ausbildung genossen und das merkte man nun deutlich. Ich hatte vor mir ein zufriedenes und locker laufendes Pferd. Lächelnd ließ ich sie angaloppieren und beobachtete ihre fließenden Bewegungen. Dann baute ich ein wenig Stangenarbeit mit ein, damit es Ahyoka nicht langweilig wurde und das schien ihr auch ganz gut zu gefallen. Nach einer Dreiviertelstunde beendete ich das Training, lobte die Stute ausgiebig und warf ihr die Abschwitzdecke über, um sie in aller Ruhe trocken führen zu können. Dann brachte ich sie zurück in den Stall. Dort putzte ich auch noch einmal drüber und wartete geduldig bis sie getrocknet war. Dann gab es noch eine handvoll Müsli als Belohnung, ehe sie mit den anderen Pferden auf die Weide durfte.

      29. Oktober 2014 by DisneyHorse ("Kaltes Eisen")
      Hufschmiedbericht

      Heute ging es auf die Nahanni Rivers Ranch, wo mich mein erster Kunde erwartete. Ich wurde herzlich von Gwen begrüßt, welche mir direkt die hübsche Stute zeigte.
      Ich holte sie von der Koppel und band sie im Stall an. Zuerst schaute ich mir alle Hufen gründlich an, um zu sehen, was zu machen war, ehe ich mit der Arbeit begann.
      Die Stute gab ordentlich die Hufe und stand brav da, nur einmal erschreckte sie sich kurz und trat beinahe aus. Aber den Rest der Zeit blieb sie vollkommen entspannt und gelassen.
      Ich kürzte alle vier Hufen gründlich und korrigierte den rechten Vorderhuf, weil er links etwas länger war als rechts. Doch mehr war auch schon nicht zu tun, da die Stute barhuf war.
      Sie bekam noch ein Leckerli und durfte dann in die warme Box. Ich besprach noch die Kosten mit der Besitzerin und fuhr dann wieder.

      26. November 2014 by Gwen
      Pflegebericht
      Raureif
      Als ich diesen Morgen nach dem Aufstehen aus dem Fenster schaute, lief mir ein Schauer über den Rücken. Es dauerte ein Weilchen, bis ich sah, dass das Weiße kein Schnee, sondern nur allerhand Raureif auf den Tannen war. Erleichtert atmete ich aus, ich mochte den Winter zwar wirklich, aber es war vor dem ersten Schneefall noch so viel zu erledigen! Leider würde der Schnee nicht mehr gar so lange auf sich warten lassen und pünktlich mit dem ersten Advent war Schnee vorhergesagt. Seufzend huschte ich ins Bad, um mich fertig zu machen und dann zu frühstücken. Nachdem auch im Stall alle anstehenden Arbeiten erledigt waren, wollte ich mich heute wieder mit der hübschen Ahyoka beschäftigen. Leider hatten wir noch nicht wirklich zueinander gefunden, mir kam es mehr so vor, als hätte ich ein Pferd zum Training auf der Ranch anstatt eines eigenem. Allerdings war ich mir sicher, dass sich das mit der Zeit schon noch ändern würde. Diese Tatsache änderte nichts daran, dass wir gerne zusammen arbeiteten. Als ich Ahyoka rief, zögerte sie erst, ehe sie sich in meine Richtung in Bewegung setzte. Sie begrüßte mich mit einem sanften Nasenstupser und schlüpfte in das Halfter was ich ihr hinhielt. Lächelnd führte ich sie von der Weide hinauf zum Stallgebäude, wo ich sie im Stall anband. Dann begann ich sie gründlich zu putzen. Ahyoka liebte diese Prozedur und ließ sich sehr gerne massieren. Zufrieden schnaubte sie und schloss die Augen, um ein wenig zu dösen. Aus dem Grund ließ ich mir auch viel Zeit, ehe ich sie bat, mir ihre Hufen zum Säubern zu geben. Zu guter Letzt kämmte ich noch Mähne und Schweif und dann sah Ahyoka wieder so wunderschön aus wie immer. Momentan verbrachten wir viel Zeit mit dem Longieren und ich nutzte jede Sekunde aus, in welcher wir noch draußen auf dem Platz arbeiten konnten. Heute wollte ich aber mal wieder etwas Abwechslung in das Training hineinbringen. Dieses Mal machte ich Ahyoka das Knotenhalfter und das Rope um und setzte mich in Bewegung. Wir gingen gemeinsam eine Runde ins Gelände zum Spazieren und das schien Ahyoka sichtlich zu gefallen. Locker wanderte sie neben mir her und hatte stets ein Ohr in meine Richtung gerichtet. Ich beschäftigte sie ab und an mit Seitengängen, Anhalten und Rückwärtsgehen, so dass sie immer etwas für das Köpfchen zu tun hatte. Natürlich war das auch für mich anstrengend, so dass wir zwischendurch immer kurze Päuschen einlegten, in welchen wir gar nichts machten, sondern einfach nur nebenher zu laufen. Wir waren ziemlich lange unterwegs, aber ich genoss die Zeit mit meiner Fuchsstute und als wir wieder nach Hause kamen, waren wir beide ausgeglichen und entspannt. Ich entließ Ahyoka mit einem Kuss auf die Nüstern auf ihre Weide und machte mich auf den Weg zum Stall, dort mussten schließlich noch die Boxen ausgemistet werden, bevor es Mittag gab! Außerdem schrieb ich flott eine To-Do-Liste für unser schwarzes Brett, denn diese Woche musste noch allerhand geschafft werden:
      x Holz holen, einlagern
      x Halle und Reitplatz auffrischen und schneefest machen
      x Sattelkammer und Reiterstübchen aufräumen
      x Ofen (Reiterstübchen) in Betrieb setzen
      x Weiden/Stall winterfest machen

      24. Dezember 2014 by Gwen
      Pflegebericht
      Besuch bei Elisa
      Es war kurz nach dem Mittag, als Kathy und ich vom Tisch aufsprangen, um die letzten hellen Stunden noch für die Pferde zu nutzen. Mama schüttelte nur lachend den Kopf. „Selbst zu Weihnachten habt ihr nichts anderes im Kopf!“, meinte sie grinsend, ließ uns aber gehen. „Machen wir einen Spaziergang mit Minou und Ahyoka?“, fragte ich Kathy lächelnd und sie nickte begeistert. Wir zogen uns warm an und schlüpften dann in unsere Winterstiefel. Draußen herrschten -20°C, aber die Sonne schien und dadurch war es viel wärmer. Wir holten die beiden Stuten von der Weide und begannen sie gründlich zu putzen. Kathy nahm die liebenswürdige Minou, während ich mit um Ahyoka kümmerte. Die Fuchsstute war vielen Menschen gegenüber immer noch ein wenig misstrauisch, nur zu mir fasste sie langsam Vertrauen und das dankte ich ihr wirklich sehr. Nachdem beide Jungstuten wirklich schick aussahen, bekamen sie ihre Trensen auf und dann konnten wir uns auf den Weg machen. „Oh warte!“, meinte ich erschrocken zu Kathy, drückte ihr Ahyokas Zügel in die Hand und eilte nochmal schnell ins Haus. „Ich habe Elisas Geschenk ganz vergessen!“, meinte ich grinsend als ich wiederkam und Ahyoka wieder nahm. „Was ist es denn eigentlich?“, fragte Kathy neugierig, doch ich grinste nur. Wir liefen in Richtung Crown Hill, denn dann würde es Elisa noch zu Weihnachten bekommen. Die Stuten benahmen sich einwandfrei, auch wenn Ahyoka der tiefe Schnee hier in Kanada immer noch nicht ganz so geheuer war. Als wir dann auf dem Gestüt ankamen, entdeckten wir recht schnell Elisa, die bibbernd am Geländer des Dressurplatzes stand und den Reitern etwas zurief. „Fröhliche Weihnachten!“, meinte ich grinsend und reichte Elisa das kleine Geschenk. „Was ist das?“, fragte sie stirnrunzelnd und nahm es entgegen. Elisa war kein sonderlicher Fan von Weihnachten, aber sie prangerte es nicht riesig groß an. Einen Moment später grinste Elisa mich an. „Danke!“, meinte sie lächelnd und umarmte mich kurz. In dem Päckchen waren neue Reithandschuhe und ein Handwärmer in Rentierform drin. So wie Elisa aussah, konnte sie das auch im Moment sehr gut gebrauchen. „So, wir machen uns wieder auf den Heimweg, sonst gibt’s zu Hause Theater!“, meinte ich grinsend und wünschte Elisa noch fröhliche Weihnachten.

      25. Januar 2015 by Gwen
      Pflegebericht
      Der erste Ritt
      Lange hatte ich es herausgezögert und vor allem viel Bodenarbeit mit Ahyoka gemacht. Ich hatte die Fuchsstute erst einmal in Ruhe kennenlernen wollen und wollte auch merken, dass sie mir wirklich vertraute. Denn nach ihrer Vergangenheit verdiente sie genügend Zeit, um so eine große Veränderung zu bewältigen. Nun war sie seit fast vier Monaten bei uns und ich war langsam an dem Punkt angekommen, dass ich merkte, dass ich ihr vertrauen konnte. Wenn ich sie im Stall rief, brummelte sie mir schon aufmerksam entgegen und auch auf der Weide kam sie angetrabt, wenn ich sie für unsere gemeinsame Arbeit holen wollte.
      Heute hatte ich dann irgendwie das Gefühl, dass ich den nächsten Schritt wagen durfte und deshalb ging ich auch mit sehr viel Motivation in den Stall. Wie immer brummelte mir Ahyoka entgegen und begrüßte mich mit einem sanften Nasenstupser. Sie bekam ihren Apfelschnitz zur Begrüßung und dann halfterte ich sie auch schon auf. Ich führte sie aus der Box und ließ sie in der Stallgasse stehen, um die Putzbox zu holen. Ich hatte es nicht lange üben müssen, dass Ahyoka dort blieb, wo ich sie abstellte. Gerade jetzt im Winter waren die Türen des Stalles sowieso immer geschlossen, so dass sie nirgends hinkonnte.
      Als ich wiederkam, begann ich sie gründlich zu putzen, was Ahyoka auch sichtlich genoss. Dann holte ich das Sattelzeug, welches ich im September letzten Jahres von ihrer Vorbesitzerin mitgekauft hatte. Erst kürzlich hatte ich noch einmal einen Sattler zum anpassen des Sattels da gehabt, denn Ahyokas Rückenmuskeln hatten sich durch die viele Bodenarbeit noch einmal stark verändert. Nachdem sie gesattelt war, legte ich ihr noch die gebisslose Trense an und dann marschierten wir auch schon in Richtung Halle.
      Ahyoka schien heute selbst sehr zufrieden mit der Situation und ließ mich ohne Probleme nachgurten und die Steigbügel einstellen. Dann schwang ich mich auch schon vorsichtig in den Sattel und setzte mich zurecht. Erst als ich ihr vorsichtig das Zeichen zum Antreten gab, lief Ahyoka auch los. Sie war sehr feinfühlig und sensibel, aber sie hatte ebenso wunderbare Gänge und ich war sofort verliebt. Ich erinnerte mich direkt wieder daran, warum ich sie letztes Jahr nach dem Probereiten sofort gekauft hatte.
      Wir drehten einige Runden im Schritt und Trab und übten einfache Handwechsel und das reagieren auf leichte Gewichtshilfen. Natürlich wollte ich erst einmal wissen, was Ahyoka alles kannte und ich war sehr zufrieden. Nach diesem zwar kurzen aber schönen ersten Ritt, versorgte ich Ahyoka ausgiebig und bereitete ihr eine Portion warmes Mash zu.

      28. Februar 2015 by Gwen
      Pflegebericht
      Alle lieben Matthew...
      Es war etwa zehn Uhr und ich war etwas spät dran. Binnen Sekunden war ich aufgestanden und angezogen. Dann jagte ich die Treppe herunter, schnappte mir nur einen Apfel und weiter gings direkt in den Stall. Dort holte ich Ahyoka aus der Box, putzte die Fuchsstute gründlich und sattelte sie dann. Das Ganze schaffte ich tatsächlich in einer halben Stunde, aber dann musste ich auch schon los. Da Ahyoka noch tierische Angst im Gelände hatte, musste ich sie führen und so war der Weg rüber zu Elisa wesentlich weiter als sonst. Aber dafür blieb Ahyoka verhältnismäßig entspannt, zumal es hier im verschneiten Wald kaum etwas gab, was sie erschrecken konnte, denn noch lag alles ruhig unter einer dicken Schicht Schnee versteckt.
      Als wir endlich bei Elisa ankamen, war ich halb durchgefroren, aber Ahyoka schien ganz zufrieden. Im Stall trafen wir auf Elisa, die gerade Très Jolie noch fertig bandagierte und mir in der Zeit eine Tasse Tee anbot, die ich sofort dankend annahm. Und dann ging es auch schon in die Halle. Wir stiegen auf und ritten die Pferde im Schritt am langen Zügel erst einmal in Ruhe warm, während wir noch ein wenig quatschten. Heute stand für uns beide mal wieder ein ausgiebiges Dressurtraining auf dem Programm, denn auch bei uns schlichen sich gerne Fehler ein. Unser Reitlehrer würde Matthew sein, der momentan nicht mehr so erpicht auf uns war. Als wir ihn fröhlich angrinsten, als er die Halle betrat, hatte er gleich wieder die Nase voll.
      „Na dann zeigt erst einmal, was ihr könnt. Lockert die Pferde im Schritt und Trab“, meinte er schroff, setzte sich auf die Bande und beobachtete uns mit Adleraugen. Es dauerte nicht gar so lange, bis Elisa und ich nur so mit Verbesserungen beballert worden. „Gwen! Was soll das? Nimm den äußeren Zügel an und halte sie mit deinem äußeren Schenkel im Zaum, sie darf nicht immer ausbrechen!“, knurrte er, nachdem unsere dritte Volte immer noch mehr wie ein Ei aussah. Seufzend parierte ich zum Schritt durch und übte erst einmal in der langsameren Gangart unser Problem. „Und was ist das Elisa? Soll das Schenkelweichen sein? Das ist doch nicht parallel zur Bande! Und Jolie ist viel zu sehr gestellt! Lass ihr mehr Raum, sonst kann sie keinen Schwung aufbauen!“
      So ging das die gesamte Stunde und danach waren nicht nur die Pferde vollkommen durchgeschwitzt, sondern auch wir. Matthew verließ uns kurz darauf und wir ritten die Stuten noch schweigend ab. Man konnte ja nicht behaupten, dass Matthew ein schlechter Lehrer war, im Gegenteil, er war einer der besten, aber wenn er schlechte Laune hatte, war er einfach unerträglich! Den Pferden gönnten wir nun erst einmal ein Bad unter dem Solarium, so wurde Ahyoka auch wieder schön trocken und ich würde mich beruhigt auf den Heimweg machen können – nach einer kurzen Pause.

      12. März 2015 by Gwen
      Pflegebricht
      Erster öffentlicher Auftritt
      Aufgeregt wedelte Kathy mit dem A4-Blatt vor meiner Nase herum. „Da musst du unbedingt mit Ahyoka teilnehmen! Sie wird hundert pro gewinnen!“, quietschte sie aufgeregt und hielt mir den Zettel noch näher ins Gesicht. Seufzend nahm ich ihn ihr aus der Hand und warf einen Blick darauf. „Wir laden herzlich zum 417. Schönheitswettbewerb in Dauphin ein! Das monatige Thema lautet: Füchse!“, stand in großen Buchstaben darauf gedruckt und darunter natürlich ein aus dem Internet kopiertes Bild eines hellen Fuchses. Etwas irritiert starrte ich Kathy an. „Hast du Ahyokas Vergangenheit vergessen? Ich bin froh, dass sie mir inzwischen einigermaßen vertraut!“, sprach aus mir die Vernunft, doch heimlich freundete ich mich schon mit der Idee an, denn Ahyoka würde tatsächlich sehr gute Chancen haben, vor allem, wenn der Wettbewerb in einer so kleinen Stadt wie Dauphin teilnahm. „Bitte!“, jammerte Kathy und letztendlich endete unsere Diskussion darin, dass ich zustimmte…
      Fast zwei Wochen später war es so weit. Es war erst früh um sechs, als ich bereits warm eingepackt den Stall betrat. Zwar begann der Schnee endlich zu schmelzen, doch sonderlich warm war es deswegen trotzdem nicht. Außerdem war heute der Himmel ekelig bewölkt und wäre die Startgebühr nicht so sündenhaft teuer gewesen, hätte ich das ganze Unterfangen am liebsten abgebrochen. Stattdessen stand ich nun im Stall und beobachtete Ahyoka, wie sie friedlich ihr frühes Frühstück einnahm. Als sie fertig war, halfterte ich sie vorsichtig auf und führte sie aus der Box, um sie in der Stallgasse anzubinden.
      Kathy tauchte in der Zwischenzeit auch auf. Zwar musste sie heute in die Schule, wollte aber trotzdem noch helfen, Ahyoka hübsch zu machen. Die Beine und den Schweif hatten wir bereits gestern gewaschen und deshalb strahlte beides nun schön sauber. Vorsichtig löste ich den eingeflochtenen Zopf aus dem Schweif und bürstete diesen ordentlich durch, ehe ich ihn für die Fahrt erneut locker einflocht. Dann begannen wir mit der Mähne, sie wurde gründlich durchgekämmt. Dann geflochten und zu guter Letzt eingenäht. Das machte Kathy, weil ich dafür sowieso kein Talent hatte. Ich kümmerte mich in der Zwischenzeit darum, dass Ahyokas dickes Winterfell einen schönen Glanz bekam.
      Danach deckten wir sie ein und machten ihr die Transportgamaschen um. Während ich Ahyoka noch einmal kurz in ihre Box stellte, um meinen eigenen Kram ins Auto zu packen, bereitete Kathy bereits das Heunetz für die Fahrt vor. Dann verluden wir Ahyoka, was erstaunlicherweise problemlos ablief!, und fuhren los. Nach Dauphin waren es nur zwanzig Minuten und wir nahmen Kathy direkt mit. Sie ließen wir an ihrer Schule raus, während wir weiterfuhren zum provisorischen Turniergelände. Dort parkten wir zwischen weiteren Hängern und bauten den Paddock für Ahyoka auf und dann durfte die Stute auch schon hinaus.
      Da es bewölkt war und nach Regen aussah, bauten wir direkt den Pavillon über den Paddock, so dass Ahyoka trocken stand und wir uns gegebenenfalls auch unterstellen konnten. Mama kümmerte sich um unsere Anmeldung und Startnummer, während ich Ahyoka ein wenig betüddelte, immerhin war das ihr erstes Mal auf einem Wettbewerb und dafür war sie doch ganz entspannt. Das beruhigte letztendlich auch mich und ich wusste, dass wir unseren Durchlauf gut machen würden. Eine halbe Stunde vor dem Start öffnete ich auch Ahyokas Schweif und putzte noch einmal über sie drüber. Danach gingen wir eine Runde auf dem Gelände spazieren um uns einerseits aufzuwärmen und andererseits das Gelände und die Aufregung kennenzulernen.
      Und dann waren wir auch schon an der Reihe und ich war wahrscheinlich tausendmal aufgeregter als Ahyoka, welche gelassen neben mir in ihrem eleganten Schritt daherschwebte. Wir betraten die Halle und dann ging alles ganz schnell. Die drei Runden in den jeweiligen Gangarten hatten wir gefühlt binnen Sekunden absolviert, dann wurde Ahyoka nochmals im Stand unter die Lupe genommen, ehe wir auch schon wieder die Halle verließen und bereits der nächste Teilnehmer eintrat. Lachend erzählt ich Mama von unseren kleinen Fehlern. Wir würden es wahrscheinlich eh nicht schaffen, aber es freute mich, dass Ahyoka so entspannt geblieben war und die Aufmerksamkeit anscheinend genoss.
      Ende des Lieds war dann aber tatsächlich, dass Ahyoka mit einem gigantischen Vorsprung den Wettbewerb für sich entschied und alle anderen Füchse hinter sich ließ! Da hatte Kathy mal wieder Recht gehabt! Der schrieb ich natürlich sofort eine SMS, damit sie sich über ihre erfüllte Vorhersage freuen konnte. Dann packten Mama und ich glücklich alles zusammen und machten uns auf den Heimweg. Dort würde auf Ahyoka erst einmal eine warme Portion Belohnungsmash warten und dann ein freier Tag auf der Weide, während ich schon jetzt über einen schönen Platz für ihre Schleife nachdachte!

      26. April 2015 by Gwen
      Pflegebricht
      Alleine Ausreiten
      Stirnrunzelnd öffnete ich die Backofentür und ließ den seltsamen Geruch entweichen, ehe ich vorsichtig mein Schlemmerfilet hinein schob. Warum auch immer begann der Ofen zu stinken, wenn man ihn vorheizte. Während mein Fisch nun 35 Minuten darin garen würde, warf ich mich auf die Couch und schaltete den Fernseher ein. Es stand dringend mal wieder eine neue Folge von PLL an. Eigentlich hatte ich Elisa die Chancen geben wollen, mich einzuholen, denn inzwischen waren wir gut eine Staffel auseinander, aber daraus würde wohl nichts werden. Es war schlichtweg zu spannend.
      Zwei Folgen und einen Fisch weiter beschloss ich dann doch, meinen Tag noch sinnvoll zu nutzen und schaltete seufzend den Fernseher aus, um hochzugehen und mich umzuziehen. Irgendwie wusste ich noch gar nicht mit wem ich was machen wollte und erst recht nicht was. Letztendlich entschied ich mich aber für Ahyoka und holte meine hübsche Fuchsstute von der Weide. Bei dem herrlichen Wetter wollte ich gerne die Chance nutzen und zum ersten Mal alleine mit der Stute ausreiten, das würde interessant werden!
      Aber zuerst musste sie geputzt und gesattelt werden. Danach führte ich sie ein Weilchen über den Hof, ehe ich nachgurtete und mich in den Sattel schwang. Ahyoka war anfangs etwas unsicher, als wir uns allmählich in Richtung Wald bewegten und das alleine. Sie erschreckte sich auch gerne mal, als einige Vögel aufflogen, aber dann entspannte sie sich allmählich und wir führten unseren Ritt durch den Wald weiter bis wir auf einer herrlichen Lichtung herauskamen.
      Ahyoka hatte das Wetter und den Ausritt sehr schnell genossen und schien es toll zu finden, alleine draußen zu sein. Zu meiner Freude. Wir waren gute zwei Stunden unterwegs, wenn fast auch nur im Schritt, aber ein kleiner Trab war auch drin und wirklich schön. Als wir wieder zu Hause waren gönnte ich Ahyoka eine kleine Dusche für die Beine, ehe sie wieder auf die Weide durfte und ich duschen ging.

      1. Mai 2015 by Samarti
      Pflegebricht
      Werwolfheit
      „S.O.S.“, war das Einzige, was man von Jojo an diesem Tag in unserer WhatsApp-Gruppe gelesen hatte. An Gwen hatte sie das dann wahrscheinlich per SMS geschickt – die liebe Gwenny hatte sich nämlich noch immer kein WhatsApp angeschafft, was manchmal echt unpraktisch war. (Dass sie nebenan wohnte, lasse ich jetzt mal absichtlich außen vor.)
      Toll und nett, wie wir alle nun mal waren, hatten wir uns also dann bei Jojo auf dem Gestüt verabredet. Zuerst einmal hatte Gwen mir aber versprochen, mich abzuholen; dann würden wir zwei uns auf den Weg zu Elena machen und sie einsammeln. Die hätte das sonst nämlich eh vergessen.
      Ich hatte gerade Levi gesattelt und den Gurt festgezogen, da kam Gwen auf Ahyoka schon im die Ecke getrabt. Eigentlich hatte ich auf eine fröhliche, grinsende Gwenny gehofft, doch meine Nachbarin sah eher besorgt aus, als würde sie sich ernsthaft Sorgen um Jojo machen … Was konnte das schon schlimmes sein?
      „Sicher, dass bei Jojo alles gut ist? Die ist sonst nie so wortkarg!“, plapperte meine Freundin los, ohne mich auch nur vernünftig zu begrüßen. Sie hätte sich wohl am liebsten die Haare gerauft, doch leider war da der Reithelm im Weg.
      „Ja … äh, was?“, murmelte ich geistesabwesend und trenste meinen Rapphengst dann noch auf, ehe ich seine Zügel schnappte und meinen Fuß in den Steigbügel stellte.
      „Nicht so wichtig. Wieso machst du dir überhaupt gleich zwei Pferde fertig?“
      „Hä … Ach, egal. Können wir?“, fragte ich dann nur und sortierte erst einmal meine Gedanken, als ich endlich im Sattel von Cresant Moon saß und dem jungen Hengst das Zeichen zum Losgehen gab. Levi trottete müde, beinahe gelangweilt, neben mir her und ich wunderte mich dabei schon fast, dass er noch nicht versucht hatte, selbst die Richtung zu bestimmen.
      Cressi hingegen betrachtete aufmerksam seine Umwelt und auch Ahyoka blieb nicht unbemerkt, dennoch störte es ihn nicht, dass eine Stute neben ihm herlief. Irgendwie strahlten beide Hengste eine Art Ruhepol für die sechsjährige aus, die sonst so schreckhaft und angespannt im Gelände lief, an einen Alleingang mit ihr war kaum zu denken. Irgendwie hatten wir den Weg bis zu Elena dennoch unbeschadet hinter uns gebracht.
      Als wir bei Eli angekommen waren, war ich es gewesen, die auf Cressi in Richtung des Stalles ritt und mit den beiden Hengsten neugierig in die Stallgasse blickte. Was mich da erwartete, kam nicht sonderlich überraschend – die Blondine hockte einsam und allein vor der leeren Box von ihrem Reitponyhengst, den sie inzwischen zum zweiten oder dritten Mal auf meinem Gestüt vergessen hatte.
      „Ähm“, räusperte ich mich vorsichtig, um Eli nicht zu verschrecken (manchmal war sie da wie ein ängstliches Tier, 'n Vogel oder so) und zog somit ihre Aufmerksamkeit auf mich. Inzwischen war auch Gwen zu uns gestoßen, die das nachfolgende Schauspiel amüsiert beobachtete.
      Elenas Gesichtsausdruck wechselte von erschrocken zu erstaunt, danach zog sie eine Miene, die ich nicht deuten konnte – ihre Lippen waren zu einem schmalen Strich verzogen und sie zeigte keinerlei Emotionen, was schon fast beängstigend wirkte. Danach folgte ein Gesicht, das irgendwie der mimischen Version von „Verdammt!“ glich, anschließend sah Eli mich böse an und sorgte somit dafür, dass ihr Gesicht eher … knallrot war; es glich schon fast einer Tomate!
      „Hier, ich, äh, wollte dich nur abholen. Da du Cressi anscheinend nicht mehr haben willst, habe ich dir erst einmal Levi mitgebracht!“, schlug ich vor und drückte ihr dann, nachdem ich weiter in ihre Richtung geritten war, die Zügel des Rapphengstes in die Hand, der sie nun so durchdringend ansah, dass sie wahrscheinlich lieber weggelaufen wäre. Dennoch fasste sie sich ein Herz, atmete noch einmal tief durch (nicht, ohne mich nicht noch einmal wütend anzustarren, was bei ihr aber eher an einen erstickenden Fisch erinnerte als an einen zornigen Menschen) und schwang sich dann in den Sattel meines Pferdes.
      „Joooojoooooooooooooo!“, riefen wir alle über den Hof, nachdem wir angekommen und von den Pferden abgestiegen waren. Diese kam – zugegebenermaßen ziemlich unerwartet – aus dem Stall gestürmt und überraschte uns somit schon fast etwas. Hinter ihr zog sie Flea her, die ihr gelassen folgte, uns dabei jedoch nicht übersah. Wir bekamen neugierige Blicke seitens der Stute zu spüren, welche jedoch relativ schnell das Interesse an uns verlor und sich stattdessen wieder Jojo zuwandte.
      „Können wir los? Ich muss echt mit euch über etwas reden. Es ist wichtig! Sehr!“, drängelte Jojo und stieg dann bereits in den Sattel von ihrer Lewitzerstute.
      Eine Weile ritten wir schweigend den Weg entlang, bis es Gwen langsam reichte und sie endlich wissen wollte, weshalb unsere neueste Nachbarin uns so dringend zu sich bestellen musste. „Jojo, was musst du uns denn jetzt erzählen? – Ist jemand gestorben? – Hast du uns etwas zu beichten? – Wieso hast du es so eilig, mit uns zu reden? – Was ist de-“
      „ES REICHT, GWEN!“, fuhr Elena dazwischen und schenkte ihr dann aber sofort einen entschuldigenden Blick, wer wusste, ob Gwenny das vielleicht sogar etwas getroffen hätte; man konnte schließlich nie wissen, wie das Gegenüber das Gesagte auffasste.
      „Alles gut. Aber, Leute? Was, wenn Werwolfheit eine autosomal rezessive Erbkrankheit ist?“ Jojo schien ernsthaft besorgt zu sein – Warum auch immer?
      „Jojo, was hast du genommen? Ist das verschreibungspflichtig?“, hakte Elena skeptisch nach und brachte Gwen und mich damit zum Schmunzeln, wurde von Juli aber geflissentlich ignoriert.
      „Bitte was?“, fragte auch Gwen und zog die Augenbrauen zusammen, während ich erst einmal gar nichts sagte und nur auf Jojos Erklärung wartete.
      „Ich hab heute Being Human geguckt. Und, äh, ja.“
      „HEY HO LET'S GO!“, funkte unser Blondchen dazwischen und mischte so das Gespräch wieder auf, was mich dazu brachte, ein „WELCOME TO THE SCHOKO SHOW!“ zu ergänzen.
      „ELISA! Elena bringt hier Ramones und du fängst an mit Schokobons!“, regte sich Jojo auf und hatte wohl ihr eigentliches Problem schon wieder fast verdrängt.
      Gwen, die wahrscheinlich nicht einmal mehr Bahnhof verstand, blickte nur irritiert in die Runde und hielt den Mund.
      „Was?“ Es war nicht ich, sondern Elena, die Julis Gedankengängen mal wieder nicht ganz folgen konnte – die waren einfach zu komplex. Niemand war in der Lage, sie immer zu verstehen …
      „Hey ho let's go ist von den Ramones …“ Fleas Reiterin schlug sich mit der flachen Hand gegen die Stirn (oder zumindest war das ihre Intention), traf dabei jedoch voll ihren Reithelm und hielt sich nun die schmerzende Hand fest, was zu einem schadenfrohen Lachen meinerseits führte.
      „Ich meinte aber jetzt die Werbung!“, protestierte ich, als ich wieder vernünftig reden konnte.
      „Eigentlich meinte ich wirklich nur 'Hey ho, let's go', mehr wollte ich gar nicht damit ausdrücken …“, trauerte Eli beinahe und ich sah nur noch, wie Gwen die Augen verdrehte.
      „Nochmal zurück zu dem Werwolfzeug“, setzte Jojo an. „Leute, die heterozygot sind, fühlen sich manchmal ein bisschen komisch. Als ob die Haut nicht ganz passt und sie denken, sie werden krank, aber eigentlich könnten sie ein Werwolf sein.“
      „Boah, so viel Bio! Genetik ist so ein Scheiß!“ Elenas Stimme war schrill und zerschnitt die Luft, als ob sie sich darüber beschweren wollte, dass sie von dem „Scheiß“ nichts verstand. Aber gut, sie war auch blond. Die durfte das.
      „Das würde erklären, warum ich mich manchmal so komisch fühle!“
      „Alter, Jojo“, meinte ich nur und musste das innerlich wirklich verarbeiten, was sie uns da gerade an den Kopf warf.
      „Aber sie haben nur ein 'X' davon, also können sie nicht betroffen sein“, warf Gwen dann auch mal wieder etwas ein, zugegeben: Es war ein produktiverer Beitrag als alle, die Elena heute geleistet hatte!
      „Ist dein Papa ein Werwolf?“
      „Nein.“
      „Ist deine Mama ein Werwolf?“
      „Nein.“
      „Ist dein Hund ein Werwolf?“, unterbrach Eli meine Fragerei und entlockte Gwenny somit ein leises Lachen.
      „DIE KÖNNEN BEIDE HETEROZYGOT SEIN UND ICH AUCH!“ Jojo klang verzweifelt. Sehr. Sie ignorierte sogar Elenas Frage!
      „Und wer ist der Vampir bei uns?“, grinste Gwen und sah in die Ruhe. „Also, Elisa ist Bella!“
      „Ih, niemals!“, protestierte ich und verschränkte die Arme vor der Brust, wobei ich Cressis Zügel losließ – den störte das allerdings nicht, der lief unbekümmert weiter. „Wieso das jetzt?!“ Ich hasste Twilight!
      „Ich bin kein Vampir. Ich bin der Tod!“
      „Elena, hör auf, immer so zu fantasieren. Das hinterlässt Spuren.“
      „Ich hab Sodbrennen“, warf ich total zusammenhangslos ein und erntete einen Seitenblick von Gwen, die nur mit einem „Vielleicht bist du ein Werwolf?“ reagierte und dabei einen total erschrockenen Gesichtsausdruck machte.
      „Wohl eher Vampir, das ganze Blut stößt auf.“ Jojo seufzte.
      „Nein, 100% Werwolf!“
      „Ach, fickt euch“, jammerte Juli dann plötzlich herum und sah verzweifelt gen Himmel. „Gott, wieso kann ich keine normalen Freunde haben?! Nie nehmen die meine Bedenken und Ängste ernst!“
      „Warum müssen immer alle miteinander schlafen …“, dachte Eli dann laut nach und bekam dann unsere verwirrten Blicke zu spüren.
      „Was?“ – „Weil Sex toll ist!“ – „Weil wir's können.“
      Elena schnaubte nur. „'Fick dich', 'Fick dich', 'Fickt euch', den ganzen Tag geht das so! Immer das gleiche mit euch!“
      Und allein der Kommentar reichte aus, um uns alle zum Lachen zu bringen – egal, wie schlecht Elis Sprüche manchmal waren, oft genug waren sie flach genug, um unsere Lippen mindestens zu einem Grinsen zu verziehen.

      23. Juni 2015 by Gwen
      Pflegebericht
      Auswärtstraining
      Früh aufstehen war definitiv nicht meins. Es war kalt, ich war müde und wollte zurück in mein Bett. Aber nein, stattdessen musste ich sogar schon in meine Reitsachen schlüpfen, was essen und dann die Pferde fertig machen. Heute ging es nämlich zu einem Auswärtstraining. Also zu einem richtigen, nicht nur zu Elisa. Die Idee stammte aber von Elisa, aber die war um die Zeit wahrscheinlich auch wacher als ich.
      Als Pferd nahm ich Wishing Well mit und Ahyoka, aber die sollte einfach nur mal Hänger fahren und einen anderen Hof sehen, damit sie sich daran gewöhnte, dass die Welt größer war als nur unsere Ranch. Unmotiviert packte ich den Hänger und putzte dann erst Wish und dann die Fuchsstute. Beide wurden sicher verpackt und dann fuhren wir auch schon los.
      Es ging auf die Tumbleweeds Ranch und die lag gute drei Stunden Autofahrt entfernt. Dort fand heute ein Kurs im Gelände statt und ein anderer Parcours wäre sicherlich einmal interessant. Deshalb hatten wir aber auch schon um fünf aufstehen müssen, damit wir dann kurz nach neun Uhr auf der Ranch ankamen.
      Dort trafen wir auch auf Elisa und Matthew, die bereits ihre Pferde aus dem Hänger geholt hatten und sie fertig machten. Avanti wirkte ein wenig gehetzt, während Azrael entspannt da stand und sich von keinem Geräusch stören ließ. Da glich er Wish, den interessierte das Ganze auch recht wenig.
      Ahyoka dagegen war total gestresst und überglücklich, als sie sicher in ihrem Paddock stand und ein Heunetz zu ihrer Verfügung hatte. „Oh Gott und die willst du behalten?“, fragte Matthew mit hochgezogener Augenbraue, entlockte mir aber nur ein genervtes Seufzen.
      Ehrlich gesagt hatte ich schon überlegt, ob ich Ahyoka wieder abgab. Inzwischen hatte sie sich ganz gut gemacht, aber sie passte einfach weder zu mir, noch zur Ranch, was sollte sie also bei uns?
      Elisa grinste die ganze Zeit wie ein bekifftes Eichhörnchen und schwang sich dann hochmotiviert auf Az. Der Grund ihres Grinsens wurde mir spätestens dann klar, als ich in die Richtung schaute, in welche sie schaute: Sie hatte unseren Trainer entdeckt und der war definitiv nicht schlecht aussehend. Noch ein Pluspunkt? Er saß auf einem großen Palomino, der definitiv ein Reitpony war.
      Matthew ließ sich nichts anmerken, sondern schwang sich nur schweigend in den Sattel, um sich gemeinsam mit uns aufzuwärmen. Elisa grinste immer noch, bis ich sie warnend in die Seite boxte. „Reiß‘ dich zusammen“, meinte ich lachend, tat es ihr aber gleich, ab und an durfte man ruhig mal Mädchen sein und wenn man damit auch noch Matthew ärgern konnte, war das doch direkt das richtige.
      Das Training war übrigens sehr aufschlussreich für alle Beteiligten. Elisa gab ihr Grinsen auf, als Matthew ihr fröhlich erzählte, dass der Typ schwul war. Das kam spätestens auch heraus, als wir seinen Co-Trainer (und Freund) kennenlernen durften. „Beide gutaussehend, beide schwul, war ja klar“, meinte ich kopfschüttelnd und bekam einen vorwurfsvollen Blick von Matthew. „Soll das etwa heißen, dass nur Schwule gutaussehend sind?“, brüskierte er sich.
      „Na ja, also Az ist auch nicht schwul und verdammt heiß“, meinte Elisa grinsend und warf sich ihrem Hengst an den Hals. Grinsend ritt ich Wish ab und dann machten wir uns auch schon daran, die Pferde wieder zu verladen. Einiges hatten wir auch reittechnisch mitnehmen können, aber irgendwie sah ich immer noch nicht ganz den Sinn darin, dafür 6 Stunden Fahrt auf mich zu nehmen, aber vielleicht hatte Elisa auch einfach nur Matthew ärgern wollen. Ja, ich glaube das war es gewesen.

      19. Juli 2015 by Veija
      Pflegebericht für alle Pferde
      Langsam reckte ich mich in meinem Bett, ehe ich mich dann doch begannte und aufstand. Nach einer kurzen Dusche, die mal wieder sinnlos war, da ich in einer Stunde wieder nach Pferd riechen würde, zog ich mir eine Jeans und ein kurzes, kariertes Hemd an. Natürlich durfte mein Hut nicht fehlen, wobei ich heute einen schwarzen anzog. Meine Haare band ich davor noch zu einem tiefen Zopf, ehe ich in meine Boots schlüpfte und nach unten an den Frühstückstisch ging, den Aaron freundlicherweise schon gedeckt hatte. "Danke", sagte ich zu ihm, ehe ich mich an den ansonsten leeren Tisch setzte. "Wo ist der Rest?", fragte ich ihn dann, worauf er nur mit einem schulterzucken antwortete. Auch gut, dachte ich mir und schmierte mir mein Brot, ehe ich die neuste Post checkte, die seit neustens Nachts mit der Zeitung kam. Es war mir ganz recht, da ich Post sowie Zeitung dann schon am Frühstückstisch lesen konnte, allerdings tat mir der Postbote leid, da es nachts doch ein wenig ungemütlich hier draußen wurde- besonders im Winter.
      In letzter Zeit bekam ich vermehrt Bewerbungen zu Praktikas oder Ausbildungen, ja auch Jobanfragen! "Eigentlich könnten wir hier noch Unterstützung gebrauchen, oder Aaron? Besonders wenn wir bald auf das neue Gestüt ziehen.", sagte ich mehr zu mir selbst als zu ihm, ehe ich ein Räuspern in der Tür vernahm. Da stand ein fremder junger Mann in Jeans und Karohemd, der bestohlen zu Boden sah. "Ja, bitte?", fragte ich ihn, ehe ich einen Blick hinter ihn warf. Dort stand Caleb und schaute mich mit hochgezogenen Augenbrauen an. "Mein Auto ist hier in der Nähe liegen geblieben, ich habe eine kleinen Isländerhengst dabei und wir wussten nicht wohin, leider habe ich hier mit meinem Handy keinen Empfang", erklärte er mir kleinlaut, ehe ich einen Blick mit Caleb tauschte und ihm zunickte. Das hieß, dass der Fremde wohl keine bösen Absichten vorhatte und ich mit Aaron zusammen wohl mit ihm klarkommen würde. "Wo ist dein Pferd denn?", fragte ich ihn dann, ehe ich ein fremdes Wiehren hörte und nach draußen sah, wo ich einen kleinen Red Dun farbenen Isländerhengst sah, der wie verrückt um Alexis herumtänzelte.
      "Gut, lass uns mal nach deinem Pferd schauen", sagte ich und stand auf. Er wollte zwar protestieren, ich stahl mich jedoch einfach an ihm vorbei und ging zu dem Hengst der sich panisch umsah. "Whoaaaa", sagte ich leise und beruhigend zu dem Tier und nahm ihn Alexis aus der Hand, ehe wir auf den Stall zugingen. "Ich stelle ihn gerade in eine Box, abseits meiner Pferde, dann kann er sich ein wenig beruhigen, ehe wir den Wagen holen und zu deinem Auto fahren, okay?", fragte ich ihn und wartete die Antwort nicht ab, vernahm jedoch aus dem Augenwinkel ein kurzes Nicken.
      "Wie heißt er denn?", fragte ich ihn beiläufig und nickte dann. "Dynur, ein schöner Name", erwiderte ich dann, ehe Caleb schon mit dem Pick Up auf dem Hof stand, in den der Fremde und ich einstiegen. "Wie heißt du eigentlich?", kam es mir dann in den Sinn, ehe ich einen Blick über die Schulter zu dem Mann warf, der auf der Rückbank des Pick Ups Platz genommen hatte. "Riley", sagte der junge Mann leise. "Riley Fortin." "Ein schöner Name.."murmelte ich noch, ehe auch ich mich vorstellte. "Ich bin Verena O'Connor und der Herr hier neben mit ist Caleb O'Dell."
      Nun waren wir auch an seinem Auto angekommen, welches sich Caleb sofort anschaute. In dieser Zeit unterhielt ich mich weiterhin mit Riley, da Caleb ihm unmissverständlich erklärt hatte, dass er niemanden brauchte, der ihm über die Schulter schaute. "Nimm's ihm nicht krumm, er ist eben so", erklärte ich ihm schulterzuckend, worauf hin er mich nur fragend ansah. "Wo wolltest du eigentlich hin?", fragte ich ihn dann. "Ach.. ich fahre ein wenig durch die Gegend, immer auf der Suche nach einem Job", antwortete er mir und Caleb blickte kurz mit einer hochgezogenern Augenbraue zu mir, ehe er sich die Hände an seiner Hose abklopfte und zu uns kam."Der hier fährt nirgendwo mehr hin, der Motor ist hin", erklärte er Riley, der die Hände über dem Kopf zusammenschlug. "Und jetzt?", murmelte er eher zu sich selbst als zu uns, dennoch beantwortete ich seine Frage für ihn: "Da du ja ein Pferd hast, wirst du ja wohl reiten können. Wie wärs wenn du ein paar Tage bei uns bleibst und im Stall bei den Pferden hilfst, dafür brauchst du nichts zu bezahlen?", fragte ich ihn und er nickte dankend. "Gut, lass uns zurückfahren, wir rufen einen Abschleppdienst."
      Eine gute Stunde später waren wir samt seinem Auto und Hänger auf der Ranch. Riley ging natürlich sofort zu seinem Hensgt, der sich grummelnd an ihn schmiegte.
      Ich räusperte mich kurz. "Nichts da, an die Arbeit junger Mann!", sagte ich lachend und ging mit ihm zum Offenstall, wo die Jungpferde standen. Wir hatten vorher noch Kraftfutter gemischt, welches wir in die Futterraufen im Stall schütteten. Außerdem standen verteilt auf den Koppeln Eimer, damit auch die rangniedrigeren Pferde Energie bekamen. Viele verteufelten ja das Kraftfutter bei Jungpferden, da es nur in den Kopf gehen solle, doch ich war ein totaler Befürworter. Man sah es den Tieren an, dass sie allmählich immer kräftiger wurden.
      Zunächst ließ sich kein Pferd blicken, ehe ich laut nach ihnen rief.Zu erst kamen Crescent Wolf, Magnificient Crow und Natsu's Little Harley. DIcht dahinter Miss Holly Golightly und Snapper Little Lena, wobei diese nie bei der Gruppe waren sondern immer den Eimer nahmen, der am weitesten vom Stall weg war.
      Ocarina of Time kam auch noch zum Stall, während Raised from Hell nie zum Fressen kam. Das würde noch lustig werden mit der Stute, dachte ich mir seufzend und betrachtete Striga und Princess Peppy Ann, die sich immer mehr angefreundet hatten in letzter Zeit. Auch Aquila T Mistery und Bella'S Dun Gotta Gun standen immer zusammen und hielten sich auch ein wenig vom Stall weg, da sie zusammen mit Gunna Whiz die jüngsten Vertreter waren.
      Bei den Stuten fertig ging es zu den Hengsten. Wildfire kam sofort auf uns zugerannt und wollte seine Streicheleinheiten abholen, die Riley ihm auch gab. Kunis kam auch sofort zu uns, während Lil Nucu Omira sich ein wenig Zeit ließ, dann aber auch zu uns kam. Zues bekam kein Kraftfutter, der hatte genug Energie und zeigte sie uns jedes Mal aufs Neue, wenn wir zu ihm gingen. "Was ist denn mit dem passiert?", wollte Riley wissen. "Ich habe ihn vom Schlachter aus schlechter Haltung geholt, wurde leider viel zu früh von der Mutter getrennt und war immer Rangniedrigster. Aufgrund seiner Farbe, da ich ja auch auf Farbe züchte, konnte ich den Hengst nicht stehen lassen. Mal schauen, was aus ihm wird", erklärte ich ihm, ehe wir zu den Vollblütern gingen.
      Die Pferde waren auch aufgeteilt nach Stuten und Hengsten und standen bei dem schönen Wetter alle auf der Koppel. Die übliche Bande, also Drag me to Hell, I've got the moves like Jagger, Faster, Augen auf ich komme, Zuckerschock und Wild Reflex, kamen sofort angelaufen, als sie uns mit den Eimern sahen. Rasch waren sie im Stall am Trog, um die ersten zu sein, die etwas zu fressen bekommen. Nyanda, Praimos Ruffia Kincsem, My lovely Horror Kid und Deadly Ambition ließen sich deutlich mehr Zeit, ehe sie doch langsam in den Stall kamen. Gott sei Dank vertrugen sie sich alle super gut, weshalb es be ihnen nie Kämpfe oder ähnliches gab.
      Bei den Hengsten waren Firewalker und Lamperd recht schnell bei uns, ehe nach und nach Sacramento, Scoubidou und Seattle Slew kamen, die sich wohl nich nicht so wohl bei mir fühlten- leider. Nun schauten wir in der Zuchtstallung vorbei, wo alle Pferde auf ihren Paddocks standen. Lächelnd bekamen Bella Dun Del Cielo. Spooks Gotta Gun, Supernova, Funky Powerbabe, Amarula van Helsing, Goodbye Graceful, Hollywood's Silver Dream, Soul Sisters Brother of Time und Stormbringer, meiner neusten Ergänzung der bunten Truppe, ihr Futter. Im Trainingsstall trafen wir kein Pferd an, da diese alle auf der Koppel standen und sich den Bauch vollschlugen.
      Je nach Training bekamen dann Genuine Lil Cut, Cielos Double Dun It, Lil Princess Gun, Skrúður
      Wimpys Little Devil, Cherokee Rose, What Lies Ahead, Gun and Slide, Dancing Moonrise Shadow, Lovely Summertime, Crusing's Dawn of Hope, Emilio, Like Honey and Milk, Flintstone, Sympathy for the Devil, Comeback of a fallen Goddess, Sheza bat Cat, My sweet little Secret, Siku, Náttdís, Eldiran Antrax, Solitary, Marly's Pluie, Cauldron of Renascence, Annie get your Gun, My Blue Gun, Your possible Pasts, Hot Smoking Chex, Hollywood's King Gun, Black Sue Dun It, Ravi, Blazing Flame, Snuff, HGT's Enjoy Nature, Ahyoka und schließlich die zwei neusten Woodstock Lady und Call of Pripyat ihr Futter. "Fertig", sagte ich und sah auf die Uhr. Ich war um 6 aufgestanden, um 18 Uhr waren wir jetzt fertig mit den Pferden. "Ach Dynur fehlt noch, oder?", fragte ich ihn und ging wieder in die Futterkammer, wo wir das Futter für den jungen Hengst vorbereiteten, dem Riley es dann auch gleich brachte.
      Nun gingen wir rein und setzten uns an den Küchentisch, wo meine anderen Mitarbeiter schon etwas gekocht hatten. Zusammen aßen wir zu Abend, ehe wir ins Büro gingen und ein wenig Papierkram regelten. "Ab sofort bist du auf Zeit hier eingestellt, Riley. So wie du heute mit den Pferden umgegangen bist, kannst du auch gerne länger bleiben, da wir hier dringend neue Unterstützung gebrauchen könnten!", erklärte ich ihm doch er nickte dankend ab. "Ich bleibe erstmal diesen Monat, dann können wir ja weiter sehen", erklärte er lächelnd, drückte mir die Hand und verließ mein Büro.
      Nach einem Blick auf den Kalender stockte mir fast der Atem. Morgen würden Catalina und Clarence kommen!
      Schnell schlich ich mich also ins Bett, um morgen ausgeruht früh aufzustehen.

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      Oktober 2015, by Veija
      the prisoners

      Es war Anfang Oktober, 5 Uhr morgens. Das Wetter war bescheiden- eher schlecht als recht, denn es regnete. Ab und zu donnerte es auch, aber es war ja auch Gewitter gemeldet- schon wieder. Heute würden wir die Sonne wohl nicht zu Gesicht bekommen, doch das brauchten wir auch nicht, denn wir würden heute mit der gesamten Mannschaft ins Gefängnis fahren. Warum? Tja, das wussten die anderen auch noch nicht. Zu erst mussten wir jedoch die Pferde füttern, weshalb wir alle ja auch schon um 5 Uhr aufstehen mussten. Alexis übernahm den Verkaufsstall, Caleb kümmerte sich um die Zuchtstallung, Aliena übernahm die Vollblüter und Aaron später die Jungpferde. Zu guter Letzt übernahm ich die Trainingspferde.
      Als wir damit fertig waren, sprangen wir alle schnell unter dich Dusche, packten etwas zu essen ein und machten uns mit dem 7-Sitzer und dem Pick Up auf den Weg zum Gefängnis, wo wir eine Aktion unterstützen wollten, die jugendlichen Kriminellen half, wieder festen Boden unter den Füßen zu bekommen. Es dauerte gute 2 Stunden, ehe wir am Gefängnis ankamen, die Autos am Parkplatz parkten und erstmal alle Sachen im Auto ließen, die wir wahrscheinlich nicht durch die Sicherheitskontrolle bekommen hätten. So blieben alle Handys im Auto und auch Caleb ließ, wenn auch wiederwillig, sein Messer im Wagen. So gingen wir also "unbewaffnet" zum Eingang und wurden sofort in eine große Mensa geführt, wo die Gefangenen schon auf uns und andere Rancharbeiter warteten. Ich hatte eine Präsentation vorbereitet, so wie die anderen auch, die wir den Gefangenen zeigen würden, damit sie eine Ahnung davon hatten, was sie auf den Höfen erwartete. Beim Rundumblick fielen mir sofort 4 Personen ins Auge, drei Jungs und ein Mädchen, die zusammen an einem Tisch saßen, wovon zwei Jungs den dritten argwöhnisch ansahen. Dieser grinste sie jedoch nur süffisant an und das Mädchen legte ihm eine Hand auf den Arm, sagte ihm etwas und schon wandte er den Blick wieder nach vorne, während die anderen beiden Jungs ihn noch seltsam anschauten. "Schaut euch die vier da hinten mal an", sagte ich zu meinen Mitarbeitern und sie nickten. Caleb setzte ebenfalls sein süffisantes Grinsen auf und schaute damit das Mädchen der vier an. Von dem Jungen rechts von ihr, der ihr sehr ähnlich sah, bekam er einen ziemlich eindeutigen Blick ab, so dass Caleb den Blick abwendete. Nun erhob der Chef des Gefängnisses das Wort.
      "Da nun alle eingeladenen Personen angekommen sind, herzlich willkommen Ihnen allen. Sie wissen hoffentlich alle warum Sie hier sind", begann er seine Rede und uns wurde etwas zu trinken gebracht. "Von einem Gefängnis in Colorado wissen wir, dass die Arbeit mit Pferden Jugendliche stark verändern kann. Sie alle", sagte er und zeigte zu erst auf die Gefangenen, dann auf uns: "haben ein besseres Leben bei diesen Leuten verdient. Sie werden die Chance haben, auf einer Ranch zu leben und zu arbeiten, wieder zur Schule zu gehen und sich ihren Lebensunterhalt selbst zu verdienen. Die Arbeit auf der Ranch wird so lange dauern, wie sie Ihre Gefängnisstrafe hier eigentlich absitzen müssten. Wenn sie dann Fuß gefasst haben, können sie selbst entscheiden, ob sie weiterhin auf der Ranch bleiben wollen, oder ob Sie einen anderen Weg einschlagen möchten. Ich wiederhole es nur gerne noch einmal, es ist eine riesen Chance für Sie, etwas aus ihrem Leben zu machen. Ruinieren Sie sich das nicht. Over and out.", sagte der stämmige Mann zum Schluss noch und gab das Wort an die erste Ranch. Insgesammt standen 7 Ranches zur Auswahl, wovon wir die letzte waren, die sich vorstellte. Ich schmiss meinen Stick in den Laptop, startete die Präsentation und wandte mich den Jugendlichen zu.
      "Hallo und herzlich willkommen auch noch einmal von mir und meinen Mitarbeitern. Ich bin Verena O'Connor, das ist meine Cousine Alexis O'Connor, das Aaron Felhorn, Caleb O'Dell, Aliena O'Dell und unser neusterZugang Riley Fortin. Wir kommen von der Gips Reminder Ranch in Kanada und möchten Sie heute aufmerksam auf unseren Hof machen.", sagte ich und atmete einmal tief durch. Es waren doch viele Augen die mich anstarrten und wissbegierig zwischen der Leinwand und meinen Mitarbeitern hin und her sahen. Nun ergriff Caleb das Wort, der nicht so nervös war und mir einfach nur unter die Arme greifen wollte, obwohl er keine Ahnung von der Präsentation hatte. "An erster Stelle steht das Wohl der Pferde auf unserer Ranch. Ich sag es Ihnen sofort klipp und klar wie es ist. Sehen wir einen von euch, der die Pferde misshandelt, seinen es unverdiente Schläge, Tritte oder Sonstiges, sei es mutwillig falsch gemischtes Futter...", sagte er und merkte, wie das Mädchen, welches sich als Octavia herausstellte große Augen machte. "Ja Octavia, man kann ein Pferd umbringen, wenn man sein Futter falsch mischt. Das ist so. Also wo war ich.. ach ja.. wenn ihr den Pferden Leid antut, geht es für euch zurück ins Gefängnis. Es kommt jedoch auf die Schwere des Vergehens an, wir werden da jedoch nicht zimperlich sein. Wenn ihr jedoch meint, euch gegenseitig an die Gurgel zu gehen, dann schön. Wir schicken euch nicht zurück, aber ihr müsst mir Konsequenzen rechnen..", erklärte er und ich räusperte mich, damit ich wieder die schönen Seiten des Ranchlebens erläutern konnte. "Zur Zeit besitzen wir um die 60-70 Pferde. Es kommen und gehen immer andere Pferde, so dass ihr nie mit den Selben arbeiten werdet. Wenn ihr also mit uns auf den Hof kommt, sollte euch bewusst sein, dass wir euch zunächst einen Monat beobachten, wie ihr füttert, mistet, Pferde auf die Koppel bringt, im Haushalt helft und und und.. Bemerken wir besonderes Interesse an den Pferden, bringen wir euch das Reiten bei und ihr dürft uns auf Turniere und Ausritte begleiten.", erklärte ich und setzte dann zu meiner ersten Frage an. "Wer von euch ist denn schon einmal geritten?", fragte ich die jungen Menschen und sah zu meiner Erleichterung, dass Octavia aufzeigte. Ich schenkte ihr ein kurzer Lächeln und sah dann in die Runde. Es sah relativ karg aus. "Wer von euch möchte denn reiten lernen?", zaghafte Hände hier und da, Octavias Hand ganz weit nach oben gestreckt. Die anderen 3 an ihrem Tisch hoben ebenfalls kurz die Hände. "Gut", sagte ich. "Sehr gut. Wisst ihr warum ihr auf der Gips Reminder Ranch besonders gut aufgehoben seit? Wir haben viele Pferde der Westernsparte, Quarter und Paint Horses. Wir haben jedoch auch zwei Missouri Foxtrotter, die es nicht so oft gibts. Zudem haben wir eine ganze handvoll Englische Vollblüter, wir haben Dressur, Spring, Distanz und Military Pferde. Eininge sind auch im Fahrsport tätig. Isländer und Ponies gibt es auch!", erklärte ich ihnen freundlich und sah, wie Octavia sich zu dem Mann an ihrer rechten wandte und ihm freudenstrahlend etwas erzählte. Er strich ihr sanft über den Arm und bewegte sie dazu, wieder nach vorne zu schauen. "Ihr werdet also eine riesige Auswahl an Pferden haben, mit denen ihr täglich arbeiten könnt. An Wochenenden gilt es auch früh aufstehen, auch wenn ihr abends mal raus feiern wart.. ja, das dürft ihr bei uns auch. Jedoch kommt immer einer oder ein paar von uns mit. Wir sind schließlich auch noch jung und möchten das Leben genießen.", sagte ich und lachte kurz, als Caleb mir einen vorwurfsvollen Seitenblick zuwarf. "Ich denke das war alles, wenn ihr noch fragen habt kommt gerne hier zu uns rüber. Danke für eure Aufmerksamkeit!", beendete ich meine Rede und setzte mich unter Applaus wieder an unseren Tisch. Wir redeten eine ganze Weile mit den jungen Leuten, erklärten ihnen noch mehr über den Hof und verließen dann mit den anderen Arbeitern den Raum. Wir bekamen Mappen vorgelegt und sollten uns die Jugendlichen näher anschauen. Es dauerte eine ganze Weile, ehe wir alle Mappen durch hatten und uns wirklich für die 4 entschieden, die ich mir am Anfang schon ausgesucht hatte. Zu meiner Freude hatte jeder der 35 Jugendlichen einen Platz auf einer Ranch gefunden... Voraussetzung war, dass sie dort hin wollten. Auf einer Liste die uns vorgelegt wurde, standen die Namen derer drauf, die auf unsere Ranch wollten. Es waren 7 Leute, von denen wir vier sicher mitnehmen würden, die anderen 3 waren unsicher, weshalb wir zunächst die sicheren Kandidaten verkündeten. "Bellamy Blake, Octavia Blake, Finn Collins und Jonathan Murphy, wenn ihr möchtet, könnt ihr mit zu uns", sagte ich ihnen und die vier nickten. Sie durften aufstehen und ihre Sachen zusammenpacken. Nun standen noch 3 Leute auf unserer Liste.
      Emily, Grace und Ethan. Ich schaute meine Mitarbeiter kurz an. Wir hatten im Auto keine Plätze mehr frei, da im Pick Up nur 3 Sitze waren. Sie schüttelten bedrückt den Kopf. "Leider können wir im Moment nur 4 neue Arbeiter aufnehmen, doch ich weiß welche Ranches euch gerne hätten, da werdet ihr es auch sehr gut haben!", erklärte ich Emily, Grace und Ethan. Ich schüttelte ihnen die Hand und wir 6 machten uns dann zu unseren vier auf. Sie stellten sich uns nochmal einzeln vor und Jonathan wollte einfach nur John oder Murphy genannt werden.
      "Finn und Murphy zu mir, Bellamy und Octavia zu Caleb", sagte ich freundlich und hielt Finn und Murphy die Tür auf, so dass sie in den 7-Sitzer steigen konnten. Bellamy und Octavia gingen zusammen mit Caleb in den Pick Up. Die restlichen Mitarbeiter kamen mit zu mir, so dass es auch gleich losgehen konnte. Die Fahrt dauerte nicht allzulange, so dass wir recht schnell am Hof ankamen und Octavia ohne zu warten aus dem Auto raussprang, um sich umzusehen. Ich wollte ihr noch nachrufen, da nickte mir ihr Bruder, wie ich erfahren hatte, zu und sprang ihr hinterher, um sie am Arm fest zu halten. "O, warte doch", sagte er leise und schaute etwas eingeschüchtert zu mir rüber. Finn und Murphy waren auch schon ausgestiegen und schauten sich mit großen Augen um. "Willkommen in eurem neuen Zuhause!", sagte ich freundlich und blickte in 4 endlos zufriedene Gesichter. "Ich habe euch 2 Zimmer fertig gemacht, eins mit 3 Betten, eins mit 2. Wenn es für dich, Octavia jedoch oke ist, können du und dein Bruder zusammen in einem Zimmer schlafen, anstatt du alleine und die drei Jungs zusammen?", fragte ich sie und sah, wie sie fragend zu ihrem Bruder sah. "Okay, dann das Einzelzimmer. Die Zimmer liegen ja nebeneinander", sagte ich und zeigte auf ihr Gepäck. "Holt euer Zeug, ich zeig euch die Zimmer. Und ihr anderen, ab an die Arbeit!", frügte ich mit Nachdruck an, weil ich sah, wie Caleb mich wieder angaffte. "Caleb, now", sagte ich lachend und gab ihm einen Klaps gegen den Arm. Entschied mich dann jedoch, Caleb mitzunehmen. Ich traute John und Bellamy noch nicht so wirklich über den Weg, vor allem da sie sich die ganze Zeit herablassend anschauten. "Das klappt ja mit euch 3 auf einem Zimmer, oder?", fragte ich skeptisch und schaute zwsichen den 3 Jungs hin und her. "Ja..", sagte Bellamy dann und setzte ein Lächeln auf, ehe er seiner Schwester einen Arm um die Schultern legte und sie zu sich heran zog. Er flüsterte ihr etwas ins Ohr, ehe sie zu strahlen anfing und sich umschaute. "Ich glaube, ich habe genau das richtige Pferd für dich, Octavia", sagte ich und zauberte ihr ein noch größeres Lächeln ins Gesicht. Unterwegs kam uns Amy Lee entgegen, die auch erst seit kurzem hier war. "Amy hat zur Zeit ein Einzelzimmer, aber falls du dich mit ihr verstehst, Ocativa, könnte ihr gerne zusammen in eins", erklärte ich lächelnd, nachdem ich Amy vorgestellt hatte. Dann waren wir an den Zimmern angekommen und ich ließ die 4 in Ruhe auspacken. In der Zwischenzeit ging ich runter in die Küche und bereitete einen kleinen Snack vor, da die vier bestimmt Hunger hatten. Zwischendruch kam Amy in die Küche, um zu fragen, was sie arbeiten solle. In der letzten Zeit ging leider alles etwas drunter und drüber, weshalb die Arbeitspläne natürlich auch hinterher hingen. "Geh die anderen fragen welche Pferde noch übrig sind, die kannst du dann arbeiten", sagte ich lachend. "Spätestens in zwei Tagen sind die neuen Pläne fertig, dann hast du fest zugeteilte Pferde", erklärte ich ihr und fing Octavia ab, die schon fertig mit auspacken war. Sie setzte sich an den Tisch und aß meine Snacks mit Freude, während sie etwas über ihr bisheriges Leben erzählte. Auch Bellamy, Finn und Murphy kamen nach einer Weile in die Küche, um sich zu uns zu gesellen.
      Dann gingen wir zum Offenstall, wo die Jungpferde der Gips Reminder Ranch standen. Nach und nach stellte ich ihnen die Pferde vor. Snapper Little Lena, Miss Holly Golightly, Striga, Natu's Little Harley, Raised from Hell, Ocarina of Time, VK Aquila T Mistery, Magnificient Crow, Crescent Wolf, Blossom Magic, Invest in Enterprise, VK Funky's Wild Berry, Day Gone By, das namenlose Fohlen, welches wir Bellamy 'O tauften, Dynur fra Frelsi, Call of Pripyat, VK Bella's Dun Gotta Gun, Kunis, VK Gunna Whiz, Lil Nucu Omira, Wildfire xx und Zues. Octavia war sofort von den Fohlen begeistert, während Murphy sich besonders für Zues interessierte. Na das konnte ja was werden, dachte ich mir lachend und ging dann mit den vier in den Stall. Zu erst waren die Zuchpferde dran: Amarula van Helsing, Bella Dun Del Cielo, Cherokee Rose, Funky Powerbabe, Goodbye Graceful, Hollywood's Silver Dream, Souls Sisters Brother of Time, Sacramento xx, Spooks Gotta Gun, Stormbringer, Supernova, Wimpys Little Devil und Yoomee. Anscheinend war kein Pferd dabei, was den vier gefiel. Aber das lag wahrscheinlich auch daran, dass sie sowieso nicht mit ihnen arbeiten durften. Dann ging es weiter zu den Vollblütern: Drag me to Hell, I've got the moves like Jagger, Faster, Augen auf! Ich komme, Zuckerschock, Wild Reflex, Nyanda, Scoubidou, Seattle Slew, Priamos Ruffia Kincsem, My lovely Horror Kid, Deadly Ambition, HGT's Massacre Boy, Chocolate Dream und Versatilely Gold. Hier war Octavia nun Feuer und Flamme. Sie wusste gar nicht, welches Pferd sie als nächstes Steicheln sollte. Kurz lachte ich. "Leider dauert es noch eine ganze Weile, bis du eines von diesen reiten darfst, Octavia.", entmutigte ich sie und sah ihr an, wie enttäuscht sie war. "Naja, vllt darfst du dich bald mal auf Chocolate Dream setzen", sagte ich lächelnd und zeigte ihr den Hengst, der ihr brummelnd die Nase entgegenstreckte. "Der ist wunderschön", sagte sie leise und streichelte über seine Nase. "Ja, das ist er."
      Flink klapperten wir nun die Pferde im Trainingsstall ab: Siku, Firewalker, Solitary, Skrúður, Eldrian Antrax, Cauldron of Renascence, Ravi, Blazing Flame, Snuff, Ahyoka, Horror Halloween, Nojrsodsch, Maracuja Limes, Bijou, Náttdís van Ghosts, Genuine Lil Cut, What Lies Ahead, Gun and Slide, Lovely Summertime, Sympathy for the Devil, Comeback of a fallen Goddess, My sweet little Secret, Marly's Pluie, Crusing's Dawn of Hope, Annie get your gun, My Blue Gun, Your possible Pasts, Hot Smoking Chex, Sheza bat cat, HGT's Enjoy Nature, Woodstock Lady, Ciel.os Double Dun It und Lucy never say goodbye.
      Spätestens jetzt war mindestens ein Pferd dabei, wofür sich die vier begeistern konnten. Außer natürlich Octavia, denn sie war für jedes Pferd zu begeistern. "Ich hoffe, euch hat der kleine Rundgang gefallen und ihr habt ein Pferd gefunden, das ihr später mal arbeiten möchtet.", erklärte ich ihnen fröhlich. "Doch bis da hin, ab an die Arbeit", fügte ich nun lachend bei und drückte jedem eine Mistgabel in die Hand, mit denen ich sie in die Boxen schickte, wo die Pferde schon auf der Koppel standen.

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      Oktober 2015, by Veija
      Octavias erste Reitstund

      "Heute lernst du reiten!", sagte ich freudenstrahlend zu Octavia und betrachtete kurz Bellamy, der von der Idee wohl nicht so begeistert war. "Caleb, schnapp dir Finn, Bellamy und Murphy und geh die Pferde auf die Koppel bringen. Nimm dir noch Riley zur Unterstützung mit", sagte ich und schob ihn aus der Küche. "Na los!", rief ich hinterher und sah Finn, Murphy und Bellamy der Reihe nach an. "Macht schon", kicherte ich dann und sah zu meinen übrig gebliebenen Arbeitern. "Und ihr bringt auch Pferde raus. Schaut außerdem mal nach Zues und den Jungpferden", wies ich sie an, ehe ich Aliena zurückhielt. "Räumst du die Küche noch auf?", fragte ich sie freundlich und ging dann nach einem Nicken ihrerseits mit Octavia zu den Pferden. "Ich dachte bei dir sofort an Ahyoka", erkärte ich und hielt vor der Box des wunderschönen Fuchses an. "Die soll ich reiten?", fragte sie ungläubig und ich nickte. Zusammen holten wir sie aus der Box und putzten sie. "Sie ist zwar sensibel, aber eine wahnsinnig tolle Stute", sagte ich zu Octavia ehe ich die Stute sattelte und ihr erklärte, welcher Riemen wo zugemacht werden musste. "Sie wird gebisslos geritten. Aber da ich gerade keine passende Trense dazu habe, reiten wir sie mit Knotenhalfter. Keine Sorge, ich reite sie dir vorher ab", erklärte ich und wir legten noch Gamaschen und Sprungglocken an, ehe wir auf den Platz gingen. Heute schien ausnahmsweise mal wieder die Sonne, weshalb wir das sofort für eine Runde außerhalb der Halle nutzten. "Hier schau", sagte ich und stieg nach dem nachgurten auf. "Stell dich am Anfang immer kurz in die Bügel und setz dich dann hin. Dann sitzt du auch wirklich auf deinem Hintern und nicht auf den Beinen", erklärte ich und klopfte Ahyokas Hals. "Wenn du losreiten willst, drückst du deine Beine einfach nur ran. Lass bei ihr die Fersen schön unten..", sagte ich und tat dann das, was ich gerade erklärt hatte. Ahyoka hatte heute so einen Bewegungsdrang, dass sie sofort antrabte und ich sie kaum noch in den Schritt bekam. "Ich reit sie noch eine Weile, sonst rennt sie dir unterm Arsch weg", sagte ich und trieb Ahyoka dann wieder zum Trab und schließlich zum Galopp an. Sie sollte sich schön auspowern können, bevor ich eine Reitanfängerin auf sie setzte. Warum ich sie dann gewählt hatte? Octavia hatte von Anfang an ein Auge auf sie geworfen und fast jeden Tag von der Stute geschwärmt. Sollten die beiden also miteinander klar kommen, waren meine Gedanken an einen Verkauf unbegründet gewesen, da sie doch ein tolles Tier war. Nach einer gefühlten Ewigkeit, wurde Ahyoka endlich ruhiger und ich konnte sie an Octavia übergeben. Wir tauschten die Plätze und ich erklärte ich nochmal, was sie machen sollte. "Guuuut!", lobte ich beide, als sie ihre ersten Runden drehten. "Jetzt da abbiegen", sagte ich lächelnd und holte mein Handy raus, um ein Foto von den beiden zu machen. In dem Moment riss Ayho den Kopf hoch und trabte an. Octavia wurde von dem Schwung aus dem Sattel gehoben und fiel der Stute etwas unsanft auf den Hals. "Lehn dich ganz weit nach hinten und nimm die Zügel an!", rief ich ihr zu, als sie sich mit einer Hand an den Sattel klammerte. Sie bekam das nicht hin, sich nach hinten zu lehnen. "Eeeeaaasyyy", sagte ich ein paar Mal zu der Stute, ehe ihr Trab immer langsamer wurde und sie schließlich wieder Schritt ging. "Lob sie", sagte ich zu Octavia und sah, wie sie der Stute sogleich den Hals streichelte. "Geh noch ein paar ganze Bahnen, dann machen wir Schluss für heute", sagte ich zu ihr und schaute zu Bellamy rüber, der uns schon die ganze Zeit zu stalken schien. "Alles okay, Bellamy?", fragte ich ihn und nach einem Nicken und einem Blick zu seiner Schwester, ging er wieder an die Arbeit.
      Nach der Reitstunde im Stall zeigte ich Octavia das Bild. "Oh je, sah ich wirklich so schlimm auf ihr aus?", fragte sie mich und ich kicherte. "Ja.. Aber halb so wild, morgen geht es weiter."

      November 2015, by Veija
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      Pflegebericht für Marly's Pluie, Miss Holly Golightly, Snapper Little Lena, Only Known in Texas, Ahyoka, Ravi, Comeback of a fallen Goddess, Cielos Double Dun It & Eldrian Antrax
      Kühe!

      "Weißt du was ich mich frage?" "Was denn?" "Willst du dich nichtmal für ein bestimmtes Gebiet entscheiden? Also bei den Pferden.. du hast so viele.." "Ja.. Octavia. Du hast Recht. Aber ich kann mich kaum von welchen trennen. Es hängen so viele Erinnerungen an den Pferden, da könnte ich es nicht ertragen, wenn sie einfach weg wären..", erklärte ich ihr und sah ihr dabei zu, wie sie Marly's Pluie putzte. Ihr neues Lieblingspferd. "Aber du hast schon so viele Mitarbeiter und Pferde hier, vielleicht kommt bald noch ein neues Criollofohlen. Es werden immer mehr..", warf sie ein, doch ich zuckte mit den Schultern. "So lange wir das alles zeitlich und auch finanziell hinbekommen, denke ich, ist das noch alles im Rahmen...", erklärte ich ihr dann und grinste. "Hopp, hopp. Ich hab nicht den ganzen Tag Zeit, lass uns mit der Reitstunde anfangen."
      In der Zwischenzeit sah ich Caleb, Alexis und Aaron, die mit Miss Holly Golightly, Snapper Little Lena und Only Known in Texas in Richtung Koppel gingen. "Klappt das mit den 3?", fragte ich nach doch auf Calebs Nicken hin war ich beruhigt. Wenn einer noch mehr Ahnung von Pferden hatte, dann war es Caleb. Guter Dinge ging ich also zum Reitplatz. Noch waren es 10° plus, so dass wir die letzten Sonnenstrahlen für dieses Jahr ausnutzen mussten. Naja, nicht die letzten Sonnenstrahlen, aber die letzten Tage ohne Schnee, denn für nächste Woche war Schnee gemeldet. Auch gingen die Temperaturen rapide runter, so dass wir nun fast alle Pferde eingedeckt hatten. Zumindest die, die aktiv im Training standen. Die Jungpferde konnten alle ihr Winterfell bilden, beziehungsweise hatten es schon gebildet, da war mir das egal.
      Nun endlich kam auch Octavia, die am Schnellsten von meinen 'prisoners' lernte. Murphy hielt sich sehr zurück, Finn und Bellamy blieben auch lieber mit den Füßen am Boden.. aber Octavia, sie hatte richtig gefallen am Reiten gefunden. So ritt sie mittlerweile nicht nur Ahyoka sondern auch Eldrian Antrax, Marly's Pluie und auch Ravi. "Nachgurten, aufsitzen", gab ich harsch Anweisungen und schickte die zwei auf den Platz. "Geh mal ein paar Runden im Schritt auf jeder Hand, damit sie ordentlich aufgewärmt ist", sagte ich dann, ehe ich ihr dabei zuschaute, wie sie versuchte, gerade Linien zu reiten. "Wenn sie dir zu weit nach innen oder außen geht, heb die Hand hoch und leg das Bein an, an der Seite, wo sie dir weggeht", erklärte ich. Ich wusste ganz genau, wie schwer es als Anfänger war, die Pferde gerade zu bekommen. "Guuut", lobte ich sie beide, als sie in einer geraden Linie auf mich zuritten. "Wenn du sie jetzt antrabst, leg kurz deine Beine an, nimm ihren Kopf runter und dann schnalzt du. Das Selbe wenn sie dir zu schnell wird. Beine ran, kopf runter. Läuft sie dann aber wieder langsam, gibst du Zügel nach. Achte aber darauf, dass die Zügel nicht durchhängen, dass kommt bei den englischen Klassen nicht gut", erklärte ich ihr und sah, wie sie die selben Fehler machte, die auch ich gemacht hatte. "Beine ran und annehmen!", rief ich ihr zu. Da sie die Beine zu spät angelegt hatte, fiel die Stute in Schritt. "Treiben!", rief ich also und sofort trabte die Stute wieder an, riss den Kopf aber hoch, weil Octavia vergessen hatte, die Zügel anzunehmen. "Versuch einfach weiter, das ist reine Übungssache", sagte ich aufmunternd und sah ihr weiter zu, wie sie sich bemühte. "Hier tauschen wir dann", sagte ich lachend und hielt Pluie fest, als Octavia abstieg. "Du machst das echt gut, bald machen wir auch mit dem Galoppieren weiter", erklärte ich, stellte die Steigbügel ein und trabte Pluie sofort an. Direkt merkte sie, wer jetzt auf ihr saß. Als ich wieder an Octavia vorbeikam, trug ich ihr auf, sich Ahyoka, Ravi oder Eldrian zu schnappen, zu putzen und zu satteln. Die übrigen zwei solle sie auf die Koppel bringen. "Ich nehm mir Ahyoka", sagte sie mir und verschwand. Wenig später sah ich, wie sie Ravi und auch Eldrian auf die Koppel brachte. Während Ravi gemütlich zu den anderen trottete, sprang Eldrian mit ein paar Bucklern von ihr weg. Vielleicht wurde den Pferden doch nicht genug Zuneigung geschenkt? Schnell verwarf ich diesen Gedanken jedoch wieder, als ich merkte, wir Pluie sich unter mit verspannte. "Schhhh", sagte ich leise, ehe sie mit einem Satz nach rechts sprang. "Halloo, was ist denn jetzt los?!", fragte ich wütend und sah dann, warum sie mir weggesprungen war. Es stand eine Herde Rinder auf unserem Hof! Nervös fing Pluie an, auf der Stelle zu trippeln und wollte zu den Rindern, ehe mir Goddess auch noch durch den Zaun ging! Goddess war die Cuttingstute auf unserem Hof, die sich an den Rindern zu schaffen machte. "Goddess!", fluchte ich wütend und galoppierte Pluie zum Ausgang des Platzes, ehe ich sie auf die Rinder zutrieb. Hoffentlich klappte das, dachte ich mir, da Pluie nicht so das mutige Pferd war.. aber sie machte ihren Job gut. Gekonnt trieb ich Goddess von den Rindern weg, ehe Caleb sie einfing und schnell in den Stall brachte. "Schnapp dir Gipsy!", schrie ich ihm nach und hielt die Rinder im Zaum, während er in Windeseile den Wallach sattelte. Ich hatte einen Springsattel auf Pluie, was wohl nicht gerade die optimalste Variante war. Da Caleb meinen Blick sah, tauschten wir schnell die Pferde und ich fühlte mich wieder wie zu Hause. "Alexis hat den Besitzer schon angerufen, er kommt mit 2 weiteren Leuten mit Pferden hier her, wir sollen sie nur hier behalten." erklärte er. Nach einer Weile kam dann der Besitzer der Rinder mit zwei seiner Rancharbeiter. Caleb blickte gar nicht freundlich drein und zog sich ziemlich zurück. Da würde er mir aber nachher Rede und Antwort stehen müssen.. Doch erst mussten die Rinder vom Hof. Einige der Pferde sprangen nämlich schon unruhig am Zaun hin und her. "Sie reiten mit mir vorne", erklärte er mir und ich nickte. Caleb bildete das Schlusslicht und die beiden Rancharbeiter des Mannes ritten links und rechts. "Es ist nicht weit, bis zu einer anderen Wiese", sagte der Mann zu mir und los ging es. Gipsy machten die Rinder gar nichts, nur Pluie hatte so ihre Probleme, doch Caleb hatte das im Griff. Schnell waren wir an der Wiese angekommen. Gott sei Dank ohne große Komplikationen. Mit einem lauten Trampeln stürmte die Herde auf ihre Wiese und der Mann, dem die Tiere gehörten, stellte sich als Dweyn Harrison vor. Die Namen seiner beiden Mitarbeiter verschwieg er jedoch. "Gut, wenn nochmal etwas sein sollte, rufe ich sie an... Aber...", wollte ich noch beifügen, ehe ich das schrille wiehren eines Pferdes vernahm und gerade noch sah, wie Caleb von dem größeren der beiden Männer von Dweyn von Pluie gerissen wurde. Ich knurrte und galoppierte Gipsy auf die zwei zu, ehe ich Pluie am Zügel packte. Das mit den Jungs erledigten die beiden anderen Männer. "Was geht denn jetzt ab?!", fragte ich genervt und sah zwischen Caleb und dem schwarzhaarigen Mann hin und her. Keiner sagte ein Wort. Kurz grummelte ich. "Caleb, ab aufs Pferd und dann gehts nach Hause", befahl ich ihm und sah, wie er sich noch einmal die Hose abklopfte, ehe er wieder aufstieg. Den schwarzhaarigen Mann ließ er jedoch nicht aus den Augen. "Danke nochmal", sagte Dweyn kleinlaut, ehe er etwas zu dem Schwarzhaarigen sagte, der nur kurz nickte und wieder auf sein Pferd stieg.Auf dem Rückweg fragte ich noch einmal bei Caleb nach, was das gewesen sei, doch er antwortete nicht.
      Wieder auf dem Hof angekommen erklärte mir Octavia stolz, dass sie sowohl Ahyoka, als auch Ravi und Eldrian Antrax geritten hatte. Zwar nur im Schritt und Trab und unter der Aufsicht von Alexis, aber wenigstens etwas. "Geht es Goddess gut?", fragte ich Alexis dann, die nur kurz nickte und mir Gipsy und Pluie abnahm. "Aber schau dir Lena mal an...", sagte sie kleinlaut. "Was ist mit ihr?", fragte ich mit Nachdruck. "Sie hinkt etwas.. ist eben total durchgedreht, als Holly am Zaun entlang gesprungen ist. Scheint sich aber nur vertreten zu haben..", erklärte sie. Sofort war ich also auf dem Weg zu Snapper Little Lena, Miss Holly Golightly und Only Known in Texas. Lena humpelte wirklich. Dazu trabte sie aufgeregt am Zaun entlang. Selbst das freundliche Brummeln von Holly konnte sie nicht beruhigen. "Leeeena, whooooaaa", sagte ich ein paar Mal, ehe ich langsam auf sie zu ging. "Alles gut, Maus", beruhigte ich die Stute, ehe ich ihr das Halfter überzog und auch Aaron zu mir winkte, der sich Holly schnappte. Auch Texas wurde mit in den Stall geholt, da die drei gerade zusammen standen und ich ungern ein Pferd alleine auf der Koppel ließ. Im Stall schaute ich mir Lenas Bein mal an. "Hm.. da werde ich wohl mal einen Tierarzt hinzu ziehen.. dann kann der sich das Bein mal anschauen und sie auch gleich durchchecken, ebenso wie Holly", erklärte ich Alexis und ging sogleich zum Telefon, mit dem ich Eddi, die mir vom Kauf von Like Honey and Milk noch etwas schuldete, anrief.

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      Januar 2016, by Veija
      Dressur E - A

      "Beweg deinen Arsch!", sagte ich murrend zu Caleb und zog ihm die Decke vom Leib. "Wieso bist du eigentlich noch im Bett?! Du weißt genau so gut wie ich, wie viel zu tun ist!", knurrte ich ihn an. "Lass mich, ich hab Kopfweh", sagte er und riss mir die Decke aus den Fingern. "Caleb!", knurrte ich erneut und zog an der Decke. "Wir haben Aspirin, jetzt mach!" "Na gut", murrte er und griff nach meinen Armen, so dass ich, unbeholfen wie ich war, wegrutschte. Mit einem Ruck zog er mich auf sie drauf ins Bett. "Und was bekomm ich dafür?", fragte er mich süffisant grinsend, wie er es so oft tat, und zog mich näher an sich ran. "Caleb, lass das!", sagte ich und strampelte mich frei. Hätte er mich wirklich festgehalten, hätte ich keinerlei Chancen gehabt, doch er ließ locker und ich flog etwas weniger elegant auf den Boden. Schnell rappelte ich mich auf. "Steh jetzt auf!", sagte ich sauer und verließ mich hochrotem Kopf sein Zimmer. Natürlich musste ich im Flur auf Alexis stoßen. "Was ist denn mit dir passiert?", fragte sie mich und ich nuschelte nur in meinen nicht vorhandenen Bart hinein. "Nichts, an die Arbeit! Schick alle in die Reithalle, da teil ich die verdammten Aufgaben ein", maulte ich sie an und verschwand in meinem Zimmer. Ich knallte die Tür zu und sank daran herunter. Warum machte Caleb sowas immer? Warum tat er mir das immer wieder an? Er hatte mir mehr als deutlich gezeigt, dass ich keine Chance bei ihm hatte. Ich hatte mich mit Svejn vergnügt und auf einmal schien Caleb wieder Interesse zu haben? Verrückte Welt. Nichts desto trotz musste ich mich wieder aufraffen und zur Reithalle gehen, die Pferde mussten trainiert werden. An der Halle warteten schon alle auf ihre Befehle und ich zückte kurz mein Handy, um den Plan für diesen Monat vorzulesen. "Folgende Pferde müssen wir trainieren: Eldrian Antrax Trail LK 5 auf LK 4, Kunis, Blazing Flame, Ahyoka und Western Dancer in Dressur von E nach A, Monster Delusion & Versatilely Gold in Dressur A nach L sowie Zuckerschok in Dressur von L nach M. Priamos Ruffia Kincsem in Springen von E nach A, Marly's Plui & Annie get your Gun in der Pleasure, Pluie LK 2 auf 1, Annie LK 5 auf 4. Crescent Wolf, My Sweet Little Secret, Magnificient Crow, Miss Holly Golightly, Snapper Little Lena & Only Known in Texas müssen eingeritten werden, von Holly und Lena lasst ihr jedoch die Finger, die mache ich.", erklärte ich und machte eine kurze Pause. "Nun die Diziplin, für die unsere Ranch eigentlich bekannt ist. DunIts Smart Investment & Chocolate Dream Reining LK 5 auf 4. HGT's Enjoy Nature LK 4 auf 3, Comeback of a fallen Goddess LK 3 auf 2. Gun and Slide, Sympathy for the Devil, Sheza bat Cat & Your possible Pasts LK 2 auf 1. Bekommen wir das hin?", warf ich dann in die Runde und bekam von allen ein lautes "JA" zu hören. "Gut, wer macht wen?", fragte ich dann in die Runde und sah zu erst zu Caleb, Aliena und Amy Lee, meinen drei Westerncracks. "Ich mach Gun and Slide, Sympathy for the Devil, Sheza bat Cat, Your possible Pasts, Comeback of a fallen Goddess, Marly's Pluie und..." "Ich glaub das reicht erstmal", sagte ich lachend. Calebs Leidenschaft war das Training, weshalb ich ihn auch immer zu erst fragte. Er war einfach der Beste von uns allen. "Ich nehme dann Annie get your Gun, DunIts Smart Investment, Chocolate Dream, Only Known in Texas, Magnificient Crow und My sweet little Secret.", sagte Amy Lee und notierte sich die Namen in ihrem Handy. "Ich nehme dann Eldrian Antrax, Crescent Wolf und HGT's Enjoy Nature.", erklärte Aliena und verschwand sogleich, um mit den Tieren anzufangen. "Caleb du nimmst dir Murphy mit, Aliena du nimmst dir Finn mit", sagte ich noch und schaute zu Octavia und Bellamy. "Ihr beide kommt nachher mit mir mit", sagte ich lächelnd. Ich hatte es gerne, wenn Bellamy und seine Schwester zusammen waren, denn Bellamy konnte sehr aufbrausend werden, wenn er nicht wusste, wo seine Schwester war. "Aliena, Riley und Aaron, welche Pferde macht ihr?", fragte ich dann und blickte zu den dreien rüber. Aaron war der erste der sich meldete: "Ich will Priamos Ruffia Kincsem, Monster Delusion und Versatilely Gold machen", erklärte er und ich nickte. "Riley du?", fragte ich den jungen Mann dann. "Ich mache Western Dancer und Kunis", erklärte er und schaute nun zu Alexis, die als letzte an der Reihe war. "Ich mache dann Blazing Flame, Ahyoka und Zuckerschock", schlussfolgerte sie und ging an die Arbeit. Heute und auch die nächsten Tage würde es voll werden in der Halle und auf dem Round Pen. Die Reitplätze waren leider unbrauchbar im Moment. "Dann kommt Bellamy und Octavia, gehen wir die Pferde holen", erklärte ich lächelnd und ging vor. Mein Weg führte mich zur Koppel, auf der Holly und Lena standen. Beide standen dösend im Schnee und auf einen Pfiff hin hoben sie den Kopf, um auf mich zuzukommen. Lena hatte es momentan gar nicht leicht, denn durch ihre Blindheit und den Schnee konnte sie den Boden nicht gut unter sich fühlen, weshalb sie nur zögernd hinter Holly hertrabte. "Na ihr zwei Hübschen, alles gut?", fragte ich streichelte die beiden. "Octavia nimm dir Holly", sagte ich und reichte ihr das Halfter. Ich selbst holte mir Lena, die das Ganze Prozedere von wegen Aufhalftern und Putzen nur zu gut kannte. Mit den beiden Pferden gingen wir in ihre Boxen, da der Putzplatz komplett belegt war und ich mit Lena bis jetzt immer in der Box gestanden hatte, um sie zu putzen. "Bellamy du kannst deiner Schwester helfen, bei Lena würde ich das gerne alleine machen", erklärte ich und sah den fragenden Blick. "Stimmt, das könnt ihr ja gar nicht wissen.. Lena wurde hier auf dem Hof geboren und hat im Fohlenalter wegen einer schlimmen Augenentzündung das Augenlicht verloren, sie ist komplett blind, leider. Deshalb bin ich bei ihr auch so vorsichtig und lass eigentlich niemanden an sie heran.", erklärte ich. "Und die kann man später trotzdem reiten?", fragte Bellamy mich und ich nickte. "Ja genau, die kann man später auch reiten. Du wirst sehen, dass sie mal ein tolles Pferd werden wird", sagte ich zu ihm und nahm Lena die Decke ab, ehe ich anfing sie zu putzen. Was ich dann machte? Das war schon so zur Routine geworden, dass ich es gar nicht großartig aufführe: Gewöhnung an die Kommandos im Round Pen, Sattel auflegen, Trense drauf, immer wieder longieren, bei Lena viel mit Stimme arbeiten, Reiter drauf, und und und. Am Ende des Monats waren nun alle Pferde in den jeweiligen Klassen aufgestuf.

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      März 2016, by Veija
      Ein erster Ausritt in neuer Heimat

      Skeptisch betrachtete ich die Namensliste meiner Pferde. Es wurden immer mehr! Aber so lange wir mit dem Training und der Pflege hinterher kamen, war das nicht so schlimm.
      Seit ein paar Tagen war wieder Ruhe auf der Ranch eingekehrt. Svejn und seine Pferde lebten sich gut ein und er half tatkräftig mit und packte überall an, wo er gerade gebraucht wurde. Etwas niedergeschlagen zupfte ich am Führstrick von Eldrian Antrax, ehe ich mir Octavia und Murphy beiseite nahm und um Hilfe bat. “Schnappt euch Kunis und Compañero, wir bringen die drei auf die Koppel”, gab ich Anweisungen und freute mich, dass die drei Pferde unbeschadet auf der Koppel ankamen. Heute stand misten auf dem Plan. “Murphy fängst du schon einmal an? Dann bringen Octavia und ich den Rest der Pferde auf die Koppel.” “Jo, Chef”, sagte er und grinste mich an. Ich musterte ihn kurz, lächelte dann jedoch auch und ging mit Octavia zurück in den Stall. “Langsam wird es kritisch, was die Menge an Hengsten angeht. Vielleicht sollte ich den ein oder anderen doch kastrieren?”, warf ich ihn den Raum und sah sofort, wie Octavia die Kinmlade herunter fiel. “Und was macht man dann mit dem Wallach? Den braucht man dann doch gar nicht mehr…” Ich lachte. “Na klar brauch man den noch.. Wallache sind die besten Turnierpferde!”, erklärte ich ihr lachend und drückte ihr den Führstrick von Crescent Wolf und Blazing Flame in die Hand. Ich selbst holte mir Ahyoka und unseren neusten Neuzugang, Ceara Isleen. Was es jedoch mit dem roten Traum auf sich hatte, wird sich noch herausstellen. Mit den vier Pferden gingen wir also in Richtung Koppel und ließen sie laufen. Nun fehlte nur noch Monster Delusion, den ich mir noch schnappte und zu den drei Criollos auf die Koppel brachte. Gott sei Dank verstanden sich die drei, weshalb ich wieder in Richtung Stall gehen wollte. Auf meinem Weg dahin sah ich Svejn, der Thjalfe sattelte. “Hey, wo willst du denn hin?”, rief ich ihm lachend zu. “Ausreiten, kommst du mit?”, kurz überlegte ich. Wir hatten seit wir hier in Kanada waren keinen Moment für uns allein gehabt… “Ja, warte ich hol mir Eldrian dann komm ich mit”, rief ich ihm zu, ging in den Stall, um Murphy und Octavia Anweisungen zu geben, bevor ich Eldrian von der Koppel holte, schnell putzte und sattelte. Dann konnte es losgehen. Eldrian und Alfi konnten sich besser leiden als gedacht, weshalb wir die beiden ohne Porbleme nebeneinander laufen lassen konnten. Ich schlug den Weg in Richtung See ein. Zwar konnten wir darin noch nicht schwimmen, es war aber ein schöner Anblick. “Wie gefällt es dir denn bis jetzt hier in Kanada und auf meiner Ranch?”, fragte ich ihn lächelnd und sah, wie seine Augen groß wurden. “Deine Ranch ist größer, als ich mir das vorgestellt habe”, lachte er und strich über Alfis Hals. “Mit Bellamy habe ich ja schon gearbeitet, ein netter Bursche…”, erzählte er mir und ich lachte. “Ja, nett ist er. Bleib aber am besten trotzdem von Octavia weg, bis er dich besser kennt. Ich will keine Verletzten.”, lachte ich und trabte Eldrian an. “Na komm”, rief ich ihm zu, bevor ich den Hengst angaloppierte und Svejn hinter mir ließ. Eldrian wusste genau so es hinging und fegte nur so über den Weg. In welche Richtung es zum See ging war klar, da es von der Ranch bis zum See keine Abzweigungen gab.
      Schneller als gedacht konnte ich Eldrian wieder zum Schritt durchparieren und auf Svejn warten, der mit seinem Koloss von Pferd endlich angetrottet kam. “Mensch Svejn du lahme Nuss, nächstes Mal setz ich dich auf einen meiner Vollblüter”, lachte ich scherzend und ritt meinen Hengst zum Wasser, damit er einen Schluck trinken konnte. Svejn tat es mir gleich, und so waren wir uns so nahe wie die ganze Woche noch nicht. Innerlich seufzte ich. Hier hatte ich so viel zu tun, auch die Sache mit Caleb musste noch geklärt werden… Svejn musterte mich, was ich aus dem Augenwinkel sah. “Komm, lass uns zurück”, meinte ich nur lächelnd und ließ Eldrian auf der Hinterhand drehen. Andeutungen eines Spins konnten sogar die Vollblüter, schließlich legte ich großen Wert auf Allrounder. Auf dem Rückweg, den wir nur im Schritt ritten, quatschten wir über dieses und jenes, nur belangloses. Wieder auf der Ranch angekommen verabschiedete ich mich von meinem Freund- Nichtfreund und brachte Eldrian in seine Box, die frisch gestreut war. Nacheinander fanden sich auch Kunis, Crescent Wolf, Blazing Flame, Ahyka, Monster Delusion, Compañero und Ceara Isleen in ihren Boxen ein und stürzten sich auf ihr Kraftfutter.
    • Maleen
      Ein Haufen Arbeit - Mittwoch, 07. Dezember 2016
      POV: Jamie

      Heute stand viel Arbeit an, alle Boxen mussten ausgemistet werden, die Pferde gefüttert und enige von ihnen Bewegt werden. Zum Glück waren wir heute mal alle zusammen und konnten uns die Arbeit aufteilen, während Hunter und Blake die Weiden abäppelten machte ich mich mit Jenna und unseren kleinen Mädels Hannah und Lea daran die Boxen auszumisten. 16 Stück waren es an der Zahl. Gut die Hälfte davon hatten wir schon heute morgen angefangen, somit war der Hengststall schon halb fertig, die Boxen von Pirate, Ravenclaw, Rosenkavalier, Akim, Cielo, Ameno, Attila, Damon und Arkin mussten nur noch neu eingestreut werden.
      Unsere Damen machten zu unserem Glück nie viel Dreck, lediglich Plötze hatte ein riesen Chaos hinterlassen, welches ich beseitigen musste. Aber zusammen hatten wir letztendlich auch den Stutenstall geschafft.
      Während Hannah und Lea das Heu verteilten, ging ich ihnen hinterher und füllte Kraftfutter in die Tröge von Ahyoka, Emese, Plötze, Valquiria, Yuki und Rose, nur unser Fohlen Lykke bekam nichts. Stattdessen legte ich ihr zwei Möhren und einen Apfel hin.
      Unsere Männer waren in der Zwischenzeit mit den Weiden fertig und hatten es uns gleich getan und im Hengststall das Futter verteilt.
      Nun war es an der Zeit die Pferde in den Stall zu bringen, dies taten wir schon seit einiger Zeit so, dass wir die komplette Herde einfach gemeinsam den Weg zum Stall hochtrieben. Viele Pferde hatten sich schnell daran gewöhnt und liefen schon von ganz allein in ihre Box. Nur die Fohlen machten hin und wieder Faxen und fanden die Stallgasse interssanter als ihre Box.
      Nach einer viertel Stunde waren dann aber alle Pferde im Stall und fraßen genüsslich ihr Futter.
      Blake war noch mit unseren drei kleinen Rappen Pirate, Ravenclaw und Rosenkavalier in der Halle um sie ein wenig zu bewegen und ich machte mich langsam auf den Weg zum Haus um mich wieder aufzuwärmen.​
    • Maleen
      Waschtag - Sonntag, 04. Juni 2017
      POV: Jamie

      Wer auch immer auf die Idee gekommen war heute alle Pferde zu waschen, hatte sich definitiv einen Schlag auf den Hinterkopf verdient. Denn auch mit 6 Personen war dies keine Sache von ein paar Minuten.
      Die ersten Pferde waren bereits fertig und standen nun zum Trocknen da, während wir uns eine kleine Pause gönnten. Wir hatten und dazu entschieden mit den Ponyhengsten und Fohlen anzufangen, da diese ganz gern mal herumzappelten und keiner von uns Lust hatte sich damit am Ende dieser ganzen Aktion herumzuschlagen.
      Damon, Akim, Rosenkavalier, Ravenclaw, Lykke und Little Pirate waren also schon fertig. Mit nassem und glänzendem Fell standen die Sechs in der Sonne und fraßen entspannt das Heu aus den Netzen, die wir ihnen hingelegt hatten.
      Nach einer viertel Stunde war Pferdetausch angesagt, die beiden Mädels Hannah und Lea brachten das Fohlen Lykke wieder zurück zur Stutenkoppel, während Jenna und Blake die Hengste wieder zurück zu ihrer Herde trieben. Hunter und ich machten inzwischen den Putzplatz etwas sauer und füllten die Heunetze wieder auf.
      Dann ging es weiter. Jenna und Blake hatten direkt die nächsten Kandidaten mit gebracht. Attila, Ameno und King Arthur waren an der Reihe. Wie beim ersten Durchgang auch hatten wir uns wieder aufgeteilt. Hannah und Lea putzten alle Pferde kurz über, Hunter und ich wuschen die Pferde und Jenna und Blake stellten die gewaschenen Pferde beiseite und sorgten immer für Nachschub. So fanden mit der Zeit auch Roseblood, Yuki Shiro RP, Valquiria, Plötze, Emese und Ahyoka den Weg durch unsere kleine Waschstraße und standen am Ende blitze blank vor uns.​
    • Maleen
      Abendbrot - Sonntag, 03. Dezember 2017
      POV: Jamie
      „In Deutschland schneit es !“, freudig fuchtelte Jenna mir mit ihrem Handy vor der Nase herum.
      „Ob wir dieses Jahr auch Schnee bekommen?“
      „Bloß nicht!“, rief ich ihr aus einer der Boxen entgegen „Ist sowieso schon kalt genug hier und jetzt hilf mir lieber beim Füttern.“
      Ohne Widerworte steckte Jenna ihr Handy zurück in die Tasche und griff nach dem Heu, das ich in einer großen Karre mitten in der Stallgasse geparkt hatte.
      Nach all den Jahren waren Jenna und ich ein eingespieltes Team wenn es ums Füttern ging.Sie machte die eine Seite des Stutenstalls mit den Boxen von Ahyoka, Emese und Lykke, während ich die von Plötze, Valquiria, Yuki Shiro und Roseblood übernahm.Anschließend bereitete sie das Kraftfutter vor und ich brachte die Heukarre weg.
      Nachdem auch das Kraftfutter verteilt war und alle Stuten genüsslich fraßen, war ein Ortswechsel angesagt. Zusammen verließen wir den Stutenstall in Richtung Hengststall. Jenna schaute ein wenig enttäuscht in den Himmel, sie liebte Schnee einfach mehr als alles andere. Ich hingegen war froh darüber tagsüber immer noch 10°C zu haben, Winter war definitiv nicht meine Jahreszeit.
      Im Hengststall wiederholten wir das ganze Schauspiel nocheinmal, zwei der Hengste hatten bereits ihr Abendbrot bekommen und so verteilten wir Heu und Kraftfutter lediglich in die Boxen von King Arthur, Little Pirate, Rosenkavalier di Royal Peerage, Akim und Ameno.
      „So und jetzt ab unter die Dusche, mir ist kalt!“, rief ich Jenna nach getaner Arbeit zu und war im nächsten Moment auch schon aus dem Stall verschwunden.
    • Cooper
      Pflege auf Royal Peerage - Montag, 04. Juni 2018
      King Arthur | Rosenkavalier di Royal Peerage | Ameno | Attila | Little Pirate | Akim | Arkin | Yuki Shiro RP | Ahyoka | Emese | Roseblood
      Ich war immer noch bei Hunter Lacey. Ich habe meinen Flug zurück am Abend storniert und tritt die Heimreise doch nicht an. Der Grund war das Royal Peerage Stables im Moment eine kleine Aushilfe zur Pflege suchten und da ich keine neuen Aufträge als Tierarzt bekam, kam ich Hunter entgegen und meldete mich für die Arbeit im Stall. Er freute sich sehr und bot mir auch einen kostenlosen Schlafplatz. Somit konnte ich den darauffolgenden Tag helfen. Hierbei ging es sich um elf Pferde beziehungsweise Pony's, also im großen und ganzen eine sehr gemischte Gruppe. Ich freute mich auf die verschiedenen Rassen und Persönlichkeiten. Jedoch stand zunächst Füttern und Stallarbeit an. Mit der Hilfe und Anweisung von Hunter mischten wir gemeinsam das Futter für die Tiere an und verteilten die Portionen. Als Tierarzt konnte ich so nochmal einen Blick auf die Fütterung werfen und schauen ob eventuell was fehlte oder was man optimieren könnte. Für diese Leistung stellte ich natürlich keine Rechnung, das ging in Richtung freundschaftlicher Rat. Ich war sehr froh helfen zu können, denn ich weiß wie es ist kaum Zeit zu haben und auf andere angewiesen zu sein, so ginge es mir das ganze letzte Jahr auch. Deshalb viel mir die Arbeit leicht. Aber auch die Umgebung und die Atmosphäre die im Stall herrschte, machte die Arbeit einen riesen Spaß.
      Nach der Fütterung die zugegeben viel Zeit gekostet hatte, misteten wir die Ställe aus. Mittlerweile ging es auf die elf Uhr zu und es wurde sehr heiß. Wir stellten immer zuerst die Pferde auf die Weide und misteten dann jeweils zwei Ställe aus. Und machten dann aber auch wieder eine Pause um zu trinken und abzukühlen. Ich brachte zunächst King Arthur und Rosenkavalier auf die Weide. King ist ein wunderschönes Arabisches Vollblut und verhielt sich sehr typisch für einen Araber als ich ihn auf die Weide brachte. Rosenkavalier, wie ich ihn nannte, hat eigentlich einen ellenlangen Namen, den ich jedoch nicht immer komplett aussprechen wollte. Dieser Jährling ist ein Rappschimmel, Hannoveraner. Er war unglaublich neugierig und freute sich neue Gesichter zu sehen. Nachdem die Beiden auf der Koppel waren sowie ihre Box neu gestreut ging ich weiter. Die letzten beiden im Hengststall waren Ameno und Attila. Ameno ist ein Neapolitaner. Von dieser Rasse hatte ich vorab noch nie gehört aber der Rappe verhielt sich sehr gesittet und lief problemlos neben mir her. Attila ist ein Gidran, in typischen fuchsfarben wie ich hier erfahren durfte. Auch er war nun auf der Weide. Geputzt wurden Sie erst nach ihrem Freilauf. Nun waren die Pony's an der Reihe. Zuerst stand ich vor einem schwarzen Shetlandpony namens Little Pirate. Ich schmunzelte und legte dann los mit dem Putzen. Er war sehr brav und ließ sich wunderbar putzen. Das nächste Pony was geputzt werden sollte war Akim. Erneut ein Hengst aber diesmal ein Welsh Partbred Schecke. Ich persönlich mochte die Scheckung sehr gerne und das putzen ging wie beim Vorgänger sehr ruhig von statten. Während ich die Pony's putze, bewegte Hunter sie mit der Longe oder suchte ihnen andere Bewegungsaktivitäten. Die letzten zwei waren Arkin und Yuki. Beide sind Fjordpferde. Ich bin kein Fan von diesen Pferden, jedoch war der Umgang mit ihnen interessant. Arkin war sehr unkompliziert und freute sich eher auf die Bewegung. Yuki, die Stute der beiden Norweger hingegen war von mir keineswegs begeistert wusste jedoch auch wie man sich zu benehmen hat. Bei ihr ging ich sehr behutsam vor und versuchte Stress zu minimieren.
      Die letzen drei Pferde sind Stuten. Ein Altér Real, erneut ein Gidran und ein Hannoveraner. Wir hatte schon vorab alle Ställe gesäubert und bevor wir zu den Stuten sind eine Pause eingelegt, so waren sie, im Gegensatz zu den anderen Pferden, erstmal auf der Koppel. Nach der verdienten Pause liefen Hunter auf die Koppel und die drei zu holen. Ich nahm Ahyoka und er Emese und Roseblood. Zunächst nahm er die Hannoveranerstute mit und Bewegte sie während ich Ahyoka und Emese säuberte. Dann tauschten wir. Ich bekam Roseblood zum putzen und er Emese und Ahyoka zum bewegen. Die Teamarbeit stellte sich als sehr effektiv heraus. Als wir dann das letzte Pferd wieder zurück auf die Koppel gebracht hatten, hatte ich noch ein wenig Zeit um mich frisch zu machen und mich mit einem Abendessen zu verabschieden. Ich versicherte Hunter dann erneut das ich und Simon immer gern zum Helfen anreisen würden.
    • Maleen
      2 Tagesausflug - Sonntag, 02.Dezember 2018
      by Elsaria
      Tag 1
      Ich machte mich auf die Reise nach Italien, eine Züchterin die ich letztens kennen lerne bat mich um hilfe, und diese konnte ich einfach nicht abschlagen. Desshalb machte ich mich 2 tage danach auf dem weg nach Italien. Für die 2 Tage durfte ich im Gästehaus verweilen. Ich kam früh morgens sehr gut an, die Reise verlief ohne komplikationen. Nachdem ich nett begrüßt wurde und mir mein Zimmer gezeigt wurde fing ich sofort an mich um die 12 Schützlinge zu kümmern. Ich hatte sie unterteilt in 6 Pferde an einem Tag und die restlichen an dem nächsten Tag. Ich ging also in den stall als erwartete mich was kleines ein kleines Schettlandponyhengst namens Little Pirate. Da ich definitiv zu groß für den kleinen racker war wollte ich mit ihm etwas longieren und boden arbeit machen. Ich halfterte den kleinen Zwerg auf und brachte ihn erstmal zum putzplatz und fing an ihn zu putzen. der kleine Racker stand artig da und ließ die Prodzedur ergehen. Nun nahm ich die longe und ging mit ihm in die halle, dort ließ ich ihn paar runden warm laufen. Dann ließ ich ihn ordentlich arbeiten, mit häufigen gallopprunden und Trab runden und dies immer abwechselnd, dies fördert die konzentration. Nach 10 minuten wechselte ich die seite und machte dies gleich. Pirate trug seinen kopf schön vorwärts abwerts. Dies war sehr schwer hin zubekommen so wie ich ihn longierte fast unausgebunden, das zeigte an guter Arbeit. Nach 20 minuten longen arbeit ließ ich ihn noch etwas in der Halle frei laufen damit er sich noch wälzen konnte. Danach putzte ich ihn nochmal über und brachte ihn zurück in seiner Box. Nun holte ich den nächsten Kanditaten Akim war ein Welsh Partbred hengst. Ihn wollte ich ihn nur laufen lassen nachdem ich ihn geputzt hatte. Den ich laß von ihm häufiger in Zeitungen und Tunierausrichtungslisten. Deshalb hatte er sich eine pause verdient. Ich putzte ihn also über und entließ ihn in die halle, dort schickte ich ihn einige runden hin und her, dann holte ich Arkin an den Putstand. der Norweger wollte ich heute reiten. Ich putzte ihn sattelte ihn auf, und dann holte ich Arkim wieder aus der halle in seiner Box. Bei Arkin angekommen trenste ich ihn auf und schwang mich auf seinen Rücken. Heute war ein schöner Tag und desshalb entschloss ich mich mit ihm auszureiten. Einen entspannten Ausritt würde uns bestimmt gut tun. Ruhig lief der helle Norweger den waldweg ab und er hörte sofort auf mein komando und trabte an. Ich musste echt gestehen, ich genoß den Ritt. Arkin konnte man fein sitzen. An einem stück gallopierten wir, danach ritten wir den gleichen weg nachhause. Da ich ja fremd war, wollte ich mich nicht zu sehr vom Hof entfernen, auf dem Hof angekommen, war Arkin bereits wieder trocken. Ich sattelte ihn ab, und brachte ihn zurück in seine Box. Dann machte ich mir erstmal einen Kaffe, inzwischen waren 3 Pferde bewegt und 3 standen noch vor mir. Als nächstes kam Yuki shiro die ich nur Yuki nannte. Sie longierte ich heute etwas mit einigen Stangenarbeit, es sollte ja nicht langweilig werden. Nach meinem kaffe hollte ich also die hübsche aus ihrer box bürstete ihr Fell sauber, legte gurt und kappzaum an und ging mit ihr in die halle. Dann holte ich noch 3 Stangen und ließ sie zuerst im schritt drüber laufen. Neugierig zog yuki die nase runter und sah sich das ding an. Ich arbeitete mit Tempowechseln und Tempohalten . Yuki arbeitete sehr gut mit. Nur durch solche Leistung konnte ich so schnell arbeiten. Mit Yuki wäre ich nun bei den Ponys durch und konnte dann bei den stuten weiter machen, da noch 2 für heute warten. Nach 20 minuten brachte ich Yuki wieder in ihre Box und holte Sissi aus ihrer Box . Da die kleine noch ein fohlen war durfte sie in der halle laufen. aber zuerst musste sie brav still stehen und sich die putzaktion ergehen lassen. Sissi benahm sich artig desshalb lobte ich sie dann auch ausgibig. dann ging ich mit ihr in die halle und ließ sie laufen. Sissi machte einige freudensprünge und bockte durch die halle und fetzte um her als müsste sie das rennen ihres leben laufen. Nach 15 minuten brachte ich sie wieder in die Box und holte die letzte von heute ehe ich dann in mein zimmer ging und mich ausruhte. Ahyoka war eine wunderschöne Fuchsstute. Ich striegelte sie und sattelte sie auf. Dann ging ich mit ihr in die Halle und dort stieg ich auf. Ich ritt sie warm und begann mit der leichten Dressurarbeit, ich arbeite an der anlehnung und und an ihrer Hinterhand. Ahyoka machte sehr gut mit. Ich war gespannt auf die anderen 6 Pferde morgen. Als ich Ahyoka genug gearbeitet hatte brachte ich sie zurück in die box. gefüttert wurden sie von den Mitarbeitern. Ich ging ins Zimmer duschte aß ne kleinigkeit und legte mich schlafen.
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  • Album:
    RP - Gnadenweide
    Hochgeladen von:
    Maleen
    Datum:
    12 Aug. 2016
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    EXIF Data

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    640px
     

    Note: EXIF data is stored on valid file types when a photo is uploaded. The photo may have been manipulated since upload (rotated, flipped, cropped etc).

  • Rufname:
    Ahyoka
    (Bedeutung: Sie brachte Freude)

    Dam: unbekannt | S. unbekannt D. unbekannt
    Sire: unbekannt | S. unbekannt D. unbekannt

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    Geburtstag:
    19.August 2009
    in Portugal
    Geschlecht:
    Stute
    Rasse:
    Altér Real
    Farbe:
    Fuchs
    Abzeichen:
    Blesse und Stern, 4x weiß
    Stockmaß:
    1.62m

    Charakter:
    sehr sensibel, ist bei Kindern ängstlich, vertraut eher Frauen als Männern

    Beschreibung:
    Ursprünglich stammt Ahyoka aus Portugal. Als Jährling wurde sie zunächst versteigert und gelangte so leider in schlechte Haltung. Dort erhielt sie weder Erziehung noch die nötige Aufmerksamkeit. Dreijährig wurde sie dann an einen Händler verkauft, der anfangs mit der jungen Stute Profit machen wollte, es dann jedoch schnell aufgab und sie schon ein halbes Jahr später an den Schlachter weiterreichte. In letzter Sekunde griff Roya Peerage ein und rettete die junge Stute vor der Schlachtbank, denn sie sahen in der Stute noch das junge, unbekümmerte Fohlen, was damals Portugal verließ.Zu Beginn ihrer Zeit auf Royal Peerage zeichnete sich Ahyoka besonders durch ihre aggressive Art aus: Sie trat und biss gezielt jeden, der sich ihr auch nur zu nähern versuchte. Ebenso aggressiv reagierte sie auf die Anwesenheit von Artgenossen, da sie nie wirklich sozialisiert worden war. Royal Peerage stand vor der großen Aufgabe, all die Dinge in Sachen Erziehung und Ausbildung nachzuholen, die Ahyoka nie gehabt hatte.
    Fast zwei Jahre haben die Helfer von Royal Peerage gebraucht, um Ahyoka so weit zu bringen wie sie jetzt ist. Inzwischen reagiert die Stute sehr stark auf Körpersprache und lässt sich dadurch auch sehr gut kontrollieren. Es brachte einige Kämpfe mit sich, doch Ahyoka lässt sich inzwischen ohne Probleme longieren und auf dem Platz reiten. Vom Boden aus war sie sehr lernwillig und beherrscht bereits Versammlungen und Seitengänge. Aufgrund ihrer Feinfühligkeit wird Ahyoka seit Anbeginn nur gebisslos und ohne andere Hilfsmittel geritten und reagiert auf diese Art der Zäumung sehr schön. Dennoch hat auch Ahyoka noch ihre Macken: So geht die junge Stute gar nicht alleine ins Gelände und ist allgemein dort noch sehr schreckhaft. Besonders vor fahrenden Autos hegt Ahyoka eine tierische Angst und flieht schon alleine bei dem Geräusch eines nahenden Autos. Bisher wurde Ahyoka nur von leichten Reitern geritten und es hat sich auch deutlich gezeigt, dass sie Frauen im Sattel den Männern gegenüber eindeutig bevorzugt. In Gegenwart von Männern versteift sie sich gerne noch und zögert mehr, als wenn sie eine Frau begleitet.

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    Genetik:
    ee aa
    Zuchterlaubnis:
    //
    Fohlen:
    //

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    Besitzer:
    Maleen
    Pfleger:
    //
    Turnierreiter:
    //
    Maler(VKR):
    Maleen

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    Reitstil:
    Englisch
    (gebisslos)

    Dressur: A/S
    Springreiten: E/A
    Geländespringen: E/A
    Fahren: E/A
    Rennen(Galopp): -/-
    Distanzreiten: E/S
    Western: -/-
    Fett > besonderes Talent // kursiv > dafür geeignet // durchgestrichen > keine Begabung

    Turnierschleifen:
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    [SW 417]


    Stecki © Maleen 2013