Wolfszeit

♛Minnie Maus|New Forest Pony

In meinem Besitz seit 01.12.2018 | Stute|Gekört

♛Minnie Maus|New Forest Pony
Wolfszeit, 15 Feb. 2020
Rhapsody und AliciaFarina gefällt das.
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      Vom 00.12.2014| Gwen
      FANTASTISCHES WEIHNACHTEN
      Überglücklich packte Kathy ihr letztes Geschenk aus. Der gesamte Boden unseres Wohnzimmers war mit Geschenkpapier übersäht. Ich lächelte zufrieden und freute mich immer noch, dass meine Geschenke so gut angekommen waren. Auch ich freute mich riesig über die neue Reitkappe und die beiden neuen Reithosen, ich hatte dringend wieder welche gebraucht! Mama hatte mal wieder richtig genial eingekauft. „Danke!“, meinte ich lächelnd und umarmte sie. Doch ihre Augen blitzten auf, als sie mich angrinste. „Wir sind noch nicht fertig mit Geschenke auspacken, aber für das letzte müssen wir nochmal raus in den Schnee.“, meinte sie plötzlich und ich starrte sie ungläubig an. Kathy kicherte aufgeregt, anscheinend war sie mit eingeweiht. Wir zogen uns warm an und Mama stapfte voraus in den Stall. Kurz vor der Stalltür hielt sie uns an und verband mir die Augen. Als wir in den Stall gingen, schlug mir der warme Duft von Heu und Pferden entgegen. Innerlich freute ich mich schon auf einen neuen Sattel für Ohnezahn, vielleicht würden wir dann nächstes Jahr anfangen können zu reiten? Aber wir liefen immer weiter und ich wurde langsam unruhig. Endlich hielten wir an und ich hörte, wie eine Boxentür geöffnet und ein Pferd herausgeführt wurde. Plötzlich nahm Mama mir die Augenbinde ab und ich musste erst einmal gegen das helle Licht anblinzeln, ehe ich erstaunt mit offenen Mund das Pferd anstarrte. Vor mir stand eine kleine, aber sehr muskulöse Ponystute, welche neugierig in meine Richtung blickte. „Aber…“, murmelte ich ungläubig und Mama lächelte mich an. „Sie gehört ganz dir!“, meinte sie lächelnd. „Das ist Minnie Maus. Vier Jahre alt und eine reinrassige New Forest Stute.“, erläuterte Kathy stolz, welche die Zügel der Stute in Händen hielt. Minnie Maus trug eine hellbraune Ledertrense mit einem roten Schleifchen dran und sah einfach wunderschön aus. Vorsichtig näherte ich mich ihr und ließ sie an meiner Hand schnuppern, ehe ich ihr am liebsten überschwänglich um den Hals gefallen wäre. „Sie ist einfach perfekt, danke!“
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      Vom 00.12.2014| Gwen
      UNSER WEIHNACHTSRITT
      Es war erst früh am Morgen, doch ich war schon hellwach und das obwohl wir gestern Abend wirklich lange und schön gefeiert hatten! Dennoch sprang ich aufgeregt aus dem Bett und schlüpfte direkt in meine Reitersachen. Heute wollten endlich mal wieder Elena und Zairina vorbeischauen! Fröhlich und doch leise, damit ich die anderen nicht weckte, hüpfte ich die Treppenstufen hinunter. In der Küche angekommen, begann ich direkt mit den Vorbereitungen für unseren Weihnachtsritt. Ich hatte gestern Abend schon die Satteltaschen mit hinein geholt, damit ich sie heute füllen konnte. Zuerst machte ich für den Ritt eine Thermoskanne Tee fertig, sicher war sicher. Dann packte ich einen Handwärmer und ein Ersatzpaar Handschuhe ein. Zu guter Letzt noch etwas zu knabbern und Leckerchen für die Pferde. Dann frühstückte ich selber fix, ehe ich hinaus zum Stall lief. Die Aufregung des gestrigen Abends lag immer noch auf mir und dementsprechend entzückt begrüßte ich auch die Pferde, als ich den Stall betrat und bis zur letzten Box lief, denn dort stand mein Weihnachtsgeschenk – die wunderschöne Minnie Maus. Ich begrüßte sie lächelnd und reichte ihr die mitgebrachte Möhre. Minnie und ich verstanden uns von Anfang an und aus diesem Grund hatte ich sie spontan für den heutigen Ritt gewählt. Ich gab der schwarzen Schönheit schon einmal ihr Frühstück und während sie zufrieden das Müsli mümmelte, putzte ich sie gründlich, immerhin sollte sie schick aussehen! Als ich mit allen fertig war, holte ich ihr Sattelzeug. Vorsichtig legte ich den Sattel auf ihren Rücken, kammerte ihn aus und zog den Gurt fest. Dann befestigte ich die Satteltaschen am Sattel. Zu guter Letzt trenste ich Minnie noch auf und führte sie dann aus dem Stall. Doch bevor ich aufstieg, holte ich noch den kleinen Beutel aus der Sattelkammer, den Mama mir gestern zurecht gelegt hatte. Grinsend schwang ich mich in Minnies Sattel und fühlte mich vom ersten Moment an pudelwohl. Ich hatte noch etwas Zeit, so dass ich die Strecke bis zu Elisa im ruhigen Schritt zurücklegen konnte. Das war gar nicht so schlecht, denn so konnten wir uns allmählich miteinander vertraut machen. Doch Minnie gefiel mir von Anfang an. Sie war neugierig und aufgeweckt und schien vor nichts zu erschrecken. Neugierig stapfte sie durch den tiefen Schnee und schien die allmählich hervorkommenden Sonnenstrahlen sichtlich zu genießen. Auf Elisas Gestüt war um die Uhrzeit schon wieder allerhand los und vor dem Stall tummelten sich auch meine drei Freundinnen. Elisa zog gerade mürrisch den Sattelgurt ihres Perlinohengstes Cardillac fest, während Elena ihren jungen Reitponyhengst mal wieder in Sicherheit, nämlich auf die andere Seite des Stalles brachte. Grinsend stieg ich ab und umarmte knapp alle drei. „Das Fest der Liebe!“, lachte ich und Zai grinste mich fröhlich an, während Elisa nur etwas grummelte. „Fast hätte ich es vergessen!“, meinte ich grinsend und zückte meinen kleinen Beutel, um daraus Weihnachtsmützen, Rentiergeweihe und Glöckchen für die Pferde hervorzuzaubern. Zais Augen leuchteten begeistert und auch Elena schien nicht abgeneigt zu sein. Lediglich Elisa kommentierte das Ganze mit einem „Echt jetzt?“ - „Alle fertig?“, fragte Elena dann nach ein paar Minuten und schwang sich, ohne groß auf eine Antwort zu warten, in den Sattel. Zai und ich taten es ihrem Beispiel gleich. Elisa musste noch etwas bocken, bis Cardillac sie sanft mit seiner Nase anstupste und sie sich erweichen ließ. „Da soll man Weihnachten mögen!“, grummelte sie, doch ich sah, wie sich allmählich ein Grinsen auf ihr Gesicht stahl. Die Pferde waren nun wunderschön weihnachtlich verkleidet und gaben wirklich ein herrliches Bild ab! Zu viert machten wir uns auf den Weg durch den verschneiten kanadischen Weg. „Also es ist ja echt schön bei euch, aber so kalt!“, meinte Zai bibbernd und rieb ihre Hände an dem warmen Hals ihrer Stute Scylla. Sofort begann Elisa sie mit Gegenargumenten zu beschmeißen, denn sie verfolgte immer noch den Plan, Zai und Elena vor dem neuen Jahr nach Kanada zu bekommen. „Du kannst froh sein, wenn sie 2015 zu uns ziehen.“, scherzte ich und bekam dafür einen bösen Blick zugeworfen. „Und ich dachte du bist auf meiner Seite!“, regte sich Elisa gespielt auf und ließ Cardillac antraben – es wurde auch langsam Zeit für eine flottere Gangart! Nachdem sich die Pferde an den tiefen Schnee gewöhnt hatten, hielt die Ponys auch nichts mehr und sie jagten im gestreckten Galopp los. Etwas verwirrt rückte ich mich im Sattel zurecht und kam nach mehreren Sekunden endlich in den leichten Sitz, nachdem Minnie losgeschossen war, wie eine Rakete. „Da hast du dir wohl ein Pseudo-Rennpferd andrehen lassen!“, lachte Zai, die mit uns auf Kopfhöhe galoppierte. Leider nicht langes, denn währendes Minnie unentwegt vorwärts jagte, entdeckte Scylla eine zugefrorene Pfütze rechts von sich, welche ihr natürlich den Schrecken des Tages einjagte. Mit einem erschrockenen Buckler schoss die plötzlich davon, rammte nebenbei Elena und Cressi an und war dann über den Hügel verschwunden. Als wir anderen drei irgendwann oben ankamen, sahen wir dort das verloren gegangene Paar stehen. „Also das ihr sogar gefrorenes Wasser zu schaffen macht, war mir wirklich neu!“, meinte Zai schnaufend. Plötzlich wirkte sie gar nicht mehr fröstelnd, sondern schien regelrecht die Hitze am Leib zu haben. Elisa warf hingegen einen besorgten Blick auf Cressi. „Nächstes Mal musst du aber gefasster sein, du hättest ihn verletzen können!“, meinte sie stöhnend und versicherte sich erst einmal, dass es Cressi wohlauf ging. Wir anderen verdrehten die Augen, grinsten uns aber nur an. Elisa konnte eben nicht anders, als für den Hengst zu schwärmen. Fröhlich plaudernd setzten wir unseren Weihnachtsritt fort und stießen auch kaum noch auf großartige Hindernisse. Gut, für Elena und Zai war es vermutlich nicht so normal, einen Luchs über uns in der Baumkrone sitzen zu sehen, aber Elisa tat das mit einem „Das wird bald euer Alltag sein!“ ab. Unser heutiges Ziel war der Clear Lake, wo wir heute ein wunderbares Schauspiel allerhand kanadischer Tiere sehen durften. „Sobald es wärmer ist, müssen wir unbedingt einen Wanderritt an den Hudson Bay machen! Dort soll es Orcas geben und die einmal live zu sehen!“, begann ich zu schwärmen und so hatten wir sofort ein neues Thema gefunden. Auf den Heimweg zog ein kalter Wind auf, der sowohl den Reitern als auch den Pferden zu schaffen machte. Umso dankbarer waren wir dann um den warmen Stall, der uns bei Elisa erwartete. Die Pferde standen nun eingedeckt und wohlversorgt in den Boxen, während wir es uns bei Glühwein und Kuchen im beheizten Reiterstübchen bequem machten. „Wollen wir Elisa mal eine große Freude machen?“, fragte ich grinsend in die Runde und bekam ein aufforderndes Nicken von Zai und Elena zurück. Elisa starrte uns verständnislos an und für einen kurzen Moment stand ihr auch der Mund offen, als wir anfingen zu singen: „Las Christmas, I gave you my heart, but the very next day, you gave it away.“ – Elisa sprang direkt auf und hielt sich die Ohren zu. „Oh bitte hört auf!“, meinte sie seufzend und schüttelte sich. Elena, Zai und ich krümmten uns vor Lachen und konnten kaum wieder aufhören, da konnte Elisa uns noch so böse anstarren. Irgendwann fassten wir uns jedoch wieder, immerhin gab es noch viele Neuigkeiten auszutauschen und natürlich wollte Elisa alles über den hoffentlich baldigen Umzug der beiden erfahren. Zai war diese Nachhakerei sichtlich unangenehm, weshalb sie geschickt Elisa in Verlegenheit brachte. „Wie läuft es denn eigentlich zwischen dir und Matthew? Sprecht ihr wieder miteinander?“, fragte sie grinsend. Natürlich bekamen auch wir das Gemunkel auf dem Gestüt mit, was denn wohl zu Weihnachten alles geschehen sei und plötzlich wurde Elisa ganz kleinlaut, lenkte das Gespräch aber schon bald wieder geschickt auf die Pferde. Ich weiß nicht, wie lange wir noch dort saßen, aber ich kann mit Sicherheit sagen, dass es ein toller Tag war und Weihnachten noch perfekt abrundete!
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      Vom 00.01.2015|Ally
      SCHMIEDE VON LUGGA
      "Okay, tschau, Zasa.", sprach ich ins Mikrofon meines Handys und legte dann auf. Ich hatte mit ihr gerade über die Eröffnung meiner Hufschmiede gesprochen, schließlich musste sie sich ja irgendwie verbreiten und Zasa wollte mir helfen. Die Hufschmiede war schließlich in der Nähe unseres Hofes und sie - ich zitiere - "kann ja nicht einfach Tatenlos daneben stehen, wie die Schmiede verbrennt". Ich war dankbar, denn sie hatte mir bisher bei meinen beiden größten Träumen geholfen: Einem Leben im Mittelalter (zumindest so halb) und jetzt meine Hufschmiede.
      Es dauerte nach ihrem Anruf nicht lange, bis mein Handy erneut klingelte. Diesmal aber eine Nummer, die ich weder erkannte, noch eingespeichert hatte, und obwohl ich mir vorgenommen hatte, weder unterdrückte noch unbekannte Nummern zu akzeptieren, könnte es dieses Mal ja für die Hufschmiede sein. Ich wischte über den Screen und hielt das iPhone an mein Ohr. "Hallo, Allycia Donell?", fragte ich und bereitete mich schon für das Rauschen vor und für eine dunkle Stimme, die mir sagte, ich hätte nur noch drei Tage zu leben. Aber es kam eine helle, freundliche Stimme dran und energisch sprach sie "Hey! Ich bin Gwen, bin ich richtig bei der Hufschmiede Luggala?" Ich nickte, gab mir dann aber selber einen Schlag auf die Stirn, weil das eine blöde Angewohnheit war, die ich am Telefon hatte. "Ehm, ja! Wollen Sie einen Auftrag geben?", fragte ich freundlich und setzte mich auf meinen Stuhl, kramte meinen Terminkalender raus und starrte die leeren Kästchen an. "Ja! Meine Stute Minnie Maus braucht das komplette Hufpflegeset. Wäre es möglich, den Termin heute noch zu machen?", fragte Gwen und ich kritzelte auf den heutigen Tag ein 'Gwen - Minnie Maus' drauf. "Klaro!" Gwen gab mir die Hofadresse und wir einigten uns auf 15 Uhr.
      Ich brauchte ein bisschen, um ihren Hof zu erreichen, da die Auffahrt ziemlich versteckt war, fand sie aber schließlich und parkte meinen geliebten BMW in einem der Parkplätze dort. Ich steckte mir mein Handy in die Hosentasche, schaltete dann den Motor ab und stieg aus. Auf der Rückbank lag der große Lederkoffer mit den ganzen Sachen, deswegen holte ich ihn heraus und schloss dann erst mein Auto ab. Es dauerte nicht lange, bis ich eine hübsche Stute angebunden an dem Zaun fand, und Gwen kam auch sofort auf mich zugelaufen. "Hallöchen! Sie müssen Allycia sein, oder?", fragte sie und schüttelte meine Hand. "Ja, die bin ich. Belassen wirs aber bitte beim Du und bei Ally.", grinste ich und Gwen nickte. "Also, das ist Minnie. Sie ist ganz freundlich, das sollte sich beim Hufschmied also auch nicht wirklich ändern.", sagte Gwen und ich nickte, ein wenig dankbar, dass sie brav war, denn ein zickiges Pferd bei meinem ersten Auftrag würde nicht gut gehen. Ich begrüßte die hübsche Stute und ließ sie meine Hand beschnuppern, streichelte sie und hob dann ihren Vorderhuf. Ich betrachtete ihn erst komplett, da man viele Krankheiten schon vom äußeren bemerken konnte, und tastete dann den Strahl und die Sohle ab. Sie waren etwas hart, aber nach dem Hufbad sollten sie ein wenig weicher und gepflegter werden. Ich holte einen Hufauskratzer und entfernte erst den groben Dreck. Ein Stein war in ihrer weißen Linie, der sich aber leicht mit dem Hufauskratzer entfernen ließ und auch keinen Abdruck oder eine auffällige Hitze hinterließ.
      Nach der Kontrolle holte ich das Hufmesser und schnitt den Huf etwas aus, damit er wieder sauber war, und nahm dann die Huffeile. Durch das Hufmesser waren ein paar Unebenheiten entstanden, die ich jetzt wegfeilte, und ich rundete auch den Huf etwas ab. Ich ließ ihren Huf wieder auf den Boden und betrachtete dann von außen, ob sie gerade stand und das Gleichgewicht gut verteilt war. Sie wackelte ein wenig, deswegen nahm ich den Huf wieder hoch und raspelte ein wenig weiter, und voilá - Sie stand wieder perfekt. Die Kontrolle und das Korrigieren wiederholte ich bei allen restlichen Hufen, ehe ich den Eimer und die Öle holte. Ich füllte den Eimer mit Wasser, gab dann die Öle dazu und hob ihren Vorderhuf, ließ ihn in den Eimer hinab und sie streckte sofort neugierig ihren Kopf danach. Mit der Nase betüddelte sie ein wenig den Eimer, knabberte daran herum, ließ sich aber von mir sofort zurückweisen, weil ich den Eimer noch ein paar Wochen behalten wollte - und das bitte in einem Stück und nicht zerknabbert. Nach fünf Minuten holte ich ihren Huf heraus und stellte ihren Hinterhuf rein. Das wiederholte ich immer wieder, bis ihre Hufe schön glänzend waren, und es dauerte nicht lange, bis die Öle einzogen waren. Daraufhin holte ich das Huffett und schmierte alle vier Hufe ein, tastete ein wenig herum und richtete mich dann auf. Mein Rücken knackte laut und ich drehte mich zu Gwen, die gespannt daneben stand und alles genau beobachtet hatte. "So, das wars. Sie hatte nur ein paar Steine in ihren Hufen stecken, die haben aber nicht viel gemacht, sondern waren nur im Dreck fest. Darauf würde ich beim Auskratzen noch ein wenig achten, aber sonst alles perfekt.", berichtete ich lächelnd.
      Wir verabschiedeten uns schnell und ich packte alles zusammen, schob Minnie noch ein Leckerli hin und fuhr dann wieder zurück auf den Hof, wo Zasa mich schon mit einer Tonne Stallarbeit erwartete.
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      Tierarztberich
      Vom 00.01.2015|Cooper
      Seit früh morgends war ich für meine Klinik wieder unterwegs, zudem regelte ich einige Sachen auf meinen Hof. Gegen Mittag, nachdem alle Pferde bewegt wurden ging ich zügig in die Klinik und schaute auf die Auftragsliste. "Gwendolyn Campbell" sagte ich leise als ich den Namen der Frau laß. Ihr Name war mit bekannt, genauso wie der Name ihres New Forest Ponys Minnie Maus, jedoch viel mir nicht wirklich ein Bild von ihr ein. Etwas ruhiger wie vorhin packte ich den Verterinärvan. "Ohje, ich muss hier echt mal aufräumen" sagte ich mit gewissensbeißenden Blick. Ich hatte alles gepackt und fuhr los. Bekanntlich kannte man Gwendolyn durch ihren Ausbildungsbetrieb. Er war hoch angesehen und veranstaltete oft große Tuniere. Eine kleine Weile nachdem ich in Gedanken die Autobahn runter raste ging ich ab von der Autobahn und fuhr weit in die Landschaft hinein. Bis ich von weitem einen Gestüt sah. "Das muss es sein" sagte ich zu mir selbst und war ein wenig aufgeregt. Manitoba ist ein schöner Ort, dachte ich mir und stieg aus. Schon kam mir eine nette Frau entgegen. "Hallo?, Dr.med.Cooper Chattahoochee?" sagte sie fragend. Ich Antwortete mit einem Ja und wir begrüßten uns höfflich."Willkommen auf Nahanni Rivers Ranch, hoffe du hattest eine gute Fahrt" sagte sie und führte mich im Gespräch direkt zum Stall. "Minnie Maus ist noch nicht lange in meinem Stall, erst sein Weihnachten. Sie ist vom Charackter her wirklich Engelsgleich, jedoch hab ich keine Ahnung wie sie zu einem Tierarzt steh" sagte sie als wir grade die Stalltür reinkamen und Minnie Maus schon neugierig wartete. "Das werden wir ja sehen, aber Forest Ponys sind im allgemeinen ein wenig sanfter und ich denke das wird aufjedenfall leichter von statten gehen wie bei einem temperamentvollen Vollbüter" lachte ich und näherte mich langsam aber selbsbewusst dem Pony. Auch Minnie schien mir gegenüber keine Vertrauensprobleme zu haben und genoss die Streicheleinheiten. Ich begutachtete nachdem ihre Reflexe im Auge mit meine mini Taschenlampe, schaute in die Ohren und in den Mundbereich. Bei allen dreien Körperteilen nahm ich zusätzlich Proben, die ich beschriftete und in die Zentrifuge im Van plazierte. Ich stellte die Zeit und die Umdrehungen ein, dann machte ich mit der Untersuchung weiter. Ich tastete mich von Oben nach Unten am Körper ab, und fühlte noch nach den erstastbaren Organe. "Bis jetz ist alles gut" sagte ich und lächelte. Ich kontrollierte noch die Vitalzeichen, Puls, Atmung und Temperatur. Das Temperatur messen gefiel Minnie garnicht. Sie zog den Schweif fest an und drehte sich komplett von mir weg, so war es relativ schwierig die richtige Temperatur zu messe. "Nagut, kleine dann machen wir erstmal weiter" sagte ich und beruhigte sie. Weiter ging es mit eine Fell und Blutprobeprobe die ich zu den anderen Proben setzte und einer, diesmal verhielt sie sich jedoch ruhig. "Also echt, Temperatur nicht messen oder Blut abnehmen" lachte Gwyn und streichelte Minnie. Ich kontrollierte noch ihre Herzrythmus, der im Normbereich war. "Zuerst Chippen oder zuerst Impfen" frug ich Gwen, die die Frage mit Impfen beantwortete. Die Spritzen hatte ich schon aufgezogen und die Grundimmunisierungen lief ohne Komplikationen ab. Wir gönnte Minnie eine Pause von zwanzig Minuten und schauten dabei nach den Zahlreichen Proben. "Augen, Ohren, Mund und Haut ...hmm...ja" sagte ich murmelnd als die Maschine das Dokument ausdruckte. "Also, da ist nichts auffälliges, alles gut, und auch die Blutergenisse zeigen nichts Außergewöhnliches" sagte ich als direkt das nächste Dokument aus den Maschine kam. Erleichtert gingen wir zurück zu Minnie. Ich aktualisierte ihren Impfpass und schrieb die Ergebnisse der Proben mit Datum in ihre Papiere. Minnie war jetz weider frisch und hatte wieder gute Laune, ich nutzte diese Gelegenheit um die Temperatur zu messen. Auch dieses mal lief es nicht wirlich glatt, jedoch schaffte ich es und konnte somit ausschließen das sie Fieber hatte. Ich atmete aus und schaute Gwen geschafft an. "Da, die hat Energie" sagte ich lachend und holte noch das Chipgerät. dach Chippen ging schnell von statten und ich kontrollierte noch ob die Nummer sich anzeigen ließ. "Jop, alles geklappt" sagte ich erleichtert und räumte die Sachen wieder in den Van zurück. "Bist mir doch nicht böse oder" frug ich Minnie und streichelte sie, die nur da stand als wäre nichts gewesen. "Nagut, dann verabschiede ich mich hier an dieser Stelle. Ich werde den Equinepass anforden und den schick ich dir dann per Post. Er wird so in 1-2 Tagen denke ich mal ankommen wenn ich ihn heute Abend anfordert und ausstelle" sagte ich als wir den Weg zu meinem Van gingen und ich mich von Minnie verabschiedete. "Falls etwas ist, dass sie eventuell Fieber bekommt, durch die Impfungen oder sonst was bitte verständige mich sofort und ich bin direkt da. Sollte allgemein was sein ebenso" sagte ich dankend und verabschiedete mich freundlich von Gwen.
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      Vom 00.01.2015
      FREMDENREITERTEST
      Lange Zeit hatte ich manchmal stundenlang nerven müssen, bis Kathy wenigstens mit mir ausreiten ging. Doch seitdem ich ihr die Springstunde auf Nayala gegeben hatte, war ihr Feuer plötzlich von neuem entfacht worden. Ich war immer noch etwas außer Gefecht, fing mich aber langsam wieder. Kathy schien die Zeit aber doch sichtlich zu genießen, dass sie jedes Pferd reiten durfte.
      So dauerte es nicht lange, bis die Bitte erklang, dass sie gerne einmal Minnie Maus reiten würde. Ich runzelte kurz die Stirn und überlegte. Minnie Maus war erst seit Weihnachten bei uns und noch recht jung. Da die Stute aber ein wahres Naturtalent war und wirklich lieb, schien mir ein Fremdreitertest doch angebracht.
      Voller Begeisterung machte Kathy die Stute fertig,während ich einige kleine Hindernisse aufbaute. Natürlich wollte sie springen und mir kam es so vor, als ob aus meiner 16-jährigen Schwester wieder das kleine vernarrte Pferdemädchen von damals geworden war.
      In aller Ruhe wärmte sie Minnie in der Halle auf und versuchte alle meine Ratschläge so gut wie möglich umzusetzen. Minnie war anfangs etwas unsicher mit der neuen Reiterin, doch das legte sich schnell und schon konnten die beiden sich in allen Gangarten sehr gut verständigen.
      Dennoch wollte ich die Kommunikation noch etwas verbessern, ehe die beiden springen würden. Da beide aber wunderbar mitarbeiteten, waren wir schon nach der Hälfte der Zeit so weit, dass sie die kleinen Kreuze ohne Probleme nehmen konnten. Ab und an hatte Minnie noch ein wenig Probleme mit der Balance, doch ihre Springmanier verbesserte sich mit jedem Sprung.Wir beendeten schon bald die Einheit und Kathy ritt die Stute glücklich trocken, ehe sie sie versorgen ging.
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      SCHNITZELJAGDT ZU ZWEIT
      Vom 00.02.2015
      "Sicher, dass das eine gute Idee war?", fragte mich Zai unsicher und schwang sich in den Sattel ihrer Stute Scylla. Ich grinste nur von einem Ohr zum anderen "Ich finde die Idee perfekt!". Lachend ließ ich Minnie Maus antreten und gemeinsam ritten wir zum Start. Neben dem kleinen Häuschen stand eine junge Frau, welche uns die letzten Hinweise gab und uns dann ins Rennen schickte. Im gemütlichen Trab ritten Zai und ich los in Richtung Wald, wo die erste Station auf uns warten würde. Entspannt trabten Scylla und Minnie Maus nebeneinander her durch den knirschenden Schnee.

      Schneller als gedacht waren wir im Wald angekommen und schauten uns aufmerksam um. "Also hier ist die erste Station?", fragte ich stirnrunzelnd und schaute mich um. "Da!", rief Zai und deutete auf einen kleinen Kasten, der an einen Baum genagelt war. "Ein Briefkasten?", fragte ich stirnrunzelnd und ritt näher heran. Leider konnte man ihn gar nicht normal wie einen Briefkasten öffnen und mir war ein Rätsel, wie wir an die erste Frage kommen sollten. Doch Zai hatte wieder den Durchblick, entdeckte eine Schnur am oberen Ende des Kastens, folgte dieser durch den halben Wald und zog daran. Und während sie das tat, öffnete sich vor mir der Briefkasten. Minnie Maus starrte neugierig in das dunkle Loch hinein und ich zog den Zettel heraus. Während ich den Zettel auseinander faltete, kam Zai zurückgeritten. "Wo befindet sich bei dem Pferd das Knie?", lautete die Frage und über meinem Kopf taten sich nur Fragezeichen auf. Zai lachte laut und zückte grinsend den Stift, um die richtige Antwort anzukreuzen. "An den Hinterbeinen" - danach steckte ich den Zettel wieder ein und wir ritten weiter.

      Ich konnte mir jedoch nicht das Lachen verkneifen, als wir an der zweiten Station ankamen und Scylla erst einmal erschrocken mit geblähten Nüstern stehen blieb. "Wasser? Wasser? Wo war von Wasser die Rede?", meinte Zai geschockt und stieg ab. Ich schwang mich auch aus dem Sattel, denn wieder waren wir zu zweit gefragt. Auf dem Fluss schwamm ein kleines Floß, an welchem zwei Seile befestigt waren. Zai nahm eins und ich und dann zogen wir. "Oh Gott, stopp!", rief ich, als ich sah, dass das Floß am kippen war. Sofort ließ ich mein Seil lockerer und ab da wussten wir, dass wir haargenau gleich am Seil ziehen mussten, um an die nächste Frage zu kommen. Die lag dann aber dafür fünf Minuten später in Zais Schoß. "Wie viele Zähne hat ein Hengst idealerweise?", las Zai vor und schaute mich fragend an. Obwohl wir beide Hengste besaßen, hatten wir uns darüber noch nie Gedanken gemacht! "Puh... Ich glaube 40!", meinte ich und kreuzte diese Antwort an. Dann saßen wir wieder auf und ritten weiter. Leider mussten wir zum weiterkommen den Fluss überqueren und da Scylla sich vehement weigerte, musste Zai absteigen und gemeinsam mit ihrer Stute durch das kalte Nass waten. Ich verkniff mir jeden Kommentar, musste aber dennoch grinsen.

      Erneut führte unser Weg über eine verschneite Wiese, ehe wir vor einem Gerstenfeld anhielten. Dort trafen wir auch weitere Helfer, welche Zai eine Karte in die Hand drückten. "Ein Labyrinth? Und ich soll dich führen? Oh Gott.", lachte sie und schickte mich los. Zais Angaben waren manchmal echt verwirrend, so dass ich das Gefühl hatte, ewig mit Minnie Maus durch das Labyrinth zu reiten. Wir landeten auch nicht nur einmal in einer Sackgasse. Irgendwann schien Zai aber die Karte verstanden zu haben und leitete uns sicher zu dem Fragenzettel und danach auch sicher wieder raus aus dem Labyrinth. "Welche Pflanze ist nicht giftig?" - "Welche nicht giftig ist? Was für eine gemeine Frage!", meinte ich seufzend und las mir die Antworten durch. "Also Herbstzeitlose und Eibe sind giftig, also kann Schlehdorn das einzige sein, was nicht giftig ist.", schlussfolgerten wir und kreuzten diese Antwort an. Wieder steckte ich den Zettel in meine Jackentasche und wir ritten zur letzten Station.

      Dort kamen zwei Helfer und banden erst Zai und dann mir ein Seil um die Hand, welche sie dann miteinander mit einem Sicherheitshaken verbanden. Wir sollten den kommenden Parcours gemeinsam bewältigen, ohne uns zu weit voneinander zu entfernen. "Das wird lustig!", meinte ich lachend und wir ritten im Trab und dann im Galopp los. Wir hatten echt zu tun, unsere Pferde auf der selben Höhe zu halten und obwohl zwei Meter anfangs viel klangen, waren sie doch wirklich schwer einzuhalten! Umso glücklicher waren wir dann, als wir heil auf der anderen Seite der Wiese ankamen und durch parieren konnten. Dort bekamen wir von einem jungen Kerl den letzten Zettel in die Hand gedrückt. "Wie oft sollte ein Pferd gegen Tollwut geimpft werden?", lautete die Frage und diesmal wusste sogar ich die richtige Antwort! "Aller zwei Jahre" kreuzte ich an und dann konnten wir uns zufrieden auf den Weg zum Ziel machen.

      Am Ziel erwartete uns eine weitere Frau, welche unsere Zeit stoppte und die Zettel einsammelte. Zai und ich stiegen aus dem Sattel und versorgten unsere beiden Stuten, ehe wir uns selbst am Büffet das ein oder andere genehmigten.
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      Vom 00.03.2015| Gwen
      ZUM ERTSEN MAL AUF DER GELÄNDESTRECKE!
      Vorbildlich folgte mir die fünfjährige Ponystute auf den Hänger, ließ sich anbinden und begann direkt damit, friedlich am Heunetz herumzuzupfen. Ich schloss die Klappe und verstaute noch unsere Ausrüstung in der kleinen Sattelkammer im Vorraum des Hängers. Danach ging es auch schon los. Ich sprang auf den Beifahrersitz und ging in Gedanken noch einmal meine Liste durch, damit wir auch nichts vergaßen. Dann ließen wir erst unsere Ausfahrt hinter uns und dann den Nationalpark. Nach einer halben Stunde hatten wir das hintere Ende der Stadt Dauphin erreicht und näherten uns allmählich dem Turniergelände. Ich selber wurde immer aufgeregter und hibbeliger, so dass ich unruhig auf dem Sitz hin und her rutschte. Es dauerte noch ein Weilchen, ehe wir endlich auf den Parkplatz durften und dann ging es mit den Vorbereitungen auch schon weiter.

      Für die kleine Minnie Maus bauten wir einen kleinen Paddock auf, dessen eine Hälfte wir mit einem Pavillon überdachten. Dann lud ich Minnie Maus aus und führte sie erst einmal einige Runden um den Hänger, damit sich ihre Muskeln lockern konnten, erst dann stellte ich sie auf den Paddock. Dort erhielt sie ein frisches Heunetz und einen Wassertrog. Während sich die Stute an die aufgeregte Atmosphäre gewöhnte, holte ich unsere Anmeldung und die Startnummer. Wir würden relativ weit hinten sein, so dass ich betend zum Himmel starrte, der grau und bewölkt war. „Bitte lass es nicht regnen!“, murmelte ich seufzend und setzte mich dann zu Mama in den Hänger, um mit ihr das Frühstück nachzuholen, denn so langsam bekam ich doch Hunger.

      Nachdem ich mich gestärkt hatte, wurde der Parcours abgegangen und das wollte und sollte ich natürlich nicht verpassen, also beeilte ich mich, um noch einigermaßen pünktlich zu kommen und das ein oder andere mitzubekommen. Eine Stunde bevor wir an der Reihe sein würden, begann ich Minnie Maus fertig zu machen. Ich hatte sie gerade am Hänger angebunden, als es begann wie aus Eimern zu schütten, so dass wir geschwind unter den Pavillon flüchteten. Dort putzte ich Minnie Maus ausgiebig und betete, dass der Regen aufhören würde. Es war nicht so schlimm, dass sie das Turnier absagten, aber auch nicht so toll, als dass man gerne daran teilnahm.

      Nach einer weiteren Viertelstunde war Minnie Maus gesattelt und getrenst. Mama passte auf sie auf, während ich mich im Hänger geschwind umzog. Nur noch Helm auf und Schutzweste an und dann konnte es losgehen. Ich gurtete nach, schwang mich in den Sattel und zu dritt marschierten wir durch einen unangenehmen Regen. „Tja, der Frühling kommt“, meinte Mama lächelnd und die Gedanken an die baldige Sonne und die grünen Wiesen munterten mich zumindest etwas auf. Ausgiebig ritt ich Minnie Maus warm und nahm auch ein paar Übungssprünge.

      Nun war es so weit und wir machten uns auf den Weg zum Start. Unser Vorreiter, ein Junge in etwa meinem Alter auf einen schlanken Vollblüter startete soeben. Ich beobachtete das Paar neugierig und bemerkte sofort, dass sein Pferd mit dem aufgeweichten Boden arge Probleme hatte und beim ersten Hindernis leicht ins Rutschen kam, weil der Reiter ein zu flottes Tempo vorgab. Also wusste ich schon einmal, was wir nicht machen würden. Der Regen schien allmählich weniger zu werden, doch aufhören wollte er noch lange nicht. Ehe wir an der Reihe waren, waren sowohl Minnie Maus als auch ich schon klatschnass.

      Und dann ging es los. Wir standen am Start und warteten auf das Startsignal und dann trieb ich Minnie Maus auch schon in den Galopp. Vom Adrenalinkick getrieben, beschleunigten wir sehr schnell, doch ich besann mich zur Vernunft und nahm Minnie Maus direkt wieder zurück. Lieber eine sichere, etwas langsamere Runde anstatt eines Sturzes. Der Boden war inzwischen ekelig matschig, nicht nur, dass er von den Vorreitern inzwischen einiges Leid davon getragen hatte, auch der Regen hatte sein Bestes gegeben und hier und dort einige tiefe Pfützen gebildet.

      „Und das ist unser erstes Geländespringen“, murmelte ich Minnie Maus leise ins Ohr und seufzte schwer, als wir uns dem ersten Hindernis näherten. Augen zu und durch! Ich gab Minnie Maus das Zeichen zum Absprung und ohne aus dem Gleichgewicht zu kommen, überwanden wir das Hindernis. Wir nahmen zum ersten Mal an einem Geländespringen teil und viel Training hatten wir davor auch nicht gehabt, aber nun waren wir hier und machten das Beste draus! Mit viel Ruhe und wenig Tempo überwanden wir sicher die Hindernisse und trotzten so Schlamm und Regen.

      Ohne Sturz kamen wir sicher ins Ziel und ich war einfach nur froh, die Strecke hinter uns gebracht zu haben. Mama empfing uns direkt und wirkte bleich. „Heute sind schon drei Reiter gestürzt“, erklärte sie knapp und so verstand ich ihre Gesichtsfarbe direkt. Auch meine Nachfolgerin hatte nicht so viel Glück, denn bei dem Sprung bergauf, bekam das Pferd mit den Hinterhufen beim Absprung keinen Halt und beiden rutschten kläglich den Hang hinunter. Ich konnte gar nicht hinschauen und verließ lieber das Gelände.

      Ich versorgte Minnie Maus ordentlich und rubbelte sie mit Stroh und Heu einigermaßen trocken, ehe ich ihr eine Decke überwarf. Auch ich zog mir meine warme Jacke an und wir warteten auf unsere Wertung. Eigentlich hatten wir bei dem Wetter nicht warten wollen, da wir eh keine Chance auf eine Platzierung sahen, doch während des ganzen Turniers rutschten wir nur einmal von dem zweiten auf den dritten Platz und dabei blieb es auch. Und so konnte wir trotz des schlechten Wetters tatsächlich eine Schleife abholen!
    • Wolfszeit
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      Vom 00.04.2015| Gwen
      FRÜHLINGSWETTER!
      „Woah!“, jauchzte Kathy aufgeregt als sie die Küche betrat. „Schaut mal aus dem Fenster! Das Wetter ist so mega!“, schwärmte sie direkt und ich konnte mir ein Grinsen nicht verkneifen, denn ich brauchte nur noch im Kopf bis drei zählen und schon kam die Frage „Reiten wir aus?“. Bei gutem Wetter war Kathy dafür immer zu haben und ich sagte da nicht nein, es war schön, mal wieder was mit ihr zu unternehmen und nicht immer alleine ausreiten zu müssen. Auf Dauer wurde das auch einfach nur übelst langweilig.
      So huschten wir nach dem Frühstück direkt hinaus in den Stall, fütterten die Pferde, brachten sie auf die Weide und widmeten uns erst einmal der Stallarbeit. Zu zweit war man damit auch wesentlich schneller fertig und schon eine Stunde später konnten wir uns Minnie Maus und Magical Touch von der Weide holen. Gemeinsam putzten wir die beiden Stuten, sattelten sie und dann ging es auch schon los. Das Wetter war herrlich, die Sonne schien und der Himmel war strahlend blau. Es war sogar richtig warm, der hammer!
      Da ich mir in der Zeit bei Occulta einen bösen Sonnenbrand geholt hatte, cremte ich mich nun immer ein, ehe ich beinahe den gesamten Tag in der Sonne verbrachte und seitdem wurde ich sogar richtig braun! Zu Hause in Deutschland war ich immer ein weißer Käse geblieben, aber hier in Kanada war das anders und es fühlte sich richtig gut an.
      Gemeinsam ritten wir zufrieden nebeneinander her und kamen mal wieder dazu, die üblichen Schwesternthemen zu besprechen. Unter anderem auch der Muttertag, der ja schon bald wieder anstand und für den wir immer noch kein Geschenk hatten, yay! Eine Idee beziehungsweise mehrere hatte ich aber schon und letztendlich würden wir schon was finden.
      Gemeinsam ritten wir über die weiten Wiesen des Nationalparks. Inzwischen wuchs das Gras richtig schnell und war saftig grün, so unterließ Magic zumindest nicht den Versuch, doch den einen oder anderen Halm zu stibitzen. Das hieß auch, dass die große Bisonherde schon bald wieder zu uns hinunter kommen würde, um die saftigen Weiden zu plündern, während die kleineren Pflanzenfresser sich allmählich in die hohen Berge verzogen, um dort den Sommer zu verbringen.
      Ich fand diesen Wechsel immer absolut faszinierend und es war schön, dass man jedes Mal etwas zu sehen bekam, wenn man ausritt. Innerlich plante ich bereits den Wanderritt für Mai, der sogar zwei Übernachtungen außerhalb beinhalten sollte und sicherlich äußerst spannend werden würde!
      Leider hatte ich nur noch gar keine Ahnung, wen ich reiten würde. Vielleicht Wish? Immerhin war er in der Distanz auch bewandert. Aber für heute schaltete ich dann doch einfach nur ab und ließ Minnie Maus durch den Bach auf die andere Seite stampfen, während Magic uns zufrieden folgte.
    • Wolfszeit
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      Vom 00.05.2015|Gwen
      MUTTERTAG
      Pünktlich um sieben klingelte mein Wecker. Sonntagmorgen.
      Begeistert war ich davon nicht und hundemüde war ich außerdem, allerdings konnte ich mich nicht wieder ins Bett fallen lassen und friedlich bis um neun weiterschlummern, sondern musste aufstehen, mich anziehen und in die Küche. Das dachte ich noch, ehe ich schon wieder einschlief.
      Leider war mein Wecker mir einen Schritt voraus (oder mein Ich von gestern), denn fünf Minuten später klingelte es erneut und da ich wusste, dass dieser 5-Minuten-Takt die nächste halbe Stunde anhalten würde, stieg ich mühsam aus dem Bett und huschte ins Bad.
      Nachdem ich fertig war, verließ ich das Zimmer und weckte Kathy, die genauso genervt dreinschaute wie ich. Dann huschte ich herunter in die Küche, setzte den Kaffee auf und schob die Brötchen in den Backofen. Zehn Minuten später war auch Kathy anwesend und wir bereiteten Mama ein herrliches Muttertagsfrühstück vor mit all ihren Lieblingsessen (die man zum Frühstück aß). Leider mussten wir so früh aufstehen, weil Mama Frühaufsteherin war. Leider, oder zum Glück, hatte sie das keiner ihrer Töchter vererbt, so dass wir immer zu tun hatten, sie einmal zu überraschen.
      Aber heute geling uns das! Und Mama freute sich riesig über das Frühstück, die Blumen & Pralinen und das Wellnesspaket. Aber wir hatten noch viel mehr vor. Nach dem Frühstück beschäftigte Kathy unsere Mutter, während ich in den Stall hinaus huschte und die Pferde fütterte und dann die drei Stuten putzte und sattelte. Für Mama hatte ich Arriba vorgesehen, sie würde sie sicher durchs Gelände tragen. Kathy ritt wie immer Magical Touch, die Tinkerstute war inzwischen fast wie ihr eigenes Pferd und ich nahm mir Minnie Maus.
      Als alle drei Pferde fertig waren schrieb ich Kathy eine SMS und schon schleifte die Mama aus dem Haus. Die war total überrascht von unserer Idee und während sie sich noch wand, kontrollierte ich ein letztes Mal alle Satteltaschen, ehe es auch schon losging.
      Mama konnte reiten und das sogar gut, aber wie das nun einmal bei Müttern war die einmal stürzten, wollten sie das Risiko am liebsten komplett meiden. Ab und an bekamen wir sie trotzdem aufs Pferd und heute bei dem herrlichen Wetter bereute sie es definitiv nicht. Zudem war Arriba wirklich herzenslieb und schritt brav zwischen Magic und Minnie daher. Wir waren fast zwei Stunden unterwegs, aber das lohnte sich! Denn dann waren wir endlich da.
      Vor uns erstreckte sich die große Lichtung und man hörte das Rauschen des kleinen Wasserfalls. Wir ritten auf die Lichtung, stiegen ab und sattelten die Pferde ab. Die Stuten ließen wir grasen, während Kathy und ich eine Decke ausbreiteten, denn jetzt hieß es picknicken! Ich hatte gestern extra Nudelsalat gemacht, es gab aber auch Obst und Kuchen, für jeden war etwas dabei! Und so genossen wir den herrlichen Muttertag. Kathy überraschte Mama dann auch noch mit dem heutigen Kinoabend in einen ihrer Lieblingsfilme und damit war der Tag perfekt!
    • Wolfszeit
      MILITARY L-M
      Vom 00.05.2015| Gwen
      Es war erst kurz nach neun, als ich Minnie Maus auch schon wieder von der Weide schleifte. Ganz so begeistert war meine Ponystute davon ja nicht, immerhin hatte ich erst vor einer Stunde die Weide nachgesteckt und während die anderen sich kugelrund futtern durften, musste Minnie nun schon wieder Sport machen.

      „Meckere nicht! Du musst fit für die Stutenprämierung werden! Sonst schaffen wir es nie“, meinte ich lachend und schleppte das Pony hinter mir her den Kieselweg hinauf zum Stall. Dort band ich sie ausnahmsweise mal am Außenputzplatz an, denn es war herrliches Wetter: Die Sonne schien, es waren bisher angenehme 13°C und so konnten wir beide es uns in der Sonne gut gehen lassen.

      Die Sommersaison war herrlich. Kein Winterfell mehr, kaum noch Dreck. Das Pony war eigentlich innerhalb von zehn Minuten fertig geputzt. Nur bei der dicken Mähne und dem Schweif hatte ich zu tun, denn Minnie Maus musste mal wieder durch den kompletten Wald gestromert sein, alles war voller Zweige, Äste und Blättern.

      Anschließend sattelte und trenste ich sie und nachdem die Stute fertig war, konnte ich auch mich fertig machen. Also schlüpfte ich in meine Stiefel, setzte den Helm auf und zog die Handschuhe an. Kurz überlegte ich ja, meine Handschuhe heute mal auszulassen, damit meine Hände wenigstens ansatzweise so braun wurden wie meine Arme, aber dann dachte ich an eine übermotivierte Minnie Maus die mich durch das Gelände schleifen würde. Also lieber nicht.

      Ich packte noch die Satteltasche aufs Pferd und schon konnte es losgehen. Wir machten uns auf den Weg zu Elisas Geländestrecke. Selber hatten wir keine, dementsprechend war eine reiche Nachbarin mit riesigen Trainingsanlagen einfach perfekt. Außerdem war um die Uhrzeit hier noch keiner von CHS, weil alle noch mit den Stallarbeiten beschäftigt waren. Dafür stand ich gerne früh auf.

      Ich legte die Satteltasche am Start ab und wärmte Minnie genügend auf. Die Stute war in Topform und ich hoffte ja, dass die Prämierung nächsten Monat pünktlich stattfinden würde. Minnie Maus ging die ersten Sprünge locker flockig an, natürlich. Für sie waren Hindernisse kein Problem. Im Springen zog die kleine Ponystute selbst die gigantischen Warmblüter ab.

      Im Gelände sah das Ganze nicht anders aus. Minnie Maus war motiviert (fast zu motiviert, zum Glück hatte ich doch die Handschuhe) und war schon wieder einmal fehlerfrei durch den L-Parcours gejagt. Wurde also Zeit, dass wir uns endgültig die M-Strecke vornahmen.

      Zugegeben, wir hatten die schon öfter mal im Visier und waren auch schon einige Male gesprungen, aber immer in leicht abgewandelter Form, aber da wir für die Prämierung noch eine Stufenerhöhung benötigten, nahmen wir die eben jetzt mal locker flockig. Nachher wollte noch Matthew vorbei kommen, um uns die Prüfung abzunehmen und dann waren wir auch schon fertig.

      Also ging es los zum ersten Testdurchlauf. Minnie Maus schwitzte bisher kaum, obwohl wir schon relativ viel gesprungen waren. Ob das Pony normal war?

      Der Durchlauf verlief einwandfrei. Ich musste Minnie Maus zwar sehr zügeln, damit sie nicht davon schoss, aber wie immer durchsprang sie alle Hindernisse souverän. Die großen Strecken dazwischen jagte sie manchmal gerne los, das mussten wir nachher unter Matthews Augen definitiv noch auf die Reihe bekommen.

      Aber nach dem Durchlauf gab es erst einmal eine Pause. Minnie Maus durfte was trinken und dann grasen, während ich mein Frühstück auspackte. Einiges kleingeschnippeltes Obst und natürlich mein geliebter Schokodonut. Das war doch mal eine Belohnung, aber die würde gleich im Gras landen.

      Als ich gerade reinbeißen wollte, stand plötzlich Elisa vor mir (wo kam die nun schon wieder her?), starrte mich entsetzt an und schlug mir doch tatsächlich den Donut aus der Hand! Der darauffolgenden Ohrfeige konnte ich knapp ausweichen, aber dann starrte ich nur noch entgeistert auf meinen Donut, der halb zermatscht auf dem Boden lag und gerade von Minnie Maus entdeckt wurde. Am liebsten hätte ich geweint.

      „Geht’s noch?!“, knurrte ich wütend und wäre Elisa am liebsten fauchend an den Hals gefallen, wenn Matthew nicht dazwischen gegangen wäre. „Wie war das mit dem Abnehmen?“, meinte Elisa streng in ihrer fachmännischen Stimme, die hätte ich ihr gerade am liebsten aus dem Gesicht gewischt. „MEIN DONUT, DU BLÖDE KUH!“, murrte ich nur und schwang mich in Minnie Maus Sattel.

      Elisa würdigte ich an diesem Tag keines Blickes mehr. Eigentlich wollte sie mir eine Extraportion Joggen aufbrummen, aber ich ließ sie gar nicht erst bei mir ins Haus und so konnte sie getrost alleine gehen.

      Der zweite M-Durchgang mit Matthew an der Seite lief besser als gedacht und wir hatten unsere Qualifikation. Pferd und Reiter waren bereit für die Prämierung, wenigstens ein Lichtblick! Elisa würde ich diesen Tag aber wohl noch auf Ewigkeiten hinterhertragen. Provozierend warteten dementsprechend zu Hause auf mich direkt drei Donuts, die ich über den Tag verteilt auch verspeiste und Elisa stündlich per SMS darüber informierte.
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  • Album:
    WHC - Hallenauslauf
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    Wolfszeit
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    15 Feb. 2020
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  • MINNIE MAUS
    Portrait folgt

    EXTERIEUR
    Geschlecht: Stute
    Geburtstag: 24.12.2010/6 Jahre
    Geburtsort: Unbekannt

    Rasse: New Forest Pony
    Stockmaß: 140 cm
    Gewicht: 408 Kg
    Deck-|Langhaar: Rappe | Schwarz
    Abzeichen| Scheckung: Blesse; h.r,h.l. Weißer Kronrand
    Gencode: EEaa

    STAMMBAUM

    von: Micky Maus
    von: Unbekannt | aus der: Unbekannt
    von: Unbekannt | aus der: Unbekannt | von: Unbekannt| aus der: Unbekannt

    aus der: Walt Disney
    von: Unbekannt | aus der: Unbekannt
    von: Unbekannt | aus der: Unbekannt | von: Unbekannt | aus der: Unbekannt

    INTERIEUR | BESCHREIBUNG

    Rufname: Minnie

    Neugierig| aufgeschlossen|unerschrocken|intelligent|gelehrig|verschmust

    Minnie Maus ist ein wahres Energiebündel, in dem unwahrscheinlich viel Power steckt. Sie ist wahnsinnig neugierig, möchte am liebsten überall dabei sein und entdeckt zu gerne neue Dinge. Außerdem ist sie eines der aufgeschlossensten Ponys, welche ich je kennenlernen durfte. Sie schreckt vor so gut wie nichts zurück, obwohl noch sehr jung ist. Zu ihrer gesunden Neugier kommt ihre Intelligenz, denn Minnie Maus ist sehr schlau und gelehrig. Sie lernt irrsinnig schnell und es macht wirklich Spaß mit ihr zu arbeiten. Nebenbei ist sie auch immer für Streicheleinheiten und Schmusestunden zu haben. Rundum ein wundervolles Pony!


    Vorgeschichte

    Weide/Weidepartner: Miss Monty, Violá, Cremella & Ursel
    Unterbringung: Hallenauslauf
    Einstreu: Stroh

    Letzter Tierarztbesuch:00.08.2016
    Chipnummer: folgt

    Gesamteindruck: Gesund
    Akute Krankheit/en: keine
    Chronische Krankheit/en: keine
    Erbkrankheit/en: Keine


    Letzter Hufschmiedbesuch:00.11.2015
    Ausgeschnitten/Korrigiert: nie
    Hufbeschaffenheit: Gut
    Hufkrankheit/en: Keine
    Beschlag: Barhuf


    AUSBILDUNG & QUALIFIKATIONEN
    Eignungen: Dressur|Springen

    Springen: S***
    Military: S***
    Dressur: M
    Distanzrennen: A
    Western: E
    Galopprennen: A
    Fahren: E


    TRAININGS - INFOS
    Fohlen ABC
    Jungpferdeausbildung
    Bodenarbeit ✔


    ERFOLGE
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    2. Platz 68. Synchronspringen, 3. Platz 71. Synchronspringen, 2. Platz 200. Team- Distanzturnier, 3. Platz 202. Militaryturnier, 3. Platz 77. Synchronspringen, 2. Platz 203. Militaryturnier, 1. Platz 79. Synchronspringen, 1. Platz 308. Dressurturnier, 3. Platz 81. Synchronspringen, 1. Platz 305. Springturnier, 2. Platz 310. Dressurturnier, 2. Platz 311. Dressurturnier, 3. Platz 83. Synchronspringen, 1. Platz 334. Springturnier, 2. Platz 233. Militaryturnier, 2. Platz 233. Militaryturnier, 3. Platz 198. Synchronspringen


    PFERDEPASS
    Gekört: Ja
    Schleife:
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    Gewinnerthema:SK 430
    Eingetragene Zucht: Whitehorse Creek Stud
    Decktaxe: 345 Joellen(Wird noch berechnet)

    Herkunft | Züchter: Unbekannt

    Nachzucht: 1/10
    Prismatic(von Papermoon's Yakari)


    BESITZERLEGENDE
    Besitzer/Besitzerin: Wolfszeit
    Vorbesitzer/Vorbesitzerin:Veija, Gwen
    Verkaufsrecht/Ersteller: kira(Verfallen)
    Reitbeteiligung/Trainer:

    zu Verkaufen : Nein
    Kaufpreis: /

    Spind/PNG/Puzzle PNG