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Samarti

Ace of Clubs, DRP * -

*2007, im Besitz seit dem 06.02.2014

Ace of Clubs, DRP * -
Samarti, 31 März 2017
Jeanne, Möhrchen und adoptedfox gefällt das.
    • Samarti
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      Vergangenheit
      02/2014 - 03/2014 | 4 Berichte
      Liebe auf den ersten Blick
      02/2014 | 3976 Zeichen
      Zwei Wochen.
      Zwei Wochen waren vergangen, seit Nickles 'n Dimes auf unserem Gestüt angekommen war.
      Zwei Wochen waren vergangen, seit Matthew mich urplötzlich in seinen Arm gezogen hatte.
      Zwei Wochen, in denen er mich nicht eines weiteren Blickes gewürdigt hatte.

      Es machte mich fertig. Es machte mich wirklich fertig. Ich wusste nicht, wieso er so komisch war, was ihn dazu veranlasst hatte, mir so aus dem Weg zu gehen, um sich mir in einer anderen Situation wieder anzunähern.
      Männer.
      Domenic leistete mir während dieser Zeit jedoch viel seelischen Beistand, und ich war ihm sehr dankbar dafür. Er und auch Sophia sorgten dafür, dass ich mich nicht völlig von Matthews Verhalten verunsichern ließ, dass ich immer wieder aufstand, wenn ich gefallen war.
      Seufzend schob ich die Gedanken beiseite und widmete mich wieder der Zeitung, die vor mir lag. Ich hatte schon einige Seiten durchgeblättert, war ich doch wieder auf der Suche nach einer weiteren Deutschen Reitponystute. Ich wusste nicht, was genau mich an dieser Rasse so faszinierte, doch mein Gestüt bestand fast nur noch aus ihnen – bis auf einige Ausnahmen.
      Meine Finger griffen nach dem dünnen Papier und blätterten wieder um. Langsam gab ich die Hoffnung wirklich auf, dass ich noch eine Anzei-
      Mein Blick fiel völlig unerwartet auf die Verkaufsanzeige in der Ecke der Seite, die ich beinahe übersehen hätte. Sonderlich groß war sie nicht, weshalb sie einem auch nicht sofort aufdringlich ins Auge sprang.

      Siebenjährige Deutsche Reitponystute der Farbe Braunschimmel mit einem Stockmaß von 155 Zentimetern zu verkaufen. Kein Anfängerpferd. Bei Interesse bitte telefonisch unter 04956/84 74-99 melden.

      Die Anzeige war von Elii aufgegeben worden. Da ich sie – und ihre Nummer – bereits kannte, war dies nicht sonderlich schwer für mich herauszufinden.
      Kurzerhand schnappte ich mir mein Telefon, das neben mir auf dem Tisch stand und wählte die Nummer, die in der Zeitung abgedruckt worden war.
      Als sich Eliis Stimme meldete, plapperte ich munter drauf los. Wir kannten uns bereits, daher war dieses ganze förmliche Zeug, das mir beim Telefonieren so auf die Nerven ging, überflüssig.
      „Hey Elii, hier ist Elisa Cranfield. Ich habe vorhin die Anzeige in der Zeitung gesehen und wollte fragen, ob du mir eventuell mal ein paar Bilder und Reitvideos von ihr zuschicken könntest? Wenn alles passt, hätte ich nämlich Interesse – aber für einen Proberitt nach Deutschland zu fliegen kann ich mir im Moment nicht leisten“, erklärte ich bedauernd und wartete gespannt auf Eliis Antwort.
      „Klar kann ich dir das zuschicken. Die E-Mailadresse, die ich von dir habe, ist doch noch aktuell, oder?“
      „Ich habe sie in der letzten Zeit nicht geändert, also sollte sie noch stimmen“, erwiderte ich auf ihre Frage und nickte, obwohl sie das nicht sehen konnte. Wir besprachen noch den restlichen Kram, bevor wir auflegten und kurze Zeit später checkte ich meinen Computer, nur um zu sehen, dass Elii fleißig war und mir die Fotos und Videos bereits geschickt hatte. Schmunzelnd öffnete ich die Email und betrachtete mir alles in aller Ruhe. Die Farbe der Stute hatte es mir sofort angetan: Sie war fast vollständig ausgeschimmelt, lediglich ein brauner Kopf unterbrach das Weiß. Auch ihr Körperbau ließ nicht zu wünschen übrig. Voller Enthusiasmus klickte ich also die Videos der Reihe nach an und zu sagen, dass ich begeistert war, wäre völlig untertrieben. Ich liebte diese Stute bereits jetzt!
      Nachdem die Reitvideos alle angeschaut waren, las ich mir noch die weiteren Informationen der Stute durch. Sie hieß Ace of Clubs, war Geburtsjahr 2007, hatte einen mir unbekannten Stammbaum (aber durch das Internet konnte man ja heutzutage vieles erfahren) und schien ziemlich eigen zu sein. Beschrieben wurde sie als dominant, aber neugierig; als absolutes Verlasspony, wenn man ihr sein Vertrauen schenkte, sonst sollte sie wohl zickig werden.

      „Elii? Ich wollte dir nur sagen, dass ich Ace of Clubs liebend gern zu mir nehmen würde.“

      Tierarztkontrolle
      02/2014, von Eddi | 3603 Zeichen
      Heute Morgen verschlug es mich direkt wieder auf das Gestüt Crown Hill, wo ich Elisas neuste Errungenschaft würde bewundern dürfen. Direkt nach einem ausgiebigen Frühstück machte ich mich auch schon auf den Weg. Es war immer wieder schön, bei Elisa vorbeizuschauen, denn ihr neues Gestüt lag einfach traumhaft an der Küste und es war jedes mal aufs Neue ein erfrischender Besuch. „Guten Morgen, Miss Cranfield!“ begrüßte ich sie grinsend, als ich den Stall betrat und sie hinter ihrer geliebten Stute Goldherz stehen sah. Elisa schaute über den Rücken der Scheckdame und grüßte zurück. „Na dann, ich bin ganz gespannt auf deine neue Lady.“ lachte ich und stellte meine Tasche ab. Während Elisa die Stute holte, schmuste ich ein wenig mit Goldherz, doch dann galt meine Aufmerksamkeit ganz der Neuen. „Sie heißt Ace of Clubs und ist nicht ohne Grund mein neuer Stern am Himmel.“ grinste Elisa und ich hatte zu tun, meinen Mund nicht aufklappen zu lassen. Die Gute war inzwischen 7 Jahre alt und ein wahrer Traum, auch wenn sie mich entfernt an Romantica erinnerte, hatte sie doch etwas ganz eigenes am Leib. Neugierig musterte sie mich von oben bis unten und schien keine Angst vor mir zu haben. „Könntest du sie dir noch einmal von unten bis oben anschauen?“ fragte Elisa mich vorsichtig, sie ließ natürlich keine Zweifel daran, dass die Stute kerngesund war, aber sie wollte lieber auf Nummer sicher gehen. Ich nickte und bat sie, mir die Stute erst einmal im Schritt und Trab auf dem Hof vorzuführen. Bei beiden Gängen konnte ich keine Auffälligkeiten entdecken, außer dass die Stute ein großes Dressurpotenzial verbarg. Danach lief ich zum Auto, um mein mobiles Röntgengerät zu holen, damit wir wirklich sicher sein konnten. Während die Bilder entwickelten, machte ich mich schon an die grobe Voruntersuchung. Dabei schaute ich mir zuerst die Augen und Zähne der Stute an, wo aber alles in Ordnung war. Daraufhin hörte ich Herz und Lunge ab und nickte Elisa zufrieden zu, bisher ging es der Stute wunderbar. Auch als ich ihren Rücken nach eventuellen Verspannungen abtastete, konnte ich keine entdecken und ihre Gelenke und Sehnen waren ebenso in einem wunderbaren Zustand. Zum Schluss kontrollierte ich noch die Körpertemperatur, welche aber mit 37,2°C im Idealbereich lag. „Ace of Clubs ist wirklich kerngesund.“ lächelte ich und wertete gemeinsam mit Elisa noch die Röntgenbilder aus, auf welchen aber nur die stabilen Knochen der Stute zu sehen waren. Elisa war sichtlich erleichtert und machte sich nun daran, die Stute ein wenig abzulenken, während ich die erste Spritze aufzog. Die Stute wurde heute gegen Influenza, Tetanus, Herpes und Tollwut geimpft, was sie auch tapfer über sich ergehen ließ. Dann kam das Präparat für den Chip an die Reihe, welches ich gründlich vorbereitete und dann ganz vorsichtig unter die Haut der Stute spritzte. Dabei achtete ich darauf, dass sie wirklich still stand, damit der Chip auch dort landete, wo er hin sollte. Als das geschafft war, fuhr ich mit dem Lesegerät einmal über die besagte Stelle, so dass der Chip erkannt und registriert wurde. Danach konnte ich die Lebensnummer der Stute in ihren Pass eintragen lassen. Nun hatte sie es schon so gut wie geschafft, nur die Wurmkur fehlte noch. Zwar schien Ace of Clubs die Paste nicht sonderlich zu schmecken, aber sie nahm sie brav ein. Nun hatte sie es auch schon geschafft und durfte zurück in ihre Box. Ich unterhielt mich noch ein wenig mit Elisa, ehe ich allmählich meine Sachen packte und mich verabschiedete. Ich wäre gerne länger geblieben, doch leider wartete schon der nächste Patient auf mich.

      Dressur E-A
      02/2014, von Mongofisch | 8214 Zeichen
      Die Ankunft
      Wieder ein neues Pferd, dass ich bei mir auf dem Hof zum Training aufnahm: Elisa, eine gute Freundin und zugleich Trainierin von Calaciyra, brachte mir ihre Stute Ace of Clubs. Ich freute mich auf die Ankunft und Elisa würde staunen, welch großes Stück Mieke seit unserem letzten Treffen gewachsen war.
      Grade als ich die Box im Stutenstall fertig eingestreut hatte, hörte ich auch schon ein aufdringliches Hupen. 'Ja, das musste Elisa sein' dachte ich grinsend und stellte die Forke weg.
      Ich behielt recht: Als ich rasch mit dem Kinderwagen zum Parkplatz lief, konnte ich die junge Frau schon von Weitem erkennen. „Hallo Elisa“, rief ich ihr lachend zu. „Wie geht’s dir?“ Nur noch wenige Schritte und ich stand neben ihr. Sie lächelte und warf zuerst einen Blick zu meiner Kleinen. „Hey, mir geht’s super! Und euch beiden?“ Sie schmunzelte. „Sie ist ja wirklich groß geworden, Wahnsinn wie schnell die Zeit vergeht!“ - „Oh da hast du Recht“, grinste ich. „Sie werden schneller groß, als einem Lieb ist. Aber es geht ihr gut, sie schläft nun auch schon etwas länger Nachts, das ist wirklich eine Entlastung.“ Mieke schaute uns mit ihren kleinen blauen Augen an und strampelte mit den Beinen. „Möchtest du sie nehmen? Dann hole ich Ace of Clubs raus und wir bringen sie in den Stall“, schlug ich vor. Elisa nickte und hob Mieke vorsichtig aus dem Wagen. Ich war mir sicher, sie würde gut auf die Kleine aufpassen.
      In der Zwischenzeit öffnete ich den Hänger und führte die Ponystute vorsichtig rückwärts raus. „Wow, ganz schön groß“, staunte ich nicht schlecht, als ich neben Ace of Clubs, gefolgt von Elisa mit Mieke, zum Stall ging. Die junge Frau lachte: „Ja das stimmt, sie ist etwas über das Ponymaß hinausgeschossen. Aber vom Kopf her ist sie durch und durch Pony. Sie versucht gerne mal ihren Willen durchzusetzten, wird auch manchmal zickig, wenn man aber mit ihr umzugehen weiß und ihr das nötige Vertrauen schenkt, ist sie ein wahres Traumpferd.“ Deutlich hörte man den Stolz in Elisas Stimme, aber das konnte sie wahrlich auch sein. Die hübsche Stute hatte eine außergewöhnliche Farbe und eine tolle Ausstrahlung.
      „So“, sagte ich. „Hier rein bitte.“ Ich führte Ace of Clubs in die vorbereitete Box, nahm ihr dort das Transportoutfit ab und ließ sie dann alleine. „Tolles Pferd hast du da“, lächelte ich. „Es wird sicher Spaß machen, mit ihr zu arbeiten.“ Elisa blickte auf: „Danke! Ich bin mir sicher, ihr werdet gut miteinander auskommen.“
      Wir gingen gemeinsam zum Wohnhaus, setzten uns dort in die Küche und klärten noch einige wichtige Dinge. Nach einer Tasse Tee übergab Elisa mir dann mein Kind und verabschiedete sich, ehe sie sich auf den Rückweg machte.

      1. Woche
      Seit einigen Tagen stand Ace of Clubs nun schon bei mir im Stall und das Training sollte beginnen. Ich hatte mich schon gut mit der Ponystute angefreundet und zunächst ging es auch nur darum, das Bekannte aus der E-Dressur aufzufrischen. In Ruhe putzte ich die Braunschimmelstute, wie ich es auch in den letzten Tagen gemacht hatte, legte ihr anschließend den Sattel auf und schloss den Gurt. Sie war entspannt und machte auch beim Trensen keine Zicken oder Spielereien. „Gutes Mädchen“, lobte ich sie, während ich die Steigbügel einstellte und dann mit Ace of Clubs zur Halle ging.
      Nachdem ich mit der Stute einige Zeit Schritt geritten war, nahm ich die Zügel auf und begann mit der Arbeit. Zunächst war es nicht sonderlich spektakulär, Ace of Clubs und ich mussten uns erst einmal aneinander gewöhnen, sodass ich im Schritt und Trab Bahnfiguren wie Zirkel, durch die ganze Bahn wechseln und einfache Schlangenlinien ritt. Das Deutsche Reitpony ließ sich sehr fein reiten, reagierte brav auf die Hilfen und war konzentriert bei der Sache. Immer wieder lobte ich die Stute und fing nach etwa einer halben Stunde mit dem Galoppieren an.
      In einer E-Dressur kam es vor allem auf die saubere Ausführung der Bahnfiguren und das genaue Durchparieren, beziehungsweise antraben und angaloppieren an. Um genau das zu üben ließ ich Ace of Clubs häufig die Gangart wechseln und nahm mir dabei immer wieder einen neuen Punkt vor. Ohne Probleme klappte alles, sodass ich das Training beendete und die Stute noch einige Zeit im Schritt trocken ritt.

      Im Laufe der Woche arbeitete ich jeden Tag mit Ace of Clubs, sodass wir uns schon bald gut verständigen konnten und bereit waren, die neuen Lektionen einer A-Dressur zu erarbeiten.

      2. Woche
      Einige Tage waren wir schon nun mit dem Training beschäftigt, so auch heute. Gut gelaunt holte ich Ace of Clubs von ihrem Paddock, brachte sie in den Stall und machte sie dort ordentlich sauber. Ab und zu hatten wir ein paar kleine Auseinandersetzungen, ansonsten war die Stute aber brav und ließ sich gut händeln.
      Die neuen Tempi, Mitteltrab und Mittelgalopp, hatten wir bereits erfolgreich geübt, sodass es nun an die Lektionen einfacher Galoppwechsel, Rückwärtsrichten und Viereck verkleinern und vergrößern ging. Ich entschied mich dafür, mit dem Rückwärtsrichten zu beginnen, da die Stute das bereits kannte und es nur noch perfektioniert werden musste.
      Zunächst übten wir das Rückwärtsrichten an der Bande, sodass Ace of Clubs eine kleine Hilfestellung hatte. Als das gut klappte, verlagerte ich das Training auf die Mittellinie. Hier und da ging die Stute noch etwas schief, ließ sich aber gut mit dem Schenkel korrigieren.
      Die nächste Lektion war der einfache Galoppwechsel. Hierzu ging ich auf einen der Zirkel und galoppierte das Pony an. Ruhig und gleichmäßig ging es eine Runde herum, dann bereitete ich Ace of Clubs mit einer halben Parade auf die Aufgabe vor. Kurz vor dem Mittelpunkt X parierte ich die Stute in den Schritt durch und ließ mir dann viel Zeit für das Umstellen, ehe ich die Galopphilfe auf der neuen Hand gab. Schnell verstand die Braunschimmelstute, worum es ging und arbeitete fleißig mit.
      Für gewöhnlich werden beim einfachen Galoppwechsel lediglich drei bis vier Schritte im Schritt geritten, beim Erlernen konnte man diese Phase aber gerne verlängern, um dem Pferd in Ruhe verständlich zu machen, was man von ihm verlangte.
      Ace of Clubs begriff schnell, sodass ich nach mehreren Galoppwechseln die nächste Lektion anstrebte: Das Viereck verkleinern und vergrößern.
      Zunächst ging es darum, die Stute sicher von beiden Schenkeln weichen zu lassen. Es klappte von Anfang an erstaunlich gut, auch wenn das Pony sich einige Male gegen meine Hilfen wehrte. Mit viel Geduld erzielten wir aber schon nach kurzer Zeit das gewünschte Ergebnis, sodass ich mit dem letzten Schritt beginnen konnte. Am Anfang der langen Seite ließ ich Ace of Clubs dem rechten Schenkel weichen, um sie nach einiger Zeit grade zu richten und sie anschließend dem linken Schenkel weichen ließ. Ich war erstaunt, wie schnell die Stute diese Lektion begriff und beendete damit das Training für heute.

      In den letzten Tagen vor Ace of Clubs' Abreise übten wir weiter fleißig die neuen Lektionen, aber auch die neuen Bahnfiguren, wie Schlangenlinien durch die Bahn mit 4 Bögen und 10 Meter Volten kamen nicht zu kurz. Stolz konnte ich Elisa nach zwei Wochen also verkünden, dass sie ihre Stute wieder abholen könne.

      Ace of Clubs darf nach Hause
      Als Elisa auf den Hof kam, um ihre Stute abzuholen, hatte ich leider einen Arzttermin mit Mieke, sodass Kimi für mich einspringen sollte. Ich hatte genau aufgeschrieben, wie das Training mit Ace of Clubs verlaufen war und an was Elisa weiterarbeiten müsste, sodass sie nicht ganz ohne Informationen nach Hause fahren musste.
      Kimi stand bereits am Parkplatz bereit, als Elisa mit dem Wagen auf den Hof fuhr. „Guten Tag, ich bin Kimi“, begrüßte er die junge Frau nachdem sie ausgestiegen war. „Lisa ist mit Mieke beim Arzt, ich helfe dir also dein Pferd zu verladen.“ Elisa konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen, grüßte Kimi aber dennoch freundlich zurück. Zusammen gingen sie in den Stall und bereiteten Ace of Clubs auf die Heimfahrt vor.
      „Ach“, fiel Kimi plötzlich ein. „Ich habe noch einen Zettel für dich, von Lisa.“ Rasch lief er ins Haus und holte das vorbereitete Blatt. Als auch das erledigt war, verluden Elisa und er die Stute und verabschiedeten sich. Mit Ace of Clubs im Gepäck machte die junge Frau sich anschließend auf den Heimweg.

      Dressur A-L
      03/2014, von Mongofisch | 10.934 Zeichen
      Die Ankunft
      Erst vor ein paar Wochen waren Romantica und Ace of Clubs bei mir im Training gewesen und in ein paar Tagen würde Elisa die beiden Stuten erneut zu mir bringen. Ich freute mich darauf, wenn auch das Training von Romantica eine Herausforderung werden würde: Sie war von mir bereits auf M-Niveau in der Dressur trainiert worden, nun ging es eine Klasse höher in die S-Dressur. Ich freute mich auf das Training der beiden Stuten, sodass die wenigen Tage bis zur Ankunft wie im Flug vergingen.
      Zufrieden schloss ich die Türen der Boxen, die ich für die Stuten von Elisa vorbereitet hatte. Vor etwa einer Stunde hatte sie angerufen, dass sie bald da sei, sodass ich mich sofort an die Arbeit gemacht hatte. Nun war ich fertig und verließ den Stall. Die Sonne schien heute wieder besonders schön und tauchte den Hof in ein leuchtendes Gelb. Auch wenn die Bäume noch etwas kahl waren, man merkte deutlich, dass der Frühling begonnen hatte. Auf den Wiesen begannen die Schneeglöckchen zu blühen und auch die Pferde bekamen langsam Frühlingsgefühle.
      Während ich so die Sonne genoss und den Pferden auf der Weide beim Spielen zusah, kam Elisa mit ihren beiden Ponys an. Ich lief zu ihr rüber und begrüßte sie: „Hey! So schnell sieht man sich wieder.“ Wir mussten lachen, aber es stimme nun mal. Elisa hatte seit der Eröffnung des Ausbildungszentrum die meisten Aufträge gegeben, aber ich freute mich, die Pferde wieder zu sehen und weiter mit ihnen zu arbeiten.
      „Das stimmt“, grinste Elisa und fast schon wie ein eingespieltes Team luden wir die beiden Ponys aus und brachten sie in den Stall. „Ich freu mich, die beiden wieder hier zu haben“, sagte ich, als wir auf dem Weg ins Büro waren. Es gab eigentlich nicht viel zu besprechen, ich kannte die Pferde ja bereits, aber vielleicht hatte sich ja etwas verändert.
      Das Gespräch fiel sehr kurz aus, es gab wirklich nichts Neues zu erzählen, sodass Elisa sich schon bald wieder auf den Weg nach Hause machte.

      Das Training
      Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit, in der ich mit Romantica und Ace of Clubs spazieren ging, sie putzte und mich einfach ausgiebig mit ihnen beschäftigte, begann ich mit dem Training.
      Ich beschloss mit der 7-Jähirgen Ace of Clubs anzufangen. Sie stand entspannt auf dem Paddock, genoss offensichtlich die warme Sonne. Ich öffnete das Gatter und ging zu der Stute. „Dann wollen wir mal anfangen“, lächelte ich, während ich dem Pony das Halfter über zog. „Du kennst das ja schon, nicht wahr?“ Ace of Clubs brummelte leise und schien von meinem Vorhaben weniger begeistert, trotzdem brachte ich sie in den Stall, um sie dort für das Training fertig zu machen.
      20 Minuten später dümpelten wir im Schritt durch die Halle. Ace of Clubs schien etwas unkonzentriert, sodass ich von Anfang an viele Bahnfiguren ritt und Übergänge vom Schritt zum Stand einbaute.
      Das L-Niveau hatte die junge Stute durch eine Turnierplatzierung erreicht, trotzdem war ich mir sicher, dass Elisa ihr die Lektionen gut beigebracht hatte und ich diese nur noch einmal auffrischen musste, ehe die eigentliche Arbeit beginnen konnte.
      Nach der Aufwärmphase lockerte ich die Stute im Trab und wiederholte direkt die bereits bekannten Bahnfiguren. Kurzkehrt und Hinterhandwendung klappten ohne Probleme, da hatte Elisa wirklich gute Arbeit geleistet. Ace of Clubs arbeitete nun fleißig mit, sodass ich nach der Galopparbeit, bei der ich auch gleich den Außengalopp wiederholte, das Training für heute beendete.
      „War doch nicht so schlimm“, lobte ich das Pony, nachdem ich abgestiegen und sie in den Stall gebracht hatte. „Für ein, zwei Stunden kannst du auch jetzt noch weiter die Sonne genießen.“

      Ace of Clubs wieder auf dem Paddock geparkt, holte ich nun Romantica. „So, du bist doch sicher richtig motiviert“, witzelte ich, während ich der Stute über die Stirn strich und sie aufhalfterte. Eigentlich war ich mir aber sicher, dass sie gut mitarbeiten würde und wir schnell voran kommen würden. Rasch hatte ich Romantica geputzt und sie, nach einer kurzen Kuscheleinheit, gesattelt und getrenst. Ich freute mich die Stute zu reiten, es machte Spaß mit ihr und sie arbeitete meistens wirklich gut mit.
      In der Halle ritt ich Romantica zunächst warm. Sie war schon jetzt aufmerksam bei der Sache und lief fleißig im Schritt. Nach einer Weile nahm ich die Zügel auf, trabte an und ritt auch jetzt viele Bahnfiguren und große gebogene Linien. Die Stute wölbte den Rücken schön auf und hatte eine wirklich tolle Aufrichtung. Wie nicht anders zu erwarten ließ sie sich ohne Probleme stellen und biegen, sodass ich anfing, die M-Lektionen abzufragen.
      Beim Erlernen einiger dieser Lektionen hatte Romantica Startschwierigkeiten gehabt, vor allem das Schulterherein war ihr nicht leicht gefallen. Ich beschloss also, damit zu beginnen. Ich war erstaunt, wie schön und genau die Stute diese Lektion ausführte. Elisa hatte wirklich gut mit ihr gearbeitet, sodass ich mich schon recht bald an die Schrittpirouette und den fliegenden Galoppwechsel machte. Auch hier hatte Romantica keine Probleme bei der Ausführung, sodass ich, nachdem ich auch die Verstärkung in allen drei Gangarten abgefragt hatte, das Training für heute beendete.
      Zurück im Stall sattelte und trenste ich die Stute ab, putzte sie noch einmal und stellte sie dann in die Box. Auch Ace of Clubs holte ich vom Paddock, da wir gleich füttern wollten.

      Im Laufe der Woche wiederholte ich mit Ace of Clubs weiterhin die Lektionen der L-Dressur, welche auch wirklich gut klappten. Sie arbeitete konzentriert mit, auch wenn sie manchmal ein paar Durchhänger hatte. Wir kamen gut voran und ich war sehr zufrieden. Auch Romantica stellte sich sehr gut an: Die M-Lektionen bereiteten ihr keine Probleme und sie hatte wirklich ein großes Dressurpotenzial. Ich war stolz, dass ich sie weiter fördern durfte.
      Im Laufe der Woche trainierte ich weiter mit den beiden Ponys. Einen Tag ging ich jedoch mit den beiden an den Strand. Romantica hatte sich gemerkt, dass das Wasser hier schrecklich salzig war und wollte zunächst gar nicht rein. Mit ein paar verlockenden Leckerlis stand die Stute dann aber doch im Meer und glotzte mich an. Ich konnte mir das Lachen nicht verkneifen: „Du bist mir eine!“ Ace of Clubs hatte mehr Spaß im Wasser. Fröhlich planschend wollte sie gar nicht mehr raus aus dem kühlen Nass. „Komm, wir gehen jetzt wirklich“, forderte ich sie auf und zuppelte am Strick. Etwas missmutig verließ sie die Ostsee und trottete neben mir her.
      Zurück am Hof putzte ich die beiden Stuten, gab ihnen Futter und wünschte ihnen dann eine gute Nacht.

      Nachdem Ace of Clubs bereits einige Lektionen der M-Dressur gelernt und auch heute ging das Training weiter. Fertig gesattelt und getrenst, ritt ich die Stute nun warm. Ich hatte mich entschieden, auf den Platz zu gehen, da sich das Wetter heute wieder von seiner besten Seite zeigte.
      Die verschiedenen Tempi, versammelter Schritt, sowie die Verstärkung in allen drei Gangarten, hatten wir bereits ausgiebig geübt. Ace of Clubs hatte schnell verstanden, worauf es ankam und nahm die Hilfen wirklich gut an. Die Seitengänge - Schulterherein, Travers, Renvers und die Traversale – waren etwas kniffliger und das Deutsche Reitpony brauchte einige Zeit, bis sie die Hilfen verstanden hatte. Aber da auch das nun gut klappte, wollte ich mich heute mit den letzten Lektionen befassen.
      Ordentlich warm geritten und schön locker begann ich also, die Schrittpirouette zu erarbeiten. Ace of Clubs stand gut an den Hilfen und ließ sich ohne Probleme versammeln. Zunächst verstand die Stute nicht, was ich von ihr verlangte, gab die Anlehnung auf und verwarf sich im Genick. Ich blieb aber ruhig, ging einen Schritt zurück und wiederholte die Übung dann. Es dauerte zwar eine Weile, aber irgendwann hatte Ace of Clubs verstanden, worum es ging und führte die Schrittpirouette aus. Zwar noch nicht sauber, aber das würde mit der Übung kommen.
      Den fliegenden Galoppwechsel hatte die Stute wesentlich schneller verstanden und schien richtig Spaß daran zu haben. Sie würde sicher in der S-Dressur keine Probleme mit Einer- oder Zweierwechseln haben.
      Zum Abschluss des Training ließ ich Ace of Clubs am langen Zügel einige Runden traben, dann ritt ich sie im Schritt trocken. „Das ging doch wirklich schneller als gedacht“, freute ich mich über den Erfolg, als ich abgestiegen war und die Stute in ihre Box gebracht hatte.

      Aber auch das Training von Romantica zeigte seinen Erfolg: Die Pirouette im Galopp hatte die Stute bereits erfolgreich gelernt und auf die Piaffe war kein Problem mehr. Heute ging es also nur noch um die Passage und die Einer- und Zweierwechsel im Galopp.
      „Na komm“, ermahnte ich Romantica, die sich nicht aufhalftern lassen wollte. „Mensch du, heute ist das letzte Training, dann kannst du nach Hause!“ Der Stute war es egal was ich da redete, sie wollte partout nicht aufgehalftert werden. Als ich es dann doch irgendwann geschafft hatte, brachte ich sie in den Stall, wo ich sie rasch fertig machte.
      „Dann wollen wir mal“, sagte ich und ging mit Romantica auf den Platz, wo ich zuvor mit Ace of Clubs trainiert hatten. Zunächst ritt ich die Stute warm, dann begann ich mit der Arbeit. Bevor ich mit dem Galoppwechsel im Zweiertakt anfing, machte ich so einige Wechsel, um der Stute die Hilfen nochmal in Erinnerung zu rufen. Es klappte hervorragend, sodass auch die Zweierwechsel im Anschluss gut klappten. Um Romantica jedoch nicht zu überfordern, ging es dann erstmal an die Passage. Es dauerte eine ganze Weile, bis die Stute diese Lektion vom Boden aus verstanden hatte. Nach einiger Zeit konnte ich aber auch im Sattel die Passage abfragen und Romantica strengte sich wirklich an, alles richtig zu machen.
      Nach etwa einer Stunde konnte ich das Training beenden. Auch wenn die Ponystute nun die Grundlagen beherrschte, musste weiter intensiv mit ihr trainiert werden, damit sie die Lektionen und Hilfen verinnerlichen konnte. In Ruhe brachte ich Romantica in den Stall, versorgte sie und rief dann Elisa an.

      Ace of Clubs und Romantica dürfen nach Hause
      Schon am nächsten Tag machte Elisa sich auf den Weg zu mir. Sie freute sich, ihre beiden Ponys wieder abzuholen und war wirklich gespannt auf das Ergebnis vom Training. Ich hatte ihr am Telefon schon grob erzählt, wie es gelaufen war, aber das Abschlussgespräch würden wir trotzdem noch führen.
      Kurz bevor Elisa eintraf, holte ich die beiden Stuten aus ihren Boxen und putzte sie ordentlich. Insgeheim hoffte ich, dass ich die beiden nochmals zum Training bekommen würde, konnte das aber nicht voraussehen. Ein Auto fuhr die Hofeinfahrt entlang und ich erkannte schon von weitem, dass es sich um Elisas Wagen handelte. Wir begrüßten uns kurz, dann gingen wir ins Büro, wo ich ausführlich vom Training berichtete.
      Anschließend packten wir das Sattelzeug von Ace of Clubs und Romantica ein, dann verluden wir die beiden Stuten und verabschiedeten uns. Elisa machte sich mit den beiden Ponys wieder auf den Weg nach Hause.
    • Samarti
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      Kanada, wir kommen!
      03/2014 | 11.962 Zeichen
      Hochwasser.
      Ein Wort, das allein schon dämlich genug klingt – welcher Idiot hatte sich das denn bitte ausgedacht?
      Nachdem Cornwall noch immer unter Wasser stand und unser ganzes Gestüt tatsächlich darunter zu leiden hatte, indem die Weiden, Reitplätze und auch die Reithalle nun völlig verstört worden waren, hatten Matthew und ich uns dazu entschieden, dass etwas Neues her musste. Und das so schnell wie möglich. Es war auch für die Pferde unzumutbar, sie noch im Stall stehen zu lassen, weshalb diese inzwischen schon auf dem neuen Gestüt untergebracht worden waren.
      So sehr es mir auch im Herzen wehtat, aus England wegzuziehen – hatte ich hier doch eine lange Zeit gelebt – so war es dennoch eine Erleichterung, dass wir zumindest unseren treuen Vierbeinern ein vernünftiges Zuhause bieten konnten. Obwohl wir erst vor knapp zwei Monaten nach Penzance gezogen waren, was für mich ein Stich ins Herz war. Ich liebte England, aber besonders nach der Zeit, die wir im ungewünschten Wasser verbracht hatten, wurde mir klar, dass dringend eine Lösung her musste.
      Zu meinem Glück sah Matthew, mit dem ich mich inzwischen wieder ziemlich gut verstand, das Ganze genauso; ebenso meine anderen paar Mitarbeiter. Bei einigen hatte ich Glück, Matthew, Sophia, Charles und seine Frau Lucy hatten beschlossen, mich zu begleiten, da ihnen die Lage in England förmlich zu Kopf stieg. Hätte ich mich zuvor nicht mit Matthew versöhnt, würde er mich mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht begleiten.
      So traf es sich gut, dass neben der Ranch Gwen, dessen Hengst Altair ich bereits im Training gehabt hatte, ein leerstehendes Gestüt zum Verkauf stand. Ursprünglich wollte ich nie nach Kanada ziehen – doch das Mädchen hatte mich dann schlussendlich doch überzeugen können und inzwischen war ich mir ziemlich sicher, dass uns eine schöne Zeit bevorstand. Natürlich war ich mir über die Wetterumschwünge in Kanada im Klaren, dennoch würde es mit Sicherheit eine interessante, neue Erfahrung sein.
      Die letzten Umzugskartons waren gerade verpackt, als jemand von hinten seine Arme um meinen Torso schlang und sein Kinn auf meiner Schulter bettete. Ohne hinsehen zu müssen, wusste ich, dass es sich um Matthew handelte.
      „Ich werde England vermissen“, murmelte er leise in mein Ohr. Sein Atem kitzelte auf meiner Haut; jagte mir einen wohligen Schauer über den Rücken und sorgte dafür, dass sich Gänsehaut auf meinem Körper ausbreitete.
      „Ich auch.“ Meine Stimme war kurz vorm Versagen. Ja, ich würde England vermissen – und wie ich das tun würde. In diesem Land hatte ich so viele Erlebnisse machen dürfen, war selbstständig geworden, hatte mein erstes, komplett eigenes Gestüt aufbauen können, hatte neue Freunde gefunden, Bekanntschaften geschlossen, mit Leuten zerstritten, meistens wieder mit jenen Leuten versöhnt, hatte mir eine neue Menge Pferde gekauft, hatte viele Pferde trainiert und, und, und. Ich könnte die Liste ewig weiterführen, doch irgendwas findet alles sein Ende.
      „Wir schaffen das. Zusammen.“ Er stockte kurz und senkte seine Stimme, während sich auf meinem Gesicht ein Lächeln ausbreitete.
      „Zusammen.“

      Endlich hatte ich den ganzen Trubel um den Check-In am Flughafen hinter mir und konnte mich nun auf den Flug nach Kanada begeben. Mein Handgepäck hatte ich rasch in der Ablage verstaut, nachdem ich meine Sitzreihe, F, gefunden hatte. Matthew war mir dicht auf den Fersen, die Anderen waren schon alle längst in Kanada, um das neue Gestüt auf Vordermann zu bringen. Ich seufzte leise und ließ mich dann auf meinen Sitz sinken, ehe ich mir die Ohrstöpsel ins Ohr steckte und Musik hörte. Meine Musik wurde aber leider Gottes nur kurz darauf von den nervigen Ansagen unterbrochen, die man sowieso vor jedem Flug hörte. Ich konnte sie inzwischen schon auswendig, schließlich flog ich nicht gerade selten, um neue Pferde zu holen oder einfach nur an internationalen Turnieren teilzunehmen.
      Zum Glück war die Ansage schon bald beendet und ich startete mein Handy erneut, um mich Flappy Bird zu widmen. Ich hasste dieses Spiel abgrundtief, hing ich doch immer noch bei meinem Highscore von 73 Röhren fest, doch ich wollte eben diesen unbedingt brechen. Das bedurfte nicht nur einer Menge Geduld, sondern auch viel Zeit – zu viel Zeit. Denn irgendwann gab mein Handyakku auf und ich musste mich anders beschäftigen, weshalb ich Matthew anstieß, welcher kurz zusammenzuckte und dann überrascht aufsah. Es dauerte nicht lange und wir waren in eine Unterhaltung darüber vertieft, wie es wohl in Kanada für uns weitergehen würde.

      Das neue Gestüt war riesig. Mir stand der Mund vor lauter Staunen offen, als ich aus dem Taxifenster blickte und unser großes Gelände erspähen konnte. Überall erstreckten sich lange, grüne Wiesen, dichter Wald umgab uns und hin und wieder sah man einmal ein Feld. Kurzum: Es war unglaublich. Das CHS in England war im Vergleich zu diesem winzig gewesen und ich zweifelte daran, ob es gut war, ein solch großes Gestüt zu besitzen. Schnell schlug ich mir den Gedanken wieder aus dem Kopf. Wir hatten uns vergrößert und würden auch demnächst noch einige neue Pferde erwarten, weshalb so viel Platz vielleicht ein ziemlicher Vorteil war, sollten doch bald eventuell sieben weitere Zuchtpferde von Elena bei uns ankommen, um die wir uns kümmern sollten.
      Mein Weg führte mich zunächst einmal ins Haus, wo Matthew und ich die restlichen Kartons und Koffer ablegten, ehe er mich völlig unerwartet bei der Hand nahm. Ein leichtes Kribbeln breitete sich an der Stelle aus, weshalb ich lächelnd zu Boden sah und ihm nicht ins Gesicht blicken wollte. Er grinste kurz, zog mich dann aus dem Haus heraus und wir standen etwas ratlos auf dem Gestüt herum, da wir nicht wussten, wo was war – weshalb wir uns erst einmal zu dem längsten Gebäude begaben, welches, wie nicht anders zu erwarten, der Stall war.
      Die Pferde standen momentan alle in ihren Boxen und zermalmten zufrieden ihr Heu, während wir an den neuen Außenboxen vorbeiliefen. Diesmal hatten wir uns gegen die Innenboxen und für die Außenboxen entschieden, da die Pferde somit einfach mehr „Luft“ hatten, es schien ihnen allerdings auch zu gefallen. Scheinbar hatten sie alle die anstrengenden Reisen gut überstanden, lediglich Pushin' Jazz for Cash hatte eine kleine Schürfwunde an der Brust, welche jedoch nicht allzu schlimm aussah. Kein Grund, sich Sorgen zu machen.
      Casey brummelte mir freundlich zu und sah neugierig auf, als wir an ihrer Box vorbeiliefen, doch ich streichelte ihre Stirn nur kurz zur Begrüßung und wir liefen weiter. Rapsoul beachtete mich nicht weiter, ebenso Audio Delite at Low Fidelity – sie beide waren nur mit ihrem Heu beschäftigt und hatten keine Zeit für uns übrig. In der Box gegenüber der Mixstute stand eine Kabstrupper-Stute, die ich vor kurzer Zeit von Elena gekauft hatte, aber bisher noch nicht selbst in Empfang nehmen konnte, da sie sofort nach Kanada gebracht worden war, ohne einen Zwischenstopp in England einzulegen. Die Gute hieß Sambuca und wollte sich lediglich einige Streicheleinheiten erbetteln, ehe auch sie sich wieder dem Futter zuwandte.
      Die drei kleinen Fohlen auf unserem Gestüt Dajeen, Beverly und Lunaris schienen sich trotz ihres niedrigen Alters ebenfalls schon ziemlich gut eingelebt zu haben, widmeten doch auch sie sich lieber dem Futter, als mich zu begrüßen. Lediglich der neue Hengst im Bunde, ein Buckskin Roan aus der Zauberhaft, der vor einem Tag geboren worden war und dementsprechend noch wackelig auf den Beinen stand und sich nur bei Zauberhaft in der Box befand, sah mich etwas verängstigt an. Der kleine war ein Nachkomme von dem Deutschen Reitponyhengst Unique Affair, der in der Zucht Burnin' Valentine stand und hatte daher auch seinen Namen bekommen: Burnin' Unbridled Dreams.
      Auch Sonic Syndicate war gut angekommen, ebenso Nacromancer in the Dark und Nickles 'n Dimes, auf den ich inzwischen meine ganzen Hoffnungen setzte. Der schon etwas ältere Kerl hatte eine ausgesprochen interessante Fellzeichnung, die auch der Farbzucht neues Leben einhauchen würde. Romantica und Ace of Clubs, die Farbwechsler-Stute, hatten wir inzwischen wieder auf dem Gestüt, nachdem sie eine Zeit lang bei Lisa auf dem Hof gelebt hatten, wo sie in der Dressur jeweils eine Stufe höher trainiert worden waren. Monsta lag dösend in ihrer Box und schien nicht mehr hungrig zu sein; sie blickte allerdings auch nicht auf, als ich an ihrer Boxentür vorbeiging und kurz herein sah. Das letzte meiner inzwischen sieben Sportponys war nun Firebird geworden, die junge Sooty Palomino-Stute, die ich von kira gekauft hatte.
      Schließlich folgten noch die Zuchtpferde, die wir uns einen Moment lang ansahen und bei denen wir kontrollierten, ob alles in Ordnung war. Beginnend bei Herbstblatt arbeiteten wir uns weiter voran, besuchten Pamino, Dahiba, Da Vinci und auch Star's Diamond nacheinander. Bei Goldherz verharrten wir eine Sekunde – sie brummelte mir erfreut zu und schmiegte sofort ihren Kopf gegen meine Brust, als sie mich sah. Das zwischen uns hatte sich wirklich zu etwas Besonderem entwickelt, so kitschig es sich jetzt auch für Außenstehende anhören mag. Sie war schon immer mein Lieblingspferd gewesen und nichts oder niemand könnte sich jemals wieder zwischen uns stellen, waren wir doch inzwischen beste Freunde geworden. Sie begleitete mich überall hin und das bereits seit fast fünf ganzen Jahren. Um nichts in der Welt würde ich sie jemals eintauschen oder hergeben wollen, so viel stand fest.
      Nachdem ich mich von Goldherz lösen konnte, liefen Matthew und ich zur nächsten Box, in der Zauberhaft ihr Heu fraß. Direkt neben ihr stand der einen Tag alte Hengst von Unique Affair, der es mir schon im ersten Moment angetan hatte. Ich hoffte wirklich, dass aus ihm mal ein ganz Großer werden würde, denn die richtigen Veranlagungen dazu hatte er allemal.
      Die letzten drei vergebene Boxen waren von den drei Neuen belegt worden. Wir hatten sie, wie auch Star's Diamond und Zauberhaft, von Husky kaufen können und so standen sie nun bei uns in Kanada. Ebenso wie Sambuca waren auch sie sofort nach Kanada gebracht worden, sodass ich sie zuvor noch nicht wirklich hatte sehen können.
      Der erste Hengst war ein Brauner, der bereits zwölf Jahre alt war; Dancer in the Moonlight. Der Hengst war ziemlich menschenbezogen, was mir schon in den ersten Sekunden auffiel: Er kam sofort zu mir, drückte sein Maul gegen meine Jackentasche und suchte nach Leckerlis, wollte aber zeitgleich auch gestreichelt werden.
      Daraufhin folgte Kronjuwel, der Papa von meiner Stute Zauberhaft. Er war ein wirklich schöner Buckskin, wurde ebenfalls im Jahre 2002 geboren und sein Charakter ähnlich wie der von Dancer in the Moonlight. Liebenswert, menschenbezogen und einfach ein Prachtkerl, der nicht nur sein faszinierendes Äußeres, sondern auch sein Interieur bisher immer mit vollem Erfolg weitergeben konnte.
      Das letzte der drei neuen Ponys war eine gekrönte Deutsche Reitponystute, die ich bereits von früher nur zu gut kannte. Inzwischen hatte ich eine stolze Zahl von vier gekrönten Deutschen Reitponystuten im Stall stehen, was mich ziemlich erfreute – war es doch vor gut zwei Monaten lediglich Goldherz, die bei mir im Stall stand. Nun jedoch hatte auch Star's Diamonds Mutter, Star, zu uns gefunden, die früher mal Juliane gehört hatte, mit der ich vor einigen Jahren mal das Gestüt Liberté geführt hatte. Ich war besonders froh darüber, sie bei mir haben zu können, strahlte sie doch schon früher solch einen Lebensmut aus, dass er beneidenswert war. Zwar war sie inzwischen schon fünfzehn Jahre alt, führte sich aber dennoch immer noch auf, als wäre sie eine dreijährige Stute, die erst noch eingeritten werden müsste.

      „Scheint, als ginge es ihnen allen gut“, bemerkte Matthew das Offensichtliche und ich lachte als Antwort nur kurz auf. „Ja, da magst du recht haben. Zum Glück haben sie die Reise alle gut überstanden“, seufzte ich erleichtert und fügte dann hinzu: „Aber jetzt werden wir erst einmal unsere neue Nachbarin begrüßen gehen.“
    • Samarti
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      Osterritt
      12. April 2014
      Fröhlich pfeifend stand Amy mit ihrem Pferd Panino auf den Hof des schönen Reitstalls Ekine. Da Jackie vor einiger Zeit einen ziemlich schlimmen Unfall hatte, würde sie Panino an der Hand führen. Wie lange würde es wohl dauern bis die ersten User kamen um bei den Osterusertreffen teilzunehmen ? Das Mädchen brannte schon vor Neugierde ihre Freunde endlich mal live zu sehen. Und da ... tatsächlich da kam auch schon der erste 'User'...
      Nachdem das Abladen gut verlaufen war, stand Jual mit ihrer Trakehnerstute Petit Jayaparada etwas unschlüssig auf dem Hof herum.
      Schließlich entdeckte sie Amy, welche den Ritt organisierte. Lächelnd ging Jual auf sie zu und grüßte mit einem Lächeln.
      "Noch keiner weiter da?", fragte sie, nachdem sie sich auf dem Hof kurz umgesehen hatte. Jaya beäugte ihre Umgebung neugierig und beschnupperte anschließend Panino.
      "ACHTUNG!", schrie Eowin so laut sie konnte, als ihre Reitponystute Katniss im vollen Galopp auf den Hof gerannt kam, die Ohren flach angelegt, die Zähne gebleckt und auf Panino los ging.
      Irgendwie gelang es ihr, den Roan im letzten Augenblick herum zu lenken, was sie mit einem Steigen quittierte. Just einen Augenblick später lag sie im Sand, stand jedoch sofort auf, packte die Zügel der Stute und meinte: "Nichts passiert, ich bin sowas gewohnt!", und schielte ihre kleine Stute funkelnd an.
      Anschließend stellte sie sich zu den anderen, stets darauf bedacht, Katniss in einem Sicherheitsabstand von Panino entfernt zu halten.
      Nach Eowin kam Ostwind12 dann auch endlich mit Prinsessa auf dem Hof an,Ostwind12 begrüßte erstmal alle.
      Dann lud sie Prinsessa ab und ihre Stute wieherte erstmal Kräftig.Ostwind12 stellte sich dann mit Prinsessa neben Panino und Jaya.
      Die Pferde beschnupperten sich und Prinsessa grummelte etwas.Also warteten sie auf die anderen die noch kommen sollten.
      Ofagwa fuhr eine staubige Straße entlang, und kam auf ein Gestüt. Ostwind, Eowin und ein Paar andere standen schon da.Zuckerwatte rumorte im Hänger, sofort holte sie ihn hinunter. Der Hengst wieherte und plusterte sich erstmal ganz nach Hengstmanier auf. Ofagwa sattelte ihn und legte ihm Gamaschen an. Dann folgte noch die Trense und sie führte den aufgeregten Hengst zu den anderen. Er begrüßte Panino, mit dem er offenbar kein Problem hatte, sie stieg auf und plauderte etwas mit den anderen.
      "Hey! Lass den Blödsinn!", ermahnte Elisa Cranfield die großgewachsene Reitponystute Ace of Clubs, welche gerade versuchte, die junge Frau am Strick über den Hof zu ziehen, nachdem sie ausgeladen worden war. Seufzend hielt Elisa ihr Pony zurück und schaffte es irgendwie, dass die Stute neben ihr zum Stehen kam, während sie sich darum kümmerte, die Laderampe des Hängers wieder zu verschließen. Die Anreise aus ihrer Heimat bis zum Reiterhof Ekine hatte sich als eine wahre Hölle herausgestellt, denn das Pony konnte einfach nicht ruhig sein und ließ sich ständig irgendetwas Neues einfallen, um Aufmerksamkeit zu bekommen.
      Mit einem erfreuten Lächeln auf dem Gesicht und der Ponystute neben sich lief Elisa zu den wenigen anderen der Gruppe, welche bereits in einem kleinen Kreis versammelt standen und begrüßte sie.
      "Ruhig Großer!", sprach Snoopy zu ihren Reitponyhengst Delicius, der sich interessiert umsah. Sanft zupfte die Dame an den Strick des Hengstes, bis Deli sich zu ihr wand und ihr folgte. Mit großen Schritten gingen die Beiden über den Hof, ehe in der Ferne ein paar bekannte Gesichter zu sehen waren. Mit einem Lächeln auf den Lippen ging sie samt Pony zu den Anderen. "Hallo .", grüßte Snoopy die Anderen.
      Auch Waldvoegelchen ließ dann nicht mehr lang auf sich warten. Aus dem Auto ausgestiegen, begrüßte sie erstmal alle anderen ganz herzlich, bis sie ihr Jungpferd Heimerdinger aus dem Hänger holte. Der große Hengst stimmte sich mit einem schrillen Wiehern auf seine Artgenossen ein, was die anderen Pferde ihm nachtaten. Lachend kraulten alle ihre Pferde.
      Auch Jenny war dabei ihren Transporter Quer über den Parkplatz zu parken, und bevor sie ihr Pferd hinausführte stürmte sie zuerst zu uns und umarmte und nach der Reihe ganz herzlich. Sie hielt einen kleinen Smalltalk bis sie dann anschließend wieder zu dem Transporter ging um ihr Pferd hinauszuführen. Der Andalusier hieß Cadence und war ein prachtvoller Apfelschimmel. Jenny zog ihr ein schwarzes Halfter an und stellte sie uns vor.
      Hailey ließ sich die Möglichkeit ebenfalls nicht entgehen und war gerade dabei, ihren EVB-Hengst Odyn aus dem Hänger zu führen. Er war ein ziemlich kräftig farbener Fuchs und stand mit gespitzten Ohren auf dem Parkplatz, während Hailey den Hänger wieder schloss und auf die anderen zu ging - Natürlich wurden erst einmal alle nach einander umarmt und begrüßt, ehe sie Odyn den anderen Pferden vorstellte. Bei den meisten blieb er freundlich, nur bei den Hengsten kniff er ein wenig.
      Doch auch Vina war schon auf den Weg mit ihrem Hengst Nico. Nicht mal sie hätte gedacht, dass es mal so weit kommt. Bereits auf dem Weg mit Hayles berieten sie sich, was nun wohl passieren könnte. Immer wieder ein trablen aus dem Hänger. Doch es wird jetzt schon nichts passieren. Vina selbst war recht aufgeregt, weil sie keine Ahnung hatte, wer alles kommt.
      Schließlich rief Amy über die Menschenmenge "Lasst uns schon mal losgehen, die anderen können entweder auf uns warten oder nachkommen." Es herrschte ein Reger Tumult, offenbar konnte es keiner mehr abwarten den schönen Waldweg entlang zu reiten. Amy die Panino an der Spitze führte, dirigierte die Reiter in einen schönen belichteten Waldweg. Von weitem hörte man einen schmalen Fluss plätschern.
      Während die anderen alle weiter vorne ritten, hielt sich Elisa vorerst etwas weiter hinten auf, da Ace of Clubs sich noch immer nicht ganz beruhigt hatte. Auch, wenn die Stute es hasste, am Ende einer Truppe laufen zu müssen, so wurde sie jetzt förmlich dazu gezwungen. Das Gebüsch raschelte kurz, und zum Vorschein kam ein Eichhörnchen, welches aber ebenso schnell wie es gekommen war auch wieder verschwand. Ungewöhnlicher Weise betrachtete die Farbwechsler-Stute das Kleintier nur kurz und wandte sich dann wieder ab, um etwas schneller zu werden. Das Plätschern des Wassers wurde immer ein wenig lauter, und je näher sie der Quelle kamen, desto hibbeliger wurde das Reitpony.
      "Haaalt, wartet!", rief CatyCat den ungeduldigen Reitern zu. Sie trieb ihrem Hengst Lines bestimmt vorwärts und stieß zu den anderen. "Ihr wolltest doch nicht etwa ohne mich los, oder?", fragte sie lachend und ordnete sich bei den anderen ein. Freundlich grüßte CatyCat die anderen und ritt neben Amy her. "So ein Ausritt war schon lange fällig!" Sie grinste sie an und streichelte Lines Hals. "Na mein Guter, freust du dich auch schon? Das wird ein Spaß!"
      Gerade noch sah Zaii den letzten Pferdepopo hinter einer Kurve verschwinden. Mit leichtem Druck brachte sie ihre übergroße Tinkerstute in den Trab und ritt den anderen hinterher.
      Als sie aufgeschlossen hatte, rief sie ein kurzes Hallo in die Menge, dann konzentrierte sie sich wieder vermehrt auf Imadama, welche interessiert die Ohren kreisen ließ und den Kopf hoch erhoben trug.
      Verwirrt schaute sich Fynja um - niemand war mehr zu sehen. Sie war etwas spät dran und erwischte so grade noch einen Stallhelfer, der ihr sofort bereitwillig erklärte, wie sie zu den anderen aufschließen könnte. Sie bedankte sich und schwang sich dann in den Sattel. Flott ritt sie Bailey vorwärts, bis sie aufgeschlossen hatten. Die anderen begrüßten sie freudig und dann ging es auch schon weiter durch den wundervollen Wald.
      Sarah kam - wie immer etwas später, da sie die Umgebung des Hofes durch ihren letzten Besuch kannte, sie hatte sich ein Fohlen bei Amy angesehen - sowie einen kleinen Ausritt mit ihr gewagt. Also wusste sie in etwa wo der Ritt lang gehen würde, mit den Fersen trieb sie Cap zu einem kleinen Galopp an, an der Wiese vorbei, von hinten in den Wald, denn dieser würde nur allzu bald enden. Mit der flatternden Mähne ihres Falbschecken im Gesicht, genoß sie den Wind im Gesicht. Dann bog sie auf einen Waldweg, von weitem und über das zurren des Windes hinweg hörte sie die Stimmen vieler anderer "Na., da haben wir es wohl gleich geschafft" freudig begrüßte sie Amy, reihte sich dann bei Vina und Finja mit in die Reihe. "Hey ihr beiden" winkte sie begeistert.
      Blue hatte nach langen Überreden Ty dazu bewegen können, sie auf diesen großen Ausritt gehen zu lassen. Blue hatte Sunnivah mitgenommen, da sie eine ruhige Stute war und längere Ausritte vom Distanzsport aus gewöhnt war. Das Alter machte sich dann doch irgendwann bemerkbar. Blue versuchte, sich einen Überblick über die Truppe zu verschaffen und eventuell bekannte Gesichter zu entdecken. Sarah erkannte sie auch- die beiden hatten sich ja erst letztens getroffen. Blue trieb Sunny an, damit sie etwas aufschloss und sie bei der Gruppe blieben.
      Schnell sattelt auch Vina ihren Hengst und setzt sich drauf. Im Sand kann man noch die Hufspuren, der Truppe, sehen. Nach kurzem warmreiten setzt sie Nico in den Tölt und gibt gas. Nicht lange und sie kommt von hinten an die Truppe ran. "Hey, sorry, dasss wir zu spät sind. Hab die Zeit komplett verpeilt!", ruft sie von hinten, während der Hengst beremst wird. Zufrieden lobt Vina den Hengst.
      Amy lachte von vorne über die Gruppe hinweg. "Das ist doch kein Problem Vina!". So langsam wurde der Spaziergang Amy aber doch zu anstrengend, also bat sie die anderen kurz zu warten. "Ich beeil mich auch." rief sie nervös und knotete den Führstrick an das Halfter von Panino um ihn als Zügel zu verwenden. Mit großer Mühe schaffte sie es auch sich auf den Rücken des Knabstruppers zu schwingen. "Wir werden wahrscheinlich noch eine Stunde unterwegs sein - jetzt wo ich Panino nicht mehr führe könnten wir auch früher da sein." sagte sie außer Atem und wischte sich zwei Schweißperlen von der Stirn.
      Elvish Beauty trabte gemütlich unter Eileen, die ohne Sattel ritt. Nun wo nun auch Amy ritt ging es etwas schnneller. Aber wir würden vermutlich trozem noch ca. 1 Stunde brauchen. Sie ließ Beauty nun zurück fallen so das sie nun neben Vina ritt. "Bist ja ganz schön spät" lachte die junge Dame und ihre Schimmelstute schnaubte zufrieden.
      Zaii konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen, denn obwohl sie bereits etwas zu spät dran gewesen war, war sie doch nicht die letzte gewesen, die zu der Gruppe gestoßen war.
      Imadama unter ihr zuckte merklich zusammen, als ein Eichhörnchen den Weg der Gruppe kreuzte, doch trotz der Tatsache, dass die beiden ihren gemeinsamen Weg erst vor kurzem fortgesetzt hatten, ließ sich der Schecke schnell wieder beruhigen. Zaii atmete seufzend aus, denn innerlich hatte sie bereits mit einem wildem Galopp quer durch die Gruppe gerechnet. Sachte tätschelte sie ihrer Stute den Hals, die gerade den Weg in die Tiefe suchte, wofür Zaii ihr die Zügel kurzzeitig hingab.
      Auch Stelli genoss den Ausritt mit ihrem Pferd ÉdC's Velino sichtlich. Velino war heute etwas flotter unterwegs, wahrscheinlich tag es an der riesigen Reitgruppe. "Mach dich mal locker mein Guter!", lachte Stelli und tätschelte ihrem Scheckhengst den Hals. "Er hat es heute echt eilig.", fügte sie lächelnd und kopfschüttelnd hinzu und ließ die Zügel lang. "Nicht das wir noch den Osterhasen umrennen", grinste sie. Sie trabte ihren Ponyhengst an und wechselte die Position in der Gruppe.
      Leider erreichte Elisa kurze Zeit später ein Anruf, den sie beantworten musste -- es war Matthew. Der junge Mann sagte ihr, sie müsste ganz schnell die Heimreise antreten, und dies ließ sie sich nicht zweimal sagen. Die Fahrt war zwar lang, doch das würde sie in Kauf nehmen. Matthew hatte ziemlich besorgt geklungen. Also verabschiedete sie sich von den andere Reitern und schlug dann im Galopp den Weg zurück zum Reiterhof ein, wo sie Ace of Clubs ihrer Ausrüstung entledigte und sie verlud, ehe es in einem rasenden Tempo in Richtung Heimat ging.
    • Samarti
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      Zurück nach Deutschland
      07/2014 | 1412 Zeichen
      Momentan stand ich wirklich unter Stress, und das bekamen leider auch meine vierbeinigen Lieblinge zu spüren. Ich beschäftigte mich kaum noch mit ihnen, ließ vielmehr mein Personal alles mit ihnen machen und sie trainieren und das nur, weil ich kurzerhand zurück nach Deutschland reisen musste, um dabei zuzusehen, wie meine Tante ihre letzten Stunden mit ihrer Familie verbrachte. Sie litt schon länger an Krebs, der inzwischen so weit fortgeschritten war, dass ihr nicht mehr viel Zeit blieb – genauer gesagt erwarteten die Ärzte ihren Tod in wenigen Tagen, weshalb ich auch noch einmal anreisen wollte, um sie ein letztes Mal zu sehen.
      Während sich Rapsoul, Casey, Beverly, Audio Delite at Low Fidelity, Pushin' Jazz for Cash, Skyrim, Dajeen, Burnin' Unbridled Dreams, Sambuca, Sonic Syndicate, Romantica, Nacromancer in the Dark, Monsta, Nickles 'n Dimes, Ace of Clubs, Firebird, Trés Jolie, Santa Fee (die vor kurzem wieder zu uns zurückgekehrt war), Herbsblatt, Pamino, Dahiba, Da Vinci, Star's Diamond, Star, Zauberhaft, Goldherz, Dancer in the Moonlight, Kronjuwel, Darym, Yanetha, Casablanca, Laurencio, Fine Frenzy, Draugsa, Silenc Dream und Season's Princess also in Kanada auf den weitläufigen Weiden fröhlich ihre Bäuche vollschlugen, verbrachte ich meine Zeit in meinem Heimatland. Und erst dann wurde mir klar, wie sehr ich meine Familie vermisst hatte – dennoch zog es mich zurück nach Kanada.
    • Samarti
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      Military L-M
      31. Juli 2014
      Nachdem ich mich zuletzt häufig hauptsächlich um die Pferde anderer gekümmert hatte, wollte ich nun selbst einmal wieder auf meinem Gestüt trainieren und entschied mich somit für Ace of Clubs, die im nächsten Jahr endlich eine Krönung bestreiten sollte. Ihre Farbe war sicher etwas, was sich in einer Zucht gut machen würde!
      Dementsprechend stand ich heute früh auf, um das Training noch im Morgengrauen zu starten. Im Juli war es immer verdammt heiß, sodass an Training, das tagsüber stattfand, gar nicht mehr zu denken war!
      Mein Weg führte mich ohne Umwege direkt in den Stall. Ace of Clubs brummelte mir schon freundlich zu und ein Blick in ihre Box verriet mir, dass sie ihre morgendliche Futterration schon aufgefressen hatte.
      Rasch hatte ich die Stute aus ihrer Box geführt und am Putzplatz angebunden, wo ich sie gründlich putzte und dann den Sattel auf ihren Rücken legte. Nachdem Ace of Clubs dann in voller Montur mit Sattel, Trense und Gamaschen vor mir stand, strich ich ihr über die Stirn und murmelte ihr sanft einige liebevolle Worte zu, ehe ich sie nach draußen führte und wir uns auf die Geländestreckte begaben.
      In der Klasse M wurde die Höhe der Sprünge auf 1,15 Meter hochgesetzt, während die Weitsprünge 2,40 Meter messen durften. Die Gräben waren ganze 3,20 Meter lang. Im Gegensatz dazu durften die Tiefsprünge nun ein Maß von 1,80 Meter aufweisen.
      Ganze 36 Sprünge konnten uns auf einer maximalen Strecke von 3600 Metern erwarten, was pro Hundert Meter einen Sprung bedeutete. Die Strecke war meistens nach knapp fünf Minuten dann geschafft.
      Ace of Clubs hatte sichtlich Spaß am Training und nachdem wir auf dem L-Niveau gesprungen waren, gingen wir zu den ersten Sprüngen auf M-Niveau über, bei denen noch reichlich Luft vorhanden war. Man bemerkte rasch, dass das volle Potential der Stute nicht ausgeschöpft war!

      Nachdem wir mit dem Training fertig waren, hatten wir noch einige Male trainiert, um Ace auch wirklich auf das M-Niveau zu bringen. Hierbei hatte uns auch Gwen des Öfteren begleitet, welche dann auf Romantica ein wenig über die Hindernisse hüpfte. Ace of Clubs war definitiv eine Stute, die Romantica in Sachen Springen und Military noch Konkurrenz machen könnte!
      Dennoch war ich froh, als ich bei Ace of Clubs dann endlich eintragen konnte, dass sie im Geländeritt auf M-Niveau war.
    • Samarti
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      Sehnsucht, Vorwürfe und Jolinismus
      01. September 2014
      - POV: Matthew -
      Sie war weg.
      Ich wusste nicht, warum sie mich nicht mitgenommen hatte, stattdessen begleitete Julien sie auf die Reise nach Deutschland und nach Amerika. Sie meinte, es wäre gewesen, weil er endlich mal amerikanischen Ranchboden unter seinen Füßen haben wollen würde, doch ich fühlte mich verletzt – und irgendwie hintergangen.
      Obwohl ich selbst nicht sagen konnte, was da zwischen uns nun war. Wir verhielten uns wie ein Paar, zwar etwas weniger wie ein … frisch verliebtes, doch jeder Außenstehende könnte uns wohl für eines halten.
      Sie hatte mir gesagt, was sie für mich empfand. Vor Monaten. Vor einem halben Jahr, um es genau zu nehmen.
      Es war zu der Zeit gewesen, als wir Streit hatten und wir uns gegenseitig aus dem Weg gegangen waren, doch aus dem Kopf ging sie mir nie.
      Und trotzdem war ich dann gegangen.
      Möglicherweise hätte sie mich dann vergessen und sich einen vernünftigen Freund gesucht, einen, der ihr bedingungslos vertraute. Doch wollte ich das wirklich? Ich wollte sie glücklich wissen, und wenn ich sie nicht glücklich machen konnte, dann sollte sie mich vergessen.
      Denn sie hatte es mir damals unter Tränen gestanden, sie hatte nicht glücklich ausgesehen. Es hatte wehgetan, und auch wenn ich heutzutage daran denke, tut es noch immer weh.
      Ich machte mir Vorwürfe. Vorwürfe, weil ich nicht für sie da gewesen war, wenn sie mich brauchte, wenn sie mich als besten Freundgebraucht hätte.
      Seufzend sah ich auf, legte mein Handy, auf dessen Bildschirm ich die ganze Zeit über gestarrt hatte, an die Seite und stand dann auf.
      Auf dem Weg nach draußen lief ich fast in Joline, die auf einmal wie aus dem Nichts erschienen war und vor mir stand. „Sorry“, murmelte sie nur und wollte sich an mir vorbei drängen, doch ich hielt sie zurück, indem ich nach ihrem Ellbogen griff.
      „Hast du Lust auf einen kleinen Ausritt? Teddy und Ace müssten mal wieder bewegt werden, die könnten ein wenig Waldluft gut vertragen“, schlug ich vor und sah sie erwartend an. Joline wäre nicht Joline, hätte sie nicht „Ja“ gesagt, denn im Nein sagen war sie nicht gerade die Beste. Obwohl sie schon eine lange Zeit bei uns war, hatte sie ihre Zurückhaltung dennoch nie ganz ablegen können und wollte nie jemandem etwas abschlagen, weil sie befürchtete, dass ihr Gesagtes als böswillig empfunden werden könnte.
      Nickend sah sie mich also an, dann gingen wir schweigend nebeneinander zum Stutenstall, um die beiden Reitponydamen aus den Boxen zu entlassen.
      In der letzten Zeit waren Ace und ich besonders zusammengewachsen. Ich hatte ständig bei ihr in der Nähe gestanden und sie wortlos beobachtet oder mich zu ihr in die Box gesellt. Sie vertraute mir bedingungslos, und ich konnte genau dasselbe auch von mir behaupten. Ich schenkte der Stute all das Vertrauen, welches ich aufbringen konnte und genau das schien sie an mir zu schätzen. Anfangs war sie eine richtige Zimtzicke, weil sie sofort mein vollstes Vertrauen in sich haben wollte, doch auch dies dauerte eine Weile. Inzwischen waren wir wohl unzertrennlich.
      Beim Putzen ließ ich mir unglaublich viel Zeit, Joline ging es da nicht anders. Wir genossen die Zeit, die wir mit den Vierbeinern verbringen konnten und so gern ich jetzt bereits im Gelände gewesen wäre und den ruhigen Schritt Ace of Clubs' spüren wollte, die junge Frau, die gerade Teddys Kuschelbedürfnis zu spüren bekam, war dennoch nicht eine derjenigen, mit denen ich hier am besten klarkam. Sie und Elisa waren wahnsinnig gut befreundet, zumindest schien es so zu sein – Mädchenkram, sie erzählten sich alles und tratschten bis tief in die Nacht, stets am Lästern. Wie es schien, nicht nur über andere Personen, auch über mich hatten sie dem Anschein nach eine Menge geredet. Denn so, wie Joline mich inzwischen ansah; mit einem Blick voller Misstrauen und Skepsis, wollte ich ihr eigentlich ungern gegenübertreten.
      Irgendwann saßen wir dann doch noch auf den Rücken der Ponys und schritten gemütlich nebeneinander her, hielten aber einen gewissen Abstand zwischen uns ein.
      „Nur damit du es weißt, ich bin nicht mitgekommen, weil ich mitkommen wollte“, platzte es irgendwann aus Joline heraus. Trocken lächelte ich ihr zu, erwiderte nur ein „Ist nicht so, als hätte ich dich mitgenommen, weil ich es wollte“ und zuckte gleichgültig mit den Schultern.
      Die Atmosphäre war angespannt, doch es störte mich nicht. Ich war froh, dass sie mich in Ruhe ließ und nichts sagte, denn so konnte ich meinen eigenen Gedanken folgen und musste mich nicht noch mit ihrer Stimme herumschlagen.
      „Ich kann dich übrigens nicht leiden. Vielleicht ist dir das noch nicht aufgefallen.“
      „Na nu, Madame Ich-krieg-mein-Maul-sonst-nie-auf, was ist denn heute mit Ihnen los, dass Sie mir so mutig gegenübertreten?“ Meine Stimme triefte nur so vor Sarkasmus und ich konnte es nicht fassen, dass sie mir doch noch auf die Nerven ging. Ich hatte sie nur auf den Ausritt mitgenommen, weil Ace und Trés Jolie sich von allen Stuten am besten verstanden und praktisch unzertrennlich waren – fehlte eine, drehte die andere völlig am Rad und trabte unaufhörlich am Weidegatter lang oder tänzelte ungeduldig in der Box herum, bis sie wieder vereint waren.
      Hin und wieder stupsten die beiden sich mit den Nasen an und achteten auch darauf, im gleichen Tempo zu laufen, damit keiner zurückfiel.
      „Galopp?“
      Die Augen rollend, nickte ich und antwortete auf Jolines Frage mit einem kurzen „Okay“, dann galoppierten wir die zwei Ponys an und ließen ihnen den Freiraum, den sie benötigten. Viel zu bald war das Ende des langen Feldwegs dennoch erreicht und vor uns erstreckten sich die weiten Hügel, in denen sich eine Bisonherde befand, die momentan allerdings nirgendwo zu sehen war.

      „Kein ‚Danke‛, weil ich dich begleitet habe?“, schmunzelte Joline, als wir die beiden Endmaßponys abgesattelt hatten und das Reitzeug gerade in der Sattelkammer verstauten.
      „Nein, wieso denn auch?“, hinterfragte ich ihre Aussage mit einem verwirrten Zucken meiner Augenbrauen und weit geöffneten Augen, „Das war doch selbstverständlich. Du sagst nie Nein.“
      Kopfschüttelnd verließ sie die Sattelkammer und schimpfte leise vor sich hin. „Du bist so ein verdammter Dreckskerl, Matthew! Ich weiß echt nicht, was Elisa an dir findet.“

      Jolinismus, der – Der unbändige Hass auf Personen mit dem Namen Joline Carpani.
    • Samarti
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      Weihnachtliche Vorbereitungen

      12/2014 | 3918 Zeichen
      „Star's Diamond und Trés Jolie befinden sich in den Boxen, holst du eben Ace of Clubs und Romantica? Dann kümmere ich mich noch um Monsta und Goldherz. Julien, nimm du bitte noch Beverly und bring sie in die Box!“, bat ich Joline und Julien im Vorbeigehen im Stall, eilte dann zu den Halfterhaltern und zückte die Halfter der beiden Reitponystuten, welche ich in ihre Boxen bringen wollte. Die verbleibenden Stuten Audio Delite at Low Fidelity, Sambuca, Pina, Star, Yuki, Star und neuerdings auch Hall of Fame standen auch nicht mehr auf der Weide.
      Unbridled Dreams, Skyrim und Bacardi Mojito waren schon gut versorgt und standen in ihrem Stall, ebenso wie Pinero.
      Auch die Hengste des Gestüts – Rapsoul, Kronjuwel, Capriciasso, Diggin' in the Dirth, Levi, Unbroken Soul of a Rebel und Cardillac – machten sich bereits eifrig über ihr Futter her.
      Es war ein anstrengender Tag gewesen und die Kälte machte dies nicht besser. Nächsten Samstag sollten es bis zu -25 Grad Celsius werden! Minus!
      Umso glücklicher war ich, als ich endlich mit Julien im Haus verschwinden und mich vor den Kamin schmeißen konnte. Doch natürlich musste diese schöne Stille direkt unterbrochen werden.

      »Last Christmas I gave you my heart,
      But the very next day, you gave it away.
      This year, to save me from tears,
      I'll give it to someone special.«

      „Mach es sofort aus!“, rief ich verzweifelt und stürzte in Richtung des Radios, um dieses schreckliche Lied endlich zum Verstummen zu bringen. Es war genau wie letztes Jahr, als wir an Heiligabend alle beisammen waren und plötzlich Last Christmas ertönte. Jedes Jahr war es dasselbe, dämliche Lied, welches die Radiosender in Dauerschleife auf und ab spielten, und es nervte mich. Umso schöner war die Stille, wenn die letzten Töne verklungen und ich diese Melodie nicht mehr hören musste.
      Möglicherweise war ich ein Weihnachtsmuffel, den man erst einmal in Stimmung bringen musste, doch genau mit diesem Lied ging es in die ganz falsche Richtung, weshalb das Radio bei uns an Heiligabend ein totales No-Go war.
      „Ich sag' es zwar nicht gern, aber Matthew hat mich geschickt, um dir zu sagen, dass er mit dir reden möchte“, stürmte Joline in das Zimmer und vergewisserte sich erst dann, dass niemand in der Nähe war. Bis auf Julien war dies nicht der Fall – und der konnte es meinetwegen wissen.
      „Woher der plötzliche Sinneswandel?“, wollte ich fragen, doch ich hielt lieber meinen Mund und nickte ihr dankend zu, ehe ich zu Matthew ging, von dem ich wusste, dass er sich in seinem Schlafzimmer verkrochen hatte.
      „Hey“, lächelte Matthew mich zaghaft an, nachdem ich sein Zimmer betreten hatte und wir uns einige Minuten stillschweigend und irgendwie steif angesehen hatten. Still erwiderte ich sein Lächeln und seufzte dann.
      „Äh, ich wollte dir nur sagen, dass ich es total schade finde, wie es gelaufen ist und … na ja, es tut mir leid.“ Der Mann hob den Blick und sah mir direkt in die Augen, was mir einen Schauer über den Rücken sandte.
      „Schon … okay“, stammelte ich nervös und nickte dann, „mir tut es auch leid. Vergeben und vergessen?“
      „Ich verspreche dir, ich versuche, mich zu bessern. Du hast mir wirklich gefehlt.“ Angespannt stand er von seinem Stuhl auf und bewegte sich auf mich zu.
      „Ich hab dich wirklich vermisst“, flüsterte ich in Matthews Schulter, als er mich in seinen Arm genommen hatte und ich mich an seine Brust kuschelte. Ich liebte es, wenn Männer gut rochen – und dieses Exemplar tat dies momentan ganz besonders gut.
      Nach einer Weile entfernten wir uns etwas voneinander, doch der Mann vor mir beobachtete mich noch immer ganz genau und sah mir eindringlich in die Augen. Seine Augen wanderten zwischen den meinen und meinen Lippen hin und her, und auch, wenn ich intuitiv wusste, worauf er hinaus wollte, zögerte ich keine Sekunde, als der Abstand zwischen unseren Mündern immer kleiner wurde und schließlich ganz verschwunden war und wir unsere Lippen versiegelten.
    • Samarti
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      Tierarztbesuch
      11. Februar 2015 - von Rhapsody
      Kanada im Winter war einfach scheußlich. Aber wenigstens hatte ich heute an die Winterstiefel gedacht. Elisa erwartete mich bereits mit ihrer Stute Ace of Clubs, die alle liebevoll Säftchen nannten. Die Stute sollte bald auf einer Prüfung vorgestellt werden, also musste sie noch einmal durchgecheckt werden. Sogleich begann ich, sie von Kopf bis Fuß abzutasten und hakte auf meiner Checkliste das erste Kästchen ab. Keine Verhärtungen und besorgniserregende Erhebungen. Auch ihre Beine und Gelenke waren gut erhalten, auf dem Röntgenbild ließen sich keine Auffälligkeiten finden. So weit so gut. Ein kurzer Check der Augen, Nüstern und Zähne bestätigte mir, dass auch hier nichts fehlte. Dann stand dem Impfen nichts im Wege.
      Die Richtlinien in Kanada waren ein bisschen anders als in Deutschland; Pflichtimpfungen waren Tollwut, Tetanus, West Nile Virus und Eastern Equine Encephalitis. Vorsorglich impfte ich Ace of Clubs jedoch auch noch gegen Influenza und Herpes, nur um vollkommen sicher zu gehen. Bevor ich ging gab ich der Stute noch ein Leckerli und wünschte Elisa viel Glück.
    • Samarti
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      Hufschmiedbesuch
      11. Februar 2015 - von Ally
      Ein weiteres Mal fuhr ich nach Kanada, um die Hufe von Elisas Reitponystute Ace of Clubs, die bald auf einer Krönung vorgestellt werden sollte, zu kontrollieren.
      Als ich ankam, hatte Elisa Ace schon vorbereitet, sodass wir uns nur kurz begrüßten und ich mit der Arbeit beginnen konnte. Zuerst kontrollierte ich die Hufe, danach korrigierte ich diese. Ace benahm sich total vorbildlich und so und beobachtete mich neugierig. Nachdem ich fertig war, tätschelte ich ihren Hals, dann räumte ich meinen Kram zusammen. Anschließend verabschiedete ich mich von Elisa, die sich herzlich bedankte, und fuhr wieder vom Hof.
    • Samarti
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      SK 428
      22. Februar 2015
      Gut ein Jahr lang war Ace of Clubs nun schon ein wesentlicher Bestandteil unseres Gestüts – und in diesem einen Jahr hatte sie sich so großartig gemacht, dass wir beschlossen, sie auf einer Stutenkrönung teilnehmen zu lassen, damit sie eventuell auch einmal in Jojos und meiner bevorstehenden Zucht als Zuchtstute dienen könnte.
      Dementsprechend saß ich nun auf ihrem Rücken und wir vertrieben uns die letzte Zeit vor unserem großen Auftritt auf dem Abreiteplatz, damit Ace sich noch einmal schön lockern und gleich von ihrer Schokoladenseite zeigen konnte. „Fein, meine Schöne“ oder „Das machst du toll!“ waren die Sätze, die meine Reitponystute während dieser Zeit öfter von mir hörte; wahrscheinlich eher, um mich selbst davon zu überzeugen, dass alles gut verlaufen würde. Denn Ace war hier nicht diejenige, die völlig nervös war. Ich wusste, dass die Stute mir vertraute und alles recht machen wollte, weshalb ich eigentlich gar nicht bezweifeln musste, dass sie irgendwelche Sperenzchen machen würde, weil sie sowieso für mich durchs Feuer gehen würde.
      Als wir aufgerufen wurden, atmete ich ein letztes Mal tief durch und bereitete mich dann darauf vor, im nächsten Moment von den Scheinwerfern in der Halle geblendet zu werden. Glücklicherweise hatten wir dies oft genug mit der Stute geübt, sodass sie sich nicht von dem grellen Licht ablenken ließ und sich eiskalt ihren Weg in die Bahnmitte zum Punkt X bahnte. Mit beinahe unsichtbaren Hilfen gab ich ihr den Befehl, geschlossen stehenzubleiben – wie oft hatten wir das geübt, bis es endlich geklappt hatte! – und grüßte dann die Richter, indem ich die Zügel in eine Hand nahm und den rechten Arm locker herabhängen ließ; meine rechte Hand wurde hinter dem rechten Oberschenkel mit leicht geöffneten Fingern und der Handfläche zum Pferd gehalten, gleichzeitig nickte ich mit dem Kopf.
      Daraufhin ging es im Schritt auf die rechte Hand. Nach einer langen Seite trabten wir an. Ace' Trab war schon immer gemütlich und gut auszusitzen gewesen, wüsste man nicht, dass sie ein Pony wäre, so würde man dies kaum merken, was möglicherweise damit zusammenhing, dass sie ein ganzes Stück größer war als der Rest der Deutschen Reitponys. Im Galopp legten wir eine weitere Seite hinter uns, wechselten dann auf den Zirkel und wechselten aus diesem wieder. Mit einem Wechsel durch die Diagonale der Bahn ritten wir dann auf der linken Hand weiter, wo wir ebenfalls noch einmal ihre drei Grundgangarten vorzeigten, ehe es an die drei Kreuze mit einer Höhe von 50 Zentimetern ging, was für mein Pony keine sonderlich schwierige Aufgabe war. Trotz der Tatsache, dass sie im Springen auf M-Niveau lief, ließ sie nicht zu viel Luft zwischen sich und den kleinen Sprüngen.
      Nach dem Überwinden der Kreuze trieb es uns wieder zum Bahnpunkt X, an welchem wir die Richter noch einmal verabschiedeten. Auch hier stand Ace of Clubs wieder geschlossen, und nachdem wir diese letzte Aufgabe hinter uns gebracht hatten, verließen wir im versammelten Galopp die Halle.
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  • Album:
    2.1 - Hauptstall
    Hochgeladen von:
    Samarti
    Datum:
    31 März 2017
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    Rufname: Multivitaminsaft, Säftchen
    geboren: April 2007 | Alter: 10 Jahre


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    Rasse: Deutsches Reitpony
    Geschlecht: Stute
    Farbe: Braunschimmel Farbwechsler
    Stockmaß: 155 cm

    Beschreibung:

    Ace of Clubs ist eine dominante Stute, die vor nichts und niemandem Halt macht. Sie ist neugierig, willensstark und weiß sich durchzusetzen. Die Braunschimmelstute sticht nicht zuletzt wegen ihrer außergewöhnlichen Fellfarbe und ihrer überdurchschnittlichen Größe ins Auge; auch präsentiert sie sich gern und sorgt dafür, dass sie im Mittelpunkt steht. Zwar würde sie dafür vieles tun, doch eines käme ihr niemals in den Sinn: ihre Bezugsperson zu hintergehen oder gar zu vernachlässigen. Für diese Person würde das Pony durchs Feuer gehen und alle möglichen Hürden zu überwinden versuchen. Denn schenkt man es einem einmal sein Vertrauen, dann vollständig und für immer. Bei unserem Säftchen funktioniert dies ganz nach dem Motto „Ganz oder gar nicht“.
    Die Schimmelstute hasst es jedoch, wenn man ihr nicht das gleiche Vertrauen entgegenbringt, das auch sie einem schenkt. Bei dem kleinsten Fünkchen Skepsis oder gar Misstrauen wird sie zickig und macht deutlich, dass ihr das nicht passt, indem sie dickköpfig und genervt reagiert.
    Aufgrund ihrer sensiblen Ader ist sie keinesfalls für Reitanfänger geeignet, da diesen oftmals nicht nur ein wenig das Vertrauen in die sanften Pferde fehlt, was dann dazu führt, dass sie keine Lust mehr hat und dies auch zeigt, was den unerfahrenen Reiter noch mehr verunsichert.

    Eigentlich ist das Pony in der Ausbildung schon sehr weit voran geschritten. Sie zeigt sich sehr lernwillig und konzentriert bei der Arbeit, ist dennoch kein Anfängerpferd und will sich nicht unterordnen lassen, weshalb man hier eine Rangordnung zwischen Mensch und Pferd nicht zu erwarten hat. Vielmehr braucht sie einen Teampartner, erst dann blüht sie richtig auf.
    Lediglich dem Hufschmied gegenüber verhält sie sich noch nicht vorbildlich, zieht gerne öfters den Huf mal weg. Gewalttätig wird sie in dem Sinne allerdings nie - sie versucht nur, der Behandlung irgendwie zu entkommen.

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    eingeritten [] | eingefahren []
    Reitstil: Englisch


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    Dressur S | Springen M| Gelände M

    SK 428
    260. Dressurturnier
    180. Militaryturnier
    68. Synchronspringen
    200. Militaryturnier
    298. Dressurturnier
    71. Synchronspringen
    200. Distanzturnier
    293. Springturnier

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    zur Zucht zugelassen []
    steht als Leihmutter zur Verfügung []
    Erreichte Punktzahl: 21 Punkte

    Gencode: Ee Aa Gg Rnrn

    Carenté-Pferd []
    Decktaxe: n. v.


    Besitzer: Samarti
    Ersteller: Elii

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    gechippt []
    Letzte Kontrolle: 02/2015
    Letzte Impfung: 02/2015 | Letzte Wurmkur: 02/2015


    beschlagen []
    Letzte Kontrolle: 02/2015

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    Offizieller Hintergrund


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