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Wolfszeit

♞PFS'Caillean|American Miniature Horse

In meinem Besitz seit 27.05.2016 | Hengst |2 Punkte

♞PFS'Caillean|American Miniature Horse
Wolfszeit, 7 März 2020
Nymeria gefällt das.
    • Wolfszeit
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      18.07.2015|Veni
      Heute wollte ich mal wieder meine drei Kleinen bewegen. Sie waren schon etwas länger am Stall und standen immer zusammen mit Nevaeh und Adahya, wobei ich immer erst recht auf Caillean aufpasste, weil er der Kleinste war. Ich ging heute morgen schon um 7 in den Stall und fütterte erst Nevaeh und Adahya, ehe ich zu Caillean ging und ihn putzte. Danach legte ich ihm eine Decke drüber, weil es sehr kalt draußen war, und ging mit ihm durch den Wald Spazieren, was er am meisten mochte. Danach ließ ich ihn etwas auf den Platz, seine angestaute Energie ablassen, und stellte ihn auf den Paddock neben Nevaeh. Dann holte ich Inmate aus seinem Stall, er war bisher schon am Längsten in meinem Stall, und ließ auch ihn auf den Platz. Ich hatte begonnen, ihn ein wenig ans Longieren zu gewöhnen - natürlich nur mit Halfter und nur kurz im Schritt und Trab! - und trainierte das heute wieder ein bisschen, ehe auch er mit mir in den Wald durfte. Ihn stellte ich dann auch auf seinen Paddock. Scream Aim Fire stand auf der Weide, weswegen ich sie zusammen mit Adahya erst herunter holte und putzte. Dann ging es auf einen etwas längeren Spaziergang zum See, der allerdings schon fast eingefroren war, deswegen durfte sie nur kurz trinken. Das Wasser war nämlich auch kalt und ich hatte zu sehr Angst, dass sie sich eine Krankheit zuzog. Es ging zurück durch den Wald und dann durfte auch sie auf ihren Paddock.
      Am Abend holte ich alle Pferde rein und fütterte sie, worüber sie sich natürlich sehr freuten. Die Kleinen bekamen eine Möhre von mir, da sie heute sehr artig waren
    • Wolfszeit
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      06.08.2015|Occulta
      Willkommen zurück, alter Freund
      Als ich am Morgen erwachte, sah ich als erstes Jonas‘ dunkle Locken. Sofort schlich sich ein Lächeln auf meine Lippen. Ich zog die Decke etwas höher, da öffnete er ebenfalls die Augen. Wir sahen uns lange an, ohne etwas zu sagen. Dann strich er mir eine Strähne hinters Ohr und streichelte meine Wange, woraufhin ich noch etwas näher rückte. Er legte seinen Arm unter meinen Kopf. Wir lagen noch eine ganze Weile da, bis plötzlich jemand an die Haustüre hämmerte und die Hunde augenblicklich zu bellen begannen. „Occu? It’s 6 o’clock, are you alright?“ Lisas Stimme war nicht zu überhören. Ich warf einen Blick auf den Wecker. Tatsächlich, ich hatte vergessen ihn zu stellen und nun war es bereits sechs Uhr. Ich rief ihr zu, dass ich gleich kommen würde und stand augenblicklich auf. Jonas richtete sich ebenfalls auf und drehte sich weg, damit ich mich umziehen konnte. Dann gingen wir gemeinsam nach unten, fütterten Sheela und Jacky, assen eine Schüssel Müsli und verliessen zügig das Haus. Die beiden Hündinnen durften frei herumlaufen, denn Sheela hatte sich soweit eingewöhnt, dass sie jetzt auch wie Jacky brav auf dem Hofgebiet blieb. Als ich draussen vor dem Nebenstall Bluebell reitfertig machte, führte Jonas Herkir zum Roundpen. Lisa lief nebenher und ich schnappte ein paar Fetzen des Gesprächs auf. „Und wo hast du heute Nacht geschlafen? Darren hat gesagt, du seist weg gewesen“ „Stimmt, ich war noch etwas länger draussen“, mehr verriet er nicht. Ich schmunzelte und wandte mich Bluebell’s Hufen zu, die es auszukratzen galt. Mit der Reitponystute wollte ich heute ins Gelände gehen. Sie war erst zweimal draussen gewesen, sonst hatten wir vor allem auf dem Platz und der Galoppbahn mit ihr gearbeitet. Ich ging bewusst alleine mit ihr raus, denn ich wollte, dass sie sich vollkommen auf mich verlassen musste. Jedenfalls konnte ich so verhindern, dass sie an anderen Pferden klebte. Eigentlich hätte ich heute auch noch mit Sweets rausgehen wollen, doch dafür reichte die Zeit nicht, also wollte ich sie heute nur longieren. Bluebell drehte sich neugierig um, als ich ihre Beine vorne routinemässig abtastete. Ich machte das immer mal wieder, um heisse Stellen oder Knötchen frühzeitig zu bemerken. Die Beine der Roanschecke fühlten sich normal an. Ich richtete mich auf und nahm liebevoll ihren Kopf, um sie auf dem Nasenrücken zu streicheln. Sie schloss beinahe die Augen und genoss die Berührung sichtlich. „Bist eben doch eine Geniesserin, stimmt’s?“, murmelte ich leise. Rosie kam aus Islah’s Box. „Hey boss, the crazy cow is served. I’ve tried to lunge her, but she always stops as soon as I take the whip away. It’s a hopeless case I guess.” Wir lachten herzhaft, denn wir wussten ja beide, dass Islah nicht gerade die Hellste war. Dafür eine sehr führsorgliche Mutter, das hatte sie bei ihrem letzten Fohlen bewiesen. Mir geisterte schon seit längerer Zeit der Gedanke durch den Kopf dass es Zeit wäre, sie wieder einmal decken zu lassen. Die Frage ist nur, Numair oder Anubis? Oder soll es ein Mix werden? Da war ich mir noch unschlüssig. Ich fand die Idee mit Numair aber am attraktivsten, denn das Fohlen würde so sicherlich eine interessante Farbe bekommen. “However, what do you do now?“, fragte ich die Pflegerin. Sie antwortete unschuldig “I thought I probably go back to the house and… have a nap?” “How about having a nice ride into the woods with Sweets? Or are you really so tired? I know that I should work with her, but several new horses come today, so I’m quite busy…” “I’d like that! I’m not tired at all, I just didn’t know what to do” Ich klopfte ihr dankbar auf die Schulter und half ihr kurz, Sweets zu putzen, sodass wir gleichzeitig starten konnten. Als wir fertig waren, ritten wir gemeinsam vom Hof weg. Der Plan war, dass wir uns nach der Brücke trennten und dann etwa eine halbe Stunde alleine unterwegs waren, ehe wir uns vor der Übergangsstelle zur Flussinsel wieder trafen. Gesagt, getan – die Trennung verlief besser als Gedacht. Bluebell wieherte zwar etwas, doch nach einer halben Parade meinerseits lief sie brav und zügig den Weg zum Wald hinauf. Sweets war noch ruhiger: sie drehte gerademal den Kopf um zu sehen, wo ihre Kollegin hin verschwand, dann konzentrierte sie sich wieder auf Rosie und die Strecke die vor ihr lag. Mit Bluebell liess ich’s mal richtig krachen. Wir galoppierten so viel wie noch nie, was ihr sichtlich Freude bereitete, denn sie wurde jedes Mal geladener und konnte es kaum erwarten, wieder loszupreschen. Mir war das gerade recht, sie sollte ruhig auf den Geschmack kommen und das Gelände mit Spass und Abenteuer verbinden. Sie zeigte sich furchtlos und vertraute mir sogar, als wir auf der Wiese hinter dem Wald einer riesigen Mähmaschine begegneten. Ich ritt insgesamt eine grosse Schlaufe und war durch Blue’s fleissigen Takt früher als geplant wieder beim Fluss. Ich nahm mir daher richtig Zeit dabei, sie ans Wasser zu gewöhnen. Jedes Mal, wenn sie einen Schritt in die richtige Richtung machte, lobte ich ausgiebig; wenn sie hingegen zurückwich, trieb ich sie kommentarlos wieder zurück an die vorherige Stelle. Bald setzte sie den ersten Huf ins erfrischende Nass, dann ging alles ganz schnell. Mit einem Satz standen wir im Fluss. Bluebell sog laut hörbar Luft ein und hatte die Ohren angespannt zu mir gedreht, entspannte sich aber schnell und senkte kurz darauf den Kopf zum Trinken. Gerade als Sweets ankam, begann sie, mit dem Vorderhuf zu plantschen. Ich flattierte sie lachend und winkte Rosie zu, dass sie auch reinkommen solle. Sweets war bereits letzte Woche einmal mit David im Wasser gewesen, daher musste die Scheckstute nur kurz überlegen, ehe sie ihre Füsse in den Fluss setzte. Blue wurde langsam ungeduldig und ich lenkte sie in eine kleine Volte, damit sie nicht wieder ans Ufer kletterte. Ich gab Rosie ein Handzeichen, daraufhin setzten wir uns in Bewegung über den Fluss. Wir mussten wie immer auch die Insel überqueren. Durch das ständige durchreiten hatte sich ein Trampelpfad durch die Büsche gebildet, der das Durchkommen erleichterte. Wir trabten auf der anderen Flussseite entspannt zurück zum Hof. Unterdessen erzählte mir Rosie, wie ihr Ausritt gelaufen war. Sweets war ihr einmal durchgebrannt, als ein grosser Schäferhund, der noch dazu unangeleint war, auf sie zu gerannt kam. Er hatte zwar nur spielen wollen, wie sich im Nachhinein rausstellte, doch Rosie gab zu, dass ihr auch etwas mulmig zumute gewesen sei und sie Sweets daher nicht wirklich böse sein konnte. Ich nickte zustimmend und erzählte ihr von meinem Abenteuer. Zurück vor dem Nebenstall versorgten wir die beiden Reitponys zurück in ihre Box, denn im Moment war es noch zu heiss für einen Weidegang. Ich sah auf die Uhr, deren kleiner Zeiger auf der Sieben stand. Jacky kam angeschossen und wuselte mir schwanzwedelnd um die Beine, von Sheela war keine Spur, aber weit konnte sie nicht sein.

      Bis um acht Uhr gab ich Rita mit Calico eine Reitstunde. Die beiden machten grosse Fortschritte, hatten aber in letzter Zeit wieder etwas mehr Meinungsverschiedenheiten. Heute lief der Criollo Hengst ganz schlecht. Er machte keinen Schritt freiwillig und bockte sogar, als Rita angaloppieren wollte. Ich runzelte nachdenklich die Stirn und lief zu den beiden hin, da Rita mit hängendem Kopf angehalten hatte. „Rita – tell me. What is it?“ Sie begann zu schluchzen und erzählte mir, dass ihre Eltern sich nun definitiv trennen wollten. Zu allem Überfluss hatte sie das Gefühl, schuld daran zu sein, wegen dem ganzen Theater mit Calico. Ich tröstete sie so gut ich konnte, denn das war nicht gerade eine meiner Stärken. Trotzdem fasste sie sich wieder und ich erklärte ihr, dass es im Leben eben manchmal nicht ganz wie geplant laufe, dies aber keineswegs den Untergang der Welt bedeutete. Dann rollten auch schon neue Tränen ihr Gesicht runter. Sie erklärte mir schluchzend, dass sie jetzt sogar das Reiten wieder verlernt habe und wirklich zu gar nichts zu gebrauchen sei, dass sie sich über ihre Unfähigkeit schäme und am liebsten ganz aufhören würde. “Look – there’s nothing to be ashamed of. It’s no wonder that Cali doesn’t want to work with you if you’re so much distracted. But you had reason to be. However, now it is time to focus on your little friend here again and forget all these problems. He feels your distress and refuses to work, because he is worried.” Sie sah mich mit grossen Augen an. “Do you really think that he knows how I feel?” “Sure, he knows better than yourself. That’s one wonderful thing about horses.” Sie rieb sich die Augen und lehnte sich nach vorne, um Calico zu streicheln und ihm etwas ins Ohr zu flüstern. Dann richtete sie sich auf und sagte entschlossen: „Okay then, Rita is back.“ Ich war froh, das alte feurige Leuchten in ihren noch immer etwas geröteten, braunen Augen wiederzuentdecken. Allerdings schlug ich vor, das Reiten für heute sein zu lassen und stattdessen mit Calico schwimmen zu gehen. Ich half ihr beim Absatteln und schickte sie dann mit Badesachen, Knotenhalfter und Strick bewaffnet zum Fluss; das würde ihr guttun. Zufrieden klatschte ich in die Hände, als die beiden hinter den Tannen verschwanden.

      Nun wandte ich mich dem ersten Neuankömmling zu. Es handelte sich um eine wunderschöne, nachtschwarze Furiosostute namens Parányi. Als sie aus dem Anhänger stieg, entdeckte ich das Brandzeichen des Gestüt Sanssouci. Ich blieb anfangs etwas auf Abstand und hielt sie am langen Seil, denn so hübsch die Stute auch war: sie war berüchtigt dafür, sehr selbstständig Entscheidungen zu treffen. Und ich wollte lieber nicht im Weg dieser grauen Hufe stehen. Als sie dastand und mit giraffenartigem Hals ihre Umgebung abcheckte, trat ich zu ihr hin und streichelte beruhigend ihren Hals. Sie gab mir zum Dank eine Kopfnuss, als sie sich wieder umdrehte. „Stillstehen müssen wir noch üben, was?“ schmunzelte ich. Überhaupt war die Stute ja noch gar nicht eingeritten und würde erstmal gründlich aufgebaut werden, doch ich war überzeugt, dass sie Potential hatte. Als ich sie um die Ecke des Hauptstalls führte, rannte ein Schildpattfarbener Kater vor uns über den Weg. „Kafka! You’ll get tramped if you’re not cautious!“ Kopfschüttelnd erinnerte ich mich an die vier kleinen Kätzchen, die Lisa gefunden und aufgepäppelt hatte. Die vier waren nun ein Jahr alt und hatten nur Flausen im Kopf. Zum Glück bekam ich sie selten zu Gesicht, denn meistens waren sie irgendwo versteckt am Jagen. Ausserdem waren sie scheu Fremden gegenüber, also waren sie jeweils spurlos verschwunden, sobald die öffentlichen Reitstunden stattfanden. Na gut, okay, eigentlich mag ich die Fellknäuel. Besonders die kleine Shiwa. Ich brachte Parányi zur grossen Stutenweide, denn sie würde fürs Erste im Offenstall leben. So hatte sie immer genügend Bewegung und war bestimmt angenehmer im Training. Doch bevor ich sie ganz zu den anderen liess, musste sie auf dem Abgegrenzten Teil der Hauptweide ausharren und mit den anderen Bekanntschaft machen.

      Sehr gut, nun ab zu Ljóski. Im Nordstall begegnete ich Jonas. Erwarte nicht zu viel, er wird bestimmt wieder so tun, als sei nichts gewesen, sagte ich mir unverblümt. Doch er überraschte mich. Auf meinen herausfordernden Blick antwortete er mit einem Lächeln, dann kam er auf mich zu und umarmte mich spielerisch. „Herkir ist versorgt, Boss, ich habe heute etwas länger mit ihm gemacht. Hab ihn nämlich noch geduscht. Du hättest den Dreck sehen sollen, der aus dem ganzen Fell kam.“ „Loki hätte es auch mal wieder nötig“, meinte ich mit einem Seitenblick in dessen Box. Dann lehnte ich meinen Kopf an seine Schulter und schloss die Augen für einen Moment. Es kam mir vor wie eine kleine Ewigkeit. Doch schliesslich löste ich mich wieder von ihm und nahm Lokis Halfter von der Boxentür. Der kleine Isländer liess sich wie immer gut aufhalftern und nach draussen führen. Bevor ich durch die Tür verschwunden war, fragte Jonas, ob ich Hilfe bräuchte. Ich antwortete zögernd, um einen guten Grund liefern zu können. „Ahhh, ja, ich könnte ein wenig Schrecktraining mit ihm machen. Du könntest mir helfen, die Posten vorzubereiten.“ Er nickte und folgte mir. Loki liess ich in der Halle (es war uns beiden draussen auf dem Platz zu heiss gewesen) frei laufen, während wir einen bunten Ball, eine Rettungsdecke, einen Regenschirm, ein paar Kegel und einen Flattervorhang holten. Zuerst führte ich ihn zum Ball. Er schnüffelte vorsichtig daran, dann stiess er ihn sogar etwas weg. Sofort lobte ich ihn. Dann rollte ich den Ball auf ihn zu, woraufhin er etwas zurückwich. „Okay, neue Strategie: wir rollen den Ball vor ihm weg, sodass er denkt, dass der Ball Angst vor ihm hat. Jonas nickte und stand auf die andere Seite, dann führten wir den Plan aus. Tatsächlich wurde Loki schon nach wenigen Minuten mutiger und ging wirklich zum Ball hin. Ich scherzte zwischendrin: „Das ist aber ein echter Angsthasenball!“ Als nächstes war der Regenschirm dran. Zuerst öffnete ich ihn in einiger Entfernung, dann kam ich immer näher, während ich ihn auf und zu klappte. Hin und wieder gab Jonas dem Hengst ein Karottenstückchen. Der Schirm schien kein Thema für Loki zu sein, denn am Ende konnte ich ihn sogar direkt neben seinem Kopf öffnen. Weiter ging’s zur Rettungsdecke, die schön silbern glänzte. Er musste darüber laufen. Dies war schon etwas schwieriger für den Schecken, denn er konnte das funkelnde Zeug vor seinen Füssen irgendwie nicht einordnen. Als er nur noch rundherum zirkelte und gar nicht erst in die Nähe wollte, beschloss ich, ihn nur noch ein paar Mal in die Nähe kommen zu lassen, danach liess ich es gut sein. „Beim nächsten Mal wird auch das klappen“, erklärte ich Jonas überzeugt. Am Ende waren noch die Kegel dran. Dort machten wir nur etwas Slalom, als Führtraining und zum Ausklingen lassen. Loki musste auch rückwärts hindurch. Er schmiss zwar den letzten Kegel um, aber ich war längst zufrieden und führte ihn nun zum Waschplatz. Jonas und ich hatten eine halbe Schaumschlacht während dem einseifen von Loki. Jedenfalls war es sehr spassig. Ljóski hingegen fand das ganze Trara wohl nicht ganz so amüsant, er zappelte nämlich nach spätestens 10 Minuten immer wieder ungeduldig herum. Ich konnte es ihm nicht verkennen und liess ihn dafür zum Trocknen noch etwas neben dem Nordstall grasen. Jonas hatte verschwinden müssen, um nach Sorrow und Dancer zu sehen.

      Gegen Abend kamen endlich die letzten drei neuen an, oder besser gesagt die drei neuen alten. Denn alle waren schon mal auf meinem Hof gewesen. Caillean war der erste. Der kleine Miniature Horse Hengst war eines unserer Zuchtfohlen; ein Sohn von Alu. Ich musste ihn zurückholen, da sich seine Besitzerin nicht mehr um ihn gekümmert hatte. Zum Glück hatte mich ein alter Freund bei der örtlichen Polizei darauf aufmerksam gemacht, sodass wir den kleinen von seiner verdreckten Weide holen konnten. Er war ziemlich dünn und sein Fell struppig. Es tat mir richtig leid, ihn so zu sehen. Zum Glück schien er sonst nicht gesundheitlich angeschlagen. Ich holte ihn mit dem Transporter ab und stellte ihn zuhause als erstes unter eine gründliche Dusche. Er wurde von Kopf bis Fuss einshamponiert, bis er wieder blitzblank war. Dann erst durfte Caillean zu seinem Vater. Ich blieb jedoch während der ersten halben Stunde dabei und liess danach Lisa weiter beobachten, ob sich die Hengste vertrugen. Feather akzeptierte den Neuankömmling jedenfalls rasch, Caresse brauchte aber wiedermal etwas länger.

      Als nächstes wurden auch noch Paluche und Bottle of Jack zurückgebracht. Paluche hatte ich damals direkt von seiner Züchterin gekauft, seinen Bruder Jack hatte ich später übernommen. Ich hatte sie damals allerdings nach etwas mehr als einem Jahr verkaufen müssen, aus Platzgründen. Nun waren die beiden wieder hier, weil die ehemalige Besitzerin keine Zeit mehr hatte und mir extra angerufen hatte, ob ich sie nicht wieder nehmen wolle. Ich hatte nicht nein sagen können, denn Pal hatte mir wirklich gefehlt und nun hatten wir ja wieder freie Boxen, dank des neuen Nordstalls. Ich freute mich riesig, als die beiden stattlichen Dreijährigen aus dem Transporter geführt wurden. Besonders Pal war zu einer echten Schönheit herangewachsen und Jack lockte mit einer aussergewöhnlichen Scheckung. Die beiden Rabauken kamen mit den anderen Junghengsten auf die Weide. Als ich das Zauntor öffnete, fiel mir ein, dass nur noch Winter die zwei kannte, alle jetzigen Junghengste waren damals noch nicht hier gewesen. Etwas traurig wurde ich schon, als ich mich an Sunny, Smarty, Kabuki und Majandro erinnerte. Besonders bei Kabuki, denn der Reitponyhengst war noch als Fohlen an einer Vergiftung gestorben. Die anderen lebten in einem neuen Zuhause und waren bestimmt schon eingeritten. Jedenfalls wurden Pal und Jack neugierig in Empfang genommen. Es gab auch kurz ein paar Rangeleien, doch vorerst ordneten sich die beiden gut sozialisierten Criollos unter und wurden in Ruhe gelassen. Sie grasten zwar etwas abseits, aber das würde sich bestimmt bald ändern. Auch Parányi durfte nun übrigens zu den anderen, sie hatte ja den ganzen Tag über Zeit gehabt, sich mit ihnen durch den Zaun hindurch anzufreunden.

      Als es dunkel war, überkam mich die ganze Müdigkeit der letzten Woche und ich musste gähnen. Ich schloss kurz die Augen, da mich das Licht von Ajith’s Taschenlampe blendete. Jemand umschlang mich von hinten und murmelte mir ins Ohr „Schlaf nicht ein, sonst muss ich dich noch ins Haus tragen.“ „Vielleicht sollte ich echt langsam rein gehen, ehe ich noch umkippe. Unterwegs einnicke, musst du mich retten kommen, versprochen Jonas?“ „Promised Boss“, murmelte er lächelnd, und begleitete mich zur Tür. Auch Jacky und Sheela kamen auf mein Pfeifen hin angesaust. Ich sagte ihm gute Nacht und schlich ohne Licht nach oben in mein Zimmer, etwas enttäuscht, dass er nicht wieder mitgekommen war. Aber ich war wiedermal zu stolz gewesen um ihn zu fragen. Jedenfalls schlief ich in dieser Nacht besonders tief und träumte von gepunkteten Pferden, schwarzen Schäfchen und Regenschirmen.
    • Wolfszeit
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      30.10.2015|Occulta
      Halloween Special auf Pineforest Stable
      Heute war es besonders Neblig, als ich zum Fenster raus blickte. Ich musste augenblicklich grinsen als ich feststellte, dass es Halloween war und die Szenerie perfekt passte. Doch richtig lustig würde es erst abends werden. Sheela kam schwanzwedelnd die Treppe rauf geschossen, als ich die Zimmertür öffnete. Sie schleckte mir die Hand ab, während Jacky kurz um mich wuselte, und dann wieder runter in die Küche hüpfte. Morgens war die kleine Jack-Russel Hündin nicht so liebevoll, da sie vor allem eines wollte: Futter. Das bekamen die beiden nun auch.
      Den Tag über war ich an einer Kostümparty und einer Halloween Show mit Unbroken Soul of a Rebel zu finden. Ich hatte den Paint-Hengst so bemalt, dass es aussah, als wäre er beim Übergang seiner Scheckung Frankenstein-mässig aus zwei verschiedenen Pferden zusammengenäht. Lewis hatte diese lustige Idee gehabt, und mir die Farben besorgt.
      Auf Pineforest Stable selber war nicht viel los; die Pfleger wollten ihre Arbeit möglichst früh erledigt haben, damit sie am Abend ausgehen konnten, also waren sie nicht sehr gesprächig. Ausser Ajith und Quinn, die ich erwischte, wie sie aufgeregt kichernd und flüsternd in Sundays Box standen. Sie gingen jedoch sofort wieder ihrer Arbeit nach, als sie sahen, dass ich sie beobachtete, sodass ich die beiden gar nicht erst auffordern musste. Ein zufriedenes Grinsen huschte mir dabei übers Gesicht – wie gut ich meine Mitarbeiter doch erzogen hatte. Ich genoss die Ruhe, wenn ich zuhause war, denn Feststimmung gab es auf der Party genug. Als ich gerade bei Burggraf stand und den Hengst sattelte, kam Jonas auf mich zu. „Hey Boss, heute Abend schon was vor?“ Ich hob erstaunt die Augenbrauen. „Nein… Warum?“ „Ach, ich hab grad überlegt, ob du mit an die Party in Birmingham kommen willst, aber mir ist eingefallen, dass ja jemand auf den Hof aufpassen muss.“ Mir klappte der Mund auf und ich wollte empört etwas erwidern, aber er verschwand schon wieder durch das Stalltor. Frechheit! Von wegen gut erzogen… Ich wandte mich wieder Muffin zu und zog den Gurt an.
      Als ich mit ihm, Jacky und Sheela vom Gelände zurückkam, hatte ich einen Entschluss gefasst. Quinn hatte am Morgen deutlich gemacht, dass sie weder an eine Kostümparty, noch an sonst irgendeine Saufveranstaltung mitkommen würde. Sie hatte sogar versucht, die Leute zu überzeugen, auf Pineforest Stable selbst zu feiern, anstatt alle auszugehen. Sie würde also bestimmt hier sein, um aufzupassen. Deshalb wollte ich nun doch auch nach Birmingham. Aber nicht dorthin wo Jonas ist, dachte ich mit einer herrlichen Genugtuung. Ich erzählte ihr von meinem Plan, sobald ich Burggraf versorgt hatte. Zu meiner Überraschung reagierte sie verstört. „No, you cannot…. I mean, you should stay here“, stammelte sie. „Why? You stay, right? I leave Sheela here to protect you, and If something happens you can always call me.“ „Probably, but what if some drunken people come here and mess things up?“ Ich verstand ihren Punkt; ich wollte auch nicht alleine im Dunkeln einer besoffenen, verkleideten Meute begegnen. „Fine, I’ll stay.“ Sie sah sehr erfreut aus und lief in Richtung Halle, bevor ich etwas Weiteres sagen konnte. Ich hingegen, machte mich auf den Weg zu den Minis. Die meisten von ihnen mussten heute für die Herbstshows geschoren werden, was ein ganzes Stück Arbeit war. Zum Glück halfen Lewis und Lisa mit. Wir führten zuerst Arco, Lenny, Storm und Caillean in den Innenhof des Hauptstalls. Dort banden wir die Flauschkugeln an und begannen, mit den Schermaschinen die dichte Wolle zu trimmen. Beim Kopf war ich besonders vorsichtig, aber auch der musste ein wenig bearbeitet werden. Alle hielten schön still, denn sie waren schon als Fohlen auf das Scheren vorbereitet worden. Auch Caillean stand Schulbuchmässig da und spielte mit dem Strick, anstatt sich um das lärmende Ding zu kümmern. Wir waren rasch fertig und konnten auch gleich die nächsten Kandidaten holen: Papillon, Daki und Lady. Letztere zappelte etwas, als ich die Maschine am Bauch ansetzte, doch mit etwas Geduld konnte ich sie auch dort von ihrem Pelz befreien. Nun fehlten noch Chip, Queen und Sunny. Ach, und natürlich die neue; Tigrotto. Ich hatte sie wenige Wochen nach Dante, dem Esel, übernommen, denn sie war eine hervorragende Showstute und hatte gute Bewertungen an den Fohlenschauen bekommen, an denen sie teilgenommen hatte. Um sie kümmerte ich mich als letztes. Dabei war ich zunächst eher vorsichtig, weil ich nicht wusste, wie gut sie an das Scheren gewöhnt war. Doch sie zickte nicht, sodass ich ebenfalls schon nach zwanzig Minuten fertig war. Nun hatten wir einen Berg aus Fell vor uns, und auf der Weide standen viele nackte Miniaturpferdchen. Lewis und ich machten uns daran, ihnen allen eine Decke anzuziehen, damit sie nicht kalt hatten, Lisa hielt unterdessen Sheela davon ab, den Fellhaufen auseinanderzunehmen. Es handelte sich um stabile, wasserabweisende Decken mit guten Verschlüssen, die sie in Position hielten. Sie waren ganz schön teuer gewesen, aber die Anschaffung hatte sich definitiv gelohnt. Tic-Tac, Rose, Alu und Kiwi durften ihren Pelz noch behalten, denn mit ihnen wollte ich erst im Frühling wieder starten. Zufrieden kraulte ich Daki, als alles erledigt war. Die kleine Stute knabberte mir liebevoll an der Regenjacke, als wäre ich ein anderes Pony.

      Am Nachmittag unterrichtete ich Rita auf Dod, damit sie auch ein Gefühl für Westernpferde bekam. Das klappte erstaunlich gut – naja, so erstaunlich war es doch nicht, denn sie brauchte nur einigermassen gerade zu sitzen, den Rest erledigte der fein ausgebildete Dod von selbst. Jedenfalls solange er kooperativ war. Als die Pflegerin zum dritten Mal auf dem Zirkel angaloppieren wollte, hatte der Hengst genug und beschloss kurzerhand, den Platz zu verlassen. Rita konnte kaum etwas tun, denn wenn Dod ein Ziel im Kopf hatte, musste man schon verdammt gut reiten können, um ihn wieder in den Griff zu bekommen. Ich eilte ihr zu Hilfe und fing ihn kurz vor dem Weg wieder ein. Danach arbeiteten wir noch etwas vom Boden aus weiter, das gefiel ihm deutlich besser. Ich überliess es Rita, ihn zu verräumen und ging direkt weiter zu Numair. Ich wollte mit ihm ebenfalls auf dem Platz arbeiten, allerdings zusammen mit Anubis und Lisa, die bereits in der Stallgasse des Nordstalls bereit standen. „Sorry, I’m late“, keuchte ich, denn ich war den Weg hochgerannt. „It’s okay, du kannst Deutsch mit mir sprechen, schon vergessen?“, meinte Lisa lachend. Ich schlug mir symbolisch mit der Hand gegen die Stirn und grinste, dann holte ich Numi aus der Box. Wir ritten eine Art Pas-de-Deux mit den beiden sonst Western gerittenen Hengsten. Sie machten gut mit, aber schaukelten sich nach dem ersten Galopp gegenseitig hoch und zeigten ihr südliches Temperament. Am Ende bauten wir mehr Galopp in die ‚Kür‘ ein als uns lieb war, doch wenigstens waren die beiden danach müde. Auch die anderen beiden Araber auf dem Hof, Islah und Amor, mussten noch bewegt werden. Allerdings konnte ich Amor nicht besonders gut mit Stuten laufen lassen, da er sich dann nicht mehr konzentrierte. Also schickte ich Lisa und ihn zusammen mit Donut unter David und Baccardi unter Jonas raus. Islah übernahm ich ebenfalls nicht selbst, sondern übergab sie Lewis, um stattdessen mit Blue Lady Liquor zu arbeiten. Mit ihr sprang ich einen leichten Parcours und übte dabei insbesondere das Springen aus der Kurve. Die junge Stute war noch nicht lange unter dem Sattel, also musste ich ihr Schritt für Schritt alle Tricks beim Springen zeigen.
      Später ging ich wieder mit Halluzination und Satine als Handpferd ins Gelände. Das hatte beim ersten Mal so hervorragend geklappt, dass ich es seither immer wieder versucht hatte – mit Erfolg. Die beiden Stuten schienen miteinander zu harmonieren. Auch auf der Weide standen sie oft beisammen. Satine machte mir trotzdem immer noch Sorgen. Sie nahm einfach kaum zu, egal wie viel ich zufütterte. Den Tierarzt hatte ich auch schon mehrfach bestellt, aber er meinte jedes Mal nur, ich solle weitermachen wie bisher. Während ich die beiden nach dem Ritt versorgte, berichtete mir Lewis, dass Islah wiedermal etwas faul, dafür umso schreckhafter gewesen war. Darren, der mit Piroschka mitgegangen war, hatte weniger Mühe gehabt.

      Als es dunkel wurde, verschwanden auch nach und nach die Leute, bis Quinn und ich als einzige im Hauptstall standen. Ich schlug vor, dass wir uns auch einen gemütlichen Abend machen sollten. Sie nickte erfreut und meinte, man könne ja ins Strohlager. Ich holte eine Taschenlampe, Tee in einer Kanne, Snacks und ein paar Brettspiele aus dem Haus. Dann öffneten wir die Luke zum Dachboden des Hauptstalls, wo das Stroh gelagert wurde. Sheela winselte, als wir ohne sie nach oben kletterten, doch sie war mittlerweile einfach zu gross, als dass ich sie hätte nach oben tragen können. Fairnesshalber liess ich auch Jacky unten. Ich legte den beiden eine alte Abschwitzdecke auf den Boden, auf der sie sich auf mein Zeichen hin platzierten. Der Dachboden war ein durchgehender Raum, nicht besonders hoch und vollgestopft mit Strohballen. Es hatte zwar Lampen hier oben, aber sie leuchteten nur dämmrig. Alle paar Meter gab es eine neue Luke, durch die das Stroh nach unten in die Stallgasse befördert werden konnte. Quinn und ich machten es uns im weichen Stroh neben den grossen Quadern gemütlich und begannen mit einer Partie Mühle. Ich merkte gar nicht, wie die Zeit verging, denn als ich beim nächsten Mal auf die Uhr sah, war bereits halb zwölf. Ich gähnte demonstrativ und fragte, ob Quinn noch etwas Tee wolle. Sie bejahte, also kletterten wir die Leiter hinunter und wollten gerade zum Haus, als ich Schritte vernahm. „Guess you were right with those drunken guys“, flüsterte ich mit besorgter Stimme. Ich hielt es für das Beste, nachzusehen und die Eindringlinge zu verscheuchen. Wir schlichen mit Sheela, die gerade mitten in der Ausbildung zum Schutzhund war, um den Hauptstall herum zum Roundpen, doch ich konnte niemanden sehen. Plötzlich sah ich zwischen den Tannen der Galoppbahn ein Licht auf und ab tanzen. „There! Sheela, go!“ Ich schickte die Hündin wie im Training auf das Ziel los, da ich mir sicher war, dass das Licht von einer Taschenlampe stammte. Sie flitzte los, bellte ein paarmal, doch dann wurde es still. Ich schluckte leer. „…Sheela?“ Keine Reaktion. Quinn und ich sahen uns an, dann liefen wir langsam in Richtung des Lichts. Als wir kurz davor waren, verschwand es jedoch. Von Sheela war keine Spur. „Oh no, she must have followed them – or they dognapped her!“, meinte Quinn, wobei sie bei dem Wort ‚dognapped‘ grinsen musste. Wie kann sie auch noch Scherze darüber machen? Wir müssen weiter, dachte ich aufgebracht. Schon sah ich ein neues Licht, diesmal beim Offenstall der Minihengstchen. Sofort rannte ich in die Richtung, denn ich wollte auf jeden Fall verhindern, dass die Typen den Minis etwas antaten, auch wenn ich mich mit Händen und Füssen würde wehren müssen. Als wir dort ankamen, war das Licht aber bereits wieder ausgegangen. Im Dunkeln stolperte ich über etwas im feuchten Gras liegendes und fiel beinahe ausgestreckt auf den Boden. Ich sah nicht, was der Gegenstand war, denn ich rappelte mich erschrocken wieder auf und rannte zur Halle, wo das nächste Licht aufflackerte. Quinn rief irgendwas von „there’s something hanging in the tree“, aber ich achtete mich nicht, zu fokussiert war ich auf mein Ziel. Schliesslich erreichte ich die Halle, und Quinn wenige Sekunden nach mir ebenfalls. Wir schlichen, abermals in völliger Dunkelheit, um das grosse Gebäude herum, auf der Suche nach irgendwelchen Gestalten. Warum ist es nur so dunkel? Ohne den Nebel würde ich sie bestimmt sehen. Plötzlich schrie Quinn kurz auf, es folgte ein kurzes Glucksen, dann Totenstille. Mittlerweile tatsächlich ängstlich drehte ich mich um und rief nach ihr, doch bekam keine Antwort. Das ist nicht möglich, der Mörder ist doch längst hinter Gittern! Ich wollte mein MoPho aus der Jackentasche holen, um endlich der Polizei anzurufen, doch es war weg. Ich suchte überall, sicher, dass ich es wie immer rechts gehabt hatte, doch es war nirgends zu finden. Als nächstes torkelte ich durch die Dunkelheit zum Haus, doch die Tür war verschlossen. Wie ist das möglich? Ich hatte sie doch offen gelassen, als ich Tee geholt hab... Langsam kam ich mir vor wie eine Geistesgestörte, die sich alles nur einbildete, denn auch den Schlüssel fand ich nirgends. Bestimmt bin ich im Strohlager eingeschlafen und träume alles nur, beschloss ich. Doch mit einem Kniff in den Arm wachte ich nicht auf. Unentschlossen blickte ich umher und sah dabei abermals das Licht, diesmal beim Nebenstall. Ich änderte meine Strategie und schlich mich darauf zu, immer im Schutz der Gebäude bleibend. Es schien zu klappen; diesmal verschwand das Licht nicht. Beim Näherkommen hörte ich aufgeregtes Getuschel und ein „shhh!“ An den Stimmen erkannte ich Lisa, Lewis, Jonas, Rosie und Ajith, doch da waren auch die Umrisse von weiteren. „What is happening?“, fragte ich, als ich nahe genug war, und erschreckte sie damit erfolgreich. Jemand machte Licht, sodass ich alle Gesichter erkannte. Es waren fast sämtliche der Pfleger. „Happy Halloween!...“, lachte Lewis, und die anderen stimmten mit ein. „Aber wie… Wo ist Sheela?“ Kaum hatte ich gefragt, kam die Labradorhündin Schwanzwedelnd auf mich zugehüpft. Sie haben mir also nur einen Streich gespielt, stellte ich erleichtert fest. Wir liefen alle zum Hauptstall und kletterten ins Strohlager, wobei Jonas mir Sheela hochhob und Jacky von Ajith mitgenommen wurde. Die beiden Hunde sahen sich sofort neugierig in diesem unbekannten Teil ihres Territoriums um, während die Pfleger mir erzählten, wie sie das Ganze geplant und durchgeführt hatten. Nachdem zuerst jeder gleichzeitig seine Sicht schildern wollte, sorgte Oliver für Ordnung und gab Jonas das Wort. „Aaaalso; wir haben die Idee schon vor Wochen gehabt, aber Quinn ist es hauptsächlich zu verdanken, dass wir es wirklich durchgeführt haben, sie hat die Leute zusammengetrommelt und hierbehalten. Zuerst mussten wir sicherstellen, dass du auch hier bleibst.“ „Ach deshalb warst du so frech“, unterbrach ich ihn. Er strich mir grinsend mit der Hand übers Gesicht, zum Zeichen, dass ich schweigen solle. „Jedenfalls war ich erfolgreich, oder?“ „Auf keinen Fall! Ich war sogar fast so weit, aus Trotz extra wegzugehen. Quinn war diejenige, die mich überzeugt hat zu bleiben.“ „Wie auch immer; wir anderen gingen also nach und nach, versteckten uns aber tatsächlich in der Halle. Als du ins Haus gegangen bist und den Schlüssel hast stecken lassen, hab ich ihn mir geschnappt, um später die Tür zu schliessen, damit du, nachdem dir Quinn hier oben so erfolgreich das Handy geklaut hat, nicht auf die Idee kommst, doch noch die Polizei zu rufen oder so. Dann haben wir uns mit den Taschenlampen positioniert und sind jedes Mal ein paar Meter weiter ins Gras gelegen, wenn ihr zu nahe kamt.“ „Ach deshalb hat Sheela nicht angegriffen – sie hat euch natürlich gleich erkannt…“ „Jap, und Elliot hat sie fixiert, damit sie nicht bellt. Über unseren abgetrennten fake-Arm beim Offenstall bist du leider nur drübergefallen, und auch den hängenden Mann hast du nicht gesehen.“ „Even as I wanted to call you back!“, warf Quinn ein. „Danach mussten wir uns einen Plan B überlegen, denn eigentlich war geplant gewesen, dass du es dabei natürlich merkst. Also haben wir Quinn bei der Halle entführt.“ „Dann wusstest du vom letzten Teil auch nichts?“, fragte ich Quinn lachend. „Nein, daher hatten wir auch Mühe, sie festzuhalten und vor allem zu verhindern, dass sie vor Lachen platzte!“, antwortete Lisa für sie. „Doch zuletzt hast du uns doch überlistet. Wir waren so abgelenkt, dass wir gar nicht bemerkt haben, wie du näherkommst…“ Ich stiess ein triumphierendes „yes!“ aus, und wir lachten alle herzhaft. „Nun hätte ich aber gerne meine Schlüssel und mein MoPho zurück“, sagte ich auffordernd. Quinn gab mir das Handy, doch Jonas hielt die Schlüssel nur grinsend auf. Ich stürzte mich auf ihn und nahm sie mir etwas unsanft, wobei er mich festhielt, sodass wir nebeneinander im Stroh lagen. Wir amüsierten noch etwas mit Brettspielen und Tee, ehe wir endlich alle zu Bett gingen.
    • Wolfszeit
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      08.12.2015|Occulta
      Schwarz wie die Nacht
      Parányi!“, rief ich meine lackschwarze Jungstute. Sie stand weit weg auf der anderen Seite der Weide und glotzte mich nur verständnislos an. Ich wollte sie heute das erste Mal in ihrem Leben reiten, aber dazu musste ich sie zuerst zu fassen bekommen. Sie konnte manchmal richtig stur sein, das hatte ich in den Wochen seit ich sie gekauft hatte schon gemerkt. Begleitet wurde ich, als ich auf sie zu lief, von den letzten Sonnenstrahlen des Tages. Es herrschte eine seltsame Stimmung am Himmel. Alles leuchtete kitschig rosa und orange, doch im Vordergrund bauschten sich dunkle Wolken auf. Ausserdem war es bitterkalt geworden, aber das war mir schon den ganzen Tag aufgefallen. Ob es wohl schneien wird? Mir gefiel das rötliche Licht, in welches die Tannen und Wiesen getaucht wurden. Es schien ebenso melancholisch und nachdenklich, wie ich mich den ganzen Morgen gefühlt hatte, sei mich die schreckliche Nachricht von Sarahs Tod erreicht hatte. Sie war mitsamt ihrer Familie bei einem Unfall mit Gas ums Leben gekommen. Ich konnte es noch immer kaum glauben, denn ich hatte oft mit ihr zu tun gehabt und sie war eine hervorragende Trainerin gewesen. Es war ein Verlust, den alle auf Pineforest Stable zutiefst bedauerten. Daher waren selbst die Pfleger schon den ganzen Tag schweigsam gewesen, sogar Ajith hatte ausnahmsweise auf sein fröhliches Summen und Pfeifen verzichtet. Die Pferde waren den ganzen Tag besonders brav gewesen, als spürten sie, dass etwas uns bedrückte. Nur Parányi wollte nicht mitspielen. Sie blieb lieber bei ihren Kollegen auf der Weide, anstatt artig angetrottet zu kommen. Ich überlegte einen Moment, gleich alle Stuten reinzuholen, denn sonst würde ich wohl ein riesen Theater mit dem Jungspund haben. Ausserdem waren sie seit dem Mittag draussen gewesen. Ich entschied mich und trommelte ein paar Pfleger zusammen. Wir hatten, nun da alles fertig umgebaut war, damit angefangen, die Pferde selber zu den Boxen laufen zu lassen. So sparte man viel Zeit. Dazu mussten wir lediglich sämtliche Fluchtmöglichkeiten auf dem Weg mit Elektroband schliessen und die Boxentüren öffnen. Wir hatten vor einer Weile bei allen Durchgängen Bänder abgemessen und befestigt, sodass wir sie jeweils nur noch umhängen mussten. Genau das taten wir jetzt, und danach wurde das erste Weidetor geöffnet. Die Stuten bemerkten unser Pfeifen und begannen, sich trabend auf uns zu zubewegen. Sie wussten genau, dass in den Boxen das Kraftfutter auf sie wartete, wie immer nach dem abendlichen Weidegang. Nacheinander flitzten Sweets, Halluzination, Lady Liquor, Islah, Dream, Bluebell, Ronja, Parányi und zuletzt Satine durch das offene Tor. Sie überquerten die Galoppbahn und kamen erst vor dem Nebenstall zum Halt, wo bereits Lisa und Jonas bereit standen, um sie in die richtigen Boxen zu lotsen. Als alle drin waren, pfiffen die beiden Pfleger und wir öffneten das Tor der zweiten, oberen Weide. Hier standen die Vollblutstuten schon am Zaun und scharrten zum Teil ungeduldig. Sie hatten beobachtet, wie die anderen reingerannt waren und warteten nun selbst darauf. Auch hier öffneten wir, als alles bereit war. Sumerian, Paint, Caprice, Campina, Kierka, Gray, Blüte, Cassy, Shio, Pointless und Indiana nahmen es lustigerweise dann doch etwas gemütlicher als die anderen Stuten. Vielleicht lag es daran, dass sie auch sonst immer genug Gelegenheit zum Rennen hatten. Sie trabten vom Hauptstall und wurden von den Pflegern in Empfang genommen, die sie an den Weidehalftern zu den Boxen führten. Nur Pointless entwischte und machte einen Abstecher zum Hengsttrakt. Die Jungs sahen ihr natürlich prompt interessiert durch die Gitterstäbe nach und versuchten, sie näher zu locken. Doch Point legte nur die Ohren platt und lief zielstrebig innenherum zum Stutentrakt. „Dass du immer eine Ehrenrunde brauchst!“, schimpfte ich kopfschüttelnd und scheuchte sie in ihre Box. Die Jungs waren übrigens am frühen Morgen auf der Weide gewesen, da wir sie immer getrennt von den Stuten raus liessen. Zufrieden schob ich die letzte Tür zu und begab mich zu Parányis Box im Nebenstall. Sie hatte noch nicht ganz fertig gefressen, also nutzte ich die Gelegenheit, um noch rasch die Putzsachen und den Sattel vorzubereiten. Danach bürstete und sattelte ich sie. Beim Zäumen wollte sie den Mund nicht so recht öffnen, also schob ich ihr den Daumen seitlich in den Mund, sodass sie diesen Öffnete. Als ich die kurzen, eher spärlichen Schopfhaare entwirrt und alle Riemen geschlossen hatte, führte ich sie zum Sandviereck. Ich hatte sie bisher schon einige Male mit Sattel und Zaum longiert, aber aufgestiegen war ich noch nie. Auch heute longierte ich sie zuerst etwas, worüber ich im Nachhinein froh war. Denn so musste ich die Freudenbuckler die folgten nicht im Sattel miterleben und konnte einschätzen, wie fit sie war. Schliesslich hängte ich die Longe aus und führte die Stute zur Aufstiegshilfe. Eigentlich wäre ich auch ohne hochgekommen, aber ich wollte es dem jungen Pferd am Anfang so etwas erleichtern. Zunächst liess ich sie neben dem Treppchen stillstehen. Dann lehnte ich mich vorsichtig über den Sattel und kraulte sie gleichzeitig am Hals. Sie war konzentriert, aber ruhig. Also machte ich weiter, bis ich das Bein auf die andere Seite nehmen konnte. Allerdings blieb ich immer noch stehen mit ihr – so jedenfalls geplant. Denn kaum sass ich ganz drauf, lief Parányi im Schritt los. Ich wollte sie mit der Stimme beruhigen und bremsen, aber sie lief zielgerichtet zu den Büschen, die das Viereck säumten. Dort hielt sie dann doch; nämlich um zu fressen. Ich liess mich aus dem Sattel gleiten und führte sie zurück zur Treppe, um das ganze Spiel zu wiederholen. Diesmal steuerte ich sie (so gut es ging). Plötzlich spürte ich eine Schneeflocke auf meiner Nase. Es war mittlerweile wirklich beinahe dunkel und nur ein letztes, rotes Glimmen hinter den Bäumen erinnerte an den vergangenen Tag. Feine Schneeflocken tanzten aus der dunklen Wolkendecke und liessen beinahe Weihnachtliche Stimmung aufkommen. Ich lächelte glücklich und genoss die kalten Kristalle auf meinem Gesicht. Parányi und kurvten unterdessen ein wenig auf dem Platz herum. Sie hatte noch nicht das Gleichgewicht, um gerade Lilien zu laufen, also kam ich mir vor wie jemand der besoffen reitet. Auch Jonas grinste schelmisch, als er mit der Schubkarre vorbeikam. „Du musst gar nicht so schauen, es ist ein junges Pferd!“, entgegnete ich. „‘türlich, ich kenne dich doch, Boss“, bekam ich als Antwort, während er seinen Weg fortsetzte. Ich schüttelte lachend den Kopf und stieg ab. Parányi hatte genug für heute und ich wollte ihre Konzentrationsfähigkeit nicht überspannen.

      Ich versorgte die mit der Dunkelheit verschmelzende Stute und liess Jacky, Sheela und Zira wieder aus dem Haus. Ich sperrte sie jeweils ein, wenn ich sie aus dem Weg haben wollte. Es schneite nun schon ein Bisschen stärker, vor allem waren es grössere Flocken als zuvor. Lily, wo steckst du wieder? Fragte ich mich selbst, während ich zu den Offenställen lief, stets begleitet von meinem kleinen Rudel. Tatsächlich sass sie dort bei den Miniature Horses im Gras und bürstete Tiki. Na toll, ihre Hosen sehen bestimmt wieder schön eingesaut aus, stellte ich fest, denn der Boden war herbstlich feucht. „Siehst du überhaupt noch etwas?“, rief ich ihr von weitem fragend zu. Sie erklärte mir, als ich nahe genug war, dass Tiki so langes ‚Flauschefell‘ hatte und sich damit immer wälzen täte. „Hast du eine Idee, was man dagegen tun könnte?“, fragte ich sie. „Nö, ich hab’s auch schon mit dem Kuhstriegel versucht, aber bei den kleinen Beinchen trau ich mich nicht.“ „Komm, bring Tiki mit – ich bring dir was neues bei.“, meinte ich verschwörerisch und führte die beiden (selbstverständlich mitsamt Queeny und Kiwi und den Hunden) in den Innenhof des Hauptstalls, wo es zum Glück taghelle Lampen hatte. Dann holte ich eine der Akku-Schermaschinen aus der Sattelkammer und zeigte Lily an der ersten Körperhälfte von Tiki, wie sie vorgehen musste. Die halbstarke Stute blieb geduldig stehen; sie kopierte ihre Ziehmuttter, die komplett relaxt an dem dünnen Grasstreifen zwischen Kiesplatz und Karussell knabberte. Als ich zum Bauch kam, wurde sie dann doch etwas zappelig. „Das ist normal, weil das lose Fell sie kitzelt“, erklärte ich. Nun legte meine keine Schülerin selber Hand an. Sie machte es ganz gut für das erste Mal. Natürlich musste ich am Schluss noch ein paar Streifen ausgleichen, aber viel hatte ich nicht zu bemängeln. Ich lobte beide, Schülerin und Testobjekt, und wir brachten die Truppe gleich zurück zum Offenstall, doch nicht, ohne Tiki eine Fohlendecke („Ohhhh süss, die ist ja so gross wie ne Hundedecke!“) anzulegen, damit sie nicht kalt hatte. Die Hengstchen nebenan bewiesen, dass man Minis durchaus als Pferde, und nicht als Spielzeug betrachten sollte: Arco und Caress drehten buckelnd ein paar Showrunden, als wir Queeny zurückbrachten. Auch der kleine Caillean mischte kräftig mit.

      Ich wurde von den Worten „Occu, wann kommt das Zebra?“ aus meinen Gedanken gerissen. „Öhh, um… Warte, jetzt!“, stellte ich fest, als das Mädchen in Richtung eines sich dem Parkplatz nähernden Transporters zeigte. Zum Glück hatte ich am Morgen schon eine Box vorbereitet, denn ich hatte damit gerechnet, dass das seltsame Tier irgendwann im Verlaufe des Tages ankommen würde. Lily stürmte mit den begeisterten Hunden voraus und ich liess mich zugegebenermassen auch zu einem Joggen verleiten. Ich gab es nicht gern zu, aber war unheimlich gespannt, was mich mit dem Exoten erwartete. Gesehen hatte ich die Zebrastute schon einmal, denn ich hatte sie aus der Gruppe des Zoos aussuchen dürfen. Sie stamme nicht etwa aus der Wildnis, sondern aus einer Zucht in Afrika und war Pferde gewöhnt; Ausserdem total handzahm – einer der Gründe, warum ich sie schlussendlich doch genommen hatte. Die Klappe wurde bereits geöffnet und ich entdeckte einen gestreiften Po im Inneren des Transporters. Dann drehte sie mir den Kopf zu und ich war augenblicklich verliebt in die grossen, runden Ohren, die sich mir zuwandten. Mit einem Mal war ich aufgeregt und froh, solch einen aussergewöhnlichen Equiden zu besitzen. ‚Thairu‘ trug ein breites Lederhalfter, an dessen Seite ein kleines Metallplättchen mit ihrem Namen glitzerte. „Ein Abschiedsgeschenk ihrer Fans“, murmelte die Zoowärterin und lächelte beim Anblick des kleinen Mädchens, das ehrfürchtig starrte. „Sie war nicht lange bei uns, aber hatte schon eine grosse Fangemeinschaft, weil sie so zahm ist.“ Ich nickte beeindruckt und löste dann den Strick, mit dem das Zebra angebunden war. Sie lief vorbildlich aus dem Transporter und wirkte auch nicht sonderlich aufgeregt. Das überraschte mich, denn ich hatte mir sogar schon die Handschuhe aus meiner Jackentasche angezogen, weil ich das Schlimmste befürchtet hatte. Mit ihren grossen Ohren scannte sie die Umgebung nach potentiellen Gefahren, aber offenbar schien nichts da zu sein, was sie beunruhigen konnte. Ich bedankte mich bei der Wärterin und unterzeichnete ein paar letzte Formulare, dann standen Lily und ich alleine mit dem Zebra da. „And now?“, fragte ich Lily herausfordernd, und streichelte dabei die schwarze Schnauze von Thairu. Das Zebra zuckte etwas mit dem Kopf, liess sich die Berührung dann aber gefallen. „Du wolltest sie doch zu Dante stellen, nicht wahr?“, meinte Lily, und bettelte im nächsten Atemzug „Darf ich? Biiiite!“ Ich vertröstete sie auf ein andermal, da ich immer noch nicht sicher war, wie brav das Vieh sich benahm. Dann setzten wir uns in Bewegung. Das gestreifte Tier liess sich nicht ganz so wunderbar führen, wie ich es nach der Glanzleistung beim Transporter erwartet hatte. Sie drängelte hin und wieder, oder versuchte, mich an den Rand zum Gras zu ziehen. Ich setzte mich aber durch und schaffte es bis zu dem hübschen, mittlerweile zumindest temporär Wallach gewordenen Eselherrn. Die Tierärztin hatte mir auf mein Zögern bezüglich der anstehenden Kastration hin angeboten, ihn nur chemisch kastrieren zu lassen. So konnte ich mir immernoch alle Optionen offenhalten. Ich hatte natürlich eifrig zugestimmt, sodass er nun seit etwa einer Woche Wallach war. Seinen hengstigen Charakter hatte er aber vorerst noch behalten, dies würde sich erst in ein paar Wochen auch legen. Er rief dem Zebra schon von weitem mit seiner Schrillen Stimme und schnüffelte ganz genau an Thairu, als wir sie über den Zaun die Köpfe zusammenstecken liessen. Thairu schien nicht abgeneigt gegenüber ihrem zukünftigen Gefährten. Dante schien noch nicht so recht zu wissen, was er von dem Gestreiften Tier halten solle. Lily öffnete vorsichtig das Tor zur Weide und ich brachte das Zebra hinein. Die beiden beschnupperten sich sofort wieder. Dante trieb Thairu ein wenig im Kreis herum, bis es ihr zu doof wurde und sie den Kopf zum Fressen senkte. Dann war Friede im Paradies eingekehrt, so schien es jedenfalls. Als ich später am Abend nochmal vorbeischaute, standen die beiden dösend nebeneinander und Thairu hob den Kopf, als sie mich entdeckte. „Gute Nacht mein Mädchen, alles okay“, murmelte ich beschwichtigend und liess die beiden in Ruhe. Doch ganz war der Tag für mich noch nicht vorbei. „Na mein Süsser“, murmelte ich, als ich zu Pilot’s Box im Nordstall kam. Ich erinnerte mich noch gut an den Tag, als ich ihn das erste Mal gesehen hatte. Er war damals als sensibler, aber begabter Junghengst ausgeschrieben gewesen. Trotzdem war er noch ziemlich untrainiert und eher gestresst gewesen, als ich ihn schliesslich anschauen ging. Doch ich hatte das Potential des Hengstes gesehen und beschlossen, ihm eine Chance zu geben. Mittlerweile war er in der Höchsten Spring-Liga erfolgreich unterwegs und zeigte mir jeden Tag von neuem, dass ich damals richtig ausgewählt hatte. Niemals könnte ich ihn verkaufen, denn er war ein fester Bestandteil von Pineforest Stable. Und wer könnte diesen intelligenten, dunklen Augen schon wiederstehen? Pilot blickte mir manchmal fast schon etwas schelmisch entgegen, als hätte er wieder etwas geplant. Dabei war der Hengst in den richtigen Händen ein richtiges Lamm, das nach Zuneigung hungerte. Deshalb senkte er auch den Kopf, als ich ihn an den Ohren kraulte, schmiegte sich mit der Stirn an mich und döste fast ein. Ich fuhr nach einer Weile, so leid es mir tat, mit dem Bürsten des gescheckten Stoppelfells fort und kämmte auch den Schweif vorsichtig durch. Dann kratzte ich die Hufe aus und holte das Sattelzeug. Ich hatte vor, einen gemütlichen Ritt am Fluss entlang zu machen, was ich auch umsetze. Es war zugegebenermassen ab und zu etwas unheimlich alleine durch die neblige Dunkelheit zu reiten, doch irgendwie war es auch seltsam beruhigend. Pilot war zügig unterwegs, verhielt sich aber wie ein Musterschüler und scheute auch nicht stark, als vor uns ein Reh aus dem Gebüsch sprang. Wieder zuhause angekommen, gab ich Pilot seine verdiente Portion Karotten und einen Apfel, den er genüsslich zu Brei verarbeitete.
    • Wolfszeit
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      08.03.2016|Occulta
      Geschäftiger Dienstag - Teil 2
      Eigentlich hatte ich für diesen Monat und damit für den heutigen Nachmittag nur noch Rebel, Echo und Paluche auf dem Plan. Aber ich wollte in der übrigen Zeit die Miniature Horses für ein paar kommende Frühjahrsshows vorbereiten. Dazu gehörte auch, sie zu scheren und gründlich zu waschen. Ich wollte das ganze bei Tageslicht abschliessen, auch deshalb, weil sie so besser trocknen konnten. Also schlenderte ich gegen ein Uhr gemütlich zu den Offenställen. Zuerst waren die Hengste dran. Lewis, der ja einer der Pfleger für die Offenställe war (auch wenn er genauso oft in den anderen Gebäuden des Hofs herumstreunte) half mir bei meinem Unterfangen. Wir fingen Lenny und Arco ein, was gar nicht mal so leicht war, und nahmen auch gleich den Jungspund Caillean mit, damit er nicht ganz alleine warten musste. Zunächst banden wir sie im Innenhof des Hauptstalls an, um sie von ihrem wolligen Winterpelz zu befreien. Arctic Blue war schon Anfangs Winter einmal für eine Show geschoren worden, daher hatte er nicht so viel Pelz wie Caillean und Caresse. Ich mochte es, die kleinen Pferdchen zu scheren – man war so schnell fertig! Zwei oder drei Striche mit dem Akku Scherer und das halbe Pferd war nackig; naja, wenigstens ging’s wirklich zügig voran. Da wir mit dem grauen Hengst schon als Fohlen geübt hatten, liess er die ganze Prozedur geduldig über sich ergehen und hielt auch still, als ich die empfindlichen Ohren bearbeitete. Caillean sah interessiert dabei zu, wie Caresse ebenfalls seinen rötlichen Pelz verlor. Ob er wohl weiss, dass der Hengst sein Vater ist? Ich lächelte amüsiert über den Gedanken und entfernte das letzte überstehende Fellbüschelchen von Arcos Bauch. Nun war er einheitlich mit hellsilbernen Stoppeln überzogen. Die Dapples sah man trotzdem noch ein wenig. Ich trimmte mit der Schere ein wenig den Übergang zu Mähne und Schweif, sodass alles perfekt war. Lewis tat dasselbe mit Lenny. Dann nahmen wir uns gemeinsam Caillean vor. Lewis kraulte das Hengstfohlen, während ich mich mit dem Scherer vorsichtig voran arbeitete. Er trampelte zwar ein wenig herum, aber ich konnte trotzdem alles einigermassen showtauglich präparieren. Wir waren zufrieden mit dem Resultat, also ging’s nun ans waschen. Wir schamponierten das ganze Stoppelfell mit einer Wurzelbürste bewaffnet. Auch das Langhaar und die Schweife wurden eingeschäumt. Beim Shampoo handelte es sich um ein speziell hautverträgliches, das auf Enzymbasis wirkte und so den Schmutz zuverlässig entfernte. Als wir fertig waren, trockneten wir die drei gründlich mit Frottiertüchern vor und packten sie dann in Abschwitzdecken ein, damit sie sich nicht erkälteten. Dann brachten wir die Hengste zurück auf die Weide.
      Als nächstes waren die Stuten dran. Wir konnten sie diesmal in zweiergruppen hochbringen, was das Unterfangen vereinfachte, weil wir nicht noch auf ein drittes Tier achten mussten. Zuerst holten wir Papillon, die kleine Allegra und Mami Daki, dann Lady und Chip, Tigrotto und Alufolie, anschliessend Queeny und Kiwi. Zuletzt waren dann noch Tiki und Rose dran. Miss Allegra wurde natürlich nicht geschoren, dafür war das erst ein paar Wochen alte Fohlen noch viel zu jung. Aber sie konnte gleich zusehen, wie brav ihre Mutter stillhielt und sich an das Geräusch gewöhnen. Daki war schon wieder gut in Form, man sah ihr die Trächtigkeit kaum mehr an. Demnächst wollte ich mit den beiden an ein paar Fohlenschauen teilnehmen, wobei ich mir grosse Hoffnungen machte. Allegra hatte die elegante Bauweise ihres Vaters (er hatte als Fohlen fast genau gleich ausgesehen wie sie) und den neugierigen, frechen Charakter ihrer Mutter. Ausserdem hatte sie eine sehr ansprechende, dunkelsilberne Farbe, die am Bauch in ganz helles Fell überging und den Richtern bestimmt gefallen würde. Um Ladys feuerrotes Fell trauerte ich wohl am meisten, denn die Stoppeln waren nun matt und gräulich. Aber schon in wenigen Tagen würden sie wieder oranger sein, das wusste ich aus Erfahrung. Tiki wollte kaum stillhalten, sodass Lewis sie förmlich in den Arm nehmen musste. Als wir sie zurückbrachten, flitzte sie im Galopp buckelnd in die hinterste Ecke des Offenstalls, kam aber kurz darauf wieder angetrabt, weil ihre Belohnungskarotte lockte.
      Gegen fünf Uhr waren wir mit allen Minis durch, sodass ich mich endlich Rebel widmen konnte. Der Paint Hengst hatte gerade gestern eine Körung bestanden, auf die wir lange hingearbeitet hatten. Entsprechend stolz war ich. Nun stand den ersten Paintfohlen von Pineforest Stable nichts mehr im Weg. Aber das würde noch etwas warten müssen. Ich holte den Hengst aus seiner Box im Nordstall und begann ihn zu putzen. Dazu hörte ich wiedermal Radio. Jonas putzte weiter hinten gerade Skyrim zusammen mit Lily. Die beiden schienen viel Spass miteinander zu haben; das freute mich sehr. Als Lily zu mir kam, um zu fragen, ob sie anstelle von Jonas Skyrim reiten dürfe (dieser habe sein Okay gegeben) nickte ich. Rachel wäre zwar skeptisch gewesen, aber ich hatte in den letzten Wochen gesehen, wie viele Fortschritte Lily gemacht hatte, also hatte ich keine Bedenken, dass sie mit dem umgänglichen Pony klarkommen würde. Als einzige Bedingung nannte ich jedoch, dass Jonas stattdessen mit Majandro mitreiten müsse und ein Auge auf sie haben solle. Ich informierte Lisa später auf dem Weg zur Galoppbahn, dass Mano schon bewegt wurde. Mir Rebel machte ich Trot-Übungen auf dem Galoppweg. Dabei ging es vor allem um die Temporegulierung, die mit feinsten Hilfen möglich sein sollte. So wechselte ich immer wieder von zügigem Arbeitstrab zum langsamen Jog. Dasselbe galt für den Galopp. Rebel durfte selbst bei den langsamen Gangarten nicht auf die Vorhand kippen und musste sich jederzeit im Gleichgewicht befinden. Überprüfen konnte ich seine Haltung mit Galopppirouetten, für die er sehr gesetzt laufen musste. Es lief wiedermal nicht alles ganz so gut, wie ich es gerne gehabt hätte. Zweimal versuchte der Hengst nach vorne zu schiessen und sein eigenes Tempo durchzusetzen, und die Pirouetten klappten auch erst gegen Ende der Trainingseinheit wirklich gut, obwohl er sie eigentlich schon beherrschte. Ich lobte Rebel trotzdem mit einem Apfel, als ich ihn versorgte.
      Als nächstes ging ich zu Echo, mit der ich kürzlich ein neues Projekt angefangen hatte: hunter under saddle. Ich wollte nicht an HUS-Wettbewerben mit ihr teilnehmen, aber ich fand es eine nette Disziplin für sie, da sie ja sowieso ein Mischmasch aus Western und Englisch war. Ich zog auch nicht alle Inhalte des HUS konsequent durch, sondern brachte ihr einfach die Grundlagen bei. Zum Beispiel versammelte ich sie eher auf die englische Art in aufgerichteter Manier, anstatt sie mit waagrechtem Hals voranzuschicken. Den ruhigen, konstanten Gang und die Leichtigkeit der HUS Pferde wollte ich ihr aber sehr wohl antrainieren. Mit dem konstanten Gang klappte es noch nicht so ganz. Ich konnte zwar schöne Übergänge mit der jungen Stute reiten, aber sie hatte noch Mühe mit dem Takt und der Konzentration. Kaum sah sie etwas Ungewöhnliches jenseits der kniehohen Hecke, die das Dressurviereck umgab, verlangsamte sie, oder blieb gar plötzlich stehen. Wenigstens lief sie mit ihrem breiten Kavalleriezaum entspannt und losgelassen. Ich beendete das Training nach einer Dreiviertelstunde und sah geschockt auf die Uhr. „Schon fast acht!“, rief ich aus und führte Echo zügig zur Stutenweide zurück. Ich musste unbedingt noch mit Paluche raus ins Gelände, das hatte ich dem Hengst versprochen. Er hatte vergangene Woche kein einziges Mal raus gedurft, weil es entweder zu stark gestürmt hatte oder er mir zu wild gewesen war. Ich wollte nicht riskieren, dass ich mit dem frisch eingerittenen Pferd kämpfen musste, also passte ich das Training seiner Stimmungslage an. Er kannte noch nicht viel unter dem Sattel, aber die drei Gangarten klappten ganz gut. Als ich den langen Feldweg zum Dorf entlangritt merkte ich deutlich, wie sehr er noch schwankte. Wir ritten eher eine Schlangenlinie, weil er sich an der Gegend fast die Augen ausstarrte. Ich schmunzelte, weil ich ihn nur zu gut verstand. Für einen Jungspund gab es hier draussen ganz schön viel zu entdecken, und ich war froh, dass er eher neugierig und nicht ängstlich reagierte. Nur vor einem Fahrrad erschreckte er sich, weil er es nicht gesehen hatte und der Fahrer plötzlich klingelte um uns, eigentlich nett gemeint, zu warnen. Dies äusserte sich zum Glück nur in einem Vorwärtssprung und einem lauten grunzen. Ich kraulte den Hengst, als er sich wieder beruhigt hatte und setzte meinen Ritt wie zuvor fort. Als ich wieder unter den Tannen hindurch auf das Hofgelände ritt, sah ich Lisa und Thomas mit Shadow und Noir auf dem Viereck. Neugierig, was bei ihnen heute auf dem Programm stand, versorgte ich Paluche rasch und stellte mich dann zum Eingang, um den beiden zuzusehen. Lisa übte den Spin mit Shadow. Sie hatte letztens berichtet, dass die Stute immer noch ab und zu ein durcheinander mit den Beinen bekam und aufgrund dessen nicht ganz taktrein drehte. Ich sah kurz darauf, was sie meinte: Shadow stolperte beim Drehen ab und zu über ihre eigenen Vorderbeine, fing sich aber jeweils geschickt auf, sodass man fast nichts davon bemerkte. Trotzdem musste auch dieser Fehler noch ausgebügelt werden. Und das funktionierte nur durch Training, bei dem die Stute ihre Füsse besser zu kontrollieren lernte. Wie erwartet klappte es auch am Ende dieser Trainingseinheit noch nicht, aber die beiden waren auf gutem Wege. Ich wollte Lisas Ansatz auch nächsten Monat weiterverfolgen, falls ich die Stute dann wieder selbst übernahm. Aber genau hatte ich für den kommenden Monat noch nicht vorausgeplant, der jetzige hatte schliesslich auch erst begonnen. Noir und Thomas übten Seitengänge – jap, in dieser Reihenfolge. Noir glotzte nämlich so ziemlich jede der vier Gebüsch Ecken an und überkreuzte jeweils Bilderbuchmässig, während Thomas erfolglos versuchte, sie geradezurichten. Ich schlug ihm vor, kleine Volten mit konsequenter Innenstellung zu reiten. Ausserdem sollte er Noir mit vielen Seitenwechseln und Übergängen beschäftigen, sodass sie die Ecken vergass. Ich wusste aus eigener Erfahrung, dass das klappte. Die Stute kam mir manchmal vor wie ein Goldfisch, aber das hatte auch seine Vorteile. Immerhin war ziemlich treudoof, wenn alles stimmte und das machte sie zu einem angenehmen Rietpferd. Ich mochte die etwas pummelige Stute, die auch immer gut genährt war, wenn sie nicht gerade ein Fohlen erwartete. Ab nächsten Monat wurde sie nicht mehr geritten, bis das Fohlen da war.
    • Wolfszeit
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      19.04.2016|Occuluta
      Viele viele bunte…
      „Occu, Blütenzauber bekommt ihr Fohlen!“, rief Lisa mir vom Hauptstall entgegen. Ich hastete dorthin um nach dem Rechten zu sehen. Im selben Moment rief Lily hysterisch vom Nebenstall: „Ich glaube Skydive hat gehustet, Tante Occu! Komm schau ob er krank ist!“ So ging das nun schon seit Wochen; ein Fohlen nach dem anderen kam zur Welt. Naja, eigentlich war ja auch absichtlich geplant gewesen, dass die Fohlen fast alle März kommen sollten. Ich rollte die Augen und drehte um. Ich wusste schliesslich genau, dass mir meine kleine Nichte keine Ruhe lassen würde, bis ich mich um ‚ihr‘ Fohlen kümmerte. Wie erwartet hatte sich Skydive aber nur beim Trinken verschluckt, sonst fehlte ihm absolut nichts. Das Hengstchen war kräftig und verspielt, und manchmal überlegte ich skeptisch, ob er nicht schon fast etwas zu moppelig war. Als Lily mich endlich gehen liess, lag Blütenzaubers Fohlen schon als feuchtes Bündel neben ihr im frischen Stroh. Ich betrachtete die beiden liebevoll und versuchte zu erkennen, welches Geschlecht das Tierchen hatte. „Eine Stute!“ Über einen Namen würde ich mir später Gedanken machen. Das Fohlen war das erste von Spot und dementsprechend neugierig war ich auf seine Qualitäten. Ich sah ein paar Boxen weiter nach Caprice und ihrem wolligen braunen Hengstchen, das Gestern in der Frühe geboren worden war. Die Fuchsstute war entspannt und kümmerte sich liebevoll um ihr Erstgeborenes. Sogar noch besser war es vor zwei Wochen mit Pointless gelaufen. Das gepunktete Monster hatte uns alle überrascht und sich als hervorragende Mutter entpuppt. Ausserdem war ihr Fohlen eine unglaublich hübsche, dominant weisse Stute mit ganz feinen, braunen Fleckchen auf dem ganzen Körper. An der Schnauze und um die Augen hatte sie ebenfalls dunkle Flächen, die aufgrund des dort feineren, weissen Fells noch etwas deutlicher zu sehen waren. Auch sie hatte noch keinen Namen, aber ich spielte mit der Idee ‚A Winter’s Tale‘. Ausserdem hatte ich bereits beschlossen, sie definitiv zu behalten, denn ich war neugierig, wie sie sich entwickeln würde. Ich wusste noch nicht genau, welche Fohlen dieses Jahrgangs wir sonst noch zur Ausbildung hier behalten würden; das wollte ich in den kommenden Tagen zusammen mit Oliver bestimmen. Ausser den drei bereits erwähnten Babys hatten noch ein Welsh von Noir, ein Mini von Alu und ein Criollo Fohlen von Gini das Licht der Welt erblickt. Ja, nun war der Frühling definitiv gekommen. Ich freute mich schon auf die letzten Geburten, die noch bevorstanden. Bei Indiana und Islah konnte es jetzt auch jeden Tag so weit sein. Doch nicht nur solch junge Neuankömmlinge hatten wir in letzter Zeit begrüssen dürfen; auch sonst hatte sich viel verändert. Zum Beispiel stand nun in Box Nummer 14 der wunderschöne Fajir El Assuad, ein knapp sechsjähriger Halbbruder von Kaythara. Ich erhoffte mir, ihn später erfolgreich als Zuchthengst einsetzen zu können, denn seine Abstammung war ausgezeichnet. Der einzige Haken daran war, dass er sozusagen keine Rennleistung hatte. Er war früh aus den Rennen zurückgezogen und stattdessen in Dressur oder Springreiten trainiert worden, sodass ich nicht mit Sicherheit sagen konnte, wie gut seine Nachkommen auf der Bahn sein würden. Vom Körperbau her schien er aber alle Voraussetzungen für einen guten Galopper zu erfüllen. Ausser Fajir waren noch Shattered Glass, eine Paint Horse Stute, und Dante, ein Holsteinerhengst übergangsweise hier. Ich hatte die Beiden von einem Rettungshof übernommen und bereits neue Besitzer gefunden, doch solange der Papierkrieg um die Ausfuhr noch andauerte, blieben sie hier. Auch Álaedis hatte den Weg zurück nach Pineforest Stable gefunden: ich hatte die Stute zurückgekauft, weil sie vernachlässigt worden war. Nun überlegte ich, ob ich sie vielleicht als zukünftige Zuchtstute behalten wollte, doch es hatten sich auch für sie schon wieder Interessenten gemeldet, also würde ich sie wohl weiterziehen lassen. Der letzte Neuling, der heute ankommen sollte, war ein prächtiger Andalusierhengst, den ich im Frühsommer zusammen mit den meisten Fohlen dieses Jahrgangs versteigern wollte. Ich hatte ihn ebenfalls von einem Schutzhof freigekauft und wollte ihn nun aufpäppeln. Er war laut den Tierschützern in Spanien bereits Gekört worden und hörte auf den Namen Negresco. Seine Ankunft war für fünf Uhr geplant, also hatte ich noch etwas Zeit, mich um die Minis zu kümmern.
      Es war drei Uhr, die Sonne schien und die Vögel wollten gar nicht mehr ihren Schnabel halten. Ich schlenderte Barfuss und mit hochgekrempelten Hosen durch das saftige Gras am Wegrand zu den Weiden. Nur im Schatten der Tannen war es noch etwas zu kalt, sodass ich leichte Gänsehaut bekam. Ich hüpfte über den Schotterweg zum Weidetor und betrat das Reich der Stuten. Meine Hornhaut ist auch nicht mehr das, was sie mal war, stellte ich angesichts meiner nun etwas schmerzenden Füsse fest. Aber das wird sich bald wieder ändern. Chip, Daki und Allegra kamen angetrabt, die restlichen glotzten mich nur von weitem an, weil sie genau wussten, dass es nicht Futterzeit war. Ich wich Dakis Hufen geschickt aus, als sie mir fast auf die Füsse trampelte, mit dem Resultat, dass ich fast über Allegra stolperte. Der winzige Fellball versteckte sich erschrocken hinter ihrer Mutter, nachdem sie mir einen warnenden Tritt verpasst hatte. Na zum Glück ist sie noch so klein und schwächlich, dachte ich augenrollend, und rieb mir die Wade wo sie mich getroffen hatte. Ich konnte ihr aber nicht wirklich böse sein, weil es ja meine Schuld gewesen war. „Stupid humans shouldn’t come here barefoot, right?“, rief ich lachend. „That’s probably right“, rief eine Stimme hinter mir zurück. Lewis stand mit der Mistgabel beim Offenstall; ich hatte ihn zuvor gar nicht bemerkt. Er grinste und machte sich wieder an die Arbeit. Ich lief zu den restlichen Stuten, die in der Nähe der Bäume grasten. Alu und ihr kleines Anhängsel wurden von Papillon beschützt, die sehr Herdenorientiert war und sich anscheinend dazu verpflichtet fühlte. Ich machte mir aber ein wenig Sorgen, dass Papillon das Kleine vielleicht stehlen könnte. Daher bat ich Lewis später ‚to keep a close eye‘ was die beiden anging. Bei den Minis musste nur noch Rapunzel abfohlen. Sie war ein richtiges Fass auf zwei Beinen und ich fragte mich, wie lange sie noch brauchen würde. Eigentlich war der errechnete Termin schon vor über einer Woche gewesen. Andererseits hatte die Stute bei ihrem letzten Fohlen auch etwas länger gebraucht, und am Ende war trotzdem alles gut gegangen. Wo wir schon vom Teufelchen sprachen - Kicks-a-Lot und Tigrotto lieferten sich gerade dem Zaun entlang ein Wettrennen, mit anschliessendem Gerangel. Tic-Tac sah ihnen bloss verschlafen zu, denn sie lag zusammen mit Lady und Rose im Schatten. Ein wenig Training würde ihnen wiedermal guttun, beschloss ich bei Kiwis pummeligem Anblick. Ich hatte in letzter Zeit mehr mit den ausgewachsenen Minis trainiert und die Halbstarken etwas vernachlässigt. Dafür war Lady Diva was das Country Pleasure Fahren betraf nun in die höchste Turnierklasse aufgestiegen.
      Bevor ich wieder zum Nebenstall schlenderte, sah ich kurz bei den Hengstchen rein. Die Langweiler dösten alle im Offenstall, anstatt das tolle Wetter draussen zu geniessen. Ich ging nicht näher heran, um Arco, Caress und Caillean nicht zu stören. In einer Ecke des Stalls lag Becks, den ich vor ein paar Tagen gekauft hatte. Er brachte frisches Blut in meine Zucht und war bereits ein erfahrenes Showpferd. Rapunzel hatte sogar schon einmal Bekanntschaft mit ihm gemacht – das Fohlen von den beiden war damals aber an einer Krankheit gestorben. Immer noch barfuss begab ich mich zu Dreams Box, weil ich Lily suchte. Doch sie war ausnahmsweise nicht hier. Erstaunt sah ich mich um und rief nach den Hunden, die jeweils auch ein gutes Indiz für den Aufenthaltsort meiner Nichte waren. Sheela und Zira kamen hinter der Halle hervorgeschossen, Jacky folgte ihnen humpelnd. Sie war letztens ziemlich übel gestolpert und hatte sich die Pfote dabei verstaucht; nichts Ernstes, aber es würde noch ein/zwei Wochen dauern, bis sie wieder ganz normal lief. Ich lobte die drei für ihr rasches Auftauchen und lief dann, von ihnen verfolgt, auf dem Schotterweg zur Ovalbahn. In der Ferne sah ich Ajith und Quinn beim Osteingang zum Hof stehen. „What’s going on?“, fragte ich, sobald ich bei ihnen war. „Muskat broke free from Charly, when he was trying to get him and Cantastor back to the barn. At first he was able to hold back Canto, but then he fell and Canto got away too. They both ran in this direction; Lily and Charly are following them. We’re standing here in case they manage to chase them back.” Ich entgegnete wütend: “What was he thinking by taking them both at once? He must have known It’s springtime and the horses are all very jumpy!” Ajith zuckte mit den Schultern und Quinn schüttelte den Kopf. Ich nahm Quinn mit zum Nordstall, wo wir Calico und Dod sattelten, um die Ausbrecher einfangen zu gehen. Ich konnte nicht gut mit einem Lasso umgehen, weshalb ich darauf hoffte, nahe genug an die beiden heranzukommen, um die Führstricke zu fassen, die noch immer an den Halftern hängen mussten. Quinn und ich ritten an Ajith vorbei raus und trabten schon nach einer kurzen Einwärmzeit an, um die Verfolgung aufzunehmen. Zunächst mussten wir Charly und Lily finden. Nach langem Rufen begegneten wir ihnen weiter oben am Flussufer. „Where are they?“, fragte ich hoffnungsvoll. „We last saw them somewhere over there, but they’re hidden behind the bushes now.“ Charly deutete zu den Büschen weiter oben. Wir teilten uns auf und ritten, beziehungsweise liefen um das Gebiet herum, sodass wir die Pferde von Norden her einfangen konnten. Mit dieser Strategie wollte ich verhindern, dass sie noch weiter weg liefen. Vorsichtig streiften wir an den Büschen vorbei, bis ich Cantastor entdeckte. Der Dunkelbraune sah mich und Dod mit gespitzten Ohren an. Er blieb zum Glück ruhig stehen, sodass ich mich nähern konnte und sein Seil zu fassen bekam. Ich lobte ihn erleichtert und band sein Seil am Sattelhorn fest. Dann trabte ich weiter auf der Suche nach Muskat. Die anderen hatten ihn inzwischen aufgespürt und umkreisten ihn, doch er suchte bereits nach einer Lücke zum entwischen. Als Quinn auf ihn zuritt, drehte er ab und bretterte mit Fahnenschweif in Richtung Pineforest Stable zurück. Canto tänzelte etwas und rief seinem Kumpel lautstark, versuchte aber nicht, sich wieder loszureissen. Ich befahl Charly, sich auf Cantos Rücken zu schwingen und an der Mähne zu halten, während die kleine Lily bei Quinn vorne mit aufstieg. Wir trieben Muskat in die Richtige Richtung, sodass Ajith einen entscheidenden Versuch hatte, ihn zu fassen zu bekommen. Der dunkelhäutige Pfleger warf die Arme hoch und liess Muskat abbremsen, dann schnappte er sich zielsicher den Strick des Hengstes. Wir jubelten ihm zu brachten dann die beiden Vollblüter gemeinsam zurück zum Hauptstall. Quinn meinte lachend zu Ajith: „That was not bad, he had no chance!“ Er winkte ab, grinste aber übers ganze Gesicht. Charly hatte seine Lektion gelernt und versprach, in Zukunft zumindest die Hengste einzeln zu führen. Kurz darauf kam Negresco an und wurde von Jonas in seine vorläufige Box im Nordstall gebracht. Der Braune hatte einen wunderschönen Kopf und ich konnte mich nur schwer davon abhalten, mit dem Gedanken zu spielen, ihn hier zu behalten.
      Am Abend sassen wir alle auf Gartenstühlen und Bänken unter den drei Bäumen zwischen dem Pflegerheim und dem Haupthaus. Nur Elliot, Lisa und Oliver waren noch unterwegs, um ausserhalb von Pineforest Stable Reitstunden zu geben. Es gab Tee und Kekse, was nach dem langen Arbeitstag eine verdiente Wohltat war. Wir überlegten uns Namen für die Fohlen, war gar nicht so leicht war. Sie mussten nicht nur gut klingen, sondern auch zu den Namen der Eltern passen und später von den Sprechern bei Rennen oder Turnieren gut genannt werden können. Für Pointless‘ Fohlen setzte sich ‚A Winter’s Tale‘ durch, denn uns fiel ausser ‚Surely no Spots‘ und ‚Snowbutt‘ nichts mehr ein (Lewis machte einen Schmollmund, als ‚Snowbutt‘ einstimmig abgelehnt wurde). Blütes Fohlen wurde dank Rosie vorläufig ‚Savory Blossom‘ genannt. ‚Gamble Away‘ wurde es für Mikkes Fohlen. Das kleine Welsh-Tier nannte ich ‚Daydream of Money‘, als Anspielung auf Noir’s französischen Namen. Ginis Fohlen hiess fortan ‚Dreams of Revenge‘ und das Mini-Fohlen von Alu ‚Arctic Alinghi‘. Bei der anschliessenden Stallkontrolle entdeckten wir ausserdem, dass bei Indiana die Wehen eingesetzt hatten. Die Geburt verlief Problemlos und ohne unser Eingreifen. So stand eine Stunde später auch Spots zweites Fohlen, ‚Stop Making Sense‘, zum ersten Mal auf wackeligen Beinen. Ich mochte dieses Kerlchen schon jetzt ganz besonders, weil es fast dieselben wilden Sprenkel wie sein Vater trug. Ausserdem hatte es einen Bildschönen Kopf.
    • Wolfszeit
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      A new Year Together|Wolfszeit
      27.05.2016
      Heute stand ich besonders früh auf, da wir heute das erste Mal einen Teil des Reitschul Konzept testen. Heute war die Shettyschule dran. Um 10 Uhr würden die Ausritte starten. Also ging ich runter und fütterte erst alle Shettys und dann die Pferde. Da es erst 7 Uhr war beschloss ich mir Lady Swan zu nehmen und auszureiten. Ich ging in den Stall und kraulte die Weiße Stute, die mir ihren Kopf entgegen Streckte. Ich halfterte die Stute und brachte sie auf den Puztplatz, bevor ich ihre Putzbox holte. Ich putzte Swan und sie döste etwas vor sich hin. Als sie fertig gesattelt war begegnete ich auch Colin der gerade dran war die Pferde auf die Koppel zu führen. Im Hof stieg ich auf und ritt in den Wald. Da es heute Nacht geregnet hatte, roch es angenehm frisch und die Wassertropfen glitzerten an den Bäumen und Blätter. Swan genoss den gemütlichen Ausritt sehr und schnaubte ab und zu zufrieden. „Guten Morgen Jayden“ rief ich den jungen Mann zu als wir uns begegnet.

      Ich ritt gerade in den Wald, damit Selection sich noch etwas entspannte. Als wir ein Stück geritten waren traf ich Luchy, die gerade von ihrem Ausritt zurückkehrte. “Hi Luchy, auch schon auf“ rief ich ihr zu, bevor Ich l Selection ihren Weg selbst wählen ließ und zu meinem Erstaunen, wählte sie den Weg zum See. Dort angekommen ließ ich Stute trinken und auch bis zu den Fesseln hinein treten da es schon warm genug war.

      Um punkt halb 10 stand ich vor dem Shettyauslauf und wartete auf Luchy. Ich war sehr aufgeregt und war gespannt ob das klappen würde mit der „Shettyschule“. Als Luchy endlich kamen holten wir Amigo, Ardehel und Violá aus dem Paddock um sie zu putzen. „Lass Cremella l bei Delyx, sie ist noch nicht weit genug ausgebildet.“ Sagte Luchy. Außerdem sollte heute ein neues Fohlen aus England kommen. Luchy und ich deckten die Ponys aus, putzen sie und statteten sie mit Pad und Longiergurt aus. Die Kinder sollten erst einmal das Pony kennenlernen. Als wir gerade fertig waren kamen schon die Eltern mit ihren Kindern. Während Luchy mit den Eltern über das Konzept redete erklärte ich den Kinder Grundlagen zum Umgang mit dem Pony. Als alle Ponys nun auch mit Trense ausgestattet waren durften die Kinder auf die Ponys. Ein kleines Mädchen namens Ella ging auf die flauschige Violá, der kleine, blonde Ethan ging auf Ardehel und ein kleines braunhaariges Mädchen namens Cloe ging auf Amigo. Ich Erklärte den Eltern wie sie die Ponys führen müssen und dann ging es eine Runde ins Gelände.

      Als ich in den Stall ging kam mir Colin mit Rosedealer entgegen. „Hi Anu, wollen wir mit Avicii und Buddy ein trainigsrenne machen?“ fragte ich die junge Frau die gerade die braune Stute putze.“Ja, klar gerne“erwiederte sie und ich holte Ash aus der Box. Als wir zur Rennbahn rübergingen sah ich Samu mit British Gold auf dem Platz. Wir ritten die beiden Hengste warm bevor wir ein Trainigsrennen machte. Ich gewann mit Buddy mit knappen Vorsprung. Wir brachten die Hengste zurück und auf der Koppel begegnete mir Colin mit Nabuko. Er holte sie gerade von der Koppel. Ich holte mir Whats Happend in The Dark und ritt etwas mit ihr aus.

      Ich hatte gerade Uschi und Hope fertig geputzt. Ich spannte die beiden an und beschloss einen Runde durch den Wald zu fahren. Auf dem Weg begegnete ich Luchy die gerade mit Darky unterwegs war.

      Ich brachte Darky auf die Koppel und holte stattdessen Dorn und machte ich fertig fürs Distanz Training. Ich ging also mit ihm ins Gelände und er arbeite gut mit. Zurück am Hof begegnete Ich Colin der grade mit Lamira und Fashion Girl in die Halle ging. Ich brachte Dorn weg und holte Color Splash um sie zu longirern. Also ging ich mit ihr in die Halle und begann sie zu longieren damit sie die Gangarten besser lerne. Als ich sie zurück auf die Koppel führe begegnete ich Samu der gerade mit Nathalie und Promise Of Sundance in die Longierhalle ging. Ich hingegen holte Miss Griselda Braun und ging mit ihr auf den Platz. Momentan übte ich mit ihr noch vom Boden aus da wir festgestellt hatten das sie ihre Aggressionen durch einen eingeklemmte Nerv bekommen hatte. Das war zwar gelöst aber jetzt musste sie neues Vertauen gewinnen. Nachdem ich fertig war brachte ich die Stute auf die Koppel und holte den kleinen Neuzugang. Caillen ließ sich brav einfangen und ich nahm ihn mit zum Putzplatz wo ich den kleinen gründlich putze. Ich ging anschließend mit ihm in die Halle und longierte ihn ausgiebig. Anschließend brachte ich ihn zurück in den Paddock wo er fröhlich mit Delyx herrumsprang.

      Ich hatte gerade Citzien Fang gesattelt und ging mit ihm etwas auf dem Platz wo ich einen kleine Trail Parcours aufgestellt hatte. Citzien ging brav über jedes Hindernis drüber. Zum Abschluss machte ich etwas Bodenarbeit mit ihm. Auch hier arbeitete er brav mit und somit ließ ich am Ende zurück auf die Koppel. Da Lina heute viel zu tun hatte mit der Shetty Schule beschloss ich mir die kleine Quater Stute Blue Heart zu schnappen. Auch mit ihr ging ich auf den Platz ich wollte nämlich mit ihr üben über eine Plane zu laufen.

      Lina war gerade damit fertig geworden die Shettys aufzuräumen also fragte ich“ Wollen wir zusammen ausreiten gehen?“. „Gerne Jayden, ich hole nur schnell Illiada.“. Ich holte Cassini´s Girl und wir beide putzen die Stuten ausgiebig auf dem Putzplatz. Als wir beide fertig waren stiegen wir im Hof auf und ritten los. Wir ritten Richtung Feld damit die Stuten auch mal ordentlich Galoppieren konnten.

      Ich hatte gerade Wo der Wolf heult und Worrior fertig gemacht als Luchy mit Saturn in den Stall kam. „Uns wie liefs mit ihm?“ frage ich neugierig. “Es lief super Anu, er macht fortschritte“ Sie hatte gerade mit dem Hengst trainiert da er Schwierigkeiten mit der Koordination hatte. Ich schwang mich auf Wolf und nahm Worrior als Handpferd mit. Ich ritt durch den Wald da Wolf dort meistens entspannter war.

      Ich hatte Captain gerade von der Koppel geholt als mir einfiel das der Hengst heute frei hatte. Also brachte ich ihn zurück. Dafür holte ich Keez und Ice Rain. Ich ließ die beiden Stuten in der Großen Halle etwas laufen und beide wälzten sich erst einmal. Als beide sich etwas ausgepowert hatten ließ ich sie zurück auf die Koppel. Als letztes für heute war noch Legolas dran. Ich machte den Hengst fertig und ritt mit ihm ein paar Dressur Übungen.

      Ich kam gerade mit Jayden vom Ausritt zurück als er mich fragte ob ich nicht Sisko mit Crystal in di Halle packen wollte. Also sattelte ich Illa ab und brachte sie auf die Koppel. Anschließend schnappte ich mir Sisko und Crystal und ließ sie laufen. Die Hengste powerten sich erst aus bevor sie sich wälzten und anschließend sich noch etwas kraulten. Das nenn man echte Männer freundschaft.

      Ich hole gerade mein letztes Pferd für heute da Floke und Elf Dancer heute frei hatten. Also Sattete ich Ace und wollte mit ihm in die kleine Halle doch da ließ Lina gerade Sisko und Sky laufen. Also gesellte ich mich zu Jayden und Legolas in die Große Halle.

      Nach dem Ausritt war ich fertig das Leika, Beauty und Masko heut frei hatten. Also begann ich damit die Pferde von der Koppel in den Stall zu holen.

      Da vor ein paar Tagen unser Jahrestag gewesen war, aber Luchy an dem Tag auf Fortbildung war hatten wir beschlossen das heut Nachzuholen als holten wir Abadon und Carry raus und machten sie für den Ausritt fertig. Wir beschlossen zu dem See zu reiten wo alles Begonnen hatte.
    • Wolfszeit
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      20.10.2016| Wolfszeit
      Heute war wieder viel los auf der Ranch. Ich kam gerade mit Cailean und Delyx vom Spaziergang zurück, als Samu mir gerade mit Swan entgegen kam. Swan lahmte. Samu erzählte das Miss Griselda Braun mal wieder gezickt hatte und dabei Swan erwischte. Das bedeutete wieder Einzelhaft für Grisi. Ich stellte die beiden kleinen AMH- Hengste zurück auf den Paddock und holte schnell einen Strick um Grisi von der Koppel zu holen. Damit sie trotzdem Auslauf hatte stellte ich sie auf den Paddock. Danach ging ich in den Stall um mir Swans Bein anzusehen. Ich weiß Samu an das Bein zu kühlen bis der TA kam. Also band er die Stute am Putzplatz an und holte einen Wassereimer, worein er Swans Bein stellte.

      Ich ging inzwischen zu Caruso um mit ihm zu trainieren. Eigentlich wollte ich mit ihm in die Halle allerdings waren dort gerade Anu und Jayden mit Selection und Flocke am Trainieren. In den Roundpen konnte ich auch nicht da dort gerade Colin ein Join Up mit Blue Heart machte. Also ging ich auf den Dressurplatz. Lina war gerade mit Ardehel, Violá, Cremella und Amigo und den Kindern auf einem Ausritt. Also begann ich mit etwas Bodenarbeit mit Caruso. Der New Forest Hengst reagiert schon gut auf Körpersprache sodass wir langsam beginnen konnten ihn auf den Sattel vorzubereiten. Als ich mit Caruso fertig war kam auch schon Anu mit Acerado auf den Platz. Ich stellte Caruso weg und holte Uschi und All Hope Is Gone. Ich putze beide gründlich und legte ihnen dann das Geschirr an. Ich wollte sie wieder an die Kutsche gewöhnen da ich sie im Winter gerne vor dem Schlitten hätte, außerdem sind sie trotz ihrem Größenunterschied ein super Gespann. Auf dem Weg durch den Wald begegnete ich Jayden der gerade mir Cassi und Ice unterwegs war. Zurück im Stall berichte Samu der gerade mit dem Tierarzt gesprochen hatte, berichtete das Swans wunde nur halb so schlimm war. Die Stute hatte nun ca. 1 Woche Boxenruhe und der Kühlverband sollte regelmäßig gewechselt werden.
    • Wolfszeit
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      17.02.2017| Wolfszeit
      Ich kam erst in den Stall als Lina und Jayden schon dran waren Mini Cookie, Amigo, Ardehel und Cremella fertig machten. Ich ging zu Lady Swan und putzte die Stute, bevor ich sie sattelte. Heute ging ich nur kurz ins Gelände mit ihr wo ich Anu mit Flocke begegnete. Als Swan auf der Koppel stand sah ich Colin und Nabuko beim Training zu. Ich liebte es ihm zuzusehen. Wie er sich bewegte und wie er sogar mit schwierigen Pferden klar kommt. Als er fertig war kam er zu mir. „Hi Schatz“, begrüßte ich ihn. „Der kleine Läuft ja inzwischen richtig gut“. „Das tut er“ antwortete Colin und küsste mich. Ich hielt ihr etwas länger fest als nötig aber ich liebet seinen Duft. Nabuko stupste uns ungeduldig an. „Ist da jemand eifersüchtig“ lachte ich. Auf dem Weg zu stall sah ich das Lina mit den Ponys inzwischen Weg war und Jayden mit Delyx trainierte. Während ich Nabuko für Colin absattelte brachte er Dorn in die Führanlage wo bereits Sisko drin stand. Samu half Jaxden unter seiner Anleitung trainierte er Cailean. Als ich Nabuko abgesattelt hatte rachte ich ihn auf die Koppel zu Carouso. Anu kam gerade mit Dorn zurück als Jayden und Samu sich nun Snowithe holten. Ich schaute noch kurz überall nach dem rechten bevor ich Colin und ich in Stadt führen um noch einiges zu erledigen
    • Wolfszeit
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      06.05.2017|Wolfszeit
      EINE GLÜCKLICHE NACHRICHT
      Als ich heute morgen aufstand war mir etwas schlecht. Das ging nun schon seit Wochen so. Colin war schon laufen und auch der Rest des Teams schien schon am arbeiten zu sein. Ich zog mich an und ging hinunter. Ich wollte zuerst nach den Shettys sehen. Die vier Damen Cremella, Mini Cookie, Little Snowwithe und Ardehel standen bereits auf der Weide und kam an den Zaun als sie mich sahen. Ich strich Cremy die ganz vorne stand über die Stirn. Dann ging ich weiter zu den Shettyoffenställen wo Lina gerade Cailean für das Schrecktraining fertig machte. Delyx und Amigo futterten fröhlich ihre Heu. Ich ging nun in den Stutenstall wo ich zu Lady Swan ging die schon ungeduldig wartete. Heute war die Stute mal wieder sehr gut drauf und ging etwas stürmisch aus der Box als ich sie zu Putzplatz führte. Ich putze die Stute was sie durch ihr tänzeln nicht grad erleichterte. Als ich dann endlich soweit war und sie gesattelt und getrenst hatte stieg ich auf und rit auf den Platz. Sie regte sich wegen jeder Kleinigkeit auf und arbeite erst nach einer halben Stunde ruhig und konzentriert mit. Als ich und die Stute verschwitz waren machte ich Schluss und führte Swan unter das Solarium wo ich sie trocknete. Als sie trocken war brachte ich sie auf das Paddock wo sie sich wälzte. Samu arbeite Nabuko gerade in der Longierhalle. Als ich sah das Colin mit Caruso arbeite beschloss ich einkaufen zu fahren. In der Stad ging ich ebenfalls bei der Apotheke vorbei. Nach einer Mittagspause ging ich zurück in den Stall und suchte Colin. Ich fand ihn bei Carry auf dem Paddock. Der Hengst lag auf der Seite und Colin war neben ihm eingenickt. Citzien und Abadon die auf den Angenzenden Paddocks Standen dösten vor sich hin. Ich ging erst zu Blue Heart die neben Abadon stand und begrüßte die Stute. Dann schlich ich zu Colin. Carry schaute auf blieb aber liegen. „Na, Schatz“ flüsterte ich ihm ins Ohr. Er blinzelte und begann zu grinsen. „Mmm, wollen wir ausreiten gehen?“ antworte er und begann aufzustehen. „Hoch mit dir mein Junge“ sagte er zu Carry und der Hengst stand auf. „Und wir zwei gehen jetzt die trensen holen“ sagte er zu mir und legte mich über seiene Schulter. Ich quitschte und begann zu lachen. Carry folgte uns neugierig bis zum Zaun. Einige Minuten später gehrten wir mit Trensen und alle auf den eigen Füßen zu den Pferden zurück. Wir trensen Blue und Carry und ritten in Richtung der Lichtung wo wir unser erstes Date hatten. „Colin ich muss dir was sagen“ begann ich. „Ich bin schwanger“. „Wirklich?“ fragte er freudig. „Ja im dritten Monat“. Colin schwärmte die ganze Zeit vom Baby als wäre er schwanger. Und so verlief unser Ausritt gut.
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  • Album:
    Stàballan Madadh-Allaidh
    Hochgeladen von:
    Wolfszeit
    Datum:
    7 März 2020
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  • PFS' CAILLEAN

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    By Veni

    BESCHREIBUNG
    Name: PFS'Caillean
    Rufname: Lean
    Geschlecht: Hengst
    Rasse: American Miniature Horse
    Geburtstag: 10.06.2015/2 Jahre
    Geburtsort: England
    Stockmaß: 86 cm
    Gewicht: 77 Kg

    STAMMBAUM
    von: Glenns Caress
    von: Glenns Triumph aus der: Caresses Diamond
    von: Unbekannt aus der: Unbekanntvon: Unbekannt aus der: Unbekannt

    aus der: Alufolie
    von: Klofolie aus der: Aluminiumpapie
    von: Unbekannt aus der: Unbekanntvon: Unbekannt aus der: Unbekannt

    MERKMALE
    Deckhaar: Brauner
    Langhaar: Schwarz
    Abzeichen:Schnippe, Stern, v. und h.l. hochweiss gestiefelt, h.r. weiss gestiefelt
    Scheckung: Schabracktiegerschekce
    Gencode: Ee,Aa,Lplp,PATN-1,patn-1

    Lezter Tierarztbesuch:
    Chipnummer: folgt
    Gesamteindruck: Gestund
    Aktue Krankheit/en: keine
    Chronische Krankheit/en: keine
    Erbkrankheit/en: Keine


    Lezter Hufschmiedbesuch:
    Ausgeschnitten/Korrigiert: nie
    Hufbeschaffenheit: Gut
    Hufkrankheit/en: Keine
    Beschlag: Keinen

    AUSBILDUNG
    Eingnungen: Western/Halter Shows/Showjumping/ Langzügel

    Springen:E
    Millitary:E
    Dressur:E
    Distanzrennnen:E
    Western:E
    Galopprennnen:E
    Fahren: E


    TRANINGS - INFOS

    Fohlen ABC
    Jungpferdeausbildung


    Westernpferdeausbildung
    Einreiten ✔|Startboxgewöhnung X| Stangenarbeit X|Gelassenheitstraining

    Bodenarbeit
    Treiben & Bremsen|Durchparieren, Antraben/Galoppieren, Anhalten (Kommando) |Abstand zum Pferd |Wenden & Handwechsel| Auf Komando kommen

    SIEGE

    [SW 429]

    CHARACKTER

    Caillean war eines das ersten Miniature Zuchtfohlen von PFS. Er hat mittlerweile den Weg zu ihnen zurück gefunden und sich wieder gut eingelebt. Er versteht sich besonders gut mit seinem Vater Caress, von dessen Charakter er viel geerbt hat. Abgesehen davon ist er ein kleiner Clown, der es immer wieder schafft, die Pfleger zum Lachen zu bringen.Inzwischen ist er gut auf der LAke Mountain Ranch angekommen.

    Ausgeglichen ●●●● Unausgeglichen
    Aufmerksam ●●● Unaufmerksam
    Intelligent ●●●● Unintelligent
    Sozial ●●● Unsozial
    Begabt ●●●● Unbegabt
    Ruhig ●●●● Nervös
    Loyal ●●● Untreu
    Gutmütig ●●● Boshaft
    Nervenstark ●●●● Scheu
    Temperamentvoll ●●● Faul


    Weide/Weidepartner:
    Unterbringung: Hengstoffenstall
    Einstreu: Stroh


    ZUCHT - INFOS

    Caillean stammt aus der Zucht Pineforest Stable.
    Gekört:Nein
    Schleife:/
    Gewinnerthema:/
    Vorgesehen für die Zucht: noch Offen
    In der Zucht: Lake Mountain
    Nachkommen:Nein
    Nachzucht: Noch Keine
    Zu verkaufen: Nein
    Kaufpreis: 800 Joellen

    BESITZERLEGENDE
    Besitzer/Besitzerin: Wolfszeit
    Vorbesitzer/Vorbesitzerin: Occulta, Veni
    Verkaufsrecht/Erstelller: Occulta
    Reitbeteiligung/Trainer: folgt
    Spind/Pferdepass/PNG/Puzzle PNG

    Körpunkte:0(6,mit TA+HS+Zubi/Bewegung)