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Wolfszeit

♞PFS' Arctic Tiger|American Miniaturehorse

In meinem Besitz seit 25.02.2019 | Hengst|2 Punkte

♞PFS' Arctic Tiger|American Miniaturehorse
Wolfszeit, 28 Feb. 2020
Bracelet und Rinnaja gefällt das.
    • Wolfszeit
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      29.04.2017| Occulta
      STEHTS AUF DER SUCHE
      Ein Bellen weckte mich. „Morgen Occu. Hast du überhaupt ein Auge zugetan?“ Jonas vertraute Stimme drang durch das Tor des Offenstalls. Ich blinzelte verschlafen, richtete mich auf und zupfte etwas Heu aus meinem Schlafsack. Ich hatte die Nacht auf dem Heuboden des Stutenstalls verbracht, weil ich die Geburt von Moon Kiddys Fohlen unbedingt mitverfolgen wollte. „Ein hübscher kleiner Kerl ist das geworden, glaubst du er hat das Splash Gen von Dod?“ Sofort war ich hellwach. „Wie? Was?! Ist er etwa schon da??!“ „Ach du hast es also doch verpasst? Komm schau“, lachte Jonas. Meine Labrador Hündin Sheela stand an seiner Seite und wedelte auch schon fleissig mit dem Schwanz, um mich runterzulocken. „Das gibt es doch nicht! Ich war bis um drei Uhr wach, und sie hat überhaupt keine Anstalten gemacht!“ „Sie hat sicher extra gewartet bis du schläfst“, schmunzelte er. Ich befreite mich aus dem Schlafsack und schielte vorsichtig nach unten, bis zum letzten Moment gespannt, was mich erwartete. Ich war ganz entzückt, als ich das braune Fohlen erblickte. Es hatte auf den ersten Blick grosse Ähnlichkeit mit seiner Mutter, nur das auffällige Kopfabzeichen und zwei weisse Fesseln hinten wich von diesem Eindruck ab. „Täuscht mich meine Sicht oder ist das linke Auge blau?“ „Jup, ist es. Und schau dir die hübsch geschwungenen Ohren an.“ Ich kletterte die Leiter runter und ging zu Moon hin. Ich streichelte sie liebevoll und checkte rasch, ob mit ihr alles in Ordnung war. Dann wandte ich mich dem Hengstfohlen zu und untersuchte es mit prüfendem Blick. Es musterte mich skeptisch, aber da seine Mutter keine Versuche unternahm, sich zwischen uns zu stellen, kam es nach kurzer Zeit neugierig einen Schritt näher gewackelt. Es war noch sehr unsicher auf den langen Stelzen, die sich Beine nannten, aber es machte einen wachen, fitten Eindruck. „Es hat jetzt schon mehr Langhaar als alle bisherigen Fohlen“, bemerkte ich augenrollend, mit einem Seitenblick auf Moons lange Locken. „Was hast du erwartet?“ Spielerisch frustriert steckte ich meine Hände in die Hosentaschen. „Dass ich dabei sein darf, das hab ich erwartet!“ Jonas gluckste amüsiert. Mein Handy fiel mir fast aus der Tasche, also gab ich es Jonas, bevor es noch im Stroh landete. Ich warf einen Blick zu Feline und deren Fohlen, das schon seit zehn Tagen durch die Welt stakste. Es handelte sich ebenfalls um ein Hengstchen, einen wunderschönen, angehenden Schimmel, der das Splash Gen von Papa Drømmer om Død höchstwahrscheinlich bekommen hatte – jedenfalls hatte er viermal hochweiss und eine breite Blesse, was schonmal dafür sprach. Ich hatte bei seiner Geburt beschlossen, dass er einer der Kandidaten sein würde, die ich behalten wollte. Einen passenden Namen hatte der kleine Kerl auch schon: Disparo de Fiasco. Daran hatte ich ganz schön lange herumüberlegt. Feline liess mich wie immer freundlich an ihr Fohlen heran und wartete in respektvollem Abstand, beobachtete uns aber genau. Ich war froh, dass sich die Stute schon bei ihrem ersten Fohlen als zuverlässige, unkomplizierte Mutter herausgestellt hatte. Ich streichelte sie nochmal zum Zeichen, dass ich sie jetzt in Ruhe liess und verliess den Offenstall, Jonas folgend. „Das war wohl vorläufig das letzte, was? Die nächsten Fohlen kommen erst später.“ „Noch mehr von den Dingern?“, scherzte Jonas mit vorgetäuschter Überraschung. „Also auf das von Moonrise Shadows bist du ja wohl auch noch gespannt, oder etwa nicht?“ „Klar. Ich hoffe es wird ein Rappe.“ „Nähh, das wär ja langweilig! Ich hoffe es wird ein Fuchs, schliesslich haben wir noch keinen Paint Horse Fuchs.“ „Bestimmt nicht. Ist das bei den Eltern überhaupt möglich? Ich glaube nicht. Und wenn dann ist die Wahrscheinlichkeit seeehr gering. Ich sage das wird nix mit deinem Fuchs - black for the win.“ „Pfft.“ Er zwinkerte mir zu und ich streckte ihm die Zunge raus, dann bog ich in den Hauptstall ab. Sechs Vollblutfohlen hatte es dieses Jahr für Pineforest gegeben – jedoch war keines davon im Hauptstall zu finden. Die ‚Mütter‘ Campina, Iskierka, Shades of Gray, Sympathy for the Devil, Captured in Time und Cassiopeia mümmelten unbekümmert an ihrer morgendlichen Heuration. Wie das möglich war? Embryotransfer. Ich hatte letztes Jahr passend zur Zuchtsaison ein vergünstigtes Angebot von einem meiner Tierärzte bekommen, und nach Rücksprache mit Oliver hatten wir beschlossen, gleich den kompletten Jahrgang so heranzuziehen. Das hatte den grossen Vorteil, dass wir bereits Fohlen von den Stuten bekommen konnten, die noch aktiv Rennen liefen; ohne deren Karriere zu opfern. Die Fohlen wuchsen auf dem Gestüt auf, auf dem auch die Leihmütter zuhause waren. Im Absetzalter wollten wir die Truppe dann nach Pineforest auf die eigene Fohlenweide holen. In der Vergangenheit hatten wir dasselbe Prozedere auch schon mit Painting Shadows gemacht, und bisher nur positive Erfahrungen gesammelt. Ich prüfte, ob das morgendliche Vollbluttraining voranging, dann setzte ich meinen Rundgang in Richtung Weiden fort. Unterwegs fiel mir auf, dass sich mein Handy nicht mehr in der Hosentasche befand, wo ich es platziert hatte. Also lief ich nochmal zurück zum Offenstall, fest davon überzeugt, es im Heu zu finden. Doch auch nach zehn Minuten Suche blieb es verschollen. „Es muss doch irgendwo sein“, murmelte ich verärgert vor mich hin. Von unten beobachtete mich Lovely Summertime erwartungsvoll mit ihren freundlichen, dunklen Augen. Hinter ihr versteckten sich zwei paar züsätzliche Beine, die jedoch schon ziemlich kräftig aussahen. Immerhin war das dazugehörige Hengstfohlen namens Unclouded Summer Skies auch schon über zwei Wochen alt, doch am ältesten war das Fohlen von Ice Coffee. Die kleine Icy Rebel Soul war am zweiten April zur Welt gekommen, als erstes Fohlen dieses Jahrgangs. Entsprechend mutig und verspielt war sie bereits. Beide Fohlen waren übrigens von Unbroken Soul of a Rebel und hatten von ihm wie erhofft viel Farbe mitbekommen. Ich hoffte, dass er auch ebensoviel von seinem Talent mitgegeben hatte.

      Ich gab die Suche vorläufig auf und überlegte, ob ich das Handy auch irgendwo anders hätte verlieren können. Doch auch auf dem Weg zum Hauptstall war es nirgens zu finden. Ich beschloss, später nochmal mit Jonas zusammen zu suchen, und machte mich nun definitiv auf, um nach den Miniature Horses zu sehen. Auch dort hatte es gleich dreifach Nachwuchs gegegben. Und wie durch ein Wunder waren auch noch alle drei Fohlen am selben Tag geboren worden! Dakotas Fohlen Beck’s Daisy Orchid hatte schon um zwei Uhr morgens auf wackeligen Beinchen gestanden. Wie unschwer zu erraten, war es eine hübsche, erdfarbene Tochter von Beck’s Experience. Auch das zweite Fohlen war vom selben Vater. Es hörte (noch nicht) auf den Namen Beck’s Little Diva und war das erste Fohlen von meiner leuchtend fuchsfarbenen Stute Lady Diva from the Sky. Das Fuchsfell hatte sie von beiden Elternteilen übernommen, wie es anders auch gar nicht möglich gewesen wäre. In einem grauen Kleid präsentierte sich der letzte Fellkäuel, der neben Tigrotto im Stroh lag und erst spät in der Nacht vom 23. zur Welt gekommen war. Offenbar hatte Tigrotto beschlossen, dass sie den kleinen Arctic Tiger nun ebenfalls genug lange mit sich herumgetragen hatte und war deshalb kurzerhand dem Beispiel der anderen beiden Stuten gefolgt. Ich war jedenfalls sehr froh, dass alles so gut vonstatten gegangen war. Auch Chocolate Chip erwartete noch ein Fohlen, allerdings erst später im Jahr. Allegra, die mittlerweile ja zu einem stattlichen Jährling geworden war, freute sich über die neuen Spielkameraden. Auch wenn diese im Moment noch nicht so wild waren wie sie selbst und erstmal vor allem an zwei Dinge dachten: Trinken und Schlafen. Miss Mini Daki hielt Allegra seit Daisys Geburt etwas auf Abstand, aber ich war sicher, dass sich die kleine Familie bald organisiert haben würde. Übrigens war von klein Daisy gerade keine Spur zu entdecken. Ich traute meinen Augen nicht und sah mich gründlich um, doch das Fohlen war weder bei seiner Mutter, noch sonst wo zu entdecken. Alarmiert ging ich zum Stalltor zurück und sah mich draussen um. Das kann doch nicht sein – ist sie unter dem Zaun durch? Fieberhaft suchte ich nach der kleinen. Ich rief Lewis, der bei den Fohlenweiden ausmistete rüber. „Are you sure? She was still there wehen I came to feed them half an hour ago“, meinte er stirnrunzelnd. Wir betraten den Offenstall und ich zeigte ihm, was ich meinte. Doch der Pfleger schüttelte nur amüsiert den Kopf und meinte: „Theres she is. You sure that you’re awake, Occu?“ Tatsächlich, Daisy lag neben Daki im Stroh. Offenbar hatte ich sie zwischen den Halmen glatt übersehen. Beschämt liess ich ihn wieder seiner Arbeit nachgehen und kniete mich neben Daki, um Daisy anzulocken. Stattdessen wurde ich natürlich sofort von Allegra beknabbert, die meine Aufmerksamkeit auf sich lenken wollte. Ich ignorierte sie und streckte die Hand aus, damit Daisy daran schnuppern konnte. Die Miniatur-Fohlenschnauze berührte unsicher zuckend meine Finger, die anschliessend natürlich erstmal zwischen den weichen Lippen verschwanden. Zähne hatte das Tierchen zum Glück noch keine. Ich konnte mich kaum loslösen von dieser Niedlichkeit, besonders, als Tiger sich doch noch aufraffte und an ein paar Bocksprüngen versuchte, stattdessen aber ungelenk durch das Stroh stolperte. Als ich mich doch zum Gehen überwinden konnte, sah ich noch rasch bei den Hengsten vorbei. Arctic Blue und Glenns Caress dösten, der eine jeweils mit dem Kopf zum Popo des anderen. Das war eine Art natürlicher Instinkt, der es ihnen ermöglichte, potentielle Gefahren von allen Seiten her frühzeitig zu entdecken. So blieb auch ich nicht lange unentdeckt; Arco hob aufmerksam den Kopf und brummelte mir zu. Die Motivation zum Zaun zu kommen hatte er dann aber doch nicht. Nachtfalke hingegen kam rüber und prüfte, ob ich nicht vielleicht etwas hartes Brot oder eine Karotte dabei hatte. ‚Red‘, wie ich Becks gerne nannte, bediente sich weiter entfernt noch immer an dem Heuhaufen, den Lewis gebracht hatte.

      Mir fiel auf, dass ich Jacky und Zira diesen Morgen noch nicht gesehen hatte. Wo sie wohl stecken? Ich hielt die Augen offen und Pfiff, machte mir aber nicht die Mühe, nach den beiden zu suchen. Sheela hatte meinen Pfiff gehört und kam im galopp angerannt. Ich lobte sie und machte mich auf zum Nebenstall. Zwei Fohlen warteten noch auf mich: Cranberry und Cloony. Die beiden waren von Halluzination und Satine, Väter waren mein Liebling Co Pilot und dessen Halbbruder Costa de la Bryére. Ich hatte förmlich Freudensprünge gemacht, als ich die Deckanzeige von Costa gesehen hatte – schliesslich hatte ich den Hengst für kurze Zeit auch bei mir im Stall gehabt und er führte dieselben wertvollen Blutlinien weiter wie Pilot. Deshalb wollte ich beide Fohlen auch auf alle Fälle behalten. Registriert waren sie beide als British Warmblood, das hatte ich schon im Voraus so geplant. Als ich so mit verliebtem Blick über die Tür von Hallus Box lehnte, kam gerade eine Gruppe Vollblüter vom Training zurück. Normalerweise ritt ich ja selbst auch sehr gerne mit, aber in den letzten Tagen war ich durch das ständige Wachbleiben und Aufpassen so gerädert gewesen, dass ich freiwillig verzichtet hatte. Meistens hatte ich das Training sowieso verschlafen. Ich lächelte stolz, als ich Coulee beobachtete, die von April geritten den anderen folgte. Die Stute sah grossartig aus. Sie hatte ihre alte Form zurück und war auch psychisch wieder beinahe normal – das hatte sie letztens beim Handicap mit dem 3. Platz und einer hervorragenden Zeit bewiesen. Jetzt konnte ihr Comeback also so richtig losgehen. Auch wenn es immernoch Problemzonen mit der Stute gab; wenn man ihr genug Sicherheit vermitteln konnte, gab sie sich wirklich Mühe. Ebenfalls zu erwähnen war, dass Miss Moneypenny am selben Tag in einem anderen Rennen überlegen gewonnen hatte.

      Doch nicht alles lief so toll: mein Sorgenkind hiess Areion. Ich traf ihn und Lily wie immer am Nachmittag im Nordstall an. Eigentlich waren die beiden ein Herz und eine Seele, doch in letzter Zeit verhielt sich der Tinker zunehmend rüpelig und hengstig – offenbar spürte er den Frühling. Meine zehnjährige Nichte hatte einfach nicht genug Kraft, um gegen das grosse Plüschtier anzukommen, weshalb ihn im Moment meist Lisa ritt. Bei ihr lief er natürlich toll, aber letztendlich war er Lilys Pony. Ich zerbrach mir deswegen aber schon seit Wochen den Kopf, denn so konnte es einfach nicht weitergehen. Beide, er und Lily, waren frustriert und unglücklich mit der Situation. Als einzige rasche und zugleich nachhaltige Lösung sah ich eine Kastration. Doch wir alle taten uns etwas schwer mit dieser radikalen Massnahme. Leise seufzend machte ich mich daran, Lily beim Putzen zu helfen. Sie war auch heute etwas missmutig und bestrafte Areion schon für kleinste Fehltritte. Ich redete ihr ins Gewissen, dass Areion ja nichts dafür könne und nicht absichtlich so unartig war. „Er weiss es einfach nicht besser, und da du eben noch etwas zu wenig Kraft hast, um ihm den richtigen Weg zu zeigen…“ „Er soll aber auch auf mich hören, wenn ich nicht so viel Kraft einsetze! Du sagst schliesslich auch immer, dass ich ihm feine Kommandos geben soll!“ „Ja, aber manchmal reicht das eben doch nicht ganz – manchmal muss man zuerst etwas deutlich sein und kann erst danach wieder sanft werden, dafür dann umso besser.“ „Und du meinst, es wäre wirklich besser, wenn er kein Hengst mehr wäre?“, fragte sie halb murmelnd. „Ja. Dann könnte er sich nämlich wieder auf dich konzentrieren, und müsste nicht all den hübschen Frauen nachsehen.“ Sie schwieg nachdenklich, denn sie war eigentlich bis anhin absolut dagegen gewesen, ihn kastrieren zu lassen. Ich vermutete, dass sie einfach nicht wollte, dass der Tierarzt an ihrem Pony herumschnipselte, wenn es nicht lebenswichtig war. Doch der richtige Beweggrund für ihr Zögern offenbarte sich in ihrer nächsten Frage: „Glaubst du, dass Teddy nach dem Ka…strieren? irgendwie anders sein wird als vorher? Ich habe Angst, dass er dann ganz faul und verfressen wird…“ Ich konnte mir ein Kichern nicht verkneifen. „Wer hat dir das erzählt? Janine?“ Sie nickte. „Janine hat gesagt, dass ihr altes Pony nach dem… du weisst schon, ganz anders war als vorher und sie es deshalb nicht mehr haben wollte. Ich behalte Teddy auf jeden Fall! Aber ich will auch nicht, dass er sich verändert…“ „Keine Angst, er wird höchstens etwas ruhiger und braver werden. Ich mein, sieh dir mal Phantom an – ist der etwa faul und verfressen?“ Wir lachten beide bei der Erinnerung an den letzten Ausritt, auf dem er mir beinahe durchgebrannt war. Sein Training ging stets voran, wenn auch nicht mehr in ganz so grossen Schritten wie zu Beginn, aber trotzdem gab es immer wieder Rückschläge und Momente, in denen er wieder auf seine Instinkte zurückgriff und mich ausblendete. Es war eben nicht leicht, vier Jahre Wildnis und Überlebenskampf zu überspielen.

      Lily und ich einigten uns darauf, das ganze beim Abendessen zusammen mit Jonas nochmal durchzudenken und jetzt erstmal auf einen Spaziergang mit Areion zu gehen. Ich begleitete die beiden mit Ljóski, der nach dem gestrigen Tölt-Training auswärts eine wohlverdiente Pause bekam. Der kleine Ausflug verlief relativ entspannt, jedenfalls sobald wir vom Hof weg waren und Areion sich auf Lily konzentrieren konnte. Loki hatte bereits beinahe vollständig sein Fell gewechselt und sah prächtig aus. Mit dem kurzen Fell sah man seine Muskeln viel besser, und auch die Scheckung kam besser zur Geltung. Areion war noch etwas plüschiger, aber auch er hatte schon ganz schön viel Fell verloren. Doof nur, dass es in den letzten paar Tagen wieder ganz schön kalt geworden war. Die meisten Pferde froren trotzdem nicht, und den Geschorenen legten wir eben die Decken vorsichtshalber nochmal an. Als wir fast wieder Zuhause waren, fing es tatsächlich ein wenig zu schneien an, auch wenn es eher Schneeregen war. Wir retteten uns in den Nordstall und rubbelten die Rücken der beiden Jungs rasch mit Tüchern trocken, dann brachten wir sie in ihre Boxen und gaben ihnen je eine Karotte, wobei Herkir natürlich auch eifersüchtig an meinem Ärmel nippte. „Du kommst später dran, ich hab gehört Jonas plant einen anstrengenden Ausritt im Schneeregen“, sagte ich übertrieben laut, damit Jonas, der gerade hinter mir zu Circus Dancers Box schlenderte, hörte. Empört rümpfte er die Nase und antwortete: „Wer hat denn sowas behauptet? Als ob ich bei dem Hundewetter rausgehen würde…“ „Schön-Wetter-Reiter.“ „Und wie!“ Lily lachte beim Verlassen des Nordstalls über unseren Dialog und verschwand dann in Richtung Nebenstall – ich wusste auch genau, was sie dort vorhatte. White Dream war nämlich heute noch nicht bewegt worden, und Lisa hatte mir am Morgen verraten, dass sie wiedermal mit meiner Nichte abgetauscht hatte. Ich schmunzelte bei dem Gedanken und fand es schön, dass Lily die Ponystute so liebhatte.

      Ich selbst musste nun erstmal weiter zu Empire State of Mind. Auf den Schimmel wartete eine Dressurstunde, in der ich an den Seitengängen feilen wollte, um ihn zu lockern. Ich betrat seine Box und er streckte mir bereits freundlich seine graue Schnauze entgegen. Sein Halfter hing leider nicht wie üblich an seiner Boxentür, und ich hatte keinen Schimmer, wer es entfürt haben könnte. Aber ich wollte es eigentlich schon an seinem rechtmässigen Platz sehen, denn ich mochte es überhaupt nicht, wenn durch Unachtsamkeit Zubehör verloren ging. Also machte ich mich auf die Suche danach. Schliesslich wurde ich in der Führmaschine fündig, wo Cantastor es fälschlicherweise trug. Ich tauschte die Halfter aus und ging zurück zu Empire, um ihn aufzuhalftern und zu einer der Anbindestellen zu führen, wo ich mit dem Putzen begann – oder beginnen wollte, denn die Putzbox war auch weg. „Ajith! Where ist hat damn…“ Ich unterbrach mich selbst, als ich Anne entdeckte, die in der Sattelkammer drüben stöberte. „What are you looking for?“, fragte ich sie verwundert. „Darren told me to help him with the retired thoroughbreds today. I was so excited! I sat on Catastor for the first time!”, berichtete sie stolz.” “Now I’m just looking for some leg wraps.” “Why does he need leg wraps? You didn’t sprint a marathon, did you?“ „No…“ „So he doesn’t need any. Thoroughbreds are not that sensible, don’t worry.“ Daraufhin verschwand sie, um den dunkelbraunen Hengst aus der Führmaschine zu holen und in seine Box zu bringen. Als sie vor mir um die Ecke bog, bemerkte sie stirnrunzelnd „Just now I thought he had a yellow halter on… How strange.“ Ich schmunzelte kopfschüttelnd und erkannte, was los war. „I swaped them ‘cause you took Empire’s halter.” „Oh, I’m sorry, I didn’t know…“ „No problem.“ Mir war es zwar ein Rätsel, wie sie sie hatte vertauschen können, wo doch die Halfter aller Pferde an den jeweiligen Boxentüren hingen, doch ich sagte nichts weiter und kümmerte mich um Empires Putzbox. Nach einigem Suchen fand ich sie neben Sunday’s Spind. Leicht verärgert schnappte ich sie mir und putzte mit ihrem Inhalt meinen mittlerweile etwas ungeduldigen Schimmel. Da seine Beine etwas schlammig waren, stellte ich ihn vor dem Aufsteigen noch beim Waschplatz hin, um sie rasch abzuspritzen. Mir fiel auf, dass seine Vorderhufe schon wieder ein wenig ausbrachen, also beschloss ich, sie nach dem Reiten noch rasch zu feilen, denn natürlich fand ich heute auch die Feile nicht an ihrem angestammten Platz vor. Der Hengst war barhuf, denn er lief ja keine Rennen mehr und war momentan auch nicht im sonstigen Spitzensport tätig. Wir hatten uns mit ihm bisher auf Grundlagen beschränkt, damit er diese nach seinem Karriereende in aller Ruhe hatte erlernen können. Ausserdem waren wir mit ihm immer viel im Gelände gewesen, sodass er mittlerweile äusserst verlässlich geworden war. Also eigentlich hatte er bisher einfach sein Leben nach der Rennbahn geniessen dürfen und war langsam und schonend umgeschult worden. Wie gut er die Grundlagen in der Dressur mittlerweile beherrschte, zeigte sich auch heute. Fleissig und bemüht, alles richtig zu machen, kreuzte er die Beine. Nur das Tempo war noch ein wenig zu hoch. Ich versuchte schon seit einem Weilchen ihn immer mehr zu versammeln und die Lektionen ruhiger zu reiten, aber es dauerte bei ihm halt etwas länger, da er doch eine ordentliche Portion Temperament hatte. Ich war aber ganz schön zufrieden mit unseren heutigen Anstrengungen und lobte ihn entsprechend ausgiebig beim Trockenreiten. Als ich zum Fenster raus sah, entdeckte ich zufällig die beiden seit dem Morgen vermissten Hunde, die auf der Ovalbahn mit einem Ball von Lily spielten.

      Um vier Uhr hatte ich Empire versorgt und putzte bereits den nächsten Kandidaten, nämlich Ronja Räubertochter. Auch für sie stand gewöhnliche, langweilige Grundlagen Dressur auf dem Plan, was einzig dazu diente, sie zu beschäftigen und an Feinheiten zu feilen. Sie war heute etwas stur und aufmüpfig, vermutlich wegen des frischen Wetters. Trotzdem schafften wir eine halbwegs produktive Dreiviertelstunde. Beim Versorgen tastete ich noch ihren Rücken ab, um zu sehen, ob sie irgendwo verspannt war. Im Rücken fand ich nichts, aber bei der Schulter zeigte sie mir mit Scharren ein wenig Unwohlsein. Ich massierte die betroffene Stelle und dehnte die Vorderbeine durch ausstrecken. Sie gähnte vor Entspannung und schüttelte sich, als wäre sie gerade im Staub gelegen. Ich lachte über den treudoofen Blick, den sie danach aufsetzte und dessen Bedeutung ich längst kannte: „Darf ich jetzt bitte meine Karotten haben?“ Ich streckte sie ihr selbstverständlich hin, sobald ich ihr in der Box das Halfter ausgezogen hatte. Linda kam auf mich zu und fragte mich, ob ich ihr helfen könne Darren zu finden. Ich antwortete etwas gereizt, dass ich heute am liebsten nichts und niemanden mehr suchen wollte, gab ihr aber den Tipp, im Strohlager nachzusehen.

      Es war nun fast halb sechs und ich nutzte die Zeit vor dem Abendessen noch, um ein wenig Schrecktraining mit Phantom zu machen. Mir gingen langsam die Ideen aus, weil ich schon so viel mit dem ehemaligen Mustang gemacht hatte und er extrem schnell lernte. Das hing wohl damit zusammen, dass in der Wildnis rasches Anpassungsvermögen überlebenswichtig war. Mit ihm und seinen ausgeprägten Instinkten war es ganz anders zu arbeiten als mit einem Jungpferd das in Menschlicher Obhut aufgewachsen war. Weder einfacher noch schwieriger – einfach anders. Einerseits fiel uns die Kommunikation leicht, weil er ausgezeichnet auf meine Körpersprache reagierte; andererseits wurde alles erschwert durch sein Misstrauen gegenüber neuen Dingen. Aber mit Menschen an sich hatte er mittlerweile keine Probleme mehr. Mittlerweile stand Phantom ja im Offenstall mit den Criollo und Paint Horse Stuten (mit denen er sich übrigens bestens verstand). Als ich auf den Zaun zukam, spitzte er die Ohren und kam einige Schritte auf mich zu. Auch machte er keine Anstalten mehr auszuweichen, wenn ich ihn unerwartet anfassen wollte. Im Moment hatten die Fohlen eine Art Beschützerinstinkt in ihm geweckt, sodass er besonders aggressiv den Hunden gegenüber war. Er mochte sie auch sonst nicht, aber jetzt war es besonders schlimm. Sheela traute sich schon gar nicht mehr auf die Weide, und die anderen beiden blieben einfach in gesundem Abstand zu dem Rappen. Er war zwar nun schon seit Monaten Kastriert, aber sein Hengstverhalten hatte er dennoch nicht ganz verloren. Zum Beispiel erwischte ich ihn manchmal dabei, wie er die Stuten mit der typisch tiefen Kopfhaltung umhertrieb oder sich gegen einen Wallach auf der Nachbarsweide aufspielte. Den Damen schien das zu gefallen, jedenfalls wurde er von ‚seiner Herde‘ immer gleich begrüsst, wenn er vom Arbeiten zurückkam. Wenn ich ihn so beobachtete, hatte ich den Eindruck, dass er sich hier ganz wohl fühlte und sich immer mehr mit seinem neuen Leben anfreunden konnte. Trotzdem sah ich mir manchmal nachdenklich die Fotos an, die ich im Internet von ihm gefunden hatte. Ich fragte mich, was mit all den anderen Pferden darauf geschehen war, oder wie Phantoms Leben ausgesehen hätte, wenn er nicht eingefangen worden wäre. Herausfinden würde ich es nie.

      Jonas hatte bereits angefangen, das Gemüse für unser Abendessen zu rüsten, als ich ins Haus zurückkam. Wir assen meist am Mittag ein Sandwich oder sonst etwas Schnelles, dafür gab es am Abend eine anständige, warme Malzeit. Beim Essen erzählten wir uns von den heutigen Erlebnissen. „Ach ja, ich habe am Morgen mein Handy irgendwo verloren und finde es nicht mehr… Ich muss nachher nochmal suchen gehen, bevor es dunkel wird“, fiel mir wieder ein. Jonas setzte plötzlich ein breites Grinsen auf. „Meinst du das hier?“ Er fasste sich in die Hosentasche und zog auf wundersame Weise besagtes Gerät daraus hervor. „Warum…?“ „Du hast es mir heute Morgen in die Finger gedrückt, weisst du nicht mehr?“ Ich schlug mir symbolisch mit der Hand an die Stirn und lachte ungläubig. „Manchmal ist mein Gehirn einfach ein Löcherbecken…“ Wir schmunzelten und plauderten weiter. Irgendwann kamen wir wieder auf das leidige Thema Areion zurück. „Irgendwas müssen wir machen. Lily, wäre es wirklich so schlimm ihn zu Kastrieren?“ „Ja wäre es!“, rief Jonas empört. „Schon mal den Dicken selbst gefragt, was er davon hält?“ „Still, sonst lasse ich den Tierarzt nächstes Mal wegen dir kommen.“ „Das willst du nicht wirklich…“, murmelte er verheissungsvoll. Ich streckte ihm die Zunge raus und meinte: „Unterschätz mich nicht.“ Lily mischte sich mit einem Räuspern ein. „Wenn du versprichst, dass Teddy danach immernoch derselbe ist…“ „Das kann ich leider nicht versprechen, aber meiner Erfahrung gemäss verändert sich nicht wahnsinnig viel. Denk auch an ihn; er darf danach endlich mit seinen geliebten Mädels auf die Weide und wird nicht mehr von den anderen Hengsten gemobbt.“ Sie zögerte, dann nickte sie. „Na gut. Wenn ihn das wirklich glücklicher macht.“ Jonas verschränkte gespielt trotzig die Arme. Lily und ich mussten bei dem Anblick loslachen, und beim Wegräumen stichelten wir ihn immer wieder zum Spass.

      „Was machst du jetzt noch?“, fragte Jonas, während er sich schon wieder die Jacke anzog. „Ich fahr schnell rüber nach Shatterford und sehe nach unseren Vollblutfohlen.“ „Wann bist du zurück? Wir wollten doch Rosie noch einen Besuch abstatten, weil wir die nächsten Tage keine Zeit dazu haben werden.“ „Ich weiss, ich schaue, dass ich spätestens um neun Uhr zurück bin. Die Fahrt dauert ja zum Glück nur 20 Minuten, und ich nehme an, dass Ella mich nicht lange aufhalten wird, weil sie selbst noch genug zu tun hat.“ Ella Yorke war die Besitzerin des Hofs, auf dem unsere diesjährigen Nachwuchsrenner geboren worden waren. Ich wollte meine Autoschlüssel von der Kommode schnappen, doch sie waren weg. Verärgert rief ich aus: „Das gibt’s doch nicht, vorhin hatte ich sie doch noch in den Fingern!“ Jonas meinte im Gehen gerade noch: „Hast du in deiner Jacke nachgesehen?“ „In meiner Jacke? Das hätte ich gespürt.“ Doch tatsächlich, da waren sie, brav in meiner rechten Tasche. Augenrollend lief ich zum Parkplatz. Wie abgemacht beeilte ich mich und trödelte nicht lange herum, als ich auf dem kleinen Gestüt ankam. Ich klingelte an der Haustüre und wurde von Ellas Mann Steve in Empfang genommen. Er erklärte, dass Ella bereits im Stall hinten sei und führte mich zu ihr, damit ich sie nicht auch noch suchen musste. Wir sahen uns zusammen die sechs Vollblutfohlen an. Ich nahm jedes einzelne genau unter die Lupe und stellte zufrieden fest, dass sie alle vom Exterieur her den Erwartungen entsprachen. Allerdings fiel mir auf, dass eines der dominant weissen Fohlen ein wenig schlapp wirkte und selbst als wir den Offenstall betraten mit aufgestütztem Kopf im Stroh liegen blieb. Ella klärte mich sogleich auf: „Die kleine hatte eine schwierige Geburt, das ist die, von der ich dir auch schon am Telefon erzählt hatte. Sie ist auch etwas kleiner als die anderen und trinkt leider nicht ganz so viel, weshalb wir ihr zusätzlich zweimal am Tag etwas mit der Flasche anbieten.“ „Das das genetische Fohlen von Ciela… Denkst du, es liegt vielleicht daran, dass Ciela selbst noch so jung ist?“ „Gut möglich; es wäre jedenfalls schön wenn es nur das ist.“ Ich nickte zustimmend und sah das beinahe ganz weisse Fohlen nachdenklich an. Sie sah hübsch aus, mit den braunen Ohren und ihren dunklen Augen. Aber eben diese wirkten ungewöhnlich müde und lustlos, was mich wirklich besorgte. „Der Tierarzt war schon da?“ „Nein, kommt demnächst. Ich habe aber schon mit ihm telefoniert und er meinte, wir sollen so fortfahren wie bisher und die kleine gut beobachten.“

      Den ganzen Heimweg über zerbrach ich mir den Kopf, was das weisse Fohlen wohl plagte. Schliesslich wurde ich von meinen Sorgen abgelenkt, als wir auf der Wilkinson Farm von Rosie begrüsst wurden. Jonas und Lily liefen bereits voller Erwartung zum Stall, denn sie waren genau wie ich wahnsinnig gespannt auf Islahs und Farashas Fohlen. „Awww! Es ist ja ganz schwarz!“, kam wenig später der Ausruf von Lily. „Nicht ganz“, ergänzte Rosie, „Sieh dir die hell umrandeten Augen an – es wird ein Schimmel wie sein Vater.“ Entzückt betrachtete ich das Tierchen mit dem edlen Hechtkopf. Die krause Fohlenmähne war etwas dürftig im Vergleich zu der meiner Criollo Fohlen, aber das verlieh ihr schon jetzt ein elegantes Gesamtbild. Die grossen, hübsch geschwungenen Ohren waren neugierig nach vorne gerichtet, als es sich näher zu Lily hin traute und an ihrer Hand schnupperte. Kurz darauf erschreckte sich das Fohlen aber, weil Lily sich zu schnell zu uns umdrehte. Es machte einen übermütigen Seitensprung und verschwand im staksenden Trab hinter Farasha. Wir lachten über die kleine Show und gingen weiter zu Islah. Die kleine Isis, wie ich sie genannt hatte, sah aufgeweckt und munter aus. Sie war eine Schecke, wie ihre Mutter – allerdings hatte sie eine seltsame, grau gestichelte Stelle an der Flanke. Daher fragte ich mich, ob sie nicht doch noch ausschimmeln würde. Eine Schimmelbrille wie Farashas Fohlen hat sie zwar nicht, aber vielleicht ist das ja irgendein Sonderfall, überlegte ich. Jonas fragte Rosie: „Wie hast du nun eigentlich das schwarze Fohlen genannt?“ „First Chant, weil sie das erste Fohlen ist, das auf meiner eigenen Farm auf die Welt kam.“ „Ein toller Name“, bemerkte ich schwärmerisch. „Sie wird zum Verkauf stehen Occu, also wenn du Interesse hast…“, lachte die rothaarige, junge Frau. „Ich überleg’s mir, okay? Ich muss sowieso noch planen, welche unserer eigenen Fohlen ich behalten will. Das wird echt nicht leicht…“ „Doch eigentlich schon“, bemerkte Jonas verheissungsvoll. „Es wird damit enden, dass du alle behälst weil du keines loslassen kannst – und falls doch wirst du wieder jeden Tag hoffen, dass sie aus irgendeinem Grund zurückgegeben werden.“ „Du weisst genau, dass das nicht geht, auch wenn es toll wäre. Dafür haben wir einfach zu wenig Platz.“ Lily sah ich förmlich an, dass sie etwas dazu sagen wollte, aber sie hielt sich zurück und beobachtete nur nachdenklich Isis. Ich ahnte, was in ihr vorgehen musste. Sie konnte sich genau wie ich nicht entscheiden, welches der Fohlen sie am liebsten hatte.

      Wir verabschiedeten uns von Rosie, nachdem wir auch bei Anubis, Numair und Bintu Al-Bahri reingesehen hatten. Es war schon spät und wir mussten morgen wieder früh aufstehen, deshalb hatte es auch nicht für einen Tee bei Rosie gereicht. Den gönnten Jonas und ich uns dafür zuhause noch rasch, während Lily bereits ins Bett kriechen musste. Ich sass auf dem Sofa, streichelte Jacky und starrte nachdenklich an die Wand. Plötzlich überlegte ich laut: „Also bei den Criollos wäre es ja naheliegend, wenn wir Fiasco behalten würden. Er wird später sicher interessant für die Farbzucht.“ „Aber ich sehe dir an der Nasenspitze an, dass du trotzdem lieber Moon’s Fohlen hättest. Oder liege ich da falsch?“, meinte Jonas zwinkernd. Ich seufzte und nickte langsam. „Dann behälst du eben den. Wir haben eh schon Dod für die Farbe, also spielt es keine Rolle.“ „Meinst du wirklich? Also gut, dann bleibt Moon’s Fohlen. Wir brauchen aber noch einen guten Namen für ihn.“ „Dod’s Daydream?“ „Nähh, ich finde etwas Spanisches wie bei Fiasco würde einfach besser passen…“ „Uff… Sueño del Muerte oder sowas? Ich kann kein Spanisch…” “Ich auch nicht wirklich, aber zum Glück gibt es das Internet.” Ich gab in diversen Wörterbüchern Vorschläge ein, die etwas mit der Bedeutung von Dods Namen zu tun hatten. Irgendwann stiess ich zufällig auf das Wort ‚solas‘, so viel wie „alleine“ bedeutend. Ich fand den Klang davon toll, und überlegte, womit man es kombinieren konnte, damit es passte. „Etwas mit träumen wär schon nicht schlecht“, meinte Jonas, „denn sonst hätte es ja doch keinen Zusammenhang mit Dod.“ So wurde es „Soñando Solas“ – ‚alleine träumend‘. Ich war zufrieden mit dem Klang, auch wenn die Bedeutung etwas fragwürdig war. Wir verräumten unsere Tassen und gingen die Treppe hoch ins Schlafzimmer, denn mittlerweile veranstalteten wir fast schon ein Wettgähnen. Als ich mich unter die Decke gekuschelt hatte, konnte ich es doch nicht lassen, weiter über die Fohlen nachzudenken. Ich stellte fest: „Ich glaube ich kann nicht schlafen, bis ich mich entschieden habe…“ „Welches von den Minis gefällt dir am besten?“, fragte Jonas leise. „Ich glaube Orchid. Wir haben ja noch kein buckskin Mini, und ich kann doch keine Tochter von Daki weggeben…“ „Siehst du? Und schon bist du wieder etwas weiter. Was ist mit den Warmblutfohlen?“ „Die behalten wir!“, meinte ich sofort, wie ein trotziges Kind. „Dieser Meinung bin ich auch!“, kam eine Mädchenstimme aus dem Zimmer nebenan. „Horchst du etwa? Ab ins Bett jetzt! Du musst morgen in die Schule.“ „Aber du behälst die beiden definitiv, ja?“ „Ja.“ „Gute Nacht.“ Daraufhin blieb es definitiv still aus dieser Richtung. „…Vollblüter?“, murmelte Jonas. „Cupid. Cupid bleibt, der hat Potential. Er hat sogar schon Oliver auf seiner Seite. Und Simply Priceless gefällt mir einfach wahnsinnig gut, ich möchte sehen, was aus ihm wird.“ „Ich finde Call it Karma süss. Die hat was besonderes, mit ihrem gutmütigen Blick und dem hübschen Bauchfleck.“ „Die beiden Schimmelfohlen von Iskierka und Shades of Gray sind auch vielversprechend… Wir können aber einfach nicht alle behalten…“ „Was ist mit dem zweiten dominant weissen?“ „Ich weiss nicht… Es wirkt so schwächlich und lustlos. Ich mache mir ernsthaft Sorgen, dass es nicht durchkommt…“ „…Aber wenn doch würdest du es auch behalten wollen?“ „Es hat eine tolle Farbe, aber ich weiss nicht, ob es überhaupt zum Rennen geeignet sein wird, wenn es so schwach ist…“ „Naja, verkaufen kannst du es sowieso nicht, wenn es nicht fit ist. Also bleibt dir fast nichts anderes übrig als es zu behalten.“ „Aber zwei müssen definitiv weg. Vier behalten wäre okay, aber alle sechs sind zu viele.“ „Wenn du meine Meinung hören willst: Ich finde, du solltest die beiden Schimmel Snap Cat und Storm Cat abtreten. Ich weiss, du wolltest besonders das Fohlen von Iskierka aufwachsen sehen und trainieren, aber mein Gefühl sagt mir, dass wir die anderen vier behalten sollten, und nicht diese beiden.“ „Ich hoffe dein Gefühl ist verlässlicher als meines damals beim Kauf von Cool Cat. Er war ja ursprünglich nur meine zweite Wahl gewesen, aber er hat sich zu einem echten Glückstreffer gemausert. Glaub mir, die Pferde aus dieser Blutlinie sind vielleicht am Anfang unscheinbar, aber entwickeln sich später zu unerwarteten Talenten.“ „Tja, du musst dich entscheiden. Du hast dir das vier-Vollblüter-Limit selbst gesetzt, nun musst du damit umgehen.“ „Ich weiss… Na gut. Die Schimmel gehen. Aber wehe das war die falsche Entscheidung!“ „So so, das ist natürlich bequem, im Falle eines Falles mir die Schuld zuzuschieben. Aber okay, ich übernehme die Verantwortung.“ Ich gab ihm glücklich einen Kuss und legte meinen Kopf an seine Schulter. Ich murmelte: „Hunter Crowley hat auch schon Interesse an den beiden gezeigt. Wenn er tatsächlich eines davon nimmt, wären sie wenigstens noch in der Nähe von uns.“ „Ich bin sicher, dass er bei den süssen Ohren nicht wiederstehen kann“, gluckste Jonas. „Bleiben noch die Paint Fohlen. Behalten oder weggeben?“ „Unclouded ist schon ein richtiger Pachtskerl…“, meinte Jonas zögernd. „Wirklich. Aber irgendwie… Hach ich weiss nicht, wenn wir Shadows Fohlen dann auch noch behalten wollen… Ich habe das Gefühl, dass ich mich gerade noch so von den beiden trennen könnte.“ „Da stimme ich dir zu.“ Ich horchte noch eine Weile seinem ruhigen Atem, dann fielen mit die Augen zu. Endlich fand ich auch den Schlaf, jetzt wo alles beschlossen war.
    • Wolfszeit
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      06.07.2017|Occulta
      PINEFORST STABLE ZUCHTFOHLENAUKTION 2017
      Eigentlich hatte ich mich ja schon vor einer ganzen Weile entschieden, welche der diesjährigen Fohlen ich verkaufen wollte und welche nicht – aber wie ich nunmal war, hatte ich bis zum Tag der Zuchtfohlenauktion immer wieder Zweifel und wollte am liebsten alle behalten. Deshalb war ich irgendwie froh, dass der Tag nun gekommen war, an dem die Fohlen definitiv neue Besitzer fanden. Die Pfleger waren schon emsig am vorbereiten: nebst der täglichen Routine musste ein kleines Festzelt mit Bänken und Tischen aufgestellt, Schilder montiert, alles sauber geputzt und aufgeräumt werden. Wir erwarteten mehr Besucher als im letzten Jahr, denn die letztjährige Auktion hatte sich herumgesprochen und diesmal standen zudem mehr Fohlen zur Auswahl. Für den heutigen Tag hatten alle Pfleger ausnahmslos anrücken müssen, denn wir brauchten alle helfenden Hände die wir bekommen konnten. So ein Event war schliesslich auch wie eine grosse Werbeaktion, bei der das Gestüt in vollstem Glanz präsentiert werden musste. Ich selbst half natürlich auch fleissig mit. Schon um fünf Uhr war ich auf den Beinen und machte den ersten Stallrundgang. Nach der morgentlichen Kraftfutterration putzten und sattelten wir die Vollblüter der ersten Trainingsgruppe, denn trotz des ganzen Trubels heute brauchten sie ihr gewohntes Work-out. „Occu will you train with us today?“, rief Quinn quer durch die Stallgasse. „Nah, don’t think so – I still have to help with all the other stuff…” “Come oon, I’m sure Rita would be glad to skip out Oliver’s comments on her riding for once. And as I recall Sumerian is on your list, not on her’s!” Ich sah Rita, die gerade den Trainingssattel brachte und die Unterhaltung zweifellos mitbekommen hatte, mit gehobenen Augenbrauen an. Sie nickte lächelnd; die Antwort die ich mir insgeheim doch erhofft hatte. „Thanks so much“, bedankte ich mich und nahm ihr den Sattel ab. Ich zog den Fellgurt ins noch relativ lockere zweite Loch und klopfte Sumerian auf den Hals, weil sie so schön stillhielt. Die Stute war meistens gut drauf und arbeitsfreudig, aber gestern hatte sie mal wieder einen schlechten Tag gehabt. Das äusserte sich jeweils dadurch, dass sie dann beim Putzen ein ‚Grumpy-Face‘ aufsetzte und auch sonst im Umgang missmutig mit den Ohren spielte, besonders wenn ihr ein anderes Pferd über den Weg lief. Heute zeigte sie zum Glück wieder ihre gewohnte Neugier und Zufriedenheit. „So bist du viel hübscher, als wenn du eine Schrumpelschnauze ziehst“, murmelte ich lächelnd, während ich ihr die Trense in den Mund schob. Wir führten die sechs Pferde nach draussen und Oliver half uns beim Aufsteigen. Im Moment liefen in dieser Gruppe PFS’ Captured in Time, Kaythara El Assuad, Framed in History, One Cool Cat, Cabinet of Caligari und eben Sumerian. Die Gruppen waren unter Berücksichtigung der Rennleistung und des Alters gebildet worden, aber es gab trotzdem noch grosse Zeitunterschiede zwischen den Pferden; das sah man auch heute. Cool Cat war wie immer in Top Form und zog mühelos an den anderen vorbei. Allerdings war das Training auch nicht wie ein Rennen gestaltet. Viel mehr trainierten die sechs Vollblüter jeder für sich. Kopf-an-Kopf Sprints gab es nur zweimal pro Woche und unmittelbar vor Rennen. Trotzdem war Oliver sehr zufrieden mit der Zeit des italienischen Charmeurs. Frame hingegen war heute wieder etwas zu abgelenkt und liess sich immer wieder durch auffliegende Vögel oder sonstige Bewegungen aus dem Konzept bringen. Er driftete dann jeweils in Richtung Rails und zwang Quinn dazu, abzubremsen. Der Schecke war einfach ein Sonderfall, der mehr Geduld und Verständnis brauchte als die anderen. Trotzdem war es natürlich ärgerlich, und ich verstand Quinns Frustration nach dem Training. „Don’t worry, tomorrow will be better, as usual“, beschwichtigte ich sie. Die Antwort war ein Schulterzucken, gefolgt von einem verlegenen Lächeln. Wir brachten die Rennpferde zum Auskühlen auf die Führmaschine. Während die anderen Jockeys bereits die nächsten Pferde zu Putzen begannen, machte ich mich auf den Weg zum Sandplatz, wo Lisa, Jonas, Lewis, Darren, Lily und, zu meiner Überraschung, Hunter Crowley gerade das Festzelt aufstellten. Mr. Crowley Senior stand daneben und musste beurteilen, ob die Teile richtig zusammengesetzt wurden. Erst jetzt fiel mir wieder ein, dass Hunter ja angeboten hatte, beim Aufstellen mitzuhelfen. Ich konnte es nicht lassen, ihn ein wenig über Savory Blossom, Strolch, Riven und Heart of Ocean auszufragen. Schliesslich war in letzter Zeit so viel los gewesen mit den ganzen Fohlengeburten und Wettbewerben, dass ich kaum Zeit für Besuche gehabt hatte. Um die Auktion brauchte Hunter sich keine Gedanken zu machen, denn ich hatte ihm die kleine PFS‘ Storm Cat bereits im Voraus versprochen. Er hatte sie meines Wissens nach auch schon ein paarmal besucht – sie stand ja mit den anderen Vollblutfohlen des Jahrgangs auf dem Hof von dem die Leihstuten kamen. Wir alberten während dem Aufstellen ein wenig herum – wie konnte es auch anders sein, wenn Jonas und Lewis im Umkreis von 10 Metern zueinander standen? Die beiden neckten immer wieder Darren, weil dieser tatsächlich eine ganze Minute lang angestrengt versucht hatte, die Zeltstangen verkehrt herum zusammenzustecken. Auch ich konnte mir dabei ein Schmunzeln nicht verkneifen, doch das Karma schlug wiedermal gnadenlos zu und liess mich, tollpatschig wie gewohnt, wenig später über eben diese Stangen stolpern. Natürlich fiel ich ausgestreckt in den Sand und war danach schön paniert. Wenigstens erbarmte sich Jonas während dem Lachen dazu, mir wieder aufzuhelfen und mir die Sandkörner abzuklopfen.

      Bereits um halb 11 Uhr fuhren die ersten Autos auf den Parkplatz und so langsam sammelten sich die Besucher. Ich plauderte ein wenig mit den Anwesenden bis es Zeit für den Rundgang war. Freudig erkannte ich einige bekannte Gesichter, wie zum Beispiel das von Stefanie Westside. Ich hatte sie lange nicht mehr gesehen und war entsprechend biegierig darauf zu erfahren, wie es ihrer Vollblutstute Mikado ging. Tassila sah ich ebenfalls irgendwo umherschleichen, ich wurde aber zu oft von anderen Leuten abgefangen, um etwas anderes als ein „Hallo“ zu rufen. Auch ein paar neue Leute lernte ich kennen, wie zum Beispiel Leticia Weidner, Fleur Mccain oder Luna Crown. Und dann waren da noch einige, von denen ich schon durch meine Bekannten gehört, oder in Zeitungen gelesen hatte. Dazu gehörten unter anderen Fiona O'Brien, Skye Winterbottom und Alicia Grey. Doch lange konnten wir nicht reden, denn ich musste langsam aber sicher die Führung auf dem Hofgelände starten. Im Getümmel entdeckte ich auch bereits Samantha O'Neill, der ich fröhlich zulächelte, zum Zeichen dass ich unter normalen Umständen gerne zu ihr gegangen wäre, um auch mit ihr Neuigkeiten auszutauschen. Ich begrüsste aber nun stattdessen alle Anwesenden und bedankte mich für das zahlreiche Erscheinen. Zunächst besichtigten wir den Nordstall – war ja auch das naheliegendste, wo er doch gleich neben dem Parkplatz zu finden war. Die Besucher waren sichtlich beeindruckt von der Anlage und den herausgeputzten Pferden. Nur meine lieben Freunde aus Kanada, Elisa Cranfield und Gwendolyn Campbell bekamen mal wieder nicht viel mit, weil sie emsig mit Samantha Neuigkeiten austauschen mussten. Das brachte mich ein paarmal zum Schmunzeln, sodass ich einmal beinahe den Faden verlor. Noch mehr aus dem Konzept brachte mich aber schliesslich meine freche Reitponystute River’s Blue Lady Liquor, die mich überraschte, indem sie von hinten unbemerkt den Kopf aus ihrer Boxentür streckte und sich an meinen Haaren zu schaffen machte. Wenigstens hatten die Besucher so nochmal eine amüsante Auflockerung, bevor es bei der Auktion wieder ernst werden würde. Während das Mittagsbuffet eröffnet wurde und die Gäste sich frei auf dem Gelände umsehen konnten, huschte ich zwischen den Stallgebäuden herum und kontrollierte nochmals, ob alles bereit war. Ausserdem empfing ich noch Rosie auf dem Parkplatz, die Islah, PFS‘ Isis und Anubis extra mit dem Anhänger von der Wilkinson Farm rübergebracht hatte. Wir luden die drei aus (Anubis war von Lucas Gordon separat gefahren worden, aus Sicherheitsgründen) und banden sie im Hauptstall an. Dann gesellte ich mich zu Jonas, Hunter, Crowley Senior und den Pflegern, um mir ebenfalls ein rasches Mittagessen zur Stärkung zu gönnen.

      „Where is Lisa?? Ah, I’m sorry – okay, let’s go.“ Ich führte mehr oder weniger Selbstgespräche, um mich etwas zu beruhigen und den Überblick zu behalten. Glücklicherweise standen tatsächlich alle Hengste sauber herausgeputzt bereit, so wie ich mir das vorgestellt hatte. Mit einem zufriedenen Nicken bedeutete ich Jonas, der mit Anubis den Anfang machte, das Viereck zu betreten. Ich kommentierte den Auftritt und erzählte ein wenig von dem Araberhengst und seinen Besonderheiten. Der sonst eher ruhige Anubis präsentierte sich mit rassetypischem Temperament vor den begeisterten Zuschauern – in ihm steckte eben doch ein Showpferd. Nachdem die beiden eine Runde auf dem Hufschlag gedreht hatten, folgten Darren und Drømmer Om Død. Die anderen Hengste betraten das Viereck ebenfalls immer dann, wenn ihr Vorgänger eine Runde absolviert hatte, sodass am Ende alle zusammen in der Mitte auf dem Platz standen. Dass auch Miniature Hengste nicht zu unterschätzen waren, bewies uns zuletzt Arctic Blue, der anscheinend ausgerechnet heute eine Flegelphase durchmachte und zwei, drei Mal steigen musste um zwischen all den anderen Hengsten zu beweisen wie ‚gross‘ er war. Lisa massregelte ihn etwas, aber das Publikum schien mit der Showeinlage gut unterhalten und so beschränkte sie sich auf halbherzige Korrekturen um ihn zumindest anständig neben sich zu halten. Ich erklärte zusätzlich, dass der kleine Hengst normalerweise sehr umgänglich und lieb war. Als Beck’s Experience dann auch noch ungeduldig zu scharren begann, weil sein Kumpel Glenns Caress nirgens in Sichtweite war, wusste ich, dass es Zeit war für die eigentliche Auktion. One Cool Cat verliess den Platz zuletzt, und draussen übernahm ihn gleich Ajith, um ihn wieder in den Hauptstall zu bringen. Oliver, der den imposanten Rappen geführt hatte, musste nun nämlich die etwas eigenwillige, genetische Mutter dessen Sohnes übernehmen. Da Iskierka noch aktiv Rennen lief, hatten wir uns für ihr Fohlen wie bei den meisten anderen Vollblutstuten kurzerhand eine Leihstute gesucht. Doch PFS‘ Snap Cat war erst als letzter an der Reihe; zuerst betrat Lady Diva from the Sky zusammen mit PFS‘ Beck’s Little Diva den Platz. Ich war erfreut zu sehen, dass Samantha den Zuschlag bekam – auch wenn sie anscheinend zuerst gar nicht wirklich den Überblick über den Stand der Dinge zu haben schien. Gut, ein Fohlen ist schonmal wunderbar versorgt, sagte ich mir glücklich schmunzelnd. Elisa und eine weitere Kanadierin zückten die Kellen, als es um PFS‘ Arctic Tiger ging, der aufgeregt neben seiner Mutter Tigrotto herhüpfte. Luchy Montrose erhielt schliesslich den Zuschlag und ich war gespannt, die neue Besitzerin des silbergrauen Hengstchens näher kennenzulernen. Als nächstes war auch schon Isis dran, wobei sich besonders Samantha und Rin Simboly duellierten, sodass die Gebote rasch in die Höhe schossen. Schliesslich kam Samantha abermals mit dem Hochstgebot davon und es war unschwer zu erkennen, wie sehr sie sich darüber freute. Isis war aber auch ein echter Blickfang mit ihrer besonderen Scheckung und ihrem hübschen Kopf – ich hatte von Anfang an erwartet, dass sie beliebt sein würde. Etwas weniger spannend ging es leider bei PFS‘ Icy Rebel Soul zu und her. Ich konnte mir nicht wirklich erklären, woran das lag, schätzte aber, dass die meisten Bieter sich eher auf ihren Halbbruder konzentrieren wollten. Rachel Wincox, ebenfalls ein mir bekanntes Gesicht, war die Glückliche, die das fast weisse Stutfohlen von nun an ihr Eigen nennen durfte. Icy trabte nichts ahnend neben ihrer Mutter Ice Coffee aus dem Viereck und hatte nur eines im Kopf: schnell zurück zur Weide und dann bei Mama um Milch betteln. Nun war die Nummer fünf an der Reihe. PFS‘ Unclouded Summer Skies löste wie erwartet einen Hagel an Geboten aus, und sein Preis kletterte immer weiter in die Höhe. Das Höchstgebot war ordentlich, überraschte mich aber nicht, denn mir war ja von Anfang an klar gewesen, dass Unbroken Soul of a Rebels Sohn beliebt sein würde. Nicht nur hatte seine Mutter Lovely Summertime einen tollen Körperbau, sondern auch er selbst bestach mit einer aussergewöhnlichen Farbe und einem bereits sehr kräftigen Hinterteil. Bei ihm war es mir auch sehr schwer gefallen, mich für den Verkauf zu entscheiden. Aber bei Bellamy und Octavia Blake hatte er einen guten Platz gefunden, wo er auch sicherlich in den verschiedenen Westerndisziplinen vielseitig gefördert werden würde.

      Unclouded war keine Überraschung gewesen – umso mehr war es dafür PFS‘ Disparo de Fiasco. Niemals hatte ich erwartet, dass Felines erstes Fohlen solch einen Ansturm auslösen würde. Mehrere Bieter kämpften entschlossen um den Zuschlag, sodass es bis zum Schluss spannend blieb. Gwen zeigte am meisten Durchhaltevermögen und ergatterte sich den Criollo Hengst schliesslich. Ich gönnte es ihr umso mehr, als ich ihr begeistertes Gesicht sah. Es ging dem Ende zu, nun fehlte nur noch Snap Cat. Zunächst wurde Iskierka rasch hineingeführt und vorgestellt, wobei sie Oliver besonders in der Nähe des Festzeltes ganz schön forderte; dann erst folgten das Hengstfohlen und die Leihmutter. Ich war noch am Kopfschütteln und rechnete bereits damit, dass nach diesem vielsagenden Auftritt der Mutter kein einziges Gebot eingehen würde, doch ich wurde abermals überrascht und das Hengstfohlen brachte doch noch eine beachtliche Summe zusammen. Elena Delgardo strahlte über’s ganze Gesicht und ich verstand, dass sie sich wahrlich in den kleinen verliebt hatte. Ich sagte noch ein paar Dankesworte zum Abschluss, dann hiess es Papierkram erledigen und mit den Käufern zusammensitzen. Die restlichen Besucher waren herzlich eingeladen, sich ebenfalls noch einen Kaffee, Tee oder Kuchen im Festzelt zu genehmigen, was einige auch wahrnahmen. Viele mussten allerdings bereits wieder abreisen, um ihre Flüge nicht zu verpassen.

      Am Abend, als alle Gäste weg und der Hof wieder in seinem normalen Zustand waren, setzte ich mich zum Dank mit den Pflegern zusammen und spendierte allen ein Eis. Auch Hunter und Mr. Crowley Senior waren noch geblieben um beim Aufräumen zu helfen, was ich sehr zu schätzen wusste. Snap Cat und Isis waren mit ihren Müttern wieder verladen und auf die jeweiligen Höfe zurückverfrachtet worden, während die restlichen Fohlen sich in den Boxen auf Pineforest von den Strapazen der Auktion erholten. Vorhin beim Stallrundgang hatten die meisten ausgestreckt im Stroh geschlafen. Ich war froh, dass die Auktion nun vorbei war und die Fohlen verkauft, denn jetzt musste ich mir keine Sorgen mehr machen: alle hatten gute Plätze gefunden, an denen sie sich wohlfühlen würden, da war ich mir sicher.

      Elena Delgardo's Sicht:
      Als ich den Newsletter erhalten hatte, dass auf Pineforest Stable wieder eine Fohlenauktion stattfinden würde, war mir klar, dass ich dieses Mal auf jeden Fall dabei sein wollte. Aber nur zum Zuschauen. Eigentlich hatten wir ja genug Pferde auf Jasmund und vor allem entsprachen die Rassen auch nicht meiner Vorstellung der Rassen, welche ich auf Jasmund brauchte für die Zucht. Ich und Simon packten also wenige Tage später schon unsere Sachen. Wir hatten mit den anderen vom Team ausgemacht, dass wir zwei Tage vor der Auktion bereits nach England fliegen würden und zwei Tage später wieder nach Hause. Wir hatten also für die Zeit ein Hotel gebraucht und auch das war schnell gefunden. Heute war bereits der zweite Tag in England und morgen würde die Auktion anstehen. Auch wenn ich beschlossen hatte, dass ich nichts kaufen wollen würde, so war ich dennoch mehr wie nur ein bisschen aufgeregt. Wir gingen abends sehr zeitig schlafen und am nächsten Morgen ging es auch schon früh los.

      Noch im Morgengrauen packte ich meine Sachen und kurz darauf fuhren wir los. Als wir auf Pineforest ankamen, war schon relativ viel los auf dem Gestüt. Ich war mehr wie nur begeistert von allem und grinste wie ein Honigkuchen Pferd. Dieses würde später noch viel breiter werden, aber von meinem Glück wusste ich jetzt natürlich noch nichts. Nachdem ich mich ein bisschen umgesehen hatte, lief ich Bellamy und Octavia in Arme. Beide freuten sich genauso wie ich über unser Treffen und sie hatte mir gesagt, dass sie schon einen Blick auf ein Fohlen geworfen hatten. Welches war mir auch gleich klar, denn ich hatte es schon im Newsletter gesehen und war auch echt angetan. Dennoch war mein Blick besonders auf die Nummer 8 gefallen. Der kleine Hengst trug den Namen PFS‘ Snap Cat und war ein kleines Englisches Vollblut. Nachdem wir uns überall umgesehen hatten ertönte auch schon die Durchsage, dass man sich bitte am Dressurviereck einfinden solle, denn das Programm würde nun weitergehen. Wir hatten bereits eine Führung über das Gestüt bekommen und ein wirklich leckeres Mittagessen, somit waren alle für das was nun kommen würde gerüstet. Als erstes würden die Hengst nach der Reihe in das Viereck geführt oder geritten, damit man sich ein Bild von ihnen machen konnte. Wie immer gefielen mir einige der Pferde wirklich gut und ich war jetzt schon auf die Fohlen gespannt. Klar man hatte sie im Katalog gesehen, aber in Echt war das alles nochmal was anderes. Nun begann der eigentlich Teil der Auktion. Die erste Stute wurde mit ihrem Fohlen in das Viereck getrabt. Dies passierte alles an der Hand und während sie ihre Runden drehten wurden die Gebote abgeben. Am Ende erhielt Samantha O‘Neill den Zuschlag für das kleine, süße Pony. Ein weiteres folgte. Im Gegensatz zum ersten war sein Fell grau und hatte keine Abzeichen. Der Hengst namens PFS‘ Artic Tiger sah wahnsinnig flauschig aus und ich überlegte kurz, oh ich mitbieten sollte. Jedoch würde das Pony bei uns sehr untergehen. Am Ende bekam Luchy Montrose den Zuschlag für den kleinen Hengst. Ichfreute mich für die neuen zwei Besitzer und wartete gespannt auf das nächste Fohlen. Simon hatte in der Zwischenzeit bereits Popcorn geholt und ich schob eins nach dem anderen in mich rein. Ich war wirklich sichtbar nervös, obwohl ich eigentlich gar kein Fohlen kaufen wollte. Nun wurde ein Araberfohlen in das Viereck geführt. Es hatte eine hübsche Scheckung und war somit nicht typisch Araberfarben, aber das kam wahrscheinlich von der Mutter, welche auch gefleckt war. Bei der Stute ging das Bieten wie wild los und schließlich bekam wieder Samantha O’Neill den Zuschlag. Sie würde heute also zwei Fohlen mit nach Hause nehmen, also bis jetzt. Nun würden zwei Kandidaten kommen, welche Bellamy und Octavia mit Sicherheit gefallen würden. Als erstes ein fast weißes Fohlen mit einem braunen Kopfabzeichen und danach ein fast braunes Fohlen. Sie stammten beide von Unbroken Soul of a Rebel ab und ich konnte es mir nicht nehmen bei dem zweiten Fohlen einmal mitzubieten, jedoch gingen mir die Preise schlussendlich viel zu hoch. Fohlen Nummer 4, das fast weiße Paint Horse, ging an meine Bekannte Rachel Wincox. Ihr würde ich später zu ihrem Schnäppchen gratulieren, denn sie hatte das Fohlen für nur 550 Joellen erworben. Im Vergleich dazu hatte Bellamy bei 3500 Joellen erst den Zuschlag bekommen. Nun würden nur noch zwei Fohlen folgen. Eines davon war ein Criollohengst namens PFS' Disparo de Fiasco. Bei ihm ging auch das Bieten relativ schnell in die Höhe und schlussendlich erhielt Gwendolyn Campbell erhielt am Ende den Zuschlag. Nun würde mein Liebling drankommen. In ihn hatte ich mich schon verliebt als ich den Katalog durchgeblättert hatte. Nun in Echt gefiel er mir noch um einiges besser und ich konnte mich nicht zurück halten. Ich hob mein Schild und schon wurde das Gebot registriert. Simon sah mich nur kopfschüttelnd an. „ Ich hab mich einfach verliebt“ meinte ich und zuckte mit den Schultern. Nachdem noch andere Bieter mitboten gingen die Gebote rasant nach oben und ich überschritt mein eigentlich geplantes Gebot. Nun ja dies war auch nicht geplant gewesen, denn eigentlich hatte ich ja kein neues Pferd kaufen wollen. Aber ich konnte einfach nicht nein sagen. Er würde so toll zu Vic passen. Widererwarten erhielt ich am Ende auch den Zuschlag für 3000 Joellen. Simon schüttelte nur den Kopf und ich wusste genau, dass ich einiges zu erklären hatte auf der Heimreise, aber nun war ich mehr wie froh, denn ich hatte das kleine Fohlen erhalten, in welches ich mich von Anfang an verliebt hatte. Die Auktion war somit auch beendet und nach und nach fanden sich Käufer nach Käufer am Hauptgebäude ein. Einer nach dem anderen wurde ins Büro gerufen und ich durfte als letztes die Papiere für meinen Hengst unterschreiben. Danach ging ich nochmal in den Stall und begrüßte meinen neues Gestütsmitglied, auch wenn er erst in ein paar Monaten zu uns ziehen dürfte. Ich klopfte ihm den Hals und war schon sichtbar gespannt wie er sich bei uns machen würde. Natürlich würden wir versuchen den Hengst in der Zeit bis zu seiner Ausreise nochmal zu besuchen, aber jetzt hieß es zurück ins Hotel. Die nächsten zwei Tage waren auch noch vollgestopft, weil wir uns ein bisschen was noch ansehen wollten, aber wir hatten mit Occulta abgesprochen, dass wir aber morgen oder übermorgen Abend nochmal ein bisschen vorbeikommen würden. Sie hatte natürlich zugestimmt und so verabschiedeten wir uns nun vorab von ihr.

      Samantha O'Neill's Sicht:
      "Endlich ist es soweit! Meinst du, du schaffst es ein Fohlen zu ersteigern? Hoffentlich klappt das mit Isis und Diva, die sind so hübsch... Aber da wird es bestimmt viele Gebote geben. Hach ich bin so aufgeregt...", plapperte Meg neben mir ununterbrochen. Das ging schon so, seit wir von meinem Gestüt Hollybrook Stud aufgebrochen waren und so langsam machte sie mich ebenfalls nervös. Also grinste ich meine Freundin mit hochgezogenen Augenbrauen an und drehte die Musik auf. Sie verstand den Wink mit dem Zaunpfahl - oder vielleicht eher dem ganzen Zaun? - und schmetterte stattdessen lauthals "Holiday" von Greenday mit. Dagegen konnte ich nichts einwenden, immerhin sang ich genauso schief. Heute war der Tag der Zuchtfohlenauktion auf Pineforest Stable und wir waren mit unseren zweieinhalb Stunden Fahrzeit wohl noch unter jenen Besuchern mit der kürzesten Anreise. Ich freute mich schon wahnsinnig auf das Spektakel und natürlich vor allem auch darauf meine beiden Favoriten unter den Fohlen - Isis und Diva - endlich einmal live zu sehen.

      Als wir viertel vor elf auf dem Gestüt ankamen, war der Parkplatz bereits rammelvoll. "Mensch, hier ist sogar noch mehr los als letztes Jahr", murmelte ich wenig begeistert. Nicht, dass ich Occulta den Erfolg nicht gönnte, aber je mehr Bieter hier waren, desto schwieriger würde es werden ein Fohlen zu ersteigern. Ich stellte mein Auto ab und stieg hinaus in die heiße Luft. Meg und ich hatten uns für dieses Event extra in Schale geworfen - sie mehr oder weniger unfreiwillig, aber das spielte ja keine Rolle. Ich trug ein fließendes, knielanges royal blaues Kleid mit goldenen Ornamenten darauf. Das waren nämlich die neuen Hollybrook-Farben und ich hatte mein Glück kaum fassen können, als ich besagtes Kleid gefunden hatte. Gwen dagegen trug einen ebenfalls royal blauen Rock und dazu eine weiße Bluse. Im Gegensatz zu mir fühlte sie sich in den Klamotten jedoch nicht wirklich wohl. Ich knuffte sie spielerisch in die Seite. "Du siehst super aus, hör auf die ganze Zeit an dir herumzuzupfen. Da schauen die Leute dann besonders genau hin.", zog ich sie auf. Man könnte meinen, Meg wäre in Stallklamotten geboren worden - wenn man sie mal nicht in Reithosen sah, trug sie abgewetzte Jeans und ein T-Shirt. Schwarz oder weiß natürlich, alles andere war ihr zu kitschig. Für unseren Ausflug zur Auktion hatte ich die unnachgiebige Chefin raushängen lassen und hatte Meg schließlich gedroht, dass ich ansonsten jemand anderen mitnehmen würde. Das war natürlich nicht ernst gemeint gewesen, aber immerhin repräsentierten wir hier mein Gestüt vor extrem vielen Menschen. So hatte Meg sich murrend mit mir in ein Kaufhaus begeben und sich heute morgen sogar von mir schminken und die Nägel lackieren lassen. Sie hatten - selbstverständlich - die gleiche Farbe wie ihr nagelneuer Rock. "Du bist ein Diktator, nur dass du es weißt. Dieses ganze Freundschaftsgetue ist doch nur aufgesetzt, damit niemand dein wahres Ich erkennt.", murrte Meg, während sie schon wieder an ihrer Bluse zupfte. Ich lachte nur und führte sie zu der Traube an Menschen, die sich auf dem Hof versammelt hatte. In deren Mitte stand Occulta Smith und lächelte uns zu, als wir uns hinter die anderen stellten. Ich entdeckte bereits einige bekannte Gesichter und freute mich schon sehr auf das Mittagessen, da ich einige von ihnen seit Ewigkeiten nicht mehr gesehen hatte. Als es schließlich elf Uhr war, sprach Occulta ein paar nette Worte und führte uns dann über das Gestüt. Wir waren keine zehn Schritte weit gegangen, da beklagte sich Meg auch schon über ihre hohen Schuhe. Das änderte sich jedoch schlagartig, als wir die Koppeln erreichten und sie nur dank der Absätze etwas sehen konnte. Im Gegensatz zu mir war Meg nämlich ziemlich klein. "Wusste ich doch, dass ich dich Riesin nicht verwechseln kann!", ertönte in dem Moment eine mir wohlbekannte Stimme. Ich drehte mich um und sah mich Elisa, Matthew und Gwen aus Kanada gegenüber. "Oh ihr auch hier? Das hätte ich mir ja denken können!", erwiderte ich grinsend. Erst kürzlich war ich selbst in Kanada gewesen, um mich um das Training einiger Pferde zu kümmern, darunter auch eine von Elisa's Stuten. Irgendwie war die Auktion dabei wohl durch unsere Gesprächsthemen gerutscht. Vom Rest der Führung bekamen wir nicht allzu viel mit, da wir Neuigkeiten austauschten und uns über die Zuchtfohlen unterhielten. Auch das Mittagessen verging auf diese Weise im Flug. Ich grüßte immer wieder alt bekannte Gesichter und amüsierte mich prächtig. Als es dann am frühen Nachmittag zum Dressurviereck ging, wurde die Stimmung deutlich angespannter. Auch Meg begann wieder zu zappeln, doch ich war momentan genauso schlimm. Tja, aus einem schönen Pokerface wurde wohl auch dieses Jahr nichts. Ich nahm neben Elisa in der dritten Reihe Platz und blickte gespannt auf den Dressurplatz vor uns. Bevor es ans Eingemachte ging, war jedoch die Hengstparade an der Reihe. Anubis, der Vater von Isis war mir schon auf einigen Turnieren begegnet, doch es war immer wieder schön den schicken Hengst in Aktion zu sehen. Auch Drømmer Om Død und Unbroken Soul of a Rebel waren mir bereits bekannt. Ersterer weil er der Vater meiner süßen Prada war und Rebel hatte ich schon gepflegt. Beck's Experience zog trotz seiner Größe die gesamte Aufmerksamkeit auf sich, als er stolz durch den Ring trabte. Toll, nun wollte ich Diva nur noch mehr haben. Das war doch wirklich verhext. Occulta betrat den Platz und verkündete uns strahlend, dass nun die Auktion bekam. Jeder Interessent hatte eine Bieterkelle erhalten und ich umschloss meine mit zittrigen Fingern. Vier Fohlen hatten meine Aufmerksamkeit geweckt und zwei von ihnen wollte ich unbedingt ersteigern. Fohlen Nummer 1 war Beck's Little Diva und ich sog die Luft ein, als ein Gebot auf das andere folgte. Diva dagegen trabte dicht an ihre Mama gedrängt durch die Bahn und schielte immer wieder zu uns hinüber. Irgendetwas an der Art des Fohlens schlug mich sofort in den Bann. Als ich gerade meine Kelle heben wollte, streckte Elisa neben mir ihre in die Luft. "Du? Was? Nein!", stammelte ich und reckte dann entschlossen meine Kelle in die Luft. "Oh oh, den Gesichtsausdruck kenne ich. Du würdest mich wahrscheinlich überbieten bis wir beide pleite sind oder?", grinste Elisa. In diesem Moment fiel der Hammer und Diva ging an die Nummer 50. Enttäuscht zog ich einen Flunsch, bis ich netterweise von Meg darauf hingewiesen wurde, dass ich Nummer 50 war. Nun entwich mir ein ersticktes Quieken und Elisa hielt sich vor Lachen den Bauch. "Schon gut, ich gönne sie dir, mische ich eben bei der Nummer 2 mit!", meinte sie dann schulterzuckend. Das hatte ich mir zwar auch überlegt, änderte meine Meinung jedoch beinahe sofort wieder, als die Gebote für den kleinen Hengst immer höher kletterten. Der Zuschlag ging schließlich an eine junge Frau die ich nicht kannte und Elisa murrte nur: "Kein Glück heute, also wirklich." Ich wollte gerade etwas erwidern, als meine Aufmerksamkeit zurück auf das Viereck gelenkt wurde. Isis trabte soeben mit ihrer Mutter herein. Das interessant gefärbte Scheckfohlen reckte seinen kleinen Kopf in die Luft und stolzierte mit langen Tritten neben seiner Mama her. Sie sah absolut nicht eingeschüchtert aus, als sie an der Menschenmenge vorbeikam und ich war einfach hingerissen. Schon kurze Zeit später kletterten die Gebote weit über meine selbst gesteckte Höchstgrenze, doch ich musste das Araberstütchen einfach haben und bekam schließlich bei einer Summe den Zuschlag, von dem ich zu Hause niemandem erzählen durfte. Zumindest solange nicht, bis sie Isis mit eigenen Augen gesehen hatten. Zufrieden lehnte ich mich zurück und genoss den Rest der Auktion. Dank Isis stand Fohlen Nummer 4, für das ich mich auch interessiert hatte, nun nicht mehr zur Debatte. Die anderen Fohlen gingen alle für gute Preise weg, vor allem um den Criollohengst Disparo de Fiasco brach ein regelrechter Kampf aus. Als schließlich das letzte Fohlen - ein hübscher kleiner Vollbluthengst - aus dem Viereck geführt wurde, kam Occulta wieder in die Mitte, bedankte sich für die rege Beteiligung und rief dann die neuen Fohlenbesitzer zu sich. In ihrem Büro wurden sodann auch fleißig Schecks ausgestellt und Papiere übergeben. Sorgfältig verstaute ich die von Diva und Isis in meiner Handtasche. Mit einem recht dümmlichen Grinsen verließ ich das Büro. Wir setzten uns nun alle zum Tee zusammen, dann wurde es auch langsam Zeit für die Heimfahrt. Diva und Isis würden bis August auf Pineforest Stable bei ihren Müttern bleiben, doch wir durften sie jederzeit besuchen und das würde ich sicherlich auch wahrnehme
    • Wolfszeit
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      04.08.2017|Wolfszeit
      TIGERS ANKUNFT
      Ich landete gerade zum zweiten mal in diesen Jahr in England. Ich war hier um mein Fohlen Artic Tiger abzuholen. Ich hatte den kleinen Mann vor einigen Monaten auf der Hauseigenen Auktion ersteigert. Am Flughafen hatte ich mir ein Auto gemietet und fuhr als erstes den Hänger holen. Danach ging es zu den Pineforest Stabels. Dort angekommen kam mir auch gleich Occulta Smith entgegen. Wir begrüßten uns und dann brachte sie mich auch schon zu der Koppel wo die kleinen verkauften Mini Fohlen standen. Sie waren erst vor kurzem abgesezt worden. Occu meinte wenn Tiger gleich intigriert werde dürfte alles kein Problem sein. Sie holte den kleinen Hengst und am Hänger bekam er die Decke drauf die ich mitgebracht hatte, auch wenn es war war würde es im Flugzeug doch kühl werden. Wir verluden den kleinen Hengst und ich bekam noch seine Papiere mit. Ich verabschiedete mich von Occulta und es ging zurück zum Flughafen. Die kurze fahrt bis zum Flughafen verlief sehr gut. Ich hatte dem kleinen Hengst nämlich einen riesigen Teddy mit in den Hänger gepackt damit er sich nicht ganz allein fühlte. Am Flughafen ging es ins Flugzeug. Ich bestand darauf mit Tiger im Flieger zu sein. Die nette Pferdepflegering ließ mich gewähren und so ging der Flug zurück. Nach 8 Stunden Flug landeten wir um 8 Uhr abends. Colin holte uns ab und auf der Ranch bekam das Fohlen mit dem Teddy erst mal eine Einzelbox.
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      06.10.2017|Wolfszeit
      Heute kümmerte ich mich erst um Mas'uda. Die kleine Stute würde morgen auf ihre erste Fohlenschau gehen. Ich schnappte mir das Fohlen und ging zu Rosi. Mit den beiden ging ich in die Halle ich lief kurz unsere kür und ließ sich die zwei Stuten dann austoben. Als sie fertig waren brachte ich beide auf die Koppel. Danach ging ich zu Artic Tiger. Der kleine würde heute das erste mal Amigo den Shettyhengst des Hofes kennenlernen. Ich stelle erst Tiger und dann Amigo auf benachtbarte Paddocks. Amigo schnupperte kurz an Tiger aber interessierte sich nicht wirklich. Deshalb ließ ich beide zusammen sie interessierten sich kaum füreinander. Ich brachte beide in ihren Stall und kümmerte mich um die anderen Pferde.
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      18.11.2017| Wolfszeit
      Heute sah ich erst nach den Fohlen. Ich ging erst in den Privatstall wo die Fohlen den Winter über standen. Arctic Tiger wieherte leise als er mich sah. Ich halfterte das kleine Fohlen und ging mit ihm in die Halle wo ich ein paar Sachen aufgebaut hatte. Eine Plastikplane, eine Stange die er noch nicht kennt und ein Flatterband Vorhang. Ich ging mit dem Fohlen zu erst auf die Stange zu. Er schnüffelte daran und beschloss das sie nicht gefährlich war. So überschritten wir die Stange ruhig und gelassen. Bei der Plastikplane hatten wir leider wenig Erfolg. Nach dem das Fohlen nach einer halben Stunde immer noch kein Fortschritt gemacht hatte beschloss ich mit ihm noch kurz spazieren zugehen und ihn dann in ruhe zu lassen. Als er wieder in seiner Box stand war Mas'uda dran. Mit ihr gab es mehr Erfolg bei der Plane, sodass wir immerhin schon drüber laufen konnten. Ich übte mit ihr noch eine Zeit lang bis ich Masu mit Tiger zusammen auf den Paddock stellte wo sie noch etwas miteinander Spielten.
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      04.03.2017| Wolfszeit
      Heute begann ich bei den beiden Fohlen. Da ich heute leider nicht so viel Zeit hatte nahm ich mir beide Fohlen und ließ sie zusammen in der Halle laufen. Die beiden Fohlen spielten vergnügt in der Halle. Mas'uda war inzwische so groß das Arctic Tiger bequem unter ihr durchlaufen konnte so dass ich ein wenig mit den Fohlen übte das Masu stehen blieb und Tiger durch lief. Dabei freuten sie sich über die Leckerlies. Ich ließ sie nocheinmal etwas rennen.Nachdem die kleinen sich bewegt hatten deckte ich sie wieder ein und brachte sie auf die Koppel wo sie weiter herum tollten.
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      28.03.2018| Wolfszeit
      DER GROßE UMZUG TEIL 2
      Ich stand um 6 auf da heut der Rest der Pferde auf der neuen Ranch ankommen sollte. Als erstes ging ich in den kleine Stall. Den Pferden ging es gut und ich brachte ihnen ihr Frühstück. Jace, Lina und ich brachten dann alle auf die Koppel. Nur Rosi mit Masu brachten wir ersteinmal auf den Paddock. Um 8 kam dann schließlich auch der erste Transporter. Als erstes luden wir den kleinen Artic Tiger aus. Ihn ließen wir gleich zu Masu und ihrer Mama r tollte auch gleich mit Masu über den Paddock. Als nächstes folgte Miss Leika sie stellten wir erst einmal auf einen andern Paddock wo sie gleich begann alles zu erkunden. Finest Selection und Miss Griselda Braun ließen wir direkt auf die Koppel, damit sie sich möglichst aus dem Weg gehen konnten. Nathalie durfte direkt zu Sunny auf die Koppel. Die Stuten begrüßten sich freudig und beknabberten sich erst einmal. Colore Splash kam auf den Paddock neben Leika wo sie sich erst einmal austobte. Elvish Beauty durfte gleich auf die Koppel wo sie gleich zufrieden graste. Auch Mystic Fantasy Dahlia ließen wir direkt auf die Koppel wo sie dSchon von den anderen Stuten erwartet wurde. Anu die mitgefahren war erkundete erst einaml die Anlage nach einer halben Stunde Pferde an. British Gold und Ice rain durften auf den Paddock. Avicii und Liliada durften direkt auf die Koppel. Auch die Hengste Don Carlo, Lifesaver, Herkules und Acerado durfen auch auf ihre Koppeln. Nach einer weiteren halben Stunde kam die letzte Ladung Pferde mit Alec an . Crystal Sky Elf Dancer und Legolas durften auf die Koppel. Saturn ließen aufgrund seiner Ataxie erst einmal in der Halle alles erkunden bevor Alce ihm den Hof an der Hand zeigte. Little Buddy, Aschenflug, Wo der Wolf Heult und What's Happend In The Dark. Machten erstmals ein wettrennen auf den Koppeln. Die Pferde würden in den nächsten tagen nur leich beschäftigt werden um alles kennen zu lernen.
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      1.12.2018| Occulta
      TIGER IN DEN FERIEN
      Arctic Tiger war pünktlich zur Adventszeit zurück nach Pineforest gekommen - aber nur für ein paar Wochen. Seine Besitzerin hatte im Moment schrecklich viel zu tun und mich deshalb gebeten, den jungen Miniature Hengst für ein Weilchen auf meine Weide zu stellen. Das war natülich kein Problem, und er fand sich auch schnell zwischen den anderen Hengstchen zurecht, obwohl sein Halbbruder Silver Lining ihn zunächst etwas herumgejagt hatte. Wie ich später feststellte, war das aber wohl nur spielerisch gewesen, denn die beiden konnten genauso gut nebeneinander grasen. Jedenfalls war er hier bestens versorgt, bis er wieder Nachhause zurückkehren konnte.
    • Wolfszeit
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      24.04.2019|Wolfszeit
      Notfallpflege für Acerado, Legolas, Lady Swan, ZM' Zanaro, Elf Dancer, Saturn, All Hope Is Gone, BS' Little Snowwhite, PFS' Artic Tiger, Captain Morgan, Aschenflug, Wo der Wolf Heult, Osgiliath, Cremella und Miss Griselda Braun
      Heute hatte ich nicht viel Zeit. Ich fütterte erst alle Pferde, bevor ich sie alle nacheinander auf die Weide stellte. Als alle Pferde auf der Koppel standen miste ich die Boxen von Acerado, Legolas, Lady Swan, ZM' Zanaro, Elf Dancer, Saturn, All Hope Is Gone, BS' Little Snowwhite, PFS' Artic Tiger, Captain Morgan, Aschenflug, Wo der Wolf Heult, Osgiliath, Cremella und Miss Griselda Braun aus. Als alle Boxen sauber waren äppelte ich noch die Koppeln ab. Abens holte ich alle Pferde wieder rein.
    • Wolfszeit
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      03.10.2019|Wolfszeit & Laraya
      Von Umzügen, unausprechlichen Namen und Märchenpferden
      Pflegebericht für: Little Buddy,PFS’ Artic Tiger,WHC’ Jaydeen, Black Lady, Elvish Beauty, Baroness Of The Guard, Nathalie, Finest Selection, Vakany, Amigo,BOS Cocobreeze, BOS Lavendeltanz, BOS Gacy, BOS Schneefürstin, BOS Ghost, BOS Nandor, Nurja, Balisto, Lilli vom Hirschberg,Torashko, Ases Maskwamozi, Mystic Fantasy Dahlia, Avicii, Liliada,Mini Cookie, BS’ Little Snowwhite, Ardehel, Osgiliath, ZM's Zanaro, Aschenflug, Wo der Wolf Heult, PFS'Caillean, Delyx, Elvish Beauty, Nurja
      Tag 1, Sonntag
      Luchy| Ich war gerade dabei für Jace die letzten Pferde auf die Koppel zu bringen, da er mit Alec und Anu die Sachen zusammen packte, die wir noch in der neuen Außenstelle benötigten. Ein älterer Herr war vor ein paar Monaten zu uns gekommen und hatte gefragt, ob wir noch einen kleinen Stall benötigen könnten, da er einen kleinen Hof, ca. eine halbe Stunde entfernt, hatte den er nicht mehr bewirtschaftete. Er hatte uns erzählt, dass er es schade fände, wenn der Hof ungenutzt sein würde und er wolle uns den Hof schenken unter der Bedingung das er noch dort Leben dürfe bis zu seinem Lebensende und wir uns um seine verblieben Pferde kümmerten, da er das selbst nicht mehr gut schaffen würde. Es waren drei Kaltblüter. Ein alter Wallach und eine 11-jährige Stute mit ihrem Jährling. Natürlich waren wir dort hingefahren und hatten uns den Hof angeschaut. Es war ein netter älterer Hof mit ca.20 Paddockboxen und einer menge Weideland. Der Hof war zwar schon älter, aber bis auf kleinere Baustellen war er in einem sehr guten Zustand. Nach einigem Überlegen, hatten Colin und ich beschlossen, dass das die Gelegenheit gäbe Anu und Alec mehr Verantwortung zu geben. Schließlich waren beide zur Ausbildung zu uns gekommen. Alec war auch fertig mit seiner Ausbildung und Anu immerhin im letzten Lehrjahr. Somit werden Anu und Alec jetzt die Juniorchefs für die Außenstelle. Natürlich werden ich und Colin regelmäßig nach den Rechten sehen und den beiden immer mit Rat und Tat zur Seite stehen. Auch Mr. Murray hatte gesagt, er würde gerne etwas Helfen, gerade wenn es um Finanzen und Verwaltung geht, würde er gerne helfen. Der Hof trägt den Namen Stàballan madadh-allaidh, was schottisch ist und soviel heißt wie Wolfcreek Stabels.
      In die Stàballan madadh-allaidh werden alle Vollblüter, AMHs und Mini Cookie ziehen. PFS‘ Arctic Tiger und Little Buddy werden allerdings bei uns bleiben. Zusätzlich dazu das ein paar Pferde umziehen werden, würden auch ein paar neue Pferde einziehen. Allerdings nicht für mich, sondern Pferde von Laraya Shizuka. Laraya ist eine Züchterin die nur ca. zwei Stunden entfernt einen Hof eröffnet hat. Ich habe ihr im Zuge einer Zusammenarbeit angeboten ein paar Pferde bei mir einzustellen, gleichzeitig würde auch einer ihrer Mitarbeiter mit den Pferden einziehen. Außerdem hat unser Jährling WHC‘ Jaydeen ein gutes Zuhause bei ihr gefunden.
      Ich brachte nun Black Lady auf die Koppel. Statt von einem weißen Pferd wurde sie allerdings von einem Braunem begrüßt. Elvish wurde gestern nach dem Training gewaschen und hatte sich gewälzt. Da heute alle Pferde frei haben wurde sie aber auch nicht geputzt. Auf der Koppel nebenan Wälzte sich gerade die Fellponystute Baroness Of the Guard, da Jamie gerade vom Ausritt wieder gekommen war. Nathalie, die Scheckstute die eine Koppel weiter stand, tobte gerade mit Grisi über die Koppel, während der Rest ihrer Herde unter dem Bäumen döste. Als letztes holte ich noch Finest Selection, die schon von Vakany erwartet wurde. Ich machte mich auf den Weg zu den anderen und ging dabei noch am Oberhausauslauf vorbei. Ich freute mich dass die einzigen Zwei kleinen Ponymännner Amigo und Tiger sich trotzdem in ihrer Herde wohl fühlten.
      Alec| Wir hatten geraden das Auto bzw. den Hänger fertig gepackt. Heu und Stroh ließen wir von einem örtlichen Bauern liefern. Das Kraftfutter und das Sattelzeug hatten wir, so weit wir es nicht brauchten, schon dorthin gebracht, genauso wie einen neuen Sattel für die Tinkerstute, da ihr alter Sattel leider in einem sehr schlechten Zustand war bzw. nicht mehr passte, da sie wohl stark abgebaut hatte, genauso wie der ein oder andere Ausrüstungsgegenstand der ausgetauscht werden musste. Jetzt brachten wir noch das restliche Sattelzeug hin. Luchy würde demnächst den Sattel der Stute anpassen wie auch das restliche Zubehör überprüfen und bei Bedarf aus ihrem Zubehörladen ersetzen. Der alte Wallach von Mr. Murray war ein wenig empfindlich auf Staub, deshalb brauchten wir noch ein paar Ballen Späne. Nachdem alles gepackt war. Machte Anu sich auf die Suche nach Luchy. Jace und ich wollten heute noch die restlichen Sachen rüber Fahren und die Boxen vorbereiten bzw. Mr. Murray mit seinen Pferden helfen. Ich freute mich regelrecht auf den Umzug, da Luchy erlaubt hatte, das Magnus auf den Hof ziehen dürfe. Und da der Hof näher an einer Stadt lag, hatte Magnus zugestimmt mit einzuziehen, allerdings würde er erst in ca. einem Monat einziehen, wenn sich der Alltag bei uns halbwegs eingespielt hatte.
      Anu| Ich fand Luchy schließlich bald bei den Ponys. „Luchy, die Jungs fahren jetzt rüber und wollen noch die Boxen fertig machen“. „Super, dann werden wir beide jetzt die Ausläufe abtrennen, das wir die Pferde von Laraya erst einmal eingewöhnen können. Ich und Luchy bereitet also die Ausläufe ab und widmeten uns dann noch anderen Dingen.
      Tag 2, Montag
      Luchy| „Guten Morgen“, rief ich schon, als ich in die Küche kam. „Guten Morgen Schatz“, sagte ich zu Colin und gab ihn einen Kuss. Sheena hatte schon Kaffee gemacht und hatte ein wunderschönes Frühstück angerichtet. Ich nahm mir einen Kaffee und setzte mich an den Tisch. „Colin kannst du heute zu Laraya fahren und die Pferde abholen? Und nimm bitte Quinn mit ich glaube die Esel, besonders Darragh, brauchen mal eine Trickpause“. Nach kurzer Zeit kam Jamie auch zum Frühstück. Er war wie so häufig schon vor dem Frühstück eine kurze Runde Ausreiten gewesen. „Gut das du kommst Jamie. Da ich heute Alec und Jace beim Umziehen der Pferde helfe und Colin die neuen Pferde holen geht, hast du heute mal die Aufsicht. Ich denke, du schaffst das, es weiß ja eigentlich jeder was er zu tun hat.“
      Colin| Nach dem Frühstück suchte ich Quinn und zusammen machten wir den Transporter fertig. Wir mussten insgesamt vier Pferde transportieren. Vier passen in den Transporter und für zwei wollte Laraya den Transport Organisieren. Wir checkten noch, ob die Hauskoppel so weit eingeteilt war das wir die Pferde eingewöhnen können und machten uns auf den Weg zu Laraya. Dort angekommen parkten wir erst einmal auf dem Parkplatz, da ich nicht wusste,, wo Laraya die Pferde gerne verladen wollte
      Laraya| Als der Hänger von Colin auf dem Parkplatz zu stehen kam, ging ich schonmal hin während Liam und Catherine die Stuten holten. Ich begrüßte Colin mit einem freundlichem Händedruck und sah mir kurz den Hänger an. “Catherine und Liam holen schon mal die Stuten, die Hengste bringe ich mit Catherine hinterher. Sie wird dann bei euch bleiben für die Pferde, da Sie hier immer für 3 der Ponys zuständig war und euch über die 6 alles wichtige Erzählen und zeigen wird.”, erklärte ich kurz. “Coco wird etwas schwer beim Verladen sein aber die anderen sind alle sehr friedliche Mitfahrer.”
      Catherine| Ich nahm mir Gracy und Schneefürstin während Liam Lavendeltanz und Cocobreeze nahm und so liefen wir zum Hänger. “Bist du aufgeregt?”, fragte mich Liam und ich grinste. “Nein nein, nur sehr gespannt wie es dort wird.”
      Liam und ich verluden bis auf Cocobreeze alle Stuten problemlos, denn Cocobreeze mochte Hängerfahren nicht so gerne. Mit ein wenig Überzeugung gelang es uns jedoch. Ich sah zu Laraya, welche zu Colin sah. “Wir verladen nur noch die 2 Hengste am Stall und fahren dir dann hinterher.”, gab Sie nur bescheid und wir liefen beide zu den Hengstboxen. “Ich bin froh das Nandor und Ghost mitkommen.”, sagte ich nur erleichtert und führte den Schimmelhengst auf den Hänger. “Mir wird das Riesenbaby fehlen.”, erwiderte Laraya nur als sie Nandor im Hänger hatte und knuddelte beide kurz.
      Laraya| Wir fuhren den Hänger vor zum Parkplatz, Catherine hatte ihr Gepäck bereits verstaut. Als Colin Vorausfuhr, fuhr ich meinen Wagen und Hänger hinterher. Catherine winkte allen nochmal zum Schluss und hibbelte auf ihrem Sitz herum. “Okay, jetzt bin ich doch aufgeregt!”
      Colin| Quinn war ganz aufgeregt und schaute Neugierig zu wie Laraya und Catherine die Pferde verluden. Während wir warteten, dass sie die Hengste verluden, wartete ich bei den Stuten im Laderaum, da gerade die Schimmelstute Cocobreeze ein wenig nervös war. Als Laraya mit dem Hänger vorfuhr, schloss ich die Laderampe und stieg ein. Wir fuhren los und Quinn beobachte die Anhängerkamera aufmerksam, um ja nichts zu verpassen. Gacy, Schneefürstin und Lavendeltanz waren entspannt und auch Cocobreeze entspannte sich, sobald wir auf dem Highway waren.
      Luchy| Nach dem Frühstück schaute ich noch schnell nach Nurja. Die hübsche Freibergerstute hatte gestern ein wenig gelahmt. Ich ging zum Auslauf der Stute und sie kam mir schon entgegen. “Na hübsche”, sagte ich der Stute und kraulte sie. Ich ging zu ihr rein und fühlte ihr Bein. Es war kaum noch warm und schon deutlich abgeschwollen, dennoch musste sie wohl noch ein paar Tage von der Koppel fern bleiben. Nachdem Nurja kontrolliert war, stieg ich in Auto um zum Loch Madaah-allaiah Stud. Ich fuhr allein, einerseits wollte ich mir die Pferde von Mr. Murray ansehen, Alec hatte erzählt, sie seien zwar gut genährt ständen aber recht schlecht im Training. Andererseits, musste ich noch einen neue Stute aus Evansburg abholen. Ich war echt froh das wir zwei Hänger und den Transporter hatten, da wir doch teilweise auf verschiedene Turniere fahren mussten. So war es möglich, dass Colin Laraya beim Transport helfen konnte und Alec und Jace schonmal drei Pferde umziehen können. Während dessen kann ich mit dem kleinen Hänger die Stute abholen. Bei Mr. Murray angekommen wurde ich schon begrüßt. Ich war zwar schon mehrfach hier gewesen, doch die Pferde hatte ich noch nicht zu sehen bekommen, da sie auf eine der Koppeln gestanden hatten. Nun hatten Alec und Jace die Pferde in die geräumigen Paddockboxen gebracht. Das erste, was ich sah, war ein kleiner schwarzer Kopf mit einer breiten Blesse. Das musste der Jährling sein.” Das ist Balisto. Er ist 1 ½ Jahre alt und stammt von meiner guten alten Lili ab.” erklärte mit Mr. Murray. Ich hielt dem kleinen Tinker meine Hand hin und er schnupperte daran. Ich kraulte das kleine Fohlen ein wenig und steckte ihm ein Möhrchen zu. Wie als hätte das Möhrchen magische Kräfte schauten nun zwei weitere Köpfe über die Boxentüren. Direkt neben dem Baby kam nun ein Kopf hervor der genauso Aussah wie der kleine Kopf nur etwas größer und mit deutlich mehr Haare. “Wow, ich habe selten ein Pferd mit so viel Mähne gesehen“ staunte ich als die Stute sah. “Ja das hat sie viele Haare. Das ist Lilli. Meine Frau wollte sie damals genau wegen ihres Tollen Langhaares”. Auch Lilli bekam von mir ein Möhrchen. Die Stute nahm die Möhre etwas ungeschickt mit ihrer riesigen Schnauze “. Das ist also die Stute, die so lang auf der Koppel stand?”, fragte ich den alten Mann. “Ja genau, sie stand erst beim Hengst und dann als seitdem meine Frau letztes Jahr gestorben ist, steht sie auf der Koppel. Der kleine Stand erst mit ihr und später dann mit Torashko auf der Koppel.” erklärte er mir. “Und wie ist sein Trainingszustand?” fragte ich und ging auf den Großen fast komplett schwarzen Wallach zu. “Mit ihm fahre ich noch ab und zu, aber nicht wirklich regelmäßig”. Der große Wallach zog mir das Möhrchen aus der Hand und kaute krachend darauf rum. “Wäre das okay wenn ich mir die Pferde mal in der Halle laufen anschaue, Mr. Murray”. “Natürlich ist das okay, ich bin dankbar, dass sie wieder ein wenig Arbeit bekommen. Aber nennen sie mich doch bitte Alister”. “Ok Alister, dann würde ich mit Balisto beginnen.” Ich nahm das Halfter von der Box und streifte es dem kleinen Hengst über. Das ließ er schon einmal brav über sich ergehen. Auf dem Weg zu Halle stellte sich allerdings raus das er ein wenig frech und unerzogen. War, er drängelte öfters in eine Richtung versuchte am Wegesrand einen Snack mitzunehmen oder versuchte einfach mal, ob man den Strick essen könnte.”Du bist ja ganz schön frech kleiner Mann”, sagte ich zu dem Jährling. In der Halle angekommen ließ ich ihn frei und er lief gleich bockend durch die Halle, wobei sein für ein so junge Pferd doch schon üppiges Langhaar in voller Pacht bestaunen konnte. Alister beobachte das alles von der Bande aus. Ich schaute mir den kleinen Hengst an und bemerkte, nachdem er sich etwas ausgepowert hatte und einen gleichmäßigen Galopp lief, das er einen recht guten Galopp zeigte. Ich versuchte den kleinen Mann auszubremsen, was auch glückte, da er in einen flotten Trab fiel.”Ein hübsches Fohlen haben sie da gezogen, Allister”. “Ja, das ist er so hübsch wie seine Mutter”. Nachdem Balisto die meiste Energie losgeworden war, kam er zu mir und begann in meinen Taschen nach Futter zu suchen. “Du bist ja ein süßer”, sagte ich und steckte ihm ein Leckerli zu. Danach machten wir uns auf den Rückweg zum Stall. Als Nächstes nahm ich Torashko . Er folgte mir brav in die Halle. Er schien eher gemütlich zu sein, da er auch in der Halle geduldig wartete, dass ich ihn frei ließ. Danach beschloss er erst einmal die Halle gründlich ab zu schnüffel und einen geeigneten Platz zum Wälzen zu suchen. Als er diesen schließlich gefunden hatte ließ er sich nieder und kugelte sich umher. Als er fertig war, schüttelte er sich kurz und schaute ein wenig in der Gegend rum. Ich trieb ihn ein wenig und er bequemte sich mindesten mal im Schritt zu laufen. Für sein Alter lief er noch recht fleißig vorwärts. Nach ein paar Runden ließ ich ihn schließlich antraben. Schnauben wechselte er die Gangart. Auch sein Trab war recht fleißig und gleichmäßig. Schließlich ließ ich ihn auch noch ein paar Runden galoppieren bevor ich ihn langsamer werden ließ.” Da haben sie aber echt ein schönes Tier, Alister”. Der schwarze Wallach kam auf mich zu, um sich eine Streicheleinheit abzuholen. Er durfte auf die Koppel statt in den Stall und auch Balisto holte ich dazu. Nachdem die beiden Jung zufrieden schnaubend Ihr Gras fraßen, holte ich mir Lili. Die Stute war brav und folgte mir gemächlich. In der Halle angekommen, bleib sie lieber neben mir stehen und schupperte mich und meine Umgebung ausgiebig ab. Ich trieb die Stute ein wenig an und sie fiel direkt in einen fleißigen Trab. Die Stute hatte schöne weiche Gänge. Ich hatte von den Gängen genug gesehen und parierte sie wieder durch. Ich band die Stute in der Stallgasse an, um mir den Sattel anzuschauen. Ich schaute mir als erst die Statur der Stute an. Sie war recht breit, allerdings schlecht bemuskelt und hatte einen leicht durchhängen Rücken. Während ich Ihr den Sattel auflegte, um zu schauen was ich verändern müsste, damit er passt, döste die Stute mit lockerer entspannter Lippe vor sich hin. Durch die Hängelippe wirkte Ihre Schnauze noch größer als sie eh schon war. Nachdem ich mir notiert hatte was ich ändern musste durfte, auch Lilli auf die Koppel ich packte den Sattel schon mal ins Auto und verabschiedete mich vorübergehend von Alister. Ich machte mich auf den Weg nach Evansburg, um die neue Stute abzuholen. Ihr Name war mindestens so außergewöhnlich wie auch Ihr Fell. Ases Maskwamozi, war ein Mix aus Vollblut und Appaloosa. Wamzi, wie die Stute liebevoll von Ihren Vorbesitzern genannt wurde, hatte mich schon auf den Fotos verzaubert.
      Jace| Wir hatten noch die allerletzten Sachen zusammengesucht und dann auch schon begonnen die Pferde fertigzumachen. Als Erstes sollten Anus Stute Mystic Fantasy Dahila und die beiden Vollblut Stuten Avicii und Liliada mitkommen. Die drei Stuten kannten sich schon, da wir letzte Woche alle Herden zusammengestellt hatten so das die Eingewöhnung leichte werden wird. Während Anu ihre Stute selbst fertig machen wollte, kümmerten Alec und ich uns um Avicii und Lila. Ich holte mir die hübsche braune Stute mit den weißen Flecken und stellte sie ein letztes Mal auf die Stallgasse im Torstall. Alec stellte Lila ein Stück weiter ab. Ich steckte der Stute einen Apfel zu und während sie kaute ich ihre Transportgamaschen. Die Stute stand schön still. Sobald Lila und Vicii verpackt waren, ging es auch schon zum Hänger. Avicii lief wie immer brav auf den Hänger und Lilia folgte ihr prompt. Seit Luchy und Colin Lila zurückgeholt hatten, klebte sie an Vicii.Lila hatte leider ein trauriges Schicksal ereilt. Sie wurde an einen seriösen Pferdehalter verkauft, der sie leider verwahrlosen ließ. Auch Anu war inzwischen mit Dahlia angekommen. Dahlia ging auch brav auf den Hänger. Wir stiegen ein und fuhren los.
      Colin| Bald waren wir auch kurz vor dem Hof angekommen. Aus der Ferne waren schon die Rockys zusehen, zu dessen Füßen der Hof lag. Ein paar Minuten später passierten wir auch die Durchfahrt des Torstalls
      Laraya| Wir staunten nicht schlecht, als wir hinter Colin die Durchfahrt passierten. Catherine sah sich um, während ich weiter dem vor uns fahrenden Hänger hinterherfuhr und auch neben ihm parkte. Beide von uns stiegen aus, ich streckte mich kurz und sah mich um. Dagegen war unsere Anlage wie gerade geboren und noch ganz klein aber es war auch sehr schön hier.
      Ich stellte mich zum Hänger, wo sich meine Stuten befanden und wartete auf Colin. Ebenso war ich sehr gespannt, wo meine Pferde hier wohnen würden.
      Colin| “Quinn holst du bitte Jayden und Matt? Die beiden sollen uns mal beim Ausladen helfen“. Quinn verschwand Richtung Hauptstall und kam kurz darauf mit beiden Männern wieder.”Ich würde sagen wir stellen erst die Pferde weg und dann zeige ich euch den Hof”, schlug ich Laraya und Catherine vor. “ Coco und Gracy kommen in den Unterhausauslauf, Schneefürstin und Lavendeltanz kommen zu den Eseln, Ghost kommt zu den Ponys und Nador ebenfalls zu den Eseln”. “So charmanten Damen helfe ich gerne”, sagte Jayden und war schon wieder im Flitmodus. Ich warf ihm einen Blick zu der für sich sprach und gleich riss er sich auch schon wieder zusammen. “Matt, kannst du vielleicht mit Catherine schonmal Cocobreez und Gacy wegbringen. Ich glaube, die Stute möchte nicht länger als nötig auf dem Hänger blieben”. Man könnte Jayden die Enttäuschung ein wenig ansehen das nicht er mit Cathrien gehen durfte. Dennoch machte sich Matt direkt daran mit Cathrine die Stuten auszuladen. “Ah, Jesse du kommst genau richtig, du könntest gerade mit Jayden und Quinn, Schneefürstin, Lavendeltanz und Nandor zu den Eseln bringen”. Der junge Mann kam zu uns rüber uund grüßte brav unsere Gäste und begann dann mit den anderen dreien die Pferd auszuladen. Ich hingegen beschloss mit Laraya Ghost in sein neues Zuhause zu bringen. Nach und nach luden wir die Pferde aus. Auf dem Weg zum Oberhausauslauf unterhielt ich mich mit Laraya und erklärte ihr auch noch manches zu unserem Konzept und dem Hof.
      “So, da wären wir”, sagte ich und öffnete das Tor zum Auslauf. “Die anderen Pferde stehen noch auf der Koppel, so können die neuen sich erst einmal Orientieren. Außerdem werden sie erstmal in abgetrennte Abteile ziehn damit sich die Herde nach und nach an die neuen Gewöhnen können”. Nachdem die neuen Pferde alle in ihren Eingewöhnungsabteilen standen. Zeigte ich Laraya und Cathrine noch dem Hof, bevor sich die beiden voneinander Verabschiedeten.
      Luchy| Inzwischen war ich in Evanburg angekommen und wurde auch schon zu Wamsi geführt worden. Ich steckte der Stute eine Möhre zu. Ich betrat die Box und wurde zugleich neugierig beschnüffelt. “Du bist also die kleine Ases Maskwamozi? Du bist ja in echt noch viel niedlicher als auf den Bildern”. Ich kraulte die Stute und sie begann gleich mich anzuknabbern. Ich halfterte sie und dann ging es auch schon auf den Hänger. Ich war ganz erstaunt, als sie von allein auf den Hänger lief. “Super Wamzi” lobte ich die Stute und verschloss den Hänger. Kaum ein paar Minuten später war ich mit Wamzi im Gepäck auf den Weg zu ihrem neuem Zuhause.
      Wir wurden von einem wiehern begrüßt und aus dem Hänger kam gleich eine Antwort. Allister kam aus dem Haus, um die neue Stute zu beschauen. Ich parkte den Wagen und lud die Stute langsam aus. Sie stand auf dem Hof und wieherte. Von der Koppel kam gleich eine Antwort. Auf dem Weg zur Koppel versuchte sie ich ständig den Hals zu verdrehen um sich alles gleichzeitig ansehen zu können. Das sah ziemlich lustig aus. an der Koppel angekommen durfte Ases erst einmal Lilli über den Zaun hinweg anschauen. Da Lili wie auch Wamzi im Umgang mit Pferden recht friedlich sein sollten, hatte ich beschlossen, das wir probieren würde sie gleich zusammenzustellen Die Tinkerstute schaute freundlich über den Zaun. Satt näher ran zugehen machte Wamzi lieber einen ganz langen Hals. “Ich glaube, ich hab eine Giraffe gekauft” scherzte ich. “Aber ein eich außergewöhnliche Giraffe” erwiderte Allister. Die Stute mit den hübschen braunen Flecken war nun näher an den Zaun getreten und beschnüffelte Lilli.Lilli interessierte sich eigentlich mehr für meine Leckerlis als für Wamsi, diese hatte nun begonne an einem von Lilis Zöpfen zu knabbern. “Ich glaube Wamzi hat Lili zum Fressen gerne”. Allister und ich lachten herzlich und ich ließ Ases auf die Koppel. Das Punktepferd stolzierte erst zu Lili, um sie sich noch einmal genau anzuschauen. Danach stiefelte sie mit der Nase am Boden über die Koppel und inspizierte jeden Zentimeter. Lili folgte der Stute neugierig. Als Ases beschlossen hatte, das jetzt alles angeschaut war, begann sie erst ein paar Meter zu traben und fiel dann auch in den Galopp. Lili folgte der Stute, wurde allerdings schnell abgehängt. Das war allerdings auch kein Wunder Wamzi demonstrierte eindrucksvoll ihre Vollblut Abstammung. Bei einem solchen Tempo hatte die fast 20 cm kleinere Scheckstute auch kaum eine Chance.
      Alec| Wir waren inzwischen auf unserem Hof angekommen und parkten neben Luchys Wagen. “Schaut Luchy muss wohl schon mit der neuen Stute da sein”, sage ich zu den anderen. “Ich bin mal gespannt wie sie so drauf ist, Luchy hat gemeint sie wäre wohl ein ziemlicher Clown”, erwiderte Anu. “Lass uns erst die Pferde ausladen”. Gehorsam folgten wir Jace zur Hängeklappen. Als Erstes durften Avicii und Lila aussteigen, danach durfte auch Dahlia raus. Dahlia wieherte zur Begrüßung und es kam auch gleich antworten von den Koppeln. Es fühlte sich wunderbar an endlich mit den ersten Pferden auf diesem Hof zustehen. Auch, wenn dieser Hof eine Menge Arbeit bedeuten würde, freute ich mich auf diese Aufgabe. Der Hof selber war eigentlich in einem gutem Zustand. Am meisten Arbeit wird der Aktivstall für die Ponys werden.“Lass uns die Pferde erst einen Moment führen bevor sie auf die Koppel kommen.”, schlug Jace vor und riss mich aus meinen Gedanken. Er hielt Lila und Vicci, sodass ich den Pferden die Gamaschen ausziehen konnte. Nach ein paar Runden um die Stallungen ging es zu den Koppeln. Auf der ersten Koppel stand Lili und graste, während ein großes weißes Pferd mit braunen Punkten zum Zaun kam. “Das ist also das Pferd mit dem unaussprechlichen Namen”, sagte ich zu Luchy. “Hübsch ist sie ja schon mal”. Avicii beäugte die Stute aufmerksam mit aufgestellten Ohren. Wir stellten Avicii, Lila und Dahlia auf die Nachtbarkoppel. Während die Stuten sich am Zaun begrüßten stand etwas weiter hinten der kleine Tinkerjährling Balisto am Zaun und beobachtete das Spektakel, während Torashko graste. Wir beobachteten noch ein wenig die neue Stute, bevor wir uns wieder auf den Weg machten um als nächstes Mini Cookie, Little Snowwhite und Ardehel zu holen.
      Luchy| Während Alec, Jace und Anu die nächsten Pferde holten ich einiges in der Sattelkammer aus. Für Lili gab es neben dem neuen Sattel noch eine neue Trense, eine Schabracke mit Fliegenmütze und ein neue Abschwitzdecke. Für Balisto gab es eine Trense, damit er daran gewöhnt werden kann und sonst gab es noch Dinge wie ein paar neue Halfter, Schabracken, Decken und sonst noch nützliches Zeug. Nachdem ich fertig war, mit der Sattelkammer kamen auch schon die anderen und brachten die drei Mini Ponys. Auch diese drei durften zu den Stuten auf die Koppel wo sie sich erst einmal austoben. Als dann schließlich auch die Hengste Osgilliath, Zanaro, Aschenflug, Wo der Wolf Heult, Caillean und Delyx standen wir alle auf der Koppel und wir freuten uns, dass alles so gut verlaufen war. Nun lag es an Alec und Anu noch einen weiteren Trainer zu finden genauso wie noch ein Stallburschen. Allister war anzusehen wie viel Freude er daran hatte, dass wieder mehr Leben auf seinen alten Hof kommt. Schließlich sammelte ich alle Sachen die ich zum Reparieren mitnehmen wollte zusammen, darunter auch ein wunderschönes altes Show Geschirr. Jace und ich machten uns dann auf den Nachhauseweg.
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  • Album:
    WHC Oberhausauslauf
    Hochgeladen von:
    Wolfszeit
    Datum:
    28 Feb. 2020
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    EXIF Data

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  • PFS' ARCTIC TIGER
    engl. arktischer Tiger
    Portrait folgt

    EXTERIEUR

    Geschlecht: Hengst
    Geburtstag: 23.04.2017/2 Jahre
    Geburtsort: England

    Rasse: American Miniature Horse
    Stockmaß: 87 cm
    Gewicht: 20 Kg
    Deck-|Langhaar: silver dapple | Weiß
    Abzeichen| Scheckung: keine
    Gencode: EeaaZz

    STAMMBAUM
    von: Arctic Blue
    von: Unbekannt aus der: Unbekannt

    von: Unbekannt aus der: Unbekanntvon: Unbekannt aus der: Unbekannt

    aus der: Tigrotto
    von: Unbekannt aus der: Unbekannt

    von: Unbekannt aus der: Unbekanntvon: Unbekannt aus der: Unbekannt

    INTERIEUR | BESCHREIBUNG


    Rufname: Tiger, Silver

    frech, penibel, intelligent, Brav, verspielt

    folgt

    Der Hengst wuchs auf dem Pineforst Stud auf. Von dort zog er dann zu uns. Er durfe für 3 Monate nocheinmal dorthinziehn bevor er wieder zurückkam. Er darf noch eineinhalb Jahrelang Pferd sein bevor wir langsam mit seiner Ausbildung beginnen.


    Weide/Weidepartner: Amigo, Delyx & Caillean
    Unterbringung: Unterhausauslauf
    Einstreu: Stroh

    Letzter Tierarztbesuch:00.00.0000
    Chipnummer: folgt
    Gesamteindruck: Gesund
    Akute Krankheit/en: Keine
    Chronische Krankheit/en: Keine
    Erbkrankheit/en: Keine

    Letzter Hufschmiedbesuch:00.00.0000

    Ausgeschnitten/Korrigiert: nie
    Hufbeschaffenheit: Gut
    Hufkrankheit/en: Keine
    Beschlag: Barhuf

    AUSBILDUNG & QUALIFIKATIONEN

    Eignungen: Fahren|Halter Shows|Showjumping| Langzügel

    Springen:E
    Military:E
    Dressur:E
    Distanzrennen:E
    Western: E
    Galopprennen: E
    Fahren: E

    TRAININGS - INFOS

    Fohlen ABC

    ERFOLGE

    Noch Keine

    PFERDEPASS

    Gekört: Nein
    Schleife: -
    Gewinnerthema: -
    Eingetragene Zucht: -
    Decktaxe: 0 Joellen

    Herkunft | Züchter: Pineforest Stable|Occulta

    Nachzucht: 0/10

    BESITZERLEGENDE

    Besitzer/Besitzerin: Wolfszeit
    Vorbesitzer/Vorbesitzerin: Occulta
    Verkaufsrecht/Ersteller: Occulta
    Reitbeteiligung/Trainer: Jace Sherwood

    zu Verkaufen : Nein
    Kaufpreis: 1300 Joellen

    Spind/PNG/Puzzle PNG