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Maleen

♛ Wednesday | ♀ | Shetlandpony

♛ Wednesday | ♀ | Shetlandpony
Maleen, 23 Okt. 2018
Dir, Wolfszeit und adoptedfox gefällt das.
    • Maleen
      Alte Berichte:
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      Tierarztbericht – Pferdeklinik & mobiler Tierarzt „Horse Heaven“ | Wednesday

      |09.04.2017 ©Möhrchen ( 2.389 Zeichen, 397 Wörter
      Seit einer Woche hatte meine Schwester wieder ein neues Pony auf der Küstenranch. In den letzten Tagen war ich sehr beschäftigt gewesen und hatte deshalb keine Zeit gehabt, aber heute machte ich mich gegen Mittag auf den Weg zu den beiden. Wie jedes neue Pferd sollte auch Wednesday gründlich durchgecheckt werden.
      Als ich auf dem Hof ankam, war meine Schwester gerade mit einem Halfter auf dem Weg zur Miniranch, um Wednesday zu holen. Ich umarmte sie zur Begrüßung und wir machten uns gemeinsam auf den Weg zu der kleinen Stute. Meine Schwester ging zu ihr, halfterte sie auf und führte sie zur Tür. Ich öffnete das Tor und ließ die beiden hinaus, dann hielt ich der kleinen Schimmelstute meine Hand hin, damit sie daran schnuppern konnte. Sie war zurückhaltend, aber neugierig und streckte mir zutraulich ihre Nase entgegen. Beim Führen zum Putzplatz zog sie noch etwas am Strick, aber meine Schwester hatte mir ihre Geschichte bereits erzählt und dafür war sie echt lieb.
      Am Putzplatz angekommen fing ich an, ihre Augen und Ohren zu kontrollieren. Auch ins Maul warf ich einen Blick und Wednesday ließ es artig geschehen. Dann tastete ich nach und nach ihre Hals- und Rückenwirbel ab und achtete dabei auf ihre Reaktionen. Sie zeigte keine Anzeichen von Schmerzen, auch als ich ihre Hufe nacheinander anhob, zog sie sie zwar einige Male weg, war aber insgesamt sehr artig.
      Ich bat meine Schwester, sie eine Runde im Schritt und Trab auf dem Hof zu führen, um mir ihre Bewegungen anschauen zu können. Wednesday folgte ihr zwar mit einigem Abstand und auch eher zögerlich, aber ansonsten brav. Ihre Bewegungen sahen zwar etwas verhalten aus, aber sie lief gleichmäßig und taktklar.
      Zurück am Putzplatz hörte ich noch ihre Lunge, ihr Herz und ihren Bauch ab, was sie trotz des unbekannten Gerätes sehr brav über sich ergehen ließ. „Das sieht doch alles sehr gut aus, es ist alles ok.“, sagte ich zu meiner Schwester und gab Wednesday zur Belohnung eine kleine Möhre. Begeistert kaute sie darauf herum und folgte uns dann zurück zur Miniranch.
      Ich blieb noch eine Weile auf der Küstenranch, half meiner Schwester bei der Stallarbeit und sah ihr bei der Arbeit mit den Pferden zu. Erst abends, als es schon lange dunkel war, machte ich mich wieder auf den Weg nach Hause.
      Die kleine Shettystute war nun bereits seit einem Monat auf meinem Hof und so langsam hatten wir uns zusammengefunden. Durch viele Spaziergänge und reichlich Bodenarbeit hatte ich Wednesdays Vertrauen gewonnen und seit einer Woche arbeiteten wir nun auch an der Langzügel- und Longenarbeit. Wednesday machte sich wirklich gut und ich war stolz, wie toll sie sich in der kurzen Zeit entwickelt hatte.
      Mit einem Halfter im Gepäck schlenderte ich zur Miniranch. Die drei Shettys verstanden sich prächtig mit den 3 Fohlen, worüber ich sehr froh war. Wednesday trabte gerade vergnügt mit Contia Socks über die Wiese, als sie mich am Tor stehen sah. Sie wusste genau, was ich von ihr wollte und lenkte den Kurs in meine Richtung. Etwas verwirrt eilte Socks hinter Wednesday her, bis beide Stuten erwartungsvoll vor mir standen. "Du musst aber hier bleiben", sagte ich zu Socks, während ich ihr den Hals kraulte. Nachdem ich einige Zeit mit den beiden geschmust hatte, halfterte ich Wednesday auf und führte sie durchs Tor. Für einen kurzen Moment versuchte Socks, sich mit durchs Tor zu mogeln, doch sie hatte schnell verstanden, dass sie keine Chance hatte. Am Putzplatz bürstete ich die grün-braunen Flecken aus Wednesdays Fell, kämmte ihre lange Mähne und den Schweif und entfernte sämtliche Steinchen aus den Hufen. Eine knappe halbe Stunde später waren wir gemeinsam auf dem Weg zum Trailplatz, auf dem ich Wednesday heute so einiges zeigen wollte. Bevor wir uns an einzelne Hindernisse machten, drehten wir eine große Runde über den Grasplatz und die Shettydame durfte sich alles in Ruhe angucken. In der Zirzensik waren wir in den letzten Wochen fleißig gewesen und neben dem Spanischen Gruß, hatte Wednesday auch das Drehen und das Kompliment gelernt. Zwar braucht sie ihre Zeit, um gewisse Dinge zu verstehen, aber sie hatte sich wirklich immer viel Mühe gegeben. Ich fragte alle drei Übungen noch einmal ab und Wednesday zeigte stolz, was sie in letzter Zeit gelernt hatte. Die anderen Hindernisse durfte sie sich in Ruhe angucken. Ich richtete sie rückwärts durch das Stangen-L, lies sie im Slalom um die Baumstämme laufen und kletterte die Treppen mit ihr hinauf. Als nächstes war das Podest an der Reihe, was für ein Shetty schon relativ hoch war. Aber auch diese Aufgabe meisterte Wednesday sehr gut und schon knappe zehn Minuten später stand sie mit allen Vieren auf dem Podest. Zufrieden kraulte ich ihr den Hals und gab ihr eine kleine Pause. Die letzte Station war der kleine See, der am Rande des Trailplatzes lag. Bis jetzt hatte Wednesday noch kein wasser kennengelernt, doch das sollte sich bald ändern, denn ich wollte in den nächsten Tagen einen ersten Spaziergang zum Strand mit ihr unternehmen. Skeptisch setzte sie einen Huf ins kühle nass und schreckte zurück, als das Wasser sich leicht bewegte. Ich hatte mir glücklicherweise Gummistiefel angezogen, sodass ich den ersten Schritt ins Wasser mit ihr zusammen machen konnte. Wednesday war zwar noch sehr unsicher, doch wir schafften es am Ende des Trainings, mit allen Beinen im flachen Wasser zu stehen. Damit gab ich mich fürs erste zufrieden und ich führte Wednesday zurück über den Trailplatz zum Putzplatz. Als ich mit einer Futterschüssel, gefüllt mit Äpfeln und Karotten, aus der Sattelkammer kam, schaute Wednesday mir neugierig entgegen. Ich öffnete den Knoten in ihrem Strick und schob die Schüssel vor ihre Füße. Wie ein kleiner Staubsauger hatte die Stute ihre Belohnung im Nu aufgefressen und ich konnte sie zurück zu ihren kleinen Herde bringen.
      Endlich war der Sommer auch bei uns im Norden angekommen. Die letzten beiden Tage war traumhaftes Wetter gewesen und auch heute schien schon früh am Morgen die Sonne. Nach vielen Terminen auf anderen Höfen in der letzten Woche, wollte ich mir heute ganz viel Zeit für meine Ponys nehmen. Die letzte Woche hatten My hope Nymeria, Rabea und Wednesday auf der großen Weide verbracht und durften das erste frische Gras des Jahres genießen. Vollgefuttert und völlig zufrieden hatte ich die 3 gestern Abend zurück in den Offenstall zu den Fohlen gestellt. Die drei hatten in dieser Woche ordentlich zugelegt und wir mussten uns nun dringend wieder ans abspecken machen. Mit Halftern im Gepäck machte ich mich also auf den Weg zur Miniranch. Die Fohlen hatten es sich in der morgendlichen Sonne gemütlich gemacht und auch Rabea, Nymeria und Wednesday genossen die Ruhe. Ich schnappte mir ein Shetty nach dem anderen und halfterte es auf. Das Arbeiten zusammen mit Nymeria, Wednesday und Rabea war schon lange kein Problem mehr, denn die drei verstanden sich super. Nebeneinander parkte ich die Ponys auf dem Putzplatz ein und striegelte erst Wednesday, dann Rabea und schließlich Nymeria. Nachdem ich die Hufe ausgekratzt, und den Schweif, sowie die Mähne gekämmt hatte, führte ich die drei Richtung Strand. Wednesday führte ich auf der linken Seite, Rabeas und Nymerias Strick hatte ich in der rechten Hand und Nymeria lief artig schräg hinter Rabea her. Wir liefen über den Deich und schließlich durch den tiefen Sand bis zum Wasser. Die kleine Cremellostute Wednesday war sofort mit allen vieren im Wasser und platschte vergnügt umher. Auch Rabea wagte sich nach kurzem zögern ins Wasser und streckte ihre Nase ins kühle Nass. Nymeria hingegen beobachtete die ganze Sache lieber mit etwas Sicherheitsabstand, denn das Wasser war ihr nicht ganz geheuer. Ich schlenderte mit den Shettys ein Stück den Strand entlang. Mit jedem Pony hatte ich in letzter Zeit fleißig an der Zirzensik gearbeitet und vor allem Wednesday hatte einiges an Stricks gelernt. Artig zeigte sie das Kompliment, den Spanischen Gruß, das Drehen und ihren neuen Strick, das Flehmen. Mit Rabea hatte ich vor einigen Tagen mit dem Plié angefangen und Nymeria hatte als ihren ersten Strick, das Küsschen geben, gelernt. Zufrieden gab ich jedem Pony ein Leckerli und wir machten uns nach guten 20 Minuten auf den Rückweg. Wir schlenderten zurück über den Deich, am Trailplatz vorbei uns schließlich zum großen Reitplatz, wo ich die drei freiließ. Im Nu hatten sich die Ponys in den Sand geworfen und kratzten sich das juckende Fell. Wednesday war die erste, die nach dem wälzten aufsprang und bockend in die andere Ecke des Reitplatzes rannte. Die anderen beiden sprangen vergnügt auf und preschten im vollen Galopp Richtung Wednesday. Ich trieb die Ponys mit meinem Strick etwas vorwärts und lenkte sie auf die rechte Hand. Rabea rannte vorne weg, doch die anderen waren ihr dicht auf der Fersen. Selbst Nymeria, die oft so unsicher und schüchtern war, kam richtig aus sich raus und schmiss die Hinterbeine in die Luft. Gute 10 Minuten tobten die drei über den Platz, bis ich versuchte, das Tempo etwas rauszunehmen und ihnen eine kurze Verschnaufpause gönnte. Während die Ponys kurz durchatmeten, baute ich ein kleines Cavaletti bei E auf. Ich trieb die drei wieder nach außen und schickte sie über das Hindernis. Nymeria und Wednesday überquerten mit einem eleganten Hüpfer den Sprung, Rabea hingegen schummelte sich rechts am Cavaletti vorbei. In der nächsten Runde achtete ich besonders auf Rabea, die nach kurzem Abstoppen zögerlich über den Sprung hüpfte. Nymeria lief inzwischen wie ein kleines Uhrwerk und drehte brav ihre Runde. Nach einem Handwechsel und weiteren Runden parierte ich die drei durch, ließ sie noch kurz traben und holte sie dann zu mir in die Mitte. Es war im Gegensatz zu den letzten Wochen ziemlich warm, die Ponys hatten teilweise noch etwas Winterfell und alle drei waren etwas nassgeschwitzt. Ich nahm die Ponys an die Stricke und führte sie einige Runden im Schritt über den Platz, bis sie nicht mehr ganz so schnauften. Nachdem ich noch für jeden einen Apfel vom Apfelbaum gepflückt hatte, brachte ich die drei wieder zurück zu den anderen. Am Tor erwartete uns schon Nabiri, die ihre Herde sichtlich vermisst hatte. Auch Contia Socks und Devils Trap kamen neugierig nach vorne getrabt, als sie uns bemerkten. Zufrieden sah ich meiner Shetty- und Fohlenbande noch einige Minuten zu, bis ich mich ans Abäppeln des Offenstalls machte.
      Frische 7 Grad und ein kalter Wind kamen wir entgegen, als ich heute morgen die Tür öffnete. Nun war endgültig Herbst geworden, dachte ich mir. Ich zog meine Jacke bis oben zu und spazierte auf meinen Hof hinaus. Auf den ersten Blick war alles friedlich: Die Shettys hatten sich noch in ihrer Hütte verkrochen, die Stuten knabberten bereits am Heu und im Aktivstall holten sich die ersten Pferde ihr Frühstück am Futterautomaten ab. Durch den Sturm heute Nacht war so einiges weggeflogen und so machte ich mich daran, umgekippte Schubkarren, heruntergefallene Halfter und herumliegende Besen wieder einzusammeln.
      Nachdem ich alles wieder in Ordnung gebracht hatte schnappte ich mir ein Halfter und schlenderte zur Mini Ranch. Als erstes war heute Wednesday an der Reihe. Die kleine Shettystute folgte mir artig bis zum Putzplatz, wo ich sie erst einmal gründlich putzte. Wednesday hatte sich in letzter Zeit echt gut gemacht und war bereits bei ihren ersten Fahrturniere platziert worden. Ihre vier gewonnen Schleifen zierten nun das Reiterstübchen und ich war stolz darauf, dass ich es so weit mit ihr geschafft hatte. Vor der Kutsche lief es mit ihr schon richtig gut, von der Longenarbeit hingegen war sie noch nicht ganz so überzeugt. Passt ihr etwas nicht, buckelt sie gerne mal los, ändert die Richtung oder beschließt, stehen zu bleiben und nichts mehr zu tun. Deshalb hatten wir den Fokus nun auf die Longenarbeit gesetzt und übten nun regelmäßig an dem Problem.
      Der Sturm hatte sich zwar im Gegensatz zu heute Nacht etwas gelegt, doch es wehte immer noch eine ziemlich starke Briese aus Richtung Meer. Das war allerdings kein Grund, das Training in die Halle zu verlegen und so führte ich sie auf den großen Reitplatz, der von dem Regen der letzten Tage noch ziemlich matschig war. Auf dem Zirkel bei C baute ich einige Trabstangen und ein kleines Cavaletti auf. Doch bevor wir uns daran machen konnten, wärmte ich meine Stute erst einmal auf dem anderen Zirkel bei A ordentlich auf. Neugierig schielte Wednesday nach außen. Alles war interessant, nur ich nicht, die sich in der Mitte Mühe gab, die Aufmerksamkeit vom Pony auf sich zu ziehen. Nach einigen Handwechseln, die ausnahmsweise mal gut klappten, blieb die Stute plötzlich stehen. Ich versuchte sie, mit meiner Stimmer und mit Hilfe der Peitsche vorwärts zu schicken, doch vergebens. Wednesday hatte nun beschlossen, dass sie genau dort stehen blieb und bewegte sich kein Stück mehr vorwärts. Langsam wurde ich energischer und knallte meine Peitsche auf den Boden. "Du verarschst mich nicht du kleines Monster", sagte ich bestimmt und zog leicht an der Longe. Endlich reagierte Wednesday und lief wieder los. Allerdings nicht so wie ich es mir gedacht hatte, in einem gesitteten Schritt, sondern im vollen Galopp. Der Matsch spritze mich und mein Pony von oben bis unten voll, während Wednesday wie eine beknackte um mich herum rannte und ich versuchte, die Longe zu sortieren und mein Ponys irgendwie wieder anzuhalten. Nach vielen runden Galopp konnte ich sie schließlich wieder durchparieren. "Damit hatte es sich wohl mit unserer Aufwärmphase auch erledigt", dachte ich laut. Um einen weiteren Ausraster zu verhindern, ging ich auf den anderen Zirkel und ließ sie im Trab über die Stangen laufen. So oder so ähnlich erfolgreich sahen auch unsere letzten Longierversuche aus. Mir war es wirklich ein Rätsel, warum sie an der Longe so aufführte, obwohl sie sonst im Umgang eigentlich total lieb und einfach war. Ich beschloss, es einfach weiter zu probieren und versuchte sie mit den Trabstangen und dem Cavaletti zu beschäftigen. Und tatsächlich trabte Wednesday artig über die Stangen und machte einen eleganten Hüpfer über den kleinen Sprung. Vielleicht war ihr Longieren auch einfach nur zu langweilig? Oder sie sah keinen Sinn darin, Runde für Runde um mich herum zu laufen, während ich faul in der Mitte stand? Ich hoffte sehr, dass ich das Rätsel irgendwann lösen kann. Bis dahin hieß es Durchhalten und es weiterhin zu versuchen, bis ich herausgefunden hatte, worin das Problem lag.
      Das restliche Longieren verlief ohne große Vorfälle. Wednesday versuchte noch einige Male umzudrehen und drehte noch ein paar Runden buckelnd im Galopp um mich herum. Auch wenn die letzten Male Longieren teilweise noch chaotischer waren, hatten wir nicht wirklich Fortschritte gemacht. Die letzten Runden hingegen waren für unsere Verhältnisse sehr gesittet und so machte ich kurz darauf Feierabend.
      Was für ein Jahr! Im Januar hatte ich mir meinen Traum von einem eigenen Hof erfüllt. Gleich an Neujahr hatte ich mit meiner Familie und meinen Freunden angefangen die ersten Ställe zu renovieren. Den ganzen Januar durch hatten wir Tag und Nacht geschuftet: Die Halle bekam einen neuen Boden, die Boxen wurden gestrichen und das Reiterstübchen wurde komplett renoviert. Wir karrten Haufenweise neuen Sand auf die Paddocks und in die neu gebauten Unterstände und auch eine große Liegehalle für den Aktivstall bauten wir alle gemeinsam. Doch die ganze Arbeit hatte sich mehr als gelohnt und dank meiner vielen Helfer konnte ich am 23. Januar meine erstes eigenes Pony auf die Küstenranch holen: Lumikello durfte als erstes Pferd in den neuen Aktivstall ziehen. Ich war stolz wie Oskar und verbrachte Stunden damit, Lumi im neuen Stall zu beobachten. Wir wurden schnell zu einem guten Team und auch heute, fast ein Jahr später, kann ich mich wirklich glücklich mit ihm schätzen. Natürlich sollte Lumikello nicht alleine bleiben und so kaufte ich schon drei Tage später einen Freund für ihn. Fallen Godness und Lumi verstanden sich auf Anhieb und auch ich war zufrieden mit dem jungen Hengst. Leider merkte ich mit der Zeit, dass Fallen und ich nicht wirklich zusammenpassten, sodass ich ihn im Sommer an meine Schwester verkaufte.
      Auch die Shettystute Rabea und der Falabellahengst Treebeard zogen bald darauf bei mir ein, genau wie Tinkerstute Ramira. Doch fünf Pferde waren mir noch nicht genug, sodass ich regelmäßig neue Pferde auf meinem Hof begrüßen durfte. Mit Lamiro hatte ich einen perfekten besten Freund für Treebeard gefunden, denn die zwei sind seid Lamiros Ankunft unzertrennlich. Auch Rabea sollte natürlich eine kleine Herde bekommen, und so erweiterte ich die Miniranch und kaufte My Hope Nymeria. Im März nahm ich dann eine neue Herausforderung an und kaufte mir die beiden Fohlen Devils Trap und Nabiri, die den Stuten auf der Miniranch Gesellschaft leisten durften.
      Ich lebte mich immer mehr auf meinem Hof ein und der Alltag mit und bei den Pferden spielte sich so langsam ein. Während ich mich zwischendurch immer wieder auf die Reise quer durch Europa machte, um meinem Beruf als Trainerin nachzugehen und mir ein bisschen Geld zu verdienen, konnte ich die Pferde problemlos einige Tage alleine lassen, in denen sich eine Freundin von mir um die Fütterung der Pferde kümmerte. An den Wochenenden fuhr ich immer regelmäßiger zu Turnieren und holte erste Schleifen und Siege auf die Ranch, die ich stolz im Reiterstübchen aufhängte.
      Im April zogen dann Wednesday, Contia Socks, sowie Lady Felize auf meinen Hof. Mit Lady Felize hatte ich einen sehr guten Fang gemacht. Wir trainierten jeden Tag, bestritten jede Woche teilweise mehrere Turniere und holten einen Sieg nach dem anderen. Im September erlebte ich dann das Highlight des Jahres: Felize Körung! Ich konnte es kaum glauben, wie gut sie sich innerhalb von einem halben Jahr bei mir entwickelt hatte und konnte sie voller Stolz mein erstes gekröntes Pferd nennen. Doch auch Harvey, die zusammen mit Miss Monty und Rumkugel im Mai auf meinen Hof zog, machte sich im Turniersport sehr gut und ich war mir sicher, dass auch sie es Anfang nächsten Jahres zur Krönung schaffte.
      Im Juni wurde die Miniranch durch Funny Sugar noch einmal aufgemischt und auch die Stutenherde war mit Jule nun endlich komplett. Ich nahm nicht nur mit Harvey und Lady Felize an Turnieren teil, sondern auch die Shettys überraschten mich wieder, indem sie einige Siege in Fahrturnieren absahnten. Mit dem Kauf von Burnout erhoffte ich mir ein weiteres Turnierpferd und ich war mir ziemlich sicher, dass ich 2018 mit ihm durchstarten kann. Im Oktober zog dann mein letztes Pferd für dieses Jahr ein. Lewitzerhengst Leon hatte es mir total angetan und ich bereute es auf keinen Fall, ihn zu mir geholt zu haben.
      Ich war nicht nur stolz darauf, was ich innerhalb eines Jahres alles erreicht hatte, sondern auch überglücklich, jedes einzelne dieser Pferde zu besitzen. Das Jahr 2017 war wirklich überaus perfekt und ich freute mich schon riesig darauf, im neuen Jahr sowohl als Trainerin, als auch als mit meinen Pferden, durchzustarten. Mal sehen, was 2018 so mit sich bringt!
      Pünktlich um 6 Uhr am Morgen klingelte mein Wecker. Ich schaltete das laute Piepen aus und blieb noch einen Moment liegen. Dann wälzte ich mich auf die rechte Seite und griff nach meinem Smartphone, um meine Neuigkeiten zu checken. Ich öffnete meine Wetter-App. Sonne, Sonne und noch mehr Sonne, dachte ich. Heute Nachmittag zeigte mein Handy über 30 Grad an. Ich musste mich schleunigst an die Arbeit machen, um zumindest die Stallarbeit zu erledigen, bevor die Temperaturen anstiegen. Nach einem schnellen Besuch im Badezimmer schlenderte ich nach draußen. Ich füllte zuerst bei den Stuten, dann bei den Hengsten und schließlich auch bei den Minis das Wasser auf und befüllte die Heuraufen und -netze mit frischem Heu. Danach äppelte ich die Sandflächen in den Offenställen und im Aktivstall ab und harkte das auf dem Boden liegende Heu zu einem Haufen zusammen. Schon jetzt war die Luft ziemlich schwül und ich kam ordentlich ins Schwitzen. Doch ich hatte noch viel vor und nach einer kurzen Trinkpause machte ich mich daran, die Ponys zu beschäftigen.
      Zuerst brachte ich die Aktivstall-Hengste, die den heutigen Vormittag auf der großen Wiese verbringen durften, nacheinander auf die andere Straßenseite. Leon und Burnout machten den Anfang, danach folgten Rumkugel und Lumikello. Den vieren war die Freude sichtlich ins Gesicht geschrieben, denn sie stürzten sich begeistert auf das frische Gras. Ich hängte die Halfter zurück an ihren Platz und holte Felize Dressursattel, Trense und Putzzeug aus der Sattelkammer und stellte diese an den Putzplatz. Für Lady Felize stand heute lockeres Dressurtraining auf dem Plan. Im Nu hatte ich die Stute geputzt und gesattelt und saß schließlich gegen 10 Uhr im Sattel. Obwohl ich viele Schrittpausen machte und das Programm ans Wetter anpasste, war Felize bei den Temperaturen nach dem Training ordentlich nassgeschwitzt. Ich nahm ihr den Sattel mit der vollgeschwitzten Schabracke ab und duschte die Stute am Waschplatz. Kaputt aber zufrieden schmiss Felize sich sofort in den Sand, als ich sie zurück zu ihren Freundinnen brachte. I
      nzwischen war die Mittagszeit angebrochen und die Sonne stand schon ziemlich hoch. Auch ich brauchte dringend eine Abkühlung und so zog ich mir eine kurze Hose an, schnappte mir Ramira, Miss Monty und Nabiri und machte einen Spaziergang an den Strand. Artig folgten die drei mir am Strick bis zum Wasser. Monty stürzte sich sofort ins kühle Nass und plantschte drauf los. Ramira musste sich erst einmal an das kalte Wasser gewöhnen und tastete sich langsam immer weiter rein. Nabiri hingegen war eher nicht so begeistert von der ganzen Sache, doch war am Ende durch Montys Rumgeplansche unfreiwiligerweise genauso nass wie die anderen. Ich versuchte noch ein Stückchen am Wasser entlang zu gehen, doch das gestaltete sich mit drei Pferden, die alle unterschiedlichen Mist im Kopf hatten, eher schwierig. Nachdem Monty sich noch genüsslich im Sand paniert hatte, machten wir uns auf den Rückweg.
      Zurück auf dem Hof holte ich die Hengste von der Weide. Zwar wären die vier wahrscheinlich gerne noch länger dort geblieben, doch einen ganzen Tag Gras waren sie nicht gewohnt. Doch das war auch ganz gut so, denn so konnten Funny Sugar, Contia Socks, Rabea, My hope Nymeria und Wednesday den Nachmittag auf der Weide verbringen. Nachdem ich die fünf in zwei Etappen zur Weide geführt hatte, gönnte ich mir eine kleine Mittagspause und setzte mich mit einem Salat und einer kühlen Cola in den Schatten. In der Sonne war es nun kaum auszuhalten und auch die Ponys suchten auf ihren Weiden und Paddocks nach Schatten. Durch die Reithalle lag der kleine Reitplatz zum Glück im Schatten und so konnte ich dort nach der Mittagspause ein wenig Bodenarbeit machen. Tinkerstute Jule hatte inzwischen viel Freude an der Bodenarbeit entwickelt und selbst bei diesem Wetter war sie konzentriert bei der Sache. Wir übten ein paar Zirkuslektionen und das Seitwärtsgehen über eine Stange. Nach einer guten halben Stunde lobte ich Jule zufrieden, duschte ihr die Beine und brachte sie zurück zu den Stuten.
      Ich holte das Halfter für Devils Trap aus der Sattelkammer und holte das kleine Shettyfohlen vom Paddock. Devil hatte bis vor kurzem noch panische Angst vor Wasser und so übten wir nun jeden Tag abwechselnd mit dem Wasserschlauch und der Nordsee. Inzwischen bleibt Devil schon ruhig stehen, wenn ich ihr mit dem Wasserschlauch die Beine abspritze. Und auch ins Meer traute sie sich Stück für Stück immer weiter rein. Bei der Hitze heute wollte ich versuchten, Devil komplett abzuduschen und war gespannt, wie sie reagieren wird. Ich begann an den Hufen und tastete mich von dort immer weiter nach oben. Devil guckte etwas skeptisch doch langsam merkte sie, dass das kühle Wasser an ihrem Bauch doch ganz angenehm sein kann. Ich gab ich zur Belohnung ein Stück Karotte und spritzte dann vorsichtig ihre Brust ab. Devil zuckte kurz zusammen, doch duldete dann mein Vorhaben, ohne sich auch nur einen Zentimeter zu bewegen. Das sollte für heute erst einmal reichen. Ich schaltete das Wasser ab und kraulte Devil den Hals. Zusammen mit Nabiri stellte ich sie auf den Springplatz, wo die beiden den restlichen Tag den Rasenmäher spielen durften.
      Als nächstes kümmerte ich mich um Lamiro und Treebeard. Ich putze die beiden, baute Zügel an Lamiros Halfter und schwang mich auf seinen Rücken. Mit Treebeard als Handpferd ritt ich Richtung Strand. Bei Lamiro war ich mir inzwischen hundertprozentig sicher, dass ich ihm auch ohne Sattel und Trense am Strand vertrauen konnte. Ich ritt in einem gemütlichen Schritt im flachen Wasser am Strand entlang. Treebeard blieb ab und zu stehen und steckte seine Nase ins Wasser, trabte dann aber immer wieder direkt seinem großen Freund hinterher. Ich ritt noch ein kleines Stück weiter ins Wasser herein und die beiden Ponys fingen an, sich gegenseitig nass zu machen. Auch ich blieb auf Lamiros Rücken natürlich nicht trocken, doch das war eine wunderbare Abkühlung. Nachdem wir alle drei ordentlich nass waren, ritt ich zurück zum Hof und brachte die beiden wieder in den Offenstall. Ich füllte noch einmal alle Tränken mit frischem Wasser, brachte den Pferden neues Heu und ging schließlich ins Haus, um mir etwas trockenes anzuziehen.
      Nach dem Abendbrot holte ich die fünf Minis von der Weide. Inzwischen war es glücklicherweise nicht mehr so warm und die Sonne verschwand so langsam am Horizont. Perfekt, um noch einen kleinen Ritt mit Harvey einzulegen. Rasch holte ich die Sachen aus der Sattelkammer und machte das Pferd fertig. Pünktlich zum Sonnenuntergang stieg ich auf dem großen Reitplatz in den Sattel. Harvey hatte vor kurzem die Stutenkrönung geschafft und ich hatte das Gefühl, dass sie seitdem nochmal einen großen Schritt nach vorne gemacht hatte. Ihre Gänge waren wunderschön und auch die Leistung unterm Sattel konnte sich sehen lassen. Nicht nur als Turnierpferd, sondern auch als Freizeitpferd machte sie mich jeden Tag aufs neue wieder stolz. Das Dressurtraining mit ihr rundete diesen, wenn auch ziemlich heißen und anstrengenden, aber wunderschönen Tag perfekt ab. Nachdem ich Hervey versorgt und Devil und Nabiri zurück zu den anderen gestellt hatte, machte ich noch einmal einen Rundgang über den Hof und viel schließlich todmüde und völlig fertig in mein Bett!
      Nach einer gefühlten Ewigkeit hatte ich heute endlich mal wieder einen freien Sonntag und ich freute ich riesig darauf, den Tag auf meinem Hof mit den Pferden zu verbringen. Pünktlich um 7 Uhr klingelte mein Wecker. Ich machte mir Frühstück und war kurze Zeit später gestärkt und mit Stallklamotten draußen bei den Pferden. Bevor ich mich an die Stallarbeit machte, brachte ich Rumkugel, Burnout, Lamiro und Treebeard auf die Weide, denn die vier Hengste hatten heute Pause und durften den Sonntag auf der großen Weide verbringen.Die anderen Pferde wurden von mir mit frischem Wasser und Heu versorgt, dann machte ich mich ans Absammeln der Paddocks und mistete die Unterstände aus. Kurz vor 10 Uhr war ich fertig mit der Stallarbeit und machte mich ans Training.
      Zum Einstieg des Tages hatte ich etwas Springtraining mit Leon geplant. Der junge Lewitzerhengst hatte diese Saison einige Schleifen und Siege mit nach Hause gebracht und ich freute mich total, ihn schon bald auf einer Körung vorzustellen. Auch wenn seine Turniersaison bereits vorbei war, mussten wir natürlich bis zur Körung im Training bleiben und so ging ich regelmäßig mit ihm auf den Springplatz oder ins Gelände. Inzwischen war Leon, trotz seiner Größe, zu einem echten Springprofi geworden und das Training mit ihm machte jedes Mal aufs Neue wieder Spaß. Zum Aufwärmen drehte ich eine „Hofrunde“, so nannte ich die zehnminütige Ausreitrunde einmal um den Hof herum. Wir machten uns im Trab und Galopp auf dem Springplatz warm, bevor ich mit dem Springen begann. Leon war wirklich sehr zuverlässig beim Springen und ich konnte mir immer sicher sein, dass er den Absprung noch rettete. Nach einer guten Stunde machte ich zufrieden Feierabend und brachte Leon zurück auf den Paddock. Ich schnappte mir Funny Sugar und Zenja, denn die beiden hatten heute Nachmittag die Aufgabe den Springplatz zu mähen und ich war mir sehr sicher, dass die beiden jungen Stuten dieser Aufgabe gewachsen waren.
      Nach einer kleinen Mittagspause schnappte ich mir My Hope Nymeria, Nabiri und Contia Socks, um mit den drei Stuten eine Runde spazieren zu gehen. Ich halfterte alle drei auf und machte mich auf den Weg Richtung Strand. Zum Glück war gerade Ebbe und so konnten wir gemütlich durchs Watt spazieren. Die Ponys blieben völlig entspannt und trotteten neben mir her. Wir liefen durch einige Priele, drehten schließlich um und liefen zurück Richtung Hof. Nach einer guten Dreiviertelstunde standen die drei wieder auf dem Paddock. Nachdem ich Devils Trap eine halbe Stunde lang longiert hatte, machte ich Lady Felize und Jule bereit für einen Ausritt. Jule hatte sich in letzter Zeit als gutes Handpferd entpuppt und so konnte ich bei einem Ausritt gleich zwei Pferde bewegen. Wir drehten eine Runde durch den Wald, trabten kleine Feldwege entlang und gaben auf einem Stoppelfeld in der Nähe des Hofs so richtig Gas. Erschöpft aber zufrieden kehrten wir zum Hof zurück, wo ich beiden Pferden eine große Portion Müsli gab. Auch ich hatte jetzt erst einmal genug Action und so longierte ich erst Lumikello und dann Miss Monty. Während Lumi es eher gemütlich anging und sich etwas zögerlich von mir über die Trabstangen bitten ließ, konnte ich Monty vor lauter Energie kaum stoppen. Das war eindeutig ein Zeichen, dass ich öfter etwas mit ihr machen musste und genau das nahm ich mir auch für die nächsten Wochen vor.
      Inzwischen war es schon ziemlich spät und ich legte eine kleine Pause im Haus ein, um Abendbrot zu essen. Doch es waren noch längst nicht alle Pferde bewegt und so sattelte ich nach dem Abendbrot meine Tinkerstute Ramira, um mit ihr etwas auf dem Reitplatz zu arbeiten. Sie war inzwischen seit eineinhalb Jahren bei mir und ich war wirklich stolz auf ihre Entwicklung. Zwar hatte Ramira viel Zeit zum Lernen gebraucht, doch ich hatte ihr die Zeit gerne gegeben. Nicht nur unterm Reiter hatte sie sich deutlich verbessert, sondern auch ihr Charakter hatte sich in letzter Zeit stark zum positiven entwickelt. Für nächstes Jahr hatte ich mir vorgenommen Ramira einzufahren und war sehr gespannt, ob wir eventuell bald unser erstes Turnier melden konnten. Zum Abschluss eines wunderbaren Tages mit meinen Pferden schnappte ich mir die beiden Shettydamen Wednesday und Rabea, sowie meine bereits gekrönte Stute Harvey, und machte mich ein letztes Mal für heute auf den Weg zum Strand. Gemütlich liefen wir dem Sonnenuntergang entgegen und die Pferde plantschten in der Nordsee, bis die Sonne schließlich am Horizont verschwand.
      Am Abend holte ich die vier Hengste von der Weide zurück auf die Paddocks und auch Funny und Zenja durften zurück in ihre Herde. Ich füllte noch alle Raufen mit frischem Heu und füllte die Tränken mit Wasser, dann machte ich mich völlig erschöpft aber sehr zufrieden mit dem Tag auf den Weg ins Bett. Was ein Tag!
    • Maleen
      Es wird wärmer - Sonntag, 17. Februar 2019
      POV: Hunter
      Ganz langsam wurde es in Italien wärmer und das Wetter besser, das zog alle nach draußen sodass der Hof nicht mehr wie ausgestorben wirkte. Ende letzten Jahres waren ein paar neue Vierbeiner zu uns gekommen, die sich mittlerweile prima eingelebt hatten.
      Auf meinem Weg den Hügel hinunter zur Weide der Ponystuten, machte ich halt bei Liara. Dass sie ein Pony aus dem Tierschutz war, sah man ihr überhaupt nicht mehr an. Der Beritt tat ihr sichtlich gut und auf Turnieren war sie regelmäßig ganz vorn mit dabei. Neugierig kam sie zu mir als sie mich am Zaun ihres Paddocks entdeckte, sie schien darauf zu warten dass sie wieder etwas tun drufte. Ich strich ihr kurz über die Stirn und kraulte sie hinter ihren Ohren, dann ging ich weiter.
      Es dauerte ein paar Minuten bis man die Ponyweide erreichte, da sie etwas weiter vom Stall entfernt war. Aber das machte nichts, der Weg dorthin war inzwischen nicht mehr matschig und ich genoss das schöne Wetter.
      Noch bevor ich den Zaun erreichte starrten mich einige interessierte Augen an, ganz vorne natürlich Funkenflug di Royal Peerage, die es mittlerweile wohl echt satt hatte ohne ihre Mädels bei den Pony herum zustehen. Gleich dahinter Chatana und Wednesday, nur Happy Steffi schien sich nicht so sehr zu interessieren und graste etwas Abseits. Nachdem ich über den Zaun geklettert war, gab es wie immer für alle zur Begrüßung ein Stückchen Apfel. Ich schaute mir alle Stuten an um zu sehen ob sie in Ordnung waren und von Funkenflug ließ ich mir zur Übung kurz die Hufe geben. Dann gab es zum Abschied noch einige Streicheleinheiten und ich verschwand wieder in Richtung des Hofs.
    • Maleen
      Farbwechsel - Freitag, 25. Oktober 2019
      POV: Hunter
      Merken wir uns schonmal für die Zukunft: Niemals ein helles kleines Pony ohne Decke auf den matschigen Paddock stellen. Statt eines Cremellos hatte ich einen Dunkelbraunen vor mir stehen, Wednesday hatte sich für eine Ganzköper Schlammpackung entschieden und war nicht wiederzuerkennen. Da der Dreck teilweise noch nass war, entschied ich mich dazu erstmal nur das Langhaar zu bearbeiten. Mit diversen Bürsten gab ich mein Bestes den Dreck rauszubürsten, sehr erfolgreich war ich leider nicht. Die Mähne verblieb in einem grau braunen Farbton und war weit entfernt davon creamfarben zu sein und der Schweif war kaum zu bändigen. Also ließ ich es bleiben und entschied mich zu warten biss der Matsch getrocktet war. Die Mähne bekam ein paar hübsche Zöpfchen, damit nicht gleich alles wieder verknotete und aus dem Fell bürstete ich abschließend noch den gröbsten Dreck heraus.
    • Maleen
      Der Frühlung kommt - Dienstag, 17. März 2020
      Jamie

      Ameno, Aphelion, Rosenkavalier di Royal Peerage, Arec di Royal Peerage, BS' Je'taime, Wanita Iblis, Funkenflug di Royal Peerage, Cinja, Lykke, Jejota, Rosemaiden di Royal Peerage, Wednesday, Chatana, Yukiko di Royal Peerage, Lune di Royal Peerage

      In meiner Heimat könnte man jetzt wohl sagen 'Löppt'.
      Ja, derzeit lief bei uns wirklich alles gut, die Weiden waren endlich wieder nutzbar und die Pferde genossen die ersten Stunden in Freiheit, auch in Sachen Zucht und Verkauf lief es bestens. Das erste Fohlen in diesem Jahr war bereits knapp einen Monat alt und hatte genauso viel Charme wie ihre Mutter Yuki. Einige Pferde hatten ihre lang ersehnte Zuchtzulassung bekommen einige andere stehen in den Startlöchern für die nächste Zuchtshow. Auch zwei oder drei Pferde würden uns in den nächsten Wochen wieder verlassen, für sie hatte das Schicksal anderes geplant als das gemühtliche Leben auf Royal Peerage. Ich bin gespannt ob wir diesen Pferden irgendwann nochmal über den Weg laufen und sie im internationalen Sport antreffen werden.
      Auf den Koppeln herrschte derzeit zwar noch ein bisschen Chaos, weil sowohl die Großen als auch die Ponys sich eine Weide teilen mussten. Für die genaue Aufteilung der großen Weideflächen und die Zusammensetzung der kleinen Herden müsste ich mich nochmal mit Jenna und Blake zusammensetzen. Die beiden wussten genau welche Pferde zusammen harmonieren und welche eher weniger. Außerdem hatte Blake immer im Blick welche Pferde gerade im Training waren und deshalb näher am Stall stehen mussten. Die Stuten behamen sich zum Glück alle vorbildlich in ihrer großen Gruppe, bei den Hengsten gab es ein paar kleine Kloppereien, vor allem die Ponyhengste wollten sich nicht so leicht unterbuttern lassen. Für kurze Zeit musste das alles aber nun so funktionieren.
      Ich ließ mir ein paar Minuten die warmen Sonnenstrahlen ins Gesicht scheinen während ich die Stuten beobachtete und freute mich auf die nächsten Fohlen und meine zukünftige Welshzucht.
    • Elsaria
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      Hufschmiedbesuch für Wednesday und Little Pirate am 26.4.20
      Zwar war ich noch in Schweden, sollte aber nach italien um 2 Schettys die Hufen zu kürzen. Ich hatte alles schon geplant und flog dann von Schweden aus nach Italien. Dort wurde ich schon von meiner langjährigen Kundin Jamie Lewis empfangen. " Guten flug gehabt?!" erkundigte sie sich. " Ja keine probleme!" sagte ich. Während wir in den Stall gingen erzählte Jamie von mir etwas über Wednesday. Die Stute kannte so rein gar nichts, wurde stehts herumgereicht wie ein Wanderpokal. Sie sei noch bei allem unsicher. Ich fand das schrecklich, ich bat Jamie mir dabei zu helfen, da bräuchte ich jedenfalls wirklich jemand der mir die Hufen der Stute hochhielt. Sie willigte ein. Wir beschlossen mit der kleinen süßen Fellkugel anzufangen. " Wie macht sich luna beim Makeover?" erkundigte Jamie sich. " Erstaunlicherweise ganz gut, die Stute wurde wohl etwas falsch beschrieben, oder sie haben schon einen draht zu einander!" erzählte ich. Jamie hob den ersten rechten vorderhuf auf und redete beruhigend ein. Ich knipste das lange horn weg und feilte wieder rund. Dann schaute ich mir den huf genauer an. die Festigkeit stimmte keine risse ,kein abzess oder fäule. Dann ging es nach hinten. Dort zapptelte Wednesday etwas rum doch mit gutem Zureden stand sie wieder ruhig und so konnte ich auch diesen Huf kürzen. ich lobte die kleine Stute mit einem Möhrenstück. Sie sollte den Hufschmied in guter erinnerung behalten. Dann ging es nach vorne. Wir hoben das linke vorderhuf auf und da sah ich schon eine beginnende Stahlfäule, ich schnitt den Huf schön aus, und legte gleich eine Tinktur für die Fäule an. Das ist in 2 Tagen wieder weg, wir haben es rechtzeitig erkannt. Dann gingen wir zum letzten huf, dort machte ich meine arbeit schnell. Als die hufen gekürt waren fettete ich diese noch ein und lobte die hübsche. Sie war richtig brav gewesen. Jamie brachte sie weg und kam mit einem wunderschönen rappigen fellknäul wieder. " Das ist Little Pirate!" stellte sie mir den Schettyhengst vor. da er bereits alles kannte konnte ich den kleinen selbst machen. " Er steht dann hinten links dritte box! ist aber angeschrieben!" sagte sie und übergab mir den kleinen. Ich band ihn an und hob den ersten Huf auf und knippste das lange horn ab, ich feilte die ränder wieder rund und ging zum hinterhand. Dort wiederholte ich die Arbeitsvorgänge und ging dann nach vorne auf die linken seite. Little Pirate stand brav da hin und wieder schrubbte er seinen kopf an mich, den ich dann wieder sanft beiseite schob. " Ich bin kein Kratzbaum!" lachte ich und machte mich ans werk um das 3 bein zu bearbeiten. Danach kam hinten der letzte Huf und nun musste ich nur noch noch einfetten. Ich lobte den kleinen Zwerg und brachte ihn wieder in seine Box. Dann machte ich meinen arbeitsplatz sauber und flog wieder zurück nach Schweden, da wartete Nachtschatten und luna auf mich.
    • Maleen
      SK 469 - Donnerstag, 23. Juli 2020
      Jamie
      Wednesday ließ sich von dem ganzen Trubel um sie herum überhaupt nicht beeindrucken, sie hatte die Ruhe weg und war den Weg vom Hänger hin zum Platz völlig entspannt neben mir gelaufen. Auch jetzt stand sie ohne zu zucken neben mir und war eher an der Blumendeko interessiert, als an all den Menschen, die auf dem Platz und darum herum verteilt waren.
      Wir betraten den Platz, ich grüßte die Richter und führte Wednesday zunächst eine ganze Bahn auf der rechten Hand. Die Richter standen in der Mitte und verfolgten unseren Weg, hier und da schrieben sie sich etwas auf und dann schauten sie wieder auf meine Shetlandstute. Nach der ganzen Bahn wendete ich ab und ging näher an die Richter heran. Hier stellte ich Wednesday für die Exterieurbeurteilung auf, wir hatten das bereits einige Male geübt und so ließ sie sich schnell in die richtige Position bringen. Nachdem die Richter mit das Okay gegeben hatten, richtete ich Wednesday ein paar Schritte rückwärts und ließ sie anschließend eine Vorderhandwendung machen, damit die Richter nun auch ihre andere Seite begutachten konnten. Während sich auf dem Platz ein paar Helfer verteilten, die gleich dafür sorgen sollten dass Wednesday im Freilauf den richtigen Weg lief, führte ich die Stute noch ein weiteres Mal auf dem Hufschlag herum, diesmal auf der linken Hand.
      Als alle bereit standen, löste ich den Strick von der Trense und ließ Wednesday laufen. Zunächst trabte sie und ließ sich von den Helfen auf den Zirkel lenken, hier und da kamen ein paar Galoppsprünge dazwischen, aber sie fand immer wieder schnell in den Trab zurück. Als sie dann endlich dazu aufgefordert wurde zu galoppieren flitze sie nur so durch den Sand. Das machte eine Beurteilung nicht gerade leicht, aber nach ein paar Runden entspannte sie sich etwas und reduzierte das Tempo. Nun stellten die Helfer sich um, machten ihr den Weg frei um aus dem Zirkel die Hand zu wechseln und Wednesday machte es wie die Großen und zeigte am Wechselpunkt tatsächlich einen fliegenden Wechsel. Wir hatten das nie mit ihr geübt daher war ich selbst ein wenig überrascht. Auf der rechten Hand zeigte sie nun auch noch ihren Trab und Galopp, ehe ich sie wieder einfing, die Richter grüßte und die Bahn verließ.
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  • Album:
    RP - Verkaufspferde
    Hochgeladen von:
    Maleen
    Datum:
    23 Okt. 2018
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    EXIF Data

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  • Rufname:
    Wednesday

    Dam: Unbekannt | S. Unbekannt D. Unbekannt
    Sire: Unbekannt| S. Unbekannt D. Unbekannt


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    Geburtstag:
    26.Januar 2007
    Geschlecht:
    Stute
    Rasse:
    Shetlandpony
    Farbe:
    Cremello
    Abzeichen:
    //
    Stockmaß:
    98cm


    Charakter:
    Geboren in Dänemark, wurde die junge Stute viel zu früh von ihrer Mutter getrennt und mit 2 Jahren an eine Familie nach Skagen verkauft. Dort lebte sie fast 7 Jahre in einem Offenstall mit einem Turnierpferd zusammen und diente als reines Beistellpferd. Viel Beachtung bekam die kleine Shettystute nicht, da ihr Offenstallpartner sehr erfolgreich im Turniersport ging. Nachdem dieser in Rente ging, war Wednesday übrig und wurde nach Deutschland auf ein großes Gestüt verkauft. Dort wurden sie eingefahren und sollte erfolgreich im Fahrsport eigesetzt werden. Die Besitzer allerdings waren nicht zufrieden, denn Wednesday lernte nicht schnell genug und funktionierte nicht so, wie es sich die Besitzer wünschten. Da sie angeblich für den Fahrsport ungeeignet ist, wurde sie wieder verkauft und kam im April 2017 auf die Küstenranch an die Nordsee.
    Da sich nie wirklich jemand mit Wednesday beschäftigt hat, hat die Stute wenig Ausbildung genossen. Auch wenn sie eingefahren ist, fehlen sämtliche Grundlagen. Außerdem ist Wednesday nicht eingeritten, was sich in der nächsten zeit allerdings ändern soll.
    Beim Training zeigt sie sich stets brav und arbeitet konzentriert mit. Da bis jetzt wenig mit ihr gearbeitet wurde, ist sie oft unsicher und überfordert. Dinge wie Putzen, Hufe geben oder spazieren gehen sind für Wednesday noch sehr ungewohnt und sie muss sich an den Alltag mit dem Menschen erst gewöhnen. Insgesamt hat sie einen sehr ruhigen und verschmusten Charakter. Neuen Dingen gegenüber ist sie sehr aufgeschlossen. In der Herde ist sie sehr verträglich und ordnet sich schnell unter. In Wednesdays Ausbildung sind noch einige große Lücken, die mit einer ruhigen Hand und viel Geduld allerdings behoben werden können.

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    Genetik:
    ee Aa/AA/aa CrCr
    Zuchterlaubnis:

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    SK 469
    Fohlen:
    //

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    Besitzer:
    Maleen
    Pfleger:
    //
    Maler(VKR):
    Calypso

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    Reitstil:
    Englisch


    Dressur: A/A
    Springreiten: E/E
    Geländespringen: E/E
    Fahren: S/S

    Rennen(Galopp): -
    Distanzreiten: A/A
    Western: -
    Fett > besonderes Talent // kursiv > dafür geeignet // durchgestrichen > keine Begabung

    Turnierschleifen:
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    319.Fahrturnier 322.Fahrturnier 349.Fahrturnier
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    350.Fahrturnier 363.Fahrturnier 405.Fahrturnier
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    573.Dressurturnier 445.Fahrturnier 417.Militaryturnier
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    428.Distanzturnier 420.Militaryturnier 582.Springturnier
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    582.Dressurturnier 436.Distanzturnier 437.Distanzturnier
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    585.Springturnier

    Stecki © Maleen 2013