Flair

♛ Yuno [TRAK]

Trakehner, Stute, *2012, zugelassen

♛ Yuno [TRAK]
Flair, 24 Feb. 2019
sadasha und Sammy gefällt das.
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      25.08.2017 | Verjährte Pflege

      Vergangene Pflegeberichte der Stute Yuno

      06. März 2016 von Cooper
      Cooper Chattahoochee zu Besuch auf Green Hills
      Pflegebericht und medizinische Untersuchung

      Es war eine Zeit lang her, als ich von Flair hörte, dennoch rief sie mich vor einigen Tagen an und bat mich darum mich darum nach ihren Pferde zu sehen, da sie beruflich im Moment sehr viel zu tun hatte. Sie war eine sehr gute Freundin und hatten auch des öfteren zusammen gearbeitet, also war das für mich keine Frage. Ich reiste kurzerhand nach Green Hills und traf dort einige Mitarbeiter an und stellte mich vor. Dann erstellten wir einen Plan, wie wir all die Pferde verpflegen und Bewegen wollten. Ich kümmerte mich drei weise um die Säuberung der Pferde, die Mitarbeiter ritten sie, stellten sie in den Selbsttrainer oder bewegten sie anderweitig. Zuerst waren Tabasco, ein neuer Hengst von Flair, Neelix und Nacorde dran. Ich putze sie ausgiebig und schaute auch nach den Vitalzeichen sowie auch nach anderen Auffälligkeiten, das war ein kleines Geschenk an Flair. Dann gab ich die Pferde an die Mitarbeiter weiter. Als nächstes dran waren Losin' Touch, Tsuki Akari und Down with Sickness. "Eigenartige Namen und eine Rassenvielfalt wie nirgends anders" sagte ich zu mir selbst und lachte. Ich versorgte die drei und machte dann weiter mit Enjoy it, Excaliber und Bloody Autumn. Bloody war ein sehr toller Vollblüter, seine Fellfarbe war einfach aber trotzdem irgendwo spezielle. Als ich auch mit ihnen die Verpflegung beendet hatte und die Mitarbeiter diese zur Bewegung holten, holte ich die nächsten Pferde aus der Box. Sie hießen, El Davino,Kronos und Warrior. Es war so toll mich um Davino und Warrior zu kümmern, ich war ein richtige Fan von den Beiden, vor allem von Warrior. Die medizinische Untersuchung war bei allen positiv Aufgefallen, alle waren also gesundheitlich in einem guten Zustand. Es waren noch vier Pferde übrig, die ich ebenfalls im gleichen Schlag dann abhackte. Kirito, ein Trakehner, genieste die Aufmerksamkeit und wollte gar nicht mehr weg, trotz unangenehmen Untersuchungen. So erging es warscheinlich allen Pferden, nur sie zeigten es nicht so. Weiter machte ich mit einem Trakehner, DRP-Mix. "Also echt, was ist das denn für eine Mischung" verdutzt schaute im auf Natsu Dragneel's Boxenschild. "Na, du bist ja mal einer". Ich holte ihn hinaus und verpflegte, wie untersuchte ihn. Kurz nachdem Nastu für den Selbsttrainer abgeholt wurde, holte ich Connerie raus. Erneut ein Vollblüter. Ein wunderschöner, rappbrauner, Vollblüter. Ich ließ mir mit ihm unbewusst etwas länger Zeit, denn er war auch charakterlich ein sehr tolles Pferd. Dann kam ein Mitarbeiter um mit ihm auf die Rennbahn zu gehen. Burnin' Nero war der letzte Hengst. Der Rappe schindete Eindruck und auch er war charakterlich toll. In der Zwischenzeit rief auch Flair an. Sie frug wie es lief. "Gut" erwiderte ich. "Du hast echt, tolle Pferde" sagte ich und legte dann nachdem wir alles besprochen hatten auf. Alle Weidepferde wurden nun gepflegt, bewegt und auch medizinisch Begutachtet, jetzt waren noch die Stuten dran.

      Zuerst dran waren Yuno, eine Trakehnerstute. The Run and Go, Deutsches Reitpony und Oricono Flow, eine Hannoveranerstute. Alle drei Stuten putze ich ausgiebig und unterzog ihnen eine medizinische Untersuchung. Auch bei ihnen gab es keine Auffälligkeiten und konnten von den Mitarbeitern gepflegt werden. Die letzten zwei waren Blue Rag und Pia Facette, zwei wunderschöne Stuten. Auch mit ihnen verbrachte ich einige Zeit, indem ich sie putze, untersuchte und auch noch ein wenig kuschelte. "Sind wir durch?" frug ich. "Allerdings". Freudig schaute ich auf die Uhr. Ich hatte sage und schreibe einen ganzen Arbeitstag von acht Stunden für die ganzen Pferde gebraucht. Dennoch fühlte es sich gut an Flair was gutes getan zu haben. Ich bedankte mich bei ihren Mitarbeitern für ihre Hilfe und reiste zurück nach Kanada.

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      26. September 2016 von Flair
      Pflegebericht

      Draußen fielen bereits die ersten Blätter von den Ästen, es wurde langsam Herbst. Mit eisigem Atem öffnete ich die schwere Stalltür. Irgendeins der Schaniere müsste dringend mal wieder geölt werden. Insgesamt schauten mich 16 Pferde und Ponyköpfe erwartungsvoll an - schließlich war es Zeit für das Frühstück. Auf dem Weg zur Futterkammer tätschelte ich kurz Conneries Kopf. "Du bekommst gleich deine Portion, mein Guter", murmelte ich. Ich schnappte mir den Futterwagen und stellte noch einen Eimer mit Pellets auf den Berg von Quetschgerste in dem Wagen. Natsu prügelte wild gegen seine Boxentür. Er stand im Gang recht weit hinten und wird ziemlich schnell gierig, wenn er mitbekommt, dass die Pferde vorn schon ihr Futter bekommen. Ich sollte ihn dringen mal umstellen, sonst wird er mir sicherlich eines Tages noch die Box zerlegen. Abgesehen von seinem Radau lief die Fütterung gut. Alle Pferde kauten genüsslich ihre Portionen. Ich schaute kurz Prüfend nach oben. Das Dach scheint wirklich wieder in Ordnung zu sein. Nachdem ich auf das heruntergekommene Green Hills zurückkehrte, musste sich tatsächlich dringend etwas tun. Die Gebäude waren nicht mehr besonders instand, die Reithalle sogar einsturzgefährdet. Allerdings stand für mich kein Umzug zur Option - Ich liebte diesen Ort zu sehr und es hingen zu viele Erinnerungen daran. Die Handwerker haben bis zum heutigen Tag gute Arbeit geleistet, und mein Portmonee ist auch nur noch halb so dick wie zuvor. Das Gelände und der Hof sind auf jeden Fall noch ausbaufähig, aber die wichtigsten Teile - wie zum Beispiel der Stall - sind wieder voll funktionsfähig. In einer halben Stunde würde ich die Pferde auf die Weide bringen, bis dahin wollte ich mir erst einmal mein Frühstück fertig machen. Ich stapfte zum Gutshaus und beobachtete den Himmel. Keine Wolke zu sehen, eisiger Ostwind wehte um meine Ohren. Ich zog mir meine Mütze weiter über den Kopf.. Wann wohl der erste Schnee fallen würde? Im späten Nachmittag waren alle Arbeiten erledigt. Die Pferde standen gut eingepackt auf der Weide und ich konnte in Ruhe die Hausarbeiten erledigen. Im Gutshaus sah es noch etwas chaotisch aus. Quasi als wäre ich erst gestern wieder eingezogen - tatsächlich ist das aber schon 4 Monate her. Ich beschloss einige Zimmer aufzuräumen und in der Küche klar Schiff zu schaffen. Ich hasse diese Arbeiten, da bin ich doch lieber draußen im Schlamm unterwegs und stelle Zäune auf. Aber was will man machen? Auch das muss erledigt werden. Nach einer halben Ewigkeit wollte ich mich selbst Belohnen. Ich zog meine Reithose an, vorsichtshalber mit einer Leggins darunter, und machte mich auf den Weg zur Weide. Ich holte Warrior am Halfter und brachte ihn in den Stall. Ein kleiner Ausritt würde sicherlich nicht schaden. Ich putzte den schneeweißen Schimmelhengst kurz über, auch wenn sich unter der Winterdecke kaum Dreck angesammelt hat. Ich legte ihm seinen Sattel auf und Trenste ihn. auf eine Abschwitzdecke verzichtete ich vorsichtshalber nicht, ich wollte sowieso nur eine kleine Runde im Schritt gehen. Draußen saß ich auf und freute mich auf den Ritt in der Kälte. Warrior schien sich ebenfalls zu freuen. Er schnaubte vergnügt, als es losging. Der Schimmelhengst ist wahrlich ein wundervolles Pferd. Ich war sehr froh darüber, dass er wieder Zuhause ist. Nach etwa 45 Minuten kehrten wir auf den Hof zurück. Mittlerweile war es 16.30 und stockduster. Wie sehr ich den Winter doch hasse. Ich ritt gleich bis in den Stall und saß dort ab. Trotz der Leggins war ich ganz schön durchgeforen und war zwischenzeitlich echt neidisch auf Warriors Abschwitzdecke. Ich saß ab, wobei mir ein kurzer Schmerz durch meine verfrorenen Füße fuhr. Ich glaube ich erwähnte schon, wie sehr ich den Winter hasse? Warrior war zufrieden. Ich stellte ihn in seine Box und realisierte, dass Natsu, Pia, Excaliber und Kirito auch schon in den Boxen standen. "Wunderbar", dachte ich. Die vier wurden also auch gearbeitet heute. Ich besuchte kurz noch Natsu in seiner Box und musterte ihn. Er hat sich in den letzten Tagen wirklich gut gemacht. Dann holte anschließend die restlichen Pferde wieder rein. Kronos stand schon am Tor, er hatte vermutlich auch die Nase voll von der Kälte. Pünktlich zu 18.00 standen alle Pferde wieder an Ort und Stelle und ich verteilte das Abendessen. Natsu randalierte wieder wie verrückt, als ich vorne die Scheffeln in die Tröge schüttete. Daran wird sich wohl nie etwas ändern. Als alle Pferde ihr Futter in den Trögen hatten, machte ich mich auf den Weg ins Haus, mir wurde wirklich kalt.

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      03. Januar 2017 von Flair
      Sammelbericht

      Heute machte ich einen raschen Rundgang bei allen Pferden. Ich mistete die Boxen von Ashqar, Connerie, Tabasco, Losin' Touch, Nacorde, Tsuki Akari, Enjoy It, Excaliber, Bloody Autumn, El Davino, Kronos, Warrior, Kirito, Natsu Dragneel, Burnin' Nero, Oricono Flow, Pia Facette, Yuno und Blue Rag. Mit dem kleinen Tracktor funktionierte dies sehr gut und war schnell erledingt. Während ich die Boxen machte, stellte ich die Pferde auf die Weide. Während die Pferde draußen im Schnee standen, bereitete ich in der Futterkammer das Abendessen vor. Neben einer ordentlichen Portion Heu mischte ich das Kraftfutter für jedes Pferd zusammen. Als ich das Futter bereits verteilt hatte, und die Pferde wieder reinholen wollte, standen die meisten bereits genervt von der Kälte vor dem Tor. Natsu kaute gelangweilt an Warriors Decke herum - ein Bild für die Götter! Nachdem alle Pferde in den Boxen untergebracht waren, machte ich mich auf den Weg ins Haus, da ich mittlerweile auch wirklich durchgefroren war.

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      05. Oktober 2017 von sadasha
      Caenheide
      Der Boden war vom Regen der letzten Tage so durchweicht, dass man aufpassen musste die Wiesen durch das Beweiden nicht gänzlich zu zerstören. Die Pferde störte das herzlich wenig. Sie waren auch glücklich, wenn sie die abgesteckten Bereiche nutzen konnten, die so oder so schon vom Schlamm durchzogen waren. Der Aufruhr der letzten Wochen hatte sich gelegt. Die Pferde kamen langsam aber sicher in ihrem neuen Alltag an und auch das Team wirkte Hand in Hand, als wären es schon immer knapp dreißig Pferde gewesen, die es zu versorgen galt. Doch bis vor Kurzem lebten auf diesem Hof lediglich das Ehepaar Ziegler mit zwei eigenen Stuten. Der Rest der Pferde waren Einsteller. Dass ihr Bestand an eigenen Pferden so rasch auf beinahe zwanzig Pferde wachsen würde, damit rechnete niemand. Doch die Auflösung des Phoenix Valley Gestüts in Kalifornien kam den Zieglers wie gerufen. Sie hatten den Entschluss ein Sportpferde Gestüt aufzubauen schon in ihrer Ausbildung gefasst. Sie hatten Jahre lang hart gearbeitet um sich nun diesen Traum gemeinsam erfüllen zu können. Unter der Voraussetzung, dass sie alle Pferde nehmen, bekamen sie von den Jenkins Brüdern sogar ein unschlagbares Angebot zugesichert. Als die Pferde endlich in Deutschland ankamen war die Überraschung groß. Entgegen ihrer Erwartungen, befanden sich alle Pferde in gutem Zustand. Die iberischen Pferde fanden schnell einen neuen Besitzer in England und die Morgan Horse durften bis auf Weiteres auf Caenheide bleiben. Franziska Ziegler hatte Spaß an ihnen und würde sie alsbald auf Shows vorstellen wollen. Dafür schienen die beiden Stuten wie gemacht und es würde dem Hof nur zu Gute kommen, da die Preisgelder solchers Shows sehr üppig ausfielen. An Ausrüstung mangelte es den Pferden des ehemaligen Phoenix Valley Gestüts nicht. Alle Teile waren sehr gepflegt und manche schienen sogar maßgefertigt zu sein. Immer wieder drängte sich dem Ehepaar die Frage auf, wieso die beiden Brüder ihren Hof aufgaben. Doch es erschien ihm unhöflich, diese Frage laut auszusprechen, also beließen sie es bei den Gedanken.
      Sobald die Pferde auf dem Hof waren wurde klar, dass die zwei nicht in der Lage waren so vielen Pferden ohne Unterstützung gerecht zu werden. Sie hatten zwar Sabine Faber, die ihnen bei der allgemeinen Pflege und Versorgung half, doch das reichte nicht. Sie brauchten Unterstützung beim Training der Pferde. Zwei Wochen ließen sie sich Zeit und sprachen auch mit Sabine immer wieder die verschiedenen Bewerbungen durch. Sie ließen Trainer vorbeikommen um sich die Arbeit gleich am Pferd anzusehen und schließlich fiel die Wahl auf Dominik Seiler fürs Springreiten und auf Anna Schwab fürs Dressurreiten. Die beiden könnten unterschiedlicher nicht sein, aber sie machten ihre jeweilige Arbeit gut. Außerdem wirkten sie sehr sympathisch, was ihnen durchaus Pluspunkte verschaffte.

      Heute ging der erste Monat zu Ende. Der erste Monat mit knapp zwanzig Pferden im eigenen Besitz und erst heute konnte das Ehepaar Ziegler sagen, dass sie sich wieder eingelebt hatten. Eingelebt in diese neue Situation. Mit dem Monat hörte auch endlich der Regen auf, der sie die letzten Wochen begleitet hatte. Endlich zeigte sich die Sonne und es wurde wieder etwas wärmer. Immerhin war Sommer! Und eigentlich war es zur Sommerzeit schön in Caenheide. Doch dieses Jahr, beschränkte sich die schöne Zeit des Sommers auf gerade mal eine handvoll Tage. Motivierter als üblich ging jeder auf dem Gestüt seiner Arbeit nach. Die Pferde waren gefüttert, die Boxen gemistet und Sabine war dabei die Wiesen zu überprüfen. Leon und Franziska saßen mit einem Block und Stiften mitten im Hof und planten das weitere Vorgehen. Man wusste schon, dass nicht alle Pferde auf dem Hof bleiben würden. Vor allem der Deckhengst Ghost Merchant war den beiden ein Dorn im Auge, wegen seines Overo-Gens. Es brachte zwar eine interessante Scheckung, aber auch den Tod mit sich. Letzteres allerdings nur, sollte es reinerbig auftreten. Zu riskant sei es, dass der Deckhengst für eine Stute genutzt würde, bei der das Gen im Phänotyp nicht erkennbar ist. Im schlimmsten Fall gibt es dann nicht nur einen Toten bei einer Totgeburt. Dass das Ehepaar ohne den Overo gar keinen Deckhengst hätte schien nicht von Wert zu sein. “Sicherheit geht vor.” und “Wir haben auch noch vielversprechende Jungpferde, die seinen Platz irgendwann einnehmen können.” waren die Totschlag-Argumente. Keiner kam gegen die Meinung der beiden an. Auf die Frage, was mit dem Hengst passieren sollte, wenn er schon nicht mehr für die Zucht genutzt würde, reagierten sie unsicher. Vielleicht sollte er gelegt werden, das wäre die sicherste Methode. Vielleicht hätte ein anderer Züchter Spaß an ihm. Doch wollen die beiden das verantworten? Nein. Eigentlich wollen sie das nicht. “Wir können das ein ander mal entscheiden.” hieß es immer, wenn es zu diesem Punkt kam. Auch Busted Cherry Cakes Zukunft stand noch nicht geschrieben. Die großrahmige Stute hatte zwar ihre Mutterqualitäten schon einmal unter Beweis gestellt, doch irgendetwas schien das Paar auch an ihr zu finden, das sie zögern ließ, sie fest in ihre Pläne einzugliedern.


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      Die beiden Reitplätze des Hofes waren durch die Trainer belegt. Dominik beschäftigte Morgane und Anna Fix the Flame. Das Ehepaar beschloss sich deshalb in der Reithalle um May Bee und Yuno zu kümmern. Die beiden Fuchsstuten kamen von verhältnismäßig kleinen Höfen und waren die ersten Pferde von Franziska und Leon. “Komm schon, muss das jetzt sein?” genervt wippte Leon mit dem Fuß, als er sah, dass seine Frau gerade damit begann die Mähne ihrer Stute einzuflechten. Auf einem Mähnengummi kauend wandte sie sich kurz von ihrem Werk ab um ihm eine Antwort zu geben: “Ja. Und wenn du schon hier herumstehst: Mir sind da eben ein paar Mähnengummis runtergefallen. Hebst du die bitte auf?” Es grenzte wohl an ein Wunder, dass Leon das verstanden hatte. Vielleicht war er aber auch nur aufmerksam genug um die Blicke von Franziska zu verfolgen. Schwer seufzend hockte er sich auf den Boden um die Gummis einzusammeln und zurück in die Tüte zu packen. “Nein, nein! Ich brauche ein paar!” rief Franziska nun ohne eines der bunten Helferlein zwischen den Zähnen und lachte ihren Mann an. “Bevor die wieder alle runterfallen, gebe ich sie dir lieber einzeln an, Madame.” tadelte er ihr und gab im nächsten Moment das erste Mähnengummi an.
      Als Franziska fertig war, gingen die beiden mit ihren Fuchsstuten in die Reithalle und ritten einige Minuten warm. “Hast du von der Jagd gehört?” fragte Franziska ihren Mann um ein Gespräch zu beginnen. Leon schüttelte den Kopf. “Welche Jagd?” wollte er wissen und sie erzählte ihm davon. Schnell wurde ihm klar, dass sie sehr gerne zu dieser Jagd fahren würde, egal ob mit oder ohne ihn. Wissend lächelte er sie an. “Mit welchem Pferd wolltest du hin?” Das Feuer in ihren Augen loderte kurz noch etwas heller auf, als sie begriff, dass sie ihren Mann wiedermal unterschätzt hatte. “Mit Cadeau?” sagte sie unsicher und beobachtete die Mimik von Leon. Dieser lächelte unbeirrt weiter. “Gute Wahl. Aber du solltest trotzdem ein wenig mehr mit ihm machen, wenn du eine sicheren Ritt auf fremden Boden mit ihm haben möchtest.” Er legte die Stirn kurz in Falten und starrte gedankenverloren auf den gewölbten Pferdehals vor ihm. “Lass uns abreiten und dann mit Cadeau und Estrada Dourada ausreiten um zu sehen wie gut das klappt. Ihr kennt euch nicht so lange und von Estra weiß ich, dass sie sich draußen ruhig verhält.” Franziska nickte ein wenig übereifrig, was Leon lachen ließ.

      “Es hat sogar aufgehört zu regnen!” sagte Franziska, die noch immer vor Begeisterung sprudelte, als sie mit Cadeau unterm Sattel den Hof verließ. “Freu dich nicht zu früh.” entgegnete ihr Mann mit einem Fingerzeig auf die dunklen Wolken etwas weiter hinten am Himmel. “Da kommt noch etwas auf uns zu.” Cadeau und Franziska schlugen sich ganz gut. Nach gut einer Stunde Geländeritt waren alle vier komplett durchnässt. Leon hatte Recht behalten mit seiner dunklen Vorahnung. Wenige Minuten, nachdem sie den Hof verlassen hatten setzte der Regen ein. Zuerst sturzbachartig und später nieselig, aber weiterhin stetig. “Wie fühlst du dich auf ihm?” fragte Leon seine Frau, als er langsam aber sicher den Drang verspürte heim zu wollen. Franziska zügelte den dunklen Hengst und parierte ihn bis zum Schritt durch, bevor sie antwortete. “Er ist eine Geländeversicherung, sag ich dir.” verkündete sie fröhlich. “Das freut mich sehr mein Schatz.”


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      Am vorigen Abend noch hatte sich Franziska für die Jagd gemeldet und fieberte von nun an darauf zu. “Das wird ein toller Abschluss der Geländesaison!” Auch das Team durfte an ihrer Euphorie teilhaben. Sabine tat gleich so, als würde sie ihre Chefin nicht hören und striegelte stumm Ostid OCs rotes Fell. Leon stand einen Gang weiter und kratzte die Hufe von Corde de la cerise aus. “Beschäftigte lieber deine Pferde…” murmelte er undeutlich als Franziska an ihm vorbeilief. Sie schnaubte verächtlich, schnappte sich aber Senda Oscuras Halfter und machte sich von Dannen. “Dominik ist mit S’Cada in der Halle.” meldete Sabine sich zu Wort. Leon zeigte mit einem Nicken, dass er verstanden hatte. “Dann geh du mit Ostid auf den Platz, ich sag Franziska bescheid.” Bis zum Mittag waren alle mit den ausgewachsenen Pferden beschäftigt.
      Nachmittags ging es dann an die Arbeit mit den Fohlen. Das Team machte sich einen Spaß daraus zu sehen wer mit seinem Fohlen am Weitesten kam, natürlich immer auf das Wohlbefinden der Vierbeiner bedacht. Die zweifach prämierte Leveneza schlug sich dabei besonders gut. Aber auch Ases Maskwamozi war äußerst wesensfest. “Die macht trotzdem nur Unfug…” meckerte Sabine, als Ases mal wieder in eine komplett andere Richtung wollte als sie. Dominik hatte sich den jüngsten im Bunde geschnappt. Focus war das letzte Fohlen vom 2017er Jahrgang. Übrig blieben dann noch Stracciatella, Phoebe und Skittles. Die drei waren etwas auf dem gleichen Ausbildungsstand und wurden heute besonders gefördert, da sie zuletzt beim Hufschmied ein wenig Probleme gemacht hatten.
      “Babe?” Leon sah seine Frau ernst an, als das letzte Fohlen wieder im Stall stand. Verwundert sah sie ihn an. “Ich… möchte Corde de la cerise decken lassen. Dieses Jahr schon.” - “Sicher? Wie kommst du darauf?” Er zog den Kopf zwischen die Schultern. “Sie gefällt mir und ich habe mich auch schon nach einem Hengst umgesehen… ich hätte sogar Namen für das Fohlen…” Franziska fiel die Kinnlade runter. “Du hast es jetzt aber eilig, wir reden da gleich drüber ja?”
      Am Abend zeigte Leon seiner Frau alles, was er sich zurecht gelegt hatte. “Deo Volente also? Du möchtest die Bryère Linie weiterführen?” prüfend sah Franziska ihren Liebsten an. “Gut erkannt. Ich denke das wäre eine sehr hochwertige Anpaarung.” - “Und Namen hast du auch schon? Lass mal hören.” - “Der einzige, der dir gefallen würde wäre Devotion.” Er zählte noch ein paar andere seiner Gedanken auf, die Franziska jedoch so abwegig fand, dass sie irgendwann lauthals zu lachen begann. “Das arme Pferd!” - “Ich hab dich gewarnt!”
      Die beiden bewarfen sich noch eine Weile mit unmöglichen Pferdenamen und ließen den Tag schließlich bei einem Glas Rotwein ausklingen.

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      23. Oktober 2017 von sadasha
      Bear Brook Farrier
      Hufschmiedbericht

      Nach einer langen Anreise aus England, kam ich endlich in Westdeutschland auf dem Gut Caenheide an. Ich war erstaunt wie sonnig es hier noch war, wo in den weitesten Teilen Europas nun der Herbst Einzug erhalten hatte. Als ich aus dem Wagen stieg zog ich also zuerst die dicke Jacke aus und lief dann quer über das Gelände, bis ich auf einen Herrn traf, der wohl zum Gestüt gehörte. Zumindest trug er eine Jacke mit dem Gestütsnamen hinten drauf. Höflich grüßte ich ihn und stellte mich vor. „Großartig, Mr. Crowley. Dann kommen sie mal mit.“ Leon Ziegler deutete mir an ihm zu folgen. Auf den Weiden standen vier Stuten und im Stall warteten noch zwei Hengste, die behandelt werden sollten. „Lass uns mit den Hengsten starten.“ schlug ich vor. Es stellte sich auch als gut heraus, das Ganze so anzugehen, da die Hengste frisch vom Training kamen und entsprechend müde waren. So machten sie keine Anstalten und ließen sich ohne Probleme den Beschlag erneuern. Ostid OC und Cadeau wurden nachdem sie frisch beschlagen wurden in ihre Boxen entlassen. Während Leon die erste Stute von der Weide holte und grob die Hufe reinigte, baute ich meinen Arbeitsplatz draußen auf. „Die beiden ersten werden nicht beschlagen.“ warf Leon ein, bevor er mir Estrada Dourada vorführte, damit ich etwaige Fehlstellungen identifizieren konnte. Sie hatte keine, wenngleich sie ihre Hufe sehr steil abnutzte. Natürlich gab ich Leon darüber Bescheid, doch noch bestand kein Handlungsbedarf. Einige Minuten später, konnte die goldene Stute zurück auf die Weide und eine schwarze folgte. Senda Oscura sollte ebenfalls Barhufer bleiben. Ihre Hufe verhielten sich ähnlich wie die ihrer Freundin. Sie waren aber härter und blieben etwas länger in ihrer Form wenn sie, wie heute, einmal gut ausgeschnitten wurden. Zuletzte kümmerte ich mich um May Bee und Yuno. Die beiden Fuchsstuten erinnerten mich stark an den Fuchshengst Ostid OC, den ich am Vormittag schon neu beschlagen hatte. Leon versicherte mir jedoch, dass sie nicht verwandt waren. Beide Stuten waren bislang Barhufer, bekamen aber heute einen Sportbeschlag verpasst. Ich gab Leon noch einige Anweisungen, die er beachten sollte. Sollten sich irgendwelche Auffälligkeiten zeigen, so musste er lieber zu früh, als zu spät handeln und die Eisen wieder abnehmen lassen. Grundsätzlich war das aber eine Seltenheit und auch die Hufe der Fuchsstuten waren in einem so guten Pflegezustand, dass ich mir da keine Sorgen machte. Wir halfen uns noch gegenseitig beim Aufräumen des Hofes und Wegräumen meiner Werkzeuge, bevor wir uns voneinander verabschiedeten und ich die Heimreise antrat.

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      16. Februar 2018 von sadasha
      Caenheide

      Sie musste sich ja unbedingt Reitponys holen. Jetzt hat sie den Salat. Wenig begeistert sah Leon seiner Frau dabei zu wie sie versuchte die Reitponyhengste Thornheart und PFS’ Heart of Ocean davon abzuhalten sich gegenseitig zu Tode zu beißen. Er wartete darauf gerufen zu werden und just in diesem Moment: “Leon! Komm mal bitte!” Schmunzelnd lief er rüber und legte sich gespielt nachdenklich eine Hand ans Kinn. “Jetzt lass das, das ist nicht witzig!” Franziska war verzweifelt darum bemüht wenigstens einen der Hengste vom Boxenfenster weg zu halten. Leon lachte gehässig. “Du hast recht. Aber... “ Er kam nicht dazu seinen Satz zu Ende zu sprechen, da Franziska ihn beherzt weg schubste. “Hallooo? Jemand zu Hause?” rief sie nun ebenfalls lachend. “Wir müssen die Hengste umordnen. So geht’s nicht.” Leon zog entgeistert die Brauen hoch. “Ach WIRKLICH?” meinte er sarkastisch und nahm sich nun den anderen der beiden Hengste vor. “Welchen möchtest du woanders haben?” Franziska überlegte kurz und beschloss dann Thornheart wegzubringen, da immerhin er der Neuzugang war. Ocean hatte das Hausrecht. Gemeinsam sortierten sie das Geplänkel und brachten den jüngeren der beiden Hengste erstmal in Einzelhaft auf eine Weide. Mittlerweile hatte sich Sabine auf dem Hof eingefunden und war sichtlich verwirrt von der leeren Box neben Ocean. “Lass dir das von Franzi erklären. Ich nehm mir jetzt St Pauli raus, der ist weniger auf Drama aus, wenn du verstehst was ich meine.” scherzte Leon und tat wie geheißen.
      Währenddessen hatte Franziska Phoebe und Leveneza von der Weide geholt. Die beiden Jungstuten benötigten nur noch etwas Feinschliff um vom Fohlen-und Jungpferde-ABC zu den Vorbereitungen des Beritts überzugehen. Die junge Deutsche übte deshalb fleißig die Geländesicherheit. Die beiden Stuten machten sich wunderbar und zeigten sich unbeeindruckt von den meisten Gegebenheiten solange sie gemeinsam ausgeführt wurden. Sabine mistete unterdessen die Boxen, während Dome und Anna Ases Maskwamozi und Aphedril im Training hatten. Die beiden Tigerschecken waren noch nicht beritten und machten noch ein paar Probleme in der Vorbereitung. Doch die Trainer übten sich in Geduld mit den beiden Knalltüten.
      Als Leon von seinem Ausritt mit Pauli heimkehrte beobachtete er die beiden auf dem Reitplatz. “Sieht chaotisch aus. Wo ist denn das Problem?” wollte er wissen, bekam jedoch nur ein. “Geh wieder arbeiten, Klugscheißer!” von der genervten Anna zugeschrien. Dafür würde sie sich später reuemütig entschuldigen. Immerhin war Leon ihr Chef, aber in Stresssituation reagierte die junge Frau gerne mal etwas voreilig. Leon hob entschuldigend die Hände und ging in den Stall um nun Scared Assault, St Paulis Sohn fertig zu machen. “Ey, das ist meiner.” beschwerte sich Franziska, als sie ihn dabei erwischte. Prüfend blickte er sich um. “Dann nimm du eben Vakany. Die ist meine, aber ich weiß wie gern du sie reitest.” Er warf ihr einen Kuss zu und widmete sich dann wieder dem Rappen neben ihm. Franziska murmelte irgendwas vor sich her, während sie zu Vakany schlenderte und sie schließlich aus der Box holte. “Wieso weißt du das?” fragte Franziska schließlich, kurz bevor Leon mit Sacred Assault die Gasse verließ. “Weil du meine Frau bist und ich Alles über dich weiß.” Wie er das so sagte klang es gruselig. Franziska erschauderte und lachte dann. “Ja ja klar…” meinte sie und wank ab. Leon lachte gespielt irre und machte sich auf den Weg zur Reithalle.

      “Franzi?” Sabine war mit dem Misten fertig und stand nun an der Bande der Reithalle um Franziska und Vakany beim Training zu beobachten. Leon und Sacred Assault beschlagnahmten den hinteren Teil der Halle. “Sagmal, was ist denn bei den Ponyhengsten los?” Im Trab kam Franziska zur Bande. “Gut, dass du das erwähnst. Du bist ja jetzt fertig oder?” Sabine nickte. “Wir müssen Thornheart von den anderen Hengsten trennen, der ist streitlustig. Hast du vielleicht Lust dir da etwas zu überlegen? Du hast da so viel Erfahrung mit.” Dem bittenden Blick ihrer Chefin konnte Sabine nicht widerstehen. Sanft lächelte sie. “Mache ich. Soll ich mich danach um die restlichen Fohlen kümmern?” fragte sie. Franziska überlegte kurz. “Stracciatella und Skittles mache ich nachher noch. aber du könntest Focus noch übernehmen.” - “So machen wirs.” Gleich machte sie kehrt und ging an die Arbeit. “Ich freue mich schon auf General und Devotion.” fügte Leon hinzu, dessen Gedanken zu den Fohlen abgeschweift waren, die noch gar nicht auf dieser Welt weilten. “Lebst du jemals im Hier und Jetzt, mein Schatz?” fragte Franziska liebevoll lächelnd. “Tue ich! Pensive Cuddlepot und Louvré zum Beispiel mache ich nachdem ich mit ihm hier fertig bin. Die hast du in deiner Planung nämlich vergessen. Siebhirn.” Er zwinkerte um ihr zu zeigen, dass er das nicht bissig meinte und Franziska lachte. “Die beiden sind Neu, was erwartest du von mir! Nenn mich nicht so! Das bekommst du später zurück!” drohte sie immer noch lachend und galoppierte Vakany an. Leon brummte schmunzelnd und verkniff sich seinen Kommentar zu dieser Drohung.
      Gegen Nachmittag stand der Weidewechsel an. Senda Oscura, Estrada Dourada, Paminta, May Bee, Yuno, Morgane, Corde de la cerise, S’Cada, Fix the Flame, Princess Sansa, Arcany, Eismärchen und Busted Cherry Cake wurden reingeholt und die Hengste Ghost Merchant, Cadeau, Ostid OC, Deo Volente, Pauli und sein Sohn, Red Diamond, Emrys und die Streithähne wurden auf die kleinen Weiden aufgeteilt. Der Tage neigte sich schon bald dem Ende zu. Sabine war schon am Nachmittag in den Feierabend gegangen und Anna und Dominik blieben bis zum Abendessen. Erst als alle Mitarbeiter den Hof verlassen hatten schlossen Leon und Franziska sämtliche Türen und Tore ab. Schließlich sah Franziska ihren Mann tadelnd an. “So, jetzt bist du fällig!” Verwirrt stand Leon da, bis ihm die Geschichte von heute Mittag wieder einfiel. “Du hast es also nicht vergessen?” Sie schüttelte mit dem Kopf. “Ich habe die Zeit genutzt um meine Rache zu planen.” Hämisch grinsend kam sie näher. Leon hatte keine Chance ihr zu entfliehen. Im Endeffekt hatte auch er Spaß an diesem Spiel. Sie ließen den Tag nun ausklingen und die Arbeit und die damit verbundenen Sorgen fielen wie eine schwere Last von ihnen ab, ehe sie sich schlafen legten.

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      April 2018 von Bracelet
      Militarytraining E-A
      Ich saß gerade gemütlich auf der Bank vor dem Haupthaus des DVTS als mir der Kleintransporter ins Auge fiel der gerade auf mein Gestüt rollte. Das mussten meine neuen Schützlinge von der Caenheide sein! Ich hastete hinüber und wies den Transporter direkt vor unserem Hauptstall ein. Kurz darauf stieg ein großer, braunhaariger Mann aus dem Wagen. Ich begrüßte ihn herzlich und stellte mich vor. Anschließend luden wir zusammen die beiden Pferde aus und brachten sie in die beiden Gastboxen, die ich bereits am Vorabend extra für die Zwei vorbereitet hatte.
      Anschließend setzte ich mich mit Leon zusammen und besprach die Vorgehensweise der nächsten Tage bevor ich ihm sein Zimmer zeigte. Am Nachmittag ließ ich ihn die beiden Stuten vorreiten damit ich mir ein Bild machen konnte. Dabei ging es auf den Springplatz: Zuerst wollte ich mir die Dressurarbeit ansehen, anschließend ein paar Sprünge.
      Wir begannen mit Yuno. Sie war eine wirklich hübsche Stute, die dressurmäßig wirklich gut lief. Das Springen lag ihr allerdings meiner Meinung nach deutlich besser. Leon zeigte sich sehr routiniert; er war grundsätzlich ein wirklich guter Reiter. Dass er noch kaum Geländeerfahrung hatte wusste ich. Dennoch war ich sehr zuversichtlich, da er auch die zweite Stute, May Bee, sehr sicher durch den Parcours ritt, den ich zum Abschluss des Vorreitens aufgebaut hatte. Sie war ein sehr sensibles Pferd, das aber deutlich Potential nach oben hatte. Unter Leon schien sie sich aber immer wieder aufs neue zu überwinden und Mut zu fassen. Ein gutes Zeichen.
      Am darauffolgenden Tag hatte ich bereits den konkreten Trainingsplan für die kommende Woche zusammengestellt. Für den heutigen Tag stand das erste Geländereiten an. Dabei wollte ich mir Leon mit den Zweien einfach mal auf unserer Geländestrecke ansehen; grundsätzlich noch ohne Hindernissen. Ich nahm dabei meine geländeerfahrene Stute Give me Chocolate mit, da ich damit rechnete, dass diese in Ausnahmesituationen einen Ruhepol für Leons Stuten sein kann.
      Zuerst gingen wir mit Yuno raus, was absolut kein Problem war. Mit May Bee sah die Sache jedoch ein bisschen anders aus. Sie ließ sich schnell aus der Ruhe bringen. Wenn es im Gebüsch raschelte machte sie einen Satz zur Seite und bei gruseligen Stellen lief sie hinter Choco und blieb dort bis Leon sie wieder davon überzeugen konnte, dass alles wieder gut war. Trotzdem fand ich, dass sie sich für die ungewohnte Umgebung und ihre Unsicherheit doch recht gut machte.
      Am darauffolgenden Tag ging es dann los mit dem wirklichen Militarytraining. Auf dem Plan standen kleine Naturhindernisse wie Baumstämme, kleine Gräben, Hügeln zum rauf und runter reiten sowie einem minimalen Absprung.
      Leon ritt Yuno dabei wieder als erstes während ich ihm übers Headset Tipps gab. Wir übten zu allererst das Baumstammhindernis. Dabei sollte Yuno erst locker lässig darauf zutraben und dann über den Stamm einen Galoppsprung machen. Bis zwei Meter vor dem Sprung tat sie das auch ehe sie dann darauf zugaloppierte und etwas groß drüber sprang. Nach drei weiteren Wiederholungen von beiden Seiten war das neue Ding dann gar nicht mehr so gruselig und sie hopste darüber wie über ein gewöhnliches Cavaletti. Anschließend übten wir den Hügel; für Yuno null Problem, weshalb wir beschlossen weiter mit dem Absprung zu machen. Das war ein kleiner Sprung bei dem die Stute am letzten Stück nach unten springen musste, was auch von Anfang an super klappte. Yunos Schwachstelle des heutigen Tages war der Graben. Da wollte sie einfach nicht drüber. Egal welche Hilfen Leon gab, sie lief rechts oder links vorbei. Aus diesem Grund rief ich eine Mitarbeiterin von mir, die mir half seitlich zu begrenzen und siehe da im Endeffekt klappte es dann doch. Leon lobte sein Füchschen stolz und wir ließen es für den Anfang gut sein.
      Bei May Bee sattelte ich mir wieder Choco, zu der sie gestern anscheinend bereits etwas Vertrauen aufgebaut hatte. Ich stellte mich dabei anfangs bloß hin und sagte Leon, wie er am besten auf das Ganze zuzugehen hatte. Wir ließen sie zu allererst jedes Hindernis in Ruhe begutachten ehe wir es anritten. Bei den Baumstämmen klappte dies überraschend gut. Beim Auf und Abwärtsgaloppieren am Hügel ließ sie sich von Leon gut beruhigen aber bei Absprung und den Gräben verließ sie jeder Mut. Sie lief brav darauf zu und sprang dann meist in letzter Sekunde zur Seite oder Verweigerte, wobei Leon einmal beinahe alleine übers Hindernis ging obwohl er grundsätzlich wirklich sehr sattelfest war. Da kam Choco zum Einsatz. Ich ließ May Bee sich hinter ihr einreihen und Choco dann über die gruseligeren Hindernisse gehen und siehe da May Bee sprang hinterher um nicht alleine hinter den Sprüngen zurück zu bleiben und wenn die andere Stute da drüber konnte konnte das ja gar nicht so schlimm sein. Nach ein paar Anläufen ging es dann auch ganz ohne Begleitpferd.
      Über den Monat gewann May Bee so einiges an Selbstbewusstsein und auch Yuno, die sich immer wieder mal in den Kopf setzte nicht über diesen und jenen Sprung zu gehen, ließ sich immer leichter überzeugen und fand richtig Spaß an der Sache. Die Sprünge wurden höher, technisch anspruchsvoller und äußerlich auffälliger. Dritteres war vor allem für May Bee das schlimmste. Dabei hatte ich die schwierigeren Sprünge selbst meist zuerst mit den zwei Pferden geübt ehe Leon diese machen sollte, da ich weder ihn noch die zwei Stuten in eine gefährliche oder traumatisierende Situation bringen wollte. Dennoch konnte ich am Ende des Monats sagen, dass die drei sich super entwickelt hatten und sowohl Yuno als auch May Bee sicher auf A-Niveau gingen. Zumindest bei den Sprüngen, wie sie bei mir am Hof standen und das waren schon eine Menge. Nebenbei hatten wir auch immer wieder Galopptraining im Gelände gemacht damit die Zwei an Ausdauer dazu gewannen und Leon bekam die Möglichkeit mit Choco ein bisschen Sicherheit und Routine im Geländespringen zu bekommen.
      Am Ende des Monats reisten die Drei dann wieder ab und ich wünschte ihnen alles Gute für die Zukunft.

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      28. April 2018 von sadasha
      Caenheide

      "Ich liebe ihn, Leon!" schwärmte Franziska, während sie den bunten Hengst unter ihr kraulte, der wohlig schnaubte. Eine halbe Stunde waren die beiden auf dem Reitplatz bei schwülwarmen Wetter. Leon kam gerade von einem Ausritt mit Ghost Merchant zurück. Der alte Hengst genoß seinen Ruhestand und musste nicht mehr so hart arbeiten wie seine jüngeren Kollegen. Red Diamond, auf dem Franziska gerade saß war sogar noch ein bisschen älter. Die beiden Rentner würden ihre guten Gene vielleicht noch ein paar mal vererben, ehe sie auch aus der Zucht herausgezogen würden. Dass Franziska ihren Schecken liebte wusste Leon schon. Dennoch freute er sich darüber seine Frau glücklich zu sehen und lächelte seelig, während er sie dabei beobachtete wie weiter mit dem Pferd arbeitete. "Eh Faulpelz!" beschwerte sich Dominik, als er aus der Reithalle kam. "Nicht rumstehen, weiter arbeiten." Leon nickte. "Wen hast du schon fertig?" erkundigte er sich und sein Springreiter dachte nach, bevor er die Pferde aufzähle: "Busted Cherry Cake, Morgane, Corde de la Cerise und Yuno." Abermals nickte Leon. Die beiden tragenden Stuten hätte er sowieso nicht großartig bewegen können. "Keine Lust auf die Hengste?" Dominik lachte rau und schüttelte den Kopf. "Anna hat sich die Hengste vorgenommen und wie du siehst kommen die Stuten auch bei euch beiden etwas zu kurz heute." Er deutete auf Franziska und Leon. "Ich bring die Gute hier jetzt rein. Wenn du nicht noch weiter nutzlos herumstehen willst, kannst du mir ja folgen, damit wir als nächstes zusammen ins Gelände gehen können. May Bee freut sich sicher das Wissen aus eurem Training weiter zu festigen. Und ich komme mit Paminta mit." Ohne zu antworten nahm Leon die Zügel seines Hengstes auf und wandte sich zum Gehen. Ein Blick in den Himmel verhieß jedoch nichts Gutes. Er ahnte, dass sich etwas zusammenbraute und zweifelte an Dominiks Idee jetzt auf die Geländestrecke zu gehen. Vermutlich war es auch nur die Angst davor sein Wissen zu prüfen. Schließlich hatte Leon sich immer ganz gut vor den Cross Country Pferden gedrückt, seit er vom Lehrgang wieder heim gekommen war. Wenigstens würde er gleich nicht alleine sein. Falls etwas passierte, war gleich Hilfe zur Stelle.
      Franziska beendete alsbald die Session mit ihrem Liebling und nahm sich als nächstes Deo Volente aus der Box. Der Rappe stand mit seinen sieben Jahren in der Blüte seines Lebens. Besonders im Springen war er begabt, doch Franziska forderte auch ihn heute in der Dressur. Er befand sich auf E Niveau, würde aber mit etwas Hilfe auch eine A Dressur schaffen, da war sich die Blondine sicher. Sorgfältig putzte sie das seidige Fell und holte dann Sattel und trense aus der Kammer. Im Verbeilaufen sah sie Anna, die gerade Cadeau zurück in seine Box brachte. Franziska beobachtete sie aus dem Augenwinkel dabei, wie sie als nächstes St Pauli fertig machte. Heute morgen hatte sich Anna mit den Jungpferden Sacred Assault und Thavila beschäftigt. Deo schlug unruhig mit dem Schweif, als Franziska den Sattelgurt anzog. "Zieh den Bauch ein!" scherzte sie und streichelte den Rappen kurz, ehe sie in die Zügel griff und ihn auf den Reitplatz führte. Schwungvoll stieg sie auf und ritt den Rappen im Schritt an. Sie ließ ihm viel Zügel, sodass er sich noch strecken konnte. Beim Warmreiten legte die Reiterin nicht allzu viel Wert auf Formvollendung. Deo nutzte seine Freiheit und schnaubte über den sandigen Boden. Erst als Anna mit Paulchen ebenfalls auf den Reitplatz kam hob er neugierig den Kopf und wurde wieder unruhiger. Franziska war nun gezwungen die Zügel richtig aufzunehmen. Die beiden Hengste hatten sich für diesen Tag entschieden nicht gut Freund zu sein. Beide spielten sich etwas auf und machten es den Reiterinnen schwer sich voll und ganz auf die Reiterei zu konzentrieren. Doch auch mit solchen Situationen mussten sie umgehen. Auf Turnieren ließ sich so etwas auch nicht unbedingt vermeiden.

      Nachdem der Tag gut verlaufen war begannen Leon und Franziska den nächsten Tag mit dem Training von Fix the Flame und S'Cada.Es war regnerisch und hatte sich das Paar in ihrer Reithalle einen kleinen Parcours aus Cavaletti und Stangen aufgebaut. Die beiden Stuten wurde jedoch vorher zuerst gründlich warm geritten, ehe mit der Stangenarbeit angefangen wurde. Irgendwann gesellten sich Dominik und Anna mit Ostid OC und Vakany dazu.Der Fuchshengst war jedoch deutlich abgelenkt von so viel weiblicher Präsenz. Dominik verabschiedete sich deshalb ins Gelände, nachdem Ostid gut aufgewärmt war. Zwar konnte er bei dem Wetter nicht viel anstellen im Gelände, doch er würde wissen was er tut. Nach der Mittagspause sah Franziska bei Sabine nach dem Rechten. Die ältere Frau übernahm das Fohlentraining. Gerade hatte sie Phoebe zwischen und heute früh hatte sie mit Pensive Cuddlepot geübt. Die hübsche Scheckstute machte große Fortschritte beim Führtraining. "Kann ich dir helfen? Die meisten Pferde haben heute Pause und das schaffen die drei schon ohne mich." fragte Franziska. Sabine lächelte. "Sehr gerne! Ich bringe die Kleine eben weg. Dann können wir mit Stracciatella und Skittles eine Runde gehen." Gesagt getan. Franziska holte aus der Sattelkammer die beiden Fohlenhalfter und zwei Stricke und kam Sabine dann auf dem Weg zur Fohlenbox entgegen. Die beiden Stutfohlen freuten sich endlich Auslauf zu bekommen. "Das Wetter ist leider so unbeständig und wir wollen die jungen Pferde nicht bei Gewitter und Sturm draußen stehen haben." entschuldigte sich Franziska und kassierte eine tadelnden Blick ihrer Mitarbeiterin. "Hör auf dich zu rechtfertigen. Ich weiß, dass ihr nur das Beste für eure Pferde wollt." Draußen sahen sie zwei wie Leon mit Aphedril in die Halle ging. "Viel Spaß mein Schatz." rief er seiner Frau zu und verschwand im Dunkeln.
      Nach dem Spaziergang standen die Boxen von Leveneza, Ases Maskwamozi und Emrys leer. Die drei Jungpferde standen in den Kinderschuhen was ihren Beritt betraf und Franziska hielt es für keine gute Idee die drei gleichzeitig in einer Halle zu haben. Doch wenn Leon da anderer Meinung war, musste sie darauf vertrauen, dass er die Situation unter Kontrolle hatte. Doch auch Sabine wirkte nicht begeistert von dieser Konstellation. Sie brummte leise vor sich hin, ehe sie mit einer Idee aufkam. "Am besten machen wir weiter wie bisher und nehmen und einfach die nächsten zwei Fohlen raus." Sie zuckte mit den Schultern. "Gute Idee." meinte Franziska und stülpte das Halfter, das eben noch an Skittles Kopf saß über Nase und Ohren von Louvré. Sabine nahm sich stattdessen Focus vor. Bei diesem Spaziergang redeten die zwei viel über die Reitponys. Thornheart hatte sich auf dem Gestüt prächtig entwickelt und würde bald für die wichtigen Prüfungen vorbereitet werden. Auch das ein oder andere turnier sollte der kleine Hengst laufen. Anna hatte sichtlich Spaß an ihm und allein durch seinen schönen Körperbau und die Farbe war der Hengst interessant für die Sportponyzucht. "Stell dir vor, wenn Pleasing groß ist. Ein Fohlen von den beiden!" schwärmte Franziska und brachte Sabine damit zum Lachen. "Das kann ich mir noch nicht vorstellen, Liebes." Pleasing war einfach noch zu klein. Doch jeder Genetikliebhaber würde erkennen welch Farbpotential in dieser Anpaarung steckte. "Apropros Ponys… Golden Samurai wurde seit zwei Tagen nicht bewegt und ich glaube heute wird es mal wieder Zeit. Das Wetter ist zwar blöd, aber für einen Ausritt reichts. Solange die anderen die Halle blockieren?" Franziska nickte. "Gute Idee. Dann komme ich mit PFS' Heart of Ocean mit. Die vertragen sich zwar nicht gut, aber wir müssen ja nicht aneinander kleben." Die beiden Frauen machten sich mit diesem Vorsatz auf den Heimweg und putzten im Anschluss die beiden ausgesuchten Hengste. In der Halle bewegten Anna, Leon und Dominik aktuell die übrigen Ponys: Eismärchen, Arcany und Princess Sansa.
      Spät am Abend als die Mitarbeiter das Gestüt schon verlassen hatten sattelten Franziska und Leon abermals Pferde. Die beiden Morgan Stuten Senda Oscura und Estrada Dourada durften die frische Gewitterluft schnuppern. Es hatte sich mächtig abgekühlt und die Thermik hatte jetzt ausgesetzt. Das Gewitter war kurz und heftig. "Wie lange glaubst du halten uns Morgane und Corde de la Cerise noch vor, was sie tragen? Ich möchte meine Devotion haben!" fragte Leon seine Frau auf halber Strecke. Sie zog eine Grimasse. "Wen fragst du da? Ich möchte auch endlich meinen General!" Dass die beiden Stuten zu ihrer Überraschung noch am nächsten Tag mit nur wenigen Stunden Abstand fohlen würden, konnten sie nicht ahnen.

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      10. Juli 2018 von Elsaria
      Tierklinik zur Lindenweide
      Tierarztbericht


      Nach langer krankheit konnte ich mich wieder meine Arbeit widmen und ich war froh das meine kunden auf mich warteten. Zuallererst fuhr ich zu familie ziegler um ihre 3 Pferde anzusehen. Ich kam bald auf dem Hofe an und stieg aus, da ich mich bereits auskannte lief ich direkt in den Stall dort wurde mir bereits der erste Patient bereit gestellt. Es war die schöne Maybee. Ich ließ sie mir vortraben ihre gänge waren taktklar und rein, nach den üblichen check konnte ich sie beruhigt impfen. Die stute war in bester verfassung und ich trug alles notwendige ein. Als nächstes brachte man mir yuno eine weitere Trakehnerfuchsstute, die aber gerettet werden musste. Ich ließ sie mir vortraben, auch da war alles gut. Dann betrachtete ich sie genauer bis auf das sie ein stumpfes fell hatte schien sie sich gut erholt zu haben. Für das stumpfe fell empfahl ich leinsamenöl das sollte helfen. Nach dem ich sicher war das die Stute gesund war impfte ich sie und trug alles ein. Nach ihr kam die letzte Vakany auch diese stute wurde gerettet . Die scheckstute sah mittlerweile wunderschön aus. Nachdem sie mir vorgeführt wurde, begann ich mit der untersuchung. Auch diese stute war gesund und ich konnte ich bereits impfen. Nachdem die stute fertig war und ich alles verräumt hatte ging ich zu Familie Ziegler und berichtete das alle 3 Pferde in bester gesundheit genießen. Dann verabschiedete ich mich von ihnen und fuhr nachhause.

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      13. Juli 2018 von sadasha
      Hufschmiedbericht

      Da ich gerade sowieso in Deutschland unterwegs war fuhr ich noch zum Gestüt Caenheide, das wie der Kunde zuvor drei Pferde zu beschlagen hatte und spontan angerufen hatte ob und wann ich denn Zeit hätte. Wie der Zufall es wollte passte es den Zieglers auch, wenn ich gleich vorbeikommen würde. Ich hielt also in einer Straßenmulde um mein Navi neu einzustellen und fuhr dann ein ganzes Stück zurück bis ich im niederrheinischen Gebiet das Gestüt Caenheide fand. Etwas distanziert begrüßte mich Frau Ziegler, was mich irritierte. Schließlich kannten wir uns bereits und es war meines Wissens nach nichts vorgefallen was unsere Beziehung beeinträchtigt haben könnte. Ihr entging mein Stirnrunzeln und sie brachte mich gleich in die Stallungen der Stuten. „Yuno läuft etwas lahm. Wenn sie neu beschlagen wird, sollte das beachtet werden.“ Ich nickte stumm und ließ mir die Fuchsstute zeigen. Sie lief tatsächlich lahm, vermutlich vorne. Verbunden mit ein paar Streicheleinheiten sah ich mir jeden ihrer Hufe und jedes der Beine an um einen möglichen Grund für ihr verändertes Laufen zu finden. Ich fand am rechten Vorderhuf eine recht oberflächliche Verletzung die gerade noch im vorderen Drittel des Hufs lag. Sobald ich sie berührte zog die Stute den Huf weg, kam jedoch nicht weit weil ich dagegen hielt. Franziska Ziegler stand besorgt daneben. „Kannst du das ohne Tierarzt behandeln?“ fragte sie und klang nun endlich weniger distanziert, sondern eher sensibel und vorsichtig. Ich ließ Yuno den Huf absetzen und ging zurück zu Franziska. „Nein. Sie wird Antibiotika brauchen und die kann ich ihr nicht geben.“ Franziska nickte und suchte die Nummer ihres Tierarztes. Zu ihrem Glück bot dieser an in etwa einer Stunde vorbei zu kommen. In der Zwischenzeit beschlug ich May Bee neu, der es blendend ging. Der Tierarzt war bereits da und hatte sich Yuno angesehen, als ich mit May Bee fertig war. Wir besprachen die Vorgehensweise und behandelten Yunos Verletzung dann nach bestem Wissen und Gewissen. Schließlich hatte ich auch bei ihr alle Hufe ausgeschnitten und frisch beschlagen. Die Wunde am Vorderhuf wurde gesäubert und desinfiziert. Alles weitere besprach der Tierarzt von der Lindenweide, der auch der Tierarzt meiner Pferde war mit Franziska Ziegler selbst. Ich ging nun dazu über Vakany neu zu beschlagen. Die ungewöhnliche Scheckstute war mir bereits auf Turnieren aufgefallen. Sie ließ die Beschlagsprozedur geduldig über sich ergehen, ehe ich sie zurück in ihre Box brachte. Gerade als ich dachte ich sie fertig fiel Franziska noch ein Pferd ein, das ich beschlagen könnte. Sacred Assault, ein Rapphengst mit ungewöhnlich lauten Abzeichen und blauen Augen sollte erstmals beschlagen werden. Wie gewöhnlich schnitt ich seine Hufe zuerst aus und passte dann die Sporteisen an jeden einzelnen an, ehe ich sie mit ein paar Nägeln aufschlug. „Vielen Dank, Hunter.“ sagte Franziska und wirkte furchtbar erschöpft. „Yuno wird schon wieder, das ist keine schlimme Verletzung.“ tröstete ich sie und lächelte aufmunternd. Sie lachte sarkastisch. „Dein Wort in Gottes Ohr.“ gab sie zurück und nahm mich in eine kurze Umarmung zum Abschied, ehe ich Pitch einsammelte und wieder heim fuhr.

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      24. Juli 2018 von Cooper
      Tierarztbericht Prophylaxe

      Das erste mal in meiner Laufbahn als Tierärztin führte mich ein Auftrag nach Deutschland, genau nach Westdeutschland, Niederrhein.
      Von den Auftragsgebern Leon und Franziska Ziegler hatte ich noch nichts gehört, lag wohl aber daran das ich erstens in Kanada wohne und zweitens daran das sie
      Warmblüter züchteten. Alles was nötig war um nach Deutschland zu kommen war geregelt. Flug, Unterkunft, Materialien bzw. 'Werkzeug' etc. Meine Flugangst war
      nicht besser geworden, jedoch wollte ich auch keine Wochenlange fahrt hinlegen. Somit würde sich auch vom Geld her der Auftrag nicht lohnen. Ich verabschiedete mich
      von Simon und schaute nochmal nach ob alle Pferde gut versorgt sind und ich alles wichtige für die Hinterbliebenen aufgeschrieben hatte.

      Eine sehr lange Zeit und tausend tränen später kam ich in der Unterkunft an. Den Auftrag hatte ich auf den Tag danach gelegt, damit ich Zeit hatte mit der Zeitverschiebung
      klar zu kommen. Wirklich gewirkt hatte das leider nicht. Jedoch stieg ich voller Vorfreude neue Menschen kennen zulernen aus dem Bett und bereitete mich auch drei Pferde vor.
      Es waren alle samt Trakehner.
      Von der Unterkunft bis zum Zielort war ein eine kleine Weile. Das war aber kein Problem, ich freute mich auf etwas Zeit allein im Auto. Als ich in das Naturschutzgebiet rein fuhr und kurze Zeit darauf das Gestüt, genannt Caenheide, in Sichtweite war, wurde ich doch nervös. Entgegen kam mir eine sehr schöne blonde Frau und ich wurde noch nervöser, da ich aussah wie ein Zombie.
      Sie trug ihre Haare offen und beim begrüßen sah ich das sie typisch blaue Augen hatte. "Frankziska Ziegler" sagte sie sehr freundlich und stark. Ich lächelte "Cooper Chattahoochee". Sie lächelte zurück und erzählte mir das sie schon einiges über ein paar Rennpferde von mir gehört hatte und sich freute mich kennen zulernen. In dem Moment war ich sehr erleichtert. Ich hatte keine guten Erfahrungen gemacht mit dem gleichen Geschlecht, schon zu meiner Schulzeit nicht. Sie führte mich herum und bat mich dann zu den Pferden. Da die Zieglers ein sehr großes Zuchtunternehmen sind hatte sie leider kaum Zeit und entschuldigte sich ständig dafür das sie gleich gehen musste und das sie mich hetzt. "Kein Problem. Wir bekommen das schon in der Zeit hin" sagte ich ruhig. May Bee ist eine Trakehner Stute. Zunächst kontrollierte ich ihre Vitalzeichen, daraufhin untersuchte ich ihren Körper. "Alles in Ordnung". Laut Franziska war die Stute sehr schreckhaft, wir hatten aber keine Probleme. Auch bei der Grundimmunisierung lief es außergewöhnlich glatt für eine schreckhafte Stute. Als nächstes war Yuno dran ebenfalls eine Stute, sowie Vakany danach auch. Wie schon beschrieben war Yuno etwas eigensinnig und lies sich zuerst nicht von mir anfassen. "Ja. Ich versteh schon Tierärzte sind unheimlich" sagte ich. Nach vielen Anläufen konnte ich sie doch untersuchen und auch die Immunisierungen sowie die Wurmkur durchführen. Zuletzt war Vakany dran. "Sie ist ein Frame Overo" sagte Franziska, da ich auf die Stute starrte als hätte ich noch nie ein Pferd gesehen. "Wirklich schön, schade das dies bei Vollblütern so unerwünscht ist". "Kann ich auch nicht verstehen" erwiderte sie und ich führte den gleichen Ablauf durch wie bei den Stuten davor. Vakany war mit abstand die einfachste Stute gewesen und gab uns die Zeit weider, die wir bei Yuno verloren hatten.

      Franziska war erleichtert und hatte noch 10 Minuten. In der Zeit aktualisierte ich die Impfpässe und wir unterhielten uns noch. "Ich muss leider los. War sehr nett dich kennen zulernen, hoffe wir sehen uns mal wieder" sagte sie und stieg in ihr Auto ein. Auch ich stieg in den Leihwagen und freute mich auf zwei Tage entspannen in der Unterkunft.

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      Juli 2018 von Bracelet
      Dressurtraining E-A

      ,,Evangeline Grey'', murmelte ich etwas schüchtern als ich mich einem dunkelhaarigen Mann in seinen 30ern vorstellte. Er entgegnete mir ,,Leon Ziegler. Freut mich sehr Sie kennen zu lernen.'' und führte mich anschließend auf dem Gelände der traumhaften Reitsportanlage Caenheide umher um mir meinen Arbeitsplatz für die nächsten Wochen zu zeigen. Ich war nämlich als Gasttrainerin des DVTS angereist und sollte diesen Monat eine Stute in der Dressur weiter ausbilden.
      Als ich ,,Yuno'' dann das erste Mal sah war es schon um mich geschehen. Was für ein wunderhübsches Pferd! Sie war eine wahrhaftig edle, langbeinige Trakehnerstute wie sie im Buche stand und dann auch noch tief rot. Ganz mein Typ also. Wie es sich für eine Dame gehörte war die 1,72m große Lady, Erzählungen zufolge, doch ganz schön eigen. Eine wahre Prinzessin und genau was ich mir unter Stute vorstellte; sensibel, eigensinnig und wusste was sie wollte, auch wenn dies für ihren Reiter nicht einfach war und ihm besonderes Geschick und Timing abverlange. Doch das mochte ich. Ich mochte Stuten und hatte eine Vorliebe für charakterstarke Pferde.
      Die ersten beiden Tage beschäftigte ich mich zweimal täglich mit Yuno. Ich ließ sie mich kennenlernen indem ich nur vom Boden mit ihr arbeitete und mir viel Zeit für den Umgang mit ihr nahm; sowohl für das Putzen an sich als auch das allgemeine Versorgen vor und nach getaner Arbeit. Dies war allerdings nicht nur in ihrem Interesse sondern auch in meinem, da ich mich immer gerne zuerst mit einem Pferd und seinem Charakter beschäftigte bevor ich mich auf seinen Rücken wagte. Abgesehen davon war es gut ihre Reaktionsweise auf verschiedene Dinge kennenzulernen; wie sie auf Neues reagierte, wie lange ihre Aufmerksamkeitssspanne reichte und wie es sich äußerte wenn sich diese ihrem Ende näherte.
      Am Nachmittag des dritten Tages wagte ich mich dann jedoch auch schon in den Sattel und sah mir an wo sie stand. Die Basics aus der Klasse E konnte die Stute definitiv, was mir meine Arbeit um einiges erleichterte. Sie war für ihren Ausbildungsstand bereits sehr ausbalanciert und ging mit ihren 6 Jahren schon in einer ausgezeichneten Selbsthaltung, wie man beim Überstreichen sehr deutlich sehen konnte. Dennoch konnte sie natürlich noch an Muskulatur zulegen und sich damit noch mehr selbst tragen aber dies würde im laufe ihrer Ausbildung ohnehin funktionieren. Bei der Dressurausbildung zur Klasse A legte ich besonderen Wert darauf auch in engeren Wendungen eine schöne Biegung bei gleichmäßigem Tempo zu erarbeiten und bezüglich der Tempounterschiede innerhalb der Gangarten von Anfang an beim Pferd abzuklären, dass eine Verstärkung Fleiß und keine Eile bedeutete und konträr dazu eine Rückführung kein Freifahrtsschein war jeglichen Schub zu verlieren und auf der Vorhand einzudösen.
      Dieses Trainingskonzept verinnerlicht, übte ich jeden Tag ein bisschen mehr mit Yuno und feilte an ihren Ecken und Kanten. Die Trabverstärkungen, wie sie in der Klasse A gefordert waren, fielen ihr von Anfang an extrem leicht und schienen ihre Lieblingsübung im beinahe täglichem Training zu sein. Was sie nicht so toll fand waren engere Wendungen in Galopp in denen ich von ihr verlangte bei mir zu bleiben und nicht loszurasen und über die Schulter auszubrechen. Dies lag wohl aber auch daran, dass die Madam mich auf Herz und Nieren auf meine Führungsqualitäten testete. Wollte ich links wollte sie rechts. Nicht ganz einfach, aber als ich mich dann Mitte der zweiten Woche als würdiges Alphaltier bewiesen hatte, dem man schon einmal folgen und Recht geben konnte, gelang mir anscheinend ein Durchbruch, denn Yuno entwickelte sich großartig! Die A-Lektionen klappten allmählich immer besser und einige besaßen wohl bereits Prüfungsniveau. Meine harte Arbeit gepaart mit einer Geduld, die ich in keiner anderen Lebenslage je hätte aufbringen können, fruchtete.
      Die kommenden Wochen intensivierten und verfeinerten wir unsere Errungenschaften der ersten beiden Wochen und machten zusätzlich immer wieder zwischendurch ein paar Stangeneinheiten an der Longe für zusätzlichen Muskelaufbau, Koordination und Abwechslung. Die feuerrote Maus entwickelte sich in diesen ingesamt vier Wochen prächtig und am Ende war ich wirklich sehr stolz auf sie, als ich sie vor meinem Auftraggeber vorritt und ihm die Details unserer Arbeit nahe brachte.
      Im Endeffekt wirkten Pferd und Besitzer mit meinem Werk wirklich zufrieden, was mich noch umso mehr freute. Ich wünschte ihnen alles Gute und hoffte in der Zukunft nach meiner Abreise bald einmal wieder etwas von Yuno zu hören.

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      03. August 2018 von adoptedfox
      Militarytraining Stufe E - A | Where's Sleep
      Militarytraining Stufe A - L | Yuno

      Käthe | Je mehr Zeit verging, desto mehr machte sich die Aufregung in mir breit. In der letzten Woche hatten wir gleich zwei Anfragen für das Training auf unserem Gelände erhalten und nach ein paar Telefonaten hatten wir den Transport beider Pferde so legen können, dass sie gemeinsam eintreffen würden. Heute. Erin und Ich waren schon früh auf den Beinen und hatten uns die täglichen Aufgaben aufgeteilt um uns dann den Boxen der beiden Gastpferde zu widmen. Ich füllte gerade eines der beiden Heunetze, als der Pferdetransporter auf den Hof einfuhr. Der Fahrer hielt den Transporter vor dem oberen Stalltrakt an und ließ bereits die Laderampe herunter. Ich rief Erin zu mir um beim Ausladen der Pferde zu helfen. Als erstes luden wir Yuno aus, eine große Trakehnerstute von Caenheide aus Deutschland. Erin, die bereits mehrere Male Pferde von Caenheide trainiert hatte, begrüßte die Stute und führte sie ein paar Runden auf dem Hof herum, bevor sie sie in ihre Gastbox brachte. Die zweite Stute hieß Where’s Sleep und war ein Friesian Sporthorse. Sie wiederrum war mir nicht unbekannt und so ging ich in den Transporter und lud die Stute aus. Ich führte sie ebenfalls einige Runden auf dem Hof, bevor ich sie in die Box brachte und ihr die Transportdecke- und die Gamaschen abzunehmen. Ihre lange Mähne war zu einem französischen Zopf eingeflochten. Bevor der Fahrer des Pferdetransporters wieder fuhr, übergab er mir die Unterlagen des Transports und vereinbarte mit mir einen Termin für die Abholung der Beiden. Da wir den beiden die Möglichkeit geben wollten, sich halbwegs einzuleben in ihrem zuhause auf Zeit, teilten wir das Training auf die kommenden 2 Tage auf. Am Abend brachten wir die beiden Stuten für ein paar Stunden auf zwei beieinander liegende Weiden, damit sie nicht den ganzen Tag in der Box verbringen mussten. Nachdem ich Yuno und Where’s Sleep zurück in den Stall gebracht hatte, verteilte ich die Futterrationen und verabschiedete die Pferde in die Nachtruhe.

      Tag 1 | Where’s Sleep | Military Klasse E - A
      “Ich widme mich dann Where’s Sleep!” rief ich Erin zu, die gerade das Heu in die Raufen der Weiden füllte und ging weiter in die Stallanlage neben der Reithalle, in der sich unsere beiden Gäste befanden. Die Stute schlug ungeduldig mit dem Huf gegen die Boxentür und ich musste sie zurückschicken damit ich die Boxentür überhaupt aufschieben konnte. Ich zog ihr ein Halfter an und führte sie auf den Putzplatz, wo ich sie festband und mir aus der Putzbox, die ich zuvor bereits geholt hatte, einen Striegel und eine Kardätsche nahm und die Stute gründlich putzte. Von so einer Mähne kann man ja nur träumen dachte ich und öffnete den französischen Zopf vom Vortag. Ich sprühte die Mähne mit Mähnen- und Schweifspray ein und ließ es kurz einwirken bevor ich mich daran machte sie zu kämmen und neu einzuflechten. Beim Training würde eine derart lange, offene Mähne nur stören. Nachdem ich auch die Hufe ausgekratzt hatte ging ich zurück in den Stall um den Sattel und die Trense der Stute zu holen, die wir vor die Box auf die entsprechenden Halterungen gehängt hatten um Verwechslungen zu vermeiden. Da es beim Vielseitigkeitsreiten feste Hindernisse gab holte ich aus der Sattelkammer auch ein paar Gamaschen, Streichkappen und Hufglocken um sowohl die Beine, als auch die Hufe der Stute im Training zu schützen. Ich setzte meinen Helm auf und stellte die Steigbügel auf meine Länge ein, bevor ich in den Sattel griff und mich mit Schwung in den Sattel von Where’s Sleep setzte. Auf dem kurzen Weg zum Springplatz sortierte ich die Zügel und korrigierte meinen Sitz. Bevor wir in den Wald gingen und uns dem eigentlichen Training widmeten wollte ich die Stute mit ein paar Sprüngen auf A-Niveau aufwärmen. Schon beim warm reiten im Schritt und Trab zeigte die Stute sich unruhig und wenig entspannt, sodass ich mit Bahnfiguren arbeitete um sie bei Laune zu behalten und um ihr die Sicherheit zu geben, die sie vor allem in der Vielseitigkeit brauchen würde. Als sie sich zunehmend entspannte und sich gymnastizierend in allen Gangarten um die Hindernisse reiten ließ, taxierte ich das erste Hindernis. Where’s Sleep verkürzte vor dem Sprung die Galoppsprünge, stieß sich ab und setzte fehlerfrei hinter dem Hindernis wieder auf. Ich klopfte ihr lobend den Hals und nahm noch zwei weitere einfache Sprünge, bevor ich die Stute in den Schritt parierte und sie vom Platz ritt. Erst seit kurzem hatten wir auf einem kleinen unebenen Areal hinter den Stallgebäuden ein Trainingsgelände für anspruchsvollere Trainingseinheiten wie zum Beispiel für das Militaryreiten ausgebaut. Mit verschiedenen Hindernissen, Anstiegen und Gräben konnten wir den Pferden und Reitern hier ein abwechslungsreiches Training bis zum M-Niveau bieten. Als wir das Gelände erreichten galoppierte ich die Stute an und taxierte sogleich das erste Hindernis, ein hochgesetzter Baumstamm mit etwa einem Meter Höhe. Anders als beim Springreiten waren die Hindernisse fest und die Verletzungsgefahr höher, deswegen ging es bei dieser Prüfung in der Vielseitigkeit mehr darum sicher und mit einer bestmöglichen Zeit ins Ziel zu kommen. Where’s Sleep wirkte angespannt, ließ sich von mir aber überreden und meisterte den ersten Sprung ohne Ausbrüche. “Prima!” lobte ich sie baute verschiedene Hindernisse ins Training ein. Einen Trakehnergraben mit Wasser, einige Hoch- und Weitsprünge und sogar durch den Wassergraben ließ sich die Stute nach anfänglicher Skepsis reiten. Mit der Zeit fiel ihr das bergauf- und bergab galoppieren leichter und ich meine, dass die Stute Spaß an der Vielseitigkeit empfand. Nach einer guten halben Stunde beendete ich das Training und ritt die Stute zurück auf den Hof. Neben dem Putzplatz stieg ich ab und trenste sie ab, um ihr das Halfter anzuziehen. Where’s Sleep hatte ordentlich geschwitzt und da es heute angenehm warm war, wollte ich sie noch mit dem Schlauch abspritzen bevor ich sie auf die Weide kam und den restlichen Tag frei bekam. Ich nahm ihr den Sattel ab und trennte ihn von der Schabracke, die ich zum trocknen an der frischen Luft hängen ließ. Die Stute genoss die kalte Dusche und ich bot ihr zur Belohnung eine Karotte an die sie auf dem Weg zur Weide genüsslich zerkaute.
      Where’s Sleep hatte die Trainingseinheit gut gemeistert und aufgrund ihrer Sicherheit in der Dressur und im Springen konnte die Stute nun problemlos an Militaryturnieren der Klasse A teilnehmen.

      Tag 2 | Yuno | Military Klasse A - L
      Da sie für den nächsten Morgen Regen gemeldet hatten, ging ich bereits in den frühen Morgenstunden in den Stall und widmete mich meinem zweiten Schützling - Yuno. Yuno war eine sportliche Trakehnerstute die bereits einige Vielseitigkeitsturniere erfolgreich gemeistert hatte und somit ein Maß an Erfahrung mitbrachte. Optimal für das heutige Training! Erin hatte die Pferde bereits gefüttert und ich half ihr dabei sie auf die Weiden zu bringen, bevor ich zu Yuno ging die den anderen Pferden sehnsüchtig nachwieherte. Ich holte die Stute aus ihrer Box und führte sie hinaus auf den Putzplatz, wo ich sie anband und für den Moment, in dem ich die Putzbox holte, allein ließ. Als ich wieder kam nahm ich mir einen Striegel in die eine- und die Kardätsche in die andere Hand und begann sie mit langen, gründlichen Zügen zu putzen. Yuno wirkte entspannt und streckte sich genüsslich, wenn ich die richtige Stelle mit dem Striegel erwischte. Ich kratzte die Hufe der Stute aus und kontrollierte sie auf die Beschaffenheit, bevor ich eine Bürste für die Mähne und den Schweif aus der Putzbox nahm und mich daran machte ihr Langhaar zu entwirren. Die Stute hatte eine sportlich gehaltene Mähne und doch hatte sie es über Nacht geschafft, sie zu verknoten und mit Stroh zu spicken. Ich zog die Strohhalme heraus und löste die Knötchen mit den Fingern, bevor ich darüber bürstete. Nun, da die Stute sauber vor mir stand, räumte ich die Putzutensilien zurück in die Putzbox und brachte sie in die Sattelkammer zurück. Von dort nahm ich gleich Gamaschen, Streichkappen und Hufglocken mit die ich, eben aus den gleichen Gründen wie einen Tag zuvor, schon bei Where’s Sleep benutzt hatte. In der Hoffnung, dass mir nichts herunter fallen würde, holte ich auch gleich den Sattel und die Trense der Stute und ging zu ihr zurück. Ich legte alles auf dem Boden ab und nahm zuerst den Sattel um ihn der Stute aufzulegen. Geduldig blieb sie stehen während ich die Schabracke unter dem Sattel glatt zog und unter ihrem Bauch nach dem Gurt griff und ihn locker anzog. Später, wenn die Stute sich nicht mehr aufblies, würde ich nachgurten. Ich brachte die Gamaschen, Streichkappen und Hufglocken an und öffnete dann das Halfter der Stute um es ihr auf den Hals zu schieben, damit ich sie auftrensen konnte. “Dann wollen wir mal.” sagte ich motiviert und setzt meinen Helm auf. Ich führte die Stute das kleine Stück zum Springplatz hinunter, stellte die Steigbügel auf meine Länge ein, gurtete nach und setzte mich dann mit Schwung in den Sattel der großen Stute. Die Vielseitigkeitsprüfung erforderte oftmals viel Mut, Vertrauen, Ausdauer und Flexibilität von Pferd und Reiter, da die Prüfung aus 3 Teilen bestand. Dressur, Springen und dem Querfeldein. Doch auch eine gute Basis in der Dressur und dem Springen, ersetzte nicht den Geländeritt der dringend trainiert werden musste da sonst schlimme Unfälle passieren konnten, wie die Vergangenheit zeigte. Yuno zeigte sich äußerst arbeitswillig unter dem Sattel und war nach dem aufwärmen zielstrebig darauf fixiert zu springen. Yuno, so erzählte mir ihre Besitzerin Franziska Ziegler von Caenheide, hatte viel Potenzial und brauchte einen konsequenten Reiter da sie sonst die Zügel im wahrsten Sinne des Wortes selbst in die Hand nahm. Bevor wir auf das Trainingsgelände gingen wärmte ich die Stute mit ein paar Sprüngen auf die sie ohne große Anstrengungen überwand. Nach zirka 20 Minuten parierte ich Yuno in den Schritt durch und ritt sie vom Platz.
      “In einer Stunde kommen die Grundschüler für den Around-a-Horse Day, vergiss das nicht.” sagte Erin die dafür ein paar Strohquader in eine Schubkarre lud um sie in der Reithalle als Sitzgelegenheit für die Kinder zu legen. “Mach ich nicht!” versicherte ich ihr und ritt entlang der Offenstallboxen zum Traininsgelände. Dort angekommen trabte ich die Stute erst an, bevor ich ihr die Galopphilfen gab und die leichte Steigung hinauf ritt wo die ersten Hindernisse der Schwierigkeitsstufe L begannen. Da Yuno bereits Vielseitigkeitsturniere gelaufen war wusste sie die Hindernisse zu taxieren und wollte direkt über einen sogenannten “Tisch” springen, doch ich ritt sie daran vorbei und steuerte den Trakehnergraben an. Die Stute taxierte das Hindernis genau richtig und sprang mit genügend Freiraum über das massive Hindernis. Auch die Bergabsprünge gelangen ihr ohne große Anstrengung. Bei einer der Kombinationen verweigerte sie anfangs, doch beim zweiten Anlauf nahm sie auch diese Hindernisse mit. Da beim L-Niveau die Geländestrecken über einen Kilometer lang waren, war die Ausdauer des Pferdes äußerst wichtig und so ließ ich einige Hindernisse aus um sie im gestreckten Galopp über das Gelände zu reiten. Zum Abschluß nahm einen Hoch-Weit Sprung ins Visier der durch seine leichte bergaufstellung damit Yuno es leichter hatte den Sprung zu entwickeln, da er durch seinen Aufbau doch recht respekteinflößend für ein Pferd war. Ich klopfte der Stute lobend den Hals und durchritt mit ihr noch einmal den Wassergraben, bevor ich das Training beendete und sie im Schritt zurück auf den Hof ritt. Ich stieg am Putzplatz ab und band die Stute an um sie in Ruhe abzusatteln. Da es heute nicht sonderlich warm werden würde spritzte ich nur die Beine der Stute ab und rieb sie mit einem Celsius-Gel ein welches die Beine kühlte und eine schnelle Regeneration nach Belastung förderte, bevor ich sie auf die Weide brachte.
      Yuno hatte die Trainingseinheit gut gemeistert und aufgrund ihrer Sicherheit in der Dressur und im Springen konnte die Stute nun problemlos an Militaryturnieren der Klasse L teilnehmen.

      Tag 3 | Abholung
      Heute war es soweit, wir mussten uns von den beiden Gastpferden verabschieden. Nachdem beide Pferde ihre morgendliche Ration Futter erhalten hatten half Erin mir dabei die Stuten für den Transport fertig zu machen. Wir putzten Yuno und Where’s Sleep gründlich bevor wir die Transportdecken- und Gamaschen aus dem Haus holten und den Pferden anlegten. Where’s Sleep’s Mähne hatte ich wieder zu einem französischen Zopf eingeflochten. Wir hatten uns die Zeit gut eingeteilt, denn gerade als wir fertig waren mit den beiden Stuten fuhr der Transporter auf den Hof ein. Während Erin die beiden Pferde hielt, füllte ich mit dem Fahrer die Unterlagen aus und achtete stark darauf keine durcheinander zu bringen. Als alles geklärt war verluden wir die Stuten und verabschiedeten uns von ihnen. Aufregende Tage lagen hinter den beiden Stuten und wir waren uns sicher, dass sie sich schon auf ihre eigenen Boxen freuen würden. Ich winkte dem Transporter zum Abschied hinterher und ging dann mit Erin in den Stall um die Boxen der beiden zu säubern, bevor die Kinder eintrafen und wir alle Hände voll zu tun hatten.

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      09. Oktober 2018 von sadasha
      Hibiskus und Thaurissan

      Auf dem Caenheide Gestüt erhielten vor Kurzem gleich zwei neue Pferde Einzug. Die Ponystute Hibiskus kam von einer alten Bekannten und hatte sich schon gut eingelebt. Sie war recht unkompliziert im Umgang, wenngleich sie durchaus verrückte Züge an sich hatte. Sie stand mittlerweile mit Eismärchen, Princess Sansa, Arcany und Pleasing auf einer Weide. Die Ponystuten hatten aktuell Pause und genossen die langen Tage auf der Weide, ehe die Temperaturen wieder so kühl wurden, dass man sie mindestens über Nacht in den warmen, schützenden Stall holen musste. Ebenfalls neu eingezogen war der stattliche Braune Thaurissan. Der Hengst verstand sich nicht ganz so gut mit anderen Pferden, weshalb er noch alleine stand, ehe man ihn mit einem Partner vergesellschaftete. Die Zeit dazu war im Moment einfach nicht da. Das Augenmerk des Ehepaars liegt zur Zeit auf den Pferden Thavila, Paminta, Skittles, Stracciatella, Thornheart und Emrys. Die beiden Ponyhengste PFS' Heart of Ocean und Golden Samurai standen aktuell leider auch viel herum. Um diese leichte Vernachlässigung alsbald zu beenden denken die Zieglers über weiteres Personal nach. Besonders freut es das Team, dass Focus, der erst frisch eingeritten wurde schon auf einem Wettbewerb punkten konnte. Phoebe ist ebenfalls als Newcomer heiß im Rennen und soll demnächst eingeritten werden, damit ihre Karriere starten kann. Leveneza wird im Moment ebenfalls schonend angeritten, ihre Ausbildung wird jedoch mit noch mehr Geduld angegangen, da sie bereits durch ihre Erfolge aus Fohlentagen genug Leistung erbracht hat. Devotion und General haben endlich das Licht der Welt erblickt und ihre Mütter Corde de la cerise und Morgane erholen sich gemeinsam mit ihren Anhängseln auf den Weiden. Damit ist die Fohlensaison 2018 auf dem Gestüt beendet. Pensive Cuddlepot, Louvré und Extra Sugar stehen als Youngstergruppe noch separat von den jungen Mutterstuten. Die beiden Morganhorse Stuten Estrada Dourada und Senda Oscura wurden regelmäßig für ausgiebige Erholungsausritte genutzt und bekam dadurch ausreichend Beschäftigung. Übrig bleiben nur noch die prämierten und gekörten Warmblüter. Vakany, May Bee, Yuno, S'Cada, Fix the Flame, Busted Cherry Cake und Chessqueen wurden in kleinen Gruppen in der Führanlage bewegt und durften dann ihren Alltag auf den Weiden genießen. Die Hengste Ghost Merchant, Deo Volente, Red Diamond, Cadeau, St Pauli, Ostid OC und Sacred Assault wurden einzeln in der Halle trainiert. Im Großen und Ganzen läuft es also ganz rund. Lediglich die Zeit ist knapp und es bedarf einer künftig besseren Organisation um diese Masse an Pferden angemessen zu beschäftigen. Vor allem den Fohlen muss sich wieder mehr gewidmet werden, damit sich ihre Erziehung und Entwicklung nicht zu stark verschlechtert.
    • Flair
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      30.04.2019 | Tanz in den Mai

      Nemax, Cosmic Dawn, Bijou, For Pleasure, Valerian, Golden Ebano, Fix the Flame, Yuno, Daitona, Macaruja, Jonquil, Millenium GC, Galantis, Flashlight, Shyvana, Devil May Cry, PFS' Catching Fire, Eskador, Weltfriede, Waikiki, NWS Noblesse, NWS Checkmate, Bluegrass, Marvel, Ciri Riannon, Flavor's Feverdream, La Cadence, Civil War, Shotgun, Mimi Magical, Belle Fleur, Shiryō, Ravenclaw, NWS No Mercy, Cherrypie und NWS Dreamcatcher

      Unser Pferdebestand wuchs und wuchs. Der Nachwuchs war mehr als zufriedenstellend und Jodie und ich waren wirklich glücklich in unserem kleinen Paradies. Heute war ein warmer, sommerlicher Tag. Die Sonne schien und es herrschten Temperaturen von 20-22°. Das beste Wetter um den tag draussen zu verbringen. Das galt ebenfalls für die Pferde: Ich hatte sie schon gegen 5 Uhr in der Früh auf die Weiden verteilt, wo sie sich eifrig über das Gras hermachten. Insgesamt sahen alle Pferde gut aus, und hatten die Wurmkuren, die sie zum Anweiden bekommen hatten, gut weggesteckt. Am schönsten war der Anblick auf der Hausweide, wo die Stuten mit ihren Fohlen standen. Die kleinen strotzen nur so vor Lebensenergie und galoppierten wie die Weltmeister von morgen über die Weide. Besonders auf La Cadence war ich persönlich so stolz: Die kleine konnte in den beiden ersten Fohlenschauen überzeugen und räumte gleich zwei mal als Gewinnerin ab. Das war einfach die schönste Bestätigung, die man sich als Züchter wünschen kann. Nun wuchs sie langsam aber sicher zu einer selbstbewussten Jungstute heran. Ihr hübsches zierliches Köpfchen war das markanteste an ihr, in edler dunkler Jacke wird sie auf jeden Fall einiges her machen. Während ich am Zaun stand und die wilden Halbstarken begutachtete stellte Philipp sich neben mich und fragte: "Und? von welchen wirst du dich in den kommenden jahren trennen?" Dabei konnte er sich ein Grinsen nicht verkneifen, er wusste ganz genau, dass sie alle bleiben würden. "Pff...", machte ich nur. "Ich denke an Flavor's Feverdream." Ich versuchte wirklich überzeugend zu klingen, doch er durchschaute mich sofort "Das beste Springblut?", er tat geschockt, musste gleichzeitig allerdings wieder grinsen. Ich gab mich geschlagen. "Quatsch, sowas würde ich doch nicht machen", sagte ich und musste auch ein wenig grinsen. "Mit dem wirst du alles springen können, da bin ich mir sicher. Selbst wenn er klein bleibt - Du bist ja auch nicht der Größte unter den Springreitern!" Ich lachte und klopfte ihm die Schulter, er jedoch machte das betroffenste Gesicht auf Erden. Diesmal fiel ihm nichts ein, zumindest nicht schnell genug. "Falls er klein bleibt, bleibe ich eben bei Pleasure und Yuno, die beiden reichen mir völlig aus!" "Soso", ich zog die eine Augenbraue hoch "Und was ist wenn die beiden in dieser Saison Dressur laufen sollen?" Er sah mich erschüttert an: "Nicht dein Ernst!" Diesmal kaufte er es mir ab. Ich lachte und er grinste wieder. Wir standen zusammen da und schauten uns die Fohlen gemeinsam an. Heute war ein anstrengender Tag. Gemeinsam mit Jodie, Marie und Janina haben wir den Größten Teil der Pferde bewegt bekommen, die anderen hatten heute einen Koppeltag. Das würde sicher auch nicht schaden. Doch bei der Masse an Tieren musste das individuelle Training sehr gut organisiert werden. Mittlerweile hatte jedes Pferd seinen Trainingsplan, den Jodie während ihrer Krankheit für jedes einzelne ausgeklügelt hatte. Das war wirklich hilfreich, und vor allem half es dabei, die Pausen besser zu timen. Der Abend verlief locker und entspannt. Wir grillten zusammen, lachten, tranken etwas (die Minderjährigen Reitbeteiligungen, die ebenfalls eingeladen warn, zu kommen, bekamen selbstverständliche nur alkoholfreie Getränke) und feierten unsere gemeinsamen Erfolge.
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    Gestüt von der Nordwacht
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    24 Feb. 2019
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    YUNO
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    Grunddaten:

    Name: Yuno
    Rasse: Trakehner
    Geburtsjahr: 2012
    Geschlecht: Stute
    Stockmaß: 1,72
    Farbe: Fuchs
    Abzeichen: 4x weiße Fessel, breite Blesse


    Besitzdaten:

    Besitzer: Flair
    Vorbesitzer: sadasha
    Ersteller: sadasha
    VKR: sadasha

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    Abstammung:

    von: unbekannt

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    Zuchtdaten:

    Zur Zucht zugelassen: Ja
    Gewinnerin der [SK 458] Alle Stuten
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    Richtspruch Exterieur:
    [folgt]

    Richtspruch Interieur:
    [folgt]


    weitere Zuchterfolge

    keine



    Zuchtdaten

    Stammt aus der Zucht: -
    Eingetragene Zucht: Gestüt von der Nordwacht

    Nachkommen:
    Nachkommen: keine

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    Charakter:

    Yuno ist eine eigensinnige Stute die konsequent, aber auch feinfühlig geritten werden muss.
    Sie hat große Springambitionen und erzielt auch in Distanzritten Erfolge. Ihre Zielstrebigkeit wird
    Yuno noch weit im Reitsport bringen. Aufgrund ihrer Veranlagung und ihres Charakters ist Yuno
    eine Bereicherung für die Zucht.

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    Ausbildungstand:

    Dressur: A

    Springen: S
    Gelände: S

    Distanz: L
    Rennen: E

    Western: E
    Fahren: E


    Schwerpunktdisziplinen: Springen
    Eignung: Springen, Gelande, Distanz, Dressur

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    Turnier- und Zuchterfolge:

    1. Platz beim 237. Distanzturnier
    2. Platz beim 308. Distanzturnier
    2. Platz beim 444. Springturnier
    3. Platz beim 447. Springturnier
    1. Platz beim 449. Springturnier
    3. platz beim 450. Springturnier
    3. Platz beim 318. Distanzturnier
    1. Platz beim 337. Militaryturnier
    2. Platz beim 319. Distanzturnier
    2. Platz beim 327. Distanzturnier
    3. Platz beim 359. Militaryturnier
    3. Platz beim 497. Dressurturnier


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