Wolfszeit

♞Cleavant 'Mad Eyes'|Mix

In meinem Besitz seit 28.03.2020

♞Cleavant 'Mad Eyes'|Mix
Wolfszeit, 28 März 2020
Mohikanerin und Rhapsody gefällt das.
    • Wolfszeit
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      08.2016|Sosox3
      Umzug nach Mazedonien
      Die Tage des Umzugs waren gezählt. Heute würden die ersten Pferde ihren Weg in die neue Heimat machen und ich würde mit ihnen fliegen. Der Transport würde etwas länger dauern als vorher geplant aber anders würde es wohl nicht gehen. „Nimmst du bitte Sweety Candypie? Sie kann direkt mit rüber fliegen. Der Tierarzt und der Zahnarzt haben sie ja schon besucht und haben auch das Ok gegeben, das sie fliegen darf. Mit ihr gehen Alinghi und Croatoan. Die anderen müssen noch verbereitet werden. Obwohl, statt Croatoan geht dann doch lieber Deila mit. Das Pummelchen hat ihre Füße noch nicht gemacht bekommen…“, sagte ich zu Abby und Smetti die mir aufmerksam zu hörten. „Was ist mit Cleavant? Oder Itaque?“, hakte Abby noch einmal kurz nach. Ich dachte einen Moment nach, eigentlich könnten die beiden mit. Wären da nicht die Hufe. „Nein, ich mach denen noch die Hufe, dann kommen die mit. Acacia wird auch direkt von der Vorbesitzerin nach Mazedonien verschifft. Das ist dann auch aus dem Kopf. Classic Gold und Classic Spring sehen heute dann auch noch das neue Zuhause. Das wäre dann der erste Rutsch. Der zweite Rutsch kommt dann in zwei Tagen. Meine Cousine empfängt drüben die Pferde und versorgt sie dann bis wir alle da sind.“ Die beiden nickten und machten sich dann auch schon vom Acker. „Das wird noch stressig“, murmelte ich und machte mich auf den Weg zu unserem Mixpony ‚Cleavant ‚Mad Eyes‘‘. Er war noch nicht wirklich lange bei uns, 1-2 Monate vielleicht, aber Valerie kümmerte sich super um ihn. Sie nahm am Reitunterricht teil, ging mit ihm spazieren und betüddelte ihn den ganzen Tag. Ab und an setzte sie sich auf die Weide und sah ihm beim Grasen zu. Sie waren das Dreamteam schlecht hin. „Val? Magst du zuschauen wie ich Cleavant die Hufe mache?“, rief ich in die Stallgasse entlang und die 17-Jährige kam mir lächelnd entgegen. „Klar, warum nicht?“, grinste sie. „Was bekommt er denn?“ „Erstmal die Kontrolle und dann evtl Hufeisen. Wobei ich nicht weiß ob er die überhaupt braucht.“ „Okey.“ Gemeinsam gingen wir zu Cleavant und nahmen ihn aus der Box. Er stand auf Spähnen aufgrund seiner Heu/Stauballergie und bekam morgens und abends einen großen Haufen nasses Heu, damit auch er die passende Heuration bekam und ein wenig Beschäftigung über die Nacht hatte. Zudem kam noch, dass er eine Paddockbox hatte und immer wieder raus könnte um frische Luft zu schnappen. Val nahm den jungen Hengst schon einmal aus der Box und ich ging währendessen in die Schmiede um meine Ausrüstung zu schnappen und wieder zu den beiden zurück zu kehren. Val und Cleavant passten perfekt zusammen und sie hatte ihn schon blitzeblank geputzt und auch schon die Hufe ausgekratzt. „Danke“, lächelte ich und sie ging zur Seite. Seine Hufe waren etwas zu kurz, aber dennoch ziemlich hart, so dass ich sie nur kurz begradigte und ein wenig raspelte. Ich feilte auch noch mal kurz drüber und ließ ihn dann von Val vorführen, sowohl im Schritt und Trab. Er lief gut. „Soll er Hufeisen bekommen oder nicht?“, fragte sie mich noch einmal und ich starrte kurz Löcher in die Luft. „Nein, die Witterungszustände im Gebirge auf der Weide sind ganz in Ordnung, die braucht er da nicht. Und auch sonst sind weniger Asphaltierte Straßen in Mazedonien zu finden…“, ließ ich meinen Gedanken freien Lauf. „Wenn du magst gebe ich dir grad eine Stunde Unterricht auf ihm. Sie nickte und ging rüber in die Sattelkammer während ich bei Cleavi stehen blieb. Er war eines der treuesten Pferde auf dem Hof und wie geschaffen für Val. „Sollen wir ihn jetzt schon rüber fliegen oder möchtest du ihn erst später rüber fliegen lassen, wenn die letzten den Hof verlassen?“, fragte ich noch einmal nach. Schließlich war es fast ihr eigenes Pferd mit dem sie machen konnte, was auch immer sie wollte. „Was macht denn Merita mit den Pferden, wenn sie auf sie aufpasst?“, fragte sie misstrauisch. Aber ich kannte ja meine Cousine wie meine Westentasche. Sie würde genau das machen, was ich ihr sagen würde. „Nichts, zumindest nichts außer sie regelmäßig füttern, raus und wieder reinstellen. Ich vertrau ihr da sehr.“ Val nickte kurz und überlegte während sie aufstieg. „Reite ihn erst einmal ein wenig warm im Schritt. Dann kannst du ihn antraben.“ Val ritt ihn gute 15 Minuten im Schritt warm ehe sie ihn antrabte. Er reagierte auf sehr feine Hilfen und hatte manchmal Mühe Valerie’s unruhiges Bein zu verstehen. „Geh mal auf den oberen Zirkel und bau in der oberen Hälfte einen Trab-Schritt-Trab-Übergang ein und wenn das einigermaßen sitzt, dann galoppierst du ihn ein wenig an.“ Sie nickte und gab sich alle Mühe ihm die Hilfen gut umzusetzen, schaffte es aber nicht ganz so gut. „Setz dich ein wenig tiefer in den Sattel, wenn du durchparierst und versuch dein Bein ruhiger am Pferd zu halten. Die nächste Stunde geht’s wohl wieder an die Longe. Sitzschulung“, grinste ich und auch wieder versuchte sie das umzusetzen, was ich ihr anriet. „Aber er versteht die Hilfen nicht“, maulte sie ungeduldig rum. „Wegen deinem unruhigen Bein“, wiederholte ich abermals. „Warte, ich geh die Longe holen“, sagte ich und machte mich schon auf den Weg und verließ den Reitplatz. „Reite ihn erstmal im Schritt und geh ein paar Bahnfiguren bis ich wieder da bin.“ „Alles klar“, sagte sie und parierte den Braunen durch. Ich beeilte mich um wenig Zeit zu verlieren, damit sie nicht nur Schritt ritt und kam nach 5 Minuten wieder am Reitplatz an und nahm den jungen Hengst an die Longe. Zunächst im Trab und dann im Galopp ließ ich sie einige Übungen machen, damit ihr Bein ruhiger anlag und führte das gut 30 Minuten durch. Die Zeit verging wie im Fluge und je mehr sich Val anstrengte, desto mehr blieb ihr Bein auch ruhig. Die nächste Zeit kam sie wohl öfter an die Longe, wenn wir in Mazedonien sein würden. Heute würde wohl auch noch Cleavant ‚Mad Eyes‘ noch mit nach Mazedonien fliegen.
    • Wolfszeit
      Hufschmiedbericht
      08.2016|Sosox3
      Die Tage des Umzugs waren gezählt. Heute würden die ersten Pferde ihren Weg in die neue Heimat machen und ich würde mit ihnen fliegen. Der Transport würde etwas länger dauern als vorher geplant aber anders würde es wohl nicht gehen. „Nimmst du bitte Sweety Candypie? Sie kann direkt mit rüber fliegen. Der Tierarzt und der Zahnarzt haben sie ja schon besucht und haben auch das Ok gegeben, das sie fliegen darf. Mit ihr gehen Alinghi und Croatoan. Die anderen müssen noch verbereitet werden. Obwohl, statt Croatoan geht dann doch lieber Deila mit. Das Pummelchen hat ihre Füße noch nicht gemacht bekommen…“, sagte ich zu Abby und Smetti die mir aufmerksam zu hörten. „Was ist mit Cleavant? Oder Itaque?“, hakte Abby noch einmal kurz nach. Ich dachte einen Moment nach, eigentlich könnten die beiden mit. Wären da nicht die Hufe. „Nein, ich mach denen noch die Hufe, dann kommen die mit. Acacia wird auch direkt von der Vorbesitzerin nach Mazedonien verschifft. Das ist dann auch aus dem Kopf. Classic Gold und Classic Spring sehen heute dann auch noch das neue Zuhause. Das wäre dann der erste Rutsch. Der zweite Rutsch kommt dann in zwei Tagen. Meine Cousine empfängt drüben die Pferde und versorgt sie dann bis wir alle da sind.“ Die beiden nickten und machten sich dann auch schon vom Acker. „Das wird noch stressig“, murmelte ich und machte mich auf den Weg zu unserem Mixpony ‚Cleavant ‚Mad Eyes‘‘. Er war noch nicht wirklich lange bei uns, 1-2 Monate vielleicht, aber Valerie kümmerte sich super um ihn. Sie nahm am Reitunterricht teil, ging mit ihm spazieren und betüddelte ihn den ganzen Tag. Ab und an setzte sie sich auf die Weide und sah ihm beim Grasen zu. Sie waren das Dreamteam schlecht hin. „Val? Magst du zuschauen wie ich Cleavant die Hufe mache?“, rief ich in die Stallgasse entlang und die 17-Jährige kam mir lächelnd entgegen. „Klar, warum nicht?“, grinste sie. „Was bekommt er denn?“ „Erstmal die Kontrolle und dann evtl Hufeisen. Wobei ich nicht weiß ob er die überhaupt braucht.“ „Okey.“ Gemeinsam gingen wir zu Cleavant und nahmen ihn aus der Box. Er stand auf Spähnen aufgrund seiner Heu/Stauballergie und bekam morgens und abends einen großen Haufen nasses Heu, damit auch er die passende Heuration bekam und ein wenig Beschäftigung über die Nacht hatte. Zudem kam noch, dass er eine Paddockbox hatte und immer wieder raus könnte um frische Luft zu schnappen. Val nahm den jungen Hengst schon einmal aus der Box und ich ging währendessen in die Schmiede um meine Ausrüstung zu schnappen und wieder zu den beiden zurück zu kehren. Val und Cleavant passten perfekt zusammen und sie hatte ihn schon blitzeblank geputzt und auch schon die Hufe ausgekratzt. „Danke“, lächelte ich und sie ging zur Seite. Seine Hufe waren etwas zu kurz, aber dennoch ziemlich hart, so dass ich sie nur kurz begradigte und ein wenig raspelte. Ich feilte auch noch mal kurz drüber und ließ ihn dann von Val vorführen, sowohl im Schritt und Trab. Er lief gut. „Soll er Hufeisen bekommen oder nicht?“, fragte sie mich noch einmal und ich starrte kurz Löcher in die Luft. „Nein, die Witterungszustände im Gebirge auf der Weide sind ganz in Ordnung, die braucht er da nicht. Und auch sonst sind weniger Asphaltierte Straßen in Mazedonien zu finden…“, ließ ich meinen Gedanken freien Lauf. „Wenn du magst gebe ich dir grad eine Stunde Unterricht auf ihm. Sie nickte und ging rüber in die Sattelkammer während ich bei Cleavi stehen blieb. Er war eines der treuesten Pferde auf dem Hof und wie geschaffen für Val.
    • Wolfszeit
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      09.2016| Sosox3
      Ankunft in Mazedonien
      „Alle angekommen?“, fragte ich Abby, die sich den Schweiß von der Stirn wisch. „Ich glaube schon.“ Sie seufzte kurz auf. „Also Silberstern, Magic Attack und Riverside stehen gemeinsam auf einer Weide, Meister Propper steht zusammen mit Dash und Cleavant auf einer Weide. Die Stuten habe ich erst einmal in einen Offenstall gepackt bis ich die Boxen allesamt auf Vordermann gebracht hat. Sind alle noch ziemlich eingestaubt…“ „Ist kein Problem, ich schau mich kurz nach Rising Star und Calorro um, die scheint das ganze etwas mitgenommen zu haben“, murmelte ich und seufzte ebenfalls. Ich war selber noch nicht zu 100% bei der Sache und schleppte mich eher zum Offenstall, den sie momentan beherbergten, bis ich Calorro so langsam von ihr absetzen wollte und auch konnte. Wenigstens ein paar Tage sollte sie bei den anderen Stuten pausieren. Im Oktober würde ich dann ihr Training wieder langsam anpassen und Kondition aufbauen. Aber das Ganze war erst einmal in Planung. Zunächst müsste ich sie ein wenig alleine rausführen und ihn langsam abgewöhnen. Doch dafür hatten wir ja genügend Zeit. In der letzten Woche hatten wir, also Smetti, Valerie, Abby und ich, uns schon mit unseren beiden neuen KWPN-Hengsten Achter Tag und Lost Boy bekannt gemacht. Beide waren im Training ziemlich erfolgreich und hatten bereits einige Schleifen ergattern können. Die Stimme meines Freundes riss mich aus meinen Tagträumen und brachte mich geradewegs wieder zur Realität. Da stand ich gerade, am Offenstall. Meine Stute grasend und Calorro etwas abseits und versuchte irgendwas anzustellen. „Schatz!“, mein Blick suchte eifrig die Gegend um mich herum ab und sah den jungen großgewachsenen Mann auf mich zu laufen. „Hmm“, ein wenig versunken war ich vielleicht doch noch. „Was ist?“ „Ich habe gerade einige Aufträge im Ausland bekommen. Ich werde wohl heute Abend schon nach Deutschland, morgen geht mein Weg dann nach Norwegen und zu guter Letzt noch zu Schmiedemanns nach Dänemark. Sollte dann noch ein Auftrag anfallen, werde ich diesen auch noch erledigen.“ Ich nickte nur. Und wieder war er für einige Zeit im Ausland. Und ich führte mein Gestüt alleine. Es wurde allmählich Zeit für weitere Mitarbeiter. Wenn Smetti da war, konnte er mir bei einigen Pferden helfen, doch ich war dabei, mein eigenes kleines Gestüt zu einem großen aufzubauen. Da brauchte ich sowohl neue Bereiter als auch neue Stallburschen, Abby würde das alleine auf lange Zeit nicht schaffen. „Okey, aber tu mir den Gefallen und sag mir Bescheid in welchem Land du angekommen bist und wann du zum nächsten fliegst. Ich möchte nur wissen ob es dir gut geht“, wand ich ein und sah ihm in seine dunkelbraunen Augen. „Werde ich machen“, murmelte er und gab mir einen Kuss. „Ich mach mich jetzt auf den Weg meine Sachen zu packen, der Flieger geht in 2 Stunden. „Ich muss mich um meine Pferde kümmern, heute kommt ein Fohlen an. Tut mir leid“, wurde ich immer leiser und mein Blick richtete sich gen Boden. „Hey, ich weiß, dass heute Nanook kommt, es ist nicht schlimm. Ich komme schon aus“, er hob meinen Kopf hoch und nahm mich in den Arm. „Ich liebe dich“, er erwiderte es und gab mir einen Kuss auf die Stirn. „Ich muss nun los“, murmelte er und wand sich nun vor mir ab. „Ich nehme Rising Star mit Calorro gerade mal mit, warte bitte“, rief ich ihm nach und wie erhofft blieb er stehen. „Komm ich helfe dir gerade noch“, entschied er sich dann doch um und nahm sich Calorro zur Brust, der sich prächtig entwickelt hatte und nun in die Höhe wuchs. Er ließ sich auch brav aufhalftern, neben dem Menschen hatte er aber noch einiges zu lernen. „Wohin soll Calorro denn?“, fragte er kurz angebunden. Ich hatte ihn verletzt. „Er soll auf das abgeteilte Stück auf der Fohlenwiese zu Rohdiamant. Wenn später Nanook kommt, können die drei sich erst mal kennen lernen, wenn Calle sich dann ein wenig ablenkt, kann ich ihn schneller und besser absetzen. Ich wollte Rising Star gerade nur ein wenig longieren, vorher halt putzen, aber sonst, keine lange Prozedur heute.“ Er nickte und nahm den Junghengst mit zu den anderen Fohlen. Rohdiamant freute sich immer tierisch wenn Calle mit ihm auf das abgeteilte Stück kam. Seit Calorro’s Geburt war Rohdiamant immer wieder auf der Weide mit den Zuchtstuten gewesen und beide hatten sich von Anfang an gut verstanden. Die beiden waren wie Brüder und würde ich die beiden jemals verkaufen, dann auch nur zusammen. Während Smetti gerade noch Calle auf die Jungpferdeweide führte, band ich Rising Star in der Stallgasse an und machte mich auf den Weg in unsere neue Sattelkammer um mir aus ihrem Spind ihre Putzsachen zu greifen und zu ihr zurück zu stapfen. Ein lautes Wiehern durchklang unseren Großen Stalltrakt und ich zog gleich wieder ein Gesicht. „Aua“, murmelte ich nur und ging weiter zu der bunten Stute. Ich hatte mir nicht nur ihre Putzsachen gepackt, sondern auch gleich die Longe, den Kappzaum und auch die Longiergurt und auch die Türkise Longierunterlage.

      Ihr neues Set stand ihr ausgesprochen gut, die ersten Runden lief sie ziemlich vorhandlastig und so legte ich auch ein paar Stangen aus, damit sie wieder reinkam und ihre Hufe hob und ebenso gut untertrat. Nach ein paar Minuten aufwärmen, ließ ich sie antraben. Nach ein paar Runden begann sie auch schon zu schwitzen. „Mein Gott, Mädchen bist du eingerostet. Morgen setz ich mich mal wieder auf dich“, grinste ich und gab ihr ein Signal um wieder in den Schritt zu wechseln. Ich riskierte einen Blick auf die Uhr und bemerkte das wir schon länger am Arbeiten waren als geplant und so machte ich sie von der Longe und nahm ihr den Longiergurt ab, damit sie sich noch Wälzen konnte. „Rachel? Darf ich Mars auf einem Ausritt reiten? Val wollte mit Cleavant mit“, rief mir Abby entgegen. „Mach den fertig, ich komm auch eine Runde mit, ich muss nur noch Rising Star und Calorro in den zweiten Offenstall bringen und dann mach ich Magic Attack fertig.“ Ich beeilte mich extra und war froh, dass ich es auf die Schnelle noch geschafft hatte und saß nun auf dem Rücken des Schabracktigers. Der sensible Hengst machte uns heute beim Ausritt das Leben zur Hölle. „Lass uns mal ein kleines Rennen bis da oben zum Haus machen“, schlug ich vor und die beiden stimmten ein. Im vollen Galopp sprintete Magic Attack vor, Mars hinter uns und zum Schluss Cleavant. Doch nach und nach nahm das Schlusslicht auf und zog uns fast ab, doch wir blieben beim ersten Platz. „Das war unfair…“, murmelte Abby. „Ich hatte mit Mars voll viel zu tun. Der hat andauernd gebuckelt…“ „Du wolltest ihn reiten“, lachte meine Cousine und ich schmunzelte. Ihr könnt gerne noch ein wenig weiter ich muss zurück. Nanook und Arza kommen heute an.“

      Ich wusste noch nicht genau, ob ich Arza in den Offenstall stellen würde, oder ob sie doch in die Box sollte. Momentan war der Stall nämlich noch ziemlich leer. Nach einigen hin und her, teilte ich ihr einen Teil des Offenstalls zu und sah auf die Uhr. In ca. einer Stunde müssten die beiden ankommen. Also könnte ich gerade noch schnell Balerinë die Hufe kürzen. Seitdem sie bei uns stand hatte sie noch keinen Hufschmied gesehen und so programmierte ich mich schon mal auf ein Spektakel ein. Es fing auch schon damit an, dass sie stehen blieb, als ich sie in die Schmiede führen wollte, da Mars und Cleavant gerade um die Ecke kamen. „Beeilt euch, ich will der die Hufe raspeln!“, rief ich den beiden Mädchen zu und versuchte Balerinë weiter in das Gebäude mit der hohen Decke zu befördern. „Machen wir“, sagte Val und trieb Cleavant auch gleich in den Trab. Mars war wieder fast eingeschlafen und brauchte eine Minute bis er seinen Hintern in Gang setzte. Als die dann weg waren, ging Balerinë auch in die Schmiede rein und spitzte ihre kleinen feinen Öhrchen. Die Neugierde war ihr fast ins Gesicht geschrieben und sie tapste langsam zu dem Anbindeplatz, wo ich sie dann auch festmachte. Sie reagierte ziemlich unruhig und so begann ich langsam mit meiner Kontrolle der Hufe. Sie waren definitiv zu lang geworden und ich schaute mich nach Fehlstellungen um. Hinten rechts wurde ich auch fündig: Sie lief ein wenig nach innen und so begann ich dann auch mit dem Ausschneiden. Abby kam dann kurz zu mir rein und sagte mir, dass wir einen Käufer für Silberstern und Wolfs Bane haben würden. Der Betrieb, der die junge Stute eingeritten hatte, hatte sein Interesse bekundet und ich hatte eingestimmt. Für 13.000 würden die beiden vom Hof gehen und in eine Vollblüterzucht gehen. Das beste was den beiden passieren konnte.

      Bali zappelte ganz schön, also machte ich extra vorsichtig und war echt froh, als ich mit der Zappelkönigin fertig war und ich sie schnell wieder in den Offenstall stellte. Gerade als ich den Zaun hinter uns schloss und durch die Litzen schlüpfte, hörte ich das Rattern eines Anhängers auf dem Hof. Das müssten die beiden sein, dachte ich und beeilte mich zum Parkplatz. Abby und Val waren bereits am Parkplatz und staunten über den großen Transporter, genauso wie ich und seufzte kurz. Also waren nicht nur Arza und Nanook angekommen, sondern auch noch Zafinaah und White Boy. Es war schade um Zafinaah, dass sich die Araberzucht Fearie Hills schloss und ich sie wieder zurückkaufen musste. Aber durch ihre ruhige und ehrgeizige Art war sie super im Schulbetrieb einzusetzen und ich würde nächstes Jahr wohl ein Fohlen aus ihr züchten. Aber auch nur, wenn sich der passende Hengst finden würde. „Die beiden hier sind zusätzlich am Flughafen für Sie angekommen.“ Der ältere Mann sprach albanisch mit mir, was ich sowohl fließend verstand, als auch sprach. Abby hingegen sah mich nur verwirrt an. „Alles klar“, ich wand mich zu meinen zwei Helfern und teilte Abby Zafinaah und Arza zu und Val sollte White Boy nehmen, während ich mich um den kleinsten Schützling kümmerte. Nanook hatte ich schon mehrmals im Auge gehabt, ihn jedoch nie kaufen können. Jetzt war er bei mir und sollte erst später mit 5 eingeritten werden. Ponies waren ja eher die Spätzünder. Den Weg zur Weide benahm das Fohlen sich anständig, schaute nur oft in der ungewohnten Umgebung um. Die heutige Nacht würde er zusammen mit Rohdiamant und Calle stehen. Morgen wohl nur mit Rohdiamant. Er würde das wohl gut überleben. Ich riskierte noch einmal einen Blick auf mein Handy. Ich musste noch Bonbone und Deila bewegen… „Abby, wen musst du noch laut Plan machen?“, fragte ich sobald die junge Dame abnahm. „Ich muss noch Lost Boy und Riverside machen, dann habe ich Feierabend.“ „Alles klar, dann geh mit Lost Boy auf den Springplatz. Dann bin ich Bonbone in der Halle ein wenig am Üben“, sagte ich und war auch schon auf dem Weg zum Offenstall. Bohne wieherte wieder unaufhaltsam und ich verdrehte wieder die Augen. Irgendwann wird die schon noch aufhören andauernd zu wiehern…Hoffentlich. „Ruf nicht, sondern komm her!“, lächelte ich und hakte den Strick ein. Immerhin folgte sie mir jetzt ruhig und ich hatte beim Putzen immer weniger Probleme, auch wenn sie es immer noch nicht wirklich mochte. Immerhin blieb sie beim Satteln dafür ruhig. Sie folgte mir artig in die Halle, in der ich schließlich nachgurtete und in der Mitte dann aufstieg und meine ersten Runden im Schritt ging. Als sie dann auch ein wenig im Trab aufgewärmt war parierte ich sie wieder durch. Gerade der Mittelschritt fiel ihr noch etwas schwer, ebenso das verkleinern und auch vergrößern des Vierecks. Deshalb übten wir es heute noch einmal besonders. Während dem Abreiten machte ich mir über Deila Gedanken. Sie stieg hier und da noch immer und hatte seit diesem Monat auch eine neue Reitbeteiligung, welche sie 2-3 Mal die Woche unterm Sattel bewegte. Heute nahm ich sie jedoch nur an die Longe. Ich rief kurz Val an um zu fragen, ob sie mir Deila rasch fertigmachte und ob Abby Lost Boy nun schon gesprungen hatte und bejahte beides. Somit stieg ich ab und kratzte Bonbone vor der Halle die Hufe aus. Dann durfte sie wieder in den Offenstall und schickte die anderen Pferde wieder hin und her, so wie es ihr passte. Leitstute halt. Nur Azra stand neugierig auf ihrem Teil und sah sich Bonbone’s Machtgehabe nur interessiert an. „Zicke“, murmelte ich und trank einen Schluck Wasser aus meiner Plastikflasche. Nur noch Deila, dann bin ich heute fertig und kann ins Bett, dachte ich einen Moment nach und sehnte mich nach meinem Bett, ehe ich in die Realität zurückkam und zu Deila in den Stall ging. Mit ihr kam ich noch nicht so richtig klar und es würde sich erst später rausstellen ob sie überhaupt für die Zucht taugen würde. Das einzige, was sie dafür momentan interessant machte, war ihre auffällige Farbe und das Potenzial, das in ihr steckte mehr nicht. Ihr Charakter machte es immernoch ziemlich schwer sie zu händeln und einige Bereiter trauten sich die immer öfter steigende Stute zu reiten. Ich musste was dagegen tun, denn gegenhalten brachte mittlerweile nichts mehr und sie wandte noch mehr Kraft gegen den Menschen an, als vorher. Ich hatte jedoch von einer Methode mit einem rohen Ei gehört, welche ich wohl beim nächsten Ritt wohl mal versuchen. Neben dem Reiter stieg sie nämlich nicht. Die Boxentür quietschte während ich mir Deila genau anschaute und sie einen Moment lang musterte. Mit gespitzten Ohren kam sie auf mich zu. Ein leises Grummeln folgte und ich zwang mich zu einem Lächeln. Unser Sorgenkind. Vielleicht würde es ja noch was werden, vielleicht aber auch nicht und dann würde sie auf die Gnadenweide kommen. Ich hoffte es nicht. Ich gab ihr noch ein paar Monate, vielleicht würde sie weniger steigen, vielleicht wäre sie auf der Weide besser aufgehoben. Ich stülpte ihr Halfter über ihren großen Kopf und nahm sie dann aus ihrer Box. Ich putzte sie etwas länger als gedacht und legte auch ihr dann ihr Longierzubehör an. Immerhin blieb sie artig unangebunden in der Stallgasse stehen, im Gegensatz zu unserem neuen Criollohengst Injaki, der gleich alles erkundet und danach etwas schwieriger zu finden ist. Ich nahm noch ihre Gamaschen aus der Sattelkammer und legte ihr diese dann an um sie auf den Round Pen zu führen. Hinter mir schloss ich die Tür und merkte wie sich Deila anspannte. „Ist gut, Große“, sagte ich in einem ruhigen Ton und begab mich in die Mitte um Deila im Schritt aufzuwärmen. Sie stand gestern und hatte einen Ruhetag auf der Weide genossen, dafür stand heute ausgiebig Training auf dem Stundenplan. Vorhin hatte Abby noch ein paar Stangen auf den Boden gelegt, bevor sie Riverside auf dem Springplatz über einen E-Parcours brachte. Weiter war sie leider noch nicht gekommen und für Unterricht hatte ich momentan noch wenig Zeit. Wenn Val soweit wäre, könnte ich sie wenigstens so zusammen unterrichten. Aber langsam langsam brachte sie es sich selbst bei. Mittlerweile trabte Deila schon ein paar Ründchen und ich vermutete einen guten Tag. Ich trieb sie also ein wenig mehr, wodurch sie ihre Beine noch ein wenig mehr hob und so ihre Trabschritte ein wenig verstärkte. Als ich damit zufrieden war, trieb ich sie in den Galopp und sie schnaubte artig ab. Ich lobte sie verbal und ließ sie ein wenig Schritt gehen. Sie war brav gewesen und so kramte ich ein Leckerli aus meiner Hosentasche. „Braves Mädchen“, lobte ich sie und sie nahm das Leckerli verfressen aus meiner Hand. Da es nun nachts kühler wurde legte ich ihr im Stall eine Abschwitzdecke an und rief Val und Abby an, dass wie heute noch etwas für kommende Woche zu klären hatten. Denn ich hatte Val mit Cleavant an einem Basis- und Reitpass angemeldet, damit sie selbst auch sicherer wurde.
    • Wolfszeit
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      09.2016| Sosox3
      Turniere und Neuankömmlinge – Was das Herz begehrt!
      Meine Pferde hatten sich bis jetzt alle eingelebt und gingen ihren Üblichen Aufgaben nach. Ich hatte gerade die Pferde gefüttert und mich dann ins Reitstübchen gesetzt um in Ruhe meinen Morgen zu beginnen. Der warme Latte Macchiato vor mir half mir gerade dabei, ebenso die Zeitung die ich gerade durchstöberte. Die letzten 3 Tage hatte es in der Hauptstadt mehrere Erdbeben der Richterskala 5 und weniger gegeben, was mich etwas beunruhigt hatte. Smetti war vor 2 Tagen wieder bei uns angekommen, nach seinem Auftrag in Kanada und schlief seitdem etwas länger. Je mehr ich die Zeitung durchstöberte, desto mehr kleinere und interessantere Artikel fand ich, bis ich auf ein kleines Ausschreiben vom Zuchtverband traf. Ein Dressurturnier der Klasse E mit tollen Gewinnen, wenn auch etwas mehr Startgeld, aber dafür waren die Gewinne interessant. Ich würde wohl sicher dran teilnehmen, wie es mit Abby, Val und Smetti stand, konnte ich nur erfragen und das stand auch gerade auf meiner Liste. Val war gerade bei Cleavant und Abby mistete gerade die Boxen der Schulpferde, also machte ich mich auch gleich auf den Weg dorthin. Die Kühle Morgenluft und dichter Nebel begrüßten mich gleich sobald ich die Tür aufmachte. Dafür würde der Tag heute wohl wieder etwas sonniger sein, als die letzten. Abby mistete gerade die Box von Magic Attack, der gleich etwas brummelte als ich durch die dichte Nebelschicht auf die 2 Mädchen zu kam. „Morgen ihr beiden. Habt ihr gut geschlafen?“, fragte ich und bekam ein Nicken entgegen. „Gut, ich hab da was für euch“, mit diesem Satz erkannte ich dann auch gleich die Neugierde in ihren Augen. „Was denn?“, fragte meine Cousine neugierig und legte den Kopf etwas schief. „Ein Dressurturnier der Klasse E mit tollen Gewinnen. Startgeld übernehme ich, sodass sich das für euch etwas mehr lohnt. Ihr könnt lernen und ich könnte mit meiner Erfahrung vielleicht was reißen“, erzählte ich ihnen und lächelte. „Joa, das wäre Mal was Anderes für uns. Und es wären Cleavants und mein erstes Turnier“, schwärmte sie schon. Nur Abby blieb etwas skeptisch. „Mit wem soll ich denn Teilnehmen?“, murmelte sie ziemlich leise. „Such dir eines aus, hast ja viel Auswahl“, lächelte ich wieder. „Dürfte ich mit Rising Star teilnehmen?“, fragte sie zögerlich und ich nickte. „Noch ist sie ja am Kondition aufbauen, verlernt hat sie aber nichts und da sie ja etwas mehr Erfahrung hat, kannst du sie gerne auf dem Turnier reiten“, ich seufzte kurz auf, „Dann fehlt nur noch mir das Pferd. Ich könnte eigentlich mit Balerine oder Arza dran teilnehmen um die Beiden langsam in den Turniersport reinzubringen“, sagte ich und drehte mich dann um. Erstmal musste ich mich jetzt um meine Aufgaben kümmern. Nämlich meine Pferde trainieren. Und die erste war Alinghi. Mit noch müden Augen sah sie mich an; Ihr Futter noch nicht leer und sie hatte die halbe Mahlzeit noch in ihrem Mund. „Friss ruhig weiter. Ich hol schon mal dein Zeug“, redete ich mehr mit mir selber als mit der Stute. Ich stolperte fast in die Sattelkammer als ich sie betrat und ging die Reihe der Spinde durch. Glücklicherweise stand ihr Spind relativ am Anfang und ich musste den Sattelwagen nicht so weit hin und her ziehen. Ich nahm ihren Dressursattel, ihre Trense, die hellblaue Schabracke samt passenden Bandagen und ihren Putzkasten, welcher ebenfalls hellblau war. Ich machte einen Schritt langsamer und gab mir mehr Zeit mit dem Transportieren der Sachen. Ich hatte wohl vergessen die Boxentür zu schließen und so schaute sie mich neugierig aus der offenen Tür an. „Um Gottes Willen“, fluchte ich und legte wohl doch wieder einen Schritt zu. Doch wie Alinghi nun mal war, blieb sie nur neugierig in ihrer Box stehen und ließ sich von mir das Halfter über den feinen Kopf ziehen. Ich schnappte mir den Hufkratzer vor ihrer Box und kratzte ihr die Hufe aus, damit sie die Stallgasse nicht so vollsaute und band sie dann an ihrer Box an um in der nächsten Sekunde ihr das Fell zu striegeln. Ihr Fell war noch dreckig von der Weide gestern Abend und ich hatte heute das Glück, dass der Dreck und der Matsch getrocknet waren und nun ganz einfach weg zu kriegen waren. Nur die weißen Abzeichen wurden nicht heller als ein graubraun. „Wirst du nach der Arbeit eben einfach abgespritzt“, zuckte ich mit den Schultern und sah mir ihre ungerade Mähne an. Ich grübelte einen Moment und nahm mir dann doch die Schere und begradigte dann die zu langen Strähnen. Dann nahm ich den Sattel samt Schabracke und sattelte sie auf. Die Bandagen folgten und zu guter Letzt trenste ich sie um kurz darauf auf zu steigen. Die beschlagenen Hufe klapperten nun in Herrgotts Frühe über den asphaltierten Hof und weckten die noch so kleinsten Tiere aus. Oder weckten ihre Neugier. In der Halle angekommen stieg ich wieder ab, gurtete erst nach und schloss dann hinter uns das Tor, ehe ich vor uns nochmal das Tor öffnete und schloss. Alinghi folgte mir brav, aber immer noch langsam in die Mitte der Halle, damit ich in aller Ruhe aufsteigen konnte und im Schritt ein wenig warm wurden. Ich ritt zwei Bahnen im Schritt ehe ich sie eine halbe Bahn im Trab ritt um dann wieder in den Schritt durchzuparieren. Ich merkte wie sie lockerer wurde und so trieb ich sie zunächst in den starken Schritt um dann Schritt – Trab-Übergange zu üben und es ein wenig flüssiger laufen zu lassen. Hauptbestandteil des heutigen Trainings waren also die Übergänge in jeder Gangart zu wiederholen und auch ein Auge auf die Traversalen zu werfen, die wir momentan festigten. Als wir dann zu guter Letzt ein Cool-Down vollzogen, schnaubte Alinghi gut und ordentlich ab bis ich sie zum Stall ritt und dort abstieg, damit ich ihr das Sattelzeug vom Körper nahm und sie dann mit ihrem Halfter als erste auf die Weide stellte. Abby nahm sich in der Zwischenzeit mal Meister Propper vor, der in der Weidezeit wie ein Hefekuchen aufgegangen ist um ihn Dressurmäßig etwas zu fördern. Ich machte mich dann von der Weide gleich zum Offenstall rüber und überprüfte ob meine Stuten genügend Wasser hatten. Glücklicherweise war dies der Fall und ich schaute rasch über das Heu, das fast leer war. Also ging ich rüber zu unserer Scheune und holte mit der Schubkarre zwei Heuquader mit zum Offenstall um diese dort zu verteilen. Die Pferde stürzten sich gleich auf mich und zu meinem Glück verstand Arza sich gut mit den anderen fünf. Sie drängte sich fast alle neben mich und stürzten sich regelrecht auf das Heu, was mich etwas stutzig machte. „Ihr seid mir welche. Noch genügend Heu in der Raufe, sich aber erst dann drauf stürzen, wenn neues kommt“, schmunzelte ich und äpfelte den Offenstall ab. Anfang nächsten Monats wollte ich die Reitschule eröffnen, damit ich einen Nebenverdienst hatte und mein Gestüt etwas bekannter wurde, in etwa wie meine Hufschmiede. Zudem würde ich mit dem Erlös der Reitstunden, den Pferden neue Ausrüstung und einen Trainer ermöglichen, welcher sie neben uns hier und da mal Korrektur ritt. Im Laufe des nächsten Monats würde es dann auch ein kleines Turnier geben und einen etwas größeren Ausritt wollte ich auch noch organisieren. Also stand noch so einiges auf dem Plan neben dem normalen Training. Ich sah auf den Plan auf meinem Handy. Balerinë stand für heute noch mit auf dem Plan, ebenso noch Rising Star. Doch sie schlummerte noch tief in ihrer neuen Box, die sie bewohnte seitdem ich Calorro abgesetzt hatte. Also schnappte ich mir Bali, die mir nur mürrisch folgte und führte sie zu einer der Freien Boxen um sie dort anzubinden. Wie immer genoss der Rappe meine massageartigen Bewegungen über ihr Fell und sattelte sie mit ihrer pinken Eskadron Schabracke. Ihre Beine bandagierte ich mit passenden Bandagen und legte ihr die Trense an. Die weißen Abzeichen waren auch bei ihr eher grau, denn die letzten Tage hatte es geregnet und der Boden der Weiden und auch in beiden Offenställen war weich und teilweise matschig geworden. In umliegenden Dörfern gab es Überschwemmungen und Erdrutsche. Mehrere Menschen waren als vermisst gemeldet worden und wahrscheinlich würden sie auch nie mehr gefunden, aber wir hatten Glück gehabt. Unsere Wege waren alle samt nur ein wenig matschig, mussten aber nicht geräumt werden. Bali ging artig unter mir und hatte sich in der Zeit bei uns echt gut gemacht. Ebenso Bonbone, die jetzt im Springsport auch S- Springen ging und Platziert wurde. Das hätten wir uns nie erträumen können mit ihr, ganz zu schweigen wie sie am Anfang war. Ich überlegte ob ich eines der Jungpferde mitnahm und nahm Bali die Trense wieder ab damit ich sie am Halfter anbinden konnte. Ich sputete mich etwas zur Weide meiner Stuten und nahm mir Maekja ans Halfter. May folgte mir artig und sah Bali nur neugierig an als wir die Stallgasse betraten, damit ich Maekja schnell säuberte, damit sie mitkam. Dann band ich sie am Sattel an und trenste Bali noch einmal auf. Der armen musste es wohl genauso komisch vorkommen, wie wenn ich mich zwei Mal umziehen würde. Ich stieg auf und ritt dann an unseren Weiden vorbei geradewegs in den Wald. Da es noch früh und dazu noch nebelig war, ritt ich nur im Schritt und achtete auf alles in meiner Umgebung. May begann hier und da mal zu trab, hielt sie mit meiner Gerte aber immer wieder zurück. Bali hatte ein aufmerksames Ohrenspiel aufgrund dessen und so trabten wir ein kleines Stück damit das Jungtier hinter uns auch auf ihre Kosten kam. Nach fast 200m parierte ich sie wieder durch in den Schritt und sah mir die Umgebung genauer an. Allmählich stieg der Nebel auf und man sah mehr als zu dem Moment, zu dem ich los ritt. Hier und da sah ich auf meine Uhr und trat gegen 10 Uhr den Rückweg mit den beiden an. Sie stichelten öfter einander als es mir lieb war und May erschrak viel öfter als ich vermutet hatte.

      Auf dem Hof angekommen lief mir mein Partner über den Weg und sah mich müde an. „Wo warst du?!“, fragte er mich wütend und verschlafen zugleich an. „Ich…ähm…war ausreiten?“, sagte ich zögerlich und deutete auf die beiden Pferde neben mir. Er kniff die Augen zusammen und äffte mich nach. „Das sehe ich.“ „Sei mal nicht so gereizt. Ich war eine Runde ausreiten und wollte dich sobald du wach bist fragen ob ich dich mit Dash auch an einem Dressurturnier einschreiben soll…“, sagte ich etwas mieser gelaunt und sah ihn fragend an. „Nein, ich komme mit zum Fotografieren.“ „Okey“, sagte ich kurz angebunden und führte die Isländerstute zur Weide und Bali im Anschluss in den Stall. Die Rappstute war nicht sonderlich geschwitzt und so durfte sie auch mit auf die Weide nachdem ich ihr Sattelzeug verstaut hatte. Ich brauchte eine Pause. Dringend und so setzte ich mich ins Reitstübchen und machte mir einen Tee. Ich schaute während ich die Zeitung durchblätterte zu Abby in die Halle, wie sie Acacia versuchte zu arbeiten, die sich aber ziemlich schwer tat unter der noch recht unerfahrenen Reiterin. Als ich sie im Schritt erwischte, rief ich sie kurz an. „Abby, nimm die Zügel etwas kürzer und gib ihr öfter Paraden. Beschäftige Acacia. Wenn du sie forderst, arbeitet sie brav wie ein Lamm mit“, gab ich ihr einen Rat und legte nach ihrem „Okey“ auf. Ich sah auf die Zeitschrift und sah auch gleich zwei Interessante Pferde. Einen siebenjährigen Criollohengst, der unterm Sattel noch nicht gearbeitet wurde und eine fünfjährige PRE-Stute, die den schönen Namen Arquera trug. Beide hatten eine interessante Fellfarbe und so würde ich später mit Smetti noch darüber reden ob wir die beiden nicht uns anschauen könnten. Ich blätterte weiter in der Zeitschrift und las mir einige Artikel durch, die meine Neugierde anzogen. Ein Artikel übers Longieren und einer über passende Ausrüstung ließen mich grübeln. Ich nahm den letzten Schluck meiner Teetasse und stellte diese dann in die Spüle und ging dann zu Deila. Mit ihr übte ich momentan die meiste Zeit am Longieren und sie zu lockern. Allerdings stieg die Gute immernoch nach mehreren Methoden ihr das ab zu gewöhnen. Der Tierarzt sollte da demnächst mal drüber schauen ob sie nicht was am Rücken hatte oder ob sie blockiert war. Sie stieg ja nur unterm Reiter. Ich stapfte zur Weide und sah mich nach der auffälligen Rappstute um und ehe ich mich versah trottete sie schon auf mich zu, genauso wie Rising Star, die nun wieder voll und ganz aufblühte. Ganz wie eine Blume, die ihre Kraft wiedergewann. Rasch war ich durch die Litzen geschlüpft und hängte den Strick am Halfter ein um sie rauszuführen, kam auch Bonbone zu uns gestapft und versuchte die anderen weg zu drängen. Da ich ihr dadurch keine Aufmerksamkeit schenkte hörte sie schneller auf als sie angefangen hatte und ich schloss hinter uns das Weidetor. Fleißig schritt sie neben mir in den Stall wo nun etwas mehr los war als heute Morgen. Abby sattelte gerade Arza und führte sie raus während ich mich in der Sattelkammer nach den Longiersachen und Deila’s Putzzeug umsah. Im Umgang war sie ja ein Schatz, aber Reiten konnte man sie nicht mehr unbedingt. Immerhin tat sie sich heute beim Longieren nicht schwer und arbeitete gut mit. „Gutes Mädchen“, lobte ich sie am Ende und klopfte ihr den Hals. Deila schnaubte Seelenruhig ab und sah sich um. Sie war momentan rossig und verdrehte jedem Hengst den Kopf. Genauso wie jetzt gerade als Smetti mit Dash zum Stall ritt. Er hatte ihn wohl eine ganze Weile in der Halle gearbeitet, denn er nassgeschwitzt. Ich sah nur kurz zu ihm auf und er warf mir einen verachtenden Blick zu. Doch er hatte gerade mit Sympathy For The Devil zu kämpfen, denn er wieherte Deila zu, die gerade jeden Hengst verrückt machte. Glücklicherweise konnte Smetti mit dem Hengst umgehen und trieb ihn weiter zum Stall, wenn auch tänzelnd. Der noch so ruhige Hengst konnte bei rossigen Stuten wohl nicht auf seine Manieren und Menschen achten. Ich führte sie gerade auf die Weide, als Samantha mit Alinghi an uns vorbeiritt und mich freundlich grüßte. Sie bildete Alinghi momentan weiter im Military aus, damit sie dort demnächst auch vielleicht hier und dort eine Schleife erzielen konnte. Es wurde allmählich wärmer, denn die Mittagssonne schien gerade so auf unser Gelände und ich hing meine Jacke in die Sattelkammer und trank einen Schluck Wasser. „Hey Schatz“, hörte ich Smetti an meinem Ohr flüstern und ich nahm die Flasche vom Mund. Ich drehte sie zu und nebenbei drehte ich meinen Kopf langsam zu der Stimme und setzte ein Grinsen auf. „Fertig mit der Arbeit?“, fragte er, so als wüsste er das die Antwort ein ‚Ja‘ werden würde, doch ich musste ihn wohl oder übel enttäuschen. „Nein, leider noch nicht. Wieso? Was hattest du vor?“, fragte ich und legte meine Arme um seinen Hals. „Eigentlich wollte ich dich zum Essen entführen und dann einen Film im Kino anschauen. Läuft endlich mal wieder etwas Gutes“, grinste er und gab mir einen Leidenschaftlichen Kuss, den ich mir auch ersehnt hatte. „Klingt echt toll, aber ich muss noch ein paar Pferde arbeiten…Aber ich muss sowieso noch mit dir sprechen“, sagte ich und erzählte ihm von dem PRE und dem Criollo und er sagte mir nur: „Das musst du selber wissen.“ „Hmm“, machte ich und nahm ihn bei der Hand um zu den Hengsten zu gehen die auf der Weide waren. „Ich muss noch Cherti und Achter Tag von denen hier machen und ich wollte noch Val und Abby eine Reitstunde geben.“ „Komm schon, Rae. Das kannst du nachher auch noch machen“, murmelte er und führte mich zu unserem Haus, das nahe des Reitschulplatzes stand. „Mach dich frisch und wir fahren in die Hauptstadt.“ Ich machte mich rasch fertig und so fuhren wir dann in die Hauptstadt Skopje. Abby ritt in der Zwischenzeit Born to Die im Dressursattel und Val saß heute zum ersten Mal auf Slaughterhorse unserem neuen Schulpferd um ihn zu testen. Wie es aber schien testete er sie eher als sie ihn und so gab Abby ihr mehrere Ratschläge, die sie versuchte umzusetzen. „Komm wir tauschen die Pferde“, schlug Abby vor und merkte nach fünf Minuten was für eine schlechte Idee das war. Gerade als sie die Pferde wegbrachten, rief ich Abby an und erzählte ihnen, dass ich wohl erst später kommen würde und sie deshalb zwei Fohlen empfangen müssten und ich den Fahrer bezahlt hatte, sodass sie nur die Pferde auf die entsprechenden Weiden bringen mussten. PFS‘ Sarabi war frisch abgesetzt und Fohlen eines bekannten Englischen Vollblüters, nämlich Stromer und das andere Fohlen ‚Devil’s Trap‘ hatte es faustdick hinter den Ohren und kam von unbekannten Eltern. Ich war mir sicher, dass Abby und Val ihre Sachen gut machten und so sah ich mir mit Smetti in Ruhe den Film an. Abby machte noch White Boy fertig, der sie hier und da neckte und Val saß schon fast fertig auf Cleavant und wartete auf mich als ich noch in meiner normalen Kleidung zu ihnen machte und fragte ob alles glatt lief. „Ich konnte froh sein, dass Bailey mich nicht runter geworfen hat“, blubberte es meiner Cousine nur so aus ihrem Mund und ich hielt meine Beiden Hände an meinen Kopf. „Um Gottes Willen. Du solltest Slaughterhorse reiten!“, schimpfte ich mit ihr und warf Abby einen wütenden Blick zu. „Ab in die Reithalle mit euch. Ich geb euch jetzt die Reitstunde und dann habt ihr beiden Feierabend. Ich füttere die Pferde heute Abend selbst…“ Was hatten sich die beiden Mädchen dabei gedacht. Born to Die würde in der Reitschule nur selten zu finden sein unter meinen Reitschülern, da sie etwas speziell war, im Gegensatz zu Croatoan. Abby und Val ritten gerade die beiden Hengste warm und redeten über belangloses. Hier und da versuchten sie ein paar Worte Albanisch zu sprechen, doch was ich hörte waren nur Bruchstücke. „Val du bleibst in der oberen Hallenhälfte und du Abby unten in der Halle. So hat jeder von euch genug Platz.“ Während sie sich aufteilten, ließ ich sie antraben. Sie würden nach heute Abend Muskelkater haben. Und was für einen. Sie sollten heute eine E-Dressur reiten, ganz ähnlich dem kommenden Turnier. Die Fehler bekamen sie am Ende gesagt und so würde das die nächsten Trainingstage gehen. Denn nur Übung machte den Meister. Als sie weg waren brachte ich meine Pferde rein bis auf Cherti, den ich mir gerade zurecht putzte. Cherti stand ganz ruhig da, bei der Arbeit blieb er lernwillig und ich wusste, dass ich mir da echt einen tollen Kerl gekauft hatte. Der Trab fiel noch etwas holprig aus, da er die Hilfen wohl nicht ganz verstand, sondern immer in den Revaal fiel. Also hatten wir eine kleine Baustelle, die wir versuchten zu meistern. Mit Achter Tag hatten ich weniger Probleme. Der Grullo nahm meine Hilfen gut und artig an und trat gut an den Zügel an. Die Bahnfiguren machten ihm noch was zu schaffen, denn er war ziemlich schlampig unterwegs heute. Aber ich war froh, als ich mit meinem Freund endlich relaxen konnte.
    • Wolfszeit
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      12.2016| Sosox3
      Dekorationen und Dekorationen
      Wir alle wuselten am Stall rum und trugen viele Kisten voller Weihnachtsdekoration über den Hof. Auch die Ställe wurden geschmückt. Jedes Pferd bekam eine große Socke vor die Box gehangen. Die Pferde im Offenstall und auf der Fohlenweide bekamen diese vor die Spinde gepinnt und auch wir hingen uns vier Socken vor den Kamin. Allein das Schmücken der Boxen mit einer Tannengirlande gestaltete sich als sehr Zeitaufwendig und so ließ ich Val die Pferde auf die Weide bringen. Die ersten waren auch schon geschoren und eingedeckt und bei uns war der erste Schnee schon gefallen, sodass die Pferde langsam alle einen Beschlag mit Hufgrip bekamen. „Pack am besten wie immer Deila, Alinghi und Rising Star auf die Weide, zusammen mit den Albanern. Die sind ja eh im Offenstall, kannst die eigentlich dazu stellen“, riet ich meiner kleinen Cousine. „Und wie mach ich das mit Bohne? Ohne, dass sie die anderen verdrischt, während ich sie am Strick hab“, fragte sie zögerlich und ich grinste. „Lass sie vorher vom Strick, ihr vertrau ich da, denk nur ans richtige Schließen der Tore, sonst läuft die hier auf dem Hof rum“, lachte ich und konnte ihr zögerliches Grinsen verstehen. Bonbone war einfach ein Arschlochpferd. Nur anders Arschloch als Abby’s eigene Stute Banana Split and Tequila. Die war da noch eine ganz andere Hausnummer. Viel kerniger und wehe dem Abby wollte sie putzen. Im Stutenabteil des Stalles saß nun alles am rechten Fleck und es sah so aus wie es sollte. Wir hatten gerade fast sieben Uhr, was hieß, dass wir jetzt seit einer halben Stunde den Stutenstall geschmückt hatten. „Machst du dann gleich bei den Hengsten weiter mit dem Dekorieren? Ich würde dann grad Nanook die Hufe raspeln. Danach kannst du dich gerne um dein Pferd kümmern, wenn du willst. Dann mach ich im Stübchen weiter“, sagte ich und lächelte sie an. Abby dachte kurz nach, lohnte es sich oder wollte sie dann doch lieber Tequila am Abend machen? „Alles klar, ist mir do auch lieber, dann hab ich heute Abend die Halle für mich alleine“, grinste Abby mir zu und ich lächelte zurück. „Ist das Beste, was den Reitern geschehen kann.“ Es schneite weiterhin und so stapfte ich an der Halle vorbei zu unserer Fohlenweide. Nanook stand mit Flopp oder Hopp auch gleich am Zaun und starrte mich neugierig und verschneit an. Es dauerte auch nicht sonderlich lange, da kamen der Rest der Truppe auf uns zu und ich musste sie erst etwas verscheuchen, damit Nanook und ich von der Weide trappen konnten. Auch für Nanook stellte sich der Weg als etwas härter heraus und er hatte Mühe, die Beine zu heben. „Du kommst gleich unters Solarium mein Freund. So mach ich mit dir heute nichts“, brummte ich durch meinen Schal hindurch und hoffte darauf, dass es die Tage weniger schneien würde. So konnte man nicht mal im benachbarten Skigebiert für ein, zwei Stunden Ski fahren. Wir konnten froh sein, dass wir eine Halle hatten, in der wir bei so einem Wetter arbeiten konnten. In der Stallgasse bei unseren Stuten angekommen, band ich ihn an und merkte schon, dass er die Stuten ganz toll fand. Attentivenly fand den Junghengst aber wohl auch ganz ansprechend, so wie die sich aufführte. Ein Glück, dass er in der nächsten Zeit wohl kastriert werden würde. Dafür müsste nur der Tierarzt mal endlich kommen, so allmählich nervte es mich nämlich auch schon, dass wir immer vertröstet wurden. Schließlich hatten auch wir unsere Pläne, die wir hinter uns bringen wollten, damit endlich die Reitschule eröffnet werden konnte. Ich band in in der Stallgasse fest und machte mich dann zur Sattelkammer der Schulpferde, in dem ich sein Zubehör lagerte, da er ein Schulpferd werden sollte. Aber bis dahin war ja noch etwas Zeit. Ich schnappte mir meinen Sattelwagen und packte seine Putzbox in die dafür vorgesehene Halterung. Ich hoffte gerade, dass Nanook nichts anstellte und die Stuten ebenfalls. Ich beeilte mich auf dem Weg zurück und hatte Glück, beide Parteien hatten nichts angestellt und ich seufzte auf, während ich auf den Junghengst zu ging. “Was bin ich froh, dass du so ein toller bist”, lächelte ich und streichelte ihm über seinen Kopf. Er hatte sich schon gut gemacht: Er ist ruhiger geworden, war nicht mehr ganz so verwirrt und sollte in Zwei Jahren auch schon langsam angeritten werden. Klar trippelte er hier und da mal, er war ja noch jung mit seinen zwei Jahren und hatte noch einiges zu lernen. Auch im täglichen Umgang.

      Ich überlegte mir kurz, ob es denn nicht sinnvoller sein würde, ihn zunächst für 15 Minuten unters Solarium zu packen, damit der kleine trocken wurde und der Matsch an seinen Hufen weichen würde. Aber ebenso gut konnte ich auch einfach seine Hufe abwaschen und dann mit dem Raspeln anfangen. Schwierige Entscheidungen, die ich treffen sollte. Ich entschied mich für zweiteres und band ihn wieder ab um ihn in die Waschbox zu parken. Das kühle Wasser fand er jetzt nicht besonders prickelnd, stellte sich aber auch nicht an und spielte sogar mit dem Schlauch. Als ich damit dann fertig war, ging ich auch schon wieder mit ihm in die Stallgasse und band ihn an. Ich putzte nur schnell über ihn, damit er mir beim Hufe machen ruhiger und konzentrierter blieb, und nicht gleich begann abzudrehen. Er hasste den Hufschmied ja sowieso schon. Val kam gerade um die Ecke und fragte mich, was sie denn jetzt tun sollte oder besser noch konnte und ich sah sie nachdenklich an. “Nimm dir Cleavant und reite ihn etwas Dressur, das hier dauert hoffentlich nicht so lang und ich komm dann in ca. einer halben Stunde oder in 40 Minuten vorbei mit Aphonise, die longiere ich dann und gebe dir Tipps, damit du die nächste E-Dressur mitmachen kannst.

      Nanooks Huflänge war an sich ganz schön in Ordnung. Er hatte einen guten natürlichen Abrieb und harte, trockene Hufe, so wie man das von der Rasse gewohnt war. Stillstehen fand Nanook gar nicht so toll und wollte sobald ich den Huf nahm, um ihn auszuschneiden hoch gehen. Doch ich übte mit ihm langsam aber sicher, dass es gar nicht so schwer sein würde. Ich schnitt nur wenig aus und raspelte so gut es ging noch einmal drüber. Dann würde ich in der nächsten Zeit, einfach noch einmal drüber gehen. Die nächsten Hufe gingen etwas besser von statten und ich konnte mich etwas beruhigen. Genauso wie er, der nur etwas schnaubte und hinten versuchte nach mir auszutreten, weil er noch Mühe hatte, seine Balance zu halten. Vorne rechts hatte er eine kleine Fehlstellung, die ich so gut es ging behob und machte mich dann zum Endspurt. Ich feilte dem Zappelphilipp noch die Hufe zurecht und lobte ihn so ausgiebig um ihm näher zu bringen, dass er es geschafft hatte und sich beruhigen konnte. Ich wusste nicht, wie oft bei seiner Vorbesitzerin der Hufschmied kam, also hatte ich vorhin mit allem rechnen müssen. Es hatte aufgehört zu schneien als ich ihn wieder zu seiner Weide führte, wo er mit den anderen stand. Die Junghengste erwarteten uns schon sehnsüchtig und reihten sich allesamt vor dem Tor an um ihren Spielgefährten wieder in Empfang zu nehmen. Ich schaute einen Moment lang zu, wie Animus Peredur mit Calorro und Rohdiamant über die Wiese flitzten und wie sich Nanook sichtlich wohl im Schnee wälzte. Meine kleine Truppe wurde langsam groß, dachte ich und drehte mich um. Ich musste jetzt schnell Aphonise putzen und fertig machen, damit ich Valerie auch noch unterrichten konnte. Nise war zwar zum Glück eingedeckt, brachte bei dem Wetter und den relativ matschigen Paddocks nicht so viel, denn Hals, Kopf und Beine sahen aus…. Ich putzte bei ihr trotzdem drüber und schleppte mir ihr Longierzeug zu ihr um sie fertig zu machen, als Val mit einem bereits fertig ausgerüsteten Cleavant an uns vorbei ging. “Ich reite den schon mal warm, bei dir dauerts ja nicht mehr so lang”, lächelte sie und ich nickte. “Dauert nicht mehr so lange”, meinte ich und sah mir die Stute an. Von oben bis unten mit Mistflecken bedeckt und auch sonst war sie ein ziemlicher Dreckspatz. Gekleidet in einer beigen Longierunterlage und dem Ledernen Longiergurt und ihrem Kappzaum ging es dann in die Halle. Val ritt Cleavant gerade im Trab bei B und sah kurz zu uns rauf. “Denk dran, nicht auf den Hals schauen. Da findest du nichts”, lächelte ich und hakte die Longe am Kappzaum ein. Die Longe in der einen Hand, die Longierpeitsche in der anderen blieb ich auf dem unteren Zirkel. Val ging einige Schritt-Trab-Übergänge um Cleavants Übergang weicher zu machhen. Oftmals blieb er einfach nur direkt stehen. Doch ging es hier nicht nur um gehorsam, sondern auch um einen nahtlosen Übergang. Ich schnalzte mit der Zunge und Aphonise setzte sich im Schritt auch gleich in Bewegung. Immer wieder lugte ich zu den beiden rüber um manche Fehler, die ich sah auszubügeln. “Etwas mehr Kontakt zum Maul halten, nimm die Zügel ein Stück kürzer...Das reicht auch schon. So hast du den Kontakt zum Maul und nimmst ihn doch nicht zu eng.” Aphonise trat nebenbei auch gut unter und ich freute mich, bei ihr so einen guten Fang gemacht zu haben. Bisher machte sie sich gut im Training, sowohl vom Boden aus, als auch unterm Reiter gestaltete sie sich super. Ich trieb sie in den Trab und versuchte mit getaktetem Schnalzen ihre Trabschritte etwas zu verlängern. Sie verstand das Prinzip nicht so ganz. Mit etwas Hilfe jedoch merkte sie, was ich von ihr wollte und sie trat auch hier wieder unter. Hier und da, parierte ich sie auch mal wieder in den Schritt um auch hier die Übergänge zu fördern und lobte sie dann ausgiebig. Kurz darauf galoppierte ich sie an und man sah gerade am Anfang viele Freudenbuckler. “Ganz ruhig”, grinste ich und hielt etwas gegen sie, da sie ziemlich schwungvoll galoppierte und auch ziemlich zog an der Longe. Also blieb mir auch nichts anderes übrig als gegenhalten, bis ich sie in einen gemäßigteren Galopp brachte. Einige Runden kreiste sie um mich herum, ehe ich einen Handwechsel durchführte und sie auf der anderen Hand longierte. Stangen nahm ich heute keine hinzu, das würde ich wohl erst nächsten Monat mit ihr anfangen, wenn die Reitschule eröffnet wurde.
    • Wolfszeit
      Tierarztbericht - Kastration
      12.2016|Eddi
      Bevor das Jahr sich nun endgültig dem Ende zu neigte, wollte ich gerne noch die letzten offenen Termine fertig machen. Aus dem Grunde ging es heute für mich auch auf Briar Cliff, wo bereits Rachel Wincox auf mich wartete. Ich begrüßte sie herzlich und wir hielten kurzen Smalltalk, ehe es in den Stall zu meinen heutigen Patienten gehen würde. Heute standen zwei größere Sachen an: eine Kastration und eine Stute mit Blockaden.
      Da erstere doch sehr aufwendig war, begannen wir mit Deila. Die Stute war momentan sehr spannig im Rücken und Rachel wollte gerne der Ursache auf den Grund gehen. Deshalb ließ ich mir die Stute zuerst vorführen, im Schritt und im Trab. Dabei konnte ich schon grob die Stellen ausmachen, wo es bei Deila klemmte. Das Abtasten des Rückens gab dann noch die letzten Aufschlüsse und ich begann erst einmal mit einer vorsichtigen Massage um die besagte Stelle.
      Dabei begann ich recht weit weg von der eigentlichen Stelle und näherte mich in kreisenden Bewegungen an. Dabei zeigte ich auch direkt Rachel einige einfache Griffe, die bei kleineren Blockaden schon halfen. Sicherlich würde es bei Deila noch ein Weilchen dauern, bis man von den alten Schmerzen nichts mehr merken würde.
      Gerade jetzt, wo es so kalt war, passierte es schnell vielen Pferden, dass sie verspannt waren. Allerdings war Deila nicht nur verspannt, sondern schien auch eine fiese Blockade auf der linken Halsseite zu haben. Beim Stellen der Stute war es mir direkt aufgefallen, dass ihr diese Seite nicht leicht fiel. Es gab eine Methode, die ich bei so etwas besonders gerne anwandt: Die Dornmethode. Sehr beliebt bei Menschen, aber auch sehr wirksam bei Pferden.
      Es handelte sich dabei um eine sehr sanfte Wirbel- und Gelenkbehandlung, so dass sie ideal für Deilas Probleme war. Bei der Dornmethode reichte meist eine Anwendung und alle Probleme waren wie weggeblasen, so auch bei Deila. Schon nach meinen Handgriffen ging es ihr direkt viel besser. Ich warnte Rachel jedoch, dass sie vorsichtig wieder anfangen sollte, da Deila sich auch erst einmal an das neue Gefühl gewöhnen müsste.
      Damit war Patient eins fertig und durfte zurück in die Box. Für Cleavant 'Mad Eyes' ging es heute um alles denn der gute Hengst wurde heute kastriert. Vorher untersuchte ich seinen Gesundheitszustand, damit er mir auch fit genug für eine OP war. Dann bereitete ich alles vor, denn Cleavant wurde zwar in Vollnarkose kastriert, aber in seiner eigenen Box. Dazu bekam er nun zuerst die Narkose und gemeinsam mit Rachel wartete ich auf das Einsetzen. Nachdem der Hengst lag, rückten wir ihn zurecht und ich desinfizierte gründlich den OP-Bereich. Unter den Hengst legte ich auch ein großes Tuch, so dass kein Schmutz in die Wunde kommen konnte.
      Dann ging die Kastration auch recht schnell von Statten. Zuerst legte ich den Samenstrang frei und band ihn dann ab. Nach der Ligation und einer Kontrolle, machte ich mich daran, die Operationswunde wieder zu schließen.
      Das Angenehme war, dass das Nahtmaterial später nicht entfernt werden würde, da es sich selbst auflöste. Ich sprühte noch Silberspray auf die Naht und kontrollierte alle, ehe ich auch schon fertig war.
      Rachel stand schweigend in der Boxentür und beobachtete mich, war aber auch sichtlich erleichtert, als ich fertig war. Ich räumte alle Sachen weg und nickte zufrieden. Wie erwartet war die Kastration einfach und schnell gewesen.
      Ich blieb noch so lange da, bis der nun Wallach wieder zu sich kam und sich aufrappelte. Anscheinend hatte auch Cleavant die OP gut verkraftet. "Eine Woche sollte er sich schonen, aber dann könnt ihr wieder weitermachen", erklärte ich lächelnd und verabschiedete mich dann.
    • Wolfszeit
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      01.2017|FrauHolle
      Besuch von Außerhalb
      Voller Vorfreude fuhr ich mit meinem Fahrrad in Richtung Briar Cliff Stables. Über Nacht hatte es geschneit und ich hatte Mühe, mit meinem Fahrrad durch den dicken Schnee zu kommen. Ich freute mich auf einen weiteren Besuch bei Acacia, meiner neuen Reitbeteiligung. Während ich das letzte Mal nur Bodenarbeit mit ihr gemacht hatte, wollte ich mich heute wieder in den Sattel schwingen.
      Auf dem Hof angekommen suchte ich einen Platz für mein Fahrrad und schlenderte kurz darauf zur Sattelkammer, um Acacias Sachen zu holen. Ich hang mir das Halfter und die Trense über die Schulter, nahm den Putzkasten in die linke Hand und hängte den Sattel über meinen rechten Arm. Vollbepackt schaffte ich es zum Putzplatz, wo ich die Sachen erleichtert über den Balken hing. Ich machte mich auf den Weg zum Offenstall, in dem Acacia stand. Genüsslich stand sie am Heu und schielte mir entgegen, als ich das Tor öffnete. Ich legte ihr das Halfter an und führte sie zum Putzplatz. Während ich sie ordentlich schrubbte, genoss sie die morgendliche Sonne, die auf ihr Fell schien. Fertig geputzt, gesattelt und getrenst machte ich mich auf zur Halle. Der Boden war leicht gefroren, sodass ich auf keinen Fall draußen auf dem Platz reiten konnte. Die Halle war kleiner als die in meinem letzten Stall aber reichte von der Größe her trotzdem völlig aus. Gerade als ich die Halle betrat, öffnete sich die Tür vom Reiterstübchen und ein junges, zierliches Mädchen lächelte mir freundlich entgegen. "Hey, dich habe ich hier ja noch nie gesehen. Ich bin Valerie, ich arbeite hier auf dem Hof meiner Tante", Valerie schüttelte mir die Hand. Ich stelle mich ebenfalls vor und erzählte, dass ich erst das zweite Mal hier bin, dass Acacia meine neue Reitbeteiligung ist und auch Valerie erzählte mir von ihrer Reitbeteiligung, Cleavant.
      Nachdem wir uns fast eine viertel Stunde über alles Mögliche ausgetauscht hatten, stellten wir fest, dass wir ungefähr gleich alt waren. Und sowieso waren wir total auf einer Wellenlänge. "Wenn du magst, können wir mal mit Cleavant und Acacia zusammen ausreiten?". Dankend nahm ich Valeries Angebot an und wir verabredeten uns für nächste Woche, bevor sie sich von mir verabschiedeten und wieder an die Arbeit machte.
      Acacia hatte sich bereits bequem hingestellt, den Kopf gesenkt und den Schlafmodus eingestellt. "Hey, aufwachen! Ich bin fertig mit quatschen", lachend tippte ich Acacia an. Langsam schlenderte sie mir hinterher zum Hocker, an dem ich aufstieg. Nachdem ich sie eine Weile im Schritt warm gemacht hatte, trabte ich an und ritt sie locker vorwärts. Acacia hatte einen angenehmen Vorwärtsdrang, ließ sich aber dennoch gut kontrollieren. Ich ritt ein paar Schlangenlinien und Volten, bevor ich in die Galopparbeit überging. Das letzte Mal hatte das Galoppieren mittelmäßig geklappt. Auch wenn ich heute ein gutes Gefühl hatte, bog Acacia immer wieder auf dem Zirkel an der geschlossenen Zirkelseite zur falschen Seite ab und ich hatte Schwierigkeiten, mich im Sattel zu halten. Ich wechselte wieder auf die rechte Hand, galoppierte erneut an und stellte sie übertrieben stark nach innen. Kurz vor der Bande steuerte sie nach links weg und ich verlor meinen linken Bügel. Noch einmal sortierte ich mich, wechselte die Hand und galoppierte wieder an. Nach dem vierten Mal wurde ich sauer und gab ihr einen Klaps mit der Gerte. "Das lasse ich mir nicht gefallen!", energisch ritt ich einen Kehrtvolte und ging auf der rechten Hand in den Galopp über. Zur geschlossenen Zirkelseite nahm ich den inneren Zügel noch etwas kürzer, trieb mit dem äußeren Bein uns tippte ihr mit meiner Gerte an die äußere Schulter. Und diesmal klappte es. Auch wenn Acacia wieder versuchte auszubrechen, schaffte ich es, sie auf der Zirkellinie zu behalten. Erleichtert klopfte ich der Stute am Hals und parierte durch zum Trab. Nach einer kleinen Pause versuchte ich das Ganze auf der linken Hand. Diesmal war ich besser vorbereitet und wusste, was Acacia gleich versuchen würde. Trotzdem schaffte sie es ein weiteres Mal, sich meinen Hilfen zu entziehen und preschte nach rechts. Ich reagierte sofort, machte eine enge Kehrtvolte, tippte sie mit der Gerte an, machte meine Beine zu und ritt energisch zurück auf den Zirkel. Diesmal musste es klappen, ich wollte mich nicht von Acacia austricksen lassen. Ich begrenzte sie wieder mit der Gerte an der äußeren Schulter und stellte sie soweit es ging nach innen. Erschöpft lobte ich sie und ließ die Zügel etwas länger, nachdem wir zwei Runden auf dem Zirkel ohne Abbiegen geschafft hatten. Ich ritt noch ein paar Bahnfiguren und Seitengänge im Trab, bevor ich durchparierte und trockenritt.
      Als Rachel mir beim Probereiten erzählte, was für ein stures Pferd Acacia sein kann und dass man sich gut durchsetzen muss, konnte ich mir das nach meinem ersten Ritt auf ihr gar nicht vorstellen. Doch heute hatte sie gezeigt, dass sie ihren eigenen Kopf hatte.
      Erst beim Absteigen bemerkte ich, wie ich beim Reiten ins Schwitzen gekommen war und zog mir schnell meine Jacke über. Auf dem Weg von der Halle zum Putzplatz lernte ich noch Jensen Summers kennen, der gerade einem Pferd neue Hufeisen verpasste. Ich hatte nur kurz mit ihm geredet, da er anscheinend sehr viel zu tun hatte, aber er war mir von Anfang an sehr sympathisch.
      Ich gab Acacia zur Belohnung eine Karotte, die ich ihr extra von Zuhause mitgebracht hatte. Müde, aber glücklich, brachte ich sie zurück zu ihrer Herde, brachte ihre Sachen in die Sattelkammer und machte mich auf den Weg nach Hause.

    • Wolfszeit
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      01.2017|FrauHolle
      Spanischer Schritt und Spanischer Gruß lernen
      Die Sonne gab heute mal wieder alles und ich fuhr mit guter Laune zu meinem nächsten Auftrag. Auf dem Hof "Briar Cliff Stables" kannte ich mich bereits aus und ab heute durfte ich mit Cleavant 'Mad eyes' arbeiten. Ich parkte mein Auto und hielt Ausschau nach Val, die mir im Training zur Seite stehen wollte. Auch sie erhoffte sich, noch etwas von mir zu lernen.
      Ich guckte mich etwas um und fand Val schließlich im Offenstall. Val schob gerade eine Schubkarre durch den dicken Sand, in der sie reichlich Äppel gesammelt hatte. Ich öffnete dir das Tor und sie brachte den Mist zum Misthaufen.
      "So, hallo erstmal", begrüßte sie mich, als sie ihre Schubkarre weggestellt hatte. Ich freute mich, dass wir das Training mit Cleavant zusammen machen konnten. Zu zweit schlenderten wir zu Cleavant. Val halfterte ihn auf und führte ihn zum Putzplatz. Wir putzen ihn und ich erzählte Val dabei schon mal, was ich mit ihr vor hatte.
      Auf dem Platz angekommen, nahm ich den Strick von Cleavant in die Hand und probierte die Basics mit ihm aus, um ihn etwas besser kennen zu lernen. Danach war Val dran und zeigte mir, was sie schon mit Cleavant konnte. Auch wenn die beiden noch viel lernen mussten, gaben sie ein gutes Bild zusammen ab. Wir konzentrierten auf unser eigentliches Ziel. Cleavant sollte den Spanischen Gruß (mit dem wir starteten), den Spanischen Schritt und den Slalom erlernen. Ich zeigte Val, wie sie ihren Wallach dazu bringen konnte, das Bein zu heben. Val hatte ihren Bauchbeutel mit reichlich Leckerlies und Karottenstückchen gefüllt. Mit der Gerte tippte ich Cleavant an sein Bein. Ich versuchte es immer und immer wieder und als er endlich sein Bein bewegte, lobte ich ihn kräftig. Val sollte weiter machen und machte, was ich ihr zuvor gezeigt hatte. Stück für Stück schaffte sie es, dass Cleavant sein Bein immer und immer höher nahm. Zwar streckte er sein Bein noch nicht nach vorne, aber wir hatten schon mal einen Ansatz.
      Um Cleavant nicht zu langweilen, startete ich mit einer Vorübung zum Slalom. Die Übung war ganz einfach und für Val würde es eine kein Problem sein. Die Aufgabe bestand darin, Cleavant im Slalom um Hütchen herum zu führen. Ich stellte vier Hütchen in eine Reihe mit einem relativ großen Abstand. "Versuch, den Strick so wenig wie möglich zu nutzen. Du kannst ihm mit deiner Hand und deinem Finger den Weg zeigen", erklärte ich Val. Ich machte es ihr einmal vor, bevor sie es mit ihm versuchte. Val war noch etwas überfordert aber nach ungefähr zehn Minuten hatte sie den dreh raus und lief, ohne am Strick zu ziehen, mit Cleavant um die Hütchen. Ihr Finger zeigte dem Wallach dabei den Weg an.
      Für den ersten Tag war ich zufrieden mit den beiden und wir machten Feierabend.

      Am nächsten Tag hatte Val Cleavant bereits geputzt und erwartete mich auf dem Platz, als ich auf den Hof fuhr. Wir wiederholten die Übungen von gestern, die wunderbar funktionierten. Val stellte sich heute wirklich gut an und auch Cleavant war äußerst motiviert bei der Sache.
      Ich zeigte Val, wie sie mit Cleavant weiter den Spanischen Gruß üben könne. Danach ging ich ein paar Meter weg und ließ die beiden alleine üben. Ab und zu gab ich Val ein paar Tipps, hielt mich ansonsten aber aus der Sache raus. Es war am besten, wenn Val ihm die Lektionen beibrachte, denn sie würde auch die sein, die die Übungen später abfragen wird. Ich ließ den beiden knappe zehn Minuten üben. Cleavant kam mit dem Bein immer höher und ich war stolz auf die Fortschritte von Val und ihm.
      Wir knüpften beim Slalom an. Während Val mit Cleavant trainiert hatte, hatte ich schon ein paar Hütchen in einer Reihe aufgestellt. Val führte ihn um die Hütchen und als ich zufrieden war, konnten wir zum nächsten Schritt übergehen. "Als nächstes bleibst du immer auf der linken Seite der Hütchen. Cleavant soll trotzdem Slalom gehen. Es ist wichtig, dass du ihm mit deinem Finger den Weg anzeigst", Val hörte mir gespannt zu. Sie versuchte, meine Worte umzusetzen. Auch wenn es am Anfang nicht wirklich funktionierte und ich jedes zweite Hütchen wieder aufstellen durfte, wurde es von Mal zu Mal besser. Cleavant hatte langsam das Prinzip verstanden und gab sich Mühe, die Hütchen nicht umzurennen.
      Am Ende übten wir noch einmal den Spanischen Gruß und beendeten dann die Trainingseinheit.

      Inzwischen waren wir drei ein eingespieltes Team. Val hatte sich perfekt auf das Training vorbereitet und stand voller Motivation mit Cleavant auf dem Platz. Wir fingen mit ein paar Basics an und machten uns dann an den Slalom. Nach ein paar Durchgängen ging ich zu Cleavant und machte den Strick vom Halfter. Etwas verwirrt guckte Val mich an. "Wenn du ihm den Weg genau zeigst, wird das auch ohne Strick funktionieren. Glaub mir, du brauchst den Strick nicht", ermutigte ich Val. Sie war noch nicht so ganz von meiner Idee überzeugt aber lief los und zeigte Cleavant den Weg um die Hütchen. Ohne ein Hütchen umzukippen, schafften die beiden es im Slalom um sechs Hütchen. "Super, lob ihn!", rief ich Val zu. Noch einmal zeigten die beiden stolz ihre neue Übung, bevor wir uns wieder dem Spanischen Gruß widmeten.
      Das Training für den Spanischen Gruß war nicht gerade spannend, doch Val ließ nicht locker. Cleavant kam immer und immer höher mit seinem Bein und als ich zufrieden war mit der Höhe, beendeten wir das Training.

      Den vierten Tag startete wir mit dem Slalom, den Val und Cleavant inzwischen super beherrschten. Danach machten wir uns wieder an den Spanischen Gruß. Da dieser inzwischen wirklich gut klappte, starteten wir erste Versuche zum Spanischen Schritt. Ich machte Val vor, wie sie vorgehen musste. "Du führst ihn im Schritt rechts neben dir her. Mit deiner linken Hand hältst du den Strick fest und hältst ihn eventuell zurück, wenn er zu flott unterwegs ist. Mit der rechten Hand nimmst du die Gerte und tippst abwechselnd das linke und das rechte Bein an", ich erklärte Val alles ganz genau.
      Während Val noch etwas überfordert war, mit welcher Hand sie was macht, lief Cleavant brav in einem ruhigen Schritt neben ihr her. Endlich hatte sie den Dreh raus und tippte Cleavant an sein Bein, während sie ihn vorne etwas zurückhielt. Es dauerte ein paar Schritte, bis Cleavant das erste mal sein Bein hob, während er ging. "Sofort stehen bleiben und loben", stoppt ich Val. Sie hatte es noch nicht so raus, den richtigen Moment zum Loben zu finden.
      Wir versuchten es noch einige Male und beschlossen dann, das Training nach diesem Erfolg zu beenden.

      Ein letztes Mal fuhr ich zu Val und ihrem Cleavant. Die beiden hatten schon einiges in den letzten Tag gelernt. Heute wollten ich letzte Tipps geben, bevor Val dann ohne mich weiter üben konnte.
      Den Spanische Gruß beherrschte der Wallach mittlerweile richtig gut. Wir feilten noch etwas am Spanischen Schritt und ich gab Val noch Tipps für das weitere Training. Der Spanische Schritt klappte immer besser und Cleavant machte große Fortschritte. Um ihm etwas Abwechslung zu bieten, gingen wir zum Slalom über. Wir übten, dass Cleavant ohne Strick neben Val her trabte. Wir übten ein paar Schlangenlinien im Trab und Val kam ordentlich ins Schwitzen, als sie mit dem Wallach über den Platz joggte. Cleavant folgte Vals Finger inzwischen immer besser und schließlich schafften die beiden es im Trab durch die Hütchen. Auch wenn ein Hütchen umgekippt war, war ich super stolz auf die beiden. "Wenn du fleißig mit ihm übst, kannst du bald immer weiter von ihm weg gehen, während er im Slalom um die Hütchen läuft. Je öfter er das macht, desto leichter fällt es ihm", erklärte ich.
      Am Schluss übten wir noch einmal den Spanischen Schritt. Cleavant schaffte immer mehr Schritte. "Ich bin mir sicher, dass er es bald im Schlaf kann, wenn ihr am Ball bleibt", ermutigte ich Val.
      Den Feinschliff würde Val auch ohne mich schaffen. "Ich wünsche euch noch ganz viel Spaß und Erfolg und würde mich freuen, mal wieder was von euch zu hören. Du kannst mir ja mal berichten wie es klappt. Meine Nummer hast du ja" ich sagte ein paar abschließende Worte zu Val. . "Vielen Dank. Das Training hat wirklich sehr viel Spaß gemacht. Ich bleibe auf jeden Fall dabei und übe fleißig weiter", Val grinste. "Sehr gut! Und wenn du mich mal wieder brauchst: ich bin jederzeit für euch da". Ich verabschiedete mich von Val und ließ die beiden mit einem guten Gewissen alleine.
    • Wolfszeit
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      03.2017| Sosox3
      Alltag
      Nachdem viele Pferde uns verlassen hatten und einige auch wieder neu dazu kommen würden, ging der Stallalltag ja doch weiter. Abby nahm sich nach dem Füttern und Ausmisten vor mit Talya ein wenig Longenarbeit zu machen, da ihre Besitzerin für die nächsten zwei Wochen im Urlaub sein würde. Für uns hieß es nun: Ein Berittpferd mehr. Das ließ Val aber nicht davon ab, sich mal wieder nur um die drei Ponies zu kümmern. Ihre Augen lagen dabei hauptsächlich bei Cleavant, der mittlerweile im Offenstall zusammen mit Slaughterhorse gut auskam und richtig aufblühte. Valerie ritt ihn momentan bei gutem Wetter häufig im Gelände und Slaughter wurde Dressurlich und weiterhin mit seinem schlauen Köpfchen gefordert. Seitdem Magic Attack gekört war, erhielten wir einige Deckanfragen, wodurch ich und der Hengst oft reisten und doch hatten wir von einem Gestüt in England eine vielversprechende Kaufanfrage bekommen die mir zu denken geben ließ, ob es für ihn dort nicht besser wäre. Auch für Attentivenly hatte sich ein relatives junges Gestüt gemeldet, die sich auf die Oldenburgerzucht spezialisiert hatte. White Boy hatte heute einen Ruhetag und kam deshalb zusammen mit Achter Tag auf die Weide, wo die beiden sich austoben konnten.
      Zafinaah würde in den nächsten Tagen unter Beobachtung stehen, da siie nun hochtragend war und das Fohlen jeder Zeit kommen könnte. Injaki ritt ich heute ebenfalls ein wenig und förderte ihn im Ranch Riding, sodass wir unsere nächsten Turniere wohl erfolgreich gehen würden. Die beiden Shetties Flopp oder Hopp und Rohdiamant spielten sich beide auf der Weide auf, noch kannten sie den Ernst des Lebens nicht, aber der folgte noch. Kunis trabte auf dem Paddock auf und ab und sehnte sich nach Aufmerksamkeit, die er heute aber nicht bekam. Nanook stand momentan mit Mars, Cherti und Lost Boy auf der Wiese und konnte sich endlich mal etwas erziehen lassen. Calorro stand zusammen mit den Shetties auf der Fohlenweide und tobte mit ihnen herum.
    • Wolfszeit
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      07.2017|Veija
      Besuch von Außerhalb II
      Heute verschlug es mich zu Rachels Ranch, den Briar Cliff Stables. Sie hatte im Moment aller Hand um die Ohren und leider sehr wenig Zeit für ihre Pferde, weshalb sie mich um Hilfe gebeten hatte. Da sie mir schon so oft unter die Arme gegriffen hatte, sagte ich natürlich nicht nein und machte mich auf den Weg, um mich um insgesamt 12 Pferde von ihr zu kümmern. Viel wollte ich nicht mit ihnen machen, aber ausmisten und auf die Koppel bringen sowie füttern war halt schon drin.
      Langsam kam die Ranch in Sicht und ich parkte mein Auto auf dem dafür vorgesehenen Parkplatz, ehe ich ausstieg und mich auf die Suche nach Rachel machte. Ein Mitarbeiter sagte mir, dass sie leider momentan nicht da sei, sie aber Bescheid über mich wüssten und ich freie Hand hatte, mit besagten Pferden etwas zu machen. Gesagt getan!
      Ich schlenderte zum Stall und lugte in die Box eines Fohlens, BC' Morning Glory, ein kleiner Araberhengst, welcher mir neugierig seine Nase entgegen streckte. "Hey kleiner Mann, hast du Lust raus zu gehen?", fragte ich ihn und sah mich nach einem Halfter für ihn um. Irgendwann wurde ich fündig und legte es ihm behutsam an, ehe ich ihn nach draußen auf die Koppel brachte, wo er sofort wie von der Tarantel gestochen davon galoppierte und sich des Lebens erfreute. Dann folgte das nächste Pferd in der Stallgasse- eher gesagt die nächsten beiden Pferde. Aphonise und Arza waren an der Reihe. Ich halfterte beide in der Box auf, klickte die Führstricke rein und brachte sie auf ihre Koppeln. Als männliche Wesen folgten dann noch Calorro, den ich ja todschick fand, und Mars. Ebenfalls dazu kamen Nanook, Flic Flac's Rohdiamant, Cherti und Cleavant 'Mad Eyes'.
      Zu den Stuten gesellten sich schlussendlich Kinder Schokobonbons, Banana Split And Tequila, die übrigens nicht nur namentlich sondern auch farbtechnisch ein wirklich tolles Pferd war und Bonbone, die sich auch sehen lassen konnte.
      Als alle Pferde auf der Koppel waren fing ich an die Boxen zu misten, als dann Rachel die Stallgasse entlang geschlendert kam. "Oh hey, Bellamy! Mit dir hätte ich gar nicht mehr gerechnet...", murmelte sie und ich fing an mich zu entschuldigen, dass ich erst jetzt den Weg zu ihr und ihren Pferden finden konnte und auch leider nicht sonderlich lange bleiben konnte, weshalb ich so schnell arbeitete und versuchte, die Boxen fertig zu bekommen. "Wenn du mit misten fertig bist kannst du auch wieder fahren, den Rest schaffe ich heute alleine. Habe mir den Rest des Tages freischaufeln können und kann hier endlich mal wieder selbst Hand anlegen.", sagte sie voller Tatendrang. Ich nickte und lachte kurz: "Ich miste dann mal fertig, Sir." Kopfschüttelnd, aber bis zu beiden Backen grinsend schlenderte Rachel weiter die Stallgasse entlang und ließ mich weiter arbeiten.
      Es dauerte eine gefühlte Ewigkeit, bis ich alle Boxen fertig hatte und mich bei ihr verabschieden, und nach Hause fahren konnte. Zu Hause warteten nicht nur ein Haufen Pferde, sondern auch meine Schwester und drei jugendliche Straftäter auf mich, die Arbeit brauchten. Würde ich Murphy nicht schon kennen, hätte ich O nicht mit Travis und Connor alleine gelassen. Doch Murphy war schon immer in meine Schwester verschossen gewesen, er würde ihr nichts zustoßen lassen.
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  • Album:
    WHC Oberhausauslauf
    Hochgeladen von:
    Wolfszeit
    Datum:
    28 März 2020
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    21

    EXIF Data

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  • CLEAVANT 'MAD EYES'
    Portrait folgt
    EXTERIEUR
    Geschlecht: Wallach
    Geburtstag: 01.05.2008/10 Jahre
    Geburtsort: Unbekannt

    Rasse: Mix
    Isländer|Welsh Pony| Shetlandpony

    Stockmaß: 130 cm
    Gewicht:
    Deck-|Langhaar: Braun| Schwarz, Weiß
    Abzeichen| Scheckung: Splash
    Gencode: EeAaSpl

    STAMMBAUM


    von: Unbekannt
    von: Unbekannt aus der: Unbekannt
    von: Unbekannt aus der: Unbekanntvon: Unbekannt aus der: Unbekannt

    aus der: Unbekannt
    von: Unbekannt aus der: Unbekannt
    von: Unbekannt aus der: Unbekanntvon: Unbekannt aus der: Unbekannt

    INTERIEUR & BESCHREIBUNG
    Rufname: Mad Eyes
    zuverlässig|freundlich|unkompliziert

    Wo er auch auftaucht zieht Mad Eyes die Blicke auf sich. Der Mix Hengst mit den blauen Augen sieht meist böser drein als er ist. Entegegen des stierenden, durchbohrenden Blickes ist er in Wirklichkeit ein zuverlässiger und freundlicher Partner. Er findet sich schnell in neue Umgebungen und hat in Herdenhaltung meist einen der höheren Ränge. Er ist das, was man als unkompliziert bezeichnen würde. Im Gelände blüht der Hengst richtig auf und beweist einmal mehr, dass man ihm vertrauen kann. Der Braune bringt allerdings auch Schwiergkeiten mit sich. Er leidet an einer Heu-/ Stauballergie, weswegen er stets in gut durchlüfteten Stallungen oder besser noch Offenställen stehen sollte. Sehr staubige Reitplätze/-hallen sollten gemieden werden, da er sich sonst die Lunge aus dem Hals hustet.


    Vorgeschichte
    Weide/Weidepartner:
    Unterbringung: Unterhausauslauf
    Einstreu: Stroh

    Letzter Tierarztbesuch: 00.00.0000
    Chipnummer: folgt
    Gesamteindruck: Gesund
    Akute Krankheit/en: keine
    Chronische Krankheit/en: Keine
    Erbkrankheit/en: Keine

    Letzter Hufschmiedbesuch:00.00.0000
    Ausgeschnitten/Korrigiert: nie
    Hufbeschaffenheit: Gut
    Hufkrankheit/en: Keine
    Beschlag: Barhuf


    AUSBILDUNG & QUALIFIKATIONEN
    Fohlen ABC
    Jungpferdeausbildung
    Bodenarbeit ✔
    Eingeritten ✔

    Eignungen: Dressur|Springen
    Schleifenaufstieg | Trainingsaufstieg | Potential
    Oben = Joelle Qualifikation | Unten = Variationen

    Springen: E A L
    Potenzial: 0/100

    Show Jumping: E A* A** L


    Military: E A L M
    Potenzial: 0/100

    Geländestrecke: CIC/CCI* CIC/CCI**


    Dressur: E A L M
    Potenzial: 0/100

    Lektionen der Dressur: E A L LM LP M

    Fahren: E A L M S
    Potenzial: 0/100

    Dressurprüfung: CAI-A1 CAI-A2

    Distanz E A L
    Potenzial: 0/100
    Distanzritte: EL EVG1 EVG2 EVG3


    Western: E A L
    Potenzial: 0/100

    Western Pleasure: LK5 LK41

    ERFOLGE
    Offiziell
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    59. Wallachschau

    Herkunft | Züchter: Sosox3?

    BESITZERLEGENDE
    Besitzer/Besitzerin: Wolfszeit
    Vorbesitzer/Vorbesitzerin: Veija
    Verkaufsrecht/Ersteller: sadasha
    Reitbeteiligung/Trainer:

    zu Verkaufen : Nein
    Kaufpreis: 0 Joellen

    Spind/PNG/Puzzle PNG/Offizeller HG